Schwache Schultern tragen mehr
geschrieben am 12. Mai 2009 von Spiegelfechter
Die OECD liefert schwarz auf weiß, was viele schon wussten ? das deutsche Steuersystem ist unsozial und ungerecht
Außer in Belgien werden in keinem der dreißig OECD-Staaten Geringverdiener so hoch besteuert wie in Deutschland. Während Alleinerziehende und Doppelverdiener unter hohen Abgaben leiden, subventioniert das deutsche Steuersystem in einer Art Herdprämie Familien, in denen nur ein Partner berufstätig ist. Ein besonderer Effekt des deutschen Steuer- und Abgabensystems besteht darin, dass die relative Abgabenlast ab einem bestimmten Grenzwert mit steigendem Einkommen sinkt ? dieser Sondereffekt ist lediglich in drei OECD-Staaten festzustellen. Dies sind die Ergebnisse der aktuellen Studie ?Taxing and Wages?, die gestern von der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) vorgestellt wurde.
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Bürgerversicherung plus ein einfacheres, niederigeres Steuersystem mit wesentlich weniger Ausnahmetatbeständen (insbesondere Abschaffung des Ehegattensplittings, das am ehesten das Heimchen am Herd fördert) – das wäre meine (sicher etwas naive) Idealvorstellung. Schade, dass dies politisch wohl nur mit der Ampel durchsetzbar wäre, die es aber – höchstwahrscheinlich – nicht geben wird.
Ampel? Du meinst, die Umfaller von der SPD würden so was tatsächlich machen? Wir reden von der Partei, mit der 2% Mehrwertsteuererhöhung nicht zu machen waren – es sind dann 3% geworden.
Fairerweise ist zu sagen, daß die Abgabenbelastung gemeint ist, also die Summe aus Steuern und Sozialabgaben. Dieses beträgt in D für einen ledigen Geringverdiener etwa 47,3% des Einkommens (lt. OECD). Ein Single mit ca. 65.000,-Euro liegt die Quote bei 53,7%, während sie bei Single ab 110.000,-Euro wieder auf ca. 50% sinkt. Die Familien, in denen beide arbeiten, haben die höchste Abgabenlast.
Der Hauptgrund liegt u.a. darin, daß in den Sozialversicherungssystemen (im Gegensatz z.B. zur Schweiz) die Beitragsbemessungsgrenzen eingebaut sind. Diese haben mehrere Effekte:
1. Die Gesamtbelastung aller Solidarteilnehmer steigt.
2. Es ist ein höherer Steueranteil an den Sozialsystemen erforderlich.
3. Die Reicheren und Gesünderen können sich einseitig aus der Solidargemeinschaft verabschieden.
Es gibt mit Sicherheit noch mehr Effekte. Insgesamt ist daher zu sagen, daß die Vermögenden unverhältnismäßig stark entlastet werden. Sie profitieren zum einen, z.B. dadurch, daß sie die Krankenhäuser in Anspruch nehmen, die über die Solidargemeinschaft finanziert wurden, ohne den gleichen Anteil zu leisten.
Die ganzen staatlichen Zuschüsse zur gesetzlichen Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, etc.. sind nicht, wie gern von unserem Finanzcowboy behauptet wirde, gnädige Zuschüsse, sondern im Grunde ein Teil der Beiträge, um die sich die Vermögenden zu Lasten der Gemeinschaft drücken.
Eine vernünftige Lösung wäre eine allgemeine Versicherungspflicht ohne Beitragsbemessungsgrenzen für alle Erwerbstätigen. Während die Beiträge ohne Deckelung erfolgen müssen, sollten die Ausgaben, z.B. die Renten, begrenzt sein.
@Flying Circus
Das stimmt, ich sprach ja auch absichtlich von einer *naiven Idealvorstellung* (ich bin halt ein verträumter Sozialliberaler ;o)); zumindest auf dem Papier stünde eine Ampel für genau dieses Konzept, zu dem aber “aus Sachzwängen” niemand den Mut und Durchsetzungswillen haben würde, vor allem nicht die SPD. Egal, was nach der Wahl kommt, es wird wie in den letzten Jahren wohl irgendwie “weitergewurschtelt” werden, ohne dass sich am ungerechten Steuer- und Abgabensystem etwas Wesentliches ändert. Schade eigentlich.
man hat die soziale Absicherung der jeweiligen Länder nicht berücksichtigt in dieser Studie, oder?
Ich finde, dass das auch ein erwähnenswerter Merkmal wäre, weil in Deutschland auch Geringferdiener sozial abgesichert sind (ob Wohngeld, Hartz),
ich weiß nicht, wie es in anderen Ländern der Studie aussieht.
Das das Steuersystem ungerecht ist, da stimme ich 100% zu.
Alleine die Abgeordnetenpauschale i.H.v. ca. 47000?, wo man noch zusätzlich nachgewiesene Werbungskosten geltend machen kann sagt schon aus, wer Gesetze macht ;-), explizit die Steuergesetze.
Deshalb bitte Wiedereinführung der Vermögenssteuer, einer globalen Vermögenssteuer sogar, damit das deutsche Vermögen nicht nach China & Co auswandert ;-)
Um das ganze etwas weniger demagogisch darzustellen, muss natürlich hinzugefügt werden, dass gleichzeitig die Unterstützung von Personen ohne Einkommen in Deutschland nach wie vor überdurchschnittlich ist. Der schöne Traum man müßte einfach nur die Gutverdienenden besteuern und schon könnte jeder Volksgenosse monatlich einen Betrag von 1.500 ? überwiesen bekommen ohne einen Handschlag zu a.r.b.e.i.t.e.n ist eine Ilusion.
