50.000.000.000.000
geschrieben am 16. März 2009 von Spiegelfechter
Fünfzig Billionen! Noch vor wenigen Monaten wussten allenfalls Astrophysiker und Buchhalter in Zimbabwe, was das eigentlich ist. 1 Millionen Sekunden sind 11 Tage, 1 Milliarde Sekunden sind 32 Jahre, eine Billion Sekunden sind somit 32.000 Jahre. In Deutschland verbindet man mit der Billion vor allem die Hyperinflation zu Anfang der 1920er Jahre. Am 20. November 1923 bekam man für eine Goldmark 1 Billion Papiermark – dies war der Höhepunkt der Hyperinflation und einen Tag später bezahlte Deutschland mit der Rentenmark, die wieder einen normalen Nominalwert hatte. Eine Billion hat 12 Nullen – das sind 1.000 Milliarden oder 1 Million Millionen. Journalisten und Blogger sollten aber aufpassen, die englische „Billion“ nicht mit der deutschen „Billion“ zu verwechseln. Die englische „Billion“ entspricht nämlich der deutschen „Milliarde“, während das englische Wort „Trillion“ das Pendant zur deutschen „Billion“ ist.
Die Berichterstattung über die Finanzkrise ist bereits im Billionenbereich angekommen. Die Asiatische Entwicklungsbank schätzt die Summe des Geldes, die bislang durch die Finanzkrise vernichtet wurde, auf 50 Billionen US$, was rund 38 Billionen Euro entspricht. Dies sind 5.680 Euro für jeden Bewohner des blauen Planeten. Wenn man für diese Summe Weizen einkaufen würde, so könnte man 15 Milliarden Tonnen Brot damit backen – was rund 1.500 Laibe Brot für jeden Erdenbürger entspräche. Der Hunger der Welt wäre gestillt. Für fast ein ganzes Jahr könnte man mit diesem Geld jedem Menschen das Existenzminimum nach europäischen Preisen zahlen.

Würde man die Summe des vernichteten Geldes in 1-Euro Münzen stapeln, so hätte man einen Turm von fast 9.000.000 Kilometer Höhe – dies ist die 23-fache Entfernung der Erde zum Mond. Stapelte man 1-Cent Münzen, so käme man auf 600 Millionen Kilometer – beinahe viermal die Entfernung von der Erde zur Sonne. Wenn man 10-Euro Scheine im Wert der vernichteten Summe aneinanderlegen würde, so würde dies eine 48,7 Millionen Kilometer lange Geldstrecke ergeben; damit könnte man 1.200mal die Erde umspannen. Wenn man mit diesen Scheinen den Boden bedecken würde, so wäre die Fläche 32.600 km² groß – was ungefähr der Fläche Nordrhein-Westfalens entspricht. Nimmt man stattdessen 500-Euro Scheine, könnte man damit ganz Berlin bedecken.
50 Billionen, da muss eine alte Frau lange für stricken – wenn sie den angedachten Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde bekäme, 583 Millionen Jahre lang. Die rund 40 Millionen Werktätigen in Deutschland müssten bei einem Durchschnittslohn von 3.064 Euro brutto pro Monat 26 Jahre arbeiten, um diese Summe zu verdienen, die die Banker innerhalb kurzer Zeit verzockt haben. Bei einem Preis von 150.000 Euro für ein Einfamilienhaus, könnte man damit 255 Millionen Häuser bauen – damit könnte man nicht nur jedem der 150 Millionen Haushalte in der EU ein Eigenheim schenken, für Russland und die Türkei würde es auch noch reichen.

Dies sind natürlich alles Vergleiche aus dem zivilisatorischen Bereich – wenn man sich die Umwelt anschaut, so verlieren die 50 Billionen schnell ihren Schrecken. Forscher schätzen die Anzahl der Ameisen auf dem blauen Planeten auf 200 Billionen. Die Magier der Finanzmagie haben also nur 0,25 US-Dollar pro Ameise vernichtet, so gesehen sind dies Peanuts. Und wenn die genialen Herren in den Glaspalästen des Finanzkapitalismus’ einmal bei diesen gigantischen Zahlen den Überblick verlieren sollten, so können sie sich ohne große Probleme Nachwuchskräfte aus Zimbabwe besorgen, die sich mit solchen Zahlen gut auskennen. Ökonomen des Cato-Instituts schätzen die dortige Inflation mittlerweile auf 89,7 Trilliarden Prozent. Nachdem dort die Gehälter für Beamte und Soldaten bei 30 Trillionen angekommen sind, ersetzte man sie allerdings durch den US-Dollar. Für die Zukunft hat die Mathematik zum Glück noch einiges in petto – wenn die Banker sich Mühe geben, so erreicht die Summe der Verluste irgendwann einmal ein Googol – diese nicht ganz zufällig ähnlich wie die Suchmaschine klingende Zahl steht für eine 1 mit 100 Nullen. Das sollten die Nullen in den Banken doch sicher schaffen.
Jens Berger
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Danke an den Spiegelfechter für den Artikel, jedoch schätze ich die meisten Besucher deines Blogs als intelligent genug ein, zwischen Millionen, Milliarden, Billionen oder Trillionen (englisch oder deutsch) unterschieden zu können, im Gegensatz zum grossen Rest des Internets…
Also die Hartgeldrechnerei gabs bei mir schon im Oktober 2008 :)
http://sysout.twoday.net/stories/5231095/
Den Mond vergolden finde ich immer noch am attraktivsten!
So richtig vorstellen kann man sich diese Summen sowieso nicht, deshalb ist es gut diese einfach zu verdeutlichen, auch wie mit den 100 Milliarden, die die HRE retten sollen. Igendwann wird dann hoffentlich auch den Dümmsten klar, das das System an Ende ist…
Hier einmal ein anderes Rechenbeispiel:
Wenn nun alle 25.000 Opelaner ihre Jobs verlören und man die 3,3 Milliarden unter ihnen aufteilte, bekäme jeder 132.000 Euro glatt auf die Hand. Die Süddeutsche sprach allerdings von 11.000 gefährdeten Arbeitsplätzen. Also 300.000 Euro für jeden. Focus Money malte ein ein Horroszenario: In ganz Europa könnten demnach 300.000 Jobs verloren gehen, dann erhielte jeder nur 11.000 Euro. Europa? Dafür sind wir nicht zuständig…
Man ist geneigt zu fordern: Gebt den Leuten die Kohle und schickt sie auf Stellensuche. 300.000 Euro müßten in etwa 100 Monatsgehältern entsprechen, die würden verkonsumiert und die Binnenwirtschaft ankurbeln, man könnte sich ganz gelassen neu orientieren.
“Dies sind natürlich alles Vergleiche aus dem zivilisatorischen Bereich – wenn man sich die Umwelt anschaut, so verlieren die 50 Billionen schnell ihren Schrecken. Forscher schätzen die Anzahl der Ameisen auf dem blauen Planeten auf 200 Billionen. Die Magier der Finanzmagie haben also nur 0,25 US-Cent pro Ameise vernichtet, so gesehen sind dies Peanuts. ”
Müssten es nicht 0,25US $ sein?
Chemiker könnten der Finanzwelt die Einführung des Mols vorschlagen:
1 Mol Euro wären z.B. 602 Trilliarden Euro (6,02 mal 10 hoch 23).
Ich weiss wieso mir Mathe nie so richtig lag.
Bei all denen Zahlen und Nullen wird mir ja ganz schwindelig! ;)
Die Floskel, das Geld vernichtet worden wäre stimmt ja nicht. Ganz im Gegenteil, es wird immer mehr während die Summe der erwirtschafteten Produkte und Dienstleistungen nicht mehr wächst, sondern schrumpft.
Was vernichtet wurde, ist Vertrauen und Vermögen. Aber kein Geld. Wohin diese fatale Mischung führt, kann sich jeder denken.
