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  • Für eine Handvoll Euro

    geschrieben am 27. September 2010 von Spiegelfechter

    Danke, liebe Frau von der Leyen! Dank der – durchaus historisch zu nennenden – Erhöhung der Hartz-IV-Sätze geht es nun auch mir wirtschaftlich besser. Sie verstehen das jetzt nicht? Der Spiegelfechter bekommt doch gar kein Hartz IV? Richtig, aber in der Branche der „freien“ Journalisten gehört der Spiegelfechter – so komisch es klingt – zu den Privilegierten. Mehr als 120.000 Freiberufler und Selbstständige beziehen in diesem unserem schönen Lande nämlich die Grundsicherung. Was gibt es denn auch Schöneres als anstrengungslosen Wohlstand? Die Vorstellung davon muss so verlockend sein, dass es alleine in Berlin rund 1.500 Journalisten gibt, die sich ihr mageres Salär durch Hartz IV aufbessern lassen und dank dieser üppigen Subventionen ihre Artikel zum Gerhard-Schröder-Gedenkpreis von 20 Euro das Stück anbieten können. Für einen freien Journalisten, der nicht zum Amt gehen will, ist das natürlich ärgerlich, steht er doch im Wettbewerb mit den Aufstockern.

    Sie ahnen es, ich will Sie natürlich foppen. Sie wissen ja selbst, dass man vom alten Hartz-IV-Satz gar nicht so prunkvoll leben kann, wie es ihr Kollege Guido Westerwelle immer behauptet, wenn er in ausgelassener Bierzeltstimmung ist. Aber – mal Hand aufs Herz -, die Kollegen sind doch selbst schuld. Wären sie nicht so kritisch und würden endlich einmal etwas ideologisch erbaulicher schreiben, könnten sie von ihrer Arbeit auch leben – es gibt schließlich unzählige Publikationen von Verbänden und Stiftungen, die vergleichsweise fürstliche Honorare ausschütten, wenn man ihnen einen gefälligen Artikel schreibt. Das ist Auftragsjournalismus für Schreibhuren? Die Pressefreiheit ist in Gefahr? Aber nicht doch, die Armut hat ihre Freiheiten, der Reichtum seine Zwänge, wie schon der alte Diderot wußte und es ist ja auch bekannt, dass es schon immer etwas teurer war, eine exklusive Meinung zu haben.

    Ich staunte nicht schlecht, liebe Frau von der Leyen, als ich mich vor einiger Zeit einmal mit einem älteren Kollegen unterhielt. Er erzählte mir, dass er als freier Journalist in den 60ern rund 200 DM für einen Artikel verlangen konnte. Nein, nicht von der ZEIT oder dem SPIEGEL, sondern vom örtlichen Käseblatt. Rechnet man die Inflation mit ein, so wären das heute fast 800 Euro – davon kann man heute als freier Journalist natürlich nur träumen. Das örtliche Käseblatt zahlt heute ein Zeilenhonorar von 11 Cent, bei der dpa sind es immerhin 1,03 Euro. Wer nicht gerade seitenlange Reportagen schreibt, kann sich somit immerhin ein warmes Essen mit einem Artikel verdienen – bei der dpa reicht es für ein Abendbuffet zu zweit beim örtlichen Chinesen, beim örtlichen Käseblatt immerhin für eine Bockwurst vorm Baumarkt. Hätten wir mal in der Schule besser aufgepasst und wären Politiker geworden, dann müssten wir uns um derlei weltliche Kleingeisterei keine Gedanken machen und könnten auch in höheren Sphären schweben und über den anstrengungslosen Wohlstand der Unterschicht philosophieren.

    Aber damit ist ja nun Schluss. Sie konnten sich im Kabinett durchsetzten und mit dem neuen Regelsatz gehören diese Probleme der Vergangenheit an. FÜNF Euro, das ist wirklich eine Summe, die selbst dem arglosesten Optimisten nicht einmal im Traum eingefallen wäre. Was kann man sich nicht alles für fünf Euro kaufen! Eine Schachtel Zigaretten zum Beispiel, aber Tabak und Alkohol gehören ja nun nicht mehr zum Leistungskatalog. Meine Großmutter hat mir früher auch immer fünf Mark gegeben und mir gesagt, ich solle das Geld aber bloß nicht für Zigaretten ausgeben – ich glaube, Sie wären stolz auf meine Großmutter, teilte sie doch ihre reinen christlichen Werte. So konsequent wie Sie, liebe Frau von der Leyen, war meine Großmutter aber nicht, immerhin gab sie mir die fünf Mark mit einem erhobenen Zeigefinger. Wären Sie meine Großmutter, Frau von der Leyen, wäre ich heute wahrscheinlich Nichtraucher und könnte mich vor lauter Gesundheit und Reichtum gar nicht mehr einkriegen. Nur gut, dass sie 6,5 Millionen Hartz-IV-Empfängern mein Schicksal ersparen wollen.

    Für meine lieben Kollegen sind die fünf Euro natürlich sehr viel Geld – für so viel Geld muss eine alte Frau immerhin lange stricken und ein freier Journalist beim örtlichen Käseblatt ganze 45 Zeilen schreiben. Getreu dem guten alten Unionsmotto „Arbeit muss sich wieder lohnen“ werden die lieben Kollegen nun natürlich mehr Geld für ihre Artikel verlangen, schließlich müssen sie diese nun nicht mehr für ein Butterbrot verkaufen, da sie von ihrem neuen Hartz-IV-Satz jetzt in spätrömischer Dekadenz versinken können. Und hier, ich hoffe, liebe Frau von der Leyen, Sie konnten mir bis hierher folgen, komme ich ins Spiel. Da sich nicht mehr so viele „Billiganbieter“ am Markt tummeln, kann ich endlich mehr Geld für meine Artikel verlangen und werde es – der Markt regelt bekanntlich alles – natürlich auch bekommen. Dafür danke ich Ihnen von Herzen. Seit gestern haben Sie einen treuen Wähler gewonnen.

    Herzlichst, Ihr Spiegelfechter Jens Berger

    P.s.: Die wirtschaftliche Situation, in der freie Journalisten stecken, spottet leider jeder Beschreibung. Wer sich nicht verbiegt oder über sehr gute Kontakte verfügt, wird über kurz oder lang in Hartz IV enden. Vor allem längere und aufwändigere Artikel, bei denen man unter Umständen sogar vor Ort mit Leuten sprechen muss, lassen sich so schon längst nicht mehr produzieren. Als „Fließbandschreiber“ kommt man zwar über die Runden, die Tiefe der Artikel leidet dennoch unter dem wirtschaftlichen Druck. Der einzige Grund, warum ich glücklicherweise nicht den Weg „zum Amt“ antreten muss, sind die Werbe- und Spendeneinnahmen auf dieser Seite, die mein zweites Standbein ist. Vom freien Journalismus allein können heute nur sehr wenige leben. Wer zumindest den freien Journalismus auf diesem Blog ein wenig unterstützen will, der kann dies über eine Spende via Paypal, Flattr oder eine klassische Spende (Mail mit dem Betreff „Kontonummer her!“) gerne tun.

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    187 Kommentare:

    1. Zahnwart schrieb am 27. September 2010 um 14:12 - Permalink

      Ja, von der Leyen ist böse, glaube ich ja auch. Und angesichts der Kaltschnäuzigkeit, mit der sie diese Erhöhung als “gerecht” preist, ist das über kurz oder lang allen klar. Ich hoffe aber, dass bei aller berechtigten Wut über die schwarzgelben Herzlosen nicht in Vergessenheit gerät, wer uns den ganzen Kram überhaupt eingebrockt hat – nicht von der Leyen und Westerwelle, sondern Rot-Grün.

      • spdhasser schrieb am 27. September 2010 um 20:12 - Permalink

        …dass bei aller berechtigten Wut über die schwarzgelben Herzlosen nicht in Vergessenheit gerät, wer uns den ganzen Kram überhaupt eingebrockt hat – nicht von der Leyen und Westerwelle, sondern Rot-Grün.

        100% Zustimmung

        • miraculix schrieb am 27. September 2010 um 20:19 - Permalink

          hast du eine idee, wie man die altvorderen, die schröder-fraktion in ihrem einfluss beschneiden kann? spd-mitglied werden und abwählen?

          zusammenlegen und hoffen, mehr zusammenzukriegen als die finanzoligarchie???

          • Benjamin schrieb am 27. September 2010 um 20:42 - Permalink

            …oder wir wählen alle APPD (wollen gar nicht regieren glaub ich;) und genießen die blöden Fr… die Gesichter der Neolieberaalen an :P

      • Vogel schrieb am 28. September 2010 um 07:51 - Permalink

        Rot und Grün hatte durchaus den richtigen Gedanken –> ALG II. Dass handwerklich Scheiße dabei rausgekommen ist, daran haben ALLE kräftig mitgewirkt, gell? Deshalb nur ‘n halber Punkt für Deinen Vortrag. :-|

    2. Fyyff schrieb am 27. September 2010 um 14:27 - Permalink

      Schöner Artikel. Den Freien Journalisten gehts also auch schlecht. Hat denn außer Anwälten, Apothekern, Anlageberatern, Atomkraftwerkbetreibern, Alibivolksvertretern und Ärzten keiner mal, zur Abwechslung, ein schönes Leben?

      Aber mal Sarkasmus beiseite: War H4 schon eine Kriegserklärung an das Volk, so ist die “Erhöhung” im Grunde nur noch dazu da um Salz in die Wunde zu streuen. Mehr Begründungen als die nächste Niederlage vor dem BVerfG 6 Monate rauszuschieben und ein bißchen Arme zu gängeln sind bei dieser “Wohltat” nicht vorhanden.
      Und so geht der Krieg von oben eben weiter. Bis zur nächsten hahnebüchenen Frechheit die von der Bevölkerung wieder geschluckt wird. Vielleicht ist es nach “Basisgeld” dann “Bürgerarbeit” als schöne Fortsetzung vom Reichsarbeitsdienst? Wer weiß.

      • Spiegelfechter schrieb am 27. September 2010 um 14:44 - Permalink

        Schöner Artikel. Den Freien Journalisten gehts also auch schlecht. Hat denn außer Anwälten, Apothekern, Anlageberatern, Atomkraftwerkbetreibern, Alibivolksvertretern und Ärzten keiner mal, zur Abwechslung, ein schönes Leben?

        Noch nicht einma das. Auch Anwälte haben ihre Problem mit Hartz IV, wenn sie nicht gerade auf Abmahnanwalt “umschulen”. Und den “normalen” Landärzten steht das Wasser auch bis zum Hals. Einem Freund von mir bleiben am Ende de Monats rund 1.000 Euro zum Leben über – hätte er seine Praxis in “der Stadt”, hätte er das Probem nicht, aber welcher Rentner will schon mal 30km fahren, um zu “seinem” Arzt zu kommen?

        • Stefan K. schrieb am 27. September 2010 um 15:32 - Permalink

          Dank der einseitigen Ausrichtung auf die Exportwirtschaft, wird die Erosion des Binnenmarktes in allen Bereichen auch weiter fortschreiten – die Investmentbanker bereiten sich auch schon darauf vor und versuchen noch soviel wie möglich mitzunehmen.

          Vielen Dank an die Verantwortlichen.

      • Benjamin schrieb am 27. September 2010 um 20:44 - Permalink

        Stimmt, gibt genügend Anwälte, die nicht im Porsche vorfahren.

    3. vera schrieb am 27. September 2010 um 14:34 - Permalink

      Ja. (Kann die :freischreiber nur warm empfehlen.)

    4. vera schrieb am 27. September 2010 um 14:37 - Permalink

      Nachtrag: http://www.freischreiber.de/sites/all/themes/zen/zen_classic/images/WasKannDieWebsite.pdf

      • Spiegelfechter schrieb am 27. September 2010 um 14:45 - Permalink

        werde ich mal ausprobieren

    5. elwu schrieb am 27. September 2010 um 14:39 - Permalink

      Freiberufler haben es schwer, in der Tat. Arbeitnehmer übrigens auch. Ich kann deinen Ärger nachvollziehen. Die bissige Polemik am Exempel deines Berufsstandes ist dir gut gelungen. Allerdings: der Absturz der Honorare für freie Journalisten in den letzten 50 Jahren ist nicht den rotgrünen oder folgenden Hartzereien anzulasten, daher trifft dieser Teil nicht den aktuellen Anlaß, der da die Reform des SGB wäre, oder irre ich?

      Ich gehe daher davon aus, dass noch ein Artikel folgen wird, der sich mit Leyen I inhaltlich allgemein auseinandersetzt? Da fällt mir ein, es steht noch ein ebensolcher zu Stuttgart 21 aus.

      Unabhängig davon wirst du gelegentlich wieder eine Spende von mir erhalten :)

      • Spiegelfechter schrieb am 27. September 2010 um 14:47 - Permalink

        Du irrst nicht. Die “Preise” gingen vor allem deshalb in den Keller, weil die Redaktionen immer stärker ausgedünnt wurden und werden und die Konkurrenz gigantisch groß ist – Angebot und Nachfrage, man kennt das.

        Unabhängig davon wirst du gelegentlich wieder eine Spende von mir erhalten :)

        Dafür bedanke ich mich natürlich ganz artig ;-)

        • Vogel schrieb am 28. September 2010 um 08:14 - Permalink

          Ich glaube, die sinkenden Honorare für Schreiber – und damit die sinkende Qualität von vielem Geschriebenem – verdient noch ‘n bisschen Erläuterung. Warum immer stärker ausgedünnt? Just for fun?

          Nee, ich (keine Ahnung) denke wegen

          - dem Wettbwerbsdruck durch privat TV/Radio (“geistig-moralische …” läßt keinen Platz, keine Zeit/Energie mehr für Zeitung)?
          - dem Wettbewerbsdruck durch mehr Journalisten (“hippes” Studium, “hipper” Job)?
          - dem “Shareholder Value” (alt.: Porsche für den Inhaber)?
          - der Gratisblättchen (vielen Ex-Zeitungslesern reicht das – “umsonsd is gud, gelle”)?
          - den sinkenden Relativ-EK großer Bevölkerungsteile (Zeitung wird zu teuer)?
          - zu guter Letzt: der zunehmenden Präsenz/Relevanz der Online-Medien (“umsonsd …”)?

          Was fehlt, muss noch ergänzt werden?

          Wenn da jezz noch der allgemeine Teil zu Leyen I kommt – nach Studium der Grundlagen der Entscheidung – bin ich ja schon wieder zufrieden, dann: Klasse Artikel!

          • Spiegelfechter schrieb am 28. September 2010 um 10:40 - Permalink

            - dem Wettbwerbsdruck durch privat TV/Radio (“geistig-moralische …” läßt keinen Platz, keine Zeit/Energie mehr für Zeitung)?

            nein, Konkurrenz belebt das Geschäft und im TV und Radio entstehen ja auch Jobs für Journalisten. Vor allem für uns “Freie” ist der ÖR natürlich ein echter Segen. So viel wie die ÖR-Sender zahlt m.W. keine Zeitung – zumindest für die “Tariflichen”.

            - dem Wettbewerbsdruck durch mehr Journalisten (“hippes” Studium, “hipper” Job)?

            Sicher auch das. Vor allem wurden und werden natürlich immer mehr festangestellte Journalisten auf die Strasse gesetzt, da Redaktionen zusammengelegt werden, ein Mantel für verschiedene Zeitungen produziert wird, immer mehr Artikel “syndiziert” werden (d.h. unter einer Lizenz in diversen Zeitungen publiziert werden) und das Korrespondentennetz gestrichen wird. Auch wird immer mehr Content von Drittanbiertern (z.B. Agenturen) eingekauft. Wenn ich mir mein “Käseblatt” so anschaue, dann ist vom überregionalen Content sicher 75% eine direkte Übernahme aus dem “Agenturticker”.

