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  • Die Mutter aller Blasen

    geschrieben am 11. Juli 2009 von Spiegelfechter

    Weltweit kämpfen die Regierungen auf Pump gegen die Krise an ? die Folgen könnten verheerend sein

    Ein neues Konjunkturpaket hier, ein Rekordhaushaltsdefizit dort ? wenn in allen Ländern der Welt die Privatwirtschaft in der Rezession steckt und das Bankensystem mit unvorstellbaren Summen vor sich selbst gerettet werden muss, spielt Haushaltsdisziplin keine Rolle mehr. Der IWF [extern] schätzt, dass die Regierungen der zwölf größten OECD-Staaten über 10 Billionen US$ an neuen Schulden aufnehmen müssen, um die Folgen der Finanzkrise zu bewältigen. Doch diese Schätzungen sind konservativ und eher ein Best Case-Szenario.

    Der ehemalige IWF-Chefökonom Kenneth Rogoff hält eine Neuverschuldung von 15 Billionen US$ für wahrscheinlicher. Die Billionen-Dollar-Frage lautet daher: Wer soll eigentlich die ganzen Schuldscheine kaufen? Es ist wahrscheinlich, dass das Überangebot an Staatspapieren die Zinsen in die Höhe treibt. Dadurch könnte die Konjunktur abermals unter Druck geraten und der einzige Ausweg wäre Inflation. Die Notenbanken müssten in diesem Falle eine Beobachterposition einnehmen, da ein Gegensteuern über die Geldpolitik die Staatsschuldenblase zum Platzen bringen könnte.

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    Weltweit kämpfen die Regierungen auf Pump gegen die Krise an ? die Folgen könnten verheerend sein Ein neues Konjunkturpaket hier, ein Rekordhaushaltsdefizit dort ? wenn in allen Ländern der Welt die Privatwirtschaft in der Rezession steckt und das Bankensystem mit unvorstellbaren Summen vor sich selbst gerettet werden muss, spielt Haushaltsdisziplin keine Rolle mehr. Der IWF ...
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    46 Kommentare:

    1. Karl Heinrich schrieb am 11. Juli 2009 at 11:32 - Permalink

      Schöner Artikel, der mit ruhiger Hand Dilemmata beschreibt, die einen wirklich nervös machen können.

    2. gxc schrieb am 11. Juli 2009 at 11:55 - Permalink

      Die Aussage, dass die Regierungen damals nicht genug Geld in die Hand genommen hätten, ist nicht belegt.
      Tatsache, dass die Verschuldung damals kräftig anstieg, ungefähr in der gleichen Größenordnung (% des GDP) wie heute. Verschärfend kam hinzu, dass speziell die USA den Protektionismus schürten. Exporte u Importe schrumpften stark, z.B. zum Nachteil der US-Farmer, deren landwirtschaftliche Produkte nicht mehr exportiert werden konnten, was die Preise einbrechen liess und zur Landflucht führte. U.a. konnten die Deutschen ihre Industrieprodukte, für die damals weltweit Bedarf bestand, nur noch schwer absetzen.
      Die Regierungen verschärften die Krise – Amity Shlaes, The Forgotten Man/ Wolfgang Schivelbusch – Entfernte Verwandschaft.
      Die Gewerkschaften setzten günstige Tarifabschlüsse durch und die staatlichen Eingriffe in die Vertragsfreiheit nahmen überhand – was man als Umschwung zu einer staatsgesteuerten Wirtschaft bezeichnet.
      Die Aussage, dass …. sich die Ökonomen einig seien, dass die Regierungen damals zu wenig Geld in die Hand genommen hätten … entspricht nicht der heftigen Kritik, die den Ausgabenprogrammen von Bush und erst recht Obama entgegen schlägt.
      Die Regierungen hatten die Probleme aus der finanziellen Blase 1929 erst zur Katastrophe der “Great Depression” gemacht.
      Die “große Depression” und der “New Deal” hatte das Ergebnis, das auch Ende 1939 noch ene Arbeitslosigkeit von 18% bestand, trotz enormer Verschuldung in den USA (auch Deutschland). Erst durch den Aufbau einer großen Armee (12 Mio. Soldaten) und die Aufrüstung ging die Arbeitslosigkeit in den USA ab 1941 deutlich zurück – was nicht als “selbsttragender Aufschwung” eingestuft werden kann.

    3. 7schläfer schrieb am 11. Juli 2009 at 12:01 - Permalink

      jo, und die Banker klopfen sich schon wieder gegenseitig auf die Schultern…. Vielleicht doch Komplettverstaatlichung des Bankensektors? Oder Komplettenteignung? Ist nicht eines der Probleme, dass die Hebel so hoch (gewesen) sind?
      Mal ehrlich: das kann man doch niemals zurückzahlen…. nicht einmal annähernd….. die Firmen werden noch mehr Menschen entlassen oder die Löhne noch weiter drücken, damit die Kosten sinken und der Gewinn steigt; die Menschen zahlen also weniger Steuern, da sie zum einen weniger Lohn erhalten, und zum anderen dadurch auch weniger konsumieren….
      es werden noch mehr entlassen usw. usf.
      Vielleicht doch Komplettverstaatlichung der Wirtschaft?

    4. 7schläfer schrieb am 11. Juli 2009 at 12:07 - Permalink

      @2 gxc
      Genau. Wenn gar nichts mehr geht gibt?s nen Krieg. In Deutschland genauso wie in den USA und allen anderen Ländern. Die Amerikaner mussten damals halt nur relativ lange warten (bis endlich die Japaner PH angegriffen haben), hatten allerdings ausschließlich wirtschaftliche Gründe um in den Krieg zu ziehen.

    5. Tarantoga schrieb am 11. Juli 2009 at 12:23 - Permalink

      Durch Inflation kann sich kein Staat entschulden. Denn die Inflation kommt erst durch die Kreditaufnahme des Staates (und sei es bei der eigenen Notenbank). 1923 war die Staatsverschuldung am Ende am höchsten. Danach kommt dann der Staatsbankrott. Überhaupt lassen sich die Schulden im System nur durch Bankrotte vermindern.

    6. Peter Bommel schrieb am 11. Juli 2009 at 13:03 - Permalink

      Genau, startet die Matrix neu. Der Resetknopf ist der Krieg.
      Traurig, aber, wie es aussieht, wahr.
      Willkommen in der Steinzeit 2.0

    7. Ulf schrieb am 11. Juli 2009 at 13:05 - Permalink

      Der größte Teil der deutschen Neuverschuldung wird ja leider nicht für Investitionen in die Zukunft bzw. Konjunkturprogramme verwendet, sondern um einige Banken zu retten.

      Diesen Banken werden dann von der Zentralbank günstige Kredite gegeben, mit denen dann die Staatsanleihen aufgekauft werden. Durch schlechter werdende Ratings und Überangebot der Staatsanleihen steigen die Zinsen für diese und damit die Gewinne der Banken.

      Wenn man das Bankenretten Ernst nimmt, dürfte die Zentralbank die Zinsen für die kurzfristigen Kredite an Banken nicht erhöhen, weil diese dann schnell zahlungsunfähig werden und die Staatsanleihen abstoßen müssten.

