• Newsletter
  • Über mich
  • Kontakt

  • Werbung

    Navi-Geräte Preisvergleich


  • Partner

    OA Logo
    Social Media News
    OA News ist ein kostenloser Service für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

  • Leseempfehlung

  • Archiv

  • Werbung

  • Kategorien

    • Afghanistan
    • Afrika
    • Allgemein
    • Ausland
    • Bildungssystem
    • Blogintern
    • Blogs
    • Buchvorstellungen
    • Bundespräsident
    • CDU
    • China
    • Deutschland
    • Energie
    • Europa
    • FDP
    • Finanzkrise
    • Frankreich
    • Geopolitik
    • Georgien
    • Gesundheitssystem
    • Glosse
    • Great Game
    • Großbritannien
    • Grundlagen
    • Grüne
    • Irak
    • Iran
    • Israel
    • Kampagnenjournalismus
    • Lesebefehl
    • Linke
    • Medien
    • Menschenrechte
    • Nahostkonflikt
    • Neoliberalismus
    • Panik
    • Podcasts
    • Polen
    • Politclowns
    • Politischer Diskurs
    • Russland
    • Schwarz-Gelb
    • Sparen
    • SPD
    • Spezialdemokraten
    • Stasi 2.0
    • Südamerika
    • Superwahljahr 09
    • Türkei
    • Unsympathen
    • US-Wahlen 08
    • USA
    • Verschwörungstheorien
    • Volkswirtschaft
    • Wirtschaft
  • Blogroll

    • 7Schläfer
    • Ad Sinistram
    • AllesDrehtSichImKreis
    • Blogsgesang
    • Chefarztfrau
    • Citronengras
    • Egghat
    • Feynsinn
    • FixMBR
    • Foreign Policy Watch
    • Guardian of the Blind
    • Maiak
    • Menschenzeitung
    • Michael Schöfer
    • NachDenkSeiten
    • Nebenbei bemerkt …
    • Notizen aus der Unterwelt
    • Oeffinger Freidenker
    • Pax Aeterna
    • Ravenhorst
    • Sargnagelschmiede
    • sp!ked
    • Spiegelkritik
    • Spreeblick
    • Tera Euro
    • TomDispatch
    • Unser globales Dorf
    • Weissgarnix
  • Quellen

    • AG Friedensforschung
    • Alternet
    • Asia Times
    • Berliner Umschau
    • Common Dreams
    • Das Dossier
    • Economist´s View
    • FinanceScout24 Versicherungsvergleich
    • Foreign Policy in Focus
    • Freitag
    • German-foreign-policy
    • journalismus – nachrichten von heute
    • Junge Welt
    • NachDenkSeiten
    • Net News Global
    • Neue Rheinische Zeitung
    • Open Democracy
    • Ossietzky
    • Project Syndicate
    • RIA Novosti
    • Russland-Aktuell
    • Russland.ru
    • Telefonkonferenz
    • Telepolis
    • Vox
    • ZNet Deutschland
  • Suchen

  • RSS Feeds

    • Artikel
    • Kommentare
    • eMail-Abo
  • Letzte Kommentare

      Zing bei Morbus Sarrazin:

      Ich finde es immer wieder erstaunlich wie viele doch durchaus intelligente Menschen sich...

      J. Berger bei Morbus Sarrazin:

      OT: das allerdings ist richtig schade :-).

      schädlingsbote bei Morbus Sarrazin:

      Was genau bedeutet eigentlich Meinungsfreiheit für Euch? Ach so, jetzt hab ichs...

      Vogel bei Morbus Sarrazin:

      Stimmt! Der Punkt geht (leider) an Dich! Trotzdem – oder gerade deswegen: *Ächz*

      hartzler bei Morbus Sarrazin:

      Ich denke, daß das Aufzeigen von Tricks, welche die Natur aufbietet um Nischen der...

      Beate bei Morbus Sarrazin:

      Nur weil Sarrazin SPD-Mitglied und Bundesvorstand ist, können die rechten Medien Bild,...

      ghetz bei Morbus Sarrazin:

      Ach ja, Jens, hast du es denn schon gelesen? der/die hat es offensichtlich gelesen und...

      Brick bei Morbus Sarrazin:

      @ Bruder Johannes: Ist das für Dich zu hoch? Jupp. Ich verstehe nicht was du mit...

      Granado bei Morbus Sarrazin:

      Ganz isoliert: die Erinnerung an die rassistischen US-Einwanderungsgesetze (und ihre...

      Fake bei Kernspaltung bei der Union:

      Warnung! Der angebliche Blog von Thilo Sarrazin bei blogspot ist ein FAKE....

      Marek bei Morbus Sarrazin:

      Ja genau, Haut ihm den Kopf ab. So wie bei all den anderen, die konservativ sind und sich...

      Carsten Penkella (Sarrazyniker) bei Morbus Sarrazin:

      Dem deutschen Bildungsbürger ist es egal, ob eine polnische...

      schwitzig bei Morbus Sarrazin:

      @Carsten Penkella (fühltsichwitzig) Kann mich ein schwitzig beleidigen? Nein, denn Du...

      Carsten Penkella (Sarrazyniker) bei Morbus Sarrazin:

      Kann mich ein schwitzig beleidigen?

      Spiegelfechter bei Morbus Sarrazin:

      Welche “hochgestochenen” Begriffe meinst Du?

  • Twitter Contact News Spenden Login Anmelden

  • Facebook

  • RSS NetNewsGlobal

    • Österreich: Bischof Bünker stärkt Schakfeh den Rücken
    • Frankreich streitet um den Halal-Burger
    • Minarett-Spiel: Staatsanwalt will Immunitätsaufhebung Kurzmanns
    • SPD-Landesvorsitzender Nils Schmid besucht Konstanzer Moschee
    • Flying the Flag, Faking the News
    • Minister warns theater boycotters
    • Activists Stage "Peace Charade" at White House This is more clear video of the demo at the white house yesterday Peace Charade 2010:
    • Cultures of Resistance: Hands Off Gaza:
  • RSS Nachdenkseiten

    • Selbstgleichschaltung der Hauptmedien auf der Stufe der Ignoranz
    • Hinweise des Tages
    • Konsequent asozial
    • Hinweise des Tages
    • Hinweise des Tages
  • RSS Feynsinn

    • INSM-Baring unterstützt Rassismus
    • Die Sozen hören den Knall
    • Neoliberalyrik VII (gelangweilte Rhapsodie)
    • Empörungsversagen
    • Leistungsgesellschaft in der Krise
  • RSS binsenbrenner.de

    • Thilos willfährige Apologeten
    • Araber raus!
    • Muß man Sarrazin wahrnehmen?
    • In Bewegung
    • Bildungsferne Schichten in der Politik
  • RSS Oeffinger Freidenker

    • Wir machen uns die Welt wie sie uns gefällt
    • Buchbesprechung: Andreas Oppacher - Deutschland und das skandinavische Modell
    • Thilos willfährige Apologeten
    • Mal was grundsätzliches...zu den Medien
    • Zitat des Tages
  • RSS F!XMBR

    • Thilo Sarrazin: Alles nur Satire
    • Jetzt begehren die Spammer schon um Einlass in die Wohnung
    • Wie die BILD einen Bürgerkrieg herbeiredet
    • Rassismus bleibt Rassismus – eine Replik (Update)
    • Erpresst – und die Kanzlerin strahlt
  • RSS Weissgarnix

    • Heinz Kühn statt Thilo Sarazzin
    • Hundstage
    • Pandoras Büchse. Zu Thilo Sarrazin
    • Die Liste der Nebendarsteller
    • Amerika entdeckt die strukturelle Arbeitslosigkeit
  • Gotcha! Paintball im Visier

    geschrieben am 08. Mai 2009 von Spiegelfechter

    Wer heute ein Alter jenseits der Dreißig erreicht hat, weiß gar nicht, was für ein Glück er hatte, in seiner Jugend nicht Opfer eines Amoklaufs geworden zu sein. Ganze Horden von Mitschülern übten damals mit Plastikpfeilen und Knallplättchen-Pistolen den gezielten Mord. Beim Cowboy und Indianer spielen wurde gar der simulierte Genozid exerziert. Sogar in den Schulen wurden unverantwortliche und sittenwidrige Killerspiele wie Völkerball abgehalten, bei denen es nur darum geht, den Gegner simuliert aus dem Verkehr zu ziehen. In Schützenvereinen war in diesen düsteren Zeiten sogar 14jährigen unter Aufsicht erlaubt, mit großkalibrigen Waffen zu hantieren. Es ist eigentlich kaum zu glauben, dass man trotz dieser immensen Gefahr die Schulzeit überlebt hat und zu einem sozial integrierten Erwachsenen herangereift ist.

    Der Feind spielt Paintball

    Als Reaktion auf den Amoklauf von Winnenden soll nun im Zuge einer Verschärfung des Waffengesetzes der Mannschaftssport ?Paintball? verboten werden. Der Täter von Winnenden hat zwar nie Paintball gespielt, aber darum geht es den Gesetzgebern auch nicht. Paintball sei ein ?sittenwidriges? Spiel und ?menschenverachtend?, so die Innenpolitiker der Großen Koalition. Nach dieser Definition wäre wohl auch Fechten ?sittenwidrig? und ?menschenverachtend?, da auch bei dieser Sportart mit einer entschärften Waffe der Gegner getroffen werden muss, wobei eine Tötung simuliert wird. Beim Paintball treffen zwei Mannschaften aufeinander, die mit Luftpistolen bewaffnet sind, welche Farbkugeln schießen. Ziel bei Paintball ist es, Teilnehmer der gegnerischen Mannschaft aus dem Spiel zu nehmen und eine taktische Stelle auf dem Spielfeld einzunehmen ? Räuber und Gendarm in moderner Fassung. Dieser Sport wird in Deutschland von rund 20.000 Menschen betrieben, es gibt Ligen und Turniere, wobei die Spitzenbegegnungen sogar im Fernsehen gezeigt werden. Manager, Ärzte, Bauarbeiter, Studenten – Männer und Frauen – spielen Paintball; negative Folgen für deren Aggressionspotential und Gewaltbereitschaft hat dies nicht, wie diverse Studien ergaben. Man muss diesen Sport nicht gut finden, aber man muss ja auch Fußball oder Synchronschwimmen nicht gut finden, verbieten darf man aber keine dieser Sportarten.

    Doch Paintball weist einen großen Unterschied zu anderen Sportarten auf ? Paintball darf man erst ab 18 spielen, es ist also ein reiner Erwachsenensport. Wenn die Bundesregierung diesen Sport verbieten will, geht es ihr also nicht um eine Prophylaxe für potentiell gefährdete Jugendliche, sondern darum, erwachsenen Menschen die Entscheidung abzunehmen, welche Freizeitbetätigungen gesellschaftlich sinnvoll sind und welche nicht. Die Große Koalition ist von einem paternalistischen Bevormundungseifer besessen. Der Bürger ist nicht nur a priori ein potentieller Täter, er ist auch ein Kind, um dessen seelisches und geistiges Wohl sich die Politik kümmern muss. Und hier liegt die Politik bereits im Grundsatz falsch. Ein erwachsener Bürger, der im Namen des Staates sogar zum Töten gezwungen werden kann, kann auch sehr wohl selbst entscheiden, was für ihn ?sittenwidrig? ist und was nicht. Menschenverachtend ist Paintball jedenfalls nicht ? zumindest hat dies ein Entscheid des Verwaltungsgerichtes Dresden festgestellt:

    Der bloße Verdacht, dass das angebotene Verhalten später einer entwürdigenden Behandlung von Menschen Vorschub leiste, könne noch nicht die von den Behörden angenommene Verletzung der Menschenwürde darstellen. Ein entsprechender Wirkungszusammenhang zwischen dem Spiel und der Ausübung von Gewalt sei nicht belegt. Das Spiel selbst verletze weder Wertmaßstäbe des Grundgesetzes noch den gesellschaftlichen Wertekonsens. Somit wäre ein Verbot grundgesetzwidrig…

    Jeder volljährige Mann ist gesetzlich gezwungen, für die Bundesrepublik Deutschland den Wehrdienst abzuleisten. In der Grundausbildung lernt dabei jeder Rekrut, wie man mit schweren Waffen auf menschenähnliche Ziele schießt, auch wenn er seinen eigentlichen Dienst am Funkgerät oder am Steuer eines Dienstwagens verrichtet. Wenn die Politik sich so sehr um das seelische Heil ihrer Bürger sorgt, warum charakterisiert sie dann den staatlich reglementierten Dienst an der Waffe nicht als ?sittenwidrig? und ?menschenverachtend?? Nirgends in diesem Lande wird das simulierte Töten so professionell trainiert wie bei der Bundeswehr. Gegen die Gefechtsausbildung des Heeres ist Paintball geradezu pazifistisch. Vielleicht sollte man den großkoalitionären Politikern ein Sprüchlein von Montesquieu ins Poesiealbum schreiben: ?Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu machen, ist es notwendig, kein Gesetz zu machen?

    Warum Paintball?

    Unter dem Dach des einflussreichen Bundes Deutscher Sportschützen (BDS) wird in Deutschland das sogenannte IPSC-Schießen organisiert. Bei dieser Sportart geht es darum, mit großkalibrigen Waffen möglichst schnell und zielsicher dynamische Ziele zu treffen. Otto Obermeyer, ein ehemaliger Präsident des BDS, beschreibt diese Sportart folgendermaßen: ?Für mich ist das reines Kampfschießen, was hier gemacht wird, unter dem Deckmantel des Sportschießens.? Wer sich selbst einen Eindruck von der auch weiterhin erlaubten Sportart IPSC machen will, der schaue sich folgendes Video an:

    Das vergleichsweise harmlose Mannschaftsspiel Paintball, bei dem mit Farbkügelchen geschossen wird, soll verboten werden, und gleichzeitig bleibt eine Sportart erlaubt, bei der man mit großkalibrigen Halbautomatikwaffen die Ausbildung von Spezialeinheiten simuliert? Das ist ebenso unverständlich, wie der Umstand, dass IPSC-Schützen ihre Waffen sogar daheim lagern dürfen. Allerdings ist natürlich auch IPSC-Schießen eine Sportart, die man nicht gut finde, aber die man deshalb noch lange nicht verbieten muss. Wenn man schon die Verbotskeule schwingen will, so ist der Waffenbesitz ein Feld, auf dem man losschlagen könnte.

    Kein Amoklauf wurde mit Farbkügelchen begangen. Alle Fälle haben aber eines gemeinsam ? im Haushalt der Täter waren scharfe, großkalibrige Waffen vorhanden. Es gibt kein einziges schlüssiges Argument dafür, warum Sportschützen ihre Waffen abseits der Schießstände führen dürfen. Der Einsatz dieser Waffen ist nur auf speziellen Schießständen erlaubt, und auch nur dort ist es möglich, die Waffen zentral und gesichert aufzubewahren. Placebo-Richtlinien, wie die angedachte Vorschrift, Waffenschränke mit biometrischen Sicherheitsschlössern zu versehen, sind halbherzig und lassen sich leicht umgehen ? mal abgesehen davon, dass es solche Schränke bis dato noch gar nicht gibt.

    Dein Nachbar ? ein Killer?

    Warum müssen eigentlich nun gerade die Paintball-Spieler ausbaden, was der Aktionismus der Bundesregierung so alles anrichtet? Paintball ist ein junger Sport, der gesellschaftlich kaum vernetzt ist. In jedem Dorf gibt es einen Schützenverein und oft ist der Bürgermeister selbst ein Mitglied. Die beiden Volksparteien wollen sich daher nicht mit den Sportschützen anlegen, da sonst die Basis rebellieren würde. Was liegt da näher, als anstatt der Sportschützen eine junge Sportart aufs Korn zu nehmen, die ? ähnlich wie Egoshooter ? vor allem der älteren Wählerklientel der Volksparteien nicht bekannt und auch ein wenig unheimlich ist? Jedem dieser Wähler käme es absurd vor, wenn man plötzlich seinen Nachbarn, der dem Schießsport nachgeht, kriminalisieren würde. Paintball-Spieler kennt hingegen kaum jemand.

    So nimmt sich der Regulierungs- und Verbotswahn der Bundesregierung am liebsten Randschichten als Opfer vor, die man relativ ungestraft kriminalisieren kann. Computerspieler, Internetfreaks, Paintball-Spieler oder auch Besitzer von Hunden jenseits der Kuscheltierskala. Schon Rosa Luxemburg wusste, ?die Freiheit stirbt von den Rändern?. Auch wenn man mit den kriminalisierten Hobbies selbst nichts anfangen kann, es lohnt sich, Widerspruch anzumelden. Sonst könnte bald der (abgewandelte) Denkspruch von Pastor Niemöller wieder aktuell werden:

    ?Als die Regierung die Kampfhunde verbot, habe ich geschwiegen, ich hatte ja keinen Kampfhund.
    Als sie die Counterstrike-Spieler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Counterstrike-Spieler.
    Als sie die Paintball-Spieler einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Paintball-Spieler.
    Als sie die Internetfreaks einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Internetfreak.
    Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.?

    Jens Berger

    Drucken Kontakt Projekt unterstützen

    Share and Enjoy:
    • Print
    • Digg
    • del.icio.us
    • Facebook
    • Google Bookmarks
    • email
    • Identi.ca
    • MisterWong.DE
    • MySpace
    • Reddit
    • Twitter
    • Wikio
    • Yigg
    117 Kommentare Print This Post
    Tags: Deutschland Stasi 2.0
    Partnersuche im Internet
    Vertrauen Sie Deutschlands Nr. 1
    Wissenschaftlich fundierter Test
    www.PARSHIP.de

    Trackbacks:

    1. Paintball ist PÖSE! « mitanderenworten
    2. diesmal also paintball | red flog
    3. Paintball als Vorstufe zum Amokläufer | Die Schreibtischwerkstatt
    4. gesinnungslos » Warum Paintball verboten werden soll – eine Theorie
    5. Streitschrift » Blog Archive » Ich bin kein Paintball-Spieler
    6. „Bleibt alles gleich“ – Nachschlag « NobodyGamesAShit
    7. Et jeht so. » Paintball-Verbot: Dumm oder böse?

    117 Kommentare:

    1. Frank Schenk schrieb am 8. Mai 2009 at 17:07 - Permalink

      Sehr makaber, heute morgen bei N24:

      1. Regierung – Paintball – verbieten – blabla
      2. Beisetzung eines Bundeswehrsoldaten

      Ich hab mich ehrlich gefragt, wie man bei soviel Dummheit und Verbohrtheit überhaupt noch in den Spiegel schauen kann, ohne sich gleich selbst aus dem Genpool zu entfernen.

      Da werden junge Menschen, die zum Teil nicht mal die Wahl haben, schwer bewaffnet in Krisengebiete geschickt aber sich gegenseitig mit Farbe zu bekleckern ist verboten.

      Unglaublich dumm!

      gruß, Frank

    2. Klaus schrieb am 8. Mai 2009 at 17:30 - Permalink

      Nach der Logik unserer Gesetzgeber müsste man dann auch die Spiele Schach und Risiko verbieten.
      Man kann nur noch den Kopf schütteln angesichts der Unfähigkeit unserer Politiker…

    3. Eike Scholz schrieb am 8. Mai 2009 at 17:44 - Permalink

      Oh ha,

      ein guter Freund meinte letztens zu mir, dass er vermutlich Nichtwähler wird, weil das Abgeben seiner Stimme eh nichts bringt und bestenfalls eine Verzögerung des Zusammenbrechens der Gesellschaft bewirkt. Ich weiß bald nicht mehr, was ich darauf antworten soll. Ich wähle auch nur noch aus Pflichtbewustsein, nicht weil es irgend eine Partei gäbe denen ich inhaltlich hinreichend zustimmen würde. Die offensichtliche Inkompetenz der Politiker die in solchen Gesetzen zum Vorschein kommt (Absicht will ich mal nicht unterstellen) lässt mich allerdings allmählich auch daran zweifeln ob Wählen noch sinnvoll ist …

      Beste Grüße,
      Eike

    4. dante schrieb am 8. Mai 2009 at 17:59 - Permalink

      Und wer jenseits der 40 ist, erinnert sich noch an Erbsen- und Kartoffelpistolen.

      Mist, warum wurde ich kein Amokläufer? Ich hatte so gute Voraussetzungen: “Er war ein Virtuose mit seiner Erbsenpistole; und immer so freundlich und hilfsbereit”, sagten die Nachbarn.

    5. Ben Bela schrieb am 8. Mai 2009 at 18:01 - Permalink

      Mir ist diese Entscheidung auch vollkommen unverständlich.
      Ich hoffe wie Eike, dass es nur Unwissen ist…
      Ich spiele selbst ab und an Paintball und kann diesen Verbotswunsch wirklich nicht verstehen. Ein Polizeisprecher meinte auch, dass es vollkommen schwachsinnig wäre….

    6. Spiegelfechter schrieb am 8. Mai 2009 at 18:10 - Permalink

      @dante

      Mist, warum wurde ich kein Amokläufer?

      Und ich erstmal – mit 18 war ich begeisterter Sportpistolenschütze und habe sogar so “sittenwidrige” Sachen wie Duellschießen betrieben (die Version mit Scheiben). Eine gewisse Vorliebe für Computer hatte ich auch – ich glaube, hätte es damals schon so etwas wie Rasterfahndung gegeben, hätte man mich als “Gefährder” aussortiert ;-)

    7. otti schrieb am 8. Mai 2009 at 18:18 - Permalink

      Der so genannte Gesetzgeber, bekanntlich Leute, die bei der Bevölkerung nur noch sehr eingeschränkt Vertrauen genießen, nimmt das Maul recht voll und beweist damit am falschen Objekt lediglich seine systemische Inkompetenz.
      Politik heißt heutzutage leider in der Regel “große Klappe und nix dahinter”. Auf den Punkt gebracht: Propaganda.

      Schweigen und Wegsehen war und ist in der Tat ein hervorstechendes Merkmal von Täuschland. Jeder kennt Beispiele, wo er oder sie – gsetzlich erlaubt – beschissen wurde.

      Mit diesem blödsinnigen Vorschlag der Politik werden selbst die Hinterbliebenen des Amoklaufes von Winnenden verarscht.

      Scharfe Waffen haben in Privaträumen nichts verloren. So einfach ist das! Mancher Selbstmord wäre dadurch schon verhindert worden.

    8. Baszlo schrieb am 8. Mai 2009 at 18:51 - Permalink

      Die Painballsportler sind eben hilflose Opfer die keinerlei Lobby haben, wie es SF ja schon schreibt. Das zieht den Gesetzgeber natürlich wie magisch an. Rudelgesetze – die Stärksten zerreißen immer zuerst die Schwachen! Ob man das je ändern kann?

    9. georg schrieb am 8. Mai 2009 at 18:53 - Permalink

      wann wird denn endlich Völkerball verboten und natürlich : Ich erkläre den Krieg gegen ….
      einfach nur noch lächerlich, das Raumschiff Bonn war total harmlos. Wir sind wieder vor 1914

    10. Xaver Neid schrieb am 8. Mai 2009 at 18:56 - Permalink

      Das mit dem “Paintballverbot” ist doch nur die “Alibi-Forderung”. Von vorne herein geht man davon aus, dass das nicht klappen wird – es ist einfach zu absurd, das wissen auch die Initatoren.
      Dafür werden sie nachdem diese Absurdität medial und juristisch abgehandelt wurde – das Gesetz für echte Waffen (so die Intention) verschärfen. Die Bevölkerung wird nach und nach entwaffnet – das Waffenmonopol liegt beim Staat.

