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	<title>Kommentare zu: Der Dolchstoß der vier Renegaten</title>
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		<title>Von: Reality Counterstrike - Die Gesellschaft erntet das, was sie selbst aussät &#171; DirkGrund - über Suboptimales</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/419/der-dolchstos-der-vier-renegaten/comment-page-5#comment-38203</link>
		<dc:creator>Reality Counterstrike - Die Gesellschaft erntet das, was sie selbst aussät &#171; DirkGrund - über Suboptimales</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 15:01:03 +0000</pubDate>
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		<description>[...] erkennt, und sich an die Regeln hält, die wir für sie vorgeben. Sorge für ausreichenden Raum von verlogenen Betroffenheitsritualen, damit sie ( Leute ) was zum Kauen haben, was sie anschließend verdauen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] erkennt, und sich an die Regeln hält, die wir für sie vorgeben. Sorge für ausreichenden Raum von verlogenen Betroffenheitsritualen, damit sie ( Leute ) was zum Kauen haben, was sie anschließend verdauen [...]</p>
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		<title>Von: Der Spiegelfechter &#187; Blog Archive &#187; Minima Moralia</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/419/der-dolchstos-der-vier-renegaten/comment-page-5#comment-30004</link>
		<dc:creator>Der Spiegelfechter &#187; Blog Archive &#187; Minima Moralia</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Nov 2008 12:55:29 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Koch und Konsorten über Müntefering und Steinmeier hin zu den hier bereits treffend beschriebenen Renegaten. Das Pressefeuer wäre weniger schlimm und zu ertragen gewesen, wenn Müntefreing gesagt hätte; [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Koch und Konsorten über Müntefering und Steinmeier hin zu den hier bereits treffend beschriebenen Renegaten. Das Pressefeuer wäre weniger schlimm und zu ertragen gewesen, wenn Müntefreing gesagt hätte; [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: effizienzcluster</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/419/der-dolchstos-der-vier-renegaten/comment-page-5#comment-29089</link>
		<dc:creator>effizienzcluster</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Nov 2008 11:10:12 +0000</pubDate>
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		<description>@ Lemmy


&quot;Es sind auch nicht 6000 Unidad Popular Anhänger in die DDR ausgewandert sondern 2000.&quot;


zitat name: 

&quot;ca. 6000 Chilenen erhielten Asyl in der DDR&quot;


Na?
Merkste noch was?
Und das nach 16 Jahren angeblich nur noch ein Sechstel der geflüchteten Parteimitglieder dort leben hat wohl mehrere Gründe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Lemmy</p>
<p>&#8220;Es sind auch nicht 6000 Unidad Popular Anhänger in die DDR ausgewandert sondern 2000.&#8221;</p>
<p>zitat name: </p>
<p>&#8220;ca. 6000 Chilenen erhielten Asyl in der DDR&#8221;</p>
<p>Na?<br />
Merkste noch was?<br />
Und das nach 16 Jahren angeblich nur noch ein Sechstel der geflüchteten Parteimitglieder dort leben hat wohl mehrere Gründe.</p>
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	<item>
		<title>Von: bismodo</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/419/der-dolchstos-der-vier-renegaten/comment-page-5#comment-28835</link>
		<dc:creator>bismodo</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 13:35:06 +0000</pubDate>
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		<description>nur mal so ne kleine Rechthaberei am Rande:
- es heisst auf franz. LE malaise   nicht La m.
- es bedeutet nicht Krankheit, sondern Unbehagen
- der ganze Ausdruck ist übersetzt: das Unbehagen am Jahrhundert oder des Jahrhunderts
ist also ganz schön schwammig: jede Menge Raum, es nach Belieben zu füllen
:-))</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>nur mal so ne kleine Rechthaberei am Rande:<br />
- es heisst auf franz. LE malaise   nicht La m.<br />
- es bedeutet nicht Krankheit, sondern Unbehagen<br />
- der ganze Ausdruck ist übersetzt: das Unbehagen am Jahrhundert oder des Jahrhunderts<br />
ist also ganz schön schwammig: jede Menge Raum, es nach Belieben zu füllen<br />
:-))</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: aschlutter</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/419/der-dolchstos-der-vier-renegaten/comment-page-5#comment-28822</link>
		<dc:creator>aschlutter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 10:19:30 +0000</pubDate>
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		<description>@223