      Soweit so schlecht. Aber wo liegt dann genau der Unterschied zum direkten Aufkauf der Staatsanleihen durch die Zentralbank? Ich meine, abgesehen vom Gewinn der Privatbanken?!

    8. Spiegelfechter schrieb am 11. Juli 2009 at 15:59 - Permalink

      @2 gxc

      Die Aussage, dass die Regierungen damals nicht genug Geld in die Hand genommen hätten, ist nicht belegt.

      Quelle

      Dieser Umstand ist eigentlich recht gut belegt, wobei natürlich darüber streiten kann, was “genug” ist.

      Tatsache, dass die Verschuldung damals kräftig anstieg, ungefähr in der gleichen Größenordnung (% des GDP) wie heute.

      Nein – siehe Grafik

      Die Regierungen hatten die Probleme aus der finanziellen Blase 1929 erst zur Katastrophe der ?Great Depression? gemacht.

      Jein – so einfach ist das auch nicht. Natürlich gab es Wechselwirkungen, weder “nur” die Finanzwelt noch “nur” die Politik haben aus dem Finanzcrash eine Wirtschaftskrise gemacht. Um genau zu sein, war die Krise schon da, bevor die Kurse purzelten. Wenn Du Dich fürs Thema interessierst, kann ich Dir Paul Krugmans “The Return of Depression Economics and the Crisis of 2008″ empfehlen.

    9. Spiegelfechter schrieb am 11. Juli 2009 at 16:03 - Permalink

      @5 Tarantoga

      Durch Inflation kann sich kein Staat entschulden. Denn die Inflation kommt erst durch die Kreditaufnahme des Staates (und sei es bei der eigenen Notenbank).

      Nein – Inflation kommt durch eine Vermehrung der Geldmenge im Geldkreislauf ohne wirtschaftliche Gegenleistung. Private Geldvermehrung kann auch Inflationen auslösen.

      1923 war die Staatsverschuldung am Ende am höchsten.

      Natürlich – weil die Schulden damals auch in Goldmark ausgestellt waren. Und die ist im Wert stabil geblieben.

    10. Spiegelfechter schrieb am 11. Juli 2009 at 16:09 - Permalink

      @7 Ulf

      Aber wo liegt dann genau der Unterschied zum direkten Aufkauf der Staatsanleihen durch die Zentralbank? Ich meine, abgesehen vom Gewinn der Privatbanken?!

      Das Geld der Banken stammt aus dem Kreislauf – das Fremdkapital ist ja “gegengebucht”. Das Geld der Zentralbanken stammt hingegen nicht aus dem Kreislauf.

    11. Sev schrieb am 11. Juli 2009 at 16:59 - Permalink

      @Spiegelfechter:

      Das ganze ist evtl ein wenig offtopic schreibe aber trotzdem:

      Das Geld der Banken stammt aus dem Kreislauf – das Fremdkapital ist ja ?gegengebucht?. Das Geld der Zentralbanken stammt hingegen nicht aus dem Kreislauf.

      Verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

      StatusQuo ist doch, dass der Staat seinen Kredit bei einer PrivatBank mit einer Staatsanleihe verbürgt, dadurch zu einem bestimmten Zinssatz Geld erhält. Die kreditgebende Bank geht mir der Staatsanleihe zur Zentralbank kriegt dafür dann Geld, zahlt dafür einen geringeren Zinssatz als der Staat.
      Es ist für den Laien in der Tat schwer einzusehen, warum der Staat private Banken mitverdienen lässt und nicht selber zur Zentralbank geht. Ich habe mal gehört, dass das früher möglich war?! Warum wurde das abgeschafft?

      Literaturtips?

    12. Spiegelfechter schrieb am 11. Juli 2009 at 17:08 - Permalink

      @Sev

      StatusQuo ist doch, dass der Staat seinen Kredit bei einer PrivatBank mit einer Staatsanleihe verbürgt, dadurch zu einem bestimmten Zinssatz Geld erhält.

      Richtig – aber diese Staatsanleihen werden zu einem sehr großen Teil von Privatpersonen gehalten, direkt und v.a. indirekt. Wenn Du eine Kapitallebensversicherung oder einen Fonts hältst, der risikoavers investiert, hältst auch Du indirekt Staatsanleihen.

      Die kreditgebende Bank geht mir der Staatsanleihe zur Zentralbank kriegt dafür dann Geld, zahlt dafür einen geringeren Zinssatz als der Staat.

      Ja – aber dafür muss sie auch eigenes Kapital mitbrungen.

      Es ist für den Laien in der Tat schwer einzusehen, warum der Staat private Banken mitverdienen lässt und nicht selber zur Zentralbank geht.

      Weil die Schulden dann ohne “echte” Gegenbuchung aus dem “luftleeren Raum” finanziert würden. So etwas geht, wirkt aber inflationär.

      Ich habe mal gehört, dass das früher möglich war?! Warum wurde das abgeschafft?

      Das muss aber “ganz” früher gewesen sein ;-)

      Literaturtips?

      Außer wissenschaftlichen Lehrbüchern habe ich da gerade nichts im Kopf.

    13. Ulf schrieb am 11. Juli 2009 at 19:11 - Permalink

      @11 Sev

      Genau das habe ich auch nicht verstanden.

      @12 SF

      D.h. der Gelddruckeffekt ist niedriger, weil die Privatbank, wenn sie Staatsanleihen kauft, auch Eigenkapital (Du schreibst z.B. 1/11) einsetzt und den Rest nicht nur von der Zentralbank leiht, sondern auch von Versicherungen und Privatpersonen bekommt.

      Ok. Ich hatte im Hinterkopf, dass die Banken vor allem auf Zentralbankgeld zum Kauf von Anleihen setzen würden (siehe den vorletzten Absatz). Je mehr sie das tun, desto mehr ähnelt das Verfahren ja der Gelddruckmaschine.

    14. Alex schrieb am 11. Juli 2009 at 22:32 - Permalink

      Sehr guter Artikel, jedoch werden auch hier nur die Symptome beschrieben. Der wichtigste Punkt fehlt hier:

      Kein Wachstum ohne Schulden.

      Die ganze Wirtschaft wird durch Kredite versorgt. Soweit so gut und für uns alle völlig normal, jedoch entwickelt sich der Zins exponentiell. Das heißt, dass die Zinslasten durch den Zinseszins extrem anwachsen. Das Sozialprodukt kann durch das Wirtachaftswachstum jedoch nicht schnell genug mitwachsen. Es entsteht eine Schere. Diese Schere zwischen Zinslasten und Sozialprodukt zwingen die Wirtschaft zum permanenten Wachstum!
      Jeder Politiker und jeder Volkswirt spricht davon, auch wenn nur die wenigsten von ihnen die Ursachen dafür erklären.
      Werden die Zinslasten schließlich so groß, dass auch das Wachstum nicht reicht, müssen Sozialleistungen gekürzt und oder Steuern erhöht werden. Dieses Phänomen sehen wir derzeit in Deustchland sehr deutlich.

