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  • Das Wahrnehmungs-Paradoxon der Wirtschaft

    geschrieben am 03. Januar 2011 von Spiegelfechter

    ein Gastartikel von Lutz Hausstein

    Seit Jahr und Tag beklagen sowohl Wirtschaftsverbände als auch namhafte Vertreter der vornehmlich konservativen und liberalen Parteien die mangelnde Flexibilität des Kündigungsschutzes in Deutschland. Dies gefährde in hohem Maße die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Zu einem aktuellen Fall jedoch gab es von diesen Seiten noch keinerlei diesbezügliche Stellungnahme zu vermelden. Dabei ist er besonders gravierend.

    Hier handelt es sich aber nicht um zu unflexible arbeitsrechtliche Regelungen für Friseusen oder Krankenschwestern, bei Mitarbeitern von Autoherstellern, Sanitärfirmen oder Call-Centern. Deren Kündigungsfristen liegen, gerade in Zeiten zunehmend temporärer Arbeitsverhältnisse, häufig nur bei 4 Wochen. Zudem erfüllen diese Mitarbeiter meist auch noch nach erfolgter Kündigung ihre Aufgaben, sodass auch während dieses Zeitraums dem jeweiligen Unternehmen durch sie Gewinne erwirtschaftet werden. Ein Schaden entsteht den Unternehmen nicht. Auch belaufen sich deren Löhne nicht selten auf ein paar Hundert bis zu wenigen Tausend Euro, welche gerade für Großunternehmen mit Millionen- bis Milliardengewinnenkeine keinen ernstzunehmenden Posten darstellen.

    Wenn nun jedoch der Vorstandschef der HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, seine Kündigung erhält, geht es nicht um Kündigungsfristen von 4 Wochen. Seit mehr als einem Jahr wird geprüft, welche der vielfältigen Vorwürfe in Richtung Nonnenmacher nicht nur der Wahrheit entsprechen, sondern wie diese auch gerichtlich beweisbar sind. Die Palette der Vorwürfe reicht vom überhohten Gehalt einer gerade durch staatliche Gelder geretteten Bank (Videobeitrag „Panorama“ ARD), Verstrickungen in die umstrittenen „Omega-Geschäfte“, umfangreichen Bespitzelungen gegenüber Mitarbeitern durch eine extern verpflichtete Sicherheitsfirma bishin zu offenbar fingierten Kinderporno-Vorwürfen gegenüber einem HSH-Manager in New York. Gleichzeitig agierte Nonnenmacher, ganz im Gegensatz zu seinen von ihm selbst geäußerten Grundsätzen, alles andere als transparent. Konkrete Nachfragen von Journalisten blieben in der Regel unbeantwortet (Videobeitrag „ZAPP“ NDR). Stattdessen versteckte sich Nonnenmacher zumeist hinter einem überlegenen Lächeln, ohne dabei auf gestellte Fragen einzugehen.

    Endgültig pikant werden die Umstände um Nonnenmachers Kündigung, wenn man erfährt, dass eine rechtzeitige Kündigung aufgrund der vermuteten Umstände möglich gewesen war, so dass daraufhin keine Abfindung zu zahlen gewesen wäre, dies jedoch vom Aufsichtsrat unter dem Ex-Deutsche-Bank-Chef Hilmar Kopper verschleppt wurde. Ist es an sich schon fragwürdig, dass die sonst immer die vermeintlich zu langen Kündigungsfristen beklagende Wirtschaft ausgerechnet das Management ihrer Unternehmen, zusätzlich zu den extrem hohen Gehältern, mit solchen langfristig datierten Verträgen ausstattet, so wird es völlig unglaubwürdig, wenn mutwillige Verzögerungen zur Beendigung der Tätigkeit zu einer Zahlungsverpflichtung durch dieses Unternehmen führen. Dass die Aufsichtsräte der Unternehmen ausnahmslos mit Managern anderer Unternehmen sowie führenden Politikern besetzt sind, beweist die vielfältigen Verquickungen und gegenseitigen Bevorteilungen. So existiert ein in sich geschlossenes System, welches sich selbst wechselseitig protegiert.

    Als Begründung für diese hohen Abfindungen werden regelmäßig die abgeschlossenen Arbeitsverträge mit den Mangern angeführt. Diese müssten auf jeden Fall eingehalten werden, um einen höheren Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Es ist schon mehr als fraglich, wenn in solchen extremen Fällen von Fehlverhalten keine Gründe für eine außerordentliche Kündigung zu finden sein sollten. Im Gegensatz dazu führe jedoch die Einlösung eines Pfandbons im Wert von 1,30 Euro, welcher zwar nicht der Einlöserin, aber auch nicht dem Unternehmen gehörte, zu einem nicht wieder herstellbaren Vertrauensverlust. Hier muss zurecht die Frage gestellt werden, aus welchem Grund überhaupt Verträge mit diesen Laufzeiten und materiellen wie auch inhaltlichen Konditionen abgeschlossen werden. Verträge, denen auch deutlichstes Fehlverhalten nichts anhaben kann. Würde die deutsche Wirtschaft wirklich aufgrund der Kündigungsfristen von 4 Wochen am Rande des Exodus stehen, so würde sie keine exorbitant hoch vergüteten Managerverträge mit Laufzeiten von zwei, drei oder noch mehr Jahren abschließen. Erst recht nicht solche, welche im Mißbrauchs- oder Misserfolgsfall, dem also nachgewiesenen Fall der Nicht-Leistungserbringung, diese hohen Zahlungen vertraglich absichern.

    Unter dem Strich bleibt das Paradoxon festzuhalten, dass die Vertreter der Wirtschaft einerseits Arbeitsverträge mit ohnehin schon kurzen Kündigungsfristen und niedrigen Löhnen immer noch als Bedrohung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit darstellen, gleichzeitig jedoch Verträge mit langen Laufzeiten, bei exorbitant hohen Entlohnungen, dieselbe nicht in Frage stellten. Diese Paradoxie aufzulösen, verbleibt wohl auf ewig in der Deutungshohheit der deutschen Wirtschaftsvertreter.

    Eine kurze Zusammenfassung aller Vorgänge um die HSH Nordbank ist in diesem Beitrag von ZAPP (NDR) zu sehen.

    Lutz Hausstein

    85 Kommentare Print This Post
    ein Gastartikel von Lutz Hausstein Seit Jahr und Tag beklagen sowohl Wirtschaftsverbände als auch namhafte Vertreter der vornehmlich konservativen und liberalen Parteien die mangelnde Flexibilität des Kündigungsschutzes in Deutschland. Dies gefährde in hohem Maße die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Zu einem aktuellen Fall jedoch gab es von diesen Seiten noch ...
    Tags: Unsympathen Wirtschaft
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    1. dª]V[ªX » Links 2011-01-03
    2. chefarztfraulicher:beobachter » emotionsarbeitsunfähig

    85 Kommentare:

    1. bombjack schrieb am 3. Januar 2011 at 12:02 - Permalink

      Ähm…

      müsste das nicht umformuliert werden:
      [...]Unter dem Strich bleibt das Paradoxon festzuhalten, dass die Vertreter der Wirtschaft einerseits Arbeitsverträge mit kurzen Kündigungsfristen und niedrigen Löhnen als Bedrohung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit darstellen, gleichzeitig jedoch Verträge mit langen Laufzeiten, bei exorbitant hohen Entlohnungen, dieselbe nicht in Frage stellten.
      [...]

      in
      ………………………
      Unter dem Strich bleibt das Paradoxon festzuhalten, dass die Vertreter der Wirtschaft einerseits Arbeitsverträge mit langen Kündigungsfristen und mittleren Löhnen als Bedrohung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit darstellen, gleichzeitig jedoch Verträge mit langen Laufzeiten, bei exorbitant hohen Entlohnungen, dieselbe nicht in Frage stellten.
      ……………
      ?

      Bombjack

      • Lutz Hausstein schrieb am 3. Januar 2011 at 13:06 - Permalink

        4 Wochen Kündigungsfrist = lange Kündigungsfrist ?

        800/1000/1200/1400 Euro brutto = mittlerer Lohn ?

        • M. Boettcher schrieb am 3. Januar 2011 at 18:49 - Permalink

          Du hast denHinweis und den Murks im eigenen Satz nicht verstanden. Die Wirtschaft fordert ja niedrige Löhne und kurze Kündigungsfristen. Sie sieht diese eben nicht als Bedrohung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit an, sondern als eine Voraussetzung für deren Erhalt. Paradox ist es demzufolge, dass man einerseits niedrige Löhne und kurze Kündigungsfristen fordert, andernfalls angeblich alles den Bach ‘runter geht, zugleich aber sehr langfristige Verträge unter Ausschluß vorzeitiger Kündigung und mit extrem hohen Kostenfolgen schliessen kann, ohne dass gleich das Abendland untergeht.

          • Axel schrieb am 3. Januar 2011 at 19:08 - Permalink

            Also man könnte das auch so verstehen (und ich hatte das auch als Sarkasmus gedeutet), das die Wirtschaft zwar bei den Oberen wegschaut aber bei denen, aus denen kaum noch was herauszuquetschen ist, (die also schon ausgequetscht sind wie eine Zitrone) noch mehr herausquetschen will.

            Das Festhalten am weiteren Gerede von Flexibilisierung wird ja mindestens in dem Moment zur Ideologie, wo es nach humanen Maßstäben langsam nichts mehr zu quetschen gibt. Und wo man möglicherweise auch gar nicht mehr quetschen will, das Gelaber aber aufrechterhält, mit oder ohne Zielsetzung. Unsere Politiker können sowas!

