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    geschrieben am 19. Februar 2009 von Spiegelfechter

    Die Schaefflers haben am großen Rad gedreht und sind dabei unter die Räder gekommen. Die Firma steht vor der Pleite. Der Staat sollte ihrem Hilferuf trotzdem nicht folgen

    Elisabeth-Maria Schaeffler und ihr Sohn Georg F. W. gehören zu den glücklichen 55 Personen in Deutschland, die sich laut Forbes-Liste Milliardäre nennen dürfen. Damit dies auch künftig so bleibt, muss nun der Steuerzahler einspringen und den Schaefflers finanziell unter die Arme greifen. Tut er dies nicht, droht der Schaeffler-Gruppe nach Darstellung der IG-Metall in absehbarer Zeit die Insolvenz.

    Die Schaefflers haben zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt am großen Rad gedreht und sind dabei selbst unter die Räder gekommen. Nur noch die große Politik kann mit Hilfe von Steuergeldern den Einfluss der Familie Schaeffler im eigenen Unternehmen sichern. Einst galt die Schaeffler-Gruppe als Musterbeispiel für die Deutschland AG. Gegründet 1946, gewachsen mit dem Wirtschaftswunder, mittelständisch, inhabergeführt, Weltmarktführer.

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    Die Schaefflers haben am großen Rad gedreht und sind dabei unter die Räder gekommen. Die Firma steht vor der Pleite. Der Staat sollte ihrem Hilferuf trotzdem nicht folgen Elisabeth-Maria Schaeffler und ihr Sohn Georg F. W. gehören zu den glücklichen 55 Personen in Deutschland, die sich laut Forbes-Liste Milliardäre nennen dürfen. Damit dies auch künftig ...
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    22 Kommentare:

    1. Aktentaschen schrieb am 19. Februar 2009 at 20:05 - Permalink

      Ich kann da nur eins zu sagen, das ist ein Beispiel wie schnell es einem schlecht gehen kann.

    2. Karl Heinrich schrieb am 19. Februar 2009 at 20:13 - Permalink

      Ob die Leute Milliardäre sind oder nicht, halte ich nicht für wichtig. (In Deutschland ist es das natürlich, weiß ich.) Viel heikler ist doch die Subventionsproblematik als solche:

      Der Staat kann über seine Beteiligung bei der Commerzbank eine Restrukturierung der Schaeffler-Gruppe vornehmen

      Warum sollte er das tun? Warum nicht bei den gerade pleitegegangenen Autozulieferern, warum nicht bei Schiesser und so weiter. Hier entwickelt sich möglicherweise eine ganz böse Ideologie von de luxe-Arbeitsplätzen.

    3. com one schrieb am 20. Februar 2009 at 00:25 - Permalink

      Der Artikel “Flügel aus Wachs” ist informativ, aber das Bild finde ich unpassend!

      Besser gefällt mir das Foto aus Neues aus der Anstalt (ZDF), das ab Zeitmarke 16:20 zu sehen ist (hier trägt frau pelz). In der Sendung vom 17.02. spricht Urban Priol auch über das Thema Schaeffler. Sehenswert! Hier erfährt man auch ein paar Zahlen zum Privatvermögen Frau Schaefflers.

      “Das ist aber ein schlechter Nerz…” meinte Priol und ich stimme ihm zu.

      com one

      PS: ich poste hier, weil ich bei freitag keinen Account habe…

      PPS: der Spamschutz ist irgendwie buggy

    4. Flying Circus schrieb am 20. Februar 2009 at 10:51 - Permalink

      @1: Schlecht gehen wird es den Arbeitnehmern, die entlassen werden; Fr. Schäffler dagegen wird sich weiter an ihren Milliarden erfreuen können.

      @2: Mein Anstand sagt mir, daß ein Milliardär für sein “Spielzeug” erstmal mit seinem eigenen Vermögen einstehen sollte, ehe man den Staat dafür latzen läßt. Die Gewinne werden gerne mitgenommen, die Verluste soll der Staat ausgleichen? Warum eigentlich? Das gilt natürlich auch für die Autozulieferer et al; auch hier hängen im Zweifel Financiers im Hintergrund, die in den fetten Jahren die Gewinne munter abgesaugt haben. Jetzt, in den Zeiten der Krise, soll der Staat einspringen, um die Arbeitsplätze zu sichern.
      Da wünsche ich mir doch eine Privathaftung der Unternehmer und Geldgeber, wie sie bei Unternehmensformen wie der OHG gegeben sind.

