Virales Marketing am Beispiel HBO
geschrieben am 11. April 2011 von Stefan Sasse
Von Stefan Sasse
Es heißt ja immer wieder, dass das traditionelle Marketing – Fernsehspots, Radiospots, Plakatwerbung, Inserate – mehr oder minder tot sei. Die gewünschten Ergebnisse jedenfalls scheint es nur noch teilweise zu liefern, und besonders die Online-Branche leidet an dem Unvermögen, mit traditionellen Inseraten Online-Ausgaben von Zeitungen profitabel zu machen. Zumindest im Internet scheinen diese Methoden also kaum mehr zu funktionieren, und je größer der Anteil derer an der Gesellschaft wird, die mit dem Internet aufgewachsen sind – ein simpler demographischer Prozess, der spätestens in 20 Jahren über die Hälfte der Menschen treffen dürfte – desto mehr wird dies auf die traditionellen Methoden zurückfallen. Eine Abhilfe dieses Problems scheint “virales Marketing” zu sein, also – grob gesagt – der Versuch, eine Community selbst Werbung betreiben zu lassen, indem man entsprechende Anstöße gibt. Es handelt sich also letztlich um den Versuch der Steuerung des komplexen Systems von Empfehlungen und Verdammungen sowie der menschlichen Neugierde, die schon heute unseren Alltag bestimmt. Ein Freund empfiehlt eine Fernsehserie, die er gut findet, und wir schauen sie daraufhin selbst an. Ein anderer erklärt, dieses und jenes Auto sei der Renner, und beim nächsten Wagenkauf sehen wir es uns an. Unternehmen versuchen, einen solchen Prozess selbst anzustoßen. Virales Marketing eben. Ich will ein Beispiel schildern, das ich gut kenne, weil ich selbst in dem Prozess voll drin stecke. Als Konsument, nicht als derjenige der das Produkt herstellt oder bewirbt. Deswegen gleich der Disclaimer: ja, der Beitrag ist positiv, ja, der Beitrag ist nicht kritisch. Er soll zeigen, wie so etwas gehen kann.
Das fragliche Produkt ist eine neue Fernsehserie namens “Game of Thrones“, deren erste Folge (der so genannte Pilotfilm) am 17. April zum ersten Mal ausgestrahlt wird. Da qualitativ hochwertige Fernsehserien nicht in Deutschland gesucht werden brauchen, müssen wir zumindest einen Blick über den Kanal werfen. Hergestellt wird die Serie vom amerikanischen Pay-TV-Sender HBO, unterstützt von der englischen BBC. HBO dürfte dem ein oder anderen durch hochwertige Serien wie “Die Sopranos” (Gesamtbox), “Rom” (Gesamtbox), “Six Feet under” (Gesamtbox), “The Wire” (Gesamtbox) oder “Boardwalk Empire” bekannt sein. Wer von manchen noch nicht gehört hat, muss sich nicht grämen, übersetzt wurden sie nicht alle. Der Start der Serie in Großbritannien ist am 18. April. Der Inhalt lässt sich kurz so zusammenfassen: In einer mittelalterlichen Fantasy-Welt kämpfen mehrere Adelsfamilien um die Macht. Die Serie basiert auf den großartigen Romanen von George R. R. Martin, denen ich mindestens genauso glühend erlegen bin wie die schlimmsten Tolkien-Fans. Daher auch die Parteilichkeit in diesem Fall.
Da es kaum eine schlimmere Zielgruppe als beinharte Fans gibt, wenn man Bücher verfilmen will (die kritteln an den winzigsten Details herum, wie etwa der Augenfarbe bestimmter Charaktere), hat HBO von Anfang an eine Kampagne gefahren, bei der gezielt Informationshappen gestreut wurden. Die Schreiber der Serie selbst haben im größten Fan-Forum Fragen beantwortet, die Castingvorschläge gelesen und Fragen diskutiert. Und seit die Dreharbeiten abgeschlossen sind (ca. im letzten Herbst) und die Post-Produktion läuft, betreibt HBO eine exzessive Marketingkampagne, die massiv auf virales Marketing zurückgreift. Wie funktioniert das? Zum Einen durch die Veröffentlichung von Teasern und Behind-the-scenes-Featuretten im Netz, etwa über Youtube. Diese kleinen Filmchen sind so angelegt, dass sie sowohl dem Neuling eine Möglichkeit zum Einstieg bieten als auch den Fans Details zeigen, die deren Befürchtungen beruhigen sollen. Auf ihrer Homepage hat HBO gleichzeitig einige Mini-Spiele online gestellt, die bestimmte Aspekte der Welt und der Geschichte behandeln und als Belohnung kleine Ausschnitte aus der Serie zeigen, jeweils etwa 30-60 Sekunden lang. Diese Maßnahmen dienten hauptsächlich als Leckerli für die nicht unbeträchtliche Community.
Eine erste richtige Werbekampagne wurde für die zahllosen Blogbetreiber gestartet, die TV-Kritiken schreiben. Diesen wurde eine Kiste zugeschickt, in der sich Fläschchen mit Gerüchen befanden, die typisch für die einzelnen Regionen der Welt Westeros sein sollen, in der die Serie spielt, zusammen mit einer Anleitung, wie man sie kombinieren muss. Natürlich haben die Blogger Informationen über diese Kiste online gestellt, mit Fotos und allem drum und dran. Darum ging es ja. Das erste Rätsel der Reihe der Minispiele auf der HBO-Homepage befasste sich dann genau mit diesen Gerüchen. Man musste also im Netz bei Leuten recherchieren, die das Promo-Paket bekommen hatten, was denn nun genau drin war. Clever.
Dazu kommen Kleinigkeiten wie ein Wetter-App für Smartphones aus der Welt von Westeros (wo die Jahreszeiten anders funktionieren als hier), weitere Teaser und Trailer, Featurettes etc. In den letzten Wochen gab es zahllose Press-Screenings der Serie oder des Piloten für TV-Kritiker von den großen Zeitungen wie New York Times bis hin zu TV-Blogs. Die überwältigende Mehrzahl dieser Reviews fiel positiv aus. Fan-Artikel, die schon seit Monaten gekauft werden können, fallen dazu ebensowenig mehr auf wie die übliche Facebook-Seite und kleinere Aktionen rund um dieselbe. Ein Gag, der große Aufmerksamkeit hervorrief, war dagegen der Food-Truck.
HBO hatte einen Lastwagen zur fahrenden Küche umgebaut und einen Sternekoch engagiert, der Speisen im Stil von Westeros zubereitet. Dieser Truck fuhr in großen Städten (New York, San Francisco u.a.) auf einen großen Platz, wo das Essen kostenlos ausgegeben wurde, bis der Vorrat aufgebraucht war. Auf diese Art wurden auch völlig neue Zielgruppen erschlossen, die natürlich von diesem Erlebnis berichten würden – genauso wie die lokalen Zeitungen. Der Truck ist wohl das beste Beispiel für die Umsetzung viralen Marketings.
Die Aufmerksamkeit, die HBO mit dieser großen Varianz an Methoden erreichte, ist enorm, wenn man bedenkt, dass es sich um eine TV-Serie auf einem amerikanischen Pay-TV-Sender handelt. Am Schlimmsten hier in Deutschland ist eigentlich, dass es schwierig werden wird, das Ding gleich zu sehen, bevor die DVDs erhältlich sein werden. Aber dieses Problem teilen wir mit Fans auf der ganzen Welt; nicht umsonst haben auf der größten Fanseite, Winter is coming, bereits 39% der Befragten angebeben, “andere” Wege finden zu wollen, die Serie zu sehen, ehe die DVDs erscheinen. Ich jedenfalls bin begeistert, enthusiastisch und freu mich wie Bolle auf die erste Folge. Der Winter naht.
Stefan Sasse
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Na, da freue ich mich doch mal wie Bolle voll mit. ;)
Und ich auch! Wie Bolle!
:D
“virales Marketing” nannte man einmal ” Mundpropaganda ” .Diese Art der Werbung ist und bleibt die effektivste und nachhaltigste.
Mehr oder weniger neu daran ist ist lediglich das Konzerne trotz das jeder Scheißerfahrungen macht wiederspruchslos ihre nichtvorhandenen Vorzüge anpreisen während die Qualitätsmedien verschleiern und unterstützen.z.B. ” Geiz ist Geil ” & ” Alles eine Frage der Technik ” Saturn,Mediamarkt = Metro, aber im PingPong Prinzip werden die Kunden vom einen zum anderen gespielt ..obwohl billig, ist da keiner !
Glaubt aber jeder ….
Das Beispiel lässt sich vom Stromanbieter bis zum Telefon Provider durchkauen .. sogar in der Parteienlandschaft der selbe Scheiss… im Schnitt gibt und nimmt sich da keiner was.
Daran krankt unsere Gesellschaft ..an der Scheinauswahl.
Der Verbraucher oder Bürger hat nur noch die Wahl von der Vorauswahl,fein säuberlich gesteuert.. Angebot und Nachfrage war einmal,die großen Discounter bestimmen ihre Nachfrage selbst..eben durch ihr Angebot .
inzwischen darf sich wohl jeder als Marketing Opfer sehen ;-)
Soweit ich weiß ist die BBC nicht an der Produktion beteiligt. Hier in D wirds erstmal auch nur im PayTV bei TNT laufen, wenn man sich denn für die deutsche Fassung überhaupt interessiert oder lieber “andere” Wege findet sie zu sehen.
Ja klar, die Kiddis (Altergruppe bis etwa 45 Jahre) werden heutzutage abgerichtet wie kleine Kapuziner-Äffchen für die Anforderungen der Werbewirtschaft. Da werden an Promis Päckchen mit Gerüchen (hä?) verschickt und die Fan-Groups haben den ganzen Tag nix besseres zu tun, als bei irgendwelchen Promis zu recherschieren, was drin war. Da fährt so ein Truck durch die Gegend und jeder, der ihn sieht, muss sofort drüber bloggen.
