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  • Offener Brief der Stammbesatzung der Gorch Fock

    geschrieben am 28. Januar 2011 von Spiegelfechter

    Offener Brief

    Besatzung Segelschulschiff GORCH FOCK
    Schweriner Straße 17a
    24106 Kiel

    Sehr geehrter Herr Minister,

    mit diesem Brief möchten wir uns als Stammbesatzung zu den Behauptungen, die in der Presse kursieren, äußern. Des Weiteren soll dieser Brief Ausdruck und Zeichen sein, wie sehr die Stammbesatzung hinter ihrem Kommandanten steht.

    Unfall Salvador de Bahia

    Der Unfall unserer Kameradin in Salvador war für alle ein harter Schlag und nicht leicht zu verarbeiten. Dies hat man sehr deutlich am Zustand der Besatzung feststellen können, vor allem bei den direkt betroffenen Soldaten in der Takelage und an Deck. Daher ist es uns unverständlich, Äußerungen zu hören, welche uns Ausbilder als Menschenschinder bezeichnen. Dies ist ein Schlag ins Gesicht jedes Einzelnen hier an Bord und Rufmord!

    Dies alles sind Äußerungen von Petenten, die ein grundsätzliches Problem mit der Gorch Fock haben. In Salvador war eine Besatzungsfeier auf der Pier geplant. Diese wurde natürlich abgesagt. Vielmehr hat der Offizierslehrgang am letzten Tag in Salvador für die Besatzung und die Ausbilder ein Bier ausgegeben, um gemeinsam die Geschehnisse zu besprechen und die gute/richtige Reaktion der Schiffsführung auf diesen Unfall zu würdigen. Dies alles geschah im Gedenken an unsere verstorbene Kameradin und war vom Lehrgang gewünscht und initiiert. Das in der Presse veröffentlichte Bild entspricht somit nicht den Tatsachen!

    Umgang mit der Situation

    Die Schiffsführung setzte nach dem Unfall die Enterübungen aus und gestaltete den Dienstbetrieb neu und sinnvoll für alle Beteiligten. Unmittelbar nach dem Unfall suchten die Ausbilder und Vorgesetzten das Gespräch mit dem Lehrgang. Nach den administrativen Erstmaßnahmen wurde ein deutscher Pfarrer aus Salvador benachrichtigt, welcher mit zwei ausgebildeten PEERs (Sanitätsmeister der Besatzung) die seelsorgerische Betreuung an Bord übernahm. Hier hat die Schiffsführung unserer Meinung nach richtig gehandelt und sich fürsorglich um die Besatzung gekümmert. Gerade bei dem Thema „Umgang mit der Unfallsituation“ hörten wir immer nur das Wort „Kadetten“. Wer denkt dabei an die Ausbilder, die diesen Unfall direkt miterlebt haben und die in der Takelage verbliebenen Kadetten sicher an Deck begleitet haben? Diese Jungs haben in einer extremen Situation hervorragende Arbeit geleistet und die Beherrschung behalten.

    Der Lehrgang wurde umgehend unter Deck geschickt, um die verunfallte Kameradin nicht sehen zu müssen. Die Stammbesatzung, sprich die Ausbilder, haben an Oberdeck alles Menschenmögliche getan, um der Kameradin zu helfen und sie vor neugierigen Blicken zu schützen.

    Kommandoenthebung des Kapitän zur See Schatz

    Auch ist uns allen mehr als unverständlich, einen Kommandanten, der allseits beliebt ist, gut zu seiner Besatzung war und viele Entbehrungen auf sich und seine Familie genommen hat, um das Schiff gut zu führen, so abzuservieren, wie es hier der Fall war. Warum wurde ein zuverlässiger, loyaler Offizier ohne Untersuchung bzw. Untersuchungsergebnis so behandelt und bloßgestellt?

    Auch fehlte uns der Rückhalt unserer übergeordneten Dienststellen, welche sich zu keiner Zeit vor uns stellten oder sich nach unserem Befinden erkundigt haben. Dies alles vor dem Hintergrund unbestätigter Anschuldigungen, welche eine Gruppe von Petenten (Offiziersanwärter) in Form einer Eingabe an die Öffentlichkeit gebracht haben.

    Vorgaben zur Durchführung einer Segelvorausbildung

    Der Lehrgangsteilnehmer soll behutsam und unter Aufsicht physisch und psychisch bis an die Grenzen seiner individuellen Belastbarkeit geführt werden, damit er ruhig, sicher und beherrscht handeln kann, wenn er im Einsatz in die Lage höchster Gefahr für das eigene Leben kommt. Der OA (Anm. d. Red.: Offiziersanwärter) erfährt und verinnerlicht die Grundsätze und Ziele der Inneren Führung, den Sinn von Disziplin, Selbstdisziplin und Gehorsam.

    Dabei kommt es darauf an, dass der OA im Rahmen der Segelvorausbildung durch die Vermittlung von theoretischen seemännischen Grundkenntnissen und –fertigkeiten sowie durch drillmäßiges Segelexerzieren den Umgang mit Segeln sowie stehendem und laufendem Gut beherrscht und die erforderlichen Sicherheitsaspekte beachtet.

    Umsetzung an Bord:

    Die Ausbilder an Deck haben Weisung, bei Erkenntnissen, die eine vorübergehende Einschränkung der Entertauglichkeit nahe legen, die betroffenen Soldaten beim Schiffsarzt vorstellig werden zu lassen. Ein Entern allein auf freiwilliger Basis hat an Bord der Gorch Fock bis zum Unfall am 07.11.2010 nicht stattgefunden. Vielmehr waren alle Kadetten, die die genannten Voraussetzungen erfüllten, gehalten, an den Enterübungen teilzunehmen. Soldaten, die sich bei den Enterübungen schwer taten wurden unter besonderer Aufsicht weiter am Topp bzw. durch einen Ausbilder individuell am Besanmast ausgebildet und dabei behutsam an das Lehrgangsziel herangeführt.

    Richtlinien für das Entern ab dem 11.11.2010 (nach dem Unfall in Salvador de Bahia): Auf Weisung des Kommandanten fanden weitere Enterübungen nur noch auf freiwilliger Basis statt (Am ersten Tag gingen 20 OAs von 70 nicht in die Takelage, am zweiten Tag nur noch 14).

    Wie oben ersichtlich, wurden nach dem Unfall in Salvador einige neue Voraussetzungen festgelegt, um die Sicherheit der Soldaten bei Arbeiten/Ausbildungen in der Takelage zu erhöhen. Auch hier hat die Schiffsführung richtig – und unserer Meinung nach – nicht überzogen reagiert. Die Darstellungen in der Presse sind falsch und extrem verzerrt.

    Natürlich müssen die Ausbilder gegenüber den Soldaten die Stimme erheben, denn wir bewegen hier einen Großsegler, mit ca. 2000qm Segelfläche im offenen Seeraum. Dieses Segeln findet nicht nur bei angenehmen Wetterverhältnissen statt, sondern auch bei schwerer See mit Windstärken bis zu Bft. 12. Dass ein Befehl beim Segeln für das Schiff und die an Deck befindlichen Soldaten sicherheitsrelevant ist und durch die erhöhten Windgeräusche laut ausgesprochen, bis hin geschrien werden muss, ist nur logisch und im Rahmen der Fürsorgepflicht richtig.

    Daher muss im Hafen eine hohe Leistungsbereitschaft der Lehrgangsteilnehmer hergestellt werden, um das Schiff im Seebetrieb sicher zu führen. Der Kommandant hat sogar die Pflicht, eine hervorragende Ausbildung zu verlangen, so dass er mit der Besatzung das Schiff sicher bewegen kann, und das zum Wohl aller an Bord und anderer Verkehrsteilnehmer. Lehrgangsteilnehmer, die mit dieser Situation nicht zurecht kommen, sollten sich überlegen, ob sie den richtigen Beruf gewählt haben. Denn dieser Ausbildungsabschnitt gehört nun mal zur Offizierbasisausbildung dazu.

    Vorwürfe wegen sexueller Belästigung

    Lapidar geäußerte Sprüche von jungen Soldaten wie die in der Presse aufgeführten sind und bleiben schlechte Sprüche unterhalb der Gürtellinie und sind auch nur Sprüche!

    Zu keiner Zeit wurde hier an Bord ein Soldat von einem anderen angefasst oder gar sexuell belästigt. Natürlich ist die Schiffsführung über die gefallenen Äußerungen nicht erfreut gewesen und hat daher entsprechende Konsequenzen gezogen, nämlich eine Musterung mit deutlichen Worten des Kommandanten an die Soldaten. So etwas wurde und wird hier an Bord nicht toleriert!

    Der Name GORCH FOCK ist nach diesen Vorfällen nur noch sehr schwer reinzuwaschen. Dies bedauern wir und – wie wir denken – auch ein Großteil der deutschen Bevölkerung, die immer stolz auf ihre „Weiße Lady“ war, zutiefst! Wie viele Empfänge und Reisen wurden mit diesem Schiff durchgeführt. Überall, wo es auftauchte, freuten sich die Menschen über das Schiff und unser Land.

    Natürlich haben sich Politiker jeder Parteizugehörigkeit und übergeordnete Instanzen sehr gerne im Schein dieses Schiffes gefeiert. Genau diejenigen, die uns jetzt fallengelassen haben.

    Wir hoffen, sehr geehrter Herr Minister zu Guttenberg, Sie verstehen nun auch die Sicht der Stammbesatzung, die immer ihr Bestes gegeben hat, um sicher und qualitativ hochwertig Kadetten an Bord auszubilden. Wir werden nun in der Presse als schlechte Menschen, ja gar als Unmenschen dargestellt. Dies macht uns und unseren Familien sehr zu schaffen.

    Wir, die Stammbesatzung der Gorch Fock, fühlen uns sehr alleine gelassen – hier am Ende der Welt.

    Hochachtungsvoll,
    Besatzung Segelschulschiff GORCH FOCK

    Anmerkung Jens Berger: Der Brief ist mir auf einem vertrauenswürdigen Weg zur Veröffentlichung zugespielt worden. Wer den Brief weiterverbreiten will, kann dies gerne unter Nennung der Quelle tun. Die Stammbesatzung der Gorch Fock hat einen Maulkorb bekommen und darf nicht mit der Presse sprechen. Dieser Maulkorb ist natürlich im Sinne der “Wahrheitsfindung” problematisch, da die ausgeflogenen Lehrgangsteilnehmer ihre Version ganz selbstverständlich den empörungssüchtigen Journalisten von BILD, WELT und SPIEGEL erzählen dürfen, die diese Aussagen ihrerseits noch weiter skandalisieren. Die in diesem offenen Brief beschriebene Version der Geschehnisse wird im Laufe der Ermittlungen ohnehin zur Kenntnis genommen werden müssen. Das Problem: In ein paar Monaten wird bereits eine neue Sau durchs Dorf getrieben und weder BILD, WELT noch SPIEGEL interessieren sich dann für diese Erkenntnisse. Heute werden die Fakten geschaffen und heute wird der Ruf der Beteiligten und des Segelschulschiffes Gorch Fock zerstört. Eigentlich sollte es Bestandteil einer fairen Berichterstattung sein, alle Seiten zu Wort kommen zu lassen. Diese Fairness zählt im Fall Gorch Fock offensichtlich nicht. Ich hoffe, dass dieser offene Brief dazu beitragen kann, die aus dem Ruder gelaufene Diskussion ein wenig zu versachlichen.

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    409 Kommentare:

    1. Michael W. schrieb am 28. Januar 2011 um 14:47 - Permalink

      War nicht beim Militär, wollte nicht zum Militär und halte nix vom Militär.
      Trotzdem halte Deine Berichterstattung in dieser Sache für äußerst wichtig und erfrischend.
      Schade, dass der Boulevard inzwischen bei den Tageszeitungen und Magazinen angekommen ist. Spektakuläre und undifferenzierte Halbwahrheiten verkaufen sich halt gut und sind für Politiker ein ausgezeichnetes Mittel zur Profilierung.

      • Christistian B. schrieb am 29. Januar 2011 um 17:41 - Permalink

        Ich denke den Kameraden gehört Respekt gezollt, den Medien NICHT. Die Schlagzeile wiegt mehr als die Wahrheit. Doch diese hat zwei Seiten und ist vom Empfinden des einzelnen und dessen Sichtweise abhängig und dies vergessen wir all zu schnell. Die Bundeswehr hat ein Führungsproblem und es ensteht der Eindruck das es zuviele Spacken in den oberen Rängen gibt. Ein Danke und ein Nachfragen lassen wir deshalb direkt sein. Bloß nicht zeigen das wir ein Armee haben die für uns alle, ja alle, den Kopf hinhält, damit wir weiter Lügen und Indvidualissmus höher hängen als alles andere. Und eben diese Soldaten und auch Offizire müssen ausgebildet werden!!
        Danke an unsere Soldaten der Bundeswehr.
        PS: Eine ehrliche Ausenandersetzung ist hier nötig und keine Vorurteile!!

        • Seafarer50 schrieb am 2. Februar 2011 um 02:59 - Permalink

          Ich denke den Kameraden gehört Respekt gezollt, (…)
          wie das folgende???
          Umsetzung an Bord:
          Die Ausbilder(…)
          Ein Entern allein auf freiwilliger Basis hat an Bord der Gorch Fock bis zum Unfall am 07.11.2010 nicht stattgefunden.

          Du bist wohl auch einer von Jenen, denen mehr daran gelegen ist, den “Nächstbesten in Arsch zu treten” als sich mit Kameradschaft auseinander zu setzen!!!
          Ihr seid doch wohl Alle nur “hohl” !!!

          • __human schrieb am 3. Februar 2011 um 11:20 - Permalink

            also ehrlich.
            sow ich das sehe heißt das, das man nicht freiwillig hochklettern durfte, es aber nicht musste wenn man dazu physisch/psychisch nicht in der Lage war.
            Natürlich sollte man beide seiten betrachten und das es zu so einem Unfall kommen konnte ist angesichts der sicherungsmöglichkeiten völlig unverständlich. Aber man sollte wirklich beide seiten anhören, bevor man urteilt

      • Rieser schrieb am 29. Januar 2011 um 20:50 - Permalink

        Aber den Staat mit all seinen guten Leistungen nimmt man schon in Anspruch—-

        • Foxi10 schrieb am 30. Januar 2011 um 09:13 - Permalink

          ….welche guten Leistungen?

          • Egge schrieb am 30. Januar 2011 um 10:04 - Permalink

            Schulen, Straßen, allgemeine ärztliche Versorgung, Grundsicherung für jeden Bürger deutlich über der Armutsgrenze, innere und äußere Sicherheit, Pressefreiheit, Altersversorgung…soll ich weiter machen?

            • Sebi schrieb am 30. Januar 2011 um 10:20 - Permalink

              Grundsicherung für jeden Bürger deutlich über der Armutsgrenze

              Hallo,
              wer hat Dir das denn erzählt?

            • me schrieb am 31. Januar 2011 um 10:46 - Permalink

              … JEDEN [...] DEUTLICH über der Armutsgrenze…

              Genau. Sicher. In ganz Deutschland. Armut gibt es hier nicht. Bei uns doch nicht.
              http://www.kinder-armut.de/

              ich zitiere:

              “Jedes sechste Kind in Deutschland ist von Armut betroffen.” Das sagt der Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland von Unicef aus Mai 2008.

            • SunnyMuc schrieb am 31. Januar 2011 um 12:39 - Permalink

              @me:
              Dann hast du die Armut in anderen Ländern noch nicht gesehen.

            • Ko-Mike schrieb am 31. Januar 2011 um 12:53 - Permalink

              Als Kind dachte ich noch, arm sei man, wenn man hungert und bettelt. Aber nun weiß ich: Es gibt eben Armut und bittere Armut. Wer auf die einzelne Abstufung von Armut gekommen ist, bleibt mir weiterhin ein Rätsel. Muss wohl daran liegen, dass die Armut weltweit zugenommen hat und man ja nicht alle über einen Kamm scheren darf. Oder war’s en Zyniker, der sich in bissiger Satire ausprobierte?

            • Kiwaiti schrieb am 31. Januar 2011 um 23:06 - Permalink

              “deutlich über der Armutsgrenze für alle” ist in Deutschland kaum möglich, weil die Armutsgrenze über das Einkommen der Masse definiert wird.
              Hier ist die Begriffsdefinition schon gezielt so gewählt, daß sich ideologisch erwünschte plakative Vorwürfe immer erheben lassen.

      • Elektrikern schrieb am 30. Januar 2011 um 16:34 - Permalink

        Versteht einer die Aufregung ?
        Wo doch offenbar nichts niemals irgendwas irgendwo passiert ist.
        Alles Erfindung von sechs Wehrpflichtigen, die sich offenbar in den vergangenen zehn Jahren auf der GF totgestellt haben.
        Die leben natürlich irgendwo unerkannt weiter, aber keiner weiss wo…

    2. nix schrieb am 28. Januar 2011 um 14:55 - Permalink

      /Popcorn

    3. leslie schrieb am 28. Januar 2011 um 14:59 - Permalink

      Nette Quadrate im Beitrag.^^

      Ich kauf ein paar ä,ü und öö´s.

      Mlg

      • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 15:03 - Permalink

        echt? Bei mir sieht das ganz normal aus

        • Gurkensalat schrieb am 28. Januar 2011 um 15:21 - Permalink

          Jepp!! Opera zickt mal wieder mit dem Zeichensatz rum. :-((
          Chrome und Firefox. jeweils neueste Version, zeigen korrekt an.

          • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 15:23 - Permalink

            nur bei diesem Artikel, oder bei allen Artikeln?

            • Reino schrieb am 28. Januar 2011 um 15:47 - Permalink

              lt.”meinem”Opera(Linux,Version 11.01) ist es nur bei diesem Artikel so,
              alle anderen werden korrekt dargestellt

              inhaltlich paßt aber alles…

            • Schmatze schrieb am 28. Januar 2011 um 16:17 - Permalink

              Benutze auch Opera 11.01 unter Linux. Keine Probleme mit Umlauten.

            • Manuel schrieb am 28. Januar 2011 um 16:22 - Permalink

              Ich hatte beim kopieren des Textes auch ein paar Schwierigkeiten.

              Konnte es ganz normal in meinen HTML-Ansicht bei WordPress reinkopieren, aber die Darstellung war dann mit den ä, ö und ü – Fehlern. Ich musste es erst als Stinknormale Text-Datei bei mir Zwischenspichern, bevor es ging.

            • leslie schrieb am 29. Januar 2011 um 04:47 - Permalink

              War bisher nur bei diesem Artikel so.
              Und inzwischen wirds auch wieder normal angezeigt.

              Mlg

          • Sukram71 schrieb am 28. Januar 2011 um 15:40 - Permalink

            Nur bei diesem Artikel.

            Und bei Firefox sind die Punkte über den ü auch halb nach rechts verschoben. Beim Internet Explorer 8 auch.
            Irgendwas stimmt da mit dem Text nicht. ^^

            EDIT:
            Jetzt (15:45) haste irgend was gemacht. Auch Opera geht wieder. :)

            • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 16:42 - Permalink

              Jetzt (15:45) haste irgend was gemacht. Auch Opera geht wieder. :)

              Yep, ich habe per Copy und Paste via Texteditor den Inhalt ausgetauscht. Da hat sich wohl beim ursprünglichen C&P ein Zeichensatzfehler eingeschlichen.

      • insider schrieb am 28. Januar 2011 um 18:46 - Permalink

        …dann hast du deine Zeichenkodierung nicht richtig eingestellt. In der Regel arbeitet man mit UNICODE (UTF8) – FF vers. 3.6.13 zeigt korrekt an!

    4. Linus schrieb am 28. Januar 2011 um 15:06 - Permalink

      Bist du sicher, daß der Brief ‘echt’ ist und wirklich für die Stammbesatzung spricht?
      Ich find z.B. das ´ich´ zu Beginn des vorletzten Absatzes eigenartig.

      • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 15:13 - Permalink

        Yep, ich bin sicher

      • Kiat Gorina schrieb am 28. Januar 2011 um 16:41 - Permalink

        @linus: Das “Ich hoffe, sehr geehrter Herr Minister zu Guttenberg,” finde ich auch seltsam —

        • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 16:45 - Permalink

          ich habe das mal geändert. Die “Jungs” sind nun mal keine prof. Schreiber, da kann das schon mal passieren.

          • Linus schrieb am 28. Januar 2011 um 16:51 - Permalink

            Du solltest das trotzdem NICHT ändern!

            • Kiat Gorina schrieb am 28. Januar 2011 um 23:51 - Permalink

              @linus: Das finde ich auch! Entweder ist der Brief authentisch, dann ist auch diese Ungereimtheit authentisch, oder ….

          • Kai Hamann schrieb am 30. Januar 2011 um 04:43 - Permalink

            Da kannst Du doch nichts ändern, wenn es der Originaltext ist!

            Schreib ein “Sic!” dahinter und eine red. Anmerkung; gut ist. Gilt auch für das Datum 11.11.2011, wenn es im Original so ist. Sonst ist das der Nährboden für Gerüchte, was da noch so redigiert worden ist, bzw. wer den Text verfasst hat.

            Ein einzelnes “Ich” legt jedenfalls nahe, dass der Entwurf von einer Einzelperson stammt und auf “wir” umgearbeitet wurde, ohne dass die endgültige Fassung von allen gegengelesen wurde.

            Was dann zusammen mit den Berichten, die das Fehlen von Unterschriften monieren, eine ziemlich diffuse Mischung ergibt.

            Trotzdem prima, dass Du den Text komplett veröffentlichst. Ich hatte bis jetzt nur Auszüge gelesen, und das ist in Zeiten des Internet totaler BS.

            Alles Gute
            Kai Hamann

            • Spiegelfechter schrieb am 30. Januar 2011 um 10:15 - Permalink

              Nein, das war ja auch anders. Eigentlich hatten die Autoren und ich vereinbart, dass ich den Brief vor Veröffentlichung noch einmal lektoriere.

          • Johannes schrieb am 1. Februar 2011 um 09:50 - Permalink

            @SF: Erstmal danke, dass du dich anbietest, so etwas wie eine Gegendarstellung zu veröffentlichen.

            Aber dann doch meine Kritik: Es ist doch nicht üblich, dass Journalisten das Zeug von Leuten korrigieren, die in IHREM Sinne etwas veröffentlichen wollen? Auch wenn die “Jungs” nicht so professionelle Schreiber sind, solltest Du im Sinne deiner Unabhängigkeit doch darauf aufmerksam machen, dass sich die Schreiber dann gefälligst jemanden anderen suchen sollen, der das für sie nochmal nachliest. Veröffentlicht wird, was zugesandt wurde.

            Und wenn doch nachträglich korrigiert werden muss, dann könnte und sollte man das auch als UPDATE oder ähnliches kennzeichnen. Sonst wird es nämlich nicht mehr nachvollziehbar, wenn irgendwann mehrere Versionen deines vertraulichen Briefes öffentlich werden.

            Was, wenn dir irgendein Banker einen vertraulichen Brief zuschickt und sagt “prüf das mal im Sinne der Plausibilität”, dann kannst du doch auch nicht einfach hergehen und irgendwelche Zahlen korrigieren. So stellt sich das für mich dar.

            Wie gesagt, du verheimlichst diese Änderungen ja nicht, aber wenn ich deine Kommentare nicht gelesen hätte wäre mir das nicht aufgefallen! Ob hier ein “Ich” oder ein “Wir” steht ist doch wohl mehr als relevant in einer Sache, wo es um Disziplin, richtiges/falsches Ehrverständnis, Gruppenzwang, Machtstrukturen etc. geht! Oder verstehe ich da etwas falsch?

    5. Frank schrieb am 28. Januar 2011 um 15:10 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Wie wäre es mit einer Korrektur des Datums?

      Richtlinien für das Entern ab dem 11.11.2011 (nach dem Unfall in Salvador de Bahia):

      • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 15:15 - Permalink

        danke – habe ich gemacht

    6. Opaque schrieb am 28. Januar 2011 um 15:21 - Permalink

      Genau deshalb steht Der Spiegelfechter mit ganz oben in meiner Linkliste. Ich danke für die Perspektive – den Verfassern, wie auch dem Veröffentlicher.

    7. Kriegszitterer schrieb am 28. Januar 2011 um 15:29 - Permalink

      Danke für das Posten . Ich habe mit dem Miltär auch nichts am Hut . Für mich sind die Leute dort vor Ort als erstes Menschen , Staatsbürger unseres Landes und erst dann Soldaten .
      Es ist wiedermal unerträglich wie eben auch dort mit den Menschen durch die Politik umgegangen wird . Diesen offenen Brief der Stammbesatzung der Gorch Fock halte ich für ein gutes mittel sich nicht Mundtot machen zu lassen ! Es ist aber wohl nicht zu erwarten das davon etwas bei Guttenbergs Hofberichterstattern zu hören sehen oder lesen sein wird .
      Allenfalls in gewohnter Manier . Tja … also alles guttie was ?

    8. Gastleser schrieb am 28. Januar 2011 um 16:00 - Permalink

      Ach,faktisch eine exklusive Berichterstattung beim Spiegelfechter.
      Hab mich schon gewundert,war vorher kurz bei SPON und da war nix (außer dem Liveticker vom Aufstand in Ägypten,rofl,wie beim Fußball,weiß nicht ob ich darüber Lachen oder Weinen soll).
      Am Teflon Baron wird das sowieso abperlen.

    9. Mecko schrieb am 28. Januar 2011 um 16:03 - Permalink

      Ich kann das Ohnmachtsgefühl derzeit an Bord verstehen, jedoch erschließt sich mir nicht, wieso man den Minister für die schlechte Presse verantwortlich macht. Für mich hat das ganze den Anstrich einer beleidigten Reaktion auf die Absetzung des Kapitäns. Tut mir leid, aber das finde ich indiskutabel!
      Minister zu Guttenberg hat bereits gesagt, das die Suspendierung keine Vorverurteilung darstellt, sondern auch zum Schutz des Kapitäns dient. Ansonsten äußert er sich nicht mit Blick auf die eingesetzte Untersuchungskommission. Mir scheint das ausreichend.
      Wieso also muss dieser Brief diesen beleidigten Unterton haben und konnte nicht (dann völlig zu Recht) an z.B. die deutsche Presse gerichtet sein?

      • Ko-Mike schrieb am 28. Januar 2011 um 16:19 - Permalink

        Naja, für die Stammbesatzung geht der Minister nun nicht gerade durchs Feuer.

      • Sascha Stoltenow schrieb am 28. Januar 2011 um 17:27 - Permalink

        Ach ja, Minister sagen ja immer die volle Wahrheit. Seltsam nur, dass die Begründung, den Kapitän zu schützen deutlich nach der Entscheidung kam, ihn abzuberufen. Das finde ich in der Sache durchaus richtig, die fehlende bzw. nachgeschobene Erklärung aber unterstreicht noch den Verrat. Dieser Brief zeigt also auch, was passieren kann, wenn die politische Führung nicht loyal zu ihren Untergebenen ist: Sie haben einen Maulkorb bekommen, halten sich aber nicht daran, sind also nicht loyal gegenüber der politischen Führung.

        • Ohrenzeuge schrieb am 29. Januar 2011 um 12:48 - Permalink

          Das Argument zum Schutz des Kapitäns hatte BM zG bereits am Tag nach der nächtlichen Entscheidung gegenübder Presse geäußert mit dem Hinweis, dass dies auch in der zivilen Handelsschiffahrt üblich sei. So geschehen am Samstag Vormittag in Koblenz am Zentrum Innere Führung. Natürlich konterkariert dies eine spektakuläre und auf Sensation heischende Berichterstattung. Durch Weglassen dieser Erklärung klingt das doch gleich viel besser. Ich frage mich, was das mit Verrat zu tun hat.

      • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 17:27 - Permalink

        Minister zu Guttenberg hat bereits gesagt, das die Suspendierung keine Vorverurteilung darstellt, sondern auch zum Schutz des Kapitäns dient.

        Ja klar, nur dass niemand weiß, inwieweit die Abberufung dem Schutz dienen soll, zumal der Mann nun eindeutig vorverurteilt ist.

        • Ben schrieb am 29. Januar 2011 um 11:46 - Permalink

          Ach, zu feige, um mal berechtigte, wenn auch derbe Kritik stehen zu lassen, ist der Herr Arschloch von Spiegelfechter auch? In deiner Hurerei nach Aufmerksamkeit merkt dein kleines, erbärmliches Ego offensichtlich nicht einmal, mit wem du dich da einlässt. [Rest der Beleidigungen gelöscht/SF]

          • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 11:52 - Permalink

            Werter Ben, stelle Dir einmal vor, ich komme in Dein Wohnzimmer, kotze auf den guten Teppich, bezeichne Dich als Arschloch und Deine Frau als Hure. Was würdest Du tun? Willkommen auf der Sperrliste.

        • navydoc schrieb am 31. Januar 2011 um 21:15 - Permalink

          KzS Schatz hat Glück, dass er nicht fürsorlich “einstweilig erschossen” wurde. Man kann sich wie bei dem früheren Hexenproblem (auf dem Wasser bleiben = Verbrennen – Untergehen = Ersaufen) ja immer noch politisch entschuldigen.
          Der Kommandant ist NICHT der Vorgesetzte der Kadetten, dies sind Ausbildungsoffizier (fachlich) und IO (1. Offizier als Kompaniechef).
          Warum wurde in Afghanistan nach dem Schießzwischefall eigentlich die Kompanie nicht nach Deutschland zurückbeordert und der BtlKdr abgelöst?
          Die dürfen in Trauer weiterkämpfen. Welch ein Hohn, Herr Minister!

      • docmarkus schrieb am 28. Januar 2011 um 19:33 - Permalink

        Das hat der Herr Minister gesagt, ja – aber ich habe das Gefühl, daß da eine politisch korrekte Begründung für eine übereilte Entscheidung nachgeliefert wurde.
        Hatte er nicht noch am Morgen desselben Tages gesagt, daß zunächst beide Seiten gehört werden sollten? Um dann abends nach reißerischen Schlagzeilen einer gewissen “Zeitung” zu reagieren (auf was? Neue Erkenntnisse der Untersuchungskommission können es ja wohl nicht gewesen sein …)

      • Kriegszitterer schrieb am 28. Januar 2011 um 21:19 - Permalink

        Ach bitte Mecko … Zum schutz des Kapitäns ? Von welchem welchen Kapitän ist den die rede ? :D Ich verstehe das mal mir zur liebe sarkastisch . ;)

        Ansonsten ist dieser Artikel in bezug auf die cdU-Spitze und die Presse der Nachdenkseiten wohl auch noch recht erhellend und rundet das gesamtbild besser ab .

        http://www.nachdenkseiten.de/?p=8146

        Aber um am Ende wieder etwas versöhnlich zu werden … ( wochenende und habe auch schon 2 Bourbon intus )

        http://www.youtube.com/watch?v=g8JhR4fr1_Y

        Ich finde das sagt mehr über den zustand innerhalb der Marine aus als das dieses sich ganze sich aus den Mainstream-journalisten-fingergesauge aus .
        Die Mannschaft steht zu ihrerm Kapitän . Also Nix Bounty . Ja der Roman und die wirklichkeit sind zweit diametrale Wahrweiten … ( vielleicht mal Gockeln ” diametrale Wahrweiten ” ;-] )

        Last euch nicht verkackeiern … so dann !

      • Uli schrieb am 29. Januar 2011 um 19:01 - Permalink

        @ Mecko

        Für mich hat das ganze den Anstrich einer beleidigten Reaktion auf die Absetzung des Kapitäns. Tut mir leid, aber das finde ich indiskutabel!

        Eine Suspendierung ist selbstverständlich die falsche und unprofessionelle Maßnahme. Korrekt wäre eine Einbestellung zum Rapport. Der 1 O führt derweil das Schiff und der Kapitän kehrt dann an Bord zurück, um die Reise zu Ende zu führen. Alles Andere ist unprofessioneller Dünnsinn!

        Minister zu Guttenberg hat bereits gesagt, das die Suspendierung keine Vorverurteilung darstellt, sondern auch zum Schutz des Kapitäns dient.

        Eine Suspendierung ohne den Kapitän auf obige Art gehört zu haben ist in meinen Augen diletantisch und leider sehr wohl vorverurteilend!

        … Mir scheint das ausreichend.

        Mir scheint Ihre Rechtsauffassung fragwürdig – Unschuldsvermutung!

        Wieso also muss dieser Brief diesen beleidigten Unterton haben und konnte nicht (dann völlig zu Recht) an z.B. die deutsche Presse gerichtet sein?

        Wo jemand seine Informationen veröffentlicht, bleibt doch völlig ihm überlassen – und wer ist “die deutsche Presse“?

        • navydoc schrieb am 31. Januar 2011 um 21:24 - Permalink

          Eine Minorität von durchgeknallten Kadetten darf sich in der Presse verbal sekretieren, aber die Stammbesatzung, die in der Presse übel verunglimpft wird, soll sich über einen “führsorglichen” Maulkorb freuen?!
          Oh Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!!!!

      • Foxi10 schrieb am 30. Januar 2011 um 09:20 - Permalink

        Minister zu Guttenberg ist doch ein Teil im Rädchen und er hilft mit alles zu deregulieren. Er weiß sehr wohl was er tut

    10. Ko-Mike schrieb am 28. Januar 2011 um 16:04 - Permalink

      Daher ist es uns unverständlich, Äußerungen zu hören, welche uns Ausbilder als Menschenschinder bezeichnen. Dies ist ein Schlag ins Gesicht jedes Einzelnen hier an Bord und Rufmord!

      Das tun sich die Mainstream-Medien nicht an – zu viel der Wahrheit.

      Auch von mir nochmals vielen Dank an den SF!

      P.S.:
      Hier sei am Rande angemerkt, dass das Mandat für Afghanistan verlängert wurde.

    11. HarryHIII schrieb am 28. Januar 2011 um 17:08 - Permalink

      empörungssüchtige Journalisten

      Kompliment.

      Wobei ich dieses Attribut empörungssüchtig nicht nur auf die (Mehrheit der) BILD-, WELT- und SPIEGEL-Journalisten einschränken würde (falls dahingehend Zweifel bestehen: aber auch nicht (oder nur höchst selten) bis auf Dich ausdehnen würde).

      • H. Müller schrieb am 29. Januar 2011 um 10:28 - Permalink

        Wobei ich dieses Attribut “empörungssüchtig” nicht nur auf die (Mehrheit der) BILD-, WELT- und SPIEGEL-Journalisten einschränken würde (falls dahingehend Zweifel bestehen: aber auch nicht (oder nur höchst selten) bis auf Dich ausdehnen würde).

        So ist es. Ich sage nur Loveparade Duisburg.

        Gruß
        H. Müller

    12. Felix Nagel schrieb am 28. Januar 2011 um 17:08 - Permalink

      Danke für die Veröffentlichung –an Jens, wie auch an die Verfasser selbst.

      @Mecko
      Für den Rufmord am Kapitän darf sich die Stammbesatzung bei der Bild und Kaiser Guttenberg bedanken. Informiere dich mal wann und wie da der Ast abgesägt wurde.

    13. AKLu schrieb am 28. Januar 2011 um 17:18 - Permalink

      Um die Diskussion zu “versachlichen” braucht es Fakten, keine weiteren Meinungen – oder Offene Briefe.

      Ob es etwa den “Knallfonts” für häßliche Kadettinen gab, wird die Untersuchungskommission klären müssen. Ich freue mich dann schon mal auf die Veröffentlichung des Reports auf Wikileaks. ;) Die Erfahrung zeigt leider, dass bei Heer und Marine vieles aus Staatsräson unter den Teppich gekehrt wird.

      Tja, über 50 Dienstjahre Gorch Fock / 6 Tote, 2 davon Frauen im 2-Jahres-Abstand. Zieht eure eigenen Schlüsse.

      Und, lieber Jens, vergiss nicht, dass es auch für die Offiziersanwärter um die Karriere geht. Im allgemeinen hält man da lieber die Schnauze und beißt die Zähne zusammen. Es muss schon einiges zusammenkommen, dass man damit zur Presse geht. Deshalb neige ich dazu, den Kadetten zu glauben. Was die Presse dann damit anstellt, hat die Presse zu verantworten. Die “Meuterei”-Schlagzeilen zum Beispiel passen zum Sprachgebrauch der “Menschenschinder”, nicht der Kadetten.

      • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 17:38 - Permalink

        Die Erfahrung zeigt leider, dass bei Heer und Marine vieles aus Staatsräson unter den Teppich gekehrt wird.