      Immer die alte Handelsregel: Ich will für mein altes Auto 3000? also verlange ich 8000? (mir über diese absurde Forderung im Klaren). Nach ein bisschen hin und- her feilschen habe ich natürlich nicht über die hälfte des Einstieggebots gekriegt, aber immerhin mehr als ich wollte: 3500?.

    11. SlaWa schrieb am 8. Mai 2009 at 18:59 - Permalink

      Dem Artikel kann ich zustimmen, eine Frage blieb bisher aber unbeantwortet: Wie kamen die Politiker denn nun genau auf Paintball? Der Sport gilt in der Öffentlichkeit nicht als gebrandmarkt, eine Verbindung zum Amoklauf von vor einigen Monaten fehlt ebenfalls – woher also die irrsinnige Idee, nun ausgerechnet auf Paintball loszugehen?

    12. tumulder schrieb am 8. Mai 2009 at 20:01 - Permalink

      Wenn man dann auch noch hört was Frank Richter, NRW Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, zum Thema zu sagen hat, fällt einem einfach nichts mehr ein. Immer wieder die gleiche Leier von herabgesetzten Hemmschwellen usw…

    13. gast01 schrieb am 8. Mai 2009 at 20:40 - Permalink

      Die sollten mal sehen wie es bei der Bundeswehr abgeht, wenn irgendwo die Hemmschwelle herabgesetzt wird dann dort, vorallem in der Grundausbildung, in welcher der Rekrut möglich stumpf gemacht werden soll. Ich hab von leichten Handfeuerwaffen (P8) bis hin zu schweren Waffen (Panzerfaust), alles scharf oder mit Übmunition geschossen und in der Grundausbildung mit Umgebauten G36 und Laserzielvorrichtungen gegen meine Kameraden Krieg geführt. Wenn man dort nicht abstumpt, wo sonst? Bei Paintball von Hemmschwellenherabsetzung zu reden, ist meiner Meinung nach übertrieben und es zu verbieten ist m.M.n. Willkür, es verbietet ja auch keiner Kampfsportarten.

    14. Gebintit schrieb am 8. Mai 2009 at 21:28 - Permalink

      Du hast es mal wieder treffend auf den Punkt gebracht!

      Schon merkwürdig, wie manche Politiker ticken. Kaum noch nachzuvollziehen. Wo bleibt der gesunde Menschenverstand? Selbst Leute, die sich ausschließlich durch BILD bilden müssten doch diese Widersprüche bemerken.

    15. Hohenstaufen schrieb am 8. Mai 2009 at 22:06 - Permalink

      “Nirgends in diesem Lande wird das simulierte Töten so professionell trainiert wie bei der Bundeswehr. Gegen die Gefechtsausbildung des Heeres ist Paintball geradezu pazifistisch.”
      Zitat Spiegelfechter

      Kleine Nebensächlichkeit:
      Bei der Bundeswehr kommen vermeintlich bedenkliche Sachen zusammen:
      Verfügbarkeit von Waffen, junge Männer mit Testosteronüberschuss aus allen sozialen Schichten, Schießtraining, manchmal Alkohol.
      Einen Amoklauf eines frustrierten Bundeswehr-Soldaten in einer Kaserne hat es meines Wissens zumindest in jüngerer Zeit nie gegeben.
      Vermutlich ist der Umgang mit Schußwaffen bei “möchte-gern” Kämpfern deutlich unbefangener als bei echten Soldaten.

    16. Hans schrieb am 8. Mai 2009 at 22:33 - Permalink

      Kampf- und Kriegshund

      Also in dieser Liste bzw. Kritik die Kampf- und Kriegshunde aufzunehmen, die im Gegensatz zu Handfeuerwaffen gelegentlich selbst mal auf Beutefang gehen ohne das direkte aufhetzen durch ihre teilweise sozial sehr fragwürdigen Besitzer, ist schon ziemlich dreist. Das Risikopoetential dieser Beiß- und Schmerzreduktiv getrimmten Hunde aus dem Wett- und deren Vorgänger aus dem Kriegsgeschäft haben in dieser Reihe einfach keine Daseinsberechtigung.
      Das Risiko für die Hundehaltung tragen alle Bürger und hier vor allem Kinder, die jedes Jahr Opfer dieser Tiere werden. Wenn Hundehaltung, dann bitteschön Hunde, die nicht in weniger als 20 Sekunden einen Menschen verstümmeln oder töten können.

      Hier geht es nicht um reinen Verbotswahn sondern tatsächlich um Fragen der Sicherheit für den Bürger. Hunde sind niemals 100% kontrollierbar, das zeigen die regelmäßig aufkommenden Berichte über allgemein tadellos geführte leinenbefreite Vierbeiner, die dann doch austicken, weil ein Tier eben doch niemals für einen Menschen berechnbar ist.

      Wenn der Gesetzgeber auch oft über das Ziel hinausschießt, so ist er in diesem Feld sträflich nachlässig: Wie sagte Adenauer? “Leg Dich mit Hundehaltern an und Du kannst Dein Amt begraben!”

      Ansonsten ein wie immer gelungener Artikel, dankeschön.

    17. Ron schrieb am 8. Mai 2009 at 23:13 - Permalink

      Gerade nach tragischen Ereignissen wie dem dem Amoklauf in Winnenden, aber auch insbesondere in Wahlkampfzeiten ergeben sich unsere Politiker scheinbar gerne in so demagogischen wie dämlichen haltlosen Forderungen.

      Auf jedes Problem wird mit einem Verbot reagiert. Wenn auch nur einem Verbot der Symptome. So ist es beim Paintball genau wie bei der geplanten Internetsperre. Es muss doch auch unseren Politikern klar sein, dass jedes Verbot, auch wenn es nur einen kleine Gruppe betrifft, einen Einschränkung unser aller Freiheit ist. Und dafür sollten die Hürden verdammt hoch liegen. Ansonsten leistet man der Politikverdrossenheit in unserem Land nur weiteren Vorschub. Wie soll denn der Bürger zu seinem Staat und dessen Staatsform stehen, wenn dessen Institutionen seinen Freiheit immer mehr einzuschränken versuchen?

      Mit 17 Jahren kann man schon in der Bundeswehr dienen. Ab 18 Jahren ist der männliche Bürger dazu verpflichtet. Aber dem mündigen Bürger soll es, nach dem Willen vieler Wahlkämpfer, nicht gestattet sein sogenannte Killerspiele zu spielen oder aber auch dem Schießsport nach zu gehen. Junge Männer und Frauen werden nach Afghanistan geschickt und müssen dort zum Teil schreckliche Dinge mit ansehen oder gar am eigenen Leib erleben. Aber das Spielen mit Farbkügelchen sorgt angeblich für eine Verrohung der Gesellschaft und soll mit drastischen Strafen belegt werden.

      Na wenigstens sorgt die Politik dafür, dass es nicht langweilig wird.

    18. bombjack schrieb am 8. Mai 2009 at 23:25 - Permalink

      @11
      [...]Wie kamen die Politiker denn nun genau auf Paintball?[...]

      über “Gotcha” vgl.

      http://ixweb.de/psplatter/20m.htm

      und speziell die Begründung:
      [...]
      Gesetzentwurf des Bundesrates

      Entwurf eines Gesetztes zur Änderung des Gesetztes über Ordnungwidrigkeiten

      A. Zielsetzung

      In jüngerer Zeit sind vermehrt Spielformen aufgetreten, bei denen in besonders menschenverachtender Weise Tötungshandlungen an Mitspielern realitätsnah simuliert werden (z. B. “Laserdrome”-Spielcenter, Gotcha).
      Derartige Spielformen widersprechen der Werteordnung unserer Gesellschaft, verharmlosen Gewalt, fördern Gleichgültigkeit gegenüber Tötungshandlungen und bergen die Gefahr, daß Hemmschwellen abgebaut werden und die Anwendung von Gewalt begünstigt wird. Ziel des Gesetzentwurfs ist es, der Verbreitung solcher Spielformen entgegenzuwirken.

      B. Lösung

      Der Entwurf sieht vor, in das Ordnungswidrigkeitengesetz einen neuen § 118 a einzufügen, der die Veranstaltung derartiger menschenverachtender Spiele, die Bereitstellung hierfür erforderlicher Grundstücke, Anlagen oder Einrichtungen sowie unter bestimmten Voraussetzungen die Teilnahme mit Bußgeld bedroht.

      C. Alternativen

      Die Regelung eines Verbots sog. “Killer-Spiele” könnte teilweise auch durch die Aufnahme eines entsprechenden Verbotstatbestandes in der Gewerbeordnung erreicht werden. Ein von der Bundestagsfraktion der SPD eingebrachter Gesetzentwurf zur Änderung der Gewerbeordnung (Drucksache 13/619), der diese Zielrichtung verfolgt, ist im hierfür federführenden Ausschuß für Wirtschaft des Deutschen Bundestages auf Ablehnung gestoßen. Weitergehend als die Aufnahme einer Verbotsnorm im Rahmen der Gewerbeordnung erfaßt jedoch der vorliegende Gesetzentwurf zur Änderung des Ordnungswidrigkeitengesetzes auch Spielformen, die nicht typischerweise gewerblich betrieben werden (z. B. Gotcha).

      D. Kosten

      1. Haushaltsausgaben ohne Verwaltungsaufwand

      Keine

      2. Vollzugsaufwand

      Durch die Einführung eines neuen Ordnungswidrigkeitentatbestandes wird ein geringfügiger Mehraufwand für die zur Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten zuständigen Behörden entstehen. Andererseits fallen die erhobenen Bußgelder der Staatskasse zu.

      E. Sonstige Kosten
      aus
      h**p://ixweb.de/psplatter/20u.htm

      Spukt also schon lange in den Köpfen der Volksverarscher rum…..

      bombjack

    19. Spiegelfechter schrieb am 8. Mai 2009 at 23:31 - Permalink

      @Bombjack und SlaWa

      Ich habe das so in Erinnerung, dass die Diskussion vor allem nach dem Amoklauf von Emsdetten aufgebrandet ist – der dortige Täter war multipel durchgeknallt und hat auch Paintball gespielt.

    20. Spiegelfechter schrieb am 8. Mai 2009 at 23:33 - Permalink

      @Hans

      Ich sehe schon, was Hunde angeht, sind wir grundverschiedener Meinung. Aber diesen Nebenkriegsschauplatz will ich jetzt nicht auch noch aufmachen ;-)

    21. nachhaltigkeit schrieb am 8. Mai 2009 at 23:45 - Permalink

      Knackiges Schlusszitat.
      Hoffentlich kommt keiner auf Idee Boxen, Karate und Kung-Fu zu verbieten.
      Menschen, die diese Sportarten betreiben, könnten potentiell durchgeknallt sein.
      Sie müssen nicht, aber das Potential wäre unter Umständen vorhanden…weiß doch niemand so genau…..was wissen wir schon…ach so Superwahljahr…stimmt…darum können sogenannte Politiker oben von unten nicht mehr unterscheiden…..
      Liegt die Macht nicht bei jeder/m Einzelne/n Wähler/in ?

      Update – Anti-Internetzensur liegt bei 60100 Unterzeichnern, Tendenz steigend :-)

    22. 7schläfer schrieb am 8. Mai 2009 at 23:47 - Permalink

      was unsere Politiker wohl im Schilde führen werden, wenn einer mal eine “Amok-Autofahrt” verübt? Verbieten sie dann das “Bobby-Car”-Fahren?

    23. Der Schachspieler schrieb am 9. Mai 2009 at 00:41 - Permalink

      Ich verstehe die Aufruhr nicht, am besten sollten sie alle Waffenspiele, Mordinstrumente, Horrorfilme, Tötungsszenarien, Plastik-Wasserpistolen und sonstiges Tötungs-zeugs aus dem Gedächtniss der Menschheit löschen.

      Warum meinen Erwachsene Männer eigentlich immer sie müssten sich mit “Kampftechnischem” oder “Kregstechnischem” Material ausstatten?

      Wieso braucht es Killerspiele? Wieso braucht es Wasserpistolen, wieso ist das ganze Scheiss- Kriegsmaterial so essentiel für jeden?

      Ohne schlechtes Gewissen drücken wir die Mordwerkzeuge in Plastik simuliert, unseren Kindern als Spielzeug in die Wiege, und meinen dann wir hätten was für unsere Freiheit getan.

      Wenn wir darum kämpfen das unsere Kinder immer noch ihre “Plastiktötungsspielzeuge” verwenden dürfen, dann fühlen wir uns rebellisch.

      So etwas hat mit Rebellion in geistigem Sinne nichts zu tun.

      Was für eine Freiheit will man sich erkämpfen wenn man für die “freie” Hand der Waffensymbolik eintritt?

    24. Thom schrieb am 9. Mai 2009 at 01:12 - Permalink

      Die politische Gruppe der Paintball-Spieler, die “abgeholt” werden (von wem eigentlich?)… vollkommen lächerlich. Paintball ist ein Spiel, es hat keinen politischen oder sonstigen Hintergrund. Es imitiert menschenverachtende Handlungen. Es zu verbieten, halte ich nicht für abwegig. Das Zitat oben wird mißbraucht. Kampfhundebesitzer, die fortan ihrem Hund einen Maulkorb aufziehen müssen, werden gleichgesetzt mit Menschen, die wegen ihre ethnischen Herkunft vergast werden… vollkommen unangemessen, ist noch das Mindeste, was man hier sagen kann.

    25. 7schläfer schrieb am 9. Mai 2009 at 01:26 - Permalink

      @23 schachspieler

      der Mensch kann nicht ohne Gewalt; ich finde es sinnvoller, wenn er sich abreagieren kann, ohne anderen Schaden zuzufügen. Das ganze Leben besteht aus Gewalteinwirkung: jegliche Erziehung bedeutet die Anwendung von Gewalt, ob physischer oder psychischer; ich verstehe Deinen Einwand überhaupt nicht!

    26. Jan Kohnert schrieb am 9. Mai 2009 at 01:52 - Permalink

      Hallo Spiegelfechter,

      sehr schöner Text, aber in einem Punkt muss ich dir widersprechen: Wir werden nicht zum Dienst an der Waffe gezwungen. Schlimm ist natürlich, das wir zur Verweigerung eine Begründung schreiben müssen *meine rauskram*…

      Vor einiger Zeit habe ich mal einen Kabarettisten gesehen (ich weiß leider nicht mehr welchen), der die Prozedur umkehren wollte: Alle Männer müssen Zivildienst machen und wer zur Bundeswehr will, muss es begründen. Text wäre dann: “Ich will töten lernen, weil…”. Das wäre doch mal was.

      In dem Sinne klaue ich mal bei Tucholsky:
      Krieg dem Kriege
      und Friede auf Erden

    27. BOXHead schrieb am 9. Mai 2009 at 06:42 - Permalink

      @ 7schläfer

      Wenn einer mit nem Auto amok-läuft werden als erstes Box-Autos auf Rummeln verboten! Dann Matchbox und dann die Killer-Renn-Spiele (Crashday, Burnout…) und böse Raserfilme wie Fast and Furios wirds dann auch nichmehr geben!

      @ Der Schachspieler

      Ist Schach nicht das älteste Kriegsspiel der Welt? Endet es nicht mit der Auslöschung des Gegners oder wenn beide Spieler nichtmehr gewinnen können weil schon zuviele eigene Einheiten gefallen sind? Ich verurteile auch keine Leute die Briefmarken sammeln? Jetzt mal echt… die sind sehr verdächtig… was muss in jemandem vorgehen der Briefmarken sammelt? Sehr verdächtig!! Das is ein Witz hört auf euch gegenseitig den Schwarzen-Peter zuzuschieben! Ich mag auch keine Geschichten von Kampfhunden die Kinder zerfleischen… das machen auch Haie, Löwen und sogar Schweine (nur wenn sie die Chance haben ;o) )

      Kampfhunde die ausflippen und angreifen sind genau wie Amokläufer… eine absolute Ausnahme in Ihrer Rasse!!!

    28. DocJones schrieb am 9. Mai 2009 at 08:53 - Permalink

      Die Politiker setzen sich zusammen und machen ein Brainstorming: Hm so ein Amoklauf fordert jetzt unbedingt einen tatkräftige, aktionistische und medienwirksame Gesetzesänderung.. so überlegen wir mal: Scharfe Schusswaffen zu Hause verbieten? Guter Vorschlag, pisst aber unsere Stammwähler an, geht also nicht.. aber wir müssen unbedingt vor der Wahl noch Aktionismus zeigen! .. nun gut dann machen wir uns einfach über ne Randgruppe her.. Welche gibts dem im Angebot.. ich hab da was von Gotcha gehört, das simuliert Krieg mit Farbkügelchen, hat nur 20.000 Nutzer.. Ah perfekt, das wird jetzt ab sofort unter Strafe gestellt! Dann noch einen Touch von “Scharfen Waffen zu Hause einschränken .. ja fordern wir doch einfach was das noch weit in der Zukunft liegt und nach der Wahl ist: Biometrik für Waffenschränke! Ah guter Vorschlag gutes Gesetz, wir treten nur wenigen auf die Füsse, haben aber viel Entschlossenheit bewiesen!

    29. pinkinson schrieb am 9. Mai 2009 at 09:14 - Permalink

      Jens,

      ich schätze Dich und Deine Beiträge sehr, aber mit der Passage mit dem IPSC und dem “Wenn man schon die Verbotskeule schwingen will, so ist der Waffenbesitz ein Feld, auf dem man losschlagen könnte.” hast Du dich nicht wirklich mit mit Ruhm bekleckert. Vielleicht solltest Du Dich mal mit der Kriminalstatistik auseinandersetzten, nachschauen wieviele Straftaten in Deutschland mit legalen Waffen durchgeführt werden und mir dann erklären, was der Verbot im legalen Bereich denn brigen wird.

      “Alle Fälle haben aber eines gemeinsam ? im Haushalt der Täter waren scharfe, großkalibrige Waffen vorhanden.”

      Ähn, Halbwahrheit. Steinhäuser un Erfurt hatte illegale Wafffen. Zwar war er Sportschütze, aber die Amok-Waffen waren illegal, weil seine Berechtigung längst abgelaufen war. Hier haben ganz klar die Behördne gepennt.

      Beim vorletzten Amok ähnliche Situation – keine legale Waffen.

      “Es gibt kein einziges schlüssiges Argument dafür, warum Sportschützen ihre Waffen abseits der Schießstände führen dürfen. Der Einsatz dieser Waffen ist nur auf speziellen Schießständen erlaubt, und auch nur dort ist es möglich, die Waffen zentral und gesichert aufzubewahren.”

      Doch. Mein Schützenverein hat 600 Mitglieder. Bei 2 Waffen pro Mitglied wären es ca. 1200 Waffen. Wie soll ein Verein einen gesicherten Waffenbunker für 1200 Waffen finanzieren? Das würde Millionen kosten und ganz sicher das Aus für das Verein bedeuten.

      Letztendlich ist eine Tatsache unbestritten – jeder, der eine Waffen haben will, kriegt sie völlig problemlos in jeder Großstadt in jedem bekannten Bezirken. Ohne Prüfungen, Anträge und Erfassung. Dafür haben wir ja in Deutschland ca. 30 Millionen illegale Waffen…

      Gruß,

      pinkinson

    30. Spiegelfechter schrieb am 9. Mai 2009 at 09:27 - Permalink

      @pinkinson

      Da muss ich Dir leider widersprechen. Ein Verbot darf immer nur ultima ratio sein – und beim Schießsport sind noch längst nicht alle Mittel ausgeschöpft. Eine Vorschrift, die die Schützen zwingt, ihre Waffen in Schießsportanlagen sicher zu verwahren, wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Aber das stehet auch alles im Text ;-)

    31. Spiegelfechter schrieb am 9. Mai 2009 at 10:17 - Permalink

      @Jan Kohnert

      Wir werden nicht zum Dienst an der Waffe gezwungen. Schlimm ist natürlich, das wir zur Verweigerung eine Begründung schreiben müssen *meine rauskram*?

      Bei dieser Formulierung hatte ich auch meine Zweifel, aber nach Durchsicht der Gesetze, fühle ich mich bestätigt. Der “Ersatzdienst” ist – wie der Name schon sagt – ein Ersatz für den Dienst an der Waffe. Gezwungen wird man aber nicht zum Ersatzdienst, sondern zum Wehrdienst, den man dann aus Gewissensgründen in einen Ersatzdienst umtauschen kann.

      Vor einiger Zeit habe ich mal einen Kabarettisten gesehen (ich weiß leider nicht mehr welchen), der die Prozedur umkehren wollte: Alle Männer müssen Zivildienst machen und wer zur Bundeswehr will, muss es begründen. Text wäre dann: ?Ich will töten lernen, weil??. Das wäre doch mal was.

      Damit wäre aber die gesetzliche Grundlage des Zwangsdienstes passé ;-)

    32. Shitop schrieb am 9. Mai 2009 at 10:20 - Permalink

      Ich bin mal gespannt, ob je der folgende Erziehungsratschlag in Deutschland verboten wird, seine Umsetzung ist es in Europa zum Glück schon:
      “Wenn jemand einen eigenwilligen und ungehorsamen Sohn hat, der seines Vaters und seiner Mutter Stimme nicht gehorcht und, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, so sollen ihn Vater und Mutter greifen und zu den Ältesten der Stadt führen und zu dem Tor des Orts, und zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist eigenwillig und ungehorsam und gehorcht unsrer Stimme nicht und ist ein Schlemmer und ein Trunkenbold. So sollen ihn steinigen alle Leute der Stadt, dass er sterbe”
      Der Text selbst darf aber immer noch unkommentiert verbreitet werden und ist auch Jugendlichen frei zugänglich.

    33. Spiegelfechter schrieb am 9. Mai 2009 at 10:24 - Permalink

      @pinkinson (Nachtrag)

      ->?Alle Fälle haben aber eines gemeinsam ? im Haushalt der Täter waren scharfe, großkalibrige Waffen vorhanden.?

      Ähn, Halbwahrheit. Steinhäuser un Erfurt hatte illegale Wafffen. Zwar war er Sportschütze, aber die Amok-Waffen waren illegal, weil seine Berechtigung längst abgelaufen war. Hier haben ganz klar die Behördne gepennt.

      OK – aber wenn er seine Waffe nie hätte daheim aufbewahren dürfen, wäre er auch nicht an diese Waffe gekommen, um einen Amoklauf zu verüben.

      ->?Es gibt kein einziges schlüssiges Argument dafür, warum Sportschützen ihre Waffen abseits der Schießstände führen dürfen. Der Einsatz dieser Waffen ist nur auf speziellen Schießständen erlaubt, und auch nur dort ist es möglich, die Waffen zentral und gesichert aufzubewahren.?

      Doch. Mein Schützenverein hat 600 Mitglieder. Bei 2 Waffen pro Mitglied wären es ca. 1200 Waffen. Wie soll ein Verein einen gesicherten Waffenbunker für 1200 Waffen finanzieren? Das würde Millionen kosten und ganz sicher das Aus für das Verein bedeuten.

      Zählt nicht – jeder Waffenbesitzer muss ja auch einen nicht gerade eben billigen Schrank vorhalten. Dann muss der SChütze halt eine Sicherheitseinlage von 500 oder auch 1000 Euro hinterlegen. Auch andere Hobbies sind teuer.

