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  • Sind Blogger Idioten?

    geschrieben am 10. Mai 2011 von Spiegelfechter

    Über Truther, Infokrieger und deren fehlgeleitete Leserschaft

    Ein Gastkommentar von Hanjo Henker

    Wichtige Sondermeldung: Das Ende der Welt steht unmittelbar bevor! Wie soeben exklusiv aus Insiderkreisen bestätigt, planen bestvernetzte Illuminati die Weltherrschaft an sich zu reißen und die Menschheit zu versklaven!

    Oder nein, es sind die Bilderberger, nein die Juden. Ist aber eigentlich auch egal, denn der springende Punkt ist, dass die globale Finanzelite mutwillig Naturkatastrophen und Pandemien auslöst um uns erst zu töten und uns dann auszubeuten. Und die Kondensstreifen von Flugzeugen am Himmel sind in Wirklichkeit eine Biowaffe der Verschwörer!

    Das glauben Sie nicht? Dann sollten Sie sich aber mal schleunigst auf die Suche nach Webseiten der so genannten Truther-Bewegung machen. Das Projekt EsoWatch bietet im Übrigen seriöse Erläuterungen bezüglich dieser werbeüberladenen Desinformationsangebote, die sich selbst gerne als Politikblogs verklären.

    Truther-Webseiten bieten vor allem eins: Alles Schlechte auf der Welt, anschaulich zusammengefasst und erklärt. So anschaulich, dass wirklich jeder es verstehen kann, untermauert von scheinbaren Beweisen die meist aus dem Zusammenhang gerissen werden oder Teile der Wirklichkeit ausblenden. Das Ergebnis zu dem die selbsternannten Wahrheitsfinder kommen, deckt sich meist mit der hier einleitend formulierten Sondermeldung. Das Problem an der Sache: Truther-Webseiten erfreuen sich steigendem Zulauf, besonders junge Leser neigen dazu die oft sehr kruden Phantasiekonstruktionen zu glauben.

    Dass direkt neben den Katastrophenmeldungen Werbung für ABC-Schutzanzüge, Gasmasken und dubiose Goldhändler prangt scheint dabei jedoch niemanden zu stören. Während die Unterwanderung sämtlicher Regierungen der Welt durch einen kleinen Kreis von Weltverschwörern als selbstverständlich hingenommen wird, scheint die Verbindung von polemischer Panikmache mit plumper Geschäftemacherei ein zu komplizierter Zusammenhang zu sein, als dass er von den meisten Besuchern der Truther-Seiten auf Anhieb verstanden wird.

    Doch wo liegt das tiefere Geheimnis der Verschwörungstheorien und Infokrieger-Seiten im Internet, die jüngst durch die Umstände der Erschießung Osama bin Ladens erneut Aufmerksamkeit auf sich zogen? In allererster Linie im Versagen der etablierten Medien selbst. Denn die Truther-Szene definiert sich zunächst einmal über die zweifellos berechtigte Kritik an der zunehmenden Verquickung der ökonomischen, politischen und medialen Elite. Jürgen Habermas hat sich kürzlich zu diesem Thema geäußert und das Problem auf den Punkt gebracht.

    Auch Sebastian Müller zeigt in seinem Essay „Strategien der Meinungsmache – die Medien als Instrument der Herrschaft“, angelehnt an Noam Chomsky, wie Interessensgruppen die Medien missbrauchen um ihre eigenen Individualinteressen durchzusetzen.

    Zugegeben, um diese Debattenbeiträge zu verstehen bedarf es deutlich mehr intellektueller Eigeninitiative als bei der leicht verdaulichen Fertignahrung der Truther-Webseiten. Nach der Lektüre dieser Texte sollte jedoch klar geworden sein: Natürlich existieren Verbindungen zwischen den Eliten in den verschiedenen Gesellschaftsbereichen, natürlich gibt es zahlreiche Beispiele dafür wie gesellschaftlich mächtige Gruppierungen ihre eigenen Interessensansprüche skrupellos und im Widerspruch zum Allgemeinwohl durchsetzen und ja, teilweise lässt sich in diesem Zusammenhang auch von „Verschwörungen“ sprechen.

    Es ließe sich aber genauso gut von politischen Kampagnen sprechen und diese sind so alt wie die Menschheit selbst. Immer wenn Menschen sich in einer Gemeinschaft organisiert haben, entstanden dabei auch Machtkoalitionen. Nicht immer geschah dies im Sinne der heute formulierten und weithin anerkannten Grund- und Menschenrechte.

    Nun ist es aber das zweifelhafte Verdienst gerade der Truther-Szene, dass der Begriff „Verschwörung“ heutzutage kaum mehr analytisch verwenden werden kann. Ein Beispiel für einen seriösen Umgang mit dem Verschwörungs-Begriff bietet im Übrigen Julian Assange in seinem Wikileaks-Manifest.

    So könnte eine weitere Verschwörungstheorie lauten: Der berechtigte Kritikanspruch an der etablierten Medienlandschaft und den herrschenden Machtverhältnissen wird von windigen Geschäftemachern und selbsternannten Wahrheitspropheten missbraucht und damit in den Schmutz gezogen. Eine, für die politische Kultur und für den gesellschaftlichen Diskurs zunächst viel versprechende Technologie – nämlich das freie Publizieren im Internet, so genanntes Blogging – wird damit zunehmend diskreditiert.

    Politische Blogs können sich zu einem erstzunehmenden, kontrollierenden Korrektiv und interessanten Gesprächspartner der etablierten Medien entwickeln. Nicht aber, wenn sie in der öffentlichen Wahrnehmung von unseriösen Desinformationsangeboten überlagert oder mit diesen gar gleichgesetzt werden.

    Beispiele, dass Medienkritik und politischer Basisjournalismus auch in seriöser Form möglich ist, bieten unter anderem die NachDenkSeiten, das Dossier, die Blätter und auch le bohémien.

    Dass auch die etablierten Medien teils mit Glanzstücken des gesellschaftskritischen Debattenanstoßens aufwarten bewies jüngst Alexander Hagelüken in der Süddeutschen Zeitung. Hagelüken warnt in seinem Kommentar zu Recht vor der Gefahr des Dogmas, sozial gerechte Umverteilung von oben nach unten sei schädlich und plädiert dafür, im großen Rahmen erneut über soziale Gerechtigkeit nachzudenken.

    Auf dieser Ebene sollte sich der politisch-kritische Geist berufen fühlen an der Erarbeitung von Lösungsansätzen mitzuwirken. Hier findet der politische Journalist, der politische Blogger und der politisch interessierte Leser konkrete Ansatzpunkte für Gesellschafts- und Medienkritik. Hier macht es Sinn weiter zu fragen und weiter zu denken, als dies für gemeinhin in den Mainstreammedien der Fall ist. Ernsthafter politischer Basisjournalismus befindet sich jedoch erst in der Entstehungsphase.

    Ob Blogger und deren Leser also Idioten sind? Es kommt darauf an, lautet wohl die Antwort. Soeben erreichte uns im Übrigen eine weitere Eilmeldung: Der Weltuntergang ist vorerst abgesagt.

    Hanjo Henker

    Der Artikel ist im Original auf le bohémien erschienen – dort finden sich auch die Links zum Artikel.

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    1. Thomas schrieb am 10. Mai 2011 at 10:11 - Permalink

      Das schlimmste an dem ganzen Truther-Mist ist IMHO, dass man berechtigte Fragen zu Themen wie 9/11, Bilderbergern oder jetzt auch dem Tod von Osama kaum noch stellen kann, ohne direkt in die Ecke der verrückten Verschwörungsfanatiker gestellt zu werden.

      Ist so mein Eindruck aus einigen Diskussionen: Entweder man glaubt die offizielle Version, oder man ist verrückt. Eine echte Auseinandersetzung mit den Themen sucht man meist vergeblich.

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 10:14 - Permalink

        Sehr richtig. Und ich möchte noch einen weiteren Punkt ergänzen: Wenn die unzähligen Truther und 9/11-Theoretiker ihren sagenhaften Arbeitseinsatz und Fleiß in echte(!) politische Aufklärungsarbeit gesteckt hätten, wäre die Welt bereits ein Stück besser. So wurde unglaublich viel Potential verbrannt und Porzellan zerschlagen.

        • rumpelstilzchen schrieb am 10. Mai 2011 at 10:42 - Permalink

          ganz ala chomsky *g*

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 10:44 - Permalink

            Richtig ;-)

            • bridgR schrieb am 11. Mai 2011 at 01:34 - Permalink

              ach hör doch uff..!

          • Gold Star For Robot Boy schrieb am 13. Mai 2011 at 08:20 - Permalink

            “Nun ist es aber das zweifelhafte Verdienst gerade der Truther-Szene, dass der Begriff „Verschwörung“ heutzutage kaum mehr analytisch verwenden werden kann.”

            Falsche Analyse, fehlerhafte Grammatik, schwacher Artikel.
            Hier wird nach Belieben alles in einen Topf geworfen um das Versagen der MSM nach 9/11 zu entschuldigen. Dort sitzen immer noch die “Idioten” und verklären die Geschichte. Oder hat irgendein etabliertes Journal dieser Tage die Frage aufgeworfen, warum der pakistanische Geheimdienst ISI vor 9/11 einen Geldtransfer an Mohammed Atta organisiert hat ?
            Es gibt nicht DIE Truther-Szene und nicht
            jeder, der die offizielle Regierungs-VT zu 9/11 in Frage stellt neigt dazu “die oft sehr kruden Phantasiekonstruktionen zu glauben “. Die ideologisch motivierte Nutzung des Begriffes “Verschwörungstheorie” wurde von den Neocons/Bush/Cheney nach 9/11 forciert, dort liegt die Wurzel des Übels, die eine analytische Verwendung des Wortes erschwert.

            http://www.freitag.de/community/blogs/gsfrb/obama-zeigt-kein-photo-von-osamaverschwoerungstheorien-bluehen

        • unschland schrieb am 10. Mai 2011 at 17:25 - Permalink

          @Thomas, SF
          “Entweder man glaubt die offizielle Version, oder man ist verrückt.”
          Ob das nicht auch eine Funktion ist, die die VT’ler da erfüllen?
          Nicht allein wegen 9/11 (“Nun lasst uns nicht…” DoppelU).
          Meine Vt-Vt:
          Wäre ich ein bilderbergernder Superilluminat oder böser Thinktank, hätte ich einen ganzen Haufen Vt-blogs am Start, die nix anderes machen, als sich besonders hysterisch zu geben, damit ein Thema tabu ist für alle Seriösen.
          Es kommt ja schon zu Erscheinungen, die ich als Anti-VT-Hysterie bezeichnen möchte. Bei fixmbr darf man noch nicht mal spekulieren, wie es denn den Seeheimern gelang, die SPD zu zu pervertieren, ohne eins mit der VT-Keule zu bekommen.
          Ne klar, die Lenker der Welt sind nicht machtgeil oder raffgierig -
          sondern sie sind besessen von außerirdischen Sphärenwesen aus der xten Dimension, wie der viel zitierte David Icke so absondert.
          (“Kaufen sie jetzt die Illuminaten-DVD für nur 22$ plus shipping” – kost ja richtig Geld, muss gut sein!). Im alten Europa wird das belächelt, aber in Amiland, wo nach einer Umfrage 25% an Ufoentführungen glauben, fällt intelligenz-analoges, doku-artiges Geschwurbel auf fruchtbaren, weil bildungstechnisch eingeebneten Boden.
          Spielt das wohl keine Rolle, ob sich unsere Eliten jetzt vor Baal, dem Wesen der höchsten Vernunft oder dem schnöden Mammon in den Staub werfen?
          Fear
          Uncertainty
          Doubt
          –> mission accomplished

          • kadekmedien schrieb am 11. Mai 2011 at 20:28 - Permalink

            @unschland
            Wobei noch anzumerken wäre, dass die bilderbergenden Superilluminaten das nicht nur so machen würden, sondern auch einen Kommentator »unschland« erfänden, der das offen unter so einen Post schriebe.

        • polifisch schrieb am 10. Mai 2011 at 18:35 - Permalink

          also ich find solche blogs unterhaltsam ;) solange man sich quer durch die linien informiert ist die gefahr nicht zu groß den größten blödsinn zu glauben.

          kritisch muss man immer lesen egal ob, spon, ftd, den nachdenkseiten oder eben auch den spiegelfechter.

          sieht man das so wie ich, wird das lesen amysant und man freut sich über die phantasie einiger komentatoren dort ;)

          ansonsten: spiegelfechter, mach weiter so!

        • Degnaphta schrieb am 15. Mai 2011 at 12:26 - Permalink

          Bist du des positiv Diskriminierens inzwischen mächtig?
          Erahnst du jedenfalls die darin vorhandene Kraft?
          Hast du mittlerweile begriffen, daß es für einen grundregeltreuen Bundesbürger ins obligatorische Repertoire gehört?

          ansonsten weiterhin fröhliche Aufklärung!

          Glaub nicht was du liest!

    2. Serious Sam schrieb am 10. Mai 2011 at 10:24 - Permalink

      Guter Artikel! Und, danke für den Hinweis auf EsoWatch, hab’ ich sogleich in die Bookmarks aufgenommen :)

      • Bruder Johannes schrieb am 10. Mai 2011 at 13:52 - Permalink

        Vorsicht! Ist auch nicht ganz unumstritten!

        • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 13:53 - Permalink

          Sagen wir es mal so: Wenn die getroffenen Hunde da nicht bellen würden, hätte Esowatch etwas falsch gemacht.

