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  • 100 Zeilen Hass für Sabine Bätzing

    geschrieben am 02. Juni 2009 von Spiegelfechter

    ?Das ist ein Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel? ? dieses Zitat wird dem Altkanzler Helmut Schmidt zugeschrieben. Für Sabine Bätzing ist die Welt ohne große Zweifel. Die Bundesdrogenbeauftragte hätte allerdings auch so ihre Probleme mit dem kantigen Altkanzler. Die Versuche der 34-jährigen, dem Souverän seine Entscheidungsfähigkeit in alltäglichen Dingen wie dem Tabakkonsum abzusprechen, würden bei ihrem 91-jährigen Parteifreund sicher nur ein abschätziges Augenbrauenzucken hervorrufen. Sabine Bätzing hat den Rauchern den Krieg erklärt. Für die Winteroffensive 2010 plant sie die Einführung sogenannter ?Schockbilder? auf Zigarettenschachteln. Mehr als die Hälfte der Packung soll dann mit Bildern von Lungenkarzinomen, faulenden Zähnen und toten Föten bedeckt sein. Früher zeigten Zigarettensammelbilder ästhetisch ansprechendere Motive ? aber früher war ja auch alles besser. Früher trafen sich angesehene, kantige Journalisten zum Frühschoppen bei Werner Höfer, qualmten, tranken Wein und führten hitzige Debatten. Heute heißt der Nachfolger von Höfers Sendung Presseclub und die dort bei einem Glas Mineralwasser palavernden Journalisten langweilen den Zuschauer mit blutleeren Worthülsen ? geraucht wird dabei natürlich nicht, Rauchen darf im Fernsehen nur noch der Altkanzler.

    Wenn die Politik auf die elementaren Fragen unserer Zeit keine Antworten findet, dilettiert sie gerne auf Nebenkriegsschauplätzen herum. Besonders beliebt sind dabei solche Themen, bei denen sie auf ihre moralische Lufthoheit pochen kann. Galt es früher als selbstverständlich, dass der Bürger ein erwachsenes Individuum ist, dessen Freiheit nicht über Gebühr eingeschränkt werden darf, so definiert sich die heutige Politik als ?gütiger Vater?, der den unmündigen Bürger an die Hand nimmt und ihm zeigt, was gut und was schlecht für ihn ist. Dass das Rauchen ? pragmatisch betrachtet ? schlecht für den Bürger ist, steht außer Zweifel. Noch nicht einmal der ignoranteste Kettenraucher würde die gesundheitsschädliche Wirkung des Rauchens abstreiten. Aber Freiheit bedeutet auch, unvernünftige Dinge tun zu dürfen. Verbote und Drangsalierungen sind immer ein Stück Unfreiheit, die nur dann in Betracht gezogen werden darf, wenn andernfalls die Freiheit der Anderen überproportional beeinträchtigt wird.

    Ob das Anbringen von Schockbildern auf Zigarettenschachteln einen nützlichen Effekt hat, ist umstritten. In Ländern wie Belgien, Kanada oder Thailand, in denen dieses Instrument bereits eingesetzt wurde, sind die meisten Raucher auf Zigarettenetuis umgestiegen. Wer will auch schon täglich mit den potentiellen Negativfolgen seines Handelns konfrontiert werden. ?Rauchen verursacht tödlichen Lungenkrebs?, so prangt es bereits heute auf den Zigarettenschachteln. Wenn solche drastischen Formulierungen, ohne Konjunktiv oder Fallwahrscheinlichkeit, auch auf Beipackzetteln von Medikamenten stünden, würde wohl niemand mehr zur Aspirin greifen, wenn ihn nach der Lektüre von Sabine Bätzings ?Weisheiten? der Kopf schmerzt. Für die ?Volksgesundheit? dürfte die Einführung von Schockbildern auf Zigarettenpackungen zumindest keinen negativen Effekt haben ? aber muss die Politik alles tun, was im Zweifel nicht schadet?

    Das Leben hat viele Nebenwirkungen und endet stets tödlich. Neben dem Rauchen gibt es viele andere Aktivitäten, die potentiell schädlich sind. Wie lange dauert es noch, bis Bilder von Leberzirrhosen auf Bierflaschen prangen? Wird der Schokoriegelkonsument bald mit Bildern von Magengeschwüren konfrontiert? Muss VW künftig 50% der Werbefläche in Hochglanzmagazinen mit Bildern von Gliedmaßen, die bei einem Autounfall abgetrennt wurden, ausfüllen? Oder schmücken bald Bilder mit toten Föten Viagra-Packungen? Sex kann schwanger machen, mit unberechenbaren Folgen. Auch gesellschaftlich geförderte Freizeitaktivitäten sind nicht risikolos. Warum näht man keine Bilder mit abgerissenen Patella-Sehnen auf Joggingschuhe? Sollte man die Hälfte der Werbefläche auf Fußballtrikots nicht mit Bildern offener Schienbeinbrüche plakatieren? Nein ? einstweilen sind nur die Raucher die Parias der ?Super-Nanny-Gesellschaft?. Man hat Raucher für moralisch vogelfrei erklärt und lebt an ihnen die abstoßende Sucht zur Maßregelung anderer Menschen aus. Schockbilder auf Zigarettenpackungen sollen auch keinesfalls den Raucher von seiner verwerflichen Genusssucht abhalten ? sie sollen ihm ein schlechtes Gewissen verursachen damit letztendlich die Genussfeinde in einem ?noch? besseren Licht dastehen lassen.

    Wer heute noch seiner Genusssucht frönen will, wird am Arbeitsplatz oder in der Kneipe wie ein Hund mit Verdauungsstörungen vor die Tür geschickt. Selbst auf den offenen Bahnsteigen darf der arme Sünder trotz steifer Brise nur in gelben Aussätzigenzonen rauchen. Das gesellschaftlich geförderte Genörgel über ?die Raucher? ist dabei kaum mehr als verlogene Selbstgerechtigkeit. Während das Rauchen in der Ober- und Unterschicht weitgehend toleriert wird, hat sich in der Mittelschicht eine leise Pogromstimmung eingestellt. Wer seine vermeintliche moralische Überlegenheit so sorgsam pflegt, wie die Gartenzwerge in seinem Vorgarten, hat in ?den Rauchern? ein denkbar dankbares Opfer gefunden. In einer Gesellschaft mit Hang zum Paternalismus und Kontrollwahn ist sich jeder selbst der nächste, und das berühmt-berüchtigte Zitat von Henryk M. Broder wird zur kollektiven Positionsbestimmung ? ?es macht mehr Spaß Täter statt Opfer zu sein?. Wer sich in die wirkmächtige Schar der Raucherbasher einreiht, ist oberflächlich auf der Seite der Sieger ? Täter sind meistens Sieger.

    Würde Rosa Luxemburg heute noch leben, sie würde immer noch sagen: ?Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden?. Für Nichtraucher wäre Freiheit somit auch immer die Freiheit der Raucher. Würde Voltaire heute noch leben, so würde sein Credo auch heute noch lauten: ?Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.? Der moderne Voltaire wäre vielleicht Nichtraucher ? aber trotz seiner Verachtung für Raucher würde er auch heute sein Leben dafür geben, dass sie rauchen dürfen.

    Es ist natürlich unfair, heutige Politiker an einem großen humanistischen Denker wie Voltaire zu messen. Man ist ja schon bescheiden geworden und schon froh, wenn sie ihre Arbeit ohne allzu große Fehler machen. Würde man das deutsche Volk hassen, so würde man sagen, es hat mit Sabine Bätzing genau die Politiker, die es verdient. Kein Volk der Erde hat allerdings Politiker wie Sabine Bätzing verdient. Warum eine lustfeindliche Puritanerin vom Posten der Bundesdrogenbeautragten aus gegen ihre sinnenfrohen Mitmenschen Amok laufen kann, ist allerdings unerklärlich. Wer bei Frau Bätzing nach irgendeiner noch so geringen Qualifikation für das Amt einer Drogenbeauftragten sucht, sucht vergebens. Die junge Dame hat nach einer Ausbildung im gehobenen nichttechnischen Staatsdienst eine Stelle in der EDV-Verwaltung ihrer Heimatgemeinde bekleidet. Dafür gehört sie zu den ?Netzwerkern? innerhalb der SPD ? einem Interessenverband, dem es zuvörderst um die eigene Karriere geht, wobei politische Themen eine untergeordnete Rolle spielen. Wäre Frau Bätzing in der ?richtigen? Partei, so wäre sie eine heiße Kandidatin für die Nachfolge für “Zensursula” von der Leyen, die Insidern zufolge nach den Wahlen Gesundheitsministerin werden will. Zum Glück hat Frau Bätzing aber das falsche Parteibuch und es bleibt zu hoffen, dass ihre Karriere im Herbst ein jähes Ende nimmt.

    P.s.: “100 Zeilen Hass” war der Name einer legendären Kolumne des Autoren Maxim Biller in der längst eingestellten “Tempo”. Manchmal möchte man Biller durchaus beim Wort nehmen.

    Jens Berger

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    244 Kommentare:

    1. Tim schrieb am 2. Juni 2009 at 18:42 - Permalink

      Raucher sterben früher….

      … oder später!

    2. leslie schrieb am 2. Juni 2009 at 18:46 - Permalink

      Kippen sollen diesen Monat auch wieder teurer werden…

      Man sollte langsam wirklich überlegen auf Grass umzusteigen. ;-)

      Selbstangebautes ist nämlich inzwischen billiger als die ach so beliebten Sargnägel… :-))

      Und Tabak kann man sich sogar selbst anbauen…
      http://www.tabakanbau.de/de/

      Mlg

    3. Ronson schrieb am 2. Juni 2009 at 18:54 - Permalink

      Ich verstehe bis heute nicht, was an Voltaire so humanistisch sein soll. Der hat doch ziemlich schlimme Sachen über den Islam gesagt. Lebte er heute, würde man ihn wahrscheinlich einen ekligen rassistischen Pipifanten schimpfen. So ändern sich die Zeiten. Die Zeit heilt anscheinend alle Wunden. Darauf baue auch ich.

    4. Oeffinger Freidenker schrieb am 2. Juni 2009 at 19:12 - Permalink

      Sorry, aber ich kann dir nicht zustimmen. Raucher belästigen ihre Umwelt extrem durch ihren Rauch. Sie stinken, ihr Rauch stinkt und wenn man an ihrer Nähe war stinkt man danach genauso nach dem Scheiß. Du hast zwar Recht, was die Freiheitssachen angeht, aber ich muss dir einfach absprechen, dass das so völlig grundlos und unberechtigt ist. Ich hasse es, an Orten sein zu müssen, an denen geraucht wird – und wenn man gezwungen ist, diese deswegen zu meiden WIRD meine Freiheit eingeschränkt, wenn auch natürlich nicht durch ein Verbot, da hast du sicher Recht. Mir wäre es ja am Liebsten würde das Rauchen einfach aussterben, aber den Gefallen wird es mir nicht tun.

    5. Spiegelfechter schrieb am 2. Juni 2009 at 19:26 - Permalink

      @Oeffinger Freidenker

      Ich verstehe Dich ja – aber ist das persönliche Behagen ein so großer Wert, dass er ausreichen würde, anderen Menschen Dinge zu verbieten? Letztendlich wird da doch per Fußabstimmung entschieden. Wenn z.B. in einem Club das Rauchen erlaubt ist, bleiben diejenigen, die sich über Gebühr gestört fühlen einfach weg. Genau so verhält es sich mit Rauchern und Nichtraucherclubs. Da Rauchen eh fast überall verboten ist, möchte ich ja mal wissen, wo Du “gezwungen” wirst, rauchende Mitmenschen zu ertragen?

    6. T. Andronicus schrieb am 2. Juni 2009 at 19:27 - Permalink

      “Tauchen in der Schwangerschaft erhöht den Meerespiegel!” :-)

      Da geht’s bald wieder rund hier – wie bei bislang noch jedem Raucherartikel. Aber: Danke, Du sprichst mir mal wieder aus dem Herzen!

    7. Ronson schrieb am 2. Juni 2009 at 19:40 - Permalink

      Freidenker, du hast vollkommen recht. Raucher werden nie aussterben. Und da Raucher überall anzutreffen sind, und das auch weiterhin so sein wird, wirst du wohl damit leben müssen fleissig mitzustinken. Also, gib dir die Kugel oder stinke einfach mit.

    8. Sebastian schrieb am 2. Juni 2009 at 19:48 - Permalink

      Ich bin nunmehr auch seit knapp 10 Jahren Raucher, dennoch muss ich dem Oeffinger Freidenker rechtgeben. Das man nicht mehr in öffentlichen Gebäuden und Bahnhöfen(was ja auch nur bei größeren Bahnhöfen gilt und auch dort gibt es Raucherbereiche) rauchen darf, halte ich für absolut notwendig, schränkt es doch tatsächlich die Freiheit der Nichtraucher ein dürfte man es.

      Auch kann ich die Kritik mit Arbeitsplatz und Kneipen nicht ganz nachvollziehen, beim ersteren gibt es meistens ein Raucherzimmer und Kneipen gibt es auch noch genug in denen man rauchen darf.

      Das die Nichtraucher so lange so tolerant uns Rauchern gegenüber waren wundert mich des öfteren.

      Dennoch sind diese Schockbilder natürlich purer Aktionismus, der wohl eher nichts bringen wird. Ein komplettes Werbeverbot wäre evtl. sinniger.

    9. Eastwood schrieb am 2. Juni 2009 at 19:48 - Permalink

      @ Spiegelfechter

      Es ist doch nicht verboten zu rauchen. Man darf es halt nur nicht mehr überall tun, so wie das bei vielen anderen Dingen des Lebens auch ist. Wo ist das Problem?

    10. michael schrieb am 2. Juni 2009 at 19:51 - Permalink

      Nun, ein Recht nicht zu stinken sollte es sicher nicht geben. Keiner Gesundheitsgefährdung ausgesetzt zu sein aber schon – zumindest innerhalb gewisser Grenzen. insofern halte ich die rauchverbote schon eher sinnvoll als die Abschreckung der Raucher. Ich finde, diese beiden Dinge muss man bei der Diskussion über dieses Thema trennen.

    11. Spiegelfechter schrieb am 2. Juni 2009 at 19:54 - Permalink

      @Michael

      Rauchverbote gibt es aber doch schon an den meisten Orten – und “wir Raucher” haben dies ja auch knurrend hingenommen. Bätzings Bilderorgie ist eher übles Nachtreten auf einen Feind, der schon am Boden liegt. Aber so etwas ist ja heute bei Jugendlichen üblich, warum sollte Frau Bätzing da anständiger vorgehen?

    12. Kalle schrieb am 2. Juni 2009 at 19:57 - Permalink

      Während ich Dir am Anfang noch folgen kann (ich möchte auch nicht ständig mit Bildern von Krebsgeschwüren belästigt werden), verquickst Du spätestens hier

      Würde Rosa Luxemburg heute noch leben, sie würde immer noch sagen: ?Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden?. Für Nichtraucher wäre Freiheit somit auch immer die Freiheit der Raucher. Würde Voltaire heute noch leben, so würde sein Credo auch heute noch lauten: ?Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.? Der moderne Voltaire wäre vielleicht Nichtraucher ? aber trotz seiner Verachtung für Raucher würde er auch heute sein Leben dafür geben, dass sie rauchen dürfen.

      Deine Meinung mit mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten und Zitaten.
      Raucher sind (Genuß)Süchtige, die ihre Umwelt olfaktorisch und gesundheitlich belasten. Das hat wenig bis gar nichts mit anderer Meinung zu tun. Wäre ich süchtig danach, Menschen auf der Straße anzufurtzen und mit Nadeln zu stechen, hätte das rein gar nichts mit schützenswerter Freiheit zu tun.
      Das Unbehagen, dass Passivrauchen verursacht, ist natürlich relativ, aber ja, an jeder Stelle, an der ich keine Wahl habe, als in der Nähe eines Rauchers zu stehen, würde ich mein Behagen und meine Gesundheit über die Freiheit eines Rauchers stellen.

      Da Rauchen eh fast überall verboten ist, möchte ich ja mal wissen, wo Du ?gezwungen? wirst, rauchende Mitmenschen zu ertragen?

      An Deinen selbst genannten Bahnsteigen zum Beispiel ;) Und meiner Erfahrung nach findet sich immer ein Raucher, der sich nicht an Verbote hält, somit muss man sie praktisch überall ertragen. Die Wohnung über mir wird gerade renoviert. Sowohl vom Hausflur als auch vom offenen Fenster zieht der Gestank der rauchenden Handwerker rein. Nichtmal zuhause ist man mehr frei davon.
      Gegenfrage: Da eh fast überall geraucht wird, Verbot hin oder her, möchte ich ja mal wissen, wo ich gemütlich nichtrauchen kann?

      Das ist ein Thema bei dem sich keine der beiden Parteien je auf argumentativer Ebene annähern werden.

      Früher haben Raucher nur meine Nase und meine Lunge beleidigt, jetzt heulen sie auch noch rum, weil ich mich deswegen bei ihnen beschwere. /Überspitzung zwecks allgemeiner Belustigung ;)

    13. name schrieb am 2. Juni 2009 at 20:12 - Permalink

      Tja, die Drogenauftrage fällt in die Kategorie deutsche Spiesser in bunt, denen jedes anarchisches Verhalten eine sinnhafte Staatskrise in ihr grenzdebiles Haar ballert, für dass sie stundenlang sich Tonnen von Chemie in ihr Haar hat schmieren lassen.

      Solange 150.000 Menschen täglich für diese Charaktere und deren verlogene Politik ausgerottet werden, ist das Rauchen eine aktive Widerstandshandlung gegen ihren rassenreinen Volkskörperzirkus, der von ihren täglichen und eigenen Verbrechen nichts wissen will.

    14. daniel schrieb am 2. Juni 2009 at 20:14 - Permalink

      Na zum Glück hat der Oeffinger noch nicht gemerkt, wenn ich rauchend in seinem Blog zugange bin :)

    15. Spiegelfechter schrieb am 2. Juni 2009 at 20:16 - Permalink

      @Kalle

      Deine Meinung mit mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten und Zitaten.

      Na, na! An den Haaren herbeigezogen sind die nicht ;-)
      Außerdem ist dieser Text eine Glosse – eigentlich eher eine Polemik -, da muss man es nicht soooo genau nehmen ;-)

      Raucher sind (Genuß)Süchtige, die ihre Umwelt olfaktorisch und gesundheitlich belasten. Das hat wenig bis gar nichts mit anderer Meinung zu tun. Wäre ich süchtig danach, Menschen auf der Straße anzufurtzen und mit Nadeln zu stechen, hätte das rein gar nichts mit schützenswerter Freiheit zu tun.

      Na so ist das nun aber auch nicht. Du tust ja so, als ob die bösen Raucher Dich auf offener Straße verfolgen und Dir ihren Rauch ins Gesicht blasen ;-)

      Da habe ich irgendwie eine andere Wahrnehmung.

      Das Unbehagen, dass Passivrauchen verursacht, ist natürlich relativ, aber ja, an jeder Stelle, an der ich keine Wahl habe, als in der Nähe eines Rauchers zu stehen, würde ich mein Behagen und meine Gesundheit über die Freiheit eines Rauchers stellen.

      Und wo mußt(!) Du in der Nähe eines Rauchers stehen? Hast Du es auch schon mal mit einer höflichen Frage probiert? Die meisten Raucher sind viel toleranter, als Du denkst.

      An Deinen selbst genannten Bahnsteigen zum Beispiel ;)

      So so – die gelben Leprasperrgebiete sind doch ziemlich weit weg von jeder Nichtraucherseele.

      Und meiner Erfahrung nach findet sich immer ein Raucher, der sich nicht an Verbote hält, somit muss man sie praktisch überall ertragen.

      Aha! Das ist ja schon ein echter Lapsus-Schäublus ;-)

      Die Wohnung über mir wird gerade renoviert. Sowohl vom Hausflur als auch vom offenen Fenster zieht der Gestank der rauchenden Handwerker rein. Nichtmal zuhause ist man mehr frei davon.

      Ach herrjeh ;-)
      Vor meinem Büro fahren halbstündlich ohrenbetäubend laute Mofas vorbei, die mich wirklich stören. Von Gesetzen zur Beruhigung der Innenstädte durch Mofa-Verbote oder Bildern von zerstörten Trommelfeldern auf den Zweitakter-Tanksäulen halte ich aber dennoch nichts. Man ist ja tolerant ;-)

      Gegenfrage: Da eh fast überall geraucht wird, Verbot hin oder her, möchte ich ja mal wissen, wo ich gemütlich nichtrauchen kann?

      In 100% aller Restaurants, in 75% aller Kneipen und in 100% aller Diskotheken. An jedem(!) Arbeitsplatz, in allen Verkehrsmitteln und so weiter und so fort.

      Das ist ein Thema bei dem sich keine der beiden Parteien je auf argumentativer Ebene annähern werden.

      Aha – da stehst Du aber wohl ziemlich alleine da.

    16. Selfish schrieb am 2. Juni 2009 at 20:17 - Permalink

      Bin selbst Gelegenheits/Partyraucher aber finde die Maßnahme mit den Bildern sinnvoll. Denn nur so kann man radikal abschrecken. Die meisten Leute werden sich vor den Bildern ekeln/ sich belästigt fühlen (ich auch).

      Die Leute, welche weiterrauchen wollen werden sich wohl oder übel “Schachtelkondome” oder wie im Artikel erwähnt Zigarettenetuis zulegen. Aber diese Maßnahme wird dazu führen das viele jugendliche potenzielle Einsteiger abgeschreckt werden und das ist gut so.

    17. Horscht schrieb am 2. Juni 2009 at 20:20 - Permalink

      Andere sterben gesund, LOL.

      Solche Figuren wie Bätzing hätten übrigens vermutlich auch nicht viel gegen das Rauchen, wenn es bspw. zentral verwaltet werden würde, als Krankheit per Krankenschein z.B., ein Päckchen Zigaretten auf Rezept, _aber_ eben letztlich unter Kontrolle von Leuten wie Bätzing.

      Als Krankheit gehts dann wieder, da gibts dann auch auf Kosten der Steuerzahler bspw. Heroin. Hauptsache es wird schön verwaltet.

      Bätzing ist auch ansonsten ein ziemlich uncooles Chick.

    18. Sebastian schrieb am 2. Juni 2009 at 20:23 - Permalink

      In 100% aller Restaurants, in 75% aller Kneipen und in 100% aller Diskotheken. An jedem(!) Arbeitsplatz, in allen Verkehrsmitteln und so weiter und so fort.

      Auf welchem Planeten lebst du? Ich kann hier in allen Restaurants in meiner nähe qualmen (Raucher/Nichtraucherbereiche), in vielen Kneipen und am Arbeitsplatz. Diskotheken sind nicht so meine Welt, daher kann ich dazu nichts sagen.

      P.S. Wie kann man denn hier zitieren?

    19. Spiegelfechter schrieb am 2. Juni 2009 at 20:31 - Permalink

      @Sebastian

      Auf dem Planten Deutschland – und da ist es vorgeschrieben in Restaurants Raucher- und Nichtraucherbereiche durch schließbare Türen zu trennen. Sollte in einem Restaurant damit nicht so sinnvoll umgegangen werden, kann man sich ja ein anderes Restaurant suchen. In den meisten Kneipen ist und bleibt das Rauchen verboten oder auf separate abgetrennte Raucherbereich beschränkt. Am Arbeitsplatz gilt auf diesem Planeten hier ein sehr rigides Nichtraucherschutzgesetz. So ist das hier im Lande Deutschland.

    20. Spiegelfechter schrieb am 2. Juni 2009 at 20:32 - Permalink

      @Sebastian

    21. Max Krapp schrieb am 2. Juni 2009 at 20:46 - Permalink

      Als Nichtraucher und Asthmatiker fühle ich mich in der Präsenz von Rauchern zwar prinzipiell nicht unwohl, bin aber sehr dankbar, wenn sie nichtrauchen.
      Zwar wäre es schön, wenn man diesen Konflikt zwischen Rauchern und Nichtrauchern über einen Konsens lösen könnte. Doch leider muss ich sagen, dass auch viele Raucher nicht mit sich verhandeln lassen. Da muss ich ihnen dann auch widersprechen, Herr Berger, aber auch unter Rauchern gibt es “Spiesser” und Sturrköpfe, die partout nicht einsehen wollen, dass sie ihre Umwelt belästigen. Meiner Meinung nach haben die Raucher hier eine Bringschuld, verpesten sie doch die Umwelt. Ein Rauchverbot in gewissen Grenzen halte ich also generell für eine Gute Idee.
      Paradoxerweise aber würde ich ihnen zustimmen, was die Zigarettenschachteln angeht. Schon aus ästhetischen Gründen. Ich habe zuhause eine kleine Auswahl an Zigarettenbildchen aus den 20ern (natürlich keine Orginale) und habe sowas auch bei meinem Großvater schon gesehen. Die Dinger sehen einfach besser aus, und letztlich kümmert sich eh kein Schwein um die Bilder, da alle Schutzhüllen benutzten. Vielleicht wäre es besser, die Prävention in den Schulen zu erhöhen.

      @ Selfish
      Habe selbst noch von keinem gehört, der deswegen abgeschreckt worden wäre.
      Hat irgendjemand hier vielleicht ein paar (unabhängige!) Zahlen zur Hand, um das zu überprüfen?

      Ein Wort noch zu Frau Bätzing. Ich bin nicht der Meinung, dass sie einen so schlechten Job macht. Sie macht vor allem einen sehr undankbaren. Wenn selbst Jens Berger in einer wilden Polemik auf ihr herumprügelt ,-)

    22. JMK schrieb am 2. Juni 2009 at 20:50 - Permalink

      Ist es wirklich so tragisch in öffentlichen Gebäuden nicht zu rauchen? Oder in Flugzeugen oder an Bahnsteigen (auch wenn ich das nicht verstehen kann)?
      Es gibt doch inzwischen genug Raucherkneipen, so dass sich Raucher und Nichtraucher da wohl kaum mehr in die Quere kommen (müssen).
      Die Verbote resultieren vielleicht auch aus der Ignoranz der Raucher gegenüber, die doch jahrelang wenig Rücksicht zeigten. Wer fragte denn in einem Restaurant ob er rauchen dürfe und ein Raucher “verpestet” nun mal schnell ein paar Dutzen Quadratmeter (da beisst die Pyhsik kein Faden ab).
      Es wird auch immer so getan, dass Raucher verboten würde, was ja nicht der Fall ist. Die Flächen in denen Rauchverbot herrscht dürften im einstelligen Promillebereich liegen, von den eigenen vier Wänden ganz abgesehen.

    23. 1000Sunny schrieb am 2. Juni 2009 at 20:57 - Permalink

      @Spiegelfechter
      Es hat doch niemand ein Problem, wenn die Raucher sich in stille Lager zurückziehen würden und dort ihre Gase selber einatmen würden.
      Leider lungern sie aber auch auf Spielplätzen herum und schnippen ihre Kippen in den Sandkasten zu meinen Kindern. In München ist jede Bar und jedes Restaurant ab 20 Uhr eine “geschlossene Gesellschaft”.

      Und warum Du auf einmal mit persönlicher Freiheit und “Erwachsene sind erwachsen und dürfen von Politikern nicht bevormundet werden” daherkommst ist mir vollkommen unklar. Du willst doch schließlich allen Eltern vorschreiben, wer ihre Kinder zu erziehen hat. Dafür soll es aber Rauchern unbelassen bleiben andere Menschen wissend zu vergiften. Mit dem Verweis, dass die anderen Menschen doch gerne zu Hause bleiben dürfen – schließlich sind sie ja frei und können sich deswegen ja auch freiwillig einsperren.

      So ;)

    24. Lago schrieb am 2. Juni 2009 at 20:59 - Permalink

      Ich muss ehrlich zugeben: Egal wie egoistisch es scheinen mag, ich bin verdammt froh über den Kreuzzug des Staates gegen die Raucher. Ich kann wieder auf Konzerte gehen, ich kann mit dem Zug fahren, ohne einen luftdicht verschlossenen Extrabeutel mit Wechselkleidung, ich muss meine Arbeitgeber nicht mehr primär nach der “Arbeitsatmosphäre” auswählen. Wenn ich überlege, welche gesellschaftliche Entwicklung meine persönliche Freiheit in den letzten 19 Jahren massivsten positiv beeinflusst hat, dann war es ganz klar der Kreuzzug gegen die Raucher.

    25. Thom schrieb am 2. Juni 2009 at 21:04 - Permalink

      In Frankreich ist es so: Überall, wo Menschen zusammenkommen, ist Rauchen verboten – und das schon weit länger als in Deutschland. Trotzdem wird Rauchen voll akzeptiert: das kleinbürgerlich Moralische fehlt. Der böse Nichtraucher, dem man am Ende noch den Genuß neidet.
      Hier müssen die Raucher auch wie Hunde auf der Straße stehen: aber die Blicke, die sie dorthin verfolgen sind nicht böse und herablassend. Und das macht tatsächlich einen Unterschied.
      (T. ist Nichtraucher, der die Raucherkultur in Kneipen machmal vermißt, aber sich im Restaurant doch deutlich erfreut, seine Speisen nicht mehr im Qualm anderer verzehren zu müssen)

    26. Hias schrieb am 2. Juni 2009 at 21:04 - Permalink

      @Spiegelfechter
      Also zunächst mal haste Recht, dass durch die Nichtraucherschutzgesetze die Freiheit der Raucher eingeschränkt wird. Aber wie bei jedem Gesetz werden da verschiedene Grundrechte abgewägt und was die Kneipen, Diskos, Gasthäuser und v.a. die Arbeitsplätze angeht, da mussten halt die Raucher Federn lassen. Denn auf der einen Seite steht die allgemeine Handlungsfreiheit (und eventuell das Recht auf Eigentum wenn man den Wirt mit einbezieht), auf der anderen Seite aber das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Und dieses Grundrecht ist einfach gewichtiger, da stimmst Du mir sicher zu. Dies ist v.a. dann der Fall, wenn man die Gesundheitsbelastung der Kellner und Barkeeper miteinrechnet. Nun, könnte man sagen, dann sollen sie sich halt einen andere Job suchen. Dann antwortet der Jurist aber, dass genau diese Forderung ein größerer Eingriff in die Freiheit der Angestellten ist, als die Forderung, dass Raucher sich kurz nach draussen stellen. Ähnlich kann man das übrigens auch mit Nichtrauchern, die eine Kneipe besuchen wollen, machen.
      Dann ist die Sache mit den abgetrennten Raucherbereichen ürbigens auch nicht gerade sinnvoll, denn die müssen ja auch bedient werden.
      Wenn man also mit Freiheit und Grundrechten argumentiert, dann bitte die gesamte Palette und ne gute Abwägung der einzelnen Grundrechte gegeneinander, als auf FDP-Niveau rumhampeln.

      Dann zum zweiten Thema
      Dass Sabine Bätzing hier Spielverderber spielt, geht mir hier ehrlich gesagt auch auf die Nerven, da ich als Raucher keine Lust habe, ein zukünftiges Bild meiner Lunge auf der Zigarettenschachtel zu sehen. Und ja, ich halte diese ganze Aktion für Blödsinn und nicht gerade zielführend.
      Allerdings sollte man schon anmerken, dass die Frau eben Drogenbeauftragte ist. Und dass die hier nur ihren Job macht. So, entweder verbietet sie nun Tabak komplett, dass wäre ein zu starker Eingriff in die Freiheit, oder aber sie macht gar nichts. Dann hat sie in dieser Funktion aber schlicht und einfach nichts verloren. Also geht sie einen Mittelweg und dann kommt halt so ein Blödsinn dabei raus. Finde ich jetzt nicht überragend, aber was erwartest Du von jemanden der Drogenbeauftragte ist? Soll sie sich für eine Aufweichung der Nichtraucherschutzgesetze einsetzen?

