„Go!“ für die Mullahschwebebahn
geschrieben am 01. Juni 2009 von Spiegelfechter
Mitten in der Weltwirtschaftskrise schließt ein Münchner Planungsbüro im Namen eines deutschen Konsortiums einen Vertrag in zweistelliger Milliardenhöhe ab, der den Weg für den Export einer deutschen Schlüsseltechnologie frei macht. Doch wer nun mit Spitzenmanagern rechnet, die sich ob ihrer visionären Fähigkeiten stolz auf die eigene Schulter klopfen, oder mit Politikern, die jedem Journalisten, der sich nicht schnell genug in Sicherheit bringen kann, in die Notizblöcke diktieren, wie konkurrenzfähig und erfolgreich deutsche Technik doch ist, der wird sich wundern. Nichts davon geschieht – die Wirtschaft schweigt und die Politik ist auf Tauchstation. Das Projekt, von dem die Rede ist, hat nämlich eine gewisse Brisanz. Es geht um den Bau einer Transrapidtrasse in Iran.
Pressemeldungen iranischer Nachrichtenagenturen berichteten letzte Woche übereinstimmend vom deutsch-iranischen Deal. Auch Recherchen des ARD-Hörfunkstudios Istanbul bestätigten, dass in der letzen Woche eines der größten Infrastrukturprojekte beschlossen wurde. Das iranische Verkehrsministerium und die Regierung der Provinz Razavi-Chorasan haben mit dem Münchner Planungsbüro „Regierungsbaumeister Schlegel“ einen endgültigen Vertrag über die Projektierung einer 850 Kilometer langen Transrapidstrecke zwischen der Hauptstadt Teheran und der zweitgrößten Stadt des Landes, Maschhad, abgeschlossen. Von iranischer Seite seien bereits 1,5 Mrd. US$ bereitgestellt worden, die deutsche Seite will weitere 6,7 Mrd. Euro investieren. Die Kosten für die Infrastruktur wie zum Beispiel Kraftwerke und Bahnhöfe, sowie für den Erwerb der nötigen Grundstücke für die Trasse, will der iranische Staat übernehmen. Das Gesamtvolumen des Projekts wird mit 12 Mrd. Euro beziffert. Ob Geld aus Deutschland fließen wird, ist allerdings wenig wahrscheinlich. Ein Sprecher von Schlegel nennt saudi-arabische und iranische Quellen als Geldgeber. Die Zeit für die Umsetzung der Trasse wird auf fünf bis acht Jahre geschätzt. Der Trassenbau soll an vier Orten gleichzeitig beginnen.
Die Trasse Teheran-Maschhad gilt vielen Experten als Paradebeispiel eines möglichen Transrapid-Einsatzes. Die Metropolregionen Teheran und Maschhad haben 13 bzw. 5,6 Mio. Einwohner – jedes Jahr pilgern alleine 15 Millionen Schiiten zum Wallfahrtsort Maschhad. Momentan verbringt ein Pilger rund 14 Stunden in der Bahn – mit dem Transrapid soll die Fahrzeit nur noch rund 2,5 Stunden betragen. In iranischen Medien wird der Fahrpreis mit 25 Euro pro Strecke angegeben. Das Betreiberkonsortium rund um Schlegel wird den Transrapid als BOT-Modell (Build-Operate-Transfer) betreiben. Nach rund 25 Jahren wird das Projekt dann an den Staat Iran übergehen. In diesem Zeitraum würden die Betreiber demnach rund 19 Mrd. Euro einnehmen können – bei 6,7 Mrd. Euro Investitionskosten und den Kosten für den laufenden Betrieb scheint die wirtschaftliche Seite des Projektes damit tatsächlich tragfähig zu sein. Deutschland hätte einen Kunden für seine Hochtechnologie, der andere potentielle Kunden mitziehen könnte und Iran hätte ein technisches Prestigeobjekt – für ein Land, das sich international nicht anerkannt fühlt ein nicht zu unterschätzender Beweggrund.
Entwickler des Transrapid sind die Firmen Siemens und Thyssen-Krupp. Beide Unternehmen bestreiten indes vehement, mit Iran oder dem Ingenieurbüro Schlegel in Kontakt zu stehen. Diese lauwarmen Dementi haben ihren Grund. Als vor zwei Jahren zwischen Schlegel und den Iranern eine Absichtserklärung für das Transrapid-Projekt vereinbart wurde, liefen der Zentralrat der Juden in Deutschland und die CDU Sturm. Außenpolitische „Experten“ schlossen damals einen Technologieexport in ein Land, „das den Holocaust leugnet und Israel von Landkarte tilgen will“, kategorisch aus. Den geistigen Tiefpunkt setzte damals die ZdJ-Funktionärin Knobloch, die unkte, dass ein iranischer Transrapid nicht nur Pilger, sondern auch „Waffen und Terroristen“ transportieren könne. Im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah waren auf muslimischer Seite Motorroller das Transportmittel Nummer Eins. Würde Frau Knobloch auch ein Exportverbot für Vespa-Roller fordern? Bei der Kanzlerin zeigte der Protest des ZdJ jedenfalls Wirkung – vor zwei Jahren erklärte sie ihre kategorische Ablehnung der iranischen Transrapidpläne.
