Herr Malzahn will es noch mal wissen
geschrieben am 09. Dezember 2010 von Spiegelfechter
Es gibt Journalisten, die im Internet nicht primär eine Bedrohung ihres Meinungsmonopols sehen, sondern eine Chance, den Journalismus zu revolutionieren – und es gibt Claus Christan Malzahn. Es gibt auch Journalisten, die keine vorgefasste Meinung haben, die sie mit noch so abstrusen Argumentationen zu verteidigen versuchen – und es gibt Claus Christian Malzahn. Es soll sogar Journalisten geben, die sich ausgiebig mit einem Thema beschäftigen und sich zumindest eine grobe Übersicht über die Gemengelage verschaffen, bevor sie zur Feder greifen – und es gibt Claus Christan Malzahn.
Herr Malzahn ist der Eddie the Eagle des Journalismus – eine echte Trash-Ikone mit kruden Ansichten. Als Herr Malzahn beispielsweise mitbekam, dass mehr Deutsche in den USA als in Iran eine Bedrohung für den Weltfrieden sehen, empfahl er den Amerikanern, den Deutschen doch eine “neue Runde Re-Education” zu spendieren. Und als Herr Malzahn lesen musste, dass die US-Geheimdienste zugeben, dass Iran doch kein Atombombenprogramm betreibt, lautete sein bellizistisches Credo “Jetzt erst recht!”. Doch Herr Malzahn ist kein gewiefter Falke, der seine Leser subtil mit sinisterem Neokonservatismus bearbeitet – Malzahn ist vielmehr ein Dilettant, dessen Ergüsse noch nicht einmal Tante Erna vom Hocker hauen.
Herr Malzahn hasst daher auch das Internet. Wo kämen wir denn auch hin, wenn jeder Leser sich selbst eine Meinung bilden könnte, anstatt publizistischen Blendgranaten wie Malzahn jedes noch so absurde Wort zu glauben? Es soll mehrere Journalisten geben, die das Internet hassen. Jedoch kommt es eher selten vor, dass man ausgerechnet diese Journalisten mit einer leitenden Funktion im Online-Journalismus beglückt. So etwas bringt natürlich nur SPIEGEL-Online fertig. Herr Malzahn diente dem boulevardesken Online-Ableger des ehemaligen Nachrichtenmagazins jahrelang treu als Leiter des Politik-Ressorts. Spötter behaupten, dass sowohl die fragwürdige politische Ausrichtung, als auch das bescheidene Niveau von SPIEGEL-Online untrennbar mit dem Namen Malzahn verbunden sind. Selbst für SPIEGEL-Online wurde Malzahn jedoch schon bald untragbar und man verbannte ihn in das Münchner Außenbüro der Print-Mutter.
Wer es im deutschen Journalismus zu etwas bringen will, hat mit einer Kombination aus Merkbefreiung, Talentlosigkeit und einem unerschütterlichen Ego jedoch allerbeste Chancen. So kam es, dass der geschasste Herr Malzahn im April dieses Jahres zum stellvertretenden Politik-Chef der WELT-Gruppe ernannt wurde. Der Springer-Verlag hat schon ein besonderes Händchen bei der Verpflichtung untalentierter Vizes. Mit rationalen Argumenten lassen sich die Personalentscheidungen Malzahn und Poschardt (Vize-Chefredakteur der WamS) kaum erklären. Bislang hielt sich die publizistische Tätigkeit Malzahns bei seinem neuen Arbeitgeber glücklicherweise in Grenzen. Doch gestern muss sich der Herr Malzahn so geärgert haben, dass mit ihm wieder einmal die publizistischen Gäule durchgingen. Kenner ahnen schon, worum es geht – WikiLeaks, Internet, USA … dazu muss ein Herr Malzahn doch seinen Kommentar abgeben! Und so geschah es:.
Die Verhaftung bringt Assange zurück in die Realität
Zu lange spielte Julian Assange mit der Rechtsfreiheit im Internet. Jetzt holt ihn der Rechtsstaat im wahren Leben ein.
[...] Die schwedische Staatsanwaltschaft will den Australier Assange lediglich zu schwerwiegenden Vorwürfen vernehmen, die gegen ihn im Raum stehen.
Dieser Klärung des Sachverhalts hat sich Assange bisher entzogen. Seine Anhänger wittern dennoch ein abgekartetes Spiel: Die Vergewaltigungsvorwürfe seien fingiert, um das Wikileaks-Projekt zu beschädigen. Wenn das so wäre, müssten die beiden Schwedinnen, deren Bekanntschaft Assange offenbar nicht bestreitet, sowie die schwedische Staatsanwaltschaft eine von den USA diktierte, heimliche Agenda verfolgen.
Diese Agenda wäre dann ungefähr so unheimlich heimlich, wie die heimliche Agenda der Dienstleistungsunternehmen Amazon, PayPal, MasterCard und Visa. Dass auch andere Staaten, wie beispielsweise Frankreich, eine nicht einmal heimliche Agenda verfolgen, um WikiLeaks aus dem Netz zu treiben, ist für ernsthafte Journalisten auch kein Geheimnis. Die Spatzen grölen es von Dächern, aber Herr Malzahn besitzt verdammt gute Ohrenschützer.
Warum Herr Malzahn Zweifel an den Vergewaltigungsvorwürfen unbedingt mit einem “US-Diktat” in Verbindung bringen muss, weiß wahrscheinlich auch nur er selbst. Sogar Malzahns ehemalige Kollegen von SPIEGEL-Online vermuten hinter den Vorwürfen eher die gekränkte Eitelkeit zweier ehemaliger Sex-Partnerinnen des blassen Australiers. Natürlich ist es nicht statthaft, die strafrechtlichen Vorwürfe gegen Assange als reinen CIA-Plot zu brandmarken, wie es einige Internetseiten tun. Sich auszumalen, dass zwei Frauen, die entdecken, dass ihr großer Held sie offenbar als Sexspielzeug missbraucht hat, sich auf diese Art und Weise rächen wollen und dabei in einen Mechanismus hineingezogen wurden, den sie selbst nicht mehr stoppen können, ist zumindest eine nicht eben unplausible Deutung der Geschehnisse.
Darauf gibt es bis heute freilich keinen einzigen Hinweis, nicht einmal einen, den man nicht weiter ernst nehmen müsste.
Dafür gibt es diverse Hinweise, die weltweit in allen Zeitungen von arrivierten Journalisten diskutiert werden. Liest Herr Malzahn etwa keine Zeitungen?
Es geht in Schweden ausdrücklich nicht um den politischen Schaden, den der Wikileaks-Aktivist angerichtet hat. Ob die Enthüllungen für Assange überhaupt ein juristisches Nachspiel haben werden, ist vollkommen unklar. Konstatieren kann man nur, dass die Wikileaks-Geschichte nun um einen Kachelmann-Faktor bereichert worden ist. Wohin das führt, ist offen.
Ist Naivität eine Tugend? Wenn dem so sein sollte, ist Herr Malzahn ein wahrhaft tugendhafter Mensch. Auch Herrn Malzahn sollte es nicht entgangen sein, dass die US-Behörden fieberhaft nach einer juristischen Begründung jenseits des Verstoßes gegen das Urheberrecht suchen, um eine mögliche Auslieferung von Julian Assange zu beantragen. Da Großbritannien allerdings nur in schwerwiegenden Fällen in Nicht-EU-Länder ausliefert, ist es selbstverständlich im Interesse der USA, wenn Assange nach Schweden ausgeliefert werden sollte. Diesen Umstand als “Kachelmann-Faktor” zu umschreiben, zeugt schon von einer fundamentalen Beschränktheit.
Asssange hat sich im Internet eine Wirkungssphäre geschaffen, die ohne geltendes Recht auskommen will.
Man muss WikiLeaks nicht unbedingt mögen, um zu erkennen, dass dies kompletter Unfug ist. WikiLeaks hat bis dato jeden juristischen Streit gewonnen und wer mit Mitarbeiten von WikiLeaks spricht, weiß, dass sie nicht im rechtsfreien Raum operieren wollen, sondern – ganz im Gegenteil – darauf Wert legen, im Einklang mit den Gesetzen zu arbeiten. Dass dies nicht für die Whistleblower selbst gilt, ist offensichtlich. Aber auch die Informanten des SPIEGEL verstoßen gegen geltende Gesetze. Operiert der SPIEGEL deshalb in einer “Wirkungssphäre, die ohne geltendes Recht auskommen will”?
Diese Haltung ist im Web ohnehin sehr verbreitet. Sie beginnt bei beleidigenden Leserkommentaren, reicht über üble Nachrede, getarnt als objektiver Eintrag bei Wikipedia, und endet letztlich beim organisierten Geheimnisverrat des Wikileaks-Projektes.
Diese Argumentationskette sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen. Wer heute böse Kommentare über Herrn Malzahn verfasst, ist morgen schon ein Terrorist. Dieses gottverdammte Internet! Wir wissen ja schließlich auch, dass Ego-Shooter-Kiddies später Amok laufen und Filesharer potentielle Schwerstverbrecher sind.
Warum mag Herr Malzahn eigentlich das Internet nicht? Weil es sein merkbefreites Gebrabbel kritisiert? Man kann sicherlich darüber streiten, ob SPON oder WELT-Online sich damit einen Gefallen tun, überhaupt eine Kommentierung anzubieten. Winston Churchill sagte einmal “Das beste Argument gegen die Demokratie ist ein fünfminütiges Gespräch mit einem durchschnittlichen Wähler” – wer will dem alten Haudegen da widersprechen? Die Interaktivität publiziert diese vermeintliche Schwachstelle der Demokratie. Man stelle sich einmal vor, Angela Merkel würde ihre Regierungserklärung vor bildungsfernen Kneipenphilosophen abhalten, die alle Rederecht im Bundestag hätten – Hallelujah! Im Netz haben die Kneipenphilosophen Rederecht. Das muss einem nicht gefallen, aber es ist demokratisch. Wenn Herr Malzahn “böse Kommentare” für Teufelswerk hält, hat er auch ein gestörtes Verhältnis zur Demokratie.
Aus purer Hilf- und teilweise auch Ahnungslosigkeit haben wir – das schließt den Journalismus neben der Politik mit ein – diesem zum Teil unverantwortlichen Treiben viel zu lange zugesehen, während uns sogenannte Netzexperten glauben machen wollten, das Internet schaffe schon irgendwie seine eigene Ethik. Das ist nicht passiert.
Aber seit 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen! Journalismus und Politik gegen das “unverantwortliche Treiben” von Experten und Volk – diese Frontlage ist ja keinesfalls neu. Wenn Herr Malzahn von Ethik spricht, so ist das freilich eine durchschaubare Finte. Natürlich hat das Netz seine Ethik und niemand kann etwas dafür, dass Herr Malzahn diese Ethik nicht versteht. Bei seinem Ausflug in die Welt der Ethik wirkt Malzahn vielmehr wie ein Papist des 15. Jahrhunderts, der gegen die Übersetzung der Bibel und den Buchdruck zu Felde zieht – panisch vor Angst, seine Interpretationshoheit zu verlieren. Diese Angst ist nicht unberechtigt und Herr Malzahn ist keinesfalls der Einzige, der fürchtet, dass ihm bei einer Demokratisierung des Meinungsbildungsprozesses die Felle wegschwimmen.
Stattdessen gilt es bei manchen heute schon als Zensurmaßnahme, wenn man gegen Kinderpornografie zu Felde zieht.
Wenn man eine potentielle Zensurinfrastruktur aufbauen will, die noch nicht einmal wirkungsvoll gegen Kinderpornografie eingesetzt werden kann, fürchten die “unverantwortlichen” Experten und Internetnutzer zu Recht, dass hier das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird.
Dieser digitalen Kultur des „Anything goes“, in der alles möglich und natürlich möglichst auch alles umsonst sein soll, entstammt auch Julian Assange, der schon als 16-Jähriger mit dem Computer Sicherheitscodes von Firmen geknackt hat.
Offenbar hat er angenommen, dass die Elastizität von Recht und Gesetz im Internet auch im wahren Leben gilt.
Wer einen Zusammenhang zwischen Assanges Hackerethik und dem Vorwurf der sexuellen Nötigung sieht, hebe die Hand. Malzahns Rabulistik ist schon beeindruckend inkonsistent – während er einleitend jeglichen Zusammenhang zwischen Assanges Verhaftung und der Arbeit von WikiLeaks kategorisch in das Reich der Verschwörungstheorien verweist, zieht er zwei Absätze später selbst diesen Schluss. Man kann so etwas kognitive Dissonanz nennen, man kann es aber auch als gescheiterten Versuch sehen, populistisch gegen eine Internetkultur zu wettern, die man selbst nicht versteht. Das geht aber doch wohl besser, Herr Malzahn! Jeder darf seine Meinung haben und versuchen, andere zu überzeugen. Aber doch bitte nicht derart plump. Fragen Sie doch mal ihren Kollegen Henryk M. Broder, ob er Ihnen ein wenig Nachhilfe in Rabulistik geben kann – von ihm könnten Sie noch viel lernen.
Da lag er aber falsch. Insofern ist seine Festnahme nur der Beleg dafür, dass rechtsstaatliche Prinzipien im wahren Leben konsequenter durchgesetzt werden. Immerhin.
Immerhin! Und was soll uns dieser verschwurbelte Schlußsatz sagen? Dass Sexualstraftaten konsequenter verfolgt werden können als … ja, als was? Als “beleidigende Leserkommentare”? Als “üble Nachrede, getarnt als objektiver Eintrag bei Wikipedia”? Oder etwa als “der organisierte Geheimnisverrat des Wikileaks-Projektes”? Ja, lieber Herr Malzahn, so funktioniert er nun einmal, der Rechtsstaat! Ein Großteil Ihrer Leser ist froh, dass es noch so etwas wie rechtsstaatliche Prinzipien gibt, die auch im Netz gelten. Sie sehen das offensichtlich anders. Aber um was geht es Ihnen eigentlich? Fürchten Sie um Ihr Deutungsmonopol? Sind Sie beleidigt, weil boshafte Schreiberlinge ohne Verlagsanstellung Sie kritisieren? Oder sind Sie nur erbost, weil “Cablegate” Ihre geliebte Kriegspolitik der USA in einem schlechteren Licht dastehen lässt? Sollte es der letztgenannte Grund sein, können Sie beruhigt sein – so schlimme Sachen stehen in den Depeschen gar nicht.
Welt Online hat die Kommentarfunktion dieses Artikels geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Natürlich haben wir dafür Verständnis.
Jens Berger
Vertrauen Sie Deutschlands Nr. 1
Wissenschaftlich fundierter Test!
www.PARSHIP.de




ein schoener Kommentar, ich frage mich bloss, ob sich der Aufwand bei diesem unseligen Schreiberling wie Mahlzahn ueberhaupt lohnt.
Jetzt kapern diese Assange-Fanboys sogar schon den redaktionellen Teil auf dem Spiegelfechter. Na, wenn das mal nicht noch eines Tages den Untergang des Abendlandes einläutet. ;-)
den redaktionellen Teil? Mitnichten. Den Kommentarteil haben sie idT gekapert *grrrr*
‘fanboy’
wegen Systemabsturzes (verursacht durch übermässigen Besuch der SF Seite??) kommentiere ich das jetzt erst.
