Direkt zum Inhalt
  • Newsletter
  • Über mich
  • Kontakt

  • Jeden Monat wieder! Ein zweiter Klick abonniert den Blog-Flattr.

  • Werbung

    Drucker Preisvergleich

  • Partner

    OA Logo
  • Archiv

  • Kategorien

    • Afghanistan
    • Afrika
    • Allgemein
    • Ausland
    • Bildungssystem
    • Blogintern
    • Blogs
    • Buchvorstellungen
    • Bundespräsident
    • CDU
    • China
    • Deutschland
    • Energie
    • Europa
    • FDP
    • Finanzkrise
    • Frankreich
    • Geopolitik
    • Georgien
    • Gesundheitssystem
    • Glosse
    • Great Game
    • Großbritannien
    • Grundlagen
    • Grüne
    • Irak
    • Iran
    • Israel
    • Kampagnenjournalismus
    • Lesebefehl
    • Linke
    • Medien
    • Menschenrechte
    • Nahostkonflikt
    • Neoliberalismus
    • Panik
    • Podcasts
    • Polen
    • Politclowns
    • Politischer Diskurs
    • Russland
    • Schwarz-Gelb
    • Sicherheitspolitik
    • Sozialpolitik
    • Sparen
    • SPD
    • Spezialdemokraten
    • Südamerika
    • Türkei
    • Unsympathen
    • US-Wahlen 08
    • USA
    • Verschwörungstheorien
    • Volkswirtschaft
    • Wahlen
    • Wirtschaft
  • Blogroll

    • 7Schläfer
    • Ad Sinistram
    • AllesDrehtSichImKreis
    • Blogsgesang
    • Chefarztfrau
    • Egghat
    • Feynsinn
    • FixMBR
    • Foreign Policy Watch
    • Geschichtsblog
    • Guardian of the Blind
    • Jacob Jung Blog
    • Maiak
    • Maskenfall
    • Michael Schöfer
    • NachDenkSeiten
    • Notizen aus der Unterwelt
    • Oeffinger Freidenker
    • Philibuster
    • Sargnagelschmiede
    • sp!ked
    • Spiegelkritik
    • Spreeblick
    • Tautenhahn
    • TomDispatch
    • Transatlantikblog
    • uiuiuiuiuiuiui
    • Unser globales Dorf
    • Wolfgang Michal
  • Quellen

    • AG Friedensforschung
    • Alternet
    • Asia Times
    • Common Dreams
    • Das Dossier
    • Economist´s View
    • FinanceScout24 Versicherungsvergleich
    • Foreign Policy in Focus
    • Freitag
    • German-foreign-policy
    • journalismus – nachrichten von heute
    • Junge Welt
    • Kontaktlinsen Preisvergleich
    • NachDenkSeiten
    • Net News Global
    • Neue Rheinische Zeitung
    • Open Democracy
    • Ossietzky
    • Project Syndicate
    • Russland-Aktuell
    • Russland.ru
    • Telepolis
    • Vox
  • RSS Nachdenkseiten

    • 10 Thesen der Kritik an Hochschulräten
    • Glück braucht einen geschichtlichen Atem
    • Hinweise des Tages
    • Wahlen in Griechenland: Klientelsystem am Ende – Koalition der radikalen Linken der Wahlgewinner
    • Im Westen nicht viel Neues
  • RSS Jacob Jung

    • Dänische Verhältnisse? Gerne, Herr Gauck.
    • Jacobs Woche (11.3. – 17.3.2012)
    • Cyber-Minister Friedrich: Rettet den Pizzaservice
    • Studie: Acht Millionen Geringverdiener in Deutschland
    • Nazi-Angriff auf türkischen Imbissbesitzer in Sachsen-Anhalt
  • RSS ad sinistram

    • Wenn uns schlecht wird, geht es uns gut
    • De omnibus dubitandum
    • Wir versprechen, nicht zu lange zu löffeln
    • Können Sie von Ihrem Weingut leben?
    • De auditu
    • Nur das Vakuum ist vergleichbar
    • Ökonomisierte Generation
    • Hollande befreit Merkel
    • De omnibus dubitandum
    • Ein Leben...
  • RSS Feynsinn

    • Das Elend an der Ruhr
    • Es ist ein Schwiegersohn
    • Deutsche Schmierengilde
    • Autoren für das Kapital
    • Zieh dich aus
  • RSS Oeffinger Freidenker

    • Die NRW-Wahl - Eine Analyse
    • Vom Respekt für den Konsumenten
    • Sozialdarwinismus bei der Bahn
    • Des Kaisers neue Kleider
    • Zur Debatte um die Wiederauflage von "Mein Kampf"
  • Suchen

  • RSS Feeds

    • Artikel
    • Kommentare
    • eMail-Abo
  • Dein Shop für Outdoor Ausrüstung und Bekleidung. Zweimal südlich Münchens, Einmalig im Internet.

    Hier könnte Ihre Werbung stehen

  • Letzte Kommentare

      der Herr Karl bei Stefan Sasses Analyse zur NRW-Wahl:

      Es sind da noch die Beschiessung von somalischem Territorium...

      Mod bei Stefan Sasses Analyse zur NRW-Wahl:

      Thanx, startpage und benutzerspezifische Daten sind ein Argument, werde...

      Mod bei Stefan Sasses Analyse zur NRW-Wahl:

      Das ist umso mehr Bedauerlich, wenn wie Gestern von einem User...

      habeichvergessen bei Stefan Sasses Analyse zur NRW-Wahl:

      Und die FDP reagiert mit Hilfe des Springer-Konzerns...

      habeichvergessen bei Stefan Sasses Analyse zur NRW-Wahl:

      @der Herr Karl Ah, Du hast es auch schon verlinkt. Wäre...

      habeichvergessen bei Stefan Sasses Analyse zur NRW-Wahl:

      Horst Seehofer im “Heute-Journal” “Sie...

      Milo bei Stefan Sasses Analyse zur NRW-Wahl:

      Es ist sehr bedauerlich, dass die Diskussion sich nicht um die Thesen...

      salvo bei Stefan Sasses Analyse zur NRW-Wahl:

      apropos google ich benutze Ixquick bzw startpage, da diese keine...

      Mod bei Stefan Sasses Analyse zur NRW-Wahl:

      Sehr gute Analyse, anhand der Kommentare sieht man das die politische...

      Sylvia bei Stefan Sasses Analyse zur NRW-Wahl:

      Heldentasse, dass die Abgehängten nun automatisch links wählen...

      Carlo bei Stefan Sasses Analyse zur NRW-Wahl:

      Also aber mal hallo! “Informationsoverflow beim...

      der Herr Karl bei Stefan Sasses Analyse zur NRW-Wahl:

      Seehofers Analyse zur NRW-Wahl, 1. und 2. Teil.

      Mod bei Stefan Sasses Analyse zur NRW-Wahl:

      Genau dieses Bild wird in den Medien verbreitet, “zum Beispiel das...

      Heldentasse bei Stefan Sasses Analyse zur NRW-Wahl:

      @Silvia Zusammengefasst darf man getrost sagen, dass mit dieser...

      schwitzig bei Stefan Sasses Analyse zur NRW-Wahl:

      @Lohengrin Was mich wirklich interessieren würde: Glaubst Du den...

  • Twitter Contact News Spenden Login Anmelden

  • Werbung

    Hier könnte Ihre Werbung stehen

  • Facebook

  • Leseempfehlungen

    An dieser Stelle stehen hier normalerweise Leseempfehlungen mit einem Link auf Amazon. Da Amazon, wie sich mittlerweile herausgestellt hat, offenbar ein überaus unsozialer Konzern ist, der sich an den Schwächsten der Gesellschaft bereichert, hat sich der SPIEGELFECHTER entschlossen, die Zusammenarbeit mit Amazon mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Es ist natürlich klar, dass dieser Boykott mit spürbaren finanziellen Einbußen verbunden ist. Wir würden uns daher freuen, wenn Ihr unsere Unabhängigkeit durch eine kleine Spende unterstützen könntet.
  • Herr Malzahn will es noch mal wissen

    geschrieben am 09. Dezember 2010 von Spiegelfechter

    Es gibt Journalisten, die im Internet nicht primär eine Bedrohung ihres Meinungsmonopols sehen, sondern eine Chance, den Journalismus zu revolutionieren – und es gibt Claus Christan Malzahn. Es gibt auch Journalisten, die keine vorgefasste Meinung haben, die sie mit noch so abstrusen Argumentationen zu verteidigen versuchen – und es gibt Claus Christian Malzahn. Es soll sogar Journalisten geben, die sich ausgiebig mit einem Thema beschäftigen und sich zumindest eine grobe Übersicht über die Gemengelage verschaffen, bevor sie zur Feder greifen – und es gibt Claus Christan Malzahn.

    Herr Malzahn ist der Eddie the Eagle des Journalismus – eine echte Trash-Ikone mit kruden Ansichten. Als Herr Malzahn beispielsweise mitbekam, dass mehr Deutsche in den USA als in Iran eine Bedrohung für den Weltfrieden sehen, empfahl er den Amerikanern, den Deutschen doch eine “neue Runde Re-Education” zu spendieren. Und als Herr Malzahn lesen musste, dass die US-Geheimdienste zugeben, dass Iran doch kein Atombombenprogramm betreibt, lautete sein bellizistisches Credo “Jetzt erst recht!”. Doch Herr Malzahn ist kein gewiefter Falke, der seine Leser subtil mit sinisterem Neokonservatismus bearbeitet – Malzahn ist vielmehr ein Dilettant, dessen Ergüsse noch nicht einmal Tante Erna vom Hocker hauen.

    Herr Malzahn hasst daher auch das Internet. Wo kämen wir denn auch hin, wenn jeder Leser sich selbst eine Meinung bilden könnte, anstatt publizistischen Blendgranaten wie Malzahn jedes noch so absurde Wort zu glauben? Es soll mehrere Journalisten geben, die das Internet hassen. Jedoch kommt es eher selten vor, dass man ausgerechnet diese Journalisten mit einer leitenden Funktion im Online-Journalismus beglückt. So etwas bringt natürlich nur SPIEGEL-Online fertig. Herr Malzahn diente dem boulevardesken Online-Ableger des ehemaligen Nachrichtenmagazins jahrelang treu als Leiter des Politik-Ressorts. Spötter behaupten, dass sowohl die fragwürdige politische Ausrichtung, als auch das bescheidene Niveau von SPIEGEL-Online untrennbar mit dem Namen Malzahn verbunden sind. Selbst für SPIEGEL-Online wurde Malzahn jedoch schon bald untragbar und man verbannte ihn in das Münchner Außenbüro der Print-Mutter.

    Wer es im deutschen Journalismus zu etwas bringen will, hat mit einer Kombination aus Merkbefreiung, Talentlosigkeit und einem unerschütterlichen Ego jedoch allerbeste Chancen. So kam es, dass der geschasste Herr Malzahn im April dieses Jahres zum stellvertretenden Politik-Chef der WELT-Gruppe ernannt wurde. Der Springer-Verlag hat schon ein besonderes Händchen bei der Verpflichtung untalentierter Vizes. Mit rationalen Argumenten lassen sich die Personalentscheidungen Malzahn und Poschardt (Vize-Chefredakteur der WamS) kaum erklären. Bislang hielt sich die publizistische Tätigkeit Malzahns bei seinem neuen Arbeitgeber glücklicherweise in Grenzen. Doch gestern muss sich der Herr Malzahn so geärgert haben, dass mit ihm wieder einmal die publizistischen Gäule durchgingen. Kenner ahnen schon, worum es geht – WikiLeaks, Internet, USA … dazu muss ein Herr Malzahn doch seinen Kommentar abgeben! Und so geschah es:.

    Die Verhaftung bringt Assange zurück in die Realität
    Zu lange spielte Julian Assange mit der Rechtsfreiheit im Internet. Jetzt holt ihn der Rechtsstaat im wahren Leben ein.
    [...] Die schwedische Staatsanwaltschaft will den Australier Assange lediglich zu schwerwiegenden Vorwürfen vernehmen, die gegen ihn im Raum stehen.
    Dieser Klärung des Sachverhalts hat sich Assange bisher entzogen. Seine Anhänger wittern dennoch ein abgekartetes Spiel: Die Vergewaltigungsvorwürfe seien fingiert, um das Wikileaks-Projekt zu beschädigen. Wenn das so wäre, müssten die beiden Schwedinnen, deren Bekanntschaft Assange offenbar nicht bestreitet, sowie die schwedische Staatsanwaltschaft eine von den USA diktierte, heimliche Agenda verfolgen.

    Diese Agenda wäre dann ungefähr so unheimlich heimlich, wie die heimliche Agenda der Dienstleistungsunternehmen Amazon, PayPal, MasterCard und Visa. Dass auch andere Staaten, wie beispielsweise Frankreich, eine nicht einmal heimliche Agenda verfolgen, um WikiLeaks aus dem Netz zu treiben, ist für ernsthafte Journalisten auch kein Geheimnis. Die Spatzen grölen es von Dächern, aber Herr Malzahn besitzt verdammt gute Ohrenschützer.

    Warum Herr Malzahn Zweifel an den Vergewaltigungsvorwürfen unbedingt mit einem “US-Diktat” in Verbindung bringen muss, weiß wahrscheinlich auch nur er selbst. Sogar Malzahns ehemalige Kollegen von SPIEGEL-Online vermuten hinter den Vorwürfen eher die gekränkte Eitelkeit zweier ehemaliger Sex-Partnerinnen des blassen Australiers. Natürlich ist es nicht statthaft, die strafrechtlichen Vorwürfe gegen Assange als reinen CIA-Plot zu brandmarken, wie es einige Internetseiten tun. Sich auszumalen, dass zwei Frauen, die entdecken, dass ihr großer Held sie offenbar als Sexspielzeug missbraucht hat, sich auf diese Art und Weise rächen wollen und dabei in einen Mechanismus hineingezogen wurden, den sie selbst nicht mehr stoppen können, ist zumindest eine nicht eben unplausible Deutung der Geschehnisse.

    Darauf gibt es bis heute freilich keinen einzigen Hinweis, nicht einmal einen, den man nicht weiter ernst nehmen müsste.

    Dafür gibt es diverse Hinweise, die weltweit in allen Zeitungen von arrivierten Journalisten diskutiert werden. Liest Herr Malzahn etwa keine Zeitungen?

    Es geht in Schweden ausdrücklich nicht um den politischen Schaden, den der Wikileaks-Aktivist angerichtet hat. Ob die Enthüllungen für Assange überhaupt ein juristisches Nachspiel haben werden, ist vollkommen unklar. Konstatieren kann man nur, dass die Wikileaks-Geschichte nun um einen Kachelmann-Faktor bereichert worden ist. Wohin das führt, ist offen.

    Ist Naivität eine Tugend? Wenn dem so sein sollte, ist Herr Malzahn ein wahrhaft tugendhafter Mensch. Auch Herrn Malzahn sollte es nicht entgangen sein, dass die US-Behörden fieberhaft nach einer juristischen Begründung jenseits des Verstoßes gegen das Urheberrecht suchen, um eine mögliche Auslieferung von Julian Assange zu beantragen. Da Großbritannien allerdings nur in schwerwiegenden Fällen in Nicht-EU-Länder ausliefert, ist es selbstverständlich im Interesse der USA, wenn Assange nach Schweden ausgeliefert werden sollte. Diesen Umstand als “Kachelmann-Faktor” zu umschreiben, zeugt schon von einer fundamentalen Beschränktheit.

    Asssange hat sich im Internet eine Wirkungssphäre geschaffen, die ohne geltendes Recht auskommen will.

    Man muss WikiLeaks nicht unbedingt mögen, um zu erkennen, dass dies kompletter Unfug ist. WikiLeaks hat bis dato jeden juristischen Streit gewonnen und wer mit Mitarbeiten von WikiLeaks spricht, weiß, dass sie nicht im rechtsfreien Raum operieren wollen, sondern – ganz im Gegenteil – darauf Wert legen, im Einklang mit den Gesetzen zu arbeiten. Dass dies nicht für die Whistleblower selbst gilt, ist offensichtlich. Aber auch die Informanten des SPIEGEL verstoßen gegen geltende Gesetze. Operiert der SPIEGEL deshalb in einer “Wirkungssphäre, die ohne geltendes Recht auskommen will”?

    Diese Haltung ist im Web ohnehin sehr verbreitet. Sie beginnt bei beleidigenden Leserkommentaren, reicht über üble Nachrede, getarnt als objektiver Eintrag bei Wikipedia, und endet letztlich beim organisierten Geheimnisverrat des Wikileaks-Projektes.

    Diese Argumentationskette sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen. Wer heute böse Kommentare über Herrn Malzahn verfasst, ist morgen schon ein Terrorist. Dieses gottverdammte Internet! Wir wissen ja schließlich auch, dass Ego-Shooter-Kiddies später Amok laufen und Filesharer potentielle Schwerstverbrecher sind.

    Warum mag Herr Malzahn eigentlich das Internet nicht? Weil es sein merkbefreites Gebrabbel kritisiert? Man kann sicherlich darüber streiten, ob SPON oder WELT-Online sich damit einen Gefallen tun, überhaupt eine Kommentierung anzubieten. Winston Churchill sagte einmal “Das beste Argument gegen die Demokratie ist ein fünfminütiges Gespräch mit einem durchschnittlichen Wähler” – wer will dem alten Haudegen da widersprechen? Die Interaktivität publiziert diese vermeintliche Schwachstelle der Demokratie. Man stelle sich einmal vor, Angela Merkel würde ihre Regierungserklärung vor bildungsfernen Kneipenphilosophen abhalten, die alle Rederecht im Bundestag hätten – Hallelujah! Im Netz haben die Kneipenphilosophen Rederecht. Das muss einem nicht gefallen, aber es ist demokratisch. Wenn Herr Malzahn “böse Kommentare” für Teufelswerk hält, hat er auch ein gestörtes Verhältnis zur Demokratie.

    Aus purer Hilf- und teilweise auch Ahnungslosigkeit haben wir – das schließt den Journalismus neben der Politik mit ein – diesem zum Teil unverantwortlichen Treiben viel zu lange zugesehen, während uns sogenannte Netzexperten glauben machen wollten, das Internet schaffe schon irgendwie seine eigene Ethik. Das ist nicht passiert.

    Aber seit 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen! Journalismus und Politik gegen das “unverantwortliche Treiben” von Experten und Volk – diese Frontlage ist ja keinesfalls neu. Wenn Herr Malzahn von Ethik spricht, so ist das freilich eine durchschaubare Finte. Natürlich hat das Netz seine Ethik und niemand kann etwas dafür, dass Herr Malzahn diese Ethik nicht versteht. Bei seinem Ausflug in die Welt der Ethik wirkt Malzahn vielmehr wie ein Papist des 15. Jahrhunderts, der gegen die Übersetzung der Bibel und den Buchdruck zu Felde zieht – panisch vor Angst, seine Interpretationshoheit zu verlieren. Diese Angst ist nicht unberechtigt und Herr Malzahn ist keinesfalls der Einzige, der fürchtet, dass ihm bei einer Demokratisierung des Meinungsbildungsprozesses die Felle wegschwimmen.

    Stattdessen gilt es bei manchen heute schon als Zensurmaßnahme, wenn man gegen Kinderpornografie zu Felde zieht.

    Wenn man eine potentielle Zensurinfrastruktur aufbauen will, die noch nicht einmal wirkungsvoll gegen Kinderpornografie eingesetzt werden kann, fürchten die “unverantwortlichen” Experten und Internetnutzer zu Recht, dass hier das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird.

    Dieser digitalen Kultur des „Anything goes“, in der alles möglich und natürlich möglichst auch alles umsonst sein soll, entstammt auch Julian Assange, der schon als 16-Jähriger mit dem Computer Sicherheitscodes von Firmen geknackt hat.
    Offenbar hat er angenommen, dass die Elastizität von Recht und Gesetz im Internet auch im wahren Leben gilt.

    Wer einen Zusammenhang zwischen Assanges Hackerethik und dem Vorwurf der sexuellen Nötigung sieht, hebe die Hand. Malzahns Rabulistik ist schon beeindruckend inkonsistent – während er einleitend jeglichen Zusammenhang zwischen Assanges Verhaftung und der Arbeit von WikiLeaks kategorisch in das Reich der Verschwörungstheorien verweist, zieht er zwei Absätze später selbst diesen Schluss. Man kann so etwas kognitive Dissonanz nennen, man kann es aber auch als gescheiterten Versuch sehen, populistisch gegen eine Internetkultur zu wettern, die man selbst nicht versteht. Das geht aber doch wohl besser, Herr Malzahn! Jeder darf seine Meinung haben und versuchen, andere zu überzeugen. Aber doch bitte nicht derart plump. Fragen Sie doch mal ihren Kollegen Henryk M. Broder, ob er Ihnen ein wenig Nachhilfe in Rabulistik geben kann – von ihm könnten Sie noch viel lernen.

    Da lag er aber falsch. Insofern ist seine Festnahme nur der Beleg dafür, dass rechtsstaatliche Prinzipien im wahren Leben konsequenter durchgesetzt werden. Immerhin.