    27. Horscht schrieb am 2. Juni 2009 at 21:09 - Permalink

      “Meiner Meinung nach haben die Raucher hier eine Bringschuld, verpesten sie doch die Umwelt.”

      Yup, in diese Richtung soll es gehen; hat man die Raucher aus dem öffentlichen Leben erfolgreich verbannen können, sitzen die nur noch in Gruppen oder gar alleine privat zu Hause, dann ist der natürliche Anknüpfungspunkt: Umweltverschutzung.

      Es gibt schon Untersuchungen, die glaubhaft belegen, dass die “verschmutzte” Kleidung eines Rauchers die Lebenserwartung von Personen, die mit dem Raucher in Verbindung kommen, um 0,02 Tage senkt.

      Die Sprache ist verräterisch, Rauchen ist die Pest von heute. Wegsperren oder als Krankheit wegverwalten, daran führt langfristig kein Weg vorbei, sie habens so gewollt diese Bringschuldigen.

    28. Lago schrieb am 2. Juni 2009 at 21:16 - Permalink

      Dann ist die Sache mit den abgetrennten Raucherbereichen ürbigens auch nicht gerade sinnvoll, denn die müssen ja auch bedient werden.
      Wenn man also mit Freiheit und Grundrechten argumentiert, dann bitte die gesamte Palette und ne gute Abwägung der einzelnen Grundrechte gegeneinander, als auf FDP-Niveau rumhampeln.

      Na, das Problem lässt sich doch – ganz im Sinne der FDP – lösen: Der Aufenthalt von Personal im Raucherbereich darf nur mit Zustimmung des Personals erfolgen und wird zusätzlich vergütet, die zusätzlichen Kosten werden auf diejenigen Kunden umgelegt, die den Raucherbereich nutzen. Die Gäste können also selbst entscheiden, ob sie sich z.B: lieber selbst bedienen wollen oder mehr zahlen. Und das Personal kann entscheiden, ob es lieber mehr verdienen will oder vollgequalmt werden … ;)

    29. Turtle schrieb am 2. Juni 2009 at 21:18 - Permalink

      Einerseits tut mir der Spiegelfechter ja schon fast leid. Wenn die Raucher im meinem Freundeskreis beim Kneipenbesuch regelmäßig vor die Tür müssen, dann ist das zwar schlecht für den Gesprächsfaden aber besser für meine Gesundheit und die des Bedienpersonals. Insofern tun mir Raucher auch nur fast leid. Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden, Kneipen, Bahnhöfen etc sind IMHO richtig.
      Bevor es das Rauchverbot in Gaststätten gab war ich einige Zeit im Ausland, wo das Rauchverbot schon länger galt. Nach meiner Rückkehr nach Dtl. habe ich 2 Monate gebraucht bis meine Lunge sich wieder an die typische dt. Kneipenluft gewöhnt hatte. Solange sich der Rauch in einem Gebäude, das nicht die vier Wände des Rauchers sind, befindet, bin ich ganz klar dafür das Rauch und Raucher vor die Tür gehen.

      Genauso bin ich aber dafür jeden (volljährigen) Raucher selbst entscheiden zu lassen, wieviel er qualmt. Man kann es der Menschheit sowieso nicht abgewöhnen. Frau Bätzings Pläne nicht nur uns Nichtrauchern das Warten an der Kasse durch widerliche Bilder zu versauen (mehr würde es bei mir nicht bewirken, ich rauche sowieso nicht), finde ich allerdings sehr gemein. Das verursacht bei Kindern doch Albträume! Sie soll doch mal an die Kinder denken! (Das ist z.Z. ja sowieso grade beliebt unter Politikern)

    30. Heckenpenner schrieb am 2. Juni 2009 at 21:22 - Permalink

      WENN man wirklich den Leuten das Rauchen abgewoehnen will, warum nicht Schachtelpreise jenseits von 20 Euro? Die Tabaksteuer mal kraeftig anheben, dann wuerde ich mit dem Rauchen aufhoeren ( Essen is halt wichtiger als Barzen ). Aber da die Steuern halt schon fest verplant sind gibt es stattdessen so schoene Nichtigkeiten wie BIlder auf den Schachteln.

    31. nescio quis schrieb am 2. Juni 2009 at 21:22 - Permalink

      Schön, ich ertrage solche Bigotterie auf meiner Kippenschachtel wenn…

      …im Gegenzug vor Kasernen große Schautafeln mit Bildern
      von zerstückelten Kriegsopfern aufgestellt werden!

    32. Patte schrieb am 2. Juni 2009 at 22:05 - Permalink

      Der erste SF-Artikel dem ich nicht zustimme!

      Raucher haben kein Recht darauf, andere vollzustinken. Ab in den Keller mit euch.

      Außerdem sind die heutigen Zigaretten nicht mit denen von vor 30 Jahren zu vergleichen. Der helle Wahnsinn, was die da heute an Suchtsubstanzen reinpacken (soviel zur “Freiheit” der Raucher – wer süchtig/abhängig ist, kann nicht “frei” sein, sage ich als Philosoph), nur damit sie mit den Glimmstengeln Kasse machen können! Insofern sollten Raucher sogar dankbar für die Rauchverbote sein, um halbwegs wieder von der Scheiße loszukommen und aus anti-kapitalistischer Sicht isses natürlich auch vollkommen okay. ;-)

    33. Nichtraucher schrieb am 2. Juni 2009 at 22:06 - Permalink

      @SF: Danke! Sie sprechen mir aus der Seele…..

    34. renjie schrieb am 2. Juni 2009 at 22:06 - Permalink

      Diese unerträgliche Frau Bätzing ist noch ein Grund mehr nicht SPD zu wählen…

    35. Der Postillon schrieb am 2. Juni 2009 at 22:48 - Permalink

      @26:
      Eine Drogenbeauftragte muss doch nicht qua Amt als Drogenverbieterin handeln und versuchen, Erwachsene zu erziehen. Bätzing könnte stattdessen auch Drogenlegalisierung thematisieren.

    36. hannilein schrieb am 2. Juni 2009 at 22:51 - Permalink

      @ leslie, #2:

      Man sollte langsam wirklich überlegen auf Grass umzusteigen…

      Wie wäre es stattdessen mit Böll?

      Gruß von der wachsamen Lektorin ;-)

    37. antiferengi schrieb am 2. Juni 2009 at 22:56 - Permalink

      Wie erkläre ich die Dekadenz einer globalen industriellen Gesellschaft, welche sich fast in Richtung Gesundheitsdiktatur zu bewegt, und sich den Luxus von besonderem Ernährungsverhalten gönnt, – gegenüber 1/3 der Welt welche am Hungertuch nagt?
      Wie gesund wollt ihr noch werden? Wenn ihr schon wegen Tabakgeruch eine wunde Nase kriegt, wie ertragt ihr dann den Geruch des alltäglichen Todes aus ganz anderen Gründen?

    38. hannilein schrieb am 2. Juni 2009 at 22:58 - Permalink

      @ Max Krapp, #21:

      Als Nichtraucher und Asthmatiker fühle ich mich in der Präsenz von Rauchern zwar prinzipiell nicht unwohl, bin aber sehr dankbar, wenn sie nichtrauchen…

      Das ist aber imho nicht das Thema der Aktion, wie auch der Reaktion ;-) Rauchverbote gibt es mittlerweile bundesweit reichlich, Deine besondere Situation als Asthmatiker weiß ich zu zu berücksichtigen, da ich als Raucher schon immer auf Nichtraucher freiwillig(!) Rücksicht genommen habe, so sie denn nicht gerade in die verrauchteste Kneipe der Stadt gegangen sind, deshalb sehe ich Anlaß für Vernunft und Verantwortung, aber nicht für noch mehr Verbote.
      Einen Konsens (Konvention) würde auch ich daher für eine deutlich bessere Lösung halten als weitere Restriktion und “Abschreckung”.

      Beste Grüße
      hannilein

    39. hannilein schrieb am 2. Juni 2009 at 23:01 - Permalink

      @ antiferengi, #37:

      Mordsgesund! Wir wollen einfach gesund sterben und für dieses Recht gehen wir nötigenfalls auch über Leichen ;-)

      hannilein (Gesundheitsfanatikerin aus Passion)

    40. Horscht schrieb am 2. Juni 2009 at 23:21 - Permalink

      Das Eklige an den Rauchverboten und an diesen ganzen Diskriminierungen der Raucher ist die angestrebte Ausnahmslosigkeit. Wer bspw. ein Raucherrestaurant betreiben möchte, darf das nicht.
      Niemand hat etwas dagegen, wenn in bestimmten Zonen oder Lokalitäten nicht geraucht werden darf.

      Und mit den Bildchen auf den Zigarettenschachteln stimmt natürlich auch irgendwas nicht, da ist Bevormundung angesagt, so zu sagen Zwangskino.
      Hühnerfreunde werden vermutlich auch bald mit Bildern aus den Legebatterien belohnt, oder so, man kann sich das weiterdenken, Gesundheitsfunktionäre wie die Dame Bätzing werdens richten.
      Allerdings scheint mir das Wahlvieh es auch genau so zu benötigen.

    41. Jens schrieb am 2. Juni 2009 at 23:27 - Permalink

      ?Das ist ein Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel? ? dieses Zitat wird dem Altkanzler Helmut Schmidt zugeschrieben.

      … oder auch Bertrand Rusell: “The fundamental cause of the trouble is that in the modern world the stupid are cocksure while the intelligent are full of doubt. ” (Mortals and Others: Bertrand Russell’s American Essays, 1931-1935, siehe auch: Wikiquote)

      Eine Kritik an dieser selten substanzlos schwachen Polemik erübrigt sich, dekonstruiert sie sich doch weitestgehend selbst. Voltaire als Retter der Entrechteten: “… würde er auch heute sein Leben dafür geben, dass sie rauchen dürfen” – meine Güte, als krebserkrankter Passivraucher eventuell, ja.

    42. michael1366 schrieb am 2. Juni 2009 at 23:31 - Permalink

      Wenn es denn der Netzwerkerin wirklich ernst wäre mit ihrer Prävention, warum engagiert sie sich nicht für das Abschaffen jeglicher Subventionen für den Tabakanbau innerhalb der EU, statt Bildchen zu kleben?
      Ich werde und werde das Gefühl nicht los, dass Frau Bätzing da der gleichen Geisteshaltung frönt, die Zensursula mit dem Sperren der KiPo-Seiten zeigt. Ob sie auch einen Verwandten hat, wie vdL´s Bruder der sein Geld mit Glücksspielseiten im Net verdient? Bei Aktionen gegen Raucher müsste das ja dann ein Schwippschwager aus der Schnapsbrennergilde sein.
      Sei´s drum, vielen Dank, Jens, für diesen Artikel, es war zumindest tröstend für einen rauchenden Blogleser, dass er nicht ganz allein ist.

    43. Max Krapp schrieb am 2. Juni 2009 at 23:49 - Permalink

      @ hannilein

      “Das ist aber imho nicht das Thema der Aktion, wie auch der Reaktion ;-) Rauchverbote gibt es mittlerweile bundesweit reichlich, Deine besondere Situation als Asthmatiker weiß ich zu zu berücksichtigen, da ich als Raucher schon immer auf Nichtraucher freiwillig(!) Rücksicht genommen habe, so sie denn nicht gerade in die verrauchteste Kneipe der Stadt gegangen sind, deshalb sehe ich Anlaß für Vernunft und Verantwortung, aber nicht für noch mehr Verbote.
      Einen Konsens (Konvention) würde auch ich daher für eine deutlich bessere Lösung halten als weitere Restriktion und ?Abschreckung?.”

      Da sind wir ja eigentlich auf einer Linie, wie oben bei mir hoffentlich ersichtlich. Konsens ist in fast jedem Fall die bessere Lösung. Ein Eingreifen des Staates ist nur dann wünschenswert, wenn der Konsens unmöglich ist (Gilt im Übrigen nicht nur fürs Rauchen).
      Das Problem sind auch nicht die Raucher oder Nichtraucher in ihrer Gesamtheit. Schlimm genug, dass wir überhaupt da eine Unterscheidung treffen. Nein, das Problem ergibt sich aus denjenigen, die den Konsens einfach nicht beachten (oder denjenigen, die gar keinen Konsens wollen, und die sich, nicht ganz unberechtigt, dagegen wehren, dass er ihnen Aufgezwungen wird). Hier in Deutschland hat man sich nun für ein Rauchverbot entschieden, kam also zu dem Schluss, dass der Konsens nicht funktioniert. . Persönlich habe ich also keine Probleme mit dem Rauchverbot, ich finde es gar nicht so schlecht. Bezogen auf das oben geäußerte Prinzip vom gesellschaftlichen Konsens hingegen ist das Verbot natürlich ein Armutszeugnis. Letzten Endes also würde ich dir fast zustimmen, was das Rauchverbot angeht. Aber dann denke ich immer an diejenigen Raucher, die einfach nicht aufhören können. Und dann komme ich, weil persönlich betroffen, doch wieder ins Wanken.

      Mit rauchfreien Grüßen,

      Max (Konsensfinder aus Passion ;-)

    44. Max Krapp schrieb am 2. Juni 2009 at 23:55 - Permalink

      @ SF

      Ich weiß, dass sie auch uns Nichtraucherfanatikerspiessern mal so richtig eins reinwürgen möchten, aber wäre es nicht möglich, dieses doch sehr unappetitliche Bild ganz oben durch ein paar Hündchen oder Kätzchen, meinetwegen auch mit Zigarette, zu ersetzen?
      Oder wenigstens so ne Schutzhülle drüberzustreifen?
      Auch Spiesser haben einen Sinn für Ästhetik, und meiner wird dadurch ziemlich übel verletzt :-(

      Max (Spiesser aus Leidenschaft)

    45. Blutgewitter schrieb am 3. Juni 2009 at 00:06 - Permalink

      Die Spiegelfechter-Artikel finde ich oft echt gut, sehr kritisch, man merkt ihnen eine Qualität an. Diesem hier merke ich persönliche Betroffenheit an. Es wird unsachlich, es werden Zitate seltsam eingesetzt… der Artikel und die übliche Raucher-Sichtweise sind einfach uninteressant für mich! Dazu die Kommentare in der Diskussion… “Rauchverbote gibt es aber doch schon an den meisten Orten – und ?wir Raucher? haben dies ja auch knurrend hingenommen.” Ähmmm… also ich möcht mal garnicht davon Anfangen was ich alles hinnehmen musste, bevor es dieses (leider viel zu lasch durchgezogene) Rauchverbot in Kneipen und Restaurants gab.

    46. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 00:44 - Permalink

      @Max

      Nee nee, guck Dir das mal gut an! Dann weißt Du, was ihr Nichtraucher uns zumuten wollt ;-)

    47. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 00:46 - Permalink

      @all

      Hach, ich liebe diese Grabenkämpfe!

      Ich wundere mich, dass dieses mal noch kein Leser angekündigt hat, nie und nimmernicht wieder den SF zu lesen ;-)

      Gönnt mir doch meine Marotte – ich weiß bei jedem Raucher-Nichtraucher-Artikel immer schon im vorraus, dass gleich die ganze Meute über mich und meine Raucher-Freunde herfallen wird. Mir mach das einen Heidenspaß :-)

    48. ehLe schrieb am 3. Juni 2009 at 00:56 - Permalink

      @ Ronson 3

      Ich verstehe bis heute nicht, was an Voltaire so humanistisch sein soll. Der hat doch ziemlich schlimme Sachen über den Islam gesagt.

      Wie wäre es mit: ?Ich verachte den Islam, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie ihn ausleben dürfen.?

      @ Eastwood 9

      Es ist doch nicht verboten zu rauchen. Man darf es halt nur nicht mehr überall tun, so wie das bei vielen anderen Dingen des Lebens auch ist. Wo ist das Problem?

      Vielleicht liegt das Problem ja bei der Forderung nach absolut abstoßenden Bildern von Leichen und entstellten Körpern? Ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich würde solche Bilder meiner imaginären 5-Jährigen Tochter am liebsten ersparen!

      @ Spiegelfechter 11

      Aber so etwas ist ja heute bei Jugendlichen üblich, warum sollte Frau Bätzing da anständiger vorgehen?

      Was du alles von der heutigen Jugend weißt! ;-)

      @ Kalle 12

      verquickst Du spätestens hier Deine Meinung mit mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten und Zitaten.

      Nach der Definition einer Glosse laut Wikipedia vollkommen in Ordnung.

      an jeder Stelle, an der ich keine Wahl habe, als in der Nähe eines Rauchers zu stehen, würde ich mein Behagen und meine Gesundheit über die Freiheit eines Rauchers stellen.

      Du hast ja die Freiheit entweder den Raucher aufzufordern die Kippe auszumachen oder weg zu gehen. Und genau da sollte der Konflikt zwischen Raucher und Nichtraucher m.E. gelöst werden, beim Bürger.
      Da wir ja schon bei an den Haaren herbeigezogenen Argumenten waren gehe ich auch nicht weiter auf deinen Beitrag ein.

      @ Selfish 16

      Denn nur so kann man radikal abschrecken. Die meisten Leute werden sich vor den Bildern ekeln/ sich belästigt fühlen (ich auch).

      Ich habe aber keine Lust mich zu ekeln und ich will mich erst recht nicht belästigt fühlen! Was ist außerdem mit meiner o.g. imaginären Tochter? Soll die Alpträume von toten Föten haben?

      @ JMK 22

      Ist es wirklich so tragisch in öffentlichen Gebäuden nicht zu rauchen?

      Hat jemand etwas gegenteiliges behauptet?

      @ 1000Sunny

      Leider lungern sie aber auch auf Spielplätzen herum und schnippen ihre Kippen in den Sandkasten zu meinen Kindern.

      Also das ist nun wirklich an den Haaren herbeigezogen. Die auf Spielplätzen herumlungernden Raucher nennen sich Punks und schnippsen noch ganz andere Sachen zu deinen Kindern.

      In München ist jede Bar und jedes Restaurant ab 20 Uhr eine ?geschlossene Gesellschaft?

      Und seit welchem Gesetz ist das so? ;-)

      Den rest deines Beitrags müsstest du mir noch einmal genauer erklären.

      @ Hias 26

      Dass Sabine Bätzing hier Spielverderber spielt, geht mir hier ehrlich gesagt auch auf die Nerven, da ich als Raucher keine Lust habe, ein zukünftiges Bild meiner Lunge auf der Zigarettenschachtel zu sehen. Und ja, ich halte diese ganze Aktion für Blödsinn und nicht gerade zielführend.
      Allerdings sollte man schon anmerken, dass die Frau eben Drogenbeauftragte ist. Und dass die hier nur ihren Job macht. So, entweder verbietet sie nun Tabak komplett, dass wäre ein zu starker Eingriff in die Freiheit, oder aber sie macht gar nichts. Dann hat sie in dieser Funktion aber schlicht und einfach nichts verloren. Also geht sie einen Mittelweg und dann kommt halt so ein Blödsinn dabei raus. Finde ich jetzt nicht überragend, aber was erwartest Du von jemanden der Drogenbeauftragte ist? Soll sie sich für eine Aufweichung der Nichtraucherschutzgesetze einsetzen?

      Wie sagte Montesquieu?

      Wenn es nicht unbedingt notwendig ist, ein Gesetz zu erlassen, ist es unbedingt notwendig, ein Gesetz nicht zu erlassen.

      @ nescio 31

      Wo kann ich unterschreiben?

    49. Schmierwurst schrieb am 3. Juni 2009 at 02:12 - Permalink

      Der Unterschied beim Rauchen ist ja, daß er, anders als zum Beispiel der Schokoladen- oder Joggingmissbrauch, nicht nur den Rauchenden selber schädigt, sondern auch die Menschen im Umfeld. Ich stimme Dir zu, daß diese Schockbilder zum Lächerlichsten gehören, was diese Bundesregierung verbricht, und jeder soll rauchen wie und so häufig er will. So lange er nur sich schädigt und solche, denen es egal ist.
      Was Raucherzonen an Bahnhöfen und Rauchverbote in Speisegaststätten angeht, so haben sie meine vollste Unterstützung. Ich gebe zu, meine liberalen Grundsätze in diesem Fall auch aufgrund des persönlichen Vorteils über Bord geworfen zu haben, auf der anderen Seite ist es aber auch schön, Abends auszugehen, ohne mit Passivrauch in seiner Gesundheit beeinträchtigt zu werden.

      Ach ja, “gelben Aussätzigenzonen”. Warum ziehst Du den Vergleich nicht voll durch? Angst?

    50. engola schrieb am 3. Juni 2009 at 03:13 - Permalink

      Hui, obiger Text ist eine sehr schöne Elegie auf das Rauchen sowie dem nichtrauchen!

      Wir Raucher sind, glaube ich, alle bereit dazu, die Nichtraucher zu schützen, indem wir in deren Gegenwart nicht rauchen!. (einfach nur ansagen!)

      Und auch ich habe das Recht, meiner Sucht zu frohnen, während dich auf den verspäteten DB-Zug warte. An der freien Luft, auf dem Bahnsteig.

      Ich bin gegen Kindsabtreibung (definitiv)!

      Seit dreißig Jahren rauche ich mit genuß! – Habe keine Krebs, kann immernoch atmen und leben und rauchen.

      Radioaktive Strahlung erzeugt Krebs. – Kinder in der Nähe von Atomkraftwerken haben vielfach Leukämie.

      Bei Atomendlagern läuft strahlendes Wasser raus, welches euch alle verkrebsst!1!

      Ich habe keinen Krebs, ihr könnt mich mal!1!!!

      ——-

      So, bitte, ich möchte::::
      Keine Autoabgase/keine Dieselabgase vom LKW/BUS
      Keine Handy-Strahlungsmasten/
      Keine Atomkraftwerke/
      Keine Endlager mit auslaufendem Strahlungswasser
      Kein Krieg/keine Uranwaffen
      Keine Gen-manipulierten Kornfelder!
      Keine Zerstörung der Bienen!

      Ich will einfach keine stinkenden Verbrennungsmotoronen vor meiner Haustür. – Die Verbrennungsmotoren stinken, und die Leute die da einsteigen stinken genauso!!!!

      Solange Atomkraftwerke in Deutschland nicht verboten sind, ist jedes Anti-Rauchergesetz eine hohle Farce!

    51. Max Krapp schrieb am 3. Juni 2009 at 03:22 - Permalink

      @ 46 SF

      Argh, verdammter Sadist ;-(
      OK, die Bilder sind albern, ich gebs ja zu.
      Abgesehen bin ich nicht mal sicher, ob das echt oder nur photoshoped ist.
      Kann dieses Etwas an dem Hals von dem Mann so groß werden (Was auch immer das ist)?
      Und kriegt die Bilder von dem Mist aus dem Psychrembrel? Das widerlichste Buch überhaupt, ich denke, dagegen sieht sogar das Necronomicon alt aus (Auch wenn jetzt die Gefahr besteht, dass ich von eventuell anwesenden Kultisten dem großen Cthulhu geopfert werde).

    52. OK schrieb am 3. Juni 2009 at 03:47 - Permalink

      So drohe dieser Spiegelfechter uns nicht, sonst lesen wir ihn wirklich nicht mehr!

      Ach das Rauchen. Bin in eine Raucherfamilie hineingeboren. Der Husten holt mich nachts manchmal ein. Vadder ist mittlerweile DER Nichtraucher. Streitereien gibts über die vergilbten Wände, die dreckigen Gardinen und die stinkende Wäsche. Blumen bringen Kontrast. Die Zigarettenstange wird in Polen gekauft, noch. Dann wäre aber auch Schluss mit seiner Pulle Bier.

      Ich stimme in das Hohelied von @24 ein. Verdrängt habe ich die zugequalmten Züge. Das kann man aber noch in rumänischen Zügen erfahren, wenn man lustig ist, obwohl die Abteile selbst mittlerweile tabu sind, umso dichter ist der Gang.

      Und weiteres Ranting:

      Vielleicht kann man ja bald auch wieder in der Spree baden (da gibts ja mindestens ein Projekt von den Wasserwerken) und heute abend, als der Wind durch die Strassen blies und die Stadt wie verlassen schien, wie schön war es, die frische Luft einzuatmen.

      Ach, wird alles besser!

    53. janfrie schrieb am 3. Juni 2009 at 04:11 - Permalink

      Spiegelfechter, du machst dir mit deinen Polemiken zum Rauchen regelmäßig selbst schande. Wir wissen doch alle, dass du besser argumentieren kannst.

      Um von vornherein etwas klarzustellen: Ich bin auch gegen die Horrorbildchen und vollständig der Meinung, dass jeder sich zu Tode fressen, saufen, fixen, rauchen, was auch immer können sollte, wenn ihm danach ist, ohne dauernd mit moralischem Zeigefinger belehrt zu werden. Auch ist das, was uns die Industrie so an Essen vorsetzt sicher so ungesund, dass ein paar Zigaretten den Braten auch nicht mehr fett machen.

      Du schreibst:
      “Aber Freiheit bedeutet auch, unvernünftige Dinge tun zu dürfen. Verbote und Drangsalierungen sind immer ein Stück Unfreiheit, die nur dann in Betracht gezogen werden darf, wenn andernfalls die Freiheit der Anderen überproportional beeinträchtigt wird.”

      Genau. Und genau deshalb ist das Rauchverbot in Kneipen richtig. Jeder hat die Freiheit, unvernünftige Dinge zu tun. Aber niemand hat die Freiheit, Menschen, die diese Dinge nicht tun wollen, selbige aufzuzwingen. Und deine Standardpolemik, alle Nichtraucher seien ja per se so genussfeindlich, dass sie nicht in Kneipen gingen, ist schlicht kein Argument.

      Dass gerade Menschen, die aufgrund eines ganzen Bündels an Suchtstoffen zwanghaft weitestgehend geschmackfreien, akut gesundheitsgefährdenden Rauch inhalieren, Genussmenschen sein sollen, will mir allerdings so gar nicht in den Kopf. Da hat die Tabakindustrie ja wohl mit ihrer Propaganda Erfolg gehabt. Etwas auf den Markt werfen, dass eigentlich nicht den geringsten Wert hat und die Menschen nur mit Werbung und Suchtstoffen zum (Wieder-)kaufen animieren: Kapitalismus par excellence.

      Sich für dein merkwürdiges Hobby auf Rosa Luxemburg und Voltaire zu berufen, spottet den großen Geistern Hohn.

      Es gibt doch wirklich genug zum Genießen, warum muss man sich da einreden, man bräuchte krank machende Gilmmstengel, um das zu erreichen?

    54. engola schrieb am 3. Juni 2009 at 06:00 - Permalink

      Ach ja, @janfrie, ich drehe seit über zwanzig Jahren meine Zigaretten selber, mir ist unerklärlich, warum sich Leute extra einen Schaumstofffilter mit in die Zigarette eindrehen (oder andrehen lassen). Fertige Filter-Zigaretten sind schmackes. – Und Nicht-Raucher-Kneipen sind korrekt, diese genieße ich gerne und mach auch mit!1! – Ich genieße auch meine andere Kneipe, wo ich genußvoll rauchen darf.

      Aber bitte zeige mir eine Straße ohne Verbrennungsmotoren, die ich mir selber frei aussuchen kann. – Oder anders: Können sich die leukämiegeschädigten Kinder aussuchen, ob sie bei einem Atomkraftwerk aufwachsen?

      P.S.: Ich suche immernoch ein gutes Zigarettenpapier, welches meinen Genußansprüchen genügt. Naja, mein Vaforit ist derzeit Marie. Und beim Tabak stehe ich auf dem Kraut, welches ohne Zusatzstoffe auskommt (da ist aber auch die beste Mischung noch nicht gefunden).

    55. schwitzig schrieb am 3. Juni 2009 at 06:02 - Permalink

      Wie wäre es denn, wenn Wirtschaftszeitungen gezwungen würden, Bilder von verstümmelten Kapitalisten und deren Dackeln (“VOLKSVERTRETER”) abzubilden? Schließlich verursachen sie gesellschaftliche Unruhen und verkürzen ihr eigenes Leben und das der nicht partizipierenden.
      Ich fände das gut – bestimmt lernt die Menschheit dann, sozialer miteinander umzugehen.

      Und vielleicht würde ich am Zeitungsstand dann häufiger lächeln :-).

    56. Max Krapp schrieb am 3. Juni 2009 at 07:33 - Permalink

      @ 56 schwitzig

      “Und vielleicht würde ich am Zeitungsstand dann häufiger lächeln :-).”

      Dem kann ich mich nur anschließen ;-)

    57. somlu schrieb am 3. Juni 2009 at 08:44 - Permalink

      Diese Bilder dienen lediglich der Stigmatisierung. Ich bin in meiner Schulzeit regelmäßig mit solchen Bildern konfrontiert worden und rauche heute trotzdem. Ich nehme immer Rücksicht, mag verqualmte Kneipen selbst nicht und gehe gern vor die Tür. Sollte ich mal mit meinem Rauchen jemanden stören, war es nie ein Problem nach entsprechendem Hinweis eine Lösung zu finden. Das hatte schon lange vor dem politisch gestützten Feldzug etwas mit meinem Verständnis von einem angenehmen Miteinander zu tun.Über die Aussicht in eine rauchfreie Disko zu können, habe ich mich sogar gefreut.

      Was mir auffällt, ist, dass in dem Feldzug gegen die Raucher, eine Stigmatisierung entsteht, wie sie auch bei Erwerbslosen und anderne Bevölkerung angewandt wird. Hier werden immer mehr Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausgespielt. Das hält “uns” beschäftigt und so kommen wir nicht zu den eigentlichen Themen. Wie der Spiegelfechter schon erwähnte, “wir” RaucherInnen sind keine homogene Masse, die nichts anderes zu tun haben als die nichtrauchende Bevölkerung zu verfolgen. Diese Kampangenen sind dehumanisierend. Ich finde nicht das Sabine Bätzing ihren Job macht, sonst wüßte sie, dass man eine Sucht (was Rauchen auch ist und mich persönlich an meinem Konsum am meisten stört, ich mache mir da auch nichts vor) nicht durch Abschreckung los wird.

    58. AK schrieb am 3. Juni 2009 at 09:10 - Permalink

      Ich muss als treuer Leser leider Blutgewitter & janfrie zustimmen. Die Polemik trifft nicht richtig. Ja ich(NR) bin auch gegen die Horror-Bildchen, aber die Armer-Verfolgter-Raucher-Attitüde hat IMO keine objektive Grundlage. Nimms mir nicht übel, aber für mich ist der Artikel ist irgendwas zwischen “Wähh, ich will mein Spielzeug behalten” und “Bätzing ist doof”. Ich möchte auch gar nicht in den R/NR-Fightclub eintreten, es ist aus meiner Sicht nur schade, dass die wirklich hohe Qualität des SF-Blogs durch solche Artikel runtergezogen wird.

