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  • Integration statt Kulturkampf!

    geschrieben am 09. Februar 2011 von Spiegelfechter

    Ein Offener Brief in Sachen “LSE German Symposium 2011 – Integrationsdebatte”

    Anm. d. Red.: Dieser offene Brief wurde – Stand gestern nachmittag – bislang von mehr als 50 deutschen Studenten und Akademikern in Großbritannien unterzeichnet und wurde mir von den Initiatioren mit der Bitte zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt
    Jens Berger

    Wir sind irritiert von der Einladung Thilo Sarrazins und Henryk M. Broders zur Auftaktveranstaltung des „German Symposium“ zum Thema „Integrationsdebatte: Europas Zukunft – ‚Untergang des Abendlandes‘?“ an der London School of Economics and Political Science (LSE) am 14.02.2011. Beide Autoren haben maßgeblich zur Verunsachlichun…g der Integrationsdebatte und der Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas in Deutschland beigetragen. Der Titel der Veranstaltung bedient sich kulturkämpferischer Parolen, während mit der Einladung eines Vertreters deutscher Muslime der Diskussionsschwerpunkt auf eine religiöse Minderheit fehlgeleitet wird.

    Die Äußerungen der Herren Sarrazin und Broder verfälschen Kausalitäten und blenden zentrale Ursachen dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen aus. Die Integrationsforschung hat für letztere wiederholt sozio-ökonomische Faktoren als Hauptursachen ausgemacht. Stattdessen sehen Herr Sarrazin und Herr Broder eine pathologische, religiös und kulturell bedingte Integrationsunwilligkeit in Deutschland lebender Minderheiten (insbesondere Muslime). Herr Sarrazin versteigt sich gar zu einer „Verbindung von Erbbiologie und Kultur“ (Frank Schirrmacher, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.08.2010).

    Um den Herausforderungen unserer Einwanderungsgesellschaft lösungs- und zukunftsorientiert zu begegnen, bedarf es einer rational geführten Diskussion und der Inanspruchnahme wissenschaftlicher Erkenntnisse. So werden bundesweit bereits vielfältige Programme auf politischer Ebene erfolgreich umgesetzt. Diese zielen insbesondere auf Chancengleichheit in der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt ab. Somit wird zu einem Bewusstsein beigetragen, gemeinsam auf eine Verbesserung der Situation hinzuarbeiten. Doch stattdessen führt die defätistische und kulturkämpferische Argumentation in Schriften wie Sarrazins Deutschland schafft sich ab (2010) und Broders Hurra, wir kapitulieren! (2006) zu Spaltung statt Verständigung, während ernsthafte Vorschläge zur Behebung sozialer Missstände ausbleiben. Die Stigmatisierung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen durch Herrn Sarrazin gefährdet den gesellschaftlichen Frieden. So bezeichnete etwa der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland Äußerungen Herrn Sarrazins als „rassistisch“ und auf „niedrigste Instinkte“ abzielend (Stephan J. Kramer, Der Tagesspiegel, 13.10.2009). Sowohl Herr Sarrazin als auch Herr Broder warnen vor einer angeblich drohenden Islamisierung Europas und reihen sich somit in eine europaweite Ansammlung von islamophoben Publizisten und Politikern ein.

    Selbstverständlich muss jede Debatte kritisch geführt werden und möglichst alle lösungsorientierten Sichtweisen mit einbeziehen. Gleichzeitig ist es ebenso selbstverständlich, dass das Gebot der Achtung der Menschenwürde zu respektieren ist. Insbesondere Herr Sarrazin hat sich durch seine empirisch widerlegten, provokativen und in einigen Teilen hetzerischen Publikationen und öffentlichen Auftritte für eine sachlich geführte Diskussion disqualifiziert. Herrn Broder ist, wie aus seinen öffentlichen Beiträgen geschlossen werden kann, an einer konstruktiven Debatte ebenso wenig gelegen.

    Wir, deutsche und Deutschland eng verbundene StudentInnen und AkademikerInnen in Großbritannien, wenden uns deutlich dagegen, dass die Integrationsdebatte zur Eröffnung der „LSE German Week“ auf diese Provokateure – sie wurden anfangs als „iconic public figures“ bezeichnet (*) – statt auf anerkannte Experten setzt.

    Die LSE gilt zu Recht als eine der weltweit führenden sozialwissenschaftlichen Hochschulen, die großen Wert auf ihre Weltoffenheit und internationale Studentenschaft setzt. Der German Society dieser Universität sollte in diesem Sinne daran gelegen sein, ein weltoffenes Deutschland, das den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen ist, zu repräsentieren, anstatt auf einem unzulänglich besetzten Panel den polemischen, gesellschaftsspaltenden und unwissenschaftlichen Thesen der Herren Sarrazin und Broder eine prominente Plattform zu bieten.

    (*) Wir begrüßen, dass die anfänglich gewählte Formulierung “public iconic figures” in Bezug auf die Redner am Di., 08.02.11, in “public figures” geändert wurde.

    Dieser Offene Brief wurde (seit Dienstag, 8. Februar 2011) von über 100 in Großbritannien ansässigen Studenten und Akademikern unterzeichent. Eine vollständige Liste aller auch außerhalb Großbritanniens ansässigen Unterzeichner ist bald unter https://sites.google.com/site/integrationdebatelse/ abzurufen. Jene, die noch unterzeichnen möchten, koennen eine E-Mail an OpenLetterLSE@gmail.com senden, samt Namen, Position und Einrichtung (nur zu Identifikationszwecken).

    Unterzeichner (alphabetisch nach Nachname; Institutionen nur zu Identifikationszwecken aufgeführt)

    ABKÜRZUNGEN

    KCL – King’s College London

    LSE – London School of Economics and Political Science

    SOAS – School of Oriental and African Studies (University of London)

    UCL – University College London

    UNTERZEICHNER (Stand 11.02.2011)

    1. Nabila Abdel Aziz, Studentin, SOAS

    2. Dr. Arshin Adib-Moghaddam, Universitätsdozent, SOAS

    3. Prof. Dr. Nadje Al-Ali, Leiterin des Centre for Gender Studies, SOAS

    4. Dr. Jasser Al-Kassab, Forscher, University of Cambridge

    5. Moritz Altenried, Master-Student, Goldsmiths, University of London

    6. Ruth Augustin, Studentin, University of Aberdeen

    7. Boris Barth, Master-Student, LSE

    8. Anjulie Baryalei, Master-Studentin, LSE

    9. Dr. Sam Behjati, Academic Clinical Fellow, UCL Institute of Child Health

    10. Clemens W. Bethge, Edinburgh; Doktorand, Universität Tübingen

    11. Felix Binder, Visiting Student, University of Oxford

    12. Sebastian Bock, Master-Student, LSE

    13. Marit Boeker, Doktorandin, University of Essex

    14. Julia Bohlmann, Master-Studentin, University of Edinburgh

    15. Wolfram Bosbach, Visiting Scholar, University of Cambridge

    16. Oliver Bräunling, Doktorand, University of Nottingham

    17. Phil Butland, Absolvent, University of Warwick

    18. Thomas Clausen, Bachelor-Student, University of Cambridge

    19. Hadydeh Eftekhar, Master-Studentin, SOAS

    20. Stefanie Ellwanger, Master-Studentin, LSE

    21. Dörthe Engelcke, Doktorandin, University of Oxford

    22. Anja Erbel, Master-Absolventin, SOAS

    23. Mark Erbel, Doktorand, KCL

    24. Maria Exner, Master-Studentin “Culture & Society”, LSE

    25. Ali Fathollah-Nejad, Doktorand, Universität Münster & SOAS

    26. Steffen Fischer, Master-Student, SOAS

    27. Fabian Flues, Master-Student, UCL

    28. Sebastian Frowein, Master-Absolvent, SOAS

    29. Juliana Gaertner, Absolventin, SOAS

    30. Katharina Gnath, Master-Absolventin, LSE

    31. Katharina Goetze, Master-Studentin, University of Oxford

    32. Katharina Graf, Master-Studentin, SOAS

    33. Dr. Yvonne Gruender, Research Associate, University of Manchester

    34. Mathias Haeussler, Master-Student, University of Cambridge

    35. —

    36. Lisa Hashemi, Master-Absolventin, SOAS

    37. Trina Hassanyar, Studentin, London

    38. Hans Martin Hermann, Graduate Student, University of Oxford

    39. Maria Hetzer, Doktorandin, University of Warwick

    40. Johannes Himmelreich, Student, LSE

    41. Vinzenz Himmighofen, Master-Student, SOAS

    42. Dr. Konrad Hirschler, Senior Lecturer, SOAS

    43. Monika Hufnagel, Master-Studentin, SOAS

    44. Robert Hümmer, BA-Absolvent, Middlesex University London

    45. Lars Ismail, Student, University of Edinburgh

    46. David Ramin Jalilvand, Master-Student, LSE

    47. Lili Jassemi, Master-Studentin, SOAS

    48. Valentin Jeutner, Student, University of Oxford

    49. Carsten Jung, Master-Student, LSE

    50. Benjamin Kafka, Master-Absolvent, University of Sussex

    51. Dr. Hyo Yoon Kang, Master-Absolvent, LSE (jetzt: Assistant Professor, University of Lucerne)

    52. Marina Khatibi, Independent Researcher, SOAS

    53. Gabriel Klaeger, Doktorand, SOAS

    54. Anna Knaps, Doktorandin, KCL

    55. Roman Kirsch, Student, LSE

    56. Stefanie Carola Kirster, Master-Studentin, SOAS

    57. Anna-Dorothea Klopf, Studentin, Edinburgh Napier University

    58. Julia Körner, Studentin, University of Cambridge

    59. Judith Kunert, Master-Absolventin, LSE

    60. Philipp Krakau, Master-Student, University of Oxford

    61. Juliane Krueger, Doktorandin, University of Essex

    62. Heike Langbein, Master-Studentin, SOAS

    63. Tobias Lenz, Doktorand, University of Oxford

    64. Friederike Mehl, Absolventin, University of Edinburgh

    65. Sibille Merz, Master-Studentin, Goldsmiths College, University of London

    66. Daniel Neumann, Student, University of Leicester

    67. Carsten Nickel, Master-Absolvent, LSE

    68. Barbara Nickl, Master-Studentin, University of Manchester

    69. Philipp Nielsen, Bachelor- und Master-Absolvent, LSE (jetzt: Doktorand, Yale University, USA)

    70. Martin Niemetz, Doktorand, LSE

    71. Cornelius Nohl, Master-Absolvent, LSE

    72. Dr. Kerem Öktem, Research Fellow, University of Oxford

    73. David Parduhn, Master-Student, University of Sussex

    74. Robin Reuben, Student, University of Essex

    75. Sophie Richter-Devroe, Lecturer in Gender and Middle East Studies, University of Exeter

    76. Charlotte Röhren, Bachelor-Studentin, SOAS

    77. Doerthe Rosenow, Doktorandin, KCL

    78. Jan Rosenow, Doktorand, University of Oxford

    79. Dr. Christina Scharff, Lecturer, KCL

    80. Nikolas Scherer, Master-Student, University of Warwick

    81. Lena Schipper, Master-Studentin, University of Oxford

    82. Theresa Schlagheck, Graduate Student, University of Oxford

    83. Anne Schollmeyer, Master-Studentin, University of Sussex

    84. Guido Schulz, Master-Student, University of Sussex

    85. Britta Schuster, Master-Studentin, SOAS

    86. Julian Schwartzkopff, Student, University of Cambridge

    87. Philippe Seidel, Master-Absolvent, LSE

    88. Tenzin Sekhon, Bachelor-Student, SOAS

    89. Barbara Sennholz-Weinhardt, Doktorandin, UCL

    90. Viktor Siebert, Master-Student, LSE

    91. Dr. Hans Steinmüller, Lecturer, LSE

    92. Christian Streil, Master-Student, SOAS

    93. Fabian Stremmel, Doktorand, SOAS

    94. Adnan Tabatabai, Master-Student, SOAS

    95. Dr Daniela Tepe, Lecturer, KCL

    96. Alexej Ulbricht, Doktorand, SOAS

    97. Johannes Vielberth, Master-Student, University of Oxford

    98. Vera Weghmann, Master-Studentin, SOAS

    99. Linus Westheuser, Student, KCL

    100. Julian Windmöller, Praktikant, Deutsches Historisches Institut London & Student, Universität Tübingen.

    101. Moritz Winter, Master-Student, LSE

    102. Charlotte Wohlfahrt, Master-Studentin, University of Sussex

    103. Peter Wolf, Student, Anglia Ruskin University

    104. Ali Zaherinezhad, Bachelor-Student, SOAS

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    1. Donnerstag News – KW 5 » Widerstand Berlin

    238 Kommentare:

    1. Systemfrager schrieb am 9. Februar 2011 at 17:51 - Permalink

      Ich würde dazu nur bemerken:

      Warum hat man Mein Kampf verboten?

      Damit heute keiner sagen kann:
      Ich habe Mein Kampf gelesen und das Buch von Sarrazin ist mir nur langweilig und doof.

      • Johannes schrieb am 9. Februar 2011 at 21:14 - Permalink

        OK, Herr Chef Ideologe,

        den Kommentar raff’ ich grad ueberhaupt nicht?!
        Ist das Verbot von Mein Kampf jetzt gut oder wie oder was?

        Ich warte auf Erleuchtung,

      • Joss Fritz schrieb am 9. Februar 2011 at 21:21 - Permalink

        Wie kommen sie darauf, dass “Mein Kampf” verboten ist?

        http://de.wikipedia.org/wiki/Mein_Kampf#Rechtslage_heute

        • Johannes schrieb am 9. Februar 2011 at 21:29 - Permalink

          Guter Punkt! Ich glaub auch nicht, dass es komplett verboten ist..wie auch immer

          Ich hab sogar irgendwo ‘ne kommentierte Version von Mein Kampf rumfliegen..
          Das Problem ist nicht das Schriftstueck, sondern die, die sich davon angesprochen fuehlen

        • Dimebag schrieb am 10. Februar 2011 at 08:26 - Permalink

          Man darf es in Deutschland besitzen, aber nicht kaufen oder verkaufen. Mit der Begründung, es würde dem Ansehen Deutschlands im Ausland schaden. Im europäischen/weltweiten Ausland gibt es das Buch aber überall zu kaufen, ohne Probleme.

          Der “Mythos” des Buches soll halt nicht zerstört werden. Wenn es das Buch frei zu kaufen gäbe und die, die diesem Mythos hinterherlaufen es wirklich lesen würden, wäre die Luft ganz schnell raus.

          Serdar Somuncu (heute durch eher grenzwertiges Comedyzeugs bekannt) hat in den 90ern mal eine ganz interessante Lesereise mit dem Buch veranstaltet, die Erlebnisse der Reise gibt es jetzt auch als Buch. Fand ich sehr interessant.

          • Heldentasse schrieb am 10. Februar 2011 at 10:03 - Permalink

            Apropo “Grenzwertig” ;-)

            • Sukram71 schrieb am 10. Februar 2011 at 15:05 - Permalink

              Das ist doch nicht grenzwertig … hüstel … xD
              Da ist man in andern Ländern schon etwas weiter. ^^

            • Heldentasse schrieb am 10. Februar 2011 at 19:51 - Permalink

              @Sukram71
              THX für die “links”. Es bewahrheitet sich noch immer, das Kunst alles darf. :-)

          • Lennard schrieb am 10. Februar 2011 at 10:44 - Permalink

            Trotz “grenzwertig” vermisse ich die HateNight. Wie war das gleich nochmal?

            “Krieg ist Menstruationsneid. Auch Männer wollen bluten.”
            Ein grobes Volk braucht groben Humor.

    2. Prinzregent schrieb am 9. Februar 2011 at 18:28 - Permalink

      Na, dann nehmen wir uns doch mal ein Beispiel daran, wie andernorts mit religiösen Minderheiten umgegangen wird und wie man dort “integriert”:

      http://www.focus.de/politik/ausland/indonesien-aufgebrachte-muslime-zuenden-kirchen-an_aid_597992.html

      In Indonesien haben tausend aufgebrachte Muslime Kirchen und das Gericht gestürmt, weil ein Christ wegen Blasphemie angeklagt war und er eine “zu milde” Strafe dafür erhielt.
      Erst dieser Tage wurde ebenfalls in Indonesien eine islamische Minderheit angegriffen und mehrere Mitglieder dieser Minderheit getötet, weil eben jene Sekte Mohammed nicht als letzten Propheten anerkennt.
      Dabei ist Indonesien noch nicht einmal das radikalste islamische Land.

      Für mich ist die gegenwärtige deutsche Integrationsdebatte die reinste Augenwischerei.
      Es kann niemals funktionieren, wenn man Leute, denen an der neuen “Kultur” nichts liegt, beinahe mit Gewalt zum Glück zwingt.
      Das hat schon spanische Inquisitionsqualitäten oder Conquistadorenformat.

      Und ich wiederhole es nochmal: Die Vielzahl der Migranten dient als billigste Arbeitskräfte und das hat mit Nächstenliebe nichts zu tun. Und jetzt will man die Bevölkerung in Haft dafür nehmen, dass die Wirtschaft auch weiterhin einen flotten Lenz machen kann.
      Verlogen und widerlich.

      • brandubh schrieb am 9. Februar 2011 at 18:49 - Permalink

        Wer hat behauptet, dass es im Ausland keine missgeleiteten Dummköpfe gibt?

      • Alexander schrieb am 9. Februar 2011 at 18:58 - Permalink

        Daran sieht man doch mal wieder wunderbar, das es keine friedlichen Religionen gibt. Jeder nimmt für sich in Anspruch, die einzig wahre Religion zu sein, kuluturelle Probleme sind meiner Meinung nach recht schnell aus dem Weg zu räumen, aber wenns gegen den Glauben geht, dann brennts aber derbe.

        Wann kapieren die Menschen es endlich, dass sie alle gleich sind nur die genetische Vielfalt der äußeren Merkmale unterscheidet sich. Ich pöbel doch auch keinen Menschen an, der nen halben Kopf kleiner ist als ich, aber wenn er ne andere Hautfarbe hat, dann ist das ja was gaaaaaanz anderes…

        Ohne den Menschen wäre die Erde zig Mal besser dran.

      • schwitzig schrieb am 10. Februar 2011 at 05:32 - Permalink

        Na, dann nehmen wir uns doch mal ein Beispiel daran, wie andernorts mit religiösen Minderheiten umgegangen wird und wie man dort “integriert”:

        Wozu???

      • Lotho schrieb am 10. Februar 2011 at 10:45 - Permalink

        Na, dann nehmen wir uns doch mal ein Beispiel daran, wie andernorts mit religiösen Minderheiten umgegangen wird und wie man dort “integriert”:

        Warum sollten wir das tun? Und warum sollten wir uns nur daran ein Bsp nehmen? Warum nicht die Todesstrafe einführen, siehe USA.
        Oder wie China mit Systemkritikern umgehen.
        Oder Kinder mit 16 Jahren verheiraten wie in Spanien.

        Man, man, man. Diese “der macht das aber auch” kennt man von ja Kindern, aber das erwachsenen Menschen so einen Bull von sich geben…

        • Prinzregent schrieb am 10. Februar 2011 at 11:05 - Permalink

          Ganz einfach:

          Toleranz, Würde und Respekt sind keine Einbahnstraße.
          Wenn das aber Bullshit ist, na dann fröhliche Zukunft Welt.

          Die Goldene Regel gemäß “Was du nicht willst das man dir du, das füg auch keinem anderen zu” gilt für jeden, der selbst respektiert und geachtet werden möchte.
          Nur hapert es da in ziemlich vielen Kulturen, die, anstatt vor der eigenen Haustüre zu kehren, lieber andere bekehren wollen und dabei noch nicht einmal vor Gewalt zurückschrecken. Beispiele dazu gibt es aus allen Himmelsrichtungen.

          • Lotho schrieb am 10. Februar 2011 at 11:23 - Permalink

            Also. Nur damit ich dich richtig verstehe:
            Wir sollen Menschen, Muslime um genauer zu sein, die hier in Deutschland leben, so behandeln, wie manche Muslime Christen behandeln. In Indonesien. Auch wenn die Muslime hier nicht aus Indonesien kommen. Oder die Behandlung von Christen in Indonesien verurteilen.

            Aus deiner Goldenen Regel wird also: Was du nicht willst, dass man dir tu… das sollte kein Mitglied deiner Religionsgemeinschaft in irgendeinem fremden Land, jemand anderem tun. Auch wenn du evtl einer anderen Strömung dieser Religion angehörst.

            Wenn das kein Bull ist, was dann?

            • Prinzregent schrieb am 10. Februar 2011 at 13:03 - Permalink

              Nö, du hast gar nix verstanden.

          • Heldentasse schrieb am 10. Februar 2011 at 11:42 - Permalink

            So einfach wie man gemeinhin denkt, ist es mit “Der goldenen Regel” leider nicht. Das gilt schon für unseren Kulturkreis und für andere vermutlich noch in verstärktem Maße.

            …
            dann ergebe sich, so Hare, ein Problem mit dem Fanatiker. Hare benutzt das Beispiel des Nazis, dessen Hass auf Juden so groß ist, dass er für den Fall, dass er Jude wäre, seine Ermordung fordern würde. Damit erfülle der Nazi die Testbedingung, seine Haltung kann aber keineswegs als vernünftiges moralisches Prinzip gelten. Dem Problem des Fanatismus’ sei nur durch eine Erweiterung des Konzepts der Goldenen Regel beizukommen, der Gestalt, dass ethische Entscheidungen auf Grund der Goldenen Regel so zu treffen sind, dass sie im Allgemeinen die besten Ergebnisse zeitigen (Hares universalistischer Konsequentialismus).

            Quelle

      • Bonsta schrieb am 13. Februar 2011 at 12:49 - Permalink

        Dass es in diesen Ländern so zu geht, könnte natürlich etwas mit dem sozialen Druck zu tun haben, dem die Menschen dort ausgeliefert sind. Es könnte durchaus als wahrscheinlich gelten, dass es in Deutschland diesen sozialen Druck zunehmend auch gibt und deshalb plötzlich solche Bücher zu Bestsellern werden…

        “Wehret den Anfängen” beginnt mit der sozialen Integration aller Menschen im Lande. Wer Paralelgesellschaften sucht, wird sie finden, aber nicht da wo Sarrazin sucht.

    3. Ko-Mike schrieb am 9. Februar 2011 at 18:46 - Permalink

      In der Hoffnung, die Aufregung würde schnell verebben, hatte ich mich mit diesem Thema nicht tiefgründig beschäftigt. Vielleicht lag es auch daran, dass mein Standpunkt anfangs schon klar war, und ich insgeheim gehofft hatte, Herr Sarrazin werde sich in die Schweiz verpissen. Aber jetzt gehen die beiden Schwachköpfe auch noch auf Europa-Tournee und dürfen in akademischen Einrichtungen ihre weltfremde …. (ich ringe noch mit der richtigen Bezeichnung) verbreiten.
      Das ist eine Aktion in der Art der Yes-Men wert!!
      _______________________________________________

      Ist das bereits bekannt? – Ironie im Namen… O.o

      Sarrazin ist ein französischer Familienname, der etymologisch auf die Sarazenen bzw. verwandte Begriffe zurückzuführen ist.

      Sarazenen => http://de.wikipedia.org/wiki/Sarazenen

      • brandubh schrieb am 9. Februar 2011 at 18:52 - Permalink

        Sarrazin sieht ja fast wie ein Araber aus. Allerdings wie ein Araber von der schmierigen Sorte.
        Passt aber zu ihm wie die Faust aufs Auge, finde ich.

        • GrooveX schrieb am 9. Februar 2011 at 19:38 - Permalink

          ah ja, ein araber von der schmierigen sorte, ja? hat er eine hakennase oder andere sachen, die ihn zum schmierigen araber machen?

          deutsche schmierkacke! iiih!

        • Ko-Mike schrieb am 9. Februar 2011 at 20:23 - Permalink

          @brandubh
          Scheinbar hast du meine Intention missverstanden.
          Ich hatte nur recherchiert, denn wer über Rassen und verschiedene Gene spricht, dessen Namen darf man doch etymologisch prüfen, oder. Nicht dass das eine zwangsweise mit dem anderen zu tun habe, aber mir lag der Verdacht nahe (aus historischem Wissen über Sarazenen heraus), dass sich hier eine Ironie verbirgt. Deshalb meine Frage, ob dies bereits bekannt war. Die galt aber nur so am Rande.
          Um es noch einmal klar zu stellen: Selbstverständlich hat dies nichts mit der Debatte über Sarrazins Aussagen zu tun!!! (Hatte extra einen Trennstrich eingefügt)

      • Axel schrieb am 9. Februar 2011 at 23:07 - Permalink

        Sarrazin ist Hugenotten Nachfahre und die wurden meine ich mal nach Preußen geholt (ich will jetzt nicht nachschlagen) und haben sich nahtlos integriert.

        • GrooveX schrieb am 9. Februar 2011 at 23:34 - Permalink

          um all die mistverständnisse mal sprachlich integriert zu kriegen:

          http://de.wiktionary.org/wiki/integrieren

          so wenig, wie ich mich reden kann, kann ich mich intergrieren. aber ich hab jetzt genug von diesem ganzen ideologisch zerstörten mist, ich gehe mich jetzt schlafen.

          • Ko-Mike schrieb am 10. Februar 2011 at 00:06 - Permalink

            Ich interessiere mich sehr für Sprachwissenschaft u.a. auch für Etymologie. Aber das hat mit der Person und diesem Thema hier wenig bis nichts zu tun. Meine Frage oben war nur mal so aus eigenem Interesse. Also bitte nicht in den falschen Hals kriegen. ;)

            genug von diesem ganzen ideologisch zerstörten mist

            Zustimm. Gute Nacht!

    4. Systemfrager schrieb am 9. Februar 2011 at 18:51 - Permalink

      Wikipedia:

      In der jüngeren Vergangenheit ist die LSE unter anderem durch die Aktivitäten des Soziologen Anthony Giddens als modernen Ausgangspunkt des von Tony Blair und Bill Clinton vertretenen “Dritten Weges” in Erscheinung getreten.

      Alles klar?

      • brandubh schrieb am 9. Februar 2011 at 18:56 - Permalink

        In dem Text steht ja auch:

        Diese zielen insbesondere auf Chancengleichheit in der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt ab.

        Von Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik wollen die nix wissen, oder sie haben nie etwas davon gehört.

        Wenn es so einfach wäre.

        In Deutschland laufen Zehntausende von Immigranten herum, die eine sehr hohe berufliche Qualifikation haben, die hier aber nicht anerkannt wird.

    5. Bruder Johannes schrieb am 9. Februar 2011 at 19:36 - Permalink

      Also, das hab ich jetzt begriffen. Sarrazin und Broder sind pfui, also politisch nicht korrekt.

      Um den Herausforderungen unserer Einwanderungsgesellschaft lösungs- und zukunftsorientiert zu begegnen, bedarf es einer rational geführten Diskussion und der Inanspruchnahme wissenschaftlicher Erkenntnisse.

      Aha! Wir sind also eine Einwanderungsgesellschaft! Wissen das eigentlich alle? Und will das eine Mehrheit? Gibt es einen Konsens über die Zukunft dieser Einwanderungsgesellschaft?

      Also, die Grundlage dieser

      rational geführten Diskussion

      scheint mir eher eine Art Wackelpudding zu sein, auf dem ich dann eine einigermaßen tragfähige Position suche. Das erscheint mir nicht realistisch.

      Und welche “wissenschaftlichen Erkenntnissen” sollen den da in Anspruch genommen werden? Ich nehme an, damit sind mal wieder die sog. Gesellschaftswissenschaften (Soziologie, Politologie usw.) angesprochen. Und von denen sollen natürlich nur die politisch korrekten Erkenntnisse Verwendung finden.

      Vielleicht versuchen wir es erst einmal mit den Erkenntnissen, die wir tagtäglich als Fakten lesen und sehen. Oder will uns jemand erzählen, dass wir nicht “richtig” lesen und gucken können?

      So werden bundesweit bereits vielfältige Programme auf politischer Ebene erfolgreich umgesetzt. Diese zielen insbesondere auf Chancengleichheit in der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt ab.

      Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt? Hätte ich auch manchmal gerne gehabt. Anstand und Fairness hätte wohl jeder gern als Normalzustand in der Arbeitswelt. Oder soll es jetzt so gehen, dass der Arbeitgeber nur bei Migranten vorsichtig sein muss und den Rest wie sonst üblich behandeln darf?

      Chancengleichheit in der Bildung? Ergebnisgleichheit oder Startchancen-Gleichheit? Was ist gemeint? Wenn letzteres wirklich gemeint ist, greift das tief in die Familienstrukturen von Migranten ein. (Beispiel: Aborigines in Australien)

      Kurzum ich sehe in dem Brief keinen substanziellen Beitrag zur Debatte.

      • GrooveX schrieb am 9. Februar 2011 at 19:52 - Permalink

        nein, sie sind nicht ‘pfui’ oder ‘politisch nicht korrekt’. sie sind demagogen und als solche üble einpeitscher. sie heizen eine stimmung an, die sich gegen konkrete bevölkerungsgruppen wendet. man könnte, dürfte man, sie auch rassisten nennen. vielleicht darf man, dann muss man.

        deinem letzten satz stimme ich allerdings zu. ‘verunsachlichung der integrationsdebatte’, so ein quatsch. diese ‘debatte’ ist schon per se unsachlich, ganz unabhängig davon, dass debatten niemals sachlich sind, immer streitgespräche um standpunkte.

        aber ich will mich jetzt mit dir nicht gemein machen, wirklich nicht.

        • Bruder Johannes schrieb am 9. Februar 2011 at 20:23 - Permalink

          nein, sie sind nicht ‘pfui’ oder ‘politisch nicht korrekt’. sie sind demagogen und als solche üble einpeitscher.

          Ist es so schlimm? Also, ich habe das rote Buch nicht gelesen und nur teilweise die Diskussion darum verfolgt. Mir scheint, Gegner wie Befürworter argumentieren nicht seriös. Empörung ist eher ein Gemütszustand und taugt nicht für eine sachliche Debatte, für die sich ja Herr Sarrazin lt. Text “disqualifiziert” hat.

          diese ‘debatte’ ist schon per se unsachlich, ganz unabhängig davon, dass debatten niemals sachlich sind, immer streitgespräche um standpunkte.

          Halten wir also fest, dass es von beiden Seiten kein Interesse an einer sachlichen Debatte gibt.

          Gewonnen hat dann der, der “am lautesten” schreit oder der, welcher zuletzt ermüdet. Es geht also wie immer um die “Lufthohheit” über die öffentliche Meinung und nicht darum

          lösungsorientierten Sichtweisen einzubeziehen

          .

          Danke, genau das war mein Eindruck.

          aber ich will mich jetzt mit dir nicht gemein machen, wirklich nicht.

          Empöre Dich ruhig weiter. Meinen Segen hast Du!

          • GrooveX schrieb am 9. Februar 2011 at 20:31 - Permalink

            hör auf, mit zitatschnipsel unterjubeln zu wollen.

            deinen segen, wtf? wer bist DU denn?

            • Bruder Johannes schrieb am 9. Februar 2011 at 20:46 - Permalink

              hör auf, mit zitatschnipsel unterjubeln zu wollen.

              Du hast recht. Das vorletzte Zitat war aus dem offenen Brief. Ich dachte, Du hättest ihn gelesen…

              deinen segen, wtf? wer bist DU denn?

              Ist doch bloß so ‘ne Redensart. Wer ich bin? Steht doch da! Bruder Johannes! Und der darf segnen. ;-)

          • Ko-Mike schrieb am 9. Februar 2011 at 20:35 - Permalink

            Die Art der Debattenführung ist in ihrer Gesamtheit allein deshalb fragwürdig, weil viele der Einwanderer (!) als Immigranten (!) im (Sprach-)Stil der Bürokraten zum Politikum hochstilisiert werden.
            Aber das macht man ja gern hier in Deutschland, wenn man politisch korrekt argumentieren möchte: Man weicht auf Fremdsprachen, Fachausdrücke und Wortneuschöpfungen aus. Einem Ausländer ist diese Sprachverwirrung aber wohl eher eine Hürde. Das nennt man Aufklärung???

            • Lennard schrieb am 10. Februar 2011 at 09:48 - Permalink

              In dem Zusammenhang ist auch interessant, dass man mit dem Wort “Migranten” (in Deutschland) fast immer nur Einwanderer aus muslimischen Kulturen “brandmarkt”.
              Ich habe jedenfalls noch nie (ok, sehr sehr selten) erlebt, dass man Russen, Spanier, Kanadier oder Amerikaner “Migranten” nennt.
              Wenn man dann diese BILD-”Argumente” á la schlechtere Bildung und Kriminalität in Teilen widerlegt, dann kommt man schnell zur Wahrnehmung, dass mit “Migranten” fast immer nur Türken gemeint sind.
              Evtl. ist dieser Sprach-Stil einfach nur eine Flucht vor der Debatte. Und Sarrazin ist eh nicht vom Fach. Der ist einfach nur verlogen und dreist und will nicht ernsthaft debattieren. Er war ja schon argumentativ überfordert, als ihm die Wissenschaftler, welche er im Buch zitiert hatte, widersprochen haben.

              Ich wundere mich, warum man nicht Giordano oder Necla Kelek eingeladen hat.

              *facepalm*

              Deutschland ist anstrengend.

            • Ko-Mike schrieb am 10. Februar 2011 at 13:13 - Permalink

              Wird auch schnell vergessen….
              Migranten = Immigranten + Emigranten
              oder kurz: Aus- u. Einwanderer
              Ist die Muttersprache so schwierig für uns Deutsche? Herrje!
              Aber ich möchte mich jetzt nicht darüber streiten.