Mein Problem ist gerade, dass ich im Briefkasten immer diese in Plastik eingetüteten Prospekte finde, die die Post jeden zweiten Tag austeilt. Ein Unverschämtheit! Da werde ich zum Haßknecht. Da muss ich, um die Schweinerei umweltgerecht zu entsorgen, erstmal die Plastik-Folie aufreißen. Mir wird richtig Arbeit zugemutet für einen Schund, den ich gar nicht haben will.
Aber ach, ich vergaß, solche Stories darf man ja nicht berichten. Es gibt ja nur den überschwenglichen “Like”-Button, aber keinen “Dislike”-Button. Also entweder euphorisch positiv oder gefälligst Klappe halten. So will es die Werbewirtschaft. Also sag ich nix mehr dazu.
Kleiner tip zu den prospekten: Ein keine-werbung-aufkleber wirkt wunder :)
@zwischenspeicher
/singed!!!!!!!!!
@FK also dieser aufkleber bringt bei mir überhaupt nichts.
afaik ist dieser aufkleber bindend. obs jetzt rechtlich isrgendwo festgeschrieben ist oder eine selbstverpflichtung der industrie weiss ich nicht, allerdings war ich früher selbst mal austräger diverser werbeblättchen und es gab richtig ärger wenn sich jemand beschwert hat dass er trotz aufklebers so ne zeitung bekommen hat..
ergo: einfach beschweren.
Wenn auf der Werbung die Adresse des Empfängers steht (es reicht auch wenn “Für alle Urlaubsfreien in xy-str z”) dann darf es eingeworfen werden. Und ich meine, dass sowas ähnliches auch auf den in Plastik eingepackten Werbeblättern der Post so ist.
Nein, auf diesen Sendungen der Post befindet sich (zumindest in Berlin) keine Adresse oder auch nur ein Straßenname. Als einmal ein solch eingeschweißtes Blättchen trotz entsprechendem Aufkleber in meinem Briefkasten gelandet ist habe ich ne kurze Mail an die Herausgeber geschickt, in der ich um Beachtung des Werbeverbotes gebeten und bei erneutem Einwurf rechtliche Schritte angekündigt habe. Daraufhin bekam ich eine Entschuldigungsmail und seitdem wurde nie wieder Werbung der Post bei mir eingeworfen. Diese Aufkleber sind afaik nämlich sehr wohl bindend und das kann für eine Firma richtig teuer werden wenn man sich wehrt…..
Lässt sich also recht einfach lösen, dieses Problem…..und dass sogar als 36jähriges “Kiddi” auf Kapuziner-Äffchen-Niveau – dann sollte das für einen weisen Alten doch erst recht kein Problem sein, oder?
Wenn eine Adresse draufsteht isses erlaubt. Trotzdem wirkt es im Normalfall Wunder, direkt den jeweiligen Prospekthersteller anzuschreiben und sich zu beklagen, da hört das meistens auf. Zumindest bei mir klappt es eigentlich immer.
Es klappt aber nicht immer.
Nach dem Tod meines Vaters habe ich mehrere Versender und Anbieter darüber informiert, dass unter der Adresse niemand mehr mit dem Namen wohnt. Dadurch haben die dummerweise meine Adresse bekommen, da ich ja meine als Absender vermerkt habe.
Die Telefonwerbeanrufe wurden aber beendet, nachdem ich dem Anrufenden erklärt habe, das sei ein unerwünschter Werbeanruf und wenn das noch einmal geschehen würde – erfolge eine Anzeige.
Seitdem bekomme ich ständig per Post Werbung, die ich mit dem Hinweis – Annahme verweigert – zurück an den Absender – wieder in einen Briefkasten stecke – ohne bisher damit eine Wirkung erzielt zu haben, mit einer Ausnahme – ein Anbieter eines Kabel-TV und so schreibt nun wöchentlich – An die Bewohner des Hauses Nr 0815 in der XYZ-Straße.
Und eines noch zu unerwünschten Anrufen – die Callcenter werden schlauer – die tarnen sich inzwischen als Umfrage – (haben sie eine Minute Zeit um an einer Meinungsumfrage teilzunehmen und drei Fragen zu beantworten …. NEIN habe ich nicht) – die sind ja erlaubt – noch. Denn es läuft da ja ein Prozess.
Klar. Die aufwendig entworfene Pseudo-Öffentlichkeit kriecht wie Öl in alle Ritzen, der Kategorieapparat der bis in den letzten Winkel verbetriebswirtschaftlichten Marktgesellschaft wird selbstverständlicher Bestandteil jeglichen Denkens. Wie Wetter und Gezeiten – nur fatalerweise mit umgekehrter Entropie, denn die zugeführte dunkle Energie wächst mittels exponentieller Verzinsung an den Kapitalmärkten.
@Ray Manzarel, Lazarus09, ZwischenSpeicher
Offenbar haben einige Leute bei den Worten “Werbung” oder “Marketing” gleich einen Beißreflex. Ja, manche Dinge sind wirklich nervtötend. Niemand mag die Bundles, die die Post wöchentlich verteilt. Und keiner lässt sich gern in der Werbepause vom Fernseher anbrüllen.
Aber, und das muss man dringend betonen: Werbung sorgt dafür, dass eure Aufmerksamkeit entlohnt wird. Macht euch das bitte klar. Ohne Werbung gäbe es (neben ÖR) nur PayTV, im Internet würde jede Suche Geld kosten.
Und es ist doch eben nicht so, dass jede Werbung unangenehm ist. Das ist doch gerade der Kern dieses Artikels. Virales Marketing setzt darauf, ein amüsantes Erlebnis zu bieten, dass dann weiterempfohlen wird. Siehe dazu als Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=pVKnF26qFFM
Und wenn ich dann sowas lese wie “Zum Manipulieren gehört immer einer, der sich auch manipulieren lässt”, dann bedecke ich mein Gesicht mit beiden Händen ob der Unkenntnis der Grundlagen sozialer Interaktion. Ist schon eine verdammte Schande, dass diese … … Konzerne! ihre Produkte verkaufen wollen. Wie können die nur! Versuchen, uns etwas zu verkaufen, indem sie dessen vermeintliche Vorzüge anpreisen… dass ist ja… die spielen ja in unseren Gehirnen rum!
Ernsthaft, kommt mal klar. “Alle Werbung ist Manipulation” ist eine etwa so erwachsene These wie “keine Macht für niemanden” oder “Verbrennt alles Geld”.
Du hast da wohl während der Marketing-Lehrstunde etwas nicht so ganz …mitbekommen:
Jede Werbung kostet Geld. Und diese Summen werden in das Produkt hineingerechnet, machen das Produkt also teurer. Das heisst wiederum, dass ein Produkt ohne Werbung billiger wäre. Meistens geht es heutzutage bei der Werbung nur noch um Marktverdrängung; oder um eine Markteinführung mit brachialer Gewalt (Werbeeinsatz).
GEZ, Gema-Gebühren etc. sind trotzdem zu entrichten ! Auch in den
nichtwerbenden ÖR…Entlohnung siehe –> André H.
Hat man erst nach Marktverdrängung das Monopol dann wird’s ja bekanntermaßen erst richtig günstig und die Entlohnung des Beworbenen scheint Grenzenlos ;-)
Internet .. Muhaaaha früher hat suchen nicht’s gekostet .. Fireball,MSN, etc .. Member Area’s waren die seltenheit ..heute für jeden Furz ” Registrieren sie sich hier “ ( wir verkaufen ihre Daten dann an die Werbewirtschaft,oder haben ihnen ein Abo zum fall tot um Preis vernudelt ) SMS senden war umsonst 54K Modem war ausreichend weil auf der Seite nicht tausend Banner,Flash Animationen und weis der Teufel was aufgegangen sind . Ich hab’ stellenweise das gefühl ich brauche immer mehr Broadband nur für die ungewollte Scheisse die da rumflimmert ..
Googel wurde nicht auf x Billionen Kasinomäßig geschätzt obwohl sie wie Fratzenbuch nichts in die Realwirtschaft schaffen oder wenn dann weit weniger als die Gambler veranschlagen.
Werbeblocker, Flash und Scripte abschalten, Wegwerf E-Mail Adressen für Anmeldungen.
Problem gelöst.
Hab’ ich doch alles ..trotzdem danke ;-) trotz all dem, geladen wird ein Teil von dem Müll ,nur eben nicht ausgeführt..
Es ginge ja nur um den Vergleich ….
Richtig so Natascha! Adblock plus und das passende kostenlose Filterabo im Firefox installieren. Dürfte für die meisten Nutzer schon genügen und erlaubt ein fast werbefreies Internet.
Die Skripte muss man jetzt aber nicht unbedingt ausschalten.
Ja genau! Und die Banken zum Beispiel sind systemrelevant. Die müssen auch gestützt werden, so wie seit Neuestem auch Frauenmagazine oder DVD-Sammlungen. Werbung ist gut! Steuerberater sind gut! Rechtsanwälte und Controller sind gut! Public Relations Fuzzies, Berater und Marketingkreative sind das Saatgut der kommenden idealen Gesellschaft.
Es lebe das Produkt. Und wir leben für das Produkt.
Ziemlich konzentriert konsumlastig die Artikel beim SF zur Zeit. Verstehe ich nicht, immerhin macht es doch Sinn die SF Plattform für politische Artikel zu verwenden, weil der Radius (oder der Durchmesser ;-)) größer ist, als bei den eigenen Blogs der Verfasser dieser “komischen” Artikel, oder? Und dann über Konsumartikel schreiben?
Hat ein Gschmäckle mein ich….
Ich bin ein Komsumtier und stehe dazu. Wenn mir was gefällt, will ich es haben. Fertig. Damit bin ich nicht gerade linksalternativ was meinen Lebensentwurf betrifft, aber ich habe kein Problem damit. Werbung gibt es, Werbung braucht es zu einem bestimmten Teil in der Marktwirtschaft auch.
Ein Linker der sich als Salonsozialist entlarvt?