... die Quelle mit &quot;siede&quot; habe ich auch gefunden, ist womöglich falsch eingescannt, heißt &quot;siècle&quot;, sh. z.B. &lt;a href=&quot;http://www.erich-fromm.de/data/pdf/1959f-d.pdf&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; bei der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@223</p>
<p>&#8230; die Quelle mit &#8220;siede&#8221; habe ich auch gefunden, ist womöglich falsch eingescannt, heißt &#8220;siècle&#8221;, sh. z.B. <a href="http://www.erich-fromm.de/data/pdf/1959f-d.pdf">hier</a> bei der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Gast</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/419/der-dolchstos-der-vier-renegaten/comment-page-5#comment-28817</link>
		<dc:creator>Gast</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 09:18:01 +0000</pubDate>
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		<description>@219
“la malaise du siede” mit beiden &quot; googeln und man findet auch Online einen Zugang zu &quot;Haben oder Sein&quot;. 
Die Malaise kommt aber auch in &quot;Zen-Buddhismus und Psychoanalyse&quot; (Fromm,Suzuki,de Martino) vor.

&quot;Obwohl die meisten der im Westen lebenden Menschen nicht das Gefühl haben, in einer Krise der westlichen Kultur zu leben (wahrscheinlich war sich die Mehrzahl in einer wirklich kritischen Situation niemals der Krise bewußt), sind sich zumindest eine Anzahl kritischer Beobachter über das Vorhandensein und das Wesen dieser Krise einig.
Es ist die Krise, die man als &quot;malaise&quot;, &quot;ennui&quot;, als  Krankheit des Jahrhunderts, als Abstumpfung des Lebens, Automation des Menschen und seine Entfremdung von sich selbst, seinen Mitmenschen und von der Natur bezeichnet hat. 
Der Mensch ist dem Rationalismus bis zu dem Punkt gefolgt, wo Rationalismus zur äußersten Irrationalität wurde. Seit Descartes hat der Mensch in immer größerem Ausmaß das Denken vom Affekt getrennt; nur das Denken wird für rational gehalten - der Affekt gilt schon seiner Natur nach als irrational; die Person, das &quot;Ich&quot;, wurde in einen Verstand abgespalten, der mein &quot;Selbst&quot; darstellt und mich ebenso beherrschen soll, wie er die Natur beherscht. 
Die Herrschaft des Verstandes über die Natur und die Produktion von immer mehr und mehr Dingen wurden die höchsten Lebensziele. In diesem Prozeß hat sich der Mensch in ein Ding verwandelt, das Leben ist dem Eigentum untergeordnet, das &quot;Sein&quot; wird vom &quot;Haben&quot; beherrscht. 
Wärend in den Anfängen der westlichen Kultur, und zwar sowohl bei den Griechen als auch bei den Juden, die Vervollkommnung des Menschen als Ziel des Lebens galt, befaßt sich der moderne Mensch mit der Vervollkommnung der Dinge und mit dem Wissen, wie man sie herstellt. 
Der westliche Mensch befindet sich in einem Zustand schizoider Unfähigkeit, einen Affekt zu empfinden, und ist deshalb ängstlich, niedergeschlagen und verzweifelt. Mit dem Mund bezeichnet er immer noch Glück, Individualismus und Initiative als Ziele - aber in Wahrheit hat er kein Ziel. Fragen Sie ihn, wofür er lebt, was das Ziel seines Strebens ist - und er wird in Verlegenheit geraten.&quot;

