Kernschmelze für die Union
geschrieben am 14. März 2011 von Spiegelfechter
Manchmal erkennt sogar Angela Merkel, dass man nicht jedes Problem aussitzen kann. In den nächsten zwei Wochen werden drei Landtage neu gewählt und durch die schweren Unfälle in mehreren japanischen Kernkraftwerken ist plötzlich das Thema Atomausstieg wieder da. Anlässlich der außergewöhnlichen Dramatik der Ereignisse ist es auch wenig wahrscheinlich, dass die Union in den nächsten Tagen mit einer Scheindiskussion über Scheinthemen die Atomfrage überlagern kann. Am Wochenende waren die deutschen Kernkraftwerke in den Verlautbarungen der Union noch die „sichersten der Welt“. Heute will die Union die Sicherheit noch einmal überprüfen und hat sogar den Ausstieg vom Ausstieg während der heißen Wahlkampfphase pausiert. Da stellt sich die Frage, ob der Wähler wirklich so dumm ist und diese offenkundige Farce nicht erkennt.
„Deutschlands Kernkraftwerke sind die sichersten der Welt“, verkündeten unisono die Regierungsgranden an diesem Wochenende. Dieser Satz ist freilich Unfug, wenn man bedenkt, dass das Design der älteren Kernkraftwerke in Deutschland aus den Sechzigern stammt und selbst die neuesten AKWs in Betrieb gingen, als Deutschland noch zweigeteilt war. Heute wären diese Kraftwerke überhaupt nicht mehr genehmigungsfähig, die bauartbedingten Störfälle sind Legion. In Deutschland war der „Strich-Achter-Mercedes“ zu Zeiten des Baubeginns von 14 der 17 deutschen AKWs aktueller Stand der Technik. Heute ist er ein Oldtimer und niemand käme auf die Idee, ihn mit Airbags nachzurüsten und zu behaupten, er sei der sicherste Wagen der Welt. Strukturelle Designschwächen lassen sich nun einmal nicht nachrüsten.
Wie passt es eigentlich zusammen, dass Angela Merkel als Umweltministerin noch kräftig – und erfolglos – für den Europäischen Druckwasserreaktor (EPR) als sicherere Alternative warb und heute Auslaufmodelle, die schon im letzten Jahrhundert technisch überholt waren, als sicherheitstechnische Wunderwerke verkauft? Sowohl der EPR, der momentan in Finnland, Frankreich und China gebaut wird, als auch kanadische, amerikanische und russische Reaktoren der dritten Generation sind bauartbedingt sicherer als die deutschen, die allesamt zur zweiten Generation gezählt werden. Kein einziges deutsches Kernkraftwerk verfügt beispielsweise über einen sogenannten Kernfänger, der einen geschmolzenen Kern im Falle eines Super-GAUs gegebenenfalls auffangen kann. Man kann vortrefflich darüber streiten, wie sicher diese modernen Reaktoren sind – zu behaupten, die deutschen Kernkraftwerke seien die sichersten der Welt ist, in diesem Kontext jedenfalls unlauter.
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Getreu dem Motto, nach mir die Kernschmelze… Habe mich auch gefragt, was da eigentlich noch zu verhandeln ist. Entweder man macht verbindliche Vorgaben für alle mit den damit verbundenen Konsequenzen oder man hält die Klappe und lässt andere das tun, wofür man selber nicht die Eier hat. Davon werden CDU/CSU/FDP aber wohl keinen Gebrauch machen.
Das oben dazu abgebildete Kunstwerk mit der Uckermärkischen Trampelkuh und dem Atomvogel aus der Simpsons-Serie könnte treffender nicht sein.
Man baut auf die sprichwörtliche Dummheit der Deutschen, dass “Muttis” Machtwort Souveränität vorspiegeln soll.
Dabei ist sie ja wahrlich in der Bredouille : morgens Telefon-Krisenkonferenz mit dem Energiemonopol – dann die Presse und dann am nachmittag das eisenharte Diktat, dass es ein Moratorium geben solle in der die AKW Laufzeitverlängerung für GANZE 90 TAGE ausgesetzt werden soll ! Wenn das nicht das Bundesverdienstkreuz mit Eichenlaub und Schwertern am Bande bedeutet ….unsere wackere Bundesmutti !!
Übersetzt heisst das natürlich: morgens die Taktik mit den Lobbyvertretern absprechen und nachmittags das Volk mit dümmlichen, durchsichtigen Manövern verarschen.
Nach den ausgesessenen wichtigen Landtagswahlen sind sämtliche Meiler natürlich jenseits jeglichen Zweifels und dürfen wie ausgemacht weiterbetrieben werden – LOGO.
Gut dass ich Waffen hasse….
Was mich persönlich immer wieder erstaunt, ist die Frage, ob “diese” Menschen (Chefs von Energiekonzernen, Lobbyisten, Politiker) überhaupt ein Gewissen haben? Wie wollen sie ihren Enkeln jemals erklären, warum große Landstriche von #BELIEBIGES LAND MIT GAU# nie mehr bewohnbar sein werden? Die Gier nach Profiten und schwarzen Koffern war zu groß, um die Risiken auch nur in Erwähnung zu ziehen? Wie kann man mit solch einer Schuld leben? Ich vermute mal, nur mit komplettem Realitätsverlust. Meine Datscha in #BELIEBIGER ORT IN 500KM NÄHE EINES KKWS# wird ja nie betroffen sein?
Ich könnte nachts nicht mehr schlafen, wenn ich eine Baugenehmigung oder Inbetriebnahmegenehmigung für ein KKW o.ä. unterschrieben hätte. Ich würde mich jede Nacht fragen “Warum?” Nur für ein “schöneres” Leben?
Wir mögen die Erde nur von unseren Kindern geliehen haben aber was diese zurückbekommen, kann man ja kaum noch als Solche bezeichnen. Kilometertiefe Wunden wurden gerissen, Menschenund Umwelt vergiftet, verstrahlt, ausgebeutet. Und alles nur unter der “christlichen” Doktrin “Machet euch die Erde untertan”.
gruß
Ich denke, einige sind wirklich davon überzeugt, dass sie etwas Gutes tun. Man nennt diesen Zustand allgemein: Wahn!
um dieses Phänomen besser zu verstehen, googeln Sie bitte “Pathokratie” sowie “Politische Ponerologie” und lesen die von Lobaczewski erarbeiteten Grundlagen
FRAAAANK !
Aufwachen !!!
“Gewissen” ist für diese Sozialprimaten ein verabscheuungswürdiges Fremdwort.
Gewissen zahlt sich nicht aus, ist ein Zeichen von Schwäche und bringt einen nicht in verantwortliche Führungspositionen nach der Politiker”karriere”.
Da müssen Leute ran wie Schröder, Koch, Clement oder Mezger.
Menschlichkeit, Solidarität, Verantwortung und Gewissen sind negative Charaktereigenschaften in deren Denken !