‘Fanboy’ verniedlicht die Sympathien/Wertschätzungen, die ich und auch andere für Assange hegen.
Als ‘Wertneutraler’ Rechercheur und Analytiker stehst Du doch über den Dingen?
Oder?
Es geht hier nicht um Take That.
Das überlassen wir besser schön den Damen, die daraus ihren speziellen Honig saugen, indem sie Dich und mich mit RW vergleichen, und schäbige Vergleiche anstellen.
Nicht wahr?
Den Eindruck habe ich nicht immer ;-)
Außerdem kenne ich den Begriff “Fanboy” eher aus der Mac-Szene. Und der Vergleich ist gar nicht mal so schlecht.
“Der modernen Politikwissenschaft zufolge, speist sich Macht aus drei Quellen: Gewalt, Ressourcen und Wissen. Die Kommunistische Partei Chinas hat nie gezögert, willkürlich Gewalt anzuwenden, um den Menschen ihr Eigentum zu rauben. Doch es ist für sie das Wichtigste, den Menschen die Rede-, Meinungs-, und Pressefreiheit zu entziehen und den freien Geist und Willen auszurotten, damit sie die absolute Kontrolle über die Gesellschaft erlangen kann.”
Auch im ehemaligen Nachrichtenmagazin dürfte klar sein, das mit Wikileaks der Pfeiler “Wissen” berührt wird in einer Weise, die unterbunden werden muss. Das willige Schwedinnen da mitmachen, steht ausser Frage. Schön blond.
Also wie Wikileaks juristisch zu beurteilen ist weiß ich nicht. Ansonsten hab ich nicht unbedingt was dagegen wobei man über Stil und Themen der Veröffentlichungen ja reden kann.
Aber ich bin nicht der Ansicht das es Wikileaks bedarf, die Rede- Meinungs- und Pressefreiheit durchzusetzen. Man kann (könnte) sich auch bereits jetzt in Demokratien ohne Anleitung Anderer seines eigenen Verstandes bedienen. Wikileaks wird da keine Verbesserung bringen. Wikileaks ist ja nur Teil der formalen Meinungsfreiheit. Wahrnehmen müssen die Menschen ihre Freiheit schon selbst.
Was juristisch mit Wikileaks passiert muß man abwarten.
Ach ja, der gute Immanuel.
Aber man braucht auch nicht den Bock zum Gärtner erklären.
Zitat:
“Wenn die politischen Apparate der Welt ein stabiles, auf Grundsätzen der Ethik basierendes Gerüst für staatliches Handeln geschaffen hätten, welches Staaten hervorbringt, in die man Vertrauen legen kann, wäre Wikileaks in erster Linie gar nicht notwendig.”
Quelle: hier
Der SF ist neidisch auf Assanges stylische Anarcho Aura und seine Bonusmeilen, daher kein Fanboy Potential.
Dabei hätte es so schön sein können, hier einträchtig über die bösen USA herzufallen und Assange einen virtuellen Schrein zu errichten, Seufz.
Und mehr Mädels kriegt er anscheinend auch in’s Bett :D:D
Ob man, bei den Folgen, darauf allerdings neidisch sein sollte …. :(
*pffff*
Du oller Fanboy ;-)
:-)
Das war ehrlich gesagt auch mein erster Gedanke, als ich diesen Artikel las.
Genau! So ist es! Ich bin auch neidisch auf unseren Guido und die Angie – nur SO lassen sich meine Artikel erklären! Danke für den Ausflug in die Küchenpüschologie ;-)
apropos Püschologie:
Der Malzahn ist sicher angefressen, dass SPON mit Wikileaks so tolle Deals macht, während er beim bürgerlichen Bodensatzblatt-WELT (btw. nicht mehr lange, da der FOCUS seit Weimers Übernahme mit jeder Ausgabe das Niveau nach unten durchbricht) versauern muss – sicherlich tragisch sowas, wenn man so eine penetrante Ader hat.
Hmm…. What would Tyler Durden do?
husefak is teiler dörden?
a^2
Mensch Mann, der heisst Tailor Duerdän.
Im heise-Forum trollen?? :D
Auf Trolle noch antworten?? :D
Für die alle Nicht-heise-forum-Leser:
“Tyler Durden” ist (auch) der Nickname eines berüchtigten heise-Trolls.
Die erste Regel des _ _ _ _ _ _ _ _ _ lautet: Man spricht nicht ueber den _ _ _ _ _ _ _ _ _.
His name was Claus Christian Malzahn, and he was an enemy of Project Mayhem. ;)
Danke Jens
Naja, was erwartet man von einem Kommentar bei der ‘Welt’ … ^^
Wenn nicht Stopp-Schilder gegen KiPo gefordert werden (löschen und sperren!), direkte Demokratie am Beispiel S21 für schlecht befunden wird oder die Entsorgung von Atommüll verniedlicht wird, wird halt gegen Wikileaks oder das Internet als angeblich “rechtsfreier Raum” gewettert.
Das läuft alles so unter “Gruselkabinett für Anfänger”. :)
Die “Welt” an sich ist weniger das Problem, verglichen mit früher jedenfalls. Wie auch FAZ oder Zeit sind da inzwischen durchaus unterschiedliche Stimmen präsent, auch wenn die Blattlinie insgesamt natürlich konservativ ist, und ab und zu eben auch mal ins Klo gegriffen wird. Aber das wiederum gibts auch bei Freitag, Junger Welt, Jungle World oder taz, und bei der SZ sowieso.
Die SZ sueddeutsche.de ist aber m. E. lange nicht so konservativ wie die FAZ oder gar die Welt. ^^
Solche Artikel stellen wenigstens noch beide Seiten gegenüber und sind nicht nur stramme Meinungsmache in eine Richtung (wie bei FAZ und noch mehr bei der Welt).
Auch sowas hätte bei der Welt nicht den Hauch einer Chance auf Veröffentlichung, denke ich. :)
Weiss auch nicht, wen man bei der Welt zu überzeugen hofft.
Vielleicht Renter die sich aus Angst vor den Ossis vor 20 Jahren lebendig eingemauert und nur einen Schlitz für die Post gelassen haben.
Naja, nicht alle Artikel auf Welt Online sind dermaßen schlecht.
In der Regel sind die Artikel zumindest besser als die Kommentare :D. In diesem Fall war’s mal andersrum, sozusagen die Ausnahme, die die Regel bestätigt.
Klar, bei den Artikeln muss man ja nur die Meldungen der Nachrichtenagenturen etwas umschreiben und ergänzen.
Ich lese die Welt sogar ganz gerne auf dem Palm Pre, weil die mobile Webseite recht gut ist.
Deinen Artikel oben finde ich auch ganz gut und vermutlich sogar richtig.
Es kann nie schaden, andere Meinungen und Einschätzung zu hören.
Aber bei den Kommentaren tun sich oft echte Abgründe auf. Da kommt man sich vor, wie unter Außerirdischen. Die leben offenbar auf nem andern
SternPlaneten. (Direkt neben dem der FAZ.) ^^Mit Theo Sommer von der Zeit wohl die Speerspitze der deutschen Amerika-Arschkriecher-Bewegung (was mach der eigentlich ?).
Die hat es doch schon gegeben – mit beeindruckendem Ergebnis:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,338134,00.html
Ja, der Henryk ist schon ein dolles Früchtchen ;-)
Nenn’ doch diesen Namen nicht so oft – ich muß jedesmal mit Grausen an seinen Auftritt bei der Verleihung der Ludwig-Börne-Medaille an Reich Ranicki denken. Oberpeinlich.
Und diesem Vogel hat das ÖR jetzt auch noch eine eigene Sendung spendiert. Ich habe aus Versehen ein paar Minuten von “Entweder Broder” mitgekriegt, das hat mir gereicht.
Seitdem habe ich den Fernseher nicht mehr eingeschaltet, aus Angst ich könnte zufällig wieder in seiner “Sendung” landen :D:D
Einige Ludwig-Börne-Preisträger sind ein schlechter Witz:
-Broder
- Schwarzer
- Joffe
Ich habe einen genialen, sich nahezu radikal monothematisch mit Broder befassenden Blog gefunden:
http://www.blogger.com/profile/09806101173849432745
bzw.
http://von-den-einzigwahren-freunden-israels.blogspot.com
Ich zitiere:
Dieses “Blog” ist radikal monothematisch, beschäftigt sich mit Henryk M. Broder und anderen Etappenhengsten Zions mit beschränkter Haftung. Focus sind Broders Discours de la méthode “Warum sachlich, wenn es persönlich geht?” und meine schreckliche aufschreckende Hypothese, dass übereifrige Zeloten der Sache Israels eher schaden als nutzen, verbunden mit meiner beunruhigenden Bitte, dies zu überprüfen und zu falsifizieren. Neben aktuellen Moritaten, Schwänken und Schnurren finden Sie Preziosen aus meinem Archiv seit der WM 2006. Hintergründe: Post v. 14.9.2009 Das Problem und die „Gretchenfrage“ ist: Jeder Journalist mit einem anderen ethnischen Hintergrund, zumal ein Natural Born German, der Broders intellektuellen Flachgang und Strafregister, gerichtlich gewürdigt oder nicht, aufweisen würde, wäre längst in einer „Art sozialer Quarantäne“ isoliert. Kann dies jemand widerlegen? Jedoch nicht Broder ist pervers, sondern jene Teile der öffentlichen Meinung in Deutschland, die dieses Phänomen bzw. enfant terrible in einem posttraumatischen Biedermeier zugelassen und gefördert haben. Broder ist ein deutsches Problem.
Schön, dass es noch solche Blogs in Deutschland gibt.
Der Text passt wie die Faust aufs Auge. Was überhaupt nicht reinpasst ist das Bild, die hilflose Genialität eines Kent Brockman wird ein Hr. M. nie erreichen…..
Könnt ihr nicht einfach aufhören den Spiegel zu lesen und dessen Klickraten hochzutreiben? Einerseits das “Terrorpanikzentrum” niedermachen und andererseits verlinken noch und nöcher. Man muss sich nicht zwingend immer an den selben Armleuchtern abarbeiten…
So ist das mit der Hassliebe. Ohne Malzahn, Poschardt, Broder und Steingart würde mir dann doch etwas fehlen ;-)
Wir wollen doch auch Matussek nicht vergessen – Ehre, wem Ehre gebürt.
wenn wir schon dabei sind, auch Mohr ist ein ganz Großer!
Sven Tülpe
Ich lese aber auch gerne Fleischhauers Artikel, in denen er sich über seine Kindheit beklagt. Was ist eigentlich aus dem geworden? Das letzte, was ich von ihm mitbekam, war ein Foto eines Wasserwerfers beim Castortransport, wo der Beifahrer “Unter Linken” hinter die Fensterscheibe gesteckt hatte (kein Witz).
Ich sollte keine Kommentare lesen, während ich Kaffee trinke. Nun kann ich die Tastatur wieder trockenrubbeln ;-)
Auch wenn wir damit kaum zu rechnen haben, dass es dir jemals zustoßen würde, kannst du im Fall der Fälle noch “Pravda”-Jahresausgabe von 1975 bestellen, um entstandenen “Schaden” zu kompensieren ;)
Was wäre aber ein “spiegelfechter” ohne “Spiegel”? ;-) :-)
ein Beispiel für den Spiegel-Spin gegenüber der Wikileaks Angelegenheit zeigt sich in dem Artikel http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,733805,00.html
Der Grundtenor ist da, die wenigen mutmasslichen Aktivisten in kleiner Anzahl sollten doch bittebitte die unnützen Scharmützel im Netz unterlassen, da diese ja … aber lest einfach selbst.
Der Artikel interpretiert sehr gerne vorrauseilend, erspart damit umständlichstes eigenes Denken, wiederspricht sich selbst und ist im Grundton sehr, sehr bemüht.
Wir wollen weder Mahlzähne noch hochintellektuelle Internet Vorsortierer, die uns Volk vor “negativen” Informationen “schützen”.
Zu viele (einschl. Jens Berger?) melden sich in den letzten Tagen für diesen Job.
Den Angriffskriegern, USA an erster Stelle, muss so früh wie möglich die Maske des Weltbeglückers heruntergerissen werden. Ein geleakter Vietnamkrieg wäre erheblich früher zu Ende gewesen.
Ich kann ja verstehen, dass Du eine Antipathie gegen mich und andere “Vorsortierer” hast. Willst Du aber wirklich alle 250.000 Cables selbst durchlesen? Oder sind “Vorsortierer” nicht manchmal soch sinnvoll?
Ich habe nichts gegen Vorsortierer, von dir klang es allerdings so, als wenn Vorsortierer einen exklusiven Zugriff auf solche Informationen erhalten sollten. Ich möchte schon im Zweifelsfall auch mal selber nachschauen können. Ist jetzt hier zwar an der falschen Stelle, aber ich wollte es jetzt doch mal erwähnen.
Da hast Du mich wohl falsch verstanden. Ich kritisiere die exklusvie Vorsortiererei durch Medienpartner, halte aber eine – wie auch immer organisierte – Filterung durch WL selbst für notwendig, wenn es um Dokumente geht, die entweder private Daten enthalten können oder aber Menschenleben gefährden. Das hat jetzt aber konkret relativ wenig mit Cablegate zu tun, sondern ist mehr eine allgemeine Frage.
Ja, hätte ich nicht besser schreiben können. Ideal ist eine kompetente Gesamtdarstellung und Quellenaufarbeitung, und die Zurverfügungstellung der Quellen im wie auch immer gearteten Anhang für die Interessierten. So macht es die Geschichtswissenschaft seit dunnemals, und da ist auch kein wikidingens schlauer.
a^2
Also ich hab beim “richtigen Wikileaks” bisher kaum vorbeigeschaut, und da einfach mal Guardian und Co vertraut. Als ich dann selbst mal guckte, fand ich u.a. Sachen über Deutschland, die noch nicht beim Spiegel standen. Von daher ist diese Aufteilung schon auch ganz gut – wer wenig Zeit hat, guckt halt bei Spon, und wenn Spon was untern Teppich kehrt, wirds 20 min später getwittert, oder die Konkurrenz bringt es. Aber es stimmt schon, das ganze könnte man auch anders organisieren: etwa ein Wiki, wo man gleich alle Dokumente rauflädt, und dann wie bei Wikipedia oder Wikinews diese als Rohmaterial und Quellen für eine crowdgesourcte Aufarbeitung benützt, während jeder sie zugleich einsehen kann. Dann handelt man sich natürlich lauter Trolle und Vandalen und Spielkiddies ein, und hat eine zentrale Stelle (wie ursprünglich bei WL). Diese Rhizomstruktur jetzt ist ja umso genialer, je länger man drüber nachdenkt. Sogar der bolivianische Vizepräsidenten hat einen Mirror aufgemacht, allerdings nur zu Bolivien-Cables. Das ist nicht mehr wegzukriegen, wirklich eine Hydra (der Guardian schrieb “Medusa”, lol).
Alles in allem haben Assange und Co. also schon alles ganz gut gemacht, natürlich auch in Hinblick auf Showeffekte, aber so läuft das Spiel halt. Problematischer ist vielleicht für manche hier, dass Assange ein freier-Markt-Fan ist, auch wenn er den Kapitalismus insgesamt zwiespältig sieht. Was ihm nun aber wiederum eine Anhängerschaft aus verschiedensten Ecken verschafft.