Im übrigen liegt das Durchschnittsverdienst in Deutschland bei 26.000 ? im Jahr (http://www.dradio.de/nachrichten/200602230900/3). Die genannten 44.000 meinen wohl die gefühlten Opportunitätskosten von Linken für entgangene Zeit zum Politisieren ;-)
So viele Leute, die über 60.000 ? verdienen, gibt es auch überhaupt nicht.
Im übrigen sind alle Parteien der Meinung, dass der Mittelstandsbauch abgebaut werden soll.
Ich denke aber auch, dass seit den 90ern der Fehler gemacht wird, Leute ab 50.000 ? zu stark zu entlasten und die dadrunter zu stark zu belasten.
Die vergleichsweise hohe soziale Absicherung in Deutschland ist m.E. nach kein Argument gegen die relativ schlechte Platzierung Deutschlands in besagter OECD-Studie. Natürlich sind die Sozialausgaben in so einem System höher als in vergleichbaren Systemen anderer Länder – aber auch die müssen (und können) gerecht(er) verteilt werden. Die Beschränkung des Solidarprinzips auf Durchschnitts- und Geringverdiener in Deutschland jedenfalls ist in ihrer jetzigen Form zutiefst ungerecht. Insofern stimme ich gerhardq’s Vorschlag absolut zu. Allerdings sollten auch Kapitaleinkünfte miteinbezogen werden. Dann wären auch niedrigere Steuer- und Abgabenlasten für die heutigen alleinigen “Lastträger” der Solidargemeinschaft finanzierbar, was ein deutlich besseres und nachhaltigeres Konjunkturprogramm wäre als irgendwelche Konsumschecks und Abwrackprämien.
… angesichts der erwarteten Staatsverschuldung von 80% BIP und den Fakten:
1) dass sich unsere Terms of Trade in den nächsten Jahren wg. wissensmässig aufholenden Schwellenländern verschlechtern werden
2) Demografie
ist hier für die nächsten Jahre mit einem eher bescheidenen Wachstum zu rechnen.
Deshalb seh ich wenig Spielraum für Steuersenkungen.
Die zusätzlich benötigten Steuereinnahmen sollten allerdings bei den Gutverdienern (in einem begrenzten Umfang auch ich) eingezogen werden.
Man muß auch bedenken, dass es unter den Leuten über 50.000 dann auch die gibt, die wirklich einen überdurchschnittlichen Einsatz liefern. Das Phänomen, dass die ü40 von diesen Leuten schonmal im Krankenhaus wg. Kreislaufproblemen wiederfinden, ist in meinem Umfeld ein recht vertrautes Phänomen.
Mensch Jens, das ist kein Komparativ:
Du verdienst 100 Prozent mehr als ich.
Du verdienst doppelt so viel wie ich.
Genitiv: er entzieht sich der Finanzierung (umgangssprachlich er zieht sich aus der Finanzierung) .
Jetzt kurz was zum Inhalt. Vielem kann ich zustimmen. Aber bei der Sozialversicherung muss man eben auch den Nutzen sehen. Jemand mit 2.000 Euro Brutto-Gehalt kann mit bescheidenen 145 Euro seine ganze Familie krankenversichern. Wo gibt’s das schon? Das verschluckt die Statistik natürlich.
@all
Die OECD musste natürlich – wie der Spiegelfechter auch schreibt – nicht das Bruttogehalt betrachten, sondern Bruttogehalt plus Arbeitgeberabgaben. Daher die relativ hohen Zahlen.
Ich empfehle Lemmy und einigen anderen hier das Buch “Meine Sonntage mit Sabine Christiansen”. Da werden die ganzen Hirngespinste “Wachstum erzeugt Arbeitsplätze” oder “Lohnnebenkosten und zu kurze Arbeitszeiten” mit dem Skalpell zerlegt und aufgezeigt, daß das alles hahnebüchener Unsinn ist.
Fakt ist, daß die SPD zum Beispiel die Körperschaftssteuer mehr als halbiert hat (sprich Millionäre und Milliardäre weniger Steuern zahlen müssen (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperschaftsteuer) und die Steuerausfälle muss natürlich mal wieder der deutsche Michel bezahlen. Der Michel bekommt dieses Jahr wieder mal ein paar Euro geschenkt, damit er gleichzeitig mehr KV-Beiträge zahlen kann und sich noch “selbstverantwortlich” privat gegen den Bankrott des Staates versichern kann – sprich eine private Rentenversicherung abschließen kann, damit die Banken wieder Spielgeld haben, daß sie hirn- und planlos an der Börse verbrennen können. Natürlich gilt für die private Rentenversicherung: Der Arbeitgeber zahlt nicht seinen paritätischen Anteil. Und die Verluste der Banken, die von gewissenlosen Bankern verursacht werden, darf wer bezahlen? Wir, genau. Und wie sicher ist diese Privatrente? Haha.
Letztlich dürfen wir selbst dafür zahlen, daß die Arbeitgeber unsere Jobs abbauen, uns mit 50 nach Hause schicken – und weil das auf Dauer zu teuer wird, wird das Rentenalter eben hochgesetzt und man darf von Stütze leben – während die Multimilliardäre der Republik ihre Milliarden ins Ausland schaffen, um weniger Steuern zu zahlen.
