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      Winne2 bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      Kotzen, Dünnpfiff – Urheberrechts-Fragen scheinen eine starke...

      Bingo bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      Mal abgesehen davon, dass weder Du, Karla, noch Jens (wie so oft) den...

      Winne2 bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      Ach, da fallen sogar mir gleich ein paar Möglichkeiten ein, die...

      Winne2 bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      @jens 1. Das ist prinzipiell die gleiche Argumentationskette der...

      rudram bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      unfassbar was hier zusammentrifft….schon das rote stop schild von...

      Spiegelfechter bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      @Bernd Ich halte es da mit jenem amerikanischen Musiker, der da...

      Karla bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      Danke. Schön formulieren ist ja gewissermassen mein Job. (Some things I...

      Spiegelfechter bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      @Karla Mein Reden! Nur schöner formuliert ;-)

      Spiegelfechter bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      4. Ich bin sehr dafür, dass Jens für seine herausragende Arbeit...

      Spiegelfechter bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      Plädiert dieser Artikel etwa dafür die Demokratie abzuschaffen....

      Karla bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      Aktuell scheint nämlich das klassische Verwertungssystem der Musiker,...

      Spiegelfechter bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      nicht der “liebe Jens ” wischt, sondern der Herr...

      Spiegelfechter bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      Wer sagt denn “unterschwellig”, dass die Piraten...

      Spiegelfechter bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      Herrje, es wird Zeit zu erkennen (auch für die Piraten...

      GrooveX bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      na ja, die schublade heißt ‘keine ahnung’, die kennt hier...

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  • Afrika: Zwei Briefe an einen An-der-Macht-Kleber

    geschrieben am 11. Februar 2011 von Spiegelfechter

    Ein Gastbeitrag in zwei Teilen von Andreas Fecke, Venance Konan und Tiburce Koffi

    Mitte und Ende Januar dieses Jahres flohen die beiden ivorischen Schriftsteller und Journalisten Venance Konan und Tiburce Koffi aus ihrer Heimat, der Côte d’Ivoire/ Elfenbeinküste. Seit Anfang Dezember 2010, kurz nach der entscheidenden 2. Runde der fünf Jahre lang immer wieder verschobenen Präsidentschaftswahl ist diese, 2002 in eine nördliche “Rebellen”- und eine größere “loyale” Zone geteilte und 2007 durch ein Arrangement der Machtteilung politisch wieder zusammengeführte Nation die einzige auf der Welt mit zwei gesamtnationalen Präsidenten: dem ehemaligen und nicht scheiden wollenden Laurent Gbagbo und dem international anerkannten Alassane Ouattara, der die von der UNO gemäß verschiedener Resolutionen und inner-ivorischen Abkommen kontrollierte und zertifizierte Wahl mit etwa 54% gegen 46% gewonnen hatte.

    Herr Gbagbo (ausgesprochen: Bahboh) und seine Regierung stützen sich auf alte Machtstrukturen und Kameraden, auf Armee sowie Polizei und berüchtigte Sicherheitskräfte, auf die “staatlichen” Massenmedien und auf eine ethnisch-politisch fanatisierte Jugend seiner Ethnie, der Bété, dem Rekrutierungspotenzial von “privaten” Gbagbo-Milizen. Herr Ouattara und seine Regierung sind immer noch hinter Schutztruppen der UN-Mission UNOCI und Einheiten ehemaliger nördlicher Rebellen im Abidjaner Golf Hotel verschanzt – um alle herum steht ein Ring von Gbagbo-treuen Truppen. Ouattara baut auf seinen rechtmäßigen Status, ausnahmslose internationale Anerkennung und Unterstützung auch seitens der Afrikanischen Union und insbesondere seitens der Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten(internationale Sanktionen wie Kontensperren und Reiseverbote laufen gegen rund 70 hohe Verantwortliche des Gbagbo-Regimes), auf die Milizen im Norden, seit einigen Wochen auf die Kontrolle der ivorischen Finanzen – und natürlich seine Anhänger, bislang meistens die Opfer von Terror und selber eher defensiv gewalttätig.

    Fast wie ein Negativfoto der - so, aber vielleicht nicht mehr, darf man es momentan wohl nennen - Veränderungen in manchen arabischen Ländern Nordafrikas nach den Volksaufständen gegen die Autokraten in Tunesien und Ägypten erscheint also die ebenso blutige, aber unglaublich hoffnungslosere Situation in diesem, für die ehemaligen westafrikanischen Kolonien Frankreich’s typischen Land am Golf von Guinea. Kein geeinter Aufstand “Volk gegen Regime” ist in Sicht, denn Volk und Gesellschaft wurden nach vielversprechenden Anfängen und Entwicklung nach der Entkolonisierung von verschiedenen Kräften fast planvoll parzelliert.

    KarteAnders auch als im Nachbarland Guinea und im Sahelland Niger: Dort kandidierten Ende 2010 und momentan (2. Runde Präsidentschaftswahlen 12. März) mit Alpha Condé (der gewann) und Mahamadou Issoufou auch zwei “historische Oppositionelle” mit weissen Westen für die Präsidentschaft. Die ivorische Wahl zeichnete sich hingegen durch die Konkurrenz dreier langjähriger “ewiger Kontrahenten” mit Hausmächten aus derzeitigen und ehemaligen Regierungsämtern, und aus drei der größeren der sechzig, vormals friedlich zusammenlebenden Ethnien eines in den Ethnozentrismus gesteuerten Landes aus.

    Und so kann ein Möchtegern-Ewigpräsident, keiner, der Wahlen fälschte, sondern einer, der der Opposition Wahlbetrug vorwarf(!), seit mehr als seit zwei Monaten (noch) ausharren und so zählen UNO und Menschenrechteorganisationen zwischen Dezember und Januar (ohne eine wahrscheinlich nicht unbedeutende Dunkelziffer) fast 300 Tote, etwas 70 Verschwundene und 26.000 Flüchtlinge ins noch bitterarme, aber jetzt immerhin bürgerkriegsfreie und hoffnungsvolle Nachbarland Liberia, wo Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf auch in diesem Jahr zur Wiederwahl antritt, gegen einige “Ehemalige”, die sie 2007 besiegt hatte.

    In zwei Teilen bietet dieser Artikel nach einem Kurzabriss der politischen Zusammenhänge nicht zwei, sondern drei “Offene Briefe an die Macht” und einen Artikel, in denen die beiden ivorischen Neu-Exilanten Konan und Koffi auf ihre Weise afrikanische Einblicke in eine Undemokratie, in einen Machtkleber und in eine afrikanische Oppositionskultur, die noch ohne die geeinte Volksrebellion gegen das Regime auskommen muss. Teil 1: “Warum ich mein Land verlasse” und “Offener Brief an Laurent Gbagbo” von Venace Konan, Teil 2 “Offener Brief an Kardinal Bernard Agré” von ihm und der Offene Brief an Gbagbo von Tiburce Koffi. Sie selber werden am Ende jedes Teiles kurz vorgestellt.

    Die Historie

    Gbagbo AmtseidDer Name Elfenbeinküste spricht Bände und kann als Symbol sowohl für die Kolonialgeschichte wie für den eigentlichen Reichtum des Landes gelten. Sie verfügt über die stärkste Wirtschaft der 15 in der Wirtschaftsunion ECOWAS (CEDEAO frz) vereinten westafrikanischen Länder. Sie ist der weltweit größte Exporteur von Kakao. So war sie auch stets – aus je nach Zeit und politischer Situation unterschiedlichen und wechselnden Gründen - Zielgebiet von Emigranten aus den Nachbarländern Guinea, Liberia, Mali, Burkina Faso, kaum aus Ghana. Die “Fremden”, auch die in späterer Generation und durchaus mit Wahlrecht integrierten, bilden auch eine große Bevölkerungsgruppe und waren während des Wahlkampfes in 2010 ein umworbenes Völkchen: “Wir würden ja Ouattara wählen, aber der Bürgermeister ist gekommen und hat gesagt, dass ja wohl klar ist, wen wir wählen. Wir wollen hier nur friedlich leben und keinen Ärger”. Seit die ECOWAS im Dezember mit militärischer Entmachtung Gbagbos droht, sind sie neben den städtischen Ouattara-Anhängern die hauptsächliche Zielgruppe von Terrormilizen.

    Nach der Unabhängigkeit 1960 bis zu seinem Tod war der aus der mit den französischen Kommunisten liierten “Republikanischen Widerstandsfront” hervorgegangene Félix Houphouët-Boigny, “Vater der Nation”, Präsident ohne im westlichen Sinne demokratische Ambitionen, aber mit einer Idee: der der einigen, starken, produktiven und sozial gerechten Nation inklusive prowestlicher und markwirtschaftlicher Orientierung und Industrialisierung.

    Zwei Jahrzehnte geht es den Ivorern - abgesehen von den durch die Vernachlässigung der ländlichen Gebiete explodierenden urbanen Zonen mit ihrer in den Armenvierteln grassierenden Arbeitslosigkeit - gut und besser, dann brechen 1978 die Kakao- und Kaffeepreise ein und sinken zehn Jahre lang weiter, die folgende Wirtschaftskrise endet mit Unruhen. Die beenden Anfang der 1990er im nunmehr bankrotten Staat das Einparteiensystem.

    1993 rückt der Vize Henri Konan Bédié, unterlegener Kandidat bei den Wahlen 2010, der in der 2. Runde zur Wahl Ouattaras bzw. Abwahl Gbagbos aufrief, ins Präsidentenamt, steht völlig unter dem Diktat internationaler Finanzinstitutionen und schafft es, die Wirtschaft zu sanieren, nicht aber die Lebenssituation des Volkes. 1995 wird er wiedergewählt in einer Wahl, in der der populäre Gegenkandidat und heutige rechtmäßige Präsident Alassane Ouattara erstmals ausgeschlossen wird, aus Gründen der vom Präsidenten eingeführten “Nicht-Ivorität” – er ist ein ethnischer Malinké. Der Ethnizismus feiert seinen Durchbruch. “Aus der Zeit Bédié stammt auch die Ideologie der Ivorité, welche die Bewohner der Elfenbeinküste in echte Ivorer und jene Ethnien aus dem Norden des Landes, die identisch mit Bevölkerungsgruppen aus Mali und Burkina Faso sind, einteilt. Diese Ideologie wurde vor allem dazu entwickelt, Konkurrenten wie Ouattara zu marginalisieren und um sich lokale Konflikte zwischen Einheimischen und Fremden zunutze zu machen.” Zitat Wikipedia/ Geschichte Elfenbeinküste, die für den gesamten historischen Abriss als Quellenangabe reichen sollte und kann – die meisten Quellen des Gastautoren sind französisch.