@aquadraht
Geschichtswissenschaft ist doch zunächst mal einfach ein Tool-Set, mit Information umzugehen und diese zu bewerten und zu strukturieren. Beim Wikipediadingens haben sies ja auch hingekriegt, dass man zu allem Quellen angeben muss. Sowas kann man lernen, bzw. lehren…
Sehr schön, ich hab selten so gelacht hier :-D
Ja das gleicht fast einem Kabarettstück, Jens wär das doch mal was für dich ?^^
Tja vieleicht hat Welt eine Kampagne ins leben gerufen die stumpfsinige neurotische Journalisten einstellen. Die dann hiese F.E.A.R
Für
ekeleregende
angsteinflösende
Reporter
*aufdiefingersetz* :)
Ach ja, ‘gegrölt wird ohne h :)
Ooops ;-)
Na ja – mein Lektor war heute betrunken und ich bin bekanntermaßen Lehgaßtänika ;-)
Wusste gar nicht, dass hannilein trinkt. Da tu’n sich ja Abgründe auf.
Auch ich habe vollstes Verständnis dafür, dass die Welt hier die Kommentarfunktion schliesst. Die tausendfachen positiven Bewertungen der verbleibenden vernichtenden Leser-Kommentare zu Malzahns Elaborat liessen dies wohl ratsam erscheinen. Was ich aber nicht verstehe, ist die Karriere Malzahns. Laut und meinungsstark für Bush, USA, Irakrieg, CDU und Seeheimer Kreis zu trompeten, ist wenig orginell, qualifiziert einen aber in der Bundesrepublik sicher augenblicklich für eine Laufbahn als Top-”Qualitätsjournalist”. Das tun aber andere auch – und weitaus geschickter.
Jedenfalls, warum er Wikipedia nicht mag, wird schnell klar, wenn man dort den Artikel über ihn liest. Da haben sich wohl anonyme unverschämte Schmierfinken erdreistet, seinen Merkel-und-Bush-Wahlkampf bei Spon für die Nachwelt zu erhalten. Wahrscheinlich hatte er gehofft, dies würde bald in Vergessenheit geraten, und er würde als besonnene Stimme der Vernunft in Erinnerung bleiben/Karriere machen. Merke: Hemmungslose Arschkriecherei bei den “Powers that be” kann später auch nach hinten losgehen. Aber er kann ja nun mit Jan Fleischhauer eine Selbsthilfegruppe für zu kurz gekommene Neocons aufmachen, die Achse Des Guten spendet dafür vielleicht auch ne Webpräsenz.
Eben – das verstehe ich (abseits meiner erkennbaren Antipathie) auch nicht.
Malzahn , Mahlzahn , hm da war doch mal was ….. verwandt oder verschwägert ? :
immerhin gab es hier ( zugegeben erst nach etwas Druck ) ein Happy End ;)
Eben – darum nenne ich C.C.M. ja auch immer “Herrn Malzahn” ;-)
Ist doch ganz einfach: HERR Malzahn ist der Mann von FRAU Malzahn.
Und da die ihre Umgebung ständig mit Mathe quält, verweigert er sich trotzig jeder Logik.
Hier noch ein Bild der Frau:
http://goo.gl/8HhNZ
Dann besteht ja noch Hoffnung, daß er sich in einen Drachen der Weisheit verwandelt :D
Bis jetzt sieht’s allerdings nicht danach aus ….
Ach, der Herr Malzahn. Eben das typische Beispiel des mit einem übergroßen Ego ausgestatteten Journalisten mit Leitungsfunktion, in so gut wie jeder Redaktion gibt es einen. Ich habe schon lange aufgehört, mich über diese Figuren zu ärgern, weil ich weiß: In den Redaktionen sitzen auch noch andere, solche, die gut schreiben können, solche, die sich die Mühe einer Recherche machen, solche, die nicht schon mit fertiger Meinung an ein Thema rangehen. Das sind dann zwar nicht immer die mit der größten Klappe, dafür sind es die, die ich von Herzen mag.
(Warum aber ausgerechnet die Malzahns dieses Landes immer die an der Spitze sind, das hat nichts zu tun mit dem Journalismus als solchem, das hat etwas zu tun mit der deutschen Unternehmenskultur.)
Das Problem ist: es gibt nur höchst selten Menschen, die Beides können – ernsthaft arbeiten und small talken.
Ein exzellenter Schreiber, einer, der alles und jedes recherchiert (z.B. Journalist) ist zu seriös und zu ernsthaft für small talk. – Ein Small-Talker wird hingegen selten zusätzlich die Kraft aufbringen können und wollen, sich über das Niveau einer Fliege hinaus auf ein Thema zu fokussieren.
Nun, eine Folge ist, jene Menschen, die dann letztlich über Beförderungen und so etwas entscheiden, bekommen mehr oder weniger nur jene zu sehen, die am lautesten klappern, small talken können. (Ich persönlich mache das, zum Beispiel, immer gerne an einem Giovanni di Lorenzo fest; ob ich ihm damit Unrecht tue, weiß ich nicht. – Ein Golo Mann, im Unterschied dazu, verabscheute den Small Talk.) Hingegen: Die Ernsthaften – ja, die Perfektionisten; die Idealisten – haben eigentlich gar kein Interesse an diesen in ihren Augen flachen Veranstaltungen. Sie empfinden diese Pflicht-Veranstaltungen als etwas, das unnötigerweise von ihrer echten Arbeitszeit abgeht.
Nichtsdestotrotz, anlässlich solcher Veranstaltungen fallen die Personal-Würfel: Jene, die dieses Spiel gerne spielen, werden gewinnen – also befördert werden.
Die Ernsthaften unter uns sollten mithin unbedingt lernen über ihren Schatten zu springen und Small zu Talken. – Nur, sie müssen sich auch darüber im Klaren sein, dass so eine Beförderung in der Regel nicht rückgängig gemacht wird und nicht nur Vorteile mit sich bringt: Verwaltungsaufgaben und Repräsentation sind etwas völlig anderes als – ernsthaftes und womöglich kreatives – Schreiben!
Ich würde oben beschriebene Zusammenhänge allerdings höchstens als falsch verstandene (deutsche) Unternehmenskultur begreifen wollen.
hmmm, Tom Schimmeck ist auch ganz passabler Small-Talker. So absolut würde ich das nicht sehen.
Ich schrieb ja auch: “es gibt nur höchst selten Menschen, die Beides können…” – Von daher sieht “die Öffentlichkeit” eher wenige (und nicht viele) dieser wirklich guten und engagierten Journalisten. Die gibt es auch (einer :) fällt mir da direkt ein).
Auch Dein Tipp mit dem Schimmeck kommt mir da als eine sehr hilfreiche Orientierung; der war mir bisher unbekannt (shame on me).
Ein Gedanke kommt mir dabei noch. Eine(!) Konsequenz aus dem von mir Gesagten (vgl.o. #14) könnte(!) sein:
Deswegen rufen die (reinen) Repräsentanten der Zeitungs-Blätter wohl auch am lautesten nach Modellen wie paid content. Denn diese Repräsentanten (Small-Talker) könnte, so gesehen, der aktuelle Stand im Internet (freie Wahl des “guten Lesestoffs” durch den Rezipienten) und seine entsprechende Weiterentwicklung am härtesten treffen. – Die richtig guten Autoren verdienen auch zu Zeiten des Internet ihr Brot. Sie werden gelesen…
Oh Mann. DANKE. Ich dachte ich hätte schon jeden abgedrehten Scheiß gewusst, aber nee … Ehrlich danke.
Ist mitunter schon peinlich, was man in deutschen Zeitungen so lesen muss. Munter plappert er den genauso ahnungslosen oder nur populistischen Politikern nach dem Mund, die vor einem angeblich “rechtsfreien” Netz sprechen – nur um noch mehr Kontrolle über die dummen Untertanen zu gewinnen, die doch nicht mehr so dumm sind, wie sie sollten.
Heute steht zum Glück ein Machtgefüge vorm Zusammenbruch, das auf Verheimlichung angewiesen ist. Wer will schon, dass Kriege nicht wegen böser Terroristen, sondern wegen Konzerninteressen geführt werden? Wer will schon, dass die Demokratie der USA längst von einem übermächtigen korrupten Sicherheitsapparat unterwandert ist?
Menschen wie Mahlzahn wissen von derlei Dingen entweder nichts, oder aber sie denken, dass die Welt besser wäre, wenn alle anderen nichts davon wüssten. Aber damit ist schluss. Wikileaks wird uns noch so manche unbequeme Wahrheit offenbaren. Nur so wird die Demokratie wieder Sache des Volkes werden und den Usurpatoren entrissen werden.
Malzahn interessiert mich nicht. Sicherlich eine typische Figur für die Teilhabe an den Fleischtöpfen dieser Gesellschaft. Aber da der privat bezahlt wird ist das nicht so ärgerlich wie z. B. bei einem römisch dekadenten Flegel wie Westerwelle.
Aber wie ist es möglich das die Deutschen die USA für eine größere Bedrohung als den Iran halten?
Es herrscht doch Meinungsmache. Wieso funktioniert die nur für die Verbreitung der “neoliberalen” Ideologie?
Ich habe seit eh und je eine andere Antwort als Meinungsmache . Der Bürger denkt i. a. entweder in Vorurteilen oder in den Kategorien die ihm vom Gruppendruck aufgezwungen werden.
Meinungsmache kann “helfen” aber es bedarf ihrer nicht.
Genau das hat Herrn Malzahn ja auch zutiefst verwirrt. Da schreibt man nun tagein, tagaus seine Meinungsmache und das doofe Volk glaubt einem trotzdem nicht. Da hilft nur noch Re-Education. Schon klar. Ein Malzahn hätte in jedem System Karriere gemacht.
Tja, manchmal hat sogar der normale Deutsche den richtigen Riecher …
Was ist das überhaupt für eine beknackte Fragestellung? Ich persönlich fühle mich weder durch die USA noch durch den Iran “bedroht”, ich sehe in beiden Ländern eher gravierende und weniger gravierende Mißstände. Und bin mir sicher, dass die Mehrheit in beiden Ländern aus einigermaßen normalen und durchschnittlichen Leuten besteht, die das wohl teils ähnlich sehen. Wer macht denn solche Umfragen?
Och … auf den grottigen Malzahn-Artikel hab ich gestern in meinen Kommentaren zu deinem Artikel zu Wikileaks mehrmals verwiesen. Leider wurden meine Kommentare von dir nie freigeschaltet. Zensur!1!! Da war die Kommentarfunktion für mich wohl schon geschlossen? :P
(Nun bin ich ja mal gespannt, ob der hier mal durchkommt)
WOS? Das kann nicht sein. Ich habe zwar einige User in der Moderationsschlange – Du gehörst aber nicht dazu. Da hat dann wohl Akismet zugeschlagen. Sorry.
Nachtrag: Es war Akismet und nicht nur Du (3x), sondern ingesamt acht Kommentare wurden herausgefiltert. Scheiß Technik.
Bist Du nicht der Herr der Technik? :-)
Ich bin eher ein Sklave der Technik ;-)
Na kein Problem. Da hat sich mein Hinweis hier ja sogar gelohnt. Danke nochmal.
Scheiss Technik? Scheiss Spammer!
Könnte es nicht auch einfach möglich sein, dass Malzahn strunzdumm ist und ein bornierter Besserwisser?
wer an das “Gute” im Mensch glaubt, glaubt auch das. Ich gehöre nicht dazu ;-)
schön, dass diese fiese Figur mal ans Tageslicht gezerrt wird.
100 Hetzartikel, Kriegshetze, Verleumdung aus den Untiefen des Netzes, ein virtuelles Gedankenmonster, dass meine Re-education herbeisehnte.
Endlich bekommt das hässliche Wort ein dazu passendes Gesicht!
Faulige Zähne sind wunderbar bei der WELT aufgehoben – danke für das Asyl und den eindeutigen Springer-Stempel, der uns als Warnung dient.
Nu ja, ieber Spiegelfechter, ich habe jetzt nicht alles durchgelesen. Ehrlich gesagt wurde es mir nach der Hälfte ein wenig zu doof. Das Mahlzahl nicht ernstzunehmen ist: Geschenkt.
Aber was bringt Dich, lieber Spiegelfechter, eigentlich dazu den Damen unredliche Absichten zu unterstellen? Rachedürstende Weiber sind Dir offensichtlich lieber, als das an den Vorwürfen (und sei es nur nach schwedischem Recht) etwas dran sein könnte. Der Gedanke ist Dir offensichtlich noch gar nicht gekommen, oder? Das da tatsächlich eine Frau vergewaltigt wurde. Von dem neuen Heiligen. Ich bin mir nicht so sicher, wie Du darauf kommst, das die große Weltverschwörung realistischer ist, als das Assange tatsächlich übergriffig geworden ist. Und vielleicht ist er dabei nur auf eine Staatsanwältin gestoßen, die die Chance für ihre Karriere sah. Vielleicht aber auch nur auf eine, die einen Vergewaltigungsvorwurf ernster nimmt, als so mancher Blogger, der lieber über Weltverschwörung und Geheimdieste schwadroniert.
Naja, lies dir vielleicht mal die aktuelle Berichterstattung zu den 2 Damen durch: Sie twitterten “hinterher” zunächst beglückt darüber, mit den tollsten “smartesten” Leuten herumzuhängen, machten ihm Frühstück, schmissen eine Party für ihn. Dann aber erfuhren sie voneinander. Und waren wohl “not amused”.
Und plötzlich war das zuvor Geschehene – Tage später – eine Belästigung für sie, und sie versuchten, ihre vorherigen Aussagen bei Twtter zu entfernen, gingen zur Polizei, wendeten sich an die Boulevardpresse. Rein zufällig fand man auf dem gelöschten Blog der älteren Dame auch eine Anleitung zur Rache an untreuen Liebhabern. Die Staatsanwaltschaft fand das alles dann zu geringfügig. Assange blieb in Schweden, fragte nach, ob er verhört werden müsse: Nein, er könne ausreisen.
Dann schalteten irgendwelche Radikalfeministinnen sich ein, und der Anwalt erklärte, die zwei seien vergewaltigt worden hätten es quasi blos nicht gemerkt. Dann kamen die Cables… und plötzlich jagt Interpol Assange, das Verfahren war wieder aufgerollt, mit neuer Staatsanwältin. An deinem Statement (weder du noch ich waren mit dabei in den Betten der Damen) sieht man aber: Irgendwas bleibt immer hängen, selbst wenn das ganze Verfahren nun eingestellt wird.
Eigentlich solltest gerade Du als Weltverschwörungsfan wissen, in wieweit der offiziellen Berichterstattung zu trauen ist.
Und was das mit dem Hängen-bleiben angeht: Nun ja, wie Du schon richtig sagst: Weder Du noch ich waren dabei. Aber die Unschuldsvermutung gilt auch für die beiden Frauen. Denn ich weiß genauso wenig wie Du, wie sich alles abgespielt hat. Vielleicht trafen sie tatsächlich auf eine Frau, die ihnen geraten hat Anzeige zu erstatten. Es ist ziemlich oft so, daß Frauen sich nicht trauen Anzeige zu erstatten, bzw. diese wieder zurückziehen, gerade auch dann, wenn sie verliebt waren, bzw. die beschuldigte Person eine Berühmtheit ist.