Ich kann garnicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte.
gruß, Frank
@1 Jens
-> Ampel
Keineswegs – die FDP hält so ziemlich gar nichts von staatlichen Sozialsystemen, in die Besserverdiener mehr einzahlen müssen.
Die Konzepte von Rot-Rot-Grün sind allerdings idT auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner zu bringen, der schon mal ein Schritt in die richtige Richtung wäre.
@Lemmy
Schau doch mal in die Steuerdaten, die vom Finanzminsterium veröffentlicht werden. Ich bin zu faul, Deinen reflexartigen Einwürfen auch noch mit zeitaufwendig herausgesuchten Links zu begegnen.
@Karl-Heinrich
stimmt *schäm*
nee – aus dessen Finanzierung, gemeint ist das Sozialsystem. Das passt schon so, wie ich es geschrieben habe.
Das ist sicher richtig – dennoch bezahlt er (und sein Arbeitgeber) summa summarum mehr für vergleichbare Leistungen als in den meisten europäischen Nachbarstaaten.
@all
Superreiche, Reiche, Mittelstand, Unterstand (also Normal.-/Geringverdiener), Besserverdiener, 25.000, 50.000, 75.000, 100.000, …
Wer sortiert einmal v_e_r_b_i_n_d_l_i_c_h ab wann (Jahresbruttoeinkommen) ich (also man) wozu gehöre?
Mich nerven diese hohlen Phrasen langsam extremst.
Und bitte sauber trennen. Wann redet man von direkten (Sonder-)Steuern aufs Einkommen und wann von Abgaben für die diversen Sozialsysteme.
Eine direkte Steuerentlastung für den Normal.-/Geringverdiener macht fast keinen Sinn. Dort sind es die Belastungen für die diversen Sozialsysteme, die das Nettoeinkommen zu sehr belasten.
Eine Steuerdebatte braucht das Land eher nicht. Was es eher braucht ist eine Debatte über die Finanzierung der Sozialsysteme und damit eine Entlastung des Normal.-/Geringverdieners (übrigens auch dann, wenn sie/er leicht über dem Durchschnitt liegt). Der Unterschied zwischen 25 tsd und 50 tsd ist weniger gewaltig wie der zwischen 100 tsd und 500 tsd.
es müsste endlich selbstverständlich sein, dass Kapitaleinkünfte höher oder zumindest genauso hoch besteuert werden wie Einkünfte aus gewöhnlicher Arbeit.
Es ist einfach ein Unding, dass diejenigen die von Zinsen und Spekulationsgewinnen und damit von der Arbeit anderer leben weniger abtreten müssen als diejenigen die die eigentliche Arbeit erbracht haben.
50% Steuern auf Kapitaleinkünfte. Fertig aus. Dafür die Steuerbelastung von Dienstleistern und Handwerkern runter. Dann kann mans sich vieleicht auch mal wieder leisten nen Handwerker nicht schwarz zu beschäftigen.
@ Flying Circus # 2
“Du meinst, die Umfaller von der SPD würden so was tatsächlich machen? Wir reden von der Partei, mit der 2% Mehrwertsteuererhöhung nicht zu machen waren – es sind dann 3% geworden.”
Der Lauterbach würde Dir glatt sagen: ‘Was wollen Sie eigentlich? Ich verbitte mir Ihre Unterstellungen! Genau wie wir gesagt haben waren 2% mit uns nicht zu machen! Niemand aus meiner Partei hat jemals versprochen, dass 3% mit uns nicht zu machen wären! Unterlassen Sie also Ihre unqualifizierten Auslassungen! Ich verlange den gebührenden Respekt vor den vom deutschen Volk gewählten Abgeordneten des deutschen Parlaments!’
Einen SED-freundlichen Blog zu publizieren UND von den Kommentatoren erwarten, sich Mühe zu geben, ist einfach nicht realistisch ;-)
Ich würde dies in Deinem eigenen Interesse einmal nachprüfen. Wo stammt diese Zahl von 44.000 ? Durchschnittseinkommen denn her?
@Lemmy
von der OECD (Excel-Sheet)
@Lemmy im FDP-Wahlkampf :-)
Lese die Rheinische Post, das Kampfblatt der SED-CDU NRWs *g*. Die berichtet ganz ähnlich:
@misterL
Nö – unser Leistungsträger ist wohl nur entsetzt, dass er weniger “verdient” als der Durchschnitt *fg*
@SF: Das sind Kaufkraft-Parität normalisierte Dollar. Im übrigen ist beschreibt dieser Wert auch klar ersichtlich kein “Durchschnittsjahresgehalt” sondern die gesamten Arbeitskosten. Es werden also noch die Abgaben des Arbeitgebers eingerechnet. Selbst dann existiert vermutlich noch eine Differenz mit dem Wert, den ich oben verlinkt habe.
Mach dir mal über mein Gehalt keine Sorgen ;-)
Diese Eilmeldung dürfte wohl alle Steuerentlastungsdebatten als obsolet einstufen lassen. Der CDU und FDP geht damit das einzige Wahlkampfthema flöten.
Was bliebt und bliebe wäre der Umbau der Finannzierung der Sozialsysteme zur Entlastung der Bürger ohne die Arbeitgeber als solches zu belasten. Daran werden sie sich aber nicht trauen. Man erinnere sich an Kirchhoff vor 5 Jahren.
