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  • Saar-Grüne im Sperrfeuer

    geschrieben am 04. Dezember 2010 von Spiegelfechter

    Mit starken Worten kritisierten gestern die Oppositionsparteien die Hartz-IV-Reformen der Bundesregierung. Nun muss das Gesetzespaket den Bundesrat passieren – und da sind Teile der Opposition plötzlich gar nicht mehr so kritisch.

    “Keinen Weihnachtsbaum mehr, keine Blumen zum Muttertag, kein Eis – alles wurde den Hartz-IV-Empfängern genommen” – so das emotionale Statement des Grünen-Abgeordneten Markus Kurth [extern] in der gestrigen Bundestagsdebatte. Um Missverständnissen vorzubeugen: Kurth bezog sich natürlich lediglich auf die aktuelle Hartz-IV-Reform der schwarz-gelben Koalition und nicht auf die Hartz-IV-Gesetzgebung, die bekanntermaßen von seiner Partei mitentwickelt wurde. SPD und Grüne nahmen den Hartz-IV-Empfängern Weihnachtsbaum, Blumen und Eis und Union wie FDP sind nicht gewillt, dies rückgängig zu machen. Damals waren die Grünen aber in der Regierung und hatten kein Herz für Langzeitarbeitslose und deren Kinder. Heute sind sie in der Opposition und Oppositionsparteien neigen natürlich dazu, ihr Gewissen zu entdecken, solange es sie nichts kostet.

    Derartige kognitive Dissonanzen können einem Grünen-Abgeordneten natürlich schon einmal den Tag vermiesen. Anders lässt sich die kollektive Aufgeregtheit der Fraktion im hohen Haus nicht erklären. Umso paradoxer klingt es da natürlich, wenn ausgerechnet die Grünen, die im Bundestag den Rächer der Entrechteten geben, nun laut darüber nachdenken, Schwarz-Gelb die entscheidende Unterstützung bei den Hartz-IV-Reformen zu geben.

    Hartz IV vor dem Bundesrat

    Die kurze Zeit des schwarz-gelben Machtmonopols ist seit der Regierungsbildung in Nordrhein-Westfalen auch schon wieder vorbei. Gesetze, die auch die Hoheit der Bundesländer tangieren, müssen nicht nur vom Bundestag, sondern auch von der Länderkammer mit einfacher Mehrheit verabschiedet werden. Für die einfache Mehrheit sind im Bundesrat 35 Stimmen nötig. Bis vor einer Woche verfügte Schwarz-Gelb im Bundesrat aber nur über 31 Stimmen und war daher entweder auf eine Zustimmung der SPD oder der Regierungen mit grüner Beteiligung in Hamburg und dem Saarland angewiesen. Die schwarz-grüne Koalition in Hamburg ist nun allerdings gescheitert und seit dem Abschied der Grünen verfügt die CDU jetzt alleine über die drei Hamburger Stimmen im Bundesrat. Somit fehlt Schwarz-Gelb im Bundesrat nur eine einzige Stimme zur einfachen Mehrheit – das Saarland verfügt über drei Stimmen.

    Weiter auf Telepolis

    Dazu fällt einem eigentich nur noch Marc-Uwe Kling ein:

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    Mit starken Worten kritisierten gestern die Oppositionsparteien die Hartz-IV-Reformen der Bundesregierung. Nun muss das Gesetzespaket den Bundesrat passieren - und da sind Teile der Opposition plötzlich gar nicht mehr so kritisch. "Keinen Weihnachtsbaum mehr, keine Blumen zum Muttertag, kein Eis - alles wurde den Hartz-IV-Empfängern genommen" - so das emotionale Statement des Grünen-Abgeordneten Markus Kurth ...
    Tags: Grüne Unsympathen
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    85 Kommentare:

    1. SwENSkE schrieb am 4. Dezember 2010 at 00:57 - Permalink

      Wer hat uns verraten?

      Sozialdemokraten

      Wer war mit dabei?

      Die grüne Partei

      • Spiegelfechter schrieb am 4. Dezember 2010 at 10:34 - Permalink

        noch passender und vom gleichen Künstler

        Habe ich gleich unter den Artikel gehängt ;-)

        • SwENSkE schrieb am 4. Dezember 2010 at 12:14 - Permalink

          Geil – kannte ich noch nicht.

          Lange nicht mehr so gelacht wie an der “Bananen-Stelle” :D

      • Lazarus09 schrieb am 5. Dezember 2010 at 19:04 - Permalink

        Wenn sich der Michel nur daran erinnern würde :-)

    2. Outlook schrieb am 4. Dezember 2010 at 01:31 - Permalink

      Der Gysi hat ja heute die grüne Mamba vorgeführt:
      http://www.youtube.com/user/linksfraktion?feature=mhum#p/a/u/0/yke5aKiEFpg

      Es ist auch richtig, dass mit dieser Partei S21 scheitern muss.

      Die grüne Lizenz ist eine intellektuelle, politische und gesellschaftliche Obsession.
      Der ehemalige Attac-Führer trinkt ja nun auch grüne Cola.

      Grün ist ein Theater des modernen Roms.
      .

      • Outlook schrieb am 4. Dezember 2010 at 01:47 - Permalink

        PS.:
        Ein sehr gelungener, delikater Artikel, lieber Spiegelfechter.
        Die grüne Pankreas erhält wieder einen Hormonschock.

        Hoffen wir, dass eine biochemische Heilung einsetzt. :-)))

    3. Tubl schrieb am 4. Dezember 2010 at 02:34 - Permalink

      Die Linke hat wirklich alle ernstzunehmenden Linken im Saarland abgefischt und somit bleibt von den Grünen nur gut situierte linksliberalen Ökos übrig. Daher wäre eine Ablehnung eine riesen Überraschung.

    4. Schierke-Nee-Sama schrieb am 4. Dezember 2010 at 02:42 - Permalink

      Seine politische Vergangenheit ist ebenso skandalumwittert wie die Frage, warum er sich – entgegen der Linie der Bundespartei – vor einem Jahr für eine Koalition mit CDU und FDP entschied, obgleich er auch zusammen mit der SPD und der Linken hätte koalieren können.

      Wer weiss… solange Koalitionsgespräche in irgendwelchen Hinterzimmern geführt werden, bleiben die Entscheidungen die dort gefällt werden nicht nachvollziehbar.
      Der beste Ort um Wahlversprechen abzulegen ohne offen verhauen zu werden.