      Weiter ist es aber so, dass der Zins auch den Markt “regulieren” soll. Das soll dann über den Leitzins geschehen, jedoch hat Geld gegenüber allen Waren einen enormen Vorteil. Es verdirbt nicht (wenn es keine Inflation oder gar eine Deflation) gibt.
      Das heißt, dass momentan die Menschen ihr Geld zurückhalten können und auch tun womit die Krise verschlimmert wird. Der Zins, der eigentlich das Geld in den Wirtschaftskreislauf bringen soll, versagt hier auf ganzer Ebene.
      Das Resultat des Geldhortens ist eine Verschärfung der Krise. Wird Geld gehortet, sinkt die Geldumlaufgeschwindigkeit. Die Firmen setzen weniger ab und um, verdienen weniger, entlasten dadurch Menschen, womit die Kaufkraft weiter schwindet. Ein Teufelskreis. Dieses Phänomen versucht man nun mit dem Gelddrucken zu beseitigen. Ohne nennenswerten Erfolg, wie man sieht.

      Auch wenn meine Ausführungen nur sehr grob und unausfürhlich sind, so kann man unser Wirtschaftssystem als selbstzerstörerisch bezeichnen und das wird totgeschwiegen!

    15. Beate schrieb am 11. Juli 2009 at 23:25 - Permalink

      Das Kapital sind das nicht auch die Grünenwähler, die ihr Geld zur Sparkasse bringen, und einen Anspruch auf eine möglichst hohe Rendite erheben?
      Die Sparkasse sammelt das Geld und beauftragt Manager es zu mehren.
      Diese verlangen dann von der Regierung weniger Umweltschutz, niedrigere Steuern, weniger Arbeitsschutz, weniger Kündigungsschutz, niedrigere Löhne usw.
      Das Grüne der Agenda2010 zugestimmt haben und Joschka Fischer den Steuerreformen sollte in einer stillen Minute zur Selbstauflösung dieser Partei führen.
      Bei der FDP weiss man wenigstens das sind stramme Neokonservative, die den Weltuntergang anstreben, die uns das Siechtum verkürzen wollen. Steuersenkungen geht nur bis 0, aber das Kapital verlangt auch danach immer mehr und höhere Renditen.
      Andre Gorz hatte Recht es liegt nicht nur Peak Oil hinter uns.
      Der Kapitalismus hat die innere Grenze durchbrochen, als die Zahl der kapitalproduktiven Erwerbstätigen so gering wurde, dass der Profit zusammenbrechen mußte.
      Über 70% der Erwerbstätigen in den USA sind Kellner, Verkäufer, Putzfrauen, Hausangestellte, Hausmeister, Kindermädchen usw.
      Die unmittelbar Kapitalproduktiven machen nur noch 10% der Bevölkerung aus.
      Zuwenig damit der Kapitalismus überleben kann.

    16. Sev schrieb am 12. Juli 2009 at 00:52 - Permalink

      @Beate:

      Die Zahlen, die Du nennst ["Über 70% der Erwerbstätigen in den USA sind Kellner, Verkäufer, Putzfrauen, Hausangestellte, Hausmeister, Kindermädchen usw."] sind krass!
      Auch wenn ich prinzipiell mit den Thesen des NeoKon Henkel nicht übereinstimme, so halte ich seine Aussage “Wir können nicht davon leben, uns gegenseitig die Haare zu schneiden” doch für richtig. Es ist in meinen Augen unsinnig immer weiter in Richtung Dienstleistungsgesellschaft, nach Vorbild von GB oder Amerika zu gehen. Diese Länder profitieren zwar von ihren Finanzmarktzentren, da ein kleiner Teil der umgesetzten Summen der wirtschaft zugeführt werden, trotzdem fehlt in meinen Augen die wirtschaftliche Substanz.
      In Deutschland haben wir nur leider das chronische Problem einer schwachen Binnenkonjunktur und einer extremen Exportabhängigkeit, das ist das Ergebnis politischer Weichenstellung. Dann klopen wir uns als “Exportweltmeister” auf die Schultern. Dass, das nicht gut ist (lernt man unter anderem schon in der Schule “Magisches Viereck”) wird nun in der Kriese bestätigt, ist aber in meinen Augen nicht darauf zurückzuführen das wir noch eine starke Industrie haben. Fragwürdig ist aber, ob in der Industrie mit zunehmender Automatisierung überhaupt noch eine nennenswerte Anzahl von Menschen Arbeit finden kann (mir schwebt ein Zeithorizont von 10-30 Jahren vor). Was passiert dann mit dem Kapitalismus? Sind unsere (chronisch) hohen Arbeitslosenzahlen und die weltweit ansteigenden Werte nicht auch vorboten eines Kapitalismusversagens?

    17. Beate schrieb am 12. Juli 2009 at 10:55 - Permalink

      @SEV

      Überlege einmal die Erfordernisse der Ökologie im Spannungsverhältnis zu den Erfordernissen der Kapitaleigner, zu denen auch Joschka Fischer gehört.
      Warum wurde das Renteneintrittsalter auf 67 erhöht, nicht aber die Produkthaftung für die Hersteller verschärft, so dass sich die gewöhnliche Nutzungsdauer unserer langlebigen Konsumgüter verdoppeln würde.
      Was brächte mehr?

      Alles wahnsinnig komplex nich war!

    18. Hans P. schrieb am 12. Juli 2009 at 12:34 - Permalink

      “Weil die Schulden dann ohne ?echte? Gegenbuchung aus dem ?luftleeren Raum? finanziert würden. So etwas geht, wirkt aber inflationär.” schreibt der Spiegelfechter.
      Fraglos mit Absicht stehen da anden entscheidenden Begriffen “Tüddelchen”. Es findet eben keine echte Gegenbuchung statt, dass ist das Prinzip des “kreditgetriebenen” Gelddruckens. Tatächlich handelt es sich um eine Vereinbarung, der ursprünglich als Kontrollmechanismus fungieren sollte: “Wir lassen noch jemand auf Augenhöhe mitreden, dann kann nicht nah unserem alleinigen Belieben Geld gedruckt werden”. Funktioniert das den überhaupt noch? Wird die Kontrolle nicht längst unterlaufen?
      Entweder: die ganze Kohle kommt irgendwo her, als liquide Mittel oder irgendwie gedeckt. Dann ist klar, dass jemand oder eiine Struktur diese Krise verursacht hat, weil die Mittel nicht in den Kreislauf gelangt sind, als es erforderlich war. Und sich jetzt mit Zinsen dafür bezahlen lässt – einer praktisch unendlichen Leibrente, denn diese Schulden sind nie zurückzahlbar (was im übrigen Kreditnehmer und Kreditgeber wissen, das ist ja der Trick: auch der “Sicherheiten” hinter den Krediten sind ja Luftnummern und werden nun in einen unendlichen Geldfluss zu den Kreditgebern hin verwandelt)
      Oder die Liqudität und die Sicherheiten sind nicht da: dann werden sie mit einem Federstrich (bzw. einem scheinbar komplexen, abgesicherten Verfahren, das die Beliebigkeit des Vorgangs verschleiert) neu erzeugt. Dagegen wäre nichts einzuwenden, dann gibt es eben ein paar Aktien und Anteile mehr am nach wie vor gleich großen Kuchen Volkswirtschaft. Wäre es nicht so, dass diesen neuen Anteil vorwiegend in die Verfügung von Menschen und Institutionen gelegt werden, die ohnehin schon überproportional davon haben; womit für alle anderen weniger übrig bleibt.
      Alsdie Krise nach Europa schappte bzw. hier auch nicht unter dem Deckel zu halten war, schrien einige, jetzt sei eine Neuordnung des Finanzmarktes unumgänglich. Merkwürdig: Davon hört und sieht man nichts mehr. Stattdessen große Freude und Lob überall, dass das bestehende System es wieder mal gschafft hat (den Reichtum aus vielen kleienn Häufchen zum großen Hufen zu schaffen).
      Mich verwundert nur, dass die Menschen das so klaglos über sich ergehen lassen. Keiner glaubt den Schwätzern mehr. Aber wenn es zur Sache geht heißt es: wir müssen den Gesetzen des Marktes gehorchen, da kann man nichts machen. Wie das Kaninchen vor der Papierschlange.