    1999 hat ein Militärputsch Erfolg und die zuvor in der Elfenbeinküste unbekannte Ideologie “Politik = Krieg” feiert ihren Durchbruch. General Guéï “redemokratisert” 2000, verliert die Wahl für ihn überraschend gegen Gbagbo, erkennt dessen Sieg nicht an, wird aber von einem von Gbagbo mobilisierten Volksaufstand verdrängt. Gbagbo ist Präsident, allerdings war Ouattara wieder ausgeschlossen. 2002 putscht ein Teil des Militärs erfolglos, dann teilt sich das Land in den Norden der Rebellen und den die von Gbagbo kontrollierten Gebiete im Zentrum und Süden Die Militarisierung feiert ihren Durchbruch, Gbagbo gerät ins Visier von Resolutionen und Sanktionen der UNO, die auch zur Trennung der Parteien die ersten Blauhelme einmarschieren lässt. Eskalationen und gescheiterte Friedensverhandlungen wechseln einander ab. Bei den Präsidentschaftswahlen 2005 kandidiert gar keiner mehr, sie finden nicht statt, Gbagbo regiert kommissarisch weiter und ist der Hauptverursacher der folgenden wiederholten Wahlverschiebungen bis 2010. 2007 gibt es zwar zwischen Gbagbo und dem Rebellenführer Guilleaume Soro einen Friedensvertrag mit Machtteilung (Soro wird Premierminister) sowie Plänen und Vereinbarungen bezüglich freier Wahlen unter UN-Kontrolle, verschoben wird aber noch drei Jahre lang.

    Ouattara AmtseidAnfang 2010 sieht Gbagbo schließlich seine Bedenken ausgeräumt. “Schließlich wurden die Präsidentschaftswahlen mit einem ersten Wahlgang am 31. Oktober 2010 durchgeführt. Bei einer Wahlbeteiligung von etwa 80 Prozent gewannen unter 14 Kandidaten der derzeit amtierende Präsident Gbagbo mit 38 Prozent sowie als Kandidaten der Opposition Alassane Ouattara (RDR) mit 32 Prozent und Henri Konan Bédié (PDCI) mit 25 Prozent die meisten Stimmen. Eine Stichwahl zwischen Gbagbo und Ouattara fand am 28. November 2010 statt. Davor kündigten beide an, das Auszählungsergebnis überprüfen zu lassen. Aus der Stichwahl ging laut dem Ergebnis der Wahlkommission CEI (Commission électorale indépendante) Alassane Ouattara mit 54% der Stimmen als Sieger hervor. Der Verfassungsrat erklärte jedoch die Ergebnisse in vier Regionen für nichtig. Dadurch habe nun Gbagbo die Stichwahl gewonnen. Daraufhin legten sowohl der bisherige Amtsinhaber Laurent Gbagbo als auch Alassane Ouattara den Amtseid ab. Gemäß dem Mandat der UN-Mission UNOCI muss der Sondergesandte Young-Jin Choi das Wahlergebnis zertifizieren. Nach seiner Prüfung erklärte er das Ergebnis der Wahlkommission für gültig. Seitdem kam es zwischen Anhängern beider Lager zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Todesopfern.” Soweit die Kurzfassung aus Wikipedia/ Elfenbeinküste

    Alle afrikanischen und internationalen Institutionen erkennen Ouattara als Präsidenten an und machen im Wochentakt immer mehr Druck. ECOWAS droht Ende Dezember mit Wohlwollen, aber ohne ausdrückliche Zustimmung der AU mit militärischer Entmachtung, die westafrikanische Währungsunion UEMOA entzieht Gbagbo die Zeichnungsbefugnis für sein Land bei ihrer Zentralbank und gibt sie an Ouattara – ein wichtiger Schritt, denn die Elfenbeinküste hat weder eigene Währung noch eigene Zentralbank; alles internationale Geld kommt über die UEMOA. Im Januar scheitert Gbagbo mit einer Beschlagnahme der UEMOA-Bankfilialen in seinem Land, die daraufhin geschlossen werden. Ende Dezember zahlte Gbagbo noch alle Gehälter, Ende Januar die Lehrergehälter und Pensionen bereits nicht mehr. Wie lange wird er seine Truppen und Getreuen bezahlen können? Das scheint die Frage zu sein, zudem Ouattara nach einem an den Sicherheitskräften gescheiterten “Volkssturm” auf die Fernsehanstalt Mitte Januar erfolgreich zu einem Kakaoboykott bis Ende Februar aufrief und diese Quelle auch versiegt. Mehrere Vermittlungsversuche der Afrikanischen Union scheiterten in den letzten Wochen. Einziger Lichtblick für Gbagbo heute: Unter dem Eindruck der Rebellionen in Nordafrika schafften es gewisse afrikanische Führer beim AU-Gipfel Ende Januar, die AU in den Rückwärtsgang zu hebeln und statt klarer Sanktionen bis zum Militäreinsatz ein Sondergremium einzurichten, das in einem Monat “eine Lösung” finden soll. Mehr dazu gleich bei Venance Konan und im Ausblick des Gastautoren am Ende des zweiten Teils. Als Quelle für diesen Absatz und Möglichkeit zu detaillierter Information über alle Ereignisse seit dem ersten Wahlkampf 2010 sehen Sie bitte hier eine datierte Titelliste von deutsch übersetzten Berichten der AFP-Korrespondenten in der Elfenbeinküste, im Afrikablog des Gastautoren.

    Warum ich mein Land verlassen habe

    Pourquoi j’ai quitté mon pays (frz. Original)
    28/01/2011 VENANCE KONAN
    Deutsche Übersetzung von Andreas Fecke

    Venance KonanFast Mitternacht ist es an diesem Freitag 28. Januar in Addis Abeba (Äthiopien), als ein Kollege, der die Sitzung des Sicherheitsrates der Afrikanischen Union bis zum Schluss verfolgt hat, im Hotel zu uns stößt. Müde des endlosen Wartens vor den Türen des Konferenzsaales war ich etwas eher heimgekehrt. Dort wurde entschieden, eine Arbeitsgruppe von afrikanischen Staatschefs einzurichten, die eine Lösung zu jener Krise finden soll, die mein Land, die Elfenbeinküste, seit zwei Monaten allmählich zerstört. Die sollen in einem Monat ihren Bericht vorlegen. “Was soll das denn nun schon wieder?”, fragte ich mich.

    Vor zwei Monaten haben die Ivorer unter den Augen der Welt mit 80% Beteiligung ihren Präsidenten gewählt. Fünf Jahre lang hatten sie auf diese Wahl gewartet. Laurent Gbagbo, der scheidende Präsident, hatte wiederholt so transparente Wahlen wie möglich versprochen, so dass niemand sie hinterher anfechten könnte.
    Dafür hatte er die UNO gebeten, die Resultate zu zertifizieren. Fünf Jahre lang nörgelte er an allen Details herum, indem er die Wählerliste in Frage stellte, alle seine Verpflichtungen umwarf und die UNO-Resolutionen ablehnte. In 2007 unterzeichnete er dann ein Abkommen mit Guillaume Soro, dem Chef der Rebellion, die die Hälfte des Landes kontrollierte, und machte ihn zu seinem Premierminister. Beide richteten eine integrierte, aus Elementen der Armee und der Rebellion zusammengesetzte Kommandozentrale ein, die die Sicherheit während der Wahlen gewährleisten sollte.

    Die zweite Wahlrunde, in der Laurent Gbagbo mit Alassane Ouattara konkurrierte, fand am 28. November statt, nachdem der ehemalige Präsident Henri Konan Bédié in der ersten ausgeschieden war. Kurz vor dem Wahltag hatte Gbagbo 1500 Soldaten der Armee in die von der Rebellion besetzten Gebiete geschickt, um, so bestätigte er, eine Beeinflussung der Wähler seitens der Rebellen zu verhindern. Die unzweideutigen Ergebnisse wurden bekannt gegeben, Alassane Ouattara hat mehr als 54% der Wählerstimmen bekommen. Doch Laurent Gbagbo, der alles eingeplant hatte außer seiner Niederlage, weigert sich seitdem, seine Niederlage anzuerkennen und die Macht abzutreten.

    Die Krise nach den Wahlen

    Der aus Gbagbos kleinen Kameraden bestehende Verfassungsrat hat auf illegale Weise die Resultate aus sieben Departements, die massiv für Herrn Ouattara gestimmt hatten, annulliert und dies mit angeblichem Betrug in sechs Wahllokalen begründet. Dann hat er die Bestätigung der Wahlergebnisse seitens der UNO zurückgewiesen, dies mit nicht tolerierbarer Einmischung in die Angelegenheiten seines souveränen Staates begründet. Die Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten (Cédéao), die Afrikanische Union (AU), die Europäische Union, die UNO, alle haben sie den Sieg Ouattaras anerkannt und Gbagbo aufgefordert zu gehen. Jede Nacht jedoch lässt er auf jene schiessen, die in Côte d’Ivoire gegen seinen «hold-up» protestieren, und jede Nacht entführen seine Milizen Menschen, die dann nicht wieder auftauchen. Ein Massengrab mit etwa sechzig Leichen ist aus der Nähe Abidjans gemeldet worden. Als der Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs sich dort einfand, wurde er von Männern in Drillich und anderen mit Masken und Raketenwerfern am Betreten des Hauses gehindert, aus dem das Massengrab signalisiert worden war.

    Die Afrikanische Union und die Cédéao haben verschiedene Emissäre geschickt, um zu versuchen, das Problem zu regeln, aber Laurent Gbagbo beharrt immer auf seinen Positionen: er soll als Wahlsieger anerkannt werden. Die Cédéao hat den Einsatz von Gewalt in Betracht gezogen, um Gbagbo in die Knie zu zwingen. Dafür jedoch bräuchte es das Einverständnis der Afrikanischen Union, und von daher versteht sich das Gewicht der Entscheidung des AU-Sicherheitsrates zwei Tage vor der Gipfelkonferenz der Afrikanischen Union, an der auch der französische Präsident und aktuelle G20-Vorsitzende Nicolas Sarkozy teilnahm.

