Operation Walküre
geschrieben am 13. November 2008 von Spiegelfechter

Kategorien: Politclowns
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Sehr schön! :D
Ist das eigentlich ein russischer Kragenspiegel bei Herrn Schröder? Bin leider kein Experte, hatte den Kriegsdienst verweigert.
Der Kragenspiegel ist der eines deutschen Generalfeldmarschal aus dem zweiten Weltkrieg. Der höchste militärische Dienstgrad den es in der Wehrmacht (und vielen anderen europäischen Armeen) gab/gibt.
hahaha! DAS ist gut :D *cheer*
Genauso geil finde ich die Headline eines SpOn Artikels:
Schülerstreik: Jüdische Ausstellung in Berliner Humboldt- Uni schwer beschädigt
Gewalt bei den Groß-Demonstrationen von Schülern für eine bessere Bildung: In der Berliner Humboldt-Universität beschädigten Teilnehmer der Protestaktion eine Ausstellung zu jüdischen Unternehmen in der NS-Zeit.
=
Politikerstreik: Sozialdemokratische Ausstellung im Wiesbadener-Landtag schwer beschädigt
Gewalt bei den Groß-Demonstrationen von Politikern für bessere Ministerposten: Im Wiesbadener Landtag beschädigten Teilnehmer der Protestaktion eine hessische Spitzenpolitikerin, die vernehmen ließ das Land reformieren zu wollen.
Verdammt großes Tennis Jens ;)
Schön. Nur Clement fehlt.
Wow, wow, wow, wow, whooo! Das ist besser als Titanic!
Vor allem der »Zivilist« Müntefering, der alte soziale »Kriegstreiber«.
Na, hörensema, der Jürgen Walter ist doch gar nicht antisemitisch, so wie der Herr Stauffenberg es war …
;-)
Stauffenberg:
Es ist Zeit, daß jetzt etwas getan wird. Derjenige allerdings, der etwas zu tun wagt, muß sich bewußt sein, daß er wohl als Verräter in die deutsche Geschichte eingehen wird. Unterläßt er jedoch die Tat, dann wäre er ein Verräter vor seinem eigenen Gewissen.
Kann ein Mensch mit solch hoher moralischer Affinität ein Antisemit gewesen sein Klaus? :P
Jürgen Walter hat sehr wohl im Vorbild Stauffenbergs gehandelt, ich würde sogar sagen er IST Stauffenberg höchstpersönlich!
/Ironieoff
ot: der kragenspiegel passt scho aber sowas tragen nur die wichtigmenschen mit der ganz besonders sauberen uniform. schau dir mal multistar generäle an oder den generalinspektuer. der hat sowas afaik auch noch.
@Vincent und Markus
[Klugscheißmodus] Unter den abgebildeten Personen befindet sich kein Generalfeldmarschall. Die Personen sind (vlnr) Oberst von Qurinheim, General Olbricht, Generaloberst Fromm, Oberst von Stauffenberg, Generalmajor von Treskow, Generaloberst Beck und General Fellgiebel.
Der einzige Generalfeldmarschall, der in die Operation Walküre involviert war, war von Witzleben, der aber auf dem Plakat nicht abgebildet ist.[Klugscheißmodus/off]
Nachtrag:
Dies ist das Original (zum besseren Vergleich):
Spitze!
Die nächsten “Attentäter” werden dann wohl lieber wieder heimlich im Stile des “Heide-Mörders” zuschlagen, da die Strafe für ein öffentliches Bekenntnis äusserst bitter ist für die Abweichler. Insofern finde ich den Vergleich mit dem Stauffenberg-Clan misslungen. Und die gerade anlaufenden Straf-Aktionen kindisch und kontraproduktiv.
Köstlich & höchst preisverdächtig!
Ja, es ist tatsächlich schade, dass das Plakat (bzw. die Karikatur) nicht auch noch Platz für Clement, die INSM und Bertelsmann hergibt.
leider hatte OBERST MARLENE METZGER die bombe schon in chur deponiert so das es zu keiner zeit zur detonation kam.
aber diese persiflage hat in jeder wallküre einen wunden punkt.
MACHT ;–)))
Wer bei mir fehler findet braucht diese nicht widergeben. sondern darf diese behalten.
Ahaha. RWE-Supergewissen Clement fehlt aber noch.
;D ** trennenwegwisch **
Danke Jens, ich habe schon lange nicht so herzlich gelacht.
irgendwas stimmt hier nicht. sind das da auf dem plakat nun gute deutsche die für freiheit, gerechtigkeit und Vaterland ihrem gewissen gefolgt sind und nur in der falschen Partei – sozusagen in der falschen Uniform – stecken? Oder sind das Nazischweine die ein Komplott gegen ein noch größeres Nazischwein planen – und dabei – wenn ich mich recht erinnere – auf diletantische weise versagen?