@Lemmy
Das mit den 44k hat schon seine Richtigkeit. Dann kommt man nach Abzug des AG-Anteils sogar auf einen Betrag (37k), der unter dem derzeitigen derzeitigen deutschen Durchschnittsgehalt liegt. Das hängt immer davon ab, was man alles zu den Lohnnebenkosten zählt.
@Sf
Nee, “sich entziehen aus” geht nicht, glaub’s mir.
Der österreichische Kollege hier nimmt diese Abgabenbelastung übrigens zum Anlass, noch mal neu über die Vermögenssteuer nachzudenken. Dem könnte ich mich – obwohl an sich ein Gegner dieser Steuer – durchaus anschließen. Das könnte insofern eine Alternative zur Verbeitragung von Kapitaleinkünften im Rahmen einer Bürgerversicherung sein. (So, wie die VermSt im Moment in Deutschland diskutiert wird, ist das nur eine blödsinnige “Eat the Rich”-Forderung, deren Umsetzung wachstumsmindernde Konsequenzen hätte.) Die Abgeltungssteuer jedenfalls war nicht verkehrt, und wird in ähnlicher Form auch beispielsweise in Schweden praktiziert.
@Lemmy
Wenn Du fähig wärst, eine OECD-Studie zu lesen, wüsstest Du, dass hier Arbeitskosten als Nettogehalt plus Sozialabgaben (Arbeitnehmer) plus Sozialabgaben (Arbeitgeber) definiert sind.
Mir ist es aber ehrlich gesagt zu dumm, hier meine Zeit damit zu verbringen, einen merkbefreiten und nicht eben fähigen aber dafür umso renitenteren Forentroll zu unterhalten.
Nach wie vor kann ich mir die Differenz zu den Zahlen des Statistischen Bundesamtes nicht so recht erklären:
Im übrigen wird das Gehalt wegen der Kaufkraftparität noch ein wenig geringer sein. Vermutlich sind dort auch nicht die Personen eingerechnet, die Teilzeit arbeiten.
Autoritäre Niggeligkeit und ad hominem Attacken mögen in einem Blog mit übermässigen Anteil von SED Wählern seine Anhänger finden, nicht aber in der realen Welt dort draussen.
Tatsache bleibt, dass die Anzahl der Personen mit sehr hohem Einkommen recht gering ist, so dass die Hoffnung darüber alle glücklich zu machen eher begrenzt ist. Sehr viele Leute befinden sich halt in dem Bereich zwischen 30.000 und 60.000 Euro.
Wegen mir können die Abgaben für Besserverdiener erhöht werden.
Jedoch ist dies in Verbindung mit Forderungen nach Verstaatlichungen, einer distanzierten Haltung zur EU, eine feindseelige Haltung zur anti-Kommunistischen Tradition der Bundesrepublik und haarsträubender Globalisierungs”kritik” wohl kaum mehrheitsfähig. Letztlich im Sinne von lösungsorientierter Konsenssuche sogar kontraproduktiv.
Einen der wenigen sachlichen und auch schon mal kritischen Stimmen dieses Blogs als “Troll” zu bezeichnen, wirkt auch wenig überzeugend. In Politischen Diskussionen geht es mir auch nicht um Vergleiche von “Fähigkeiten”. Nach welchen Kriterien eigentlich?
Interessant wäre ein Länder-Vergleich der Abgabenlast für Personen, die ein höheres Einkommen als 70.000 ? erzielen. Ich denke nicht, dass Deutschland dort irrsinnig gut abschneidet.
Genau auf diese Einkommen zielen aber die Schubladen-Pläne der SED ab.
@Lemmy
Und ich zitiere aus Karl Heinrichs Link: “Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verdienten vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich im Jahr 2008 durchschnittlich 41 509 Euro brutto.”
Du kannst aber gerne bei der OECD anrufen und fragen, welche Arbeitnehmer dort Grundlage sind.
Tatsache ist auch, dass die Zahl der Ozeane sehr gering ist, dennoch könnte man mit ihrem Wasser alle kleinen Meere, Seen und Tümpel mehrfach füllen ;-)
Den meinte ich nicht – ich meinte Dich.
@Lemmy
Da hast du die Teilzeitbeschäftigten drin. Die muss man natürlich rausnehmen, sonst kriegt man keinen Ländervergleich zustande, weil die Arbeitsstunden von Land zu Land divergieren.
Die immer zahlreicher werdenden Teilzeitbeschäftigten müssen selbstverständlich mitgerechnet werden. Unsere Gesellschaft ermöglicht es ja einer Menge Menschen gar nicht mehr Vollzeit arbeiten zu müssen.
Die Arbeitszeit ist auch für Vollzeitarbeitskräfte sehr unterschiedlich.
Lol. Mit ebensolchen Gleichnissen lassen sich im “Leseland” SBZ sicher Stimmen gewinnen. Nicht aber in einer realen Welt, in der Geld verdient wird.
@Lemmy im FDP-Wahlkampffieber.
Ist das Gedankenlosigkeit Deinerseits oder Zynismus. Korrekt muss es so beschrieben werden:
Unsere Gesellschaft verhindert einer Menge Menschen gar nicht mehr von ihrem Erwerb leben zu können.
Schlagzeile in der Blidzeitung heute:
“Geringverdiener werden am meisten abkassieren!”
Wenn man wissen möchte, wie das Spiel in Deutschland läuft, muss man unbedingt täglich die Schlagzeilen der Blidzeitung lesen. Das ist wie früher die Pravda.
v.