        Die Erfahrung zeigt aber auch, dass Bauernopfer ohne Augenzwinkern über die Klinge springen müssen, wenn das BMVerfG das so will. Ich erinnere in diesem Zusammenhang gerne an die Kießling-Affäre und die ist nur die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.

        Tja, über 50 Dienstjahre Gorch Fock / 6 Tote, 2 davon Frauen im 2-Jahres-Abstand. Zieht eure eigenen Schlüsse.

        6 Tote bei rund 16.000 Lehrgangsteilnehmern. Wie viele Dachdecker-Azubis sind eigentlich in den letzten 50 Jahren tödlich verunglückt?

        Und, lieber Jens, vergiss nicht, dass es auch für die Offiziersanwärter um die Karriere geht.

        Eben. Nun ist die Sache im Rollen und man muss sehen, wie man “seinen Arsch ins Trockene bekommt” – man weiß schließlich, dass die oberste Führung der Gorch Fock ans Leder will. Wie soll man sich entscheiden? Loyalität wird zwar immer groß geschrieben, aber wenn die Obrigkeit das Gegenteil will, kann Loyalität auch hinderlich sein.

        • küstenkuddl schrieb am 28. Januar 2011 um 20:42 - Permalink

          Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 at 17:38

          6 Tote bei rund 16.000 Lehrgangsteilnehmern. Wie viele Dachdecker-Azubis sind eigentlich in den letzten 50 Jahren tödlich verunglückt?

          Herr – Tote gegeneinander aufzurechnen, ist zynisch – ein heftiger Missgriff. Und dass Sie korrigierend am Originaltext eines offenen Briefs herumfummeln, zeichnet Sie nicht gerade als korrekten Faktenvermittler aus.

          • Murmel schrieb am 29. Januar 2011 um 13:48 - Permalink

            “Tote gegeneinander aufzurechnen, ist zynisch – ein heftiger Missgriff.”

            Wenn man anfängt, mit Toten zu argumentieren, hat man auch zu akzeptieren, wenn dem andere Tote entgegengehalten werden. Schließlich geht es doch hier um die Frage, wie hoch die Gefahr dieser Ausbildung wohl einzuschätzen ist.

            Aber wenn die Argumente ausgehen, wird halt gern in die Moralin-Kiste gegriffen und Spruch Nr. 27 rausgeholt. So billig, so peinlich!

            Und weil ja man selbst die Moral gepachtet hat, weiß man ganz genau, dass das Argument, dem man nichts entgegenzusetzen hat, ein “Missgriff” sei. Ein dreifach Hoch der politischen Korrektheit!

      • H. Müller schrieb am 29. Januar 2011 um 10:35 - Permalink

        Tja, über 50 Dienstjahre Gorch Fock / 6 Tote, 2 davon Frauen im 2-Jahres-Abstand. Zieht eure eigenen Schlüsse.

        Was soll dieser Dünnpfiff. Da hat der Starfighter keine 50 Jahre zu gebraucht um diese Zahlen locker zu toppen.

        H. Müller

      • Horst schrieb am 29. Januar 2011 um 14:06 - Permalink

        “Tja, über 50 Dienstjahre Gorch Fock / 6 Tote, 2 davon Frauen im 2-Jahres-Abstand. Zieht eure eigenen Schlüsse.”

        Daraus schliesse ich dann mal, dass Frauen unfähig sind und in der Bundeswehr nichts verloren haben.

        • Foxi10 schrieb am 30. Januar 2011 um 09:35 - Permalink

          “Tja, über 50 Dienstjahre Gorch Fock / 6 Tote, 2 davon Frauen im 2-Jahres-Abstand. Zieht eure eigenen Schlüsse.”

          Daraus schliesse ich dann mal, dass Frauen unfähig sind und in der Bundeswehr nichts verloren haben.

          6 Verunfallte – 2 weiblich Verunfallte = 4 männl. Verunfallte ?

          wer entscheidet ob Frauen in der Bundeswehr was taugen oder nicht ?
          Ihre Meinung ist sehr diskriminierend.

          Wenn sich keine Freiwilligen in Zukunft fürs Militär finden, wird man, wie es in Amerika ist, Mörder und Vergewaltiger einziehen, man braucht schließlich Menschen ohne Skrupel ……..

      • SwENSkE schrieb am 29. Januar 2011 um 15:57 - Permalink

        Tja, über 50 Dienstjahre Gorch Fock / 6 Tote, 2 davon Frauen im 2-Jahres-Abstand. Zieht eure eigenen Schlüsse.

        So ein Erzschwachsinn. Da bricht die feministische Gehirnwäsche wieder voll durch.

        • navydoc schrieb am 31. Januar 2011 um 21:34 - Permalink

          Vergiss es, der ist schon durch damit, :-))
          Typischer Plastiktütenhinterherträger, der ist schon tot und merkt es nur noch nicht

      • th hoernlein schrieb am 29. Januar 2011 um 19:37 - Permalink

        ebend doch, zur meiner dienstzeit bei der marine, sind drei menschen tötlich verunglückt, einer ist zum bsp von einer rakete im warsten sinne des wortes zerquetscht worden… und da hätten offne briefe wie heut zu tage wunder bewirkt…. tom

    14. Jonas schrieb am 28. Januar 2011 um 17:19 - Permalink

      Alles ungefähr so, wie ich mir den Ablauf und die Geschehnisse vorgestellt habe. Auf jeden Fall auch ein Dank von mir für die andere Sichtweise.
      (Auch wenn ich gegen Militär bin und nie da war)

    15. schwitzig schrieb am 28. Januar 2011 um 17:25 - Permalink

      Sehr interessant und schön, dass die Maulkorbseite auch mal etwas dazu sagen kann. Wollen wir hoffen, dass es keine Konsequenzen für den Befehlsmißachter nach sich zieht.

      • navydoc schrieb am 31. Januar 2011 um 21:38 - Permalink

        Da bin ich mir bei den servilen Flaggoffiziers-Nicknegern im Dunstkreis unseres ministeriellen Ex-Gebirgsjägers nicht ganz so sicher.

    16. Linus schrieb am 28. Januar 2011 um 17:31 - Permalink

      @SF:
      Mal ‘ne Frage. Ist der Brief von irgendwem unterschrieben oder namenlos, sozusagen anonym?

      • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 17:33 - Permalink

        dazu kann ich nichts sagen (Quellenschutz). Die Bundeswehr ist da nicht eben zimperlich und wird mit Sicherheit auch die Kommentare hier lesen. An dieser Stelle musst Du mir ganz einfach glauben. Ich kann mich zumindest für Richtigkeit verbürgen.

        • Linus schrieb am 28. Januar 2011 um 17:37 - Permalink

          Ich wollte gar nicht wissen wer, sondern ob! Oder geht das auch nicht?

          • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 17:41 - Permalink

            leider nein – sorry

            • Suppenhaar schrieb am 31. Januar 2011 um 10:40 - Permalink

              Aus Gründen des Schutzes der Autoren, kannst Du nicht sagen, OB der Brief unterschrieben ist? Dafür gibt es wohl keinen logischen Grund, den Du uns vielleicht verraten könntest?

        • Raus aus Afghanistan schrieb am 29. Januar 2011 um 07:27 - Permalink

          Raus aus Afghanistan !

          • Kiat Gorina schrieb am 29. Januar 2011 um 09:26 - Permalink

            @rausausafghanistan: Das bestimmt nicht Deutschland, nicht der Bundestag, nicht der derzeitige Verteidigungsminister und auch nicht das deutsche Volk – das am allerwenigsten, das hat überhaupt nichts mehr zu sagen! Wer bestimmt, das sind die USA, die Deutschland als weiteren US-Staat beanspruchen. Und es geht ihnen nicht um Demokratie und auch nicht um Menschenrechte, sondern um Bodenschätze, und damit ist Afghanistan reich gesegnet. Und ich bleibe dabei, dieser Krieg in Afghanistan ist ein Krieg gegen Demokratie – mit Beteiligung der Bundeswehr … Auch wenn über zwei Drittel der Deutschen diesen Krieg ablehnen!

    17. Jan schrieb am 28. Januar 2011 um 17:37 - Permalink

      “Tja, über 50 Dienstjahre Gorch Fock / 6 Tote, 2 davon Frauen im 2-Jahres-Abstand. Zieht eure eigenen Schlüsse.”

      Die Frage ist, welche Schlüsse man aus Ihrer Vorlage ziehen soll.
      Todesfälle gab es nicht nur bei der Marine oder auf der GF.
      http://de.statista.com/statistik/daten/studie/4892/umfrage/anzahl-der-in-ausuebung-des-dienstes-getoeteten-soldaten-in-der-bundeswehr/

      Das nicht schon früher Frauen auf der GF starben hat damit zu tun, daß ihnen dieser Laufbahnweg lange nicht offen stand.

      Alles weitere sind keine Schlüsse, sondern wilde Spekulationen.

      • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 17:40 - Permalink

        ola – sehr beeindruckend, diese Statistik.

    18. SubcommandanteMarkus schrieb am 28. Januar 2011 um 18:57 - Permalink

      Sechs Tote in 50 Jahren Ausbildung mögen dir nicht viel erscheinen lieber Spiegelfechter , allerdings alleine vier davon in den letzten 12Jahren . Die sinnvolle und kritische Frage ob es einen Kausalzusammenhang zwischen Verrohung in der Bundeswehr und Wiederaufnahme militärischer Einsätze der BW im Ausland , wird von dir nicht gestellt . Da sind selbst die von dir so gescholtenen “etablierten” Medien weiter, hingegen lese ich hier eher Seemans-Pathos von erstaunlicher Kritiklosigkeit

      • WFI schrieb am 28. Januar 2011 um 23:38 - Permalink

        Kritische Fragen stellen können viele. Kritisch denken schon weniger. Nichts an diesem Vorfall belegt bis jetzt, dass es diese “Verrohung” wirklich gibt, und wie, wenn es Sie denn gäbe, Sie es von Afghanistan auf die Takelage eines Segelschulschiffes geschafft hat, wo sie dann zu einem Sturz geführt hat.

        Dass sich die Unfälle gehäuft haben (und die letzten Unfälle Frauen widerfuhren) kann viele Ursachen haben. Eine augenfällige Erklärung wäre zum Beispiel, dass Frauen in der Takelage eines Schiffes nichts zu suchen haben. Ich weiss nicht, ob das stimmt. Ich weiss nur, dass es naheliegender ist – allerdings weniger politisch korrekt – als einen Zusammenhang mit einer “Verrohung” zu postulieren.

        • SubcommandanteMarkus schrieb am 29. Januar 2011 um 00:12 - Permalink

          Zum kritischen Denken gehört eben auch die Dinge im Kontext zu sehen , was du wohl vergessen haben musst . Denn es geht bei weitem ja nicht nur um die Vorfälle bei der Gorch Focker , sondern allgemein um all die Dinge die im der Wehrbeauftragte aus allen Truppenteilen angeführt hat .
          Er sieht zwar nach eigener noch keinen systemimmanenten Fehler in der Ausbildung und Struktur , aber es muss wohl schon einen Veränderung statgefunden haben .
          Es wäre ja auch ein Wunder wenn nicht , wenn man weiß das ca 10% schwer traumatisiert aus Afghanistan zurückkommen , das war zu “unserer” Zeit tatsächlich noch ganz anders.

          Im übrigen wollte ich dem Spiegelfechter ja keine Antwort auf die Frage in den Mund legen, aber alleine die Frage zu stellen , eine Frage die sich aufdrängt , wäre eine minimal Anforderung an kritischen Journalismus gewesen.
          Nur was lesen wir hier in den beiden Einträgen zur Focker Gorch ? Nichts als Pathos , Jugenderinnerungen , mit diversen Bildern angereichert, das mich nicht wundern würde wenn hier Ernst Jünger auch gut weg kommt .

          • navydoc schrieb am 31. Januar 2011 um 21:44 - Permalink

            Wann warst Du denn in Afghanistan? 1975?
            Oder nur rund um den heimischen Kirchturm gebuddelt?

      • Commandante Marcos schrieb am 29. Januar 2011 um 12:32 - Permalink

        Ich stelle mir eher die Frage, ob es nicht zum einen daran liegt, daß jede Vettel, die dort antanzt auch genommen werden muß, weil sie sonst wegen Diskriminierung klagen kann – obwohl man jeden männlichen Fettsack wegschicken würde, zum anderen daran, daß insgesamt die Offiziersanwärter immer unsportlicher, träger und fettleibiger werden, und daran, daß die Bundeswehr eine Institution geworden ist, bei der man lieber von Mitarbeitern als von Soldaten spricht. Dann braucht es noch ein paar Einfaltspinsel, die glauben, daß sie etwas können, nur weil sie es auch dürfen. Daß dann die Absturzrate steigt ist ganz klar.
        Verrohung? Ich bitte Dich, da ist der Ton ja bei den Maurern an der Berufsschule schon rauher. In den 80ern würde keine Zeitung allen ernstes einen Artikel bringen und sich darüber empören, daß Kadetten angeschrien werden. Heute ist das ganz normal. “Da wurde gebrüllt und gedrillt” – Hilfe! Mammi! Ich dachte nicht recht gelesen zu haben. Soll das eine Offiziersausbildung sein, oder ein lustiger Segeltörn der Mädchengruppe der evangelischen Pfarrgemeinde? Wenn das die Leute sind, die andere Leute in einer “Kriesensituation” (von Krieg spricht man schon nicht mehr) führen können sollen? Ich lach mich tot! Wenn die irgendeine Armee nach Deustchland einmarschiert, dann müssen die Lehrlinge der Handwerkzünfte geschlossen antreten, um die BundeswehrmitarbeiterInnen vor sexuellen Übergriffen der feindlichen Armee zu beschützen…
        Von wegen Verrohung – genau das Gegenteil ist die Ursache für die Abstürze. Armes Hascherl – und dann soll man gefälligst den Betrieb einstellen, und womöglich den Kadetten noch einen heißen Kakao an die Hängematte bringen. Wenn ein Dachdecker abstürzt, dann geht der Betrieb spätestens am nächsten Tag normal weiter, und wer sich weigert aufs Dach zu gehen, der kann sich einen neuen Job suchen. Bei der Bundesbräuteschule wird ihnen ein eigener Offizier gestellt, der ihre fetten Ärsche hochträgt, damit sie ja ihr Ausbildungsziel erreichen. Der Dachdeckerbetrieb muß Leistung bringen, sonst kann er zu machen. Die Bundeswehr muß lediglich staatliche Mittel abführen.
        Man stelle ich einen Dachdeckermeister vor, der stundenlang am Gerüst eine Physiotherapie mit einem zu fetten Lehrling durchzieht, der schwierigkeiten am Gerüst hat. Da wird nicht therapiert, da heißt es schlicht: “Bub, wenn Du das nicht hinkriegst, hast Deinen Beruf verfehlt… Und tschüß!” Tja, auf dem Arbeitsmarkt weht ein eiskalter Wind, und die Drückeberger, die früher vor der Armee geflohen sind, weil sie keine Lust auf Schiderei hatten, die fliehen heute in die “Armee”, um sich dem Konkurrenzkampf im Haifischbecken Arbeitsmarkt zu enziehen, in dem diese krummen Hunde sowieso keine Chance hätten. Bundeswehr als vorletzte Hoffnung für Versager – und wer sich selbst da nicht behaupten kann, dem kommt höchstens noch bei der Bayerischen Landespolizei unter. Bei denen liegt die Behindertenquote bei über 90 %…

    19. benny schrieb am 28. Januar 2011 um 19:00 - Permalink

      Ich hoffe, dass dieser Brief diesen hervorragenden Blog etwas bekannter macht. Bin gespannt ob und welche Medien das hier aufgreifen.

      Ich schließe mit Textzeilen von “War Pigs” ;):

      Politicians hide themselves away
      They only started the war
      Why should they go out to fight?
      They leave that role to the poor

      Time will tell on their power minds
      Making war just for fun
      Treating people just like pawns in chess
      Wait ’til their judgement day comes
      Yeah!

      • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 19:01 - Permalink

        Ich hoffe, dass dieser Brief diesen hervorragenden Blog etwas bekannter macht. Bin gespannt ob und welche Medien das hier aufgreifen.

        Es gab schon Anfragen – ich bin selbst gespannt. Der Brief hat definitiv Nachrichtenwert.

        • ZwischenSpeicher schrieb am 28. Januar 2011 um 19:21 - Permalink

          Seltsam

          “… Der SPIEGEL ONLINE vorliegende Brief ist direkt an Karl-Theodor zu Guttenberg gerichtet. ….”

          http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,742328,00.html

          Haben die auch einen Brief bekommen? Warum veröffentlichen sie den dann nicht? Es handelt sich doch ausdrücklich um einen “Offenen Brief”.

          • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 19:27 - Permalink

            Tja, der SPIEGEL halt ;-)

            Zur Info: Der Brief ging gestern abend per Mail an den Adressaten. Wenn SPON also keinen hochrangigen Maulwurf im Minsterium hat, haben sie den Brief auf meiner Seite gelesen und er liegt ihnen NICHT vor ;-)

            • Bernd Jürgen Armando Brandes schrieb am 29. Januar 2011 um 10:06 - Permalink

              er liegt ihnen halt insofern “vor”, dass bei spon.de jemand auf den spiegelfechter geklickt hat. man will halt auch ein stück vom exklusiv-kuchen und verschweigt daher die quelle, zumal man sowieso vermeiden will, dass der fechter unter den spon-lesern bekannt würde – win win.

            • Bernd Jürgen Armando Brandes schrieb am 29. Januar 2011 um 10:09 - Permalink

              ist übrigens eine von BILD perfektionierte technik, frei verfügbare informationen als exklusiv zu verkaufen

            • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 10:11 - Permalink

              ja, klar

              Beim SPIEGEL läuft halt den ganzen Tag folgender Song ;-)

              Mich haben gestern rund ein Dutzend Medienvertreter angerufen, um mit mir über die Hintergründe und die Authentizität des Briefes zu sprechen – der SPIEGEL hat das nicht nötig. Sogar die dpa scheut sich nicht, die Quelle zu nennen. Aber SPIEGEL und Blogs – das ist ja eh ein Thema für sich.

            • gano schrieb am 29. Januar 2011 um 12:09 - Permalink

              tja, du SF solltest darüber nachdenken, dir AGB,s zuzulegen.

              zum Thema Copyright ist dieser Podcast zu empfehlen:

              “Urheberrecht
              Über Rechte, Pflichten, Eigentum und Ansprüche in der digitalen Welt”

              http://chaosradio.ccc.de/cre164.html

          • Linus schrieb am 28. Januar 2011 um 19:29 - Permalink

            Dem Artikel nach zu schließen ist es derselbe Brief. Auch KaTe hat ihn schon und mag u.U. was verhindert haben.

            • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 19:36 - Permalink

              es ist nicht derselbe, sondern der gleiche Brief und SPON liest offensichtlich den Spiegelfechter.

          • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 19:36 - Permalink

            *grins*

            Der Brief, der SPON angeblich vorliegt, ist definitiv von mir. Ich hatte nämlich an zwei Stellen kleinere Fehler ausgebessert, die im Brief an Guttenberg drin sind und von SPON wörtlich zitiert werden. Unsere lieben Alpha-Journalisten wollen sich keinen Zacken aus der Krone brechen und ihren Lesern mitteilen, dass Briefe, die ihnen “vorliegen” aus einer Sekundärquelle stammen ;-)

            • Linus schrieb am 28. Januar 2011 um 19:54 - Permalink

              Na, dann hast du ja heute eine illustre Leserschaft. Verteidigungsministerium und Spiegel. Also Jungs, paßt auf was ihr sagt! Ich fühle mich geehrt, hier kommentieren zu dürfen.
              Das ist doch allles nur’n Fake – oder? *LOL*

            • Ralf schrieb am 28. Januar 2011 um 20:44 - Permalink

              Hahaha, wunderbar.
              Ja, so funktioniert er, der angeblich so investigative Qualitäts-Johurnalismus der qualitätsfreien Mainstream-Medien.
              Schön, dass Du das so aufgedeckt hast.

              Habe vor ein paar Jahren mein SPEICHEL-Abo gekündigt – und mir fehlt nichts, gar nichts.

              Danke und weiter so, Spiegelfechter!

            • COPOKA schrieb am 29. Januar 2011 um 01:58 - Permalink

              I

              ch hatte nämlich an zwei Stellen kleinere Fehler ausgebessert, die im Brief an Guttenberg drin sind

              LOL!

            • Foxi10 schrieb am 30. Januar 2011 um 09:57 - Permalink

              *lach* …. Medien lügen halt wie gedruckt, ganz besonders Spiegel online

    20. Medizinstudent schrieb am 28. Januar 2011 um 19:10 - Permalink

      Nun eines fehlt bei der ganzen Diskussion, ihr bezieht euch immer auf die ganzen Militärausbildungsplätze….
      Aber wie viele Arbeitsunfälle passieren denn in Zivilberufen?

      Jens du hast mal davon geschrieben wie dein Kameraden ein Bein verloren hat, ich denke in jedem größerem Betrieb ( ich meine jetzt keinen Dienstleister ) gibt es minder- bis schwerwiegende Unfälle… denn sonst müsste ich mich Fragen, was die alle bei uns auf der Notaufnahme machen.

      Also ich möchte nur mal die Augen dafür öffnen, dass dies halt überall passiert, nur interessiert es dort halt weniger, ist auch nicht so spektakulär.
      -KFZ Werkstatt
      -Logistikunternehmen
      -DB
      -Forstwirtschaft
      -Flugbetrieb
      -Taxifahrer
      …wollt ich mal so sagen, ohne jetzt sonderlich recherchiert zu haben… bin kein so guter Jornalist ;-)

      • energist schrieb am 28. Januar 2011 um 19:13 - Permalink

        Diese Fragen haben sich andere auch schon gestellt: hier wird sie – leider nur mit Zahlenmaterial für die USA – beantwortet: http://83273.homepagemodules.de/t3618f14-Marginalie-Keine-Bundeswehr-Affaere-3.html#msg45894

        • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 19:17 - Permalink

          auch sehr interessant. Danke

      • COPOKA schrieb am 29. Januar 2011 um 02:18 - Permalink

        @Medizinstudent

        … sonst müsste ich mich Fragen, was die alle bei uns auf der Notaufnahme machen.

        Frag dich noch, wie viele werden jährlich durch ärtzliche Kunstfehler oder mangelnde Hygiene in Krankenhäusern verkrüppelt oder gar umgebracht. Du wirst dich wundern!
        Aus meiner gesamten Verwand- und Bekanntschaft kenne ich nur eine einzige Familie, bei der ein Junge bei Bundeswehr umgekommen ist, aber mindestens ein Dutzend, die durch ärztlichen Pfusch verkrüppelt oder gar umgebracht wurden. Da hat Gorch Foch in 50 Jahren nicht mal das geschafft, was unser Kreiskrankenhaus locker in wenigen Monaten vollbringt. Und kein “Leitmedium” regt sich auf.

        • Foxi10 schrieb am 30. Januar 2011 um 10:08 - Permalink

          Frag dich noch, wie viele werden jährlich durch ärtzliche Kunstfehler oder mangelnde Hygiene in Krankenhäusern verkrüppelt oder gar umgebracht. Du wirst dich wundern!
          Aus meiner gesamten Verwand- und Bekanntschaft kenne ich nur eine einzige Familie, bei der ein Junge bei Bundeswehr umgekommen ist, aber mindestens ein Dutzend, die durch ärztlichen Pfusch verkrüppelt oder gar umgebracht wurden. Da hat Gorch Foch in 50 Jahren nicht mal das geschafft, was unser Kreiskrankenhaus locker in wenigen Monaten vollbringt. Und kein “Leitmedium” regt sich auf.

          …ist es nicht gewollt, dass im medizinischen Bereich das Patienten umkommen?

      • Mathematicus schrieb am 29. Januar 2011 um 12:27 - Permalink

        Laut der offiziellen Statistik „Tödliche Arbeitsunfälle bei betrieblicher Tätigkeit“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ereigneten sich 2009 in Deutschland insgesamt 323 tödliche Arbeitsunfälle in den Betrieben (also ohne Berücksichtigung der Unfälle auf dem Weg von und zur Arbeit).

        Quelle: http://manndat.de/geschlechterpolitik/toedliche-arbeitsunfaelle-ein-trauriges-privileg-der-maenner.html

        • Ko-Mike schrieb am 29. Januar 2011 um 17:54 - Permalink

          Ja, ja, immer nur die Männer. Soviel zur Gleichberechtigung! ;)

    21. energist schrieb am 28. Januar 2011 um 19:10 - Permalink

      Danke für diese Veröffentlichung!

      Insbesondere diese Passage

      Vielmehr hat der Offizierslehrgang am letzten Tag in Salvador für die Besatzung und die Ausbilder ein Bier ausgegeben, um gemeinsam die Geschehnisse zu besprechen und die gute/richtige Reaktion der Schiffsführung auf diesen Unfall zu würdigen. Dies alles geschah im Gedenken an unsere verstorbene Kameradin und war vom Lehrgang gewünscht und initiiert.

      zeichnet doch komischerweise ein ganz anderes Bild von den Vorgängen als man das bisher so las. Natürlich, nur unbelegte Behauptungen… aber das ist alles andere zu dem Thema bisher auch!

      Nun wünschte ich nur noch, diese Zeilen morgen überall an ähnlich prominenter Stelle wie die bisherigen Schauergeschichten lesen zu können!

    22. upahl schrieb am 28. Januar 2011 um 19:20 - Permalink

      Die Seefahrt als solche hat eine jahrhundertalte Tradition. Die Buchdruckerei auch. Schon mal davon gehört, wie der Buchdruckerlehrling nach seinen Lehrjahren und abgelegter Prüfung in den Kreis der Gesellen aufgenommen wird?
      Das ist die Äquatortaufe manchmal ein ‘Zuckerschlecken’.

      Und damit bin ich wieder bei der Seefahrt. Ein Schiff ist ein einsamer Ort in der Wasserwüste. Und auf einem Schiff ist es gefährlich – egal, ob es die Gorch Fock ist oder die 13 m – Yacht auf der Reise von Marseille nach Korsika bei der Nacht. Sicherheit und Zusammenhalt ist alles! Und diesem Denken wird sich keiner entziehen – vor allem nicht die Stammbesatzung. Das alles wird zusammengefasst unter dem Begriff “Seemannschaft” – für einen, der keinen Bezug dazu hat, schwer zu verstehen.
      Und zur Seefahrt gehört auch die (freiwillige) Äquatortaufe mit ihrer ganzheitlichen “Sauerei”, wenn man diesen Kreis übersegelt.

      Es war gut, zu hören, was eine Kadettin (weibl. Kadett) heute im Radio berichtete. Unter anderem, dass der Kommandant ein feiner Mensch und guter Vorgesetzter ist, der auch ein offenes Ohr für pesönliche Probleme hatte.

      Die ganze Sache wird durch die Zeitung mit den grossen Buchstaben hochstilisiert, die auch den neuen (alten) Kommandant wegen seines Wasserschilaufens anprangerte – natürlich mit den üblichen Riesenlettern.

      Und RTL II hat auch schon reagiert. Vielleicht hat die Frau des Barons dabei ihre Connections spielen lassen. Dann wäre sie voll ‘familiär’ involviert und hat bald auch eine Meinung dazu.
      Vielleicht wird ihre Pädophilensuche und -finde auch bald auf See ausgedehnt.

    23. nix schrieb am 28. Januar 2011 um 19:40 - Permalink

      Wie geil !!11!
      Im Bendler-Block rauchen gerade die Köpfe: wie wen hierfür drankriegen?
      Verdammtes Internet. Ermöglicht es den Leuten einfach, sich zu artikulieren ohne dass man vorher den Presesprecher die gewünschte Realität herbeiformulieren lassen kann.
      Bist Du eigentlich rechtlich auf der sicheren Seite, Jens?
      Wie dem auch sei, hier wird `ne Runde Bullshit-Bingo fällig.
      Ich wette, im Zusammenhang mit diesem Schreiben werden wir mit folgende Phrasen verdroschen werden:
      “Mit offenem Visier”
      “Unehrenhaft”
      “Nicht hinnehmbar”
      “Rechtsfreier Raum”

      Und auch meinen Glückwunsch für diesen Scoop: offenbar vertraut man Dir eher als dem ehemaligen Nachrichtenmagazin.

      • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 19:42 - Permalink

        Ja, ich bin auf der sicheren Seite. Blogger sind schließlich ganz offiziell Journalisten mit Pflichten und Rechten – und das deutsche Presserecht ist hier eindeutig.

    24. SubcommandanteMarkus schrieb am 28. Januar 2011 um 20:13 - Permalink

      Was habe ich da gerade in Tagesthemen gehört? Die Marine will die Ausbildung auf der ollen Fregatte fortsetzen , und die angeblich ach so unabhängige Untersuchungskommission wird ebenfalls von der Marine geleitet .
      Na, wozu machen die sich dann noch die Mühe die Leute einzufliegen :)
      Denn die Marine scheint beinahe schon notorisch zu sein wenn es darum geht Dinge unter den Teppich zu kehren , zumindest wenn man den Aussagen von einigen Ex Matrosen glauben darf .

      Naja der Dissens zwischen den Aussagen von so einigen Ex Kadetten die zu verschiedenen Zeiten dort gedient haben zu dem Statement in diesem Brief ist augenscheinlich sehr groß , aber selbst wenn die Wahrheit in der Mitte liegt , wäre das noch Grund genug den “Laden” in einer übergroßen Flasche einzumotten

    25. nix schrieb am 28. Januar 2011 um 20:40 - Permalink

      Auch die Berliner Umschau hat den Brief gefunden.
      Sie beruft sich auf die “Mitteldeutsche Zeitung”, der der Brief vorliegen würde.
      Letztere hat ihn Kommentarlos um 19:15 eingestellt und später noch einmal überarbeitet.

      Quellenangaben? Null.
      Qualitätsjournalismus allerorten.

      Du wirst Dir gewiss zu Schade sein für sowas, aber: könntest Du SpOn abmahnen? Geht das? Just for the Lulz? Bitte? Bitte bitte? Mit Zucker dran und Sahne drauf?

      • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 20:45 - Permalink

        Der Brief, der der Mitteldeutschen vorliegt, ist das Original. Die bluffen – anders als der SPIEGEL – nicht.

        Den SPIEGEL verklagen? Ach was, lass die mal machen. Außerdem ist es ja ein “offener Brief”. Ich behalte das aber im Hinterkopf und werde es zu gegebener Zeit gegen den SPIEGEL ins Feld führen.

    26. Heldentasse schrieb am 28. Januar 2011 um 20:46 - Permalink

      Dieser offene Brief der Stammbesatzung sollte Beachtung finden! Allerdings können diese Menschen, als selbst mehr oder weniger in die zum Teil schweren Vorwürfe Involvierte, IMO keinen objektiven Bericht ablegen, sie sind aus vollkommen nachzuvollziehbaren Gründen parteiisch.

      Des weiteren ich erachte diesen Brief auch als Notwehrreaktion auf eine überzogene Medienkampagne die nicht der Wahrheitsfindung dienen kann. Man kann von Glück reden, dass die GF so weit entfernt von ihrem Heimathafen liegt, dass die eingesetzten Ermittler die Chance haben ihren Job ohne eine Beeinflussung durch die Journaille zu machen.

      Wenn es allerdings schlecht läuft, könnten die Medien die “Lufthoheit” analog zu diversen neueren Gerichtsverhandlungen gewinnen, und das ist das letzte was die betroffenen Soldatinnen und Soldaten gebrauchen können. Allgemeine Info

    27. Ola schrieb am 28. Januar 2011 um 21:10 - Permalink

      Ja, wenn das schöne Leben auf Steuerzahlers Kosten zu Ende zu gehen droht, dann schreibt man allerhald wirres um seine Privilegien noch möglichst lange genießen zu können. Verständlich. Der Informationswert dieser Schmiererei allerdings dürfte gegen Null tendieren.

      Außer vielleicht die etwas seltsame Bemerkung, dass das aufentern NACH dem Unfall zur Freiwilligkeit erklärt worden wäre… Das ist ein höchst gefährlicher Sat, da das aufentern schon immer eine freiwillge Leistung der Anwärter war.. Heisst, ähhm, tja, dumm gelaufen… floet. Schon vergessen die eigenen Regeln die Herren Mannschaften. Kann schon mal passieren…

      Ich denke es wird am Ende unehrenhafte Entlassungen hageln müssen, für die Jungs, die keine professionellen Briefeschreiber sind ( Diese Formulierung klingt super, als müsste man geistig Minderbemittelte in Schutz nehmen..)

      • energist schrieb am 28. Januar 2011 um 21:20 - Permalink

        Das Aufentern war nie freiwillig. Der Kapitän hat – nach der Darstellung in diesem Brief – das erst nach dem Vorfall zur freiwilligen Angelegenheit erklärt. Und ja, das deckt sich mit einer Vermutung, die ich in den letzten Tagen schon öfter geäußert habe: daß bei der ganzen Berichterstattung ganz häufig Dinge in einen falschen räumlichen oder zeitlichen Kontext gesetzt werden.

        • PS schrieb am 28. Januar 2011 um 23:08 - Permalink

          Im Brief steht doch, dass es vorher obligatorisch war.
          Was schreibst Du da?

          • energist schrieb am 29. Januar 2011 um 10:14 - Permalink

            Doch nur das, was im Brief steht?

            Ein Entern allein auf freiwilliger Basis hat an Bord der Gorch Fock bis zum Unfall am 07.11.2010 nicht stattgefunden. [...]
            Richtlinien für das Entern ab dem 11.11.2010 (nach dem Unfall in Salvador de Bahia): Auf Weisung des Kommandanten fanden weitere Enterübungen nur noch auf freiwilliger Basis statt

            Also ja, das Aufentern war obligatorisch (= verpflichtend) für alle Lehrgangsteilnehmer, solange sie dazu körperlich in der Lage waren.

    28. KRK Soldat schrieb am 28. Januar 2011 um 21:12 - Permalink

      Hahahaha
      Zitat: “Der Unfall unserer Kameradin in Salvador war für alle ein harter Schlag und nicht leicht zu verarbeiten.”

      Sind das die gleichen welche 1Tag nach deren Tod eine Karnevalsparty veranstaltet haben?

      Falls ja, keine weiteren Fragen!

      • Spiegelfechter schrieb am 28. Januar 2011 um 21:14 - Permalink

        lies den Brief ;-)

        • SubcommandanteMarkus schrieb am 28. Januar 2011 um 21:22 - Permalink

          Die Stammmanschaft hat ja auch einiges zu verlieren, die Soldaten die dort “meuterten” oder die ähnliche Aussagen schon Jahre vorher tätigten hingegen mussten einiges an Courage aufbieten und natürlich auch mit Repressalien rechnen .

          Aber wunderbar für die Überzeugungstäter das diese “Untersuchungskommission” von einem Marineoffizier geleitet wird .
          Da können die Militärfreaks hier ja schonmal aufatmen .

        • Ola schrieb am 28. Januar 2011 um 21:29 - Permalink

          Stimmt da steht man wollte das vorbildliche Verhalten des Kapitäns und der Mannschaft bei einem Bier mit dem Lehrgang würdigen.. Womit dann auch geklärt sein dürfte, warum sich die Kadetten an den wehrbauftragten wenden MUSSTEN Ja und da steht, das aufentern wäre Pflicht. Das ist aber spannend. hat der Kapitän das etwa angeordnet? Und die Heldenhaftigkeit erst, mit der die Stammbesatzung die restlichen Deppe… ähhh Anwärter sicher aufs Deck geleitet habe
          und überhaupt und sowieso… Der Brief beleidigt den Intellekt jedes klar denkenden Menschen. Und wie war das gleich? Die Verunfallte war mit 159cm ohnehin zu klein um aufentern zu dürfen? Geschenkt, wer will schon mit dem Zollstock und so…

          Also ehrlich, so ein Geschwurbsel.

          • Michael W. schrieb am 28. Januar 2011 um 22:09 - Permalink

            @OLA
            Glaubst Du im Ernst (Auf Blogs darf man sich doch duzen ?) dass eine Mannschaft nach so einer Tragödie, bei der sie ansehen mussten wie eine Kadettin starb, ausgelassen Karneval feiert? Wenn man ein Story verkaufen will, dann muss es die Bösen und die Guten geben. Differenzierung ist nicht gefragt. Das war schon zu Shakespeares Zeiten so und ist heute nicht anders.
            Was in den letzten Tagen berichtet wird folgt genau diesem Muster. Natürlich gab es Verfehlungen und natürlich ist der Job härter als man als Zivilist annehmen möchte. Aber das ist alles kein Grund kollektiv eine ganze Besatzung zu verunglimpfen, wie es leider geschehen ist.