      Nix für ungut,
      AK

      p.s. Der ganze Drogenbeauftragtenapparat ist IMO eh Geldverschwendung. Recht auf Rausch.. und so.. *wink* ;-)

    59. Anna schrieb am 3. Juni 2009 at 09:10 - Permalink

      “Hässlich, meine Gedanken sind so grässlich hässlich, ich bin der Hass”

      Susanne Bätzing

    60. Stefan schrieb am 3. Juni 2009 at 09:31 - Permalink

      > Da Rauchen eh fast überall verboten ist, möchte ich ja mal wissen, wo Du ?gezwungen? wirst, rauchende Mitmenschen zu ertragen?

      @Spiegelfechter: In der eigenen Wohnung.

      Ist es nicht seltsam, dass in den meisten Siedlungen das Grillen auf dem eigenen Balkon untersagt ist? Das Rauchen aber ist erlaubt. Besonders angenehm, wenn man sich zum Schlafen legen möchte und der Mieter unter einem seine über 10 Stunden vollgequalmte Wohnung ins Freie entlüftet ? was dann direkt ins eigene Schlafzimmer zieht. Ich kann die Bagatellisierung des Rauchens durch Raucher einfach nicht verstehen.

      Mütter die im Beisein ihrer Kleinkinder Zigaretten rauchen sehe ich jeden Tag auf der Straße, so was ist eindeutig Körperverletzung, erst recht bei Kindern im Wachstum.

      Ich werde jetzt mal polemisch: das Einschränken der persönlichen Freiheit eines Rauchers ist im Grunde nichts anderes, als wenn man einem Waffennarr verbietet, auf der Straße rumzuballern. Nur weil eine mögliche Verletzung im ersten Fall nicht sofort sichtbar wird oder direkt auftritt, ist es trotzdem eine Verletzung.

    61. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 09:35 - Permalink

      @49 Schmierwurst

      Ach ja, ?gelben Aussätzigenzonen?. Warum ziehst Du den Vergleich nicht voll durch? Angst?

      Na klar!

      @51 Max Krapp

      Und kriegt die Bilder von dem Mist aus dem Psychrembrel?

      Stimmt, das Ding sollte auf den Index, was das alles in den Köpfen unserer lieben Kleinen anrichten kann. Ich schreibe mal der Zensursula, die wird das verstehen ;-)

      In GB durften übrigens die Nichtraucher die Bilder aussuchen – das ist doch mal wahre Bürgerbeiligung.

      @53 janfrie

      Ich gebe zu – es macht mir Spaß mit meinen Polemiken auch mal ein paar Leser zu ärgern. Nicht das noch einer auf die Idee kommt, der SF würde unpopuläre Themen ausblenden und sich beim Publikum einschleimen ;-) Und zu einer Polemik gehört es nun mal, dass man nicht jedes Argument bitterernst meint. Ein wenig mehr Toleranz bitte – nicht nur zwischen Rauchern und Nichtrauchern, sondern auch für schreibende Polemiker *fg*

    62. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 09:37 - Permalink

      @60 Stefan

      Genau wegen solcher “Argumentationen” ist eine solche Polemik nötig. Da wird schon das Lüften des Zimmers mit einem Holzkohlegrill verglichen. Ich sehe schon – das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht und wir “armen Raucher” müssen uns noch auf einiges einstellen.

    63. misterL schrieb am 3. Juni 2009 at 09:49 - Permalink

      @SF

      Das Leben hat viele Nebenwirkungen und endet stets tödlich.

      Mir reicht hoffentlich eine Zeile mit drei kurzen Sätzen als Antwort aus. ;-)

      Ungewolltes mitrauchen hat Nebenwirkungen. Die Missachtung dessen ist asozial. Hardcoreraucher sind so. Punkt.

      Na, es wurden zwei Zeilen. :-)

    64. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 10:20 - Permalink

      @misterL

      Joooo, aber die Chancen als Raucher die armen Nichtraucher zu missachten sind doch in den letzten Jahren merklich gesunken. Meinst Du nicht, es ist an der Zeit, die Schärfe so langsam aus der Diskussion zu nehmen und vor allem den lieben Übervater Staat herauszulassen um das wie zivilisierte Menschen untereinander zu regeln?

    65. blauerEngel schrieb am 3. Juni 2009 at 10:27 - Permalink

      Ich finde den Beitrag leider auch nicht gut. Als Polemik taugt er aber wohl gerade deswegen doch ganz gut.
      “Ich finde nicht das Sabine Bätzing ihren Job macht, sonst wüßte sie, dass man eine Sucht (…) nicht durch Abschreckung los wird.”
      Das Stimmt. Aber als Drogenbeauftragte weiss sie sicherlich, dass besonders früher Konsum eine lange Raucherkarriere mit sich zieht. Und – machen wir uns nichts vor – dass man geschätze Marken der Peers durch Bilder unattraktiv macht, hat schon einen gewünschten Effekt. Wie im Beitrag geschrieben, lassen sich erwachsene Raucher davon sicherlich nicht abhalten. Daher sollten sie ganz zufrieden sein, dass Bätzing nicht wirkungsvollere Absichten hat.
      Mit Rosa Luxenburg und Voltaire sollte man nicht argumentieren – vorallem wenn es wirklich nicht passt. Erstere steht doch wohl für eine exklusive Freiheit und Voltaires vielfach benutzer Ausspruch stammt gar nicht von ihm.
      Ganz polemisch und suggestiv muss ich mich fragen, ob Rauchen wirklich Freiheit ist?

    66. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 10:38 - Permalink

      @Blauer Engel

      Aber als Drogenbeauftragte weiss sie sicherlich, dass besonders früher Konsum eine lange Raucherkarriere mit sich zieht.

      Das mag so sein – aber die Maßnahmen zur Prävention bei Jugendlichen sind ja bereits auf Hochtouren. Vor allem die massiven Preiserhöhungen werden sehr viele Jugendliche abschrecken. So ein Schhächtelchen kostet bald 6 Euro – somit eignet sich Rauchen wohl eher als Hobby für reiche Jugendliche.

      Ganz polemisch und suggestiv muss ich mich fragen, ob Rauchen wirklich Freiheit ist?

      Da frage ich ganz polemische zurück – sind unnötige Vorbote nicht ein Zeichen von Unfreiheit? Und nein, mit “unnötig” meine ich nicht die Vorschriften für Rauchen in Verkehrmitteln oder am Arbeitsplatz.

    67. Netzbummler schrieb am 3. Juni 2009 at 10:39 - Permalink

      Ich kann Oettinger Freidenker, Sebastian, Eastwood und den anderen nur zustimmen: warum sollen die Rechte von Nichtrauchern weniger wert sein und stärker eingeschränkt werden als die von Rauchern? Was gibt Rauchern das Recht, zu verlangen und zu fordern, die Luft mit ihrem Qualm verpesten zu dürfen? Das Beispiel mit dem Bahnhof, das passt perfekt. Selbst wenn jetzt welche kommen und das gerne genutzte Argument anbringen, dass der Nichtraucher dann einfach woanders wartet: warum soll nicht der Störer an eine Stelle im Bahnhof gehen, wo er niemanden belästigt?

      Jens, ich weiß, dass Du keine Kinder hast. Hättest Du welche, würde das Deine Sichtweise wahrscheinlich ändern. Es ist einfach nicht schön, ansehen zu müssen, wie das eigene Kind anfängt zu husten, wenn sich ein Süchtie an der Haltestelle zwanghaft eine Kippe ansteckt und der Wind den Rauch dem Kleinen ins Gesicht pustet – vorausgesetzt, wohlgemerkt, der Mensch hatte den Anstand, das ein paar Meter abseits des Wartehäuschens und nicht drinnen zu tun. Und was Lokale bestifft: Es ist so wunderbar angenehm, einen Abend in einem Lokal verbringen zu können, ohne hinterher die Klamotten sofort in die Wäsche tun zu müssen und selbst gründlich duschen zu müssen, um den Mief loszuwerden.

      Ich finde die Artikel hier beim Spiegelfechter oft gut bis sehr gut, deswegen komme ich auch gern hierher. Aber aus diesem Pamphlet hier (Du hast ganz recht, es ist eher eine Polemik) spricht der typische Raucher: “Uäääh, die tasten meine Glimmstengel an, jetzt fange ich an zu heulen und zu quengeln wie ein kleines Kind!” Freunde und Bekannte von mir sind (Ketten-)Raucher, ich habe derartiges Verhalten also schon oft genug erlebt. Immer wieder traurig zu sehen, sowas.

      Und noch einmal an Jens und die anderen Raucher: Das Rauchen wird Euch nicht verboten. Ihr sollt nur nicht Eure nichtrauchenden Mitmenschen nicht damit belästigen, und Ihr sollt wissen, was Ihr Euch und den Menschen in Eurer unmittelbaren Umgebung (z.B. den eigenen Kindern) antut.

      Und zum Argument dem Einschränken der persönlichen Freiheit: nach der Logik dürfte auch das Anlegen von Anschnallgurten im Auto keine Pflicht sein, weil die ja immerhin auch die persönliche Freiheit einschränken (auch dieses gehirntote Argument habe ich schon oft gehört). Trotzdem wird das kaum diskutiert. Wieso nicht?

      P.S.: Guter Artikel mit der Tali-Bahn. Genau dafür komme ich hierher.

    68. schwitzig schrieb am 3. Juni 2009 at 10:41 - Permalink

      · misterL am 3. Juni 2009 um 09:49 – Permalink

      @SF

      Das Leben hat viele Nebenwirkungen und endet stets tödlich.

      Mir reicht hoffentlich eine Zeile mit drei kurzen Sätzen als Antwort aus. ;-)

      Ungewolltes mitrauchen hat Nebenwirkungen. Die Missachtung dessen ist asozial. Hardcoreraucher sind so. Punkt.

      Na, es wurden zwei Zeilen. :-)

      Gut – zwei Zeilen Stuss. Aber es gibt hier Kommentatoren, die für Stuss mehr Zeilen verbraucht haben.
      Es stört mich übrigens, dass die aggressiven Nichtraucher mein Leben auf der Autobahn gefährden, indem sie rasen und – das ist das schlimmste von allem – nicht im idealen Drehzahlbereich fahren.
      Dadurch wird meine Luft verpestet.

      Es muss ein Gesetz geben, dass das unverhältnismäßige Gasgeben, welches vielleicht aus reinem Spass stattfindet, alös Ordnungswidrigkeit verbietet.

      Ausserdem muss ein Grill verboten werden. Ich als sozialer Raucher zahle mit meinen Beiträgen Unsummen über die Krankenkassen an die Hackfressen, die verkohltes und nachweislich krebserregendes Grillfleisch in sich hineinstopfen.
      Und dann erst diese fetten, ekligen, nach Babyshampoo oder altem Schweiss stinkenden Nichtraucher … wenn ich diese Figuren sehe, werde ich wütend und das belastet mein Herz. Ausserdem sind statistisch die meisten CDU/CSU-Wähler Nichtraucher – auch das gefährdet mein Leben.
      Am besten zwingt man militante Nichtraucher einfach mal zum Kettenrauchen – dann können sie wenigstens nicht mehr so laut ihre Ergüsse in die Welt brechen :-).

      Aber ich vergass – der deutsche Michel mag es ja, Andersdenkende zu unterdrücken.

    69. schwitzig schrieb am 3. Juni 2009 at 10:47 - Permalink

      · Netzbummler am 3. Juni 2009 um 10:39 – Permalink

      Ich kann Oettinger Freidenker, Sebastian, Eastwood und den anderen nur zustimmen: warum sollen die Rechte von Nichtrauchern weniger wert sein und stärker eingeschränkt werden als die von Rauchern? Was gibt Rauchern das Recht, zu verlangen und zu fordern, die Luft mit ihrem Qualm verpesten zu dürfen?

      hmm – überspitzt gesagt: Woher nimmst Du dir eigentlich das Recht zu leben? Was ist, wenn ich mich durch Dein Leben gestört fühle?
      Willst Du, dass wir den Gedanken weiterführen? Dann landen wir sehr schnell bei einer Ursula von der Leyen.

      Übrigens: Durch Deinen Energieverbrauch werden mehr fossile Energien verbrannt, als es ohne dich nötig wäre, was meine Lebensqualität und Lebensdauer reduziert. Sollen wir etwas dagegen unternehmen?
      Musst Du im Winter unbedingt heizen?

    70. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 10:53 - Permalink

      @Netzbummler

      Das Beispiel mit dem Bahnhof, das passt perfekt. Selbst wenn jetzt welche kommen und das gerne genutzte Argument anbringen, dass der Nichtraucher dann einfach woanders wartet: warum soll nicht der Störer an eine Stelle im Bahnhof gehen, wo er niemanden belästigt?

      Du warst in letzter Zeit auf einem Bahnhof? Die gelben Aussätzigenzonen sind im Normalfall weit von “attraktiven” Wartezonen entfernt. Dieses Scheinargument zeigt genau die Intoleranz auf, die ich kritisiere. Leben und Leben lassen – der Raucher geht in sein Zönchen und sogar das stört einige Antiraucher, da sie sich potentiell belästigt fühlen. Man will schließlich nicht nur 98% des Bahnsteigs für sich, sondern 100%. Wer derlei Forderungen stellt, muss sich nicht wundern, wenn es hier Polemiken regnet ;-)

      Jens, ich weiß, dass Du keine Kinder hast. Hättest Du welche, würde das Deine Sichtweise wahrscheinlich ändern. Es ist einfach nicht schön, ansehen zu müssen, wie das eigene Kind anfängt zu husten, wenn sich ein Süchtie an der Haltestelle zwanghaft eine Kippe ansteckt und der Wind den Rauch dem Kleinen ins Gesicht pustet – vorausgesetzt, wohlgemerkt, der Mensch hatte den Anstand, das ein paar Meter abseits des Wartehäuschens und nicht drinnen zu tun.

      Und wie oft kommt so etwas vor? Ich glaube fast, ich lebe idT auf einem anderen Planeten. Bei “Euch” scheint es nur so vor Rauchern auf Spielplätzen und in Haltestellen zu wimmeln, die die lieben Kleinen anpusten. Ich laufe auch mit offenen Augen durch die Welt, aber so etwas hat absoluten Seltenheitswert und sollte nicht als Basis einer pragmatischen Diskussion genommen werden. Das ist Polemik und somit die passende Anwort auf den Artikel ;-)

      Und was Lokale bestifft: Es ist so wunderbar angenehm, einen Abend in einem Lokal verbringen zu können, ohne hinterher die Klamotten sofort in die Wäsche tun zu müssen und selbst gründlich duschen zu müssen, um den Mief loszuwerden.

      Na siehst mal – so schön ist die neue Welt. Dumm nur, dass viele Wirte schon pleite sind oder mit argen Problemen zu kämpfen haben, da nicht ganz so viele Nichtraucher so glücklich wie Du sind.

      Und noch einmal an Jens und die anderen Raucher: Das Rauchen wird Euch nicht verboten. Ihr sollt nur nicht Eure nichtrauchenden Mitmenschen nicht damit belästigen, und Ihr sollt wissen, was Ihr Euch und den Menschen in Eurer unmittelbaren Umgebung (z.B. den eigenen Kindern) antut.

      Das wissen wir doch und geben uns ja auch Mühe Euch nicht zu belästigen – aber warum sollen wir nun noch mit “Schockbildern” stigmatisiert werden?

      Und zum Argument dem Einschränken der persönlichen Freiheit: nach der Logik dürfte auch das Anlegen von Anschnallgurten im Auto keine Pflicht sein, weil die ja immerhin auch die persönliche Freiheit einschränken (auch dieses gehirntote Argument habe ich schon oft gehört). Trotzdem wird das kaum diskutiert. Wieso nicht?

      Weil dieser Vergleich hinkt ;-)

    71. TomTom schrieb am 3. Juni 2009 at 10:56 - Permalink

      Hallo Jens,
      ich bin ein großer Fan deiner Texte – heute allerdings nicht. Zunächst einmal vergleichst du Birnen mit Äpfel, indem du sportliche Aktivitäten mit Rauchen vergleichst. Was soll das denn, bitte?

      Dann möchte ich dir folgenden genauso unsinnigen Vergleich entgegenhalten: Warum schaffen wir nicht gleich alle Ampelanlagen ab? Dabei handelt es sich doch um eine ungeheurere Bevormundung des mündigen Autofahrers, oder? Oder dienen Ampelanlagen an Kreuzungen möglicherweise nicht doch der allgemeinen Sicherheit?

      Es geht bei der Diskussion nicht um ein generelles Rauchverbot! Können wir uns darauf einigen, dass der Nichtraucherschutz das Ziel sämtlicher Aktivitäten sein sollte? Deshalb bin ich auch ganz klar für die Schockbilder! Warum? Weil bitte unter keinen Umständen der Eindruck entstehen soll, dass Rauchen doch gar nicht so schlimm sein kann, wenn es doch gebildete Menschen wie unser Altkanzler machen.

      Und in diesem Punkt muss ich dir heftig widersprechen: Ich glaube nämlich nicht, dass so gut wie alle Menschen inzwischen wissen, wie gefährlich rauchen ist. Ich denke, ich weiß wovon ich spreche: Ich habe selbst in meiner Familie erlebt, wie Zigaretten die Gesundheit zerstören und einen Menschen töten können – langsam, schmerzvoll und erbärmlich. Glaub’ mir, das ist nicht schön zu erleben.

      Dir alles Gute.

    72. 1000Sunny schrieb am 3. Juni 2009 at 11:02 - Permalink

      @ehLe
      Nein, das sind keine Punks. Das sind Eltern und Büroangestellte in der Mittagspause. Die Punks sind um die Zeit noch in der Schule und lassen sich staatliche Werte und Spießbürgereien erklären.

      @SF
      Ich kann sowieso nicht verstehen, warum Rauchen erlaubt ist und dafür Marihuana verboten.
      Ich finde Frau Bätzing geht einen Weg der Symbolik. Einfach die Preise halbjährlich verdoppeln. Aber das kriegt sie wohl nicht beim Minister für Finanzen und unsinniges Wachstum um jeden Preis durch.

    73. Floda schrieb am 3. Juni 2009 at 11:12 - Permalink

      Hallo TomTom
      ich möchte Deinen Beitrag etwas ergänzen.
      An Lungenkrebs sterben die Menschen nicht, sie verrecken, das ist das Einzige Wort welches mir dazu einfällt.
      Floda

    74. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 11:14 - Permalink

      @Tom Tom

      ich bin ein großer Fan deiner Texte – heute allerdings nicht. Zunächst einmal vergleichst du Birnen mit Äpfel, indem du sportliche Aktivitäten mit Rauchen vergleichst. Was soll das denn, bitte?

      Beide Aktivitäten haben ein großes immanentes Risiko, dass es zu gesundheitlichen Schäden kommt. Dazu ein kleiner – sicher nicht repräsentativer – Vergleich aus meinem alten Büro. In der Abteilung gab es zwei Raucher und zwei Sportler (beide: Fußball und Marathon). Während ich und der andere Raucher in fünf Jahren vielleicht ein mal krank waren (Grippe), hatten die beiden Sportler jeweils über sechs Monate Krankheitsauszeit (Kreuzbandriss, Knorpelschäden (irreparabel), Brüche etc. pp.).

      Dann möchte ich dir folgenden genauso unsinnigen Vergleich entgegenhalten: Warum schaffen wir nicht gleich alle Ampelanlagen ab? Dabei handelt es sich doch um eine ungeheurere Bevormundung des mündigen Autofahrers, oder? Oder dienen Ampelanlagen an Kreuzungen möglicherweise nicht doch der allgemeinen Sicherheit?

      Ein guter(!) Vergleich – auch ich ärgere mich über unnötige Ampeln. Dort wo Ampeln die Sicherheit maßgeblich erhöhen, müssen sie stehen, dort, wo sie den Verkehr eher behindern, denn die Sicherheit erhöhen, sind sie fehl am Platze. Genau so ist es mit Nichtraucherschutzgesetzen – dort wo sie nötig sind, z.B. am Arbeitsplatz, begrüße ich sie, aber dort wo sie Fehl am Platze sind (z.B. in der kleinen Eckkneipe) lehne ich sie ab.

      Es geht bei der Diskussion nicht um ein generelles Rauchverbot! Können wir uns darauf einigen, dass der Nichtraucherschutz das Ziel sämtlicher Aktivitäten sein sollte?

      Meinetwegen – aber warum sollen dann den Rauchern ihre letzen Habitate genommen werden, in die sich kein Nichtraucher verirrt?

      Deshalb bin ich auch ganz klar für die Schockbilder! Warum? Weil bitte unter keinen Umständen der Eindruck entstehen soll, dass Rauchen doch gar nicht so schlimm sein kann, wenn es doch gebildete Menschen wie unser Altkanzler machen.

      Nun, auch wenn es Dich jetzt ärgert, sooooo schlimm ist das Rauchen auch nicht. Von 100 Rauchern sterben – m.W. – nur rund 14% an rauchbedingten Krankheiten. Es ist sicher wichtig, dass auch so zu kommuniziern. Wer das Risiko eingehen will, sollte aber nicht täglich unter dem erhobenen Moralzeigefinger leiden.

      Ich habe selbst in meiner Familie erlebt, wie Zigaretten die Gesundheit zerstören und einen Menschen töten können – langsam, schmerzvoll und erbärmlich. Glaub? mir, das ist nicht schön zu erleben.

      Nein, das ist natürlich tragisch und traurig. Ich lebe in einer Familie, in der drei meiner vier Großelternteile qualvoll, langsam und erbärmlich an Magen- und Darmkrebs krepierten. Alle waren über 80 Jahre und zwei von ihnen haben geraucht. Den qualvollen Tod hat ihnen das Rauchen nicht erspart.

      Dir alles Gute.

      Dir auch – man muß ja nicht immer einer Meinung sein ;-)

    75. Sebastian schrieb am 3. Juni 2009 at 11:35 - Permalink

      Die Bätzing ist wirklich so ein Fall für sich. Mit ihr habe ich mich auch einmal befasst, bzw. vor allem auf einen hervorragenden Text von Stefan Gärtner zu dieser Person hingewiesen – um einfach mal wieder das Thema auf die Überschrift zu lenken ;-)

    76. blauerEngel schrieb am 3. Juni 2009 at 11:38 - Permalink

      “Da frage ich ganz polemische zurück – sind unnötige Vorbote nicht ein Zeichen von Unfreiheit? Und nein, mit ?unnötig? meine ich nicht die Vorschriften für Rauchen in Verkehrmitteln oder am Arbeitsplatz.”
      Von welchem Verbot sprechen wir eigentlich? Hier scheinen mir irgendwie die Schockbilder kaum eine Rolle zu spielen. Diese Bilder scheinen mir weder ein Verbot noch eine Einschränkung zu sein. Und, da man sich diese Bilder nicht gut sichtbar an den Jackenärmel nähen muss, scheint mir der Stigmatisierungsvorwurf doch weit hergeholt.
      Inwiefern das Kneipenrauchverbot unnötig ist, scheint mir doch ein ganz anderes Thema zu sein. Und meine Frage bleibt, inwiefern man hier wirklich von fehlender Freiheit sprechen kann. Aus dem Alltag weiss ich, dass auch Raucher (un)nötige Verbote ignorieren.

    77. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 11:47 - Permalink

      @blauer Engel

      Diese Bilder scheinen mir weder ein Verbot noch eine Einschränkung zu sein. Und, da man sich diese Bilder nicht gut sichtbar an den Jackenärmel nähen muss, scheint mir der Stigmatisierungsvorwurf doch weit hergeholt.

      Das sehe ich anders – wer trägt schon freiwillig offen “Schockbilder” mit sich rum? Natürlich werden Raucher durch diese Bilder verstärkt von ihrer Umwelt “angefeindet” werden. Man stelle sich das Gesicht der sorgenvollen Mutter vor, wenn ein Raucher auch nur seine Zigarettenschachtel in der Nähe der lieben kleinen Tochter auf den Tisch legt – wobei er noch nicht einmal mit dem sündhaften Gedanken spielen muss, dem kleinen Schätzlein Rauch ins Gesicht zu blasen. Die Message ist klar – dieser Kerl ist ein Sünder, der potentiell kleine Kinder schädigt. Noch leben wir aber in einem Rechtsstaat, in dem jeder so lange unschuldig ist, bis er eine Tat begeht.

      Inwiefern das Kneipenrauchverbot unnötig ist, scheint mir doch ein ganz anderes Thema zu sein. Und meine Frage bleibt, inwiefern man hier wirklich von fehlender Freiheit sprechen kann. Aus dem Alltag weiss ich, dass auch Raucher (un)nötige Verbote ignorieren.

      Ein – sorry- seltsames Argument. Wer in einem Restaurant oder einer Nichtraucherkneipe raucht, fliegt raus. Wer am Arbeitsplatz raucht, kriegt eine Abmahnung. Man kann Gesetze doch nicht als wirkungslos bezeichnen, nur weil sie von einigen Menschen gebrochen werden? Du kämst doch nicht auf die Idee, zu behaupten, in D gäbe keine wirkungsvollen Steuergesetze, nur weil die Zumwinkels ihr Geld kriminiell am Fiskus vorbeischleusen?

    78. Mephane schrieb am 3. Juni 2009 at 12:03 - Permalink

      Wer heute noch seiner Genusssucht frönen will, wird am Arbeitsplatz oder in der Kneipe wie ein Hund mit Verdauungsstörungen vor die Tür geschickt. Selbst auf den offenen Bahnsteigen darf der arme Sünder trotz steifer Brise nur in gelben Aussätzigenzonen rauchen. Das gesellschaftlich geförderte Genörgel über ?die Raucher? ist dabei kaum mehr als verlogene Selbstgerechtigkeit.

      Da möchte ich widersprechen. Die Natur des Rauchens hat eine andere Qualität als der Genuss von z.B. Schokolade oder Alkohol – Anwesende konsumieren die Substanz automatisch mit. Deswegen finde ich es auch angemessen, wenn Raucher z.B. auf den Balkon gebeten werden. Warum soll nur der Raucher das Essen im Restaurant uneingeschränkt genießen dürfen, der Nichtraucher aber nicht? Ich mag z.B. kein Bier (schmeckt mir nicht), dennoch ist es für mich unbedeutend, ob jemand am Nachbartisch ein Bier trinkt oder etwas anderes. Raucht er aber, dann kann das mich als Nichtraucher sehr beeinträchtigen (gesundheitliche Folgen noch außen vor gelassen). Und um genau diesen Unterschied geht es. Es geht nicht darum, dass jemand raucht, sondern wo er es tut.

      Um mal einen weiteren, womöglich etwas hinkenden, aber dennoch bildhaften Vergleich anzubringen: In der Öffentlichkeit ist das Kopulieren auch verboten. Auch nach Mitternacht, wenn Kinder sowieso nicht unterwegs sein sollten. Ist das jetzt auch eine überzogene Freiheitsbeschränkung? Denn Theoretisch wäre der einzige “Schaden” für andere Anwesende, dass sie sich “belästigt” fühlen könnten.

      Es geht einfach darum: Manche Dinge sollten ihren Platz eben eher im Privaten haben, und nicht in der Öffentlichkeit. Ich würde nicht so weit gehen, das Rauchen außerhalb der eigenen Wohnung generell verbieten zu wollen, aber ich halte die aktuelle Regelung für prinzipiell angemessen, wenn auch nicht hundertprozentig ideal.

      P.S.: Die Idee mit den Krankheitsbildern auf Zigarettenschachteln finde ich aber auch völlig daneben und überzogen.

    79. leslie schrieb am 3. Juni 2009 at 12:03 - Permalink

      Zitat Spiegelfechter: Die meisten Raucher sind viel toleranter, als Du denkst.

      Aber nur,wenn sie nicht grade besoffen sind… ;-)

      Dann bekommste nämlich aufs Maul….

      Ich wär dafür,
      rauchen in Mietwohnungen zu verbieten.
      Eigentumswohnung ist egal,denn die gehört dem Bewohner.

      Zumindest den Leuten die 2 Schachteln und mehr rauchen.
      Der Scheiss geht ins Mauerwerk.
      Alle 10 Jahre muss man dann den Putz abschlagen,
      da tapezieren nix mehr bringt und der scheiss immerwieder durchkommt.

      Schonmal ne Gardine von einem Kettenraucher nach einem Jahr gewaschen.
      Das Wasser ist schwarz,
      und mit Handschuhen muss man auch arbeiten da man sonst Gefahr läuft sich ne Nikotinvergiftung zu holen.
      (Wenn man´s denn nicht in der Maschine wäscht. ;-)

      Mlg

    80. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 12:15 - Permalink

      @leslie

      Interessanter Vorschlag! Und kontrollieren kann man das sicher am besten mit Überwachungskameras in den Wohnungen. Wer nichts zu verstecken hat, hat auch nichts zu befürchten – schon klar. Hast Du den Vorschlag eigentlich schon unserer lieben Drogenbeauftragten unterbreitet? Vielleicht gibt´s eine Prämie?!?

      p.s.: Zivilisierte Menschen waschen ihre Gardinen mehr als einmal pro Jahr – egal ob Raucher oder Nichtraucher ;-)

    81. blauerEngel schrieb am 3. Juni 2009 at 12:16 - Permalink

      @77″Das sehe ich anders – wer trägt schon freiwillig offen ?Schockbilder? mit sich rum? Natürlich werden Raucher durch diese Bilder verstärkt von ihrer Umwelt ?angefeindet? werden. Man stelle sich das Gesicht der sorgenvollen Mutter vor, wenn ein Raucher auch nur seine Zigarettenschachtel in der Nähe der lieben kleinen Tochter auf den Tisch legt – wobei er noch nicht einmal mit dem sündhaften Gedanken spielen muss, dem kleinen Schätzlein Rauch ins Gesicht zu blasen.”
      Nun, ich finde leider die anderen Kommentare nicht, aber sinngemäß meinten einige Raucher, durchaus tolerant zu sein, und auf Nachfrage die Zigarette selbstverständlich aus zu machen… In der unmittelbaren Nähe kleiner Kinder, Asthmatiker und ‘sensibler’ Nichtraucher sollte man es sich das Rauchen selbstverständlich verkneifen. Und wenn mithilfe dieser Bilder nun Leute besorgt ihr Recht endlich inanspruch nehmen, diese Anfrage zu stellen – oder auch den Raucher ‘anfeinden’- ist das nur zu begrüßen. Das hat dann nichts mit Unfreiheit zu tun, es sei man gehe wie R.Luxenburg davon aus- es gäbe immer nur die Freiheit des anderen.
      Ich sag nicht, dass Gesetze wirkungslos sind. Es gibt nur viele Menschen, die sich durchaus die Freiheit (und auch das Recht ;-) )nehmen, die Gesetze zu brechen/beugen. Und das sieht man immer wieder gut bei Rauchern.

    82. schwitzig schrieb am 3. Juni 2009 at 12:19 - Permalink

      @78· Mephane
      Da möchte ich widersprechen. Die Natur des Rauchens hat eine andere Qualität als der Genuss von z.B. Schokolade oder Alkohol – Anwesende konsumieren die Substanz automatisch mit.

      Ich wäre auch dafür, Kinder zu verbieten. Denn die kleinen Schlampen sorgen dafür, dass ich ihren Dreck mitkonsumiere. Und wenn ich erst an die teilweise lebensbedrohlichen Krankheiten denke, die durch diese kleinen Menschen verbreitet werden … ich sage nur Arzt! Weg mit Kindern fordere ich.
      Ausserdem stinken Kinder.

    83. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 12:25 - Permalink

      @Blauer Engel

      Nun, ich finde leider die anderen Kommentare nicht, aber sinngemäß meinten einige Raucher, durchaus tolerant zu sein, und auf Nachfrage die Zigarette selbstverständlich aus zu machen?