      Letztendlich ist eine Tatsache unbestritten – jeder, der eine Waffen haben will, kriegt sie völlig problemlos in jeder Großstadt in jedem bekannten Bezirken. Ohne Prüfungen, Anträge und Erfassung. Dafür haben wir ja in Deutschland ca. 30 Millionen illegale Waffen?

      Das ist ein ganz anderes Problem. Es ist aber eher untypisch für einen jugendlichen pickligen Autisten aus besserem Hause, sich in einem kroatischen oder albanischen “Kulturklub” illegale Waffen zu besorgen ;-)

    34. Spiegelfechter schrieb am 9. Mai 2009 at 10:34 - Permalink

      @Der Schachspieler

      Ich bin ziemlich sicher, dass zwei kleine Babylonier mit Holzschwertern aufeinander losgegangen sind – so ist er nun einmal, der Mensch. Der kleine Mann will die Vorbilder seiner Zeit imitieren. Wenn Du heute also jegliche “Waffenspielzeuge” verbieten willst, so musst Du zunächst dafür sorgen, dass Waffenträger keine Vorbilder mehr sind. Dafür müsstest Du wahrscheinlich jeden zweiten Film verbieten und und und … viel Spaß, es gab schon einmal Menschen, die meinten, man könne den bösen Alkohol so einfach verbieten, Erfolg hatten sie nicht unbedingt ;-)

    35. dudeldum schrieb am 9. Mai 2009 at 10:48 - Permalink

      @SF
      “es gab schon einmal Menschen, die meinten, man könne den bösen Alkohol so einfach verbieten, Erfolg hatten sie nicht unbedingt ;-)”

      Doch hatten sie. Sie sind dabei sehr Reich geworden.

    36. Spiegelfechter schrieb am 9. Mai 2009 at 10:50 - Permalink

      @dudeldum

      Doch hatten sie. Sie sind dabei sehr Reich geworden.

      Aber nicht diejenigen, die von Beginn an aus höheren moralischen Beweggründen für den Verbot waren.

    37. pinkinson schrieb am 9. Mai 2009 at 11:17 - Permalink

      @Spiegelfechter

      OK – aber wenn er seine Waffe nie hätte daheim aufbewahren dürfen, wäre er auch nicht an diese Waffe gekommen, um einen Amoklauf zu verüben.

      Doch, beim Kauf, auf dem Weg zum einem Wettbewerb in einem anderen Schützenverein (wie sollen diese Deiner Meinung denn ablaufen?), wenn er die Waffe zum Büchenmacher zum reparieren/verbessern bringen wollte, weil er… und so weiter und so fort… Die Liste ist unedlich.

      Zählt nicht – jeder Waffenbesitzer muss ja auch einen nicht gerade eben billigen Schrank vorhalten. Dann muss der SChütze halt eine Sicherheitseinlage von 500 oder auch 1000 Euro hinterlegen. Auch andere Hobbies sind teuer.

      Wir haben nachgerechnet, dass bei uns jeder ca. 5.000 ? für die Einrichtung eines solchen Bunker zahlen hätte müssen (ja, ja, Unterbau ist halt 5 Mal so teuer wie Oberbau). Ganz davon abgesehen, dass hierzu noch laufende Kosten für die Betrieb gekommen wären (z.b. Bewachung). Sowas ist 100% Tod des Großkaliberschiessens in Deutschland. Mal ganz davon abgesehen, welchen Reiz soll ein gigantischer Waffenlager abseits vieler Menschen (da liegen ja die meisten Vereine) für Kriminelle darstellt.

      Das ist ein ganz anderes Problem. Es ist aber eher untypisch für einen jugendlichen pickligen Autisten aus besserem Hause, sich in einem kroatischen oder albanischen ?Kulturklub? illegale Waffen zu besorgen ;-)

      Sorry, aber das ist Polemik. Ich glaube kaum, dass wir hier sicher behaupten können, was ein “pickliger Autist” in Amoklaune tut oder nicht.

    38. pinkinson schrieb am 9. Mai 2009 at 11:31 - Permalink

      @Spiegelfechter:

      Ich bin ziemlich sicher, dass zwei kleine Babylonier mit Holzschwertern aufeinander losgegangen sind – so ist er nun einmal, der Mensch. Der kleine Mann will die Vorbilder seiner Zeit imitieren. Wenn Du heute also jegliche ?Waffenspielzeuge? verbieten willst, so musst Du zunächst dafür sorgen, dass Waffenträger keine Vorbilder mehr sind. Dafür müsstest Du wahrscheinlich jeden zweiten Film verbieten und und und ? viel Spaß, es gab schon einmal Menschen, die meinten, man könne den bösen Alkohol so einfach verbieten, Erfolg hatten sie nicht unbedingt ;-)

      Ich zitiere:

      Diese Waffen-Thematik taucht ja immer wieder auf. Und das meine ich nicht speziell auf Amokläufer bezogen, sondern insgesamt das gesamte Verhältnis Männer-Waffen. Es ist vollkommen sinnlos zu leugnen, dass ein normaler gesunder Mann beim Anblick oder Handhabung einer Waffe vollkommen unbeteiligt und emotionslos bleibt. Das wäre die Leugnung von 6 Mio. Jahre unserer Geschichte.

      Seit dem Tag als der erste Menschenaffe mit einem Stein den Schädel seines Konkurrenten gespaltet hat und damit zum Alfa-Männchen wurde, seit diesem Tag verging kein einziger Tag an dem in dieser Welt alles, aber auch wirklich alles, was für einen Mann von Bedeutung ist, nicht mit Hilfe einer WAFFE beschaffen oder verteidigt wurde – Geld, Macht, Status, Sex, Nahrung. Zwar hat sich das Ganze in den letzten 50 Jahren auf die Ebene der Staaten aggregiert, aber vom Prinzip her sind wir genau dort wo wir vor 6 Mio. Jahren standen.

      Wen wundert es bitte bei dieser Prämisse, dass ein normaler Mann feuchte Augen beim Anblick einer Waffe bekommt, wo dies doch seit 6 Mio. Jahren in seinen Genen Tausende Generationen lang als Grundlage seiner Existenz abgespreichert wurde?

      PS: Wie quotet man hier eigentlich richtig?

    39. Spiegelfechter schrieb am 9. Mai 2009 at 11:41 - Permalink

      @Pinkinson

      Doch, beim Kauf, auf dem Weg zum einem Wettbewerb in einem anderen Schützenverein (wie sollen diese Deiner Meinung denn ablaufen?), wenn er die Waffe zum Büchenmacher zum reparieren/verbessern bringen wollte, weil er? und so weiter und so fort? Die Liste ist unedlich.

      Ich war selbst einmal Sportschütze (.22 lfB) und da ich keinen Waffenschrank hatte, “musste” ich die Waffe im Schießsportzentrum lagern. Das geht alles – wenn man zu Wettkämpfen fährt, ist ein Verantwortlicher des Vereins dabei, der dafür gerade stehen muss, dass man die Waffe nur zum Wettkampf verwendet und sie auch wieder zu ihren vorgesehen Lagerplatz zurückkommt. Das geht alles, wenn man nur will. Beim Kauf muss man die Waffe nicht in die Hand bekommen, sie kann per zertifizierten Kurier direkt ins Schießzentrum gebracht werden – bei Reparatur o.ä. gilt gleiches. Das geht alles, wenn man will und wenn das Verbot die Alternative ist, werden auch die Sportschützen ganz sicher einen Weg finden.

      Wir haben nachgerechnet, dass bei uns jeder ca. 5.000 ? für die Einrichtung eines solchen Bunker zahlen hätte müssen (ja, ja, Unterbau ist halt 5 Mal so teuer wie Oberbau). Ganz davon abgesehen, dass hierzu noch laufende Kosten für die Betrieb gekommen wären (z.b. Bewachung). Sowas ist 100% Tod des Großkaliberschiessens in Deutschland.

      5.000 ist doch ok – da nimmt man als Verein einen Kredit auf, 10 Jahre Laufzeit, schlägt die Tilgung auf die Mitglieder und deren Vereinsbeitrag um und Du hast Monatsbeiträge, die über den Daumen gepeilt denen eines besseren Fitnessstudios entsprechen. Ich sehe da das Problem nicht.

      Sorry, aber das ist Polemik. Ich glaube kaum, dass wir hier sicher behaupten können, was ein ?pickliger Autist? in Amoklaune tut oder nicht.

      Können wir nicht – aber mir wäre neu, dass je ein Amoklauf mit Waffen begangen wurde, die illegal aus “szenetypischen” Quellen stammten. Nein, diesen Schuh müssen sich wohl die Sportschützen anziehen und – wenn man denn irgendetwas machen will -, so sollte man bei der Lagerung von Sportwaffen ansetzen. Die Alternative, nichts zu ändern, wäre aber auch ok. Das Problem ist mE nicht so groß.

    40. Spiegelfechter schrieb am 9. Mai 2009 at 11:45 - Permalink

      @Pinkinson

      PS: Wie quotet man hier eigentlich richtig?

    41. Tilman schrieb am 9. Mai 2009 at 12:10 - Permalink

      “sport”schützen haben keine argumente, ihre waffen zu hause lagern zu lassen.

      ich muss mich bei dieser diskussion immer wieder an die simpons erinnern. in der einen folge kauft homer sich einen revolver. marge ist – welch wunder – dagegen. als einziges argument für den besitz der knarre kann homer hervorbringen:

      Wenn ich meine Waffe nicht hätte, könnte der König von England jederzeit hereinspazieren und mich herumkommandieren!

      Dieses “Argument” können aber die deutschen Schützen nicht verwenden …

    42. Heckenpenner schrieb am 9. Mai 2009 at 12:58 - Permalink

      Die ganzen Waffen im Schuetzenhaus zu lagern, finde ich auch nicht so gut. Von wegen: Single point of failure. Das man die Munition im Schuetzenhaus lagern muss war doch ne gute Idee. Kleinerer Bunker und ne Knarre ohne Munition ist auch nur ein teurer Briefbeschwerer.
      Patronen ausgeben lassen und nach dem Schiessen die Huelsen zurueckbringen. Wenn man weniger Huelsen zurueckbringt gibt’s halt auf den Sack.

    43. leslie schrieb am 9. Mai 2009 at 13:05 - Permalink

      @ Hohenstaufen am 8. Mai 2009 um 22:06

      Zitat: manchmal Alkohol.

      Manchmal…:-/

      Immer…
      Jeden den man kannte der zum Bund ging,
      kam als notorischer Trinker zurück…
      Und viele enden als Alkoholiker…

      Oder Politiker. ;-)

      Alk und töten verträgt sich halt….

      Mlg

    44. Spiegelfechter schrieb am 9. Mai 2009 at 13:07 - Permalink

      @Heckenpenner

      Mit geht es da ja nicht um die Gefahr, dass Schwerkriminelle bei einem Einbruch an Waffen kommen. Mir geht es um die Prophylaxe vor Amokläufen und Taten im Affekt. Der Sohnemann macht sicher keinen Bruch in das gesicherte Waffenlager im Schützenverein des Daddys – für den schlecht gesicherten Waffenschrank im heimischen Keller sieht das anders aus und vom Nachttisch brauchen wir gar nicht zu reden. Und der besoffene Schützenbruder, der das Eheweib inflagranti erwischt, wird auch nicht eben bei seinem Schützenverein einbrechen – wenn er dies tut, so wäre jedenfalls der Affekt weg.

      100% Sicherheit gibt es nun einmal nicht – nirgends ;-)

    45. Spiegelfechter schrieb am 9. Mai 2009 at 13:08 - Permalink

      @leslie

      Alk und töten verträgt sich halt?.

      Ich habe beim Bund niemanden getötet und auch nicht im Traum daran gedacht … und dem Alkohol war ich auch vorher schon zugeneigt ;-)

    46. Heckenpenner schrieb am 9. Mai 2009 at 13:33 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Das stimmt schon. Aber das ist doch ein guter Kompromiss fuer alle. Die Schuetzen koennen ihre Waffen weiter zuhause lagern, die sichere Lagerung der Munition ist billiger als die Waffenlagerung und der Effekt waere doch fast der gleiche, wie wenn man die Waffen auch noch einbunkert. Oder?

    47. Spiegelfechter schrieb am 9. Mai 2009 at 13:36 - Permalink

      @Heckenpenner

      Stimmt – aber ich stelle mir das schwer zu kontrollieren vor. Der Kauf von Munition ist vergleichsweise einfach und da kann man auch schon mal nicht ganz so genau hingucken. Aber Du hast recht – als Kompromiss wäre das idT ok.

    48. Alex schrieb am 9. Mai 2009 at 14:01 - Permalink

      Das verlinkte IPSC Video hat nichts mit IPSC in Deutschland zu tun! Das hier gezeigte ist in Deutschland verboten. Schiessen in Bewegung und aus der Deckung sind für Sportschützen verboten.
      Beim Paintball auch?

    49. Leisetreter schrieb am 9. Mai 2009 at 14:04 - Permalink

      Fussball darf doch gerne verboten werden. Und die kids sollen einfach zur Armee, da koennen sie für Staat, Volk und Industrie gewinnbringend ihre Abenteuer erleben. Und sind erstmal aus der Arbeitslosenstatistik draußen. Die Osmanen meinten, sowas sei eine Wi(e)n-Wi(e)n-Situation. Wie recht sie doch hatten. Und dabei lernen sie gleich noch, wie Mann foltert, ohne zu foltern, wie Mann Zivilisten in Schach hält und Massaker vertuscht und rechtfertigt. Eine Handwerkskunst, die hierzulande wohl auch bald gefragt sein wird.

    50. Alex schrieb am 9. Mai 2009 at 14:38 - Permalink

      Es gibt kein einziges schlüssiges Argument dafür, warum Sportschützen ihre Waffen abseits der Schießstände führen dürfen.”

      Genau, und deshalb dürfen Sportschützen ihre Waffen auch nicht führen! Zum Führen braucht man einen Waffenschein und den haben Sportschützen nicht, die haben nur eine Waffenbesitzkarte und damit darf man nur Transportieren.
      Bei dem Artikel merkt man deutlich, dass der Autor sich mit Waffenrecht nicht auskennt. Ist für mich in etwa das gleiche Niveau wie wenn die Boulevardpresse über Kilerspiele berichtet.
      Warum gibt es eigentlich kein Video zu Paintball, damit man mal sieht um was es geht?
      Angst einen falschen Eindruck zu erwecken, wie das hier gut möglich ist?

    51. Spiegelfechter schrieb am 9. Mai 2009 at 15:26 - Permalink

      @Alex

      Ich weiß nicht ob solche Wortklaubereien sinnvoll sind. Du hast recht, der Ausdruck “führen” ist in diese Kontext missverständlich. Aber wenn Du nur den nächsten Satz liest, weist Du ganz genau, um was es geht:

      “Der Einsatz dieser Waffen ist nur auf speziellen Schießständen erlaubt, und auch nur dort ist es möglich, die Waffen zentral und gesichert aufzubewahren.”

      Es wäre sinnvoller, wenn Du auf die Argumente eingehen würdest, anstatt dich an Formalien hochzuziehen.

    52. Peter schrieb am 9. Mai 2009 at 15:41 - Permalink

      @ Hans, @ Thom: Hunde sind ebenso unberechenbar wie Menschen. Bzw ebenso berechenbar. Kommt halt drauf an ob man sie kennt.
      Abgesehen davon betrifft das Gesetz nicht ausschließlich Kampf/Wetthunde sondern erstreckt sich über ganze Hunderassen.
      Das seinerzeit tatsächlich der Genozid an diversen Hunderassen in betracht kommen konnte sollte einem wenigstens zu denken geben.

    53. Kalle schrieb am 9. Mai 2009 at 16:13 - Permalink

      @SF: “Allerdings ist natürlich auch IPSC-Schießen eine Sportart, die man nicht gut finde, aber die man deshalb noch lange nicht verbieten muss.”
      Bin zwar ne Grammatiknull, würde aber trotzdem “finde(n)” schreiben.

      Zu Auslandseinsätzen wird man nicht gezwungen. Zumindest war das vor 10 Jahren nicht der Fall. Kann sein, dass man als Soldat auf Zeit zustimmen muss, an Einsätzen teilzunehmen, aber das ist dennoch freiwillig. Niemand, der gesetzlich zum Bund gezwungen wird, muss an Einsätzen teilnehmen. “Soldaten” (zumindest Wehrpflichtige) gehen auch nicht verantwortungsvoller als andere jugendliche Rowdies mit ihren Waffen um. Sie sind einfach fast ständig unter Aufsicht. In 10 Monaten Bund habe ich so viel gesoffen, wie davor durchschnittlich in 2-3 Wochen. Nur um mit ein paar Vorurteilen und Unklarheiten aufzuräumen ;)

      @pikinson:

      Letztendlich ist eine Tatsache unbestritten – jeder, der eine Waffen haben will, kriegt sie völlig problemlos in jeder Großstadt in jedem bekannten Bezirken. Ohne Prüfungen, Anträge und Erfassung. Dafür haben wir ja in Deutschland ca. 30 Millionen illegale Waffen?

      Hab das “Argument” kürzlich erst bei Bankenregulierungen gehört und finde es ziemlich lächerlich. Damit kann man gleich alles legalisieren, weil Kriminelle ja immer einen Weg finden. Davon abgesehen, dass ich in Berlin lebe und nicht wüsste, an wen ich mich für ne Waffe wenden müsste ;)

      @50: “Führen” und “Transportieren” sind ja nun wirklich nur eine Frage der Semantik, die am Ergebnis nichts ändert.

    54. Alex schrieb am 9. Mai 2009 at 17:04 - Permalink

      @Spiegelfechter
      Das verlinkte Video zeigt nicht die “auch weiterhin erlaubten Sportart IPSC”, sondern in Deutschland verbotenes Handel. Führen und Transportieren sind zwei rechtlich unterschiedliche Dinge. Das mag man als Formalie abtun, es ist aber sachlich falsch. Dadurch entsteht ein falscher Eindruck auf Unwissende. Genau so wie wenn im Fernsehen Ausschnitte aus in Deutschland verbotenen Ego-shootern gezeigt werden und dabei behauptet wird, dass man solche Spiele problemlos in Deutschland kaufen kann.

      “Waffen zentral und gesichert aufzubewahren” ist nicht so einfach wie mancher glaubt.
      Es gibt in Schützenvereinen nicht den Platz für diese Aufbewahrung, also muss gebaut werden. Wer bezahlt das und woher kommt der Bauplatz dafür?
      Wie will man das Bewachen? Durch die Polizei, durch die Bundeswehr (deren Einsatz im Inneren wurde ja oft gefordert), durch private Sicherheitsdienste (Servicekräfte mit 5,- EUR Stundenlohn)? Sollen die Bewacher dann Bewaffnet sein?
      Wer hat Zugang zu den Waffen und wie wird das kontrolliert?
      Was ist mit Schützen die auf verschiedenen Schiessständen schiessen? Was bei Meisterschaften auf anderen Ständen? Was wenn die Waffe zu Büchsenmacher soll? Geht der Schütze dann zum 24/7 geöffneten Verein nimmt Waffen(n) und Munition mit und geht? Wer kontrolliert wohin er geht?
      Soll bei jedem Transport ein gepanzerter Geld- und Werttransporter angefordert werden?
      Vereinsarbeit ist Ehrenamt. Wer würde das noch machen, wenn er Tag und Nacht zur Verfügung stehen soll zum Waffenausgeben? Es finden sich so schon oft nur schwer Leute für Kassenwart, Kassenprüfer, Schriftführer, Trainer, Schiessleiter, Jugendarbeit usw.
      Bei den Kosten währe das nur noch ein “Reichensport” für Leute denen es auf ein paar tausend Euro nicht ankommt. Biathlon ist dann nicht mehr, da sich das keiner mehr leisten könnte.
      Legalwaffenbsitzer müssen mit einer Einschränkung des Art. 13 GG (Unverletzlichkeit der Wohnung) leben. Dürfen ihre Zuverlässigkeit nicht gefährden (Alkohol am Steuer kann neben den Führerschein auch die Waffenerlaubnis kosten). Werden Sicherheitsüberprüft. Zukünftig soll es eine zentrale Datenbank und biometrische Systeme geben.
      (Wo sind denn eigentlich die Datenschützer und Bürgerrechtler, die sonst immer laut schreien wenn es um Datenbanken und Biometrie geht?)
      Dann darf man sich nach jedem Amoklauf (auch wenn da illegale Waffen verwendet wurden) unter Generalverdacht stellen lassen und muss sich anhören das man Verboten gehört.
      Warum fordert keiner bei den 4500 Verkehrstoten im Deutschland privates Autofahren einzuschränken? Warum muss man hier mit 400 PS zum Bäcker, mit 6 Liter Hubraum ins Kino und mit 250 km/h in den Urlaub fahren können?

    55. aquadraht schrieb am 9. Mai 2009 at 17:20 - Permalink

      @29 pikinson:
      “Letztendlich ist eine Tatsache unbestritten – jeder, der eine Waffen haben will, kriegt sie völlig problemlos in jeder Großstadt in jedem bekannten Bezirken. Ohne Prüfungen, Anträge und Erfassung. Dafür haben wir ja in Deutschland ca. 30 Millionen illegale Waffen?”

      Diese Behauptung hört man immer wieder aus den Kreisen der Schützen, Jäger und Waffenfans. Erstmal: die angeblichen 30 Mill. Waffen halte ich für einen Mythos. Es hat eine Waffenrechtsänderung gegeben, nach der ca. 20 Millionen Waffen (geschätzte Verkaufszahlen) hätten legalisiert werden müssen, das ist nur mit ca. 1 Million davon erfolgt, die anderen 10 Millionen sind eine pi mal Daumen-Schätzung. Vermutlich sind von den nun illegalen 20 Millionen bestimmten Langwaffen lange 19 Millionen auf dem Schrott gelandet, weil das lange her ist und die Qualität der meisten dieser Dinger schlecht war, und von den übrigen 11 Millionen halte ich 5 für übertrieben, der Rest ist zu 80% bei Waffensammlern und Jägern sowie anderen an sich Berechtigten. Freunde von mir, Jäger, Förster, Waffensammler hatten in ihrem Arsenal stets mindestens 1-3 unerlaubte Waffen, meist MPi (Uzi-Ballern macht ja auch Spass :)).

      Was die Bezirke in Grossstädten angeht, glaub mir: ich kenne Grossstädte, die besagten Bezirke und ihre Bewohner, und auch die Möglichkeiten, dort an Waffen zu kommen, besser als die Waffenlobbyisten. Ich gestehe zu meiner Schande, in meiner bewegten Jugend auch mal mit Knarren gedealt zu haben (ist verjährt :)).

      Da schaust Du Dir die Kunden an. Nur ein Selbstmörder oder Knastsüchtiger wird ohne Gesichtskontrolle und Umfeldcheck einem völlig Unbekannten eine Schusswaffe verticken, das ist dann sowieso oft ein Polizeispitzel. Die besten Kunden sind stinknormale Kleinbürger, Jäger, Bauern, am besten mit Waffenbesitz, denen man eine besondere Waffe, z.B. eine MPi, zu überhöhtem Preis andreht.