@knt
Du kannst Fragen stellen – Du weißt doch, selten ist etwas weiß und selten schwarz und die Grautöne sind es, die nicht nur Historiker, sondern auch uns Blogger, Kommentatoren und Diskutanten beschäftigen ;-)
Tja, da ich u. a. mit Photoshop mein Geld verdiene, leiste ich mir mal eine Meinung. Nicht schlecht, aber einige Köpfe sind zu groß montiert oder nicht am richtigen Platz. Mit den Schatten könnte man mehr machen;-)
Heute erst über diese in Mode gekommenen unverhältnismäßigen Leihgaben aus der Nazizeit zur Erklärung der Gegenwart gemeckert (“BKA-Ermächtigungsgesetz”). Aber wenn man ein Filmplakat so toppt, ist das natürlich was anderes. ;-)
Darf man das mitnehmen?
Achjo. Es gab ja noch mehr Fuzzies in der deutschen Geschichte, die ziemlich spät ihr “Gewissen entdeckt” haben.
Danke für diesen drastischen Hinweis!
@jolly rogers
Aber klar doch!
@Anindo
Das stimmt – obgleich die Kopfgröße täuscht, das liegt auch an den Frisuren. Für die Schatten hatte ich leider kein ordentliches Plugin zur Verfügung, da ich das alles am Notebook auf einer alten PS-Version (7.0) machen mußte und die “Schatten” eigentlich nur manuelle Nachbelichtungen sind. Das Hauptproblem ist aber das Bildmaterial – ich konnte keine geeigneten Photos mit dem gleichen Farbton treffen. Aber wurscht – ist ja nur ein Blogartikel und kein Beitrag zu einem Wettbewerb ;-)
@SP
Realistische Schatten in einer Montage gehen auch nicht mit PlugIn, sondern mit weichem Pinsel, der Deckkraft und den Ebenenmasken. Gerade am Hals kann man die Übergänge realistischer machen.
Die Hautfarben kann man am einfachsten mit Farbton/Sättigung anpassen. So lange der reale Schatten nicht ganz anders verläuft, kriegt man jeden Farbton irgendwie hin. Aber klar, für die Zwecke reicht es und ist auch gut gemacht.
Nazivergleich, der 5000. -> einfach nur Dreck. Das Blog ist für mich ab sofort unten durch.
Der Einsatz von Photoshop wurde hier offensichtlich dem Einsatz von Intelligenz vorgezogen.
@Anindo
Ich bin kein Profi, sondern ein PS-Autodidakt und mit Ebenmasken habe ich noch keine Erfahrung. Mit Plugins habe ich da aber recht gute Erfahrungen gemacht – für Anfängeransprüche ;-)
Farbton/Sättigung – na klar, habe ich gemacht, aber irgendwann erreicht man da auch die Grenze; wenn z.B. das Gesicht noch “entfärbt” werden müßte, aber die Haare bei jedem Schritt mehr, unrealistisch aussehen. Klar, kann man die Bereiche aus freistellen, aber dann säße ich ja zig Stunden an so einem Bild.
@mlu
Adios ;-)
@mlu:
ich kann hier keinen einzigen nazi entdecken. wie kommst du auf einen “VERGLEICH”? oder bist du vielleicht ein schwachkopp?
Die Tricksilanti-BILD-Artikel werden jetzt immer schriller. Bild erinnert irgendwie an einen irren Kampfhund, der sich verbissen hat und nicht mehr loslässt:
http://www.bild.de/BILD/news/politik/2008/11/12/andrea-ypsilanti/unbelehrbar-weil-sie-eine-frau-ist.html
http://www.bild.de/BILD/news/politik/2008/11/10/ypsilanti/mit-neuem-kandidat-guembel-gegen-dieselbe-wand.html
http://www.bild.de/BILD/news/standards/post-von-wagner/2008/11/13/post-von-wagner.html
Nein, ich kann beim besten Willen keine Medienkampagne erkennen.
vielleicht OT, aber ist es nicht spätestens nach der Abstimmung zum BKA-Gesetz völlig F***egal was die SPD macht?
@postgrün:
was die BLÖD da betreibt ist die reine Lust an der Vernichtung.
Der genannte BILD-Artikel von Gertrud Höhler ist gut:
Der Höhler-Text ist völlig gaga (wie eigentlich alles von ihr): Ypsilanti ist doch Wochen und Monate durchs Land gezogen, um offenbar recht erfolgreich diese Koalition zu schmieden – genau was die Höhler da verlangt. Keiner der Vorwürfe trifft irgendwie zu. Aber nett zu sehen, bei wem der verquaste Quark so ankommt. An Ypsliantis Stelle würde ich ja rechtliche Schritte erwägen.
@Jolly
Ja, es geht hier offensichtlich einzig und allein darum, einen Menschen völlig fertig zu machen, politisch und menschlich. Und das unheimliche: das ist ganz normale, deutsche Realität, genauso wie die CDU-Jubelartikel und die ungekennzeichnete Schleichwerbung nebenan.
