Der Lügenbaron
geschrieben am 19. Februar 2011 von Spiegelfechter
„Ich habe [...] zu keinem Moment bewusst getäuscht“ – Dr. jur. a. D. Freiherr Karl-Theodor zu Guttenberg am Freitag, den 18. Februar 2011, in seiner öffentlichen Erklärung
Was ist Täuschung und was ist Lüge? Natürlich gehört die Täuschung – nicht nur, aber auch – in der Politik zum Alltag. Daran ist per se auch nichts verwerflich. Mit der vorsätzlichen Lüge verhält es sich hingegen schon etwas anders. Besonders problematisch wird die vorsätzliche Lüge dann, wenn sie im Rahmen eines Ehrenworts abgegeben und später als Lüge enttarnt wird. Die meisten Politiker sind jedoch Profi genug, um nicht in die Ehrenwort-Falle zu tappen. Erst wenn ein Politiker mit dem Rücken zur Wand steht, ist das Ehrenwort oft der letzte Ausweg aus einer aussichtslosen Situation, ein Vabanquespiel. Guttenberg steht aufgrund der Plagiatsvorwürfe mit dem Rücken zur Wand und hat sich entschieden, va banque zu spielen, eine sehr riskante Taktik, die ihm unter Umständen das Genick brechen könnte, da der Tatbestand der bewussten Täuschung bei seiner Dissertation augenfällig bereits jetzt in mindestens zwei Fällen erfüllt ist.
1. Streichung der Initialen des Originalautoren
Dazu ein Artikel in der Rheinischen Post:
Ein nicht gekennzeichnetes Zitat, die unserer Redaktion zugespielt wurde, ist dabei besonders interessant: Zu Guttenberg übernimmt – wie an vielen anderen Stellen auch – großzügig weite Passagen des Arbeitspapiers “Europa zwischen rechtlich-konstitutioneller Konkordanz und politisch-kultureller Vielfalt”. Der Text von Stefan Schieren, Professor an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, erschien 2002 in dem Buch “Verfassungspolitik in der Europäischen Union” und ist im Internet veröffentlicht.
Arbeitspapier und Autor werden an keiner Stelle in der Dissertation erwähnt. Zu Guttenberg hat den Text an einer entscheidenden Stelle geändert. Bei einem in Klammern gesetzten Hinweis wurden die Initialen des Originalautors entfernt. Aus “(i. e. Art. 100a EGV, St.S.)” ist in der Guttenberg-Version “[i. e. Art. 100a EGV]” geworden. Das weist auf Vorsatz hin.
Da kann man dem RP-Autoren Stephan Dörner nur zustimmen. Bei Dissertationen ist es vollkommen normal und auch gewollt, dass solche Textpassagen aus akademischen Arbeitspapieren zitiert werden. Diese Zitierung in den Fußnoten zu vergessen, mag eine Eselei sein, solange es nicht systematisch passiert wie im Falle zu Guttenberg. Die Originalzitate in der Art zu manipulieren, dass der Leser nicht mehr auf den Urheber schließen kann, ist jedoch Vorsatz und somit eine “bewusste Täuschung”
2. Inhaltliche Manipulation von Zitaten, um die Urheberschaft zu verscheiern
Der von zu Guttenberg in dessen Einleitung ohne Fußnote übernommene Originaltext von Barbara Zehnpfennig beginnt wie folgt:
„E pluribus unum“, „Aus vielem eines“ – so lautete das Motto, unter dem vor rund 200 Jahren die amerikanischen Staaten zur Union zusammenfanden. …”
In Guttenbergs Dissertationsschrift heißt es:
„E pluribus unum“, „Aus vielem eines“ – so lautete das Motto, unter dem vor über 215 Jahren die amerikanischen Staaten zur Union zusammenfanden. … ”
Abgesehen davon, dass weder Zehnpfennig noch zu Guttenberg die lateinische Redewendung korrekt übersetzt haben (es muss “Aus vielen eines” heißen), fällt hier natürlich die Modifikation der Jahresangabe auf. Zehnpfennigs Artikel ist im Jahre 1997 erschienen, die US-Verfassung, auf die sie Bezug nimmt, wurde im Jahr 1787 unterzeichnet – Zehnpfennig war also bereits zehn Jahre im Verzug, vielleicht hatte sie diesen Passus ja selbst aus einem älteren Artikel kopiert? Guttenberg korrigerte die Zeitangabe jedoch bewusst auf die – zum Zeitpunkt seiner Dissertation – korrekte Angabe “215 Jahre”.
Hätte er wörtlich aus Zehnpfennigs Artikel zitieren wollen und schlichtweg die Fußnote vergessen, so hätte er – nach akademischen Regeln – auch die (falsche) Jahresangabe übernehmen müssen. Das hat er nicht getan, was ein ganz klares Indiz dafür ist, dass er nie vorhatte, Zehnpfennigs Zitat als solches kenntlich zu machen. Auch dies ist zweifelsohne Vorsatz und eine “bewusste Täuschung”.

Zwischen Lüge und Lüge
Bis dato wurden auf 238 Seiten, also auf über 60% der Dissertation, Plagiate gefunden. Erschwerend kommt hinzu, dass bislang vor allem online nach Plagiaten gefahndet wurde, die unzähligen wissenschaftlichen Schriften, die nur gedruckt vorliegen, aber noch gar nicht großartig berücksichtigt wurden. Guttenbergs Dissertation ist streng genommen ein Flickwerk von Plagiaten und somit selbst ein Plagiat, bei dem die eigenen Schöpfungshöhe nicht mehr auszumachen ist. Warum Guttenberg für diese Schrift die Bestnote summa cum laude erhalten hat, ist nicht ersichtlich. Dennoch kann man getrost davon ausgehen, dass der Verteidigungsminister genauso überrascht von den jüngsten Geschehnissen ist wie die Bevölkerung und die Medien. Es ist nämlich sehr unwahrscheinlich, dass er diese Dissertation selbst geschrieben hat.
Es ist keinesfalls ungewöhnlich, dass Doktoranden, die hauptberuflich engagiert sind und über das nötige Kleingeld verfügen, sich bei ihrer Dissertation von Dienstleistern unter die Arme greifen lassen. Das Spektrum dieser Hilfsarbeiten reicht dabei vom simplen Zuarbeiten bis zur kompletten Erstellung der schriftlichen Dissertation. Karl-Theodor zu Guttenberg hat offensichtlich ebenfalls solche Dienstleistungen genutzt, wobei noch unklar ist, in welchem Umfang. Es ist also keinesfalls auszuschließen, dass Guttenberg selbst von seinen Helfern über das Ohr gehauen wurde und ihm Plagiate als eigenständige wissenschaftliche Arbeit verkauft wurden. Da es verboten ist, bei Dissertationen auf Ghostwriter zurückzugreifen, kann zu Guttenberg sich noch nicht einmal gegen diesen Betrug wehren. Ein Betrüger kann nun einmal nicht seinerseits einen anderen Betrüger, der von ihm in Betrugsabsicht engagiert wurde, verklagen.
Nach momentanem Kenntnisstand ist es auszuschließen, dass zu Guttenberg bei fachgerechter Prüfung seinen Doktortitel behalten kann. Das wäre politisch zwar sicherlich ein kleinere Katastrophe, die das untadelige Bild des beliebtesten Politikers Deutschlands nachhaltig trübt. Wesentlich schwerwiegender ist jedoch seine, als Ehrenwort verpackte, Lüge, die er am Freitag als letzten Ausweg wählte. Dilettantismus ist entschuldbar, das eiskalte Belügen der Öffentlichkeit nicht. Zu Guttenbergs Tage sind gezählt.
zum Thema: Heribert Prantl – Man kann auch über Fußnoten stolpern
Jens Berger

Bildnachweis: alle Guttenplag Wiki
Vertrauen Sie Deutschlands Nr. 1
Wissenschaftlich fundierter Test!
www.PARSHIP.de




Damit das nicht untergeht – ein paar Genauigkeiten:
“60% der Dissertation” ist irreführend.
- Einmal müssen es nicht ganze Seiten sein.
- Zum zweiten gibt es “stärkere” und “schwächere” Formen des Plagiats.
http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/PlagiatsKategorien
- Zum dritten ist es durchaus noch nicht erwiesen, daß die guttenplag-Leute durch die Bank saubere Arbeit geleistet haben. Eine Qualitäts-Kontrolle steht noch aus.
Na gut, Linus. Dann sagen wir eben: auf 60% der Seiten sind plagiierte Passagen zu finden.
Immer noch ein Hammer.
Hoffentlich trifft ihn dieser Hammer dort, wo es am meisten wehtut.
P.S.:
Breaking News 23:50 Uhr: Aufruf an die Studenten zur Wahl 2011
Hast du jetzt schon zu viele Schulden?
Rackerst du dich z.B. als billiger Bauhelfer im Nebenjob ab?
Dir droht der Titel “Prof. Dr. Arbeitslos”?
Mach mit! Deutschland braucht deine Stimme!
Breaking News 23:52 Uhr: Studenten haben gewählt!
x Rädern
x Steinigung
x Kreuzigung
x Lynchen
Breaking News 23:54 Uhr: Unklarheiten bei den Wahlen!
Wann beginnt die Zeremonie?
Dürfen auch Austauschstudenten wählen?
Kostet das Eintritt?
Wer sind Guttis Jünger?
Wird es schönes Wetter geben?
Und wer ist der Judas?
Kann ich mir den Karfreitag schon mal vormerken?
Breaking News 5 vor 12: Unklarheiten beseitigt. Der Mob bricht auf!
Noch eine Genauigkeit.
Ein paar wenige ernsthafte Plagiate in einer Arbeit reichen oft aus, um mindestens durch die jeweilige Prüfung (Seminararbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit) zu fallen, in vielen Fällen fliegt man auch noch von der Uni. Es gibt Studenten, die versehentlich 3 Zeilen Plagiat in der Arbeit haben (Fußnote versehentlich gelöscht o.ä.) und die werden dafür hart bestraft. Und das sind Studenten, noch keine erfahrenen Schreiber wissenschaftlicher Arbeiten mit einem Hochschulabschluss, wie Guttenberg es war (Diplomjurist!), als er seine Dissertation geschrieben hat. Also bitte.
Gleiches Recht für alle.
Guttenberg soll genauso “verurteilt” werden, wie andere, nicht-adelige, nicht-parlamentairsche Plagiats-Autoren auch. Und damit düfte sein “Dr.” wohl weg sein, auch wenn es insgesamt nur 3 Seiten Plagiat-Text sind. Aber es sind wohl mehr.
Bei Guttenberg kommt noch dazu, dass er einen Fehler nach dem anderen macht. Den Tod von Dutzenden Zivilisten als “angemessen” zu bezeichnen (Kundus), Mitarbeiter zu entlassen, ohne diesen eine Möglichkeit zur Rechtfertigung zu geben und einzig um sich selbst zu entlasten, fragwürdiger Umbau der Bundeswehr hin mehr zu einer Angriffsarmee (verfassungswidrig).
Diplom???!
Muß man dafür nicht auch eine Diplomarbeit abliefern?
Nein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsexamen#Erstes_Staatsexamen
Bei der Kundus-Sache muss man aber wirklich dazu sagen, dass der damals gerade erst eine Woche im Amt war und erstmal nur die damals offizielle Bewertung der Bundeswehr und seines Vorgängers übernommen hat. Wieviel tote Zivilisten es gab, war nicht völlig klar.
Es ist sicher nicht ganz leicht ein Ministerium zu übernehmen und sich gleich gegen das Haus und die Meinung vieler Soldaten zu stellen.
Wenn man anderen Politikern üblicherweise 100 Tage Schonfrist gibt, wird man einem zu Guttenberg wohl wenigsten 100 Stunden zubilligen müssen. Das sah auch die Bevölkerung so. Da muss man etwas auf dem Teppich bleiben, sonst wir das als unfair wahrgenommen.
Sich öffentlich so zu korrigieren fand ich damals schon ganz mutig. Es wäre nur noch viel mutiger gewesen, er hätte das auf seine Kappe genommen und keine Beamte entlassen. Das hatte der doch gar nicht nötig.
1. Der Tod von Zivilisten im Krieg ist nie angemessen.
2. Warum hat er nicht erstmal gecheckt, was Sache ist, bevor er soetwas konkretes gesagt hat? Die Öffentlichkeit hätte auch Verständnis dafür gehabt, wenn er gesagt hätte, dass sein Vorgänger das so und so bewertet hat dass er noch auf genaue Ergebnisse wartet. Guttenberg hätte nur angeben müssen, dass er seinen Ministeramts-Vorgänger ZITIERT, und schon hätte er sich eine Menge Ärger erspart. Aber ja, die lieben Zitation bei Guttenberg…
3. Es gab ein Video. Lief im TV und ist bestimmt noch auf youtube.
4. Sein Vorgänger hatte schon eine Bewertung ausgesprochen, aber niemand muss sich seinem Vorredner inhaltlich anschließen.
5. Zwischen der Bewertung seines Vorgängers, Guttenbergs Amtseinführung und Guttenbergs Kundus-Statement liegen mehr als nur 100 Stunden.
6. Einen Sündenbock zu entlassen ist nunmal ein Zeichen von Charakterschwäche. Ein Chef mit Charakter stellt sich vor seine Mitarbeiter und regelt Konflikte intern, weil sonst die Mitarbeiter dem Chef nie wieder vertrauen. Und genau das wird ja auch mittlerweile in Bundeswehr und Verteidigungsminsterium praktiziert, wenn man den Gerüchten glaubt.
Es summieren sich einfach zuviele Fehler bei Guttenberg. Den Trick mit der Entlassung eines Sündenbocks hat er mittlerweile auch einmal zu oft praktiziert. Und demgegenüber stehen viele politisch fragwürdige “Leistungen” (versemmelte Bundeswehrreform, Abschaffung der Wehrpflicht = zu wenig Rekruten…).
Quelle
Wie lange hält das dürre Genick noch?
Hoffentlich sind wir den Säbelrassler Kissinger Freund bald los
Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort. Ich wiederhole: mein Ehrenwort !
Im Beau Rivage (http://www.beau-rivage.ch) haben sie heute hoffentlich das Wasser abgestellt.
Ob der Gelprinz noch ohne Leibwächter in die Wanne steigt?
Er hat schon immer gelogen und getäuscht.
Beim Tod des Soldaten in Afghanistan:
http://www.freitag.de/community/blogs/gsfrb/guttenbergminister-klartext-beluegt-versehentlich-bundestag
Bei der ISAF Mandatsverlängerung:
http://www.freitag.de/community/blogs/gsfrb/isaf-mandatsverlaengerungmaerchenstunde-im-bundestag
Bei seinem Antrittsbesuch der Truppe in Afghanistan:
http://www.freitag.de/community/blogs/gsfrb/guttenberg-marietta-slomka-ist-deutschland
Bei seinem Kerner Auftritt:
http://www.freitag.de/community/blogs/gsfrb/die-augensprache-des-karl-theodor-zu-guttenberg
Er hat schon immer gelogen und getäuscht.
Beim Tod des Soldaten in Afghanistan:
http://www.freitag.de/community/blogs/gsfrb/guttenbergminister-klartext-beluegt-versehentlich-bundestag
Bei der ISAF Mandatsverlängerung:
http://www.freitag.de/community/blogs/gsfrb/isaf-mandatsverlaengerungmaerchenstunde-im-bundestag
Bei seinem Kerner Auftritt:
http://www.freitag.de/community/blogs/gsfrb/die-augensprache-des-karl-theodor-zu-guttenberg
Man muss wahrscheinlich ein wenig die antrainierte Auslegungsakrobatik verstehen, um die Aussage dieses Schnösels zu entschlüsseln.
„Bewusst getäuscht“ ist zunächst einmal pleonastisch, weil man beim Täuschen immer bewusst vorgeht. Es führt insoweit auch ein wenig in die Irre, sich über das Bewusste oder Unbewusste einer Lüge Gedanken zu machen. Die Lüge ist doch wohl immer was Absichtliches. Wer lügt denn aus Versehen?
Juristen wissen, dass man für den Betrug eine Person braucht, die per Täuschung einem Irrtum verfällt und dadurch einen Vermögensnachteil erleidet. Einen Vermögensnachteil erleidet auch ein Verkehrsbetrieb, dem Einnahmen entgehen, weil ein Fahrgast kein Ticket löst. Aber da steht nicht immer ein Kontrolleur im Weg, weshalb das nicht als Betrug geahndet werden kann und den Tatbestand „Erschleichen von Leistungen“ erforderlich machte. So soll es sein im Rechtsstaat: Eine Lücke wird durch exotisch anmutende Tatbestände geschlossen. Anderes Beispiel: Entziehung elektrischer Energie. Strom ist eben keine Sache, die man klauen kann. Man muss es schon genau nehmen und notfalls auch kompliziertere Zusammenhänge formulieren, bevor man bestrafen kann.
Guttenberg hat das natürlich kapiert. Er weiß, dass ihm niemand nachweisen kann, was er im Sinn hatte, als er immer wieder die Zwischenablage leerte. Es gibt ja wohl keine Vorschrift, dass man schon im Entwurf fremde Aussagen sofort in Anführungszeichen zu setzen und mit exakter Quellenangabe zu belegen hätte. Vielleicht sollte man diese Vorschrift aus Anlass dieser Dreistigkeit einführen. Aber wie gesagt: Rechtsstaat. Die Strafe muss vor der Tat bestimmt sein. Das könnte den Aristokraten retten.
Ich würde es trotzdem nicht durchgehen lassen.
Zitate kann man sich auf einen Zettel schreiben. Wer diesen Aufwand scheut und zu C&P greift, kann Anführungszeichen setzen, bevor er fremden Text einsetzt. Zechpreller können sich ja auch nicht damit rausreden, dass die Geldbörse leer ist. Nein, so gnädig ist der Rechtsstaat auch wieder nicht. Richter kennen ihre Pappenheimer und „in dubio pro reo“ bedeutet nicht, dass die Naivität des Richters grenzenlos zu sein hat. Wer die Zwischenablage leert und dabei sowohl Anführungszeichen als auch Quellenangabe „vergisst“, der muss sich schon was Besseres ausdenken als die Abwandlung des Spruchs, dass durch die eigenen Todesurteile niemand ums Leben gekommen ist.
Ist es nicht eher denkbar, dass ein Ghostwriter die Arbeit ordnungsgemäß verfasst hätte?
Obwohl auch ich einen solchen Verdacht zunächst naheliegend fand, halte ich es inzwischen angesichts der Ausmaße für sehr seltsam, dass ein Ghostwriter derart pfuscht.
YMMD
Das nehme ich auch an. Ein Ghostwriter wäre nie so dumm, Texte 1:1 zu kopieren, weil der die “Tricks” kennt und der Auftraggeber sollte das ja auch. Ich nehme eher an, der Lügenbaron hat einfach nicht gewusst, dass man Anführungszeichen benutzt, wenn man in Google nach längere Passagen sucht und wahrscheinlich gelacht bei den vielen falschen Ergebnissen, die ohne Anführungszeichen nunmal auftauchen.
Kann auch Kommunikationsproblem oder so sein: Ghostwriter hat Original-Texte geliefert im Glauben, dass Guttenberg die noch umschreibt, Gutti hat aber gedacht, ist alles schon fachgerecht verschleiert.
Oder dem Ghostwriter war es egal, ob jemand anders später damit auffliegt. Hauptsache der bekommt die Kohle. Oder Guttenberg hat vielleicht viel Druck gemacht, die Arbeit schnell zu bekommen.
