Jugendschutz ad absurdum
geschrieben am 22. Mai 2009 von Spiegelfechter
Was machen selbsternannte Jugendschützer eigentlich so den ganzen lieben langen Tag? Die Jugendschützer von JusProg e.V. sind beispielsweise nach eigener Aussage damit beschäftigt, ?Webseiten sorgfältig und nach bestem Wissen und Gewissen? zu bewerten. Wer nun denkt, dass es diesen Jugendschützern um erotische oder gewalttätige Angebote geht, der hat sich freilich getäuscht. Die Negativliste, die unter ?jugendschutzprogramm.de? samt passender ?Schutzsoftware? angeboten wird, beeinhaltet nicht etwa Seiten wie bild.de, wo nackte Schönheiten die lieben Kleinen beglücken und diese gleich noch zehn Bondage-Tipps mit auf den Weg bekommen, ?damit der Fesselsex nicht in die Hose geht?. Bild.de gilt den Jugendschützern als unbedenklich. Was auf den ersten Blick seltsam klingt, erklärt sich schnell, wenn man sich die Unterstützerliste der Jugendschützer anschaut ? neben Freenet und diversen Schmuddelkramsanbietern ist dort auch bild.de zu finden.
Wer wissen will, wovor JusProg e.V. die lieben Kleinen wirklich schützen will, sollte einmal versuchen, mit aktiviertem Jugendschutzfilter durch das politische Internet zu surfen. Nicht nur Schmuddelkrams wie der Spiegelfechter, sondern auch jede zweite Seite auf der Blogroll dieser Seite werden von den Jugendschützern anscheinend für jugendgefährdend gehalten. Ein kleiner Auszug aus der Sperrliste von JusProg e.V. (mit Daten von Chris von F!MBR):
Komplett gesperrt sind:
Spiegelfechter
F!XMBR
NachDenkSeiten
Telepolis
Schockwellenreiter
Lawblog
German Foreign Policy
Fefe
Feynsinn
NRHZ
Neben Blogs und alternativen Medien trifft es aber auch einige Etablierte und sogar Parteien. Ebenfalls komplett gesperrt sind:
TAZ
Die GRÜNEN
Piratenpartei
AK Vorratsdatenspeicherung
Aber auch englischsprachige Seiten finden sich im Filter wieder – vor allem dann, wenn sie kritisch sind. Komplett gesperrt sind:
Alternet
Moon of Alabama
Viele andere kritische Seiten sind mit einer Altersfreigabe ab 14 oder 16 Jahren versehen. Darunter:
Global Research
American Prospect
Open Democracy
Foreign Policy in Focus
Toms Dispatch
ZMag
Jedem auch nur halbwegs wachen Geist wird auffallen, dass all diese gesperrten Seiten gar nichts mit jugendgefährdenden Inhalten zu tun haben, sich dafür aber kritisch mit politischen Themen auseinandersetzen. Wie kommen die Jugendschützer vom “Verein zur Förderung des Kinder- und Jugendschutzes in den Telemedien e.V.” darauf, diese Seiten auf einen Sperrindex zu nehmen? Interessant ist da ein Blick auf die Betreiber von jugendschutzprogramm.de, obgleich auch dies keine Antwort auf die entscheidende Frage gibt.
Der Verein ist unter der Postadresse der Fundorado GmbH zu erreichen und als Verantwortlicher wird ein gewisser Mirko Drenger genannt. Drenger ist Geschäftsführer der Fundorado GmbH, einer Tochtergesellschaft der freenet AG und der ORION Versand GmbH & Co. KG. Fundorado bezeichnet sich selbst als “Branchenprimus” für Sex- und Erotikangebote im Internet. Wer sich mit Fragen an JusProg e.V. wenden will, der muss dafür eine Brieffachadresse der Inter Content KG anschreiben. Inter Content KG ist einer der größten Anbieter von Pornographie im deutschsprachigen Teil des Internet. Das Unternehmen ist eine 100% Tochter der Bauer Verlagsgruppe, einem der größten deutschen Medienunternehmen.
Die Jugendschützer von JusProg e.V. sind also ein Feigenblatt der größten deutschen Anbieter von “Schmuddelkrams”. So gesehen macht ihr Jugendschutzfilter durchaus Sinn, kann man ihn doch als Scheinargument vorbringen, wenn “echte Jugendschützer” sich über Schmuddelkrams im frei zugänglichen deutschen Netz beschweren. Aber warum setzt dieser Verein kritische Webseiten auf seinen Filter? Die gesperrten Seiten wurden immerhin von deren “Jugendschützern” höchstpersönlich überprüft und für “anstößig” befunden. Ist es Jugendlichen etwa nicht zuzumuten, Meinungen abseits von SPON und BILD.de, die beide trotz Gewalt- und Sexbildern das Prädikat “unbedenklich” erhielten, zu lesen? Wer immer noch die Meinung vertritt, Jugend- und Kinderschutz habe nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, sollte nun eines besseren belehrt sein.
P.s.: Auch die dubiose “Deutsche Kinderhilfe e.V.” gilt Bauers Jugendschützern als “anstössig” – sehr interessant ;-)
Jens Berger
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So eine Lachnummer!
Ich musste es selbst durchtesten, um das zu glauben! Immerhin wird auch die CDU-Homepage überprüft, die FDP-Seite ist dagegen harmlos. Aha …
Eintrag beim jusProg Filter
http://www.jugendschutzprogramm.de
Die Seite jugendschutzprogramm.de wird von uns für unbedenklich gehalten.
Hallo Jens,
der Link zu german-foreign-policy.com hat ein falsches Label, das steht auch “feynsinn”.
feyne Grüße!
Und selbstverständlich wird auch [zensiert/sf] geblockt, da sie ja bessere Preise haben als Orion und Beate Uhse….
@Duke
Yep – Danke, da habe ich mich wohl vertippselt ;-)
Als Student habe ich die Semester-Zeitrechnung und hab seit langem kein Gefühl mehr für eure Zeitrechnung. Aber ich konnte nun herausfinden, dass es nicht der 1. April ist.