          • fm schrieb am 28. Januar 2011 um 23:20 - Permalink

            Klar denken ist etwas anderes als dieser Offene Brief, dem argumentative Logik fehlt. Der Stil ist jämmerlich. Der Inhalt zeugt von begrenztem Geist. In der Haltung fehlt Disziplin.
            In einer Marine, die dem Parlament und einem Minister unterstellt ist, hat auch ein Ausbilder zu gehorchen. Der Offene Brief verweigert dem ministeriellen “Maulkorb” frech den Gehorsam. Allein für dieses schlechte Benehmen seiner Mannschaft wird sich der Kommandant rechtfertigen müssen.
            Erstaunlich ist die eingeschränkte intellektuelle Kompetenz und Modernität der Ausbildung und der Ausbilder auf der Kaderschmiede der deutschen Marine. Es braucht schon in jeder Hinsicht tolle Jungs und Mädchen, die trotzdem gute Offiziere werden.

          • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 01:40 - Permalink

            Stimmt da steht man wollte das vorbildliche Verhalten des Kapitäns und der Mannschaft bei einem Bier mit dem Lehrgang würdigen.. Womit dann auch geklärt sein dürfte, warum sich die Kadetten an den wehrbauftragten wenden MUSSTEN

            Da steht, dass die Kadetten das Bier ausgegeben haben – die Kadetten, die sich nun über eine angebliche Feier echauffieren.

            Ja und da steht, das aufentern wäre Pflicht. Das ist aber spannend. hat der Kapitän das etwa angeordnet?

            Nein, so etwas steht in der Ausbildungsordnung, die jedem Kadetten bekannt sein sollte.

            Und wie war das gleich? Die Verunfallte war mit 159cm ohnehin zu klein um aufentern zu dürfen?

            Wer sagt das? Außerdem darf ich daran erinnern, dass die Verunfallte keine Wehrdienstleistende war, die man zu etwas gezwungen hat, sondern eine Offiziersanwärterin, die sich der Risiken voll und ganz klar sein muss.

            • energist schrieb am 29. Januar 2011 um 10:17 - Permalink

              Da steht, dass die Kadetten das Bier ausgegeben haben – die Kadetten, die sich nun über eine angebliche Feier echauffieren.

              Nun sollte man allerdings auch nicht den Fehler machen, den gesamten Lehrgang von 70 Mann über einen Kamm zu scheren. Auch in solch einer Gruppe gibt es die unterschiedlichsten Ansichten, sicherlich auch zu dieser Geschichte.

            • drfox schrieb am 30. Januar 2011 um 08:08 - Permalink

              Mist, hab’ s gerade erst gesehen. Bin aber unschlüssig ob der Echtheit des Briefes. Was ist mit dem Bordbefehl Nr. 25? Dort war die Freiwilligkeit des Aufenterns geregelt. Ist bzw. war der ausser Kraft gewesen, als der Unfall geschah?

          • H. Müller schrieb am 29. Januar 2011 um 16:07 - Permalink

            Der Brief beleidigt den Intellekt jedes klar denkenden Menschen.

            Dann kann er Dich ja nicht beleidigen. Behalte bitte Dein RTL-Wissen für Dich. Die Wenigsten (einschl. meiner Wenigkeit) haben ein objektives Wissen von den Abläufen. Also erst mal abwarten und Tee trinken und in einem halben Jahr sich eventuell eine Meinung bilden. Siehe hierzu Loveparade Duisburg.

            H. Müller

    29. Wolf schrieb am 28. Januar 2011 um 21:27 - Permalink

      Wenn der ‘Herr Minister und sin Fru’ ihre Seele mit Haut und Haaren an die Springer-Presse verkaufen, an RTL2 und Kerner, braucht sich niemand zu wundern, wenn das Karrierepaar nach deren Pfeife tanzen muss. Das ist der Preis für die gekaufte Pupularität, den eben auch andere mitbezahlen.

      So sind aber die ministeriellen Entscheidungen gut vorherzusagen: Die liest man Tags zuvor in diesen Blättern oder die werden im Billigfernsehen verkernert. Die Bauernopfer wähernd der Kundus- Affäre zeigen das wahre Gesicht des ‘meisten Politikers Deutschlands’. Angefangen haben damit übrigens nicht die Guttenbergs, sondern Medienkanzler Schröder…

      • Bernd1 schrieb am 28. Januar 2011 um 22:09 - Permalink

        Sie mögen den Herrn zu Guttenberg nicht?
        Das ist ok, aber hier hat er vollkommen Recht!
        Zur Abberufunng des Kapitän Schatz durch den Verteidigungsminister:
        Es ist üblich bei Streitkräften dass bei Untersuchungen wie sie jetzt auf der Gorch Fock stattfinden, der verantwortliche Offizier, hier der Kapitän, bis zur Klärung von seinem Kommando abberufen wird. Warum die vorgestzte Admiralität dieses nicht getan hat ist eine dringend zu klärende Frage.
        Warum musste erst der Minister eingreifen bei diesem Standardvorgang?
        Ist es die Kumpelhaftigkeit der Offiziere untereinander dass der Admiral diesen Schritt scheinbar “vergessen2 hat?
        Diese Fragen muss man stellen, wenn man ungefähr weiß wie militärische Strukturen normal funktionieren!

        • Ko-Mike schrieb am 28. Januar 2011 um 23:15 - Permalink

          Diese Fragen muss man stellen, wenn man ungefähr weiß wie militärische Strukturen normal funktionieren!

          Der Satz scheint mir paradox (in sich selbst und in Bezug auf das, was du sagst).

        • navydoc schrieb am 31. Januar 2011 um 22:03 - Permalink

          Jooo, deshalb ist der BtlKdr auch schon zu Hause (Schießzwischenfall Afghanistan) oder etwa nicht?? Blödsinn macht eine Standardbehauptung nun mal aus.

    30. Tullius schrieb am 28. Januar 2011 um 21:28 - Permalink

      Und, lieber Jens, vergiss nicht, dass es auch für die Offiziersanwärter um die Karriere geht. Im allgemeinen hält man da lieber die Schnauze und beißt die Zähne zusammen.

      Die Kadetten haben aber wahrscheinlich noch nicht die Spielregeln in der “Mediendemokratie” begriffen und konnten so die Folgen ihrer Beschwerde nicht überblicken.

      Es ist natürlich immer besser, Probleme innerhalb einer Mannschaft intern zu klären. Wenn diese nach außen getragen werden (natürlich nicht bei Straftaten) verschärft sich immer die Konfrontation, es gibt dann die Gefahr ein Gesicht zu verlieren und Dritte können ihre eigenen Interessen damit verknüpfen – in der Regel immer auf Kosten der ursprünglichen Sache. Eine sachgerechte Lösung bleibt auf der Strecke.

      In GF-Fall entsprang die Beschwerde beim Wehrbeauftragten dem Verlangen – ob begründet oder nicht ist insoweit uninteressant – auf Mißstände hinzuweisen, die aus Sicht der Kadetten bestehen und diesen abzuhelfen. Allerdings kommt nun die politische Situation ins Spiel. Wir haben es mit einem Wehrbeauftragten zu tun, der einer 3%-Partei angehört und der mit seiner Partei um das politische Überleben kämpft. Es gibt einen in der Öffentlichkeit beliebten Verteidigungminister, dem viele seiner Kollegen einen Skandal nur zu gern anhängen würden. KT ist auch willens für sein politisches Überleben Dritte zu opfern, denn der einfache Bürger erkennt darin Entschlossenheit und Kompetenz. Und dann gbit diese Beschwerden der Kadetten von dem maritimen Botschafter Deutschlands, ein Schiff, das jeder Deutsche kennt. Aus diesen Zutaten läßt sich ein schöner Skandal machen. Die Medien haben für heute ihre Schlagzeilen, der Wehrbeauftragter kämpft für unterdrückte Kadetten, die Opposition versucht KT für irgendwelche Mißstände zu diskretitieren und KT wählt die polulärste und mediengerechteste Variante um sich als Problemlöser aufzuführen.

      Verlierer dabei sind die eigentlich Beteiligten. Der Kapitän, dessen Autorität vernichtet wurde, die Stammbesetzung, die in der Presse als Ansammlung von aus der Unterschicht entstammenden und von Sozialneid zerfressenen Grobjahnen dargestellt wird und die Gorch Fock selbst. Verlierer werden aber auch die Kadetten sein. Es wird der Tag kommen, an dem das Thema einfach abgelutscht ist und niemand mehr das 20. Interview lesen will, der politische Gehalt der Affaire aufgebraucht ist und sie niemanden mehr nützlich sein werden. Dann werden sie und ihr Anliegen einfach fallen gelassen. Aber sie werden beten, dass sich niemand an sie erinnert.

      • SubcommandanteMarkus schrieb am 28. Januar 2011 um 21:48 - Permalink

        Da jetzt eine Verschwörung heraus zu quetschen, ist wirklich weit hergeholt.
        Fakt ist das sich ähnlich lautende Gerüchte über unhaltbare Zustände auf der Gorch Focker schon seit Jahren halten . Die “Verschwörung” liegt eher darin das diese nie untersucht wurden, um diesen hölzernen Botschafter heroischer “deutscher Herrlichkeit” keinen Schaden nehmen zu lassen .

        • Tullius schrieb am 28. Januar 2011 um 22:10 - Permalink

          Ich will auch keine geplante Verschwörung schildern, sondern hier haben sich für interessierte Kreise einfach Gelegenheiten geboten, die zum eigenen Vorteil ausgeschlachtet werden. Nur aus diesem Grund ist es einfach ein Thema in den Medien geworden. Das Anliegen der Kadetten interessiert im Grunde niemanden weiter. Die Untersuchungen werden übrigens auch zu keinem Ergebnis führen, das in irgendeinerweise brisant sein wird.

          Und was heißt hier “unhaltbare” Zustände. Das ist derzeit immer noch eine Unterstellung, deren Inhalt ziemlich nebulös ist. Wer sich allerdings in solchen Bereichen auskennt, weiß dass es immer wieder bestimmte Problemkonstellationen gibt (auch in vielen Berufsbereichen im zivilen Leben). Das sollte niemand überraschen.

          • SubcommandanteMarkus schrieb am 28. Januar 2011 um 22:16 - Permalink

            Aber immerhin ist es mehr als die Unterstellung einzelner Kadetten einer einzelnen Fahrt . Wenn es sogar zu einer Art “Meuterei” kam, also einer Aktion bei der die Kadetten nur verlieren können , ist das schon ein starker Hinweis .
            Während man Äußerungen der Stammbesatzung ganz leicht als Schutzbehauptung erklären kann.

            Der Wehrbeauftragte schilderte auch ausdrücklich nicht nur Missstände bei der Gorch focker , ihn ist es sogar etwas unangenehm gewesen , wenn man seine Pressekonferenz sich angeschaut hat , das es nur noch darum zu gehen scheint , denn es fanden sich diverse ähnliche Problem in allen Truppenteilen .

    31. Herr Liebreiz schrieb am 28. Januar 2011 um 21:35 - Permalink

      Dies alles sind Äußerungen von Petenten, die ein grundsätzliches Problem mit der Gorch Fock haben.

      So einfach kann’s sein? Nein!

      • navydoc schrieb am 1. Februar 2011 um 20:27 - Permalink

        So einfach ist es auch nicht. Diese Einzelschicksale haben ein Problem mitz sich und ihrem angestrebten Beruf.

    32. Marc schrieb am 28. Januar 2011 um 21:43 - Permalink

      An die Besatzung

      Ich bedauere Zutiefst das Ihre Familien und Sie selbst unter diesem Druck leiden müssen. Das ist Pervers inzeniert von den Medien. Aber vielleicht hilft Ihnen dieses Erlebnis dabei auf zu wachen. In unserem Land werden nämlich permanet Millionen Menschen auf ähnliche Weise von den Medien fertig gemacht.

      An dieser Stelle ergeht meine Solidarität. Und lassen Sie sich nicht unterkriege von den Manipulierten und Lieblosen Kreaturen. Diese Menschen können nichts dafür und sind auch nur Einsam und alleine.

      Mögen Sie Kraft und Halt in Ihren Familien und in der Kameradschaft der Mannschaft finden. Das gute wird sich durchsetzen.

      Für alle anderen

      Nun wird mal eben auf der Besatzung der Gorsch Fock herumgetrampelt. Wegen Lächerlichkeiten. Wir reden hier von einem MILITÄR Schulschiff. Schon mal gesehen wie in anderen Ländern ausgebildet wird? Das sind Soldaten! Siehe China oder Russland. Die Lachen uns aus! Wir reden hier von Menschen die für Krieg und Kampf ausgebildet werden. Und nicht um warmen Kakao an ältere Damen zu verkaufen. Wenn die Gesellschaft das nicht verkraftet. Dann möge sich die Gesellschaft für die Abschaffung der Bundeswehr stark machen. Anstatt hier auf einzelen herum zu trampeln.

      Natürlich ist es tragisch wenn Menschen sterben oder verletzt werden. Aber das ist Berufsrisiko als Soldat. Der Sinn und Zweck eines Soldaten besteht darin Gehorsam zu sein. Zu töten und letztenendes getötet zu werden. Wir reden hier von Abhärtung. Ein Soldat muss im Ernstfall volkomen kalt und emotionslos reagieren können. Wer damit nicht um gehen kann, hat den falschen Beruf gewählt. Ich selber habe mich auch für einen Zivildienst entschieden. Eben genau aus solchen Gründen.

      Ich meine Denkt doch bitte einmal nach. In einem möglichen Kriegsfall. Sollen dann die Offiziere lieber erst einmal im Handbuch für Sicherheitsvorschriften nachblättern bevor Sie Entscheidungen Treffen? Das ist doch alles ein schlechter Scherz! Soll ein einfacher Soldat dann absofort jedes mal seinen Vorgesetzten fragen bevor er das Feuer eröffnet?

      Jeder der sich hier über die Gorch Fock beschwert sollte sich lieber über die Einsätze der Bundeswehr außerhalb unseres Territoriums gedanken machen. Das ist ein wirkliches Problem. Und nicht so ein Schulschiff. Denn dort werden unsere Jungs in einen Imperialisten Kolonialkrieg verheizt. Der nur den Intessen der Wirtschaft dient.

      Neuanfang

      Vielleicht ist das aber auch eine gute Gelegenheit für die Besatzung neu an zufangen. Ich selber bin ein Jünger Jesu. Und daher ist das Natürlich nichts für mich. Dennoch habe ich verständnis für diese Menschen. Und Lieblose Verurteilung hat noch keinen weiter gebracht. Wie heißt es so schön. Wer frei von Schuld ist möge den ersten Stein werfen.

      Daher mein Rat zum Schluss. Aussteigen und den Sommer eingeölt auf einem Handtuch in der prallen Sonne genießen. Und das Gute und die Liebe fließen lassen.

      • SubcommandanteMarkus schrieb am 28. Januar 2011 um 22:03 - Permalink

        Wenn die Jungs , die nicht meine Jungs sind , sich freiwillig entschließen in eine Armee einzutreten , dann muss man meiner Meinung nach schon nach den Gründen fragen warum sie das taten, aber nicht wenige wollen ja auch mal so richtig “einheizen ” wenn sie dabei “verheizt” werden …Nunja das ist dann wohl Berufsrisiko und immerhin ein aktiver Beitrag zu Verkleinerung der Truppe.

        Bevor mir jetzt einer mit “du pöser Zyniker du” kommt der sollte sich mal über den Zynismus von militärischen Pathos und Heroismus klar werden.

      • Heldentasse schrieb am 28. Januar 2011 um 22:26 - Permalink

        Die Kadetten sind und werden nicht Mitglieder des Kommandos Bundeswehr Spezial Kräfte. Die GF ist ein Ausbildungsschiff und was diese Menschen da lernen sollen ist Teamarbeit und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und sie sollen an ihre Grenzen herangeführt werden (physisch/ psychisch). Reale Gefechtssituationen zur See können auf einem Segelschiff nicht trainiert werden. Die GF ist quasi so was Bootcamp für die zukünftige Marineelite. Kommandant und Stammbesatzung müssen alles unternehmen um Unfälle zu vermeiden. Womöglich haben sie das nicht gemacht, das und auch anderes wird jetzt untersucht. Und das ist gut so!

        Ich empfinde Ihren Kommentar etwas am Thema vorbei geschrieben, zumal das darin aufgezeigte Soldatenbild seit mindestens 60 Jahren veraltet ist.

    33. reffgen85 schrieb am 28. Januar 2011 um 21:52 - Permalink

      ich war als stammbesatzung bis mitte 2007 an bord
      habe die 147. aar bis new york mitgemacht
      kann nur bestätigen was im oberen bericht von der besatzung geschildert wird
      die zeit auf diesem schiff war bisher die schönste meines lebens und ich denke es wird auch die schönste meines lebens bleiben.
      sie hat mein leben im positiven geprägt…
      lg und mein mitgefühl an die besatzung der gorch fock

    34. hellertaler schrieb am 28. Januar 2011 um 21:59 - Permalink

      So viel zur Quellenangabe: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1296223177914

    35. Bernd1 schrieb am 28. Januar 2011 um 22:05 - Permalink

      Dieser offene Brief ist eine reine Rechtfertigung bei der man den Eindruck hat dass man sich hier von jeder Verantwortung freisprechen will.
      Es ist bezeichnend dass hier nur die Stammbesatzung geschrieben hat, ohne die betroffenen Kadetten!

      Zur Abberufunng des Kapitän Schatz durch den Verteidigungsminister:
      Es ist üblich bei Streitkräften dass bei Untersuchungen wie sie jetzt auf der Gorch Fock stattfinden, der verantwortliche Offizier, hier der Kapitän, bis zur Klärung von seinem Kommando abberufen wird. Warum die vorgestzte Admiralität dieses nicht getan hat ist eine dringend zu klärende Frage.
      Warum musste erst der Minister eingreifen bei diesem Standardvorgang?
      Ist es die Kumpelhaftigkeit der Offiziere untereinander dass der Admiral diesen Schritt scheinbar “vergessen2 hat?
      Auch an diesem Punkt ist der “offenen Brief” der Stammbesatzung unehrlich. Diese Marinesoldaten kennen die normalen Vorschriften die für solche Vorgänge g

      • gebintit schrieb am 28. Januar 2011 um 23:17 - Permalink

        Also ich finde den offenen Brief sehr verständlich und wer ihn nicht versteht, dem fehlt es wohl an Einfühlungsvermögen.
        Ich kann nicht behaupten, dass ich die ganze Skandalgeschichte aufmerksam verfolgt hätte, aber mir drängt sich schon der Eindruck auf, dass der geschmeidige Herr Guttenberg bei dieser Sache mehr um seinen eigenen Ruf, als um den Ruf der ihm unterstellten Soldaten/Soldatinnen besorgt war. Wenn ich mir vorstelle, dass ich als Verantwortlicher solch einem tragischen Unfall beiwohne und dann noch von der Skandalpresse an den Pranger gestellt werde und mein Dienstherr sich nicht schützend (oder sehr verzögert) vor mich stellt, dann ist das harter Tobak. Auch wenn es vielleicht formaljuristisch korrekt war, im gegebenen aufgehetzten Umfeld war die öffentliche Abberufung des Kapitäns durch den Minister schon eine Demütigung.
        Aber mein Herz hängt, im Gegensatz zu Jens, nicht an der Marine. Ich denke, man sollte ganz nüchtern und sachlich die Vorgänge auf der Gorch Fock analysieren und ohne großes TamTam Konsequenzen ziehen. Ich habe mir auf Youtube das Aufentern auf der GF angeschaut und muss schon sagen, dass ich nicht verstehen kann, wie man jemand zu dieser schwindelerregenden Arbeit zwingen kann. Aber ich kann so manches beim Militär nicht verstehen, deshalb habe ich auch Zivildienst gemacht.

        • Bernd1 schrieb am 28. Januar 2011 um 23:32 - Permalink

          In dieser Antwort auf meine Zeilen ist ein Widerspruch enthalten der das Problem aber auch deutlich macht.
          Der Diestherr soll sich schützend vor den Kapitän stellen und man soll ganz nüchtern und sachlich die Vorgänge auf der Gorch Fock analysieren und ohne großes TamTam Konsequenzen ziehen.
          Das passt nicht zu einer Armee! Es geht hier nicht um eine Firma mit zivilen Strukturen.
          Die Dienstvorschriften erlauben NICHT dass der Kommandant einer Einheit, gegen den eine Untersuchung angesetzt wird, im Kommando hleibt, auch wenn das hier viele gerne möchten. Es ist schon sehr eigenartig dass der verantwortliche Admiral das nicht schon früher gemacht hat so dass der Minister eingreifen musste. Eigentlich müsste er auch noch einen Admiral zur Rechenschaft ziehen.
          Wer das nicht versteht begreift leider die Kommandostrukturen vor Armeen nicht.
          Ich sehe hier nur einen der richtig handelt und das ist der Vertedigungsminister!

          • gebintit schrieb am 28. Januar 2011 um 23:50 - Permalink

            Ich habe mir nun die Pressemitteilungen des Bundesministeriums für Verteidigung angeschaut. Am 22.01. geht dort die Meldung an die Presse:

            Der Verteidigunsminister hat den Inspekteur der Marine beauftragt:
            * Den Kommandanten des Schulschiffes Gorch Fock von seinen Pflichten zu entbinden.
            * Das Schulschiff direkt in den Heimathafen Kiel zurück zu beordern.
            * Das Schulschiff bis zur vollständigen Aufklärung der Vorfälle aus der Fahrbereitschaft zu nehmen.

            Der Minister hätte ahnen müssen, dass für die Presse dies einer Bestrafung des Kapitäns gleich kommt. Der Minister also damit den Kapitän für seine Taten verurteilt. Es müsste doch einem so intelligenten Minister wie Herrn von Guttenberg klar sein, dass nicht jeder Zivilist die rechtlichen Gepflogenheiten der Bundeswehr kennt!
            Notgedrungen musste also das BMV am 23.01. nachlegen:

            Die Entbindung eines Kommandanten von seinen Pflichten ist ein in der Marine in einer solchen Situation übliches Verfahren. Es bedeutet keine Vorverurteilung oder gar, dass dem Kommandanten schon zu diesem Zeitpunkt ein konkretes persönliches Fehlverhalten vorgeworfen wird.

            Wer weiß, wie die Skandalpresse tickt, der weiß, dass dies den Schaden nicht mehr beheben konnte. Verurteilungen werden in Schriftgröße 24 auf der Titelseite und die Richtigstellung in Schriftgröße 8 auf Seite 13 gedruckt. Also ich sehe hier schon einen Fehler von Strahlemann von Guttenberg!

          • gebintit schrieb am 29. Januar 2011 um 00:06 - Permalink

            [Antwort die Zweite, die erste verschwand mit einem Klick im digitalen Nirwana. Da ich die Zitat-Funktion im Verdacht habe, verzichte ich nun darauf.]
            Ich habe mir gerade mal die Pressemitteilungen des Bundesministeriums der Verteidigung (BMV) angeschaut und da wird schnell klar, dass dem werten Minister mindestens ein Fehler unterlaufen ist, den man in einer zweiten Pressemitteilung am Folgetag zu korrigieren versuchte, aber solche Richtigstellungen bei rufschädigenden Vorgängen sind bekanntlich nicht einfach. Pressemitteilung 1, da heißt es militärisch schneidig unter dem Titel “Entscheidungen des Bundesministers der Verteidigung vom 22. Januar“: Der Verteidigunsminister hat den Inspekteur der Marine beauftragt: * Den Kommandanten des Schulschiffes Gorch Fock von seinen Pflichten zu entbinden. * Das Schulschiff direkt in den Heimathafen Kiel zurück zu beordern. * Das Schulschiff bis zur vollständigen Aufklärung der Vorfälle aus der Fahrbereitschaft zu nehmen.”

            Natürlich hat dies jeder Zivilist (wer kennt schon das Dienstrecht der Bundeswehr?) als eine Verurteilung und Abstrafung des Kapitäns verstanden. Nach dem entsprechenden Presse-Echo sah man sich im BMV zu einer Erklärung genötigt:
            “Zur Entscheidung den Kommandanten des Segelschulschiffes Gorch Fock von seinen Pflichten zu entbinden Und erst am Folgetag wurde den unkundigen Zivilisten mitgeteilt: “Die Entbindung eines Kommandanten von seinen Pflichten ist ein in der Marine in einer solchen Situation übliches Verfahren. Es bedeutet keine Vorverurteilung oder gar, dass dem Kommandanten schon zu diesem Zeitpunkt ein konkretes persönliches Fehlverhalten vorgeworfen wird.”

            Man muss schon ein großer Guttenberg-Fan sein, um in dieser Öffentlichkeitsarbeit keinen Fehler zu sehen!

            • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 01:34 - Permalink

              Zumal es nicht üblich ist, einen Kommandanten ohne Anhörung von seinen Diensten zu entheben. Und – nein – die Entfernung ist kein Argument.

        • Robert schrieb am 29. Januar 2011 um 15:46 - Permalink

          Also langsam geht mir dieses ständige Rumgejammere in dieser Möchtegernarmee tierisch auf den Sack.
          In Afghanistan laufen haufenweise Deppen rum, die nichtmal einen Feindkontakt benötigen, um sich gegenseitig ins Jenseits zu befördern.

          Und auf dem Möchtegern-Flaggschiff befinden sich offenbar nur Offiziersanwärter die zu bequem oder zu feige für die Arbeit auf einem Segelschiff sind und eine Mannschaft, die nur rumjammert, weil die Generäle und der Verteidigungsminister Ihnen nicht den Popo tätschelt.

          Da kann man die Bundeswehr ja gleich dicht machen und auf Hartz IV schicken.

          • Ko-Mike schrieb am 29. Januar 2011 um 17:58 - Permalink

            Die Bundeswehr ist eben keine Bundesarmee ;)

      • Trantor schrieb am 28. Januar 2011 um 23:19 - Permalink

        Zu Deinem Punkt a)
        Der offene Brief kann nur von der Stammbesatzung sein, weil alle Anwärter schon seit letzter Woche Zuhause sind und folglich, selbst wenn Sie wollten, nicht die Chance sich am Brief zu beteiligen.
        Zudem sind die Anwärter hier alle unter “Schutz” und es wird in der Berichtserstattung ja quasi nur über die Stammbesatzung hergezogen – daher ist es auch nur logisch das genau diese dazu Stellung nimmt.

        In Deinem Punkt b) “Abberufung”

        Die Abberufung eines Kapitäns sollte man – auch wenn es viele machen – nicht verharmlosen. Denn unser “Gerechtigkeitsempfinden” ist da leider sehr unfair. Der Mann wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit selbst bei einem vollkommenen und totalen Freispruch nicht wieder Kapitän der GF werden! – Warum? Weil Ihm die Vorverurteilung den Rest seines Lebens anhaften wird.
        Eine Supsendierung von einem gehobenen Führungsposten – das kann man auch im normalen Berufsleben halbwegs nachvollziehen, zieht selbst im ungerechtfertigten Fall immer eine Rufschädigung mit sich.
        Dabei habe ich noch nicht einmal unbedingt etwas gegen die Suspendierung an sich einzuwenden, allerdings sehr gegen die Art wie Sie ausgeführt wurde.
        Denn es wird in der Zinfü (Zentrum für innere Führung der BW) den Leuten gelehrt, das vor einer solchen Entscheidung – beide Seiten sich zu den Anschuldigungen äussern dürfen bevor eine Entscheidung getroffen wird. Und das ist auch der einzig richtige Weg, welcher hier ganz klar nicht eingehalten wurde.

      • navydoc schrieb am 31. Januar 2011 um 22:11 - Permalink

        So ein Blödsinn, ein paar der Kadetten – und nur ein paar – haben ja schon in der hiesigen Presse mächtig gesülzt.

    36. zeus schrieb am 28. Januar 2011 um 22:47 - Permalink

      Es ist schon erstaunlich, wie weit die Meinungen sich spalten… Ich selbst habe gute 10 Jahre meines Lebens auf dem Schulschiff verbracht. Was in den letzten Tagen passierte, gerade in den Medien, entzieht sich absolut meinem Verständnis. Sicher, in der heutigen Zeit von Meuterei zu sprechen, dass hat was für die Medien. WO gibt es schon solche Headlines, wenn nicht gerade ein Land im Meer versinkt oder ein Vulkan ausbricht?! In der ganzen Sache gebe ich den Medien die meiste Schuld. Berichterstattung aus einer Sicht der Dinge, ohne wenn und aber… Zeitungen die ich sonst eher oft gelesen habe, zeigten auch hier, ihr wahres Gesicht… Mit schwimmen im großen Verkaufs-strom… Das so jungen Menschen, eine solche Plattform geboten wird, kann ich nicht verstehen. Das beziehe ich nicht nur auf die Entwicklung auf der Gorch Fock.

      Einen tödlichen Unfall ist sicher das Schlimmste was passieren kann, sinnlos und ohne Wert, ganz sicher. Aber muss das Leben nicht weiter gehen? Ja, es muss. Ich habe die Situation selbst erlebt an Bord und möchte es auch nie wieder. Um so mehr Achtung habe ich vor Kapitän Schatz, der auch gerade in diesen Situationen sehr viel Gefühl und Fingerfertigkeit für eine Besatzung hat. Die Entscheidungen die getroffen wurden, kann ich so nicht verstehen. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass die Bundeswehr so oft in der Presse war, negativ, wie in den letzten Monaten. Macht dort jemand auf sich aufmerksam oder ändern sich die Zeiten.

      Bernd1 hat ganz sicher recht mit seiner Aussage, nur kann man so etwas auch anders Veranlassen, menschlicher….

      In diesem Sinne…

    37. elwu schrieb am 28. Januar 2011 um 23:07 - Permalink

      Das ist ein netter Scoop, damit wirst du in der Bloggerhierarchie aufsteigen – verdient. Gut gemacht, danke für das Rückgrat, das du hier wieder zeigst.

    38. Brixius schrieb am 28. Januar 2011 um 23:15 - Permalink

      Jetzt will ich ne Gerichtsverhandlung dazu und ein:

      Sie können die Wahrheit doch gar nicht vertragen!!!

      edit: Wenn jemand jung stirbt ist meist schlimm, schwanke aber zwischen, “Die wissen was sie da tun” und “wurde die wirklich im schlechten Zustand in eine lebensgefährliche Situation geschickt?”.

      Eine Verhandlung dazu, wäre wohl, soviel Lob der Schatz auch hier kriegt, bestimmt von einer Menge Ehre und Zusammenhalt beeinflußt.

    39. Rossi schrieb am 28. Januar 2011 um 23:21 - Permalink

      Habe nicht alle Kommentare gelesen, aber möchte doch noch mal anmerken: SF, du bist mir hier ganz klar zu einseitig. Schlussendlich kann hier keiner von uns beurteilen, was wirklich vorgefallen ist und natürlich auch nicht welche Aussagen näher oder eben weniger nah an der Wahrheit liegen.
      Du sagst nun, dass die Stammbesatzung einen Maulkorb auferlegt bekommen hat und man nur die Kritiker an die Öffentlichkeit gelassen hat. Ok, das mag sogar stimmen, nur was sagt das bitte sehr darüber aus wie die Fakten nun wirklich liegen? Nur weil eine Seite einen Bonus eingeräumt bekommt hat sie nun… ja was eigentlich? Pauschal unrecht oder recht? Es gefällt mir ehrlich gesagt absolut gar nicht wie du dich hier auf eine Art schwarz/weiss Spiel einlaesst. Da hast du in der Vergangenheit echt besseres abgeliefert.

      • transwarp schrieb am 28. Januar 2011 um 23:52 - Permalink

        stimm zu..aber der spiegelfechter beteibt ja seiner eigenen aussage nach.. ne gegen propaganda…..

        Der brief beinhaltet nicht wirklich was überaschendes……nach den vorwürfen(Lehrgang) hab ich genau so eine antwort von den beschuldigten(stammbesatzung) erwartet…….

        die wahrheit liegt wohl in der mitte…

        • SubcommandanteMarkus schrieb am 29. Januar 2011 um 00:20 - Permalink

          Na wenn “linksliberale” Kritik sich neuerdings darin erschöpft einfach mal ne runde Gegenpropaganda zu betreiben , egal wie flach , egal in welche Richtung …..na denne … Die Kritik klingt klingt dann aber nicht mehr politisch motiviert sondern Kritik von jemanden der es gerne bei den “etablierten” geschafft hätte und nu schmollt .

          • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 01:28 - Permalink

            Ach Markus, irgendwie finde Euch ja drollig. Wenn es politisch in den Kram passt, schreit ihr nach einer “fairen Berichterstattung”. Wenn Euch eine “unfaire Berichterstattung” politisch in den Kram passt, findet Ihr das natürlich ganz toll und jeder, der diese Berichterstattung kritisiert ist ein oller Schmollvolgel, der eigentlich nur sauer ist, dass er beim Kampagnenjournalismus nicht mitmachen darf. Nun weiß man wenigstens, was von Euch zu halten ist.

            • SubcommandanteMarkus schrieb am 29. Januar 2011 um 02:05 - Permalink

              Wer sind denn bitte “wir”?
              Klar man kann im Inet viel behaupten aber ich gehöre absolut keiner politischen Gruppe oder Partei an. Der Name ist ein Scherz, ich bin kein Guerrilla:)
              Nicht das du noch ne Paranoia bekommst

              Außerdem streitest du doch gar nicht ab einfach nur Gegenpropaganda zu machen

              Gut ob der Blog hier nur ne “Notlösung ” war weiß ich natürlich nicht, aber dein Anachronismus zu vielen Themen , besonders in Sachen Wirtschaftspolitik , ist ja geradezu “Willy Brand heimelig” , aber eben vor allem ein Anachronismus .
              Das kommt jetzt eben auch bei diesem Thema voll durch , ich dachte bis vor kurzem ja noch wir würden in einer post heroischen Gesellschaft leben , aber wenn ich sowas lese wie deinen letzten “Seebären” Artikel , dann wird hier sicher auch mal ein Ernst Jünger Werk(nicht diesen unsäglichen Kitsch nach 45 sondern das harte Zeug natürlich ) wohlwollend besprochen .

              Ich lese deinen Blog trotzdem gerne :)

            • SwENSkE schrieb am 29. Januar 2011 um 16:37 - Permalink

              Mit “ihr” ist ein bestimmter Schlag Menschen gemeint, die sich gerne als “links” bezeichnet und gleichzeitig für die Unterdrückung gegnerischer Meinungen ist (sind ja “nur” Nazis) und, wie Jens so schön bemerkt hat, für faire Berichterstattung nur eintritt, wenn die mit der eigenen, unerschütterlichen Meinung übereinstimmt. Und leider gibt’s davon jede Menge.

              Du bist also nicht allein, lieber SubCommandante.

            • SubcommandanteMarkus schrieb am 29. Januar 2011 um 19:01 - Permalink

              Ich möchte garantiert keine einseitige Berichterstattung , gerade das kritisiere ich ja am Spiegelfechter zum Thema BW

              Einfach nur Propaganda möchte ich eben ungern lesen in einem Blog der sich als kritisch versteht, kritisch ist hierbei nicht politisch zu verstehen es gibt durchaus auch kritische Konservative .
              Aber einfach Propaganda ist mir halt zu platt

      • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 01:31 - Permalink

        Habe nicht alle Kommentare gelesen, aber möchte doch noch mal anmerken: SF, du bist mir hier ganz klar zu einseitig.

        Warum? Sollte ich parallel dazu die BILD-Artikel einscannen und publizieren? Es geht hier nicht darum, dass irgendwer Euch eine vorgefertigte Meinung präsentiert, sondern darum, Euch die verschiedenen Positionen aufzuzeigen. Eure “Wahrheit” müsst Ihr Euch schon selbst bilden. Ich weiß, dass ist sehr viel verlangt und in Zeiten, in denen man es gewohnt ist, alles vorgefertigt serviert zu bekommen, wahrscheinlich anachronistisch.

