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    geschrieben am 29. Juli 2009 von Spiegelfechter

    Die Schweinegrippe hat nun auch Deutschland erreicht. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts gibt es in Deutschland aktuell 3.810 Fälle von Schweinegrippe. Die meisten Neuinfektionen betreffen Urlaubsrückkehrer aus Spanien, aber auch die Zahl derer, die sich in Deutschland infiziert haben, nimmt stetig zu. Die aktuelle Entwicklung überrascht keinesfalls, schließlich gilt das Virus vom Typ H1N1/2009 Influenza als hoch ansteckend, aber glücklicherweise als wenig gefährlich. Es ist zu erwarten, dass sich die Zahl der Infizierten im nächsten Monat drastisch erhöhen könnte. Ob die Zahl der zu erwartenden Todesopfer über 10.000 bis 12.000 liegen wird, was dem normalen Durchschnitt an Grippetoten pro Jahr entspricht, oder sogar an die 35.000 heranreichen wird, die im Jahre 1998 an einem aggressiveren Subtypus der Grippe starben, darf jedoch bezweifelt werden. Experten gehen bei der Schweinegrippe in Industrieländern mit einem guten Gesundheitssystem von einer Mortalität von rund 0,1% aus. Selbst wenn sich jeder zehnte Bundesbürger infizieren würde, läge die Zahl der Opfer ?nur? bei rund 8.100, und somit sogar unter dem langjährigen Durchschnitt.

    Natürlich, jedes einzelne Opfer, das sich vermeiden lässt, ist ein Opfer zu viel. Die bloße Bedrohung einer Grippe-Pandemie rechtfertigt jedoch keine panischen Überreaktionen, wie man sie weltweit – und vor allem in Europa – beobachten kann. Ob Milliardenausgaben für zweifelhafte Impfprogramme überhaupt sinnvoll sind, muss öffentlich diskutiert werden. Angst ist hierbei der denkbar schlechteste Ratgeber. Wenn Pharmaunternehmen und internationale Zulassungsbehörden nun für eine Aufweichung der Verfahren für klinische Studien insistieren, so ist eine kühle Abwägung der Nutzen und Gefahren vonnöten. Man darf die Schweinegrippe natürlich nicht unterschätzen, aber das Zeug zum ?Killervirus? hat sie zweifelsohne nicht und damit verbieten sich auch unüberlegte Sonderregelungen, die letztendlich der Bevölkerung potentiellen Schaden zufügen und zudem extrem teuer sind.

    Tamiflu ? Panik kann teuer werden

    Als die Menschheit panisch Angst hatte, an der Vogelgrippe zu sterben, gaben Regierungen Milliarden dafür aus, die Wundermittel Tamiflu und Relanza zu bunkern. Auch das verängstigte Volk griff gerne zu und bescherte Spammern und Arzneimittelfälschern satte Gewinne. Alleine die deutschen Bundesländer überwiesen 200 Millionen Euro an den Schweizer Tamiflu-Produzenten Hoffmann-La Roche, um gegen das Virus gewappnet zu sein. Einige Bundesländer gingen dabei mit den Steuergeldern verantwortungsvoller um als andere ? während Nordrhein-Westfalen für 30% seiner Bevölkerung Tamiflu einlagert, leistet sich Bremen nur 11%. Die Folgekosten sind dabei gewaltig ? Tamiflu ist nur begrenzt haltbar und Nordrhein-Westfalen wird schon in zwei Jahren seine Investition in die Beruhigung seiner Bewohner wiederholen müssen. Bremen geht auch in diesem Punkt vorsichtiger zur Sache und will einen Ersatz der Arzneimittel vom Stand der Forschung in den nächsten zwei Jahren abhängig machen.

    Die Zweifel aus der Hansestadt sind mehr als berechtigt. Ob Tamiflu überhaupt gegen die Vogelgrippe hilft ist mehr als umstritten. Nur in Labortests des Herstellers konnte eine Wirksamkeit belegt werden. Bei der Schweinegrippe, wie bei allen anderen aktuellen Virenstämmen, wirkt Tamiflu wohl nicht. Eine Studie des amerikanischen Ärzteblatts hat ergeben, dass 98,5% aller Grippeviren, die in dieser Saison kursieren, gegen Tamiflu resistent sind. Als Grund für diese massive Resistenzbildung nennen die Autoren auch den unkritischen Einsatz des Medikaments. Wenn es also irgendwann einmal ein ?Killervirus? geben sollte, das eine Mutation aus Vogel- oder Schweinegrippe und einem grassierenden Humaninfluenza-Virus darstellt, so ist es sehr wahrscheinlich, dass Tamiflu und Relanza überhaupt nicht wirken. Der staatliche Medizinschrank stellt somit wohl eher ein sehr teures Placebo gegen die Panik des Volkes dar. Aufklärung wäre billiger und wahrscheinlich auch wirksamer. Selbst wenn Tamiflu wirken sollte, so handelt es sich bei dieser Arznei lediglich um ein Mittel, das die Folgen einer Grippeerkrankung mildert und deren Verlauf um einen oder zwei Tage verkürzt. Prophylaktisch kann und darf dieses Mittel nicht eingesetzt werden – dafür benötigt es zugelassene Impfstoffe.

    Deutschland impft!

    Gegen den Widerstand der Krankenkassen werden nun auf deren Kosten Impfstoffe gegen die Schweinegrippe im Wert von mindestens 550 Millionen Euro geordert, mit Option auf weitere Impfstoffe im Wert von 2 Milliarden Euro. 30% der Bevölkerung sollen mit diesen Impfstoffen auf freiwilliger Basis versorgt werden, wobei Risikogruppen bevorzugt werden. Noch gibt es diesen Impfstoff allerdings gar nicht. Laut Staatssekretär Schröder soll er aber bereits Ende September oder Anfang Oktober zur Verfügung stehen. Woher Schröder diesen Zeitplan nimmt, ist nicht ersichtlich. Forscher, die an den Testreihen, die ab nächster Woche beginnen, teilnehmen, sprechen von einer Zulassung nicht vor November. Wenn man sich die Verbreitung des Schweinegrippevirus anschaut, so ist zu erwarten, dass zu diesem Zeitpunkt die Grippewelle bereits ihren Höhepunkt überschritten haben dürfte. Für die teuren Impfstoffe wäre es dann bereits zu spät. Wenn Deutschland also den Impfstoff des Herstellers Novartis bereits im September zulassen will, so müssen die Behörden unweigerlich geltende Zulassungsregeln außer Kraft setzen. Mit diesem Verfahren haben sich bereits die Briten vorgewagt. Die European Medicines Agency (EMA) hat als zentrale europäische Zulassungsbehörde den Zulassungsprozess verkürzt ? neben Großbritannien wollen auch Schweden, Frankreich und Griechenland Impfstoffe einsetzen, die nicht ausreichend getestet wurden.

    Das Vorgehen der Europäer stößt bei der WHO auf barsche Kritik. Der zuständige Grippe-Experte der WHO ist Keiji Fukuda, der sich sich in aller Deutlichkeit äußerte: ?Zu den Dingen, bei denen man keine Kompromisse eingehen darf, zählt die Sicherheit von Impfstoffen. Sicherlich gibt es bestimmte Bereiche, bei denen man Einsparungen vornehmen kann, aber es gibt auch Bereiche, bei denen man ganz einfach keine Einsparung vornehmen darf.? Die Briten, die ihre Impfstoffe von Glaxo-Smith-Kline, Novartis und dem US-Unternehmen Baxter entwickeln lassen, sehen dies anders ? da die Herstellung von Grippeimpfstoffen sich im Kern nicht voneinander unterscheidet, könnte man auf ältere Vergleichsstudien über den Vogelgrippe-Erreger zurückgreifen.

    Dieses Argument ist allerdings mehr als fadenscheinig: Sowohl Glaxo-Smith-Kline, als auch Novartis setzen beim Schweinegrippeimpfstoff auf teilweise nicht zugelassene Hilfsstoffe, sogenannte Wirkverstärker, die das Immunsystem des Körpers zur vermehrten Bildung von Influenza-Antikörpern anregen sollen. Die Wirkverstärker von Glaxo-Smith-Kline sind derweil nirgends zugelassen und Novartis Wirkverstärker MF59 ist auf europäischer Ebene nur für Personen ab 65 Jahren zugelassen. In der ersten Welle wollen die Briten aber vor allem Kleinkinder und Schwangere impfen ? und für eben diese Zielgruppen gibt es bislang kaum klinische Tests, auf die man zurückgreifen könnte.

    Wenn ein Staat kaum getestete Arzneimittel bei Schwangeren und Kleinkindern einsetzt, so ist die Abwägung zwischen potentiellem Nutzen und potentieller Gefahr komplett außer Kraft gesetzt, und es herrscht die reine Panik vor. Verschärfend kommt hinzu, dass die Arzneimittelhersteller ohne klinische Tests gar nicht wissen können, in welcher Dosis die Impfstoffe ihre Wirkung entfalten ? zu niedrig dosiert, bringt die teure Impfung nichts, zu hoch dosiert, kann sie potentiell sogar schädigen.

    Panische Europäer, vorsichtige Amerikaner

    Obwohl es auch in den USA massiven Druck auf die Arzneimittelzulassungsbehörden gibt, hat man sich jenseits des Atlantiks dazu entschlossen, die Impfstoffe erst einmal klinisch zu testen. Vor allem der Umstand, dass die eingesetzten Wirkverstärker allesamt in den USA nicht zugelassen sind, mache dies nötig, so ein Sprecher der Arzneimittelzulassungsbehörden. In einer ersten Testphase werden ab August Erwachsene im Abstand von 21 Tagen geimpft, und erst wenn es nach der zweiten Impfung keine besonderen Beobachtungen gibt, wird das Testverfahren auf Minderjährige und Kinder ausgeweitet. Sollten auch diese Tests erfolgreich verlaufen, wird der Impfstoff in den USA zugelassen.

