Stühlerücken in Washington
geschrieben am 08. November 2008 von Spiegelfechter
In zehn Wochen wird die Bush-Regierung nur noch Geschichte sein. Hunderte Positionen im Washingtoner Politikapparat müssen bis dahin neu besetzt werden. Für den Präsidenten in spe sind die nun zu fällenden Personalentscheidungen eine heikle Angelegenheit – einerseits muss er seinem Wahlkampfmotto “Change” gerecht werden und Schlüsselpositionen mit neuen Gesichter besetzen, andererseits ist er auf erfahrene Politinsider angewiesen, will er sich nicht bereits zu Beginn seiner Amtszeit eine blutige Nase holen.
Am 20. Januar wird der 44. Präsident der Vereinigten Staaten auf die Bibel schwören, dass er das Amt getreulich ausüben und die Verfassung erhalten, schützen und verteidigen wird. Wenn er sich danach an seinen Schreibtisch im Oval Office setzt, muss seine Regierung auch sofort die Amtsgeschäfte übernehmen. Damit dies reibungslos funktioniert, nahm sein “Übergangsteam” bereits am Wahlabend die Arbeit auf. Im Pentagon wurden bereits 50 Arbeitsplätze für das Übergangsteam freigemacht – seit 40 Jahren gab es keinen Regierungswechsel mehr, der in Kriegszeiten stattfand. Verteidigungsminister Robert Gates hat 250 politischen Beamten bereits einen Fragebogen übergeben, in dem sie angeben sollen, ob sie sich vorstellen können, dass sie im Amt bleiben wollen, wenn sie gefragt werden und die CIA beliefert nach Eigenaussagen in der Übergangszeit zwei Kunden – das Weiße Haus und das Übergangsteam.
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Kategorien: US-Wahlen 08 USA
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Lieber Spiegelfechter, (kein Kommentar zu diesem informativen Artikel)
zwei Anliegen habe ich:
1. meine Bewunderung ausdrücken für deine Arbeit. Deine Artikel, die gute Recherche dahinter, und nicht zuletzt auch deine Fähigkeit, schwierige Zusammenhänge klar und verständlich darzustellen, und auch deine politische Unabhängigkeit, die von Sachkenntnis unterfüttert ist, gefallen mir ausserordentlich. Ich habe 20 Jahre in Paris gelebt, politisch zu denken habe ich erst dort gelernt, und wie oft amüsierten oder ärgerten wir uns über das zutiefst Unpolitische im Denken der meisten Deutschen (aus Deutschland – in Frankreich lebende D. werden da anders, oder sie hauen schnell wieder ab). Da hängt man weinerlich am Kleinklein und/oder an Personen, erwartet von Politikern Glaubwürdigkeit anstatt Politik, nimmt für Medien gemachte “Meinungen” für bare Münze anstatt sie als Interessenvertretung (gut oder schlecht zu sehen, oder man verfällt gleich in die grossen Glaubensbekenntnisse, die schon an sich für Politik gelten, dafür aber auch auf lange Zeit feststehen und nicht mehr geprüft werden. (Ein alltägliches Gespräch in Frankreich bedeutet, dass die Teilnehmer klüger, d.h. mit besseren Argumenten rauskommen als zu Beginn, sonst ist es misslungen, während sich hier die Leute nur zu gerne Positionen an den Kopp knallen und höchstens auf den anderen eingehen, um nach seinen Schwachstellen zu suchen) Nach den Linien hinter dem was geschieht oder gesagt wird, wird hierzulande sehr wenig gefragt. In diesem Sinn verschaffen mir deine Artikel (und oft auch deine Antworten in den Kommentaren) immer wieder Frischluft im allgemein verbreiteten Gewaber. Du gehörst zu den mMn sehr wenigen Deutschen, die überhaupt in politischen Zusammenhängen denken (und nicht ‘ihre Meinung ausdrücken’). Lob muss auch sein, wenns angebracht ist, g
2. Als tatsächlicher Laie auf dem Gebiet der Volkswirtschaft arbeite ich mich jetzt systematisch durch deinen Blog/Wirtschaft samt Kommentaren durch, von hinten nach vorn, um vielleicht doch mal etwas mehr über die Finanzkrise zu begreifen. Mich interessiert vor allem die Unterscheidung von Finanz- und Realwirtschaft, und wie die eine unter welchen Umständen auf die andere wirkt – also auch was ganz grundlagenhaftes.
Könntest du (am besten deutschsprachige) kritische Veröffentlichungen, die deinen Auffassungen nicht widersprechen, empfehlen ?
a) über Grundlagen der Volkswirtschaft
b) über die Finanzwirtschaft
die beim Leser nicht von allzugrossem Fachwissen ausgehen, um sie überhaupt verstehen zu können – wenn das überhaupt möglich ist – und das ganze in irgendeinem link auf deiner Seite unterbringen?
Wär wahrscheinlich auch hilfreich für andere.