Von so etwas (und Guido Westerwelle) wird einem echt übel.
Interessant auch folgende Ausführung auf deren Seite:
Anbieter von Webseiten mit erotischen Inhalten, insbesondere von Bezahlangeboten für Erwachsene, brauchen also durch die Aufnahme in die Liste keinen Umsatzverlust befürchten. Wenn Sie dennoch darauf bestehen möchten, dass Ihre Webseite aus der Liste gestrichen wird, werden wir im Regelfall diesem Wunsch nachkommen. Wir behalten uns jedoch vor, in diesem Fall die Internet-Adresse an die Jugendschutz-Behörden zur Prüfung weiterzugeben.
Da passt es doch wieder, Bezahltseiten sind unbedenklich… Bildschirmkopie
jugenschutzprogramm.de powered by
COUPE, BEATE UHSE, PRALINE interaktiv, FREENET, ORION; FUNDORADO und last but not least
“trommelwirbel”
BERLIN INTIM …..clever Poppen
Immer wenn du meinst dümmer gehts nicht mehr……
Ichweiß ja nicht welche völlig durchgeknallten Eltern ein Filterprogramm instalieren das solche Unterstützer hat. Ich mein ich hab mir für meine Gartenpflege ja auch zwei Böcke zugelegt……..
Ich krieg mich gar nicht mehr ein, ob der Dummheit die mich mittlerweile umgibt. Wie soll man so etwas kommentieren und dabei nicht wegen Beleidigung vor Gericht landen.
ARMES DEUTSCHLAND und damit meine ich nicht die Finazielle Seite.
So und jetzt les´ich mir nich ein paar Sachen von Fefe und Jens durch und guck dabei ein paar Pornos an, mit Sklaven und so, ….. ist ja ungefähr das Gleiche.
Ich habe so ein paar Probleme mit der modernen Technik, ich bin einfach zu alt dafür. Ich versuche es mal für mich zusammenzufassen:
- Wenn ich auf politisch unkorrekten Seiten surfe, wie diesem Blog, verliere ich nach der Sarrazin-Doktrin die Erlaubnis, Kinder zu erziehen.
- Meine Jugendfotos im Netz muss ich mit einem Stopp-Schild vor unserer Familienministerin verstecken.
- Wenn ein neoliberaler Wirtschaftsexperte erklärt, die Ökonomie ist eine Scheibe, dann darf ich nur die Berechnung des Radius kritisieren.
- Bei dem Gedanken daran, meinen BitTorrent-Client zu öffnen, werde ich automatisch vom In…. *plonk*
auch wenn dieser kommentar wenig diskussionsfördernd ist, bestehe ich darauf hier festzuhalten: ich bin sprachlos.
was soll man sonst auch noch sagen? argumente bringen hier nichts. argumente sind nur wirksam wenn der angegriffene standpunkt wenigstens im kern nachvollziehbar ist. hier erkenne ich allerdings nur vollkommene bösartigkeit und/oder idotie in höchster perfektion.
Scheint mir nen Gag der Titanic zu sein…. echt nen witz
Moin moin,
der eigentliche Skandal ist doch, das ein Vollpfosten-Finanzamt die als gemeinnützig erkannt hat(http://jugendschutzprogramm.de/site.php?site=verein). Die Spendenliste will ich sehen!
Hi,
ich hab noch ne andere Theorie wie das zustande gekommen sein könnte. Die haben Azubi XY beauftragt, “schreib doch mal schnell nen Filter”. Der hat bei Google (Oder einer anderen großen Suchmaschine) lauter böse Worte wie “Kinderporno” eingegeben, und erstmal alle Ergebnisse auf den Index gesetzt. Dann hat der XY die Gegenprobe gemacht und mal schnell die Seiten die er häufig besucht (z.B. Bild.de und Spon.de) wieder raus genommen. Denn auf den genannten Seiten wird, dank Frau von Laien, gerade viel über KiPo diskutiert, und dazu noch kräftig untereinander verlinkt. Dies führt evtl. dazu das die Suchmaschine die betroffenen Seiten relativ weit oben ausspuckt. Also kurz gesagt: Die hätten nach meiner Idee neben ner Blacklist auch ne Whitelist und die ist nicht gut gepflegt und die Blacklist quillt über. Es ist halt wie immer momentan entweder ist es Absicht oder Inkompetenz, oder beides.
@11 transwarp
Nie und Nimmer. Hier das Highlight der glorreichen Titanic-Redaktion!
Eine weitere Erklärung: auf der Jusprog-Seite kann jeder jeden denunzieren. Und das wurde bisher wohl zu einseitig genutzt.
Ich trage meine Seite da jetzt auch mal ein, mal kucken, wie lange es dauert.
Oh, wow, mein Blog ist schon drin! Gibt’s doch erst seit 5 Tagen!
Die Seite sourceforge.net ist bereits in unserem Filter enthalten und wird als ‘Glückspiele/Lotto’ eingestuft.
Ach, Open Source ist also schon ‘Glückspiel’? Cool! :-)
Wie gut, dass ich bei Dir nicht verlinkt bin, zumal ich keine Tapete im Bad habe.
apropos Zensur:
Infratest lässt entlarvende Umfrage des Vereins MOGIS verschwinden! In der Auflistung durchgeführter Studien, siehe
http://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundesweit/umfragen/
wird nur nach die der ominösen “Deutsche Kinderhilfe e.V.”( denen das Spendensiegel aberkannt wurde) erwähnt.
Seriöse Geschäftspolitik sieht anders aus!
Die “Geschäftspolitik” infratest dimaps sollten mehr blogger aufgreifen… ich gehe davon aus, dass es einem Institut nicht gut ansteht einseitig “Forschungsergebnisse” zu unterschlagen, nachdem es bereits vieler Verrenkungen durch die Geschäftsführung bedurfte die sich diametral entgegenstehenden Ergebnisse zu erläutern.