    5. landbewohner schrieb am 4. Dezember 2010 at 04:05 - Permalink

      wer weiß warum die hamburger grünen just jetzt entdeckten, daß sie mit der cdu nicht zusammenarbeiten können.
      bis dato hatten sie da ja weder bedenken noch skrupel.

    6. R_Winter schrieb am 4. Dezember 2010 at 04:07 - Permalink

      Oder um es anders zu sagen: Was für ein moralisches Gewissen kann eine Partei haben, die die Chancengleichheit von Kindern aus armen Familien zur Verhandlungsmasse für finanzielle Gegenleistungen des Bundes macht?

      Moral in der Politik? Bereits unter Fischer haben die Grünen gezeigt, was sie von Moral halten – wenig.
      Die Grünen konnten eine Doppelrolle schon immer gut spielen. In der Regierung Schröder/Fischer wollten sie dem Wahlvolk klar machen, dass sie Regierung und Opposition zur gleicher Zeit sind: Gorleben, Hartz-Gesetzgebung. Sie waren dem Egomanen nicht gewachsen. Die Grünen werden dankbar den Umfaller von der Saar annehmen und dann bei nächster Gelegenheit erstklassig beerdigen……Moral……….

      • tcltk schrieb am 4. Dezember 2010 at 07:48 - Permalink

        Die grüne Bewegung entstand sicher aus moralisch weniger verwerflichen Gründen. Aber überlebt oder hervorgegangen aus dieser Bewegung sind eher angepasste Wendehälse. Selbst die Basis ist auch nicht mehr das, was sie mal wal. Wie sonst könnte man eine intellektuell ziemlich überschaubar begabte Bundesvorsitzende wählen, die zwar emotional ansonsten aber unglaublich platt gegen alles wettert, was sie und ihre Partei mal mit beschlossen haben. Aus der grünen Bewegung ist mittlerweile eine ziemlich neoliberale grüne Welle geworden, die alles auch nur scheinbar Linke mit Karacho überrollt.

        Der Rücktritt in Hamburg und das daraus folgene Zünglein an der Waage Ulrich, der als Mafioso der Saar tituliert wird und von der grünen Spitze gedeckt Narrenfreiheit geniesst, das ist schon ziemlich gefickt eingeschädelt. Wenn die liebe neoliberale Presse nicht ausführlich auf die Geschehnisse und Zusammenhänge eingeht (wovon ich auch schwer ausgehe), dann dürfte den meisten zunächst mal gar nicht klar werden, dass sie die Verabschiedung des Gesetzes hauptsächlich den (Bundes)grünen zu verdanken haben. Den Grünenwählern ist das egal, das sind sowieso die, die mit am besten Verdienen, die sind auf kurze Sicht ja nicht von den Beschlüssen betroffen. Pispers nannte die Grünenwähler mal Neoliberale mit Verstand und Gewissen. Ich würde da noch “ein wenig” und “minimalem” einfügen.

        Ich glaube auch nicht, dass sie den Ulrich abservieren werden, schließlich haben sie trotz Ulrich laut Umfragen bundesweit deutlich zugelegt. Der kann auch später noch nützlich sein. Der war eher ein Versuchsballon, und geschadet hat’s ihnen ja wohl eher nicht. Die Grünen dürften Rot-Grün als Option mittlerweile beerdigt haben.

        Die Linken, die übrigens zur Zeit in sämtlichen Medien eher totgeschwiegen werden, machen sich selbst auch eher lächerlich, wenn sie Rot-Rot-Grün noch als ernst zu nehmende Option ansehen.

        Eigentlich müsste sich die SPD spalten; der kleinere Teil wechselt zu den Linken und der größere bildet zusammen mit den Gelben, den Grünen und und den Schwarzen die babykackebraune Neoliberale EinheitsPartei Deutschlands. Dann wären die Verhältnisse mal ganz offen geklärt.

    7. Mir schrieb am 4. Dezember 2010 at 06:56 - Permalink

      Die damaligen Reformen waren zwar völliger Murks aus vielen, vielen Gründen, jedoch waren mAn. die Sätze an sich ok. Im Wesentlichen war es das herabsetzen Langzeitarbeitsloser auf Sozialhilfe Niveau. Vorher bekamen Empfänger, auch wenn sie nur mal irgendwann mal vor Jahren ein wenig gerabeitet hatten, deutlich höhere Transfers. Auch waren die neuen Sätze damals nicht unangemessen niedrig.
      Was nicht getan wurde, ist das Anpassen an die Teuerung, das Resultat die ständige Senkung der Bezüge seit Einführung.
      Das ALGII würde bei Anpassung an die relevante Teuerung seit Einführung wohl nun bei deutlich über 400€ liegen.
      Dass dies nicht der Fall ist, liegt natürlich in Verantwortung von SPD und Grünen, da sie absichtlich (so dumm ist Niemand) keinen entsprechenden Mechanismus installiert haben.
      Insbesondere die SPD sollte sich langsam mal Auflösen oder mit Union und FDP fusionieren, die Existenz einer solchen Partei ist hochgradig demokratiegefährdend, hier werden die Interessen der Merhheit der Bevölkerung seit Jahren hinter denen der oberen Mittelschicht+ zurückgestellt, da kein funktionierendes Korrektiv existiert.
      Auf der anderen Seite sind Wähler eben dumm im Sinne von schlecht informiert, ihnen fehlt die Grundlage zur Wahlentscheidung, mit dummen Wählern ist Demokratie recht nutzlos , lediglich auf dem Papier existent und nett für ein bischen Pathos in Ansprachen im Parlament etc.

    8. gerdos schrieb am 4. Dezember 2010 at 10:29 - Permalink

      Lieber Jens. Nach meinen Informationen hast Du einen wichtien Aspekt der grünen Heuchelei vergessen, denn erst vor kurzem bei der Abstimmung im Bundesrat, ob sich der Bundesrat überhaupt mit der Verlängerung der Laufzeiten für AKWs befassen soll, hat die grüne Umweltministerin -Frau Dr. Dingenskirchen oder so- des Saarlandes dagegen gestimmt, obwohl auf den Webseiten der Saarlandgrünen immer wiede etwas anderes postiuliert wird. Korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege.

      Im übrigen ist jede Kritik an den Grünen meine Lieblingsdroge. Mehr!!!!!!!!!!!Danke!

    9. groo schrieb am 4. Dezember 2010 at 11:01 - Permalink

      @gerdos #8

      Im übrigen ist jede Kritik an den Grünen meine Lieblingsdroge.