      • Bonsta schrieb am 13. Februar 2011 at 13:41 - Permalink

        Es gibt durchaus die Möglichkeit, sachlich die Probleme zu betrachten: http://www.heymat.hu-berlin.de/dossier-sarrazin-2010

        Sarrazin beruft sich darauf Fakten zu präsentieren, liegt aber permanet daneben. Entweder hat er keine Ahnung Tabellen und Zahlenreihen richtig einzuordnen, was ich eher für unwahrscheinlich halte, oder er wollte nur seine eigenen Vorurteile bestätigt sehen.

        Eine Debatte müsste darum geführt werden, wie Deutschland in Zukunft aussehen soll. Nicht die Frage nach Integration ist zuerst zu stellen, sondern viel mehr die Frage was uns Artikel 1 des Grundgesetzes heute noch Wert ist. Die Würde des Menschen ist unantastbar, nicht des deutschen, sondern einfach nur des Menschen. Den Schreibern dieses Gesetzes war also bekannt, dass es keine “dummen Kulturen” gibt, die sich vermehren wie Ratten und unsere Gesellschaft in Schimpansen verwandelt…

        Die Volksverhetzer sind allerdings Spiegel und BILD.

        Ansonsten kann man sich darüber unterhalten, wie Zuwanderung in Zukunft gestaltet werden soll. Da gibt es sicher einiges zu sagen, aber ohne andere Kulturen zu diskreditieren geht das genauso.

        • Ko-Mike schrieb am 13. Februar 2011 at 15:06 - Permalink

          *zustimm*

    6. Johannes schrieb am 9. Februar 2011 at 19:55 - Permalink

      Waer es nicht sinnvoller das potentielle Publikum zum Boykott der Veranstaltung aufzurufen? Ein Brief wie dieser ist doch nur wieder Wasser auf Sarrazins\Broders Muehlen, von wegen: “Das wird man doch noch sagen duerfen!”

      cheers,

      • Bernd Jürgen Armando Brandes schrieb am 9. Februar 2011 at 20:31 - Permalink

        Ja, aber wenn man sie andererseits einfach machen lässt, damit sie sich nicht als märtyrer inszenieren können, hat man genauso verloren, weil genau darauf dieser idiotische spruch (“wird man ja mal aussprechen dürfen”) abzielt: kritiker schon mundtot machen, bevor sie einen überhaupt kritisieren.

        • Johannes schrieb am 9. Februar 2011 at 20:41 - Permalink

          Naja, ich denke nur, das dass Problem weniger die Sarrazine der Welt sind, als vielmehr die Leute die ihnen zuhoeren. Spinner mit abwegigen Ansichten gibt es immer. Deshalb erscheint es mir sinnvoller sich an Leute zu wenden, die, warum auch immer, dazu geneigt sind Leuten wie og Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn man Sarrazin\Broder\PI\AchGut\etc das Podium nimmt, bekaempft man doch nur Symptome

      • Bruder Johannes schrieb am 9. Februar 2011 at 20:38 - Permalink

        Oder man konfrontiert sie mit den im Text angeführten Experten. Dann kann sich das Publikum selbst eine Meinung bilden. Das ist natürlich in einem sozialwissenschaftlichen Umfeld nicht so einfach. Sollte aber in dem Falle easy sein. Was ich von S. so bislang gesehen habe, ist er doch nun wirklich kein brillianter Darsteller. Meine Freunde in UK sind eher mitleidig amüsiert.

    7. Arbo schrieb am 9. Februar 2011 at 20:31 - Permalink

      Ich bin auch etwas irritiert. Wenn die LSE mit ihren sozialwissenschaftlichen Pfunden wuchern können soll, hätte ihr der kontroverse Charakter der Debatte durchaus auffallen müssen. Neben Sarrazin und Broder hätte jemand von der FES oder – besser – aus dem Heitmeyer-Kreise anwesend sein sollen. Letztere sprechen ganz konkret auch von einer Ökonomisierung des Sozialen. Damit wäre auch ein Bezug gegeben, der sicher ganz gut zur LSE gepasst hätte. Zudem wäre das dann wenigstens ein Kontrastprogramm gewesen.

      So scheint’s eher doch ziemlich eingleisig zu sein.

      Gibt’s eigentlich nen Statement der LSE zu den geplanten Kürzungen im Bildungsbereich? Ich empfehle dazu mal frech die taz: “Wie ein naiver Trottel”. Der Bezug zur Migrationsdebatte springt einem da förmlich ins Auge. Ein Schelm wer Böses dabei denkt …

      Gleiche unter Gleichen? “Gleiche” unter sich?

      Arbo

      P.S.: Habe gerade gesehen, dass im entsprechenen Gespräch auch Karasek und Ali Kizilkaya (vom Islamrat) zugegen sein werden. Was Karasek da macht, erschließt sich mir nicht. Mit Kizilkaya ist wenigstens die Quote erfüllt. Interessant übrigens auch der Rest der Veranstaltung. Wolfgang Franz darf über “Die deutsche Wirtschaft – Perspektiven und Herausforderungen” orakeln – der Herr, dessen mitzuverantwortender letzter Bericht (Jahresgutachten) mal eben so das soziokulturelle Existenzminimum zu schröpfen empfahl. Herr Bueb darf da zur (Eliten-) Bildung auch nicht fehlen. Und wie Kizilkaya für die “Islamdiskussion” ist die Wagenknecht für die Diskussion “Verkehr und Gesellschaft: Nutzen für die Gesellschaft und den Einzelnen” nur als Quote gedacht. Wer sich die Zusammenstellung dort anschaut, kann eigentlich nur mit dem Kopf schütteln. Studiert dort wirklich die “Elite”? Dann gute Nacht! Zumal das offenbar auch Studierende organisiert haben. Und dann soll diese Veranstaltung die „Schlüsselrolle im strategischen Dialog zwischen Deutschland und Großbritannien“ bilden soll.

    8. Stefan Gabler schrieb am 9. Februar 2011 at 20:57 - Permalink

      Also diesen Brief unterschreibe ich als deutscher Student so sicher nicht

    9. elwu schrieb am 9. Februar 2011 at 21:20 - Permalink

      Wir, deutsche und Deutschland eng verbundene Studenten und Akademiker in Großbritannien, wenden uns deutlich dagegen, dass die Integrationsdebatte zur Eröffnung der „LSE German Week“ auf diese Provokateure – sie werden im Programm als „iconic public figures“ bezeichnet – statt auf anerkannte Experten setzt

      Wer wäre euch denn genehm – Cem Özdemir, Philip Rösler, Aygül Özkan, Vural Öger, Michel Friedman…?

      • Ko-Mike schrieb am 9. Februar 2011 at 21:37 - Permalink

        statt auf anerkannte Experten setzt

        Wenn es diese gibt, habe ich von denen bisher nichts gehört. Ich bin aber auch nicht sehr in die Einwanderungsdebatte vertieft. Daher wäre ich dankbar, wenn mir der ein oder andere Name genannt würde. Kennt jemand einen Experten auf diesem Gebiet?

        • Axel schrieb am 9. Februar 2011 at 21:55 - Permalink

          Es gibt dort die offiziellen Märchenerzähler, die entweder direkt ministeriell mit den Dingen “befaßt” sind oder als Integrationsbeauftragte oder usw. …

          Dann gibts natürlich das ein oder andere Buch über Teilaspekte der Migranten”problematik”. Viel nicht, aber aus meiner Sicht objektiv. Z. B. darüber wie der Staat sich entmachtet indem er gerade die Kriminalität dieser Gruppen nicht konsequent bekämpft. Ein Hammer darunter ist z. B. die organisierte Kriminalität bestimmer Clans aus einschlägigen Ländern. Da müssen sich schon Richter fürchten.

          Und dann gibts Sarrazin.

          Und es gibt jeden Tag Zusammenfassungen über die aktuellen Aktivitäten bestimmter Migrantengruppen. Gestern Abend gab es z. B. eine Messerstecherei auf dem Essener HBF. An dem Gleis an dem ich immer ankomme und abfahre, wenn ich über Essen unterwegs bin. Das war aber eine unabhängige Pressemitteilung.

          Das Thema ist halt tabu, wird es aber nicht bleiben!

          Laß Dir die Quellen aber lieber von anderen hier nennen.

    10. Johannes schrieb am 9. Februar 2011 at 22:08 - Permalink

      Jaja.. Papa Staat solls loesen, bis zur naechsten Krise. Wie auch immer:

      Do We Need a Foreign Policy?

      http://original.antiwar.com/justin/2011/02/08/do-we-need-a-foreign-policy/

    11. Benjamin schrieb am 9. Februar 2011 at 23:38 - Permalink

      Wer ist dieser Sarrazin?

    12. The Joker schrieb am 10. Februar 2011 at 00:46 - Permalink

      Heiße Info: Sarrazin & Broder planen Parteigründung.
      Für den Vorstand sind Jörg Fischer-Aharon, Tanja Krienen, Jürgen Elsässer und Bernd Rabehl im Gespräch.
      Breaking News: Ein ehemaliger Amtsrichter (Wohnsitz Rio) wird bereits als Spitzenkandidat für die Hamburgwahl gehandelt.
      Der Spiegel verkündete auf Nachfrage das Titelbild der kommenden Ausgabe dieser Entwicklung anzupassen. Ähnliche Stellungnahmen wurden von Focus, Stern, Bild, FAZ und B.Z. eingeholt.
      Forsa reagierte bereits mit einer Blitzumfrage…

    13. Mordred schrieb am 10. Februar 2011 at 01:16 - Permalink

      guter artikel. wo kann man denn unterzeichnen? vielleicht auch als nicht-student?

    14. Andii schrieb am 10. Februar 2011 at 01:16 - Permalink

      Zu Sarrazin und seinen tollen Zahlen und Statistiken:

      Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand – Ein empirischer Gegenentwurf zu Thilo Sarrazins Thesen zu Muslimen in Deutschland (pdf)
      http://www.heymat.hu-berlin.de/sarrazin2010

      • Heldentasse schrieb am 10. Februar 2011 at 09:51 - Permalink

        THX!

    15. Toiletman schrieb am 10. Februar 2011 at 07:29 - Permalink

      Ich bin mir jetzt zu faul mir Sarrazins Buch durchzulesen weil der ein erzkapitalistischer Arsch ist aber seine Thesen sind größtenteils richtig.

      Deutschland schafft sich ab: Sinkende Geburtenrate bei Deutschen und steigende bei den muslimischen und in Osteuropa auch roma-ische Geburtenrate. Da gebietet es die Logik dem zuzustimmen. Eine langsame Verdrängung einer Population durch eine andere fruchtbarere ist ja auch nichts neues. Soetwas passierte dauernd in der Weltgeschichte. Z.B. die Schwarzen haben die Khoisan verdrängt und größtenteils assimiliert. Ungemischte Khoisan (übrigens die Menschenrasse (oder wie man das auf politisch korrekt heute sagt) ist die erste die sich von der gemeinsamen Linie des Homo Sapiens abgespalten hat) gibt es nurnoch in sehr unwirtlichen Gebieten obwohl sie früher einmal, was skellettfunde belegen, den ganzen südlichen Teil Afrikas. Das ist einfach Fakt. Ob man das gut oder schlecht findet ist mir egal.

      Juden teilen alle ein Gen: das ist natürlich falsch mit dem einen Gen. Er hatte wohl keine Ahnung von Biologie. Es stimmt, dass es bestimme Gene gibt, die nur bei Juden vorkommen, teilweise sogar nur bei bestimmten Judengruppen. Das bekannteste Beispiel ist wohl das Cohenim-Gen, wo sich nationalistische Juden drauf testen lassen um zu beweisen, dass sie wirklich von den Priestern des Jerusalemer Tempels abstammte. Es gab zwar mal Zeiten, da mussten Juden alle einen Stern tragen aber dass sie alle ein Gen tragen? Eher nicht.

      Muslime integrieren sich im Vergleich zu anderen Gruppen (ausgenommen Roma) am wenigstens und sind bei der Bildung ebenfalls sehr schlecht. Das stimmt, Dies sehe ich aber nicht als ein Problem des Islams an, sonst würde es ja auch auf Perser zustimmen müssen, sondern daraus, dass sich Deutschland nun nicht gerade die Elite der muslimischen Ländern reinholt [und es gleichzeitig ausländischen uni absolventen schwer macht hierbleiben zu dürfen]. Aber woran liegt es dann? Armut? Nö, sonst würden Vietnamesen nicht besser als Deutsche abschneiden. Es liegt an der Kultur und Schicht aus der die Massen der Immigranten kommt.

      Aber letztendlich ist das eh egal. Der Islam wird sich auf längere sicht Europa nehmen und da kann auch kein Sarrazin oder Broder was dagegen tun, nicht einmal wenn man ihre Politikvorschläge einführte. Man kann die heimischen Bevölkerungen ja nicht zum Kinderkriegen zwingen. Nagut, man könnte die Moslems einfach umbringen, hat man ja schonmal mit ner anderen nahöstlichen Religion getan und in den meisten Ländern machte man fröhlich mit (auch den USA, wo man fliehende Juden nicht reinließ obwohl in den USA locker noch genug Platz für ein paar Millionen Juden gewesen wäre). Mit der richtigen Propaganda bringt man Familien und Freunde und sogar Kinder dazu die eigenen Eltern zu denunzieren. Also versteht mich bitte nicht falsch. Ich bin absolut gegen soetwas. Wenn Europa soetwas machen würde, hätte es den schleichenden Tod wohl verdient.

      Letztendlich wird das Zeitalter Europas/Nordamerikas vorbeigehen während China und Indien immer mächtiger werden. Lustig wärs wenn dann europäische Christen in Indien wegen religiöser Verfolgung Asyl beantragen und nach Naagaland wollen (indischer Bundesstaat mit christlicher Mehrheit), wenns Indien dann noch gibt und es sich nicht mit einem Atomkrieg mit Pakistan zerstört hat. Falls das passiert sind die Chinesen wieder in genau der Lage, die sie sich in der Kaiserzeit einbildeten. Sie sind das Zentrum der Erde und alle ihnen Untertanen. Wollen wir nur hoffen, dass sich China bis dahin verbessert hat. Aber nun genug des Kaffeesatz lesen.

      Ich finde die Diskussion gut. Ich finde es schockierend wie aggressiv und geifernd hier einige reagieren. Es geht dabei um eine Debatte und die Debatten in der LSE (auf der ich mal war) haben Tradition und hören immer verschiedene Seiten. Aber naja, die Meinungsfreiheit endet da, wo sie meiner Meinung widerspricht ;)

      • Sukram71 schrieb am 10. Februar 2011 at 08:24 - Permalink

        Deutschland schafft sich ab: Sinkende Geburtenrate bei Deutschen und steigende bei den muslimischen und in Osteuropa auch roma-ische Geburtenrate. Da gebietet es die Logik dem zuzustimmen.

        Aber vielleicht dann doch nicht, ohne zu erwähnen, dass das – wenn überhaupt – in höchstens 200 Jahren der Fall sein wird. Dem einfach zu zu stimmen, wäre eine völlige Überdramatisierung. Und genau das wirft man diesen Hetzern ja vor.

        Im Übrigen ist es erwiesen, dass die Geburtenraten unserer muslimischen Mitdeutschen, in der 2. und 3. Generation zurück gehen, bzw. sich unseren anpassen – was ja nun mindestens genau so logisch ist.

        Muslime integrieren sich im Vergleich zu anderen Gruppen (ausgenommen Roma) am wenigstens und sind bei der Bildung ebenfalls sehr schlecht. Das stimmt, Dies sehe ich aber nicht als ein Problem des Islams an…
        [...]
        Es liegt an der Kultur und Schicht aus der die Massen der Immigranten kommt.

        Die meisten der Immigranten wurden von der CDU in den 1960er Jahren als billige Arbeitskräfte hergeholt und sind schon sehr lange hier bzw. hier aufgewachsen und damit in Deutschland sozialisiert.
        Welchen Sinn macht eine solche Diskussion?

        Aber letztendlich ist das eh egal. Der Islam wird sich auf längere sicht Europa nehmen

        Ich finde das Wort “nehmen” völlig deplaziert. Feinde nehmen im Krieg etwas ein.

        Ich finde die Diskussion gut.

        Sie ist gar nicht gut.

        Es kommt nämlich nicht nur auf irgendwelche theoretischen Überlegungen für die Zukunft an, sonder vor allen Dingen darauf, wie diese Diskussion das aktuelle Zusammenleben hierzulande beeinflusst. Das ist schließlich das Wichtigste.

        Und eine solche Diskussion sollte ja nun auch irgendwie konstruktiv geführt werden und nicht nur als Stimmungsmache gegen Ausländer. Aber genau das ist der Fall.

        Wenn es an der Kultur bzw. aus der Schicht lieg, aus der viele Immigranten kommen, kann schließlich höchstens darum gehen, die zu fördern und ggf. die Kultur aus der die kommen etwas aufzubrechen. Z. B. durch deutschsprachigen Islamunterricht. Aber sowas hört man von den Herren Broder/Sarrazin natürlich nicht, sondern nur verkappte Hetze.

      • Systemfrager schrieb am 10. Februar 2011 at 08:38 - Permalink

        @ Toiletman

        Ich hätte Schwierigkeiten dir im Detail zu widersprechen. Der erste Satz

        Ich bin mir jetzt zu faul mir Sarrazins Buch durchzulesen weil der ein erzkapitalistischer Arsch ist aber seine Thesen sind größtenteils richtig.

        ist wesentlich. Der Kapitalismus – vorsicht!, nicht mit der Marktwirtschaft zu verwechseln – kann nur überleben, wenn er eine soziale Bindung nach der anderen zerreißt (divide et impara): Staat, Gruppen, Familie, Ehe …

        Und dann gibt es auch keine Kinder und keine Zukunft mehr.

        Wenn Kinder Handys, PC-Konsolen, Markenklamotten … brauchen und glücklich sind, wenn Eltern dabei nie stören (ich weiß wovon ich rede, habe 2 Kinder), werden diese Kinder von den Eltern nichts halten und als Erwachsene werden sie genug rational denken können um zu wissen, warum sie keine Kinder haben sollten

        Nebebei gemerkt: Chinesen haben keine Göter, die Psychopathen, Zyniker und Sadisten sind, wie unser Gott der “Liebe”, sondern sie ehren ihre Ahnen und Eltern. Ja, man kann sich dann denken, wer die Chance hat

        Übrigens: Slavoj Zizek hat Recht. Was wir begehren ist nicht eingeboren, sondern etwas, was sich historisch herausgebildet hat. Und bei uns hat sich excessiver Individualismus und rücksichtloser Egoismus herausgebildet

        • Toiletman schrieb am 10. Februar 2011 at 19:53 - Permalink

          Ich verwechselte Marktwirtschaft nicht mit Kapitalismus aber schau dir doch mal Sarrazins Karriere von der Zeit vor den Ausländer Kommentaren an. Ein großer Mann des Sozialabbaus und neoliberaler Politik, wozu sich jetzt auch noch ein Schuss Neokonservatismus (Immigrationsprobleme größtenteils auf den Islam abwälzen nur weil bei uns die Problemimmigranten größtenteils Moslems sind während alles mit Israel in den Himmel gelobt wird).

          Und unser Psychoanalytiker-Philosoph mit dem grausigen Englisch hat nicht recht. Die grundlegenden Begierden sind angeboren. Essen, Trinken, Schlafen, Sexualtrieb und der Drang eine möglichst geachtete Position innerhalb der Gruppe einzunehmen. Was das für eine Position ist und wie man soetwas erreichen kann hängt natürlich von der Gesellschaft ab ob nun der beste Jäger des Stammes, der Dorfälteste, der Bankier, Politik oder Polizist nun geachtet wird.

          Du kennst die Chinesen schlecht. Die haben sehr viele Götter. Sie haben eine sehr reichhaltige Mythologie mit vielen Göttern, Halbgöttern, Fabelwesen etc. schon lange bevor die fremden Religionen China erreichten.

          • Systemfrager schrieb am 10. Februar 2011 at 20:03 - Permalink

            Essen, Trinken, Schlafen, Sexualtrieb und der Drang eine möglichst geachtete Position innerhalb der Gruppe einzunehmen.

            Ja, das ist angeboren. Mehr aber nicht. Die anderen zu beherrschen auch nicht, excessiver Individualismus und antisozialer Egoismus auch nicht

            Chinesen haben sehr viele Götter. Sie haben eine sehr reichhaltige Mythologie mit vielen Göttern, Halbgöttern, Fabelwesen etc.

            Ja, aber so viel ich weiß, sie haben keinen so pathologisch eifersüchtigen, blutrünstigen, machtbesessenen, narzistischen, … Gott wie der christliche Gott der „Liebe“

            Und Konfuzianismus ist keine Religion
            Wikipedia
            Konfuzianismus (chin. 儒家思想 „Ideen der Anhänger der Schule der Gelehrten“) ist der Begriff für Philosophien und politische Vorstellungen, die sich in die Tradition des Konfuzius und seiner Schüler stellen. Konfuzius’ Schule wird in China auch als Rujia (chin. 儒家) bezeichnet, was Schule der Gelehrten bedeutet.

            Die Grundsätze des Konfuzianismus sind in den neun antiken chinesischen Werken zusammengefasst
            Die 5 Tugenden (chin. 五常)
            * Menschlichkeit (仁)
            * Gerechtigkeit (義)
            * Ethisches Verhalten (礼)
            * Weisheit (智)
            * Güte (信)

            • Ko-Mike schrieb am 10. Februar 2011 at 21:20 - Permalink

              Mal so am Rande… soweit mir bekannt ist, dazu folgendes:

              * Ein Problem ist die Definition von “Gott”. In den asiatischen Glaubensvorstellungen gibt es keinen Schöpfergott, der die komplette Welt geschaffen hat.
              * Dennoch gibt es viele “Wesen”. Von daher ähnelt die asiatische Glaubensvorstellung einer Mythologie (wobei ich äußerst ungern derartige Bezeichnungen verwende).
              * @Systemfrager: Die 5 Tugenden beziehen sich auf das irdische Leben, die aber wichtig für das überirdische sind – eine Art Nachhaltigkeit, wenn man so will. Somit könnte man auf diese Thematik bezogen von einer Philosophie sprechen. Diese Art von “Lebensphilosophie” ist aber in allen Glaubensvorstellungen vorhanden, da es sich hier um den Bezug zw. Überirdischem und irdischem Leben/Handeln/etc. handelt.
              * Daneben gibt es aber auch die Glaubensvorstellung bezüglich des Überirdischen, in denen in asiatischen Regionen vor allem verschiedene “Wesen” thematisiert werden. In einigen Glaubensvorstellung greift das Überirdische auch in das irdische Leben ein d.h. z.B. die “Wesen” können dir im irdischem Leben begegnen oder nehmen Einfluss. Wie ich bereits sagte, ähneln diese Vorstellungen der Mythologie. (Aber äußerste Vorsicht mit derartigen Wörtern!)
              * Der Unterschied besteht vor allem darin, dass für uns das “Religiöse” zur “privat gedanklichen Angelegenheit” geworden ist. Für uns ist der Alltag und die Glaubensvorstellung des Überirdischen sehr getrennt. Lediglich unsere Glaubensvorstellung des Irdischen greift noch in unseren Alltag – eben z.B. als theoretische und praktische Philosophie, oder ausgeprägter als Ideologie. Diese Glaubensvorstellung des Irdischen haben aber längst neue Formen gebildet, die auf eine überirdische Glaubensvorstellung verzichten. Das bezeichnen wir dann als nicht-religiös.
              * Hier kommen wir auch zu der Bedeutung des Wortes “Religion”. Das Wort “Religion” bezieht sich vielmehr auf die eigentliche Überlieferung selbst und der Achtung des Inhalts der Überlieferung. Salopp könnte man sagen: Religion ist die Wahrung und Achtung des Überlieferten/Ursprünglichen. Sie grenzt sich damit von individuellen/ nicht überlieferten Vorstellungen ab.
              siehe auch hier: http://de.wiktionary.org/wiki/Religion
              Diese Abgrenzung zu individuellen/nicht überlieferten Vorstellungen findet man bei asiatischen Glaubensvorstellung nicht so stark ausgeprägt, da dort die Glaubensvorstellungen des Irdischen vor allem auf Erkenntnis(se) fußt und sozusagen erweiterbar ist. Erkenntnis(se), die vor allem im Zusammenspiel mit dem irdischen Leben zu finden sind – im modernen Großstadtalltag oder auch in der stillen Natur etc.
              Vor allem diese sich erweiternde Komplexität durch neue Erkenntnisse (von entsprechenden Gelehrten) macht(e) eine Studie der asiatischen Glaubensvorstellung oft schwierig.

              Ich hoffe, ich konnte es ein wenig erklären, ohne sprachlichen Hürden aufzubauen. Denn darin liegt oft das Problem der Interpretation.

            • Systemfrager schrieb am 10. Februar 2011 at 21:40 - Permalink

              @ Ko-Mike

              Was mich interessiert, gibt es dort einen Gott, der ein absolutistischer Herrscher ist, Tyrann, unedlich eifersüchtig, über den man ständig denken muss, dem man ständig für alles danken soll, … so wie der christliche Gott

            • Ko-Mike schrieb am 10. Februar 2011 at 23:45 - Permalink

              @Systemfrager

              Die asiatischen Glaubensvorstellungen ist mit der christlichen schwer zu vergleichen. Eher wäre eine gegenüberstellende Betrachtung mit der griechischen Mythologie angebracht. Hinzu kommt, dass die asiatischen Glaubensvorstellungen in ihrer Vielfalt kaum in einer Gesamtheit zu fassen sind.

              Aber ich möchte deine Frage(n) versuchen zu beantworten:

              *absolutistischer Herrscher? Ganz klar: nein. Den Gott, der die gesamte Welt allein erschaffen hat, gibt es nicht.
              *Tyrann? Mmmhh. Soweit mir bekannt ist, gibt es einige Wesen, die dich verführen wollen. Aber bis zu Tyrannen reicht meine Kenntnis nicht.
              *über den man ständig denken muss? Stell dir den Weg nach dem Leben (von Tod kann man hier nicht wirklich sprechen) wie eine gefährliche Abenteuerreise vor, auf die du dich im irdischem Leben vorbereiten musst (das ist aber je nach Glaubensvorstellung sehr verschieden). Was nach dieser Reise kommt, ist auch je nach Glaubensrichtung verschieden (siehe aber auch weiter unten).
              Dennoch ist das irdische Leben insofern als eine Art Training zu sehen. Hier erkennst du auch einige traditionelle Verbindung zu den “Kampfkünsten”. Aber oft ist auch eine Art innerer Kampf gemeint – z.B. das Loslassen von Neid und Begierde. Dies ist z.B. im Buddhismus und zum großen Teil auch im Hinduismus u.a. ein “Teilabschnitt” der Meditation.
              In der Meditation (ich kenne sie vor allem im Buddhismus detailierter, deshalb beziehe ich mich jetzt darauf) bereitet man sich also u.a. “spirituell” auf die Abenteurreise vor, indem man sich direkt und absichtlich mit den “Gefahren” und Verführungen “spirituell” konfrontiert. Man setzt sich mit ihnen detailiert auseinander (Das ist ein großer Unterschied zum Christentum | hier wird einfach nur verboten und evtl. je nach Richtung gebeichtet).
              Es geht darum, sich diese “Gefahren” und Verführungen bewusst zu machen – eine Art eigene Psychoanalyse, wenn man so will. Das darf man aber nicht abstrakt sehen (gilt generell bei asiatischen Glaubensvorstellungen), sondern das, was wir oft jeweils mit abstrakten Begriffen belegen, wird in verschiedenen Wesen verkörpert (eben z.B. die Begierde).
              Am Ende der Meditation steht als höchste Stufe, die völlige Entsagung dieser “leidvollen Dinge”. Die Atemtechnik dient dabei fortwährend als Mittel zur Konzentration.
              (Jetzt wird leicht verständlich, warum westliche Psychologen/Neurologen an der Meditation u.ä. so interessiert sind – z.B. Stressbewältigung. Auch Leuten, die Schlafstörungen haben, hilft z.B. die Atemtechnik sehr.)
              *Aber in den asiatischen Glaubensvorstellungen ist mit dieser Art Kampf auch das Bemühen gemeint, um z.B. die von dir genannten Tugenden im Leben zu verwirklichen.
              (Im übrigen findet man diese Art Kampf im Islam auch: nennt sich Dschihad | Die Interpretation fällt nur leider unterschiedlich aus.)
              Der Art Kampf ist also vielmehr an sich selbst gerichtet und richtet sich nur gegen andere insofern, man sich nicht von anderen “bösen” Einflüssen in seinem Inneren (!) überwältigen lässt.
              *Fazit: Du musst nicht an einen Gott denken, aber du musst dich vorbereiten. Das bedeutet aber nicht – wie viele meinen – dass man sich komplett dem Alltagsleben entsagen muss. Dies trifft z.B. im Buddhismus nur zu, wenn du eine “höhere Stufe” erlangen möchtest. Aber das werde ich jetzt nicht ausführen.
              *dankbar? – In einigen asiatischen Glaubensrichtungen verkörpern die (scheinbar) leblosen Dinge ebenfalls Wesen, deren Charaktervielfalt sich mit menschlichen Charakteren vergleichen ließen. (Deshalb hat man auch weniger moralische Bedenken, was Roboter-Technik und Spielzeug anbelangt.)
              Demgegenüber steht der Buddhistische Ansatz: Alle Dinge des Anhaftens sind leidvoll. Das bezieht sich aber nicht nur auf Besitz nach unserem Verständnis. Es bezieht sich z.B. auch auf Vergänglichkeit eines Zustandes (Alter, Verwelken, Sterben, Zerbrechen von Glas etc. | also lebendige und nicht-lebendige Dinge). Also Anhaften insofern man sich auf einen Zustand bezieht. Demnach ist das Leben auch leidvoll. Dem Leidvollen gilt es völlig zu entsagen (Nirvana). Das erreicht man aber nicht, indem man einfach dem Leben entsagt. Man muss allem Leidvollen entsagen, sonst wird man wiedergeboren. Denn nach dem Sterben wartet diese “Abenteuerreise” mit u.a. ihren Verführer-Wesen. Als was man wiedergeboren wird, ist abhängig, wie man diese “Abenteuerreise” bewältigt. Normalerweise werden alle häufiger wiedergeboren, bevor sie allem Leidvollem entsagen können.

              Da ich vermutlich weiß, worauf du hinaus wolltest, kannst du dir jetzt dein eigenes Fazit ziehen ;)))

      • Heldentasse schrieb am 10. Februar 2011 at 08:53 - Permalink

        @Toiletman

        Deutschland schafft sich ab:…

        Was bitte ist den Deutschland? Ein Staat? Ein Volk? Eine Kultur? Was bedeutet “abschaffen” in diesem Zusammenhang? Für mich sind das keine seriösen ethnologischen Fragestellungen!

        • Toiletman schrieb am 10. Februar 2011 at 20:10 - Permalink

          Was ist Deutschland? Pfff immer diese Dekonstruktivisten mit ihren Semantikdebatten. Nationen sind nunmal nichts naturwissenschaftlich sondern eine Art der Identifikation, die stark mit Sprache, Kultur, Geographie sowie mit ( zumindest empfundener) gemeinsamer Herkunft einhergeht. Sie können sich über lange Zeiträume durchaus beträchtlich ändern aber für die Lebensspanne eines Menschen sind sie doch relativ starr.

    16. Heldentasse schrieb am 10. Februar 2011 at 08:41 - Permalink

      Warum sollte nicht auch beim unsäglichen Herrn S. folgende Weisheit gelten:

      When you fight with a pig you both get dirty – but the pig likes it.

      Deshalb sollte man m.E. diesen Kreaturen auf diese Art keine Bedeutung schenken, zumal das auf “Brot und Spiele” konditionierte Publikum ja gerade zu auf so Auseinandersetzungen scharf ist, ohne im wesentlichen auf die Sinnhaftigkeit der Argumente zu achten. Auch die Anspielungen – in diesem Zusammenhang – auf “unseren” GröFaZ Adolf und dessen Brechmittel in Papierform werten Herrn S. in bestimmten Kreisen nur auf.

      Fazit: Zerpflückt das Machwerk des unsäglichen Herrn S. sachlich/ wissenschaftlich. Ansonsten totschweigen und warten bis sich das Problem auf biologische Art und weise automatisch löst.

      • Lennard schrieb am 10. Februar 2011 at 09:29 - Permalink

        Fazit: Zerpflückt das Machwerk des unsäglichen Herrn S. sachlich/ wissenschaftlich.

        Das ist z.T. schon geschehen: [http://www.heymat.hu-berlin.de/]
        Dort kann man sich “Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand – Ein empirischer Gegenentwurf zu Thilo Sarrazins Thesen zu Muslimen in Deutschland” kostenlos herunterladen.
        Auch an anderer Stelle findet man im Netz sachlich/fachliche Kritik. (glaub beim Binsenbrenner war auch einmal eine Art Zusammenfassung Kritik)

        Edit: [http://www.binsenbrenner.de/wordpress/2010/09/01/thilos-willfahrige-apologeten/]

        Edit2: Ah, gerade hab ich gesehen, dass Andii den Link schon gepostet hatte, sorry. Naja, doppelt hält besser.

        • Heldentasse schrieb am 10. Februar 2011 at 09:47 - Permalink

          Hallo Lennard,

          beide urls funktionieren leider nicht.

          1. 404 Not Found
          2. We can’t find what you’re looking for!

          Nachtrag:
          http://www.heymat.hu-berlin.de/sarrazin2010
          funzt!

          • Lennard schrieb am 10. Februar 2011 at 09:50 - Permalink

            Öh, naja ohne die Brackets halt. Ich war doch vor ein paar Minuten als Test auf beiden Seiten.
            Zum Dossier versuch mal den anklickbaren Link aus Andii’s Post weiter oben.