    Europas Pharmazeuten machen den Reibach

    Ob die Eile der Europäer wirtschaftliche Gründe hat, darüber lässt sich nur spekulieren. Weltweit eifern über zwanzig Pharmakonzerne um die Herstellung des Impfstoffes und lukrative Verträge mit den Regierungen. Die Nase vorne haben die Europäer. Sogar die USA kaufen ihre Impfstoffe vor allem in Europa – 45% vom Schweizer Unternehmen Novartis, 26% vom französischen Pharmakonzern sanofi-aventis und 19% vom australischen Hersteller CSL. Den Rest beziehen die Amerikaner aus Großbritannien von Glaxo-Smith-Kline und AstraZeneca. Der amerikanische Pharmakonzern Baxter kommt hingegen im eigenen Lande nicht zum Zug ? er liefert nach Eigenangaben an Großbritannien, Irland und Neuseeland, hergestellt werden die Impfstoffe allerdings nicht in den USA, sondern in Österreich und Tschechien.

    Die Schweinegrippe ist für die Pharmakonzerne ein Milliardengeschäft ? weltweit stellt man sich auf die Produktion von über 2 Milliarden Impfdosen ein. Ob dieser ?Impfwahn? überhaupt noch durch irgendetwas zu rechtfertigen ist ? diese Frage stellt kaum jemand. Natürlich wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn ein penibel getesteter Impfstoff an Mitarbeiter des Gesundheitssystems und an besonders anfällige Personen ausgegeben wird. Bei ?normalen? Grippewellen sind über 90% der Todesopfer über 65 Jahre alt, die meisten von ihnen leiden bereits an erheblichen Vorerkrankungen. Auch bei der Schweinegrippe, die milder verläuft als normale Grippen, sind nahezu alle Todesopfer durch Vorerkrankungen geschwächt. Eine behutsame Impfung dieser Risikogruppen wäre sinnvoller und vor allem wesentlich günstiger für den Steuerzahler, als jegliche Form von Massenimpfungen ? zumal mit nicht ausreichend getesteten Impfstoffen.

    Als im Jahre 1976 ein anderer Typus der Schweinegrippe grassierte, mussten die Impfungen wegen Komplikationen abgebrochen werden, nachdem einige Geimpfte an der Nervenkrankheit Guillain-Barré-Syndrom erkrankten. Seriöse klinische Testreihen brauchen allerdings ihre Zeit ? bevor die Impfstoffe auf dem Markt sind, könnte die Pandemie allerdings bereits viele ?Kunden? befallen haben, was sich negativ auf die Verkaufszahlen auswirken würde. Die in den Medien grassierenden Bilder von künstlich beatmeten Patienten in Krankenhäusern schaffen derweil erst den Markt für Impfstoffe. Dabei sind diese Bilder atypisch für die Erkrankung. Der Lübecker Hygiene-Experte Werner Solbach erinnert daran, dass das Krankheitsbild der Schweinegrippe meist dem einer normalen Erkältung gleiche und eine ?häusliche Isolation? die beste Therapie sei. Aber mit häuslicher Isolation lässt sich nun einmal kein Geld verdienen.

    Jens Berger

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    Tags: Deutschland Gesundheitssystem Kampagnenjournalismus
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    77 Kommentare:

    1. Gnu schrieb am 29. Juli 2009 at 19:06 - Permalink

      Also 0.1% von 81Mil ist immer noch 81,000 und nicht 8,100. Ich hoffe du meinst 0.01%…

    2. Spiegelfechter schrieb am 29. Juli 2009 at 19:41 - Permalink

      @GNU

      Nee, ich schrieb doch “selbst wenn jeder zehnte Deutsche …”. Höhere Infektionsraten wären doch allzu abenteuerlich ;-)

    3. Guy Fawkes schrieb am 29. Juli 2009 at 20:59 - Permalink

      Natürlich, jedes einzelne Opfer, das sich vermeiden lässt, ist ein Opfer zu viel

      Wenn du “das sich vermeiden lässt” rausnimmst, macht der Satz mehr Sinn ;)

    4. joschi schrieb am 29. Juli 2009 at 21:53 - Permalink

      Danke für diesen guten, aufklärenden Beitrag! Hoffentlich wird er oft gelesen!

      Zum Thema Überreaktion: soweit ich weiss sind in amerika bei der lezten Scheinegrippe mehr Menschen an der Impfung als an der Grippe gestorben -> OBWOHL die Impfung gestoppt wurde… mal ganz zu Schweigen von den folgeschäden abgesehen von tot…

      mfg
      joschi

    5. Wenzel schrieb am 29. Juli 2009 at 22:19 - Permalink

      Der Artikel ist sehr gut, allerdings übernehmen so ziemlich alle Journalisten die vom Robert Koch Institut angenommen und nicht belegten Grippetotezahlen. Eine kleine Recherche beim statistitischen Bundesamt (ein Anruf), welches die Totenscheine registriert , wird ergeben, das es im Jahr 2007 sage und schreibe 13 Grippetote nach Totenschein gab. Wenn wir also davon ausgehen, das die Schweinegrippe ungefährlicher ist als die normale Grippe, kann man also davon ausgehen, das es keine Toten geben wird.

    6. Spiegelfechter schrieb am 29. Juli 2009 at 22:28 - Permalink

      @Guy Fawkes

      Nun ja – streng genommen hast Du natürlich recht ;-)

    7. Spiegelfechter schrieb am 29. Juli 2009 at 22:31 - Permalink

      @Wenzel

      Wenige Menschen sterben direkt an der Influenza, die meisten Grippetoten sterben an Sekundärerkrankungen, die allerdings durch die Influenza ausgelöst wurden. Ich halte die Zahlen des RKI daher für haltbar.

    8. Spiegelfechter schrieb am 29. Juli 2009 at 22:33 - Permalink

      @Joshi

      Die Zahlen der WHO sprechen von 10 GBS-Todesfällen auf 1 Mio. Impfungen – soooo dramatisch ist das nicht, dennoch muss man natürlich alles tun, um dieses Restrisiko auszuschalten.

    9. Nils schrieb am 29. Juli 2009 at 23:04 - Permalink

      Danke für den Artikel.

      Besonders interessant fand ich die Tatsache, daß jetzt anscheinend Substanzen aus dem Hut gezaubert werden, die völlig unerprobt, nun unter Umgehung der üblichen Zulassungsbestimmungen, an den Mann gebracht werden sollen.

    10. Martin schrieb am 29. Juli 2009 at 23:06 - Permalink

      Danke.

      Lässt sich mit vertretbarem Rechercheaufwand nachvollziehen, wie der Hype um die Grippe zustandekommt?

      Als Anfangsglied der aktuellen Nachrichtenkette wäre zuerst interessant:
      WER bestellt auf WESSEN Anraten hin im Rahmen WELCHEN Amtes im Namen des jeweiligen Bundeslandes vermutlich unwirksame Präparate und Optionen auf einen Phantasieimpfstoff?

      Mit Bild, Lebenslauf und den letzten 5 besuchten Weiterbildungen auf mediterranen Sonneninseln.

      Verdammte Ohnmacht.

    11. Klaus Jarchow schrieb am 29. Juli 2009 at 23:22 - Permalink

      Das Schlimme ist, dass die Medien nicht wahrnehmen, wo ihr Problem liegt.

    12. memoon schrieb am 30. Juli 2009 at 00:07 - Permalink

      @11

      Das Schlimme ist, dass die Medien nicht wahrnehmen, wo ihr Problem liegt.

      Ohh wenn sie nur wollen könnten (!)… nee im ernst … ich mag die leise Ironie in Deinem Statement.
      Noch so eine wolkige Perle:

      Ob die Eile der Europäer wirtschaftliche Gründe hat, darüber lässt sich nur spekulieren.

      @SF: Vielen Dank für die Recherchen und den wichtigen Artikel! Wenn ich nur einen Wunsch frei hätte: ich wünschte mir weniger solche Andeutungen wie im obigen Zitat, sondern eher Deine Meinung (welche ich nicht immer teile, aber sehr schätze)

    13. Mona schrieb am 30. Juli 2009 at 00:42 - Permalink

      Ohja, da verstärkt sich wieder einmal mein Vertrauen in die werten da oben, die einfach so mal auf die Schnelle irgend ein Medikament “durchwinken”, damit die armen Pharmahersteller nicht pleite gehen.

      Wen wundert es, wenn sich Hans-Otto Normalbürger wie ein Versuchskaninchen vorkommt?

      Guter Bericht übrigens. :-)

    14. Dirk schrieb am 30. Juli 2009 at 00:49 - Permalink

      komisch komisch – hiess es nicht Anfang Juni, dass die Bilderberger sich darauf geeinigt hätten, die Wirtschaftskrise lieber kurz und heftig ausfallen zu lassen und dann, wenn sie droht am heftigsten zu werden, die Schweinegrippe als Ablenkungssau durchs Dorf zu treiben?

      Ich mein ja nur….

      Auf jeden Fall aber ein lesenswerter Artikel

    15. Mona schrieb am 30. Juli 2009 at 00:52 - Permalink

      Es ist ziemlich unhöflich, in einem fremdem Gästebuch eine Diskussion anzufangen, aber ich denke

      @Dirk hat nicht so ganz Unrecht. Wer die Presse verfolgt hat, kann sich seinen teil denken. Und ich spreche nicht unbedingt von den “alternativen” Nachrichten.