    19. salvo schrieb am 12. Juli 2009 at 13:29 - Permalink

      damit in Kontext

      hat jemand sich mit Stephen Zarlenga auseinandergesetzt? ich habe sein Buch “Der Mythos vom Geld – die Geschichte der Macht” bekommen und habe es zu lesen angefangen.
      In der Einführung stellt Zerenga seinen Ansatz dar: Er schreibt eine Geschichte des Geldes, die eine Geschichte der Macht ist, die sich auf das jeweils historisch herrschende monetäre System begründet, das sich wiederum auf einem ‘undurchsichtigen’ bzw ‘falschen’ Begriff des Geldes basiert. Seine These meint, dass das Hauptmotiv jeder gesellschaftlichen Auseinanderstzung die Macht über das monetäre System ist, die zugleich die Macht über die Gesellschaft ist.

      Ich zitiere einige aussagekräftige Stellen aus der Einführung:

      “Die Macht in einer Gesellschaft wird überwiegend von ihrem Geld- und Bankensystem ausgeübt”
      “Durch monetäre Beschlüsse wird festgelegt,auf welche Art und Weise Geld in der Gemeinschaft verfügbar gemacht wird, was wiederum den Grad der Beschäftigung bzw. der Arbeitslosigkeit, die Höhe der Einkommen, Investitionen, Zinssätze und viele weitere Faktoren bestimmt.”
      “In diesem Buch wird die These aufgestellt, dass” die Ausübung der monetären Macht das Hauptmotiv gesellschaftlicher Auseinandersetzungen ist und dass diese Macht durch undurchsichtige oder gar falsche Theorien über das Wesen des Geldes ausgeübt wird. Eine falsche Definition des Geldbegriffs hat häufig dazu geführt, dass bestimmte Gruppen oder Personen die Macht über das Geldwesen einer Gesellschaft und damit über die Gesellschaft selbst ausüben konnten.”

      Über die Mystifizierung des Geldes:

      “Gerade weil monetäre Systeme soch so hervorragend zur Ausübung von Macht eignen, schützen diejenigen, die diese Systeme beherrschen, in der Regel ihre daraus resultierenden Privilegien durch Verhüllung und Verfälschung monetärer Begriffe.”

      Er schreibt auch, dass die Auseinanderstzung mit der Geschichte des Geldes und seines Begriffs erschwert wurde, weil Macht ein Interesse daran hat, sie im Dunklen zu lassen. An dieser Mystifizierung hätte sich hauptsächlich die ‘politische Ökonomie’ beteiligt:

      “Die Mystifizierung des Geldes war vor allem wegen der von den Ökonomen hauptsächlich angewandten Untersuchungsmethode so erfolgreich. Von Adam Smith bis zr Wiener Schule der nationalökonomie wurde zu viel Wert auf theoretisches Denken und logisches Argumentieren statt auf direkte Beobachtung gelegt. Außerdem wurden moralische Erwägungen aus den Theorien möglichst herausgehalten. So schrieb vor etwa einem Jahrhundert der berühmte Geldhistoriker Alexander Del Mar :’Politische Ökonomen machen sich in der Regel nicht die Mühe, die Geschichte des Geldes zu erforschen, ist es doch viel einfacher, sie sich vorzustellen und dann aus diesem imaginären Wissen Prinzipien abzuleiten.”

      Zarlenga gründete das American Monetary Institute

      http://www.monetary.org/

    20. GXC schrieb am 13. Juli 2009 at 10:35 - Permalink

      Hallo!
      Möchten Sie wirklich weiter behaupten, dass sich “die Ökonomen” einig seien, bei der Bewertung der damaligen Situation? Weder das, noch der Erfolg der keynesianistischen Depressionskur wird heute vom Mainstream der Fachleute akzeptiert.

      Genauso wenig ist ein Krieg die Lösung für eine ökonomische Depression: Der Krieg ist die ultimate keynesianiste Rezeptur, der Staat schüttet Gelder in großem Umfang für Staatskonsum (Rüstungsgüter) aus und zieht gleichzeitig große Zahlen von Männern ein. Beides hat starke Auswirkungen auf die Arbeitslosenquote – bei Ende des Krieges fällt man allerdings wieder in das alte Dilemma zurück, weil die privaten Investitionen in der Zwischenzeit zu niedrig waren – um ausreichend neue Arbeitsplätze zu schaffen.

      Sie vertreten eine ökonomische Minderheitsposition, das ist völlig zulässig. Nur Ihr Alleinvertretungsanpruch besitzt keinerlei Berechtigung.
      Lesen Sie doch mal die von mir vorgeschlagenen Quellen – danach sieht die Beurteilung schon anders aus.

      Denn das zitierte Buch von Krugman ist nicht so unumstritten, wie sie vorgeben.

      Eine Replik dazu –
      By AMITY SHLAES

      Paul Krugman of the New York Times has been on the attack lately in regard to the New Deal. His new book “The Return of Depression Economics,” emphasizes the importance of New Deal-style spending. He has said the trouble with the New Deal was that it didn’t spend enough.

      He’s also arguing that some writers and economists have been misrepresenting the 1930s to make the effect of FDR’s overall policy look worse than it was. I’m interested in part because Mr. Krugman has mentioned me by name. He recently said that I am the one “whose misleading statistics have been widely disseminated on the right.”

      Mr. Krugman is a new Nobel Laureate, teaches at Princeton University and writes a column for a nationally prominent newspaper. So what he says is believed to be objective by many people, even when it isn’t. But the larger reason we should care about the 1930s employment record is that the cure Roosevelt offered, the New Deal, is on everyone else’s mind as well. In a recent “60 Minutes” interview, President-elect Barack Obama said, “keep in mind that 1932, 1933, the unemployment rate was 25%, inching up to 30%.”

      The New Deal is Mr. Obama’s context for the giant infrastructure plan his new team is developing. If he proposes FDR-style recovery programs, then it is useful to establish whether those original programs actually brought recovery. The answer is, they didn’t. New Deal spending provided jobs but did not get the country back to where it was before.