@3del
Stimmt – bei diesen Zahlen wird man ja auch kirre ;-)
@Firefly
Jein – wenn Kredite auf die Buchgeldwerte aufgenommen wurden – und das wurde getan -, dann wurde auch Geld vernichtet.
Nett!
Ich habe da noch eine Spielart aus der Reihe.
Wenn ich jeden Tag aus jedem verfügbaren Cent noch einen schöpfen könnte, würde ich nicht mal zwei Monate brauchen, um aus einem einzigen Cent 500 Billionen Dollar oder auch Euros – je nach dem – zu “schöpfen”. Wow!
Wäre ich dann allen Leistungsträgern der Leistungsträger schlechthin?
Ja, das wäre ich, wenn ich das Recht bekommen hätte, aus einem Cent ganz legal innerhalb eines Tages zwei zu machen. Ist ja nichts spektakuläres, oder?
Also, was für eine Art des Geldes ist dabei “vernichtet” worden?
War es überhaupt Geld gewesen, was dabei vernichtet wurde?
Oder hat das Wall-Street-Casino nur zu große Zahlen auf ihren Spielmarken aufgedruckt um die Hasadeure bei Laune zu halten?
Ich schätze, die “vernichteten” 50 Billionen US$ waren sowieso nicht mehr Wert als die Zimbabw’schen. Douglas Adams lässt grüßen.
Wie viel reales Geld bei diesem Spiel ihre Besitzer gewechselt hatte, ist allerdings eine andere Frage.
Wenn wir doch schon bei den großen Zahlen sind: Das Volumen des gesamten Derivat-Marktes, also wohl dessen, was für die ganzen Probleme sorgt, liegt noch um ein vielfaches höher als diese lumpigen 50 Billionen. Nach dem unten verlinkten Artikel sind es 1,144 Quadrillionen (das Restwelt-Gegenstück dazu wäre die Billiarde), also 1,144 Billiarden entsprechend 1144 Billionen. Das ist ja nur das 22fache des Bruttosozialprodukts der gesamten Welt, was zufällig den oben erwähnten 50 Billionen US-$ entspricht. Mehr interessante Vergleiche dort: http://www.siliconvalleywatcher.com/mt/archives/2008/10/the_size_of_der.php
Wirkliche Werte sind ja nicht zerstört worden. Nur die Bewertungen.
Wertzerstörung wär etwa, wenn es Puff machen würde und mein roter Toyota … wäre in einen Wartburg verwandelt worden.
@Lemmy
Na Du hast ja eine blühende Phantasie ;-)
Das mit den Bewertungen kann aber auch dazu führen, dass du für Aktien, die du noch vor ein paar Monaten in einen Toyota umtauschen hättest können, plötzlich nicht mal mehr einen Wartburg kriegst.
Aber selber schuld, wer in Aktien investiert. Wie hat man immer die Käufer der T-Aktie verspottet: Hätten sie ihr Geld in Bier angelegt, dann würden sie für die Pfandflaschen noch mehr bekommen, als für ihre Aktien.
Zu: “Reale Werte wurden ja nicht vernichtet” …
Also wenn “unsere” Regierung das von uns freundlichst und zwanglos ans FA eingezahlte Geld nimmt, um damit Finanzjongleuren die Haut zu retten, dann sehe ich da schon ganz reale Werte vernichtet. Man könnte ja mit diesem verdampften Vermögen auch gesellschaftlich sinnvolle Arbeit verrichten lassen, z.B. Schulen und Kindergärten bauen. Ach ja: Milliarden ausgeben um damit neue Autos herzustellen, welche dann “funktionstüchtige” zu ersetzen sollen, zähle ich nicht unter “sinnvoll”.
@Dexter #16
In Hinsicht auf die HRE hat der Soffin-Chef gestern das gesagt:
Hier steht man also zwischen Baum und Borke.
Es gibt ja immer noch viel mehr Geld als es Bruttosozialprodukt. Nur ist es nicht da wo man es bräuchte.
Es konzentriert sich (trotz großer Verluste) mit Masse bei einem kleinen Prozentsatz der Menschen. Das die Ihre Milliarden schlecht verkonsumieren können leuchtet ja jedem ein. Stattdessen versuchen Sie es Lukrativ zu investieren. Aber da gibt es mittlerweile kaum noch was mit 25% Rendite. (Von waghalsigen Risiken mal abgesehen).
Das ist doch auch der Grund warum die Aktien und Derivatemärkte in den letzten Jahren so riesige Zuwachsraten hatten. Wenn es weniger lukrative Investements gibt, oder mehr Kapital was investiert werden will, stürzen sich halt alle auf die verbleibenden, und der Preis steigt.
Dazu kommt ja noch, das es den meisten Egal ist, wie und mit was Ihr Vermögen gesteigert wird. Somit fehlt auch das Geld für Sinnvolle langfristig orientierte Investments.
Aber am schlimmsten ist die zunehmende Verarmung der breiten Bevölkerungen. Wer soll dann die Produkte kaufen und den Firmen Gewinne bescheren? Andere Firmen? Die sind ja auch vom Konsum abhängig… (Und von denen wurde noch nicht mal Geld “vernichtet”. Von der Altersvorsorge mal abgesehen…)
eine Frage an Experten:
Was meint ihr, bereitet die USA langsam die massive Geldabwertung vor, oder nicht?
freue mich auf eure Antworten :)
@ 19 Abwerten müssten auf Dauer wohl nahezu alle. Der Euro genauso wie der Dollar. Fragt sich nur wer vor wem und gegenüber welchen Währungen überhaupt noch ein Schnitt gemacht werden kann. Theoretisch hätte der Euro ja gegenüber dem Dollar längst durch die Decke gehen müssen. Hier zeigt sich aber deutlich, dass der Euro zu min. 80% am Dollartropf hängt. Mit Gedeih und Verderb. Wird noch lustig.
Es läuft aber wohl auf Hyperinflation hinaus, dauert aber noch, erstmal müssen mit dem virtuellen Geld das abgezockt wurde reale Sachwerte eingesammelt werden. Dazu gibt es ja die anrollende partielle Deflation. Inflation und Deflation laufen parallel ab, dass ist ja das Perverse. Wenn die Eliten nicht wollen das es crasht, dann crasht es auch nicht. Zumindest nicht total.
Wäre es nicht so abartig was hier passiert, müsste man glatt die Genialität der Initiatoren bewundern. Aber abgerechnet wird am Schluss, so in frühestens 3-4 Jahren. Und während es dann einige hundert Milliardäre weniger gibt, wird es eine Handvoll Menschen und Familien geben die der Billion sehr nahe kommen, die aber bei Forbes wohl nie gelistet werden…
…wenn wir es weiterhin zulassen.
Sagt kein Experte und natürlich ohne Gewähr. Experten wie Herrn Sinn, oder Herrn Rürup, der künftig Riesterrenten für den AWD verkauft, solltest Du besser nicht fragen wenn Du eine halbwegs richtige Antwort hören willst.
@Karl-Heinrich
Das überzeugt nicht wirklich, da man das Pfandbriefgeschäft im Rahmen eines Insolvenzverfahrens natürlich aus der DePfa herauslösen könnte.
Meine spontane Assoziation war das hier: http://www.youtube.com/watch?v=iSlhYtk8RK4
@freerk
Eine sehr gute Frage. Euro und Dollar sitzen aber im gleichen Boot und da eine Währung immer nur gegen eine andere abgewertet werden kann, wäre das belanglos. Andere Staaten (China, Japan) wären von einer Abwertung von Dollar und/oder Dollar hart getroffen. Der Ökonom Setzer spekuliert bereits auf eine “Zwangsabwertung” von Dollar und Euro gegenüber dem Renminbi – für China wäre das katastrophal.
@Sf #21
Das wird so kommen. Aber nicht im Zusammenhang mit Insolvenz, sondern mit Enteignung. Insolvenz hätte zuviele Unwägbarkeiten.
Hier vertraue ich mal ganz auf uns Peer. Wer sich den Hass, den er aktuell wieder in CH auf sich zieht, mal mit Genuss antun will, dem empfehle ich übrigens die Kommentare hier und hier.