            - dem “Shareholder Value” (alt.: Porsche für den Inhaber)?

            Natürlich, vor allem bei größeren Zeitungen ist das ein Faktor.

            - der Gratisblättchen (vielen Ex-Zeitungslesern reicht das – “umsonsd is gud, gelle”)?

            Auch das, aber hier würde ich vor allem das Internet nennen.

            - den sinkenden Relativ-EK großer Bevölkerungsteile (Zeitung wird zu teuer)?

            Nein, die Auflagenzahlen sind relativ stabil. Was massiv zurückgegangen ist, sind die Werbeeinnahmen, die letztlich die Zeitung finanzieren (der Kiosk- oder Abopreis bezahlt eigentlich nur Druck und Distribution). Ein Hauptgrund für den Rückgang der Werbeeinnahmen ist natürlich die Konkurrenz anderer “Werbeträger”, wie Radio, TV und v.a. Internet.

            - zu guter Letzt: der zunehmenden Präsenz/Relevanz der Online-Medien (“umsonsd …”)?

            eben

            Was fehlt, muss noch ergänzt werden?

            habe ich oben schon angemerkt. Das sind m.E. die Hauptgründe.

    6. Frank Powers schrieb am 27. September 2010 um 14:45 - Permalink

      Ergänzend hierzu hervorragend geeignet heute Feynsinn, wo die HartzIV-und-HRE-Tatsachen in einen größeren Sinnzusammenhang gestellt werden:
      http://feynsinn.org/?p=4990

      Danke für den Artikel, Jens, und viel Erfolg weiterhin mit der freien Schreiberei. Es gibt in der Tat Leichteres, selbst wenn’s nur die spätrömische Dekadenz ist…

      • Lazarus09 schrieb am 27. September 2010 um 15:09 - Permalink

        Der normale Mensch ist weder Systemrelevant noch to big to fall in den Augen unserer ” Volksvertreter” thats it…..

        Warum sich der nicht relevante Waehler das alles so gefallen laesst..darauf hab ich auch keine Antwort…

        • Benjamin schrieb am 27. September 2010 um 20:47 - Permalink

          …weil er vielleicht schon nach Jahrzehnten der Verarsche zum Nichtwähler geworden ist? :(

    7. Lazarus09 schrieb am 27. September 2010 um 15:02 - Permalink

      Das sei ein großer Schritt, meinte die Perle der Ukermark. Wörtlich sagte sie:

      “Wir sind hier einen sehr, sehr großen Schritt gegangen, um das Ziel Arbeit für alle auch umzusetzen.”

      Ich frag mich immer warum bei solchen Aussagen die Umstehenden ,zumindest die die sie noch alle beisammen haben, nicht in schallendes Gelaechter verfallen

      KEINER LACHT ok die unter BertelsMohn duerfen nicht , aber einer koennte doch wenigstens.
      Mir werden hier unverholen verarscht und absolut keiner sagt was ,Ruhe ist im Blaetterwald.
      Ich weiss warum ich im Ausland bin,aber nicht warum ich nicht den Rest nach Deutschland noch abschneide statt immer noch brav da meine Steuern zu zahlen.

      • Elbarto schrieb am 27. September 2010 um 15:49 - Permalink

        Einen “großen Schritt” in Richtung Abgrund meint die wohl.

        • Axel schrieb am 27. September 2010 um 16:04 - Permalink

          Ich habe mich unter #10 über den “großen Schritt” (Sprung nach vorn) ereifert.

          Natürlich könnte man jetzt versuchen zu ergründen was Merkel meint. Sie ist ja vom Qualitätsjournalismus nicht danach gefragt worden. Ganz sicher bin ich nicht, ob sie das erläutern könnte.

          Manchmal meine ich, man will die Frau durch Nachfrage nicht noch zusätzlich der Lächerlichkeit preisgeben. Aber ich denke es ist wohl eher die Feigheit. Ich frage mich seit Jahren schon, wie kommt sich ein Journalist vor, der diese lächerlichen Reflexe kommentarlos wiedergeben “muß”.

          Und ich habe als Schüler mal gedacht, das Journalist, weil er kritisieren kann, ein Beruf ist, vor dem man mit den höchsten Respekt haben kann.

        • Lazarus09 schrieb am 27. September 2010 um 18:41 - Permalink

          Neiiin,”wir stehen am Rande eines Abgrunds” war schon ,wir sind einzwischen “einen guten Schritt weiter ” ;-)

      • hans-jürgen schrieb am 27. September 2010 um 18:53 - Permalink

        Zitat von @Lazarus: “Das sei ein großer Schritt, meinte die Perle der Ukermark. Wörtlich sagte sie:

        “Wir sind hier einen sehr, sehr großen Schritt gegangen, um das Ziel Arbeit für alle auch umzusetzen.””

        Meine Frage ist, wie Merkel das bewerkstelligen will, denn:

        Zahlen der Bundesagentur vom August 2010:
        -erwerbsfähige (Alg II) 4.892.162
        -nicht erwerbsfähige (Sozialgeld) 1.812.932
        Gesamt 6.705.094
        -gemeldete offene Stellen 396.365
        -nicht gemeldete offene Stellen lt. BA-Umfrage 337.644
        Gesamt 734.009
        Also, wenn sich 6,7 Millionen Menschen auf 734 Tausend Stellen bewerben….

        Meine Frage war nicht ironisch gemeint, wie bringt Frau Merkel das in Zusammenhang, wie begründet sie das, warum sollen 5 € mehr Arbeit für alle bringen?????

        rätselnd:
        j-h

        • Axel schrieb am 27. September 2010 um 20:40 - Permalink

          Wir sind hier einen sehr, sehr großen Schritt gegangen, um das Ziel Arbeit für alle auch umzusetzen.

          Eigentlich kann man dem keinen Sinn beimessen. Und die Aussagen Merkels müssen ja auch nicht unbedingt Sinn haben, schon gar nicht beim Thema Arbeitslosigkeit.

          Es sei denn Merkel hat unterstellt, das die Mehrheit der Langzeitarbeitslosen bisher 6 Jahre abgewartet (sich freiwillig solange komfortabel in Hartz IV und seiner Verfolgungsbetreuung und Ähnlichem eingerichtet haben) hat, ob es nicht “ein bißchen mehr sein darf”. Aber da der Qualitätsjournalismus nicht nachgefragt hat werden wir es nicht erfahren.

          Jetzt ist es aber statistisch gesichert, daß es nicht mehr geben muß und daher auch nicht mehr geben wird. Damit ist endlich der Anreiz zur Aufnahme einer Arbeit da und damit wird Arbeit für alle erreicht.

          Nun wird das aber mit der Arbeit für alle doch noch wieder verzögert, denn die SPD widerspricht zunächst mal scheinheilig. Also werden die Hartz-Empfänger zunächst wieder keine Arbeit annehmen bis das geklärt ist. Konkret werden sie zumutbare Tätigkeiten ablehnen ohne das sie dafür sanktioniert werden. Ja da würde ich mich auch nicht 2-mal bitten lassen. Ca. 36 Euro fehlen ja zum magischen Betrag von 400 noch und dafür kann man sich ja noch ein paar Monate verfolgungsbetreuen lassen.

          Die SPD ist jetzt natürlich in der Zwickmühle. Zustimmen kann sie nicht, sie ist ja scheinheilige Opposition. Aber woher mehr Geld locker machen.

          Sie rudert heute schon etwas zurück und will erst prüfen. Aber sie hat (mußte) sich natürlich schon weit vorgewagt. Also es ist nicht ausgeschlossen, das doch noch ein paar Euro rauskommen werden. Ansonsten wäre es schon interessant wie die SPD aus dem Dilemma wieder rauskommen will.
          Nahles versuchts gerade über das Steuergeschenk an die Hoteliers.

      • unbequemer schrieb am 27. September 2010 um 20:50 - Permalink

        Da gab es mal die Kampagne – Die Wahrheit braucht immer einen Mutigen, der sie ausspricht – Dumm nur, das es keine (oder kaum noch) Mutige gibt.

        Da muss wohl ein “unschuldiges Kind” her und es aussprechenso wie in – Des Kaisers neue Kleider – denn die “Radfahrer” (Medien, Gerichte, und so weiter)die nur nach oben buckeln und nach unten treten, die erkennen nicht, wie nackt die Bundesregierung da steht.

        Heute vormittag, Arge, eine “Journalistin” der örtlichen Tageszeitung befragt die dort Wartenden nach ihrer Meinung zur 5-€-Erhöhung. Von 12 Anwesenden trauen sich nur 2 etwas zu sagen. Da bin ich auf den Artikel morgen (wenn er denn erscheint) gespannt.

    8. palinski schrieb am 27. September 2010 um 15:03 - Permalink

      Wenn jeder, der eine Stichsäge an das Stromnetz anschließen könnte, sich freiberuflicher Tischler nennen würde, und darauf bestünde, zu tischlern, anstatt sich mit einer anderen Arbeit sein Geld zu verdienen, hätten wir das gleiche Elend wie beim freiberuflichen Journalismus:
      Hunderttausende höheres HartzIV-fordernde Tischler.

      • Lazarus09 schrieb am 27. September 2010 um 18:51 - Permalink

        Na da kann ich mithalten ..jeder der in Deutschland 2 Ausgaben Autobild gelesen hat will mir auch meinen Job erklaeren und wenn er erst aus dem Motorbuchverlag das beliebte ” Jetzt mach ich’s mir selbst” gekauft hat ist es ganz aus…..

        So wie es ja nicht sooo teuer sein kann mal eben schnell den Fehlerspeicher auszulesen,der Tester steht eh da rum und die Software samt Update faellt vom Himmel… ;-) und ueberhaupt bin ich komlett ueberfluessig und zu teuer weil der Tester ja genau sagt was ausgetauscht werden muss inklusive der weissen Fahne die dann winkt wo der Fehler sitzt..alles ein Klacks.
        Und Garantie hat man bis in die Unendlichkeit und die bezahlt sich weil der Hersteller so gut wie nichts verdient an der Karre.. Darum muessen wir ja auch alle Spenden fuer die armen Autohersteller. ( Abwink )

        • Spiegelfechter schrieb am 27. September 2010 um 22:46 - Permalink

          und wir sollten auch nicht die 80 Millionen Bundestrainer vergessen. Der arme Jogi ;-)

        • Vogel schrieb am 28. September 2010 um 08:20 - Permalink

          Völlig richtig!

          Verbietet Baumärkte – fördert Handwerk, vor Ort! Wie wär’s damit? Ich bin dafür!

    9. Skythe schrieb am 27. September 2010 um 15:07 - Permalink

      Off-Topic:
      War der Penseur nicht mal ein häufig gesehener Kommentator hier, Jens? Mir ist heute bei der Lektüre seines Blogs fast schlecht geworden… er hatte sich als guter Libertär bei der Friedrich-Naumann-Stiftung geäußert.

      Schreib doch mal wieder was gegen den Müll.

      • Spiegelfechter schrieb am 27. September 2010 um 15:55 - Permalink

        Ne, ich glaube, Du verwechselt ihn mit dem Systemfrager, dessen Seite ähnlich aussieht.

        Ja, über die liberalen Liberallallas könnte ich idT mal wieder was schreiben.

        • LePenseur schrieb am 27. September 2010 um 19:10 - Permalink

          @Spiegelfechter:

          Feel free to do so.

        • Skythe schrieb am 28. September 2010 um 16:53 - Permalink

          Posts von ihm selbst kann ich auch nicht mehr finden, aber Reaktionen darauf. ;) Da wurde wahrscheinlich einiges gelöscht…

          Freu mich auf kommende Artikel.

      • LePenseur schrieb am 27. September 2010 um 19:08 - Permalink

        @Skythe:

        Mir ist heute bei der Lektüre seines Blogs fast schlecht geworden…

        Tja, geschätzter Skyte, irgendwie macht mich diese Reaktion ein wenig betroffen und ein Stück weit traurig. Aber letztlich ist es ein klassischer Fall von selber schuld! Ich habe Sie sicher nicht eingeladen, auf meinem Blog zu lesen. Meine kostenlose Empfehlung: in Zukunft nur mehr “Süddeutsche” oder “Die Zeit” *) lesen!

        Da werden Sie geholfen und nicht gekotzt …

        —————-

        *) “SPON” könnte manchmal schon zu gefährlich für zarte Naturen wie die Ihre sein — aber trauen Sie sich halt, wenn es Ihnen einmal so richtig gutgeht ….

        • schwitzig schrieb am 27. September 2010 um 19:24 - Permalink

          *) “SPON” könnte manchmal schon zu gefährlich für zarte Naturen wie die Ihre sein

          Das hat nichts mit “zarter Natur” zu tun. Passend zu dem Blatt selbst, tummelt sich in SPON-Foren der Abschaum der Gesellschaft.
          Manchmal unterhält dieser Abschaum auch eigene Foren.

          • LePenseur schrieb am 27. September 2010 um 19:37 - Permalink

            @schwitzig:

            … tummelt sich in SPON-Foren der Abschaum der Gesellschaft.

            Pah! Was ist der Abschaum in den SPON-Foren gegen den Abschaum in dessen Redaktionen!

            Unser großer Karl Kraus wußte genau, warum er aus “Journalisten” und “Carnaille” die geniale Neuschöpfung “Journaille” prägte. Es gibt wenige Kunstwörter, die die Natur eines Sachverhalts so exakt treffen, wie dieses …

            • miraculix schrieb am 27. September 2010 um 20:30 - Permalink

              oh mann, was für ein großdenker und kleinlicher opportunist.

            • Vogel schrieb am 28. September 2010 um 08:26 - Permalink

              Carnaille? Was ist ein/eine Carnaille?

            • LePenseur schrieb am 28. September 2010 um 09:50 - Permalink

              @miraculix:

              Danke für Ihre freundliche Qualifikation als Großdenker. Ich kann natürlich nicht abschätzen, ob Sie das wirklich beurteilen können — aber solches Lob freut, ehrlich gestanden, doch jeden!

              Mich würde nur (nicht allzu sehr, aber immerhin doch — man ist halt neugierig) interessieren: wen meinten Sie eigentlich mit “kleinlicher Opportunist”? Den Blogautor etwa? Oder Kollege “schwitzig” vielleicht? Fragen über Fragen …

              @Vogel:
              Oh, ein Tippfehler! Sie haben natürlich völlig recht:: “canaille” sollte es heißen.

        • elwu schrieb am 27. September 2010 um 23:04 - Permalink

          *) “SPON” könnte manchmal schon zu gefährlich für zarte Naturen wie die Ihre sein

          Offenbar. Ich lese und schreibe u.a. auch in SPON. Das hat schon dazu geführt, dass hiesige Forenstasi-Blockwarte nach mir gegoogelt haben (wie krank ist *das* denn?) und dann prompt SPON als meine “Heimat “herausposaunten.

          Das lustigste daran war ja, dass die Spackos pro Zeiteinheit um Zehnerpotenzen mehr Postings hier absonderten, als ich in meiner ‘Heimat*, aber jeder, wie er kann :)

          • schwitzig schrieb am 28. September 2010 um 09:53 - Permalink

            Das hat schon dazu geführt, dass hiesige Forenstasi-Blockwarte nach mir gegoogelt haben (wie krank ist *das* denn?) und dann prompt SPON als meine “Heimat “herausposaunten.

            Da hat Dich allerdings tatsächlich jemand für viel zu wichtig genommen. Könnte mir nicht passieren – ich lese Deine Beiträge und weiss dann, dass Du super in die SPON-Foren passt. Eine Nullnummer mehr ist eine Recherche nun wirklich nicht wert.

        • Skythe schrieb am 28. September 2010 um 16:59 - Permalink

          Vielen Dank für den Tipp, “Penseur”. Bestimmt sind die von dir genannten Alternativen besser für meinen Blutdruck als dein rechtspopulistisches Gehetze. :) Aber schwer ist das auch nicht.