      Naja.

      Der Hintergrund ist doch ganz simpel:
      Bei knappen Mehrheiten kauft man sich halt die wackeligsten ‘Gegner’.

      Da das Meinungsspektrum auf der ‘linken’ Seite heterogener ist, ist das da auch einfacher.
      Siehe den Fall Ypsilanti.

      Das ‘Herauskaufen’ ist ein ‘rechtes’ Handlungsmuster.
      Follow the money.

      Jetzt die Grünen tutto kompletto zu verdammen, heisst das Kind mit dem Bade ausschütten.
      Mir fallen aus der lameng ein paar Hände voll Top-Grüner ein, die ich nicht mit der Beisszange anfassen würde.
      Zumindest scheinen sie mir aber nicht so organisiert zu sein wie zB die Seeheimer in der SPD.

      Allgemein ist es doch so, dass erfolgreiche Parteien allerlei Opportunisten anziehen, die dann tendieren, Klüngel zu bilden
      Sogenannte ‘Realisten’.

      Den Finger in die Wunde zu legen, wie Jens das tut, ist schon i.O.
      Heisst:
      Die Grünen sollten mehr auf ihre faulen Äpfel achten.

      • gerdos schrieb am 4. Dezember 2010 at 11:21 - Permalink

        Das sehe ich völlig anders. Wer seinen Idealen treu geblieben ist, hat die Grünen seit Anfang der 90-er Jahre verlassen (Tuckfeld, Zieran, Ditfurth, Trampert, Ebermann usw.). War es nicht die Basis, die denjenigen Grünen zujubelte, sie mehrheitlich in Führungspositionen wählte und verehrte, die heute als Berater in großen Unternehmen sitzen?

        Diese einst friedensbewegte, basisdemokratische, imperativ und rotationsmandatierte, ökologische Antiparteienpartei verkauft oihre Niederlagen heute als Erfolg und ist doch nichts anderes, als eine langweilige Bürgerpartei, die im System angekommen ist.

        Ich war Gründungsmitglied in den 80er Jahren, trat 1990 aus und bezeichne diese “Bewegung” heute als eine große Lebenslüge. Wer noch einen Hauch von Charakter besitzt, kann jederzeit aus diesem Haufen austreten. Eine andere Konsequenz gibt es nicht. Wer sich in politischen Parteien wie den Grünen engagiert, hat anscheinend im normalen Leben keine Freunde.

        Meine Enttäuschung sitzt so tief, dass ich mich vor diesen Leuten nur noch ekel.

        • groo schrieb am 4. Dezember 2010 at 11:46 - Permalink

          Kann ich verstehen.

          Es gab mal einen Artikel in der SZ, wo sich Schulz über die Manieren von Joschka Fischer aufgeregt hat.

          Hockt im Büro, die Füsse auf dem Tisch, und empfängt seine Parteikollegen.
          Lässt dann noch einen Stapel Papier fallen in der Erwartung , dass der andere das aufhebt.

          Ich würde Fischer deshalb als Soziopathen bezeichnen.

          Beinahe hätte ich gesagt: Was soll man machen?
          Tue ich aber nicht.

          Habe viel Sympathien für Ditfurth etc.
          Wenig für die ‘Realos’, auch wenn sie gewonnen zu haben scheinen.

          Ich rette mich so aus der Malaise, als ich Parteien als -ähem-diffuses semantisches System begreife, wo jeden Tag um die Begrifflichkeiten gerungen werden muss/müsste.

          Wo soll man hin?
          Letztlich endet man als Solitär!

          Ich selbst bin kein Parteienmensch. (War mal bei den Jusos. Lang her. Habs aber auch nicht mehr ausgehalten.)
          Insofern sind meine Anmerkungen eher theoretisch und aus dem Abseits.

          Grüsse

        • drummy-b schrieb am 4. Dezember 2010 at 13:55 - Permalink

          Meine Enttäuschung sitzt so tief, dass ich mich vor diesen Leuten nur noch ekel

          Das kann ich gut verstehen, ich bin selbst zu dieser Zeit bei den Grünen ausgetreten. Es sollte ja noch schlimmer kommen, als man es zu dieser Zeit befürchtet hatte. Vielleicht ist es ja ungerecht gegenüber ‘jüngeren’ Mitgliedern dieser Partei, aber Sachen wie oben können das Gefühl, ‘von seinem besten Freund verraten worden zu sein’ nur bestätigen. Nichts und niemand symbolisiert mehr als Fischer die Geschichte dieser Partei, vom zornigen Steinewerfer zum aufgeqollenen Bonzen, und solange er ‘Ehrenvorsitzender’ ist und als ‘Sternstunde’ der Partei gilt, kann man sich nur in Ekel abwenden.

          • Lazarus09 schrieb am 5. Dezember 2010 at 19:10 - Permalink

            Ja ..Ja… Ja….. da steh ich voll dahinter ..und die Liste liesse sich verlängern . Daniel Cohn-Bendit ..Otto Schily, Waltraud Schoppe, Hubert Kleinert, Rezzo Schlauch.

            Spalter ..Muhaaahaaaa

            • groo schrieb am 5. Dezember 2010 at 19:46 - Permalink

              Du nimmst mir die Arbeit ab.

              Obwohl ich eben noch ein Zündholz für die Realos gebrochen habe.

              Deshalb höre ich Cecil Taylor.
              Muss doch irgendwo eine andere Welt geben, verd…
              Wo ich/man zuhause sein kann.

    10. leslie schrieb am 4. Dezember 2010 at 11:34 - Permalink

      Die Grünen. :-/

      Der erste Post des Threads sagt alles.

      Die Linken sind die letzte Hoffnung in dieser Bimbesrepublik.

      Mlg

      • groo schrieb am 4. Dezember 2010 at 13:20 - Permalink

        Die Linken sind die letzte Hoffnung in dieser Bimbesrepublik.

        Die Linke macht zB einen Fehler:
        Die Beiträge für ‘Besserverdienende’ sind schon arg hoch.
        Wenn ich mich da engagiere, kostet mich das einerseits ordentlich Zeit, und ich wäre andererseits auch bereit, punktuell, wo ich es für sinnvoll halte, finanziell beizutragen.
        Aber nicht, um -ähem- Parteibonzen zu finanzieren.

        Bei der FDP kann man da zB -was Beiträge betrifft- schummeln, was ja zu deren Programm passt.
        Sozusagen die Partei der Schummler.