      Aber das machen doch fast alle Raucher. Ich frage sogar vorher, ob es jemanden stören würde … nur gibt sich die Gelegenheit ja kaum noch, da an den meisten Orten das Rauchen eh verboten ist, auch wenn es keinen Anwesenden stören würde.

      In der unmittelbaren Nähe kleiner Kinder, Asthmatiker und ?sensibler? Nichtraucher sollte man es sich das Rauchen selbstverständlich verkneifen.

      Aber natürlich! Aber auch diese “Opfer” sollten doch so tolerant sein, sich z.B. mit 98% des Bahnsteigs zu begnügen und nicht auch noch die kleine Raucherzone für sich beanspruchen wollen. Ist das denn zu viel verlangt?

    84. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 12:28 - Permalink

      @Schwitzig

      Ausserdem stinken Kinder.

      *rofl*

      Und sie machen Lärm!

      Aber das sind Tabus. In Reisekatalogen werden tausende Hotels angeboten – denkst Du, eine einziges dieser Häuser würde damit werben, kinderfrei und raucherfreundlich zu sein? Dabei sollten sich kinderreiche Gesundheitsfreaks doch freuen, wenn die qualmenden “Misanthropen”, die sich durch Kinderlärm im Urlaub belästigt fühlen, in einem anderen Hotel absteigen. Aber nein, damit beschneidet man ihnen das Recht, in jedem Hotel der Welt auf Kinderlärm und Rauchfreiheit zu pochen. Komische Welt ;-)

    85. misterL schrieb am 3. Juni 2009 at 12:36 - Permalink

      @SF #64

      Nein, die Schärfe muss (leider) drinn bleiben. Es gibt alleine auf dieser Etage von der ich aus schreibe 4 starke Raucher, die es mit der Rücksicht nicht so haben und wo immer sie gehen und stehen rauchen müssen. Auch Hinweise in diesem oder jenen Büro nicht zu rauchen wird nur mit Mühe eingehalten. Als sensorisch wacher Zeitgenosse rieche ich jederzeit den erkalteten Mief entlang der Gänge. In der kalten Jahreszeit bleiben die Fenster i.d.R. geschlossen. Da wabbert der Gestank durch alle Ritzen. Da meint man nach dem Wochende man betritt den Aschenbecher persönlich und nicht eine Büroetage. Steht neben mir einer, der gerade seinen Stengel im Aschenbecher ausgedrückt hat wird mir real schlecht. Es ist mancmal fast zum Kotzen. Das ist nicht nur sinnbildlich gemeint.

      Auch wenn es dem gewöhnlichen Raucher schwer fällt zu verstehen. Man leidet unter ihnen zum Teil gewaltig.

    86. somlu schrieb am 3. Juni 2009 at 12:37 - Permalink

      Ist doch interessant die Diskussion, da wird das für und wider des Rauchens an sich abgewogen, dabei geht es überhaupt nicht darum. Ich verstehe nicht, was es den Nichtrauchern nutzt, wenn diese Bilder auf die Packungen gedruckt werden? Werden dann weniger Menschen rauchen? Sicherlich deswegen nicht. Ich glaube nicht an den Aspekt der Abschreckung, was solls, ich besitze ein hübsches Zigarettenetui, das kommt schon seit Jahren zum Einsatz.

      Es ist halt Wahlkampf und in all dem Getöse braucht es offenbar immer drastischere Bilder, um Ausmerksamkeit zu erlangen.

    87. Horscht schrieb am 3. Juni 2009 at 12:47 - Permalink

      Unser Führer…
      http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/99001540/index.html
      Zudem war er wohl auch Vegetarier.

    88. 1000Sunny schrieb am 3. Juni 2009 at 12:47 - Permalink

      Der Effekt solcher Bilder ist doch klar. Die Zigaretten verschwinden aus dem Sichtbereich in den Supermärkten.
      @Spiegelfechter
      Wieso beschweren sich Raucher immer über intolerante Nichtraucher und nie über die Raucher, die ihnen diese Suppe eingebrockt haben und in Restaurants (wo immer jemand isst) und auf Kinderspielplätzen rauchen. Würden hier immer rauchende Altkanzler einspringen und diese Leute auf ihren Platz verweisen, dann hätte kein Mensch ein Problem damit.

    89. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 12:54 - Permalink

      @1000Sunny

      Aber darum geht es doch gar nicht und darum ging es auch nie. Falls Du im letzen Jahr noch nicht die Gastronomie besucht hast – Rauchen IST in Restaurant und den meisten Kneipen verboten. Wer aber meint, jetzt würden die Antiraucher (ich sage mit Absicht nicht Nichtraucher) Ruhe geben, irrt, wie auch viele der Kommentare zeigen. Jetzt wird der Raucher auf dem Kinderspielplatz aus dem Ärmel gezaubert, um das Rauchen generell zu verbieten. Auch in Mietwohnungen wollen unsere lieben Antiraucher nun das Rauchen untersagen – der Putz und das Lüftungsverfahren sind anscheinend schlüssige Argumente.

      Vor einem Jahr habe ich gesagt – ja, lasst uns das Rauchen in Restaurants ruhig verbieten und in großen Kneipen separate Raucherbereiche schaffen … aber glaubt bloß nicht, dass dann die Diskussion vorbei ist. Gibt man den kleinen Finger, wollen die Antiraucher gleich die ganze Hand. Ich muss sagen – leider hatte ich recht.

    90. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 12:55 - Permalink

      @Horscht

      *g*
      das Exponat kannte ich noch gar nicht ;-)

    91. Max Krapp schrieb am 3. Juni 2009 at 13:10 - Permalink

      “Schonmal ne Gardine von einem Kettenraucher nach einem Jahr gewaschen.
      Das Wasser ist schwarz,
      und mit Handschuhen muss man auch arbeiten da man sonst Gefahr läuft sich ne Nikotinvergiftung zu holen.
      (Wenn man´s denn nicht in der Maschine wäscht. ;-)”

      “p.s.: Zivilisierte Menschen waschen ihre Gardinen mehr als einmal pro Jahr – egal ob Raucher oder Nichtraucher ;-)”

      Ihr wascht die Dinger? Echt jetzt?
      Who`s the “Spiesser” now?

    92. value schrieb am 3. Juni 2009 at 13:12 - Permalink

      ?Das ist ein Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel?

      Weil es so gut passt – hier ist die erste Strophe aus dem Gedicht The Second Coming von W.B. Yeats. Man beachte vor allem die beiden letzten Zeilen.

      Turning and turning in the widening gyre
      The falcon cannot hear the falconer;
      Things fall apart; the centre cannot hold;
      Mere anarchy is loosed upon the world,
      The blood-dimmed tide is loosed, and everywhere
      The ceremony of innocence is drowned;
      The best lack all conviction, while the worst
      Are full of passionate intensity.

      Obwohl ich die arme SPD Frau nicht unbedingt zu den Schlechtesten zählen würde.

      An der Diskussion selbst möchte ich mich als immer noch nicht entwöhnter Pseudonichtraucher nicht beteiligen.

      v.

    93. Mephane schrieb am 3. Juni 2009 at 13:26 - Permalink

      Gibt man den kleinen Finger, wollen die Antiraucher gleich die ganze Hand. Ich muss sagen – leider hatte ich recht.

      Ersetze “Antiraucher” durch “Politik”. Denn die ist es, die die Gesetze und Verordnungen beschließt. Und mit dem Vorhaben der Krankheitsbilder gehen sie nun wirklich zu weit. Die Sache mit den Gaststätten und getrennten Raucher-/Nichtraucheräumen war eigentlich angemessen und völlig ausreichend. Nur die Politik kriegt den Hals NIE voll, wenn sie irgendwas noch zusätzlich reglementieren und kontrollieren kann…

      Mit den Regelungen von letztem Jahr wäre für mich als Nichtraucher das Thema eigentlich erledigt gewesen. Nur militante Nichtraucher und Politiker meinen jetzt, nachlegen zu müssen. ;)

    94. misterL schrieb am 3. Juni 2009 at 13:33 - Permalink

      @SF #89

      Du riechst es offensichtlich halt nicht mehr. Die kaputte, sensorische Wahrnehmung führt halt zu anderer – in diesem speziellen Fall – reduzierter Wahrnehmung. Das ist objektiv so. Ich will und werde dem Ex-Nachbarn eine Etage höher, ein Haus weiter sein Rauchen nicht verbieten in seiner Wohnung.
      Fakt waren allerdings zwei Dinge. Seine ausgebrannten Kippen lagen auf unserer Terasse und der Qualm zog bei ungünstiger Windlage in unsere Wohnung. Das sind schlicht Fakten, die der Normalraucher nicht bereit ist zu ändern (seine Kippen auf unserer Terasse) oder zu glauben (weil er selber nicht (mehr) reicht), das man es riecht.

      Dieser grundsätzliche Wahrnehmungkonflikt wird immer bleiben. “Ich rieche was, was Du nicht riechts.” Begreife es als Sachverhalt und nicht als Auf-Sie-Jagt-Sie-Hetze. Alleine das wäre schon ein Gewinn.

      Zu den Bildern. Sie sind grusselig und deshalb gut. Besser wäre ein Verbot von künstlichen Aromen und Duftstoffen im Tabak. Wenn rauchen, dann puren Tabak, sonst nichts. Das würde die Anzahl Raucher (Stinker) drastisch reduzieren.

      Übrigens: Frauen, die rauschen Küsse ich nicht. ;-)

    95. Horscht schrieb am 3. Juni 2009 at 13:35 - Permalink

      Ich hab noch ne Geschichte, die ist vllt fünf Jahre alt, gehe mit einem Bekannten in D durch die Innenstadt (einer Stadt, denke es war MS, bin aber nicht mehr ganz sicher), der Bekannte raucht.
      Der raucht also und wird dann “gepackt”, er hatte an einer Bushaltestelle im Vorübergehen geraucht und das geht nun mal nicht. Das Ordnungsamt, aus anderen Gründen noch eine Polizeistreife in der Nähe, in Form zweier kreischender Damen hinter ihm her, als der auf die Aufforderung 10,-EUR zu zahlen einfach wegjoggt. Die Bullerei wird auch aktiv, ich als Zeuge mittendrin, LOL.

    96. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 13:36 - Permalink

      @misterL

      Ich rieche was, was Du nicht riechts

      Sei es drum – es gibt auch 1000 Dinge, die mich stören. Aber verbieten will ich sie deshalb nicht.

    97. bismodo schrieb am 3. Juni 2009 at 13:47 - Permalink

      @ SF + @ all

      Bitte sich zwei der derzeitigen Feeds (rechts) nicht entgehen lassen:
      Willkommen in der Diktatur!

      Föderalismusreform 2 (von CD/SUSPD durchgewunken):
      http://die-guten-partei.de/index.php/artikel/items/foederalismusreform-ii-ermaechtigt-regierung-zur-digitalen-diktatur-im-rahmen-der-globalen-agenda-fuer-cyber-sicherheit.html
      +
      Was ein bayrischer Arzt zur Gesundheitsreform (per Bertelsmann, Merkel &co und Parlament) anzumerken hat, weil er was gemerkt hat:
      http://www.apanoua.com/?p=3

      Ist nur Kotzen angemessen oder darf es ein bisschen mehr sein?

    98. misterL schrieb am 3. Juni 2009 at 13:49 - Permalink

      @SF

      @misterL

      Ich rieche was, was Du nicht riechts

      Sei es drum – es gibt auch 1000 Dinge, die mich stören. Aber verbieten will ich sie deshalb nicht.

      Ach ja der Standardsatz. Darauf die Standardantwort. :-) Wenn Du Dir aus Frust an der Debatte hier nun ein paar Glas zuviel mit Alkohl in Dich hinein schütten würdest, bekäme ich mit Sicherheit keinen dicken Kopf von. Das ist der Unterschied.

      Wenn ich allerdings, weil mir objektiv von Deinem rauchen schlecht wird und ich der Ursache meines Übels (Dir) in den Schoss mich übergeben darf und die Ursache meines Übels freundlich meint “macht nichts”, dann darf die Ursache meines Übels sich eine rauchen. Stelle es Dir bildlich vor und falls Dir davon übel wird hast Du vielleicht eine Vorstellung davon, wir es mir manchmal real geht.

    99. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 13:55 - Permalink

      @misterL

      Darauf die Standardantwort. :-) Wenn Du Dir aus Frust an der Debatte hier nun ein paar Glas zuviel mit Alkohl in Dich hinein schütten würdest, bekäme ich mit Sicherheit keinen dicken Kopf von. Das ist der Unterschied.

      Jo, aber wenn ich nun aus Frust mit meiner Mofa oder dem tiefergelegten Prollwagen mit Super-Duper-Beschallung pausenlos um den Block fahre, kriegst Du auch einen dicken Kopf ;-)

    100. Grissel schrieb am 3. Juni 2009 at 13:57 - Permalink

      @85 misterL

      Steht neben mir einer, der gerade seinen Stengel im Aschenbecher ausgedrückt hat wird mir real schlecht. Es ist mancmal fast zum Kotzen. Das ist nicht nur sinnbildlich gemeint.

      Das ging meiner Großmutter und Knoblauch ähnlich… :-)
      Glücklicherweise ist aber keiner auf die Idee gekommen ihr zuliebe den Konsum von Knoblauch auch in den privatesten Lebensbereichen zu verbieten.

      Generell aber scheint ein solches Thema wohlr nur die aufgeschlossensten, tolerantesten und philanthropischsten Mitmenschen anzuziehen. Und dabei ging es – wie ich es verstanden habe – doch nur um die Bildchen…

    101. Heckenpenner schrieb am 3. Juni 2009 at 13:58 - Permalink

      @98
      Nach deiner Argumentation muesste man den Maedels bei uns im Fachbereich Wirtschaft verbieten, sich so mit Chanel No.5 oder was auch immer einzudieseln. Davon wird naemlich mir objektiv schlecht.

    102. Grissel schrieb am 3. Juni 2009 at 14:06 - Permalink

      @101.
      Yo! Und außerdem ist die gesundheitlich Unschädlichkeit dieses Zeugs (wenn’s denn in den meisten Fällen mal wenigstens No.5 wäre), nicht vollständig bewiesen.
      Ich hasse übrigens den Geruch von Bier, Biertrinkeratem etc. Verbieten! Und über absichtliche und unabsichtliche Flatulenz in der Öffentlichkeit, Mundgeruch und Transpiration (aber auch gräßliche Deos) müssten wir mal reden.

    103. misterL schrieb am 3. Juni 2009 at 14:16 - Permalink

      @SF #99

      Wohl kaum. Ich würde entweder den Gitarren-Amp zum Fenster raushängen und Dich mit einem E-String Gewitter an den nächsten Baum lotsen oder um ein “Tänzchen” Bitten wer denn schneller aus der Kurve fliegt. ;-)

      @Heckenpenner #101
      Dann wäre der andere Fachbereich Wirtschaft mit Raucherabteil der bessere Studienort?!?

    104. somlu schrieb am 3. Juni 2009 at 14:19 - Permalink

      Von Alkohol kriegt nur der Trinker einen dicken Kopf.

      So ein Unsinn, mal abgesehen davon, dass ich Besoffene in der Straßenbahn, bei denen ich nie weiß, ob sie mir gleich ihren Kopf in den Schoß legen oder drauf kotzen, unerträglich finde, es riecht ziemlich übel. Die Folgen, wie das Scherbenmeer in der Kölner Altstadt und anderen neuralgischen Punkten in der Stadt, für mein Fahrrad oder meine Schuhsohlen. Mal absehen von den unapptetitlichen Pfützen überall. Echt widerlich.

      Dann noch die Folgen für die Familie, wenn ein Alkohliker in der Familiie ist. Menschen, die sich Spass mit Besoffen sein verwechseln.

      Und vieles mehr.

      Es ging auch nicht darum, welche Droge, die meisten Folgen hat, sondern, ob diese Bilder irgendetwas bringen außer dass sie aus dem Blickfeld in den Supermärkten verschwinden.

    105. blauerEngel schrieb am 3. Juni 2009 at 14:38 - Permalink

      @83
      “Aber das machen doch fast alle Raucher. Ich frage sogar vorher, ob es jemanden stören würde ? nur gibt sich die Gelegenheit ja kaum noch, da an den meisten Orten das Rauchen eh verboten ist, auch wenn es keinen Anwesenden stören würde.”

      Da hast du recht. Man sollte allerdings als Raucher mehr davon ausgehen, dass es Anwesende stört.

      ” In der unmittelbaren Nähe kleiner Kinder, Asthmatiker und ?sensibler? Nichtraucher sollte man es sich das Rauchen selbstverständlich verkneifen.

      Aber natürlich! Aber auch diese ?Opfer? sollten doch so tolerant sein, sich z.B. mit 98% des Bahnsteigs zu begnügen und nicht auch noch die kleine Raucherzone für sich beanspruchen wollen. Ist das denn zu viel verlangt?”

      Nein das ist in Ordnung. Wenn ich in eine Kneipe oder meinen Zug will muss ich zwar leider immer durch blauen Dunst, aber es komplett zu verbieten wäre unverhältnismäßig. Nur ist hier die Frage, was an den Schock-Bildern unverhältnismäßig ist? Welche Sanktion wäre den Rauchern denn lieber? Es gibt viele bessere Interventionen gegen das Rauchen, nur würde es dennoch Protest geben. Das Frau Bätzing als Drogenbeauftragte etwas gegen das Rauchen und die vielen Sterbefälle durch das Rauchen und Passivrauchen unternehmen muss, liegt doch in der Natur ihres Auftrages.
      Wenn man ihr Vorgehen kritisieren möchte, sollte man Alternativen bieten. Zu sagen, die Leute sterben bewusst und frei am (Passiv)-Rauchen scheint mir zynisch.

    106. Poe schrieb am 3. Juni 2009 at 14:40 - Permalink

      Ich genieße es wirklich, seit den diversen Rauchverboten nicht mehr viel Kontakt mit Zigarettenrauch zu haben. Für micht reichen die Regelungen vollkommen, sind m.E. in einigen Bereichen sogar überzogen. Wie gesagt, ich habe kaum noch Berührungspunkte mit Zigarettenrauch, und wer es nicht darauf anlegt, wir auch kaum welche haben. Da finde ich zur Zeit die täglichen Grillorgien im Stadtpark oder Osterfeuerexzesse störender hinsichtlich des Gestanks. Genauso wie die vielfältigen anderen Abgase, die sonst so durch die Luft wabern.

      Das Betrachten zusammengezwängt rauchender Menschen in kleinen abgesperrten Bereichen (die gläserenen Raucherkabinen auf dem Hamburger Flughafen sind z.B. gut geeignet dafür) scheint aber eine ähnliche Anziehungkraft auf gewisse Leute zu haben wie das Begaffen schwerer Verkehrsunfälle auf der Autobahn oder Häftlingen in Guantanamo, anders kann ich mir die an z.T. Hexenverfolgung erinnernde Kommentierung an einigen Stellen hier nicht erklären. Da scheint ein nelsonmäßiges ?Ha Ha? am Abend den ganzen restlichen miesepetrigen Tag zu retten. Vielleicht ist der Raucher da drüben ja auch ein ganz netter, evtl. sogar Ernährungsberater oder Arzt. Egal, interessiert mich in meinem rauchfreien Privatkosmos nicht, Hauptsache ich mach den anderen Probleme, was scheren mich meine eigenen.

      Der letzte Absatz bitte nicht so ernst nehmen, er bewegt sich ungefähr auf dem Niveau wie viele Argumente in den Kommentaren oder der geplanten Schockbildserie selbst und dient wie sie rein der Steigerung des Polemikanteils zum Thema Rauchen. Wäre halt schön, wenn jeder wieder bisschen mehr rücksichtsvoll- und gemeinschaftlich denkt, als das wir immer weiter auf einem Gesellschaft a la Voltaire ohne Nebensatz zudriften.

      Ich finde übrigens, genauso sollte man Politikergesichter auf Wahlplakate drucken, damit das Volk rechtzeitig sieht, was es Schreckliches bekommen kann.

    107. Heckenpenner schrieb am 3. Juni 2009 at 14:41 - Permalink

      Die Bilder auf den Schachteln sind ein Hohn. Jeder weisz was Zigaretten anrichten koennen. Man koennte die Fluppen in Raucherlungen eingewickelt verkaufen. Wer rauchen will, der macht das auch.

      @103
      Ein Raucherraum waere schon ein Standortvorteil, dann muesste ich mir im Winter nicht die Pfoten abfrieren :)

      Es gibt halt kein Recht auf olfaktorische Unversehrtheit. Wenn dir durch kalten Rauch schlecht wird, tut mir das leid. Allerdings ist das nicht das Problem der Raucher sondern deins.

    108. zeschnig schrieb am 3. Juni 2009 at 14:47 - Permalink

      Ich möchte nur kurz anmerken, daß der Text nicht hält, was die Überschrift verspricht. Unter Hass stelle ich mir anderes vor (ich habe früher mal Tempo gelesen).

    109. Horscht schrieb am 3. Juni 2009 at 14:56 - Permalink

      Korrekt, ein bisschen mehr Hass auf Bätzing wäre OK gewesen.

    110. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 15:00 - Permalink

      @zeschnig und Horscht

      Wollt Ihr mich noch weiter anstacheln? ;-)

    111. schwitzig schrieb am 3. Juni 2009 at 15:04 - Permalink

      Hmmm – wie wäre es denn, “MisterL” zu verbieten? Seine Kommentare heben meinen Blutdruck – beeinflussen also ganz objektiv gesehen meine Gesundheit und Lebensqualität.

      Wo wir gerade dabei sind: Könnte man nicht auch Merkel verbieten? Oder wie wäre es, wenn endlich Knoblauchfresser, Jogger, Sportler, Schwimmer usw. verboten werden? Übrigens … SCHWIMMEN! Es sollte UNBEDINGT das Chloren verboten werden! Und direkt danach die Bakterien im Wasser.
      Und Gitarren!
      Und Toleranz!
      Gartenzwerge!!!

    112. Paul Lanon schrieb am 3. Juni 2009 at 15:06 - Permalink

      Fällt die Darstellung von toten Föten auf Zigarettenpackungen schon unter Kindesmißbrauch? Wenn, ja dann steckt dahinter ein milliardenschwerer Industriesumpf, der ausgetrocknet werden muss.

    113. Grissel schrieb am 3. Juni 2009 at 15:18 - Permalink

      Nee, so funktioniert das nicht. Schon vergessen: Zusursula und die minderjährigen Drogen-Testkäufer? Pädophilie ist böse. Einfacher, stinknormaler “Mißbrauch” is’ schon noch OK.

      Verbieten sollte man dringend auch alte Leute! Die riechen auch nicht mehr so dolle…
      Und kleine Kinder mit Eistüten, die bei gutem Wetter gerne mal in unschuldige, vorher noch unbeschmutzte Passanten reinrennen.

    114. misterL schrieb am 3. Juni 2009 at 15:47 - Permalink

      Gibt es eigentlich schon ein Screckensbild zum Thema:

      Rauchen fördert die Impotenz! ? :-))

      Übrigens feines Nässchen. Ich rieche es, wenn ich an der Ampel stehe, wenn irgendeine Socke mal wieder meinte ausserhalb vom Auto sei alles der Aschenbecher und dort so ein alter, kalter Reststengel sein trauriges Dasein fristet und zwar zufällig neben meinem geöffneten Fenster.

    115. Grissel schrieb am 3. Juni 2009 at 15:52 - Permalink

      @114: Danke für die Nachfrage, alles noch funtionstüchtig .-)

      Aber jetzt sach mal ehrlich, so ‘nen kleines olfaktorisches Problem hast Du schon, oder?
      Ich hatte auch schon mal Scheiße am Schuh, aber wenn man sich nicht zu sehr reinsteigert geht sowas auch wieder vorbei. Sei froh, dass Du nicht im ehemaligen Osten anno ca. 1989 lebst.

    116. Dominik schrieb am 3. Juni 2009 at 15:54 - Permalink

      Es ist doch immer wieder dasselbe. Wehe man nimmt jemanden was weg. Das er damit anderen schadet? Wen interessierts, sollen die doch weggehen.

      Meiner Meinung nach kann es beim Rauchen unter keinen Umständen darum gehen, dass irgendwer Rücksicht oder Toleranz gegenüber Rauchern zeigen müsste. Der Raucher schadet anderen und das ohne jedwede Notwendigkeit.
      Das vielgeliebte Argument der Raucher Autofahren schadet und stört mich auch, also abschaffen ist genau unter diesem Punkt nichts als Schwachsinn. Autofahren ist eine Notwendigkeit in unserer heutigen Gesellschaft. Rauchen definitiv nicht. Rauchen ist ein reines Freizeitvergnügen für das also zu 100% gilt: “Ich darf alles tun solange ich damit nicht die Freiheit anderer einschränke.” Und genau das tun Raucher auf die extremste Art, indem sie den umstehenden Gesundheitlich Schaden.
      Also bitte kommt nicht immer wieder mit dem Nonsens das Nichtraucher ja woanders hingehen können wenn es sie stört. Der, der anderen Schaden zufügt hat das zu unterlassen. Nicht der Geschädigte gefälligst zu verschwinden. (Sonst könnte man nach derselben Logik auch Leute verprügeln, wem das nicht gefällt, der muss ja nicht in diese Kneipe/Disko gehen.)

      Von daher ist ein allgemeines Rauchverbot die einzig Sinnvolle Lösung und davon sind wir (zumindest in Bayern und speziell in München) noch weit entfernt. Ich weiss nicht wie es in anderen Bundesländern ist, aber in Bayern gibts es die Ausnahmeregelung für geschlossene Gesellschaften, in denen weiterhin geraucht werden darf. Was im Endeffekt dazu geführt hat, das fast alle Bars und Clubs in München inzwischen Raucherclubs sind, also wieder alles wie früher. Solange das so ist, wird es auch weiterhin Nichtraucher geben, die Druck auf Raucher ausüben, und das auch mit neuen Gesetzen.

      Das Problem auf der Zwischenmenschlichen Ebene, wie hier immer wieder gefordert zu lösen, ist schlicht utopisch. Ich hab es noch nie erlebt, dass ein Raucher freiwillig nach draussen ging im Restaurant um andere nicht zu belästigen. Und das wäre, was ich erwarten würde und nicht, dass ich die Raucher auf diese Belästigung (und schlimmer Körperverletzung) erst hinweisen muss. Alleine diese Arroganz, so eine Forderung zu stellen (wie hier in den Kommentaren immer wieder) verärgert mich jedesmal aufs neue. Man kann anscheinened von Rauchern nicht erwarten, dass sie von selbst Rücksicht nehmen. Nein, da muss schon ein Nichtraucher das Essen unterbrechen und höflich darum bitten, doch das Rauchen einzustellen. Und genau da läuft es für mich falsch. Körperliche Gesundheit kommt immer zuerst. Erst danach kommt die Freiheit irgendwelchen Drogen zu fröhnen.

      Also bitte, jeder darf rauchen, solange er damit niemand anderem schadet. Wenn das doch der Fall ist, hat er aufzuhören und das ohne wenn und aber. Und wenn Raucher das nicht von alleine schaffen, dann muss man es halt mit Gesetzen Regeln. Ist wie mit vielen anderen Regeln. Wenn alle Autofahrer vernünftig wären, bräuchte es auch kein Tempolimit. Nachdem es aber zu viele nicht sind, und nicht von alleine angemessen und Rücksichtsvoll fahren, braucht es halt dann doch wieder Gesetze und Verordnungen.

      Als Randnotiz: Mir ist bewusst, dass dieser Kommentar sich mehr auf die andere Kommentare bezieht als auf den Text. Ich bin auch der Meinung, dass diese besagten Bildchen auf den Zigarettenschachteln sinnlos und evtl. sogar schädlich (für Kinder) sind. Und ich bin auch dagegen Raucher zu gängeln oder als schlechte Menschen darzustellen und genauso bin ich mir sicher, dass es viele Raucher gibt, die sich tatsächlich höflich Verhalten. Aber wie so oft sind es halt die, die sich nicht an die Regeln (des Anstands/der Höflichkeit) halten, die es allen anderen vermiesen.

    117. H. Müller schrieb am 3. Juni 2009 at 16:04 - Permalink

      @ misterL Nr. 94

      “Übrigens: Frauen, die rauschen Küsse ich nicht. ;-)”

      Raucherinnen die rauschen haben ein Problem im Kaminabzug.
      Oder meinst Du das rauschen aus dem Tierreich? Dann doch küssen und sofort drauf.

      Das Achebescher auslecken überlass isch auch den anderen.

      Gruß

      H. Müller

    118. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 16:19 - Permalink

      @misterL

      Rauchen fördert die Impotenz! ? :-))

      Also bei mir fördern kontrollsüchtige Kleinbürgerinnen die Impotenz ;-)

      Übrigens feines Nässchen. Ich rieche es, wenn ich an der Ampel stehe, wenn irgendeine Socke mal wieder meinte ausserhalb vom Auto sei alles der Aschenbecher und dort so ein alter, kalter Reststengel sein trauriges Dasein fristet und zwar zufällig neben meinem geöffneten Fenster.

      Das hört sich für mich nach einer Zwangsstörung an. Beim Riechen geschieht der Hauptprozeß im Kopf. Wie olfaktorische Prozessen hedonisch kodiert werden, hängt vor allem von der Psyche ab. Wenn Du also ein “Rauch-Superriecher” bist, hast da diesbezüglich wohl eine Wahrnehmungsstörung. Da können wir Raucher aber nichts für ;-)

      *duckundwech*

    119. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 16:21 - Permalink

      @H. Müller

      Das Achebescher auslecken überlass isch auch den anderen.

      Ich nicht ;-)

    120. Grissel schrieb am 3. Juni 2009 at 16:22 - Permalink

      @ 116 Dominik: Darum geht’s doch gar nicht mehr. Alles wesentliche ist doch schon längst geregelt (OK, ich rede hier von der zivilisierten Welt – nicht von Bayern).
      Hier hat sich die Diskussion auf das wesentliche Problem verlagert, den Geruch. Genauso wie die Ärzte des Mittelalters, weiß eben auch misterL, wer den Kampf um die Volksgesundheit gewinnen möchte, muss nicht den Rauch sondern den Geruch besiegen…

      Ich bin auch der Meinung, dass diese besagten Bildchen auf den Zigarettenschachteln sinnlos und evtl. sogar schädlich (für Kinder) sind.

      Wenn ich’s richtig verstanden habe, geht die eigentliche Diskussion (on topic) genau darum – Danke!

      P.S.: Wo wohnt ihr eigentlich alle, dass es dort vor “Ins-Gesicht-Pustern” nur so wimmelt? Hier im hohen Norden ist das kein omnipräsentes Phänomen.

    121. dermitder schrieb am 3. Juni 2009 at 16:26 - Permalink

      Irgendwie glaube ich das Rauchen kognitive Dissonanz fördert…

      Wie kann man nur glauben das das Grundrecht auf Freiheit des einen, über dem Grundrecht auf körperliche Unversertheit des anderen stehen könne?

    122. Grissel schrieb am 3. Juni 2009 at 16:31 - Permalink

      @121:
      Wer glaubt das?

    123. misterL schrieb am 3. Juni 2009 at 16:36 - Permalink

      @Grissel

      Ist Dir eigentlich bekannt, dass sich Pflanzen mit erhöhtem Absondern vom Nervengift Nikotin gegen Fressfeinde wie Raupen an den Fressschäden direkt schützen oder alternativ, wenn das nichts hilft weil die Raupe die Nikotionsucht hat , mit der Reduktion der Produktion jenes Nervengiftes Nikotin gegen andere Raupen?