          • LePenseur schrieb am 28. September 2010 um 17:13 - Permalink

            @Skythe:

            Aber gerne! Bin stets nach Kräften um das Wohlbefinden meiner Mitmenschen bemüht. Sogar um das Ihre, wenn’s nicht zuviel Umstände macht … und nicht vergessen: Augen immer fest geschlossen halten. So kommt man sicher durch’s Leben. Nur so …

            • Skythe schrieb am 28. September 2010 um 20:24 - Permalink

              Nene – versuch’s mal mit offenen Augen und gesenktem Arm!
              Vielleicht hilft das beim Weltbild.

      • Mordred schrieb am 28. September 2010 um 13:34 - Permalink

        jo, der blog is schon unterste schublade.

    10. Axel schrieb am 27. September 2010 um 15:25 - Permalink

      Zur Höhe des Regelsatzes will ich mich nicht äußern, aber zur Widerlichkeit des Prozedere.

      Man muß das u. a. so sehen:

      Gestern war wieder ein guter Tag für alle (Langzeit)”arbeits”losen: Ich weiß gar nicht wieviele solcher guten Tage es schon gegeben hat, seitdem Peter Hartz vor Jahren diese guten Tage eröffnet hat.

      Von v. d, Leyen ist mir das Mantra vom gestrigen Tag noch gar nicht bekannt. Nun sie hats ja des öfteren zuvor bereits benutzt. Zum letzten Mal meine ich anläßlich der Job-Center “Reform”, die vermutlich so lächerlich war, das man sicher nicht wissen muß worum es dabei ging. Ich gestehe ich weiß es tatsächlich nicht, obwohl ich weiß, das es lächerlich war.

      Und dann werden ja jetzt seit einiger Zeit jüngere Langzeitarbeitslose ganz schnell vermittelt (tatsächlich?) Nur v. d. Leyen hat dazu die nötigen Ideen. Lächerlich! Die Vorgänger waren zu blöd dazu, Naja wenn man so beliebt und erfolgreich ist und auch schon soviel Gutes für die Kinder getan hat….

      Aber zumindest unsere Kanzlerin war nicht darum verlegen sich mehrerer lächerlicher Mantras hinzugeben:

      Die Kanzlerin sprach von einer sachgerechten Lösung. „Wir sind hier einen sehr, sehr großen Schritt gegangen.“ Das Hauptaugenmerk liege jetzt darauf, „die Dauer von Hartz IV so kurz wie möglich zu halten“. Ziel sei, Anreize für Arbeit zu schaffen.

      Also jetzt wird die Zeit in Hartz IV aber ganz, ganz bestimmt kurz gehalten. 6 Jahre hats nicht geklappt und insbesondere im letzten Jahr auch nicht.
      Aber jetzt klappts!

      Das Schlimmste ist eigentlich, das dieser ganze Stuss von Merkel ohne jegliche Nachfrage des Qualitätsjournalismus, abgesondert werden kann.

      Es ist nicht nur lächerlich, es ist einfach widerlich.

      • nixnutz schrieb am 30. September 2010 um 15:06 - Permalink

        Da hast Du nicht genau gelesen: Das Hauptaugenmerk liege jetzt darauf, „die Dauer von Hartz IV so kurz wie möglich zu halten
        Das meint die auch so!!, und nicht nur die……die Bezugsdauer soll gekürzt werden als nächster Schritt, danach gibt es dann “Märkchen” oder halt gar nichts, da bin ich mir nicht ganz sicher.
        Sorry, aber ich lese schon lange dieses Blog, heute kann ich mich des Kommentares nicht wehren. Ich muss es einfach schreiben, für die Geschichtsbücher, es hat einer vorher gewusst.
        Auch andere EU-Länder haben die Bezugsdauer von “Sozialgeld” nicht auf lebenslänglichem Bezug ausgerichtet. Das ist europäische Angleichung. Wie Autoführerschein auf Zeit mit regelmäßigen Prüfungen, Geschwindigkeitsbeschränkungen, privaten Autobahnen und dem Wegezoll etc. u. v. m. . In der EU umschauen, wo gibt es Differenzen zu anderen Ländern, alle anderen Länder werden auf das schlechteste Nivieau herabgefahren. Das ist wo der Zug hinfährt!

        Und wenn diverse Kommentatoren in diversen anderen Foren Recht haben, war der Betrag schon 2008 bekannt für dieses Jahr, nur der Rechenweg nicht.

        Das ist alles so eine Verarschung, da gibt es gar keine Worte für.

        • Axel schrieb am 30. September 2010 um 15:29 - Permalink

          Da das eine andere Interpretation für die Merkel-Äußerung wäre, wäre es umso angebrachter gewesen das die Qualitätsjournalisten nachgefragt hätten was Merkel gemeint hat.

          Nein aber ich glaube noch sind die offiziellen Sprechblasen daran orientiert, Langzeiterwerbslosigkeit in Vollbeschäftigung zu verwandeln.

          Aber die zeitliche Begrenzung des Bezugs ist ja in der Tat auch bereits im Gespräch.

          • nixnutz schrieb am 30. September 2010 um 16:05 - Permalink

            “Nein aber ich glaube noch sind die offiziellen Sprechblasen daran orientiert, Langzeiterwerbslosigkeit in Vollbeschäftigung zu verwandeln.”

            Nein – das Drehbuch ist längst geschrieben. Der Dreh läuft und wir sind mittendrin.
            Die Frage ist, ob unterwegs jemand das Drehbuch umschreibt, sich alle dran halten, bzw. die wenigen, die sich nicht dran halten, rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden oder man sich da einmal verkalkuliert und einmal einen derjenigen versehentlich zu spät aus dem Verkehr zieht.
            Der Schein muss ja gewahrt bleiben, das kann dann auch, wohl unwahrscheinlich, schief gehen.

            Die Jungs und Mädels haben Zeit, ich weiß nicht, ob jemand in meinem Alter das Ende des Drehs noch mitbekommt. Sei es weil einer nicht mitspielt und zu spät aus dem Verkehr gezogen wird oder weil der Dreh gem. Buch beendet ist.

            Nur meine Meinung. Die Zukunft wird zeigen, ob ich Recht hatte oder nur eine eigene Verschwörungstheorie hatte und der auf den Leim gegangen bin.
            Ich werde mich dann beizeiten an Deine Zeilen erinnern – und umgekehrt sicher auch….. :-)

    11. Thomas schrieb am 27. September 2010 um 15:39 - Permalink

      wow. 5 Euro. Ein “großer, großer Schritt”. Und der Ausstieg aus dem Atomausstieg ist eine “Revolution” direkt aus dem Kanzleramt.

      Manchmal tut es schon weh, wie Merkel unsere Sprache vergewaltigt. Mehr will ich zu diesem politischen Possenspiel schon gar nicht mehr sagen…

    12. Jonathan schrieb am 27. September 2010 um 15:56 - Permalink

      Krass, dass es um die freien Journalisten inzwischen so schlecht steht, wusste ich nicht. Als ich vor etlichen Jahren während meiner Schulzeit in der Oberstufe für ein “örtliches Käsblatt” geschrieben habe, waren die Honorare aber ähnlich schlecht und alle festen Stellen wurden nach und nach abgebaut – und da hab ich mich entschlossen, definitiv nicht in den Journalismus zu wechseln.
      Guter Artikel, danke dafür.

      Ich freue mich auch schon auf die weitere Diskussion und Artikel hier im Blog,
      ganz interessant sind 2 Bildstrecken + Text beid der Süddeutschen:

      Hartz IV – Neuberechnungstricks

      Europas Sozialsysteme im Vgl.

    13. Kriegszitterer schrieb am 27. September 2010 um 16:00 - Permalink

      Ich denke die Koaltion der willigen in Berlin hat auch deswegen weniger bedenken bei ihrem handeln da sich unter den betroffenen ihrer Politik wohl kaum einer befinden wird der sie wählen würde im bereich des AlGII .
      Und das aus den reihen der Spd und Grünen jetzt ein grosses gezetter kommt finde ich nur scheinheilig !
      Vielleicht mache ich eine Ich-AG auf und baue Giotinen .
      Könnte eine marktlücke werden …

    14. schwitzig schrieb am 27. September 2010 um 17:03 - Permalink

      Solche Figuren wie unsere Korruptionselite kann man tatsächlich nur noch mit Sarkasmus beschreiben. Gefährliche Verfassungs- und damit Staatsfeinde sind sie obendrein – Zitat einer kriminellen Verfassungsfeindin (v.d.L):

      “Wer heute schon sagt, dass er blockiert oder dass er nach Karlsruhe läuft, hat sich als Gesetzgeber eigentlich schon aufgegeben”, sagte die CDU-Politikerin.

      Am Samstag habe ich noch mit jemanden aus Alaska über die “freie Presse” gesprochen. Selbst dort ist der Ruf der deutschen “Qualitäts”presse ruiniert.
      Er hat sich auch sehr (Fussballspiel) über die “neuen” Polizeiuniformen und das martialische Auftreten dieser geekelt. Er meinte, es würde ihn an einen schlechten Science Fiction Roman erinnern und ich musste ihm zustimmen.

      • unschland schrieb am 27. September 2010 um 23:32 - Permalink

        ist doch nur eine konsequente weiterentwicklung. früher hieß es immer, man könne nicht mit der bergpredigt regieren, heute sind eben verfassung und grundrechte obsolet.

    15. Kaizen schrieb am 27. September 2010 um 17:33 - Permalink

      # 2
      Jens, ich glaube, 1000 € im Monat zu haben, ist heute schon eine erkleckliche Summe, von der man leben kann. Wäre froh, diese zu haben!
      Außerdem würde ich gerne 30 km zum Arzt fahren, wenn ich umgehend einen Termin erhalten könnte und nicht erst in 3-6 Monaten! Denn dann könnte ich schon nicht mehr leben!

      • Benjamin schrieb am 27. September 2010 um 20:58 - Permalink

        Gewiss, 1.000,00 € sind ordentlich Geld, aber als Arzt?? Mit dieser Verantwortung???

        Wenn man sich dagegen die Pharmafirmen anguckt, wie die abzocken…

        Man sollte nicht den Fehler machen bescheiden und arm zu vergleichen, sondern bescheiden, arm und Puderzucker im Arsch!!1

        • Hannzi schrieb am 28. September 2010 um 03:17 - Permalink

          Welche Verantwortung?

          Wann sind Ärzte schon haftbar? Wann kann der Patient irgendwas erwarten? Wieviel tausend Tote sind das noch mal durch ÄrztePfusch im Jahr?? Wieviele müssen deshalb die Praxis dicht machen und zahlen sich arm an die Hinterbliebenen? Sorry, ich kann da keine Verantwortung entdecken… Ärzte machen das, was sie für richtig halten und abrechnen können. Ob der Patient das will oder nicht spielt bei Ärzten oft genausowenig eine Rolle wie es die Pharma interessiert ob Medikamente tatsächlich wirken oder krank machen. Wobei letzteres höchstwarscheinlich durchaus gelegentlich gern in Kauf genommen wird in Einzelfällen.

          1000 Euro halte ich trotzdem genauso für bisle wenig. Allerdings wenn davon schon Kosten, Mieten bzw. Raten fürs Haus abgingen und das reines Cash zum verbraten ist muss ich annehmen das da “Brutto” schon durchaus mal eben 2000-2500 Euro drin waren…

          Sorry die Skepsis, aber beim Geld hört jede Glaubwürdigkeit auf, da sind konkrete Angaben gefragt. Stimmungsmache und Lobbyismus sind halt gerade auch bei der Arztkaste immer wieder gern genommen.

          Davon unabhängig sollten Ärzte sich bei den Kassenärztlichen Vereinigungen eben besser durchsezten und sehen das andere Kollegen weniger erhalten. Wenn sich Landärzte da nicht durchsezten können und das interesse der Kommunen auch kein Geld locker macht für diese Bürgerversorgung* muss man einfach mal hinnehmen JA AUCH ALS ARZT! Das das Unternehmen gescheitert ist, die Investitionen gescheitert und die Insolvenz eingeleitet werden muss.
          Wie sagt Pipspers das? “In welchem Beruf gibt es das noch, das man Quasi nach der Unternehmensgründung so eine Einkommensgarantie hat?”
          Sicher, das bröckelt gerade. Aber damit nähert sich der “Unternehmer” Arzt/Ärztin dem üblichen Standart an, oder?

          *(kann mir da schon eine Zulage bzw. Subvention vorstellen als Ausgleichszahlung. Erhalten ja auch Unternehmen anderer Natur in den, wenn sie sich an Standpunkten ansiedeln. Dann doch auch gerne für Ärzte, die aufm Land Einbussen und Beschwernisse in Kauf nehmen müssen.)

          • Spiegelfechter schrieb am 28. September 2010 um 10:43 - Permalink

            bei den 1.000 Euro gehen alle “unternehmerischen” Kosten (Praxis, Gehalt usw.) vorher ab – die privaten Kosten (Auto, Haus etc.) sind da nicht drin.

            • Hannzi schrieb am 28. September 2010 um 11:26 - Permalink

              Wie gesagt, unter dieser Vorraussetzung sind wir uns einig das das zuwenig ist. Nicht alleine weil er Arzt ist, sondern prinzipiell für eine gut ausgebildete berufliche Tätigkeit.

              Allerdings habe ich gehört das es auch Facharbeiter gibt, die heute nicht mehr als 1000 Euro erhalten. Irgendwo las ich das es auf Ingenieure spezialisierte Leiharbeitsfirmen gibt, 1500 Euro Gehalt für zumeist hocherfahrene Akademiker, welche bisher das drei bis fünffache verdienen konnten. Tragen diese Leute nicht genauso Verantwortung, wenn ein Gebäude oder eine sicherheitskritische Anlage gebaut werden muss?

              Wo ist also der Knackpunkt? Welche Solidarität fordern Ärzte ein? Eigene Krankenversicherung, eigene Rentenversicherung, eigene Kaste, eigene Politik etc.?

              Muss man nicht auch annehmen, daß eine Kaste, die sich an der Titte des Wohlfahrtsstaates eingerichtet hat, also vom Lohnniveau bzw. der Sozialversicherung der Arbeitnehmer lebt, das diese irgendwann bei Rückbau des Sozialstaates den diese Kaste als Gesamtes nicht selten mitträgt und sogar einfordert sich den Ast halt absägt auf dem sie selbst sitzen?

              Gehört nicht auch insbesondere die Ärzteschaft zu jenen, die durch Ersparnisse, ihre Herkunft meistens aus der oberen (noch) besitzenden Mittelschicht durch die Abzocke der Pharmakonzerne mitverdient? Genauso an den jeweiligen horrenden Marketingausgaben derselben?

              Das es einsatzbereite aufrichtige Ärzte sind, die sich in der Bevölkerungsdiaspora für die Versorgung einsetzen, warum auch immer sie das leisten, dabei mitverlieren, ist genauso bedauerlich wie jeder Facharbeiter und angelernte Arbeiter, die in den letzten Jahrzehnten einen Raubbau ihres Einkommens erlebt haben, wenn sie überhaupt noch eines haben.

              Ein Herz für Akademiker gibt es bei mir nicht. Erst wenn diese die Bereitschaft haben, ihr Kastendenken zu verlassen und lernen, daß es im Kapitalismus keinen Grundversorgungsanspruch für irgendwelche Bevölkerungsgruppen geben wird, erst dann kann man sich ernsthaft mit diesen austauschen.
              Wir sitzen nämlich alle in demselben Boot, das geht nur leider in die Köpfe der bisherigen und heutigen Systemgewinnler nicht rein.