    5. Spiegelfechter schrieb am 20. Februar 2009 at 11:19 - Permalink

      @Karl-Heinrich

      Warum sollte er das tun? Warum nicht bei den gerade pleitegegangenen Autozulieferern, warum nicht bei Schiesser und so weiter. Hier entwickelt sich möglicherweise eine ganz böse Ideologie von de luxe-Arbeitsplätzen.

      Das darf nicht passieren. DU fragst warum – deshalb weil Schaeffler im Kern offensichtlich hoch profitabel ist und “nur” ein Opfer der Hybris seiner Besitzerin geworden ist. Wenn der Staat es über den Umweg CoBa schaffen kann (eine echte Pleite würde auch die CoBa und damit den Steuerzahler treffen), mit geringerem Einsatz diese Arbeitsplätze zu retten und danach das Unternehmen mit Gewinn für den Steuerzahler zu verkaufen, so soll dem so sein.

    6. Spiegelfechter schrieb am 20. Februar 2009 at 11:21 - Permalink

      @Flying Circus

      Schaeffler ist eine KG und die Familie haftet voll.

    7. Goldener Reiter schrieb am 20. Februar 2009 at 11:47 - Permalink

      @6 SF

      Wobei eine Kommanditgesellschaft in diesen Ausmassen ohnehin widersinnig ist.
      Dass diese Gesellschaftsform gewaehlt wurde, kann ja wohl nur den Grund haben, die Publizitaetspflichten von GmbH’s und AG’s zu umgehen.
      Bei einem Unterhehmen diesen Umfangs (Milliardenumsaetze, Beschaeftigtenzahlen) hat die Oeffentlichkeit aber wohl mehr als genug Gruende, ueber die Unternehmenssituation informiert zu werden.
      Quod erat demonstrandum.

      Aber zum Glueck fuer die ehrenwerte Dame hat sie ja loyale Lohnsklaven, die sich nicht zu schade sind fuer ihre Grundherrin auf die Strasse zu gehen. Man muss den deutschen Michel einfach liebhaben, zumindest wenn man zum Geldadel gehoert.

    8. Comorius schrieb am 20. Februar 2009 at 12:29 - Permalink

      Moin,
      das geschätzte Vermögen der guten Frau Schaeffler und Family wir ja so auf round about 6 Mrd. Euro geschätzt. Sicherlich nicht in Gold, Diamanten oder Silber, wohl eher in Firmenbeteilligen, Wertpapieren (!!!) und Immobilien.
      Eine schöne Rechnung die man Aufstellen kann: “Würde die gute Dame 5,9 Milliarden Euro ihres Vermögens in den Kauf hineinstecken, also das tun, was doch eigentlich das normalste der Welt sein sollte, hätte sie immer noch 100 Millionen Euro für den Lebensabend übrig. Bei einer geschätzten Lebenserwartung von noch 30 Jahren wären das immerhin über 9000 Euro am Tag.” (http://www.nachdenkseiten.de/?p=3783 Artikel 17).

      Irgendwie gibt es für mich da nicht mehr zu sagen. Wenn ich mich mit meinem Geld, was ich besitze, verspekuliere, dann hafte ich mit meinem privaten Vermögen. Da dies in der Bananenrepublik Deutschland allerdings anders ist, wenn man zum Establishment zählt, ist mir auch nix neues.

    9. Sven schrieb am 20. Februar 2009 at 13:12 - Permalink

      @2 Karl Heinrich
      Noch vor wenigen Monaten hätte ich Dir bzgl. “Milliardär oder nicht” zugestimmt, als ordentlicher Deutscher ;-) Angesichts der Finanz- oder besser Verschuldungskrise sehe ich das mittlerweile etwas anders. Die Konjunkturprogramme sind letzendlich doch nichts anderes als eine Umverteilung von Schulden auf die Steuerzahler, “um schlimmeres zu vermeiden”. Davon profitieren Vermögende überproportional, z.B. ein amerikanischer 25% HRE Investor, der für ne überschuldete Klitsche, die insgesamt keine 3 ? mehr Wert ist noch unverschämte 3 ? je Aktie fordert.
      Die deluxe Arbeitsplätze haben wir doch schon z.B. IG Metall, bei Bosch oder auch VW, sofern man nicht als Leiharbeiter oder bei der Auto2000 GmbH ranklotzt.