@SF
Und was würde China daran hindern, den Renminbi in solchem Fall auch “zwangsabzuwerten”?
Die 50 t, oder 50 Brd. sind Ausdruck einer Gesellschaftsschichspezifischen Inflation. Wenn die sozialhilfe rauf geht werden Brot, Bier und Gebrauchtwagen teuerer. Wenn ganz, ganz oben, bei Banken und Milliardären zuviel Geld ist, erleiden halt Analagewerte wie die guten Derivate eine Hyperinflation.
Sparer werden wire üblich verlieren. Sparen kann sich dauerhaft nicht auszahlen. Hätten Jesus und seine 12 Jünger Anno Dannemal jeweils 100 Sesterzi bei der Römischen Volksbank auf einem Sparbuch zu 4% angelegt, dann würden wir wohl heute auf der Welt Wadentief in Sesterzen waten.
Stattdessen haben die Jungs die Anlageberater vom Tempel vertrieben. Sieh’: hie und da findet sich auch in der Bibel ein bisschen Weisheit.
@OAlexander #26
Wir würden nicht in Buntmetall waten. Die Ressource Buntmetal wäre bei der Menge a viel zu teuer geworden und b würde eine solche Menge Buntmetal rund um den Globus verteilt enorme Umweltprobleme provozieren.
Ab einem gewissen Punkt wäre das Buntmetal durch neue Auslegung nur noch als Buchwert ausgewiesen worden ohne einen jemals erzielbaren produktiven Gegenwert zu haben. Ab dann wäre es fast wie heute. ;-)
Überzogenen Eigenkapitalrenditevorstellungen in Relation zum Produktivitätsfortschritt. Egal ob es 4 oder 25 Prozent sind.
Das Problem ist der Wert des Gegenwertes und das zuviel eines Wertes auch wenn er nur in Büchern steht. LCs Toyota kann übrigens durchaus *poff* machen und wertmäßig zum Wartburg werden, wenn er keinen Käufer findet, der höher wertet oder er für die vielen bunten Papierschnipsel als Gegenwert für seinen Toyota am Ende (einen Tag später vielleicht) nur einen alten Wartburg bekommt.
Also ich kann mir gerade bei diesen Hypotekendingern nicht vorstellen, wo da Geld vernichtet wurde. Es hat halt jetzt nur wer anders. das ist die interesante frage. Wer ist das?
Wie schön das sich hier im Grundsatz alle einig zu sein scheinen was die Abwertung betrifft, nur aus der Politik hört man darüber wenig. Es ist wie in der Bruchrechnung. Wie war das noch? Brüche können gekürzt werden, wenn Zähler und Nenner mindestens einen gemeinsamen ganzzahligen Teiler haben. Übersetzt: Die Realwirtschaft wird gekürzt, weil die Geldzähler (Finanzminister) auf keinen Nenner mehr kommen und sich beim Teilen einen Bruch heben. Wenn wechselseitig abgewertet wird statt gleichzeitig haben nur manche Spekulanten, die mehr wissen, etwas davon. Wie weiland George Soros, der den Briten am “Black Wednesday” 1992 Milliarden geraubt hat und dafür auch noch gefeiert wurde. http://de.wikipedia.org/wiki/George_Soros Da stehen schon einige wieder in den Startlöchern, nur sind nun noch deutlich höhere Gewinne zu erzielen. Also liegt eigentlich langfristig doch Simbabwe näher und wir warten auch auf die großen Scheine, auf denen dann die Nullen gestrichen werden.
Aber Hauptsache der “Riesterfaktor” wird im Wahljahr zum 2. Mal ausgesetzt was zur “höchsten” Rentenerhöhung seit über 10 Jahren führt. Und wie hübsch das gestern von den Medien präsentiert wurde, als gäbe es was geschenkt. Da wird nicht hinterfragt warum das im Wahljahr geschieht und wie hier wieder getürkt wurde.
Man, man, man, die Leute wollen verarscht werden. Das Merkel wird auch mit aller Macht versuchen die schlimmsten Zusammenbrüche bis Oktober/November aufzuschieben. Koste es Steuergelder wie es wolle.
Das ist logisch nicht möglich, es sei denn du lebst bei uns UND in einem Paralleluniversum.
Zu China:
China ist handelsmässig eine ziemliche Abnormalität. Es existiert normalerweise eine sehr stabile negative Korrelation zwischen der Größe eines Landes und des Anteils des Außenhandels am BIP. China ist ein sehr großes Land, hat aber einen sehr hohen Außenhandelsanteil. Ursache liegt wohl darin, dass China sich sehr lange Jahre (zwischen 1400 und 1978) deutlich unter Potential entwickelt hat. Ausserdem gabs unter Mao eine Phase eines sehr hohen, staatlich geförderten Bevölkerungswachstums.
Dieses z.T. sicher auch durch den Imperialismus europäischer Seemächte verursachte Unter-Potential-Wachstum ist nun gebrochen.
Die haben eine Sparquote von über 40%. Wenn die für eine Zeit etwas weniger wachsen, wäre das vermutlich besser für die Welt. Die Frage ist halt, ob China das politisch aushält. Ich denke, dass dies eigentlich schon möglich ist.
@ Lemmy
Das ist sehr wohl möglich und bei aufmerksamer Beobachtung wird Dir das auch nicht entgehen. Ich habe auch sehr bewusst geschrieben PARTIELLE Deflation, gleiches gilt für die Inflation. Man muss aber auch unterscheiden zwischen Inflation und Geldentwertung. Das ist nicht das Gleiche!
Ich finde gerade nicht die bessere Erläuterung dazu, die das detaillierter aufdröselt, aber da alles ineinander greift sind die Übergänge sehr fließend und können auch sehr schnell von einem Extrem ins andere wechseln.
Unterhaltungselektronik, viele Grundnahrungsmittel siehe (Lidl, Aldi und co.), PKW etc. entwickeln sich bereits stark deflationär. Immobilien, insbesondere Gewerbe- und Bürobauten, werden bald zum Schnäppchenpreis zu haben sein, weil sie keiner brauchen kann. Gewohnt wird aber immer und Mieten und Nebenkosten sind, trotz gesunkener Energiepreise, tendenziell eher teurer geworden. Refinanzierungskosten für Unternehmen sind trotz Zinssenkungen deutlich teurer geworden, der Dispozins der Privathaushalte wird ebenfalls nicht oder kaum gesenkt und Sparzinsen brechen ein. Das nur als ein Beispiel gleichzeitig ablaufender De- und Inflation. Letztlich ist ja vor allem die Deflation das Ungesunde für die Wirtschaft. Beim nächsten Weihnachtsfest und auf dem Weg dahin wird daher sicher deutlich weniger konsumiert. Armer Einzelhandel, den es als nächstes trifft.
Interessant, wenn ich auch nicht alle Ansichten teile, ist das Interview mit dem Buchautor Joachim Brunner, geführt von Swiss Trading https://pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?pfach=1&n_firmanr_=122705&sektor=pm&detail=1&r=358974&sid=&aktion=jour_pm&quelle=0&profisuche=1
Auszüge daraus:
“…. Swiss Trading: Also die Inflationsrate sinkt. Woher kommt dann die Inflation?