    Obwohl die Elfenbeinküste derzeit vorläufig aus der Afrikanischen Union ausgesetzt ist, liefen in den Korridoren dort die Außenminister sowohl Laurent Gbagbos wie auch Allasane Ouattaras herum. Und dann gab es dort Mitglieder des Kommunikationsdienstes von Gbagbo, die dort Hefte verteilten mit dem, was sie “die Wahrheit über die post-elektorale Krise in der Elfenbeinküste” nennen.

    Eines ihrer Dokumente titelt “Sarkozy, der Diener der amerikanischen Schokoladehersteller”, ein anderes erzählt, wie die UNO auf unbewaffnete Menschen schoss, ein drittes beschäftigt sich mit den “großen afrikanischen Widerstandskämpfern” wie Patrice Lumumba (Im Januar 1961 ermordeter kongolesischer Premier), Kwamé Nkrumah (Premierminister, dann Präsident von Ghana bis 1966) und anderen.

    Gbagbo als Opfer eines internationalen Komplotts

    Laurent Gbagbo stellt sich seinen Anhängern als jener dar, der gegen den französischen Imperialismus kämpft. Das ivorische Fernsehen, das er in «Télé Pjöngjang» umgewandelt hat, zeigt tägliche Paraden von Leuten, die bestätigen, dass er nach dem Vorbild von Helden wie Lumumba einen Kampf zur Befreiung des afrikanischen Kontinents führt, und dass die ganze Welt,von Sarkozy angeführt, sich aus diesem Grunde gegen ihn verbündet hat. Und Allasane Ouattara, der sei der Mann der Franzosen.

    Augenscheinlich funktioniert diese Rhetorik bei gewissen afrikanischen Staatschefs, die nach der Entschlossenheit der ersten Tage den Rückwärtsgang eingelegt haben. Manche, wie der südafrikanische Präsident Jacob Zuma, fordern eine Neuauszählung der Stimmen, andere möchten eine Wahlwiederholung in den Gebieten, deren Stimmen vom Verfassungsrat annulliert wurden .

    Mehrere (vor allem westafrikanische) Staatschefs jedoch, die meinen, Gbagbo lache der Welt ins Gesicht mit seiner Selbstdarstellung als Opfer eines internationalen Komplotts – wo er doch ganz einfach nur, wie so viele andere afrikanische Potentaten es vor ihm taten, sich an die Macht zu klammern versucht – erwarteten ihrerseits von der AU Militäreinsatz zur Restauration der Demokratie in der Elfenbeinküste. Denn es ist mit dem Erfolg des demokratischen Prozesses auf dem ganzen Kontinent eng verbunden . In diesem Jahr finden etwa 15 Wahlen in Afrika statt. Laurent Gbagbo seinen Kraftakt durchgehen lassen heisst akzeptieren, dass kein afrikanischer Staatschef jemals wieder zugeben wird, an den Urnen geschlagen worden zu sein. Und nun gibt sich der AU-Sicherheitsrat tatsächlich noch einen Monat, um eine Entscheidung zu treffen.

    Militärgewalt um jeden Preis vermeiden

    Nehmen sie überhaupt wahr, die Mitglieder dieses Sicherheitsrates, dass die Gbagbo-Milizen jeden Tag Frauen und Männer töten, foltern und die Menschenrechte verletzen? Die UN-Friedensmission in der Elfenbeinküste UNOCI und die Menschenrechtsorganisationen zählen bis heute 273 Tote, 63 Verschwundene, 90 Fälle körperlicher Folter, 23 Vergewaltigungen und über 23.000 Ivorer, die im benachbarten Liberia Zuflucht gesucht haben. Vor Ort, in der Côte d’Ivoire, hat die “Regierung” von Laurent Gbagbo ihren Anhängern den Befehl gegeben, UNO-Fahrzeuge zu durchsuchen, die von ihnen des Waffentransports für Alassane Ouattara verdächtigt werden Mehrere dieser Fahrzeuge wurden abgefackelt.

    Am folgenden Tag gibt AU-Kommissionspräsident Jean Ping einige Präzisionen zur Entscheidung des Sicherheitsrates bekannt. Keinesfalls ginge es darum, den Wahlsieg Ouattaras in Frage zu stellen, nur ein einer militärischen Entmachtung folgendes Blutbad solle verhindert werden. «Im Kongo wurde Gewalt eingesetzt, und heute zählen wir fünf Millionen Tote. Das muss in Côte d’Ivoire vermieden werden.»

    Bevor ich meine Heimat verließ, wurde berichtet, dass Gbagbo liberianische und angolanische Milizen und Söldner in die wichtigen Städte des Landes entsandt hatte, um ein Gemetzel unter der dortigen Zivilbevölkerung anzurichten – vor allem unter den Migranten aus Westafrika, im Falle eines militärischen Angriffs seitens ausländischer Mächte.

    Ich werde also noch einen Monat warten müssen, bevor ich eine eventuelle Rückkehr in mein Land ins Auge fasse. “Stell Dir besser zwei Monate vor”, sagt mir in Addis-Abeba ein Freund von der UNOCI, der meine Situation daheim sehr gut kennt. Und da fällt mir der Satz meines Freundes Soro Solo ein, der die Elfenbeinküste im Jahre 2000 verließ, nachdem er einer Todesschwadron Laurent Gbagbo’s nur knapp entkommen war:

    «Als ich ging, dachte ich, es wäre eine Sache von ein paar Wochen. Jetzt bin ich schon seit fast neun Jahren im Exil in Frankreich.»

    Todesschwadronen in Abidjan

    Am 10. Januar gegen 16h30 ruft mich ein ehemaliger Nachbar an und informiert mich, dass das CECOS (Kommandozentrale der Sicherheitsorgane, Centre de commandement des opérations de sécurité) soeben von meiner Wohnung, die ich zwei Jahre zuvor aufgegeben hatte, abgefahren sei:

    «Sie sind zu sechst in einem Fahrzeug mit einem aufgesetzten Maschinengewehr angekommen und haben gefragt, ob das Deine Wohnung ist. Die junge Frau, die sie vor der Tür angetroffen haben, sagte, dass sie Dich nicht kennt und dass das nicht Deine Wohnung ist. Neben ihr stand ein etwa zehnjähriges Mädchen. Sie haben gefragt, ob sie Deine Tochter ist. Das Mädchen sagte Nein, sie zögerten etwas und dann fuhren sie wieder ab.»

    Ein jeder in der Elfenbeinküste kennt CECOS. Sie wurde vor einigen Jahren von Laurent Gbagbo gegründet, um, so sagt er, das starke Bandenunwesen zu bekämpfen. Sie wird von Polizisten und Gendarmen gebildet, die sich vor allem durch Morde und Banditentum ausgezeichnet haben. Eines Tages, mitten am Tag, stoppte unter meinen Augen ein Fahrzeug der CECOS neben einem Mann, der mit seinem Handy telefonierte. Zwei Polizisten stiegen aus, ohrfeigten ihn, entrissen ihm sein Handy und stiegen wieder ein und fuhren weiter.

    Seit Beginn der Krise ist es die CECOS, die nachts in Ouattara-freundlichen Vierteln Menschen entführt. In diesen Stadtvierteln haben die Einwohner Wachkommitees gegründet, die auf Töpfe schlagen, sobald sich eins dieser Fahrzeuge nähert. Dann kommen alle Leute heraus und versammeln sich. Die CECOS wird von General Guiai Bi Poin geführt, dem EU-Sanktionen drohen.

    Vor WahllokalSeit der Bekanntgabe der Wahlergebnisse habe ich sowohl in ivorischen wie in ausländischen Medien unaufhörlich den “Raub der Demokratie” bloßgestellt, den Gbagbo durchführen wollte. Und ich wusste mich im Visier seiner Killer. Ihm nahestehende “Freunde” rieten mir mehrfach, Wasser in meinen Wein zu gießen. “Du weisst, wie das Land ist. Pass auf, man weiss nie, was passiert.” Hinter einem hohen Tor und mit solider Tür und in einem ruhigen, bewachten Viertel gelegen, war mein Haus eher sicher. Ich verließ es kaum, und selten allein. Und hin und wieder verbrachte ich die Nacht bei Freunden.

    Als ich die Information über den Besuch der CECOS bei meiner ehemaligen Wohnung erhielt, dachte ich an Benoit Dakoury-Tabley, den ehemaligen Leibarzt Gbagbo’s, bevor dieser Präsident wurde. Als 2002 bekannt wurde, dass sein Bruder die Rebellion unterstützte, wurde Benoit am helllichten Tag von Männern im Drillich aus seiner Praxis entführt und sein von Kugeln durchsiebter Körper wurde am folgenden Tag gefunden. Gleiches passierte dem Schauspieler Camara «H», einem glühenden Anhänger Alassane Ouattara’s, der in jener Zeit in den Augen des Gbagbo-Clans der Pate der Rebellion war.

    In jüngster Zeit wurden in weniger als einem Monat Dutzende von Menschen auf diese Weise von den berüchtigten Todesschwadronen eliminiert. Diese haben mit ihrer Aktivität erst aufgehört, als Laurent Gbagbo und sein Frau Simone öffentlich beschuldigt wurden, die Urheber zu sein, und ihnen Strafverfolgung vor dem Internationalen Strafgerichtshof angedroht worden ist.

    An dem Tag, als die CECOS zu meiner Wohnung unterwegs war, zählte man in Abidjan mehr als 160 Tote. Die ONUCI beschuldigte Gbagbo’s Sicherheitskräfte klar und deutlich, dafür verantwortlich zu sein. Am gleichen Abend diskutierte ich das mit ivorischen und ausländischen Kollegen. Als die ivorische Presse darüber berichtete, nahmen sich viele Personen vor, mich zu verstecken. Und Freunde, die sich im Golf-Hotel aufhielten, wo Ouattara und seine ganze Regierung verschanzt waren, luden mich ein, zu ihnen zu kommen. Die UNOCI organisierte die Rotation zwischen ihrem Hauptquartier und der Schutztruppe am Golf-Hotel per Helikopter, und man bot mir einen Platz an. Mein Haus verlassen um mich anderswo zu verstecken erschien mir allerdings wie ein Gefängnis gegen das andere eintauschen.