          • Lutz Hausstein schrieb am 3. Januar 2011 at 19:59 - Permalink

            Oh! ´Tschuldigung, bombjack! Asche auf mein Haupthaar!

            So sollte der Satz allerdings wirklich nicht stehen und verstanden werden können. Auch wenn, aus dem Kontext heraus, klar ist, wie es gemeint ist.

            Kann ich es auf den Lektor schieben? :-) :-) :-)

    2. Systemfrager schrieb am 3. Januar 2011 at 12:08 - Permalink

      Ich habe eine Idee, wie das “Paradox” zu erklären wäre:

      Fragen wir einfach den klügsten Ökonomen des Jahres 2010:
      Prof. Sinn
      haben wir gerade von WGNX erfahren.

      Oder wir sollten in dem klügsten Buch des Jahres 2010 nachlesen:
      “Ohne Schulden läuft nichts”

      Naja, war nur ein Versuch von mir :)

      • TutnichtszurSache schrieb am 3. Januar 2011 at 12:31 - Permalink

        Herr Professor von Unsinn ist wirklich der Beste aller Ökonomen. Dass der sich nicht schämt und rot wird, wenn er den Mund aufmacht, will mir einfach nicht einleuchten.

      • Lutz Hausstein schrieb am 3. Januar 2011 at 13:04 - Permalink

        Fragen wir einfach den klügsten Ökonomen des Jahres 2010:
        Prof. Sinn
        haben wir gerade von WGNX erfahren.

        Das hatte ich auch gerade gelesen und ich habe nur ungläubig mit dem Kopf geschüttelt. Ich finde ja auch häufig die Ausführungen von WGNX auf seinem Blog gut (wenn ich mal die Zeit habe, dort zu lesen). Aber damit hat er wohl ´nen ziemlichen Bock geschossen. :-)

        • Spiegelfechter schrieb am 3. Januar 2011 at 13:08 - Permalink

          Vielleicht verkauft sich Strobls Buch nicht so gut und er plant den “Aufstieg” in die Anne-Will-Klasse? ;-)

      • anon schrieb am 3. Januar 2011 at 14:42 - Permalink

        Es braucht dringend ein Ironiezeichen im Netz, wgnx trollt euch doch nur.

        Vielleicht ist Sinn für wgnx der Klügste, weil er von allen deutschen Medien-Ökonomen in diesem Interview keinen absoluten Schwachsinn verbreitet und leider ist dass doch ein Erfolg an sich.

        Warum nun Sinn dort etwas sinnvolles sagt, steht doch auf einem anderen Blatt. Vielleicht lass er ein neues Buch oder drehte sein Fähnchen mit dem Wind. Who Knows?

        • Groo schrieb am 3. Januar 2011 at 16:05 - Permalink

          jede Uhr geht (mindestens) einmal am Tag richtig.

          Soll ja so Schütteluhren geben.

          Die laufen mal, dann bleiben sie wieder stehen.
          Ist das dann die Sorte ‘Uhr des Jahres’?

          Naja. Ich lese immer noch wgnx. Zunehmend weniger ;).

          Nach Zynikern, die mir sowas als gute Uhr verkaufen wollen, richte ich mich jedenfalls nicht.

          • brandubh schrieb am 4. Januar 2011 at 00:14 - Permalink

            Nennt man Automatik-Uhren, oder so.
            Ist immer wieder lästig. Legt man sie abends ab, bleibt sie irgendwann stehen, wenn man sie bald nicht mehr anlegt.
            Ihr Vorteil: sie benötigen keine Batterien.

      • Peleo schrieb am 3. Januar 2011 at 15:08 - Permalink

        Was WGNX von Sinn zitiert, könnte ohne Abstriche von Flassbeck stammen. Sinneswandel? Bessere Einsicht? Fähnchen nach dem Wind? Wäre eine inhaltliche Diskussion wert.

        • Groo schrieb am 3. Januar 2011 at 16:42 - Permalink

          @Peleo,

          Wäre eine inhaltliche Diskussion wert.

          Das wurde mE in den Kommentaren dort ziemlich ausgehandelt, was im Rahmen des Denkhorizonts zu sagen ist.

          Das Publikum hier bei SF ist etwas anders.
          Nicht so WiWi, BWL, VoWi zentriert.

          wgnx ist im letzten Kommentardrittel zwar nicht zurückgerudert, hat sich aber doch etwas differenzierter geäussert.

          (da ich dort Hausverbot habe, und auch keine Lust habe, deswegen meinen Nick zu ändern, sage ich logischerweise garnix.)

          Was man in aller Dezenz zu wgnx sagen kann, habe ich schon gesagt. (Er ist ein kluger Mensch. Zweifellos. Keine Frage.)
          Was zu Sinn sowieso.

          Also geht mir persönlich die Munition dazu aus.
          Tote Pferde zu reiten hat man mW schon im wilden Westen aufgegeben.

          Vielleicht das:
          -Habe ich der Gemeinde dort auch schon vorgeworfen-:
          wgnx stützt sich auf veraltete Wirtschaftsmodelle. Sowohl was die Austrianer betrifft, als auch die Keynesianer.

          Es ist ws mehr als ein halbes Jahr her, dass ich den spieltheoretischen Aspekt im Wirschaftsgeschehen bei wgnx in die Debatte geworfen habe:
          (den ich nachträglich zufällig bei Soros wiederentdeckt habe. Man denkt noch selbst.)
          Keine Resonanz. Die Burschen verstehen das nicht!
          Hat ihnen die WiWi mit ihren putzigen Gleichungen das Hirn vernebelt, oder was?

          Diesen spieltheoretischen Aspekt, der mir irgendwann Anfang der 2000er ins Auge gestochen ist (Hoch-Zeit der dotcom-bubble):
          Soros treats finance as a multi-person game involving human players, including himself

          Insofern kann ich weder Sinn (–) noch Flassbeck (-+) so richtig was abgewinnen.

          Sie liegen mE beide falsch, was die Essenz und die wünschenswerte Richtung wirtschaftlichen Handelns betrifft.

          Nun bin ich kein WiWi. ‘Gott’ bewahre.
          Genauso wenig wie Soros.
          Was auf der anderen Seite eine sehr ‘menschliche’ Sicht ist:
          Dass das Wirtschaftsgeschehen durch Spieler dominiert ist.
          UND auch jeder Menge FALSCH-Spieler!

          wgnx, und auch andere, die versuchen, das Wirtschaftsgeschehen als anonymen Prozess zu verstehen oder aggregiert statistisch/schlicht-mathematisch zu marginalisieren, sind (aus meiner Sicht) sowas von auf dem Mond, dass ich mich frage, ob ich auf einem anderen Planeten (Erde) wohne.

          Auf der anderen Seite, und da bin ich Realist genug, ist es vollkommen irelevant, was ich sage oder meine, weil die Karawane ganz stur Richtung Abgrund zieht.

          • Peleo schrieb am 3. Januar 2011 at 19:06 - Permalink

            Danke, Groo. Sehe jetzt etwas klarer.

            aggregiert statistisch/schlicht-mathematisch

            Das eine schließt das andere aber doch nicht aus?

            • Groo schrieb am 3. Januar 2011 at 20:07 - Permalink

              Das eine schließt das andere aber doch nicht aus?

              sicher nicht.

              es löst sich darin aber nicht tutto completto auf, wie viele Wirtschaftstheoretiker zu meinen scheinen.

              Schaut man sich einen Soros an, oder auch einen Buffett, oder einen Nassim Taleb, und etliche andere, so merkt man, dass sie eigentlich versuchen, das ‘Spiel’ zu durchschauen, und NICHT es zu spielen. (sie spielen es eine Zeitlang, und ziehen sich dann-früher oder später- zurück, weil es ihnen doch zu blöd ist. Buffett etwas arg spät. Soros lässt es so mitlaufen. Taleb hat sich mw komplett zurückgezogen. Anyway.)
              Alle drei waren ziemlich erfolgreich, jeder auf seine Art.
              Wo man sich dann doch fragt: Wieso?
              man lernt doch nicht von den erfolglosen, sondern den Erfolgreichen!
              Oder bin ich da falsch gewickelt, und sollte auf Astrologie umsatteln?

              Also:

              Dabei gibt es allerlei Betrüger, grosse und kleine, so wie im richtigen Leben auch.
              Madoff, Nonnenmacher, Middelhoff, Gribkowsky, Samaranch. …
              USA, Griechenland, Steueroasen…

              Ich habe deshalb grosse Schwierigkeiten, die klassischen Wirtschaftstheorien zu verstehen, vor allem, wenn das ‘reale’ Wirtschaften letztlich immer in Krieg oder Staatsbankrotten oder auf dem Schaffott endet.

              Ist das nicht die Manifestation des Totalversagens aller klassischen Wirtschaftstheorie auf längere Sicht?

              Habe mich deshalb auf die spieltheoretische Seite verlagert, die mir wesentlich effektivere Aussagen zu machen scheint.
              zumindest, was die grossen Katastrophen betrifft.

              Im Klein-Klein mag der klassische Ansatz über 10-20Jahre funktionieren. Aber mehr?

              Schau dir den Kuddelmuddel an!
              Jeder widerspricht jedem, und man kann es nicht auflösen.
              Ist die Situation der Frühscholastik. Mit dem Streit zwischen Nominalisten und Wortrealisten.
              Lauter dummes Zeug.