Und ob die Frau, die sich nun “einschaltete”, nun eine Feministin ist oder nicht weiß ich nicht. Ich glaube aber, das jemand der diesen Umstand in diesem Fall so besonders hervorheben muß, dies nur bestimmten Gründen macht. Bei Dir glaube ich, daß Du auf die Manipulation reingefallen bist. Bei dem Urheber dieser Aussagen allerdings geht es um andere Dinge, denn der Umstand, das die Frau Feminsitin sein könnte ist in diesem Fall sowas von unwesentlich. Der bekommt nur dann eine Bedeutung, wenn ich Feministinnen besondere Chrakterzüge zuschreibe, so ähnlich wie dem Wolf oder der Schlange im Märchen. Weiß ja jeder, das Feministinnen Männer hassen und morgens zum Frühstück zwei bis drei verspeisen. Und wenn in diesem Fall eine Feministin involviert ist, dann weiß man ja gleich, das es sich da nur um die Rache einer männerhassenden Frau handelt. So denkt vielleicht Christina Schröder, aber jede/r einigermaßen gebildeten Mensch sollte ein etwas differenzierteres Weltbild besitzen.
Na ja, wie gesagt, ich bin nicht mit im Bett gewesen. Und deshalb stelle ich mich weder hin und sage: Assange ist ein Vergewaltiger, noch stelle ich mich hin und sage: Die Frauen lügen. Und genausowenig wie ich die große Weltverschwörung ausschließen kann, kann ich den Umstand ausschließen, das die Frauen die Wahrheit sagen und A. sie vergewaltigt hat. Das zu klären ist Sache der Polizei und der Gerichte.
Weltverschwörungsfan? ^^
Einige (längst nicht alle) Feministinnen sind geneigt, Frauen grundsätzlich in einer Opferrolle zu vermuten, unabhängig von tatsächlichen Geschehnissen. So wie einige (längst nicht alle) Linke davon überzeugt sind, das größte Problem seien die USA. Oder einige (längst nicht alle) Tierfreunde vegan leben.
Wirf mal einen Blick auf die Statements von Naomi Wolf, Naomi Klein und anderen zum Thema.
Wenn Du keiner sein solltest, dann entschuldige ich mich natürlich für diese Aussage. :-)
Kein Problem, solche soll es hier ja gelegentlich wirklich geben.
Ich sag ja: Wolf und Schlange. Märchenstunde beim Spiegelfechter. Heute erzählen wir die Geschichte: Assange und die männerhassenden Feministinnen,
Ich kenne keine einzige Feministin, die Frauen grundsätzlich in der Opferrolle vermutet. Keine. Aber natürlich ist es in der Weltgeschichte schonmal vorgekommen, das Frauen Opfer-Rollen angenommen haben. Gelegentlich habe ich gehört, das sie sogar tatsächlich Opfer waren. Das ist tatsächlich schon vorgekommen! Das muß man sich mal vorstellen! Und wenn ich es mit einigem Abstand betrachte, dann wage ich sogar die Behauptung, das Frauen in der Menschheitsgeschichte häufiger Opfer waren als Männer. Nicht viel häufiger, weil wir ja letztendlich alle Opfer der unsinnigen stereotypen Rollenbilder sind, die wir gemeinhin als Männlichkeit und Weiblichkeit bezeichnen, aber letztendlich doch signifikant häufiger.
Aber, um wieder zum Thema zurück zu kommen: Selbst die völlig schwachsinnige Aussage, das viele Feministinnen Frauen grundsätzlich in der Opfer-Rolle vermuten würden bedeutet nicht, das all das, was die Frauen ausgesagt haben nicht stattgefunden hat. Aber das weißt Du vermutlich selber. Insofern hat Dein kleines Ablenkungsmanöver einfach nicht funktioniert.
@Mat
Ohja, und weil DU keine kennst, gibt es die natürlich auch nicht.
Ich z.B. kenne keinen einzigen Nazi ……. bedeutet das jetzt, daß es gar keine gibt?
Nun, Dein Ablenkungsmanöver funktioniert ebenfalls nicht!
Einfach mal eben über sämtliche, ziemlich zwingende, Argumente hinwegzugehen, die genannt wurden, um dann ewig darüber zu schwadronieren, daß Frauen in der Vergangenheit häufiger Opfer gewesen seien (was so auch nicht haltbar ist), funktioniert leider nicht. Nicht bei mir und wohl auch bei den meisten anderen Menschen nicht.
Und selbst wenn Frauen in der Vergangenheit häufig Opfer gewesen wären – na und? Wir leben nicht in der Vergangenheit.
Außerdem ist die Aussage, daß Frauen von (radikal-)feministischer Seite gerne in der (ewigen) Opferrolle gesehen, werden alles andere als “schwachsinnig”. Wie sonst kommen denn solche Gesetze in Schweden zustande, wo nicht mehr die “Opfer” entscheiden, was eine Vergewaltigung ist, sondern der Staat.
Außerdem hat meines Wissens niemand behauptet, daß die beiden Frauen alles erfunden hätten. Allerdings liegt die Vermutung, daß es sich so abgespielt haben könnte, nicht allzu fern. Die Argumente dafür hast Du ja geflissentlich überlesen.
Aber leb nur weiter in Deiner feministischen Scheinwelt,,,,,
Dann kennst Du keine Feministen ;-)
Was sind Feministen? Männliche Feministinnen? :D
Oder ist das so die übliche Vermännlichung von Hauptwörtern, in diesem speziellen Fall, um die zu ärgern? Korrekt heißt es bei denen “FeministInnen”. :)
Rrrrrichtisch!
Mat: Unschuldsvermutungen gelten für Beschuldigte, nicht für Angeber. Es ist in der Tat ein delikates Problem, was zwischen Menschen im Bett vorgefallen sein mag, und da gibt es oft tiefgehende Missverständnisse und Dissonanzen, bei denen sich eine Seite benutzt, missbraucht oder entwürdigt fühlen kann. Das mit den Mitteln des Strafrechts erfassen zu wollen, halte ich für ein im Ansatz verunglücktes Unterfangen.
Deshalb sollte der Eingriff des Strafrechts auf fassbare Tatbestände wie Gewalt, Misshandlung, Drohung und unmittelbaren Zwang beschränkt bleiben und da auch kompromisslos die sexuelle Selbstbestimmung als aus den Menschenrechten ableitbares Rechtsgut verteidigen.
Das schwedische Sexualstrafrecht ist so ideologisch wie das saudiarabische oder das klerikalfaschistoide des Adenauerregimes. Es ist ein Schlag in die Fresse eines modernen Menschenrechtsverständnisses.
Wenn die Damen mit Herrn A. Probleme im Bett hatten, hätte aufstehen lassen und sagen “ab aufs Sofa” ziemlich sicher gereicht. Aus Differenzen über Sexualpraktiken oder Weigerungen, zum Hautarzt zu gehen, Straftaten zu machen (angenommen, die Damen hätten sich was gefangen, was hilft es ihnen, wenn A. zum Arzt geht?), ist jämmerlich, absurd und fundamentalistisch. Schweden ist das kranke Land, das einerseits die Puffs nicht schliesst, aber die Freier mit Anprangerung und Vergewaltigungsanzeige bedroht. Da dreht radikaler Feminismus hohl.
a^2
Ui, jetz gehts wieder um Feminismus, da werden wohl gleich wieder die Fetzen fliegen … :)
@Mat Feminismus is verbrannte Erde hier …
Allerdings finde ich diese ganze Vergewaltigungsstory viel zu gewollt, um wahr sein zu können. Also, wenn sich eine Frau nachher (Tage später) überlegt, das es evtl. eine Vegewaltigung war, dass sollte man schon sehr ernst nehmen, aber gleich 2 ? Wie hoch ist da die Wahrscheinlichkeit ?? In anbetracht DER Umstände ??? Und einmal zurück, und dann wieder vor ????
Also, dass Schweden in dieser Beziehung ein krankes Land ist, sehe ich auch so. Puffs nicht zu schließen aber Freier zu kriminalisieren ist ohne Frage ziemlich doof. Allerdings ist die Kriminalisierung von Freiern trotzdem nötig, da sie (die Prostitution) sonst im verborgenen blühen würde. Und was das mit ‘radikalem’ Feminismus (es gigt gar keinen anderen, richtig ?) und nicht mit einfachen Menschenrechten zu tun haben soll, möchte ich gar nicht erst wissen.
Nein, sollte man nicht.
Jede Frau, die wirklich vergewaltigt wurde, wußte das im Moment der Tat. Und jeder Mann, dem das widerfahren ist, ebenfalls. Und jedes andere Opfer einer Gewalttat ebenfalls.
Das fällt einem nicht im Nachhinein plötzlich auf!
Schlechter Sex oder Fremdgehen sind allgemeines Lebensrisiko. Wem das nicht gefällt, der sollte vielleicht besser in’s Kloster gehen.
“Unschuldsvermutungen gelten für Beschuldigte, nicht für Angeber.”
Alles klar. Wenn also jemand beschuldigt wird, dann hat der als unschuldig zu gelten, bis seine Schuld nachgewiesen wurde. Wenn aber jemand jemanden beschuldigt, dann gilt dies nicht und ich darf diese Person der Lüge bezichitgen, etc. Ich hoffe Dir fällt selber noch auf, wie widersinnig das ist.
“Es ist ein Schlag in die Fresse eines modernen Menschenrechtsverständnisses. ”
Ja, nee, ist schon klar. Warum sollte das auch anders sein?
“Wenn die Damen mit Herrn A. Probleme im Bett hatten, hätte aufstehen lassen und sagen “ab aufs Sofa” ziemlich sicher gereicht. ”
Tja siehst, Du das genau ist das Problem: Die Damen werfen Hernn A. vor, das das eben nicht gereicht hat. BTW: Woher nimmst Du eigentlich Deine Sicherheit? Dabei gewesen?
@Svenske (o.ä.)
Wenn Du Dich mal mit dem Feminismus ausienandergesetzt hättest (also ernsthaft), dann würdest Du verstehen, warum das “grundsätzlich in der Opferrolle vermuten” dem Feminismus komplett widerspricht. Aber dafür mußt Du auch Deine Denkwerkstatt benutzen.
Im übrigen: Auf welche Argumentation bin ich nicht eingegangen? Und auf welche hätte ich denn eingehen müssen? Was willst Du eigentlich, außer Deine Frauenfeindlichkeit ausleben?
@ Mat
Nein, tun sie nicht.
Wenn Du Dich auch nur ein bißchen mit diesem Fall beschäftigt hättest, würdest Du nicht so einen Blödsinn von Dir geben.
Und Opfer von Vergewaltigungen schmeißen i.d.R. auch keine Partys für ihre Vergewaltiger und sie gehen auch nicht mit ihnen frühstücken oder kaufen ihnen Zugfahrkarten.
Daß sie das “Opfer” einer “Vergewaltigung” (nach schwedisch-feministischen Maßstäben) wurden, haben die beiden Damen erst bemerkt, als sie voneinander erfuhren, daß sie jeweils nicht die einzige waren, mit der J. Assange im Bett war.
Ansonsten belasse ich es dabei – daß Du an Argumenten eh’ nicht interessiert sodern nur blind einer Ideologie hörig bist, hast Du ja schon deutlich bewiesen.
Aber anderen Blindheit und Frauenfeindlichkeit vorwerfen – die typische Taktik von Leuten, die keine Argumente haben. Leb’ weiter in Deinem feministischen Utopia, aber wundere Dich nicht, wenn Du irgendwann in derselben Situation bist wie J. Assange, weil irgendeine Frau mit Deinen Leistungen im Bett oder der Dauer eurer Beziehung zufrieden war und plötzlich feststellt, daß das Ganze ja evtl. eine Vergewaltigung war. Daß wir Gesetze wie in Schweden bekommen, fordern ja leider nicht nur Radikalfeministinnen. Und Typen wie Du würden das wahrscheinlich auch noch toll finden!
Dieser Mat ist ja sehr unterhaltsam, muss ich ja gestehen, erinnert mich an die früheren Feminismus-Diskussionen beim SF. Kaum Fakten kennen, aber darüber schwadronieren, dass JA schuldig ist.. m(
Wer schwadroniert hier über Schuld und Unschuld? Das, liebe Kinder, seid alleine Ihr. Ich sage die ganze Zeit nämlich nichts anderes, als das es keiner von uns weiß. Und eben weil es keiner von uns weiß kann es auch nicht ausgeschlossen werden, das JA tatsächlich so richtig scheiß gebaut hat.
@SwENSkE
“Und Opfer von Vergewaltigungen schmeißen i.d.R. auch keine Partys für ihre Vergewaltiger und sie gehen auch nicht mit ihnen frühstücken oder kaufen ihnen Zugfahrkarten.”
Da sieht mensch mal wieder, daß Du Dich mit der Materie nicht auskennst. Du würdest Dich wundern, was Opfer von Vergewaltigungen allzu häufig für Ihre Vergewaltiger tun. Partys geben und Zugfahrkarten kaufen oder frühstücken, das ist da tatsächlich nichts allzu außergewöhnliches. Das magst Du vielleicht nicht begreifen, aber dem ist tatsächlich so. Und ja: Die Personen bleiben trotzdem Opfer und die Täter Täter.
Was die dioe Ideologiehörigkeit angeht: Ah ja, welcher Ideologie bin ich denn hörig? Erzähl doch mal ein bißchen. Du scheinst mich ja zu kennen. Also, tu Dir keinen Zwang an, bist doch sonst auch nicht so zimperlich mit vorschnellen Vorverurteilungen.
Und was die rechtliche Situation in Sachen Vergewaltigung in diesem Land angeht: Ja, da bin ich durchaus für eine Verschärfung. Aber das hat nichts mit Feminismus oder sonstetwas zu tun. Das Dir das allerdings Sorge bereitet, das wundert mich nicht. Deinen Formulierungen nach sympathisierst Du ohnehin eher mit den Vergewaltigern, als mit deren Opfern.
Wer hat denn behauptet, daß das nicht der Fall sein könnte?
Zitat bitte!
Aber Du, gelle?
Schön daß Du Deine “Weisheiten” mit uns Nichtwissenden teilst :D
Nein, das hat natürlich üüüüüberhaupt nichts mit Feminismus zu tun.
Gott sei Dank sind Typen wie Du, denen der Rechtsstaat vollkommen am Arsch vorbei geht, (noch) in der Minderheit.
BTW, ich hab’s Dir schonmal gesagt. Persönliche Angriffe ersetzen keine Argumente. Und hier schon gar nicht.
Aber auch das passt – ist ein typisches “Diskussionsmittel” der sog. Feministinnen und ihrer lila Pudel.
Frag’ mal jemand wie Erin Pizzey, die mit ihrer Familie zeitweise unter Polizeischutz leben mußte und dann auswanderte, weil sie es gewagt hatte, darauf hinzuweisen, daß Frauen in Beziehungen mindestens so gewalttätig sind wie Männer.