    Ich habe mich nach Gesprächen mit mir Nahestehenden dann entschlossen, mein Land zu verlassen, und mich für Frankreich entschieden. Dort hatte ich während meines Jurastudiums fünf Jahre verbracht und dort habe ich zahlreiche Freunde. Zudem schreibe ich auch in einigen französischen Zeitungen, und mein neuestes Buch soll im Februar bei meinem Genfer Verleger Pierre Marcel Favre erscheinen. Ich hatte ein gültiges französisches Visum und etwas Geld. Ich setzte mir in den Kopf, ich würde vierzehn Tage Urlaub in Europa machen und vor Ende Januar wäre alles vorbei.

    Freunde ermöglichten mir einen Hubschrauberflug nach Bouaké, der zweitgrößten Stadt des Landes, die von den Rebellen Guillaume Soro’s kontrolliert wird. Hier waren alle von Gbagbo Verfolgten willkommen. Ich mag Bouaké, es ist nicht weit weg von meiner Mutter und ich habe viele Freunde dort, aber man langweilt sich in dieser Stadt eben zu Tode.

    Zwei Tage später informierte mich ein Kabinettsmitglied Alassane Ouattara’s, dass dessen neuer Botschafter in Frankreich über Bouaké nach Ouagadougou fliegen würde, mit einem kleinen Flugzeug und einem Platz für mich darin. So landete ich am Montag, 17. Januar, in Ouagadougou, und am nächsten Tag mit einem regulären Flug in Paris.

    Einige Tage später schlug mir der Chef vom Afrique Magazine den Korrespondentenjob beim AU-Gipfel in Addis-Abeba vor, am 2. Februar geht es zurück nach Paris. Die zwei Wochen, die ich mir gegeben hatte, sind schon um. Wie schnell doch die Zeit im Exil vergeht.

    Venance Konan (aus Addis-Abeba)

    Offener Brief an Gbagbo: “Warum wurdest Du schließlich Kouglizia, dieser andere mythische Vogel, der nur den Tod ankündigt?”

    Venance Konan à Gbagbo : “Pourquoi fus-tu finalement le Kouglizia, cet autre oiseau mythique qui n`annonce que la mort ?”
    04.01.2011, von Venance Konan, frz Original
    Deutsche Übersetzung von Andreas Fecke

    Die Nacht wird fallen, Laurent Koudou Gbagbo. Sie wird lang sein. Sehr lang, Laurent Koudou. Denn es ist die Nacht Deines Rendezvous mit Deinem Schicksal, Laurent. Hast Du Dir die Augenlider ausgerissen? Hast Du es wie Sakouato gemacht, der mythische Vogel aus Deiner Heimat, der, mit der Aufgabe betraut, die Dörfer vor herannahenden Gefahren zu warnen, sich die Augenlider herausgerissen hatte, um sich nicht vom Schlaf überraschen zu lassen? Koudou, die Nacht wird lang werden. Es wird die Deines Schicksals sein. Und des Schicksals Deines Landes, der Elfenbeinküste.

    Wie man in den Dörfern während der langen Totenwachen das Feuer unterhält, indem man regelmäßig Holzstückchen hinzugibt, so will ich diese lange Nacht unterhalten, lass mich Dir Dein Leben erzählen. Lass mich Deinen Weg auf dieser Erde erzählen, wie man es während der langen Totenwachen am Feuer macht. Denn eine Trauerwache wird sie sein, diese Nacht. Morgen wird es mindestens einen Toten geben, Laurent, Du weisst es. Du oder Dein Land, an das Du Dein Schicksal vor so langer Zeit schon gebunden hattest. Kommen wir der Totenwache also zuvor! Und verzeihe mir meine Erinnerungslücken, Laurent Koudou Gbagbo, Sohn von Zézé Koudou Paul Gbagbo.

    Koudou, geboren wurdest Du am 31. Mai 1946 in Mama, da unten, im Bété (Ethnie)-Land, im Westen dieses Territoriums, das damals französische Kolonie war und 1960 die République de Côte d’Ivoire wurde. Zézé Koudou Paul Gbagbo kam gerade erst aus dem Zweiten Weltkrieg zurück. Du wurdest sehr kurze Zeit nach seinem Kennenlernen von Marguerite, Deiner Mutter, geboren, was böse Zungen behaupten ließ, er wäre nicht Dein richtiger Vater gewesen. Marguerite selber erzählte dann bei der Beerdigung von Zézé Koudou Paul, dass sie vor ihm mit einem Malinké verheiratet war, jenem Volk, das aus dem Norden der Elfenbeinküste und Nachbarländern gekommen war. Manche sagten, Dein richtiger Vater wäre ein Ausländer gewesen. Egal. Große Männer haben oft obskure Herkünfte.

    Sicher ist, dass Du eine Kindheit in Armut verbrachtest. Oft hast Du es Deinem Volk erzählt, um Deinen Erfolg zu unterstreichen. Zézé Koudou Paul war ein Polizist und Vater einer zahlreichen Nachkommenschaft…
    => hier weiterlesen

    Teil 2 erscheint in zwei Tagen und beinhaltet vor einem Ausblick des deutschen Gastautoren von Venace Konan “Brief an Seine Eminenz Kardinal Bernard Agré – Welche Art von Pastor sind Sie eigentlich?” und von Tiburce Koffi “Winterlicher Brief an einen blutrünstigen König”.

    Venance Konan (*1958 in der Côte d’Ivoire / Elfenbeinküste) ist Journalist und Autor und hat sein Jura-Studium mit einer Promotion in Nizza abgeschlossen. Er war lange Jahre bei Fraternité-Matin, der größten Tageszeitung des Landes, tätig; er ist heute Mitarbeiter verschiedener Zeitungen und Zeitschriften in seiner Heimat und in Frankreich. Zu seinen literarischen Werken gehören die Romane Les prisonniers de la haine (Abidjan 2003, «Die Gefangenen des Hasses ») und Les Catapila, ces ingrats (Paris 2009, «Die Krabbelkäfer, diese Undankbaren ») sowie u.a. die Erzählbände Robert et les Catapila (Abidjan 2005) und Nègreries (Abidjan 2007).
    Kindheit: “Das Verschwinden meines Vaters”

    Andreas Fecke betreibt die Blogs “Afrikanews Archiv” und “Unser globales Dorf“

    36 Kommentare Print This Post
    Ein Gastbeitrag in zwei Teilen von Andreas Fecke, Venance Konan und Tiburce Koffi Mitte und Ende Januar dieses Jahres flohen die beiden ivorischen Schriftsteller und Journalisten Venance Konan und Tiburce Koffi aus ihrer Heimat, der Côte d'Ivoire/ Elfenbeinküste. Seit Anfang Dezember 2010, kurz nach der entscheidenden 2. Runde der fünf Jahre lang immer wieder verschobenen ...
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    36 Kommentare:

    1. anonym schrieb am 11. Februar 2011 at 13:45 - Permalink

      Der Artikel enttäuscht mich in größten Maße.

      Wenn ich ehrlich bin, habe ich von Andreas Fecke, dessen Artikel mich bisher allesamt enttäuschten und verärgerten, auch nichts anderes / Besseres erwartet.

      …. Ouattara war von der unabhängigen ivorischen Wahlkommission mit 54 Prozent aller Stimmen zum Sieger erklärt worden. Der ivorische Verfassungsrat hatte dieses Ergebnis allerdings unter Hinweis auf massive Wahlfälschungen im Norden der Elfenbeinküste, woher Ouattara stammt, kassiert und Gbagbo mit 51 Prozent zum Sieger erklärt. Die Vereinten Nationen, die das Wahlergebnis bestätigen sollten, hatten nur das Verdikt der Wahlkommission gelten lassen und die „Unregelmäßigkeiten“ im Norden als „nicht entscheidend“ bezeichnet. Dabei hatte der Vergleich der manuellen Auszählung mit einer elektronischen Auszählung ergeben, dass in 2200 von insgesamt rund 20.000 Wahlbüros mehr Wähler gewählt hatten, als eingetragen waren. Die Wahlbeobachter der Europäischen Union, die sich noch zwei Tage vor der Wahl über die „systematische Behinderung“ durch die von der Opposition dominierte Wahlkommission beschwert hatten, hatten die Stichwahl um das Präsidentenamt ebenfalls als „ordnungsgemäß“ bezeichnet. Dabei hatte die EU nicht einen einzigen Wahlbeobachter in den Norden entsandt.

      http://www.faz.net/-01nk80

      Prof. Dr. Manfred Trapp, den ich als sehr integren Menschen schätze:

      …..Diese Szene ist veröffentlicht worden und wurde zum Beleg dafür genommen, dass Anhänger Gbagbos die Wahlkommission an der Veröffentlichung der Resultate hinderten. Sie zeigt jedoch ­ nach der Darstellung Sanés – ein Mitglied der Wahlkommission, das die Resultate veröffentlichen wollte, ohne dass sie von der Kommission beschlossen worden waren.

      Ergebnis:
      In der Berichterstattung deutschsprachiger Medien wird die Wahlkommission als neutrale Instanz dargestellt. Sie ist jedoch keineswegs neutral und unabhängig, sondern ein Instrument der Gegner Gbagbos. Ihre Aussagen sind daher nicht objektiv.

      Die „neutralen“ internationalen Wahlbeobachter

      Die Wahlen von Ende November wurden von „internationalen Wahlbeobachtern“ als „weitgehend frei und transparent“ bezeichnet. Die Beschwerden des Lagers des bisherigen Präsidenten Gbagbo über Wahlfälschungen im Norden der Elfenbeinküste zugunsten des Oppositionskandidaten Ouattara werden nicht zur Kenntnis genommen oder nicht ernst genommen. Es gibt jedoch Korrespondenten, die darauf hinweisen, dass die UNO und die „internationalen Wahlbeobachter“ im Norden der Elfenbeinküste – dem Gebiet der Rebellen – gar nicht präsent waren.