@15 Rauskucker
so erklärt sich höchstens, wie die Jusproger an die URLs kommen. Überprüft werden die Seiten aber manuell von den Mitarbeitern.
Als ich das mit den Grünen gesehen hab, ist mir echt der Mund offen stehen geblieben. So was gibts doch gar nicht ! (Leider doch, Die Seite gruene.de ist bereits in unserem Filter enthalten und wird als ‘Standard gesperrt’ eingestuft.), selbst überprüft.
Traurig, was es alles gibt.
@Urbster
Ja, diese Idee hatte ich auch schon. Das ist – in aller Idiotie – auch teilweise plausibel. Nur frage ich mich da, wie Seiten wie Moon of Alabama oder Spiked! auf den Index kamen. Auf German Foreign Policy hat mW nie etwas über KiPo geschrieben.
Wenn irgendwo das Attribut “selbsternannt” angebracht ist, dann hier. Leute, die eine gewisse Macht – aufgrund ihrer Finanzstärke – darstellen, werfen sich auf zu Wächtern (betreiben “Amtsanmaßung”), gaukeln etwas vor, das sie nicht sind – und warnen dann vor Seiten mit kritischen, politischen Inhalten, während gleichzeitig von anderer Seite der kritische Bürgersinn eingefordert wird (Kirchentag, ehemaliger finnischer Ministerpräsident; und auf der Feiern zum 60sten der BRD).
Mir kommt hinsichtlich des Arguments der Überwachungsbefürworter – wer nichts zu verbergen hat, kann eigentlich gegen Überwachung nichts einwenden – folgendes Sprichwort in den Sinn: “Es kann der beste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.” Derjenige, dem man ein Dorn im Auge ist, findet immer etwas, das er einem anhängen kann. Weil es Verleumdung gibt – nach dem Motto: etwas bleibt immer hängen -, ist der Schutz vor Bespitzelung so wichtig.
PS.: Wenn ich bei JusProg den Punkt “So geht es” anklicke, öffnet sich eine Seite mit Microsoft-Windows-Masken. Allein dieser Anblick ist ekelhaft und müsste als jugendgefährdend eingestuft werden.
Es wird Zeit, dass das BKA bei uns aktiv wird. Man sollte denen mal eine Mail schreiben. Das geht so nicht weiter. Gar nicht. Wo kämen wir denn da hin, wenn Leute wie wir einfach so was von Meinungsfreiheit schreiben. Um es wie der gute Dieter Wiefelspütz zu sagen:
http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_dieter_wiefelspuetz-650-5785–f181926.html#q181926
Recht hat er! Ich fordere die Bundesregierung auf, die von JusProg gesperrten Listen auch in die eigenen Sperrlisten aufzunehmen! So geht das nicht weiter!
P.S. Der erste Link zu F!XMBR passt nicht.
@Chris
Geht nicht – das BKA ist auch “standard: gesperrt” *lol*
Das man sich auf fixmbr über Zensur beklagt ist ja wohl als ironie anzusehen. Dort werden doch keine Meinungen abweichend zu seiner zugelassen. Ich hoffe mal zur eigenen Ehrenrettung hat er die Komentarfunktion seit geraumer zeit rausgenommen.
Und z.T. ich hätte von solch einem “e.V.” auch nichts anderes erwartet. Vereine kann nunmal fast jeder aufmachen. Ein Artikel beim Spiegelfechter hilft solch einer irrelevanten und unnützen Vereinigung höchstens zu mehr Aufmerksamkeit zu gelangen. Es gibt noch viel mehr Schwachsin im inet, den es sich aber einfach nicht zu kommentieren lohnt, imho.
Ist er nicht süß, der “Martin”. :D
Jammerlappen. :p
@Martin
Da bin ich aber – welch Wunder – ganz anderer Meinung. Das Programm wird u.a. beim Portal freenet.de angeboten und dort als neutrales, wirksames und betreutes Jugendschutzprogramm ausgewiesen. Wenn nun aber herauskommt, dass in der Filterliste hauptsächlich kritische politische Seiten sind, dann hat das nicht nur ein Geschmäckle. Wenn dies dann noch im hysterischen Umfeld eines von der Leyen Sperrwahns stattfindet, ist dies durchaus berichtenswert.
Besser als “ehLe” und “klaus baum” kann ich nicht in Worte fassen, was ich dazu empfinde und denke. Stimme den beiden zu 100% zu.
Liebe Grüße
Margitta Lamers
So wie ich deren Geschwafel verstanden habe will dieser Verein auch, dass sich die Webseitenbetreiber aktiv an diesem Filter, bspw. durch eine Selbstklassifizierung, beteiligen.
Da kann man nur sagen: boykottieren, freenet anschreiben, etc.
die Software wird zB auf auf chip.de zum Download angeboten. Ich kann mir vorstellen, dass sie auch auf den anderen bekannten Portalen für freie Software verfügbar ist, Zb znet, webattack usw. Werde mal weiter gucken. Auf jeden Fall sollten wir die Bewertungsfunktion auf diesen Portalen benutzen, um die Leute aufzuklären. ich vermute hier ist weniger menschliche Dummheit am Werke als der gezielte Versuch, mißliebige Quellen zu diskreditieren. Es gibt nun mal sehr viele Menschen, die sich unkritisch und gedankenlos so was installieren, gutmeinend oder aus vorauseilendem Gehorsam. Das ist ein Schritt zur Selbstzensur.
Hat es Sinn, mal massiv beim Verein mal anzufragen, wie die denn zu solcher Klassifizierung kommen?
also, ein kurzer Blick genügt. Die Software wird überall angeboten, von faz bis bild, und auch noch in Tests gut bewertet. Also, in meinen Augen ist das eine bewußte Maßnahme zur Sperrung kritischer Seiten
Ich bin mir nicht sicher, ob die Speicherung in solchen Sperrlisten nicht den Tatbestand der üblen Nachrede erfüllt. Zumindest sollte man diesen Verein mittels Unterlassungsufforderung etc. bepflastern, und mit – im ersten Anlauf kostenfreier – Abmahnung. Die Grünen sollten wenigstens noch den einen oder anderen Anwalt haben, aber auch andere Opfer dieses Vereins.