Zwar auch schon etwas in die Jahre gekommen dieses Werk, inhaltlich aber leider (wie &quot;Haben oder Sein&quot;) noch immer aktuell.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@219<br />
“la malaise du siede” mit beiden &#8221; googeln und man findet auch Online einen Zugang zu &#8220;Haben oder Sein&#8221;.<br />
Die Malaise kommt aber auch in &#8220;Zen-Buddhismus und Psychoanalyse&#8221; (Fromm,Suzuki,de Martino) vor.</p>
<p>&#8220;Obwohl die meisten der im Westen lebenden Menschen nicht das Gefühl haben, in einer Krise der westlichen Kultur zu leben (wahrscheinlich war sich die Mehrzahl in einer wirklich kritischen Situation niemals der Krise bewußt), sind sich zumindest eine Anzahl kritischer Beobachter über das Vorhandensein und das Wesen dieser Krise einig.<br />
Es ist die Krise, die man als &#8220;malaise&#8221;, &#8220;ennui&#8221;, als  Krankheit des Jahrhunderts, als Abstumpfung des Lebens, Automation des Menschen und seine Entfremdung von sich selbst, seinen Mitmenschen und von der Natur bezeichnet hat.<br />
Der Mensch ist dem Rationalismus bis zu dem Punkt gefolgt, wo Rationalismus zur äußersten Irrationalität wurde. Seit Descartes hat der Mensch in immer größerem Ausmaß das Denken vom Affekt getrennt; nur das Denken wird für rational gehalten &#8211; der Affekt gilt schon seiner Natur nach als irrational; die Person, das &#8220;Ich&#8221;, wurde in einen Verstand abgespalten, der mein &#8220;Selbst&#8221; darstellt und mich ebenso beherrschen soll, wie er die Natur beherscht.<br />
Die Herrschaft des Verstandes über die Natur und die Produktion von immer mehr und mehr Dingen wurden die höchsten Lebensziele. In diesem Prozeß hat sich der Mensch in ein Ding verwandelt, das Leben ist dem Eigentum untergeordnet, das &#8220;Sein&#8221; wird vom &#8220;Haben&#8221; beherrscht.<br />
Wärend in den Anfängen der westlichen Kultur, und zwar sowohl bei den Griechen als auch bei den Juden, die Vervollkommnung des Menschen als Ziel des Lebens galt, befaßt sich der moderne Mensch mit der Vervollkommnung der Dinge und mit dem Wissen, wie man sie herstellt.<br />
Der westliche Mensch befindet sich in einem Zustand schizoider Unfähigkeit, einen Affekt zu empfinden, und ist deshalb ängstlich, niedergeschlagen und verzweifelt. Mit dem Mund bezeichnet er immer noch Glück, Individualismus und Initiative als Ziele &#8211; aber in Wahrheit hat er kein Ziel. Fragen Sie ihn, wofür er lebt, was das Ziel seines Strebens ist &#8211; und er wird in Verlegenheit geraten.&#8221;</p>
<p>Zwar auch schon etwas in die Jahre gekommen dieses Werk, inhaltlich aber leider (wie &#8220;Haben oder Sein&#8221;) noch immer aktuell.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: salvo</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/419/der-dolchstos-der-vier-renegaten/comment-page-5#comment-28816</link>
		<dc:creator>salvo</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 08:43:09 +0000</pubDate>
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		<description>@219

wenn ich das so weiter denken darf. La malaise von Fromm beschreibt nur die existentielle Entfremdung des Menschen in der entwickelten ersten Welt. Sie kritisiert die okomisch-soziale Reduktion des Menschen zum Konsumenten, der das eigene Da-Sein nicht mehr selbst bestimmt, sondern durch die ihm äußerliche Funktion des Marktes, seiner Zwänge und anonymen Mächten bestimmen lassen muss. Man muss aber bedenken, dass dieses existentielle Unwohlsein nur die dunkle Seite des systemisch &#039;Priviligierten&#039; ist, der mit der Angst lebt, von der &#039;unsichtbaren Hand&#039; des Marktes aus dem goldenen Käfig gerissen und in die &#039;Freiheit&#039; dessen geworfen zu werden, der nichts hat als seine nackte Haut, seine Arbeitskraft, die er am Markt verkaufen muss. La &#039;misère du monde&#039;, sozusagen, nach Pierre Bourdieu.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@219</p>
<p>wenn ich das so weiter denken darf. La malaise von Fromm beschreibt nur die existentielle Entfremdung des Menschen in der entwickelten ersten Welt. Sie kritisiert die okomisch-soziale Reduktion des Menschen zum Konsumenten, der das eigene Da-Sein nicht mehr selbst bestimmt, sondern durch die ihm äußerliche Funktion des Marktes, seiner Zwänge und anonymen Mächten bestimmen lassen muss. Man muss aber bedenken, dass dieses existentielle Unwohlsein nur die dunkle Seite des systemisch &#8216;Priviligierten&#8217; ist, der mit der Angst lebt, von der &#8216;unsichtbaren Hand&#8217; des Marktes aus dem goldenen Käfig gerissen und in die &#8216;Freiheit&#8217; dessen geworfen zu werden, der nichts hat als seine nackte Haut, seine Arbeitskraft, die er am Markt verkaufen muss. La &#8216;misère du monde&#8217;, sozusagen, nach Pierre Bourdieu.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: salvo</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/419/der-dolchstos-der-vier-renegaten/comment-page-5#comment-28815</link>
		<dc:creator>salvo</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 08:03:52 +0000</pubDate>
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		<description>@220

