Luck of the Irish
geschrieben am 18. November 2010 von Spiegelfechter
Irland beugt sich dem massiven Druck der EU und spielt nun doch mit dem Gedanken, gegen den eigenen Willen unter den Euro-Rettungsschirm zu schlüpfen. Ohne die unverantwortliche Geschwätzigkeit der Kanzlerin wäre es jedoch womöglich nie so weit gekommen
Irlands finanzielle Lage als prekär zu bezeichnen, ist eine maßlose Untertreibung. Die irische Volkswirtschaft ist im Ausland mit rund 2,3 Billionen US$ verschuldet – das ist mehr als das überschuldete Japan mit seinen 123 Millionen Einwohnern. Jeder Ire, vom Säugling bis zum Greis, ist somit mit mehr als 513.000 US$ im Ausland verschuldet. Die Iren müssen also jedes Jahr durchschnittlich mehr als 25.000 US$ pro Kopf nur für den Zinsdienst erwirtschaften, wobei der Schuldenberg bei dieser Summe noch nicht einmal kleiner würde. Gläubiger sind unter anderem die deutschen Banken, die irische Anleihen im Wert von 138 Milliarden US$” halten – ganz vorne dabei ist – wen mag es noch verwundern – die verstaatlichte Hypo Real Estate, die irische Staatsanleihen im Wert von 10,3 Milliarden Euro in ihren Büchern hat. Der sagenhafte Aufstieg des “keltischen Tigers” war ein Aufschwung auf Pump – nun kommt die Rechnung und Irland steht sprichwörtlich mit dem Rücken zur Wand.
Vom keltischen Tiger zum Bettvorleger
Neben Island wurde Irland wie kein anderes Land von der Finanzkrise getroffen. Kurz vor dem Ausbruch der Krise hatten irische Banken Kredite im vierfachen Wert des nationalen BIP in ihren Büchern. Neben internationalen Ramschpapieren brachen vor allem irische Hypothekenanleihen, mit denen auf der grünen Insel eine gigantische Immobilienblase finanziert wurde, den Banken das Genick. Die irische Regierung sah sich im Angesicht der Malaise gezwungen, einen nationalen Bankenrettungsschirm in sagenhafter Höhe von 350 Milliarden Euro aufzulegen – rechnet man dies auf deutsche Verhältnisse um, so wären dies 7 Billionen Euro. Alleine die Abwicklung der größten irischen Bank, der mittlerweile verstaatlichten “Anglo Irish Bank” stellt das kleine Irland vor beinahe unlösbare Probleme. So musste die irische Regierung beispielsweise im zweiten Quartal dieses Jahres die auflaufenden Verluste in Höhe von 12,3 Milliarden Euro übernehmen – mithin fast 8% des irischen BIP.
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Zum Thema: Simon Johnson und Peter Boone – Merkels großes Missverständnis


Gibt es ‘Schattenbanken’ deutscher Institute in Irland?
Gab es. Die großen Banken haben zumindest keine Schattenbanken, die unter den irischen Rettungsschirm schlüpften.
Na sowas! Und ich dachte mir immer, wie die Keynesianische und egalitaristische Wirtschaftspolitik Japans die größte Katastrophe ist. ;-)
(Und die Japaner sind bei sich selbst, in eigener Währung, verschuldet und darüber hinaus haben sie Exportüberschüsse. Der verflixte Keynesianismus – aber wirklich!)
Diess ist so verdammt gut formuliert:
Der kurze neoliberale Sommer
Einen Sommer lang ging diese Politik gut …
Beim ersten Herbststurm brach das neoliberale Kartenhaus zusammen …
Für die Iren wird es ein harter Winter …
Aber nur für die Iren?
“Unverantworliche Geschwätzigkeit der Kanzlerin”? Oder doch Absicht?
die Frage stelle ich mir auch
Moin,
meines Erachtens war das volle Absicht. Fr. Merkel kann sich eine zweite Bankenkrise in D-Land nicht erlauben, weil
(*) Deutschland dann selber ein Kandidat für den Rettungsschirm werden würde. Die Bundesregierung hat Bürgschaften an deutsche Banken gegeben. Die müßten dann wohl vollens eingelöst werden;
(*) Die Deutsche Bank und auch die (Ex-)HRE stecken – so wie es aussieht – dick in Irland drin. Bei einer Pleite Irlands wären diese “Engagements” futsch und Joe hat ein Problem. 138.Mia gehen auch einer dt. Bank ans Eingemachte;
(*) Wie soll sie dem Volk einen zweiten Bankenrettungsplan erklären? Das würde aus meiner Sicht zum Aufstand führen;
(*) Es muß mit aller Gewalt bewiesen werden, dass das neoliberale Denken auch in der größten Krise funktioniert;
(*) Jo und Angi wollen doch auch im nächsten Jahr wieder im Buka-Amt Geburtstag feiern :)
Laut Handelsblatt hat die Deutsche Bank nur 300 Millionen an irische Banken verliehen. Dier HRE etwas über zehn Milliarden, aber die sind eh bereits in die Bad bank verschoben.
XLS File:
http://www.centralbank.ie/data/site/cmbs/ie_table_a.4.1_credit_institutions_(domestic_group)_-_aggregate_balance_sheet.xls
Die gewinnbringenden Derivate nicht vergessen, bei denen die ‘Deutsche’ Bank ganz vorne mitmischt. Auf die ausstehenden Schulden von Irland, Griechenland, Portugal, Spanien und Italien waren zuletzt $48 Trillionen (europäisch: Billionen, mathematisch: 10E12) gewettet. 1% davon sind $480 Mrd. und ein Ausfall derer bereinigt die hiesige Bankenlandschaft in kaum vorstellbarem Maße.
Ich finde es ehrlich gesagt nicht richtig hier die gesamte Verantwortung auf die Kanzlerin abzuwälzen.
Vielleicht mag es ja -aus pragmatischer Sicht- ein schwerer Fehler gewesen sein. Aber eine parlamentarische Demokratie basiert nunmal darauf das ein Vorschlag oder eine Absicht geäussert und dann öffentlich debattiert wird.
Wenn jedes Wort eines ranghohen Volksvetreters auf die goldene Waage gelegt wird, und einzelne Aussagen gar ganze Staaten in den Bankrott treiben kann, so liegt der Fehler nicht bei Merkel, sondern bei jenen Kräften die dazu in der Lage sind.
Vielleicht ist das eine etwas naive und idealistische Einstellung, aber so sehe ich das.
Kanonenpolitik 2.0 – Willem zwo würde jauchzen!
Ich kann mich nur mit Abscheu von FDJ-Frontfrau Merkel abwenden. Als einstige FDJ-Propagandasekretärin beherrscht Sie das manipulative Handwerk medienwirksam Meinungslenkung und Schönfärberei unters dumme Volk zu bringen. Ihre „Riege“ hat Sie sich ja zuletzt mit öffentlich rechtlichen Seibert und Weichspüler Wulf ins Lager geholt.
Von langer Hand vorbereitet, wird nun zentral Gesteuert gegen Vernunft und gesundem Menschenverstand das erarbeitete und noch nicht erarbeitete Geld der Bürger mit Wollust ausgegeben. Erinnern wir uns, Irland musste auf EU-Druck mehrmals abstimmen – weil der erste Wahlgang den Diktatoren in Brüssel nicht passte. Es ist ein erbärmliches Schau(er)spiel das sich deutsche Feierlichkeit für ein zutiefst undemokratisch menschenfeindliches Europa sooo ins Zeug legt. Was ist Wohl der Antrieb dieses Arrangements deutscher Politiker in der EU die Führung zu übernehmen?
Ja und passend zur aktuellen Ankündigung weitere Milliarden zu verschleudern, gestern dann, ja…wirklich ganz plötzlich „neue Terrorwarnungen“ und gleich medienwirksam Polizisten – spärlich ausgerüstet mit neuen Westen und mehr Knarren am Körper – zu unserer „sichtbaren“ Sicherheit? Wie verunsichert und zutiefst Verängstigt vorm eventuell auf die Barrikaden gehenden Bürger, muss eine schamlose Regierung sein die alles hat für Banken- Autos und Manager aber keinen Cent für im täglichen Elend versinkende Menschen. Das nimmt kein gutes Ende.
Die Krisen Griechenlands und Irlands direkt oder indirekt Merkels Sprüchen anzulasten erscheint gewagt Schließlich waren es die Griechen und Iren selbst, die Schulden anhäuften, die sie niemals zurückzahlen können.
Nicht nur die. Die Last der Finanzierung der Bail-Outs zieht inzwischen auch die Zinsen deutscher Anleihen nach oben. Ich bin zwar kein Volkswirt, aber genau das habe ich hier schon vor Monaten prohpeheit :)
Ja und warum sollen sie es dann nicht tragen, dieses Risiko? Ihre horrenden Gewinne haben sie ja auch nicht sozialisiert. Mich würde eh mal interessieren, wo das ganze Geld hingeflossen ist, das den Iren und Griechen etc. in all den Jahren geliehen wurde. Das hat sich ja nicht in Luft aufgelöst, oder?
Funktioniert? Quantitatives Easing ist nichts anderes als Geld zu drucken. Das QE2 der Fed hat AFAIK bereits zu drastischen Zinssteigerungen bei Treasuries geführt. Es steigert die Staatsverschuldung noch weiter. Und mittelfristig wird es die Inflation zusätzlich anheizen. Wobei du ja ein erklärter Fan von Inflation bist zum Behufe der Staatsentschuldung… Zudem bringt QE dem US-Arbeitsmarkt nichts, es wird kein Arbeitnehmer zusätzlich eingestellt. Denn es mangelt ja nicht an Geld. Die großen US-Firmen sitzen auf über einer Billion Dollar Cash. Per QE wird den Anleihegläubigern auf Steuerzahlers Kosten das Risiko abgenommen, und ihre Gewinne gesteigert.
Genau. Es mangelt ja nicht an Geld, sondern an Nachfrage. Und das eine hat mit dem anderen direkt so gut wie nichts zu tun. Und da haben wir den Unterschied:
Friedman: Es mangelt an Geld!
Keynes: Es mangelt an Nachfrage!
Wir können das Pferd zur Tränke bringen, zum Saufen können wir es aber nicht zwingen!
Das schreibe ich ja auch. Merkel ist allerdings – in beiden Fällen – ganz direkt für die heftigen Marktreaktionen verantwortlich, die die akute Krise aus dem Ruder laufen lassen/ließen.
Ja, aber nur marginal.
*pffff*
Der Markt hat kein soziales Gewissen und kennt auch keine Dankbarkeit.
Nö, sie haben Produkte und Dienstleistungen (auch von uns) gekauft und investiert.
Und?
Und? Das prophezeie ich doch seit langem ;-)
Nö, aber an Aufträgen, Konsum und Investitionen.
Ich weiß, aber wer hat das Geld jetzt?
Das Geld gibt es nicht! Es ist nirgendwo begraben!
Das was du unter Geld verstehen willst, das “richtige” Geld, Münzen und Noten, das ist für die Wirtschaft eine unwichtige Größe.
Zum Beispiel kommen zu jedem Euro im Euroraum, der in Form von Bargeld im Umlauf ist, etwa weitere 16 Euro hinzu, die ausschließlich auf dem „Papier“ der Banken stehen.
Ich glaube nicht, dass Herr Trichet die Scheine besonders markiert hat ;-)
Ich habe aber gerade mal in meine Hosentasche geguckt und doch tatsächlich ein 50-Cent-Stück mit einer Harfe und ein 1-Euro-Stück mit einer Eule gefunden. ICH habe also das Geld ;-)
Schon, aber es geht hier ja bekanntlich nicht primär um Cash sondern um Buchgeld auf irgendwelchen Konten. Wer sind die Kontoinhaber? Dass du und ich das nicht sind, ist eh klar :)
ich weiß, dass diese Antwort unzufriedenstellend ist, aber Du kannst das nicht mehr in Erfahrung bringen, da Geld die Eigenschaft hat, flüchtig zu sein.
Da haben wir mal etwas gemeinsames – ein 1-€-Stück mit Eule hab ich auch – das ist mein “Einkaufswagenchip” geworden.
Bei der “Harfe” kann ich nur ein 2-Cent-Stück anbieten.
Ebenfalls ein 2-Cent-Stück und noch zwei 20-€-Scheine aus Portugal (M)
Ein 50-Cent-Stück und zwei 50-€-Scheine aus Spanien (V).
Aus “Bella Italia” (S) ebenfalls zwei 50-€-Scheine
Also Vorsicht, die nächsten Länder könnten somit Italien, Portugal und Spanien werden. Felix Austria, von denen habe ich kein Geld.
Was die Schuld oder Unschuld Griechenlands oder Irlands angeht muss man aber auch bedenken, dass der Haushalt eines jeden Landes ganz wesentlich endogen bestimmt wird durch automatische Stabilisatoren, d.h. Steuereinnahmen und Sozialausgaben. Soll heißen: die Regierung hat nur einen kleinen Einfluss auf die Höhe des Defizits.
Man sieht das zur Zeit sehr schön am Beispiel Griechenlands. Die haben sich von EU und IWF ein Sparprogramm aufschwatzen lassen mit dem Ziel, das Defizit auf 13% des BIP zu beschränken. Und jetzt – oh Wunder – liegt das Defizit wohl doch eher bei 15% des BIP.
Das ist auch vollkommen logisch, denn wenn der Staat seine Ausgaben zurückfährt schrumpfen gleichzeitig auch die Einkommen. Das multipliziert sich und führt zu Steuerausfällen und Entlassungen, die wiederum die Sozialausgaben in die Höhe schnellen lassen.
Die Lektion, die man daraus ziehen sollte, ist, dass die Größe des Haushaltsdefizits an sich vollkommen ungeeignet als Basis für politische Entscheidungen ist. Es kommt immer auf den Kontext an, und der lautet zur Zeit ganz unübersehbar: mangelnde Nachfrage.
Ohne diese Einsicht kommen wir aus der Krise nicht heraus.
P.S.: Beschäftigt euch mal ein bißchen mit Modern Monetary Theory, z.B. auf Bill Mitchell’s billy blog. Da gibt es noch was zu lernen ;)
Gerade im Beispiel Irlands ist das natürlich nicht der Fall. Es kam niemand an und hat Irland gezwungen, diesen neoliberalen Kurs zu fahren. Das haben die Iren schon selbst gewollt. Außerdem wollen wir hier auch nicht vergessen, dass der irische Aufschwung auch auf Kosten anderer europäischer Länder geschah. Ich kann mich noch an eine IT-Fabrik erinnern, die nicht in Neufünfland, sondern – aufgrund des Steuerdumpings – in Irland errichtet wurde.