Zwei Jahre später hat sich viel geändert – im Weißen Haus regiert Präsident Obama, und die Doktrin der Isolation Irans wurde durch eine Bereitschaft zum Dialog ersetzt. Israel ist durch den Gaza-Krieg und die Wahl einer Hardliner-Regierung international in die Kritik geraten, und die deutsche Exportwirtschaft lechzt in der Weltwirtschaftskrise nach neuen Aufträgen. Nur die Kanzlerin ist immer noch die alte und es besteht kaum ein Zweifel daran, dass sie ihre Position zum Thema Israel und Iran nicht geändert hat. Anders als vor zwei Jahren dürfte sie aber heutzutage keine gesellschaftliche Rückendeckung für ihre Position bekommen. Allerdings ist nur allzu verständlich, dass Siemens und Thyssen-Krupp leise vorgehen und erst einmal so tun, als wüssten sie von nichts. Die taktische Route lässt sich aus Äußerungen im Umfeld des Siemens-Konzerns erkennen – „Wenn alle Voraussetzungen gegeben wären, spräche aus Sicht der Industrie nichts gegen den Bau des Transrapid in Iran“.
Es wäre eine Eselei ersten Grades, wenn die deutsche Politik abermals die Beziehungen zu Iran aus oberflächlichen, ideologisch bornierten Gründen beschädigt. Selbst unter iranischen Dissidenten besteht kaum Widerspruch, dass ein verstärkter wirtschaftlicher und kultureller Austausch reformwilligen Kräften in Teheran Rückenwind geben könnte. Die Weltwirtschaftskrise hat allerdings auch in der deutschen Politik und in den Medien zu einem Paradigmenwechsel geführt. Während vor wenigen Jahren noch jedes russische Investment in Deutschland als „strategische Kriegsführung“ gebrandmarkt wurde, kommt heute niemand auf die Idee, Kritik zu üben, wenn eine staatliche russische Bank Mehrheitsaktionär von Opel werden will. Es ist zu hoffen, dass derlei Pragmatismus auch in die deutsch-iranischen Beziehungen Einzug hält.
Trotz aller Dementi ist die Wahrscheinlichkeit für eine Realisierung der „Mullahschwebebahn“ hoch. Es ist kaum anzunehmen, dass ein Münchner Ingenieurbüro mit guten Verbindungen einen Multimilliardenvertrag unterschrieben hätte, wenn man nicht hinter den Kulissen sowohl in Berlin als auch in den Konzernzentralen von Siemens und Thyssen-Krupp bereits grünes Licht gegeben hätte. Es ist sogar anzunehmen, dass das kleine Münchner Ingenieurbüro nur als Strohmann in den Ring gestellt wurde und das Transrapid-Konsortium im Hintergrund die Fäden zieht. Inwieweit die Politik überhaupt eine Handhabe hätte, das Projekt zu torpedieren, ist fraglich. Der Transrapid fällt nicht unter die Sanktionsbestimmungen der EU und offensichtlich benötigen die Betreiber noch nicht einmal deutsche Garantien. In Zeiten, in denen jeder Kleinindustrielle nach Staatsgarantien lechzt, ist das einmal eine Perspektive, die auch den Steuerzahler freuen wird. Nach Milliarden und Abermilliarden, die bereits an Steuergeldern in das Projekt Transrapid versenkt wurden, besteht nun die Möglichkeit, einen Teil dieses Geldes wieder in deutsche Steuersäckel zurückfließen zu lassen.
Grafik: Süddeutsche.de
Lesetipp: Vor zwei Jahren hat sich der SPIEGELFECHTER schon einmal in einer Glosse mit dem Thema beschäftigt.
Jens Berger
| Tags: Deutschland Iran | |
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Kommentare
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Hmm.
Ein schönes Beispiel für investigativen Journalismus.
Spiegel
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,627243,00.html
Focus
http://www.focus.de/politik/deutschland/muenchen-milliarden-bahnprojekt-aus-iran-geht-an-muenchener-ingenieurbuero_aid_403148.html
(Wer hat hier wohl von wem abgeschrieben?)
Respekt Spiegelfechter. Vor einem Vergleich mit den Printmedien brauchst du dich nicht zu scheuen.
Du hast einen neuen Dauerleser gewonnen.
Was bitte soll daran investigativ sein? Der ganze Artikel baut doch auf Infos auf, die auch in den etablierten Medien nachgeschlagen werden können. Und die wichtigste Info unterschlägt der SF dabei noch. Ich darf den SPIEGEL zitieren:
Damit ist alles spekulieren erst einmal für die Katz. Und noch gilt Spekulation (die darüber hinaus nur den Wunsch des Verfassers widergeben) nicht als Ausdruck investigativen Handelns.
“GO!” home! ;)
Ah
Ein Spiegelleser.
No Comment
@antiferengi
laut *auflach*
Das schreibt jemand, der gerade noch selbst den SPIEGEL verlinkt hat. Mein SPIEGEL-Zitat stammt übrigens genau aus jenem verlinkten Artikel. Sie Focus-Leser, sie! Oder verlinken sie immer Artikel, die sie selbst nicht lesen? Das würde allerdings ins Bild passen.