        Allerdings ist die Parteiarbeit der Linken auf lokaler Ebene doch arg diffus, und es ist mir nicht klar, wieweit ich durch allgemeine ‘Beiträge’ zB den Porsche von Klaus Ernst mitfinanziere.
        Mit Hedonisten des Typus Ernst, die leicht zu Opportunisten mutieren, habe ich eher wenig am Hut.

        • Brettermeier schrieb am 4. Dezember 2010 at 14:26 - Permalink

          Die Linke macht zB einen Fehler:
          Die Beiträge für ‘Besserverdienende’ sind schon arg hoch.
          Wenn ich mich da engagiere, kostet mich das einerseits ordentlich Zeit, und ich wäre andererseits auch bereit, punktuell, wo ich es für sinnvoll halte, finanziell beizutragen.

          Eine Verpflichtung dazu, einen bestimmten Betrag bei einem bestimmten Einkommen zu zahlen, gibt es bei der Linken nicht. M.W. entscheidet man selbst, wieviel Beitrag man zahlen möchte (es gibt aber nen Mindestbeitrag glaub ich).
          Ob man “punktuell” beitragen kann, also zweckgebundene Spenden, weiß ich nicht. Könnte aber gut möglich sein.

          • groo schrieb am 4. Dezember 2010 at 14:40 - Permalink

            ich muss da präzisieren:
            Die Linke:

            Beitragstabelle
            Sie ist der Orientierungsrahmen für die Entrichtung des Mitgliedsbeitrages. Jedes Mitglied stuft sich im Rahmen der Tabelle ohne Nachweispflicht selbst ein und legt seinen Mitgliedsbeitrag selbst fest.

            darüber (2300Euro) : 4 Prozent des Nettoeinkommens

            Vergleich FDP:

            Mitgliedsbeitrag:
            Es ist ein monatlicher Mindestbeitrag nach folgender Staffel zu entrichten:
            A bis 2.600 EURO 8,00 EURO

            Die FDP kennt unter 2600 Euro garkeine Staffelung!
            Q.E.D.

      • elwu schrieb am 4. Dezember 2010 at 13:38 - Permalink

        Die Linken sind die letzte Hoffnung in dieser Bimbesrepublik.

        Die letzte Hoffnung für wen, und wodurch genau qualifizieren die sich für diese Position?

        • groo schrieb am 4. Dezember 2010 at 13:59 - Permalink

          @elwu,

          bin zwar nicht direkt angesprochen, und habe auch wenig dazu zu sagen, fürchte ich.

          Sarah Wagenknecht ist mE das intellektuelle Schwergewicht bei den Linken.

          Neutralisiert durch erfolgreiche character-assassination (Bettgeschichten mit Lafontaine etc).

          Leider wirkt das bei Merkel mit ihrer dubiosen Vergangenheit nicht.

          Die ‘Linken’ schämen sich, die ‘Rechten’ operieren unverschämt weiter.

          Das ist der kleine Unterschied.

      • Elbarto schrieb am 4. Dezember 2010 at 16:02 - Permalink

        Die Linken sind die letzte Hoffnung in dieser Bimbesrepublik.

        Vielleicht für jemanden der an dieses verkommende Parteiensystem glaubt. Ich für meinen Teil habe damit schon vor Jahren abgeschlossen. Es kann auch nicht reformiert werden, es muss einfach nur weg.

    11. Karl Heinrich schrieb am 4. Dezember 2010 at 12:42 - Permalink

      Wieviel Eis dürfen’s denn sein?
      Es wird immer mehr Freieis gefordert werden, und es wird immer Politiker geben, die ihr Empörungs- und Stimmenfang-Business betreiben, indem sie sich diese Forderung zu eigen machen. Da gibt es kein denkbares Ende.

      • Axel schrieb am 4. Dezember 2010 at 14:50 - Permalink

        Hätte ich auch schreiben können.

        Aus ehrfürchtiger Achtung vor dem Schicksal eines Menschen der in die Klauen von Hartz IV gerät hätte ich freilich die Frage nach dem Freieis weggelassen.

        Für die Lügen der “Hohe Haus” Politiker bei denen es ja reiner Zufall ist ob sie gerade Empörungs- und Stimmenfang-Business oder Regierungspolitik betreiben habe ich, seit ich mich seit 1996 (damals anhand der Kritik der FAZ , ja die zeigte auch Absurditäten auf) mal damit befaßt habe endgültig nur noch Verachtung übrig.

        Das wird sich wohl auch nicht mehr ändern. Leider gibt es keine Alternative.

        • Karl Heinrich schrieb am 4. Dezember 2010 at 17:21 - Permalink

          Mit (Ver-)Achtung hat das allerdings gar nichts zu tun. Vielmehr lässt sich das Verhalten in der politischen Arena strukturell gut nachvollziehen, mit den Mitteln der Theorie der politischen Ökonomie.

          • Axel schrieb am 4. Dezember 2010 at 18:13 - Permalink

            Ja ich habe mal eine gute Aussage gehört die ich aber nicht mehr zusammenbringe.

            “Politiker seien nicht von …. sondern von Interessen geleitet.”

            Ich bin nicht so naiv zu glauben, das man das was statt …. stehen müßte in die Politik einführen könnte.

            Wenn die Politik in einigen Bereichen (zumindest in der BRD) wenigstens nicht so unendlich primitiv wäre. Dann wäre ich weniger zornig. Wenn die Primitivität der Politik doch täglich um die Ohren gehauen würde.

            Wenn es doch außer bei Debatten über Präimplantationsdiagnostik oder das ungeborene Leben auch Sternstunden bei Debatten über das geborene Leben geben würde.

            Aber den Link lese ich sofort. Bei sowas lebe ich auf.

          • Axel schrieb am 4. Dezember 2010 at 19:05 - Permalink

            Also das englisch ist etwas schwierig und da brauch ich etwas länger. Aber die Theorie greift in jedem Fall zu kurz.

            Wenn Politiker nur an ihrer Wiederwahl und ihren privaten Vorteilen interessiert wären so ist es nicht erklärbar, wieso die SPD seit 2002 durch ihre politische “Führung” politischen Selbstmord begangen hat.

            Entweder waren sie von der Alternativlosigkeit und vielleicht auch der Richtigkeit ihrer Politik überzeugt oder die allgemein herrschende Ideologie (also u. a. die Lügen über die Ursachen des nicht zu bewältigenden Problems der Arbeitslosigkeit) ließ keine Wahl.