Wer hat bitte solche Nerven aus Stahlseilen in seiner eigenen Doktor-Arbeit die ersten (auch noch unverwechselbaren) Zeilen und die halbe Einleitung 1:1 aus der Zeitung (!) abzuschreiben.
Da ist es doch reiner Zufall, dass nicht irgendwann einer denkt: “Moment, das kenne ich doch.” Also ich denke, der hatte nen Ghostwriter, der einfach nur schlecht oder dem alles egal war.
Oder – meines Erachtens wahrscheinlicher – Mr. Wichtig-Guttenberg war nach üblichem neoliberalen Denken geizig und wollte für fast nichts fast alles sofort.
Neolibs und Adelige denken gerne, dass ihnen nichts passieren kann und dass das Fussvolk aus Ausführmaschinen besteht. Manchmal werden sie dann darüber aufgeklärt, wer wirklich wichtig ist.
Einen KTG braucht kein Mensch auf der Welt. Er kostet nur – wie halt meistens z.B. bei Parasiten in der Tierwelt.
Würde ich so nicht unterschreiben. Ich las mal einen Artikel über Ghostwriter (länger her, aber war so ein groooßes ausführliches Ding mit Interviews anonymisierter Ghostwriter). Jedenfalls gab da einer der Ghostwriter an, dass er für eine Magisterarbeit etwa einen Monat braucht. Das ist im geisteswissenschaftlichen Bereich ehrlich gesagt nicht wirklich möglich, außer man praktiziert eben geschicktes Zusammenkopieren. Wenn die ähnlich knapp gelagerte Fristen für Doktorarbeiten haben, dann wäre das also kein Wunder.
Ich möchte mal auf einen zusätzlichen Aspekt hinweisen:
- mit einem Ghostwriter vom freien Markt macht sich ein angehender Spitzenpolitiker (Guttenbergs Karriere war zur Zeit der Doktorarbeit längst durchgeplant) erpressbar. Dieser Ghostwriter könnte auf die Idee kommen, sein Wissen für viel Geld an die Medien oder an den politischen Gegner zu verkaufen
- einem Ghostwriter aus dem politischen Umfeld ist auch nicht unbedingt zu trauen. Politische Freundschaften haben häufig kurze Halbwertzeiten
- bleibt die Familie
- oder die ganze Geschichte wurde, um Herrn VuZ nicht vom politischen Tagesgeschäft abzulenken, von seinen Karriereplanern, bei denen es sich gerüchteweise um geostrategisch interessierte amerikanische Kreise handeln soll, als Komplettpaket geliefert (Uni, Doktorvater, Doktorarbeit) und der arme Karl-Theodor musste nur noch unterschreiben und später seine Urkunde abholen. Dann könnte es durchaus sein, dass man ihn dieses Machwerk von Doktorarbeit hat unterschreiben lassen, um ihn zukünftig politisch in der Spur halten zu können. Vermutlich hatte er wirklich nicht die geringste Ahnung, worauf er sich da einließ.
vermutlich.
der bundesminister hatte nicht die geringste ahnung… also so kann man das stehen lassen.
Als ich gestern Teflon-Guttis Schauspielleistung sah, mußte ich bei der Stelle (Zitat):„Meine von mir verfasste Dissertation ist kein Plagiat, und den Vorwurf weise ich mit allem Nachdruck von mir. Sie ist über etwa 7 Jahre in mühevollster Kleinarbeit neben meiner Berufs- und Abgeordnetentätigkeit als junger Familienvater entstanden, und sie enthält Fehler…“(schluchz),
zwar spontan nachsehen, ob das Badewasser schon selbsttätig in die Wanne rauscht, aber den verrufenen Begriff “Ehrenwort” hat er selbst ja nicht direkt gebraucht, wenngleich er aus seiner ganzen Inszenierung dem Zuschauer geradezu entgegensprang, ich wartete sekündlich darauf während dieser restlos mißglückten Ehrenerklärung.
Ich hoffe ja auch, daß seine Tage gezählt sind, aber alle Verlautbarungen von Regierungs-(naher) Seite deuten darauf hin, daß er mit aller Gewalt gehalten werden soll. Wenn er nicht die Nerven verliert, kann sich das noch lange hinziehen.
Insgesamt eine schöne Zusammenfassung zum jetzigen Stand. Danke dafür.
Grüße
Ich bin ja mal gespannt, wie lange sein Kanzlerkandidaten-Kampagnenbüro in der Dutschke-/Ecke Springer-Straße es sich noch leisten kann, ihn zu halten. Egal was er oder seine Kipo-Steffi sich bisher so geleistet hatten, dort wurde er immer gestützt.
Ja, darauf bin ich auch sehr gespannt, wielange DIE das durchhalten/durchziehen wollen.
Ist ja auch eine geschickte Verteidigung, er wehrt sich gegen ein Vorwurf, der gar nicht erhoben wurde, niemand hat behauptet, die gesamte Dissertation wäre ein Plagiat.
Darüber bin ich auch gestolpert, als er diese Äußerung machte. Entweder eine geschickte Verteidigung, oder er verneint reflexhaft das, was er vertuschen will.
Den Dr. ist er garantiert los (es sei denn, die Uni will sich in der Forschergemeinde vollends diskreditieren), als Minister und bald BK wird er uns weiterhin zur Verfügung stehen. Vielleicht macht er ja auch ein Büßerjahr und kommt dann wieder… mal Schaun, was sich die Spin-Doctors so ausdenken.
@HHarlekin: Die Promotionsordnung der der Uni Bayreuth verlangt von den Doktoranten die Abgabe einer ehrenwörtlichen Erklärung, “daß sie die Dissertation selbständig verfaßt und keine anderen als die [...] angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt” haben. Guttenberg hat also sein Ehrenwort gegeben.
Quelle: http://www.uni-bayreuth.de/universitaet/leitung_und_organe/Universitaetsverwaltung/abt1/amtliche-bekanntmachungen/promotion_habil/2000-03-30–01.pdf
@jens: Der Vowurf eines Ghostwriters macht wenig Sinn und dürfte zum derzeitigen Zeitpunkt schwer zu halten sein. Glaubt man Häberle, war Guttenberg durchaus gut im Thema. Es ist ja nicht so, dass man so eine Arbeit im stillen Kämmerlein schreibt und irgendwann fix und fertig in den Briefkasten des Doktorvaters wirft.
Die These, er würde den Inhalt seiner Arbeit wohlmöglich gar nicht kennen, scheint mir daher abwegig und diskretiert deine Analyse.
Das ist schön, daß die Uni Bayreuth dies verlangt, nur: Davon habe ich nichts geschrieben, es also auch garnicht bestritten. Mein Post bezog sich ausschließlich auf den Auftritt Teflon-Guttis am Freitag vor Journalisten, in dem – ich wiederhole mich: der Begriff “Ehrenwort” nicht direkt verwendet vorkam, wohl aber als Ausdruck der Inszenierung, in der Körperhaltung etc. (Nicht nur) Meine Badewannenassoziation kam nicht von ungefähr.
Grüße
Ich denke auch, dass er sie selber zusammengeflickt hat und ich freue mich, dass er endlich stolpert. Nachdem soviel andere Dinge an ihm abgeperlt sind. Ohne Schadenfroh zu klingen, ich gönne es ihm.
Die Uni muss sich aber auch fragen lassen, nach welchen Kriterien dort bewertet wird. Die Bestnote für einen solch ein zusammengeflicktes Machwerk? Wird dort überhaupt etwas geprüft, bezüglich des Inhalts? Bei uns wird jede popelige Hausarbeit automatisch auf abgeschriebene, nicht gekennzeichnete Inhalte gescannt (Spezielle Software & Google).
@Spiegelfechter Samstagsartikel sind spitze, endlich Zeit zum Lesen :-)
Hat er das nicht schon quasi selber zugegeben, als er sagte:
?
Das schließt leider nur die paar Dutzend Mitarbeiter seines Büros aus, aber nicht unzählige andere.
Und jetzt auch noch der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages.
Ich hab mich schon vor Tagen gefragt, wo eigentlich die schöpferische Höhe der Arbeit liegen soll, bei dieser enormen Zahl von Fußnoten. Das ist doch alles ein schlechter Witz.
Solche Vorgänge sind es, die wisschenschaftliche Titel im Allgemeinen mindestens abwerten.
Fußnoten sind die in geisteswissenschaftlichen Fächern übliche (althergebrachte) Art und Weise, Quellen anzugeben. Bei Juristen sind Fußnoten das Salz in der Suppe – je mehr und je umfangreicher, desto besser. Immerhin zeigen sie, daß sich der Verfasser gründlichst mit der einschlägigen Literatur beschäftigt hat.
Es ist sicher kein Zufall, daß ein Jurist den (scherzhaften) Vorschlag gemacht hat, eine Wissenschaft der Fußnote zu begründen.
In technischen Disziplinen spielt die Fußnote als Quellennachweis keine große Rolle mehr. Quellenangaben an sich sind natürlich auch dort obligatorisch.
Aber dabei bleibt doch wohl zwangsläufig die schöpferische Höhe bzw. Tätigkeit auf der Strecke, oder? Neue Gedanken/Wege/Lösungen whatever zu Papier bringen ist die Aufgabe, nicht fremde Gedanken. Wenn sich das noch im Rahmen hält, kein Widerspruch meinerseits, aber hier scheint mir das Verhältnis nicht zu stimmen. Es geht hier eben nicht darum, als Anwalt einen Mandanten vor Gericht raus zu pauken, in dem man mit möglichst vielen bekannten Urteilen und Präzendenzfällen punktet.
Wahrscheinlich wärs auch nicht so schlimm gekommen, wenn er sie tatsächlich selber geschrieben hätte. Dem Ghostwriter war’s egal. Für den war’s leicht verdientes Geld, mit der Gewissheit, dass der Auftraggeber ihn nix kann.
Die schöpferische Qualität leidet nicht unbedingt. Verweise auf andere Autoren sind unerläßlich um den Stand der Wissenschaft zu dokumentieren. Um neue Wege, Lösungen etc. zu begründen, kann ebenfalls sinnvoll sein, auf Arbeiten anderer zu verweisen, die vielleicht Ähnliches angedacht haben, auf anderen Wegen gescheitert sind- was immer.
Was die Zahl der Quellenangaben enorm erhöhen kann, ist der Wunsch bzw. die Pflicht, alle einschlägigen Arbeiten zu diskutieren – ob sie etwas zur Lösung beitragen oder auch nicht.
Schließlich muß man nicht nur plausibel machen, daß man selber geniale Ideen hat, sondern auch, daß sie besser sind als alle anderen.
Ca. 3 Fußnoten pro Seite scheinen mir für Juristen nicht übermäßig viel zu sein. Ich habe da schon anderes gesehen.
Ich glaube, da muss man auch ein bisschen zwischen den unterschiedlichen Fächern unterscheiden.
Einem Astro-Physiker-Doktor (mein Bruder :D) fällt es halt leichter einen unerforschten Stern(enhaufen) zu finden, als einem Juristen ein Gesetz, das noch keiner kennt. ^^
Deshalb reicht es in diesen Fächern vermutlich, wenn man sich umfangreiche, kluge, eigene Gedanken zu anderen Gedanken und dem Stand der Wissenschaft macht.
Insbesondere sehe ich es in der juristischen Welt als unerlässlich an, sich mit den bereits gefällten Urteilen von Gerichten oder anderen Juristen zu beschäftigen, da man nur so sehen kann, wie gewisse Dinge behandelt werden. Zwar war Guttenbergs Titel eher geschichtlich gelagert, da es aber eine juristische Arbeit war, vermute ich, dass die Zielsetzung durchaus war, sich mit den Verfassungen selbst auseinanderzusetzen und hierzu muss man eben analysieren, wie diese Verfassungen im übrigen juristischen Kontext bewertet wurden. Solche Bewertungen basieren maßgeblich auf fremden Werken. Man schaue sich nur mal Kommentare zu unseren aktuellen Gesetzen an.
Die Anzahl der Fußnoten ist doch nicht entscheidend. So ein Verweis auf andere Autoren kann in der Regel zusammenfassend und indirekt zitiert erfolgen. Guttenberg dagegen hat ja schon in der Einleitung ganze Absätze von fremden Autoren als wörtliche (!) Zitate verwendet. Und wie es aussieht, zieht sich das durch die ganze Arbeit. Das ist doch der entscheidende Unterschied.
Die These vom betrogenen Betrüger erscheint mir wenig plausibel; Guttenbergs Politkarriere ist sorgfältig geplant, in das Projekt „Bundeskanzler Guttenberg“ stecken die ihn steuernden Kreise viel Geld und Arbeit. Die machen doch nicht ausgerechnet bei der Doktorarbeit den Fehler, unzuverlässige Ghostwriter zu beschäftigen und verzichten auch noch auf die Kontrolle deren Arbeit. Google gab es auch schon vor 5 Jahren, und die geklaute Einleitung hätte auch damals keiner ernsthaften Nachprüfung standgehalten.
Ich halte folgende Variante für viel wahrscheinlicher:
Guttenberg hat den Autoren der Arbeit vertraut, weil sie von seinen Karriereplanern ausgesucht worden sind. Im Rahmen des beschleunigten Promotionsverfahrens für zukünftige Spitzenpolitiker wohl ein übliches Vorgehen. Er hat seine eigene Doktorarbeit vermutlich noch nicht einmal gelesen. Dafür war sie schließlich auch gemacht: 475 Seiten, 1.200 Fußnoten; wer tut sich so etwas schon an (ob sie an der Uni Bayreuth wirklich gelesen wurde, werden wir ja vielleicht noch erfahren)! Und da er sie nicht gelesen hatte, konnte er auch nicht merken, dass ihm mit der Doktorarbeit eine Zeitbombe untergeschoben wurde. Die Kreise, die seine Politkarriere fördern und steuern (man hört ja gerüchteweise, dass die in den USA sitzen), konnten ihn damit jederzeit auf Kurs halten. Sollte er politisch aus dem Ruder laufen, schaltet man ihn ab, indem man die Bombe platzen lässt.
Lief er denn aus dem Ruder? Jedenfalls nicht erkennbar. Möglicherweise war es wirklich ein Zufall, dass sich nach 5 Jahren endlich einmal ein Fachmann das Machwerk ansah. Oder es gab im Umfeld Guttenbergs Leute, die daran interessiert waren, den Strahlemann abzuschießen und die dem Zufall etwas nachhalfen. Wie auch immer, die Investitionen in das Projekt „Bundeskanzler Guttenberg“ können abgeschrieben werden. Oder die politische Moral hierzulande sinkt endgültig auf italienisches Niveau.
“Oder die politische Moral hierzulande sinkt endgültig auf italienisches Niveau.”
Da habe ich jedenfalls, nicht die geringsten Zweifel. Seine Parteifreunde in Bayreuth werden ihm Frist und Gelegenheit geben nachzubessern.
Den Spott der im jetzt entgegen schlägt sitzt Googleberg einfach aus, ich sage nur OB Sauerland. Oder, er ist ja relativ jung, verschwindet für ne Schamfrist und taucht in ein paar Jahren wieder auf. Der ehemalige Schwarzgeldkofferträger hat es auf die Tour ja bis zum Bundesfinanzminister gebracht ;-)
Ich glaube, wenn die Arbeit schon bewertet wurde, geht das nicht mehr.
Und wie soll der im Amt des Verteidigungsministers so viele Stellen nachbessern? Der müsste nebenher die halbe Arbeit umschreiben. :)
Das wäre ja auch eigentlich der übliche Gang der Dinge bei jedem mit etwas Anstand. Er gibt alles zu, entschuldigt sich und tritt zurück. Dann könnte er nach einer Schamfrist wieder kommen. Die Leute stehen ja sogar zu ihm.
Ein Chrstoph Daum durfte nach einer Schamfrist auch wieder in der Bundesliga trainieren. Ein Michael Friedmann ist auch wieder akzeptiertes Mitglied der Gesellschaft.
Ein zu Guttenberg wäre nach einiger Zeit auch wieder gesellschafts- und vielleicht sogar wieder politikfähig.
Aber egal, oder der Verteidigungsminister bleibt oder nicht, die Hauptsache ist:
Den CSU-Vorsitz und den bayrischen Ministerpräsidenten (für den der schon ausgemacht war) oder gar Kanzler,kann der sich abschminken. Und damit auch die CSU ihr 50 % + X in Bayern. ^^
Droht uns jetzt Mißfelder? Ernsthaft?
Klar die Bilderberger stecken dahinter. Sicher.
Oh Mann…
“Klar die Bilderberger stecken dahinter. Sicher.
Oh Mann…”
Ooch, es gibt ja noch andere dubiose Netzwerke
http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantik-Br%C3%BCcke
Reine Verschwörungstheorie, versteht sich.
Du hast die ^^ vergessen..
Eine Zeitbombe mit frei zugänglichem Zünder, damit jeder interessierte Leser drüber stolpern kann? Hört sich nicht sehr schlau an. Nag gut, jetzt wo die Methode enttarnt ist, lassen sich ja bestimmt die Investitionen dieser Kreise weltweit abschalten. Das wird die VTler (man hört ja gerüchteweise, dass die aus den USA kommen) erstmal beschäftigen.
na dann wollen wir mal hoffen, dass nicht jeder wecker, über den ich stolpere, eine explosion verursacht. ich bin mir auch nicht sicher, ob das gerücht, die verschwörungstheoretiker kämen aus den usa, möglicherweise verschleiern soll, wo sie wirklich herkommen. also ehrlich oder so. andererseits, wer die dokumentation ‘the da vinci code’ gesehen hat, weiss ja, wie das so läuft bei echten verschwörungen, die gut und gerne 2000 jahre alt sind – abgehangen.
Er ist Jurist und auch sonst von mäßigen Verstand!
Wo habe ich das bloß geklaut, äh plagiiert, äh nicht befußnotet?
Ich schreibe das jetzt mal meiner eigenen geistigen Schöpfungshöhe zu! :-))
Helau!!
Volker Pispers natürlich. Mal sehen, ob ihm am nächsten Dienstag noch etwas zu Gutti einfällt (andere lohnende Themen sehe ich im Moment nicht).
Und Pispers hat’s von Ludwig Thoma. (Aber mit Quellenangabe.)
Genau:”"Der königliche Landgerichtsrat Alois Eschenberger war ein guter Jurist und auch sonst von mäßigem Verstande.” Aus Ludwig Thoma: “Der Vertrag”.
http://de.wikisource.org/wiki/Der_Vertrag
Grüße
Wieder was gelernt.
Ich überlege schon, ob es hilfreich ist einen Badewannenstöpsel an das Verteidigungsministerium z. Hd. zu Guttenberg zu schicken.
Der Gedanke an Barschel kam mir auch schon. Karl-Theodor tut sicher gut daran, sich in der nächsten Zeit jede Badewanne genau anzusehen, in die er steigt. Es könnte schon einer drinliegen…
Tja, hätte Gutti doch mal auf seinen Großvater gehört oder zumindest sein Buch gelesen: http://www.amazon.de/gp/product/B001G66W2M/ref=s9_simh_gw_p14_d0_i1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=center-1&pf_rd_r=1EXDXV67TYDA4AGSZFGG&pf_rd_t=101&pf_rd_p=463375193&pf_rd_i=301128
Und nein, das ist kein Fake.
Man hätte es kaum besser faken können, Knüller. Danke für den Link.
Auch ein guter Vorgeschmack, was satirisch noch auf uns zukommt: http://www.youtube.com/watch?v=PRQaRvyv4B8
“Kopieren geht über Studieren”, herrlich.