*auslach*
Freier Handel gilt doch sonst überall als probates Mittel der Friedenssicherung – und Länder die beide einen McDonalds haben haben noch nie Krieg gegeneinander geführt. So gerht die Geschichte doch, oder?
“Wandel durch Annäherung” war auch mal das Motto der doch insbesondere im Rückblick höchste erfolgreichen Ostpolitik der Anfangs-1970er.
Darüberhinaus hat nach dem Staat Israel selbst wohl nur der ZdJ eine solch erfolgreiche Politik zur Festigung des Antisemitismus bestrieben.
Mir persönlich ist es völlig wurscht ob Deutsche mit Iranern Geschäfte machen. Nur Frage ich mich immer wieder, wtf haben die Juden (hier Israel und ZdJ) jetzt schon wieder damit tun? Ich sags euch. Die Iraner sind euch sch***egal. Sie dienen euch nur als Schnittstelle um mal wieder über die USA, Knobloch und Konsorten abzufloddern. Ich bin überzeugt, gäbe es diese Schnittstelle nicht, der SF-Beitrag wäre hier nie erschienen. So siehts aus.
Trotzdem, Danke! Danke für die Bestätigung meiner Vorurteile. Und jetzt wieder zurück zum Thema.
Hoffentlich siegt der Pragmatismus und dieses mit so viel Steuergeld subventionierte Stück Prestige-Technologie findet eine sinnvolle Anwendung. Wenn es die Deutschen aus lauter Rücksicht auf politische Korrektheit nicht bauen, dann werden vielleicht mal wieder die Chinesen lächelnd in die Bresche springen. Angeblich haben sie ja die Technologie mittlerweile drauf. Was heißt eigentlich Danke auf Chinesisch?
Jetzt mal unter uns. Ich würd das Teil, hätte ich bei ThyssenKrupp was zu sagen, auch bauen. Wie ja bereits festgestellt, füllt das Ding ja angeblich so dolle den Steuersäckel, bessert darüber hinaus noch die Handelsbilanz auf und schmeichelt nicht zuletzt auch der deutschen Technik-Seele. Was also will man mehr? Nur bei der Lieferung von Ersatzteilen würde ich mich ein wenig taub stellen. Vielleicht schwebt das Ding ja auch so bis in alle Ewigkeit. Zumindest hat mir das neulich noch der Mahdi geflüstert. Zur Not können die Chinesen, die’s ja auch draufhaben sollen, die (Ersatz)Teile liefern.
@Ronson
Das unterschlage ich keinesfalls – ich habe das im Text ausgeführt. Anders als Reuters (Quelle des SPIEGELS) setze ich das Dementi allerdings in einen Kontext.
Mitnichten werter Ronson – wenn jedes lauwarme Dementi als Fakt gewertet werden könnte, müsste die Geschichte wohl neu geschrieben werden. Das Siemens und Thyssen-Krupp angeblich noch nicht von Schlegel angesprochen wurden, bestätigt übrigens auch der Sprecher von Schlegel – es geht hier nun einmal um Politik.
Du hast den Text gelesen? Wenn nein, dann lesen und Klappe halten ;-)
Genau! Alles Antisemiten, außer Mamma!
@Gebintit
Die chinesischen Partner des Transrapid-Konsortiums haben (angeblich) keine Exportlizenzen! Aber wer weiß schon, ob das stimmt.
@SF
Du stellst gar nix in den Kontext. Du spekulierst fleissig. Was durchaus legitim ist, darüber habe ich ja auch keine Silbe verloren. Und vielleicht behältst du ja mit dieser Spekulation auch recht, wer weiß. Nur investigativ ist das alles nicht, und darum gings mir. Und mit dieser Kritik musst du leben. Zumal dann, wenn Fans mit einen Anspruch der gegen Null geht, die Vorlage liefern. Du würdest, soviel Ausgewogenheit traue ich dir dann doch noch zu, diesen Beitrag selbst nicht als investigativ bezeichnen wollen. Ist eben ein Meinungsartikel, mehr nicht.
Nö, nichts mit alles Antisemiten außer Mutti! Ich halte dich auch für keinen, glaub ich zumindest! Wär mir aber auch egal. Aber du bedienst u.a. auch diese Klientel. Hat denn ja auch nicht lange gedauert, bis der erste in dieser Richtung argumentiert hat. Genau 5 Beiträge hats gedauert. Von wegen Verfestigung des Antisemitismus durch Semiten selbst und so. Die alte Leier halt. Aber noch einmal, was hat die Verfestigung des Antisemitimus durch Semiten selbst jetzt mit dem Beitrag zun tun? Ich sehe da keinen Zusammenhang. Aber so ist das nunmal mit Beißreflexen, die du, für so schlau halte ich dich, auch bewusst in Kauf nimmst.
Und wer lesen kann, der ist, nicht nur im Vorteil, sondern kann auch nachvollziehbar in diesem Strang nachprüfen, wer TATSÄCHLICH ständig das Wort “Antisemit” im Mund führt. Das waren bis jetzt nur du und OAlexander. Ich glaub mittlerweile, nicht zuletzt aus Ermangelung an Antisemitsmusvorwürfen, seid ihr dazu übergegangen euch selbst als solche zu betiteln. Aber das soll nicht meine Sache sein. Jeder so wie er kann.