Brunner: Bevor ich näher auf die Inflation eingehe, möchte ich vorher auf das Thema Deflation eingehen. Eine Deflation entsteht meistens am Anfang einer wirklich großen Weltwirtschaftskrise oder eben einer Systemkrise. Es gibt immer zuerst einen Auslöser. Dieses Mal war es die Subprimekrise in den USA, die den größten Konsumentenmarkt der Welt zusammenbrechen hat lassen. Daraufhin kam es zu einer Bankenkrise und die wiederum löste eine weltweite Wirtschaftskrise aus. Das sind alles bereits bekannte Faktoren. Dieser Einbruch der Nachfrage lässt die Preise sinken wie zum Beispiel für Autos, EDV, Aktien oder auch Rohstoffe wie Öl. Des Weiteren werden die Konsumenten in dieser ersten Phase von einer massiven Verunsicherung befallen, die darauf mit Konsumverzicht reagieren, was den Trend zu sinkenden Preisen massiv verstärkt. Die Regierungen und Notenbanken versuchen nun in dieser zweiten Phase, in der wir uns gerade jetzt befinden, diesen „Teufelskreislauf“ mit allen Mitteln zu durchbrechen und schnüren Konjunkturpakete oder drucken Geld und senken die Zinsen. Dies ist auch ein wichtiger Unterschied zu den 30er Jahren, denn damals ist die Geldmenge gesunken und nicht wie jetzt explodiert.
Swiss Trading: Ja, aber wenn die Zinsen derart fallen und die Notenbanken Geld drucken bis zum „Gehtnichtmehr“, warum steigt dann nicht die Inflation?
Brunner: Das ist ja das Besondere dieser Weltwirtschaftskrise. Durch die Subprimekrise haben die Banken so viele „faule“ Kredite in den Büchern, dass sie sich einerseits untereinander nicht mehr trauen, was wiederum die „Refinanzierung“ massiv erschwert bzw. unmöglich macht und andererseits sind die Sparer sehr verunsichert und leihen auch langfristig den Banken kaum Geld. Daher haben sich die Kredite für Unternehmen, besonders wenn es sich um langfristige Kredite handelt, massiv verteuert. Eine derartige Situation bezeichnet man als „Kreditklemme“ und das ist auch der Grund, weshalb die Zinssenkungen und das Gelddrucken nicht bei den Konsumenten ankommen. Die Banken benötigen das Geld noch selber, um ihre Liquidität zu verbessern. Das ist im Wesentlichen auch der Grund, warum wir jetzt noch keine Inflation sehen. Sobald sich jedoch die Banken mit genügend Geld der Notenbanken ausgestattet haben, wird uns eine massive Inflationswelle treffen.
Swiss Trading: Wann rechnen Sie mit dem Auftreten einer Inflationswelle?
Brunner: Ich glaube, wir haben eine gute Chance, dass es im zweiten Halbjahr dieses Jahres soweit sein wird. Das wirklich Interessante wird aber das Verhalten der Bürger sein. Irgendwann kommt der Tag an dem die Einwohner eines Landes nicht mehr an das System glauben und dann erleben wir einen sogenannten „Crack-up Boom“. Das heißt, die Bürger beginnen schlagartig nicht mehr zu sparen sondern nehmen das hart verdiente Geld und kaufen sich Sachwerte. Es wird alles verkonsumiert, vom Auto über Lebensmittel bis hin zu Reisen, denn sie befürchten, dass irgendwann in naher Zukunft das Geld nichts oder nicht mehr viel Wert ist. Diese Phase wird alle wieder überraschen und die Konjunktur wird kurzfristig extrem stark wachsen, die Preise explodieren und damit die Inflation weiter anfachen. Dabei werden diese Phasen von Deflation, Inflation, Crack-up Boom und dann Hochinflationsphase relativ kurz hintereinander stattfinden.
Swiss Trading: Wann glauben Sie, wird diese Krise überwunden sein?
Brunner: Ich denke, dass wir die Krise bis 2012 überstanden haben. …”
” “Inflation und Deflation laufen parallel ab, dass ist ja das Perverse.”
Das ist logisch nicht möglich, es sei denn du lebst bei uns UND in einem Paralleluniversum.”
Es kann sehr wohl eine Inflation der Güterpreise und eine Deflation der ‘Vermögenspreise’ geben, wie auch umgekehrt.
Im übrigen ist es zwar ganz nett anschaulich, die ‘vernichteten’ Milliarden mal in ‘reale’ Güter umzurechnen – aber auch unsinnig, da es von der Leistungsfähigkeit der ‘realen’ Wirtschaft abstrahiert. Umgekehrt ist es aber noch interessanter – die Marktgesetze und die Dominanz der Geldbewegung (G-G’) über die stoffliche Leistungsfähigkeit der ‘realen’ Wirtschaft begrenzt dieselbe und drückt sie unter das ‘real mögliche’. Das ist schon anhand der ‘normalen’ Arbeitslosigkeit offensichtlich, besonders deutlich wird es jedoch immer in den sogenannten ‘Krisen’. Die Versorgung verschlechtert sich, ohne dass es ‘reale’ stoffliche Gründe dafür gäbe – nur aufgrund einer gestörten Geldvermehrung.
@LC
Es dürfte wohl daran liegen, dass weite Teile der nördlichen und westlichen Halbkugel in China eine Option sehen und sahen durch billigere Produktion für die nördliche und westliche Halbkugel Markt ein besseres Renditemodell zu haben. ;-)
@Copoka
In einem “vernünftigen” Rahmen werden sie das wohl auch tun. Irgendwann ist aber eine Grenze erreicht und es floriert der Schwarzmarkt, was wir ja auch aus dem ehemaligen sozialistischen Staaten kennen.
@OAlexander
Das muss keinesfalls so sein – es kann auch sein, dass durch die bessere finanzielle Situation mehr Fleisch, Wein und Neuwagen nachgefragt werden, was den Preis für Brot, Bier und Gebrauchtwagen senken würde ;-)
@SF #35
Wie gut, dass ich sehr ländlich lebe. ;-)
sehr guter artikel. bildlich formuliert, bissig und erschütternd
Ich empfehle zu solchen Themen die Diskussionen bei Herdentrieb (http://blog.zeit.de/herdentrieb/).
Zum Thema es macht puff und Fünftigfantastilliarden sind verschwunden. (Mir ist das selbst unklar…ich denke nur laut nach… erst mal Fakten sammeln und dann These entwickeln)
Der Spiegelfechter hat sich in der Vergangenheit mit Artikeln zur Vermögensverteilung verdient gemacht. Tenor: die Konzentration nimmt zu. Die Reallöhne steigen nicht mehr. Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen hatten zweistellige Zuwachsraten und wurden immer weniger besteuert.
Motto der Industrieverbände und angeschlossener Parteien: die Gewinne von heute sind die Investitionen und Arbeitsplätze von morgen. Tatsächlich gab es diese Korrelation zwischen Gewinnen und Investitionen (zumindest in Deutschland) in den letzten Jahren nicht. Dabei habe ich aus den Grundlagen der VWL die mechanistische Vorstellung mitgenommen, dass es nur Konsum und Sparen gibt. Und dass Sparen gleich Investition ist.
Und Investitionen seien besser als Konsum, weil sie langfristig mehr Konsum ermöglichen. Wenn nach oben umverteilt wird, dann ist das gut. Weil dort die Konsumquoten viel geringer ist und mehr gespart wird. (soweit liegt das auf einer Linie mit “Deutschlands klügstem Ökonomen”).
Wenn der Industrielle seine Gewinne früher nicht für goldene Kutschen und Geliebte verbraucht hat, hat er eine neue Produktionslinie hochgezogen. Heute werden teure Geliebte vor Gericht gestellt und Aktienanteile erworben.
M.E. wurde das nach oben umverteilte Volkseinkommen nicht mehr verbraucht, sondern hat die Nachfrage nach Vermögenswerten erhöht. Der hohe Anteil der ausgeschütteten Gewinne, der den Finanzmärkten zufloss, hat einen Inflationsprozess auslöst. Während das Angebot an Vermögenswerten mehr oder weniger identisch bleibt, erhöht sich die Geldmenge, die diese Werte nachfragt. Das führte notwendigerweise zu höheren Preisen. Die so aufgebauten Vermögenswerte lassen sich später nicht mehr in Konsum umwandeln. Es ist zwar für den Einzelnen denkbar, dass er sein Vermögen auflöst und verzehrt, aber nur unter der Voraussetzung, dass die gesunkene Nachfrage nach Vermögenswerten an anderen Stellen der Volkswirtschaft aufgefangen wird. Anderenfalls fallen die Vermögenswerte.