      • Spiegelfechter schrieb am 27. September 2010 um 22:52 - Permalink

        Du darfst natürlich nicht vergessen, dass ein Arzt ein selbstständiger Unternehmer ist, der Mitarbeiter beschäftigt und seine Praxis samt Inventar für sehr viel Geld abbezahlen muss. Wenn da 1.000 Euro übrig bleiben, heißt das immer auch, dass 0,0 Spielraum nach unten vorhanden ist. Wenn ein schlechterer Monat kommt, geht es an die Rücklagen. Urlaub wird da zum Luxus – nicht wegen der Kosten für ein Hotel sondern wegen des Verdienstausfalls. Eine Krankenversicherung? Braucht man als Arzt nicht, man kann sich ja selbst behandeln und damit rund 400 Euro im Monat sparen. Dann darf nur nichts ernstes passieren, sondern muss man die Praxis dicht machen. Das ist die traurige Realität in einigen Landarztpraxen.

      • Christian Walde schrieb am 30. September 2010 um 14:03 - Permalink

        Schnellen Termin bei nem Arzt zu bekommen ist ganz einfach. Wenn es denn ein guter Arzt ist.

        Bei allen Ärzten die ich je besucht habe hatten sie ihre Zeit gleichmässig auf vorangemeldete Termine und Direktbesuche aufgeteilt. Soll heissen wenn du unbedingt nen Termin zu nem bestimmten Zeitpunkt brauchst kannst du dir den gerne im Voraus besorgen. Ansonsten tauchst du eben in der Mittagspause oder morgen früh auf und kommst innerhalb von 1-2 Stunden als Direktbesuch ran.

    16. Thomas schrieb am 27. September 2010 um 17:34 - Permalink

      “Immerhin werden künftig die Kosten für einen Internetanschluss eingeplant, und zwar in Höhe von 2,28 Euro. Dass davon kein Internetanschluss unterhalten werden kann, weiß auch die Regierung. Denn für einen Geringverdienerhaushalt, der im Internet surft, kommt das Statistische Bundesamt auf monatliche Kosten von gut 14 Euro. Da aber die wenigsten das Internet nutzen, ergeben sich im Durchschnitt aller Geringverdienerhaushalte 2,28 Euro.”
      Quelle
      Die Logik dahinter muss man nicht verstehen oder?

      Naja von 2,88 bekommt man bestimmt 1-2 Stunden Surfzeit im Internetcafe… Das muss dann aber auch für den ganzen Monat reichen :D

      • Ralf schrieb am 27. September 2010 um 17:53 - Permalink

        “Insgesamt steigen die für die Nachrichtenübermittlung vorgesehenen Verbrauchsausgaben von 31,23 auf 31,96 Euro.”

        Den einen Satz möchte ich zur Vervollständigung aus der von dir benannten Quelle noch nachreichen damit er in die Diskussion mit einfließen kann.

        • elwu schrieb am 27. September 2010 um 23:08 - Permalink

          “Insgesamt steigen die für die Nachrichtenübermittlung vorgesehenen Verbrauchsausgaben von 31,23 auf 31,96 Euro.”

          Das wäre ein Wunder, über das die TK-Industrie sehr erfreut wäre. Denn der ARPU ist seit locker einem dutzend Jahren streng monoton rückläufig.

        • Thomas schrieb am 28. September 2010 um 12:20 - Permalink

          Das mag sein, ist für meinen Punkt aber irrelevant.
          Entweder Zugang zum Internet gehört zur Grundversorgung, dann müssen jedem Empfänger diese 14 Euro zur Verfügung stehen – oder eben nicht.

          Dieser Durchschnittswert anhand der tatsächlichen Internetnutzung von Geringverdienern bringt vielleicht den einen 2,28€ extra ins Säckel, aber allen, die tatsächlich einen Internetzugang brauchen, bringen diese 2,28€ überhaupt nichts. Diese Berechnung ist IMHO ein ziemlicher Unfug.

      • Benjamin schrieb am 27. September 2010 um 21:03 - Permalink

        Na ist doch klar!

        Statt im Internet auf solche linksradikalen Terroristen zu stoßen und sich kommunistische Flausen einzufangen soll man sich lieber das Hirn in der Bild einwickeln und ab 20:15 powered by GEZ schön mit Pilcher bestrahlen lassen…

        …was dann noch übrigbleibt wählt 2033 Florian Silbereisen zum Bundeskanzler Dx

      • Granado schrieb am 28. September 2010 um 12:59 - Permalink

        Computer ist eh’ nicht vorgesehen – hat ein Gericht auch schon mal entschieden.

    17. Dieter Bargfleth schrieb am 27. September 2010 um 17:36 - Permalink

      Sehr geehrter Herr Berger,

      es ist mir ein großes Bedürfniss, Ihnen meine Hochachtung zukommen zu lassen!!! Schon lange lese ich Ihre Beiträge und staune ob Ihrer kompetenten Einschätzungen der gesellschaftlichen und politischen Zustände.
      Ich bin heilfroh, dass es Menschen wie Sie gibt, die intellektuell in der Lage sind, die Zustände so zu formulieren wie sie sind und Menschen,welche des Nachdenkens fähig sind, eine Stimme geben.
      Neben Albrecht Müller von den NDS sind sie einer der fähigsten und wichtigsten Männer, die zur Aufarbeitung und Demaskierung der zum himmelschreienden Ungerechtigkeiten in diesem Land beitragen.
      Bitte machen Sie weiter so!
      Ein treuer Leser aus Thüringen
      Dieter Bargfleth

      • Spiegelfechter schrieb am 27. September 2010 um 22:54 - Permalink

        Danke :-)

    18. J. S. schrieb am 27. September 2010 um 17:48 - Permalink

      Tja, und dieser “neue” Regelsatz ist schon seit 2008 klar.
      Das bestätigt nur, dass wir alle belogen und verarscht werden.

      • gerdos schrieb am 28. September 2010 um 09:14 - Permalink

        J.S.: Dein Beitrag scheint hier in diesem “Nicht alles an der SPD-ist schlecht-Blog” etwas unterzugehen. Doch das ist für mich ein weiterer Skandal, den wir dem rot-grünen Gesockse bei jeder Gelegenheit um die Ohren hauen müssten. Es gab nämlich nicht neu zu berechnen. Es wurde nur verschoben und manipuliert, um auf diese alte Summe zu stimmen. Naiv wäre es daher, zu denken, die Opposition würde im Bundesrat gegen die Erhöhung stimmen. Daher ist die gesamte Diskussion, was wofür im Monat bzw. pro Jahr für ein Kind oder einen Erwachsenen ausgegeben werden kann, überflüssig.

        http://www.sozialticker.com/acht-monate-kreisste-ursula-von-der-leyen-und-gebar-die-zwei-jahre-alte-schwarz-rote-planzahl-364-euro_20100927.html

        • gerdos schrieb am 28. September 2010 um 09:21 - Permalink

          Sehe gerade, dass “egal” unter Nr. 40 auch ausführlich dazu geschrieben hat.

    19. lebowski schrieb am 27. September 2010 um 17:48 - Permalink

      Tja, Pech für unsere freie Journaille. Hätte die bloß Ingenieurwissenschaften studiert. Ingenieure sucht Rogowski gerade, wie er bei “Anne Will” kundtat.

      • schwitzig schrieb am 27. September 2010 um 18:18 - Permalink

        Wegen diesem ethischen Totalschaden musste ich mal ein Bußgeld zahlen, daher sage ich zu diesem …. Menschen(?) … nichts, da ich nichts formulieren könnte, was nicht juristisch relevant wäre.
        Unsere Korruptionseliten suchen übrigens tatsächlich Ingenieure. Für 20.000 Euro per anno inklusive mindestens 10-Jähriger Berufserfahrung und perfekter Präventiveinarbeitung in propietäre und dedizierte Firmenentwicklungen.
        Ab und zu finden sie ein paar Fatzkes, die besser BWL studiert hätten. Für mich wäre das nichts – da halte ich es für ethisch vertretbarer, Schwerkrimineller zu werden.
        Dieses Volk hat diese Regierung gewählt und verdient. Es gehören für eine ungerechte Situation immer zwei dazu: Einer, der die Ungerechtigkeit ausübt und einer, der sie sich bieten läßt.

        • elwu schrieb am 27. September 2010 um 23:10 - Permalink

          Wegen diesem ethischen Totalschaden musste ich mal ein Bußgeld zahlen

          Würden Sie den Vorgang auch detailierter erläutern oder bleibt es bei der Behauptung?

          • elwu schrieb am 28. September 2010 um 11:57 - Permalink

            schwitzig ist putzig. Schreibt mir im Thread erst eine (dämliche) Antwort. Dann auf mein Posting hier noch eine, in der er tönt, er würde mit mir eh nicht diskutieren, und lässt letztere dann wieder löschen. Lustige Show, und so überzeugend :)

            • schwitzig schrieb am 28. September 2010 um 14:53 - Permalink

              a)
              Ich habe nichts löschen lassen.

              b)
              Dass ich nicht mit Neolib-Priestern wie Dir diskutiere und weshalb, habe ich ausführlich bei einem früheren Artikel begründet, wo Dich in Folge bemerkenswert lächerlich gemacht hast.
              Leute wie Dich bewerte ich; eine Diskussion beinhaltet einen Meinungsaustausch. Da habe ich meine Niveauuntergrenzen und an diese reichst Du aus Deiner Perspektive von unten nicht heran.

            • elwu schrieb am 28. September 2010 um 16:27 - Permalink

              schwitzig lügt, verdrängt, oder ist arg vergeßlich. Ich habe einen screenshot seiner nun gelöschten Antwort. Dass er sich nun zu all seinem kläglich selbstlobendem Geschreibsel auch noch anmaßt, mich zu ‘bewerten’, erheitert zusätzlich. So von wegen Niveauuntergrenze *g*.

              Aber genug davon und zurück zum Thema. Jeder wie er kann.

      • Axel schrieb am 27. September 2010 um 18:28 - Permalink

        Wenn man sichs so einrichten kann (konnte) wie v. d. Leyen oder Anne Will oder die anderen die es als exponierte Qualitätsjournalisten auch geschafft haben an einem Ingenieurstudium vorbeizukommen und uns heute erzählen wie wichtig die Ingenieure für unseren Wohlstand sind, kann man von der Leistung dieser Ingenieure (und nicht nur von der Leistung von Ingenieuren) schmarotzen und diese, wenn die in Hartz IV landen sollten 30 h pro Woche Bäumchen umwickeln lassen.

        Wenn man sich selbst achten will bleibt tatsächlich “nur” das Ingenieursstudium oder jede andere achtbare Berufsausbildung oder Tätigkeit und in jedem Fall,
        sich gegen den Qualitätsjournalismus zu entscheiden.

        • egal schrieb am 27. September 2010 um 20:11 - Permalink

          Zum Verständnis für alle, die kein HartzIV beziehen. Ein arbeitsloser Ingenieur aus Bayern hatte mal vorm BSG dagegen geklagt, dass er im Rahmen seines Ein-Euro-Jobbs 30 Wochenstunden lang Bäume umwickeln musste (er hielt 20 für angemessen). Natürlich hat er verloren.

      • Fyyff schrieb am 28. September 2010 um 00:23 - Permalink

        “Die Industrie” sucht doch IMMER Facharbeiter und Ingenieure. Das hat sich seit Jahrzehnten nicht geändert. Nur für die Ausbildung selbiger zahlen oder noch besser gute Löhne zahlen für die so schwer gesuchten will man natürlich auch nicht. Auch das hat sich seit Jahrzehnten nicht geändert.

        • lebowski schrieb am 28. September 2010 um 12:07 - Permalink

          Yep, aus irgendeinem mir unerfindlichen Grund, sucht die Industrie immer Ingenieure, während es anscheinend genug Ingenieure gibt, die keinen Job finden. Das ist wie mit den Königskindern, die nicht zusammen
          kommen.

    20. Kaizen schrieb am 27. September 2010 um 17:59 - Permalink

      @19 lebowski

      mach schnell noch ein Zweitstudium, und schwupps biste Ingenieur. Mir rosigen Aussichten!! Steigste auf zu den Leistungsträgern, versteht sich mit entsprechendem Einkommen.

      • R_Winter schrieb am 27. September 2010 um 18:39 - Permalink

        Wieso Zweitstudium?
        Mache es so, wie überall in Osteuropa:
        Stecke zwei lange Schraubenzieher in die Hinterhosentasche und Du bist “Ingenör”,
        wenn Du Trecker fahren kannst, bist Du “Agra-Ingenör” – nur trinkfest mußt Du sein.
        Aus langjähriger Erfahrung kenne ich es und wenn Du noch eine Bescheinigung für den Rentenanspruch als “Ingenör” in Deutschland brauchst – gehe zum Amt.

    21. Kadda schrieb am 27. September 2010 um 18:15 - Permalink

      Stand die gestern angekündigte Erhöhung von Hartz IV von 359 Euro auf 364 Euro schon im Oktober 2008 fest? Das Erwerbslosen Forum Deutschland erhebt große Zweifel an der seriösen Auswertung der Einkommens- und Verbraucherstichprobe (EVS) 2008, da dieser Betrag schon im siebten Existenzminimumbericht von 27.10.2008 ausgerechnet wurde, obwohl die EVS 2008 noch nicht vorliegen konnte. Wörtlich heißt es im Existenzminimumbericht unter Punkt 4.1.1: „Daher wird für 2010 ein Regelsatzniveau bei Alleinstehenden von 4.368 Euro (364 Euro/Monat) und bei Ehepaaren von 7.860 Euro (655 Euro/Monat) in Ansatz gebracht.“ (1)

      Wir haben große Zweifel an den jüngsten Berechnungsmethoden zu Hartz IV und können uns nicht des Eindrucks erwehren, dass der 2008 ermittelte Betrag für 2010 auf keinen Fall überschritten werden durfte und man deshalb die vorliegende Berechnungsgrundlage passend gemacht hat. Die Bundesregierung muss nun unverzüglich die Rohdaten der EVS 2008 zur Verfügung stellen. Nur so ist überhaupt eine Überprüfung der Berechnungsgrundlage möglich, sagte Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.“

      http://www.bundesfinanzministerium.de/DE/Buergerinnen__und__Buerger/Familie__und__Kinder/Familienleistungen/126__Existentmini__anl,templateId=raw,property=publicationFile.pdf

    22. Skeptischer Leser schrieb am 27. September 2010 um 18:34 - Permalink

      Die 5 Euro Scheine werde ich ab sofort als Leyenschein bezeichnen….

    23. G8 schrieb am 27. September 2010 um 19:16 - Permalink

      Wie sagte schon der alte Lenin ” es wird in Deutschland nie eine Revolution geben weil man dazu eine Eintrittskarte loesen muss”. Also sind wir doch mit 5 Euro gut weggekommen. Stellt euch mal vor es waeren nur 50 Cent geworden , auch dass haetten wir alle so geschluckt. Bertelsmann und Springer haetten es uns alles gut erklaert und am naechsten Samstag ist ja wieder Bundesliga.
      Mit einem Gruss aus dem sonnigen Muscat.

    24. Rossi schrieb am 27. September 2010 um 19:22 - Permalink

      Für soviel schönen Zynismus gibts gleich mal 50 Euro! :D

      Vielen Dank Jens für deinen Blog!

      Du darfst von meiner Seite aus übrigens auch gerne unter jeden einzelnen Artikel einen Paypal Button packen. Das hält zumindest mich dazu an immer wieder daran zu denken ein paar Euro zu geben.

      • Spiegelfechter schrieb am 27. September 2010 um 22:55 - Permalink

        Ola! Danke :-)

        Die Idee mit dem Paypal-Button ist übrigens gar nicht mal schlecht.

        • Kerz schrieb am 28. September 2010 um 19:14 - Permalink

          *sign*

    25. Blumenaut schrieb am 27. September 2010 um 19:25 - Permalink

      @R_Winter
      Und mit einem Rechenschieber in der Brusttasche ist man Dokter der Füsike.
      Das wiederum befähigt zur Kanzlerschaft von det Janze.