Oh, mir ist es eigentlich relativ egal, ob an den Vorwürfen “etwas dran ist”. Wenn ich mir allerdings die Hintergründe anschaue, halte ich das Szenario “Rachdürstende Weiber” für recht wahrscheinlich.
Doch, doch.
Ich verehre JA ganz sicher nicht. Ich kriege hier ja regelmäßig Kloppe, weil ich ihn kritisiere.
Im konkreten Satz schreibe ich ja auch nicht, dass an den Vorwürfen nichts dran sei. Ich weise nur Malzahns Satz, es gäbe gar kein Indiz, dass die Vorwürfen falschs sein könnten, zurück.
Zwei beleidigte Ex-Sexpartnerinnen sind sicher keine “große Weltverschwörung” ;-)
Ja, das ist sehr gut möglich. Erinnert mich alles ein wenig an “Der Campus” von Dietrich Schwanitz.
Solches Gemöhre ist die Folge einer ehernen Old-School-Journalisten-Regel: Übers Internet muss immer dasjenige Redaktionsmitglied schreiben, das am wenigsten Ahnung davon hat.
Die Onlinesparte ist das Europaparlament der Redaktionen ?
Aber mal was o.t. :
Was der ” demonstrativ Unaufgeregte” so plant das ist doch auch ein interessantes Thema.
http://www.sueddeutsche.de/politik/reform-der-polizei-de-maizires-masterplan-die-bundessuperpolizei-1.1034406
und aus der Tagesschau :
Und wenn es schlimmer und er der Einäugige unter Blinden ist?
Bei der Welt schreiben ansonsten aber auch bessere Leute Differenzierteres. Malzahns “Stärke” war eben immer der meinungsstarke bis dümmliche “linke-Tabus-brechende” Haudrauf-Artikel. Zu Bush-Zeiten hat er aber dann derart in die Tasten gehauen, dass es hinterher wohl selbst dem Spiegel zuviel wurde. Daher der kleine Karriereknick, aber nun ist er ja bei der Welt untergekommen.
Oh und wie ich diese Systematik des Pseudo-Investigativen Journalistischen kenne. Man nehme eine feine Nase mit Gespür für den Mainstream der Bevölkerung oder auch einer selektierten Gruppe und behaupte genau das Gegenteil.
Das gibt besonders Auffällige Schlagzeilen. Wenn “alle” über Thema X so reden, machen es die anderen genau als negativ… Fällt auf, ist aber nach einigen Artikeln ziemlich Anstrengend und erzeugt eher ein Vakuum als irgendeine Art von Fülle… Erfülltheit, Bereicherung oder was auch immer man an positiven Emotionen haben möchte.
Einige Zeitungen die ich mal als Papier abonniert hatte sind deswegen aufgegeben worden… das Medium TV wird bereits seit 15 jahren nicht mehr benutzt. Es gibt Alternativen, auch in Papierform (im Internet sowieso, doch auch das hat Grenzen einer anderen Art), da ich ja nicht konstant einen Monitor vor den Augen haben möchte, doch die Selektion kostet ein wenige Zeit und Aufmerksamkeit… und ein paar Euro mehr an Abogebühren, Speziell dann wenn keine oder nur wenig Werbung geschaltet wird.
…
@spiegelfechter
Vorsortieren und Wesentliches nach vorne stellen ist gute journalitische Fleißarbeit für die wir dankbar sein können. Parallel müssen aber alle Dokumente für alle offen bleiben, um im Zweifel nachzusehen, ob nicht unterschlagen und verfälscht wurde. Aussortieren nein Danke.
Bitte “verschont” uns nicht mit noch so unliebsamen Wahrheiten.
Der kalte Krieg blieb kalt, weil beide Seiten sehr viel über die andere Seite wußten. Schon in den sechsziger Jahren konnten US Satelliten aus 36km Höhe die Zeit auf der Armbanduhr des russischen Soldaten ablesen. Wer glaubt denn, die hätten die Massenvernichtungswaffen im Iran übersehen? Man geht auf andere zu und zeigt die offenen Hände – keine versteckten Waffen. Ich sehe Wikileaks & Co. vor allem als friedenserhaltend. Falls US Soldaten in Afghanistan zusätzlich gefährdet werden durch leaks so müßte das noch verstärkt werden.
Wenn die alle richtig Schiss haben ziehen sie endlich ab.
“Aussortieren” können “wir” Journalisten bei den Depeschen ja auch gar nicht, das kann ja noch nicht einmal Mr. Obama. “Wir” müssen nun einmal filtern und (was ich noch wichtiger finde) die Depeschen in einen Kontext stellen. Das ist nämlich das Problem mit “Rohdaten”, sie sind ohne Betrachtung der Zusammenhänge oft wertlos, bzw. verleiten zu falschen Schlüssen.
Was soll man von einem Qualitätsjournalisten halten, der nicht mal die elementarsten Basics recherchiert?
Da bittet Assange drei Wochen lang vergeblich um ein Gespräch mit der Staatsanwältin, um die Vorwürfe zu klären, die dafür gesorgt haben, dass sein Name millionfach im Web im Zusammenhang mit Rape auftaucht. Character Assassination nennt man sowas, und ich hoffe, dass die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Staatsanwältin und Presse juristische Folgen hat.
Als Assange Schweden verlassen will, ruft er die Staatsanwältin an, um zu fragen, ob er Schweden verlassen kann, und die sagt, kein Problem.
Kaum ist er weg und die Depeschen draußen, stellt die Dame einen Haftbefehl aus (welche Erkenntnis kann sich da geändert haben?) , die Verteidigung von Assange erhält noch nicht mal den Wortlaut der Anschuldigungen, geschweige denn irgendwelche Beweise. Trotzdem wird ein Mann per Interpol zur Fahndung ausgeschrieben, gegen den noch nicht mal Anklage erhoben wurde, gegen den lediglich Anschuldigungen ohne irgendwelche materiellen Beweise vorliegen.
Stunden, nachdem endlich ein rechtsgültiger Europäischer Haftbefehl vorliegt (ob der hier missbraucht wurde, wird noch zu klären sein), stellt sich Assange freiwillig.
Der Klärung des Sachverhalts hat sich ja wohl nicht Assange entzogen. Eine der Frauen hat sich übrigens schon vor Wochen aus Schweden (und offenbar von dem Fall) verabschiedet und weilt jetzt – angeblich – in Palästina.
Wenn das der viel beschworene Qualitätsjournalismus sein soll, dann ist der überaus verzichtbar.
Die spinnen eh, die Schweden. Enteierte Feminanzenzöglinge haben da die passenden Regeln gesetzt, wonach eine Frau es sich nach einvernehmlichem Sex noch anders überlegen und von Vergewaltigung faseln kann, und feminanzische Staatsanwältinnen springen auf den Mist natürlich gerne an.
bitte was?!?
Tja, das kommt dabei raus, wenn man (gewisse) Feministinnen Gesetze schreiben lässt.
klar, jetzt kann man natürlich alles auf die „durchgeknallten Feministinnenspur“ setzen u. dass die eine Dame CIA Kontakte hatte u. mit der anderen Dame vorher schon befreundte war, tut hier gar nix zur sache, berichtet die presse ja, die Damen hätten sich erst „hinterher“ kennengelernt. u. dann mal eben mit Hilfe eines Staranwalts(!) und Interpol(!) den Internethelden zu einer ärztl. Untersuchung anhalten wollen. Was diese Feministinnen alles fertigbringen ! PLEASE!
zukünfig wird nun wohl jede Frau, die es wagt, einen Vergewaltiger anzuzeigen, erstmal zum Scheinopfer gemacht. Ungeachtet der Tatsache, was sie zur Anzeige bringt. Weil jetzt ja offensichtlich geplatzte Kondome u. einvernehmlicher Sex mit anschließenden Partybesuchen mit Vergewaltigung gleichgesetzt werden können. Was ein „Feministencoup!“ Vermutlich ist auch der Osterhase in Wirklichkeit ne Weihnachtsfrau.
Hast Du irgendwelche Belege, daß es anders war? Dann her damit.
Proof or STFU :D
Das ist mir viel zu weit hergeholt. Kontakt zu einer Gruppe, die von einem geleitet wird, dem man CIA-Kontakte oder gar -Zugehörigkeit nachsagt.
Das klingt mir zu sehr nach “die Freundin meiner Schwägerin ihrer Tierärztin hat gehört daß der Hund des Schwippschwagers des ehemaligen Bürgermeister gesagt haben soll…..”.
Die eine Dame ist Feministin und aktiv bei den schwedischen Sozialdemokraten und der Fall verspricht jede Menge Publicity. Der sogenannte Staranwalt ist bekannter Feminist und verfolgt wie die Staatsanwältin eine bestimmte politische Agenda. Daß der sich um so einen Fall reißt sollte nicht weiter verwundern.
Was Interpol betrifft – das geht alleine auf das Konto von Frau Ny und den unsinnigen “europäischen Haftbefehl”.
Beschwer Dich bei den schwedischen Feministinnen – auf deren Konto gehen solche Gesetze. Also durchaus ein “Feministencoup”!
Wenn man “Sex ohne Kondom” als “Vergewaltigung” bezeichnet oder es zur “sexuellen Belästigung” wird, wenn sich eine Frau nach dem Verkehr “ausgenutzt oder unwohl” fühlt, muß man sich nicht wundern, wenn echte Vergewaltigungsopfer in Mitleidenschaft gezogen werden. Von allen Männern ganz zu schweigen. Mich würde eh’ interessieren ob es in Schweden ebenfalls als Vergewaltigung gilt, wenn eine Frau die Pille “vergisst”.
Tztztztz…
wer sich darüber wundert versteht nur alles gaaanz falsch, typisch männlich halt
das alte rein-raus- ohne nachspiel, ohne kuscheln etc.
hinterher noch nen bißchen schmusen und smalltalk und alles wird gut… ;-)
*duckundwech*
Spinnen schön und gut – ist es eigentlich möglich, gegen derartige die Diskriminierung fördernde Gesetze über den Weg des Eu-Gerichtshofes vorzugehen?
Möglich sicher – allerdings vermutlich nur, wenn Du selbst betroffen bist.
Der europäische Gerichtshof für Menschenrechte wäre da wohl die beste Adresse. Da hat Deutschland schon mehrfach auf die Finger gekriegt. Zuletzt wg. des fehlenden gemeinsamen Sorgerechts für uneheliche Väter.
Ceterum censeo: Wir brauchen sowas in der Art wie Huffington Post. Es gibt Carta, Netzpolitik, oder Spiegelfechter und Fefe etc, und x andere Blogs, die nicht ausschliesslich, aber gelegentlich über Politik schreiben. Das ist alles schön und gut, aber der gebündelten Macht der großen alten Medien müsste man noch irgendwas anderes entgegensetzen: vielleicht ein Portal, wo all das, was es da bereits gibt, auch irgendwie gebündelt oder strukturiert auffindbar ist, über RSS o.ä., und wo man morgens so hinsurfen könnte, wie heute zu Spon. Vielleicht so in der Art wie diese Twitter-Newspaper, oder wie es der Perlentaucher für Kultur macht. Oder gibt es sowas schon, und es ist einfach nur nicht bekannt, oder nicht gut gemacht?
http://www.wikio.de
Ist jetzt auch nicht perfekt, aber für einen schnellen Überblick schon mal ganz nützlich.
hehe, schön nachgetreten. Und ich bewundere Ihre Eselsgeduld, sich mit diesem journalistischem Müll in angenehmer Tonlage zu befassen. Ich für meinen Teil hätte mich NUR aufgeregt.
@ Avantgarde
25 – http://www.spiegelfechter.com/wordpress/4665/herr-malzahn-will-es-noch-mal-wissen#comment-94368
aha, noch ein detailchen des films, das ich noch nicht kannt. jetzt frag ich mich nur, wo ist palästina?
Frau A. nennt es “Västbanken”, der Ort heißt Yanoun.
Yanoun? jetze wirds ja ganz doll! auweia!!!
Nach etwas Recherche gehe ich trotz der recht bunten jüngeren Vergangenheit von Frau A. (z.B. in Kuba) eher nicht von einem geplanten CIA-Plot aus. So dämlich stellt sich nicht mal die CIA an.
Eher vermute ich, nachdem der Fall schon “gegessen” war, diskrete Interventionen der US-Regierung in Schweden.
Dies und eine übereifrige Staatsanwältin, die den Fall an sich reißt und wohl gerne öffentlich ein Exempel statuieren will.
Gut möglich, dass die beiden Frauen Assange wohl etwas Ärger machen wollen, aber inzwischen ist die Sache aus dem Ruder gelaufen.
@ Avantgarde
So ähnlich sehe ich das auch.
Da wurde eine sich zufällig bietende Chance ergriffen. Und für die Staatsanwältin bot sich die Gelegenheit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Einmal den USA gefällig zu sein und andererseits die persönliche Agenda zur weiteren Verschärfung des Sexualstrafrechts voranzutreiben.
Möglich wurde das Ganze allerdings durch eine durch und durch unsinnige Gesetzgebung.
Dein schmerz hin oder her … ja süße … ;-) Werde mal sachlich … !
Nicht jeder der den fluch aus deiner sicht hat ist fluch oder segen … hin oder her Mann mit geschwollenen eiern ist dein Feind scheint ja auf deiner feindliste zu stehen … ;-)
Ich mag das was du tust und ich habe mich hier und da auch in dem einen oder anderen artikel wieder gefunden ….
ABER : Ihr Sofragetten seit auch nur spalterinnen der sache ! Aber ja … der ewige wiederstreit hmm ?
ICh muss tausend tode sterben wenn es so ist :
http://www.youtube.com/watch?v=z4gxAQwVA3o
Oder :
http://www.myvideo.de/watch/3964768/MANOWAR_The_crown_and_the_ring
Rülpsent ein ein Dosenbier am Kopf zerdrückt … ;)
Hier noch ein bild das gerade passend zu den USA ist^^
mein gott . der typ ist ja der ab-so-lut-e vollpfosten (hab den artikel grade gelesen)
538 gelöschte kommentare inna welt – die hätt ich ja zu gerne gesehn…
jens, im gepflegten abbügeln von “kollegen” (der is doch nich WIRKLICH journalist, oder ?) bist du scheints ungeschlagen.
höhö.
achmann, bin ich blöd; immer vagess ich noscript: jaha die comments aufder W sind deutlichst *kicher*..
@sf
Guter Beitrag, aber warum vergleichst Du diesen dummdeutschen D***l mit Eddy the Eagle. Was würde der denn dazu sagen? Er war schließlich der erste Springer, der für Großbritannien bei Olympischen Winterspielen an den Start ging. Rule Brittania…;-)
So geht Qualitätsjournalismus!
http://blog.indexoncensorship.org/2010/12/08/wikileaks-and-assange-the-view-from-taiwan/
(für die die es gestern verpasst haben)
Habe da noch was schickes für dich die Börsenjournale die mit vorsatz falsche tips seit jahren gestreit haben … Ich habe das schlierenblatt Focus schon lange auf dem kicker … ! Da wurde auch was auf zapp ( ja ÖR ist nicht nur EVIL ) beim NDr gezeigt . Würde passen wenn du dich da mal reindonnerst !
http://www.youtube.com/watch?v=I4U6T_BB1N8
Kussmund …
Nüchtern okay ? !!! Niemandd ist superman … auch ein Journalist nicht … ;-)
Guter Artikel.