    16. Zingtoh schrieb am 30. Juli 2009 at 02:10 - Permalink

      Tja, du hast es im letzten Satz mal wieder wunderbar zusammengefasst, da wären wir schon wieder beim lieben Geld, für den großen Reibach wird wirklich alles gemacht, alles für den Profit wie immer und da wundert es mich auch nicht, dass in der SAGE (komission der WHO die Empfehlungen in solchen Fällen ausspricht) die Verkaufsleiter von eben Novartis oder Baxter sitzen, die kann man übrigens hier einsehen, man muss nur ein bisschen runterscrollen http://www.who.int/immunization/sage/LOP_SAGE_7_JULY_08_07_09.pdf

      Das nenne ich mal richtig krasses “brute force marketing” und was wollen wir von der Marionettenpolitik erwarten, wenn uns schon ausgerechnet Horst Seehofer der Bayrische Ministerpräsi und frühere Gesundheitsminister sowas gesteht …

      http://www.youtube.com/watch?v=DCy1D1HGeeA

    17. Nero schrieb am 30. Juli 2009 at 02:18 - Permalink

      Erstmal danke für den Artikel. Im Großen und Ganzen hast Du sicherlich Recht, aber in einem wesentlichen Punkt muss ich Dir doch als Biologiestudent und angehender Virologe widersprechen:
      Der Satz “Man darf die Schweinegrippe natürlich nicht unterschätzen, aber das Zeug zum ?Killervirus? hat sie zweifelsohne nicht” stimmt so nicht. Durch die Kombinierbarkeit verschiedener Influenzastämme ist die weitere Entwicklung der Schweinegrippe kaum vorherzusagen. Das Erbgut von Influenzaviren besteht aus acht RNA-Strängen, die frei kombinierbar sind. D.h. wenn ein Mensch mit einem Schweine- und einem Vogelgrippevirus infiziert ist, besteht die Möglichkeit, dass sich beide Virusarten in einer gleichzeitig befallenen Zelle neu kombinieren und noch pathogener oder eben weniger pathogen werden. Oberstes Ziel in der Prävention muss also sein die Zahl der Erkrankungen möglichst gering zu halten, da sonst die Gefahr besteht, dass sich neue Stämme bilden, bei denen der Krankheitsverlauf dann möglicherweise nicht mehr so harmlos ist.
      Das rechtfertigt natürlich nicht, besonders zurzeit, da die Erkrankungen größtenteils harmlos verlaufen, die Aussetzung klinischer Testverfahren für Impfstoffe. So etwas könnte man höchstens in Betracht ziehen, wenn die meisten Erkrankungen tödlich verliefen und man eh nichts mehr zu verlieren hätte. Doch die Gefahr der Bildung neuer Stämme besteht eh kaum in den Industrienationen, wo sich nur selten Menschen mit Vogelgrippeviren infizieren, sondern hauptsächlich in Südostasien und anderen Gebieten in denen Menschen und (Haus-)Tiere auf engstem Raum leben. Dort wären Impfungen im großen Stil anzudenken und bei einem größeren Ausbruch der Schweinegrippe auch sinnvoll, aber genau in diesen Gebieten können sich weder Regierungen noch Bevölkerung diesen “Luxus” leisten und der Umsatz für die Pharmaindustrie wäre entsprechend gering.

    18. Zingtoh schrieb am 30. Juli 2009 at 02:20 - Permalink

      übrigens @Martin Rechercheaufwand für diesen Artikel http://zingtoh.twoday.net/stories/5825081/ waren 45Minuten eine Mittagspause also, ist zwar nicht allumfassend und so schön geschrieben aber immerhin eine Hand voll Fakten und links ;)

    19. Franktireur schrieb am 30. Juli 2009 at 02:39 - Permalink

      Vogelgrippe – Schweinegrippe – ich bin mal gespannt, wie die nächste Grippe-Erfindung heißen wird…

    20. thono schrieb am 30. Juli 2009 at 03:25 - Permalink

      Betrachten wir die Schweinegrippe doch einfach als weltweites Nothilfeprogramm für die Pharmaindustrie, dann passt das schon :-)
      Ob die Regierungen nun etliche Milliarden zur Rettung von zu Tode gemanagten Konzernen den Lokus runterspülen, oder uns weissmachen denen dafür was tierisch wichtiges und nützliches abzukaufen, was macht das noch für einen Unterschied?
      Unser nicht vorhandenes Geld geht weiter flöten, die Konzerne machen ‘nen Reibach, bedanken sich brav bei der WHO, einige Politiker freuen sich über das Anwachsen ihrer Aktienpakete und wir alle frohlocken vor Dankbarkeit das jemand uns vor den bösen, mexikanischen Schweineviren gerettet hat, ist das etwa nichts?

    21. schwitzig schrieb am 30. Juli 2009 at 05:54 - Permalink

      Sarkasmus an:
      Hm, da wird nun endlich mal im besten Keynesianischen Sinne antizyklisch gehandelt und ein globales Konjunkturpaket auf die Beine gestellt und dann ist es auch nicht gut …
      Sarkasmus aus :-).

      Ich denke, dass der Aktionismus bei der Schweinegrippe auch unter Berücksichtigung von “Neros” zutreffenden Ausführungen tatsächlich nur mit Seilschaften für ökonomische Interessen zu erklären ist, da offensichtlich kein Bedrohungs/Bekämpfungs-Gleichgewicht besteht. Seit dem Wegfall des Gegengewichtes 1989 beobachte ich eine rasant zunehmende Ökonomisierung des Menschen und angesichts dieser ist es nur logisch, dass Medikamente und Impfungen nicht für die Gesundheit, sondern für den Profit entwickelt werden.
      Genaugenommen unterscheiden wir uns nur noch marginal von Nutzvieh. Unsere Haltungsbedingungen sind größenteils besser.
      Die entscheidende Frage ist: Werden die Verantwortlichen für die Kollateralschäden zur Verantwortung gezogen werden?

    22. demokratie-ist-wichtig.de schrieb am 30. Juli 2009 at 06:31 - Permalink

      Es ist wie eigentlich immer. Die mächtigsten Lobbygruppen haben das Sagen. Und die Pharmaindustrie zählt mit ihren gigantischen Umsätzen klar dazu. Das gilt nicht nur für die Schweinegrippe. Das gilt etwa auch für die Impfung gegen HPV-Viren für Frauen, die sogenannte Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs, die sehr rasch von den Kassen bezahlt werden musste, das gilt für zahlreiche Herzmedikamente wie auch für Fettsenker, weil zahlreiche Grenzwerte der Fachgesellschaften auf unrealistisch niedrige Werte abgesenkt wurden. Das gilt für die Zumischung von Ethanol zu Benzin und von Biodiesel zu Diesel. Das gilt für die Deklaration von Aromastoffen aus Pilzen und Genkulturen als natürliche Aromastoffe. Es ist eigentlich überall das Gleiche. Kaum einer weiß bescheid, kaum einer interessiert sich dafür.

    23. Wenzel schrieb am 30. Juli 2009 at 07:08 - Permalink

      Die heutigen Journalisten haben im Vergleich zu den früheren Generationen keinen Biss mehr. Was in Zeiten von DSDS und Co auch kein Wunder ist. Ich würde mich nicht wundern, wenn es bald eine Castingshow für Journalisten gibt. Heute wählen die Jounalisten ihren Job nicht mehr um kritisch zu berichten, sondern hoffen insgeheim eigentlich mehr auf eine Karriere im Blitzlichtgewitter und Einladungen auf Promipartys. Da könnten kritische Berichte nur den Chef verärgern und ein Klotz am Karrierebein sein…

    24. Spiegelfechter schrieb am 30. Juli 2009 at 08:25 - Permalink

      @Nero

      Da hast Du natürlich nicht unrecht. Ich verlasse mich bei der Einschätzung der Mutationsgefahr auf ein Äußerung von Alexander Kekule, der m.W. ein hohes Renomee auf diesem Gebiet genießt.

    25. knt schrieb am 30. Juli 2009 at 09:25 - Permalink

      Alleine die deutschen Bundesländer überwiesen 200 Millionen Euro an den Schweizer Tamiflu-Produzenten [...] Ob Tamiflu überhaupt gegen die Vogelgrippe hilft ist mehr als umstritten. Nur in Labortests des Herstellers konnte eine Wirksamkeit belegt werden.
      Wenn ich das schon höre kommt mir das kotzen. Willst du damit sagen, das die deutschen Bundesländer für 200mil Tamiflu gekauft haben ohne das Teil in einem unabhänigen Labor (von mir aus der Landeseigenen Universität!!) getestet zu haben?

      Das ist doch absurd! Hirnverbrannt! Unglaublich! “Labortests des Herstellers” *kopfschüttel* Das ist als ob dir ein Staubsaugervertreter nen sauberen Fetzen Teppich vor die Nase hält und dir verspricht das mit seinem Staubsager gesäubert zu haben – “da war sogar echtes Blut drauf! ich schwör!” Diese Hirn…ach soll sie die Grippe fressen…

    26. Spiegelfechter schrieb am 30. Juli 2009 at 09:41 - Permalink

      @knt

      Zur “Verteidigung” der Bundesländer muss man natürlich sagen, dass es damals nun einmal kaum Vogelgrippe-Patienten gab, an denen man das Medikament testen konnte. Dennoch ist die Investition natürlich zu hinterfragen und vor allem das Auffüllen der Lagerbestände in NRW und anderen Ländern ist mehr als kritisch zu hinterfragen.