    Immerhin! Und was soll uns dieser verschwurbelte Schlußsatz sagen? Dass Sexualstraftaten konsequenter verfolgt werden können als … ja, als was? Als “beleidigende Leserkommentare”? Als “üble Nachrede, getarnt als objektiver Eintrag bei Wikipedia”? Oder etwa als “der organisierte Geheimnisverrat des Wikileaks-Projektes”? Ja, lieber Herr Malzahn, so funktioniert er nun einmal, der Rechtsstaat! Ein Großteil Ihrer Leser ist froh, dass es noch so etwas wie rechtsstaatliche Prinzipien gibt, die auch im Netz gelten. Sie sehen das offensichtlich anders. Aber um was geht es Ihnen eigentlich? Fürchten Sie um Ihr Deutungsmonopol? Sind Sie beleidigt, weil boshafte Schreiberlinge ohne Verlagsanstellung Sie kritisieren? Oder sind Sie nur erbost, weil “Cablegate” Ihre geliebte Kriegspolitik der USA in einem schlechteren Licht dastehen lässt? Sollte es der letztgenannte Grund sein, können Sie beruhigt sein – so schlimme Sachen stehen in den Depeschen gar nicht.

    Welt Online hat die Kommentarfunktion dieses Artikels geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

    Natürlich haben wir dafür Verständnis.

    Jens Berger

    235 Kommentare Print This Post
    Es gibt Journalisten, die im Internet nicht primär eine Bedrohung ihres Meinungsmonopols sehen, sondern eine Chance, den Journalismus zu revolutionieren – und es gibt Claus Christan Malzahn. Es gibt auch Journalisten, die keine vorgefasste Meinung haben, die sie mit noch so abstrusen Argumentationen zu verteidigen versuchen – und es gibt Claus Christian Malzahn. Es ...
    Tags: Medien Sicherheitspolitik Unsympathen
    Werbeblog
    Partnersuche im Internet
    Vertrauen Sie Deutschlands Nr. 1
    Wissenschaftlich fundierter Test!
    www.PARSHIP.de

    Trackbacks:

    1. Tweets that mention Herr Malzahn will es noch mal wissen » Spiegelfechter — Topsy.com
    2. dª]V[ªX » Links 2010-12-09
    3. Medial Digital» Neu » Malzahns Melange
    4. Herr Malzahn will es noch mal wissen » Spiegelfechter
    5. Herr Malzahn will es noch mal wissen » Spiegelfechter
    6. chefarztfraulicher:beobachter » In der Realität angekommen
    7. Herr Malzahn will es noch mal wissen » Spiegelfechter » my-tag.de
    8. Herr Malzahn will es noch mal wissen » Spiegelfechter | My Wikileaks

    235 Kommentare:

    1. ich troete weiter, jetzt erst recht schrieb am 9. Dezember 2010 at 15:57 - Permalink

      ein schoener Kommentar, ich frage mich bloss, ob sich der Aufwand bei diesem unseligen Schreiberling wie Mahlzahn ueberhaupt lohnt.

    2. Cosmo schrieb am 9. Dezember 2010 at 16:10 - Permalink

      Jetzt kapern diese Assange-Fanboys sogar schon den redaktionellen Teil auf dem Spiegelfechter. Na, wenn das mal nicht noch eines Tages den Untergang des Abendlandes einläutet. ;-)

      • Spiegelfechter schrieb am 9. Dezember 2010 at 16:10 - Permalink

        den redaktionellen Teil? Mitnichten. Den Kommentarteil haben sie idT gekapert *grrrr*

        • groo schrieb am 10. Dezember 2010 at 02:22 - Permalink

          ‘fanboy’
          wegen Systemabsturzes (verursacht durch übermässigen Besuch der SF Seite??) kommentiere ich das jetzt erst.
          ‘Fanboy’ verniedlicht die Sympathien/Wertschätzungen, die ich und auch andere für Assange hegen.

          Als ‘Wertneutraler’ Rechercheur und Analytiker stehst Du doch über den Dingen?
          Oder?

          Es geht hier nicht um Take That.
          Das überlassen wir besser schön den Damen, die daraus ihren speziellen Honig saugen, indem sie Dich und mich mit RW vergleichen, und schäbige Vergleiche anstellen.
          Nicht wahr?

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Dezember 2010 at 10:25 - Permalink

            Es geht hier nicht um Take That.

            Den Eindruck habe ich nicht immer ;-)

            Außerdem kenne ich den Begriff “Fanboy” eher aus der Mac-Szene. Und der Vergleich ist gar nicht mal so schlecht.

        • Griech Pleitgen schrieb am 10. Dezember 2010 at 09:20 - Permalink

          “Der modernen Politikwissenschaft zufolge, speist sich Macht aus drei Quellen: Gewalt, Ressourcen und Wissen. Die Kommunistische Partei Chinas hat nie gezögert, willkürlich Gewalt anzuwenden, um den Menschen ihr Eigentum zu rauben. Doch es ist für sie das Wichtigste, den Menschen die Rede-, Meinungs-, und Pressefreiheit zu entziehen und den freien Geist und Willen auszurotten, damit sie die absolute Kontrolle über die Gesellschaft erlangen kann.”

          Auch im ehemaligen Nachrichtenmagazin dürfte klar sein, das mit Wikileaks der Pfeiler “Wissen” berührt wird in einer Weise, die unterbunden werden muss. Das willige Schwedinnen da mitmachen, steht ausser Frage. Schön blond.

          • Axel schrieb am 10. Dezember 2010 at 10:28 - Permalink

            Also wie Wikileaks juristisch zu beurteilen ist weiß ich nicht. Ansonsten hab ich nicht unbedingt was dagegen wobei man über Stil und Themen der Veröffentlichungen ja reden kann.

            Aber ich bin nicht der Ansicht das es Wikileaks bedarf, die Rede- Meinungs- und Pressefreiheit durchzusetzen. Man kann (könnte) sich auch bereits jetzt in Demokratien ohne Anleitung Anderer seines eigenen Verstandes bedienen. Wikileaks wird da keine Verbesserung bringen. Wikileaks ist ja nur Teil der formalen Meinungsfreiheit. Wahrnehmen müssen die Menschen ihre Freiheit schon selbst.

            Was juristisch mit Wikileaks passiert muß man abwarten.

            • Cosmo schrieb am 10. Dezember 2010 at 10:42 - Permalink

              Ach ja, der gute Immanuel.
              Aber man braucht auch nicht den Bock zum Gärtner erklären.

              Zitat:
              “Wenn die politischen Apparate der Welt ein stabiles, auf Grundsätzen der Ethik basierendes Gerüst für staatliches Handeln geschaffen hätten, welches Staaten hervorbringt, in die man Vertrauen legen kann, wäre Wikileaks in erster Linie gar nicht notwendig.”

              Quelle: hier

      • Mir schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:03 - Permalink

        Der SF ist neidisch auf Assanges stylische Anarcho Aura und seine Bonusmeilen, daher kein Fanboy Potential.
        Dabei hätte es so schön sein können, hier einträchtig über die bösen USA herzufallen und Assange einen virtuellen Schrein zu errichten, Seufz.

        • SwENSkE schrieb am 10. Dezember 2010 at 01:59 - Permalink

          Der SF ist neidisch auf Assanges stylische Anarcho Aura und seine Bonusmeilen, daher kein Fanboy Potential

          Und mehr Mädels kriegt er anscheinend auch in’s Bett :D:D
          Ob man, bei den Folgen, darauf allerdings neidisch sein sollte …. :(

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Dezember 2010 at 10:28 - Permalink

            *pffff*

            Du oller Fanboy ;-)

        • Wandschrank schrieb am 10. Dezember 2010 at 09:31 - Permalink

          Der SF ist neidisch auf Assanges

          :-)

          Das war ehrlich gesagt auch mein erster Gedanke, als ich diesen Artikel las.

        • Spiegelfechter schrieb am 10. Dezember 2010 at 10:27 - Permalink

          Genau! So ist es! Ich bin auch neidisch auf unseren Guido und die Angie – nur SO lassen sich meine Artikel erklären! Danke für den Ausflug in die Küchenpüschologie ;-)

          • ppp schrieb am 10. Dezember 2010 at 14:46 - Permalink

            apropos Püschologie:
            Der Malzahn ist sicher angefressen, dass SPON mit Wikileaks so tolle Deals macht, während er beim bürgerlichen Bodensatzblatt-WELT (btw. nicht mehr lange, da der FOCUS seit Weimers Übernahme mit jeder Ausgabe das Niveau nach unten durchbricht) versauern muss – sicherlich tragisch sowas, wenn man so eine penetrante Ader hat.

    3. transwarp schrieb am 9. Dezember 2010 at 16:13 - Permalink

      Hmm…. What would Tyler Durden do?

      • aquadraht schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:21 - Permalink

        husefak is teiler dörden?
        a^2

        • Wandschrank schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:38 - Permalink

          Mensch Mann, der heisst Tailor Duerdän.

      • SwENSkE schrieb am 10. Dezember 2010 at 02:00 - Permalink

        Im heise-Forum trollen?? :D

        • Wandschrank schrieb am 10. Dezember 2010 at 09:32 - Permalink

          Auf Trolle noch antworten?? :D

          • SwENSkE schrieb am 10. Dezember 2010 at 19:47 - Permalink

            Für die alle Nicht-heise-forum-Leser:

            “Tyler Durden” ist (auch) der Nickname eines berüchtigten heise-Trolls.

      • Bonsaibaeumchen schrieb am 10. Dezember 2010 at 12:06 - Permalink

        Die erste Regel des _ _ _ _ _ _ _ _ _ lautet: Man spricht nicht ueber den _ _ _ _ _ _ _ _ _.

        • transwarp schrieb am 10. Dezember 2010 at 18:27 - Permalink

          His name was Claus Christian Malzahn, and he was an enemy of Project Mayhem. ;)

    4. Steff schrieb am 9. Dezember 2010 at 16:20 - Permalink

      Danke Jens

    5. Sukram71 schrieb am 9. Dezember 2010 at 16:21 - Permalink

      Naja, was erwartet man von einem Kommentar bei der ‘Welt’ … ^^

      Wenn nicht Stopp-Schilder gegen KiPo gefordert werden (löschen und sperren!), direkte Demokratie am Beispiel S21 für schlecht befunden wird oder die Entsorgung von Atommüll verniedlicht wird, wird halt gegen Wikileaks oder das Internet als angeblich “rechtsfreier Raum” gewettert.

      • Sukram71 schrieb am 9. Dezember 2010 at 16:40 - Permalink

        Das läuft alles so unter “Gruselkabinett für Anfänger”. :)

      • brav schrieb am 9. Dezember 2010 at 17:23 - Permalink

        Die “Welt” an sich ist weniger das Problem, verglichen mit früher jedenfalls. Wie auch FAZ oder Zeit sind da inzwischen durchaus unterschiedliche Stimmen präsent, auch wenn die Blattlinie insgesamt natürlich konservativ ist, und ab und zu eben auch mal ins Klo gegriffen wird. Aber das wiederum gibts auch bei Freitag, Junger Welt, Jungle World oder taz, und bei der SZ sowieso.

        • Sukram71 schrieb am 10. Dezember 2010 at 10:21 - Permalink

          Die SZ sueddeutsche.de ist aber m. E. lange nicht so konservativ wie die FAZ oder gar die Welt. ^^

          Solche Artikel stellen wenigstens noch beide Seiten gegenüber und sind nicht nur stramme Meinungsmache in eine Richtung (wie bei FAZ und noch mehr bei der Welt).

          Auch sowas hätte bei der Welt nicht den Hauch einer Chance auf Veröffentlichung, denke ich. :)

      • Mir schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:07 - Permalink

        Weiss auch nicht, wen man bei der Welt zu überzeugen hofft.
        Vielleicht Renter die sich aus Angst vor den Ossis vor 20 Jahren lebendig eingemauert und nur einen Schlitz für die Post gelassen haben.

      • SwENSkE schrieb am 10. Dezember 2010 at 02:04 - Permalink

        Naja, nicht alle Artikel auf Welt Online sind dermaßen schlecht.

        In der Regel sind die Artikel zumindest besser als die Kommentare :D. In diesem Fall war’s mal andersrum, sozusagen die Ausnahme, die die Regel bestätigt.

        • Sukram71 schrieb am 10. Dezember 2010 at 09:27 - Permalink

          Naja, nicht alle Artikel auf Welt Online sind dermaßen schlecht.

          Klar, bei den Artikeln muss man ja nur die Meldungen der Nachrichtenagenturen etwas umschreiben und ergänzen.
          Ich lese die Welt sogar ganz gerne auf dem Palm Pre, weil die mobile Webseite recht gut ist.

          Deinen Artikel oben finde ich auch ganz gut und vermutlich sogar richtig.
          Es kann nie schaden, andere Meinungen und Einschätzung zu hören.

          Aber bei den Kommentaren tun sich oft echte Abgründe auf. Da kommt man sich vor, wie unter Außerirdischen. Die leben offenbar auf nem andern Stern Planeten. (Direkt neben dem der FAZ.) ^^

    6. drummy-b schrieb am 9. Dezember 2010 at 16:22 - Permalink

      Mit Theo Sommer von der Zeit wohl die Speerspitze der deutschen Amerika-Arschkriecher-Bewegung (was mach der eigentlich ?).

      Fragen Sie doch mal ihren Kollegen Henryk M. Broder, ob er Ihnen ein wenig Nachhilfe in Rabulistik geben kann

      Die hat es doch schon gegeben – mit beeindruckendem Ergebnis:
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,338134,00.html

      • Spiegelfechter schrieb am 9. Dezember 2010 at 16:36 - Permalink

        Ja, der Henryk ist schon ein dolles Früchtchen ;-)

        • SwENSkE schrieb am 10. Dezember 2010 at 02:11 - Permalink

          Nenn’ doch diesen Namen nicht so oft – ich muß jedesmal mit Grausen an seinen Auftritt bei der Verleihung der Ludwig-Börne-Medaille an Reich Ranicki denken. Oberpeinlich.

          Und diesem Vogel hat das ÖR jetzt auch noch eine eigene Sendung spendiert. Ich habe aus Versehen ein paar Minuten von “Entweder Broder” mitgekriegt, das hat mir gereicht.
          Seitdem habe ich den Fernseher nicht mehr eingeschaltet, aus Angst ich könnte zufällig wieder in seiner “Sendung” landen :D:D

          • Futista schrieb am 11. Dezember 2010 at 05:02 - Permalink

            Einige Ludwig-Börne-Preisträger sind ein schlechter Witz:

            -Broder
            - Schwarzer
            - Joffe

        • Fruchtsalat schrieb am 13. Dezember 2010 at 00:21 - Permalink

          Ich habe einen genialen, sich nahezu radikal monothematisch mit Broder befassenden Blog gefunden:

          http://www.blogger.com/profile/09806101173849432745

          bzw.

          http://von-den-einzigwahren-freunden-israels.blogspot.com

          Ich zitiere:
          Dieses “Blog” ist radikal monothematisch, beschäftigt sich mit Henryk M. Broder und anderen Etappenhengsten Zions mit beschränkter Haftung. Focus sind Broders Discours de la méthode “Warum sachlich, wenn es persönlich geht?” und meine schreckliche aufschreckende Hypothese, dass übereifrige Zeloten der Sache Israels eher schaden als nutzen, verbunden mit meiner beunruhigenden Bitte, dies zu überprüfen und zu falsifizieren. Neben aktuellen Moritaten, Schwänken und Schnurren finden Sie Preziosen aus meinem Archiv seit der WM 2006. Hintergründe: Post v. 14.9.2009 Das Problem und die „Gretchenfrage“ ist: Jeder Journalist mit einem anderen ethnischen Hintergrund, zumal ein Natural Born German, der Broders intellektuellen Flachgang und Strafregister, gerichtlich gewürdigt oder nicht, aufweisen würde, wäre längst in einer „Art sozialer Quarantäne“ isoliert. Kann dies jemand widerlegen? Jedoch nicht Broder ist pervers, sondern jene Teile der öffentlichen Meinung in Deutschland, die dieses Phänomen bzw. enfant terrible in einem posttraumatischen Biedermeier zugelassen und gefördert haben. Broder ist ein deutsches Problem.

          Schön, dass es noch solche Blogs in Deutschland gibt.

    7. Dimebag schrieb am 9. Dezember 2010 at 16:35 - Permalink

      Der Text passt wie die Faust aufs Auge. Was überhaupt nicht reinpasst ist das Bild, die hilflose Genialität eines Kent Brockman wird ein Hr. M. nie erreichen…..

    8. Schwanzus Longus schrieb am 9. Dezember 2010 at 16:41 - Permalink

      Könnt ihr nicht einfach aufhören den Spiegel zu lesen und dessen Klickraten hochzutreiben? Einerseits das “Terrorpanikzentrum” niedermachen und andererseits verlinken noch und nöcher. Man muss sich nicht zwingend immer an den selben Armleuchtern abarbeiten…

      • Spiegelfechter schrieb am 9. Dezember 2010 at 16:43 - Permalink

        So ist das mit der Hassliebe. Ohne Malzahn, Poschardt, Broder und Steingart würde mir dann doch etwas fehlen ;-)

        • brav schrieb am 9. Dezember 2010 at 17:34 - Permalink

          Wir wollen doch auch Matussek nicht vergessen – Ehre, wem Ehre gebürt.

          • Spiegelfechter schrieb am 9. Dezember 2010 at 18:29 - Permalink

            wenn wir schon dabei sind, auch Mohr ist ein ganz Großer!

            • schwitzig schrieb am 9. Dezember 2010 at 18:58 - Permalink

              Sven Tülpe

            • brav schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:46 - Permalink

              Ich lese aber auch gerne Fleischhauers Artikel, in denen er sich über seine Kindheit beklagt. Was ist eigentlich aus dem geworden? Das letzte, was ich von ihm mitbekam, war ein Foto eines Wasserwerfers beim Castortransport, wo der Beifahrer “Unter Linken” hinter die Fensterscheibe gesteckt hatte (kein Witz).

            • Spiegelfechter schrieb am 10. Dezember 2010 at 10:32 - Permalink

              Das letzte, was ich von ihm mitbekam, war ein Foto eines Wasserwerfers beim Castortransport, wo der Beifahrer “Unter Linken” hinter die Fensterscheibe gesteckt hatte (kein Witz).

              Ich sollte keine Kommentare lesen, während ich Kaffee trinke. Nun kann ich die Tastatur wieder trockenrubbeln ;-)

        • COPOKA schrieb am 9. Dezember 2010 at 18:04 - Permalink

          Ohne Malzahn, Poschardt, Broder und Steingart würde mir dann doch etwas fehlen ;-)

          Auch wenn wir damit kaum zu rechnen haben, dass es dir jemals zustoßen würde, kannst du im Fall der Fälle noch “Pravda”-Jahresausgabe von 1975 bestellen, um entstandenen “Schaden” zu kompensieren ;)

      • Lutz Hausstein schrieb am 9. Dezember 2010 at 17:55 - Permalink

        Was wäre aber ein “spiegelfechter” ohne “Spiegel”? ;-) :-)

      • Griech Pleitgen schrieb am 12. Dezember 2010 at 19:46 - Permalink

        ein Beispiel für den Spiegel-Spin gegenüber der Wikileaks Angelegenheit zeigt sich in dem Artikel http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,733805,00.html
        Der Grundtenor ist da, die wenigen mutmasslichen Aktivisten in kleiner Anzahl sollten doch bittebitte die unnützen Scharmützel im Netz unterlassen, da diese ja … aber lest einfach selbst.
        Der Artikel interpretiert sehr gerne vorrauseilend, erspart damit umständlichstes eigenes Denken, wiederspricht sich selbst und ist im Grundton sehr, sehr bemüht.

    9. klaus58 schrieb am 9. Dezember 2010 at 16:55 - Permalink

      Wir wollen weder Mahlzähne noch hochintellektuelle Internet Vorsortierer, die uns Volk vor “negativen” Informationen “schützen”.
      Zu viele (einschl. Jens Berger?) melden sich in den letzten Tagen für diesen Job.
      Den Angriffskriegern, USA an erster Stelle, muss so früh wie möglich die Maske des Weltbeglückers heruntergerissen werden. Ein geleakter Vietnamkrieg wäre erheblich früher zu Ende gewesen.

      • Spiegelfechter schrieb am 9. Dezember 2010 at 18:38 - Permalink

        Ich kann ja verstehen, dass Du eine Antipathie gegen mich und andere “Vorsortierer” hast. Willst Du aber wirklich alle 250.000 Cables selbst durchlesen? Oder sind “Vorsortierer” nicht manchmal soch sinnvoll?

        • Sun schrieb am 9. Dezember 2010 at 19:12 - Permalink

          Ich habe nichts gegen Vorsortierer, von dir klang es allerdings so, als wenn Vorsortierer einen exklusiven Zugriff auf solche Informationen erhalten sollten. Ich möchte schon im Zweifelsfall auch mal selber nachschauen können. Ist jetzt hier zwar an der falschen Stelle, aber ich wollte es jetzt doch mal erwähnen.

          • Spiegelfechter schrieb am 9. Dezember 2010 at 19:24 - Permalink

            Da hast Du mich wohl falsch verstanden. Ich kritisiere die exklusvie Vorsortiererei durch Medienpartner, halte aber eine – wie auch immer organisierte – Filterung durch WL selbst für notwendig, wenn es um Dokumente geht, die entweder private Daten enthalten können oder aber Menschenleben gefährden. Das hat jetzt aber konkret relativ wenig mit Cablegate zu tun, sondern ist mehr eine allgemeine Frage.