Tut mir leid, aber nach der Einleitung habe ich schon schlimmere Sachen erwartet von diesem Journalisten. Ich würde sagen, dass dieser Herr sich doch eher auf durchschnittlichem Niveau der Mainstream-Presse bewegt.
Gibt es einen besonderen Grund, warum dieser Typ hier so hervorgehoben wird? Für mich wirkt dieser Artikel sehr persönlich und etwas übertrieben. Sicherlich hat Malzahn keinen Plan aber er schreibt auch für seine Zielgruppe und nicht zuletzt für seinen Arbeitgeber der sicherlich ganz zufrieden damit ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie, Herr Berger, einen Posten bei der WELT angeboten bekommen würden !
An dieser Stelle sei auch noch mal an die Wikileaks-Vorläufer Dotcomtod und BooCompany erinnert (siehe Google).
Versetzte dich herein …
http://www.youtube.com/watch?v=SWPo64BN-Uc
Sorry das ich ich das etwas ins scheinbare profane swetzten muss ….
http://www.youtube.com/watch?v=SWPo64BN-Uc
http://www.youtube.com/watch?v=NxuUbizTVXM ;-)
Delet and learn …
WikiLeaks-Berichterstattung als Vorwand für Internet-Bashing hat bei der WELT fast schon Tradition: Schon Anfang 2007 nutzte dort Hendrik Werner die Berichterstattung über die Anfänge von WikiLeaks, um sein Mütchen an Wikipedia zu kühlen. Sein Artikel musste nach Protesten von Wikimedia Deutschland korrigiert werden: http://wikipedistik.de/2007/01/25/beeindruckende-redaktionsgeschwindigkeit/
Sehr schöner Artikel, danke Jens.
Der Malzahn kommt mir nach diesen Artikel so vor als wäre er ein stark beengter Demagoge.
Sein Motto: Was ich nicht kapiere darf auch keinen Sinn ergeben und muss bekämpft werden. ;-)
Deine Beschreibung klingt nach ‘ner hemdsärmligen Version von Schirrmacher. :P
Das Weltonline Forum zu diesem Artikel war eine absolute Farce, Sachliche , aber kritische Gegenmeinungen wurden von der Reaktion im Sekundentakt gelöscht.
Wuwei
Anscheinend sind sie aber nicht mehr hinterhergekommen :D
Ich sehe da 54 Seiten fast ausschließlich kritische Kommentare!
Ganz hervorragend geschrieben, Jens. Danke für den tollen Artikel.
Frauen sind nie boshaft, Frauen nutzen nie die Gelegenheit ins Rampenlicht zu kommen, um welchen Preis auch immer. Frauen lügen nicht, Frauen sind ja sowas von edel und heilig.
Meine Güte noch eins, die Geschichte stinkt zum Himmel und ist sowas von abstrus.
Warum gingen die holden Damen denn nicht einfach wieder, wenn der holde Herr keine Lümmeltüte wollte? Weiß irgendeine der selbst ernannten Frauenrechtlerinnen was sich tatsächlich hinter den Türen abgespielt hat?
Es kann so oder so gewesen sein, aber dass Frau automatisch gut ist?
Ne, bei allem Feminismus oder wie auch immer man das Kind bezeichnen will, auch Frau hat so ihren Dreck am Stecken.
Meine tief verwurzelte Geringschätzung der WamS/W rührt noch aus deren Apartheids-apologetischen Artikeln der 80er Jahre, wir haben es also mit einer historisch gewachsenen Abscheu zu tun, die Hofschranzen wie Malzahn unfairerweise als zusätzliches kommunikatives Handicap tragen. Zu meiner morbiden Befriedigung gibt es bei sämtlichen Springer-Erzeugnissen so etwas wie die Kontinuität der üblen Gesinnung. Da weiß man wo der Gegner steht, da hat der Tag Struktur.
Sehr schön: Den Begriff merkbefreit habe ich in mein kleines Organon der gekonnten Herabwürdigungen aufgenommen. Der Titel ehemaliges Nachrichtenmagazin sollte den Rang einer offiziellen Sprachregelung für die Erwähnung des SPIEGEL auf dem SF erhalten.
Ein schwungvoller und anregender Artikel ! Chapeau !
Wie wäre es mit “sogenanntes Nachrichtenmagazin”.
In Anlehnung an die “sogenannte DDR“. ^^
Nun, allerdings ist der Spiegel halt leider das einzige (ehem./sogen.) Nachrichtenmagazin in Deutschland. Wir haben kein anderes. Der Rest sind doch bestenfalls Illustrierte.
Was ich dem Spiegel aber schon lange hoch anrechne, ist, dass er in den Monaten und Jahren vor und nach dem Irakkrieg so ausführlich und kritisch über Bush & Komplizen berichtet hat.
Schon der Spiegel 8/2002 von Februar 2002 über 1 Jahr vor dem Irakkrieg ließ keinen Zweifel, womit wir es bei Bush zu tun haben und der Chef des BND erklärte im Interview, dass es keinen Zusammenhang zischen AlKaida und dem Irak gab, usw., usw.. (Diese Ausgabe hab ich hier noch im Original liegen.)
Wenn ein Scharlatan erzählt, die “Mainstream-Presse” würde allesamt lügen, dann nur, um die Leute von ihm abhängig zu machen und zu verdummen. Das zeigen im Grunde auch diese Botschafts-Depeschen.
Ja wenn!
Aber vor fast 40 Jahren hat Dieter Duhm (er mag unbedeutend sein, aber ich habe es in Erinnerung behalten) der damals sicher auch alles befreien wollte, sich aber von Spartakisten und K-Gruppen und allen möglichen anderen Linken (wohl weniger dogmatisch und die Natur des Menschen einbeziehend) unterschied geschrieben, das die Welt (der Kapitalismus) nun mal aus den realen Bedürfnissen der Menschen hervorgegangen ist.
So ähnlich hat er es wohl ausgedrückt, war ein gelbes Paperback meine ich. Den Titel kann man sicher auf wikipedia nachschlagen.
Mal sehen ob die realen Bedürfnisse der Menschen (und nicht nur die der Machthaber) mal zum Ideal führen werden.
Welche Bedürfnisse sollen das denn sein? Das Bedürfnis nach Macht? Das Bedürfnis, andere zu knechten? Das Bedürfnis, sich einen Dreck um andere zu scheren? Das Bedürfnis nach dem totalen Ego? Gibt es für all das allgemeinen Bedarf?
Dieser Satz ist so verfälschend, daß du ihn nicht unkommentiert zitieren solltest!
Ich habe aus der Erinnerung zitiert. Als ich das Buch damals las war mir klar das es keine Klassen im Sinne des Marxismus gibt.
Aber um auf Deine Kritik zu antworten: der Titel des Buches von Duhm:
“Der Mensch ist anders: Besinnung auf verspottete, aber notwendige Inhalte einer ganzheitlichen Theorie der Befreiung. Kritik am Marxismus (1975).”
Ich denke das Duhm an einer Stelle so formuliert wie ich es wiedergegeben habe. Wie er das begründet weiß ich nicht mehr.
Ich denke aber er will damit sagen das der Zustand der Welt bzw. die soziale Organisation des Menschen kein reiner unglücklicher Zufall ungünstiger Umstände ist. Wenn Duhm das so nicht meint, so nimm es als meine Interpretation.
Ich weiß das ich zur selben Zeit formulierte: Marx habe die Rechnung ohne den realen Menschen gemacht Deshalb griff ich dann sicher auch zu dem Buch das aber dann keinen großen Einfluß mehr auf mich ausgeübt hat. Ich weiß das ich im selben Sommer Carlos Castaneda gelesen habe.
Sagen wirs mal so, man kann doch für den Generalstreik, als auch für den offenen und bewaffneten Aufstand plädieren und den Herrn Castaneda mal so vergessen!
Glenn Beck (Fox News) befürchtet Revolution:
http://mediamatters.org/mmtv/201012090034
*pffff*
Glenn Beck ist ein Idiot
Ein Vollidiot, um genau zu sein :D
Daß Typen wie er und Limbaugh überhaupt von irgendjemand ernst genommen werden, wird für mich auf ewig ein Mysterium bleiben. Naja, ich trinke allerdings auch keinen Tee :D
Und wenn, dann nehm’ ich keine Teebeutel ;)
Glenn Beck ist einer grössten lebenden Idioten. Wenn nicht der grösste.
Und Fox News ist ein Dreckssender.
Danke für den Link!
Endlich weiß ich auch mal wie es mit Wesley Snipes weitergeht.
War da sonst noch was wichtiges?
Die Beleidigung von “Eddie the Eagle” nehme ich Ihnen übel. Sonst …
Speziell für die “Fanboys” ;-)
„Verrat an dem, wofür Wikileaks stehen sollte“
Die Verhaftung Julian Assanges könnte Wikileaks schaden, fürchtet Aussteiger Daniel Domscheit-Berg. Seine Alternativ-Plattform will Personenkult vermeiden
Quelle: Der Freitag
http://www.freitag.de/politik/1049-verrat-an-dem-wof-r-wikileaks-stehen-sollte
Nur Skandälchen
Die Enthüllungen von Wikileaks sind enttäuschend. Früher leisteten sich Regierungen deutlich mehr Sauereien. [...]
Vorbei die Tage, als Schriftsteller und Regisseure haufenweise Werke über Geheimdienstoperationen produzierten. Auch die Bush-Ära ist vorüber. Immerhin gab es in Bushs Dunstkreis Größenwahnsinnige und wertlose Geheimnisse. Aber was soll einer wie John le Carré aus der „Entdeckung“ machen, dass die Korruption in Afghanistan ganz oben anfängt? Wer hätte das gedacht. Oder aus dem „Schock“, dass sunnitische Araber Obama zu einem Angriff auf den schiitischen Iran drängten, um einen benachbarten Konkurrenten aus dem Weg zu räumen? Oder das Israel von Obama eine Attacke auf den Iran erwartete, damit , nun ja, ein benachbarter Konkurrent beseitigt würde? Obama blieb standhaft, aber Gutmenschentum ist doch wirklich kein aufregendes Geheimnis. Was könnte der Regisseur John Frankenheimer („Botschafter der Angst“, 1962) aus der „Überraschung“ machen, dass Pakistan in der Atomfrage ein doppeltes Spiel gespielt hat? Das sind Nachrichten von gestern, selbst für altmodische Medien. Oder aus der „Enthüllung“, dass Saudi-Arabien Al-Kaida unterstützt? Die machen das doch noch nicht mal heimlich. [...]
Fairerweise muss man sagen: Dass Muammar al-Gaddafi scharf auf füllige slawische Frauen ist, war neu. Hat aber auf die Weltpolitik wahrscheinlich weniger Einfluss als die Hüte von Jackie Kennedy.
Quelle: Frankfurter Rundschau
http://www.fr-online.de/politik/meinung/nur-skandaelchen/-/1472602/4910120/-/index.html
Woher wollen die das wissen? Von über 250.000 wurden vorerst keine 1300 Depeschen veröffentlicht. Ich beneide all diejenigen, die hellseherische Fähigkeiten besitzen und sich der Glaskugel bedienen können.
Es ist doch lächerlich und widerlich zugleich, wie die “Qualitätsjournalisten” die eigene Inkompetenz, gepaart mit einer gehörigen Portion Obrigkeitshörigkeit, mit solchen nichtssagenden Artikel zu verstecken versuchen.
Hihi ;-)
Die Dame ist aber keine “Qualitätsjournalistin”, sondern:
Professor Marcia Pally lehrt Kulturwissenschaften an der New York University
Als bekennender (zwecks Solidarität und so) Fanboy versuch ich’s halt mal:
Ich hege ein tiefgehendes Mißtrauen gegenüber der Doppelname- Bindestrich Fraktion. Sie können sich weder auf den besten Namen einigen, noch den eigenen behalten (man soll ja wissen, dass man jemanden abgekriegt hat) und jeder muß das Revier beim anderen markieren. Insbesondere Frau begibt sich dann häufig auf Fahndung nach Männerfreundschaften, die ihre Position schwächen könnten. (Hilfe! Die Em(m)anzen werden mich schlachten.) ” Liebling, meinst Du nicht auch, dass dieser Assange Dich unmöglich behandelt, solltest Du nicht lieber….”.
Richtig ist, es sollte viele Plattformen, auch mit unterschiedlichen opi(?) operandi geben, der Flüsterer kann sich das für ihn beste dann aussuchen, erhöht die Sicherheit. Aber das Timing ist hinterlistig. Daniel Schmidt war mir lieber.
Nuuuuuun ja, in den letzten 2 Wochen mindestens, war täglich von ihm zu hören und zu lesen. Und er schreibt ein Buch? Sieh an!
Also ich weiß gar nicht, was Du damit sagen willst, man muß doch sehen, dass man weiterkommt an der Universität NY.
‘Aussteiger Daniel Domscheit-Berg’ verdient seine Brötchen zuletzt als Kronzeuge – sein ‘Enthüllungsbuch’ veröffentlicht er für Springer. Als (authentischer) Kritiker von Kritik ist man auch bei der ‘Welt’ gern gesehen – so manche Karriere belegt dies…
Also die Argumente der Fanboy-Fraktion waren auch schon mal besser. Wenn es nur noch die Ad-hominem- und Ad-personam-Schiene gibt, scheinen die Autoren ja ins Schwarze getroffen zu haben.
Also, ich weiss jetzt nicht, ob ich von Dir auch zur ‘Fanboy’-Fraktion gezählt werde.
Ich zitiere mal andere ‘fanboys’:
Ellsberg: “EVERY attack now made on WikiLeaks and Julian Assange was made against me and the release of the Pentagon Papers at the time.”
Die pro-WL-Fraktion hat einfach die besseren Argumente.
Da muss man kein ‘fanboy’ sein.
Ich seh das so:
Filz (was totes, hält aber warm) gegen Rhizom (organisch, hierarchiefrei).
Vllt etwas OT.
Vllt aber schon.
Ein etwas weniger informatives, dafür ganz amüsantes Interview mit dem Assange-Fanboy Ellsberg:
http://www.colbertnation.com/the-colbert-report-videos/368131/december-09-2010/international-manhunt-for-julian-assange—daniel-ellsberg
@Lago,
das Interessante ist:
Was da im ‘Untergrund’ gärt.
Es gibt ja mittlerweile (seit ca 30-40 Jahren) jede Menge CIA-Leute, die in ihrem vermutlich ursprünglichen Idealismus so irritiert wurden, dass sie potentielle whistleblower sind.
Und das sind die Besseren, Beweglicheren.
Die alle auszufiltern würde bedeuten: Dumbing down the system.
Klassisches Dilemma.
Ähnliches bei den Medien:
Die Medienknechte, die im Hintergrund die Recherche-Arbeit leisten, sind mehrheitlich nicht dumm.
Das Frustrierende ist, wenn die verfilzte Top-Instanz eine andere ‘Politik’ fährt: Gehälter kürzen, Personal abbauen, Druck aufbauen, willfährige Thesen verbreiten.
Kurz:
Die konzentrierte Ideenlosigkeit bzw offensichtliche Servilität zugunsten der PTB.