@Jugendschutz ad absurdum?
Was ist denn daran absurd? Es ist doch ganz klar das politisch kritische Webseiten von offizieller Seite unerwünscht sind. Sonst geht doch bald gar keiner mehr Wählen!
also, juristische Laien stecken nicht dahinter, setzt sich der Beirat doch aus drei Rechtsanwälten zusammen
@33
es ist sicher angebracht, solche Praktik einer juristischen Prüfung zun unterziehen
noch was
die so genannte ‘Kommisssion für Jugendmedienschutz der landesmedienanstalten’ hat in einem Pilotprojekt diese Jus Prog zu einem zeitlich begrenzten Modellversuch zugelassen. Ich ziteire aus dieser Quelle:
“Die KJM kann zeitlich befristete Modellversuche zulassen, um neue Verfahren, Vorkehrungen oder technische Möglichkeiten zur Gewährleistung des Jugendschutzes zu erproben. Vor einer Anerkennung durch die KJM werden mögliche Jugendschutzprogramme deshalb in Modellversuchen erprobt. Dabei muss getestet werden, ob das Programm technisch zuverlässig funktioniert und ob es für typische Anwender handhabbar ist. Außerdem muss überprüft werden, wie wirksam es problematische Angebote im Internet blockiert und Inhalte ohne Jugendschutzrelevanz passieren lässt. Im Rahmen der Modellversuche müssen die Antragsteller somit Tests hinsichtlich der Funktionsfähigkeit, der Filterleistung, der Handhabbarkeit und der Akzeptanz ihrer Systeme durchführen. Bestandteil jedes Modellversuchs ist eine begleitende und abschließende Evaluation, die in Abstimmung zwischen den Antragstellern und der KJM erfolgt. Außerdem sind von den Antragstellern verschiedene Auflagen zu beachten, deren Einhaltung von der KJM überprüft wird. Nach Ablauf der Frist des Modellversuchs kann das betreffende Jugendschutzprogramm eine Anerkennung durch die KJM erhalten, wenn es den Anforderungen genügt.
Die KJM hat bisher drei potenzielle Jugendschutzprogramme zum Modellversuch zugelassen: ?ICRAdeutschland” des ICRA-Konsortiums und der FSM, bei dem die Seitenbetreiber ihre Inhalte selbst klassifizieren (Stichwort ?Labeling”), ?jugendschutzprogramm.de” des Vereins Jus Prog e.V., das aus redaktionell erstellten Filterlisten in Kombination mit dem Filtersystem ?ICRAplus” besteht, sowie ?System-I” der Cybits AG, einer Jugendschutzsoftware für Internet-Service-Provider und Portalanbieter. Von diesen Modellversuchen wird derzeit jedoch nur noch einer fortgeführt: ?jugendschutzprogramm.de”. Der Modellversuch mit ?ICRAdeutschland” ist dagegen ausgelaufen, ohne dass eine Anerkennung der KJM erfolgen konnte, und der Modellversuch mit ?System-I” wurde vom Antragsteller zurückgezogen. KJM, ICRA-Konsortium und FSM haben aber vereinbart, ?ICRAdeutschland” als Modul in Form einer Klassifizierungsschnittstelle für Jugendschutzprogramme gemeinsam weiter zu entwickeln. Grundsätzlich favorisiert die KJM einen Aufbau von Jugendschutzprogrammen, bei dem verschiedene Module, u.a. schwarze und weiße Listen sowie eine Schnittstelle für die Anbieter zur Selbstklassifizierung ihrer Inhalte, fest integriert und damit vorinstalliert ist.”
http://www.kjm-online.de/public/kjm/index.php?show_1=87,56
Da JusProg noch als Modellverusch ausgeführt wird, nehme ich an, dass es angebracht wäre, die Kommission über die Probleme zu unterrichten, die bei Anwendung dieser Software auftreten und die gegen ihre Einsetzbarkeit sprechen, das sie eindeutig Inhalte ohne Jugendschutzrelevanz sperrt.
Man kann ja durchaus anderer Meinung sein aber wenn die Kommentarfunktion hier dazu genutzt wird andere Leute zu beleidigen dann hat das schon mehr als ein Geschmäckle…
Daher bin ich auch hier raus aus der Diskussion. Seit ihr persönliche Freunde Spiegelfechter?
Das ist halt meine Meinung und der “chris” beweist nicht gerade das Gegenteil. Ich habe ein paar mal meine meinung auf fixmbr kundgetan und die Kommentare wurden jedes mal zensiert. FAKT.
@Jens, 20:
Kann gar nicht sein oder wie sollte dann beispielsweise sourceforge als Glücksspiel aufgeführt sein? Oder lautet die Begründung in etwa so “Es ist ein Glücksspiel, dort die passende Software zu finden, da viele Projekte nicht mehr weiterverfolgt werden.”?
Haha, ich bin so staatstragend, ich bleib euch erhalten! Ich mach ein Meinungsmonopol auf! Das letzte ungesperrte, unabhängige Blog! Haha!
@Oeffinger Freidenker
Bild Dir da mal nix ein ;-)
Die Bewertung Deiner und aller anderen Blogs bei Blogspot ist ein und dieselbe. Anscheinend wird nur die Domain, nicht aber die Subdomain geflitert. So viel zu Thema “Trennschärfe”.
@Phil
Ich kann es mir auch nicht wirklich erklären. Laut Eigenbeschreibung werden zumindest die deutschen Seiten von Mitarbeitern geprüft.
@Martin
Ich will nichts mit Eurer Privatfede zu tun haben und halte mich da raus.
@Jens, 41:
Aber warum ist dann auch Deine Seite gesperrt? Auf dieser Seite kann ich nichts finden, was auch nur anähernd einem Minderjährigen schaden könnte. Im Übrigen auch auf anderen Seiten, die (teil)gesperrt sind.