Das ist natürlich ein anderes Thema. Griechenland steht unter dem EU- und IWF-Protektorat und ist kein souveräner Staat. Vor der Krise war dies anders.
Richtig
Richtig
Irland steht mit 731, Mrd im Ausland in der Kreide …?
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/irlandschulden100.html
Das Bruttoinlandsprodukt, die Summe aller erwirtschaften Leistungen, von Irland beträgt etwa 150 Milliarden €/Jahr. Damit wäre Irland mit dem 4-fachen seines Bruttoinlandsproduktes allein im Ausland verschuldet ? Entweder stimmt da was mit den Zahlen nicht oder ein solches Land hätte nie dem €-Raum beitreten duerfen.
Warum will man retten obwohl die Iren zoegern..GB und D forcieren eine schnelle” Rettung ”
Großbritannien 148,5 Mrd.
Deutschland 138,6 Mrd.
Bei banken beider Staaten sind die meisten Schulden …also was wird hier gerettet ?
Meiner Meinung nach wieder das Spielgeld Deutscher und Britischer Anleger…oder ?
JUMP YOU FUCKERS !!
Du musst zwischen Staatsschulden und Auslandsschulden unterscheiden. Ich habe die Zahl ja verlinkt (CIA-Worldbook), die sich übrgiens auf Angaben der BIZ bezieht.
Sehr richtig! Irland ist bei der RBS, bei der Commerzbank, bei der Societe General etc. verschuldet, nicht (zumindest bislang nicht) bei England, Deutschland und Frankreich.
Die Einmischung des Staates in die Wirtschaft – hier: in die Finanzwirtschaft – ist wie gehabt vom Übel. Hätte man Pleitebanken pleite gehen lassen, hätte man ebenso die Zahlungsprobleme gewisser Staaten ein Problem von deren Gläubigern (Privatbanken) sein lassen, wären a) die Staatsschulden deutlich niedriger und b) die Banken bei der Kreditvergabe merklich vorsichtiger.
So aber hat sich Island ruiniert, Irland und England sind dabei, an der Bankenrettung finanziell zu verenden, und wenn die deutsche Politik an den “Rettungen” sich weiter beteiligt, sind wir eines Tages auch mit dran.
ach, wenn es mal so einfach wäre ;-)
Das Problem ist doch vielmehr die Verzahnung des Finanzsystems. Man kann eine Deutsche Bank oder eine Anglo Irish Bank nun einmal nicht so einfach pleite gehen lassen ohne mit ziemlich extremen Verwerfungen zu rechnen, die uns – als Bürger – letztlich noch kostspieliger kämen. Das Exit-Szenario haben wir jedoch auch nicht ergriffen. Nun geht es weiter – das Murmeltier wird täglich grüßen.
Ja sicher sicher ,aber irgendwo muss man ja hin mit seinem Hals ;-)
Nimmer ganz aktuell (Zahlen wohl Stand Q3/2009 und daher mittlerweile angewachsen), dafür recht anschaulich:
Europe’s web of debt
Lieber Jens,
es wäre schön, wenn Du dich nicht auch dazu verleiten lassen würdest, die Schulden Irlands in US$ anzugeben, das führt sachlich nur in die Irre.
Staatsschulden, die nominell in Euro laufen, wären nämlich im Grunde für die Euro-Zone überhaupt kein Problem, wenn die Euro-Regierungen die EZB dazu verpflichten würden, für diese Form von Staatsschulden zu garantieren.
Laufen die Staatsschulden aber nominell in US$, dann hat Irland ein Problem. Es ist daher fundamental wichtig zu klären, in welcher Währung eine Regierung sich verschuldet.
Die Euro-Zone ist von der Konstruktion her ein ziemliches Durcheinander, aber man sieht das sehr schön an einer souveränen Regierung mit einer eigenen Währung, wie z.B. Island oder Großbritannien. Diese Regierungen können Schulden, die in der eigenen Währung belaufen, immer bezahlen. Problematisch wird es nur, wenn die Schulden auf eine Fremdwährung laufen.
Das hat z.B. Argentinien vor ca. 10 Jahren in den Abgrund gerissen. Argentinien hat die Dummheit begangen, sich de facto in US$ zu verschulden (indirekt, dadurch dass sie den Peso an den US$ gekoppelt haben), und konnte diese Schulden dann irgendwann nicht mehr bezahlen. Seit sich Argentinien vom US$ gelöst hat und sich nur noch in der eigenen Währung verschulden ist die damalige Krise überwunden.
Ja, ok. Angaben der BIZ ist aber immer in US$. Natürlich kann ich das umrechnen, dann kommen aber wieder Leser und fragen, wie ich auf diese Zahlen komme ;-)
Richtig, das könnte sie aber auch indirekt für US$-Schulden. Der Euro ist ja nicht der argentinische Peso.
Die Staatsschulden sind natürlich alle in Euro, die Schulden der Banken und des privaten Sektors werden bunt gemischt sein. Dafür gibt es sicher Daten bei der BIZ, aber ich habe jetzt nicht die Zeit, dieses Daten herauszusuchen.
Na gut, die BIZ geht halt auch nicht gerade vorbildlich vor. Muss man deren Unsachlichkeit deshalb unbedingt nachmachen?
Eben nicht, zumindest nicht auf Dauer – das zeigt im Wesentlichen die historische Erfahrung mit dem Goldstandard. Ein solches Vorgehen würde die EZB dazu zwingen, US$ aufzukaufen, was sich auf die Wechselkurse auswirkt. Solange die europäische Wirtschaft solide genug ist kann das gut gehen, aber es birgt eben die Gefahr, dass Ungleichgewichte aus dem Ruder laufen – vor allem, wenn dieses Vorgehen mit einer prozyklischen Politik, wie wir sie zur Zeit haben, einhergeht.
Sicher, die Euro-Zone ist wirtschaftlich breiter aufgestellt und solider als Argentinien, und würde ein solches Regime daher sicher länger überleben. Aber das ist ein rein quantitativer Unterschied. Qualitativ gibt es keinen Unterschied.
Was heißt “vorbildlich”. Im Sinne der Vergleichbarkeit und der Übersichtlichkeit ist schon von Vorteil, dies in US$ anzugeben. Die BIZ hat ja auch weitere Tabellen, aus denen hervorgeht, in welcher Währung diese Schulden notiert sind.
Bitte? Warum das?
Klar. Der Dollar würde leicht steigen. Für die EU sicher kein Nachteil.
Na ja. Täglich werden 1.100 Milliarden Dollar in Euro getauscht und umgekehrt. So sehr würde das den Kurs schon nicht aus dem Ruder bringen.
Doch – die schiere Menge an Euro im Vergleich zum Peso. Natürlich hat es massive Auswirkungen, wenn man ein paar Milliarden Peso in Dollar tauscht. Beim Euro-Dollar-Handel ist das “ein Fliegenschiß” ;-)
Und wieviele davon beruhen auf Vorgängen aus der Wirtschaft, und wieviele davon auf Spekulation? Sobald die Geier Aas wittern, stürtzt sich die Meute drauf.
@Schneemann
Sicher, aber das ist ein psychologisches Problem. Ich persönlich halte die ganze Euro-Dollar-Diskussion eh für überbewertet.
Ist das nicht mehr oder weniger die Definition von “quantitativer Unterschied”?
Der Artikel geht am Thema vorbei: Das Geldsystem funktioniert nicht und ist seit Bestehen zyklisch. Da nutzt auch kein Herumdoktoren – es gehört abgeschafft.
blah
Wieso funktioniert es denn nicht ? Die Leute, die Viel Geld zu ihrer Lebensmaxime machen (und evtl. die richtigen Standes-Voraussetzungen) haben, haben viel Geld. Was funktioniert denn da nicht ??
Irland galt noch Ende der 80er Jahre als ein armes Land. In der Zwischenzeit gab es einen riesenhaften Aufschwung. Iren verfügen heute über immer noch deutlich mehr Kaufkraft als Deutsche oder Britten. Warum? Haben Iren irgendwas tolles erfunden? Nein. Sie haben eine unverantwortliche Politik der Bankenregulierung betrieben, die Irland zum Paradies für allemöglichen Leute wurde. Ich kenn Software-Entwickler, die über Jahre 6 Monate in Irland gearbeitet haben und 6 Monate Urlaub gemacht haben. Die Leute mochten Irland. Anforderungen geringer als in Deutschland und die Bezahlung fast so gut wie in London…
Bei diesem über 20-jährigen Aufschwung von einem vergänglichen Sommer zu reden, während man die kurzfristige Phase des venezoelanischen Wachstums von 4 Jahren als Beweis für die Überlegenheit des Sosialismus verbucht… Das sind die Dinge, die mich wirklich beunruhigen… sind andere Menschen wirklich so viel dümmer wie ich…
Das Bergersche Modell der EU Finanzierung sieht so aus, dass diejenigen, die über Jahrzehnte von ihren Immobilien, Finanzmarkt- und sonstigen Blasen sehr gut gelebt haben, nun aber nach dem Platzen möglichst viel Geld von den Gesellschaften nachgeworfen werden, die sich in ihrer Finanzpolitik von nachhaltigeren Prinzipien leiten lassen.
RUSSEN SAGEN DAZU: Dumm wie Brot. Und manchmal sind Russen eben auch schlau.
Ach, Lemmy. Wir wissen soch schon, dass Du keine Ahnung von der Materie hast. Belassen wir es dabei.
Lieber Herr Groß-Theoretiker,
es dürfte für dich doch ein leichtes sein, meine wirren Reden zu widerlegen.
Irland war doch ein Täter in der neoliberalen Phase. Sicher ein unbewußter, aber sie haben den Druck hin zu einer stärkeren Banken-Deregulierung deutlichst miterzeugt. Über 20 Jahre schien das nämlich sehr prima zu laufen.
Und nun wird im Namen eines wirklich tristen Vulgär-Keynesianismus Irland große Krokodils-Tränen nachgeweint und Deutschland ist schuld?
Und wir sind nun verpflichtet, eine reichere Gesellschaft als vier selber mit Gold zu überschütten?
Por el amor de Dios…
Schon wieder gar nichts kapiert! Wir retten nicht Griechen und Iren, sondern unsere deutschen Banken. Das Geld aus unserem Rentensystem, das Geld unserer Reichen (und weniger reichen), …
Wir haben allen das Geld ausgeliehen. Nur so konnten wir unsere Löhne drücken und ihnen das zu verkaufen, was sie sich sonst nie leisten könnten. Nur so konnten wir zum Exportweltmeister werden.
Don´t feed the Troll. Glaub mir: Es bringt nichts.
Mal umformuliert, damit es deutlich wird: Nicht die Iren haben ein Problem, sondern D und F. Die Iren könnten aus dem Euro raus oder einen Schnitt machen. Deutsche und französische Banken müssten das ihren Anlegern erklären und Mutti Merkel mit ihrer (ich glaube nie in Gesetzesform gegossenen) Generalbürgschaft säße zwischen allen Stühlen.
Noch anders: Irland könnte Insolvenz anmelden und den Reset-Knopf drücken. Und das können Mutti & Co nicht dulden. Koste es die Allgemeinheit, was es wolle.
Das geht aber nicht ohne massive Folgen. Auch die Iren haben ein Problem.
ist es auch
Also ich seh das, nachdem ich zunächst nicht damit zurecht kam das Deutschland anscheinend nicht komplett schuld war, mittlerweile so.
Bei Griechenland ist Deutschland “komplett” schuld, denn die Griechen haben ja durch Erhöhung der Löhne ihre Binnenwirtschaft gestärkt und sind lediglich durch den deutschen Export zugrunde gerichtet worden und am Ende durch die Merkel-Äußerung.
Im Falle Irland ist Deutschland nicht direkt schuld, sondern zunächst mal die Iren selbst. Denn: Die Iren haben durch mangelnde Bankenaufsicht und Steuerdumping (wodurch jetzt zuwenig Einnahmen zur Verfügung stehen) ihren Kollaps – durch den im Lande selbst produzierten Neoliberalismus – selbst verschuldet und dann kam am Ende wieder Merkel, dazu.
Die Frage ist ist, ob das alles so einfach ist?
Naja …
Ein Philosoph wird da bis zum Ende aller Zeiten weitere “Zusammenhänge”, wie auf dem Fließband, aufzählen können …
Sonst ist “das alles so einfach”
(Aber, ist dies wirklich einfach?)
?
Es ist doch ein schönes Geschäft: Man leiht den Problemländern Geld zu unglaublichen Zinssätzen und das Risiko, das normalerweise damit verbunden ist (nämlich sein Geld durch Insolvenz des Gläubigers zu verlieren), das wird wie gehabt sozialisiert.
Jetzt allerdings besonders trickreich, indem diese Abwälzung auf den Bürger als solidarische Hilfe für den Schuldnerstaat verkauft wird. Und der Bürger zahlt die Kreditgarantien, die das Geld-Verleihen so lukrativ macht……
In den 30′ sprangen die Anleger…heute springen die kleinen Leute ..that’s it unser Finanzsytem wird immer wieder Blasen produzieren die dann platzen.. oder man aendert das komplette System,soweit ich das beurteilen kann
Doppelt trickreich, denn die solidarische Hilfe kommt ja tatsächlich nur dem ‘Schuldnerstaat’ zu gute, nicht seinen Bürgern …
Was ist schon ein Banküberfall gegen die Gründung einer Bank…
Soviel vernichtetes Geld,
mit dem hätte so viel gutes getan werden können.
Mlg
Mich hat dieser Aufschwung in Irland immer gewundert. Er war jahrelang so etwas wie das Paradebeispiel derer, die da behaupten, daß Dienstleistung von Dienstleistung leben kann. Ja, und nun isses vorbei: Keine nennenswerte Industrie, folglich keine Wertschöpfung. Die Dienstleister bringen es ja fertig, sogar den Schreibtisch im Büro per Mietkauf abzustottern. Keine Substanz, nirgendwo.
Was machen die Iren jetzt? Sie wandern aus, so wie fast immer. Es wird damit zu rechnen sein, daß auch zahlreiche Deutsche bald wieder zuhause anlanden, nachdem sie ein paar Jahre an dem wohl doch nicht so nachhaltigen Aufschwung Irlands teilhaben durften.