:-)
Larry Summers kommt hier dafür, dass er sich gerne wie die Axt im Walde aufführt und was die Finanzkrise angeht, die Probleme erst erkannt hat, als sie schon am Tresen diskutiert wurden, ziemlich gut weg. An diesem klaren Beleg von Inkompetenz ändern auch Entschuldigungen nichts. Was seine unrühmliche Amtszeit in Harvard angeht, so zeigt diese zumindest, das Summers wenig bis kein diplomatisches Geschick besitzt- wie auch immer man zu den Vorgängen steht.
Und Bill Richardson ist ja wohl ein schlechter Scherz – warum nicht gleich Krusty der Clown.
Anbei bemerkt: Ist die Attacke auf die ach so böse PC nicht auch nur ein mittlerweile keineswegs mehr außergewöhnlicher billiger Reflex? Wenn da noch was von “Gutmenschen” gestanden hätte, könnte das glatt ein Spiegel-Zitat sein.
@bismodo
Zunächst einmal, herzlichen Dank für das nette Lob.
Was die Buchempfehlung angeht:
Leider kenne ich kein wissenschaftliches Grundlagenwerk, das klar verständlich ist und sich an “Einsteiger” wendet. Relativ verständlich ist: “Einführung in die Geldtheorie” von Otmar Issing und ein sehr gutes Standardwerk, das “leider” aber recht anspruchsvoll, ist “Theorie und Politik des Geldes” von Hans-Joachim Jarchow.
Keine Grundlagenwerke, aber sehr gut volkswirtschaftliche populärwissenschaftliche Bücher, in denen auch die Grundlagen erklärt werden, sind die beiden links empfohlenen Bücher von Flassbeck und Butterwegge.
@Daniel B
Nun, “Fuchs im Hühnerstall” finde ich nun nicht soooo positiv ;-)
Warum nicht? In Israel würde dies sicher mit Freude aufgenommen werde ;-)
Na und? Ich halte von PC nicht das geringste und habe da auch nie einen Hehl daraus gemacht. Wenn Summers einen schwarzen – offenbar inkompetenten Professor – entlässt – so what? Und wenn er gegen die Quotenregelung ist, hat er meine ungeteilte Zustimmung.
Als Lesetipp zu diesem Thema kann ich Dir nur “Der menschlich Makel” von Philip Roth empfehlen.
@Spiegelfechter: Ich hatte irgendwie den Eindruck, die Kritik an Summers würde hier unterschwellig als ungerechtfertigt dargestellt. Wenn es sich natürlich tatsächlich nur um eine neutrale Bestandsaufnahme handelt, ist das etwas anderes.
Was Richardson angeht, so wäre dessen Ernennung natürlich ein gutes Signal an eine sehr wichtige Wählergruppe. Aber jemand, der gerne mit seinem Weltrekord im Händeschütteln angibt und auch sonst des öfteren nicht wirklich ernst zu nehmen scheint, ist vielleicht doch keine gute Wahl.
“Der Menschliche Makel” ist mir übrigens vertraut. Ich sehe aber dennoch sowohl die “PC” als auch Quotenregelungen eher differenziert. Aber das tut ja letztlich hier wenig zum Thema.
Summers ist sehr kontrovers. An der Basis laufen die Leute schon Sturm. Es gibt im Netz bereits eine Petition an Obama, Summers nicht für die Administration vorzusehen.
http://action.openleft.com/page/petition/nosummers
In der Clinton Administration gehörte Summers zu den eifrigen Befürwortern der Deregulierung der Finanzmärkte, die zur aktuellen Krise geführt hat.
Als Präsident der Harvard University sorgte er mit der Ansicht für Empörung, Frauen fehle es für eine wissenschaftliche Tätigkeit an den geistigen Fähigkeiten.
http://www.boston.com/news/local/articles/2005/01/17/summers_remarks_on_women_draw_fire/
Als Chef-Ökonom der Weltbank verfaßte er eine Memo, die vorschlug Umweltverschmutzung von den entwickelten in die unterentwickleten Staaten zu verlagern, welche ‘unterverschmutzt’ wären. Auf den Einwand, das würde das Krebsrisiko unter den Einwohnern dort erhöhen, entgegnete er, diese hätten sowieso eine geringe Lebenserwartung.
http://news.yahoo.com/s/thenation/20081106/cm_thenation/45381035
die Memo kann hier gelesen werden
http://www.whirledbank.org/ourwords/summers.html
In einem Interview verteidigte er die so genannten child sweatshops in Asien
http://www.pbs.org/wgbh/commandingheights/shared/minitextlo/int_lawrencesummers.html
Für mich wäre das kein politischer Offenbarungseid. Für mich war Powell mehr Opfer als Täter von Bush. Er ist benutzt und ausgetrickst worden. Allerdings würde ich ihn mir als Verteidigungsminister und nicht als Außenminister wünschen. Ein Mann der absolut loyal zu seinem Präsidenten steht, viel Erfahrung mitbringt und gar nicht so falsche Ansichten (Powell-Doktrin…) hat. Unter Bush wurde er leider zur tragischen Figur, ein Opfer des schmutzigen Spiels von Cheney und Rumsfeld. Er hätte eine zweite Chance verdient, im Kern ist es ein guter Kerl, davon bin ich überzeugt!