Es handelt sich also tatsächlich um eine Blase. Geplatzt ist die Vorstellung, dass den Fantastilliarden reale Werte gegenüberstehen. Künftig sollte man darauf achten, dass die Zuwächse der Vermögens- und Gewinneinkommen nicht dauerhaft oberhalb des realen Wachstums liegen.
@ SF (35.)
Und wenn der Kaviar urplötzlich fast unerschwinglich für die Breitere Allgemeinheit wird, dann wissen wir, dass Die Linke die Wahl mit absoluter Mehrheit gewann und bei der Hartz IV Aufbesserung ein wenig überzogen hat ;).
Hallo,
schöner Artikel, auch wenn ich denn Umgang mit Nullen gwohnt bin.
@8 und 10:
Ich komme da in Ermangelung fundierter VWL Kenntnisse nicht so ganz mit:
Es gibt Buchgeld und Giralgeld, das wars, oder?
Zunächst wurde doch das ganze (Buch!?) Geld von den Bankern generiert, ohne dass reale Werte geschaffen wurden. d.h. die Geldmenge stieg stärker im Vergleich zum Wirtschaftswachstum, da z.B. Häuser lt. Markt mehr wert wurden,faule Kredite weiterverkauft wurden, das Ausfallrisiko für den Kreditgeber damit nicht mehr vorhanden war und die Zinsgewinne quasi sicher. In einem freien Markt würde das zur Inflation führen und sich selbst regulieren, was aber durch die Rettungspakete unterbunden wird?
Jetzt wird das ganze Buchgeld wieder eingestampft, also alles wieder wie vorher. Abgesehen davon, daß die Buchgeldbesitzer teilweise eingecasht haben und z.B. in Sachwerte gewechselt sind, sodaß das in der Vernichtung befindliche Geld leider mittlerweile bei jemand anderem unterm Kopfkissen liegt z.B. dem Steuerzahler.
Ist es grob falsch das herunterzubrechen und zu behaupten, daß o.g. sozialisierte Millarden lediglich die Verluste der Finanzbrachen auf gerade erst in den letzten Jahren neu generierter Buchwerte kompensieren?
Zur Inflation/Deflation:
Die Frage ist doch, gegen was man das betrachtet. Solange Euro und Dollar gleich stark inflationieren, bleibt der Wechselkurs gleich. Die Chinesen halten anscheinend bereits Ihre Währung niedrig um den Export zu stärken, darüber wurde schon Beschwerde von Politikern geführt. Der Goldkurs scheint mir angesichts des ungenügenden Angebots in Barrenform auch nicht unbedingt geeignet. Die Nahrungsmittelpreise angsichts EU und der Beschwerden der Bauern über Milchpreise auch nicht unbedingt. Die Aktienindizes steigen langsam wieder….
Gibt es denn objektiv betrachtet noch andere Alternativen ausser kräftiger Inflation?
Wenn man sich die Bilanzsumme der Verbriefungen kurz vor der Krise anschaut und davon ausgeht, dass wir auf ein Niveau von vor z.B. 5 Jahren zurück müssen und die Finanzbranche aufgrund fehlenden Eigenkapitals maximal 10% davon schlucken kann, siehts doch ziemlich Übel aus. Mich würden wahrscheinliche Szenarien für die nächsten beiden Jahre interessieren.
Was sollte man denn als Kleinanleger tun um sein erspartes in der Wirtschaftskrise einigermaßen abzusichern?
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/sf-forum/politik-wirtschaft/page-1 …nein, das wird nicht die nächste Leiche im Forum ;-)
Grüsse
Sven
Dieser Artikel hat mir sehr geholfen, meine Vorstellungskraft zu beflügeln, sehr ansehenswert.
What does one TRILLION dollars look like?
http://www.pagetutor.com/trillion/index.html
gruß, Frank
Als Kleinstspekulant sollte man direkt auf einen noch größeren Madoff treffen, der einen dann richtig ausnimmt und zerlegt, damit die Jammerei in der späteren Zukunft wenigstens laut genug hörbar wird. Diese Kleinstspekulanten sind eine ekelhafte Spezies für sich, die wie unser Ackermännchen ihre Dollaräuglein drehen und wenden, und sich einbilden, sie wäre so unschuldig.
Funny van Dannen hat diese Charaktere schon richtig besungen
http://www.youtube.com/watch?v=cnfmGJrf-gQ
“Auf die Fresse” und “Sport frei” würde es auch tun ;)
@ 38. Rudi Blitzableiter
Artig aufgemerkt und auch kaum was Falsches dabei.
Wir haben derzeitig in etwa folgende Problemstruktur:
- Der US-Dollar ist als Leitwährung praktisch nicht mehr brauchbar. Der USD wurde das in einer Zeit als die USA völlig autark waren: alle Rohstoffe, alle Industrie, alles Geld, alles wisse, alle Macht, alles Alle. Heute ist Alles alle. Der USD ist defizitär sowohl im Binnen- als auch im Aussenverhältnis. Es ist scvhwierig den USD als Leitwährung zu ersetzen, weil Handelsströme und Kapitalströme noch im alten Turnus sind. Der Euro ist guten Teils nur so gut, weil Europa mit den USA einen Handelsüberschuss hat.
- Prinzipiell ist es ein Teil der heutigen Problematik, dass ganz oben zuviel Kohle war die bei derzeitigen Handelsrestriktionen, Renditeerwartungen und dergleichen nicht mehr sinnvoll angelegt werden konnnte.
- Ob nun zur Bedienung dieses Marktes, oder zum Rücktransfer von Auslandsverbindlichkeiten der USA/UK die Anlageform “Derivate” besonders ausgenutzt wurden weiss ich noch nicht. Den Verdacht habe ich. Da mag es zwar manchen Krokodilstränenähnlichen Protest geben, aber kassieren tuin alle. Auch der gefeuerte Royal Bank of Scotland Boss (50) mit einer Phantasie-Jahresrente von irgendeiner Mio. Pfund oder zwei (Gordon Brown: “oversight”, “wir haben das übersehen” – oder so etwas.).
- Es ist richtig, dass wohl für eine bestmögliche Verteilung des Wohlstandes eine effiziente Regierung die Verteilung von Einkommen nach Dezilen dezidiert steuern muss. Bis zum Fall der UdSSR geschah dies grobschlächtig durch den regelmässigen Austausch von eher linken mit eher rechten Regierungen. Heute sind alle nur noch rechts. Da wurden die Gelder nur noch nach oben verschoben. Darum haben wir auch nun ein Problem, dass von ganz oben kommt und sich nun nach unten durchwurstelt. Kollege Blitzableiter hat richtig erkannt, dass es für die oben keine ordentliche Rendite für Megakohle mehr gab
- Theoretisch könnte man die Chose irgendwie bereinigen mit den herkömlichen Mitteln. Nur, wir haben mittlerweile auch ein Resourcenlimit erreicht. Daher kann weder Afrika noch Asien wirklich zu einem neiuen Megamarkt aufgebaut werden, ohne dass dies zwangsläufig zu historischen Einschränkungen für USA-Europa führen würde. Was auch immer Grüne sagen: Solar, Wind, etc. sidn sauteure fragmentarische Energien, und Atom ist, sonbald wir das ernsthaft verwenden, dem selben Mangel ausgesetzt wie Erdöl. Kohle ist noch einigermassen nachhaltig, vielleicht 150 Jahre, vorhanden.
Wir geraten jetzt in die Phase der globalen Zwangs-Mangelwirtschaft wg. Überbevölkerung. Der “Club of Rome” war wohl in den 1970ern zu voreilig-vollmundig weltuntergängisch – und der Weltuntergang verlor seine Schrecken.
Die ganze Problematik ist im grossen und ganzen ziemlich überwältigend. Man kann da also nicht wirklich erwarten, dass irgendein Parteiführer irgendwo den richtigen Rat bezieht aund dann auch noch in einem Land gewählt wird das von hinreichender Bedeutung ist.