Aber man sollte nicht in das optimistische Gedröhne der Bundesregierung einstimmen, die Deutschland im Vergleich mit dem Rest der Welt voll auf der Überholspur sieht. Erstens lebt auch Deutschland weitgehend auf Kredit, ist zweitens heftig überschuldet und hofft drittens einzig und alleine darauf, daß die Chinesen und Inder weiter fleißig deutsche Waren kaufen. Ich finde, dieses Gemisch ist mehr als kritisch.
Man kann von “Dienstleistungen” nicht leben?
Die Deutsche Bank kann es prächtig. Die FAZ schreibt:
Nicht nur Irland war und ist ein großes Kasino…….
@Spiegelfechter
Vielen Dank für den sehr informativen Artikel.
Wäre das nicht so, als ob die EZB de facto extra für diese „Wackelkandidaten“ Geld drucken würde? Das kann/ darf wohl nicht sein, denn das Dogma besagt, die Zentralbank ist die Hüterin einer stabilen Währung.
Ich kann es als Laie natürlich nicht abschließend beurteilen, klar scheint aber zu sein, dass auch die sehr heterogenen nationalen Steuer/ Abgabenregeln der EU Staaten ihren Teil an der Miesere schuld haben. Diese Crux u.a. im Zusammenhang mit den sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeiten der Länder (Stichwort: Handelsbilanzen) bedingen IMO zwangsläufig auf Dauer diese Probleme. Früher hätten die Iren die nationale Währung abwerten können um damit einen Teil dieser Probleme abzufangen. Heute geht das „dank“ des € nicht mehr – Mich beschleicht der verdacht, dass man mit der Währungsunion ohne weitere rechtliche Homogenisierungen den zweiten (oder dritten) Schritt zuerst getan hat, und nun fallen im worst case alle auf die Schnauze. :-(
Richtig – aber das Geld wäre ja nicht “ungedeckt”, da es selbstverständlich zurückgezahlt werden müsste. Wenn eine Bank Anleihen kauft, stammt übrigens auch fast der gesamte Betrag von der EZB, da die Bank diese Anleihen auch wieder als Sicherheit bei der EZB hinterlegen kann. Warum sollte also der Bankensektor bei diesem Geschäft auch noch Gewinn auf Kosten der Steuerzahler machen?
Das ist das EZB-Dogma. In wie weit eine solche Praxis überhaupt inflationär wäre, will ich auch gar nicht sagen. Wenn ein Staat seine Anleihen an private Investoren verkauft, die diese Anlagen auf Kredit kaufen (im Bankensystem ist dies die Regel) erhöht sich ebenfalls die Geldmenge.
Im Falle Griechenlands ist dies so. Im Falle Irlands ist es eher das unterschiedliche Steuer- und Regulierungssystem, das die Probleme geschaffen hat.
Das irische Pfund war immer(?) an das britische Pfund 1:1 gekoppelt. So einfach ist das auch nicht ;-)
Alle?

Bildunterschrift: Großdeutschland
Quelle: http://ftalphaville.ft.com/blog/2010/11/16/406701/introducing-greater-germany/#comments
Die Karte ist alt: Slowakei fehlt!
Die irren Iren haben sich irre geirrt, weil Sie wie Engländer und Amis meinten, man könne mangelde Konkurrenzfähigkeit “fiskalisch” lösen / umgehen / trickreich in nachhaltige Wettbewerbsvorteile verwandeln. Wir sehen heute fast nur noch Zahlenspielchen von Wirtschaftstheoretikern, Banken und Regierungen. Glücklicherweise beherzigen deutschen Unternehmen und ihre Mitarbeiter die alte (langweilige?) Regel:
Produziere Waren und Dienstleistungen mit Qualität und zu einem Preis, der ausreichende Kaufreize auslöst.
Mit anderen Worten: Die aufstrebende Lage in BRD liegt an den Deutschen, in China an den Chinesen und in Irland und Griechenland an den….?
Bei diesem Satz hallen mir unsere neusten Erfolge & Rekorde als Waffenhersteller in den Ohren. Meintest Du die z.B. ? Dann solltest Du die Politik nicht vergessen, die hier die meisten Kaufanreize setzt …
Ich denke hier muss man immer mit Argus-Augen differenzieren:
Wen genau bezeichnet der Terminus ‘privater Sektor’ – eine breite Front mittelständisch – Bürgerlicher und das Proletariat oder aber der entgegengesetzte / oppositionelle Privat-Teil, nämlich eine schmale Front riskant agierender, profit-getriebener Finanz-Spekulanten.
Letztere wetten oft gegen einen stabilen Markt oder stabilen Staats-Haushalt und kassieren in Folge des Versagens der Märkte und der mit dem Staats-Rettungspaket oft einhergehenden Verlusts der Souveränität des betroffenen Staates beim ‘neoliberalen Sommer’ erst richtig ab.
die Immobilienblase wurde nicht von bösen Spekulanten aufgepumpt. Und der “Bürgerliche” und der “Prolet” haben diese Regierung gewählt. Kein Grund, sie in Schutz zu nehmen. Kinder – lernt ENDLICH die Verantwortung aus Eurem Handeln anzuerkennen.
Toll ! Erobert Deutschland doch noch Europa . Nun gut … schlechte Witze bei Seite . Ich kann den Iren nur empfehlen ihren Hurleyschläger auszupacken und die Verantwortlichen in Stücke zu schlagen . Das Karussel dreht sich weiter .
Populärer Irrtum bzw. Running Gag der Politik für die Holzklasse. Nicht “Deutschland”. Nur ein eng begrenzter Kreis deutscher Vermögender. Das ist wie WW2 in den Jahren 1941/1942. Gefühlt war Deutschland erfolgreich. De facto haben Millionen Deutsche Staub gefressen. – Irgendwann häng ich Euch das mal gerahmt über das Bett: Wir sitzen eben nicht alle in einem Boot, wir sind eben nicht alle Deutschland. Noch nicht mal wenn es gilt, die Verluste/ Niederlagen/ Reparationen aufzuteilen. Wir haben mit den “kleinen” Iren und Griechen mehr Gemeinsamkeiten, als mit unseren “großen” Leistungsträgeredelgermanen.
Populärer Irrtum. “Dank” der Lebensversicherung, der privaten Rente, Riester etc. pp. ist auch der “normale” Deutsche sehr wohl wirtschaftlich im Boot.
Aber nur solange er für die Mißwirtschaft ‘seiner’ Finanzkonzerne geradesteht.
Klar, wenn er sein Vermögen aus Ansprüchen an private Renten, die Lebensversicherung, Sparplänen, Fonds etc. pp. abschreibt, sitzt er nicht mehr im Boot … und ist ein ganzes Stück ärmer.
Das ist er auch wenn die Staatsschulden weginflationiert werden.
Ooooch das mit dem Abschreiben….. Ist wie bei Selbstaendigen wo die netten Freunde immer sagen .: DU KANNST DAS DOCH VON DER STEUER ABSETZEN ! Bullshit..
Du hast entweder in einer andern Abteilung genug versteuerbaren Gewinn ..dann kannste was gegenrechnen. Wenn nicht gehst du pleite, ok dann biste auch raus … aus dem Boot ;-)
Irland war über lange Zeit ein Auswanderungsland. Die Iren der Ostküste sprechen bestes Englisch, sind meist gut gebildet und seit dem Ende der 1970er Jahre auch einiges in der Welt herumgekommen. Was passiert eigentlich, wenn sich die Tendenz zur Auswanderung wieder verstärkt und sich die Einwohnerzahl beispielsweise halbiert? Die Auswanderer nehmen ihren Anteil der Schulden ja nicht mit.
Dem pflichte ich bei .. ! @SF Klar sitzt der Durschnittsversicherte Deutsche mit im Boot .. das “Treuhaenderisch verwaltete Geld ” (LOL) ist ja nicht unter dem “Kopfkissen” der Versicherung sonder ” Investiert ” .
Allerdings gibt es Leute .. z.B. aus dem anderen Blog ( BMW ) ein eng begrenzter Kreis deutscher Vermögender die Leben auch oder grade jetzt wie die Made im Speck…. in deren Boot sitzt niemand ausser sie selbst, sicher !
Mir ist auch klar das Deutschland jetzt keine Besatzungstruppen schicken wird um ” sein Geld ” zu sichern . Das Geld der Großbanken ist nicht das des deutschen aus der ” Holzklasse ” lieber MNB . Der ist eher für die Schulden zuständig wenn es ernst wird .
Die Europäische Integration durch Entmündigung zu ersetzten halte ich für total falsch wollte ich damit lediglich sagen .
Berlin , Paris und Brüssel treiben da wieder mal ein übles Spielchen .
und die Aussage von Merkel
haben die Krise verstärkt, aber nicht ausgelöst. Der Ursprung lag in der irische Suche nach einem Staatskonzept (irische Butter, leicht gesalzen ist ein Teil davon) heraus aus der Armut ( Irland war ein Lohnproduzent für deutsche Bekleidungshersteller). Unpassende Konzepte der Steuerersparnis für Firmen in Irland sind einer der eigentlichen Ursachen der heutigen Krise.
Vor über 15 Jahren hatte die Iren über die unglaublichen Immobilienpreis gestöhnt, die heute den Banken in ihrer Gier das Genick bricht.
Es geht der EU nicht um Irland, sondern an um die Werthaltigkeit von über 400 Mrd. € Kredite, die im Wesentlich kaum gedeckt sind. Merkel ist nur das Sprachrohr von Ackermann + Co.
Yep..that’s it …
Es geht wie immer darum das Spielgeld der Investoren zu retten..Da haben genug Deutsche und Britische Banken faule Papiere im Safe, und die Spareinlagen der Reichen ist das Spielgeld der Banken…
Da machten Banken Schulden um zu spekulieren da sie hofften die Gewinne sind hoeher als die Zinsen auf’s geliehene…jetzt ist das Ding gekippt und das war’s. Da hilft nur noch die Systemrelevanz ( LOL) wuerg …
Schon das zoegern der Kanzlerette beim Griechenland Deal haette unter dem Motto stehen koennen :
Wie stellen wir verbindlich sicher das jedliche politische Aktion den groestmoeglichen Profit, fuer Kapital und Wirtschaft besonders derer die sich “Die Maerkte” nennen lassen , mit hoechster Sicherheit und geringstem Risiko einbringt..Bei gleichzeitiger beibringung bestmoeglichster Akzeptanz in der mit den Kosten belasteten Bevoelkerung.
****Das Ende des Finanzsystems ist quasi systemrelevant systemimmanent***
Die Frage ist …. WAS DANN ?
Factum infectum fieri non potest.
Ich möchte nochmal nachfragen. Was spräche gegen eine Staatsinsolvenz Irlands oder anderer überschuldeter Staaten? Aus Sicht der Banken und privater Gläubiger klar, aber von Seiten der Völker?
Dann warten wir auf die nächste Star-Trek-Prequel-Serie, die uns aufklärt, wie das da so gut funktioniert mit der geldlosen Wirtschaft ;)
Das kann ich dir sagen:
http://stephanschwarz.wordpress.com/2010/11/18/irland-steht-mit-dem-rucken-zur-wand-addendum-zum-schlussgedanken/
oder wir sind die Hauptdarsteller im “Bellum omnium contra omnes”, was ich wahrscheinlicher finde ;-)
Mors certa, hora incerta ;-)
Ride safe ..
Beherrscht ihr die Deutsche Sprache nicht?
Die Theorie vom Kriege aller gegen alle..
Hobbes war StaatsTheoretiker, dies ist nur leider der völlig falsche Ansatzpunkt. Nicht der Staat ist ursprünglich dafür verwantwortlich, allen Menschen den Krieg gegeneinander – gegen ihre Mitmenschen aufzubürden, sondern die FED – Behemoth nicht Leviathan!
Jens hat es doch in seinem Artikel Behemoth schon so schön beschrieben.
Der Staat hat hat immer die Wahl, sich Behemoth zu beugen oder sich gegen ihn aufzubäumen – und es auf einen Krieg mit den ‘teuflischen Garnisonen’ – der ‘Allianz gegen den Terror’ oder ‘Achse des Guten’ – ankommen zu lassen.
Beziehungsweise könnte er die Wahl haben, wäre er dem Souverän – dem Volke – Rechenschaft schuldig.
Der amerikanische Kapitalismus – die infernale Wucher-Kultur – zwingt die Menschen sich gegenseitig fertig zu machen.
Wenn ich mir das so richtig überlege, ist genau das wieder das Fatale: Der Staat ist eben nicht dem ganzen Volk Rechenschaft schuldig – er zahlt nur den finanziell Volatilen Tribut – welches eben fast ausschließlich GroßIndustrielle, deren Berater und Geldgeber sind.
Money rules the world..:(
Genau das ist das Problem.
@SF
Wieso “blah”? Guck Dich doch mal um: Fast überall sieht man ein “wir könnten, wenn wir Geld dazu hätten”. Logische Folge: Das Geldsystem behindert die Entfaltung der Menschheit.
Ein einfaches Beispiel:
Die Strassen sind kaputt. Sie könnten repariert werden, es gibt sogar mehr als genug Leute, die das können und wollen, aber obwohl sogar Leben dadurch gefährdet werden, wird es nicht gemacht, weil das Geld dazu fehlt …
Da frage ich mich: Geht es noch dämlicher? Dieses – ich habe es schon mehrmals gesagt – völlig affige Geldsystem funktioniert nachweislich zyklisch, behindert mögliche Entwicklung und versklavt einen Großteil der Menschheit zugunsten eines kleinen Teils. Staaten können aus “Geldmangel” (lach) ihrem Verteilungsauftrag nicht mehr gerecht werden, unzählige Existenzen werden vernichtet und und und.
Dieses Geldsystem funktioniert instabil, schlecht und behindert.
Und da hilft es auch nicht, daran herumzudoktorn. da es per Design fehlerhaft ist,.
OK, dann schaffen wir das Geld ab und werden alle glücklich. Aber eine Frage bleibt dann noch: Wie willst Du ohne Geld Güter zuteilen?
Ganz einfach nach Bedarf geben. Wo ist das Problem?
