Das Comeback des Dollars
24. Oktober 2008 von Spiegelfechter - Drucken
Die Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf das Währungssystem
Seit mehreren Wochen finden an den Devisenmärkten dramatische Entwicklungen statt. Der US-Dollar und der japanische Yen gewinnen deutlich an Wert, während der Euro und das britische Pfund erstmals seit langem wieder an Wert verlieren und viele Währungen kleiner Industrie- und Schwellenländer kollabieren. Dies hat weitreichende Auswirkungen auf die Realwirtschaft und könnte wie bei der Asienkrise 1997 eine langjährige Rezession in den betroffenen Ländern auslösen. Die Gründe für die Turbulenzen an den Devisenmärkten sind dabei größtenteils direkte Folgen der Finanzkrise.
Seit Anfang August verliert der Euro massiv an Wert gegenüber dem Dollar und dem Yen. Der Greenback notiert momentan rund 18% und der Yen sogar 26% höher als vor wenigen Wochen. Hinter den Kulissen findet eine panikartige Flucht in diese Währungen statt. Solch dramatische Wechselkursschwankungen ist man eigentlich eher von Drittweltwährungen gewohnt. Die Schwächeperiode des US-Dollars scheint einstweilen beendet zu sein – das Wechselkursverhältnis liegt momentan wieder im langjährigen Schnitt der Jahre 2003 bis 2007.
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“signifikant” ist schon einer deiner Lieblingsbegriffe in letzter Zeit, oder? :D
@FloG
Und dabei wollte ich noch “evident” schreiben ;-)
@SF
Humor hast Du ja.
Ich hoffe, dass der Kommentar von Karl #61 nicht der Zensur zum Opfer fiel.
Das Auflösen von Carry-Trades würde ich nicht unbedingt als Flucht in diese Währungen bezeichnen. Flucht klingt danach, als wäre das Geld in Japan oder Amerika besser aufgehoben. Ist es aber nicht. Es ist eher das panikartige Glattstellen von Positionen. Fundamental sieht es zwischen US$ und dem Euro doch ganz anders aus. Und bei diesen volatilen Märkten würde es mich nicht wundern, wenn Euro/Dollar in 3, 4 Monaten nicht wieder bei 1,50 oder 1,60 steht. Mittelfristig bleib ich jedenfalls sehr bullish für den Euro gegenüber Dollar und Pfund.
Ich fürchte, dass ist das letzte Aufbäumen des Dollars:
Im Rahmen seiner Arbeiten über die umfassende weltweite Krise löst LEAP/E2020 mit dieser 28. Ausgabe des GEAB erneut Alarm aus: Nach unserer Auffassung werden die USA im Sommer 2009 Staatsbankrott erklären; Gläubiger von US-Schulden werden ihre Forderungen gegen den US-Staat (Staatsanleihen, Obligationen von Fannie Mae und Freddie Mac…) abschreiben müssen ; alle Investoren in Anlagen in US-Dollar werden massiv Vermögen einbüßen. In den folgenden Monaten muss eine Währungsreform vorbereitet werden, um einen « Rentendollar (1) » einzuführen. Nur so können die Folgen des Staatsbankrotts und der massiven Kapitalflucht aus dem Dollar auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Der US-Staatsbankrott ist die zwingende Folge der folgenden fünf Faktoren, die wir im einzelnen in dieser Ausgabe des GEAB analysieren:
1. Das Wiedererstarken des Dollars in den letzten Monaten ist eine unmittelbare Folge des weltweiten massiven Rückgangs der Aktienkurse und wird nicht von Dauer sein.
2. Die politische Rückendeckung für den Euro durch den Eurogipfel vom 12. Oktober schafft rechtzeitig eine Alternative zum US-Dollar für Anleger, die ihr Geld in eine sichere Währung anlegen wollen.
3. Die Schulden der öffentlichen US-Haushalte wachsen nunmehr unkontrolliert und exponentiell.
4. Der akute Zusammenbruch der US-Realwirtschaft verhindert jede Alternative zum Staatsbankrott.
5. Für 2009 bleibt in den USA nur noch eine Frage offen: « Hohe Inflation; oder Hyperinflation?»
Quelle:http://www.leap2020.eu/GEAB-N-28-ist-angekommen!-Die-umfassende-weltweiten-Krise-Warnung-!-Sommer-2009-Insolvenz-der-US-Regierung-!_a2266.html
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Ich denke, wir werden binnen der nächsten Monate den Kollaps der USA erleben. Die Staatsschuld der USA beträgt übrigens 55 Billionen Dollar!!!
Moin.
Immer diese reisserischen Headlines. “Comeback des Dollars”. Nee, das ist übertrieben und im Grunde steht in dann in Deinem Artikel ja selber drin, es geht ums Aussitzen der Krise und der Frage, wo kann man die Kohle halbwegs gut anlegen statt sie unter die Matratze zu legen. Will schreiben, es wird auch wieder anders, das mit dem Dollar.
Was anderes fand ich spannender. Deine Schlussfrage.
Ob sich diese Lektion auch in der deutschen Wirtschaftspolitik durchsetzen wird?
Du meinst Merkel hat was in China gelernt? Man gucke hier: Finanzkrisen-Populismus. ;-)
zum Sachverhalt gelieferten Erklärungsmuster sage ich nichts, einem ökonomischen Laien wie mir klingt das plausibel, aber was bedeutet das schon. Ich wollte einen anderen Eindruck loswerden, was sich mir zunehmend aufdrängt: Was für ein Wissen produziert eigentlich eine Gesellschaft, die zwar die eigene Bevölkerung und alle Lebensbereiche der Ökonomie unterwirft, die geltende Form der ökonomischen Ratio zum universalen Prinzip menschlichen Handelns durchsetzt, aber nicht in der Lage ist, die Folgen dieses Handelns vorherzusehen, und offensichtlich auch nicht, diese zu beherrschen? Ich meine, es handelt sich ja nicht um Naturgewalten, sondern um von Menschen gemachten Verhältnissen. Ist diese Form des Wissens überhaupt in der Lage oder willens, aus diesem Unvermögen zu lernen und sich selbst in Frage zu stellen? Die Frage beantworte ich selbst. Wohl nicht, und da kann Einem angst und bange werden
@salvo.
das gilt doch für viele bereiche der arbeitsteiligen komplexen welt. wir leben je nach fachkompetenz zwar anderes aber dennoch mit vielen black boxen um uns herum und gehen davon aus, dass sie funktionieren. meistens zumindest. an sich gottvertrauen in unbekannte welten. ohne dem hätten wir uns wahrscheinlich nicht so rasant entwickelt.
@nakimushi
wer steht eigentlich hinter dem think tank (GEAB-N-28) mit den vertraulichen infos im öffentlich internet ohne impressum. solche quellen finde ich immer ziemlich schwierig zu händeln.
Du schreibst zu Recht:
“Wer sich zu sehr auf den Export konzentriert und die Binnennachfrage vernachlässigt, erhöht auch das Risiko, externen Faktoren zum Opfer zu fallen. Ob sich diese Lektion auch in der deutschen Wirtschaftspolitik durchsetzen wird?”
Folgender Beitrag enthält sehr interessante Infos: “Deutschland im Europatest”.
jjahnke.ne...
Lediglich beim Export (Platz 1) und bei der Entwicklung der Unternehmensgewinne (Platz 3)
belegt Deutschland vorderste Plätze. Bei diesen Kriterien handelt es sich jedoch um solche, die nicht sich nicht automatisch zu Gunsten der Bevölkerung auswirken. Was nützen uns
hohe Exporte, wenn diese vor allem die Folge von Lohndumping sind und damit erhebliche
“Kollateralschäden” auf dem Binnenmarkt verursachen?
„Die Presse verkörpert die sogenannte Freiheit. Aber die Staaten haben nicht verstanden, diese Macht zu benützen und so ist sie in unsere Hände gefallen. Durch die Presse errangen wir unseren Einfluss, blieben aber dabei doch im Dunklen. Dank der Presse haben wir in unseren Händen das Gold angehäuft.“
„Unsere Zeitungen werden von allen Schattierungen sein – aristokratisch, republikanisch, revolutionär, sogar anarchistisch – natürlich nur so lange, als die Verfassung besteht … Gleich dem indischen Gotte Wischnu werden sie hundert Hände haben, und jede davon wird eine gewünschte öffentliche Meinung am Finger haben.“
Quelle: wikipedia
@SF und andere Wirtschaftsprofis eine Frage.
Wo nimmt eigentlich der IWF die Kohle her, um den nun kriselnden Staaten unter die Arme zu greifen? Wieder neue Schulden der Länder, die in den IWF tragen? Bei wem haben die Länder ihre Schulden? Gibt es eine Art Landkarte der Verschuldungskette?