        • Rossi schrieb am 29. Januar 2011 um 08:33 - Permalink

          Es geht hier nicht darum, ob du mir oder anderen eine uns wunschgemäße Meinung ablieferst.
          Es geht darum, dass du hier -besonders auch mit dem ersten Beitrag zu dem Thema Gorch Fock- schon recht deutlich Position beziehst, obwohl du eigentlich wohl genauso wenig von den wirklichen Vorgängen vor Ort weisst wie wir anderen hier auch.
          Meine Kritik dabei ist eigentlich schon recht simpel: Da ist man von dir besseres gewohnt. Damit meine ich, dass deine Artikel oft erkennen lassen, dass du für sie recherchiert hast und somit eben deine Meinung auf den daraus gewonnen Informationen aufbaust. In einem solchen Falle lasse ich mich als Leser dann eben auch mal gerne mitnehmen und mir von dir meine “Wahrheit” liefern oder noch einfacher gesagt: Du kannst mich in diesen Fällen davon überzeugen, deine Position zu verstehen und ggf. mitzutragen.
          In diesem Fall hier sehe ich aber nichts davon und zwar wohl einfach deswegen, weil du keine harten Fakten hast. Genauso wie alle anderen im Moment auch. Im Grunde genommen ist das ganze ein wenig wie ein Fussballspiel: Jeder hat seine Mannschaft und man ist gegen die anderen, weil es eben die anderen sind, aber nicht weil man das in irgend einer Form sinnvoll begründen könnte.
          Oder kannst du wirklich sagen, ob an der Kritik was dran ist oder ob evtl. die Kritik an den Kritikern eher begründet ist? Warum nicht erst einmal einfach die Klappe halten und abwarten, ob nicht doch noch vernünftige Informationen zu erhalten sind?
          Ich jedenfalls habe zu den ganzen Vorgängen absolut gar keine Meinung, weil ich zur Zeit eben unmöglich dazu in der Lage sein kann, die Vorgänge sinnvoll zu beurteilen.

          • Heldentasse schrieb am 29. Januar 2011 um 09:24 - Permalink

            Ich jedenfalls habe zu den ganzen Vorgängen absolut gar keine Meinung, weil ich zur Zeit eben unmöglich dazu in der Lage sein kann, die Vorgänge sinnvoll zu beurteilen.

            Ich glaube man darf durchaus der Meinung sein, dass die Sachverhalte möglichst fair und objektiv ermittelt werden müssen(!) und die BW danach(!) daraus ohne großes Tam-Tam Konsequenzen zieht, bzw. besser gezogen hätte weil ja z.B. der Kommandant aus populistischen schon abgesetzt wurde. Weiter kann man der Meinung sein, dass dieser Fall sich grundsätzlich nicht eignet als ein Exempel für die wichtige “Quo vadis – Bundeswehr?” Frage. Im Gegenteil ein Grund dieses medialen GF Trauerspiels scheint mit zu sein, dass gewisse politische Kreise die Öffentlichkeit von den wirklichen Kriegsschauplätzen ablenken wollen.

            Deine Meinung, dass der Spiegelfechter (aus sehr nachvollziehbaren Gründen) in seinem Blog so etwas wie eine Gegenpropaganda zu BLÖD&Co. versucht teile ich. Ob diese Maßnahme in letzter Konsequenz zielführend ist darf bezweifelt werden.

          • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 10:03 - Permalink

            Es geht darum, dass du hier -besonders auch mit dem ersten Beitrag zu dem Thema Gorch Fock- schon recht deutlich Position beziehst, obwohl du eigentlich wohl genauso wenig von den wirklichen Vorgängen vor Ort weisst wie wir anderen hier auch.

            Im ersten Beitrag beziehe ich zwar idT Stellung, behaupte aber an keiner Stelle, dass ich nun 100% der einen oder anderen Seite glauben würde. Im Gegenteil – wenn ich mich recht erinnere, weise ich darauf hin, die Ergebnisse der Ermittlungen abzuwarten.

            Du kannst mich in diesen Fällen davon überzeugen, deine Position zu verstehen und ggf. mitzutragen.

            Na ja, es wäre ja “gespenstisch”, wenn wir in allen Punkten einer Meinung wären ;-)

            In diesem Fall hier sehe ich aber nichts davon und zwar wohl einfach deswegen, weil du keine harten Fakten hast.

            Na jaaaaa, in vielen anderen Artikeln habe ich auch keine harte Fakten, sondern argumentiere eher aus dem Bauch heraus. Naturgemäß kann man sich mit solchen Argumenten eher anfreunden, wenn man weitestgehend ohnehin der vertretenen Meinung ist. In diesem Fall ist das halt umgekehrt. Das finde ich jetzt aber auch nich so dramatisch.

            Genauso wie alle anderen im Moment auch. Im Grunde genommen ist das ganze ein wenig wie ein Fussballspiel: Jeder hat seine Mannschaft und man ist gegen die anderen, weil es eben die anderen sind, aber nicht weil man das in irgend einer Form sinnvoll begründen könnte.

            Natürlich. Meine Kritik an der unausgewogenen Berichterstattung der genannten Medien ist allerdings schwer von Hand zu weisen. Alleine dieser Punkt rechtfertigt m.E. auch schon die Veröffentlichung dieses Briefes, hinter dem man inhaltlich ja keinesfalls stehen muss. Dennoch ist es für mich von elementarer Wichtigkeit, bei solchen Konflikten beide Seiten zu hören und sich dann ein eigenes Urteil zu bilden.

            Oder kannst du wirklich sagen, ob an der Kritik was dran ist oder ob evtl. die Kritik an den Kritikern eher begründet ist?

            Nach dem Inhalt des Briefes dürften zumindest zwei Kernpunkte der BILD-Kampagne ernsthaft hinterfragt werden müssen – die Geschichte mit der Feier auf der Pier und die Geschichte, dass sich nach dem Unfall nichts geändert hätte. Diese beiden Punkte waren übrigens zentral für die Abberufung des Kapitäns.

            Warum nicht erst einmal einfach die Klappe halten und abwarten, ob nicht doch noch vernünftige Informationen zu erhalten sind?

            Und der plärrenden BILD das Feld überlassen? Woher sollen die Informationen kommen, wenn die Gegenseite einen Maulkorb bekommen hat?

            Wenn die Klügeren immer nachgeben, regieren die Dummen bald unweigerlich die Welt.

            Ich jedenfalls habe zu den ganzen Vorgängen absolut gar keine Meinung, weil ich zur Zeit eben unmöglich dazu in der Lage sein kann, die Vorgänge sinnvoll zu beurteilen.

            Das ist ja auch absolut o.k.. Ich trage ja auch nur einen Teil zu Deiner Meinungsbildung bei – was am Ende dabei herauskommt, ist jedem selbst überlassen.

        • Ola schrieb am 29. Januar 2011 um 11:58 - Permalink

          Nein, danke. Immerhin und das gilt es dir anzurechnen, hast du ja nie auch nur den Eindruck erwecken wollen, eine neutrale Position zu beziehen. Und im Gegenteil zur gerne genommenen Qualitätspresse auch den Hintergrund deiner etwas lauen Berichterstattung genannt (selbst dabei gewesen und nen Opa der mal da was zu melden hatte)

          Das ist erstmal sehr lobenswert. Allerdings solltest du dich nicht allzu sehr darüber echauffieren, dass ein großer Teil deiner Stammleserschaft nicht begeistert jubelt, wenn sie ganz neue, fast schon sentimentale Seiten für die deutsche Kriegsmarine an dir entdeckt, die man so nicht hätte erahnen können (wollen)

          Nimms doch bissel lockerer, Mann. Und schmeiss nicht gleich die große Wumme an. Eigentlich haben dich doch die allermeisten hier ganz doll lieb. Ich jedenfalls:)

          Dass es beim Thema Kriegsmarine / Militarismus / Denkmuster und so manchmal etwas höher her geht, musste dir doch schon beim Schreiben klar gewesen sein.

          Ist nun mal ein zentrales Thema dieser Tage, bei dem viele wohl das ungute Gefühl beschleicht, dass Deutschland sich da sehr unrühmlich entwickelt, richtungsmässig. Und da gehts halt nicht um 5€ mehr oder nicht, sondern um ganz grundsätzliche Dinge. Unter anderem um Leben und Tod.

          • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 12:19 - Permalink

            Nein, danke. Immerhin und das gilt es dir anzurechnen, hast du ja nie auch nur den Eindruck erwecken wollen, eine neutrale Position zu beziehen. Und im Gegenteil zur gerne genommenen Qualitätspresse auch den Hintergrund deiner etwas lauen Berichterstattung genannt (selbst dabei gewesen und nen Opa der mal da was zu melden hatte)

            Opa? Wie kommst Du darauf? ;-)

            Das ist erstmal sehr lobenswert. Allerdings solltest du dich nicht allzu sehr darüber echauffieren, dass ein großer Teil deiner Stammleserschaft nicht begeistert jubelt, wenn sie ganz neue, fast schon sentimentale Seiten für die deutsche Kriegsmarine an dir entdeckt, die man so nicht hätte erahnen können (wollen)

            Na, “Großteil” wage ich doch mal zu bezweifeln. Es geht auch nicht um Sentimentaliät, sondern schlichtweg um die Realität auf See. Wer in nicht einmal zwei Jahren selbst – in einem gefährlichen Umfeld wie der Hochsee – die Verantwortung über Menschenleben übernehmen will, muss nun einmal auch bestmöglich ausgebildet werden. Wie die Ausbildung “bestmöglich” zu gestalten ist – darüber kann man gerne diskutieren. Bei vielen Kommentatoren geht es aber nicht um dieses Thema, sondern darum, anhand der Gorch-Fock-Diskussion einen latenten Antimilitarismus oder eine Abneigung gegen Autoritäten an sich auszudrücken. Kann man ja gerne machen, ich bin für viele Ideen offen. Dass ich diese Ideen nicht teile, sollte allerdings von Euch auch respektiert werden.

            Nimms doch bissel lockerer, Mann. Und schmeiss nicht gleich die große Wumme an. Eigentlich haben dich doch die allermeisten hier ganz doll lieb. Ich jedenfalls:)

            ;-)

            Mach ich doch eigentlich auch.

            Dass es beim Thema Kriegsmarine / Militarismus / Denkmuster und so manchmal etwas höher her geht, musste dir doch schon beim Schreiben klar gewesen sein.

            Na aber sicher. Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich über diese Themen schreibe. In einigen Themenbereichen habe ich nun einmal eine andere Meinung als ein Teil meiner Leserschaft.

            Ist nun mal ein zentrales Thema dieser Tage, bei dem viele wohl das ungute Gefühl beschleicht, dass Deutschland sich da sehr unrühmlich entwickelt, richtungsmässig.

            100%!!! Das kritisiere ich ja auch. Ich kritisiere aber die Entwicklung und nicht die Bundeswehr als solche. In den letzten Artikeln habe ich ja die Metadiskussion ausgespart, dieser Artikel aus 2009 ist m.E. aber immer noch aktuell und gibt meine Position klar dar.

            • Philipp schrieb am 31. Januar 2011 um 09:31 - Permalink

              An Ola:
              Die Kriegsmarine hat 1945 ausgedient. Mit der Aufstellung der Bundeswehr und der NVA gab es dann im Westen ab 1955 die Bundesmarine, im Osten ab 1956 die Volksmarine. Seit der Wiedervereinigung 1990 ist es die Deutsche Marine.

    40. Kriegszitterer schrieb am 28. Januar 2011 um 23:43 - Permalink

      Hm … ich hollte das nurmal eben wissen aber … wenn man bei dir Jens Spiegelfechter …

      ” Collateral Murder “eingibt kommt man nicht auf den artikel bei dir … sondern hier her :

      http://www.spiegelfechter.com/wordpress/wp-content/themes/creative/images/homer.jpg

      naja blaa … ich wäre sowieso dafür das es bei dir vielleicht so etwas wie ein Spamverzeichnis geben würde . Da könntest du dann alle ” irrgeleiteten ” hin ableiten : Wohl gemerkt auch öffentlich ( mit jeweiliegen bezug auf den artikel ) .
      Zum beispiel ” neolibarale ” , Konvervative ” , ” gutmensch Linke ” , Sofragetten , etc …

      Also so eine art Offtopic … klar total beleidigend dürfte es auch nicht werden … aber ohne handeschuhe und eher nur mit Bandagen …

      Das würde einerseits deine artikel “clean ” halten und anderseits könnte man sich dort vor ort mehr in details verlieren …
      Etwa insofern … hm … das ist eher so garnicht mein fall … bzw. was hat denn der mitmensch für einen müll im schädel .
      Vielleicht schreibst du mich mal direkt an … meine E-mail addresse solltest du jawohl kennen . Dann Relateviere ich das nüchtern . Aber so die dramatik Spiegelfechter … ;)

      Sorry das ich das jetzt hier hin gedonnert habe aber wie gesagt ein offtopic wäre eine gute Idee . Ich hätte das ja auch eher lieber in den passenden artikel als anmerkung reingeschrieben aber bei dem einen oder anderen Artikel machst die Kommentarleiste früh zu .

      Um dem ein ende zu geben …

      http://www.youtube.com/watch?v=EZcS9wfCSe4

      So jetzt bin ich bei den gutmenschlinken endgülig durch … he he … war vielleicht auch mehr balst als denke …

      Aber halte ein new , new , new old Satan !

      :[] : http://www.youtube.com/watch?v=6OS5coxyFMo&playnext=1&list=PLDD4A359203F9BFA0

      Wie dem auch sein …

      Wäre vielleicht mal eine innovation Spiegelfechter .

      So ich holle mir jetzt erstmal ein Taxi … ;)

      http://www.youtube.com/watch?v=HFAZKKsGPBE

      http://www.youtube.com/watch?v=GsN3icByqUo

      Sorry Jens … aber … ist mal was neues hm … ;)

      Bleib Geschmeidig … ;)

      Kriegszitterer ( http://www.youtube.com/watch?v=ECviRE5N1BU )

    41. Brixius schrieb am 29. Januar 2011 um 00:39 - Permalink

      Kriegszitterer ( http://www.youtube.com/watch?v=ECviRE5N1BU )

      Das ist also ein Kriegszitterer. Danke für die Erklärung. Habe mir das Video angesehen.

      Gerade im letzten Artikel wurde doch wieder deutlich wer die Piraten sind.
      Dann soll die Marine da also runter und eigentlich die Piraten schützen und nicht vor den Piraten. Dafür wurde diese Frau in den Tod geschickt. Tolle Nummer.

      Jetzt haben wir die andere Seite gehört. Nein wir haben nur eine Seite mehr gehört. Da gibts doch auch noch ne Menge mehr Seiten. Wenn es denn der Ausbildung schadet, dann ist das gut so. Dann werden eben nicht mehr die Piraten da unten beschützt oder eben schlechter.

    42. Ko-Mike schrieb am 29. Januar 2011 um 00:46 - Permalink

      Einige Kommentare zeigen, dass die Propaganda offensichtlich wirkt.

      Auch ich meine, dass die Vorgehensweise des Ministers (gegenüber der Medien, sowie gegenüber des Kapitäns, der Stammbesatzung und der Offiziersanwärter – die verstorbene Kadettin eingeschlossen) generell wenig Taktgefühl zeigt.
      Dennoch halte ich es für meinen Teil für verfrüht und äußerst fahrlässig, jetzt schon über die genauen Umstände des Vorfalls zu urteilen. Doch finde ich auch, wenn die Vorkommnisse so in die Öffentlichkeit getragen werden, gehört es selbstverständlich dazu öffentlich aufzuklären. So muss man die Stammbesatzung u.a. ebenfalls zu Wort kommen lassen. Dies sollte man zur Kenntnis nehmen und weitere Details und Aussagen von anderen Seiten abwarten, bevor man mit bissigem Aufschrei losstürmt.

      Natürlich spielen die aktuellen Ereignisse denjenigen in die Hände, welche die Gorch Fock sofort und für immer ins Trockdock zerren würden – von Antimilitaristen ganz zu schweigen. Was diese Haltung zur Aufklärung beitragen kann, ist mir nicht ersichtlich. Und woraus man gerade jetzt eine solche Konzequenz zieht, ebenso wenig. Eine solche Konsequenz – das sollte den entsprechenden Herrschaften klar sein – wäre entweder verfrüht oder verspätet!
      (Man kann auch ungewollt vom Thema ablenken und zur Verschleierung beitragen.)

      Vom fehlendem Taktgefühl des Minister haben sich allerdings einige anstecken lassen. Es ist sehr bedauernswert und beschämend, wie der Tod der Kadettin zu solch einem Politikum missbraucht wird. Es erschüttert mich umso mehr, dass dies im politischem Tagesgeschäft (und in den Kommentaren hier) häufig stattfindet: Die Opfer symbolisch ans Kreuz gebunden und vornweg gegen die herrschende(n) Obrigkeit/Bedingungen getragen (man erinnere sich an Düsseldorf vergangenen Jahres). Erschallt hier noch der Satz “Die Opfer dürfen nicht umsonst gestorben sein.”, fehlt nicht mehr viel bis zum auferlegten Märtyrertum.
      Ich schwanke zwischen Widerlichkeit und Bedauern.

      Deshalb bitte ich um Mäßigung und Vernunft!

      • Brixius schrieb am 29. Januar 2011 um 01:33 - Permalink

        die Gorch Fock sofort und für immer ins Trockdock zerren

        ne, wenn die nicht mehr segeln würde wäre schade

        Wann ist denn der richtige Zeitpunkt abzurüsten?
        Stimmt vorher müssen noch ein paar Einsätze beendet werden. Aber dann, dann könnte man vielleicht, wenn man ganz vernünftig überlegt und vorher Sachfragen geklärt mal genau zum richtigen Zeitpunkt, gemäßigt udn vernünftig sich überlegen die Ausgaben für den Krieg herunterzufahren.
        Wahrscheinlich hast du Recht. Solange soviel Geld dafür ausgegeben wird, wäre es ein Wahnsinn die effiziente und vor allem den Menschen gerechte Anwendung des Gerätes nicht zu überwachen und vor allem die Menschen durch die Ausbildung zu schützen die das dann bedienen sollen.

        Es gab da mal so ein verbranntes Kind in Vietnam. Das wurde auch zum Politikum. Vll hätte man den Krieg weiterführen sollen, dann gäbe es auch kein Nordkorea. Hmmm. wie mans macht, macht mans falsch.

        edit: hier wird sowieso auf verschiedenen Ebenen diskutiert: Antimilitaristen wird angebliche Unvernunft vorgeworfen, obwohl gegen Militarsierung zu sein auf keinen Fall unvernünftig sein kann und dann wird Vernunft in der Aufklärung des Falles verlangt.
        Vernunft in der Aufklärung des Falles schön und gut, aber der Ruf nach Entmilitarisierung wird in dem Fall nicht unvernünftig. Da sind die tollen Geschichten über Kameradschaft völlig egal.
        Den Aufklärern Ihre vernünftige Aufklärung und den Antimilitaristen Ihre berechtigte Abneigung gegen den Kriegsdienst und seine Folgen!

        • Ko-Mike schrieb am 29. Januar 2011 um 03:06 - Permalink

          Der richtige Zeitpunkt zum Abrüsten ist, wenn auch der Nachbar den Zweck des Abrüstens begriffen hat.
          Versteh mich nicht falsch. Selbstverständlich wäre es mir lieber, wenn es weniger/keine Waffen auf der Welt gäbe. Aber zum massiven Abrüsten müssen alle Länder gehören. Und es komm mir keiner mit der Frage: Wer macht den ersten Schritt? Deshalb schreibe ich ja: alle Länder. Wie das gehen soll? Wenn ich es herausgefunden habe, kläre ich alle auf. Versprochen!

          Wahrscheinlich hast du Recht. Solange soviel Geld dafür ausgegeben wird, wäre es ein Wahnsinn die effiziente und vor allem den Menschen gerechte Anwendung des Gerätes nicht zu überwachen und vor allem die Menschen durch die Ausbildung zu schützen die das dann bedienen sollen.

          Das habe ich nicht gesagt. Ich frage mich, woher du das hast.

          Vielleicht mag auch ich die Gorch Fock im Museum sehen? Oder von irgendwelchen “gestressten” Bonzen gechartert für private Segelturns? Aber das spielt momentan in erster Linie keine Rolle.
          Zunächst sollten die Umstände des Todes der Kadettin geklärt werden. Desweiteren sind die Vorwürfe der Kadetten, die der Meuterei beschuldigt werden, zu klären. In diesem Zusammenhang wird man im Anschluss über die Ausbildung und deren Methoden auf der Gorch Fock diskutieren müssen. Und erst danach ließe sich darüber entscheiden, ob man die Gorch Fock weiterhin zur Ausbildung in der Marine verwenden sollte.

          Aber neben der angeblichen (da noch nicht geklärt) “Meuterei” den Tod einer Kadettin, dessen Umstände ebenfalls noch nicht restlos geklärt sind (!), jetzt schon als Argument hier aufs Feld (bleiben wir im Jargon) zu bringen, halte ich für politisch unklug und persönlich bedauernswert und widerlich.

          Hinzu stellt sich mir die Frage: Warum nicht schon früher? Musste erst jemand sterben, um sich ein schlagkräftiges Argument zurecht zu basteln?
          Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, wäre das in meinen Augen – gelinde ausgedrückt – Fahrlässigkeit. Von allen Seiten. Die “Wir haben es ja immer gesagt, Krieg ist Scheiße!”-Antimilitaristen eingeschlossen. Aber irgendwie versucht man sich ja aus der gesellschaftlichen Verantwortung zu stehlen, nach dem Motto: Ich war’s nicht. Aber ich kann dir sagen wie’s war, weil ich stand gleich daneben.

          Was die Frage nach Krieg im allgemeinen (Darf man das überhaupt so betrachten?) angeht, kann ich dir sagen: Selbstverständlich sind meine Hände nicht rein. Ich würde aber auch nicht den ersten Stein werfen ;).
          Wir alle profitieren mehr oder weniger davon, dass irgendwo Krieg herrscht. Das Geld, was wir dafür verballern, bekommen wir auf anderem Weg um ein vielfaches wieder rein. Deshalb lohnt es sich doch für die großen Profiteure. Darum ist Krieg auch nicht das ursächliche Problem. Die Gier nach unbegrenztem Profit weniger Menschen (ja, das sind die auch) ist das ursächliche Problem. Krieg ist die Folge.
          Aber mit der philosophischen Debatte soll hier erstmal Schluss sein. Ich wollte nur noch einmal meine Meinung verdeutlichen.

          Hmmm. wie mans macht, macht mans falsch.

          Jetzt wirst du zynisch. Das hilft uns auch nicht.

          Ich bin einfach nur gegenüber den Menschen skeptisch, die erst aufschreien, wenn ein ausreichend skandalöses Ereignis in alle Öffentlichkeit getragen wird.

          • Ko-Mike schrieb am 29. Januar 2011 um 03:17 - Permalink

            edit:

            Antimilitaristen wird angebliche Unvernunft vorgeworfen

            Das habe ich nicht gemacht und gesagt. Und würde ich per se auch nicht.

            der Ruf nach Entmilitarisierung wird in dem Fall nicht unvernünftig.

            Habe ich auch nicht behauptet.

            Den Aufklärern Ihre vernünftige Aufklärung und den Antimilitaristen Ihre berechtigte Abneigung gegen den Kriegsdienst und seine Folgen!

            Damit habe ich keine Probleme.

            Nur halte ich eine derart emotional aufgeblasene Debatte nicht für sehr vernünftig.

            • Brixius schrieb am 29. Januar 2011 um 03:33 - Permalink

              Der Vorwurf der Unvernunft kam daher, dass Menschen die aus dem Ereignis Tod eines Soldaten die Kette: toter Soldat-schafft das verdammte Militär ab- am besten gleich
              unüberlegte Handlung vorgeworfen wird,
              ich aber der Meinung bin, das die ersten Schritte gar nicht früh genug kommen können. Das so eine Entscheidung natürlich nicht gleich geht ist mir auch klar, man darf aber in dem Zusammenhang ja mal drauf hinweisen. Das Schulschiff ist ein Teil des Problems Krieg.
              Und Leuten in die Hände spielen die den nicht mehr wollen ist doch kein Problem.

          • Brixius schrieb am 29. Januar 2011 um 03:27 - Permalink

            den Tod einer Kadettin, dessen Umstände ebenfalls noch nicht restlos geklärt sind (!), jetzt schon als Argument hier aufs Feld (bleiben wir im Jargon) zu bringen, halte ich für politisch unklug und persönlich bedauernswert und widerlich.

            Mir geht es darum, dass Anhand des Todes der Kadettin erkannt werden könnte, dass die Ausbildung der Soldaten, ein Teil davon ist, dass es nicht besser sondern eher schlechter wird.
            Der Tod eines Menschen kann dafür benutzt werden um auf Probleme hinzuweisen. Das muss erlaubt sein. Gewinnsucht wurde auch durch den Tod von Menschen in Duisburg deutlich. Kriegstreiberei wird an dem Tod von jedem Soldaten deutlich der stirbt.

            Die sorgfältige Aufklärung steht da außen vor und ich finde es gut, dass eine weitere Sicht dazugekommen ist die es vorher nicht gab. Auch das es hier zuerst passiert ist sehr gut.
            Der Philosophie um den Frieden sei vll wirlkich genug an dieser Stelle. Den es geht ja um die Aufklärung und die Darstellung des einen Ereignisses in den Medien.

            • Ko-Mike schrieb am 29. Januar 2011 um 04:02 - Permalink

              Der Tod eines Menschen kann dafür benutzt werden um auf Probleme hinzuweisen. Das muss erlaubt sein.

              Selbstverständlich kannst du damit auf Probleme hinweisen. Das finde ich sogar vernünftig. Aber die Art und Weise sollte in solch einem besonderem Fall nicht außer Acht gelassen werden (man denke z.B. an die Angehörigen, die vllt. jetzt zu Hause sitzen und alles im TV verfolgen).

              Nichtdestotrotz: Ob ich mit dem Tod eines Menschen die Leute zum Frieden bewegen kann, die Krieg befürworten, halte ich eben für fraglich. Diese Argumentation untergräbt sich selbst. Da hilft (leider) auch alle Empörung nichts.

              Ich stelle mir nicht die Frage: Wie kann der Frieden erreicht werden? Sondern konkreter: Wie kann ich die entsprechenden Befürworter des Krieges vom Gegenteil überzeugen? Feuer mit Feuer bekämpfen, hat sich in diesem Zusammenhang nicht wirklich bewährt.

              Den es geht ja um die Aufklärung und die Darstellung des einen Ereignisses in den Medien.

              Na dann warten wir ab, was noch so kommt. Hoffentlich was Vernünftiges ; )

            • Brixius schrieb am 29. Januar 2011 um 04:57 - Permalink

              Menschen die hunderte Menschenleben als Kollateralschaden sehen mit einem Menschenleben überzeugen zu wollen klingt wirklich schwierig.
              Aber vielleicht ist es genau das.
              Dieser eine Mensch ist wichtig. Und der nächste auch. Diese Kadettin hätte nicht sterben müssen, wenn keine Kriege geführt werden würden. Dieser eine Mensch ist wichtig.

              Warum hat sie den Dienst angetreten. Was glaubte sie dadurch bewegen zu können. Wenn das in Frage gestellt wird, so hart es für die Angehörigen auch ist, dann wäre es ein Weg.
              Sind ehemalige Drogensüchtige nicht auch die besten Vermittler in Schulen, wenn es um Drogenmißbrauch geht?
              Wo sind die Soldaten die in die Schulen und Parlamente gehen und den Kindern und Politikern sagen:
              Laßt es. Macht was anderes. Die Ausbildung ist so hart weil sie so sein muß, aber das was danach kommt wird nicht besser, nur weil du es dann kannst.

            • Ko-Mike schrieb am 29. Januar 2011 um 05:56 - Permalink

              Der Vergleich mit den Drogensüchtigen ist nicht gelungen, und persönlich halte ich ihn hier auch für äußerst unpassend und abartig.

              Aber ich möchte etwas zu Aufklärer-Soldaten sagen…
              Das Problem ist nicht die Aufklärung über die Folgen eines Krieges. Es mangelt an einer Aufklärung über die Ursachen und Auslöser des Krieges.
              Deshalb hat deine Idee auch einen Geburtsfehler. Die Aufklärer-Soldaten gäbe es, solange es Kriege gäbe. Aber wenn es (theoretisch) irgendwann keine Kriege mehr gäbe, wer klärt dann auf? Nicht mehr nötig? Das wäre falsch gedacht. Wenn du mich Hunger leiden lässt, kannst du mich noch so friedlich rein waschen. Selbst wenn du aus all den Waffen Spielplätze zauberst. Dann schnitze ich mir eben ein Speer oder kämpfe mit Fäusten.

              So, jetzt ist wirklich Schluss mit der Philosophie. Ich mag nicht ewig debattieren, ich mag etwas verändern ;).

            • Brixius schrieb am 29. Januar 2011 um 07:12 - Permalink

              Selbst wenn du aus all den Waffen Spielplätze zauberst. Dann schnitze ich mir eben ein Speer oder kämpfe mit Fäusten.

              Der war gut. Aber das mit den Spielplätzen war auch gut. Bau halt einen. Ich hab ne alte Haubitzenhülse zu Hause. Da steht nen Blumentopf drauf.

              Die Aufklärersoldaten. Da wird ne Doku draus gemacht und die gucken wir uns dann in 200 Jahren an um nicht zu vergessen wie das früher mal war mit den Kriegen :-D

              äääh. in 2000 Jahren mein ich…

            • Ko-Mike schrieb am 29. Januar 2011 um 18:03 - Permalink

              Das wird bestimmt ein toller Kinoabend ; )

    43. Linus schrieb am 29. Januar 2011 um 00:48 - Permalink

      Es gibt wahrlich Interessanteres über unseren Verteidigungsminister:
      http://tinyurl.com/5wduge2
      Für was alles der sich so zuständig fühlt! Das läßt tief blicken …

      • Heldentasse schrieb am 29. Januar 2011 um 09:36 - Permalink

        Bei solchen Sprüchen könnte man zum Eindruck gelangen, dass Junker zu Guttenberg wohl gerne ein richtiger Kriegsminister wäre. Dazu passt auch gut, das er die Freiheitsbewegungen in Tunesien und Ägypten als infektiös (impliziert eine Krankheit) bezeichnet. Schaun wir mal wie die Sprüche ausfallen wenn sich diese Infektion den arabischen Ölquellen annähert.

    44. Ko-Mike schrieb am 29. Januar 2011 um 01:45 - Permalink

      Die Sache zieht ihre Kreise. Hier ein kleines Feedback von den – tja wie sag ich das jetzt – “Kollegen vom anderen Ufer”…

      Die Authentizität des Briefes, aus dem “Spiegel”, das “Hamburger Abendblatt”, die “Mitteldeutsche Zeitung” und das Medienblog “Spiegelfechter” berichteten, konnte nicht abschließend geklärt werden.

      (Quelle: http://www.n24.de/news/newsitem_6622480.html)

      Klar, das beste kommt zum Schluss ;)

      • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 01:47 - Permalink

        das ist ein etwas älterer dpa-Text. Mittlerweile wertet die dpa den Kommentar von Guttenberg wohl als Bestätigung der Authentiztät:
        http://www.focus.de/politik/schlagzeilen/nid_63228.html

    45. Martin schrieb am 29. Januar 2011 um 01:51 - Permalink

      Ohne Worte, allein die Diskussion ist unwürdig! Mein grosser Respekt gilt der (Stamm-)Crew der Gorch Fock und mein Beileid den Hinterbliebenen der Verstorbenen! Und nun wäre es schön, wenn man ALLEN Beteiligten ihre Würde lässt und Diejenigen mit den Geschehnissen umgehen lässt, die etwas davon verstehen.
      Und das sind offensichtlich wieder mal leider nicht die verantwortlichen Politiker und schon gar keine Journalisten! Ich sag’s mal so, man muss schon ein grosser Idealist sein, um sich in Deutschland zu etwas zu bekennen und sich für etwas wie den Marinedienst einzusetzen! Danken tut Einem das zumindest Keiner! Ein Schulschiff wie die Gorch Fock mag Manchen gerade nicht gefallen, zeitgemäß ist es allemal und die entstandene empörte Diskussion zeigt nur, wie wenig wir in unserer Gesellschaft noch Werte wie Ehre, Pflicht und Disziplin schätzen. Viele gucken leider nicht mit Stolz und Mitgefühl, sondern mit Sensationslust und – angestachelt durch gefährliches Halbwissen – mit Abscheu Richtung Gorch Fock. Sollen doch all Diejenigen wieder DSDS gucken!

      • Brixius schrieb am 29. Januar 2011 um 02:22 - Permalink

        mit Abscheu Richtung Gorch Fock

        Der Dienst auf der Gorch Fock und nicht nur der, auch anderer Dienst sorgt dafür, dass Soldaten mit hartem Drill darauf vorbereitet werden in Extremsituationen nicht völlig abzudrehen.

        Das Menschen erst durch Heranführung und Abhärtung, welche tödlich sein kann an tödliche Arbeit gwöhnt werden müssen, könnte man sagen verdient Anerkennung.
        Der Krieg der momentan geführt wird und von eben den Soldaten die so gedrillt wurden, durchgeführt wird ist keinesfalls anerkannt. Je mehr von den Kriegen geführt werden und ich kann da gerade keinen erkennen der irgendwo vernünftig gewesen wäre, desto mehr trifft es eben die Soldaten. Die Verbindung Soldat-Krieg-unsägliches Leid ist nunmal so, sry.

        Wenn ein Feuerwehrmann in seiner anerkennenswerten Härte mit seinem Wagen mal eben was kurz und klein fährt und dann das dabei entstandene Feuer löscht und Applaus will, der kriegt den auch nicht.

        • SubcommandanteMarkus schrieb am 29. Januar 2011 um 02:35 - Permalink

          Und du findest wirklich nicht, wenn es denn so stimmt wie du es beschreibst das eine Gesellschaft, durch Menschen, die diesen Drill durchlaufen haben , also abgehärtet sind zu töten und den Tod zu ertragen , was ja völlig gegen die menschliche Natur geht , negativ beeinflusst wird ?
          Hatten wir diese Sicht auf die Rolle des Soldaten als abgehärtete Frontschweine nicht schon oft genug , und war es ein Segen ? Hatt es überhaupt je etwas mit der realität zu tun gehabt ?
          Denn egal wie sehr du Menschen schindest entweder gehen sie dann schon völlig traumatisiert in den Konflikt oder sie kommen ohnehin geschädigt raus , den ertragen kann niemand einen Krieg , einige verklären ihn nachher , aber ertragen werden kann er nicht .
          Dieses romantisieren des Kriegers war immer schon reinste Propaganda nicht mehr

          • Brixius schrieb am 29. Januar 2011 um 02:49 - Permalink

            Natürlich denke ich, dass die Gesellschaft davon negativ beeinflußt wird.
            Ja, vll sollte man Soldaten menschlicher ausbilden. Dann brechen die aber ein, beim ersten Toten/ oder brenzligen Situationen.
            Hier ist ein Soldat, der selber kriegstraumatisiert ist und sagt die Ausbildung muss so hart sein.

            Die Diskussion wie von mir in einem anderen Kommentar gesagt, sollte eben auch genutzt werden dürfen um auf die Grausamkeit des Krieges hinzuweisen und dabei auch das Militär an sich darf dabei kritisiert werden. Wenn es das Militär gibt, dann eben auch mit richtiger Ausbildung. Am liebsten natürlich keine.

            Den Krieg und die Ausbildung dazu zu kritisieren ist eins. Nur die Ausbildung zu kritisieren was anderes. Frontschweine und Soldaten hoch zu schätzen, widerstrebt mir. Den Menschen kann ich aber mögen. Soldat sein ist was anderes. Leider kann man das nicht trennen. Soldaten sind Mörder können aber meine Freunde sein? Ja, das geht. Sie davon überzeugen wollen den Scheiß zu lassen erst recht.

            Die menschliche Natur ist das was wir daraus machen. Wenn wir eine Nation zum töten erziehen wird sie es tun.
            Die Gorch Fock ist wichtig im kleinen Rahmen Bundeswehr. Im großen Rahmen, Schaffung des Friedens ist sie ein Hinderniss.
            Ich habe einige Kommentare gelesen in denen die Vorstellung es könnte eine friedliche welt geben überhaupt nicht vorkam. Das muss aber doch das Ziel sein. Darf nicht nur ein abwegiger Gedanke sein und der bessere Weg ist nicht das Militär.

    46. SubcommandanteMarkus schrieb am 29. Januar 2011 um 03:08 - Permalink

      Deinen Standpunkt kann ich gut nachvollziehen und teile ihn auch weitestgehend.
      In etwa solche Zeilen habe ich im letzten Focker Gorch Speigelfechter Artikel vermisst , aber dafür gibts ja die Kommentaerfunkltion :)

      Das so eine Diskussion stattfindet halte ich gerade auch in Anbetracht der verstärkten Werbemaßnahmen der BW unter naturgemäß in der Mehrzahl naiven Schulkindern , für absolut wichtig .
      Ich hoffe aber alleine die Tatsache das diese Vorfälle nun verstärkt durch die Medien gereicht werden , haben vielleicht schon den ein oder anderen nachdenken lassen.