      Ergebnis:
      Das Urteil der internationalen Beobachter ist nicht glaubwürdig, weil die Wahl in den Rebellengebieten von ihnen nicht beobachtet wurde. Die Einschätzung der Wahlen als frei und transparent ist zweifelhaft……

      http://www.ivoireleaks.de/4.html

      Rejet du Comité d’évaluation du processus électoral : Ce qui fait peur à Alassane Dramane Ouattara

      Pour des raisons évidentes, Alassane Dramane Ouattara et ses amis étaient bien dans tous leurs états après le départ, dans la nuit du lundi, des émissaires de la Communauté économique des Etats de l’Afrique de l’Ouest (Cedeao). Hier encore, ils ne semblaient plus tellement sûrs d’eux. A tel point qu’ils appelaient de tous leurs vœux une intervention militaire pour faire partir le président élu, Laurent Gbagbo, du pouvoir. A la vérité, Alassane Dramane Ouattara et ses amis n’acceptent pas que le Premier ministre kenyan Raila Odinga, envoyé par l’Union africaine (UA) et qui accompagnait, lundi à Abidjan, les présidents béninois Yayi Boni, sierra léonais Ernest Koroma et cap verdien Pedro Pires, évoque des progrès et une possibilité de rencontre Gbagbo-Ouattara. Pour le camp Ouattara, cela voudrait dire que Alassane Dramane Ouattara accepte la mise en place du Comité d’évaluation du processus électoral proposé par Laurent Gbagbo pour faire éclater la vérité. Cette montée d’adrénaline chez Ouattara s’explique aisément. Pour plusieurs raisons évidentes, il ne voudra de la mise en place du Comité d’évaluation du processus électoral. Alassane Dramane Ouattara a, en fait, peur que la communauté internationale dont il est le chouchou, découvre qu’il est en réalité un vil tricheur….

      http://souverainete-africaine.com/?p=471

      • anonym schrieb am 11. Februar 2011 at 14:03 - Permalink

        kurzer Nachtrag:
        Es ist für jemanden, der sich wie Fecke journalistisch betätigen möchte, m.E. unabdingbar, die Hinter- und Beweggründe von Personen, deren Artikel man übersetzt und weiterverbreitet, kritisch zu hinterfragen.

    2. anonym schrieb am 11. Februar 2011 at 14:40 - Permalink

      Ich bin ein wenig im Stress, da ich schon längst bei einen Termin sein müsste, aber was denn das?

      Die Nacht wird fallen, Laurent Koudou Gbagbo. Sie wird lang sein. Sehr lang, Laurent Koudou. Denn es ist die Nacht Deines Rendezvous mit Deinem Schicksal, Laurent. Hast Du Dir die Augenlider ausgerissen? Hast Du es wie Sakouato gemacht, der mythische Vogel aus Deiner Heimat, der, mit der Aufgabe betraut, die Dörfer vor herannahenden Gefahren zu warnen, sich die Augenlider herausgerissen hatte, um sich nicht vom Schlaf überraschen zu lassen? Koudou, die Nacht wird lang werden. Es wird die Deines Schicksals sein. Und des Schicksals Deines Landes, der Elfenbeinküste.

      Wie man in den Dörfern während der langen Totenwachen das Feuer unterhält, indem man regelmäßig Holzstückchen hinzugibt, so will ich diese lange Nacht unterhalten, lass mich Dir Dein Leben erzählen. Lass mich Deinen Weg auf dieser Erde erzählen, wie man es während der langen Totenwachen am Feuer macht. Denn eine Trauerwache wird sie sein, diese Nacht. Morgen wird es mindestens einen Toten geben, Laurent, Du weisst es. Du oder Dein Land, an das Du Dein Schicksal vor so langer Zeit schon gebunden hattest. Kommen wir der Totenwache also zuvor! Und verzeihe mir meine Erinnerungslücken, Laurent Koudou Gbagbo, Sohn von Zézé Koudou Paul Gbagbo.

      Koudou, geboren wurdest Du am 31. Mai 1946 in Mama, da unten, im Bété (Ethnie)-Land, im Westen dieses Territoriums, das damals französische Kolonie war und 1960 die République de Côte d’Ivoire wurde. Zézé Koudou Paul Gbagbo kam gerade erst aus dem Zweiten Weltkrieg zurück. Du wurdest sehr kurze Zeit nach seinem Kennenlernen von Marguerite, Deiner Mutter, geboren, was böse Zungen behaupten ließ, er wäre nicht Dein richtiger Vater gewesen. Marguerite selber erzählte dann bei der Beerdigung von Zézé Koudou Paul, dass sie vor ihm mit einem Malinké verheiratet war, jenem Volk, das aus dem Norden der Elfenbeinküste und Nachbarländern gekommen war. Manche sagten, Dein richtiger Vater wäre ein Ausländer gewesen. Egal. Große Männer haben oft obskure Herkünfte.

      Sicher ist, dass Du eine Kindheit in Armut verbrachtest. Oft hast Du es Deinem Volk erzählt, um Deinen Erfolg zu unterstreichen. Zézé Koudou Paul war ein Polizist und Vater einer zahlreichen Nachkommenschaft
      Wieder im Land, zeigte sich der Geschichtslehrer, der Du warst, wenig zahm gegenüber der Macht des Félix Houphouët-Boigny. Der erste Präsident Deines Landes kerkerte Dich ja auch mehrmals ein, um Dich zu lehren, gegen seine Partei zu protestieren. 1982 flohst Du nach Frankreich, um seiner Wut zu entkommen. Und da fütterten Dich Deine sozialistischen Genossen durch …..

      Stay classy, Fox News, Bild, Venance Konan

    3. T3o schrieb am 11. Februar 2011 at 14:58 - Permalink

      Wird hier am späten Mittag schon getrunken?
      Dass die Berichterstattung in direkter Zusammenarbeit mit einem politisch verfolgten Journalisten, der aus seinem Heimatland geflohen ist, nicht neutral ist versteht ja wohl ein zurückgebliebener Schimpanse…

      Und das die Übersetzung eines pathetischen Text aus dem Französischen etwas getragen ist scheint mir auch nicht sonderlich erwähnenswert.

      Hat einer von euch beiden Schwachmaten auch mal nachgedacht bevor hier wild in die Tasten gehauen wird…Mann, Mann, Mann, ist schon wieder Freitag was…
      Ich fass es nicht!

      • Spiegelfechter schrieb am 11. Februar 2011 at 15:03 - Permalink

        Hat einer von euch beiden Schwachmaten auch mal nachgedacht bevor hier wild in die Tasten gehauen wird

        Es ist nur ein Schwachmat ;-)

        • anonym schrieb am 11. Februar 2011 at 15:07 - Permalink

          Meist ist es so, dass Bezeichnungen wie “Schwachmat” oder “zurückgebliebener Schimpanse” in besonderer Weise auf die Personen zutreffen, die sie gegen andere verwenden.

        • toha schrieb am 13. Februar 2011 at 00:08 - Permalink

          -Off-Topic-
          Sehr geehrter Spiegelfechter,

          Erstmal vielen Dank für die Arbeit, welche Sie seit Jahren in Ihren Blog und Ihre Artikel investieren. Für meinen Teil lese ich seit Jahren regelmäßg und interessiert mit (trotz manchmal abweichender Meinung) – müsste so seit 2008 gewesen sein- Kann mich zumindest erinnern, das einer der ersten Artikel sich kritisch mit den Medienberichten zu den Unruhen in Tibet vor den Olympischen Spielen in Peking beschäftigte.
          Obwohl ich auch die Kommentardiskussionen gerne (und oft mit einem Schmunzeln) verfolge, habe ich bisher nie selbst kommentiert. Dies hat einen Grund: Könnten Sie mir vll. erklären, warum es für nötig erachtet wird, Kommentatoren mit abweichenden Meinungen sinnlos zu beleidigen. Nicht falsch verstehen: Ein rauherer Umgangston scheint ja in diesem Bereich üblich zu sein. Man sehe sich dies bei Welt-telepolis-taz.etc.de an.

          Trotzdem stößt es mir immer wieder übel auf, wenn einige dieser Personen und ihre Position die ja in gewissem Sinne adelnde Unterstützung des Hausherren genießen, den ich ja eigentlich für seine differenzierte Betrachtungsweise sehr schätze. Mister “anonymus” (zugegeben nicht gerade vertrauenserweckend) führt einige durchaus berechtigte Punkte inklusive Quellen aus und wird als “Schwachmat” etc. bezeichnet. Ohne ein einizges (!) Argument: Mal abgesehen von diesem Kindergarten, der betreibe halt Propaganda für die Gegenseite, kann keine ordentliche Rechtschreibung…
          Dies fällt mir hier nicht zum ersten mal auf, ähnliches wenn die Verwendung des Wortes “Neger” gerügt wird oder es um Feminismus geht. Vll. bin ich in dieser Hinsicht naiv. Man kann ja gerne unterschiedlicher Meinung sein, aber doch bitte in Form von halbwegs sachlichen Argumenten. Denke dies ist doch auch der Sinn einer solchen Funktion. Und noch ein Punkt: Letztendlich ist die (linke) politische Position dieses Blogs (und auch meine) doch darin begründet die Welt ein bißchen gerechter/lebenswerter/besser zu machen. Und man schafft dies noch nicht einmal im persönlichen Umgang miteinander?
          Wäre nett, wenn Sie mir dies (warum ist anonymus ein Schwachmat?) in ein/zwei Sätzen erklären könnten, dann würden ich und vll. andere(?) öfters mal ihren möglicherweise betrachtenswerten Senf dazugeben.

          Mit freundlichen Grüßen

          P.S. entschuldigen Sie bitte etwaige grammatikalische Fehler. Ist ja spät am Samstag und ich habe mich gerade sinnlos aufgeregt.

          • Ko-Mike schrieb am 13. Februar 2011 at 00:55 - Permalink

            Bevor Sie sich weiter aufregen, und der SF Ihnen ihre Aufregung evtl. mildern kann, möchte ich eine Antwort versuchen, damit sie durch ihre ausführlichen Wut nicht hinübergehen. ;)

            Ich sehe das so:
            Es liegt offentbar ein Missverständnis vor. Der SF bezog sich auf den Artikel in der Aussage von T3o…

            Hat einer von euch beiden Schwachmaten

            Es handelt sich aber lediglich um eine Person. Dies ist dazu noch amüsant insofern, dieser Fehler in Form einer Beleidigung daher kommt. Zum verwendeten Subjekt kann ich aber nichts sagen. ;)))
            Trotzdem: Schlafen Sie gut!

            • toha schrieb am 13. Februar 2011 at 17:26 - Permalink

              Yo, mein Fehler, danke für die Antwort. Mein Glaube an das Gute ist wiederhergestellt ;-)

      • anonym schrieb am 11. Februar 2011 at 15:12 - Permalink

        Frage: “Wird hier am späten Mittag schon getrunken?”

        +

        Vorwurf dass ” wild in die Tasten gehauen wird”

        +
        wenig sachliche Bezeichnungen wie “zurückgebliebener Schimpanse” oder “Schwachmaten”

        Warst Du einmal in deinen Leben zu Dir selbst kritisch gewesen?
        Hast Du Dich einmal selbst kritisch hinterfragt?