@misterL
danke, aber deine Erklärung erklärt mir nicht genug. Dass unsere Fähigkeit unsere Lebenswelt(en) umfassen zu verstehen und zu beherrschen auf Grund nserer ‘Spezialisierung’ und der damit einhergehenden Fragmentierung von Wissen begrenzt ist, ist mir schon klar. Aber was ist mit den Spezialisten, den so genannten Experten, deren Aufgabe und Funktion ist, eben diesen verhältnismäßig wichtigen Bereich unserer Lebenswelt zu verstehen, von dessen Beherrschung wir alle so abhängig sind bzw gemacht wurden? Welche andere Form des Wissens hat denn in unserer Zeit dermaßen versagt, das eigene Unvermögen und die eigene Falschheit eindrucksvoller erwiesen und solche schwerwiegende Konsequenzen für das Ganze nach sich gezogen?
@salvo
es könnte ja immerhin sein, dass das versagen der experten “lediglich” darin liegt vergessen zu haben, dass das ganze ein grosses live experiment ist, dessen finalen ausgang man nicht vorbestimmen kann, weil es unter anderem eben auch ein dynamisches system ist, das sich scheinbar aus sich selbst heraus ändert. psychologie, strukturelle macht, persönliche vorlieben alles das, spielt ja eine nicht unerhebliche rolle in solchen systemen an den nahtstellen persönlichen handelns. sie funktionieren nicht alleine auf der basis von logisch, mathematischer zusammenhänge.
@5 Nakimushi
Das gute am GEAB-Bericht ist, dass wir in einem dreiviertel Jahr ja sehen werden, ob sie recht hatten oder nicht.
Wo hast Du denn das schon wieder her?
@misterL
Ich muß doch auch an Heises Klickzahlen denken *lol*
Für weniger Ironiegeschulte: Das war Ironie
Das denke ich auch - wenn die Gelder “umgezogen” sind, werden es wieder die Fundamentaldaten sein, die die Kurse bestimmen und dann geht es wieder langsam bergab mit dem Dollar - wo der momentane Trend stoppt, wird spannend sein.
Interessanter finde ich auch die kleineren Länder, die momentan ziemlich tief im Sumpf stecken.
Ich halte das Merkel nicht für lernfähig - nein.
btw
ich habe zufällig eine mögliche Antwort auf meine Frage gefunden, und zwar in einem äletren Kommentar auf herdentrieb
“In der Ökonomie ist es prinzipiell möglich, jede Meinung irgendwie zu begründen. So las ich neulich von einem Nobelpreisträger der Ökonomie (dessen Name mir leider entfallen ist), dass die hohen Lohnnebenkosten in Deutschland prinzipiell gut seien, Begründung: Nur so entstehe Druck, einfache Tätigkeiten zu automatisieren, was letztendlich zu technischen Innovationen führe, ohne die ein hochentwickeltes Land wie Deutschland nicht vorankomme.
Nun wird die Mehrzahl der Wirtschaftswissenschaftler wohl anderer Meinung sein, aber es zeigt, dass man für viele Aussagen schlaue Begründungen finden kann.
Viel zu oft picken sich Ökonomen die am plausibelsten klingende Begründung hinaus. Einige Vorlesungen in VWL erinnern mich dann auch eher an Überzeugungsappelle denn an wissenschaftliche Veranstaltungen. Seht her, die Wirklichkeit ist so und so, und jetzt erklär ich euch, warum die andere Seite im Unrecht ist. Dies wird dann meist mit Erläuterungen an ausgesuchten Beispielen und Plausibilitätserklärungen unterlegt. Genau diese zwei Dinge sind aber in der Mathematik und in den Naturwissenschaften die unwissenschaftlichsten Begründungen, und zwar aus gutem Grund.”
blog.zeit....
@SF
Ich hoffe Du erkennt meine bisweilen unmarkierte Ironie. ;-) Der Titel oben ist schon sehr ftd-like. :-)
wo der momentane Trend stoppt, wird spannend sein.
Könnte man dies als den Ansatz und Ausgangspunkt sehen dafür, dass man in der Finanzwirtschaft wieder soviel alte Schuld halbwegs beglichen hat, dass man nun für neue Schulden (also neues Wachstum) bereit ist ein Risiko einzugehen?
@salvo #16
ich entdecke da *hüstel* zu meinem #13. :-)
In der Ökonomie ist es prinzipiell möglich, jede Meinung irgendwie zu begründen meint im grunde psychologie, strukturelle macht, persönliche vorlieben alles das, spielt ja eine nicht unerhebliche rolle und umgekehrt. :-))
@misterL
Ich erkenne Deine Ironie und Du kennst sicher meinen Spleen mit den “unkonventionellen” Überschriften ;-)
Nicht unbedingt - ich sehe den Punkt dann, wenn die Carry-Trades alle geplatzt oder liquidiert sind und die US-Investoren nichts mehr zu repatriieren haben ;-)
…hehehe….ich bewundere Jens sein Vertrauen in ein schon längst verstorbenen System immer wieder aufs Neue… ;-) Und auch das wird das letzte Aufbäumen des Dollars sein. Auch amüsiert es mich immer wieder, wie viele viele Menschen, die mit Sicherheit eine Menge Ahnung von dem momentanen (FALSCHEN) SYSTEM haben,noch immer an dem verstorbenen Patienten (Geldsystem) rumschrauben wollen.
Ich kann jedem wirklich mal den Film nuoviso.de... “Geld ist Schuld” empfehlen. Wer mir dann immer noch erklären will, dass hier alles mit rechten Dingen zugeht, sollte sich wirklich mal untersuchen lassen. Unser Geldsystem war schon immer eine Totgeburt. Warum will das niemand, ausser die Profiteure, begreifen? Ich pack mir immer wieder am Kopp. Der 45 minütige Film bietet auch ein paar Ansätze von Lösungsgedanken.
Und mein lieber Jens, dass die USA ein Defizit von 55 BILLIONEN Dollar hat, sagt kein anderer als David M. Walker, der ehemalige Comptroller General der Vereinigten Staaten.
Weiterhin sagt Walker in der Talkshow von Bill Maher , die offizielle Zahl von fast 11 Billionen stimmt nicht, es kommen weitere 44 Billionen an Schulden dazu, die nicht in den Büchern stehen. alles-scha...
Was zweifelst Du eigentlich immer an Dingen, die nicht sein dürfen, mein lieber Jens?
Wenn ich Meldungen lese wie: Die Rentenversicherung zockte mal eben bei Lehmann(wenn schon Einlagesicherungsfonds,dann bitte schön in Deutschland)…..Island hat die meisten Schulden bei den deutschen Banken….die Politik hat diesem ganzen Scheiß durch die Gesetzgebung Türen und Tore geöffnet….dass nur die ärmsten und kleinen wie Zitronen ausgepresst werden….usw usf,
dann frage ich mich, was kommt noch alles? Kommt genau das was man nie wahr haben wollte? Hier wird rumgeseiert….blablabla….anstatt diese ganze Bande zum Teufel zu jagen. Das komplette System abschaffen und ALLE aber auch wirklich ALLE zur Verantwortung ziehen. Die Schaffung des Geldes gehört mit den entsprechenden Gesetzen in die Hände des Staates und nicht in die der Privatbanker. Man kann doch sehen, dass viele Dinge, die nicht logisch zu erklären sind, manipuliert werden.
Also WAS……WAAAAAAAAS soll da noch diskutiert werden, warum das nun so oder so….steigt hier fällt da weil…..BALBLABLA…!
Mich macht der Betrug richtig rasend………dafür Sorry….doch das muss mal raus.
@chaolan
Was macht eigentlich meine Buddel?
@ Jens: ……die wird selbstverständlich auf Reisen gehen. Versprochen. Mach ich gleich nächste Woche :-(( ;-)hehe
@SF #18
nun, wenn
und GM als Beispiel für erfolgreiche Realwirtschaft zu sehen ist, dann wäre nakimushi mit #5 ja nicht ganz so weit weg von einer realisitischen Option in Sachen Dollar. ;-))
meine frage #11 - da wollte ich noch einmal darauf hinweisen und
@caholan #19, wer steht bei uns in 2009 zur wahl, mit der abkehr vom jetzigen geldsystem nach wohin auch immer im programm?