So was gab es noch nie…
Ohja, und diesen Sommer fahr ich auf meine Latifundien in Südfrankreich. Wie ich diese Einstellung “links gleich konsumloses, freudloses Leben” doch liebe.
Am wichtigsten für die kommende und ideale Gesellschaft sind die Telefonputzer und Friseure! Dann kommen erst Banker und Versicherungsfuzzis.
Office War ist genial :) Wir haben bei uns im Verein für Live-Rollenspiel ziemlich viele NERFs, die Dinger machen tatsächlich Spaß. :)
Vielleicht solltet Ihr in einer Redaktion erstmal Eure Themen nerfen.
@Oliver Mark
Warum schaust du m.E. sehr unattraktiv aus?
Was mich etwas wundert, ist, warum man angesichts des Bestsellerstatus der Reihe überhaupt solch einen Riesenaufwand treiben muss… Die Fans haben doch ohnehin Interesse an der Verfilmung. Und die noch nie etwas davon gehört haben, erreicht man durch klassisches Marketing.
Einen Küchentruck durch die Gegend fahren lassen, würde ich auch nicht als virales Marketing bezeichnen.
Valar morghulis!
Die wollen ja auch ein größeres Publikum erreichen. Die Die-hard-Fans alleine reichen nicht, weil die Produktionskosten mit 60 Millionen sich damit kaum decken lassen werden. Ohne eine größere Breite wird das Ding keine zweite Staffel kriegen.
Valar dohaeris.
Ich finde die Idee mit dem Küchentruck absolut genial! Auf yt gibt es Videos in denen die Gerichte präsentiert werden und das Essen sieht wirklich hochwertig und lecker aus. Im Gegensatz zu nervtötenden Radiowerbungen von z.B. diesem Müslifritzen und anderen ist das doch wirklich für alle Beteidigten gewinnbringend. Ganz zu schweigen davon, dass ich alle Bücher gelesen habe und riesen Fan von Das Lied.. bin. Danke für den Bericht, ich hätte die Serie sonst komplett vergessen.
Ich les seit gut zwei Jahren täglich “Winter is coming” und bin deswegen immer ganz vorne dabei, was die Entwicklungen angeht. :) Fanboy eben ;)
@Thomas R.
Deine Zeilen zeigen deutlich wie sehr du mit dem Wirtschaftssystem verwachsen bist bzw. manipuliert wurdest. Es gibt einen großen Unterschied zwischen “Werbung”, ihrer Ziele und Wirkungsweise in der kapitalistischen Konsumgesellschaft und “Werbung” als Information der Bevölkerung über bestimmte Waren / Inhalte.
Schade das du das nicht differenzieren kannst.
Werbung zum Informieren der Bevölkerung? In welcher Welt lebst du denn? Man betreibt Werbung, weil man mehr von einem Produkt verkaufen will.
Ja, Reklame ist heutzutage nun eher das genaue Gegenteil von Information – es ist meist Desinfomation, wenn nicht gar direkte Lügerei, Grünwäscherei, reine Imagepflege und Ausblenden der ganzen Nachteile der jeweiligen Marke/des Produkts.
„Werbung ist Krieg“
Ansonsten beweist dieser Artikel des Spiegelfechters, wie Virales Marketing funktioniert – selbst ein kritischer Blog berichtet (positiv) über das Event und schon wird die Sache weitergetragen. Dolle Sache, das. :-)
Wann war Werbung jemals anders? Und das Argument mit dem “kritischen Blog” zieht IMHO auch nicht. Es ist eine Krankheit der gesamten Szene, dass “kritisch” immer gleich mit “dagegen” übersetzt wird.
Hast Du da eigentlich (D)einen Amazon-Partnerlink zu den Staffelboxen eingebaut Stefan, also sozusagen Dein ganz eigenes virales Marketing betrieben?
Ansonsten:
http://www.youtube.com/watch?v=uF2djJcPO2A
Print oder TV? Mir lebe nimmä im finschdere Middelalter!
Jupp, hab ich. Die Boxen sind absolut empfehlenswert, und wenn ich schon einen Link zu Amazon setze kann ich auch gleich Partnernet nutzen.
bei sowas leidet eben die Authentizität. Ist ja Eure Entscheidung. Aber ob es wirklich nen Benefit gibt werdet Ihr ja sehen.
Was für Glaubwürdigkeit? Weil ich eine Serie gut finde und sie weiterempfehle, bin ich weniger glaubwürdig, wenn ich über Sozialpolitik rede? So ein Blödsinn! Aber sich dann darüber aufregen, was Parteien bisweilen für merkwürdige Manöver betreiben, um ihre “Glaubwürdigkeit” zu retten…my ass!
Ich glaube das Problem hier ist dass dieses Blog sich nun in ein Multiautorenblog entwickelt, mit regelmäßigen Panoramathemen die wenig mit Politik und Gesellschaftskritik zu tun haben.
Einige Leser werden sich wohl weniger für Fernsehserien oder Frauenmagazine interessieren, sondern eher für die politische Situation der Berberstämme in Marokko oder Mappus’ Doppelkinn.
Unser Gastgeber bräuchte wohl langsam mal ein Redesign wo seine Beiträge und die der Gastautoren sichtbar getrennt sind.
Ahem…erkennst Du die offensichtlichen Zusammenhänge nicht? Ach, sie entsprechen nicht der Wahrheit? Herzlichen Glückwunsch: Du bist nun um eine wichtige Erfahrung reicher: Was für Dich Deine Wahrheit ist, wird Dir aber trotzdem nicht geglaubt.
Weil Du propagierst was dieses Blog an sich kritisiert.
Das ist genau das Selbe wie ein Atommoratorium der Regierung und die Reaktion der Wähler darauf. Wie das ankommt kann man ja zahlenmässig belegen.
Und wenn ich mich täusche, dürften die Quoten beim SF ja auch nicht leiden. Wenn das so ist, dann vergiss einfach was ich gesagt hab.
Dieses Blog kritisiert “Game of Thrones”? Ist mir bisher nicht aufgefallen.
Erst habe ich mich gefragt, was die ganzen “(Gesamtbox)”-Links in einem solchen Artikel zu suchen haben. Amazon-Partnerlinks waren mein erster Verdacht, und das hat sich jetzt ja auch bestätigt. Von “wenn ich schon einen Link zu Amazon setze” kann hier keine Rede sein, denn die Links sind für das Verständnis des Artikels nicht sehr hilfreich. Ohne das finanzielle Interesse daran, diese URLs unter’s Volk zu bringen, hätte ich das mit anderen Ansichten darüber erklärt, wo man sich am besten über eine Serie informiert (bei Amazon?!?). So bleibt eher die Vermutung hängen, dass der Amazon-Link einfach ein bisschen attraktiver als z.B. Wikipedia, IMDB oder die offiziellen Webseiten war, weil diese Alternativen eben kein Geld bringen.
Kurz: Ich sehe in einem solchen Link nichts anderes als ungekennzeichnete bezahlte Werbung im Artikeltext – und die hat dort so was von überhaupt nichts zu suchen.
Hochwertige Serien aus Amerika ?
Dann abonnier’ ich mir doch lieber die GAZELLE !
Vielleicht gefällt Dir als hochwertiges Unterhaltungsprodukt die Bibel besser?
Schlage doch mal Sprüche 17:28 auf.
Der Gag ist wirklich gut, muss ich mir merken (ich meine den Gag) !
Ja, ich glaube Dieter Nuhr fasste das mal griffig unter “Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten” zusammen.
Die oben von Stefan aufgezählten Serien gehören mit zum Besten was es in punkto Serienunterhaltung gibt, und lassen den einfallslosen Trash der in Deutschland produziert wird aussehen wie Hobbyproduktionen.
Schnupper’ mal bei The Wire rein, Du wirst es nicht bereuen.
Naja, es gibt ja noch ein bisschen mehr als TV-Trash und TV-Nontrash.
Non-TV zum Beispiel. Ich hab fürs reinschnuppern bei “The Wire” leider kaum Zeit. Bin froh wenn ich genügend Schlaf bekomme. Falls nicht bereue ich das in jedem Fall.
Besser Sprüche 26:4-5
Die Amis produzieren die besten Serien weltweit in meinen Augen. Nicht nur HBO, sondern auch NBC (West Wing) und AMC (Walking Dead) sowie natürlich SyFy (Battlestar Galactica).
Stefan Sasse
Die Amis produzieren die einzig sehbaren Filme da bin ich bei dir … die Qualität nimmt allerdings in meinen Augen ab. Serien möchte ich nicht beurteilen weil ich da mit sehr wenigen Ausnahmen kein Freund von bin und die auch noch älterer Machart sind.
Die Unterhaltung z.B.(Stanley Kubrick Space Odyssee oder 2001 ) fand ich persönlich anspruchsvoll gegen (ne’ nicht Kampfstern Galactica 78′mit Ben Cartwright, Muhaahaha ) Battlestar Galactica. Da war meiner Meinung nach auch Babylon 5 aus den 90′ besser.
Auf die gegeelten Vampiere steh ich nicht eher auf Chrisopher Lee als Dracula .. ok anyway
Ich beobachte ein abdriften der Unterhaltung ins seichte ( Kostengünstige ) Blabla ..sucht den , Koch’ mit …blabla, hirnlose Talk Shows .. M Ü L L
Übel ist es …..
Du hast offensichtlich nicht allzuviel Erfahrung mit dem Gegenstand, oder? Ich empfehle die neue Battlestar Galactica Serie, nicht den Trash von 78. Schau dir mal einige der Serien an, die ich empfohlen habe und bilde dir dann ein Urteil, das nicht auf irgendeinem Kulturchauvinusmus und “früher war alles besser”-Attitüde besteht.
Mangels Zeit und ok auch Bock bin ich nicht so der Fersehgucker ;-) Battlestar Galactica hab ich 2 Folgen mal gesehen ..Machart hat mir nicht gefallen.Ok… Geschmacksache ;-) ….