        Mann, Mann, Mann, ist schon wieder Freitag was…
        Ich fass es nicht!

        Hurr hurr,
        Wolltest Du nicht noch den Zusatz “Armes Deutschland” hinzufügen?

        mit einem politisch verfolgten Journalisten

        Unabhängig von der Frage, ob beide Herren Mietmäuler sind, sind die Aussagen von Mietmäuler generell für ihre hohe Glaubwürdigkeit bekannt.

        Und das die Übersetzung eines pathetischen Text aus dem Französischen etwas getragen ist scheint mir auch nicht sonderlich erwähnenswert.

        Was hat eine getragene Übersetzung damit zu tun, dass man in bester Tea Party Manier, die Herkunft des Präsidenten und die Staatsbügerschaft seines Vater anzweifelt und den Eltern des Präsidenten -wie es auch bei Obama getan wird- einen wenig sittlichen Lebenswandel unterstellt?

        • american eagle schrieb am 13. Februar 2011 at 14:55 - Permalink

          Warst Du einmal in deinen Leben zu Dir selbst kritisch gewesen?
          Hast Du Dich einmal selbst kritisch hinterfragt?

          Bist Du neu hier?

          Gruß Lemmy

      • anonym schrieb am 11. Februar 2011 at 15:44 - Permalink

        Und es ist ja auch allseits bekannt, dass sich politische Gegner generell (von Sozialisten) durchfüttern lassen.
        So meine ich zumindest Fox News und die Bild verstanden zu haben.

        Liegt sicherlich nur an der getragenen Übersetzung.

        Konan und Koffi haben sich natürlich noch nie durchfüttern lassen . Sie lassen sich auch gerade nicht in Addis Abeba durchfüttern.
        Der Chef des Afrique Magazine und die Leute um Ouattara / Soro haben natürlich keine Erwartungen hinsichtlich der Richtung der Berichterstattung durch die Herrn Konan und Koffi.

        Soro ist ein edler Rebell, dessen Truppen für ihre besondere Friedfertigkeit und ihr überragendes humanitäres Auftreten bekannt sind.

        Alles klar.

      • andreas_fecke schrieb am 11. Februar 2011 at 15:57 - Permalink

        Vielen Dank für den klaren Blick und die Unterstützung.

        Ich kenne den Herrn, wenn es nicht einer seiner Kollegen von der deutschen pro-Gbagbo Propagandaseite http://www.ivoireleaks.de/ ist, denn bei mir im Blog hatte er auch schon mal angefangen, namentlich, ist dann aber nach meinen Erwiederungen nicht mehr aufgetaucht, jedenfalls nicht als Kommentator. Wahrscheinlich aber als Leser, wie sollte er es sonst geschafft haben, als erster Kommentator hier zu erscheinen, ohne den Teil II abzuwarten, und ohne den Artikel überhaupt ganz gelesen zu haben, wie seine Intervallkommenatre zeigen.

        Ganz abgesehen davon, dass 54-46 ein klares Ergebnis sind, auch inklusive Unregelmäßigkeiten, die ja niemand auf der Welt abstreitet, ist seine Webseite ein sehr interessantes Beispiel, wie man Propaganda verbreiten kann, einzig indem man die andere Seite der Propaganda bezichtigt und ohne weitere Grundlagen und ganz ohne Argumente.

        Die kleine Debatte zwischen ihm und mir im Afrikablog ist hier:
        http://afri-russ-archiv.blog.de/2011/01/29/elfenbeinkueste-machtkampf-part-vi-tiken-jah-fakoly-crise-ivoirienne-part-vi-mon-pays-va-mal-10378907/#c14995303

        Was die Übersetzungen angeht, brauche ich nur auf jemanden zu warten, der sehr gut frz. liest und beides vergleichen kann. Jeder Gutachter ist herzlich eingeladen, insbesondere, was den Brief von koffi in Teil II übermorgen betrifft, denn der ist noch “literarischer”.

        • anonym schrieb am 11. Februar 2011 at 22:20 - Permalink

          Ich kenne den Herrn, wenn es nicht einer seiner Kollegen von der deutschen pro-Gbagbo Propagandaseite http://www.ivoireleaks.de/ ist, .

          Ein wenig seltsames Verhalten, welches du hier an den Tag legst.
          Deiner Meinung nach ist also jeder, der nicht deine durch dich verbreiteten Ansichten teilt, ein Angestellter einer “pro-Gbagbo Propagandaseite”.
          Noch dazu hätten diese Angestellten der “pro-Gbagbo Propagandaseite” den ganzen Tag nicht anderes zu tun, als dass ein Herr Ferke seine Artikel ins Netz stellt, damit sie dann gleich als Erste einen Kommentar dazu schreiben können.
          Ich kann dich beruhigen. Ich kenne Herrn Sturm nicht weiter, als dass ich beim Surfen auf seine Website gestossen bin.
          Herr Trapp ist mir bekannt.
          Darüber hinaus kenne ich einige Studenten und Doktoranden aus Afrika und im Speziellen der Elfenbeinküste.

          und ohne den Artikel überhaupt ganz gelesen zu haben, wie seine Intervallkommenatre zeigen.

          Diese Folgerung ist hirnrissig.
          Ich weiß nicht, ob du neben deiner Blogger”tätigkeit” noch einer (hauptberuflichen) Tätigkeit nachgehst, aber vielleicht kannst du dir vorstellen, dass andere Menschen, nicht den ganzen Tag Zeit haben, um Kommentare oder Blogartikel zu schreiben.
          Ich hatte mich kurz vor 14 Uhr für das Meeting fertiggemacht, wollte aber vorher noch ein paar Daten sichern und andere Daten vom Server auf eine externe Festplatte spielen. Da es sich dabei um viele Daten handelte, dauerte dies ein wenig. Zeit genug, wie ich mir dachte, um noch mal beim Blog von Jens vorbeizuschauen, dessen Artikel ich mehrheitlich sehr schätze. Ich bemerkte, dass ein neuer Eintrag veröffentlicht war. Von Andreas Ferke, dessen Gastbeiträge ich kenne, aber nicht überaus schätze (was überhaupt nichts heißen muss, da ich nur ein (!) Stammleser bin). Während ich auf die Beendigung der Ladevorgänge wartete und noch ein paar Sachen umstrukturierte (also eigentlich ein paar Ordner neue Namen gab und sie irgendwo hin verschob) las ich mir den Artikel durch. Der Blogeintrag gefiel mir nicht und ich meinte noch etwas dazu schreiben zu müssen, im Wissen, dass ich aber eigentlich auf den Sprung sein müsste. Ursprünglich hatte ja ich vor, zu dem Treffen zu gehen, daher entschloss ich mich, kurze Kommentare zu schreiben. Dann kamen noch andere Sachen, die ich nebenbei erledigen musste und auf deren Beendigung ich wartete, was wieder ein wenig Zeit für Kommentare gab. Irgendwann tendierte ich nicht mehr auf das Treffen zu gehen, was wiederum mehr Zeit für Kommentare zur Verfügung stellte. Das ist die einfache Erklärung für die “Intervallkommenatre”.

          Ich kann mich sehr gut erinnern, wie du bei der kleinsten Kritik an deinen anderen vorangegangen, bei Jens veröffentlichten Artikel mit einem m.E. kindisch beleidigten Verhalten reagiertest. Ich war damals nicht beteiligt, da mich die Thematik nicht sehr interessierte und ich auch mir darüber kein Urteil erlauben wollte.
          Dennoch empfand ich dein eingeschnapptes Verhalten ein wenig unangebracht.
          Ebenso störte mich, dass du deine Kritiker nur sehr dürftig auf argumentative Weise von der Richtigkeit deiner Aussagen zu überzeugen versuchtest, und dass du sehr davon überzeugt warst, dass deine Aussagen Richtigkeit hätten, ohne dass du dieses Richtigkeit durch schlüssige Argumentation darlegtest.
          Du hast dir in deinem Leben nicht unbedingt die Legitimität erarbeitet, dass man dir einfach aufgrund deines Namens mal was glauben könnte. Dennoch beanspruchst in Teilen eine höhere Glaubwürdigkeit als z.B. Herr Prof. Dr. Trapp.
          Wenn du nicht den Namen dafür hast , dass man dir problemlos einen Vertrauensvorschuss gewähren könnte ( was ja an und für sich kein Problem ist), aber dennoch möchtest, dass man deinen Aussagen eher Glauben schenkt als den Aussagen anderer Personen, dass solltest du m.E. auf argumentativer Überzeugen.
          Da kommt jedoch von Dir wenig bis gar nichts.

          Wenn man es ein wenig zuspitzt, kann man dein Verhalten partiell wie folgt umschreiben:

          ” Glaubt mir oder lasst es bleiben. Auf kritische Fragen / Anmerkungen reagiere ich wenn überhaupt nur beleidigt.”

          In wie weit weißt du eigentlich genau, was dort wirklich vor sich geht?
          Ist es für einen Blogger wie Dich wirklich so schwer zugegeben, dass man nicht genau wisse, was genau dort vor sich gehe und dass man nur verschiedenartige Interpretation, anbieten könne?
          Interpretation, die sich darin unterscheiden, wie gut die Akteure wie z.B. Gbagbo, Ouattara, Soro oder die frankofonen Länder Westafrikas in ihnen wegkommen.

          Ich -für meinen Teil- bin mir nicht 100% sicher, was genau in der Elfenbeinküste vor sich geht. (Ich denke, dass das ehrlich gesagt kaum einer sein kann, da er entweder zu wenig weiß oder zu sehr selbst involviert ist).
          Ich meine jedoch relativ sicher anzunehmen zu können, dass die durch die Herrn Quattara, Konan und Koffi verbreitete Darstellung sehr fehlerhaft und von starken Eigeninteressen gelenkt ist.
          Ferner bin ich davon überzeugt, dass einige an Gbagbo gerichtete Anschuldigungen Bestandteil von Propaganda sind oder maßlos aufgebauscht oder parteiisch zugespitzt werden.
          Auch entbehrt es m.E. nicht einer gewissen Ironie, wenn Personen wie Ouattara und Soro, die selbst sehr kritisch zu sehen sind und selbst nicht gerade friedfertige, unzählige Menschenrechtsverletzungen begehende Personen für sich arbeiten ließen und lassen, Gbagbo und seine Leute massiv anschuldigen.
          Obendrein sind die Hintergründe der Wahl und die Verstrickungen Quattaras sehr merkwürdig.