1. Wer soll das System zu Grabe tragen? Wie soll das funktionieren? Der wählende Bürger? Ein revolutionärer Mob? –> Das System sitzt so tief in unser aller Leben, dass es nur durch sich selbst heraus geändert werden kann, oder wir erleben in naher Zukunft einen Crash der alles vorher dagewesene in den Schatten stellt und es dann keine andere Alternative mehr gibt. Die Politik wird das nicht erreichen, ebensowenig die Initiative einiger weniger Konzerne und Banken, die via Gehirnwäsche zum Buddhismus bekehrt wurden.
2. Ich habe mir den Film auch angeschaut und ich muss sagen, dass er für Laien nicht schlecht ist, wenn es darum geht sich mal einen “Eindruck” über das Kreditwesen zu machen. Wie Jens mittlerweile müde wird zu betonen, dass er eben nur einen Eindruck eines Mechanismus vermittelt, der als Einzelteil eines größeren Ganzen eben nur einen Teilaspekt darstellt. Es ist wirklich gefährlich, sich solchen “Propaganda-Filmchen” hinzugeben und im Anschluss die Fäuste zu schütteln. Ist mir leider auch schon häufiger passiert… :(
@misterL
Und wenn Dieter Bohlen repräsentativ für Musik, die BILD reprsentativ für Journalismus und “Der Bergdoktor” repräsentativ für Literatur ist, können wir zum Armageddon blasen ;-)
Gibt es nicht noch die “Yogischen Flieger”?
@T-Man *23* : Aha….Propaganda-Filmchen(???)…..viel gefährlicher ist sich der täglichen Propaganda der Milliradärspresse, Banker und Politker hinzugeben. Einen Teilaspekt? Nur einen Mechanismus vermittelt? Was kommt denn, um bildlich zu bleiben, zuerst? Die Geburt oder die Erziehung? Die Mechanismen, welche heute ja unglaublich viele sind, sind doch erst auf ein falsches Konstrukt aufgebaut worden. Es gab ja nicht erst Mechanismen und dann die Geldschaffung. Daher kann ich Dir leider nicht ganz folgen. Der Film, wobei es da richtig viele gibt, zeigt klar und deutlich, wie das Schaffen von Geld funktioniert. Klar und nüchtern. Da liegt nun mal der Fehler. Alles andere, die Mechanismen und die Komplexität, kam später.
Und nur weil das System, wie Du schreibst, tief in unser aller Leben steckt, soll man nun quasi die Scheiße so weit rauspumpen, damit man wenigstens stehen aber dennoch weiter in der Scheiße wühlen kann…oder muß?? Sorry…doch lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Zumal sich immer die gleiche Bande die Taschen füllt.
Wer das ändern soll? Na ich denke wir sind alle mündig und dürfen schon wählen und Auto fahren….warum sollten wir dann nicht ein Systen zum Teufel jagen können? Oder hört da unsere Mündigkeit auf? Und eben, die Politik, die in das korrupte und verdorbene System bis zum Hals drinne steckt, wird mit Sicherheit nix ändern wollen und können ohne sich selber an den Pranger zu stellen.
Damit wäre auch die Frage von Mister L beantwortet. Nur weil es eine Partei aus ihrer verständlichen Sicht nicht in ihrem Wahlprogramm haben will und darf, heisst es nicht, dass man nix ändern kann. Das Dreckspack muss da getroffen werden, wo es am meisten weht tut…beim eigenen Geld. Aber bei der Gleichgültigkeit und Massenverblödung, was ja nun durch die Verblödungsindustrie TV und Millardärspresse Jahrzehnte erfolgreich gezüchtet wurde, bezweifel ich, dass überhaupt was mit denen anzufangen ist. Man bekommt die Menschen wahrscheinlich erst dann auf die Straße, wenn es keine Jamba Abos und Klingeltöne mehr gibt.
@7Salvo
Da kommen wir bei einem interessanten Punkt an. Die Theorie der freien Märkte sollte ja eigentlich dafür sorgen, dass sich solch komplexe Systeme wie das Finanzysytem selbst regulieren. Das dies nicht funktioniert, war unter Ökonomen durchaus konsensfähig. Warum die Politik genau auf die “Ökonomen” gehört hat, die das Gegenteil behaupten, ist schon erstaunlich.
@chaolan
Genau das passiert ja gerade eben.
Was den Kommentar von T-Man angeht … er spricht mir aus den Herzen ;-)
@SF 24
Wenn’s hilft.
Wenn die US Pesionskassen demnächst ihre Beiträge erhöhen müssen, weil die Verluste so hoch sind, werden die Erwerbstätigen in den USA sicher entweder weniger konsumieren oder schlechter ihre Schulden bezahlen oder beides. Das spricht in jedem Fall für ein anspringen der Rezession Part III. .)
@11 misterL
Guckst Du hier
@misterL
Mist, ich lese gerade sie haben sich 2004 aufgelöst ;-)
@ Jens 27: Wo passiert dass denn grade? Ich sehe imo nur Menschen die ihr Hab und Gut, Arbeit und ihre Ersparnisse verlieren. Ich sehe wie genau dieses Pack sich durch imaginäres Geld die Werte und Güter unter den Nagel gerissen haben, welche von Menschen hart erarbeitet wurde. Ich sehe sie nicht schwitzen, weil sie sogar per Gesetz geschützt sind, wie ein Bekannten, der bei BMW arbeitet. Ein Ackermann sieht körperlich auch aus, als würde er gut durch den Winter kommen.
@chaolan
Ein Großteil der hart arbeitenden Bürger hat sein Geld in Sparbüchern, Lebensversicherungen und ähnlich “konservativen” Dingen angelegt - da ist nix weg. Wer sein Geld in Zertifikate oder Heilbutt-Bonds anlegt … nun ja, Gier frißt Hirn. Wenn natürlich schlechte Bankberater dahinter stecken, liegt die Sache anders.
Normale Aktien, Zertifikate und die ganzen esoterischen Finanzprodukte, die momentan den Bach heruntergehen, sind nahezu ausschließlich im Portfolio der “Upper 10″.
@chaolan
Nur um der “Bande” eins auszuwischen, einen Staat an die Wand klatschen in dem wir alle leben? Von Tempo 50 auf Tempo 120 beschleunigen damit es so richtig scheppert? Operation erfolgreich –> Patient tot. Erhm… wir sind der Patient lieber Chaolan. Ich schätze du hast keine Kinder, oder? Ich auch nicht, aber ich mache mir zumindest Gedanken um die existenziellen Grundlagen aller, auch derer die eben noch nicht mündig genug sind um ihre eigene Existenz zu sichern. Wir sollten uns demnach etwas zügeln!
Du magst damit ja recht haben, allerdings sind wir eben nicht mehr in der Position einen perfekten Staat “schaffen” zu können. Wie oben bereits angedeutet haben wir heutzutage mit dem Gesamtpaket zu kämpfen, und insofern ist das Kreditwesen eben nur ein Teilaspekt, der tatsächlich der Regulierung bedarf.
Wenn ich dich richtig verstanden habe spielst du auf die Linkspartei an. Kannst du dich noch an ‘98 & ‘99 erinnern? Es gab da mal einen Finanzminister Lafontain, der versuchte die Märkte zu regulieren –> Der war so schnell seinen Posten los, so schnell konnte man nicht schauen.
Die SPD zog strukturell unter Schröder immer weiter nach rechts und führt mit F.W. Steinmeier diesen Kurs fort. Den Rest kennen wir aus unserer jüngsten Geschichte. Die Linke erstarkt, aber keiner will mit der inoffiziellen Tochter der SED koalieren. Dumm gelaufen fürs Deutsche Volk!
Ergo, selbst wenn wir alle mündig sind –> Es ändert sich nichts! Und von einer neuen RAF würde ich eher abraten…
Ich zeichne äußerst ungern schwarze Bilder, aber mir sind im Moment sämtliche Farben ausgegangen, da der Wal-Mart nicht mehr da is… der hatte immer die schönsten… -.-
Immerhin erscheint mir die Abwertung des Euros gegenüber den Währungen von China (CYN) und Indien (INR) sehr logisch und auch richtig. Man muss sich nur mal die Warenströme anschauen.
Wenn gefordert wird, die Binnennachfrage durch höhere Löhne anzukurbeln, so kommt mir das immer ein wenig so vor, als würde man sich selbst an den Haaren aus dem Sumpf ziehen. Ohne Exporterlöse ist doch der Wohlstand unseres Landes nicht zu erhalten. Wir müssen Waren produzieren, für die wir möglichst viele andere Waren oder Dienstleistungen eintauschen können. Können wir das nicht mehr, so sinkt der Wohlstand, oder nicht?
Der gesetzliche Mindestlohn liegt in China bei unter 500 Yuan pro Monat bei einer 57-Stunden-Woche ohne Urlaub. Dies waren vor kurzer Zeit noch nicht mal 50 Euro, dank Euroabwertung sind es nun immerhin 57 Euro.