@schwitzig: Einfach nach Bedarf zu gehen widerspricht leider der menschlichen Natur. Es ist schon sinnvoll, die Verteilung der Waren via Geld zu regeln. Das Geld – oder besser: die Geldeinheit – wirkt dabei als Maß der Wertschätzung verschiedener Waren und Dienstleistungen. Irgendein Maß dieser Art braucht man, warum dafür nicht Geld verwenden? Planwirtschaft ist jedenfalls problematisch.
Andererseits hast du aber mit deiner Analyse hier vollkommen Recht:
Du könntest dich für Modern Monetary Theory interessieren, die eine Lösung für Probleme dieser Art vorschlägt. Einen leicht lesbareren Einstieg gibt es von Warren Mosler, 7 Deadly Innocent Frauds. Ausführlicher wird’s bei billy blog in der Kategorie “Debriefing 101″. Ich habe auf Deutsch dazu auch einmal ein paar Gedanken verfasst, siehe den Link unter meinem Namen, und hier.
Ich bitte dich, diese Texte durchaus kritisch und mit Sorgfalt zu lesen. Viele Erstleser von MMT erhalten den Eindruck, MMT propagiere einfach grenzenlose Staatsausgaben – dieser Eindruck ist vollkommen falsch! Aber sie bietet eine klarere Einsicht darin, welche Funktion Staatsausgaben, Steuern, und Staatsschulden in einem Fiat-Geldsystem eigentlich haben.
Zumindest der Tradition. Wobei ja einiges dafür spricht, dass diese Tradition erlernt ist.
Grundsätzlich habe ich auch nichts gegen Geld an sich. Geld ist nur ein Werkzeug. Das Problem ist eher, wie es angewendet wird, sprich in welchem Rahmensystem es benutzt wird.
Unser Finanzsystem unterscheidet sich eigentlich nicht von Monopoly. Der einzige Unterschied ist, dass wir Millionen von Schwurbelregeln drumherumgebaut haben, so dass es sogar “Wirtschaftsforscher” gibt, weil inzwischen jegliche Transparenz und Logik fehlt.
Der Zyklus unseres Geldsystems läßt sich dennoch ganz einfach mit einem profanen Monopolyspiel abbilden.
Bestimmt :-). Ich finde es langsam langweilig, mit Scheuklappen durch die Welt zu eiern und das Finanzsystem in seiner Profanität zu mystifizieren :-). Danke für die Links; ich bin wirklich neugierig auf die Thesen.
Doch, es gibt einen entscheidenden Unterschied, im klassischen Monopoly spielt die Bank nicht mit ! Wenn sie’s täte, müsste sie wohl i.d.R. alleine spielen. Im wirklichen Leben allerdings nehmen wir das hin. Und hier liegt imho der Hase im Pfeffer …
Die Bank spielt im klassischen Monopoly sehr wohl mit. Deswegen gibt es z.B. die Hypothekenwerte und die Karten. Der einzige Unterschied zu unserem “Finanzsystem” ist, dass es mehr Regeln gibt, die das ganze verkomplizieren, den Überblick verschleiern aber an der Grundstruktur rein gar nichts ändern.
*lol*
Und wer bestimmt den Bedarf? Habe ich einen Bedarf an knappen Nordseefisch? Einen Bedarf an knappen Grundstücken am Starnberger See? Habe ich Bedarf an einem Porsche? Habe ich Bedarf an einer Südseereise? Bedarf an einem Privatjet? Habe ich? Dann her mit Deinem geldlosen System ;-)
Das kannst Du doch wohl nicht ernst meinen. Oder doch?
Überhaupt kein Problem mit der heutigen IT. Man darf halt nur nicht so engstirnig im Mittelalter verweilen.
Übrigens habe ich nichts von Geldlos gesagt, sondern das “Finanzsystem” als Mumpitz erkannt. Das ist ein großer Unterschied.
So so, die IT ;-)
Ich sehe schon: Du willst mir nicht wirklich antworten. Belassen wir es dabei, zumal ich ja gerade eben an meinem “Geldsystem-Artikel” sitze, unter dem wir das gerne noch mal ausführlicher diskutieren können.
@ schwitzig
Bei http://blogspt.com kannst du dir kostenfrei ein Blog aufmachen – sowas wie http://schwitzig.blogspot.com – und somit kostenfrei über die geldlose Welt eluzidieren. Ich schaue gerne mal vorbei und lese das dann. Vielleicht hinterlasse ich dann auch einen Kommentar. Gruß, OA.
Irgendwie wissen wir doch alle, dass man ohne genaue Zahlen trefflich schwadronieren kann.
Und wenn man dann noch nicht weiss, was sie bedeuten, ist man tief in der Tinte.
Ein erster Versuch:
Jens’ schockierendste Zahl ist doch:
…
…
Quelle: CIA factbook
Definition:
Die gibt das factbook zu
$2.287 trillion (30 September 2009)
$2.356 trillion (31 December 2008)
an. Ist also 2008-2009 GESUNKEN! Wieso?
Eurostat gibt eine ‘Government debt’ von 79 859(2008) 104 667(2009) (million euro) für Irland an.
Nach CIA-Definition müsste es sich demnach bei der Differenz um ‘private debt’ handeln.
Weiters gibt es ‘external debt’:
…which reflects the foreign currency liabilities of BOTH THE PRIVATE AND PUBLIC sector…
(wo sich die Frage stellt, ob der EURO–was ist da ‘foreign currency’?– sich nicht etwa per Konstruktion trefflich zur Verschleierung der Begriffe und Zuordnungen eignet!)
Wikipedia(en) gibt folgendes an:
Ireland 2,287,000,000,000$ — 30 September 2009 — 515,671 per capita
Das ist interessanterweise genau die CIA-Zahl.
Jetzt der Schocker:
Wer ist der Weltmeister per capita external debt?
Na? The winner is……….
Luxembourg 1,994,000,000,000$ — 30 June 2009 — 4,028,283 per capita !!!!!
—
Mit dem disclaimer: “Note that this list is gross debt, not net debt.”
Was immer das wieder zu bedeuten hat.
Was haben die Luxemburger da nur angestellt?
Island steht übrigens mit 10,670$ per capita in der Kreide.
Bevor ich mich jetzt weiter in die Zahlen vergrabe, bitte ich um etwas Mithilfe.
ich antworte mir erstmal selbst:
a) die zwei ‘external debt’ Definitionen (CIA/wikipedia) sind subtil unterschiedlich.
b) zum Beispiel Luxemburg:
14% Staatsverschuldung 11.071,9(Euro) per capita
http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung#Internationaler_Vergleich
Saudi Arabien ist übrigens auch verschuldet: Mit 2839$ per capita.
Wie haben sie das nur geschafft?
Norwegen auch: mit 113174$ per capita
http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_external_debt
Selbe Frage!
Deutschland ist übrigens mit 63493$ per capita verschuldet.
Rätsel über Rätsel.
Zwischenfazit: Das Zahlenwerk, was internationale Verbindlichkeiten betrifft, ist nicht nur HÖCHST OBSKUR, es stellt sich auch noch die Frage
a) nach dem Zustand der VWL
b) dem Geisteszustand der VWLer
c) who profits from the confusion?
Aber das ist wohl pure VT.
Es handelt sich um “Bruttoschulden”, nicht um “Nettoschulden”. Das heißt, man muss davon noch die Forderungen an das Ausland abziehen. Als Maß für die Angreifbarkeit einer Volkswirtschaft in Krisenzeiten ist das jedoch ein gutes Maß. Luxemburg ist da – ebenso wie die Caymans, die Kanalinseln oder Liechtenstein – ein Sonderfall, da diese Länder natürlich nicht für die jeweils gigantischen Banksysteme bürgen. Bei Irland sieht dies anders, das Land ist m.W. der mit Abstand größte Pro-Kopf-Schuldner unter den “echten” Ländern.
Das ist eine interessante Frage,
aber ich wage, folgendes einzuwenden:
a) Was ist die Differenz Brutto-Netto in einem einheitlichen Währungsraum?
b) was ist ein souveräner staat und sein Verhältnis zu entitäten wie schweiz-UBS…, die ein Mehrfaches des BSP des ‘Host-Staates’ in den Büchern haben?
Vergleich.
Man segelt unter der Flagge von Liberia etc,, erwartet dann, dass das Militär der Gross-Staaten sie raushaut.
Ich halte das für ein GROTESK ungeklärtes Problem sowohl im Realen wie bei fiktionalen Luftbuchungen, die den Anspruch auf ‘Realität’ erheben.
Hoffe, dass Du das genauso auf dem Radar hast wie ich!
Zwar sehr interessant, aber ich denke, ich kann auf verwirrende Zahlen verzichten.
Ich habe Zahlen hassen gelernt.. :P
Mit Wörtern kann man viele Dinge duch sehr schön auf den Punkt bringen:
Denn das Monopol auf monetäre Geldschöpfung – sowie der Seigniorage hierauf – hat sich ausschließlich die FED ‘gesichert’ – durch diplomatischen Druck auf sämtliche weiteren 192 Staaten dieses Planeten – mit einer partiell-konträren Ausnahme Israels. Den Druck, der ausgehend von der FED mit Hilfe der infiltrierten und daher kompromittierten US-Administration ausgeübt wird, hat im Laufe des letzten Jahrhunderts biblische Ausmaße angenommen. Die FED bedient sich hierbei der US-Administration samt loyaler Verbund-Staaten bzw. deren (nicht sauber gewählten / gepushten) Administrationen, um mit Hilfe von Androhung der einseitigen Aufkündigung gewichtiger Handelsbeziehungen mit den USA und der EU bis hin zu umfassenden Handels-Embargos – bei Nicht-Öffnung der Märkte, eine Öffnung dieser für den US-Dollar zu erzwingen. Es ist nur eine Frage der Zeit – vielleicht weniger Monate – bis der Druck zu hoch wird und es knallt. Dann werden alle Seifenblasen simultan zerplatzen.
Nicht zuletzt also auch mit Hilfe der Androhung einer militärischen Intervention durch das US-Militär mitsamt den sich daraus ergebenden, zu erwartenden geo-politischen Konsequenzen, wird seitens der westlichen Militär-Supermacht USA – immer mit Rückendeckung der Hofberichterstattung westlicher Leit-Medien, jongliert. Denn wird vom US-Verteidigungs-/ (Kriegs)Minister ein nicht kooperierendes Land erstmal zum Schurkenstaat umdeklariert, betreiben der CFR und der präsidiale Marionette die mediale ‘Lobbyarbeit’, um der USA für den Ernstfall die Unterstützung durch die NATO zu sichern, jenem ‘ungläubigen’ Staat schon zur Kooperation zu zwingen. Da wird sich jeder aufbegehrende Staat dreimal überlegen, ob er es riskieren kann eine Konfrontation mit dem westlichen Militär-Bündnis aufzunehmen und eine Eskalation der marktwirtschaftlichen Lage. Überflüssig, ja richtiggehend belanglos eine Verbindung des Hasses auf den Westen zur Federal Reserve – der ‘Kreatur von Jekyll Island‘ – herbeizuschreiben, da – gerade durch Aktionen wie diese inflationäre 600 Milliarden US$ Wirtschafts-Allimentierung – im ersten Jahrzehnt des neuen (amerikanischen) Jahrhunderts der Hass geschürt wurde wie nie zuvor.
Gegenüber ‘ungläubigen Staaten’ – wie etwa der Iran, die ALBA Staaten oder zunehmend die Türkei, die – wie wohl ziemlich jede andere Regierung auf diesem Planeten, dieses im FIAT-Money Geldsystem versteckte, den sozialen Frieden fressende Monster erkannt haben, bleibt die sich in privater Hand befindliche FED mit Hilfe von IWF und Weltbank unglaublich intolerant und stets auf den eigenen Vorteil bedacht. Gleich einem trojanischen Pferd, dass man mit der Öffnung der Märkte für den US-Dollar einreiten lässt, wird dieses Monster nicht eher ruhen, als bis es das mehr oder minder ausgewogene Selbstverständnis der Bevölkerung hinsichtlich ihres historisch gewachsenem, weltlichem Besitztums und wirtschaftlichen (Un-)Abhängigkeit bis in die letzte ländliche Gemeinde hinein pervertiert, unwirklich hat werden lassen und die Bevölkerung des Landes in zwei Lager gespalten hat. Das eine, kleinere Lager – das der auf ihre Liberalität pochenden Profiteure – die das trojanische Pferd einlassen wollten und dieses nun striegeln und füttern – und das weitaus größere Lager der ausgebeuteten Verlierer dieses – im Endstadion als Kultur-Kapitalismus zu bezeichnenden Handels-Systems, die das ihnen untergejubelte trojanische Pferd nur noch – im gemäßigteren Fall – wieder abschieben oder im ‘weniger gemäßigteren’ Fall – schlachten wollen.
Von dem Verhalten der Stroh-Zentralbanken der Länder – insbesondere der EZB und der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel als Kreditgeber in letzter Instanz – hängt die Zukunft der europäischen Währungsunion ab. Üben sie augrund der gesetzlich-monetären Vorgaben aus Brüssel ihre Diener-Rolle weiterhin so aus, wie bisher – und behalten weiterhin den, bisher ihre eigene Existenz legitimierenden, auferlegten Daseins-Zweck zur Durchsetzung des Schindluders – das mit dem US$ betrieben wird – bei, wird die EU auseinanderbrechen bzw. vor die Hunde gehen.
Es muss daher eine Umwandlung dieser zentralen, systemischen Finanz-Institute in der Wahrnehmung ihrer Aufgaben erfolgen. Die Aufgaben einer Monetative – ähnlich der FED – müssen vollständig in die Hände der EZB gelegt werden. Ein weiterer Zahlungs-Ausgleich sollte durch eigene Geldschöpfung nicht länger erforderlich sein – nachdem die EZB im Sinne einer Monetative zu eigenen Schöpfungs-Rechten durch die EU legitimiert wurde. Eine Übertragung durch die FED ist nicht erforderlich!
..Zahlen sind eher was für Statistiker und Ökonomen, die das System verteidigen wollen. Brechen wird man es aber mit Zahlen nicht können..^_^
werter egalitarist,
bei aller -ähem- Verehrung, aber wenn Du sagst.
kann ich garnicht weiterlesen.
Und habe es auch nicht.
Verwirrende Zahlen sind dazu da, GEKLÄRT zu werden.
Ist eine Frage der Denkökonomie, die die ‘Gegenseite’ fröhlich –per Verwirrung–für sich reklamiert.