            Edit: I see…der Link zum binsenbrenner müsste aber auch funzen. *kopfkratz*

    17. Kalle schrieb am 10. Februar 2011 at 09:36 - Permalink

      Trotz des Heulens und Zähneklapperns hier im Kommentarbereich, sehe ich an dem Brief nichts auszusetzen. Würde ich an der Hochschule studieren, wäre er sofort unterschrieben.
      Wäre allerdings ganz nett gewesen, wenn Jens schon am Anfang klar gemacht hätte, dass er nicht der Urheber ist. Hatte mich schon gewundert, warum Jens einen offenen Brief schreibt und dabei seinen Stil so sehr verändert *g*

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Februar 2011 at 11:28 - Permalink

        Öhm, ja – das stimmt ;-)

        • gebintit schrieb am 10. Februar 2011 at 18:30 - Permalink

          Leg doch einen Autor namens “Gastautor” oder so ähnlich an, auf der Editor-Seite von WP kannst du dann ohne großen Aufwand von Spiegelfechter zu Gastautor wechseln. Dann steht oben “Geschrieben von Gastautor”. Vielleicht fällt dir auch etwas sprachlich schöneres ein.

          Zu den Kommentaren hier: vielfach Latrinenparolen-Niveau. Sch…. zieht die Fliegen an!

    18. baumbaron schrieb am 10. Februar 2011 at 11:45 - Permalink

      Das Problem ist doch, dass durch die Erscheinungen des Phänomens Political Correctness vielfältige Diskussionen in unserer Gesellschaft regelrecht kastriert werden. Auf diesem Humus mutierte das seltsame rote Buch zum Bestseller. Häufig stellt sich mir dann die Frage, wem eigentlich mit diesen Erscheinugen wirklich gedient ist. Was ändert sich wenn der Begriff Eskimo gegen Inuit ausgetauscht wird oder wenn aus Student Studierender wird. Ich habe kürzlich im Radio einen Beitrag gehört, in der an die Hundertmal das Wort ‘Studierender’ vorkam. Zunächst habe ich noch belustigt gedacht, jetzt höre ich gleich auch noch ‘der Studierende’ und dann ‘die Studierendinne’, dann habe ich ausgeschaltet, um nicht doch noch meinen ‘Volksempfänger’ in Stücke zu schlagen ob dieser lästigen Sprachverblödung. Dieses verordnete Kuschelsprech ist nach meiner Meinung der optimale Weg, die Realität zu verschleiern, der Öffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen, sie zu manipulieren bis ihr die Augen tropfen. Verwaschenes Gutmenschentum hilft nicht dabei Positionen zu diskutieren. Es hilft mir auch nicht dabei, meine integrierte türkische Kollegin zu trösten, wenn sie an den Wirkungen der Sarrazin-Debatte leidet. Aber ich muss ihr manchmal auch deutlich machen, dass um ihr zu helfen klare Positionen gegen die Milli Görüs Jünger vor Ort nötig sind. Hier nicht klar sein zu wollen, setzt sie doch erst der Gefahr aus, in diesen Topf geworfen zu werden, was ihr am wenigsten gerecht wird. Weichgespült geht das nicht.
      Was mich auch stört, ist die Art und Weise wie die Auseinandersetzung mit Sarrazin oder Broder teilweise in persönliche Verunglimpfung mündet, was unakzeptabel ist. Es genügt doch in aller Entschiedenheit festzustellen wo Sarrazin irrt. Es ist doch guter demokratischer Brauch Broder dort zu stellen, wo er übers Ziel hinausschießt und falschliegt. Ich gestehe aber auch, dass es durchaus Spitzfindiges von Broder zu lesen gibt, das für mich durchaus hilfreich ist, meine Positionen zu schärfen. Es ist ihm dort Recht zu geben wo er Recht hat.
      In jedem Fall verurteile ich aber, dass in die Debatte Sarrazin auch noch seine Frau gezogen wurde. Das ist ein unakzeptabler Eingriff in ihr Leben und ihren Beruf. Um ihm zu verdeutlichen welch großer Unsinn seine Gen-Debatte ist, braucht es das nicht, es spricht vielmehr von Rachsucht!
      Und um der Menschen willen verachte ich auch das Gutmenschengeschwafel derjenigen, die an Landesregierungen beteiligt sind und es trotzdem an intakten, gutausgestatteten Schulen fehlen zu lassen auch und gerade in Problemvierteln, damit sich Chancen entwickeln, die die Basis sind für eine Gesellschaft freier, gleicher und brüderlicher Bürger ganz Wurst woher sie kommen.

      • Flying Circus schrieb am 10. Februar 2011 at 13:19 - Permalink

        Die Vorwürfe gegen Frau S. sind zum Teil wesentlich älter als die Ergüsse ihres Mannes. Von daher wäre ich vorsichtig damit, das ganze als Rache abzustempeln.
        Nach den Berichten, die ich gelesen habe, soll die Dame sich nicht ganz so aufgeführt haben, wie ich das von Lehrern erwarten wurde. Dann gehört das untersucht. Ganz einfach.
        Da ihr Mann ja nun gerne im Rampenlicht steht, kriegt sie nun leider auch die öffentliche Aufmerksamkeit ab. Mein Mitleid halt sich allerdings in engen Grenzen.

    19. Systemfrager schrieb am 10. Februar 2011 at 12:52 - Permalink

      S.P.O.N.
      Fairness ist Zufall
      Von Jakob Augstein

      Als sich jetzt Regierung und Opposition zum neuerlichen Hartz-IV-Palaver trafen, ging es um ein paar Euro weniger für Zigaretten und ein paar Euro mehr für Mineralwasser. Nicht einmal darüber konnten sich die Parteien einigen. Dabei haben sie über die eigentliche Frage gar nicht geredet: Wie die systematische Entwürdigung von Millionen von Menschen beendet werden kann.

      Und es möge niemand mit dem Leistungsethos einer vergangenen Epoche kommen. Leistung und Fairness sind nun gerade nicht mehr die prägenden Prinzipien unseres Systems. Es besteht zwischen Verdienst und Leistung keine Verbindung, und Fairness ist in diesem System Zufall. Der moderne Kapitalismus hat diese Werte über Bord gespült.

      weiter lesen>>>

      • Serious Sam schrieb am 10. Februar 2011 at 13:25 - Permalink

        “…Zeit für das Grundeinkommen. 800 Euro für jeden”

        Ach je.

        • Stephan S. schrieb am 10. Februar 2011 at 15:13 - Permalink

          “…Zeit für das Grundeinkommen. 800 Euro für jeden”

          Ach je – wieso nur 800?
          Wieso nicht 1000-1200 – das ist machbar!

          …wenn man nur will – und die richtigen Prioritäten setzt, im Staate Germania..

          Es gibt natürlich auch deutsche ‘Mainstream’-Politiker – die bekommen wegen eines Heckmecks um 10€ – mehr! – keine HartzIV ‘Reformierung’ gebacken..

          Und diese Politiker sind die Sprach-Organe der zwei altgebackenen, konservativen Parteien – die was weiß ich wer in diesem Lande ständig votet, soll sie die Panzerhornschrexe fressen ^^

          DeutscheLande ist eben nicht in der Lage – nicht reif für eine wahre Demokratie, für eine Scheindemokratie hingegen brechen den etablierten Parteien langsam die gealterten Wähler weg, die Jugend emanzipiert sich dank des Internets zu sehr..

          Nur leider zögert sich der Aufstand wohl in D noch etwas hinaus..:S

    20. Stephan S. schrieb am 10. Februar 2011 at 13:00 - Permalink

      Die ganze Debatte ist für mich Mumpitz und soll meinetwegen im Pfefferland ausgetragen werden..!
      Weder Integration noch Kulturkampf führen weiter!

      Nur ein HandinHand gegen die totalitäre Finanz-Diktatur der Bourgeosie bzw. deren ‘advocati diaboli’ kann die Probleme aus der Welt räumen und uns nachhaltig vereinen / versöhnen!

      Habe eben erst ne Kritik-(&Lob)mail an die KOPP-Redaktion bzg. Ulfkotte’s Islamophobie geschickt. Obwohl ich jeden Tag die KOPP-Nachrichten anschaue, – eben weil sie einem die Augen öffnen^^ – komm ich weder mit Sarazzin, Broder oder Ulfkotte klar, kann viele ihrer ansonsten gar nicht so abwegigen Thesen nicht mittragen..

      Es ist halt eine Glaubens-Frage:
      Ist das System / der Staat, der ein Hohelied auf die Demokratie singt, welche jedoch längst zu nicht mehr als einer ‘Scheindemokratie’ – zum fahlen, glanzlosen, perfiden Abbild einer basisdemokratischen Partizipation verkommen ist, selbst an allem Schuld – oder das Ausland?

      Für mich klar der Staat – deswegen bin ich auch linksradikal. Auch wenn das nix zu sagen hat – denn rechts- & linksdenken ist eben in erster Linie dazu erfunden worden, die Proletarier bzw. das Volk zu spalten.

    21. Prinzregent schrieb am 10. Februar 2011 at 13:29 - Permalink

      Richtig Stephan S.

      Doch schauen wir uns doch nur mal die Verflechtung Politik/Finanz/Wirtschaft an und überlegen dann, wie wir diese Festung der kapitalistischen Brüderlichkeit stürmen können.

      Aber Obacht: Dabei stets daran denken, dass der kleine Mann zuerst hungrig auf Krücken geht und man möglicherweise jemandem in den Sattel hilft, der um kein Jota besser ist als diejenigen, die man vom Thron gestürzt hat.

      Ich plädieren nach wie vor für eine Demokratie nach Schweizer Muster. Hat zwar auch ihre Fehler, ist aber um einiges transparenter als unsere Lobbykratie.

      • Stephan S. schrieb am 10. Februar 2011 at 13:51 - Permalink

        Ich plädieren nach wie vor für eine Demokratie nach Schweizer Muster. Hat zwar auch ihre Fehler, ist aber um einiges transparenter als unsere Lobbykratie.

        Ich war erst bei nem Vortrag von Sebastian Frankenberger anwesend (mehrDemokratie, ÖDP).
        Ein erster, wichtiger Schritt in die richtige Richtung wäre:
        Die erforderliche Mitzeichnerzahl für Bürgerbegeheren auf 5% (statt 10%) zu senken.
        Die Hürde von 5% ist für viele Begehren weitaus realistischer und ermöglicht Partizipation auf einem ganz neuen Level – es kann nicht sein, dass man erst eine Medienkampagne mit einer halben Million Euro Budget fahren muss, um an die für den Erfolg des Begehrens notwendige Mitzeichnerzahl zu gelangen..!

        Aber ich bin noch leicht skeptisch, ob man im bayerischen Landtag damit durchkommt – erstmal 10% für den Volksentscheid erreichen^^ :S

        • Prinzregent schrieb am 10. Februar 2011 at 14:04 - Permalink

          Sehr schön.

          Nach meinem bescheidenen Dafürhalten ist die 10%-Klausel beim Bürgerbegehren aber weniger ein Problem.

          Ein Problem ist vielmehr unsere demokratische Unreife.
          Dies zu erkennen muss man nicht in die weite Welt schweifen, der Ausflug in die Kommunalpolitik genügt vollkommen.
          Ich lebe in einer deutschen Großstadt, in der gerade das Verkehrs-/Nahverkehrskonzept bearbeitet wird. Was bisher an Bürgerentscheiden, gegen-Bürgerentscheiden, Klagen, Verfahren, Aktionen “Für” und “Wider” gelaufen ist und immer noch läuft ist nicht mehr feierlich und hat das Zeug zur Narrenposse.
          Der deutsche Michel ist ein elender Streithansel und ich befürchte Schlimmes, wenn man es uns so leicht macht mit der Mitbestimmung.

          Schweizer Demokratie absolut ja, aber vorher braucht es eine veränderte Einstellung zur Demokratie, zum Staat und zum eigenen Handeln.
          Sonst wird das nix.

          Und was das Lernen an sich angeht, Ko-Mike, so ist die Sündenbocksuche ein weltweites Phänomen und keine deutsche Eigenart.
          Vielleicht ist sie sogar menschlich – aber keinesfalls zielführend.

          • Stephan S. schrieb am 10. Februar 2011 at 14:54 - Permalink

            Ich lebe in einer deutschen Großstadt, in der gerade das Verkehrs-/Nahverkehrskonzept bearbeitet wird.

            Hamburg – oder Stuttgart?^_^

            In Würzburg haben wir atm übrigens auch so ne Thematik (A3 Heuchelhof-Umgehung vs. Untertunnelung) – wird nächsten Mittwoch vorm Bundeverwaltungsgericht in Leipzig entschieden.. wir (attac würzburg & Bürgerverein..) fahren mit nem Protest-Bus dorthin ;)

    22. Ko-Mike schrieb am 10. Februar 2011 at 13:51 - Permalink

      Nachdem ich mich gestern schlau gemacht habe, muss ich zu dem Schluss kommen: Eine Vielzahl der Deutschen hat wenig gelernt. Die innerstaatlichen Probleme werden auf Einwanderer/ Ausländer projiziert. Die Probleme, die angesprochen werden, sind vorrangig keine Probleme der Einwanderungspolitik.
      Es gibt genug Deutsche, die sich in die deutsche Gesellschaft nicht integrieren. Die Probleme liegen vor allem im Sozialsystem und (für die jüngeren) im Bildungswesen. Gleich ob Einwanderer oder Eingeborener.
      (Schön, wie man das Wort Eingeborener – hier völlig richtig platziert – verwenden kann, wirft es doch bei vielen andere Assoziationen auf).
      Die Debatte um soziale Probleme in Deutschland auf dem Rücken der Einwanderer/ Ausländer (gar noch bestimmter Gruppen) auszufechten, ist nahe den Prinzipien Hitlers. Weil es die deutsche Politik nach Jahren immer noch nicht geschafft hat, starke und großflächig greifende Reformen zugunsten des gesamten Volkes (Arbeitsmarkt, Sozialsystem, Bildungswesen etc.) zu entwickeln und umzusetzen, ist jetzt der Einwanderer/ Ausländer der Sündenbock? Willkommen in Deutschland etwa 85 Jahre zurück.

      • Franz L. schrieb am 10. Februar 2011 at 14:49 - Permalink

        Sie machen es sich zu einfach, Ko-Mike. Die fehlenden Reformen und die ökonomische Entwicklung (Ausdünnung der Mittelschicht usw.) verschärfen die Probleme, sind aber nicht deren hauptsächliche Ursache. Es gibt tatsächlich Probleme bei der Integration bestimmter Einwandererkreise, die mit unserer Kultur oft nichts anfangen können und diese teilweise sogar ablehnen. Das sorgt natürlich für Konflikte. Gehen Sie mal in die Brennpunkte und überzeugen sich selbst, statt hier die alte Masche der “Nazikeule” zu fahren.

        • Systemfrager schrieb am 10. Februar 2011 at 15:01 - Permalink

          [gelöscht/SF]

          • Franz L. schrieb am 10. Februar 2011 at 15:16 - Permalink

            Nein. Leute wie Sie, die real existierende Probleme negieren und diese damit verschärfen, sind ein Unglück für diese Gesellschaft.

            Auf Ihre Beleidigungen möchte ich nicht näher eingehen, das mir zu niveaulos.

            • Sukram71 schrieb am 10. Februar 2011 at 15:25 - Permalink

              Und Leute, die die real existierenden Probleme nur aufgreifen, um diese zu verallgemeinern und generell Stimmung gegen Muslime zu machen, ohne konstruktive Lösungsvorschläge zu unterbreiten und um die vorhandenen Vorschläge zu sabotieren, sind ein noch viel größeres Problem.

              Durch Kulturkampf, Ausgrenzung und Ablehnung verschärfen sich die Probleme schließlich erst Recht. Gut für die Leute, die sich damit wichtig machen wollen, auf Stimmenfang gehn und Bücher verkaufen.

              Oder kann man die Ausbildung und “Integration” von Migranten und deren Kindern etwa dadurch bessern, indem man sie beschimpft und sie, am besten noch genetisch- oder kulturell-bedingt, als weniger intelligent darstellt?

              Dann würde ich mich erst Recht zurück ziehen und sagen “Ihr könnt mich mal …”. Und zwar völlig zu Recht.

            • Systemfrager schrieb am 10. Februar 2011 at 15:25 - Permalink

              [gelöscht/SF]

            • Franz L. schrieb am 10. Februar 2011 at 15:32 - Permalink

              @Sukram71

              Wo verallgemeinere ich? Ich schrieb, dass sich die Probleme ja hauptsächlich auf bestimmte Ausländergruppen beschränken. Das mag politisch nicht korrekt sein, aber es bringt ja nichts, offensichtliche Tatsachen zu leugnen. Ob jetzt Moslems weniger intelligent sind oder nicht, weiß ich nicht und das spielt auch keine Rolle. Ohne den Willen(!) zur Integration läuft nunmal nichts und die Einwanderer haben hier eine Holschuld und wir keine Bringschuld.

              @Systemfrager

              Warum sollte ich auf Ihre Provokationen eingehen? Nennen Sie mir einen Grund. Sie wollen offenbar nur Stunk machen und beleidigen, statt ernsthaft zu diskutieren. Dazu ist mir meine Zeit zu schade.

              @Mordred

              Lesen Sie meinen Kommentar bitte nochmal ausführlich. Dann müssen Sie solche Fragen nicht stellen.

            • Sukram71 schrieb am 10. Februar 2011 at 15:42 - Permalink

              @ Franz L.

              Ohne den Willen(!) zur Integration läuft nunmal nichts und die Einwanderer haben hier eine Holschuld und wir keine Bringschuld.

              In ein Land in dem das schäbige Buch von Thilo S. ein solcher Bestseller wird, würde ich mich auch nicht integrieren wollen.

              Und als gebildeter Mensch mit ausländischen Wurzeln würde ich mich so schnell es geht wieder verpissen. Wenn man auf die Statistik sieht, ist ja auch genau das der Fall. Dann können die ganzen Thilo S.-Fans ihre Rente in 20, 30 Jahren selber zahlen.

              Und was die absolut ungleichen Chancen im Bildungssystem angeht, haben wir als Deutsche eine absolute Bringschuld. Schon alleine aus Eigeninteresse.

              Auf einer “Holschuld” zu bestehen, ist in etwa so, als würde man damit drohen, so lange die Luft anzuhalten, bis alle versprechen, sich zu integrieren. Sie könne auch mal mit den Fuß aufstampfen. :)

              Wie wäre es mit konstruktiven Vorschlägen, wie man die allseits bekannten Probleme intelligent angeht? Der Bundespräsident hat erst kürzlich einige gemacht.

            • Franz L. schrieb am 10. Februar 2011 at 16:01 - Permalink

              @Sukram71

              Die gebildeten Einwanderer machen i.d.R. keine Probleme.
              Es sind eher die ungebildeten, oft sehr religiösen Einwanderer. Diese werden auch in 20-30 Jahren nicht Ihre oder meine Rente zahlen – eher zahlen wir für diese Leute.
              Siehe auch folgenden Artikel:
              http://www.welt.de/politik/deutschland/article12187137/NRW-Fast-ein-Viertel-der-Muslime-lebt-vom-Staat.html

              Ein konstruktiver Vorschlag meinerseits wäre, die Einwanderung solcher Leute sofort zu stoppen und Migranten, die nicht hier geboren sind und länger als 3 Jahre Hartz IV beziehen, aus dem Sozialsystem auszugliedern und darüberhinaus Rückführungsangebote (evtl. mit Prämien) auf freiwilliger Basis zu unterbreiten.

            • Sukram71 schrieb am 10. Februar 2011 at 16:11 - Permalink

              Die gebildeten Einwanderer machen i.d.R. keine Probleme.

              Solche Diskussionen wie ein Thilo S. die angestoßen hat, sind dazu geeignet, genau diese aus dem Land zu treiben.

              Ein konstruktiver Vorschlag meinerseits wäre, die Einwanderung solcher Leute sofort zu stoppen

              Einwanderung findet gar nicht in nennenswerten Größenordnungen statt. Probleme bereiten häufig genau die, die schon lang hier sind und deren Kinder. Deshalb bringt dein Vorschlag überhaupt gar nichts.

              und Migranten, die nicht hier geboren sind und länger als 3 Jahre Hartz IV beziehen, aus dem Sozialsystem auszugliedern

              Und sollen die verhungern? Hartz IV ist schließlich das genau berechnete absolute Existenzminimum. Und das alles führt dann sicher auch zu weniger sozialen Problemen und Integration…
              Erst Stimmung machen, damit die Jobchancen noch mehr sinken und dann deshalb auch noch “ausgliedern”. Klasse. ^^
              Hast du mal den Film “District 9″ gesehen? Vielleicht sollte man das genau so machen. ^^

              und darüberhinaus Rückführungsangebote (evtl. mit Prämien) auf freiwilliger Basis zu unterbreiten.

              Da haben die sicher alle drauf gewartet. (Besonders die Gebildeten.) Und die Staaten die die aufnehmen sollen auch. :)

              Du hast echt klasse Vorschläge … lol

        • Mordred schrieb am 10. Februar 2011 at 15:26 - Permalink

          hm, verstehe ich sie richtig?
          sie meinen: die hauptursache für fehlende reformen und die ökonomische entwicklung ist die integratiosnproblematik mit bestimmten einwandererkreisen?

      • Toiletman schrieb am 10. Februar 2011 at 20:15 - Permalink

        Es wurde aber auch Zeit, dass endlich jemand mit dem Hitler vergleich kommt. Das hatte ich schon viel früher erwartet! Also los, Deutschenhass im Gleichschritt. Lustig, dass insbesondere die, die nationale Kategorien dauernd ablehnen sie plötzlich selbst benutzen wenns ums Deutschland bzw. Europa generell bashing geht.

        • Ko-Mike schrieb am 10. Februar 2011 at 21:37 - Permalink

          Lustig, dass insbesondere die, die nationale Kategorien dauernd ablehnen sie plötzlich selbst benutzen wenns ums Deutschland bzw. Europa generell bashing geht.

          Blödsinn. Lies doch meinen Kommentar weiter unten. Ich habe noch einiges dazu geschrieben. Der Vergleich bezog sich auf die Argumentationsstruktur von Hitlers “Mein Kampf”, wobei man sagen muss, dass Hitler die Formulierung seiner Argumente deutlich besser gekonnt hatte als dieser lausige Sarrazin. Das hat eben nichts mit bashing zu tun.

    23. Justus schrieb am 10. Februar 2011 at 15:13 - Permalink

      Weitere konkrete Beispiele für gelungene Integration in diesem Zeit-Artikel, den ich als sehr lesenswert empfand: http://www.zeit.de/2009/27/Migranten

    24. Franz L. schrieb am 10. Februar 2011 at 15:21 - Permalink

      Alle reden immer von Integration. Doch hierzu gehören zwei: Die Aufnahmegesellschaft und die Migranten. Es gibt Migranten, hauptsächlich aus dem moslemischen Kulturkreis, die nicht oder kaum integriert werden können, einfach allein deshalb, weil sie unserer Kultur und unseren demokratisch-freiheitlichen Werten ablehnend gegenüber stehen. Das betrifft natürlich nicht alle Migranten, aber eben doch einen relevanten Anteil. Einwanderer, die nach vielen Jahren in Deutschland immer noch kein Deutsch sprechen und in Parallelgesellschaften vor allem “unter sich” bleiben, sind keine Bereicherung für unsere Gesellschaft, sondern eine Belastung. Wir müssen bei der zukünftigen Auswahl unserer Einwanderer (Stichwort benötigte Fachkräfte) dringend darauf achten, nur noch Leute ins Land zu lassen, die zu uns passen und die Chance, Teil unserer freiheitlichen Gesellschaft zu werden, nicht mit Füßen treten.

      • Prinzregent schrieb am 10. Februar 2011 at 15:34 - Permalink

        Richtig, Franz L.

        Und da fragt man sich schon, wo in diesen Zeilen ein Nazi lauern soll. Da sucht selbst ein Antifaschist wie Prinzregent vergebens.

        Aber vielleicht sind nach Systemfrager auch alle Spanier, Australier, Kanadier, Amerikaner und andere dreckige Nazis, die sich der Integration verweigernden DEUTSCHEN nicht subito annehmen bzw. deren Wünsche nicht sofort erfüllen.
        Manch ein Weltbild ist so simpel, dass es fast schon wieder schwierig wird.

        • noname schrieb am 10. Februar 2011 at 18:24 - Permalink

          Wirklich großes Tennis hier, wie “Prinzregent” und sein Kollege/Zweitaccount Franz L. sich gegenseitig übertreffen. Ich werde mich zu eurer Logorrhoe ganz sicher nicht äußern, abgesehen davon dass mir als direkt “Betroffenen” das Thema ohnehin zum Halse raushängt, wurde mir selbst schon bei einigen eurer Posts ganz übel. Ich poste nur, um (übrigens als Moslem/HartzIV-Empfänger/Terrorist/Integrationsverweigerer) meinen Neid auszudrücken, denn wer die Welt so eindimensional und einfach strukturiert sieht, der hat wirklich ein schönes Leben.

          Apropos:

          Manch ein Weltbild ist so simpel, dass es fast schon wieder schwierig wird.

          Glashaus ;)

    25. Axel schrieb am 10. Februar 2011 at 16:44 - Permalink

      @Sukram71

      Solche Diskussionen wie ein Thilo S. die angestoßen hat, sind dazu geeignet, genau diese aus dem Land zu treiben.

      Das heißt, das man dann also wirkliche Probleme so es sie denn geben sollte nicht ansprechen darf? Bzw. das man nichts unternehmen darf. Das kann doch noch sein. Was sollen diese Pseudo-Argumente? Entweder Sarrazin hat recht oder nicht. Und wenn er recht hat dann muß man die Wahrheit aussprechen (dürfen).

      Ich versuch eine Analogie, Mir fällt auf die Schnelle nicht die beste ein: Man soll also auf keinen Fall darüber nachdenken die Steuern für Wohlhabende zu erhöhen, weil die sonst auswandern oder ihr Kapital ins Ausland schaffen, legal oder nicht legal?

      • Lago schrieb am 10. Februar 2011 at 16:59 - Permalink

        Nun, natürlich hat er Unrecht. Das Problem ist, dass dieser blanke Unsinn so breit diskutiert und dieser Stümper als Integrationsexperte eingeladen wird.

        Nun ist es nicht verboten, völligen Blödsinn zu erzählen. Das Problem entsteht dann, wenn dieser Blödsinn auf ohnehin vorhandene Ressentiments trifft, die es selbst hinreichend intelligenten Menschen offenbar nicht mehr erlaubt, ihre Vernunft zu benutzen. Dann kommen da so Sachen heraus wie: “Ich hab das Buch von ihm zwar nicht gelesen, aber er hat Recht!”

        • Axel schrieb am 10. Februar 2011 at 20:51 - Permalink

          Das Sarrazin zu 90% Recht hat, wußte ich schon lange vor dem Buch.

          Deshalb muß ich es auch nicht lesen. Alles was aus dem Buch in die Öffentlichkeit gedrungen ist, wurde doch schon in Magazinsendungen oder Zeitungen ab und zu geschildert. Die Statistiken dort könnte ich ohnehin nicht prüfen. Ich lese nur die fälschenden Widerlegungen. Also das Buch bringt mir nichts. Es gibt ja auch noch keine anerkannten Experten für das Thema, weil jeder Experte als Rassist abgestempelt wird.

          Das z. B. wenn auf der ersten Seite einer Zeitung stand: Messerstecherei auf Hochzeit ich natürlich auf eine “südländische” Hochzeit getippt habe und das im Innenteil auch bestätigt fand ist lange schon gang und gäbe. Ich bin zumindest soweit “intelligent” um das korrekt gedeutet zu haben vom ersten mal an.

          Auf der ersten Seite wurde die Nationalität nicht erwähnt. Das wäre ja rassistisch.

          Aber durch Sarrazin ist mir klar geworden wie groß die Gefahr bereits ist,

          Ich dachte vor 9/11 und bis zu Sarrazin, dass der Islam in großem Umfang über Rußland (dort ist ja der Terror jetzt auch erfolgreich) nach Europa kommt. Ich wußte nicht in welchem Ausmaß der Islam bereits da ist (bis dahin dachte ich höchstens, das Moslems hier sind (und gegen die habe ich wenn sie friedlich sind überhaupt nichts). Da wußte selbst der Bundespräsident vielleicht mehr, zumindest weiß auch er es jetzt seit Sarrazin.

    26. Timo schrieb am 10. Februar 2011 at 16:50 - Permalink

      @Franz L
      soso, “unsere Kultur” und unseren “demokratisch-freiheitlichen” Werten wird ablehnend gegenübergestanden. Nach diesen Kriterien müssten 3/4 der deutschen Bevölkerung sofort ausgewiesen werden. Diese eindimensionale Betrachtungsweise für komplexe Probleme hilft niemanden, außer gewissen Autoren die damit sehr reich geworden sind. Aber was soll man machen, einfache Menschen brauchen einfache Antworten…

    27. Axel schrieb am 10. Februar 2011 at 16:53 - Permalink

      @Sukram71

      In ein Land in dem das schäbige Buch von Thilo S. ein solcher Bestseller wird, würde ich mich auch nicht integrieren wollen.

      Ach integrieren wollen und müssen sie sich nicht, aber Sozialhilfe bei Nachzug beziehen, Moscheen bauen, eigenes Frauenschwimmbad fordern und und und schon?
      Die Forderungen würden hier den Kommentarbereich sprengen. Z. b. In Krankenhäusern wird ihnen zunehmend eine Extrawurst gebraten. Auch bei der Essenausgabe in Schulen. Das Tierschutzgesetz müssen sie auch nicht beachten! Worüber wollen sie sich also beschweren?

      Als Ich 1971 Zivildienst machte gab es mit muslimischen Migranten (damals hieß das aber wohl noch nicht so) durchaus Irritationen. Diese hatten ein anderes Schamgefühl. Natürlich nahm man so weit wie möglich ganz natürlich Rücksicht. Das der ganze Clan zu Besuch kam und andere Patienten keine Ruhe mehr hatten weil denen keine Besuchszeiten zu vermitteln waren, gabs damals auch schon. Ein Problem ist das Muslime so extrem anders sind. Das unterscheidet sie von allen anderen Gruppen.

      Das ist es nicht nur, aber das macht die Dinge unmöglich lösbar. Wenn die Muslime permanent auf ihrem Sonderstatus beharren und die deutsche Gesellschaft permanent nachgibt wird letztere verschwinden.

      Was ist an Sarrazins Buch schäbig? Hast Du seine Statistiken widerlegt? Mutmaßlich Widerlegungen die Aussagen Sarrazins verfälschen habe ich mehrere gelesen.

      • Lennard schrieb am 10. Februar 2011 at 17:28 - Permalink

        Auch bei der Essenausgabe in Schulen.

        Niedlich, wie Du hier pi-news-Propaganda nacherzählst. Was kommt als nächstes? Die Story mit der Verbannung der Sparschweine aus den Banken?

        Zum Thema Moscheebau: Es herrscht angeblich Religionsfreiheit in D. Nur so als Hinweis.
        Und dass man “nicht über die Probleme redet” ist schlicht eine falsche Aussage. Die Fachleute reden seit Jahren darüber. Weder die Bundesregierung (angefangen bei Birne) noch die allermeisten Medien wollten aber zuhören. Wahrscheinlich war das alles einfach nicht reißerisch genug aufbereitet.

        Was ist an Sarrazins Buch schäbig? Hast Du seine Statistiken widerlegt? Mutmaßlich Widerlegungen die Aussagen Sarrazins verfälschen habe ich mehrere gelesen.

        Lass mich raten, diese mutmaßlichen Verfälschungen kannst Du bestimmt wieder nicht verlinken?
        Statistiken brauch/kann man nicht widerlegen. Statistiken allein sagen nichts aus. Es sind die hanebüchenen (und falschen) Schlüsse die er aus selbigen zieht, die man widerlegen kann – und muss.
        Abgesehen davon muss man immer mit erwähnen, um welche Auflage des Pamphletes es sich jeweils handelt. Dank der Bertelsmann-/Sarrazin-Zensoren hat man nämlich mehr oder minder subtil einige Aussagen von Auflage zu Auflage hin verändert.

        PS.: Ich habe sowohl die 2., als auch die 7. Auflage parat. Nur für den Fall, dass Du über konkrete Dinge sprechen möchtest.

      • Sukram71 schrieb am 10. Februar 2011 at 17:30 - Permalink

        Ach integrieren wollen und müssen sie sich nicht,

        Wenn man mich als genetisch- oder kulturell-bedingt weniger intelligent und als ständig “Kopftuchmädchen” in die Welt setzend bezeichnet, steigerte das auch nicht unbedingt meine Lust und gute Laune.

        aber Sozialhilfe bei Nachzug beziehen,

        Wenn unsere Gesetze so sind, müssen die für alle gelten.
        Familiennachzug ist ja nun ein Thema für sich.

        Moscheen bauen,

        Warum bitte nicht? Wir haben gottseidank Religionsfreiheit.
        Und Grundrechte sind gottseidank auch nicht abhängig von anderen Ländern.

        eigenes Frauenschwimmbad fordern und und und schon?

        Wo wurde denn bitte ein Frauenschwimmbad gebaut?
        Warum soll man das nicht fordern dürfen?

        Das ist es nicht nur, aber das macht die Dinge unmöglich lösbar. Wenn die Muslime permanent auf ihrem Sonderstatus beharren und die deutsche Gesellschaft permanent nachgibt wird letztere verschwinden.

        So, so … Wegen ein paar Moscheen und Schulessen ohne Schweinefleisch wird die deutsche Gesellschaft verschwinden. ^^ Alles klar … xD
        Was ist erst, wenn es in Kantinen auch noch zusätzlich ein vegetarisches Gericht geben muss. :)

        Ich muss jetzt weg …

        • Axel schrieb am 10. Februar 2011 at 19:34 - Permalink

          Also beleidigt hast Du mich nicht (was ich von Dir auch nicht erwartet hatte), aber auf allen Ebenen an mir vorbeigeredet.

          Bei Sarrazin suchst Du Dir nur das raus, was eventuell problematisch ist. Aber auch da müßten wir genauer hinschauen, aber das führt hier zu weit.

          Im einzelnen will ich daher nicht gegenargumentieren. Wir sind noch nicht soweit, dass das was bringt. Das wird zu umfangreich.