    27. Netzbummler schrieb am 30. Juli 2009 at 10:24 - Permalink

      Hi Jens,

      in der Wikipedia steht, dass die Schweinegrippe mit der Spanischen Grippe verwandt sein soll. Ist da was dran, und wäre das ein Hinweis auf die Gefährlichkeit? Ich sehe allerdings auch, dass die hygienischen und medizinischen Bedingungen damals deutlich schlechter waren, mit heute also nicht mehr vergleichbar sind.

    28. Markus schrieb am 30. Juli 2009 at 10:44 - Permalink

      So sieht es aus: Die Pharma-Lobby macht Druck und der Staat kauft ein. Fette Gewinne für den Ersten, fette Sonderzahlungen für den Versicherten.

      Und die Verantwortlichen von “Smithfield Foods” werden nicht verurteilt!
      http://www.sueddeutsche.de/wissen/109/466688/text/

    29. Dirk schrieb am 30. Juli 2009 at 11:02 - Permalink

      Prust!!! Hust!! Am Frühstück verschluck!
      Und dabei war mir, als ich (14) schrieb, gar nicht klar, dass heute die BA die ersten Arbeitsmarktzahlen präsentiert, in denen sich die Wirtschaftskrise bemerkbar macht……

    30. Nero schrieb am 30. Juli 2009 at 11:05 - Permalink

      @SF

      Du liegst sicher richtig mit der Einschätzung, dass die Gefahr momentan nicht groß ist, aber Auszuschließen ist die Bildung pathogenerer Stämme keinesfalls. Bei der spanischen Grippe war übrigens nicht die Rekombination mit anderen Influenzastämmen der Grund für die hohe Aggressivität sondern einige kleinere Mutationen. So was kann jederzeit passieren, aber je geringer die Erkrankungszahlen sind, desto geringer ist aber auch die Wahrscheinlichkeit für Mutationen.
      Ob das die momentane Panikmache rechtfertigt steht auf einem ganz anderen Blatt, da diese potenzielle Gefahr bei allen Viren, insbesondere bei allen Influenzastämmen besteht. Es ist nun mal ein Risiko mit dem wir permanent leben müssen, aber mit dieser Erkenntnis lässt sich weder das Sommerloch, noch die Kassen der Pharmaindustrie füllen.

    31. Fried Fertig schrieb am 30. Juli 2009 at 11:10 - Permalink

      Ich kann mich auch des Eindrucks nicht erwehren, dass hier für den Herbst, wenn die Systemkrise nochmal richtig sichtbar wird, ein Ablenkungsmanöver vorbereitet wird – Mit schwer zu erahnenden Folgen. Und es ist wohl ein Testlauf wie weit man gehen kann.

      Wichtig ist zu wissen, dass die “Spanische Grippe” 1918 offenbar nur Leute betraf, die damals geimpft worden waren. Nicht gegen die Grippe, sondern eine Vielfachimpfung gegen Pest, Typhus, Pocken. Es starben mehr US-Soldaten durch Impfungen als durch die letzten Kriegshandlungen des WK I und es liegt nahe, dass jeder Tote, ob an Lungenembolie oder Schwäche verstorben, in die Statistik “spanische Grippe” geschoben wurde. Es gibt viele Berichte darüber im Netz. Einen halbwegs guten fand ich hier, wem die Webseite nicht passt soll sich andere suchen oder einfach nachdenken – cui bono?

      http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ia-spanische-grippe.html

      AUSZUG

      …Bericht einer Augenzeugin: Nur Geimpfte erkrankten

      Unter den authentischen Berichten aus jener Zeit ist “Vaccination Condemned” von Eleanora McBean (in überarbeiteter Übersetzung von Hans Tolzin) der meist zitierte. Hier einige Auszüge:

      “Alle Ärzte und Menschen, die zu der Zeit der Spanischen Grippe 1918 lebten, sagten, dass es die schrecklichste Krankheit war, die die Welt je gesehen hat. Starke Männer, die an einem Tag noch gesund und rüstig erschienen, waren am nächsten Tag tot.” Auffällig ist, dass die Spanische Grippe die Eigenschaften genau jener Krankheiten hatte, gegen die diese Leute direkt nach dem 1. Weltkrieg geimpft worden waren (Pest, Typhus, Lungenentzündung, Pocken). Praktisch die gesamte Bevölkerung war mit giftigen Impfstoffen verseucht worden. Durch die Verabreichung von giftigen Medikamenten wurde die Pandemie geradezu “am Leben erhalten.”

      Soweit bekannt ist, erkrankten ausschließlich Geimpfte an der spanischen Grippe. Wer die Injektionen abgelehnt hatte, entging der Grippe. So auch die Augenzeugin Eleanora McBean:

      “Meine Familie hatte alle Schutzimpfungen abgelehnt, also blieben wir die ganze Zeit wohlauf. Wir wussten aus den Gesundheitslehren von Graham, Trail, Tilden und anderen, dass man den Körper nicht mit Giften kontaminieren kann, ohne Krankheit zu verursachen. Auf dem Höhepunkt der Epidemie wurden alle Geschäfte, Schulen, Firmen und sogar das Krankenhaus geschlossen – auch Ärzte und Pflegekräfte waren geimpft worden und lagen mit Grippe danieder. Es war wie eine Geisterstadt. Wir schienen die einzige Familie ohne Grippe zu sein – wir waren nicht geimpft! So gingen meine Eltern von Haus zu Haus, um sich um die Kranken zu kümmern. (…) Aber sie bekamen keine Grippe und sie brachten auch keine Mikroben nach Hause, die uns Kinder überfielen. Niemand aus unserer Familie hatte die Grippe. Es wurde behauptet, die Epidemie habe 1918 weltweit 20 Millionen Menschen getötet. Aber in Wirklichkeit wurden sie von den Ärzten durch ihre groben Behandlungen und Medikamente umgebracht. Diese Anklage ist hart, aber zutreffend – und sie wird durch den Erfolg der naturheilkundlichen Ärzte bezeugt.” Und weiter:

      “Während den Schulmedizinern ein Drittel ihrer Grippefälle verstarb, erzielten die naturheilkundlichen Krankenhäuser Heilungsraten von fast 100 Prozent.”…

    32. Spiegelfechter schrieb am 30. Juli 2009 at 11:23 - Permalink

      @Fried Fertig

      Deine Aussagen über die Spanische Grippe kann ich nicht nachvollziehen und die Quelle würde ich mal als bestenfalls unseriös einstufen.

      Bitte nicht alles glauben, was so durchs Netz schwirrt. Vor allem bei diesem Thema gibt es so viel Stuß zu lesen.

    33. Spiegelfechter schrieb am 30. Juli 2009 at 11:30 - Permalink

      @Nero

      Volle Zustimmung meinerseits.

    34. Fried Fertig schrieb am 30. Juli 2009 at 11:38 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Das Dilemma ist, es wird nur noch wenige Augenzeugen geben, das Internet war 1918 auch noch nicht so weit verbreitet :-) und sicherlich glaube ich nicht alles unbenommen und habe auch darauf hingewiesen. Was ist aber schon eine seriöse Quelle? Die Lei(d)tmedien im Dienste der Pharmakampagnen? Sie stellen die größten Werbeetats in der Wirtschaft. Es gab bereits um 1900 Vereinbarungen einzelner Konzerne mit Verlagen das negative Berichte über die Auftraggeber die sofortige Kündigung der Anzeigenaufträge möglich machen. Muss es raussuchen, aber ist auch in anderen Branchen nicht unüblich.

      Mir sagt meine Intuition das da was dran ist. Und meine innere Stimme befiehlt mir geradezu jegliche Impfung zu verweigern (Ausnahme Tetanusauffrischung). Es sei denn, der Arzt unterschreibt mir folgende Imperklärung und übernimmt die Haftung. Wird aber kein Doc. machen.

      http://www.impf-report.de/infoblatt/impferklaerung.pdf

    35. Nero schrieb am 30. Juli 2009 at 11:38 - Permalink

      @ Netzbummler

      Es ist richtig, dass beide Viren dem Typ A/H1N1 angehören, doch das allein ist noch kein Hinweis auf Pathogenität oder Letalität. Auch andere Influenzatypen wie z.B. A/H2N2 (Erreger der asiatischen Grippe 1957) können ähnlich gefährlich oder harmlos sein. Die Gefahr ergibt sich zu einem aus der Struktur der Proteine Hämagglutinin und Neuraminidase (die namesgebend für die Typisierung sind), aber auch aus der Beschaffenheit der anderen Virusproteine wie der Polymerase und der Reversen Transkriptase. Allein aus der Verwandtschaft auf ähnliche Eigenschaften zu schließen ist schwierig. Die aktuelle Schweinegrippe ist der beste Beweis, da sie trotz Verwandtschaft mit der Spanischen Grippe sehr harmlos verläuft.

    36. Spiegelfechter schrieb am 30. Juli 2009 at 11:46 - Permalink

      @Fried Fertig

      Das Dilemma ist, es wird nur noch wenige Augenzeugen geben, das Internet war 1918 auch noch nicht so weit verbreitet :-)

      Nein, aber es gab genügend seriöse Wissenschaftler, die sich der Thematik angenommen haben.

      Was ist aber schon eine seriöse Quelle?

      Alternative Seiten, auf denen für kollodiales Silber geworben wird, gehören m.E. ganz sicher nicht dazu ;-)

      Mir sagt meine Intuition das da was dran ist. Und meine innere Stimme befiehlt mir geradezu jegliche Impfung zu verweigern (Ausnahme Tetanusauffrischung). Es sei denn, der Arzt unterschreibt mir folgende Imperklärung und übernimmt die Haftung. Wird aber kein Doc. machen.