Noch eine Zahl: 2005 wies China 600 000 Abgänger der Ingenieurswissenschaften auf, die USA 70 000 (M. OTTE, “Der Crash kommt”, 2008). Die Karten werden neu gemischt, das ist alles.
@Spiegelfechter:
de.youtube...
Der mann der das sagt, ist nich irgendwer:
Fmr. Comptroller General David Walker, 56 trillion dollars debt. (3:30min).
In etwa vergelichbar mit unserem Bundesrechnungshof.
Im video Begleittext sind die genauen Positionen aufgeschlüsselt. Der Bundesrechnungsprüfer im Interview meint, man müsse zu den offiziellen 10 billionen schuld weitere 40 billionen hinzurechnen.
Summa Summarum: 56 Billionen Schulden, auf eine mehr oder weniger kommts da wohl nich mehr an…
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Generell möchte ich sagen, das ich es sehr gut finde, Jens hier so oft in den Kommentaren zu lesen, zeigt “Bürgernähe” ^^
@34 Gebintit
Öhhm, nö. Beide Währung haben einen Peg (eine feste Bindung an andere Währungen) - der Renminbi offiziell, die Rupie inoffiziell. Die Kurse beider Währungen in Euro sind daher fast ausschließlich auf die Kurschwankungen vom Euro zum Dollar (Indien) und vom Euro zum Dollar und zum Yen (China) zurückzuführen. Die spannendere Frage ist: Wie lange können China und Indien (aber auch und v.a. Russland(!)) den Peg halten … schau´n mer mal.
Schau über die Grenze nach Frankreich - geht es “denen” schlechter? Nein, es geht ihnen besser. Die Gleichung, brummt der Export, geht´s uns allen gut, geht schon lange nicht mehr auf.
Und die 600.000 Abgänger können sich schon mal darauf einstellen, dass sie eine Garküche aufmachen können. China steht auf der Abschussliste.
@35 nakimushi
Hmm, es wäre sinnvoll da mal ein paar Details zu erfahren, was der Herr Walker konkret meint. Eine 4fache Verschuldung müsst auch 4fache Haushaltsmittel pro Jahr in Anspruch nehmen - das ist nicht so. Gibt es einen gigantischen Schattenhaushalt und wer besitzt die Schatten-Schuldpapiere? Die BIS (die sicher glaubwürdig ist) kennt diesen gigantischen Schattenmarkt nicht. Bis ich da Fakten auf dem Tisch habe, bin ich sehr skeptisch.
Hallo Jens, danke für den Artikel. Die Entwicklung des Dollars habe ich jetzt schon ein bißchen verstanden.
Eine andere Sache, die ich nicht kapiere ist der Ölpreis. Der liegt im Moment bei 62 Doller und damit auf dem Niveau von 05-07. Ich habe mir nochmal deinen letzten Artikel “Ölpreisorakel” druchgelesen.
Ok, die Nachfrage geht (weltweit?) zurück. Aber sicher nicht in dem Maße, das man sich eine Halbierung innerhalb eines Jahres erklären könnte.
Bleibt noch die Spekulationen. Du sagtest ja, dass langfristige Entwicklungen kaum von den Spekulanten anbängen. Die Hedgefonds gibt es ja heute immer noch, haben die aber nicht mehr das nötige Kapital zum zocken? Das wäre ja ansich eine angenehme Entwicklung ;) Die erfreuliche Seite der Finanzkrise.
Ich habe mir auch mal ein paar andere Rohstoffe angeschaut, die ja auch unter dem Verdacht standen Ziel der Spekulationen zu sein. Soja um die Hälfte gefallen seit 1 Jahr, Mais das gleiche, so ein komischer Agriculturals Index das gleiche.
Wie läßt sich das erklären? Vielleicht Thema eines nächsten Artikels? ;)
@ T-Man 33 : Ich will der Bande keinen Auswischen sondern dass die in den Knast kommen. Und ja, ich würde das System sterben lassen. Grade weil ich Kinder habe. Denn diese sind es, die dann noch mehr zum Sklaven mutieren, als wir es schon sind. Wem gehört denn alles, den Bankern oder dem Staat? Denk mal drüber nach. Die existenziellen Grundlagen muss man neu schaffen. Es gibt nun genug erfolgreiche Versuche mit einem anderen Geldsystem die erfolgreich waren. Es waren aber genau die Banker, welche die Gesetze machen (lassen), die sich dagegen aussprachen. Schön sind doch auch die O.Zitate, welche im Film vorkommen. Warum sagen die das? Sie sagen sogar wie man denen die Macht rauben kann. Wer neue Ufer erreichen will, muss bereit sein das alte zu verlassen. Doch man hängt ja schön an dem Wohlstand nicht war? Denn bei einem Geldsystemsturz wären zwar die so genannten Annehmlichkeiten wech, aber nicht die Fähigkeiten. Gut, ich gebe zu, dass ich es explizit gelernt habe zu überleben. (Besser als Jens, der nur bei der Marine war…hihihi) Doch in der Geschichte haben die Menschen immer einen Weg gefunden etwas neu aufzubauen. Man muss nur mal selber bei sich anfangen und den Konsum anders gestallten.
Wenn wir nicht in der Position sind einen perfekten oder für alle einen gerechteren Staat zu bilden, wer dann? Man muss nur mal seinen Arsch bewegen und selber verzichten können und wollen. Mehr bedarf es dazu nämlich nicht. Na ausser den festen Willen natürlich. Das damit unheimlich viele Probleme zu meistern wären ist mir klar, doch es hat sich immer gezeigt, dass das Volk in Zeiten der Not zusammen stand. Nicht die Vollpfosten, welche regieren oder die Ausbeuter sind die, die uns gutes tun. Man kann bald täglich sehen, dass versucht wird das GG auszuhöhlen….ja am liebsten würde man es gar abschaffen wollen…doch dies interessiert scheinbar niemanden…nein im Gegenteil, dann kommt sowas wie Dein Satz….na lieber fügen und das beste draus machen. Ich sage scheiß drauf. Jetzt braucht es wirklich Leute mit Eiern, wie ein Kahn zu sagen pflegte. Ich bin auch für keine RAF….und links bin ich schon gar nicht. Die gespielte Demokratie hier kotzt mich eh an. Die Rechten, welche eh mit Staatsspitzeln unterwandert ist, und die Linken braucht man eh nur, um von der eigenen Dreckspolitik abzulenken.
Wählen kannst Du nämlich gar keinen mehr. Doch wie wird es gehandhabt? Na dann wählen wir halt das kleinere Übel….*kotz* Denn es ist egal wer regiert, die Politik wird sich, wenn wir nichts unternehmen, nie mehr ändern.
Wie sagte ein Butzko noch? Ändern sich die Dinge wirklich oder werde ich nur älter?
de.youtube...
@SF #36
Das hast schön locker gesagt…
Und die 600.000 Abgänger können sich schon mal darauf einstellen, dass sie eine Garküche aufmachen können. China steht auf der Abschussliste.
Kannst das auch mit Butter bei die Fische untermauern? Sonst, glaube ich, glaubt Dir das keiner. ;-)
(Ich schon, weil China viel zu sehr vom Export abhängt und es sich gar überhaupt nicht erlauben kann, wenn Investments in die Realwirtschaft wieder zurück in die Heimatländer geht. Gut, Merkel wird den Chinesen helfen wollen und der Deutschen Realwirtschaft. Aber das ist ja nur eine Überlegung aus Laiensicht).
@chaolan #39
Aus sehr egoistischer Sicht meinerseits würde ich mit dem Neuanfang nach dem Zusammenbruch gerne bis nach menem Ende warten. Nicht weil das hier und jetzt so toll ist und auch nicht weil ich mir nicht noch sehr viel besseres vorstellen kann. Sondern weil ich grosse Vorstellungsprobleme damit habe, dass man nach dem Zusammenbruch dieser Weltordnung danach die Optionen etwas neues generell und dann auch noch etwas besseres speziell wirklich besser werden.
@38 Christian
Keinesfalls - zumal die OPEC ja momentan wesentlich weniger fördert, als zu Zeiten der Hausse.
Ich tippe eher auf hysterische Panik, diesmal in die andere Richtung. Ich bin mit aber recht sicher, dass sich dies über kurz oder lang wieder einpendelt.