          Ich will also nur allgemein antworten: Mir ist keine andere Gruppe bekannt die derart fordert. Also ich wüßte nicht, das Vietnamesen hier eigene Heiligtümer fordern. Und wenn würde ich keine Angst davor haben das dort gegen Ungläubige indoktriniert wird.

          Warum können Muslimverbände nicht genauso bescheiden sein! Das Problem ist nämlich nicht unbedingt der einzelne Moslem, aber die Verbände die ihn in ihrem Interesse auch in unserer Gesellschaft genauso dirigieren wollen wie in originär muslimischen Gesellschaften.

          Hinsichtlich der Religionsfreiheit würde ich aber zunächst mal darauf bestehen das die Grundlagen des Islam mit unserer Verfassung (Pluralismus, Meinungsfreiheit, Meinungsvielfalt, Menschenrechte, Trennung von Staat und Religion) vereinbar sind. Diese Forderung richtet sich jetzt nicht an das muslimische Individuum, das wäre ja eventuell Gesinnungsterror, sondern an die Religion als solche. Eine “Religion” die sich gegen unsere Verfassung richtet mag vielleicht der Bundespräsident akzeptieren, aber ich nicht!

          Kurz: Für mich bricht die Achtung der Verfassung die Religionsfreiheit. Ich weiß jetzt nicht ob ich das sauber formuliert habe und weiß jetzt auch nicht, wie unser Grundgesetz das sieht.

          • Sukram71 schrieb am 11. Februar 2011 at 08:59 - Permalink

            Mir ist keine andere Gruppe bekannt die derart fordert. Also ich wüßte nicht, das Vietnamesen hier eigene Heiligtümer fordern. Und wenn würde ich keine Angst davor haben das dort gegen Ungläubige indoktriniert wird.

            Dann kennst du offenbar wenig “andere Gruppen”. ^^

            In Vietnam sind 81,5% Atheisten. Und der Rest sind Christen und Buddisten. Die haben in Deutschland Tempel. Warum auch nicht. Angst hat man nur vor dem, was man nicht kennt.

            Ansonsten ist ein Vorschlag auf die einzuwirken, deutschsprachiger staatlicher Islamunterricht an deutschen Schulen.

            Warum können Muslimverbände nicht genauso bescheiden sein!

            Weil es eben Millionen Muslime in Deutschland gibt und die das Recht haben, in unserer Lobby-Demokratie ihre Rechte zu vertreten. Ähnlich wie Vegetarier, Feministinnen, Schwule und Lesben und alle anderen auch. Und verglichen mit denen sind Muslime in Deutschland noch recht benachteiligt und wenig akzeptiert.

            Hinsichtlich der Religionsfreiheit würde ich aber zunächst mal darauf bestehen das die Grundlagen des Islam mit unserer Verfassung (Pluralismus, Meinungsfreiheit, Meinungsvielfalt, Menschenrechte, Trennung von Staat und Religion) vereinbar sind.

            Und der Papst und die katholische Kirche stand und steht natürlich schon immer für “Pluralismus, Meinungsfreiheit, Meinungsvielfalt, Menschenrechte, Trennung von Staat und Religion”, oder was? xD

            Und im Endeffekt kommt es doch darauf an, wie sich der einzelne Mensch verhält und nicht darauf, was seine religiösen Grundlagen sind.

          • Sukram71 schrieb am 11. Februar 2011 at 09:51 - Permalink

            Mir ist keine andere Gruppe bekannt die derart fordert.

            Das liegt einfach nur daran, dass du komplett auf die fixiert bist.

            Wenn der Spiegel letzte Woche auf dem Titel ne Frauenquote fordert, dann merkst du das nicht mal. Über vegetarische Gerichte in ner Kantine klagst du auch nicht. Aber wehe, es verlangt dort ein Muslim Essen ohne Schweinefleisch. Dir ist echt nicht zu helfen.

            • Axel schrieb am 11. Februar 2011 at 10:58 - Permalink

              Wenn der Spiegel letzte Woche auf dem Titel ne Frauenquote fordert, dann merkst du das nicht mal

              Was soll das jetzt eigentlich?

              Ich bin auf alles fixiert was schwachsinnig ist oder gegen die Demokratie und Freiheit gerichtet ist oder den Menschen erniedrigt (Marx: …zur Hegelschen Rechtspilosophie meine ich)

              Seit Jahr und Tag ist mir folgendes Phänomen aufgefallen und ich habe mich immer dazu folgendermaßen geäußert:

              Ausländer (“Mein Freund ist Ausländer”) und Frauen haben eine Lobby und besonders die Frauen konnten sich “Rechte” “erkämpfen”, die ihnen nicht zustehen.

              Sollen sie doch durch Leistung beweisen was sie können (zum Beispiel sich in hinreichender Zahl in Physik, Mathematik oder Ingenieurwissenschaften habilitieren), statt nach Quote zu rufen. Was war das damals für ein Theater als Lawrence Summers als Präsident von Harvard behauptete, es gebe nunmal zuwenig Frauen für den Job des Mathematikprofessors. Ich meine er mußte letztlich zurücktreten.

              Ich halte die Quote für verfassungswidrig weil mit dem Gleichbehandlungsprinzip und damit den Menschenrechten für nicht vereinbar. In der Tat werden Männer dadurch diskriminiert.

              Selbstverständlich wäre eine Frauenquote wie von Ursula und Kristina gefordert, ein weiterer Schritt auf dem Weg um Deutschland abzuschaffen, wenn nicht auf Qualifikation geachtet wird. Obwohl: in den Aufsichtsräten wäre es eigentlich egal, die nicken ja nur ab und kassieren selbst wenn wie bei Karstadt der Pleitegeier schon kreist.

              Auf dem Weg in die Quote wird Big Brother Brüssel übrigens eventuell nützlich sein, denn Brüssel droht ebenfalls mit Quote. Ich weiß was die für Vorschriften machen können. Das idiotische Anti-Diskriminierungsgesetz haben sie ja auch durchgedrückt.

              Und ich habe auch immer geschrieben (wenn ich geschrieben habe) und intern einen Essay darüber verfaßt warum z. B. Arbeitslose (obwohl sie ebenfalls eine Minderheit sind) im Gegensatz zu Ausländern und Frauen eben keine Lobby haben und erniedrigt werden.

              Ich habe mich freilich an dem “Isi”-”Gedöns” hier nie beteiligt, weil mein Standpunkt zur sog. Emanzipation zu eindeutig ist während “ich den Frauen als solchen nichts will”. Die Frauenemanzipation (z. B. auch “mein Bauch gehört mir” als wenn Männer (auch emotional) daran nicht beteiligt sind) auf “Isi”- bzw, Alice-Schwarzer Niveau hat mich immer: ja angewidert.

              Eigentlich wollte ich mich zu “den Frauen” hier nicht äußern und das solls auch gewesen sein. Ich hab ja jetzt alles nachgeholt.

              Übrigens wenn ich schreibe, Ausländer haben eine Lobby so stimmt das natürlich nur partiell. Gerade die politisch korrekte Behandlung schadet denen generell mehr als sie ihnen “nutzt”. Wenn sie wie in den USA gefordert werden, entstehen kaum Probleme!

    28. Prinzregent schrieb am 10. Februar 2011 at 17:28 - Permalink

      Axel, welche Muslime beharren auf ihrem Sonderstatus?

      Die gebildeten, die aufgeklärten, die vernünftigen normalen Muslime?
      Diejenigen, denen also das westliche Hemd näher ist und die von bärtigen Klerikern mit Oberlehrerattitüde die Schnauze voll haben? Oder sind es diejenigen, die im hintersten Winkel leben oder von dort kommen, wo der Imam und der Mufti noch das Maß aller Dinge sind? Erstere werden bei uns niemals Probleme haben, Letztere schon.
      Ich mache das diesen Menschen noch nicht einmal zum Vorwurf. Aber dann soll man auch mit dem blöden Geschwätz von der Benachteiligung aufhören.

      Und deshalb macht es auch keinen Sinn, die Letzteren mit Integrationssalven einzudecken. Entweder solche Leute kommen selber drauf, dass sie mit ihren Vorstellungen im selbstgewählten Abseits landen oder sie geben etwas Leine oder ziehen gänzlich Leine.
      Wenn mir eine Lebensart oder Kultur nicht passt, dann werde ich einen Teufel tun und dort leben wollen. Und am Allerwenigsten mache ich die Mehrheitsgesellschaft dafür verantwortlich, wenn bei mir die Sache unrund läuft weil ich mich nicht anpassen will. So weit kommt es noch.
      Mit solch einer Attitüde macht man sich weltweit unbeliebt und das nicht nur als Migrant, sondern sogar schon als Tourist.

    29. Axel schrieb am 10. Februar 2011 at 17:37 - Permalink

      @Sukram71

      ohne konstruktive Lösungsvorschläge zu unterbreiten

      Muslime müßten ihre rigiden (angeblich) religiös diktierten Verhaltensweisen aufgeben. Das Problem ist der fundamentale Unterschied zwischen dem Islam und allen anderen Religionen. Wobei ich wie Goethe den Islam nicht unbedingt als Religion sehen würde. Soweit mir bekannt sind wohl lediglich Sikhs partiell ähnlich radikal und haben ja auch mal einen indischen Jumbo zum Absturz gebracht.

      Der Gipfel den ich mitbekommen habe ist, dass einige in Kanada fordern das ihre Kinder nicht am Musikunterricht teilnehmen. Angeblich will der Prophet das nicht oder so ähnlich. Wenn das stimmt was willst Du lösen? Es gibt also eigentlich keine Lösung. Entweder gewinnt unsere Gesellschaft oder der Islam.

      • noname schrieb am 10. Februar 2011 at 18:30 - Permalink

        Das ist soviel Scheiße auf sovielen Ebenen dass man gar nicht weiß wo man anfangen kann.

        Wirklich, ich hab gerade Kopfschmerzen bekommen.

        • GrooveX schrieb am 10. Februar 2011 at 19:03 - Permalink

          irgendwoher kenne ich das. dann fange eben ich mal an.

          these: man kann sich nicht integrieren, keiner, niemals, nirgendwo. die forderung ist an sich absurd. sie dient ausschließlich der desintegration und zur ausgrenzung anderer.

        • Axel schrieb am 10. Februar 2011 at 23:55 - Permalink

          Wirklich, ich hab gerade Kopfschmerzen bekommen.

          Das wollte ich nicht, ich denke auch, dass Du dies nur symbolisch meinst.

          Aber es ist damit klar, welche “Kopfschmerzen” die Menschen in Ägypten Tunesien und anderswo bekommen könnten wenn sie erst einmal richtige Demokratie haben.

          Ich meine ich habe erst gestern gelesen das jemand mal gesagt hat: Demokratie bzw. Freiheit sei es, jemand anderem das zu sagen was er nicht hören will. Diese Aussage ist übrigens wertneutral dagegen ob das was man sagt die Wahrheit ist oder nicht.
          Aber man hält das was man sagt ja i. a. für wahr. Das muß man dann eigentlich ausdiskutieren und darf es nicht per Rassismuskeule abwürgen wie es einige hier tun.

          Jemand meinte vor kurzem hier das in Ägypten etc. vielleicht eine andere Art Demokratie eingeführt würde. Aber ich meine, die Meinungsfreiheit muß auf jeden Fall dazu gehören.

    30. Timo schrieb am 10. Februar 2011 at 18:33 - Permalink

      “Entweder gewinnt unsere Gesellschaft oder der Islam.”

      Unsere Gesellschaft verliert wegen der Finanz- und Optimierungsfaschisten.
      Aber ihr beratungsresistenten Islamophoben Spinner habt ja euer kleines Weltbild perfekt zusammen geschustert…

      • Systemfrager schrieb am 10. Februar 2011 at 19:06 - Permalink

        Entweder gewinnt unsere Gesellschaft oder der Islam.

        Ich habe viel größere Angst vor den Sarrazin-Schweinen als vor dem Islam.

        Was kapiert Axel? Oder soll ich deutlicher sein?

        Ja, sehr richtig und sehr traurig:

        »Man befahl uns [Deutschen] den Patriotismus und wir wurden Patrioten; denn wir tun alles was uns unsere Fürsten befehlen. Man muß sich aber unter diesem Patriotismus nicht dasselbe Gefühl denken, das hier in Frankreich diesen Namen führt. Der Patriotismus der Franzosen besteht darin daß sein Herz erwärmt wird, durch diese Wärme sich ausdehnt, sich erweitert, daß es nicht mehr bloß die nächsten Angehörigen, sondern ganz Frankreich, das ganze Land der Zivilisation, mit seiner Liebe umfaßt; der Patriotismus des Deutschen hingegen besteht darin daß sein Herz enger wird, daß es sich zusammenzieht wie Leder in der Kälte, daß er das Fremdländische haßt, daß er nicht mehr Weltbürger, nicht mehr Europäer, sondern nur ein enger Deutscher sein will.«

        Heinrich Heine

        • Axel schrieb am 10. Februar 2011 at 19:47 - Permalink

          Also ich habe schon vor langer Zeit hier zu Kommentar gegeben, dass der Westen natürlich auch an seinen selbst produzierten Krisen in Riesenschwierigkeiten kommen kann, glaube aber nicht das er daran zugrunde gehen kann, bevor der Islam ihm den Garaus macht.
          Also ich habs damals etwas anders formuliert und mich weiterentwickelt.

          Und was haben die Islam-Befürworter eigentlich dagegen wenn ich der Ansicht bin, das der Islam vermutlich die erfolgreichste Ideologie sein wird, die es je gegeben hat?

          • Systemfrager schrieb am 10. Februar 2011 at 19:56 - Permalink

            Mein Gott! (Muss ich als Atheist sagen.) Was willst du jetzt mit dem Schwachsinn:

            Dass der Islam vermutlich die erfolgreichste Ideologie sein wird, die es je gegeben hat

            • Axel schrieb am 10. Februar 2011 at 22:10 - Permalink

              Wie? das ist doch simpel!

              Wenn am Ende, also am Ende der Geschichte 100% der Menschheit Muslime sind, wie es im Djihad (bzw. grundsätzlich als verpflichtend angesehen wird) angestrebt ist, dann wäre der Islam die erfolgreichste Ideologie der Welt. Für Alle gilt dann das Wort des Propheten also Allahs. In 20 Jahren soll es erst für 25% der Menschheit gelten. Immerhin eine Steigerung zu heute.

              Das hat Marx sich nicht träumen lassen, wie seine Geschichsphilosophie sich erfüllen könnte.

              Sozialismus und Kommunismus sind kalter Kaffee gegen den Islam.

            • Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 00:08 - Permalink

              @Axel
              zum Djihad/Dschihad:
              Auch du gehörst in die Kategorie der Leute, die der Interpretation dieser Minderheit militanter Fundamentalisten folgen. Du glaubst, dass der Islam keine Religion neben sich akzeptiert und er nach dieser (militanten) Interpretation des Djihad/Dschihad die restlichen Religionen einfach platt macht.

              Ansonsten könntest du vielleicht den einen oder anderen Kommentar von mir oben lesen, der sich mit asiatischer Glaubensvorstellungen befasst. Dort findest du auch einen kleinen Hinweis zum Dschihad.

    31. Ko-Mike schrieb am 10. Februar 2011 at 18:47 - Permalink

      Kultur entsteht durch die Mitglieder der Gesellschaft. Von daher ist es äußert dumm zu behaupten, andere Kulturen bedeuten per se den Untergang der eigenen. Es sei denn, man hat keine Ahnung von Kulturwissenschaft.
      Jeder hat das Recht, Mitglied einer Gesellschaft zu werden. Aber die Gesellschaft kann/darf kein Diktat auferlegen, sondern sie gestaltet sich nach deren Mitglieder. Es sei denn, man hat keine Ahnung von Sozialwissenschaft.
      @Alex: Es gibt kein Nachgeben von Kultur oder Gesellschaft – per se nicht. Wenn man es so bezeichnen mag, so ist Kultur und Gesellschaft ein Organismus, der sich stets verändert und solange lebt, wie seine Mitglieder leben. Ein Kampf der Kulturen kann es nie geben, es ist immer ein Kampf von einzelnen Interessen. Doch Kultur stirbt, wenn die einzelnen Interessen zum totalen Krieg führen.
      Die deutsche Gesellschaft in ihrer Gesamtheit (Eingeborene und Einwanderer) haben es nicht geschafft, ein sozial gerechtes System breitflächig zu etablieren. Sowohl die Regierenden wie auch ihre Wähler und Nichtwähler schimpfen auf das, was sie selbst verbockt haben. Lethargie begrenzt die Perspektive auf ein Minimum an gesellschaftlichem Verständnis. “Hauptsache du hast was. Wir könne eh nichts machen. Was soll ich denn wählen? Alles Mist!” etc. lauten die jämmerlichen Parolen nach dem Motto: “Rette sich, wer kann!” Oder wem die Umgangsrache gängiger ist: “Sieh zu, wie du selbst mit deinem Arsch an die Wand kommst!” Und wer nun den Arsch nicht in der Hose hat, macht andere dafür verantwortlich. Ein feiges Prinzip. Sehr feige.
      Prinzregent sagte:

      so ist die Sündenbocksuche ein weltweites Phänomen … Vielleicht ist sie sogar menschlich – aber keinesfalls zielführend.

      Vielleicht hast du recht. Aber ich wehre mich vehement Zyniker zu sein, denn wie du schon sagtest: es ist keinesfalls zielführend. In meinen Augen ist das Leben ein Kunstwerk – von abartig grotesk bis wunderschön. Jeder ist ein Künstler. Aber gleich welchen Stil man vertritt, jede Kunst ist nicht mehr und nicht weniger als ein Konstrukt unseres Seins – persönliche Ideologien, die sich miteinander treffen, wenn man so will.
      Aber Schluss jetzt mit diesem philosophischen Geschwafel. Kommen wir zu den Taten:
      1. Ich unterstütze jeden der die deutsche Sprache lernen möchte (auch diejenigen, welche die deutsche Sprache lernen möchten, ohne einzuwandern z.B. Studenten). Das habe ich studiert und kann es in meinem Berufsleben nicht gebrauchen (soviel dazu). Nein, dafür gibt es kein Geld. Es ist sozusagen eine freundschaftliche Hilfe, wobei die Freundschaft sich meist während dieser Zeit erst aufbaut.
      Dazu braucht man nicht viel. Man trifft sich oder benutzt den Computer, um Kontakt z.B. über den Atlantik zu halten. Da ich noch viel Kontakt zu ehemaligen Studenten (auch ausländischen Studenten) habe, werde ich auch manchmal um Rat hinsichtlich deutscher Bürokratie gebeten. Oder man sucht gemeinsam eine Wohnung. etc.
      2. Das sei dir gesagt Franz L.: Ein Brennpunktviertel – wie man es unpassend, aber leider umgangssprachlich sagt – ist ein Katzensprung von meiner Haustür entfernt. Ich sehe hier keine integrationsunwilligen Menschen. Was ich sehe, sind die Konsequenzen derart schlechter Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik, dass es wehtut, wenn man deiner Argumentation folgt.
      3. Die Mehrheit sollte sich endlich dahin bewegen, die bisher im heimischen Wohnzimmer verschwiegenen Forderungen nach starken Reformen, dorthin zu tragen, wo jeder Nachbar sie sehen kann, anstatt beim Abendbrot vom Alltag zu jammern.
      4. Politiker gehören zu einer Berufsgruppe (!) und dürfen keine Spieler im Macht- und Lobbycasino sein. Es ist deren Aufgabe im demokratischem Sinne zu regieren. Regieren bedeutet arbeiten! Arbeiten für die Gemeinschaft des Volkes und der Völker muss das Motto der Politik sein. Jeder der davon abweicht, hat den Beruf (!) verfehlt und gehört gekündigt – fristlos, ohne Abfindung.
      Die Kündigung erteilt das Volk. Ein waches Volk, kein müdes.

      Und wer es jetzt immer noch nicht begriffen hat, dem sage ich einfach: Die Aussagen von Sarrazin und Broder sind dumm. Ihre Argumentation hat weder eine reale noch eine theoretische Prämisse, die als wahr gilt. Die Schlüsse sind unlogisch oder passieren eben auf falschen Prämissen. Und so sollen die Konklusionen als Theoreme gelten, deren Inhalt sich gegen Ausländer richten. Das ist – wie bereits gesagt – nahe dem Prinzip Hitlers, sehr nahe.
      (Ich empfehle einigen hier und den meisten Politikern: Aussagen- und Prädikatenlogik aus der theoretischen Philosophie/Logik. Kann nicht schaden, wenn man den Mund aufmacht.)

    32. smukster schrieb am 10. Februar 2011 at 19:19 - Permalink

      Hat hier schon wer angemerkt, dass es durchaus moeglich ist, diesen offenen Brief zu kritisieren, gar abzulehnen? Am einfachsten m.E. hier:

      “Der German Society dieser Universität sollte in diesem Sinne daran gelegen sein, ein weltoffenes Deutschland, das den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen ist, zu repräsentieren.”

      Warum denn? Ist das denn realistisch? Fuer D-Werbeveranstaltungen sind immer noch die Botschaften zustaendig, warum sollte so etwas an einer Uni stattfinden?

      Sarrazin und Broder sind ueble Hetzer, und die Beiden alleine koennten ignoriert werden. Aber der Fakt, dass Viele in diesem Land ihnen zuhoeren und genauso denken, ist alarmierend, und damit duerfen sich gerne Universitaeten in anderen Laendern befassen, wozu es natuerlich auch “O-Toene” braucht. Unter der Bedingung, dass es aus soziologischem Interesse und kritisch reflektiert geschieht, finde ich auch eine Einladung nach London vertretbar.

      Gruss und bitte widersprechen!
      smukster

      • Franz L. schrieb am 11. Februar 2011 at 00:56 - Permalink

        Ich würde eher sagen, der gute Herr S. hat seinen Finger in die Wunde gelegt und jetzt schreien die Linken auf :D Sicher, nicht alles, was Sarrazin schreibt, ist richtig. Aber er hat eine Debatte losgetreten, die längst überfällig ist und die – entgegen mancher Behauptung – bisher in so (relativ) offener Form nicht möglich war. Gewissermaßen hat er ein Tabu gebrochen und diese Tabubruch war richtig und gut.

    33. Carsten Penkella (Sarrazyniker) schrieb am 10. Februar 2011 at 19:48 - Permalink

      Die LSE kann einladen, wen sie will. Und das ist gut so.

    34. Ko-Mike schrieb am 10. Februar 2011 at 19:52 - Permalink

      Herrje, wenn man die Kommentare liest…. *heul*

      Aber jetzt auch für die Primitiven:

      -Der Mensch braucht Essen. Dafür muss er etwas tun. Also braucht er gute Arbeit.
      -Der Mensch will geborgen leben. Dafür braucht er ein Dach übern Kopf. Dafür muss er etwas tun. Also braucht er gute Arbeit.
      -Der Mensch will Frieden. Also darf er nicht hetzen, neidisch sein und sich selbst Feinde machen.
      -Der Mensch will gesund und alt werden. Also braucht er gute Medizin.
      -Der Mensch will wissen, wie etwas funktioniert. Also braucht er gute Bildung.
      -Der Mensch muss sich verständigen können. Also braucht er Sprache.

      Was ist die Situation in Deutschland?
      Arbeitsmarkt ist Pfusch.
      Bildungswesen ist Pfusch.
      Gesundheitswesen ist Pfusch.
      Wirtschaft ist Pfusch.
      Die deutsche Literatur ist Pfusch.

      Und? Der Ausländer ist schuld?
      Ihr dreckigen Nazi-Maden, integriert euch doch erstmal selbst.

      Und das sage ich als Nicht-Linker!
      (So mal als Hinweis, falls mich jemand falsch abstempeln will.)

      • Systemfrager schrieb am 10. Februar 2011 at 20:18 - Permalink

        Leider alles so richtig :(

        Sehr gut:
        Ihr dreckigen Nazi-Maden, integriert euch doch erstmal selbst.

      • Franz L. schrieb am 11. Februar 2011 at 01:00 - Permalink

        Mit Verlaub, Ihr Fazit ist grober Unfug.

        Die angesprochenen Punkte sind schon richtig. Es liegt vieles im argen hierzulande und wir brauchen dringend sinnvolle(!) Reformen. Das ändert jedoch nichts daran, dass neben den genannten Defiziten und Problemen weitere, andere Probleme bestehen. Diese sind real und greifbar – man muss nur mal hinschauen (wollen) und nicht aus falscher Toleranz oder ideologisierter, politischer Korrektheit die Augen verschließen. Näheres hierzu habe ich in meinem Beitrag um 00:49 geschrieben.

    35. Axel schrieb am 10. Februar 2011 at 20:15 - Permalink

      man kann sich nicht integrieren, keiner, niemals, nirgendwo.

      Das ist falsch. Es gibt in Deutschland kaum Probleme mit Ausländern außer mit Muslimen.

      Integration heißt eigentlich nur dass man die Gesetze des Landes achtet und damit das Grundgesetz (das sieht auch Sarrazin so) und nicht in allem eine Extrawurst will (das ist meine Ansicht).

      Eigene kulturelle Besonderheiten muß man nicht alle oder vielleicht sogar keine einzige aufgeben aber eventuell Kompromisse schließen. Der Islam ist dazu nicht fähig!(*) Denn das ist der Punkt: wenn er dazu fähig ist, ist er kein Islam mehr.
      (*) Das gilt wohlgemerkt nicht für den einzelnen Muslim, aber für den Islam.

      Freilich ich könnte mich nicht in eine Diktatur integrieren. Auch nicht in undemokratische Ansätze in unserer Gesellschaft.

      • GrooveX schrieb am 10. Februar 2011 at 21:08 - Permalink

        du hast nichts verstanden, einfach gar nichts. und ich finde es erstaunlich, dass du dich mit so wenig wissen und so viel unverstand so extrem exponierst.

        die message ist angekommen: ich weiss zwar nichts, aber die moslems machen wegen dem islam probleme. die müssen weg, die intrigieren sich nicht. zu ‘integrieren’ habe ich dir mal einen link gegeben. du hättest wenigstens mal lesen können, damit du weisst, worum es geht bei so einem schweren fremdwort. aber ich fürchte, du willst das gar nicht wissen, du willst nur auf die kacke hauen.

        • Franz L. schrieb am 11. Februar 2011 at 01:02 - Permalink

          Das Problem ist m.E., dass Sie Herrn Axel nicht verstehen. Nicht umgekehrt.

      • name schrieb am 11. Februar 2011 at 07:25 - Permalink

        [gelöscht/SF]

    36. Toiletman schrieb am 10. Februar 2011 at 21:26 - Permalink

      Juchu! Flame war! Beleidigt euch weiter mit so wörtern wie “dreckige Nazi-Made”. Aber wie war das noch mit dem nicht hetzen? Oder habe ich etwa verpasst, dass diese mitglieder nationalsozialistische Insekten sind? Der Ameisenhaufen als Volksgemeinschaft…eigentlich lustige Vorstellung.

      • Ko-Mike schrieb am 10. Februar 2011 at 21:49 - Permalink

        Beleidigungen müssen nicht immer Hetze sein. Sie können auch als Verteidigung auf niedrigstem Niveau dienen. Da es hier um Menschenrechte geht, werde ich mich auch verteidigen – möglicherweise u.a. auch mit mir ungewöhnlichen Sprachstilen. Und da einige von Menschenrechten scheinbar nicht viel halten, dachte ich, es sei angebracht mich kurzzeitig auf deren primitiven Niveau (genau dort sind diese Leute, die Menschenrechte nicht achten) sprachlich zu begeben, damit man mich versteht.

    37. Axel schrieb am 10. Februar 2011 at 21:43 - Permalink

      @Sukram71

      und nicht nur als Stimmungsmache gegen Ausländer.

      Ich verstehe nicht dass das immer so falsch dargestellt wird.

      Die Wahrheit ist niemals Stimmungsmache. Und außerdem wird die Wahrheit nicht über Ausländer sondern über die Kulturbedingten (und Ideologiebedingten) Integrationsprobleme (anders ausgedrückt die Ablehnung dieser Gesellschaft durch einen relevanten Anteil von Muslimen bei gleichzeitiger Annahme ihrer kargen sozialen Segnungen) von Muslimen (ausdrücklich auch von Sarrazin) behauptet. Du hast doch sonst immer logisch sauber argumentiert. Wie kannst Du hier rein formal so daneben liegen?

      Noch was: auch hier tauchte wieder die hanebüchene These auf, das die Moslems als Sündenbock für die Angst vor der Deklassierung im Neoliberalismus herhalten müssen. Das macht doch wenig Sinn. In einem solchen Fall würde man seine Ressentiments (seinen Neid) doch eher gegen zu 100% oder weitgehend erfolgreichen Gruppen richten, wie Inder, Vietnamesen, (Exil-Chinesen) oder Japaner oder andere Ausländer.

      • freak schrieb am 10. Februar 2011 at 23:57 - Permalink

        Die “Wahrheit”

        LOL

      • Sukram71 schrieb am 11. Februar 2011 at 08:15 - Permalink

        Argh!

        Im Buch von Thilo S. steht aber keine “Wahrheit”, sondern in den Kernthesen ziemlicher zurecht-gebogener Blödsinn.

        Und selbst wenn das teilweise der Fall wäre, bringt das doch nichts, wenn man keine realistischen Lösungsvorschläge macht.

        Wenn ich schreibe der Himmel ist tagsüber meist blau, dann ist das auch “die Wahrheit”. Aber das weiß auch jeder so. Unser Thilo scheibt nur dazu, dass deshalb 2012 die Welt unter geht.

        Wo ich mir viel eher Gedanken um Deutschland und dessen Kultur machen würde, ist sowas hier oder auch sowas. Das scheint für euch aber irgendwie kein Problem zu sein. xD Man stürzt sich lieber auf Minderheiten.

        • Systemfrager schrieb am 11. Februar 2011 at 08:24 - Permalink

          Richtig! Man sagt dazu auch: selektive Wahrnehmung.

          Dieser typische Neonazi sucht auch das kleinste Stück der schmutzigen Wäsche bei den anderen.

          Wenn man das Negative von dem anderen, mit dem Positiven von mir vergleicht, bin ich fast ein Gott, der andere ein Schwein. Ja, so einfach ist es.

          Und dann kommt auch noch was:
          Der Arme stinkt, klaut Brot und schläft unter der Brücke
          Der Reiche stinkt nicht, klaut kein Brot und schläft nicht unter der Brücke

          Und nun, soll man nur die sog. Tatsachen vergleichen und die sollten die letzte Wahrheit sein?

        • Axel schrieb am 11. Februar 2011 at 12:22 - Permalink

          Also Elter1 und Elter2 ist Big Brother Brüssel, wie ich schon zu einem anderen Thema und ansonsten schon mehrfach hier angemerkt hatte.

          Nicht gelesen??

          Wie wollt ihr mir eigentlich an die Karre? Mit Elter1 und Elter2 jedenfalls nicht. Also klar, manchmal scheine ich widersprüchlich zu sein. Ist aber nie der Fall. Kann immer alles klargestellt werden. Müßte das bei einem Kommentar eigentlich machen, aber erst wenns bemerkt wurde. Freilich manchmal liege ich auch mal vielleicht knapp daneben. Im Kern aber bestimmt nicht. In der Eile kann man nicht immer alles wasserdicht machen. Und man muß auf der Gegenseite auch verstehen wollen.

          Das die Gesellschaft sich bei uns auflöst, darüber waren wir uns zumindest zu Einigen schon beim Treffen der Abschlußklasse der Realschule schon 1997 klar. Und ich bin mir teilweise schon seit 1975 darüber klar.

          Ein Bekannter von mir meint von den bürgerlichen Parteien sei es vor allem der Werterelativismus der FDP (der ja im Spaß mündete als es immer ernster wurde) gewesen der das mit initiiert hat.

          Leider habt ihr hier zu großen Teilen diesen kulturellen Werterelativismus übernommen, wie könnten Euch sonst die täglichen Menschrechtsverletzungen und “Missetaten” durch die fremde Kultur verborgen bleiben.

          Noch was: Das Thema das ihr hier leugnet, wird immer weiter aufs Tapet kommen, weil die Gewalt und Kriminalität immer weiter zunehmen wird und immer mehr Bürger erreichen wird.

          Was ihr dann sagen werdet steht heute schon fest: Es ist die heutige Kritik (angebliche Hetze), die diese Kriminalität soweit gesteigert hat. Damit seid ihr dann wieder mit Euch im reinen.

          Aber das wird uninteressant sein. Zählen wird nur, was sich abspielen wird. Die heutige berechtigte Kritik ist nur Teil des historischen Prozesses.

    38. smukster schrieb am 10. Februar 2011 at 21:54 - Permalink

      Wenn der Islam so absolut und unabaenderlich ist, dass Kompromisse unmoeglich sind – warum ist dann die Auslegung des Korans so schwierig und umstritten? Warum sind Muslime in manchen Laendern (tendenziell) strenger in ihren Regeln, in manchen liberaler? Hier gibt es in fast allen muslimischen Restaurants Bier…

      Und Gesetze veraendern sich im Laufe der Zeit, u.a. abhaengig von der Aenderung der Bevoelkerungsstruktur und deren Werten.

      Aber es scheint wirklich hoffnungslos zu sein, don’t feed I guess.
      smukster

    39. smukster schrieb am 10. Februar 2011 at 22:06 - Permalink

      pffft, nichts aus der Geschichte gelernt: Als Suendenbock bietet sich natuerlich eine Gruppe an, die als “anders” wahrgenommen wird und gegenueber der bereits Ressentiments bestehen. Japaner oder Inder interessieren niemensch, allein schon wegen ihrer geringen Zahl. Und “teile und herrsche” ergibt auch nur _innerhalb_ einer Gruppe Sinn, die eigentlich gemeinsame Interessen hat. Bleiben also nur Muslime (und vielleicht Schwarze), auf die Angst und Wut umgelenkt werden koennen. Oder Bayern.