            • aquadraht schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:24 - Permalink

              Ja, hätte ich nicht besser schreiben können. Ideal ist eine kompetente Gesamtdarstellung und Quellenaufarbeitung, und die Zurverfügungstellung der Quellen im wie auch immer gearteten Anhang für die Interessierten. So macht es die Geschichtswissenschaft seit dunnemals, und da ist auch kein wikidingens schlauer.

              a^2

            • brav schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:28 - Permalink

              Also ich hab beim “richtigen Wikileaks” bisher kaum vorbeigeschaut, und da einfach mal Guardian und Co vertraut. Als ich dann selbst mal guckte, fand ich u.a. Sachen über Deutschland, die noch nicht beim Spiegel standen. Von daher ist diese Aufteilung schon auch ganz gut – wer wenig Zeit hat, guckt halt bei Spon, und wenn Spon was untern Teppich kehrt, wirds 20 min später getwittert, oder die Konkurrenz bringt es. Aber es stimmt schon, das ganze könnte man auch anders organisieren: etwa ein Wiki, wo man gleich alle Dokumente rauflädt, und dann wie bei Wikipedia oder Wikinews diese als Rohmaterial und Quellen für eine crowdgesourcte Aufarbeitung benützt, während jeder sie zugleich einsehen kann. Dann handelt man sich natürlich lauter Trolle und Vandalen und Spielkiddies ein, und hat eine zentrale Stelle (wie ursprünglich bei WL). Diese Rhizomstruktur jetzt ist ja umso genialer, je länger man drüber nachdenkt. Sogar der bolivianische Vizepräsidenten hat einen Mirror aufgemacht, allerdings nur zu Bolivien-Cables. Das ist nicht mehr wegzukriegen, wirklich eine Hydra (der Guardian schrieb “Medusa”, lol).

              Alles in allem haben Assange und Co. also schon alles ganz gut gemacht, natürlich auch in Hinblick auf Showeffekte, aber so läuft das Spiel halt. Problematischer ist vielleicht für manche hier, dass Assange ein freier-Markt-Fan ist, auch wenn er den Kapitalismus insgesamt zwiespältig sieht. Was ihm nun aber wiederum eine Anhängerschaft aus verschiedensten Ecken verschafft.

              @aquadraht

              Geschichtswissenschaft ist doch zunächst mal einfach ein Tool-Set, mit Information umzugehen und diese zu bewerten und zu strukturieren. Beim Wikipediadingens haben sies ja auch hingekriegt, dass man zu allem Quellen angeben muss. Sowas kann man lernen, bzw. lehren…

    10. LachenderMann schrieb am 9. Dezember 2010 at 17:09 - Permalink

      Sehr schön, ich hab selten so gelacht hier :-D

      Ja das gleicht fast einem Kabarettstück, Jens wär das doch mal was für dich ?^^

      Tja vieleicht hat Welt eine Kampagne ins leben gerufen die stumpfsinige neurotische Journalisten einstellen. Die dann hiese F.E.A.R
      Für
      ekeleregende
      angsteinflösende
      Reporter

    11. elwu schrieb am 9. Dezember 2010 at 17:11 - Permalink

      Wer es im deutschen Journalismus zu etwas bringen will, hat mit einer Kombination aus Merkbefreiung, Talentlosigkeit und einem unerschütterlichen Ego jedoch allerbeste Chancen

      *aufdiefingersetz* :)

      Ach ja, ‘gegrölt wird ohne h :)

      • Spiegelfechter schrieb am 9. Dezember 2010 at 18:40 - Permalink

        Ooops ;-)

        Na ja – mein Lektor war heute betrunken und ich bin bekanntermaßen Lehgaßtänika ;-)

        • Lennard schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:51 - Permalink

          Wusste gar nicht, dass hannilein trinkt. Da tu’n sich ja Abgründe auf.

    12. brav schrieb am 9. Dezember 2010 at 17:15 - Permalink

      Auch ich habe vollstes Verständnis dafür, dass die Welt hier die Kommentarfunktion schliesst. Die tausendfachen positiven Bewertungen der verbleibenden vernichtenden Leser-Kommentare zu Malzahns Elaborat liessen dies wohl ratsam erscheinen. Was ich aber nicht verstehe, ist die Karriere Malzahns. Laut und meinungsstark für Bush, USA, Irakrieg, CDU und Seeheimer Kreis zu trompeten, ist wenig orginell, qualifiziert einen aber in der Bundesrepublik sicher augenblicklich für eine Laufbahn als Top-”Qualitätsjournalist”. Das tun aber andere auch – und weitaus geschickter.

      Jedenfalls, warum er Wikipedia nicht mag, wird schnell klar, wenn man dort den Artikel über ihn liest. Da haben sich wohl anonyme unverschämte Schmierfinken erdreistet, seinen Merkel-und-Bush-Wahlkampf bei Spon für die Nachwelt zu erhalten. Wahrscheinlich hatte er gehofft, dies würde bald in Vergessenheit geraten, und er würde als besonnene Stimme der Vernunft in Erinnerung bleiben/Karriere machen. Merke: Hemmungslose Arschkriecherei bei den “Powers that be” kann später auch nach hinten losgehen. Aber er kann ja nun mit Jan Fleischhauer eine Selbsthilfegruppe für zu kurz gekommene Neocons aufmachen, die Achse Des Guten spendet dafür vielleicht auch ne Webpräsenz.

      • Spiegelfechter schrieb am 9. Dezember 2010 at 18:43 - Permalink

        Laut und meinungsstark für Bush, USA, Irakrieg, CDU und Seeheimer Kreis zu trompeten, ist wenig orginell, qualifiziert einen aber in der Bundesrepublik sicher augenblicklich für eine Laufbahn als Top-”Qualitätsjournalist”. Das tun aber andere auch – und weitaus geschickter.

        Eben – das verstehe ich (abseits meiner erkennbaren Antipathie) auch nicht.

    13. clear schrieb am 9. Dezember 2010 at 17:32 - Permalink

      Malzahn , Mahlzahn , hm da war doch mal was ….. verwandt oder verschwägert ? :
      immerhin gab es hier ( zugegeben erst nach etwas Druck ) ein Happy End ;)

      Frau Mahlzahn

      Frau Mahlzahn ist ein magerer Volldrache mit einem einzelnen langen Zahn im Maul. Von der Wilden 13 kauft sie Kinder, welche sie in ihrer Schule in der Alten Straße 133 gefangen hält und mit Unterricht unter Einsatz von Schlägen quält. Frau Mahlzahn wird von Jim, Lukas und mit der Unterstützung von Emma gefangen genommen und nach Ping gebracht, wo sie sich in einen goldenen Drachen der Weisheit verwandelt.

      • Spiegelfechter schrieb am 9. Dezember 2010 at 18:44 - Permalink

        Eben – darum nenne ich C.C.M. ja auch immer “Herrn Malzahn” ;-)

      • besuch schrieb am 9. Dezember 2010 at 20:16 - Permalink

        Ist doch ganz einfach: HERR Malzahn ist der Mann von FRAU Malzahn.
        Und da die ihre Umgebung ständig mit Mathe quält, verweigert er sich trotzig jeder Logik.

        Hier noch ein Bild der Frau:
        http://goo.gl/8HhNZ

        • SwENSkE schrieb am 10. Dezember 2010 at 02:17 - Permalink

          HERR Malzahn ist der Mann von FRAU Malzahn.

          Dann besteht ja noch Hoffnung, daß er sich in einen Drachen der Weisheit verwandelt :D
          Bis jetzt sieht’s allerdings nicht danach aus ….

    14. Zahnwart schrieb am 9. Dezember 2010 at 17:34 - Permalink

      Ach, der Herr Malzahn. Eben das typische Beispiel des mit einem übergroßen Ego ausgestatteten Journalisten mit Leitungsfunktion, in so gut wie jeder Redaktion gibt es einen. Ich habe schon lange aufgehört, mich über diese Figuren zu ärgern, weil ich weiß: In den Redaktionen sitzen auch noch andere, solche, die gut schreiben können, solche, die sich die Mühe einer Recherche machen, solche, die nicht schon mit fertiger Meinung an ein Thema rangehen. Das sind dann zwar nicht immer die mit der größten Klappe, dafür sind es die, die ich von Herzen mag.

      (Warum aber ausgerechnet die Malzahns dieses Landes immer die an der Spitze sind, das hat nichts zu tun mit dem Journalismus als solchem, das hat etwas zu tun mit der deutschen Unternehmenskultur.)

      • HarryHIII schrieb am 9. Dezember 2010 at 18:20 - Permalink

        Das Problem ist: es gibt nur höchst selten Menschen, die Beides können – ernsthaft arbeiten und small talken.

        Ein exzellenter Schreiber, einer, der alles und jedes recherchiert (z.B. Journalist) ist zu seriös und zu ernsthaft für small talk. – Ein Small-Talker wird hingegen selten zusätzlich die Kraft aufbringen können und wollen, sich über das Niveau einer Fliege hinaus auf ein Thema zu fokussieren.

        Nun, eine Folge ist, jene Menschen, die dann letztlich über Beförderungen und so etwas entscheiden, bekommen mehr oder weniger nur jene zu sehen, die am lautesten klappern, small talken können. (Ich persönlich mache das, zum Beispiel, immer gerne an einem Giovanni di Lorenzo fest; ob ich ihm damit Unrecht tue, weiß ich nicht. – Ein Golo Mann, im Unterschied dazu, verabscheute den Small Talk.) Hingegen: Die Ernsthaften – ja, die Perfektionisten; die Idealisten – haben eigentlich gar kein Interesse an diesen in ihren Augen flachen Veranstaltungen. Sie empfinden diese Pflicht-Veranstaltungen als etwas, das unnötigerweise von ihrer echten Arbeitszeit abgeht.

        Nichtsdestotrotz, anlässlich solcher Veranstaltungen fallen die Personal-Würfel: Jene, die dieses Spiel gerne spielen, werden gewinnen – also befördert werden.

        Die Ernsthaften unter uns sollten mithin unbedingt lernen über ihren Schatten zu springen und Small zu Talken. – Nur, sie müssen sich auch darüber im Klaren sein, dass so eine Beförderung in der Regel nicht rückgängig gemacht wird und nicht nur Vorteile mit sich bringt: Verwaltungsaufgaben und Repräsentation sind etwas völlig anderes als – ernsthaftes und womöglich kreatives – Schreiben!

        Ich würde oben beschriebene Zusammenhänge allerdings höchstens als falsch verstandene (deutsche) Unternehmenskultur begreifen wollen.

        • Spiegelfechter schrieb am 9. Dezember 2010 at 18:46 - Permalink

          hmmm, Tom Schimmeck ist auch ganz passabler Small-Talker. So absolut würde ich das nicht sehen.

          • HarryHIII schrieb am 10. Dezember 2010 at 16:11 - Permalink

            Ich schrieb ja auch: “es gibt nur höchst selten Menschen, die Beides können…” – Von daher sieht “die Öffentlichkeit” eher wenige (und nicht viele) dieser wirklich guten und engagierten Journalisten. Die gibt es auch (einer :) fällt mir da direkt ein).
            Auch Dein Tipp mit dem Schimmeck kommt mir da als eine sehr hilfreiche Orientierung; der war mir bisher unbekannt (shame on me).

            Ein Gedanke kommt mir dabei noch. Eine(!) Konsequenz aus dem von mir Gesagten (vgl.o. #14) könnte(!) sein:
            Deswegen rufen die (reinen) Repräsentanten der Zeitungs-Blätter wohl auch am lautesten nach Modellen wie paid content. Denn diese Repräsentanten (Small-Talker) könnte, so gesehen, der aktuelle Stand im Internet (freie Wahl des “guten Lesestoffs” durch den Rezipienten) und seine entsprechende Weiterentwicklung am härtesten treffen. – Die richtig guten Autoren verdienen auch zu Zeiten des Internet ihr Brot. Sie werden gelesen…

    15. Pepperblossom schrieb am 9. Dezember 2010 at 17:44 - Permalink

      Oh Mann. DANKE. Ich dachte ich hätte schon jeden abgedrehten Scheiß gewusst, aber nee … Ehrlich danke.

    16. Nuntius schrieb am 9. Dezember 2010 at 18:01 - Permalink

      Ist mitunter schon peinlich, was man in deutschen Zeitungen so lesen muss. Munter plappert er den genauso ahnungslosen oder nur populistischen Politikern nach dem Mund, die vor einem angeblich “rechtsfreien” Netz sprechen – nur um noch mehr Kontrolle über die dummen Untertanen zu gewinnen, die doch nicht mehr so dumm sind, wie sie sollten.
      Heute steht zum Glück ein Machtgefüge vorm Zusammenbruch, das auf Verheimlichung angewiesen ist. Wer will schon, dass Kriege nicht wegen böser Terroristen, sondern wegen Konzerninteressen geführt werden? Wer will schon, dass die Demokratie der USA längst von einem übermächtigen korrupten Sicherheitsapparat unterwandert ist?
      Menschen wie Mahlzahn wissen von derlei Dingen entweder nichts, oder aber sie denken, dass die Welt besser wäre, wenn alle anderen nichts davon wüssten. Aber damit ist schluss. Wikileaks wird uns noch so manche unbequeme Wahrheit offenbaren. Nur so wird die Demokratie wieder Sache des Volkes werden und den Usurpatoren entrissen werden.

    17. Axel schrieb am 9. Dezember 2010 at 18:43 - Permalink

      Als Herr Malzahn beispielsweise mitbekam, dass mehr Deutsche in den USA als in Iran eine Bedrohung für den Weltfrieden sehen,

      Malzahn interessiert mich nicht. Sicherlich eine typische Figur für die Teilhabe an den Fleischtöpfen dieser Gesellschaft. Aber da der privat bezahlt wird ist das nicht so ärgerlich wie z. B. bei einem römisch dekadenten Flegel wie Westerwelle.

      Aber wie ist es möglich das die Deutschen die USA für eine größere Bedrohung als den Iran halten?

      Es herrscht doch Meinungsmache. Wieso funktioniert die nur für die Verbreitung der “neoliberalen” Ideologie?

      Ich habe seit eh und je eine andere Antwort als Meinungsmache . Der Bürger denkt i. a. entweder in Vorurteilen oder in den Kategorien die ihm vom Gruppendruck aufgezwungen werden.

      Meinungsmache kann “helfen” aber es bedarf ihrer nicht.

      • Spiegelfechter schrieb am 9. Dezember 2010 at 18:48 - Permalink

        Genau das hat Herrn Malzahn ja auch zutiefst verwirrt. Da schreibt man nun tagein, tagaus seine Meinungsmache und das doofe Volk glaubt einem trotzdem nicht. Da hilft nur noch Re-Education. Schon klar. Ein Malzahn hätte in jedem System Karriere gemacht.

      • drummy-b schrieb am 9. Dezember 2010 at 18:57 - Permalink

        Aber wie ist es möglich das die Deutschen die USA für eine größere Bedrohung als den Iran halten?

        Tja, manchmal hat sogar der normale Deutsche den richtigen Riecher …

      • brav schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:58 - Permalink

        Was ist das überhaupt für eine beknackte Fragestellung? Ich persönlich fühle mich weder durch die USA noch durch den Iran “bedroht”, ich sehe in beiden Ländern eher gravierende und weniger gravierende Mißstände. Und bin mir sicher, dass die Mehrheit in beiden Ländern aus einigermaßen normalen und durchschnittlichen Leuten besteht, die das wohl teils ähnlich sehen. Wer macht denn solche Umfragen?

    18. Dexter schrieb am 9. Dezember 2010 at 18:53 - Permalink

      Och … auf den grottigen Malzahn-Artikel hab ich gestern in meinen Kommentaren zu deinem Artikel zu Wikileaks mehrmals verwiesen. Leider wurden meine Kommentare von dir nie freigeschaltet. Zensur!1!! Da war die Kommentarfunktion für mich wohl schon geschlossen? :P
      (Nun bin ich ja mal gespannt, ob der hier mal durchkommt)

      • Spiegelfechter schrieb am 9. Dezember 2010 at 18:55 - Permalink

        WOS? Das kann nicht sein. Ich habe zwar einige User in der Moderationsschlange – Du gehörst aber nicht dazu. Da hat dann wohl Akismet zugeschlagen. Sorry.

      • Spiegelfechter schrieb am 9. Dezember 2010 at 19:01 - Permalink

        Nachtrag: Es war Akismet und nicht nur Du (3x), sondern ingesamt acht Kommentare wurden herausgefiltert. Scheiß Technik.

        • schwitzig schrieb am 9. Dezember 2010 at 19:44 - Permalink

          Scheiß Technik.

          Bist Du nicht der Herr der Technik? :-)

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Dezember 2010 at 10:36 - Permalink

            Bist Du nicht der Herr der Technik? :-)

            Ich bin eher ein Sklave der Technik ;-)

        • Dexter schrieb am 9. Dezember 2010 at 20:46 - Permalink

          Na kein Problem. Da hat sich mein Hinweis hier ja sogar gelohnt. Danke nochmal.
          Scheiss Technik? Scheiss Spammer!

    19. schwitzig schrieb am 9. Dezember 2010 at 18:54 - Permalink

      Man kann so etwas kognitive Dissonanz nennen, man kann es aber auch als gescheiterten Versuch sehen, populistisch gegen eine Internetkultur zu wettern, die man selbst nicht versteht.

      Könnte es nicht auch einfach möglich sein, dass Malzahn strunzdumm ist und ein bornierter Besserwisser?

      • Spiegelfechter schrieb am 9. Dezember 2010 at 18:56 - Permalink

        wer an das “Gute” im Mensch glaubt, glaubt auch das. Ich gehöre nicht dazu ;-)

    20. bernard schrieb am 9. Dezember 2010 at 19:28 - Permalink

      schön, dass diese fiese Figur mal ans Tageslicht gezerrt wird.

      100 Hetzartikel, Kriegshetze, Verleumdung aus den Untiefen des Netzes, ein virtuelles Gedankenmonster, dass meine Re-education herbeisehnte.

      Endlich bekommt das hässliche Wort ein dazu passendes Gesicht!

      Faulige Zähne sind wunderbar bei der WELT aufgehoben – danke für das Asyl und den eindeutigen Springer-Stempel, der uns als Warnung dient.

    21. Mat schrieb am 9. Dezember 2010 at 19:50 - Permalink

      Nu ja, ieber Spiegelfechter, ich habe jetzt nicht alles durchgelesen. Ehrlich gesagt wurde es mir nach der Hälfte ein wenig zu doof. Das Mahlzahl nicht ernstzunehmen ist: Geschenkt.

      Aber was bringt Dich, lieber Spiegelfechter, eigentlich dazu den Damen unredliche Absichten zu unterstellen? Rachedürstende Weiber sind Dir offensichtlich lieber, als das an den Vorwürfen (und sei es nur nach schwedischem Recht) etwas dran sein könnte. Der Gedanke ist Dir offensichtlich noch gar nicht gekommen, oder? Das da tatsächlich eine Frau vergewaltigt wurde. Von dem neuen Heiligen. Ich bin mir nicht so sicher, wie Du darauf kommst, das die große Weltverschwörung realistischer ist, als das Assange tatsächlich übergriffig geworden ist. Und vielleicht ist er dabei nur auf eine Staatsanwältin gestoßen, die die Chance für ihre Karriere sah. Vielleicht aber auch nur auf eine, die einen Vergewaltigungsvorwurf ernster nimmt, als so mancher Blogger, der lieber über Weltverschwörung und Geheimdieste schwadroniert.

      • brav schrieb am 9. Dezember 2010 at 20:15 - Permalink

        Naja, lies dir vielleicht mal die aktuelle Berichterstattung zu den 2 Damen durch: Sie twitterten “hinterher” zunächst beglückt darüber, mit den tollsten “smartesten” Leuten herumzuhängen, machten ihm Frühstück, schmissen eine Party für ihn. Dann aber erfuhren sie voneinander. Und waren wohl “not amused”.

        Und plötzlich war das zuvor Geschehene – Tage später – eine Belästigung für sie, und sie versuchten, ihre vorherigen Aussagen bei Twtter zu entfernen, gingen zur Polizei, wendeten sich an die Boulevardpresse. Rein zufällig fand man auf dem gelöschten Blog der älteren Dame auch eine Anleitung zur Rache an untreuen Liebhabern. Die Staatsanwaltschaft fand das alles dann zu geringfügig. Assange blieb in Schweden, fragte nach, ob er verhört werden müsse: Nein, er könne ausreisen.

        Dann schalteten irgendwelche Radikalfeministinnen sich ein, und der Anwalt erklärte, die zwei seien vergewaltigt worden hätten es quasi blos nicht gemerkt. Dann kamen die Cables… und plötzlich jagt Interpol Assange, das Verfahren war wieder aufgerollt, mit neuer Staatsanwältin. An deinem Statement (weder du noch ich waren mit dabei in den Betten der Damen) sieht man aber: Irgendwas bleibt immer hängen, selbst wenn das ganze Verfahren nun eingestellt wird.