Ein weiterer Punkt, der gerne vergessen wird. Der Preis in Dollar schwankt massiv, der Kurs in Euro schwankt zwar auch heftig, aber nicht sooo arg, wie in Dollar. Als der Ölpreis im Juli mit 140 $ peakte, waren dies (1,6:1) 87,5 Euro pro Barrel, heute bei 65$ und 1,25:1 sind es noch 52 Euro pro Barrel. Das ist ein gewaltiger Preisverfall, aber nicht so arg, wie in Dollar. Öl wird zwar in Dollar gemarkert, aber in allen Währungen gekauft, die Dollarschwankungen verstärken daher den Eindruck eines extrem volatilen Ölpreises.
IdT ;-)
Zu einem spielt auch da der Dollar eine Rolle, zum anderen gab es vor allem bei Lebensmitteln Spekulationsblasen, die nun geplatzt sind. Beim Öl hat Spekulation eine Rolle gespielt, aber nicht nur. So lange wir keine Substitution für Öl haben, wird es auch in Zukunft sehr teuer sein.
@misterL
Muss mir auch keiner glauben ;-)
Wo sollen denn bitte die 60.000 Jungingenieure arbeiten? China ist eine gigantische Blase, aus der so langsam die Luft entweicht. Mit einer weltweiten Rezession werden die chinesischen Exporte auch einbrechen und China hat es immer noch nicht geschaft, einen - auch nur halbwegs funktionierenden - Binnenmarkt für seine Güter zu etablieren. Wovon auch? Erhöht man die Löhne, sinkt die Konkurrenzfähigkeit. Die chinesische Zentralbank hat momentan alle Hände voll zu tun, ihre Dollarreserven aus Freddie und Fannie (mit Verlust) abzuziehen (ich habe in Erinnerung, dass sei dort mit rund 500 Mrd. US$ investiert waren) und den Peg des Renminbi gegen den starken Dollar und Yen zu halten. Chinesische Unternehmen sind bereits in die Devisenfalle getappt und haben bei Währungsderivatgeschäften mehrere Milliarden verzockt - auch die Investments in Lehman (rund 700 Mio. US$) und andere Finanzgeschäfte, die herbe Verluste einbrachten, müssen in China erst einmal verarbeitet werden.
Die Fundamentaldaten Chinas sind zweifelsohne ok, aber wie sich eine Riesenvolkswirtschaft, die unkontrolliert über Jahre boomte, verhält, wenn die Blase platzt, ist schwer vorherzusagen. Neue Investments wird es wohl erst einmal nicht geben - nicht umsonst veröffentlichen die Chinesen diesbezüglich schon lange keine Zahlen mehr. Die Jungeingenieure werden es schwer haben.
Da können sie natürlich gegenhalten - noch haben sie genug Devisen. Ob es sinnvoll ist hier vabanque gegen den Trend zu investieren, bezweifele ich allerdings.
Merkel hat v.a. Angst um die Absatzmärkte für deutsche Maschinen ;-)
@Jens, Ja das mit den 55 Billionen lässt mich ja nicht in Ruhe…
Bei CNN.Money findet sich folgender Artikel:
“The $55 trillion question”
money.cnn....
Ich bin kein Finanzexperte, im Endeffekt wirds aber nur darauf rauslaufen, ob bei den offiziellen 10 billionen gewisse Posten berücksichtigt wurden, oder ob finanzielle Verpflichtungen der USA da gar nicht mit reingenommen werden…
Unter Strich bleibt es aber dabei: 55 Billionen Schulden.
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Das der Kollaps unmittelbar bevorsteht, lässt sich an vielen Zeichen ablesen, und wär mal nen Artikel wert in deinem Blog.
So ist seit 1.Oktober eine Militärbrigade mit Polizeiübungen beschäftigt, unterstellt dem “Northern Command” das ohne Billigung des Kongresses geformt wurde übrigens.
Dann sehen wir diktatotrische Befugnisse des Präsdenten, der quasi jederzeit den militärischen Ausnahmezustandausrufen kann, die blosse Beschuldigung, man sei Terorrist oder “enemy combatant” kann einen auf unbestimmte Zeit hinter Gitter bringen.
Dazu passt dann auch der Ausbau von Konzentrationslager quer durchs ganze Land, wie es der San Francisco Chronicle in diesem Artikel beschreibt:
sfgate.com...
Das wär doch mal ein Thema Jens (will dir aber nicht reinreden! Ist dein Blog!), aber DAS ist doch entscheidend zu sehen:
Die USA bereiten sich für den Kollaps vor- Verschwörungsspinnerei hin oder her, das lässt sich einfach nicht negieren.
@43 Nakimushi
… der aber gar nichts mit den Staatsschulden, sondern etwas mit Kreditderivaten zu tun hat.
Ah so ;-)
Bliebe die Frage: Was ist ein Kollaps? Wir stecken mitten im Kollaps, die Frage ist eher, wie wirkt sich der Kollaps auf die Realwirtschaft und die Gesellschaft aus. Momentan bin ich da wenig defätistisch.
Schuster, bleib bei Deinen Leisten - ich versuche Themen zu umschiffen, bei denen ich nicht sonderlich kompetent bin (Kritiker sehen das natürlich ganz anders ;-))
Wer auf diesem Gebiet kompetent ist, ist mein Gastautor Nick Abbe und der hat genau zu diesem Thema einen interessanten Artikel bei TP verfasst.
Vielen Dank für den Telepolis link! Ja über den Übergang kann man nur spekulieren, Ich persönlich tippe auf Chaos, Notstand, Amero und schliesslich die North American Union.
Ich will das jetzt nicht alles mit links vollpflastern hiere, aber das scheint mir doch ein sehr wahrscheinliches Szenario zu sein.
Welche Auswirkungen der Niedergang (wie auch immer geartet) auf uns haben wird, wir als Europäer die ihr Schicksal an den Euro geknüpft haben, Ich kann es nicht sagen.
Für Optimisus sehe ich allerdings keine Anzeichen, trotz des optimistischen Titels dieses Blogeintrags ; )
Liebe Grüsse,
Naki
(Sehr hübsche Kanji hast du dir da für deinen Blog ausgesucht, ein hoher Anspruch ;)
@Nakimushi
Ich bin beeindruckt - Du bist der Erste, der das bemerkt hat.
Aber Du hast recht - das Kanji könnte auch auf einer VT-Seite prangen ;-)
@Spiegelfechter
Die westliche Arroganz werden wir wohl erst ablegen (müssen), wenn wir die asiatischen Touristen durch unsere hübschen Fachwerkstädtchen führen, denn wir werden dann das Trinkgeld dringend benötigen. Ich bin kein Wirtschaftsexperte, habe aber u.a. Geographie studiert und viele Länder besucht, u.a. China (Hong Kong, Guangdong, Shanghai). Die Chinesen haben in den letzten Jahren unglaublich in Infrastruktur und Bildung investiert und wer die Chinesen unterschätzt, der hat schon verloren. Und Bundespräsi Köhler hat zu Recht darauf hingewiesen, dass die Chinesen sehr pragmatisch und erfolgreich in Afrika, aber auch in Südamerika (”Vorhof” der USA) Märkte erschließen und sich (mit allen Mitteln) Rohstofflieferanten sichern. In einer Rezession - die viele kommen sehen - wird man eher Probleme haben Luxusartikel zu verkaufen, als T-Shirts, etc. Made in China. Sicher haben sich auch die Chinesen verzockt, bei deren BIP und Wirtschaftsdynamik aber wohl kaum systemgefährdend. Aber vielleicht implodiert ja auch China? Vielleicht stürzen aber in auch nicht zu ferner Zukunft westliche Staaten in den Bankrott, die einst noch stolzer waren als die Bayern? Wir werden sehen …
Das letzte was wir verlieren, das wird unsere Arroganz sein! Die Finanzwirtschaft mag noch manche Kapriole machen, am Ende kommt sie auch in der Realität an. Und La Grande Nation Frankreich? Schaun wir mal in ein paar Jahren. Hoffentlich kann ich dann noch hier in den Kommentaren lesen.
OT:Kanji
Ich kann ja gar kein japanisch, und hab da immer zhen shi gelesen (und wunderte mich daher anfangs, wie rigoros du die “truther”, also jene, welche “truth” bereits im Titel ihres blogs führen, abkanzeltest ;))
@43
Rein aus dem Gedächtnis, ist nicht mein Thema:
Die $55bn beziffern die Gesamtschuld der US-Volkswirtschaft inkl. der Unternehmen/Industrie, der Konsumenten und der öffentlichen Hand. Entnehmen kann man ähnliche Zahlen unter anderem den Quartalsberichten der Fed, namentlich dem ‘Flow of Funds Accounts of the United States’, L.4 auf Seite 60.
Sachen wie Medicare/Medicaid und Social Security laufen separat von den balance sheets, daher wird aus ~$10bn schnell mal ~$50bn.