              Themaverfehlung:
              Ich habe mir gestern auf arte den film über ‘Besessenheit’ angeschaut. Nicht, dass ich da nichts gewusst hätte.
              Aber vier ‘Experten’ haben sich das nach 500(!) Jahren angeschaut, und sind ungefähr zum Schluss gekommen,
              dass wir das reale! Phänomen der Besessenheit und Teufelsaustreibung nicht mehr verstehen können.
              Der Besessene glaubte an seine Besessenheit, und die Teufelsaustreiber glaubten an ihre Fähigkeit, je nachdem ob Katholiken(neoliberale) oder Protestanten(Keynesianer), dass sie das Wesen des Teufels erkennen könnten, und ihn per Hostie oder Kreuz oder sonstwas austreiben könnten.

              Je nachdem hat der Besessene das sogar selbst geglaubt, und sich selbst angeklagt!
              Man hat damals viel über Anatomie gelernt. Dem Besessenen wurden Nadeln 10cm in den Bauch gestossen. Was ihm nicht weh getan hat. Woraus man schloss, dass der Teufel in ihm sass. In hartnäckigen Fällen: Die Eingeweide des Besessenen, als Sitz des Bösen, wurden in der Stadt herumgetragen, sodass das gläubige Volk das physisch vor Augen hatte.

              Erinnert mich schwer an die ‘Wirtschaftswissenschaften’.

              Naja.
              Zumindest haben wir da noch was zu tun, und die ‘wirtschaftliche Vernunft’ ist noch Lichtjahre weg.
              Der Horizont ist weit.
              oder sagt jemand TINA.
              Die verschrumpelte Zulle Thatcher?
              Der veralzheimerte Reagan?
              Naja. Gute Gesellschaft.

              Ist das verständlich?
              Für viele, die die konventionelle Denke (/=’Rationalität’) so verinnerlicht haben, dass sie nichts mehr anderes denken können, ist das abscheulich, abstrus oder sonstwas.

              Aber dann sollten sie sich mal in die Denke unserer Wirtschaftsakteure hineindenken, und sich überlegen, inwieweit das mit ‘Gleichungen’ zu erfassen ist oder doch besser mit psychohistorischen/spieltheoretischen Ansätzen zu deuten ist.
              Amen.

          • Peleo schrieb am 3. Januar 2011 at 20:55 - Permalink

            @ Groo

            Erinnert mich schwer an die ‘Wirtschaftswissenschaften’

            Was ich schon immer nicht verstanden habe: Warum gerade auf dem Gebiet, das doch angeblich mit Effizienz, Rationalität usw. zu tun hat, eine solche “Wissenschaft” gedeihen konnte.

            Jetzt endlich (!) wird der “homo oeconomicus” ausrangiert und das wird groß gefeiert, auch dass mit der Verhaltensökonomie die Realität mit in den Blick genommen werde. Da wird die Wirtschaft als Götze verehrt und die “Wissenschaft” dazu spielt mit Glasperlen. Was ja kostet und der “Wirtschaft” so nicht mal was nützt. Warum?

            Ist mir ein Rätsel. Kann ich mir nicht einmal mit einer List Deiner “Suprematen” erklären.

          • lord of wizz schrieb am 3. Januar 2011 at 21:25 - Permalink

            Lieber Groo,
            nur zur Erläuterung, Du schneidest eine Menge Themen an, deshalb bin ich mir da nicht so sicher ;-) – verurteilst Du nun die Tatsache, dass sich Probleme in der Wirtschaft und Finanzwesen durch spieltheoretische Ansätze lösen lassen, oder war das nur als Kritik am Festhalten an starren Modellen einiger selbsternannter Wirtschaftstheoretiker gemeint?

            (Problemlösung im mathematischen SInne, dass es hier kein Missverständnis gibt…)

            • Groo schrieb am 3. Januar 2011 at 22:26 - Permalink

              @lord of wizz
              kurze Antwort:

              ich glaube, dass sie vorwiegend (ca 60:40) spieltheoretisch bestimmt sind.
              Der Rest ist , naja, aggregiert, statistisch aufsummiert.
              Das ganze ‘Kleinvieh’ halt.

              Das kommt daher, dass der Finanzkapitalanteil die letzen ca xx(80) Jahre mit seinen bekannten ups and downs im Mittel immer stärker geworden ist.

              Das kann ich numerisch schlecht begründen, aber ich beobachte es seit fast 30Jahren, und habe das 2000-2002, in der heissen Phase der dotcom-bubble sozusagen im Sekundentakt erlebt, was da abgeht.
              Habe ungefähr zwei Jahre gebraucht, das zu verstehen. Konnte das anfangs nicht glauben. Da sind Leute unterwegs, über deren Zynismus du Dir überhaupt keine Vorstellung machen kannst.

              Über ‘Theoretiker’ der -ähem- ‘Finanzindustrie’ kann ich nur lachen.

              Nassim Taleb, Mandelbrot, Soros sind ein anderes Kaliber. Die überformen das mit einer durchaus akzeptablen ‘Theorie’, worum es geht.
              Aber ich habe damals sozusagen körperlich verstanden, um was es geht.
              Ist kaum kommunizierbar.
              Sorry.

              Ich kann mich in schwachen Momenten sogar in Nonnenmacher versetzen. Er kommt in den Maschinenraum der Trader, wo jeder vier+ Bildschirme vor den Augen hat — wenn ein Nonnennmacher oder ein Ackermann seinen Tradern über die Schultern schaut, WOW sagt, wenn der innerhalb einer Minute 1Mio ‘gewonnen’ hat, und sagt: Ich hab zwar nichts verstanden, aber die 1Mio ist schon beeindruckend.

              Ich halte Dir die Stange.
              Du bist die cash-cow der Bank!
              Und beide fangen an, das zu glauben!

              Aber was hilft UNS das?,

              Auf diesem blödsinnigen Niveau läuft das ungefähr ab!

              Uns weil das so doll geht, und alles selbst für den Eingeweihten so abstrakt und unverständlich ist, kommen die Nonnenmachers /Gribkowsky’s darauf, von diesem Quell des für den Normalbürger unverständlichen Goldesels etwas für sich abzuzweigen.

              So hat das mE lang genug funktioniert.
              …
              (den Rest des Texts hab ich weggeschnitten. zu unplausibel. zu langweilig, langatmig)

      • COPOKA schrieb am 3. Januar 2011 at 16:42 - Permalink

        WTF WGNX?
        Weissganrnix.de?

        M.E. war die Lobhuldigung bei ihm sarkastisch gemeint – auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn!

        • Groo schrieb am 3. Januar 2011 at 17:13 - Permalink

          wieso meinst Du das?

          er hat es so zweideutig formuliert, dass er sich noch einen Rückzugsweg offen gehalten hat.

          Aus dem Kontext erschliesst sich, dass ein Narr wie Sinn einem Zyniker(?) wie wgnx eine Schleisse der zynischen (?) Investition aufhält.
          Und von denen hat wgnx schon mehrere am Buckel.
          Judge the man not from that what he says, but what he does.

          wgnx war so unklug, seine ‘investments’ offen zu legen.
          Ist er deshalb ein Ehrenmann?
          Die beiden, die ich wahrgenommen habe: BP-Aktien und griechische Staatsanleihen, sind zynisch bis grenzwertig.

          Nun kann man sich fragen, was das Öffentlichmachen solcher ‘investments’ zu bedeuten hat?

          Höhere Klugheit des Suprematisten?

          Danke. Ich habe schon gekotzt.

          • COPOKA schrieb am 3. Januar 2011 at 19:49 - Permalink

            wieso meinst Du das?

            Der bezog sich doch ausdrücklich auf Mainstream-Ökonomie.
            Und wenn man sich den ganzen Bullshit von den Talkpromis und “Experten” schon einmal angehört hat …

            wgnx war so unklug, seine ‘investments’ offen zu legen.
            Ist er deshalb ein Ehrenmann?
            Die beiden, die ich wahrgenommen habe: BP-Aktien und griechische Staatsanleihen, sind zynisch bis grenzwertig.

            Na ja, wenn er BP-Aktien unmittelbar nach dem Absaufen der Plattform erworben hat, so war es gar nicht so “unklug”. Das gilt auch für die griechischen Anleihen, wenn sie wirklich bereits im August abgestoßen werden. Es ist unwahrscheinlich, dass es bis dahin damit was großartiges passiert.

            Im Übrigen. Auch wenn ich nicht so oft seinen Blog lese, hat er m.E. nie einen Ehrenmann gegebent, eher einen nüchternen Zyniker. Ohne Zynismus ist die Realität kaum noch zu ertragen.

            Ich habe schon gekotzt.

            Eben! Genau das meine ich.
            Wurst sieht nur dann so lecker aus, wenn man nicht weiß, wie sie gemacht wird. Oder nicht zu viel darüber nachdenkt.

            • Groo schrieb am 3. Januar 2011 at 20:56 - Permalink

              Jajaja

              Wurst sieht nur dann so lecker aus, wenn man nicht weiß, wie sie gemacht wird.

              Du weisst was Du sagst.

              …jedes grosse Vermögen beginnt mit einem grossen Verbrechen…

              alte ‘Weisheit’.
              Ob man das jetzt runterskalieren kann: -klein V.- klein V.-.
              bin ich momentan überfragt. Glaube eher nicht.
              Aber da müsste ich jetzt schwer in die Ethik ala Bentham hinuntertauchen, wo wgnx sich bei ganz anderen Koryphäen des Geistes und der Gesellschaft aufhält.
              Moral ist nicht sein Hauptgebiet, das ihm ost-österreichisch taugen würde.
              Eher der Schmäh.
              Alte Krankheit der Ost-Österreicher.
              Dieses Problem ist oberhalb der Donau unbekannt. Also mache sich keiner die Mühe, der oberhalb der Weisswurstgrenze aufgewachsen ist. Leider scheint es so zu sein, dass es regionale Denk-Grenzen gibt, wo auch ein GPS nicht weiterhilft..