      Hab die Woche einen interessanten Artikel vom Herbst/Sommer letzten Jahres gelesen aber den Link verbummelt:
      Schäffler hat bei der Übernahme im Vergleich zu Porsche/VW den Fehler gemacht, die Banken nicht “richtig” mit ins Boot zu nehmen. Die Übernahmestrategie von Porsche war dafür geeignet, dass die Banken in Porsches Interesse handeln mussten, wenn sie den noch ne Mark nebenher machen wollten. (*Böse* z.B. indem sie einen Herrn Merkle darauf hinweisen, dass ne VW mit 80? objektiv überbewertet ist und gleichzeitig ein paar passende Optionsscheine anbieten;-). Bei dem Schaefflerschen Übernahmekonstrukt konnten die Banken davon profitieren, dass Schäffler drauflegt…

      Für nen saftigen Beratervertrag ala Märklin könnte ich folgenden Lösungsansatz zu Mme. Schäfflers Problemchen weiter ausarbeiten:
      Mit Conti zusammen stehen ~250.000 Arbeitsplätze und ~25 Mrd. an Schulden im Raum, macht runde 100.000? Schulden pro Nase. Die Dame könnte doch eine wirschnorrenunsnichtrumundrettenunsselbst AG gründen, 20-80% der Aktien zu einem angemessenen Preis Ihren Mitarbeiter andienen oder mit zukünftigen Gehältern verrechnen um so das Unternehmen zu entschulden. Für die Arbeitsmoral wäre das gar nicht mal so schlecht.

      @Jens (off Topic)
      Erstmal danke für den schönen Artikel und die zunehmende Arbeit, die du in deinen Blog steckst.
      Verbesserungsvorschläge:
      - Wenn man auf der Startseite auf “Kommentare” klickt, wäre ein Link zu den noch zu erstellenden FAQs (hauptsächlich wie zitiere ich richtig) nett. Das würde dir die Beantwortung der regelmässigen Nachfragen deiner Leser ersparen und ich würde auch mal korrekt zitieren ;-)
      - Sofern es dir erlaubt ist, wäre es schön, wenn die Artikel für Telepolis Freitag etc. ganz in deinem Blog erscheinen, sobald man auf “Kommentare” klickt.
      Wenn du so weiter machst brauch ich wohl bald deine Kontonummer…

    10. Karl Heinrich schrieb am 20. Februar 2009 at 13:17 - Permalink

      @8 Comorius

      Der Konzern wies darauf hin, dass das Vermögen der Familie Schaeffler im Unternehmen stecke. Sie habe in der Vergangenheit die Gewinne nicht entnommen, sondern reinvestiert.

      (vor einigen Tagen)

    11. Karl Heinrich schrieb am 20. Februar 2009 at 13:30 - Permalink

      Die Konjunkturprogramme sind letzendlich doch nichts anderes als eine Umverteilung von Schulden auf die Steuerzahler, ?um schlimmeres zu vermeiden?.

      Die Konjunkturprogramme nicht, aber die Banken”rettungspakete” schon. Die Motive dafür sind aber diffiziler.

      Nun werden die Steuern natürlich – besonders in Deutschland – von hohen Einkommen überwiegend aufgebracht, also den Vermögensgeschädigten. Die Wutanfälle in den diversen Foren kommen ja meist von solchen Leuten, die keinen Cent verloren haben und jetzt auch nichts Nennenswertes beisteuern.

      Trotzdem wird in diesem Jahr der Gini-Index ganz schön runtergehen. Die Effekte der Finanzkrise als Erfüllung der Gewerkschaftsträume sozusagen.