@7 So gern ich der Opferthese auch zustimmen mag, aber ein General, der die Ergebnisse , die er vortragen soll, wo er weiss, dass diese mit absolut hoher Wahrscheinlichkeit zum Krieg führen können, nicht selbst über seine eigenen internen Kanäle im Militär kritisch für sich gegen prüft, ist für mich auch kein Opfer mehr. Ich halte ihn auch nicht für so naiv, dass er nicht genau wusste, aus welchen Quellen die Folien stammten, die er selbst vortagen sollte.
Und wenn doch, umso schlimmer. Erinnert euch nur an den einfachen britischen General, der Wesley Clark den Befehl in Pristina verweigert hat und gefragt hat, ob Clark noch ganz dicht im Kopf ist, als dieser befahl, die Russen am Flughafen dort 1999 anzugreifen. Diese Generäle sind wahre Helden.
Powell war ein willfähiges Schosshündchen der Bushs, und wenn er wieder eine Aufgabe bekommt, die über Leben und Tod direkt entscheidet, dann gute Nacht.
@salvo
Kontrovers ist das richtige Wort – es gibt in den progressiven auf Stimmen für Summers
@name
Das sehe ich genau so – und ich möchte auch noch an den deutschen General Heinz Loquai erinnern, der durch seine Aussagen maßgeblich dazu beigetragen hat, die Lügen um den Kosovo-Krieg offen zu legen.
@SF
Sorry, i’m not convinced.
Warum nicht Krugman, oder jemand in dessen Denkschule?
Was hat genau Lincoln da eigentlich über Kabinettsbildungen geschrieben, das Obama da immer als Vorbild zitiert?
@10 Absolut Jens : auch ein wahrer Held General Heinz Loquai, der nur Hochachtung verdient. Einer von denen, die die Spiegel in den sie jeden Tag schauen müssen, wirklich noch etwas bedeuten.
@sf
ja, den Beitrag hatte ich bereits gelesen, wobei the new republic mehr zu der ‘moderate’ Seite, wohl so etwas wie die ‘Realos’ hierzulande betrachtet werden, die ihre Gegenseite als ‘old-style lefties’ tituliert. Kommt mir irgendwie bekannt vor. Bei der Lektüre der Kommentare zum Artikel kann man sehr gut sehen, wie zerrissen diese Basis jetzt schon ist. Ich habe das Gefühl, es geht bei den Demokraten dort in etwa so zu, wie in der spd hier. Bislang hat die nur der gemeinsame Wille zusammengehalten, die Bush-Regierung zu überwinden. In einem anderen Blog habe ich auch gelesen, dass schon Carter und Clinton an dieser Zerrissenheit gescheitert sind. Die eher linken Progressiven tragen den Rechtskurs der Regierung irgend wann nicht mehr mit.
@6 Salvo
Das hat er nicht gesagt. Er hat lediglich just auf das aufmerksam gemacht, was die im Sommer diesen Jahres viel diskutierte Studie von Guiso et al. bestätigte: Im Bereich der mathematischen Spitzenbegabungen hat das männliche Geschlecht ein 3:1-Übergewicht (im Bereich darunter nicht). Und das ist nunmal eine Erklärung für das Zurückbleiben von Frauen in der Spitzenforschung. Aber nur eines, denn ihre Repräsentanz dort ist noch ungünstiger als diese Verteilung nahelegt.
Die Sweat Shops in Asien – um ein anderes Argument aufzugreifen – würde jeder Ökonom, der bei Sinnen ist, verteidigen. Das hat selbstredend auch der bei den hiesigen Linken beliebte Paul Krugman schon oft getan. Denn sie – die Sweat Shops – verbessern ja die Lebensbedingungen der Menschen erheblich.
@14
das hört sich anders an
“This was the point that most angered some of the listeners, several of whom said Summers said that women do not have the same ”innate ability” or ”natural ability” as men in some fields.”
und
Asked about this, Summers said, ”It’s possible I made some reference to innate differences. . . I did say that you have to be careful in attributing things to socialization. . . That’s what we would prefer to believe, but these are things that need to be studied.”
http://www.boston.com/news/local/articles/2005/01/17/summers_remarks_on_women_draw_fire/
zur Frage der sweatshops
ich glaube gerne, dass gewissen Leuten, Kinderarbeit unter solchen Bedingungen ökonomisch sinnvoll ist, und dass solche Leute alle anderen, die das nicht so sehen, als nicht bei Sinnen betrachten. Ich bezweifle aber, dass alle Ökonomen das in der Tat so sehen, und dass jene es nicht tun, alle nicht bei Sinnen sind. Unterlasse bitte solche Verallgemeinerungen und Polemiken. Zu Paul Krugmann müßte ich zuerst eine Quelle sehen.
zu Krugmann:
“Krugman says the “overwhelming mainstream view among economists is that the growth of this kind of employment is tremendous good news for the world’s poor.” When American corporations cut their ties to sweatshops in response to media criticism, the victims are the very people sweatshop opponents say they want to help.