      This reality shows most clearly in the data — everyone’s data. During the Depression the federal government did not survey unemployment routinely as it does today. But a young economist named Stanley Lebergott helped the Bureau of Labor Statistics in Washington compile systematic unemployment data for that key period. He counted up what he called “regular work” such as a job as a school teacher or a job in the private sector. He intentionally did not include temporary jobs in emergency programs — because to count a short-term, make-work project as a real job was to mask the anxiety of one who really didn’t have regular work with long-term prospects.

      The result is what we today call the Lebergott/Bureau of Labor Statistics series. They show one man in four was unemployed when Roosevelt took office. They show joblessness overall always above the 14% line from 1931 to 1940. Six years into the New Deal and its programs to create jobs or help organized labor, two in 10 men were unemployed. Mr. Lebergott went on to become one of America’s premier economic historians at Wesleyan University. His data are what I cite. So do others, including our president-elect in the “60 Minutes” interview.

      http://online.wsj.com/article/SB122792327402265913.html

      Viel Vergügen!

    21. schwitzig schrieb am 13. Juli 2009 at 11:50 - Permalink

      Dank dieses Artikels wissen wir nun, dass weder das Geldsystem noch das Bankensystem funktionieren können. Die logische Frage wäre also: Wozu um Gottes willen brauchen wir dieses disfunktionale Geld- und Bankensystem?
      Die Antwort: Wir brauchen es nicht, denn es schadet auf lange Sicht nur.

    22. name schrieb am 13. Juli 2009 at 12:29 - Permalink

      Die entscheidende Frage ist ja, wer das “Wir” darstellen soll. Einer globalen Minderheit von Menschen nützt dieses System permanenter Überproduktion und Unterkonsumtion und ermöglicht deren Reichtum erst.

      Die heutige Krise zeichnet sich vor allem auch dadurch aus, dass es einen enormen Machtzuwachs des renationalisierten Finanzkapitals gibt, dass aktuell auch übereinander herfällt, um die Überproduktionskapzitäten zu beseitigen. Wenn das nicht mehr mit Käufen und Verkäufen möglich ist, gibt es mit einem Krieg, die direkte Zerstörung dieser Kapazitäten einschließlich der Menschen, die diesen Bedinungen unterworfen sind.

    23. schwitzig schrieb am 13. Juli 2009 at 14:40 - Permalink

      @name

      Einer globalen Minderheit von Menschen nützt dieses System permanenter Überproduktion und Unterkonsumtion und ermöglicht deren Reichtum erst.

      Ja, genau. Das und die kuhartige Blödheit der “Eliten” ist das Problem. Allerdings wachsen ähnliche Lowdenker auch nach Abschlagen des Kopfes aus Seilschaften und Opportunistengemengen direkt wieder in die Lücke :-(.
      10% Parisiten ernähren sich vom 90%igen Rest – dem Wirtsorganismus.

    24. Zing schrieb am 13. Juli 2009 at 15:13 - Permalink

      @schwitzig: Einige wenige wissen das nicht erst seit diesem Artikel, es gibt da so ein paar Leute, die predigen das schon seit einigen Jahren, das kann man auch sehr leicht überprüfen. Nur leider sind die anderen wenigen, die dieses Irre Spielchen, mit aller Gewalt (und das ist durchaus wörtlich zu nehmen) am laufen halten, diejenigen, die am meisten davon profitieren und sie haben in diesem Fall auch den längeren Hebel, weil sich diese Erkenntnis, das dieses Geldwertsystem dysfunktional ist einfach noch nicht durchgesetzt hat.
      Bravo an den Spiegelfechter, endlich sind wir zum Kern der Sache durchgedrungen … dieses Problem ist das Problem des 21. Jahrhunderts, das größte Problem, das wir in den Griff bekommen müssen. Alles andere wie die Zerstörung der Umwelt, Korruption, Vetternwirtschaft, Restriktive Gesetzgebung sind nur Randerscheinungen eines total versagenden sich gerade selbst zerstörenden Kapitalismus, es wird nicht gemacht was logisch oder vernünftig oder ethisch korrekt ist, sondern nur das, was Profit verspricht und zwar auf allen Ebenen. Dieses Problem ist auch unserem völlig ohne realem Gegenwert agierendem Geldsystem geschuldet. Man kann das alles auf einen Nenner bringen “Profit koste es was es wolle!” Solange das so ist und wir dieses monetäre System in seiner jetzigen Form zu lassen wird sich die Situation für die Mehrheit der Menschen weltweit nicht verbessern lassen. Beispiele dafür finden sich jeden Tag, Vattenfall z.B. wen interessiert ein schneller Atomaustieg, wen mit maroden Reaktoren Milliarden verdient werden können und der Klimaberater von Frau Merkel zufällig Vattenfall Boss ist? Es werden Kriege geführt, nur weil jemand Öl in der “falschen” Währung verkaufen wollte. Wenn ich mir die Protestkultur so ansehe habe ich oft den Eindruck wir bellen alle den falschen Baum an, die Politk ist nur der Gehilfe unseres durch und durch assozialen Geldwertsystems, wir sollten vor und gegen die EZB und die FED demonstrieren und nicht vor dem Bundestag. Wir sollten uns darum bemühen ein nachhaltiges und gerechtes Wirtschaftssystem ein zu führen. Und wir sollten jeglichen Versuch der Wirtschaft die Politik zu unterlaufen sofort gnadenlos aufdecken und bestrafen (allerdings wird gerade das Gegenteil davon gemacht )
      Wie groß diese Herrausforderung ist wird uns aber erst wirklich klar, wenn wir uns mal dem worst case Szenario stellen, ich glaube, man wird uns nicht ohne Währung stehenlassen, die Weltbank wird großzügig nach der Währungsreform einspringen und uns arme verwirrte Schäflein retten, damit haben wir dann aber nur die Fed und die EZB gegen ein weltweites Ponzi Schema getauscht, das wird nichts ändern. Allen, die sich für dieses Thema interessieren kann ich nur den Film “Let´s make money” ans Herz legen, völlig ohne Pathos mal ein paar Fakten über unser Geld, hat nicht umsonst den Deutschen Doku Preis gewonnen. Und die wenigsten wissen was Geld ist wie es funktioniert und warum dieses Wirtschaftssystem nicht funtkionieren kann … danke auch nochmal an Telepolis und den Spiegelfechter, wird Zeit, dass wir mal darüber reden.