Geil, Gutti Gans und das gemopste Buch… fehlt mir noch in meiner Buchrueckensammlung
Beau Rivage Survival Kit?
Gleichzeitig eine Anspielung auf Gorch Fock und Weltmachtansprüche.
Soll das zum Thema passen oder witzig sein? Das passt da doch eher in beide Kategorien: http://www.stupidedia.org/stupi/Datei:Copypaste.jpg
Meine Vermutung, der Ghostwriter euer Durchlaucht haben gemurkst..vielleicht ein Ergebniss von Lohndrückerei.. ;-) Geiz ist ja bekanntermassen geil.
Denn schließlich verteidigt er massiv vorgreifend nach vorn für den ” wenn Fall “..
Er erhärtet sich das Bild das der Mann mit den vielen Vornahmen keinen blassen Schimmer von dem hat was da wirklich abgefasst wurde,bestenfalls in groben Zügen ..15% :-D bei mehr Ahnung und lesen der Dissertation hätte ihm etwas auffallen müssen.
Sollte euer Unentbehrlichkeit wieder erwarten Zeit für eine eigene Abfassung gehabt haben währe er an blasiertheit nicht zu überbieten…was mich zur Frage der Reputation des Prüfungsausschusses führt haben die statt das Werk zu lesen Geld gezählt ?
Fazit ,er hat seinen und den Ruf der Uni beschädigt wenn nicht gar ruiniert ,wobei es für die Absolventen der Uni richtig übel wird denn mit der Vorgeschichte erscheint ein Abschluss unter ganz anderem Licht,als MdB ist er keinesfalls länger tragbar …der Dr.plag. gehört aberkannt.. Abtreten Herr Freiherr v.u.z…… that’s it
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Ist ja jetzt ein wenig O.T., aber bei dem Thema, fällt mir eine Realsatire aus dem Hause “Adel und Geiz” ein.
http://petersteiniger.de/%C2%BBadel-kann-auch-dienen%C2%AB
“den Ruf der Uni beschädigt wenn nicht gar ruiniert ,wobei es für die Absolventen der Uni richtig übel wird denn mit der Vorgeschichte erscheint ein Abschluss unter ganz anderem Licht”
vielleicht ist es ja bezeichnend, dass in Ostbayern auch von Angehörigen dieser Universität gerne von “Beirut” gesprochen wird, wenn Bayreuth gemeint ist.
Für mich macht es den Eindruck, dass Guttenberg als auch Schröder/Köhler unbedingt noch den akademischen Grad “machen” wollten, bevor sie ihre Politkarriere zünden. Rein aus Prestigegründen und um seriöser rüberzukommen. Schröder/Köhlers Werk ist nicht besonders gehaltvoll und vermutlich von wohlwollenden Hessen-Filz-Profs durchgewunken worden.
Bei Gutti stimmt so einiges nicht. Sein falscher Lebenslauf wurde schon gut unter den Teppich gekehrt: http://www.youtube.com/watch?v=Sb4Qkg0ihlM
Es kommt jetzt für Herrn Guttenberg noch schlimmer: Er hat 2004 ganze 10 Seiten, in denen er vielleicht 5 Wörter veränderte, an einen wissenschaftlichen Mitarbeiter des Bundestages in Auftrag gegeben und in “seinem Werk” untergebracht – sprich: eine Doktorarbeit auf Kosten des Steuerzahlers.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,746587,00.html
Wollte Gutti dieses Jahr nicht einen Trainingsflug im EuroBomber
abservierenabsolvieren? Wenn Guttis Schleudersitz … und dann der Fallschirm…Man weiß ja nie… Politiker und Fallschirme… Das ist ja so ‘ne Sache.
Nee, der Gutti macht doch nicht den Mölli, das glaub ich nicht.
Außerdem, wenn alle mit einer gefakten Doktorarbeit vom Himmel fallen würden,
käme doch keiner mehr zur Haustür raus…
Eher läufts so: Die Linken (oder ersatzweise Grün-Sozis, wie es die Propaganda gerade braucht), haben ja bekanntlich, wie wir über das regierungsamtliche Zentralorgan BILD erfahren, “über etwa 7 Jahre in mühevollster Kleinarbeit” nächtens und heimtückisch die -”- und die Fußnoten aus Teflon-Guttis Diss entfernt, um ihn ins Wasser zu treiben, egal, ob Badewanne oder Starnberger See… wer weiß, auch der Wassergang des “Märchenkönigs” könnte noch der hinterhältigen Opposition von heute angehängt … äh… ihr von BILD nachgewiesen werden, und der regierungsamtliche Kabarettsprecher Dieter Nuhr verkündet das im nächsten SATIRE-GIPFEL nicht als Satire, sondern als WAHRHEIT, weil er sich ja “nicht als Meinungshure eignet” …
Aber vielleicht habe ich auch nur Wahnvorstellungen.
Grüße
Letzteres
Der Vollständigkeit halber möchte ich an die Einstiegslüge als Wirtschaftsminister erinnern:
@magicdrummer: 2 Idioten ein Gedanke! *g*
Neben dem Skandal über die anscheinend “abgekupferte” Dissertation, hat der Baron auch noch andere Sachen zu bieten.
Der Familienbesitz (Schloß) gehört – soweit mit bekannt ist – einer Stiftung nach österreichischem Recht. Frei nach dem Motto: Steuern zahlt nur das gemeine Volk.
Und ein solcher Blender schafft es, das Volk an der Nase herumzuführen und wird als beliebtester Politiker bewertet. Oh Herr lass Hirn regnen.
Was soll das bringen? Das Volk ist zu blöd es aufzufangen.
Tja, ich wusste schon immer: Blumen sind viiiiiel intelligenter.
;)
->Jochen
Sollte dem nachweislich so sein kann der gegeelte einpacken .. die Unverfrorenheit der feudalistischen Elite ist echt kaum zu toppen.
->Elbarto
Davon kann man getrost ausgehen .Schröder/Köhlers Werk stand ja auch im Ruf nicht komplett auf ihrem Mist gewachsen zu sein ..
Wer die Lüge duldet und als Mittel der politischen Arbeit akzeptiert, darf sich nicht beschweren, wenn er nach Strich und Faden belogen wird.
GoGo, Go Karli Go ….. :-D
Kein Wunder, dass unsere Gesetze von externen Anwaltskanzleien geschrieben werden:
Der “wissenschaftliche” Dienst des Bundestages taugt nicht mal zum Abschreiben
Ich seh schon Steffi vor der Kamera
“Die Stasi, äh, das war jetzt nicht live, … ich fang nochmal an, – der Taliban war’s…”
Und jetzt alle:
“Lass das Badewasser ein,
nimm das kleine Guttilein…”
System Claqueure, die sich Politikwissenschaftler nennen, meinen, der schwarze Baron könne “gestählt” aus der Affäre rauskommen.
http://nachrichten.t-online.de/plagiat-affaere-zwei-drittel-der-deutschen-gegen-einen-ruecktritt-von-guttenberg/id_44469762/index
Da haben die doch hoffentlich wohl nur 60+ jährige CDU Wähler gefragt ansonsten sind viele meiner Mitbürger wohl noch bescheuerter als ich dachte.
Ist der Adelstitel überhaupt echt? *g*
Was soll da denn echt sein?
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Adelstitel
Ach du S*****:
“Auch der Bonner Politikwissenschaftler Gerd Langguth ist überzeugt, dass Guttenberg durch die Affäre am Ende politisch gestärkt werde. “Ein Spitzenpolitiker muss Schrammen haben, muss durch Stahlgewitter gegangen sein. Das erdet ihn, das macht ihn menschlicher”, sagte Langguth der “Bild”-Zeitung.” (Quelle: hab ich vergessen)
Da kriegt man ja echt das Kotzen und sowas nennt sich Politikwissenschaftler
Ich halte also fest:
Wenn eine Sekretärin ein Brötchen mopst, soll sie hochkant rausgeworfen werden, weil das ja keine Bagatelle sei und die Vertrauensbasis gestört sei und blablabal laber schwafel sülz und sabber
Aber!
Wenn die Leistungsträgen belügen, trügen, täuschen, hetzen, keifen, sabbern, schummeln, die Hand aufhalten und Dreck am Stecken haben ohne Ende, wie nennt man das?
Genau.
“Ecken und Kanten”
“Klartext”
“unbequeme Wahrheiten”
“a Hund isser scho”
etc.
Jetzt darf gekotzt werden :)
…und sowas nennt sich Politik.
Mensch jetzt bekommen die Whistleblower aber Konkurrenz
Achtung die Raubkopierer kommen …!!!!
feudalistische elite, schreibt lazarus. feudalistisch ja, aber elite? nein!!!!
habemus, ernst jünger feiert auferstehung mit seinen stahlgewittern. gestählt ist zweifelsohne der sprache des 3. reiches entnommen, obwohl jünger ja vom 1. weltkrieg berichtete.
Wo wir jetzt mit derartiger preußisch-militaristischen Kriegs-Diktion zugemüllt werden:
Sollte unsere oberste Kriegsherrin ihn jetzt nicht auffordern, seine Ehre wiederherzustellen? Ein Bogen Papier, Feder, Tinte, ein Revolver, eine Patrone, alle raus und Türe zu….
Der alte Adel besteht doch sonst immer auf Brauchtumspflege
->klaus baum
Ich hatte die Gänsefüße und Fussnoten bei den Eliten vergessen ;-)
“Vom Wald in den Narrenkäfig Philipp zu Guttenberg vertritt seinen großen Bruder …
AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil begrüßt die Entscheidung: “Mit Philipp zu Guttenberg ist nicht nur die Familie unseres Ritters bestens repräsentiert, sondern auch der Mensch Karl-Theodor zu Guttenberg, dem diese Auszeichnung für Humor und Menschlichkeit im Amt gilt.”"
Quelle: http://www.akv.de/go/nachrichten-details/128-vom-wald-in-den-narrenkaefig-philipp-zu-guttenberg-vertritt-seinen-grossen-bruder.html
->unschland
Warum leisten wir uns so unfähige Leister ? Für die hälfte der Kohle könnte man in Osteuropa ein paar Politiker einkaufen .. denn ob man die auch noch versteht oder nicht spielt bei deren Ersatz für die komplett Ahnungslosen auch keine Rolle mehr .. :-D
Der Spiegelfechter titelt:
Wo sind die Anführungszeichen? So ist die Überschrift leider nur ein Plagiat, denn es stand schon mehrfach woanders. Sie hätten nur bei Google nachschauen müssen, verehrter Herr Spiegelfechter.
Sind wir nicht alle ein bisschen Guttenberg?
Das meinst du jetzt nich ernst oder?
Was muss mann denn machen damit dieses Bildchen an der Seite erscheint?
Ich haette gerne mein eigenen plagiat Avatar aus der Sesamstrasse :)
Melde dich bei gravatar.com an, lade das gewünschte Bildchen hoch und gib beim kommentieren die eMail-Adresse an, die du bei Gravatar.com eingegeben hast. Der Dienst ist kostenlos und stellt auch keinen Blödsinn mit der eMail-Adresse an.
Trotz Qualitätsmedien wissen die Bürger recht wenig über Herrn zu Guttenberg.
Als er ins Rampenlicht kam, behaupteten die Medien die Firma “von Guttenberg” verkaufe Stahlzargen und Dämmschalen.
Diese Informationspolitik über Herrn zu Guttenberg wurde auch lange durchgehalten. Unsere Leitmedien machten aus ihm einen Politstar.
Bis sich dann die Bloggerin Friederike Beck die Mühe gemacht hat, sich mit dem Baron näher zu beschäftigen.
http://www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/230-das-guttenb%20%20erg-dossier-teil-1.html
Danke fürs Verlinken :D
Das Bild mit dem Mann auf der Kanonenkugel kommt mir irgendwie bekannt vor.
War das nicht der, der sich, unter zuhilfenahme seiner Haare, aus dem Sumpf
gezogen hat.
Mein Gott, da sollte er aber die Gel-Tube am morgen nicht bis zum Ende ausquetschen,
wie er’s früher immer gern getan hat.
Eben auf der ARD die Topmeldung: Deutsche Reporter im Iran wieder frei
Wahrscheinlich soll das jetzt vom Lügenbaron ablenken, obwohl das auch genug Sprengstoff inne hat. Zunächst sind das BILD-Reporter und ich verstehe nicht daß sie auch noch auf Steuerzahlerkosten aus der Haft ausgelöst werden. Warum nicht auf Kosten Friede Springers? Irgendwie sind die Mullahs klüger als wir, schicken uns einfach 2 blöde Scheisseschreiber für teueres Geld zurück. Und die Nation jubelt noch dazu. Ich versteh gar nichts mehr?!
Nein, auch falsch; es müßte ‘aus mehreren eins’ heißen. ;-)
Verteidigungsdoktrin
Rumsfeld (USA): shock and awe
Guttenberg (BRD): copy and paste
Hätte Guttenberg gesagt “Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort…”, wäre auch die Verteidigungsrede des Verteidigungsministers ein Plagiat. Viel schwerwiegender als die Nummer mit den nicht gekennzeichneten Zitaten wären Ghostwriter. Dann könnte man mit Sicherheit sagen, dass er weg ist.
Naja, die gelbe Quitschente fehlt noch für die Badewanne.
Na, ich dachte schon, er sei für den entsprechenden Zweck schnell in jene gefährliche Zone in Afghanistan geflogen – macht sich wahrscheinlich auch besser für Pensions- und Versicherungsansprüche, als wenn er den traditionellen Weg adliger Militärs nach Ehrverlust gegangen wäre.
@37 Ich wüsste nicht, dass Wilhelm II und Ludendorff den “Heldentod” gesucht hätten.
Übrigens: in den Leserkommentaren zu dem Gutenbergartikel tummelt sich eine
black beauty, die sich der Sache Gutenbergs annimmt.
http://suedcafe.sueddeutsche.de/pira26
Man sollte nicht ausschliessen dass es sich bei dem gewählten Avatarbildchen um ein
gezielt ausgewähltes Bild handelt, das nach einem Auswahlverfahren von allen Mitgliedern des Projekts ‘Linkenbashing’ einer x-beliebigen PR-Firma , den Vorzug erhielt.
Jedenfalls passt dieses CSU,FDP-Geseiche nicht zu dem Profil dieser Gesichts, dass doch eher symphatisch (und politisch eher apathisch) rüberkommt und uns dadurch für hinterwäldlerische Ansichten einnehmen möchte.
geschickt eingefädelt !
Ach, der/die Pira gibt doch bei der sueddeutschen schon seit Jahren den Forentroll. Dagegen ist das, was sich bei Heise tummelt doch richtig niveauvoll.
mal nicht so überheblich, auch bei Heise sind niveauvolle Kommentare an der Tagesordnung
http://www.heise.de/tp/foren/S-Verrottetes-Land/forum-194616/msg-19856904/read/
Das bestreitet ja auch niemand. Netter Kommentar übrigens, du solltest deinen eigenen Blog aufmachen, wenn du sowas öfters verfasst.
PS: Es weiß übrigens jeder, dass ich der am wenigsten überhebliche Mensch auf der ganzen Welt bin!!!!!111
Ich hatte also recht: Von Deppen für Deppen!
Was wird aus uns, Leute, wenn unser Lieblingsverteidigungsminister fällt ? Wer soll uns dann verteidigen ? ;-)
Oder andersrum: Was wird aus ihm, wenn er sich nicht mehr verteidigen muss?
Truvor, ich kenne nur gefallene Frauen….aber jetzt das mit dem Verteidigungshasi anzufangen…nee dette get net……..
@ carlo
Na ja, er ist eigentlich schon ein gefallener Verteidigungsminister.
Es gibt aber auch schlimmeres im Leben.
OK….zur Ehrenrettung könnte er es ja wie seinerzeit WillemII und sein Lude machen. Heldentod im inszenierten Feld. Wär das nix?
@ carlo
Wie bitte, Heldentod ? Willst Du, daß ich vor lautem Lachen platze ? ;-)
->NUB
Immerhin ist so ein theatralisches Ehrenwort Bimbes-Kohl geprüft ..ob da ein Copyright drauf ist müsste geklärt werden ;-)
the bulletproof ” Bimbes-Ehrenwort” of the Godfather of honesty ..
So gesehen, wenn der Kanzler der Einheit noch nicht die Spender verraten hat, wird Gutti bis zuletzt sagen, es sei alles sauber gelaufen mit der Dissertation. Aber die Kanzlerschaft kann er sich knicken, so viel ist klar.
Zur Not hatte der halt nen kohlschen “Black-Out” ^^
Wobei der gute “Dr.” Kohl als Historiker wohl auch wusste, dass “Black-Out” u.a. ein militärtechnischer Begriff zur Verschleierung der alliierten Truppenbewegungen war…
Aber “Dr.” Kohl hat sich ja auch später nicht mehr an seine Englischkenntnisse erinnern können, wenn man sich vor Augen führt, dass er jede Menge englische Quellen in seiner Doktorarbeit angeführt hat.
Klarer Fall von Frühdemenz ?
Hirnverfettung durch übermäßigen Saumagenverzehr…
Aber wie man sieht störts heute keinen .. :-)
Was interessiert’s die Eiche wenn ne’ Sau sich an ihr kratzt .. *
Auf die Demenz des Stimmviehs ist verlass ;-)
(* Ohne Quellenangabe frei zitiert )
Das Zitat basiert auf der Barschel-Affäre, die im Jahre 1987 die Republik erschütterte. Dank unserer Qualitätsmedien wird es immer noch weiter getragen, obwohl es zwischenzeitlich neuere Erkenntnisse gibt. Der Ex-Spiegel-Journalist Wolfram Baentsch hat 3 Jahre in dem Fall recherchiert. Er faßte seine Ergebnisse in dem Buch “Der Doppelmord an Uwe Barschel” zusammen. Wer das folgende Interview auf Youtube (7 Teile) gesehen hat, würde obiges Zitat nicht mehr so stehen lassen.
Nun ja wie der Barschel in die Wanne gekommen ist war schon dubios, wurde alles nie richtig geklärt ..mafiöse Zustande in der deutschen Parteien und Kapitallandschaft bei Schubladenaffäre 93′ hat’s dann auch Engholm erwischt und er musste zurücktreten..auch Pfeiffers Part wurde nie restlos geklärt wenn ich mich richtig erinnere ..müßt’ mal nachsehen auch der damalige Pressesprecher der SPD hatte Dreck am Stecken und gelogen das sich die Balken biegen….
Die Politiker-Kaste war schon immer ein Staat im Staat ,hat mit dem Kapital geklüngelt und beschissen wo sie konnten.
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Nicht vergessen, dass Barschel dort seinen Bruder, den Waffenhändler besuchen wollte; falls nicht Suizid, beruhte das eher auf gescheiterter Erpressung.
Es wurde (fast) alles gesagt, erläuternd dazu noch dieser lesenswerte Artikel:
Karl Theodor etc. zu Guttenberg, die Korporatokratie und die Privatisierung der Bundesrepublik Deutschland
ist das live gewesen?
*g*
Wieso ist bisher noch niemandem das eigentlich offensichtlichste Argument aufgefallen, dass Gutti lügt?: Er hat dieselbe Frisur wie Jay Khan ausm Dschungelcamp. Hihi.
Ja so ist das wenn man glaubt es ist von Mike Krüger so ists von Oscar Wilde. Es geht nichts über die Klassiker.
Aber das gilt auch für andere Bereiche. Im Moment ists aktuell besonders schlecht bestellt. Auch bei allen Parteien. Aber Mike Krüger ist immerhin doch besser und origineller als Politiker und ihre Lügen und verlogenen und gefährlichen Ideologien. Guttenbergs Fall wird das alles nicht besser machen. Für mich jedenfalls nicht.