              ‘unklug’ war es deswegen, weil er es gesagt hat.

              Wenn er es nicht gesagt hätte, wäre er verlogen gewesen, wenn er andererseits abfällig darüber geschrieben hätte.

              Ansonsten:
              Bayrisch: Ein Haderlump. Der es tut. Aber nicht zugibt.
              (Kommt irgendwann in 50Jahren raus)

              Such Dirs aus.

            • COPOKA schrieb am 4. Januar 2011 at 00:10 - Permalink

              @Groo

              ‘unklug’ war es deswegen, weil er es gesagt hat.

              Nur wenn es zuvor einen Moralapostel abgegeben hat. Ob er das tat kann ich nicht beurteilen – lese nur gelegentlich seine Sentenzen.

          • brain0naut schrieb am 5. Januar 2011 at 06:20 - Permalink

            @groo

            ganz allgemein: danke für deine kommentarstrecke hier, ziemlich abgefahren, dein pragmatischer sarkasmus (und das unterscheidet die wahren moralisten von den zynikern) + deiner angenehm erhellenden verknüpfungen.
            war mir ein fest %) thanx.

    3. Elbarto schrieb am 3. Januar 2011 at 12:38 - Permalink

      Naja, was da bei WGX los war ist mir schleierhaft. Nur weil der Sinn einmal nicht kompletten Unsinn erzählt, ihn dann gleich als Ökonom des Jahres abzufeiern …

      Es wird halt wie so oft mit zweierlei Maß gemessen. Der Pöbel soll “flexibel” und möglichst billig arbeiten, das Topmanagement hingegen bekommt Millionen in den Allerwertesten geblasen dank “spezieller” Arbeitsverträge. So geht das im Selbstbedienungsladen.

    4. Steffen schrieb am 3. Januar 2011 at 12:39 - Permalink

      Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
      Ich kenn auch die Herren Verfasser;
      Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
      Und predigten öffentlich Wasser.

    5. Chat Atkins schrieb am 3. Januar 2011 at 12:42 - Permalink

      Mönsch – die hätten doch sonst gar keinen gekriegt, der so ausgewiesen kompetent eine Bank derivatorisch in die Grütze herrenreiten kann! Sollten die sich denn lieber irgendeine verkrachte Existenz von der Straße holen, die von Credit Default Swaps und anderem kaskadorischem Allotria gar keine Ahnung hat? Nee, dann doch lieber jemanden mit Stallgeruch, obwohl er mit allen Wassern gewaschen wurde, und natürlich deshalb auch zu ‘besten Konditionen’ …

      “Hier muss zurecht die Frage gestellt werden, aus welchem Grund überhaupt Verträge mit diesen Laufzeiten und materiellen wie auch inhaltlichen Konditionen abgeschlossen werden.”

      • Groo schrieb am 3. Januar 2011 at 14:56 - Permalink

        Chat,
        (Andere bitte weghören)
        Das speziell für Dich, alter 2nd-order C. Konstruktivist:
        Reflexivity in Social Systems: The Theories of George Soros

        • Groo schrieb am 3. Januar 2011 at 15:16 - Permalink

          jetzt kann ichs doch nicht lassen:

          Soros on political systems:
          Look for gaps between perception and “reality”
          A large gap means the system is unstable
          When people realize that description and reality are far apart, legitimacy collapses
          For example, glasnost destroyed the legitimacy of the USSR Communist Party

          Was natürlich nicht nur auf pol.sys. zutrifft, sondern auf gesellschaftliche/finanzielle ‘Realitäten’ ganz allgemein, und der behaupteten Legitimität/Besonderheit/Kompetenz/Ethik der selbsternannten Eliten im vorliegenden Fall.

          (Da liegt mE auch ein Unterschied zu Luhmann: Er bezieht die ‘Realität’ mit ein. Was im gesellschaftlichen Kontext die ‘Materie’ inklusive des Fussvolks ist. Soros der genauere Luhmann? Ist das nun Ironie oder was?)

        • Chat Atkins schrieb am 3. Januar 2011 at 15:54 - Permalink

          Ich mach mir’s als ‘terrible simplificateur’ und als Foerster’scher Beobachter zweiter Ordnung ein wenig handhabbarer: Da Systeme gewissermaßen ‘leben’, also sich ewig an verändernde Umweltbedingungen anpassen müssen, sind sie in ihrer Ko-Evolution stets von zwei Erscheinungen bedroht: 1. Sklerose (Verknöcherung, vulgo: von systemimmanenten ‘Dogmatikern’ und ‘Mandarinen’) und 2. Turbulenz (übermäßige Erschütterung, vulgo: von den ‘Spekulanten’ systemfremder Interessen).

          • Groo schrieb am 3. Januar 2011 at 17:24 - Permalink

            einverstanden.
            man würde sich nur manchmal einen ‘Beobachter’ wünschen, der das aus (noch) höherer Warte im Auge hat.
            Herrgottnochmal.

          • Groo schrieb am 3. Januar 2011 at 17:55 - Permalink

            @Chat.-3. Januar 2011 at 15:54
            ( andere: bitte mich nicht für verrückt halten. Das sind so Codes.)

            übrigens,
            will nicht prahlen: wir sind ganz arme Würstchen.
            Vor ein paar Jährchen hatte ich mal eine kleine Debatte, die ich natürlich total dominierte. Klar.

            Nämlich:
            Wer erzeugt eigentlich heutzutage die Umweltbedingungen?
            Die ‘Umwelt’ ist eine Kulisse , die WIR hin-und herschieben.
            Und die armen Kreaturen (ähem: Wessen?) sind Verfügungsmasse unserer krankhaften Kulissenschieberei.

            Wo sich natürlich fragt:
            Wer sagt, dass das ‘krankhaft’ ist?
            OK,OK, OK. Cool down, bevor Du mir an die Gurgel fährst!
            Wie kann ein Kranker einem Kranken vorwerfen, dass er krank ist?
            Das geht so:
            Indem er sich mit dem Gepäck seines Meta der sogenannten Wirklichkeit aussetzt, dessen Bestandteil jeweils der andere ist.
            Und die ‘Wirklichkeit’ eine Differenz ist.

            Du siehst, wir unterscheiden uns nur in einem winzigen Detail.
            Bitte keine Prügel!

            Scheint ja jeder im Streit mit jedem zu liegen.

            Letztlich gewinnen die, die sowieso einen an der Waffel haben, und sich freuen, dass die Kohärentisten, oder wie man die Brüder nennt, die mit Haarspaltereien beschäftigt sind, sich um des Kaisers Bart streiten.

            Wo es doch darum geht, Baumstämme zu fällen/spalten.
            Was der Volks-Stamm der MÄCHTIG KONSERVATIVEN BEWAHRER DER ORDNUNG immer schon kann!
            Dem muss man sich nur anschliessen, wenn man zu den Siegern gehören will.

            Was ist schon ein gespaltenes Haar gegen einen Baum?

            Amen.

    6. Systemfrager schrieb am 3. Januar 2011 at 13:19 - Permalink

      Rollback in eine wirklich totalitäre Diktatur

      The year 2011 will bring Americans a larger and more intrusive police state, more unemployment and home foreclosures, no economic recovery, more disregard by the US government of US law, international law, the Constitution, and truth, more suspicion and distrust from allies, more hostility from the rest of the world, and new heights of media sycophancy.

      Nur die USA?

      weiter lesen >>>

    7. Groo schrieb am 3. Januar 2011 at 14:34 - Permalink

      Nonnenmacher ist habilitierter Mathematiker mit Spezialgebiet Riskcontrolling.

      Da haben wir noch so einen Kameraden:
      der ehemalige Risiko-Vorstand der BayernLB, Gerhard Gribkowsky.

      Hat sich mal eben 50mio$ durch Steueroasen in eine Stiftung geschleust.

      Zweck der Stiftung ist die “Versorgung des Stifters”, also Gribkowskys, und weiterer von ihm benannter “Begünstigter”.

      Haha.

      Ihr glaubt mir ja immer noch nicht meine These von den Suprematisten.
      Die halten den Rest schlicht für blöd.
      Naja.
      Vielleicht stimmts ja sogar.

      Wie hat Kohl gesagt:
      Lasst die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter.
      Dazu gehören
      a) die Kamelreiter
      b) die Kamele
      c) die Hunde, die bellen (wir?)
      Yep. Und ‘Fracht’ gibts auch noch. Da muss es also auch noch einen Haufen Esel geben, die die produziert.

      • COPOKA schrieb am 3. Januar 2011 at 16:36 - Permalink

        …
        c) die Hunde, die bellen (wir?)

        Ja. Hunde, die bellen, Esel und Lastvieh.

    8. Axel schrieb am 3. Januar 2011 at 15:01 - Permalink

      Die einfache Verkäuferin hätte sich halt mehrerer oder schwerwiegenderer Vergehen schuldig machen müssen, um weiter und möglichst lange im Geschäft zu bleiben. Aber je weiter unten desto geringer die Möglichkeiten des Fehlverhaltens.

      • Groo schrieb am 3. Januar 2011 at 15:35 - Permalink

        @Axel,

        schwerwiegenderer Vergehen ??

        Was meinst Du damit?