        • Mat schrieb am 9. Dezember 2010 at 20:46 - Permalink

          Eigentlich solltest gerade Du als Weltverschwörungsfan wissen, in wieweit der offiziellen Berichterstattung zu trauen ist.
          Und was das mit dem Hängen-bleiben angeht: Nun ja, wie Du schon richtig sagst: Weder Du noch ich waren dabei. Aber die Unschuldsvermutung gilt auch für die beiden Frauen. Denn ich weiß genauso wenig wie Du, wie sich alles abgespielt hat. Vielleicht trafen sie tatsächlich auf eine Frau, die ihnen geraten hat Anzeige zu erstatten. Es ist ziemlich oft so, daß Frauen sich nicht trauen Anzeige zu erstatten, bzw. diese wieder zurückziehen, gerade auch dann, wenn sie verliebt waren, bzw. die beschuldigte Person eine Berühmtheit ist.
          Und ob die Frau, die sich nun “einschaltete”, nun eine Feministin ist oder nicht weiß ich nicht. Ich glaube aber, das jemand der diesen Umstand in diesem Fall so besonders hervorheben muß, dies nur bestimmten Gründen macht. Bei Dir glaube ich, daß Du auf die Manipulation reingefallen bist. Bei dem Urheber dieser Aussagen allerdings geht es um andere Dinge, denn der Umstand, das die Frau Feminsitin sein könnte ist in diesem Fall sowas von unwesentlich. Der bekommt nur dann eine Bedeutung, wenn ich Feministinnen besondere Chrakterzüge zuschreibe, so ähnlich wie dem Wolf oder der Schlange im Märchen. Weiß ja jeder, das Feministinnen Männer hassen und morgens zum Frühstück zwei bis drei verspeisen. Und wenn in diesem Fall eine Feministin involviert ist, dann weiß man ja gleich, das es sich da nur um die Rache einer männerhassenden Frau handelt. So denkt vielleicht Christina Schröder, aber jede/r einigermaßen gebildeten Mensch sollte ein etwas differenzierteres Weltbild besitzen.

          Na ja, wie gesagt, ich bin nicht mit im Bett gewesen. Und deshalb stelle ich mich weder hin und sage: Assange ist ein Vergewaltiger, noch stelle ich mich hin und sage: Die Frauen lügen. Und genausowenig wie ich die große Weltverschwörung ausschließen kann, kann ich den Umstand ausschließen, das die Frauen die Wahrheit sagen und A. sie vergewaltigt hat. Das zu klären ist Sache der Polizei und der Gerichte.

          • brav schrieb am 9. Dezember 2010 at 20:46 - Permalink

            Weltverschwörungsfan? ^^

            Einige (längst nicht alle) Feministinnen sind geneigt, Frauen grundsätzlich in einer Opferrolle zu vermuten, unabhängig von tatsächlichen Geschehnissen. So wie einige (längst nicht alle) Linke davon überzeugt sind, das größte Problem seien die USA. Oder einige (längst nicht alle) Tierfreunde vegan leben.

            Wirf mal einen Blick auf die Statements von Naomi Wolf, Naomi Klein und anderen zum Thema.

            • Mat schrieb am 9. Dezember 2010 at 20:48 - Permalink

              Wenn Du keiner sein solltest, dann entschuldige ich mich natürlich für diese Aussage. :-)

            • brav schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:07 - Permalink

              Kein Problem, solche soll es hier ja gelegentlich wirklich geben.

            • Mat schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:29 - Permalink

              Ich sag ja: Wolf und Schlange. Märchenstunde beim Spiegelfechter. Heute erzählen wir die Geschichte: Assange und die männerhassenden Feministinnen,
              Ich kenne keine einzige Feministin, die Frauen grundsätzlich in der Opferrolle vermutet. Keine. Aber natürlich ist es in der Weltgeschichte schonmal vorgekommen, das Frauen Opfer-Rollen angenommen haben. Gelegentlich habe ich gehört, das sie sogar tatsächlich Opfer waren. Das ist tatsächlich schon vorgekommen! Das muß man sich mal vorstellen! Und wenn ich es mit einigem Abstand betrachte, dann wage ich sogar die Behauptung, das Frauen in der Menschheitsgeschichte häufiger Opfer waren als Männer. Nicht viel häufiger, weil wir ja letztendlich alle Opfer der unsinnigen stereotypen Rollenbilder sind, die wir gemeinhin als Männlichkeit und Weiblichkeit bezeichnen, aber letztendlich doch signifikant häufiger.

              Aber, um wieder zum Thema zurück zu kommen: Selbst die völlig schwachsinnige Aussage, das viele Feministinnen Frauen grundsätzlich in der Opfer-Rolle vermuten würden bedeutet nicht, das all das, was die Frauen ausgesagt haben nicht stattgefunden hat. Aber das weißt Du vermutlich selber. Insofern hat Dein kleines Ablenkungsmanöver einfach nicht funktioniert.

            • SwENSkE schrieb am 10. Dezember 2010 at 02:34 - Permalink

              @Mat

              Ich kenne keine einzige Feministin, die Frauen grundsätzlich in der Opferrolle vermutet. Keine.

              Ohja, und weil DU keine kennst, gibt es die natürlich auch nicht.

              Ich z.B. kenne keinen einzigen Nazi ……. bedeutet das jetzt, daß es gar keine gibt?

              Selbst die völlig schwachsinnige Aussage, das viele Feministinnen Frauen grundsätzlich in der Opfer-Rolle vermuten würden bedeutet nicht, das all das, was die Frauen ausgesagt haben nicht stattgefunden hat. Aber das weißt Du vermutlich selber. Insofern hat Dein kleines Ablenkungsmanöver einfach nicht funktioniert.

              Nun, Dein Ablenkungsmanöver funktioniert ebenfalls nicht!
              Einfach mal eben über sämtliche, ziemlich zwingende, Argumente hinwegzugehen, die genannt wurden, um dann ewig darüber zu schwadronieren, daß Frauen in der Vergangenheit häufiger Opfer gewesen seien (was so auch nicht haltbar ist), funktioniert leider nicht. Nicht bei mir und wohl auch bei den meisten anderen Menschen nicht.

              Und selbst wenn Frauen in der Vergangenheit häufig Opfer gewesen wären – na und? Wir leben nicht in der Vergangenheit.

              Außerdem ist die Aussage, daß Frauen von (radikal-)feministischer Seite gerne in der (ewigen) Opferrolle gesehen, werden alles andere als “schwachsinnig”. Wie sonst kommen denn solche Gesetze in Schweden zustande, wo nicht mehr die “Opfer” entscheiden, was eine Vergewaltigung ist, sondern der Staat.

              Außerdem hat meines Wissens niemand behauptet, daß die beiden Frauen alles erfunden hätten. Allerdings liegt die Vermutung, daß es sich so abgespielt haben könnte, nicht allzu fern. Die Argumente dafür hast Du ja geflissentlich überlesen.
              Aber leb nur weiter in Deiner feministischen Scheinwelt,,,,,

            • Spiegelfechter schrieb am 10. Dezember 2010 at 10:48 - Permalink

              Ich kenne keine einzige Feministin, die Frauen grundsätzlich in der Opferrolle vermutet.

              Dann kennst Du keine Feministen ;-)

            • Sukram71 schrieb am 10. Dezember 2010 at 10:56 - Permalink

              Dann kennst Du keine Feministen ;-)

              Was sind Feministen? Männliche Feministinnen? :D

              Oder ist das so die übliche Vermännlichung von Hauptwörtern, in diesem speziellen Fall, um die zu ärgern? Korrekt heißt es bei denen “FeministInnen”. :)

            • Spiegelfechter schrieb am 10. Dezember 2010 at 11:05 - Permalink

              Was sind Feministen? Männliche Feministinnen? :D

              Rrrrrichtisch!

          • aquadraht schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:36 - Permalink

            Mat: Unschuldsvermutungen gelten für Beschuldigte, nicht für Angeber. Es ist in der Tat ein delikates Problem, was zwischen Menschen im Bett vorgefallen sein mag, und da gibt es oft tiefgehende Missverständnisse und Dissonanzen, bei denen sich eine Seite benutzt, missbraucht oder entwürdigt fühlen kann. Das mit den Mitteln des Strafrechts erfassen zu wollen, halte ich für ein im Ansatz verunglücktes Unterfangen.

            Deshalb sollte der Eingriff des Strafrechts auf fassbare Tatbestände wie Gewalt, Misshandlung, Drohung und unmittelbaren Zwang beschränkt bleiben und da auch kompromisslos die sexuelle Selbstbestimmung als aus den Menschenrechten ableitbares Rechtsgut verteidigen.

            Das schwedische Sexualstrafrecht ist so ideologisch wie das saudiarabische oder das klerikalfaschistoide des Adenauerregimes. Es ist ein Schlag in die Fresse eines modernen Menschenrechtsverständnisses.

            Wenn die Damen mit Herrn A. Probleme im Bett hatten, hätte aufstehen lassen und sagen “ab aufs Sofa” ziemlich sicher gereicht. Aus Differenzen über Sexualpraktiken oder Weigerungen, zum Hautarzt zu gehen, Straftaten zu machen (angenommen, die Damen hätten sich was gefangen, was hilft es ihnen, wenn A. zum Arzt geht?), ist jämmerlich, absurd und fundamentalistisch. Schweden ist das kranke Land, das einerseits die Puffs nicht schliesst, aber die Freier mit Anprangerung und Vergewaltigungsanzeige bedroht. Da dreht radikaler Feminismus hohl.

            a^2

            • drummy-b schrieb am 9. Dezember 2010 at 22:08 - Permalink

              Ui, jetz gehts wieder um Feminismus, da werden wohl gleich wieder die Fetzen fliegen … :)
              @Mat Feminismus is verbrannte Erde hier …

              Allerdings finde ich diese ganze Vergewaltigungsstory viel zu gewollt, um wahr sein zu können. Also, wenn sich eine Frau nachher (Tage später) überlegt, das es evtl. eine Vegewaltigung war, dass sollte man schon sehr ernst nehmen, aber gleich 2 ? Wie hoch ist da die Wahrscheinlichkeit ?? In anbetracht DER Umstände ??? Und einmal zurück, und dann wieder vor ????

              Schweden ist das kranke Land, das einerseits die Puffs nicht schliesst, aber die Freier mit Anprangerung und Vergewaltigungsanzeige bedroht. Da dreht radikaler Feminismus hohl.

              Also, dass Schweden in dieser Beziehung ein krankes Land ist, sehe ich auch so. Puffs nicht zu schließen aber Freier zu kriminalisieren ist ohne Frage ziemlich doof. Allerdings ist die Kriminalisierung von Freiern trotzdem nötig, da sie (die Prostitution) sonst im verborgenen blühen würde. Und was das mit ‘radikalem’ Feminismus (es gigt gar keinen anderen, richtig ?) und nicht mit einfachen Menschenrechten zu tun haben soll, möchte ich gar nicht erst wissen.

            • SwENSkE schrieb am 10. Dezember 2010 at 02:39 - Permalink

              lso, wenn sich eine Frau nachher (Tage später) überlegt, das es evtl. eine Vegewaltigung war, dass sollte man schon sehr ernst nehmen

              Nein, sollte man nicht.
              Jede Frau, die wirklich vergewaltigt wurde, wußte das im Moment der Tat. Und jeder Mann, dem das widerfahren ist, ebenfalls. Und jedes andere Opfer einer Gewalttat ebenfalls.
              Das fällt einem nicht im Nachhinein plötzlich auf!

              Schlechter Sex oder Fremdgehen sind allgemeines Lebensrisiko. Wem das nicht gefällt, der sollte vielleicht besser in’s Kloster gehen.

            • Mat schrieb am 10. Dezember 2010 at 07:41 - Permalink

              “Unschuldsvermutungen gelten für Beschuldigte, nicht für Angeber.”

              Alles klar. Wenn also jemand beschuldigt wird, dann hat der als unschuldig zu gelten, bis seine Schuld nachgewiesen wurde. Wenn aber jemand jemanden beschuldigt, dann gilt dies nicht und ich darf diese Person der Lüge bezichitgen, etc. Ich hoffe Dir fällt selber noch auf, wie widersinnig das ist.

              “Es ist ein Schlag in die Fresse eines modernen Menschenrechtsverständnisses. ”

              Ja, nee, ist schon klar. Warum sollte das auch anders sein?

              “Wenn die Damen mit Herrn A. Probleme im Bett hatten, hätte aufstehen lassen und sagen “ab aufs Sofa” ziemlich sicher gereicht. ”

              Tja siehst, Du das genau ist das Problem: Die Damen werfen Hernn A. vor, das das eben nicht gereicht hat. BTW: Woher nimmst Du eigentlich Deine Sicherheit? Dabei gewesen?

              @Svenske (o.ä.)
              Wenn Du Dich mal mit dem Feminismus ausienandergesetzt hättest (also ernsthaft), dann würdest Du verstehen, warum das “grundsätzlich in der Opferrolle vermuten” dem Feminismus komplett widerspricht. Aber dafür mußt Du auch Deine Denkwerkstatt benutzen.
              Im übrigen: Auf welche Argumentation bin ich nicht eingegangen? Und auf welche hätte ich denn eingehen müssen? Was willst Du eigentlich, außer Deine Frauenfeindlichkeit ausleben?

            • SwENSkE schrieb am 10. Dezember 2010 at 09:04 - Permalink

              @ Mat

              Tja siehst, Du das genau ist das Problem: Die Damen werfen Hernn A. vor, das das eben nicht gereicht hat. BTW: Woher nimmst Du eigentlich Deine Sicherheit? Dabei gewesen?

              Nein, tun sie nicht.

              Wenn Du Dich auch nur ein bißchen mit diesem Fall beschäftigt hättest, würdest Du nicht so einen Blödsinn von Dir geben.

              Und Opfer von Vergewaltigungen schmeißen i.d.R. auch keine Partys für ihre Vergewaltiger und sie gehen auch nicht mit ihnen frühstücken oder kaufen ihnen Zugfahrkarten.
              Daß sie das “Opfer” einer “Vergewaltigung” (nach schwedisch-feministischen Maßstäben) wurden, haben die beiden Damen erst bemerkt, als sie voneinander erfuhren, daß sie jeweils nicht die einzige waren, mit der J. Assange im Bett war.

              Ansonsten belasse ich es dabei – daß Du an Argumenten eh’ nicht interessiert sodern nur blind einer Ideologie hörig bist, hast Du ja schon deutlich bewiesen.
              Aber anderen Blindheit und Frauenfeindlichkeit vorwerfen – die typische Taktik von Leuten, die keine Argumente haben. Leb’ weiter in Deinem feministischen Utopia, aber wundere Dich nicht, wenn Du irgendwann in derselben Situation bist wie J. Assange, weil irgendeine Frau mit Deinen Leistungen im Bett oder der Dauer eurer Beziehung zufrieden war und plötzlich feststellt, daß das Ganze ja evtl. eine Vergewaltigung war. Daß wir Gesetze wie in Schweden bekommen, fordern ja leider nicht nur Radikalfeministinnen. Und Typen wie Du würden das wahrscheinlich auch noch toll finden!

          • no0ne schrieb am 10. Dezember 2010 at 11:43 - Permalink

            Dieser Mat ist ja sehr unterhaltsam, muss ich ja gestehen, erinnert mich an die früheren Feminismus-Diskussionen beim SF. Kaum Fakten kennen, aber darüber schwadronieren, dass JA schuldig ist.. m(

            • Mat schrieb am 10. Dezember 2010 at 15:02 - Permalink

              Wer schwadroniert hier über Schuld und Unschuld? Das, liebe Kinder, seid alleine Ihr. Ich sage die ganze Zeit nämlich nichts anderes, als das es keiner von uns weiß. Und eben weil es keiner von uns weiß kann es auch nicht ausgeschlossen werden, das JA tatsächlich so richtig scheiß gebaut hat.

              @SwENSkE
              “Und Opfer von Vergewaltigungen schmeißen i.d.R. auch keine Partys für ihre Vergewaltiger und sie gehen auch nicht mit ihnen frühstücken oder kaufen ihnen Zugfahrkarten.”

              Da sieht mensch mal wieder, daß Du Dich mit der Materie nicht auskennst. Du würdest Dich wundern, was Opfer von Vergewaltigungen allzu häufig für Ihre Vergewaltiger tun. Partys geben und Zugfahrkarten kaufen oder frühstücken, das ist da tatsächlich nichts allzu außergewöhnliches. Das magst Du vielleicht nicht begreifen, aber dem ist tatsächlich so. Und ja: Die Personen bleiben trotzdem Opfer und die Täter Täter.

              Was die dioe Ideologiehörigkeit angeht: Ah ja, welcher Ideologie bin ich denn hörig? Erzähl doch mal ein bißchen. Du scheinst mich ja zu kennen. Also, tu Dir keinen Zwang an, bist doch sonst auch nicht so zimperlich mit vorschnellen Vorverurteilungen.

              Und was die rechtliche Situation in Sachen Vergewaltigung in diesem Land angeht: Ja, da bin ich durchaus für eine Verschärfung. Aber das hat nichts mit Feminismus oder sonstetwas zu tun. Das Dir das allerdings Sorge bereitet, das wundert mich nicht. Deinen Formulierungen nach sympathisierst Du ohnehin eher mit den Vergewaltigern, als mit deren Opfern.

            • SwENSkE schrieb am 10. Dezember 2010 at 15:58 - Permalink

              Und eben weil es keiner von uns weiß kann es auch nicht ausgeschlossen werden, das JA tatsächlich so richtig scheiß gebaut hat.

              Wer hat denn behauptet, daß das nicht der Fall sein könnte?
              Zitat bitte!

              Da sieht mensch mal wieder, daß Du Dich mit der Materie nicht auskennst.

              Aber Du, gelle?
              Schön daß Du Deine “Weisheiten” mit uns Nichtwissenden teilst :D

              Ja, da bin ich durchaus für eine Verschärfung. Aber das hat nichts mit Feminismus oder sonstetwas zu tun. Das Dir das allerdings Sorge bereitet, das wundert mich nicht. Deinen Formulierungen nach sympathisierst Du ohnehin eher mit den Vergewaltigern, als mit deren Opfern.

              Nein, das hat natürlich üüüüüberhaupt nichts mit Feminismus zu tun.
              Gott sei Dank sind Typen wie Du, denen der Rechtsstaat vollkommen am Arsch vorbei geht, (noch) in der Minderheit.

              BTW, ich hab’s Dir schonmal gesagt. Persönliche Angriffe ersetzen keine Argumente. Und hier schon gar nicht.
              Aber auch das passt – ist ein typisches “Diskussionsmittel” der sog. Feministinnen und ihrer lila Pudel.
              Frag’ mal jemand wie Erin Pizzey, die mit ihrer Familie zeitweise unter Polizeischutz leben mußte und dann auswanderte, weil sie es gewagt hatte, darauf hinzuweisen, daß Frauen in Beziehungen mindestens so gewalttätig sind wie Männer.

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Dezember 2010 at 10:43 - Permalink

        Aber was bringt Dich, lieber Spiegelfechter, eigentlich dazu den Damen unredliche Absichten zu unterstellen? Rachedürstende Weiber sind Dir offensichtlich lieber, als das an den Vorwürfen (und sei es nur nach schwedischem Recht) etwas dran sein könnte

        Oh, mir ist es eigentlich relativ egal, ob an den Vorwürfen “etwas dran ist”. Wenn ich mir allerdings die Hintergründe anschaue, halte ich das Szenario “Rachdürstende Weiber” für recht wahrscheinlich.

        Der Gedanke ist Dir offensichtlich noch gar nicht gekommen, oder?

        Doch, doch.

        Das da tatsächlich eine Frau vergewaltigt wurde. Von dem neuen Heiligen

        Ich verehre JA ganz sicher nicht. Ich kriege hier ja regelmäßig Kloppe, weil ich ihn kritisiere.

        Im konkreten Satz schreibe ich ja auch nicht, dass an den Vorwürfen nichts dran sei. Ich weise nur Malzahns Satz, es gäbe gar kein Indiz, dass die Vorwürfen falschs sein könnten, zurück.

        Ich bin mir nicht so sicher, wie Du darauf kommst, das die große Weltverschwörung realistischer ist,

        Zwei beleidigte Ex-Sexpartnerinnen sind sicher keine “große Weltverschwörung” ;-)

        Und vielleicht ist er dabei nur auf eine Staatsanwältin gestoßen, die die Chance für ihre Karriere sah.

        Ja, das ist sehr gut möglich. Erinnert mich alles ein wenig an “Der Campus” von Dietrich Schwanitz.

    22. Chat Atkins schrieb am 9. Dezember 2010 at 20:03 - Permalink

      Solches Gemöhre ist die Folge einer ehernen Old-School-Journalisten-Regel: Übers Internet muss immer dasjenige Redaktionsmitglied schreiben, das am wenigsten Ahnung davon hat.

      • clear schrieb am 9. Dezember 2010 at 20:31 - Permalink

        Die Onlinesparte ist das Europaparlament der Redaktionen ?

        Aber mal was o.t. :
        Was der ” demonstrativ Unaufgeregte” so plant das ist doch auch ein interessantes Thema.

        http://www.sueddeutsche.de/politik/reform-der-polizei-de-maizires-masterplan-die-bundessuperpolizei-1.1034406

        und aus der Tagesschau :

        Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik soll ebenfalls stärker mit dem BKA kooperieren.

      • besuch schrieb am 9. Dezember 2010 at 20:31 - Permalink

        Und wenn es schlimmer und er der Einäugige unter Blinden ist?

        • brav schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:02 - Permalink

          Bei der Welt schreiben ansonsten aber auch bessere Leute Differenzierteres. Malzahns “Stärke” war eben immer der meinungsstarke bis dümmliche “linke-Tabus-brechende” Haudrauf-Artikel. Zu Bush-Zeiten hat er aber dann derart in die Tasten gehauen, dass es hinterher wohl selbst dem Spiegel zuviel wurde. Daher der kleine Karriereknick, aber nun ist er ja bei der Welt untergekommen.