Das beobachtet man quer durch die Medien und andere ‘Systeme’ wie Banken, Konzerne…
Das kann –gottseidank– nicht lang gut gehen.
Auf die damals hypothetische Frage warum er 250 000 Botschaftstelegramme veröffentlichen würde wenn er sie hätte antwortete er ziemlich ausweichend.
Mir geht dazu der Schluß des Interviews von Chris Anderson (TED) mit JA nicht mehr aus dem Kopf:
Ad-hominen und Ad-personam Ansätze sind, genauso wie WV-theorien, einfach nur Versuche sich die Welt zu erklären, sie sind vielleicht doof, bestenfalls falsifizierbar, selten zutreffend, aber legitim. Kein Grund also. sie von vorneherein abzuwerten.
Und jetzt mal ehrlich, Weder von Doppelname-Bindestrich, noch aus US-kulturwissenschaftlicher Sicht, kamen wirklich substantielle Argumente..
Fair von SF: modi operandi, “Kommentare bearbeiten” disfunktional,, wird nicht argumentativ benutzt.
Ja ich weiß auch nicht so recht was ich von den Domschit-Bergs halten soll.
Publizistisch aktiv sind ja nun beide und Öffentlichkeits/Kamerascheu wahrlich nicht.
Eine Blog bei Freitag – Cassandra, der wikileaks schon länger thematisiert – hat sich auch schon mal vorsichtig mit dem heiklen Thema befasst.
http://www.freitag.de/community/blogs/cassandra/verschwoerungstheorien/?searchterm=domscheit
Und dann – neue Plattform gründen wollen und dann sowas sagen :
http://www.zeit.de/2010/50/WikiLeaks-Interview
Da hat er wohl gemeint, dass er keine Pampers mehr braucht.
Keine Inkontin(g)enz mehr.
Wenn man bedenkt, was für gut recherchierte Artikel Du schon geschrieben hast, ist es verplemperte Zeit (oder man gönnt sich mal ein bißchen Häme)
Interessanter würde ich eine guten Artikel über einen speziellen Leak finden. (z.B. Nigeria-Shell oder Nigeria-Pfizer….)
Aber dit sin doch nur Skandälsche und “… nur für den eine Neuigkeit, der keine Zeitung liest und nicht bis drei zählen kann.”
-.-
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,733805,00.html
wie nicht anders zu erwarten, hat nun auch der ehemalige Arbeitgeber dieses Malzahn den gleichen Unsinn verzapft…aber was anderes ist man vom SPON ja auch nicht mehr gewohnt.
Der wirkliche Hammer ist eigentlich eher das hier:
http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,733857,00.html
Unterschied China/USA: China heuchelt nicht so viel.
Ach, die chinesische Heuchelei – siehe Kong Zi-Friedenspreis (bereits der Name ist ein toller Euphemismus, der mich irgendwie gerade das Kapitel “The Voice of Saruman” aus dem Herrn der Ringe denken lässt: “I say, shall we have peace and friendship, you and I?” – “We will have peace. Yes, we will have peace, when you and all your works have perished.”).
Wobei, nach der auch vom SF unterschwellig geäußerten Selbstbegrenzungsdoktrin – Nutze deine Freiheiten nicht, auf dass niemand sie einschränken wolle – müsste man natürlich die Frage stellen, ob man der Person, welche verantwortlich für die vollständige Auslöschung der Demokratiebewegung in China ist und dadurch mehrere Tausend Tote nicht verhindern wollte, dafür nun wirklich den Friedensnobelpreis geben muss, ob das nicht vielleicht ein etwas falsches Signal setzt für die ganzen Freiheitsentgrenzer da draußen?!
Naja, glücklicherweise haben sich die fünf Alten Indianischen Waisen aus Oslo sich solche weitergehenden Gedanken noch nicht machen müssen, wenn man sich einmal die Liste der bisherigen Preisträger anschaut. Soll man es Glück nennen, dass sich Liu Xiao-bo “dank” der Umstände nicht redlich mit seinen Preis-Vorgängern auseinandersetzen muss?
Ist der Herr vielleicht verwandt mit Frau Malzahn
Gab es nicht bei Jim Knopf diesen Bösewicht in Form eines Drachens mit dem Namen Frau Malzahn? Die beiden scheinen irgendwie verwandt zu sein…
wenn man denkt dümmer als Malzahn geht’s nimmer, kommt doch glatt wer und belehrt einen eines besseren – Ernst Elitz -.-
ach du scheisse, wie kann ein journalist nur so tief sinken, das gibts doch nicht, das ist ja dermassen gequirrlte scheisse, da kannste ja nich mal mehr kotzn beim sich grausig abwenden.
un-fucking-believable!
man müsste mal das Intendantenwesen im (deutschen) Rundfunk genauer untersuchen.
Da wird mE ja noch immer mit der beste Journalismus gemacht.
Das kritische Glied ist mal wieder ganz oben:
Siehe zB beim bayerischen Rundfunk:
Merkels Regierungssprecher Wilhelm ist heute zum BR-Intendanten gewählt werden. Eigentlich ein Skandal. Doch ein Aufschrei wie damals bei Brender – Fehlanzeige.
Die BR-Redakteure sind vorwiegend links-zentristisch. Man möchts ja nicht glauben.
Oben wird dann vohn der Politik oder den PTB was aufgepfropft.
Also nicht direkt ein Peter-Prinzip:
Da regiert eher der Filz der Mächtigen durch.
SF-TECHNIK:
Die Kommentare kann man nicht mehr bearbeiten!
Schade!
Feile immer noch gern am Text.
Also Schreibfehler bitte gnädigst ignorieren!
Lag wohl an der Komprimierung des Scripts – probier mal aus, eigenlich sollte es jetzt wieder gehen.
Das Lied von der Glocke:
Freiheitsgelöbnis
Zurückgehend auf eine Tradition des Berliner Senders RIAS ist die Freiheitsglocke jeden Sonntag um 11:58 Uhr im Deutschlandradio Kultur zu hören, gefolgt von einem Freiheitsgelöbnis. Dieses wurde und wird jeweils von bekannten Theaterschauspielern in eindringlicher Aussprache gesprochen, zur ständigen Erinnerung an die Welt, dass Freiheit nicht von selbst entsteht, und zeitlebens verteidigt werden muss.[4]
http://de.wikipedia.org/wiki/Freiheitsglocke_in_Berlin
Scheinheiliges Pack.
(Habe nichts zu korrigieren; Anm: Jetzt geht ein schlichtes Fensterchen auf; ist i.O.; das 15-Minuten-Limit: gilt das noch?)
yep,
der Herr Professor scheint eine ganz besondere Denkwelt zu haben.
immerhin:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Elitz
Ich höre ja viel DLRK, aber manchmal ist man da schon merkwürdig reaktionär, v.a. in den Kommentaren.
JEDEN Sonntag 11:59 kommt immer die Story von der Berliner Freiheitsglocke, die von den Amis gespendet wurde.
Sicher mit dem Segen des Herrn Elitz.
In Berlin treibt sich ja etliches Mediengesockse herum, wie unser ‘Kommunikationstheoretiker’ Norbert Bolz, der ganze Generationen von Studenten mit seiner Denke verwirrt.
Man würde ja gern jeden verstehen, aber manchmal gehts halt nicht.
Na vielen Dank, dass Du mich in die Rekursionsfalle geschickt hast. Die lauert aber auch im SF-Artikel an einer gewissen Stelle.
Der Prof. hat seine … Meinung sinnvollerweise in wenigen Worten auf seinen … Punkt gebracht. SF setzt sich viel zu lang mit einem seiner Lieblingsfeinde(?) auseinander. Wenn SF meint, dass CCM nur hauchdünn an der BPS vorbeischrammt, dann kann er das auch kürzer tun und nicht in dieser epischen Breite. Solche ‘Privatfehden’ gehören eher in die Kneipe verbannt, zur Not auch vor deren Tür.
Interessant sind nicht die Typen wie Malzahn, Poschardt oder Mohr an sich oder deren Meinungen. Interessant sind eher die Figuren und Institutionen die hinter denen stehen und ihnen ein Forum und wichtige Posten geben. Das kommt hier viel zu kurz.
Oder ist jetzt auch schon Winterloch?
Fast schon zu viel der Auseinandersetzung mit solch sich selbst diskreditierenden Buchstaben-aneinander-reihern & wieder ein fein formulierter Artikel – vor allem nach dem vorletztem.
Aber mit der Aussage im Artikel
und den hier in den Kommentaren getätigten zustimmenden Einwand kommen Sie, werter SF, sich selber in’s Gehege. Das stößt mir leicht sauer auf …
Und natürlich der unzulässige Vergleich mit Eddie the Eagle (see him fly), dem Sportidol meiner Jugend … :)
Mal etwas neben dem Thema:
@Jens
ich bin auf der Suche nach Buchtipps für mich und die Verwandtschaft. Wie sieht es diesbezüglich aus?
Danke
Ich habe mich vor wenigen Tagen mit Ulrich Clauß, ebenfalls einem Internetkritiker der Springerpresse beschäftigt. Erstaunlicherweise kam ich bei meiner Beobachtung über das Weltbild des Ulrich Clauß zu sehr ähnlichen Erkenntnissen, wie der Spiegelfechter über das Weltbild des Claus Malzahn.
Ich habe Malzahns Artikel druckfrisch gelesen und habe mir dann den Bauch vollgeschlagen, damit ich genügend Masse zum kotzen hatte. Natürlich ist Mr. Perfidie eine süffisante Steilvorlage um ihm ein paar Dinger in den Kasten zu donnern. Aber er wird daran ja nicht kaputt gehen – im Gegenteil er wird bekannter. Aber wie auch immer: Leute wie Malzahn stehen letztendlich auf verlorenem Posten. Die neue Freiheit des Internet hat ja gerade erst begonnen und Kommentatoren wie der Jens Berger lassen nicht nur hoffen “mehr Demokratie (zu) wagen”, sondern geben Gewissheit, dass der Weg dahin unumkehrbar ist.
Ist das der neue Stil beim Spiegelfechter, andere Journalisten persönlich anzugreifen? Reicht es nicht, gute Argumente gegen schlechte zu setzen? Oder drehen alle Blogger durch, wenn sie eine gewisse Bekanntheit/Berühmtheit erreicht haben? Beim Niggemeier kann man es studieren. Nun auch beim Berger?
Das fände ich schon sehr bedauerlich, weil es den guten Ruf des Spiegelfechters beschädigen könnte.
Das ging mir auch durch den Kopf.
Inhaltlich habe ich am Verriß von Malzahn bis auf zwei oder drei Dinge, nichts auszusetzen.
Natürlich vermute ich das Malzahn ein Scherge des Systems ist (bzw. würde ihn gegebenenfalls so bezeichnen), aber ich äußere das als Privatperson.
Der persönliche Angriff hat mich auch irgendwie irritiert. Grundsätzlich hätte man den Artikel ja auch als zusätzliche Betrachtung über das Für und Wider hinsichtlich Wikileaks abfassen können wobei man u. a. Malzahns inadäquate Argumentation hätte zitieren können.
Was ist das Motiv dieses direkten Angriffs, was soll erreicht werden?
@Axel.
ich denke, es geht immer um das:
wie Du sagst:
Malzahn und die anderen äussern sich eben NICHT als Privatperson!
M. ist da nur ein Platzhalter für die Dummheiten, die so abgelassen werden.
Wenn sie das täten, hätten sie zurecht Vertrauensschutz.
Das magische Wort ist: MULTIPLIKATOR.
JEDER, der als Multiplikator tätig wird, ist seinen Multiplikanden gegenüber verantwortlich.
Kleines Beispiel: Wieso Fliegt Frau Merkel nach Grönland, und schaut den Gletschern beim Schmelzen zu?
Wie ist das zu rechtfertigen?
Nur dadurch, dass durch ein kollektives Einverständnis >100 andere eben NICHT nach Grönland fliegen, weil Frau Merkel eine message transportiert!
OK?
Das ist die universale Regel der Multiplikation in komplexen Gesellschaften.
Aber ich rede mal wieder in den Wind!
Ist das so schwer zu verstehen?
@ Axel
Jetzt hast du mich sehr enttäuscht. Lafontaine zB kann man angreifen wie man es will, alles ist erlaubt – bei denjenigen, die systemtreu (systemkorrupt) sind, muss man schon die Worte wählen!?
Die Worte sind ja bei der “Kritik” an Malzahn weitgehend sehr gut gewählt. Gegen den Inhalt hab ich wenig einzuwenden. Das ist gut geschrieben.
Ich weiß nur das mich der persönliche Angriff irgendwie gefühlsmäßig irritiert hat. Im persönlichen Angriff überhöht man sich selbst irgendwie und man tut so als wenn Malzahn das hier überhaupt zur Kenntnis nehmen müsse. Deshalb ja auch meine Frage welche Absicht hinter der Form des Artikels steht.
Auch unter Politikern mag ich den gegenseitigen persönlichen Angriff rein formal einfach nicht. Bei Politikern kommt noch die grundsätzliche Niedertracht beim Angriff hinzu und die Angreifer stehen sich i. a. wechselseitig an Niedertracht in nichts nach.
Wenn Lafontaine als reiner Buhmann unsachlich angegriffen wird ist das natürlich auch niederträchtig. Ich sah mal was symptomatisches in dieser Hinsicht im Maischberger Talk mit Lafontaine.
Lafontaine wies darauf hin das er auf die Probleme im Prozeß der Wiedervereinigung korrekt hingewiesen habe und Maischberger wollte ihm das als Eitelkeit oder so ähnlich auslegen ohne das sie ihn inhaltlich widerlegen konnte. Lafontaine meinte auf diese Frechheit hin gelassen, er müsse sich doch wohl nicht schämen, als Einziger damals etwas korrekt vorhergesehen zu haben.
das ist systemisch.
manche Denkweisen, fürchte ich, sind inkompatibel.
Lakoff müht sich immer wieder.
Guckst Du da;
http://www.commondreams.org/view/2010/12/10-0
Man spricht in den Wind.
Der trägt es weg.
Man geht ins Bett,
und hofft auf Morgen.
Gute Nacht!
Hat Lafontaine als Einziger die Probleme im Prozess der Wiedervereinigung (vorher)gesehen? Na, ich weiß nicht…
Also es ist ja OT, aber es sollte nicht mißverständlich bleiben.
Es geht nicht darum, ob das was Lafontaine damals als Voraussicht seinerseits darstellte auch von Anderen vorhergesehen worden war (worum es ging weiß ich nicht mehr, ich hab das Video vielleicht auch nicht mehr, aber ich habe das damals extra Bekannten vorgespielt, um zu zeigen wie im TV diffamiert wird) Die Verantwortlichen für den Prozeß der Wiedervereinigung haben es jedenfalls so nicht öffentlich formuliert.
Nein es ging mir darum das und wie Maischberger es herunterzuspielen versuchte. Ein Buhmann durfte so etwas nicht für sich reklamieren.
Egal wie ich Lafontaine einschätzen mag, sowas mag ich halt nicht. Aber damit solls gut sein.