      Wenn Du versuchst, in Neukölln oder in Frankfurt im Rotlichtbezirk einfach Leute anzuquatschen, ob sie Dir ne Knarre beschaffen können, kriegst Du mit einiger Sicherheit eins auf die Rübe und die Brieftasche abgenommen. So läuft das nicht. Der Normalspiesser kriegt nichtmal nen Druck H auf der Scene. Glaub mir, ich weiss, wovon ich da rede, ich kenne diese Milieus ein wenig besser und betrachte sie ohne Vorurteile und Lobbyinteressen. Und die Polizei weiss das auch.

    56. Jan Kohnert schrieb am 9. Mai 2009 at 17:25 - Permalink

      @Jens (31):

      Dann meintest du es tatsächlich anders, als ich es verstanden hatte. Mir kam bei dem Wort “Zwang” eher das DDR-System in den Kopf (ja, ich komme aus dem Ostblock ;) ). Da wurde man tatsächlich gezwungen und konnte nur mit extrem viel Mühe unter größtem persönlichen Einsatz (mit Pech landete man entweder im Bau oder trotzdem bei der regulären Armee) noch zu den Bausoldaten kommen. Dann musste man zwar nicht schießen, aber man war trotzdem beim Heer. Und was im Falle eines Falles geschehen wäre, mag ich mir lieber nicht ausmalen.

      Dagegen wirkt die heutige Regelung nun wirklich nicht wie Zwang…

    57. Spiegelfechter schrieb am 9. Mai 2009 at 18:13 - Permalink

      @Alex

      Du hast da einige recht gute Punkte vorgebracht, auf die ich gerne ausführlicher eingehen will. Das schaffe ich aber erst morgen ;-)

    58. OAlexander schrieb am 9. Mai 2009 at 20:08 - Permalink

      Ich unterstütze das Verbot voll und ganz. Allerdings sollten aufgrund der Gleichbehandlung unter anderem auch Boxen, Ringen und Wrestling verboten werden. “Sport” mit Schusswaffen verdient eine weitere Behandlung im Zusammenhang. Es ist abartig, dass “Sport” in dem die direkte, physische Unterminiereung eines Gegeners im Vordergrund stehr als solcher betrachtet wird und auch noch steuerlich bevorteilt wird. Gewalt auf allen Ebenen: nein Danke!

    59. bombjack schrieb am 9. Mai 2009 at 21:17 - Permalink

      Mal eine Anmerkung:

      Bitte doch mal überlegen wie hoch das Risiko eigentlich ist von so einem Amoklauf betroffen zu werden und ob diese Taten wirklich so spontan snd wie man meint, denn wenn nicht dann ist anzunehmen daß jemand den Racheglüste umtreiben und der soweit ist dies auch umzusetzen Mittel und Wege finden wird dies auch trotz Verbot oder der Aufbewahrung von Waffen in Schützenheimen zu tun.
      Desweiteren sollte auch bedacht werden, daß je mehr man eine Klientel “zwiebelt” (d.h. in dem Fall mit Auflagen, Vorschriften und Co. zu ballert) die Bereitschaft steigt auf Gesetze zu scheißen und sich die Teile schwarz zu besorgen wo es dann keine Kontrolle gibt, denn wie habe ich es als Kommentar zu einer Verschärfung in Visier mal gelesen: Irgendwann frägt man sich, wieso man noch eine Behörde um Erlaubnis bittet eine Waffe haben zu drüfen…..

      Mir z.B. geht die Vereinsmeierei auf den Senkel und da für eine WBK Vereinspflicht besteht habe ich auch keine, allerdings auch keine Waffen ;-), obwohl ich gerne würde und es einsehe das der Umgang trainiert werden muß und die Teile sicher aufbewahrt werden müssen.
      Ein anderer Punkt ist, daß man für eine WBK ein sog. Bedürfnis braucht und nur aus “Lust am knallen und schießen” wird nicht als Bedürfnis angesehen was zur Folge hat, daß Disziplinen die eigentlich nichts mit Sport zu tun haben, krampfhaft in einen wie auch immer gearteten sportlichen Kontext gepresst werden bzw. sie bei uns unmöglich sind. Sei es Fun-Sachen wie Dynamit-Shooting, Verschrotten alter Computer mit Großkaliber oder Long-Distance-Shooting wie mit Cal. 0.50 auf 1600 m auf Stahlziele geschossen wird. Wobei ich anmerken möchte das sich da oft auch Sportschützen (oder eher solche die sich dafür halten) auf die Füsse getreten fühlen, wenn man zugibt nur aus der “Lust auf Bumm” schießen zu wollen; mir stellt sich da immer die Frage warum, warum soll so etwas (weil es einem Spaß macht) nicht auch als legitimer Grund gelten?

      Okay, nun kann man einwenden, daß Waffen oder besser von Menschen die mit Waffen umgehen eine größere potentielle Gefahr ausgehen kann, als von von einer möglichen Förderung der Aggressions- und Gewaltbereitschaft durch exzessive Gewaltdarstellungen wie sie bei solchen Medien (Computerpielen) vom BGH vgl.
      http://www.hrr-strafrecht.de/hrr/2/99/2-365-99.php3 an die Wand gemalt wurden, nur wie schauen die Wahrscheinlichkeiten denn in der Realität aus?
      Wieviele Inhaber einer WBK oder Schützen gibt es, wo die Waffen nicht einmal auf einen Menschen gerichtet werden oder gar auf einen Menschen geschossen wird? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit in einen Amoklauf zu kommen und wie hoch dabei auch noch erschossen zu werden?
      Für mich ist das ein (“ein deshalb, weil es mehrere gibt, z.B. um etwas aktuelles aufzugreifen: die Verfügbarkeit von Kinderporno im Internet und anderen Diensten) Preis für die Freiheit den ich bereit zu zahlen, da eine Ausmerzung dafür sorgt daß eine Gesellschaft nicht mehr lebenswert ist.

      Desweiteren sind diese Forderungen nur ein rumdoktern an Symptomen und es löst eben die sozialen Probleme nicht die hinter diesen Sachen stecken. Zudem ist es in meinen Augen auch ein Mißbrauch an all denen die sich wegen solcher Gründe klang und sanglos das Lebenslicht auspusten. Wenn man z.B. erfährt, daß erst nach Erfurt (Steinhäuser) das dortige Schulgesetz in der Art geändert wurde, daß wenn jemand kurz vorm Abi das Gymnasium verläßt er zumindest die mittlere Reife hat (vorher hatte man keinen Abschluß; was dem Steinhäuser bevorstand), dann frägt man sich schon ein wenig, was da so im Staate falsch läuft.

      Zum Verbot von Paintball/Gotcha oder auch von Computerpielen und den Ideen die sich gegen WBK-Inhaber richten, sollte man sich fragen, ob diese abstrakte Gefährdung ausreicht um Verbote oder Einschränkungen zu fordern? Wenn ja dann sollten die Befürworter im gleichen Atemzug, Fußballverbote, Alkoholverbote fordern und auch Computerspiele, Paintball und Gotcha nicht vergessen, da es eben doch sein kann, daß
      sich damit jemand aufputscht und mit ihnen seine Aggressions- und Gewaltbereitschaft fördert. Es wird zwar nur eine kleine Zahl sein, aber das sind ja die Amokläufer mit Schußwaffe auch….und wer weiß vielleicht baut sich so ein Computerspieler auch Bomben und holt die Anleitungen dafür aus dem Internet…..und wie ja schon mal einige *wuerg* Politiker betont haben, gibt es ja ein Grundrecht auf Sicherheit um jeden Preis.

      Desweiteren stellen für mich die Begründung für das Verbot nur ein aufdrücken einer Moralvorstellung, einer Sichtweise auf andere mündige Bürger dar, denn da diese Spiele und das zugehörige Equippment eh schon auf über 18 Jährige beschränkt sind kann von einem Jugenschutz (egal wie man dazu steht) keine Rede mehr sein. In diesem Sinne tuen ein Herr Bosbach und seine Konsorten nichts anderes als Erwachsenen ihre Vortellungen zwangsweise aufzudrücken, sie zu bevormunden und per dem schärfsten Mittel was dem Staat zur Verfügung stellt einzuschränken in ihrer Freiheit. Zudem bin ich der Ansicht, daß Moral und Moralvorstellungen im Strafgesetz nichts zu suchen haben, da sehr oft die Moralvorstellung in einem selber liegt und es einfach keinen gemeinsamen Nenner geben kann.

      bombjack

    60. Martin schrieb am 9. Mai 2009 at 22:52 - Permalink

      Haha… ja – ein feiner Klamauk.
      Ich spiele seit 12 Jahren im lokalen Paintballverein – einen Teamsport mit unglaublich taktischer Tiefe.
      Paramilitärischen Habitus erlebt man sehr selten – zumeist von Spielern die zum ersten Mal einen Markierer in der Hand haben und den stressbedingten Drucküberschuss vor der ersten Runde verbal ausgleichen müssen.

      Schlagzeilen wie diese stehen repräsentativ für den unter Politikern allseits beliebten, weil kostenlosen, aber publicityträchtigen Wahlkampfaktionismus auf Randgruppenkosten.

      Öffentlichkeitswert: Hoch
      Möglicher Stimmverlust in der Randgruppe: Gering

      Waren es in den 70ern die Pornokucker, in den 80ern die HeavyMetal Freaks, in den 90ern die XTC werfenden Technojünger – irgendwer findet sich.
      Nach Abwrackprämie, Rettungspaketen, Verstaatlichungsgesetzen und KiPo-Sperre eine weitere Disqualifikation der “Volksparteien” ihrerselbst in meinen Augen.

      Gestern Abend hatte die örtliche Splittergruppe der Piratenpartei ihre Sitzung.

      Ich bin nur noch eine Idiotenschlagzeile davon entfernt beizutreten und mitzumachen…

    61. Der Schachspieler schrieb am 10. Mai 2009 at 03:22 - Permalink

      @7Schläfer

      Finde es absolut Sinnlos über Feuerwaffen zu diskutieren.

      Feuerwaffen sind nur geschaffen um zu töten , und zwar ohne “fairen” Kampf.

      Will doch wohl keiner hier Feuerwaffen und deren Symbolik , mit Spielen vergleichen die sich auf “fairer” Ebene bewegen.
      Schach , Wrestling, Boxen und sonstiges wollt ihr doch nicht wirklich auf die gleiche Ebene wie Er-schiessen stellen ?

      Ich hatte nichts lieber als die alten Kung-Fu Filme, da wird mächtig geschlägert, es bekommen einige eins auf die Nüsse, und die Sache ist erledigt.
      Oder Klassiker wie Bud Spencers “Hammerfaust”.

      Nicht wie beim Schiessen, ein Instrument zu verwenden das nicht geschaffen wurde um jemanden zu verletzen, sondern zu töten.

      Was soll so ein Instrument einem freien Menschen nützen ?

      @Spiegelfechter

      Alkohol und Waffen kannste sicher nicht vergleichen.
      Oder willst du damit sagen das wenn ich dir ein Flasche Wodka entgegenstrecke, oder eine 9mm, es keinen Unterschied macht?

      Ich weiss du lässt dir deine Hollywood-Demokraten nicht schlechtreden, aber sie sind einer der Ursprünge der Waffensehnsucht in einer freien Welt.

      @Pikinson

      Ich finde einfach die Verehrung eines Mordinstrumentes ziemlich barbarisch.
      Ein guter Teil der schiessenden Kaste, will einfach etwas “fehlendes” kompensieren.
      Denn eine “Wumme” gibt Macht, und das Gefühl Macht zu haben ist einfach verlockend, da muss man nicht mit dem Finger auf die Politiker zeigen.
      Mag sein das es Menschen immer gebraucht haben, sich zu töten, aber mag auch sein das es die falsche Lösung ist, schon seit Jahrtausenden.

      @Martin

      Was sind denn die Werbeslogans der Piratenpartei?

      * Verhandlungen mit den somalischen Piraten aufnehmen und das ganze friedlich beenden?

      * Oder die Zustände in den hiesigen Gefängnissen untersuchen, und Jugendlichen Verbrechern eine neue Zukunft geben , so wie bei RTL?

      * Oder die Freiheit der Waffen ?

      Piraten klauen doch anderen ihr Hab und Gut auf hoher See, und sind geil auf das Gold…..

      “Parle”

    62. RN schrieb am 10. Mai 2009 at 08:00 - Permalink

      Schöner Artikel.
      Eine Sache, bevor ich meine 50 Cent am Tresen lasse:
      Hier wurde bemängelt, dass das gezeigte Video der IPSC nicht die tatsächliche Lage in Deutschland wiederspiegelt. Für mich sah das auch eher wie ein WErbevideo in Amerika aus. Wiki meint, dass

      IPSC wurde in den Jahren 2004/2005 vom Bundesverwaltungsamt als Sportart anerkannt. Im Gegensatz zum Combat Shooting (Kampfmäßiges Schießen) der Polzei und des Militärs ist dem Schützen beim IPSC vor dem Betreten der Schiessbahn die Lage der einzelnen Ziele und der Ablauf der Übung bekannt, das Schießen aus der Deckung heraus ist ebenso verboten wie das Abgeben ungezielter Schüsse (sog. Deutschüsse) und das Schiessen im Laufen. Beim IPSC-Schießen werden keine menschlichen Silhouetten oder Abbilder als Ziele benutzt. Das Tragen von Uniformteilen, martialisch anmutender Kleidung und taktischen Oberschenkelholstern ist verboten.

      Vielleicht könnten mir das Personenkreise, die sich damit auskennen, bestätigen?
      _____________
      Nun am Tresen…
      Meine persönliche Meinung ist: Verbietet die Lagerung von Waffen zu Hause.
      Nicht nur, weil potentielle Amokläufer dann keine (so einfache!) Möglichkeit haben, an schussbereite Waffen zu kommen und zum anderen ist jede leicht zu erreichende Waffe auch eine, dei im Ausnahmefall genutzt wird, bspw. bei Ehestreitigkeiten. Kommt auch oft genug vor. Zwar an sich auch nur eine einmalige Benutzung aber selbst das ist ja schon oft zuviel.
      Man mag ja einwenden, dass man Waffen in bestimmten Bezirken kaufen kann und derjenige, der eine will, bekommt auch eine. Aber das ist kein sehr stichhaltiges Argument, um kein Verbot zu fordern. Denn das sagt nichts aus, über die Hindernisse, die sich beim Kauf einer solchen – dann auch illegalen – Waffe auftun. Waffendealer finden, Geld zusammenkratzen, Munition besorgen etc. solche Dinge nicht bereit zu haben, bdeutet letztlich meiner Meinung nach (bloße Vermutung, man kann so schlecht mit den letzten Amokläufern reden und fragen, was sie gemacht hätten, wenn sie keine Waffe zur Hand hätten), dass man sich distanziert von der konkreten Tatausführung oder sich einen Ersatz beschafft. Und selbst dieser Ersatz muss erstmal gefunden werden. Gibt doch keine effektivere Möglichkeit, einen Amoklauf zu begehen, als mit einer Schusswaffe, das vergleichsweise handlich großen Schaden anrichten mag. Zumal in geübter Hand.

      Um nochmal auf ein paar Argumente einzugehen, warum denn das Verbot von Waffen zu Hause nicht sinnvoll ist:
      Alex (54) schrieb:

      Es gibt in Schützenvereinen nicht den Platz für diese Aufbewahrung, also muss gebaut werden. Wer bezahlt das und woher kommt der Bauplatz dafür?

      Also eine Finanzierung, selbst in Zeiten der Kreditkrise sollte wohl ein sehr geringes Problem sein. Ich finde die Methode sehr sympathisch, nach der die Vereinsmitglieder über ihre Beiträge einen Kredit finanzieren.
      Zumal könnte man durch Förderungen durch den Staat unterstützend eingreifen.

      Wie will man das Bewachen? Durch die Polizei, durch die Bundeswehr (deren Einsatz im Inneren wurde ja oft gefordert), durch private Sicherheitsdienste (Servicekräfte mit 5,- EUR Stundenlohn)? Sollen die Bewacher dann Bewaffnet sein?
      Wer hat Zugang zu den Waffen und wie wird das kontrolliert?

      Wozu braucht ein Tresor einen Sicherheitsdienst? Das Ding sollte von sich aus sicher sein, denn dafür ist es ja da. Noch ne kleine Kameraüberwachung installiert und ich halte es für ausreichend gesichert. Nur sollte man halt nich Schlüssel für den Waffenschrank offen liegen lassen, wie das ja im Privathaushalt auch vorkam und vorkommt.
      Ich muss gestehen, dass ich sogar noch weiter gehen würde: alle registrieren Waffen bei der Polizei einlagern. Munition auch gleich mit.
      Das Argument, dass es sich ja hier um ein lohnendes Ziel handelt, kann ich aus Sicht eines Täters, der eine Waffe braucht nur schwer nachvollziehen: wer eine Waffe braucht, wird nicht das Risiko eingehen, vorher sich Waffen aus dem gesicherten Schrank zu klauen nur um dann eine andere Tat damit auszuführen. Das kann jeder im Moment leichter haben, wenn er bei einem Jäger oder Sportschützen einbricht.
      Also: zusätzliche Bewacher halte ich bei einem Tresor nicht für erforderlich (und das es mehr als nur ausreichend sichere Tresore gibt, setz ich einfach mal voraus – der Gegenbeweis kann gerne erbracht werden).
      Die Hürde die ich hier aufbaue, bevor jemand an eine Waffe kommt, ist doch der Grund, warum ich das System so aufziehe.
      Sicherlich werde ich keinen davon abhalten können, eine Waffe illegal zu bekommen, aber die Gefahren über einen Einbruch im Vereinshaus halte ich für sehr gering.

      Was ist mit Schützen die auf verschiedenen Schiessständen schiessen? Was bei Meisterschaften auf anderen Ständen? Was wenn die Waffe zu Büchsenmacher soll? Geht der Schütze dann zum 24/7 geöffneten Verein nimmt Waffen(n) und Munition mit und geht? Wer kontrolliert wohin er geht?

      Wer muss 24h an 7 Tagen der Woche zum Büchsenmacher? Ich bin sicher, so ein Büchsenmacher will auch mal schlafen. Durchaus wahrscheinlich, dass sich die “Öffnungszeiten” eines Büchsenmachers mit denen des Vereins deckt.
      Was das transportieren betrifft, ist das auch weiterhin möglich. Wenn Munition erst am Zielort ausgegeben wird, sehe ich da auch kein Problem.
      Kann doch so ablaufen: man holt seine Waffe aus Schrank Y aus dem heimatlichen Vereinsaus und übergibt sie am Zielort dem Veranstalter – ähnlich einem park ferme im Motorsport. Zur konkreten Übung kann sie abgeholt und in Empfang genommen werden.
      Ich bezweifle, dass man bei so einem Vereinstreffen und Schießwettkampf auf dem Gelände mit geladenen Waffen von Übung zu Übung läuft.
      Aus- und Eintragen beim Erhalt von Waffen und Munition gehört ebenso dazu und stellt wohl auch nur eine kleine Einschränkung dar. (Könnte mal jemand erläutern, wie das bei so einem Wettkampf genau abläuft? Ich kenne nur die ABläufe auf dem Schießstand beim Bund, was auch ein Weilchen her ist, aber mE doch recht sicher war)

      Vereinsarbeit ist Ehrenamt. Wer würde das noch machen, wenn er Tag und Nacht zur Verfügung stehen soll zum Waffenausgeben? Es finden sich so schon oft nur schwer Leute für Kassenwart, Kassenprüfer, Schriftführer, Trainer, Schiessleiter, Jugendarbeit usw.

      Das ist aber kein Problem des Verbots der Waffe, sondern der Struktur des Vereins. Vielleicht sollte man dann in Vereinen, in denen sowas vorkommt auch mal darauf hinarbeiten, dass Schießen nicht nur rumballern ist, sondern ebenso Verpflichtungen gehören. Schießen kann jeder. Verwantwortungsvoll damit umgehen nur wenige. Dann ist es doch gerade Aufgabge des Vereins, diese Verantwortung seinen MItgliedern zu übertragen und das Bewusstsein dafür zu fördern.

      Bzgl. des Arguments, dass biometrische Daten gespeichert werden – das muss man denke ich genauer prüfen, ob denn nicht durch andere Regelungen die Erhebung von biometrischen Daten überflüssig wird.
      Auch die Durchsuchung von Wohnungen ohne Ankündigung wird obsolet, wenn die Waffen zentral gelagert werden.

      Dann darf man sich nach jedem Amoklauf (auch wenn da illegale Waffen verwendet wurden) unter Generalverdacht stellen lassen und muss sich anhören das man Verboten gehört.

      Das muss ich mir als “Killerspieler” auch anhören. Das ist aber auch und gerade ein Grund sachlich die Debatte zu führen und die Argumente pro und contra abzuwägen und nciht Besitzstandswahrer spielen zu wollen.
      _________
      Aber das eigentliche Problem ist ja nicht die Waffe an sich, sondern die Hand, welche sie führt.
      Daher sehe ich das Gesetz nicht nur in der konkreten Ausgestaltung sondern auch inhaltlich als sehr fragwürdig an.
      Wie jemand schrieb, ist es nur ein herumdoktorn an Symptomen.
      Die eigentliche Arbeit ist doch die am Menschen, aber wer soll das machen, wenn quailifiziertes Personal von den Ländern nicht eingestellt wird und Jugendvereinen das Geld abgezogen wird?
      Hier sind die Probleme zu verorten, deren Lösung auch – sehr wahrscheinlich sogar – einen Amokläufer von seiner Tat abbringt. Wenn man dann noch RTL und Bild dazu bringen könnte, ihre menschenunwürdigen (Film)Beiträge einzustellen und sie aufhören, Minderheiten zu “bashen”…wäre wohl auch viel erreicht.
      Das wären jedenfalls die Probleme deren Lösung die eine tatsächliche Verbesserung herbeiführen würden. Und die für alle Betroffenen nicht einmal Einschnitte bedeuten würde.
      Aber leider ist Wahlkampf und leider sind Schnellschüsse beliebter als durchdachte Lösungen.
      Aber dafür geht man ja wählen, damit man diese halben Lucky Lukes wegbekommt (die schneller als ihre Schatten schießen aber im Gegensatz zu LL nicht treffen)

      Schönen Sonntag an alle Leser des Spiegelfechters und an den Herrn Spiegelfechter selbst
      RN

    63. aquadraht schrieb am 10. Mai 2009 at 08:04 - Permalink

      @59 bombjack: Erstmal: ich schiesse auch gern, und zwar sowohl “aus Freude am Bumm” als auch aus Freude an der Geschicklichkeitsübung, ich hatte lange sowas wie Luftpistole, Armbrustpistole etc. Zielen und Schiessen ist eine Geschicklichkeits- und Konzentrationsübung, keine Frage, und auch eine Vergrösserung der Reichweite von Arm und Finger um den der Schusswaffe, die Perfektionierung und Mechanisierung des Werfens. Das hat auch mit Machtausübung zu tun, insofern sind Schiessgeräte so “unfair” wie Fahr- und Flugzeuge, Fernrohre, Hebel und Zangen und was die Menschen noch erfunden haben, um ihre natürlichen Grenzen zu überschreiten.