          • Heinzi schrieb am 10. Mai 2011 at 19:42 - Permalink

            Das kann man natürlich auch exakt andersrum sehen. Wenn eseowatch nicht “blöcken” würde, hätten die anderen was falsch gemacht.

          • Marie schrieb am 16. Mai 2011 at 03:30 - Permalink

            Nun, Eso-Watch ist wirklich nicht uneingeschränkt empfehlenswert lieber Spiegelfechter, ist es doch ein extrem antideutsches und neokonservativ-islamophobes Unterfangen – recherchiere mal, und du wirst sehen, aus reiner Unabhängigkeit machen die das nämlich auch nicht, wird doch deren Liebling USA und auch Israel von den Truthern ständig angegriffen…

            Frag mal den Jürgen Elsässer, der wird dir das auch bestätigen…;)

        • Markus Weber schrieb am 10. Mai 2011 at 15:39 - Permalink

          Ich stimme EsoWatch in den allermeisten Fällen zu.
          Aber manchmal übertreiben sie es in der Tat ein wenig, scheinen doch sehr einem positivistischen Wissenschaftsverständnis anzuhängen und diskreditieren alles, was nicht naturwissenschaftlichen Standards folgt (auch in den Sozialwissenschaften) als unwissenschaftlich. Siehe etwa den Artikel dort zur Psychoanalyse, wo sie diese in die Nähe zu Pseudowissenschaften rücken. Oder auch verschiedene Artikel zu Umwelt-Themen.

          • Alex schrieb am 12. Mai 2011 at 14:35 - Permalink

            Zwar sollte man die Esowatchseite wirklich sehr zurückhaltend betrachten, aber dass die Psychoanalyse ein nicht geringer bovinum feces ist, ist sicher. Stell dir vor du lebst im ohnmächtigen Elend und bist ganz wehrlos und einer von Millionen auf der Welt, denen es so geht….und man erzählt dir: “Wissen sie, dass mit ihrer Mutter und ihrem Todestrieb…” pppfffffffffffffffff.

            Hier sei der “Anti-Ödipus” empfohlen, eine der besten Kritiken der Psychoanalyse überhaupt (von 1971!)

            • Psycho schrieb am 13. Mai 2011 at 00:33 - Permalink

              Psychoanalyse und Tiefenpsychologie entwickeln sich ständig weiter. Mit 1971 Kritik kannste heute auch keinen mehr hinterm Ofen vorlocken ;). PA scheitert vor allem an den quantitativen Messmethoden der Naturwissenschaft, weshalb auch die Verhaltenstherapie an dieser Stelle sehr gut wegkommt (Ihre Wirksamkeit ist ja vielfach nachgewiesen, allerdings auch ihre eingeschränkte Nachhaltigkeit). PA ist qualitativ orientiert und letzten Endes soll das Ergebnis ein Verständnis sein, dass der Patient zu sich selbst und seinen Problemen pflegt damit er seinen Alltag bewältigen und Leidensdruck verringern kann. Kurz gesagt, dein Beispielzitat zeigt dass du entweder PA nicht verstanden hast oder… naja du ein eher auf Hörensagen basierendes Halbwissen hast.

              MfG ein engagierter Psychologiestudent

      • Degnaphta schrieb am 15. Mai 2011 at 12:28 - Permalink

        Gute Wahl… wird in letzter Zeit gern genommen… zum Glück sind sie frei von Irrtum und/oder Lüge.
        Ist doch auch viel wert, oder?

    3. rumpelstilzchen schrieb am 10. Mai 2011 at 10:38 - Permalink

      och mensch, schon wieder dieses truther-bashing, is ja nicht zum aushalten :-/ ;o)

      ich gebe dem autor zwar in teilen recht: weite teile der infokrieg- und truther-szene haben sich verrannt, sind weit über das ziel hinausgeschossen und haben berechtigte zweifel und kritik am herrschenden medien-, polit- und wirtschaftssystem diskreditiert. allerdings ist der grundgedanke dieser szene, nämlich das ständige hinterfragen offizieller verlautbarungen, dennoch zu begrüssen.

      im verlaufe der jahre sind etliche skeptische beiträge zur truther-szene erschienen, auch hier auf dem spiegelfechter. im grunde genommen ist dies lobenswert, allerdings handelt es sich meist um wenig differenzierte auseinandersetzungen mit der thematik, gespickt mit polemik und pauschalverurteilungen (ganz getreu ihrem thematisierten phänomen).

      zugleich habe ich in all den jahren auf diesem blog – der sich ja als “kritisch” rühmt – niemals einen beitrag gefunden, der sich ähnlich gewisser teile der truther-szene fundamentalkritisch mit unserem gegenwärtigen system auseinandersetzt: einem konglomerat von medien, wirtschaft und politik, das ethische und juristische grundlagen der westlichen gesellschaften massiv (gezielt?) unterminiert und zerstört. dies alles mit verweis auf einen mythos – 9/11 und bin laden – der niemals ausreichend untersucht bzw. aufgeklärt wurde und seit bald zehn jahren als gespenst durch die mediale öffentlichkeit wandelt. mit verweis auf dieses ereignis werden bis heute bürgerrechte beschnitten, kriege geführt, aufrüstung legitimiert und die zerstörung völkerrechtlicher prinzipien optimiert.

      dass dieses ereignis bis heute – mit vereinzelten ausnahmen – massenmedial niemals kritisch diskutiert wurde, ist ein armutszeugnis des vorgeblich freien westens sondergleichen. die propaganda, die in zusammenhang mit diesem ereignis betrieben wird – von skeptikerseite wie von massenmedialen mainstream – liesse einen goebbels oder rove vor neid erblassen. umso wichtiger ist es, dass die offiziell verbreiteten lügen endlich dekonstruiert werden, um der weiteren erosion der humanitären, jurisistischen sowie verfassungs- und völkerrechtlichen basis gezielt entgegenzuwirken. zu diesem zwecke hilft kein truther-bashing, sondern nur die kritische auseinandersetzung mit themen, die bisher in diesem blog sträflich vernachlässigt wurden.

      als einstieg zur osama-thematik aus kritischer perspektive sei jedem dieser vorzügliche audiobeitrag auf youtube empfohlen:

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 10:41 - Permalink

        allerdings ist der grundgedanke dieser szene, nämlich das ständige hinterfragen offizieller verlautbarungen, dennoch zu begrüssen.

        Das Gegenteil von “gut” ist “gut gemeint”. Entscheidend ist nicht der “Grundgedanke”, sondern die Ausführung und vor allem die Auswirkungen. Und die sind katastrophal.

        zugleich habe ich in all den jahren auf diesem blog – der sich ja als “kritisch” rühmt – niemals einen beitrag gefunden, der sich ähnlich gewisser teile der truther-szene fundamentalkritisch mit unserem gegenwärtigen system auseinandersetzt: einem konglomerat von medien, wirtschaft und politik, das ethische und juristische grundlagen der westlichen gesellschaften massiv (gezielt?) unterminiert und zerstört

        Richtig, weil diese “Fundamentalkritik” nicht zielführend ist und bei näherer Betrachtung auch gar nicht haltbar ist.

        • rumpelstilzchen schrieb am 10. Mai 2011 at 10:45 - Permalink

          lieber jens

          1. katastrohpal sind nicht die auswirkungen dieser szene, sondern der gesellschaftliche umbruch seit 9/11 und der finanzkrise als ganzes, wie er von der elite in gemeinschaft mit den massemedien betrieben wird. und dies nix mit verschwörungstheorie zu tun!

          2. wer glaubt, die heutigen probleme liessen sich noch mit “reformen” lösen, hat sich gewaltig geschnitten.

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 10:50 - Permalink

            1. katastrohpal sind nicht die auswirkungen dieser szene, sondern der gesellschaftliche umbruch seit 9/11 und der finanzkrise als ganzes, wie er von der elite in gemeinschaft mit den massemedien betrieben wird. und dies nix mit verschwörungstheorie zu tun!

            Sicher, aber was kann man dagegen tun? Sich im VT-Milieu herumzutreiben und die x-te 9/11-Verschwörung zu formulieren, hilft der Welt auch nicht.

            Meine Position zu diesem Thema hat sich seit 2007 um kein Jota geändert.

            2. wer glaubt, die heutigen probleme liessen sich noch mit “reformen” lösen, hat sich gewaltig geschnitten.

            na denn

            • rumpelstilzchen schrieb am 10. Mai 2011 at 11:22 - Permalink

              1. treiben sich diese leute nicht im einfach im vt-milieu herum, sondern drängen seit jahren auf die wiederherstellung rechtsstaatlicher grundsätze und fordern die lückenlose aufklärung eines jahrhundertverbrechens. hätten die medien getreu ihrem auftrag ihre informations- und kontrollfunktion wahrgenommen, wäre diese bewegung gar nicht erst entstanden. schliesslich war es auch die 9/11-bewegung, die 9/11 und seine konsequenzen im kontext von pnac erstmalig öffentlichkeitswirksam diskutierten (bspw. der oftmals al spinner deklarierte alex jones sowie michael ruppert und david ray griffin).

              2. ist diese szene derart heterogen, so dass jegliche kritik daran, sofern sie nicht konkretisiert/spezifiziert wird, wertlos erscheint und ins leere schiesst. immer nur auf den idiotischen spinnern herumzuhacken, die es zweifellos (überall) gibt, negiert die intellektuelle und aufklärerische leistung eines beträchtlichtlichen teils dieser bewegung.

              ich bleibe dabei: problematisch und langfristig desaströs ist primär die agenda, die mit diesem ereignis und dem terrorgespenst im allgemeinen verfolgt wird. die infokrieger-szene ist letztlich nur ein produkt des massenmedialen umgangs mit der thematik, plus der etablierung neuer medientechnologien.

            • bernard schrieb am 10. Mai 2011 at 11:42 - Permalink

              Die Menschen spüren, dass sie bloß wie Objekte, nicht wie Subjekte, behandelt werden. Dies deshalb, weil die Herrschaftsidee nicht transparent diskutiert wird und aktiv verdeckt bleibt. Dies unterbleibt einfach deshalb, weil die herrschende Herrschaftsidee menschlich nicht akzeptabel ist und nur implizit durchsetzbar ist. Deshalb rätseln die Menschen, was die Herrschenden wollen. Dabei liegen sie richtig und haben empirische Belege: Die Herrschaften wollen ihren Eigennutz fördern. Das wir es nicht fertigbringen, effektive Kontrollmechanismen im Staat zu installieren, ist freilich unsere Verantwortung.

              Die Lösung liegt deshalb auf der Hand: Eine Gesellschaft muss einen gesellschaftlichen Konsens finden über die intersubjektiven Präferenzen aller Menschen. Darauf muss die Herrschaft durch andere Menschen aufbauen, nicht umgekehrt. Was ist das “Gute”, was ist das “Böse” – was die letzten Ziele. Nach Klärung muss man gesellschaftliche Vorkehrungen treffen. Leider weigert sich ein Großteil der Bevölkerung noch, frei und selbst über menschliche Werte nachzudenken, sie rühmen sich oft als liberal, links, aufgeklärt, tolerant, demokratisch, menschenfreundlich – dabei sind sie (in derselben Reihenfolge) gleichgültig, materialistisch, ideologisch, stur, unfrei, herzlos.

              Heute ist so: Man suggeriert die Volksherrschaft, obgleich unvermeidbar die Mehrheit von einer Minderheit regiert wird. Damit unterbleibt die Diskussion über die Persönlichkeit und den institutionellen Rahmen und die Ideologie auf Gesellschaftsebene. Die Herrschenden können quasi ohne Kontrolle alles sich aneignen, es gilt das Recht des Stärkeren. So wundert es nicht, dass sich “unsere Repräsentanten” alle vor den USA verbeugen, der Mensch zählt hier nicht mehr. So ists auch bei der sog. Presse und vielen Blogs.

              Insofern stimmts, es geht um eine Frage, nicht der Anpassung, sondern der Revolution, der Revolution in uns.

              P.S. Jeder verdient mit anderen Mitteln geld, manche damit, dass Sie möglichst provokative Texte veröffentlichen, um viele Klicks zu produzieren;)

            • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 12:05 - Permalink

              1. treiben sich diese leute nicht im einfach im vt-milieu herum, sondern drängen seit jahren auf die wiederherstellung rechtsstaatlicher grundsätze und fordern die lückenlose aufklärung eines jahrhundertverbrechens. hätten die medien getreu ihrem auftrag ihre informations- und kontrollfunktion wahrgenommen, wäre diese bewegung gar nicht erst entstanden. schliesslich war es auch die 9/11-bewegung, die 9/11 und seine konsequenzen im kontext von pnac erstmalig öffentlichkeitswirksam diskutierten (bspw. der oftmals al spinner deklarierte alex jones sowie michael ruppert und david ray griffin).

              Dem möchte ich doch vehement widersprechen. Ich habe schon im September 2001 Artikel gelesen, die 9/11 in einen größeren Rahmen rückten, wobei auch das PNAC und vergleichbare Institutionen erwähnt wurden. Natürlich waren diese Artikel nicht so platt und sensationsheischend wir die von Jones & Co. und wurden daher auch nicht vom breiten Publikum wahrgenommen.

              2. ist diese szene derart heterogen, so dass jegliche kritik daran, sofern sie nicht konkretisiert/spezifiziert wird, wertlos erscheint und ins leere schiesst. immer nur auf den idiotischen spinnern herumzuhacken, die es zweifellos (überall) gibt, negiert die intellektuelle und aufklärerische leistung eines beträchtlichtlichen teils dieser bewegung.