Ich habe mich nur darüber mokiert, dass beim Stichwort Iran und Transrapid sofort wieder die alte Knobloch-Schachtel, die mir selbst auf den Senkel geht, zitiert wird.
Nicht so frech mein (Haus)Herr! Ohne mich, würdest du selbst heute noch keine 3,50 Euro für deine Freitag-Beiträge bekommen, sondern müsstest noch immer beim Telepolis für lau oder noch weniger dahindümpeln. ;)
PS: Der FC Bayern München wird nächstes Jahr Champions-League-Sieger. Wenns zutrifft, bin ich dann investigativ?
@gebintit: Danke heisst xie4xie 谢谢, vielen Dank fei1chang2 gan3xie4 非常感谢 :). Aber es gibt mittlerweile viele Chinesen, die “bu4 ci2xuan2fu2, xie4xie” 不 磁悬浮,谢谢 , also Transrapid nein danke, sagen, vor allem die, die in der Nähe wohnen. In Shanghai hat es Demonstrationen gegeben, die zum Aufschub der weiteren Strecke und zu Geschwindigkeitsbeschränkungen der bestehenden geführt haben. Im Rahmen des Stimulusprogramms wird es vermutlich eine weitere Strecke geben, Shanghai-Shenyang, wenn ich das richtig im Kopf habe. Aber generell ist das eine Problemtechnologie.
@Ronson
Ich erläutere, warum die Dementi u.U. nicht wörtlich zu nehmen sind – damit stelle ich sie in einen Kontext.
Natürlich nicht – das habe ich auch nicht behauptet.
Warum? Du stellst etwas fest, auf das ich gar keinen Anspruch erhebe. Warum sollte dies “Kritik” sein?
Das macht somit jede Kritik an Israel und/oder dem ZdJ. Damit kann ich gut leben.
Ja – wer lesen kann, weiß, dass dieser Begriff von der BILD-Zeitung als erstes in diesem Kontext benutzt wurde – nach einer kräfitgen Steilvorlage durch den ZdJ.
Mokiere Du das mal – kannst Dich ja bei der Dame beschweren. Wenn sie nicht so einen Unfug von sich geben würde, müsste man sie auch nicht zitieren ;-)
Übrigens, mit Fareus als Trackbacker hast du ja auch gleich einen hochkarätigen “Semitenfreund” angelockt. Auch bezeichnend. Du kennst Fareus? Das ist der, der den Näher nicht judenkritisch genug findet. Wie sagt man da doch so schön: “Mission Accomplished”. Na ja, die Welt ist ungerecht und seine Fans kann man sich nicht immer selbst aussuchen.
Bleiben wir doch lieber beim Transrapid, den Deutschen und den Persern und lassen die böse Israel-Lobby doch einfach mal für einen Moment aus dem Spiel. Mehr will ich doch gar nicht. ;)
Ich bin nämlich davon überzeugt, dass es auch so genug Gründe für Deutsche geben könnte, NICHT an den Iran zu liefern. Ohne die Charlotte und so. Aber im Endeffekt ist mir das alles sowas von Latte. Die Zentrifugen werden dadurch auch nicht sicherer aufbewahrt. Und darauf kommts doch an. ;)
Interessant dazu ist auch folgender Artikel Jens:
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57533?PHPSESSID=lltabsrjl1m8bq96h2fpbqrkg4
@ Ronson
“Wie sagt man da doch so schön: “Mission Accomplished”. Na ja, die Welt ist ungerecht und seine Fans kann man sich nicht immer selbst aussuchen.”
Guck an, da hat mal einer etwas über Rhetorikkurse gelesen und schwingt sich auf, die Welt vor Antisemiten zu bewahren.
Zum Rhetorikkurs:
Dein “Mission Accomplished” impliziert das der Spiegelfechter es darauf anlegt antisemitisches publikum anzuziehen. Ob Fareus ein Antisemit ist weiß ich nicht, es ist auch nicht von belang, da du ihn als solchen erscheinen läßt. Und jetzt komm mir nicht mit der Nummer “Das habe ich so nie gesagt”, dem Ahmadinejad würdest du ach nicht zugetehen, dass er das so nie gesagt habe. Wenn du also darauf bestehst, das wir nur die Inhalte bewerten und nicht die offensichtliche Intention, dann hat Ahmadinejad nie davon gesprochen Israel auszulöschen.
Der zweite Satz des Zitats, zeigt deinen naiven Versuch, dich selbst als toleranten Menschen erscheinen zu lassen, der dem Spiegelfechter nachsieht ein solch antisemitisches publikum zu haben, da er ja nichts dafür kann. Du stellst dich in eingutes Licht (der Verständnisvolle und Nachsichtige) und der Herr Spiegelfechter ist der Narr der sich nicht gegen die antisemitischen Besucher seines Blogs durchzustzen weiß.