        Was, wenn sich die ‘Eliten’ die Möglichkeiten so weit fassen, dass auch Betrug zu ihren Handlungsoptionen gehören?
        Und das ggf ‘error in action’ nennen.

        So leicht ist das mE nicht.

        Hierarchisierte Gesellschaften tendieren dazu, die Möglichkeiten am unteren Ende einzuschränken.

        Da hast Du schon recht.

        ABER: Wenn am oberen Ende alles so diffus sein sollte, wie die ‘Elite’ es behauptet, führt an einer recht allgemeinen Ethik -ähem: dort oben – (etwa Kant) kein Weg vorbei.
        Zwischen-Schluss: Wer keine Alternativen hat, braucht auch keine Ethik.
        Das ist die Non-Ethik derer da unten.
        Und die, die ganz oben sind, brauchen auch keine, weil sie ja ggf die Regeln setzen.
        Was nun?

        Interessanterweise predigen die ‘Eliten’ ja immer Moral:
        Zumwinkel, v.Pierer, Henkel, Utz Claassen…
        jeder hatte den Drang, mal ein Buch über ‘Ethik’ zu schreiben, oder es tatsächlich gemacht.

        Aber es ist nicht IHRE Moral, sondern die Doppelmoral von Suprematisten.
        Quod licet jovi, non licet bovi. Was schon der Wahlspruch von Franz-Josef-Strauss war.

        Gefährlich!
        Willst du das?

        • Axel schrieb am 3. Januar 2011 at 15:46 - Permalink

          Es war eher sarkastisch, ironisch und auch hilflos gemeint.

          Und ich hab auch an Verfehlungen gedacht, die ich in meinem Berufsleben mitbekommen habe. Je höher man steht, desto größer die Betrugsmöglichkeiten. Wobei ich das was der Verkäuferin da vorgeworfen wird, da gar nicht einordnen würde.

          Aber Ethik gibts nur ganz. Und die Zunft der Nonnenmachers liegt für mein Empfinden ohnehin auf einer ganz anderen Regulierungsebene.

        • Chat Atkins schrieb am 3. Januar 2011 at 15:58 - Permalink

          Dass die Eliten noch Moral zu predigen nötig hätten, ist doch auch nicht mehr durchgängig wahr, groo. Hier habe ich ein moralinfreies Exemplar der ‘neuen Linie’ am Kanthaken …

          • Groo schrieb am 3. Januar 2011 at 18:48 - Permalink

            ohohoh,
            swinish minds grunt alike.

            “Der Antiliberalismus und Antikapitalismus der Mehrheit stört sich nicht nur an der Glanzlosigkeit der negativen Freiheitsidee, er bestreitet ihr auch die moralische Existenzberechtigung. Moral ist überhaupt die stärkste – sollte man sagen: brutalste oder vulgärste – Waffe der Gegner des Liberalismus. Denn Moral bietet kübelweise positiven Inhalt. Und das kommt immer gut an, besser jedenfalls als die negative Freiheitsidee.”

            Ich grüble da vor mich hin, wie Ethik und Kapitalismus post-Weber so zu vereinbaren wären.

            Und dann sowas.

            Was mich dann doch beruhigt, ist, dass weder Nonnenmacher noch Gribkowsky eine klare Parteizugehörigkeit gehabt zu haben scheinen.

            Oder soll uns das doch beunruhigen?
            Durch welche Kanäle kommen solche Ratten an ihren Platz, wenn nicht durch den Haupt-Kanal?

            Deshalb dürfte interessanter als ihre wahrscheinliche Nichtverurteilung das Begründungsgeflecht sein, wieso sie nicht schuldig sind!

            Naja.
            Bin mal wieder der Über-Kommissar.

            Aber beim Tatort wird doch auch immer alles aufgeklärt.
            Vielleicht wäre das mal ein neuer Plot:
            Akte $€ ungelöst.
            Oder so.

        • Dirgis schrieb am 4. Januar 2011 at 15:52 - Permalink

          Zwischen Moral und Ethik besteht ein erheblicher Unterschied.

          Bitte zunächst (er)klären, was konkret gemeint ist.

          • Groo schrieb am 4. Januar 2011 at 16:52 - Permalink

            Bitte zunächst (er)klären

            dem kann ich mich anschliessen:
            ethischer Imperativ (v.Foerster):

            [Man soll] die Aktivitäten eines anderen nicht einschränken, sondern es wäre gut, sich auf eine Weise zu verhalten, die die Freiheit des anderen und der Gemeinschaft vergrößert. Denn je größer die Freiheit ist, desto größer sind die Wahlmöglichkeiten und desto eher ist auch die Chance gegeben, für die eigenen Handlungen Verantwortung zu übernehmen.

            ebenfalls dieser Kritik dazu:

            ethisches Handeln muss nicht zwingend eine Erhöhung der Freiheitsgrade beinhalten oder gar beabsichtigen

            Scheinheilige Bankermoral meine ich nicht.
            Ackermann bei der HV 27.5.2010:

            Banken und Moral werden heute vielfach als Gegensatz gesehen. Ich halte dies für eine gefährliche Entwicklung. Denn Banken operieren nicht im luftleeren Raum, sie sind Teil der Gesellschaft, in der und für die sie tätig sind. Wir können in einer Parallelwelt nicht gedeihen. Gerade Banken brauchen das Vertrauen und die Zustimmung der Menschen.

            und so geht es weiter:
            …ist deshalb wichtig, weil Moral den shareholder-Value steigert.

            Diese Banker’moral’ ist rein instrumentell.
            Primär für die eigene Klientel nützlich.
            (Übrigens nicht meine Deutung, sondern die von Bischof Huber.)
            Davon abgesehen, glaube ich ihm nichtmal das.
            Das ist nur ein potemkinsches Dorf, das er da aufbaut.

            zB da http://urgewald.de/

            urgewald verurteilte die Projektpläne von Vedanta aufs Schärfste und kritisierte vor allem die Beteiligung der Deutschen Bank. Die Deutsche Bank unterstützte den Bergbaukonzern mehrfach mit Anleihen in Millionenhöhe. Seit Jahren informiert urgewald über die dubiosen Geschäfte der Deutschen Bank, die sich nach außen hin gerne als grünes Unternehmen präsentieren möchte und in der Praxis jedoch viele Firmen finanziert, die bei anderen Finanzhäusern auf dem Index stehen. Der Fall Vedanta zeigt eindrücklich, wie notwendig es ist, dass die Deutsche Bank endlich verbindliche Umwelt- und Menschenrechtsstandards für ihr Geschäft einführt.

            • brain0naut schrieb am 5. Januar 2011 at 06:47 - Permalink

              “Banken und Moral werden heute vielfach als Gegensatz gesehen.

              Ich halte dies für eine gefährliche Entwicklung.

              Denn Banken operieren nicht im luftleeren Raum, sie sind Teil der Gesellschaft, in der und für die sie tätig sind. Wir können in einer Parallelwelt nicht gedeihen.

              Gerade Banken brauchen das Vertrauen und die Zustimmung der Menschen.”

              bei dem FNORD ziehts eim echt die schuhe aus – krass (kannt ich ja schon, aber der effekt beim lesen war wieder so dolle…).

              diese manager”moralisten” wissen genau, was sie machen.

    9. leslie schrieb am 3. Januar 2011 at 15:19 - Permalink

      Wahrnehmungs-Paradoxon.

      Kommt von zuviel Koks. ;-)

      Mlg

    10. COPOKA schrieb am 3. Januar 2011 at 16:29 - Permalink

      Was sollen eigentlich all die rhetorischen Fragen und bedeutungsschwangere Anspielungen? Nonnenmacher, wie widerwärtig er auch seien mag, ist nur eine Notiz am Rande dessen, was in letzten zwei Jahren ganz offensichtlich geworden ist – das Land ist fest im Griff einer Kleptokratie. So nennt sich “ein in sich geschlossenes System, welches sich selbst wechselseitig protegiert”.
      Neu oder einmalig ist es keinesfalls.

      • Kriegszitterer schrieb am 3. Januar 2011 at 22:30 - Permalink

        Ganz richtg so ! Da gibt es nichts was man großartig auseinandernehmen muss außer dennen die direkt für die jetztigen zustände verantwortlich sind . Wenn einmal der Tag kommen sollte an dem eben solche zerfetzt vor ihren brennenden Villen liegen werde ich mich nicht wundern .

      • Dirgis schrieb am 4. Januar 2011 at 15:55 - Permalink

        Ja, es sind Indikatoren der geschlossenen Gesellschaft; das genaue Gegenteil der Popper`schen Definition aus “Die offene Gesellschaft und ihre Feinde”.

        So what.

      • brain0naut schrieb am 5. Januar 2011 at 06:50 - Permalink

        und ? gehts darum obs neu oder einmalig ist ? schnall ich jetzt nich…

    11. Lutz Hausstein schrieb am 3. Januar 2011 at 17:48 - Permalink

      Soweit – sogut.

      Aber ich kann mich nicht erinnern, dass all dies ein allgemeiner Konsens in der öffentlichen Berichterstattung wäre. Stattdessen klingeln mir immer noch die Ohren vor lauthals verkündeter “Leistungsträgerschaft” und ähnlichem Geschwurbel. Und solange dieser Unsinn immer noch von oben herab verkündet wird, ist die Widerlegung dieser Lügen notwendig.