      Oh je – die Impfgegner. Das Faß lassen wir lieber geschloßen ;-)

    37. Nero schrieb am 30. Juli 2009 at 11:57 - Permalink

      @ Fried Fertig

      2005 wurde der Erreger der spanischen Grippe rekonstruiert (und zwar nicht von irgendwelchen Pharmafirmen oder von ihnen bezahlten Instituten, sondern von der CDC) und die komplette Gensequenz ist bekannt. Somit kann man sowohl über seine Entstehungsgeschichte, als auch über die Wirkungsweise gesicherte Auskünfte geben. In Tierversuchen zeigte sich das Virus ausgesprochen aggressiv.
      Gegen deine These, dass die Toten durch Impfungen verursacht wurden, spricht auch die Tatsache, dass die spanische Grippe in allen Teilen der Welt Opfer verursacht hat, auch in Gebieten in denen es noch keine Impfungen gab. Anhand einer Volkszählung kann man die Opfer in Britisch-Indien ziemlich genau einschätzen. Es waren ca. 17 Millionen und von denen hatten die meisten wahrscheinlich noch nicht mal was von Impfungen gehört.
      Erstaunlich auch, dass es immer wieder die amerikanische Regierung, bzw. die amerikanischen Streitkräfte sind, die solche Missetaten begehen…

    38. readsalot schrieb am 30. Juli 2009 at 11:59 - Permalink

      Mal ne ganz andere Frage: Ich lese überall (basiert also wohl auf einer Pressemeldung) von einer seltsamen Zusammensetzung der sog. Schweinegrippe-Risikogruppen. Alte, Vorerkrankte, Kinder, Kleinkinder, Schwangere: das kennt man ja.
      Plötzlich tauchen als neue Risikogruppe immer wieder die Fettleibigen auf. Was hat es denn damit auf sich? Hätte eher auf stark Untergewichtige getippt.
      Weiß jemand, warum das Risiko bei Fettleibigen höher als bei Unter- oder Normalgewichtigen ist im Hinblick auf den Verlauf einer Influenza?

      edit: die VT Antwort ist natürlich, dass hier ob’s passt oder nicht eine der unliebsamen das Gesundheitssystem (angeblich) belastenden Gruppen geschickt platziert wurde; warum die Raucher vergessen wurden weiss man nicht ….
      Freue mich aber natürlich über nicht-VT Erklärungen.

      Ansonsten: Danke, SF, wie immer ein guter Artikel.

    39. Fried Fertig schrieb am 30. Juli 2009 at 12:00 - Permalink

      Nur am Rande. Kollodiales Silber hat eine Infektion unsere Katers beseitigt und hat sicher noch reichlich anderen Nutzen. Kein Allheilmittel, aber diesen Einwurf kann ich nicht nachvollziehen, oder bist Du HP oder Mediziner? Aber das gehört nicht hierher.

      Lies die Impferklärung, kannst sie ja auch umformulieren, aber ich finde sie gut formuliert und da ist mir relativ egal was die Seite sonst noch hergibt. Und Esowatch ist doch die bezahlte Desinformationsseite schlechthin. Sie vermischt richtiges mit reinen Hetzkampagnen und rühmt sich noch dazu, mit Server in den USA unangreifbar zu sein. Obgleich sie schon verknackt wurden. Sehr seriös :-)

    40. thono schrieb am 30. Juli 2009 at 12:12 - Permalink

      In Zeiten in denen die schwedische Staatsanwaltschaft sogar Ermittlungen gegen die Nobel-Stiftung wegen des Verdachtes der Korruption, bei der Preis-Vergabe an den “Entdecker” des HPV-Virus ankündigt sollte man sich überlegen ob man Zwecks Wahrheitsfindung nicht lieber mit den Tieren spricht ;-)
      Die scheinen mittlerweile die einzigen zu sein die nun wirklich nicht in irgendwelche Wirtschaftszweige verwickelt sind.
      Zumindest nicht im positiven Sinne.

    41. Nero schrieb am 30. Juli 2009 at 12:17 - Permalink

      @ readsalot

      Ich hab mal kurz bei Google gesucht, aber nur Berichte gefunden, dass chronisch Kranke und mit ihnen auch Fettleibige eine höheres Risiko haben. Eine Erklärung findet man nicht und ich kann mir auch keine zusammenreimen die nicht reine Spekulation wäre. Auf Telepolis wird geäußert, dass auch die Experten keine Erklärung dafür haben. Scheinbar sind es aber auch so wenige Fälle, dass es sich noch um statistische Ausreißer handeln könnte.

    42. Esowatch-watch schrieb am 30. Juli 2009 at 12:34 - Permalink

      Zur “uneigennützigen” und “seriösen” Quelle Esowatch, betrieben von bezahlten Medizinlobbyisten und Impfbefürwortern, sieht man klarer wenn man nach den Betreibern forscht. z.B. Rouven Schäfer (Medinzinkampagnen, GWUP u.a.) oder Ralf Behrmann (Kinderarzt). Vielleicht schreibst Du darüber mal was im Spiegelfechter?

      Hinweise und Belege z.B. hier

      http://209.85.129.132/search?q=cache:HBFKSVIzPxYJ:www.premiumpresse.de/betreiben-rouven-schaefer-ralf-behrmann-und-aribert-decker-esowatch–PR374553.html+%22Rouven+Schaefer%22+esowatch&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de&client=firefox-a

      http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=3609

      http://www.gwup-skeptiker.blogspot.com/2009/05/univ-prof-dr-ulrich-berger-und-esowatch.html

      etc. pp.

    43. schwitzig schrieb am 30. Juli 2009 at 12:41 - Permalink

      @SF

      Oh je – die Impfgegner. Das Faß lassen wir lieber geschloßen ;-)

      nun – die von “Fried Fertig” verlinkte Seite ist ja schon sehr seltsam und wohl alles andere als glaubwürdig, zumal sämtliche bekannten Fakten gegen die Impfthese sprechen, aber die EsoWatch-Seite dürfte mindestens ebenso unseriös sein, was alleine schon an den Formulierungen, Kategorisierungen und Schlussfolgerungen deutlich wird – da wäre es sicherlich zielführender gewesen, wenn Du wie “Nero” an den gesunden Menschenverstand und an Logik appelliert hättest, anstatt Müll mit Müll zu beantworten :-).

    44. Netzbummler schrieb am 30. Juli 2009 at 13:19 - Permalink

      @Nero: danke für die Info. Danke auch an Jens, der Artikel ist gut, und ich habe ihn auch schon wieder an etliche Bekannte und Freunde verschickt.

    45. nebomoreoblaka schrieb am 30. Juli 2009 at 13:50 - Permalink

      Meine Eltern (Biolandwirte) kämpfen gerade gegen die Zwangsimpfungen ihrer Rinder gegen die Blauzungenkrankheit, die von den Landratsämtern als Seuche bezeichnet wird, aber weder per definition noch nach Ausmaß eine ist. Die Bauern opponieren die Impfung, da der Impfstoff noch nicht zugelassen ist (nur eingeschr. Zulassung per Eilverfahren), laut Packungsbeilage nicht bei milchgebenden und trächtigen Tieren (also die Mehrheit) angewendet werden sollte und unter den impfenden bereits eine vielzahl beträchtlicher Nebenwirkungen bekannt wurde. Das weitere Vorgehen seitens der Behörden besteht aus der Verhängung von Zwangs- und Busgeldern, Beugehaft etc..
      Auf Demos wurde der Vorwurf laut, die Industrie wolle auf Kosten der Tiergesundheit und der Steuerzahler, mit den Behörden als Verbündeten, ihre Quecksilber enthaltenden Impfstoffe an den Mann bringen, bevor der Stoff 2012 (?) endgültig von der EU verboten wird. (Quecksilber, das wird aber auch unseren Kindern geimpft..). Übrigens wurden Tiere der staatlichen Samenbanken nicht geimpft, obwohl “zur Bekämpfung der Seuche flächendeckend geimpft werden muss.”

      In der Landwirtschaft geht es eine Gangart schneller und härter zu, und würde die restliche Bevölkerung sich ein klein wenig dafür interessieren, könnte sie ahnen, was in medienkompatibler Version als nächstes auf sie zukommt.

    46. Spiegelfechter schrieb am 30. Juli 2009 at 13:55 - Permalink

      -> Esowatch und Co.

      Mir ist volkommen klar, dass ein solcher Artikel Verschwörungstheoretiker und Esoteriker aller Couleur anzieht. “Leider” bin ich wissenschaftlich geerdet und sehe in den ganzen Scientology-, Esoteriker- und Impfgegnerkreisen eher ein Problem als die Lösung.

      Esowatch kenne ich nicht sonderlich gut, dafür aber die GWUP. Auch wenn ich mit ihnen sicher nicht in jedem Punkt übereinstimme, so stehen sie mir doch wesentlich(!) näher als o.g. Gruppierungen.

      @all

      Lasst uns bitte zu diesem Thema auf vernünftiger Basis diskutieren. Ihr könnt gerne VT- oder Esothemen im Forum diskutieren, aber nicht hier im Kommentarbereich. Daher bitte ich um Verständnis, wenn ich solche Beiträge ins Forum verschiebe. Hier ist der Spiegelfechter und nicht Schall und Rauch oder ähnliches.