Als ich den Artikel las, war mir klar, dass es nicht lange dauern würde, bis die erste “Steilvorlage” kommt die Trolle wie dich auf den Plan ruft. Natürlich hat sich OAlexander falsch ausgedrückt, dass du aber unterstellst er und der Spiegelfechter hätten diese Diskussion eröffnet stimmt nicht. Du warst es der sofort darauf ansprang, ob du das Wort “antisemitismus” dabei benutzt ist irrelevant (s.o. Paralelen v. Ronson und Ahmadinejad), der Herr Spiegelfechter kam erst später dazu und kam nicht umhin sich einzumischen.
In diesem Zusammenhang, stellt sich mir aber die Frage, warum du gerade den ZdJ so verteidigst (ich weiß, ich weiß du schreibst immer es wäre dir egal, eine weiterer, billiger Versuch mittels Rhetoriker als neutraler Betrachter zu erscheinen, gähhhhn) wo dieser doch offensichtlich antisemitisch ist. Allgemein wird doch immer gesagt, Israel und Judentum gleichzustzen wäre antisemitisch. Wenn aber der ZdJ bei jeder offiziellen Kritik an Israel sofort die Zähne zeigt, ist der ZdJ dann nicht antisemitisch, setzt er doch seine judischen Mitglieder mit Israel gleich bzw. stellen die damit nicht einen Angriff auf Israel mit einem Angriff auf Mitbürger jüdischen Glaubens gleich. Wenn du es nicht gemerkt hast, ich habe das kleiche gesagt wie OAlexander, nur ist es für dich nicht angreifbar, weil ich jeden Punkt belegen kann, dieses aber nicht muß, weil es genau die Argumentation ist derer sich jene bedienen, die andere gerne als Antisemiten “brandmarken”.
Jetzt haben wir drei Möglichkeiten:
1. Du besuchst tatsächlich einen Rhetorikkurs, vielleicht klappt es ja dann.
2. Der Spiegelfechter sucht sich einen andere, dümmeren Leserstamm, die fallen auf deine plumpen Versuche der Meinungsmache herein.
3. Es bleibt alles beim alten und wir haben einen weiteren Kommentator der zur allgemeinen Belustigung beiträgt.
Mit freundlichen Grüßen
Donald
PS @ Spiegelfechter
Es ist nicht meine Absicht andere zu beleidigen. In diesem Fall fühlte ich mich aber geradezu beleidigt, ob der primitven Versuche der Meinungsmache.
Random Ronson Quotes:
1.
Mir persönlich ist es völlig wurscht ob Deutsche mit Iranern Geschäfte machen. Nur Frage ich mich immer wieder, wtf haben die Juden (hier Israel und ZdJ) jetzt schon wieder damit tun?
2.
Ich bin nämlich davon überzeugt, dass es auch so genug Gründe für Deutsche geben könnte, NICHT an den Iran zu liefern. Ohne die Charlotte und so..
makes sense
Herrgott Leute, kann man nicht mal ganz unschuldig was nettes sagen,
ohne das daraus gleiche eine Schlacht wird :-)
Ich hab doch nur verglichen, und den Bericht vom Spiegelfechter einfach
als besser gefunden, weil er nicht mit der selben Einfachheit ein Thema
angeht, während andere abschreiben, – sondern eindeutig mehr draus macht.
He,he, – ich hab dabei nicht mal an Politik gedacht, aber ich stelle mit Freuden fest
das nicht nur unsereins unter Paranoia leidet.
Wenn ihr euch an dem Wort investigativ aufregt, – ok war vielleicht nicht besonders
niveauvoll. Aber Niveau sollte man nur kritisieren wenn mans selber auch drauf hat.
@Ronson
Ein Rest von rudimentärer Höflichkeit gehört schon dazu.
Der Shanghaier Transrapid ist ein ziemlicher Flop. Fährt die meiste Zeit ziemlich leer in der Gegend rum (zumindest war das vor einem Jahr noch so, würde mich wundern, wenn sich das inzwischen geändert hat).
“Build-operate-transfer” verlagert das Risiko auf den Geldgeber, der sich aus den Ticketerlösen bedienen muß. Wenn ich Siemens-Aktionär wäre, würde ich mich davor hüten, 19 Mrd. € Ticketeinnahmen auf der Strecke Teheran-Mashad zu unterstellen:
Bei 25 € Ticketpreis wären das 760 Millionen Passagiere, oder 30 Millionen pro Jahr. Pilgerziel hin oder her, das kann doch keiner ernsthaft unterstellen.
Die Zahl der deutschen Arbeitsplätze dürfte sich auch in Grenzen halten, da die Trasse ja wohl vor Ort gebaut wird, und das ist m.W. der Hauptteil der Kosten.
Abgesehen davon habe aber auch ich kein Problem damit, den Transrapid in den Iran zu verkaufen, solange die Iraner das angemessen bezahlen. Schaden können sie mit dem Ding ja keinen anrichten, und vielleicht werden die Mullahs sogar etwas friedlicher, wenn sie angenehm klimatisiert zum Wallfahren schweben dürfen…
@Thomas
Das Geld stammt – so wie die Informationen momentan liegen – auch nicht aus D, sondern aus saudischen und iranischen Quellen. Grundlage für “meine Kurzkalkulation” sind i.d.T. 15 Mio. Fahrten (Hin- und Rück). Da könnte aber auch noch sehr viel Spiel nach unten sein, da die Differenz zwischen 19 und 6,7 Mrd. Euro (+Betriebskosten) noch viel Raum lässt.