    26. Karl schrieb am 27. September 2010 um 19:48 - Permalink

      “Wir sind hier einen sehr, sehr großen Schritt gegangen, um das Ziel Arbeit für alle auch umzusetzen.”
      Erreicht wurden mit dem großen Schritt der kurzen Beine hauptsächlich wieder hitzige Debatten über Schmarotzer und Leistungsträger.
      Aufhetzung des Volkes gegeneinander. So sind alle voll Beschäftigt mit Lamentieren und Merkel/vdL haben wieder gut grinsen auf ihrem Raubzug.
      Vor lauter Aufregung über die Anhebung des RS spricht fast niemand darüber, dass dies ins Gesamt gesehen einer Kürzung der Leistungen um ca. 30% entspricht. Die müssen natürlich jetzt vom RS bezahlt werden.
      Liebe H4 Kritiker des “Mittelstandes” das ist es was auf euch zu kommt.
      Die Faulen wurden schon ihrer Arbeitsplätze, Ersparnisse etc. beraubt und egal wie, ihr seid die nächsten. Längst beschlossene Sache.
      Allerdings habe ich einige Zweifel daran, dass deren Knete dann von den H4 Pennern verjubelt wird. Das landet schön bei den ganz wenigen richtigen Leistungsträgern. Die sind nach Abschluß der Aktion allerding auch überflüssig, fällt mir da so ein.
      In diesem Sinne, schön weiter aufeinander loshacken, anstatt sich mal die richtigen vorzunehmen.
      Am letzten Traum, der mir noch bleibt halte ich aber fest, so lange es geht:
      Merkel, vdL und Co genießen ein Bad in der Menge und nehmen den Verdienstorden des Volkes entgegen.

    27. SebastianS. schrieb am 27. September 2010 um 20:04 - Permalink

      Warum habe ich nur kein Mitleid mit dem Journalisten-Pack?

    28. Heldentasse schrieb am 27. September 2010 um 20:16 - Permalink

      Schöner Artikel zu einem heiklen Thema. Ganz klar sind viele Journalisten wie auch andere Freiberufler heutzutage unterbezahlt. Da muss sich was ändern, aber evtl. auch in den Köpfen der Leser die bereit sein sollten für gute Arbeit auch zu zahlen, was aber gerade durch die Möglichkeiten des Internet konterkariert wird. Dieses IMO wirklich sehr gute Blog ist dafür dafür ein gutes Beispiel – Jede Menge guter Lesestoff für lau ;-)

      Die andere Seite der Medaille ergibt sich aus einem Zitat aus “Für ein paar Dollar mehr” wo der (von mir mittlerweile verehrte) Clint Eastwood als Monco mit dem Sheriff über Berufsethik diskutiert:

      2000 Dollar, eine hübsche Summe, das zahl’n die mir in drei Jahren nicht.” – “Auch das ist für dich zuviel. Ein Sheriff, der was wert ist, sollte Mut haben… und ein bisschen Ehre… vielleicht.

      Quelle
      Wenn man das Wort “Sheriff” durch “Journalist” ersetzt wird auch ein Schuh daraus, wobei die 2000$ in den Zeiten wo dieser Italo- Western spielt richtig heftig Knete gewesen sein sollten.

    29. egal schrieb am 27. September 2010 um 20:16 - Permalink

      Ich weiße noch mal darauf hin: nicht nur wird durch das Ausbleiben der HIV-Erhöhung das Lohnniveau nicht steigen, durch die geplanten Verschärfungen im Referentenentwurf etwa bei den Sanktionen wird das Lohnniveau sogar noch weiter sinken. Bisher war es nämlich für einigermaßen rechtskundige Arbeitslose möglich, den größten Scheiß zu umgehen. Die letzten Lücken werden jetzt aber geschlossen.

      • SebastianS. schrieb am 27. September 2010 um 20:20 - Permalink

        Na und?

        Selbst schuld wenn man Lücken ausnützt, anstatt sich zu wehren oder sich für die Allgemeinheit / politisch zu engagieren.
        Ich habe kein Mitleid.

        • egal schrieb am 27. September 2010 um 22:35 - Permalink

          1. Es ist ja kein entweder oder.
          2. Vom Ausnutzen der Lücken profitieren auch andere. Für Arbeitgeber z. B., die für absolute Kackjobs weniger als 5 Euro zahlen, ist es nach wie vor schwer, dauerhaft Arbeiter zu finden. Die Fluktuation ist hoch, die Motivation niedrig. Viele arbeitslose Bewerber finden gerichtsfeste Gründe, den Abschluss eines Arbeitsvertrages zu vereiteln. Das verhindert ein schnelleres Absinken der Standarts.

    30. Sandsturm schrieb am 27. September 2010 um 20:18 - Permalink

      Tja da muss man fast sagen: “Selber schuld”. Hätten die Freien Journalisten in den 90igern stärker die sozialen Abgründe, welche da kommen, angeprangert müssten sie heute nicht für ein paar Cent Zeilenhonorar schreiben.
      Die vierte “Gewalt” hat sich halt auch dem Traum eines funktionierenden Kapitalismus hingegeben und muss nun dafür bezahlen – genau wie die angeblichen Leistungsträger von dahmals heute 1 € Jobs machen müssen.
      Vielleicht wäre es an der Zeit mal etwas mehr linksradikal und etwas weniger marktliberal zu schreiben – vielleicht steigt dann ja das Zeilenhonorar.

      PS: Nicht das ich glaube, dass wirklich etwas passiert – die Menschen sind hierzulande erstaunlich lernresistent – da ist jeder Straßenköter schneller im Lernen als der deutsche Michel.

      • Spiegelfechter schrieb am 27. September 2010 um 22:58 - Permalink

        Tja da muss man fast sagen: “Selber schuld”. Hätten die Freien Journalisten in den 90igern stärker die sozialen Abgründe, welche da kommen, angeprangert müssten sie heute nicht für ein paar Cent Zeilenhonorar schreiben.

        Auch in den 90ern hat man solche Themen nicht verkaufen können. Welcher Chefredakteur will schon etwas über “soziale Abgründe” publizieren?

        • Lazarus09 schrieb am 27. September 2010 um 23:22 - Permalink

          Stimmt..lieber berichtet man wie es die Creme de la Creme krachen laesst
          egal ob schwule Millionaers Soehne in Shows ueber ihre teuren Arsch und Wangenimplantate jammern ,oder bei Partys zig tausende fuer Magnum Champus verschmissen wird … der dekadente Nachwuchs sich den Gegewert eines Einfamilienhauses im Jahr durch den Ruessel zieht …. oder die Gattin sich bis zur Unkenntlichkeit aufsprizt und liftet….. egal..

          Lacoste es was es wolle …. der dumme Mob sieht sich diesen Muell sabbernt an

          Aber wehe wenn ein Angesteller der Obengenannten einen gerechten Lohn fordert…zeter und mordio Unangemessen der zarte Aufschwung in Gefahr der internationale Wettbewerb der Gewinneinbruch der scheue Investor alles in Gefahr wegen dieses Gierhalses der ein wenig ueber Existenzminimum verdinen moechte … f… it

        • Sandsturm schrieb am 28. September 2010 um 06:40 - Permalink

          Versteh mich nicht falsch – mir tut jeder Leid der für ein Appel und ein Ei seine Haut zu Markte tragen muss (mir gehts ja auch nicht besser) aber IHR (stellvertretend für die Journalisten hierzulande) hattet die Möglichkeiten diese Entwicklung zu behindern bzw. aufzuhalten. IHR habt es nicht getan und nun merkt IHR halt, dass IHR genau wie wir in der gleichen Drecksschüssel von Boot sitzen während die hohen Herren uns von ihrer Luxusyacht Dreck ins Boot pumpen und kluge Sprüche a la Sarrazin oder Prof. UnSinn rüberbrüllen.

          • Vogel schrieb am 28. September 2010 um 09:05 - Permalink

            Da iss ‘was dran, aaber:
            1. ein Teil der Antwort hat Jens gegeben (Chefredakteure)
            2. in den letzten 20 Jahren wurde der Sieg über den Kommunismus gefeiert, es wurde “wiedervereinigt”, die Demographie entdeckt, die Globalisierung erfunden und und und
            3. auch vor 20 Jahren gab’s Leute, die schon vor der Agenda 2010 schrieben was die ‘mal bringt, wennse dann kommt – genauso wie es Menschen gab, die vor der Finanzkrise … aber wer will das lesen, hören? Noch nich ‘mal jetzt!

          • Spiegelfechter schrieb am 28. September 2010 um 10:49 - Permalink

            Du hast ja Recht, nimmst uns jedoch in Sippenhaft. Der Stand des Journalismus hat versagt, da gebe ich Dir Recht. Diejenigen, die heute als “Freie” mit der Armut kämpfen, waren jedoch sicher nicht diejenigen, die in der Vergangenheit irgendeine publizistische Entscheidungsmacht hatten. Sie hatten (ich kenne da einige und zähle mich selbst in kleinerem Maße auch dazu) auch in der Vergangenheit “großen” Zeitungen gute und kritische Themen angeboten, die allerdings lächelnd abgelehnt wurden. Natürlich wurden sie nicht von BWLern, sondern von Journalisten abgelehnt. Das ist ein komplexes Thema, bei dem es weder schwarz noch weiß gibt.

            • Dexter schrieb am 28. September 2010 um 14:35 - Permalink

              Nun, es ist ja kaum wichtig, welches Studium ein Entscheider abgeschlossen hat.

              Wichtiger ist doch, in welchem Milieu sich diese publizistischen “Verantwortungsträger” bewegen. Ein Redakteur eines größeren Blattes mit was-weiss-ich-wieviel-zehn-oder-hunderttausend Euro Jahressalär wird (privat und beruflich) ganz sicher nicht von “einfachen” Leuten (400-EUR-Jobs) und deren Probleme umgeben sein und demzufolge entsprechend weit von deren Lebenswirklichkeiten entfernt sein.

              Jedenfalls sehen die von “unseren” Massenmedien transportierten Inhalte nicht danach aus.

            • Sandsturm schrieb am 28. September 2010 um 18:10 - Permalink

              Hallo Jens,

              nein, ich will sicher nicht alle Journalisten in Sippenhaft nehmen, selbst wenn es nur einen einzigen gibt der anders ist wäre das falsch und es ist ja auch nicht so, dass alle Unsinn schreiben.
              Auch spielt es kaum noch eine Rolle was vor 20 Jahren geschah – verschüttetem Wein trauert man nicht nach, vielmehr ist die Frage: Was nun???
              Was kann ein freier Journalist tun um die aktuelle Situation zu unser aller Gunsten zu beeinflussen. Ich denke die Frage sollte dahin gehen – Blogs sind schön und gut aber das Massenpublikum erreicht man damit leider noch nicht, das sitzt nämlich in der S-Bahn und liest BILD. Was also ist zu tun um genau diese Leute, Menschen welche nicht reflektieren und stundenlang über eine Frage nachdenke zu erreichen. DAS muss sie Frage der nächsten Zeit werden – dann klappts vielleicht auch wieder mit den Löhnen – FÜR UNS ALLE.

    31. egal schrieb am 27. September 2010 um 20:21 - Permalink

      Nochwas: die Regelsatzerhöhung hätte man ja auch vollständig durch Kürzung bei den Schwachsinnsmaßnahmen gegenfinanzieren können. Selbst bei Anne Will gestern wurde ja der HartzIV-Supermarkt des TÜV Nord gezeigt. Dann wären aber noch weniger Arbeitslose bereit, ihre Gesundheit für Hungerlöhne in der Leiharbeit zu ruinieren.

    32. Lazarus09 schrieb am 27. September 2010 um 20:34 - Permalink

      ((Liebe H4 Kritiker des “Mittelstandes” das ist es was auf euch zu kommt.
      Die Faulen wurden schon ihrer Arbeitsplätze, Ersparnisse etc. beraubt und egal wie, ihr seid die nächsten. Längst beschlossene Sache.))

      FALSCH

      Der” Mittelstand “waren die ersten, da inzwischen ausgestorben in Deutschland. !
      Ich will hier nicht mit bekannten Fakten langweilen… Viele der jetzigen” Hartzer”sind
      die Besserverdienenden von damals, fuer diese Gruppe hat Assi Gaz Gerd und Konsorten die Agenda gemacht ,da stand schon fest das viele ihren Job verlieren muessen wuerden. Diese Menschen sollten um Ansprueche und Zukunft gebracht werden was ja auch gelungen ist..
      Von Beitragszahlern spricht doch keiner mehr oder …. viele meiner Generation haben in den 70′ und 80′ Hoechstbeitraege in die Sozialkassen gezahlt wer dann mit 45 arbeitslos wurde bekahm den Finger und ist heute Langzeitarbeitslos . Und nun jamert man ueber Facharbeitermangel ..und wer sich bewirbt 48 Jahre alt ,gut ausgebildet ,viel Erfahrung ist was wenn er passabel bezahlt werden will ….?

      UEBERQUALIFIZIERT

      Die meisten Leute wollen die Wahrheit gar nicht wissen…nur nicht drueber nachdenken Augen zu und durch ..thats it

      • unschland schrieb am 27. September 2010 um 23:10 - Permalink

        meintest du jetzt mittelstand oder mittelschicht?

        • Lazarus09 schrieb am 28. September 2010 um 00:32 - Permalink

          Beim Mittelstand wollt ich nicht Langweilen mit Basel II Kreditklemme ,Zahlungsausfaellen bei Kunden … Finanzamtwillkuer u.s.w …Kleinbetriebe mit bis zu 20 Mitarbeitern die abschliessen oder Pleite gehen ….Das weitere Beispiel meint die Mittelschicht … Wer ohne Lobby ist geht um,Schluss aus

    33. Benjamin schrieb am 27. September 2010 um 20:37 - Permalink

      Sehr guter Artikel!!1

      (…ich habe aber heute schon gespendet) :P

    34. noone schrieb am 27. September 2010 um 20:44 - Permalink

      Sie konnten sich im Kabinett durchsetzten …

      Muss das nicht heißen: “Sie konnten sich im (durch Korruption?) durchsetzten Kabinett …” ?

      Doch! das musst Du gemeint haben, sonst wärs ja ein typischer Unterschichten Typo.
      ;-)

    35. Micropato schrieb am 27. September 2010 um 21:43 - Permalink

      Tja, werter Jens, danke für den treffenden Artikel. Das die Branche nicht gerade “im Geld schwimm” dürfte klar sein. Ich verfolge Deine Seite schon seit…naja..Wochen? Ich weiß es nicht, aber ich sehe hier mehr, lese viel interessante Beiträge / Kommentare und kann mich zum Nachdenken mit Deinen Texten gut beschäftigen. Egal, ob In- oder Ausland.

      Die Strategie der Regierung und der “Hintermänner und auch Frauen” ging glatt auf. Das Ziel, die Schuldigen für die wirtschaftliche Misere zu Pfählern, ist aufgegangen. Mit Unterstützung der Mainstream und anderer Propaganda ist es nur eine Frage der Zeit gewesen, dies zu erreichen.

      Die Erhöhung ist sowas wie…. ein Preis für 9,99 Euro. Die psychologische Trickserei. Es ist unter 10 Euro, erscheint billiger. Nur, das es sich hier um hausgemachte Sklaverei und weiteren Support der finanziell gutgestellten Klientel handelt, die sich ja mal was leisten will. Im Peak-Oil Forum fand ich dazu sowas wie eine Beschreibung. Der Markt ist hungrig nach Konsumenten und nach billigen Arbeitskräften. Wie in anderen Teilen der Welt, wird auch hier die Dumpingstrategie zugunsten der Herrschenden weiter hofiert und unter den Augen der Bevölkerung mit allen erdenklichen Methoden durchgesetzt.