Ich glaube Du unterschätzt völlig die Wucht und Emotionalität der öffentlichen Meinung jetzt bei dem Thema, die auf die Regierung zukommen. Die werden nie damit durchkommen, nach den drei Monaten Moratorium zur Tagesordnung über zu gehen. Nie. Die verlieren in 2013 mit Sicherheit, wenn sie so ein Maneuver durchziehen. Ich sage mal im Gegenteil voraus: Die ältesten Meiler sind bald weg vom Fenster und die Regierung wird versuchen, sich an die Spitze von erneuerbaren Energie zu stellen. Sonst ist diese Flanke viel zu weit offen gegenüber rot/grün.
sehe ich genau so. dies ist die stunde der strategen.
abwarten. In drei Monaten wird man entdecken, dass “Kopftuchmädchen” ein ganz schlimmes Problem sind und dann hat der Michel Japan schon wieder vergessen.
…oder man findet den Lügenbaron in einer Badewanne in der Schweiz…
hoffentlich.
Abwarten, die Schäden durch Erdbeben/Tsunami sind jetzt schon nicht gerade klein, das wird ein wenig in den Medien bleiben.
Besonders, wenn demnächst der Wind dreht und die radioaktive Wolke im Regen über Tokyo ihr Ende findet.
Und wenn dann noch wirklich, Gott bewahre, ein oder zwei Reaktoren in die Luft fliegen, bleibt uns das Thema garantiert für längere Zeit erhalten.
Im Sommer ist für den Michel zwar Grillen, Urlaub und Fußball-WM im eigenen Land angesagt, aber wenn dann auf einmal diskutiert werden muß, ob Deutsche Bratwurst radioaktiv verseucht ist, weil die Schweine mit japanischem Fischmehl gefüttert wurden oder ob der Liegeplatz am Pool auf Malle vielleicht ein strahlender Hotspot ist, und man deswegen dort so schnell braun wird, oder jeder Auftritt der japanischen Nationalelf bei der WM mit Bildern der explodierenden Reaktoren im Fernsehen flankiert wird, wird sich das Thema schon noch etwas halten.
Aber vielleicht schreibt ja Sarrazin in der Zwischenzeit ein neues Buch. “Deutschland strahlt sich an” oder so ähnlich und wird von den Grünen als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten gehyped, wenn der Wulf im Zuge der Maschmeyer-Affäre nach Teneriffa geflüchtet ist..
Deine Aussage kann ich gut nachvollziehen. Aber ich befürchte, es wird so kommen, wie es in der Vergangenheit oftmals passierte. Der Wähler ist nur Stimmvieh, zur Wahl geholt und dann geschlachtet.
2013 wird die GröKaZ Merkel ( wohl oder übel ) wiedergewählt und der Spuk geht weiter. Bis dahin hat die ReGIERung genug Zeit, sich neue Schweinereien gegen das Volk auszudenken und dafür noch Zustimmung zu bekommen. Egal in welchem Bereich.
Es müssen nur die “richtigen Worte” gefunden werden, um die
Wähler“Lämmer” zum Abnicken zu bewegen. Sowas nenne ich dann “alternativlose Zustimmung auf Landesebene”. Geschlossenheit könnte aber auch passen.Da muss ich gleich an Pispers denken. Sinngemäß:
“Und da der Deutsche nicht so gut behalten kann, erzählen die uns immer wieder dieselbe Geschichte.”
2013 ist Japan Schnee von Vorgestern und bis dahin wurden wieder zisch andere Säue durchs Dorf getrieben. Der Wähler hat in der Vergangenheit immer gezeigt, dass er die größten Sauereien mit sich machen lässt, wenn die jeweilige Regierung die Geduld hat ihn danach erstmal 1-2 Jahre in Ruhe zu lassen. Ich sehe absolut nicht wieso das jetzt anders sein sollte. Hoffentlich irre ich mich.
Nene, das ist und bleibt ein großes, wichtiges Thema. Gerade weil es nicht nur logisch und kaum zu widerlegen ist, dass wir schnell umschwenken müssen in der Energieprodukten, sondern weil auch ganz starke Emotionen da hinter stehen. Wenn schwarz/gelb an der Verlängerung festhält, hat rot/grün ein phantastisches Wahlkampf-Thema, bei dem Merkel ganz schlecht aussieht.
Aber in drei Monaten freut sich der Deutsche auf Grillen, Biergarten, Freibad und Sommerurlaub. Da kannst du doch nicht mit politischen Themen kommen. ;)
Hm , mir kommt es so vor, als würden die Schwarzgelben erst jetzt den Quatsch aufgeben, den sie zu Zeiten von Tschernobyl sich selbst eingeredet haben, dass die bösen kommunistischen Reaktoren unsicher seien und die guten kapitalistischen natürlich sicher sind. Die angestrebte Laufzeitverlängerung eines Herrn Mappus, dem keine Zeit zu lang schien als der Ausstieg verabschiedet wurde möge bitte in einer Knallgasexplosion enden, aber den tapferen japanischen Kühlern wünsche ich viel Erfolg.
In drei Monaten – sollte ein Gau gerade noch mal vermieden worden sein – werden die Giraffen ihre Hälse wieder in die andere Richtung strecken, wenn sie denn noch dazu die parlamentarischen Mehrheiten haben.
Merkel und Westerwelle abschalten – am besten sofort!
“… dass die bösen kommunistischen Reaktoren unsicher seien…”
Atomkraftwerke in Arbeiterhand seien sicher, schrieb zu Zeiten der Anti-AKW-Bewegung der 70er Jahre der Chef des maoistischen KBW in seinem Parteiorgan, der Kommunistischen Volkszeitung. Atomenergie in China sei daher kein Problem. Im Übrigen handle es sich bei der Anti-AKW-Bewegung um eine Sammlung ängstlicher Kleinbürger.
Selbiger KBW-Häuptling namens Joscha Schmierer wurde später europapolitischer Berater des grünen Außenministers Fischer. Er und andere KBW-Kader übernahmen praktisch die Partei und steuern sie auch noch heute. Winfried Kretschmann, Spitzenkandidat der Grünen in BW, ist einer von denen, die ihre politische Sozialisation im KBW genossen haben. Und die zu dieser Zeit mit den politischen Vorstellungen, die sie heute zu vertreten vorgeben, absolut nichts am Hut hatten. Aber man kann sich ja ändern…
Solange sich der opportunistische Wolf im Schafspelz bis ans Ende seiner (Regierungs-)Tage so benimmt, wie ich es von einem echten Schaf erwarte, bin ich mal ganz pragmatisch und frage: so what? Den Atomkonsens (2002) hätte es ohne Grün nicht gegeben, oder? Da spielt es doch eher eine untergeordnete Rolle, ob Fischer/Schmierer/Kretschmann/Satan himself die Fäden gezogen haben. Sollten da irgendwann Raubtierinstinkte sichtbar oder gar fühlbar werden, kann man das Tierchen ja immer noch an den nächsten Baum knüpfen…
@ Jens:
Jens, ich habe mal eine Frage, die im Artikel direkt nicht behandelt wird, die mir aber bei der AKW-Laufzeitdebatte immer wieder entgegenschlägt: Ich komme aus Niederbayern, und da hört man immer wieder folgendes: Wenn wir unsere AKWs abschalten, dann müssen wir den Strom teuerer aus Tschechien zukaufen, wo er noch unsicherer und unsauberer im AKW Temmelin produziert wird. Was ist von der Aussage in Bezug auf die Fakten zu halten (Stromexport/import)? Zu Temmelin (ist dir der Name ein Begriff?) muss ich anmerken, dass dieses AKW in Niederbayern nicht sehr beliebt ist, und man aufgrund der (angeblichen?) Unsicherheit den GAU fürchtet, sogar die CSU hat komischerweise;-) Bedenken. Und zweitens: man befürchtet immer wieder Versorgungsprobleme bei dauerhafter AKW-Abschaltung, weil Wind und Sonne ja nicht immer zu haben sind. Was ist davon aus Faktensicht zu halten?