“Vor zwei Jahren hat die der SPIEGELFECHTER schon einmal in Glosse mit dem Thema beschäftigt”
die der!
in Glosse?
hat _sich_ beschäftigt?
ganz schöne Quote für einen Satz :)
Apropos Quote, wie zitiert man eigentlich in Kommentaren?
Es scheint mir unwahrscheinlich, dass der Iran so ein Projekt stemmen kann. Schließlich handelt es sich um eine viel größere Dimension als in China. Iranische Pilger können sich wohl kaum solche Transrapid-Tickets leisten.
Natürlich kann man Studien finanzieren. Aber es sollte dann auch klar sein, worin deren Kommunikationszweck besteht.
Ich trau mich ja schon gar nicht mehr ;-)
Aber wenns erlaubt ist hier einen Bericht vom Dec.2008 aus dem Iran Daily.
(Abschnitt: Upward Development in Rail Transport)
http://www.iran-daily.com/1387/3303/html/economy.htm
Nochwas: Saudis beteiligen sich an der Finanzierung schiitischer Pilger-Reisen, das will mir auch komisch erscheinen.
@ 24 Karl Heinrich
No na nix, komisch ist das nicht, ei Geld hört nicht nur die Freundschaft auf, auch der Glauben. Israel kauft iranische Öl, soviel zu diesem Thema.
Deutschland und der Iran sind einander schon seit langem gute Geschäftspartner: gtai.de. Hauptlieferländer des Iran sind China 14,3% und dann kommt schon Deutschland mit 9,8% gefolgt von den VAE mit 8,4% usw…
Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer
German-Iranian Chamber of Industry and Commerce
Ave. Africa Navak Street No. 16
P.O.B. 15875-6118, Tehran, Iran
Tel.: 00 98 21/81 33 10 00; Fax: -88 79 44 01
E-Mail: ahk_Iran@dihk.co.ir; Internet: http://iran.ahk.de
Gegenpart dazu: Jüngsten Berichten zufolge erhält Qatar 36 Panzer vom Typ “Leopard 2″; auch weitere Lieferungen an andere Staaten der Arabischen Halbinsel sollen künftig erlaubt werden. Damit stärkt Berlin die arabischen Rivalen des Iran, um einen Positionsgewinn Teherans auszuschließen.
Nun ihr wisst ja alle: Wo wir sind ist vorn!!!
Welche Kompetenz in unserer ReGIERung sitzt soll folgende kleine Randnotiz zeigen:
Wem der Liebe Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand sollte man meinen!!!
Zensursula zur KiPo-Sperre:
Zur technischen Umsetzbarkeit. Man muss sich das in etwa so vorstellen, als wenn man ein Telefon hat, dessen Stecker aus der Wand gezogen ist: Man kann den Hörer abheben und eine Nummer wählen; eine Verbindung wird jedoch nicht aufgebaut. Das ist das Grundprinzip: schon im Ansatz zu sperren, um jeglichen Zugang zu diesem Markt unmöglich zu machen.
(Quelle: DBtag Stenografischer Bericht 213. Sitzung Berlin, Mittwoch, den 25. März 2009 PDF)
Es genügt nicht, unfähig zu sein, man muss auch in die Politik gehen. Setzen sex – die CDU Rufnummernsperre
nu bleibt mal aufm Teppich. Iran ist nicht Somalia. Das BIP/Kopf ist etwa 1/7,5 zu unserem, so 5200-5500$ pro Kopf. Wenn diese Pilgerreise für die Leute wichtig ist, sind 25€ bei den dortigen Einkommen kein Thema. Manche Mekkapilger aus Afrika hauen mehrere Jahreseinkommen für den Hadsh weg, früher haben Dörfer zusammengelegt, damit mindestens einer oder zwei aus ihrer Mitte das machen konnten.
Tatsächlich könnte dieser Pilgerkram ein relativ solides Geschäftsmodell darstellen, anders als ein TR zwischen Berlin und Hamburg :) .
Nebenbei gesagt: Für 25 Eulen kommt man mit der Bahn nichtmal von Berlin bis Wolfsburg. Und da gibt es nix zu pilgern.
Im Iran steht die Demokratie kurz vor den Toren. Und es ist immer besser wenn sich ein Land selber demokratisiert. Siehe Irak, Afgahnistan etc..
Wieder, immer wieder wirklich belustigend wie der Rubel rollt.
Setz dich einfach hin, nimm deinen Taschenrechner und rechne dir aus wieviel religöse Menschen zur Pilgerfahrt reisen, multiplizier das mal die Rückfahrt und rechne dir aus auf wieviel Jahre die Kreditrate zurückzubekommen ist.
Immer wieder schön zu lesen hier , wie die Welt funktioniert.
Taschenrechner-Kredite als einzige Vernunftslösung, erhaben über jeden moralisch-religösen oder sonstigen Zweifel führen immer wieder zu Erfolg im gelebten Dschungel-Kapitalismus.