    47. Captain Smollett schrieb am 29. Januar 2011 um 03:12 - Permalink

      Der Name GORCH FOCK ist nach diesen Vorfällen nur noch sehr schwer reinzuwaschen.

      *gacker* Reinwaschen tut man Unrecht.

      …hier am Ende der Welt.

      *ablach*

      Ich glaube nur dann, daß es kein Fake ist, wenn die Ausbilder der Gorch Fock nur Achtklassen-Schulbildung genossen.
      In dem Schreibstil schreibt man entweder nur mit 0,8 im Turm oder vom Ende der eigenen Welt. Und das ist irgendwo in Deutschland an einem Lappi. Ein Offener Brief hat nämlich auch eine Anschrift. Und Offiziere und Unteroffiziere (das sind nämlich die Ausbilder) sollten das wissen – auch am Ende der Welt… *michnichtmehreinkriegvorLachen*

      • Ko-Mike schrieb am 29. Januar 2011 um 03:37 - Permalink

        Ein Offener Brief hat nämlich auch eine Anschrift.

        *michnichtmehreinkriegvorLachen*

        Tja, manche sind in ihrem Glauben unerschütterlich. ; )

    48. mot2 schrieb am 29. Januar 2011 um 05:14 - Permalink

      In einer Zeit der virtuellen Lebensentfremdung scheint es mir dringend notwendig den Knopfdruckaspiranten die Realität einer unbeherrschten Natur entgegenzustellen. Dazu eignet sich bestens ein längerer Aufenthalt auf einem Segelschiff.
      Dass die körperlichen Anforderungen mittlerweile die Leistungsfähigkeit mancher übersteigen, dem ist durch Sicherungen Rechnung zu tragen.
      Schon Ulysses liess sich am Mast festbinden, um den Sirenenklängen nicht zum Opfer zu fallen, also nichts ehrenrühriges.
      Nichts ist ist besser als Erfahrung im Grenzbereich, schlage daher vor, in aller Ruhe neue Windjammer zu bauen und alle sogenannten Führungskräfte in den roaring forties in die Wanten zu bitten.
      Die Medienindustrie, unter anderen, könnte auch den Sponsor spielen, um ihre verwirrten Zöglinge wieder auf die Füsse zu stellen.
      Die Reihe der infrage kommenden Industrie und Verwaltungsbereiche liesse sich ohne Probleme erweitern.

      Das beste Re- und Sozialisierungsprogramm was ich kenne, ist Erfahrung, wie es der Ausdruck besagt.
      Mast und Ruderbruch selbst erlebt und überlebt.

      zum Grusse

    49. Chief Alfredo schrieb am 29. Januar 2011 um 06:13 - Permalink

      Die ganze Geschichte mit der ” Gorch Fock “, ist ein Haufen Scheisse aus der Geschichte der Marine, die immer eine Armee in der Armee war, und auch weiterhin sein wird, wie man auch deutllich in Laboe am Marine-Ehrenmal sehen kann !
      Wenn also eine Sau durchs Dorf getrieben wird, stinkt diese Sau auch immer nach Marine, da dieser Haufen seine eigenen Dinge immer auch eigenständig regeln will und auch bisher immer geregelt hat …
      Nun kommt ein Politiker und greift diese unantastbare Macht Marine an, und schon ist alles anders als es einmal war.
      Wieso regt die Stammbesatzung sich eigentlich auf? Ist es nicht gutes Recht, die Machenschaften einer ganzen Zunft, die fast ein Jahrhundert lang eine Organisation in einer Armee war, die mehr Macht hatte, als alle restlichen Generäle der Armee zusammen endlich mal zu zerschlagen ?
      Ich finde es richtig was der Verteidigungsminister gemacht hat, und hoffe, dass boch viele andere nach ihm so handeln …

      Ich trug den Ehrenkragen der Nation – als Pionier.

      • JET schrieb am 31. Januar 2011 um 14:44 - Permalink

        Die ganze Geschichte …

        Mann Mann Mann, mit dem ganzen Müll, den Du hier absonderst, wird das

        Ich trug den Ehrenkragen der Nation – als Pionier.

        ja mehr als oberpeinlich! Pioniere gelten gemeinhin nicht als die allerhellsten – vielleicht erinnerst Du Dich: die haben den Kopf nur, damit der Balken beim Tragen nicht auf der anderen Seite runterfällt!

        • Chief Alfredo schrieb am 18. Februar 2011 um 13:26 - Permalink

          Hast du zu lange im U-Boot gesessen ? Dir ist wohl der Druck auf die Schüssel in die hohle Birne gestiegen !
          Was postest du denn für einen Schwachmatencocktail ?

          Hast du Wundbrand ?
          Während meiner aktiven Zeit ( 1966-1968 ) beim Bund in Höxter, habe ich ein M-3 Amphibienfahrzeug gefahren !!!
          Du Schwachmat !!!

    50. Kriegszitterer schrieb am 29. Januar 2011 um 06:28 - Permalink

      http://www.youtube.com/watch?v=BHwZeU8frXY

      Kriegszitterer … ;)

    51. Marcus schrieb am 29. Januar 2011 um 09:26 - Permalink

      Wenn ich hier so manches Lese…sieht man mal wie sehr die Leute
      Von der Presse gelenkt werden können….

      Sie hätten eine Party gefeiert…ja ne ist klar…gerade die Soldaten
      Bei der Marine sind so hart das sie einen Tod einfach mal so
      Weckstecken …ja ne ist klar…das was im Brief steht…ist eher
      Vorstellbar

      Ob der der Minister das richtige immer tut…kann ich schlecht
      Beurteilen…aber ich denke er steht halt in de Öffentlichkeit will auch sicherlich
      Beliebt bleiben…und unsere Bevölkerung steht nun mal nicht
      hinter dem Militär und so ist auch ab und zu sein handeln…ob das immer
      Das richtige ist…Ansichtssache…trotzdem ist er der beste für diesen Bereich seit Tagen…der beste politische Vertreter seit Jahren…meiner Meinung

      Kurz um ich finde den Brief schon sehr echt…oder er ist von jemanden zumin. Geschrieben wurde der beim Militär ist…und da steht für mich die Wahrheit drin…so ist es beim Militär so wird das Militär in der Öffentlichkeit behandelt…ein Soldat ist halt mal in Deutschland nichts wert…erst wenn erns wird…erst wenn es mal ernst wird…erkennt man ihn…

      Leider

    52. xxHyFoxx schrieb am 29. Januar 2011 um 09:30 - Permalink

      Der Inhalt des offenen Briefes erscheint mir reichlich unverstaendlich.
      Die Stammbesatzung muesste m.E.n. aus Berufssoldaten bestehen. D.h. diese Soldaten haben sich ihre Arbeit mit all ihren Konsequenzen ausgesucht.

      Sie sind sich also darueber im klaren daß, die deutschen Medien wie auch die Regierung, sie bei jeder erdenklichen Situation wie eine heiße Kartoffel fallen lassen werden wo sie ins Zwielicht geraten koennten.

      Das ist ein in sich logischer Schluss, denn:
      Die Soldaten der kaiserlichen Armee waren Aggressoren, Moerder und Kriegsverbrecher.
      Die Soldaten der Wehrmacht waren Aggressoren, Moerder und Kriegsverbrecher.
      Die Soldaten der NVA/Grenztruppe habens nur zu Moerdern geschafft, sind aber trotzdem zu verdammen.

      „Den Charakter eines Volkes erkennt man daran, wie es seine Soldaten nach einem verlorenen Krieg behandelt. “ Leopold von Ranke

      Mal abgesehen davon daß, das Handwerk einer Armee das Morden und Sterben ist, sind alle Angehoerigen vorheriger deutscher Armeen, unabhaengig vom Befehlsverhaeltniss usw. usf. in der veroeffentlichten Meinung samt und sonders Schweine.

      In diesem Zusamenhang erscheint es mir schleierhaft warum die Stammbesatzung der Gorch Fock glaubt sie haetten in Deutschland das Recht auf eine faire Behandlung. Sie dienen als Suendenboecke, die sich mit Dreck bewerfen lassen muessen und dafuer werden sie auch fuerstlich entlohnt.

      Wer noch einen Funken Anstand besitzt und das nicht mit sich machen lassen will, wer seine Knochen nicht fuer eine Regierung hinhalten will die ihm bei erst bester Gelegenheit aus Profilierungssucht einen Dolch in den Ruecken rammt, der geht nicht zur deutschen Armee.
      Man hat ja die Wahl und ein Zivildienstantrag mit o.g. Begruendung ist ohne irgendwelchen Federlesens durchgewunken worden. Man musste sich nicht einmal dem Triumvirat stellen wie so manch andere Verweigerer, die sich ellenlange Luegengeschichten ueber ihre ach so sensible Seele, Flucht und Vertreibung ausgedacht hatten. Nur um sich danach bei Paintball, oder dergleichen, die Mumpeln um die 0hren zu hauen… .

      In dem Sinne, Popcorn!
      Was glaubt ihr ist erst los wenn die deutsche Armee ihren schmachvollen Rueckzug aus Afghanistan abgeschlossen hat? Da wird unseren “Helden” eine Sympathie entgegen schlagen gegen die, dieses Gorch Fock Gedroesel ein Ringelpietz mit anfassen ist.

      SMG
      xxHyFoxx

      • SwENSkE schrieb am 29. Januar 2011 um 16:45 - Permalink

        Sie dienen als Suendenboecke, die sich mit Dreck bewerfen lassen muessen und dafuer werden sie auch fuerstlich entlohnt.

        Naja, im Vergleich zu Hartz IV mögen Soldaten “fürstlich” entlohnt werden. Aber sonst…..

      • Maro schrieb am 1. Februar 2011 um 02:43 - Permalink

        Das ist ein in sich logischer Schluss, denn:
        Die Soldaten der kaiserlichen Armee waren Aggressoren, Moerder und Kriegsverbrecher.
        Die Soldaten der Wehrmacht waren Aggressoren, Moerder und Kriegsverbrecher.
        Die Soldaten der NVA/Grenztruppe habens nur zu Moerdern geschafft, sind aber trotzdem zu verdammen.

        wenn du schon die NVA als Einheit zu Moerdern machst dann bitte die

        Bundeswehr :Agressoren (Afrika, Juguslawien, Afganisthan) Moerder (Beispiel? I dont think so) und Kriegsverbrecher (mitsamt dem Moerdervorwurf ein Thema Angriff auf Zivilisten)

        Dann kommen die Anmerkungen ueber das Verhalten der Deutschen Demokratie gegenueber seiner Armee richtig zum tragen.
        Sterben/ okay ist erlaubt…. Kaempfen/maybe aber nur wenn es nicht su laut wird… Beschweren? um gottes willen wo kaemen wir denn da hin.

        JEDER Tropfen Schweiss in der Ausbildung vergossen ist ein Tropfen blut im Gefecht weniger!
        Ausser bei der aktuellen Deutschen Armee, da gilt :
        STERBEN OHNE EHRE

        Ausbildung ohne Haerte.

        Berufsarmee , zur Verwendung im eigenen Land und zur Bedrohung des Auslands.
        Laecherlichkeit das ist es was die BW hervorbringt.
        Fuer was stirbt denn der deutsche Soldat am Hindukusch?
        Geld? Ehre? Sex? Kameradschaft?Zukunft?

        Bei einem Uebungsunfall den Komandeur oeffentlich abzustrafen, quasie oeffentlich zu morden ist wirklich die beste Methode um motivierte Soldaten in den Krieg zu jagen und die Bevoelkerung auf die heimkommenden Bodybags vorzubereiten.

        Irre der Welt kommt zu besuch nach Deutschland da lebt es sich besonders friedvoll.

    53. Mordred schrieb am 29. Januar 2011 um 11:20 - Permalink

      äh, bei spon, n24 usw. wird jetzt zwar über den brief berichtet und auch zitiert, aber irgendwie finde ich nirgendwo den spiegelfechter als quellenangabe???

      • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 11:28 - Permalink

        SPON ist ein Sonderfall, da sie behaupten, ihnen selbst läge der Brief vor – was nicht stimmt. In der dpa-Kurzmeldung wird die Quelle korrekt genannt und ntv “traut” sich sogar, auf den SF zu verlinken. Beim Rest hat sich der Begriff “aus Medienkreisen” durchgesetzt.

        Da sieht man wieder einmal, wie die Herren, die für sich Leistungsschutzrechte einfordern, mit Copyright-Hinweisen umgehen ;-)

        • Mordred schrieb am 29. Januar 2011 um 11:43 - Permalink

          ist das nicht eine frechheit bzw. sogar illegal, so dass du dadurch (klage. abmahung etc.) ein paar flotte € machen könntest? oder widerspricht das deiner journalisten-ethik?
          ich meine, dass das doch schon ne weitaus größere und vor allem wasserdichtere nummer ist, als damals die eine dame, die dich u.a. blogs wegen copyright-verletzung drankriegen wollte.

          • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 11:48 - Permalink

            oder widerspricht das deiner journalisten-ethik?

            Einmal das, zum anderen handelt es sich um einen offenen Brief – darauf kann ich natürlich kein Copyright verhängen. Es zeugt allerdings nicht von einem guten Stil, aufgelesenes Material als das eigene auszugeben.

            Auf der anderen Seite arbeite ich ja selbst auch nicht mit lückenlosen Quellnachweisen, so dass ich mir hier auch nicht beschweren will. Allerdings gebe ich aufgelesene Materialien nicht als meine eigenen aus. Aber – wie gesagt – der SPIEGEL (und auch die BILD) ist halt ein Sonderfall. Der Rest (u.a. Focus, ARD, ZDF) hat sich brav bei mir erkundigt, ob er das Material verwenden darf.

    54. Jan.V. schrieb am 29. Januar 2011 um 11:26 - Permalink

      Die junge Frau musste an dem Tag sieben mal in die Takalage kletern. Es waren wenigstens 210 meter hoch und runter. Schaft es Herr Kapitän Schatz sieben mal hintereinander hoch und runter zu kletern?
      Danke

      Ihr Ian

      • gebintit schrieb am 29. Januar 2011 um 12:08 - Permalink

        Wo hast du das mit den “sieben mal`hintereinander hoch und runter” her? Warst du dabei?

        Nachdem ich nun durch Spiegelfechter dazu motiviert wurde, mich mit diesem Skandal zu beschäftigen, der mir vorher ziemlich egal war (lese keine Bildzeitung!), muss ich schon sagen, dass hier ganz offensichtlich einige Dinge schief gelaufen sind. In einem Punkt belasten sich der/die Verfasser des offenen Briefes selbst:

        Ein Entern allein auf freiwilliger Basis hat an Bord der Gorch Fock bis zum Unfall am 07.11.2010 nicht stattgefunden. Vielmehr waren alle Kadetten, die die genannten Voraussetzungen erfüllten, gehalten, an den Enterübungen teilzunehmen. Soldaten, die sich bei den Enterübungen schwer taten wurden unter besonderer Aufsicht weiter am Topp bzw. durch einen Ausbilder individuell am Besanmast ausgebildet und dabei behutsam an das Lehrgangsziel herangeführt.

        Das verstehe ich wirklich nicht, ein solcher Umgang mit dieser gefährlichen Übung ist aus meiner Sicht wirklich fahrlässig. Körperliche Überforderung mit dem Tod zu bestrafen ist auch in einer Marine-Ausbildung nicht zu akzeptieren. Eine Verletzung der Fürsorgepflicht.

        • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 12:24 - Permalink

          Ich will hier keinesfalls die Ausbildungsrichtlinien verteidigen. Für mich wäre es auch wünschenswerter, wenn diese Übungen grundsätzlich auf freiwilliger Basis stattfinden würden. M.W. war dies auch früher anders. Aber dies ist keine Frage, die im Ermessen der Ausbilder liegt, sondern Bestandteil der Ausbildungsrichtlinien, die von eben diesen Leuten geschrieben werden, die nun die Schuld auf die Stammbesatzung und den Kapitän schieben. Der Fisch stinkt vom Kopf her.

          • gebintit schrieb am 29. Januar 2011 um 12:46 - Permalink

            Tja, der Minister hat das Glück, bei einem Fehler nicht gleich 27m in die Tiefe zu stürzen und auf einem harten Deck aufzuschlagen!

            • Wandschrank schrieb am 29. Januar 2011 um 14:30 - Permalink

              @gebintit

              Tja, der Minister hat das Glück, bei einem Fehler nicht gleich 27m in die Tiefe zu stürzen und auf einem harten Deck aufzuschlagen!

              1. Ein/e Offiziersanwärter /in sollte eine Tauleiter hochklettern können, ohne sich in Gefahr zu bringen. Kann er/sie es nicht, hat er/sie den falschen Beruf gewählt.

              In allen anderen Bereichen (Rahe usw.) sind die Offiziersanwärter gesichert.

              2. Guttenberg war bei den Gebirgsjägern. Macht ein Gebirgsjäger einen dummen Fehler stürzt er tiefer als 27m und schlägt härter auf. Guttenberg war m.W. ein sehr kameradschaftlicher und von allen geschätzter Jäger, der sich -im Gegensatz zu den m.E. feigen und egoistischen Marineoffiziersanwärter- nicht zu fein war, sich einer Gefahr auszusetzen.

              Man kann an Guttenberg durchaus etwas kritisieren, aber nicht, dass er sich zu fein gewesen wäre, sich einer Gefahr auszusetzen.

          • Wandschrank schrieb am 29. Januar 2011 um 14:58 - Permalink

            @Jens

            Ich will hier keinesfalls die Ausbildungsrichtlinien verteidigen. Für mich wäre es auch wünschenswerter, wenn diese Übungen grundsätzlich auf freiwilliger Basis stattfinden würden. M.W. war dies auch früher anders. Aber dies ist keine Frage, die im Ermessen der Ausbilder liegt, sondern Bestandteil der Ausbildungsrichtlinien, die von eben diesen Leuten geschrieben werden, die nun die Schuld auf die Stammbesatzung und den Kapitän schieben. Der Fisch stinkt vom Kopf her.

            1.
            Ich finde die Ausbildungsrichtlinien -soweit ich sie kenne- völlig in Ordnung.
            2.
            Die Ausbildungsrichtlinien sind m.W. nicht in den letzten Jahren verschärft worden, d.h. sie waren auch schon unter Struck und Scharping so. Trotzdem kritisiert Rot-Grün Guttenberg für sein angebliches Versagen.
            3.
            Selbst wenn die Ausbildungsrichtlinien eine zu harte Ausbildung vorschreiben, finde ich es lächerlich, dass dann Guttenberg anzukreiden.
            Guttenberg ist der Chef von 235.000 Soldaten / Mitarbeitern.
            Bei einer so grossen Anzahl von Mitarbeitern, ist es ganz natürlich, dass irgendwann mal etwas hakt.
            Das ist in jedem Grosskonzern auch so. Nur da wird der Chef für ganz natürlich vorkommende Unzulänglichkeiten nicht so stark kritisiert.
            4. Denkst Du, dass die Ausbildung auf den Schulschiffen anderer Marinestreitkräfte einfacher / angenehmer ist?

            Auf der Amerigo vespucci?
            Auf der USCGC Eagle?
            Auf der Juan Sebastián de Elcano?
            Auf der Sedow?

            Ich denke, dass die Ausbildung zumindest bei den 3 letzten härter ist. Bei dem russischen und dem amerikanischen Schiff gehe ich sogar davon aus, dass die auf diesen Schiffen geleistete Ausbildung wesentlich härter ist.

            5. Die Suspendierung von Schatz ohne vorangegangenes ordentliches Verfahren war jedoch ein grosser Fehler von Guttenberg und definitiv nicht in Ordnung. Es ist sehr bedauernswert, dass er sich nicht hinter seine Soldaten stellt. Das hat mich auch schon bei der Kunduz-affaire verärgert.

            • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 15:32 - Permalink

              100% Zustimmung

            • gebintit schrieb am 29. Januar 2011 um 15:41 - Permalink

              @Wandschrank

              Man kann an Guttenberg durchaus etwas kritisieren, aber nicht, dass er sich zu fein gewesen wäre, sich einer Gefahr auszusetzen.

              Das wollte ich damit auch nicht andeuten, sondern, dass man Ausbildungsrichtlinien sehr wohl überdenken muss, wenn Fehler so leicht tödlich sein können. In dieser Angelegenheit wurden, soweit ich das beurteilen kann, viele Fehler gemacht. Nur, diese hübsche Offiziersanwärterin bezahlte ihren Fehler mit dem Leben. Natürlich kann von Guttenberg nicht alle Vorgänge der Militärs kontrollieren, aber ich hoffe, dass er in diesem zum Politikum gewordenen Fall die richtigen Konsequenzen zieht. Bei allem militärischen Effizienzdenken sollte man die Menschlichkeit nicht vergessen!
              Und stellt mir bitte nicht das russische Militär als Vorbild hin, oder relativiert damit Unmenschlichkeiten in unserer Armee, da stellen sich mir die Nackenhaare auf. 2008 verlor die russische Armee 231 Soldaten durch Selbstmord (Quelle). Auch wenn derart schickanierte Menschen die effektiveren Soldaten sind, verzichte ich lieber darauf. Wenn schon Vergleiche, dann vielleicht mit dem Schwesterschiff der Gorch Fock, der Sagres, siehe Deutschlandfunk-Bericht.
              Hoffen wir auf eine professionell arbeitende Untersuchungskommission und die richtigen Konsequenzen.

      • SwENSkE schrieb am 29. Januar 2011 um 16:55 - Permalink

        Dann hätte sie vielleicht einen anderen Beruf wählen sollen.

        Daß dasselbe auch für junge Männer galt, scheint Dich auch nicht sonderlich zu stören, oder?

        Ich habe als junger Mann in den Ferien oft als Dachdecker gearbeitet – glaubst Du da hätte jemand gefragt, ob ich auf’s Dach will oder nicht?
        Im Gegensatz zu den Offiziersanwärtern müssen Dachdecker zwar nicht ganz so hoch dafür aber deutlich öfter und mit “Marschgepäck” (sprich mit Werkzeug und Arbeitsmaterial).

        Und dann schau Dir mal die Statistik der tödlichen Unfälle bei Dachdeckern und bei der Marine an.
        Und wenn Du schon dabei bist vergleich am besten auch gleich mal die Unfallstatistiken (mit Todesfolge) von typischen Männerberufen mit denen von typischen Frauenberufen.

    55. Thorsten schrieb am 29. Januar 2011 um 11:38 - Permalink

      Ich halte diese ganze Presse über die Vorfälle für Menschenverachtend und unter aller Sau. Die Reporter und Redakteure, die das schrieben/ ins TV brachten sollen sich erstmal auf der Gorch Fock selbst ein Bild machen, bevor sie auch nur ansatzweise daran denken, drauf los zu schreiben und Halbwahrheiten und subjektive Kommentare und Eindrücke Weniger verbreiten, die keiner objektiven Untersuchung Stand halten können.

      Ich mag die Gorch Fock auch nicht. Der Segler ist und bleibt ein Schiff, auf dem man geschunden wird. Punkt. Aber diese sechs Wochen meiner Ausbildung waren verdammt noch mal mit die geilste Zeit, die ich in der Marine hatte!

    56. Oliver Römmele schrieb am 29. Januar 2011 um 12:23 - Permalink

      bleibt zu wünschen das es sich um einen echten Brief der Stammbesatzung handelt.

      Meine Meinung zum Vorfall.

      Unfälle passieren in jedem Lebensbereich, Soldaten im aktiven Dienst sind besonderen Gefahren ausgeliefert und sind sich dessen bewusst. Auch den Angehörigen von Soldaten müsste Bewusst sein welchen gefahren sich Soldaten aussetzen. natürlich ist es immer schwer Verluste, vor allem der eigenen Angehörigen, zu verarbeiten und mein Mitgefühl gilt allen die einen solchen Verlust erlitten haben.
      Mein Unverständnis gilt den Vertretern der Presse die hier wie so oft aus einem seltenen Vorfall ein Politikum machen.
      Unsere Regierung hat gerade beschlossen das unsere Soldaten in Afghanistan für ein weiteres Jahr den unverhältnismäßig größeren Risiken des Todes ausgesetzt werden als die Offiziersanwärter und die Besatzung auf der Gorch Fock. Dieser Einsatz ist nur nötig weil die Politik wie in so vielen Bereichen versagt hat und wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund gestellt werden. Also bevor ihr die Gorch Fock an die Kette legt, bitte legt eure eigenen Wünsche an die Kette und lasst unsere Soldaten in Afghanistan am Leben in dem ihr sie endlich aus diesem aussichtslosen Einsatz zurück holt.

    57. Axel schrieb am 29. Januar 2011 um 12:25 - Permalink

      Warum musste erst der Minister eingreifen bei diesem Standardvorgang?

      Es ist schwer mit dem Kommentieren aufzuhören.

      Ich frage mich das obige in einem anderen Zusammenhang.

      Als ich beim Bund war (Panzerkanonier, freiwillig K6, weil ich wollte nicht viel lernen, weil ich ja wegwollte , Haubitze, 45 kg Granate, Anerkennug als Kriegsdienstverweigerer am Tag der Besichtigung) löste sich während der nächtlichen Streife bei der Wachablösung aus einem G3 ein Schuß. Zum Glück kam niemand zu Schaden.

      Mit ist nicht bekannt. daß das damals in den Bundestag gelangte (obwohl ein Major der Kaserne der mich auch mal gerüffelt hatte gelangte mal in den Spiegel) bzw. der Verteidigungsminister eingreifen mußte.

      Beim tragischen Vorgang in Afghanistan hat es eine falsche Information gegeben. Aber wieso muß der Vorfall als solcher überhaupt in den Bundestag oder an irgendeine große Glocke. Die Standortkommandanten oder weitere Vorgesetzte müßten das doch abhandeln können.

      Der Verteidigungsminister kann sich doch wie jeder andere Minister auch nicht um jede einzelne Handlung eines Untergebenen kümmern, bzw. verbürgen.

      Von der Leyen oder der Bundestag greifen doch auch nicht ein (und die Presse schert es auch nicht), wenn von einem Mitarbeiter der Agentur einem Angehörigen einer Bedarfsgemeinschaft der in 30 Jahre ungekündigter Stellung gut verdient, eine angeblich besser bezahlte Zeitarbeit “angeboten” wird (damit er mehr seiner Eigenverantwortung nachkommen kann) nach deren Ablauf er dann ebenfalls arbeitslos ist. Während er bei Thyssen in seiner Lebenstätigkeit weiter (nicht arbeitslos) das Doppelte wie in der Zeitarbeit verdienen könnte, also auch während seiner Tätigkeit als Zeitarbeiter.

      • Oliver Römmele schrieb am 29. Januar 2011 um 12:32 - Permalink

        Panzerhaubitze 70 oder FH 70?
        Auch bei uns wurde einem Kameraden auf der Wache mit der P1 durch den Hals geschossen. Glücklicherweise hat der Kamerad das überlebt. Ergebnis beide Soldaten wurden vorzeitig entlassen der Schütze bekam ne Disziplinarstrafe…fertig. Herr Wörner (der damalige Verteidigungsminister) hat soweit mir bekannt ist von diesem Vorfall nichts erfahren, die Presse im übrigen auch nicht, sonst wären jetzt vielleicht Pistolen an die Kette gelegt.

    58. Marcus schrieb am 29. Januar 2011 um 12:35 - Permalink

      Nur wer genau liest, bemerkt, dass dieser Brief nicht von der Besatzung sondern von den Offizieren an Bord, gegen die sich die Vorwürfe in der Presse richten, stammt. Da ist von der Stammbesatzung die Rede, um den falschen Eindruck zu hinterlassen, DIE BESATZUNG verwahre sich gegen die in der Presse geäußerten Vorwürfe. Die Gruppe von Geschundenen, die die Vorwürfe erhebt, werden als Lehrgangsteilnehmer und Petenden, die ein grundsätzliches Problem mit der Gorch Fock hätten, abqualifiziert. Dabei sind es Mitglieder der Besatzung, die auf dieses Schiff wollten und eine vernünftige Ausbildung erwarteten. Wenn nun eine Gruppe dieser Auszubildenden solche Vorwürfe erhebt, spricht das sehr viel eher für die Glaubwürdigkeit der Anschuldigungen, als wenn dies nur ein Einzelner täte.

      • Thorsten schrieb am 29. Januar 2011 um 12:44 - Permalink

        Dabei sind es Mitglieder der Besatzung, die auf dieses Schiff wollten und eine vernünftige Ausbildung erwarteten.

        Das hört sich an, als würden Sie den Kadetten die Wahl lassen wollen, wie ihrer Meinung nach der Charaktertest, welcher auf der Gorch Fock nunmal abgeleistet werden muss, auszusehen hat…
        Sowas kann nicht funktionieren.

    59. klaus58 schrieb am 29. Januar 2011 um 12:37 - Permalink

      Die Militärs und ihre Anhänger fordern mal wieder eine besondere Auslegung der Begriffe Ehre und Autorität für ihren “Arbeitsbereich”. Autorität wird durch gutes Handeln und überzeugende Argumente erworben und nicht durch eine Kapitänsfunktion an sich. Der GF-Kapitän wäre noch heute “unbeschädigt”, wenn er nach den vielen Vorfällen, von denen sich einige als wahr herausstellen werden, selbst um Beurlaubung (oder wie es juristisch korrekt heißen mag) und Untersuchung gebeten hätte. Echte Autorität wird beschädigt, wenn man an der Funktion festhält entgegen allen Zweifeln jener, die einem diese Achtung entgegenbringen sollen.
      Die Kriterien für gutes Handeln und überzeugende Argumente unterliegen in unserer heutigen Bundeswehr dem Verständnis demokratischer Mehrheiten und nicht allein den Soldaten.

    60. Mat schrieb am 29. Januar 2011 um 13:30 - Permalink

      Vielleicht wahr, vielleicht gelogen. Wer weiß das schon. Anonyme Briefe taugen nicht viel.

    61. Eckardt schrieb am 29. Januar 2011 um 13:31 - Permalink

      Es wird alles nicht so gegessen , es ist aber schlimm wen Möchtegernpolitiker ihren Mund aufmachen aber die Ursachen nicht kennen

    62. Petzi schrieb am 29. Januar 2011 um 13:40 - Permalink

      “Gorch Fock”

      Ich habe mit Bestürzung die Medien verfolgt und die Vorverurteilung wiegt schwer,
      Der Minister hat leider überreagiert im Sinne von angeblicher Schadensbegrenzung.

      Unsere Soldaten stehen derzeit in allen Medien mehr oder weinger in negativem Licht.

      Nur wer von uns kann die psyische Belastung und die Angst wirklich nachvollziehn?
      Die Gorch Fock ist quasi das einzige Schiff wo ein Kadet und späterer Offizier dies unter
      Schutz live erleben kann. Später muß er seine Soldaten im diesen Situationen richtig führen und vor Schaden bewaren.

      Leider sind wir alle nur Menschen und machen Fehler, aber das System an sich hat sich bewährt.
      Der Mensch steht im Fordergrund aber auch die Stammbesatzung und der Kapitän sind Menschen.

      Ich hoffe das dies von der Polotik nicht vergessen wird und die gute Arbeit aller Ausbilder in der
      Bundesdwehr wird hier nicht beschmutzt.

    63. Gustav Adolf Pourroy schrieb am 29. Januar 2011 um 13:58 - Permalink

      Liebe Gorck-Fock-Mannschaft,

      richtige Männer lassen sich keinen Maulkorb vor dem Mund hängen. Der Brief – obwohl gut formuliert – droht so als “pro-domo-argumentierend” abqualifiziert zu werden. Aus der Darstellung der VERFÄNGLICHEN Faschings-Kostümierung als BIERUMTRUNK leuchtet die Blässe des Gedankens. Ich verspreche mir von einer Offenlegung der Verfasser, dass die Admiralität und der Minister sich freut, dass Männer sich keinen Maulkorb vorlegen lassen. Aber bitte der Journaille keine Interviews geben.

      Nur Mut, Männer

      Gustav Adolf Pourroy, Flakoberhelfer a. D. , L 25078, Luftgaupostamt Dresden

    64. Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 14:07 - Permalink

      nun ist der Brief auch bei der BILD angekommen. Die Aufarbeitung der Gossenjournalisten fällt erwartungsgemäß aus:

      „Gorch Fock“: Stamm-Crew meutert gegen Guttenberg
      Jeden Tag Negativ-Schlagzeilen um das Segelschulschiff „Gorch Fock“. Jetzt geht die Stamm-Crew in einem Brief auf Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) los.
      Quelle

      • anonym schrieb am 29. Januar 2011 um 15:20 - Permalink

        @Jens

        „Gorch Fock“: Stamm-Crew meutert gegen Guttenberg
        Jeden Tag Negativ-Schlagzeilen um das Segelschulschiff „Gorch Fock“. Jetzt geht die Stamm-Crew in einem Brief auf Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) los

        Stay classy, Fox News Bild-Zeitung.
        Die Zeitung macht manchmal echt einfach nur noch wütend.

        • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 15:22 - Permalink

          ganz genau

          • Ko-Mike schrieb am 29. Januar 2011 um 18:50 - Permalink

            Da spaziert man nichts ahnend im Morgennebel durch den Park,

            plötzlich heult die Sirene….

            Lauft! Lauft!

            Das Skandal-Monster kann man nicht aufhalten!

            http://www.youtube.com/watch?v=1QRZOfZfpkI&feature=related

            ; )

            • SubcommandanteMarkus schrieb am 29. Januar 2011 um 19:45 - Permalink

              @KoMike

              Ich erwarte nicht das ein Artikel meine Meinung widerspiegelt , aber wenn man sich kritisch schimpft sollte man doch wenigstens Fragen stellen die sich nunmal jeden ohne weiteres aufdrängen . Die Antwort auf die Fragen mögen meiner Diagnose widersprechen,
              aber hier lese ich nur Seemansgarn aus der eigenen Jugend und schwülstiges, anachronistisches Seeamnpathos (bezieht sich auf den letzten Artikel zum Thema )

              Die Bild stellt auch selten Fragen und macht lieber undifferenzierte Propaganda für die eine oder andere Seite , aber genauso läuft das hier, zumindest zu diesem Thema auch ab, einseitig , oberflächlich, unkritisch .

            • Ko-Mike schrieb am 29. Januar 2011 um 20:23 - Permalink

              Du solltest schon konkret werden, bevor du andere als oberflächlich abstempelst.

              genauso läuft das hier

              Lies doch bitte die Kommentare!

            • SubcommandanteMarkus schrieb am 29. Januar 2011 um 21:21 - Permalink

              @KO

              Die ein oder andere Frage hatte ich schon mehrfach hier geäußert, z.B finde ich auch nichts zu der Interessenlage der Stammbesatzung einen solchen Brief zu schreiben.
              So einen Brief kann man nämlich im Gegensatz zu einer “Meuterei” ganz leicht als reine Schutzbehauptung erklären, was nicht heißt das es einen solche ist , aber es ist dennoch plausibel .
              Bei der ganzen unkritischen Rückwärtsgewandheit im letzten Artikel würden mir zig einfallen , wo man wenigstens mal ein Fragezeichen hinsetzen könnte , stattdessen trieft es vor Pathos “Schule des Lebens ” die Weiber gehören da nicht hin und sowieso ist das zwar eine Parallelgesellschaft aber eine gute weil alles so heimelig solidarisch und männlich ist …usw .
              Mich stört der Ton , die unkritische Wiedergabe der Meinung der Marine und ihrer Führung .