auch wenn du mich nicht gefragt hast, ich bin überzeugt, dass es nach der abschaltung der atomkraftwerke weniger strom in den leitungen geben wird. das sagt mir die logik. doch was ist in diesem zusammenhang genau ein versorgungsproblem? sollten wir dann auf irgendetwas verzichten müssen, das wir für das risiko einer verstrahlung unserer welt in die waagschale werfen könnten? meiner bescheidenen meinung nach sollte auch temmelin unbedingt abgeschaltet werden.
Wie gesagt, die Befürchtung ist, dass bei einem allgemeinen AKW-Aus die Preise exorbitant ansteigen, weil er aus dem Ausland zugekauft werden muss. Ich teile diese Meinung nicht, und bin auch dafür, die AKWs möglichst bald abzuschalten (am besten gleich). ich hätte eben gern die Fakten gewusst, weil ich davon so ganz und gar nicht überzeugt bin.
PS: vielleicht sollte ich noch präzisieren, auch für meinen ersten Beitrag: man befürchtet, dass bis 2020 die erneuerbaren Energien nicht ausreichend ausgebaut sind, und dann eine AKW-Abschaltung die oben genannten Folgen haben könnte. Und dazu hätte ich von Jens gern eine Antwort.
Wenn es nach mir ginge, würde man die alten Meiler abschalten und gleichzeitig durch neue Meiler moderner Bauart ersetzen. Aber das ist politisch nicht möglich, da es dafür nie eine Mehrheit gäbe.
Wie bitte?
Entschuldige, wenn ich nochmal nachhake: Was sagen konkret die Fakten für das Jahr 2020, die ich in meinem ersten Beitrag zu diesem Artikel wissen wollte?
Lieber Spiegelfechter. Ich hoffe stark diese These in einigen Tagen hier erläutert zu bekommen. Im Moment kommt mir diese einzelne Aussage ohne tifere Begründung in mehrerlei Hinsicht reichlich naiv vor (gelinde gesagt) … oder ist das eine etwas misslungener Gag?
Du willst eine kaum kontrollierbare Technologie weiterverwenden im neuen Kleid? Jetzt noch sicherer oder wie?
Ich glaub, ich bin hier im falschen Film…
@W.Buck
Ganz sicher nicht ;-)
Es gibt Themen, über die kann man als “Lili-Blogger” nicht bloggen.
Keinesfalls.
@Frank Schenk
Wieso “kaum kontrollierbar”. Hast Du nähere Informationen, über die Reaktoren der vierten(!!!) Generation. Ich rede hier nicht von EPR oder sonstigen Zwischenlösungen.
“Hast Du nähere Informationen…”
Ich vermute mal, dass die keinen radioaktiven Abfall produzieren, 90% Wirkungsgrad haben und in Verbindung mit geeigneten Wiederaufbereitungsanlagen endlos Energie produzieren.
Dieser Verweis auf neue Reaktorgenerationen ist ungefähr so orginell wie der auf die kommenden Segnungen der Kernfusion.
Was ist denn ein Lili-Blogger?
@Graureiher
Auch das und für den Rest gibt es die Russen ;-)
Äh was? Neue Atommeiler anstatt alter Meiler? Das kann doch wohl wirklich keine Lösung und dein Ernst sein?
Bei deinen Zukunftsreaktoren finden sich z.B. folgende Eigenschaften:
Schneller bleigekühlter Reaktor: Blei als Kühlmittel muss flüssig bleiben
Schneller natriumgekühlter Reaktor: das als Kühlmittel eingesetzte Natrium ist sehr reaktionsfreudig
(Ergänzung von mir: und muss vermutlich auch flüssig bleiben)
Alles völlig problemlos beherrschbar, wie uns die Plutoniumfans bei der geplanten Einführung des Schnellen Brüters bereits vor Jahrzehnten erzählten. Den kannst du übrigens in Kalkar besichtigen. Er hat eine Karriere als Freizeitpark gemacht.
Die Kontrollierbarkeit ist doch sowieso die falsche Frage.
Tschernobyl etwa ist durch Bedienfehler hopps gegangen. Selbst bei mutmaßlich passiv sicheren Maschinchen der 4. Generation werden sich Leute finden, welche diese Geräte vor die Wand fahren — nobody is perfect. Und dann kommen die Dinge, die bei der Konstruktion übersehen wurden. Wenn diese zu Unfällen führen, sind daran natürlich exotische Umstände schuld, die Konstukteure waren ja nicht blöd. Das Problem dabei: Exotische Dinge passieren tatsächlich, selten zwar, aber sie passieren.
Der “gesunde Menschenverstand” kann leider mit sehr seltenen Ereignissen nichts anfangen und blendet sie einfach aus; das ist bei Jägern und Sammlern, welche zu steuern das menschliche Gehirn in Wirklichkeit noch immer ausgelegt ist, auch genau die richtige Überlebensstrategie. In einer globalisierten Welt hingegen — ehem…
Für jeden der jetzt in Betrieb befindlichen Kernkraftwerksblöcke schätze ich die mittlere Zeit bis zu einem Crash der Fukushima-Qualität oder schlimmer so auf +- 1000 Jahre. Kein Problem? Bei weltweit ca. 500 aktiven Blöcken ist im Schnitt alle 20 Jahre einer von denen fällig…
Mit anderen Worten, jede Technik streckt irgendwann irgendwo alle Viere von sich, die Frage ist nur, wie lange es dauert. Wäre es eine beruhigendere Vorstellung, wenn nur durchschnittlich alle 100 Jahre irgendein Kernreaktor absemmelt?
Wenn irgendwo eine Chemiefabrik in die Luft fliegt, ist das zwar grausam, aber eine Möglichkeit, welche die Gesellschaft offenbar zu akzeptieren bereit ist. In spätestens ein paar Jahrzehnten ist Gras über die Sache gewachsen und man kann an derselben Stelle wieder neu anfangen. Wer aber ehrlich pro Kernenergie argumentiert, muss sagen, dass er oder sie kein Problem damit hat, wenn tausende von Quadratkilometern inmitten von Kulturlandschaften für beliebig lange Zeiten unbewohnbar werden.
Die Leute, die jetzt für die schnellstmögliche AKW-Abschaltung auf die Straße gehen, wollen das letztgenannte Szenario vor ihrer Haustür auf jeden Fall vermeiden. Irgendwie keine abwegige Motivation, oder?