    12. Lazarus09 schrieb am 3. Januar 2011 at 18:47 - Permalink

      Fragen wir einfach den klügsten Ökonomen des Jahres 2010:
      Prof. Sinn

      Den Ifo-Chef .. ? Der welcher uns mit Prognosen beglückt die einen Vergleich mit kaffeesatzlesen nicht scheuen brauchen …? Der geniale Hans Werner Sinnentleert … muuuhaaahaaaaa……no comment f…g W…r

      Solche Vögel wie Nonnenmacher trifft man nur zwischen den Augen…ansonsten Aalglatt.
      Allerdings gehören zu solchen Beschäftigungverhältnissen immer zwei Vertragspartner…da muss sich sich doch jemand grosses versprochen haben als er sozusagen den Bock zum Gärtner machte ..oder ?

    13. Groo schrieb am 3. Januar 2011 at 19:02 - Permalink

      @Lazarus09#12

      Allerdings gehören zu solchen Beschäftigungverhältnissen immer zwei Vertragspartner

      Das kommt daher:
      Schakale jagen im Rudel.
      Du must nur den Rudelduft annehmen.
      Dann passt das schon.

      Den anderen predigt man:
      ‘Jeder ist sich selbst der Nächste’
      ‘Individualismus.’
      ‘homo oeconomicus’
      ‘rational self-interest’
      ‘perfect knowledge’.

      Solang die Dummköpfe das glauben, ist alles geritzt.

      Teile und herrsche.
      ‘Sozialism of the rich’ ist schon nicht so daneben.

      Alles klar?

      • Groo schrieb am 3. Januar 2011 at 22:41 - Permalink

        ist nicht so recht rübergekommen

        Allerdings gehören zu solchen Beschäftigungverhältnissen immer zwei Vertragspartner

        Was macht ein Schaf exactly mit einem Wolf für einen Vertrag?

        Das Bild ist absichtlich schief!
        Es ist geradezu der Sinn der schiefen Metaphern, die Gegenseite zur Kapitulation zu zwingen!
        OK?

        • COPOKA schrieb am 3. Januar 2011 at 23:50 - Permalink

          Was macht ein Schaf exactly mit einem Wolf für einen Vertrag?

          Die Schäfchen hat er wohl am wenigsten gemeint, eher den Schäfer oder seinen Hund.

    14. Winne2 schrieb am 3. Januar 2011 at 19:37 - Permalink

      COPOKA liegt völlig richtig und die zustimmende Antwort des Autors -

      “Soweit – sogut. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass all dies ein allgemeiner Konsens in der öffentlichen Berichterstattung wäre.….”

      - bestätigt nur die Überflüssigkeit dieses Artikels. Jemand der allen ernstes annimmt, bei der “öffentlichen Berichterstattung” und unserer herrschenden Personalie des Kapitals handele es sich um zwei Identitäten (… die eine erzählt juristisch-politischen Unsinn, die andere berichtet darüber oder sollte es…), ist um seine Naivität wirklich zu beneiden.

      Vielleicht könnte SF einfach eine täglich Rubrik einführen: Was ich übrigens auch Scheisse finde und mir nicht erklären kann, aber immer schonmal erwähnen wollte. Dann kann man sich den Pseudotheorieteil sparen. Aber lustig und erregend sein kann es trotzdem.

    15. epikur schrieb am 3. Januar 2011 at 20:05 - Permalink

      Der Artikel ist gut. Danke dafür!

      Nur warum muss der jetzt auf drei (!!) Blogs gleichzeitig sein? Dem Öffinger Freidenker, aufm Binsenbrenner und hier beim Spiegelfechter? Multi-Cross-Blogging als neuen Trend? Irgendwie geht mir da die persönliche Note der Blogs flöten.

      • COPOKA schrieb am 3. Januar 2011 at 23:44 - Permalink

        @epikur

        Multi-Cross-Blogging als neuen Trend?

        Was soll daran falsch sein?
        Die Anderen besuche ich nur gelegentlich, hier schaue ich fast jeden Tag vorbei.
        Bin wohl keine Ausnahme in der Hinsicht.

        • brain0naut schrieb am 5. Januar 2011 at 06:54 - Permalink

          öhm. gleichschaltung der medien & so ? ;)

      • Frank Benedikt schrieb am 6. Januar 2011 at 12:00 - Permalink

        Der Artikel ist deshalb auf drei Blogs, damit er mit seinen Fragestellungen noch ein paar Interessierte mehr erreicht. Wir haben ja schließlich kein Medienimperium in unserem Rücken, um einen halbwegs hinreichenden Verbreitungsgrad zu erreichen ;-)

        In diesem speziellen Fall lief das so: Lutz Hausstein hat was Neues geschrieben und dem Binsenbrenner angeboten, dessen Redakteur aus Dir bekannten Gründen leider ein paar Tage nicht erreichbar war. Somit ging das Skript zu Jens, der es für den Spiegelfechter und den BB aufbereitet hat und Stefan vom Oeffinger, der ja ein von uns geschätzter Kollege ist, mit dem wir auch öfter zusammenarbeiten, hat es sich dann ganz legitim unter Creative Commons auch auf sein Blog geholt, da es ihm wohl zugesagt hat.

        Auch Du hast ja das Angebot bekommen, bei Interesse Texte, die Du oder Deine Kollegen weiter verbreitet sehen wollen, in den “Pool” einzubringen. Das nutzt imo vor allem auch den Lesern, die sich eben nicht stets überschneiden, und trägt m.E. zu einer breiteren Diskussion bei, die wir uns doch wohl alle wünschen.

        Die “persönliche Note” sehe ich da nicht in Gefahr, denn erstens schreiben wir alle auch weiter vieles, was eigentlich nur in den Rahmen unserer eigenen Blogs paßt und zweitens ist auch eine Auswahl von “Fremdtexten” immer auch eine sehr persönliche Sache.

        Die Diskussion zum Crossposting will ich übrigens schon seit letztem Sommer mal anstoßen, da Kritik wie die Deine schon mehrfach laut wurde, aber leider läßt zumindest mir der ‘Blogalltag’ kaum Zeit dazu. Ich hoffe aber, daß ich das nach Köln nachholen kann und wir gemeinsam zu einer fruchtbaren Diskussion kommen.

        LG
        Frank

        P.s.: Wer den selben Text auf mehreren Blogs entdeckt, ist doch nicht gezwungen, den auch jedes Mal zu lesen ;-)

    16. Sandsturm schrieb am 3. Januar 2011 at 20:07 - Permalink

      Kündigungsfristen von 4 Wochen

      Schon lustig – mein Chef würde sich lieber höhrere Kündigungsfristen wünschen, nachdem ihn, mehrmals bereits, wichtige Mitarbeiter innerhalb von 4 Wochen verlassen haben da sie woanders mehr verdienen konnten.
      Ich hab manchmal das Gefüh,l dass es ausschließlich die Großkonzerne sind welche nach kürzeren Kündigungsfristen rufen – die Kleinunternehmer können da schon mal den Laden dichtmachen wenn ein wichtiger Mitarbeiter zur falschen Zeit abspringt.

    17. Schweigsam schrieb am 3. Januar 2011 at 21:20 - Permalink

      Interessanter Aspekt des Paradoxon der deutschen Wirtschaft!
      Aber bei den klassischen Medien wird dieser Aspekt so hingenommen. Leider.

    18. Tim schrieb am 4. Januar 2011 at 00:45 - Permalink

      Die Spieltheorie ist eine Methode. Ich sehe nicht, warum die in Konflikt mit wirtschaftswissenschaftlichen Theoremen stehen sollte.

      • Systemfrager schrieb am 4. Januar 2011 at 07:40 - Permalink

        Ja, die Spieltheorie
        sie kam, sie siegte und sie verschwand
        warum nur?

        Obwohl die Ökonomen schon begonnen haben, von einem neuen Paradigma zu sprechen.
        Was ist passiert?
        Ich habe mir (am Rande) auch darüber gedanken gemacht.

        Der Markt ist kein Mechanismus, da der Mensch kein Kräftebündel ist
        Strategien statt Gleichgewicht: Wäre dann die Spieltheorie ein besseres Paradigma?
        weiter>>>

        • Groo schrieb am 4. Januar 2011 at 10:55 - Permalink

          @Systemfrager,
          schöner Artikel von Dir.

          Die Sache ist natürlich kompliziert.
          Ausser der Spieltheorie gibt es ja noch mehrere Ansätze.
          zB die Räuber-Beute-Modelle bei der Modellierung von (Teilen von) Ökosystemen.
          oder die Verhaltensökonomik, die oft auch Spielsituationen konstruiert, um Verhaltenspräferenzen auf die Spur zu kommen.
          Die sind zu allem Überfluss (gottseidank) auch noch kultur-abhängig.
          oder die Agentenmodelle.

          Soros sehe ich schon als jemand, der mit seinem Reflexivitätsansatz einen wichtigen Beitrag geliefert hat.

          Das allgemeine Problem sehe ich darin, dass menschliches Verhalten (auch das wirtschaftliche) wesentlich auch durch Sprache bestimmt wird, und da fehlen die Ansätze fast völlig.
          (Memetik? AI?)

          Weiters, wie Du ja auch erwähnst, müsste man irgendwie in den Griff bekommen, dass es immer einen bestimmten Anteil von Betrügern/Regelübertretern gibt.
          Für die Regeln also nur insofern interessant sind als sie andauernd beschäftigt sind, herauszufinden, wie man sie umgehen kann.