Ich glaube kaum, dass die China-Blase platzt, falls es überhaupt eine Blase ist. Gerade während einer Rezession dürften billige China-Importe noch besseren Absatz finden und wenn das Öl so billig bleiben sollte wie jetzt, hilft es China weiterhin preiswerter zu produzieren und die Transportkosten in Grenzen zu halten. Außerdem: wer sollte China ablösen? Indien, Afrika, Vietnam? Da fehlt es vor allem an der nötigen Infrastruktur und außerdem ist die Mentalität und Bildung der Menschen, das Klima, politische Stabilität als Wirtschaftstandort alles andere als optimal.
China erlebt einen Dämpfer wie alle anderen auch, aber die Politik müsste schon viel protektionistischer werden und der Ölpreis so hoch, dass der Transport zu teuer wird um die Blase platzen zu lassen. Ich wäre mit beidem einverstanden.
Wie oft erliegt man den Schnäppchen “Made in China” und bezahlt hinterher doch noch den doppelt so teuren Preis für ein vernünftiges Produkt oben drauf, weil die Qualität halt mangelhaft war. Mit strikteren Umwelt- und Qualitätsauflagen könnte man einen neuen Protektionismus sogar ökologisch und für die Binnenwirtschaft ökonomisch sinnvoll durchsetzen ohne Zölle, obwohl auch die sinnvoll wären. Es würde zwar auch eine Inflation damit einhergehen, weil die Preise zwar hedonistisch nach Funktionsumfang bewertet werden, aber die Qualität und Langlebigkeit wohl keinen Einfluss hat, aber einem Land wie China, welches 70% aller Gewässer schon verseucht hat und jährlich zig veraltete Kohlekraftwerke ans Netz bringt noch Waren abzukaufen, ist doch kurzsichtig, dumm und hat vor allem den Ressourcenverbrauch und CO²-Ausstoß weltweit in ungeahnte Höhe getrieben.
Wie will ein Unternehmen hier ökologisch und sozial verantwortungsbewusst handeln, wenn man den Markt mit Waren überflutet, die dank Ausbeutung von Mensch und Natur nur halb so teuer sind? Die neue Armut in Deutschland kann man halt nicht nur Politik und Wirtschaft in die Schuhe schieben, sondern dieser ausländischen Konkurrenz, die über Leichen geht und auf Umwelt einen pfeift.
Wal-Mart war ein Hauptgrund für das enorme Außenhandelsdefizit der USA und Europa bzw. Deutschland sollte da besser andere Wege beschreiten. Es mag zwar für den Einzelnen teuer werden, aber dafür gibt´s dann auch mehr Jobs und Produkte, die moralisch und ökologisch vertretbarer sind. China darf gerne für Asien und Afrika weiter Billigzeug produzieren, aber in Europa sollte man von Hand auslesen, was rein darf und was nicht.
@SF und @Gebintit
Thema China. Ich neige Euch beiden Recht zu geben. Der Punkt ist hat oder wird China ein nachhaltigen Binnenmarkt in Gang setzen, also ein gigantisches Feuerwerk abschießen lassen oder nicht. Vergiss dann auch die Exportgeschichte. In Laptops, Accus und anderer Hightechartikeln ist China fast alleiniger Weltproduzent. Wie da die Abhängigkeit real aussieht verdeckt manchmal der Blick.
Ansonsten zählen die Dimensionen. Wer über die Option von 500 bis 600 Millionen Werktätigen hat, die Kunden würden braucht mehr als 600 Tausend Ingeneure. Das ist also gut 0,1% der Werktätigen. Im Vergleich dazu die BRD 0,1% entsprechen ca 30 Tausend davon. Keine Frage die finden Jobs - gute Jobs. Ein weiteres dürfte auch klar sein. Die Fangen nicht mit der Erfindung der Dampfmaschine an, die steigen bei aktuellen Stand der Forschung ein.
PS: China ist für den Export-Weltmeister Deutschland natürlich zu wichtig, weshalb es politisch nicht gewollt ist, neue Handelsschranken zu ziehen. Aber gerade ein Technologie-Standort wie Deutschland sollte langfristiger denken und sehr vorsichtig mit dem Know-How umgehen, welches es mit exportiert. Jeder sagt, Deutschland ist deshalb noch so gut im Export, weil China es noch nicht besser kann. Eine Frage von wenigen Jahren, bis sich das Blatt wendet, sehr wenigen Jahren.
Außerdem: warum heißt es wohl, das Keynes bzw. die Nachfragepolitik in Deutschland ausgedient hat? Die Antwort ist einfach und leider auch logisch: ein zu großer Anteil eines Konjunkturprogrammes landet im Export bzw. in fremden Händen. Nachfragepolitik kann nur wirklich wirken, so lange man beeinflussen kann, wo hin das Geld fließt. Dazu bringt spätestens Zins und Zinseszins das Keynesianische Modell zum Fallen. Wer darauf noch baut, braucht erst einmal ganz andere globale und finanzpolitische Vorraussetzungen oder ne Zeitmaschine. Bis dahin kann man Bücher von z. B. Albrecht Müller gerne lesen und wird auch schlauer, aber sollte die nicht allzu ernst nehmen.
@Anindo
Volle Zustimmung! Aber wo ist die Lösung? Aus dem Welthandel aussteigen? Ok, dann sinkt aber für die meisten von uns der Wohlstand. Bei aller berechtigten Kritik an China sollte man auch nicht vergessen, dass wir (Deutschland) auch mit Niedriglöhnen und rücksichtsloser Umweltverschmutzung angefangen haben, auch wenn in China das alleine schon wegen der gigantischen Bevölkerung noch viel schlimmere Dimensionen hat. Mit Umwelttechnologien Made in Germany können wir sicher noch in den nächsten Jahren punkten, die Massenware wird aber woanders produziert. Wie kann man globale Standards an menschenwürdigen Arbeitsbedingungen, Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit, etc. durchsetzen? Aber vielleicht helfen ja Krisen und Katastrophen den Politikern auf die Sprünge? (In der Summe ist die Menschheit halt auch nicht viel besser als die einzelnen Menschen und mal ehrlich, viele kriegen den Arsch doch erst hoch, wenn er brennt!)
@Gebintit
Tja, ich meinte ja nicht China abschotten, sondern handverlesen Produkte nach Nutzwert, Umweltbelastung und Funktion beurteilen. Wenn sie was gutes zu verkaufen haben, nur zu, aber Billig-Schrott und Waren, die wir hier nachhaltiger produzieren können, sollten klar draußen bleiben.
Vor allem umwelt- und sozialpolitische Gesichtspunkte sollten entscheidend sein, ob eine Ware hier verkauft werden darf oder nicht. Ich wette, auch die andere Welt würde da seeehr profitieren. Schließlich wollen sie in diesen Markt und können sich Öl- und Ressourcenpeak genau so wenig leisten wie wir. Noch viel weniger.
Wer in Europa Produkte verkaufen will, muss nachweisen, sozial und ökologisch nachhaltig zu produzieren. Wo liegt das Problem, wenn die EU schon die Größe und Biegung von Bananen vorschreiben kann? Eigentlich sind diese EU-Normen prinzipiell vorbildlich um sich gegen Billig-Konkurrenz zu schützen und je sozial- und ökologischer man solche Vorschriften einführen würde, um so mehr würde man die eigene Wirtschaft und den Planeten schützen. Viele Fliegen mit einer Klappe.
Naja, so fortgeschritten Deutschland auch wirken mag. Wenn ich jeden Tag mit meinem Fahrrad an Hunderten Autos vorbeifahre, die das letzte Öl so sinnlos im Berufsverkehr verballern mit durchschnittlich 1,1 Insassen pro 2 Tonnen Schleuder, anstatt alternative Mobilitätsmodelle zu entwickeln, glaube ich, wir versauen uns hier Chancen, nur um die Automobil-Industrie zu schützen, die ja eh (bald) ausgeschissen hat, ohne auch nur ein vernünftiges Öko-Auto produziert zu haben. Gerade Deutschland sollte sich auf Peak-Oil freuen und könnte da sehr von profitieren, wenn die Gleise richtig gelegt werden. Sowohl hier als auch europaweit.
Staatsbankrott voraus!
