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	<title>Kommentare zu: Die Karstadtretter</title>
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		<title>Von: misterL</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/546/die-karstadtretter#comment-43164</link>
		<dc:creator>misterL</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 11:21:17 +0000</pubDate>
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		<description>Aus die Maus (nach aktuellem Stand). Danach geht Karstadt in die Insolvenz und mit Ihr ein paar tausend Arbeitsplätze, die Innenstädte von ein paar Regionalstädten werden nun noch leerer und um 18.00 ist dort nun komplett dunkel.

Zeit, dass die Kommunalpolitiker endlich aufwachen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aus die Maus (nach aktuellem Stand). Danach geht Karstadt in die Insolvenz und mit Ihr ein paar tausend Arbeitsplätze, die Innenstädte von ein paar Regionalstädten werden nun noch leerer und um 18.00 ist dort nun komplett dunkel.</p>
<p>Zeit, dass die Kommunalpolitiker endlich aufwachen.</p>
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		<title>Von: Andre</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/546/die-karstadtretter#comment-42661</link>
		<dc:creator>Andre</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 10:34:49 +0000</pubDate>
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		<description>Ich denke das die Eigentümer gefragt sind Ihr Geschäft zu retten und nicht der Staat. Denn wer ist denn für Misswirtschaft verantwortlich?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke das die Eigentümer gefragt sind Ihr Geschäft zu retten und nicht der Staat. Denn wer ist denn für Misswirtschaft verantwortlich?</p>
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		<title>Von: Tim</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/546/die-karstadtretter#comment-42658</link>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 09:15:59 +0000</pubDate>
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		<description>ist es nicht vereinfacht gesagt (auch) so, dass man, um Karstadt zu retten, das Lohndumping der Wettbewerber unterbinden muss? Und macht man das nicht am Besten mit einem gesetzlichen Mindestlohn (für Alle)?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ist es nicht vereinfacht gesagt (auch) so, dass man, um Karstadt zu retten, das Lohndumping der Wettbewerber unterbinden muss? Und macht man das nicht am Besten mit einem gesetzlichen Mindestlohn (für Alle)?</p>
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		<title>Von: 1000Sunny</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/546/die-karstadtretter#comment-42601</link>
		<dc:creator>1000Sunny</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2009 10:14:04 +0000</pubDate>
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		<description>@Spiegelfechter 4
So einfach ist das aber seit Basel II reloaded auch nicht mehr. Eine Bonitätsregel, die für die USA konzipiert worden war aber dort nicht umgesetzt wurde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Spiegelfechter 4<br />
So einfach ist das aber seit Basel II reloaded auch nicht mehr. Eine Bonitätsregel, die für die USA konzipiert worden war aber dort nicht umgesetzt wurde.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Momo</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/546/die-karstadtretter#comment-42595</link>
		<dc:creator>Momo</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2009 23:32:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=546#comment-42595</guid>
		<description>@9 - Horscht

Du schreibst:

&quot;Wobei ?Lohndumping? den Marktgegebenheiten geschuldet ist; gerne darf aber festgestellt werden, dass sich die Schere zwischen ALG2 und dem in niedrigen Lohngruppen üblichen Verdienst schliesst.&quot;

Das ist die übliche neoliberale Propaganda, die den deutschen Arbeitnehmern polnische Löhne zumuten möchte, während die &quot;Manager&quot; US-amerikanische Gehälter einsteichen dürfen. Das Ganze wird uns als angeblich unausweichliche Folge &quot;der Globalisierung&quot; verkauft.

Die Behauptung, die deutsche Wirtschaft sei wegen zu hoher Löhne nicht wettbewerbsfähig, hat in der Vergangenheit nicht gestimmt und stimmt heute erst recht nicht. Der hierzulande häufig bejubelte Titel des &quot;Exportweltmeisters&quot; hat seinen Ursprung jedenfalls nicht in einer nicht wettbewerbsfähigen Volkswirtschaft!

Schau Dir bitte die zeitliche Entwicklung des deutschen Außenhandelsüberschusses an:
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Aussenhandel/Gesamtentwicklung/Tabellen/Content100/GesamtentwicklungAussenhandel,property=file.pdf

- Dieser erreichte im Jahre 1989 mit 68,8 Mrd. ? einen vorläufigen Höhepunkt. Der Fall der Mauer und der auch aus der Währungsunion (Stichtwort: Umtauschkurs)  resultierende weitgehende Zusammenbruch der ostdeutschen Wirtschaft führte zu einer Konzentration der westdeutschen Wirtschaft auf die Belieferung der Neuen Bundesländer. Bis zum Jahre 1991 reduzierte sich der Außenhandelsüberschuß hierdurch auf &quot;nur&quot; noch 11,2 Mrd. ?.

- Bis zum Jahre 1995 war der Außenhandelsüberschuß bereits wieder auf 43,6 Mrd. ? angestiegen.

- Bis zum  Jahre 2007 kletterte der deutsche Außenhandelsüberschuss auf gigantische 195,3 Mrd. ?.