          Sarkozy, der Diener der amerikanischen Schokoladehersteller”

          Einerseits die sich von der eigenen Meinung unterscheidende Ansichten als Propaganda abtun, aber dann ausschließlich (!) mit dem ” Diener der amerikanischen Schokoladehersteller” kommen. *Kopfschüttel*.

          Richtig, der dumme Neger Gbagbo kann nur mit solchen Vorwürfen um Schokolade kommen. Nur weiße Menschen wie z.B. A. Müller und W. Lieb haben die genetisch bedingten intellektuellen Voraussetzungen darzulegen, wie Privatisierungen und der Verkauf der Eisenbahn, der Wasser- und Elektrizitätsversorgung an ausländische Großkonzerne Länder massiv destabilisieren können.
          Der dumme Neger Gbagbo, dessen Eltern noch dazu einfache Leute waren, einen wenig sittlichen Lebenswandel pflegten und deren hohe Kinderzahl doch sehr an deutsche Hartz-4-familien erinnert, kommt im Gegensatz zu Müller und Lieb allein mit Schokivorwürfen.

          Ich will ja nur mal darauf hinweisen, dass die Elfenbeinküste einst eines der reichsten Länder Afrikas war.

          Und auf 2 links:

          …..Der frühere Kolonialherr in Person des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy kann diese Ivorer kaum vom Gegenteil überzeugen. Immerhin hat er als Bürgermeister von Neuilly einst Alassane und Dominique Ouattara standesamtlich vermählt; auf ihrer Hochzeitsfeier war er Ehrengast. Zudem sind die beiden französischen Großindustriellen Vincent Bolloré und Martin Bouygues, zu denen Sarkozy enge Beziehungen unterhält, die größten Unternehmer in der Côte d’Ivoire. Den beiden Konzernen gehören die Wasser- und Stromwerke sowie die Eisenbahnlinien des Landes. Dass die früheren Staatsbetriebe privatisiert wurden, haben die Unternehmer einem früheren Ministerpräsidenten namens Alassane Ouattara zu verdanken…

          http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E7488B55A9E324A56974EBF4542170C04~ATpl~Ecommon~Scontent.html

          ….Überhaupt haben die postkolonialen Multis sich das Ziel gesetzt, ihre Kontrolle auf den gesamten Produktions- und Handelssektor der Entwicklungsländer auszuweiten. Zum Beispiel haben sie es innerhalb kurzer Zeit geschafft, mittels der guten Dienste – oder der Ignoranz – der lokalen Behörden gewisse “Einflusskapazitäten”(4) aufzubauen. Dabei handelt es sich um Seilschaften mit führenden politischen Persönlichkeiten in Afrika, aber auch in den westlichen Ländern, in denen die Multis ihren Unternehmenssitz haben. Die wichtigsten Mittel sind dabei Gelder zur Wahlkampffinanzierung und ähnliche Dienstleistungen, für die man sich Einfluss auf Entscheidungen an höchster Stelle kaufen kann.(5) Diesem Korruptionssystem kommt die Regierungsmannschaft von Laurent Gbagbo nun dadurch in die Quere, dass sie die exorbitanten Gewinnmargen der multinationalen Konzerne durch internationale Ausschreibungen unterläuft.

          So fragt man sich in Abidjan, weshalb man die Interessen der französischen Unternehmensgruppe Bouygues bedienen soll, wenn China die geplante dritte Brücke in der Hauptstadt für ein Drittel des Preises bauen würde und bereit wäre, einen Teil davon in Naturalien (Kaffee und Kakao) begleichen zu lassen. Ähnlich verhält es sich mit dem Flughafen von San Pedro, wo das öffentliche Ausschreibungsverfahren, an den eingespielten Beziehungen von Bouygues vorbei, südafrikanische Unternehmen begünstigt. Hinzu kommt, dass die Verträge zwischen Bouygues und der ivorischen Elektrizitätsgesellschaft sowie zwischen France Télécom und Côte d’Ivoire Télécom 2004 auslaufen.(6)…

          http://www.monde-diplomatique.de/pm/2003/01/17/a0076.text

          wie man Propaganda verbreiten kann, einzig indem man die andere Seite der Propaganda bezichtigt und ohne weitere Grundlagen undganz ohne Argumente.

          Ah richtig…
          warte.,…
          In wie fern unterscheidet sich dein Verhalten von dem gerade durch dich beschriebenen Verhalten?

          • anonym schrieb am 11. Februar 2011 at 22:44 - Permalink

            Nachtrag:

            Du hast dir in deinem Leben nicht unbedingt die Legitimität erarbeitet,

            Was natürlich nicht heißen soll, dass ich diese Legitimität hätte.

          • andreas_fecke schrieb am 13. Februar 2011 at 13:47 - Permalink

            Ich danke Ihnen für Ihre Argumente und Zitate.

            Was ich hier getan habe: einen Hinweis darauf, welche ein Person hinter den ersten beiden “anonym”-Kommentaren stecken mag, denn für mich war es erkennbar. Zudem habe ich selber noch mal auf Ihre Webseite verwiesen, damit sich jeder ein Bild machen kann, wie solide Ihr Fundament an Quellen und Argumenten ist.
            Was beim Vergleich von Stil und Argumentationsweise jeder erkennen kann, ist, dass mittlerweile vermutlich zwei verschiedene Personen sich “anonym” nennen. Warum auch nicht, Transparenz ist Kür, und was wovon zu halten ist, entscheidet ja jeder Leser für sich.

            Was ich nicht gemacht habe, auch oben im Artikel nicht, war der Beginn einer inhaltlichen Debatte meinerseits.
            Ich habe einen Zweiteiler geschrieben, auch darauf hingewiesen, und komme selber erst ganz zum Schluss in vier Absätzen zu Wort. Hier stehen die ersten beiden Briefe und eine Einführung, mit wikipedia als Quellenbeleg (macht ivoireleaks ja auch), weil dort aberdutzende weitere Einzelquellen verlinkt werden sowie die englische und französische Version mit noch mal aberdutzenden Quellen.
            Im zweiten Teil sind von mir dann noch einmal ein Dutzend Einzelquellen im Text verlinkt, danach eröffne ich meinerseits mit dem Schlusswort eine Debatte. Ob ich dort später zu Kommentaren Stellung nehme, werden die Kommentare entscheiden.

            Wer hier am ersten Tag diskutieren will, obwohl ich noch nicht fertig bin, der mag es tun. Kommentare sind hier (und auch bei mir) freigeschaltet, andere Meinungen, Kritik und Widerspruch sind hierzulande glücklicherweise erlaubt und nicht lebensgefährlich. Genau so frei ist aber auch das Nichteingehen auf diese oder jene Person oder auf diesen oder jenen Kommentar.

            Leben Sie wohl, Herr anonym!

        • Gunnar Sturm schrieb am 17. Februar 2011 at 16:57 - Permalink

          Sehr geehrter Herr Fecke und Spiegelfechter,

          ich muss mich entschuldigen, ich habe Ihren Kommentar und Ihre Reaktionen erst jetzt vollständig gelesen….daher habe ich in der Zwischezeit auch wieder hier gepostet.
          Dazu gleich noch eine Anmerkung: ich habe hier nie anonym gepostet. Ich weis auch nicht wer da aus ivoireleaks zitiert hat.

          Okey, wir werfen uns gegenseitig Propaganda vor. Man neigt dazu immer das zu lesen und positiv zu werten was der eigenen Meinung entspricht. Umgekehrt braucht man Disziplin um im Dialog zu bleiben.
          Wie geht es weiter… was wird aus RCI?

          “Angestellter einer Pro-Gbagbo Propagandaseite” …sehr schmeichelhaft :-)
          Aber da gibt es eine Seite vor der ich warnen darf: avaaz , die wurden hier irgendwo im Blog empfohlen. Die haben tatsächlich Angestellte. Googeln Sie mal!

          PS: ich werde hier auch nicht mehr posten, es sei denn, ich werde dazu eingeladen

    4. Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 15:37 - Permalink

      @SF
      Ich kann die Fortsetzung “Offener Brief an Laurent Gbagbo” nicht öffnen. Der Afrika-Blog funktioniert, aber auch hier kann ich den Artikel nicht öffnen. Nach einem Versuch die Fortsetzung zu öffnen, kann ich den Blog überhaupt nicht mehr öffnen. Starte ich den Browser neu, öffnet sich der Blog, aber weder der Artikel noch die Fortsetzung im Afrika Blog. O.o

      • Spiegelfechter schrieb am 11. Februar 2011 at 15:39 - Permalink

        mach mal. Mit dem Link hat das nichts zu tun. Bei mir funktioniert das alles jedensfalls problemlos.

        • Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 16:44 - Permalink

          Ich Depp hätte auch früher drauf kommen können…
          Hab’s jetzt im neuem Fenster geöffnet anstatt in einer neuen Registerkarte. Es funktioniert! Seit der gestrigen Integrationsdebatte stehe ich heut etwas daneben. ; ) Dennoch gibt es Probleme mit den Links vom Afrika-Blog. Wer weiß.

    5. Brandubh schrieb am 11. Februar 2011 at 15:47 - Permalink

      Ghagbo spricht man übrigens so aus, wie es da steht: ghagbo.

    6. T3o schrieb am 11. Februar 2011 at 16:23 - Permalink

      atomroflgold

      Ich bin ein wenig im Stress, da ich schon längst bei einen Termin sein müsste,

      anonym schrieb am 11. Februar 2011 at 13:45

      anonym schrieb am 11. Februar 2011 at 14:03

      anonym schrieb am 11. Februar 2011 at 14:40

      anonym schrieb am 11. Februar 2011 at 15:07

      anonym schrieb am 11. Februar 2011 at 15:12

      anonym schrieb am 11. Februar 2011 at 15:44

      :lol

      @anonym Mach dir bitte wegen mir nicht die Mühe zu antworten. (Du weißt schon Termin und so…;)) Es interessiert mich keinen Meter was du zu sagen hast. :)
      farewell

      • anonym schrieb am 11. Februar 2011 at 16:55 - Permalink

        @anonym Mach dir bitte wegen mir nicht die Mühe zu antworten. (Du weißt schon Termin und so…;)) Es interessiert mich keinen Meter was du zu sagen hast. :)
        farewell

        Dir ist anscheinend nichts zu erbärmlich, als auch daraus noch eine Unterstellung zu basteln.
        Ich mach mir die Mühe auf deine haltlosen Unterstellungen, hinsichtlich deren Ziel ich mir nicht im Klaren bin, zu antworten.
        Ich bin mir jedoch nicht sicher, wie viel Sinn es macht, darauf zu antworten, da Du anscheinend keiner Tätigkeit nachgehst und daher (und auch aus dem Studium) nicht weißt, dass es Termine verschiedener Wichtigkeit und unterschiedlicher Länge gibt.