Die Amis produzieren die einzig sehbaren Filme
Da fällt mir spontan eine längere Liste toller asiatischer und europäischer Filme verschiedenster Genres ein.
Aber Glückwunsch zu dem Äpfel- (2001) und Birnenvergleich (BSG). Ich bin auch der Meinung dass Bonanza mit Citizen Kane nicht mithalten kann.
Danke schon mal … ;-) Denk’ aber dran das wir hier ueber individuelle Betrachtungsweisen reden ….
vom Durchschnitt des gezeigten Unterhaltungsangebotes in Sachen Serien und Film duerfen fuer mein dafuerhalten die US Produktionen die Erfolgreichsten sein . Ausnahmen wird’s natuerlich geben ..
Da es hier Leute gibt die wohl weitaus mehr Zeit mit dem Medium verbringen als ich lass’ ich mich gern belehren ;-)
Die Amis machen vielleicht die besseren Filme, aber die Ideen dazu liefern oft andere ;)
Wie kommst du denn darauf?
aber nicht mehr pauschal seit 1990. Zumindest entfallen mir die ganzen Ami-Filme bis auf wenige Ausnahmen aus der Erinnerung; teilweise weiss ich schon direkt nach dem Film nicht, wovon der eigentlich gehandelt hat. Das passiert mir bei vielen deutschen Filmen komischerweise nicht. An “Kleine Haie” zum Beispiel vermag ich mich heute noch sehr deutlich zu erinnern. An “American Beauty” allerdings auch.
Die Geschmäcker sind aber verschieden, macht eigentlich wenig Sinn darüber zu diskutieren.
Deswegen ist es aber dennoch grundsätzlich unsinnig ein großes politisches Blog als Plattform für seine persönlichen Geschmacksrichtungen zu verwenden und über angebliche “Qualitätsargumente” zu fechten, anstatt dem Kind einen plausiblen Namen zu geben:
S.S. bekommt dafür “Käsch in de Täsch sätts sse Näim off zze Gäim”. Und war das nicht ein diskutierter Hintergrund des Themas vor geraumer Zeit “Können Blogger die Welt retten?” Geht es bei all den Änderungen (neue Autoren, Designüberlegungen, Reichweite, usw) nicht doch bloss um Geld?
Aber ganz ehrlich: die Authentizität leidet bei solchen Aktionen gewaltig. Les ich beim Feynsinn, so ist der sich treu geblieben. Ich prognostiziere solchen Leuten den längeren Atem. Auch in finanzieller Hinsicht.
(NachDenkSeiten 31.3.2011)
Würde mich noch interessieren, wie die Werbe-Expertin Karla Etschberg zu diesem Thema stünde.
Korrektur des Namens: Karla Etschenberg
PDF-Link: Ein Netz für Kinder – Kinder ins Netz der Werbung? [880 KB]
Link: http://www.nachdenkseiten.de/?p=8910
Zuviel Werbung führt zu einer Gewöhnung. Selbst das hier angesprochene virale Marketing wird durchschaubar wenn man die Methodik dahinter kennt. Ich finde das Leute die auf so ein Produkt ansprechen auch den dafür nötigen Preis zahlen sollen.
Ich danke Dir jedenfalls für die Warnung und die nötigen Adwords für den Filter :-)
Werbung für eine Fernsehserie beim Spiegelfechter
-ich glaub es hackt!
S.S. betreibt das virale Marketing und tarnt es als einen Bericht über solches.
Wenn ich etwas über son Nonsens wissen will, such ich mir das selbs im Netz.
sorry -prinzipiell bin ich ja nicht dagegen, dass auch Politik-fremde Themen angesprochen werden..
Ich tarne eigentlich gar nichts:
“Ich will ein Beispiel schildern, das ich gut kenne, weil ich selbst in dem Prozess voll drin stecke. Als Konsument, nicht als derjenige der das Produkt herstellt oder bewirbt. Deswegen gleich der Disclaimer: ja, der Beitrag ist positiv, ja, der Beitrag ist nicht kritisch. Er soll zeigen, wie so etwas gehen kann.”
Wenn du damit ein Problem hast, hättest du spätestens am Ende des ersten Absatzes zu lesen aufhören können, weil ich klar angekündigt habe was kommt.
Habe ein paar Freunde in der Branche und bei den Laienkenntnissen die ich so mitbekomme schon den Eindruck dass das Marketing für diese Serie außergewöhnlich aufwendig und auch originell ist.
Tron Legacy wäre ein weiteres gutes Beispiel für virales Marketing gewesen. Solche Kampagnen bauen sich über Jahre auf und kosten bald so viel wie die Filme bzw. Serien selbst, aber da gilt eben: Klotzen statt kleckern.
Bei der immer größer werdenden Konkurrenz an Entertainment braucht es eben nicht nur ein gutes Produkt sondern auch eine Strategie dieses so zu bewerben dass es sich refinanziert.
Die Pilotfilme dieser HBO Serien haben oft Budgets von denen sich 10 deutsche Kinofilme drehen ließen. Da braucht es eine Menge neue Abonnenten um das Geld wieder einzuspielen.
@ stefan sasse:
“Als Konsument, nicht als derjenige der das Produkt herstellt oder bewirbt.”
Mit deinem Post tust du aber genau das. Wäre es dir nur um die Methode gegangen, hättest du ja nichtmal den Titel der Serie nennen müssen.
Jupp, aber ich hab mich dagegen entschieden. Ein Artikel, der das Thema “am Beispiel” behandelt, kommt schlecht ohne dasselbe aus. Der Artikel läse sich ohne die Referenz total bescheuert und wäre teilweise völlig unverständlich. Und warum auch? Ich stehe dahinter. Ich denke dass es sich um ein gutes Produkt handelt, das positive Erwähnung verdient.
[Zitat Oliver Mark]Mensch Berger da geht doch noch was: → Monday 2 May 2011!
Laut http://www.seriesly.com lief sogar schon eine 15 minuetige Preview.
Scheint ja echt zu klappen das virale Marketing, auch wenn der Suppenküchenwagen in meiner Straße noch vermisst wird.
Wenn er den eigenen Lieblingsfilm verkauft, wird der geheime Verführer schnell zum besten Kumpel. Schade eigentlich.
Häh?
Deine Begeisterung für „Game of Thrones“ in allen Ehren, aber Du scheinst mir das virale Marketing für die Serie zu unreflektiert gut zu heißen. Die Idee einer virtuellen Schnitzeljagd nach Gerüchen im Internet (wtf?) findest Du clever, ich nur noch albern. Ich will nicht ausschließen, dass ich selbst, wenn es eine/s meiner Lieblingsbücher/-bands/-filme/-games betreffen würde, ebenfalls auf solchen Marketing-/Merchandise-Quatsch hereinfallen würde. Aber es ist gut, das hier mal an einem für mich unbekannten Beispiel vor Augen geführt bekommen zu haben.
Siehe auch: Die geheimen Verführer
Ich fand die Idee ziemlich cool. Es waren Rätsel, die echt knackig waren und mit dem Plot eng verwoben, keine pro-forma-Rätsel mit “gewinne X Euro wenn du bei der sündteuren Hotline anrufst”. Da hatten sich Leute echt was gedacht dabei, und du wirst ja auch nicht zum Mitmachen gezwungen.
Das meine ich ja. Dir erscheint es, als würden Dir die HBO-Vermarkter mit einem knackigen Rätsel einen persönlichen Gefallen tun, für mich ist das Manipulation. Das ist ja bei einer Fantasy-Serie kein Problem. Was ist aber wenn Produkte oder politische Parteien derart beworben werden?
Ich bin für beides. Es ist nämlich so, dass ich nicht den blassesten Schimmer habe worum es geht. Aber ich könnte auch was vorschlagen:
Harry Potter?
Hurra!
PS
SF! Wenn man mich fragen würde, ich würde diesen Artikel sofort löschen. Was soll das hier?
@systemfrager
Geht mir genauso. Ich weiß beim besten Willen nicht was der “Sasse” will!
Meine Vorschläge dürftet Ihr ja schon kennen….Focus hocos pokus….
und so in die Suchmaschine eingeben…;-)
oder 5 against one, nicht zu vergessen…
Yep. Aber mich fragt ja auch keiner.
Ich bin ein Produkt, Du bist ein Produkt, wir alle sind Produkte und verkaufen uns einander, es gibt keine schlechte Publicity, weitermachen, jaichwillMitgliedimBertelsmannGesinnungsclubwerdenwiedengibtsoffiziellnicht…???
Hurräääh !
Richtig, bei solchen Kommentaren ist das auch kein Wunder.
Dich fragt aber keiner
Also wenn schon Werbung, dann würde ich hier z.B. gerne so einen Artikel lesen:
http://www.faz.net/s/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C/Doc~E2ED5D7331CCB4269A425E4DEF5181522~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Aber so eine schamlose Lobpreisung einer Amiserie, noch dazu garniert mit amazon-Partnerlinks, ist wirklich mal dreist.
“wo die Jahreszeiten anders funktionieren als hier” – was für ein dämlicher Satz.
Wäre es besser, wenn es keine amerikanische Serie wäre?
Vermutlich etwas, es würde dann vielleicht, je nachdem, wie der Artikel ausfiele, eher hierher passen.
Ich bin kein Serienschauer, und wenn ich mal in irgendeine Amiserie reinzappe, bin ich fast sofort gelangweilt von den stereotypen Charakteren und Problemen. Immer das gleiche Geschwafel über Macht, Gier und Sex, nur in anderer Verpackung – Hollywoodfuck halt.
Und auch wenn ich noch nichts von dieser Serie gesehen habe, die Hauptfigur heißt mit Nachnamen “Stark” – herzlichen Glückwunsch zu diesem Einfallsreichtum!
Hammer, Hast du schon mal in irgendeine Deutschenserie reingezappt? Chapeau vor den fein ausgearbeiteten Charakteren von Marienhof und GZSZ! Es gibt im deutschen Fernsehen nichts, nichts, nichts, das irgendwie mit den von mir angesprochenen Serien vergleichbar wäre.