      Was Du über Schützenvereine schreibst, stimmt natürlich. Ich habe auch kurzzeitig versucht, welchen anzugehören, aber mir gingen die Leute so auf den Geist, dass ich es gelassen habe: wo es nicht ultrakonservativ mit Einschlag in die braune Ecke war, war es “leistungsträgerhaft” mittelständisch, und beides so geballt und intolerant, dass einem übel werden konnte (ich kann einen oder ein paar Religionsfundis, Marktanbeter, Konservative gut ab, solange man sich gegenseitig in seiner Unterschiedlichkeit respektiert – in der Masse sind diese Leute aber schwerst zu ertragen). Linke oder alternative Schützenvereine habe ich nicht gefunden. In den siebziger Jahren gab es dahingehende Ansätze, die auf massive staatliche Gegenwehr stiessen, da man linkes Bürgerkriegstraining befürchtete. Wer die Diktion in rechten, also normalen Schützenvereinen kennt (einige meiner Onkels waren in solchen, ich kenne die Sprüche), versteht das: pure Projektion und schlechtes Gewissen. Vielleicht gibt es irgendwann säkulare Schützenvereine just for fun and sport. Wird aber dauern.

      Es wird also die grosse Freiheit des Schiessens nicht geben. Finde ich offen gestanden auch egal. Gewiss ist das Risiko von Amokläufern oder auch nur besoffen oder im Stress wild um sich schiessenden Menschen selbst in Gesellschaften mit vielen Schusswaffen nicht das grösste und drängendste. Es ist aber schon hinreichend, Beschränkungen beim Besitz und Umgang mit Schusswaffen zu begründen. Das sind nunmal keine so harmlosen Spielzeuge.

      Paintball”waffen” sind genau das: harmlose Spielzeuge. Wenn man die Kontroll- und Verbotswut darauf ausdehnt, werden Grenzen überschritten. Hier ist es nötig, Gegenrede zu erheben und den Wahn zu stoppen. Mit dem Waffenrecht hat das erst einmal nichts zu tun.

      P.S.: das grosskalibrige PC-Verschrotten ist schon ökologisch eine kriminelle Sauerei. Wenn man in den USA just for fun mit mittelschwerer Artillerie schiessen darf etc., ist das zwar putzig anzuschauen, aber dennoch gaga. Das muss nicht.

    64. ivar schrieb am 10. Mai 2009 at 08:25 - Permalink

      Na ja. Ich kann das Grundargument des Textes gut nachvollziehen – an diesem Beispiel sieht man, was passiert, wenn Aktionismus und Lobbyismus aufeinander treffen, und welch absurde Auswüchse die allgemeine Verbotswut bekommen kann. Das Luxemburg-Zitat gefällt mir gut in dem Kontext, weil es zeigt, dass es um einen wesentlich größeren Kontext geht. Was mir nicht gefällt, ist das abgewandelte Niemöller-Zitat. Der hat es nicht verdient, dass man mit ihm Kampfhund-Besitzer in Schutz nimmt, denn, wie ein Vorkommentator schrieb, das Risiko solcher “Hobbies” trägt die ganze Gesellschaft. Ungefähr wie beim SUV-Fahren, das per se natürlich Geschmackssache ist, faktisch aber nicht nur die Umwelt belastet, sondern auch zu signifikant höheren Raten an tödlichen Unfällen führen soll, v.a. wenn Kinder beteiligt sind.
      Aber zurück zum Thema, noch ein weiterer Punkt, der m.E. bedenkenswert ist: Sicher, ich bin auch der Meinung, dass der “Sport” mit großkalibrigen Waffen stärker reglementiert wenn nicht gar verboten gehört. Generell würde ich aber auch primär “harmlosere” und “spielerische” Varianten des Aufeinander-Losgehens weiterhin problematisieren wollen – bis hin zu Paintball und, ja, lacht ruhig: Völkerball. Die Grundtendenz solcher angeblich den Teamgeist stärkender “Mannschaftssportarten” ist trotzdem das Gegeinander, und das “Abwerfen” des Gegners finde ich auch fast “sittenwidrig”. Überhaupt wäre mal zu prüfen, warum der Sportunterricht in deutschen Schulen so ein leistungsbezogenes Gegeneinander sein muss, denn er ist ein ideales Forum für Mobbing. Man könnte sich ja auch einfach gemeinsam bewegen, weils Spaß macht. Das führte jetzt vielleicht ein wenig vom Thema weg, hat aber mentalitätsmäßig m.E. doch viel damit zu tun.

    65. Martin schrieb am 10. Mai 2009 at 09:33 - Permalink

      @Schachspieler

      http://www.piratenpartei.de/navigation/politik/unsere-ziele

      Auf keinen Fall der Weisheit letzter Sch(l)uss, aber evtl. eine Alternative für die missverstandenen Netzbürger der Republik?

      Mein eigenes Interesse beruht aber vielmehr auf dem Gestaltungsspielraum den eine junge Partei in Gründung mit sich bringt.
      Den Weg aus den “Falken” in die SPD habe ich mangels dessen rechtzeitig abgebrochen…

    66. aquadraht schrieb am 10. Mai 2009 at 09:35 - Permalink

      @ivar: Das “leistungsbezogene Gegeneinander” ist in anderen Ländern, besonders in den USA, viel ausgeprägter. Da gibt es viel öfter “the winner takes all”, bekanntlich auch im Wahlrecht, und etwa in der US-Gamerszene sind PvP-Spiele, in denen sich PC-Spieler gegenseitig virtuell umbringen, um Grössenordnungen beliebter als in Deutschland und generell in Europa, wo bei den Onlinespielen kooperative PvE-Settings deutlich beliebter sind. Generell gebe ich Dir recht, dass ein solches Gegeneinander ungünstig ist. Das sollte man aber nicht mit Verboten zu beeinflussen versuchen. Was die Kampfhunde angeht, ist das zwar eine andere Liga als Paintball, da die Viecher wirklich beissen können. Aber auch hier gilt: keine “Anlassgesetzgebung”, wie Johannes Rau das einmal treffend charakterisierte.

    67. Gebintit schrieb am 10. Mai 2009 at 09:50 - Permalink

      @64
      Der Niemöller-Zitat-Kritik muss ich mich anschließen. Bei Vergleichen mit Dingen, die sich auf den Holocaust und die Nazi-Zeit beziehen, sollte man sehr vorsichtig sein. Was SF damit sagen will, geht aber schon in Ordnung.
      Deine allgemeine Kritik an Sportarten, die das Gegeneinander statt das Miteinander fördern, mag auf den ersten Blick wirklich etwas realitätsfern wirken, grundsätzlich hat aber diese Überbetonung des agressiven Kampfes zwischen Individuen in unserer Gesellschaft (nicht nur im Sport!) sicher ihren Anteil an der Verursachung von Amokläufen. Daran ist aber nicht DARWIN schuld, wie manche meinen, sondern die Leute, die ihn missverstehen. Der größte Fehler der Sozialdarwinisten im klassischen Sinn ist es, Wettbewerb nur auf der Individuenebene zu sehen. Hier wäre auch die Bildung und allgemein Erziehung gefragt, das Gruppendenken und die sozialen Kompetenzen stärker zu fördern. Es ist ja sogar ausdrücklich verboten, Gruppennoten zu geben, es dürfen nur Individualnoten gegeben werden. Unsere Leistungsgesellschaft fördert also zu einseitig das Gegeneinander von Individuen im Wettbewerb. Hier wären Korrektive nötig! Dies ist aber schwieriger umzusetzen, als das Verbieten einer Nischensportart wie Paintball-Schießen.

    68. ivar schrieb am 10. Mai 2009 at 09:53 - Permalink

      @aquadraht: Ja, klar – ich würde auch nicht immer und gleich vom Verbieten sprechen wollen (im Fall großer Waffen mit scharfer Munition, die nur so zum Spass herumliegt, allerdings schon) … mir ging’s drum, auf eine generelle “Grundstimmung” hinzuweisen, die auch schon in harmlosen Dingen zum Ausdruck kommen kann. Dass diese v.a. im Sport z.B. in den USA noch stärker ausgeprägt ist, ist sicher richtig, was aber m.E. das Argument hinsichtlich hiesiger Zustände nicht schwächt, sondern eher stärkt. Gerade fällt mir auch ein, dass z.B. in Gus van Sants “Elephant” der Sportunterricht auch eine prominente Rolle spielt (ohne mich jetzt zu sehr daran festbeißen zu wollen…)

    69. Jörg schrieb am 10. Mai 2009 at 11:21 - Permalink

      Hallo Herr Spiegelfechter

      Seit einiger Zeit lese ich Ihre Beiträge und scharfsinnigen Analysen mit wachsenden Vergnügen insbesonder Ihre außenpolitischen Kommentare sind treffend.

      Auch stimme ich Ihnen weitgehend zur Thematik Paintball zu, wo Sie aber ganz heftig danebenliegen ist Ihre Meinung über Schützenvereine und Privatwaffen, sorry aber Ihre Friedensliebe geht hier am Ziel vorbei.

      Sie zitieren Otto Obermeyer ( wohl mal einen Panoramabeitrag gesehen, ein Meisterwerk suggestiven Journalismus übrigens ?).

      Otto O ist als ehemaliger Verbandspräsident von seinen Mitgliedern wegen diverser Äußerungen in die Wüste geschickt , sprich abgewählt und davongejagt worden.
      Daß der jetzt keine Gelegenheit ausläßt um sich zu revanchieren und gelinde gesagt dummes Zeug schreibt, ist in einer Weise verständlich aber menschlich erniedrigend , nur sollten wir tiefer schürfen was die Fakten betrifft.
      IPSC ist eine international weit verbreitete Sportart, hat mit Kampschießen genauso viel zu tun wie Biathlon oder Olympisch Schnellfeuer,olympisch Trap und …… wurde in der Ägide von OttoO. im BDS eingeführt.

      Es ist schon eigenartig daß junge Menschen mit 18 bei der Bundeswehr Häuserkampf trainieren müssen, die erlernten Fähigkeiten mitnehmen und im anschließenden Zivilleben als unzuverlässig angesehen werden, wenn sie in einem Parchour IPSC oder eben auch Paintball privat schießen.
      Als ob man die “Festplatte ” eines Bundeswehrsoldaten nach seiner Entlassung löschen könnte.

      Zu Ihren Thesen über Winnenden nur soviel:
      Verantwortlich für die Tat ist immer nur der Täter, nicht ich, nicht Sie ,nicht andere und schon gar nicht leblose Gegenstände.
      Mit ein wenig Phantasie wird man in unserer modernen Gesellschaft tausende Varianten finden wie man viele Menschen effektiv zu Tode bringt, am einfachsten wäre es eine Gasleitung anzusägen oder einen 40 Tonner zu benutzen.Dann haben Sie alle Waffen entfernt, sind sicher daß keine Waffe im Spiel ist, aber immer noch ein Problem.

      Sich nun an Millionen Sportschützen und Jägern zu “rächen ” halte ich für populistisch und falsch.
      Ich erinnere Sie einfach nochmal an das was Sie in ihren Beitrag über Paintball geschrieben haben:

      ?Als die Regierung die Kampfhunde verbot habe ich geschwiegen…ich hatte ja keinen Kampfhund.
      Als sie die Counterstrike-Spieler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Counterstrike-Spieler.
      Als sie die Paintball-Spieler einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Paintball-Spieler.
      Als sie die Internetfreaks einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Internetfreak.
      Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.?

    70. Veith Klapp schrieb am 10. Mai 2009 at 11:27 - Permalink

      Das ein Verbot von Painball Unsinn ist, ist jedem klar. Natürlich auch denen, die sich für dieses Verbot einsetzen.Nur ist eben gegen die Profilierungssucht einiger Flachpfeifen, kein Kraut gewachsen.

    71. 7schläfer schrieb am 10. Mai 2009 at 11:37 - Permalink

      @Schachspieler
      In unseren Breitengraden ist der Besitz von Schußwaffen idT recht sinnlos, und der Privatbesitz sehr fragwürdig. Man kann allerdings den Gebrauch von Waffen nicht verbieten, zumal sich sehr viele Werkzeuge als Waffen nutzen lassen.
      In sofern sehe ich das Simulieren von Kampf lieber als die reale Auseinandersetzung, kommt hier niemand wirklich zu Schaden.
      Zudem geht es ja unserer Politik gar nicht darum, den Schußwaffengebrauch, also den der zum realen Tod führen kann, zu bekämpfen, sondern am Beispiel Paint-Ball Aktionismus zu demonstrieren.

    72. Alex schrieb am 10. Mai 2009 at 12:12 - Permalink

      @RN
      Das was in der Wikipedia steht ist richtig.

      Also eine Finanzierung, selbst in Zeiten der Kreditkrise sollte wohl ein sehr geringes Problem sein.

      Die Finanzierung von ein paar Millionen Euro ist ein Problem.
      Die Halle für die Aufstellung der Waffenschränke müsste teilweise mehrere 100qm groß sein. Das Kostet viel Geld, besonders die Sicherheitstechnik. Den entsprechenden Bauplatz braucht man auch erst mal.
      Über Beiträge wird das schwer zu Bezahlen sein.
      Förderung durch den Staat, wird wenig Begeisterung auslösen. Mal eben ein Hilfspacket von 1 Milliarde für Schützenvereine?

      Wozu braucht ein Tresor einen Sicherheitsdienst?

      Es wird immer wieder von Politikern gefordert. Tresore können gestohlen und dann woanders aufgemacht werden. Selbst Banktresore (deren Sicherheitsstufe höher ist) sind nicht unknachbar. Das Problem sind hier nicht Einzeltäter sondern organisierte Kriminelle/Terroristen. Die haben LKWs, Zeit, Werkzeuge und keine Skrupel auch mal jemanden zu töten.
      Wer Zugang zur Aufbewahrungshalle will, der Entführt den Vorstand des Vereins (wer das ist, findet man einfach raus) und lässt sich von dem die Alarmanlage abschalten und alle Türen öffnen. Bei Banküberfällen wurde das schon oft genauso gemacht.

      und das es mehr als nur ausreichend sichere Tresore gibt, setz ich einfach mal voraus

      Fragt sich was ausreichend ist. Es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass sich jeder Sportschütze einen Schrank für Preise von 10.000,-? aufwärts leisten will/kann.
      Das wird dann ein “Reichensport”.

      24/7 geöffnete Verein

      Eine Meisterschaft findet z.B. 500km entfernt statt und beginnt um 10:00 Uhr.
      Also muss Morgens um 5:00 Uhr jemand da sein, damit man an die Waffen kommt. Wettkampfende ist 20:00 Uhr, noch ein wenig Plaudern im Anschluss und dann Heimfahrt. Also muss auch Nachts um 3:00 Uhr wieder jemand da sein, damit die Waffen zurück können.

      Kann doch so ablaufen: man holt seine Waffe aus Schrank Y aus dem heimatlichen Vereinsaus und übergibt sie am Zielort dem Veranstalter

      Und woher weiß der Veranstalter welche Waffen mitgenommen wurden? Wer hat Zugriff auf die ganzen abgegebenen Waffen? Darf die Person rechtlich überhaupt Zugriff darauf haben? Wer Haftet wenn was kaputt geht, oder verloren geht?
      Der Ablauf bei Wettkämpfen ist nicht mit der Bundeswehr vergleichbar.
      Munition ist unterschiedlich präzise, auch von Waffe zu Waffe. Wenn Schützen nicht mehr die Munition passend für ihre Waffe auswählen dürfen und Wiederladen verboten wird (Wiederlader stellen ihre Munition selber her) ist Leistungssport nicht mehr möglich. Olympia wird dann ohne deutsche Schützen auskommen müssen.

      Was ist eigentlich mit Sportschützen die Polizisten oder Zollbeamte sind? Dürfen die dann ihre Sportwaffen nicht mehr Zuhause haben? Dafür aber die Dienstpistole mit Munition?
      Wie soll das bei Jägern laufen? Bekommt der seinen Drilling auch erst wenn er auf dem Hochsitz ist? (Und von wem?)
      Sollen hier Ausnahmen gemacht werden?

    73. Schwitzig schrieb am 10. Mai 2009 at 12:33 - Permalink

      @· Hans am 8. Mai 2009 um 22:33 – Permalink

      Kampf- und Kriegshund

      Viel schlimmer sind Autos. Die verstümmeln Kinder sogar in Bruchteilen von Sekunden. Verbieten! Und erst Eltern! Was die ihren Kindern während der Erziehung antun … Verbieten! Und überhaupt KINDER – was die sich selbst antun und was ihnen alles angetan wird. Kinder verbieten!
      Sorry – aber ich kann diese beschissene Kinderleier nicht mehr hören. Wenn ich das Wort Kinder höre oder sehe, kriege ich mittlerweile Pickel – ähnlich wie bei “Reform”. Verbieten, verbieten, verbieten und wenn möglich alles instrumentalisieren. Eine tolle Gesellschaft, die wir da bauen.

      Und jetzt mal ernsthaft: Wenn Du so ein verschüchterter Angstmensch ist, dann solltest Du vielleicht mal darüber nachdenken, dass es i.d.R. nicht die Hunde sind, die gefährlich sind, sondern die Menschen, die sie erst gefährlich machen.

    74. Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2009 at 16:59 - Permalink

      @Alex

      Das verlinkte Video zeigt nicht die ?auch weiterhin erlaubten Sportart IPSC?, sondern in Deutschland verbotenes Handel.

      Das ist richtig – aber die Aufnahmen aus D, die im verlinkten Panorama-Bericht gezeigt werden, unterscheiden sich mE nur in Nuancen vom abgebildeten Video.

      Führen und Transportieren sind zwei rechtlich unterschiedliche Dinge. Das mag man als Formalie abtun, es ist aber sachlich falsch. Dadurch entsteht ein falscher Eindruck auf Unwissende. Genau so wie wenn im Fernsehen Ausschnitte aus in Deutschland verbotenen Ego-shootern gezeigt werden und dabei behauptet wird, dass man solche Spiele problemlos in Deutschland kaufen kann.

      OK

      ?Waffen zentral und gesichert aufzubewahren? ist nicht so einfach wie mancher glaubt.
      Es gibt in Schützenvereinen nicht den Platz für diese Aufbewahrung, also muss gebaut werden. Wer bezahlt das und woher kommt der Bauplatz dafür?

      Wieviel Platz braucht man denn deiner Meinung nach? In dem Verein, in dem ich damals geschossen habe, wurden Waffen gelagert, da nicht jeder Schütze die Waffe daheim lagern kann und vor allem auch nicht jeder die Waffe nach Hause nehmen will (Kinder, Ehegattinnen, die das nicht so toll finden). Ich würde daher den Aufwand für die meisten Vereine auch nicht als so groß ansehen – aber vielleicht täusche ich mich da auch.

      Noch mal etwas grundsätzliches – ich verlange keine Hochsicherheitsverwahrung, sondern lediglich eine normale Lagerung in den Schießsportzentren. So etwas könnte beispielsweise in ganz normalen Waffenschränken, die wie Spinde angeordnet sind, geschehen. Für Pistolen würden Schließfächer genügen. Der Raumbedarf für so etwas ist gering.

      Wenn ein Schütze seine Waffe entgegen der Regeln “entwenden” will, ist dagegen wohl keine Maßnahme möglich. Das tut allerdings nichts zur Sache, wenn es darum geht, zu verhindern, dass der durchgeknallte Sohnemann Daddys Pistole nicht in die Hände bekommen soll.

      Wie will man das Bewachen?

      gar nicht

      Wer hat Zugang zu den Waffen und wie wird das kontrolliert?

      Die Schützen – in Form einer Selbstkontrolle.

      Was ist mit Schützen die auf verschiedenen Schiessständen schiessen? Was bei Meisterschaften auf anderen Ständen? Was wenn die Waffe zu Büchsenmacher soll? Geht der Schütze dann zum 24/7 geöffneten Verein nimmt Waffen(n) und Munition mit und geht? Wer kontrolliert wohin er geht?

      Dann nimmt er die Waffe mit – wo ist das Problem? Es geht nur darum, dass er die Waffe nicht dauerhaft daheim lagert.

      Vereinsarbeit ist Ehrenamt. Wer würde das noch machen, wenn er Tag und Nacht zur Verfügung stehen soll zum Waffenausgeben? Es finden sich so schon oft nur schwer Leute für Kassenwart, Kassenprüfer, Schriftführer, Trainer, Schiessleiter, Jugendarbeit usw.

      Warum sollte dies nicht Aufgabe des Schiessleiters sein? Ich könnte mir da z.B. eine Liste vorstellen, in die am Ende des Schiessens eingetragen wird, wer die Waffe abgibt und wer nicht. Wer die Waffe häufig nicht abgibt, muss das begründen – wo ist das Problem?

      Bei den Kosten währe das nur noch ein ?Reichensport? für Leute denen es auf ein paar tausend Euro nicht ankommt.

      Nun übertreibe mal nicht ;-)
      Schiessen ist allerdings idT kein billiger Sport, das ist schon jetzt so.

      Biathlon ist dann nicht mehr, da sich das keiner mehr leisten könnte.

      Biathlon ist mW Kleinkaliber – wir reden von Großkaliber.

      Legalwaffenbsitzer müssen mit einer Einschränkung des Art. 13 GG (Unverletzlichkeit der Wohnung) leben. Dürfen ihre Zuverlässigkeit nicht gefährden (Alkohol am Steuer kann neben den Führerschein auch die Waffenerlaubnis kosten). Werden Sicherheitsüberprüft. Zukünftig soll es eine zentrale Datenbank und biometrische Systeme geben.

      Und was ist mit Familienangehörigen?
      Ich will Schützen ganz sicher nicht kriminalisieren – es geht da eher um Prophylaxe gegen “bedauernswerte Ausnahmen”.

      Ich war selbst Schütze und habe gar nichts gegen den Sport. Großkaliberwaffen sind aber nun einmal keine Golfschläger und ein Minimum an Sicherheitsauflagen muss gestattet sein. Meine Meinung.

    75. Jörg schrieb am 10. Mai 2009 at 18:02 - Permalink

      Hallo Spiegelfechter

      Auch ich oute mich mal als Schütze, bin seit 20 Jahren in einem Großkaliberverein.

      Ihre Vorschläge zur zentralen Waffenaufbewahrungen gehen ins Leere, weil in dem Moment wie jemand berechtigt Zugang zu dieser Waffe hat, der Mißbrauch bereits möglich wird.
      Sohnematz wartet zum Beispiel einfach ab, bis ich die Waffe zum Zwecke eines Wettkampfes aus dem Vereinsheim hole ( dann brauche ich übrigens schon zwei Tresore . Einen im Verein und einen zu Hause).

      Die Aufbewahrung im Vereinsheim ist deshalb so gefährlich weil Diebe erstens durch die Menge eine lukrative Beute sehen , sicher wissen daß da was “zu holen ” ist und alle Zeit dieser Welt haben die Tresore zu knacken.
      Es gibt bereits etliche Einbrüche in Vereinsheime und der 4 fach Mord vor wenigen Wochen in Eislingen wurde genau mit solchen im Vereinheim gestohlenen Kleinkaliberwaffen (!)
      begangen.
      Bei mir zu Hause weiß kein Dieb was ich habe, er weiß nicht wo es liegt und er hat i.d.R. nicht genug Zeit den Tresor zu knacken. Tresore sind nicht unknackbar, sie haben nur einen bestimmten Widerstandsgrad – und der beinhaltet auch den Faktor Zeit.
      Wenn ich daran denke daß allein unser Verein ca 200 Mitglieder hat, dann kommen dort schnell 1000 Waffen zusammen. Da würde sogar schon ein Raubüberfall schon ein Thema werden Angesichts dieser Werte und Begehrlichkeiten für den Schwarzmarkt.