Nun, Marc Faber, der ist ein angesehener Investment-Guru, um das mal so zu formulieren, meint, dass es heutzutage das beste sei “to buy a farm and a shot-gun, because times are getting really hard”. Faber gibt den angesehenen “Boom Doom and Gloom Report” heraus, und hat den Ruf, tragfähige vorhersagen abzuliefern. Ich kann das nur unterstützen. Bis vor einem halben Jahr hat er wenigstens noch Gold empfohlen.
Eine neue Zeit nimmt jetzt ihren Anfang. Irgendwann, wenn noch genug Zeit verbleibt, werden wir ihr wohl auch positives abgewinnen können.
@38 & 43
Die Kernursache ist eine andere.
Es gibt im kapitalistischen Verwertungskreislauf W-G-W und G-G´eine systematische Krise des Kapitals, (sowohl des Industrie-, als auch des Finanzkapitals) welches seit den 70ziger Jahren nicht mehr in der Lage ist, die menschliche Ware Arbeitskraft in Profit zu verwandeln. Der technologische Fortschritt und die Automatisierung haben diesen direkten wertschaffenden Anteil seit Jahren minimieren können, mit dem Ergebnis heute, dass tatsächliche und fiktive Profite über eine fiktiv geschaffene Nachfrage (wie diese Billonenwetten auf und über Derviate) nur noch einen bestimmten Zeitraum in der Spekulation durch das Finanzkapital möglich sind.
Ausdruck dieser Entwicklung war auch die irre Tatsache, dass das Kapital gewaltsam den Lohnanteil der Lohnabhängigen minimierte, und diesen minimierten Anteil durch billigste Kredite und Verschuldungsmöglichkeiten ersetzte, um damit eine künstliche Nachfrage zu schaffen.
Eine Überbevölkerungskrise, wie sie die sozialdarwinistischen Rechten verkaufen, gibt es nicht. Auf der produktiven Seite sind wir technologisch durchaus in der Lage, die komplette Weltbevölkerung und noch ein paar Milliarden Menschen mehr problemlos mit Nahrung zu versorgen.
Diese tatsächliche Versorgungsmöglichkeit, wird jedoch durch den Umstand beschränkt und unmöglich gemacht, dass es im kapitalitischen Istzustand nur zahlungsfähige Nachfrager zu geben hat. Der Anteil der Milliarden nichtzahlungsfähigen Nachfrager ist aus dieser Sichtweise schlichtweg nicht existent, überflüssig und kann verhungern, genau so, wie es seit Jahrzehnten täglicher Istzustand dieses ökonomischen Systems ist.
Die 50 Billionen wurden nicht vernichtet, weil sie nie da waren. Ihre Existenz oder Erschaffung war genauso virtuell wie die “Vernichtung”
Und selbst die realen Verluste sind keine Vernichtung von Geld, denn bei jedem Verlust, das weiß man doch, gibt es einen Trost: “Das Geld ist nicht wirklich weg, es gehört nur jemandem anders.”
Aber wie gesagt: Den Verlusten, über die hier gesprochen wird, gingen “Gewinne” vorraus, die nur in den Büchern und Buchungssystemen existierten.
@ Jörg
Das Problem ist für die Banken, das Sie die Gewinne in Ihren Büchern in den letzten Jahren ausgezahlt haben. (An Ihre Aktionäre) Und jetzt wo sich raus stellt, das Ihre “Werte” doch nicht soviel Wert wahren, ist das Geld nun mal weg… –> Verlust
Genauso sind ja auch die Firmen immer mehr dazu übergegangen sich zu verschulden um damit dank Leverage-Effekt die Eigenkapitalrendite noch zu erhöhen. So Aufgestellt ist eine Krise natürlich tötlich. Theoretisch sollte es einer Gesunden Firma auch schaffen ein paar Jahre ohne Gewinn aus zu kommen (Sagt auch der Swatch-Chef)… Aber wenn man Kredite bedienen muss geht das nun mal nicht…
@17 Karl Heinrich:
Was der Soffin-Chef da macht, ist ein Bedrohungsszenario aufzeigen. Who cares?!
Denn es ändert ja nichts an der generellen Lage: Der Staat soll “reales” Vermögen der Gesellschaft(*) an diejenigen abtreten, die sich offensichtlich gerade dadurch auszeichnen, dass sie dieses besonders effizient vernichten können. Diese Forderung wird damit begründet, dass der Gesellschaft ansonsten ein noch größerer Schaden als das geforderte Sümmchen entsteht.
Das kannst du vertreten?
Klar kann man auf diese billige Schutzgelderpressung eingehen. Man kann die Nachhaltigkeit eines solchen Verhaltens natürlich auch immer zurechtargumentieren. Am besten verkompliziert man erstmal alles.
Dahingehend wären Enteignung (wenigstens einigermaßen) vernünftig (s. #24). Das wäre eine Möglichkeit, wie sich die Gesellschaft gegen diese skrupellosen Einzelinteressen zur Wehr setzen kann.
(*) Schön an solcher Verteilung gesellschaftlichen Vermögens ist ja auch immer, dass so das Vermögen Aller letztlich (wenn auch über komplexe Umwege) wieder an Wenige verteilt wird. Vielleicht liegt darin ja auch die Motivation solche Forderungen zustellen.
@ 44
Danke für die Richtigstellung hinsichtlich der “Überbevölkerung”. Wenn ich “Club of Rome” schon höre, schwillt mir ohnehin der Kamm. Lagen die schon jemals richtig? Aber die ziehen ja ohnehin um in die Schweiz, vielleicht ist da die Luft besser und es kommt mal was Vernünftiges raus. Die gleiche Denke führte wohl auch zu den Inschriften der “Georgia Guidestones”, auf denen zwar auch sinnvolle Vorschläge zu finden sind, aber demnach müsste die Menschheit erstmal um rund 6,5 Milliarden Menschen dezimiert werden. Dürfte ne ganz schöne Sauerei geben, wenns denn schnell gehen soll…
http://de.wikipedia.org/wiki/Georgia_Guidestones
Es ist immer nur ein Verteilungsproblem, auch Genfood braucht kein Mensch dafür und die alte Denke in freien Märkten und die ganze Heuchelei um Entwicklungshilfe, unter deren Deckmantel wieder nur ausgebeutet wurde, ist kaum noch zu ertragen. Und dennoch werden wir die größten Hungersnöte wohl erst noch zu sehen bekommen.
“Die Weltlandwirtschaft könnte problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren. Das heißt, ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet.” (Jean Ziegler – Schweiz UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung.)
@name: Selbstverständlich existiert mit den real existierenden Rahmenbedingungen bestimmter Länder eine Überbevölkerung.
Kuba importiert etwa über 80% seiner Lebensmittel und über 50% des fruchtbaren Bodens liegen brach.
http://tinyurl.com/dywj27
Mit dieser Produktivität weltweit der reichlich vorhandenen Ressourcen wären sicher deutlich geringere Mengen an Menschen zu ernähren.
Aber nun etwas ganz anderes: DAS, GENOSSEN, IST DER HAMMER:
http://tinyurl.com/ck3zky
vor allem das hier IST DER HAMMER
http://tinyurl.com/c6ycml
Was ist den das für eine dämliche Aussage und Huldigung des kapitalistischen Dogmas von der zahlungsfähigen Nachfrager Lemmy, deren Zahl abnimmt und immer weniger am Verwertungskreislauf teilnehmen kann, wenn die tatsächlich mögliche Industrieproduktion von Nahrungsmitteln die tatsächliche Nachfrage um ein Vielfaches übersteigt?
Ihr Sozialdarwinsten seid das Allerletzte, völlig unhängig, warum aus speziellen Gründen in Kuba ein Teil des Bodens nicht genutzt wird und werden. Selbst du begreifst doch, dass ein Land wie Kuba, dass partiziell über die Verfügbarkeit eigener, umfassener Rohstoffe keine vom kapitalistischen Weltmarkt unabhängige Region ist und seit Jahrzehnten einem Embargo unterworfen ist.