    12. Sven schrieb am 20. Februar 2009 at 13:40 - Permalink

      @11
      stimmt, ich hätte Rettungspakete schreiben müssen.
      In der Summe bringen die Vermögenden (nicht juristische und insbesondere juristische Personen) den grösseren Anteil des Steueraufkommens, haben aber oftmals einen niedrigeren Steuersatz als ein gut verdienender Arbeitnehmer, wenn sie denn überhaupt noch in Deutschland steuern zahlen…
      Davon abgesehen sind es nicht gerade die Vermögensgeschädigten, die in den letzten Jahren ordentlich an Buchgeld zulegten, versuchten dieses durch Einsatz von Fremdkapital zu mehren und nun mit dem Rücken an der Wand stehen?

      und noch ein schöner Artikel zur Krise im allgemeinen:
      http://www.suedkurier.de/news/wirtschaft/wirtschaft/Wirtschaft;art410950,3642256

    13. Comorius schrieb am 20. Februar 2009 at 15:21 - Permalink

      @ Karl Heirich:
      “?Selbstverständlich halten wir dabei nicht einfach nur die Hand auf.? Da das Vermögen der Gesellschafter in der Schaeffler Gruppe stecke, sei die Familie bereit, sich von einem Teil dieses Vermögens zu trennen und mit dem Erlös die Verschuldung der Schaeffler Gruppe zurückzuführen. Mit der Suche nach einem Investor ist Schaeffler indes gescheitert.”
      http://www.welt.de/wirtschaft/article3168596/Schaeffler-bringt-ihr-Privatvermoegen-ins-Spiel.html

      Ich hab eigentlich von Privatvermögen gesprochen. Dies wird ja nun einmal auf 6 Mrd. Euro beziffert, auch wenn es zu 99,9% in der Schaeffler-Gruppe steckt. Mit einem Teil dieses Kapitals kann man anscheinend rechnen, da wie angekündigt, dieses Kapital zur teilweisen Entschuldung führen soll.

      Sollte dies nicht ausreichen (und wenn der Staat hier nicht einspringen), so wird die Familie Schaeffler mit ihrem privaten Vermögen (welches sicherlich auch schicke Autos, schöne Immobilien usw. umfasst) in Haftung genommen.
      Mit der Conti-Übernahme hat sich die Schaeffler Gruppe die Suppe eingebrockt und sollte nun als erstes in Haftung genommen werden und nicht der Staat mit der Begründung, es hängen bis zu 80.000 Arbeitsplätze dran.

    14. Flying Circus schrieb am 20. Februar 2009 at 15:50 - Permalink

      @SF: Danke für den Hinweis bezüglich der Rechtsform. Laut meiner hastigen Googlesuche ist besagte Milliardärin sogar Komplementärin. Erstaunlich. Umso unverständlicher, daß hier über einen Bailout nachgedacht wird. Madame hat doch nun genügend Knete als Privatvermögen. Nach meinem letzten Kenntnisstand sollte eine Milliarde Euro zugeschossen werden. Die Dame hat sechs Milliarden Privatvermögen. Paßt doch wunderbar.

    15. Spiegelfechter schrieb am 20. Februar 2009 at 16:03 - Permalink

      @Flying Circus

      Nö ;-)

      Das Vermögen der Dame liegt nicht auf dem Girokonto, sondern besteht zum Großteil aus den Firmenanteilen. D.h. die Dame hat momentan sicher keine Milliarde, die sie zuschießen könnte. Das ist ja der “Witz” an der Sache ;-)

    16. Spiegelfechter schrieb am 20. Februar 2009 at 16:45 - Permalink

      @9 Sven

      - Wenn man auf der Startseite auf ?Kommentare? klickt, wäre ein Link zu den noch zu erstellenden FAQs (hauptsächlich wie zitiere ich richtig) nett. Das würde dir die Beantwortung der regelmässigen Nachfragen deiner Leser ersparen und ich würde auch mal korrekt zitieren ;-)

      Zwar nicht auf der Hauptseite – aber ein FAQ zur Formatierung könnte ich idT einbinden. Das werde ich mal überprüfen. Gute Idee.

      - Sofern es dir erlaubt ist, wäre es schön, wenn die Artikel für Telepolis Freitag etc. ganz in deinem Blog erscheinen, sobald man auf ?Kommentare? klickt.

      Nein – das ist mir leider nicht erlaubt; was aber auch verständlich ist ;-)

      Wenn du so weiter machst brauch ich wohl bald deine Kontonummer?

      Na wenn das kein Ansporn ist ;-)

    17. Goldener Reiter schrieb am 21. Februar 2009 at 04:20 - Permalink

      @14 Flying Circus

      Hab auch mal kurz gegoogelt und bin dabei auf einen FAZ-Artikel gestossen, der die Dame als persoenlich haftende Gesellschafterin ausweisst (2. Absatz):

      http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E84F23AB98E094424868EE6381332C03F~ATpl~Ecommon~Scontent.html

      Aber andererseits hat unsere hochverlaesslich arbeitende Presse ja auch schon den BuWiMin vom Privetvermoegensverwalter zum Geschaeftsfuehrer der (nicht existenten) Familienunternehmens befoerdert.