Der Spiegefechter liegt ja – unbewusst – gar nicht so daneben. Zumindest was “Genossin” Everts betrifft.
http://www.jungewelt.de/2008/11-14/012.php
Hat der gute Otto Köhler sehr schön recherchiert.
Und tschüß:
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/?em_cnt=1629438#
Vielleicht hat die TU Chemnitz oder die JF noch eine Stelle für Frau Everts frei. Eintritt in die CDU auch nicht ausgeschlossen. Da würde sich dann evtl. der deutschnationale Stahlhelmflügel anbieten, könnte ja sein das ihr Koch noch zu links ist. löl ;-)
Faszinierend. :-))
@ mlu
Da bleibt einem die Spuke weg. Bin kein Arzt aber meine Diagnose: schwerer Fall von Humormangel.
@39
Nicht nur Humormangel: Frau Everts hat tatsächlich richtige Geistesfreunde in der rechtsradikalen bürgerliche Ecke gefunden, wo einem der Humor viel klarer wird.
Der Link oben von 37 ist mehr als bezeichnend für den Geisteszustand einiger.
“Das ist besser als Titanic!”
Naja… Vielleicht besser als “manches nicht ganz so gelungene” dort.
Aber für ‘ne Amateur-Arbeit: okay.
Haha, sehr gelungen Jens.
Aber wenn einer von denen auf dem Plakat ein Gewissen hat, das weiter reicht, als sein Portemonnaie und/oder sein eigener Vorteil – dann dürft ihr mich ab sofort Gertrude nennen :-D
Ja, das BKA Gesetz ist böse, wenn unser Bundespräsi ja Rückgrat hätte …
gruß
@37
man kann auch auf die Diskussion um den Totalitarismusbegriff zurückgegen, mit dem interessierte Kreise versuchten, rechts und links aus einem abstrakten Abstand von einer konstruierten ‘Mitte’ heraus zu begründen und gleichzusetzen. Es ging auch darum, den deutschen Rechtskonservatismus in diese konstruierte Mitte zu verschieben und ihn so von seiner historischen Verbindung zum Nazismus zu entlasten.
http://www.klick-nach-rechts.de/gegen-rechts/2002/01/totalitarismus.htm
http://www.fr-online.de/top_news/1629824_Metzger-schmeisst-hin.html
Da hat es die letzte der Renegaten erwischt. Machs gut Dagi.
“Jürgen Walter, Dagmar Metzger, Silke Tesch und Carmen Everts heißen diese unbeugsamen Stauffenbergs der deutschen, genauer: der hessischen Sozialdemokratie”, schrieb ich kürzlich und mußte mich dafür als Übertreiber bezeichnen lassen. Als einer, der nicht sachgerecht mit Deutschlands Vergangenheit umgeht – schön, dass der Spiegelfechter genauso unsachgerecht vorgeht.
Danke, Jens, super Arbeit, genau SO hatte ich mir das vorgestellt. :-)
@Roberto:
Die Idee kam teilweise von mir, also bitte alle Steine zu MIR! ;-D
Sollte man nicht zu ernst nehmen, natürlich hinkt der Vergleich ein wenig (als wenn ich die Stauffenberg-Gruppe gerne diskreditiert sehen möchte, im Gegenteil), aber es ging schließlich in erster Linie um den Gewissens-Spruch weiter unten, das hat so gut gepasst.
@Roberto
Willkommen im Klub der Unsachgerechten ;-)
Ich kandidiere allerdings für den Vorsitz, da meine satirische Ypsilanti-Kritik von großen Teilen der Leser als Spitze aller Unsachgerichtkeit aufgenommen wird *g*
@Patte
Die Idee kam nicht “teilweise” von Dir, sondern “komplett”. Du kriegst also alle Steine, aber ich als “sinisterer Ideendieb” die Tantiemen *harharhar* ;-)
@PttP
Ich weine der tapferen Dagi sicher keine Träne nach ;-)
Aber sage mal: Habe ich was verpasst? Wiese die “letzte” der Renegaten? Haben die anderen etwa auch schon verzichtet?
@spiegelfechter: Hacked!
http://wordpress.org/support/topic/199537
Scheinbar sieht mans nur im Firefox..
edit: nein, nur mit javascript aus!
Ob nun Verzicht oder Auschluss, das ist letztlich nicht ausschlaggebend. Auch die unter Jonestown-Hypnose stehende hessische SPD wird bald merken, dass Säuberungen die Konflikte nicht wegschaffen.
@dumdidum
Danke 1000mal für den schnellen Hinweis! Ich habe die Injection rausgenommen, aber dank der hundsmiserablen(!!!) Programmierung von Wordpress hat man keine Garantie, dass ein solches Leck nicht wieder auftaucht.
Jo, wenn das keine Ente der FR ist.
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/?em_cnt=1629438#
Verzichten? Mehr oder weniger. Sanft gedrängt, würd ich mal sagen. löl Von den Bezirken wurden die ja eh schon so “bearbeitet”, daß die ja nicht sich trauen sollten noch mal für den Landtag zu kandidieren.