$55.000 Milliarden Staatsschulden sagt Former Comptroller General David Walker in diesem Video:
$99.000 Milliarden Staatsschulden sagt der Präsident und CEO der FRB of Dallas Richard W. Fisher in diesem Artikel:
@54
Und jetzt jammern die Autokonzerne, dass sie ihre fetten, aufgeblasenen Autos nicht loskriegen und der Staat soll nun wieder Geld in die Hand nehmen, um die Versäumnisse der Konzernlenker zu korrigieren. In dieser KRISE haben viele die Rechnung bekommen, die sie verdient haben. Dieses Bild, aus dem Blog von SF, könnte einmal in einem Geschichtsbuch im Kapitel “Der wirtschaftliche Niedergang der USA”, der Illustration dienen:
Autowahnsinn
Zwei drei Zahlen zum Schrott aus China:
Alle bei uns in der Firma verwandten Dell HighEndServer haben den Stempel Made in China.
Ca 50% aller Laptops kommen aus China
(Fast?) 100% aller Accus dürften aus China kommen.
Euro Vorstellungen zur Auswahl der tollen Produkte für uns und den Rest für China ist arrogant, nicht umsetzbar und zu dem nicht realistisch.
@misterL #13
Ach nee … sprichst Du etwa von … Menschen …?
eine nicht unerhebliche Rolle
Du scherzt! spielt die Rolle muss es heißen! Merx Dir :-)
Grüße
Vogel
@Gebintit
Nicht nur Schluckspechte halte ich für Blödsinn, sondern der gesamte Individualverkehr an sich ist dem Ende geweiht und muss jetzt überdacht werden.
Wie kommt man energieeffizient von A nach B in möglichst kurzer Zeit? Meistens mit öffentlichen Verkehrsmitteln! In einer größeren Stadt haben Autos in spätestens ein paar Jahren völlig ausgedient, weil sie schon jetzt nicht effizient sind und sich nur durchsetzten können, weil viel Platz und Geld, sprich viele Straßen und Autos für sie verbaut wurden.
In ländlicheren Gegenden wird es wohl auf Sammeltaxis hinausgehen, aber seine Kilos plus ein Auto von A nach B zu bewegen, wird früher oder später energetisch eher unerschwinglich werden für die meisten. In Ballungsgebieten dürfte es auch auf längere Zeit gesehen die Mobilität noch preiswert genug sein, wenn man den Nahverkehr ausbaut und Autostraßen abbaut. Die Menschheit wird jedenfalls nicht ausgelöscht, sondern sich den neuen Gegebenheiten anpassen, so Gott will…
Teure Energie wird sicherlich auch der Muskelkraft wieder mehr Gewicht verleihen und die Landwirtschaft wird wieder wichtiger und arbeitsintensiver. Jedenfalls glaube ich nicht daran, dass notgedrungen alles schlechter wird. Die Menschen in Deutschland scheinen eh notorisch unglücklich und jeder Slum in Indien strahlt mehr Lebensfreude aus. Ich denke, dass unser asozialer Wohlstand der Grund dafür ist, weil wir instinktiv doch wissen, wen wir damit schaden.
@Nr.55: WOW! fast HUNDERT BILLIONEN! Ist immerhin die offizielle FED website die das schreibt… bin sehr müde und kurz vorm wegnicken, aber das wird ja immer doller (nich dollar^^).
Kann mir bitte jemand, in einfachen Sätzen erklären, was es mit dies 10, 55 und jetzt über 90 tausend milliarden Dollar Schulden auf sich hat?
Jens, ich bin Laie, mit Geld kenn ich mich nich aus, aber bei solchen Fehlbeträgen kann man nur von Totalschaden ausgehen, alles andere muss einfach Augenwischerei sein.
Ich muss grad an Brecht denken:
“Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er genügend große Ausmaße angenommen hat.“
Ist der Wahnsinn so gross, das wir ihn nicht mehr sehen können?
@60
Die ~$10bn beschreiben wirklich nur die offiziellen Schulden von Washington, den Staaten, Städten, Kommunen, etc. Offene Posten wie Sozialversicherung oder die gesamte medizinische Versorgung gehen nicht in diese Zahlen, auch wenn es sich hier ebenfalls um ungedeckte Posten handelt. Man berechnet, wieviel man heute zahlen müsste, um alle nicht gedeckten Posten dieser Programme zu bezahlen - und so kommt man auf diese großen Zahlen.
Die ~$50bn fallen im Vergleich mit den ~$100bn so gering aus, weil bei der Zahl, soweit ich weiss, Medicare A oder B nicht mit einbezogen wurde. Als Erklärung wurde meines Erachtens angegeben, dass dieser eine Betrag schwerer zu schätzen sei, sich jedoch gut im Bereich zwischen $25-60bn bewegen könnte.
Wie gesagt, ist lange her, dass ich dazu mal eine Aufschlüsselung gesehen habe. Vielleicht spuckt Google ja was ansprechendes aus, Dean Baker hat im Frühjahr mal eine Rede dazu gehalten, glaub ich.
Als Praxisbeispiel kann man die Kosten der beiden Kriege anführen: auch wenn die aktuellen Kosten enorm sind, die noch kommenden, offenen Kosten für die Betreuung der Veteranen übersteigen den bisherigen Betrag um ein vielfaches.
Natürlich läuft alles auf einen Totalschaden hinaus. Das ist auch alles seit Jahren bekannt. Ackermann und Schröders bad Bankideen von 2003 waren der kleinste Vorgeschmack, wo man selbst ganz klein erfassen konnte, wie es wirklich aussieht.
manager-ma... (2003 !!) war das
Das gesamte kapitalistische Wirtschaftssystem ist weltweit ein pure Illusion, deren Ausgaben, keine Waren und Dienstleistungen gegenüberstehen.
Es wird weltweit eine sehr schwere Inflation geben, mit schweren Protesten und aufstandsähnlichen Zuständen. Denjenigen, die immer noch auf den guten Willen von irgendwem hoffen, sollte sich ganz schnell klar machen, dass die Upper Class sich einen Dreck für die Menschen interessiert.
Etwas Gutes hat das doch alles: endlich wird diese Krise den Menschen in den ersten Metropolen und Ländern der ersten Welt klar und deutlich machen, was Überlebenskampf für Andere seit Jahrzehnten bedeutet, und eine andere Lösung erzwingen.
Habt noch ein wenig Geduld, bis auch der UNREGULIERTE Markt der Kreditderivate, der so genannten Credit Default Swaps (CDS) ins Wanken kommt - dann wird es richtig lustig. Der Wert der CDS beträgt “n u r” knappe 62 Billionen Dollar und hat somit mehr Wert als die Wirtschaftsleistung der GANZEN Welt und doppelt so viel wie der Wert aller an den globalen Börsen notierten Aktien.
Auch in diesem Fall kann man unverfälscht erkennen, welche Monster die Finanzwelt und die dazugehörigen Bankster UND die Marionetten der ReGIERungen geschaffen (oder besser gesagt erschaffen) haben. Wer noch von diesem Finanzsystem schwärmt oder es gar zu verteidigen versucht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Und die meisten sind sowieso nicht in der Lage, die Dimensionen der real (un)existierenden Geldmengen zu begreiffen.
@SF
Entschuldigung, da ich es für äußerst gefährlich halte die Chinesen zu unterschätzen, hier noch aus einem Buch von Frank Sieren “Die Konkubinenwirtschaft. Warum westliche Unternehmen in China scheitern und die Chinesen an die Weltspitze stürmen” (2008) zitiert:
Mir gefällt das auch nicht, deshalb wünschte ich du hättest recht, aber leider hilft uns das nicht weiter. Ich fürchte, China steht nicht auf der Abschussliste, eher hat es den Finger am Abzug!
Als Laie in eigentlich allen besprochenen Themen lerne und puzzle ich mir u.a. auch in diesem Blog maßgeblich mein Verständnis zu den Vorgängen zusammen.
Dafür vielen Dank an den SF und Kommentatoren. Es tut gut diese Möglichkeit zu haben.
Dabei habe ich jetzt aber immer noch 2 Fragen die ich mir nirgendwo beantworten konnte.
sry wenn ot aber ich frag jetzt einfach mal ^^
einmal -
Ackermann hat doch das Rettungspaket der Regierung maßgeblich mit beeinflusst ?
Direkt im Anschluss erklärt er , er habe gut gewirtschaftet und brauche keine Unterstützung. Ist das überprüfbar korrekt so oder ist das seine subjektive Darstellung ? Oder anders ausgedrückt pokert er nur im Sinne - wenn einige Banken stabilisiert werden, verbessert sich das Gesamtklima und auch die Banken die kein Geld ( und so damit verbundene Auflagen ) beanspruchen profitieren (sogar doppelt wg Image ) von denen die zuerst “hier ” rufen ?