              Es ist sicherlich auch kein Wunder warum der Spiegelfechter mit dem Brief bemustert wurde , nach so einem unkritischer Marine Propaganda , er streitet ja auch gar nicht ab das er damit schlicht Gegenpropaganda betreibt also weiß ich nicht warum du dich aufregst

            • Ko-Mike schrieb am 29. Januar 2011 um 22:28 - Permalink

              also weiß ich nicht warum du dich aufregst

              Und ich weißt nicht, wie du überhaupt darauf kommst. Keep cool ;)
              Ich habe es eben gern, wenn man nicht einfach einen Vorwurf hinkritzelt und ein paar Fragen in den Raum wirft, sondern schon konkreter in seinen Ausführungen wird (u.a. wären Vorschläge, wie man jetzt weiter zu verfahren/ damit umzugehen habe, angebracht. Dann kann man auch debattieren).

              er streitet ja auch gar nicht ab das er damit schlicht Gegenpropaganda betreibt

              Das ist auch nicht verwerflich. Hier findet keine Untersuchung des Vorfalls statt. Es wird hier lediglich eine gegenüber den vielen Medienberichten andere Sichtweise vorgelegt. Sie ist selbstverständlich in sich gesamt betrachtet einseitig (alles andere wäre paradox), aber zieht man mehr Medienberichte heran, erkenne ich eine deutliche Differenzierung (und somit ist der Artikel auch kritisch).
              Ich wäre vielmehr irritiert, preiste der SF jetzt Objektivität an.
              Was die von einigen manchmal vorgeworfene fehlende Selbstkritik und Borniertheit anbelangt, so nehme ich dies in Kauf, weil es nicht meiner Meinungsbildung schadet.
              Im übrigen: Eine Wahrheit die gleichzeitig den Anspruch auf Objektivität erhebt, ist nicht gültig, da sie in den Prämissen der Subjektivität bedarf.

              Abgesehen davon: Die Methoden der Bild tragen bei mir persönlich nicht gerade dazu bei, diese in der Berichterstattung allzu ernst zu nehmen.

          • SubcommandanteMarkus schrieb am 29. Januar 2011 um 19:13 - Permalink

            Nicht das ich für die Bild Partei ergreifen möchte , aber zu diesem Thema wird hier genauso einseitig Stellung genommen , nur eben mit umgekehrten Vorzeichen

            • Ko-Mike schrieb am 29. Januar 2011 um 19:30 - Permalink

              Da du meine negative Einstellung zur Bild kritisierst und dir das alles einseitig erscheint, kannst du mich vielleicht mit ein paar positiven Argumenten zu diesem Thema zu einer “Umkehrung des Vorzeichens” überzeugen, bevor du dich in deinen Parolen wiederholst. Selbstverständlich sind deine Einwände nicht einseitig, sie sind stringent, richtig?

    65. Kunar schrieb am 29. Januar 2011 um 14:08 - Permalink

      Dass sich die Mannschaft nicht öffentlich äußern darf, dient eigentlich zur Kontrolle: Sie kann nicht einfach sagen “Alles kein Problem!” und der Staat macht diese Haltung zu seiner Position. Das ist ein wichtiges Mittel gegen Filz. In Unrechtsstaaten liefe es so, dass die Kritiker abqualifiziert werden und die Sichtweise der Armee als die richtige verkündet wird. Davon kann hier nicht die Rede sein.

      Was hier allerdings schiefläuft, ist die Tatsache, dass den Kritikern allein mit bloßen Anschuldigungen von einigen Medien pauschal recht gegeben wird. Das darf natürlich ebenfalls nicht sein und behindert die Wahrheitsfindung, aber noch viel schlimmer, verzerrt die Wahrnehmung. Ein solcher Brief ist vielleicht kein gleichwertiges Gegenmittel, aber er muss sein.

    66. Jan schrieb am 29. Januar 2011 um 14:38 - Permalink

      Das Schlimmste was der Stammbesatzung passieren kann, ist die Versetzung in andere Marineeinheiten/auf andere Schiffe. Es hat niemand um seinen Job zu fürchten.

      Dabei sollte man jedoch auch im Auge behalten, daß es sich bei der Stammbesatzung um Idealisten handelt. Wer einen lockeren Job möchte und seine Freizeit liebt, meldet sich nicht auf ein Segelschiff, auf dem er für Monate von der Familie getrennt ist.

      Unabhängig wie man zur Gorch Fock oder zum Militär steht, ist die Art der Meinungsmache und Vorverurteilung, eine Schande für unsere Gesellschaft.

      In einem älteren TV-Bericht wurde erwähnt, daß das Aufentern nur Pflicht war, wenn man dafür tauglich war. Von daher muß man sich insbesondere über Formulierungen wie “in den Tod geschickt” schon sehr wundern. Im gleichen Bericht beschwerten sich die Kadetten, daß sie bei schlechtem Wetter unter Deck mußten, während die Stammmannschaft die Arbeit übernahm.

    67. Kleinhans schrieb am 29. Januar 2011 um 14:43 - Permalink

      SEHR PIETÄTVOLL.
      Ich hätte auch zum Tod meiner Kameradin zu Sekt und Kuchen gerufen :-)))

      • SwENSkE schrieb am 29. Januar 2011 um 16:58 - Permalink

        Ich hätte auch zum Tod meiner Kameradin zu Sekt und Kuchen gerufen :-)))

        Wo ich herkomme, macht man das bei jedem lieben Verstorbenen. Nennt sich Leichenschmaus ;).

    68. Jan schrieb am 29. Januar 2011 um 14:47 - Permalink

      “Nur wer genau liest, bemerkt, dass dieser Brief nicht von der Besatzung sondern von den Offizieren an Bord, gegen die sich die Vorwürfe in der Presse richten, stammt. Da ist von der Stammbesatzung die Rede”

      Nur wer keine Ahnung hat, behauptet die Stammbesatzung würde nur aus Offizieren bestehen. Neben den Kadetten ist eine komplette Besatzung (Stammbesatzung) an Bord, die den Ausbildungsbetrieb führt/unterstützt. Bei dieser Stammbesatzung handelt es sich hauptsächlich um Mannschaftsdienstgrade.

    69. Wilhelm Buschschlote schrieb am 29. Januar 2011 um 15:14 - Permalink

      Alles ganz gut und schön mit dem offenen Brief.
      Aber es ist ein in Marinekreisen offenes Geheimnis, dass der Kommandant der Gorch Fock
      ein Alkoholproblem hat und es ihm auch offenbar an Empathie mangelt; anders ist der ignorante Umgang mit dem Tod der Offiziersanwärterin nicht zu erklären.
      Im übrigen hat er auch von seinem Vorgesetzten schon vor längerem Vorgaben diesbezüglich bekommen, die er aber ignoriert hat. Der Fisch stinkt also – wie immer – vom Kopf her.

      • Wandschrank schrieb am 29. Januar 2011 um 15:16 - Permalink

        @Wilhelm Buschschlote

        Aber es ist ein in Marinekreisen offenes Geheimnis, dass der Kommandant der Gorch Fock
        ein Alkoholproblem hat und es ihm auch offenbar an Empathie mangelt; anders ist der ignorante Umgang mit dem Tod der Offiziersanwärterin nicht zu erklären.

        Wer bist Du, dass Du hier mit dreckigen Lügen kommst?

      • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 15:23 - Permalink

        So, so. Na da formt sich ja die Gutti-Fraktion mit neuen unhaltbaren Unterstellungen. Peinlich.

        • SubcommandanteMarkus schrieb am 29. Januar 2011 um 21:26 - Permalink

          Ich denke man solle sich mit Vorverurteilungen zurückhalten gilt das dann nicht auch für vorschnelle Freisprüche ? Ich hab keine Ahnung ob der Mann Alkoholiker ist oder ob ihm das überhaupt zur Last gelegt wird , aber hast du die Vorwürfe, wenn es denn welche sind , recherchiert oder passt es nicht in dein Bild der Marine ?

          • navydoc schrieb am 3. Februar 2011 um 01:48 - Permalink

            Ganz klar in Deiner Logik: Du selbst bist schwuler Alkoholiker!
            So geht es nun wirklich nicht!

    70. Wandschrank schrieb am 29. Januar 2011 um 15:15 - Permalink

      Ein echter Bayer lässt sich aber nicht unterkriegen:

      welt.de/politik/deutschland/article12380498/Abberufener-Kapitaen-der-Gorch-Fock-prueft-Klage.html

      Recht so! Auf gehts Schatz!

    71. Ferdi Runge schrieb am 29. Januar 2011 um 15:31 - Permalink

      Zitat: Zu keiner Zeit wurde hier an Bord ein Soldat von einem anderen angefasst oder gar sexuell belästigt. Natürlich ist die Schiffsführung über die gefallenen Äußerungen nicht erfreut gewesen und hat daher entsprechende Konsequenzen gezogen, nämlich eine Musterung mit deutlichen Worten des Kommandanten …

      Ein männlicher Offiziersanwärter hat gegenüber dem Wehrbeauftragten des Bundestages angegeben von drei Mitgliedern der Stammmanschaft zum Analverkehr aufgefordert worden zu sein. Ich glaube aus dem Zitat schliessen zu können, dass das auch wirklich so vorgefallen ist. Erfüllt das nicht den Tatbestand der sexuellen Belästigung ? Sind “deutliche Worte” eine angemessene Konsequenz ?

      • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 15:37 - Permalink

        Ein männlicher Offiziersanwärter hat gegenüber dem Wehrbeauftragten des Bundestages angegeben von drei Mitgliedern der Stammmanschaft zum Analverkehr aufgefordert worden zu sein.

        Nein, das stimmt so nicht. Besagter OA hat angegeben, dass er unter der Dusche mit dämlichen Sprüchen (Seife/Bücken) angemacht wurde. Das ist keine ernst gemeinte “Aufforderung zum Analverkehr” und fällt für mich unter “dumme Sprüche”.

        • Heldentasse schrieb am 29. Januar 2011 um 16:40 - Permalink

          Das Problem hatte Lt. Frank Drebin auch mal.

        • SwENSkE schrieb am 29. Januar 2011 um 17:01 - Permalink

          Das ist keine ernst gemeinte “Aufforderung zum Analverkehr” und fällt für mich unter “dumme Sprüche”.

          Lass’ das nicht die Feministinnen hören :D!

          Das ist nämlich “ganz klar” sexuelle Belästigung !einself1! Mindestens :D

          • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 17:05 - Permalink

            Lass’ das nicht die Feministinnen hören :D!

            Ach lass, die brauchen doch immer Content und haben mich ja auf ihrer “Beobachtungsliste” … man könnte auch von Stalking sprechen ;-)

            Da freuen wir uns doch, dass die wieder was zu schreiben haben und keine wirklich relevanten Themen aufgreifen müssen.

        • Wandschrank schrieb am 29. Januar 2011 um 19:13 - Permalink

          Es entzieht sich vollkommen meinem Verständnis, wie die einige Presseerzeugnisse aus diesen Blödeleien eine Belästigung oder eine Aufforderung zum Analverkehr gemacht haben.
          Meine Zeit im Fussballverein war voll von derart dummen Witzchen. Ich fand die Witze nie besonders gut, aber mein Gott das waren Söhne von Maurern, Landwirten oder Handwerkern. Ein Milchbubi aus einer Akademikerfamilie, dessen Vater bestimmt ein Grüner ist, lud sehr zu solchen dummen Witzchen ein. Ernst gemeint waren diese Witze nie.
          Die witzelnden Kameraden wären vielmehr sehr darüber empört gewesen, hätte ich geglaubt, dass sie tatsächlich mit mir Analsex haben möchten.
          Das sind Witze, die zwar nicht besonders gut sind, aber dennoch jeden Tag zu Tausenden gemacht werden und von denen absolut keine Bedrohung ausgeht.

          Werden jetzt alle Personen, denen ein Streich gespielt wurde und die deswegen den Personen, die den Streich ausgeheckt haben, ohne ernste Absicht drohen, dass man sie alle umbringe, wegen Bedrohung verurteilt?

          • Ferdi Runge schrieb am 29. Januar 2011 um 21:49 - Permalink

            Richtich sach ich ma, Humor is doch was Lustisches. Wenn man mal eben erst ein paar Tage auf dem Schiff ist und die Leute gar nicht kennt, fühlt man sich doch gleich viel besser, wenn man kameradschaftlich mit einem neckischen Scherzchen begrüsst wird. Und ganz klar haben die witzelnden Kameraden auch alles Recht der Welt empört zu sein, wenn man sie Ernst nimmt.

    72. Martin B.-S. schrieb am 29. Januar 2011 um 15:44 - Permalink

      Wie immer macht die Presse hier sehr viel kaputt. Meiner Meinung nach sollte eher über eine Kontrolle der “Pressefreiheit” nachgedacht werden. Immer wenn irgendwo in der Welt etwas passiert, kreisen die Geier der Presse um den Braten. In erster Linie geht es nur darum die besten Zahlen damit zu schreiben. Ob da nun Halbwahrheiten oder gar Lügen aufgeführt werden, interessiert von den Herren doch niemanden. Erst kürzlich gab es wieder einen Bericht über die bekannte Story “Diana”. Das beste Beispiel wie abgebrüht die Herren sind. Ob nun Fotograf oder Schreiberling…..Hauptsache die Kohle passt.
      Ich finde es einfach nur traurig, dass altgediente Herren so in den Dreck gezogen werden.
      Menschen, die für ihr Land den Kopf hinhalten, teils ihr Leben riskieren und Entbehrungen auf sich nehmen. Meiner Meinung nach eine Schande!
      Die Hetze gegen den Minister, der meiner Meinung nach einen vorbildlichen Dienst leistet, sollte sofort unterbunden werden. Aber hier werden wohl auch die Geier wieder belohnt werden. Armes Deutschland……
      An alle Soldaten da draußen: lasst Euch von diesen Pressemenschen nicht unterbuttern.

      • SwENSkE schrieb am 29. Januar 2011 um 17:02 - Permalink

        Kommentare komplett in Fettschrift oder Großbuchstaben lese ich grundsätzlich nicht.

        • Bernd von K. schrieb am 30. Januar 2011 um 20:23 - Permalink

          @Swenske, prüf dringend Deinen Ironiedetektor!!!11einself!

          @Martin Bull-Shit, du hättest deutlicher herausarbeiten können, dass es eine der vornehmsten soldatischen Aufgaben ist, die Pressefreiheit zu verteidigen.

      • Sukram71 schrieb am 31. Januar 2011 um 16:58 - Permalink

        Man denke auch an diesen “Skandal” mit den jungen Soldaten die mit Totenköpfen und Knochen vom Straßenrand Fotos gemacht haben.

        So als junger Mann zwischen 20 und 30 kommt man halt auf solche blödsinnigen Ideen, wenn einem eh schon langweilig ist und man noch etwas pubertäre Flausen im Kopf hat aber unter Anspannung steht. :)

        Aber wenn die Presse davon Wind bekommt … OMFG!
        Ich finde es auch zum Haare raufen.

    73. sporti1304 schrieb am 29. Januar 2011 um 16:03 - Permalink

      Endlich melden sie sich mal zu Wort, die Vorwürfe finde ich alle anmaßend und lächerlich!
      Da sieht man mal wie unproffessionell die Deutschen Medien arbeiten, denn sie hatten offentsichtlich keine Ahnung wovon sie da schreiben, die Situation auf der GF ist wie auf jedem anderen Schulschiff auf der Welt auch!
      http://irrwelt.wordpress.com/2011/01/29/ein-offener-brief-an-karl-theodor-zu-guttenberg/

    74. unbequemer schrieb am 29. Januar 2011 um 16:09 - Permalink

      Ich denke immer an – Full Metal Jacket – wenn ich an Drill denke.

      Menschen die freiwillig Soldat werden haben einen Knacks – als Wehrpflichtiger habe ich geschworen, meine Heimat zu verteidigen. Und die wird an den Grenzen zu unserem Land verteidigt, nicht irgendwo am Hindukusch.

      Also wer soll Deutschland angreifen? Die Franzosen? Belgier? Schweizer?

      Und wenn nun das Argument kommt – Terroristen:

      Krieg ist der Terror der Reichen gegen die Armen.
      Terror ist der Krieg der Armen gegen die Reichen.

      Sir Peter Ustinov

      Somit sind Soldaten Staatsterrorristen! Und was Soldaten auch noch sind – das hat schon Tucholsky treffend gesagt.

      • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 16:21 - Permalink

        Na ja, nichts gegen Deine Assoziationen, aber einen “Full Metal Jacket”-Drill gibt es bei der Marine ganz sicher nicht – im Gegenteil. Eine Ausnahme könnten die Sondereineheiten Minentaucher und Kampfschwimmer darstellen … aber die gehören nicht wirklich zur Marine, da sie ja ein Landkommando haben.

        Wenn Du – abseits von Hollywood – Dir einmal den unglaublichen Drill bei der Gorch Fock anschauen willst, kannst Du Dir folgende Dokumentationen anschauen, in denen auch der “Schinderkapitän” mehrfach zu Wort kommt:

        http://www.youtube.com/watch?v=V0kh8hJakSA

        • unbequemer schrieb am 29. Januar 2011 um 21:04 - Permalink

          Ich war beim Bund, ich habe einige Ausbilder erlebt – und keine guten darunter gehabt. Auch wenn es nicht so krass wie im Film FMJ war.

          Ziel war es schon damals, die Rekruten zu brechen, damit sie auf Befehl gehorchen.

          Und dann die Typen, Kameraden? lachhaft, wenn ich an die denke – Willy Brandt wurde nur der “Vaterlandsverräter Fram” genannt – und als ich dagegen angesprochen habe, war ich Zielscheibe für besondere Schikanen. (Erinnert mich an die Szene mit den Seifenstücken im Handtuch – nicht die Ausbilder selber, nein, die Zimmer”genossen” wurden aufgestachelt doch den “Kameraden” …

          Mein Spind wurde “auf den Kopf” gestellt, und dann wieder “richtig rum” damit alles schön durcheinander gefallen war und so weiter. Die Rückwand, da verrate ich hoffentlich keinen unbekannte Trick, mit “Luftlöchern” eignete sich auch dazu, die am Kopf- und Fußende des Bettes befindlichen “Rohre” dort “einzuführen” und mit der Hilfe dann Flüssigkeiten in den Spind zu leiten. Und gerne am Freitag vor der Ausgangskontrolle, wenn dann der Spind nicht OK war – Pustekuchen mit Wochenendurlaub. Also nach “in Ordnung bringen” von Bett und Spind ja nicht die Stube verlassen, um den “Kameraden” nicht die Möglichkeit zu bieten, mal wieder alles durcheinander zu bringen. Drei Monate Grundausbildung können eine lange Zeit sein.

          Ich hab es aber durchgehalten, und Beschwerden waren sinnlos. Durfte man auch nicht ohne weiteres, es wurde immer wieder vom Vorgesetzten erklärt, man müsse erst eine Nacht darüber schlafen, am nächsten Morgen sähe alles nicht mehr so schlimm aus. Und es wurde mir auch vorgehalten, ich würde meine “Zimmer-Kameraden” zu Unrecht verdächtigen. Es könnten ja auch andere Soldaten gewesen sein und so weiter.

          Empfindlichere Personen hätten eventuell einen anderen Ausweg gesucht – auf so einem Schiff kann man ja mal eben in der Not einfach über Bord springen – dann hat man die Qual hinter sich – eine Möglichkeit die mir sofort durch den Kopf ging, als ich die Fakten hörte, das die Minuten fehlen, in der sie über Bord gefallen sei, und auch, das sie auf der “falschen Seite” Dienst hatte, also nicht dort, wo das Schiff “Schlagseite” hatte.

          Und noch eine Anmerkung. EINMAL bin ich abgehauen, am Anfang, weg nach Hause, bei meinen Eltern das geschildert, mir wurde nicht geglaubt, dass es so etwas beim Bund geben würde und ich wurde zurück in die Kaserne geschickt, bevor die Feldjäger kommen um mich zu holen. Diese “Schande” wollte mein Vater nicht erleben! Was denken dann die Nachbarn.

          Die wären aber wohl nicht so schnell gekommen, denn oh Wunder, der direkte Ausbilder hatte einfach einen Urlaubsschein für mich ausgestellt. Es lag also keine “unerlaubte Abwesenheit” vor — denn denen war damals wohl klar, wenn ich “abgeholt” werde, und meine Gründe vortrage – dann wird das geprüft – und dann … ich war damals nicht SO clever mit gerade 18 Jahren.

          Da sind die “Kadetten” inzwischen wohl mutiger. Und wenn ich an meine Jungen denke, die würden sich so etwas auch nicht gefallen lassen, Drill mit Schikanen. Aber die hatten das Glück nicht eingezogen zu werden.

          Und noch ein Hinweis – ich wurde erst mit 21 Volljährig -

          • Heldentasse schrieb am 30. Januar 2011 um 10:35 - Permalink

            @unbequemer

            Und dann die Typen, Kameraden? lachhaft, wenn ich an die denke – Willy Brandt wurde nur der “Vaterlandsverräter Fram” genannt – und als ich dagegen angesprochen habe, war ich Zielscheibe für besondere Schikanen. (Erinnert mich an die Szene mit den Seifenstücken im Handtuch – nicht die Ausbilder selber, nein, die Zimmer”genossen” wurden aufgestachelt doch den “Kameraden” …

            Entgegen der hier schreibenden “richtigen” Soldaten bin ich der Meinung, dass bei manchen Truppenteilen auch noch heute diese Quälerei gebilligt und evtl. sogar “kultiviert” wird. Diese und andere Gesinnungen finden sich dann auch im nicht offizellen Sprachgebrauch wieder.

            Cafe Eichmann
            ABC-Übraum in dem unter Einsatz des Augen-und Rachenreizstoffes ‘CS’ und diverser Bewegungsübungen die Dichtigkeit der ABC-Schutzmaske getestet wird.
            ..
            FNG
            Fucking new guy
            (Neu eingetroffener Soldat)
            …
            Kampf-Lesbe
            Soldatin
            …
            Musicbox:: Unliebsamer Kamerad, der im Spind eingesperrt wird und mit dem Spind aus dem Fenster geschmissen wird.
            …
            Negerpfeil
            Übungsmunition der Panzerfaust
            …
            Rekrut:
            Frischer, Muschi
            …
            Neuer Rekrut:
            Nässe, Nasser Sack, Nasskachel oder
            auch Beddes genannt.
            …
            S-1-Mieze
            Zivile Angestellte im Geschäftszimmer/Personalbüro
            …
            Tastenficker
            Fernmelder
            …
            VoZiDa:
            Vorzimmerdamen vom Bataillonskommandeur und Regimentskommandeur
            ..

            Quelle

    75. Jan schrieb am 29. Januar 2011 um 16:21 - Permalink

      “Meiner Meinung nach sollte eher über eine Kontrolle der “Pressefreiheit” nachgedacht werden.”

      Bei solchen Aussagen stehen mir alle Nackenhaare zu Berge.
      In diesem Fall hätte die Kontrolle genau eine Veröffentlichung verhindert:
      Den offenen Brief auf SF!

      Kontrolle ist keine Antwort auf ein gesellschaftliches Problem.
      Diese Schun^Druckerzeugnisse haben ihre Leserschaft.
      Und so lange die Kunden ihnen nicht den Rücken zuwenden, darf man sich über den Inhalt nicht wundern. Aber bei Mc Donalds isst ja auch niemand, der abends RTL * sieht.

      “Die Hetze gegen den Minister, der meiner Meinung nach einen vorbildlichen Dienst leistet, sollte sofort unterbunden werden. ”

      Wie kommen sie zu dieser Überzeugung? Außer Selbstdarstellung fällt mir spontan nichts ein, womit er bisher aufgefallen ist. Als Vorbild hätte er sich vor seine Truppe gestellt, als die Heckenschützen der XXXX zugeschlagen haben.

    76. klaus58 schrieb am 29. Januar 2011 um 16:49 - Permalink

      @unbequemer
      Du hast Recht und Deine Überspitzung ist willkommen. Wir haben eine Jugend, die diesen Militärscheiss immer weniger glaubt und wunderbar verweichlicht ist = empfindsam. Um daraus Soldaten zu formen, muß (wie die Harten hier fordern) kräftig abgehärtet werden (ich sage: verroht werden), dann ab nach Afghanistan und wer immer noch als Weichei zurückkommt, geht in unsere neue zu vergrößernde Abteilung Kriegstraumatabehandlung. Der Gesundheitsbegriff den ich mir wünsche kennzeichnet aber einen Jugendlichen, der weder freiwillig noch auf Befehl auf einen Afghanen schiessen kann, der weder ihn, noch seine Familie, noch sein Volk bedroht. Dieser Typ ist aber dort nicht einsetzbar.
      Wer sagt: “Ich bin ein geborener Soldat, ich kann auf Befehl töten, schickt mich an die Front” ist der Kranke.

    77. Sofareeder schrieb am 29. Januar 2011 um 16:54 - Permalink

      lesenswert:

      Etwas zu Guttenberg:
      http://www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/230-das-guttenberg-dossier-teil-1.html

    78. Adept schrieb am 29. Januar 2011 um 16:59 - Permalink

      [gelöscht/SF]

      • SwENSkE schrieb am 29. Januar 2011 um 17:04 - Permalink

        Ist der PI-Server gerade down oder warum sonderst Du Deine rassistischen Verschwörungstheorien hier ab?

    79. Kriegszitterer schrieb am 29. Januar 2011 um 17:19 - Permalink

      Keep on fighting … ;) Spiegelfechter … bin ja sogar in meiner selle auch noch spd … ABER!

      … ;)

      http://www.myvideo.de/watch/6509775/500_Miles_The_Proclaimers_live

      Kriegszitterer … ;)

      • Spiegelfechter schrieb am 29. Januar 2011 um 17:23 - Permalink

        schönes Lied, stranger Dialekt ;-)

        Aber: Zügele Deine OT-Videoempfehlungen doch bitte ein wenig *g*

    80. jack-sprarrow schrieb am 29. Januar 2011 um 18:32 - Permalink

      Ich fand diesen Brief mehr als überfällig. Es ist schon eine Schande, daß immer so viel vertuscht wird, und die Betroffenen sich nicht äußern dürfen, aber man darf von Seiten der Presse immer fleissig drauf schlagen, und dann haben wir noch grüne Politiker, die auch ihren Senf dazu geben, aber ganz bestimmt nicht bei der Bundeswehr waren….
      Tja, und zur Bild-Zeitung muss man ja bestimmt nichts sagen, denn: Bild sprach zuerst mit dem Toten….

    81. Andrea Doria schrieb am 29. Januar 2011 um 18:51 - Permalink

      Was seid ihr nur für Memmen! Heult rum und schreibt “offene Briefe” wie die Waschweiber. Echte, harte Männer machen sowas nicht! Sie ertragen stattdessen stumm den Schmerz.

    82. Sprotte schrieb am 29. Januar 2011 um 20:22 - Permalink

      auch der NDR weist nicht auf die Quelle des offenen Briefes hin, erst in den Kommentaren Seite I6 verweist Ula22 auf den Spiegelfechter:

      http://www.ndr.de/regional/schleswig-holstein/meutereigorchfock101.html

    83. Igraine schrieb am 29. Januar 2011 um 21:26 - Permalink

      Ich finde es sehr gut, dass dieser Brief hier veröffentlicht wurde und zweifle nicht daran, dass er authentisch ist.

      Vor einigen Jahren hatte ich das Vergnügen einen Teil der damaligen Besatzung kennenzulernen und für mich ist die Reaktion der Stammbesatzung in dem offenen Brief sehr gut nachvollziehbar. Die Menschen, die ich damals kennenlernte, waren mit Leib und Seele für ihre Aufgabe da und in Gesprächen kam immer wieder deutlich rüber, wie wichtig es gerade an Bord ist, sich auf den Anderen verlassen zu können und dass eine gute Ausbildung das A und O für eine sichere Seefahrt ist.

      Ich finde die Diskussion über den Umgangston auf der Gorch Fock teilweise sehr befremdlich. Nur ein Beispiel: wenn es auf See stürmt und jeder schnell reagieren muss, dann kann doch wohl keiner erwarten, dass er mit „Herr/Frau Soundso wären Sie bitte so lieb und würden das und das tun“ angesprochen wird!
      Dann muss ein knapper unmissverständlicher Befehl ausgesprochen werden und die Reaktion muss automatisch erfolgen. Dies kann man aber nur dann gewährleisten, wenn immer wieder die Situation geübt wird.
      Und dies trifft auf alle Berufe zu, bei denen schnell gehandelt werden muss und es um Sicherheit und Leben von Menschen geht.
      Wenn ein Mensch einen Herzinfarkt hat und ich erste Hilfe leiste, dann brülle ich unter Umständen auch den Nächststehenden an, damit er mir hilft und meinen Anweisungen folgt. Und das tue ich nicht, weil ich ein bösartiger Mensch bin.

      Irgendein „Vorredner“ schrieb über den Umgangston in anderen Berufen, der auch nicht immer nett und freundlich ist. Dies sollte sich jeder Nichtmilitär vielleicht einmal vor Augen halten.

      Auch hat jeder Beruf seine Rituale, Umgangston oder Besonderheiten, die von Außenstehenden als völlig daneben empfunden werden, doch diese werden nicht sofort an den Pranger gestellt, wie es zurzeit mit der Bundeswehr der Fall ist. Der makrabere Humor in manchen Berufen, die mit Menschen zu tun haben, z. B. in der Pflege, klingt für Außenstehende manchmal sehr daneben und ist doch nur eine Art mit psychischer Belastung umzugehen. Menschen in gleichen Berufen verstehen ihre Sprache untereinander, Außenstehende nciht.

      Es geht mir nicht darum irgendwelche Missstände zu entschuldigen, diese sollten auf jeden Fall aufgeklärt werden.
      Aber vor einer pauschalen Verurteilung aller Ausbilder der Gorch Fock (im Übrigen sind das nicht nur Offiziere, sondern auch PUO’s) sollte sich jeder vernünftig denkende Mensch meiner Meinung nach hüten.

      Meine Mitgefühl gilt zurzeit jedenfalls jedem Besatzungsmitglied, das ungerechtfertigten Vorwürfen ausgesetzt ist, und deren Familien!!!

    84. transwarp schrieb am 29. Januar 2011 um 22:33 - Permalink

      ot: wann kommt eigentlich mal nen Ägypten artikel vom spiegelfechter.. interessiert mich viel mehr als dieser gorch fock bs….

      • Ko-Mike schrieb am 29. Januar 2011 um 22:43 - Permalink

        Das habe ich mich auch schon gefragt. Kommt da eventuell noch was, Herr Berger?

        Die Informationsflut aus Ägypten hält sich bis jetzt auch in Grenzen.

      • Heldentasse schrieb am 30. Januar 2011 um 09:51 - Permalink

        ot: wann kommt eigentlich mal nen Ägypten artikel vom spiegelfechter..

        Ich stimme zu, weil zum einen die Lage da unten immer unübsichtlicher und gefährlicher wird, und in den Massenmedien wie es scheint wenig über die wahren Hintergründe berichtet wird.
        Zum anderen wäre es auch für die GF-Besatzung ihren ex. Kommandanten und die Ermittler nicht schlecht wenn das unnütze “massenmediale” Störfeuer aufhören würde.

      • Spiegelfechter schrieb am 30. Januar 2011 um 10:10 - Permalink

        Da ich in dieser Weltregion komplett unbeschlagen bin, werde ich natürlich auch nichts über das Thema schreiben. Das können andere besser. Ich schaue allerdings, ob ich irgendwo einen Gastartikel auftreiben kann.

        • leslie schrieb am 31. Januar 2011 um 01:23 - Permalink

          [gelöscht/SF - das ist nicht "antizionistisch", sondern antisemitisch]
          (Sehr amerikafeindlich und antizionistisch))

        • Ko-Mike schrieb am 31. Januar 2011 um 01:36 - Permalink

          @SF Das wäre sehr nett von dir. :-)

          Solange uns das hier nicht passiert:
          China sperrt Thema Ägypten in Blogs
          http://www.heise.de/newsticker/meldung/China-sperrt-Thema-Aegypten-in-Blogs-1180165.html

        • Axel schrieb am 31. Januar 2011 um 10:30 - Permalink

          M. E. benötigt man da keinen Artikel. Im Prinzip erfaßt in diesem Fall sogar die Tagesschau die Hintergründe ziemlich korrekt. Das ist ein 3, 4 Sätzen möglich.
          Auch die problematische Oppositionsgruppe wird erwähnt, freilich wird deren Rolle nicht analysiert. sonst ist die Tagesschau voll auf dem Laufenden.

          Die Frage ist eigentlich nur ob das Militär die Kontrolle wiederherstellen kann. Da sich die Versorgung der Bevölkerung nicht bessern wird ist das fraglich. Demokratie aus dem Nichts kann es natürlich sowieso nicht ohne Probleme geben und die Frage ist was die problematische Oppositionsgruppe darin macht.

          Und voraussagen was genau passiert (ob und u. welchen Umständen z. B. der Suez Kanal geschlossen wird) kann man allerdings nicht. Das es keine wirtschaftlche Entwicklung geben wird allerdings schon. Dazu muß sich grundlegend was ändern.

          • Ko-Mike schrieb am 31. Januar 2011 um 12:44 - Permalink

            Hatte auch eher an einen Artikel über Demokratiesierungsprozesse allgemein im Norden Afrikas gedacht, oder so. Und nicht, dass wir jetzt zu diesem Thema unter dem GF-Artikel kommentieren.

            Na ja, meine Wunschliste an den SF bezüglich der Themen ist eben nicht gerade kurz ; ))).

            • Spiegelfechter schrieb am 31. Januar 2011 um 12:52 - Permalink

              jaaaa, ich kann mich des Themas nicht versperren ;-)

              dazu kommt heute noch was

            • Ko-Mike schrieb am 31. Januar 2011 um 12:58 - Permalink

              Also, geht doch! Fleißiger Spiegelfechter ;).
              Danke dir!

    85. Foxi10 schrieb am 30. Januar 2011 um 08:58 - Permalink

      Vielleicht wäre hier eine Petition gegen die Entlassung des Kapitäns angebracht. Wer kann sie entsprechend formulieren? Gerne gebe ich meine Unterschrift, damit der Kapitän wieder eingestellt wird und die Gorch Fock weiterhin DAS Schulschiff bleibt.

      • Bernd Jürgen Armando Brandes schrieb am 30. Januar 2011 um 13:52 - Permalink

        lol

        • Foxi10 schrieb am 30. Januar 2011 um 16:59 - Permalink

          Bernd Jürgen Armando Brandes schrieb am 30. Januar 2011 at 13:52 –
          lol

          was ist daran so lächerlich?

      • Andreas schrieb am 30. Januar 2011 um 14:02 - Permalink

        ich bin sofort dabei !

    86. koni schrieb am 30. Januar 2011 um 10:21 - Permalink

      Dieser offene Brief schadet dem Aufklärungsprozess vermutlich mehr, als dass er ihm nützt. Eine Solidaritätsbekundung wäre in Ordnung gewesen, hier wird aber (leider) gedankenloser Corpsgeist demonstriert. Ich hätte mich gefreut, wenn die Stammbesatzung ein wohlüberlegteres Statement veröffentlicht hätte.

    87. Linus schrieb am 30. Januar 2011 um 10:27 - Permalink

      @SF: Hat sich auf diesen Artikel die Hit-Rate bei dir erhöht? Ich schaue immer auf deinen Reader-Zähler, aber ich weiß nicht, was der genau anzeigt. Der hat sich auch nicht so sonderlich bewegt.

      • Spiegelfechter schrieb am 30. Januar 2011 um 10:30 - Permalink

        Ja sicher – dieses Thema hat natürlich mehr Klicks und Backlinks als ein Artikel über das nahe Ende der FPD ;-)

        Der Reader-Zähler gibt “nur” die Zahl der RSS-Abonenten an und hat nichts mit der Zahl der Leser der Internetseite zu tun. Daher ist er auch relativ “unflexibel”.

    88. Marc @ Tenerife schrieb am 30. Januar 2011 um 10:38 - Permalink

      Veehrte Gorch-Fock-Crew.
      Ihr soltet Euch nicht die Anschuldigungen einer grossen Deutchen Tageszeitung zu sehr zu Herzen nehmen.
      Wir alle Wissen das die gerne mal die Tatsachen verdrehen und oft Lügen verbreitetn.
      JAA ich meine die Schmierfinken von der Tageszeitung mit den 4 Buchstaben.
      Mit freundlichen Grüssen von Teneriffa,
      Marc R

    89. Klaus aus Innsbruck schrieb am 30. Januar 2011 um 10:48 - Permalink

      Ich bin ein ehemaliger Ausbilder und war gerne auf der Fock!
      Diese widerlichen Vorwürfe und Diskussionen brechen mir mein stolzes Marineherz!
      Als wir 1989 die ersten weiblichen Offiziersanwärter an Bord bekamen wurden auch schon so schmutzige Vorwürfe in den Raum gestellt! Allerdings auch ohne jeglichen wahren Hintergrund!
      Der Stolz, die Ehre und das gute Gefühl, dass man als Besatzungsmitglied sein ganzes Leben mit sich trägt wir nun mit Füßen getreten. Für mich ist das ein persönlicher Angriff meiner Würde und Ehre!
      Ich kann nur hoffen, dass der Name und die Ehre der Gorck Fock und seiner Besatzung (meiner Kameraden) wieder hergestellt werden; Und das ganz offiziell in der Presse und allen anderen Medien!
      So etwas hat die G.F. und seine Besatzung nicht verdient!
      Der Unfall an Bord ist tragisch und mit Sicherheit ein Schock für Alle, aber Unfälle geschehen und wo sie geschehen weiß nur unser Schöpfer.
      Den Angehörigen und der Besatzung mein Beileid !
      Auch ich hatte einen schweren Unfall 1992 zu verkraften! Dieser wäre auch um ein Haar tödlich verlaufen. Zum Glück lebt der Soldat noch und hat es auch gut überstanden.
      Ich weiß also wie man sich fühlt und wie es einen betroffen macht, wenn an Bord ein Unfall geschieht, der unter die Haut geht!