      Lazarus09 bringt es auf den Punkt. Nur will das keine Seele mehr hören und es wird nicht darüber berichtet. Kritische Journalisten sind mittlerweile rar geworden und werden es weiterhin sein.

      Was mich eingentlich wundert ist, das sich in diesem Land und auch in Europa so viele Menschen nicht im Klaren sind, wohin die Reise für sie geht und sie glauben, wenn ich nur fleissig arbeite, dann bleibe ich im Job. Du wirst heute sowas von ausgelutscht, davon kann ich ein Lied singen. Abgesehen von den gesundheitlichen Problemen, die dich plagen.

      Um nicht ganz abzuschweifen….Ob Hausarzt, Journalist oder Handwerker. Für deine Arbeit sollst du fachgerecht und sauber entlohnt werden. Es soll dich auch motivieren und stärken. Deine Investitionen in deine Zukunft und die deiner Kinder soll sich auch lohnen.

      Das Augenmerk einer Regierung und der Verbände – gemeinsam – ( muss ) sich auf die Erhaltung der Beschäftigung und den Ausbau des Arbeitsmarktes für das gesamte Volk konzentrieren. Leider reicht es schon, wenn ein Unternehmen sich wegen der höheren Steuern in ein steuerlich preiswerteres Land absetzt und Politiker sich dann zu ermäßigten Steuern für Unternehmen hinreißen lassen. Damit ist dem Dumping Tür und Tor geöffnet. Somit wird auch dem Arbeitnehmer jede Möglichkeit des besseren Verdienstes genommen. Inklusiv Zeitverträgen und Befristungen. Ganz zu schweigen von Freiberuflern, die Aufstocken müssen. Nur – wer macht sich in diesem Land noch Gedanken darüber?

      Die Wahrheit über den tatsächlichen Verlust der Freiheit und Gemeinschaftlichkeit des Landes wollen viele Bürger, nicht nur in Deutschland, nicht wahrhaben. Wir sind mittendrin im Abbau der Bürgerrechte, der Selbstbestimmung und freien Meinungsäußerungen. Das nur zum Schluß.

      P.S. : Auch wenn ich nicht mit Paypal spenden kann, spende ich meine geistige Unterstützung für Deine Beiträge und das ich sie weiterhin – wenn auch nicht immer Deiner Meinung – lesen kann.

    36. rauskucker schrieb am 27. September 2010 um 22:11 - Permalink

      Ich wußte ja gar nicht, daß ich immer 20 (?) Euro fürs Rauchen und für Alkohol bekommen habe pro Monat. Dabei rauche und trinke ich doch gar nicht!
      Sollte ich das jetzt vielleicht lieber zurückzahlen?
      Andererseits: wenn die bisher diese 20 Euro auch an Nichtraucher und Nichttrinker gezahlt haben, mußten sie doch davon ausgehen, daß wir das Geld für etwas Sinnvolleres nutzen. Warum streichen sie es uns dann jetzt?

      • Lazarus09 schrieb am 27. September 2010 um 22:59 - Permalink

        Wenn du Hilfe zum Lebenunterhalt bekommst bist du automatisch Raucher und Saeufer pruegelst Frau und Kind vernachlaessigst deinen Hund und sieht Nachmittagsassiproblemfernsehen wo die Handlung und Personen frei erfunden sind …. LOL

        wie bei mir … Handwerker = Saeufer ;-)

        Ach so …das du vielleicht Jahrelang fuer “den” Fall zwangseingezahlt hast will auch keiner mehr wissen ;-)

        • Thomas schrieb am 28. September 2010 um 14:43 - Permalink

          Ein Hartzer der nicht trinkt und raucht, das wär ja wie ein Handwerker der einen nicht betrügt…

          Ihr lügt doch beide, sowas gibts gar nicht ;-)

      • unschland schrieb am 27. September 2010 um 23:26 - Permalink

        äy du lüga! als haatsVI-kriega gannstu nix schraipen. presse sakt imma alle haatsys doff. erfischt!!! du trol bis?

      • elwu schrieb am 28. September 2010 um 11:10 - Permalink

        Sollte ich das jetzt vielleicht lieber zurückzahlen?

        Aber sicher doch, am besten in Form von Lohnsteuer, also geh’ arbeiten, statt dich an Transfereinkommen zu laben!

    37. mf schrieb am 27. September 2010 um 22:12 - Permalink

      Ich gebe zu, ich musste lachen…

      Quelle Bild.de

      Für alle die bild.de scheuen wie der Teufel das Weihwasser:

      Zitat:
      “Die Politik muss aber noch einen zweiten Aspekt im Blick behalten: In etlichen Branchen bringen Vollzeit-Jobs nicht sehr viel mehr Geld ein als Langzeitarbeitslose und ihre Familien an Hartz IV beziehen. Denn zum Regelsatz kommt ja unter anderem noch die Warmmiete.”

      Tja… was stimmt denn wohl da im System nicht?

    38. Kant schrieb am 27. September 2010 um 22:33 - Permalink

      “Was nutzt uns die Pressefreiheit (Art. 5 GG) , wenn es keine mutigen, investigativen Journalisten mehr gibt ?”

      Aber es ist auch so: wer sich für mutig-investigativen Journalismus entscheidet – meinen Respekt dafür – muss auch ja sagen zum Preis dieser Entscheidung (Freiheit): bescheiden leben; Sport machen & bewusst ernähren, damit du gesund bleibst … und das Feedback der LeserInnen als die wirklich wichtige ‘Entlohnung’ ansehen ! – lieber SF, kannst du das, willst du das ?

      • Lazarus09 schrieb am 27. September 2010 um 22:54 - Permalink

        Die gibt es bestimmt,nur veroeffentlicht die niemand…da gibs keinen der das drucken will (darf) beim Freiberufler…der Angestellte bekommt seinen Maulkorb verschrieben sonst ist er Regelsatzbezieher in Zukunft…..Nur wer Hofberichterstattung betreibt macht bescheidene Karriere Das ist die Pressefreiheit .

        Alles gekauft… Forschungsgelder nur fuer Untersuchungen die das vom Finanzier gewuenschte Ergebniss liefern ……. Einladungen nur an Reporter die unkritisch den abgesonderten Duenschiss 1 zu 1 wiedergeben und nichts hinterfragen….Steuererleichterungen fuer Parteienspender …bla bla bla laesst sich verlaengern

    39. gs schrieb am 27. September 2010 um 22:49 - Permalink

      @ kriegszitterer

      Das wäre aber ein bloody business im wahrsten Sinne des Wortes. Und ‘Marktlücken’ sind dazu da geschlossen zu werden, wohingegen sich ‘Märkte’ sehr wohl erschließen lassen.

      Wie ist es denn gerade um die Sandsackindustrie bestellt – in Deutschland, der EU, global??Liegt auch sie brach darnieder, könnte man ihr zu ungeahntem Aufschwung verhelfen. Ich stelle mir schon seit ein paar Jahren vor, janz Berlin is nich nur eene Wolke, sondern hinge voller Sandsäcke mit Visagen drauf, denen man schon immer gerne mal eine…. na ja, ihr wisst schon.
      In jedem Sandsack registriert ein Zähler/Sensor die Zahl der Treffer. Damit lassen sich trefflich Statistik erstellen, mit denen man sicher auch Pöbel-Thilo in die Wüste (oder nach Sibirien) schicken könnte. Jeder, der schon immer gerne mal….., kann sich bei einer Visagensandsackaktion austoben. Arme dürfen kostenlos (oder für max. 20 ct.), alle Nochverdiener zahlen 1 € pro Zeiteinheit, die noch festzulegen bzw. zu errechnen wäre. Oder man hält den Hut auf für Spenden. Zu jedem Visagensandsack gibt es auch Boxhandschuhe, die man anlegen kann oder auch nicht.

      In einer Stadt wie Berlin sollte alle 500 m z.B. an Bushaltestellen sowie an S-und U-Bahnhöfen ein solcher Visagensandsack zu finden sein. An belebten Plätzen sollten es etwas mehr sein, sonst wird das Gedränge zu groß und es kommt womöglich jemand zu Schaden. Das wäre ja nicht auszudenken!

      Rechne es doch mal jemand durch, wie viele Sandsäcke man allein für Berlin bräuchte bzw. was deren Herstellung + Visagenaufdruck (oder Bemalung) kosten würde. Meistens sind sie ja aus Plastik und als Füllung auf kürzere Zeit eignen sich Holzschnipsel und Sägespäne, Papier und Stoffreste (leicht zu kriegen). Wenn die Visagensandsäcke länger halten sollen, ist es am besten Gummigranulat aus alten Autoreifen zu verwenden (etwas schwerer zu kriegen). Alles ist wieder verwendbar.
      Bäume zum Aufhängen von Visagensandsäcken gibt es genug und wenn das Ordnungsamt behauptet, dadurch würde Öffentliches Eigentum beschädigt, dann kann man ja auf fahrbare Untersätze mit Kränen ausweichen wie sie Abschleppautos haben.

      Jeder kann mitmachen – vom Baby bis zum Greis – egal, ob Berliner oder Touristen, die bekanntlich jeweils aus aller Herren Länder kommen. In Berlin wird der Feldtest gemacht. Wetten, dass?… die Chose so erfolgreich wird, damit sie in Serie gehen kann? Wir haben ja auch noch ein paar andere Städte, 50% der Bevölkerung leben in Städt(ch)en, in kleineren Dörfern reichen vielleicht 1-3 Visagensandsäcke. Außerdem gibt’s auch noch die EU und andere Weltgegenden. Da gibt es sicherlich auch Menschen, die schon immer mal gerne… na ja, ihr wisst schon…., nur dass dann die Visagen sicherlich andere sein werden.

      Wie gesagt, es errechne mal jemand wie hoch die Einnahmen sein müssten um die Kosten zu decken. Dann kann man noch eine Gewinnmarge zuschlagen und das so eingenommene Geld geht in einen Topf und wird an die Bedürftigen verteilt. Sobald jeder Hartzie, 1-Euro-Jobber, Leih- und Zeitarbeiter, Niedriglöhner 500 statt 5 € mehr hat, sollte er/sie , bitteschön, für eine neuerliche Abstimmung mit oder ohne Boxhandschuhe einen kleinen Obulus entrichten, dessen Höhe mal errechnet, aber dennoch auf Basis von Selbsteinschätzung erbeten werden sollte. BwLer gibt’s doch bestimmt unter den SF Lesern. Also: Rechenfreaks to the front.

      Es gibt viel zu tun. Packen wir’s an. Ich bin sicher, der oder die eine andere hat bestimmt noch ein paar gute Ideen auf Lager. Lasst sie lauten.

      MfG aus der Haupstadt

      • titus schrieb am 28. September 2010 um 09:46 - Permalink

        das ist doch mal eine schöne idee mit potential…
        sandsack-ich-agler, sponsert by arge…
        ruckzuck hätten wir vollbeschäftigung…

    40. egal schrieb am 27. September 2010 um 22:51 - Permalink

      Bericht über die Höhe des Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2010 (Siebenter Existenzminimumbericht), 27.10.2008, Seite 3, 4.1.1.

      Den nachfolgenden Berechnungen liegt das für 2010 geschätzte arithmetische Mittel auf der Basis der in 2008 gültigen Eckregelsätze der Länder zugrunde. Ausgegangen wurde daher von einem durchschnittlichen Regelsatz für 2008 von 349 Euro/Monat für Alleinstehende und von 628 Euro/Monat für Ehepaare.
      Sofern keine neue EVS ausgewertet vorliegt, erhöhen sich jeweils zum 1. Juli eines Jahres die Regelsätze um den Vomhundertsatz, um den sich der aktuelle Rentenwert in der Rentenversicherung verändert (vgl. § 4 RSV). Die Rentenerhöhung zum 1. Juli 2009 bzw. 1. Juli 2010 hängt wesentlich von der Entwicklung der durchschnittlichen Bruttolöhne und -gehälter ab. Nach vorläufigen Annahmen des Schätzerkreises der Rentenversicherung
      ist eine Rentenerhöhung zu diesen Zeitpunkten von rund 2,75 Prozent bzw. 1,80 Prozent zu erwarten. Unter Zugrundelegung dieser Daten ist von einer jahresdurchschnittlichen
      Regelsatzsteigerung in 2009 von 1,9 Prozent und in 2010 von 2,3 Prozent auszugehen.

      Daher wird für 2010 ein Regelsatzniveau bei Alleinstehenden
      von 4.368 Euro (364 Euro/Monat) und bei Ehepaaren
      von 7.860 Euro (655 Euro/Monat) in Ansatz gebracht.”

      http://www.bundesfinanzministerium.de/DE/Buergerinnen__und__Buerger/Familie__und__Kinder/Familienleistungen/126__Existentmini__anl,templateId=raw,property=publicationFile.pdf

    41. Beate schrieb am 27. September 2010 um 23:04 - Permalink

      Diesen ‘PR-Journalisten’ hat Koch persönlich ausgewählt.

      http://www.tagesschau.de/inland/hartz196.html

      Es ist durchaus möglich in dem Job 10000 Euro und mehr pro Monat zu verdienen.

    42. Lazarus09 schrieb am 27. September 2010 um 23:29 - Permalink

      Meine volle Zustimmung …. traurig aber wahr..Die Auswirkungen der mieserabelen Bildungspolitik ein dummes Volk ist eben einfacher zu regieren….

    43. unschland schrieb am 27. September 2010 um 23:51 - Permalink

      politik nach gutsherrenart! verfassungsbrüche nach tagesform.
      ich mach mal den goebbels westerwelle:
      ” wollt ihr die totale infertilisierung der unterschicht?”
      und schwarzgeld so: “JAAAA”

    44. Bastian schrieb am 28. September 2010 um 00:21 - Permalink

      Ein Wunder!
      Anders kann man es nicht bezeichnen, wenn nach den neuen Erhebungen und Statistiken genau:
      F Ü N F
      Euro dabei herrauskommen.
      Hätten wir sechs Finger an der Hand, wären es sehr wahrscheinlich eben diese sechs Euro gewesen.

      Das Ergebnis war vorgegeben, und die Statistiken dahingehend gebogen, das man auf fünf Euro kommt.

      Was mich aber bei Frau von der Leyen zu wirklich erhötem Blutdruck treibt ist ihr demokratisches Unverständnis und ihr Selbstherlichkeit. Zitat laut Spiegel:

      “Wer heute schon sagt, dass er blockiert oder dass er nach Karlsruhe läuft, hat sich als Gesetzgeber eigentlich schon aufgegeben”

      Nein, Frau von der Leyen, wer heute schon sagt, das er mit ihrer Art Politik zu betreiben nicht einverstanden ist, der lässt sich nur nicht so leicht blenden und nutzt die Instrumente die wir in unserer “Demokratie” nutzen können!

      Da ja aber ihre Zahlen “unbestechlich” sind, brauchen Sie davor dann aber eigentlich auch keine Angst haben, oder Sorgenfalten bekommen. Bei der Überprüfung der Berechnungsgrundlagen werden die Prüfer ja auf die gleiche Summer kommen.

      • Thomas schrieb am 28. September 2010 um 14:51 - Permalink

        “Wer heute schon sagt, dass er blockiert oder dass er nach Karlsruhe läuft, hat sich als Gesetzgeber eigentlich schon aufgegeben”
        Nein, Frau von der Leyen, wer heute schon sagt, das er mit ihrer Art Politik zu betreiben nicht einverstanden ist, der lässt sich nur nicht so leicht blenden und nutzt die Instrumente die wir in unserer “Demokratie” nutzen können!