In Honduras, where the legal working age is 14, girls toiled 75 hours a week for the 31 cent hourly minimum wage to make the Kathie Lee Gifford clothing line for Wal-Mart. When Wal-Mart canceled its contract, the girls lost their jobs and blamed Mrs. Gifford.”
tja, so viel zu Herrn Krugmann, eine haarsträubende Begründung
das war 1997, würde mich interessieren, ob er das immer noch so sieht
es ist aber andererseits nicht so, dass alle Ökonomen das so sehen, das gehört eher zur free market Theologie
“While most “liberal” economists out there call for an end to sweat shops, Krugman contends in a surprisingly conservative manner that economically, 3rd world citizens are better off working in sweatshops than not working at all because their sweatshops couldn’t comply with labour rules or union demands.”
ich muss wohl meine Haltung zum Herrn Krugmann revidieren
sorry, aber das Thema hat mich jetzt interessiert
Krugmann hat in dieser Frage eine konservative Position, sofern er sie nicht revidiert hat. Zu den Punkten, die die Befürworter der sweatshops vorbringen, gehört u.a., dass es eine notwendige Phase in der Entwicklung einer Volkswirtschaft wäre. Auch die entwickelten Länder hätten ihre sweatshops gehabt, in denen eben Kinder ausgebeutet worden wären. Dazu gäbe es eben keine Alternative, die Menschen würden sich ‘frei’ für diese Arbeit entscheiden (?), um schlechteren Bedingungen zu entkommen. In der geschlossenen Welt der Theorie mag das ja stimmen. Dass die Realität sich aber anders als die Theorie verhält, zeigt zB Richard Rothstein
“Kristof and similar writers invoke the examples of such places as Japan, South Korea, Hong Kong, and Taiwan to suggest that in the third world today, a sweatshop phase leads to middle-class prosperity. But none of the Asian or African nations that are now sites for low-wage manufacturing are today permitted-by the International Monetary Fund and allied financial institutions-to impose the sorts of capital controls and industrial planning that played such an important role in the development of the “Asian tigers.” Japan and similar nations had sweatshops, but their economies evolved into middle-class industrial societies by rigidly (perhaps overly so) interfering with the free market.”
http://www.dissentmagazine.org/article/?article=245
Spiegelfechter – Kommentar-Nr. 3:
Der Kommentarschreiber fragte nach Literaturquellen, die sich mit Deinen Auffassungen weitgehend decken. Ich muß gestehen, daß ich das Issing-Buch nur von der Außenansicht (will heißen: vom Buchdeckel :-) aus der Buchhandlung) kenne. Jedoch: Ich habe leise Zweifel ob der neoliberale Berater von Goldman Sachs mit Deinen Auffassungen kompatibel ist. Issing ist zudem Mitglied der super-neoliberalen Friedrich August von Hajek-Gesellschaft.
@Thomas
Er fragte nach Grundlagen – und Issings Buch liefert diese. Und wenn er Mitglied des Ku-Klux-Klans oder der Mainzelmännchen wäre, würde das nichts an den Inhalten des Grundlagenbuches ändern, herrjeh ;-)
zu 18
keine sorge, ich hab auch mein kampf gelesen (na ja, teilweise) und bin meines wissens auch nicht zum nazi mutiert. bin also voller hoffnung, dass ich mich den mohn-jüngern nicht zu füssen schmeissen muss, wenn ichs gelesen habe.
zu 19
danke
ich galube, dass gerade die ‘Grundlagen’ des ökonomischen Denkens ideologische Implikationen haben, die es kritisch zu hinterfragen not täte. Ein Denken, das zB sweatshops als ‘gut’ bewertet, ist wohl u.a. auf solche Grundlage zurückzuführen.
@bismondo
wenn Du so lange in Frankreich gelebt hast, beherrschst Du vermutlich gut die französische Sprache. Ich bin kein Ökonom (und mittlerweile froh darüber, wenn ich mir angucke, zu welchen Gedanken Ökonomen fähig sind), kann mir aber vorstellen, dass die französische Lehre der Ökonomie undogmatischer als sie deutsche ist. Das ist aber nur ein Vor-Urteil.
Spiegelfechter schrieb:
Die Zeit der amerikanischen Alleingänge soll vorbei sein – das heißt aber keineswegs, dass die Welt dadurch sicherer wird.
Dieser Satz bildet den einzig”neuen” Kern der US-Aussenpolitik. Wie diese gerichtet sein wird, wird ja bereits in zahlreichen Interessensrichtungen diskutiert und gelebt. Fest steht:
Die USA können einen Krieg um Rohstoffe und Waffenlieferungen nur mit finanzieller Hilfe der NATO-Staaten verwirklichen. Die durch Brzezinski (Ich warte gespannt auf deine Recherchen in einem eigenen Artikel) gelegte Route zeigt das die USA als nächstes Ziel mittels AFRICOM die Chinesen zurückdrängen werden. Pakistan und Birma werden wir als neue Terrorstaaten präsentiert bekommen. Die Rolle der EU ist mir da noch nicht ganz klar, sie wird jedoch eher eine Finanzielle darstellen.
Die Rollenverteilung in der obersten US-Politik ist so unwichtig, wie die Frage welchen Hund Obama nun haben wird und auf welche Schule seine Kinder gehen werden. Die Diskussion um Postenbesetzungen trägt zur allgemeinen Verwirrung bei und macht Politik auf eine (niemals vollkommende) Weise für Jedermann erklärbar; weshalb sich auf Jedermann mit dem geplänkerle aufhält.