Bis auf weiteres können wir uns anscheinend nicht verständigen.
Was mir sehr leid tut!
#2
ich habe versucht, Deinen ganzen Beitrag zu lesen.
Kann sein, das ich ihm sogar zustimmen würde, aber Dein ‘Wording’ zeugt etwas von einer Denke, die mich, als Privat-Buddhist unter buddhistischen Ideologen befremdet.
Kennst Du Brodbeck?
Es tut mir weh, WIE Du sagst, was Du sagst!
Such den Hebel!
Dich auszudücken, dass man Dich versteht.
BTW. Ich kenne das!
Bin verschrien wg Unverständlichkeit.
Nur meine besten Freunde ‘verstehen’ mich.
Arbeiten an Allgemeinverstädlichkeit.
Tut weh.
Mit Zahlen argumentieren hilft ein bisschen.
Wenigstens versteht man sich da. Und kann sich auch von was überzeugen, wenn man Zahlenverständnis hat.
Keine diffuse ‘Aura’ bitte!
Vielleicht mal in xxxtausend Jahren, wenn wir das Numerische geklärt haben… .
Reicht das?
Hab ihn letzte Woche erst getroffen, nun sag bitte nicht, Du bist Brodbeck?^_^
Was meine Schreibe angeht, ich arbeite daran – oder sollte daran arbeiten – nicht zuviel in meine Sätze in eine zu kompakte Schreibweise zu packen. Braucht wohl noch etwas mehr Praxis oder so.. evtl. leidet die Verständlichkeit bei mir auch noch unter meinem doch recht spät gefundenen Willen mich überhaupt mit den ganzen Politik-Kram etc. zu befassen. Selbiges Problem habe ich aber auch, beim mündlichen Verständlich-Machen.
Das wird sich die nächsten Jahre wohl schon noch verbessern – hoffe ich zumindeßt – Problem erkannt, Problem gebannt^^
Selbstantwort #2
jetzt zu ‘private debt’.
Darum geht es nämlich.
Gabler (die deutsche Autorität!) definiert die so:
Verstanden?
Natürlich nicht.
Die ‘institutionellen Investoren’ sind sicherlich zT Rentenversicherer, Lebensversicherer etc.
Aber: Nennen wir mal Pferd und Reiter:
Dass die Allianz und die DB und etliche andere sich in GR und IR… schwer engagiert haben, pfeifen doch die Spatzen von den Dächern.
Es sind die armen Privatversicherten, der Rürup-Klasse, die als Betroffene vorgeschoben werden.
Der grössere Teil, und ich stelle das mal frech in den Raum, sind Gross-Spekulanten, die auf dem Ticket der ‘kleinen Versicherten’ reisen.
Dazu gibt es natürlich keine Zahlen.
Staatsgeheimnis!
Um das herauszubekommen, müsste man nur ein Garantie-Limit (Einlagensicherung) von sagen wir mal 100kEuro einführen.
Wer schreit dann auf?
Und dann würde schnell klar werden wer eigentlich ‘WIR’ ist.
Aber da werden wir wohl bis St Nimmerlein warten, um das herauszufinden.
kleiner ‘Lebensfreudevergleich’ von Jahnke:
—
…
http://www.jjahnke.net/rundbr27.html#freude
Nicht, dass ich Jahnke nicht irgendwie schätzen würde, AAAABER….
gegen WEN ist Irland eigentlich verschuldet?
Klar scheint, dass die PRIVATE debt bis zu ca 10x die PUBLIC debt übersteigt.
Die Frage ist doch, woher das kommt?
Meine Vermutung ist, dass das ZUNÄCHST auf Spekulanten, Steuersparer und Equity-Parker im Tax-Heaven zurückzuführen ist.
DELL, MICROSOFT und lokale Gewinnler sind da in einem Boot.
Die externen Gewinner pumpen den Immobilien-Markt etc auf.
PUMP AND DUMP.
Ser Vorteil der Externen ist, dass sie sich schnell zurückzieheh können .
Methode:
Pump up the local Bubble.
Leave the country, before the bubble bursts.
Take as much profit as you can!
Take in the profits by FIXING the responsibilities.
Namely: WHO PAYS!?
Das ist nämlich
a) der Hoffnungs-Bürger, der in der bubble (Haus) gefangen ist
b) der Staat via banks (, die das besichert haben).
Nennt man?
Pump and Dump
Link:
Recht interessant!
(Sollte wohl heissen: ‘Volkswirtschenschaftler’. Aber was solls!
War halt von einem Ein-Euro-Jobber ins Netz gestellt.)
http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podcast-tagesgespraech.shtml
Das ist doch unsachliche Rechthaberei. Niemand hat die irische Wirtschaft in die diversen Blasen hineingezwungen. Man konnte dort nur der Versuchung der niedrigen Zinsen, die gerade der Euro mit sich gebracht hat, nicht widerstehen; ähnlich wie in Spanien.
Leider bietet diese Art Kritik so gar keine Alternative. Wenn es nach diesem Standpunkt geht, dann wird bis zum Sankt-Nimmerleinstag “gerettet”. Merkel hat mindestens die Ankündigung gemacht, dass in zwei Jahren mit dieser für die Banken angenehmen Tour Schluss sein wird.
Dass man damit die Märkte aufschreckt, ist klar, aber nicht zu vermeiden.
Und es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Kreditvergabepraxis und der laschen Bankenaufsicht? Karl Heinrich, Du bist doch sonst nicht so geistig träge ;-)
Das ist ja auch löblich. Nur soll die Merkelin dann aber auch erklären, woher die anderen angeschlagenen Staaten ihre Finanzierung bekommen sollen. Am Markt wird dies nicht möglich sein. Klar! Dann gehen Griechenland, Irland und Portugal halt in die Umschuldung. Folge wäre, dass Spanien gleich mit abstürzt. Und dann? Glaubst Du etwa ernsthaft, dass europäische Bankensystem würde diesen Einschlag verkraften? Nein, das kannst Du nicht ernsthaft glauben.
Was denn einen Zusammenhang Jens. Die nach Irland investierenden Banken haben genauso wenig nachgefragt wie die in US Hypothekenkredite. Deren Anreizstruktur war klar in Richtung schneller Mark. Es gibt inzwischen gute Insider-Berichte darüber wie das bei den Bear Stearns und anderen lief.
Warum sollte denn das europäische Bankensystem eine Umschuldung nicht verkraften können? Merkel macht jedenfalls klare Ansagen, dass sich da nicht neue Blasen bilden können von wegen “ist doch alles in Ordnung”.
Heute morgen hab ich im besten Hotel der Preisklasse 45 bis 80 Euro die Nacht (inklusive Frühstück) 20 km rund um Bonn (City Hotel Meckenheim) zum Handelsblatt gegriffen.
Auf Seite 1 stand was von wegen Marshall Plan und wir sollten die Iren, Griechen, Portugiesen und Spananier nicht so auf die Hörner nehmen.
Auf Seite 5 war eine bezahlte Anzeige von Euro-Gegnern, die fies rumfeixten
- haben wir schon immer gewußt
- ist uns doch egal, dass die die Niedrigzinsrendite verjubelt haben anstatt sich für Effizienzsteigerungen in ihrer Wirtschaft einzusetzen
Beide Argumentationslinien sind schlüssig. Ich tendiere persönlich eher zur zweiten.
Ein gewisser haircut wird da ohnehin nötig sein. Die Wirtschaften Griechenlands, Irlands, Spaniens und Portugals werden auch nach ein paar Stimmulierungsrunden nicht ausreichende wachsen, um mit dem Dreck der staatlich übernommenen Banken fertigzuwerden.
Da es sich um Gesellschaften handelt, die in der letzten Generation ENORME Wohlfahrtsgewinne geniessen konnten, fällt die nun fällige Einschränkung möglicherweise ein wenig leichter.
In der Tat, wie will man sowas beaufsichtigen? Denn:
“Die BaFin greift im Rahmen ihrer Solvenzaufsicht nicht in die Geschäftspolitik der Banken ein. Verantwortlich sind allein die Geschäftsleiter.”
Die 600 Mrd QE2 der FED wandern doch auch nur wieder in die Spekulation oder?
“Die Aufsicht richtet grundsätzlich ihr Hauptaugenmerk darauf, dass Institute genügend Eigenkapital und Liquidität vorhalten und angemessene Risikokontrollmechanismen installiert haben.
Die Gesetze, auf denen die Bankenaufsicht basiert, stehen im Einklang mit den Prinzipien der freien Marktwirtschaft. Die BaFin greift im Rahmen ihrer Solvenzaufsicht nicht in die Geschäftspolitik der Banken ein. Verantwortlich sind allein die Geschäftsleiter. Die Institute müssen aber qualitative und quantitative Rahmenbedingungen erfüllen und sind verpflichtet, ihre Bücher der Aufsicht offen zu legen.”
………………………………………..
Die Bankenaufsicht überwacht die Institute nach ihrer Gründung laufend. ,,,,,,”
Was war oder ist zu lasch? Die Vorschriften oder die Überprüfung ob sie eingehalten werden? Wie hat sich die Aufsicht herausgeredet? Das habe ich gar nicht mitbekommen.
Private Gläubiger (Banken) beteiligen zu wollen ist ohnehin eine Farce, weil wir als Steuerzahler über unser Bankenrettungspaket, insbesondere über die schon verstaatlichte HRE, wiederum in Haftung genommen werden würden.
Solange Merkel daran festhält (also das ganze Finanzsystem unangetastet lässt) ist alles weiter nur typische Merkel-Verschleppungs-Rhetorik, um über die Runden zu kommen.
Wenn man die Gläubiger beteiligen will, dann muss man im Gegenzug eine Euro-Anleihe o. ä. auflegen, damit sich die Staaten unabhängig von der logisch folgenden Reaktion der Märkte weiter finanzieren können…. Merkel verweigert sich dem aber in guter alter deutscher Stabilitätstradition.
Nun ja, okay, wenn sie will, aber dann läuft die Eskalationsspirale halt weiter.
Ich finds ja faszinierend, dass die EU die paar Monate, die man durch das Euro-Paket wg. Griechenland gewonnen hat, vollkommen mit Nichtstun vertrödelt hat…
Irlands Schulden sind schon dramatisch. Ich habe das jetzt mal klar mathematisch analysiert. Kartoffeln kosten bei mir derzeit um die Ecke $ 2 pro Kilo, Wenn man nun Irland, das sind 70.000 km², also komplett umpflügt und dort Kartoffeln anpflanzt kommt man bei einem Ertrag von durchschnittlich 400 Dezitonnen pro Hektar auf einen Gesamtertrag von 280.000.000.000 Kilo. Wenn man da also das Kilo für $ 0,50 im Großhandel unterbringen kann, dann sind das 140 Mrd. im Jahr. Das reicht gerade mal für die Zinsen, wenn überhaupt. Das sieht nicht gut aus. Wobei mir einfällt, dass mich Wikipedia mal informiert hat, dass Dublin soviel wie “Schwarzer Sumpf” bedeutet – womit wir auch gleich mehr über die Entstehungsgeschichte des berühmten “Guinness” erfahren haben.
Genau das sehe ich ebenfalls als den entscheidenden Punkt an.
Weder mit neoliberalen SuperSparen noch mit plüschigen Keynes-Stimmulierungen können die ihren Schuldendienst leisten.
Dass der private Sektor einen Teil der Lasten übernimmt verstehe ich so, dass es einen haircut für die Forderungen des internationalen Finanzkapitals gegenüber inzwischen verstaatlichten Banken in Griechenland gibt. Und in diese Richtung arbeitet meine Kanzlerin. Ähnlich wie in den Schuldenkrisen Lateinamerikas der 80er und der asiatischen/argentinischen/mexikanischen in den 90ern.
Ich mag Europa. Schöne alte Städte, tolle Flüsse, schöne Gebirge, viel abwechselungsreiche Küste… aber so spezial ist unser Kontinent dann wieder auch nicht.
Schulden in diesem Ausmaß kann man nur noch weginflationieren. Inflation ist ein legitimes wirtschaftspolitisches Instrument – auch wenn Milton Friedman sich noch so sehr im Grab umdreht. Abzahlen ist bei solchen Summen nicht mehr drin. Ein paar mal sechs und ein paar mal acht Prozent Inflation, und nach zehn Jahren schaut die Sache anders aus.
Aber nur wenn das Land die Hoheit über “seine” Währung hat..seit Euro ( Gemeinschaftswährung )ist das Modell passe’ ;-)
Die Iren sind nicht die letzten.Wenn die Schuldnerstaaten durch Verkäufe und Privatisierungen ausgeplündert und durch die erzwungenen Sparmaßnahmen vollkommen am Ende sind,ihre Schulden bei der EU, beim IWF und der EZB aber längst nicht getilgt haben,werden die jetzt noch als Geberländer innerhalb der EU auftretenden Staaten vor dem Problem stehen,
die 1,X Billionen Schulden, die jetzt von der EU an den Märkten aufgenommen werden, alleine zu tilgen.
Die Berechnung hat noch einige “Unsicherheiten” – den Kartoffelkäfer. Es gibt den “Wirklichen” und den “Merkel-Käfer”. Der Preis von 2 $ pro Kilo Kartoffeln ist auch zu hoch – bei uns kostet ein Kilo zwischen 0,4 – 0,6 €/kg – also neu rechnen…… Wie auch immer, die Zinsen können so nicht erwirtschaftet werden, vielleicht sollte man es mit Hektoliter Bier probieren oder alle Bankfilialen zu Kasinos umgestalten. Die DB macht es in Las Vegas gerade vor.
Trotz Krise in Griechenland…
Deutsche Rüstungsindustrie macht kräftig Kasse
Griechenland steckt tief in der Kreide, dennoch gibt das Land für Verteidigung überdurchschnittlich viel Geld aus. Vor allem die deutsche Rüstungsindustrie verdient daran – und zwar gleich zweimal. Denn bislang lieferten sich Griechenland und die benachbarte Türkei einen
http://www.tagesschau.de/ausland/griechenland958.html
Ein Hoch auf die Rettung der ” Griechen ” ….. ;-) dann finanziert der Teutsche Michel mit seinem Kaputtsparen und der Grieche mit seinem Sparpaket ..über Umwege die Deutsche Rüstungsindustrie,die ihren Sparbeitrag liefert in dem sie ihre Mitarbeiter immer beschissener bezahlt mit hinblick auf die Krise und natürlich auch Unternehmenssteuermäßig dringend Entlastung ….? LOL
Also ich bin ja ökonomisch ein unbeschriebenes Blatt. Aber hängen denn die Bankenprobleme direkt mit dem Dumping bei den Unternehmenssteuern zusammen? Ich meine das Hauptproblem war das unverantwortliche Handeln der Banken und die mangelnde Bankenaufsicht.