            Ich sagte 2002 den Sturz der SPD unter 20 Prozent voraus und wenn ich das wußte dann hätte die SPD das auch wissen können. Gut unter 20 kam es nicht aber im Bund sind es immer noch nicht viel mehr.

            Vielleicht noch was zum Schmunzeln. Es gibt ja zu allem und jedem eine andere Meinung. So habe ich doch tatsächlich mal gelesen das die SPD so tief gefallen sei, nicht weil sie zuviel, sondern zuwenig Hartz IV gemacht habe.

            Und das als Äußerung über eine Partei die man mal mit ihrer Kompetenz hinsichtlich des Sozialen in Zusammenhang gebracht hat.

            Unglaublich lachen mußte ich auch, wenn die SPD-Oberen (Müntefering) meinten. Deutschland habe die SPD in der Zeit nach 2002 für den Reformprozess benötigt. Als wenn das die CDU nicht auch hätte erledigen können.

            Manchmal sind die Politiker besser als das politische Kabarett.

            • Karl Heinrich schrieb am 4. Dezember 2010 at 23:39 - Permalink

              Wenn Politiker nur an ihrer Wiederwahl und ihren privaten Vorteilen interessiert wären so ist es nicht erklärbar, wieso die SPD seit 2002 durch ihre politische “Führung” politischen Selbstmord begangen hat.

              Und ebenso erklärungsbedürftig scheint der drastische Rückgang der sozialdemokratischen Wahlergebnisse zum Beispiel in Schweden, Holland, Dänemark. Offensichtlich machen sich hier größere externe Faktoren bemerkbar.

              Was die Theorie erfassen kann, das ist, wie Stimmen eingeworben werden; und das kann man eben gegenwärtig bei Gabriel beobachten, an seinem Opportunismus. Man kann aber auch beschreiben, wie Sozialdemokraten regieren, zum Beispiel indem man feststellt, wann sie besonders viele soziale Wahlgeschenke machen, nämlich im Wahlvorjahr.

              Aber klar ist auch, dass die Parteien selber nur historisch geformte Vehikel sind. Der Rückgang der S-Parteien ist ja nicht mit einer Verminderung an Transfers verbunden. Die übrigen Parteien absorbieren das teilweise (das ist eben die vielzitierte Sozialdemokratisierung).

              Es spielt aber wahrscheinlich auch eine Rolle, dass die Wähler zeitabhängig verschiedene Präferenzen setzen. Das wäre dann das Thema “Ist das sozialdemokratische Zeitalter zuende?”.

    12. Axel schrieb am 4. Dezember 2010 at 12:55 - Permalink

      Natürlich ist das alles eine Komödie unserer Schmierenkomödianten.

      Mein Gott es geht ums Geld. Wenn Hartz IV erhöht wird kostet das Milliarden. Es muß natürlich oppositionell gewettert werden, aber letztlich ohne substantielle Folgen. Freilich irgendeinen Einspruch der (zumindest vorerst) nichts kostet(obwohl er angeblich was bringen soll wird man vielleicht noch in gegenseitigem Einvernehmen auskungeln. Gabriel benötigt doch irgendwas mit dem er glaubt, seine Wähler verarschen zu können.

      Ich weiß jetzt nicht was es werden wird aber sicher ein nicht greifbarer angeblicher Vorteil für die auch dann noch chancenlosen Kinder die als Erwachsene dann ohnehin vor sich hinkrepieren können.

      • groo schrieb am 4. Dezember 2010 at 14:26 - Permalink

        Natürlich ist das alles eine Komödie unserer Schmierenkomödianten.

        Sicher.

        ‘Komödien’ aufzuführen ist hedonistisches Programm.

        Dante.
        Mein Verdacht ist, dass die ‘göttliche Komödie’ eine Inszenierung ist, die so gestaltet ist, dass die Profiteure sie ungestraft ‘geniessen’ können.

        Man kann die ‘Hochkultur’ fast aller Zeiten nach diesem Prinzip durchforsten, und stösst immer auf das:
        Hedonistische Scheinheiligkeit.

    13. ZwischenSpeicher schrieb am 4. Dezember 2010 at 13:28 - Permalink

      Was ich nicht verstehe, der Vorschlag von Frau von der Leyen ist doch offensichtlich derartig verfassungswidrig, dass sich Verhandeln oder Nachbessern gar nicht lohnt. Wenn jetzt ein paar Mark mehr im Vermittlungsausschuss herausgeschlagen werden, werden die Berechnungen doch dadurch nicht nachvollziebarer.

      Müssen erst wieder ein paar Jahre vergehen, bis das BVG neu entscheidet? Ich denke, das Beste wäre doch, eine Einigung im Vermittlungsausschuss zu verweigern und direkt wieder zum Bundesverfassungsgericht zu gehen.

      • groo schrieb am 4. Dezember 2010 at 14:07 - Permalink

        vd Leyen gehört zur Fraktion der Suprematisten.
        (Meine Privat-Kategorie)

        Was das Verfassungsgericht sagt, interessiert die Dame nicht die Bohne.

        Was sie ihm entgegensetzt, ist ein Wortschwall.

        Man kann nur hoffen, dass das Verfassungsgericht das genauso sieht.

        Beim US-supreme-court ist das zB nicht mehr erwartbar. Davor bewahre uns das System der Ernennung von Verfassungsrichtern hierzulande.
        Es gab ja schon etliche Anläufe, das VfG zu einer irrelevanten Instanz zurückzustutzen.
        Natürlich von den üblichen Verdächtigen.

        Das das so bleibt:
        Optimistisch bin ich da nicht.

        • Peleo schrieb am 4. Dezember 2010 at 23:33 - Permalink

          Hast Du auch für Lafontaine eine Privat-Kategorie?

          • groo schrieb am 5. Dezember 2010 at 11:38 - Permalink

            Narziss mit sozialen Neigungen

        • t.h.wolff schrieb am 5. Dezember 2010 at 10:45 - Permalink

          vd Leyen gehört zur Fraktion der Suprematisten.

          Das trifft ins Schwarze. Angefangen bei dem eher dynastisch inszenierten politischen Werdegang der vdL und endend bei ihrer waidmännischen Liebe zum Volk.

        • Axel schrieb am 9. Dezember 2010 at 20:38 - Permalink

          Ich suche auch immer nach Charakterisierungen für solch höchstgeweihte Persönlichkeiten.