Politik geht immer um Interessen, welche in den Vordergung der Diskussion gestellt werden müssen. Egal ob da ein Kopf aus Chicago oder Washington kommt. Völlig banale Diskussion da die zukünftigen Entscheidungen doch bereits ohne diese Köpfe getroffen werden! Die Verstrickungen von Netwerken und Politk gilt es zu beleuchten. Lieber Spiegelfecheter, wach doch bitte aus dem Traum an politische Lenkung durch einzelne Entscheidungsträger auf. Der Bailout hat es doch gezeigt! Die Zeit der politischen Geschicke einzelner Köpfe ist vorbei.
Siehe AFRICOM
Aber wer an Märchenartikel für Telepolis etc glaubt soll weiter seinen Spass daran haben. Letztendlich ist es wie mit Wrestling! Ein Vergleich der aufzeigt wo wir in unserer gegenwärtigen Diskussion angekommen sind.
Am Boden der allgemeinen Verwirrung!
PS: Hier noch was für eure Recherchen:
http://rapidshare.com/files/154154518/tarpley_2008_10_12_mixdown_48kbps.mp3.html
Es ist ein bischen bedenklich Ökonomen wegen einzelner Äußerungen, grundsätzlich abzulehnen.
Krugman hat selbst ein paar gut verständliche Bücher geschrieben. Damit mein ich nicht das Textbuch International Economics, das ein Unilehrbuch ist.
Um die liberale Sicht der Dinge zu verstehen, ist der econtalk podcast nicht schlecht. Karl Marx hat sich ja auch mit der liberalen Theorie seiner Zeit auseinandergesetzt.
CHANGE?
Die bekannten Figuren von vorgestern aus der Puppenkiste holen. Summers, Powell, Gates und der von Jens Berger verehrte Brzezinski usw, usf.
Überzeugender Neuanfang?
Ich hab immer Keller noch einen Eimer mit alter Farbe. Damit könnte ich mal den Anstrich in meiner Küche CHANGEn. Mag aber sein, dass im Eimer schon stellenweise etwas Schimmel auf der Farbe liegt.
Egal?
http://en.wikipedia.org/wiki/Democratic_Leadership_Council
Der “Seeheimer Kreis” der US-Demokraten.
Der Augenöffner für mich war dieser Text:
http://www.muslim-markt.de/forum/messages/175.htm
Obama hin oder her, die amerikanischen Interessen werden inhaltlich unverändert definiert, nur ihr Widerspruch zu Realitäten und Wahrheiten wird immer deuticher.
@War2palaces
Du könntest dich auch einfach an den Wänden auskotzen und hättest einen Change veranstaltet. Nichts anderes macht unser werter Hussein Obama gerade. Wenn ich mir die gefilterte Berichterstattung des Spiegels und der Welt ansehe, dann bleibt in Bezug auf Jens Bergers letzteren Artikel kein Zwischnraum mehr übrig.
Es ist verherrend was in der medialen Landschaft gerade passiert. Aus einem “Nichts” im nachweislich politischem Sinne wird ein Überflieger. Seine auserwählten Amtsträger sollen alles einkassieren was Bush in den letzten Monaten erlassen wollte, so schreibt es der Spiegel heute: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,589358,00.html
Mal ehrlich: Einkassieren von Gesetzen, Ärger über Bush Politik, Alles verkehrt gelaufen, Bisherigen Kriege unbegründbar aber nicht sofort Beendbar????
Hussein Obama ist im Kern sehr wohl klar das nur durch Bush Kriege gegen Afghanistan und den Irak eine Grundlage für die Eindämmung der chinesischen Ressourcennachfrage in den angrenzenden Staaten realisierbar ist. Deshalb ist Bush auch so großherzig und gelassen wenn er Obama ins weiße Haus wünscht.
Die ganzen politisch begeisterten Studenten hier oder in Übersee werden es nie verstehen das Außenpolitik im geopolitischem Sinne sicherlich über mehrere Amtsperioden greift. So ist es nicht sehr verwunderlich wenn Obama in seinen bisherigen Reden nie direkt die von Bush zu verantwortenden Kriege kritisiert hat. Es wäre auch sehr zu belächeln wenn Hussein Obama die Basis seines einzigen, zukünftlichem Kampfes um die Ressourcenvormachtstellung der westlichen Finanzierwelt als falsch darstellen würde.
Diese Ansicht des neuen Präsidenten wäre für Jens Berger und seine Telepolisartikel auch eine Nummer zu hart und gewagt. Warten wir ab wie lange es dauern wird bis er die bereits erkennbaren Entwicklungen in dem auserwählten Personalien erkennt.
Lange darf es nicht dauern!