              Ich sage mal ketzerisch, dass es diese Leistung auch gar nicht gibt.

              die infokrieger-szene ist letztlich nur ein produkt des massenmedialen umgangs mit der thematik, plus der etablierung neuer medientechnologien.

              Sehe ich anders. Spinner hat es immer gegeben und es wird sie auch immer geben. Neu ist, dass Spinner dank des Netzes sehr einfach auf Gleichgesinnte treffen und sich gegenseitig befruchten können.

            • rumpelstilzchen schrieb am 10. Mai 2011 at 12:58 - Permalink

              “Dem möchte ich doch vehement widersprechen. Ich habe schon im September 2001 Artikel gelesen, die 9/11 in einen größeren Rahmen rückten, wobei auch das PNAC und vergleichbare Institutionen erwähnt wurden.”

              soso, da bin ich jetzt aber mal auf die quellen gespannt. ;)

              “Ich sage mal ketzerisch, dass es diese Leistung auch gar nicht gibt.”

              The Complete 9/11 Timeline
              http://www.historycommons.org/project.jsp?project=911_project

              Dieses Projekt gilt gemeinhin als VT. Zeig mir ein in quantitativer und qualitativer Hinsicht vergleichbares Projekt zur Thematik.

            • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 13:01 - Permalink

              @rumpelstilzchen

              Ich werde mich hier jetzt garantiert nicht mit Dir über 9/11-VTs unterhalten ;-)

            • rumpelstilzchen schrieb am 10. Mai 2011 at 13:21 - Permalink

              “Ich werde mich hier jetzt garantiert nicht mit Dir über 9/11-VTs unterhalten ;-)”

              Nur keine Panik, war weder meine Absicht noch mein Interesse. Wüsste nicht, was ich diesbezüglich von dir lernen könnte *duckundweg* ;)

            • Ichhabsleid schrieb am 11. Mai 2011 at 14:19 - Permalink

              Zunächst, ich sehe es ähnlich wie unser Mister Spiegelfechter, was er zu berichten weiß entspricht in großem Maße auch meinen Beobachtungen.

              Ich würde es absolut begrüßen, würden bei den VTs oder Truthern oder wie sich all diese hellen und hinterfragenden Köpfe nennen tatsächlich mal die gewisse Offenheit in der Diskussion zugelassen, die notwendig wäre eine Wahrheit auch finden zu wollen.
              Es würde nämlich dazu gehören, Argumente oder tatsächlich nachweisbare Fakten oder Thesen, die den eigenen entgegenstehen auch zu verwerten. Ich kann mich da leider immer nur wiederhohlen, Versuche dies zu erreichen schlugen fehl, da man sich a) weigerte, b) das meist spürbar vorgefasste “Ergebnis” bedroht sah.

              Oder hat sich wirklich mal jemand aus der VT- oder Trutherszene ernsthaft mit den (Gegen)Argumenten z.B. rund um 9/11, wie sie nur beispielsweise hier akribisch gesammelt wurden auseinander gesetzt?
              Oder fallen die oft sehr negativen Reaktionen bei Aufforderung zum Abgleich nur mir auf?

              http://sites.google.com/site/wtc7lies/home

              Ich stimme ganz konkret diesem Satz von Jens zu: “Wenn die unzähligen Truther und 9/11-Theoretiker ihren sagenhaften Arbeitseinsatz und Fleiß in echte(!) politische Aufklärungsarbeit gesteckt hätten, wäre die Welt bereits ein Stück besser. So wurde unglaublich viel Potential verbrannt und Porzellan zerschlagen.”

              Die Leute, die sich der “Wahrheit” widmen sind nicht wirklich alle doof. Sie haben aber zum Finden ein ganz konkretes Problem – ihre versteinerte Ideologie, ihre ideologischen Scheuklappen, ihren Tunnelblick, ihr Schwarz-Weiß-Denken …

              Würden sich die vielen vernünftigen Leute in dieser Szene sehr viel konkreter gegen die vielen Scharlatane und Multiplikatoren, sich merkbar kritischer gegenüber “sagenhafter” Neuigkeiten zeigen und auch äußern dann könnten sie damit eben auch einen Beitrag zu mehr Qualität und vor allem Versachlichung einbringen. Hier könnte etwas mehr Selbstreflexion ganz sicher auch eine erheblich entspanntere Lage und sehr wahrscheinlich auch eine Zusammenarbeit möglich machen. Mit nur einem möglichen Ziel, einem gemeinsamen Nenner, der möglichen Wahrheit tatsächlich ein Stück näher zu kommen.

    4. teiler schrieb am 10. Mai 2011 at 10:40 - Permalink

      Man muss sich nur mal fragen, warum die Verschwörungstheoritiker einen so großen Zulauf haben. Das Bild der Welt, dass die Medien uns heutzutage bieten, steckt voller Widersprüche. Die Leute spüren, dass etwas nicht stimmt.

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 10:43 - Permalink

        Das mag sein. Um so dramatischer ist es, dass partiell vollkommen gerechtfertigte Kritik von “diesen Leuten” undifferenziert in ein Gesamtbild gezwängt wird, das noch widersprüchlicher ist, als das mediale Bild der Welt. Da hört dann aber plötzlich die Kritikfähigkeit auf.

        • teiler schrieb am 10. Mai 2011 at 11:13 - Permalink

          Alles was ich weiß, ist dass ich gar nichts weiß. Es ist schwer, sich damit abzufinden. Wenn ich mich für schlauer und besser informiert als meine Mitmenschen halte, bin ich aber geneigt die Erklärungen wildfremder Blogger zu glauben anstatt die der Nachrichten.

          • Sukram71 schrieb am 10. Mai 2011 at 15:08 - Permalink

            Wenn ich mich für schlauer und besser informiert als meine Mitmenschen halte, bin ich aber geneigt die Erklärungen wildfremder Blogger zu glauben anstatt die der Nachrichten.

            Mit Betonung auf “halte” …
            Dummheit in Verbindung mit Hochmütigkeit und Arroganz.
            Alle Leute sind doof, nur unsere VT-ler haben den Durchblick.
            Wie eingebildet kann man eigentlich sein, sich von Leuten, mit viel mehr Lebenserfahrung und oft mehr Bildung mal was sagen zu lassen?
            OMFG! SCNR

            Die Matrix gaukelt uns (?) vor, wir lebten Anfang des 21. Jahrhunderts.
            Man beweise mir bitte das Gegenteil.

      • mee schrieb am 10. Mai 2011 at 12:08 - Permalink

        Das Bild der Welt, dass die Medien uns heutzutage bieten, steckt voller Widersprüche.

        Das könnte daran liegen, dass die Welt selbst voller Widersprüche steckt, meinst Du nicht?

        Dass viele Leute diese Widersprüche nicht mehr bereits sind auszuhalten, sieht man einerseits natürlich an den Spinnereien der Verschwörungs-Theoretiker, aber genauso an den Ressentiments gegen eine angeblich bösartige Elite (“die da oben”), wie sie hier in der Leserschaft von linksaußen, aber fast gleichlautend auch von rechtsaußen immer wieder zu vernehmen sind. Dass da eine Menge moralische Selbstgerechtigkeit, aber dafür um so weniger konstruktive Analyse bei rum kommt, ist das eigentlich bedauerliche.

      • geschichtslehrer schrieb am 10. Mai 2011 at 14:25 - Permalink

        Die Welt wird immer komplexer und unverständlicher. Irre Dinge geschehen, die man unheimlich und bedrohlich findet, und man will sich einen Reim darauf machen. Aber richtige Bücher von richtigen Denkern zu lesen, oder gar zu studieren ist halt anstrengend und manchmal bischen langweilig. Aber beim Alex Jones, da ist was los! Infokrieg! Krasse Geschichten! Einfache Antworten auf komplizierte Fragen! Gut und böse!

        Warum lesen Leute Bild statt einer richtigen Zeitung, könnte man auch fragen. Aber würde man mit einem Bildleser auf einen grünen Zweig kommen, wenn man die Weltpolitik analysiert? Vielleicht sogar ja, vielleicht sogar eher noch als mit einem Alex-Jones-Anhänger oder einem Kunden des Kopp-Verlag.

        • Bonsta schrieb am 10. Mai 2011 at 18:21 - Permalink

          Aber würde man mit einem Bildleser auf einen grünen Zweig kommen, wenn man die Weltpolitik analysiert? Vielleicht sogar ja, vielleicht sogar eher noch als mit einem Alex-Jones-Anhänger oder einem Kunden des Kopp-Verlag.

          Das ist wohl wahr. Der gemeine BILD-Leser weiß ja im allgemeinen, dass da viel Unsinn drinnen steht. Was ihm allerdings fehlt, ist der tiefere Einblick in die Manipulationen. “Bild dir deine Meinung” läuft ja gerade wieder überall und man sieht die Stars und Sternchen, die sich überrumpelt und in ein perfides Spielchen verstrickt haben, ohne auch nur im Ansatz zu begreifen, wie sie benutzt wurden. Würden sie es, so kämen sie sich ziehmlich “vergewaltigt” vor…

          Die Infokrieger haben sich verannt und sind auch nicht mehr davon abzubringen, weil sie sich schon lange gegen jedes vernünftige Argument “imunisiert” haben. Es muss wohl selektive Wahrnehmung sein, alles was nicht ins Bild passt, dringt gar nicht erst bis zum Bewusstsein vor. Da sind Bildleser bei weitem nicht so blind. Für sie gilt der Satz von Goethe: “Mit dem Wissen wächst der Zweifel”. Die Vt’ler jedoch wissen aber schon alles….

    5. susi bibelmaus schrieb am 10. Mai 2011 at 10:45 - Permalink

      Verstehe die abneigende Agitation gegen Andersdenkende überhaupt nicht?

      Zum Beispiel gerade ich, als Bibelmaus… Oute mich doch schon wegen meines gewählten Namens als einer Richtung zugehörig. Na, und selbstverständlich Glaube ich unumstösslich an das Wiederkommen des jüdischen Rabbis und daher eben auch an all die vorausgehenden und in der Bibel beschriebenen politisch weltweiten Zustände der Verwahrlosung „vor“ Seinem Widerkommen auf dem Tempelberg in Jerusalem!

      Es ist Einfach andersdenkende in Misskredit zu bringen nur weil sie andere Erfahrungen mit ihrer Umgebung gemacht haben. Sie wurden ja nicht mit dieser Einsicht geboren sondern aus persönlichen Erfahrungen heraus hat sie, diese Wahrnehmung, sich bei ihnen gebildet.

      Und die Welt ist auch nach 2000 Jahren konstruktiver Problemanalyse seitens all der wissenschaftlich- soziokulturell- pseudointellektuell… oder sonst was für akademische Leuchten – nicht um ein Stück besser geworden. Also kann ja das mit der „wissenschaftlich“ seriösen Neutralität zur Problemanalyse doch nicht so ganz das Wahre sein?

      Mir ist lieber ein Bauer oder Tischler erklärt mir seine Weltsicht, als das ich mir die Welt von einem “Experten” deuten lassen muss.

      Auch andersdenkende sollte man in ihren persönlichen Erfahrungen ernst nehmen.

      Die Welt um uns herum besteht nicht nur aus der Wahrnehmung einzelner.

      susi

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 10:52 - Permalink

        Mir ist lieber ein Bauer oder Tischler erklärt mir seine Weltsicht, als das ich mir die Welt von einem “Experten” deuten lassen muss.

        Dann passt Du ja wunderbar zur Leserschaft dieser Blogs und die Überschrift macht wieder Sinn ;-)

        • erhobener zeigefinger schrieb am 10. Mai 2011 at 12:29 - Permalink

          was soll das denn bitte heissen… noch’n bissl runtermachen bloß weil keine gescheite antwort vorhanden oderwie ?
          wenn bestimmte Menschen mal aufhören würden andere Menschen herabzusetzen und in Wertesystemen zu denken und stattdessen nach dem Prinzip der Erkenntnis nach Erfahrung des Individuums mit einem Menschen umgehen würden, würden sich glaube ich viele Missverständnisse aufklären und man würde sich um einiges besser verstehen.
          Ich glaube unterdessenn, der Schlüssel zu einer “Menschenfreundlichen” und “Gerechten” Weltordnung liegt genau darin, unter anderem in der Psychologie, mit welcher man menschliche Verhaltensweisen recht genau erforschen kann und der Biologie und Hirnforschung, die uns aufschluss darüber gibt worauf wir bei der Psychologie genau achten müssten.
          mr. spiegelfechter, den Kommentar worauf ich hier antworte finde ich nicht angebracht !
          Mfg

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 12:32 - Permalink

            Kumbaya!

            • susi bibelmaus schrieb am 10. Mai 2011 at 12:39 - Permalink

              Ich, als bibelmaus, habe die Erfahrung gemacht: Je geringer das Selbstvertrauen um so heftiger der Schlag ins Gesicht meines Nächsten.

              Mein überragendes Kognitiv muss ich nicht jedem auf die Nase binden und über mich daher oft auch in Bescheidenheit.

        • egal schrieb am 10. Mai 2011 at 13:28 - Permalink

          Die Überschrift lautet “Sind Blogger Idioten?”
          Bezug?