Gut. Vierte Generation. Sicher(er). Wer’s glaubt, ok. Aber was mir nicht aufgeht: Wozu Geld in neue Meiler stecken, anstatt in andere Technologien?
Ich halte die Struktur mit zentralen Kraftwerke zur Energiegewinnung soweiso überholt – zumindest auf dem Papier und bereits in einigen praktischen Beispielen. Dezentrale Netze – individuell auf Gegebenheiten zugeschnitten – sind die Zukunft.
interessante und unkonventionelle meinung. aber wie hältst du’s mit dem endlagerproblem?
@Ko-Mike
Wieso “anstatt”? Und! Ich sehe die Energiezukunft in einem bunten Mix aus verschiedenen Energieformen. Dabei finde ich es falsch, die Kernkraft komplett abzuschreiben. Natürlich(!!!) darf man sie nur dann reaktivieren, wenn neue Reaktoren wirklich durchdachte Sicherheitskonzepte haben, die systemimmanent kein(!!!) Restrisiko haben.
Aber das Thema scheint verbrannt zu sein. Ich merke das nur in einem Nebenthread an und schon fällt die Leserschaft über mich her ;-)
@Gregor
Endlager: Bei einem durchdachten Konzept der vierten Generation würde gar nicht viel Atommüll anfallen. Und wenn man hierzulande kein Endlager findet, warum sollte man kein internationales Endlager (unter strenger (!!!) Kontrolle der IAEO) gründen – z.B. in unbewohnten Gebieten Sibiriens.
Mehr sag ich nun auch nicht mehr zum Thema.
Kein Restrisiko gibt es noch nicht einmal in der Mathematik. Kurt Gödel & Freunde haben weiland bewiesen, dass man die Widerspruchsfreiheit von zum Beispiel, populär formuliert, den vier Grundrechenarten (und allem, das darauf aufbaut) nicht beweisen kann. Abgedreht aber trotzdem richtig. Nur die pure, mehr oder weniger gegenstandslose, Logik ist wohl auf der sichereren Seite, aber allein damit kommt man nun wirklich nicht weit.
und tschüss ;-)
@SF
Nun tu aber nicht gleich beleidigt. ;)
Meine Meinung ist: Die Konzeption wird darauf hinaus laufen, dass man schon auf dem Reißbrett die eigenständige individuelle Energieversorgung und deren Effektivität und Effizienz mit einplant. Geschieht ja auch bereits in einzelnen Projekten. Ich sehe falso für neue AKWs keine Zukunft – nicht, weil ich sie nicht haben will, sondern weil sie in einem dezentralen Netzwerk keinen Sinn machen. Es sei denn man entwickelt Mini-AKWs für den Vorgarten oder für’s Dach des Hochhauses.
na – hoffentlich geht es nicht nach Dir.
Und den Atommüll der “Meiler moderner Bauart” würde ich dann gern in Deinem Keller lagern.
Offensichtlich bist Du auf auch den Propagandaschmu reingefallen, dass man mit der (ohne Kernkraft) leistbaren Energiegewinnung nicht auskommt. QUATSCH
Eine sehr vernünftige Einsicht. Atomkraft ist generell schon sicher und löst, moderne Kraftwerke vorausgesetzt, unsere Energieprobleme für die nächsten zwei Jahrhunderte. Die Gefahr wird einfach völlig überbewertet.
Ihr werdet sehen, in Japan werden nach diesem 3-fachen Gau weniger Menschen an Strahlung gestorben sein, als im gleichen Zeitraum auf deutschen Autobahnen. Von Alkohol-, Nikotin, Krankenhauskeim- und sonstigen -Toten mal ganz abgesehen.
Das ist doch ernsthaft Blödsinn.
Bei jedem Projekt muß man eine Risikoabschätzung vornehmen (sagt einem der gesunde Menschenverstand, eigendlich, aber heutzutage bei unseren Managern bin ich mir nicht mehr sicher).
Wenn ich Windräder aufstelle, oder Solaranlagen auf dem Dach montiere, ist der GAU, daß das Ding zusammenbricht und evtl. Tante Käthes Dackel beim Gassi-gehen erschlägt.
Bei Atomreaktoren, egal welcher Generation, ist der GAU, daß Landstriche für tausende von Jahren unbewohnbar bleiben und tausende Menschen getötet werden.
Welches Risiko sollte man denn vom gesunden Menschenverstand her eingehen?
Also, mir wäre da der eventuelle Verlust von Tante Käthes Dackel lieber.
Und, das haben ja anscheinend auch unsere Politschranzen in den letzten Tagen gelernt, daß ein statistisches Risiko nicht nur eine Nummer ist, sondern halt, ganz real, eintreten kann.
Was hat man uns jahrzehntelang vorgebetet? Die Chance für einen GAU ist eins in einer Million Jahren?
Dann müßte ich ja, mit meiner zu einer Million Jahren Chance doch kleinen Lebensspanne, eigendlich mindestens 3 Millionen Jahre alt sein.
Tschernobyl, Three Mile Island, Fukushima I Block 1-3, ich verzichte jetzt darauf, Fukushima als 3 Fälle zu werten. War da noch was mit Sellafield, La Hague und dem ganzen russischen Atomschrott auf Novaja Semlja?
Der GAU bei Atomtechnik, im Vergleich zu regenerativen Energien, ist halt erheblich größer.
Und von daher ist mir der erschlagene Dackel halt lieber als die Verseuchung ganzer Landstriche.
die strompreise steigen seit jahren, und immer haben die konzerne einen weg gefunden, das zu begründen. solange sie existieren, werden sie dieses gebaren nicht ändern. wir sind junkies, geiseln der energiekonzerne.
Die Energiewirtschaft sollte eh gezwungen werden, ihre Gewinne in Erneuerbare zu stecken. Oder verstaatlicht werden.
Sicher ist mir Temelin ein Begriff. Das ist aber ein anderes Problem. Wenn man es politisch wirklich wollte, würden die Tschechen das AKW auch abschalten. Dass der Atomausstieg nicht ohne eine Intensivierung der Kohle ginge, ist allerdings klar.
Sorry, dass ich mich einmische.
Aber in dem Report-Bericht, den Juliane (http://www.spiegelfechter.com/wordpress/5348/open-thread-zur-erdbebenkatastrophe-in-japan#comment-106798) angegeben hat, wird berichtet, dass 60 AKWs in Europa abgeschaltet werden könnten, wenn man in Norwegen die Wasserkraftwerke vermehrt und entspechende Meereskabel verlegen würde.
http://www.youtube.com/watch?v=nsI7_W8QuLU&hd=1
Sechseinhalb Minuten, die sich lohnen anzusehen!
Angela Merkels “Brennstäbe” liegen so was von frei. Und trotzdem kommt nur ein Glühwürmchen heraus und sagt “Kuckuk”!
Das Thema wird die Gesichtsmuskulatur der Kanzlerin noch sehr weit nach unten ziehen.
Unter der Käseglocke der Macht wurde mal ganz schnell ein weiteres demoskopisches Ei gebrütet, das aber eigentlich eine Beleidigung für den geneigten Bildungsbürger darstellt.