Und der schräge Vogel ist immer noch Deutschlands beliebtester und “glaubwürdigster” Politiker. Wenigstens sehn ma mal wo wa wieder schon sind. Ich versteh jetzt was die Alten damit gemeint haben:
Mer hebbet doch von allem nix gewußt.
Gute Nacht….weiter so….Schland
Vielleicht sollte man das Politiker-Personal besser in einer Castingshow rekrutieren. “Wir spielen jetzt ‘Wer ist korrupt?!’ – und danach ‘Abschreiben oder selber denken’ “
@carlo
ähnliches geht mir auch seit einiger Zeit auch besorgniserregend durch den Kopf
als Adliger passt er als Bundeskanzler (das wird er) doch hervorragend in diese neofeudalen Zeiten. Insofern alles in sich schlüssig
und der teutsche Michel hat wieder eine (linkische) Lichtgestalt, an der er sich aufrichten kann
->JoWelex
Wiederlich aber so is’er der teutsche Michel .. er liebt klare markige Ansagen die ihm das Denken abnehmen. So kann er später immer sagen …
“ich habe nur gemacht was man mir gesagt hat ..wenns nach mir gegangen währe” ….er läßt sich eben gerne führen, weils so bequem ist .Und nach oben buckeln und nach unten treten ..nichts typischer deutsch als das ;-)
(*Quelle carlo 44. Zeile 4)
yep….würde ich voll zustimmen, es sind neofeudale Zeiten! Der schräge Vogel kann sich erlauben was er will, die Zustimmung der “Mehrheit” was soweit definitif Bildzeitung und ARD/ZDF hat er. Es tut weh da nur noch an einen speziellen Artikel des GG zu erinnern.
Art. 20 Abs. 4 des Grundgesetzes
„Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“
“…sie zitieren hier dauernd das Grundgesetz,- sind sie etwa Kommunist?”
(frei und ohne Quellenangaben zitiert von F.J. Degenhardt)
Dass dieser Hochstapler der beliebteste Politiker sein soll, das glaub ich nicht,
möglicherweise sind das nur Behauptungen.
So wie wochenlang die Zeitungen vor ein paar Jahren auch behauptet hatten, er wäre ein erfahrener Mann aus der freien Wirtschaft, geschäftsführender Gesellschafter im Familienbetrieb (Trockenausbau, Isoliertechnik, Dämmstoffe),
Chef einer Großhandelfirma für Rigipsplatten und ähnlichen Baubedarf;
alles “Quark”.
Wie ich gerade sehe, ist der YouTubenLink hierzu schon ein paar mal “eingepflegt”.
Schönen Abend noch
Dieser Hochstapler wird aber im öffentlich rechtlichen Fernsehen und dem angeschlossenen Rundfunk so dargestellt.
Und wenn es dann ein Versagen seinerseits gäbe, ja dann ist die PR-Agentur schuld und zu Schadensersatz verpflichtet. So läuft das halt im ultramodernen “Germoney”. Nicht mehr und nicht weniger.
Es wird ja immer besser. In der BILD-Zeitung gibt also ein Guttenberg-Apologet dies zum besten:
“Ein Spitzenpolitiker muss Schrammen haben, muss durch Stahlgewitter gegangen sein. Das erdet ihn, das macht ihn menschlicher”, sagte Langguth der “Bild”-Zeitung.
Stahlgewitter. Wow. Zuerst die groben Patzer seiner Promotionshelfer, jetzt noch dieses “Blut und Eisen”-Geschwurbel. Mit solchen Freunden erübrigt sich die Pflege eines ausgedehnten Feindeskreises.
Exakt.
Eine Promotion ist ein Stahlgewitter. Ein mentales Stahlgewitter.
Eine Kollage aus verschiedenen ungenannten Quellen zusammenzustellen und als wissenschaftliche Leistung auszugeben ist wie das Angeben mit erfundenen Heldentaten.
Der Doktortitel ist so falsch wie das Tragen eines nicht verliehenen Eisernen Kreuzes.
Auf dem Kasernenhof aller Aemter entheben und in Schande vom Platz jagen.
Das ist ja der Hammer! “Stahlgewitter” vielleicht noch von Ernst Jünger. Solche Sprüche gabs ja selbst zu Schmidts Zeiten beim Barras nicht. Lieg ich vielleicht falsch mit der Einschätzung, die wollen den schrägen Vogel mit allen Mitteln durchfahren. Es könnten ja erhebliche Summen geflossen sein, und da sagt man ja auch nicht locker “alles für die Katz” gewesen.
Übrigens: Wie weit darf sich auch ein Gossenblatt wie die Bildzeitung vom demokratischen Konsens so ungestraft entfernen?
…Schland ist der richtige Ausdruck…..
nachdem der wissenschaftliche Dienst des Bundestags und damit wir Alle mit unseren Steuergeldern an dieser Doktorarbeit mitgewirkt haben, titelt die BLÖD nun:
WIR SIND DOKTOR!! ?!
ich lese ja grundsätzlich keine zeitung oder sog. blocks
aber jetzt muss ich doch mal sagen,dass ich es abstossend und überaus bezeichnend finde wie von dem deutschen linken meinungsterror auch hier versucht wird,einen überaus ehrenwerten leistungsträger des anständigen deutschlands mithilfe der bezeichnung “dr.cp” in die ecke von Child Pornography zu stellen.
ich hoffe,dass seine apparte gattin ihm in dieser zeit eine stütze sein kann.
-> zero_content Muhahaaa .. koestlich ..koestlich :-D
‘blocks’…
->t.h.wolff
Mit so’ner Scheiße soll mal unser einer kommen… in kompletter Realitätsausblendung Hofberichterstattung vom allerfeinsten, das gereicht jeder Diktatur zur Ehre..
–> er schon wieder
Das Avatarbild des Users “pira26″ ist, wenn ich das richtig erkannt habe, das Gesicht der us-amerikanischen Schauspielerin Shannyn Sossamon. Namentlich war mir die Schauspielerin auch nicht bekannt, allerdings konnte ich mich daran erinnern, dass sie in B.E. Ellis’ (u.a. American Psycho) Romanverfilmung “Rules of Attraction” zusehen war.
Sollte Ihr Beitrag nicht ernst gemeint sein und mehr eine Art rhetorisches Stilmittel darstellen, bitte ich Sie, meinen Beitrag zu ignorieren und über meine Unfähigkeit hinwegzusehen . ;-)
Warum lautet der (oder das?) Tag denn CDU?
Der ist doch von der CSU.
Das Tag “CSU” gibt es nicht und wurde von mir zwangsvereinigt ;-)
Für diejenigen, die sich für KTGs “Dissertation” interessieren:
http://www.wiki.bildung-schadet-nicht.de/images/e/e4/Verfassung_und_Verfassungsvertrag_-_Konstitution.pdf
Ich bin mir nicht sicher, aber interessiert sich jemand auch noch für Kristina Schröders Doktorarbeit?
http://books.google.de/books?id=Z4-q9NADohQC&printsec=frontcover&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false
Dr. Kristina Schröder und ihre Helfer
Realsatire pur……………:-)
http://www.amazon.de/Fu%C3%83%C5%B8noten-Karl-Theodor-Freiherr-Guttenberg/dp/B001G66W2M/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1298034571&sr=8-3
Mir fällt gerade auf:
Der Beitrag hat den Tag “Unsympathen”.
Wie nett.
Sorry, ich konnte und wollte Euch das Untenstehende nicht vorenthalten
Zitat Guttenberg auf abgeordnetenwatch.de in Bezug auf seine Doktorarbeit :
http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_karl_theodor_freiherr_von_und_zu_guttenberg-650-5756–f109694.html#q109694
ROFL
Köstlich!
Welcher Burschenschaft gehört KT an? Wer aus seiner Burschenschaft arbeitet im direkten Umfeld KTs in einer niederen Position? Diese Frage bedarf der Lösung, denn vermutlich erwischt man dann auch den Ghostwriter.
Seit wann können Burschis schreiben? Ich dachte immer die können nur schlagen und saufen (wenn sie nicht gerade Fluchthelfer für Neonazis spielen)
Vielleicht können die Hackfressen nicht schreiben, aber “copy&paste” dennoch bedienen? Auch noch im Suff?
Grüße
Manch einer schmeißt das Studium.
Manch anderer kommt mit Schmiss durch.
Also der Kleber an dem Freiherrlichen Hintern scheint kein Plagiat zu sein sondern von bester Qualitaet.Zuruecktreten …niemals, doch nicht wegen solcher Lappalien und Linker Agitation.Sich jetzt dem Poebel beugen kommt nicht in Frage wo kommen wir denn sonst hin.Ein echter Fuehrer von Format muss damit umzugehen wissen ..Geschlossenheit ist das Gebot der Stunde …..
Die Teflonversiegelte Hueterin der Richtlinienkompetenz selbst haelt ihm die Stange und auch der ” Transporter” Schaeuble haelt Ruecktrittsforderungen für absurd..und der weiss von was er spricht, unvergesslich sein Debuet als der” Mann mit dem Koffer”
Das dass was sich da hier heutzutage Regierung schimpft mafioese Zuege traegt und problemlos die Kriterien einer kriminellen Vereinigung erfuellt scheint in kompletter Realitaetsverweigerung keinen mehr zu interessieren…. f..k you all
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Lieber Jens,
Dem möchte ich hinzufügen, dass im Fall Guttenberg ein weiterer schwerwiegender Umstand hinzutritt, der in den Medien bislang etwas “vernachlässigt” wird. Denn was bedeutet es für die Wissenschaft und den Universitätsbetrieb, wenn aus einer solchen Arbeit – wie sie Guttenberg zu verantworten hat – ein “summa cum laude” hervorgeht?
Sicher, Kohl oder auch Westerwelle wurden wegen ihrer Doktorarbeit belächelt. Etwas brenzliger sah es kürzlich bei Frau Schröder aus. Doch Guttenberg toppt das noch mit seiner Arbeit, die in ihrer dilettantischen Art rein gar nicht zu ihm passt. Es ist im Grund ein wissenschaftlicher Supergau, da er in erschreckender Weise zeigt, was an Universitäten möglich ist und auch noch versucht wird – u.a. durch seinen honorigen Doktorvater – zu decken. Das sind alles “Fachleute”, die da involviert sind. Jedenfalls werden sie als solche gehandelt. Ihr “Doktortitel” galt bisher als Qualitätssiegel.
Alle, die derzeit ihren Doktor machen, müssen sich jetzt – zu Recht – fragen lassen, was eigentlich wirklich dahinter steckt. Denn was uns immer als “wissenschaftlicher Wettbewerb” verkauft wurde, zeigt sich im Falle Guttenberg als reine Farce. Leute wie Guttenberg und Co. kennen offenbar weder die wissenschaftliche Arbeit, noch den wissenschaftlichen Wettbewerb. Mit ziemlicher Ernüchterung spiegelt sich daran die bisweilen doch recht karge Situation in der universitären Landschaft Deutschlands. Wie viel ist ein Doktor eigentlich noch wert? Wie trennt sich die Spreu vom Weizen?
Arbo
(Der sich – Achtung: Eigenwerbung – auch hier dazu gehäußert hat).
Und letzte Nacht habe ich wirklich geträumt, der Stern kommt nächsten Donnerstag im Stile der 1970er mit allen promovierten Politikern auf der Titelseite und der Überschrift “Ich habe abgeschrieben!”.
Jup, das wäre wirklich drollig … Was ich mir noch drolliger vorstellen könnte, wäre, wenn mehr XPlag-Wikis auftauchen und unsere ach so schniedeligen Newcomer aus den Parteien unter die Lupe nehmen.
Ach, Jens … Wieder einmal eine völlige Scheindebatte, mit der man von den Medien beinah erschlagen wird, die es aber eigentlich verdient ausführlich thematisiert zu werden. Das war ja mit dem Pamphlet von Sarrazin schon so.
Hätte die Bild nicht ihre PR-Kampagne mit Vorabdrucken gestartet, wüsste kaum jemand, dass es das überhaupt gibt.
Weitere zahlreiche Beispiele lassen sich finden.
Who cares also? Joschka Fischer war Steinewerfer und ehemaliger Taxifahrer.
Während dessen spielen sich im Hintergrund noch wesentlich interessantere Dinge ab, aber kaum jemand schreibt darüber …
Fazit: Die allermeisten Journalisten können mir mittlerweile gestohlen bleiben. Ich hoffte, Blogger wie Du wären anders. Oft genug hast Du es ja zumindest bewiesen..
Ach lass mal, die Möglichkeit, das ein künftiger Kanzlerkandidat in spe gestürzt wird, ist für mich wesentlich wichtiger als andere Themen.
Nein, also das kann ich nicht sagen.
Stimmt ja alles was Du analysierst, kann man auch machen, auch ohne durchsichtige Motive zu haben.
Ich prophezeite privat bereits nach den ersten Meldungen (vor allem als ich hörte in der Einleitung sei eine nicht zitierte Passage) den Rücktritt für Montag (ohne dass das ein Schuldanerkenntnis sei und um dem Amt nicht zu schaden) und schließe nun selbst die Badewanne nicht mehr aus.
Aber ob nun mit oder ohne Guttenberg, auch die Probleme die hier in diesem Blog nicht gesehen werden, die bleiben und die sind massiv! Probleme ist übrigens eine maßlose Verharmlosung.
Libyen gehört jetzt nicht direkt zu diesen Problemen. Der Iran schon eher. Aber beide dürften zumindest für die (knallharte) Linke eine harte Nuß sein. Im Iran ist freilich noch nicht genug los.
PS: Ich laß es mal so stehen. Aber für die knallhärteste “Linke” dürfte die Einordnung vielleicht eigentlich kein Problem sein. Denn in Lybien und Iran müßte es die Konterrevolution sein die jedes Vorgehen rechtfertigt.
Die gemäßigtere Linke dürfte eher Probleme bekommen. Aber ich will nicht alles vorwegnehmen.
Was mir noch einfällt. Es ist einerseits OT, andererseits nicht, denn das Gutti-Thema hätte ja auch wichtigeren Betrachtungen Platz machen können.
In Irak und Afghanistan gibt es (zumindest noch) keine Volksaufstände. Es gibt Terror, aber den gibt es seit die Truppen da sind.
Ich weiß nicht was passiert und ob die Bevölkerung Angst vor den Truppen hat, aber vielleicht ist dort (durch den Westen) (wobei man befürchten muß, dass das keinen Bestand haben wird) ein Anfang von Demokratie eingeführt worden (Es gab Wahlen und man ging hin, obwohl man befürchten mußte in die Luft gejagt zu werden), so dass das “Volk” zumindest nicht gegen eine Diktatur rebellieren muß.
Den Anfängen der Demokratie dort hat sich ja der Terror angenommen.
Es ist OT, aber führt den Gedanken fort. Ein glücklicher Zufall, daß gerade dieser Link auftauchte, was erst wenn es heute noch eine Reihe solcher glücklicher Zufälle geben würde. Dann könnte ich heute vielleicht eine Doktorarbeit daraus machen, ohne abzukupfern.
Das ideologische Denken ist natürlich nicht nur für “Linke” ein Problem.
Wenn man ideologisch denkt dann kann man auch als USA-Präsident (ja auch der ist in dieser Angelegenheit ein Ideologe, wie die ganze offizielle Politikergarde des Westens auch (jeder auf seine Art: Null Ahnung, nur warum ist die Frage, will ich jetzt nicht aufdröseln).
Beweis:
“Am anderen Ende der Welt feierte der US-Präsident den historischen
Moment, verglich ihn mit dem Niederreißen der Berliner Mauer. Doch statt eines “Happy End” erlebte Barack Obama tatsächlich den Beginn einer Fortsetzungsserie – mit völlig unklarem Ausgang für seine Außenpolitik.”
Also ich kann Obama auch keine gängige Lösung anbieten, aber ich kenne die Wurzel der Probleme (und deren Verschiedenheit für alle Länder, und das nur so vom so nebenbei mitkriegen) und würde jedenfalls nicht solche problematischen Ansichten wie Obama oder andere großen Politiker äußern.
Hmmm…. Aber darüber wissen wir doch schon alles. Das Thema wird doch schon in der etablierten Presse zu genüge ausgebreitet, und wenn man sich noch näher darüber informieren möchte, so liefert google direkt die Seite GuttenPlag Wiki, wo alles im Detail und mit Quellenangaben nachzulesen ist. Wo siehst Du da als Blogger noch konkreten Handlungsbedarf?
Dass der Transatlantiker Guttenberg mehr als ein aalglatter Blender als Kompetenzträger ist, weiss ich auch schon lange. Ich verweise da auf den kritischen Beitrag von ZAPP, der bereits vor 2 Jahren kam. Aber auch den braucht man nicht, man braucht sich nur das kritisch anzuhören, was er in der Atlantik-Brücke-Debatte mit Helmut Schmidt von sich gibt und sonstiges mehr *g
Moin.
Wenn man sich das “Produkt” und die geklauten Stellen durchliest, ist der Eindruck: dreist. Wie kommt jemand dazu, mit einem solchen Machwerk an die – wissenschaftliche – Öffentlichkeit zu treten, obwohl er weiß, dass es Schrott ist? – Da muss sich jemand sehr sicher fühlen. Unangreifbar. Außerhalb des Regel- und Wertekanons der Gesellschaft, in der er lebt. Der hat auch keine Befürchtung, für diese Schandtaten zur Rechenschaft gezogen zu werden. Er war und ist der Meinung, dass er so etwas darf. Sonst hätte er es ja nicht gemacht. Vielleicht macht man in der CSU mit solchen Geschichten Karriere. Das, was der VuZ da zeigt, ist aber unterste Schublade. Für jeden, der munter jeden Arbeitstag früh aus dem Bett fällt, um das Bruttosozialprodukt zu steigern, ist so ein neudeutsch: underperformer eine Zumutung. Der kann wegfallen.
gruß fb
(Meine Güte, ist das hier kompliziert!)
Den ersten Kommentar unter Nr. 3 bitte löschen, den zweiten (korrigierten) entsprechend der zeitlichen Reihenfolge ans Ende hängen, wie eine direkte Antwort auf den Artikel.
Ach so: Der Hinweis hier kann dann natürlich auch gelöscht werden.
Gaaack, gaaack, gaack! Wann haut ihr das Lumpenpack endlich dahin, wo es hingehört? Stattdessen wieder NUR gaack,gaaack,gaaack. Ein Volk voller Feiglinge seid Ihr nur noch!
Rätselhafte Auffassung:
FAZ: Mit Guttenberg in Afghanistan. An zwei Fronten
Lesermeinung:
Ein Plagiat liegt nicht vor, da… (A.A. – AmA2) 19. Februar 2011 19:38
Kommentar von Prof. Dr. Spruth (Uni Tübingen)
“Eine Doktorarbeit ist kein Kriminalroman Herr Dr. zu Guttenberg steigt in meiner Achtung. Mit summa cum laude zu promovieren, ist eine seltene Auszeichnung, die besonders strenge Voraussetzungen und zusätzliche externe Gutachten erfordert.
…
Ein Plagiat liegt nur dann vor, wenn ein relevanter fremder Beitrag als eigene wissenschaftliche Leistung dargestellt wird. Ein derartiger Vorwurf ist bis heute aber nicht erhoben worden. Das bloße Quotieren von Textpassagen rechtfertigt diesen Verdacht jedenfalls nicht.