          Heinrich Heine spricht von solchen eminenten Personen(lichkeiten) als:

          “schwadronierende(n) Hansw(ü)rsten.”

          Suprematist ist aber auch gut und das mit der waidmännischen Liebe zum Volk auch.

          Aber am schlagendsten sind noch die Parodien von Richling. Bilder sagen eben oft mehr als Worte.

    14. t.h.wolff schrieb am 4. Dezember 2010 at 14:58 - Permalink

      Daß die Grünen als Agenda-Trittbrettfahrer reinsten Wassers dennoch satte Zugewinne einfahren, während die wirtschaftsradikal gewendete SPD für den Systemwechsel von der sozialen Marktwirtschaft hin zum Kapitalismus angelsächsischer Prägung (verdientermaßen) die Zeche zahlt, ist und bleibt mir unverständlich. Schließlich gibts den Atomausstieg seit längerem auch bei den Sozis und Bekenntnisse zur Umwelt sind ubiquitär. Ist es einfach nur eine Geschmacksfrage ? Ist es einer gewissen Klientel schlichtweg zu profan, eine “Arbeiterpartei” zu wählen ? Wo doch prinzipiell jeder, der kein Kapital besitzt in diesen Tagen Malocher ist, ganz gleich was er irgendwann einmal gelernt hat ? Oder schützt ein Grünes Parteibuch vor dieser bitteren Erkenntnis der Realität – bis mit Mitte 40 die Kündigung kommt, weil der ausgeblutete Landkreis das kommunale Umweltuntersuchungsamt ersatzlos schließt und die Rückkehr in die Realität 1.0 ansteht ? Meine Diagnose: weite Teile des akademischen Proletariats sind noch immer in Trance, während die Betreiber des Systemwechsels seit 20 Jahren hellwach und hochalert zu Werke gehen.

      • groo schrieb am 4. Dezember 2010 at 15:16 - Permalink

        halblang,

        kennst Du jemand wie Sven Giegold bei der SPD?
        http://www.sven-giegold.de/
        Für den schlucke ich immer noch allerhand grüne Kröten.

        Bitte sag bescheid!

    15. spider schrieb am 4. Dezember 2010 at 15:48 - Permalink

      Auch als ein sehr kritischer Leser kann ich diesmal nur sagen:

      Ein wirklich gut recherchierter Artikel, Jens. Und sehr lesenswert. Über die Hintergründe von Hubert Ulrich wusste ich bisher leider nur sehr wenig. Nach den mich ziemlich verstörenden Auftritten von dem Herrn Platta, wo ich das Blog schon fast wieder aufgeben wollte, wieder ein Highlight. Auch gratuliere ich Telepolis zu der Standhaftigkeit und der Weigerung kontroverse Artikel zu löschen. Nachdem ich den Spiegel nur noch zu meiner eigenen Erheiterung lese, habe ich – man staune – ein Pressemedium tatsächlich noch zu schätzen gelernt.

      • groo schrieb am 4. Dezember 2010 at 16:34 - Permalink

        telepolis existiert nur so, weil es durch c’t querfinanziert wird.
        Dahinter (heise) steht ein kritischer Geist, den ich (leider) nicht kenne.
        Tut aber auch nichts zur Sache.
        Umso wohltuender, wenn einer sein Ego nicht so aufbläst.

        • Spiegelfechter schrieb am 4. Dezember 2010 at 16:36 - Permalink

          das ist so nicht richtig. Der kritische Geist ist bei Heise sicher vorhanden, aber so fürchterlich defizitär ist TP nicht – dazu kann ich natürlich keine Einzelheiten sagen.

          • groo schrieb am 4. Dezember 2010 at 17:42 - Permalink

            da weisst Du mehr als ich.

            Und hast vermutlich recht ;)
            War nur so eine Überlegung meinerseits.

            Ich bin nur c’t-Leser/Abonnent seit ca -naja- dem ersten Jahrgang.

            Ob es da zB Rötzer schon gab, kann ich mich nicht mehr erinnern.
            Man wird halt alt.

            • schwitzig schrieb am 5. Dezember 2010 at 17:06 - Permalink

              Artikel-Rotz-Rötzer ist KULT :-)

            • groo schrieb am 5. Dezember 2010 at 17:20 - Permalink

              @schwitzig,

              jetzt bin ich neugierig.
              Klär mich auf!

    16. gebintit schrieb am 4. Dezember 2010 at 22:30 - Permalink

      Nachdem Ulrichs unmoralisches Angebot die ersten Wellen schlug, übte der sich rasch im Einer-Zurückrudern ohne Steuermann.

      Lustiger Vergleich “Einer ohne Steuermann”. Gibt es denn auch Einer mit Steuermann? Dann gibt es auch schwarze Schimmel ;-).
      Ohne Zweifel, Hubert Ulrich ist eine Schande für die grüne Partei. Ohne Zweifel, die Politik hat Joschka Fischer stärker verändert als Joschka Fischer die Politik. Ohne Zweifel, die Banane ist erst grün, dann gelb, dann schwarz (haha).
      Hier in Ba-Wü liegt die LINKE immerhin bei fast 5%. Will sie also nicht in eine Koalition mit bösen Parteien, so bleibt sie halt in der Opposition. Ist auch besser für den Heiligenschein …

      • groo schrieb am 4. Dezember 2010 at 23:02 - Permalink

        Einer-Zurückrudern ohne Steuermann.

        Nix als doppelte Absurdität.

        Amen.

    17. elwu schrieb am 4. Dezember 2010 at 23:45 - Permalink

      Beileibe nicht erst seit und wegen der öffentlich zelebrierten Selbstenteierung der grünen Männchen im ‘Männer-Manifest’ ist diese Interessenvertretung der Feminanzen und Solarmodulhersteller unwählbar. Was für ein Trottelhaufen.

      • Axel schrieb am 5. Dezember 2010 at 13:44 - Permalink

        Wenn man das “Männer-Manifest” liest kann man eigentlich froh sein das es bei den Grünen laut Cohen Bendit (eigentlich ganz normale) Mafioso wie Ulrich gibt. Deren Methoden und Denke sind wenigstens menschlich allzu menschlich. In die kann man sich wenigstens heineindenken.

        • groo schrieb am 5. Dezember 2010 at 14:38 - Permalink

          verdammt nochmal!

          manchmal frage ich mich schon, wo das Hirn bei manchen Leuten so konzentriert ist:
          Geldbeutel?
          Unterhose?