- Der Rückgang auf 176,2 Mrd. ? im Jahre 2008 resultierte einerseits aus den stark gestiegenen Rohstoffpreisen (insbesondere Erdöl), andererseits aus der insbesondere im 2. Halbjahr 2008 als Folge der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise einbrechenden Weltkonjunktur.

Thomas Fricke, Chefökonom der Finacial Times Deutschland, schreibt zu den negativen Folgen der deutschen Exportmanie:
http://www.ftd.de/meinung/leitartikel/:Kolumne-Thomas-Fricke-Wir-sind-gerettet-die-anderen-liegen-im-Koma/480006.html?mode=print

&quot;Hinter all den Überschüssen steckte ein einmaliger Mix aus gründlicher Kostensenkung und entsprechend depressiver Inlandsnachfrage, was wahrscheinlich nur die Deutschen durchzuleiden bereit sind - mit pathologischen Zügen, wie sich jetzt zeigt. Es gibt kein vergleichbares Land, das sein Wachstum so einseitig vom Export abhängig gemacht hat. Wenn die Wirtschaft seit 2000 überhaupt expandierte, dann rechnerisch zu fast 100 Prozent wegen des jährlich gestiegenen Exportüberschusses. Jetzt wächst die Welt nicht mehr - ein Desaster.
Die Exportmanie führt sich teils selbst ad absurdum. Wenn die Südeuropäer derzeit an den Finanzmärkten unter Beschuss sind, liegt das stark daran, dass Spanier, Portugiesen und Griechen Außendefizite zwischen 10 und 14 Prozent des BIP haben, die zum Gutteil das Gegenstück zweifelhaft toller deutscher Überschüsse sind.
Wären Amerikaner und andere so konsumdepressiv und kostensparend gewesen wie wir, hätten die Deutschen wahrscheinlich keine Überschüsse und im Zweifel auch kein Wachstum gehabt. Da wären fünf Millionen Arbeitslose erst der Anfang gewesen. Und: Wenn nichts passiert, gibt es bald noch eine Menge mehr kriselnde Handelspartner - auch das ist nicht gut für ein Land, das alles auf den Export gesetzt hat.
Die Deutschen sind Opfer jener Fehldiagnose, wonach die Krise nach 2000 vor allem mit mangelnder Wettbewerbsfähigkeit zu tun hatte. Jetzt sind Jahre damit verbracht worden, diese Wettbewerbsfähigkeit durch Kostentrimmen und Billigmachen immer noch mal zu verbessern. Ergebnis: Der Rest der Welt liegt (nicht nur deshalb natürlich) mittlerweile im Koma - und Deutschland schrumpft plötzlich stärker als die, die von der Kanzlerin geschimpft werden. Nicht nur Amerika, auch Deutschland braucht dringend ein neues Wachstumsrezept.&quot;

Heiner Flassbeck hatte bereits im Jahre 2005 unter der Überschrift &quot;Die deutsche Lohnpolitik sprengt die Europäische Währungsunion&quot;
http://www.flassbeck.de/pdf/2005/8.11.2005/Die%20deutschen%20Lohnst%FCckkosten.pdf
auf die Gefahren aufmerksam gemacht, die aus dem deutschen Lohndumping vor allem für die Staaten der Euro-Zone drohen. Es steht zu befürchten, daß sich eine Fortsetzung des hiesigen Lohndumping zum Schaden der Arbeitnehmer innerhalb der Euro-Zone (sowohl der deutschen Arbeitnehmer als auch der Arbeitnehmer der übrigen Staaten der Euro-Zone) auswachsen wird. 