Das Jammern findet insbesondere in Ost-Deutschland auf einem nach wie vor so hohem Niveau statt, dass in keinem Verhältnis zu den Realitäten auf diesem Planeten steht.
Wer in der Bundesrepublik von seinem Erwerb nicht mehr leben kann, mein Freund, erhält Sozialhilfe, die bedeutend höher ist als in vielen, vielen, vielen Ländern auf diesem Planeten.
Natürlich muß versucht werden, die Leute besser zu integrieren. SED Bonzen mit einem süffisanten Lächeln und ihrer großartigen Kenntnis eines zweitrangigen Philosophen aus dem 19. Jhdt. helfen da aber leider auch nicht.
@ Lemmy Caution
Wenn man deine Beiträge einmal durchforstet, zieht sich dieses abfällige ?SBZ? (sprich Sowjetische Besatzungszone) immer wieder wie ein roter Faden durch deine Beiträge. Ich bin aus jener SBZ. Der Blogbetreiber nennt dich höflich Troll, wohl im Sinne von http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur).
Ich sehe dich ganz anders.
Ich habe den großen Vorteil dir gegenüber, das ich 2 Systeme, 2 Ideologien kennen lernen ?durfte? bzw. darf. In der Praxis. Ich habe in den 20 Jahren nach Untergang dieser ?SBZ? viel dazugewonnen an Erfahrungen, Einsichten, Ansichten. Im Persönlichen wie im Politischen. Ich war in keiner SED, ich war kein Freund dieses zu Recht untergegangenen diktatorischen Ostblocks. Ich bin aber auch mitnichten diesem derzeitigen System wohlgesonnen.
Dein widerlich dümmliches Gefasel von einem ?Leseland SBZ, wo man sicher Stimmen gewinnen kann??, widert mich an.
Ich bin kein Blogbetreiber, der Etikette wahren will. Ich sage dir was ich von dir denke und halte, so wie du dich hier präsentierst: Dümmlich, kleinkariert, enger Geschichtshorizont.
Wenn du Wert darauf legst und weiter so primitiv abfällig über Menschen in der von dir sogenannten SBZ schreibst, dann werde ich dein Forumsgeschwätz hier auseinander nehmen, wo es mir richtig erscheint.
Im Hinterkopf habe ich bei Menschen deines Schlages immer die Worte von Wieslaw Brudzinski
?Die gefährlichste Waffe sind die Menschen kleinen Kalibers.?
Lieber “Realist”,
Deine moralinsäuren Wertungen amüsieren mich.
Wenn auf diese Art – wie es hier geschieht – auf der Bundesrepublik Deutschland, er NATO, der EU, der siegreichen westlichen Wertegemeinschaft herumgetrampelt wird, dann darf die demokratische Seite auch kreative Ideen bezüglich der Zukunft unseres Landes entwickeln…
Die effektivste Sozialpolitik für die Bundesrepublik wäre eine erneute deutsche Teilung. Ohne ein dauersubventioniertes Teilgebiet, das zunehmend zu radikalen Parteien wie SED und NPD neigt. Zu dem ich weniger Bezug habe als Polen, Tschechei, Spanien oder Frankreich.
Ich sage nicht, dass ich die Wahrheit mit Löffeln gegessen habe. Wie viele hier. Ich, mein Freund, entwickle lediglich Ideen.
Dein Überlegenheitsgefühl in 2 Systemen gelebt zu haben… Die DDR war ein Witz.
Anstatt nach der Wahrheit zu suchen… lerne zu lachen.
Den Ostblock mögt ihr nicht. Den Westen mögt ihr nicht. Warum gründet ihr nicht einfach euren eigenen Staat? Permanentes herumkritisieren kann es auf die Dauer nicht sein.
Taten, nicht permanentes Gejammere.
Eine Gegenfrage an den ehrenwerten Herrn Lemmy:
Ein Mensch, wenn er nicht völlig selbstlos handelt, wird ganz sicher logisch und überlegt agieren. Er wird seine Arbeitsleistung bestimmt nicht unter Wert anbieten. Wieso sollte er auch? Ein Unternehmen würde seine Ware auch nicht unter Selbstkostenpreis verkaufen, und wenn dann wird es sich diese Unkosten irgendwo anders wieder reinholen. Wieso sollte also ein Arbeitsloser zum Spargelstechen fahren und den halben Tag in der Erde rumwühlen, wenn er diesen Aufwand doch gleich von der Behörde angerechnet bekommt? Hartz 4-Kürzung, Auflagen, Streichung anderer Ermäßigungen etc.
Oder würdest du etwa für einen Hartz-4-Satz arbeiten wollen?
Nun gejammert wird überall auf der Welt. So ist der Mensch halt er gewöhnt sich zu schnell an gute Dinge. Was wäre also dein Vorschlag?
Die soziale Absicherung abzuschaffen?!? Na schön dann wird aber auch zwangsdläufig die Kriminalität ansteigen. Im demokratischsten und kapitalistischsten aller Länder, den USA, gibt´s die meisten Gefängnisinsassen, als in den meisten Ländern die von Amerika kritisiert werden. Wollen wir das wirklich?
Was wäre dein Vorschlag?
Oder bist du vielleicht ganz allgemein mit den Ergebissen der Studie nicht einverstanden und siehst es ganz anders?!
Kann es sein das die von OECD auch alte SED-Bonzen sind? Oder heißt es womöglich nicht OECD sondern O-SED?