    23. Morgentau schrieb am 9. Dezember 2010 at 20:17 - Permalink

      Oh und wie ich diese Systematik des Pseudo-Investigativen Journalistischen kenne. Man nehme eine feine Nase mit Gespür für den Mainstream der Bevölkerung oder auch einer selektierten Gruppe und behaupte genau das Gegenteil.

      Das gibt besonders Auffällige Schlagzeilen. Wenn “alle” über Thema X so reden, machen es die anderen genau als negativ… Fällt auf, ist aber nach einigen Artikeln ziemlich Anstrengend und erzeugt eher ein Vakuum als irgendeine Art von Fülle… Erfülltheit, Bereicherung oder was auch immer man an positiven Emotionen haben möchte.

      Einige Zeitungen die ich mal als Papier abonniert hatte sind deswegen aufgegeben worden… das Medium TV wird bereits seit 15 jahren nicht mehr benutzt. Es gibt Alternativen, auch in Papierform (im Internet sowieso, doch auch das hat Grenzen einer anderen Art), da ich ja nicht konstant einen Monitor vor den Augen haben möchte, doch die Selektion kostet ein wenige Zeit und Aufmerksamkeit… und ein paar Euro mehr an Abogebühren, Speziell dann wenn keine oder nur wenig Werbung geschaltet wird.

      …

    24. klaus58 schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:00 - Permalink

      @spiegelfechter
      Vorsortieren und Wesentliches nach vorne stellen ist gute journalitische Fleißarbeit für die wir dankbar sein können. Parallel müssen aber alle Dokumente für alle offen bleiben, um im Zweifel nachzusehen, ob nicht unterschlagen und verfälscht wurde. Aussortieren nein Danke.
      Bitte “verschont” uns nicht mit noch so unliebsamen Wahrheiten.
      Der kalte Krieg blieb kalt, weil beide Seiten sehr viel über die andere Seite wußten. Schon in den sechsziger Jahren konnten US Satelliten aus 36km Höhe die Zeit auf der Armbanduhr des russischen Soldaten ablesen. Wer glaubt denn, die hätten die Massenvernichtungswaffen im Iran übersehen? Man geht auf andere zu und zeigt die offenen Hände – keine versteckten Waffen. Ich sehe Wikileaks & Co. vor allem als friedenserhaltend. Falls US Soldaten in Afghanistan zusätzlich gefährdet werden durch leaks so müßte das noch verstärkt werden.
      Wenn die alle richtig Schiss haben ziehen sie endlich ab.

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Dezember 2010 at 10:55 - Permalink

        “Aussortieren” können “wir” Journalisten bei den Depeschen ja auch gar nicht, das kann ja noch nicht einmal Mr. Obama. “Wir” müssen nun einmal filtern und (was ich noch wichtiger finde) die Depeschen in einen Kontext stellen. Das ist nämlich das Problem mit “Rohdaten”, sie sind ohne Betrachtung der Zusammenhänge oft wertlos, bzw. verleiten zu falschen Schlüssen.

    25. Avantgarde schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:13 - Permalink

      Die schwedische Staatsanwaltschaft will den Australier Assange lediglich zu schwerwiegenden Vorwürfen vernehmen, die gegen ihn im Raum stehen.
      Dieser Klärung des Sachverhalts hat sich Assange bisher entzogen.

      Was soll man von einem Qualitätsjournalisten halten, der nicht mal die elementarsten Basics recherchiert?

      Da bittet Assange drei Wochen lang vergeblich um ein Gespräch mit der Staatsanwältin, um die Vorwürfe zu klären, die dafür gesorgt haben, dass sein Name millionfach im Web im Zusammenhang mit Rape auftaucht. Character Assassination nennt man sowas, und ich hoffe, dass die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Staatsanwältin und Presse juristische Folgen hat.

      Als Assange Schweden verlassen will, ruft er die Staatsanwältin an, um zu fragen, ob er Schweden verlassen kann, und die sagt, kein Problem.

      Kaum ist er weg und die Depeschen draußen, stellt die Dame einen Haftbefehl aus (welche Erkenntnis kann sich da geändert haben?) , die Verteidigung von Assange erhält noch nicht mal den Wortlaut der Anschuldigungen, geschweige denn irgendwelche Beweise. Trotzdem wird ein Mann per Interpol zur Fahndung ausgeschrieben, gegen den noch nicht mal Anklage erhoben wurde, gegen den lediglich Anschuldigungen ohne irgendwelche materiellen Beweise vorliegen.

      Stunden, nachdem endlich ein rechtsgültiger Europäischer Haftbefehl vorliegt (ob der hier missbraucht wurde, wird noch zu klären sein), stellt sich Assange freiwillig.

      Der Klärung des Sachverhalts hat sich ja wohl nicht Assange entzogen. Eine der Frauen hat sich übrigens schon vor Wochen aus Schweden (und offenbar von dem Fall) verabschiedet und weilt jetzt – angeblich – in Palästina.

      Wenn das der viel beschworene Qualitätsjournalismus sein soll, dann ist der überaus verzichtbar.

      • elwu schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:19 - Permalink

        Die spinnen eh, die Schweden. Enteierte Feminanzenzöglinge haben da die passenden Regeln gesetzt, wonach eine Frau es sich nach einvernehmlichem Sex noch anders überlegen und von Vergewaltigung faseln kann, und feminanzische Staatsanwältinnen springen auf den Mist natürlich gerne an.

        • Thomas schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:42 - Permalink

          Sie hob hervor, dass nach schwedischem Recht Nötigung oder Vergewaltigung in einem minder schweren Fall vorliegen kann, wenn sich eine Frau nach dem Sex unwohl fühlt oder sich ausgenutzt vorkommt.

          bitte was?!?

          • SwENSkE schrieb am 10. Dezember 2010 at 02:43 - Permalink

            Tja, das kommt dabei raus, wenn man (gewisse) Feministinnen Gesetze schreiben lässt.

            • Geheimrätin schrieb am 10. Dezember 2010 at 18:02 - Permalink

              klar, jetzt kann man natürlich alles auf die „durchgeknallten Feministinnenspur“ setzen u. dass die eine Dame CIA Kontakte hatte u. mit der anderen Dame vorher schon befreundte war, tut hier gar nix zur sache, berichtet die presse ja, die Damen hätten sich erst „hinterher“ kennengelernt. u. dann mal eben mit Hilfe eines Staranwalts(!) und Interpol(!) den Internethelden zu einer ärztl. Untersuchung anhalten wollen. Was diese Feministinnen alles fertigbringen ! PLEASE!

              zukünfig wird nun wohl jede Frau, die es wagt, einen Vergewaltiger anzuzeigen, erstmal zum Scheinopfer gemacht. Ungeachtet der Tatsache, was sie zur Anzeige bringt. Weil jetzt ja offensichtlich geplatzte Kondome u. einvernehmlicher Sex mit anschließenden Partybesuchen mit Vergewaltigung gleichgesetzt werden können. Was ein „Feministencoup!“ Vermutlich ist auch der Osterhase in Wirklichkeit ne Weihnachtsfrau.

            • SwENSkE schrieb am 10. Dezember 2010 at 20:05 - Permalink

              …berichtet die presse ja, die Damen hätten sich erst „hinterher“ kennengelernt.

              Hast Du irgendwelche Belege, daß es anders war? Dann her damit.
              Proof or STFU :D

              …dass die eine Dame CIA Kontakte hatte …

              Das ist mir viel zu weit hergeholt. Kontakt zu einer Gruppe, die von einem geleitet wird, dem man CIA-Kontakte oder gar -Zugehörigkeit nachsagt.
              Das klingt mir zu sehr nach “die Freundin meiner Schwägerin ihrer Tierärztin hat gehört daß der Hund des Schwippschwagers des ehemaligen Bürgermeister gesagt haben soll…..”.

              …dann mal eben mit Hilfe eines Staranwalts(!) und Interpol(!)…

              Die eine Dame ist Feministin und aktiv bei den schwedischen Sozialdemokraten und der Fall verspricht jede Menge Publicity. Der sogenannte Staranwalt ist bekannter Feminist und verfolgt wie die Staatsanwältin eine bestimmte politische Agenda. Daß der sich um so einen Fall reißt sollte nicht weiter verwundern.
              Was Interpol betrifft – das geht alleine auf das Konto von Frau Ny und den unsinnigen “europäischen Haftbefehl”.

              Weil jetzt ja offensichtlich geplatzte Kondome u. einvernehmlicher Sex mit anschließenden Partybesuchen mit Vergewaltigung gleichgesetzt werden können.

              Beschwer Dich bei den schwedischen Feministinnen – auf deren Konto gehen solche Gesetze. Also durchaus ein “Feministencoup”!
              Wenn man “Sex ohne Kondom” als “Vergewaltigung” bezeichnet oder es zur “sexuellen Belästigung” wird, wenn sich eine Frau nach dem Verkehr “ausgenutzt oder unwohl” fühlt, muß man sich nicht wundern, wenn echte Vergewaltigungsopfer in Mitleidenschaft gezogen werden. Von allen Männern ganz zu schweigen. Mich würde eh’ interessieren ob es in Schweden ebenfalls als Vergewaltigung gilt, wenn eine Frau die Pille “vergisst”.

          • Stony schrieb am 10. Dezember 2010 at 12:09 - Permalink

            Sie hob hervor, dass nach schwedischem Recht Nötigung oder Vergewaltigung in einem minder schweren Fall vorliegen kann, wenn sich eine Frau nach dem Sex unwohl fühlt oder sich ausgenutzt vorkommt.

            Tztztztz…

            wer sich darüber wundert versteht nur alles gaaanz falsch, typisch männlich halt
            das alte rein-raus- ohne nachspiel, ohne kuscheln etc.
            hinterher noch nen bißchen schmusen und smalltalk und alles wird gut… ;-)

            *duckundwech*

        • schwitzig schrieb am 10. Dezember 2010 at 16:44 - Permalink

          Die spinnen eh, die Schweden.

          Spinnen schön und gut – ist es eigentlich möglich, gegen derartige die Diskriminierung fördernde Gesetze über den Weg des Eu-Gerichtshofes vorzugehen?

          • SwENSkE schrieb am 10. Dezember 2010 at 20:10 - Permalink

            Möglich sicher – allerdings vermutlich nur, wenn Du selbst betroffen bist.
            Der europäische Gerichtshof für Menschenrechte wäre da wohl die beste Adresse. Da hat Deutschland schon mehrfach auf die Finger gekriegt. Zuletzt wg. des fehlenden gemeinsamen Sorgerechts für uneheliche Väter.

    26. brav schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:15 - Permalink

      Ceterum censeo: Wir brauchen sowas in der Art wie Huffington Post. Es gibt Carta, Netzpolitik, oder Spiegelfechter und Fefe etc, und x andere Blogs, die nicht ausschliesslich, aber gelegentlich über Politik schreiben. Das ist alles schön und gut, aber der gebündelten Macht der großen alten Medien müsste man noch irgendwas anderes entgegensetzen: vielleicht ein Portal, wo all das, was es da bereits gibt, auch irgendwie gebündelt oder strukturiert auffindbar ist, über RSS o.ä., und wo man morgens so hinsurfen könnte, wie heute zu Spon. Vielleicht so in der Art wie diese Twitter-Newspaper, oder wie es der Perlentaucher für Kultur macht. Oder gibt es sowas schon, und es ist einfach nur nicht bekannt, oder nicht gut gemacht?

      • Cosmo schrieb am 10. Dezember 2010 at 07:58 - Permalink

        http://www.wikio.de

        Ist jetzt auch nicht perfekt, aber für einen schnellen Überblick schon mal ganz nützlich.

    27. karlov schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:22 - Permalink

      hehe, schön nachgetreten. Und ich bewundere Ihre Eselsgeduld, sich mit diesem journalistischem Müll in angenehmer Tonlage zu befassen. Ich für meinen Teil hätte mich NUR aufgeregt.

    28. Geheimrätin schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:23 - Permalink

      @ Avantgarde
      25 – http://www.spiegelfechter.com/wordpress/4665/herr-malzahn-will-es-noch-mal-wissen#comment-94368

      Eine der Frauen hat sich übrigens schon vor Wochen aus Schweden (und offenbar von dem Fall) verabschiedet und weilt jetzt – angeblich – in Palästina.

      aha, noch ein detailchen des films, das ich noch nicht kannt. jetzt frag ich mich nur, wo ist palästina?

      • Avantgarde schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:37 - Permalink

        Frau A. nennt es “Västbanken”, der Ort heißt Yanoun.

        • Geheimrätin schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:44 - Permalink

          Yanoun? jetze wirds ja ganz doll! auweia!!!

          • Avantgarde schrieb am 9. Dezember 2010 at 22:03 - Permalink

            Nach etwas Recherche gehe ich trotz der recht bunten jüngeren Vergangenheit von Frau A. (z.B. in Kuba) eher nicht von einem geplanten CIA-Plot aus. So dämlich stellt sich nicht mal die CIA an.

            Eher vermute ich, nachdem der Fall schon “gegessen” war, diskrete Interventionen der US-Regierung in Schweden.

            Dies und eine übereifrige Staatsanwältin, die den Fall an sich reißt und wohl gerne öffentlich ein Exempel statuieren will.

            Gut möglich, dass die beiden Frauen Assange wohl etwas Ärger machen wollen, aber inzwischen ist die Sache aus dem Ruder gelaufen.

            • SwENSkE schrieb am 10. Dezember 2010 at 02:48 - Permalink

              @ Avantgarde

              Eher vermute ich, nachdem der Fall schon “gegessen” war, diskrete Interventionen der US-Regierung in Schweden.

              Dies und eine übereifrige Staatsanwältin, die den Fall an sich reißt und wohl gerne öffentlich ein Exempel statuieren will.

              Gut möglich, dass die beiden Frauen Assange wohl etwas Ärger machen wollen, aber inzwischen ist die Sache aus dem Ruder gelaufen.

              So ähnlich sehe ich das auch.

              Da wurde eine sich zufällig bietende Chance ergriffen. Und für die Staatsanwältin bot sich die Gelegenheit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Einmal den USA gefällig zu sein und andererseits die persönliche Agenda zur weiteren Verschärfung des Sexualstrafrechts voranzutreiben.

              Möglich wurde das Ganze allerdings durch eine durch und durch unsinnige Gesetzgebung.

          • Kriegszitterer schrieb am 9. Dezember 2010 at 22:40 - Permalink

            Dein schmerz hin oder her … ja süße … ;-) Werde mal sachlich … !

            Nicht jeder der den fluch aus deiner sicht hat ist fluch oder segen … hin oder her Mann mit geschwollenen eiern ist dein Feind scheint ja auf deiner feindliste zu stehen … ;-)

            Ich mag das was du tust und ich habe mich hier und da auch in dem einen oder anderen artikel wieder gefunden ….

            ABER : Ihr Sofragetten seit auch nur spalterinnen der sache ! Aber ja … der ewige wiederstreit hmm ?

            ICh muss tausend tode sterben wenn es so ist :

            http://www.youtube.com/watch?v=z4gxAQwVA3o

            Oder :

            http://www.myvideo.de/watch/3964768/MANOWAR_The_crown_and_the_ring

            Rülpsent ein ein Dosenbier am Kopf zerdrückt … ;)

    29. LachenderMann schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:39 - Permalink

      Hier noch ein bild das gerade passend zu den USA ist^^

    30. brain0naut schrieb am 9. Dezember 2010 at 21:45 - Permalink

      mein gott . der typ ist ja der ab-so-lut-e vollpfosten (hab den artikel grade gelesen)
      538 gelöschte kommentare inna welt – die hätt ich ja zu gerne gesehn…

      jens, im gepflegten abbügeln von “kollegen” (der is doch nich WIRKLICH journalist, oder ?) bist du scheints ungeschlagen.

      höhö.

      • brain0naut schrieb am 10. Dezember 2010 at 17:57 - Permalink

        achmann, bin ich blöd; immer vagess ich noscript: jaha die comments aufder W sind deutlichst *kicher*..

    31. carlo schrieb am 9. Dezember 2010 at 22:03 - Permalink

      @sf
      Guter Beitrag, aber warum vergleichst Du diesen dummdeutschen D***l mit Eddy the Eagle. Was würde der denn dazu sagen? Er war schließlich der erste Springer, der für Großbritannien bei Olympischen Winterspielen an den Start ging. Rule Brittania…;-)

    32. brav schrieb am 9. Dezember 2010 at 22:17 - Permalink

      So geht Qualitätsjournalismus!

      http://blog.indexoncensorship.org/2010/12/08/wikileaks-and-assange-the-view-from-taiwan/

      (für die die es gestern verpasst haben)

    33. Kriegszitterer schrieb am 9. Dezember 2010 at 22:53 - Permalink

      Habe da noch was schickes für dich die Börsenjournale die mit vorsatz falsche tips seit jahren gestreit haben … Ich habe das schlierenblatt Focus schon lange auf dem kicker … ! Da wurde auch was auf zapp ( ja ÖR ist nicht nur EVIL ) beim NDr gezeigt . Würde passen wenn du dich da mal reindonnerst !

      http://www.youtube.com/watch?v=I4U6T_BB1N8

      Kussmund …

      • Kriegszitterer schrieb am 9. Dezember 2010 at 22:59 - Permalink

        Nüchtern okay ? !!! Niemandd ist superman … auch ein Journalist nicht … ;-)

    34. Benjamin schrieb am 9. Dezember 2010 at 23:07 - Permalink

      Guter Artikel.

    35. ralle schrieb am 9. Dezember 2010 at 23:19 - Permalink

      Tut mir leid, aber nach der Einleitung habe ich schon schlimmere Sachen erwartet von diesem Journalisten. Ich würde sagen, dass dieser Herr sich doch eher auf durchschnittlichem Niveau der Mainstream-Presse bewegt.

      Gibt es einen besonderen Grund, warum dieser Typ hier so hervorgehoben wird? Für mich wirkt dieser Artikel sehr persönlich und etwas übertrieben. Sicherlich hat Malzahn keinen Plan aber er schreibt auch für seine Zielgruppe und nicht zuletzt für seinen Arbeitgeber der sicherlich ganz zufrieden damit ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie, Herr Berger, einen Posten bei der WELT angeboten bekommen würden !

    36. brav schrieb am 9. Dezember 2010 at 23:21 - Permalink

      An dieser Stelle sei auch noch mal an die Wikileaks-Vorläufer Dotcomtod und BooCompany erinnert (siehe Google).

    37. Kriegszitterer schrieb am 9. Dezember 2010 at 23:23 - Permalink

      Versetzte dich herein …

      http://www.youtube.com/watch?v=SWPo64BN-Uc

      Sorry das ich ich das etwas ins scheinbare profane swetzten muss ….

      http://www.youtube.com/watch?v=SWPo64BN-Uc

      http://www.youtube.com/watch?v=NxuUbizTVXM ;-)

      Delet and learn …

    38. Joko schrieb am 10. Dezember 2010 at 00:22 - Permalink

      WikiLeaks-Berichterstattung als Vorwand für Internet-Bashing hat bei der WELT fast schon Tradition: Schon Anfang 2007 nutzte dort Hendrik Werner die Berichterstattung über die Anfänge von WikiLeaks, um sein Mütchen an Wikipedia zu kühlen. Sein Artikel musste nach Protesten von Wikimedia Deutschland korrigiert werden: http://wikipedistik.de/2007/01/25/beeindruckende-redaktionsgeschwindigkeit/

    39. Jörg schrieb am 10. Dezember 2010 at 00:24 - Permalink

      Sehr schöner Artikel, danke Jens.

    40. Schweigsam schrieb am 10. Dezember 2010 at 01:43 - Permalink

      Der Malzahn kommt mir nach diesen Artikel so vor als wäre er ein stark beengter Demagoge.
      Sein Motto: Was ich nicht kapiere darf auch keinen Sinn ergeben und muss bekämpft werden. ;-)

      • Lennard schrieb am 10. Dezember 2010 at 10:09 - Permalink

        Deine Beschreibung klingt nach ‘ner hemdsärmligen Version von Schirrmacher. :P

    41. Wuwei schrieb am 10. Dezember 2010 at 04:52 - Permalink

      Das Weltonline Forum zu diesem Artikel war eine absolute Farce, Sachliche , aber kritische Gegenmeinungen wurden von der Reaktion im Sekundentakt gelöscht.

      Wuwei

      • SwENSkE schrieb am 10. Dezember 2010 at 09:08 - Permalink

        Anscheinend sind sie aber nicht mehr hinterhergekommen :D

        Ich sehe da 54 Seiten fast ausschließlich kritische Kommentare!

    42. MacMorri schrieb am 10. Dezember 2010 at 06:33 - Permalink

      Ganz hervorragend geschrieben, Jens. Danke für den tollen Artikel.

    43. Julia schrieb am 10. Dezember 2010 at 11:52 - Permalink

      Frauen sind nie boshaft, Frauen nutzen nie die Gelegenheit ins Rampenlicht zu kommen, um welchen Preis auch immer. Frauen lügen nicht, Frauen sind ja sowas von edel und heilig.
      Meine Güte noch eins, die Geschichte stinkt zum Himmel und ist sowas von abstrus.
      Warum gingen die holden Damen denn nicht einfach wieder, wenn der holde Herr keine Lümmeltüte wollte? Weiß irgendeine der selbst ernannten Frauenrechtlerinnen was sich tatsächlich hinter den Türen abgespielt hat?
      Es kann so oder so gewesen sein, aber dass Frau automatisch gut ist?
      Ne, bei allem Feminismus oder wie auch immer man das Kind bezeichnen will, auch Frau hat so ihren Dreck am Stecken.