Und dann noch
zu 36 SF
“Schau über die Grenze nach Frankreich - geht es “denen” schlechter? Nein, es geht ihnen besser. Die Gleichung, brummt der Export, geht´s uns allen gut, geht schon lange nicht mehr auf.”
und dazu von den nachdenkseiten nachdenkse... punkt 19 die Daten
da kann man sehen dass Frankreich überall besser dasteht als Deutschland.
Ok das ist das Ergebnis der Regierung vor Sarkozy , doch hatte ich immer den Eindruck dass in F weniger privatisiert wurde als in D - vielleicht liege ich falsch.
Was mich aber wundert dass Sarkozys Vorschlag der Staatsbeteiligung an Schlüsselindustrien eigentlich nirgendwo Thema sind . Man konnte ein , zwei Artikel lesen dass die Bundesregierung und die Wirtschaft in D das strikt ablehnen - das wars dann aber auch . Ich frage mich warum das Thema quasi ignoriert wurde. Ich hätte gerne mehr Diskurs zu dem Thema gelesen.
Oder ist das so offensichtlich eine Schnapsidee ?
@64
Hinter der Idee von Sarkozy und deren Umsetzung über einen originär französischen Staatsfond verbirgt sich ein realer, erbitterter Machtkampf zwischen den bürgerlichen französischen industriellen Eliten und derem deutschen Widerpart. Die französischen Eliten wurden durch die deutschen Konzerne mit deren Expansionsdrang im Osten und durch deren besondere strategische Partnerschaft mit Russland an den ökonomischen Rand gedrängt und versuchen diese reale Bedrohung für Frankreichs nationale Kapitaleliten, auch dem Druck durch den Euro, so etwas entgegenzusetzen. Es herrscht in Europa ein massiver kapitalistischer Verdrängungskampf mit direkten Zentralisationsergebnissen, die von den jeweiligen nationalen Staatregierungen direkt umgesetzt werden.
Kapitalisten unter und gegen sich, mehr ist das nicht, was sich dort am franzöischen und deutschen Politikhimmel abspielt.
Spiegelfechter schrieb:
Die Schwächeperiode des US-Dollars scheint einstweilen beendet zu sein
Falsch! Es findet ein Bereinigungsprozess statt.
In den meisten Artikeln wird der Dollarkurs als Gradmesser des Dollarwertes definiert. Er
zeigt jedoch lediglich den Glauben an den Dollar wieder.
Wenn die EZB mehr Dollarnoten kauft, steigt die Nachfrage und damit der Preis.
Das hat aber nix mit dem tatsächlichen Wert zu tun. Es ist ein reiner “Glaubenswert”.
Die Schwächeperiode wird sich weiter ausdehnen. Erklärungen - lese weiter.
Erklärung:
Spiegelfechetr schrieb:
Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung sind jedoch vage und erklären nicht die rapiden
Schwankungen auf den Devisenmärkten. Die Finanzkrise hat die liquiden Mittel des Finanzsystems
knapp werden lassen.
Richtig!
Vorerst die Ursachen der bisherigen, sinkenden Dollarkurse:
1. Die Kreditvergabe der Banken in Dollar an Investoren stockt.
2. Die Kreditnachfrage der Privathaushalte ist ausgeschöpft (berichte Mastercard, Visa)
Diese Entwicklung haben wir in den vergangenen Monaten im fallenden Dollarkurs (Nachfrage nach Dollar) gesehen. Massive Abschreibungen, Kapitalflucht und fehlende A-Ratings haben die Kreditvergabe in Dollar radikal zurückgefahren. Dadurch sank die Geldmenge des Dollars enorm und der Kurs zum Euro stieg dadurch auf über 1,50 Dollar/EUR.
Spiegelfechter schrieb:
Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung sind jedoch vage und erklären nicht die rapiden Schwankungen auf den Devisenmärkten.
Die Zinssenkung kommende Woche wird für eine steigende Geldmenge des Dollars führen. Eine Sekung am Dienstag ist sehr wahrscheinlich um den Glauben der ausländischen Investoren in den Dollar zu festigen. Nur über weitere Kreditvergaben in Dollar für Investition oder Staatsanleihen wird der Glaube aufrecht erhalten. Die steigende Geldmenge bedeutet jedoch nicht das der Dollarwert sinkt weil die Währung weniger wert wird. Nein - ich betone: Der Dollarkurs spiegelt lediglich die Nachfrage des Auslandes nach Dollar wieder, nicht aber den inneren Wert des Dollars.
Spiegelfechter schrieb:
Aber auch Investments werden von US-Investoren wieder vermehrt im Dollarraum getätigt.
Grundlegend Falsch! Die Investment gehen rapide zurück. Wer soetwas schreibt verkennt die Realwirtschaftsdaten der USA. Lediglich die Nachfrage nach Fremdkapital steigt aus Refinanzierungsgründen. Siehe weiter unten.
Spiegelfechetr schrieb:
Finanzexperten sprechen in diesem Zusammenhang auch von einem “Deleverage” - der Hebel der Investments wird gesenkt.
Richtig! Damit wiederlegst du auch deine vorheriges Aussage. Denn gerade durch die stagnierenden Hebelverschuldungen kann die Großindustrie nicht mehr investieren. Der Hebel ist einfach zu groß und kann nicht gehalten werden. Die Eigenkapitalbasis “soll” nun gestärkt werden.
Zum Deleverage folgendes:
Bank X hat 5 Mio EUR Eigenkapital. Borgt sich 20:1 (gehebelt, engl. Hebel=lever, also geleveragt) via Carry Trade bei den Schweizern oder Japanern Geld, kauft damit zB MBS, ABS, CMBS, etc. Die sollten 3-4% abwerfen, 1% ist der Zins für die Japaner. Durch das Leveragen (Hebeln) können sie trotzdem ordentlich verdienen, solange die ABS nicht fallen. Fallen die ABS nur 5%, ist Bank X unter Wasser.
Fallen die ABS auch noch weiter, ist Bank X nicht nur das Eigenkapital los, sondern gleich das 10-fache. Sie müssen schnellstens deleveragen (das Zeug notverkaufen, damit der Verlust nicht noch höher wird). Da viele Hedgefonds zT mit 30:1 geleveragt haben und in allem Möglichen drin sind (commodities= Rohstoffe, zB Gold oder Silber, ABS, etc), müssen sie jetzt bei den margin calls zwangsverkaufen. Dieses deleveragen löst eine Lawine von Notverkäufen aus, weshalb das Angebot der verkauften Aktiva steigt. Siehe sinkender Goldkurs, Ölpreis etc.
Zusätzlich brauchen die Investoren und Hedgefonds frisches Kapital um sich zu refinanzieren, sprich: Fremdkapital in Dollar. Dadurch steigt die Nachfrage nach Dollar ebenfalls und steigert somit den aktuellen Dollarnachfragekurs noch einige Wochen.
Bitte beachtet: Der Dollarkurs steigt, der Dollarwert ist nicht der Dollarkurs!!!
Hier die aktuellen Daten zum Dollar-Tender der EZB
bundesbank...
@SF 36 42 Ok, meine Kristallkugel, Deine Kristallkugel. Ich muss allerdings sagen, dass ich die Wirtschaftsentwicklung Chinas seit 1978 verfolge und mit einem gewissen Amüsement die ständigen Prognosen verfolgt habe, das werde ein schlimmes Ende nehmen, sei total überhitzt, der Crash käme bald, und überhaupt müssten die maroden Staatsbetriebe geschlossen werden ..
Es gibt vieles zu kritisieren an China, an Demokratiedefiziten, Zensur, Todesstrafe, Umweltverschmutzung und Arbeitsbedingungen. Aber: China hat seit 1978 einen fortwährenden Wirtschaftsaufschwung, in dem die Wachstumsraten nie unter 7% lagen. Und dabei wäre es falsch zu behaupten, China habe 30 Jahre lang die selbe, zufällig gut funktionierende Wirtschaftspolitik betrieben, mit der es jetzt, dank der Finanzkrise, endlich Schluss sei, so dass die “Blase” platzen kann.
Tatsächlich hat die Politik der Modernisierungen Deng Xiao Pings begonnen etwa wie die NEP Lenins 1921, mit der Rücknahme übertriebener Kollektivwirtschaft, vor allem in der Landwirtschaft, der Zulassung von Marktmechanismen und privatem Kapital und einem Rückzug des Staates aus grossen Teilen der Ökonomie auf die “wirtschaftlichen Kommandohöhen”. Das ging nicht ohne Friktionen, da damit ein Abgehen von der Politik der “eisernen Reisschüssel” verbunden war, mit der Mao Ze Dong China aus einem Hungerland in den Status gesicherter Armut mit einfachen, aber garantierten staatlichen Leistungen geführt hatte. Nur die schnelle