        Ich habe immer freitags um 14 Uhr ein Meeting. Eigentlich ein ziemliches lockeres Treffen. Meist komme ich um 14.30 Uhr, ohne dass es einen der Anwesenden stört.
        Eigentlich sollte man dort erscheinen, aber es hat sich auch noch niemand beschwert, wenn man einmal nicht erschien.
        Dieses Mal bin ich nicht erschienen, obwohl ich es ursprünglich vorhatte zu erscheinen. So einfach ist das.

        Es interessiert mich keinen Meter was du zu sagen hast. :)

        ein ziemlicher markiger Spruch, mit dem du es mir wohl so richtig zeigen wolltest.

        Amüsant ist es, dass du dir, obwohl es dich angeblich keinen Meter interessiert, was ich zu sagen habe, trotzdem die Mühe machst, mir zum wiederholten Male zu antworten mir deine dämlichen Unterstellungen um die Ohren zu hauen.

        • Bernd Jürgen Armando Brandes schrieb am 12. Februar 2011 at 00:18 - Permalink

          Eigentlich sollte man dort erscheinen, aber es hat sich auch noch niemand beschwert, wenn man einmal nicht erschien.

          hmmm…

      • Ko-Mike schrieb am 12. Februar 2011 at 00:37 - Permalink

        *rolleyes*

        • anonym schrieb am 12. Februar 2011 at 07:06 - Permalink

          *angewidertesKopfschütteln”

          • Bernd Jürgen Armando Brandes schrieb am 12. Februar 2011 at 11:38 - Permalink

            sternchen auf, anführungszeichen zu?
            ein substantiv im inflektiv?
            sie machen es falsch.

    7. Ko-Mike schrieb am 11. Februar 2011 at 16:57 - Permalink

      Abgesehen vom Wahlergebnis… Wie ist Ouattara einzuschätzen? Oder ist er auch nur so ein “geringeres Übel”?

      • andreas_fecke schrieb am 12. Februar 2011 at 10:37 - Permalink

        Ende Teil II kommt ein Vorschlag, wie diese Frage angegangen werden könnte.

        • Ko-Mike schrieb am 13. Februar 2011 at 00:39 - Permalink

          Vielen Dank! Auch generell für diesen Beitrag.
          Der Dank kann gern an die anderen Autoren weitergeleitet werden! ;)

          • andreas_fecke schrieb am 13. Februar 2011 at 12:31 - Permalink

            Sie sind natürlich informiert und dankbar, werden von mir in einer Woche auch unterrichtet, wie es bis dahin so ankam.
            Dir Ko-Mike, will ich persönlich danken, hier quasi an meiner Stelle gewissen Leuten auf ihrem Niveau Replik gegeben zu haben. Dafür ein kleines Bonbon: Vor einem Jahr schrieb ein ganz kleiner Ivorer einen Appell an die ivorische Jugend, sich nicht vereinnahmen und instrumentalisieren zu lassen. Kein Profi, wie man an der, sagen wir mal, religiösen Diffusion am Ende seines Briefes erkennt, ein Kommentator.
            Ihn hatte ich als ersten aus der Elfenbeinküste übersetzt:
            http://andreassozpol.blog.de/2009/08/07/junger-afrikaner-ruft-jugend-wahlen-elfenbeinkueste-6670674/

    8. Mikadozappler schrieb am 12. Februar 2011 at 01:54 - Permalink

      Mal abgesehen von der Diskussion über gefärbte Meinungen / Wahrheit finde ich es gut das es hier immer mehr über Afrika zulesen gibt. Danke dafür, den bisher kannte ich die Elfenbeinküste nur aus der WM und dem Atlas. *deutsches Abitur hab->inhaltlich FAIL!

    9. Toiletman schrieb am 12. Februar 2011 at 14:23 - Permalink

      Der erste Brief ist gut und Informativ aber der zweite ist wirklich mies. Vielleichts liegts an der Mitteleuropäischen Kultur aber so stark emotional gefärbte Texte sind mir suspekt.

    10. 1-Gaou schrieb am 16. Februar 2011 at 16:55 - Permalink

      Mir fällt auf: auf andere Meinungen reagieren Ouattara-Fans (die “Pro-Ouattara-Propaganda” um es mit dem hier herrschenden Jargon auszudrücken) aggressiv und beleidigend, auch in anderen Foren. Die “Historie” in diesem Blog hier lässt wichtige Fakten weg, wie übrigens die gesamte Berichterstattung in fast allen Medien. Lange Zeit wurde ja sogar behauptet Gbagbo hätte die “Ivoirité” “erfunden”, na nun spricht es sich langsam herum, dass diese Ehre Bedié gebührt (mit dem Ouattara ja nun zusammenarbeitet!!!). In “Historie” fehlt zum Beispiel die Erwähnung der Zeit Ouattara’s als Premierminister unter Diktator Houphouet Boigny (der kommt übrigens seltsamerweise auch sehr gut weg in dem Artikel??) und der Erlass der “Carte de sejour” für Ausländer durch Ouattara. Damit hat ja die ganze Diskussion über “wer ist Ausländer in der CI” überhaupt erst angefangen und das ist auf Ouattara zurückzuführen. Die Todesschwadronen von Gbagbo werden hier ausführlich angeführt, die Massaker der Rebellen Ouattara’s nicht, warum? Komischerweise führen Human Rights Watch und Amnesty Int. von 2002 bis 2010 in allen Berichten massive Menschenrechtsverletzungen im Norden bei den Rebellen auf, (Schutz-)Gelderpressungen bei den Kontrollen durch die Rebellen, Vergewaltigungen, Nötigung, Morde – exakt seitdem Ouattara international als Gewinner der Wahlen ausgerufen wurde, wird nichts dergleichen mehr gemeldet! Alle Rebellen auf einen Schlag “Gutmenschen” geworden? Wer’s glaubt – mir erscheint da logischer und wahrscheinlicher, dass hier bewußte Manipulation der Meldungen vorliegt.

    11. Gunnar Sturm schrieb am 16. Februar 2011 at 21:01 - Permalink

      Mit der ersten Seite des Spiegelfechters sind wir uns doch einig?

      Die Politik täuscht und trickst. Kriege sind immer noch die bloße Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln. Auch wenn es den meisten von uns “noch” ganz gut geht, so hat in den letzten 20 Jahren eine einmalige Umverteilung von Vermögen stattgefunden. Die Profiteure sind diejenigen, die die Politik lenken und die Medien beeinflussen. Mittlerweile wird es immer schwerer in den Medien Wahrheit von Spin oder vorsätzlicher Lüge zu unterscheiden.Spiegelfechtereien sind es mit denen die Medien uns beschäftigen.

      Dazu eine Ergänzung: Auf Propaganda hereinzufallen ist fahrlässig, aber daran festzuhalten, das ist ein Verbrechen!

      Hier wurde nach der Meinung bezüglich Ouattara gefragt:
      Ich meine Ouattara ist in seiner Rolle gefangen, er hat die Position nur, da er für die wirtschaftlichen Interessen Frankreichs eintritt. Dazu gibt es genügend Belege!
      Und weitere Meinung: die RDR also die Partei für die Ouattara antritţ die machen richtig gute demokratische Arbeit.
      JEDOCH> das Problem, zwischen Ouattara und der RDR befinden sich die Rebellen. Das sind, auch wenn amnestiert, MOERDER oder zumindest KOMBATANTEN, und wenn die an die Macht kommen, so ist es nur wieder ein Beleg: Gewalt zahlt sich aus!

      Die Parteilichkeiten der ONUCI machen die Sache nicht leichter. Jetzt gibt es keine neutralen Instanzen mehr.

      Wie kann die Situation jetzt noch gerettet werden???

      • andreas_fecke schrieb am 20. Februar 2011 at 09:27 - Permalink

        Korrespondenz Gastautor mit Herrn Sturm bzw. umgekehrt, copied and pasted:

        Gunnar Sturm, 31.01.2011
        [Besucher]
        91.44.171.115
        gsturmZIFFER-ERSETZT@yahoo.com

        “Ich bin erst neu auf diesen Blog gestoßen.
        Die Artikel sind völlig richtig aufgeführt, meist AFP Meldungen.
        Ich möchte unbedingt darauf hinweisen das die AFP die von Frankreich geführte Propaganda weiter trägt.
        Bitte bemühen Sie sich auch um Meldungen die nicht von AFP oder Organen in französischem Besitz befinden (Abidjan.net ist auch nicht unparteiisch). Die deutsche Presse ist recht schwach, derzeit kann ich nur die Artikel in der FAZ empfehlen.
        Die TAZ ist auch recht unabhängig, jedoch ist Herr Dominic Johnson auf einem Auge blind!”

        Meine Antwort 1 und 2

        Gunnar Sturm, 14.02.2011
        [Besucher]
        92.104.150.218
        gsturmZIFFER-ERSETZT@yahoo.com

        “AFP ist ein Propagandawerkzeug Frankreichs.
        Jede Meldung aus Elfenbeinküste muss zumindest auf Plausibilität geprüft werden.
        Zudem, die Wahlen sind massiv manipuliert worden. In 2200 Wahllokalen des Nordens, wurden jeweils mehr Stimmen als registrierte Wähler gezählt! Und im Norden hat Ouattara mit annähernd 100% Gewonnen!”


        Meine letzte Antwort
        .

        Öfters wurden weiter oben französische/-sprachige Quellen zitiert bzw. Texte abgedruckt.
        Da biete ich abschliessend mit: “COTE D’IVOIRE : LE PUTSCH ELECTORAL DE L’USURPATEUR GBAGBO, 30.12.2010″
        Nur ein Blog von der kritischen (“anti-Sarko”) Wochenzeitschrift “Nouvel Observateur”.
        Die französischen Sozialisten der PS haben sich von Laurent Gbagbo abgewandt,
        wann folgen Sie?


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