    25. GXC schrieb am 13. Juli 2009 at 15:27 - Permalink

      Nachtrag:
      Ich wollte noch einen Chart über die budget deficts der USA nachliefern, kann die Grafik hier aber n einfügen
      Also hier ist der link:
      US Federal Deficit As Percent Of GDP
      http://www.usgovernmentspending.com/federal_deficit_chart.html

      Der wesentliche Punkt ist, dass – unabhängig vom Auslöser beider Crashs, die Frage zwischen Krugman/ Romer und anderen Ökonomen, wie z.B. Amity Shlaes/ Higgs/ Ferguson et.al. ganz unterschiedlich beantwortet wird, ob fiskalischen Mitteln die Krise überhaupt bekämpft werden kann.
      Der chart zeigt, wie auch die Erfahrungen in Japan 1990ff. und auch in Europa, das die ungehemmte Verschuldung momentan einige Arbeitsplätze sichern kann – aber ein dauerhafter Effekt wird davon nicht ausgelöst.
      1933 war Hjalmar Schacht vom Wert der Notstandsarbeiten nicht annähernd überzeugt.
      Es gab dann zwar nach einiger Zeit Autobahnen, aber ausländische Besucher wunderten sich, warum darauf sowenig private Fahrzeuge fuhren. Die Nazis brachten mit einer immensen Verschuldung zwar die Leute von der Strasse, aber gleichzeitig unter Verschlechterung der Situation – denn bei allem öffentlichen “Reichtum” wurden die Bürger per saldo nur ärmer. Die private Investition, die letztlich die tragfähigen Arbeitsplätze schafft, brach extrem ein, weil die Unternehmen keine Kredite mehr bekam, da der deutsche Staat alle Ersparnisse konsumierte.
      Die Fähigkeit des deutschen Staates, sich weiter zu verschulden, war 1938 am Ende angelangt, daher die Arisierungen –> Götz Aly, Hitlers Volksstaat.

      Der NS-Keynesianismus kannibalisierte das deutsche Volksvermögen (und ausländisches) für sein politisches Überleben. Nicht anders bei Roosevelt. FDR war ein Navy-Präsident, der wenig Kenntnis von Wirtschaft hatte, aber ein begnadeter Redner, bis dahin nicht soweit von Hitler entfernt (Wolfgang Schivelbusch, Entfernte Verwandtschaft – unbedingt lesen).
      Der kämpfte mit fiskalischen Mitteln darum, Präsident zu bleiben, und drückte daher mit dem deficit-spending gezielt in den Wahlkreisen die Arbeitslosenquote, um wiedergewählt zu werden, u.a. indem er große Kriegsschiffe in Auftrag gab – “buying votes by buying boats”, wie man damals dazu sagte.
      FDR wäre trotzdem 1941 nicht wiedergewählt worden, wenn nicht der Krieg in Europa und Asien ausgebrochen wäre – sein Gegenkandidat Wendell Willkie hatte viel Zulauf, weil die Amerikaner mit den ausbleibenden Erfolgen der Staatsausgaben-Politik – keine nachhaltige Senkung der Arbeitslosenquote – nicht zufrieden waren.

      Sorry, dass ich soviel geschrieben habe, aber ein Knobelpreisträger wie Krugman ist mit seiner Position eher eine Randfigur – eine übergreifende Übereinstimmung über die Wirksamkeit seines Massnahmenkatalogs – wie von Jens behauptet – existiert nicht.

    26. Hope schrieb am 13. Juli 2009 at 16:30 - Permalink

      was kommt danach? wenn alles den bach runtergeht? wenn keine zuckerstangen mehr verteilt werden können und selbst die mainstream-medien erkennen müssen, das das ende der fahnenstange erreicht ist? kommen wir dann zu einem neuen 1789?

      *nachdenklich..*

    27. name schrieb am 13. Juli 2009 at 16:39 - Permalink

      @25

      Es fehlt ein sehr wichtiges Element in der historischen Einordnung, was den deutschen Faschismus betrifft. Das ökonomische Wirtschaftsprogramm des faschistischen Deutschlands war von Anfang nur auf eine imperiale Kriegsführung ausgerichtet.

      Der Verweis auf den Autobahnbau als Infrastrukturprogramm täuscht in seiner Qualität, wenn man nicht auf die staatlichen Aufrüstungsprogramme im gleichen Zeitraum und dessen finanziellen Umfang, den kompletten Umbau der Gesellschaft auf den Krieg, deutlich macht.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Aufr%C3%BCstung_der_Wehrmacht

      Der Autobahnbau und die Beschäftigung der Arbeitslosen lässt sich in seiner wirtschaftlichen Bedeutung am ehesten als zeitlich gestrecktes, sozialökomisches Zeitfenster verstehen, welches bis zum kompletten Umbau der deutschen industriellen Infrastruktur auf eine dauerhafte Kriegsökonomie, überwunden werden mußte.

      Das gleiche Problem, stellte sich in seinen ähnlichen Lösungsvarianten in allen anderen kapitalistischen Zentren der Welt in gleicher Weise. Das ist schlimme Erkenntnis aus der kapitalistischen Produktionsweise: sie führt in seiner Konsequenz, Krise und Konkurrenz zum Krieg.

      Im Vergleich zu heute, ist die Problemlage noch etwas anders: die staatlichen Ökonomien können heute die Überflüssigen des Produktionsprozeßes nicht mehr über eine komplette Kriegsökonomie aufnehmen.

    28. Dion schrieb am 13. Juli 2009 at 18:49 - Permalink

      Der Keynianismus kann nicht die Krise beenden (weil sie systemisch ist) aber es ist die beste Waffe um gegen Verschuldung und Arbeitslosigkeit anzugehen.Nichts zu machen wäre fatal.

      Das Geld das investiert wird hat, je nach Art der Verwendung, einen volkswirtschaftlichen Effekt.Kann man im folgenden Bild sehen:
      http://www.epi.org/page/-/img/20081022snapshot600.jpg

      Sozialhilfeprogramme und Infrastrukturprojekte generieren einen positiven “Mehreffekt” der sich am Ende bezahlt macht, da die investierte Summe sich mehr als aufwiegt (Bang for the Buck).Steuererleichterungen hingegen haben wenig oder gar keine positiven Auswirkungen auf die Volkswirtschaft.

      Daher hat Krugman recht, zumal es keine Alternativen gibt um gegenzusteuern.Roosevelt hatte neben den Investitionen auch eine hohe Einkommenssteuer, insbesondere für die gut betuchten, erlassen die sogar über 90% ging.Das wäre das richtige Mittel um gegen die Rezession und die Deflation die sich anbahnt anzugehen!

    29. Alex schrieb am 13. Juli 2009 at 18:54 - Permalink

      Das richtige Mittel gegen die Krise wäre die Einführung der Freiwirtschaft ;)

    30. Dion schrieb am 13. Juli 2009 at 19:07 - Permalink

      “Das richtige Mittel gegen die Krise wäre die Einführung der Freiwirtschaft ;)”

      In Deutschland? Glaube kaum das es realistisch ist.Das Kapital würde im Nu die Flucht ergreifen.Und International können sich die Nationen nicht mal für ein gemeinsames Vorgehen gegen die Krise verständigen, wie sollen sie durch das Vorhandensein gegensätzlicher Interessen eine universelle Geldreform beschließen? Eher utopisch…

    31. Gebintit schrieb am 13. Juli 2009 at 20:20 - Permalink

      Gesamtwirtschaftlich sind solche schuldenfinanzierten Stimuli durchaus sinnvoll. [...] Problematisch an dieser Betrachtungsweise ist lediglich, dass sie andere Faktoren außer acht lässt, die durch exzessive Neuverschuldung ausgelöst werden können.