          Insofern verstehe ich ‘Spieltheorie’ als Sammelbehälter.
          Ähnlich wie

          “game theory is a sort of umbrella or ‘unified field’ theory for the rational side of social science, where ‘social’ is interpreted broadly, to include human as well as non-human players

          —-
          Wenn Du schreibst,

          Als im Grunde individualistisch orientiert, hat sich die Spieltheorie nicht richtig für die Macht der sozialen Gruppen interessiert.

          kann ich das nicht recht nachvollziehen.
          – > non-cooperative game versus cooperative game

          A cooperative game is a game where groups of players (“coalitions”) may enforce cooperative behaviour, hence the game is a competition between coalitions of players, rather than between individual players. An example is a coordination game, when players choose the strategies by a consensus decision-making process.

          • Systemfrager schrieb am 4. Januar 2011 at 11:18 - Permalink

            @ Groo

            Als im Grunde individualistisch orientiert, …

            … kann ich das nicht recht nachvollziehen. | Groo

            Da haben wir sozusagen das “Lischen Müller Problem”
            Ich stelle nur einen Aufsatz vor: Eine Verallgemeinerung. Wenn jetzt einer kommt, der die Details kennt und sag, dass stimmt nicht (ganz!), würde ich sage: Ja gut!

            Eine Vogelperspektive sagt mir aber trotzdem etwas anderes: Lobenswerte (gewissermaßen) Ansätze gab es auch was “Gruppen” betrifft, ist aber so gut wie nichts übrig geblieben.
            (Naja, das ist nun auch mit dem ganzen Ansatz der Fall.)
            Oder sehe ich das falsch?

            • Groo schrieb am 4. Januar 2011 at 12:04 - Permalink

              @Systemfrager,

              Wenn jetzt einer kommt, der die Details kennt und sag, dass stimmt nicht (ganz!), würde ich sage: Ja gut!

              Ich wollte da jetzt nicht spitzfindig sein, sondern nur drauf hinweisen, dass es sowas gegeben hat, bzw, dass es in der Spieltheorie nicht grundsätzlich aussen vor bleibt.
              Der Gruppenaspekt ist sicherlich unterbelichtet.

              Weiss jetzt nicht mehr, wer es war (Nash?), der nachweisen konnte, dass es viele Mehrspieler-Spiele gibt, die grundsätzlich nicht lösbar sind, im Sinne einer optimalen Strategie.
              Das sind natürlich keine guten Aussichten, wenn man was formalisieren will!
              Aber es kann ja nicht sein, dass man nur da sucht, wo es hell ist, wie es die Neoklassiker tun. Da sind wir uns auf jeden Fall einig.

              Kennst du den Streit in der Evolutionsbiologie –Gruppenselektion versus Individualselektion?
              Die Gruppenselektion wird da massiv ausgegrenzt.
              Da ist man schnell der Spinner.
              Obwohl das historisch nicht unplausibel ist. (Zünfte, Stände)
              Aber ich will nicht zu sehr abschweifen.

              Muss mal mehr auf Deiner Seite stöbern.
              Kompliment erstmal.

            • Linus schrieb am 5. Januar 2011 at 12:54 - Permalink

              @Groo:
              Möglich, daß die Spieltheorie hier höhere Einblicke verschaffen könnte.
              Aber der naheliegendste Zugang wäre doch eine Analyse der Schwächen des kapitalistischen Denksystems. Da wüßte man dann wenigstens, was nicht funktioniert. Das ist doch schon was.
              Der Kapitalismus hat sich schon immer seine opportune Ethik gezimmert. Im Laufe der Jahre hat sich dabei eine finales Dogma herausgebildet, nämlich das, keine Ethik zu haben, also:
              “Skrupellosigkeit als ultimativer Selektions-Vorteil”
              Deshalb meinen die Gottes Werk zu verrichten.
              Dieses Dogma ist nicht so schwer zu zerlegen. Erster Kritikpunkt, eigentlich schon vernichtend, ist die Eindimensionalität eines solchen Ansatzes. Das Wertesystem reduziert sich auf eine Skala. Sowas funktioniert nur, wenn man sich allein im Universum befindet. Aber dann ist es auch schon überflüssig.

          • Systemfrager schrieb am 4. Januar 2011 at 12:12 - Permalink

            @ Groo

            Der Gruppenaspekt ist sicherlich unterbelichtet.

            Genau das war auch mein Eindruck. Danke ;-)

    19. Sven schrieb am 4. Januar 2011 at 09:45 - Permalink

      Gegenstandsloser Artikel. Der Pfandbon-Klau ist rechtskräftig bewiesen, Nonnenmachers persönliche Schuld nicht. Ende der Schnappatmung.

    20. Heldentasse schrieb am 4. Januar 2011 at 10:40 - Permalink

      Unter dem Strich bleibt das Paradoxon festzuhalten, dass die Vertreter der Wirtschaft einerseits Arbeitsverträge mit kurzen Kündigungsfristen und niedrigen Löhnen als Bedrohung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit darstellen, gleichzeitig jedoch Verträge mit langen Laufzeiten, bei exorbitant hohen Entlohnungen, dieselbe nicht in Frage stellten. Diese Paradoxie aufzulösen, verbleibt wohl auf ewig in der Deutungshohheit der deutschen Wirtschaftsvertreter.

      Ein Paradoxon hat die Eigenschaft eine Auflösung nach logischen Gesichtspunkten nicht zu zulassen. Es gibt aber gleich mehrere Erklärungen, die im jeweiligen Kontext als durchaus logisch bezeichnet werden können.

      Die „operative“ Logik: Klar ist, dass es kein Unternehmen riskieren kann das in Ungnade gefallene Know How Träger – wobei ich davon ausgehe das Spitzenmanager auch dazu gehören – nach der Kündigung zeitnah bei der Konkurrenz anfangen. Mögen Manager auch noch so unfähig sein, die haben immer genug internes Wissen um dem alten Unternehmen schwer schaden zu können. Darum gibt es auch entsprechende Sperrklauseln in den Arbeitsverträgen, die entsprechend teuer vom Arbeitgeber bezahlt werden müssen. D.h. de facto Freistellung mit üppiger Abfindung zur Schadensbegrenzung.

      Die „(pseudo) kapitalistische“ Logik: Es ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass Spitzenkräfte evtl. den Ruf haben viel mehr Geld “einzubringen” (z.B. durch Umsatzsteigerungen oder Entlassungen) als wie sie gehaltsmäßig kosten. Das ganze wird noch untermauert durch das BGB, es nämlich nicht strafbar Verträge abzuschließen die sich im Nachgang als negativ für das Unternehmen herausstellen. Wenn also der Aufsichtsrat meint Herr N. wäre mindestens des Geld wert was er kostet, und sich später herausstellt dem ist nicht so, haftet „nur“ der Aktionär oder worst case der Steuerzahler für diese Fehlentscheidung. Bei privaten Unternehmungen ist es womöglich noch extremer. Wenn der Seniorchef meint sein Sohnemann wäre das hohe Gehalt wert, und die Firma geht deshalb den Bach runter haben auch die abhängig Beschäftigten diese Fehlentscheidung aus zu baden.

      Die „elitäre politische“ Logik: Falls eine kleine Gruppe von Menschen die Möglichkeit hat, wenn auch unter Billigung großer Nachteile für die Mehrheit der Menschen, sich ein Selbstbedienungssystem so schaffen, wird das früher oder später auch gemacht. Es ist dabei überhaupt kein Widerspruch, dass die da oben aus dem Vollen schöpfen können und das Volk Einbussen in kauf nehmen muss. Logischerweise muss nämlich das aus dem Vollen schöpfen der Eliten bezahlt werden. Und IMO bezahlen wir Herrn N. & Co. u.a. über den Abbau von sozialen Errungenschaften, wie z.B. dem aufgeführten Kündigungsschutz.

      In meinen Augen gibt es einen wesentlichen Kontext bezüglich der im Artikel beschriebenen Ungereimtheiten, nämlich die Betrachtung unter dem Gesichtspunkt der Gerechtigkeit. Und hier muss ich dem Autor zustimmen, denn das was da abgeht ist so „paradox“ Ungerecht, dass es in seiner negativen Wirkung auf die Gesellschaft nicht unterschätzt werden darf.

      • Groo schrieb am 4. Januar 2011 at 11:07 - Permalink

        vielleicht sollte man ‘Paradox’ durch ‘Dilemma’ ersetzen.
        In diesem Fall ein selbstgeschaffenes Dilemma.

        „paradox“ Ungerecht

        Ethik versus Effizienz.
        Wirtschaft versucht (meist), ‘effizient’ zu sein.
        ‘Ethik’ (Gerechtigkeit) ist oft nicht effizient.

        Vgl Bruttonationaleinkommen – Bruttonationalglück

        • Heldentasse schrieb am 4. Januar 2011 at 11:28 - Permalink

          @Groo

          Stimmt Du hast recht, ich wollte nur in den Begrifflichkeiten des Artikels bleiben.

          Grundsätzlich ist es so, zumindest in meiner kleiner Geisteswelt, das Paradoxien wahrgenommen werden wenn irgendetwas systembedingt nicht stimmt und und Widersprüche sich nicht auflösen lassen*. Dann ist es an der Zeit die grundlegenden Aussagen (Axiome) des Systems zu hinterfragen. Von daher passt “Paradox” doch wieder.

          *Lassen wir mal den Gödelscher Unvollständigkeitssatz aussen vor ;-)

    21. elwu schrieb am 4. Januar 2011 at 11:43 - Permalink

      Nur kein Neid! Nein, ernsthaft: klar sind die Vertraege fuer sogenannte ‘Spitzenmanager’ rundum unanstaendig, nicht nur was die Kuendigungsfrist betrifft.

      Nur sind sie halt leider auch rechtmaessig.

      Und daran wird die Politik nichts aendern.