Quellenangaben für verwendete Textbausteine sind dann zwingend erforderlich, wenn damit zwischen fremden wissenschaftlichen Beiträgen und den eigenen wissenschaftlichen Leistungen unterschieden wird. In allen anderen Fällen ist die Quellenangabe eine übliche und sicher sehr erwünschte Höflichkeitsgeste gegenüber dem Autor, aber auch nicht mehr.
…
Aber das gibt er doch in der Einleitung freimütig zu: „E pluribus unum“, „Aus vielem eines“ – womit Inhalt und Form zu einer Einheit verschmelzen).
Form follows content – könnte man sagen.
Das, was George immer wieder gesagt hat “free your mind and your ass will follow”, wie recht er doch hat
Stimmt. Das ist gar kein Übersetzungsfehler, der Guttenberg hat sich was dabei gedacht *lach*
Piraten streiten über Engagement Dr. Guttenbergs
Der Piratenpartei scheint zum Auftakt des Superwahljahrs 2011 ein spektakulärer Coup zu gelingen:
Der überaus beliebte Dr. Karl-Theodor Xerox Freiherr zu Guttenberg hat ihnen angeboten, als Testimonial in ihren Werbespots aufzutreten und die Piraten so mit seiner Popularität in ihren Wahlkampagnen wirkungsvoll zu unterstützen. Niemand könne so glaubhaft wie er die Chancen einer neuen copy-and-paste-Kultur vermitteln, und deshalb sei er für diesen spannenden Job einfach prädestiniert, so der Doktor in einer ersten Stellungnahme in einem Kreis handverlesener Journalisten………
Ich habe gehört, Chinesen wollen Dr. Copy-and-Paste ihren höchsten Orden verleihen. Es verzögert sich nur, weil man sich nicht einigen kann, wie die Laudatio heißen soll
Von Deutschland lernen heißt siegen lernen!
oder
Am deutsch-chinesischen Wesen soll die Welt genesen!
Das mit Lohndumping hat sich nämlich auch in China großartig bewährt, Copy-and-Paste ebenfalls
Ja, also die Chinesen sind empört:
Das wäre doch was: Googleberg als erster Piraten-Kanzler der Welt ;-)
Levi #51
Danke für den Hinweis, Sie haben übrigens Recht es ist Shannyn Sassamon.
Im übrigen ist der in meinem Beitrag angesprochene Verdacht, es handele sich bei den Beiträgen von pira26 in der Süddeutschen um eine bezahlte Auftragsarbeit von irgendwelchen PR-Agenturen kein rethorisches Stilmittel !
Kann aber auch sein, dass es nicht so ist, dass da wirklich eine Privatperson schreibt.
Betrachtet man allerdings die ganzen Kanäle auf denen neoliberale Propaganda, in verdeckter Form, das heißt als quasi persönliches statement irgendwelcher Personen propagiert wird, schadet es auch nicht solche Zusammenhänge in Betracht zu ziehen.
Und das stylishe und schnoddrige Profil dieser „Person“ , erfüllt für mein „geschultes Auge“ alle Kriterien für diesen Verdacht.
Man soll doch nicht glauben die INSM (Initiative neue soziale marktwirtschaft) und ähnliche Gruppen, wüssten nicht, dass Blogs, Foren und diverse andere neue Medien eine zunehmende Bedeutung für die Meinungsbildung darstellen.
Im Fernsehen gab es ja schließlich schon Beispiele , dass den Serienstars „geheime Botschaften“ der INSM ins Drehbuch geschrieben wurden.
Stimmt.
Seit ich (über fefe) auf diese komische Cladio-Truppe aufmerksam gemacht wurde, die in den 70ern gefakte (also damit es aussieht wie links) Terroanschläge durchgeführt haben, glaube ich ALLES.
Und das Thema kam glaub ich auch auf Arte und nicht beim bekloppten Kopp-Verlag, nur soviel dazu.
Agent provokateurs auf Demos runden das Bild noch ab.
Alles Lug und Trug und Augenwischerei.
Der Rest hat Angst vor den Verblödeten.
1. Ziel:
Angst brechen!
2. Ziel:
Gegenöffentlichkeit!
3. Ziel:
Korrupt werden
jkjkjk
Ich möchte an dieser Stelle mal auf eine andere Begleiterscheinung dieses Skandals hinweisen:
Und zwar auf den Imageschaden, den der Titel “Dr.” erleidet.
Die Meinungen der Bevölkerung scheint ja überwiegend nachsichtig zugunsten Guttis auszufallen. Da wird gesagt “naja, schummelt nicht jeder bei so einer Arbeit…”, oder “ach, Doktorarbeiten, das ist doch sowieso alles Schwindel” und “…das machen doch alle so…”. Natürlich mag es sein, dass diese Volksmeinungen bewußt von der Presse ausgewählt wurden und damit keinen repräsentativen Durchschnitt widerspiegeln.
Da in der öffentlichen Meinung gerne alles über einen Kamm geschert wird, ist damit die gesamte universitäre Lehre und Ausbildung beschädigt.
Der nächste Skandal liegt darin, dass diese Doktorarbeit überhaupt durchging und dann auch noch mit “Summa Cum Laudae” benotet wurde.
Ich selbst bin Naturwissenschaftler. Nachdem ich mein Studium mit dem Diplom abschlossen hatte, arbeitete ich ein paar Jahre um die durch mein Studium entstandenen Schulden (wie z.B. Bafög) abzuzahlen. Um mir mehr Aufstiegschancen im Job zu erschließen, entschied ich mich dann doch noch dazu eine Doktorarbeit durchzuziehen. Als Naturwissenschaftler muss man aber nicht nur kluge Sätze (ab-)schreiben, sondern eigene Untersuchungen und Experimente anstellen. Natürlich könnte man diese “Feldarbeit” auch in Auftrag geben, wenn man das nötige Kleingeld dazu hat oder einer Partei angehört. Aber ich bin nun mal leider nur ne kleine arme Wurst (… und noch nicht einmal aus dem Mittelstand kommend).
Naja, ich buckelte also 4 Jahre bei einem halben Doktorandengehalt (für das ich selbst den Forschungs- und Förderantrag schreiben musste) und mehreren zwischenzeitlichen Finanzierungslöchern, verzichtete auf vieles, verbrachte viele viele Stunden, auch an den meisten Wochenenden im Institut, wurde zur Ausbildung nachwachsender Studentengenerationen versklavt, musste viele Launen meiner Professoren über mich ergehen lassen, um dann endlich meiner wissenschaftlichen Arbeit den Hut aufsetzen zu dürfen (leider nur “cum laudae”, da in meinem Namen kein “zu” vorkommt). Lange Rede kurzer Sinn: es hat viel Zeit, Geld, Energie, Krips und Enthusiasmus gekostet, um dahin zu kommen wo ich jetzt bin.
Und nun das. Bislang musste ich mich als “rer.nat.” schon immer dagegen wehren mit dem “med.” gleichgestellt zu werden. Nun muß ich mich auch noch nem Guttenberg in einen Topf werfen lassen. Ich empfinde das als eine Demontage meiner Leistung und der, all der anderen ernsthaften “Doktorarbeitenden” und als eine bodenlose Frechheit von der “Guttenberg, K. Schröder und Co-AG”.
Wenn mir dann Guttis Worte in den Ohren klingeln “in mühevollster Kleinarbeit, neben meiner Tätigkeit als… BLABLA”….
Für mich ist die ganze Sache unerträglich und meiner Meinung nach müssten solchen Leuten aus der Gang “Guttenberg, K. Schröder und Co.” nicht nur alle Titel entzogen werden, …. nein sie müßten, sie MÜSSTEN, *arhhhhhhggghghh* (lassen wir das, sonst klopft noch morgen ein Sondereinsatzkommando an meiner Türe).
Ende
mann mann mann, hättste man…
es heißt langer rede kurzer sinn, du doktor. wobei auch mal gesagt sein soll, es heißt summa cum laude. dekliniere laus!
http://www.albertmartin.de/latein/?q=summa&con=0
google ist dein freund. das lernt man von guttenberg! und wem wolltest du jetzt imponieren?
@GrooveX
ach Gottchen, wie armselig….
Ich wollte niemandem imponieren. Hätten Sie meinen Kommentar nicht nur durchgelesen, um zwei kleine Schreibfehler aufzudecken, sondern um ihn zu verstehen, hätte sich Ihnen vielleicht auch meine Intention erschlossen.
nun, da hab ich mir gedacht: was der mann kann, kann ich schon lang. :-))
Also ich kann hier nur einen Dipl.Ing vorweisen und musste den auch selber durchexerzieren mangels Masse ..finanziell mein’ ich ;-) … naja ist halt kein Dr. sowas braucht schon mehr Mittel und zum “von” hat’s bei uns auch nicht gereicht vom “zu” ganz zu schweigen …also wer Spenden will ;-P
Sehe ich ähnlich, wobei ich auch der Meinung bin, dass der Guttenberg-Fall gleichzeitig auf einen fundamentalen Misstand in der Universitätslandschaft aufmerksam macht. Wer meint denn ernsthaft, dass Guttenberg ein Einzelfall ist? Die ganze Chose um Frau Schröder war ja ähnlich heikel. Und wer sich ein wenig in der Uni-Landschaft auskennt, weiß: Es gibt sone und sone …
Arbo
Die Antworten zeigen vor wem man sich als Doktor fürchten muß und fürchten wird müssen wenn …. . Und die härtesten der Harten haben sich gar nicht geäußert. Allerdings wurden hier auch schon mal Witze über den Ingenieur gemacht.
Wie sagte doch der Abfahrtsolympiasieger, der der große Gleiter war und dem man vorwarf, die Strecke sei zu leicht gewesen (ich komm im Moment nicht auf den Namen (Kidd??, Sarajewo??). Wenns so einfach war, warum haben sie dann nicht gewonnen? (zumindest so ähnlich)
Der “normale” Deutsche (also der Michel) hat mit Sicherheit noch Respekt (ich hoffe das jedenfalls, sonst siehts ja noch schlimmer aus) und Ehrfurcht zumindest vor dem Dr. der harten und der seriösen Wissenschaften. Da sind die Sorgen unbegründet. Das der “med” nicht dasselbe ist weiß man seit eh und je. Die Ärzte machen ja alle (fast) den Doktor, aber das ist doch grundsätzlich ein seriöses Studium und die Chirurgen bewundere ich besonders. Goethe hat auch das besonders bewundert was er überhaupt nicht konnte (z. B, die Mathematik) und hat es klassisch formuliert. (nachzulesen in Bell: die großen Mathematiker)
Deswegen wurden alle Bahnbrechenden Errungenschaften anfangs des Jahrhunderts gemacht was noch von Geisteskraft und Inovität zeugt während heute nur noch nach dem “Stille Post Prinzip” einer vom anderen abschreibt bei gleichzeigem buckeln und bravem nachplappern seiner Professoren..die paar ehrlichen werden verbrannt, studieren neben 3 Nebenjobs ,später verschuldet und keine adäquate Anstellung mangels Vitamin B . Weiter kommen nur solche elitären Nullen die mit Familiären Wohlstand ihre Karriere kaufen können wie dumm sie auch immer sein mögen…das ist Chancen Gleichheit :-)
Nein Lazarus es wird in Teilen immer schwieriger! Die Quantentheorie der Gravitation z. B. ist nun mal ein heiliger Gral. Die Intelligenz und Kreativität der besten Köpfe reicht sicher auch heute noch, aber die Theorie für Alles ist so “aussichtslos” vor allem für die Prüfung und die Anwendung, es geht ja um ganze Universen und das Multiversum), daß einige meinen es sei kein Teilgebiet der Physik mehr. Na ja und dann meinen einige sie könnten das in Verruf bringen und das Geld besser woanders ausgeben. In den USA wurde ja mal ein großer Beschleuniger nicht bewilligt. Ist ja auch in Ordnung man muß sich entscheiden wofür man Geld ausgibt. Ich freilich möchte den LHC nicht missen. Er wird meine Lebensqualität (die Freude am Wissen) jedenfalls irgendwann noch erhöhen.
Wie “einfach” es früher war sieht man daran das es Physiker gab die vor Heisenberg und Co. meinten alles wäre bereits entdeckt.
Nein es ist komplexer geworden. Und außerdem in den Einzelheiten geht es aber kräftig jeden Tag weiter voran. Aber in der Physik ist es wohl seit der Quantentheorie mit dem ganz Spektakulären vorbei. Aber in der Quantentheorie werden immer neue Phänomene “ausgeheckt”. Quantenradierer, spukhafte Fernwirkung (immer weitere Verfeinerung). Und z. B. das Bellsche Theorem. Das hat mich von allen physikalischen Aussagen am meisten umgehauen. Dass man das was dort bewiesen wird, überhaupt exakt beweisen kann!
Interessant, wie hier die Grafik unter Punkt 2. als unumstößliche Tatsache dargestellt wird, um der eigenen Ansicht den passenden Anstrich zu geben. Auf der entsprechenden Herkunftsseite findet sich dagegen der wichtige Hinweis:
“Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.”
Warten wir doch mal die Untersuchung der Universität Bayreuth ab !
Die können doch nur zerknirscht “Fehler” einräumen und die eigene Reputation retten mit allen Folgen für seine Durchlaucht oder eisern auf die Demenz und Hofberichterstattung vertrauend mit Augen zu und durch reagieren .. ich bin gespannt ..
Wie war das noch mit dem beschädigten Amt hat nicht unser Grüßaugust seinerzeit ….. ;-)
Netter Versuch,
glaubst du ernsthaft, jemand würde auch nur einen Pfifferling auf das Ergebnis der Prüfung dieser Uni geben? Außer untertänigen CDU-Fanboys?
Maria war Jungfrau, das hat Gott dem Papst gesagt, also wird es schon stimmen…
Ämterpatronage, Titelkauf, Korruption im großen Stil, Einschränkung der Presse- und Versammlungsfreiheit, Verletzung der Grundrechte am laufenden Band, Propaganda und Hofberichterstattung, Einsatz von Spitzeln und staatlichen Provokateuren-
Und du glaubst an die “objektive” Prüfung durch “alte Autoritäten”?
Zu anderen Zeiten hättest du wohl in denselben Korb wie Gutti geniest
Also falls du mich meinst ..wie kommst du darauf das ich glaube das da objektiv geprüft wird ,da wird Schadensbegrenzung betrieben…so oder so
Der Ruf der Uni ist doch eh’ schon beim Teufel, denn gelesen kann den Feudal-Schmarn doch keiner haben..der Adlige-Copygeist hatte schon sein summa cum laude bevor der den Stuss überhaupt abgegeben hat das war schon vom erstan Tag an klar die ganze Prodedur war nur pro forma..
:-D
@Lazarus09
Ne, is klar, Gutti-Fanboys, die “V wie Vendetta” verstehen? ;-)
Du warst einfach schneller als ich
(btw gibt’s eigentlich eine U-Bahn unter dem Reichstag?)
“Der Ruf der Uni ist doch eh’ schon beim Teufel”
–> Weiter unten schlagen ja schon die ersten auf, die um ihre “Reputation” fürchten. Ganz großes Kino, das einem hier später noch geboten wird
“Mein Dipl. Ing. ist aber mehr wert als dein Dr. phil.”
“Sie waren wohl Lehrer auf einer Baumschule.”
“Hat er überhaupt gedient?”
blablabla Standesdünkel
die akademische “Elite” in einer Bananenrepublik
Remember Remember …. ;-)
Das ist eh’ die Frage : Hat er denn jedient
Wir hatten ja das Plaesier 18 Monate in den 70′…
@70. Hanno
Damit Du die Übersicht nicht verlierst:
Grafik zu den Guttenberg-Plagiaten
via http://labs.vis4.net/Zur merkwürdigen Verteidigungslinie, er mache doch sonst einen guten Job:
Offenbar kann der Einser-Jurist nicht mal die Verträge mit der Rüstungsindustrie richtig lesen (zugleich übliche Arroganz):
http://www.mdr.de/fakt/8118072.html
FAKT 17.1.11: zu Guttenbergs Geschenke für die Rüstung
Für Nachbessern der Dissertation war übrigens eine enge, längst vergangene Frist gesetzt.
Der Rechts- und Wirtschaftspromotionsordnung Bayreuth genügt das Ehrenwort, keine unerlaubte Hilfe benutzt zu haben – dagegen verlangt die Kulturwissenschaftliche Fakultät eine eidesstattliche Versicherung.
Verschwörungstheorien:
Soll nun Büro Merkel (statt linke Hetzer) ihm einen intriganten Ghostwriter untergejubelt haben, der dann erwartet hätte, dass die Prüfer ernsthaft vorgehen und die Dissertationsmängel rechtzeitig auffliegen? ;-)
Aber feinsinnige Erklärungen: G. bestritt, sein Büro habe ihm geholfen – das schloss doch nicht aus, dass der allgemeine Wissenschaftliche Dienst des Parlaments ihm geholfen hatte!
Oha, jetzt wird es langsam interessant…
@granado: hast du infos, auf welche vertragshudelei sich guttenberg in dem video bezieht? das klingt so, als ob es sich noch um andere geschäfte und verträge handeln würde, als den, der von den reportern angesprochen wird. kann man ausschließen, dass mit den ‘geschenken’ an die rüstungsindustrie in dem fall nicht viell doch an anderer stelle gespart wurde?
für mich klingt da an: vetternwirtschaft in der vergangenheit, die aber nicht so ohne weiters klar benannt werden kann, weil dann müsste man einige cdu/csu-heilige entzaubern (also, für deren fans halt, die wohl die gleichen sind, die guttenberg wählen:), also gibt es kein interview.
Tut mit leid, keine Ahnung – ich verkehre nicht in Rüstungskreisen.
—
Was ich beinahe zusammengeschmissen hätte:
NachDenkSeiten – Die kritische Website
Titel: Hinweise des Tages 2
Datum: 18. Februar 2011 um 16:30 Uhr
http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=8385#14
Der Oberstleutnant der Reserve, Johannes Kahrs, steht schon lange der Rüstungsindustrie nahe, erhält er doch großzügige Wahlkampfspenden aus der Rüstungsindustrie, wie Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann. Wie praktisch, wenn man dann als SPD-Berichterstatter zuständig für den Verteidigungsetat sich für den Schützenpanzer Puma der beiden Firmen stark machen kann. [Gegen Konkurrenz]
[Und, naja:]
Ebenso unrühmlich, Menschenleben gefährdend, sein Einsatz für die Verzögerung der Anschaffung des in Afghanistan dringend benötigten “Schweizer” Panzerwagens Eagle IV.
Sehr gut gelungene Tags^^ CDU und Unsympathen xD
Die Promotionsordnung der Uni Bayreuth sagt in §10 Abs. 4
Ich denke, die Juristen der CSU werden darauf ihre Strategie aufsetzen. Dass Guttenberg kein ‘Bewerber’ ist, wird sicherlich in erprobter Spindoktorei als irrelevant weggebogen. Nach wie vor ist mir allerdings schleierhaft, wie man den Doktortitel vorläufig nicht mehr führen kann. Guttenberg ist derzeit nun mal Doktor, und solange ihm der Titel nicht von der Uni oder einem Gericht entzogen wurde, ändert sich daran auch nichts.
Ach ja, selbst die Guttenberg bislang sehr zugetane FAZ lästert gerade herzhaft.
Kann ich mir gut vorstellen, ja.
Leserbrief an die Lokalausgabe der Region B. einer beliebigen bayrischen Tageszeitung an einem beliebigen Datum
Nur ein Zufall?