      Nein? Du bist Dir auch sicher, dass Dich auch nicht weiter bringt? Ist etwa eine schönde Pflanze klüger?

      Ich frage mich nur warum die Zigarettenindustrie nicht umstellt auf Nikotionbonbons. Die Feinstaubbelastung ging enorm zurück, die Nebenwirkung für andere hörten auf und die Süchtigen können lutschen und lecken was das Zeug hält ohne zu stinken.

      @SF

      Meinen Spass habe ich mit frischer Luft. Davon bekomme ich jeden Tag eine volle Ladung. Bei mir zu hause und meistens auch unterwegs. Da sind die Fenster fast immer und das Dach ziemlich oft unverschlossen und ich höre die Vögelchen zwitschern und die Düfte der Felder, Wiesen, Gewürzmühlen (igitt) und LKWs wirken auf mich ein. Man kann entfernten Regen riechen. Man muss nur die Veränderungen in der Luft wahrnehmen. Es geht. Ist zwar nichts für verklorkste Nasen der Stadt mit geräucherten Atemwegen… ;-))

    124. H. Müller schrieb am 3. Juni 2009 at 16:38 - Permalink

      @ schwitzig Nr. 111

      “Hmmm – wie wäre es denn, ?MisterL? zu verbieten? Seine Kommentare heben meinen Blutdruck – beeinflussen also ganz objektiv gesehen meine Gesundheit und Lebensqualität.”

      Das liegt nicht an MisterL sondern an eingeschränkter Durchblutung des geschädigten Gehirns durch das Rauchen.

      Beweis: Deine Beiträge zum Thema.

      Gruß

      H. Müller

      P.S.

      Ihr solltet euch lieber mal Gedanken darüber machen, warum die Menschheit in Raucher und Nichtraucher eingeteilt wird; aber nicht in Joghurtesser und Nichtjoghurtesser.
      Scheinbar soll suggestiert werden, dass Raucher normal sind und Nichtraucher von der Norm abweichen. SF’s Begriff Antiraucher geht in die gleiche Richtung. Er unterstellt, das Menschen, die nicht rauchen, gegen die Suchtkranken (Raucher) sind. Mich haben bei der Bahn schon immer die Nichtraucherabteile gestört. Warum Nichtraucherabteile? Warum etwas bezeichnen, was der Normalfall ist? Es wäre vollkommend ausreichend, nur die Raucherabteile zu kennzeichnen. Es lebe das Marketing der Tabakindustrie und alles trottet hinter her.

      P.P.S.

      @ SF
      In meinen Augen keine Polemik sondern einfach nur dämlich. Schade, passt nicht zum Niveau hier.
      Deine Antworten erinnern mich auch irgendwie an die von Jahnke neulich. Die Argumente werden immer peinlicher. Vielleicht doch versteckter Mangel durchs Rauchen?

    125. Horscht schrieb am 3. Juni 2009 at 16:48 - Permalink

      “Ihr solltet euch lieber mal Gedanken darüber machen, warum die Menschheit in Raucher und Nichtraucher eingeteilt wird; aber nicht in Joghurtesser und Nichtjoghurtesser.
      Scheinbar soll suggestiert werden, dass Raucher normal sind und Nichtraucher von der Norm abweichen.”

      _Anscheinend_ soll _suggeriert_ werden.
      Du alter Joghurtesser!
      LOL, Rauchen wenigstens gut für die Gehirnzellen, Nichtraucher oft geistige Leichtmatrosen.
      Äh, bei se wej, wer ist denn “Jahnke”?

    126. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 16:50 - Permalink

      @116 Dominik

      Also bitte kommt nicht immer wieder mit dem Nonsens das Nichtraucher ja woanders hingehen können wenn es sie stört. Der, der anderen Schaden zufügt hat das zu unterlassen. Nicht der Geschädigte gefälligst zu verschwinden. (Sonst könnte man nach derselben Logik auch Leute verprügeln, wem das nicht gefällt, der muss ja nicht in diese Kneipe/Disko gehen.)

      Dieses Argument sticht nicht wirklich. In einer Table-Dance-Bar wird beispielsweise laut Meinung des Gesetzgebers 17-jährigen ein nicht zu toleriender seelischer Schaden zugefügt. Daher ist es Personen unter 18 nicht gestattet solche Läden zu betreten. Warum soll es einem Betreiber einer Raucherbar nicht gestattet sein, Leuten, die sich in seinem Laden einen Schaden zufügen könnten, den Zutritt zu verwehren? Ein 17-jähriger kann sich auch nicht in eine Table-Dance-Bar einklagen, so dass dort die Vorstellungen verboten werden müssen. Warum sollte ein Antiraucher dem Betreiber einer Raucherbar Vorschriften machen können?

      Solange das so ist, wird es auch weiterhin Nichtraucher geben, die Druck auf Raucher ausüben, und das auch mit neuen Gesetzen.

      Das ist leider zu befürchten

      Das Problem auf der Zwischenmenschlichen Ebene, wie hier immer wieder gefordert zu lösen, ist schlicht utopisch.

      Das stimmt – wenn auf Antiraucherseite nichts anderes als die bedingungslose Kapitulation der Raucher gefordert wird, kann es wohl kaum Kompromisse geben. Die Raucher sind aber daran nicht schuld.

      Ich hab es noch nie erlebt, dass ein Raucher freiwillig nach draussen ging im Restaurant um andere nicht zu belästigen.

      Dann verkehrst Du in seltsamen Läden. Vor dem Verbot war dies hierzulande eher die Regel denn die Ausnahme.

      Man kann anscheinened von Rauchern nicht erwarten, dass sie von selbst Rücksicht nehmen.

      Natürlich kann man das – aber gewisse Zeitgenossen wollen dies lieber über Gesetze regeln.

    127. Geheimrätin schrieb am 3. Juni 2009 at 16:57 - Permalink

      Der Wahnsinn hat Methode, das hier ist black magic Spieglefechter! Erst werden Suchtmittel in den Tabak gemacht, sodass die Leute zu Kettenrauchern werden, dann wird die Tabaksteuer erhöht, sodass das Kindergeld nicht mehr ausreicht um damit den Stoff zu finanzieren, die Leute beginnen zu Hungern, weil sie sich die Zigarette danach (also nach dem Essen) nicht mehr leisten können und nun kommt der letzte Trumpf – Negativ Affirmationen: Rauchen macht impotent! Rauchen verursacht Krebs! Rauch dich tot! Los! Jetzt! Du asoziales Schwein!
      …Klappe zu Affe tot! die perfekte Bevölkerungskontrolle.

    128. nescio quis schrieb am 3. Juni 2009 at 17:01 - Permalink

      @114 misterL

      Gibt es eigentlich schon ein Screckensbild zum Thema:
      Rauchen fördert die Impotenz! ? :-))

      Nein,aber zum Thema Nichtrauchen fördert die Intoleranz!

      Übrigens feines Nässchen… wo ein alter, kalter Reststengel sein
      trauriges Dasein fristet kann :-))
      http://www.alice-dsl.net/niksneues/uploads/Koen_Demuynk.jpg

    129. somlu schrieb am 3. Juni 2009 at 17:05 - Permalink

      Darum geht es, Spiegelfechter, es wird in Abrede gestellt, dass man diese und andere Dinge im Gespräch, wegen mir auch in hitziger Diskussion klären kann, sondern da muss eine übergeordnete Regulierung her, dann ist die Welt wieder in Ordnung. Man kann da schon eine etwas kindliche Tendenz sehen. Dieser Regelungswut bis tief in die Privatsphäre jeden Einzelnen stehe ich sehr mistrauisch und wachsam gegenüber. Es gäbe wirklich dringlichere Themen.

      Kommen wir mal zu fremdschädigendem Verhalten im Alltag. Sind sich alle Diskutanten hier sicher, dass ihre Schuhe bei ihrer Herstellung nicht in großem Umfang die Menschen, die sie hergestellt haben schädigen. Menschen, die in einer verseuchten Umwelt mit nackten Beinen bis zu den Knien in Chemiebrühe stehen? Oder ist das zu weit weg und betrifft euch nicht genug? Eure Kleidung? Wie ist das überhaupt so mit eurem ökologischen Fußabdruck? Wie oft fliegt ihr, wie oft nehmt ihr das Rad? Verzichtet ihr auf Fernreisen. Die Umweltbedingungen sind sehr wohl ein Thema, dass uns nahe gehen sollte.

      Wie man sieht, das Thema lässt sich problemlos ausweiten und die von mir genannten Punkte haben eine erheblich größere Tragweite als die Wahrscheinlichkeit durch Zigarettenqualm geschädigt zu werden. Im übrigen ist ein Auto keine Notwendigkeit. Ich weiß es, ich habe keines und auch keinen Führerschein und das geht sehr sehr gut. Selbst wenn ich eines (und natürlich den Führerschein) hätte, wäre sein Einsatz im Alltag eher zu vernachlässigen. Das erklärt aber die verstopften Straßen und das parkende Blech überall nicht wirklich.

      Aber darum ging es doch auch gar nicht. Es ging um diese Bilder und mir fällt auf, dass hier eine Menge Leute kommentieren um ihre Meinung zum Nichtraucherschutz zum Besten zu geben, um die es hier nicht geht.

      Im übrigen hießen die Waggons für Raucher Raucherabteil/wagen. Wo war da gleich noch mal das Problem?

    130. H. Müller schrieb am 3. Juni 2009 at 17:11 - Permalink

      @ Horscht Nr. 125

      Klugscheisser!! :-)

      Reschtschreibwäsche hat nichts mit interlikenz zu tun. Merke, wer richtig schreibt kann auch doof sein.

      H. Müller

    131. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 17:12 - Permalink

      @misterL

      Ist Dir eigentlich bekannt, dass sich Pflanzen mit erhöhtem Absondern vom Nervengift Nikotin gegen Fressfeinde wie Raupen an den Fressschäden direkt schützen oder alternativ, wenn das nichts hilft weil die Raupe die Nikotionsucht hat , mit der Reduktion der Produktion jenes Nervengiftes Nikotin gegen andere Raupen?

      Jo – Capiscin (der Stoff der Chili scharf macht) hat eine ähnlich Funktion und viele andere leckere Sachen basieren auf Naturgiften. Damit habe ich kein Problem – wie heißt es so schön? Dosis sola venenum facit ;-)

      Ich frage mich nur warum die Zigarettenindustrie nicht umstellt auf Nikotionbonbons. Die Feinstaubbelastung ging enorm zurück, die Nebenwirkung für andere hörten auf und die Süchtigen können lutschen und lecken was das Zeug hält ohne zu stinken.

      Nikotinbonbons? Da kann man auch gegeb ein gutes Glas Rotwein hetzen und fragen, warum die Alkoholindustrie keine Alkoholeinwegspritzen verteilt. I.v. soll das Krams ganz doll dröhnen

      Meinen Spass habe ich mit frischer Luft. Davon bekomme ich jeden Tag eine volle Ladung. Bei mir zu hause und meistens auch unterwegs. Da sind die Fenster fast immer und das Dach ziemlich oft unverschlossen und ich höre die Vögelchen zwitschern und die Düfte der Felder, Wiesen, Gewürzmühlen (igitt) und LKWs wirken auf mich ein. Man kann entfernten Regen riechen. Man muss nur die Veränderungen in der Luft wahrnehmen.

      Hach wie schön – da lese ich förmlich den Luis Trenker um die Ecke hüpfen ;-)

    132. Grissel schrieb am 3. Juni 2009 at 17:15 - Permalink

      @129 somlu:

      Sind sich alle Diskutanten hier sicher, dass ihre Schuhe bei ihrer Herstellung nicht in großem Umfang die Menschen, die sie hergestellt haben schädigen. Menschen, die in einer verseuchten Umwelt mit nackten Beinen bis zu den Knien in Chemiebrühe stehen?

      Um jetzt mal mit misterL zu sprechen: Alles im grünen Bereich, solange ich diese Menschen nicht riechen muss.

      @123 misterL:

      Ist Dir eigentlich bekannt, dass sich Pflanzen mit erhöhtem Absondern vom Nervengift Nikotin gegen Fressfeinde wie Raupen an den Fressschäden direkt schützen oder alternativ, wenn das nichts hilft weil die Raupe die Nikotionsucht hat , mit der Reduktion der Produktion jenes Nervengiftes Nikotin gegen andere Raupen?

      Nein? Du bist Dir auch sicher, dass Dich auch nicht weiter bringt? Ist etwa eine schönde Pflanze klüger?

      Da hab’ ich aber jetzt auch so gar nix von verstanden. Weiß allerdings nicht, ob das wirklich am Rauchen liegt. Bin mir nur sicher, dass mich auch nicht weiter bringt. Schönden Gruß :-)

    133. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 17:19 - Permalink

      @H. Müller

      Scheinbar soll suggestiert werden, dass Raucher normal sind und Nichtraucher von der Norm abweichen. SF?s Begriff Antiraucher geht in die gleiche Richtung.

      Nein, SF versucht nur “normale” Nichtraucher nicht in die gleiche Schublade wie “militante Nichtraucher” zu stecken. In meinem Freundeskreis gibt es rund 50% Raucher und 50% Nichtraucher – auf so abenteuerliche Ideen wie Frau Bätzing oder einige Kommentatoren sind “meine” Nichtraucher aber noch nie gekommen. Wir mögen und tolerieren uns – die Nichtraucher kommen auch in die Raucherkneipe mit und unsereins respektiert beispielsweise den Wunsch der Nichtraucher, nicht in deren Wohnungen und Häusern zu rauchen und beim “Genuss” einen gebührlichen Abstand zu halten.

      Deine Antworten erinnern mich auch irgendwie an die von Jahnke neulich. Die Argumente werden immer peinlicher. Vielleicht doch versteckter Mangel durchs Rauchen?

      Das kann sein – mein Kopf dröhnt schon so seltsam ;-)

    134. misterL schrieb am 3. Juni 2009 at 17:26 - Permalink

      So, “Luis Trenker” zieht sich jetzt das Strickjäckchen an und läßt sich bei Tempo 160 die frische Luft durch die Nase pfeiffen. Dem Rest hier gut rauch – auch Stinker kommen an. ;-))

      @SF Ich bin kein millitanter Nichtraucher. Ich mach ekeine Zigaretten oder ähnliches kaputt. Ich bin offensiver Antiraucher. Das ist noch eine andere Fraktion, äh Schublade. ;-)

    135. Grissel schrieb am 3. Juni 2009 at 17:45 - Permalink

      So, ?Luis Trenker? zieht sich jetzt das Strickjäckchen an und läßt sich bei Tempo 160 die frische Luft durch die Nase pfeiffen. Dem Rest hier gut rauch – auch Stinker kommen an. ;-))

      Wenigstens wäre damit endgültig geklärt, dass es ihm nicht um übertriebenen Umweltschutz geht.
      Ich nehm’ jetzt das Fahrrad und erfreue mich des “Dufts” der mit Tempo 160 vorbei rasenden Autos.

    136. schwitzig schrieb am 3. Juni 2009 at 17:49 - Permalink

      · H. Müller am 3. Juni 2009 um 16:38 – Permalink

      @ schwitzig Nr. 111

      ?Hmmm – wie wäre es denn, ?MisterL? zu verbieten? Seine Kommentare heben meinen Blutdruck – beeinflussen also ganz objektiv gesehen meine Gesundheit und Lebensqualität.?

      Das liegt nicht an MisterL sondern an eingeschränkter Durchblutung des geschädigten Gehirns durch das Rauchen.

      Beweis: Deine Beiträge zum Thema.

      Nun, wenn ich das hier lese, komme ich unwillkürlich zu dem Schluss, dass Dir eine Zigarette helfen würde, Deine intellektuellen Kapazitäten besser auszunutzen:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Nikotin

      Andererseits könnte es auch sein, dass ich einfach nur diese gequälten das-muss-doch-jemand-VERBIETEN-Nichtraucherkreischer nicht ernst nehmen kann.

    137. truetigger schrieb am 3. Juni 2009 at 17:54 - Permalink

      @Spiegelfechter: Endlich mal ein Artikel von Dir, den ich schwach finde. Das find ich gut, denn langsam fragte ich mich, ob ich Dir für jeden Beitrag einzeln zustimme oder schon pauschal mit Dir übereinstimm. :)

      Vielleicht sieht die Welt aus der Sicht eines Rauchers wirklich so aus, wie Du es beschreibst – dass man als moralisch verkommen gilt und jeder Mensch das Recht hat, seinen eigenen Frust am Raucher abzulassen und sich dabei auch noch wohl zu fühlen.

      Doch als Nichtraucher spürt man schon die Verbesserung, seitdem zumindest ansatzweise ein Nichtraucherschutz angestrebt wird: In Gasthäusern wird man nicht mehr so oft zugequalmt (und ja, das WAR vorher schlimm!), in Büros gibt es mehr und mehr luftige Vorräume, seit auch dort erkannt wird, wie abschreckend kalter Qualm auf Besucher wirkt, und bei einem Besuch in der Billard-Halle tränen einem nicht mehr die Augen. Mag sein, dass dies in Deiner Wahrnehmung früher nie so war und der ganze Hype eine Scheinjagd darstellt, ich erleb es anders.

      Ja, Rauchen hat auch etwas mit Genuss zu tun – ein Aspekt, den viele Kämpfer für ein rauchfreies Leben gern ausblenden. In meinem Freundeskreis gibt es Raucher wie Nichtraucher, im Kollegenkreis auch, und nirgendwo findet ein Ausgrenzen/Belehren/Nötigen statt.

      Grüsse aus dem Süden
      Tigger

    138. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 18:15 - Permalink

      @misterL

      Ich bin kein millitanter Nichtraucher. Ich mach ekeine Zigaretten oder ähnliches kaputt. Ich bin offensiver Antiraucher. Das ist noch eine andere Fraktion, äh Schublade. ;-)

      Jedem Tierchen sein Pläsierchen ;-)

      Hals- und Beinbruch!

    139. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 18:18 - Permalink

      @truetigger

      Endlich mal ein Artikel von Dir, den ich schwach finde.

      Das beweist mir, dass Du meine alten Raucher-Nichtraucher-Artikel nicht kennst ;-)

      Vielleicht sieht die Welt aus der Sicht eines Rauchers wirklich so aus, wie Du es beschreibst – dass man als moralisch verkommen gilt und jeder Mensch das Recht hat, seinen eigenen Frust am Raucher abzulassen und sich dabei auch noch wohl zu fühlen.

      *seufz*

      Das hast Du schön formuliert

      Doch als Nichtraucher spürt man schon die Verbesserung, seitdem zumindest ansatzweise ein Nichtraucherschutz angestrebt wird

      Und das gönne ich Euch ja auch ;-)

      Ja, Rauchen hat auch etwas mit Genuss zu tun – ein Aspekt, den viele Kämpfer für ein rauchfreies Leben gern ausblenden. In meinem Freundeskreis gibt es Raucher wie Nichtraucher, im Kollegenkreis auch, und nirgendwo findet ein Ausgrenzen/Belehren/Nötigen statt.

      Ganz genau – so sieht das bei mir auch aus. Es geht alles, wenn man nur will.

    140. Marc schrieb am 3. Juni 2009 at 18:22 - Permalink

      Ich bin wirklich überrascht, einen solchen Artikel in diesem Blog zu lesen. Solch Pamphlet hätte ich vom Spiegelfechter nicht erwartet.

      Mich erstaunen auch die verschiedenen Äusserungen besonders der Raucherfraktion, die in meinen Augen doch eindeutig in Richtung Trotz und beleidigte Eitelkeit tendieren. Konstruktive Diskussion ist etwas anderes ! Aber das war vermutlich ohnehin nie Ziel, oder ? ;)

      @ Spiegelfechter: in deinem Beitrag Nr 15 erklärst du, der Vorposter stünde recht alleine da, wenn er sagt: “Das ist ein Thema bei dem sich keine der beiden Parteien je auf argumentativer Ebene annähern werden” Ich fürchte, verschiedene Beiträge hier wiederlegen deine Aussage jedoch.

      Persönlich kann ich den Greuelbildern ebenfalls nichts abgewinnen, sehe aber nicht, was das mit der allgemeinen Diskussion Raucher vs. Nichtraucher zu tun hat. Der Raucher soll meinetwegen alle Rechte haben, sich die durch Tabak verursachte Gebrechen zu erarbeiten, doch ich möchte dabei jedoch darauf geachtet wissen, dass er meine Gesundheit dabei möglichst unbeschadet lässt. Ein Wunsch, mit dem ich auch in meinem Umfeld bei Rauchern mitunter auf taube Ohren stoße, die ihn nur wieder (wie auch hier zu lesen) in die Kategorie des Raucherbashings und Mobbings schieben und mit diesem Totschlagargument meine Einwände hinwegwischen. Da dabei aber nur wieder Nichtraucherbashing herauskommt … see for yourself.

    141. Geheimrätin schrieb am 3. Juni 2009 at 18:49 - Permalink

      also bidde liebe nischtraucher, seht das doch mal von ner neutralen Ebene aus..

      es wird hier einfach maßlos übertrieben! so maßlos der kettenraucher auf der einen seite, so maßlos überzogen die Antiraucherkampagnen auf der anderen.

      Ich bin seit vielen Jahren schon keine Raucherin mehr, rauche nur ganz gelegentlich indonesiche Nelkenzigaretten, Kretek genannt. Die sind angeblich noch viel viel schädlicher aber ich paff die und die riechen gut!

      Ja und ich genieße die. Das und mich selbst lass ich mir auch nicht mit black magic verleiden…und der Anblick verhuschter Raucher, die bald aussehen wie Schwerverbrecher wenn sie ihre Fluppen in Hauseingängen reinziehn ist absolut entwürdigend, beschämend und besorgniserregend!

      Im übrigen, was ist mit den ganzen Extremsportlern, neulich hat mich und mein Kind auf einem Waldspaziergang ein Biker fast umgefahren, er hat uns dann auch noch angebrüllt, richtig ausfallend ist der geworden, dass wir da so grundlos im Wald herumspaziert sind, ohne fitness und leistung..

      das ganze wird nur noch immer kränker, da gehts mir bald wie Juli Zeh, die schon aus Protest weiterraucht

      hab das schomal wo gepostet, aber passt hier auch:
      Juli Zeh about Corpus Delicti
      http://www.youtube.com/watch?v=4PJssuw3MGM

    142. epikur schrieb am 3. Juni 2009 at 18:51 - Permalink

      Schon bei den ersten Zeilen war mir klar: der Jens Berger ist ein Raucher! Alles was danach folgt, ist eine reine Rechtfertigungs-Verteidigungs-Rhetorik eines Rauchers!

      Es ist ganz einfach: der Raucher ist der Verantwortliche! Er schränkt die Freiheit der anderen ein, indem er sie vollpestet, zustinkt, krank macht! Das Einzige was Nichtraucher machen, ist, sich darüber (mit Recht!) zu beschweren! Und es geht hier nicht nur um Gaststätten, sondern auch um den Arbeitsplatz, bei Freunden, Familie etc. – der ignorante, rücksichtslose Raucher ist leider weit verbreitet!

      Sätze wie: “Neben dem Rauchen gibt es viele andere Aktivitäten, die potentiell schädlich sind” sind Totschlagargumente für JEDE Sucht! Klar, es gibt immer “schlimmere Sachen”, das rechtfertigt aber noch lange nicht, das weniger Schlimme.

      Zum Abschluss eine wahre Geschichte aus Berlin, die aufzeigt wie ignorant und egoistisch viele Raucher sind: Jahrelang hieß es auf den U-Bahnhöfen durch Sprechanlagen nur “bitte nehmen Sie Rücksicht auf Nichtraucher”. das hat kaum einen Raucher gekümmert, es wurde fröhlich weiter gepestet. Dann gab es auf einmal 10 Euro Bussgeld wenn man auf dem Bahnhof raucht und siehe da, es rauchen immer weniger! Also bitte kommt mir nicht mit dem verlogenen “mir-armer-raucher-wird-alles-verboten-argument”. Rücksichtnahme interessiert die wenigsten Raucher. Also müssen Verbote und gesetzliche Regelungen her. So einfach ist das.

    143. Geheimrätin schrieb am 3. Juni 2009 at 18:58 - Permalink

      PS. und @ epikur

      ich finde es absolut erfreulich dass in speiselokalen nicht mehr geraucht werden darf! ich denke auch der Spiegelfechter hat damit kein Problem…aber ich finde es eben umso bedenklicher wenn Raucher perse als asozial stigmatisiert werden, wenn Rauchern keine Raucherkneipen mehr zugestanden werden in denen sei sich zupaffen können wie es ihnen beliebt und wo ja wirklich kein Nichtraucher gewzungen ist, passiv mitzurauchen!

    144. 7schläfer schrieb am 3. Juni 2009 at 18:59 - Permalink

      @SF

      danke für den Artikel, und vor allem die “Diskussion” die so losgetreten wurde: da hat man den Bürgern den Brocken Nichtraucherschutz hingeworfen, und der wird, sobald ergattert, erbarmungslos verteidigt ;)

    145. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 19:03 - Permalink

      @141 Geheimrätin

      Einer sehr schönes Filmchen. Ich glaube Frau Zeh und ich sind Geschwister im Geiste ;-)

    146. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 19:07 - Permalink

      @144 7Schläfer

      Aber ja – da sieht man zu was aufgeklärte Menschen im Stande sind, wenn sie nur 100% überzeugt sind auf der richtigen Seite zu stehen und es mit “verachtenswerten Kreaturen” zu tun haben. Manchmal bringt eine kleine Polemik böse Wahrheiten ins Licht. Der Humanismus und der Liberalismus gelten heute nicht merh viel.

    147. H. Müller schrieb am 3. Juni 2009 at 19:31 - Permalink

      Su, jetzt hon aich etwos mie Zeit. Aich musste mimm Fort ford.

      Nochmol an die Klugscheisser Horscht, de Eisenbahner mit de Waggons ent den an Durchblutungsstörungen leidenden verschwitzten Menschen.

      Genau su wie die Württemberger könne mir kahn Hochdeutsch. Awer da gibts freie Staaten in Deutschland die sei noch schlimmerr. Uff Anhieb fällt mirr do dos schworze Völckche im Süden ein. Die sei su schworz, dos se sich als Ausgleich nur mit weisse Würscht ent weissem Bier ernähre.
      Was wult aich jetzt? Ach su Horscht ent Konsortte. Früher hat aich en Sekretärin. Die hot alles, was aich ihr gesaat ho ins Schriftdeutsch geschriwwe. Perfekt die Fraa. Die hotte nur sun en komische nordische Nome, Mannipenni orr su ähnlich. Egal, jedenfalls hot die perfekt geschriwwe. Aich honse persönlich kontrolliert. Da kuhm die Zeit, wo die junge dinamische, erfolglose Schlipsträger in die Firma kaame. Die sachten, ich soll Mannipenni entlohse, die Fra wär untrachbar. Dos muss man sich mohl üwerleeje. Die Fra war wirklich perfekt. Wenn ich gesacht hab “awwer”, dann hotse aach awwer geschriwwe. Alles korrekt!! Na ja, wot solls. Die junge Rotzlöffel kunne sich net durchsetze. Uuser Abteilung hott bis zum Schluss (Mannipenni ent aich sei fast zeitgleich ii Rente gegangen) die beste Ergebnisse, die freundlichste ent aach lustigsten Kunden ent kaum Reklamationen.

      Hau kann aich mirr als Rentner ka Sekretärin, die hier den Mist für maich schreibt, leisten.
      Es Mechthild (mei Ehegattin, wor früher goud im Bett. Hau ka se nur noch goud koche ent viel babbele.) ist ach net so richtig zum Schreiwwe geeignet.

      Aich ho de falsche Beruf gewählt. Wär aich Bundespräsident geworrn, da hott aich hau noch mei Sekretärin ent kunn soviel Mist quatsche wie aich wultt. Et würde alles ins Hochdeutsche übersetzt. Ent de Naujohnrsansprach wärr aach ka Problem. Die ho doch su en Teleprompterdings. Lese kann aich joh.
      Wos anners micht de jetzige Komiker ach net.

      Wot woult aich eigentlich den Klugscheissern sarrn? Hon aich vergesse. Egal.
      Ach du Scheisse wott ist dot da. Mei Teppichburre qualmt. Wu ist da mei Kipp?
      Scheisse. M e c h t h i l d !!!! brring de Feuerlöscher ent machs Fisterr uff, wenn dau fertich seist.

      Bis demnächst

      H. Müller

      P.S.

      Aich glaab de Qualm hot mein Computer kapput gemacht. De ganze Wörter sei su komisch rrut unnerrstriche.

    148. misterL schrieb am 3. Juni 2009 at 20:01 - Permalink

      Was ich mich so fragte zwischen den Kilometern unterwegs – wie kann man eigentlich so alles aufgeklärter, intelligenter Zeitgenossen so wenig konsequenzlos sein?

      Bei jeder Gelegenheit wird über Politiker, Manager, möchtegern-VIPs und andere Menschen des Zeitgeschehens gespöttelt, bekrittelt, dass sie doch alle nicht in der Lage sind sich an dieses oder jenes, was sie einst versprachen zu erinneren oder gar einzuhalten. Dass man ihnen nicht trauen darf, dass sie einen beim Angucken schon belügen oder schlicht fürchterlich inkonsequent sind. Alles das betreiben auch aufgeklärte, intelligente Zeitgenossen mit enorm viel Bildung im Hirn. Sie theoretisieren hier und analysieren dort bis in den letzten Winkel, wo sich gemeinhin kein Staubkorn mehr verstecken würde. Im Zweifelfall, wenn gar nichts mehr hilft, werfen sie gerne verzeifelt aber thoretisch fundiert dem Monopolisten mit dem dicken Bauch vor, dass er soviele Havannas raucht statt Selbstgedrehte, weil er doch eigentlich für seine Sklaven verzichten könnte. Nur bei einem, da werden selbst jene aufgeklärten, intelligenten Zeitgenossen zu rasenden Furieen. Da endet die Freiheit. Nein, nicht die des gemeinen Autofahrers jenseits der 120 km/h. Das draf man begrenzen. Sondern die Freiheit des Rauchers. Da hört die Freiheit auf Freiheit zu sein, würde man es verboten bekommen. Nein, das geht nicht, da müßte man zur Revolution aufrufen. Wie kann sie/er nur? Ginge es um Havannas für Reiche, ok, liesse sich drüber reden – ABER NICHT MEINE ZIGARETTE gröllt es von aufgeklärt Links. Die heißt Freiheit und Abenteuer und ist deshalb tabu.

      OK, liebe aufgeklärte, intelligente Zeitgenossen. Ich gebe micht geschlagen. Die Freiheit des Rauchens gehört ins Grundgesetz.

    149. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 20:06 - Permalink

      @misterL

      OK, liebe aufgeklärte, intelligente Zeitgenossen. Ich gebe micht geschlagen. Die Freiheit des Rauchens gehört ins Grundgesetz.

      Strike! Gewonnen ;-)

    150. aeq schrieb am 3. Juni 2009 at 20:21 - Permalink

      Willkommen in der Gesundheitsdiktatur!

      http://www.youtube.com/watch?v=ltqPgqJKl70&feature=related

    151. dat krokodil schrieb am 3. Juni 2009 at 20:43 - Permalink

      Raucher beweisen als eben solche Unmündigkeit in Bezug auf die eigene Gesundheit und verdienen die Einschränkung ihrer Freiheit, die mit staatlichen Maßnahmen einhergehen, insofern mehr als redlich.