      Aber schoen zu wissen, dass Du “die Wahrheit” kennst…

      • Axel schrieb am 10. Februar 2011 at 22:57 - Permalink

        Aber schoen zu wissen, dass Du “die Wahrheit” kennst…

        Nur der Ordnung halber:

        Ich habe nicht geschrieben dass ich die Wahrheit kenne. Im Gegenteil ich hoffe sogar, dass ich falsch liege! Aber ich kann nicht daran glauben das es so ist. Ich hoffe lediglich noch, dass man Mittel findet zu verhindern das Deutschland sich abschafft. Sonst würde ich mich nicht einsetzen. Aber das mögen Viele hier ohnehin anders wollen. Es gab ja vor Jahren Äußerungen von Grünen-Politikern die darauf abzielten, Deutschland mithilfe von Stimmen von “Migranten” zu “verändern”.

        Aber ich will nicht abweichen: Ich schrieb das die Wahrheit niemals Stimmungsmache ist.

        Allerdings hätte ich besser schreiben sollen:

        Die Wahrheit wäre niemals Stimmungsmache.

        Das fiel mir aber auch schon auf als die Editierzeit abgelaufen war!

        Darf man dann erst an die Öffentlichkeit treten wenn man die Wahrheit sicher kennt? Es ist klar das dieser Konflikt unauflösbar ist. Man kann ja nicht ewig warten.

      • Franz L. schrieb am 11. Februar 2011 at 00:49 - Permalink

        Diese Sündenbocktheorie ist lächerlich. Moslems und ihre Religion ernten nur deshalb soviel Kritik, weil sie häufig negativ auffallen – im Gegensatz zu anderen Ausländern (Ausnahmen bestätigen die Regel). Das ist keine Propaganda und keine Hetze, sondern trauriger Fakt.

        Mit anderen Worten: Die Kritik ist berechtigt. Einige Gründe (nicht vollständig):

        1. Die Kriminalität unter moslemischen Ausländern ist sehr hoch, ebenfalls die Zahl der Inhaftierten (hierzu gibt es Zahlen und Studien).

        2. Allein in Berlin sind weit über 90% aller sogenannter Intensivtäter Ausländer. Auch hier führend: Türken, Araber usw.

        3. In NRW beziehen 1/3 oder 1/4 aller Türken (weiß die genaue Zahl leider nicht mehr, stand mal in Die Welt) Hartz IV.

        4. Moslemische Vereine/Gruppen fordern regelmäßig Extrawürste wie exklusive Schwimmzeiten für Frauen, schweinefleischfreies Essen in Schulspeisungen/Kantinen, extra Gebetsräume, “Halal”-Produkte (u.a. Fleisch geschächteter Tiere) und einiges mehr.

        5. Der Islam, die Religion der Moslems, ist aus westlicher Sicht sehr mittelalterlich: Drakonische Strafen (Scharia) wie Handabhacken oder Steinigungen, die Unterdrückung und teilweise Entrechtung/Versachlichung von Frauen (Burka), die Verfolgung Homosexueller und Anders- bzw. “Ungläubiger” und nicht zuletzt Antisemitismus (zugegeben, den gibt’s leider auch im Westen).

        6. Christenverfolgung: Auch wenn man dies nicht direkt den Moslems in Deutschland und Europa anlasten sollte, zeigt die weltweite Christenverfolgung (etwa in Nigeria, aber auch andererorts), dass der Islam im Kern höchst intolerant ist und – sobald er stark genug ist – nichts neben sich duldet.

        Dies nur mal als Denkanstoß. Statt sich reflexartig zu empören, sollten einige Hardcore-Linke mal einen seriösen Faktencheck durchführen. Vielleicht geht dann dem einen oder anderen ja ein Licht auf.

        • Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 01:32 - Permalink

          1. Die Kriminalität unter moslemischen Ausländern ist sehr hoch, ebenfalls die Zahl der Inhaftierten (hierzu gibt es Zahlen und Studien).
          2. Allein in Berlin sind weit über 90% aller sogenannter Intensivtäter Ausländer. Auch hier führend: Türken, Araber usw.

          Dafür ist natürlich die islamische Kultur verantwortlich? Geh doch mal in die USA. Oder nach Italien, wenn du nicht weit reisen willst. Ich behaupte jetzt einfach mal: Die deutschen Kriminellen sind geschickter, weil sie das System bereits kennen – jahrelange Erfahrung sozusagen. Und nun versuch dagegen mal zu argumentieren.

          3. In NRW beziehen 1/3 oder 1/4 aller Türken (weiß die genaue Zahl leider nicht mehr, stand mal in Die Welt) Hartz IV.

          Dafür ist natürlich auch die islamische Kultur verantwortlich?

          4. Moslemische Vereine/Gruppen fordern regelmäßig Extrawürste wie exklusive Schwimmzeiten für Frauen, schweinefleischfreies Essen in Schulspeisungen/Kantinen, extra Gebetsräume, “Halal”-Produkte (u.a. Fleisch geschächteter Tiere) und einiges mehr.

          Hör mal den westlichen Veganern oder Feminismus-Bewegungen zu!

          5. Der Islam, die Religion der Moslems, ist aus westlicher Sicht sehr mittelalterlich: Drakonische Strafen (Scharia) wie Handabhacken oder Steinigungen, die Unterdrückung und teilweise Entrechtung/Versachlichung von Frauen (Burka), die Verfolgung Homosexueller und Anders- bzw. “Ungläubiger”

          Das trifft natürlich auf alle Gläubige des Islams zu? Wie wär’s wenn man religiöse Reformer unterstützen würde, als sie abzuweisen? Im übrigen: Schau dir die Vergewaltiger und Schänder einiger deutscher Kirchgemeinden an.

          und nicht zuletzt Antisemitismus

          Pah! Jetzt wird es dumm. Die Islamisten schaffen sich bald selbst ab. Da kannst du ja eigentlich zufrieden sein.

          6. Christenverfolgung: Auch wenn man dies nicht direkt den Moslems in Deutschland und Europa anlasten sollte, zeigt die weltweite Christenverfolgung (etwa in Nigeria, aber auch andererorts),

          Verfolgungen werden von allen Weltreligionen ausgelöst. An die Kreuzzüge muss ich dich z.B. nicht erinnern, oder?

          dass der Islam im Kern höchst intolerant ist und – sobald er stark genug ist – nichts neben sich duldet.

          Völliger Blödsinn. Du hast keine Ahnung von der Theorie und vom real gelebtem Islam. Den islamischen Glauben gibt es übrigens schon längst in westlichen Nationen – ganz friedlich.

          Dies nur mal als Denkanstoß. Statt sich reflexartig zu empören, solltest du mal einen seriösen (!) Faktencheck durchführen. Vielleicht geht dir ja ein Licht auf – falls bei dir auch nicht die letzte Sicherung durchgebrannt ist.

          • Franz L. schrieb am 11. Februar 2011 at 02:31 - Permalink

            Ich betrachte zunächst die Tatsachen. Und die sind so, wie ich beschrieben habe. Alle 6 Punkte. Das kann Ihnen missfallen, Sie können meinetwegen sogar toben. Aber es bleiben Tatsachen. Ob die Gründe, die diesen Dingen zugrunde liegen, nun kultureller, ethnischer oder religiöser Natur sind, kann ich nicht beurteilen. Ich vermute, da kommen verschiedene Aspekte zusammen.

            Übrigens sehr interessant zu beobachten: Kommt man Ihnen mit den mittelalterlichen Strafen der Scharia, verweisen Sie auf Einzeltaten(!) katholischer Geistlicher. Kommt man Ihnen mit der heutigen, aktuellen(!) Christenverfolgung in islamischen Staaten, verweisen Sie auf die Kreuzzüge vor hunderten Jahren. Ich stelle fest: Sie versuchen zu relativieren und auszuweichen. Keine sehr seriöse Argumentation.

            • Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 02:42 - Permalink

              Ich betrachte zunächst die Tatsachen. Und die sind so, wie ich beschrieben habe. Alle 6 Punkte. Das kann Ihnen missfallen, Sie können meinetwegen sogar toben. Aber es bleiben Tatsachen. Ob die Gründe, die diesen Dingen zugrunde liegen, nun kultureller, ethnischer oder religiöser Natur sind, kann ich nicht beurteilen. Ich vermute, da kommen verschiedene Aspekte zusammen.

              Und ihre Schlüsse kenne ich schon. Insgesamt also…

              Keine sehr seriöse Argumentation.

              Sie versuchen zu relativieren und auszuweichen

              Ausweichen? Ich bin erstaunt. Du bist tatsächlich blind!
              Relativieren? – Das trifft durchaus zu. Eben weil ich nicht mit deiner einseitigen Perspektive argumentiere. Schau doch mal im Duden unter “relativieren” nach….

              re|la|ti|vie|ren : mit etwas anderem in eine Beziehung bringen u. dadurch in seiner Gültigkeit einschränken.

              Wo ist dies unseriös? Wenn ich deine “Argumente” in Beziehung mit anderen Argumenten bringe, und die Gültigkeit deiner “Argumente” damit einschränke?
              Du hast absolut keine Ahnung, wie man eine Argumentationsstruktur aufbaut, oder? Deine “Tatsachen”, die ich einfach als wahr anerkennen soll und deine “Schlüsse” daraus, untermauern, was ich bereits sagte: Lediglich selbstgebastelte Theoreme sollen hier herhalten, die gegen Ausländer gerichtet sind. Das nenn ich bei dieser Thematik unseriös und sehr nahe den Prinzipien Hitlers. Aber eine derartige Analyse bleibt dir wohl geistig verwehrt.

        • Kaboom schrieb am 11. Februar 2011 at 13:47 - Permalink

          Die Sündenbocktheorie ist keineswegs lächerlich, sie ist – wie ihr Beitrag beweist – Realität.
          Kriminalitätsrate: Die prozentual höchste Kriminalitätsrate hier in NRW findet sich bei Russlanddeutschen, Was hört man davon bei den Geneigten Kreisen? Nichts.
          Hartz-IV: Was nochmal hat Hartz-IV mit “Ärger machen” oder “negativ auffallen zu tun? Ich sags mal so: nichts. Es wurden in den 60ern von den deutschen Anwerbern die billigsten Gastarbeiter für die niedrigsten Jobs geholt. Das waren ungebildete Leute. Und die haben auf dem Arbeitsmarkt schlechte Chancen.

          Muslimische Vereine stellen Forderungen. Genau wie Karnickelzüchter, Sportvereine etc. pp. So what? Und “Forderungen” nach Speisen gemäß den Richtlinien ihres Glaubens stellen z.B. auch Juden. Aber das die Juden der Sündenbock waren, das hatten wir ja schon mal, nicht?
          Und die Sache mit der “Christenverfolung’ ist geradezu ein Paradebeispiel für die Sündenbock-Theorie. Christen werden auf der Welt von allen Religionen am meisten verfolgt. In Indien von Bhuddisten, anderswo von Muslimen. Übrigens ist der Anteil Christen in Jerusalem in den letzten 50 Jahren so drastisch gesunken wie fast nirgendwo auf der Welt.

          Ihr Beitrag zeigt entsprechend äusserst anschaulich, das die Sündenbock-Theorie keineswegs eine Theorie ist, sondern Fakt.

    40. Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 00:37 - Permalink

      Axel schrieb:

      über die Kulturbedingten (und Ideologiebedingten) Integrationsprobleme

      Angenommen dem wäre so, dann stellt sich die Frage: Woran liegt’s?
      Klar, deine Meinung ist: Die Moslems sind aufgrund ihrer Kultur schwierig zu integrieren.
      Schon mal daran gedacht, dass das im umgekehrten Sinne ebenfalls gelten könnte. Vielleicht taugt auch unsere Kultur und Ideologie nicht ganz für die Integration einer anderen Kultur. Wenn man von deinen Kommentaren ausgeht, ist das sogar so. Warum? Weil du dich mit der fremden Kultur überhaupt nicht beschäftigt hast – noch nicht einmal theoretisch – aber dennoch deine Schlüsse ziehst. Wenn du wenigstens zugeben würdest, dass deine Kenntnisse auf dem kulturellen Gebiet ausbaufähig sind. Aber nein. Damit fällt auch deine Argumentation gänzlich zusammen: Dir fehlt es an haltbaren Prämissen.
      Und das schlimmste dabei ist (und das gilt für einige andere auch): Du wirst mit deinem Integrationsproblem-Gerede kein bisschen konkret. Dir fehlt jegliche Differenzierung.
      ___________________________________________

      Deine Einstellung sieht im Spiegel so aus:
      Wärst du ein Moslem, du würdest die Menschen in Europa und USA für den bösen Westen halten. Nach diesem Schema würdest du meinen, die gesamte westliche Bevölkerung will sich ja nie in den arabischen Ländern integrieren – alle Menschen des Westen wöllten uns nur die blöde Demokratie aufzwinken.

      Erkennst du das nicht?

      • Franz L. schrieb am 11. Februar 2011 at 01:16 - Permalink

        Ich bin nicht Herr Axel, antworte Ihnen aber trotzdem mal:

        Klar, deine Meinung ist: Die Moslems sind aufgrund ihrer Kultur schwierig zu integrieren.
        Schon mal daran gedacht, dass das im umgekehrten Sinne ebenfalls gelten könnte.

        Das ist mit Sicherheit so. Und? Kommen wir als Bürger zu denen und fordern dort, dass man sich uns anpasst? Ich glaube nicht.

        Der Punkt ist doch: Wir bieten den Einwanderern hier in Deutschland – das schließt alle Gruppen ein – ein weitgehend freiheitliches, friedliches Land, eine gute Infrastruktur, Sozial- und Gesundheitsleistungen etc. pp. – kurzum, sie leben hier im allgemeinen deutlich besser, als in ihren Heimatländern.

        Dafür darf man wohl a) eine gewisse Dankbarkeit erwarten und b) den WILLEN zur Integration. Wer sich nicht integrieren kann oder will, wird nicht gezwungen, hier zu bleiben. Aber da wären ja eben die genannten Vorteile… – also bleibt man physikalisch hier, kommt geistig/seelisch aber nie an. DAS ist das Problem und es ist ein Problem, was (fast) nur moslemische Einwanderer betrifft. Unsere Kulturen sind in der Tat sehr unterschiedlich und in Deutschland gelten nunmal unsere Werte.

        Einer unserer größten Fehler ist der Werte- und Kulturrelativismus. Es sind nur kleine Schritte in die falsche Richtung, aber der Anfang ist bereits gemacht. Mit Appeasement-Politik gewinnt man jedoch maximal “falsche” Freunde. Am Ende verlieren Alle.

        • Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 02:13 - Permalink

          Kommen wir als Bürger zu denen und fordern dort, dass man sich uns anpasst?

          Nein, viel schlimmer: Wir rücken mit Panzern an und zwingen ihnen unsere Ideologie auf.

          Wer sich nicht integrieren kann oder will, wird nicht gezwungen, hier zu bleiben.

          Und willst du ihn jetzt abschieben – zwangsweise?

          Ich sehe deine Lösungsvorschläge einfach nicht.

          Annahme: Jemand kommt nicht klar in Deutschland (was auch für Deutsche gilt).

          1. Wer sich nicht integrieren kann, dem muss geholfen werden. Gelingt dies nicht, muss die Hilfsmaßnahme überdacht werden.
          2. Wer sich nicht integrieren will, …. Das steht im Wiederspruch zu deiner Aussage

          Wir bieten den Einwanderern hier in Deutschland – das schließt alle Gruppen ein – ein weitgehend freiheitliches, friedliches Land, eine gute Infrastruktur, Sozial- und Gesundheitsleistungen etc. pp. – kurzum, sie leben hier im allgemeinen deutlich besser, als in ihren Heimatländern.

          3. Wer jetzt nicht will, müsste sich z.B. den Forderungen bei HartzIV verweigern. Diese Leute gibt es doch auch unter uns Deutschen – Sozialschmarotzer nenn ich das. Aber auch gegen diese gehören Sanktionen verhängt – in gleichem Maße (!) wie gegen einen deutschen Schmarotzer.
          4. Das gleiche juristische Maß ist auch bei Kriminalität anzusetzen.
          5. Dankbarkeit? Das ist Ironie, oder. Dankbarkeit ist für das bessere Leben hier unter den Deutschen nun auch nicht gerade die Mehrheit.
          6. Meine Moral und Ethik gebietet mir die Menschen, die aus schlechteren Verhältnissen (auch innerhalb Deutschlands) kommen, zu unterstützen. Noch dazu, wenn sie um meine Hilfe bitten. Und vor allem, wenn ich ihnen diese anbiete! Auch wenn die Hilfe manchmal zeit- und kostenaufwendig und schwierig ist.

          Der Unterschied zwischen dir (und deinen Gleichgesinnten) und mir besteht vor allem darin, dass ich eben kein Maß am Mensch anlege – nicht einmal ein Mindestmaß. Sondern vor mir sind alle gleich.
          Juristisch gesehen: Ich stehe dafür ein, dass jeder der sich auf deutschem Staatsboden befindet, gleichermaßem nach deutschem Gesetz behandelt wird. Und dies sieht das Gesetz u.a. vor (für alle!!!):
          Wer sich nicht in die Gesellschaft integrieren kann, dem muss geholfen werden (Solidarität). Wer sich nicht integrieren will, landet irgendwann auf der Straße. Wer sich nicht integrieren will und kriminell ist, für dem steht das Programm der Resozialisierung bereit (Arbeitsstunden für Jugendliche/Bewährung oder Knast für die Erwachsenen).

          Wo liegt dein konkretes Problem???

          • Franz L. schrieb am 11. Februar 2011 at 02:55 - Permalink

            Nein, viel schlimmer: Wir rücken mit Panzern an und zwingen ihnen unsere Ideologie auf.

            Es geht hier um zivile Einwanderung, nicht um Kriege. Was das angeht, vertreten wir vermutlich eine ähnliche Meinung. Ich halte auch nichts von diesen Einsätzen.

            “Wer sich nicht integrieren kann oder will, wird nicht gezwungen, hier zu bleiben.”
            Und willst du ihn jetzt abschieben – zwangsweise?

            Wenn er/sie kriminell oder ein Terrorist ist, definitiv. Ansonsten bin ich für Augenmaß und Entscheidungen von Fall zu Fall.

            Ich sehe deine Lösungsvorschläge einfach nicht.

            Ich habe auch noch keine angebracht :D
            Ist aber auch gar nicht mein Job. Ich weise nur auf den Schmutz hin. Zum aufkehren haben wir eigentlich Politiker – na ja, zumindest in der Theorie.

            Meine Moral und Ethik gebietet mir die Menschen, die aus schlechteren Verhältnissen (auch innerhalb Deutschlands) kommen, zu unterstützen. Noch dazu, wenn sie um meine Hilfe bitten. Und vor allem, wenn ich ihnen diese anbiete! Auch wenn die Hilfe manchmal zeit- und kostenaufwendig und schwierig ist.

            Gutmenschentum at its best :D
            Na ja, jeder, wie er mag… im privaten Umfeld ja auch in Ordnung. Aber ein Staat kann nicht so handeln, wenn er und seine (einheimische) Bevölkerung mittelfristig auf der Sonnenseite stehen wollen. Deutschland kann weder Weltsozialamt spielen, noch ist die Aufnahmekapazität unserer Gesellschaft endlos. Irgendwann ist das berühmte Boot ökonomisch und sozial gesehen einfach voll.

            Wer sich nicht in die Gesellschaft integrieren kann, dem muss geholfen werden (Solidarität). Wer sich nicht integrieren will, landet irgendwann auf der Straße. Wer sich nicht integrieren will und kriminell ist, für dem steht das Programm der Resozialisierung bereit (Arbeitsstunden für Jugendliche/Bewährung oder Knast für die Erwachsenen).

            Vermutlich gehören Sie zu denen, die auch Schwerstkriminellen eine Chance nach der nächsten geben, stimmt’s? ;) Nun ja, anderes Thema…

            Wo liegt dein konkretes Problem???

            Mein Problem sind selbsternannte Gutmenschen, die in unendlicher Toleranz und überschäumendem Verständnis unser Land und unsere Werte Stück für Stück fremden Interessen opfern, alles relativieren und billiges Appeasement betreiben. Wenn Sie dazu gehören, betrachten Sie sich bitte als ein Stück meines Problems.

            • Franz L. schrieb am 11. Februar 2011 at 02:58 - Permalink

              Verzeihung, habe leider die blockquote-Tags offenbar nicht immer korrekt geschlossen.

            • Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 03:31 - Permalink

              Ich habe auch noch keine angebracht :D
              Ist aber auch gar nicht mein Job. Ich weise nur auf den Schmutz hin. Zum aufkehren haben wir eigentlich Politiker – na ja, zumindest in der Theorie.

              So kann man es auch machen: Sich beschweren und bestimmte Einwanderergruppen als Schmutz bezeichnen. Jetzt kommt deine wahre Gestalt in aller Deutlichkeit zum Vorschein.

              Gutmenschentum…Aber ein Staat kann nicht so handeln, wenn er und seine (einheimische) Bevölkerung mittelfristig auf der Sonnenseite stehen wollen. Deutschland kann weder Weltsozialamt spielen, noch ist die Aufnahmekapazität unserer Gesellschaft endlos. Irgendwann ist das berühmte Boot ökonomisch und sozial gesehen einfach voll.

              Schön wie deine “Argumentation” sich auflöst. Was du kritisierst ist die Wertevorstellung der deutschen Gemeinschaft – gleichzeitig willst du sie gegen Einwanderer verteidigen. Lächerlich! Aber darum ging es ja auch die ganze Zeit nicht. Bedeutend sollten nur deine Wertevorstellung sein.

              Vermutlich gehören Sie zu denen, die auch Schwerstkriminellen eine Chance nach der nächsten geben, stimmt’s? ;) Nun ja, anderes Thema…

              Nein. Steht auch nirgends. Du flüchtest dich in Spekulationen. Und diese hat nicht einmal etwas mit der Einwanderungspolitik zu tun.

              Mein Problem sind selbsternannte Gutmenschen, die in unendlicher Toleranz und überschäumendem Verständnis unser Land und unsere Werte Stück für Stück fremden Interessen opfern, alles relativieren und billiges Appeasement betreiben.

              Ein selbsternannter Gutmensch? Du nennst mich doch so. Warum man mit “unendlicher Toleranz und überschäumenden Verständnis unser Land und unsere Werte Stück für Stück fremden Interessen” opfert ist mir ein Rätsel, und lässt sich nur begründen, wenn man “unendliche Toleranz und überschäumendes Verständnis” nicht als seine Werte betrachtet.

              Wenn Sie dazu gehören, betrachten Sie sich bitte als ein Stück meines Problems.

              Vielleicht besitze ich zuviel Toleranz, dafür besitzt du keine – null, nix, nada.

              P.S.:
              Im übrigen: Die letzte Aussage kann man im Zusammenhang mit ihren anderen Kommentaren als Drohung auffassen – zumindest als Diskriminierung. Nur so mal als Hinweis. ; )

      • Axel schrieb am 11. Februar 2011 at 15:27 - Permalink

        @Ko-Mike

        Vielleicht taugt auch unsere Kultur und Ideologie nicht ganz für die Integration einer anderen Kultur.

        Ja die USA-Kultur ist wohl besser geeignet für die Integration, z. B. weil sie sich die zu Integrierenden gezielt aussucht und konkret von Anfang an von ihnen verlangt Amerikaner zu werden. (Irgendein Präsident hat das so formuliert meine ich) Bei uns nennen das manche Zwangsgermanisierung.
        Freilich die USA-Kultur integriert auch die Illegalen, aber das sind “Latinos”.

        Weil du dich mit der fremden Kultur überhaupt nicht beschäftigt hast – noch nicht einmal theoretisch – aber dennoch deine Schlüsse ziehst.

        Also ich habe nicht die Zeit, diese fremde Kultur (besser Ideologie) aus meiner Sicht zu beschreiben. Das ergibt u. U. Buchformat wäre aber auf jeden Fall zu lang. Ich könnte freilich Links angeben. Aber die sind hier nicht erwünscht, deshalb versuche ich immer alles mit eigenen Worten zu formulieren. Ich kann diese Ideologie allerdings auch schon lange, ganz lange schon, ohne diese Links beurteilen.

        Wenn ich alleine die Taten dieser Ideologie von gestern auf heute angeben und in Einzelheiten schildern würde, vermute ich, dass ich wahrscheinlich gesperrt würde.
        Auch Taten der Vergangenheit rauben einem den Atem und daher dürfte ich sie wohl auch nicht angeben. Versuche selbst danach zu googlen. Du kannst dann ja selbst beurteilen ob das alles gelogen oder Propaganda ist. Aber ich warne Dich. manchmal benötigst Du starke Nerven wenn Du Dir konkret etwas ansehen willst. Ich mache es meistens nicht. Die Stichworte für eine erfolgreiche Suche könnte ich Dir liefern. Aber vielleicht fallen sie dir selbst ein.

        Wenn du wenigstens zugeben würdest, dass deine Kenntnisse auf dem kulturellen Gebiet ausbaufähig sind.

        Ich maße mir freilich in der Tat nicht an, das Leben des einzelnen Muslim konkret “beurteilen” zu können oder die Kultur eines muslimischen Landes zu erfassen.

        Der Islam liegt allerdings zur objektiven (logischen) Beurteilung offen. Da benötige ich wie gesagt noch nicht einmal Links.

        • Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 16:20 - Permalink

          Ja die USA-Kultur ist wohl besser geeignet für die Integration, z. B. weil sie sich die zu Integrierenden gezielt aussucht und konkret von Anfang an von ihnen verlangt Amerikaner zu werden. (Irgendein Präsident hat das so formuliert meine ich) Bei uns nennen das manche Zwangsgermanisierung.

          Was für ein Vergleich… *rolleyes*

          Freilich die USA-Kultur integriert auch die Illegalen, aber das sind “Latinos”.

          Erstens ist die Aussage paradox, zweitens ist das Prädikativ für Illegale in diesem Zusammenhang ebenfalls (US-amerikanischer) Rassismus.

          Also ich habe nicht die Zeit, diese fremde Kultur (besser Ideologie) aus meiner Sicht zu beschreiben. Das ergibt u. U. Buchformat wäre aber auf jeden Fall zu lang. Ich könnte freilich Links angeben. Aber die sind hier nicht erwünscht, deshalb versuche ich immer alles mit eigenen Worten zu formulieren. Ich kann diese Ideologie allerdings auch schon lange, ganz lange schon, ohne diese Links beurteilen.
          Wenn ich alleine die Taten dieser Ideologie von gestern auf heute angeben und in Einzelheiten schildern würde, vermute ich, dass ich wahrscheinlich gesperrt würde.
          Auch Taten der Vergangenheit rauben einem den Atem und daher dürfte ich sie wohl auch nicht angeben. Versuche selbst danach zu googlen. Du kannst dann ja selbst beurteilen ob das alles gelogen oder Propaganda ist. Aber ich warne Dich. manchmal benötigst Du starke Nerven wenn Du Dir konkret etwas ansehen willst. Ich mache es meistens nicht. Die Stichworte für eine erfolgreiche Suche könnte ich Dir liefern. Aber vielleicht fallen sie dir selbst ein.

          Deine Sichtweise kenne ich jetzt. Dafür brauche ich keine Links. Und im übrigen: Nicht alles, was man im Netz findet, entspricht der Wahrheit – das weißt du doch. Aus persönlicher Erfahrung heraus: Misch dich besser unter die Menschen, welche du hier denunzierst, und hör dir die an! Nicht nur in Deutschland. Weil du ja deren Kultur/Glaube/Gene für “Integrationsprobleme” verantwortlich machst, solltest du in arabische Länder reisen (nicht als Hotel-Tourist). Und danach kannst du in andere Länder reisen, in denen der Islam neben anderen Religionen längst (friedlich) integriert ist. Dann kannst vielleicht auch du u.a.

          die Kultur eines muslimischen Landes … erfassen

          Danach wirst hoffentlich auch du erkennen, dass die Ursachen für etwaige “Integrationsprobleme” nicht in der Kultur/ im Glaube / in den Genen zu suchen sind, sondern genau die Probleme auftreten, welche die gesamte deutsche Bevölkerung massiv betreffen – es sind Probleme, deren Ursachen u.a. in der deutschen Sozial-/Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik zu suchen/finden sind.
          Aber mit deinen Vorurteilen dürfte das alles schwierig sein.

          Ich maße mir freilich in der Tat nicht an, das Leben des einzelnen Muslim konkret “beurteilen” zu können

          Das könntest du mit deinen Vorurteilen und deiner Blockade-Haltung auch nicht. Aber für’s Denunzieren reicht’s.

          Der Islam liegt allerdings zur objektiven (logischen) Beurteilung offen.

          Das so ein Satz von dir kommt, ist schon absurd.

          *rolleyes*rolleyes*rolleyes*…

    41. Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 01:06 - Permalink

      Bevor nun weitere Kommentare mit der These der Integrationsverweigerung anrücken, sollten die entsprechenden Kommentatoren ihr Geschreibsel vor dem Absenden vielleicht auf Grammatik und Rechtschreibung prüfen. Niemand ist perfekt, und die deutsche Sprache ist teilweise schwierig, aber was ich teilweise auch sehe… Paradoxer kann eure Argumentation gar nicht sein. Entweder überlegt ihr hinsichtlich Grammatik und Rechtschreibung nicht viel oder habt euch nicht integriert.

    42. Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 06:03 - Permalink

      Die Ursachen für Probleme bei der Integration in Kultur, Religion, Genen etc. zu suchen, ist in meinen Augen Rassismus auf ganzer Linie. Dass es durchaus zu Problemen bei der Verständigung jeglicher Art zwischen Kulturen kommen kann, ist nicht von der Hand zu weisen und völlig natürlich.
      Diese gründen sich aber auch auf der Tatsache, dass die Mehrheit der Deutschen fremde Kulturen nicht versteht und häufig nicht verstehen will. Diese blockierende Haltung der Deutschen wird vor allem deutlich, wenn sich der Deutsche im Urlaub fern ab jeglicher Kultur im Touristen(sperrgebiet) sonnt. Auch in der abendlichen/nächtlichen Debatte mit einigen Kommentatoren wird deutlich, wie wenig einige von fremden Kulturen verstehen – abgesehen von den Begriffsdefinitionen für Kultur und Gesellschaft. Im Hinblick auf das Auferlegen deutscher Kultur im Ausland sei die Naivität genannt, mit der einige ins Ausland verreisen – an deren Ende oft die böse Überraschung steht. Das Nicht-Verstehen zeigt sich auch z.B. in der Krise in Ägypten. Wie überrascht waren viele Deutsche, als sie die Zustände nach dem Erdbeben in Haiti sahen? Haiti als Nachbar vom beliebten Billig-Reiseziel Dom.Rep. Man denke an die WM in Südafrika: Wieviele haben sich zwischen den Spielen mit der südafrikanischen Geschichte beschäftigt? Eine Vielzahl von Deutschen findet noch nicht einmal Somalia auf der Landkarte – geschweige denn Burkina Faso. Nur einmal zur F1-Saison schaut man den schnellen Flitzern in Marokko zu. Geht selbst raus auf die Straße und fragt einen Deutschen, wie er die derzeitige Lage im Sudan einschätzt! Man wird in den meisten Fällen noch nicht einmal die Wahl zur Unabhängigkeit des Südsudans erwähnen. Wieviele Deutsche kennen die türkische Regierung? Wer kennt die islamischen Gruppierungen? Ab und an wird nach einer Naturkatastrophe von Südostasien mit entsprechendem Sensationsaufgebot berichtet. Es gibt eine Menge Deutsche, denen ist China ein komplettes Rätsel. etc. etc. etc.
      Völkerverständigung? Man betrachte die Fremdsprachenkenntnisse der Deutschen. Hier sind andere Länder viel fortschrittlicher.
      Dieses geschlossene Weltbild in einem Land, welches von Einwanderern allein schon demografisch profitieren möchte. Ein Land, dessen lange Geschichte zeigt, dass es überhaupt erst durch Integration zur Deutschen Nation wurde (man denke hunderte Jahre zurück). Dessen Sprache sich aus den Sprachen vieler Kulturen bildete. Ein Land, dass allzu deutlich den Rassismus kennt.
      Nein, der Ausländer ist nicht in der Bring-Schuld. Der Deutsche bot seine Hilfe an und dies gehört neben der Völkerverständigung – aus gutem Grund – zu unseren grundsätzlichen/ grundgesetzlichen Wertevorstellungen. Darüber hinaus sind die Probleme, die im Zusammenhang mit Integration auftreten, die gleichen, wie sie auch bei Deutschen auftreten: Sprachschwierigkeiten, keine Kenntnis der bürokratischen Vorgänge, Arbeitsplatzmangel, schlechte Bildung etc. Daher kann man die Ursachen nicht in Kulturen, Religionen, Genen etc. suchen – schon gar nicht in fremden. Vor allem nicht, wenn man absolut keine Ahnung von Kulturen hat.
      So darf dies keine Debatte über Integration sein, sondern vielmehr eine grundsätzliche über die Probleme unseres Landes. Es zeigt sich, dass die deutsche Politik mehr und mehr ihr eigenes Volk nicht mehr in dessem Sinne regiert. Und außerdem – was viel wichtiger, da traurig – ist, dass eine Vielzahl der Deutschen kulturwissenschaftlich/sprachwissenschaftlich und in Bezug auf Völkerverständigung verkümmert ist. Nein, wie könnten wir dabei auch noch ein Land der Dichter und Denker sein? Dies ist vor allem eine Folge schlechter Bildungspolitik. Diese Politik des bewussten Dummhaltens des Volkes hat auch schon zu anderen Zeiten funktioniert.
      Von daher ist es äußerst beschämend, welche Parolen und selbstgebastelten Theoreme zur Debatte stehen. Als Bestseller verkauft und in der deutschen Literatur platziert. Geschrieben von Sarrazin, dessen lausiger Sprachstil (wenn sich dahinter kein Ghostwriter verbirgt – was noch schlimmer wäre) mit Argumentationsprinzipien verfault ist, die nahe denen liegen, welche 1933 die Bücherverbrennung veranlassten. Aber er hat den richtigen Zeitpunkt getroffen: Die Zeugen vergangener Tage sind fast alle verstorben. Ich hoffe aber, für die Mehrheit der Deutschen nicht vergessen.