Dafür kann ich jedoch insbesondere bei bild.de – aber auch auf anderen, nichgesperrten Seiten – in der Tat eine möglicherweise schädliche Einflussnahme in die Entwicklung von Minderjährigen, nicht nur, sehen.
Aber das wäre nicht so schlimm, wenn denn gegenständliche Meinungen zugelassen würden, was hier aber nicht passiert -> bildblog.de (frei ab 16?), die in der Tat schon einige Manipulationen in den Medien aufgedeckt haben und mehrfach so der BILD eine Rüge durch den Presserat eingehandelt hat.
Insofern müsste dann konsequenterweise auch bild.de erst frei ab 16 sein.
@SF: Vielleicht sollte man denen mal eine – vorläufig kostenfreie – Abmahnung schicken und sie darauf hinweisen, dass die Einsortierung unter jugendschutzrelevanten Inhalten, ohne dass es dafür Anhaltspunkte gibt, eine unerlaubte Handlung darstellt, und ihnen eine Frist setzen, ihre Liste aufzuräumen und eine Erklärung abzugeben. Man sollte darauf hinweisen, dass man sich nach fruchtlosem Ablauf der Frist alle zivil- und strafrechtlichen Mittel vorbehält.
Sehe ich jedenfalls so. Wer eine Rechtsschutz hat, sollte gleich einen Anwalt drauf hetzen können.
@Phil
Nun, das ist ja mein Reden ;-)
Ich weiß es doch auch nicht.
@aquadraht
Nö – ich kämpfe lieber mit den Waffen eines Bloggers ;-)
Ich werde am Montag mal um ein IV bitten.
@Spiegelfechter: Da gibbet keine Privatfehde. Ich kenne den Typen nicht.
@SF: Gute Idee mit dem IV – am besten suche auch bei der Stelle, die das als Modellversuch führt, um eins nach. Mein Verdacht ist, der e.V. wird wegducken. Aber halte mich bitte nicht für einen Paragraphenreiter: der Rechtsstaat ist eine der wenigen wirklich grossen und guten Errungenschaften, die wir weitestgehend noch haben und die wir verteidigen sollten. Dazu gehört auch, gegen solche eklatanten Rechtsbrüche in einer Grauzone von staatlicher und “zivilgesellschaftlicher” Aktivität vorzugehen, und zwar auch mit den Mitteln des Rechtsstaats. Insofern sehe ich es nicht als Prozesshanselei an, wenn jemand aus der Gruppe der Betroffenen sich mit solchen Mitteln wehrt.
wikio.de ist auch gesperrt. sehr gründlich, die leute
Hi @ll!
Ist ja wirklich zum “Um-den-Hals-fallen-und-zu-drücken!”. Ohne Worte, diese Dreistigkeit.
Mal der Vollständigkeit halber: Kann jemand “echte” Webfilter für Kinder empfehlen? Gibt es da etwas anständiges auf dem deutschen Markt (habe bei zdnet jetzt auf die Schnelle nichts Brauchbares gefunden…).
Danke und viele Grüße,
Najima
@ all
Hab mal jemanden jemanden (UDO VETTER: LAWBLOG.DE) gefragt der es wissen sollte, bin jetz auf die Antwort gespannt, insofern ich eine bekomme?!!!?
Sehr geehrter Herr Vetter,
aus aktuellem Anlass eine Frage die absolut nicht zu dem Artikel gehört.
Kann man den Betreiber der Seite jugendschutzprogramm.de abmahnen?
Immerhin wird unterstellt, dass nicht nur ihr Blog jugendgefährdend wäre, dieser deshalb auf oben genannter Seite auch gesperrt ist. Wichtig ist dieses nicht wirklich, oder vielleicht doch? Brisanz erhält die Geschichte erst dann, wenn man sieht wer hinter dieser Seite steht und das diese Seite eine Unterstützung von offizieler Seite hat. (An dieser Stelle möchte ich den diversen , unermüdlichen Bloggern danken, die alle relevanten Informationen zu den Betreibern der Seite recherchiert haben)Gerade im Hinblick auf die Versuche der Regierung, äääähm wie sag ich das jetzt ohne das Wort Zensur zu verwenden? Einigen wir uns auf den Begriff “ULLA GEGEN DIE PÄDOPHILEN”. Gerade im Hinblick auf diesen Fall, sollte es doch im Interesse aller Internetuser sein hier einen Präzedenzfall zu schaffen, der verhindert, dass durch die “Hintertür”, in diesem Fall von “PRIVATER” Seite aus eine Zensur gesellschaftfähig gemacht wird. “NATÜRLICH NUR ZUM WOHLE UND ZUM SCHUTZ UNSERER KINDER UND JUGENDLICHEN”.
Natürlich begrüße ich den Schutz der Jugend, ich bin mir auch bewußt, dass das Internet nicht nur aus aufklärenden und den Horizont erweiternden Seiten besteht, jedoch leuchtet mir nicht ein inwiefern Seiten wie “LAWBLOG.DE”, “SPIEGELFECHTER.COM”, “NACHDENSEITEN.DE” usw. unsere Jugend gefährden. Ist es nicht im Gegenteil der Fall, dass die Vorenthaltung dieser Seiten, der Entwicklung eines differenzierten Weltbildes und der eigenen Meinungsbildung entgegen wirken.
Wenn jemand also wieder besserem Wissen aufklärende Seiten sperrt und diese “brandmarkt”, so könnte man doch der Meinug sein, dass es sich um Rufmord und üble Nachrede handelt.
Erlaubt das Gesetz in diesem Fall die Abmahnung im öffentlichen interesse, wenn ja, kann nur der Betroffene, abmahnen, oder ist es jedem frei gestellt abzumahnen der sich in seiner Informatinsfreiheit eingeschränkt fühlt, bzw. erziehungsberechtigt ist für jemanden, dessen Informationsfreiheit er eingeschränkt sieht?