      Nieder mit den Rauchern!

    152. 1000Sunny schrieb am 3. Juni 2009 at 20:49 - Permalink

      Die Freiheit der Raucher ins Grundgesetz? Da ist sie doch schon. Sie endet halt nur da, wo sie die Freiheit der Nichtraucher beschneidet. Sollten die Nichtraucher sich mit adäquaten Mitteln wehren dürfen, gäbe es ja kein Problem. Womit wir aber wieder beim Paintball-Verbot wären ;)

    153. Karbau schrieb am 3. Juni 2009 at 20:49 - Permalink

      (Wie immer) die falschen Argumente:
      wenn jemand Alkohol säuft oder Koks nimmt, tötet er sich damit – seine Entscheidung, seine Gesundheit, sein Problem. Soll er’s machen.

      Beim Rauchen schädigt er andere und setzt sich über deren Recht hinweg. Man kann Rauchen und Koksen eben nicht vergleichen – das nennt man Verursacherprinzip: wenn jmd rauchen will, muß er eben die negativen Konsequenzen (drauss stehen und frieren) tragen und nicht die “Nicht-Verursacher”.

      Zudem hat sich die Freiheit der Luftatmer seit der Einführung (viel zu kurz) greifender Beschränkungen deutlich erhöht. Nun können endlich Luftatmer auch mal in eine Kneipe gehen, nun kann (fast) unbeeinflußt vom Gestank der Raucher Bahn fahren. In der Summe ist die Freiheit größer geworden, denn noch (leider wie man sagen muß) werden Zigarettenhersteller und -vertreiber ja nicht so verfolgt wie andere Drogendealer und deren illegale Produkte. Aber vielleicht kehr ja hier auch mal Vernunft ein und Zigaretten & Co. werden auch verboten.

    154. 1000Sunny schrieb am 3. Juni 2009 at 20:52 - Permalink

      Und mir entzieht sich immer noch, wie so ein Regierungsfan wie der Spiegelfechter für Freiheit plädieren kann… (vor ein paar Posts hat er ja noch darauf bestanden, dass die Eltern nicht das Recht haben ihre Kinder zu erziehen, und dass der Staat da schon mit aller Gewalt dazwischengehen sollte)

      Kapierst Du das, Jens? ;)

    155. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 20:54 - Permalink

      @1000Sunny

      Kapierst Du das, Jens? ;)

      Nee ;-)

    156. Oeffinger Freidenker schrieb am 3. Juni 2009 at 20:56 - Permalink

      @Jens: Selbstverständlich nicht. Ich bin auch kein Freund davon, es durch Verbote zu regeln. Ich fände es aber nicht schlecht, wenn wann immer möglich ein Nichtraucherraum angeboten wird. Ich finde die Methode, das Zeug so teuer zu machen, dass man mit den Steuererlösen aus der Dummheit derer, die das Zeug wegquarzen vernünftige Dinge tun kann. Außerdem halte ich es für wichtig, dass die Nichtraucher eben geschützt werden.

    157. J.Berger schrieb am 3. Juni 2009 at 20:56 - Permalink

      Also ich für mich gebe als Raucherin zu, nicht immer rücksichtsvoll gewesen zu sein. Bei mir hat sich es sich von allein geändert, aber auch das nicht, um Nichtraucher zu schützen, sondern irgendwann (2000) hat mich der kalte Rauch in meiner Wohnung selbst sehr gestört. Und erst von dem Moment wurde ich rücksichtsvoller. Von daher gehen die Gesetze, die wir jetzt haben, für mich voll in Ordnung. Damit sollte es nun aber genug sein, denke ich.

      Allerdings staune ich schon, wo ihr alle wohnt. Ich finde kaum ein Café oder eine Weinstube, in der ich rauchen kann. Eckkneipen sind nicht ganz so mein Geschmack, da ist es nämlich hier in Rheinland-Pfalz noch erlaubt.

      Die Bildchen allerdings auf den Schachteln sind für mich die Geschmacklosigkeit schlechthin und ganz sicher kein Mittel, Menschen das Rauchen abzugewöhnen.

    158. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 21:00 - Permalink

      @Karbau

      Beim Rauchen schädigt er andere und setzt sich über deren Recht hinweg.

      Nö – wenn ich in einer Raucherkneipe eine “durchziehe”, setze ich über niemandens Recht hinweg.

      Zudem hat sich die Freiheit der Luftatmer seit der Einführung (viel zu kurz) greifender Beschränkungen deutlich erhöht. Nun können endlich Luftatmer auch mal in eine Kneipe gehen

      Das machen die lieben “Luftatmer” nur nicht – darum haben die “Luftatmerkneipen” ja auch ein so großes Interesse, wieder Rauchkneipen zu werden.

      In der Summe ist die Freiheit größer geworden, denn noch (leider wie man sagen muß) werden Zigarettenhersteller und -vertreiber ja nicht so verfolgt wie andere Drogendealer und deren illegale Produkte.

      Tja – zum Glück haben verbotsgeile Freaks wie Du noch nicht gewonnen. Noch kämpfen “wir” gegen Eure Allmachtsphantasien!

      ¡Victoria O Muerte! ;-)

    159. dat krokodil schrieb am 3. Juni 2009 at 21:22 - Permalink

      Kleiner Nachtrag. Der gemeine Raucher ist meines Erachtens mit einem Suizid gefährdeten zu vergleichen: Er hat keinen Respekt vor dem eigenen Leben und auch nicht vor dem seiner Mitmenschen. Zu oft wird die Gefährdung der Gesundheit Anderer in seiner Umgebung billigend in Kauf genommen.

      Ein Bösewicht darum, wer da nicht die Zwangsjacke des Verbots zur Hilfe nimmt und den Verwirrten wieder auf den rechten Pfad der Besonnenheit geleitet.

    160. 1000Sunny schrieb am 3. Juni 2009 at 21:22 - Permalink

      Mir bleibt das auch ein Rätsel ;)
      (und auch das Gezwinkere ;) )

    161. thono schrieb am 3. Juni 2009 at 21:22 - Permalink

      Wieso müssen Raucher eigentlich ständig und ohne Umschweife damit beginnen sich und Ihre (Genuß:) Sucht zu rechtfertigen, sobald irgend jemand laut ausspricht das Rauchen den Menschen (und sicher nicht nur denen) Schaden zufügt?
      Dieses Verhalten ist ja fast schon wie ein kollektives Schuldeingeständnis ;-)

      Mal abgesehen davon das ich dieser Bilder Kampagne, wenigstens in Hinblick auf die Wirkung auf unsere Jugend durchaus einen Sinn abgewinnen kann (übrigens auch für die “reichen” Jugendlichen Herr Berger;-) ist diese Maßnahme ansonsten wohl eher ein hilfloser Versuch der Drogenbeauftragten gegen die Tabak Lobby und unseren Finanzminister “anzustinken”.
      Wenn sie könnte würde sie das Rauchen sicher ganz verbieten, so wie es normalerweise ja schon immer mit allen schädliche Substanzen (außer denen der Pharma- und Lebensmittelindustrie;) gemacht wird.

      Bevor sich jetzt wieder ein Raucher dazu verleiten lässt ein Rauchverbot als Einschränkung seiner Freiheit und Lebensqualität zu sehen eine kleine Anmerkung meinerseits.
      Ich hab selber 25 Jahre geraucht und es in dieser Zeit weitestgehend vermieden Menschen zu besuchen, bei denen ich nur am offenen Fenster, oder auf dem Balkon rauchen durfte.
      Warum?
      Ich hielt diese Leute mit ihrer Maßnahme des “draußen Rauchens” für militante, übertreibende Spinner und fühlte mich als Raucher von ihnen, Toleranz hin oder her, zweifellos diskriminiert.
      Jahrelang konnte ich nicht auch nur ansatzweise nachvollziehen warum diese Leute sich so “pissig” anstellten, nur wegen so ein bisschen Rauch.

      Als ich dann selber mit dem Rauchen aufhörte änderte sich das aber beinahe schlagartig.
      Bereits wenige Wochen ohne die Qualmerei auskommend begann ich, längst lieb gewonnene Orte und Plätzchen, die vorher zu einem Plausch mit rauchenden Kollegen einluden als eklig zu empfinden. Anscheinend spielten mir meine Sinne einen Streich…oder waren sie etwa gerade dabei wieder zu einer, längst vergessenen “Normalität” zurück zu finden.
      Ich ahnte und erlebte langsam wie sehr der Zigarettenrauch das Leben eines Rauchers beeinflusst, wie sehr die Klamotten, der Atem, die Autos, die Wohnung, selbst die Haut der eigenen Finger von diesem permanenten, alles andere als schönen Geruch vereinnahmt sind und wunderte mich plötzlich gar nicht mehr warum die Nichtraucher sich “immer so anstellen”.
      Raucher empfand ich plötzlich als eher unangenehme Zeitgenossen, allerdings wohl wissend das sie sich dessen gar nicht bewusst sind, geschweige denn Verständnis dafür hätten. Dies wiederum forderte von mir eine ziemlich hohe Toleranz im Umgang mit ihnen, wessen sich die Raucher leider auch nicht bewusst sind.

      Ich denke das genau hierin ein Hauptproblem bei dieser ganzen Raucher/Nichtraucher Debatte verborgen ist.
      Die Raucher wissen überhaupt nicht was sie den Nichtrauchern (und sich selbst natürlich) antun. Sie empfinden die Qualmerei (zwangsläufig) nicht annähernd als so eklig wie die Nichtraucher und verstehen überhaupt nicht warum die Nichtraucher sich so anstellen.
      Die Nichtraucher wiederum sind fassungslos ob der vermeintlichen Ignoranz der Raucher.

      Wie würde TV-Kaiser sagen…”ein Teufelskreis” :-)

      Lösungen?

    162. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 21:37 - Permalink

      @thono

      Wieso müssen Raucher eigentlich ständig und ohne Umschweife damit beginnen sich und Ihre (Genuß:) Sucht zu rechtfertigen

      Mache ich doch gar nicht ;-)

      Wenn sie könnte würde sie das Rauchen sicher ganz verbieten, so wie es normalerweise ja schon immer mit allen schädliche Substanzen (außer denen der Pharma- und Lebensmittelindustrie;) gemacht wird.

      Eben – Sola dosis facit venum. Wenn Du wüßtest, was alles schädlich ist.

      Ich hab selber 25 Jahre geraucht und es in dieser Zeit weitestgehend vermieden Menschen zu besuchen, bei denen ich nur am offenen Fenster, oder auf dem Balkon rauchen durfte.

      Das waren noch Zeiten ;-)
      Heute würde man als Taucher wohl an Einsamkeit sterben, da auch in den meisten Raucherhaushalten nur “draußen” geraucht wird.

      Die Raucher wissen überhaupt nicht was sie den Nichtrauchern (und sich selbst natürlich) antun. Sie empfinden die Qualmerei (zwangsläufig) nicht annähernd als so eklig wie die Nichtraucher und verstehen überhaupt nicht warum die Nichtraucher sich so anstellen.
      Die Nichtraucher wiederum sind fassungslos ob der vermeintlichen Ignoranz der Raucher.

      Wie würde TV-Kaiser sagen??ein Teufelskreis? :-)

      Da ist sicher was dran.
      Lösungen?

    163. Karbau schrieb am 3. Juni 2009 at 21:47 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Doch, Raucher setzen sich über das Recht auf Unversehrtheit hinweg – eben nicht nur in der Kneipe, sondern auch auf der Straße etc. Ja, ja, jetzt kommt wieder völlig herablassende Arroganz eines Rauchers … irgendein Bla von wegen “nicht so anstelle…brabel brabel” … aber …

      Beantworte mir folgende Frage: wieso ist es strafbar, wenn ich diesselben Substanzen, die Du beim Rauchen ausatmest, stattdessen in einem kleine Chemielabor synthetisieren, sie dann in eine Spray-Flasche ziehe und jemand damit ansprühe? Es ist sogar gefährliche Körperverletzung, da es ja mittels einer “Waffe” (hier einer karzinogenen, toxischen Substanz) geschieht. Interessanterweise darf ich das nicht, Drogenabhängige dürfen das schon. Ist irgendwie nicht konsequent, denn dem Opfer (welches den Krebs nicht haben wollte) kann es schlußendlich egal sein. Wenn Du die Unlogik auflöst, dann hättest Du mich überzeugt. Das Schöne ist, daß man genau daran sieht, wie widerwärtig Rauchen ist und wie absurd dieses Land damit umgeht: nur weil es genug Drogenabhängige gibt, müssen andere halt eher sterben.

      [mal davon abgesehen, ist es auch schlicht eine Unverschämtheit, den Leuten die schöne Abendluft zu versauen. Ihr seid das Problem, also sucht euch ein Plätzchen wo sonst keiner von eurer Sucht betroffen ist]

      Zum Thema “Alle Kneipen wollen Raucherkneipen” sein:
      Broken Logic. Zwei Gründe: erstens ein Wahrnehmungsproblem bei Kneipeninhabern und gleichzeitig sind sie Opfer einer Medienkampagne der Tabakindustrie, daher *meinen* sie es sein zu müssen. Wenn ich mich aber umschaue sind alle Kneipen voll; von Rückgang kann überhaupt keine Rede sein. Zweitens kannst Du mir dem Argument auch Kneipeninhabern das Recht einräumen, Kindern nach 2 Uhr morgens noch Schnaps zu servieren; das würde ja auch den Umsatz erhöhen und wäre daher ja wohl ok, oder wie?

      Lerne die Realität, die Logik und *Deine* Verantwortung kennen, dann benimmst Du Dich auch nicht mehr wie all die anderen Raucher : nämlich wie kleine Kinder, die quengeln und heulen nach dem Motto “Ich will jetzt mein Spielzeug, Jetzt, JETZT *kreisch* *heul*” Es ist nicht besonder souverän und man merkt ja so deutlich wie fremd-bestimmt Drogenabhängige sind.

      Bei der massiven Aggressivität von Rauchern wenn es um ihre Droge geht, sieht man den schlimmen Einfluß, den der Tabak offenbar angerichtet hat. Raucher konstruieren offenbar ihre ganze Identität um die Droge, denn sonst würden sie ja nicht so aggressiv, polemisch, unsachlich, unlogisch und alle-Fakten-verneinend.

      Es gibt wohl keinen Bereich des Lebens, bei dem die Leute so durchdrehen und so unsachlich werden, wie die Raucher, wenn man von ihnen rudimentäre Grundforderungen von Sozialverhalten, Rücksicht und Verantwortung verlangt.

    164. Heckenpenner schrieb am 3. Juni 2009 at 21:53 - Permalink

      “Antiraucher” scheint es nur im Netz zu geben. Ich kenne in der analogen Welt keine Nichtraucher, die so wie misterL oder thono abgehen wenn es um’s Rauchen geht. In meiner WG bin ich der einzige Raucher. Trotzdem haben wir uns so geeinigt, dass ich ausserhalb meines Zimmers mal rauchen kann, auf Partys haben wir immer Raucher/Nichraucherbereiche und auch sonst gibt es damit keine Probleme.

      @dat krokodil
      gib dir mal etwas mehr Muehe. da trollt ja meine Oma besser :)

    165. dat krokodil schrieb am 3. Juni 2009 at 21:56 - Permalink

      >> Lösungen?

      Herr Berger, Ihnen als einem eloquenten Zeitgenossen wird ohne Zweifel der Spruch geläufig sein: “Willst du die Welt verändern, dann fange bei dir selbst an”.

      Und genau da setzte auch mein Vorschlag einer Lösung an: Sage “nein” zum Nikotinteufel, wende dein Antlitz dem Lichte der Vernunft zu, sei ein Vorbild.

      Wenn es uns an Willenskraft fehlt, uns selbst zu verändern, wie wollen wir da die Welt verändern?

    166. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 22:02 - Permalink

      @dat krokodil

      Herr Berger, Ihnen als einem eloquenten Zeitgenossen wird ohne Zweifel der Spruch geläufig sein: ?Willst du die Welt verändern, dann fange bei dir selbst an?.

      Habe ich gemacht und mich zu einem toleranten Mitmenschen entwickelt. Kannst Du auch mal probieren, ist gar nicht sooo schwer.

    167. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 22:08 - Permalink

      @karbau

      Doch, Raucher setzen sich über das Recht auf Unversehrtheit hinweg – eben nicht nur in der Kneipe, sondern auch auf der Straße etc. Ja, ja, jetzt kommt wieder völlig herablassende Arroganz eines Rauchers ? irgendein Bla von wegen ?nicht so anstelle?brabel brabel? ? aber ?

      Nein, jetzt kommt ein warmer Regen echten Mitleids: Ooooooh, Du Armer! Die bösen Raucher auf der Straße – ich bin ernsthaft ensetzt! Dagegen muss der Staat doch etwas machen.

      Zum Thema ?Alle Kneipen wollen Raucherkneipen? sein:
      Broken Logic. Zwei Gründe: erstens ein Wahrnehmungsproblem bei Kneipeninhabern und gleichzeitig sind sie Opfer einer Medienkampagne der Tabakindustrie, daher *meinen* sie es sein zu müssen.

      *seufz*
      Warum fühlen sich einige Kommentatoren berufen, über Dinge zu schreiben, von denen sie offensichtlich keine Ahnung habe. Unterhalte Dich mal mit Wirten und lerne.

    168. dat krokodil schrieb am 3. Juni 2009 at 22:31 - Permalink

      Ich denke, die Endlösung des Rauchertums kann letztendlich nur darin bestehen, die Schuldigen einer Ausgleichszahlung von Krankenkassenbeiträgen zuzuführen!

      Denn es kann doch wahrlich nicht angehen, dass ich als bekennender Nichtraucher im Monat sage und schreibe sechshundertachtundzwanzig Euro und siebenundfünfzig Cent an Krankenkassenbeiträgen für nichts und wieder nichts bezahlen muss! Mir graut’s allein schon, wenn ich daran denke, wieviel so eine Dosis Morphium wohl kostet, mit dem so ein Raucher in seinen Sterbenswehen betäubt werden muss!

    169. misterL schrieb am 3. Juni 2009 at 22:32 - Permalink

      Lösungen?

      Ganz einfach. Doppelter Krankenkassenbeitrag für Raucher oder volle Eigenleistung bei allen Krankheiten, deren Entstehung oder deren Heilungsschwierigkeiten sich durch Rauchen begründen lassen.

      Hei wird das Rauchen teuer….

    170. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 22:38 - Permalink

      @misterL und dat Krokodil

      Eieiei, wie dumm, wenn die Realität nicht mit der Ideologie mithalten kann: The Health Care Costs of Smoking und Pflegemanagement – Hippocrates und Sisyphus.

      Tut mir ja leid, Euch Eure bequemen Vorurteile zu nehmen.

    171. Karbau schrieb am 3. Juni 2009 at 22:39 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Siehst Du:
      Du hast meine Frage nicht beantwortet. Warum ist diesselbe Substanz einerseits Körperverletzung, andererseits Dein “Recht” auf “Selbstverwirklichung” – bezahlt mit der Gesundheit von Zufallsopfern?

      Ausweichen …. das kann man natürlich bei einer konkreten Fragen, die unangenehm ist. Aber, lieber Raucher, vor der Wahrheit läuft man nicht weg. Auch wenn man sich natürlich in tiefer Selbstgerechtigkeit badet. Oder anti-sozialer Arroganz und eben dem Kleinkinder-Gehabe “das ist meine Freiheit, ich will meine Kippen, ich will, ich will, ich will *aufstampf* *böse guck* *heul*”

      Zum Thema Kneipen: ich brauche mich nicht unterhalten, ich kann gucken. Alle Kneipen voll;
      mehr Gäste als Stühle geht eh nicht.

    172. schwitzig schrieb am 3. Juni 2009 at 22:43 - Permalink

      @MisterL

      · misterL am 3. Juni 2009 um 22:32 – Permalink

      Lösungen?

      Ganz einfach. Doppelter Krankenkassenbeitrag für Raucher oder volle Eigenleistung bei allen Krankheiten, deren Entstehung oder deren Heilungsschwierigkeiten sich durch Rauchen begründen lassen.

      Du spielst Gitarre … das erzeugt Gicht … ich möchte nicht für Deine Unvernunft zahlen müssen. Immer diese Sozialschmarotzer …

    173. Motzkopp schrieb am 3. Juni 2009 at 22:43 - Permalink

      Wäre Frau Bätzing konsequent, dann müsste sie auch verfügen, dass sich jeder Käufer eines Motorrades vor Unterzeichnung des Kaufvertrags erst einmal Bilder und Videos von schlimmen Unfällen ansehen muss. Anders als Raucher schädigen Motorradfahrer, wenn etwas schiefgeht – nicht nur sich selbst, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch andere. Ich empfehle: das Leben verbieten, dann passiert auch nichts mehr, was Frau Bätzings Missfallen erregt.

    174. Karbau schrieb am 3. Juni 2009 at 22:44 - Permalink

      @misterL

      Falsche Logik. Scheißegal, wie “teuer” Rauchen ist. Das Geld ist nicht das Argument.

      Man sollte von Rauchern schlicht einfordern, endlich in der Gesellschaft anzukommen und sich allgemein akzeptierten Regeln zu unterwerfen, z.B. “man soll seine Mitmenschen nicht mit krebserregenden Substanzen angreifen”.

      Oder wir sollten mal überlegen, inwiefern Raucher als Drogenabhängige z.B. wahlberechtigt sein können. Denn (subjektive) Erfahrung zeigt, daß Raucher jedwede Logik und Verantwortung fallen lassen, sobald es um ihre Sucht geht; sie sind also teilweise nicht geschäftsfähig. Hier ist dringender Forschungsbedarf – Ergebnis kann ja durchaus sein, daß Nikotinabhängige partiell geschäftsunfähig erklärt werden müssen. Es würde ja auch niemand auf die Idee kommen, Heroinabhängige über die Legalisierung von Heroin abstimmen zu lassen.

    175. Horscht schrieb am 3. Juni 2009 at 22:45 - Permalink

      @Karbau (171:): Ich beantworte mal spasseshalber und stellvertretend die Frage:
      Q: “Beantworte mir folgende Frage: wieso ist es strafbar, wenn ich diesselben Substanzen, die Du beim Rauchen ausatmest, stattdessen in einem kleine Chemielabor synthetisieren, sie dann in eine Spray-Flasche ziehe und jemand damit ansprühe?”
      A: Weil mans so platt nicht analysieren kann, so kriegst Du _jedes_ Lebensmittel in den Giftschrank und verboten, denn:
      Die Dosis macht das Gift.

      Auch philosophisch ist die “Frage” höchst angreifbar, aber dbzgl. werde ich nur auf bes. Wunsch auftischen.

      Und von Dir kommt dann auch noch an anderer Stelle so etwas, LOL, schäm Dich:
      “Lerne die Realität, die Logik und *Deine* Verantwortung kennen, dann benimmst Du Dich auch nicht mehr wie all die anderen Raucher …”

    176. Heckenpenner schrieb am 3. Juni 2009 at 22:46 - Permalink

      @misterL
      Bitte, dann aber richtig.
      Volle Eigenleistung fuer alle selbstverursachten Krankenheiten: Sportverletzungen, Geschlechtskrankheiten, Lebensmittelvergiftungen, durch Uebergewicht verursachte und alkoholbedingte Leiden. Dann brauchen wir auch keine Krankenversicherung mehr.

    177. Grissel schrieb am 3. Juni 2009 at 22:47 - Permalink

      @171 Karbau:

      Nochmal, in was für Notstandsgebieten lebt ihr eigentlich, dass da überall Heerschaaren von Amok-Rauchern rumlaufen und unschuldigen Passanten ihren Rauch ins Gesicht blasen?

      Ein ziemlich großer Teil der möglichen Passivrauchgefahren ist doch längst gesetzlich geregelt. Alles andere ließe sich unter zivilisierten Menschen auch noch aushandeln. Aber auf der Straße, unter freiem Himmel leidet allerhöchsten das Ego des durchschnittlichen militanten Raucherhassers. Nicht alles, was schlecht riecht ist auch automatisch schädlich.

      Und obwohl ich das Solidarsystem in der Krankenversicherung eigentlich sehr schätze, wäre ich nicht so sicher, dass ich nicht durchaus einen guten Schnitt machen würde, wenn ich nur noch meine eigenen Krankheitskosten und nicht auch noch die von misterL mitbezahlen müsste.
      Menschen mit Phobien neigen zu einer umfangreichen Krankenakte.

    178. Karbau schrieb am 3. Juni 2009 at 22:50 - Permalink

      @ Horscht

      ja, Horscht. Genau die Dosis. Die erwiesenermassen eben Krebs erzeugt .. und noch so einiges.

      Ich weiß, das wird jetzt wieder bestritten. Innerlich wißt ihr natürlich, daß es anders ist … aber die Sucht läßt euch halt nicht die Realität eingestehen. Geh mal gaaaannnnzzz tief in Dich und frag Dich, ob Du es ok findest, andere mit karzinogenen Substanzen zu schaden (und die Dosis ist so hoch, Du weißt es). Wenn Du das mit “ja” beantwortest, es also ok für Dich ist, dann ist ja alles gesagt.

      Dein Argument mit der Dosis ist ansonsten nur eine Ausfliucht, weil die Frage als solche von Dir lieber unbeantwortet bleiben soll: es gibt keinen Unterschied – zumindest nicht aus Sicht des Opfers der Drogensucht. Und wir wollen doch zunächst einmal auf die Opfer schauen und nicht auf die (vielleicht schuldunfähigen, da suchtkranken) Täter.

    179. Spiegelfechter schrieb am 3. Juni 2009 at 22:57 - Permalink

      @Karbau

      Auch wenn ich es albern finden würde. Wenn Du damit Deine Neurosen in den Griff bekommst, darfst Du mir gerne karzinogene (*g*) Substanzen, die den toxischen Grad eines Lufthauches des Rauches eines paffenden Passanten auf offener Straße enthalten, mit einer Spraydose ins Gesicht sprühen.

      Ein Affenzirkus ist das hier *rolleyes*

    180. Karbau schrieb am 3. Juni 2009 at 22:57 - Permalink

      @ Grissel

      Es geht zunächst mal um die Geisteshaltung: “die anderen sind mir scheißegal, ich will meine Kippen, ich will meine Kippen, … *heul*”

      Ziemlich mitleidserregend.

      Und dann geht es darum, wieso sich ein Drogenabhängiger erdreistet (und der Artikel aggitiert ja schließlich auch gegen die “Kneipenregelungen”) die Bewegungsfreiheiten seiner Opfer einzsuchränken.

      Und dann geht es noch darum, wann endlich mal das Verursacherprinzip gilt. Die Raucher verursachen das Problem. Also müssen sie die “Kosten” in jeder Form tragen. Z.B. durch frieren.
      Und nicht die Luftatmer.

      Und dann noch einmal mehr: die Problematik bei Übergewicht, Extremsport usw suw …. der ergleich ist unzulässig und zeugt davon, daß man nicht kapieren will oder kann (wegen seiner Sucht, würde ich mal mutmaßen). Beim Zuviel-Fressen schädigt sich derjenige nur selber und nicht andere. Er setzt sich nicht über das Recht eines andere auf körperliche Unversehrtheit hinweg.

      Und die Bagatellisierung, die Du macht, kann natürlich nur wieder von denen kommen, die das Problem überhaupt verursachen. AUch hier gilt wieder: ein wenig Sozialverhalten wäre gut. Dann würdest Du nämlich einsehen, daß nur die Opfer berechtigt sind, zu entscheiden, was sie über sich ergehen lassen möchten und was nicht. Und ganz sicherlich nicht die Täter, bzw. in diesem Fall ja eher die strafunmündigen Suchtkranken.

    181. nescio quis schrieb am 3. Juni 2009 at 23:00 - Permalink

      @SF

      ¡Victoria O Muerte!

      …nicht aufgeben Jens Berger!

      @165 dat krokodil

      Sage “nein” zum Nikotinteufel, wende dein Antlitz dem Lichte der Vernunft zu, sei ein Vorbild.

      Welch Aufsehen eregende Predigt Herr Inquisitor “Conrad de Marbourg”!

      …und wenn nicht???

      Bin gespannt auf Deine Verdammnis.

      Wenn’s hier nach etwas stinkt, dann nach “inquisitio haereticae pravitatis”!

    182. Karbau schrieb am 3. Juni 2009 at 23:06 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Du … entgegen Deines Eindrucks geht es mir ja nicht darum, irgendwas zu bestrafen oder oder oder.

      Im Gegenteil. Ich bin ja dafür, daß euch geholfen wird. Raucher sind süchtig und daher auch sehr gut darin, die Realität von sich zu weisen. Teilweise paranoide Verschwörungstheorien hinter Aktionen des Gesundheitsschtzes zu vermuten etc.

      Ich sehe, daß man aus diesem Teufelskreis des Selbstbetrugs und der Verleugnung nur sehr schwer rauskommt. Und es ist echt ein schweres Schicksal, daß ihr da habt. Es ist ja nicht so, daß man sich gegen was Externes durchsetzen müßte, daß es einen “äußeren Feind” gäbe (obwohl ihr ja ganz offenbar jede Form von Beschränkung schon als Feind seht). Gegen was Externes kann man recht einfach kämpfen. Aber bei Suchtkranken ist halt das Problem, daß sie eigentlich gegen sich selber kämpfen müssen. Sich selber eingestehen, daß das eigentlich nicht ok ist.

      Die Radikalisierung, die bei Rauchern eingetreten ist, macht das Ganze natürlich noch schwieriger. Die meisten Menschen sind z.B. Bäcker und Briefmarkensammler. Wenn sie die Briefmarke nicht vor sich haben, dann sind sie halt erstmal Bäcker, oder Vater, oder Auto-Fan. Oder jemand ist Fitness-Trainerin und hat als Hobby Romane-Lesen. Aber diese vielschichtige Auffang- und Ablenk-Möglichkeit hat kein Raucher. Er ist erstmal Raucher und alles ist dann egal. Die Sucht ist so identitätsstiftend, daß es besonders für Personen mit schwach ausgeprägtem Selbstbewußtsein total sinnstiftend und sozial befriedigend ist, endlich etwas zu haben.

      Das gibt man natürlich nicht auf; das Aufgeben würde die eigene Identität zerstören, den Sinn nehmen. Ich verstehe euer Problem; das Resultat eurer Rücksichtslosigkeit und die Radikalisierung kann aber niemand akzeptieren.

    183. Grissel schrieb am 3. Juni 2009 at 23:08 - Permalink

      @180 Karbau:
      Mein Suchterkranktes Hirn ist sich leider nicht bewußt, dass ich unschuldigen Opfern meinen Rauch ins Gesicht blase. Hat mir meine Umwelt bis jetzt noch nicht mitgeteilt. Wäre allerdings auch erstaunlich, da ich immer darauf achte dies nicht zu tun.
      Du scheinst aber sowieso besser über mich Bescheid zu wissen, als ich. Danke, dass Du so ein großes Herz für unzurechnungsfähige Suchtkranke hast. Bei der nächsten Gruppentherapiesitzung in Obertrollhausen kriegst Du dafür garantiert ein Sternchen :-)

    184. Karbau schrieb am 3. Juni 2009 at 23:13 - Permalink

      @ Grissel

      ohhh … auf das Sternchen freu ich mich schon …. *hippy ja yeah*

    185. dat krokodil schrieb am 3. Juni 2009 at 23:33 - Permalink

      @181 nescio

      Dann trete ich ein für eine systematische Zuführung der Raucher der Zwangsbeglückung aka Nichtexistenz.