        Natürlich. Aber irgendwie muss man doch die linke mal wieder als regierungsunfähige Blockiererpartei darstellen ;-)

    45. Schweigsam schrieb am 28. September 2010 um 01:13 - Permalink

      Ein sehr amüsanter aber totz allen bissiger Artikel!
      Dieser Hartz4 mist trifft mich als Frührentner auch.
      Ganze 5€ mehr für Hartz4 bzw. “Grundsicherung”:-(
      Nee darüber darf ich nicht nachdenken, sonst werde ich noch zum Killer.
      Diese Politiker haben allesamt eine Schere im Kopf, da geht nix mehr.
      Außer das was man Ihnen Vorsagt.

    46. ega333 schrieb am 28. September 2010 um 01:22 - Permalink

      Thomas Bernhard hätte geschossen! (Georg Schramm)
      Zwar nicht neu, aber sehr passend. Läuft grad´ auf ZDF-theater. Um diese Zeit!!!

      Vielleicht erleben wir ja noch bessere Zeiten. Zu hoffen wäre es.

    47. Tom schrieb am 28. September 2010 um 03:23 - Permalink

      Zukünftiger Regelsatz bei Hartz IV stand bereits im Jahr 2008 fest!

      So, wie es aussieht, steht der jetzt bekanntgegebene Betrag des Regelsatzes von 364,00 € bereits seit Oktober 2008 fest. Ein User des ELO-Forums hat auf den Seiten des Bundesministeriums für Finanzen ein PDF entdecket, das dieses belegt.

      Weitere Infos hier ↗

      Vielleicht kann das ja mal einer gegenchecken. Danke.

    48. Hans Stark schrieb am 28. September 2010 um 06:24 - Permalink

      Was wirklich krass ist, ist das hier:

      -Sanktionen müssen nicht mehr schriftlich mitgeteilt werden.

      Neu ist auch die schwammige Formulierung, Sanktionen seien möglich, wenn Arbeitslose die “Anbahnung” einer zumutbaren Arbeit, Ausbildung oder Arbeitsgelegenheit “durch ihr Verhalten behindern”. Als “eines Rechtsstaates unwürdig” bezeichnet Markus Kurth, sozialpolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, zudem die Vorgabe, dass Arbeitslose künftig nicht mehr schriftlich über mögliche Sanktionen informiert werden müssen. Es soll schlichtweg ausreichen, dass der Betroffene “Kenntnis” davon hat. Wie er diese “Kenntnis” erwirbt – ob durch eigenständige Recherche oder weil der Jobcentermitarbeiter es in einem Halbsatz erwähnt -, bleibt der individuellen Interpretation überlassen.

      Quelle: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/sanktionen-drohen-schneller/

      -einheitliche Pauschalen für Mietkosten, festgelegt durch die Kommunen, die natürlich dies nützen werden, um noch mehr zu sparen.

      Diesbezüglich kann man über diese Regierung nur den Kopf schütteln.

      Wenn Sanktionen nicht mehr schriftlich mitgeteilt werden müssen, also das ist einfach nur noch erbärmlich…….

    49. André aus H. schrieb am 28. September 2010 um 06:58 - Permalink

      Hier kommt, sofern erlaubt, die Buchempfehlung zum Thema: “Letzte Helden” von Landolf Scherzer, ist gerade erschienen. Darin findet sich eine Reportage über die Eisenacher Tafel. Und es zeigt sich auf wenigen Seiten die ganze Zwiespältigkeit des Themas.

      • Spiegelfechter schrieb am 28. September 2010 um 10:58 - Permalink

        Hört sich interessant an, werde ich mir mal kommen lassen.

    50. Hans Stark schrieb am 28. September 2010 um 07:17 - Permalink

      Taz:
      “Setzen Sie auch auf den Einfluss von SPD und Grünen im Bundesrat?”
      Heiner Geißler:
      “Auf die setze ich gar nichts. SPD und Grüne haben ja das Fundament gelegt für dieses Prekariat, das sich durch die Agenda 2010 gebildet hat: 400-Euro-Jobs, 1-Euro-Jobs, Leiharbeitsverträge.”

      Quelle: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/davon-laesst-sich-nicht-wuerdig-leben/

      • Lennard schrieb am 29. September 2010 um 09:02 - Permalink

        Wo war denn Herr Geißler, als Frau Merkel folgenden Satz gesagt hat? [Regierungserklärung 2005]

        Ich möchte Kanzler Schröder ganz persönlich danken, dass er mit der Agenda 2010 mutig und entschlossen eine Tür aufgestoßen hat, unsere Sozialsysteme an die neue Zeit anzupassen.

        Wo war Herr Geißler, als Verbrecher Lambsdorff in seinem “Papier” wesentliche Eckpunkte geliefert hat? Auch beim Schröder-Blair-Papier oder der Bertelsmann-Empfehlung (irgendwas mit “wirtschaftlichem Forderungkatalog”) hab ich nix gehört.
        Gut erinnern kann ich mich aber an das Zeter und Mordio der damaligen CDU/CSU/FDP-Fraktion, die Einschnitte würden nicht weit genug gehen.
        Dass große Teile der momentanen Gesetzgebung von CDU/CSU und FDP mitgestaltet wurden, hat er Geißler offenbar auch vergessen.

    51. chriwi schrieb am 28. September 2010 um 07:37 - Permalink

      Wie sich diese Frau hingestellt hat und meinte
      “Wir waren selbst erstaunt, dass der Regelsatz für Kinder sinken müsste”, aber in ihrem Gutmenschtum macht sie das natürlich nicht. Das heißt es wird ein Stagnation als Erhöhung gefeiert. Mir wird klar, warum Frau von der Leyen nicht durch ihr Wirtschaftsstudium kam. Nur weil man das Koordinatensystem ändert, ändert man noch lange nicht das beschriebene System.

    52. Juliane schrieb am 28. September 2010 um 08:06 - Permalink

      Danke, Jens!

      Die Strafanzeige aus Aurich gegen unsere Bundesregierung inspiriert zum
      Nachmachen:

      • schwitzig schrieb am 28. September 2010 um 17:50 - Permalink

        Hmm – ich würde mal vermuten, dass die Anzeige abgewiesen wird, weil das Gesetz derzeit noch gar keine Gültigkeit hat.
        Wenn es dann gültig wird, wird die Anzeige im Rahmen der Immunitätsgesetze für Politiker abgewiesen werden.
        Die Anzeige ist als Demonstrationsform vielleicht geeignet. Ermittelt wird garantiert niemals.

    53. Rossi schrieb am 28. September 2010 um 09:09 - Permalink

      @Jens: Noch eine Idee zum Spendenthema:

      Wie wäre es wenn du eine kleine Übersicht in die Seite einbaust, über die man z.B. das Datum und die Beträge der letzten 10 Spenden sehen kann? So kann jeder direkt sehen wie gut oder schlecht es um die Spendenwilligkeit steht. Ohne irgend einen Anhaltspunkt denken viele sicherlich, dass da schon andere fleißig spenden und es auf einen selbst ja gar nicht so sehr ankommt.

      • Spiegelfechter schrieb am 28. September 2010 um 10:59 - Permalink

        würde ich machen, wenn ich das technisch machen könnte. Wie Du weißt, bin ich Schreiber aber kein Coder ;-)

        • Rossi schrieb am 28. September 2010 um 11:29 - Permalink

          Grmpf, dachte du hättest mittlerweile deine eigene IT-Abteilung! :/

          • Spiegelfechter schrieb am 28. September 2010 um 12:00 - Permalink

            “Abteilung” ist gut ;-)

            Meine freiwilligen Helfer haben schon genug damit zu tun, den Server am Leben zu halten und zu optimieren ;-)

    54. Chat Atkins schrieb am 28. September 2010 um 09:14 - Permalink

      Von der Leyen ist einfach die beste Verkäuferin innerhalb der schwatzgelben Drückerkolonne: Die könnte mit ihren Wortkaskaden Eskimos Kühlschränke andrehen. Im Kern aber sieht sie das alles wohl völlig unideologisch …

      • Vogel schrieb am 28. September 2010 um 15:19 - Permalink

        Ullalla Vau De Ell: schwatzgelb *rofl*, gib’s zu: Dess iss kein Typo, dess iss Absischt, gelle!

        Das Wort “schwatzgelb” ist in meiner Sammlung gelandet. Derff isch dess? Danke!

        • Chat Atkins schrieb am 28. September 2010 um 16:33 - Permalink

          Da nich für …

      • an0nym schrieb am 28. September 2010 um 16:57 - Permalink

        schwatzgelb ist übrigens nich so schön, weil nämlich schon anderweitig besetzt => http://www.schwatzgelb.de ;o)

    55. Christian A. Wittke schrieb am 28. September 2010 um 09:19 - Permalink

      Aber – mal Hand aufs Herz -, die Kollegen sind doch selbst schuld. Wären sie nicht so kritisch und würden endlich einmal etwas ideologisch erbaulicher schreiben, könnten sie von ihrer Arbeit auch leben – es gibt schließlich unzählige Publikationen von Verbänden und Stiftungen, die vergleichsweise fürstliche Honorare ausschütten, wenn man ihnen einen gefälligen Artikel schreibt. Das ist Auftragsjournalismus für Schreibhuren? Die Pressefreiheit ist in Gefahr? Aber nicht doch, die Armut hat ihre Freiheiten, der Reichtum seine Zwänge, wie schon der alte Diderot wußte und es ist ja auch bekannt, dass es schon immer etwas teurer war, eine exklusive Meinung zu haben.

      Danke, eine Realsatire, der Spott bildet die ebenso gepresste wie freie Realität ab; Propaganda hatte mal einen Minister, heute ist sie Teil des Konzepts.

      caw

    56. someone schrieb am 28. September 2010 um 09:26 - Permalink

      Nun ja, irgendwo las ich, fünf Euro würden grad für nen Liter Benzin, ne billige Flasche Wein, nen alten Lappen und Streichhölzer reichen.
      Wofür das alles gut sein soll, weiß ich allerdings auch nicht…

    57. schwitzig schrieb am 28. September 2010 um 10:10 - Permalink

      Wow! Jetzt geht’s ans Eingemachte:

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,719926,00.html

      OECD-Tenor: Die deutsche “Hängematte” ist zu weich. Zwiedenken in Reinkultur, wenn man sich z.B. realistischere “Arbeitslosenzahlen” ansieht:

      http://www.jjahnke.net/gedanken55.html#lue

      Effektiv haben wir wohl ca. 6,7 Millionen saufende, rauchende, ihre Frauen und Kinder verprügelnde 42′-Flachbildfernseherbesitzer.

      Und das Beste: Der Michel glaubt das auch noch!

      • Lazarus09 schrieb am 28. September 2010 um 10:55 - Permalink

        Das Ergebniss der Meinungsmache in den Medien und der schalen Bildungspolitik

        Uebrigends ..die Erde ist eine Scheibe ..wenns der Jauch erst im Stern TV erzaehlt dann nickt der Michel garantiert .. ungeprueft LOL

    58. titus schrieb am 28. September 2010 um 10:37 - Permalink

      auch ein schöner text zum thema…

      http://wareluege.wordpress.com/2010/09/27/es-ist-vollbracht-2/

      die essenz daraus:

      Verbraucherinformation
      Durch vorsätzliche planmäßige Missachtung des Grundgesetzes und des Bundesverfassungsgerichtes durch die bis Sonntag legitimierte Bundesregierung besteht für jeden Bundesbürger ab sofort das Recht zum straffreien Widerstand gemäß Artikel 20 des Grundgesetzes.

      Da nachweisbar alle Mittel der rechtlichen und demokratischen Abwehr einer verfassungsfeindlich operierenden Regierung erfolglos blieben, können Sie die Mittel zur Beendigung des schwarz-gelben Terrorregimes ab sofort selbst wählen.

      Für nur 2310 Euro erhalten Sie dieses formschöne Gegenmittel von einem zertifizierten Lieferanten des östereichischen Bundesheeres.

      Greifen Sie zu! Der Lagerbestand ist begrenzt!

      • egalitarist schrieb am 29. September 2010 um 19:37 - Permalink

        danke für die Artikel, Titus & SF :)

    59. Nico Nissen schrieb am 28. September 2010 um 10:38 - Permalink

      Wenn ich nicht selbst ALG-2-Empfänger wäre, würde ich etwas spenden, Jens!

      • Spiegelfechter schrieb am 28. September 2010 um 11:00 - Permalink

        Danke, ich kann das verstehen. Auch ich würde anderen Blogs gerne mehr spenden, wenn ich es denn könnte.

        • Nico Nissen schrieb am 28. September 2010 um 22:19 - Permalink

          Ich klicke dafür Deine Werbung an. Ich habe ja keine …

    60. Beate schrieb am 28. September 2010 um 10:47 - Permalink

      Die Produktivität der deutschen Wirtschaft wächst im Durchschnitt jährlich um 2,1%.

      Das sind 23% mehr Waren alle 10 Jahre bei gleichem Beschäftigungsniveau.

      Wir sind längst an dem Punkt angekommen , wo es den Waren erlaubt wird sich ihre Käufer zu kaufen.

      Es ist die einzige Möglichkeit , daß Produktionsniveau aufrecht zu erhalten und sich die Macht zu sichern.

      Würden zu viele aus dem Erwerbsprozess herausfallen wird es kritisch.

    61. Folkher Braun schrieb am 28. September 2010 um 11:46 - Permalink

      Moin,

      da ich zu der Gruppe der journalistisch tätigen Freiberufler zähle, betrachte ich einige hier bisher geäußerten Kommentare als wenig sachkundig. Wer sich den Arbeitsmarkt für Schreiberlinge ansehen will, findet die Daten auf http://www.kuenstlersozialkasse.de . Demnach liegt der durchschnittliche Jahresumsatz freier Schreiberlinge bei 18.000 Euro. Berufsanfänger erzielen 13.000. Daraus folgt: Ein Einstieg in diese Branche mit dem Ziel des Broterwerbs ist völlig sinnlos. Zudem kommt: Seit 1995 hat sich die Zahl der freien Journalisten bis heute mit 40.000 KSK-Mitgliedern verdoppelt. Wenn man zugleich sieht, dass die anzeigenfinanzierte Print-Presse zunehmend den Löffel abgibt, so können die dort zu erzielenden Honorare nur in den Keller gehen.
      Als unmittelbare Folge arbeiten heute diejenigen, die von ihrer Profession leben müssen, heute vorwiegend in der Industriepresse. Beispiel aus meiner Branche: Wer hat die in Europa das auflagenstärkste Lkw-Magazin? – Daimler mit 160.000 Exemplaren. Die “freien” Magazine kommen auf höchstens 35.000. Dort liest man dann, was der Freie erst der Industrie verkauft hat und dann in Zweit- oder Drittverwertung der – selbstverständlich unabhängigen – Fachpresse.
      Übrigens ist der bei der Arge aufstockende Journalist ein Doppel-Aufstocker. Die KSK-Versicherungen werden rund zur Hälfte von den Verlegerverbänden und dem Bund finanziert.

      gruß fb

      • Spiegelfechter schrieb am 28. September 2010 um 11:58 - Permalink

        Hallo Folkher,

        ich will Dir überhaupt nicht widersprechen, will aber anmerken, dass der Blick auf die KSV ein wenig verzerrt. Viele “besser verdienende” Freie sind nämlich nicht in der KSV, womit auch der “Durchschnittsertrag” nicht unbedingt die ganze Branche abbildet. Der Anstieg der KSV-Mitglieder kann daher auch so gesehen werden, dass die finanzielle Situation immer mehr Freie in die KSV getrieben hat. Ansonsten stimme ich Dir allerdings 100% zu.

      • Groo schrieb am 28. September 2010 um 12:37 - Permalink

        einen schönen podcast-Beitrag dazu gibts übrigens da:

        Tom Schimmeck zu seinem Buch:
        “Am besten nichts Neues. Medien, Macht und Meinungsmache”

        …
        Kontent-Akkordarbeiter und Verfüllungsgehilfen.
        Vier Minuten täglich ‘Realität’ beim Durchschnittsjourjalisten.
        …

        vd Leyen hat eine Agentur beauftragt, die Segnungen ihrer Reformen zu vermarkten, und die lieferten sendefertige Formate mit O-Tönen…

        (ca ab Minute 25)

        Sehr knackig!