          Der Bezug auf ‘Solarmodulhersteller’ war auf Scheer gemünzt?
          Oder was?
          Klar gibt es hier auch Opportunisten, die Solarmodule herstellen und mit dem Ferrrari herumdüsen. Aber etwa einen Scheer des Opportunismus zu bezichtigen, der mit anderen Opportunismen/Lobbyismen gleichwertig ist, ist schon etwas weit hergeholt.
          Oder?

          Die Krux liegt in der Verallgemeinerung einerseits, der Intention andererseits.

          Was das “Männer-Manifest” betrifft:
          Geschenkt!

          In die kann man sich wenigstens heineindenken.

          Ja.
          Auch geschenkt.
          Man muss sich nur manchmal erinnern, wo Hirn sitzt.

          Dann gehts wieder!

          • elwu schrieb am 5. Dezember 2010 at 16:41 - Permalink

            Wie meinen?

            • groo schrieb am 5. Dezember 2010 at 17:24 - Permalink

              Wie meinen?
              Was?

              Mögest Du bitte ungefähr sagen, was Du meinest, dann werde ich meinen Kopf kratzen und irgendwas wird schon herauskömmen. ;)

            • groo schrieb am 5. Dezember 2010 at 17:30 - Permalink

              erwarte ungefähr sowas als Antwort:

              One push
              You fall in
              Born in darkness
              Built on shame
              And hurting
              Filled with silence
              Filled with silence
              And stars
              Stars
              Stars
              Find the ladder
              Climb the ladder
              To God’s monkey
              No songs
              To sing
              That I believe in
              That I believe in
              Can’t breathe the air
              It’s too thin
              This far from heaven
              This far from heaven
              And stars
              Stars
              Find the ladder
              Climb the ladder
              To God’s monkey.

              (David Sylvian — God’s monkey.)

            • groo schrieb am 5. Dezember 2010 at 18:02 - Permalink

              sagen wir so:

              die Welt ist ein Gedicht.
              Ein seltsames.

              Manchmal reime ich sie mir so zusammen, wie Jens das tut.
              Manchmal nicht.

              Manchmal wie Sylvian.

              Manchmal passt einfach garnix zusammen.

              Dann ist Cecil Taylor schon eine Erleuchtung.
              “Abyss–first movement”
              Klingt doch gut, eh?

            • groo schrieb am 5. Dezember 2010 at 18:21 - Permalink

              Es sind diese aberwitzigen Fähigkeiten, wie die eines Cecil Taylor, die mich dann doch wieder an der ‘Welt’ verblüffen.

              So, als ob eine andere möglich wäre, die man von Grund auf neu aufbauen könnte, und müsste.

              Ordnungsfanatiker -wie die Physiker- können damit garnichts anfangen.
              Sie glauben einfach, dass die Welt so ist wie sie ist, und man sie nur verstehen muss.
              ‘Ver’-'stehen’ als Standpunktsänderung.
              Nicht ‘Ver’-'Ändern’.
              Natürlich muss man sie erstmal verstehen, bis man sie verändern kann.

              So ist das.
              Ungefähr.

            • groo schrieb am 5. Dezember 2010 at 18:27 - Permalink

              Cecil Taylor — Silent Tongues

        • caf schrieb am 5. Dezember 2010 at 14:47 - Permalink

          kann man sich wenigstens hineindenken.

          ???

          • groo schrieb am 5. Dezember 2010 at 15:11 - Permalink

            ‘man’ ist abgeleitet von ‘Mann’

            Manchmal geht mir diese political correctness auch auf die Nerven.

            Aber dann -manchmal, wenn ich mich in die Denkwelt von Frauen versuche hineinzuversetzen, frage ich mich, ob sie nicht einfach das Beste draus machen.

            Ob das ‘gut’ ist?
            Habe da meine Zweifel.
            (dass das ‘Beste’ evtl nicht ‘gut’ sein kann, verwirbelt mein Hirn. Kommt wohl daher, dass man sich irgendwo auf einem lokalen Optimum aufhält. Wie die Steinböcke, die auf ihrem ‘Optimum’ aussterben, weil sie die Niederungen bis zum nächsten lokalen Optimum nicht mehr durchschreiten können.)

            Das Abschleifen der Begriffe ist mindestens ein interessantes Experiment, da was zu verändern. Und ist gut begründet.

            Könnte allerdings -ähem- in die ‘Hose’ gehen.
            Sehe ich ein.

            • caf schrieb am 5. Dezember 2010 at 15:16 - Permalink

              nein, das hat mit Mann nix zu tun, Axel meinte damit, dass sich im allgemeinen jeder Mensch in diese mE kranken oder auch wie Axel meint menschlichen Gedankengänge hineinversetzen kann…

              das wollte ich kritisieren ^^

              aber wie ist schon krank definiert… es reicht aber, wenn axel das nächste mal schreibt, “ich” statt “man”

            • groo schrieb am 5. Dezember 2010 at 15:43 - Permalink

              @caf

              “ich” statt “man”

              kann sein.

              Zerlegen wir das ‘ich’ in das, was es ist:
              Ein wirres Konvolut. Ein Harlekin.

              Müsste ‘ich’ jetzt nachforschen, wo ‘ich’ ‘mich’ über den Irrsinn des ‘Ich-Konzepts’ ausgelassen habe.

              Meine Buchführung ist schlecht.
              (Kommt wohl daher, dass ‘ich’ ‘mich’ nicht so wichtig nehme, und trotzdem manchmal aufbrause.)

            • caf schrieb am 5. Dezember 2010 at 15:52 - Permalink

              lol groo, du bisch nicht von dieser welt :-)

            • groo schrieb am 5. Dezember 2010 at 15:59 - Permalink

              lol groo, du bisch nicht von dieser welt :-)

              kein Kommentar.
              Naja. Das:
              21st Century Schizoid Man

              Wundere Dich nicht, wenn der Bildschirm dunkel bleibt

        • groo schrieb am 5. Dezember 2010 at 14:59 - Permalink

          Nochmal, wenn ich schon in Fahrt bin:

          Was gibt mir das Recht, wenn ich schon ganz zufällig auf der Welt bin, hier wie der grosse Zampano aufzutreten?

          Meine angeborenen Kräfte/Eigenschaften?
          Meine ererbten Güter?
          Mein angeblich eingebautes Lustprinzip?

          Das nennt man nobel: ‘Kontingenz’!

          Mein HIRN sagt jedenfalls: Es gibt keinen Grund!