      Und basta!

    186. nescio quis schrieb am 3. Juni 2009 at 23:49 - Permalink

      @182 Karbau

      Wow… der nächste Wanderprediger

      Die Radikalisierung, die bei Rauchern eingetreten ist…

      …in welchem Schnellkursus hat man Dir denn solch einen
      Stuß beigebracht?

      Die meisten Menschen sind z.B. Bäcker und Briefmarkensammler

      Ganz neue Erkenntnis… zuviel an Briefmarken geleckt???

      @ 185 dat krokodil

      tritt ein wohin auch immer Du willst, ändert aber nichts an Deinem
      wirren Geschwafel…

      …um diese Uhrzeit nur noch wirre Geister unterwegs?

      Ciao

    187. misterL schrieb am 3. Juni 2009 at 23:54 - Permalink

      @SF Innerhalb der 15 Jahre wird die Medizin Fortschritte machen und das längere Leben entweder preiswerter gestalten oder anderweitig verkürzen. Da bin ich ganz optimistisch. ;-)

      @schwitzig
      Ich probiere es, aber es gelingt mir nicht wirklich. Ergo bin ich auch nicht Gichtgefährdet. Eher bekommen meine Nachbarn etwas an den Nerven, am Herzen oder beidem. Es ist ein harter Schicksalsschlag mich als Nachbarn zu haben. ;-)

    188. thono schrieb am 4. Juni 2009 at 00:02 - Permalink

      @ Heckenpenner 164
      Der Ausdruck “Antiraucher” suggeriert das ich etwas gegen Raucher hätte.
      Ich habe nichts gegen Raucher (ich war schließlich selbst einer und hab mich immer noch sehr lieb;), sondern gegen die unangenehmen Begleiterscheinungen des Rauchens.
      Ich denke doch das dies ein großer Unterschied ist.

      Ihre Aussage lässt mich annehmen das Sie meinen Beitrag nicht aufmerksam genug gelesen haben.
      Ebenso scheinen Sie den Rauchern zugehörig zu sein die annehmen das ihr Umfeld ihren Tabakkonsum schon ok findet und nicht darunter leidet.
      Glauben Sie mir ruhig, die allermeisten Nichtraucher leiden unter dem Qualm, dem Geruch von kalten Zigaretten und dem Atem von Rauchern.
      Warum sie dann nichts sagen?
      Sicher tun sie das, auf die eine oder andere Art.
      Aber die Mehrheit von ihnen wird einem Raucher niemals direkt sagen was sie davon halten. Der Grund dafür mag vielleicht Rücksichtnahme, Toleranz, Feigheit, oder Gleichgültigkeit sein.
      Ein Raucher sollte jedenfalls niemals dem Irrglauben verfallen die Qualmerei würde einen Nichtraucher schon nicht stören.

      Den anderen Nichtrauchern (und Rauchern) hier, die so langsam in die militante und argumentationslose Ecke abdriften gebe ich zu Bedenken das man sich besser austauscht wenn man einen Teil des Weges in beiden Paar Schuhen zurück gelegt hat, oder aber sich gegenseitig genau zuhört;-)

    189. misterL schrieb am 4. Juni 2009 at 00:30 - Permalink

      @thono #188

      als selber ex-starkraucher weiss ich was es heißt es aufzugeben. ich weiss allerdings auch, was heißt, wenn der nächste tag im eimer ist, weil die augen brenner und der hals krazt, weil man zu lange zu intensiv mit rauchern an einem ort verweilte oder verweilen mußte.

      man wird mich hier ab heute als radikalen antiraucher einordenen. bon, kann ich mit leben. besser als mit rauchern auf dauer. es geht mir nicht um verständnis, toleranz oder ähnlichem kiki in diesem punkt. ich will unbelastet von den schadstoffen und den belästigungen überall meines weges gehen können. das ist ziemlich intolerant, aber was süchte (rauchen (nicht paffen) ist eine sucht) jedweder sorte betrifft, stehe ich diesen seit jahrzenhten ziemlich intolerant gegenüber.

      auf der basis des verursacherprinzipes sind ausschliesslich raucher (das ist hier thema geworden) die verursacher von belastungen dieser art. also ist entweder die vermeidung und/oder die starke rücksichtnahme a priori eine einseitige angelegenheit. das ist für mich an sich nicht diskutierbar.

      dass dies ein völlig neues rollenspiel ist, ist mir klar. aber wir stehen mE immer noch am anfang einer entwicklung hin zum umfassenden rauchverbot. logisch das die widerstände hoch sind und noch wachsen werden. gleichwohl ist der prozess unumkehrbar.

    190. Heckenpenner schrieb am 4. Juni 2009 at 00:39 - Permalink

      @188
      Allerdings glaube ich nicht, dass sich die meisten Nichtraucher aus Ruecksichtnahme, etc. schweigen. Und wenn mir niemand sagt, dass ihn das Rauchen stoert, gehe ich davon aus: es stoert ihn nicht :)
      Selbst wenn ich Besuch in meiner Wohnung habe, frage ob jemand was dagegen hat wenn ich ich rauche. Wer dann nichts sagt, obwohl er was dagen hat, dem kann ich auch nicht helfen.

    191. noamik schrieb am 4. Juni 2009 at 01:09 - Permalink

      Was du den Nichtrauchern immer vorwirfst, praktizierst du mit Vorliebe Jens. Du quengelst, dass die Wartezonen für Raucher “unattraktiv” wären und man euch jene 2% noch streitig machen würde. Deine angeblich so offenen Augen sehen offenbar nie Raucher an Haltestellen, wohl aber Horden von Nichtrauchern die sich absichtlich ins Rauchereck stellen und dort aufregen (ist mir in 5 Jahren Rauchereck am Ostbahnhof noch nie aufgefallen, dafür quasi täglich Raucher in der Nichtraucherzone).
      Schon die Frage: “ob es jemanden stören würde ? ” im Restaurant ist eine Frechheit. Was soll man darauf höflich antworten? Natürlich ist die Antwort “Ja es stört, wenn der Qualm zu mir zieht, während ich gerade mein Essen bekommen.” Sogar Raucher, die wirklich, und nicht nur vorgeschoben, Genussmenschen sind stört das. Die Nuancen im Geschmack erzeugt nun mal die Nase. Allein die Frage ist also absurd, da im Restaurant immer irgendjemand gerade erst sein Essen bekommt und nie alle gerade fertig sind.

      Ebenso frech ist es von dir Nichtraucher pauschal als frigide Genussverweigerer hinzustellen. Im Gegenteil: 90% der Raucher sind Abfallproduktverbrennungsraucheinatmer (die Geschichte der Zigarette ignorierst du wie immer gekonnt). Wenn du von einer guten Zigarre oder Pfeife reden würdest, könnten wir uns gern über Genuss unterhalten. Kippen rauchen ist reine Suchtbefriedigung. Unter Genuss verstehe ich eine leckere Wildschweinpastete, einen guten französischen Käse, eine leckere Rauchsalami oder einen guten Wein, oder ja auch eine gute Zigarre. Zigaretten hingegen stehen auf einer Stufe mit Mc Donalds Burger (nichts gegen einen guten Burger, die Mc Donalds-Pappen gehören aber keinesfalls in die Kategorie Genuß).

      Schlussendlich kann man nur feststellen: Rauchen ist weiterhin fast überall erlaubt, und das ist auch gut so. Die wenigen Flecken an denen das nicht so ist, hätten eigentlich schon ohne gesetzliche Regelung von Rauchern rein aus Anstand rauchfrei gehalten werden sollen. Und bevor du jetzt wieder “Eckkneipe” schreist, zumindest in Berlin ist es Eckkneipen längst wieder gestattet reine Rauchlokale zu sein (und das ist auch vernünftig).

      Bleibt nur anzumerken: wieder einmal hast du gezeigt, dass selbst intelligente Menschen nicht sinnvoll über Themen schreiben können, die sie selbst emotional betreffen. Dabei bin ich sogar deiner Meinung was die Bildchen angeht, der Artikel war aber fast durchgängig Humbug. Weder würde Dir Voltaire zustimmen, noch sind die Bildchen ein Kreuzzug gegen die Freiheit. Und allein der Fakt das dieser Blog existiert zeigt, dass Dir auch Rose Luxemburg nicht beistehen muss. Deine Freiheit wurde in diesem Punkt gewiss nicht eingeschränkt, bestenfalls Anstand per Gesetz verordnet.

      p.s.: Offensichtlich lassen sogar deine Recherchefähigkeiten nach, wenn es um derartige Themen geht. Selbstverständlich gibt es Hotels die damit werben, dass bei ihnen Ruhe herrscht, weil Kinder nicht toleriert werden. Eventuell gibt es die nicht in der Preisklasse des Neckermannkatalogs …

    192. Der Schachspieler schrieb am 4. Juni 2009 at 01:26 - Permalink

      @Jens

      Brasilien ist auch ein Land mit “Schreckensbildern” auf Zigarettenpackungen.

      @Schreckensbilderfanatiker

      Stellt euch doch einfach mal vor ihr glotzt jeden Tag ein Bild mit Lungenkrebs an, könnte es sein das ihr nach Jahren des Glotzens schon durch die psychische Beeinflussung Lungenkrebs bekommt?

      Selbsterfüllende Prophezeiung nennt man sowas.

      PS: Die ewige Streiterei zwischen Raucher und Nichtraucher hätte ein Ende wenn irgendein Düsentrieb mal einen tragbaren Zigarettenrauchabsauger entwickeln würde.

    193. Phil schrieb am 4. Juni 2009 at 04:14 - Permalink

      Mein Senf dazu:

      Ja, ich finde es richtig, dass an öffentlichen Plätzen wie Verwaltungen, Behördern, Ämtern, Bahnhöfen, am Arbeitsplatz etc. nicht geraucht werden darf. Und ja, auch als Raucher riche ich es, wenn in einem Büroraum zum Beispiel geraucht wurde und nicht gut gelüftet wurde.

      Doch sollte es dem Wirt überlassen sein, ob er in seiner Lokalität das Rauchen gestattet oder auch nicht.
      Ja, jetzt kommen wieder die Nichtraucher und sagen, wo sollen wir denn hin? Ich sage nur, überzeugt den Wirt. Und wenn er es nicht macht, was hindert euch daran, selber eine Lokalität aufzumachen?

      Aber auch ehrlich gesagt: Ich meide _Kneipen_, wo nicht geraucht werden darf. Denn zu meinem Bier möchte ich gerne eine rauchen. Kann ich dies nicht, so verdient der Wirt auch nichts an mir.

      Zu den Bildern: Warum wird nicht bei Alkohol sowas gefordert?

    194. misterL schrieb am 4. Juni 2009 at 08:35 - Permalink

      An sich bin ich diese alberne “argumentierei” leid (Phil #193, letzter Absatz).

      Ein Glas Rotwein zum Essen ist unbendenklich bis gesund. Eine einzige Zigarette ist niemals unbedenklich und niemals gesund.

    195. Very Cool schrieb am 4. Juni 2009 at 09:28 - Permalink

      Diese Diskussion ist einfach unerträglich.
      Sie zeigt, dass die Amerikanisierung Europas schon fast abgeschlossen ist. Denn dort hat die Jagd auf Raucher ja begonnen.
      @ dat krokodil
      “Nieder mit den Rauchern”?
      Was willst Du damit sagen? Willst Du Raucher “an die Wand stellen”? Oder erschießen? Wie z.B den Abtreibungsarzt, den man vor ein paar Tagen in den Staaten in einer Kirche erschossen hat, “für das Recht auf Leben”? Diese Intoleranz ist ja widerlich.
      Vor 10-15 Jahren war das Rauchen noch kein Thema. Es gab Raucher und es gab Nichtraucher und kein NR hat sich dermaßen über Raucher aufgeregt wie jetzt seit ein paar Jahren.
      Als hätten wir keine anderen Probleme auf diesem Planeten.
      Ihr NR seid doch dermaßen hinterfotzig, dass man euch mit dem Knüppel aus dem Land jagen sollte. Gerne nehmt ihr die Tabaksteuer der Raucher an, um eure Spaßgesellschaft zu finanzieren, gelle?
      Da wird hier Rauchern Umweltverschmutzung vorgeworfen, wenn sie draußen mal eine quarzen. Ich bin sicher, dass gerade diese “Argumentierer” mit ihren überdimensionierten Benzinkutschen 1km zum Brötchen holen fahren, oder Motorradfahrer wie blöde durch die Gegend heizen, weil sie “Spaß” haben wollen. Wo sind denn da die moralischen Bedenken dieser Leute? Solange es diese wirklichen Luftverschmutzer gibt und in unserer Gesellschaft toleriert werden, lache ich über dieses dämliche Argument.
      Aber es ist ja auch viel einfacher, wenn man die Nikotinsucht einmal überwunden hat, auf die noch Süchtigen herumzukloppen. Nicht alle Menschen sind so willensstark, die Gifte aus dem Körper zu lassen. Und es soll auch Raucher geben, die gerne rauchen. Jeder betreibt Stressbewältigung nun mal anders. Warum können NR nicht wieder Toleranz zeigen, wie es früher Gang und Gäbe war?
      Ich habe es übrigens auch erlebt, auf dem Bahnsteig in der Raucherecke zu stehen und von NR blöde angemacht zu weden. Ja warum stellen die sich denn nicht woanders hin?
      Letztens hat uns (meine Frau ist ebenfalls Raucherin) ein NR-Paar besucht. Von der ersten Minute an haben sie uns mit Klugscheißersprüchen über das Rauchen belegt. Das ging 2 Tage so. Ja wie blöd kann man eigentlich sein? Wenn ich solche Probleme mit Rauchern habe, dann besuche ich sie doch nicht auch noch für 2 Tage! Haben die tatsächlich erwartet, dass wir für sie das Rauchen von heute auf morgen aufgeben? Dieses intolerante Pack wird jedenfalls nie mehr meine Schwelle übertreten.
      Und um mal zum Thema zu kommen:
      Diese Sache mit den Schockbildern der Frau Bätzing ist wieder einmal nur purer Aktionismus und wird, wie diese dämlichen Aufdrucke, die jetzt schon die Packungen zieren, absolut nix bringen. Typische schwachsinnige Gesetze und Regelungen, wie wir sie schon seit Jahrzehnten erleben. Wenn Du hier einen Joint rauchst, dann nageln sie dich an die Wand. Flatratesaufen im Schützenverein ist hier gesellschaftsfähig. Unglaubliche Verhältnisse. Eben fast wie in den USA.
      Aber unser Volk will es ja nicht anders, so wie es aussieht, wenn ich mir die Kommentare hier durchlese. Herr laß Hirn regnen und triff auch die Richtigen.
      @ Jens Berger:
      Guter Artikel, der zumindest von den Rauchern hier gut verstanden wurde.
      Laß Dir die Fluppe nicht vermiesen.;-)
      Und bitte weiter so gute Arbeit, wie Du es schon so oft bewiesen hast.

    196. Spiegelfechter schrieb am 4. Juni 2009 at 09:56 - Permalink

      @noamik

      Was du den Nichtrauchern immer vorwirfst, praktizierst du mit Vorliebe Jens. Du quengelst, dass die Wartezonen für Raucher ?unattraktiv? wären und man euch jene 2% noch streitig machen würde. Deine angeblich so offenen Augen sehen offenbar nie Raucher an Haltestellen, wohl aber Horden von Nichtrauchern die sich absichtlich ins Rauchereck stellen und dort aufregen

      Das schreibe ich nirgends – den Kommentator, der sich über die Raucher in den gelben Zonen beschwert hast Du nicht gelesen?

      Schon die Frage: ?ob es jemanden stören würde ? ? im Restaurant ist eine Frechheit.

      Das ist akademischer Wirrwarr – im Restaurant darf niemand rauchen, daher erübrigt sich auch die Frage.

      Was soll man darauf höflich antworten? Natürlich ist die Antwort ?Ja es stört, wenn der Qualm zu mir zieht, während ich gerade mein Essen bekommen.? Sogar Raucher, die wirklich, und nicht nur vorgeschoben, Genussmenschen sind stört das.

      Darum wirst von mir auch nirgends die Aussage finden, dass man in Restaurants rauchen dürfen soll.

      Ebenso frech ist es von dir Nichtraucher pauschal als frigide Genussverweigerer hinzustellen.

      So nenne ich Frau Bätzing – wer darin eine Pauschalisierung aller Nichtraucher lesen will, dem ist wohl nicht zu helfen.

      Wenn du von einer guten Zigarre oder Pfeife reden würdest, könnten wir uns gern über Genuss unterhalten. Kippen rauchen ist reine Suchtbefriedigung.

      Blödsinn – Nikiton löst Glückshormone aus. Somit führt der Konsum zu einem Genuss.

      Unter Genuss verstehe ich eine leckere Wildschweinpastete, einen guten französischen Käse, eine leckere Rauchsalami oder einen guten Wein, oder ja auch eine gute Zigarre. Zigaretten hingegen stehen auf einer Stufe mit Mc Donalds Burger (nichts gegen einen guten Burger, die Mc Donalds-Pappen gehören aber keinesfalls in die Kategorie Genuß).

      Und DU hast die Deutungshoheit, was Genuss ist? Was andere Menschen dazu sagen, ist Dir egal? Willkommen im “Super-Nanny-Staat”. Ich traue dem Menschen zu, dass er selbst weiß, was ihm schmeckt und was nicht.

      Schlussendlich kann man nur feststellen: Rauchen ist weiterhin fast überall erlaubt, und das ist auch gut so. Die wenigen Flecken an denen das nicht so ist, hätten eigentlich schon ohne gesetzliche Regelung von Rauchern rein aus Anstand rauchfrei gehalten werden sollen.

      So wie die Eckkneipe, in die sich kein Nichtraucher verirrt?

      Und bevor du jetzt wieder ?Eckkneipe? schreist, zumindest in Berlin ist es Eckkneipen längst wieder gestattet reine Rauchlokale zu sein (und das ist auch vernünftig).

      Das ist es – aber Berlin ist nicht die Welt, auch wenn Berliner das gerne denken.

      Bleibt nur anzumerken: wieder einmal hast du gezeigt, dass selbst intelligente Menschen nicht sinnvoll über Themen schreiben können, die sie selbst emotional betreffen.

      Aber Du bist doch auch emotional betroffen – nur halt von der “anderen Seite”.

      Weder würde Dir Voltaire zustimmen

      Das ist eine Mutmaßung. Zu Voltaires Zeiten (auch Voltaire war Raucher) galt der Tabaksalon als Bastion der Freidenker. Auch damals haben konservative Kreise und die Kirche bereits den Tabakkonsum bekämpft.

      p.s.: Offensichtlich lassen sogar deine Recherchefähigkeiten nach, wenn es um derartige Themen geht. Selbstverständlich gibt es Hotels die damit werben, dass bei ihnen Ruhe herrscht, weil Kinder nicht toleriert werden. Eventuell gibt es die nicht in der Preisklasse des Neckermannkatalogs

      So – dann nenne mir doch bitte mal ein Hotel, das so wirbt.

    197. Spiegelfechter schrieb am 4. Juni 2009 at 09:58 - Permalink

      @194 misterL

      Warum argumentierst Du selbst so albern? Wo sagt Phil, dass eine Zigarette zum Essen gesund sei?

    198. misterL schrieb am 4. Juni 2009 at 10:39 - Permalink

      @very_cool
      cool down und ansonsten die Zeiten haben sich geändert. :-)

      @SF
      Ich muss mir einfach nur merken. Diskutiere nie mit Süchtigen über ihre Sucht. Ich habe es mal als langjähriuger Begleiter eines ehemaligen Freundes zu den AA mal gelernt gehabt. Lange her und vergessen…

    199. Deregulus schrieb am 4. Juni 2009 at 10:50 - Permalink

      Es geht gerade den militanten Rauchgegnern nicht um Konsens, sondern um die “totale Vernichtung des Tabakkonsums”. Die Realität zeigt ganz eindeutig, daß Rauchen inzwischen in beinahe allen Lebensbereichen vollständig verboten ist. Nun beginnt Phase 2, in der die totale Eliminierung des Tabaks angestrebt wird. Die Antis tun so, als wäre Rauchen immer noch überall erlaubt und die Raucher würden rücksichtslos schwerste gesundheitliche Schäden an ihren Mitmenschen verursachen, sie versteigen sich sogar zu der Aussage: “Raucher sind Mörder, egal wo sie rauchen”. Weiterhin wird argumentiert, Rauchen sei für den Konsumenten selbst schädlich und dieser müsste vor seiner “Sucht” bzw. deren Folgen bewahrt werden. Die Antis meinen damit, daß ihre Lebensanschauung die ultimativ richtige sei und von jederman so gelebt werden “muß”!

      Und genau da liegt das Problem, diese Leute können nicht zwischen Fakten und Ideologie unterscheiden, sie vermengen beides zu einem ihres Glaubens entsprechenden Brei.

      Um auf die “Bildchen” zu kommen: Diese sind nur eine kleine “Salamischeibe” der Tabakvernichtungstaktik, sie sollen lediglich den Raucher in den Augen der “Öffentlichkeit” ein kleines Stück mehr als asozialen Mörder stigmatisieren. Mehr steckt nicht dahinter.

      Weshalb niemand so richtig durchschaut, was genau vorgeht, ist eine andere Geschichte…..

    200. leslie schrieb am 4. Juni 2009 at 10:52 - Permalink

      @ Spiegelfechter…

      Schlechter Vorschlag… :-(

      Da reicht doch schon der Blick auf die Hände… ;-)

      Vermieter und Wohnungsbaugesellschaften werden schon wissen,
      warum sie nicht gerne an Raucher vermieten.
      Und du würdest sie Sache sicherlich auch anders sehen wenn du mal eine Kettenraucherwohnung saniert hast.

      Ich bin übrigens auch Raucher,
      hab aber meinen Zigarettenkonsum der bei 20-25 Kippen lag auf 3-5 reduzieren können Dank des grünen Wunderkrautes.

      Bei 25 Kippen täglich würd ich heut nurnoch Dauerhusten bekommen,
      welchen ich komischerweise heute nicht mehr habe.

      Und das,obwohl ich die ein oder andere Tüte täglich rauche,
      die nach offizieller Propaganda gar schädlich wie 40 Zigaretten sein soll…

      holla…

      Und ich huste immernochnicht… :-/

      Rauchen ansich ist ne ziemlich sinnlose Sache,
      denn es macht ja nochnichteinmal high. :-))

      Und Raucher küssen ist nicht wirklich ein Problem…

      Wenn man selbst Raucher ist. :-P

      Mlg

    201. leslie schrieb am 4. Juni 2009 at 11:08 - Permalink

      AAAlso..
      Bilder gehn hier nicht… :-(
      http://yfrog.com/5i153091j

      Den Code eingegeben,aber es kommt nüx.. :-(

      Mlg

    202. truetigger schrieb am 4. Juni 2009 at 11:08 - Permalink

      @Spiegelfechter:

      Ja, ich habe Dein Blog noch nicht lang auf dem Radar, und zum Durchblättern bin ich nie gekommen, die aktuellen Artikel sind ja (meist) gut genug und (fast immer) lang genug :)

      Aber anhand der Kommentare versteh ich langsam, dass Du mit Raucher vs Nichtraucher-Artikeln Dir den Luxus gönnst, uns Kommentatoren einen Köder hinzuwerfen, damit wir uns daran austoben *g*.

      Wer ehrlich zu sich selbst ist, wird als Raucher feststellen, dass man mehr Rücksicht nehmen könnt – und als Nichtraucher, dass es andere Süchte und Laster gibt – man ist also auch als Nichtraucher keineswegs besser dran.

      Aber bei einem so schön emotional besetzten Thema, wer mag da schon selbstkritisch sein? *g*

    203. leslie schrieb am 4. Juni 2009 at 11:48 - Permalink

      Aber wie bei allen Süchten sollte gelten….

      Neminem laede, immo omnes, quantum potes, iuva

      Mlg

      wieso kommt heut beim Spamschutz imma 11 raus?… :-))

    204. Dominik schrieb am 4. Juni 2009 at 11:51 - Permalink

      @126 SF

      Ich glaube Sie machen es sich allgemein etwas zu leicht.
      Ja, es gibt Verbote um Minderjährige zu schützen, von denen man annimmt, dass sie noch nicht Reif genug sind um solche Entscheidungen selbst zu treffen. Das hat mit rauchen imo erstmal gar nichts zu tun. Es sei denn es geht um minderjährige Raucher.

      Ich habe auch nichts gegen tatsächliche Raucherclubs, in denen dann aber wirklich das rauchen im Vordergrund stehen sollte, sonst läufts wieder darauf hinaus, dass alle sich zum Raucherclub ernennen. Will heissen ein Strip-Club ist ein Strip Club, da ist klar worum es geht. In einer Bar oder Disko geht es um Drinks oder Musik bzw. tanzen. Im Raucherclub ums rauchen. Wenn es eine passende Regelung gäbe für so eine Unterteilung, immer her damit.

      Und nur mal so zur Erinnerung, das Rauchverbot wurde nur deswegen gesetzlich geregelt, weil alle Versuche das ganze auf der “Zwischenmenschlichen Ebene” zu regeln gescheitert sind. Raucher, die in der Bar oder im Restaurant rauchen waren definitiv keine Ausnahme. Sonst wären auch die Proteste zum Rauchverbot wohl kaum so gross gewesen, weil sich ja nichts geändert hat für die, die schon davor Rücksichtsvoll waren und nach draussen gegangen sind.
      Der Kommentar, dass ich da wohl in “seltsamen Läden” verkehrt bin ist nu wirklich eine etwas dümmliche Polemik und es kann auch definitiv nicht die Rede davon sein, dass die “Antiraucherseite nichts anderes als die bedingungslose Kapitulation” der Raucher fordert.
      Es wird eigentlich nur gefordert, dass Raucher unsere Gesundheit nicht beeinträchtigen. Und nachdem sie das nicht von selbst tun, muss es halt per Gesetz geregelt werden.

      Und nochmal weils soviel Spass macht sich zu wiederholen: Jahrelang bzw. Jahrzehntelang gab es die Möglichkeit das ganze ohne Verbot zu Regeln. Der Gaststettenverband zum Beispiel hat immer wieder versprochen für mehr Nichtraucherschutz einzutreten. Was ist passiert? Nichts was erwähnenswert wäre. Ähnliches von diversen Rauchervebänden (ja die gibts). Irgendwann ist halt mal genug und man glaubt den leeren Versprechungen nicht mehr. Also bitte nicht immer versuchen den Sündenbock auf Intolerante Nichtraucher zu legen. Raucher sind es, die anderen Schaden. Raucher waren es, die keine Rücksicht genommen haben. Also gibts jetzt ein Gesetz, nicht weil Nichtraucher so intolerant sind, sondern weil Raucher so intolerant waren.

    205. matthias schrieb am 4. Juni 2009 at 12:31 - Permalink

      Nr. 204 hat Recht. Ich hab selbst 23 Jahre gequarzt und war nie besonders Rücksichtsvoll. Musste ich auch nicht, es war ja meist “Raucherfreundliche” Umgebung. Die Nichtraucher mussten sich halt fügen…
      Aber wegen der Frau Bätzing – ich glaube, die hat nix gegen Raucher, nur was gegens rauchen. Und manche Menschen muss man eben zu ihrem Glück ein bisschen zwingen.
      Vielleicht stellen sich die Leute in 50-60 Jahren hin und staunen ungläubig, dass wir “früher” so blöd waren und uns die Sargnägel trotz besseren wissens freiwillig in den Mund gesteckt haben.

    206. Flying Circus schrieb am 4. Juni 2009 at 13:48 - Permalink

      Ich muß es gestehen: Auch als überzeugter Nichtraucher bin ich gegen die Schock-Bilder.

      Erstens spreche ich ihnen eine (einschneidende) Wirkung ab; jeder handwerklich noch so unbegabte kann sich mit wenigen Handgriffen eine Schutzhülle basteln, die ihm diese ekligen Anblicke erspart.
      Zweitens möchte ich Kindern und sonstigen, leichter zu beeindruckenden (d.h. zu schockierenden) Personen gerne den Anblick der Bilder ersparen, wenn sie z.B. eine Packung im Müll finden oder das Zeuch im Supermarkt ungeschickt aufbewahrt wird.

      Das alleine reicht schon, um den ganzen Ansatz schwachsinnig zu finden.

      Ansonsten noch ein wenig mein persönlicher Senf:

      Seit in Gaststätten nicht mehr geraucht wird, gehe ich erheblich lieber einen trinken.
      Von Restaurants ganz zu schweigen. Aber darum gehts ja nun nicht.

      Von mir aus können Raucher rauchen, bis die Lunge glüht, solange sie mich damit nicht belästigen (genauso, wie ich mir ausbitte, meinen Eigenheiten frönen zu dürfen, solange ich damit sonst niemanden belange). Und ich gebe ganz offen zu, das Rauchen in meiner Wohnung ist nicht gestattet. Ich habe ehrlich gesagt keine Lust, 3 Tage den Mief im Zimmer zu haben. :-) Auf der Terrasse kann man ja seiner Lust frönen.

      Am Rande bemerkt, was verbesserungsfähig wäre: Wer auf Straßen raucht, sollte seine Kippen fachgerecht entsorgen. Auf dem Weg zur Arbeit heut morgen habe ich gar nicht erst angefangen, die Kippen zu zählen … ;-)

    207. somlu schrieb am 4. Juni 2009 at 13:53 - Permalink

      “Vielleicht stellen sich die Leute in 50-60 Jahren hin und staunen ungläubig, dass wir ?früher? so blöd waren und uns die Sargnägel trotz besseren wissens freiwillig in den Mund gesteckt haben.”

      Wie auch Lebensmittel aller Art, von Lebensmittelzusätzen mal ganz zu schweigen, Fett, Zucker und auch Wasserklosetts, Alk, Verbrennungmotoren und Kleidung aus der Produktion, die jeden sozialen oder ökologischen Standards wiedersprechen und auch die Gesundheit ruinieren.

      Noch einmal, Anghörige von Alkoholikern und das ist wahrlich nicht selten (wenn wir alle Formen berücksichtigen) können, so sie das überhaupt durchschauen, ein langes Lied davon singen, wie dieser “Genusskonsum” ihr Leben nicht beeinträchtigt hat. Ich frage mich manchmal, was so in der Welt abgehen würde, wenn es ab sofort keinen Tropfen Alkohl mehr gäbe. Dann würde nämlich sichtbar werden, wie viele dieser “Feierabendbier” alles andere als harmlos sind und wie diese Betäubung durch Alk die sozialen Bindungen beeinflußt. Von den gesundheitlichen Aspekten mal ganz zu schweigen.