Da soll doch einer sagen, es wäre nur ein Zufall gewesen, dass unser allseits geschätzter Oberbürgermeister Dr. Alois Kleebaur nun so ein Verfahren am Hals hat. Ist doch der Polizist, der ihm die Fahrerflucht nun angehängt hat, ein stadtbekannter Sozialdemokrat, der bei seinen Nachstellungen vermutlich gegen alle Richtlinien polizeilicher Ermittlungsarbeit verstoßen hat.
Anders kann doch nicht zu erklären sein, dass ausgerechnet vor den Kommunalwahlen so eine ungeheuerliche Behauptung in die Welt gesetzt wird. Da sieht man mal wieder, dass man keine Polizisten auf höhere Posten befördern sollte, deren Bekenntnis zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht über jeden Zweifel erhaben ist. Also Rot-rot-grün-Faschisten schon mal gar nicht! Da haben anständige Bürger hart gearbeitet und immer ehrlich ihre Steuern gezahlt, damit solche neiderfüllten Subjekte tage-und nächtelang steuergeldverschwendend nichts anderes tun, als einem der beliebtesten und engagiertesten Mitbürger ans Zeug zu flicken. Irgendwann findet doch jeder mal was!
Aber seien wir mal ehrlich: Hat nicht jeder von uns schon einmal zumindest als Fussgänger oder Radfahrer nachts eine menschenleere Kreuzung überquert? Für die vor vier Jahren bei dem Unfall leicht verletzte Radlerin mag es bedauerlich sein, dass der Fahrer nicht aufgespürt werden konnte.
Die Ermittlungen wurden aber nach vielen Monaten offiziell eingestellt. Und nun behauptet doch dieser Neidhammel, ihm wäre zufällig das Verkehrsüberwachungsvideo in die Hände gefallen, welches die Schuld unseres kompetenten und allseits beliebten Stadtoberhauptes eindeutig beweisen würde. Na, da wird die Justiz aber auch noch ein Wörtchen mitzureden haben! Und wer hier den Grundsatz „In dubio pro reo“ missachtet, begeht Rufmord.
War #75 ichpersönlich jetzt Satire oder versucht der sich hier für den Vorstand der Schüler-Union zu empfehlen?
“Und wer hier den Grundsatz „In dubio pro reo“ missachtet, begeht Rufmord.”
Hä? Niemand stellt hier seinen Ruf als Plagiator und eloquenter Lügner in Frage ;-)
Der feine Baron kann ja auch Satisfaktion verlangen oder halb Deutschland verklagen, er ist doch sowas Ähnliches wie ein “Dr. jur.”
Und wenn wir hier Rufmord begehen bleibt der dann auch wirklich tot?
–> Ich, ich, ich werfe den ersten Stein!
–> Jehova Jehova!
Mein letzter Beitrag ist ein satirischer Versuch, das Verhalten der Guttenberg-Fans zu verteidigen.
Einen Gesichtspunkt, sozusagen einen Schlüsselbegriff, vermisse ich hier noch: ehrenrührig.
Dass man verbotene Dinge tut kommt vor. Kein erwachsener Mensch, welcher klar im Kopf ist, würde bestreiten dass man dann zu bestrafen ist. Wenn es denn raus kommt. Andernfalls würde die Moral und die Duldungsbereitschaft der unteren Klassen einfach zu sehr belastet. Das nützt Niemandem.
Selbst wenn man verurteilt ist kann man seine Ehre behalten: falls man ,,es” nicht für seinen persönlichen Vorteil, sondern für seine Gruppe/Partei/Gewerkschaft/Verein usw. usf. getan hat. Leisler Kiep, Kanther, Lambsdorff, um ein paar Namen zu nennen. Kohl schon nicht mehr. Der hat einen auf seine Person zugeschnittenen Machtapparat mit Schwarzgeld finanziert. Die politische Öffentlichkeit akzeptierte das nicht. Selbst Teile der eigenen Partei fanden das nicht mehr in Ordnung.
Wer aber sozusagen in die gemeinsame Kasse greift um seine eigene Tasche zu füllen gilt als ehrlos, als Raffzahn, Hochstapler, als Betrüger. Wer keine Ehre mehr hat muss gehen, in die unendlichen Weiten seines Privatlebens verschwinden, sofort, für immer.
Wer wie Guttenberg gelogen hat, vermutlich sogar seinen Doktorvater betrogen hat, mit Vorsatz plagiiert hat (Kernbeleg dafür ist die übersetzte Fussnote: das geht nicht ohne Absicht und damit Vorsatz) und dennoch die erwähnte Versicherung abgab, Alles selbst gemacht zu haben, der ist in der Tat ehrlos, hat nur für sich selbst Verbotenes getan. Und da das Erlangen eines akademischen Grades eine öffentlich regulierte Angelegenheit ist hat auch der Staatsanwalt zu tun.
Eine Gemeinschaft, die weniger als das verlangt, respektiert sich selbst nicht mehr.
Mit “Ehre” sollte man sich in einer aufgeklärten Gesellschaft bestenfalls noch den Allerwertesten abputzen können. Der Begriff ist durch Adelsgesockse und Spießer derartig verbrannt, das man damit höchstens in “erlauchten” Kreisen Eindruck schinden kann.
Politiker und Ehre? “Ehrenmänner”?
Einen hab ich noch: “Ehre eines Kaufmanns” (bei Bankstern)
In welchem Jahrhundert leben wir denn?
Da muß ich wiedersprechen, man findet diese nur nicht in den Kreisen die das Wort so oft strapazieren. ;-)
That’s it 666
Ja, OK, das wäre der Unterschied zwischen “normal” und affektiert
Mich hat ja immer schonmal interessiert, wie es der Guttenberg zum “beliebtesten Politiker Deutschlands” geschafft hat. Stichwort Jubelpropaganda, Juni 2010 (im Nachhinein zum Lachen):
Zitiert aus der Amazon-Buchbeschreibung zum Werk “Karl-Theodor zu Guttenberg – Aristokrat, Politstar, Minister” von einer gewissen Anna von Bayern. Da kommt man hin, wenn man dem Empfehlungen zu den “Fußnoten” von Guttenberg dem Großvater folgt.
Die Urenkelin von Bismarck, das macht natürlich was her – so einen Reichsverteidiger wünschen wir uns mehr zurück als die Wehrmacht! ;D
Wer sich für die politischen Verstrickungen Guttenbergs interessiert, sollte das “Guttenberg-Dossier” lesen (danke für den Link weiter oben). Da läßt sich gut zeitlich nachvollziehen, wie Guttenberg seit 2002 systematisch nach oben gepusht wurde. Nach der Neocon-Apokalypse der US-Geisteskultur werden heutige Mitglieder alterwürdiger Denktanks wie der “Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik” (DGAP) natürlich automatisch verdächtig.
Jeder erwähnt aber immer irgendwie Guttenbergs angebliche Beliebtheit. Der Wikipedia-Artikel bezieht sich dabei auf diesen STERN-Artikel, und der wiederum auf den ARD “Deutschlandtrend”, über den uns Wikipedia wiederum verrät:
HUCH! Und danach wird ein ganzes Volk verurteilt, sich die Mär von Guttenbergs “Beliebtheit” immer wieder einhämmern zu lassen? Selbst wenn die Fragen nicht “führend” waren und die Auswahl wirklich zufällig gewesen sein sollte, dürfte die Meinung von 1000 Leuten unterhalb der statistischen Relevanzschwelle liegen. Auch wenn die Umfrage scheinbar alle paar Wochen oder monatlich wiederholt wird. Oder – seine “Beliebtheit” ist Aussagen wie dieser geschuldet, und die Leute bringen den verlängerten Afghanistan-Einsatz nicht mit dem Verteidigungsminister Guttenberg in Verbindung. Auch unser Selbstdarsteller Schröder hat sich ja mit seinem “NEIN zum Irakkrieg” einen immerwährenden Glorienschein erworben – oder zumindest einen Ablass.
Ich geb’s ja zu, ich hab einen Nachholbedarf bei Politikersprech – wenn wieder auf eineN eingehackt wird, weil er/sie was unbequemes gesagt hat, schalte ich ab. Und ich hab ja nicht mal einen Fernseher. So entgeht mir einiges an Gesabbel, und politisch motivierten Umfragen traue ich aus prinzipiellen Vorurteilen nicht.
Das Experiment, Guttenberg nach dem Obama-Prinzip zum Kanzler-Kronprinzen aufzubauen – ich sag das eine und mach das andere – ist mit den Plagiatsvorwürfen und folgenden “Enthüllungen”/Verschwörungstheorien als gescheitert zu betrachten, jedenfalls bei der internetkundigen Bevölkerung. Selbst christliche Blogger sind schwer geschockt von den FAZ-Versuchen der Reinwaschung des Sündenfälligen. (“Eine Doktorarbeit ist kein Kriminalroman, auch wenn viele Kritiker den Unterschied verwischen möchten…”)
“Einführung diktatorischer Elemente in der Europäischen Union”
war unlängst Thema einer Tagung unserer geliebten “Deutschen Gesellschaft für auswärtige Politik”
(Sry, find den Link nicht mehr)
@ AKLu
Wenn Du Dich näher mit dem Thema “Neusprech” beschäftigen möchtest, dann empfehle ich Dir den neusten Podcast von der Seite “Alternativlos”.
http://alternativlos.org/12/
… diese Stichprobe ist sehr klein und leicht manipulierbar. Soweit so schlecht.
Allerdings gibt es da ja noch die Deutschland-Trend Aussage, dass ca. 2/3 der Deutschen den Afghanistan-Krieg ablehnen und die BW zurückholen wollen.
Letztere für mich eine sehr sympathische Meinungsumfrage. Aber wenn die genauso gewonnen ist ? Und wie bekommt mensch diese Umfragen zusammen:
75 % finden, dass ( der KRIEGSTREIBER !) Guttenberg gute Arbeit macht und 67% wollen, dass die BW aus Afghanistan rausgeht. … ratlos !
Na inzwischen wird mir klar, warum Frau von und zu Guttenberg so gern das Internet zensieren will: damit man alle Seiten von denen fleißig kopiert wurde sperren kann. Und schon wäre kein Mensch mehr über die Plagiate gestolpert.
Tja da war die Gute wohl nicht penetrant und schnell genug bei der Forderung nach Zensur. So ein Pech aber auch.
Anscheinend hat unser aller Liebling (ähem Verzeihung, der Liebling des Hüpfer-Konzerns) den guten alten Spruch “Gut kopiert ist halb studiert” falsch verstanden. Das gilt doch nur für Unterlagen aus verschlafenen Vorlesungen und Biblotheken!
Weitere Fakten über Baron Plagiat, schaust du:
oops, da ist was schief gegangen. @gelegentlich: die ‘welt’ sieht das anders. http://tinyurl.com/4p3fl5f
also die sind immer noch kräftig am s-pinnen. ich kann mich des eindrucks nicht erwehren, dass hier jemand mit aller gewalt gehalten werden muss, und sei es nur, um die kontrolle über macht nicht an das anonyme netz zu verlieren. viele minister mussten hier wegen erstaunlich viel weniger ihren hut nehmen. aber dass jetzt eine mehr oder minder anonyme masse von internetnutzern darüber bestimmen können soll, wer in der politik tätig sein dürfen soll, das ist so nicht vorgesehen. im grunde gibt es also noch eine zweite front, die der medienkonzerne gegen die ‘crowd’. das ist alles noch nicht durchgestanden. hah, und unser tapferer ritter befindet sich mitten im schlachtengetümmel. steht er, oder fällt er?
und hier was zur erbauung:
http://www.zeno.org/Literatur/M/Swift,+Jonathan/Roman/Gullivers+Reisen
zitat: “Gulliver erzählt dem König von England und den Situationen im derzeitigen Europa, was für den König viel Anlass für Kritik gibt („…kann ich nur den Schluß ziehen, daß die Masse eurer Eingeborenen das verderblichste Geschlecht von kleinem Gewürm bildet, dem die Natur jemals erlaubt hat, auf der Oberfläche der Erde herumzukriechen.“).”
Also ich finde, G sollte im Amt bleiben – denn er paßt hervorragend in diese Regierungsriege, jetzt erst recht, mehr denn je.
@GrooveX
Ja, danke, das geht schon seit ein paar Tagen so. Klar will der politische Gegner das ausnutzen. Na und? Wozu ist er denn überhaupt da? Oder wollen wir bei unserem Konzept der politischen Willensbildung in und durch die politische Konkurrenz etwa Leute wählen, die gar nicht ernsthaft gewinnen, Gestaltungsmacht für diejenigen politischen Ziele erlangen wollen, für die sie von uns ein Mandat erhalten haben?
Und wenn in bitteren Zeiten der schlechthinnige Perspektivkandidat der anderen Seite, der seit über einem Jahrzehnt sorgfältig aufgebaut wurde, sich solch eine Blöße gibt – dann sollte man diese Chance, reinen Tisch zu machen verstreichen lassen? Das läßt den Blutdruck von Herbert Wehner wohl noch im Grab ansteigen.
@unschland:
Sehe ich anders. Solch eine ,,Ehre”, die Gewißheit darüber, was einfach nicht geht, ist doch das Band, das alle Zivilisierten in einer Gesellschaft, eben auch politische Gegner, verbindet. Wenn dieses Band zerstört wird ist diese wirklich am Allerwertesten, eine Rattengesellschaft, in der Alles erlaubt ist. Und in der die Mächtigsten – die meiste Macht haben. Dann aber ist der demokratiche Prozess zu Ende, die Willensbildung, und damit ein Blog wie dieser, auch.
In irgendeinem Roman, der das Leben englischer Kolonialoffiziere in Indien im 19. Jahrhundert beschrieb, las ich mal eine Szene, in der ein Offizier in die Kompaniekasse gegriffen hatte um Spielschulden zu bezahlen. Man legte ihm den Dienstrevolver auf den Tisch und verließ den Raum. Weil ein Jeder wußte was jetzt zu tun ist.
Und genau das hat Herr Guttenberg jetzt zu tun, politisch, nicht physisch. Weil er genau das Gleiche gemacht hat. Solche Leute können nirgendwo auf der Welt ,,Offiziere” sein, also an der Spitze irgendeiner Gruppierung stehen.
Meine Heimat ist nun nicht die CSU. Wenn aber dort, wo ich mich verorten würde, Irgendjemand mit Ähnlichem aufgeflogen wäre würde ich selbstredend das Gleiche verlangen. Dass mit seinem Abflug bestimmte politische Positionen beschädigt würden nehme ich billigend in Kauf.
ich sehe schon, an meinen ironie-, satire- und sarkasmustags muss ich noch arbeiten.
ich finde, diese vorgänge muss man mit bösem lachen quittieren. die offiziersehre mit ihren millionen in den tod getriebenen (paulus hatte da ja schon mal ganz gut vorgelegt gehabt) taugt vielleicht höchstens noch für die letzte kugel aber nicht mehr für einen modernen politischen diskurs. das ist doch alles nur noch historienmalerei. aber hier in deutschland ist genau diese immer noch brandgefährlich.
Ha, erwischt!
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/5100/der-lugenbaron#comment-102519
Ich verlange Satisfaktion!
Aber wenn er bürgerlichen Standes sey, ist er selbstredend nicht satisfaktionsfähig. Ordinärer Pöbel. Standrechtliche Erschießung sofort!
(Wir haben doch schon lange eine Rattengesellschaft! Das Zerbröseln des gesellschaftlichen Kittes ist doch seit Jahren eine Hauptaufgabe unserer “Elite”. Wenn das jemandem noch nicht aufgefallen ist, wähnt er sich als Komprofiteur noch sicher. Man sieht sich auf dem Amt oder beim RAD…)
“Gewißheit darüber, was einfach nicht geht, ist doch das Band, das alle Zivilisierten in einer Gesellschaft, eben auch politische Gegner, verbindet. ”
–> Das hat aber nichts mit Ehre zu tun. Der Begriff “Ehre” stammt aus dem Mittelalter und “Ehre” konnte nur einem Edlen innewohnen. Alle niederen Standes waren offiziell ehrlos und ihr Wort galt nichts. Was du Ehre nennst, nenne ich normales menschliches Miteinander – zu ebensolchem waren grenzdebile Adelige meistens nicht im Stande
“Oder? War nicht live? Ok, gut … ok, also …” :)
@ Thomas
Ergänzend zu Deinem Videovorschlag, könnte man folgenden Sachverhalt erwähnen.
Journalisten greifen den Sprecher des Bundesverteidigungsministers und den Regierungssprecher Steffen Seibert auf der Bundespressekonferenz scharf an, nachdem erklärt wurde, das Karl-Theodor zu Guttenberg im gleichen Moment vor ausgewählten Journalisten spricht – Journalisten nennen Guttenberg wörtlich “feige” – anschließend liegt N24 der Wortlaut von Guttenberg’s Erklärung vor, worin er den Vorwurf abstreitet, Plagiat bei seiner Doktorarbeit / Dissertation begangen zu haben, den Doktortitel aber bis zur Klärung der Sache zunächst ruhen lässt – einen Rücktritt lehnt er ab
P.S. Das Zitat
ist kein offizielles Expertenzitat der FAZ, sondern angeblich aus dem Leserkommentar eines gewissen Prof. Dr.-Ing. Wilhelm G. Spruth von der Uni Tübingen zum FAZ-Artikel “Mit Guttenberg in Afghanistan“. Jetzt ist der Kommentar allerdings nicht mehr vollständig da, wenn er denn mal da war. (Hier hat jemand das Ding auf Facebook gepostet – die Franken müssen eben z’samm haldn. Oder hier, wenn eure Augen das aushalten.)
Ein Dr.-Ing. ist ein Doktor der Ingenieurswissenschaften, und im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich scheint man es mit den Zitierregeln nicht so genau zu nehmen. Zum Vergleich hier mal ein PDF der Uni Augsburg, Fakultät Jura: “Richtiges Zitieren“.
Danke für den interessanten Beitrag und auch die vielen Kommentare zum Thema. Ich finde es sehr interessant, dass sich eine (nennen wir es mal) Gegenbewegung zur sogenannten “Hetze” gegen Guttenberg formiert.
Die Fanzahlen steigen anscheinend rasch:
http://www.facebook.com/ProGuttenberg#!/ProGuttenberg
Interessant ist dabei vor allem, das die Fans der Seite (und Guttenberg) von einer “Jagd” reden. Was ja geradezu die Unrechtmäßigkeit der Vorwürfe impliziert. Auf beiden Augen blind? Nibelungentreue?
Mir persönlich gehen langsam die “gibt es keine anderen Themen”, “irgendwo ist Krieg”-Entschuldigungen FÜR Guttenberg und der ewig zitierte Bibelspruch (“Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein”) auf den Geist. Dieses “Right or wrong, my Guttenberg” (ich entfremde mal ein bekanntes Zitat von Decatur :) ) entschuldigt anscheinend alles – auch Lug & Betrug.
Exakt!
Bist du arm, heißt es: Betrug, Wahnsinn, asoziales Verhalten, Beleidigung etc.
Bist du reich, heißt es: “wer ohne Sünde sei blabla”, “Exzentrik”, “Ecken und Kanten”, “Klartext” etc.
Ich frage mich, was das für Armleuchter sind, die sich für besonders mutig halten, wenn sie bei grün über die Straße gehn oder den Sarrazins und Guttenbergs die Stange halten??
Mittelschichtskinder, die sich von ihrer Schleimerei, etwas erhoffen??