In erwartung ihrer Antwort verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen
Ihr Donald
PS Das verwendete Wort “Recherche” bezieht sich auf die Anfänge des Journalismus, damals war es unabdingbar Hintergrundinformationen zu den zu veröffentlichenden Artikeln zu sammeln. Bei der weiteren Entwicklung des Journalismus, einhergehend mit der globalisierung der Presse, entwickelten sich Presseagenturen die eine Recherche überflüssig machten. Aus Gründen der Kosteneffizienz und der Verpflichtung den Werbenden gegenüber wurde dieses Kostenintensive und überflüssige Relikt vergangener Zeiten abgeschafft. Eine Renaissance erlebt die Recherche derzeit unter den so genannten “Bloggern”, jenern Subkultur des Internets, die nicht verstehen, dass Recherche nur eine Vergeudung der Ressouce “Zeit” bedeutet und somit gegen die Grundprinzipien der alsseits akzeptierten “freien Marktwirtschaft” verstößt.
Diese Einstufungen sind derart willkürlich, daß ich stark bezweifle, ob dahinter wirklich ein System steckt. Die werden einfach ihre eigenen Pornoseiten als solche gelistet haben, damit die Zensoren von jugendschutz.net ihnen nicht auf den Keks gehen. Der Rest der Datenbank haben sie dann mit zufälligen Ratings aufgefüllt. Alles nach dem Motto, wer so dämlich ist, zu glauben, er müsse seine Kinder mit dieser Software vor der Erkenntnis bewahren, daß Frauen ihre Brüste nicht auf dem Rücken tragen, dem ist sowieso nicht zu helfen.
die macher der kampagne mit dem hundeschiss-logo (?du bist deutschland?), die agentur kempertrautmann, hat den macher der kampagne ?du bist terrorist? laut netzpolitik.de abgemahnt. genauer: alexander lehmann, der das ?du bist terrorist?-video als abschlussarbeit erstellt hat, hat ?eine Ankündigung zur Abmahnung? erhalten.
kempertrautmann hat was gegen satire, das ist Täuschland, noch Fragen?
Allen ist das Denken erlaubt, doch vielen bleibt es dank “hervorragender Bildungspolitik” erspart!
Das ist ja schon ein dickes Ding. Citronengras.de ist eingestuft “ab 14″, Craplog.de komplett gesperrt (okay… bei dem Domainnamen). Auch interessant: Downloadportal-Konkurrenzseiten von freenet.de. chip.de ist gar nicht gelistet, winload.de (für die ich arbeite) ab 16. Ganz schön willkürlich, dieser Filter. Oder ist das der ach so tolle freie Markt?
Mal ‘ne andere Frage: Gibt es denn, was Jugendschutzfilter für Browser angeht, brauchbare Alternativen am Markt? Wenn ja, welche?
Ach, ihr bekommt das alle in den falschen Hals. Da ist umgekehrte Psychologie am Werk, die Sperrung ist in Wirklichkeit Werbung für Seiten wie diese!
Das kann man sich in etwa so vorstellen:
Ein 13-jähriger Schüler hat Unterricht im Computerraum. Da ihn das Thema dieser Unterrichtsstunde anödet surft er im Netz rum, auf der Suche nach äh.. Erwachsenenseiten. Dabei stößt er auf die ominöse Seite spiegelfechter.com.
Da die Seite gesperrt ist denkt er sich: “Hey, das ist genau das was ich suche.” *notier* “Wenn meine Alten im Bett sind muss ich die Seite zuhause unbedingt mal ausprobieren!”
Und schon hat die Seite einen treuen Leser mehr. Die freigegebenen Seiten interessieren ihn hingegen kaum, denn die müssen voll lahm und öde sein, sonst wären sie ja gesperrt. So ist das mit dem Filter… ganz bestimmt. ;)
Bei der Petition ist folgendes zu lesen:
Das Haus eines Kinderporno-Händlers würde die Polizei ja auch nicht nur mit einem Vorhang verhüllen. Ein Stoppschild mit der Aufschrift “Tatort! Eintritt verboten!” vor dem Haus aufzustellen, während hinter dem Vorhang alles weitergeht wie zuvor, ist keine Verbrechensbekämpfung. Sinnvoller wäre es, das BKA mit ausreichend Ermittlern auszustatten, um den Produzenten von Kinderpornos das Handwerk zu legen.
Wie recht er doch hat..
Mal noch was am Rande:
Am 1. Juli wird Geld ein bisschen sicherer. Das gilt zumindest für die Einlagen bei Banken. Denn wenn ein Geldinstitut pleitegeht, war das Geld der Kunden bisher nur bis zu 20.000 Euro pro Person vom Gesetz geschützt. Im Juli aber wird sich diese Garantiesumme auf 50.000 Euro erhöhen. 2011 soll der Betrag dann nach dem Willen des Gesetzgebers auf 100.000 Euro steigen. Von Juli an wird der Kunde auch nicht mehr, wie bisher, mit zehn Prozent am Verlust beteiligt.
Dazu sollte man wissen das dieselbe Regierung erst von 30 auf 20 runtergeschraubt hat.
Hier ist was im Busch!!!
“Wer immer noch die Meinung vertritt, Jugend- und Kinderschutz habe nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, sollte nun eines besseren belehrt sein.”
Das ist eine gute Beobachtung, “Schutz” hat sehr oft mit dem Begrenzen des Handelns mündiger Bürger zu tun.
Wir könnten es hier allerdings möglicherweise mit einem katholischen Angebot zu tun haben, das den Anforderungen der Abnehmerschaft entspricht. Würde ich nicht verdammen wollen.
Nachtrag @Donald:
LOL, so bist Du also aufgestellt: “Kann man den Betreiber der Seite jugendschutzprogramm.de abmahnen?”.
Falls die hier irgendwann mal mitlesen:
Danke an JusProg für die kostenlose Bewerbung meiner Seite.
b.
Auch ‘Der Trottelbot’ ist dort bereits indiziert!