Ist die Annahme, dass die Äußerung gegen Lafontaine erfolgte weil er vllt eine Buhmannstellung inne hatte, wirklich legitim? Ich finde “ich hab’s ja vorausgesagt”-Apologeten auch nicht besonders erhellend für Diskussionen.
Sozusagen eine Frage des guten Stils? Ich weiß nicht. Solange die Argumentation transparent bleibt, kann es ab und an ruhig mal scheppern. Es ist ja nun nicht so, als würde der Herr M. hier als Mittel zum Zweck entstellt. Dafür hat er selber gesorgt…
Öhm?
Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus oder wie?
Ich finde es durchaus befreiend, ein Arschloch auch einfach mal als Arschloch zu bezeichnen, dementsprechend gefällt mir dieser Artikel ausnehmend gut…
Das böse Internet ist eine extrem schlagkräftige Konkurrenz für klassische Medien und deren Online-Ableger. Jeder kann sich für ein paar Euro ein Blog basteln und loslegen. Dabei geht automatisch die Meinungshoheit der Verlage flöten. Außerdem bloggen mittlerweile auch jede Menge Experten zu verschiedensten Themen, wo eine zusammengesparte, normale Redaktion niemals mithalten kann. Weiteres Problem: Monetarisierung. Blogs preschen teilweise auf Spitzenpositionen in Google vor und graben den Traffic ab. Dazu kommt ein den Verlagen immer noch unheimliches Abrechnungsmodell für Werbeschaltungen. Für den Verbraucher ist die Entwicklung gut – mehr und teilweise tiefer greifende Berichterstattung.
Übrigens, diverse Blogs erreichen journalistische Qualitäten, die ganz weit oben anzusiedeln sind.
Meinungshoheit klingt lustig und erinnert mich an Quellenechtheit. Beide Begriffe haben eine gewisse Berechtigung, zuendegedacht lösen sie aber ne Flut von Fragen (philosophischer Qualität?) aus. Wer will wirklich bestimmen was veröffentlichungswürdig ist? Wem kann man das überhaupt zutrauen? Ich persönlich würde dahingehend tendieren, dass auch die abstruseste Meinung relevant und erlaubt sein darf – es muss nur gewährleistet sein, dass sie auch kritisch diskutiert werden darf/kann.
Das Internet ist aber oft wie das Leben. Eine Gruppe von Meinungsträgern nimmt ihr Dogma, vergräbt sich unter einem Stein und schlägt es draußen als Manifest an. Meinung sagen, ja! Meinung diskutieren, nein!
Aber m.E.n. hatten Printmedien keine Meinungshoheit, sondern allenfalls Spiegelungshoheit. Meinung wurde nie gemacht, sondern meist nur geschickt ausgenutzt. Auch das abgefuckte neoliberale Propagandahorn bläst mehr oder weniger (wenn auch nur in den Sturm) dem kleinen Mann die Segel auf. Kastrations-, Verzeihung, Enteignungsängste werden geschürt und selbst für jene ganz unten wird noch wer gefunden, der tiefer sitzend als Feindbild taugt.
Für mich ist die Presse so etwas wie ein eingetragener Verein. Solange die Idee lebt und es allenfalls gilt, den Idealismus zu finanzieren, geht alles gut. Aber an einem bestimmten Punkt pervertiert sich jede Idee mit dem Tag wo man nicht mehr hektisch Geld für seine Ideen sucht, sondern Ideen für mehr Geld. Wo die Auflage den Mut bestimmt.
Aber da wird auch das Internet nicht die ersehnte Freiheit bringen. Der (empfundene) Überlebensdruck bestimmt die gesellschaftliche Auseinandersetzungsbereitschaft.
http://www.zeit.de/2002/19/200219_irrtum.xml
@Herr Liebreiz
Nun wenn man das prüfen will müßte man sich das Video nochmal ansehen. Lief damals auf n-tv. Das war das Format in dem Maischberger einen einzigen Gast “interviewte”. Sieht so aus als ob es 2003 gewesen sei.
Ich weiß nicht, ob das Video noch im Netz aufzutreiben ist. Ist oft ein Problem mit dem Copyright.
Aber hier beklagt sich auch jemand darüber (mit auf “Seite suchen Funktion” suchen nach Lafontaine), das Maischberger darin
Welches Motiv Maischberger umtrieb weiß ich natürlich nicht wirklich; ich ging davon aus sie wollte Lafontaine madig machen.
Das ist auch nicht nur Lafontaine passiert. Auch Ronald Schill widerfuhr das damals bei Böhme/Eggert. Dazu wurde die beiden ziemlich alogisch abstrus.
Nun bin ich weder Anhänger Ronald Schills und es spielt auch keine Rolle wie ich Lafontaine einschätze. Aber man sollte beide doch rein sachlich interviewen. Dann kann man etwaige Schwächen in deren Ansichten doch auch entlarven. Vielleicht ist es in der politischen Auseinandersetzung aber auch legitim, unliebsame Ansichten und Personen unfair zu diskreditieren.
Was ist “Merkbefreiung”?
http://ernstwilhelm.wordpress.com/2010/12/12/wikileaks-und-die-auflosung-der-privatsphare/
werter Herr Wilhelm,
ich habe mich bereits recht streng mit Ihnen auseinandergesetzt, da sie aber hartnäckig zu sein scheinen, hier nochmal:
Das ist, mit Verlaub, eine falsche Metapher.
Es geht darum, dass Vertreter des Volkes in Demokratien transparente, nachvollziehbare Entscheidungen treffen sollen.
…das Leben ein offenes Buch…
darum gehts überhaupt nicht.
Glauben sie im Ernst, dass Assange oder ich sich um den Inhalt Ihrer Unterhose auch nur eine Sekunde Gedanken machen würde?
Es geht darum:
Wenn jemand in meinem Namen handelt, erwarte ich Rechenschaft!
Wenn SIE das nicht tun, ist das Ihre Sache, und ich kann mich nur über Ihre Naivität wundern.
Es ist leider so, dass globalpolitisch/historisch nicht gerade die ehrenwertesten Gestalten sich zu ‘Volksvertretern’ aufschwingen.
Möglicherweise ist Ihnen das entgangen!
Es ist eher andersherum: Narzissten mit diversen Kontroll-Illusionen hangeln sich die Machtleitern hoch.
Die schlimmere Sorte sind Soziopathen, zB des Typs Cheney, der seine Korrespondenzen lastwagenweise entsorgen hat lassen.
Die Bush-white-house-emails sind durch ‘Fehler’ sowohl von den servern als auch den backup-systemen verschwunden.
(es gibt einschlägige US-Gesetze, wie damit umzugehen ist. Sind Sie da auch noch uninformiert, oder decken Sie solcherlei Machenschaften sogar noch?)
Ist Ihnen das auch entgangen?
Und solchen Leuten geben Sie einen Freibrief?
Dazu -’solchen Leuten’- gibt es in der einschlägigen psychologischen Literatur ausreichend Untersuchungen.
Also machen sie sich mit der Verteidigung des Unverteidigbaren keine unnötige Mühe!
Mal was zur internationalen Entspannung:
Haha!
Putin und seine Leibwächterband.
Wahrscheinlich hat er ein medley mit Berlusconi im Schubladen.
Kommt bald über wikileaks.
Stay tuned!
http://www.wdrblog.de/monitor/archives/2010/12/journalisten_sind_staatsburger.html
@vera,
yep,
erfrischender Hauch von Ehrlichkeit.
Es sind zZ die Kommentatoren, die die Artikler vor sich hertreiben, damit die endlich sagen, was die kritische (nicht:DIE-die ist nachwievor ziemlich ahnungslos) Mehrheit meint.
Scheint zu funktionieren, so wie es bisher ausschaut.
wir werden sehen.
Jens vielleicht kannst du ja mal was über den Klimagipfel in Cancun schreiben?
Sorry, damit habe ich mich nicht beschäftigt und ich finde das Thema auch nicht sooo wichtig.
Na gut. Mal sehen was du als nächstes vom Stapel lässt;-)
momentan bin ich erst einmal voll und ganz damit ausgelastet sechs “zeitlose” Artikel für die Telepolis-Weihnachtspause zu schreiben – auch Blogger müssen schließlich Weihnachtsgeschenkt kaufen ;-)
Daher wird es bis Weihnachten von mir selbst wohl nur zwei bis drei Artikel fürs Blog geben – dafür plane ich allerdings einige Gastartikel ein. Langweilig wird es also nicht.
sechs auf einen Streich, wow, du tapferes spiegelfechterlein du ! :-)
ps. wollte nur kurz KEINE weiteren Abstürzte vermelden, bislang!
greetz und häppy x days…
OX PDF Creator
Werden über die Feiertage und zu Jahresende nicht immer rasch noch die Sachen verabschiedet, die keiner mitbekommen soll? Wird da nicht auch Mappus im S21-Untersuchungsausschuss befragt? Blogger, dranbleiben!
@ Axel
Noch etwas über deine “Empörung” darüber, dass man sich nicht an schöne Worte hällt und nicht korrekt und würdig mit anderen umgeht:
In einem Gespräch mit der „taz“ polterte Sarrazin auf die Frage, was er von der Kritik der Ex-Bischöfin Margot Käßmann an seinem Buch hält:
Schurken und Ganoven muss man als Schurken und Ganoven bezeichnen und behandeln. Sinn, Sarrazin, Henkel, … sind keine Menschen, denen man höflich erklären kann, wie sie sich irren. Sie irren sich nicht, sondern sie sind böse Menschen, die das Böse bei vollem Bewußtsein fordern und fördern
@Systemfrager
Nun Frau Käßmann soll über Sarrazin sinngemäß gesagt haben:
Ich halte diese Aussage Käßmanns für “unsachlich”.
Im selben Interview sagt Sarrazin:
Spricht so ein Diffamierer?
So einfach ist das alles nicht.
So spricht jemand, der ansonsten auch im Sinne der Eugenik argumentiert und haarscharf an Straftatbeständen vorbeischlittert, und sich dauernd von der mit ihm sympathisierenden NPD distanzeren muss.
Im übrigen kann man davon ausgehen, dass sich Sarrazin in seiner eigenen Logik sowohl genetisch als auch kulturell (und ökonomisch sowieso) als eher höherstehende Person bzw. höchst wertvollen “Obermensch” sehen würde, im Gegensatz zu all den “Kopftuchmädchen”, Hartz4-Empfängern und Gemüsehändlern. Ich würde das aber bestreiten: jeder Gemüsehändler und jedes nette “Kopftuchmädchen” bringt mehr Gutes und Positives in die Welt als dieser verschwiemelte Hassprediger von der SPD mit seinem konfusen Bestseller. Auf so eine “Elite” spucke ich.
Ich wollte meinen Kommentar gerade noch bearbeiten. Denn als mein eigener Kritiker hatte ich festgestellt das Sarrazin Hartz IV Empfänger m. E. ja diffamiert.
Was nun?
Ich habe dass immer so zu lösen versucht, indem ich sagte: ich stelle mich nicht hinter Personen, sondern hinter Ideen, Gedanken und Wahrheiten.
Das fand ich zumindest gedanklich nie schwierig, sondern für mich war das einfacher als die Meinungen einer Partei zu vertreten.
Woher will man das wissen? Anläßlich der Diskussion über sein Buch in diesem Blog erinnere ich mich an ein Interview in dem die Zeit Sarrazin (politisch korrekt) “fertigmachen” wollte wie es seinerzeit Maischberger mit Lafontaine wollte.
Ich habe damals den Link angegeben. Es dauert mir jetzt zu lange, hier danach zu suchen (ich habe kein Archiv). Deshalb weiß ich jetzt nicht mehr auf welche Frage Sarrazin dort sinngemäß antwortet:
Er habe in seinem Leben viele Schwachköpfe in hoch dotierten Positionen kennengelernt, während andere denen es nicht so gut gehe einfach Pech gehabt hätten.
Aus einer solchen Äußerung kann ich keine Oberschicht-Hochnäsigkeit
entnehmen. Obwohl ich sehe schon wieder einen Einwand, aber …. gemach.
Heinrich Heine hat es mal ähnlich formuliert als er von “schwadronierenden Hanswürsten” sprach denen es “gutgehe” während es ….
Und Nietzsche formulierte mal sinngemäß (auch hier müßte ich zu lange nach dem Original suchen) : Das viele Menschen als wenig erfolgreich angesehen werden liege (vielleicht) nur daran, daß diese ihre Ansprüche zu hoch gesetzt hätten.
Sowohl Heines als auch Nietzsches Äußerung gefallen mir. Die von Sarrazin hinsichtlich dieser Thematik getätigte auch.
PS.: Es ist schwer aus der Erinnerung eine Formulierung so wiederzugeben wie der (manchmal) geniale Urheber sie im Original getätigt hat.
David Schraven über die WELT :P
Irgendwie habe ich jetzt fast ein schlechtes Gewissen, weil ich die WELT so richtig doof finde. Wo dort doch so nette Leute arbeiten. (zB Alan Posener, war am Wochenende bei Illner zum Euro zu hören/sehen *hust*)
Bestimmt nur ein Missverständnis und Herr Malzahn ist auch so richtig knöfte. Er kann’s nur nicht so ausdrücken.
Ich kann bis jetzt nicht verstehen, wie da in manchen Botschaften gearbeitet wird. Ich bin mir sicher, dass der Ersteller dieser biografischen Informationen einen Hochschulabschluss hat und trotzdem kommt sowas raus. Seltsam.
Habe ein wenig gewartet, ob die Medien darüber berichteten. Aber nein, taten sie nicht.
Dieser leak ist dagegen richtig gut und bestätigt meine überaus grosse Wertschätzung für Seehofer.
http://213.251.145.96/cable/2009/12/09MUNICH328.html
Auch ein interessanter und m.E. zum Nachdenken anregender Artikel: http://le-bohemien.net/2010/12/03/wer-ist-sozialer-grune-oder-csu/
Achje, Malzahn mal wieder, und zwar so, als sei das Wort “merkbefreit” extra für ihn erfunden worden. Ich kann dem Herren immerhin eine gute Seite abgewinnen:
Er war es, der mich zum Bloggen gebracht hat. Doch, wirklich. Ich fand es so unerträglich, dass diese Karikatur eines ernsthaften Journalisten sogar Ressortleiter der Politikredaktion des SpOn sein konnte (wenn ich mich recht entsinne: sogar des SPIEGEL insgesamt), dass ich mich zum Bloggen geradezu genötigt gesehen habe.
So war das.
Man darf den Ruhm von Malzahn aber nicht übertreiben und sollte allerdings nicht vergessen, das es auch noch solche Leute wie den Spezialisten für konservativen Geifer, den Wolfram Weimer gibt, einen sich allwissend gebärenen Pseudophilosophen des Sozialdarwinismus wie Slotty, einen Mann wie Norbert Bolz, bei dem allein schon seine Professur, noch mehr seine umfangreiche Medienpräsenz ein wahres Wunder darstellt, oder die merkwürdigen Tatsachen, dass Leute wie diese Frau Schröder Ministerämter bekleiden, von den Knallchargen der FDP einmal ganz abgesehen, deren geistige und politische Dürftigkeit mit Worten kaum einzufangen ist.
Vor diesem Hintergrund wird einer wie Malzahn und besonders seine Karierre verständlicher. Was übrigens nicht bedeutet, dass ich es verstehe…
;-)