Heutezutage wird man richtig stolz wenn man in einem fehlgeleiteten System versucht die wenig übriggebliebenen Reccourcen zu entdecken und das “Erfolgsmodell” des Geld verdienens , per Tröpfchen-Injektion am Leben zu erhalten.
Willkommen in der alten Welt, warum noch kritisch das System hinterfragen wenn es noch ein paar Schlupflöcher zu finden gibt.
Viel Erfolg
Am Wochenende nehmen wohl die Blogschlägereien immer ein bisschen zu. Ich find es aber lustig – dadurch sieht man erst, wie sensibel das Thema ist (also Jens’ Investigativität nicht der Iran und die H…Leugnung). Ich unterstütze die Reformkräfte im Iran, sollen sie den Transrapid doch zum Erfolgsmodell machen. Solange diese Züge nicht so eingesetzt werden, wie die Eisenbahn schon in Deutschland verwendet wurde ist daran doch nichts zu meckern.
Und wenn sie dann noch den Anschluss an “moderne Demokratien” bekommen, dann ist das doch auch schön.
Noch eine Anmerkung an alle Iraner, lasst Euch nicht die deutsche Version der Schulpflicht aufschwatzen, das wäre ein Schritt vor und zwei zurück.
@ 14 Ronson
“Übrigens, mit Fareus als Trackbacker hast du ja auch gleich einen hochkarätigen “Semitenfreund” angelockt. Auch bezeichnend. Du kennst Fareus? Das ist der, der den Näher nicht judenkritisch genug findet. Wie sagt man da doch so schön: “Mission Accomplished”. Na ja, die Welt ist ungerecht und seine Fans kann man sich nicht immer selbst aussuchen.”
Der Mann heißt Dietmar Näher, und ist sicher nicht “Der Näher”. Die einzigen, die das regelmäßig sagen, sind die PI-Typen. Deine Art zu Argumentieren (Verdrehen, Beleidigen, Unterstellen), sowie deine Einstellung und dein offensichtlicher Hass auf Dietmar Näher und Fareus weisen darauf hin, dass du aus dieser Richtung kommst (PI, Lizas Welt, oder irgendein anderer antideutscher/rassistischer Dreck). Owohl das mit antideutsch/rassistisch letztlich nur eine unnötige Dopplung ist.
Wie auch immer, du hast die Möglichkeit, dich konstruktiv an der Diskussion zu beteiligen, oder sie zu sprengen, etwa in dem du möglichst vielen Leuten Antisemitismus unterstellst. Da du dich für letzteres entschieden hast, glaube ich nicht, dass du noch was wichtiges Beizutragen hast.
“Nur bei der Lieferung von Ersatzteilen würde ich mich ein wenig taub stellen. Vielleicht schwebt das Ding ja auch so bis in alle Ewigkeit. Zumindest hat mir das neulich noch der Mahdi geflüstert. Zur Not können die Chinesen, die’s ja auch draufhaben sollen, die (Ersatz)Teile liefern.”
(Toll, gerade mal der 8. Post, und schon muss sich hier so ein Kerl in Antimuslimischen Stereotypen ergehen).
So würde das aussehen, wenn ich nach der Art argumentiere, die dir zu eigen ist. Da ich das aber für dumm, ignorant und gefährlich halte, übergehe ich solche vollkommen unnötigen und unlustigen Kommentare, und konzentriere mich auf die eigentliche Argumentation, so vorhanden. Wenn du kein eindeutiges Anzeichen für Antisemitismus/Rassimus siehst (offener Hass, Beleidigungen, etc.) dann wäre es angebracht, dies zu übergehen oder den anderen auf seine verfehlte Argumentation hinzuweisen. Das was man sagt, ist nicht immer das, was man eigentlich sagen wollte.
Auf diese Art kann man so manches falsche Bild beseitigen. Sollte sich hingegen der Eindruck bestätigen, kannst du ja immer noch draufhaun.
Wobei ich hier den Eindruck habe, dass es dir eigentlich scheißegal ist, und du wahrscheinlich einfach nur mal draufhauen möchtest. In diesem Fall solltest du aber mit dem Echo leben können.
Der Iran wird in Zukunft immer wichtiger, zum einen als Rohstofflieferant und zum anderen als Transitland für Rohstoffe, z.B. via Pipeline. Das bedeutet, daß wir endlich mal diese Kalte-Krieg-Mentalität ablegen sollten. Viel sinnvoller ist es, moderne Technik, Organisationsstrukturen und vor allem Menschen in den Iran zu schicken. So läßt sich religiöse Engstirnigkeit effektiver bekämpfen als mit Bomben und Raketen.
Daß Israels Regierung und ihre fundamentalischen Frontfrauen und -männer in den USA und Europa kein Interesse an normalen Handelsbeziehungen zum Iran haben, ist verständlich. Nur der Aufbau einer konstanten Drohkulisse erhält Israels Regierungen an der Macht und sichert ihnen westliche Kapitalzuflüsse.
Für mich stellt ein Iran mit Atomwaffen eine genau so große Gefahr dar, wie das atomar hochgerüstete Israel. In beiden Regierungen sitzen verrückte Fanatiker, die ihre Machtansprüche notfalls ohne irgendwelche Rücksicht durchsetzen würden.