    208. zeschnig schrieb am 4. Juni 2009 at 16:44 - Permalink

      Ich nochmal, bei 100 Zeilen Hass fällt mir die denkwürdige Entgleisung von Willemsen ein, der Heidi Klum gern 6 Arten Scheiße aus dem Leib prügeln wollte. Das hat mich echt beindruckt!
      Mein Senf zum Thema,….äh Aschenbecher. Ich habe in meinem Leben noch nie eine Zigarette geraucht, früher immer unter dem Qualm von rücksichtslosen Kollegen gelitten und diesen erduldet. Aber wie das Leben so spielt, habe ich mir eine Kettenraucherin angelacht. Sie hat das trotzdem sehr dezent gehandhabt, nie in der Wohnung geraucht, mich und ihren Sohn weitestgehend mit direktem Nikotingeruch verschont.
      Da sie mich sehr liebte, entschloß sie sich, mit dem Rauchen aufzuhören (Entwöhnungsprogramm unter psychologischer Aufsicht). Ich habe ihre qualvollen Entzugserscheinungen fast körperlich mitgelitten und ihr am liebsten zum Aufgeben geraten.
      Das Ende vom Lied, wir konnten uns nach einer Weile nicht mehr erriechen. Ich fing an, ihren speziellen Duft zu vermissen und die Beziehung zerbrach irgendwie. Seitdem passiert es mir immer wieder, sobald ich einem ansehnlichen weiblichen Aschenbecher mit frischer Glut begegne, möchte ich ihn am liebsten auslecken. Meine Form von Nikotinsucht?

    209. OAlexander schrieb am 4. Juni 2009 at 16:48 - Permalink

      SF, sehr gute Glosse/Polemik. Danke! Die drei tödlichsten Beschäftigungen sind Rauchen, Saufen und Autofahren. Die alle brauchen Warnaufschriftten mit entsprechenden Bildchen. Bei Kraftfahrzeugen schlage ich Aufschriften und Bildchen vor, die nach einer zu erstellenden DIN-Norm aus gewissen Winkeln und Entfernungen eindeutig wahrnehmbar sind.

      Sport ist natürlich auch problematisch, wenngleich recht untödlich. Wer keennt sie nicht die Kollegen, die ständig wegen irgendwelcher Zimperlein beim Mediziner sind und daher anderen zusätzlich Arbeitslast aufbürden. und die Krankenkassen belasten. Da muss auch eine Lösung her, wie du richtig erkannt hast.

      In Restaurants und Einzelhandelsverkaufspunkten müssen auch gesundheitsabträgliche Nahrungsmittel entsprechend gekennzeichnet werden. Warnbilder mit fetten, nackten mittelalterlichen Mitbürgern hülfen bestimmt.

      Liberalismus kommt nur noch als Wirtschaftsliberalismus vor, Freiheit ist die der Besitzenden und nach unten wird nur noch der Mangel verteilt.

      Ich klemme mir jetzt noch eine Zigarre und einen Becher vom Roten rein. Auf Dich!

    210. misterL schrieb am 4. Juni 2009 at 16:58 - Permalink

      Völlig OT aber ich vedrmute mal beim Reizthema Sucht lesen so viele mit. ;-)

      Die FTD macht offen Wahlwerbung für die GRÜNEN bei EU-Wahl!!!

      Finde ich ausgesprochen spannend…

    211. mitch schrieb am 4. Juni 2009 at 17:02 - Permalink

      misterl: “Ein Glas Rotwein zum Essen ist unbendenklich bis gesund. Eine einzige Zigarette ist niemals unbedenklich und niemals gesund”

      Woher hast du denn das? In Rotwein ist Alkohol und Alkohol ist eine krebserrregende Substanz der Klasse 1. Es gibt keinen unteren Schwellenwert für karzinogene Substanzen (Bätzing dixit).

      Alkohol verdunstet bei Zimmertemperatur innerhalb kurzer Zeit und wird damit zu Passivalkohol. Um Gottes Willen, rettet die Kinder …

      Alkohol erhöht das Brustkrebsrisoko um doppelt so viel wie Passivrauch in der schlimmsten Disco (wenn damit überhaupt ein Risiko verbunden wäre, was bisher unbewiesen ist). Um Gottes Willen, rettet die Frauen …

    212. mitch schrieb am 4. Juni 2009 at 17:25 - Permalink

      @182 Karbau: “Aber diese vielschichtige Auffang- und Ablenk-Möglichkeit hat kein Raucher. Er ist erstmal Raucher und alles ist dann egal. Die Sucht ist so identitätsstiftend, daß es besonders für Personen mit schwach ausgeprägtem Selbstbewußtsein total sinnstiftend und sozial befriedigend ist, endlich etwas zu haben.”

      Habe selten so einen Unsinn gelesen. Du erinnerst mich an den Irren, der über die Mauer der Irrenanstalt die Menschen auf der Strasse beobachtet und dann fragt: “Wann dürft ihr hier raus?”.

      Militante Nichtraucher möchten allzu gerne die Raucher nur über deren Tabakgenuss definieren. Sassen Einstein, Churchill, Belmondo, Hitchcock, Orwell, Grass, Deneuve den ganzen Tag in sich gekehrt in der Stube und dachten sie nur ans Rauchen?

      Wer seine Mitmenschen nur aufgrund eines einzigen äusserlichen Merkmals beurteilt, hat wohl im Geschichtsunterricht die vergangenen hundert Jahre verpasst.

    213. mitch schrieb am 4. Juni 2009 at 17:30 - Permalink

      #204 Dominik: “Ja, es gibt Verbote um Minderjährige zu schützen, von denen man annimmt, dass sie noch nicht Reif genug sind um solche Entscheidungen selbst zu treffen.”

      Schon mal die Begriffe Eltern und elterliche Erziehungsgewalt gehört? Wer mit 16 heiraten, mit 18 bei der Bundeswehr mitmachen darf, soll nicht reif genug sein? Ja, vielleicht weil die Eltern die Erziehung gleich von vornherein dem Staat überlassen haben …

    214. Sandra schrieb am 4. Juni 2009 at 18:17 - Permalink

      Also ich seh das alles so: die Antiraucher werden von irgendwelchen Institutionen (Pharmakonzerne oder andere Antitabaklobby) für ihre dümmliche Propaganda bezahlt. Wie kann es anders erklärbar sein, dass die aber auch in jedem Thread im http://www., der das Raucherthema behandelt, auftauchen und ihre unsäglichen Spuren hinterlassen?

      Den Rauchern wird ja prinzipiell unterstellt, von der Zigarettenindustrie gesponsort zu sein, was ich nicht glaube, denn dann wären auch die nutzlosen RV längst abgeschafft.

      Smoke on

    215. thono schrieb am 4. Juni 2009 at 18:31 - Permalink

      @190 – Heckenpenner
      auch wenn der Vergleich aus Sicht eines Rauchers sicher hinkt, aber kennen Sie Jemanden der rumläuft und den Leuten ständig an den Kopf knallt das die nach Schweiß riechen, oder Mundgeruch haben?
      Ok, selbst wenn Sie jemanden kennen dürfte es sich dabei eher um eine Minderheit handeln.

      Aus Sicht eines Nichtrauchers hinkt dieser Vergleich jedenfalls keineswegs, haben die meisten Menschen (auch die Raucher) doch noch genug Respekt, bzw. Hemmschwelle vor anderen um ihnen nicht so vor den Kopf zu stoßen.
      Dies heißt dann aber nicht automatisch das der “Qualmende” annehmen sollte es wäre alles in bester Ordnung mit ihm und niemand würde sich an seinem Verhalten stören.
      Es bedeutet nur das er anscheinend nicht bemerkt (aus welchen Gründen auch immer) das er sein Umfeld belastet, oder aber das es ihm völlig gleichgültig ist.

      @all
      Wie bereits erwähnt war ich selbst lange Zeit Raucher.
      Tatsächlich freue ich mich heute ernsthaft über- und für jeden der es schafft davon loszukommen.
      Wer es nicht schafft, oder gar nicht erst versucht ist in meinen Augen kein besserer, oder schlechterer Mensch als alle anderen.
      Jeder soll halt selbst wissen was er tut und was er schaffen kann.
      Gerade beim Thema Rauchen ist die Aufklärung ja nun sehr weit Verbreitet, niemand braucht dabei also einen Vormund.

      Es gibt viele Ex-Raucher die glauben die (rauchende) Menschheit nun missionieren und von ihrem Elend befreien zu müssen.
      Diese Verhalten ist arrogant und führt nur zu immer neuen Konflikten. Diesbezüglich sollten gerade die sich daran erinnern wie sie selbst früher auf solche, meist sinnfrei endenden Diskussionen reagiert haben.
      Am Ende wird dann meist mehr Toleranz von den NRs und mehr Rücksicht von den Rs gefordert.
      Man trennt sich wieder und hat nichts erreicht.

      Meiner Meinung nach entscheidet bei diesem Thema, noch lange vor der Toleranz und vor der Rücksichtnahme, das gegenseitige Verständnis für einander.
      Ohne Verständnis wird es niemals eine zufriedenstellende Lösung geben.
      Was der Tabakindustrie und den Finanzministern sicher sehr entgegen kommt.
      Zerfleischt euch also nur weiter und füllt ihnen die Taschen ;-)

    216. noamik schrieb am 4. Juni 2009 at 18:36 - Permalink

      zu 196:

      Das schreibe ich nirgends

      So kommst du aber in deiner gesamten Argumentation herüber: alle Raucher sind tolerant, alle Nichtraucher intolerant und rennen den armen unterdrückten Rauchern noch in die letzten Rückzugsecken hinterher. Wie erwähnt entspricht das nicht meiner Wahrnehmung.

      So nenne ich Frau Bätzing – wer darin eine Pauschalisierung aller Nichtraucher lesen will, dem ist wohl nicht zu helfen.

      Erneut kann ich nur sagen: das mag deine Intention sein, in deinen Texten und nochmehr deinen Kommentaren polarisierst du aber jedesmal Raucher=Genußmenschen gegen Nichtraucher=Nichtgenussmenschen …

      Blödsinn – Nikiton löst Glückshormone aus.

      Mit dem Motorrad rasen tut das auch … das hat aber nichts mit Genuss zu tun (nichtsdestoweniger ist es cool ;-) ).

      Und DU hast die Deutungshoheit, was Genuss ist?

      Versuch nicht den umgedrehten Spieß erneut umzudrehen. Ich warf Dir gerade vor, warum DU nicht die Deutungshoheit darüber hättest und brachte dir Beispiele was für mich Genuss ist …

      Das ist es – aber Berlin ist nicht die Welt, auch wenn Berliner das gerne denken.

      Das stimmt wohl, aber es liegt an Dir Deine Abgeordneten auf praktikable Lösungen hinzuweisen. Mit Einzelpersonenbashing wirst du da nicht weit kommen.

      Aber Du bist doch auch emotional betroffen – nur halt von der ?anderen Seite?.

      Ich bin kein Nichtraucher, ich rauche nur keinen “Müll” und nicht so oft ;-)

      Das ist eine Mutmaßung.

      Selbstverständlich. Allerdings stehe ich Dir da ja in nichts nach ;-)

      So – dann nenne mir doch bitte mal ein Hotel, das so wirbt.

      Google hilft: http://www.google.de/search?q=Hotel+Kinderfrei
      Erster Link bei meinem Aufruf: http://www.freenet.de/freenet/reisen/hotels/kinderfreies_hotel/index.html

    217. Peter Fackelmann schrieb am 4. Juni 2009 at 19:56 - Permalink

      Mal quantitativ gesehen:

      Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin stellt fest, dass mehr als 30% der Gesamtkosten im deutschen Gesundheitswesen nach Expertenmeinung, Studien und Statistiken jährlich für ernährungsbedingte Erkrankungen ausgegeben werden. Das waren im Jahr 2004 mehr als 70 Milliarden Euro.

      Ich war selber bis vor einigen Jahren ein Moppel und fuehle mich heute schon deutlich wohler als frueher,-)

      Die Maenner in Andorra und Japan werden am aeltesten – und rauchen zu ueber 50%. OK, die koennten ohne Rauchen vielleicht noch aelter werden,-)

      Aber viel mehr als auf die Dicken dreschen die Medien ja auf die Tabakindustrie und ihre Kunden ein (die nur ein Drittel kosten), waehrend McDonald, CocaCola u.a. anscheinend sakrosankt sind. Weil sie Olympia sponsern? Das allein kann es wohl nicht sein. Oder will die “Gesundheits”-Industrie nicht, dass ihr die Patienten verloren gehen? Dann waere die Philosophie der beiden jungen Aezte nur folgerichtig, die hier im Landkreis 2 Burger King-Franchises umtreiben.

      Peter Fackelmann

    218. COPOKA schrieb am 4. Juni 2009 at 19:57 - Permalink

      Nach Durchschauen mehr als 200 Beiträge zu dem nichtigen Anlass fühle ich mich an den Generationenstreit zw. Liliputaner und Blefuscaner erinnert – einfach herrlich!

      Das eigentliche Thema ist dabei völlig hinter der Nichtigkeit untergegangen.
      Eine aufstrebende Politikerin tut das, was auch all ihre Partei- und Napffreunde tun – sie betreibt aus ihrem Unvermögen heraus eine Symbolpolitik um ein bisschen Aufmerksamkeit zu erhaschen und sich selbst in eigenen Augen aufzuwerten – es muss was geschehen und — sieht, sieht — wir tun was dagegen! Mal Stopschild aushängen, mal gewappnete Einheit ausrücken lassen.

      Getan wird allerdings nicht mehr und nicht weniger als das, was seit Jahrtausenden an Machtstellen getrieben wird – divide et impera!
      Bürger vs. Sklaven,
      Einheimische vs. Fremde,
      Fromme vs. Heiden,
      Weiße vs. Farbigen,
      Arier vs. Degenerierte,
      Christen vs. Muslimen,
      Gebildete vs. Ungelernte,
      Werktätige vs. Arbeitslose,
      Veganer vs. Fleischfresser,
      Raucher vs. Nichtraucher,
      Frauen vs. Männer,
      Jung vs. Alt, … usw.usf –
      Hauptsache ‘die Besseren’ sind leicht von ‘den Anderen’ zu unterscheiden und man gehöre zu den Besseren – so macht es erst richtig Spaß.

      Dass auch halbwegs intelligente Menschen sich leidenschaftlich an solchen eitlen Spielchen beteiligen, ist zwar traurig, aber nicht wirklich neu.
      Und je unbedeutender der Anlass, desto mehr wird drumherum gepoltert.

      Jonathan Swift lässt grüßen.

    219. 1000Sunny schrieb am 4. Juni 2009 at 21:52 - Permalink

      Ich finde es auf der einen Seite gut, dass Rauchen immer mehr zurückgedrängt wird. Von irgendwelchen Forderungen Raucher ihre medizinische Folgebehandlungen selber zahlen zu lassen und ansonsten nicht zu behandeln will ich aber nichts gehört haben. Diese sind menschenverachtend.

    220. hannilein schrieb am 5. Juni 2009 at 02:46 - Permalink

      Das Leben stinkt … (oder sind es doch nur die Raucher?)!

      Mal ehrlich, Leute – wir sind doch alle nur Tote auf Urlaub (außer natürlich der Unsterblichen- und Wiedergeburtsfraktion), weshalb ich meine, wir sollten dieses Thema nicht all zu hoch hängen. Es gibt doch wirklich Wichtigeres, wie ernste Mißstände (Krieg, Hunger, Seuchen, Ausbeutung etc.), und Angenehmeres (wie Liebe und Freundschaft). Warum da nun Zeit an eine weitere Diskussion, die die Welt nicht braucht, verschwenden? Ist ein hübsch polarisierendes Thema, aber doch nicht wirklich “weltbewegend” in Anbetracht der Kürze der Zeit ;-) Wißt Ihr denn nichts besseres zu tun? *lol*

      Nachdenklich …
      die lektorin

      P.s.: Und was zur Nacht: http://www.youtube.com/watch?v=GpqYU3Nzbts
      Hirn aus- und Bauch einschalten – Khatchaturian in einer der mannigfaltigen Dave Edmunds-Interpretationen

    221. corny schrieb am 5. Juni 2009 at 03:24 - Permalink

      Also ich finde ja, jeder sollte mal eine Pathophysiologie-Vorlesung mitmachen. Danach wird auch jeder freiwillig Kondome benutzen… ;)

    222. egghat schrieb am 5. Juni 2009 at 10:56 - Permalink

      “Super-Nanny-Gesellschaft” gefällt mir ausgesprochen gut!

      Bin übrigens militanter Nichtraucher ;-) und halte jede Art von Rauchverbot in der Öffentlichkeit für richtig. Die ersten 4 Jahrzehnte meines Lebens haben mir gezeigt, das man auf freiwilliger Basis bei Rauchern nicht weiter kommt und permanent passiv mitrauchen muss. Da hört die Freiheit halt auf: Wenn andere gefährdet werden.

      Aber die Bilder sind Murks. Noch mehr Steuern sind Murks. Der Raucher ist ja schon profitabel.

      Gibt es eine solche Studie eigentlich auch zum Alkohol?

    223. Frank Schenk schrieb am 5. Juni 2009 at 11:10 - Permalink

      Also mich persönlich stören dicke Menschen voller Schweiß, die 10m gegen den Wind stinken, enorm. Genau wie Menschen, die sich mit Eau de Toilette waschen. Das führt so weit, daß ich würgen muß. Wenn wir die Raucher wegsperren, sollten wir auch

      - dicke Menschen wegsperren (Wie wärs mit Kneipen für fettleibige Gestanksemittenden?)
      - überparfümierte Menschen wegsperren (Restaurants mit Dunstabzugshauben über jedem Tisch?)
      - Menschen, die nach Schweiß stinken (Discos, wo man mit Toilettensteinen behängt wird?)
      - Menschen, die sonstwie unangenehm stinken (man kann manche Menschen einfach nicht riechen, wie wärs mit Kneipen mit Gestanksrichtungen? Links Fleischwurst, rechts Knoblauch, in der Mitte Bierfahne.)

      gruß

    224. Ralf schrieb am 5. Juni 2009 at 13:10 - Permalink

      Dass rauchen schädlich und für Nichraucher fies ist, ist klar, aber m. E. gar nicht Gegenstand des Artikels. Ekelhaft, scheinheilig und verlogen ist diese Holzhammerpädagogik für Erwachsene. Darum geht’s. Wie kann sich so ein Strebermädel anmaßen, den Rest der (rauchenden) Menschheit mittels Ekelbildern erziehen zu wollen? Das Ganze finanziert aus Steuergeldern, für die gerade und vor allem die Raucher zu Kasse gebeten werden. (Jetzt hat sich auch noch herausgestellt, dass viele Krankenkassen bei Tabakkonzernen “investiert” sind…) Diese ganze Diskussion ist also grundverlogen. Warum fallen wir immer wieder darauf rein, statt über das Wesentliche zu sprechen: Die wachsende Bevormundung allerorten durch “Staats-Nannys”?

      Grüße aus dem blauen Dunst.

    225. 1000Sunny schrieb am 5. Juni 2009 at 13:16 - Permalink

      Ich bevorzuge den Ausdruck: “Verschulte Gesellschaft” – der hat sich in libertären Kreisen auch einigermaßen etabliert. Die Super-Nanny ist ja eher privat.

    226. Ralf schrieb am 5. Juni 2009 at 13:28 - Permalink

      @ 1000 Sunny

      Von der Super-Nanny war nicht die Rede sondern von der Staats-Nanny. Guckst Du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Staatliche_Bevormundung

      Gern geschehen. :)

    227. Soisses schrieb am 5. Juni 2009 at 16:15 - Permalink

      > ?Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden?.

      Natürlich sollte man unvernünftige Dinge tun können, aber nicht zu Lasten der Freiheit anderer. Wenn es jemand lustig findet, in der Öffentlichkeit Reizgas zu versprühen, kommt die Polizei und keiner hat etwas dagegen. Wenn aber jemand raucht und seine Kneipennachbarn potentiell gefährdet und das Rauchen dann in geschlossenen Räumen verboten wird, regen sich alle auf und rufen nach der “Freiheitlichen Selbstbestimmung”. Für mich ist Rauchen nichts anderes als vorsätzliche Körperverletzung und gehört, wie andere Straftaten auch, verboten. Das Aufkleben von “Schockbildern” ist viel zu inkonsequent, die Tabakindustrie sollte komplett eingestampft werden.

    228. misterL schrieb am 5. Juni 2009 at 16:28 - Permalink

      Ich habe es immer gewußt und viele hier bestätigen das aufs Beste.

      In Deutschland bekommt man einen Aufstand nur hin:
      - bei einem Bierpreis von 2,50 das Glas (es lebe die Bierfahne)
      - durch ein umfassendes Rauchverbot (es lebe die Rauchfahne)
      - mit einer scharf kontrollierten Geschwindigkeitsbegrenzung (es lebe der Geschwindigkeitsrausch)

      Mehr Grundrechte braucht der Mensch in Deutschland/Deutsche nicht. Egal ob links, rechts oder mitte.

      An sich sehr simpel der deutsche Gimpel… :-)))

    229. nescio quis schrieb am 5. Juni 2009 at 22:33 - Permalink

      Meinetwegen verbietet auch noch rauchende Gartenzwerge im Vorgarten,
      aber schaut euch bei Gelegenheit doch folgenden Film an:

      Home: The Movie

      Premieres worldwide June 5, 2009, free to the public. Fall in love with Earth,
      learn sustainable solutions.

      A unique trip and bold mission, Home releases on World Environment Day,
      June 5th, 2009, free to the public on screens across the planet.

      The film is a travel notebook, showing landscapes captured from above.
      Looking down from the sky, we follow water currents, roads and biodiverse
      communities across boarders and cultures to embrace a complex situation in one,
      emotion-filled glance. Home invites us to stop for a moment, take a hard look,
      and consider our impact.

      Conceived through a meeting of minds of three men, Yann Arthus-Bertrand, Luc Besson
      and François-Henri Pinault, Home’s objective is to inspire global action by raising
      awareness of our shared responsibility for the planet and all of its inhabitants.

      http://www.youtube.com/watch?v=IbDmOt-vIL8&feature=channel_page

      Mehr Info:

      http://www.earthfromaboveusa.com/

      …bringt Euch hoffentlich auf andere Gedanken!

    230. 1000Sunny schrieb am 6. Juni 2009 at 00:07 - Permalink

      Die Staats-Nanny. Nein, jetzt gibt’s das auch schon…

      @misterL
      Volle Zustimmung. Mal schauen wo die Reise noch hingeht, wenn wir uns immer in Nebenschauplätze verwickeln lassen. Einige Leute in der Regierung lachen sich bestimmt kaputt über uns.

    231. hannilein schrieb am 6. Juni 2009 at 00:37 - Permalink

      @ Max Krapp, #43:

      “Konsens” ist das Zauberwort ;-) Man sollte einfach generell mehr Rücksicht aufeinander nehmen, ganz ohne daß Reglementierungen dafür Sorge tragen. Das ist in meinen Augen schlicht eine Frage gegenseitigen Respekts, den ich leider viel zu oft vermissen muß, wenn ich meine Mitmenschen im Umgang miteinander beobachte.

      Beste Grüße
      hannilein

    232. Kai schrieb am 7. Juni 2009 at 12:18 - Permalink

      Hallo SF,
      ich lese ihren Blog oft und gerne. Und auch ihre Raucherartikel, denn sie bringen mich immer wieder zum schmunzeln. Es gibt also auch Themen die der SF genauso bearbeitet wie ein SPIEGEL-Redakteur sein Ressort. Aber doch immerhin mit einem Augenzwinkern, derart polemisch, dass man es ihnen kaum übel nehmen will.
      errare humanum est sed in errare perseverare diabolicum (Es tut mir leid derart rechthaberisch, in meinem jugendlichen übermut diesen Satz zu zitieren. Nehmen sie es mir nicht übel, ich glaube ich hätte heute nicht “Der Fänger im Roggen” lesen sollen. Auch wenn Holden vielleicht eher ihnen zustimmen würde)

      Grüße Kai

    233. Volker schrieb am 7. Juni 2009 at 22:31 - Permalink

      Lieber Spiegelfechter,

      ich schmökere öfter in diesem Blog und bin über die kritische Hintergrundberichterstattung die hier betrieben wird oft sehr erfreut.
      Umso mehr verwirrt mich dieser Beitrag, der in unüblicher Weise sehr einseitig aufgemacht wurde. Ich gebe zu, in meiner Zeit als Raucher ähnlich argumentiert zu haben (ich nehme einmal an, du bist Raucher?). Nach etwa zwei Jahren als Nichtraucher verkehrte sich das übrigens sehr schnell ins Gegenteil ;-)
      3300 Tote durch Passivrauchen jährlich bspw. wären ein gutes Gegenargument gegen uneingeschränktes Rauchen im öffentlichen Raum (Studie der DKFZ). Wenn du diese Studie anzweifelst (wahrscheinlich zu recht) sollte selbiges zumindest für alle anderen Studien zu diesem Thema gelten. Aus beruflicher Erfahrung kann ich das nur Nahe legen.
      Fakt ist – mit Zigarettenrauch setzt du ALLE Personen in deiner Umgebung einem erhöhten Risiko aus – manchmal ohne das diese ein Wahl hätten (bspw. Angestellte eines Restaurants). Das sollte unbedingt berücksichtigt werden.

      Grüße,
      Volker

    234. anon schrieb am 10. Juni 2009 at 10:50 - Permalink

      Ach wie sehn ich mir die “Tempo” -so wie sie am Anfang war- zurück. Seufz !

    235. Eduin schrieb am 11. Juni 2009 at 11:56 - Permalink

      Zum Thema ist nicht viel hinzuzufügen zu meinen Vorgängern hier. Ich würde mich in die toleranter Nichtraucher-Ecke stellen, fühle mich aber gelegentlich belästigt durch Raucher. Nicht genug um einen Kreuzzug auszurufen, aber genug um ein Meter weiterzulaufen und das Gesicht zu verziehen.

      Zu Voltaire, dem irgendwie durch die Schulbildung (?) zu viel der Ehre angedichtet wird: Ein Humanist? Ein Intellektueller, der nicht das Allgemeininteresse im Sinn hatte, sondern vielmehr offen für die Interessen einer sozialen Gruppe eintrag – man könnte auch von ausgewachsener Massen- oder Volksfeindlichkeit sprechen.
      Aus einem Brief vom 19. März 1766 (zum Vorwurf er würde sich der Notwendigkeit der Volksbildung verweigern) schrieb er unter anderem:
      “Ich glaube, wir verstehen uns nicht in der Auffassung des Begriffs Volk, das Sie dieser Bildung für nötig halten. Unter Volk verstehe ich die Masse der Bevölkerung, die zum Leben nur ihrer Hände bedarf. ich bezweifle, daß dieser Teil der Bürger die Zeit und die Fähigkeit hat, sich zu bilden. Sie würden eher verhungern als weise werden.” Weiter heißt es in dem Brief: “Es erscheint mir wesentlich, das es unwissende Arme gibt.” Da könnte man doch von klassenbewusstem Denken sprechen? Und es geht weiter mit kapitalistischer Ideologie – “In unserem unglücklichen Los ist es unmöglich, daß die Menschen in einer Gesellschaft zusammenleben, ohne daß sie in zwei Klassen gespalten wären, in die der Reichen, die befehlen, und in die der Armen, die dienen.”

      Nun mag meine Auffassung von Humanismus ein wenig verschroben sein, aber viel von den Bildungsgedanken des Humanismus vermag ich in diesem Brief nicht entdecken. Er mag viel getan haben als Anwalt der Gerechtigkeit und in seinem Einsatz für die Toleranz, ein elitärer Geist war er trotz alledem.

    236. LuckyStriker schrieb am 23. Juni 2009 at 15:26 - Permalink

      Ich kann diese faschistoiden Nichtraucher einfach nicht mehr ertragen!!!

      Alle diese Idioten heulen davon rum, dass das Passivrauchen Ihrer ach so unglaublich wertvollen Gesundheit unglaublich irreparable Schäden zufügt und sie darum jeden Tag 5 Stunden weinen müssen, um mit diesem zusätzlich noch seelischen Leid klarzukommen.

      Mal angenommen, dass tatsächlich rund 14% der Rauchen an rauchbedingten Krankheiten sterben, dann möchte ich eine einzige Statistik sehen, wieviele Passivraucher IN IHRER GESAMTHEIT im letzten Jahr davon Lungenkrebs bekommen haben. (und nicht vom Leben in ihren Asbestwohnungen, dem Leck in der Auspuffanlage ihres 10 Jahre alten VW Golf oder der unmittelbaren Nähe eines Steinkohlekraftwerkes…) Ich denke – WENN ÜBERHAUPT – reden wir hier von einem PPM (part per million). Und wenn sich ein Nichtraucher derart stark dem ach so gehassten Kippendunst aussetzt, als ob er 8 Stunden täglich mit dem Gesicht über einem ständig nachgefüllt werdenden, langsam abglimmenden Päckchen Zigaretten hängt, dann tut es mir leid, dieser Mensch sollte anyways aus unserem Genpol entfernt werden, zur Not auch mit Lungenkrebs!!!

      Und zum Thema “Das NRSG zerstört keine Existenzen”. Ein Bekannter von mir hat eine American Bar, ein ehemals ständig vollbesetzter Szene-Treff. Zum Schutz und der “Befriedung” der Nichtraucher-Parolenschreier-Schergen installierte er für rund 50.000? eine Abluftanlage, die den Aufenthalt zu einem wahren Genuss machte. Und ein knappes Jahr später darf überhaupt niemand mehr ein Kippchen in SEINEM Lokal anzünden… Ohne Worte! Diese INVESTITION, ist ersatzlos als sofortiger Aufwand zu buchen, wird durch nichts wieder ausgeglichen und HAT SICH KEIN STÜCK GELOHNT!!! Die Umsätze sind seither um etwa 35% eingebrochen, aber NEIN, dieses “Schutz”-gesetz schadet niemandem… *kopfschüttel*

      Und wie SF schon sagte, das ist alles nur der Anfang der Fahnenstange! Bald wird man sich als Raucher öffentlich kennzeichnen müssen, nur um dann allen ungekennzeichneten auf 15m ausweichen zu können, damit man sie nicht mit seinem nach Rauch stinkenden Atem bellästigt. –> Dann fordere ICH aber, dass HIV-Infizierte dies bitte groß auf die Stirn tättowiert bekommen, denn diese würden die Gesundheit der Allgemeinheit in einem wesentlich unoffensichtlicheren Maße gefährden KÖNNEN (no offense to anyone).

      Ein Raucher…
      … der langsam nicht mehr so viel essen kann, wie er kotzen möchte…

    237. Jeeves schrieb am 26. Juni 2009 at 15:02 - Permalink

      “Der moderne Voltaire wäre vielleicht Nichtraucher ? aber trotz seiner Verachtung für Raucher würde er auch heute sein Leben dafür geben, dass sie rauchen dürfen.”

      Sein Leben? Dafür? Na, na, nicht so heftig übertreiben.

    238. Skullmonkey schrieb am 5. Juli 2009 at 13:01 - Permalink

      “[...]. So genügt es nicht, die Öffentlichkeit über die Schädlichkeit des Rauchens zu informieren; es muss außerdem noch eine Warnung auf jede Zigarettenschachtel gestempelt werden. Dann muss man Zigarettenreklame einschränken, wenn nicht sogar verbieten. Die Aktivisten werden sich damit nicht zufriedengeben bis Tabak überhaupt verboten sein wird, und danach kommt der Alkohol dran, dann Fast Food usw. Aktivisten haben gegen schwere Kindesmisshandlung gekämpft, was verständlich war. Aber jetzt wollen sie jeden Klaps verbieten. Wenn sie damit fertig sind, werden sie etwas anderes verbieten lassen wollen, das ihnen ungesund erscheint, und danach wieder etwas anderes. Sie werden sich niemals zufriedengeben, bis sie die Kontrolle über die gesamte Kindererziehung haben. Und danach werden sie sich eine andere Sache vornehmen.” (Dammbeck, Lutz: Das Netz, S.179 f., Hamburg, 2005)

      … hübsch gesagt…


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