    44. t.h.wolff schrieb am 10. Dezember 2010 at 12:02 - Permalink

      Meine tief verwurzelte Geringschätzung der WamS/W rührt noch aus deren Apartheids-apologetischen Artikeln der 80er Jahre, wir haben es also mit einer historisch gewachsenen Abscheu zu tun, die Hofschranzen wie Malzahn unfairerweise als zusätzliches kommunikatives Handicap tragen. Zu meiner morbiden Befriedigung gibt es bei sämtlichen Springer-Erzeugnissen so etwas wie die Kontinuität der üblen Gesinnung. Da weiß man wo der Gegner steht, da hat der Tag Struktur.

      Sehr schön: Den Begriff merkbefreit habe ich in mein kleines Organon der gekonnten Herabwürdigungen aufgenommen. Der Titel ehemaliges Nachrichtenmagazin sollte den Rang einer offiziellen Sprachregelung für die Erwähnung des SPIEGEL auf dem SF erhalten.

      Ein schwungvoller und anregender Artikel ! Chapeau !

      • Sukram71 schrieb am 10. Dezember 2010 at 12:14 - Permalink

        Der Titel ehemaliges Nachrichtenmagazin sollte den Rang einer offiziellen Sprachregelung für die Erwähnung des SPIEGEL auf dem SF erhalten.

        Wie wäre es mit “sogenanntes Nachrichtenmagazin”.
        In Anlehnung an die “sogenannte DDR“. ^^

        Nun, allerdings ist der Spiegel halt leider das einzige (ehem./sogen.) Nachrichtenmagazin in Deutschland. Wir haben kein anderes. Der Rest sind doch bestenfalls Illustrierte.

      • Sukram71 schrieb am 13. Dezember 2010 at 08:53 - Permalink

        Was ich dem Spiegel aber schon lange hoch anrechne, ist, dass er in den Monaten und Jahren vor und nach dem Irakkrieg so ausführlich und kritisch über Bush & Komplizen berichtet hat.

        Schon der Spiegel 8/2002 von Februar 2002 über 1 Jahr vor dem Irakkrieg ließ keinen Zweifel, womit wir es bei Bush zu tun haben und der Chef des BND erklärte im Interview, dass es keinen Zusammenhang zischen AlKaida und dem Irak gab, usw., usw.. (Diese Ausgabe hab ich hier noch im Original liegen.)

        Wenn ein Scharlatan erzählt, die “Mainstream-Presse” würde allesamt lügen, dann nur, um die Leute von ihm abhängig zu machen und zu verdummen. Das zeigen im Grunde auch diese Botschafts-Depeschen.

    45. Axel schrieb am 10. Dezember 2010 at 12:16 - Permalink

      “Wenn die politischen Apparate der Welt ein stabiles, auf Grundsätzen der Ethik basierendes Gerüst für staatliches Handeln geschaffen hätten, welches Staaten hervorbringt, in die man Vertrauen legen kann, wäre Wikileaks in erster Linie gar nicht notwendig.”

      Ja wenn!

      Aber vor fast 40 Jahren hat Dieter Duhm (er mag unbedeutend sein, aber ich habe es in Erinnerung behalten) der damals sicher auch alles befreien wollte, sich aber von Spartakisten und K-Gruppen und allen möglichen anderen Linken (wohl weniger dogmatisch und die Natur des Menschen einbeziehend) unterschied geschrieben, das die Welt (der Kapitalismus) nun mal aus den realen Bedürfnissen der Menschen hervorgegangen ist.

      So ähnlich hat er es wohl ausgedrückt, war ein gelbes Paperback meine ich. Den Titel kann man sicher auf wikipedia nachschlagen.

      Mal sehen ob die realen Bedürfnisse der Menschen (und nicht nur die der Machthaber) mal zum Ideal führen werden.

      • Linus schrieb am 10. Dezember 2010 at 13:19 - Permalink

        das die Welt (der Kapitalismus) nun mal aus den realen Bedürfnissen der Menschen hervorgegangen ist.

        Welche Bedürfnisse sollen das denn sein? Das Bedürfnis nach Macht? Das Bedürfnis, andere zu knechten? Das Bedürfnis, sich einen Dreck um andere zu scheren? Das Bedürfnis nach dem totalen Ego? Gibt es für all das allgemeinen Bedarf?
        Dieser Satz ist so verfälschend, daß du ihn nicht unkommentiert zitieren solltest!

        • Axel schrieb am 10. Dezember 2010 at 14:50 - Permalink

          Ich habe aus der Erinnerung zitiert. Als ich das Buch damals las war mir klar das es keine Klassen im Sinne des Marxismus gibt.

          Aber um auf Deine Kritik zu antworten: der Titel des Buches von Duhm:

          “Der Mensch ist anders: Besinnung auf verspottete, aber notwendige Inhalte einer ganzheitlichen Theorie der Befreiung. Kritik am Marxismus (1975).”

          Ich denke das Duhm an einer Stelle so formuliert wie ich es wiedergegeben habe. Wie er das begründet weiß ich nicht mehr.
          Ich denke aber er will damit sagen das der Zustand der Welt bzw. die soziale Organisation des Menschen kein reiner unglücklicher Zufall ungünstiger Umstände ist. Wenn Duhm das so nicht meint, so nimm es als meine Interpretation.

          Ich weiß das ich zur selben Zeit formulierte: Marx habe die Rechnung ohne den realen Menschen gemacht Deshalb griff ich dann sicher auch zu dem Buch das aber dann keinen großen Einfluß mehr auf mich ausgeübt hat. Ich weiß das ich im selben Sommer Carlos Castaneda gelesen habe.

          • carlo schrieb am 10. Dezember 2010 at 15:37 - Permalink

            Sagen wirs mal so, man kann doch für den Generalstreik, als auch für den offenen und bewaffneten Aufstand plädieren und den Herrn Castaneda mal so vergessen!

    46. brav schrieb am 10. Dezember 2010 at 13:12 - Permalink

      Glenn Beck (Fox News) befürchtet Revolution:

      http://mediamatters.org/mmtv/201012090034

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Dezember 2010 at 13:16 - Permalink

        *pffff*

        Glenn Beck ist ein Idiot

        • SwENSkE schrieb am 10. Dezember 2010 at 13:57 - Permalink

          Ein Vollidiot, um genau zu sein :D

          Daß Typen wie er und Limbaugh überhaupt von irgendjemand ernst genommen werden, wird für mich auf ewig ein Mysterium bleiben. Naja, ich trinke allerdings auch keinen Tee :D
          Und wenn, dann nehm’ ich keine Teebeutel ;)

        • Wandschrank schrieb am 10. Dezember 2010 at 18:53 - Permalink

          Glenn Beck ist einer grössten lebenden Idioten. Wenn nicht der grösste.

          Und Fox News ist ein Dreckssender.

      • O. aus M. schrieb am 10. Dezember 2010 at 15:47 - Permalink

        Danke für den Link!
        Endlich weiß ich auch mal wie es mit Wesley Snipes weitergeht.

        War da sonst noch was wichtiges?

    47. gnadenacker schrieb am 10. Dezember 2010 at 14:03 - Permalink

      Die Beleidigung von “Eddie the Eagle” nehme ich Ihnen übel. Sonst …

    48. Spiegelfechter schrieb am 10. Dezember 2010 at 14:56 - Permalink

      Speziell für die “Fanboys” ;-)

      „Verrat an dem, wofür Wikileaks stehen sollte“
      Die Verhaftung Julian Assanges könnte Wikileaks schaden, fürchtet Aussteiger Daniel Domscheit-Berg. Seine Alternativ-Plattform will Personenkult vermeiden
      Quelle: Der Freitag
      http://www.freitag.de/politik/1049-verrat-an-dem-wof-r-wikileaks-stehen-sollte

      Nur Skandälchen
      Die Enthüllungen von Wikileaks sind enttäuschend. Früher leisteten sich Regierungen deutlich mehr Sauereien. [...]
      Vorbei die Tage, als Schriftsteller und Regisseure haufenweise Werke über Geheimdienstoperationen produzierten. Auch die Bush-Ära ist vorüber. Immerhin gab es in Bushs Dunstkreis Größenwahnsinnige und wertlose Geheimnisse. Aber was soll einer wie John le Carré aus der „Entdeckung“ machen, dass die Korruption in Afghanistan ganz oben anfängt? Wer hätte das gedacht. Oder aus dem „Schock“, dass sunnitische Araber Obama zu einem Angriff auf den schiitischen Iran drängten, um einen benachbarten Konkurrenten aus dem Weg zu räumen? Oder das Israel von Obama eine Attacke auf den Iran erwartete, damit , nun ja, ein benachbarter Konkurrent beseitigt würde? Obama blieb standhaft, aber Gutmenschentum ist doch wirklich kein aufregendes Geheimnis. Was könnte der Regisseur John Frankenheimer („Botschafter der Angst“, 1962) aus der „Überraschung“ machen, dass Pakistan in der Atomfrage ein doppeltes Spiel gespielt hat? Das sind Nachrichten von gestern, selbst für altmodische Medien. Oder aus der „Enthüllung“, dass Saudi-Arabien Al-Kaida unterstützt? Die machen das doch noch nicht mal heimlich. [...]
      Fairerweise muss man sagen: Dass Muammar al-Gaddafi scharf auf füllige slawische Frauen ist, war neu. Hat aber auf die Weltpolitik wahrscheinlich weniger Einfluss als die Hüte von Jackie Kennedy.
      Quelle: Frankfurter Rundschau
      http://www.fr-online.de/politik/meinung/nur-skandaelchen/-/1472602/4910120/-/index.html

      • Zwischenmeldung schrieb am 10. Dezember 2010 at 15:32 - Permalink

        Nur Skandälchen
        Die Enthüllungen von Wikileaks sind enttäuschend. Früher leisteten sich Regierungen deutlich mehr Sauereien. [...]

        Woher wollen die das wissen? Von über 250.000 wurden vorerst keine 1300 Depeschen veröffentlicht. Ich beneide all diejenigen, die hellseherische Fähigkeiten besitzen und sich der Glaskugel bedienen können.

        Es ist doch lächerlich und widerlich zugleich, wie die “Qualitätsjournalisten” die eigene Inkompetenz, gepaart mit einer gehörigen Portion Obrigkeitshörigkeit, mit solchen nichtssagenden Artikel zu verstecken versuchen.

        • Spiegelfechter schrieb am 10. Dezember 2010 at 15:39 - Permalink

          Hihi ;-)

          Die Dame ist aber keine “Qualitätsjournalistin”, sondern:
          Professor Marcia Pally lehrt Kulturwissenschaften an der New York University

      • Dietrich schrieb am 11. Dezember 2010 at 00:09 - Permalink

        Die Verhaftung Julian Assanges könnte Wikileaks schaden, fürchtet Aussteiger Daniel Domscheit-Berg. Seine Alternativ-Plattform will Personenkult vermeiden

      • Dietrich schrieb am 11. Dezember 2010 at 01:30 - Permalink

        Als bekennender (zwecks Solidarität und so) Fanboy versuch ich’s halt mal:

        Die Verhaftung Julian Assanges könnte Wikileaks schaden, fürchtet Aussteiger Daniel Domscheit-Berg.

        Ich hege ein tiefgehendes Mißtrauen gegenüber der Doppelname- Bindestrich Fraktion. Sie können sich weder auf den besten Namen einigen, noch den eigenen behalten (man soll ja wissen, dass man jemanden abgekriegt hat) und jeder muß das Revier beim anderen markieren. Insbesondere Frau begibt sich dann häufig auf Fahndung nach Männerfreundschaften, die ihre Position schwächen könnten. (Hilfe! Die Em(m)anzen werden mich schlachten.) ” Liebling, meinst Du nicht auch, dass dieser Assange Dich unmöglich behandelt, solltest Du nicht lieber….”.
        Richtig ist, es sollte viele Plattformen, auch mit unterschiedlichen opi(?) operandi geben, der Flüsterer kann sich das für ihn beste dann aussuchen, erhöht die Sicherheit. Aber das Timing ist hinterlistig. Daniel Schmidt war mir lieber.

        Seine Alternativ-Plattform will Personenkult vermeiden

        Nuuuuuun ja, in den letzten 2 Wochen mindestens, war täglich von ihm zu hören und zu lesen. Und er schreibt ein Buch? Sieh an!

        Professor Marcia Pally lehrt Kulturwissenschaften an der New York University

        Also ich weiß gar nicht, was Du damit sagen willst, man muß doch sehen, dass man weiterkommt an der Universität NY.

        • Thilo schrieb am 11. Dezember 2010 at 06:07 - Permalink

          ‘Aussteiger Daniel Domscheit-Berg’ verdient seine Brötchen zuletzt als Kronzeuge – sein ‘Enthüllungsbuch’ veröffentlicht er für Springer. Als (authentischer) Kritiker von Kritik ist man auch bei der ‘Welt’ gern gesehen – so manche Karriere belegt dies…

        • Spiegelfechter schrieb am 11. Dezember 2010 at 10:18 - Permalink

          Also die Argumente der Fanboy-Fraktion waren auch schon mal besser. Wenn es nur noch die Ad-hominem- und Ad-personam-Schiene gibt, scheinen die Autoren ja ins Schwarze getroffen zu haben.

          • groo schrieb am 11. Dezember 2010 at 10:41 - Permalink

            Also, ich weiss jetzt nicht, ob ich von Dir auch zur ‘Fanboy’-Fraktion gezählt werde.

            Ich zitiere mal andere ‘fanboys’:
            Ellsberg: “EVERY attack now made on WikiLeaks and Julian Assange was made against me and the release of the Pentagon Papers at the time.”
            Die pro-WL-Fraktion hat einfach die besseren Argumente.
            Da muss man kein ‘fanboy’ sein.

            Ich seh das so:
            Filz (was totes, hält aber warm) gegen Rhizom (organisch, hierarchiefrei).

            Vllt etwas OT.
            Vllt aber schon.

            • Lago schrieb am 11. Dezember 2010 at 10:47 - Permalink

              Ein etwas weniger informatives, dafür ganz amüsantes Interview mit dem Assange-Fanboy Ellsberg:

              http://www.colbertnation.com/the-colbert-report-videos/368131/december-09-2010/international-manhunt-for-julian-assange—daniel-ellsberg

            • groo schrieb am 11. Dezember 2010 at 11:10 - Permalink

              @Lago,

              das Interessante ist:
              Was da im ‘Untergrund’ gärt.

              Es gibt ja mittlerweile (seit ca 30-40 Jahren) jede Menge CIA-Leute, die in ihrem vermutlich ursprünglichen Idealismus so irritiert wurden, dass sie potentielle whistleblower sind.
              Und das sind die Besseren, Beweglicheren.

              Die alle auszufiltern würde bedeuten: Dumbing down the system.

              Klassisches Dilemma.

              Ähnliches bei den Medien:
              Die Medienknechte, die im Hintergrund die Recherche-Arbeit leisten, sind mehrheitlich nicht dumm.

              Das Frustrierende ist, wenn die verfilzte Top-Instanz eine andere ‘Politik’ fährt: Gehälter kürzen, Personal abbauen, Druck aufbauen, willfährige Thesen verbreiten.
              Kurz:
              Die konzentrierte Ideenlosigkeit bzw offensichtliche Servilität zugunsten der PTB.

              Das beobachtet man quer durch die Medien und andere ‘Systeme’ wie Banken, Konzerne…
              Das kann –gottseidank– nicht lang gut gehen.

            • clear schrieb am 11. Dezember 2010 at 11:29 - Permalink

              Auf die damals hypothetische Frage warum er 250 000 Botschaftstelegramme veröffentlichen würde wenn er sie hätte antwortete er ziemlich ausweichend.
              Mir geht dazu der Schluß des Interviews von Chris Anderson (TED) mit JA nicht mehr aus dem Kopf:

              CA : Last Question Julian. When you think of the future then, do you think it is more likely to be Big Brother exerting more control, more secrecy or us – watching Big Brother or it’s just all to be played either way ?

              JA : I’m not sure which way it’s going to go. I mean there’s enormous pressures to harmonize freedom of speech legislation and transparency legislation around the world – within the EU, between China and the United States.
              Which way is it going to go ? It’s hard to see.
              Thats why it’s a very interesting time to be in.
              Because with just a little effort we can shift it one way or the other.

              Wir befinden uns gerade absichtlich in einem globalen Experiment. Ausgang ? One way or the other…

              http://www.ted.com/talks/julian_assange_why_the_world_needs_wikileaks.html

          • Dietrich schrieb am 12. Dezember 2010 at 03:57 - Permalink

            Ad-hominen und Ad-personam Ansätze sind, genauso wie WV-theorien, einfach nur Versuche sich die Welt zu erklären, sie sind vielleicht doof, bestenfalls falsifizierbar, selten zutreffend, aber legitim. Kein Grund also. sie von vorneherein abzuwerten.
            Und jetzt mal ehrlich, Weder von Doppelname-Bindestrich, noch aus US-kulturwissenschaftlicher Sicht, kamen wirklich substantielle Argumente..
            Fair von SF: modi operandi, “Kommentare bearbeiten” disfunktional,, wird nicht argumentativ benutzt.

        • clear schrieb am 11. Dezember 2010 at 10:39 - Permalink

          Ich hege ein tiefgehendes Mißtrauen gegenüber der Doppelname- Bindestrich Fraktion.

          Ja ich weiß auch nicht so recht was ich von den Domschit-Bergs halten soll.
          Publizistisch aktiv sind ja nun beide und Öffentlichkeits/Kamerascheu wahrlich nicht.

          Eine Blog bei Freitag – Cassandra, der wikileaks schon länger thematisiert – hat sich auch schon mal vorsichtig mit dem heiklen Thema befasst.
          http://www.freitag.de/community/blogs/cassandra/verschwoerungstheorien/?searchterm=domscheit

          Und dann – neue Plattform gründen wollen und dann sowas sagen :

          Das ist der wichtigste Effekt von WikiLeaks: dass wir uns als Gesellschaft fragen, wie viel Geheimhaltung nötig und wie viel schädlich ist. Auch für das Leaken muss es aber künftig eine demokratische Legitimation geben.

          ZEIT: Und bis dahin? Fröhlich leaken ohne Rücksicht auf Verluste?

          Domscheit-Berg: Tja. Meine Antwort lautet, dass ich nicht mehr leake.

          http://www.zeit.de/2010/50/WikiLeaks-Interview

          • groo schrieb am 11. Dezember 2010 at 10:45 - Permalink

            …dass ich nicht mehr leake.

            Da hat er wohl gemeint, dass er keine Pampers mehr braucht.
            Keine Inkontin(g)enz mehr.

    49. Deutscher Bürger schrieb am 10. Dezember 2010 at 16:04 - Permalink

      Wenn man bedenkt, was für gut recherchierte Artikel Du schon geschrieben hast, ist es verplemperte Zeit (oder man gönnt sich mal ein bißchen Häme)

      Interessanter würde ich eine guten Artikel über einen speziellen Leak finden. (z.B. Nigeria-Shell oder Nigeria-Pfizer….)

      • Alex schrieb am 10. Dezember 2010 at 16:17 - Permalink

        Aber dit sin doch nur Skandälsche und “… nur für den eine Neuigkeit, der keine Zeitung liest und nicht bis drei zählen kann.”

        -.-

    50. ich bin dabei schrieb am 10. Dezember 2010 at 18:41 - Permalink

      http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,733805,00.html

      wie nicht anders zu erwarten, hat nun auch der ehemalige Arbeitgeber dieses Malzahn den gleichen Unsinn verzapft…aber was anderes ist man vom SPON ja auch nicht mehr gewohnt.

      • schwitzig schrieb am 10. Dezember 2010 at 20:11 - Permalink

        Der wirkliche Hammer ist eigentlich eher das hier:
        http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,733857,00.html

        Unterschied China/USA: China heuchelt nicht so viel.

        • Lago schrieb am 10. Dezember 2010 at 22:05 - Permalink

          Ach, die chinesische Heuchelei – siehe Kong Zi-Friedenspreis (bereits der Name ist ein toller Euphemismus, der mich irgendwie gerade das Kapitel “The Voice of Saruman” aus dem Herrn der Ringe denken lässt: “I say, shall we have peace and friendship, you and I?” – “We will have peace. Yes, we will have peace, when you and all your works have perished.”).

          Wobei, nach der auch vom SF unterschwellig geäußerten Selbstbegrenzungsdoktrin – Nutze deine Freiheiten nicht, auf dass niemand sie einschränken wolle – müsste man natürlich die Frage stellen, ob man der Person, welche verantwortlich für die vollständige Auslöschung der Demokratiebewegung in China ist und dadurch mehrere Tausend Tote nicht verhindern wollte, dafür nun wirklich den Friedensnobelpreis geben muss, ob das nicht vielleicht ein etwas falsches Signal setzt für die ganzen Freiheitsentgrenzer da draußen?!

          Naja, glücklicherweise haben sich die fünf Alten Indianischen Waisen aus Oslo sich solche weitergehenden Gedanken noch nicht machen müssen, wenn man sich einmal die Liste der bisherigen Preisträger anschaut. Soll man es Glück nennen, dass sich Liu Xiao-bo “dank” der Umstände nicht redlich mit seinen Preis-Vorgängern auseinandersetzen muss?