    47. Renegat schrieb am 30. Juli 2009 at 16:29 - Permalink

      Wunderbarer Artikel über die aktuelle Pandemiehysterie. Es ist schon erstaunlich, wie es – ich weiß nicht von welchen Verschwörern – gelingt, die Bevölkerung wieder einmal gegen eine Krankheit aufzubringen, die harmloser nicht sein kann. Es kratzt der Hals, es läuft die Nase und alle rennen zur Universitätsklinik, um Tamiflu-Bonbons lutschen zu dürfen. Panik ist angesagt; das ist nun sogar den Klliniken und dem Öffentlichen Gesundheitsdienst zu viel geworden. Aber: die Geister, die ich rief…
      Es ist erstaunlich, daß auch wirklich intelligente Menschen an Gespenster glauben. Da wird die ominöse Spanische Grippe immer wieder herbeizitiert. 20 bis 40 Millionen, nach offenbar neuen Erkentnissen: derweil über 40 Mio Opfer soll diese Epidemie gefordert haben (es scheinen immer noch Patienten daran zu sterben, wie anders erklärt sich, daß die Zahl der Opfer der Epidemie von 1919 weiter steigt?) Und die CDC, eine Behörde mit dem untadeligsten Ruf höchster Objektivität, hat sogar den genetischen Code des damaligen Erregers geknackt; nur dummerweise hat man Influenza-Viren erst ab 1933 filtrieren können und man kann sich nicht einmal sicher sein, daß die Pandemie von 1919 wirklich auf Influenza-Viren zurückgeführt werden kann. Und auch wenn ich nicht zu den Impfgegnern gerechnet werden möchte: die damalig durchgeführten Impfprozeduren waren so abenteuerlich, daß ein Teil des Elends durchaus auf diese Impfungen zurückgeführt werden kann.
      Und dazu noch die Zauberwirkungen durch die Rekombinationen des Virus, die große Hoffnung der Pandemie-Propagandisten. Dadurch, daß das Hämagglutinin des einen Virus durch das eines anderen ersetzt werden könnte (ganz starker Irrealis!!), befürchtet man eine verheerende Pathogenität – doch gibt es gar keine Hinweise für diese Überlegung, denn die Mortalitätsrate der Influenza-Viren beruhen bei allen Pandemien immer nur auf Schätzungen, nie auf Fakten.
      Es besteht gar kein Grund zur Beunruhigung; man wird feststellen, daß, wenn die Impfportionen unter Dach und Fach sind, will sagen: wenn die Impfportionen verhökert worden sind, sich die Aufregung legen und die Presseberichtserstattung der “stets kritischen Medien” sich beruhigen wird. Wer erinnert sich noch an den Rinderwahn? Und wie groß war die Aufregung damals? Was ist davon geblieben? Teure Institute, die teure Tests durchführen. Sonst nur warme Luft!
      Gruß
      Renegat

    48. OAlexander schrieb am 30. Juli 2009 at 17:29 - Permalink

      Gibt’s eigentlich Sars noch? Interessant auch noch die Erinnerung an die Massenanschaffung von Pocken (!) -Serum in den USA, nachdem vor acht Jahren einige mit, war es Milzbrand ?, gespickte Briefe einige Todesopfer forderte.

    49. Fried Fertig schrieb am 30. Juli 2009 at 19:37 - Permalink

      Schön zusammengefasst Renegat. Ohne einen gewissen Sarkasmus ist das alles sowieso nicht mehr zu ertragen.

      CDC untersteht meines Wissens auch dem Pentagon und Rumsfeld machte schon mit der Vogelgrippe als Großaktionär von Gilead ne Menge Kohle. Waren es 6 oder 7 Milliarden die Bush damals beantragte um Tamiflu zu kaufen? Ist auch egal. Tamiflu´s Placebo-Nutzen wurde von der Aufsichtsbehörde ja auch schon damals bereits benannt, der dies äußernde Wissenschaftler jedoch sofort gefeuert. Auch heute wird der Nutzen bezweifelt, vor allem wird von einer maximal um einen Tag verkürzten Krankheitsdauer gesprochen, unter Inkaufnahme von zweifelhaften Nebenwirkungen. Gemäß des Beipackzettels entsprechen sie denen einer saftigen Grippe. Dann nehme ich doch gerne ne Erkältung a la Mexiko-Grippe in Kauf.

      @OAlexander

      Oh, ja, der gute Milzbrand kurz nach 9/11. El Quaida wars dann letztlich wohl doch nicht, da anscheinend aus amerikanischen Labors entwendet (Fort Detrick Zentrale von USAMRIID, dem auf Infektionskrankheiten spezialisierten medizinischen Forschungsinstitut der Armee, genauer “U. S. Army Medical Research Institute of Infectious Diseases”). Ob die arme Sau die darauf Zugriff hatte und letztes Jahr Selbstmord begangen haben soll das nun selbst war oder ein anderer, ist dann auch wieder egal.

      @ nebomoreoblaka

      Ich habe die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit meiner Zwergziege letztes Jahr auch verweigert. Ja, lacht nur, würde ich auch tun, aber die hatte ich tatsächlich 14 Jahre lang und diese Impfflicht gilt numal für alle Klauentiere. Aber da ich nur Hobbyhalter und es uralte Tiere waren, haben sie mich danach in Ruhe gelassen. Ich habe aber was Du schreibst mitbekommen, eine Riesensauerei. Gibts ne Unterstützungsseite dazu?

      Da kommt mir die ganze Panik zur Vogelgrippe wieder hoch. Millionen Gänse, Puten und Hühner mussten sinnlos sterben (Bei BSE waren es Millionen Rinder die in Massengräbern verscharrt und verbannt wurden). Bis heute gab es zur Vogelgrippe nicht einen belegten Fall einer Übertragung über Wildtiere. Immer kam dies durch (über)Züchtung, Massentierhaltung und Handel untereinander in andere Gegenden. Ich habe auch meine Hühner (hatte früher immer 20-30) nie geimpft, meine älteste Henne (bevor der Fuchs sie holte) wurde 9 Jahre alt. Nur als die Stallpflicht galt sind Tiere unnatürlich gestorben – Durch Stress auf engem Raum, da sie sonst gewohnt waren hunderte Quadratmeter zur Verfügung zu haben. Sehr viele Hobbytierhalter haben deshalb in den letzten Jahren aufgegeben und kleine Tierfarmen die auf halbwegs würdige Tierhaltung bestanden auch.

      Alles Fakten, meines Wissens keine VT, klar, ein wenig Meinungsäußerung ist auch dabei, aber Art. 5 GG gilt doch hier noch SF, oder?

      Und um dennoch die geliebte “Esoterik” ins Spiel zu bringen, oder es als Pseudo-Buddhist, -Hinduist oder einfach nur naturliebender Vernunftsmensch zu sehen: Was wir diesem Planeten antun geht auf keine Kuhhaut. Betet dafür das es kein Karma gibt :-)

      So langsam sollte doch jedem ein Licht aufgehen wer wovon profitiert. Der Mittelstand wird gerade in der Landwirtschaft mit massivem Aufwand zerstört. Und Angst war schon immer das probateste Mittel, mehrere Ziele auf einen Schlag zu erreichen.

    50. Degnaphta schrieb am 30. Juli 2009 at 19:44 - Permalink

      Da hast Du natürlich nicht unrecht. Ich verlasse mich bei der Einschätzung der Mutationsgefahr auf ein Äußerung von Alexander Kekule, der m.W. ein hohes Renomee auf diesem Gebiet genießt.

      Wow, das ist ja echt der Brüller. Großmeister Kekule ist hier in der Bedarfsgemeinschaft anerkanntes ‘ Mietmaul der Saison’.
      Als das mit der Schweinegrippe los ging, saß er als Experte im Morgenmagazin. Nur wenige Tage später war als Experte für die Ungefährlichkeit von Gemfood im TV. Und noch ein paar Tage später in einer dritten Sendung nochmals als Experte für irgendwas. Drei TV-Auftritte in einer Woche. Sowas kennt man sonst nur von HWSinn, und der schwadroniert dann immer über dasselbe Thema :-)
      Mit Sicherheit waren die jeweils gewählten Expertenbenennungen keine krassen Lügen, sondern stimmig zum Thema passende Formulierungen, die sich auch aus den Fachbereichen des Herren logisch ergeben. Doch die Art und Weise, mit der er für Genmanipulation eintrat, ließen bei mir starke Zweifel an seiner Seriosität aufkommen. Seine Stellungnahme zu der plötzlichen Grippewelle in und aus Mexiko bediente meines Erachtens auch eher die Ängste des deutschen Dumpfmichels als das Informationsbedürfnis eines differenziert Sehenden.

    51. Gebintit schrieb am 30. Juli 2009 at 20:08 - Permalink

      Danke für den unaufgeregten Artikel!
      Sehr empfehlenswert zu diesem Thema ist auch der Spiegel-Online-Beitrag “Händewaschen schützt viel besser” vom 22.07.09.
      Daraus ein Zitat:

      “Gegen Influenza-Viren gibt es, anders als gegen die anderen 200 Erreger der grippeartigen Symptome, einen Impfstoff und auch Medikamente”, sagt er. “Dahinter steckt das große Geld der Pharmaindustrie! Die sorgt auch dafür, dass Forschung über Influenza in guten Journalen veröffentlicht wird. So findet sie mehr Beachtung, und das ganze Forschungsfeld wird für ambitionierte Wissenschaftler interessant.” (Der Epidemiologe Tom Jefferson, SPON)

    52. Fried Fertig schrieb am 30. Juli 2009 at 22:30 - Permalink

      @ Gebintit

      Aus dem “Spargel” mal was Sinnvolles. Danke dafür. Ein schöner Artikel. Er gibt mir den Glauben daran zurück, dass sich nicht jeder Wissenschaftler kaufen lässt. Bei nahezu allen Nobelpreisen habe ich mehr und mehr meine Zweifel mit der Begründung. Ist aber auch nur logisch, wenn nicht zuletzt mit “Dynamit” finanziert.