Hier Polly, haste deinen Keks^^
@dalcondar
Vermutlich sind es Leute mit wachem politischen Instinkt. Das ist doch die peinliche Ambivalenz: wenn ich Jemanden wegen seines medialen Glamours hochschreiben lasse und hoffe, dass dann im Windschatten meine politischen Positionen mitbefördert werden (Krieg zu führen sollte für uns endlich wieder selbstverständlich werden; dafür nehmen wir aber nur unsere Minderbemittelten; das Internet muss endlich kontrolliert werden, sonst ist der Pöbel außer Kontrolle) – dann gilt das auch im umgekehrten Fall.
Das ist doch das Unterhaltsame an diesem Wochenende. Die Rechten/Konservativen sind gezwungen all ihr Gerede von Werten/Normen/Regeln/Ehre als Blödsinn hinzustellen um ihre Position zu halten.
Welch reale Bedeutung ,,ehrenrührig” gerade auch heute noch hat zeigte sich doch vorgestern beim Abschuss von Guttenbergs Mitarbeitern, die das Pech hatten, den tagespolitischen Interessen des Herrn im Wege zu liegen:
http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E077FB93A734442E0B1767418E542CFFD~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Und jetzt noch das, was mich am meisten zum Lachen bringt: den gleichen Leuten, die mindestens 2 Jahrzehnte lang Kritik mit der Allzweckwaffe ,,VT” totschlugen, bleibt im Moment kein anderes Werkzeug mehr als ,,VT” zu rufen. Oder ist Jemandem aufgefallen dass Irgendjemand der ProGuttenberg-,,Bewegung” auch nur ansatzweise versucht sein Verhalten in dieser Sache zu verteidigen? Die gehen Alle davon aus dass die Vorwürfe stimmen und wissen sehr wohl dass sogar der Staatsanwalt gefragt ist.
Die heldenhaften Widerstandskämpfer (mit Springer im Rücken; ansonsten allein an der Front, dem übermächtigen Internet gegenüber), die AppleFan-Boys der Politik. Jesus, das hätte doch Niemand erfinden können…
Sehe ich langsam leider auch so. Ich muss dazu sagen das ich selbst (persönlich) einige der Leute kenne, die zum derzeitigen “Pro-Guttenberg”-Lager zählen und sehr emotional reagieren.
Durch die versuchte Diffamierung der “bösen” Angreifer (Wenn die Angriffe politisch motiviert sind, so ist sind sie deshalb haltlos. Ergo: Es liegt also kein Vergehen vor. Die Welt ist wieder in Ordnung) erhält den fade Beigeschmack einen noch faderen.
Das mag jetzt sehr zynisch klingen, aber ich bin langsam der Meinung, dass selbst ein Kapitalverbrechen Guttenbergs – vor laufenden Kameras durchgeführt und mit vielen Zeugen statt identifizierter plagiierter Textstellen – eine Vielzahl von entschuldigenden Erklärungen zur Folge hätte.
Manche Menschen brauchen eben ein Idol, einen Helden. Und wer daran kratzt, der wird mit dem “Dolchstoßvorwurf” konfrontiert. Dieser wird umso verzweifelter und härter, je drückender die Beweislast gegen den Beschuldigten ist. Alte deutsche konservative Tradition.
Da fällt mir noch ein, kürzlich gab es hier eine interessante Diskussion u.a. zu der Frage, ob die etablierten Medien überhaupt noch ihren Auftrag erfüllen. Einhellige Meinung von links war, so lautstark wie argumentarm verkündet: nein, den ollen Zeitungen und Fernsehsendern etc. kann man längst nicht mehr trauen, sind eh alle den Mächtigen hörig, und die Blogs sind nun die wahren Hüter der vierten Gewalt blablubbfasellaberrhabarber
Ich mag mich täuschen, aber bei zu Guttenberg war es AFAIK kein Blog, das die Erkenntnisse von Andreas Fischer-Lescano einer breiten Öffentlichkeit publik machte. Sondern die betuliche alte Dame SZ.
@ Serious Sam
Danke für die Info. Wenn die Süddeutsche Zeitung den Fall “Doktorarbeit von Guttenberg” publik machte, dann würde ich raten, sich mal mit Herrn Dieter Schaub zu beschäftigen.
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,299172,00.html
Mit Wirkung zum 29. Februar 2008 besitzt er einen Anteil von 81,25 Prozent an der Süddeutschen Zeitung.
Mit was hat sich die Süddeutsche Zeitung Ende November 2010 beschäftigt?
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/putin-plaedoyer-fuer-wirtschaftsgemeinschaft-von-lissabon-bis-wladiwostok-1.1027908
Es ist nur so ein Gedanke. Viel Spaß bei weiterer Recherche!
Also, das ist wirklich ein Sahnestückchen zum sich wegschmeißen.
Das Vorwort der Buchausgabe – ausnahmsweise wahrscheinlich selbstgeschrieben-zu Guttenbergs Dissertation mit angemessenem Diktus und passender Begleitmusik.
Das muß ein ungewöhnlich weitsichtiger Mensch gewesen sein, der schon 2009 das realsatirische Potenzial des Machwerks erkannte.
Viel Spaß!
Karl-Theodor, Karl-Theodor, was hast du denn als nächstes vor .. fiderallala, fiderallala, fiderallalalala …
Da kann man nur hoffen, daß sich Guttenbergs “New Bundeswehr” im Falle des Falles so zurückhaltend wie die ägyptische Armee verhält.
http://www.hintergrund.de/201102141366/politik/inland/auf-dem-weg-zu-einer-deutschen-fremdenlegion-guttenberg-will-auslaender-in-die-bundeswehr-holen.html
@Habemus: aber nein, im Gegenteil! Solch eine Söldnerarmee braucht man doch nur deshalb damit die sich nicht zurückhält! Das ist doch der Mist mit der Wehrpflichtigenarmee. Das sind Staatsbürger, keine Killer. Daher der ,,Reformbedarf”, den Guttenberg ganz richtig aufnahm.
@dalcondar: wieDu diese Bekannten beschreibst sind es Lemminge. Wohin gehören Lemminge? Eben, ins Meer. Weil sie nirgendwo anders hin von alleine finden.
Wieviel Grips braucht man denn um das Einfache zu erkennen:
hier geht es überhaupt nicht um Zustimmung zu oder Ablehnung von Guttenberg.
Es geht ausschließlich um eine sachlich zu klärende Frage: hat er betrogen, also Texte andere als seine eigenen mit Absicht/Vorsatz eingebaut oder nicht?
Die Antwort auf diese Frage erhält man durch eine Prüfung des Sachverhalts, nicht aber durch eine Hitparade. Für deren Bewertung ist übrigens egal ob sie von einem Porno-Lolli gestartet wurde (was der Fall ist) oder nicht. Und wenn 3 Millionen meinen sie hätten Ihren Guttigel immer noch lieb sollen sie halt schwarz flaggen.
Hat er betrogen muß er unabweislich gehen. Ein überführter Betrüger kann kein öffentliches Amt ausüben. Punkt.
Oder das Land hat schulfrei. Für immer.
Ja. Hart, aber wahr. Trotzdem sollen es Freunde und Bekannte bleiben und ich bin froh, das ich auch Leute zu diesen zählen kann mit denen ich politisch nicht konform gehe. Ich versuch drüber zu stehen. ;-)
Zustimmung. Aber mir fällt eine wichtige Dynamik auf:
1. Guttenbergs Doktorarbeit – der Plagiatsvorwurf wird erhoben
2. Plagiate werden lokalisiert, es werden immer mehr
Klar hat Guttenberg sich Gegner gemacht – diesen liegt natürlich – wie auch anderen nicht-politisch motivierten Leuten sehr daran das der Vorwurf nicht als Bagatelle vom Tisch gewischt wird. Die Beweislast muss also überwältigend sein.
3. Der Plagiats-Vorwurf wird geleugnet
Gegenschlag der Guttenberg-Fans: Es wird relativiert, es wird gesagt, es seien nur Fußnoten, es gibt schliesslich Krieg überall, wichtigeres, alles sein eine Schmutzkampagne. “Wie kann man einen anständigen Mann nur so mit Schmutz bewerfen?”, das wird tatsächlich gefragt. Je gewaltiger die Beweislast, desto verbissener die Argmente der Verteidiger.
4. Verschärfung der Plagiatssuche
Aus meiner akademischen Erfahrung reicht schon der Nachweis von ein paar nicht belegten Fußnoten zur Abwertung der Note bzw. Aberkennung des Titels. Aus diesem Grund muss auch die Beweislast stimmen. 10%, 30, 40, 60% Seiten mit Plagiaten? Den Verteidigern wird es egal sein.
Ergo: Hier trifft (rechtschaffene) Verbissenheit auf (bigotte) Verbissenheit.
Finde den Begriff übrigens sehr treffend:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bigotterie
Ich finde es lediglich bedauerlich, dass man anscheinend gezwungen ist, so verbissen gegen das Leugnen und Vertuschen vorgehen. Traurig.
Naja, der Kaiser hat keine Kleider an.
Das Kind hat gerade gerufen: “Der ist ja völlig nackt!”
Der Kaiser und die treuesten Untergeben wollen es nicht wahr haben und sich die Peinlichkeit nicht eingestehen. ^^
Und nun zitiere ich mal Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,746654,00.html
Ich hätte bei meiner Magisterarbeit seinerzeit auch bescheissen sollen, zahlt sich ja offenbar aus. :)
Guten Abend! ;)
Ich denke, dieser Vorgang könnte mit folgender Folie erklärt werden: Ein vollbeschäftigter Politiker benötigt einen Promotionstext und beauftragt einen Hilfswilligen, einen solchen zu verfassen. Leibeigene Intelligenzler hatten schon immer die Fähigkeit, eine arrogante Pappnase hereinzulegen, zum Beispiel hier im berechtigten Vertrauen darauf, daß der Auftraggeber nicht im entferntesten die Möglichkeit hatte, die Kuckuckseier zu erkennen. Selbst, vermute ich, wenn er gewollt hätte.
Ein Spiegel unserer Gesellschaft.
Genau das ist es.
Ein junger, intelligenter und gut aussehender Mann, der die besten Beziehungen hat(te), gut reden und sich die Haare schön machen kann, seriös wirkt,.. er ist der Traum jeder Schwiegermama, einer, dem man alles glauben möchte. Jung, dynamisch, erfolgreich und zudem auch noch adelig und gut betucht.
Aber halt: hat er das alles verdient? Hat er für sein Leben genug geleistet? Ist das gerecht?
Wenn man seinen, doch eher bescheidenen Lebenslauf mit den CVs vieler anderer in unserem Lande vergleicht, wird man schnell bemerken, dass dem nicht so ist. Wie viele finanzieren sich ihr Studium selbst, durchlaufen mit großen Opfern die Promotion, um ein besseres Leben zu bekommen? Wie viele von denen, fahren dann Taxi oder müssen sich der Erkenntnis beugen: tja, “Geld wird anders gemacht und für das bisschen akademischer Leistung gibts nix obendrauf, außer den Hohn der anderen”?
Erfolgreich wird man hierzulande auf andere Art und Weise: Und zwar mit harten Ellenbogen, die jederzeit eingesetzt werden, mit Lug und Betrug, mit Arglist, Unverschämtheit und mit Vitamin-B. Nicht SEIN, sonder SCHEIN ist Alles. Ihr Doofis, die ihr lange Jahre auf der Uni gebüffelt und Euere Tränen in hart erarbeiteten Doktorarbeiten eingezimmert habt. Ach, Gott hab Euch selig….
Der gute Guttenberg ist ein Spiegel unserer Gesellschaft, wie auch eine K. Schröder und viele viele andere, nicht alle unbedingt Politiker, … auch Bänk(st)er, Immobilienhaie und Angehörige anderer unehrenhafter Berufsstände. In unserem Land wird man selten belohnt, wenn man hart arbeitet, viel Geld in seine Ausbildung, egal ob per Studium oder anderweitig steckt und ehrlich bleibt.
Nun bliebe diesen armen Ehrlichen die Genugtuung, dass es nun aus ist mit dem Lügenbaron. Aber ich muss Euch enttäuschen. Der Mann hat ausgesorgt. Es kann ihm scheissegal sein, was passiert. Er fällt weich, sehr weich und bald wird alles vergessen sein. Er wird durch genug Vorstandschaften und Betriebsbeiratschaften, Seilschaften, Erbe und vielen anderen, sich uns nicht erschließenden Vorteilen, ein sehr angenehmes und bequemes Leben weiterführen. Vielleicht nicht mehr so medienwirksam, dafür aber umso bequemer.
Amen
@bamboozlement
Nun, ausgesorgt hatte er als Spross einer superreichen Familie ja schon VOR seiner Doktorarbeit. Dazu eine hübsche Frau (sagen ja viele), Kinder, politische Karriere läuft schon etc.
Das ist es ja gerade: Er hätte das Betrügen gar nicht nötig gehabt.
und? hast du vor, daraus für dein eigenes leben konsequenzen zu ziehen, oder willst du lieber denen recht geben, die von neiddebatte schwafeln?
Nein, Groovex, denen möchte ich nicht Recht geben. ;-) Es ist hingegen schwer für mich, bei dem “Hetzjagd-Vorwurf”, dem Guttenberg-Kritikern derzeit entgegenschlägt, ruhig zu bleiben.
Ich bin mir relativ sicher, dass Guttenberg bereits schon die Kurve gekriegt hätte, wenn er alles gestanden hätte (ich gehe jetzt mal bei der Beweislast von seinem Betrug aus). Die Sache wäre – vielleicht – vom Tisch gewesen, möglicherweise auch ohne Rücktritt. *Sarkassmus ein* Der ertappte Sünder wird huldvoll begnadigt, er muss ja das Land retten usw. *Sarkassmus aus*
Der stärkste Verbündete der Guttenberg-Kritiker scheint derzeit Guttenbergs Ego selbst zu sein …
Super Artikel – DANKE!
Schade, dass es mit Guttenberg so enden muss (ernst gemeint)…
Guttenberg vor dem Rücktritt?
Er ist eigentlich schon danach, er weiß es nur noch nicht.
Ritter der Wissenschaft Guttenberg nimmt es nicht allzu genau mit den Regeln derselben. Hochwohlgeboren orientieren sich nicht am akademischen Plebs und beanspruchen ein Sonderrecht. In einer Demokratie gelten aber für alle die gleichen Spielregeln, ohne Ausnahme.
Faszinierend wie gespalten die Öffentlichkeit gegenüber Guttenberg ist. Faszinierend auch, wie Bürgerliche die bürgerlichen Werte wie Fleiß und Ehrlichkeit hintanstellen, wenn es um Gutti geht. Man sieht, es geht allein um die Macht und nicht um Werte. Ein Kasperltheater, dass da von den Unionsparteien und der BILD-Zeitung aufgeführt wird.
http://citizenseurope.wordpress.com/2011/02/17/guttenberg-der-ritter-der-wissenschaft/
http://citizenseurope.wordpress.com/2011/02/18/guttenberg-ohne-ausrede-gemessen-an-den-eigenen-masstaben/
Der Bürgerjournalist Karl Weiss, der in Brasilien lebt, bezeichnet Baron zu Guttenberg als einen Infamie-Weltmeister.
http://karlweiss.twoday.net/stories/14645122/
Also, das ist wirklich ein Sahnestückchen zum sich wegschmeißen.
Das Vorwort der Buchausgabe – ausnahmsweise wahrscheinlich selbstgeschrieben – zu Guttenbergs Dissertation, vorgelesen mit angemessenem Pathos und passender Begleitmusik.
Das muss ein ungewöhnlich weitsichtiger Mensch sein, der schon 2009 das realsatirische Potenzial des Machwerks erkannte.
Viel Spaß!
Also, das ist wirklich ein Sahnestückchen zum sich wegschmeißen.
Das Vorwort der Buchausgabe – ausnahmsweise wahrscheinlich selbstgeschrieben – zu Guttenbergs Dissertation, vorgelesen mit angemessenem Pathos und passender Begleitmusik.
Das muss ein ungewöhnlich weitsichtiger Mensch sein, der schon 2009 das realsatirische Potenzial des Machwerks erkannte.
Viel Spaß!
Ich bin ja irgendwie am Formalen interessiert, weil des Formale ja auch das am “objektivsten Eruierbare” ist. Oft muß man zwar letztlich ins Inhaltliche, aber formale Unstimmigkeiten aufzuzeigen ist immer dienlich.
Ich halte es doch wieder einmal für bemerkenswert, welch geistige Unzulänglichkeit Horst Seehofer in der Affäre beweist. Ich hatte schon in einem anderen Zusammenhang mal auf dieses Phänomen hingewiesen.
Seehofer meint:
„Fehler können passieren“.
Aber Guttenbergs Fehler (sind) ist doch nicht passiert. Sie mögen vielleicht gemacht worden sein. Seehofer beherrscht die Feineiten der deutschen Sprache nicht. Kann natürlich sein, dass er es einfach nur so sagen muss oder im Zeitmangel nicht überlegen konnte.
Aber dafür wird er ja finanziell gut entschädigt. Man weiß natürlich nicht welche Fehler Seehofer jetzt meint. Den Anlass der Affäre oder die Reaktionen Guttenbergs auf die Affäre. Die Reaktion Guttenbergs mag passiert sein. Dann aber würde Seehofer sich zumindest nicht klar ausdrücken. Es ist ein Kreuz.
Wie gesagt ich fand es schade um Guttenberg, aber man muß die Dinge immer so sehen wie sie sind.
Na, meine ich doch:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41955163.html
30.07.1973
AFFÄREN
Still behandelt
Dem Hohenzollernprinzen Friedrich Wilhelm wurde der Doktortitel entzogen, weil er große Teile seiner Dissertation abgeschrieben hat. Der enttäuschte Doktorvater: Preußen-Freund Professor Schoeps.
—
http://www.heise.de/bin/tp/issue/r4/dl-artikel2.cgi?artikelnr=34230&mode=print
TELEPOLIS
Der Hochadel und das wissenschaftliche Arbeiten
Peter Mühlbauer 21.02.2011
Die zwei Dissertationen des Doktor Friedrich Wilhelm Prinz von Preußen
Wer über einen eindrucksvollen Erbtitel verfügt, der braucht nicht unbedingt noch einen Doktor, um seinen Namen zu schmücken. Das würde in jedem Fall erklären, warum es Adelige gibt, die sich in ihren Doktorarbeiten etwas weniger Mühe geben als andere Akademiker. Der in der letzten Woche bekannt gewordene Fall Karl Theodor von und zu Guttenberg ist hier nicht der einzige: Bereits in den 1970er Jahren (1) erregte der Hohenzollern-Prinz Friedrich Wilhelm Aufsehen, als herauskam, dass er es bereits vor der Massenverbreitung des elektronischen Kopierens und Einfügens von Text fertigbrachte, eine Doktorarbeit in weiten Teilen abzuschreiben, anstatt aus den benutzten Texten eigene Erkenntnisse zu gewinnen.
(1) = Spiegel
(2) wartet noch auf Enthüllung
(3) Morgenpost 2008 kostenpflichtig
Zum “Schmutzwerfer”-Geblabber:
Wenn ich jemanden wieder diesen Blödsinn absondern höre, reicht ein Satz:
Es ist ein Unterschied, ob der Schmutz erst auf jemanden geworfen werden muss oder er schon vorher auf ihm klebte und jetzt erst wahrgenommen wird.
Wer das nicht versteht, ist geistig derart zurückgeblieben, dass eine weitere verbale Auseinandersetzung müßig ist. Da hat eine Kloschüssel ein höheres intellektuelles Niveau :-).
Sorry, aber…
Ich wäre nicht überrascht wenn KT “geopfert” wird, bzw. ihm etwas zustoßen würde.