    51. carlo schrieb am 10. Dezember 2010 at 20:36 - Permalink

      Ist der Herr vielleicht verwandt mit Frau Malzahn

    52. Dirk schrieb am 10. Dezember 2010 at 21:48 - Permalink

      Gab es nicht bei Jim Knopf diesen Bösewicht in Form eines Drachens mit dem Namen Frau Malzahn? Die beiden scheinen irgendwie verwandt zu sein…

    53. Stony schrieb am 10. Dezember 2010 at 22:17 - Permalink

      wenn man denkt dümmer als Malzahn geht’s nimmer, kommt doch glatt wer und belehrt einen eines besseren – Ernst Elitz -.-

      • brain0naut schrieb am 11. Dezember 2010 at 04:31 - Permalink

        ach du scheisse, wie kann ein journalist nur so tief sinken, das gibts doch nicht, das ist ja dermassen gequirrlte scheisse, da kannste ja nich mal mehr kotzn beim sich grausig abwenden.
        un-fucking-believable!

        • groo schrieb am 11. Dezember 2010 at 08:51 - Permalink

          man müsste mal das Intendantenwesen im (deutschen) Rundfunk genauer untersuchen.
          Da wird mE ja noch immer mit der beste Journalismus gemacht.

          Das kritische Glied ist mal wieder ganz oben:
          Siehe zB beim bayerischen Rundfunk:
          Merkels Regierungssprecher Wilhelm ist heute zum BR-Intendanten gewählt werden. Eigentlich ein Skandal. Doch ein Aufschrei wie damals bei Brender – Fehlanzeige.

          Die BR-Redakteure sind vorwiegend links-zentristisch. Man möchts ja nicht glauben.
          Oben wird dann vohn der Politik oder den PTB was aufgepfropft.

          Also nicht direkt ein Peter-Prinzip:

          „In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.”

          Da regiert eher der Filz der Mächtigen durch.

          • groo schrieb am 11. Dezember 2010 at 08:55 - Permalink

            SF-TECHNIK:
            Die Kommentare kann man nicht mehr bearbeiten!
            Schade!
            Feile immer noch gern am Text.
            Also Schreibfehler bitte gnädigst ignorieren!

            • Spiegelfechter schrieb am 11. Dezember 2010 at 10:16 - Permalink

              Lag wohl an der Komprimierung des Scripts – probier mal aus, eigenlich sollte es jetzt wieder gehen.

            • groo schrieb am 11. Dezember 2010 at 10:30 - Permalink

              Das Lied von der Glocke:

              Freiheitsgelöbnis

              Zurückgehend auf eine Tradition des Berliner Senders RIAS ist die Freiheitsglocke jeden Sonntag um 11:58 Uhr im Deutschlandradio Kultur zu hören, gefolgt von einem Freiheitsgelöbnis. Dieses wurde und wird jeweils von bekannten Theaterschauspielern in eindringlicher Aussprache gesprochen, zur ständigen Erinnerung an die Welt, dass Freiheit nicht von selbst entsteht, und zeitlebens verteidigt werden muss.[4]

              „Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich glaube, dass allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde. Ich verspreche, jedem Angriff auf die Freiheit und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo auch immer sie auftreten mögen.[5]“

              http://de.wikipedia.org/wiki/Freiheitsglocke_in_Berlin

              Scheinheiliges Pack.

              (Habe nichts zu korrigieren; Anm: Jetzt geht ein schlichtes Fensterchen auf; ist i.O.; das 15-Minuten-Limit: gilt das noch?)

      • groo schrieb am 11. Dezember 2010 at 08:38 - Permalink

        yep,
        der Herr Professor scheint eine ganz besondere Denkwelt zu haben.

        immerhin:

        Bis 31. März 2009 war er Intendant des Deutschlandradios (DRadio).
        …
        arbeitete beim vom US-Militär gegründeten Sender RIAS Berlin und war freier Mitarbeiter für Die Zeit.
        …
        Auszeichnungen
        * 1990: Saure Gurke Negativpreis des Medienfrauentreffens
        * 1991: Gustav-Heinemann-Bürgerpreis
        * 1997: Hans-Böckler-Preis[1]
        * 2004: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
        * 2007: Goldener Prometheus “Radiojournalist des Jahres 2007″
        * 2007: Dr.-Sieghardt-von-Köckritz-Preis (Deutsche Stiftung Denkmalschutz)

        http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Elitz

        Ich höre ja viel DLRK, aber manchmal ist man da schon merkwürdig reaktionär, v.a. in den Kommentaren.
        JEDEN Sonntag 11:59 kommt immer die Story von der Berliner Freiheitsglocke, die von den Amis gespendet wurde.
        Sicher mit dem Segen des Herrn Elitz.

        In Berlin treibt sich ja etliches Mediengesockse herum, wie unser ‘Kommunikationstheoretiker’ Norbert Bolz, der ganze Generationen von Studenten mit seiner Denke verwirrt.

        Man würde ja gern jeden verstehen, aber manchmal gehts halt nicht.

      • tcltk schrieb am 11. Dezember 2010 at 09:31 - Permalink

        Na vielen Dank, dass Du mich in die Rekursionsfalle geschickt hast. Die lauert aber auch im SF-Artikel an einer gewissen Stelle.

        Der Prof. hat seine … Meinung sinnvollerweise in wenigen Worten auf seinen … Punkt gebracht. SF setzt sich viel zu lang mit einem seiner Lieblingsfeinde(?) auseinander. Wenn SF meint, dass CCM nur hauchdünn an der BPS vorbeischrammt, dann kann er das auch kürzer tun und nicht in dieser epischen Breite. Solche ‘Privatfehden’ gehören eher in die Kneipe verbannt, zur Not auch vor deren Tür.

        Interessant sind nicht die Typen wie Malzahn, Poschardt oder Mohr an sich oder deren Meinungen. Interessant sind eher die Figuren und Institutionen die hinter denen stehen und ihnen ein Forum und wichtige Posten geben. Das kommt hier viel zu kurz.

        Oder ist jetzt auch schon Winterloch?

    54. klean schrieb am 11. Dezember 2010 at 00:03 - Permalink

      Fast schon zu viel der Auseinandersetzung mit solch sich selbst diskreditierenden Buchstaben-aneinander-reihern & wieder ein fein formulierter Artikel – vor allem nach dem vorletztem.
      Aber mit der Aussage im Artikel

      … so schlimme Sachen stehen in den Depeschen gar nicht.

      und den hier in den Kommentaren getätigten zustimmenden Einwand kommen Sie, werter SF, sich selber in’s Gehege. Das stößt mir leicht sauer auf …
      Und natürlich der unzulässige Vergleich mit Eddie the Eagle (see him fly), dem Sportidol meiner Jugend … :)

    55. Klinke schrieb am 11. Dezember 2010 at 02:59 - Permalink

      Mal etwas neben dem Thema:

      @Jens

      ich bin auf der Suche nach Buchtipps für mich und die Verwandtschaft. Wie sieht es diesbezüglich aus?

      Danke

    56. Peter Piksa schrieb am 11. Dezember 2010 at 13:39 - Permalink

      Ich habe mich vor wenigen Tagen mit Ulrich Clauß, ebenfalls einem Internetkritiker der Springerpresse beschäftigt. Erstaunlicherweise kam ich bei meiner Beobachtung über das Weltbild des Ulrich Clauß zu sehr ähnlichen Erkenntnissen, wie der Spiegelfechter über das Weltbild des Claus Malzahn.

    57. Peter A. Bruns schrieb am 11. Dezember 2010 at 13:52 - Permalink

      Ich habe Malzahns Artikel druckfrisch gelesen und habe mir dann den Bauch vollgeschlagen, damit ich genügend Masse zum kotzen hatte. Natürlich ist Mr. Perfidie eine süffisante Steilvorlage um ihm ein paar Dinger in den Kasten zu donnern. Aber er wird daran ja nicht kaputt gehen – im Gegenteil er wird bekannter. Aber wie auch immer: Leute wie Malzahn stehen letztendlich auf verlorenem Posten. Die neue Freiheit des Internet hat ja gerade erst begonnen und Kommentatoren wie der Jens Berger lassen nicht nur hoffen “mehr Demokratie (zu) wagen”, sondern geben Gewissheit, dass der Weg dahin unumkehrbar ist.

    58. Carsten Penkella (in Wirklichkeit "Müller") schrieb am 11. Dezember 2010 at 19:07 - Permalink

      Ist das der neue Stil beim Spiegelfechter, andere Journalisten persönlich anzugreifen? Reicht es nicht, gute Argumente gegen schlechte zu setzen? Oder drehen alle Blogger durch, wenn sie eine gewisse Bekanntheit/Berühmtheit erreicht haben? Beim Niggemeier kann man es studieren. Nun auch beim Berger?
      Das fände ich schon sehr bedauerlich, weil es den guten Ruf des Spiegelfechters beschädigen könnte.

    59. Axel schrieb am 11. Dezember 2010 at 19:39 - Permalink

      Ist das der neue Stil beim Spiegelfechter, andere Journalisten persönlich anzugreifen?

      Das ging mir auch durch den Kopf.

      Inhaltlich habe ich am Verriß von Malzahn bis auf zwei oder drei Dinge, nichts auszusetzen.

      Natürlich vermute ich das Malzahn ein Scherge des Systems ist (bzw. würde ihn gegebenenfalls so bezeichnen), aber ich äußere das als Privatperson.

      Der persönliche Angriff hat mich auch irgendwie irritiert. Grundsätzlich hätte man den Artikel ja auch als zusätzliche Betrachtung über das Für und Wider hinsichtlich Wikileaks abfassen können wobei man u. a. Malzahns inadäquate Argumentation hätte zitieren können.

      Was ist das Motiv dieses direkten Angriffs, was soll erreicht werden?

      • groo schrieb am 11. Dezember 2010 at 20:56 - Permalink

        @Axel.
        ich denke, es geht immer um das:
        wie Du sagst:

        aber ich äußere das als Privatperson.

        Malzahn und die anderen äussern sich eben NICHT als Privatperson!
        M. ist da nur ein Platzhalter für die Dummheiten, die so abgelassen werden.
        Wenn sie das täten, hätten sie zurecht Vertrauensschutz.

        Das magische Wort ist: MULTIPLIKATOR.
        JEDER, der als Multiplikator tätig wird, ist seinen Multiplikanden gegenüber verantwortlich.

        Kleines Beispiel: Wieso Fliegt Frau Merkel nach Grönland, und schaut den Gletschern beim Schmelzen zu?
        Wie ist das zu rechtfertigen?

        Nur dadurch, dass durch ein kollektives Einverständnis >100 andere eben NICHT nach Grönland fliegen, weil Frau Merkel eine message transportiert!
        OK?

        Das ist die universale Regel der Multiplikation in komplexen Gesellschaften.
        Aber ich rede mal wieder in den Wind!

        Ist das so schwer zu verstehen?

      • Systemfrager schrieb am 11. Dezember 2010 at 21:51 - Permalink

        @ Axel
        Jetzt hast du mich sehr enttäuscht. Lafontaine zB kann man angreifen wie man es will, alles ist erlaubt – bei denjenigen, die systemtreu (systemkorrupt) sind, muss man schon die Worte wählen!?

        • Axel schrieb am 11. Dezember 2010 at 23:18 - Permalink

          Die Worte sind ja bei der “Kritik” an Malzahn weitgehend sehr gut gewählt. Gegen den Inhalt hab ich wenig einzuwenden. Das ist gut geschrieben.

          Ich weiß nur das mich der persönliche Angriff irgendwie gefühlsmäßig irritiert hat. Im persönlichen Angriff überhöht man sich selbst irgendwie und man tut so als wenn Malzahn das hier überhaupt zur Kenntnis nehmen müsse. Deshalb ja auch meine Frage welche Absicht hinter der Form des Artikels steht.

          Auch unter Politikern mag ich den gegenseitigen persönlichen Angriff rein formal einfach nicht. Bei Politikern kommt noch die grundsätzliche Niedertracht beim Angriff hinzu und die Angreifer stehen sich i. a. wechselseitig an Niedertracht in nichts nach.

          Wenn Lafontaine als reiner Buhmann unsachlich angegriffen wird ist das natürlich auch niederträchtig. Ich sah mal was symptomatisches in dieser Hinsicht im Maischberger Talk mit Lafontaine.

          Lafontaine wies darauf hin das er auf die Probleme im Prozeß der Wiedervereinigung korrekt hingewiesen habe und Maischberger wollte ihm das als Eitelkeit oder so ähnlich auslegen ohne das sie ihn inhaltlich widerlegen konnte. Lafontaine meinte auf diese Frechheit hin gelassen, er müsse sich doch wohl nicht schämen, als Einziger damals etwas korrekt vorhergesehen zu haben.

          • groo schrieb am 11. Dezember 2010 at 23:29 - Permalink

            das ist systemisch.

            manche Denkweisen, fürchte ich, sind inkompatibel.
            Lakoff müht sich immer wieder.
            Guckst Du da;
            http://www.commondreams.org/view/2010/12/10-0

            Man spricht in den Wind.
            Der trägt es weg.
            Man geht ins Bett,
            und hofft auf Morgen.

            Gute Nacht!

          • Herr Liebreiz schrieb am 12. Dezember 2010 at 13:57 - Permalink

            Hat Lafontaine als Einziger die Probleme im Prozess der Wiedervereinigung (vorher)gesehen? Na, ich weiß nicht…

            • Axel schrieb am 12. Dezember 2010 at 14:39 - Permalink

              Also es ist ja OT, aber es sollte nicht mißverständlich bleiben.

              Es geht nicht darum, ob das was Lafontaine damals als Voraussicht seinerseits darstellte auch von Anderen vorhergesehen worden war (worum es ging weiß ich nicht mehr, ich hab das Video vielleicht auch nicht mehr, aber ich habe das damals extra Bekannten vorgespielt, um zu zeigen wie im TV diffamiert wird) Die Verantwortlichen für den Prozeß der Wiedervereinigung haben es jedenfalls so nicht öffentlich formuliert.

              Nein es ging mir darum das und wie Maischberger es herunterzuspielen versuchte. Ein Buhmann durfte so etwas nicht für sich reklamieren.

              Egal wie ich Lafontaine einschätzen mag, sowas mag ich halt nicht. Aber damit solls gut sein.

            • Herr Liebreiz schrieb am 12. Dezember 2010 at 16:00 - Permalink

              Ist die Annahme, dass die Äußerung gegen Lafontaine erfolgte weil er vllt eine Buhmannstellung inne hatte, wirklich legitim? Ich finde “ich hab’s ja vorausgesagt”-Apologeten auch nicht besonders erhellend für Diskussionen.

      • Herr Liebreiz schrieb am 12. Dezember 2010 at 14:05 - Permalink

        Sozusagen eine Frage des guten Stils? Ich weiß nicht. Solange die Argumentation transparent bleibt, kann es ab und an ruhig mal scheppern. Es ist ja nun nicht so, als würde der Herr M. hier als Mittel zum Zweck entstellt. Dafür hat er selber gesorgt…

    60. DerOnkel schrieb am 11. Dezember 2010 at 19:51 - Permalink

      Öhm?
      Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus oder wie?
      Ich finde es durchaus befreiend, ein Arschloch auch einfach mal als Arschloch zu bezeichnen, dementsprechend gefällt mir dieser Artikel ausnehmend gut…

    61. jabbadoo schrieb am 12. Dezember 2010 at 11:24 - Permalink

      Das böse Internet ist eine extrem schlagkräftige Konkurrenz für klassische Medien und deren Online-Ableger. Jeder kann sich für ein paar Euro ein Blog basteln und loslegen. Dabei geht automatisch die Meinungshoheit der Verlage flöten. Außerdem bloggen mittlerweile auch jede Menge Experten zu verschiedensten Themen, wo eine zusammengesparte, normale Redaktion niemals mithalten kann. Weiteres Problem: Monetarisierung. Blogs preschen teilweise auf Spitzenpositionen in Google vor und graben den Traffic ab. Dazu kommt ein den Verlagen immer noch unheimliches Abrechnungsmodell für Werbeschaltungen. Für den Verbraucher ist die Entwicklung gut – mehr und teilweise tiefer greifende Berichterstattung.

      Übrigens, diverse Blogs erreichen journalistische Qualitäten, die ganz weit oben anzusiedeln sind.

      • Herr Liebreiz schrieb am 12. Dezember 2010 at 13:50 - Permalink

        Meinungshoheit klingt lustig und erinnert mich an Quellenechtheit. Beide Begriffe haben eine gewisse Berechtigung, zuendegedacht lösen sie aber ne Flut von Fragen (philosophischer Qualität?) aus. Wer will wirklich bestimmen was veröffentlichungswürdig ist? Wem kann man das überhaupt zutrauen? Ich persönlich würde dahingehend tendieren, dass auch die abstruseste Meinung relevant und erlaubt sein darf – es muss nur gewährleistet sein, dass sie auch kritisch diskutiert werden darf/kann.
        Das Internet ist aber oft wie das Leben. Eine Gruppe von Meinungsträgern nimmt ihr Dogma, vergräbt sich unter einem Stein und schlägt es draußen als Manifest an. Meinung sagen, ja! Meinung diskutieren, nein!

        Aber m.E.n. hatten Printmedien keine Meinungshoheit, sondern allenfalls Spiegelungshoheit. Meinung wurde nie gemacht, sondern meist nur geschickt ausgenutzt. Auch das abgefuckte neoliberale Propagandahorn bläst mehr oder weniger (wenn auch nur in den Sturm) dem kleinen Mann die Segel auf. Kastrations-, Verzeihung, Enteignungsängste werden geschürt und selbst für jene ganz unten wird noch wer gefunden, der tiefer sitzend als Feindbild taugt.

        Für mich ist die Presse so etwas wie ein eingetragener Verein. Solange die Idee lebt und es allenfalls gilt, den Idealismus zu finanzieren, geht alles gut. Aber an einem bestimmten Punkt pervertiert sich jede Idee mit dem Tag wo man nicht mehr hektisch Geld für seine Ideen sucht, sondern Ideen für mehr Geld. Wo die Auflage den Mut bestimmt.

        Aber da wird auch das Internet nicht die ersehnte Freiheit bringen. Der (empfundene) Überlebensdruck bestimmt die gesellschaftliche Auseinandersetzungsbereitschaft.

    62. Seelengesang schrieb am 12. Dezember 2010 at 15:31 - Permalink

      http://www.zeit.de/2002/19/200219_irrtum.xml

    63. Axel schrieb am 12. Dezember 2010 at 18:41 - Permalink

      @Herr Liebreiz

      Ist die Annahme, dass die Äußerung gegen Lafontaine erfolgte weil er vllt eine Buhmannstellung inne hatte, wirklich legitim?

      Nun wenn man das prüfen will müßte man sich das Video nochmal ansehen. Lief damals auf n-tv. Das war das Format in dem Maischberger einen einzigen Gast “interviewte”. Sieht so aus als ob es 2003 gewesen sei.

      Ich weiß nicht, ob das Video noch im Netz aufzutreiben ist. Ist oft ein Problem mit dem Copyright.

      Aber hier beklagt sich auch jemand darüber (mit auf “Seite suchen Funktion” suchen nach Lafontaine), das Maischberger darin

      nicht daran interessiert war, was Lafontaine zu sagen hatte.

      Welches Motiv Maischberger umtrieb weiß ich natürlich nicht wirklich; ich ging davon aus sie wollte Lafontaine madig machen.

      Das ist auch nicht nur Lafontaine passiert. Auch Ronald Schill widerfuhr das damals bei Böhme/Eggert. Dazu wurde die beiden ziemlich alogisch abstrus.

      Nun bin ich weder Anhänger Ronald Schills und es spielt auch keine Rolle wie ich Lafontaine einschätze. Aber man sollte beide doch rein sachlich interviewen. Dann kann man etwaige Schwächen in deren Ansichten doch auch entlarven. Vielleicht ist es in der politischen Auseinandersetzung aber auch legitim, unliebsame Ansichten und Personen unfair zu diskreditieren.

    64. Ernst Wilhelm schrieb am 12. Dezember 2010 at 19:59 - Permalink

      Was ist “Merkbefreiung”?

      http://ernstwilhelm.wordpress.com/2010/12/12/wikileaks-und-die-auflosung-der-privatsphare/

      • groo schrieb am 12. Dezember 2010 at 21:31 - Permalink

        werter Herr Wilhelm,
        ich habe mich bereits recht streng mit Ihnen auseinandergesetzt, da sie aber hartnäckig zu sein scheinen, hier nochmal:

        Die Idee hinter WikiLeaks ist, dass das Leben ein offenes Buch sein soll.

        Das ist, mit Verlaub, eine falsche Metapher.

        Es geht darum, dass Vertreter des Volkes in Demokratien transparente, nachvollziehbare Entscheidungen treffen sollen.

        …das Leben ein offenes Buch…
        darum gehts überhaupt nicht.
        Glauben sie im Ernst, dass Assange oder ich sich um den Inhalt Ihrer Unterhose auch nur eine Sekunde Gedanken machen würde?

        Es geht darum:
        Wenn jemand in meinem Namen handelt, erwarte ich Rechenschaft!
        Wenn SIE das nicht tun, ist das Ihre Sache, und ich kann mich nur über Ihre Naivität wundern.