      @ SF

      Immer wieder danke für Deinen Blog den ich sehr gerne lese. Wir sind nicht immer einer Meinung und das ist auch gut so. Meine diesbezügliche “wissenschaftliche Erdung” hatte ich zwar “nur” über Bio-Leistung auf einem Gymnasium in den 80ern, ABI-Arbeit über die damals (bis heute) unklare, vermutete und nie definitiv bewiesene Ursache und Wirkung des HIV-Virus inklusive, aber immerhin halte ich alles für möglich – glaube aber an nichts mehr, außer mich selbst :-)

      Erlaube mir daher, darauf bezogen, mein Lieblingszitat zu posten:

      Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse, in Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten. Überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.

      Goethe zu Eckermann

      Und zum Schluss und kurz teils off topic, sorry SF

      @ Degnaphta

      Deine spitze Zunge und wohlfeile Sprache ist mir schon öfter, auch anderweitig, aufgefallen. Kompliment! Die “Mietmäuler” sind derzeit sehr gefragt, nicht nur bei der INSM. Sie werden auch immer teurer bezahlt werden müssen, da der Gegenwind, auch dank solcher Beobachtungen wie Deiner, deutlich heftiger wird. Und auch das ist gut so!

    53. Spiegelfechter schrieb am 31. Juli 2009 at 09:10 - Permalink

      @Fried Fertig

      CDC untersteht meines Wissens auch dem Pentagon

      Nein – dem ist nicht so.

      und Rumsfeld machte schon mit der Vogelgrippe als Großaktionär von Gilead ne Menge Kohle.

      Das hat idT ein G´schmäckle.

      Waren es 6 oder 7 Milliarden die Bush damals beantragte um Tamiflu zu kaufen?

      Wie wäre es mit 1 Milliarde?

      Ist auch egal. Tamiflu´s Placebo-Nutzen wurde von der Aufsichtsbehörde ja auch schon damals bereits benannt, der dies äußernde Wissenschaftler jedoch sofort gefeuert.

      Das halte ich mal für ein Gerücht. Die Diskussion im Jahre 2005 ging vielmehr um mögliche Resistenzen durch zu niedrige Dosierung und Nebenwirkungen bei japanischen Teenagern.

      Auch heute wird der Nutzen bezweifelt, vor allem wird von einer maximal um einen Tag verkürzten Krankheitsdauer gesprochen, unter Inkaufnahme von zweifelhaften Nebenwirkungen.

      Sehr richtig.

      Gemäß des Beipackzettels entsprechen sie denen einer saftigen Grippe. Dann nehme ich doch gerne ne Erkältung a la Mexiko-Grippe in Kauf.

      Wenn Du zu einer der Risikogruppen gehörst, wirst Du Dies sicher anders sehen. Wenn nicht, dann brauchst Du dieses Medikamten eh nicht.

      Alles Fakten, meines Wissens keine VT, klar, ein wenig Meinungsäußerung ist auch dabei, aber Art. 5 GG gilt doch hier noch SF, oder?

      Zunächst einmal: Natürlich gilt hier GG5 nicht(!). Ansonsten müsste ich pro Tag rund 30 Spam-Beiträge zulassen ;-)

      Es geht mir hier ja auch nicht um VTs. Es geht eher um das Widerkäuen von falschen Meldungen aus den hinlänglich bekannten Medien, die nicht für journalistische Sorgfalt bekannt sind. Eigentlich könnte es mir ja wurscht sein, aber ich betrachte dieses Phänomen schon mit Sorgen. Falschmeldungen und gewagte Interpretationen werden so oft widergekäut, bis sie irgendwann Common-Knowledge sind.

      Und um dennoch die geliebte ?Esoterik? ins Spiel zu bringen, oder es als Pseudo-Buddhist, -Hinduist oder einfach nur naturliebender Vernunftsmensch zu sehen: Was wir diesem Planeten antun geht auf keine Kuhhaut. Betet dafür das es kein Karma gibt :-)

      Ja ja – ich respektiere jede Art des Glaubens. Egal ob Du ein Christ, ein Muslim, ein Buddhist, ein Scientologe oder ein Eso bist. Ich haue immer nur dann auf die virtuellen Fingerchen, wenn Glaubensfragen als Fakten dargestellt werden.

      Ich habe aus meinem ehemaligen Beruf nun einmal leidliche Erfahrungen mit Eso-Scharlatanen, die – natürlich immer im Zeichen des Guten(TM) – viele Menschen in ihr Unglück stürzen.

      So langsam sollte doch jedem ein Licht aufgehen wer wovon profitiert. Der Mittelstand wird gerade in der Landwirtschaft mit massivem Aufwand zerstört. Und Angst war schon immer das probateste Mittel, mehrere Ziele auf einen Schlag zu erreichen.

      Da sind wir wieder ganz nahe beieinander – aber die Antithese, die besagt, dass dann die “Underdogs” recht habe, ist nun einmal nicht zwingend. Glaube den Pharamkonzernen nichts, was nicht belgebar ist, aber(!) glaube auch den Esos nichts, was nicht belegbar ist.

    54. Schwarzes Eis schrieb am 31. Juli 2009 at 09:11 - Permalink

      @SF: Danke für den ruhigen, sachlichen Beitrag. Zwischen “wir werden alle an der Grippe sterben” und “die wollen uns mit dem Impfstoff alle umbringen” gibts ja kaum noch was zu lesen.

      @50: Danke für den Kommentar zu Kekule.
      Ich hatte VOR der ganzen Grippesache ein Gespröch mit einer seiner Mitarbeiterinnen:
      Ich: “Ich hab ihren Chef letztens mal wieder im TV gesehen.”
      Sie: “Ja, wenn ich ihn sehe, dann meistens auch da.”

    55. Fried Fertig schrieb am 31. Juli 2009 at 09:30 - Permalink

      @SF

      Ich glaube sowieso niemandem nichts :-)

      Und die meist völlig unbelegten Behauptungen von Blogs wie Alles Schall und Rauch gehen mir auch auf den Senkel. Da sind wir sicher auch beieinander.

      Nun denn, freuen wir uns auf den Herbst. Er hat sicher viel zu bieten. Sorgen mache ich mir nur um eines. Selten war die Gelegenheit so günstig auch in Deutschland einen schweren Anschlag zu verüben um entsprechende Wirkung zu erzielen. Ob False Flag oder durch durchgeknallte Radikale spielt dabei keine Rolle. Ab September/Oktober in Berlin und/oder Frankfurt halte ich die Gefahr für am größten. Und hiergegen kann man sich gewiss nicht impfen. Hoffen wir aber das Beste und das ich hier Unrecht behalte.

    56. Der Postillon schrieb am 31. Juli 2009 at 11:25 - Permalink

      Wie sich die Schweinegrippe verbreitet ist ja wohl bekannt:
      WHO: So überträgt sich die Schweinegrippe

    57. Frans B. schrieb am 31. Juli 2009 at 12:11 - Permalink

      Prima Artikel.
      Aber auf eine kleine Ungenauigkeit muss ich doch hinweisen. Du schreibst zu der amerikanischen Studie:
      “Als Grund für diese massive Resistenzbildung nennen die Autoren auch den unkritischen Einsatz des Medikaments.”
      Das tun sie aber gerade nicht:
      “Eine unkritische Verwendung von Oseltamivir (Tamiflu®) scheidet allerdings aus. Sie könnte nicht erklären, warum im letzten Jahr die mit Abstand höchste Prävalenz von Resistenzen (67 Prozent) ausgerechnet aus Norwegen gemeldet wurde, wo Tamiflu nur gegen Rezept ausgegeben und daher selten angewendet wird. ”
      Die Autoren führen die zunehmende Resistenz vielmehr auf die “Fitness” der Viren zurück.

    58. Spiegelfechter schrieb am 31. Juli 2009 at 12:24 - Permalink

      @Frans B.

      Ich habe die Studie nicht im Original gelesen, aber im Ärzteblatt steht auch:

      “Als Grund nennen die Editorialisten auch den unkritischen Einsatz des Virustatikums (JAMA 2009; 301: 1066-1069)”

      Das habe ich so ziemlich wörtlich übernommen. Vielleicht ist die Formulierung unscharf, ich hatte aber nicht die Zeit, mich mit dem zuständigen Redakteuer des Ärzteblattes über diese Formulierung zu unterhalten. Sorry.

    59. name schrieb am 31. Juli 2009 at 12:37 - Permalink

      Die Einen jammern und hoffen auf Anschläge und Grippeviren aus ihrem Beobachtungsposten und finden das alles total spannend, während die Anderen im ökonomischen Terror täglich versinken, die Mülleimer durchwühlen, Flaschen vor sich hertragen, und den Blicken der Neugierigen ausgesetzt sind. Teile der ganz extremen Armut sieht man nicht direkt, sie schweigt, und bildet heimlich Armuts- und Gewaltstrukturen, wie nach dem ersten Weltkrieg heraus, denen die Beobachtungen der kleinbürgerlichen Zerfallsvoyere gleichgültig sind.

      Ach ja Jens, sehr guter Artikel…;)

    60. HumanVirusCompany schrieb am 31. Juli 2009 at 14:19 - Permalink

      @Fried Fertig:
      “Und die meist völlig unbelegten Behauptungen von Blogs wie Alles Schall und Rauch gehen mir auch auf den Senkel.”
      genauso empfinde ich’s auch!!!
      Ich erinnere mich noch, dass der Betreiber des “Schall & Rauch Blogs” einmal etwas sagte wie “Mich nerven die Leute, die für jeden meiner Artikel Quellen & Beweise haben wollen! Von den Grossen Medien verlangen sie doch auch keine Quellen!”