Das rohstoffabhängige China unternimmt eben genau diesen Versuch, einen autarken und unabhängigen Binnenwirtschaftsraum zu schaffen, und du wirfst dem kleinen Kuba irgendwas vor, noch dazu, wenn du überhaupt keine Ahnung hast: die kapitalistischen Staaten haben immer untereinander und gegeneinander strategisch gehandelt.
Was glaubst wohl, warum die Russen in jüngster Zeit mit ihren Dollarmilliarden letztlich überhaupt nicht wertvolles in den westlichen Staaten einkaufen konnten und warum sie im Gegenzug dafür gesorgt haben, das niemand bei Ihnen auf “Schnäppchenjagt” gehen kann?
Statt eine geplante gesamtwirtschaftlich organisierte Weltstruktur für alle Menschen zu schaffen, herrscht die verschwenderische die Anarchie des Finanzskapitals für eine Minderheit von Menschen dieser Erde, in deren Bilanz noch nicht einmal die ausgelagerten Umweltschäden in Billionenhöhe aufgeführt werden.
name: Ordnungsruf. Lemmys gesprungene Schallplatte dreht wieder, hör auf, das Grammophon aufzuziehen. Danke für die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen.
Eben, mit den real existierenden Bedingungen die wodurch wohl existent wurden? Kuba ist ohnehin ein schlechtes Beispiel, da durch die willfährige Kommipolitik der Amis seit Jahrzehnten ausgehungert. Handel konnte überwiegend nur mit anderen sozialistischen Regierungen betrieben werden, also keine harten Devisen, wenig Dollars, wenig Rohstoffe. Tabak/Zigarren und Zuckerrohr sind die Hauptexportgüter, vermute ich ohne jetzt näher nachzusehen. Kuba ist aber ein sehr fruchtbares Land und könnte sich sicher ohne weiteres mit allem selbst versorgen was zum Leben nötig ist. Es ist doch völliger Käse von Im- und Exportzahlen auf die reine Überlebensfähigkeit zu schließen. Und dazu notwendig sind ausschließlich Lebensmittel und Unterkunft. Da möchte ich uns Deutsche mal sehen, wenn wirklich mal alles zusammenbrechen sollte und es ganzjährig nur noch Kartoffeln und Weizen gibt. Mit Verlaub, alte Denke die einfach verkommen und überflüssig ist.
Was importieren wir denn alles? Weil wir es müssen oder können? Spargel aus Peru gibts auch schon bei Lidl. Liegenlassen und Spargel in der Saison essen. Ein Verteilungsproblem bezieht sich im Übrigen durchaus auch auf Menschen und Regionen, aber für Kuba sehe ich das weniger als für andere Länder die nicht so sonnenverwöhnt sind und gleichzeitig noch halbwegs regelmäßige Niederschläge verzeichnen. Solange der Mensch so dumm ist bzw. dazu getrieben wird in regelmäßig überfluteten Gebieten zu siedeln (Bangladesh), oder Sumpfgebiete mit unendlichem Ressourcenverbrauch nutzbar zu machen (Florida), hat er nichts kapiert.
Thema verfehlt, es reicht für alle, nur nicht für jedermanns Gier.
NACHTRAG
aquadraht/name, habe nach dem Schreiben erst Eure Postings gesehen. Künftig lass ich die Lemminge dann über die Klippe springen ohne zu warnen.
@Lemmy #49
Worüber wundern sich die Kollegen drüben auf der Insel? Steuervermeidung und Steuerabteilungen in Banken? Ja mei. Das ist die Pflicht auch der Banken ihren Aktionären gegenüber.
Politisch wichtig wäre, dass man auf internationaler Ebene den strukturellen Rahmen dafür mal bearbeitet. Da hätten die Briten mit den Cayman Islands gleich was zu tun.
Und tatsächlich scheint ja der gegenwärtige Staatsinterventionismus für entsprechende Reformen ein ganz guter Boden zu sein.
Karl Heinrich,
wenn ein angesehenes Element eines Systems (Barlays Bank) dermassen terroristisch gegen das System, in dem es gut lebt, vorgeht, dass es eine Abteilung PRIMÄR damit beschäftigt, Steuerbetrugskanäle über 10 Briefkasten-Firmen zu graben, dann geht es nicht um die Bearbeitung eines strukturellen Rahmen. Nein. Dann benötigt dieses System einen gewaltigen Schuß vor dem Bug, weils nämlich völlig aus der Spur ist.
Das ist sachlich nicht richtig. Die USA hat Handelssanktionen gegen Kuba. Mit sämtlichen anderen Staaten kann Kuba Handel treiben. Das Helms Burton Gesetz, das Unternehmen aus anderen Staaten mit Sanktionen drohten, falls sie mit Kuba Handel treiben kam nie zur Anwendung.
Kuba ist voller spanischer Hotelketten, deutschen Bier, taiwanesischen Computern, etc. pp.
Selbst gegenüber der USA sind die Sanktionen voller Löcher. Die USA exportiert etwa Lebensmittel und zahlreiche Exil-Kubaner, die inzwischen btw. wie ich stark mehrheitlich für die Aufhebung der Handelssanktionen sind, schicken Geld auf die Insel. Weils nämlich für kubanische Pesos nur Lebensmittel gegen Rationierungskarten gibt, die gerade zum Überleben reichen. Das ist die Wahrheit. Bindet euch diesen Klotz nicht ans Bein.
Wer meint, dass die Welt 12 Mrd. Menschen verträgt, der darf das gut und gerne sagen. Wer aber meint hier mit was von “sozialdarwinistischen Rechten” zu herumzuschleudern, der sollte seine Badetemperatur im Zaum halten.
Man sollte sich zumindest mal rudimentär mit Bodenerosion und -versalzung, Düngemitteln, verfügbaren Anbauflächen und dergleichen auseinandergesetzt haben ehe man da enthusiastisch Stellung nimmt. Die Meere sind bereits so gut wie leergefischt – wer meint Aquakultur ist hier die Lösung, der sollte zumindest eine Ahnung von Aquakultur haben.
Was mich anbelangt: Tofu, nein Danke! Ob das Leben als Durchschnittsmensch in São Paulo, Mexico City oder einer der vielen asiatischen Megastädte erbaulich ist, stelle ich ernsthaft in Frage. Das kann man natürlich verbessern, allerdings wieder nur mit enormen Resourcenverbrauch. Die mangelnde Umweltverträglichkeit der Zementproduktion ist nur ein kleiner Punkt hier. Wer will, der kann natürlich an die Ufer des Amazonas ein dutzend Millionenstädte hinstellen. Platz ist da. Roden muss man halt ein wenig.
Leben sollte auch bedeuten voll an kulturellen und materiellen Errungenschaften des Zeitalters teilzunehmen. Ich halte das bereits bei den derzeit 6.8 Mrd. für bestenfalls fraglich.
Es stellt sich natürlich noch eine Frage: warum soll ich eigentlich, beispielsweise nach Ägypten, ohne gegenleistung Lebensmittel und Konsumgüter ohne Gegenleistung schicken? Gut, die können dann die Bevölkerung weiter aufmultiplizieren, weil ja als solches in der Wüste genug Platz zum Wohnen da ist. Die leute können dann dort ihre Zeit mit dem Zählen von Sandkörnern verbringen.
Barclays
Zahlt hier irgendjemand Steuern als gesetzlich notwendig? Warum sollte eine Bank nicht Leute beschäftigen, die die Steuerlast runterrechnen. Verbot von Steuerberatern? Ansonsten, Gesetzesbrüche ahnden und Gesetze den Erfordernissen anpassen.