Und stereotype Charaktere mit den immergleichen Problemen? Geschwafel über Macht, Gier uns Sex in jeweils anderer Verpackung? Hast du auch nur ein einziges Mal versucht, eine solche Serie anzusehen?
Offensichtlich nicht, denn sonst wüsstest du, dass diese Serien über eine Charakterzeichnung verfügen, die selbst in den meisten Romane nicht erreicht wird. Die Tiefe etwa eines Colonel Tigh aus Battlestar Galactica, eines Eddard Stark aus “Game of Thrones” oder von Lucius Vorenus aus “Rom” ist mehr als beeindruckend. Schau dir das Zeug mal an, bevor du vorschnell darüber urteilst, nur weil es den USA kommt.
Tja, da kommen wir nicht weiter. Die Art der Charakterzeichnung einer Serie mit der eines Romanes zu vergleichen, finde ich einerseits nicht hilfreich und Dein Urteil darüber kann ich andererseits nicht ernst nehmen. Oder hast Du die meisten Romane gelesen?
Ich habe auch nicht gesagt, dass deutsche Serien besser sind. Serien im allgemeinen sind ein Konzept, das mich langweilt. Dass amerikanische Filme zu Pathos und Klischeehaftigkeit neigen (wir sprechen von einer Tendenz, natürlich tun es nicht alle), ist auch kein Kulturchauvinismus, sondern ein Fakt, aus dem der Mythos der Traummaschine Hollywood entstanden ist und der für viele Filmemacher immer noch erstrebenswert ist. Warum? Weil die Masse des Publikums gerne betört wird und dafür zahlt.
Klasse Artikel. Ich brauche so einen Toyota für die kommende Revolution! :D
@ Count Krey: Dein Blog baut sich unglaublich langsam auf. Änder das doch mal, ist doch schade drum…
@Oliver Mark
Mir wäre es lieber, wenn sich dein Block langsamer aufbauen würde.
Ich hab kein Problem. Vielleicht dein Browser?
Wie ich schon geschrieben habe -
unbequemer schrieb am 2. April 2011 at 15:11 – Permalink Antworten
http://www.youtube.com/watch?v=wqDjy65jMpI
von nun an gings bergab?
Inzwischen sage ich: Stimmt!
Noch eine Anmerkung: Also wenn schon Werbung, dann:
http://www.wdr.de/radio/home/podcasts/channelausspielung.phtml?channel=vonderleyens
http://www.wdr.de/radio/home/podcasts/channelausspielung.phtml?channel=wdr2kabarett
Donnerstags kann man aber drauf verzichten. Da würde mir Hagen Rether oder Georg Schramm mehr zusagen.
Also so zum Aufregen finde ich den ganzen Artikel nicht. Sogar einigermaßen interessant, mir fehlt es da nur an diversen Details (Werbe Budget vs. Kosten für die Serie an sich, etc) was mir der Herr Google aber netterweise zu erzählen wusste. Vielleicht liegt das daran dass ich praktisch immun gegen Werbung bin, mich eher auf meine eigene Recherche zu einem zu kaufenden Produkt verlasse (Ausnahmen bestätigen die Regel) als auf Werbesprüche und tolle Bilder von hübschen Frauen.
Wenn man weiss wie Werbung funktioniert, wo sie eingesetzt wird und wie sie die Psychologie des Menschen ausnutzt (c.f. Neffe von Sigmund Freud) ist man ihr sehr schnell überlegen. Mein noch relativ Junges Gehirn hat sich sogar zu meiner Freude angewöhnt nicht durch Browserextensions geblockte Werbung gekonnt zu übersehen (mein persönliches ‘F minus Werbung – Pattern’ sozusagen)
Die Gazellen-Aktion gefiel mir persönlich nicht, aber der Artikel hier, solange sowas nicht alle 2 Tage kommt und objektiv subjektiv bleibt, mit dem kann ich sehr gut leben. Zumal ich die Wahl habe diesen Artikel, der ja schon am Anfang über sein Ziel aufklärt, zu lesen oder eben nicht.
Zum Artikel selbst: Der Fantasy-Fan in mir dankt für den Tipp und wird sich bald selbst ein Bild davon machen.
Edith meint: Battlestar Galactica (die Neue) ist eine der besten Syfy Serien der letzen 10 Jahre. Period.
Und mit einem Artikel über eine Serie der Amazon-Partner Links enthält kann ich sehr gut leben. Der Webserver läuft ja nicht nur aus gutem Willen. Da gibt es weit schlimmere Werbung/Werbemethoden in Blogs
Danke schön! Falls du die Bücher bisher nicht gelesen hast, solltest du die unbedingt ebenfalls ansehen – sie haben es mehr als verdient.
Es gibt keinen freien Willen, wo hast du denn DIE Idee her?
@Ray Manzarel
Tipp: Einen interessanten (linken) Text zur Kritik an der Hirnforschung von Freerk Huisken gibt es auch hier:
http://www.fhuisken.de/loseTexte.html
Der Text ist nicht direkt verlinkt, scrollst Du etwas runter und guckst Du unter “2006″. Er heißt:
“Der Mensch ist der Sklave des Gehirns! behaupten Hirnforscher. — Schon wieder eine Aufforderung an seinem Verstand zu zweifeln, statt ihn zu benutzen.”
Fand es recht lesenswert.
@Ray Manzarel (&whereismymoney)
Jaaa… so viele tolle, hochwissenschaftliche Links, so wenig zum Kern: Leider ist die Fragestellung nach dem freien Willen letzten Endes wohl nicht durch Hirnforschung/Psychologie/Sozialwissenschaften zu klären, sondern hängt von den physikalischen Grundlagen unseres Universums ab: leben wir in einer deterministischen Welt, oder nicht. Siehe dazu, ganz banal, hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Determinismus
Wenn Du den Beweis des freien Willens kennst (wie oben behauptet), solltest Du Dich daher wohl in die Reihen der Physiker begeben, da warten noch ein paar Nobelpreise.
Alternativ dazu könntest Du Dich natürlich auch einfach zu den Kompatibilisten zählen. Damit definiertest Du Deinen “freien Willen” allerdings ungefähr so: wenn ich nicht weiß, dass ich nicht frei bin, bin ich frei.
Eben nicht. Wenn Du mir einen guten Grund nennen kannst, weshalb Dein Denken ausserhalb unserer Natur existiert und somit nicht der Kausalität unterworfen ist, tu ich mir auch Deinen 2 h (!)-Vortrag an… Allerdings käme das irgendwie einem Gottesbeweis gleich. Determinismus resultiert ganz einfach aus eben jener Kausalität und hat mit Deiner Wahrnehmung erst mal gar nix zu tun. Solange Du das nicht einsiehst, wärst Du mit mehr als dem Wiki-Link eh überfordert.
Andernfalls muss ich Dir leider sagen, dass meine Lebenszeit begrenzt ist und ich mich nicht jedem Deiner Links widmen werde. Was die mit Aufklärung zu tun haben sollen, ist mir übrigens schleierhaft.
PS: Es gibt einen Grund, weshalb die harten Wissenschaften hart und die weichen weich sind…
Physik->Chemie->Biologie->Psychologie->Soziologie
Das ist die kausale Kette, der Anfang determiniert das Ende, nicht umgekehrt.
@Haggorianer
Es ist sehr interessant, das die härteren Verfechter materialistischer Erkärungsansätze sich am Materiellen so sehr festhalten müssen, das sie es zu einer göttlichen Bezugsinstanz machen.
Sobald der Boden des Materiellen entfernt wird, weil ein anderer “Gegenstand” oder nicht real Gegenständliches aber verdinglichtes wie Geist bzw. Psyche, Wille, Gesellschaft untersucht wird, fehlt der greifbare Bezug zum Erklärungsmuster. Dabei unterscheiden dieses Erklärungsmuster sich nicht mehr sonderlich von einer religiösen Warheitsdarstellung. Der Glaube an die Physis als letzte Grundlage allen Seins – Alles andere nur Abklatsch göttlich-großartiger materieller Wahrhaftigkeit, ein Schatten, der durch Physik beschriebenen Wirklichkeit!
Lassen Sie einfach mal die Bilder in Ihrem Kopf los. Wenn ein Physiker wie H.P.Dürr schon Physik als einfach und simpel bezeichnet, wenn seine Darstellungen schon längst aufzeigen, das die Physis keine materielle Grundlage sondern eine immaterielle hat, wenn das schon längst reale Aussage der modernen Physik ist, dann stellt sich mir immer die Frage woher diese unbegründete Arroganz und Annahme vieler (vor allem Laien-)Physiker und Technokraten stammt, den Stein der Weisen längst gefressen zu haben.
Nur mal so nebenbei.
@ Hannzi
a) Ich brauche in diesem Zusammenhang keine göttliche Bezugsinstanz, sondern lediglich eine Bezugsinstanz. Vorwurf ungerechtfertigt.
b)Natürlich fehlt in Fragen der Psyche der
greifbaredirekte Bezug zum Erklärungsmuster. Erklärt sich durch die Charakterisierung der. Das ist nicht der Nachteil, sondern der Vorteil der Physik. Weiter hinten (siehe Kette) wird es logischerweise bisschen komplexer, um hier noch die ersten Ursachen aufzudröseln, bedarf es schon des Laplaceschen Dämons.
c)Dass
und
, ist eine leere Behauptung Deinerseits bzw., wenn Du tatsächlich auf Themen wie die Stringtheorie anspielen willst, in diesem Zusammenhang eine billige Sinnentfremdung.
Nur mal so nebenbei.
Übrigens: deute ich die Zeichen richtig, diskutiere ich hier gerade mit Freunden des Lichtes o.ä.. Muss jedenfalls sehr an den göttlich komischen T.G. Hornauer denken. Wenn dem so ist, schlage ich vor, Ihr geht weiter Engelwesen jagen und ich ignoriere Euch geflissentlich.