      Täusche ich mich, oder ist der Spiegelfechter, was den Keynianismus angeht, etwas vorsichtiger geworden? Kann es sein, dass diese Wirtschaftsexperten Gleichungen mit zu vielen Unbekannten zu lösen haben?
      Aber unabhängig davon, ob KEYNES nun Recht hat oder nicht, was ich nicht verstehe ist, warum der Staat das Geld den Leuten zum Verteilen gibt, die bewiesen haben, dass man ihnen nicht vertrauen kann. Warum repariert man nicht erst konsequent die Fehler im Verteilungssystem, bevor man weitere riesige Summen in dieses hineinpumpt? Und warum wird nicht alles getan, um die klügsten Köpfe an die wichtigsten Schaltstellen unseres Staates zu bringen, wenn nötig auch unter Erhöhung der Bezüge? Überflüssig zu erwähnen, dass die Versager an allen Schaltstellen konsequent zur Verantwortung gezogen werden müssen, also ausgetauscht gehören. (Wurzelbehandlung statt Plombe). Wenn uns etwas in dieser Krise längerfristig rettet, dann nicht Geld, sondern Hirn!

    32. Alex schrieb am 13. Juli 2009 at 21:54 - Permalink

      “In Deutschland? Glaube kaum das es realistisch ist.Das Kapital würde im Nu die Flucht ergreifen.”

      Warum, wenn ich fragen darf?

    33. name schrieb am 13. Juli 2009 at 22:45 - Permalink

      Einige scheinen noch nicht erfasst zu haben, dass wir in den Staaten schon seit fast 10 Jahren eine Sonderperiode des Kriegskeynesiasmus auf “low level Niveau” und Wirtschaftsstimmulation haben, mit dem Ergebnis, dass selbst diese Politik nicht in der Lage war, die Millionen dort Überflüssigen wenigstens militärisch nutzen zu können.

      Auch die “Freiwirtschaft” ist nicht in Lage, die aus die Anarchie der kapitalistischen Produktion entstehenden, systemimmanenten Überproduktionskapazitäten zu beseitigen.

    34. Eastwood schrieb am 13. Juli 2009 at 22:56 - Permalink

      @32

      Nehmen wir an Du hast (warum auch immer) 10 Mio. Euro. In Deutschland (und nur dort) ist erfolgreich ein Freiwirtschaftliches Wirtschaftssystem etabliert worden. In z.B. Österreich nicht.
      Du hast jetzt die Wahl deine 10 Mio. Euro entweder in Deutschland anzulegen, zu Konditionen die lediglich die “Geldnutzungsgebühr” mehr oder weniger ausgleichen, oder Du legst deine 10 Mio. Euro in Österreich zu sagen wir 5% Zinsen an und stehst nach nicht mal 15 Jahren mit ~20 Mio. Euro da, ohne dafür etwas getan zu haben, ausser auf die Liquidität verzichtet zu haben.

      Jetzt mal Hand auf’s Herz, wo würdest Du dein Geld anlegen?

    35. Alex schrieb am 13. Juli 2009 at 23:19 - Permalink

      @ 34

      In der Tat, in Österreich. Gäbe es keine Möglichkeit dies zu verhindern?

    36. Karl Heinrich schrieb am 13. Juli 2009 at 23:21 - Permalink

      @GXC #25

      Der wesentliche Punkt ist, dass – unabhängig vom Auslöser beider Crashs, die Frage zwischen Krugman/ Romer und anderen Ökonomen, wie z.B. Amity Shlaes/ Higgs/ Ferguson et.al. ganz unterschiedlich beantwortet wird, ob fiskalischen Mitteln die Krise überhaupt bekämpft werden kann.

      Die geringe Attraktivität rein neoklassischer oder neokeynesianischer Ansätze für die gegenwärtige Situation liegt darin, dass Beide keinen Begriff von Krise haben. Kommt bei denen nicht vor. Wie schon von verschiedenen Autoren bemerkt, ist der makroökonomische Erkenntnisfortschritt bei Krisensituationen seit Keynes’ GT nicht gerade gigantisch. Deshalb ist das immer noch eine Maßgabe.

      Aber deine Kritik geht ohnehin am Punkt des Artikels vom Spiegelfechter vorbei. Der beschäftigt sich ja gerade mit den Folgen der staatlichen Interventionen.

      @name #33

      Du befindest dich da in einer Endlosschleife von achtzehnhundertschießmichtot. Die Arbeitslosigkeit in den USA war bis zum Beginn der aktuellen Krise jahrzehntelang beneidenswert niedrig; nix Überflüssige.

    37. name schrieb am 13. Juli 2009 at 23:47 - Permalink

      Bitte Karl Heinrich, keine Diskussionen über die seit Jahrzehnten in den Staaten gefakten Arbeitslosenstatistiken samt einer Politik, die selbst den Lohn durch Kredit ersetzen musste, um die ökonomischen Ausmaße der Systemkrise zu kaschieren. Diese Politik war die Urmutter der jetzigen Blase.

      Ich setze diese Tatsachen mal als allgemein bekannte Erkenntnis voraus.

    38. schwitzig schrieb am 14. Juli 2009 at 09:05 - Permalink

      @Dion

      · Dion am 13. Juli 2009 um 19:07 – Permalink

      ?Das richtige Mittel gegen die Krise wäre die Einführung der Freiwirtschaft ;)?

      In Deutschland? Glaube kaum das es realistisch ist.Das Kapital würde im Nu die Flucht ergreifen.

      Hmmm – das “Kapital” (vulgo “nichts”), – also das “scheue Reh” – hat gerade mit 5 Billionen (!) die Flucht ergriffen, weil dieses ach so tolle “scheue Reh” nicht in der Lage ist, eine einfache Addition durchzuführen.
      Viel mehr kann da nicht flüchten. Versteht mich nicht falsch; ich weiss nicht genau, was ich von der Freiwirtschaft halten soll, aber das derzeitige System ist ja wohl das Letzte. Nennt mich pragmatisch, aber für mich zählt was im Endeffekt herauskommt und beim Kapitalismus heisst das ganz eindeutig, dass dieses zyklische Monopoly-System zwnagsläufig zu einer Kapitalakkumulation, oligarchischen Strukturen, ja, sogar Monopolismus, zu einer kontinuierlichen Umverteilung von Unten nach Oben, zu systemischen Kriegen verursacht durch Produktivitätskrisen, die mit Konsumkrisen einher gehen und zu einer ausufernden Verarmung der Massen und unvorstellbarem Reichtum einiger weniger Privilegierter führt.
      Mit einem Wort: Das System ist schlicht und ergreifend Scheisse und selbst Freiwirtschaft könnte nicht noch schlechter sein.

      Kapitalismus in Verbindung mit monetären Systemen ist dummer Kinderkram für geistig minderbemittelte, die den Schuss nicht gehört haben.

      @ Karl Heinrich:
      Gäääähn – kannst Du nicht mal eine neue Platte auflegen?

    39. salvo schrieb am 14. Juli 2009 at 09:13 - Permalink

      “Die Aussage, dass ?. sich die Ökonomen einig seien, dass die Regierungen damals zu wenig Geld in die Hand genommen hätten ? entspricht nicht der heftigen Kritik, die den Ausgabenprogrammen von Bush und erst recht Obama entgegen schlägt.”