        • Inge schrieb am 10. Mai 2011 at 13:43 - Permalink

          Warum sollten Tischler oder Bauern keine vernünftigen Ansichten haben? Merkwürdig, dass diese automatisch in der Verschwörungsseiten-Gucker-Szene verortet werden, weil sie angeblich nicht die höheren Weihen eines Studiums, oder so, teilhaftig wurden… Doch, es gibt studierte Bauern, und es gibt sogar studierte Hauswirtschafterinnen – zum Beispiel. Die lernen auch Agrarwirtschaft, EU-Zusammenhänge, und so weiter.
          Es ist alles nicht so einfach, wie es die Vorurteile und gängigen Muster einem eingeben.
          Nicht nur die Leichtgläubigen Ackerbebauer, Mondscheinbauern, schlichten Handwerker gehen auf Verschwörungsseiten, auch die verschwurbelten unter den Studierten sind da schon mal. Und, es kommt immer darauf an, was darunter verstanden wird. Heute wird ja schon berechtigte Kritik als Verschwörungstheorie abgetan, in der Hoffnung die Kritik damit schlecht zu machen.
          Die völlig abgedrehten Theorien finde ich persönlich schrecklich, aber wir haben ja – noch – Meinungsfreiheit. Und, das ist gut so, auch wenn uns die eine oder andere Meinung dabei missfällt.

        • Markus Weber schrieb am 10. Mai 2011 at 15:19 - Permalink

          Hehe :-D

      • egal schrieb am 10. Mai 2011 at 13:34 - Permalink

        Es ist Einfach andersdenkende in Misskredit zu bringen nur weil sie andere Erfahrungen mit ihrer Umgebung gemacht haben. Sie wurden ja nicht mit dieser Einsicht geboren sondern aus persönlichen Erfahrungen heraus hat sie, diese Wahrnehmung, sich bei ihnen gebildet.

        Das ist es, was die elitären VTbasher immer verkennen.
        Meinungsumfrage USA ende 70er Jahre: Wurde Martin Luther King vom FBI erschossen? 2% aller Weißen sagen ja. Aber 98% aller befragten Schwarzen.

      • JayAr schrieb am 11. Mai 2011 at 00:44 - Permalink

        Und die Welt ist auch nach 2000 Jahren konstruktiver Problemanalyse seitens all der wissenschaftlich- soziokulturell- pseudointellektuell… oder sonst was für akademische Leuchten – nicht um ein Stück besser geworden. Also kann ja das mit der „wissenschaftlich“ seriösen Neutralität zur Problemanalyse doch nicht so ganz das Wahre sein?

        Schwachsinn. Der Einsatz von Hygiene in der Medizin zum Beispiel (Seife) hat die Welt ein Stueck besser gemacht. Um mal nur ein Beispiel zu nennen. Ist wissenschaftlich erwiesen.

    6. Blixten schrieb am 10. Mai 2011 at 10:52 - Permalink

      Das Problem an der Sache: Truther-Webseiten erfreuen sich steigendem Zulauf, besonders junge Leser neigen dazu die oft sehr kruden Phantasiekonstruktionen zu glauben.

      Ist das denn wirklich so? Ich glaube all die Verschwörungstheorien haben sehr viel mit selektiver Wahrnehmung zu tun, sowohl bei denjenigen, die den Verschwörungen “auf der Spur” sind, als auch bei denjenigen, die das dann lesen.

      Wer meint, einer grossen Verschwörung auf die Schliche gekommen zu sein wird immer ein grösseres Mitteilungsbedürfnis haben als jemand, der sich korrekt informiert fühlt. Da ist es kein Wunder, dass man an manchen Stellen fast nur noch über mehr oder weniger krude Theorien diskutieren kann und dann den Eindruck bekommt, diese Verschwörungsszene sei riesengross. Zumal ein Übermass an Verschwörungsdiskussion auch andere Leute abschrecken dürfte.

      Auch bei den Theorien selbst ist viel selektive Wahrnehmung im Spiel. Jeder kennt die Begebenheiten, wo offiziell verbreitete Versionen nicht gestimmt haben, aber niemand erinnert sich daran, dass so unendlich viel mehr richtige Dinge verbreitet – und zu unrecht angegriffen – wurden.
      Dazu kommen dann noch Auffassungen wie “so ein Zufall, gerade jetzt, wo xyz einen Erfolg brauchte” oder vieles ähnliche mehr. Solche Sätze ist immer wahr, heute, letzte Woche oder vor 5 Jahren. Politiker brauchen immer Erfolge.

      Am Ende glaube ich, dass der Artikel vor allem mit der Motivation:

      Alles Schlechte auf der Welt, anschaulich zusammengefasst und erklärt. So anschaulich, dass wirklich jeder es verstehen kann

      recht hat.
      Da sind Verschwörungstherorien nicht soo anders als religiöser oder sonstiger Fatalismus. Sich in der realen Gesellschaft zu engagieren ist nutzlos, denn der Lauf der Dinge ist von einem selber eh nicht beeinflussbar. Diskussionen haben dann das selbe Schema wie die mit intelligent Designern: “Wir können gerne mal reden, solange das Ergebnis feststeht”.

      • Wolfgang schrieb am 10. Mai 2011 at 14:19 - Permalink

        Ich glaube all die Verschwörungstheorien haben sehr viel mit selektiver Wahrnehmung zu tun,

        Alle menschlichen Äußerungen haben mit selektiver Wahrnehmung zu tun. Manch einer versucht zwar so objektiv wie möglich zu berichten (Jens zum Beispiel, deshalb sind seine Artikel oft so lesenswert), scheitert aber an der Tatsache, dass alles was Mensch wahrnimmt, mit eigenen Erfahrungen und vorher erworbenem “Wissen” abgeglichen, und darin eingebettet wird. Jeder Mensch argumentiert aus subjektiver und damit auch selektiver Sicht.

        Objektive Menschen gibt es nicht*.

        *Das ist meine subjektive, selektive, aus Erfahrung gebildete Meinung.

    7. Plor schrieb am 10. Mai 2011 at 11:00 - Permalink

      Das Problem der Truther-Szene ist vor allem, dass diese sich kritisch gibt, in Wahrheit aber größtenteils unkritisch allen potentiellen Verschwörungstheorien hinterherläuft. Das ist das Gegenteil einer kritischen Öffentlichkeit und viel mehr ein Schritt in antirationalistischen Holismus. Es gibt ja eine enge, nicht zu verleugnende, strukturelle Verwandtschaft zwischen postmodernen und prämodernen Verschwörungstheorien, besonders dann festzustellen, wenn in den VTs unserer Zeit Gedanken kolportiert werden, die bereits im Nationalsozialismus, Stalinismus oder den USA der McCarthy-Ära populär waren.

      Dabei ist es eigentlich eher sekundär, ob es DIE Juden, DIE Kommunisten, DIE Amerikaner oder DIE Bilderberger sind. Viel wesentlicher als das rangehängte Substantiv ist das Personalpronomen. Letzten Endes sind es eben immer die diffusen DIE von denen WIR uns abgrenzen können. Gut-Böse-Schema par Excellence, komplexe Sachverhalte auf den stumpfesten Nenner heruntergebrochen. Und dass damit der Schritt zu totalitären Gedanken und Weltanschauungen nur ein kurzer ist, liegt auf der Hand. Was sich als Verschwörungstheorie tarnt, ist eben in den meisten Fällen doch eher Verschwörungsideologie und dementsprechend alles andere als kritisch…

      • Bonsta schrieb am 10. Mai 2011 at 18:54 - Permalink

        Sehr schöner Kommentar!

        Das trifft dann natürlich auch die “linke Szene”, jene, die “die da oben” als das Böse schlechthin ansehen, was natürlich genauso unsinnig ist und in Totalitarismus mündet. Erstaunlich dabei, dass auch Marx in seinem “Kommunistischen Manifest” überhaupt nicht totalitär ist, aber falsch verstehen kann man eben alles. Die Welt ist voller Widersprüche und das macht es so schwer. Truther kann es gar nicht geben, da es DIE Wahrheit nicht gibt. Aber ganz offenbar haben die meißten Menschen genau diesen Hang in totalitäre Weltbilder (allerdings, ohne dass sie es wissen und meißt auch nicht in böser Absicht). Wie oft hört man den Spruch vom fleißigen Chinesen oder vom Araber, der nicht zur Demokratie fähig ist, ohne dass jemand bemerkt, dass das bereits rassistisch ist… Ganz offen wird getalkt mit solch’ einfachen Weltbildern. Es ist immer der selbe Mechanismus: Wenn der Sachverhalt zu kompliziert wird, hilft man sich mit Schubladen. So funktionieren wir. Umso schlimmer ist, wenn die geistige Verarmung durch kommerzialisierte Massenmedien noch vergrößert wird.

    8. ali schrieb am 10. Mai 2011 at 11:12 - Permalink

      Das Problem liegt meines Erachtens, dass es diesen Leuten häufig an methodischem Denken fehlt, vermutlich weil sie es nie gelernt haben. Der Vorwurf an die Medien greift daher vielleicht etwas zu kurz. Hätten sie die notwendige Medienkompetenz und das Toolkit zum kritischen Denken, würden sie alle Quellen mit der gleichen Skepsis lesen. Verschwörungstheoretiker glauben aber alles kritiklos, was ihre Thesen bestätigt und nichts, was diesen widerspricht (oder sie blenden dies einfach aus). Dank der Masse an Information im Netz ist dies nun noch viel dramatischer geworden: Googlen beginnt schon mit einer scharfen Vorselektion. Wer sich dessen nicht bewusst ist, wird alles bestätigen, was er bestätigen haben will.

      Beim lernen von methodischem Denken können gerade Blogs aber einen wichtigen Beitrag leisten. Zumindest in den Diskussionsspalten von Wissenschaftsblogs (wo häufig auch Verschwörungsthesen seziert werden) wird dies meines Erachtens gut gepflegt (und darum wurde EsoWatch auch mit gutem Grund verlinkt). Und wenn man die Zugriffszahlen bei grösseren Themen die viele Menschen in den letzten Jahren verunsicherten betrachtet (z.B. Vogelgrippe, Erdbeben in Japan, 2012, LHC, etc), glaube ich, gibt es da einen grossen Vetrauensvorschuss und gerade solche Blogs dienen auch als Anlaufstelle.

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 12:08 - Permalink

        “Lustig” ist, dass die VT-Anhänger hier zwischen “bösen Lügen” und “guten Lügen” unterscheiden. Ich hatte hier ja schon ein paar mal auf bewusste Lügen durch die VT-Szene hingewiesen. Anstatt sich kritisch mit diesen Lügen auseinanderzusetzen, wurden sie allerdings mit der Erklärung “der Zweck heiligt die Mittel” verteidigt. Wenn ein Mitglied der “Szene” irgendetwas aus der “Szene” hinterfragt, gilt es als Nestbeschmutzer. In einem anderen Kontext nennt man so etwas “Ganovenehre”.

    9. Systemfrager schrieb am 10. Mai 2011 at 11:12 - Permalink

      Eine vorläufige Zusammenfassung:

      Die deutsche Philosophie beginnt mit der Kritik (der reinen Vernunft … dann jeder anderen Vernunft, und dann geht es immer weiter, Kritik von dem was es gibt – und nicht gibt (also was nur im Keller der Metaphysik schmort); dann kommt der weitere weltberühmte deutsche Oberkritiker Marx (Kritik der politischen Ökonomie, Kapitalismus, usw usw usw usw usw …) … und wer dürfte da bitte schön Nietzsche vergessen … dann taucht der kritische Rationalismus (Popper) von Hayeks Gnaden auf … die Gegenseite reiht die Kritik von Kritik der Kritik (Adorno, Habermas, ….) … Und das Ergebnis?

      „Worte müßiger Greise für unerfahrene Jünglinge. … Zum Schwätzen bereit, aber zum Zeugen unfähig; denn ihre Weisheit ist zwar reich an Worten, aber arm an Werken“ – Francis Bacon

      @ SF
      So weit so gut ;-)

      Zwischen dem Kritisieren und Zeugen liegen Welten. Jawohl! Ja, das Zeugen muss mit der Kritik beginnen, weil es kein Zeugen aus NIX gibt! Aber das Zeugen ist ein Zeugen, wenn etwas entsteht, was neu ist.
      So weit so gut ;-)

      Und nun kommt heir eine Kritik bei Spiegelfechter.com, schon der Titel ist so überwältigend kritisch: Sind Blogger Idioten? … Und der Inhalt eine einsame Spitze: Eine vernichtende Kritik, eine Kritik wie eine andere Kritik eine unvorstellbar unsinnige Kritik ist …

      Hmmm … jetzt bin ich aber hoffnungslos überfordert

    10. SwENSkE schrieb am 10. Mai 2011 at 11:23 - Permalink

      Jaja, die dummen, dummen Truther und Infokrieger.

      Das mag ja sogar stimmen nur ist der Autor nicht in der Lage, das in seinem Artikel nachzuweisen – jedenfalls nicht bis zu dem Link auf einen Artikel, in dem ich dann eine solche “Perle” finde:

      Politisch verorten sich die »Infokrieger« außerhalb des »Links-Rechts-Schemas« und explizit gegen dieses. »Gegen politischen Dogmatismus« zu sein ist indes eine Prämisse, die v.a. auch junge Leute, die Ein-Punkt-Politik (z.B. Datenschutz wie in der Piratenpartei) betreiben, anspricht und sie – so absurd das klingen mag – politisiert.