Das Dumping bei den Unternehmenssteuern war doch Wettbewerb. Wettbewerb bei den Unternehmenssteuern könnte man doch nur durch einen Europa-oder weltweit einheitlichen Satz verhindern.
Der Wettbewerb mag zwar unlauter gewesen sein, aber hat dieser Wettbewerb direkt was mit der Immobilienblase zu tun, an der die Banken bankrott gingen?
Wie hätte das Ergebnis bei Unternehmenssteuer-Dumping und gleichzeitigem Fernhalten der Banken von toxischen Papieren (oder so) ausgesehen?
Eine solche Betrachtungsweise könnte ohne den Begriff des Neoliberalismus auskommen und nur die Frage nach sinnvollem Wirtschaften stellen, wozu in der Tat eine wirksame(re) Bankenaufsicht gehören würde.
Nein, aber die Unternehmenssteuern fehlen zur Bewältigung der Folgekosten der Bankenkrise.
Theoretisch.
Unlauter war da auch nichts. Unterscheide auch zwischen zwei Immobilienblasen:
1. US-Immobilienblase, die die globale Krise verursacht hat.
2. Irische -Immobilienblase, hausgemacht, die Irland und den Banken dort noch einen zusätzlichen heftigen Schlag in die Fresse gibt.
Dann würde die Sache wohl etwas besser aussehen, die Iren wären aber trotzdem fest im Dalles weil nach dem christlichen Glauben auch die irische Wirtschaft im Allgemeinen bereits arge Verfallserscheinungen hatte und die lokale Mega-Immobilienblase bereits unabwendbar war.
Der Keltische Tiger war bereits zahnlos und rachitisch als er von der GFC vollends zum Bettvorleger degradiert wurde.
Herrje, was ist das denn für ein schlechter Artikel? Der Auslandsverschuldung steht auch ein Auslandsguthaben gegenüber.
Per 30.6.2010 hatte Irland nur eine Nettoauslandsverschuldung von 142 Mrd EUR.
Forderungen gegenüber dem Ausland von 2,5 Bio EUR standen Verbindlichkeiten von 2,64 Bio gegenüber.
Netto ist Irland per Ende Juni 2010 im Ausland bedeutend weniger verschuldet als Ende September 2009. Wenn die Schulden in dem Tempo weiter abgebaut werden könnten, wäre Irland in nichtmal 10 Jahren schuldenfrei.
http://www.cso.ie/releasespublications/documents/economy/current/externaldebt.pdf
Es ist soweit.
Sie wollen Geld.
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/irland234.html
Irland mutet Bürgern drastische Kürzungen für EU-Hilfe zu
Die Regierung wolle den Rotstift unter anderem bei Zuwendungen an Kinder, Mindestlöhnen und beim Arbeitslosengeld ansetzen, berichteten irische Medien am Wochenende. Bis 2014 sollten 15 Milliarden Euro eingespart werden. Details dazu sollen am Dienstag vorgestellt werden.
Nehmts den armen,gebts den reichen.
Ich kann garnicht soviel fressen wie ich kotzen könnte.
Krieg den Palästen,Frieden den Hütten.
Mlg
Sie müssen “wollen” die Wölfe die sich Investoren,Anleger und Märkte nennen lassen wollen fressen und fette Gewinne abräumen.
Akt 1:
Unbezahlbar hohe Zinsen die Staatsschulden einerseits, die von EZB und IWF verordnete deflationäre Politik mit dem zwangsläufig folgenden Anstieg der Arbeitslosigkeit und dem Einbruch der Steuereinnahmen andererseits, werden Irland zwingen, nicht nur die Steuern drastisch zu erhöhen, es werden gleichzeitig alle nicht wichtigen Ausgaben zusammengestrichen und damit die Binnenkonjunktur endgültig ruiniert.Irland wird tatsächlich gezwungen sein, das gesamte spärlich vorhandene Volksvermögen zu verhökern,was immer da noch privatisiert werden kann .
Akt2:
Irland wird auch bei aller Mühe und Anstrengung der Bevölkerung nicht in der Lage sein, in wenigen Jahren auch nur in irgendeinem Wirtschaftszweig
eine so massive Ausweitung der Exporte zu erzielen, dass die daraus entstehende Überschüsse einen spürbaren Beitrag zur Sanierung der Staatsfinanzen liefern könnten.Die Diestleistungsgesellschaft stößt an ihre Grenzen.
Eine eher früher als später geforderte “Deflation” für Irland,mit sinkenden Löhnen und sinkenden Preisen wird nur den Binnenmarkt ruinieren und notwendige Importe schmerzhaft verteuern,aber nicht zu der scheinheilig prognostizierten, verbesserten internationalen Wettbewerbsfähigkeit führen – und falls doch, dann wird es Deutschland ein Leichtes sein, den eigenen
Gürtel hurtig soweit enger zu schnallen, dass damit alle Irischen Anstrengungen im Nu wieder zunichte gemacht werden.
Jetzt bleibt Irland gegenüber den Gläubigern in aller Welt nur noch der Offenbarungseid- und das, was heute so salopp als “Staatsbankrott”
bezeichnet wird, nämlich die Unfähigkeit, Staatsschulden zu begleichen.
Der Grund für die Spekulation wie auch seinerzeit gegen Griechenland ist das überschaubare Risiko für die Angreifer, verbunden mit der Aussicht auf fette Beute. So wurde am Fall Griechenland ausgetestet, ob, und falls ja, wie
sich die EU und der Euro gegen Angreifer zur Wehr setzen werden,wobei das Kalkül ganz klar so aussieht, dass man davon ausgeht,die Euro-Länder würden am Ende für die griechischen Schulden geradestehen. Funktioniert das, sind Portugal, Spanien, Irland und Italien die nächsten Opfer. Nun ist Irland dran als nächstes ….? Kandidaten gibt es genug
Kein Mitleid von mir für Irland. So kommt’s wenn man Realwirtschaft gegen Finanzwirtschaft ersetzt, und dies noch rotzfrech.
Was ich von China immer im Bezug auf Arbeit/Produktion hören musste habe ich in den Jahren nach 2000/Neuer-Markt-Crash immer von Irland gehört: dort kann man so gut forschen und entwickeln, weil der Staat so großzügig Unterstützt, die Unternehmenssteuern sind niedrig, Innovation wird massiv gefördert (=Geld in den A**** geblasen) usw.
Nicht falsch verstehen, Barrieren für Innovation und F&E nieder zu reißen finde ich (berufsmäßig) gut, aber dies auf Kosten anderer bzw. sogar des eigenen Volks zu machen scheitert zurecht.
Ich hoffe sie haben auch kein’s fuer Deutschland…denn da sieht’s auch nicht anders aus :-) NOKIA etc. Nachlaesse,Subventionen u.s.w. kassieren ,Kasse machen und weg :-)
Es sind hier wie da der Globaliaierungswahn, Oeffnung der Finanzmaerkte,Freiheit fuer das Kapital zum Schaden der Bevoelkerung … und natuerlich : Willige Korrupte Marionetten in der Regierung…
Oder mit anderen Worten : Massieve Kapitalumverteilung von unten nach oben bei gleichzeiter Beibringung groesster Akzeptanz in der Bevoelkerung…
Deutschland hat – schon alleine durch unseren Exportwahn – sicher ähnliche Tendenzen. Trotzdem sieht es gerade bei den KMUs deutlich besser aus für uns. Hier zählt Tradion und Nationalstolz noch, auch wenn man den (bis auf gewisse lustige Ausnahmen mit Affe) nicht hinausposaunen muss.
Was Innovationsförderung uns Subventionen angeht hast Du allerdings keine Ahnung: trotz vollmundiger Ankündigungen ist der deutsche Staat oft eher der Bittsteller bei der Industrie als der Geldgeber. Hochinnovative Unternehmen bekommen kurzfristig oft nur mit Glück das zurück was sie investieren, die Förderquote ist winzig und bürokratisch ohne Ende, was hohe Verwaltungskosten bedeutet. Da verzichtet manches Unternehmen lieber auf “einfaches” Geld.
Glaube mir, Irland und GB sind da andere Kaliber. In den USA sieht’s wieder anders aus, da erwächst Innovation aus lockerem privatem Kapital – IMHO auch kein gutes Modell, aber wie vieles dort hat es BISHER funktioniert.
Aha .. dann bin ich aber froh aus berufenem Munde belehrt zu werden ;-)
Leider ist es nicht ganz so wie du beschreibst..aber lassen wir das ;-)
Nein, bitte erleuchte mich. Ich höre hier so oft dass ICH keine Ahnung hätte, da würde ich gerne mal die Wahrheit erfahren.
Ich kenne wahrscheinlich sämtliche nationale und europaweite Förderprogramme und habe an den meisten schon teilgenommen, von KMU bis Großunternehmenförderung (und Mischprogrammen). Von Forschungsförderung bis Förderung für Anwendungen.
Was Landesförderung betrifft bzw. indirekte Förderung z. B. durch Steuererleichterungen habe ich tatsächlich keine Ahnung.
Was übrigens Nokia betrifft: tatsächlich haben die auch investiert, Leute bezahlt usw. Auch hier hat der Staat – zurecht – relativ hohe Anforderungen an den Fördernehmer gesetzt, und diese wurden nicht erfüllt. Das heißt NICHT das Nokia riesigen Reibach gemacht hat, ich vermute Deutschland hat mehr bekommen als Nokia nahm, auch OHNE die Rückzahlungen.
@SF
Gerne. Ich habe ein ganz interessantes Posting dazu gefunden:
http://forum.spiegel.de/showpost.php?p=6660116&postcount=695
Öhm ja. Und was soll daran interessant sein?
Lies es. Gesellschaftssysteme, die auf Finanzsystemen wie unserem bauen, sind einfach nur absurd.
Ich habe es gelesen, aber es ist a) komplett argumentationslos und zeigt b) nicht eine einzige Alternative zum Geldsystem auf. Die verwendeten Zahlen sind ebenfalls abstrus.
@Schwitzig
Das ist es. Das ist die Rettung. Und eine Währungsunion mit Chile.
Absolut richtig. Es gab nie Fuggers, Medicis, Rothschilds, nie Heydt-Kersten & Söhnes, nie Böckings, Karcher & Cies, keine Giustinianis, keine Fenzis, keine Cœurs usw….
Die Amsterdamer Warenbörse war natürlich auch nur dazu da, damit böse Buben wie die Gebrüder Dalton die Amsterdamer Waren nicht klauten.
Absolut richtig. Vor 1900 gab es keine Blasen, keine Wirtschaftskrisen. Alles war traumhaft. Den Menschen ging es so gut, dass sie anfingen, aus Langeweile Kriege zu führen. Der 30 jährige Krieg war nur ein spassiger Zeitvertreib.
Es gab nie eine Gründerkrise 1873, es gab 1857 keinen Bankrun, keine Finanzkrise 1819 in den USA, keine Wirtschaftskrise 1837 in den USA, keine Finanzkrise 1847 in Großbritannien, keine Finanzkrise 1866, es gab nie Menschen wie z.B. Jacques Turgot, der stark durch die Finanzkrise in Angoulême beeinflusst wurde, es gab in Frankreich keine Mehlkrise 1775, für die man Spekulanten verantwortlich machte, auch die anderen Physiokraten hat es nie gegeben, es gab in Holland nie eine Tulpenmanie, der massive Import von Silber und Gold aus den südamerikanischen Kolonien führte im späten 16. Jahrhundert nicht zu einer Krise des bisherigen Wirtschaftssystem, welches auf das Ansammeln von Edelmetallen fixiert war usw……..
Hmm.
Stell mir jetzt mal vor, ich bin so ein Politiker und will mich von lautstärksten Rumprangern im Web beraten lassen.
Kommt nicht dieser Artikel hier bei Jens und jener auf den Nachdenkseiten zu einer völlig unterschiedlichen Bewertung des Bedrohungspotentials der letzten Entwicklung in Irland?
http://www.nachdenkseiten.de/?p=7415
Laut Jens sollte unsere Kanzlerin still bezahlen, um die Banken nicht zu erschrecken, weil das könnte die Spananier vor die Hörner treiben.
Laut den Nachdenkseiten handelt es sich bei den von den Banken geäußerten Unbehagen um Lobbyismus.
Beide Artikel widersprechen sich fundamental. Im Artikel der Nachdenkseiten ergibt sich aus dem aktuellen Irland-Schlamassel keine Bedrohung für das europäische Finanzsystem.
Hier bei Jens bringt uns das jüngste Irland-Schlamassel an den Rande eines Domino-Szenarios. Durch Äußerungen unserer Kanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel, ist die Lunte möglicherweise gezündet, die uns alle vernichten wird.
firme junto al pueblo
Lemmy
Die List der deutschen Banken
Deutschland soll jetzt auch Irland retten.
Und die deutschen Banken finden das gut.
Kein Wunder, denn das schont ihre Bilanzen vor Abschreibungen.
Längst hat die Finanzwelt die Politik fest im Griff.
Und schon wieder wittern die deutschen Banken den großen Reibach.
Die Politik macht das Spiel mit und schweigt über die Banken. Denn Bankenrettung ist seit HRE & Co. nicht sehr populär.
Stefan Homburg, Finanzwissenschaftler an der Universität Hannover…:
“Es geht nicht um die Existenz der deutschen Banken, es geht um Abschreibungen, die man verhindern will”.
Seiner Meinung nach sind die Spitzen-Banker längst mächtiger als die Politiker – und viel klüger.
Alles wörtliche Zitate. Nicht aus dem ND, sondern aus der FAS vom 21.11.2010. .
Wer mosert da noch gegen den “mainstream”?
Wesentlich gescheiter wäre es, endlich einzusehen, daß man sich nicht reich konsumieren kann. Das hat nie funktioniert und wird nie funktionieren — was immer Keynes & Consorten verzapfen mögen.
Wer diesen Unsinn noch nicht durchschaut hat — bitte:
http://www.wertewirtschaft.org/analysen/Wirtschaftskrise.pdf
lesen. Dann sieht man etwas klarer.