      Wer verlaesslichere Informationen hat moege diese bitte teilen.

    18. Goldener Reiter schrieb am 21. Februar 2009 at 04:55 - Permalink

      Nachtrag:

      Laut Wikipedia sind Frau Schaeffler und ihr Sohn die einzigen Gesellschafter der Schaeffler KG.

      Wenn sie, wie von der FAZ behauptet, beide persoenlich haften, gaebe es also (derzeit) keine Komplementaere.

      @9 Sven
      Das mit der AG ist ja eine gute Idee (nicht fuer die alte Dame natuerlich)
      aber dann kann man das Unternehmen auch gleich in eine Mitarbeitergesellschaft umwandeln, also nach der Verstaatlichung ;)

    19. aquadraht schrieb am 22. Februar 2009 at 01:40 - Permalink

      Wenn das mit der KG so ist, dann haben wir bald
      zwei Hartzer mehr. Naja, ich glaub nicht dran. Also
      nicht an das mit der KG, das mag so sein, aber da
      sind die Schaefflers bestimmt gleicher als die anderen.

    20. Goldener Reiter schrieb am 22. Februar 2009 at 13:15 - Permalink

      *Kommanditisten*
      muss das bei 18 natuerlich heissen.
      Verfluchtes Deutsch :)

      @19
      Keinen Zweifel. Die Dame hat ja auch lange genug Zeit gehabt, sich “Freunde” in der Politik und bei den Medien zu suchen, die sie unterstuetzen werden.
      Und natuerlich wuerde der ganze Konzern zusammenbrechen, wenn er nicht mehr im persoenlichen Eigentum seiner Patriarchin waehre…sie ist ja eine gesegnete Unternehmerin.

    21. carlo schrieb am 23. Februar 2009 at 00:39 - Permalink

      Wenn ich das mir so mal genauer anschau:
      So einen Schaden haben alle Bankräuber zusammengenommen seit dem Kaiserreich nicht angerichtet.
      Schickt die alte Schusse mit ihren Ackermännern (sic!) zum Insolvenzexecutor. Das Unternehmen kann ja weiterlaufen und wird es auch ohne sie. Ihre Führungsposition soll sie bei ihrem Alten im Bett übernehmen.
      Mir jedenfalls fällt zu diesem albern bürgerlichen Getue nichts mehr ein. Das Privilegium und der Reichtum der alten Pelzmantel-Schraube sind wohl in den Stand eines bürgerlichen Sakraments gesetzt worden. Papst Steinbrück läßt an seiner Unfehlbarkeit nicht rütteln. Wer hätte auch Lust dazu? Die sind nicht mehr satisfaktionsfähig, wozu noch kritisieren oder mehr?

    22. joe schrieb am 23. Februar 2009 at 12:24 - Permalink

      Sieht irgendjemand einen Grund, warum die Frau Schaeffler als Komplementärin nicht voll haften sollte? Braucht das Handelsgesetzbuch einen Extraparagrafen für Frau Schaeffler?

      Mag sein, dass sie ihre Gewinne in der Vergangenheit weitgehend reinvestiert hat. Aber das ist in einer Personengesellschaft ja nun nicht ganz unüblich. Für diese persönliche unternehmerische Entscheidung, die jeder Komplementär ständig zu treffen hat, auch noch besondere nationale Anerkennung zu erwarten, ist schlicht und einfach dreist.

      Dass Schaeffler als Komplementärin über einen Großteil ihres Vermögens vermutlich nicht so ohne Weiteres verfügen kann, ist klar. Das liegt ja in der Natur einer Personengesellschaft. Von Interesse wäre aber durchaus, wie es die Dame denn mit Privatentnahmen hält. Die dürften wohl etwas höher sein als das deutsche Durchschnittseinkommen. Ich würde mich jedenfalls nicht scheuen, Schaeffler in Hartz IV zu schicken. Soweit wird es jedoch sicher nicht kommen. Notfalls sammelt Schaeffler halt wie annodazumal Helmut Kohl. Willige Spender dürften sich bei ihren Kontakten finden. Oder die Regierung macht eine schöne Lex Schaeffler.


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