    90. Franz aus Aachen schrieb am 30. Januar 2011 um 13:04 - Permalink

      Also ich war zwar nur Wehrpflichtiger im Heer zu meiner Zeit gab es keine Frauen bei der Bundeswehr aber das Ton hier rau ist weiß wohl jeder. Ich denke das es bei Offziers Anwärter der Marine noch etwas rauer zugeht. Das ein zart beseiterter Mensch damit Problem hat ist wohl auch klar.
      Die Politiker schicken unsere Soldaten ans Horn von Afrika gegen Priaten kämpfen oder nach Afgahnistan gegen die Taliban. Das sind harte Kriegseinsätze und für viele Soldaten geht es ums Überleben, ich denke das in dieser Lage keine Rücksicht auf die Endfindlichkeiten einiger genommen werden kann.
      Zur G.F. bleibt mir nur ein Komplinent an die Stammbesatzung zu machen ich finde es ausgezeichnet das die hier das Wort erheben und die Sichtweise der wirklich betroffenen zu hören nicht das gerede der Presse die ihre Sansation Lust stillen.

    91. Andreas schrieb am 30. Januar 2011 um 13:59 - Permalink

      Segelschulschiff !

      der Name sagt doch schon einiges aus.
      Das ist KEIN Kreuzfahrtschiff mit Luxuskabinen…
      Der Dienst auf einem “Handbetriebenen” Segler ist nun mal kein Spaziergang.
      Eine alte Seemannsspruch heisst : Frauen an Bord bringen Unglück! und das ist nicht unberechtigt !
      Es ist Knochenarbeit bis an die Leistungsgrenzen! Was wollen denn die Frauen machen bei Sturm und schwerer See, wenn es heisst die Segel runter? Nicht aufentern? Das Schiff Schiff sein lassen???
      Entschuldigung, aber diese Offiziersanwärter, egal ob Männer oder Frauen, sollten sich BEVOR sie an Bord gehen gründlich überlegen ob sie dafür wirklich geeignet sind.
      Weicheier sind auf einem Segelschiff dieser Grössenordnung wirklich fehl am Platz!
      Es sollte ein harter Eignungstest gemacht werden von Seiten der Marine. Dann kann soetwas nicht passieren.
      Unfälle passieren überall, nur wird da nicht sooo viel Wind gemacht.
      Die Suspendierung Kapitäns Schatz finde ich eine Unverschämtheit, erst wenn Ihm eine Schuld nachgewiesen werden kann DANN ist das gerechtfertigt.
      Hochachtung vor der Mannschaft, der Zusammenhalt scheint zu stimmen denn das Foto mit dem Banner: Ein Kommandant, eine Besatzung, ein Schiff! zeugt von Loyalität !
      Jungs, haltet Durch ! Nach jedem Sturm folgt auch wieder Sonnenschein.
      und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel !

    92. Jan schrieb am 30. Januar 2011 um 16:12 - Permalink

      “Eine alte Seemannsspruch heisst : Frauen an Bord bringen Unglück! und das ist nicht unberechtigt !”

      Der Spruch stammt aus einer Zeit, als man sich noch nicht sicher war, ob die Erde wirklich rund ist und mit Riesenkraken zu kämpfen hatte. Ich hoffe Ihr Weltbild ist geringfügig moderner.

      “Was wollen denn die Frauen machen bei Sturm und schwerer See, wenn es heisst die Segel runter? Nicht aufentern?”

      Wie ich bereits schrieb, wurden in einem alten Fernsehbericht die Offiziersanwärter unter Deck geschickt als schlechtes Wetter aufkam. Die Frauen werden in dem Fall das gleiche tun wie ihre männlichen Kameraden: Unter Deck gehen und die Stammmannschaft arbieten lassen.

      • Andreas schrieb am 30. Januar 2011 um 16:46 - Permalink

        @Jan.
        Ich bin selber 25 Jahre zur See gefahren und weiss wovon ich spreche.
        Frauen haben nichts an Bord zu suchen, die Seefahrt ist nun mal eine Männerdomäne, und das ist auch nicht Frauenfeindlich, denn wer SELBER einmal an Bord gearbeitet hat, und das bei schwerer See, der weiss wovon ich spreche. Selbst Männer versagen da, weil die Kräfte schwinden. (schaut Euch doch die Mädelchen an, die haut doch WS 5 schon von Bord…)
        UND: wie wollen denn die OA, egal ob M oder W lernen bei rauher See zu handeln und aufzuentern wenn sie schon bei wenig Wind unter Deck gehen?
        Seefahrt ist hart, auf einem Grosssegler erst recht.

        • Igraine schrieb am 30. Januar 2011 um 17:07 - Permalink

          @Andreas:
          Da ich zum weiblichen Geschlecht gehöre, darf ich wohl etwas dazu sagen, auch wenn ich nicht bei der Bundeswehr bin/war, habe ich trotzdem viel mit der Marine zu tun.
          Meiner Meinung nach ist Dein Ausspruch nicht frauenfeindlich, sondern realistisch.
          Das Leben an Bord und gerade auf einem Segler ist alles andere als einfach und man muss mit einigen Widrigkeiten klar kommen.
          Es gibt vielleicht ein bis zwei Ausnahmen – Frauen, die mit allem klar kommen, was von ihnen gefordert wird – aber größtenteils ist es nicht so.
          Und die Frauen, die klar kommen, kommen deswegen klar, weil sie die “Kameraden” vergessen lassen, dass sie eine Frau sind. Dies meine ich im positiven Sinn, nicht dass diese Frauen unweiblich sind, sondern weil sie mit anpacken und keine Sonderstellung erwarten.
          Wenn ich den Beruf “Soldat” ergreife, dann muss ich mir über die Folgen bewusst werden.

          Noch eins wollte ich sagen, irgendjemand schrieb hier, dass die Armee “skrupellose Menschen” braucht. Ich denke das ist völlig falsch. Die “guten Soldaten”, die ich kenne, sind Menschen, die sehr verantwortungsbewusst sind. Die alles tun, damit es nicht zu Eskalationen kommt und die durch Unfälle zutieft betroffen sind.

          • Andreas schrieb am 30. Januar 2011 um 17:16 - Permalink

            vielen Dank für die Bestätigung durch eine FRAU !

            • Igraine schrieb am 30. Januar 2011 um 17:31 - Permalink

              Gern geschehen ;-)

              Mich regt es immer auf, wenn es gleich als frauenfeindlich angesehen wird, wenn irgendjemand behauptet, dass eine Frau nicht alles kann, was ein Mann kann.
              Emanzipation heißt nicht, dass ich auf Krampf versuchen muss, Dinge zu tun, zu denen ich rein kräftemäßig nicht in der Lage bin.

              Und die Verumglimpfung der gesamten Ausbilder auf der Gorch Fock finde ich außerordentlich befremdlich. Bei manchen Kommentaren hier frage ich mich, ob die Schreiber sich schon einmal objektiv mit der Marine bzw. der Bundeswehr beschäftigt haben.
              Die Bundeswehr besteht – zumindest zum größten Teil – aus Menschen, die einen Beruf gewählt haben, der ihnen und ihren Familien einiges abverlangt. Seien es monatelange Abwesenheitszeiten, Zeiten der Ungewissheit, wenn der eigene Mann/Vater in einem unsicheren Gebiet eingesetzt ist oder ähnliches.
              Auch ist die Ausbildung, wie Du auch geschrieben hast, kein Spaziergang. Es geht schließlich darum, sich auch in schwierigen Situation sicher an Bord zu bewegen und wer einmal bei Sturm auf dem Wasser war, weiß was das heißt.
              Oder beim Einsatz in Afghanistan, darum heil und sicher nach Hause zu kommen.

              Ich habe seit vielen Jahren Kontakt zur Marine und weiß – auch wenn es sich dabei nur um Erzählungen handelt – vielleicht ein bißchen mehr als jemanden, der nie damit zu tun hatte.
              Der Brief der Stammmanschaft ist für mich sehr aussagekräftig und ich habe dabei nicht anonyme “Matrosen” vor Augen, sondern Menschen, die ich kenne und respektiere!

          • Bernd von K. schrieb am 30. Januar 2011 um 22:24 - Permalink

            1. Der Brief ist zu emotional und zu jammerig, um ernst genommen zu werden. Auch offenbart er, dass die Besatzung in einem Mikrokosmos lebt. Der Spiegelfechter hätte weit aus mehr lektorieren müssen.

            2. Viele vergessen, dass der Kommandant nicht wegen der Untersuchung des Unfalltodes abberufen wurde, sondern wegen der Untersuchung der Folgen der möglicherweise falschen Aufarbeitung des Unfalls. Am Unfalltag selbst hatte er Urlaub. Die Unfalluntersuchung wurde durch die Kripo Kiel zusammen mit einem Beamten der Wasserschutzpolizei Kiel in Brasilien durchgeführt und scheint ausermittelt.

            3. Schatzs Problem ist, dass er sich von einigen Rädelsführern einen ganzen Offizierslehrgang hat versenken lassen. Er hat damit seine Kernaufgabe, nämlich die Ausbildung von Kadetten, nicht bewältigt. Warum ihm dies nicht gelang, ist mir vor dem Hintergrund der vielen glaubwürdigen positiven Zeugnisse über ihn unerklärlich.

            4. Guttis Problem ist sein Strategiefehler, mit der angekündigten Versenkung der Gorch Fock seine Stammwählerschaft zu verprellen. Das beim ausschlaggabenden nächtlichen Telefonat der Bild-Redakteur neben ihm im Auto saß, gibt dem Fehler noch ein süßes Geschmäckle.

        • Ola schrieb am 30. Januar 2011 um 17:28 - Permalink

          Ich frage mich wie das all die anderen Armeen dieser Erde, die maßgeblich sind, so hinbekommen. Und die Handelsmarinen erst….

          Ich glaube, Ihre Meinung ist eine für die Mülltonne. Sie sollten mal im 21. Jahrhundert ankommen. Das könnte helfen.

          • Igraine schrieb am 30. Januar 2011 um 17:46 - Permalink

            @Ola
            Vielleicht liegt es daran, dass die Einstellung der Frauen in diesen Armeen teilweise eine andere ist?
            Vielleicht haben diese Frauen den Beruf bewusst und mit Überlegung gewählt? Zumindest war dies bei den Frauen so, die ich kennengelernt habe. Und die kamen aus den unterschiedlichsten Ländern.

            Und alle hatten eins gemeinsam – sie haben alle berichtet, dass die Ausbildung verdammt hart ist und dass nur ein Bruchteil derjenigen, die angefangen haben, auch dabeigeblieben sind.

            Viele der jungen Frauen, die ich in Deutschland bei der Bundeswehr kennengelernt habe – gerade in den Anfangszeiten – waren nicht gerade gute Vorreiter. Sie waren in der SAN-Staffel eingesetzt und haben sich dort an einfache Regeln (die übrigens auch im zivilen Bereich für die medizinischen Berufe gelten) nicht gehalten. Sie versuchten eine Sonderstellung zu bekommen, weil sie Frauen sind.

            Das hat sich zum Teil gewandelt, aber noch nicht ganz. Andere Nationen sind da schon sehr viel weiter. Die Frauen, die den Beruf des Soldaten wählen, wissen warum sie das tun und was es für sie bedeutet.

            • navydoc schrieb am 3. Februar 2011 um 01:57 - Permalink

              Ja, es hat sich überwiegend gewandelt, aber die alte Sonderrollenfraktion ist noch sehr aktiv im Pründeverteidigen.
              Und die guten engagierten Frauen leidend manchmal unter doppelseitigen Angriffen.

    93. Rolf Krüger schrieb am 30. Januar 2011 um 20:03 - Permalink

      Seit 30 Jahren kenne ich Norbert Schatz. Von seiner “Ablösung” war ich mehr als betroffen.
      Ich sehe in der Handlungsweise des Ministers einen Verstoß gegen ein hohes Rechtsgut- die Unschuldsvermutung. Ebenso hat ein Wehrbeauftragter die Persönlichkeitsrechte eines Beschuldigten zu wahren.

    94. Andreas schrieb am 30. Januar 2011 um 20:31 - Permalink

      @ Igraine

      Wie recht Du doch hast !
      Alle Postings von Dir treffen den Nagel auf den Kopf.
      Sollten sich die mal eine Scheibe abschneiden die hier nur mitreden wollen aber absolut keine Ahnung von der Seefahrt haben …

      KptLt a.D. A.S.

    95. Seafarer50 schrieb am 31. Januar 2011 um 06:31 - Permalink

      Anfangs dachte auch ich, die OA sind nur ein Haufen Weicheier;
      jetzt aber, mit dem Brief der Stammbesatzung, wandelt sich das Bild erheblich!

      Weicheier, das ist die Stammbesatzung!!! Das sind die Ausbilder!!!

      Es war schon immer schlecht, 2 verschiedene Lager auf einem Schiff zu haben;
      also bei Kameradschaft hat die Stammbesatzung wohl nur daran gedacht, Ausbilder pflegen Kameradschaft und die OA’s darf man knechten – wie früher die Sklaven auch.

      Zitat: Umgang mit der Situation

      Die Schiffsführung setzte nach dem Unfall die Enterübungen aus und gestaltete den Dienstbetrieb neu und sinnvoll für alle Beteiligten. Unmittelbar nach dem Unfall suchten die Ausbilder und Vorgesetzten das Gespräch mit dem Lehrgang.

      Das verwundert mich jetzt aber! Erst nach dem Unfall wurde miteinander kommuniziert ?! Und davor ?!
      Gab es wohl nur Befehle und Befehlston!

      Gerade bei dem Thema “Umgang mit der Unfallsituation” hörten wir immer nur das Wort “Kadetten”! Wer denkt dabei an die Ausbilder, welche diesen Unfall direkt miterlebt haben und die in der Takelage verbliebenen Kadetten sicher an Deck begleitet haben. Diese Jungs haben in einer extremen Situation hervorragende Arbeit geleistet und die Beherrschung behalten. Der Lehrgang wurde umgehend unter Deck geschickt, um die verunfallte Kameradin nicht sehen zu müssen.

      Die Heulsusen von der Stammmanschaft, wollen also auch bemitleidet werden?!!

      Die Stammbesatzung, sprich die Ausbilder, haben an Oberdeck alles Menschenmögliche getan, um der Kameradin zu helfen und sie vor neugierigen Blicken zu schützen.

      Was hat denn dies hier im Brief verloren. So etwas gehört eigentlich zum guten und fairen Umgang, und dies nicht nur bei der Marine…..
      Ich muss mich echt fragen, wie alt die Ausbilder sind? Anfang 20? Gerade von der Mutterbrust abgenippelt?

      Wir, die Stammbesatzung Gorch Fock fühlen uns sehr alleine gelassen hier am Ende der Welt.

      Hier sollte man im nächst besten Hafen anlegen und die verweichlichte Stammbesatzung gleich zu Mutti nach Hause fliegen……oh Mann

      • Reizzentrum schrieb am 31. Januar 2011 um 08:34 - Permalink

        Tja Seafarer50 ,

        dann wird man jedwede Ausbildungseinheit abschaffen müssen und das dann unausgebildete Kanonenfutter direkt vom Eignungstest aus nach Afghanistan schicken.

        SO kann man die Arbeitslosigkeit und den Wohnungsmangel auch bekämpfen – sehr kreativ.

        • Seafarer50 schrieb am 2. Februar 2011 um 00:21 - Permalink

          Polemische Antworten nützen hier nichts!!!

          • navydoc schrieb am 3. Februar 2011 um 01:59 - Permalink

            Denkfehler helfen aber auch nicht weiter, sic!

        • SubcommandanteMarkus schrieb am 2. Februar 2011 um 00:43 - Permalink

          Na dann wären Kriege doch schnell vorbei

          “Am schnellsten beendet man den Krieg, in dem man ihn verliert.”
          George Orwell

      • navydoc schrieb am 1. Februar 2011 um 20:45 - Permalink

        Nee, die Heulsusen und (vielleicht ein paar Aufrechte) DIE SIND JA SCHON ZU HAUSE.

    96. Angela schrieb am 31. Januar 2011 um 08:10 - Permalink

      @Seafarer50

      Sie haben recht! Ich kann auch nichts am Minister zu Guttenberg kritisieren, zuindest nicht, was die Gorch Fock angeht. Soll er den ganzen Haufen an Besatzung dort auswechseln! Das und nur das wäre der Situation angemessen.

    97. Philipp schrieb am 31. Januar 2011 um 09:09 - Permalink

      An 32.:
      Der Eid hat lautet: Ich gelobe/schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.

      Es gehört unbedingt Gehorsam und Disziplin dazu, diesen Eid zu erfüllen und in letzter Konsequenz steht jeder Soldat auch mit seinem Leben für diesen Eid ein. Es ist kann jedoch nicht der Zweck des Soldaten das Töten und Getötetwerden sein!

      Die Ausbildung von Soldaten ist mit anderen Ausbildungen, beispielsweise des Handwerks nicht vergleichbar. Auf der Gorch Fock wird den Offiziersanwärtern eine große Breite und auch Tiefe von Erfahrungserlebnissen ermöglicht, die für die späteren Führungsaufgaben unerlässlich sind, angefangen von der Fähigkeit, im Team zu arbeiten, Disziplin und Selbstdisziplin, für andere und sich selbst einzustehen, verantwortungsvoll zu handeln und Konsequenzen zu tragen.

      Die Untersuchungsergebnisse bleiben abzuwarten. Falls es wirklich zu Fehlverhalten an Bord gekommen sein sollte, so muss und wird das aufgeklärt werden. Bis dahin ist es sinnvoll, etwas Fahrt heraus zu nehmen und auf belastbare, diskutierbare Fakten zu warten.

      • Heldentasse schrieb am 31. Januar 2011 um 09:37 - Permalink

        Es gehört unbedingt Gehorsam und Disziplin dazu, diesen Eid zu erfüllen…

        Für den Gehorsam ist diese Aussage nicht richtig, dass war ein mal der Fall bei den Vorgängereinrichtungen der BW und wurde aus sehr gutem Grunde relativiert durch:

        Erfolgt die Gehorsamsverweigerung / der Ungehorsam aufgrund eines offensichtlich rechtswidrigen Befehls (§ 10 Soldatengesetz (SG)), so ist das Verhalten des Soldaten nicht strafbar (§ 11 (SG)).

        Quelle
        Ergo ist die Bedingung des Gehorsams ein Befehl der gegen keine gültigen Rechtsnormen verstößt. Man kann ggf. sogar eine Pflicht zur Befehlsverweigerung aus GG, Kriegsvölkerrecht, Genfer Konventionen und den Menschenrechten ableiten. Ich finde das ist ein großer kultureller Fortschritt im Vergleich wie es Wehrmacht&Co. gehandhabt haben.

        • Philipp schrieb am 31. Januar 2011 um 14:38 - Permalink

          Ganz richtig! Ein riesiger Fortschritt! Und Gehorsam gehört dazu. Im Zuge der Abwendung von der Wehrmacht hat man glücklicherweise Befehl und Gehorsam mit den rechtstaatlichen Werten und Normen des Grundgesetzes in Einklang gebracht. Ein Befehl hat Anspruch auf Gehorsam, wenn er zu dienstlichen Zwecken unter Beachtung des Völkerrechts, unter Beachtung der Gesetze und unter Beachtung der Dienstvorschriften gegeben wurde.

          Zu erkennen, wann man einen Befehl nicht befolgen darf, ist wesentlich schwieriger, als in blindem Kadavergehorsam jeden Befehl zu befolgen.
          Ist der Befehl aber rechtens, so ist der Soldat verpflichtet, diesen nach besten Kräften vollständig, gewissenhaft und unverzüglich auszuführen.

          Das müssen die jungen Soldaten lernen, denn nur so können sie später als Offiziere Befehle mit dem Anspruch auf Gehorsam erteilen.

      • Nörgler schrieb am 31. Januar 2011 um 10:07 - Permalink

        Auf der Gorch Fock wird den Offiziersanwärtern eine große Breite und auch Tiefe von Erfahrungserlebnissen ermöglicht,

        wobei der Übergang von der Nahtod- zur Ganztoderfahrung besonders wertvoll ist.
        Und Fremdkotze wischen lehrt, für den Alkoholabusus anderer einzustehen – unabdingbar etwa bei einem alkoholabhängigen Lebenspartner oder beim 400-Euro-Putzjob in der Kneipe.

        Lustigerweise kommen mittlerweile auch Verfehlungen des Vorgängers des jetzt abgesetzten Kapitäns an den Tag: Aufentern um das Schiff zu stoppen, damit der Käptn Freizeitspaß beim Jetskifahren haben kann – solche “In meiner Badewanne bin ich Kaptän”-Kapitäne braucht keine Marine der Welt.

        • Heldentasse schrieb am 31. Januar 2011 um 10:49 - Permalink

          Jetski war ein mal, die Militärs machen jetzt in Wasserski.

        • Philipp schrieb am 31. Januar 2011 um 13:49 - Permalink

          Wie überall im Leben gibt es auch an Bord eines Segelschiffes Ausnahmesituationen. Jeder Todesfall ist einer zuviel, da werden mir sicher die meisten zustimmen. Aber Unfälle passieren nun einmal, so furchtbar das ist. Eine Anstellung beim Kampfmittelräumdienst birgt auch ein höheres Berufsrisiko, als eine Stelle in der Verwaltung.
          Auf den Marineeinheiten werden die Aspekte Sicherheit und Vorausbildung sehr ernst genommen und deren Umsetzung beobachtet und eingefordert. Dass trotzdem Unfälle passieren, lässt sich nicht vermeiden. Die absolute Sicherheit gibt es nicht. Leider.

    98. W. Baines schrieb am 31. Januar 2011 um 09:16 - Permalink

      Jungs, ich find das hier niedlich. Finanzkrise, Eurokrise, die Kasse leer, die Wehrpflicht ist futsch, die 100.000 Mann Armee kommt, der einzige Politiker weit und breit, der ernsthaft versucht mehr Geld für die Bundeswehr rauszuholen heisst … ach ja, ehem …Karl Theo. Und ihr solidarisiert euch it einer Handvoll Säufern und Schindern. Ich bin überzeugt davon, dass eure Segeljolle unter einem grünen Verteidigungsminister viel besser wegkommt. “Lieber Herr Minister Nouripour, unsere Gorch Fock hat so ne tolle Ökobilanz …” Als erstes kriegt ihr ne 50 % Frauenquote. Dann siegt mal schön !

    99. Murry schrieb am 31. Januar 2011 um 09:44 - Permalink

      Ich bin sicher der Verteidigungsminister wird sich nach Rücksprache mit der Bildzeitung in angemessener Weise zu diesem Brief äußern. Unser Verteidigungsminister von Guttenberg – Hurra, Hurra, Hurra!

    100. Nörgler schrieb am 31. Januar 2011 um 10:18 - Permalink

      Der Minister hat auf falsche Weise das Richtige getan. Sonst tut er immer auf richtige Weise das Falsche.

    101. Tonfant schrieb am 31. Januar 2011 um 11:52 - Permalink

      Lesenswerter Artikel in der WELT, der sich fast zu 100% mit den Aussagen des spiegelfechters in seinem Artikel “Gorch Fock in schwerer See ” deckt.

      Es ist typisch für ein Segelschiff, dass Wind und Wetter das Leben an Bord bestimmen. Deshalb wird im Hafen, bevor man in See sticht, jede Arbeit in der Takelage vorher an Tafeln und Modellen erklärt und dann praktisch durchgeführt. Die Offiziersanwärter bekommen für jeden Einzelschritt eine Sicherheitseinweisung – und auch erklärt, warum dieser oder jener Handgriff gerade nötig ist. Ein falscher Tritt oder Griff kann schließlich schwerwiegende Folgen haben. Keine Frage, der Ton ist manchmal rau. Manchmal muss der diskussionsverliebte Abiturient eben auch die Segel brassen (die Stellung der Windrichtung anpassen), ohne dass er vorher in epischer Breite erklärt bekommt, weshalb das ausgerechnet jetzt und durch ihn zu erfolgen hat. Segeln lebt auch von der Geschwindigkeit und Reaktion auf Wind und Wetter.

      http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article12393238/Man-liebt-das-Schiff-oder-man-hasst-es.html

      • transwarp schrieb am 31. Januar 2011 um 13:12 - Permalink

        ich bekomm augenkrebs wenn ich WELT links nur sehe…..bitte unterlassen

        • Tonfant schrieb am 31. Januar 2011 um 15:11 - Permalink

          ich bekomm augenkrebs wenn ich WELT links nur sehe…..bitte unterlassen

          Dein Einwand ist mir egal.

      • Igraine schrieb am 31. Januar 2011 um 13:22 - Permalink

        Stimmt, lesenswert ….

        Aber auch diesen Artikel werden Leute, die es falsch verstehen wollen, falsch verstehen.

    102. Smutje schrieb am 31. Januar 2011 um 13:33 - Permalink

      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,742583,00.html

      Ein guter Artikel auch von Jan Fleischhauer bei Spiegel Online zum Thema Gorch Fock!
      Der sich auch fast zu 100% mit den Aussagen des Spiegelfechters in seinem Artikel deckt!

      • SubcommandanteMarkus schrieb am 31. Januar 2011 um 14:09 - Permalink

        Das ist aber ein sehr vergiftetes Lob mit Jan Fleischhauer in einem Atemzug genannt zu werden :)

        Aber schon wahr, eine bräßigere , konservativere Haltung als es der Artikel “Gorch Fock in schwerer See” vermitteln will, kann man kaum noch einnehmen, ohne das es vollends unerträglich wird .

        • Spiegelfechter schrieb am 31. Januar 2011 um 15:06 - Permalink

          Nicht nur vergiftet, sondern auch inhaltlich falsch. Fleischauer macht daraus eine “Kriegs-Kiste”, ich konzentriere mich auf die zivile Seehfart mit einem Kriegsschiff. Das ist ein riesiger Unterschied.

          • SubcommandanteMarkus schrieb am 31. Januar 2011 um 15:38 - Permalink

            Ja ok , aber du hast das was du als Essenz der Kriegsmarine während deiner Zeit dort aufgenommen hast auch ganz schön überhöht , da ging es weniger um Gefahren der Seefahrt und sich dessen bewusst zu werden, als vielmehr um zweifelhafte Formen der Charakterbildung u.a durch Drill oder dem sich aussetzen von Gefahr

      • Tonfant schrieb am 31. Januar 2011 um 15:08 - Permalink

        Jan Fleischhauer = fürchterlicher Opportunist

    103. Dominik Wilmsen schrieb am 31. Januar 2011 um 14:38 - Permalink

      Den meisten Menschen steht es garnicht zu über den Vorfall zu richten, auch mir nicht!!
      Ich habe zwar gedient und bin jetzt Reservist aber in einer andere Truppengattung.
      Zivilen Gerichte und Personen fehlt die Militärische-Sichtweise/Kompetenz um die Notwendigkeit dieser Ausbildung zu erfassen! Werden die Prüfungen/Ausbildungen weiter gelockert haben die späteren Offiziere der Deutschen Bundeswehr im Ernstfall/Einsatz ggf. nicht die nötige ” Rutine” um umsichtig und zweckmäßig zu handeln!
      Das widerum kann weitere Menschenleben kosten und dann werden wieder Vorwürfe erhoben das die Soldaten unzureichend ausgebildet worden sind!

    104. SCHMADDING schrieb am 31. Januar 2011 um 15:02 - Permalink

      Zum Thema:
      Wer nie bei der Marine war bzw zur See gefahren ist , sollte sich
      am besten jeglichen Kommentars enthalten.
      Naturgewalten lassen sich nicht einfach auf Knopfdruck abschalten und
      wer auf einen Schiff , besonders auf einen Segelschiff Dienst tut, sollte
      sein Handwerk beherrschen und so gut wie möglich machen.
      Wer sich dazu nicht in der Lage fühlt sollte ganz schnell von Bord genommen
      werden, bei der Handelsmarine wären solche Leute sofort entlassen worden.
      Allein schon während der Ausbildung zum Seemann werden jedesmal
      ca 1/3 nahegelegt einen anderen Beruf zu ergreifen weil Sie das körperlich
      nicht schaffen. Bei der Marine kommt der Millitärische Aspekt hinzu, wie
      Igraine schon schrieb, solche Leute sollen dann später selber Menschen und
      Schiffe führen, wenn Sie sich über den rauhen Ton beschweren
      Die Stammmanschaft kennt das Schiff besser als die OA`s und weiß
      wie der Job gemacht werden muß, das die Befehle nicht geflüstert werden
      sollte den OA`s ebenfalls klar sein. Gänzlich millitärisch unbedarft kommen
      Sie ja nicht an Bord ( Grundausbildung), also müssen Sie den rauen Ton
      und das ständige Training eben hinehmen, Sie haben es sich ja FREIWILLIG
      ausgesucht um was zu werden.
      In der freien Wirtschaft fängt man auch mit der Lehre an und arbeitet sich
      langsam hoch oder fangen alle mit nen Direktorenposten an ????
      Stehe jedenfalls voll zu der Besatzung und Kpt. Schatz obwohl ich seit
      fast 40 Jahren nicht mehr bei der Marine bin
      Wünsche der Besatzung und dem Kapitän Schatz alles Gute für die Zukunft
      das Sie mit der ” Weißen Lady ” auch weiterhin auf den Weltmeeren kreuzen
      Allzeit gute Fahrt Gorch Fock

    105. Axel schrieb am 31. Januar 2011 um 16:28 - Permalink

      Also ich weiß nicht wie die Diskussion gelaufen ist.

      Der Kommandant ist ja beurlaubt und soll wieder eingesetzt werden, wenn die Vorwürfe entkräftet sind. Gut d. h. natürlich das Guttenberg Schatz nicht bedingungslos vertraut.

      Damit ist das Vertrauensverhältnis gestört und die Wiedereinsetzung eigentlich hinfällig. Aber Guttenberg wäre doch auch öffentlich hingerichtet worden wenn er Schatz vor der Beurlaubung angehört hätte und endgültig erledigt worden wenn sich die Vorwürfe über die Zustände an Bord dann doch erhärtet hätten. Also Guttenberg hätte doch handeln können wie er wollte. Ich will das jetzt im Hinblick auf die mögliche weitere Berichterstattung in der Bild-Zeitung gar nicht weiter spinnen

      Es ist doch der reißerische Hinrichtungsjournalismus der mal wieder einen Super-Aufmacher hat. Echte Themen interessieren doch sowieso nicht mehr bzw. wenn dann reißerisch!

      Bei allem Respekt vor der Diskussion hier und bei allem Respekt vor der Bundeswehr, bzw. gerade wegen des Respekts vor der Bundeswehr: Jemand schrieb mir gerade “they are wasting our time schon wieder”. (they: die Presse und die Politiker)

    106. May Ki schrieb am 31. Januar 2011 um 18:38 - Permalink

      Als ehemaliger Seefahrer, Kapitän (zivile Seefahrt) und Leutnant zur See (mein militärischer Dienstgrad) solidarisiere ich mich mit meinen Kameraden und den Offizieren der “Gorch Fock”!
      Wo auch immer ihr euren Dienst verrichtet Männer, ihr macht einen guten Job!

    107. Axel schrieb am 31. Januar 2011 um 19:13 - Permalink

      Grundsätzlich frage ich mich was eine Anhörung (die ja keine Untersuchung sein kann) des Kommandanten formal überhaupt für einen Sinn haben (hätte) soll (haben sollen).

      Guttenberg hätte doch mit jeder Entscheidung danach der Untersuchung vorgegriffen und eine viel konkrete Vorverurteilung oder Entlastung vorgenommen als mit einer vorsorglichen “Amtsenthebung”.

      Ich weiß auch nicht, ob seine Entscheidung davon beeinflußt worden ist, dass die Gorch Fock nicht in Kiel, sondern weit weg vor Anker liegt und ja jetzt noch eine lange Heimreise vor sich hat?

    108. Sofareeder schrieb am 31. Januar 2011 um 19:20 - Permalink

      auch hier ist mit Verweis auf den Spiegelfechter der Brief veröffentlicht:

      http://www.buerger-whv.de/vorschau/cms/index.php?e1=433&e2=8719&e3=8754

      http://www.mein-herz-schlaegt-links.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2113:offener-brief-der-stammbesatzung-der-gorch-fock&catid=1:aktuelle-nachrichten&Itemid=50

      Frauen an Bord bringen Unglück,
      ein Armutszeugnis der die ewig Gestrigen.

      Männer, die als Soldaten auf Kriegsschiffen ihren Dienst tun, können also nicht zivilisiert werden?
      Haben andere Marinen das gleiche Problem, oder wie machen die das?

    109. navydoc schrieb am 31. Januar 2011 um 20:41 - Permalink

      Ich war eine Zeitlang in amerikanischen Navy-Diensten und hatte das Privileg in Washington das Frauen- und Familienreferat zu besuchen (nur weiblich besetzt bis Kapitän zur See)
      Regeln:
      Ein Paar, das verheiratet ist, wird zum Personalgespräch gebeten und gefragt, WER VON BEIDEN Karriere machen will. Damit wird zugesagt, dass der Partner im Umkreis von 300 Meilen (500 km) zuversetzt bleibt.
      Wollen beide Karriere machen, ist damit das Personalgespräch beendet und einer sitzt eben in Japan, der andere in Deutschland.
      Schwangerschaften in den ersten 4 Dienstjahren führen zur fristlosen Entlassung – unehrenhaft – unter Verlust aller Bezüge.
      Wird eine Frau schwanger und steht eine Seefahrt an, z.B. ins Mittelmeer an, wird sie NUR von einer Frau vertreten.
      Nach Ende der Schwangerschaft (mit Schutzfrist 8 bis 12 Wochen nach Geburt) fährt sie sofort auf das versäumte Kommando, das Baby wird ggf. in einem Marineheim oder georderter Institution versorgt. Alternative: Fristlose Entlassung…, s.o.
      Schwangere fahren NICHT zur See, Die Verlegung von Norfolk nach SanDiego durch den Panama-Kanal ist KEINE Seefahrt, sondern Verlegung von Hafen zu Hafen.
      Ausnahme: Schwangere Häftlinge bleiben bis 6 Wochen vor der Geburt auf dem Gefängnisschiff.
      Meine Frage, wer sich diese Regularien ausgedacht habe, wurde mir im Referat beantwortet:
      WIR, wir wollen keine A… und keine Parasiten in unseren Reihen.
      Für alle Verwendungen gelten die gleichen körperlichen Anforderungen für Frauen und Männer.
      Unter diesen Regelungen bringen Frauen sicherlich kein Unglück oder soziales Ungemach.
      Noch Fragen???
      Andere Nationen haben gemeinsame Dusch- und Schlafräume, gemeinsame Klos etc. für Frauen und Männer und machen nicht das Sozialpattpatt wie wir. Diese Nationen haben kaum Probleme. Dort werden die Frauen als Kameraden voll akzeptiert. In unserer Nation der JaulerInnen und JammerInnen wird dies unter unseren gesetzten Bedingungen ein bisserl schwierig bleiben…
      Ausnahme: Die Marinetaucher, die sind alle , ob m oder w “normal” (wenn dein Leben von deinem Buddy abhängt, schwinden die Befindlichkeitsstörungen ungemein)

      • JET schrieb am 31. Januar 2011 um 20:58 - Permalink

        Ich bin ausgesprochen froh, daß die Bundeswehr praktisch in jeder Beziehung einen deutlich anderen Stil pflegt als die US Army.

        • Maro schrieb am 1. Februar 2011 um 03:00 - Permalink

          Gelle Jet das findest du wirklich.
          Auch noch in Angesicht von BERUFSARMEE Bundeswehr?

          Wunderbare Aussichten fuer die Toten dieser Truppe die sich bestimmt freuen tod zu sein, weil da statt Soldaten zu tranieren ringelpietz mit anfassen gespielt wird.