@OAlexander
So falsch liegst Du ja nicht. Selbst 4 Milliarden sind auf Dauer zuviel. Allerdings – die Ozeane zB sind leer gefischt, weil es darum geht möglichst billig Fisch anbieten zu können und nicht unbedingt viel. Also ziehen die grossen Fangflotten aus und fischen ständig immer leerer. Per riesiger Fangnetze wird auch das abgefischt, was um an Deck dann in der Tonne landet weil zu klein aber dennoch tod. Modefressen. Weil nun die ganze Welt Sushi essen muß, leiden die Bestände not. Billigfutter für den Norden: Viktoriabarsch und Probleme vor Ort in wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Hinsicht auf See selber. Krabben pulen in Marokko statt an der Nordseeküste, weil es so billiger ist. Was soll die schmale Aufzählung sagen. Unsere Ernährungsprobleme in der Zukunft und Gegenwart liegen weniger in den Versorgungsoptionen, sondern an den dauerhaft schädlichen Nebenwirkungen der industriellen Essenversorgung besonders im Norden zu Billigstpreisen.
@MisterL
Absolut richtig! Gleiches Problem besteht vor den Küsten Afrikas, wo die westlichen Fangflotten vor Somalia die Fischgründe ausrotten, gleichzeitig den Giftmüll unserer Chemieindustrie dort verkappen, und das ganze von unseren westlichen Militärflotten bewachen und organisieren lassen. Die Einheimischen vor Ort können gar nichts anderes, als Piraten werden.
Dieses gesamte heutige ökonomische System lässt sich auf ein Bild reduzieren:
ein voller Kühlschrank wie die Erde, von dem von 10 Menschen existieren können, wird von einem einzigen Menschen, der davor mit Waffengewalt hockt, gierig und ohne Hemmungen plündert, und dieser bildet sich dann noch ein, er wäre irgendwie aufgeklärt und wichtig.
Euer Durchlaucht,
wie bitteschön bekommt Ihr die Ameisen dazu, für uns zu arbeiten?
Beste Grüße (nach langer Zeit)
Anon
Bei solchen Zahlen kann einem nur noch schwindelig werden. Vor nicht allzu langer Zeit waren Millionen für uns “unmögliche Summen”, jetzt sind es Milliarden Euro und vereinzelt stoßen wir Bereits auf die unvorstellbare Summe der Billionen (Siehe USA und deren Rettungspaket). Hat diese ganze Krise bald mal ein Ende?
Nein Robert, ich fürchte sie fängt erst an.
ich habe es ähnlich zwar heute schon an anderer Stelle geschrieben und vermutlich wird der Chef des Hauses mich dafür verreißen :-) aber es passt doch sehr gut hierher.
Rockefeller sagte so schöne Sachen, z.B. 1994 vor dem Wirtschaftsausschuss der USA:
PLANVOLLE PLEITEN?
In den 90ern ging es ja dann auch los mit der Deregulierung, den Zweckgesellschaften und höchstlegalen Bilanztricks. Clinton wars, nicht Bush, der die Schleusen öffnete. Und ein Demokrat öffnet nun auch das Tor zur Inflation sperrangelweit.
Eine junge Dame und unerfahrene Bankerin kam dann auch auf die kreative Idee der ABS und weiterer Papiere und damit war die Idee geboren, über ABS, CDS, MBS (SPD und ACDC) und co. Luftgeld vielfach zirkulieren zu lassen und an Provisionen letztlich mehr zu verdienen, als an eigentlichem Spekulationsgewinn oder zugesagter Rendite. Es war auf jeden Fall ein Geschäft, Derivate aller Art tauchten nur versteckt in den Büchern auf, der ganze Markt bestand nur aus einigen riesigen Buchmachern, die verbildlicht in heilloser Zettelwirtschaft Wetten und Quoten notierten und deren Wettbüros nun abgebrannt sind.
Woher kamen aber letztlich die Grundideen für solche Geschäfte bzw. wer war dafür verantwortlich das sie legal und geschützt wurden? Wer hat das Geldsystem, was ja von Grund auf pervers ist, total pervertiert? Arbeitet jene Dame (Namen weiß ich jetzt nicht, lässt sich aber herausfinden) die Teile dieser Instrumente erfunden hat heute in einer Rockefellerstiftung oder beim CFR? Keine Ahnung, sicher aber ist das alles nur Zufall.
WAR ON TERROR / WAR OF FINANCE ?
Die “Truther” bezogen die von Rockefeller genannte Krise vielerorts rein auf 9/11, dabei liegt es nun nahe, dass damit doch eher diese Finanz- und Systemkrise gemeint ist. Der “War on Terror” ist und war zwar auch gern genommener Anlass die Grundrechte zu beschneiden, aber die groß geplante Umverteilung in deren Zuge alles neu geordnet (und gleichzeitig der Mittelstand verarmt) werden kann, liegt in einem neuen Weltfinanzsystem, wie es in einer solchen Weltfinanzkrise am schnellsten möglich wäre. Auf demokratischem Wege wie in der EU würde es viele viele Jahrzehnte benötigen. Doch sie haben es offenbar eilig, sehr eilig…
Der andere, für kranke Hirne denkbare Weg eine NWO herbeizuführen, läge in einem Weltkrieg mit überschaubaren “Siegern”. Vielleicht, wenn es denn einen Plan und Planer gibt, eine ideale Kombination um den letzten “freien” Willen und die Gegenwehr der Menschen zu brechen. Weil sie in naher Zeit all das Leid und Elend aus Wirtschaftskrise und grausamen (Bürger)Kriegen erlebten und anschließend wohl allem zustimmen würden, was eine Kunstperson, ähnlich einem Obama und gestützt durch UNO o.ä. verkaufen würde.
Letzteres wäre die ultimative Katastrophe, zu der es aber hoffentlich nicht innerhalb der nächsten 5-15 Jahren kommen wird. Ich denke die Menschheit (Ausnahmen bestätigen die Regel) hat weitgehend ausgelernt und muss nicht nochmal ausgelöscht werden…
PLÄDOYER für die Menschlichkeit
Ordnen WIR doch das System nach unseren Wünschen, nach freiheitlich, liebevollen Gedanken wie die Menschen am besten zusammenleben; mit Natur und sich selbst, friedvoll und in Harmonie. Und jeder nach seiner Facon…
Denken wir doch mal ganz naiv, ohne wieder dem Irrglauben der uns seit Jahrhunderten konditioniert wird anheim zu fallen, wir wären von Grund auf schlecht, nur zu Krieg, Missgunst und Verblendung fähig, nein, gehen wir davon aus, das Beste was wir je bei einzelnen Menschen oder an uns selbst gesehen haben, auch in anderen zu sehen. Die Menschen (grundsätzlich) wieder zu lieben, so schwer es auch manchmal fällt.
Versuchen wir zumindest Jene, die uns mit Verachtung strafen und uns möglicherweise am liebsten wirklich versklaven würden nicht zu hassen, und ihnen damit unnötige Aufmerksamkeit und Energien zu schenken die sie nicht verdienen und von denen sie zehren…
Das wäre mein Vorschlag
FF
@Fried Fertig
>Inflation und Deflation laufen parallel ab
Das Bild ist genial. Ähnlich wie das Szenario, wenn eine Sonne explodiert und dabei erst einmal anschwillt, obwohl sie innerlich jede Substanz verliert, um dann im nächsten Schritt zu implodieren.
Würde mich interessieren, ob es VWL Bücher gibt, die diese Parallelität schon einräumen.
@ 1000Sunny
Dass ist sehr wohl möglich und geschieht bereits. Was ist auch an dem Wort “partiell” nicht zu verstehen? Siehe Antworten unter #31 u. #32
Das, was da vernichtet wird, verdient den Begriff “Geld” eigentlich gar nicht. Da müsste mal was anderes her. Das sind hochgejazzte Buchwerte, denen keine volkswirtschaftlichen leistungen gegenüberstehen. Dass der Staat jetzt dafür jetzt mit Summen in Höhe eines x-fachen stattshaushalts dafür garantiert, und diese werte dadurch irgendwie wirtschaftlich real werden lässt, ist eigentlich lustig, wenn es nicht so wahnsinnig wäre.