Also ich weiß nicht, warum alle das Elterngeld weg haben wollen. Es ist eine der wenigen guten Dinge in dieser Neidgesellschaft, wo es nur noch darum geht, wie viel Steuern der andere zahlt und nicht mehr, dass wir die Hälfte des Jahres für den Landvogt arbeiten.
@ Lemmy Caution
Vielleicht, nein bestimmt sogar, hast du eine Phobie. Du scheinst es gar nicht zu merken. Was auch für Thema hier angesprochen wird, es dauert nicht lange und dein kindliches und wirres Geschwafel vom Osten, SED, DDR oder SBZ kommen ins Spiel. Dein erster Beitrag hier (Punkt 6), zu dem Artikel über die OSCD Zahlen, ist ein Beispiel. Halt und sinnlose leeren Worthülsen.
Die OSCD ist weder Links noch Rechts, noch hat sie was mit der DDR zu tun. Es ging schlicht und einfach um Bewertung von Zahlen.
Nein, keiner hat die Wahrheit, schon gar nicht die Weisheit mit Löffeln gegessen. Das hat hier auch noch keiner von sich behauptet. Aber du bist mit Sicherheit sehr weit von Weisheit entfernt und ich denke, das wird dir auch der Wohlgesonnenste in diesem Blog nicht einmal in den kühnsten Phantasien unterstellen wollen und können. Selbst wenn man die Hühneraugen noch mit zudrückt. Wer wie du nicht die Bildung besitzt um geschichtliche Zusammenhänge oder gesellschaftliche Realitäten wenigsten im groben zu erfassen oder zu bewerten wirkt dann schon mal peinlich auf die Umwelt.
Oft geht Dummheit mit maßloser Selbstüberschätzung einher. Du bist ein Beleg dafür. SF hat dich doch höflich darauf hingewiesen. Verstehst du nicht mal dieses gutgemeinte Zeichen unter Punkt 26? Du schätzt dich wie folgt ein ?
Und SF stellt richtig fest:
Was du unter Punkt 33. schreibst spricht Bände über dich. Viel mehr als Bildzeitung-Chargon ist nicht rauszulesen. Man kann mit solchen Worten sich selbst und seinem Elternhaus kein größeres Armutszeugnis ausstellen.
@Lemmy im FDP-Wahlkampf #31
Wie konnte ich nur annehmen, dass ein FDP-Wahlkampfhansdampf gedankenlos ist?
Um es mir Goethes Faust zu sagen:
” Hier stock? ich schon!”
Erzähl das mal einem, der nur deshalb weniger verdient, als sein Kollege aus dem Westen, obwohl die Qualifikationen des “Ostlers” über dem des “Westlers” liegen.
Und zwar im 4-stelligen Bereich.
Jammern auf hohem Niveau…mag sein, dass an dieser Floskel was dran ist, wenn die Gesellschaft einen insgesamt betrachtet hohen Lebensstandard erreicht hat. Das Problem ist nur, dass eben jene Gesellschaft immer mehr Menschen vom Erreichen dieses Lebensstandards abhält.
Abweichende Meinungen werden mit der angeblichen Psychologie des Kommentators erklärt.
Ich denke überhaupt nicht in Kategorien von links oder rechts.
Die Umfragen zeigen doch deutlich, dass unter den Ostlern die Idee, man müßte einfach nur die Erfolgreichen besteuern und schon wären alle glücklich, deutlich mehr Verbreitung hat als in den erfolgreichen Bundesländern.
Solche Studien sind auch immer nur Teilaufnahmen. Ostler neigen aber dazu damit ihr festgefügtes Weltbild einzufügen. Keine einzige Partei bestreitet, dass es in der Abgabenlast einen sogenannten Mittelstandsbauch gibt. Entstanden ist er in Folge der Finanzierungsnot in Folge der Zwangsvereinigung der beiden deutschen Staaten.
Ich hab wiederholt deutlich gemacht, dass ich eine stärkere Belastung der Besserverdienern (inklusive mir) für erträglich halte. Gleichzeitig sollte aber auf der Ausgabenseite stärkere Disziplin geübt werden. Und zwar insbesondere im Faß ohne Boden Zwangsvereinigung.
Der Wert von Arbeit richtet sich nicht nach Qualifikation sondern nach Produktivität. Und da holt der Osten einfach nicht auf.
In sozialistischen Geschichtszusammenhängen kenne ich mich in der Tat nicht besonders gut aus ;-) . Ich bin ja gerade der Meinung, dass Westdeutsche und Ostler eine völlig andere Auffassung der eigenen Geschichte haben. Und unter diesen Bedingungen erscheint es nicht besonders sinnvoll, dass beide Gesellschaften weiter in einem Staat verbleiben.
Die Kriminalität in den Vereinigten Staaten nimmt seit den 90er Jahren ab.
Ich hab schon für wenig Geld geareitet, einfach um Erfahrungen zu erlangen. Zur Zeit versuche ich 1 Jahr einen Programmier-Job in Chile zu bekommen. Da akzeptiere ich ein Gehalt deutlich unterhalb des deutschen Durchschnittsgehalts, aber oberhalb von Hartz 4. Arbeite aber seit Jahren hart an meiner Qualifizierung.