Gruß
Ash
@ash @war2palaces
Das mit dem “Auskotzen” übernehmt dankenswerter Weise schon Ihr. Wer sich als politisch Interessierter oder gar Informierter darstellen will und über Obama behauptet, er sei ein politischer “Nichts”, und diesen Unfug auch noch als “nachweislich” bezeichnet, beweist nur, dass er sich keine einzige Minute der Mühe unterzogen hat, sich dessen beachtliche legislativen Tätigkeiten in Illinois anzusehen. Was Eure Anwürfe gegen Jens anbelangt: Ihr würdet nicht einmal einen einzigen seiner Absätze imitieren können. Warum? Wer schreibt: “zukünftlichem Kampfes” oder “westlichen Finanzierwelt” gibt doch nur seinen Quali preis … oder befindet sich tatsächlich schon “am Boden der allgemeinen Verwirrung” . Sorry, mit Euren linksextremen Baukasten-Phrasen könnt Ihr Eure Oma beeindrucken. Ihr seid bei pages wie Fact & Fiction besser aufgehoben.
@martin Nr. 28
Gut, ich nehme meinen linksextremen Farbeimer aus Eurer Kirche raus. Bin mir zwar keiner Schuld bewusst, aber wenn ich Eure Andacht durch meinen farbigen Beitrag gestört habe, ziehe ich mich doch lieber auf Nimmerwiedersehen zurück. Hab wirklich nicht mitbekommen, dass ich hier in eine Erweckungsgemeinde geraten bin. Tief betrübt.
Wollte nur mal kurz auf den Unterschied zu einem Regierungswechsel in Deutschland hinweisen. Hier wird der Minister ausgewechselt (nicht Universitätsprofessor oder Bundesbankpräsident, sondern ein Müllermeister oder Sonderschullehrer) sowie noch zwei Staatssekretäre. Alle anderen (Beamten) im Ministerium bleiben.
Ein Politikwechsel steht bei uns also vor ganz praktischen Problemen. Wie führt man ein Ministerium, in dem alle das falsche Parteibuch haben?
also dass tausende von leute aus dem administrationsberiech ausgetauscht werden wage ich zu bezweifeln. ich habe mal eine studie gelesen, die besagte, dass nach regierungswechseln sich weitaus weniger verändert, als man sich so erhofft. ok, bei den leuten im kopf verändert sich und ich würde es als empowerment bezeichnen. in der studie kam auch heraus, dass der administrationsapparat auch ist, der die wirklichkeit der politik mehr prägt, als die spitzenleute. sorry für die desillusionierung.
Guter Artikel, gute Infos, gute Kommentare und Diskussionen!
salvo, Du haust ja rein (bes. Deine # 21)! Tttt, Paul Krugman nun auch als Mensch enttarnt! ;-) Wer hätte das gedacht?
Beste Grüße
Vogel
PS.: Mal grundsätzlich zum neuen Präsidenten: Die Amis machen halt immer wieder den selben Fehler: Alle 4 Jahre wählen die ‘nen Amerikaner zum Präsidenten! So wird das halt dauerhaft nix, gelle!
Wenn Krugmann findet, dass Sweatshops positiv sind, weil sie die Lebensumstände verbessern, mag das pragmatisch gedacht richtig sein.
Natürlich ist es aber auch nicht sehr schwer, die Lebensumstände einer Person zu verbessern, die ansonsten verhungern würde. Das könnte man durchaus auch durch unbezahlte Sklavenarbeit mit einer warmen Mahlzeit pro Tag erreichen. Ob das dann aber positiv sein soll, wage ich zu bezweifeln. Ebenso, ob man jemanden in der Regierung haben will, der ernsthaft eine Lösung des absoluten Minimums verteidigen. Vor allem, wenn man “Change” bringen will.
>>>Powell war ein willfähiges Schosshündchen der Bushs, und wenn er wieder eine Aufgabe bekommt, die über Leben und Tod direkt entscheidet, dann gute Nacht.
Immerhin hat er es später als „Schandfleck seiner Karriere” bezeichnet und eigene Fehler eingeräumt – und ja, dass glaube ich Ihm sogar…
Powell weiss wie man in Washington mitspielt. Es gibt relativ wenig Raum für Idealismus und Nächstenliebe will man politisch überleben. In Washington wird definitiv ‘Hardball’ gespielt und Powell weiss wie man mitspielt.
Er versuchte sich vermutlich in der Administration Bush im System zu halten, wurde aber immer mehr an den Rand gedrängt. Man sollte sich aber keine Illusionen machen (das gilt genauso für Obama).
Die Position des Aussenministers ist sowieso eher schwach im US System. Man sagt, das State Department sei eine Institution die von Zeit zu Zeit Beziehungen mit den Vereinigten Staaten von Amerika pflegt.
@Bismodo:
sehr verständlich geschrieben, aber nicht sehr organisiert: “Wolfs wahnwitzige Wirtschaftslehre” von Egon W. Kreutzer. Band 1 befaßt sich mehr mit BWL, aber die Bände 2 bis 4 liefern sehr schöne Einblicke in die VWL. Sie kommen ohne Mathematik aus und sind sehr locker geschrieben, vermitteln aber dabei spielend Grundlagenwissen. Nicht vom etwas merkwürdigen Titel täuschen lassen. Besonders gefallen hat mir der zweite Band, bei dem es sich um das “liebe” Geld dreht.