Für wie blöd hält man das Volk eigentlich?
Aber der Strich Acht war ein geiles Auto, lieber Jens. Ich finde man sollte den Fuhrpark der Regierung nicht mehr erneuern, sondern nachträglich alle technischen Erneuerungen nachrüsten. Bin gespannt was der TÜV dazu sagt wenn er den Fuhrpark abnimmt??? (Bei mittlerweile 40 Jahren alten Autos)
Wenn ich mich nicht irre ist doch unsere gute Frau Merkel in Physik eine Kapazität, insofern traue ich ihr zu in Deutschen Kernkraftwerken selbst die Brennstäbe auszubrüten und ihre Brut vor Feinden zu schützen, um auch allen widerspenstigen Querulanten zu demonstrieren wie weit sie gehen würde, um ihre kriechenden Atomlobbyisten zu gefallen
Nach ihrer Kanzlerschaft wird sie irgendwo in einem Energiekonzern sitzen – davon bin ich überzeugt.
Tja, die Bankenrettung war noch alternativlos.
Zur Sicherheit der Bundesbürger scheint es nun durchaus Alternativen zu geben.
Die Frau ist lernfähig …. irgend wie ….
Hallo lieber Spiegelfechter,
ich denke dabei an einen Gassenhauer, den Volker Pispers geliefert hat:
“[...]Wer lügen kann ohne rot zu werden, der ist ein perfekter Schwarzer[...]”
Mehr als Satire bei Zu Guttenberg gedacht, aber es scheint so, dass Mutti Merkel, Röttgen & Co. auch nicht besser sind, eben “Schwarze”.
CDU? Vergiß es!
Gruß
Bernie
PS: Ich bin mittlerweile soweit, dass ich bald bereit bin als einzige Moral in Deutschland nur noch eines anzusehen:
G e l d.
Is leider so, auch im privaten Bereich, die Pfeffersäcke werden immer mehr, und ist es da – rein evolutionär gesehen – nicht besser mit den Wölfen zu heulen statt unterzugehen, und zwar egal wie unmoralisch man dabei vorgehen muss, frei nach dem uralten Motto von Ulrich Wickert: “Der Ehrliche ist der Dumme!”. Oder seh ich da was grundfalsch?
Noch was, den Schnappschuß mit den Schirmen finde ich gut: Erinnert fatal an Gaddafi, der demnächst, wenn die Proteste niedergeschlagen sind, wieder treu Deutschland Rohstoffe liefert, und Flüchtlinge aus dem afrikanischen Kontinent abwehrt – Moral? CDU/CSU/FDP? Vergiß es! Bringt kein Geld, zynisch gesehen.
Gruß
Bernie
Zum Gaddafi fehlt aber noch ne hübsche Mütze und ein irrer Blick. ;)
P@trick
Das schaffen die auch noch ;-)
Gruß
Bernie
Die AKW Neckarwestheim I und Isar I sollen vom Netz
Macht da jemand ernst?
Strategisch ist der Dame (sic!) jedenfalls nichts vorzuwerfen
Was hat das mit Strategie zu tun? Das ist reine Taktik. Man wird für die 3-monatige Abschaltung einen Ausgleich bieten und dann gehen die Kraftwerke wieder ans Netz. Vielleicht steht ja bis dann Gaddafi am Rhein oder es wird sonst eine neu Sau durchs Dorf getrieben.
Die Strategie wirst du erkennen, wenn Mappus sich an der Macht hält ;-)
Schon gemerkt:
Meine Politiker- und BWLer-Verdrossenheit wächst ins astronomische, dank Merkel – Das haben die zumindest erreicht, die CDU/CSU/FDP-Regierung im Verein mit der Opposition von Schröder-Rot und Fischer-Grün.
Zorniger Gruß
Bernie
Na, na, na. Nicht verdrossen werden! Liegen viele Pflastersteine rum. Wollen fliegen lernen. ;)
Sicherheit? Vernachlässigbares Restrisiko?
Nichts ist unmöglich. Fukushima
Versucht doch einfach einmal eine Genehmigung für ein fettes Stromkabel von und nach Norwegen zu bekommen. Ihr werdet merken, dass das in Deutschland zur Zeit nicht geht. Dort könnten wir auch Windenergie speichern. Unsere großen Vier wollen das aber nicht.
Mal nach Wasserkraft+Strom+Norwegen+Deutschland glaskugeln.
ohoho sieht Merkel schlecht aus im ZDF-Spezial. Peter Frey grillt sie ganz schön.
So sehr ich der Kernenergie aus den Uraltreaktoren kritisch gegenüberstehe und mich enorm freue, dass Neckarwestheim 1 nun endlich abgeschaltet wird (und das auch sicher bleibt), weil die Kiste gerade mal knapp 10Km Luftlinie von meiner Hütte entfernt steht: die Argumentationen stimmen nun mal, dass für Strom aus Windkraft jede Menge neuer Hochspannungsleitungen verlegt werden müssen. Irgendwie muss ja auch Ökostrom zur Steckdose kommen. Die Gegner eines neuen Verteilernetzes müssen daher schon konstruktiv Antworten geben, wie sie das denn gerne erreichen möchten. Ich bin sicher kein Freund der Regierung, aber bei diesem Thema treibt sie die Opposition völlig zu Recht vor sich her.
Wollen wir wetten? Eine Flasche Wein?
Klar, schlag’ einen vor.
Ich setze dann meinen Hauswein ;-)
Du kannst Dir aussuchen, ob Du lieber “Dornfelder Classic” oder “Saint Laurent” haben willst – beides vom Winzer meines Vertrauens aus dem Gebiet “Nahe”.
Ich vertraue da deinem Geschmack! Außerdem darf eh der den Wein raussuchen, der ihn zahlt, weil er die Wette verliert, also du :)
OK, die Wette gilt ;-)
“Alle sieben bis Ende 1980 in Betrieb genommenen deutschen Atomkraftwerke (Biblis A, Biblis B, Neckarwestheim I, Brunsbüttel, Unterweser, Philippsburg 1, Isar I) werden vorübergehend vom Netz genommen. Dies teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag in Berlin mit”
Na das ist doch mal eine gute Nachricht. Und ich bin sicher, dass ich meine Wette gewinnen werde :)
Die großen Hochspannungstrassen werden nur benötigt, wenn die Stromerzeugung auch in Zukunft zentral in großen Anlagen erfolgen soll. Eine stärker dezentralisierte Kraftwerkslandschaft würde den Aufwand reduzieren. Dies jedoch mit dem Risiko der “Verspargelung” der Landschaft. Als wenn Hochspannungsgittermasten sich besser in die Landschaft einpassen würden.
Warum müssen eine Menge neuer Hochspannungsleitungen verlegt werden?
Das ist nur dann erforderlich, wenn riesige neue Windkraftanlagen, die konzentriert an einem Ort stehen und so viel Leistung wie ein AKW produzieren, installiert werden. Das ist das gleiche Gigantomaniedenken wie bei dem Desertec-Projekt.