      Nein die Ursachen liegen woanders, nämlich in der Erziehung der Kinder.
      Sohnematz hat sich einfach nicht an den Waffen zu vergreifen und der Sohnematz muß in der Erziehung so gefestigt sein daß er kapiert ,daß zwischen Medienwelt und der überschäumenden Gewaltdarstellung / Gewaltverherrlichung und zum wirklichen Leben gewaltige Unterschiede bestehen und daß Gewalt kein Mittel der Konfliktlösung oder gar nur Frustbewältigung ist.
      Hier sind doch die Defizite, nicht im Waffenrecht.

      Weitere Verbote sind nur Kosmetik, wirkunglose Placebos für die Wahlen.
      Wenn ich jetzt schon geltende Vorschriften für Aufbewahrung von Waffen mißachte oder gar so weit gehe daß ich verbotenerweise jemanden umbringe, wie sollen mich dann weitere Verbote und Vorschriften davon abbbringen ?
      Glaubt man, ich würde deshalb von einer Straftat absehen weil ich verbotenerweise die Waffe aus dem Vereinsheim hole , obwohl kein Wettkampf ansteht ?

      Nein der Schlüssel liegt nicht im Erschweren des Umgangs er liegt im Rechstbewußtsein den moralischen Werten und der Zuverlässigkeit des Waffenbesitzers ( eigentlich allen Menschen )

      Wenn festgestellt wird, daß Leute bei Rot über die Fußgängerampel gehen, dann macht es doch keinen Sinn eine zweite rote Ampel daneben zu stellen .

      Will damit sagen daß die Waffe zu Hause eben sicher im Tresor liegen muß und nicht daneben.
      Wenn man das nicht gewährleisten kann oder will, was sollen dann weitere Vorschriften bringen die ebenfalls umgangen werden können ?
      Nur Schikanen und Kosten für diejenigen die sich zuverlässig an Vorschriften halten.

    76. Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2009 at 18:12 - Permalink

      @Jörg, Alex und andere

      Ja – wohlmöglich habt ihr recht und ich habe mich da ein wenig verrannt.

    77. bismodo schrieb am 10. Mai 2009 at 19:38 - Permalink

      @ SF # 19 (8.Mai um 23:31)

      “Ich habe das so in Erinnerung, dass die Diskussion vor allem nach dem Amoklauf von Emsdetten aufgebrandet ist…”

      Gleich zu Beginn, als paintball “rüberkam” (aus dem perversen Amerika, woher denn sonst?), hat sich die ‘Bunte’ fürs mittlere Angestellten- und das ganze Lehrersegment mit Wonne draufgestürzt und das (handels)übliche Gewäsch in hysterisch-genüssliche Alarm”aufklärung” gegossen, mit Fotos und allem drum und dran – Untergang des Abendlandes und Ende der Zivilisation inklusive …oder fest eingeplant (?) :-) . Das war viele, viele Jahre vor Emstetten.

      Ich erinnere mich vage, dass da schon genau dasselbe hingekotzt war wie jetzt von den Politclowns. Die brauchen sich bei Bedarf doch nur das abgegriffene Karteikärtchen von damals zu schnappen (waren zu der Zeit noch gang und gäbe, Karteikärtchen, mein ich…).

      In dem Artikel erfuhr ich überhaupt zum ersten Mal von paintball. Aus der Wochenblöd für die “gebildeten” Stände, dem ‘Spiegel’, versteht sich. Der ‘Stern’ hat sich das natürlich auch nicht entgehen lassen, mit grösseren Bildern und bestimmt auch noch n Tick bunter. Da gab es die Tagebücher von Hitler noch gar nicht.

      Im übrigen gehören Küchenmesser auch abgeschafft, nach Hitchcock und ‘Psycho’. Und was soll ich zum Hammermörder sagen…ztz! ztz! ztz! Und so was kriegt man in jedem Baumarkt. Noch dazu in allen Farben! Ein Skandal! Könnt ich doch glatt auf Ideen kommen

    78. Jörg schrieb am 10. Mai 2009 at 21:06 - Permalink

      @ Spiegelfechter

      Zugeben “sich in etwas verrannt haben ” ist für mich kein Zeichen der schwäche sondern ein Zeichen der Stärke und der Fähigkeit dazulernen zu können.
      Kompliment an dieser Stelle.

      Viele andere mit denen ich ( so zum Beispiel auf SPON lol)diskutiert habe konnten das nicht, nicht mal als man denen einfache Logik präsentiert hat.

      Es sind doch zwei Dinge die man nicht verwechseln darf :

      Eine pazifistische Grundeinstellung gegen Krieg und Militarismus und zum anderen das Hobby Sportschießen und Jagd.

      Ich bin , wie wahrscheinlich Sie auch strikt gegen Anwendung von militärischer Gewalt als Aggression um politische Ziele durchzusetzen, ich bin wie viele Andere ggen den Irakkrieg und bin nach wie vor dagegen daß die Bundeswehr am Hindukusch herumschießt – und trotzdem bin ich “Waffennarr” und ballere eben gerne in meiner Freizeit.

      Ich kenne Jäger, die für die Natur leben, mit Krieg und Militär nichts am Hut haben und dennoch neben mir auf dem Stand stehen.
      Ich kannte in einem Verein sogar einen leibhaftigen Pfarrer der hiesigen Kirche , der dieses hobby pflegte und sogar im Vorstand des Vereines war.

      Pazifismus und Sportschießen schließen sich nicht aus, es besteht doch kein Zusammenghang zwischen meiner Tätigkeit und einer Militärischen Aggression oder einem Mord nur weil wir das gleiche Werkzeug benutzen.
      Man könnte die gleiche Frage stellen was ein Dachdecker und ein Einbrecher gemeinsam haben nur weil beide ein Brecheisen benutzen.

      Ich schreibe das hier deshalb weil viele User in verschiedenen Foren eindeutig zu erkennen geben, daß sie Gewalt verabscheuen und eine pazifistische Grundhaltung haben.

      Die habe ich , man glaubt es kaum eben auch, es ist kein Widerspruch.
      Es ist immer noch ein Unterschied gegen was man eine Waffe richtet.

      Und ganz nebenbei möchte ich noch erwähnen , daß es die Waffen der Allierten waren die dazu beigetragen haben daß wir hier und heute freimütig über Politik diskutieren können.
      Waffen sind neutral, weder gut noch schlecht,sie sind Werkzeuge in der Hand von guten oder schlechten Menschen.

      Um jetzt wieder zum Paintball zu kommen:
      natürlich kann man beim Paintball bestimmte Fähigkeiten zum Häuserkampf antrainieren, natürlich kann IPSC die Fähigkeit trainieren auf bewegte Ziele zu schießen ( wobei beim IPSC weder aus der Bewegung geschossen werden darf noch Deckungen benutzt werden dürfen)
      Aber die Frage ist doch,unterstellt man gleichzeitig per Generalverdacht daß sie das auch nutzen um einen Mord zu begehen oder gar Amok zu laufen ?
      Dann muß man sich eigentlich fragen, was einen LKW Fahrer daran hindert seine Fahrkunst zu nutzen um in eine Fußgängergruppe zu walzen.
      Da steht doch noch was dazwischen ?

    79. Andreas Schapka schrieb am 10. Mai 2009 at 21:22 - Permalink

      Ich finde es auch merkwürdig das kein Politiker die großkalibrigen Waffen interessieren, mit denen ja nachweislich die Gewalttaten begangen wurden. Aber wahrscheinlich würden gerade die Mitglieder der Schützenvereine den sofortigen Aufstand proben, wenn man mal laut über ein Verbot dieser gefährlichen Waffen nachdenken würde. Und ein Teamspiel wie Paintball sorgt eher dafür dass man durch die sportliche Betätigung ein Ventil hat (wie bei jeder anderen Sportart auch). Jedenfalls wird man beim Paintballspielen wohl kaum seine Gewaltfantasien ausbrüten, dass macht man eher alleine vor dem Bildschirm. Ich habe vor einiger Zeit mal ein Buch über Paintball vom Sportjournalisten Daniel Maiberg gelesen (http://www.paintball-buch.de), da ist er nämlich genau dieser Frage nachgegangen. Und er hat wissenschaftliche Studien zitiert, die keinen Nachweis einer Aggressivitätssteigerung feststellen konnten, sondern das Gegenteil war der Fall.

    80. Alex schrieb am 10. Mai 2009 at 21:48 - Permalink

      @Andreas Schapka

      Ich finde es auch merkwürdig das kein Politiker die großkalibrigen Waffen interessieren, mit denen ja nachweislich die Gewalttaten begangen wurden.

      Es gibt genug Politiker die sich für diese Waffen interessieren und ein Verbot fordern. Als Beispiel hier ein Link zum Protokoll der Plenarsitzung des Bundestages vom 23.04.2009:
      http://forum.waffen-online.de/index.php?act=attach&type=post&id=19719

    81. King Balance schrieb am 11. Mai 2009 at 06:19 - Permalink

      Der Klügere gibt solange nach, bis er der Dumme ist!!!
      Die fünf Sinne: Unsinn, Blödsinn, Stumpfsinn, Schwachsinn, Wahnsinn!!! Nix passt wirklich zu diesen Szenario was mal wieder von der Krise ablenken soll.
      Nicht jeder, der die Bretter, die die Welt bedeuten betritt, merkt dass er auf dem Holzweg ist!
      Es genügt offenbar nicht, total unfähig zu sein, man muss auch in die Politik gehen.

    82. Stefan schrieb am 11. Mai 2009 at 07:34 - Permalink

      > In der Grundausbildung lernt dabei jeder Rekrut, wie man mit schweren Waffen auf menschenähnliche Ziele schießt [?]

      Wenn es nur menschenähnliche Ziele wären. Während meiner Grundausbildung hatten wir 3 so genannte ?Schießkinos? für ca. 120.000 DM/Stück auf dem Kasernengelände. Das sind Folien, auf denen fotografische Gelände zu sehen sind. Dann kann man mit Druckluftwaffen (1/3 des normalen Rückstoßes einer Kriegswaffe) mit Laser auf Menschen, Fahrzeuge und Flugzeuge schießen, die über das Gelände laufen. Sehr realistisch, man muss sogar vorhalten, damit sie im Laufen getroffen werden. Die Zeitsoldaten spielen das immer mal wieder nur zum Spaß. Munition auf unendlich stellen und dann mit dem Maschinengewehr ballern, mit Kommentaren wie: ?Stirb, du Motherfucker?. Erinnerungen an 1998. Will nicht wissen, welchen Realitätsgrad das heute hat.

      Im Gelände geht es dann weiter, da bekommt man auf die echten Waffen ein Lasergerät aufgesetzt, und auf seinen Körper Sensoren, die den Lasertreffer registrieren. Wird man getroffen, piept es unglaublich laut und eine Digitalanzeige teilt einem lakonisch mit, man hätte einen ?Kopftreffer, tödlich? erlitten.

      So geht das unter staatlicher Aufsicht bei der Bundeswehr zu. Aber wenn ein paar Erwachsene Spaß mit Farbkugeln haben, heult der Staat. Wenn mich irgendwas aufs Töten geil gemacht hätte, dann wäre es wohl eher das Schießen mit G5, MG, Panzerfaust und Handgranate gewesen. Nicht das bisschen Luftpistole oder Paintball mit Freunden. Und erst recht nicht Counterstrike.

    83. RN schrieb am 11. Mai 2009 at 07:39 - Permalink

      An die Sportschützen:

      Es geht ja nicht darum das Hobby “Sportschießen” zu verbieten, sondern da anzusetzen, wo derjenige versagt, der eine Verwantwortung für die Waffen im Schrank hat.
      Wer die Aufsciht darüber hat, muss auch dafür sorgen, dass Unberechtigte keinen Zugriff haben. Und dies geschah leider in einigen Fällen nicht in der angemessenen Form, so das man hier tote Menschen zu beklagen hatte.
      Wie sie schon richtig schreiben (Jörg [75]) müssen vom Elternhaus die notwendigen Umgangsformen mit den Waffen und der Umwelt allgemein kommen.

      Nur – und die Frage darf gestellt werden – was macht man, wenn diese Erziehung versagt?
      Woher nehmen wir das Netz, den doppelten Boden, der uns noch einmal vor einem harten Aufprall schützt?
      Und da halte ich ein Verbot der Waffenlagerung in der eigenen Wohnung für einen gangbaren Weg – andererseits aber auch nur (wie ich das oben schon andeutete) als letzten Ausweg.

    84. d1353922 schrieb am 11. Mai 2009 at 08:21 - Permalink

      ?Als die Regierung die Kampfhunde verbot, habe ich geschwiegen, ich hatte ja keinen Kampfhund.
      Als sie die Counterstrike-Spieler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Counterstrike-Spieler.
      Als sie die Paintball-Spieler einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Paintball-Spieler.
      Als sie die Internetfreaks einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Internetfreak.
      Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.?

      Nun ja, wer mich holen will, der kann sich meinem Widerstand sicher sein, ganz sicher.
      Ich kann nicht so ganz nachvollziehen, warum sich Leute ohne Widerstand wegsperren oder dergleichen, oder gar schlimmeres, lassen – eigentlich doch blöd.
      Nun ja, kommt ja auch von einem Pfarrer, könnte man noch süffisant anfügen, und zwischen ’33 und ’45 hat sich die Kirche auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert, und wenn man mal ganz genau hinschaut, mit ihrer Psychologie und ihrem zweifelhaften Umgang mit dem Judentum (sie seien Schuld am Tode Jesus), hat doch die Kirche selbst den Grundstein für Judenverfolgung und deren Stigmatisierung gesorgt;die Kennzeichnung von Juden durch einen gelben Anstecker/Aufnäher geht sehr weit auf die Kirche zurück.

      Ich finde übrigens das Paintball-Verbot ganz in Ordnung, schließlich wird dort auf Menschen geziehlt, mit einer Waffe, die einer echten schon sehr nahe kommt. Das mit der Zeit dadurch immer weiter die Hemmschwellen fallen im Kopf dürfte klar sein, so ist es eigentlich mit fast allem. Genauso ist es vielleicht, bei Sohnemann vom einem Schützenvereinsmitglied, der regelmäßig im Elternhaus Waffen sieht, und sieht, wie einfach es sein kann, ganz ohne wirkliche Kontrolle.
      Außerdem, wie krank und degeneriert muß man denn sein, um am Paintball gefallen zu finden ? Fällt den Hampelmännern wirklich nichts anderes ein ? Haben die keine Freundin ?
      Wer weiss was für Unzulänglichkeiten bei solch sinnlosem Paintball kompensiert werden…

    85. Bob schrieb am 11. Mai 2009 at 08:57 - Permalink

      Spiegelfechters Niemölleranlehnung ist unpassend. Die zahlreichen Gesetzesvorstöße und Verbotsforderungen unserer Regierung richten sich anders als die Nazis damals nicht gegen die Betroffenen.
      Das ganze dient allein der Profilierung durch Aktionismus. Unsere Bundesregierung will zeigen, dass sie handelt. Bei Niemöller gings um das Ausschalten politischer Gegner.

      Hier geht es nicht wirklich um Waffen, Gewalt, Militär und worüber hier groß und breit diskutiert wird. Es geht um “die tun was”. Es geht um Wahlkampf.

    86. bombjack schrieb am 11. Mai 2009 at 09:07 - Permalink

      @83· RN am 11. Mai 2009 um 07:39 – Permalink
      [...]An die Sportschützen:
      Es geht ja nicht darum das Hobby ?Sportschießen? zu verbieten, sondern da anzusetzen, wo derjenige versagt, der eine Verwantwortung für die Waffen im Schrank hat.
      [...]

      Quatsch mit Soße…..sorry langsam platzt mir der Kragen….., denn von nichts nimmt keiner eine Waffe und geht mal kurz rum und knallt Leute ab….
      Klar kann man argumentieren, wenn er keinen Zugang zu Waffen gehabt hätte….usw. nur geht diese Argumentation am Thema vorbei, denn eigentlich müsste die frage lauten warum kommt jemand soweit daß er keinen anderen Weg mehr weiß, als soetwas zu tun. Zudem ist es ein absoluter Hohn für jeden der gemobbt wird und sich nur das eigene Lebenlicht auspustet, frei nach dem Motto sorgen wir dafür daß er sich nicht mehr rächen kann und geben wir ihm einen Strick, aber an den Ursprüngen hinterfragen, geschweigen den ändern werden wir nichts. Kommt mir irgendewie bekannt vor……ah….die Leyenfilteridee hat ähnliche Gedankengänge….

      [...]Nur – und die Frage darf gestellt werden – was macht man, wenn diese Erziehung versagt?
      Woher nehmen wir das Netz, den doppelten Boden, der uns noch einmal vor einem harten Aufprall schützt?
      [...]

      Wieviele Opfer gibt es so durchschnittlich im Jahr? Was wenn der nächste mal mkit dem Auto vom Papa den Pausenhof plattmacht oder sich die Mobber kurz nach dem Ende der Schule bei der Bushaltestelle auch mit Papas Auto vornimmt? Müssen dann im Kfz. auch biomterische Zugangssperren installiert werden?

      @84· d1353922 am 11. Mai 2009 um 08:21 – Permalink
      [...]Ich finde übrigens das Paintball-Verbot ganz in Ordnung, schließlich wird dort auf Menschen geziehlt, mit einer Waffe, die einer echten schon sehr nahe kommt. Das mit der Zeit dadurch immer weiter die Hemmschwellen fallen im Kopf dürfte klar sein, so ist es eigentlich mit fast allem.
      [...]

      Dann gehört der Wehrdienst abgeschafft…..dort fallen ganz gezielt noch mehr Hemmungen und Fußballspile gehören auch verboten, wirken sie doch bei den Fans defintiv agressionssteigernd.

      [...]
      Außerdem, wie krank und degeneriert muß man denn sein, um am Paintball gefallen zu finden ?
      [...]

      Auch nicht kränker und dengenerierter als jemand der so einen Schwachsinn schreibt wie Du, nur daß die nicht ihre Moralvorstellungen anderen per Verbot aufdrücken wie Du es ja so gut findest….

      [...]
      Fällt den Hampelmännern wirklich nichts anderes ein ? Haben die keine Freundin ?
      Wer weiss was für Unzulänglichkeiten bei solch sinnlosem Paintball kompensiert werden?
      [...]

      Freundinen lernt man dabei auch kennen ;-) und Spaß macht es auch….und spätestens wenn es Feld, Wald und Wiesen Gotcha wird, wo es auf das “Tarnen und Täuschen” ankommt ist für mich zumindest nicht der Reiz irgendwen zu markieren sondern er liegt darin ungesehen bis auf wenige Meter an die anderen ranzukommen. Allerdings und das muß ich zugeben schaut dann die Sache ziemlich militärisch aus, denn mit weißem T-Shirt ist da halt kein Punkt zu machen, sondern eher mit einem “Ghillie Suit” http://image05.webshots.com/5/4/28/37/67242837ploANV_fs.jpg oder ähnlichen Teilen. Ohne Markierer wird so was ähnliches unter Pfadfindern und anderen Jugendgruppen vorwiegend in Bayern als Fahneklauen gespielt, wo in einer Nacht und Nebelaktion versucht wird ins Lager zu kommen und das Banner zu stehlen. Mir (unsere Gruppe) sprechen das generell mit der fremden Lagerleitung ab, damit es nicht zu Mißverständnissen kommt und die Kids die da mitgenommen werden haben regelmäßig einen riesen Spaß, umgekehrt die Verteidiger auch.

      bombjack

    87. Silver Seraph schrieb am 11. Mai 2009 at 10:02 - Permalink

      Tjo – Verbote kann man nun mal nicht essen…

    88. RN schrieb am 11. Mai 2009 at 10:41 - Permalink

      @bombjack
      Ich dachte, aus meinen bisherigen Kommentaren käme heraus, dass ich grds. gegen ein Verbot bin, aber(!) ich es für den falschen Weg halte, weil es die Ursachen nicht aufgreift und löst; eben das von ihnen angesprochene Mobbing an Schulen….wenn ich mich da mal kurz selbst zitieren darf:

      Aber das eigentliche Problem ist ja nicht die Waffe an sich, sondern die Hand, welche sie führt.
      Daher sehe ich das Gesetz nicht nur in der konkreten Ausgestaltung sondern auch inhaltlich als sehr fragwürdig an.
      Wie jemand schrieb, ist es nur ein herumdoktorn an Symptomen.
      Die eigentliche Arbeit ist doch die am Menschen, aber wer soll das machen, wenn quailifiziertes Personal von den Ländern nicht eingestellt wird und Jugendvereinen das Geld abgezogen wird?
      Hier sind die Probleme zu verorten, deren Lösung auch – sehr wahrscheinlich sogar – einen Amokläufer von seiner Tat abbringt. Wenn man dann noch RTL und Bild dazu bringen könnte, ihre menschenunwürdigen (Film)Beiträge einzustellen und sie aufhören, Minderheiten zu ?bashen??wäre wohl auch viel erreicht.
      Das wären jedenfalls die Probleme deren Lösung die eine tatsächliche Verbesserung herbeiführen würden. Und die für alle Betroffenen nicht einmal Einschnitte bedeuten würde.
      Aber leider ist Wahlkampf und leider sind Schnellschüsse beliebter als durchdachte Lösungen.
      Aber dafür geht man ja wählen, damit man diese halben Lucky Lukes wegbekommt (die schneller als ihre Schatten schießen aber im Gegensatz zu LL nicht treffen)

      Ich halte das Verbot von Schusswaffen in Privaträumen auch aus anderen Gründen für diskutabel: Eine Waffe, die erreichbar ist, wird in Extremsituationen auch genutzt.
      Und ich halte die Hemmschwelle, bei Benutzung einer Waffe für geringer, als mit einem Messer anzugreifen.
      Distanzwaffen haben eben den Vorteil der Distanz, was das Abdrücken mEn leichter macht. Aber um diese Frage zu klären müsste man wohl mehrere psychologische Gutachten einholen.
      Auch ist hier die Berichterstattung in den Medien ein zu beachtender Faktor: der Nachahmereffekt ist bei solchen Taten durchaus erheblich; bspw. Columbine oder Brandanschläge auf Ausländerwohnheime oder aktuell nach Winnenden, als an verschiedenen schulen amokläufe angekündigt wurden (wenn auch viele wohl nur aus Spaß bzw. jugendlichem Leichtsinn).

      Man stelle sich mal die Situation vor: ein schüler, der in der Schule gemobbt wurde, der schlechte Noten hat, keine Aktzeptanz findet oder gar Freunde – der komplett aus der heutigen Leistungsschablone herausfällt sieht seinen Ausweg gekommen: Rache. aus verschiedenen Gründen. Aber wie kommt er darauf, an seine Schule zu gehen und um sich zu schießen? Das dürfte wohl eine direkte Folge von Columbine & co. sein.
      Jetzt hat dieser jugne Mensch auch noch die Verfügbarkeit von Waffen. Alle notwendigen Mittel um seine Tat auszuführen.
      Was aber, wenn seine Tatwaffe, die Schusswaffe plötzlich nur über Umwege zu erreichen ist? Könnte ihn das von seiner Tat abhalten?
      Und das halte ich bei einem Teil durchaus für möglich.
      Aber verhindern wird diese Maßnahme Amokläufe auch nicht. Aber nur weil man Amokläufe damit nicht verhindern kann, heißt es nicht, dass dies dennoch ein möglicher Schritt in die richtige Richtung ist.