      Ich denke, damit schiesst sich der S&R-Blog selbst ins Off. Mit Schlagzeilen wie “Ist G.W. Bush immun gegen die Schweinegrippe?” und verschiedenen Chemtrail-Theorien hat er für mich eher soetwas wie “Bild-für-esotheriker-&-Revisionisten-flair” [...]

      und an Jens: danke für diesen Artikel!

    61. Degnaphta schrieb am 31. Juli 2009 at 15:17 - Permalink

      Ja ja – ich respektiere jede Art des Glaubens. Egal ob Du ein Christ, ein Muslim, ein Buddhist, ein Scientologe oder ein Eso bist. Ich haue immer nur dann auf die virtuellen Fingerchen, wenn Glaubensfragen als Fakten dargestellt werden.

      Eine wirklich spannende Formulierung, an der sich deutlich machen läßt, daß aufgeklärtes Bewußtsein nicht ohne Selbstkritik auskommen kann.
      Für einen Christen sind Himmel und Hölle, Barmherzigkeit und Gotteszorn verdammt harte und lebensbestimmende Fakten. Für den Muselmanen gilt das auch. Und der Buddhist hat das Rad des Karma im Portfolio seiner Wirklichkeit.
      Das, was gerne als ‘belegbares Faktum’ mit eingebauter Unumstößlichkeit gehandelt wird, fußt jedoch auf derselben Qualität der Genese und Existenz wie die Wirklichkeiten verschiedenster Glaubenssysteme. Die Fokussierung und Fixierung auf Kausalitäten, Logik, statistische Häufigkeit und was noch so als ‘klarer Beweis’ zwingend ins Boot der Wissenschaftsgläubigkeit geholt wird, erzeugt kein überlegenes Weltbild, welchem ein höherer Stellenwert innewohnt.
      Der wird nur durch den allgemeinen Konsens künstlich erzeugt, wobei in solcherlei Fragen eine demokratische Willensbildung zwar die Scheinsicherheit der Richtigkeit des Modells gewährleistet, doch das Gesamtgebilde bleibt weiterhin auf denselben (tönernen?) Füßen stehen, wie die bereitwillig tolerierten (Duldung. Obacht! Gefälle!) Weltbilder, die sich bekennerisch auf Glauben stützen.

    62. Spiegelfechter schrieb am 31. Juli 2009 at 16:46 - Permalink

      @Degnaphata

      Ja ja, das hatten wir doch schon alles. Ich bin ein Wissenschaftsgläubiger und gut ist ;-)

    63. Aniota schrieb am 31. Juli 2009 at 17:45 - Permalink

      Der “Guardian” hat ein wenig über das Wundermittel Tamiflu berichtet:

      “Half of children taking Tamiflu have side-effects
      Nausea, insomnia and nightmares reported after taking antiviral drug for swine flu[...]”

      http://www.guardian.co.uk/society/2009/jul/31/tamiflu-side-effects-children

      Da wächst das Vertrauen in die staatlichen Maßnahmen doch gleich noch weiter.

    64. otti schrieb am 31. Juli 2009 at 18:35 - Permalink

      Die Schweinegrippe, medial hoch gekocht, damit der Beitragszahler abgekocht werden kann. Die Marktwirtschaft funktioniert, die Leistungserbringer lachen sich ins Fäustchen und die Politik springt über jedes Stöckchen, falls vorher ordentlich getrommelt wurde!

    65. Xaver Neid schrieb am 1. August 2009 at 00:39 - Permalink

      Die Schweinegrippe-Hysterie genial entlarvt:

      http://www.impfkritik.de/pressespiegel/2009063002.htm

      http://e.blip.tv/scripts/flash/showplayer.swf?file=http%3A%2F%2Fblip.tv%2Frss%2Fflash%2F2313020%3Freferrer%3Dhttp%25253A%25252F%25252Fwww.anti-zensur.info%25252FVideos.html%26source%3D3&showplayerpath=http%3A%2F%2Fblip.tv%2Fscripts%2Fflash%2Fshowplayer.swf&feedurl=http%3A%2F%2Fazk.blip.tv%2Frss%2Fflash&brandname=blip.tv&brandlink=http%3A%2F%2Fblip.tv%2F%3Futm_source%3Dbrandlink&enablejs=true

    66. Hobeditzn schrieb am 2. August 2009 at 06:27 - Permalink

      Hallo Spiegelfechter,

      ein sehr interessanter Artikel!
      Dazu ein paar Bemerkungen meinerseits:
      (*) Wieso wundert mich das alles nicht, wie wir Menschen von einer Pharma-Politik-Mafia für dumm verkauft werden. Der korrespondierende Kraftausdruck würde besser passen. Ein Beispiel dazu: Frau Aigner – derzeitige Landwirtschaftsministerin – läßt Genmais Monsanto MON810 verbieten, aber Genkartoffeln dürfen weiterhin für Feldversuche angebaut werden.
      (*) Man darf bei der H1N1-Impfstoff-Debatte und der Bevorratung des Impfstoffs nicht vergessen: Es ist Wahlkampf! Wehe, es erdreistet sich ein Gesundheitsminister auch nur ein Prozent des Impfstoffs zu wenig bestellt zu haben, weil er doch Zweifel hegen sollte. Da wird unsere ach so unabhängige Presse und der so integere politische Gegner diesen Minister verbal verprügeln.
      (*) Wie man die Grippe relativ schnell in den Griff bekommen kann? Wer erinnert sich nicht an den elterlichen Satz “Wenn Du niest oder hustest, halte dir gefälligst die Hand davor”? In einer Gesellschaft, in der Regeln des Anstands und Höflichkeit zum Teil außer Kraft gesetzt wurden, darf man sich nicht wundern, wenn es zu solchen Grippeverbreitungen kommt.

      In diesem Sinne.

    67. Zwickauer schrieb am 2. August 2009 at 10:23 - Permalink

      Vielleicht ist auch dieser Artikle ganz interessant
      http://www.randzone-online.de/?p=3390

    68. Spiegelfechter schrieb am 2. August 2009 at 11:11 - Permalink

      @Zwickauer

      Vielleicht ist auch dieser Artikle ganz interessant

      Interessant schon, seriös und glaubhaft aber nicht und voll von Falschangaben. Das ist bei dem Autoren (Michel Chossudovsky) leider mittlerweile zur Regel geworden – früher kamen auch mal gute Artikel aus seiner Feder.

    69. Aachener schrieb am 2. August 2009 at 20:56 - Permalink

      Hi Spiegelfechter…

      unabhängig von dem mal wieder (wie immer) klasse Artikel, dem m.E. nicht mehr viel hinzuzufügen ist; ist das Bild mit dem Schwein, also das untere, frei? Gibt’s ‘ne größere Version davon? Ich find’s richtig klasse :-)

      Gruß

    70. Alex schrieb am 4. August 2009 at 10:49 - Permalink

      Guter Artikel, leider fehlte mir jeglicher Hinweis auf die Strafanzeige von Frau Jane Burgenmeister (einer österreichischen Journalistin) wegen der im Frühjahr ausgelieferten “versechten” Grippeimpfstoffen der Firma Baxter.

    71. Gastkommentar schrieb am 10. August 2009 at 02:45 - Permalink

      @38

      Übergewichtige sind zu unterteilen nach diagnostischen Begründungen für das Übergewicht, was viel zu selten öffentlich kommuniziert und im medizinischen Alltag kaum praktiziert wird. D.h. Im Gegensatz zur allgemeinen Sichtweise ist Übergewicht keine Monokausale Angelegenheit, sondern unterliegt verschiedenen Ursachen, die als Folge Gewichtszunahme im Schlepptau mitbringen.
      Die Gruppen Übergewichtige, die vom höheren Risiko Betroffen sein könnten, müssten allgemein bereits eine Immunschwäche aufweisen.
      Dafür kämen aggressive Medikamente wie Cortison in Frage, Infektionen, Depressionen, die Streßsymptome auslösen und dadurch Immunschwächen begünstigen können. Beispiel Schlafstörungen: ~60% der Schlaf-Apnoiker sind stark Übergewichtig, was auf Störungen der nächtlichen Thermogenese oder den nächtlichen Streß zurückzuführen sei. (Ob die unter- normalgewichtigen Betroffenen nicht dasselbe Risiko aufweisen und nur auf Grund von Stoffwechselvarianzen nicht zur Gewichtszunahme neigen, sei einmal dahingestellt.)

      __

      Ansonsten könnte es sich um eine unwichtige statistische Fluktuation handeln. Vielleicht eine stilistische “Einflussnahme” innerhalb statistischer Aussagen, um ein bestehendes Bild zu transportieren. Nämlich das des dicken Kranken: dem verfressenen Opfer seiner eigenen willenschwachen Gier, dem dummen bewegunsfaulen widerlichen dicken Kostenfaktor.

      “Übergewichtige brauchen keinen pauschalen Ratschlag zur Gewichtsabnahme, sondern eine Diagnose” – Udo Pollmer

    72. Antares schrieb am 31. März 2010 at 14:28 - Permalink

      Woher stammt eigentlich das Gefährder-Schwein im Artikel? Das kommt mir ziemlich bekannt vor. Genauer gesagt habe ich das schon mal bei Natalie Dee gesehen – lediglich ohne den Schriftzug:

      http://www.nataliedee.com/012807/hi-pig.jpg


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