Wenn es dagegen viele mittlere Windkraftanlagen gibt, besteht überhaupt kein Bedarf an neuen Hochspannungsleitungen. Man muß nur den Strom anders verteilen, d.h. die Einspeisung intelligent machen. Das ist ein rein technisches Problem, daß sich auf die Umspann- und Trafostationen beschränkt.
Wenn die Hochspannungsleitungen heute ausreichend sind und es keine wesentlichen Änderungen im Stromverbrauch gibt, besteht auch kein Bedarf nach neuen Hochspannungsleitungen. Und wenn wir weiterhin immer weniger verbrauchende Geräte bauen, besteht auch kein Bedarf nach zusätzlichen Leitungen.
Der erhöhte Bedarf an Hochspannungsleitungen und Großkraftwerken besteht im Grunde nur in den Köpfen von Politikern und Managern der Energiekonzerne. Diese Personen brauchen etwas, mit dem sie ihre persönliche Wichtigkeit und Macht demonstrieren können. Da sind Millionen von Einspeisern in ein öffentliches Netz natürlich nicht willkommen, schließlich fehlt da die Machkonzentration.
Wenn ich hier in Bayern sehe, wie viele Dächer und Hauswände immer noch nicht sinnvoll genutzt werden, z.B. mit Photovoltaik oder als Sonnenkollektor, so ist das im Grund eine maßlose Energieverschwendung. Dazu noch kleine Windkraftwerke, die vielleicht ein paar kW einspeisen, Biogaskraftwerke, sowie ein Mix aus vorhandenen Gas- und Kohlekraftwerken und schon haben wir im Grunde genug Energie für alle.
Die Leitungen braucht man vor allem, um zu den jeweiligen Lastzeiten das Wassser in und den Strom aus den Pumpspeicherkraftwerken (ein weiteres Muss bei Ökostrom) zu bekommen. Die Dinger kann man nun mal nicht wie die Windspargel überall hinstellen.
Richtig Saft wird aus den großen Megaprojekten in Nordafrika (Desertec) und auf dem Meer (Windparks) kommen. Dafür braucht man teils ein neues Netz (Smart-Grid, frag mich nicht, wie das genau funktioniert). Kost viel Geld und sieht blöd aus, aber lohnt sich und muss sein.
Ich persönlich hätte nur wenig Verständnis für irgendwelche kleinen Bürgerinitiativen dagegen. Die sollen die Klappe halten. Wenn man keine Einigung findet, kann man die Leitungen teilweise zu höheren Kosten auch unterirdisch verlegen.
Dem Megaprojekt Desertec stehe ich sehr skeptisch gegenüber. Das wird viel zuviel kosten. Wie alle Megaprojekte. Der Nutzen wird sich gemessen am Aufwand gering halten.
Was mich dabei eigentlich immer interessierte: Was ist mit dem Wüstensand und Wind?
Klar wird das teuer. Aber unserer Energieversorgung wird sowieso teuer – so oder so. Und man hat da unten halt ziemlich sicher das ganze Jahr über Sonne. Desertec kann theoretisch ganz Europa versorgen. Dass es da politische Unsicherheiten gibt (und vielleicht auch Probleme mit Sandstürmen ;-) stimmt schon.
Aber ein Traum wärs doch schon. Und Nordafrika könnte man natürlich auch mit versorgen. Wenn sich Projekte in dieser Art nicht lohnen für Deutschland und Europa als Zukunftsinvestitionen – was dann? In den letzten Jahren ist das ganze Vermögen der Reichen in komische Finanzblasen und Immobilienschrott gewandert. Warum nicht mal was sinnvolles damit machen?
Ich meinte aber vielmehr die Wartungskosten. Soweit mein meteorologisches Wissen reicht, herrschen in Nordafrika schon einige Winde mit Sand. Für die Sonnenkollektoren wäre das nicht gerade gut. Da reichen doch schon kleine Brisen mit feinen Sand. Aber vielleicht irre ich mich oder es gibt bereits dafür eine Lösung.? Daher ja auch meine Frage, inwieweit man dies bedacht hat.
Ich kenn mich da auch nicht so richtig gut aus und bin jetzt auch zu müde, das alles zu recherchieren. Musst Du mal selbst lesen :)
http://de.wikipedia.org/wiki/Desertec
Wir brauchen ein Gesamtkonzept für ein neues System. Wir brauchen Lösungen für Arbeit, Gesundheit, Energie usw. Als Ingenieur denke ich an die Zukunft, arbeite aber eher an “Businessmodellen” als an zukunftsträchtiger Technik (wohlgemerkt als Forscher!). Und ein besseres Leben hätte ich als Jurist. Vergesst die SciFi-Heftchen aus den 40ger – 60ger Jahren, die Zukunft heißt nicht Weltall sondern Höhle, ist aber ja ähnlich dunkel.
Da liegt der Hund begraben: Idiocracy. Mit Blick auf das nächste Quartalsergebnis wurschtelt man sich irgendwie durch und lackiert schnell über, wo es eigentlich rostet.
Energiesparen – durch Effizienz, nicht durch Verzicht- galt mal als wichtige “neue” Energiequelle. Heute offenbar kein Thema mehr, auch hier nicht.
Aus dem NEGAWATT-Ansatz ist nichts geworden. Dieser Artikel ist von 2007:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Pilotprojekt-mit-vernetzten-Stromzaehlern-169647.html
Warum eigentlich nicht? TINA?
“”Heute offenbar kein Thema mehr, auch hier nicht.”"
Zum Glück.
Diese intelligente Stromzählergeschichte ist seeeehr gefährlich.
Schon aus Datenschutzrechtlichen Gründen.
Ich möchte jedenfalls nicht das jemand weiss,
(Außer meinem Stromversorger)
wann und wieviel Strom ich verbrauche.
Mfg
Dem Smart Metering wird aber mittelfristig niemand entkommen. Seit Anfang 2010 müssen bei Neubauten und Totalsanierungen diese Dinger laut Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), Paragraph 21b Abs. 3a eingebaut werden.
Wir brauchen ein Gesamtkonzept…
Richtig. Wir brauchen eine Lösung für ein ganzes Bündel von Problemen, das man zu einer einfachen Frage zusammenfassen kann: wie können auf diesem Planeten derzeit 7 Milliarden, in wenigen Jahrzehnten 10 Milliarden Menschen menschenwürdig leben? Ein Zurück in vorindustrielle Lebensformen ist unmöglich, die Industriegesellschaften heutiger Form haben keine Zukunft. Sie haben in gerade 3 Jahrhunderten Ressourcen und fossile Energiequellen des Planeten zum großen Teil verbraucht, das Klima nachhaltig und unwiderruflich in eine Richtung verändert, die zusätzlich den menschlichen Lebensraum erheblich einschränken wird. Vielleicht hat ja jemand eine Idee; mir fehlt inzwischen die Phantasie.
http://de.wikipedia.org/wiki/Philosophische_Anthropologie
;)
Ich hab mal kurz rein gelesen; ich habe mich vor 50 Jahren vom christlichen Humbug befreit und brauche keine Ersatzreligion.
:D :D Der passt gut.