      Das Gefühl, weder rechts noch links zu sein ist zum einenden Moment geworden. Niemand fragt, aus welcher politischen Positionierung heraus man denn eine gemeinsame Diskussionsgrundlage hätte

      Der Rest des verlinkten Artikels ist auch nicht viel besser, worauf ich mir dann auch den Rest des Ursprungsartikels geschenkt habe.

      Geht es nur mir so – oder haben auch andere das Gefühl, daß spiegelfechter.com immer weniger lesenswert wird?

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 12:10 - Permalink

        Geht es nur mir so – oder haben auch andere das Gefühl, daß spiegelfechter.com immer weniger lesenswert wird?

        Bei solchen Artikeln hagelt es immer mindestens zehn Kommentare, die versprechen, den SF nie wieder zu lesen. Schön, wenn es so wäre.

        • susi bibelmaus schrieb am 10. Mai 2011 at 13:24 - Permalink

          Na Heee…, dann haben Sie, Spiegelfechter, ja das Talent antizipatorischer Rezitation.

          Im vollen Wissen negierter Reaktionen und unter Umständen auch mit Inkaufnahme einhergehenden Kundenverlustes ihrer eigenen Firmenmarke, verprellen Sie dennoch Leute die bei Ihnen die Ladentür öffnen um sich im Geschäft mal umzuschauen?

          Wenn das die Firmenphilosophie jedes Mittelständlers wäre bräuchte der seine Ladentür am Morgen bald nicht mehr aufschliessen.
          Susi

        • SwENSkE schrieb am 14. Mai 2011 at 15:12 - Permalink

          Bei solchen Artikeln hagelt es immer mindestens zehn Kommentare, die versprechen, den SF nie wieder zu lesen. Schön, wenn es so wäre.

          Wo liest Du eine solche Aussage in meinem Kommentar?
          Spiegelfechter.com ist qualitativ massiv abgesackt – und das liegt meiner Meinung nach an den Veränderungen der letzten Zeit.
          Und ich lese hier immer weniger – es wäre also nicht nur “schön, wenn es so wäre”, in meinem Fall ist es tatsächlich so.

      • Count Krey schrieb am 10. Mai 2011 at 13:07 - Permalink

        Ich finde auch, dass es Quatsch ist, was du da zitiert hast, man kann locker eher „linke“ und gleichzeitig eher „rechte“ Positionen besetzen, z.B. Einführung des Mindestlohns (Kommunist!) und für weniger Einwanderung (Nazi!).
        Aber dies hat nichts mit Jens zu tun, da der Kommentar nicht von ihm ist, sondern nur seine Plattform nutzt. Wer mit anderen Meinungen nicht umgehen und leben kann, der sollte sich wieder dem Blatt mit den vier großen Buchstaben zuwenden. Ich persönlich finde es schön, wenn die Kommentare heterogen sind, sodass man auch andere Meinungen als die eigene zu sehen bekommt.

        • SwENSkE schrieb am 14. Mai 2011 at 15:15 - Permalink

          Aber dies hat nichts mit Jens zu tun, da der Kommentar nicht von ihm ist, sondern nur seine Plattform nutzt.

          Auch Du scheinst meinen Kommentar nicht richtig gelesen zu haben – ich habe extra “spiegelfechter.COM” geschrieben ;).
          Und ich habe auch kein Problem mit Meinungen, die meiner entgegen stehen, in diesem Fall bin ich sogar einer Meinung mit dem Autor.
          Das Problem ist, daß er seine “Meinung” nicht wirklich untermauert!

    11. Observer_X schrieb am 10. Mai 2011 at 11:24 - Permalink

      Im Prinzip gibt es wohl keinen Unterschied zwischen den “Truthern” und der überwiegende Mehrheit der “ganz normalen” Menschen. Letztere sind genau wie erstere in einer Scheinwelt gefangen. Sie glauben die Welt werde in der Tagespresse abgebildet und haben die Fähigkeit des kritischen Denkens verloren. Sie sind unfähig das Bestehende in Zweifel zu ziehen. Für sie ist es unbequem und störend mit alternativen Sichtweisen konfrontiert zu werden. Für sie ist man bereits ein Verschwöhrungstheoretiker wenn man sagt, die Nato führt in Afghanistan Krieg um Pipelines und nicht um Mädchen den Schulbesuch zu ermöglichen. Für mich sind nicht die wenigen Truther das Problem, das unsere Gesellschaft unbedingt überwinden muss, sondern die grosse Masse der “Mainstreamer”. Im Übrigen denke ich wie rumpelstilzchen , mit Reformen ist nichts mehr zu machen. Die Truther mögen die falschen Lösungsansätz haben, die Mainstreamer aber werden grundlegende Veränderungen verhindern, was wohl mindestens geau so schlimm ist.

      Man sollte “Verschwörungstheorie” zum Unwort erklären, denn es wird überwiegend dazu benutzt kritik zu unterdrücken.

      • ali schrieb am 10. Mai 2011 at 11:31 - Permalink

        Für sie ist man bereits ein Verschwöhrungstheoretiker wenn man sagt, die Nato führt in Afghanistan Krieg um Pipelines und nicht um Mädchen den Schulbesuch zu ermöglichen.

        Soviel zum Thema monokausales Denken. Es ist ironisch, dass diese Aussage auf

        Sie sind unfähig das Bestehende in Zweifel zu ziehen.

        folgt. Alles geht um Öl ist eben auch so eine “allgemeine Wahrheit” in einigen Kreisen, die sehr viel Komplexität ausblendet und eine einfache Weltsicht bietet.

        • Observer_X schrieb am 10. Mai 2011 at 12:54 - Permalink

          …dass “alles” nur um Öl geht habe ich nicht geschrieben, ebenfalls nicht, dass es in Afghanistan nur um die Pipelines geht, und erst recht nicht, dass die NATO den Mädchen den Schulbesuch nicht ermöglicht.

          • ali schrieb am 10. Mai 2011 at 13:37 - Permalink

            OK. Dann habe ich dich falsch verstanden. Klang in meine Ohren nach: “Man darf nicht einmal sagen, dass es nur um Öl ging”. Dann meine letzte Äusserung bitte ignorieren.

      • rumpelstilzchen schrieb am 10. Mai 2011 at 11:34 - Permalink

        sehe ich genauso. der terminus “verschwörungstheorie” hat heute weder deskriptiven noch analytischen wert, sondern ist ein negativ beladener, politisch-rhetorischer kampfbegriff, der sämtliche kritik an dominierenden interpretationsmustern ins reich des obskuren verbannt.

        siehe dazu Pigden (2007): Conspiracy Theories and the Conventional Wisdom:

        http://www.niu.edu/~gpynn/Pidgen_ConspiracyTheories&TheConventionalWisdom.pdf

        • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 12:15 - Permalink

          Sicher. Aber warum? Und wer trägt die Schuld daran? Darum dreht sich übrigens der Artikel ;-)

          • rumpelstilzchen schrieb am 10. Mai 2011 at 13:03 - Permalink

            na schuld daran sind zum einigen die skeptiker selbst, dann wiederum allerdings auch leute wie der autor des obigen artikel und wohl auch du (mit verlaub), die sämtliche kritiker regierungsamtlicher Verlautbarungen in die gleiche schublade pressen, sobald diese kritik dem eigenen weltbild zuwiderläuft und starke abwehrreaktionen hervorruft.

            • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 13:09 - Permalink

              Ja klar, der Überbringer der schlechten Botschaft ist immer schuld ;-)

      • mee schrieb am 10. Mai 2011 at 12:16 - Permalink

        Man sollte “Verschwörungstheorie” zum Unwort erklären, denn es wird überwiegend dazu benutzt kritik zu unterdrücken.

        Nein, es wird dazu benutzt, Bullshit als Bullshit zu bezeichnen, ohne gleichzeitig den hoffnungslosen Versuchen unternehmen zu müssen, einen Verschwörungstheoretiker argumentativ zu überzeugen.

      • rumpelstilzchen schrieb am 10. Mai 2011 at 13:27 - Permalink

        nicht die “überbringer einer botschaft”, sondern die konstrukteure eines frames, der mit der realität nix gemein hat :-p

    12. teiler schrieb am 10. Mai 2011 at 12:17 - Permalink

      Leider völligst Off-Topic:
      Den alten Spiegelfechter fand ich besser. Gibt es auch einen reinen Jens Berger-Feed oder twitter?

    13. Christoph schrieb am 10. Mai 2011 at 12:19 - Permalink

      wer sich intellektuel mit dem “System” auseinandersetzt, wird über kurz oder lang einen “Experten” antreffen, der “besser” Bescheid weiß…und plötzlich wird die “Ausbeutung” von Schneiderinnne in Bangladesch zur konstruktiven Entwicklungshilfe…was ich meine: Differenziert zu denken ist schwer und grau, und zudem begibt man sich auf ein Minenfeld, indem es keine echte Wahrheit mehr gibt, sondern nur Töne und Schattierungen; wer aus dem großen “Anti” heraus damit beginnt, wird sich über kurz oder lang fragen müssen, ob das, was er kritisiert, nicht dialektisch zu dem wird, was ihn vor dem noch viel Schlimmeren bewahrt, das einmal war und garantiert keiner mehr zurück haben will…dagegen ist eine VT bunter, leichter und klarer, und, letztlich, viel besser geeignet, der Klasse der Herrschenden einen Spiegel vorzuhalten und ihnen einen Schrecken einzujagen…ich glaube nicht, dass irgendetwas besser würde, wenn sich all jene VTler ernsthafter Gesellschaftsanalyse zuwenden würden. Da würden sie sich die Zähne an den “Experten” ausbeißen…von daher dürfte VT durchaus seinen Sinn haben, zumal die politische Regsamkeit von Thruther-Lesern und Spiegelfechter-Lesern sich letztlich in der gleichen sozialen Wirklichkeit manifestiert: Stimmzettel und Proteste; wie die BILD machen VT gesellschaftliche Wirklichkeit pseudo-transparent, polemisieren und skandalisieren sie, Erklären sie durch Personifikation – nur eben als Gegenentwurf, als Verneinung anstatt als Bejahung…aber das greift der Beitrag ja nicht auf, er bleibt in der Perspektive des wahrheitsverdünkelnden Lesers, der sich darüber aufregt, dass andere dasselbe wollen wie er, aber eine lustigere, “unwahrere” Perspektive haben…

      • Thomas schrieb am 10. Mai 2011 at 23:16 - Permalink

        Chapeau! Gut analysiert.

    14. Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 12:21 - Permalink

      Es gibt eine sogenannte “10.000-Stunden-Regel”, die besagt, dass jeder, der sich 10.000 Stunden mit einem bestimmten Thema auseinandersetzt, ein Experte auf diesem Thema ist. Blogger und Autoren, die sich 10.000 Stunden mit Verschwörungstheorien zu 9/11 beschäftigen, sind aber keine Experten zum Thema “9/11″, sondern zum Thema “Verschwörungstheorien zu 9/11″ – das ist ein gewaltiger Unterschied!

      • rumpelstilzchen schrieb am 10. Mai 2011 at 12:51 - Permalink

        wow, jetzt paraphrasierst du bereits spiegel-niveau, nicht schlecht ;)

        http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,760463,00.html

        • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 12:57 - Permalink

          Und? Was ist an Lobos Artikel falsch?

          • rumpelstilzchen schrieb am 10. Mai 2011 at 13:12 - Permalink

            na weil jeder, der sich 10’000 Stunden mit den alternativen Darstellung zu 9/11 auseinandersetzt, gleichzeitig viele Details über 9/11 und dessen Konsequenzen aneignet, deren Summe das Wissen jedes Desinteressierten an der Thematik weit in den Schatten stellt. Jeder 9/11-Skeptiker muss sich unweigerlich intensiv mit der offiziellen Darstellung auseinandersetzen, um diese dekonstruieren und kritisieren zu können. Da willst du mir ja nicht widersprechen, oder etwa doch?

            Ich wette, du hast dich noch niemals in ein kritisches Buch zu 9/11 vertieft, nicht wahr Jens?

            Klaro, ist ja nur Zeitverschwendung und lenkt von den “wahren” Probleme ab ;)

            • Dierk schrieb am 10. Mai 2011 at 17:07 - Permalink

              gleichzeitig viele Details über 9/11 und dessen Konsequenzen aneignet

              Nö. Das hat was mit selektiver Wahrnehmung zu tun, du nimmst nur Dinge war – bzw. schenkst ihnen einen höheren Wahrheitswert -, die in deine Theorie passen. Das passiert jedem jeden Tag, mag er noch so geübt darin sein, als objektiver Beobachter zu arbeiten.

              Einfachste Beispiele aus dem Alltag:
              - der Polizist, der nur noch Kriminelle sieht
              - der Autofahrer, der nur Idioten begegnet, die ihren Führerschein auf dem Jahrmarkt erschwindelt haben
              - der Arzt, der nur Kranke sieht

              Kritische Betrachtung bedeutet immer, sich selbst und seinen eigenen Ideen gegenüber skeptisch zu sein; das Schlechte im Gegenüber zu sehen ist nämlich verdammt einfach.

            • Ichhabsleid schrieb am 12. Mai 2011 at 12:38 - Permalink

              “Jeder 9/11-Skeptiker muss sich unweigerlich intensiv mit der offiziellen Darstellung auseinandersetzen, um diese dekonstruieren und kritisieren zu können.”

              Jeder? Leider erkennt man schnell, daß dem eben nicht so ist. Genau das ist ja eigentlich auch das Problem.