eigentlich halte ich es nicht so mit Glaubensgrungsätzen, eher mit ethischen Grundsätzen. Ich sehe meine Distanz nicht dogmatisch, sondern kritisch begründet. Ich will gar nicht abstreiten, dass eine Diskussion über die Fehler von politisch Handelnden nötig und sinnvoll sein kann, gerade wenn es um Persönlichkeiten geht, die im gegenwärtigen System eine besondere Funktion haben. Solche Diskussion darf aber doch nicht die inhaltliche verdrängen, bzw so medial instrumentalisiert werden, dass sie nur noch dazu dient, einen politischen Gegner an sich zu diskreditieren. In der Öffentlichkeit setzt sich so  ein Bewußtsein durch, das das Politische durch das &#039;Leben&#039;, also Personen, Gefühle und persönliche Beziehungen identifiziert und ersetzt: Wenn diese Entfremdung zustande gekommen ist, findet das Politische nur noch auf der von den Medien produzierten und kontrollierten Bühne des Lebens statt (die Viererbande bei Beckmann), auf die der Zuschauer das eigene Leben, Gefühle und Wertungen projizieren kann (im Glauben, selbst noch politisch zu handeln). Er bewertet dann die Figuren und ihr Handeln so, wie er sie auf der Bühne erlebt, also so wie sie von den Medien präsentiert werden: Anstatt politisch zu handeln, bewertet er eine Figur aus einer Folge einer Soap-Serie.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@220</p>
<p>eigentlich halte ich es nicht so mit Glaubensgrungsätzen, eher mit ethischen Grundsätzen. Ich sehe meine Distanz nicht dogmatisch, sondern kritisch begründet. Ich will gar nicht abstreiten, dass eine Diskussion über die Fehler von politisch Handelnden nötig und sinnvoll sein kann, gerade wenn es um Persönlichkeiten geht, die im gegenwärtigen System eine besondere Funktion haben. Solche Diskussion darf aber doch nicht die inhaltliche verdrängen, bzw so medial instrumentalisiert werden, dass sie nur noch dazu dient, einen politischen Gegner an sich zu diskreditieren. In der Öffentlichkeit setzt sich so  ein Bewußtsein durch, das das Politische durch das &#8216;Leben&#8217;, also Personen, Gefühle und persönliche Beziehungen identifiziert und ersetzt: Wenn diese Entfremdung zustande gekommen ist, findet das Politische nur noch auf der von den Medien produzierten und kontrollierten Bühne des Lebens statt (die Viererbande bei Beckmann), auf die der Zuschauer das eigene Leben, Gefühle und Wertungen projizieren kann (im Glauben, selbst noch politisch zu handeln). Er bewertet dann die Figuren und ihr Handeln so, wie er sie auf der Bühne erlebt, also so wie sie von den Medien präsentiert werden: Anstatt politisch zu handeln, bewertet er eine Figur aus einer Folge einer Soap-Serie.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Fuzzy</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/419/der-dolchstos-der-vier-renegaten/comment-page-5#comment-28813</link>
		<dc:creator>Fuzzy</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 06:56:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=419#comment-28813</guid>
		<description>@215:

Ich finde es gut, dass Du ehrlich das als Glaubensgrundsatz formulierst: &quot;Jedwede Kritik an Politikern bzw. das Erwähnen von Fehlern ist in Wirklichkeit nur eine Kritik an der politischen Einstellung der entsprechenden Politiker.&quot; Es ist deshalb ein Glaubensgrundsatz weil er nicht widerlegbar ist.

Und über Glaubensgrundsätze kann und sollte man nicht mit Gläubigen diskutieren, insofern hast Du recht, dass sich eine Diskussion erübrigt.