Aber das rettet die SPD ja auch nicht, weder in Hessen noch sonstwo. Die Frage, die mehr an Kern geht, ist wie kommen solche Leute überhaupt in eine angeblich Volkspartei der linken Mitte (ja, ja so haben es SPD-Hoffnungsträger Münte und der Heil Hubertus mal geschrieben) rein. Es handelt sich ja mindestens um verkappte CDU-Trojaner.
Frau Everts meint übrigens sie hätte ausschließlich positives Feedback bekommen. Von wem zum Teufel? FDP-Wählern? CDU-Wählern? Oder noch weiter rechtsaußen?
http://www.fr-online.de/top_news/1630107_Neuwahlen-waren-nicht-mein-Ziel.html
Ein Interview das an Lächerlichkeit nicht zu überbieten ist. Man fragt sich warum der Interviewer sie nicht mit den Kenntnissen eines Otto Köhlers konfrontiert, nur nicht weil diese von der JW kommen? Oder sie mal direkt fragt, was sie unter Sozialdemokratie versteht, oder was sie zu einer Sozialdemokratin macht, welche Inhalte sie damit konkret verbindet, warum das eine gebrochene Wahlversprechen höher einzustufen sei als hunderte andere SPD-Wahlversprechen, die die Menschen in Hessen im Gegensatz dazu DIREKT betreffen. Man könnte auch fragen, warum die Partei die LINKE verfassungsfeindlich sein soll, während seit Jahren Kabinettsbeschlüsse dieser Bundesregierung (v.a. die vorzüglichen Gesetzesentwürfen unter Federführung von Schäuble und Jung) regelmäßig als grob verfassungswidrig eingestuft und vom BVerfG kassiert werden. Aber das wäre ihr wohl zu spitzfindig und FR-Interviewern zu tiefgründig.
Ach ja, der obige post war an den Spiegelfechter gerichtet. Habe das @ vergessen. Gut und man möge mir meine Typos nachsehen. ;)
Erstmal Gratulation @SF: Geniale Arbeit.
@55: Den Köhler-Artikel habe ich auch gelesen und mich nicht gewundert. Jesse und Backes sind wirklich keine Unbekannten. In der 68er Zeit war es ein offenes Geheimnis oder mindestens bundesweites Ondit, dass die beiden RCDS-Aktivisten nicht nur keinerlei Berührungsängste zum Trierer NHB hatten, sondern obendrein für den Verfassungsschutz spitzelten. Eine Exfreundin eines der beiden verbreitete jedenfalls, Berichte an und Überweisungen von dieser ehrenwerten Institution auf dem Schreibtisch des lupenreinen Demokraten gesehen zu haben.
Damals war der Begriff IM noch nicht in aller Munde und von den beiden Herren mit ihren recht beschränkten intellektuellen und wissenschaftlichen Qualitäten erwartete sowieso niemand Anderes. Insofern ging es im Rauschen unter.
Interessante Fussnote: Als Backes vor einigen Jahren wegen der rechtsextremen Aktivitäten von Mitarbeitern seines Instituts (das Duo wurde nach der Vereinigung mangels ernsthafter wissenschaftlicher Verfügbarkeit auf Carbetbaggerposten im Osten weggelobt) ins Gerede kam, hat ein hoher Verfassungsschutzbeamter sich für die demokratische Integrität seines langjährigen Mitarbeiters eingesetzt. Die WestStasi ist da völlig schamlos.
Nur mal so bemerkt.
Und wer bei einem der beiden promoviert, der oder die hat es nötig. Gerade für eher Konservative gibt es in der BRD hunderte Möglichkeiten, an renommierten Lehrstühlen seinen Abschluss zu machen. Eine Promotion bei Jesse oder Backes ist der letzte Verzweiflungsschritt vor dem Kaufen des Titels.
(Eine wie stets bei diesem Autor höflich formulierte öffentliche Hinrichtung von Jesse und Backes als Wissenschaftler findet sich in Wolfgang Wippermann, Totalitarismustheorien, ISBN 3 89678 053 0)
a^2
So, jetzt ist der vierfach Seppuku der vier selbsternannten Samurai endlich weitgehend abgeschlossen und man kann sich wieder mal der Zukunft widmen.
Ich persönlich wünsche TSG alles Gute. Er sieht zwar aus wie der Froschkönig, wobei ich mich nicht festlegen möchte ob vor oder nachdem die Prinzessin ihn an die Wand geworfen hat. Zudem reimt sich sein Name auch noch auf Tümpel, also sind echte PR-Spezialisten notwendig. SF, das wäre doch mal eine Herausforderung!
Meiner unverbindlichen Ansicht nach klingen seine Aussagen aber sehr viel mehrheitsfähiger als sein aktueller Ruf ist und ich hoffe, das er eine Chance auf Koalitionsbildung schon in diesem Wahlkampf und nicht erst im nächsten bekommt.