      • Franz L. schrieb am 11. Februar 2011 at 19:23 - Permalink

        Die Ursachen für Probleme bei der Integration in Kultur, Religion, Genen etc. zu suchen, ist in meinen Augen Rassismus auf ganzer Linie.

        [restliches Blabla gelöscht]

        Genau das ist Ihr Problem. Tatsachen sind nicht rassistisch, sie können es gar nicht sein – es sind bloß Tatsachen. Gilt bei Ihnen “Es kann nicht sein, was nicht…” usw.?

        Wenn z.B. Türken oder Araber gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil deutlich häufiger kriminell werden, als Deutsche (oder die meisten anderen Ausländergruppen), dann muss es hierfür eine Ursache geben. Diese kann kulturell bedingt sein, mit der Bildung zu tun haben, mit dem typischen Patriach in den Familien und auch mit der Religion (im Koran erfahren Anders- und “Ungläubige” schwarz auf weiss, dass sie “schlimmer als das Vieh” und “weniger wert” seien, als ein gläubiger Moslem). Ich vermute ja, es ist eine Mischung aus allem.

        • Systemfrager schrieb am 11. Februar 2011 at 19:36 - Permalink

          Du bist einfach nur peinlich!
          Wie wäre es, einen Psychiater zu besuchen?

          • Franz L. schrieb am 11. Februar 2011 at 19:53 - Permalink

            Peinlich ist nur Ihr Selbst- und Deutschenhass. Werde so etwas nie verstehen.
            Und jetzt ziehen Sie Leine und lassen die Erwachsenen miteinander sprechen.

            • Systemfrager schrieb am 11. Februar 2011 at 20:16 - Permalink

              Das darf noch gesagt werden:
              Du bist ein Nazi-Schwein. Geh auf PI

        • Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 19:36 - Permalink

          Zeig mir die Quellen deiner “Tatsachen” z.B. Links. Vor allem bin ich an deinem propagierten Zusammenhang mit bestimmten Gruppen interessiert (Ursachen etc.). Hier kam bisher nichts. Einfach zu behaupten die Prämisse sei wahr, ist eben keine Argumentation. Das habe ich hier u.a. auch vielfach kritisiert.
          (Ich komme dir jetzt sogar entgegen!)

          • Franz L. schrieb am 11. Februar 2011 at 19:58 - Permalink

            Sie wollen Links? Können Sie haben:

            a) http://www.welt.de/politik/deutschland/article7929697/Mehr-Religiositaet-mehr-Gewaltbereitschaft.html

            b) http://de.wikipedia.org/wiki/Ausl%C3%A4nderkriminalit%C3%A4t#Statistiken

            c) http://www.hss.de/fileadmin/migration/downloads/071207_VortragReusch.pdf

            • Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 22:49 - Permalink

              (sollte jetzt eigentlich weiter unten stehen, hab aber keine Lust das jetzt zu ändern)
              _______________________________________

              Deine Links sind für eine Argumentation nicht zu gebrauchen. Sie liefern keine Fakten, sondern Sichtweisen. Wie oft muss ich es noch sagen: Beschäftige dich wenigstens mit Aussagenlogik! Lies dir doch mal meinen Text genau durch. Wo findest du Ausflüchte? Ich versuche dir nur zu verdeutlichen (u.a. mit zugespitzen Gegenbeispielen), dass die Plausibilität der von dir aufgeführten Links (Statistiken) bezogen auf die objektive (absolute) Realität kaum/nicht nachprüfbar ist. Wo steckt hier die Ideologie?
              Aber lassen wir’s wirklich gut sein, da du offensichtlich von einer Argumentation nur wenig verstehst.

          • Franz L. schrieb am 11. Februar 2011 at 20:03 - Permalink

            Auch noch interessant in diesem Zusammenhang:
            http://www.welt.de/welt_print/article1525354/Redeverbot_fuer_einen_Oberstaatsanwalt.html

            So schnell kann’s gehen… ich sage ja: Die Nazis von morgen sind die Meinungsfaschisten von heute!

            • Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 20:52 - Permalink

              zu a) Die Plausibilität kann ich nicht prüfen. Wo, wann und wie wurde die Befragung durchgeführt? (Die dargestellten Statistiken lassen einiges erahnen.) Die Schlüsse, die nun daraus gezogen werden, sind somit nicht nachprüfbar. Auch der Vergleich mit christlichen Jugendlichen ist fraglich. “sehr religiös” oder “etwas religiös” wird erstens generell subjektiv unterschiedlich eingeschätzt, des weiteren ist eine solche Differenzierung nicht von einer Kultur auf die andere übertragbar (z.B. könnten muslimische Jugendliche ihre Religiösität anders bewerten als christliche – es ist also relativ; je nachdem aus welcher Perspektive man es betrachtet).
              zu b) Hier wird sehr deutlich (was auch bei den anderen Aussagen eine sehr wichtige Rolle spielt), dass man bewusst bestimmte Aspekte weglässt. z.B. die soziale Schicht der Täter. Meine Argumentation ist eben: Die (schlechten) sozialpolitischen Strukturen unseres Landes leiden von vornherein eine Vielzahl der Einwanderer in sozial niedrigere Schichten (gemessen am Einkommen) d.h. es befindet sich in dieser Schicht im Vergleich zu höheren Schichten ein größerer Anteil an Einwanderern. Sogleich ist die Kriminalitätsrate in dieser Schicht meist höher. Die statistische Folge kannst du jetzt selbst herleiten.
              Es gibt noch einige andere Punkte, welche diese Statistik unseriös machen. Aber einer sollte genügen, oder.
              zu c) Hier gilt das selbe wie bei a) hinsichtlich Plausibilität. Noch was: Wer die kulturelle Definition von Wikipedia für “orientalische Migranten” verwendet und daraus kriminologische Schlüsse zieht, erscheint mir nicht sehr seriös.
              zu dem anderen Link) Dieses Vorgehen trägt natürlich nicht gerade zur Aufklärung bei. Dennoch hätte man die Aussagen etc. von Herrn Reusch ebenfalls in Relation zu anderen Aussagen setzen müssen. Leider kann man hierzu nicht sehr viel mehr sagen.

              Im übrigen: Es ist schwierig hier zu erkennen, welche Einwanderer gemeint sind: Die, welche schon länger hier sind, oder welche kürzlich erst einwanderten? Das wäre äußerst wichtig!

            • Axel schrieb am 11. Februar 2011 at 20:56 - Permalink

              Ja die leitenden Behörden müssen schon dafür sorgen, das das gemeine Volk nicht einmal ausgewogen, sondern politisch korrekt informiert wird. Von den üblichen sich gegenseitig ins Wort fallenden Verdächtigen und staatspolitisch unverdächtigen Fachleuten.

            • Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 21:05 - Permalink

              Mir fällt bei diesem Thema im Zusammenhang mit sozialen “Schichten” und Strafdelikten ein…
              Ohne jetzt eine Statistik aufstellen zu müssen, stell ich jetzt prompt eine Gegenbehauptung auf: Der Einwandereranteil bei Steuerhinterziehung ist verschwindend gering.
              Tja, so spielt man mit Statistiken.

            • Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 21:19 - Permalink

              Die neueste Schlagzeile:
              Immer mehr Menschen sterben durch deutsche Autofahrer!
              Der Anteil der in Deutschland geborenen Bevölkerung an Verkehrsunfällen mit Todesfolge ist enorm hoch. Die Statistik zeigt: Ausländer sind die besseren Autofahrer. Während sich Deutsche bei Überholvorgängen regelrecht Machtkämpfe liefern. Auch der Anteil der Fahrerflüchtigen….

              So macht man das doch, oder?

              *satire off*

            • Franz L. schrieb am 11. Februar 2011 at 22:23 - Permalink

              Ihre Antworten zeigen, dass Sie die genannten Fakten nicht akzeptieren können (vermutlich ideologisch bedingt, da sie Ihr Weltbild gefährden) und deshalb nach Ausflüchten und vermeintlichen Gegenbeispielen suchen. Das ist menschlich völlig legitim, aber eben auch nicht sachdienlich. Ich würde sagen, wir belassen es hierbei. Guten Abend.

        • Heldentasse schrieb am 11. Februar 2011 at 23:37 - Permalink

          @Franz L.

          Wenn z.B. Türken oder Araber gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil deutlich häufiger kriminell werden, als Deutsche (oder die meisten anderen Ausländergruppen), dann muss es hierfür eine Ursache geben. Diese kann kulturell bedingt sein, mit der Bildung zu tun haben, mit dem typischen Patriach in den Familien und auch mit der Religion (im Koran erfahren Anders- und “Ungläubige” schwarz auf weiss, dass sie “schlimmer als das Vieh” und “weniger wert” seien, als ein gläubiger Moslem). Ich vermute ja, es ist eine Mischung aus allem.

          Ich erspare Ihnen und mir jetzt diese Polemik – ein fast schon zu schöner Ausdruck – mit gleicher Münze zu beantworten und zitiere mal sachlich aus einer unverdächtigen Quelle:

          Anfällig für Missbrauch sind Ausländer-Statistiken. So liegt der Anteil der Ausländer an den Kriminellen stets höher als bei Inländern. Sind Ausländer also per se krimineller? Wohl kaum, so Bosbach. Dass mehr Ausländer kriminell sind als Inländer, bedeute nicht, dass der Grund dafür in ihrem Ausländer-Dasein liegt. So sind Migranten im Schnitt jünger als Deutsche – und Kriminalität ist stets ausgeprägter bei jungen Menschen. Auch ist der Anteil der Männer bei Ausländern höher – wie bei allen Kriminellen. Zudem leben Migranten häufiger in Großstädten und sind eher arm – beides Merkmale, die bei Straftätern öfter auftreten als im Durchschnitt.

          Quelle

          • Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 23:55 - Permalink

            @Heldentasse
            Dies unterstreicht noch einmal, was ich vorhin mit Plausibilität bezogen auf die objektive (absolute) Realität gemeint hatte. Aber diese Relationen will Franz L. nicht sehen. Eine hatte ich ja auch schon als Beispiel genannt. Dein Zitat aus der Berliner Zeitung darf als plausibel gelten, weil es auf logisch nachvollziehbare Weise u.a. auf statistische Fehlerquellen hinweist.

        • Mordred schrieb am 12. Februar 2011 at 03:59 - Permalink

          bzgl. ursache wird hier sher nice auf vor allem auf angeblich muslimische religionsgeschichten verwiesen. hm, hierzulande hat man das system “gesetz vor relgion”. wenn also bestimmte menschen sich nicht an die gesetze halten, werden sie bestraft. passiert das bei migranten nicht?

    43. Sushirolle schrieb am 11. Februar 2011 at 07:42 - Permalink

      Wie man an den Kommentaren hier sehen kann, ruft dieses Thema doch schnell die Extremisten beider Seiten auf den Plan und die Gräben zwischen den Lagern werden immer tiefer. Was soll das denn alles? Hier herrscht zwar Religionsfreiheit und jeder kann an das glauben, was er will. Aber wir haben hier nun einmal eine christliche Kultur. Egal ob das nun jedem gefällt oder nicht. Die Christen machen hier den Großteil der Gläubigen aus, lt. Wikipedia sind es 60%. Also dürfen hier z.B. auch Kreuze in den Schulen hängen. Wer sich daran stört, stört sich halt daran. Das ist sein gutes Recht. Und wegen den >5% Muslimen hier so einen Aufstand machen, und Frauenschwimmbäder oder Kantinenspeisepläne anzupassen, halte ich zwar für nett und sicher gut gemeint, aber dennoch absolut überzogen und unnötig. Wenn ich jetzt auswandern sollte und in ein religiös anders orientiertes Land ziehe, dann praktiziere ich eben meine Religion so gut ich kann, muss ich aber mit den anderen Zuständen abfinden.

      Genauso die Integration. Es gibt „Scheiss-Kanaken“ die sich „hier“ aufführen und Deutsche hassen. Ja und?! Wir haben hier im Gleichschritt marschierende, glatzköpfige Neo-Nazis und andere asoziale Arschlöcher. Das heißt doch einfach nur, jedes Volk hat seine Arschlöcher, diese seien doch auch jedem Volk „gegönnt“. Die Diskussionen zu diesem Thema gleiten aber immer wieder in Pauschalierungen ab, die eine Lösungsfindung nicht gerade unterstützen.

      Das einzig erschreckende an diesem Thema hier ist doch nur der Verkaufserfolg dieses Unympathen der alle Stammtisch-Klischees bedient. Und das er so gut ankommt liegt an dem bisherigen krampfigen Umgang mit den Ausländern.

      „Wer hier leben will, soll auch so leben wie wir und hat sich anzupassen“, dieser Stammtisch-Quatsch ist doch, realistisch betrachtet völliger Blödsinn. Wie so vieles, was von deutschen Stammtischen kommt. Wer hier leben will, kann sich integrieren, muss es aber nicht. Warum auch. Das einzige, was er tun muss, ist unsere Gesetze achten. Und er kann auch fordern was er will. Ramadan-Wochen bei McDonalds, einen 1,50m Buddah an der Haltestelle an der eine Linie 8 hält oder die Heiligsprechung der deutschen Kuh. Wenn er Spaß dran hat soll er es tun. Aber die Gesellschaft zuckt nur mal mit den Schultern und gut is‘.

    44. Systemfrager schrieb am 11. Februar 2011 at 07:48 - Permalink

      @ (Neo-)Faschisten: Franz L., Axel, …

      Was war der Faschismus, bzw. was ist der Faschismus?

      Es war ein Versuch, den kollabierenden Kapitalismus auf Kosten der Minderheiten zu retten. Damals waren es Juden, jetzt sind es islamische Völker. Aber warum war gerade das Volk der „Dichter und Denker“ das schlimmste was es je gab, warum nur das Volk der „Dichter und Denker“ eigene Nachbarn mit dem besten Gewissen (und Wissen) vergasen konnte? Warum Dänen und Bulgaren gesagt haben: Nein, der Deutsche bekommt unsere Juden nicht? Warum war der Faschismus in Deutschland so schrecklich, viel schrecklicher als in zB in Italien oder Slowakei?

      Weil die deutschen Eliten die blutrünstigsten und rücksichtslosesten Eliten der Welt sind. Zwischen zwei Weltkriegen ging man in keinem Land so brutal gegen die Arbeitslosen und Armen vor, wie in Deutschland. Und die Geschichte wiederholt sich. >>>

      Und noch einmal Heine:

      »Man befahl uns [Deutschen] den Patriotismus und wir wurden Patrioten; denn wir tun alles was uns unsere Fürsten befehlen. Man muß sich aber unter diesem Patriotismus nicht dasselbe Gefühl denken, das hier in Frankreich diesen Namen führt. Der Patriotismus der Franzosen besteht darin daß sein Herz erwärmt wird, durch diese Wärme sich ausdehnt, sich erweitert, daß es nicht mehr bloß die nächsten Angehörigen, sondern ganz Frankreich, das ganze Land der Zivilisation, mit seiner Liebe umfaßt; der Patriotismus des Deutschen hingegen besteht darin daß sein Herz enger wird, daß es sich zusammenzieht wie Leder in der Kälte, daß er das Fremdländische haßt, daß er nicht mehr Weltbürger, nicht mehr Europäer, sondern nur ein enger Deutscher sein will.«

      • smukster schrieb am 11. Februar 2011 at 17:00 - Permalink

        Weil die deutschen Eliten die blutrünstigsten und rücksichtslosesten Eliten der Welt sind.

        Nein, ich fuerchte es ist schlimmer:
        Es liegt am nach wie vor vorhandenen Untertanengeist der Menschen hierzulande – bei gleichzeitigem Leistungswillen auf egal welchem Gebiet. Gib Menschen in diesem Land ein Ziel, und sie werden alles daran setzen, es moeglichst perfekt und effizient zu erreichen. Und nur sehr Wenige werden diskutieren, ob es ueberhaupt ein sinnvolles Ziel ist. Fuer echte Preussen sind das sogar nich “Tugenden”, unglaublich…

      • Franz L. schrieb am 11. Februar 2011 at 19:06 - Permalink

        Warum muss man sich als Konservativer von so linksextremen Gestalten wie Ihnen eigentlich permanent als “Faschist” beleidigen lassen? Wissen Sie was: Ich scheisse auf Leute wie Sie! Der wahre Faschist sind Sie nämlich – ein Meinungsfaschist. Wandern Sie am besten aus, dann können Sie Ihren Deutschlandhass noch besser ausleben.

        Zum kotzen, solche Typen.

        • Systemfrager schrieb am 11. Februar 2011 at 19:18 - Permalink

          Wandern Sie am besten aus, dann können Sie Ihren Deutschlandhass noch besser ausleben.

          Ich glaube nicht, auch wenn Sarrazin so viele Bücher verkauft hat, dass Deutschland solche Nazis wie er und du representieren.

          Warum muss man sich als Konservativer von so linksextremen Gestalten wie Ihnen eigentlich permanent als “Faschist” beleidigen lassen?

          Wenn etwas wie Ente aussieht, wie Ente quakt und wie Ente schlendert, das ist für mich eine Ente.

          Wenn jemand wie Nazi spricht, wenn jemand wie Nazi denkt und wenn jemand wie Nazi fühlt, dann ist er für mich ein Nazi.

          • Franz L. schrieb am 11. Februar 2011 at 19:35 - Permalink

            Ich denke, Ihr Kommentar spricht für sich. Den lasse ich in seiner ganzen Blödheit mal so stehen :D

            Nur noch soviel: Die inflationäre Verwendung des Begriffs Nazi beleidigt alle Opfer, die unter wirklichen Nazis sehr zu leiden hatten. Das ist beschämend.

    45. River Tam schrieb am 11. Februar 2011 at 09:28 - Permalink

      Buchtipp für die nächste “Integrations- und Kulturkampfdebatte”:
      Kampfabsage von Ilija Trojanow und Ranjit Hoskoté

    46. Jan schrieb am 11. Februar 2011 at 12:10 - Permalink

      Robert Misik: “Thilo Sarrazin, Held der Bösmenschen und Hassposter”

      • Alex schrieb am 11. Februar 2011 at 13:11 - Permalink

        Wie die Faust auf’s Auge.

      • Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 13:38 - Permalink

        Ich mach mich arm vor lachen.

        :D Schön!

        Inplausibilitätsmathematik

        Im übrigen:
        Ich bin weder Extremist, noch ordne ich mich einer der “beiden Lager” zu. Und eigentlich hatte ich gehofft, die Debatte würde schnell verebben – hatte ich anfangs hier auch geschrieben. Aber bei derartigen Kommentaren, wie sie hier aufgetreten sind, halte ich auch beharrlich dagegen.

    47. Carsten Penkella (Sarrazyniker) schrieb am 11. Februar 2011 at 14:50 - Permalink

      Das ist er, der deutsche Untertan in Reinkultur: immer dem Zeitgeist huldigend, ob monarchistisch, faschistisch oder fortschrittlich. Und immer wieder der Hang zum Denunziantentum.
      Ihr, deutsche und Deutschland eng verbundene StudentInnen und AkademikerInnen in Großbritannien, Eure Vorfahren können stolz auf Euch sein. Ihr seid die ewigen Träger des deutschen Mitläufer-Gens. Ihr haltet Euch für mutig, weil Ihr Sarrazin und Broder anschwärzt, um sie am Reden zu hindern. Ihr seid die Wohlgesinnten.

    48. Axel schrieb am 11. Februar 2011 at 16:15 - Permalink

      @Ko-Mike

      Du warst ja glaube ich der, der nach Experten zum Thema gefragt hat, Ich habe es mittlerweile nebenbei formuliert, aber ich will es hier nochmal explizit machen:

      Es gibt keine Experten, weil die die es gibt als Rassisten diffamiert werden bzw, als solche angeklagt sind. Wenn ein solcher Autor ein Buch veröffentlicht hat kann es auch passieren, dass er von Muslim-Organisationen vor Gericht gezerrt wird und das Buch aufgeben muß, da die einstweiligen Verfügungen das Festhalten am Erscheinen des Buches unmöglich machen, bzw. dem Autor der “persönliche Ruin” droht.

      Daher gibt es eben keine offiziell anerkannten Experten, sondern nur solche die quasi im Untergrund oder im Netz arbeiten (weil sie eben keine märchenerzählenden Kompromisse machen, wie die von der Regierung beauftragten “Experten”) oder die politische Arbeit auf dem Gebiet aufgenommen haben und dafür auch europaweit vor Gericht stehen. Es ist nämlich ein europaweites Phänomen und einige Länder stehen bereits weiter auf der Kippe als Deutschland.

      Ich denke freilich schon, dass die die ich kenne Experten sind, da man viele ihrer Thesen rein logisch als korrekt beurteilen kann.

      • Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 16:28 - Permalink

        Ich meinte Experten auf dem Gebiet der Einwanderungspolitik, die sich in diesem Zussamenhang u.a. auch mit fremden Kulturen sehr gut auskennen. Oder Kulturwissenschaftler – Fachgebiet: Völkerverständigung. etc. Mit denen kann man (vielleicht) auch vernünftig argumentieren. Inzwischen habe ich aber schon selbst recherchiert.

        • Axel schrieb am 11. Februar 2011 at 19:07 - Permalink

          Diese Experten würden mich jetzt wiederum interessieren. Das ist ernst gemeint!

          Davon hab ich noch nie was gehört. Also einschlägig und weniger einschlägig bekannte Kulturwissenschaftler sind natürlich schon bekannt. (man darf natürlich drei mal raten welcher Richtung die bekannten und die weniger bekannten zuneigen) Aber “Einwanderungspolitikexperten” kenne ich nicht! Ich habe nicht die geringste Vorstellung um wen es sich da handeln könnte. So jemand hätte doch schon mal in irgendeiner Talk-Show auftauchen müssen oder müßte zumindest als Berater der Regierung bekannt sein.

    49. smukster schrieb am 11. Februar 2011 at 17:03 - Permalink

      Better run Nazi scum.

      (Das ist nicht sehr sachlich. Also auf eurem Niveau.)

      • Franz L. schrieb am 11. Februar 2011 at 19:10 - Permalink

        Fragt, wer hier ein Nazi ist. Viele Linke begreifen in ihrem Wahn gar nicht, dass sie mit ihrem Verhalten viel mehr in nationalsozialistischer Tradition stehen, als die meisten (Rechts)konservativen.

        • Mordred schrieb am 12. Februar 2011 at 03:37 - Permalink

          stimme ich voll zu.

    50. Axel schrieb am 11. Februar 2011 at 20:39 - Permalink

      @ SF

      Möchtest Du nicht im Fall Systemfrager Deiner Sorgfaltspflicht gegenüber Kommentatoren nachkommen, also Amokläufe vor allem auch im Interesse des Amokläufers verhindern?

      Ich weiß nicht ob eine solche Sorgfaltspflicht verbindlich ist in der Blogger Szene. Aber Du mußt doch auch für eine gewisse Seriosität Deiner Seite Sorge tragen.

      Also der erste Artikel hier war für mich so meine ich: “Königin für eine Nacht” Jeder Satz darin war richtig. Aber was sich mittlerweile hier abspielt? Mann o Mann.

      • Systemfrager schrieb am 11. Februar 2011 at 21:10 - Permalink

        @ Axel
        Ja, wie Recht hast du
        es tumeln sich hier die abscheulichten Gestalten der deutschen Geschichte
        warum bist du nicht ehrlich: du bis ein Nazi

        Hätte man damals, solche rechtzeitlich erkannt …

        • Axel schrieb am 11. Februar 2011 at 21:55 - Permalink

          Ja das weiß ich doch jetzt schon, und ich verspreche mich zu bessern. Du wiederholst Dich. Das ist langweilig.

          Sag mal bist Du Dir wirklich sicher, daß Du nicht Hilfe benötigst? Es müßte Dir doch zumindest die Inhaltslosigkeit Deiner Tiraden auffallen.

          Nur die Unterscheidung zwischen Regulierung und Steuerung der Wirtschaft ist mir in letzter Zeit als Sinnvolles von Dir in Erinnerung. Das zeigt aber auch, dass Du auch was Sinnvolles sagen kannst.

          Ich kann nicht mehr helfen, aber es gibt doch sicher eine Telefonseelsorge bei Euch im Ort. Alternativ: Ich weiß jetzt auch nicht ob “Domian” auf WDR noch macht. Ich kenn das nicht weiter, aber ich meine der hört sich auch geduldig alle perversen Probleme an.

          • Mordred schrieb am 12. Februar 2011 at 03:36 - Permalink

            hm, soweit ich es mit meinem intellektuell begrenzten horizont erfassen kann, seid ihr eigentlich schon faschisten und rassisten. systemfrager ist es wahrscheinlich zu lnagweilig, das näher auszuführen, da es ja dank eurer aussagen auf der hand liegt. guckt einfach mal bei wikipedia nach.
            ich bin im übrigen kein fan der nazikeule oder sowas. wenn ich aber u.a. sowas lese wie “entweder gewinnt der islam oder der westen” lässt das schon tief blicken.
            ich check auch nicht wirklich euer problem. man muss/kann doch angeblich über alles reden. also steht zu euren ansichten und bekennt euch zu faschismus/rassismus. dieser blog ist sehr tolerant ;)

            • Systemfrager schrieb am 12. Februar 2011 at 09:02 - Permalink

              Sehr gut formuliert:

              ich check auch nicht wirklich euer problem. man muss/kann doch angeblich über alles reden. also steht zu euren ansichten und bekennt euch zu faschismus/rassismus. dieser blog ist sehr tolerant | Mordred

              Also Franz L., Axel – hic rhodos, hic salta !

            • Franz L. schrieb am 13. Februar 2011 at 02:30 - Permalink

              1. Ich mache mir Herrn Axels Aussagen nicht zu eigen (obwohl sie teilweise sicher richtig sind). Also lasten Sie mir gefälligst nur an, was ich sage.
              2. Wo in meinen Kommentaren Rassismus zu finden sein soll, bleibt wohl Ihr Geheimnis.

              Für Euch Hardcore-Linke ist doch jeder rechts der SPD bereits ein “Nazi”. Wäre ich einer, würde ich mir sicher nicht die Mühe machen, in einem linken Blog über Politik zu diskutieren.

              Ach ja, Typen wie Systemfrager werde ich ignorieren. Der ist ein Extremist und mit solchen rede ich nicht (im 3. Reich wäre der, so fanatisiert und ideologisch verbohrt der ist, in der SS gewesen – jede Wette).

        • Franz L. schrieb am 11. Februar 2011 at 22:18 - Permalink

          Systemfrager braucht in der Tat Hilfe. Das kann nicht normal, nicht gesund sein. Ich tippe auf einen krankhaften Nazikomplex in Verbindung mit moralischer Selbstüberhöhung. Er sieht überall böse Glatzen und betrachtet sich selbst vermutlich als Rettungsanker Deutschlands :D

          • Axel schrieb am 11. Februar 2011 at 22:59 - Permalink

            Nein da steckt mehr dahinter. Aber man kann das so nicht ergründen.

            Ich hab mal jemand gekannt der auch seinen völlig eigenen Marxismus entwickelte. Ja den ganz persönlichen. Es war der Marxismus mit seinem Vornamen verbunden. Natürlich ein wenig schalkhaft gemeint, aber er hielt seine Theorien wohl für hoch exakt.

            Aber davon abgesehen: Irgendwie erinnere ich mich bei Systemfrager an die Marxistische Gruppe um Ludwig Fertl, aber die waren zu Mehreren.

            Die lehnten auch den üblichen Marxismus ab und das bürgerliche System natürlich auch, kritisierten alles und kritisierten eigentlich nur.

            Das war auch immer recht scharfsinnig und am Anfang der Kritik stand meist ein Gag und die machten damals vor allem die DKP-orientierten Spartakisten zu recht lächerlich. Legendär die Rubrik: “Sprüche und Widersprüche”.

            Dadurch das sie keine Alternative zeigten waren sie auch kaum angreifbar, denn kritisieren kann man ja alles recht leicht, vor allem wenn es einem leicht gemacht wird. Bei der Kritik der bürgerlichen Welt haben sie sicher auch daneben gegriffen, aber ihre Kritik der Spartakisten war unnachahmlich. Kabarett vom Feinsten.

            Aber von Ägypten lernen heißt siegen lernen wäre denen nie über die Lippen gekommen. Die hätten den Aufstand dort derart schöpferisch ins Lächerliche gezogen, dass kann sich hier keiner vorstellen.

            Deshalb: Systemfrager bleibt rätselhaft.

    51. Axel schrieb am 12. Februar 2011 at 11:06 - Permalink

      @mordred

      hierzulande hat man das system “gesetz vor relgion”. wenn also bestimmte menschen sich nicht an die gesetze halten, werden sie bestraft. passiert das bei migranten nicht?

      Gut ich könnte die Problematik jetzt kurz selbst darstellen, aber vielleicht doch ein Literaturhinweis. Es gibt schon objektive Darstellungen, wenn auch wenige bzw. so gut wie keine.

      Stefan Hug: Migrantengewalt, Wie sich unser Staat selbst entmachtet.

      Also der Staat könnte auch von “einheimischer” Kriminalität entmachtet werden, wie z. B. in Italien partiell durch die Mafia.

      Wenn man aber die Dinge, wie im Falle muslimischer Migranten nicht beim Namen nennen darf, so kann man auch die Strafen nicht angemessen bemessen. Wenn es möglich ist muß´man z. B. konsequent ausweisen.

      Das man das nicht tut ist dann ein Dammbruch den man dann irgendwann nicht mehr zum halten bekommt.

      So kommt es zum Beispiel sogar vor, das man Ehrenmorde im Kontext betrachtet, wobei ich jetzt nicht weiß ob das schon mal zu Strafmilderung geführt hat. Aber es soll auch eine Dunkelziffer bei den Ehrenmorden geben, was bedeutet das man es nicht konsequent genug verfolgt.

      Das kann nicht sein. Das ist ein Mord und zwar ein besonders abscheulicher. Wenn man das in irgendeiner Form kulturell relativiert dann bekommt man das nicht in den Griff und schafft faktisch zweierlei Recht.

      Damit haben Muslime dann quasi parallele Rechte. Wie ist das mit der Parallelgesellschaft? Fällt der Groschen?

      Zunächst bekommen Muslime immer mehr Sonderrechte und eine erhebliche Anzahl umarmt und gefangen von islamischer Infrastruktur lebt quasi parallel.

      Schließlich stellen sie die Mehrzahl und auch die “Integrierten” freien Muslime werden von der islamischen Infrastruktur (gewaltsam) aufgesogen und das wars dann.

      Vor 30 Jahren gab es keine oder kaum Kopftücher, aber mit Khomeinis Sieg im Iran bekam der fundamentale Islam den nötigen Auftrieb, seine Infrastruktur in den Westen auszubreiten. Und der Westen steht dem bisher hilflos gegenüber. Das Problem ist u. a. das sich eine Ideologie unter dem Schutz der Religionsfreiheit ausbreiten kann. Nicht unbedingt die einzelnen Muslime sind dabei die Ideologen, aber der Islam ist die Ideologie.

      Warum westliche auch “neoliberale” Politiker das nicht erkennen oder sogar fördern weiß ich nicht wirklich. Also ich habe eine Theorie darüber, aber wirklich verstehen kann ich das nicht. Demokratische und verfassungsrechtliche Mittel die Ausbreitung zu verhindern gibt es sicherlich.

      Übrigens ich möchte mich mal grundsätzlich hier dafür bedanken, dass ich das hier alles darstellen darf. In der Mainstreampresse durfte ich das nicht!

      • name schrieb am 12. Februar 2011 at 13:45 - Permalink

        [gelöscht/SF]

        • Franz L. schrieb am 13. Februar 2011 at 02:33 - Permalink

          Boah, so einen asozialen Kommentar habe ich schon lange nicht mehr gelesen. “Kompliment”.

          • name schrieb am 13. Februar 2011 at 08:42 - Permalink

            Tja, geistlose Gestalten wie Du, die vom Staatsinteresse im Allgemeinen und im Besonderen als Lebensaufgabe, vom guten und vom schlechten “Ausländer” ordend faseln und dabei den Blut- und Bodenvermesser dabei spielen, sich einbilden, sie wären mit diesem reaktionärem Dreck noch rebellisch, noch rebellisch, wenn man Ihnen ihr geistloses Spielzeug vom kältesten aller Monster vor Augen führt, toben natürlich, wenn man Ihnen den Spiegel vorhält.

            Und weil solche reaktionären Gestalten ihren staatsinteressierten rassistischen Wahn noch öffentlich ausleben wollen, gibt ganz gepflegt auf die Fresse – fürs Verständnis, und die Synapsen.

      • name schrieb am 12. Februar 2011 at 14:10 - Permalink

        [gelöscht/SF]

        • Franz L. schrieb am 13. Februar 2011 at 02:40 - Permalink

          [gelöscht/SF]

      • Ko-Mike schrieb am 12. Februar 2011 at 15:51 - Permalink

        @Axel (und Franz L., wenn er interessiert ist)

        Das kann nicht sein. Das ist ein Mord und zwar ein besonders abscheulicher. Wenn man das in irgendeiner Form kulturell relativiert dann bekommt man das nicht in den Griff und schafft faktisch zweierlei Recht.

        Genau diese kulturelle Relativierung mache ich beim Gesetz nicht. Wer gegen das Gesetz verstößt, muss nach Gesetz im gleichem Maße bestraft werden – gleich welcher Herkunft er entspringt. Da sind wir uns wohl einig, oder. Doch gleichzeitig betreibst du und Franz L. eine kulturelle Relativierung bei den Rechten, die jeder Bürger in unserem Land in gleichem Maße hat – gleich welcher Herkunft er entspringt.

        Damit haben Muslime dann quasi parallele Rechte. Wie ist das mit der Parallelgesellschaft?