@Haggorianer
Ich glaube es hakkt! Ich zitiere H.P. Dürr und werde hier in eine Spinnerecke geschoben?
Ihnen halte ich zu Gute, das Sie das nicht unterstellen sondern als Möglichkeit darstellen und einen Irrtum nicht ausschließen, den ich Ihnen bescheinige.
MFG
Danke für die vielen Links, einige kenn ich schon, andere werden mich heute beschäftigen :-)
Vielen Dank!
Das Internet stellt nämlich die schärfste Waffe gegen die Spiegelfechter dar – es ist die Gegenöffentlichkeit, die ohne beruflich davon abhängig zu sein, ohne auf Werbekunden Rücksicht nehmen zu müssen und ohne Parteifreunde und Old-Boys Networks zu schonen, der Wahrheit ein Stück näher kommen kann.
[source: SF.com early period]…
Hurra …nach VT beginnt eine neue Ära @SF.com ☞ TV – comments!
Καλή νύχτα
…You know nothing, John Snow!
(also ehrlich, 23 Comments und der kam noch nicht…)
Jon, nicht John ;) Aber ansonsten hast du natürlich Recht. “I’m the watcher on the wall…”
Virales… Marggeding heisst des grosse Zauberwot… Ein vollkommen neues Feld…
WERBUNG???
Nö, hab ich nix mit zu tun. Geh lieber zu ARAL und hol mir ne Marlboro ;)
Wie man mit wenig Aufwand ein unglaublich breites Publikum zum mitmachen und verbreiten bewegt hat ja wohl am besten Nike gezeigt
Ist Qualität des Inhalts eigentlich nicht mehr Wert oder warum muss man alles und jeden bewerben? Gute Filme, Serien, Bücher, whatever sprechen sich rum! Also warum die vielen hippen coolen wichtigen Marketingfuzzies? Achja Arbeitsplätze undso – oder gibts heute ein anderes Argument für sinnlos Geldverbrennen um ScheXsse zu verhökern den keiner brauch und/oder will?
Aber eignetlich wollte unser Herr SS -.- wohl nur sein eigenes “virales” Marketing in Form von Amazon-Partnerlinks unterjubeln. Sehr gut, weitermachen!
Niemand will hier Schleichwerbung machen…
HBO: die machen auch “Sex in the City” und gehören zu Time Warner (mein Gott !)
Der Autor: George R. R. Martin hat auch das Drehbuch zu “Twilight Zone” geschrieben
Das ist reiner, übler Konzern-Konsumschrott ! Diese Bücher werden genau so geschrieben, damit sie zu Filmen verarbeitet werden können und haufenweise T-Shirt’s und so saublöde Ami-Kaffeetassen verkaufen können, die eigentlich kein Mensch braucht. Die Autoren haben meist die Rechte für das Buch und den Film dazu verhökert, bevor sie auch nur 1 Zeile geschrieben haben. Und mit Tolkiens “Herr der Ringe” möchte ich so was nicht verglichen haben. Und mit S. Kubrick oder S. Lem auch nicht. Und das Ganze als Viral-Marketing-Aufklärung tarnen ist ja nicht ernst zu nehmen. Deshalb ist praktisch keine Kommentar auf dieses “Thema” eingegangen.
Stefan Sasse, Ihr dämliches “ich stehe dazu und bin noch stolz darauf, ihr anderen habt ja einfach keine Ahnung” geht mir langsam auf den Geist.
So ein Ami-TV-Gesülz gehört einfach nicht hierher !
Warum ist eigentlich bei euch gerade ein pejoratives “Ami”-Präfix total in, um zu zeigen, dass etwas schlecht ist? Eure Ami-Kommentare werden dadurch amimäßig entwertet. Man könnte glatt meinen, ein reiner, kulturchauvinistischer Anti-Amerikanismus wäre hier zu finden. Aber unter einer so kritischen und aufgeklärten Leserschaft ist damit eigentlich nicht zu rechnen, oder?
Und mit Tolkien will ich Martins Bücher auch nicht verglichen haben. Tolkien ist ein grausliger Geschichtenschreiber.
Er hat “Herr der Ringe” (falls Du darauf anspielst) einzig und allein für seine Kinder(!) geschrieben. “Grausliger” Geschichtenschreiber…naja…
Im Übertreiben und pauschalisieren seid ihr anscheinend auf einer Linie. Bisl Abrüstung wäre angesagt. Ein einfacher “Geschmäcker sind verschieden”-Disclaimer würde auch reichen.
[Irgendwie erinnern mich Teile der Diskussion an die Genre-Wars beim Vinyl-Kauf in den Plattenläden.]
Das trifft auf die Vorgeschichte zu: der kleine Hobbit
Auch auf Herr der Ringe (wurde zwar erst um 1970 herum veröffentlicht, aber schon in den frühen 40ern begonnen). Nur waren halt seine Kinder zu dem Zeitpunkt schon älter und fordernder und er konnte nebenbei Dinge aus seiner Arbeit weiterentwickeln und austesten (Entwicklung der verschiedenen Sprache von Arda zB). Er war einfach ein Fan von guten Geschichten und fand Gefallen am Schreiben.
(Tolkien war dazu reichlich genervt, weil ihm ständig unterstellt wurde, er hätte den kalten Krieg in der Trilogie codiert)
Wenn ich die Interviews auf dem Dachboden finde, schaue ich nochmal nach. Kann auch sein dass ich falsch liege. Es gab/gibt soviel schlechte Bücher über Tolkien, dass man fast nur seinen eigenen Worten trauen kann.
Hi Lennard,
ich finde es großartig, was Tolkien bei der Erschaffung seiner Welt geleistet hat, welcher Detailreichtum da drin ist etc. pp. Ich bin nur der Meinung, dass die Geschichten, die darin stattfinden, nicht besonders gut sind. Bei Martin ist es umgekehrt: seine Welt ist eigentlich ziemlich stereotyp, sie wird besonders durch die Charaktere, die sie bevölkern.
Und Tolkien hat kein Buch für seine Kinder geschrieben^^ “Der Hobbit”, im deutschen mit dem unsäglichen zusätzlichen Adjektiv “kleine” wurde lediglich als Kinderbuch vermarketet, was Tolkien persönlich immer brutal angenervt hat.
Stefan Sasse, dieses Zitat stammt von mir – allerdings zu Ihrem Artikel über den Abgang von Westerwelle.
Sie, nein…. Du kannst schreiben ! Der Westerwelle -Artikel beeindruckte mich echt wegen der wörtlich gemeinten Objektivität und treffenden Analyse – so schnell mache ich keine Komplimente.
Beim Thema “Ami-Freundlichkeit” gehen unsere Meinung halt ein wenig auseinander (ich äussere mich dazu gleich noch näher).
Als Schweizer (daher bezüglich amerikanisch/deutscher-Serien-Kritik eher neutral) würde ich nicht so weit gehen und behaupten, dass es keine guten Serien im deutschen TV gibt. Da könnte ich einige Kriminal-Serien aufzählen, die nun wirklich nicht schlecht sind. Es gibt solche, die ich nicht schauen kann (sind auch eher auf dem Telenovela-Niveau), aber im ZDF kenne ich einige gute bis sehr gute Produktionen (will jetzt keine Namen nennen, damit die Diskussion nicht in Serienunterschiede ausartet). Besonders in letzter Zeit sind mir einige Krimis mit einer fast kabarettistischen Ironie und überzeugender schauspielerischen Leistung aufgefallen: ein wahres Vergnügen. Und dann gibt es natürlich noch ARTE.
Was mir bei amerikanischen Produktionen auffällt: Technisch sind die Filme und Serien perfekt gemacht. Hochstehende und aufwändig hergestellte Effekte, teuer produzierten Sound, durchdachte Beleuchtung, topgestylte Darsteller…. Aber die Geschichte (Story) meist klischeehaft, ideologisch verfärbt und heroisch überdreht. Aber eben – die Effekte eindrücklich und gewaltig. Gut, die Coen-Brüder haben einige gute Filme gemacht. Aber amerikanische Serien ? Ich liebe zum Beispiel auch viele französische Filme, das Gegenteil von amerikanischen Produktionen. Schnörkellos, direkt, echt, unpathetisch. Man kann also nicht einfach nur deutsch und amerikanisch gegenüberstellen. Die Amerikanischen sind wegen ihrer Marktmacht einfach nur überdominant, was eine objektive Beurteilung praktisch verunmöglicht.
Fazit (für mich): die amerikanischen Produktionen besteht nur noch durch ihre Effekte.
Dann haben wir noch das Problem der Subjektivität. Meine Frau zum Beispiel schaut am liebsten so Schmachtserien wie Rosemunde Pilcher; sie findet die gut. Ihr ist die Machart weniger wichtig – Hauptsache am Schluss wird geheiratet !
Du bist (evtl.) voreingenommen. Das mag zwar an den grottigen US-Serien liegen, welche Du schon richtig charakterisierst, aber trotzdem gab es in den letzten Jahren eine wahre Flut von erstklassigen Serien aus den USA, die sich von den üblichen Clichés sehr gut entfernt haben.
Weeds, The Shield, Mad Men, Six Feet Under, Life, (American Dad), House, Dexter, Lost, Boston Legal…
Einige mehr oder minder kommerziell – aber alle gute Unterhaltung. Ich finds cool, dass sich Anspruch und Unterhaltung nicht (mehr) grundsätzlich ausschließen (wie das früher meist der Fall war). Sogar “breaking the fourth wall” wird mittlerweile praktiziert :)
Hm, welche Serien meinst du denn, wenn du “heroisch überdreht” und “ideologisch verfärbt” sagst? Die Beispiele die ich genannt habe sind es IMHO nicht.
Auf dem Feld der französischen Filme und ähnlicher kultureller Glanzleistungen kenne ich mich nicht aus; ich habe eigentlich ein Faible für Mainstreamkino, wenn es gut gemacht ist (Independence Day zum Beispiel – als B-Movie total klasse, handwerklich spitze, wenn auch natürlich storytechnisch Quatsch. Ich steh aber nicht über Filmen, die Spaß machen).