Ansonsten diskutiere ich gerne jederzeit über politische Inhalte, aber um eine Inhaltsdiskussion geht es in diesem Thread m.E. nach nur zweitrangig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@215:</p>
<p>Ich finde es gut, dass Du ehrlich das als Glaubensgrundsatz formulierst: &#8220;Jedwede Kritik an Politikern bzw. das Erwähnen von Fehlern ist in Wirklichkeit nur eine Kritik an der politischen Einstellung der entsprechenden Politiker.&#8221; Es ist deshalb ein Glaubensgrundsatz weil er nicht widerlegbar ist.</p>
<p>Und über Glaubensgrundsätze kann und sollte man nicht mit Gläubigen diskutieren, insofern hast Du recht, dass sich eine Diskussion erübrigt.</p>
<p>Ansonsten diskutiere ich gerne jederzeit über politische Inhalte, aber um eine Inhaltsdiskussion geht es in diesem Thread m.E. nach nur zweitrangig.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: aschlutter</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/419/der-dolchstos-der-vier-renegaten/comment-page-5#comment-28807</link>
		<dc:creator>aschlutter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2008 21:51:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=419#comment-28807</guid>
		<description>@ 217, 218

Es heißt &quot;la malaise du siècle&quot;, die &quot;Krankheit des Jahrhunderts&quot;, stammt von Erich Fromm aus &quot;Haben oder Sein: Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft&quot;, erschienen  in der Deutschen Verlags-Anstalt, Stuttgart, 1976.  Dort heißt es im letzten Kapitel: &quot;Ein weiterer ermutigender Aspekt ist die wachsende Unzufriedenheit mit unserer gegenwärtigen Gesellschaftsordnung. Eine zunehmende Zahl  von Menschen empfindet die &lt;i&gt;malaise du siècle&lt;/i&gt; trotz aller Verdrängungsversuche. Sie fühlen die Öde ihrer Isolation und die Leere ihres Zusammenseins; sie empfinden ihre Ohnmacht, dei Sinnlosigkeit ihres Lebens. Viel spüren das sehr klar und bewußt; andere weniger deutlich, aber sie werden dessen gewahr, wenn jemand anderer es in Worte faßt.&quot; 

Auf dem Klappentext meiner Ausgabe (dtv 1490, Auflage von 1988) stehtein Zitat von Fromm, wie aktuell: 

&quot;Wenn die Menschen jemals frei werden, das heißt dem Zwang entrinnen sollen, die Industrie durch pathologisch übersteigerten Konsum auf Touren zu halten, dann müssen wir der gegenwärtigen Situation ein Ende machen, in der eine gesunde Wirtschaft nur um den Preis kranker Menschen möglich ist. Unsere Aufgabe ist es, eine gesunde Wirtschaft für gesunde Menschen zu schaffen.&quot; 

Damit sind wir wieder beim Begriff &lt;i&gt;Zukunftsfähigkeit&lt;/i&gt; von Politik, den ich schon im Post 144 kurz erwähnt habe und der in Fuzzis Fragestellung unter Post 190 angerissen wurde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ 217, 218</p>
<p>Es heißt &#8220;la malaise du siècle&#8221;, die &#8220;Krankheit des Jahrhunderts&#8221;, stammt von Erich Fromm aus &#8220;Haben oder Sein: Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft&#8221;, erschienen  in der Deutschen Verlags-Anstalt, Stuttgart, 1976.  Dort heißt es im letzten Kapitel: &#8220;Ein weiterer ermutigender Aspekt ist die wachsende Unzufriedenheit mit unserer gegenwärtigen Gesellschaftsordnung. Eine zunehmende Zahl  von Menschen empfindet die <i>malaise du siècle</i> trotz aller Verdrängungsversuche. Sie fühlen die Öde ihrer Isolation und die Leere ihres Zusammenseins; sie empfinden ihre Ohnmacht, dei Sinnlosigkeit ihres Lebens. Viel spüren das sehr klar und bewußt; andere weniger deutlich, aber sie werden dessen gewahr, wenn jemand anderer es in Worte faßt.&#8221; </p>
<p>Auf dem Klappentext meiner Ausgabe (dtv 1490, Auflage von 1988) stehtein Zitat von Fromm, wie aktuell: </p>
<p>&#8220;Wenn die Menschen jemals frei werden, das heißt dem Zwang entrinnen sollen, die Industrie durch pathologisch übersteigerten Konsum auf Touren zu halten, dann müssen wir der gegenwärtigen Situation ein Ende machen, in der eine gesunde Wirtschaft nur um den Preis kranker Menschen möglich ist. Unsere Aufgabe ist es, eine gesunde Wirtschaft für gesunde Menschen zu schaffen.&#8221; </p>
<p>Damit sind wir wieder beim Begriff <i>Zukunftsfähigkeit</i> von Politik, den ich schon im Post 144 kurz erwähnt habe und der in Fuzzis Fragestellung unter Post 190 angerissen wurde.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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