        Genau dies innerhalb eines Landes gilt es meiner Ansicht nach zu verhindern. (Wobei ich in Deutschland keine Parallelgesellschaft erkennen kann – Multikulti ist eben gescheitert.) Denn geschehe dies (Parallelgesellschaft), kann man nicht von Integration sprechen. Es muss vielmehr eine tolerante Synthese aus Einheimischen und Zuwanderern geben. (Demnach haben Zuwanderer auch den gleichen Rechtsanspruch. Was du als Sonderrechte bezeichnest, haben Einheimische auch. Schau mal z.B. nach Bayern. Da sprudelt es förmlich von Sonderrechten. Es gibt auch noch weitere Beispiele. Das muss man nicht immer für gut heißen. Aber hier sofort von einer Parallelgesellschaft zu sprechen, ist absurd.)
        Was das Ergebnis dieser Synthese kulturell gesehen sein wird? Das kommt auf die Mitglieder der Gesellschaft an. Momentan kann man in Deutschland von einer Kultur sprechen, die zum Großteil non-religiös bis wenig religiös geprägt und aufgeschlossen ist (ob diese Prägung ihre Wurzeln evtl. im christlichen Glaube hat, ist eine andere Frage).

        Das Problem ist u. a. das sich eine Ideologie unter dem Schutz der Religionsfreiheit ausbreiten kann.

        Das ist kulturwissenschaftlich nicht per se ein Problem. Problematisch wird es, wenn das Aufeinandertreffen von verschiedenen Kulturen kulturell-rassistisch geprägt ist. Dabei spielt es keine Rolle, welche der Kulturen dies ist (ob islamistisch, christlich, jüdisch, westlich, sozialistisch, asiatisch, non-religiös, etc.), da sich die kulturelle-rassistische Bewegung auch auf der anderen Seite als Art “Gegenwehr” etabliert und somit auf alle aufeinander treffende Kulturen übergreift.
        Was passiert hier? Nein, dies ist kein Kampf der Kulturen – wie man immer missverständlich behauptet. Hier bildet sich in Form einer Synthese kulturell-rassistisch geprägter Kulturen eine alleinige Kampf-/Kriegskultur heraus d.h. es ist eine neue kämpferische/kriegerische Kultur entstanden, deren Mitgleider im kulturellen Konflikt stehen – also eine Konflikt geprägte Kultur. Wollt ihr das? Schaut nach Afrika!
        Das kann nicht das Ziel sein und wäre kulturell ein weiter Rückschritt, da sich letztlich nur eine Kultur (i.d.R. mit Gewalt, da die Menschen in ihre Gesamtheit individuell und nicht mono-kulturell sind) durchsetzen wird – wenn sich der Mensch nicht komplett vernichtet. Diese aus der Konflikt geprägten Kultur wiederum bildende (Monopol-)Kultur hat nichts mit den ursprünglichen Kulturen zu tun. Dieser Zusammenhang ist wichtig, da er häufig ebenfalls falsch dargestellt wird – nach dem Motto: Am Ende würde nur eine der ursprünglichen Kulturen überleben (Dies ist ein Irrtum und beachtet nicht die kulturelle Veränderung!).
        Ziel muss es sein, dass sich Kulturen für andere Kulturen insoweit öffnen, dass eine Synthese möglich ist. Fundamentalisten – oder wie man jetzt hier auch sagen kann- kulturelle Rassisten blockieren dies. Es müssen also Reformer, deren Ziel die erwähnte Öffnung zur Synthese ist – gefördert werden (auf allen Seiten) z.B. durch das einhalten von Religionsfreiheit.
        (Hinweis: Diese Reformer gibt es auch auf islamischer Seite und werden oft übersehen. Der Kern des Islams akzeptiert eben doch andere Religionen neben sich. Einfach mal andere friedliche (!) Länder, in denen es auch Moslems gibt, genauer anschauen. Diese Länder findet man auch im “Westen”. Das ist aber oft der Fehler des “Westens”: Er schaut sich nur bestimmte Teile der Welt an. Dabei würde auch auffallen, dass demgegenüber auch christlich geprägte kulturelle Rassisten/Fundamentalisten stehen, die es auch in einer großen Vielzahl in den westlichen Ländern gibt.)
        Was bedeutet diese (friedlich) kulturelle Synthese? – Es bedeutet, dass sich eine neue tolerante und offene Kultur bildet (eben an der “Schnittstelle” verschiedener Kulturen), die sich von den ursprünglichen Kulturen unterscheidet, aber neben ihnen existieren kann. Sprich, die ursprünglichen Kulturen bleiben erhalten, insoweit sie sich nicht innerhalb dieser kulturellen “Schnittstelle” befinden. In Anbetracht der Globalisierung und des technischen Fortschritts bilden sich folglich sehr viele Schnittstellen. Eine kulturell-rassistische Prägung kann hier – wie gesagt – nicht das Ziel sein, sondern die Synthese. Es muss also Ziel sein, dass sich vielerlei Synthesen bilden, aus denen eben vielerlei neue und tolerantere Kulturen hervorgehen. Alles in allem nennt man das – im Gegensatz zur kulturell-rassistisch geprägten Kulturmonopolisierung – einen kulturellen Fortschritt.

        zum Wort “kulturell-rassistisch“: Es bedeutet, dass man auf eine einzige Kultur beharrt und keine andere weder neben ihr, noch eine Synthese mit eben dieser akzeptiert. Kurz: “rassistisch” bezieht sich auf Gene und Abstammung, “kulturell-rassistisch” auf die Kultur. Man könnte auch monopolkulturell sagen, was sogar besser wäre (weil es die Absicht von “kulturell-rassistisch” offen legt).
        Jedoch ist eine monopolkulturelle Gesinnung zwangsweise auch rassistisch. Warum? Da man den Mensch als eine (!) gemeinsame genetische Art(/Rasse) bestimmt (=> Wer’s nicht glaubt, beschäftige sich mit Genetik. Nur soviel: Die minimalen Unterschiede in den Genen der Menschen begründen keine artbestimmende Differenzierung, sondern eine artspezifische Individualisierung. Das macht man auch bei Tiere.), kann es folglich keine verschiedenen menschlichen Arten(/Rassen) geben. Demzufolge kann man eine Differnzierung nur u.a. auf kulturelle Ebene vornehmen.
        Diese Differenzierung begründet sich normalerweise auf kulturspezifische Individualisierung. Eine monopolkulturelle Gesinnung zielt aber darauf, diese Individualisierung “aufzuheben”. In der Theorie wäre dies noch nicht “kulturell-rassistisch”, da sich alle Individuen ohne Mord und Totschlag einer einzigen Kultur anschliessen könnten. Die Praxis sieht bekanntlich anders aus: Die kulturelle Individualität wird zur Differenzierung zwischen denen, die leben dürfen, und denen, die sterben müssen (Ausrottung) missbraucht. So kann man für “monopolkulturell” eben auch “kulturell-rassistisch” verwenden.

        Neben den rassistischen (auf Genen bezogenen) Prinzipien, vertraten Hitler und die damaligen Nationalsozialisten auch kulturell-rassistische Prinzipien. Heutzutage ist die rassistische Anschauung in Deutschland wesentlich geringer. Dafür hat sich die kulturell-rassistische Gesinnung (heimlich/heimisch) stark verbreitet.
        Sarrazins Theorie in seinem bekannten Buch ist sowohl rassistisch wie auch kulturell-rassistisch. Sie unterscheidet sich im Vergleich zu Hitlers Theorie in einigen Aussagen (u.a. beim Thema: arische Rasse). Dennoch befindet sich seine Theorie in ihren Prinzipien nahe den Prinzipien der Theorien von Hitler (eben den rassistischn und kulturell-rassistischen Prinzipien laut Definition).

        Habt ihr es jetzt nach dieser kleinen kulturwissenschaftlichen Analyse begriffen?

        • Ko-Mike schrieb am 12. Februar 2011 at 16:19 - Permalink

          Ich muss etwas präzisieren…
          Natürlich könnte man sagen, man gestaltet eine Multikulti-Welt, in der jede Kultur an den jeweiligen Grenzen aufhört. Das wäre nicht zwangsweise kulturell-rassistisch (da man andere Kulturen “neben” sich akzeptieren könnte), aber innerhalb der Grenzen monopolkulturell gesinnt.
          Dies ist aber äußerst unrealistisch. Warum?
          1. Die kulturelle Prägung lässt sich nicht an den Grenzen fest machen.
          2. Die Menschen treten über die Grenzen hinaus miteinander in Kontakt (vor allem in einer globalen Welt).

          D.h. Sarrazins Theorie ist in der Praxis gar nicht denkbar. Sie würde in der Praxis zum Konflikt führen. Angefangen mit verbalem Schlagabtausch. Letzen Endes wird dies aber ur Rassenvernichtung auf der Basis der Kultur führen.

        • Axel schrieb am 12. Februar 2011 at 16:30 - Permalink

          Mir ist schon von Anfang an aufgefallen, dass man mit Dir reden kann. Ich hoffe ich liege da nicht falsch.

          Aber lies jetzt einfach das Buch über Migrantengewalt. Ich habs übrigens nicht gelesen. Ich hab nur den Titel gesehen und eine Kurzbeschreibung gelesen.

          Bzw. geh zu Amazon oder suche Stefan Hug und lies Dir durch, wie Hug beispielhaft beschreibt dass unser Staat sich durch sein Verhalten gegenüber der Migrangtengewalt selbst entmachtet.

          Gleiches Recht für alle wäre schön und dann wäre das erste Problem gelöst.

          Ich schrieb ja, auch Nachsicht gegenüber einheimischer Gewalt würde ebenfalls zur Entmachtung des Staates führen, was freilich Viele hier ja auch gar nicht stören würde.

          Das zweite Problem ist aber, dass Migranten und damit vorwiegend Muslime zumindest bei bestimmten Gewalttaten überrepräsentiert sind.

          Das dritte Problem ist, dass diese Gewalt kulturell (Gewalt im Elternhaus, patriarchalische Erziehung, die Jungs werden zu Machos erzogen) bedingt ist.

          Das vierte Problem, dass es eben bereits parallele Brennpunkte gibt und sich überall neue bilden und ausweiten.
          Manche Städte werden rechnerisch bald umkippen.

          Aber bitte lies zunächst mal die Kurzbeschreibung zum Buch von Stefan Hug.

          Eine weitere Stellungnahme zu Deinen Ausführungen muß ich zunächst aus Zeitmangel zurückstellen.

          • Axel schrieb am 12. Februar 2011 at 16:44 - Permalink

            Ach eine gute Illustration zu den Problemen fällt mir noch ein

            Wenn Ehrenmorde konsequent geahndet würden wäre ein “Problem gelöst (außer das man die Opfer leider nicht mehr lebendig machen kann)

            Aber das Problem, dass die Ehrenmörder glauben, recht gehandelt zu haben ist das viel tiefer liegende Problem. Das ist das Kulturproblem. Wäre es Zwangsgermanisierung wenn man den Ehrenmördern das nahebringt? Und kann man es ihnen beibringen?

            Ach so jetzt kommen ja die, die erzählen werden das wir als Deutsche ja unsere eigenen Ehrenmorde haben und unser Kapitalismus ja sowieso in dieser Sekunde alle umbringt.

            Aber ich hoffe Du bist über diese “Argumentation” hinaus. Nur dann kann man sinnvoll diskutieren.

          • Ko-Mike schrieb am 12. Februar 2011 at 19:40 - Permalink

            Ich formuliere es mal ein wenig salopp…
            Mord ist Mord. In Deutschland ist das Strafgesetzbuch so, dass die Straftat zunächst von belang ist. Danach richtet sich die Anklage. Für eine Straftat gibt es ein entsprechendes Strafmaß – d.h. es gibt eine Messlatte an der die höhe der Strafe gemessen wird. Die Höhe ist u.a. abhängig von den Motiven und der Motivation des Täters.
            In einigen anderen Länderen ist dies anders. Dort geht man z.B. von dem Motiv (z.B. Rache, Geldgier) des Täters aus und bemisst das Strafmaß nach dem “Ergebnis” der Straftat (schwere oder leichte Körperverletzung, Todesfolge etc.). Dann können aber auch unsinnige Strafhöhen wie in den USA herauskommen.
            Über derartige juristischen Systeme kann man lange streiten. Ich habe dazu auch so meine eingenen Standpunkte und Kritiken. Aber das würde diese Debatte jetzt zu weit führen.

            Das zweite Problem ist aber, dass Migranten und damit vorwiegend Muslime zumindest bei bestimmten Gewalttaten überrepräsentiert sind.

            Statistiken haben vor allem ein Problem: Sie sind abhängig von Bezugsgrößen. Die kann ich mir nach belieben selbst wählen. Die statistischen Werte stehen nur untereinander in Beziehung (z.B. Gesamtbevölkerung – Einwandereanteil | hier ergibt sich indirekt auch der Anteil der einheimischen Bevölkerung). Die statistischen Werte sind aber unabhängig von Werten, die nicht in die Statistik einfließen. Darin liegt das Problem: Statistiken sind also immer relativ zu betrachten, nicht absolut.
            Ein anderes Problem von Statistiken ist, dass sie die Ursachen für die Werte nicht benennt. Sie repräsentiert also lediglich eine relative Werterelation – kurz: eine Sichtweise/Perspektive. (siehe weiter oben einen Kommentar von Heldentasse)
            Von daher bin ich äußerst skeptisch, bestreite die Werte aber nicht (insoweit die Werte entsprechend der Statistik zugrunde liegende Methode richtig erfasst wurden), da es sich um eine Sichtweise/ Perspektive handelt. Doch kann ich die Methode für die Erfassung der Werte individuell auswählen.
            Hierüber lässt sich auch streiten. Welche Statistik ist denn nun repräsentativ? – Das ist eben relativ.
            etc. etc. etc.
            _____________________________________
            Aber ich versuche unsere Thesen hier mal kurz zusammen zufassen (korrigiere mich, wenn nötig):
            These (Axel)
            Ursache: große kulturelle Unterschiede zw. deutsche Kultur und islamischer Kultur
            Folge: islamische Einwanderer können sich schwierig/nicht integrieren (es folgen daraus weitere Probleme: z.B. erhöhte Kriminalität)

            meine These (Ko-Mike)
            1. Ursache: generelle Probleme (betrifft also alle) vor allem in Sozialpolitk, Bildungswesen, Arbeitsmarkt (das sind keine Integrationsprobleme!)
            2. Ursache: Die Integration belief sich in den vergangenen Jahren vor allem auf “Selbstintegration” der Einwanderer – also keine spezielle Förderung.
            Folgen: Einwanderer wurden in sozial niedrige Schichten geleitet (es folgen daraus weitere Proleme: Arbeitslosigkeit, Kriminalität etc.)

            =>
            Das Problem, was du siehst ist wohl, dass Einwanderer nun ein spezielle Förderung erhalten (die meiner Meinung nach z.T. wesentlich ausbaufähig ist | z.B. Bildung), aber dennoch nicht integriert sind. Salopp: Der Einwanderer bekommt das schöne Harzt IV und hat die gleichen Sonderrechte wie jeder andere Einheimische auch, aber ist trotzdem nicht integriert. Zugespitzt betrachtet ist das sogar so.
            ____________________________

            Dass es an der Schnittstelle zwischen Kulturen gewisse Schwierigkeiten und Verständigungsprobleme gibt, ist klar. Das liegt in der Sache an sich. Dass diese Hürden größer sind umso unterschiedlicher die entsprechenden Kulturen sind, ist auch klar. Und liegt auch in der Sache selbst.
            Per se dafür nur eine (!) bestimmte Kultur veranwortlich zu machen, ist eben falsch.

            Schauen wir uns die Praxis an: Warum haben sich Einwanderer aus anderen Kulturkreisen besser integriert? – Ganz einfach: Weil hier die kulturellen Unterschiede offensichtllich geringer waren.
            Es gibt ein sehr gutes Beispiel, wo die kulturellen Unterschiede sehr gering waren, aber dennoch vorhanden: zwischen damaliger BRD und DDR. Ja, die BRD hat nach dem Mauerfall die DDR integriert. Eine gelungene Synthese – wenn man von einigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten absieht. Hier waren – wie gesagt – die Unterschiede gering. Und hier wurden meine oben genannten Ursachen auch “bekämpft”, dennoch ist die Integration noch nicht vollständig abgeschlossen. Schau auf den Arbeitsmarkt, die Wirtschaft etc. Vereinfacht wurde die Integration aber vor allem auch durch das föderalistische System der BRD.
            Daher ließen sich Einwanderer aus den Ostblockstaaten auch relativ einfacher integrieren. Hingegen haben Einwanderer aus dem Westen fast gar keine/nur minimale Probleme. Schwieriger wurde/ist es bei asiatischen Einwanderern (die leben teilweise auch in Parallelgesellschaften. => Schau z.B. deren Bekanntenkreis). Sie haben sich aber gut integriert, weil sie das Geld mitbringen – sprich: Sie können sich hier eine weitestgehend finanziell unabhängige Existenz aufbauen (z.B. Chinarestaurants, best. Wirtschaftszweige etc.). Einwanderer aus Afrika lassen sich auch nicht sehr schwierig integrieren – sie beherrschen oft europäische Sprachen und sind vorsichtig mit Rechtsansprüchen (weil sie befürchten abgeschoben zu werden).

            Nun betrachten wir arabische Einwanderer: Die meisten haben wenig Startkapital um hier eine eigene finanziell unabhängie Existenz aufzubauen (es gibt aber auch Ausnahmen). Folge: Diese Menschen müssen als Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt vermittelt werden. Was ist wichtig dafür? Entsprechende Bildung und vor allem die deutsche Sprache. Viele ausländische Zertifikate werden in Deutschland nicht anerkannt (das trifft auch auf alle Einwanderer zu). Das ist schlecht. Hinzu kommt: Wie die Schulbildung in einigen arabischen Regionen aussieht, weißt du sicherlich (und auch in anderen Regionen der Erde). Was ist also für die Integration nötig, da die Menschen schon hier sind? – ein gutes Bildungssystem in Deutschland. Dazu muss man die deutsche Sprache verstehen und sprechen/schreiben können. Nicht perfekt, aber ausreichend (die meisten Deutschen bringen auch nicht mehr zustande).
            Betrachtet man beide Sprachen (die deutsche und die arabische), so wird man feststellen, dass es hier extrem große Unterschiede gibt – Grammatik, Vokabular, Aussprache etc. Derartige Unterschiede gibt es z.B. zwischen deutscher und vielen anderen europäischen Sprachen nicht. Grund dafür sind die Ursprünge der Sprachen – Verwurzelung. Man bedenke hierzu, wo sich überall europäische Sprachen finden lassen! Einen derartigen Unterschied gibt es noch zw. europäischen u. asiatischen Sprachen (viele asiatische Einwanderer sind sprachlich nur teilweise integriert, aber sie leben eben finanziell unabhängig => hier bilden sich viel eher Parallelgesellschaften). Jetzt haben wir sprachlich fast die komplette Welt abgedeckt. Problem bei der Integration von arabischen Einwanderern ist u.a., dass es zu wenig deutsch-arabische Lehrkräfte gibt. Hier liegen auch wir im Rückstand und sind daran selbst schuld, weil die deutsche Sprache im Vergleich zu anderen Sprachen nicht so sehr ausgebreitet ist, daher gibt es auch weniger Bildungseinrichtungen im Ausland mit “Deutsch als Fremdsprache” als Fach. Hätten wir mehr Geld in Goethe-Institute und vergleichbaren Einrichtungen gesteckt, ständen wir bei der Völkerverständigung besser da. Nichtdestotrotz: Deutsch ist nun mal keine Weltsprache.
            Einwanderer aus arabischen Ländern nehmen manchmal ihr Recht in Anspruch, was sie wie jeder andere auch dürfen. Das zeigt übrigens, dass sie insoweit sehr wohl integriert sind (Denk an die bayrischen Sonderrechte).

            ______________________________________________________________

            Fazit:
            Einwanderer sind nicht per se integrationsunwillig. Im Gegenteil: Sie sind hier, weil wir ihnen die Integration anbieten/angeboten haben. Ich kann es aber durchaus verstehen, wenn sie frustriert sind, weil man sie mit der Integrationsbereitschaft und vielmehr mit der Integrationsfähigkeit von deutscher Seite aus aufs Glatteis geführt hat. Sie sind frustriert und sauer, weil die deutschen Versprechungen nur baldig zerplatzenden Seifenblasen waren. Unter dem geplatzten deutschen Traum (den man den Einwanderern auch noch vorenthielt!!!) durch Einwanderung die Demografie zu stabilisieren, leiden nun vor allem die Einwanderer selbst.
            Wer es verschläft Deutsche in die Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren, dem wird es umso schwerer fallen, Einwanderer zu integrieren. Probleme bei der Integration sind demnach ein Armutszeugnis vor allem deutscher Sozial-/Arbeitsmarkt und Bildungspolitik. (Dies darf man aber nicht nur auf “deutschem Boden” betrachten, sondern muss sich auch mit anderen Nationen verständigen: siehe z.B. Goehte-Institute etc.)
            Einwanderung wird es immer geben – von armen Ländern zu den reichen Ländern. Und im Vergleich mit der Mehrzahl der Menschen in den armen Ländern ist Deutschland nun wohlhabend. Während aus anderen westlichen Ländern wenige in Deutschland einwandern. Und umso größer die Schere weltweit zwischen arm und reich wird, desto … (ihr wisst schon). Wer Einwanderung minimieren will, kann riesige Mauern errichten, Krieg führen oder muss den ärmeren Ländern helfen. Wir sind schließlich selbst schuldig. Wieviele möchten zurückkehren, würden sie unseren Wohlstand in ihrer Heimat genießen? Danach fragen die wenigsten. Die Einwanderer holen sich den Wohlstand, den wir ihnen in ihrer Heimat direkt oder indirekt rauben. Damit haben wir, die westliche Welt, fertig zu werden. (Zum Neoliberalismus und seine globalen Folgen muss ich hier ja wohl nichts sagen.) Und wir können von Glück reden, dass die armen Länder nicht derartig gerüstet sind wie wir – noch nicht.

            P.S.: Eine Korrektur meines Textes erspare ich mir und vertraue darauf, dass der Leser den Sinn versteht.

            • salvo schrieb am 12. Februar 2011 at 20:10 - Permalink

              eine Bewertungsfunktion gibt es hier nicht, und .. eigentlich halte ich auch nichts von Bewertungen, weil sie mit einem Objektivitätsanspruch einhergehen, der sich kaum einlößen lässt. Aber ich wollte dennoch meine Bewunderung für Deine Geduld, Freundlichkeit, Toleranz und analytische Schärfe ausdrücken. Zum Topic schreibe ich nichts … denn ich habe in dieser Hinsicht resigniert … vor der doch, wenn auch nicht unlösbaren, so doch sehr schwierigen Aufgabe, Feinde auf die Bilder zurückzuführen und erkennen zu lassen, die Herrschaft in unseren Köpfen produziert

              Du, jedenfalls, leistest hier wertvolle Arbeit

              p.s.

              warum bringen wir nicht die Kraft, den Mut, die Klarheit und Beharrlichkeit auf, die die Menschen in Ägypten in diesen Tagen gezeigt haben… diese Menschen haben einem System getrotzt, das sie jahrelang erniedrigt hat … ich hoffe, dass sie nicht nachlassen und nicht wieder betrogen werden, hier aber fürchtet man sich vor den Fremden, ohne zu merken, dass das eine von Herrschaft reproduzierte Furcht ist … wie erbärmlich, dumm und feige …

        • Heldentasse schrieb am 12. Februar 2011 at 19:29 - Permalink

          @Ko-Mike
          Vielen Dank für diese umfangreiche Analyse, ich hoffe der dafür zwangsläufig notwendige Zeitaufwand war nicht für die Katz, weil anzunehmen ist, dass die Beratungsresistenz der Verfechter der Thesen von Herrn S. mit ihrer Verbohrtheit korreliert, was Du implizit ja auch in Deinen Ausführungen darlegst.
          Für mich ist einer Gründe warum die Denkweise des Herrn S. so gefährlich ist der, dass sie ein geschlossenes monokausales Weltbild schafft, welches die von Dir geforderte Offenheit der Kulturen zerstört und durch die Reaktion der “anderen” Kulturen – die ja auch ihre S. haben – noch verstärkt wird. Ein Teufelskreis halt.

          P.S.:

          • Ko-Mike schrieb am 12. Februar 2011 at 20:03 - Permalink

            In Anbetracht, dass die meisten hier wohl nicht an der Debatte in der LSE teilnehmen können, fand ich es ratsam in diesem Blog eine Diskussion zu führen. Zum Glück habe ich dieser Tage auch die Zeit dazu (gehabt).

    52. Django schrieb am 12. Februar 2011 at 17:56 - Permalink

      Aber lies jetzt einfach das Buch über Migrantengewalt. Ich habs übrigens nicht gelesen. Ich hab nur den Titel gesehen und eine Kurzbeschreibung gelesen.

      WTF? Du empfiehlst ihm ein Buch, dass du gar nicht gelesen hast, nur weil du glaubst, dass dort deine These untermauert wird? Lies es doch am besten erstmal selber und urteile dann, ob es empfehlenswert ist.

      Das zweite Problem ist aber, dass Migranten und damit vorwiegend Muslime zumindest bei bestimmten Gewalttaten überrepräsentiert sind.

      Das folgende ist keine Provokation: Diese These höre ich immer wieder, weiß aber nicht wodrauf sie fußt. Könntest du mir sagen, wo es dazu Statistiken gibt. Noch ein Denkanstoß: Migranten, vorwiegend Muslime, sind auch in der Unterschicht überrepräsentiert.

      • Alex schrieb am 12. Februar 2011 at 18:26 - Permalink

        PI-News und diverse rechte Blogs empfehlen es, reicht das nicht?

        • Heldentasse schrieb am 12. Februar 2011 at 19:32 - Permalink

          In Anbetracht einiger Diskussionsbeträge wäre hier womöglich ein Satire – tag angebracht.

    53. Ko-Mike schrieb am 12. Februar 2011 at 19:44 - Permalink

      Nach den ganzen Kommentaren, die ich hier bisher geschrieben habe, könnte ich mir es überlegen auch ein Buch zu schreiben. ;)

    54. Axel schrieb am 12. Februar 2011 at 21:46 - Permalink

      Ich will mal ganz allgemein Stellung beziehen.

      Man wird immer wieder aufgefordert, zu belegen dass die Kriminalität unter türkischen Migranten erhöht ist. Ich meine ein Mann namens Christian Pfeiffer (bitte selbst Googlen) hat hierzu Untersuchungen angestellt und das bestätigt um es natürlich selbst gleich, bzw. interessanterweise etwas später auch wieder zu relativieren.

      Ich kann das nicht prüfen. Meine “Gegner” und die die anderer Ansicht sind hier wahrscheinlich auch nicht. So kommen wir also zunächst nicht weiter.

      Also laßt uns einfach solange warten bis die Mainstreammedien das tatsächliche Ausmaß der Dinge auf Dauer nicht mehr verheimlichen können.

      Zu anderen Statistiken wie Bildunsgabschlüssen usw. gilt Ähnliches.

      Die tägliche Gewaltausübung des Islam (ca. 4 bis 5 tödliche Terroranschläge pro Tag) und die Grundlegung dieser Gewalt durch den Koran ist allerdings ein Faktum, dass mir hier niemand (auch kein Christian Pfeiffer) relativieren wird (von mir aus könnt ihr ja alle Google Ergebnisse dazu als Fälschungen darstellen) und daher wäre es nahezu ein Wunder, wenn das nicht auch Einfluß auf das durchschnittliche Gewaltpotential seiner Anhänger im Allgemeinen hat. Das das keine Gefahr sein soll, kann man dem Weihnachtsmann erzählen, aber mit nicht.

      Durchschnittlich heißt dabei, wie auch Sarrazin es immer wieder sagt, dass von 100 z. B. 70 völlig friedfertig sein können, 30 aber gewalttätig. Und eben mehr als in “Kontrollgruppen”.

      Und wie gesagt das ist kein Zufall sondern Ausfluß des Islam selbst. Ich werde dass hier aber nicht weiter ausführen.

      Man könnte das ja mal in einem eigenen Artikel über den Islam versuchen. Aber dazu wird es wohl nicht kommen.

      Andererseits: wer will kann dies im Netz sicher millionen-fach bereits nachlesen. Also was soll das Ganze diskutieren hier, wenn hier die Fakten nicht anerkannt werden?

      • GrooveX schrieb am 12. Februar 2011 at 22:25 - Permalink

        Andererseits: wer will kann dies im Netz sicher millionen-fach bereits nachlesen. Also was soll das Ganze diskutieren hier, wenn hier die Fakten nicht anerkannt werden?

        richtig. im ‘netz’ gibt es an anderer stelle genug platz, wo du dir die notwendige bestätigung holen kannst. und bitte schreib nicht noch mehr über den islam. das ist ja nicht auszuhalten. beschäftige dich doch ein wenig mit der täglichen mordrate allein in den usa. da hast du was zu tun, ohne dich ständig als islamophober ignorant outen zu müssen.

        hier ging es doch nur um einen offenen brief von studentInnen zu einer veranstaltung ganz weit weg in england oder so.

      • GrooveX schrieb am 12. Februar 2011 at 23:21 - Permalink

        Der German Society dieser Universität sollte in diesem Sinne daran gelegen sein, ein weltoffenes Deutschland, das den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen ist, zu repräsentieren, anstatt auf einem unzulänglich besetzten Panel den polemischen, gesellschaftsspaltenden und unwissenschaftlichen Thesen der Herren Sarrazin und Broder eine prominente Plattform zu bieten.

        und du versuchst gerade den beweis zu erbringen, dass es dieses weltoffene deutschland des 21. jh. nicht gibt. wer hat dich angeheuert? der kgb? dem wäre das zuzutrauen. dem liegt doch immer daran, uns schlecht aussehen zu lassen. oder war es muammar al-gaddafi? dem kann man doch auch alles zutrauen, so, wie der drauf ist. also, wer bezahlt dich?

        • Ko-Mike schrieb am 13. Februar 2011 at 00:16 - Permalink

          Was, wenn Axel wirlkich Muammar Al-Gaddafi persönlich ist, der hier schreibt? O.o
          Ich geb es zu: Ich bin Mahmud Ahmadinedschad und schreibe gerade an meinen Memoiren. *satireoff* (muss man ja häufiger dazu schreiben)

      • Ko-Mike schrieb am 13. Februar 2011 at 00:08 - Permalink

        Man wird immer wieder aufgefordert, zu belegen dass die Kriminalität unter türkischen Migranten erhöht ist.

        Nö, nicht von mir. Muss ich dich auch gar nicht, denn selbst, wenn deine Belege als wahr gelten sollten, sind sie relativ zu betrachten, nicht absolut. Denn dann käme man auch zu einem anderen Schluss, als es deiner ist. Begreif das doch! Oder verstehst du mich sprachlich nicht? Kann ja sein, wegen Fachtermini und so.

        Ich kann das nicht prüfen. Meine “Gegner” und die die anderer Ansicht sind hier wahrscheinlich auch nicht. So kommen wir also zunächst nicht weiter.

        Die Prüfung würde uns auch nicht weiter bringen, solange du nicht verstehst, dass Statistiken relativ zu betrachten sind, nicht absolut! *fastheul*

        Die tägliche Gewaltausübung des Islam (ca. 4 bis 5 tödliche Terroranschläge pro Tag) und die Grundlegung dieser Gewalt durch den Koran ist allerdings ein Faktum, dass mir hier niemand (auch kein Christian Pfeiffer) relativieren wird (von mir aus könnt ihr ja alle Google Ergebnisse dazu als Fälschungen darstellen) und daher wäre es nahezu ein Wunder, wenn das nicht auch Einfluß auf das durchschnittliche Gewaltpotential seiner Anhänger im Allgemeinen hat. Das das keine Gefahr sein soll, kann man dem Weihnachtsmann erzählen, aber mit nicht.