          Der “praktisch andere Stil” der Bw wird die Truppe in baelde in die Situation fuehren DREI Stellige Verlustzahlen zu haben, dann senden Politiker nur noch Vordrucke weil der Stil der Bw so ganz anders ist.

          Ich danke fuer diese Unterschiede.

          Sterben aus Stilgruenden am Hindukusch, prima

          • Ko-Mike schrieb am 1. Februar 2011 um 03:27 - Permalink

            Wir müssten doch auch nicht immer den Amis hinterherdackeln.

            • navydoc schrieb am 1. Februar 2011 um 20:51 - Permalink

              Warten wir ab bis die erste Soldatin aus Afghanistan im IATA-Container heimgeflogen kommt…..

            • navydoc schrieb am 1. Februar 2011 um 20:52 - Permalink

              Immer nicht, aber den Quoten-Blödsinn hatten sie uns nun mal 15 Jahre voraus und WIR haben nichts gelernt.
              Wir dackeln hier mächtig!!!

        • navydoc schrieb am 1. Februar 2011 um 20:54 - Permalink

          Ich schrieb nicht von der Army, sonder der NAVY, soviel Zeit und Genauigkeit sollte sein…

    110. Thorsten schrieb am 31. Januar 2011 um 22:24 - Permalink

      seht euch doch an wie viele “assoziale” familien kinder in die welt setzen, ohne an die folgen/konsequenzen zu denken. unvermögend zu verhüten und/oder sich einen job zu suchen. hierfür soll der staat verantwortlich sein? schaut mal auf die straßen, wie viel pack dort mittlerweile herumstreunt…in deutschland muss sich was tun. die menschen müssen wieder umdenken, für ihr land leben und arbeiten.

      chinesen haben pro jahr durchschnittlich 14 tage urlaub, davon nehmen sie im durchschnitt 8, da sie angst um ihren job haben. und was ist hier, hierzulande wird jeder “penner” vom staat durchgefüttert….

      #
      me schrieb am 31. Januar 2011 at 10:46 – Permalink

      … JEDEN [...] DEUTLICH über der Armutsgrenze…

      Genau. Sicher. In ganz Deutschland. Armut gibt es hier nicht. Bei uns doch nicht.
      http://www.kinder-armut.de/

      ich zitiere:

      “Jedes sechste Kind in Deutschland ist von Armut betroffen.” Das sagt der Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland von Unicef aus Mai 2008.

      • crishan schrieb am 1. Februar 2011 um 06:32 - Permalink

        ^
        Es ist ja faszinierend, was du dir hier für Gäste einfängst, lieber Spiegelfechter.

        Ich frage mich, wann “Thorsten” anfangen wird, den “Musils”, “Gutis” oder sonstwem die
        Schuld an allem und jedem zu geben.

    111. Ko-Mike schrieb am 1. Februar 2011 um 02:55 - Permalink

      Aktuell: Auf dem Truppenübungsplatz Baumholder in Rheinland-Pfalz sind bei einem Verkehrsunfall (Militärfahrzeug Mungo) zwei Soldaten verstorben. Vier weitere teils schwer verletzt.
      (Quelle: dpa)

      Ich lass das jetzt einfach mal so hier stehen.

    112. Maro schrieb am 1. Februar 2011 um 03:28 - Permalink

      Unkommentiert:

      20. August 2008 : 30 tote Deutsche Soldaten in Afganistan

      3. April 2010 :39 tote Deutsche Soldaten in Afganistan

      7. Oktober 2010 :40 tote Deutsche Soldaten in Afganistan

      Ab hier wird die Recherche schwer, manche Quellen sprechen bis 29.01.2011 von 44 Toten (ISAF Angabe) andere wie der stern bleiben bei 40.
      Der Herr Kriegsminsiter Gutenberg und seine Truppen sind noch auf Stand 5. Juli 2010 und kommen auf 26 (woher die Unterschiede kommen ist nicht erkennbar, meine Zahlen sind aus dem ISAF Bericht)

      Am 30.1.2011 sterben weitere 4 deutsche Soldaten in Afghanistan
      es sei hier festgehalten, dass 31.1.2011 21:45 nicht ein deutsches medium die Bevölkerung darüber informiert hat.

      01. FEBRUAR 2011 48 TOTE DEUTSCHE SOLDATEN

      Dazu der Text des GG
      - Artikel 26 [Verbot der Vorbereitung eines AngriffsKrieges; Kriegswaffenkontrolle]
      (1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines AngriffsKrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.

      Ironiemodus an: Die Frechheit zu Verlangen das Offiziere, die vielleicht in kuerzester Zeit gezwungen sein werden die ihnen anvertrauten Soldaten in eine moerderische Attacke zu befehlen auch mit aller gebotener Haerte auzubilden, vielleicht noch mit Einschraenkung ihrer privaten Befindlichkeiten, dass ist nicht tolerierbar! Ironiemodus aus

      Apropos der Herr Kriegsminister hat noch einen Text von sich gegeben, der sollte aber nun wirklich zum Abloesen der gesamten Deutschen Politiker Riege dienen (siehe GG)
      Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am Montag: „Deutschland muss sich in den kommenden Monaten auf mögliche weitere Verluste in Afghanistan einstellen“.

      Meine Wahlheimat ist Grossbritannien und hier wird jeder tote Soldat geehrt OEFENTLICH.
      Was die Deutsche Seite der Welt hier praesentiert zeigt deutlich die Einstellung des Landes und ihrer Menschen genueber Ihrer Armee und deren Opfer.

      • navydoc schrieb am 1. Februar 2011 um 21:19 - Permalink

        Die Bundeswehr in Deutschland hat nicht umsonst das Kfz-Kennzeichen “Y”.
        “Y” kommt in dem Wort GermanY ganz zum Schluß
        Honi soit qui mal y pense!

    113. SCHMADDING schrieb am 1. Februar 2011 um 10:38 - Permalink

      Zum Thema Gorch Fock und der ” merkwürdigen ” Ereignisse

      Den Wert und die Stärke einer Besatzung
      erkennst du am Zusammenhalt in schlechten Zeiten

      Das ist ja wohl mehr als deutlich

      • Reizzentrum schrieb am 1. Februar 2011 um 11:25 - Permalink

        Die Besatzung hält doch zusammen und steht sogar geschlossen hinter ihrem Käptn.

        Daran das die “Reisegruppe” rumpunikt könnte man höchstens ableiuten, dass mit diesen jungen Möchtegernoffizieren eben kein Krieg mehr zu gewinnen ist.

        Oder wie Hacko sagt: Das Arbeitsamt schickt einem auch nur noch Idioten :)

        • navydoc schrieb am 1. Februar 2011 um 20:58 - Permalink

          Oder sie bewerben sich direkt per Internet, weil selbst das Arbeitsamt sie nicht mehr vermitteln mag.

        • Seafarer50 schrieb am 1. Februar 2011 um 22:32 - Permalink

          Das war wohl klar!

          Wer “Dreck am Stecken” hat, wird immer zusammen halten!

          Das war vor 35 Jahren auch schon so…..also nix neues

          Aber trotzdem hätten sich die “Stammis” mit deren offenen Brief zurückhalten sollen – denn jetzt ist es amtlich und raus – die Ausbilder haben die Kadetten gezwungen in die Wanten zu entern….nix mit “freiwillig” wie ich das aus der vergangenen Zeit kannte und noch heute im “G-F-Forum” wiederholt verlautbart wird…….

          • navydoc schrieb am 3. Februar 2011 um 01:29 - Permalink

            Was für eine verräterische “Argumentation”.
            Also, weil einige Kadetten (bisher) zusammenhalten, haben diese zwangsläufig Dreck am Stecken, grins***

    114. cla_ra schrieb am 1. Februar 2011 um 11:45 - Permalink

      A propos Umgangsformen: Jedem ist Wohl bewusst, dass beim Militär harschere Umgangsformen an der Tagesordnung sind. Respekt verschafft man sich schließlich nicht durch eine Kuscheltour. Allen Kritikern sei hier gesagt, dass Beleidigungen bzw. Beschimpfungen natürlich nicht dazu gehören. Das dies dem ein oder anderen Vorgesetzten doch mal herausrutscht, ist sicherlich verständlich, trotzdem sollte es nicht die Regel werden.

      Die Soldaten werden für den Ernstfall ausgebildet, da muss man sich darauf verlassen können, dass der Andere genau das macht, was er machen soll. Inwiefern in Bezug auf diese Vorbereitung die Macht jedoch ausgenutzt wird, ist oft fraglich. Ich hoffe, das die Untersuchungskommission den Nebel etwas lichten kann, obwohl der Ruf der Besatzung bis dato schon dahin sein dürfte.

      Danke auf jeden Fall für die Veröffentlichung des Briefes, schließlich hat auch die Besatzung das Recht, angehört zu werden.

    115. Gerd Martin schrieb am 1. Februar 2011 um 11:58 - Permalink

      Bei allem was zur Gorch Fock geschrieben wurde gibt es noch eine Zweite Wahrheit.

      Die Gorch Fock ist ein Milliongrab. was schon lange intern zu Disposition steht,aber sich niemand traute an zu fassen weil das Schiff doch sehr populär ist .
      Mir drängt sich der Eindruck auf, das nun versuchen wird unter diesem so erzeugten öffentliche Bild die Gorch Fock endgültig an die Kette zu legen .

      Gruß Gerd

      • navydoc schrieb am 1. Februar 2011 um 21:13 - Permalink

        Ich fürchte die Kette ist da Ziel bestimmter Gruppen.
        Nur, dass die Gorch Fock mehr einspart als man dafür ausgibt, ist nur dem verständlich, der die leuchtenden Augen der Soldaten und vieler Menschen gesehen hat, die auf oder neben ihr fahren oder sie besuchen.
        Am besten wir reißen alle alten Gebäude ab, stampfen alle unrentablen Museen ein, schließen alle Theater, schließen alle Bibliotheken und verbrennen vorher noch alle Bücher (rentable Energiegewinnung!) dann ist alles gut.
        Und wenn wir dann unser Prekariatsfernsehen nicht nur um die Mittagszeit, sondern alternativlos auf allen Sendern – mit Werbespam garniert – “genießen” – dann werden wir feststellen, dass da doch etwas war und fehlt…

    116. HJ Müller schrieb am 1. Februar 2011 um 14:13 - Permalink

      Ich muss mich wiederholen. Es wundert mich nichts mehr. Wie kann es dazu kommen, dass in diesem Blog zu diesem Thema eine solche Diskussionshysterie entsteht. Es nimmt mir die letzte Hoffnung, dass sich in diesem Lande (und auch anderen) nochmal was zum Besseren wendet. Pflichterfüllung, Kameradschaft, Charakterbildung, lernen fürs Leben, usw. werden in den Kommentaren hier hoch gehandelt. Weil die Bundeswehr so wertvolle Charaktereigenschaften wie Sozialkompetenz vermittelt, reißen sich so viele Firmen um ehemalige Offiziere. Nur ein Beispiel: Josef Ackermann. Er tut das heute noch, was er einst beim Militär gelernt hat, über Leichen gehen.

      • navydoc schrieb am 1. Februar 2011 um 21:04 - Permalink

        So einfach ist das also. Und die ehemaligen Soldaten, die nicht “über Leichen gehen” sind also die Ausnahme?
        Die meisten der “Leichengeher” in der Wirtschaft sind ungedient, grins***
        Aus der Tatsache, daß ein Mädchen von einem Zivi vergewaltigt und ermordet wird, schließt du dann…..

        • SubcommandanteMarkus schrieb am 1. Februar 2011 um 21:33 - Permalink

          Soldaten sind halt Mörder und wenn sie es ohnehin schon beruflich tun……

          • navydoc schrieb am 3. Februar 2011 um 02:07 - Permalink

            Wer glaubt, dass Soldaten per se Mörder sind, glaubt auch, dass Kommunisten das Proletariat vertreten müssen und dass alle Frauen Nutten sind, weil sie von der Natur prinzipiell dafür geeignet sind.
            Jo, weiter so

            • SubcommandanteMarkus schrieb am 3. Februar 2011 um 14:48 - Permalink

              Ich hatte selber die “Ehre” also nein pauschal glaube ich das nicht , dafür sind die Gründe dorthin zu gehen auch zu unterschiedlich , allerdings gibt es dort einfach einen recht hohen Prozentsatz extrem unangenehmer Typen um es mal sehr diplomatisch auszudrücken .
              Die Antwort war natürlich dem berühmten Tucholsky Zitat geschuldet , ich denke da hast du eigentlich auch verstanden , es bleibt auch dabei das dieser auf die meisten “Überzeugten” die dort auch hingehen um mal so richtig einzuheizen und klischeetriefende selten dämliche Rollenmuster zu leben , sich nicht wundern dürfen selbst verheizt zu werden , und natürlich machen die sich auch selber schuldig , das steht außer Frage .

    117. T.N. schrieb am 1. Februar 2011 um 16:54 - Permalink

      “—–Wie kann es dazu kommen, dass in diesem Blog zu diesem Thema eine solche Diskussionshysterie entsteht. ”
      HJMüler….viele schweifen hier aber auch voll vom Thema ab!

      “Mir drängt sich der Eindruck auf, das nun versuchen wird unter diesem so erzeugten öffentliche Bild die Gorch Fock endgültig an die Kette zu legen .”
      Gerd….das denke ich auch…..Schade,das es nicht mit Würde geht!
      Was waren alle stolz auf “das” Schiff!!!

    118. SubcommandanteMarkus schrieb am 1. Februar 2011 um 21:31 - Permalink

      Also ich habe gerade “Frontal” geschaut , und da kommt immer mehr ans Tageslicht , will heißen die Anzeichen das dort massiv etwas schief gelaufen ist,und zwar seit Jahren, verdichten sich .

      Es wäre auch ungewöhnlich wenn nicht schließlich gibt es mittlerweile genug Aussagen von ehemaligen Kadetten sowie Besatzungsmitgliedern die zu unterschiedlichen Zeiten dort waren und ähnliches Berichten.

      Die Militärfreaks hier die immer noch zynischerweise behaupten eine solche Diskussion würde das ansehen der Marine schaden , sollten sich mal lieber die fragen ob nicht genau so eine vor-vorgestrige Einstellung nicht gerade die Aufklärung früherer Fälle bisher verhindert hat und somit zu solchen Unglücken führen musste .

    119. Seafarer50 schrieb am 1. Februar 2011 um 23:15 - Permalink

      im “seefahrer.blog”, wen wundert’s, ist mein Beitrag kurz danach gleich verschwunden…

      Tja, negative Kritik und Kritik, die keiner hören/sehen/lesen will, sind bei den “nur-positiv und nicht-nachdenkenden” G.F. Befürwortern eben nicht gern gesehen!

      Ich habe die Reiseroute schon länger verfolgt; danach sollte die G.F. Südamerika ansteuern mit ein paar Häfen auf der Ostseite um dann durch die Magellanstraße wiederum ein paar Häfen auf der Westseite anzusteuern.
      Seinerzeit war gar keine Rede von einer Kap Hoorn Umsegelung!!!

      Erst nach dem tödlichen Unfall und gleichzeitiger Heimreise der ehemaligen OA’s, wurden die Reisepläne geändert, mit Durchfahrt Magellanstraße, dann nach Ushuaia und erst dann sollte es übers Kap gehen…..

      Nu, wie sieht es denn jetzt aus!

      Die G.F. ist von der Magellanstraße, direkt ums Kap Hoorn gesegelt, obwohl – wie ich auch seinerzeit schrieb, mit Hilfe von 2 Lotsen – die auch Kptn Schatz darauf aufmerksam machten (bad weather, great waves)[NDR-Beitrag] – sich nichts von den Lotsen sagen ließ, sondern auf “Deibel komm’ raus” unbedingt die West-Ost-Passage ums Kap – gesegelt ist.

      Somit hat er, um sich ein Denkmal zu setzen, sich ins “Buch der Kap Hoorniers” gesegelt!!!

      Im G.F.-Forum, wird dies auch von Seiten der Schreiber sehr heroisch aufgenommen – wow, “G.F. wird dadurch in die Geschichte eingehen”

      Hier wird mit keinem einzigen Satz, der Untergang der über 800 Schiffe am Kap Hoorn nachgedacht – die aber nicht wegen Publicity dort gesegelt und gefahren sind, sondern wegen Fracht!!

      Könnte es nicht sogar sein, das Kptn Schatz deswegen seiner Führung enthoben wurde, weil er sicht nicht an die vorgegebene Route gehalten hat??

    120. Seafarer50 schrieb am 1. Februar 2011 um 23:29 - Permalink

      Boah, wie krank ist das denn?

      Frauen haben an Bord nichts verloren!

      Kapitän zur See, Immo von Schnurbein sagte dies eben bei “Markus Lanz”

      Wie auch wohl die gesamte Marineführung – nur wg. der Frauenquote á la von der Leyen – wird dies geduldet…..oh Mann!

      Sind wohl nur noch “Sexbesessene Monster” die ganzen Seeleute – typisch Mann! der mit seiner Sexualität nicht umgehen kann!!!

      Ich zähle mich aber nicht dazu

      Hier würde ich den tollen Leuten die griechische Hetzpropaganda (aka Schiffsleute/Seeleute) empfehlen:

      Nehmen sie 20 Ziegen mit und dazu 20 Paar Gummistiefel……und dann kann’s rund gehen…..

    121. No Name schrieb am 1. Februar 2011 um 23:30 - Permalink

      Der mediale Schlachtzug unter dem Banner der zwei dominierenden Aufklärungsinteressen der Medien selbst, “Blut und Sperma”, halte ich nicht für angemessen.

      Die Auffassungen von Kulturgeschichte, Verantwortung und Bedeutung des Sprachniveaus, sie differieren von Individuum zu Individdum. Auf dem Segelschulschiff gibt es klare Regeln, die auf den Einsatz unter schlimmsten Bedingungen gerecht werden sollen. Diese Regeln werden zum einen via Verballogik, wie auch in Symbolica übermittelt.

      Diese Wissenssicherung hat sich über Jahrtausende bewährt. In der Geschichte der Kulturen hat es verschiedene Mißbrauchsfälle gegeben, die mit immer fataleren Ausmaßen die Menschen erschütterten.

      Die schmutzige Phantasie wäre mitunter in einem Theorem denkbar. Deshalb gibt es entsprechende Untersuchungen. Für die Marinesoldaten, die sich hier als Stammbesatzung geschlossen äußerten, Ihr habt Respekt verdient.

      Was in den Medien untergeht, es ist die Zielsetzung einer Ausbildung auf hohem Niveau. Der von Euch beklagte Realitätsverlust der Gesellschaft. Von den Medien darf man wohl erwarten, daß sie selbst in einer Gesellschaft befindlich sind, für die diese Frauen und Männer in Konfliktsituationen Höchstleistungen zu einer Aktivität möglichst ohne Verluste aufzubieten.

      Es gibt unter den in den Medien zerrissenen Offizieren auch einige, die nach außen Klischees bedienen. Mit solchem Verhalten und der jüngsten Berichterstattung mahne ich die Medien zur Vernunft. Investigativer Journalismus ist etwas anderes.

      Lenken wir unseren Focus auf die Erwartungsbelastung jedes Einzelnen dieser Menschen. Was bieten wir ihnen, das Volk an?

      Etwa in der Politik. Wir bieten ihnen Interessen an, die Kriege nach sich ziehen. In Afghanistan geht es um Rohstoffe, nicht um die Kultur der dortigen Völker. Die Gier dieser Kultur, sich in meßbaren Zahlen bereichert zu haben, der Gier nach Geld, sie hat dem Krieg dort erst eine Existenzgrundlage gegeben.

      Zwischen der Realität der Politik und der Realität der Menschen des Volkes gibt es steigende Differenzen. Sie opfert Generationen, um eine Illusion mit einer Illiusion zwangserhalten zu müssen. Die Worte der Poltik sind nichts wert, da sie nicht die wahren Werte der Menschen der Völker repräsentieren. Seriösitätsrückgewinn, realer Natur, er wäre angeraten.

      Das Spreizen der gesellschaftlichen Schere ist sehr tief bei den Menschen verwurzelt. Jede Emotion des einzelnen zählt in den Schatz seiner Erfahrungen. Je höher diese Last gegenüber den Ereignissen sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit, daß jemand eine Regel bricht. Sei es die des Respekts vor dem Individuum.

      Wenn eine Familie ein Kind verliert, dann gilt es diese Familie aufzufangen. Wenigstens die Wahrheit, wie sie ist, hat diese Familie verdient. In der Geschichte gab es dort Nachlässigkeiten. Zunächsteinmal erwarte ich vom Herrn zu Guttenberg, daß er den Familien persönlich die Ergebnisse überbringt und auf Augenhöhe in Ruhe erklärt. Unter Ausschluß der Medien. Die haben auf dieser Ebene nichts verloren. Wenn die Familien sich entschließen, sich an die Öffentlichkeit zu wenden, dann werden sie sich zu Wort melden. Nutzt die Zeit, um eigene Verfehlungen der Berichterstattung zu überdenken.

      Das Leben ist unipolar. Nur in den Gedanken, Träumen, Phantasien der Menschen gibt es eine Illusion des Monopols. Sie alle lenken von dem eigentlich Wesentlichen ab. Animieren Euch, der tatsächlichen Realität geistig den Rücken zu kehren, ohne daß Ihr es bemerkt. So bemerkt Ihr die Gefahr erst dann, wenn es zu spät ist. Hat mit Freiheit, Demokratie, Glück, Gesundheit, Liebe, gar einem lebenswerten Leben nichts gemein. Ein Solches muß man wollen, kaufen kann man es nicht.

      No Name

      • Seafarer50 schrieb am 2. Februar 2011 um 00:33 - Permalink

        Die schmutzige Phantasie wäre mitunter in einem Theorem denkbar. Deshalb gibt es entsprechende Untersuchungen. Für die Marinesoldaten, die sich hier als Stammbesatzung geschlossen äußerten, Ihr habt Respekt verdient.

        Wow! Was für ein Beitrag!

        Die “schmutzige Phantasie” wurde eben durch die “Stammbesatzung” dazu missbraucht, sich der schmutzigen Phantasien in Echtzeit anzugleichen und diese auch auszuüben!

        Die “Stammbesatzung” hat meinen Respekt, dass Sie sich so offen – gegenüber Ihren eigenen “schmutzigen Phantasien” – geäußert hat!!

        Mehr Nicht!!

        • No Name schrieb am 2. Februar 2011 um 10:41 - Permalink

          In der Geschichte hat sich die Bundeswehr, zu der auch die Marine gehört, entwickelt. Ein wesentlicher Bestandteil einer gut gelaunten Truppe ist die Motivation. Über die flotten Sprüche, die subtile Klischees nach außen zu bedienen scheinen, steckt auch nur eine Sehnsucht nach deren Gegenteil. Nur soweit reicht der Horizont nicht. Diese Truppe besteht aus ganz normalen Menschen, mit ganz normalen Grundbedürfnissen. Wie wir damit umgehen entscheidet darüber, wie sie von jedem Einzelnen wahrgenommen, gar empfunden werden.

          Es ist kein Geheimnis, daß es in vielen Stuben in den Spindtürinnenseiten viel Natur zu sehen gibt. In den DVD-Sammlungen auch ein erhöhter Anteil an Naturfilmen zu finden ist.

          Bei der Marine werden auf jedem Boot/Schiff Witze erzählt. Witze, die über lange Zeit dort kein Problem waren. Die, die dort zur Sprache kamen, sie waren ja nicht präsent und deshalb Gegenstand der Aussprache, die Frauen.

          In dem Moment, wo Frauen nun Präsenz einnehmen, mögen die Witze schwinden, doch die Sehnsüchte verbleiben. Der Mißmut vermag einzelne dazu zu bewegen indirekte oder direkt zu kommunizieren. Das meint Mobbing oder sexuelle Belästigung. Den Wenigsten unter ihnen ist das bewußt. Die Marineführung weiß um diese Herausforderung und sie teilt sie mit den anderen Streitkräften.

          Die Stammbesatzung eines Schiffes entwickelt sich in einem anderen Tempo gegenüber der Lehrgangsteilnehmer, der Gäste. Unangenehme Dinge wie diese, klärt man zunächst intern und nimmt dann gemeinsam Stellung. Sie hat sich geäußert. Gewiß nicht, um einmal mehr von wenigen entscheiden zu lassen, die Symptome zu bekämpfen, statt dessen zu tun, was wirklich zum Erfolg führt, dem ehrlichen Umgang mit den natürlichen Ursachen.

          Was hier in einem zweifelsohne brisanten Vorzeigeprojekt der Gesellschaft vorgefallen ist, es läßt sich nicht rückgängig machen. Wir reden hier allerdings nicht von einem Phänomen, dessen dort beheimatet ist. Ihr habt es in Euren Klassenzimmern, weit bevor Ihr darüber in selbigen zu sprechen beginnt. Von dort wandert es auf die Pier an Board.

          No Name

    122. Ko-Mike schrieb am 2. Februar 2011 um 03:41 - Permalink

      Unglaublich, wieviele Kommentare bei so einem Artikel geschrieben werden, während bei anderen Artikeln ein solcher Diskussionsumfang wünschenswert ist. Tja, da hat der SF hier einen sensiblen Nerv getroffen (muss eine Zahnwurzel gewesen sein, so wie manche bellen und beißen). Dass bei einem Statement solch eine Grundsatzdebatte ausbricht… Und bei manchem Kommentar bleibt mir nur eine Erkenntnis: Die Wellen der Bild-Leserschaft schwappen aus ihren Mallorca-Buchten in neue Gefilde über und brechen sich in der fremden Brandung.

    123. DJ schrieb am 2. Februar 2011 um 13:39 - Permalink

      Es ist schon erstaunlich, wieviele “Möchtegern-Experten” sich hier zu Wort melden. Die BW und damit auch die Marine ist im Vergleich zu anderen Armeen (und ich meine hier bestimmt nicht die sogenannten “Ostarmeen”) eine der demokratischten und modernsten im Umgang mit ihren Soldaten. (Welche andere Arme hat z.B. einen Wehrbeauftragten, an den sich jeder unabhängig von seiner Stellung, ohne den Dienstweg einzuhalten, direkt wenden kann. Wer das nicht glauben will, sollte mal über den kleindeutschen Tellerrand schauen. Das, was mit der GF passiert ist, ist eine der größten Schweinereien des deutschen Journalismus. Voranklage, Brandmarkung usw. ohne beide Seiten gehört zu haben. Nach unserem demokratischen und juristischen Prinzip ist jeder so lange unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen ist. Daher kann ich den Brief der Besatzung sehr gut verstehen.
      Jeder der Lehrgangsteilnehmer hatte sich freiwillig bei der Marine als Offiziersanwärter beworben und wusste zumindest im Groben, was auf ihn/sie zukommt.
      Aber mit der jetzigen “aufgeklärten” Generation, die in die Arbeitswelt losgelassen wird, werden wir es ja noch weit bringen. (Man sollte mal unsere Pädagogen fragen, was da falsch läuft oder liegt es immer noch an der 68er-Generation, wobei es natürlich auch Ausnahmen gibt). Jeder Personalchef schlägt mittlerweile die Hände über den Kopf zusammen, wenn er über die Qualität und Leistungsbereitschaft der Bewerber für eine Ausbildung gefragt wird.
      Naja, demnächst wird dann wohl auch bei der Bundeswehr darüber diskutiert werden, ob man nun den Auftrag erfüllen soll oder lieber nicht. Ach so, hätte ich ja fast vergessen, Soldaten müssen übrigens Befehle ausführen, wenn sie nicht gegen das Strafrecht, das Grundgesetz, die Menschenwürde oder das Völkerrecht verstoßen.
      An alle die, die sich jetzt genötigt sehen, hierzu wieder ihre Meinung kund zu tun: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten.

      • Kreigszitterer schrieb am 2. Februar 2011 um 22:45 - Permalink

        @DJ

        Grundsätzlich stimmt das ein ganzes stück weit , soweit ich das als Landratte und nie beim Bundgewesener verstehen kann .

        Aber das mit dem Wehrbeauftragten ist dann doch etwas komplizierter !

        Unsere Bundesverschranzlerin hat doch den letzten erst nach Jahren guter Arbeit aus seinem Amt gejagt ! Er wollte weiter machen , Die Leute im Bund und in der BW haben gesagt der macht seine Sache gut , und auch er hatte mehr als sinn in der Sache gesehen !
        Am Ende wurde dann eine Parteihörige Hofschranze eingesetzt …
        Das war glaube ich 2010 . Das war glaube ich mal kurz thema des tages vor einiger Zeit .
        Aber nett das wir mal drüber geredet haben . Wieder mal ein beispiel dafür das diese
        ” Regierungskoalition ” nichts aus läst wo sie auch nur halbwegs einfluss drauf haben .

        Um nicht zu allem quark meine meinung abzugen hier noch ein letzter Blick meinerseits auf die Gorch Fock Kiste :

        Auch wenn es die eine oder andere Sofragette nicht gern hören mag und warscheinlich liege ich da sogar falsch , aber unter den bedinungen der Hochsee …
        Diese Arbeit ist Physisch äußerst ermüdent und daher daher wird es gerade bei der Bundeswehr verhältnismässig unter den Frauen im schnitt immer mehr ausfälle geben als
        bei den Männern . Wohlgemerkt ich sehe das jetzt mal ganz rein technisch .

        Kann auch sein das ich mich da fundermental irre aber mir würde das auf den ersten Blick einleuchten . Vielleicht gibt es da irgendwo eine Statistik von den Amies die es ja schon länger mit der absoluten gleichbehandlung haben als die Bundeswehr .

        Kann auch sein das dieser Faktor von mir total überschätz wird aber gerade in der anfangsphase einer ausbildung hat das wohl mehr einfluss als man wahrhaben will .

        Nun mag man mich teeren und federn aber ich frage mal etwas auf die bösartige Maischberger art und weise ohne ein Dreckschwein zu sein .

        Hier im vorlauf vielleicht noch ein versöhnugsversuch am Anfang an jetzt aufschäumende Walküren ;)

    124. gebintit schrieb am 2. Februar 2011 um 23:08 - Permalink

      Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten.

      Zu Befehl! (Ich weiß, dass ich nicht weiß!)

      • Kreigszitterer schrieb am 2. Februar 2011 um 23:12 - Permalink

        Ich wuste das so was kommt … he he ;)

        Aber dann kläre mich doch vielleicht auf , auf das mir auch die Sonne aus einer Unappetitlichen körperöffnung scheinen mag .

        ;-D

      • Kriegszitterer schrieb am 2. Februar 2011 um 23:42 - Permalink

        Hast natürlich recht gebintit … So habe ich mir das eigendlich vorgestellt … :)

        Jeder nach seiner natur … gell ? gebintit …

    125. Scipio schrieb am 3. Februar 2011 um 09:26 - Permalink

      Hallo Jens,

      ich habe leider nicht mehr die Zeit hier alle Kommentare zu lesen. Habe aber gerade einen Artikel auf Zeit Online gelesen, in dem es heißt, der Brief sei mehreren Medien zugegangen. Nur aus Interesse, kannst Du sagen, wer den alles bekommen hat? Der Spiegel ja scheinbar nicht. Vermutlich würde sich die Zeit aber auch nicht namentlich auch Dich berufen, wenn Du der einzige Veröffentlichende wärst, oder?

      Beste Grüße

    126. K.W. schrieb am 4. Februar 2011 um 14:16 - Permalink


      ……die Ausbildung mag wohl hart sein, sind die neuen Kadetten vielleicht auch “Weicheier”.
      Wenn ich an Bord eines Segelschulschiffes gehe, muss ich Wissen was mir bevorsteht.
      Einzelkabine mit Dusche und Buttler sind nun mal nicht drin.

    127. fm schrieb am 4. Februar 2011 um 21:25 - Permalink

      Diesem Offenen Brief der Stammbesatzung der Gorch Fock, Ausbildungsschiff der Deutschen Marine, an unseren Verteidigungsminister fehlt es an Stil, an argumentativer Logik, an Höflichkeit, kurz: an Disziplin und Ordnung. Er ist eine Beleidigung für jeden klar denkenden Menschen. Der Stil ist jämmerlich. Der Inhalt zeugt von begrenztem Geist. In der Haltung fehlt Disziplin. Er ist peinlich.
      Bitte lesen Sie nochmal nur die ersten Absätze unter dem Gesichtpunkt argumentativer Logik.
      Die Verfasser verweigern frech dem aus gutem Grund gegebenen ministeriellen “Maulkorb” den Gehorsam. Nach Todesfällen und vielfachen, auf dem Dienstweg vorgetragenen Beschwerden. Während einer regulären, offiziellen und voraussichtlich fairen Untersuchung wendet sich die Besatzung jenseits aller Dienstwege an die Presse! Anonym und öffentlich! Auch für dieses schlechte Benehmen seiner Mannschaft wird sich der Kommandant bei seinen Vorgesetzten rechtfertigen müssen.
      Erstaunlich ist die eingeschränkte intellektuelle Kompetenz und Modernität der Ausbildung und der Ausbilder auf der Kaderschmiede und einem Flaggschiff der deutschen Marine. Das ist unwürdig. Es braucht schon in jeder Hinsicht tolle Jungs und Mädchen, die trotzdem gute Offiziere werden.
      Für diese Einsicht braucht es keine Presse, keine Zeitung und keine Partei. Da reicht das Original.
      Und um mehr geht’s mir nicht.

      • am schrieb am 8. Februar 2011 um 08:55 - Permalink

        Richtig, besser hätte man es nicht formulieren können.

        Korrekt ist hingegen dass ein Großteil der Bevölkerung beaduert dass das Ansehen der Gorch Fock so gelitten hat – jedoch nicht aufgrund des Verhaltens einiger Petenten sondern eben genau aufgrund der Verhaltensmuster wie sie sich in dieser Meinungsäusserung auftuen.

        Bei den nächsten Bildern gefallener / verunglückter Soldaten “reiss ich mit auch demnächst erst einmal eine Kanne Bier auf.” Im angemessenen Gedenken, versteht sich. Klingelt was ?

      • Heldentasse schrieb am 8. Februar 2011 um 14:05 - Permalink

        Auch für dieses schlechte Benehmen seiner Mannschaft wird sich der Kommandant bei seinen Vorgesetzten rechtfertigen müssen.

        Es könnte sich durchaus herausstellen, dass die Verantwortung des Kommandanten der G.F. und womöglich auch noch weiterer Offiziere/ Ausbilder besonders gewürdigt wird, wobei “schlechtes Benehmen” dabei keine große Rolle spielen wird.

        In der Affäre um das deutsche Segelschulschiff “Gorch Fock” wächst der Druck auf die deutsche Marineführung weiter. Die Kieler Staatsanwaltschaft bestätigte gestern, dass auch die “Borddienstverwendungsfähigkeit” der im November tödlich verunglückten Offiziersanwärterin Sarah Lena S. in die Ermittlungen einbezogen worden ist. Denn an der Einsatzfähigkeit der 25-Jährigen gibt es inzwischen große Zweifel. Wie die “Bild” berichtet, war die Kadettin zum Zeitpunkt des Unfalls nicht borddiensttauglich.

        Quelle

        Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz – SG)
        § 10 Pflichten des Vorgesetzten
        Soldatengesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. Mai 2005 (BGBl. I S. 1482), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 31. Juli 2010 (BGBl. I S. 1052) geändert worden ist

        (1) Der Vorgesetzte soll in seiner Haltung und Pflichterfüllung ein Beispiel geben.
        (2) Er hat die Pflicht zur Dienstaufsicht und ist für die Disziplin seiner Untergebenen verantwortlich.
        (3) Er hat für seine Untergebenen zu sorgen.
        (4) Er darf Befehle nur zu dienstlichen Zwecken und nur unter Beachtung der Regeln des Völkerrechts, der Gesetze und der Dienstvorschriften erteilen.
        (5) Er trägt für seine Befehle die Verantwortung. Befehle hat er in der den Umständen angemessenen Weise durchzusetzen.
        (6) Offiziere und Unteroffiziere haben innerhalb und außerhalb des Dienstes bei ihren Äußerungen die Zurückhaltung zu wahren, die erforderlich ist, um das Vertrauen als Vorgesetzte zu erhalten.

        Quelle
        Die Vorfälle tangieren womöglich die Absätze (2),(3),(4) und (6), für mich als Zivilist sind relevant (3)&(4).

    128. Antifa-ltencreme schrieb am 4. Februar 2011 um 22:16 - Permalink

      Gut: Mit so einer Armee gewinnen wir keine Kriege!


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