      Wieviele Opfer gibt es so durchschnittlich im Jahr?

      Da ist jedes schon zuviel, und mit Opferzahlen zu argumentieren ist nicht unbedingt – vorsichtig formuliert – “gut”.

      Was wenn der nächste mal mkit dem Auto vom Papa den Pausenhof plattmacht oder sich die Mobber kurz nach dem Ende der Schule bei der Bushaltestelle auch mit Papas Auto vornimmt? Müssen dann im Kfz. auch biomterische Zugangssperren installiert werden?

      Sicherlich wird sich sowas nicht verhindern lassen. Und sowas gab es in den 90er Jahren auch schon oft genug, dass das Fahrzeug als Waffe in der Fußgängerzone eingesetzt wurde.
      Jetzt könnte man mit der Gefährlichkeit nach Art der Waffe argumentieren: ein Schuss ist potentiell tödlicher, als das Anfahren mit einem Auto, zumal in der Hand eines geübten Schützen. Aber diese Argumentation bringt nicht weiter.
      Nochmal in aller Deutlichkeit: Amokläufe lassen sich nicht auf die Art verhindern: wer das will, der macht das.
      Aber ich kann auf u.a. 2 Wegen vorgehen:
      a) Ich löse die Ursachenprobleme (was priorität haben muss)
      b) Ich versuche die Verfügbarkeit von Waffen einzuschränken, so, dass eine Hürde geschafften wird, die zu Überwinden wohl auch potentielle Amokläufer abhalten wird. (weil mir kein verständliches Argument dagegen einfällt und mich die bisherigen nicht überzeugen können)

      Stellt sich die Frage: Warum müssen schussbereite Waffen (Munition inklusive) zu Hause aufbewahrt werden?
      Beim Jäger und Polizisten mir ihren “Dienstpistolen” kann ich das gut verstehen. Aber bei Sportschützen, die doch auf einem abgesperrten Gelände schießen macht das doch wenig Sinn? Oder warum braucht ein Sportschütze seine Waffe daheim?
      _____________________
      @d1353922
      Paintball tötet aber im Vergleich zu anderen Umgangsarten mit der Waffe keine Menschen. Das ist (wohl ohne modifizierung) auch gar nicht möglich.
      Das gezielte Töten wird hingegen bei der Bundeswehr trainiert, hier kommt es auf den Einsatz der Waffe als Tötungsinstrument an oder zumindestens zur Unschädlichmachung von Angreifern.
      Davon abgesehen: wenn nach ihrem Empfinden die Gewalthemmschwell durch solche Sportarten herabgesetzt wird, müsste wohl unsere derzeitige Gesellschaft ziemlich marode sein und jeden Tag gäbe es eine neue Nachricht über neue Gewaltverbrechen (die über das derzeitige Maß hinausgehen). Bei sovielen “Killerspielern” (und zwar im Sinne von Paintball, PC-Spielern und den ganzen anderen “brutalen” Kram wie Schach etc.) ist die Zahl der bereiten Täter schon ziemlich hoch.

      Im Übrigen steht bei solchen Spielarten ja nicht das Töten im Vordergrund. Darum geht es Paintballern, CS-Spielern (CS=Counterstrike) und Schachspielern überhaupt nicht. Es geht um ein taktisches Verständnis, Strategie, den Gegner zu schlagen…besser zu sein als er.
      Und man kann es nicht genug sagen: Es ist ein Spiel.
      Ein militärischer Angriff ist kein Spiel.
      Und diesen Unterschied sind sich die Teilnehmer alle bewusst, mit Ausnahmen. Aber diese Ausnahmen werde ich nicht verhindern oder beseitigen weil ich die Regel verbiete – nach dem motto: ohne Regel keine Ausnahme.

    89. Alex schrieb am 11. Mai 2009 at 11:18 - Permalink

      @RN

      Man stelle sich mal die Situation vor: ein schüler, der in der Schule gemobbt wurde [...] Aber wie kommt er darauf, an seine Schule zu gehen und um sich zu schießen?

      Weil das der Ort ist an dem er erniedrigt wurde und an dem seine Peiniger sind und die Leute die ihm nicht geholfen haben. Es ist der Ort den er hasst und wo die Menschen sind die er hasst. Dort will er Rache nehmen.

      Jetzt hat dieser jugne Mensch auch noch die Verfügbarkeit von Waffen

      Grosskaliberwaffen darf man erst ab 18 Jahren haben, darunter nicht. Wenn der Sportschütze unter 25 Jahre alt ist, muss ein psychologisches Gutachten erstellt werden, dass ihm die nötige geistige Reife bescheinigt. Damit haben nur Menschen über 25 J. oder 18-25 J. mit bestätigter Zurechnungsfähigkeit Grosskaliberwaffen (zu Hause).

      b) Ich versuche die Verfügbarkeit von Waffen einzuschränken, so, dass eine Hürde geschafften wird, die zu Überwinden wohl auch potentielle Amokläufer abhalten wird.

      Die Amokläufe sind meist lange vorbereitet und selten Spontantaten. Um die Hürde zu überwinden hat ein Amokläufer viel Zeit.

    90. RN schrieb am 11. Mai 2009 at 11:44 - Permalink

      Aber es erleichtert seine Tatausführung ungemein, wenn er selbst Waffen besitzt oder der Herr Papa, weil man sich in einem Schützenverein befindet.
      Und soo einfach eien Waffe nebst Munition zu bekommen halte ich auch nicht gerade für einfach.

    91. Sven schrieb am 11. Mai 2009 at 12:32 - Permalink

      Lasst uns mal die große Koalition verbieten, zu regieren und Gesetze zu erlassen. Das wird ja unerträglich! Achso, Wahlkampf, da war ja noch was in diesem Jahr. Bin ich froh, dass ich ausgemustert wurde. Ich muss solche Gewaltexzesse und Erniedrigungen beim Bund nicht mitmachen! Und wenn, dann würde ich nicht ohne eine Print-Ausgabe des GG zum Wehrdienst gehen und dass dann den da vorhalten.

    92. Alex schrieb am 11. Mai 2009 at 13:22 - Permalink

      @RN

      Aber es erleichtert seine Tatausführung ungemein, wenn er selbst Waffen besitzt

      Wenn ein Amokläufer selbst Waffen besitzt ist es unerheblich wo er diese aufbewahrt, er kommt auf jeden Fall an seine Waffen.

      oder der Herr Papa, weil man sich in einem Schützenverein befindet.

      Wenn sich der Herr Papa an die momentanen Gesetze hält, kommt der Sohn nicht an die Waffen. Wenn sich Papa heute nicht an die Gesetze hält dann, unterstelle ich mal, macht er das zukünftig auch nicht.

    93. Poe schrieb am 11. Mai 2009 at 14:38 - Permalink

      Mensch, so ein Pech aber auch, gerade jetzt diese Diskussion, dabei wäre Paintball doch richtig klasse zum anfixen:

      Artikel auf Telepolis:

      Armee umwirbt Kinder

    94. d1353922 schrieb am 11. Mai 2009 at 15:37 - Permalink

      @ bombjack am 11. Mai 2009 um 09:07

      “Dann gehört der Wehrdienst abgeschafft?..dort fallen ganz gezielt noch mehr Hemmungen und Fußballspile gehören auch verboten, wirken sie doch bei den Fans defintiv agressionssteigernd.”

      Ganz recht, Wehrdienst abschaffen, und eine echte Berufsarmee einführen, daß wäre ehrlicher, kostensparrender, da nicht jeder dicke Mops mitgeschleppt werden muß. Nur die richtig harten und die, die auch richtig wollen, aber die greifen ja meist schon die KSK ab…
      Gut mitgedacht übrigens.

      “Freundinen lernt man dabei auch kennen ;-) und Spaß macht es auch…”

      Ja ja, wahrscheinlich hat die Gute dann sogar einen Bart…. *brrrrr*, nein danke.
      Unter Spaß verstehe ich etwas ganz anderes – schade das es in deutschen Wäldern keine Bären mehr gibt, daß wäre doch ein Spaß….!

      “Auch nicht kränker und dengenerierter als jemand der so einen Schwachsinn schreibt wie Du, nur daß die nicht ihre Moralvorstellungen anderen per Verbot aufdrücken wie Du es ja so gut findest?.”

      Nun ja, zumindest hat mein Schwachsinn sie veranlaßt, mich in meiner Meinung zu bestärken – Paintball ist Quatsch, und die, die sowas ausüben… naja, nicht der Rede wert.
      Übrigens, ich wüßte nicht das wir per du sind. Nur so nebenbei, des Stiles wegen.

      “Mir (unsere Gruppe) sprechen das generell mit der fremden Lagerleitung ab, damit es nicht zu Mißverständnissen kommt und die Kids die da mitgenommen werden haben regelmäßig einen riesen Spaß, umgekehrt die Verteidiger auch.”

      Weia, Lagerleitung, Kids, Spaß, Verteidiger, schon allein die Schlagworte…. hab ich’s doch gesagt, siehe oben.
      Kauft Euch ne Pille und geht bolzen, oder macht Ferien auf einem Bauernhof, ich denke da haben die Kinder auf lange Sicht mehr davon, oder geht es doch nicht um die Kinder, sondern nur um den “Spaß” der Erwachsenen ? Sehr unwahrscheinlich, daß ein 7jähriger von selbst, ganz ohne elterliche Beeinflußung, auf die Idee kommt, Paintball zu spielen.
      Und wenn Euch doch nichts weiter einfällt, dann ist das vielleicht doch Ausdruck einer gewissen geistigen Begrenztheit.

      @ RN am 11. Mai 2009 um 10:41

      “Paintball tötet aber im Vergleich zu anderen Umgangsarten mit der Waffe keine Menschen. Das ist (wohl ohne modifizierung) auch gar nicht möglich.”

      Im Grunde gebe ich ihnen da recht, allerdings, ich will es nicht beschreien, aber so ein direkter Treffer aus kurzer Entfernung ins Auge – ob der dann bei zu langer Nichtbehandlung zum Tode führt, lasse ich mal dahingestellt. Und mit Sicherheit wird es auch Spezis geben, die ohne Kopf oder Augenschutz losballern, sobald etwas schief geht, werden wir von denen hören.

      “Davon abgesehen: wenn nach ihrem Empfinden die Gewalthemmschwell durch solche Sportarten herabgesetzt wird, müsste wohl unsere derzeitige Gesellschaft ziemlich marode sein und jeden Tag gäbe es eine neue Nachricht über neue Gewaltverbrechen (die über das derzeitige Maß hinausgehen). Bei sovielen ?Killerspielern? (und zwar im Sinne von Paintball, PC-Spielern und den ganzen anderen ?brutalen? Kram wie Schach etc.) ist die Zahl der bereiten Täter schon ziemlich hoch.”

      Gut mitgedacht, nur bei den Killerspielen werden sie selbst zum Medienopfer. Kein PC-Spiel tötet, es sei denn, man nimmt den PC, während z.B. Quacke3 läuft, und haut jemand anderen diesen über dessen Schädel, dann vielleicht.
      Ganz richtig, einiges andere sollte auch aus der Gesellschaft entfernt werden, wobei ich bewußt nicht verbieten sage. Vieles hängt am Geld, aber auch vieles an fehlenden Einsichten. Wer ständig Gewalt ausgesetzt ist, in den verschiedensten Formen und Abstufungen, läuft Gefahr selbst abzustumpfen, was bei Kindern noch viel schneller geht.
      Ihr Bsp. mit dem Schach verschließt sich mir vollkommen, ich sehe darin nichts aggressives, eher im Gegenteil, Emotionen stören eher beim Denken, beim vorausschauendem Denken.

      “Im Übrigen steht bei solchen Spielarten ja nicht das Töten im Vordergrund.”

      Ich weiss. Trotzdem wird in Abschüssen gedacht und gewertet, oder etwa nicht ?
      Außerdem, was sind denn das bitte für Vorbilder, ihren Kindern Wasser predigen,
      aber selbst im Gelände rumrobben und Leute mit Farbkugeln beschießen, am besten aus einem Hinterhalt noch. Würde mich dann nicht wundern, wenn Kinder solcher Eltern den Respekt vor ihnen irgendwann gänzlich ablegen, und vielleicht auch mal den Stinkefinger rausholen.

      “Und man kann es nicht genug sagen: Es ist ein Spiel.”

      Und wie schnell kann aus einem Spiel Ernst werden…

      “Ein militärischer Angriff ist kein Spiel.”

      Stimmt, sondern ein militärischer Angriff.

      “Und diesen Unterschied sind sich die Teilnehmer alle bewusst, mit Ausnahmen. Aber diese Ausnahmen werde ich nicht verhindern oder beseitigen weil ich die Regel verbiete – nach dem motto: ohne Regel keine Ausnahme.”

      Genau wegen dieser Denkweise, freue ich mich schon auf den nächsten Amoklauf, und dem ganzen Blödsinn der dann medial wieder durchgekaut wird – so wird sich nie was ändern, eher wird es schlimmer, was sich belegen läßt, wenn man mal unvoreingenommen zurückschaut. Aber wer will das denn schon, nicht wahr. Na dann, feuer frei, hoffentlich trifft es mal einige die es verdient haben…

    95. bombjack schrieb am 11. Mai 2009 at 21:20 - Permalink

      @ · d1353922

      Ich sehe schon bei Ihnen ist Hopfen und Malz verloren und außer Unterstellungen (geistige Begrenztheit) kommt von Ihrer Seite nichts und wer gleich mal im ersten Beitrag zu der Thematik einen indirekten Schwanzvergleich ([...]Fällt den Hampelmännern wirklich nichts anderes ein ? Haben die keine Freundin ? Wer weiss was für Unzulänglichkeiten bei solch sinnlosem Paintball kompensiert werden?[...]) bringt darf sich meines erachtens nicht wundern wenn er etwas angepflaumt wird.
      Daher frage ich mich ob das http://www.youtube.com/watch?v=IASVKgZ5T8o nicht besser auf Sie zutrifft; denken Sie mal darüber nach, sofern es Ihnen überhaupt möglich ist, denn wer weiß ob bei Ihnen nicht auch eine gewisse geistige Begrenztheit vorhanden ist ;-).

      Mit freundlichen Gotcha Grüßen
      bombjack

    96. d1353922 schrieb am 11. Mai 2009 at 23:35 - Permalink

      @ bombjack am 11. Mai 2009 um 21:20

      Wie heißt es doch so schön und treffend, getroffene Hunde bellen.
      Entweder haben sie sich wiedererkannt oder andere die ihnen nahestehen, oder sie wollen einfach nicht, vielleicht weil sie befangen für eine sachlich- nüchterne Diskussion sind.
      Sie schrieben ja schon davon, daß sie wohl selbst Paintball oder ähnliches spielen oder organisieren, insofern ist natürlich klar wie ihr Standpunkt zu dem Thema lauten wird, bzw. lautet.
      Auch wenn in meinem letzten Beitrag einige Seitenhiebe drin steckten, einiges wirft schon Fragen auf, von mir aus auch moralischer Art (sie benutzten das Wort auch schon).

      Ich finde es moralisch schon sehr merkwürdig, wenn nach einem Amoklauf eine Gruppe von jungen Männern im Wald rumrobbt, um sich gegenseitig mit Farbkugeln abzuschießen.
      Und zu meinem Argument von vorhin, die Realität scheint da heute ganz auf meiner Seite zu sein, eine 16jährige Schülerin, mit einigen Molotowcocktails in der Schule, wenn das keine Steigerung ist.
      Wer weiss, ein zwei Filme mehr gesehen, und vielleicht hätte ich mir auch mal einen gebastelt.
      Unsere Gesellschaft ist so mit Gewalt durchsetzt, auch sexueller, da braucht sich wirklich niemand wundern. Eher wundere ich mich, daß es nicht öfters knallt.

      “Ich sehe schon bei Ihnen ist Hopfen und Malz verloren und außer Unterstellungen (geistige Begrenztheit) kommt von Ihrer Seite nichts…”

      Dann haben sie wohl eine Leseschwäche oder wollen einfach nicht.
      Vielleicht lesen sie einfach nochmal nach, vielleicht wird es dann für sie klarer.
      Ich kann mit einem Paintballverbot sehr gut leben, und sage ja dazu. Darüberhinaus könnte ebenso einiges andere aus der Gesellschaft entfernt werden, aber das ist ja
      nicht das eigentliche Thema.
      Und nochmal, wer außer Paintball auf keine andere Freizeitbeschäftigung kommt, ja,
      dem unterstelle ich ein gewisses geistiges Limit. Klar habe auch ich eines, nur habe ich
      nie Paintball gespielt, und werde es auch nie – pure Zeitverschwendung und in meinen Augen Schwachsinn³.

      Keine Grüße.

    97. bombjack schrieb am 12. Mai 2009 at 00:47 - Permalink

      [...]
      Wie heißt es doch so schön und treffend, getroffene Hunde bellen.
      [...]

      LOL…. Leben und Leben lassen sollte auch Ihnen mein verehrter Herr (Frau?) ein Begriff sein….

      Oder beantworten Sie mir eine Frage: Welche Rechte anderer werden verletzt, wenn jemand Paintball spielt?

      [...]
      Ich finde es moralisch schon sehr merkwürdig, wenn nach einem Amoklauf eine Gruppe von jungen Männern im Wald rumrobbt, um sich gegenseitig mit Farbkugeln abzuschießen.
      [...]

      Was ist das für ein Argument? Was ändert der Amoklauf daran, außer das Paintball und Computerspiele wunderbar dafür benutzt werden um den realen Ursachen für solche Einzelfälle nicht auf den Grund gehen zu müssen und selbst wenn man solche Symptombekämpfung befürworten würde (was ich nicht tue), dann müsste bei den Schützenvereinen angefangen werden, nur tritt man da auch einem riesigem Anteil von Leuten die sich rechtskonform verhalten ganz gewaltig in die Grundrechte und wie schon geschrieben ist es ein Bärendienst für alle die gemobbt werden und nicht den erweiterten Suizid begehen.

      [...]
      Und zu meinem Argument von vorhin, die Realität scheint da heute ganz auf meiner Seite zu sein, eine 16jährige Schülerin, mit einigen Molotowcocktails in der Schule, wenn das keine Steigerung ist.
      [...]

      Ach, in Freising hatte einer Handgranten bei so einem kleinen Amoklauf dabei….und Ihr Beispiel zeigt doch wunderbar, daß die ganzen Verbote für den Arsch sind, denn einen Molli kann doch jeder produzieren bzw. nachlesen wie es geht….kommt von Ihrer Seite nun auch die Forderung Benzin und Motoröl nur noch gegen Endverbleibserklärung abzugeben? Oder muß der tank des Kfz. nun auch biometrisch gesichert werden?

      [....]
      Wer weiss, ein zwei Filme mehr gesehen, und vielleicht hätte ich mir auch mal einen gebastelt.
      Unsere Gesellschaft ist so mit Gewalt durchsetzt, auch sexueller, da braucht sich wirklich niemand wundern. Eher wundere ich mich, daß es nicht öfters knallt.
      [...]

      Sie werden lachen, als Chemiker und halber Pyrotechniker wundert es mich auch…denn die Möglichkeiten sind vielfältig….nur frage ich mich ob man Medien und die mit Gewalt durchsetze Gesellschaft für dieses knllen verantwortlich machen darf und kann.

      [...]
      Und nochmal, wer außer Paintball auf keine andere Freizeitbeschäftigung kommt, ja,
      dem unterstelle ich ein gewisses geistiges Limit. Klar habe auch ich eines, nur habe ich
      nie Paintball gespielt, und werde es auch nie – pure Zeitverschwendung und in meinen Augen Schwachsinn³.
      [...]

      Wenn Sie meinen daß “einmal im Jahr” gleich “keine andere Freizeitbeschäftigung” ist….bitte, das ist Ihre Meinung…..meine ist es nicht…….

      [.....]
      Keine Grüße.
      [....]

      Wie war das noch? “Getroffene Hunde bellen…..”

      Mit freundlichem Gruße

      bombjack

    98. d1353922 schrieb am 12. Mai 2009 at 07:40 - Permalink

      @ bombjack am 12. Mai 2009 um 00:47

      “LOL?. Leben und Leben lassen sollte auch Ihnen mein verehrter Herr (Frau?) ein Begriff sein?.”

      Ja kenne ich, allerdings schießt mir (leider) sofort die eine Abwandlung der Nazis durch den Kopf dazu, die widerum sehr gut zu diversen Waffenproduzenten passen würde, klar, natürlich auch zu den Deutschen. Insofern, ich mag den Spruch nicht.

      “Oder beantworten Sie mir eine Frage: Welche Rechte anderer werden verletzt, wenn jemand Paintball spielt?”

      Falsche Frage sage ich mal. Aber zuerst zu ihrer Frage, im Grunde werden keine Rechte anderer tangiert. Allerdings, geben sie ihrem Nachwuchs auch Pornos zum anschauen, gern auch mal die aus der SM- und Hardcore Abteilung ? Nein ? Warum denn nicht ? Werden etwa die Rechte von anderen verletzt ? Hm….
      Ist für mich dieselbe Ebene, beides ist der mentalen Entwicklung von heranwachsenden nicht gerade förderlich, es sei denn, sie streben eine Karriere im Pornogeschäft an, oder wollen zur KSK oder gar in die Fremdenlegion.

      “Ach, in Freising hatte einer Handgranten bei so einem kleinen Amoklauf dabei?.und Ihr Beispiel zeigt doch wunderbar, daß die ganzen Verbote für den Arsch sind, denn einen Molli kann doch jeder produzieren bzw. nachlesen wie es geht?.kommt von Ihrer Seite nun auch die Forderung Benzin und Motoröl nur noch gegen Endverbleibserklärung abzugeben? Oder muß der tank des Kfz. nun auch biometrisch gesichert werden?”

      Ich weiss, ich kenne diese Geschichte aus Freising, ich kenne sogar jemanden der live dabei war. Nun ja, mir zeigt es in erster Linie, das die Verbote die bestehen nicht oder gar nicht kontrolliert werden. Und hätte die Industrie, gefördert durch die Politik vielleicht schon längst das Elektroauto durchgesetzt….
      Was ich damit sagen will ist, im Grunde sind die Erwachsenen selbst Schuld, denn irgendwo muß die 16jährige ja das mit den Mollis her haben. Und wenn ich mich an meine Zeit erinnere, auch ich habe zum ersten Mal davon in einem Film gehört, und war natürlich begeistert, später kamen dann “Ton, Steine, Scherben”, da gibt es auch eine sehr interessante Textzeile.
      Man könnte vielleicht sagen, jugendliche Reflexion der Verhältnisse die die Erwachsenen geschaffen haben, insofern, Kinder können nie gänzlich allein die Schuld tragen, so wie sie mit Gewalt, in verschiedensten Formen, Konsum, Leistungsdruck etc. konfrontiert werden, wird es wohl immer mehr geben, die dabei auf der Strecke bleiben. Das erschreckende ist dabei ebenfalls, wir als Gesellschaft nehmen es hin, und tun nichts wirklich dagegen.

      “Sie werden lachen, als Chemiker und halber Pyrotechniker wundert es mich auch?denn die Möglichkeiten sind vielfältig?.nur frage ich mich ob man Medien und die mit Gewalt durchsetze Gesellschaft für dieses knllen verantwortlich machen darf und kann.”