Du hast recht, die genannten Serien kenne ich nicht.
Ich möchte mein Anliegen mit einem ganz anderen Beispiel verdeutlichen:
Wer ausschliesslich in Fastfood-Restaurants isst, kennt sich bei deren Hamburgern, Pommes, Salaten usw. bestens aus, kennt die Unterschiede zwischen den verschiedenen Preisklassen und den verschiedenen Anbietern. Dann bringt einer der Anbieter einen ganz neuen Burger heraus, mit noch besserem (Hack)Fleisch im Burger, mit Sonnenblumenkernen aus biologischem Anbau in den Brötchen – einen Top-Burger, wie es vorher noch keinen gab. Aber es ist halt immer noch nur ein Hamburger. Was dieser Mensch nicht kennt, ist eine Bouillabaisse, einen Coq au vin, Rösti mit Apfelmus, Marillenknödel und so weiter.
So verhält es sich auch mit Filmen und Serien, welche aus Ländern wie Dänemark und Schweden (Krimis), Argentinien, oder eben Frankreich stammen. Vor wenigen Wochen verstarb ein sehr geachteter Regisseur namens Claude Chabrol. Seine Filme sind wie Spargeln à la sauce hollandaise anstelle “Chefsalat”. Oder ein Schauspieler namens Jean Gabin – grossartig. Schon lange tot.
Es wäre schade, von einem Kunstwerk nur einen kleinen Ausschnitt zu kennen.
Ich bin selber Fan von Das Lied von Eis und Feuer und freue mich vorallem total auf das neue Buch – diesen Artikel finde ich trotzdem total schlecht.
a) Ich habe keinerlei neue Erkenntnisse gewonnen. Die “Schilderung eines Beispiels” viraler Werbekampagnen ist auf total banalem Niveau. Das man mit ner Witzigen Idee Leute Aufmerksamkeit gewinnen kann ist vermutlich schon seit prähistorischen Zeiten bekannt. Keine Einsichten wie Werbestrategien im Detail aussehen. Nix theoretischer Hinterbau. Nix Information. Fail. Facepalm.
b) Das ganze Thema wirkt doch total deplaziert in diesem Blog. Wo wird hier irgendwem ein Spiegel vorgehalten? Analyse? Aufklärung? Kritik? Anspruch? Bezug Politik/Gesellschaft/irgendwas? Hallo, jemand zuhause?
c) Die Amazonlinks reissen den Eindruck von “schlechter, belangloser Artikel” zu “ehemals interessanter Blog werbe-prostituiert sich” runter. No Offense.
Ich finde es legitim ein Produkt zu empfehlen, das man gut findet, aber hier ist meines Empfindens nicht der richtige Ort dafür und schon garnicht in einem angeblich irgendwas erklärenden Artikel drin versteckt. Außerdem sollte man, auch wenn man nicht “gegen” Werbung ist, ihr etwas kritisch gegenüber stehen, da sie nunmal meist irgendwie manipulativ ist.
Wenn sich der Artikel nur mit einem Thema, z.B. Werbung (aber richtig), oder Qualität von amerikanischen und deutschen Serien im Vergleich, befasst hätte, wär ich noch drauf klargekommen. So fühl ich mich jetzt aber irgendwie genauso verarscht wie nach ner Folge Galileo….
P.S.: Ich habe auch das Gefüh die Qualität sinkt hier in letzter Zeit, finde aber das Konzept mit mehr Gastautoren eigentlich interessant. Jens du musst dann aber auch welche finden die mit dir mithalten können.
@ Stefan Sasse:
das ist doch nicht Links, das ist pietistisch und hier um Stuttgart sehr verbreitet. “Leben kommt von Leiden” usw…;
da lob ich mir mein Badisches Savoir Vivre ;-)
Na danke, noch eine Serie, mit der ich dann demnächst wohl meinen bezüglich der von mir verbrauchten Bandbreite eh schon arg strapazierten Internetprovider belasten müssen werde ;-)
@Stefan Sasse
Ich finde den Artikel gut und sehr interessant.
Dazu kann ich diese Doku empfehlen (englisch):
http://www.archive.org/details/the.century.of.the.self
Ehrlich, Leute, ich bin erschüttert.
Konsumverzicht, schön und gut. Aber die scheisse die hier in den Kommentaren zu lesen ist, die geht echt auf keine Kuhhaut. So ein unreflektierter Bockmist, da geht mir echt der Hut hoch.
“reiner, übler Konzern-Konsumschrott !”
Genau, denn es geht ja nicht um die Qualität eines Produkts, sondern nur darum, wer es hergestellt hat (Konzern oder nicht). Und wer Werbung eine grundsätzliche Daseinsberechtigung zuspricht, der muss unbedingt kritisiert werden, in einer Reihe mit Bankenrettung, Steuerberatern und… wer fehlt in deiner Reihe noch, Oliver Mark? Hitler vielleicht? Oder wolltest du nur mal richtig mit dem Fuß aufstampfen gegen den bösen neuen Mitblogger?
Die Kommentare unter diesem Beitrag sind rüpelhaft und unreflektiert.
Da weht nicht der frische Wind linker Gedanken, ihr seid die Punks, die Spiegel von Autos abtreten und dabei “Keine Macht für niemand” brüllen.
Eigentlich sind Nazikeulen ja deutliche Hinweise jemandem nicht zu antworten. Deine kam schnell. Gleich beim ersten Kommentar. Spricht für eine eher antiintellektuelle Herangehensweise.
Du hast vielleicht schon verstanden, dass es mir nicht pauschal um Werbungskritik geht, sondern um die Wechselwirkung mit dieser Plattform. Sasse´s eigenes Blog ist wohl kaum “neu” und unter “richtig aufstampfen” verstehe ich was ganz anderes. Dazu fehlt mir ganz einfach die Masse.
Wundert mich, warum Du Dich so aufregst. Mag sein, dass Ami-TV=Konsumschrott pauschal als unreflektierter Kommentarmüll definierbar wäre. Mag aber auch sein, dass ich so gar nicht argumentiere. Das sind Nebenkriegsschauplätze und Ad-Hominem Argumente und die mag der SF als Betreiber ja auch gar nicht (womit er Recht hat).
Grundsätzlich finde ich es eher belustigend wie hier Kommentatoren den Untergang des Abendlandes herbeischreiben, weil man sich eben entweder über geldaffine Wechselwirkungen mit pseudo-wertigem-TV-Serien-Scheiss echauffiert, oder über einen eigentlich authentischen und respektablen Blogger, der Gefahr läuft mit so einer Aktion seine Glaubwürdigkeit in die Tonne zu schmeissen.
Und @ Stefan Sasse:
Das es darum gar nicht geht, weisst Du doch seht gut. Wenn Du meinst, dass meine Sicht über Deinen Beitrages so wie ich ihn sehe, dumm, störend und überflüssig ist, dann sag es doch ganz einfach. Erspart mir und Dir die Diskussion.
Ich will dir ein wenig Recherche ersparen:
Das war weder in diesem Blog, noch zu diesem Artikel mein erster Kommentar. Und ich will meinen “Hitler” gern noch ein wenig ausführen:
Stefan Sasse berichtet hier über die Marketingmaßnahmen zu einer ihm zusagenden Serie, die er (wie ich) für gelungen hält.
Du antwortest mit
“…die Banken …sind systemrelevant… Frauenmagazine… Steuerberater… Rechtsanwälte und Controller… wir leben für das Produkt.”
In dieser Liste fehlen dann wirklich nur noch Hitler, die Politiker und die Illuminaten. Was willst du damit eigentlich sagen? Dass wir jede Werbung schlimm finden MÜSSEN?
Und dann dieser ganze Mist von wegen Glaubwürdigkeit.
Subjektivität in Blogs war nie eine Schwäche, sondern einfach ein Fakt. Wenn jemand ein Produkt mag und darüber schreibt, gefährdet er nur dann seine Glaubwürdigkeit, wenn er dafür bezahlt wird. Und da wollt ihr jetzt nicht wirklich den Amazon-Link anführen, oder? Das ist lächerlich.
Die Subjektivität des Beitrages wurde im Startdisclaimer ausführlich ausgebreitet. Wer das danach nicht verstanden hat, sollte hier vielleicht einfach kleinere Brötchen backen – um nicht die Glaubwürdigkeit seiner Lesekompetenz in Frage zu stellen.
Was “Ihr” findet ist mir doch egal. Ich find Werbung zum Kotzen, aber das ist hier überhaupt nicht das Thema.
Ich habe nicht die Glaubwürdigkeit Sasse´s mit fehlender Subjektivität begründet. Stell Dich doch nicht dümmer als Du bist.
Edit: übrigens:
sind sie das nicht immer?
Doch! Das wäre (überhaupt mal) ein Thema! Dann hätte man auch was zu diskutieren. Hier könnte ein Dialog auf vernünftigem Niveau stattfinden und nicht so ein echauffiertes Gepöbel.
Es ist ja schön und gut, wenn hier einige nur noch über die neue Welt- und Wirtschaftsordnung reden wollen, aber 1) wo ist das Problem, mal einen Artikel nicht zu lesen und 2) sind wir jetzt alle so intellektuell, dass jegliche Popkultur unter unserer Würde ist??
Puh, dann wirds aber langweilig.
Wie leider so oft :-(
Tja Jens B. irgendwie scheint das Niveau in deinen Kommentar reziprok mit deinen eingestellten Arikel zu skalieren, und leider bist auch du einer, der sagen wir mal salopp, sehr arrogant und hochnäsigmit dir unangenehmen Kommentaren umgehet. Woran liegts? klick-Erfolg? schnöder Mammon? Totaler Frust über “seine” Leser? Üblicher Wahn Pseudo-Linker :D?