        Der Koran hat wie auch z.B. die Bibel verschiedene Interpretationsmöglichkeiten. Daraus ergeben sich unterschiedliche Glaubensgruppen – sowohl im Islam als auch im Christentum. Einige Interpretationen des islamischen Glaubens sind militant ausgerichtet. Diese Ausrichtungen gibt es auch im Christentum z.B. in Afrika und den USA. Ja, die USA. Man muss sich nur die Rolle des christlichen Glaubens in ihren Kriegen klar machen. Der christliche Glaube ist mit dem US-amerikanischen Patriotismus stark verbunden. Das leugnen die US-Amerikaner auch nicht, sie geben dies sogar offen zu. Und jetzt stellt dir vor die US-Amerikaner wären genauso arm dran wie viele Menschen in den arabischen Ländern. Und jetzt stellt dir weiter vor, sie würden in großer Zahl ins bis dahin wohlhabende China einwandern und sie wollen ihren christlich-patriotischen Glauben dort praktizieren. Wer würde dann wohl plötzlich für Religionsfreiheit kämpfen??? O.o
        Die westlichen Denunzianten haben es mit dem Islam natürlich einfacherer, da sich der Text über den “Glaubenskampf” hauptsächlich im Djihad befindet, den man gesondert betrachtet kann. In der Bibel z.B. ist der Glaubenskampf etwas versteckter und erzählt von “heroischen” Schlachten. Der Djihad erzählt auch von derartigen Schlachten. Und? – Das heißt, dass sich im Grunde genommen der Kern beider Religionen hinsichtlich Gewaltbereitschaft gleichen. (Ich könnte jetzt auch noch Vergleiche mit anderen Religionen bringen.)
        Weil der Vergleich nahe liegt, betrachten wir den christlichen Glauben in dieser Hinsicht: Über die blutige Vergangenheit brauchen wir nicht sprechen. Die Geschehnisse dürften klar sein. Was ereignete sich aber danach? Die christliche Glaubensvorstellung wurde Stück für Stück reformiert. Ja, Stück für Stück – das darf man wörtlich nehmen in Anbetracht, wie man mit den ersten Reformer umgegangen ist. Durch Luther wurde die Bibel einer größeren Masse zugänglich gemacht. Dies ermöglichte es u.a. den christlichen Glauben im “großen Stil zu exportieren”. Diese Reformationen verlief natürlich nicht ohne Blutvergießen, schließlich taten sich neue Interpretationen der Bibel und Auslegung, wie man den Glauben zu leben hat, auf. Und bis in die Moderne blieben einzelne Kämpfe zwischen Gruppen, die sich auf unterschiedliche Interpretation berufen (hatten), erhalten. In Europa sticht als historisch junges Beispiel vor allem Irland hervor. Aber auch jetzt und morgen werden sich die Interpretation wandeln und es wird neue geben (man betrachte z.B. den Zusammenfluss von Voodoo- und christlichen Glaubesvorstellungen in Afrika und mittlerweile auch in Südamerika). Aufgrund des “Exports” des christlichen Glaubens bildeten sich zwangsweise Schnittstellen mit anderen Kulturen – die häufig in einer blutigen Konfrontation bis hin zur Ausrottung andere Kulturen endeten (auch hier darf man das Wort “Schnittstelle” perfide wörtlich nehmen).
        Demgegenüber stehen Kulturen, die unter dem Deckmantel des Glaubens ihre eigenen glaubensunabhängigen Interessen durchsetzen – blutig und z.T. sehr erfolgreich darin sind die USA. Wobei ich jetzt nicht an und für sich alle US-Amerikaner meine (Merkst du den Untersched zwischen dir und mir?). Vielmehr beziehe ich mich auf die Politik – genauer: die Außenpolitik.
        Betrachtet man die militante Interpretation des Islams (=>Djihad), so lässt sich erkennen, dass hier tatsächlich eine Interpretation des Glaubens verteidigt wird. Darunter verbergen sich gleichzeitig aber auch u.a. eigene glaubensunabhängige Interessen (vor allem wirtschaftliche für die entsprechende Region), die vordergründig scheinbar eine geringere Rolle spielen, aber nicht außer Betracht fallen dürfen (Deshalb mag ich nicht den Begriff “Terroristen”. “Partisanen” wäre hier schon passender).
        Neben diesen militanten Interpretationen gibt es eine wesentliche größer Anzahl an friedlichen Interpretation – sowohl im Islam als auch im Christentum (als auch in anderen Religionen – falls überhaupt eine militante Interpretation dem gegenüber steht). Häufig rechnet man militante Interpretationen nicht zu einer Interpretation des Glaubens. Inwieweit das sinnvoll oder nicht sinnvoll ist, muss man in einer genauen Analyse klären. Aber nicht jetzt.
        (Im übrigen: Nicht jeder Fundamentalist ist militanter Gesinnung.)
        Nun haben wir also diese militanten Gruppen (von allen Glaubensrichtungen ausgehend). Was machen wir? Gegen sie kämpfen? Notfalls mit Gewalt unterdrücken? Krieg? Da mir nichts daran liegt, dass sich die Menschen gegenseitig abschlachten, befürworte ich den friedlichen Weg der Reformation.
        In christlichen Glaubensvorstellungen ist diese scheinbar ein wenig fortgeschrittener (wenn man von den Rückständen der US-Außenpolitik und einigen Gebieten in Afrika absieht) als in islamischen Glaubensvorstellungen. Aber der erste Eindruck täuscht gewaltig. Auch in islamischen Glaubensvorstellungen ist die Reformation sehr weit fortgeschritten (Ja. Und das ist auch plausibel. Man stelle sich nur im Gegensatz dazu ansatzweise vor die gesamten Anhänger des islamischen Glaubens wären gewaltsamer Gesinnung!!! Das hätten wir doch längst massiv zu spüren bekommen).
        Dennoch ist die Reformation in einige Köpfen noch nicht vorgedrungen und immer wieder verfallen einige der militanten Interpretation – die Ursachen dafür sind vielschichtig und u.a. in sozialen Missständen zu suchen (Hier kommt es wieder: Misswirtschaft.). Dies wiederspricht Axels Aussage:

        Und wie gesagt das ist kein Zufall sondern Ausfluß des Islam selbst.

        (Er will einfach soziale/gesellschaftliche Aspekte nicht betrachten.)
        Dieses Verfallen hinzu militanter Gesinnunge betrifft u.a. flächenmäßig (!) große Teile der arabischen Welt – aber nicht große Teile der Bevölkerung (Hier sind wir wieder bei den Realtionen.). Dies gilt es nachhaltig zu verhindern, indem man dessen Ursachen friedlich (es sind ja vor allem soziale Missstände) beseitigt und friedliche Reformer stärkt. Aber hier kann ich den Einsatz des “Westens” beim besten Willen – bis auf wenige Privatpersonen – kaum erkennen. Wie auch? – Die US-amerikanische Außenpolitik nimmt diesbezüglich deutlich Stellung. Radikalisierung auf beiden Seiten also! Und wir reiten der Außenpolitik der Amis hinterher – *wir sind aber auch ein vorbildliches Volk* (Satire off).

        Also was soll das Ganze diskutieren hier, wenn hier die Fakten nicht anerkannt werden?

        Tja, das müsste ich mich auch fragen, aber da meine Kommentare offenbar für den einen oder anderen interessante Informationen bieten, erübrigt sich das. Und wie oft noch: Deine “Fakten” sind vor allem Statistiken. Relativ betrachten, nicht absolut! (Ich sehe ja schon von dem Fehlen der Methodiken ab, die den Statistiken zugrunde liegen müssten.)

    55. Axel schrieb am 12. Februar 2011 at 22:47 - Permalink

      Noch eine methodische Anmerkung:

      Wie soll eigentlich etwas jemals Fakt anerkannt werden, wenn man denjenigen der das Faktum behauptet als Rassist bezeichnet (weil er eben genau diesen Fakt benannt hat) und damit das Bestehen des Faktums bestritten wird.

      Das würde doch heißen das nicht wahr sein kann was nicht wahr sein darf. Und dann darf niemand dieses Faktum behaupten.

      Man muß methodisch korrekt, doch versuchen die Behauptung zu widerlegen.
      Viele von Euch haben das doch sicher als wissenschaftliches Arbeiten kennengelernt.

      Ich will ein Beispiel bringen: Vor kurzem las ich, daß in Berlin 90% aller Gefängnisinsassen Moslems sein sollen. Wißt ihr was. Ich habe das nicht geglaubt. Wenn dort gestanden hätte das die Mehrzahl Moslems seien hätte ich das zunächst geglaubt (und hätte natürlich trotzdem falsch liegen können), aber 90% schien mir (viel) zu hoch.

      Ich habe also gegoogled, ja ich versuche sowas zu prüfen.

      Ich fand zunächst eine Seite die auf eine Seite verwies die diese Zahl genannt haben sollte. Die war angeblich sogar von irgendeiner muslimischen Organisation. Ergo: Die Muslime geben also selber zu das ….. Aber diese Seite existierte nicht mehr.

      Also ich gehe jetzt davon aus, dass die 90% Meldung eine vermutlich gezielte “Ente” ist.

      Ja so mach ich das.

      Macht das doch auch so mit Sarrazins “Fakten”. Ihr müßt es sogar so machen, wenn ihr ihn seriös widerlegen wollt. (Beißt Euch nicht an den Intellgenz-Ausführungen und an den Genen fest, das wäre bereits tendenziös gegenüber Sarrazin, dass ist nicht sein eigentliches Thema). Aber bitte wenn ihr ihn zitiert. Vollständig und nicht dem 2. Satz weglassen der da im jeweiligen Kontext noch steht. Bitte keine Aussagen verfälschen.

      • GrooveX schrieb am 12. Februar 2011 at 22:57 - Permalink

        du machst es dir sehr leicht. eine behauptung braucht nicht widerlegt zu werden. sie bleibt ohne weiteren sauberen beleg nichts als eine behauptung. wenn sie dann auch noch bescheuert daher kommt, ist sie eine bescheuerte behauptung. wer soll sich denn bitte die mühe machen, jede bescheuerte behauptung zu widerlegen? und woher nimmst du eigentlich das recht in anspruch, deine behauptungen zu tatsachen hochzustilisieren?

        du kannst erzählen, was du willst, aber wenn es dir darum geht, für deine erzählungen bestätigung zu bekommen, dann such dir halt einen ort, wo du sie bekommst.

      • Ko-Mike schrieb am 13. Februar 2011 at 02:17 - Permalink

        @Axel

        Ich versuche mal an zwei zugespitzten Beipielen, die frei erfunden sind (!!!), eine deiner Irritationen zu verdeutlichen…

        1. Beispiel:
        Die Kriminalitätsrate bei Einwanderern aus arabischen Ländern liegt bei 20%.
        => Alle Einwanderer aus arabischen Ländern lassen sich schwierig integrieren. Warum? – Sie wollen nicht. Sie wollen lieber kriminell sein und lassen sich vom Staat versorgen. Warum? – Der Islam ist im Kern böse.
        2. Beispiel:
        Die Arbeitslosenquote in Deutschland liegt bei 20%.
        => Alle Arbeitslose lassen sich schwierig in den Arbeitsmarkt integrieren. Warum? – Sie wollen nicht. Sie wollen lieber arbeitslos sein und lassen sich vom Staat versorgen. Warum? – Die Anschauung der Deutschen ist im Kern asozial.

        Und???

        zu Beispiel 2:
        *Wie die Mogel-Methotik der Arbeitsmark-Statistiken aussieht, ist dir hoffentlich ansatzweise bekannt.
        *Dazu kommt noch: Das die Schlüsse, die aus der Arbeitslosenquote gezogen werden, völlig an der Realität vorbei gehen (unabhängig von der Höhe der Arbeitslosenquote und der Methodik, die der Statistik zugrunde liegt), siehst auch du hoffentlich jetzt ein.
        zu Beispiel 1:
        Übertrag den Inhalt der vorigen Sätze zu Beispiel 2 auf Beispiel 1.

        Hast du jetzt wenigstens eine (!) deiner Irritationen erkannt und begriffen???

        P.S.:
        Ich glaube, ich schreibe wirklich ein Buch darüber mit dem Titel: “Axels Irritationen”.
        Nicht persönlich nehmen ; ) !

    56. Axel schrieb am 13. Februar 2011 at 01:47 - Permalink

      Ich habe mal folgende Frage, die ich mir, was das Christentum betrifft nicht selbst beantworten kann..

      Ich behaupte ja, dass ein Teil (nur ein Teil) der Probleme mit Muslimen an den “Besonderheiten” des Islam liegen, also an den strengen Vorschriften, die der Islam den Muslimen im Alltag auferlegt.

      Unter anderen müssen die westlichen Gesellschaften deshalb ihre Schulen, ihre Krankenhäuser, ihre Schwimmbäder, und sogar die Lebensmittelproduktion (Halal) an die Bedürfnisse des Islam anpassen. Sie müssen den Bruch des Tierschutzgesetzes dulden, was schon etwas heftiger ist. In Belgien hat man versucht finanzielle Anreize zu setzen, damit das Tierschutzgesetz weniger oder gar nicht gebrochen wird.

      Ich habe jetzt folgende Fragen zum Christentum (also ich bin Atheist und kenne mich nicht aus)

      - hat das Christentum ebenfalls Besonderheiten, die andere Länder zwingen würden die geschilderten Maßnahmen auf ihrem Territorium für das Christentum zu ergreifen. also müssen sie ihr Schulwesen anpassen, ihr Krankenhauswesen usw.?

      - falls das der Fall ist, fordern die Christen dort diese Veränderungen für sich ein?

      - und falls die Christen dies fordern, wird es ihnen dann dort gewährt?

      Mir sind weder solche Besonderheiten noch Forderungen noch der Umbau der jeweiligen Gesellschaften nach den Bedürfnissen der Christen bekannt.

      Auch für andere Religionen ist mir nichts derartiges bekannt.
      Mir ist auch nicht bekannt, dass man in westlichen Ländern für andere Religionen einen derartigen Aufwand betreiben muß.

      Wenn dem so ist, könnte es also sein, daß gewisse Probleme mit dem Islam bereits daran liegen, daß der Islam etwas so außerordentlich Besonderes darstellt, sprich seinen Gläubigen diese Besonderheiten nicht nur privat sondern vor allem auch öffentlich abverlangt. Könnte es also sein, dass der Islam seinem Gastland durch seine Besonderheiten außerordentlich zur Last fällt, wenn er diese im öffentlichen Leben einfordert bzw. aus religiösen Gründen einfordern muß? Sind die Christen ebenfalls eine solche Belastung für islamische Länder. Ich meine dass sie für den Islam nur eine Belastung sind weil einen anderen Glauben haben.
      Was Atheisten dort passiert, darüber wollen wir mal zunächst gar nicht sprechen

      Von Gewaltpotential und Bildungsferne des Islam wollen wir zunächst mal auch noch gar nicht reden. Das könnten wir ja dann im nächsten Schritt tun.

      • Ko-Mike schrieb am 13. Februar 2011 at 02:53 - Permalink

        Um es kurz zu machen:
        1. Schau dir die südamerikanische Geschichte an und wie die “christlichen Missionare” dort einmarschiert sind.
        2. Schau dir die europäische Geschichte an und wie die “christlichen Missionare” dort/hier einmarschiert sind.
        3. Schau dir die buddhistische Geschichte an (mal eine andere Religion).

        Und jetzt komm mir nicht in der Art: Das ist ja alles schon lange her.
        Zur Entwicklung beider Glaubensvorstellungen (besonders in Hinblick auf Reformation), hatte ich oben einiges bereits erklärt.

        Sind die Christen ebenfalls eine solche Belastung für islamische Länder.

        Wenn man deine Haltung als Moslem vertritt, eindeutig jaaaaaa!
        Du hast es nicht begriffen: Das friedliche Zusammentreffen zweier Kulturen fußt auf die Toleranz beider Kulturen. Wenn eine von beiden nicht tolerant ist, kommt es zwangsweise zum Konflikt, da kann die andere noch so tolerant sein. Sprich: Ob jetzt der Christ oder der Moslem intolerant ist, spielt keine Rolle – es kommt so oder so zum Konflikt.
        Um es bildlich zu verdeutlichen: Wenn du mich verprügeln willst, dann bleib ich doch nicht wehrlos liegen, oder. Sondern verprügelt dich auch.

        Mir ist auch nicht bekannt, dass man in westlichen Ländern für andere Religionen einen derartigen Aufwand betreiben muß.

        Das passiert auch nur dann, wenn man sich u.a. im Rahmen der Integration lediglich nur auf fremde Religionen fixiert. So wie du es in deinen Gedanken schon tust. Du betreibst also selbst den Aufwand, wenn du dich derart fixierst. Und ich betreibe den Aufwand, weil ich den Fehler derartiger Fixierung verdeutlichen möchte. Warum? Meiner Meinung nach ist diese Fixierung weder plausibel noch zielführend und zeigt in ihrem Kern eine gefährliche Tendenz. Letzteres macht mich besoders besorgt.

        Wenn dem so ist…

        Dem ist nicht so!

        Von Gewaltpotential und Bildungsferne des Islam wollen wir zunächst mal auch noch gar nicht reden. Das könnten wir ja dann im nächsten Schritt tun.

        Dazu hatte ich schon etwas geschrieben.

        • Axel schrieb am 13. Februar 2011 at 14:55 - Permalink

          1. Schau dir die südamerikanische Geschichte an und wie die “christlichen Missionare” dort einmarschiert sind.

          2. Schau dir die europäische Geschichte an und wie die “christlichen Missionare” dort/hier einmarschiert sind.

          3. Schau dir die buddhistische Geschichte an (mal eine andere Religion).
          Und jetzt komm mir nicht in der Art: Das ist ja alles schon lange her.

          Darum gings nicht ich hatte danach gefragt ob das Christentum eine aktuelle Belastung für islamische Staaten ist. Habe aber in der Tat vergessen, das dabei zu schreiben. Dachte wahrscheinlich das wäre klar, da ich ja die aktuelle Situation anspreche.

          Sind die Christen ebenfalls eine solche Belastung für islamische Länder.
          Wenn man deine Haltung als Moslem vertritt, eindeutig jaaaaaa!
          Du hast es nicht begriffen: Das friedliche Zusammentreffen zweier Kulturen fußt auf die Toleranz beider Kulturen. Wenn eine von beiden nicht tolerant ist, kommt es zwangsweise zum Konflikt, da kann die andere noch so tolerant sein. Sprich: Ob jetzt der Christ oder der Moslem intolerant ist, spielt keine Rolle – es kommt so oder so zum Konflikt.
          Um es bildlich zu verdeutlichen: Wenn du mich verprügeln willst, dann bleib ich doch nicht wehrlos liegen, oder. Sondern verprügelt dich auch.

          Soll das heißen: Die Christen sind also in islamischen Ländern intolerant gegenüber dem Islam. Wodurch? Dadurch, dass sie Christen sind? Die Christen können doch froh sein, das dort nicht alle wie die Kopten in Ägypten in die Luft gejagt werden und da sollen die sich offen Intoleranz in diesen Ländern leisten. A ja sie werden dort in die Luft gejagt weil hier im Westen die Muslime diskriminiert werden! Da Konflikte grundsätzlich unausweichlich sind ist, es also auch kein Problem wie sie gelöst werden. Also in die Luft jagen muß man als eine Form der Konfliktlösung ansehen. Also eins ist mir mittlerweile klar wenn man will findet man tatsächlich für jedes Verbrechen eine Rechtfertigung und alles ist gleichwertig, nein!. Denn wenn man in Ägypten zur Bombe greifen darf, warum dürfen wir in Deutschland nicht auch alles. Warum dürfen nur die Anderen immer alles?

          Mir ist auch nicht bekannt, dass man in westlichen Ländern für andere Religionen einen derartigen Aufwand betreiben muß.
          Das passiert auch nur dann, wenn man sich u.a. im Rahmen der Integration lediglich nur auf fremde Religionen fixiert.

          Ich fasse es nicht: Deutschland bildet sich die Islamkonferenz also nur ein. Wenn Deutschland sich nicht fixieren würde, würde es keine auf Muslime zugeschnittene Essenausgabe in Schulen geben, kein Frauenschwimmen keine Befreiung vom Sexualkundeunterricht usw. die Halal-Lebensmittelproduktion auch nicht. Dir Salafisten würden in Mönchengladbach keinen Verein gründen wollen? All das wird also von den Deutschen dem weltoffenen Islam aufgezwungen?

          Das Thema ist für mich damit erledigt.

          Ich frage mich rein formal schon lange ob Euch Eure Gedanken genauso natürlich kommen wir mir meine , oder ob ihr sie gezielt in eine bestimmte Ideologie einbaut. Letzteres würde ja länger dauern als wenn die Gedanken ganz natürlich kommen. Also deshalb bin ich da theoretisch ein wenig ratlos.

      • GrooveX schrieb am 13. Februar 2011 at 11:00 - Permalink

        - hat das Christentum ebenfalls Besonderheiten, die andere Länder zwingen würden die geschilderten Maßnahmen auf ihrem Territorium für das Christentum zu ergreifen. also müssen sie ihr Schulwesen anpassen, ihr Krankenhauswesen usw.?

        - falls das der Fall ist, fordern die Christen dort diese Veränderungen für sich ein?

        - und falls die Christen dies fordern, wird es ihnen dann dort gewährt?

        dreimal ja! sie brauchen sonntags nicht zur schule zu gehen, sie dürfen in pakistan zum bleistift alkohol trinken, und sie haben mit dem vatikan einen eigenen staat mit diplomatischem sonderstatus, eigener währung und allem pipapo.

        reicht das für den anfang, oder möchtest du dich mal selbständig weiterbilden?

        • Axel schrieb am 13. Februar 2011 at 12:37 - Permalink

          Nein Ich hatte gefragt, ob die Rechte, die Christen dort haben diese Länder extrem belasten! Erfahren Christen dort also eine Sonderbehandlung im Krankenhaus usw. Belasten sie zum Beispiel auch deren Sozialsysteme.
          Und der Vatikan ist kein islamischer Staat oder??

          Aber danke trotzdem für die Hinweise. Ich hätte nichts gegen weitere Hinwesie. Wie ist es übrigens damit das der Übertritt zum Christentum mit den Tod bedroht. Hochwertige kulturelle Besonderheit?

          • Axel schrieb am 13. Februar 2011 at 12:54 - Permalink

            Ich hatte noch hinzugefügt (war aber dann in den %-Bildschirm geraten ist das der Scanner? und konnte nicht mehr editieren), dass das Christentum seinen Gläubigen den Alkoholgenuß nicht zwingend vorschreibt.

            Das wäre dann ein formal vergleichbares Recht das Christen aufgrund ihrer Religion einfordern könnten. Den Alkohol konsumieren Christen also nicht per Religionsdekret sondern als Individuum. Das Alkoholbeispiel ist also formal nicht korrekt. Das Vatikanbeispiel auch nicht!

            Lediglich das mit dem Schulgang am Sonntag bleibt und dazu muß ich kurz überlegen, muß aber jetzt Essen machen.

          • Axel schrieb am 13. Februar 2011 at 13:26 - Permalink

            Ach so, was es mit dem Vatikan auf sich haben könnte fällt mir gerade ein.

            Da haben Moslem keine Rechte, bzw, sind nicht zugelassen oder so. Na ja das ist aber sehr kryptisch, erfordert aber auch kurze Überlegung für Erwiderung.

            Das Moslems die heilige Messe nicht lesen, sehe ich eigentlich ein und auch umgekehrt. Dürfen Moslems den Vatikan betreten und wie ist das umgekehrt mit Mekka? Weiß ich jetzt nicht

          • GrooveX schrieb am 13. Februar 2011 at 13:35 - Permalink

            so langsam habe ich den verdacht, dass du unter einer zwangsneurose leidest. falls dem so sein sollte, tu was dagegen. wie kann nur so viel müll aus einer einzigen tastatur gequollen kommen? es ist mir ein rätsel. aber ganz ehrlich, du musst jetzt wirklich nicht versuchen, es aufzulösen. lass es!

            • Axel schrieb am 13. Februar 2011 at 14:13 - Permalink

              Hältst Du das was Du da schreibts für Sach-Argumente?

              Ich kann keins erkennen.

              Dein Vatikan”argument” ist weiter formal unsinnig genau wie das Alkoholargument und das Schulgangargument ist auch nicht vergleichbar.

              Fomale Fehler sind übrigens objektiv identifizierbar.

              Ich fragte nach Belastungen von islamischen Staaten durch Christen. Da hat der Vatikan in einer Antwort nichts zu suchen.

              Habe aber erkannt, dass ich tatsächlich vergessen hatte direkt zu erwähnen das ich islamische Staaten meinte, aber ich meine Du hattest es ja erkannt wie zwei Deiner Beispiele zeigen.

              Noch eine Frage; Ich weiß gar nicht wie darf man überhaupt vom Islam sprechen. Darf man Islam sagen, darf man Muslim sagen. Darf man überhaupt von Muslimen sprechen oder isst das bereits rassistisch? Darf man den Islam ihn nur positiv erwähnen wie der Bundespräsident?

              Du entscheidest also bei welchen Sachfragen man eine Neurose hat. In der UDSSR gab es dafür psychiatrische Kliniken.

            • Systemfrager schrieb am 13. Februar 2011 at 14:20 - Permalink

              Ja, GrooveX, siehst du! Deshalb hat derjenige gesagt:
              “Nicht Perlen vor die Säue werfen“

    57. Jacques Roux schrieb am 13. Februar 2011 at 10:57 - Permalink

      Mit Hasspredigern, ihren Jüngern und sonstigen eingebildetem Herrenmenschen-kroppzeug diskutiert man nicht, es sind Kranke oder Verbrecher.

      Demnächst diskutiert man mit Pädophilen oder Vergewaltigern noch “ernsthaft” und politisch unkorrekt über die Vorzüge sexueller Gewalt, geht’s noch ?

      • Axel schrieb am 13. Februar 2011 at 13:47 - Permalink

        Also ich werde sicher irgendwann diesen Aberwitz dem ich hier ausgesetzt bin, hier abbrechen, aber solange ich noch nicht offiziell gesperrt bin, werde ich den einen anderen oder Herrenmenschen (also wissenschaftlich exakt formal gegründeten, (soweit möglich))-Gedanken noch einwerfen.

    58. Axel schrieb am 13. Februar 2011 at 16:01 - Permalink

      Also zum Abschluß noch eine allgemeine Anmerkung zu Ideologien.
      Ich beziehe mich im folgenden insbesondere auf die Diskussionen rund um den Hetzer und Rassisten Sarrazin. Das ist ja auch das Tema des LSE-Briefes, von dem ich übrigens keine Zeile gelesen habe. Sowas muß ich mir nicht antun.

      Ideologien sind ja berechenbar, daher kann man sich die Gegenargumente des Ideologen auf eine Argumentation zum größten Teil selbst geben.

      Ich hab das nur manchmal getan, ich denke man erkennt die Stellen. Es hätte sonst zu lange gedauert zu den eigenen Argumenten gleich die Gegenargumente (ob berechtigt oder unberechtigt mitzuliefern) und dann wären die meisten Argumentationen zu reinen Teil-Glossen geworden.

      Die Sache mit den Missionaren des Christentums ist so ein berechenbares Pseudoargument.

      Und mich wundert das die Kreuzzüge da nicht aufgetaucht sind. Oder hab ich was übersehen. Auch der Kolonialismus ist ja von Christen verbrochen worden. Man findet immer einen verbrecherischen Aufsatzpunkt den man aktuell nutzen kann. Nun ich habe nicht alles gelesen und irgendwer wird die Kreuzzüge sicher erwähnt haben.

      Und eins noch zum Terror. Durch die Kriege des Westens (Krieg ist ja die höchste Form des Terrorismus) sind sowieso mehr Menschen umgekommen als durch Terror. Also es gibt viel Schlimmeres als Terror.

      • Ko-Mike schrieb am 13. Februar 2011 at 17:35 - Permalink

        Nun ich habe nicht alles gelesen

        Daran liegt es wohl. *heul*

        Noch zur Geschichte von Religionen und Kulturen: Wenn du vergleichen willst, musst du die Geschichte mit einbeziehen. Denn Religionen und Kulturen entwickeln sich nicht im Gleichschritt.

    59. Ko-Mike schrieb am 13. Februar 2011 at 17:31 - Permalink

      @Axel

      zum Christentum-Islam-Vergleich

      Zunächst solltest du zwischen – ich formuliere es mal so – Theorie und Praxis unterscheiden.

      zur Theorie:
      Beide Religionen haben Gemeinsamkeiten – zumindest viele Ähnlichkeiten. Das liegt an deren gemeinsamen Wurzeln. Aus beiden gehen unterschiedliche Interpretationen hervor – auch militante. (Dazu hatte ich aber auch schon etwas geschrieben.) Es gibt auch Unterschiede z.B. in der Abstammungsgeschichte und der Bedeutung der Jesu-Figur.
      Aber genau diese vielen Ähnlichkeiten und gemeinsamen Wurzeln von Christentum, Islam und Judentum (muss man dazu erwähnen) bieten ein höheres Konfliktpotential, welches sich in der Praxis über Jahrhunderte blutig abzeichnet. Warum? – Vielleicht ist dir die Ringparabel aus Nathan der Weise bekannt… http://de.wikipedia.org/wiki/Nathan_der_Weise

      zur Praxis:

      Nein, Ich hatte gefragt, ob die Rechte, die Christen dort haben diese Länder extrem belasten!

      Die Länder, von denen du sprichst, sind an und für sich stark belastet. Die christlich-westliche Welt macht es noch komplizierter. Überleg doch: Wie kamen die Christen überhaupt in diese Regionen? Wie hat sich das Christentum verbreitet? Haben die nicht auch gleich zu Anfang ihre Rechte gefordert und um neue Anhänger geworben? Das haben sie sehr wohl. Das macht man auch heute noch. Und die Leute, die das machen nennen sich im Christentum stark verharmlost Missionare, von deren neu erworbenen Anhänger einige (und nicht wenige) sich gern von Söldnern bedienen lassen und sich einheimischen Milizen etc. anschließen. In diesem Zusammenhang sei erwähnt: Betrachte nicht nur Nahost, es gibt auch andere Regionen, wo beide Religionen aufeinander treffen.
      Vergiss auch nicht die westliche Außenpolitik – allen voran die der USA – die unter dem Deckmantel des christlichen Glaubens vorgeht.
      Ein weiterer Fehler, den du machst: Du vergleichst nicht-militante Christen mit militanten Islamanhängern. Hier kann nur ein Zerrbild entstehen. Im übrigen: Das Recht auf Religionsfreiheit kommt nicht von den Christen. Und die Mehrheit der Christen fordert das auch nicht ein. Die Mehrheit der Christen in den westlichen Nationen fordern Frieden. Wie das aussehen soll? Ganz einfach: Alle sollen zum christlichen Glaube überlaufen. Sehr geschickte Propaganda könnte man fast meinen – betreibt man aber in allen Religionen.
      Gleichzeitig entsendet man Missionare in Konfliktgebiete und begehrt andere zum Christentum. Werden die dann friedlich? Häufig nicht. Sie verteidigen sich mit der Waffe, wie sie es schon davor getan haben. Nur hat man ihnen jetzt noch den christlichen Glauben eingepflanzt, auf den sie sich berufen können, wenn sie “ihre” Rechte verteidigen wollen. Hinzu kommt, dass viele Waffen aus den Regionen stammen, in denen das friedliche Christentum propagiert wird. Klingelt’s? Hast du einen Papst irgendwann zum Stopp des Waffenexports aufrufen hören?
      Erschwerend kommt auch noch hinzu, dass sich neue Interpretationen herausbilden, die fernab jeglicher friedlichen (theoretischen) Grundlage ist. Hier findet man dann rein militante Gruppen – die Zugehörigkeit zum Glauben ist fraglich, aber diese Schwierigkeit der Begriffsdefinition hatte ich oben schon erwähnt und werde ich hier nicht weiter ausführen, aber rechnen sie wir hier mal dazu, da man das auf islamischer Seite auch macht.
      Du siehst also das die christliche Seite nicht viel besser aussieht.
      Aber warum kommt das Christentum in den Augen des ungeübten Betrachters der westlichen Welt (z.B. du, Axel) friedlich daher? Obwohl noch dazu in den westlichen Nationen auch Gläubige des Islams leben? – Die westliche Welt ist generell (alle Bereiche betreffend, also auch non-religiöse) zum Großteil kein (blutiges) Konfliktgebiet (mehr). Auf der Basis des Rechts auf Religionsfreiheit gibt es auch keine religiös geprägten Konflikte, auch keine kulturell geprägten. Das dieser Zustand noch gar nicht solange existiert, dafür braucht man nur deutsche Geschichte und ihre Folgen im 20. Jahrhundert zu betrachten. Hinzu kommen aktuell vereinzelte Ausnahmen (u.a. innerhalb der USA, England, Spanien).
      Wenn man aber Konfliktgebiete betrachtet, die sich vor allem aufgrund der sozialen Missstände und den Waffenexporten ergeben, ist eine logische Konsequenz, dass sich hier auch kulturell/religiös geprägte Konflikte bilden.
      Es gibt also auf der einen Seite Gebiete ohne (blutigen) Konflikte: Hier leben alle Religionen und Kulturen friedlich miteinander.
      Und auf der anderen Seite Gebiete mit blutigen Konflikten: Hier treffen (von leben kann hier keine Rede sein) Religionen und Kulturen gewaltsam aufeinander.
      __________________________________________________________________

      Fazit:
      In der Theorie sind alle Religionen und Kulturen friedlich (bis auf einige kriegerischen Kulte von Ureinwohnern bestimmter Regionen). Dennoch besteht rein formal immer wieder das begehren nach neuen “Anhängern”.
      (Hinzu kommt: Gesellschaften müssen auch ernährt werden. Ein Begehren nach Nahrung und Wohlstand sozusagen. Wie das geschieht, dazu schau dir die Volkswirtschaften an.)

      Also:
      Es geht nicht darum, welchen Glauben man anhängt, und ob man überhaupt einen Glauben anhängt, sonder letztlich darum, wer die besseren Mittel/Waffen hat – sowohl im wörtlichen als auch im übertragem Sinne.
      Wer Waffen (jetzt wörtlich gemeint) produziert und wohin diese gelangen ist dir hoffentlich klar. Und vergiss nicht: Allzu oft verstecken sich eigene Interessen unter dem Deckmantel des Glaubens – Hamas ist z.B. eher eine politische Organisation, deshalb mag ich auch nicht “Terroristen” sagen, sondern “Partisanen”.
      _______________________________________

      Was muss man machen?
      Die friedlichen Reformer (ob religiös oder non-religiös spielt erstmal keine Rolle) in den Konfliktgebieten unterstützen.

      Was sollte man (und darf man) nicht machen?
      Schwierigkeiten zwischen friedlichen Menschen (ob religiös oder non-religiös spielt keine Rolle) derart heraufzubeschwören, welche in der (auf religiöser und kultureller Ebene) dargestellten Form in den westlichen Ländern gar nicht bestehen. Noch dazu, zieht ihr aus politischen Fehlern falsche Schlüsse und denunziert andere dafür. Stellt euch vor, der Islam wäre tatsächlich im Kern böse… der “Westen” wäre längst aus seiner Mitte heraus ausradiert. Aber der Islam ist im Kern nicht böse. Sehr viele Anhänger leben in den westlichen Nationen friedlich und integriert.
      Du, Axel, und deine Gleichgesinnten verteidigen Thesen, welche die überwundenen religiösen/kulturellen Konflikte in der westlichen Welt neu entfachen. Ein Rückschritt auf ganzer Linie. Noch sind eure Waffen bloß Wörter. Nicht auszumalen, was passieren würde, kämen auf uns derartige Missstände zu und die Menge an Waffen in Umlauf wie es in anderen Regionen Alltag ist.
      Und wenn du damit kommst…

      Erfahren Christen dort also eine Sonderbehandlung im Krankenhaus usw. Belasten sie zum Beispiel auch deren Sozialsysteme.
      ………
      Lediglich das mit dem Schulgang am Sonntag bleibt und dazu muß ich kurz überlegen

      …dann hast du es tatsächlich nicht begriffen.


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