Unter anderem unter dem Label “Kontakte Erotik” und “Foren, Messenger, Blogs”!
Da stellt sich mir ganz ernsthaft die Frage, ob diese Idioten wirklich nur solche Idioten sind, oder ob da wirklich Absicht dahinter ist!? Die Nähe zu bekannten Katholibans dürfte jedenfalls angenommen werden.
Wer steht sonst noch mit seinem unwichtigen Blog drauf?
Allmählich fühle ich mich geadelt, das sogar mein unwichtiger Blog von denen (mit URL & Domain) bei denen voll geblacklistet ist!
Anscheinend steht bei mir Zeugs, das einen Jugendlichen dazu bringen könnte, gegen seinen Landtagsabgeordneten polizeilich vorgehen zu wollen! Und das müssen wir ja doch verhindern. Mit Pädokriminalität hat mein Blog nichts zu tun, also stellt sich die Frage, warum er dementsprechend gelistet wurde! Ticken die noch ganz oder sind die schon jenseits von Gut und Böse?
Fragen über Fragen, die da aufkommen, wenn man sich diesen Verein einmal anschaut – und welche Blogs da wirklich drin stehen. Die Antwort von Herrn Vetter interessiert mich auch. Könnte ja ganz amüsant werden, wenn alle hier versammelten Blogger eine Gemeinschaftsklage gegen den Verein schalten, damit dieser sich selbst auf seine eigene Blacklist schreiben kann, weil der Müll, der dort steht, EINDEUTIG jugendgefährdend ist! Allein schon die Unterstützerliste sieht mir nicht vollständig aus, die Firma von Frau Albrechts Bruder fehlt da noch …
MfG
Der Postillon verkündet stolz, dass auch er bei Jugendschutzprogramm erfasst ist. Keine Satire unter 18. Gut so!
Daß hinter dem den Filter betreibenden Verein praline, fundorado.de, beate uhse, coupé, berlinintim.de, Bundesverband Erotik Handel e.V. etc. stehen, lässt vermuten, daß es bei Jugendschutzprogramm.de nicht um den “Schutz der Jugend”, sondern um den der Geschäftsmodelle vor der Gefährdung durch kostenlose Angebote der (ausländischen) Konkurrenz geht. Denn wer nur gefiltertes Internet kennt, wird eher geneigt sein, für den Content der Financiers Geld zu verschwenden zu bezahlen.
@57 Horscht
Ich weiß nicht ob ich dich richtig verstanden habe, solltest du aber der Meinung sein, dass ich ein Freund von Abmahnungen bin, so irrst du.
Ganz im Gegenteil, es geht um das Prinzip “mit den eigenen Waffen schlagen”. Leute die solche Seiten betreiben zähle ich zu dem Volk der “Abmahner”, einer Spezies die uns das Internet madig machen will. Genau aus diesem Grund bin ich dafür ihre Taktiken gegen sie zu verwenden. Ich bin auch ein Freund der Idee, Linkketten zu finden die von Ullas Ministerium zur KiPo führen um sie dann bloß zu stellen und ihr Vorgehen ad absurdum zu führen.
Ja ich bin mir bewußt das es nicht die unbedingt “die feine Art” ist mit solchen Sachen umzugehen, jedoch bin ich auch der Meinung das die es nicht anders kappieren, leider.
Es sieht so aus als ob gewisse Hersschaften das Internet als Gefahr für ihr Meinungsmonopol sehen und dieses einschränken wollen. Ich bin lediglich dafür dieses zu verhindern, da wir allerdings keine Regeln aufstellen können, müßen wir uns an die halten die aufgestellt wurden. Natürlich finde ich diese nicht begrüßenswert, aber was kann man sonst tun?
Wenn sie eine bessere Idee haben, nur her damit. Ich lasse mich gerne belehren und das meine ich ernst.
MFG
Donald
Es handelt sich da offensichtlich um ein Filter-Angebot einer konservativen, vielleicht sogar rechten Gruppierung. Sehe keinen Grund dieses Angebot anzufechten.
Jedem das seine.
Rechtlicher Zugang und Sanktionierung scheinen mir extrem unangebracht.
Wer Bock darauf hat soll sich das Ding runterladen.
Ich hab jedenfalls kein Bock darauf meine Familie so zu schützen.
@Donald: Ich sehe gar nicht, wieso man sich für Abmahnungen, die den rechtlich gewollten Zweck erfüllen, entschuldigen muss. Unser Horscht scheint Probleme mit unserer Rechts- und Verfassungsordnung zu haben. Eine Abmahnung wird dann zu Rechtsmissbrauch und Sauerei, wenn Normalbürger und Bezieher geringer Einkommen mit Kosten von hunderten Euro überzogen werden für Handlungen, deren rechtliche Relevanz ihnen nicht klar war und oft nicht klar sein konnte. Das betrifft etwa die Benutzung des Worts “Explorer” oder die MP3-Aufnahme eines “happy birthday for you” und Ähnliches. Selbst wenn da Abmahnungen nach dem Buchstaben des Gesetzes greifen, sind sie unmoralisch, dafür muss man nicht Gravenreuth heissen.
Im normalen Rechtsverkehr Waffengleicher ist die Abmahnung das mildeste Mittel, oft wird sie bewusst unter Kostenverzicht übermittelt. Der Markeninhaber muss seine Marke verteidigen, sonst verfällt sie durch “Verwässerung”. Auch andere Rechtstitel können nur auf diesem Wege verteidigt werden, bevor man vor Gericht zieht. Die Abmahnung ist der Schritt vor dem Rechtsstreit.
Ich habe den Eindruck, dass Horscht gern lospoltert und es als anstrengend empfindet, sich zuvor zu informieren.
@Horscht 64: In der Sache, dass man sich mit dem Mist nicht “schützen” will, stimme ich Dir ja zu. Aber dieser Dreck ist als “Modellversuch” vom Staat subventioniert, wird damit zu einer Art virtueller Todesschwadron mit der üblichen Rückendeckung durch ein autoritäres Regime. Und nein, solche südamerikanischen Verhältnisse will ich nicht.