              “dekonstruieren und kritisieren”

              Ich fürchte dies stellt die Ausgangslage dar, mit der an eine solch umfassende Arbeiten herangegangen wird, man scanned nach belastenden Sachverhalten. Mir war es nicht wichtig zu “dekonstruieren oder zu kritisieren”, sondern zunächst einmal die geschilderten Vorgänge, Zusammenhänge und eben auch die vielen Details überhaupt zu verstehen. Hierfür ist eine ganz konkrete Auseinandersetzung mit z.B. Physik, Architektur, Statik und der Gleichen im Vordergrund. Nur so lässt sich überhaupt erst eine eventuelle Prüfung auf Plausibilität erreichen. Hier ist es auch von erheblicher Wichtigkeit, die politischen Vorgänge ganz strikt von der “angewandten Physik” an GZ zu trennen. Wer alles in einen Topf wirft und aus dem ganzen Kuddelmuddel dann noch irgendwelche Verknüpfungen oder Schlüsse herauslesen bzw. hineininterpretieren will, der begibt sich sehr schnell eben auf anfechtbares Glatteis.

              Und erst mit diesem Wissens und Erkenntnisstand lässt sich überhaupt erst analysieren, ob andere “alternative” Erklärungen zutreffen könnten. Erst so ist es möglich auch die “alternativen” Vermutungen und Erklärungen konkret abzuklopfen und zu hinterfragen. So dies überhaupt (er)gewünscht ist. Im Prinzip müsste man mit wissenschaftlichen Standards an eine solche Arbeit gehen um sie transparenter und nachvollziehbarer werden zu lassen. Nur mal quer drüber zu lesen ist eben zu wenig.

              http://www.jnani.org/mrking/writings/911/king911.htm

            • Ichhabsleid schrieb am 12. Mai 2011 at 12:44 - Permalink

              Hier auch noch ein aktuelleres Update der eben genannten Seiten

              http://www.jnani.org/mrking/writings/Post2010/King911-update-intro.htm

      • Wolfgang schrieb am 10. Mai 2011 at 14:52 - Permalink

        Hm, genauso stimmt dann aber auch: Blogger und Autoren, die sich 10.000 Stunden mit irgend einer anderen Theorie zu 9/11 beschäftigen, sind aber keine Experten zum Thema “9/11″, sondern zum Thema “Irgend eine andere Theorie zu 9/11″.

        Mitthin gibt es überhaupt keine Experten zum Thema “9/11″. Weder nach einer, noch nach 10.000, noch nach 1 Mio. Stunden.

        Fazit: Diese Regel können wir getrost wieder in die Tonne kloppen. Sie besagt halt nur, dass jeder der sich so lange mit einem Thema befasst, fest daran glaubt, dass er recht hat, und dass viele andere das auch glauben, weil “er sich so lange damit beschäftigt hat”. Und damit stehen “VTler” und “Experten” gleichberechtigt nebeneinander, weil beide fest davon überzeugt sind, die Wahrheit gepachtet zu haben.

        • Estefan schrieb am 10. Mai 2011 at 18:38 - Permalink

          Es wäre doch öde hier in den Kommentarspalten, wenn alle die gleiche Wahrnehmung von der Wirklichkeit hätten.

      • Peter schrieb am 10. Mai 2011 at 17:08 - Permalink

        [gelöscht/SF]

        • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 17:11 - Permalink

          Bitte keine Detail”diskussionen” zu 9/11 – das führt zu nichts.

          • Prinzregent schrieb am 10. Mai 2011 at 17:16 - Permalink

            Sicherlich führt eine Detaildiskussion zu nichts.
            Trotzdem ist 9/11 eine Paradebeispiel dafür, wie wichtig die Wahrheitsfindung ist.
            Dass es dabei Stilblüten gibt ist klar.

    15. epikur schrieb am 10. Mai 2011 at 12:24 - Permalink

      Sind Blogger Idioten?

      Beispiele, dass Medienkritik und politischer Basisjournalismus auch in seriöser Form möglich ist, bieten unter anderem die NachDenkSeiten, das Dossier, die Blätter und auch le bohémien.

      Hier werden einige Begrifflichkeiten wild durcheinander geworfen. Die Nachdenkseiten und auch die Blätter sind keine Blogs, wollen auch keine Blogs sein. Und nicht jeder Blog hat den Anspruch Journalismus zu machen.

      Blogs wiederum müssen nicht per se den Auftrag haben, “politischen Basisjournalismus” zu betreiben. Warum auch? Ein Blog ist i.d.r. ein subjektives Meinungstagebuch. Die Subjektivität von Blogs ständig zu kritisieren und den Anspruch an ihnen zu stellen, sie sollen besser recherchieren, Journalismus betreiben usw. halte ich für eine verdrehte Perspektive.

      Blogs sind kein Journalismus und Journalismus sind keine Blogs. Beide sind wichtig und haben ihre Daseinsberechtigung.

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 12:27 - Permalink

        Hier werden einige Begrifflichkeiten wild durcheinander geworfen. Die Nachdenkseiten und auch die Blätter sind keine Blogs, wollen auch keine Blogs sein.

        Das kommt darauf an, wie man “Blog” definiert.

        Und nicht jeder Blog hat den Anspruch Journalismus zu machen

        Richtig.

        Blogs wiederum müssen nicht per se den Auftrag haben, “politischen Basisjournalismus” zu betreiben. Warum auch? Ein Blog ist i.d.r. ein subjektives Meinungstagebuch. Die Subjektivität von Blogs ständig zu kritisieren und den Anspruch an ihnen zu stellen, sie sollen besser recherchieren, Journalismus betreiben usw. halte ich für eine verdrehte Perspektive.
        Blogs sind kein Journalismus und Journalismus sind keine Blogs. Beide sind wichtig und haben ihre Daseinsberechtigung.

        Mit der Aussage habe ich – auch wenn ich es anders sehe – keine Probleme. Dann sollen die “Truther” aber zu ihrer Subjektivität stehen. Alleine der Begriff “Truther” steht dieser Einsicht aber bereits im Wege. Ich habe mal ketzerisch geschrieben, dass der “Wahrheitsgehalt” eines publizistischen Mediums umgekehrt proportional zur Anzahl des Begriffes “Wahrheit” in diesem Medium ist – das gilt auch heute noch.

        • epikur schrieb am 10. Mai 2011 at 12:43 - Permalink

          Das kommt darauf an, wie man “Blog” definiert.

          Ein Blog ist für mich ein Tagebuch, ein Journal, ein Portal, eine Plattform eines Individuums, das seine Gedanken und Ansichten der Welt mitteilt und darauf Feedback erhalten möchte. Meinung, Subjektivität und Individualität zeichnen einen Blog aus. Deshalb ist die Kommentarfunktion essentiell für einen Blog. Genau das haben die Nachdenkseiten aber nicht. Die Blätter und auch die Nachdenkseiten sind für mich mehr Gegenöffentlichkeit als Blog, aber nicht minder wichtig.

          Mich stört bei dem Vergleich Blog/Journalismus häufig dieser negative Unterton, dass Blogs minderwertig seien, weil sie ja ach soo subjektiv seien. Genau das ist doch ihre Stärke! Und genau deshalb werden sie auch gelesen. Blogs zu journalistischen Plattformen zu machen, bedeutet der Tod der Blogkultur.

          Letztlich entscheiden die Leser was sie glauben möchten und wen sie lesen möchten.

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 12:47 - Permalink

            OK, wenn man die Kommentarfunktion als elementaren Bestandteil eines Blogs sieht, dann ist das sicher so.

            Ich habe übrigens gar nichts gegen Subjektivität – auch im klassischen Journalismus ist sie als Kommentar oder Leitartikel ein sehr wichtiges Element.

      • flatter schrieb am 10. Mai 2011 at 14:24 - Permalink

        Ich kann mich des Eindrucks auch nicht ganz erwehren, dass hier die Eigenwerbung wichtiger war als der Inhalt, der einen äußerst bescheidenen Beitrag zur Medienkritik leistet. Im Endeffekt werden durch die provokativ angelegte und kontextfreie Überschrift Blogger tatsächlich als Idioten dargestellt – alles Deppen außer den am Ende genannten Spitzenpublizisten im Netz. Zwei der vier Angebote lese ich übrigens so gut wie nie, eines eher selten. Sicher habe ich deren herausragende Qualität noch nicht erkannt.

        Der Artikel könnte genau so auch in einer Lokalpostille stehen. Er sagt weniger als nichts über Blogs, nur Altbekanntes über VTler und einiges über den Autor. Insofern ist die Werbung wiederum Aufklärung.

    16. nagel schrieb am 10. Mai 2011 at 12:27 - Permalink

      vielen menschen fehlt es an zukunftsträchtigen positiven visionen. sie haben begriffen, dass sie den gleichgeschalteten schafsmedien als sprachrohr der politik keinen glauben schenken können und das aus dieser richtung nicht mit zukunftsvisionären inhalten zu rechnen ist. als aufmerksamer und gesellschaftlich interessierter mensch ist man heute gezwungen, alle inhalte von öffentlicher seite kritisch zu hinterfragen oder ganz in frage zu stellen. daher beschäftigen sie sich auf andere weise mit ihrer umwelt und suchen nach antworten. manche treibt es eben in die richtung der sogenannten verschwörungstheorien. aber sie beschäftigen sich wenigstens mit den vielen offenen fragen der letzten jahre und monate. warum soll man nicht mal ein bisschen rumspinnen? und jeder der an verschwörung glaubt, glaubt auch das die politik und die wirtschaft verlogen und korrupt ist. damit haben sie allemal recht.

      • Dominik schrieb am 10. Mai 2011 at 20:29 - Permalink

        Das Problem ist, dass sie sich nicht mit der Realität beschäftigen, sondern irgendwelche Theorien zusammenfantasieren. Und damit dann auch allen ernst zu nehmenden das Wasser abgraben.

        Wie soll man ernsthaft auf Lücken in der 9/11 Aufklärung hinweisen, wenn sofort die VT-Idioten auftauchen und ihre abstrusen Theorien mit dazu werfen? Dadurch wird jeder Versuch rational an das Thema heranzugehen unterbunden.

        • nagel schrieb am 10. Mai 2011 at 21:36 - Permalink

          so war das nicht gemeint. es gibt genug rationale meinungen und auch plausible theorien zum 9.11., zum tod von bin laden, zu hartzVI oder zur deutschen steuerpolitik, die die geldsäcke begünstigt. die liste wäre weiter zu führen. ich glaube, auf den nds habe ich mal das schöne zitat gelesen: nur wer zweifeln gelernt hat, bleibt ein selbst denkender mensch. es ist also an dir, wem und was du glauben schenkst. und politische und wirtschaftliche lügen sind mit einem gesunden verstand genauso schnell entlarvt, wie abstruse verschwörungstheorien.
          ich frage mich nur, was unsere, in der öffentlichkeit stehenden politiker umtreibt, diese offensichtlichen lügen mit hilfe der schafsmedien als bare münze zu verbreiten und wieder und wieder zu wiederholen als wären sie immun gegen freies denken. die diskreditieren sich selbst. nur aus einem hohlen kopf schallt es immer gleich.
          und ich glaube erst an die ermordung osama bin ladens durch die usa, wenn ich seinen kopf hier auf meiner balkonbrüstung auf einem silbernen tablett stehen habe. im übrigen empfinde ich es als äußerst innovatives aber durchaus durchschaubares und amüsantes instument der schafsmedien, gleich im anschluß an die internationale topmeldung alle übrigen und abweichenden meinungen als verschwörungen dastehen zu lassen.

          meine herrlichkeit wünscht einen schönen abend =)

          • Dominik schrieb am 10. Mai 2011 at 21:59 - Permalink

            Nur kurz zu Osama, ich nehme an AlQaida und Osamas Frauen sind auch alles CIA Leute undercover? Die haben schliesslich im grossen und ganzen die Amerikanische Version bestätigt.

            Ob es jetzt wirklich den Versuch gab ihn festzunehmen, oder ob es von Anfang an Ein Mordkommando war, darüber kann man gerne diskutieren (wenn es einen interessiert). Aber dass Osama an diesem Tag gefunden und umgebracht wurde steht fest. Und das ist genau der Unterschied zwischen den Verschwörungstheoretikern und wirklich kritisch denkenden Menschen. VTler denken sich eine Geschichte aus und suchen dann nach Beweisen für diese und ignorieren alles andere. Kritisch denkende schauen sich alle Fakten an und überlegen auf Grund dieser, welche Hergang der wahrscheinlichste war.

            —-

            Warum wiederholen Politiker Lügen? Es ist bekannt, dass Menschen im allgemeinen Dinge eher glauben, wenn sie oft wiederholt werden. Siehe die Massenvernichtungswaffen im Irak. Wirkliche Beweise gab es da nie, aber je länger die Lüge wiederholt wurde, desto mehr Menschen haben ihr geglaubt.

            Ich denke die wenigsten hier haben auch ein Problem damit, hier kritisch zu hinterfragen und den Regierungen dieser Erde nicht immer unbesehen zu Glauben. Albern wird es allerdings sehr schnell, wenn die VTler irgendwelche ominösen Organisationen im Hintergrund sehen, die in Wirklichkeit die Welt lenken. Oder wenn Fakten und Berichte nur deswegen abgelehnt werden, weil sie von offiziellen Stellen kommen.

            • Oliver schrieb am 10. Mai 2011 at 22:18 - Permalink

              Nur kurz zu Osama, ich nehme an AlQaida und Osamas Frauen sind auch alles CIA Leute undercover? Die haben schliesslich im grossen und ganzen die Amerikanische Version bestätigt.