      Wen würden sie denn verantwortlich machen ? Um am Bsp. zu bleiben, etwa doch die 16jährige, zu 100% ? Ich sage ganz deutlich, die Medien tragen eine gehörige Mitschuld, nur wollen sie sich das nicht eingestehen, und wenn dann nur im stillen Kämmerlein, schließlich geht es um Geld, sehr viel Geld. Und wenn man sich die deutsche Waffenproduktion anschaut, dann ist Geld eben wichtiger als Menschenleben. Oder warum werden Waffen produziert und exportiert, auch gern mal als Bausatz, um diverse Beschränkungen zu umgehen ? Kann natürrlich auch sein, ich irre vollkommen, und die anstaendigen Leute die bei Heckler & Koch z.B. arbeiten, machen das nur als Beschäftigungstherapie…

      “Wenn Sie meinen daß ?einmal im Jahr? gleich ?keine andere Freizeitbeschäftigung? ist?.bitte, das ist Ihre Meinung?..meine ist es nicht??.”

      Auch ein Freund der Salamitaktik, aber okay, nun ist es klarer, andere fahren einmal im Jahr im Club nach Thailand, oder Prag oder Rio, sie schießen anderen mit Freude Farbkugeln vor’n Kopp, naja, jeder nach seinen Möglichkeiten, ich finde es albern und zugleich unsinnig.
      Aber wenn sie eh nur einmal im Jahr sowas spielen, warum regen sie sich dann so dermaßen auf ? Dieses eine Mal im Jahr, würde doch gar nicht auffallen, sie kennen doch den Spruch, einmal ist keinmal.
      Aber ja, es geht natürlich wie immer um’s Prinzip, weil wir ja alle so prinzipientreu sind, nicht wahr. Und das in jeder Sekunde unseres Daseins.

      “…dann müsste bei den Schützenvereinen angefangen werden, nur tritt man da auch einem riesigem Anteil von Leuten die sich rechtskonform verhalten ganz gewaltig in die Grundrechte und wie schon geschrieben ist es ein Bärendienst für alle die gemobbt werden und nicht den erweiterten Suizid begehen.”

      Ganz genau, für mich persönlich steht jeder Sohn eines Schützenvereinsmitgliedes unter Generalverdacht, egal wie rechtskonform sich Vati, der vielleicht sogar mit dem Bürgermeister per Du ist, verhält. Die Vergangenheit spricht da Bände, nur ist wohl noch die Lobby der Hobbyschützen zu groß – es muß wohl erst noch mehr Tote geben.
      Genau das meine ich, wenn ich von fehlenden Einsichten spreche, bzw. daß man Menschen meist nur mit Geld oder Gewalt erzogen bekommt. Geld ist wie immer nicht da, weil’s verschwendet ist oder einer mit seinem dicken Hintern auf einem schwarzen Koffer sitzt.
      Na dann eben weiter mit Gewalt, was anderes kapiert der Mensch wohl doch nicht.
      Mir solls recht sein – tolles Futter für einen jeden Zyniker !
      Und klar, als Zyniker hat man keine Kinder, will auch keine, von daher, es juckt mich nicht
      wirklich, was an deutschen Schulen los ist. So wie es kommt, ist’s schon okay.

      Passt schoo.

    99. RN schrieb am 12. Mai 2009 at 07:57 - Permalink

      @d1353922
      Es macht leider keinen Spaß mit Leuten zu diskutieren, die in einem frühen Kommentar schon sehr polemisch re- bzw. agieren. :-)

      Aber da Sie ja überzeugt sind, dass unsere Gesellschaft sehr durchtränkt ist mit Gewalt…dann müssen Sie auch bitte erklären, wie Sie zu dieser Annahme kommen.
      Ein Amoklauf kann dafür nicht herangezogen werden…denn es müssten viel mehr geben, denn es hat sich ja in den letzten Jahren massiv gesteigert, was Gewalt angeht.
      Sind die Ursachen dafür nicht andere? Und solche Filme nur eher Kanäle – eine Art, “die Sau raus zu lassen”?
      …
      Aber sie schreiben ja selbst, dass es sie wundert, dass es nicht noch mehr knallt….damit wiederlegen sie doch ihre eigene Aussage selbst.

      ____________________
      Ihre Argumente im Bezug auf meinen Kommentar kann ich leider nicht ganz nachvollziehen:
      sie schreiben, dass beim PC-Spiel der Spieler keinen tötet. Aber das ist ja so nicht richtig.
      Man schießt ja auf einen Menschen, auch wenn es Pixel sind, aber der Vorgang ist der gleiche.
      Würde ich ihre Argumentation auch auf Paintball anwenden, dann müsste ich mit dem Makierer schlagen … die Farbkugeln sind ja letztlich nichts anderes als der simulierte Schuss, den ich auch analog dazu im PC-Spiel abgebe.

      Das dabei dann in Abschüssen gedacht wird, ist unerheblich. Man könnte auch eine andere Wertung einführen, bspw. wie oft jm. nicht getroffen wird – aber ich glaube, die Spiele wären dann sehr langatmig. Fürs Treffen gab es schon immer Punkte: treffe ich beim Billiard die Kugel und stoße sie ins Loch, oder beim Bowling alle neune, oder beim Luftgewehrschießen die 10 oder beim Paintball die andere Person – mit anderen Worten: das Ziel.
      Es macht keinen Unterschied….andererseits unterscheiden sich da unsere Ansichten, denn für sie macht es ja wohl einen unterschied.
      Wenn Sie mir den erklären könnten…das würde mir helfen, Ihre Position zu verstehen? :)

      Mit freundlichen Grüßen
      RN

    100. Flying Circus schrieb am 12. Mai 2009 at 08:52 - Permalink

      @RN (88):

      “Und ich halte die Hemmschwelle, bei Benutzung einer Waffe für geringer, als mit einem Messer anzugreifen.
      Distanzwaffen haben eben den Vorteil der Distanz, was das Abdrücken mEn leichter macht.”

      Das ist mE gesicherte Erkenntnis. Und nein, das soll kein Anwurf gegen Waffenbesitzer, Sportschützen und dergleichen sein.
      Abgesehen davon ist es natürlich auch einfacher im Sinne von, eine Gegenwehr ist (unter geeigneten Umständen) schlechter möglich.

      Allerdings habe ich auf der anderen Seite bei diversen Quellen wie z.B. Nahkampfexperten und Spezialisten der Polizei gelesen, daß Messer zumindest auf kurze Distanz als gefährlicher eingestuft werden als Schußwaffen. Aber natürlich gilt nach wie vor, daß die Hemmschwelle, die bei der Benutzung eines Messers (für die Filettierung eines Menschen, versteht sich) überwunden werden muß, höher ist als beim Einsatz einer Schußwaffe – wo man ja erstmal nur einen Hebel betätigt.

    101. d1353922 schrieb am 12. Mai 2009 at 13:12 - Permalink

      @ RN am 12. Mai 2009 um 07:57

      “Es macht leider keinen Spaß mit Leuten zu diskutieren, die in einem frühen Kommentar schon sehr polemisch re- bzw. agieren. :-)”

      Nun ja, ich hatte es ja schon weiter oben geschrieben, unter Spaß verstehe ich etwas anderes, und eine Diskussion als solche, hat nicht vorrangig den Sinn, Spaß zu bringen.

      “Aber da Sie ja überzeugt sind, dass unsere Gesellschaft sehr durchtränkt ist mit Gewalt?dann müssen Sie auch bitte erklären, wie Sie zu dieser Annahme kommen.”

      Muß ich eigentlich nicht, aber ich umreiße mal grob. Schalten sie mal den Fernseher an, achten sie dann auf die Bilder und die Sprache. Gleiches gilt im Prinzip auch für die Printmedien. Hinzu kommt ein ungeschriebenes journalistisches Gesetz, nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten.

      “Aber sie schreiben ja selbst, dass es sie wundert, dass es nicht noch mehr knallt?.damit wiederlegen sie doch ihre eigene Aussage selbst.”

      Nein, nicht wirklich, zumal ja nicht alles an die Öffentlichkeit kommt, sei es das alltägliche Mobbing, oder der Faustschlag von X auf Y’s Nase. Das was in den Medien stattfindet, ist nunmal nicht alles.

      “Ihre Argumente im Bezug auf meinen Kommentar kann ich leider nicht ganz nachvollziehen:
      sie schreiben, dass beim PC-Spiel der Spieler keinen tötet.”

      Ganz recht, kein Spiel tötet. Was aber passiert, daß die Hemmschwellen sinken und diverse Abstumpfungsprozesse stattfinden. Mir ging es um das Wort, Killerspiele, was sachlich falsch ist. Es heißt ja auch nicht Killerauto’s, Killerflugzeuge oder Killerpistole. Nun klarer…?

      “Das dabei dann in Abschüssen gedacht wird, ist unerheblich.”

      Für sie mag das so sein, ich sehe das etwas anders. Am Anfang steht der Gedanke, dann das Wort, dann kommt die Handlung, etc.

      “Fürs Treffen gab es schon immer Punkte: treffe ich beim Billiard die Kugel und stoße sie ins Loch, oder beim Bowling alle neune…”

      Nur das hierbei keine Menschen die Zielscheiben sind. Ist ihnen dieser kleine, aber doch wichtige Unterschied noch nicht aufgefallen ?

      “Es macht keinen Unterschied?.andererseits unterscheiden sich da unsere Ansichten, denn für sie macht es ja wohl einen unterschied.”

      Ja, für mich macht es einen Unterschied.

      Aus der Tora, steht aber auch in der Kabbala:

      “Achte auf deine Gedanken,
      denn aus deinen Gedanken werden Worte.
      Achte auf deine Worte,
      denn aus deinen Worten werden Taten.
      Achte auf deine Taten,
      denn aus deinen Taten werden Gewohnheiten.
      Achte auf deine Gewohnheiten,
      denn aus deinen Gewohnheiten bildet sich dein Charakter.
      Achte auf deinen Charakter, denn dein Charakter ist dein Schicksal.”

      Besser kann ich es nicht erklären.

      Gruß und Ende.

    102. anon schrieb am 12. Mai 2009 at 13:19 - Permalink

      Ich weiß sicher, dass ein großteil der Spieler vom VFB-Stuttgart immer mal wieder Paintball spielen. Kann ich denn jetzt meine Kinder bedenkenlos ins Fußball-Stadion lassen? Immerhin wird da ja auch geschossen. Alles Killer!!

    103. bombjack schrieb am 12. Mai 2009 at 15:10 - Permalink

      Falsche Frage sage ich mal. Aber zuerst zu ihrer Frage, im Grunde werden keine Rechte anderer tangiert.

      und damit wäre die Sache auch vom Recht auf persönliche Freiheit gedeckt…..

      Allerdings, geben sie ihrem Nachwuchs auch Pornos zum anschauen, gern auch mal die aus der SM- und Hardcore Abteilung ? Nein ? Warum denn nicht ? Werden etwa die Rechte von anderen verletzt ? Hm?.

      Tut mir leid das nicht nicht der Punkt, sondern der Punkt wäre um auf dieses von Ihnen gewählte Beispiel zu kommen ob im §184 http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__184.html der Staat das Recht hätte den Absatz. 2 das Elternprivileg zu streichen und somit garvierend in die Erziehungsrechte der Eltern einzugreifen.

      Ist für mich dieselbe Ebene, beides ist der mentalen Entwicklung von heranwachsenden nicht gerade förderlich, es sei denn, sie streben eine Karriere im Pornogeschäft an, oder wollen zur KSK oder gar in die Fremdenlegion.

      Ähm….Paintball und Laserdrome ist nur ab 18 Jahren erlaubt….was haben bitte Heranwachsende mit einem Verbot für Erwachsene zu tun? Falls Sie mein Beispiel meinen, was wir mit den Kids spielen, daß ist Fahnenklau wie es in Bayern unter Jugendgruppen gang und gäbe ist und Paintball wird da garantiert nicht gespielt, da die Teile selber unter WaffG. fallen und für sowas zu gefährlich sind.

      Was ich damit sagen will ist, im Grunde sind die Erwachsenen selbst Schuld, denn irgendwo muß die 16jährige ja das mit den Mollis her haben. Und wenn ich mich an meine Zeit erinnere, auch ich habe zum ersten Mal davon in einem Film gehört, und war natürlich begeistert, später kamen dann ?Ton, Steine, Scherben?, da gibt es auch eine sehr interessante Textzeile.

      Psst….eine Beschreibung von etwas molli-ähnlichem dürfte sich in jedem Geschichtsbuch über den Vietnamkrieg finden oder halt dann mal etwas kleiner als Beschreibung vom sog. “Endkampf” in Büchern von 2. Weltkrieg auftauchen.
      Nur frage ich mich was Sie mit dem Argument eingentlich sagen wollen….Filme verbieten? Mac Gyver aus dem TV verbannen und natürlich auch Chemie und Physikunterricht? Bibliotheken für Jugendliche sperren oder gar gleich für alle schließen, denn wer weiß vielleicht suchen sich TERRORISTEN dort die Infos für eine Bombe zusammen, nachdem unsere Kämpfer für Sicherheit es geschafft haben Bombenbauanleitungen aus dem Netzt zu nehmen…. ;-)

      Das erschreckende ist dabei ebenfalls, wir als Gesellschaft nehmen es hin, und tun nichts wirklich dagegen.

      Das ist doch genau der Punkt, den ich auch anführe, anstatt die Situation in den Schulen (wobei dass wieder nur ein kleiner Auschnitt ist; Stichworte: Gruppendruck, Erwartungsdruck durch werbung aufgebaut usw.) auf den Tisch zu bringen, schießt man sich auf Computerpieler die als “Killerspieler” an den Pranger gestellt werden, auf Paintball(Gotcha)spieler ein und auch die Schützen kommen nicht ungeschoren davon, nur um es so aussehen zu lassen als würde die Politik handeln vgl. http://www.sueddeutsche.de/politik/169/467740/text/

      Und wer glaubt es wäre keine Steigerung mehr möglich wird auf http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/dortmund/sued/2009/4/2/news-116190928/detail.html eines besseren belehrt……wird als nächstes auch Räuber und Gendarm verboten? Werden zukünftig Programme von Jugendgruppen wenn diese ein Lager für Externe machen von den Behörden begutachtet und dann erlaubt? Okay. laut Bericht geht es hier um Kinder von 7 bis 12 Jahren, nur sollte doch die Einbettung durch das LARP genug Abstand zu der Wirklichkeit erzeugen, so daß die Verwechslungsgefahr mit der Wirklichkeit nicht gegeben ist. Desweiteren gibt es da nicht Studien die zeigen, daß zumindest bei den Männlichkeiten “Kampf”, Kampfspiele “aus den Genen” bzw. aus der männlichen Hormonwelt kommen und das Verhindern des Auslebens (in Bahnen gelenkt die anderen nicht Schaden) eher zu verküppelten Persönlichkeiten (Amokläufer?) führt? Aus dieser Sicht Frage ich mich, ob dieses Jugendamt so gut entschieden hat und von dem abgesehen, dürfte einigen der Veranstalter auch die zukünfige Lust auf solche “Ehren”*LOL*-ämter vergangen sein…..so schaut also Jugendarbeit in Deutschland 2009 aus…..warum kommt mir da der Spruch in den Sinn “das Jugendamt in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf”?

      Aber wenn sie eh nur einmal im Jahr sowas spielen, warum regen sie sich dann so dermaßen auf ? Dieses eine Mal im Jahr, würde doch gar nicht auffallen, sie kennen doch den Spruch, einmal ist keinmal. Aber ja, es geht natürlich wie immer um?s Prinzip, weil wir ja alle so prinzipientreu sind, nicht wahr. Und das in jeder Sekunde unseres Daseins.

      a) Ist abzusehen, das es bei dem Gesetzevorhaben nicht bleiben wird, da die Leute ins Ausland ausweichen was z.B. jetzt auch schon beim Gotcha passiert, da dort im Wald gespielt werden darf.

      b) Ich mich Frage wo der Staat noch seine Finger mitreinstecken möchte…..

      c) und es mich interessieren würde, wann bei Ihnen die Grenze der Einmischung des Staates erreicht ist? Vielleicht wenn der Staat Ihnen vorschreibt nur noch in Missionarsstellung Sex zu haben? ;-)

      d) aber Sie haben recht es geht um das Prinzip um das Prinzip, daß im Rahmen der persönlichen Freiheit es dem Bürger erlaubt ist seine Freizeit so zu gestalten wie es ihm beliebt (solange nicht Rechte anderer tangiert werden) und der Staat sich da gefälligst rauszuhalten hat.

      bombjack

    104. SF2000 schrieb am 12. Mai 2009 at 17:40 - Permalink

      *Unterschreib*
      Ausgezeichneter Artikel. Ich werde ihn weiterempfehlen.

    105. RN schrieb am 13. Mai 2009 at 07:00 - Permalink

      @d1353922
      Ich muss zugeben, dass ich an der Stelle unsauber formuliert habe:
      ?Aber da Sie ja überzeugt sind, dass unsere Gesellschaft sehr durchtränkt ist mit Gewalt?dann müssen Sie auch bitte erklären, wie Sie zu dieser Annahme kommen.?
      Denn ich bezog das nicht auf die Bilder in den Medien, sondern auf die Folgen, die sie haben.
      Ihre Annahme ist doch folgende:
      gewaltsame Bilder in den Nachrichten und sonstigen Medien -> führen zu einer Verrohung und Herabsenkung der Hemmschwelle -> wenn die Hemmschwelle zu Gewalttaten sinkt, müsste es also mehr davon geben.
      Das wäre die logische Schlussfolgerung.
      Aber den Beweis dafür können sie nicht erbringen.

      Dann wiederrum schreiben sie, dass ja nicht alles in den Nachrichten ankommt.
      Sicherlich ist es nicht wert, über den Faustschlag des X gegen den Y zu berichten, der tatsächlich stattgefunden hat.
      Andererseits werden in den Nachrichten ja nur “schlechte” bzw. gewaltsame Bilder verbreitet (nun ja, größtenteils) – auch das hat wohl einen Einfluss auf die subjektive Wahrnehmung der Welt und macht glauben, dass sie viel gewalttätiger ist, als sie es tatsächlich ist.
      Bspw. würde es mich nicht wundern, wenn sehr viele glauben, dass unsere Jugend brutal und rücksichtslos ist. Dabei sind die Gewalttaten, die sie verüben auch nicht brutaler also vor 10 Jahren.
      Aber es gibt Einzelfälle. Und diese Einzelfälle werden in Medien gepusht. Das sollte aber kein grund sein, zu glauben, diese Einzelfälle wären die Regel.

      Wenn sie schreiben, dass bestimmte PC-Spiele die Hemmschwelle senken, fehlt ihnen dafür auch der Beweis.
      Bei der Masse an Spielern, die sich in solchen Spielen duellieren müsste die Zahl von Gewalttaten doch signifikant steigen. Und dass nicht alles in den Nachrichten kommt, ist kein Argument. Man müsste sowas täglich beobachten können und evtl. selbst davon betroffen sein.

      Wenn sie dann schreiben, dass beim Billiard und den anderen Sportarten, die Ziele keine Menschen sind, so irren sie auch.
      Würde es einen Unterschied machen, wenn die Kugel das Bild eines Menschen hätte?
      Ich spiele/messe bzw. stehe im Wettstreit gegen einen anderen.
      Nur das Medium ist ein anderes – das Prinzip ist immer gleich.

      Da sie ja das Beispiel Mobbing gebracht haben…da sehe ich die Ursachen nicht in einer gesunkenen Hemmschwelle, sondern eher darin, dass durch einen gestiegenen Leistungsdruck (der künstlich hochgehalten bzw. erzeugt wird) man gegeneinander im Wettbewerb steht und nicht miteinander, ist sowas aber natürlich.
      Ich werde mich hüten, ein gutes Wort über einen Kollegen zu verlieren, der nie kommt und dessen Arbeit ich machen muss. Oder der mir die “show” stiehlt und beruflich besser vorankommt als ich…nur weil derjenige das Bücken besser gelernt hat.
      Das Problem Mobbing als Beispiel für eine gesunkene Hemmschwelle heranzuziehen funktioniert nicht.

      Beim Faustschlag muss man sich die Sache wohl näher anschauen:
      gab es mehr bei geringeren Anlässen? so wäre das ein Argument für ihre Position. Allerdings fehlt auch hier – Sie ahnen es – der Beweis.

      Mit freundlichen Grüßen
      RN

    106. egghat schrieb am 13. Mai 2009 at 11:57 - Permalink

      Ich habe mich immer gefragt, wie die CSU die Sportschützen (2 der 3 letzten Amokläufer waren drin) und die Komasäufer ihren Wählern erklärt.

      Schützenfest und Saufen gehören bei der CSU quasi zur Tradition, zum Brauchtum.

      Dass die CSU gerade da nichts vorschlägt, aber bei Ballerspielen, Internetzensur (natürlich nur wegen Kinderpornografie), etc. ganz weit vorne mit immer neuen Verboten ist, zeigt nur exemplarisch, wie wenig es Parteien um Problemlösungen geht. Es geht nur um Pseudoaktionismus für die eigenen Wähler …

    107. SonOfSam schrieb am 13. Mai 2009 at 12:34 - Permalink

      Wer hat uns verraten???? Die Sozialdemokraten!!!!

    108. IPSCler schrieb am 13. Mai 2009 at 15:50 - Permalink

      Klasse Artikel… dazu noch ein amerikanisches IPSC-Video, bei dem komplett andere Praktiken erlaubt sind als in Deutschland… Hut ab!

    109. Paintballverbot schrieb am 2. Juli 2009 at 09:34 - Permalink

      Der Paintballsport braucht jede Stimme.
      Für die aktuelle, bereits gestartete Petition werden insgesamt 50.000 Stimmen benötigt. Diese haben wir leider noch nicht erreicht.

      Mobilisiert bitte jeden, den Ihr kennt: Familie, Freunde, Arbeitskollegen und bittet sie, diese Nachricht an ihre Kontakte weiterzuleiten. Wir brauchen jede Unterstützung!

      Auf http://www.rettet-paintball.info findet Ihr eine simple Anleitung, wie Ihr in weniger als 5 Minuten die Petition unterstützen und eure Stimme abgeben könnt.

      Vielen Dank für eure Unterstützung!
      Das Team von rettet-paintball.info in Kooperation mit Forum Pro Paintballsport.

      Hinweis:
      Es dürfen auch Nicht-Deutsche / im Ausland lebende mitzeichnen!

      Bitte Weitergeben: http://www.rettet-paintball.info

    110. Gerhard schrieb am 6. Juli 2009 at 18:35 - Permalink

      Natürlich hat der Vater von Tim so ziemlich alles falsch gemacht was man als Sportschütze falsch machen kann. Waffe und Munition zugriffsbereit aufzubewahren ist leichtsinnig und unverantwortlich. Nicht ohne Grund befürworten Sportschützen regelmäßige Kontrollen. Wir sind aber nicht bereit nach jedem Amoklauf irgendeines Geistesgestörten weiteren unsinnigen Einschränkungen unserer Sportart zuzustimmen nur um in der Öffentlichkeit gut dazustehen. Das wäre reiner Populismus.


    Der Spiegelfechter läuft mit WordPress
    und benutzt Icons von DryIcons
    Copyright © Spiegelfechter.com | Impressum
    Wikio - Top Blog - Politik