@Roman
Kreutzer ist kein Ökonom, er geht an das Thema auf eine eher esoterische Art und Weise heran. Das ist ja auch ganz ok, um die Diskussion zu befruchten, aber ich bin der Meinung, man sollte Kreutzers Bücher und Aufsätze nur mit einem soliden ökonomischen Vorwissen lesen, da man ansonsten nur all zu leicht auf falsche Ideen kommt.
Bismodo fragte nach Grundlagenwerken die meine Einschätzung begründen – Kreutzer ist ein Freund der Freigeldtheorie, die ich rundum ablehne und er hat in puncto “Zinsproblematik” diametrale Ansichten zur gängigen Volkswirtschaft (aller Denkrichtungen). Die Empfehlung für seine Bücher kommt mir daher so vor, als würde man jemanden, der sich für Genetik interessiert ein Buch eines Kreationisten empfehlen ;-)
Wer unbedingt diese “Denkschule” kennen lernen will, dem würde ich eher die Bücher von Bernd Senf empfehlen, die sind m.E. anschaulicher, wenn auch genau so ideologiebehaftet wie Kreutzers Bücher.
Nichts für ungut – und weitere Kommentare zum Thema Freigeld, Geldschöpfüng etc. pp. bitte im Forum und nicht hier – das ist wirklich komplett off-topic.
@ spiegelfechter
Zu Emanuel Rahm: Ich habe über ihn bis jetzt noch nichts Gutes gehört. Das “er” so erfolgreich bei der “Gewinnung” des Representantenhauses war liegt wohl an der Politik Bush’s, die den Republikanern doch deutlich geschadet hat.
Interessant findda man ihm Beziehungen zum israelischen Geheimdienst vorwarf. e ich auch das sein Vater in einer Terroristischen Vereinigung war und dessen Wikipedia-Artikel vor kurzem gelöscht wurde: http://en.wikipedia.org/wiki/Benjamin_M._Emanuel
Scheint also nicht irgend ein Mitläufer gewesen zu sein.
Aber egal, niemand kann etwas für seine Eltern, trotzdem kann man es nicht komplett ignorieren.
Emanuel Rahm selber hat als freiwilliger Helfer in der israelischen Armee gedient. (Finde ich bedenklich…)
Dazu kommt das er den Irakkrieg wehment unterstützt hat, und ausgesagt hat das er ihn auch ohne das wissen über Massenvernichtungswaffen unterstützt hätte.
@ Jens
Ich weiss, ich bin ein wenig spät hier: was mich grundlegend interessiert und weil ich Deine Meinung übergeordent schätze:
Was denkst du über Rahm Emanuel, der ja noch 1990/91 in der Israelischen Armee gedient hat (als US Bürger) und der ja auch ein grosser Stimmensammler für den letzten Irak-Krieg war. Wie schätzt Du seine Auswirkung auf die künftige US Nahostpolitik ein?
@OAlexander
Ich habe zumindest die Befürchtung, dass er ein Sympathisant der Israel-Lobby im Weißen Haus ist. In der Rolle des Stabschefs hat er allerdings nicht so viel Einfluss auf die Regierungspolitik, als das ich mir da ernsthafte Sorgen machen würde. Wenn Obama eine pro-israelische Politik machen will, macht er sie mit oder ohne “Rahmbo”, wenn dies nicht tun will, hat “Rahmbo” bei all den Beratern und Fachleuten um Obama herum kaum den Einfluss, ihn umzustimmen.
es tut sich noch was
bislang haben die Demokraten im Senat 57 Sitze gewonnen, drei fehlen ihnen zu einer so geannten filibuster-proof Mehrheit. Die Republikaner hätten dann keine Möglichkeit mehr, im Senat die demokratische Gesetzgebung zu blockieren.
Nun ist es so, dass in drei Staaten das Wahlergebnis für die Senatsitzverteilung immer noch nicht feststeht. In Minnesota führt der republikanische Kandidat derzeit mit nur 206 Stimmen bei 2,9 Millionen abgegebenen. Nach Bestätigung des Resultats wird es auf Grund des knappen Ergebnisses zu einer Nachzählung kommen. In Georgia hat kein Kandidat die nach Landesgesetz notwendige Mehrheit von 50% der Stimmen erreicht, so dass es zu einer Stichwahl zwischen dem Republikaner und dem Demokraten kommt.
In Alaska wird immer noch gezählt, der Republikaner liegt knapp mit 2000 Stimmen in Führung bei noch zu zählenden 30% der Stimmen. Dem republikanischen Kandidaten Stevens droht aber ein Ausschlußverfahren wegen falscher Angaben in “financial disclosure forms” (?). Ausserdem wird über Unregelmäßigkeiten bei der Stimmauszählung berichtet, es geht u.a. um die bekannten Diebold Wahlcomputer.
http://www.democracynow.org/2008/11/12/filibuster_proof_democratic_majority_hinges_on
@Jens
siehe Wikipedia:
…
Dieser Posten kann sehr machtvoll sein, der Stabschef wurde historisch auch schon mal als der „zweitmächtigste Mann in Washington“ (nach dem Präsidenten) bezeichnet.