    62. Glasmacher schrieb am 28. September 2010 um 11:56 - Permalink

      Beim Durchstreifen der Webseiten, wie der von Jahnke, komme ich in Übereinstimmung mit meinem Bauchgefühl. Dem sogenannten Aufschwung war ich nie positiv angetan. Ob XL oder “wir sind wieder wer” Gelaber kann mich nicht überzeugen.

      Die Torpedierung der Massenmedien mit Halbwahrheiten und Fiktion ohne die Wiklichkeit auch nur Ansatzweise aufzugreifen und zu präsentieren – das ist derzeit die Regel und sie wird weiterhin fleißig in jeden Kopf reingehämmert. Dem Ganzen ist auch nichts mehr hinzuzufügen.

      Im übrigen ist der Sanktionskatalog 2011 eine wahre Freude. Beim Durchlesen wurde mir richtig übel. Ich bekomme immer mehr den Eindruck, ich sei Vorbestraft, befinde mich im offenen Vollzug. Was habe ich diesem Staat eigentlich angetan? Was wird mir zur Last gelegt? Warum dieser Hass?

    63. Balalaika schrieb am 28. September 2010 um 12:05 - Permalink

      Schreibst du was zum Thema Luschkow?

      • Spiegelfechter schrieb am 28. September 2010 um 12:12 - Permalink

        Ja, kommt entweder heute hier im Blog oder morgen (also um 01.00) auf TP.

        Weißt Du (oder ein Mitleser), ob man irgendwo den Artikel (bzw. Broschüre) “Der Doppelgesichtige” (ich weiß nicht, wie er auf Russisch heißt) von Alexander Lebedew online finden kann?

    64. Cobra Liberaleusis schrieb am 28. September 2010 um 13:26 - Permalink

      Die Nachricht ist angekommen, Jens!

      Ich fülle gerade im Moment eine Überweisung für dich aus ;-) – Obwohl ich wohl bald selbst zu der beschriebenen Klientel der “Bezugsberechtigten” für die Grundsicherung gehören werde…

    65. Kriegszitterer schrieb am 28. September 2010 um 14:36 - Permalink

      @ gs zu ihrem beitrag 39.

      Das mit den giotinen und märkten war von mir nun auch nicht ganz ernst gemeint … tz diese Hauptstädter … waren mir schon immer etwas verdächtiger als andere … ;)

      Wir hier in Niedersachsen machen das auch etwas ” geschickter ” und outsourcen unsere probleme . Das stellt sich ab und an zwar als bumerang heraus ( siehe Wulf ) nur müssen wir dann nicht draufhauen .

      Aber nochmals zum artikel :

      Es ist wirklich übelste meinungsmache der Mainstreammedien wenn dort über Millionen Menschen geurteilt würde als wenn sie alle die asozialsten wesen in diesem Lande wären , während z.B. bestimmte Minister-innnen auf mehr oder weniger offiziellen reisen mit der flugbereitschaft der bundeswehr mal eben innerhalb eines tages das verbrennen was eben 2-3 dieser Harzer im Jahr dreister weise bekommen um sich überwasser halten zu können …

      Die Hofbericherstatter und Speichellecker finden für derlei dinge bestenfalls eine kleine ecke in ihren wöchentlichen ” was ist gerade angesagt in den themenparkmedien ” .
      Daher schätze ich auch sehr die freien Journalisten die versuchen den verstand der leute zu erreichen !
      Das dies alleine schon aus finanzieller sicht ein nicht leichter job ist gefällt mir genauso wenig nur liegt das wohl in der natur der sache soweit .

      Es ist aber nunmal wirklich all zu krass wie die tatsachen von den füssen auf den kopf gestellt werden und dann als tatsachen verkauft werden .
      Vielleicht ist es ja tatsächlich so das den Leuten im lande nichts auffällt weil
      sie nicht selbst nachdenken sondern dies von anderen haben übernehmen lassen . Meiner meinung nach ist das auch nicht an der schulbildung fest zu machen .

      Nun gut (oder auch nicht ) .

      Ich habe ich mich genug erzürnt und geschleimt und erzürnt … ;)

    66. schwitzig schrieb am 28. September 2010 um 17:44 - Permalink

      elwu schrieb am 28. September 2010 at 16:27 – Permalink

      schwitzig lügt, verdrängt, oder ist arg vergeßlich. Ich habe einen screenshot seiner nun gelöschten Antwort. Dass er sich nun zu all seinem kläglich selbstlobendem Geschreibsel auch noch anmaßt, mich zu ‘bewerten’, erheitert zusätzlich. So von wegen Niveauuntergrenze *g*.

      Aber genug davon und zurück zum Thema. Jeder wie er kann.

      Nochmal für Grenzdebile:
      1) Ich habe nichts löschen lassen. Punkt.
      2) Ich habe es nicht nötig, wegen Personen wie Dir zu lügen.

      • Spiegelfechter schrieb am 28. September 2010 um 17:47 - Permalink

        Ruhig jetzt! Aber alle Streithanseln – sonst kommt der große Löscheinsatz ;-)

        • schwitzig schrieb am 28. September 2010 um 18:03 - Permalink

          Öhm – sorry, ich habe auch nichts dagegen, wenn Du mein sinnfreies Gebrabbel mit elwu löschst. Ich bin zur Zeit eklig erkältet, habe auf der Arbeit aber zu viele Baustellen, um das auszukurieren und da gehen mir manchmal die Reflexe durch :-).

    67. kellerjunge schrieb am 28. September 2010 um 17:59 - Permalink

      es geht doch gar nicht mehr um 5 von der leyen – wir haben schon lange keine demokratie mehr, sondern die totale diktatur des kapitals.

      “Wir hätten nicht die Scheiße, die wir haben, wären wir nicht die Scheiße, die wir sind.”

      Herbert Marcuse

      • LePenseur schrieb am 28. September 2010 um 18:44 - Permalink

        @kellerjunge:

        “Wir hätten nicht die Scheiße, die wir haben, wären wir nicht die Scheiße, die wir sind.”
        Herbert Marcuse

        Offenbar hatte Marcuse für einen Linken eine bemerkenswert realistische Selbsteinschätzung. Ich kann ihm dahingehend nur zustimmen. Schade, daß er die Konsequenz daraus nicht gezogen hat. In dem Zusammenhang fällt mir ein Satz von Manfred Kleine-Hartlage ein, der mir so gut gefiel, daß ich ihn auf meinen Blog in die Zitatleiste stellte:

        Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass Linkssein klug macht: Wenn man jahrzehntelang hochkomplizierte Theorien entwickeln muss, deren einziger Zweck darin besteht, völlig blödinnige Thesen zu untermauern und offensichtliche Tatsachen in Abrede zu stellen: Das ist wahres Gehirnjogging! Irgendwann, auch das weiß ich aus Erfahrung, ist man dann so klug, dass man aufhören muss, links zu sein. Man nennt so etwas auch einen dialektischen Prozess.
        (Manfreds politische Korrektheiten)

        Für Marcuse war es offensichtlich schon zu spät für so einen Schritt. Aber: er erlangte Selbsterkenntnis. Immerhin …

    68. schwitzig schrieb am 28. September 2010 um 18:18 - Permalink

      Eine Lanze für die “Qualitätsmedien”:

      Es ist sicherlich traurig, dass die 4te Säule der Demokratie in den letzten Jahrzehnten derartig drangsaliert und zum Niedriglohnsektor “reformiert” wurde – ein Prozess, der nicht unwesentlich auch mit den Aktionen des Bertelsmann-Konzerns zu tun hat,

      Aber: Diese Transformation und dadurch bedingte Gleichschaltung hat erst die Entstehung einer dauerhaften Präsenz von Bloggern, alternativen Zeitungen und Foren forciert. Im Gegensatz zu früheren Medienentwicklungen funktioniert das Desinformationsziel nur sehr bedingt, da es dank der globalen Internetpräsenz eine ebenso globale Gegenöffentlichkeit gibt, die eben nicht wie früher nur gedruckte Flugblätter etc. mit zeitlich und regional sehr begrenzter Wirkung publiziert, sondern tatsächlich archivartige Informations-, Fakten und (leider auch) Pseudowahrheitssammlungen weltweit zugänglich macht. Und zwar ohne ernstzunehmende Möglichkeit der Informationskontrolle.

      Das ist ein neues und meiner Meinung nach sehr wertvolles Element mit dem Potential der Wertebeeinflussung und -veränderung, welches in dieser Form und Irreversibilität noch nie in der Menschheitsgeschichte vorhanden war.

    69. DEbOlinSke schrieb am 28. September 2010 um 18:53 - Permalink

      Aber: Diese Transformation und dadurch bedingte Gleichschaltung hat erst die Entstehung einer dauerhaften Präsenz von Bloggern, alternativen Zeitungen und Foren forciert. Im Gegensatz zu früheren Medienentwicklungen funktioniert das Desinformationsziel nur sehr bedingt, da es dank der globalen Internetpräsenz eine ebenso globale Gegenöffentlichkeit gibt, die eben nicht wie früher nur gedruckte Flugblätter etc. mit zeitlich und regional sehr begrenzter Wirkung publiziert, sondern tatsächlich archivartige Informations-, Fakten und (leider auch) Pseudowahrheitssammlungen weltweit zugänglich macht. Und zwar ohne ernstzunehmende Möglichkeit der Informationskontrolle.

      1. Gibt es bereits viele, sehr ernstzunehmende Möglichkeiten Informationen im Internet zu kontrollieren und Menschen dahin gehend zu überwachen, was sie im Internet von sich geben.

      2. Wird sich die neoliberale Repression im Internet in den nächsten 5 Jahren drastisch verschärfen.

      - Aufhebung der Netzneutralität
      - http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-07/oabama-internet-ueberwachung
      - http://www.taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/die-grosse-taeuschung/
      - onlinekosten.de/news/artikel/39702/0/Obama-soll-Internet-im-Notfall-abschalten-koennen
      - meedia.de/nc/details-topstory/article/netzneutralitt–memo-verrt-telekom-plne_100030049.html

      • schwitzig schrieb am 28. September 2010 um 19:13 - Permalink

        DEbOlinSke schrieb am 28. September 2010 at 18:53 – Permalink Antworten

        1. Gibt es bereits viele, sehr ernstzunehmende Möglichkeiten Informationen im Internet zu kontrollieren und Menschen dahin gehend zu überwachen, was sie im Internet von sich geben.

        Sicher, aber weder Überwachung noch Kontrolle kann die Informationsverfügbarkeit langfristig verhindern, zumal die derzeit aktive Karikatur der Orwellschen 3-Staaten-Welt zur Zeit noch aus gegeneinander arbeitenden Einzelakteuren besteht. Filtermöglichkeiten wurden und werden angewendet, aber sie können aufgrund struktureller Gegebenheiten nicht total sein, ohne aufzufallen. Das beste Beispiel ist China mit seiner lächerlichen “Great Firewall” (selbst der Begriff “Firewall” ist für die angewendeten Filtermechanismen grob falsch – aber das nur am Rande :-).

        2. Wird sich die neoliberale Repression im Internet in den nächsten 5 Jahren drastisch verschärfen.

        Ja, das fürchte ich allerdings auch. Nichtsdestotrotz sind die Informationen, die einmal publik geworden sind, nicht dauerhaft global entfernbar. Es ist sogar so, dass sich unsere Regierungen in eine Abhängigkeit von Unmengen von IT-Fuzzies begeben hat.

    70. Der Meddy schrieb am 28. September 2010 um 19:52 - Permalink

      Hallöchen Spiegelfechter . Ich lese deine Seite auch schon seit etlicher Zeit und werde dir trotz Alg 2 was spenden. Da ich mir eh vorgenommen hatte den ersten 5er zu spenden wird es dich doch sicherlich nicht stören wenn ich dir den gebe oder ? ;) Gruss und mach weiter so wie bisher

    71. Lennard schrieb am 29. September 2010 um 08:50 - Permalink

      Ach ja, laut SPON seien ja sogar 56 % der “deutschen” Menschen GEGEN jegliche Hartz-IV-Erhöhungen

      Diese ominöse Umfrage wurde im Auftrag der BamS von Emnid durchgeführt. Offenbar wurden nur 502(!) Leute befragt (und ich vermute mal, die gehörten zu den Lesern der BILD).

      Aber selbst in der Tagesschau wird aus einer Umfrage unter 502 Leuten eine “representative Umfrage” oder “die Mehrheit der Deutschen”.

      :(

    72. Valeska schrieb am 29. September 2010 um 11:36 - Permalink

      Seit es Hartz IV gibt, gibt es Diskussionen und ich denke, es ist jedem klar, vor allem aber denen, die von Hartz IV Leben müssen, dass es zu wenig ist. Leider hat bis jetzt aber auch niemand eine andere Idee, wie man Menschen ohne Arbeit besser unterstützen kann.
      Und zu den Aussagen der Politiker, man könne von Hartz IV gut leben, kann man einfach nichts mehr sagen. Die heimsen sich jeden Monat fette Diäten ein und denken sie müssten den Menschen, die am Existenzminimum leben, noch gute Ratschläge und Spartipps mit auf den Weg geben. Diese Aussagen sind schlichtweg pervers.

      Es ist wirklich tragisch, dass auch die Journalisten in diesem Maße betroffen sind und die Meinungsfreiheit in Deutschland nur den Privilegierten unter uns zukommt. Ein Armutszeugnis für die Demokratie, die ja eigentlich in Deutschland herrschen sollte.

      Bleibt nur die Frage, wie man dieses Problem lösen soll? Auf diese haben die lieben Politiker aber leider auch keine Antwort.

    73. Cobra Liberaleusis schrieb am 29. September 2010 um 13:13 - Permalink

      @Valeska

      Leider hat bis jetzt aber auch niemand eine andere Idee, wie man Menschen ohne Arbeit besser unterstützen kann.

      Indem man Überstunden auf ein vernünftiges Maß reduziert. Dies leistet nur ein Gesetz. Dadurch werden hunderttausende von Arbeitsplätzen geschaffen.

      Es ist genug Arbeit für alle da – sie muss nur richtig verteilt werden
      Es ist genug Geld für alle da, es muss nur richtig veteilt werden
      Es ist genug …
      usw.

      Soviel zu unserer “christlich geprägten Wertegesellschaft”…

    74. Frank Schenk schrieb am 29. September 2010 um 18:45 - Permalink

      Die 5 Euro sind doch nur dazu da, der Energiemafia die Uransteuer zu bezahlen. Also erhöhen sich einfach mal so eben magisch die Stromkosten um 10% oder so. Weil der Energiemafia will die “Perle aus der Uckermark” (Gott, ich muss brechen) ja kein Geld abnehmen, das ist nur son Refinanzierungsmodell:

      1. Wir geben den Bürgern/Hartzies/Deppen 5 Euro mehr
      2. Wir erhöhen/erfinden Steuern so daß die Bürger/Hartzies/Deppen 10 Euro mehr zahlen müssen
      3. Geld wandert direkt wieder in die richtigen Taschen und 80 Millionen mal Kleinvieh macht auch einen riesenhaufen Mist.

      Ich weiß nur immer noch nicht, wen und warum ich wählen gehen sollte, ausser die Piraten aus Trotz.

      gruß

      • titus schrieb am 29. September 2010 um 22:25 - Permalink

        Ich weiß nur immer noch nicht, wen und warum ich wählen gehen sollte, ausser die Piraten aus Trotz.

        tja, wenn man nur einfach dumm und dämlich ist, wirst du das auch niemals wissen…


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