Was meint ihr?
P.S. @SF Dem allgemeinen Lob fürs Plakat kann ich mich anschließen, obwohl ich auf Schröders Brust einen russischen “Helden der Arbeit” vermisse. Ich dachte, Du hättest Dir die Gelegenheit nicht entgehen lassen ;-)
@57
Danke Dir für die zusätzlichen Infos! Sehr interessant.
Btw…finde auch die Collagen(?)/Montagen vom SF fast immer sehr gelungen.
@ Jens/Spiegelfechter
“Ich kandidiere allerdings für den Vorsitz, da meine satirische Ypsilanti-Kritik von großen Teilen der Leser als Spitze aller Unsachgerichtkeit aufgenommen wird.”
Müssen wir, die wir den politischen Wahnsinn kommentieren, uns nicht andauernd solcher “Vorwürfe” aussetzen? Das macht aus Dir noch keinen Vorsitzenden! Wir müssten einen sachgerechten Unsachgerechten in die Spitze hieven… :)
Sehr witzige Idee! Ein kleiner Unterschied: Stauffenberg mußte seine Tat nachhaltig büßen, Walter wird irgendwann einmal (wenn der Focus nicht mehr auf ihn gerichtet ist) seine Belohnung ereilen.
PS
Die Farben bei Montagen nicht mit “Farbton/Sättigung…” sondern mit “Selektive Farbkorrektur…” anpassen. Da man damit die Farben einzeln ansteuern kann, ist diese Methode effizienter und – mit etwas Übung – schneller ;)
Ich finde den Vergleich ganz passend.
” „Die Bevölkerung ist ein unglaublicher Pöbel, sehr viele Juden und sehr viel Mischvolk. Ein Volk, welches sich nur unter der Knute wohlfühlt. Die Tausenden von Gefangenen werden unserer Landwirtschaft recht gut tun.“
– Claus Schenk Graf von Stauffenberg in einem Brief an seine Frau Nina aus dem besetzten Polen, 1939
”
aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Schenk_Graf_von_Stauffenberg
Über Stauffenberg sollte man sich keine Illusionen hingeben, der Mann war weder Philanthrop noch irgendwie Humanist. Dem ging es um die Beseitigung des Hitler-Regimes erst, als Hitler die ganze Kriegesführung auf seine Person vereinigte und es dadurch zu Problemen kam und der Sieg des Deutschen Reiches immer unwahrscheinlicher wurde. Mit der Eroberung, dem Überfall und der Unterdrückung ganzer Länder hatte Stauffenberg kein Problem.
Stauffenberg war auch kein Demokrat, ganz im Gegenteil, sondern ein strikt an Hierarchie und Autorität glaubender Soldat, demnach waren seine Wünsche für eine neue Staatsform wohl auch eher ein Militärregime oder wenigstens die Herstellung der alten Aristokratie, deren Angehöriger er ja auch war.
Es ging Stauffenberg also um den Machtverlust des Militärs in Bezug auf die Kriegsplanung und um den Krieg, den das deutsche Reich zu verlieren drohte. Deshalb sollte Hitler beseitigt werden. Man könnte fast sagen: Stauffenberg wollte Hitler zu einem nicht unerheblichen Teil aus Gründen beseitigen, die ausschließlich ihm und seiner Adels- und Offiziersclique dienten.
Daher ist der Vergleich zwischen Stauffenberg und J.Walter durchaus angebracht, denn auch Walter hat Ypsilanti ja nur vom Thron gestoßen, weil er selber nicht das Amt bekam, dass er sich wünschte und weil Ypsilanti sozialdemokratische Politik machen wollte, was Walter auch nicht passt und wo er anscheinend vollkommen kompromissunfähig ist.
Ich bin ja gespannt, womit Walter für seine Tat belohnt wird. So ein Bank-Aufsichtsrats- oder Vorstandsposten mit 6stelligem Gehalt sollte ja schon drin sein.
Ich denke, um das Plakat in seinen Anspielungen zu verstehen, muss man die eher weniger bekannten Hintergründe zu Stauffenberg kennen, die aber meist verschwiegen werden, denn die Deutschen wollen sich immernoch gemäß Eva Hermann einreden, dass “nicht alles” schlecht war in der Nazi-Zeit und es eben wenigstens einen “guten Attentäter” gab.
“Gut” war Stauffenberg allerdings nicht, eher machtbewusst, elitär, autoritär, nicht besonders clever (Platzierung der Bombe neben einem massiven Tisch) und ein wenig feige, sogar noch vor der Detonation der Bombe zu verschwinden und sich nicht zu vergewissern, ob Hitler tatsächlich tot war. In dem Durcheinander nach so einer Detonation hätte man übrigens auch schnell noch jemanden erschießen können…
@dorianG
Der “Vergleich” hinkt m.E. weniger an der Figur Stauffenberg/Walter, sondern eher am Vergleich Hitler/Ypsilanti – obgleich das als Satire auf die hysterische Ypsilanti-Kritik in weiten Bereichen der Presse durchaus seinen Witz hat.