Zwei Anmerkungen:
Erstens:
Dass BW Mehrheitseigner bei EnBW (Dank Mappus geworden) ist, ist bekannt. Ich bin dann ja ‘mal gespannt, wie eine Grün/Rote oder Rot/Grüne Landesregierung erhebliche Vermögensschmälerungen beim Tafelsilber machen wollen durch abschalten der Gelddruckmaschienen AKW. Das läuft dann wie in Hamburg mit dem Kohlekraftwerk: Macht des Faktischen …
Zweitens: Warum reden wir nicht über die nachweisbar günstigste und umweltfreundlichste Technologie von allen: Weniger verbrauchen, Energie einfach (Netto- ) einsparen! Und natürlich Preise erhöhen: Alle sozialen und ökologischen Kosten auf die Energietransformation umlegen! Atomendlager, obligatorische private Haftpflichtversicherung für alle Kraftwerksbetreiber. Energie muss ‘was kosten, dann geht man auch sparsam damit um, gelle?
Aus dem Gedächtnis (die letzten Tage im DLF gehört – ich glaub’ der Töpfer war’s): Seit den letzten 20-30 Jahren ist Deutschland “ca. 56 % energieeffizienter” geworden! Resultat: Der Energieverbrauch ist um 32 % gestiegen! Ohne Worte! Energiesparlampe nur damit die dann 24 h am Tag brennen kann? Iss so bequem, brauch ich nich ein- oder ausschalten, braucht ja fast nix, einfach anlassen *Grrrh*
Ich mahle seit einem Jahr meinen Kaffe wieder mit der Handmühle, macht Spass und erinnert mich jeden Tag daran, dass nix umsonst iss!
PS.: China setzt, neben Atomenergie, massiv auf regenerative Energietransformation. allein 72 GW sind in den nächsten (x) Jahren an Windkraft und 7 GW Fotovoltaik geplant (aus der gleichen Radiosendung). Worauf warten wir noch? Auf die 5. Reaktorgeneration? Ohne Endlager? Ohne zu wissen, was mit der strahlenden Ruine am Ende zu machen ist?
Wenn du sie – wie gewöhnliche Glühbirnen – ein und ausschaltest, sinkt die Lebensdauer erheblich, zumal es ohnehin eine Weile dauert, bis sie die angegebene Leuchtkraft erreicht. Bis dahin herrscht gepflegtes Dreivierteldunkel. ;-) Dazu passt, daß beim Ein- und Ausschalten mehr Strom verbraucht wird, als beim Betrieb.
Wenn du Strom sparen willst, verzichte lieber auf Standby aller Art und schaff dir einen modernen Kühlschrank an. Das sind die eigentlichen Stromfresser im Haushalt und nicht die Energiesparlampen. Die sind “nur” unpraktisch und in defektem Zustand Sondermüll, wegen Schwermetallrückständen.
Wenn schon alternative Leuchtmittel, dann Leds. Die guten sind zwar etwas teurer, aber halten dafür ziemlich lange, bieten coole Farbeffekte und die (weiße) Luminosität ist vergleichbar mit den Energiesparlampen (meine persönliche Empfindung/Meinung = kein Messergebnis).
Greets
Was erzählst Du da? Wir sind ’89 umgezogen, seit dem nutzen wir ausschließlich Energiesparlampen (und natürlich alle weiteren Möglichkeiten, möglichst wenig Energie zu transformieren [moderner Kühlschrank, Spül- & Waschmaschine, Wäscheleine statt Wäschetrockner, Fahrrad, ÖPNV usw.]). Deine Erfahrungen betreffend Energiesparlampen habe ich – trotz damals 22 Jahre “älterer” Technik – so nicht gemacht, jedenfalls war’s keine Last für mich und meine Fämili.
Bleibt das Müllproblem, das iss nich so groß, wie es die “Gegenpropaganda” weis macht, aber es existiert (“Nix iss umsonst, auch nich Kuchen”), deshalb: Einsparen als effizienter Königsweg!!! Das ist kein Verzicht, das ist Gewinn an Zufriedenheit, an Einsicht in andere Möglichkeiten und Wege, es macht Spaß sich zu überlegen, was man noch alles (selbst) besser machen kann.
Energie iss zu billig (soziale und ökologische Kosten weitgehend unberücksichtigt!) und zu einfach verfügbar. Da machen wir doch lieber aus Bequemlichkeit und Geiz die Zukunft unserer Enkel und Kinder kaputt, ach was: Gleich die ganze blaue Kugel, gelle?
Energiesparbirnen sind doch nur eine “Brücken-Technologie”. ;)
Was ich zu deinem Beitrag meine?
Spülmaschine? Wenn du die wegläßt, sparst du mehr als du durch Energiesparlampen einsparen kannst, vorausgesetzt, du betreibst keinen Leuchtmittelpark a la Las Vegas. ;-)
Der letzte Halbsatz ist entscheidend: für dich und deine Familie mags keine Last sein, aber meine Wenigkeit besitzt ein Mietshaus mit drei Parteien. Der Versuch, die Treppenhausbeleuchtung mit Energiesparlampen zu bestücken, scheiterte aus den Gründen, die ich dir genannt habe.
Wenn du oder eines deiner Familienmitglieder im Halbdunkel stolpert, klebst du ein Pflaster drauf und gut ist. Wenn einer meiner Mieter die Treppe runterknallt, hab ich eine Schadensersatzklage am Hals.
Von welcher “Gegenpropaganda” sprichst du? Wenn das Müllproblem noch nicht so groß ist (was heißt das eigentlich für dich), dann liegt das u.a. daran, daß Energiesparlampen noch nicht in den gleichen Mengen verbraucht werden/wurden, wie die gute alte Glühbirne.
Dann laß mal die Spülmaschine weg und spül mit der Hand ab (wie meinereiner es zu tun pflegt). :-)
Und wenn du schon dabei bist: Computer weg und ab ins Internetcafe… oder bist du etwa zu bequem für diese beiden Vorschläge? ;-)
Welche Hürden in der Verfügbarkeit schweben dir denn so vor? Schieberätselsicherungen an den Steckdosen? Dein “zu billig” weist auf eine leicht elitäre Einstellung hin. Du klingt fast wie ein Wähler der Grünen, der im genderisierten Kreuzberg haust… ;-)
Aus Geiz? Schon mitbekommen, wie sich die Löhne und der Arbeitsmarkt in den letzten ca. drei Jahrzehnten entwickelt haben? Es scheint mir eher, du hegst und pflegst ein Luxusproblem, respektive solltest dir deine obige Äußerung noch einmal gründlich durch den Kopf gehen lassen.
Greets
AKWs oder neue Stromleitungen braucht man zum Erhalt der Energiemonopolisten, sind damit zwar alternativlos, nicht jedoch aus technischen Gründen.
Zur Energiespeicherung in skandinavischen Wasserpumpkraftwerken gibt es z. B. x Alternativen. Sowas mit Salzlösungen funktioniert im Modellbetrieb auch in der Uckermark wirtschaftlich.