Genau solche undifferenzierten und pauschalen Ansichten vieler Westdeutscher gehören zu den Hauptgründen, warum die politischen Ränder im Osten Deutschlands so vergleichsweise stark sind. Unbestritten, dass es im Osten vielerorts wirtschaftlich bergauf ging und geht. Eine Reise durch Vorpommern und vergleichbare Landstriche vor allem im Osten des Ostens zeigt aber auch die weiterhin dominierende ostdeutsche Realität von Menschen, die auf absehbare Zeit kaum eine andere Perspektive als Hartz IV haben. Von der Wirkung von Diskussionen um die Pendlerpauschale, die gerade für die vielen täglich “in den Westen” pendelnden Ostdeutschen ein Schlag ins Gesicht waren, den rein herkunftsbezogenen Gehaltsunterschieden und netten Anekdoten wie den “Wildniszuschlägen” für im Osten eingesetzte westdeutsche Mitarbeiter im öffentlichen Dienst ganz zu schweigen. Viele Ostdeutsche fühlen sich nach wie vor als Bürger zweiter Klasse und sind damit leider immer wieder leichte Beute für die Rattenfänger an den politischen Rändern, denn für kaum ein Gefühl ist der Menschen so sensibel und empfänglich wie das Empfinden von Ungerechtigkeit – seien es nun die Unterschiede von Ost und West oder die Finanzierung unseres Sozial- und Gesundheitssystems. Langfristig wird aus meiner Sicht in Gesamtdeutschland nur der politisch Erfolg haben, der dieses Ungerechtigkeitsempfinden aufgreift und entsprechend handelt. Wer auf Grund der aktuellen Probleme und der Kosten der Wiedervereinigung aber allen Ernstes eine Zweistaatenlösung für Deutschland vorschlägt, sollte spätestens jetzt sich wirklich mal ein Geschichtsbuch für den Zeitraum 1945-1989 vornehmen und seine Meinung vielleicht noch mal reflektieren ;)
Der Grundkonflikt besteht darin, dass diese SED Wähler die merkwürdige Idee haben, mit Politik ein glückseelig-machendes System zu schaffen. Sie sind damit bereits einmal gescheitert. Der Bau der Mauer war die Kapitulation vor einer Realität, die sich mit doller sozialistischer Geschichtsauffassung eben genau nicht mehr kontrollieren ließ.
Der geplatzte Traum wirkt aber in den Menschen und Familien im Osten weiter.
West-Deutsche sind dagegen gewohnt, dass ein Staat nie perfekt sein kann. Sie suchen opportunistisch (von engl. opportunity) in einer nicht nach Perfektion strebenden aber auf individuelle Freiheit Wert legende Gesellschaft.
@ Lemmy Caution
Auch aus diesen Zeilen (39) kann man wieder nur einen Schluss ziehen: sachliche Argumente und Diskussion liegen dir fern. Diese Zeilen strotzen wieder vor Plattheiten.
Das ist definitiv nicht das einzige, wo du dich nicht auskennst.
Ich möchte dir aber doch wenigstens einen guten Rat geben für deine weitere Karriere hier im Blog. Wie in vielen Blogs und Foren bereits vorhanden, möchtest du hier gern die Rolle eines Blog-Narren besetzen. Schauen wir mal für dich unter Wikipedia nach bei ähnlichen Jobs… wie Hofnarr
http://de.wikipedia.org/wiki/Narr
Lese es ruhig einmal gründlich durch. Denn der Narr war und ist oft ein gewitzter Zeitgenosse. Es gab derer einige berühmte und bekannte Gestalten. Oft wurden sie zu Unrecht als dumm und einfältig abgewertet. Doch vom Format eines Till Eulenspiegel, Kunz von der Rosen, Joseph Fröhlich?trennen dich noch Welten. Und das ist diesen großen ?Narren? gegenüber aufrichtig gemeint.
Liest man deine permanent einseitigen, krankhaft auf den Gedanken und Wortschatz ?DDR, SED, SBZ, Ostblock, Bonzen, Ostler?? ausgerichteten Worthülsen, dann kann man leider eigentlich nur zu dem (dir immer noch schmeichelnden) Ergebnis kommen: hier schreibt und denkt ein Kasper.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kasper
Kasper ?ist der komische Held des Kaspertheaters ?mit derb-naiver Handlung.
Es wird angenommen, dass die Rolle des Kaspers u. a. auf den Hanswurst des Wiener Volkstheaters ?. zurückgeht.
Also, Kopf hoch, erst mal hier etwas zurückhalten beim Worthülsen produzieren, (du weißt ja, lieber Klasse statt Masse)?, Nase dafür in Fach-Bücher stecken, besonders in Sachen Geschichte bilden oder Nachhilfe nehmen.
Dann sollte einer Kariere vom derzeitigen derb-naiven Hanswurst zum Narren mit Format nichts mehr im Wege stehen.
Viel Erfolg, Hanswurst
Historische Bildung besitzt für meinen Lebensentwurf einfach keine hohe Bedeutung.
Vielleicht sollten sich die Ostler mal auf ihre Arbeit konzentrieren und weniger Nachdruck auf historisch-politische Spekulationen legen ;-)
“Jeder ist schlau wie der Fuchs für den eigenen Vorteil. Gilt es das Ganze, so ist jede Besinnung dahin.”
Solon 514 vor Christ
@Lemmy im FDP-Wahlkampf
Dafür ist der “Sprachschatz” aber sehr dicht auf Abkürzungsabgrenzungen fixiert, die man früher gerne zur Feindbildformung und Feinbildfestigung nutzte. Ehrliche Dialog.- und Kommunikationsabsichten vermeiden Abgrenzungen dieser Art.