-</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@9 &#8211; Horscht</p>
<p>Du schreibst:</p>
<p>&#8220;Wobei ?Lohndumping? den Marktgegebenheiten geschuldet ist; gerne darf aber festgestellt werden, dass sich die Schere zwischen ALG2 und dem in niedrigen Lohngruppen üblichen Verdienst schliesst.&#8221;</p>
<p>Das ist die übliche neoliberale Propaganda, die den deutschen Arbeitnehmern polnische Löhne zumuten möchte, während die &#8220;Manager&#8221; US-amerikanische Gehälter einsteichen dürfen. Das Ganze wird uns als angeblich unausweichliche Folge &#8220;der Globalisierung&#8221; verkauft.</p>
<p>Die Behauptung, die deutsche Wirtschaft sei wegen zu hoher Löhne nicht wettbewerbsfähig, hat in der Vergangenheit nicht gestimmt und stimmt heute erst recht nicht. Der hierzulande häufig bejubelte Titel des &#8220;Exportweltmeisters&#8221; hat seinen Ursprung jedenfalls nicht in einer nicht wettbewerbsfähigen Volkswirtschaft!</p>
<p>Schau Dir bitte die zeitliche Entwicklung des deutschen Außenhandelsüberschusses an:<br />
<a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Aussenhandel/Gesamtentwicklung/Tabellen/Content100/GesamtentwicklungAussenhandel,property=file.pdf" rel="nofollow">http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Aussenhandel/Gesamtentwicklung/Tabellen/Content100/GesamtentwicklungAussenhandel,property=file.pdf</a></p>
<p>- Dieser erreichte im Jahre 1989 mit 68,8 Mrd. ? einen vorläufigen Höhepunkt. Der Fall der Mauer und der auch aus der Währungsunion (Stichtwort: Umtauschkurs)  resultierende weitgehende Zusammenbruch der ostdeutschen Wirtschaft führte zu einer Konzentration der westdeutschen Wirtschaft auf die Belieferung der Neuen Bundesländer. Bis zum Jahre 1991 reduzierte sich der Außenhandelsüberschuß hierdurch auf &#8220;nur&#8221; noch 11,2 Mrd. ?.</p>
<p>- Bis zum Jahre 1995 war der Außenhandelsüberschuß bereits wieder auf 43,6 Mrd. ? angestiegen.</p>
<p>- Bis zum  Jahre 2007 kletterte der deutsche Außenhandelsüberschuss auf gigantische 195,3 Mrd. ?.</p>
<p>- Der Rückgang auf 176,2 Mrd. ? im Jahre 2008 resultierte einerseits aus den stark gestiegenen Rohstoffpreisen (insbesondere Erdöl), andererseits aus der insbesondere im 2. Halbjahr 2008 als Folge der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise einbrechenden Weltkonjunktur.</p>
<p>Thomas Fricke, Chefökonom der Finacial Times Deutschland, schreibt zu den negativen Folgen der deutschen Exportmanie:<br />
<a href="http://www.ftd.de/meinung/leitartikel/:Kolumne-Thomas-Fricke-Wir-sind-gerettet-die-anderen-liegen-im-Koma/480006.html?mode=print" rel="nofollow">http://www.ftd.de/meinung/leitartikel/:Kolumne-Thomas-Fricke-Wir-sind-gerettet-die-anderen-liegen-im-Koma/480006.html?mode=print</a></p>
<p>&#8220;Hinter all den Überschüssen steckte ein einmaliger Mix aus gründlicher Kostensenkung und entsprechend depressiver Inlandsnachfrage, was wahrscheinlich nur die Deutschen durchzuleiden bereit sind &#8211; mit pathologischen Zügen, wie sich jetzt zeigt. Es gibt kein vergleichbares Land, das sein Wachstum so einseitig vom Export abhängig gemacht hat. Wenn die Wirtschaft seit 2000 überhaupt expandierte, dann rechnerisch zu fast 100 Prozent wegen des jährlich gestiegenen Exportüberschusses. Jetzt wächst die Welt nicht mehr &#8211; ein Desaster.<br />
Die Exportmanie führt sich teils selbst ad absurdum. Wenn die Südeuropäer derzeit an den Finanzmärkten unter Beschuss sind, liegt das stark daran, dass Spanier, Portugiesen und Griechen Außendefizite zwischen 10 und 14 Prozent des BIP haben, die zum Gutteil das Gegenstück zweifelhaft toller deutscher Überschüsse sind.<br />
Wären Amerikaner und andere so konsumdepressiv und kostensparend gewesen wie wir, hätten die Deutschen wahrscheinlich keine Überschüsse und im Zweifel auch kein Wachstum gehabt. Da wären fünf Millionen Arbeitslose erst der Anfang gewesen. Und: Wenn nichts passiert, gibt es bald noch eine Menge mehr kriselnde Handelspartner &#8211; auch das ist nicht gut für ein Land, das alles auf den Export gesetzt hat.<br />
Die Deutschen sind Opfer jener Fehldiagnose, wonach die Krise nach 2000 vor allem mit mangelnder Wettbewerbsfähigkeit zu tun hatte. Jetzt sind Jahre damit verbracht worden, diese Wettbewerbsfähigkeit durch Kostentrimmen und Billigmachen immer noch mal zu verbessern. Ergebnis: Der Rest der Welt liegt (nicht nur deshalb natürlich) mittlerweile im Koma &#8211; und Deutschland schrumpft plötzlich stärker als die, die von der Kanzlerin geschimpft werden. Nicht nur Amerika, auch Deutschland braucht dringend ein neues Wachstumsrezept.&#8221;</p>
<p>Heiner Flassbeck hatte bereits im Jahre 2005 unter der Überschrift &#8220;Die deutsche Lohnpolitik sprengt die Europäische Währungsunion&#8221;<br />
<a href="http://www.flassbeck.de/pdf/2005/8.11.2005/Die%20deutschen%20Lohnst%FCckkosten.pdf" rel="nofollow">http://www.flassbeck.de/pdf/2005/8.11.2005/Die%20deutschen%20Lohnst%FCckkosten.pdf</a><br />
auf die Gefahren aufmerksam gemacht, die aus dem deutschen Lohndumping vor allem für die Staaten der Euro-Zone drohen. Es steht zu befürchten, daß sich eine Fortsetzung des hiesigen Lohndumping zum Schaden der Arbeitnehmer innerhalb der Euro-Zone (sowohl der deutschen Arbeitnehmer als auch der Arbeitnehmer der übrigen Staaten der Euro-Zone) auswachsen wird. </p>
<p>-</p>
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