Auch die Amis haben diesen religiösen Fanatikern immer in die Hand gespielt (schließlich bestand die amerikanische Regierung bis vor kurzem selbst aus religiösen Fundamentalisten). Anstatt die im Iran und Afghanistan gefangenen Spitzenterroristen nach Kuba zu schicken, hätte ich sie in ein luxuriöses Appartement mit allem Komfort in New York gesteckt. Das Appartement hätte ich mit Kameras ausgestattet und den “Terroristen” konstant der dekadente westliche Lebensweise ausgesetzt. Die Aufnahmen wären als Lifeshow ins Internet gestellt worden. Möglicherweise hätten wir so eine wunderbare BigBrother-Show. Der große Vorteil wäre gewesen, daß sich das Ganze wahrscheinlich noch selbst finanziert hätte.
Also, liefern wir dem Iran eine Transrapidstrecke mit allen Komfort. Das ist billiger als einen Krieg zu beginnen und langfristig effektiver.
Einer der Gründe, warum der Spiegelfechter für mich als seriöse Quelle nach wie vor nicht in Frage kommt, sind seine reißerischen Quintessenzen und infantilen Bebilderungen.
So auch hier: “Mullahschwebebahn” und dazu der so genannte (natürlich satirisch gemeinte – haha) “Transrapid-Entwurf” als Fotomotiv: Klar, im hinterwälderischen Iran dürfen nur islamische Geistliche öffentliche Verkehrmittel benutzen und herrschen auch ansonsten mittelalterliche Zustände – das ist die Message, die mit so einem Quatsch transportiert wird. Folgerichtig wird in den Kommentaren spekuliert, ob “die Pilger” sich 25 Euro leisten können…
Lieber Herr Berger, aus meiner Sicht müssten Sie sich schon entscheiden, was Sie eigentlich sein wollen: politischer Blogger oder doch effektheischender Wortakrobat.
Verstehe ich nicht: “Mullahschwebebahn” hätte auch der Spiegel texten können, und der gilt gemeinhin (trotz seiner etwas reisserischen Texte) durchaus als seriös.
Jens, du kannst Gedanken lesen.
Ich wollte dich gestern anschreiben, ob du dich mit dem Thema beschäftigen könntest. Kein Scherz. Und heute lese ich den Artikel.
Sehr schöner Artikel. Danke.
Also immer wenn ich über Frau Merkel was lese bin ich automatisch schlecht drauf, weil ich weiß, dass da nichts guten kommen kann….
Was mir in dem Artikel fehlt sind die Gründe, warum die Frau Merkel bedenken hat und eher dagegen sein will.
Die Sanktionsgeschichte ist doch auch schwachsinn. Es gibt kein amerikanisches Produkt was man im Iran nicht kaufen könnte. Die Preise sind auch nicht zu hoch. Computer (Dell, HP) z.B. sind teils günstiger als hier in Deutschland. In solchen großen Mengen und bei so Aktuellen Produkten ist es unmöglich, dass die Produkte illegal importiert werden.
Die Amerikaner halten sich kaum an den Bestimmungen und umgehen wo es nur geht und die Deutschen lassen sich verarschen und machen alles gründlich.
Ich habe viele Jahre im Iran gelebt. Dort wird überwiegend positives über Deutschland und den Deutschen berichtet und die Deutschen sind sehr beliebt.
Aber hier ließt man soviel negatives auch wenn die meisten kaum Info über das Land und den Menschen haben. Finde ich sehr schade.
@ grammernerd
http://www.pictureupload.de/originals/56591/020609170322_webseiten_startseite_von_mozilla_firefox_1243950697680.png
Und nicht vergessen, “die Deutschen” sind sehr beliebt im Iran. *hüstel*
Cool! In großen Städten wie Tehran herrscht ein einziges Verkehrschaos. Auf den großen Autobahnen ist zwar einfacher, aber das Land ist auch vier mal größer als Deutschland (flächenmäßig). Ich würde (sollte das realisiert werden) sofort ma n abstecher da hin machen, und es ausprobieren. Wer kann schon von sich behaupten mit einer sich im wirklichen Betrieb befindlichen Transrapid gefahren zu sein?
slightly offtopic:
Es stehen interessante Zeiten bevor. Am 12.6. sind Präsidentenwahlen im Iran…
http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/KF04Ak01.html
http://www.nytimes.com/2009/05/24/opinion/24leverett.html
@ Ronson
dein link funktioniert nicht.
ps: hätte ich etwas früher die möglichkeit gehabt eure sprache zu erlernen, könnte ich vielleicht mehr fehler ausschließen. das ist leider nicht der fall. musst damit leben. :)
ich hoffe, dass die bedeutung nicht so stark unter meiner schreibweise leidet.
Auch Israel handelt mit dem Iran und bezieht z.b Erdöl und Pistanzien.
Überhaupt wieso soll man die Iranische Menschen für ihren Präsident bestrafen? schließlich leben diese Jahrhundert lang mit den Juden in Frieden dort.
@ Lolman
gebe ich dir recht.
aber leider wollen es die meisten nicht wahrhaben.