Und wenn hier wieder die üblichen Sprechblasen gegen den pöhsen Neoliberalismus kommen — ach, was hat denn die Bankenrettung staatsnahen Bankfilzes mit “liberal” zu tun? Die sind doch circa so “liberal” wie die Bundesanstalt für Arbeit oder Finanzminister Schäuble — nämlich: überhaupt nicht.
Sie sind bloß (wie alle Bonzen, die an den Trögen der Macht fressen können) eigennützig und (dank ihrer Verflizung ins Staats-, Medien- und Politestablishment) gut gegen die Konkurrenz eines wirklich freien Marktes geschützt. Mental also nicht weniger Sozen als ein x-beliebiger verdi-Apparatschik. Okay, ihr Salär ist höher — aber macht sie das deshalb zu Liberalen?
Sie sind Teilnehmer einer Selbstbedienungs-Clique, die sich quer über die zugelassenen Systemparteien, die zugelasene Systemmedien und die zugelassene Verbände-Gewerkschafts-Lobbyismus-Schiene der Eurokraten vernetzt hat. Also letztlich einer mafiös-totalitären Struktur. Die, wie alle solche Strukturen, irgendwann an ihrer Verfilzung ersticken und zugrundegehen wird. Was eher sein kann, als den Nutznießern lieb ist, aber noch weiter entfernt, als es den Untertanen gut täte. Denn je später der Knall kommt, desto ärger wird er ausfallen.
Nur, nochmals gesagt: mit “liberal” hat das nichts zu tun. Außer man bezeichnete auch einen Schalck-Golodkowski mit diesem Begriff …
Umgekehrt wird ein Schuh draus. Wann hat denn im letzten Jahrzehnt eine tatsächlich einflussreiche Figur aus Wirtschaft oder Politik dafür gesorgt, dass der Konsum steigt? In Wirklichkeit setzen doch alle immer auf noch mehr Export, sprich – aus der jeweiligen inländischen Sicht: auf Konsumverzicht.
Woher dein Gefühl kommt, in Deutschland hätten Keynesianer oder Menschen die sagen, man könne sich reich konsumieren, das Sagen, ist mir schleierhaft.
Dein auf pseudo-seriös getrimmtes Dokument mit dem Titel “Wirtschaftskrise.cdr” verliert übrigens schon auf Seite 5 den Kontakt mit der Realität. Es nimmt nämlich implizit an – genauso wie die heute tonangebenden Ökonomen – dass die Wirtschaft stets voll ausgelastet ist und Vollbeschäftigung herrscht. Im Fall deines Textes wird einfach implizit davon ausgegangen, dass Crusoe mit dem Pflücken von 10 Äpfeln am Tag vollbeschäftigt ist.
Mit großer Wahrscheinlichkeit hat Crusoe also eine zweite Alternative, nämlich seine Produktion direkt auszuweiten indem er länger arbeitet. Ob Crusoe tatsächlich unterbeschäftigt ist und welches Vorgehen in seinem Fall am besten ist – die Anschaffung einer Leiter ist sicher nie verkehrt, aber vermutlich hätte er genügend Zeit um parallel zum Ernten der 10 Äpfel am Tag auch noch an der Leiter zu arbeiten – müsste natürlich genauer analysiert werden.
In der gegenwärtigen Krise ist aber klar, dass unsere Wirtschaft alles andere als voll ausgelastet ist. Das sieht man bereits an der horrend hohen Arbeitslosigkeit (plus Unterbeschäftigung).
Und das ist übrigens kein neues Phänomen: Wie die Entwicklung der Arbeitslosigkeit zeigt, ist die deutsche Wirtschaft schon seit dreißig Jahren nicht mehr richtig ausgelastet. Es handelt sich hier also um ein langfristiges Versagen der Märkte.
Angesichts dieser Fakten dem Urteil von Ökonomen wie der Wiener Schule zu folgen, die so tun als wäre die Wirtschaft (abgesehen von kurzfristigen Abweichungen) immer voll ausgelastet, ist keine gute Idee. Mit “klarer sehen” hat es schon mal gar nichts zu tun.
@Nicolai Hähnle:
“Umgekehrt wird ein Schuh draus”
Wohl kaum. Denn genau diesen Schuh wollen uns die Keynesianer seit Jahrzehnten verkaufen. Und Sie werden schwerlich leugnen können, daß die Keynesianer in Europa die tonangebende Ökonomenschule der letzten Jahrzehnte waren. Die Wiener Schule, also die “Austrians” (Mises, Hayek etc.), wie in den USA genannt werden, mit Sicherheit nicht. Die wurden von den Nazis vertrieben und unter den (halb-)planwirtschaftlichen Verhältnissen in Nachkriegseuropa auch nicht gebeten, zurückzukommen.
“Wann hat denn im letzten Jahrzehnt eine tatsächlich einflussreiche Figur aus Wirtschaft oder Politik dafür gesorgt, dass der Konsum steigt?”
Ach, denken Sie 1-2 Jahre zurück. Ich habe mal so irgendwas von “Verschrottungsprämie” läuten hören … was ist das denn sonst?
“Woher dein Gefühl kommt, in Deutschland hätten Keynesianer oder Menschen die sagen, man könne sich reich konsumieren, das Sagen, ist mir schleierhaft.”
Wer Wirtschaftswachstum durch Nachfragesteigerung auf Pump propagiert, sagt genau das! Und genau diese Strategie wird von Fed über EZB und alle Regierungen der westlichen Welt (und mittlerweile nicht nur dieser) betrieben. Mir fallen nicht mehr viele Leute ein, die daneben noch “das sagen” haben könnten.
“Dein auf pseudo-seriös getrimmtes Dokument mit dem Titel “Wirtschaftskrise.cdr” verliert übrigens schon auf Seite 5 den Kontakt mit der Realität. Es nimmt nämlich implizit an – genauso wie die heute tonangebenden Ökonomen – dass die Wirtschaft stets voll ausgelastet ist und Vollbeschäftigung herrscht.”
Wo wird dies implizit vorausgesetzt? Und was das “pseudo-seriös” betrifft — na, wenn Sie auf Seite 13 ff. die nüchterne Beschreibung des Wiener Gründerzeit-Krachs lesen und die Parallelen zum Platzen der dot.com- und Immobilienblase nicht sehen, dann kann Ihnen auch keiner helfen. Und was auf Seite 18 ff. (“Reflationierung & Katastrophenhausse”) gesagt wird — was, bitteschön, ist daran “pseudo-seriös”? Es ist nicht angenehm zu lesen, wenn man in Zeiten wie diesen lebt, aber es ist weitaus seriöser als fast alles, was über Wirtschaft in den Medien verbreitet wird.
“In der gegenwärtigen Krise ist aber klar, dass unsere Wirtschaft alles andere als voll ausgelastet ist. Das sieht man bereits an der horrend hohen Arbeitslosigkeit (plus Unterbeschäftigung).”
Was beim Niveau der deutschen Löhne und Lohnnebenkosten auch nicht wirklich verwunderlich ist. Und Arbeitslosigkeit ist letztlichauch eine Frage, wie sehr man Leute motiviert, wieder zu arbeiten. Wer es wie Dänemark angeht, und Arbeitslosen kurzzeitig (!) eine gute Ausfallssicherung gibt, sie aber durch die zeitlich bewußt knappe Arbeitslosengelder bald wieder zwingt, tätig zu werden, wird durch niedere Arbeitslosigkeitsraten belohnt. Wer wie Deutschland eine jahrelange Verweildauer in der — zugegeben nicht allzu bequemen, aber eben auch nicht gerade unbequemen — sozialen Hängematte ermöglicht, der hat hohe Arbeitslosigkeit und ist gezwungen, seine Lohnnebenkosten hoch zu halten, was wieder Arbeitsplätze kostet, was wieder …. … mit einem Wort: die Katze beißt sich in den Schwanz.
“Wie die Entwicklung der Arbeitslosigkeit zeigt, ist die deutsche Wirtschaft schon seit dreißig Jahren nicht mehr richtig ausgelastet. Es handelt sich hier also um ein langfristiges Versagen der Märkte.”
Märkte “versagen” nur, wenn man ihre Freiheit unterbindet. Wer hochpreisige Dienstverhältnisse durch die faktische Unkündbarkeit von Dienstnehmern, beamtenmäßig mit Altersvorrückungen ausgestatteten Kollektivverträgen, und eine Unmenge von Opportunitätskosten in Form von
- administrativem Krimskrams (was z.B. heute als “Lohnverrechnung” von einem Unternehmer abverlangt wird ist nur mehr als kopfkrank zu bezeichnen!),
- Antidiskriminierungs-Scheiß
- Dienstnehmerschutz bis zum Abwinken (denken Sie bloß an die Lohnfortzahlungen im Krankenstandsfall — warum, bitteschön, soll ein Unternehmen für den grippekranken oder ski-verunfallten Dienstnehmer ein Gehalt weiterzahlen? Meine Klienten zahlen mir auch kein Honorar, wenn ich krank bin. Arbeitsunfälle wäre ja noch verständlich — aber allgemeine Krankheiten? Sorry, dafür habe ich kein Verständnis).
- etc. etc. etc.
den Betrieben kostenmäßig “umhängt”, der wird damit Arbeitsplätze vernichten!
Wenn mein Bäcker sich entschlösse, neben der Verkäuferin eine Verkaufsüberwachungsperson, neben dieser eine Verkaufspreiskassierin, und neben dieser einen Verkaufskassenkontrollor im Viererpack anzustellen, dann werden seine Semmeln so teuer, daß er weniger umsetzen wird — und daher wieder weniger Personal braucht. Wer künstlich Dienstleistungen kreiert, für die bei Licht besehen kein Bedarf bestünde, wenn sie den Leuten nicht mehr oder weniger zwangsweise reingedrückt werden, der hat damit keine erfolgreiche Dienstleistungsgesellschaft geschaffen, sondern ein Bürokratiemonster (siehe Lohnverrechnung), das nur kostet aber in Wahrheit nichts bringt. Außer “Beschäftigung”. Nun, dann könnten wir die Leute ebensogut in zwei Kolonnen antreten lassen, deren erste planmäßig Löcher in die Gegend gräbt, die von der zweiten dann planmäßig zugeschüttet werden. Und alle heben die Nachfrage, weil sie kräftig im Wirtshaus konsumieren. Ach, wie reich wir dann doch wären! Vollbeschäftigung als Chimäre …
Da anderswo schon auf die ziemlich verblendete Marktgläubigkeit eingegangen wurde will ich mal ganz genau ausbuchstabieren, wo in dem von dir verlinkten Text von Vollbeschäftigung ausgegangen wird.
Da steht, Crusoe würde täglich 10 Äpfel pro Tag ernten, und dann die Frage gestellt, wie er seinen Wohlstand mehren kann. Das einzige, was dem Autor darauf einfällt ist, Crusoe müsse sparen, um dann später einen Tag frei für andere Tätigkeiten zu haben.
Dabei gibt es eine ganz offensichtliche zweite Alternative: Crusoe könnte einfach mehr arbeiten. Es erscheint mir unwahrscheinlich, dass man mit dem Pflücken von 10 Äpfeln am Tag voll ausgelastet ist.
Dass diese zweite Alternative von vornherein ausgeschlossen wird – ja nicht einmal erwähnt wird! – bedeutet, dass implizit von Vollbeschäftigung ausgegangen wird.
Das ist ein ziemlich krasser Denkfehler, der aber – wenn auch deutlich versteckter – praktisch allen heute medien- und politikbestimmenden ökonomischen Analysen zugrundeliegt. Denn auch für Deutschland als Volkswirtschaft gilt: der Wohlstand insgesamt könnte vermehrt werden, indem man für einen höheren Beschäftigungsstand sorgt.
@Nikolai Hähnle:
Nun, Sie geheimnissen in ein Beispiel etwas zuviel hinein. Denn es ist ja auch nicht so, daß Robinson von 10 Äpfeln täglich leben könnte — krasse Nahrungsmangelkrankheiten stellten sich dabei ein.
Die “zehn Äpfel” sind ebenso ein symbolisches Beispiel wie der eine Apfel, der gespart wird (wer möchte nach zehn Tagen sich von Äpfeln ernähren, die im Schnitt fünf Tage alt sind!)
Das Beispiel will hier keine (implizite) Aussage über Vollbeschäftigung bringen, sondern schlicht verdeutlichen, daß das Sparen der Investition, und die (sinnvolle!) Investition der Hebung des Wohlstandes vorausgehen.
“Denn auch für Deutschland als Volkswirtschaft gilt: der Wohlstand insgesamt könnte vermehrt werden, indem man für einen höheren Beschäftigungsstand sorgt.”
Falsch: wenn ich dieselbe Menge Arbeit auf mehr Beschäftigte verteile, werden all diese insgesamt nicht wohlhabender! Sie meinen wohl: “daß infolge eines höheren Beschäftigungsstandes mehr gearbeitet wird”. Nun, nichts dagegen — aber ob dadurch der Wohlstand steigt, hängt davon ab, ob die Produkte dieser Arbeit dann auch Abnehmer finden. Was wieder eine Frage des Preises ist.
Womit wir wieder bei der Grundaussage des von Ihnen kritisierten Textes sind: wenn nachfrageorientierter gearbeitet wird, indem die Preise niedriger gehalten werden (wozu auch eine Lohndisziplin gehört — aber eben auch Innovationsgeist und Investitions- statt Konsumdenken), wird Wohlstand geschaffen, da dann mehr Leute arbeiten können. Zu glauben, daß man denselben Effekt erreichen könnte, indem man auf Pump konsumiert, um dadurch “die Nachfrage zu stimulieren”, erliegt einem klassischen Denkfehler: nämlich “Münchhausens Zopf”. Letztlich wäre es nichts anderes!
Natürlich will das Beispiel nicht über Vollbeschäftigung reden weil dann klar werden würde, dass es vollkommen unsinnig ist zu behaupten, dass eine Steigerung des Wohlstands immer nur durch Sparen möglich ist (wenn die Wirtschaft voll ausgelastet ist, dann ist das in gewisser Weise richtig; aber von diesem Zustand sind wir himmelweit entfernt, und das schon seit dreißig Jahren)
Das ändert nichts daran, dass die implizite Annahme dem Beispiel zugrundeliegt. Hinweis: “implizit” bedeutet in diesem Kontext, dass die Annahme nicht dort geschrieben seht. Sie ist aber notwendig für die getroffenen Schlussfolgerungen.