    18. Chat Atkins schrieb am 5. Dezember 2010 at 10:07 - Permalink

      Die Saar-Grünen waren für die Partei schon immer das, was die Hessen-CDU für die Union ist.

    19. Outlook schrieb am 5. Dezember 2010 at 11:05 - Permalink

      Wie wird sich Campact und die Bewegungsstiftung als außerparlamentarische Kampagnebewegung zur grünen Doppelmoral positionieren?

      Campact und die Bewegungsstiftung sind sichtbarer Ausdruck für die Professionalisierung einer neuen Form der (linken) außerparteilichen Opposition.

      Das Internet erweist sich hier als die entscheidende Kommunikationsplattform.

      http://www.campact.de/campact/home
      http://www.bewegungsstiftung.de/

    20. Juliane schrieb am 5. Dezember 2010 at 11:21 - Permalink

      Danke, Jens!

    21. loewie schrieb am 5. Dezember 2010 at 11:47 - Permalink

      Hübsche Gelegenheit um an Wau Holland mit einem seiner Zitate zu erinnern, den wohl berühmtesten CCC-Hacker jener Tage:
      „Bei jedem gespeichten Datum ist der Missbrauch nur eine Frage der Zeit“

    22. leslie schrieb am 5. Dezember 2010 at 13:28 - Permalink

      Sarah Wagenknecht…

      http://www.imadedinner.net/wp-content/uploads/2010/04/drooling-homer-simpson.jpg

      Für die würd ich glatt wieder hetero werden. ^^

      Mlg

      • t.h.wolff schrieb am 5. Dezember 2010 at 18:51 - Permalink

        Sarah Wagenknecht…

        Für die würd ich mir glatt so einen kaufen

        und unter ihrem Fenster anzünden.

        Wenn wir schon alle eine Tüte im Gesicht haben. Vielleicht sollten wir aber auch einen ständigen Sarah-Wagenknecht-Thread einrichten, um dem SPIEGELFECHTER eine orthogonal formatierte weltanschauliche Plattform zu geben. Ich hätte lediglich die Befürchtung an die Wand gestellt zu werden, wenn, nein, sobald die Revolution kommt.

        • groo schrieb am 5. Dezember 2010 at 19:23 - Permalink

          also mit Revolution ist mit Euch nix zu machen!

          die reflektiert Euch doch in Grund und Boden. ;)

    23. Axel schrieb am 5. Dezember 2010 at 14:09 - Permalink

      @Karl Heinrich

      Also eine dezidierte Antwort wäre sehr kompliziert und meine “Erklärungen” mögen wohl auch zu einfach sein.

      Aber eine Rückfrage:

      Der Rückgang der S-Parteien ist ja nicht mit einer Verminderung an Transfers verbunden.

      Also das müßte man mal zahlenmäßig genauer belegen. Grundsätzlich wurde doch das Risiko auf den Einzelnen und die “Bedarfsgemeinschaft” abgewälzt. Und es werden weiter Leistungen reduziert. Also müßte doch für den Einzelnen weniger an Transfer dabei herauskommen.

      Das heißt natürlich nicht das die Transferleistungen nicht insgesamt steigen können wenn die Zahl der Transferempfänger zunimmt. Dazu gehören ja auch Aufstocker, die ja aus der Arbeitslosenstatisktik herausfallen, was ja Augenwischerei ist.

      Zumindest jetzt da die Zahl der Arbeitslosen angeblich abnimmt müßte dann doch das Transfervolumen doppelt sinken. Durch Kürzung und Abnahme der Arbeitslosigkeit. Hier müßten enorme Entlastungen entstehen.

    24. Juliane schrieb am 5. Dezember 2010 at 16:35 - Permalink

      Was ist denn nun mit den Absichtslosen, mit der Absichtslosigkeit?
      Mein Blick über den Tellerrand:
      http://www.grundeinkommen-bundestag.de/
      (Film, 11 einhalb Minuten, Fragen an Daniel Hähni)
      Guath!

    25. carlo schrieb am 6. Dezember 2010 at 12:48 - Permalink

      Ach…Marc Uwe Kling ist schon gut….aber besser sind die
      Basken…..

    26. fontane schrieb am 6. Dezember 2010 at 17:23 - Permalink

      katja kipping über die neuberechnung der regelsätze: http://www.katja-kipping.de/article/371.naechster-halt-karlsruhe.html

    27. Frank schrieb am 6. Dezember 2010 at 17:38 - Permalink

      Vielleicht sollte auch der Name von Sahra Wagenknecht mal richtig geschrieben werden von den ganzen Fans hier…

      • t.h.wolff schrieb am 6. Dezember 2010 at 18:52 - Permalink

        Sich über die Richtigkeit der Schreibweise klar zu werden war bislang nicht unbedingt einfach, sogar wenn man offizielles Parteimaterial oder Behördeneinträge zu Rate zog, nicht zu reden von der allwissenden Müllkippe. Zum Glück gibt es BILD: Hier wird erklärt woher unsere Probleme rühren:

        http://www.bild.de/BILD/regional/duesseldorf/aktuell/2010/09/29/linken-frontfrau-wagenknecht/sarah-heisst-jetzt-offiziell-sahra.html

        Aber im übrigen eine ziemlich clevere Einlassung.

    28. carlo schrieb am 6. Dezember 2010 at 21:23 - Permalink

      Da hab ich doch was für meinen Freund
      Truvor: Auf mal wieder…..es geht weiter…..

    29. borderline44 schrieb am 12. Dezember 2010 at 11:09 - Permalink

      Ich würde gerne folgendes Video einstellen wollen:

      Mit traurigen Grüßen
      borderline44 – vielen Dank für´s nicht Zensieren dieser wichtigen und traurigen Zusammenhänge!

    30. borderline44 schrieb am 12. Dezember 2010 at 11:43 - Permalink

      Ich würde gerne folgendes traurige Video und Inhalte einstellen wollen:

      Deutschlandtrend Dezember 2010 – oder: Die pathologische Treue der Deutschen

      Die Konsequenzen des Gehorsams für die Entwicklung von Identität und Kreativität

      Nationen auf die Couch

      Gedanken zu möglicher und typischer Kritik

      Mit traurigen Grüßen
      borderline44 – vielen Dank für´s nicht Zensieren dieser wichtigen und traurigen Zusammenhänge!

      (Ps.: die beiden oberen Kommentare von mir bitte löschen, weil Fehlerhaft -Danke!)


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