Das hat bei dir früher viel besser funktioniert, souverän, höflich, ehrlich, eloquent. Hat mal Spass gemacht dich zu lesen. C`est la vie…
ELP
Sellerie…wie der Hollaender sagt.
;-D den musst ich los werden..
Aber natürlich! Ich kenne doch meine Pappenheimer. Die nölen schon seit Jahren herum. Warum lesen sie dann hier überhaupt?
Wenn es nach meinem Kopf ginge, hätte ich die Kommentarfunktion längst abgestellt. Ab einer gewissen Größe fällt nun einmal leider das Niveau der Kommentare. Das war früher mal anders. Wahrscheinlich hat meine zu sanfte Moderation nun aber genau zu dem geführt, was ich immer befürchtet habe. Nun ja, wenn es ganz dicke kommt, genügt ein Klick, um die Kommentare zu deaktivieren … was ich schade fände.
Wie man in den Wald hineinruft … früher waren auch die Kommentatoren höflicher und eloquenter. Vor allem ging es früher auch um die Themen und nicht um sinnlose Meckerei über vermeintlich schlechte Gastautoren und Themen, die dem Blogwart nicht gefallen.
Na klar …da war’n wa auch noch jünger!
…auch noch sentimental werden? Mensch Berger!
Tout le monde il est beau tout le monde il est gentil
…den Kuchen mal wieder für sich alleine behalten? Pfui schäm Dich!
Na ja …[D]ein_spruch!
[duck&wech]♪Ja, wie man in den Wald hineinruft… Wenn man gleich mehrere Partnerlinks in einen Artikel setzt, der als solcher scheinbar auch nicht hierher passt, dann muss man eben mit einem gewissen Kommentarecho rechnen.
Und was soll man groß über das (vermeintliche) Thema reden, es bietet ja nun wirklich keine neuen Erkenntnisse?
Schade, dass man die Themenauswahl nicht kritisieren darf, ohne als Blogwart bezeichnet zu werden.
Für mich ist das (glaube ich) der erste “Artikel”, den ich hier kommentiert habe und beim Lesen bin ich auch noch nicht “seit Jahren” dabei. Zu deinen Pappenheimern gehöre ich also sicher nicht. Trotzdem finde ich es sehr schade, wie hier manche kritische Comments einfach abgebügelt werden. Aber vielleicht bin ich auch einfach noch zu jung, um daran gewöhnt zu sein.
Für mich persönlich kann ich sagen, dass ich den SF wegen seiner manchmal auch kontroversen Sichtweise auf wenig beachtete oder aktuelle Themen lese und nicht, weil mir hier von irgendwelchen TV-Serien und ihren Werbekampagnen vorgeschwärmt wird. Eigentlich hätte ich erwartet, dass diese Sicht auf mehr Verständnis trifft.
Der Beitrag ist trotzdem oberdoof und passt Null zum SF.
Schlechter Einstand für die neuen Mitschreiber.
Manchmal ist weniger eben doch mehr.
:- (
Von Einstand kann eigentlich keine Rede sein, ich hab schon definitiv eine zweistellige Zahl von Artikeln hier veröffentlicht.
Mal was ganz anderes: Verhält es sich mit viralem Marketing und Werbewirksamkeit nicht genauso wie mit Placebos in der Medizin? Wenn man darum weiß, wirken also weder Werbeviren noch Zuckerpillen. Demnach These: Genauso wie Placebos nur durch den Glauben von Unwissenden an Halbgötter in Weiß therapeutisch erfolgreich sein können, wirkt virales Marketing nur bei den Doofen, die sich nicht bewusst sind, dass sie hier zum Kaufen animiert werden sollen.
Klingt das schlüssig?
Nein. :)
Ernsthaft, virales Marketing basiert ja gerade darauf, dass du nicht doof bist. Sonst könnte man dir ja ein Plakat vor die Nase setzen, das wäre einfacher und billiger. Die Idee ist ja, dass du Interesse an etwas bekommst, dich auch aktiv drüber informierst und es danach weiter empfiehlst. Dafür braucht es ein Mindestmaß kognitiver Fähigkeiten. Der ganze Gag am viralen Marketing ist ja, dass es praktisch unmöglich mit einem schlechten Produkt durchführbar ist. Eine virale Marketingkampagne für die FDP? Unvorstellbar. :)
Früher – Bloggs stellten Meinungen der Schreiber dar, sozusagen “Zeigefinger” um aufmerksam zu machen.
Heute – Zu viel Schrott in Bloggs. Und zu viele Sockenpuppen die den Schreiber zujubeln. Erinnert mich immer an den Schahbesuch damals – die stöckeschwingenden Jubelperser. Und wenn einem Bloggbetreiber die fremde Meinung nicht gefällt – Drohung mit Sperre. Eine Methode, die gewisse Foren ebenfalls gerne nutzen. Wer kann schon sachliche Kritik vertragen.
Und wer von den jeweiligen Lesern macht sich schon die Mühe die Hintergründe der Blogger zu betrachten. Das Impressum mal anzugucken und die Namen zu googeln. Dann die entsprechenden Adressen bei Google-Earth mal zu betrachten, wie die leben. Erstaunlich was man da so erkennen kann. Denn wie groß ist die Wahrscheinlichkeit das in einer Stadt zwei identische “Bezeichnungen” zu finden sind. Also gleicher Titel und Name. Im Impressum dann eine heruntergekommene Wohngegend, unter der anderen Anschrift eine “Nobelgegend”. So werden dem unbedarften Bloggleser Dinge vorgegaukelt.
WERBUNG – für sich selbst – das sind Bloggs inzwischen geworden. Schade.
Ach – Anwesende natürlich ausgeschlossen – oder doch nicht? Das mag jeder für sich im stillen Kämmerlein überlegen, da wo es kein anderer Mensch mitbekommt. Wie stand schon in Delphi der Spruch
- Erkenne dich selbst – aber damit haben viele so ihre Probleme – Dissonanzreduktion – oder wie hier oft geschrieben wurde – kognitive Dissonanz – sorgt für eine Selbstzufriedenheit.
DAS ist mein letzer Beitrag in Bloggs – das reale Leben offline ist interessanter.
In Anlehnung an Bye bye Miss American Pie – bye bye Trolle und Sockenpuppen.
Das war “früher” nicht anders. Meine Sperrliste ist fast so alt wie mein Blog.
Mönsch! Diese Blogger sind ja echt clever! Alles “Vollstecker” aus dem Speckgürtel, die nur so tun, als seien sie arme Schlucker. Gut, dass Du aufpasst! So geht das freilich nicht!
Warum nur glaube ich das nicht?
Hochgeschlafen? ^^
Sag mal bist du nicht der unbequemer der schon bei flatter rausgeflogen ist ?
oder gibt’s da zwei ..einer mit Nobelkommentaren aus ner Scheissgegend
und einen mit Scheisskommentaren …… ?
Aufklaerung bitte …aber lueckenlos ;-)
***WERBUNG – für sich selbst – das sind Bloggs inzwischen geworden. Schade.****
wenn alle so beschissen sind und du so hohe Ansprueche hast eroeffne doch einen eigenen und lass’ uns wissen wo wir an deiner Weisheit teilhaben und diese kommentieren duerfen… :-D
Stell Dir vor, es ist Virales Dingens, und niemand sagt was. :)
Leiber Daniel,
dieses WIEDERHOLTE Großschreiben einzelner Wörter zur BETONUNG halte ICH persönlich für etwas PENETRANT.
Nichts für Ungut,
Satch
The Wire ist der “große amerikanische Gesellschaftsroman” auf den die Feullitonisten hüben wie drüben seit Ewigkeiten warten.
Punkt.
Niemand hat gesagt dass der unbedingt in schriftlicher Form ausgefertigt sein muss.
Wie auch die “Sopranos” und vergleichbare Serien profitiert auch “The Wire” von der künstlerischen Freiheit die Autoren und Produzenten durch die relative Quotenunabhängigkeit gewährt wird.
Faktor 1)
Die Serie wird nicht erfolgsbasiert beliebig verlängert/verkürzt, sondern stringente Handlungsbögen und Charakterentwicklungen werden über einen fest definierten Zeitraum (bspw. 6 Staffeln a 20 Folgen) festgegossen.
Inkonsistenzen und totnudeln von Hauptcharakteren quasi ausgeschlossen.
Faktor 2)
Das Pay-TV Format erlaubt Handlungs/Spannungsbögen pro Folge, die über das normale 15min Werbepausen-Stakkato hinausgehen.
Dämliche Cliffhangerblenden im Viertelstundentakt um das Kuckvieh bei Laune und am Kanal zu halten bleiben aus.
Danke Internet dass ich daran teilhaben darf, danke… danke.
Sehe ich genauso.
Es ist aber auch nicht alles Gold:
Ich finde es bspw. enttäuschend inkonsequent “Treme” eine 2. Staffel zu verpassen, da ist das Ergebnis fast absehbar mager.
Auch bei “Boardwalk Empire” hatte man (Verallgemeinerung der Freundeskreismeinung) zumindest in den ersten 3-4 Folgen das Gefühl, die Macher und Schauspieler stünden unter dem immensen Druck “the next big thing in TV” abzuliefern.
Erst zum Ende fanden sie mehr der nötigen Gelassenheit um das Gesamtbild abzurunden.
Zu den Werbeformaten:
Auch abseits von HBO fanden erstaunliche Entwicklungen statt, inzwischen haben die TV-Produzenten offenbar Methoden gefunden den Würgegriff der Werbepause zu instrumentalisieren.
So gibt es etliche Episoden-TV Serien, die sich an den Werbepausen aufgliedern und so eine Comicstrip ähnliche Erzählweise implementieren, die durchaus ihren eigenen Reiz entwickelt.
“Heroes”(Staffel 1, Rest autorenstreik-geschädigt), “The Walking Dead” und “Breaking Bad” mal als Positivbeispiele herausgegriffen.
Der Blick in die deutsche TV Kiste ist vergleichsweise ernüchternd, wenn schon der “Polizeiruf 110″ in der Positivliste auftaucht…