Die Atomlobby war die letzten Tage verdächtig ruhig. Meine große Sorge ist, dass jetzt mit der Atomangst irgendein energiepolitischer Unsinn durchgedrückt wird, der für die nächsten Jahrzehnte suboptimale Strukturen zementiert, bloß damit die Energiedinosaurier ihre Marktmacht behalten.
Klang bei der Gönner auf ARD gerade ja an. Z. B. Verwaltungsverfahrensreformen, die noch weniger Bürgerbeteiligung/Widerspruchsmöglichkeiten vorsehen.
Naja, Kapitalismus und Lobbykratie eben…
Beim Pokern bin ich bereit, auf eine 53% Wahrscheinlichkeit sehr viel zu setzen. Auf eine 81% Chance setze ich sogar die weitere Teilnahme am Turnier – der große Unterschied ist: bei einem Poker-Turnier setze ich von Anfang an nicht mehr, als ich verschmerzen kann, dass Problem bei der Atom-Energie ist: bin ich bereit, selbst bei einer Wahrscheinlichkeit, dass zu 99% nichts passiert, die Folgen einer mit nur 1% oder sogar nur 0,1% Wahrscheinlichkeit eintretenden Katastrophe in Kauf zu nehmen? – Die Betreiber sagen ja, ich nicht – zumal die weitreichenden Konsequenzen bei erstaunlich vielen Atomkraftwerken weltweit auch erstaunlich wahrscheinlich werden. Dazu die ungeklärten Fragen der Entsorgung, Haftung – was bei Menschenleben sowieso zynisch ist, aber nicht umsonst gibt es hier Haftungsbeschränkungen. Gerade Japan zeigt, was der Kotau gegenüber großen Finanzmächten (die japanischen Kernkraftwerkbetreiber waren in der Vergangenheit nicht gerade skandalfrei, allerdings ohne ernsthafte Folgen – die Parallelen zu Deutschland sind frappierend) an Folgen haben kann.
Wenn man dann noch liest, wieviele Unsicherheiten über die Langzeitfolgen der Strahlung und Temperaturen auf die bei Kernkraftwerken verwendeten Baumaterialien bestehen, muss ich als jemand, der durchaus kalkulierte Risiken eingeht, sagen: Atomenergie – nein danke!
Das ist ja der Hammer!
Ich ging immer davon aus, dass es einfach ein MUSS ist und bei allen “modernen” Reaktoren vorhanden ist. Ich habe es noch so vor etwa 30 Jahren gelesen, dass es “im Westen” bereits Standard ist – wegen höher Bevölkerungsdichte und so …
Und dass die Reaktoren ohne Auffangbehälter nur der russischen “Sparsamkeit” verschuldet sind.
Sicher, bei den neuen AKWs ist das auch Standard. In D gibt es allerdings nur alte AKWs.
Die FAZ ist ganz traurig jetzt nach der Katastrophe:
http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E45D8C3C50B09490599A9E3063ABB968D~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Was für ein Propagandaartikel! Da schreiben die von “ideologischer Übertreibung” und betreiben gleichzeitig “ideologische Untertreibung” ohne das so zu nennen.
Was ist mit den unabschätzbaren Folgen eines GAUs? Was ist wenn in Japan eine atomare Wolke Richtung Tokio zieht? Wie sollen 30 Millionen Menschen evakuiert werden? Was ist mit den Spätfolgen auch für nachfolgende Generationen?
Ich denke, diese ganze Taktererei hat lediglich den Zweck, jetzt ein wenig Zeit zu gewinnen. Es gibt keine Pläne für die Zeit nach dem Moratorium. Die Regierung ist völlig überrumpelt. Das hat man bei Merkels Brennpunkt-Auftritt sehr schön an dem erschreckend hohen Anteil an peinlichem Gestammel erkennen können. Die Hälfte ihrer Sätze hat keinen logischen Sinn gehabt. Das Moratorium ist improvisiertes Glaubwürdigkeitskrisenmanagement, und ich denke, sie werden nicht wieder zur Tagesordnung zurückkehren können. Man kann dem “deutschen Michel” einiges vorwerfen, aber Tschernobyl hat letztlich die Grünen von politischen Schmuddelkindern zur meinungsbildenden Macht in Deutschland gemacht. Nur dadurch ist der Ausstieg politisch möglich geworden. Letztes Wochenende ist der Atomlobby nun noch ihr Argument, die deutschen AKWs seien sicher, abhanden gekommen. Ich denke, jetzt kann alles passieren, und tippe auf den Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg. Mit oder ohne CDU/FDP.
Bekannt, aber kein Argument. Japan ist auch nicht davon aus gegangen, dass ihnen ein Erdbeben der Stufe 9.0 droht. AFAIK, haben die ihre Kraftwerke auf 8.5 ausgelegt und waren bestimmt der Meinung, da die Sicherheit total überdimensioniert zu haben. Wir brauchen kein Erdbeben der Stufe 9.0. Wir brauchen einfach nur ein Erdbeben, dass die Auslegung unserer Kraftwerke um 0.5 überschreitet. Von den ganzen anderen potentiellen Gefahren mal ganz abgesehen…
Und trotzdem bin ich nicht der Gefahr eines Super-GAUs wegen gegen Kernkraft, sondern des Müllproblems wegen, des Rohstoffproblems wegen und weil es die dringend benötigte Entwicklung und den Ausbau von alternativen, regenerativen, “sauberen” Energien behindert.
Zu den Kosten neuer Energien vs Atomstrom: Atomstrom war am Anfang als die Investitionen getätigt werden mussten auch extrem teuer. Auch jetzt rechnet er sich nur, weil die Versicherungsprämien per Gesetzt künstlich niedrig gehalten werden und die Kosten der Müll”beseitigung” auf die Steuerzahler abgewälzt werden.
Das westliche “Wachstumsystem” befindet sich in der Kernschmelze.
Das System verliert seine Fähigkeit, anderen Staaten seine “Wirtschafts-Modelle” aufzuzwingen.
Die Anmassung nach Überlegenheit und schnellem Profit führt in den Gau.
Das imperial aufgebaute Dollar-Konfetti-Netz wird schockartig in den Crack- up- Boom übergeführt.
Das System ist Subprime.
Der politische Bail-out wird folgen.
Die Neuordnung der Finanz-und Wirtschaftssysteme wird beschleunigt.
Der Westen holt den Vorlauf des Ostens auf.
In den Dimensionen und den Bedingungen könnte sich der Verlauf aber unterscheiden.
Die neue Sicherheitslüge “Es gibt in Deutschland keine Tsunami!”
Ich wäre mir da nicht so sicher!
- große Teile der der Festlandsockel sind durch Methanhydrat stabilisiert, falls das aus irgendeinem Grund instabil wird, kann es unterseeische Erdrutsche geben, die eine “Welle im Hafen” verursachen
- Erdrutsche an Vulkanen(Teide, Island)
- Erbeben mit Krustenbewegungen sind im auch Nordatlantik möglich
- Einschlag kosmischer Körper
Alles relativ unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Beben der Stärke 9 treten in Nordjapan auch nicht auf.
Und für die KKW im Süden von Deutschland braucht es bloß ein (lokales) Jahrtausendhochwasser! Das ist auch nicht unmöglich!