Zu Stauffenberg fällt mir vor allem immer wieder der unkritische Kult auf, der um ihn gemacht wird – im Vergleich zu Georg Elser, den kaum ein Mensch kennt, ist diese Aufmerksamkeitsökonomie maßlos überzogen.
Zur Montage nur eins: H-E-R-R-L-I-C-H!
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,590683,00.html
Der Seeheimer Kreis hätte doch langsam mal einen eigenen Artikel verdient. Viele wissen ja gar nicht, wem sie da eigentlich konkret ihre Stimme geben, wenn sie bei der guten SPD ankreuzen, weil sie es gern etwas “sozialer” haben möchten. In Hamburg-Mitte etwa, nahe Altona und dem Schanzenviertel, könnte man meinen, wenn man die gute SPD auf dem Stimmzettel ankreuzt, wählt man bestimmt jemand besonders progressives, einen St.-Paulifan vielleicht, der sich sozial im Stadtteil engagiert, oder im Bundestag konsequent Bundestrojanern und Bahn-Privatisierungen die Stimme verweigert.
Jedoch – falsch gedacht. Man wählt da Johannes Kahrs (SPD), die passende Stimme und das stimmige Antlitz des rechten Seeheimer Kreises in der SPD, Lobbyist für Rüstung und wenn man früher Pech hatte und gegen ihn kandidierte, hatte man ihn schon auch mal nachts privat am Telefonapparat.
http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Kahrs_(Politiker)
Wie üblich bei der Parteirechten, wurde mit faulen Tricks und angekarrten rechten Juso-Truppen gearbeitet. Die Jusos, muss man wissen, sind in Hamburg größtenteils so etwas wie die junge Union anderswo, während manche Jungs von der JU hier schon mal durch fremdenfeindliche Sprüche auffallen, die man eher der jungen NPD zuordnen würde. Seit Rechtspopulist Schill den damaligen SPD-Innensenator Scholz in punkto “Brechmitteleinsatz bei mutmaßlichen Drogendealern” überflügelte und von der Bildzeitung beifallklatschend zum “Richter Gnadenlos” ernannt wurde, um dann mit der CDU und der FDP zu koalieren, ist das politische Klima in toto immer weiter nach rechts gedriftet. Rot-rot-grün hätte trotzdem (!) auch in Hamburg bei der letzten Wahl eine zahlenmässige Mehrheit gehabt, aber vielleicht auch nur, weil Zeit-Herausgeber Naumann eine Zusammenarbeit mit der Linken ausschloß, (und kurz nach seiner Wahlniederlage aus der politischen Landschaft flugs wieder verschwand). Eine andere Politik als Ole von Beust hätte er als Bürgermeister aber wohl auch nicht gemacht. Hamburg war für die SPD mal das, was Bayern für die CSU war, auch in punkto Filz. Die Seeheim-SPD implodiert in der Heimtstadt Schmidts aber lieber, und trampelt die eigene Sandburg kaputt, als mit den Schmuddelkindern zu spielen. Eine politische Landschaft wie eine arktische Tundra.
Hallo Spiegelfechter,
bei Vergleichen ist es immer so, dass sie nur in Teilen die Realität wiederspiegeln.
Hitler/Ypsilanti hinkt in der Tat sehr, die beiden sind wohl eher ein Gegenteil.
Walter und seine Bande/ Stauffenberg hingegen ist der entscheidende Vergleichspunkt und das wollte ich herausstellen.
Beide haben unter scheinheiligen Motiven ihre Vorgesetzten aus dem Hinterhalt attackiert und bei beiden wird ein unkritischer Personenkult betrieben, Stauffenberg wird als “deutscher Wiederstandskämpfer gegen die Nazis” gefeiert, Walter als “gewissenhafter ehrlicher Volksrepräsentant” und das sind eben beide nicht, ganz im Gegenteil.
Ich glaube, wir meinen das Gleiche ;-)))
Grüße
dorianG
P.S.: Man kann auch gleich Walter und Tom Cruise, “den Film-Stauffenberg”, miteinander vergleichen, denn beide wollen sich unter Vorspiegelung fadenscheiniger Motive auf die ganz billige Tour bei den Deutschen einschleimen, Walter aus Gründen seiner weiter geplanten Polit-/Industrie-/Berufskarriere, Cruise, um die Scientology-Scharte, die er in Deutschland hat, auszuwetzen.
tolle Kollage! gut gemacht! +1 xD
…werd in Zukunft die Seite wieder öfter besuchen, genialer Schreibstil, hochaktuelle Themen ,- und das Pakat hat mich fast vom Hocker gehauen…
Interessant war auch der jungeWelt Artikel vom Wochenende dazu, ist oben irgendwo verlinkt.