              Na, da hat Obama aber Glück gehabt, dass ausgerechnet der Todfeind in die Presche springt und die Story bestätigt (auf Grundlage von was auch immer). Die Info kam übrigens nicht von Al-Qaida selbst sondern von der SITE Intelligence Group, die bisher hauptsächlich dadurch aufgefallen sind, gefälschte Osama videos zu verteilen. Und ja, das kann man auch in der „seriösen Presse“, wie der Washington Post nachlesen. Wie aussagekräftig Gefangene des pakistanischen Geheimdienstes sind, muss jeder für sich entscheiden.

              Aber dass Osama an diesem Tag gefunden und umgebracht wurde steht fest.

              Ach, Du warst dabei – dann erzähl mal, wie das abgelaufen ist. Ich hätte da nämlich einen ganzen Haufen Fragen.

              Kritisch denkende schauen sich alle Fakten an und überlegen auf Grund dieser, welche Hergang der wahrscheinlichste war.

              Was sind denn die Fakten? Ich habe bisher nur Behauptungen gehört, die seit Tagen feingetuned werden. Dazu ein paar Videos ohne Ton und ohne Datum … ach und nen alten Mann vorm TV.

            • nagel schrieb am 10. Mai 2011 at 22:32 - Permalink

              was fehlt dir denn zum zweifeln? wir wissen nix! garnichts! wir wissen nur von zwei meinungen: der meinung der usa und denen, die dem nicht glauben wollen.
              seine frauen und unter anderem seien tochter haben bezeugt… puh, ich muß zugeben, ich habe kein fernseher. da kann ich nicht mithalten obwohl ich davon gelesen habe.
              und nein! es gibt keine stichhaltigen beweise das obl an diesem tag umgebracht wurde. einem hochtechnologieland geht die bild- und tonverbindung verloren, fotos von der leiche werden nicht veröffentlicht und die überreste von osama werden im meer verklappt. auf nimmer wiedersehen. dann das hickhack um das vorgehen. erst haben sie, dann haben sie nicht. und umgekehrt. wenn ich dem keinen glauben schenke, bin ich dann ein verschwörungstheoretiker? ich denke nicht! ich glaube nur nicht, was mir suggeriert wird. ich könnte mich evtl. mit fotos besänftigen lassen aber die sind auf rotten oder stileproject schnell gefunden und bearbeitet. im übrigen könnte ich das besser bearbeiten als diese idioten von der presse.
              glaub was du willst. ich mach es nicht.

            • ali schrieb am 10. Mai 2011 at 22:40 - Permalink

              @Oliver

              Ach, Du warst dabei – dann erzähl mal, wie das abgelaufen ist. Ich hätte da nämlich einen ganzen Haufen Fragen

              Wenn das dein Standard ist, dann kannst du dir zu fast nichts und niemandem eine Meinung bilden. Hat der zweite Weltkrieg stattgefunden? Bist du sicher? Warst du dabei? Wurde Merkel wirklich gewählt? Hast du die Stimmen selber ausgezählt?

              Man kann natürlich die Haltung einnehmen, dass man nichts glaubt, dass man nicht selber nachprüft. Dann muss man konsequent sein und wohl den Mund zu fast allem halten, da abgesehen von der physischen Unmöglichkeit einem zur Überprüfung des meisten auch das Fachwissen fehlen würde. Dann kannst du dir aber eine politische Meinung zu irgendwas schenken und ich habe den Verdacht, dass du da eher selektiv vorgehst. “Warst du dabei?” ist um andere ruhig zu stellen und keine konsequente Philosophie.

            • Oliver schrieb am 10. Mai 2011 at 22:54 - Permalink

              “Warst du dabei?” ist um andere ruhig zu stellen und keine konsequente Philosophie.

              Das ist nicht richtig. Wenn ich zu einem Sachverhalt die Aussage treffe “XY steht auf jeden Fall fest”, dann muss ich dafür einen Beweis haben, sonst kann ich das nicht behaupten. Das können Dokumente sein, Videos, Audio, Zeugenberichte oder irgend etwas in dieser Art.

              All das haben wir hier nicht. Wir haben die Aussage eines Präsidenten bzw. seines Sprechers, die beide selbst nichts gesehen oder gehört und sich tagelang selbst wiedersprochen haben. Ein Beweis sieht für mich anders aus, tut mir leid. Dementsprechen müsste er wohl dabei gewesen sein, um glaubhaft zu behaupten, dass seine Aussage wahr ist.

            • spider schrieb am 10. Mai 2011 at 23:01 - Permalink

              Das ist nicht richtig. Wenn ich zu einem Sachverhalt die Aussage treffe “XY steht auf jeden Fall fest”, dann muss ich dafür einen Beweis haben, sonst kann ich das nicht behaupten. Das können Dokumente sein, Videos, Audio, Zeugenberichte oder irgend etwas in dieser Art.

              All das haben wir hier nicht. Wir haben die Aussage eines Präsidenten bzw. seines Sprechers, die beide selbst nichts gesehen oder gehört und sich tagelang selbst wiedersprochen haben. Ein Beweis sieht für mich anders aus, tut mir leid. Dementsprechen müsste er wohl dabei gewesen sein, um glaubhaft zu behaupten, dass seine Aussage wahr ist.

              Exakt!

              Ich erkläre somit hiermit offiziell, dass ich höchstpersönlich Big Foot erlegt habe. Und jeder, der mir nicht glaubt, ist ein Verschwörungstheoretiker :-)

              Ungefähr das ist das Niveau dieser Debatte.

            • ali schrieb am 10. Mai 2011 at 23:34 - Permalink

              Was beweist ein Foto, ein Video? Auch nicht mehr als das Vertrauen, dass du jenem entgegenbringst der es veröffentlicht (hast du mal mit Mondlandungsleugnern diskutiert?).

              Eigentlich wollte ich nicht ins Spezfische gehen, muss jetzt aber wohl doch sein: Das einzige was einem bleibt sind Annahmen zur Plausibilität zu machen. Nehmen wir mal an das ganze wäre erfunden. Warum Zeugen (und dann gleich noch angebliche Frauen von Bin Laden, etwas das nachprüfbar ist), warum diese mit dem pakistanischen Geheimdienst lassen? Warum gerade zu diesem Zeitpunkt? Wenn Bin Laden jetzt nicht getötet wurde, dann lebt er entweder noch (ist er nicht in US gewahrsam, kann er die Sache locker auffliegen lassen, ist er es doch gibt es mehr Eingeweihte in den USA, die ein Auffliegen ermöglichen) oder starb früher schon. Wiederum etwas wofür Belege auftauchen könnten. Warum das ganze jetzt inszenieren und nicht vor den Wahlen? Was zieht man aus genau diesem Zeitpunkt? Warum keine Foto fälschen, wenn ein zusätzlicher “Beweis” so einfach zu erbringen wäre und, und, und….

              Nein, einen Hieb und stichfesten Beweis wirst du nicht kriegen. Ausserdem würde jeder solcher nicht glaubwürdiger sein, als die Person die ihn vorbringt. Ausser du kümmerst dich persönlich um die DNA Analyse. Aber alle anderen Möglichkeiten scheinen weniger plausibel oder zu risikobehaftet für die US Regierung. Ockhams Rasiermesser.

              Du machst solche Annahmen und Wahrscheinlichkeitsüberprüfungen vermutlich täglich beim Filtern von Informationen.

        • ali schrieb am 11. Mai 2011 at 09:25 - Permalink

          Nachtrag: Nun “lügen” offensichtlich Bin Ladens Söhne auch noch für die CIA.

          Warum ich das erwähne? Weil es so weitergehen wird. Jedes Indiz, welches darauf hinweist, dass die Realität vielleicht so langweilig ist, dass niemand etwas inszeniert hat, dass man wirklich Bin Laden einfach erschossen hat, wird wegerklärt werden. “Aber jenes ist noch offen, dieses nicht erklärt, Y ist nicht glaubwürdig und überhaupt ist X verdächtig”. Das unterscheidet den Skeptiker vom VTler. Der Skeptiker bewertet die Fakten um zu Schlussfolgerungen zu gelangen während der VTler Fakten sammelt um seine Schlussfolgerung zu stützen und behauptet er würde ersteres tun.

          Aber da immer wieder die gleichen Antworten kommen (“Ihr seid naiv”, “Nicht alles glauben”) bringt es wahrscheinlich nix hier weiter zu diskutieren. Man jammert lieber über das “Niveau” der Diskussion, statt sich inhaltlich darauf einzulassen. Aber als Blogger sollte ich das eigentlich inzwischen gelernt haben.

          • spider schrieb am 11. Mai 2011 at 18:57 - Permalink

            Nachtrag: Nun “lügen” offensichtlich Bin Ladens Söhne auch noch für die CIA.

            Sehr witzig.

            http://www.nytimes.com/2011/05/11/world/asia/binladen-statement.html?_r=2&ref=asia

            Zitat:

            “I Omar Ossama Binladin and my brothers the lawful children and heirs of the Ossama Binladin (OBL) have noted wide coverage of the news of the death of our father, but we are not convinced on the available evidence in the absence of dead body, photographs, and video evidence that our natural father is dead. Therefore, with this press statement, we seek such conclusive evidence to believe the stories published in relation to 2 May 2011 operation Geronimo as declared by the President of United States Barrack Hussein Obama in his speech that he authorized the said operation and killing of OBL and later confirmed his death. ”

            Fazit:
            Du schreibst gerne lange, blumige und besserwisserische Kommentare, nur mit dem Recherchieren und den Fakten hast Du es nicht so.

            Warum ich das erwähne? Weil es so weitergehen wird. Jedes Indiz, welches darauf hinweist, dass die Realität vielleicht so langweilig ist, dass niemand etwas inszeniert hat, dass man wirklich Bin Laden einfach erschossen hat, wird wegerklärt werden.

            Du sitzt in Deiner plüschigen und geordneten Welt, in der bereits alles klar ist, und jede Sorte Mensch bereits in einer passenden Schublade steckt. Wie schön muss das sein .. Und vorallem bequem :-)

            Nur von der bisherigen Geschichte unserer “tollen” Medien hast Du scheinbar nichts mitbekommen, und hast folglich kaum eine Vorstellung darüber, was inzwischen möglich und realistisch ist, und was nicht:

            http://de.wikipedia.org/wiki/Nijirah_al-Sabah .

            Und noch eines: Ich habe kein Problem damit meine Meinung zu ändern. Sie ist nur vorläufig. Sollte sich diese Spur als wahr erweisen

            http://www.handelsblatt.com/politik/international/was-wissen-seine-frauen/4156530.html .

            und der Vorfall auf diese Weise bestätigt werden (öffentlicher Auftritt, Interviews, Bestätigungen anderer Personen, dass sie ObLs Frau gewesen ist), werde ich das tun.

            • ali schrieb am 11. Mai 2011 at 19:44 - Permalink

              Ich habe das Statement tatsächlich nicht und den betreffend Satz im Artikel überlesen. In Anbetracht des Platzes der von diesem Abschnitt eingenommen wird und dem Rest des Statements, vermute ich trotzdem, dass sein Sohn davon ausgeht, dass sein Vater Tod ist und es ihm mehr um die Gewissheit geht (so wie z.B. Verwandte von Flugzeugabsturzopfer den endgültigen Beweis wollen). Aber das ist natürlich reine Spekulation und dass ich diesen Link gesetzt habe ist nun völlig kontraproduktiv. Dabei: Substantiell ist die Formulierung des Statements auch kein weiteres Argument für deine Sicht der Dinge. Du machst daraus aber eines gegen die meinige, indem du damit meine persönliche Glaubwürdigkeit in Frage stellst. Dann gehst du über zu lauter persönlichen Angriffen. Ich würde in einer “Plüschwelt” leben, Leute einfach schubladisieren und ein simplistisches Weltbild pflegen. Ich hätte “von der bisherigen Geschichte nichts mitbekommen” und würde “nicht recherchieren”.

              Du wirst sicher verstehen, dass mir das wenig Lust macht mit dir zu diskutieren.

              Deinen eigenen Standpunkt belegst du übrigens mit einer völlig anderen Geschichte, deren einzige Gemeinsamkeit mit dem, was wir hier diskutieren ist, dass die USA auch involviert sind. Es handelt sich um die Aktion eines Repräsentanten des US Kongress, der deswegen auch eine Untersuchung an den Hals kriegte und worüber in der New York Times berichtet wurde. Soll ich jetzt daraus schliessen, dass die Exekutive immer lügt? Sag doch bitte ganz explizit, was du denkst, was dieser Fall mit dem hier diskutierten zu tun hat?

              und der Vorfall auf diese Weise bestätigt werden (öffentlicher Auftritt, Interviews, Bestätigungen anderer Personen, dass sie ObLs Frau gewesen ist), werde ich das tun.

              Also ob du die Geschichte glaubst oder nicht hängt von einem einzigen Faktor ab, nämlich von seiner Frau? Und du hältst mir Vorträge über wie ich Information zu verarbeiten habe?

            • spider schrieb am 11. Mai 2011 at 21:16 - Permalink

              In Anbetracht des Platzes der von diesem Abschnitt eingenommen wird und dem Rest des Statements, vermute ich trotzdem, dass sein Sohn davon ausgeht, dass sein Vater Tod ist und es ihm mehr um die Gewissheit geht (so wie z.B. Verwandte von Flugzeugabsturzopfer den endgültigen Beweis wollen).