        Es ist leider so, dass globalpolitisch/historisch nicht gerade die ehrenwertesten Gestalten sich zu ‘Volksvertretern’ aufschwingen.
        Möglicherweise ist Ihnen das entgangen!

        Es ist eher andersherum: Narzissten mit diversen Kontroll-Illusionen hangeln sich die Machtleitern hoch.
        Die schlimmere Sorte sind Soziopathen, zB des Typs Cheney, der seine Korrespondenzen lastwagenweise entsorgen hat lassen.
        Die Bush-white-house-emails sind durch ‘Fehler’ sowohl von den servern als auch den backup-systemen verschwunden.
        (es gibt einschlägige US-Gesetze, wie damit umzugehen ist. Sind Sie da auch noch uninformiert, oder decken Sie solcherlei Machenschaften sogar noch?)

        Ist Ihnen das auch entgangen?
        Und solchen Leuten geben Sie einen Freibrief?
        Dazu -’solchen Leuten’- gibt es in der einschlägigen psychologischen Literatur ausreichend Untersuchungen.

        Also machen sie sich mit der Verteidigung des Unverteidigbaren keine unnötige Mühe!

    65. Outlook schrieb am 12. Dezember 2010 at 22:07 - Permalink

      Mal was zur internationalen Entspannung:

      • groo schrieb am 12. Dezember 2010 at 22:22 - Permalink

        Haha!
        Putin und seine Leibwächterband.

        Wahrscheinlich hat er ein medley mit Berlusconi im Schubladen.

        Kommt bald über wikileaks.
        Stay tuned!

    66. vera schrieb am 12. Dezember 2010 at 23:25 - Permalink

      http://www.wdrblog.de/monitor/archives/2010/12/journalisten_sind_staatsburger.html

      • groo schrieb am 12. Dezember 2010 at 23:34 - Permalink

        @vera,
        yep,
        erfrischender Hauch von Ehrlichkeit.

        Es sind zZ die Kommentatoren, die die Artikler vor sich hertreiben, damit die endlich sagen, was die kritische (nicht:DIE-die ist nachwievor ziemlich ahnungslos) Mehrheit meint.

        Scheint zu funktionieren, so wie es bisher ausschaut.
        wir werden sehen.

    67. Schweigsam schrieb am 13. Dezember 2010 at 02:06 - Permalink

      Jens vielleicht kannst du ja mal was über den Klimagipfel in Cancun schreiben?

      • Spiegelfechter schrieb am 13. Dezember 2010 at 11:01 - Permalink

        Sorry, damit habe ich mich nicht beschäftigt und ich finde das Thema auch nicht sooo wichtig.

        • Schweigsam schrieb am 13. Dezember 2010 at 12:15 - Permalink

          Na gut. Mal sehen was du als nächstes vom Stapel lässt;-)

          • Spiegelfechter schrieb am 13. Dezember 2010 at 12:20 - Permalink

            momentan bin ich erst einmal voll und ganz damit ausgelastet sechs “zeitlose” Artikel für die Telepolis-Weihnachtspause zu schreiben – auch Blogger müssen schließlich Weihnachtsgeschenkt kaufen ;-)

            Daher wird es bis Weihnachten von mir selbst wohl nur zwei bis drei Artikel fürs Blog geben – dafür plane ich allerdings einige Gastartikel ein. Langweilig wird es also nicht.

            • Geheimrätin schrieb am 13. Dezember 2010 at 12:53 - Permalink

              sechs auf einen Streich, wow, du tapferes spiegelfechterlein du ! :-)

              ps. wollte nur kurz KEINE weiteren Abstürzte vermelden, bislang!

              greetz und häppy x days…

    68. Damon schrieb am 13. Dezember 2010 at 10:18 - Permalink

      OX PDF Creator

    69. whackylooks schrieb am 13. Dezember 2010 at 13:10 - Permalink

      Werden über die Feiertage und zu Jahresende nicht immer rasch noch die Sachen verabschiedet, die keiner mitbekommen soll? Wird da nicht auch Mappus im S21-Untersuchungsausschuss befragt? Blogger, dranbleiben!

    70. Systemfrager schrieb am 13. Dezember 2010 at 13:45 - Permalink

      @ Axel

      Noch etwas über deine “Empörung” darüber, dass man sich nicht an schöne Worte hällt und nicht korrekt und würdig mit anderen umgeht:

      In einem Gespräch mit der „taz“ polterte Sarrazin auf die Frage, was er von der Kritik der Ex-Bischöfin Margot Käßmann an seinem Buch hält:

      „Vielleicht hat sie das Buch nicht gelesen. Oder sie hat beim Lesen wieder ein bisschen zu tief ins Glas geschaut. Wenn die Buchstaben auseinanderlaufen, kann man schon etwas missverstehen.“

      Schurken und Ganoven muss man als Schurken und Ganoven bezeichnen und behandeln. Sinn, Sarrazin, Henkel, … sind keine Menschen, denen man höflich erklären kann, wie sie sich irren. Sie irren sich nicht, sondern sie sind böse Menschen, die das Böse bei vollem Bewußtsein fordern und fördern

    71. Axel schrieb am 13. Dezember 2010 at 16:09 - Permalink

      @Systemfrager

      Nun Frau Käßmann soll über Sarrazin sinngemäß gesagt haben:

      ……. wenn Bevölkerungsgruppen derart diffamiert werden, wie Sie es tun, dann führt das über Ausgrenzung bis hin zur “Auslöschung von Menschenleben.”

      Ich halte diese Aussage Käßmanns für “unsachlich”.

      Im selben Interview sagt Sarrazin:

      Was uns immer noch zu schaffen macht, das sind die Spätfolgen der mörderischen Ideologie vom “Untermenschen”. Diese Erfahrung hat uns Deutsche zu Recht tief geschockt und den Rest der Welt auch. Auf die Dauer führt sie aber in eine Art von ethisch hochstehender Wirklichkeitsverweigerung, wenn man sagt, weil es keine Untermenschen gibt, sind alle Menschen gleich. Ich finde, dass die amerikanische Unabhängigkeitserklärung das Problem klug angepackt hat…
      …all men are born equal.

      Spricht so ein Diffamierer?

      So einfach ist das alles nicht.

      • whackylooks schrieb am 13. Dezember 2010 at 16:24 - Permalink

        So spricht jemand, der ansonsten auch im Sinne der Eugenik argumentiert und haarscharf an Straftatbeständen vorbeischlittert, und sich dauernd von der mit ihm sympathisierenden NPD distanzeren muss.

        Im übrigen kann man davon ausgehen, dass sich Sarrazin in seiner eigenen Logik sowohl genetisch als auch kulturell (und ökonomisch sowieso) als eher höherstehende Person bzw. höchst wertvollen “Obermensch” sehen würde, im Gegensatz zu all den “Kopftuchmädchen”, Hartz4-Empfängern und Gemüsehändlern. Ich würde das aber bestreiten: jeder Gemüsehändler und jedes nette “Kopftuchmädchen” bringt mehr Gutes und Positives in die Welt als dieser verschwiemelte Hassprediger von der SPD mit seinem konfusen Bestseller. Auf so eine “Elite” spucke ich.

        • Axel schrieb am 13. Dezember 2010 at 16:39 - Permalink

          Ich wollte meinen Kommentar gerade noch bearbeiten. Denn als mein eigener Kritiker hatte ich festgestellt das Sarrazin Hartz IV Empfänger m. E. ja diffamiert.

          Was nun?

          Ich habe dass immer so zu lösen versucht, indem ich sagte: ich stelle mich nicht hinter Personen, sondern hinter Ideen, Gedanken und Wahrheiten.

          Das fand ich zumindest gedanklich nie schwierig, sondern für mich war das einfacher als die Meinungen einer Partei zu vertreten.

        • Axel schrieb am 13. Dezember 2010 at 17:43 - Permalink

          sich, ,,,, als eher höherstehende Person bzw. höchst wertvollen “Obermensch” sehen würde

          Woher will man das wissen? Anläßlich der Diskussion über sein Buch in diesem Blog erinnere ich mich an ein Interview in dem die Zeit Sarrazin (politisch korrekt) “fertigmachen” wollte wie es seinerzeit Maischberger mit Lafontaine wollte.

          Ich habe damals den Link angegeben. Es dauert mir jetzt zu lange, hier danach zu suchen (ich habe kein Archiv). Deshalb weiß ich jetzt nicht mehr auf welche Frage Sarrazin dort sinngemäß antwortet:

          Er habe in seinem Leben viele Schwachköpfe in hoch dotierten Positionen kennengelernt, während andere denen es nicht so gut gehe einfach Pech gehabt hätten.
          Aus einer solchen Äußerung kann ich keine Oberschicht-Hochnäsigkeit
          entnehmen. Obwohl ich sehe schon wieder einen Einwand, aber …. gemach.

          Heinrich Heine hat es mal ähnlich formuliert als er von “schwadronierenden Hanswürsten” sprach denen es “gutgehe” während es ….

          Und Nietzsche formulierte mal sinngemäß (auch hier müßte ich zu lange nach dem Original suchen) : Das viele Menschen als wenig erfolgreich angesehen werden liege (vielleicht) nur daran, daß diese ihre Ansprüche zu hoch gesetzt hätten.

          Sowohl Heines als auch Nietzsches Äußerung gefallen mir. Die von Sarrazin hinsichtlich dieser Thematik getätigte auch.

          PS.: Es ist schwer aus der Erinnerung eine Formulierung so wiederzugeben wie der (manchmal) geniale Urheber sie im Original getätigt hat.

    72. Lennard schrieb am 13. Dezember 2010 at 17:01 - Permalink

      Ich habe bei der Süddeutschen gearbeitet, als die noch einen NRW-Teil hatte, und konnte eben auch für Springer schreiben. Und eins ist mir nach dieser Zeit echt wichtig. Im Vergleich muss ich sagen, die ganzen Vorurteile über die Welt, die gerade in Blogs andauernd kolportiert werden, stimmen nicht. Dort sind gute Kollegen, die eine gute Zeitung machen. Vor allem den Geschichten verpflichtet, die erzählt werden müssen. Es war schön dort.

      David Schraven über die WELT :P
      Irgendwie habe ich jetzt fast ein schlechtes Gewissen, weil ich die WELT so richtig doof finde. Wo dort doch so nette Leute arbeiten. (zB Alan Posener, war am Wochenende bei Illner zum Euro zu hören/sehen *hust*)
      Bestimmt nur ein Missverständnis und Herr Malzahn ist auch so richtig knöfte. Er kann’s nur nicht so ausdrücken.

    73. Wandschrank schrieb am 20. Dezember 2010 at 00:47 - Permalink

      Ich kann bis jetzt nicht verstehen, wie da in manchen Botschaften gearbeitet wird. Ich bin mir sicher, dass der Ersteller dieser biografischen Informationen einen Hochschulabschluss hat und trotzdem kommt sowas raus. Seltsam.

      Biographical Data: Germany’s Youngest Minister, a Baron
      ——————————————— ———-

      ¶8. The 37-year-old Karl-Theodor von und zu Guttenberg was CSU
      Secretary General for only 100 days. His nomination to Federal
      Economics Minister had not been on his agenda; however, he said, it
      was “an honor he could not reject.” zu Guttenberg, descendent of a
      nobility line dating back to the year 1149, comes from a family with
      a strong political background: His grandfather was a Parliamentarian
      State Secretary under Chancellor Konrad Adenauer, his father is a
      famous conductor, and his grand-uncle supported NS resistance
      fighter Count von Stauffenberg and was executed by the Nazis. His
      father left the CSU when then-Minister President Streibl cancelled
      his participation in a demonstration against anti-Semitism (he later
      rejoined the party). Zu Guttenberg is a man of considerable
      rhetorical skills, which in 2007 resulted in his election to CSU
      district chairman of Upper Franconia over his rival, party whip
      Hartmut Koschyk. Ever since he became a member of the Bundestag in
      2002, he has proven a quick study, making himself a name as foreign
      and security policy expert. He draws from a rich network of
      international contacts, in Europe as well as in the U.S. Right
      before the February 6-8 Munich Security Conference, he chaired a
      roundtable on foreign policy issues, attended, among others, by
      Special Representative Richard Holbrooke, Deputy Secretary James
      Steinberg, and USNATO Ambassador Kurt Volker. He is not without an
      economic background. For a few years, he worked as investment
      banker in New York
      ; until 2002, he served as managing director of a
      family business. He also helped prepare a medium-sized company,
      Rhoen Hospitals, to enter the stock market.
      He speaks fluent
      English. His wife, Stephanie, is also of noble lineage. They have
      two daughters. Diplopedia reference:
      http://diplopedia.state.gov/index.php?title=
      Karl_Theodor_Freiherr_zu_Guttenberg

      Habe ein wenig gewartet, ob die Medien darüber berichteten. Aber nein, taten sie nicht.

      Dieser leak ist dagegen richtig gut und bestätigt meine überaus grosse Wertschätzung für Seehofer.

      C) Support within Chancellor Merkel,s partner
      Christian Social Union (CSU) for sending more German troops
      to Afghanistan is not a sure thing. CSU chief and Bavarian
      Minister President Seehofer, rattled German policy makers
      nationwide when he told Bild on December 7 that he had
      “little sympathy” for increasing the number of German
      soldiers sent to Afghanistan and that “someone would have to
      convince him of a clear alternative” and “any further German
      engagement had to be linked to a clear exit strategy.” CSU
      insiders privately regretted Seehofer’s remarks, but the CSU
      General Secretary told us that it reflected realistic
      thinking. Edmund Stoiber (ex-CSU chairman and ex-Minister
      President) acknowledged December 10 that the CSU was not
      automatically a firm U.S. ally on this question but said he
      expected all federal coalition parties to “live up to their
      responsibility” and take the right decision following the
      January 28 Afghanistan conference. However, if he is wrong
      and there are significant defectors in either the CSU or the
      FDP, it will be difficult for even supportive SPD and Green
      parliamentarians to vote in favor of the revised mandate.
      End Summary.

      SEEHOFER MIGHT ECHO POPULAR CONCERNS
      ————————————

      ¶2. (C) Echoing concerns expressed privately by some
      Consulate contacts, many commentators reacted badly to the
      December 7 timing of Seehofer’s skeptical Afghanistan
      remarks. They accused him of populist posturing while
      Defense Minister Karl-Theodor zu Guttenberg, also CSU, was
      under intense political pressure for the Kunduz tanker
      bombing, Ambassador Holbrooke was in Germany to receive the
      Augsburg University Peace Prize, and President Obama was
      heading to Oslo to receive the Nobel Peace Prize. However,
      others acknowledged that Seehofer reflected “proper concerns”
      and that Germany “needed to deliberate as carefully as the
      U.S. had done before committing new troops.” State
      Chancellery and Ministry officials, including the State
      Secretary for Federal and European Issues, told the Consul
      General in a private meeting on December 8 they were
      “embarrassed by Seehofer’s remarks” and suggested he had
      reacted “like a populist” to recent opinion polls that showed
      69 percent of Germans opposed sending more German soldiers to
      Afghanistan. (NOTE: Another recent poll reported that 69
      percent favored immediate withdrawal.) A CSU contact called
      us that same morning from party headquarters to express his
      frustration over Seehofer who had “once again not consulted
      anybody before giving his two cents.” In contrast to this,
      CSU Secretary General Alexander Dobrindt told CG Tribble on
      December 8 that Seehofer’s statement was by no means new but
      reflected “common CSU thinking.” Seehofer had “said this
      many times before,” he insisted, without producing proof.

      AFGHAN ENTANGLEMENTS SPOOK THE CSU
      ———————————-

      ¶3. (C) The CSU and Bavaria have a well-documented aversion
      to sensitive engagements in Afghanistan. The CSU has refused
      to accept any of the 17 Uighurs to be released from
      Guantanamo, even though Munich is home to an estimated 500
      Uighurs, the largest Uigher community in Germany. Bavaria
      resisted for over a year all entreaties to send police
      trainers to Afghanistan; the first Bavarian police trainers
      just left in November after a change of heart by the Interior
      Minister. CSU Bundestag deputy Peter Gauweiler, together
      with his CDU colleague Willy Wimmer, appealed to the Federal
      Constitutional Court in March 2007 to rule against German
      Tornado reconnaissance aircraft “assisting the U.S. in a
      mission in Afghanistan that was violating international law.”
      In October 2008, Gauweiler again voted against German ISAF

      MUNICH 00000328 002 OF 002

      engagement. While Gauweiler is generally seen as an outsider
      within the CSU party caucus, he may have some secret
      followers. Another CSU Bundestag deputy, Thomas Silberhorn,
      said in October that the debate on Afghanistan “should not be
      limited to discussing more and more foreign soldiers but
      rather appealing on Afghanistan’s own responsibility.”

      CHANCELLOR NEEDS TO WORK HARDER TO CONVINCE THE PUBLIC
      ——————————————— ———

      ¶4. (C) On December 10, Ambassador Murphy called on Edmund
      Stoiber, Bavarian Minister President from 1993 to 2007 and
      CSU party chairman from 1999 to 2007. Stoiber praised the
      new U.S. Administration and President Obama’s “courageous and
      honest” speeches in West Point and Oslo. He reminded the
      Ambassador how German engagement in and responsibility for
      two world wars had “left marks of deep trauma on the German
      people.” The largest demonstrations ever, he recalled,
      occurred in the fifties when over one million Germans
      protested German rearmament. The decision to support the
      NATO two-track decision in the early 1990,s even led to the
      resignation of Helmut Schmidt, one of Germany’s most popular
      chancellors. Stoiber said he did not expect any new insights
      from the January 28 London Afghanistan conference, but he
      expressed the hope that all parties of the federal government
      coalition would live up to their responsibilities. In order
      to get broad CSU support, the leadership had to develop a
      realistic exit strategy as President Obama had showed the way
      with his 2011 target for the United States. Stoiber said he
      had much confidence in Defense Minister Karl-Theodor zu
      Guttenberg (CSU) who was politically well-connected, an
      expert on foreign policy, and sensitive for what had to be
      done. However, he called on Chancellor Merkel to start a
      “public relations initiative” aimed at explaining to the
      German public why these operations were so vital for German
      security interests. At the same time, Stoiber predicted the
      SPD and Greens would “return to their anti-war propaganda.”
      Leaders like Gerhard Schroeder and Joschka Fischer had left
      the political scene, and ex-Foreign Minister Steinmeier was
      about to get marginalized in the new SPD.

      COMMENT
      ——-

      ¶5. (C) At the Consulate in Munich, we heard unprompted,
      mostly negative, reactions from CSU leadership and working
      level operatives around Seehofer to his skeptical remarks
      concerning Germany’s Afghanistan troop levels. However, it
      is clear that the CSU is on the fence and remains to be
      convinced about the need or wisdom of sending additional
      troops, especially combat troops as opposed to troops sent
      to train the Afghan National Army or to provide force
      protection for police mentoring teams. He may be accurately
      reflecting the opinion of a skeptical German public that
      “wants to take its time, just like the United States’
      President did.” Embassy Berlin observes that unanimous or
      near unanimous support from the CSU is critical to Chancellor
      Merkel’s goal of obtaining a broad majority in the Bundestag
      for a revised ISAF mandate after the London Conference. If
      there are significant defectors in either the CSU or the FDP,
      where there is also significant skepticism about a troop
      increase, it will be difficult for even supportive SPD and
      Green parliamentarians to vote in favor of the revised
      mandate.

      ¶6. (U) ConGen Munich and Embassy Berlin coordinated this
      cable.

      http://213.251.145.96/cable/2009/12/09MUNICH328.html

      Auch ein interessanter und m.E. zum Nachdenken anregender Artikel: http://le-bohemien.net/2010/12/03/wer-ist-sozialer-grune-oder-csu/

    74. John Dean schrieb am 25. Dezember 2010 at 20:35 - Permalink

      Achje, Malzahn mal wieder, und zwar so, als sei das Wort “merkbefreit” extra für ihn erfunden worden. Ich kann dem Herren immerhin eine gute Seite abgewinnen:

      Er war es, der mich zum Bloggen gebracht hat. Doch, wirklich. Ich fand es so unerträglich, dass diese Karikatur eines ernsthaften Journalisten sogar Ressortleiter der Politikredaktion des SpOn sein konnte (wenn ich mich recht entsinne: sogar des SPIEGEL insgesamt), dass ich mich zum Bloggen geradezu genötigt gesehen habe.

      So war das.

      Man darf den Ruhm von Malzahn aber nicht übertreiben und sollte allerdings nicht vergessen, das es auch noch solche Leute wie den Spezialisten für konservativen Geifer, den Wolfram Weimer gibt, einen sich allwissend gebärenen Pseudophilosophen des Sozialdarwinismus wie Slotty, einen Mann wie Norbert Bolz, bei dem allein schon seine Professur, noch mehr seine umfangreiche Medienpräsenz ein wahres Wunder darstellt, oder die merkwürdigen Tatsachen, dass Leute wie diese Frau Schröder Ministerämter bekleiden, von den Knallchargen der FDP einmal ganz abgesehen, deren geistige und politische Dürftigkeit mit Worten kaum einzufangen ist.

      Vor diesem Hintergrund wird einer wie Malzahn und besonders seine Karierre verständlicher. Was übrigens nicht bedeutet, dass ich es verstehe…

      ;-)


    Der Spiegelfechter läuft mit WordPress
    und benutzt Icons von DryIcons
    Copyright © Spiegelfechter.com | Impressum
    Wikio - Top Blog - Politik