    22. Systemfrager schrieb am 4. Januar 2011 at 11:46 - Permalink

      Nur kein Neid!
      Sagt der Räuber und Erpresser. Wir tun alles nach dem Vertrag, den ich mir ausgedacht habe. Also ist alles rechtmäßig.

    23. Lutz Hausstein schrieb am 4. Januar 2011 at 19:45 - Permalink

      … klar sind die Vertraege fuer sogenannte ‘Spitzenmanager’ rundum unanstaendig, nicht nur was die Kuendigungsfrist betrifft.

      Nur sind sie halt leider auch rechtmaessig.

      Darauf hatte ich im Artikel ja auch schon hingewiesen.

      Eine begrenzte Anzahl von Personen “innerhalb des Kreises” versorgt sich gegenseitig mit “unanständigen”, aber “rechtmäßigen” (i.S.v. nichtanfechtbaren) Verträgen. Solange wir dies mit uns geschehen lassen, läuft jegliche berechtigte Kritik in der Praxis ins Leere. Da sie nach aktuell geltendem Recht juristisch nur schwer anfechtbar sind.

      Es geht nicht vordringlich darum, dies erst anzuprangern, wenn das Kind schon zur Hälfte in den Brunnen gefallen ist. Die Aufgabe muss sein, diese Ungleichheiten schon im Vorfeld (vor einer Vertragsunterzeichnung überhaupt) auszuschließen. Und sich dabei auch nicht von diversen rhetorischen Purzelbäumen der jeweiligen Protagonisten hinters Licht führen zu lassen.

      All dies schließt noch nicht einmal ein, prinzipiell die Besetzung der Aufsichtsräte auch kritisch zu hinterfragen. Denn dies ist, wenn schon im Artikel erwähnt, ein wichtiges Kriterium für das Zustandekommen dieses ganzen “Systems”.

    24. Karl Heinrich schrieb am 4. Januar 2011 at 22:59 - Permalink

      Würde die deutsche Wirtschaft wirklich aufgrund der Kündigungsfristen von 4 Wochen am Rande des Exodus stehen, so würde sie keine exorbitant hoch vergüteten Managerverträge mit Laufzeiten von zwei, drei oder noch mehr Jahren abschließen.

      Auch Fussballtrainer kriegen mehrjährige Verträge und müssen bei vorzeitiger Kündigung reichhaltig entschädigt werden. Wenn das ein Problem für dich ist, warum bewirbst du dich nicht als Fußballtrainer oder Bankmanager? – Weil die etwas haben, was du nicht hast? Tja, dann …

      Unter dem Strich bleibt das Paradoxon

      … gibt’s auch kein Paradoxon.

    25. Lutz Hausstein schrieb am 5. Januar 2011 at 00:26 - Permalink

      Auch Fussballtrainer kriegen mehrjährige Verträge und müssen bei vorzeitiger Kündigung reichhaltig entschädigt werden. Wenn das ein Problem für dich ist, warum bewirbst du dich nicht als Fußballtrainer oder Bankmanager? – Weil die etwas haben, was du nicht hast?

      Irrtum, mein Guter.

      Wenn ich so egozentrisch wie diese von mir Verachteten wäre, würde ich dies tun. Ich kann aber nicht ernst- und glaubhaft diese Methoden anprangern, um am Ende genau dasselbe für mich persönlich erreichen zu wollen.

      Es gibt nämlich noch Menschen mit Moral und Gewissen. Und es sind gar nicht mal so wenige. Der Irrwitz ist aber, dass genau die egoistischsten, auch gerade wegen dieses Charakterzugs, in die höchsten Positionen gespült werden. Und dann gar noch glauben, den weniger “Erfolgreichen” in salbungsvollem Ton etwas über Moral und Anstand erzählen zu dürfen.

      Ja, sie haben etwas, was ich nicht habe. Oder richtiger: ihnen fehlt etwas. Mitmenschlichkeit. Wo andere Menschen ein Herz haben, haben sie einen Banksafe.

      • Groo schrieb am 5. Januar 2011 at 00:58 - Permalink

        @Lutz Hausstein,

        Schwarzenbeck, einer der Weltmeister von 1974, betrieb (immer noch?) einen Kiosk in München nach seiner Karriere.
        Die Cleverles wie Breitner versuchten, eine bistro-Kette aufzuziehen.

        Die Fussball-Analogie zwecks Rechtfertigung von Vermarktung von Celebreties in der Aufmerksamkeitsökonomie führt sowas in die Irre, dass ich dazu tendiere, dazu einfach garnix zu sagen.
        Oder klärt sie die Verhältnisse, wenn man sie brutal durchleuchtet?

        Fritz Walter 1954.
        Same: Seeler.

        Man kann das Argument umdrehen:
        Was sagt das über die zeitliche Entwicklung der Wertstruktur von 1954-2010?

        Hat sich der Wertrahmen verschoben?
        Wurde er ‘optimiert’?
        Die ‘Leistung’ selbst ist ja mehr oder weniger die gleiche.

        Also: worum gehts?

        • Axel schrieb am 5. Januar 2011 at 12:00 - Permalink

          Ich sehe meine folgenden Anmerkungen unabhängig von der vorliegenden Vorlage!

          Unsere offizielle Gesellschaft besitzt keine Werte mehr. Sie muß sich nicht mehr abschaffen, sie hat sich bereits weitgehend abgeschafft. Allerdings nicht weil sie nicht links genug ist, sondern weil sie keine Werte mehr besitzt. Die stehen allenfalls noch formal auf dem Papier und werden in Präimplantationsdiagnostik-Debatten sternstundenhaft beschworen.

          Wie lange sie im jetzigen Werteverfall noch weiter existieren kann weiß ich nicht. Auch Werte könnten sie vielleicht nicht mehr retten. Eine Rückkehr zu Werten scheint aber beim jetzigen Personal ausgeschlossen.

          Vielleicht hat eine Gesellschaft nur dann zufällig Werte wenn sie aus einer Katastrohpe kommt. Vielleicht ist der Werteverfall auch Länder – oder Deutschlandspezifisch. Vielleicht ist der Werteverfall unvermeidlich. Jede große Kultur ist ja bisher (manchmal römisch dekadent) untergegangen.

          Vielleicht noch 2 Anmerkungen zum Fußball:

          In einem Interview mit Uwe Seeler meinte dieser zu seiner Fußballzeit:

          “Wir waren einfach heiß, darauf, zu spielen”. Das gefällt mir einfach besser als die heutige Zeit

          Wahrscheinlich antwortete er auf die Frage nach dem Geld. Und ob es damals schöner war als heute.

          Leute von der spezifischen Popularität eines Fritz Walter eines Uwe Seeler (der ja nie ins Ausland ging, was hätte er da auch zu suchen gehabt?) oder Max Schmeling gibt es nicht mehr. (Katsche war übrigens von der Persönlichkeit (da gibts nun mal Unterschiede) her halt zum Kiosk-Besitzer bestimmt)

          Was passiert heute: Die Leute die in einem Verein unersetzliches leisten wechseln und verschwinden dann oft in der Versenkung. Diego z. B. , und vor allem Spieler die zu Bayern München wechseln. Aber sie verdienen mehr als da wo sie eigentlich nützlich wären. Das soll gut sein?

          Auf die Frage wie er sein Gehalt gegenüber dem einer Krankenschwester rechtfertigen könne meinte der ehemaliger Bremer Profi Marco Bode: “das könne er nicht”.

          Daraufhin gab es einen kurzen diskursiven Aufschrei in der Presse, dann wars still.

          Es ist schwer ohne die Neid-Keule zu bekommen, über die Ethik von Gehältern und Manager-Verträgen zu diskutieren und es bringt auch nichts (mehr). Was ich geschrieben habe ist also überflüssig.

          Aber kann eine Gesellschaft ohne Ethik leben?

          Was ich geschrieben habe ist also überflüssig, weshalb ich auch zögerte den Kommentar abzuschicken, weil ich mir dabei ein wenig lächerlich vorkomme.

      • brain0naut schrieb am 5. Januar 2011 at 07:06 - Permalink

        schöne, klare, nicht frei von zorniger polemik (ich sehs positiv) + offene erwiederung auf einen bewusst-provozierenden & dummen kommentar.
        gefällt mir sehr…auch dafür dank.

      • Karl Heinrich schrieb am 5. Januar 2011 at 11:04 - Permalink

        Na, dann hör auf zu jammern. Wenn du einen Bundesliga-Vertrag haben könntest, aber nicht willst, dann lass es doch gut sein. Niemand zwingt dich, dann lass du auch andere in Ruhe.

        Es gibt nämlich noch Menschen mit Moral und Gewissen.

        Das ist bekanntermaßen meistens der Prolog dafür, anderen auf die Nerven zu gehen.

        • brain0naut schrieb am 6. Januar 2011 at 11:36 - Permalink

          ooch, is hier jemand trotzig ?

          niemand zwang dich, obigen artikel zu lesen, dann lass du auch andere in Ruhe.

          immer wieder faszinierend, wenn kommentatoren autoren neid unterstellen (& nicht etwa gewissen oder so ne überflüssigen sachen, gott bewahre)

          • Lutz Hausstein schrieb am 6. Januar 2011 at 23:45 - Permalink

            Also, ich find es doch ganz gut passend. :-)

            Die Negation von Moral und Gewissen könnte ja eventuell die Manifestierung dieser von Konservativen so gern gebrauchten, aber nur äußerst schwammig definierten, christlich-jüdischen Leitkultur sein.

            Man weiß so wenig. (c) jb


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