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    geschrieben am 29. Mai 2009 von Spiegelfechter

    Telepolis im Gespräch mit Mirko Drenger ? Vorstandsvorsitzender des umstrittenen Jugendschutzvereins JusProg

    Herr Drenger, sie sind in Personalunion Geschäftsführer des Contentanbieters Fundorado und Vorsitzender des Jugendschutzvereins JusProg e.V., der das gleichnamige Filterprogramm anbietet, das in den letzen Tagen wegen unverständlicher Einträge in dessen Sperrliste in die Diskussion geraten ist. Fundorado ist einer der größten deutschen Internetanbieter für Erotikcontent. Welche Motivation treibt ein Unternehmen an, das sein Geld mit “jugendgefährdenden Inhalten” verdient, ein Filterprogramm zu entwickeln, das Jugendliche vor diesen und anderen Inhalten schützen soll?

    Weiter auf Telepolis

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    Tags: Deutschland Sicherheitspolitik
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    1. Internetsperren 29.05.2009: Artikel und Kommentare « Wir sind das Volk

    16 Kommentare:

    1. valli schrieb am 29. Mai 2009 um 07:45 - Permalink

      Wie immer: In Deutschland wird man nie einen Schuldigen an irgendeiner Schweinerei finden ! Oder es war Adolf Hitler, die Stasi, ein Anderer oder heute fast immer der Computer. Von Herrn Drenger kommen nur lächerliche Ausreden. Und was ist eigentlich mit dem “wunderbaren ” ICRA-Fragebogen (Label-Generator) auf dieser “Jugendschutz”-Seite, mit dem man so schön den Blog-Nachbarn bei JusProg denunzieren kann?

    2. Daniel Weigelt schrieb am 29. Mai 2009 um 09:56 - Permalink

      Kurz gesagt: “Wir arbeiten seit 6 Jahren dran, aber der Crawler ist an allem Schuld und die Eltern können Seiten ja auch entsperren.”

      Unglaublich, was für ein leeres Geschwätz der Typ von sich gibt.

    3. AK schrieb am 29. Mai 2009 um 10:46 - Permalink

      Hmm, das IV liest sich tlw. wie “Viel Lärm um nichts”. Gegen den Mirko ist ein Aal ein Pelztier.
      Ich denke, dass Eltern die Filter-SW zum “Schutz” ihrer Kinder einsetzen sicher nicht groß anfangen eine Whitelist zu pflegen bzw. dass die Kinder bei Aufruf gesperrter Seiten zu ihren Eltern gehen, um die Sache zu diskutieren. Da hättest du, SF, IMO ruhig etwas nachhaken können. Ist doch ärgerlich wenn man den PR-Fuzzie, wenn man ihn schon mal am Kragen hat, mit der Argumentation einer theoretischen, aber praktisch wahrscheinlich irrelevanten, Whitelist davonkommen lässt.
      Was ich trotzdem loswerden will: Ich schätze und respektiere dein journalistisches Engagement!!

      AK

    4. Spiegelfechter schrieb am 29. Mai 2009 um 11:27 - Permalink

      @AK

      Ich hätte auch gerne an einigen Stellen noch nachgehakt – ein “offenes” Vis-a-vis IV war aber nicht möglich und der gute Mann ist nun einmal Anwalt und für seinen Arbeitgeber geht es um einiges. Die Alternative für mich wäre es, dass IV ganz platzen zu lassen, aber das wollte ich dann auch nicht.

    5. Sukram71 schrieb am 29. Mai 2009 um 11:36 - Permalink

      Der schreibt ja, er sie seien gesetzlich dazu verpflichtet, “eine solche Software einzusetzen beiziehungsweise zu entwickeln wenn es keine gibt”.

      Also haben die irgendwas zusammen gebastelt, was sie vorschieben können, um dem Gesetz genüge zu tun. Qualität egal. Und besser was zuviel gesperrt, als zu wenig. Ist doch klar. Hauptsache es entspricht den Anforderungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrag.

      Und das mit den Crawlern kann schon sein. Vermutlich gucken da dann seit sechs Jahren mal zwei Sekritärinnen drüber.
      Mehr muss ja auch nicht sein. Weil Eltern, die einen Jugendschutzfilter “powerd by COUPE, Praline, Beate Uhse und Berlin intim – clever poppen” installieren, ticken ja eh nicht ganz sauber.

    6. Spiegelfechter schrieb am 29. Mai 2009 um 11:44 - Permalink

      @Sukram71

      Ich bin kein Jurist, aber ich stelle mir mal die Frage, ob ein Erziehungsberechtigter überhaupt auf dem Rechner eines 17jährigen einen Filter installieren darf, der dessen politische Willensbildung beeinträchtigt?

    7. Sukram71 schrieb am 29. Mai 2009 um 12:01 - Permalink

      @ Spiegelfechter

      Dafür gibt es doch die Whitelist … ;)
      Und es kann ja mal vorkommen, dass mal ein, zwei Seiten von millionen … irrtümlicherweise … :)

      Was passiert eigentlich, wenn dieser “Jugendschutzfilter” nicht anerkannt wird?
      Müssen diese Erotikanbieter (COUPE, Praline, etc.) dann ihre Webseiten mit nackten Brüsten schließen oder per Post-Ident sichern?
      Oder kommen diese Seiten dann auf die neue Internet-Sperrliste?

      Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn es so einen Pro-forma-Filter gibt, mit dem man dem Gesetz und hysterischen “Kinderschützern” genüge tun kann. Bevor die auf andere Ideen kommen.

    8. Spiegelfechter schrieb am 29. Mai 2009 um 12:05 - Permalink

      @Sukram71

      Was passiert eigentlich, wenn dieser ?Jugendschutzfilter? nicht anerkannt wird?

      Nichts ;-)

      Dann bleibt alles beim Alten – zumindest solange, bis aus Berlin die nächste Dummheit kommt. Für die Contentanbieter bedeutet das allerdings, dass sie weiterhin keine Rechtssicherheit haben und schon morgen von “besorgten Eltern” vor den Kadi gezerrt werden könnten – mit potentiell existenzbedrohlichen Folgen.

    9. Sukram71 schrieb am 29. Mai 2009 um 12:21 - Permalink

      @ Spiegelfechter

      Oder dass Eltern gerichtlich duchsetzen, dass jugendgefährdende Inhalte in die vorhandenen Sperrlisten aufgenommen werden.
      (Zu den bereits vorhandenen Links auf Musik-Tauschbörsen, Glücksspiel und Foren mit Beleidigungen, falschen Tatsachenbehauptungen oder Bombenbauanleitungen.)

      Aus welchem Grund sollten auch widerrechtliche oder jugendgefährdende Inhalte frei im Netz erreichbar sein, wenn man sie per Gerichtsbeschluss leicht sperren lassen kann? Und die Eltern auch keinen anerkannten JuSchu-Filter haben. (Siehe GG Art. 5 Abs. 2)

    10. Der Postillon schrieb am 29. Mai 2009 um 12:54 - Permalink

      Das mit den Crawlern ist doch schlicht gelogen. Die hätten ganz andere Seiten gesperrt, wenn das automatisch ablaufen würde – und Bild wäre nie durchgekommen. Man kann doch einen Crawler nicht auf “linken Content” abrichten.

    11. Sukram71 schrieb am 29. Mai 2009 um 13:53 - Permalink

      @Der Postilon

      Möglicherweise stehen auf eher “linken Seiten” aber öfter Berichte (und böse Wörter) über z. B. Kinderpornographie-Internetsperren und (Schein-) Jugendpornographie und Sex im Internet.
      (wie jetzt hier :D)

    12. Der Postillon schrieb am 29. Mai 2009 um 15:35 - Permalink

      @Sukram71
      Über Kinderpornographie und Internetsperren schreiben Bild und andere aber auch. Zwar aus einem anderen Blickwinkel, aber diesen Unterschied kann kein Crawler erkennen. Ich bin übrigens auch gesperrt.

    13. Sukram71 schrieb am 29. Mai 2009 um 16:16 - Permalink

      ??? ?????? ??? ? ??????? fencers ? ?????? ??????. (http://translate.google.de)

    14. Margitta schrieb am 29. Mai 2009 um 21:39 - Permalink

      Also, ich stelle mir gerade mal vor:
      Ich habe zwei Kinder, höre über die Medie tagtäglich die Horrormeldungen, welchen Gefahren diese ausgesetzt sind. Dann bekomme ich irgendwann die Info, hier gibt es einen Filter mit dem ich meine Sprößlinge davor schützen kann. Von der KJM wird es auch anerkannt Toll, sage ich mir, her mit dem Ding und sofort installieren. Zufrieden atme ich auf und gehe meinen gewohnten Tätigkeiten nach. Nicht im Traum denke ich daran, dass da was falsch dran sein soll. Im Gegenteil, ich würde mt jedem Streit anfangen, der mir erklärt ich mache damit was nicht richtig.

      Und das wissen die Herrschaften, die diesen Filter herstellen ganz genau. Mit dem Hinweis: Zum Schutz unserer Kinder, kann mensch heute alles durchbringen und rechtfertigen

      Liebe Grüße
      Margitta

    15. Horscht schrieb am 30. Mai 2009 um 11:38 - Permalink

      Sehr schönes kritisches Interview, Drenger war nicht zu beneiden, u.a. seine Aussage
      “Insgesamt versuchen wir so viele Seiten als möglich zu erfassen, unabhängig von der inhaltlichen Ausrichtung. Nur so können wir sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche einen möglichst breiten Zugang zum Internet bekommen.”
      wirkt sehr blass, gemeint wohl das Erfassen per “Crawler” (ein – positiv formuliert – formalistisch gehaltenes Tool, das Worte auf ihre Erscheinungshäufigkeit abzuklopfen scheint, um den Webinhalt ggf. zu indizieren (bspw. zu zensieren)).
      Irgendwo erwähnt der Mann die Whitelist-Eigenschaft des Tools, die aber manuell zu pflegen zu sein scheint und eher dafür geeignet scheint Fehlindizierungen des JusProg-Teams manuell abzustellen.


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