Beantragt doppelten Personenschutz für dieses Mann.
Sofort. (*.) (Den konnte ich mir nicht verkneifen)
Bokatov
Hallo Leute,
ich hätte mal ‘ne kleine Frage:
Ständig lese ich von “ausgewählten Journalisten”, habe aber nirgends ‘was Näheres dazu gefunden.
Weiss hier jemand vielleicht, welche speziellen Journalisten sich der Herr Baron für seine Privataudienz am Freitag auserwählt hat?
Ich behaupte mal, hätte KTG den Gorch-Fock-Kapitän nicht von seinen Pflichten entbunden, hätte sich niemand um die Dissertation gekümmert. Ehrverletzung ist in Offizierskreisen ein Schwerverbrechen. Da es sich in diesem Fall nicht um eine politische Funktion (ab B 6) gehandelt hat, dürfte der Vorgang auch rechtswidrig sein.
Offiziere und auch Ministeriumsbeamte sind keine Idioten, die sich von einem Wahlbeamten beliebig herumschupsen lassen. Auch andere Minister sind dieser Fehleinschätzung schon unterlegen.
Interessanter Gesichtspunkt zu ausländischen Qualifikationen/Fachkräftebedarf:
Spiegel-Forum: sp794#7940
meine Frau ist peruanerin und hat dort ihre Diplomarbeit geschrieben. Gestern war das in den maßgeblichen Zeitschriften Perus ein Topthema, wie in einem so “gut organisierten” Land solche ein Schwindler zu Dr. Ehren kommen konnte.
Wenn ich noch Rückerinnere, was meine Frau alles vorweisen, Belegen, Übersetzen und erklären mußte, um ihr Naturwissenschaftliches Diplom in Deutschland anerkannt zu bekommen (was ja auch legitim und richtig war).
Wir machen uns zum Gespött im Ausland mit solchen Tricksern.
—
Spruth-Quelle:
http://www.faz.net/s/Rub0CCA23BC3D3C4C78914F85BED3B53F3C/Doc~EA5A9EE2CA8FC43CD847771947BE0E658~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Mit Guttenberg in Afghanistan
An zwei Fronten
Reisen in Kriegsgebiete sind nie ganz ohne Risiko, das weiß auch der deutsche Verteidigungsminister zu Guttenberg. In Afghanistan aber erfasst ihn die Druckwelle eines Sprengsatzes, auf den er nicht vorbereitet war. Er hatte ihn selbst gelegt. Eine Reportage von Berthold Kohler.
Kommentar von Prof. Dr. Spruth (Uni Tübingen)
“Eine Doktorarbeit ist kein Kriminalroman Herr Dr. zu Guttenberg steigt in meiner Achtung. Mit summa cum laude zu promovieren, ist eine seltene Auszeichnung, die besonders strenge Voraussetzungen und zusätzl…iche externe Gutachten erfordert. Die derzeitigen Angriffe richten sich deshalb weniger gegen Herrn Dr. zu Guttenberg, sondern in erster Linie gegen die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Bayreuth. Die dortige Promotionskommission setzt sich aus sechs hochkarätigen Wissenschaftlern sowie mindestens einem externen Gutachter zusammen. Summa cum laude erfordert einen einstimmigen Beschluss der Kommissionsmitglieder und des externen Gutachters. Es kann unterstellt werden, dass die Gutachter über den Stand der Wissenschaft auf ihrem eigenen Fachgebiet bestens informiert sind. Eine Doktorarbeit ist kein Kriminalroman, auch wenn viele Kritiker den Unterschied verwischen möchten. Sie ist eine eigenständige wissenschaftliche Leistung und erfordert eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem derzeitigen Stand der Wissenschaft. Hierzu ist es üblich, wenn nicht sogar erforderlich, seitenweise aus anderen Quellen zu quotieren. Ein Plagiat liegt nur dann vor, wenn ein relevanter fremder Beitrag als eigene wissenschaftliche Leistung dargestellt wird. Ein derartiger Vorwurf ist bis heute aber nicht erhoben worden. Das bloße Quotieren von Textpassagen rechtfertigt diesen Verdacht jedenfalls nicht. Quellenangaben für verwendete Textbausteine sind dann zwingend erforderlich, wenn damit zwischen fremden wissenschaftlichen Beiträgen und den eigenen wissenschaftlichen Leistungen unterschieden wird. In allen anderen Fällen ist die Quellenangabe eine übliche und sicher sehr erwünschte Höflichkeitsgeste gegenüber dem Autor, aber auch nicht mehr. Die Frankfurter Allgemeine verdient Anerkennung für ihren hervorragenden Journalismus. Sie ist aber keine wissenschaftliche Fachzeitung. Ein Textbaustein aus der Frankfurter Allgemeinen mag eine brilliante Formulierung enthalten, trägt aber kaum etwas zu dem wissenschaftlichen Beitrag und Wert einer Doktorarbeit bei. Der Versuch, einem erfolgreichen Politiker auf diese Weise am Zeug zu flicken, ist schlechter politischer Stil. Hier wird der Versuch unternommen, auf diese Art und Weise etwas anzuhängen.”
Prof. Dr.-Ing. Wilhelm G. Spruth, Böblingen
http://www-ti.informatik.uni-tuebingen.de/~spruth/
Spiegel-Forum:
Er ist über 80 und CDU-Mitglied. Hat früher im Forschungslabor bei IBM gearbeitet und als Rentner eine Honorarprofessur erhalten, in deren Rahmen er gute Vorlesungen zur Großrechnerarchitektur gehalten hat. Doktoranden hat er nie betreut.
Mein Respekt gilt dem Prof. Spruth für seine Loyalität und Nibelungentreue. :)
Dem halte ich aber mal Christian Morgenstern entgegen:
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Morgenstern
Umgangssprachlich: “Es kann nicht sein, was nicht sein darf”.
Das kommt auf die Liste “Worte, an denen ich, SF, mich messen lasse”.
Ich bin gespannt, wer nach dieser Gutenberg-Affäre noch alles seinen Doktortitel zurückgeben wird, weil bislang nach Affären weitere Affären aus dem Hut gezaubert werden.
gott lob sind sie kein staatsanwalt, ihre revisionquote wäre phänomenal. aber als oberster antreiber eines lynchmobs wären sie spitze. ich würde ihnen fackeln und weisse spitzkutten stiften so an die 20. wenn sie damit nach dem reichstag gingen und die verarscher und missbraucher des wahlpacks mal ordentlich durch berlin treiben würden, als sprichwörtliche sau ( will sagen säue), das tät mir schon recht gut gefallen.
also wenn sie den hohlen worten auch taten folgen lassen wollen vereinbaren wir am besten einen konspirativen übergabeort fürs equipment… .
wenn sie schnell sind lege ich vllt. ein brennbares symbol ihrer wahl dazu( z.b kreuze flaggen oder in diesem falle vllt auch ein paar familien wappen) drauf
@gruselsack
Hmmh: durchgeknallter Lemming? Klingt wirklich gruselig wirr…
Der Link fehlte:
http://www.fareus.de/?s=baron+guttenberg
da kann ich euch doch gleich mal ne sehr gute serie vorschlagen:
Lie to me:
Tim Roth as Dr. Cal Lightman, is a psychologist with an expertise in body language and predominantly microexpressions and founder of The Lightman Group, a private company that operates as an independent contractor to assist investigations of local and federal law enforcement through applied psychology
und das vom guttenberg koennte da in den vorspann kommen… anschauen!
http://www.youtube.com/watch?v=DvCQEX_yhQs
zusammen mit clinton;)
Freilich:
http://www.forschungsmafia.de/blog/2011/02/21/kriminelle-zitierpraktiken-deutscher-professoren/
…
Aktuell und neu: Auf der neuen zu-Guttenberg-Unterstützungsseite auf Facebook habe ich einen Beitrag gefunden (Authentizität nicht geprüft, Javascript einschalten, dann auf „read more” klicken), der angeblich von dem Informatik-Professor Wilhelm Spruth stammt (ähnliche Kommentare von ihm findet man auch auf anderen Webseiten, beispielsweise hier). Die Auffassung, die er dabei äußert, ist erstaunlich: Er meint, daß es kein Plagiat sei, wenn man bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ohne Quellenangabe abschreibt, das dürfe man und sei üblich. Als Grund gibt er an, daß ein Plagiat nur dann vorliege, wenn man fremde wissenschaftliche Beiträge als eigene wissenschaftliche Leistungen ausgibt. Weil die FAZ aber ein journalistisches und kein wissenschaftliches Werk sei, könne man also durch Abschreiben auch keine wissenschaftliche Leistung vortäuschen, also bräuchte es auch keine Quellenangabe. Zitieren sei reine Höflichkeit, aber nicht notwenig. Urheberrecht interessiert den erst gar nicht.
Diese Auffassung erscheint grotesk, trifft aber genau die Sichtweise, die ich in Gesprächen mit Professoren häufig angetroffen habe.
Schon fast ein Klassiker geworden ist und Eingang in die Fachliteratur über Plagiate gefunden hat (wenn auch ironischerweise nicht immer mit Angabe des Ursprungs) das Schreiben der Staatsanwaltschaft Darmstadt auf meine Strafanzeige wegen des Darmstädter Jura-Professors, der erst mit einem Plagiat aufflog, und dann die Schuld auf seinen Mitarbeiter schob, von dem er sich seine Buchartikel schreiben ließ, den man dann auch rauswarf. Die Staatsanwaltschaft schrieb:
“Es ist allgemeiner Usus, dass Professoren Mitarbeiter beauftragen, für sie Forschungen anzustellen, Artikel zu schreiben und selbst Kommentarpassagen zu entwerfen, die dann in ihrem Namen veröffentlicht werden. Das ist auch den Verlagshäusern bekannt und wird hingenommen. Hier war es so, dass laut Presseartikel der wissenschaftliche Mitarbeiter als Co-Autor erwähnt war. [Anm.: Stimmt nicht!] Eine Täuschung liegt demnach nicht vor, zumal der Professor dadurch, dass er seinen Namen dafür hergibt, auch die wissenschaftliche Verantwortung für den Inhalt übernimmt. Stimmt etwas nicht und hat er mehr oder weniger blanko die Verantwortung übernommen, geht dies im wissenschaftlichen Sinn mit ihm heim in dem Sinne, dass aufgrund der Peinlichkeit des Vorkommnisses seine wissenschaftliche Reputation möglicherweise Schaden nimmt.“
…
Man vertrat damals ganz offiziell und ohne jede Scham die Meinung, daß die Universität so eine Art Schneeballsystem ist, und jeder nach oben zuzuarbeiten hat, und sich dafür von unten bedienen lassen kann, natürlich ohne zu zitieren. Der Doktorand ist der Ghostwriter des Professors, dafür ist der Student der Ghostwriter des Doktoranden.
[u.v.m.]…
Schön und gut.
Meine Belehrung betreffend eigener und fremder Meinung ist nun 41 Jahre her (nannte sich “Technik der wissenschaftlichen Arbeit”).Vieleicht hat sich inzwischen irgendwas (was?) geändert. Ich bleibe bei der Einschätzung: das Teil ist dreist zusammengeschustert.
gruß fb
@SF: Ich vermisse immer noch ein Bild von Herrn von und zu Guttenberg mit Tarnanzug und Narrenkappe!!
Wenn er einen Ghostwriter nimmt macht er sich erpressbar, selber würde aber kein denkender Mensch auf die Idee kommen schon die Einleitung 1:1 aus der Tagespresse zu kopieren, nehme ich zumindest an.
Kann es also sein das der Ghostwriter gar nicht wusste für wen er diese Arbeit erstellte oder was für eine er schrieb?
Dr. a.D. Googlegutt, attestiert nun auch dem Hassprediger Sackrazzin, ein begabter Autor zu sein:
http://www.sueddeutsche.de/politik/guttenberg-krisenstrategie-der-doppelte-karl-theodor-1.1063484
Nicht das er bald auch noch anfängt bei dem abzuschreiben, bei den fanatischen Fans, gute Nacht Schland.
Da wächst zusammen, was zusammengehört. In einen Sack und draufschlagen … ;-)
Die CO2-Lagerung im Untergrund Berlins wird das Problem bald technisch lösen. Pffffffft.
Na wenn se denn wenigstens mal alle in Berlin zusammenbleiben würden … ;-)
@ Frank Benedikt
So wie schon Witze gesammelt wurden, könnte man auch Strafvorschläge sammeln.
In einem Kommentar (öhm, wo war es nur?) wollte ihn jemand im Atlantik mit kleinem Boot und ohne Paddel aussetzen.
Die Märchenwelt hätte da auch einiges zu bieten.
Liebe Nachbarin, das fände ich überzogen. Der freie Herr ist mit sich selbst schon genug gestraft und wir wollen doch im Umgang mit dem politischen Gegner nicht zu drakonischen Mitteln greifen. Persönlich hege ich da auch keinen Groll, eher tut es mir leid – um zu Guttenberg, der sich als “Gegner” derart schwach erwiesen hat, und um die Union, die anscheinend kein besseres Personal mehr hat. Vae victis!
Ach, Groll hege ich auch keinen, traurig bin ich auch nicht, wenn er zurücktreten würde.
Meinen Nerven geht es schon besser seit dem ich um die Worte Norbert Lammerts zum Thema weiß.
Friedvolle Grüße
Wir haben das mal aufgearbeitet: Grundlagen wissenschaftlichen Zitierens.
Preisfrage:
Von welchem deutschem Klartext-Wirtschaftsminister stammt folgendes Zitat?
„Gaddafi bleibt eine schillernde Figur, aber er übernimmt zunehmend Verantwortung, zum Beispiel als Vorsitzender der afrikanischen Union. Manche sehen in ihm mittlerweile einen Partner bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus.“
Lösung: [s. Anna von Bayern 26.04.2009]Oh ja, die BILD-Reporterin Prinzessin Anna von Bayern verteidigte gerade die causa Guttenberg bei Maischberger:
Anna von Bayern (Guttenberg-Biographin und Journalistin)
Sie kennt ihn seit vielen Jahren und gilt als exzellente Kennerin des Verteidigungs-ministers. “Was steckt hinter dem Popstar der Politik?” – Dieser Frage ging die Journalistin in ihrer Biographie des Verteidigungsministers nach (“Karl-Theodor zu Guttenberg. Aristokrat, Politstar, Politiker”), die im letzten Jahr erschien.
ganz allerliebst auch die Körpersprache der Edlen, als Jutta Ditfurth sagte (in Bezug auf Titel): “Leute die auf soetwas Wert legen, haben offenbar eine andere Wertvorstellung als ich” (((-;
ab 01:50
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=6543802
Tja, die tolle Prinzessin von Bayern schreibt so dolle Hagiographien
s. Als der Hofhund den Papagei fraß
Jetzt fehlt nur noch ein plausibles miraculum u. schon steht
einer Kanonisierung des Dr. signum citationis [¹] „Unserer Herzen“
nichts mehr im Wege. ;-)
[¹] GänsefüßchenDie Edle muss doch über 5 Ecken mit Monika Hohlmeier verwandt sein, oder nicht?! Gruselig anzuschauen gewesen, diese Verteidigungsstrategen in Lemming-Manier.
Der Geis (CSU) hatte aber ein total tolles Argument: “Moralisch richtig zitiert” … ROFL, sich selbst entblödende Dummbatze!
Heiner Bremer meinte auf n-tv, der Guttenberg solle besser zurücktreten und so nach einem Jahr geläutert zurückkommen *bla irgendwas mit Held bla* – hallo? Wenn er nun weg ist, dann ist er weg. Da gibt es kein Comeback. Jedenfalls nicht in Amt und Würden.
Da ich feststellen muss, dass in den Äußerungen der Guttenberg-Unterstützer und also Verharmloser dessen, was er verbrochen hat, geradezu inflationär und offensichtlich mangels jedweder anderer Argumente, immer wieder behauptet wird, er leiste als Minister hervorragende und ausgezeichnete Arbeit und sei auf der politischen Bühne unersetzlich – was ja sogar die Meinung der Kanzlerin zu sein scheint – bitte ich mal jeden darum, nachzudenken und zu überlegen, was denn eigentlich der Inhalt und die Substanz dieser angeblich so ausgezeichneten Arbeit des Verteidigungsministers ist.
War seine Arbeit während der Kundus-Affäre etwa „ausgezeichnet“?
Ist es nicht möglicherweise nur in negativem Sinn „herausragend“, dass er sich seine Ministerentscheidung im Fall Gorch Fock von der Bildzeitung diktieren ließ?
War es eine besonders gute und „ausgezeichnete“ Minister-Idee mit Ehefrau, TV und J.B. Kerner nach Afghanistan zu fahren?
Und die so genannte „Wehrreform“, für die er so sehr gelobt wird: Genügt es denn schon, „mutig etwas anzuschieben“ um „hervorragend“ gearbeitet zu haben? Und überhaupt! Wer will denn diese hochtechnisierte, professionell spezialisierte Söldner-Armee aus Waffen- und Kampfexperten wirklich? Gerade unter dem Eindruck dessen, was in Tunesien, Ägypten und Libyen geschieht und geschehen ist, wird ein solches Machtinstrument immer fragwürdiger, gerade auch im Hinblick bspw. auf einen eventuellen Einsatz gegen das eigene Volk in irgendeiner Zukunft! Man bedenke, dass sich das ägyptische Militär wohl kaum geweigert hätte, gegen die eigene Zivilbevölkerung vorzugehen, wenn es eine solche spezialisierte Söldnerarmee gewesen wäre und also die Soldaten nicht wehrpflichtmäßig aus dem eigenen Volk gekommen wären. Was „professionelle, hochtechnisierte und hochspezialisierte“ Söldner anrichten, haben wir in Libyen gesehen. Ich will so etwas in Deutschland nicht haben und deshalb muss die Aussetzung der Wehrpflicht, wenn es denn gar nicht ohne Armee gehen sollte, dringend überdacht und zurückgenommen werden! Was also die „hervorragende und ausgezeichnete“ Arbeit des Ministers zu Guttenberg angeht, sage ich: STOPPT GUTTENBERG UND SEINE IDEE VON DER SÖLDNERARMEE, solange es noch geht!
… und … KTs offenbar nach wie vor ungebrochene Zustimmung und Sympathie im (“BILD”)-Volk ist aus meiner Sicht nur erklärbar dadurch, dass es sich bei diesen Unterstützern und Verharmlosern um Leute handelt, die selbst entsprechend locker umgehen mit moralisch-ethischen Fragen und also auch „kleine Sünder“ sind und natürlich interessiert daran sein müssen, dass „die da oben“ ähnlichen „Dreck am Stecken“ haben. Das erleichtert das eigene Gewissen ungemein. Italien allerdings ist da schon viel weiter. Einer der Staatsanwälte, die mit ihren Bemühungen Berlusconi zur Verantwortung zu ziehen, bisher gescheitert sind, sagt, dass die ungebrochene Unterstützung Berlusconis in weiten Teilen der Bevölkerung („Lasst ihn doch endlich in Ruhe regieren!“), nur damit zu erklären ist, dass Italien von Korruption schon so durchdrungen ist, dass der „kleine Mann auf der Straße“ genauso „Dreck am Stecken“ um nicht zu sagen „Leichen im Keller“ hat wie der Staatschef und die wenigen Redlichen in Staatsanwaltschaften und auf Richterstühlen, naturgemäß zum gemeinsamen Feindbild werden müssen.
http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/guttenberg-plagiat-doktorarbeit-ID1298650729897.xml
11:15 Phoenix gucken!
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,748318,00.html