…
Die Aufgaben des Stabschefs hängen stark vom Präsidenten ab, allerdings ist er (bisher war jeder Stabschef männlich) im allgemeinen für die Verwaltung des restlichen Personals und des Kalenders des Präsidenten zuständig. Der Stabschef hat außerdem die Pflicht, den Zugang zum Präsidenten zu kontrollieren. Außerhalb der formellen Amtsbeziehung ist der Stabschef oft der wichtigste politische Berater des Präsidenten und oft auch ein enger Freund.
Klingt nicht ganz unwichtig… Aber wie du schon gesagt hast, hängt es vom Präsidenten ab.
P.S. hat jetzt nichts damit zu tun, aber da ich gerade auf Wikipedia war hab ich gesehen das der aktuelle Stabschef von Bush früher auch bei Goldmann Sachs war. (wie der Finanzminister)
@salvo
Das ist idT sehr interessant – die Weichen für den politische Wandel sollten damit endgültig gestellt sein. Zumindest gibt es jetzt keine Entschuldigungen mehr, was einigen demokratischen Senatoren wiederum nicht schmecken wird, wenn es z.B. darum geht, durch Budgetentscheidungen zu treffen, die Arbeitsplätze im eigenen Wahlkreis vernichten.
selbst Kritiker der Demokraten ist vorsichtig optimistisch, der große Wandel sei allerdings illusorisch. Grund für den Optimismus ist allerdings weniger Obama, sondern die stärker gewordene Basis, die grassroots Bewegung, die ihn unterstützt hat
Interview mit Stephen Zunes
http://www.neues-deutschland.de/artikel/138849.die-parteibasis-waere-mit-bush-light-nicht-zufrieden.html
also, man muss es den politischen Aktivisten in der USA wirklich lassen, chapeau, so sieht intelligenter, fantasievoller, wirkungsvoller Widerstand aus
http://www.commondreams.org/headline/2008/11/12-8
weiß jemand, ob diese Ausgabe auch im Netz verfügbar ist?
voilà
http://www.nytimes-se.com/nytse/wp-content/uploads/NYTimes-SE_spreads.pdf
Was die Yes Men and Woman da geleistet haben, ist schon Wahnsinn. Respect in any aspect.
Das Problem bei diesen Counter Guerillia Werbetaktiken ist, dass diese schon längt von der kreativen Werbeindustrie aufgesogen und gefressen wurden, und es äußerst schwierig bis fast unmöglich heute ist, Form und Inhalt wirklich so progressiv zu gestalten, dass keine neue Werbemarke dabei entsteht.
Die meisten Bionademörderbrausebeckskünstler sind schon lange Terroristen ohne das es Ihnen auffällt.
“A Clinton Administration?”
http://www.thenation.com/blogs/notion/384908
ein aufschlußreicher Absatz
“What do Washington political and policy types do when their party is kicked out of office? If they want to stay in the Big Town, they tend to go to work for lobbyists, consultancy firms, or think tanks. They raise money. They do what’s needed and make good livings until the tide turns. Now, that tide is again rushing in — and the lobbying money is, of course, rushing in with it. As the Washington Post has described it, there is already a “mini-boom” for Democrats along that lobbying alley, K Street. “
noch ein ‘Falke’ in Obamas Administration
“Today Jones–a retired general and former Marine commandant who headed the US European Command and was commander of the North Atlantic Treaty Organization–will be at Obama’s elbow in the White House as national security adviser. It’s hard to imagine a less likely choice to be Obama’s go-to guy on foreign policy. Hillary Clinton, Obama’s nominee for secretary of state, and Robert Gates, his nominee for defense secretary, are already widely considered to be tough-minded hawks. But Jones is probably the most hawkish of all, and he seems least compatible with Obama.”
http://www.thenation.com/doc/20090105/dreyfuss?rel=hp_currently
Obamas Falken
“U.S. policy is not about one individual, and no matter how much faith people place in President-elect Barack Obama, the policies he enacts will be fruit of a tree with many roots. But the best immediate indicator of what an Obama administration might look like can be found in the people he surrounds himself with and who he appoints to his Cabinet. And, frankly, when it comes to foreign policy, it is not looking good.”
http://www.indypendent.org/2008/12/11/obamas-hawks/
Obama hat Admiral Dennis C. Blair zum Direktor der National Intelligence ernannt. Dieser Artikel beleuchtet die Rolle Blairs als US Commander in Chief of the Pacific (CINCPAC) bei der Niederschlagung der ost-timorensischen Unbhängigkeitsbewegung durch die indonesische Armee (TNI) spielte. Blair soll entgegen der halbherzigen Anweisungen der US-Administration unter Clinton, die unter öffentlichem Druck die militärische Zusammenarbeit mit der TNI aufkündigen wollte, diese verteidigt und die Menschenrechtsverletzungen des TNIs bagatellisiert haben.
http://www.counterpunch.org/simpson12262008.html
siehe auch diesen Artikel zum ungewöhnlich hohem Anteil an ehemaligen US-Offizieren in der zukünftigen Administration unter Obama
http://www.wsws.org/articles/2008/dec2008/pers-d23.shtml