@aqua:
Eine Abmahnung, wenn es nur darum geht die rechtliche Verteidigungsfähigkeit des Ziels zu testen, ist immer eine Sauerei.
RAs schicken gerne schon mal vorformulierte Schreiben raus, weils nix kostet und somit wirtschaftlich ist, der Bezugspunkt wird dann en passant eingetragen und vllt reagiert das Ziel ja falsch (Fristen, Schriftsätze etc.), so denkt man sich.
Es kann doch niemand ernsthaft bezweifeln, dass hier eine freiwillige Filterfunktionalität angeboten wird, die rechtlich belanglos ist.
Hier wird der linksliberale RA Vetter sicherlich nicht zuschlagen, auch schon wegen des zu erwartenden neg. Medienechos.
Nachtrag @aqua:
“Aber dieser Dreck ist als ?Modellversuch? vom Staat subventioniert..”
Belege?
@Horscht: Du kannst als Privatperson abmahnen. Da darfst Du aber erstmal keine Gebühren nehmen. Viele Abmahnungen zwischen Firmen laufen so, dass die Abmahner ihre Kosten selbst tragen. Damit vermeiden sie Klagen bloss zur Kostenvermeidung, bei denen im Falle des Verlierens beide Anwaltsgebühren und die Gerichtskosten fällig werden.
Die gewerbsmässige Abmahnerei ist sehr ins Gerede gekommen und die Gerichte reagieren bereits auf den Verdacht oft sehr ungehalten. Günnis Geschäftsmodell war mal.
Das mit dem Modellversuch hat einer der Poster hier im Forum geschrieben. Ich find es gerade nicht. Aber ja, leider steht da wohl Staatsmacht hinter.
Und sorry für die Polemik. Du weisst aber doch: Lieber einen Freund verlieren als eine Pointe :).
Wäre was für Günnie, wenn der wieder rauskommt.
Hi, discriminative posts there :-) hold responsible’s exchange for the interesting advice
Ich will nur einmal ein Kompliment zu der Seite abgeben. Der Ton hier ist zivilisiert, die Meinungen ausgewogen, eine politische Richtung nicht festzustellen und selbst bei den brenzligsten Themen ist jede Meinung erlaubt. Das ist selten und tut sehr gut; also Danke und weiter so !
Ich hab mal aus Spaß das Bildblog gecheckt, es ist ab 16 Jahre freigegeben.
Falls das schon vor mir jemand hier gepostet hat, hab ich es überlesen und möchte mich entschuldigen.
Ich habe gleich mal meine Seite gemeldet. In so gute Gesellschaft begebe ich mich doch gerne.
“Die Seite hurenforum.de ist bereits in unserem Filter enthalten und wird als ‘Kontakte Erotik’ eingestuft.”
Kann mir jemand verraten, nach welchen Kriterien die wie was bewerten und was es mit diesen “Einstufungen” eigentlich auf sich hat?
Wo bleibt der Aufschrei der Politik? Wer von den Betonköpfen aus Berlin kämpft für die Demokratie? Wo bleiben die Reaktionen gegen die Reaktionären? Wer kämpft wirklich für den Kinderschutz und nicht für die Feigenblatt-Politik unserer Zensursula?
Willkommen in der schönen neuen Welt, wir sind endlich angekommen. Orwell war ein phantasieloser Stümper, unsere Politiker und “Denker & Lenker” zeigen, wie es besser geht.
Bundestagswahlen -> wählt Piraten!
gruß
P.S.: Ich hab mich nun auch beworben:
Selten so gelacht!!!
Erstklassige Satire über unsere Führungskräfte!!!
Die geliebte bundesregierung in der Schwatzbude.de
Nun hat der Verein (dessen Impressum in meinen Augen nicht den Vorgaben entspricht) wohl nachgebessert:
“Die Seite spiegelfechter.com ist bereits in unserem Filter enthalten und wird als ‘Individuell’ eingestuft.” So auch einige andere bisher gesperrte Seiten. Was auch immer “individuell” sein mag …
In der chinesischen Dependance eines großen deutschen Elektronikkonzerns ist Bild.de ja wegen “Nudity” und “Violence” gesperrt. spiegelfechter.com hat aber funktioniert. :-D
Es wirkt so, als blocke die Seite fast willkürlich. Wenn man schon solche “Blacklisten” aufstellt, sollte man sie sorgsam prüfen und nicht, wie hier anscheinend geschehen, ohne lange Prüfung blockieren.
Da sag ich nur noch:
http://www.rasputin.de/IZVAI/
bombjack
Aber immerhin es gibt auch politische Seiten die da nicht auf der schwarzen liste stehen, beispielsweise die “Achse des Guten” oder das “Novo Magazin”. Die haben halt anders als der böse Spiegelfechter die richtige erwünschte Richtung.
@80 bernini
So etwas war ja absehbar: wer nicht auf ‘nem Filter ist, kann nicht kritisch sein…. also bei Dir: keine Ahnung, und davon reichlich! Kennst Du bspw. das “Novo-Magazin”? Anscheinend nicht!
…ich geh dann mal die Piraten wählen…!
Also ich werde meinen Sprösslingen, die ich ja hoffentlich iregndwann mal haben werde, nur die Seiten im Netz zur Verfügung geben die auf solchen Sperrlisten stehen…..
Mein Gott stell sich einer vor, die würden SPON, oder BLÖD.de besuchen….
Falsche Seite in den Favorieten—-> Kinderheim :D
Naja ich sehe die Sache eher so, der Spiegelfechter und Co sind nur auf der Liste weil derjenige wo die Liste erstellt einfach grundsätzlich zu faul ist die ganzen Seiten inhaltlich zu überprüfen, und vor allem zu verstehen….
Das ist wie bei den Prof’s denen brauchst auch nur genug Papierkrampf abzugeben und schwups hast neh 2, gibst denen hingegen nur paar Blätter schauen die sich das genauer an…..