Übrigens kommt in deiner Antwort gleich die nächste implizite Annahme, nämlich dass die geleistete Arbeit eine Konstante ist. Falls du dich nicht mehr an die Aussage erinnerst, zitiere ich sie hier einmal:
Die Prämisse, dass die insgesamt geleistete Arbeit gleich bleibt, ist hierbei die implizite Annahme, die du triffst.
Dummerweise geht diese Annahme ziemlich an der Realität vorbei, denn ganz offensichtlich ist die insgesamt geleistete Arbeit in einer Volkswirtschaft alles andere als konstant. Die Anzahl der Beschäftigten – und damit die Anzahl der insgesamt gearbeiteten Stunden pro Zeiteinheit – verändert sich andauernd, nämlich immer dann, wenn jemand neu eingestellt oder entlassen wird.
Solange Arbeitslosigkeit existiert – und erst recht, wenn es sich wie bei uns und überall sonst in der westlichen Welt zur Zeit um ein Massenphänomen handelt – kann die Menge der insgesamt geleisteten Arbeit erhöht werden, indem man Arbeitsplätze schafft.
@Nicolai Hähnle:
Das ändert nichts daran, dass die implizite Annahme dem Beispiel zugrundeliegt. Hinweis: “implizit” bedeutet in diesem Kontext, dass die Annahme nicht dort geschrieben seht. Sie ist aber notwendig für die getroffenen Schlussfolgerungen.
Danke für die Bedeutungserklärung des Wortes “implizit”. Habe ich aber schon vorher irgendwie geahnt … ;-)
Es ändert aber nichts daran, daß die von Ihnen als “implizite Annahme” bezeichnete Annahme nur dann eine solche ist, wenn Sie — wieder implizit! — unterstellen, daß Robinsons Wohlstand sich durch Ernte von elf oder zwölf Äpfel bessern würde, und ebenso implizit unterstellen, daß Robinson überhaupt elf oder zwölf Äpfel ernten könnte, ohne zuvor Investitionen vorzunehmen. Das sind in Wahrheit die interessanteren Fragen, deren Beantwortung das Modell “Wohlstand entsteht durch Nachfragestimulation (und wenn nötig, dann halt auf Pump)” relativieren!
Die Prämisse, dass die insgesamt geleistete Arbeit gleich bleibt, ist hierbei die implizite Annahme, die du triffst.
Dummerweise geht diese Annahme ziemlich an der Realität vorbei, denn ganz offensichtlich ist die insgesamt geleistete Arbeit in einer Volkswirtschaft alles andere als konstant. Die Anzahl der Beschäftigten – und damit die Anzahl der insgesamt gearbeiteten Stunden pro Zeiteinheit – verändert sich andauernd, nämlich immer dann, wenn jemand neu eingestellt oder entlassen wird.
Sorry, aber ganz im Gegenteil geht Ihre Prämisse “ganz offensichtlich ist die insgesamt geleistete Arbeit in einer Volkswirtschaft alles andere als konstant” an der Realität vorbei: nicht in dem Sinn natürlich, daß die geleistete Arbeit konstant wäre — wohl aber in dem Sinn, daß die geleistete Arbeit nicht dadurch mehr wird, weil ich mehr Leute beschäftige. Wenn ich in meiner Kanzlei bspw. 150 Klienten zu betreuen habe, und dies mit vier Angestellten irgendwie schaffe, dann steigen zwar meine Kosten, wenn ich mir eine fünfte Sekretärin zulege, aber es sinkt gleichzeitig die Auslastung und damit die Profitabilität meiner Kanzlei. Was entweder bedeutet, daß ich weniger verdiene (wozu arbeite ich dann eigentlich?), oder daß ich meine Preise erhöhe. Was unter Konkurrenzbedingungen normalerweise nicht dazu führen wird, daß ich nun mehr Klienten betreuen werde, sondern eher weniger als zuvor.
Sie sprechen einfach von Beschäftigungszeiten, die bei mehr Beschäftigten wohl steigen mögen — aber das allein schafft keinen Zuwachs an Wohlstand (denn was bei meiner 5. Sekretärin zuwächst, verliere auf der anderen Seite ich selbst — bzw. meine Klienten, wenn ich in der Lage bin, die Kosten 1:1 auf sie zu überwälzen!).
Das sind doch alles Banalitäten.
Natürlich ist es möglich, mehr Menschen einzustellen und dann einfach existierende Arbeit auf sie zu verteilen.
Genauso natürlich ist es aber auch möglich, mehr Menschen einzustellen und dabei mehr zu leisten.
Andernorts in diesem Thread hat jemand z.B. darauf hingewiesen, dass im autoverliebten Deutschland vielerorts nicht einmal mehr Schlaglöcher zeitnah repariert werden. Hier könnte problemlos mehr Arbeit geleistet werden indem neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Der Wohlstand insgesamt würde dadurch steigen.
@LePenseur:
Die Zeiten einer totalen Auslastung der westeuropäischen und insbesondere der deutschen Wirtschaft ist schon seit 40 Jahren nicht mehr gegeben. Dieses hängt nicht vom Lohnniveau und angeblichen Hängematte für Arbeitssuchende zusammen.
Die Behauptung,
“….Märkte “versagen” nur, wenn man ihre Freiheit unterbindet……”
ist so grotesk, dass auf diesen Einwand nicht eingegangen werden kann, den es gibt diesen angeblich freien Markt überhaupt nicht.
Die Aussage
“……Wer es wie Dänemark angeht, und Arbeitslosen kurzzeitig (!) eine gute Ausfallssicherung gibt, sie aber durch die zeitlich bewusst knappe Arbeitslosengelder bald wieder zwingt, tätig zu werden, wird durch niedere Arbeitslosigkeitsraten belohnt……”
ist Dänemark-spezifisch. In Litauen ist – z.B. – die offizielle Arbeitslosenzahl 17,8% (in Wirklichkeit weit über 20%) und die Durchschnittslöhne liegen bei 600€ (auch diese Zahl ist nach oben geschönt). Hier ist nicht der “Wille” und der “Markt”, sondern die “Umstände” der Grund des Versagens. Es gibt einfach keine Arbeit.
Deine Bemerkungen
“………- administrativem Krimskrams (was z.B. heute als “Lohnverrechnung” von einem Unternehmer abverlangt wird ist nur mehr als kopfkrank zu bezeichnen!),
- Antidiskriminierungs-Scheiß
- Dienstnehmerschutz bis zum Abwinken (denken Sie bloß an die Lohnfortzahlungen im Krankenstandsfall…..”
lassen bei mir den Eindruck von totaler Unwissenheit der Gegebenheiten aufkommen.
Scheinbar bis Du ein weltfremder, übersättigter Sesselfurzer.
“Wer es wie Dänemark angeht, und Arbeitslosen kurzzeitig (!) eine gute Ausfallssicherung gibt, sie aber durch die zeitlich bewußt knappe Arbeitslosengelder bald wieder zwingt, tätig zu werden, wird durch niedere Arbeitslosigkeitsraten belohnt. ”
Das ist zudem eine so flache Lüge.
http://www.wiwi.euv-frankfurt-o.de/de/lehrstuhl/fine/econpol/lehre/downloads/eabp/Kap-AlV_Sozial-Kompass.pdf
Es lohnt sich nicht mit solchen Leuten auseinanderzusetzen.
Das Absicherungsniveau eines Langzeitarbeitslosen in % des letzten Nettolohnes ist in Japan und Dänemark weit über dem deutschen Niveau.
Querschüsse zeigt auch das die Lohnsteuersumme in Deutschland nicht gewachsen ist. Das Jobwunder ist eine Statistiklüge.
Zur Freiheit der Märkte.
Hätte Schröder als Antwort auf die Bilanzrezession in Folge des zusammengebrochenen Booms 2000/01 massiv Konjunkturprogramme gefahren hätte es die Agenda 2010 nie gegeben und wir stünden weit besser da als jetzt.
Es waren also fehlende Saatseingriffe, die zu einer massiven wirtschaftlichen und sozialen Situation in Deutschland geführt haben.
@Beate:
In einer durch Überregulierung und Inflexibilität gekennzeichneten Volkswirtschaft wie der deutschen mit einem Staatsanteil am BIP von (2008) ca. 43% “fehlende Staatseingriffe” zu monieren, hat für mich einen etwas humoristischen Beigeschmack.
Wieviel Staat soll’s Ihrer Meinung nach denn sein? Etwa 65% oder 80% — oder gar 90%?
Diese Argumentation ist vollkommen unsinnig und bar jedes Verständnisses.
Das BIP ist die Summe aus Konsum, Investition, Staatsausgaben und Exportüberschuss. Die Anteile berechnen sich durch einfache Division.
Wenn aufgrund einer Wirtschaftskrise der Konsum und die Investitionen drastisch zurückgehen, steigt der Anteil der Staatsausgaben am BIP automatisch, weil der Nenner (also die BIP-Summe) kleiner wird. Als Reaktion auf die Reduktion des Nenners dafür zu plädieren, auch noch den Zähler kleiner zu machen, ist vollkommen weltfremd.
Viel sinnvoller ist es dafür zu sorgen, dass der Nenner wieder größer wird. Kurzfristig geht das – da der private Sektor sich dazu nicht überreden lässt – nur durch staatliche Eingriffe.
… vollkommen unsinnig …
Wirklich? Na, lesen Sie mal hier:
http://www.ecpol.vwl.uni-muenchen.de/downloads/wipo1/ss09/wipo1-12.pdf
Zitat:
“12.2.2. Vergleich der OECD Länder
• Studie von Tanzi und Schuknecht (2000): Public Spen-
ding in the 20th Century (hier: Kapitel V)
• zentrales Ergebnis: unter den OECD Ländern führt ein
hoher Staatsanteil im Durchschnitt zu niedrigerem Wirt-
schaftswachstum und höherer Arbeitslosigkeit”
@R_Winter:
Mit Leuten, die per Ferndiagnose Andersdenkende als weltfremde, übersättigte Sesselfurzer bezeichnen, habe ich eigentlich wenig Neigung zu diskutieren.
Ich lasse mich auch — anders als Sie — auf keine Ferndiagnosen ein, ob das, was Sie mir vorwerfen, nicht bloß die Projektion Ihres eigenen Zustandes ist. Doch ich bin zuversichtlich, daß sich die Leser dieses Threads ihre Meinung angesichts Ihrer Äußerungen selbst bilden können.
Also: “Tschüß mit Ü!”, wie man in Wien auf derlei Anpöbeleien zu antworten pflegt, so man gut aufgelegt ist …
Noch ein kleiner Kommentar zu Marktgläubigen: auf Märkten kommt es zum Ausgleich von Angebot und Nachfrage. Brutales “Über”Angebot von Arbeitskraft führt eben zu Löhnen, von denen Menschen nicht leben können – in vielen Ländern Gang und Gäbe, auch in Deutschland schwer im kommen. Gewinner ist mal wieder das Kapital. Freie Märkte führen zu nichts sinnvollem für die Menschen, in einer Welt die NOCH Überfluss für alle bieten könnte.
@Ranger:
Freie Märkte führen zu nichts sinnvollem für die Menschen, in einer Welt die NOCH Überfluss für alle bieten könnte.
Sowas muß man sich nach den Erfahrungen der Planwirtschaft im Ostblock, die den davon betroffenen Staaten auch nach zwanzig Jahren noch nachhängen, direkt auf der Zunge zergehen lassen …
@ LePenseur
Was willst du damit sagen. In zwei Jahrzehnten nach dem Krieg haben damals die Kommunisten die total zerbombten Länder aufgebaut und industrialisiert.
Huete nach zwei Jarhrzehnten des Kapitalismus leben 90% der Menschen schlechter als während des Sozialismus. Ein viertel deutlich schlechter.
Vaclav Havel hat auf dem “Forum für junge Eliten” in Prag
@Systemfrager:
Huete nach zwei Jarhrzehnten des Kapitalismus leben 90% der Menschen schlechter als während des Sozialismus.
Bitte aufwachen! “Systemfragen” sind zwar wichtig — aber nicht jede Antwort, die einem die Nostalgie bzw. der Grant auf die Gegenwart insinuiert, ist deshalb richtig.
http://www.kas.de/wf/de/71.6651/
Ach so: Ausgerechnet Konrad Adenauer Stiftung sollte uns erzählen, wie es in der DDR war. Du hast wirklich einen besonderen Sinn für Humor.
Wenn du wirklich es wissen willst:
Wenzel, S.: Was war die DDR wert?, Das Neue Berlin, Berlin, 2003.
Nein nein. Der Autor sagt nicht, die DDR könnte überleben. Es waren aber nicht die rein ökonomischen Gründe.
Konrad Adenauer
Ich bin nicht sicher ob sich die Buerger der ehemaligen DDR nocheinmal so verKOHLen lassen wuerden … mit dem Wissen von heute ;-)
Bluehende Landschaften …Muhaaahaaa
So ist es
Mein Eindruck ist: Eine Generation ist geistig und moralisch mit einer Revolution völlig erschöpft. Sie ist fix-und-fertig!
Neue Generation wird kommen und sie wird sagen:
Sozialismus ist tot, es lebe Sozialismus!
(Stelle dir vor, wenn mir jemand vor einigen Jahren sagen würde, ich würde so etwas schreiben, ich würde ihm Sarrazins IQ-Mangel diagnostizieren. Natürlich, ein marxistischer Sozialismus wird es nicht sein. Dessen bin ich mir sicher.)
Wenn ich mir vorstelle, was im Hirn eines Menschen vorgehen muß, um angesichts des sozialistisch-sozialstaatlich-egalitaristisch-etatistischen (just neme it) Desasters, das wir gerade erleben, ganz einfach “Sozialismus ist tot, es lebe Sozialismus!” hinzuschreiben, erspare ich mir lieber jeden Kommentar bezüglich “Sarrazins IQ-Mangel”.
Manche Leute läßt man halt besser weiterträumen — ihr Gedankengebäude trüge bei der Konfrontation mit der Realität irreparable Schäden davon — und solange sie schlafen, wissen sie eben nichts vom Ende ihrer Träume …
P.S.: Lesen Sie lieber mal Dithfurts “Ostalgie” (und der Autor ist besonderer Nähe zur Adenauerstiftung wohl unverdächtig).