Naja, mit Sch(l)äfe-G(er)ümpel wird wohl kein Blumentopf zu gewinnen sein, ich frag mich nur ob der Typ wirklich ernst gemeint ist, ich hau mich wech…
Grüsse aus Thüringen
…und weiter so, bitte !
Hallo, Jens,
darf ich das Bild in meinem Artikel ‘Der Nachtreter’ verwenden! Ich finde, es paßt wie die Faust aufs Auge und ich setze ein direktes Copyright zu dir, weil dieses Bild von dir kultverdächtig ist.
MfG
Super Radio Interview mit Dr. Mommsen zum Thema SPD und Linke:
http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=3&broadcast=352346&datum=20081112&playtime=1226475523&fileid=a756d36c&sendung=348714&beitrag=874426&/
Plakat zu Hessen ist übrigens spitze Jens !!
gruss aus SGP
Oliver
Niemals nie nicht
ROT-ROTE OPTIONEN NACH DEM HESSEN-DEBAKEL*Die Sozialdemokraten wollen nicht mehr in die “Wortbruch”-Falle laufen – doch schon gibt es die nächsten Tabus
Zumindest hat Franz Münteferings Freude an bildreicher Sprache durch das Debakel der SPD in Hessen nicht gelitten. Auch er habe, sagte der sozialdemokratische Parteichef, “nach allem, was man hörte” mit einem Regierungswechsel in Wiesbaden gerechnet. Die Pleite, die folgte, sei so, “wie wenn Sie beim Fußball ganz zu Beginn des Spiels ein Gegentor kriegen” – man habe dann ja immer noch eine Menge Zeit, das Spiel zu drehen.
Das lässt Raum für Interpretationen. Hofft der SPD-Vorsitzende darauf, dass es bei der Neuwahl doch noch zu einer Ablösung von Roland Kochs CDU kommt? War es ein Wort der Unterstützung für den neuen Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel, der nun die Sozialdemokraten in die Neuwahlen führt? Oder wollte Müntefering den Bogen über die Landesgrenzen hinaus gespannt wissen und sagen: Hessen war ein Test, sein Scheitern bedeutet keinesfalls das Ende eines Weges, der nicht in Wiesbaden endet?
Doch nichts aus Hessen gelernt
Mit der Duldung einer rot-grünen Landesregierung durch die Linkspartei hätte die SPD gegenüber der Union strategischen Boden gutgemacht. Die Merkel-Partei hat geräuschlos die Grünen für sich entdeckt und damit ihre Machtoptionen im neuen Fünfparteienspektrum erweitert. Statt in diesem Spiel einen Ausgleichstreffer zu erzielen, um in Münteferings Bild zu bleiben, kassierte die SPD in Hessen nun erst einmal ein weiteres Gegentor.
Vor den Wahlen 2009 weist der Wiesbadener Coup der “Viererbande” auf ein strategisches Dilemma der Sozialdemokraten hin: Ohne Bündnisse mit der Linken gibt es für die SPD – von Ausnahmen abgesehen – nur noch geringe Machtaussichten auf Landesebene. Mit solchen Bündnissen jedoch stehen der Partei womöglich neue Zerreißproben bevor wie man sie in Hessen beobachten konnte.
Die Sozialdemokraten haben, so ist es nun jeden Tag zu hören, eine Lehre gezogen: Um nicht noch einmal in die von der Union aufgestellte “Wortbruch”-Falle zu laufen, gilt jetzt ein Gegen-Tabu – niemals mehr nie zu sagen, außer natürlich auf der Bundesebene. Müntefering erklärt das Problem der Kooperation mit der Linken inzwischen gar für “überschätzt in seiner Bedeutung für die Bundestagswahl”. Da ist Hoffnung die Mutter der Porzellankiste, denn Union und Medien werden kaum darüber hinwegsehen, dass im nächsten Jahr fünf Landtagswahlen anstehen, bei denen die Frage “Wie hältst du es mit der Linkspartei” eine entscheidende ist.
In Hessen wird das Wahlergebnis im kommenden Januar jeden Gedanken an einen neuen rot-grün-roten Anlauf überflüssig machen. Und wenn es doch noch zu einer Überraschung kommt, müssten vor allem äußerst skeptische Grüne überzeugt werden. Die rot-rote Frage stellt sich spätestens Ende August, wenn in Sachsen, Saarland und in Thüringen gewählt wird. In allen drei Ländern hat die SPD eine Koalitionsaussage vor dem Urnengang abgelehnt – von Äußerungen, die den Charakter ausschließender Erklärungen haben, hat das die Sozialdemokraten ebenso wenig abgehalten wie die Linkspartei. Haben die Sozialdemokraten aus Hessen also doch nichts gelernt?