      :-)

      “I?ve been struck recently that as I talk to most economists, they think that the case for a further fiscal stimulus is pretty solid. At least that?s what I hear in the hallways and seminar rooms. But that?s not what I hear in the media; for some reason the most outspoken economists are the anti-stimulus folks. And so I did a short piece for Public Radio?s Marketplace last Thursday on the need for more fiscal stimulus.”

      http://freakonomics.blogs.nytimes.com/2009/07/13/the-case-for-more-fiscal-stimulus/

    40. Macht korrumpiert schrieb am 14. Juli 2009 at 09:18 - Permalink

      Eine brandneue Version von “Money as debt” ist raus.Leider in Englisch aber anschauen lohnt sich.Gegen Ende des Films wird auch eine neue globale Geldform vorgeschlagen, der “Digital Coin”, was ziemlich einleuchtend klingt.Angucken!:

    41. salvo schrieb am 14. Juli 2009 at 09:32 - Permalink

      noch ein Hinweis

      “Correcting Five Myths About the Stimulus Bill”

      “Some critics of the economic recovery law (or ?stimulus? bill) that President Obama and Congress enacted early this year are mischaracterizing how it was supposed to work and what it was supposed to do. For instance, some critics complain that, because unemployment has risen in recent months, the law is not working. Others claim that states are improperly using the money to close budget shortfalls or finance short-term projects.

      These and a number of other criticisms are off base. The law ? officially the American Recovery and Reinvestment Act ? is working as intended and, without it, the economy and the job prospects for many Americans would be worse. The $787 billion in new spending and tax cuts was supposed to slow the economy?s downward spiral and then help it recover over time from what will be the nation?s deepest recession in decades, if not since the Great Depression of the 1930s. The law was designed to save and create more than 3.5 million jobs over the next two years, according to the Obama Administration, and to help states close their budget shortfalls so they could avoid even greater spending cuts and larger tax increases than they are already enacting to meet their balanced budget requirements.”

      http://www.cbpp.org/cms/index.cfm?fa=view&id=2870

    42. Spiegelfechter schrieb am 14. Juli 2009 at 09:39 - Permalink

      @Macht korrumpiert

      War ja klar, dass irgendjemand wieder eines dieser dämlichen You-Tube-Filmchen posten mußte *seufz*

      Kinder, glaubt doch nicht alles, was auf den ersten Blick ganz einfach erscheint. Die Welt ist nun einmal etwas komplexer.

    43. salvo schrieb am 14. Juli 2009 at 10:12 - Permalink

      zur Diskussion um Alternativen

      ein schöner Beispiel für die Funktionsweise einer lokalen Währung

      “The Buckaroo is a “tax driven” currency: students demand Buckaroos to pay taxes so that they might pass their courses. The US dollar is also tax driven: the US government imposes taxes in dollars and will attach income or property to enforce the liability. It spends dollars into circulation, through its purchases and social spending; it also can lend them into circulation. The purpose of the Buckaroo tax is to move “private” resources (student labor) to the “public” sector (of community service providers)?as is the case with all tax systems. UMKC created the Buckaroo to facilitate that public purpose. In the case of tax driven currency, so long as the tax is enforceable there is a guaranteed demand for the currency at least as great as the total tax liability. And, as the Buckaroo program shows, actual demand will exceed the tax liability because there is a desire to earn and hoard extras. We can envision continued expansion of the program, with local student hang-outs accepting Buckaroos for cappuccinos while paying a Buckaroo wage premium to student baristas (being careful not to run afoul of IRS and minimum wage laws!). In that case, the demand for Buckaroos would expand, fueled by use beyond taxes and payment for community service work?just as the dollar is used outside transactions with the government.

      The dollar and the Buckaroo are not unique; indeed it could be argued that tax driven currencies have been the rule, not the exception, throughout recorded history. However, we do not need to debate such a controversial claim?all we need to do is to understand that a tax is sufficient to create a demand for a currency.”

      http://neweconomicperspectives.blogspot.com/2009/07/berkshares-buckaroos-and-bear-dollars.html

    44. Macht korrumpiert schrieb am 14. Juli 2009 at 10:47 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Du hast es dir doch gar nicht angeschaut.Also schau es dir erst mal an.Meckern kannst du später noch!

    45. Dion schrieb am 14. Juli 2009 at 11:26 - Permalink

      @Alex
      Die meisten Ökonomen die sich mit diesem Thema beschäftigen sind der Ansicht das nur eine globale Einführung stattfinden kann.Ich schließe mich dem an, zumal zu bezweifeln ist das irgendwelche Barrieren wirksam wären.

      schwitzig sagt:
      “Kapitalismus in Verbindung mit monetären Systemen ist dummer Kinderkram für geistig minderbemittelte, die den Schuss nicht gehört haben.”

      Genau deswegen muss man endlich die Technologie voranbringen um aus dem ewigen Klassenkampf auszubrechen.Eine andere Lösung gibt es mMn nicht.Die Eliten werden in einer knappen Welt niemals ihre Vorteile aus der Hand geben.Die Technologie kann alle nötigen Dinge für die Menschen zur Verfügung stellen.Mann muss nur das vorhandene Wissen nutzen, anstatt systemerhaltende Strukturen zu präservieren.Das gilt auch in der Wissenschaft, die auch Opfer des Kapitalismus ist.Die meisten Menschen wissen das leider nicht.
      Wir haben im Moment eine Erdöl-Diktatur, aus die man ausbrechen muss.Sonst gibt es keinen Fortschritt!

    46. Frank Schenk schrieb am 14. Juli 2009 at 11:42 - Permalink

      Kein Wachstum ohne Schulden.

      Sehr bemerkenswerter Satz. Ich finde es auch höchst interessant, wenn “Wirtschaftsexperten”, “Institute” und “Minister” immer vom Wachstum sprechen.

      Wo soll das endlose Wachstum eigentlich herkommen?

      Irgendwann hat jeder 1 Kühlschrank, 1 Tiefkühltruhe, 3 Fernseher samt DVD-Player, eine Satellitenschüssel, 1 Wohnzimmerschrankwand, 1 Schlafzimmer, 3 Autos usw. und das Interesse der Verbraucher ist eigentlich, daß der Kram lange hält. Lange genug, damit man nicht sein ganzes Leben für diese Gebrauchsgegenstände zahlt.

      Irgendwann hat auch in Asien, Afrika und Südamerika jeder all das Zeug.

      Und dann? Abwrackprämie für Toaster, Kühlschränke? Zwangsbelieferung mit Gebrauchsgegenständen?

      Wichtig wäre es doch, das, was wir haben an BIP, an Löhnen und Gehältern, an sozialen Leistungen erst mal zu sichern. Erst mal den Level halten und mehr Menschen wieder ins Arbeitsleben zu bringen.

      Aber dazu müssen viele Arbeitgeber erst mal umdenken. Weg vom Einsparen, Hire+Fire, knebeln und knechten, hin zu sozialerem Miteinander. Aber solange Manager nicht für ihre Schandtaten haften – und ich meine richtig Haften – solange wirds nur ums Shareholder Value gehen und nur der kurzfristige Erfolg gesucht. Das kurzfristige Wachstum. Auf wessen Schultern dies geschieht, ist dabei egal.

      gruß

      P.S.: Ich mag das Pappschild. “JUMP YOU FUCKERS” möchte man den Bankern und Managern und Politikern der heutigen Zeit zurufen.


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