Will schreiben, Du solltest vielleicht an Deiner Glaubwürdigkeit arbeiten. ;-))
Lemmy ist doch kein Kasper, nicht einmal eine Kasperin. Er turn von einem Blog zum nächsten und bildet sich ein, er wüsste irgendwas und reisst seine Fresse dabei ganz groß auf. Das ist alles. Ein Aufschneider ohne Gehalt und eigentlich ist Lemmy schon seit Januar in Chile, aber nur eigentlich ;)
Hab eine andere Perspektive.
Ich nehme Blogs und insbesondere Polit-Blogs einfach spielerischer wahr. Liegt vielleicht daran, dass der erste von mir wahrgenommene Blog bileblog.org war. Jetzt mag ich oilblogs.
name, ich war im Januar quasi in Chile im Urlaub. Hab nie etwas anderes behauptet. Und nun bastle ich halt an einem sabatical mit Arbeiten und weiss nicht mal, ob das funktioniert.
Ihr solltet auch ein bischen lockerer werden. Die SED wird in der bundesrepublikanischen Politik nie eine entscheidende Rolle einnehmen.
Vom hohen Stellenwert einer historischen Bildung ist nicht die Rede. Das trifft wohl für die wenigsten zu. Auch für mich nicht. Aber wenn man in einem Polit Blog mit diskutiert, sollte man einen gewissen Level erwarten können.
Naja, es erklärt zumindest einige deiner unqualifizierten Zeilen.
Ein prominenter Westdeutscher, Richard v. Weizsäcker, ist folgender Meinung:
?Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen, kann die Zukunft nicht meistern!?
Mit deinen Zeilen in 43 entzauberst du dich selbst. Eigentlich fast schade. Nimmst mir dieses Vergnügen deiner Entzauberung einfach ab.
Die SED wird in der bundesrepublikanischen Politik nie eine entscheidende Rolle einnehmen.
Du meinst, Merkel wird nicht mehr Bundeskanzlerin sein im Herbst? Und z.B. Thüringen und Sachsen werden nicht länger von SED-Ministerpräsidenten regiert?
Mich erheitern immer die roten Bäckchen, mit denen Sozialisten solche nichtssagenden Sonntagspredigten aufsagen.
Im übrigen bin ich historisch auch nicht ganz uninteressiert.
Zur Zeit les ich etwa “A People’s History of the United States: 1492-Present” von Howard Zinn
Meine Geschichtsauffassung beschränkt sich aber halt nicht auf “Klassenkampf”. Die bürgerlich-demokratische und die proletarisch-sozialistische Geschichtsauffassung sind halt recht unterschiedlich. Und da die Ostler offenbar nicht von letzteren loskommen…
Eine fingerpointing-Übung von wegen: Du hast von Geschichte null Plan wird uns aber beiden keinen Spaß machen, denke ich.
Krieg dich wieder ein. Niemand will hier die DDR wiedererrichten, mit ihrer Mangelwirtschaft, ausser du vielleicht. Alle wollen nur dasselbe was du selbst schon gesagt hast! Warum man das aber jedes Mal mit dummen SED-Sprüchen würzen muss, entzieht sich meinem Verstand!
Dann findest du es also richtig wie die Nato das Verhalten von Saakaschwili honoriert? Warum hat man nie mit Mohammad Mossadegh Nato Übungen veranstaltet? oder mit
Jacobo Arbenz Guzmán
Patrice E. Lumumba
Juan Bosch
João Goulart
Salvador Allende
Juan Velasco Alvarado
Omar Torrijos
Maurice Bishop
Hugo Chávez
wenn ich das schon höre, könnte ich kotzen.
http://www.thirdworldtraveler.com/Transnational_corps/Bolivia_Water_Bechtel.html
http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php?tab=2&source=/nano/bstuecke/102107/index.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25493/1.html
Um nur das wenigste zu nennen. Das steht bestimmt nicht in deinem Scheiss-Büchlein. Ach ja ich weiss emotionalmachendes Ostler-Gedankengut, nicht wahr?
Um nur den Mist zusammenzutragen, den du allein bei diesem Beitrag hinterlassen hast. Die früheren mal nicht eingerechnet. Wenn Du das für kreative Ideen hälst, schön für dich.
Schön zu lesen, dass sich Leistung in Deutschland lohnt, oder? Nein. Der ganze Sozialversicherungsnonsense ist sowieso das was er eben ist: Unsinn!
Sozialleistungen sind Teil der gesellschaftlichen Gesamtverantwortung und als solches eben schlicht und einfach keine “Versicherungs”-Angelegenheit. Die “Bürgerversicherung” ist der selbe dröge Unsinn neu aufgewärmt.
Sozialleistungen sind aus den staatlichen Gesamteinnahmen zu finanzieren, was als einziges irgendetwas mit sozial und gerecht zu tun hat. Damit geriete dann endlich auch die Beitragshöhe aus der Schusslinie und Steuereinnahmen würden so gesteuert werden damit die notwendigen Leistungen erbracht werden können – und in einer pluralen Demokratie hätte der Wähler da ein Wörtchen mitzureden.
Letztendlich würde dann beispielsweise auch schon mal eine Mindstrente so ausfallen, dass nicht noch zusätzliche anderweitige Sozialleistungen zum Lebensunterhalt abgerufen werden müssen.
Das Konzept “Sozialversicherung” als solches stinkt zum Himmel!
@ Lemmy C.:
Du bist schlicht und einfach nur peinlich und nicht diskussionsfähig. Selbst in Junge Union Ortsverbänden gibt es wesentlich mehr Geist – und ich weiss, wovon ich spreche!