In Thüringen machten zuletzt Äußerungen des linken Spitzenkandidaten Bodo Ramelow Schlagzeilen, der erst den Sozialdemokraten angeboten hatte, auch im Falle eines linken Wahlsieges einen SPD-Ministerpräsidenten zu akzeptieren – nun aber davon abgerückt ist. “Die Koalitionsverhandlungen wird der Stärkere bestimmen”, sagte Ramelow, “wer die meisten Stimmen mitbringt, hat auch den Anspruch auf die Bestimmung der Richtlinien der Politik.” In den letzten Umfragen lag die Partei mindestens zehn Prozentpunkte vor den Sozialdemokraten. Deren Landeschef Christoph Matschie wiederum erklärt, eine rot-rote Koalition gebe es nur, wenn “die SPD den Ministerpräsidenten stellt”. Ob Matschie die bei einem Besuch der Wahlkampagne Barack Obamas in den USA gesammelten Erfahrungen nützen, um den Umfrage-Rückstand noch aufzuholen, ist fraglich – zumal Kontrahent Ramelow längst als der eigentliche Obama von Thüringen auftritt.
Ähnliches spielt sich im Saarland ab: Nach jüngsten Umfragen käme der “linke Block” aus SPD und Linkspartei auf 48 Prozent – je sicherer die rechnerische Mehrheit erscheint, desto unversöhnlicher stehen sich die Landesverbände gegenüber. Medien berichten von definitiven Festlegungen, den jeweils anderen Spitzenkandidaten nicht zum Ministerpräsidenten zu wählen. Dabei mögen auch persönliche Zerwürfnisse eine Rolle spielen, immerhin waren Oskar Lafontaine und Heiko Maas einmal in der selben Partei. Nachdem auch der frühere SPD-Ministerpräsident Reinhard Klimmt seinen früheren Freund Lafontaine als unzuverlässig bezeichnet hat, käme auch der nicht mehr als Kompromisskandidat in Frage, heißt es. Während die einen schon über politische Seiteneinsteiger als Ministerpräsidenten spekulieren, die sowohl von SPD und Linkspartei akzeptiert werden, nähren andere Gerüchte, nach denen es bereits Absprachen zwischen SPD und CDU für die Zeit nach der Landtagswahl gebe.
Mehrdeutige Signale an die Linkspartei
Während die Sozialdemokraten in Thüringen und im Saarland aus der Opposition heraus an die Macht streben, liegen die Karten in Sachsen und Brandenburg anders verteilt. Hier regiert die SPD bereits in großen Koalitionen mit – in Dresden als kleiner Partner, in Potsdam mit Matthias Platzeck als Ministerpräsident. In Sachsen macht man sich bei den Sozialdemokraten derzeit vor allem darüber Gedanken, mit welchem Ergebnis der aktuelle SPD-Landeschef Thomas Jurk an diesem Wochenende wiedergewählt wird, wie belastbar die aktuellen Umfragewerte sind und was an Berichten dran sein könnte, dass der unter Druck geratene Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee Jurk die sicher geglaubte Spitzenkandidatur noch entreißen könnte. Eine Koalitionsaussage will die SPD auch in Sachsen vor der Wahl nicht mehr abgeben.
In Brandenburg senden die Sozialdemokraten mehrdeutige Signale aus: Einerseits sagt der kurzzeitige SPD-Vorsitzende Platzeck “die Linken in Brandenburg waren schon einmal weiter” und er spüre, “dass der Kurs von Oskar Lafontaine die Partei” im Lande von ihrem Kurs abbringt, “Realitäten anzuerkennen”. Andererseits sorgt die Finanzkrise für eine rot-rote Annäherung sogar im Parlament. Bei einer aktuellen Stunde dachte Platzeck zur Verärgerung des Koalitionspartners CDU laut über einen “dritten Weg” zwischen Finanzmarkt-Kapitalismus und Planwirtschaft nach. Bei der Linkspartei erntete der SPD-Mann dafür Beifall – wer wollte, konnte darin einen Wink mit dem Zaunpfahl sehen.
Von Kooperationstabus hielt Platzeck schon vor den Ereignissen in Hessen nicht viel. “Parteien aus dem demokratischen Spektrum müssen generell untereinander koalitionsfähig sein”, meinte der SPD-Mann unlängst, kündigte aber an, nicht darüber zu spekulieren, “wohin das Pendel nach der Landtagswahl 2009 geht”. In Brandenburg findet die letzte Landtagswahl im kommenden Jahr statt – am selben Tag, an dem auch die Abgeordneten des Bundestags neu bestimmt werden. Rot-Rot ist dabei eigentlich kein ernst zu nehmendes Thema, die Union wird diese Konstellation trotzdem zu einem solchen im Wahlkampf machen. Zu Unrecht, wie die SPD findet. “Wir könnten sofort Frank-Walter Steinmeier im Bundestag zur Kanzlerwahl stellen”, so sagte es Platzeck unlängst in einem Interview, aber “wir tun es nicht, jeden Tag nicht – das sagt alles. Einen besseren Beweis gibt es nicht.”
http://www.freitag.de/2008/46/08460501.php
in diesem Sinne ein schönes WE!
@Aristoteles
Na klar doch ;-)