              Ja, ja … Dein Grundsatz ist hier offensichtlich: “In orwellischer Manier mache ich mir die Welt, wie sie mir passt.”

              Nochmal. Die Zitate stehen hier schwarz auf weiss, es gibt hier nichts zu interpretieren:

              “but we are not convinced on the available evidence in the absence of dead body, photographs, and video evidence that our natural father is dead.”

              Du hast behauptet, sein Sohn Omar würde exakt das Gegenteil behaupten, und das war falsch.

              Substantiell ist die Formulierung des Statements auch kein weiteres Argument für deine Sicht der Dinge.

              Ich brauche hier keine Argumente. Ich habe hier keine einzige Behauptung aufgestellt sondern Obama. Jeder, der Behauptungen aufstellt, sollte sie auch beweisen können, und bis dahin haben wir jedes Recht skeptisch zu sein.
              Eine Umkehrung dieses Prinzips würde eben bspw. bedeuten, dass Du mir beweisen müsstest, dass ich Big Foot nicht erlegt habe … . Offenbar ist es aber nun schon dazu gekommen. Dann viel Spass weiterhin in Deiner seltsamen Orwell-Welt.

              Also ob du die Geschichte glaubst oder nicht hängt von einem einzigen Faktor ab, nämlich von seiner Frau?

              Es ist meiner Meinung nach bislang die beste Spur. Daran, dass alle “vom CIA gekauft sind”, glaube ich nun wirklich nicht. Es wäre hier viel einfacher gewesen alle wichtigen Zeugen zu entführen unter dem Vorwand, sie “verhören zu müssen”.
              Deshalb betone ich ausdrücklich, dass meine Skepsis keine ideologischen oder irrationalen Motive hat. Ich bin schlicht nicht überzeugt, weil die mir bisher bekannten Beweise schlicht nicht ausreichen. Das kann aber schon morgen anders sein. Ist das so schwer zu verstehen?

              Ich betone auch, was auf dem Spiel steht: Eine Lösung für das destabilisierte Afghanistan ohne die paschtunischen Gebiete in Pakistan ist nur schwer vorstellbar. Bin Laden soll in einer bewachten Siedlung für Militärangehörige gelebt haben, die ohne das Vorzeigen eines Personalausweises nicht betretbar war. Das wirft viele unangenehme Fragen an die Adresse der pakistanischen Regierung auf. Von dem Vorwurf ausgehend, Pakistan verstecke ganz bewusst Terroristen, könnte der “War on Terror” nun ganz offen auf Pakistan ausgeweitet werden.
              Wenn man bedenkt, dass Pakistan Atomwaffen besitzt, ist das keine Lappalie.

            • ali schrieb am 11. Mai 2011 at 22:26 - Permalink

              Ja, ja … Dein Grundsatz ist hier offensichtlich: “In orwellischer Manier mache ich mir die Welt, wie sie mir passt.”

              Ich hege langsam den Verdacht (aber du kannst mir gerne eine bessere Erklärung liefern) du willst es nicht wissen oder du ignorierst absichtlich was ich schreibe. Hier nochmals zum mitlesen, ich schrieb [Betonung hinzugefügt]:

              Aber das ist natürlich reine Spekulation und dass ich diesen Link gesetzt habe ist nun völlig kontraproduktiv.

              Du schreibst:

              Du hast behauptet, sein Sohn Omar würde exakt das Gegenteil behaupten, und das war falsch.

              Ja und darum habe ich geschrieben, ich hätte das Statement selbst nicht gelesen und den entsprechenden Satz im BBC Artikel überlesen. Was willst du noch mehr? Ich habe etwas falsch verstanden, du hast mich darauf hingewiesen und ich habe dir recht gegeben. Mir dann deswegen Orwellische Sprachverdrehung nach zu sagen passt leider zum im letzten Kommentar angeschlagenen Tonfall. Man kann in einer Diskussion seinem gegenüber auch immer gleich böse Motive unterstellen.

              Ich brauche hier keine Argumente. Ich habe hier keine einzige Behauptung aufgestellt sondern Obama. Jeder, der Behauptungen aufstellt, sollte sie auch beweisen können, und bis dahin haben wir jedes Recht skeptisch zu sein.

              Ich habe mehr als einmal in diesem Thread gesagt, dass das ein Strohmann ist. Niemand sagt, dass die USA nicht Rechenschaft ablegen müssen und niemand sagt, dass du nicht das Recht hast, skeptisch zu sein. Oder war das nur eine Variation auf “Man darf doch mal noch fragen dürfen”?

              Und ich höre jetzt auf mich zu wiederholen. Ausserdem glaube ich, habe ich mir nun auch schon genug Vorwürfe deinerseits angehört (siehe auch mein letzter Kommentar). Ich verabschiede mich hiermit. Das hier ist schlecht für meinen Blutdruck.

              Du kannst das übrigens als Schwanzeinziehen interpretieren. Das ist mir egal.

    17. FH schrieb am 10. Mai 2011 at 12:29 - Permalink

      moment mal…der satz behauptet doch gar nicht nds und blaetter seien blogs oder das blogs immer politischen basisjournalismus bieten…er spricht von seriösem basisjournalismus (wohl in abgrenzung zum mainstreamjournalismus), der in den genannten beispielen gegeben sei…der rest des kommentars ist aber interessant.

    18. Kristof schrieb am 10. Mai 2011 at 12:32 - Permalink

      Verschwörungstheoretiker sind Buddler, die mit Akribie ihr Thema verfolgen und Infos liefern. Wer sich genötigt sieht mit den Infos auch gleichzeitig die Einstellung der VT zu übernehmen, der soll sich fragen, ob er genug Medienkompetenz besitzt. Wer aber meint, dass das gemeine Volk unbedingt vor VT geschützt werden muss, weil das gemeine Volk nicht anders kann als die Verschwörungstheorien zu übernehmen – ob der einfachen Erklärungsmuster -, soll zum Psychiater gehen.

    19. Jacques Roux schrieb am 10. Mai 2011 at 12:35 - Permalink

      Jetzt bin ich aber ganz verunsichert, sind Gladio, die Strategie der Spannung oder ähnliche false Flag Geschichten, der Hufeisenplan, die Irak Massenvernichtungswaffen, aus Brutkästen gerissene Babys usw. nun VT’s oder nicht ?

      BTW.: Ich glaube nicht an die Weisen von Zion, die große Freimaurerverschwörung und daran das Diana’s Tod ein Coup von Fleurop war.

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 12:37 - Permalink

        Jetzt bin ich aber ganz verunsichert, sind Gladio, die Strategie der Spannung oder ähnliche false Flag Geschichten, der Hufeisenplan, die Irak Massenvernichtungswaffen, aus Brutkästen gerissene Babys usw. nun VT’s oder nicht

        Natürlich nicht. Wer behauptet das? Nur weil z.B. Gladio keine VT ist, heißt das aber im Umkehrschluss nicht, dass z.B. an der Chemtrail-Geschichte irgendetwas dran wäre.

        • Stefan K. schrieb am 10. Mai 2011 at 13:24 - Permalink

          Nur weil z.B. Gladio keine VT ist, heißt das aber im Umkehrschluss nicht, dass z.B. an der Chemtrail-Geschichte irgendetwas dran wäre.

          Dann sind wir ja beim Kern der Geschichte angelangt, denn VT`s bleiben solange welche, bis das Gegenteil bewiesen ist bzw. der Wahrheitsgehalt dokumentiert werden kann – die kommunistische VT in den Staaten in den 50er Jahren (McCarthy-Ära) auf der einen Seite und Gladio auf der anderen illustrieren das ganz gut – wobei es in diesen Beispielen auch einen klaren Zusammenhang zwischen der offen kommunizierten VT und der verdeckten Handlung gibt.

          Ein großes Problem ist die oftmals sehr mangelhafte Transparenz in politischen und unternehmerischen Bereichen.
          Die Gegner des kalten Krieges sind abhanden gekommen – zu mehr Offenheit hat es aber nicht geführt.
          Es ist einer Demokratie unwürdig, den Bürgern entscheidungsrelevante Informationen vorzuenthalten, selbst wenn dieser in der Masse die Tragweite nicht gänzlich überblicken kann – den Lissabon-Vertrag z.B..
          Im wirtschaftlichen war sich die Mehrheit der Befürworter einig, im sozialen dagegen nicht, weil dort die Differenzen unter den Mitgliedsstaaten aus historischen Gründen größer waren. Diese Differenzen bildeten sich dann auch direkt im Vertragswerk ab.
          Jetzt kann man daraus einerseits eine VT ableiten oder andererseits politisch um mehr Mitbestimmung und größere Transparenz streiten. Der konstruktive Weg ist natürlich immer der steinigere und gerät zudem in der Mediendemokratie mit schnellem Verfallsdatum leider auch leicht aus dem Blickfeld.

        • spider schrieb am 11. Mai 2011 at 19:14 - Permalink

          Natürlich nicht. Wer behauptet das? Nur weil z.B. Gladio keine VT ist, heißt das aber im Umkehrschluss nicht, dass z.B. an der Chemtrail-Geschichte irgendetwas dran wäre.

          Die Chemtrail-Geschichte überzeugt mich auch nicht, aber eines möchte ich dennoch zu bedenken geben:

          Es dauerte stolze 40 Jahre, bis die Existenz von Gladio amtlich wurde, und es bedarf wenig Fantasie sich vorzustellen, dass jeder, der in dieser Zeit entsprechende Spekulationen aufgrund von Indizien angestellt hätte, als ein “böser Verschwörungstheoretiker” angegriffen worden wäre.

          Mancher Kritiker mag hier einwenden: Es waren 40 Jahre zu spät, weil aufgrund von fingierten Terroranschlägen Menschen gestorben sind.

          Und Deine generelle Politik im Umgang mit solchen Themen spricht eher dafür, dass auch Du Dich während all der Zeit von diesem Thema distanziert hättest.

    20. glatteispogo schrieb am 10. Mai 2011 at 12:37 - Permalink

      hmm, mir sind ende letzten jahres persönlich ein paar sachen aufgefallen und seid dem beschäftige ich mich auch vermehrt mit themen die man gerne “verschwörungstheorien” nennt. das problem ist allerdings, dass die meisten seiten die sich zu soetwas öffentlich äussern viel zu publizistisch sind und oft durchaus bild-niveau erreichen. wenn ich auf einer solchen seite wirklich nach informationen zu suchen versuchen würde kann das ja nicht viel werden… trotzdem scheint mir nicht alles nur schwachsinn zu sein..

      und wenn man dann in einer “seriösen” community anfängt so ein thema anzuschneiden, dann wird man direkt verschriehen und beschimpft –

      ich vermisse schon eine plattform auf der man sich mal kritisch darüber unterhalten kann, ohne gleich entwe-der untergangsprophet oder spinner sein. Es muss doch auch möglich sein, große verschwörungen ernsthaft in Erwägung zu ziehen, – unrealistisch ist soetwas schleißlich nicht – und trotzdem noch als rationales Wesen behandelt zu werden… :)

    21. Frank Schenk schrieb am 10. Mai 2011 at 12:40 - Permalink

      Dieser Beitrag erinnert mich so ein bisschen an das Heulen der “etablierten Medien” über Blogs. Die Verlagshäuser neiden den Blogs die Besucherzahlen (und ggf. den erzielten Umsatz) und die “etablierten Blogs” scheinen den “anderen Blogs” wiederum ihren Zulauf zu neiden. Kauft nicht bei “Denen” oder wie man das verstehen soll.

      Die Demokratie ist völlig am Ende, Politik, Interessengemeinschaften und etablierte Medien bieten ein völlig matschiges und nicht kohärentes Bild dieses Landes. Früher las man halt Spiegelfechter aber der entwickelt sich ja auch fleissig zu einem neoliberalen Blog, das sich nur noch über Randerscheinungen aufregt und ansonsten immer mehr im Mittelmaß versackt. Natürlich gibt es nach wie vor Perlen wie der “Hartz 4 aus der Provinz”-Bericht aber dieses “denunzieren” von “Truthern”, “Infokriegern”, “VT” oder wie die Sau auch heißt, die gerade durch das Dorf getrieben wird, kann ich nicht gut heißen.

      gruß

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 12:45 - Permalink

        aber dieses “denunzieren” von “Truthern”, “Infokriegern”, “VT” oder wie die Sau auch heißt, die gerade durch das Dorf getrieben wird, kann ich nicht gut heißen.

        Warum? Ganovenehre?

        • Frank Schenk schrieb am 10. Mai 2011 at 12:51 - Permalink

          Nein, weil das Denunziation Andersdenkender ist und die sollten wir uns eigentlich nicht mehr leisten wollen/können/sollen.

          Nicht jeder, der nicht deiner Meinung ist, ist ein Idiot.

          gruß

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 12:56 - Permalink

            Darum geht es doch auch nicht. Sagen wir es mal so: Nicht jeder der nicht meiner Meinung ist, ist ein Idiot. Es ist aber auch nicht jeder kein Idiot, der nicht meiner Meinung ist ;-)

            • Frank Schenk schrieb am 10. Mai 2011 at 12:59 - Permalink

              Nun, die Kernaussage des Beitrages lautet:

              Jeder Truther (wer hat den Begriff schon wieder erfunden? CIA? NSA? FBI? BND?) und Infokrieger (siehe Truther) und Verschwörungstheoretiker, der seine Meinung im Internet kund tut, ist ein Idiot.

              Vielleicht ist er garkein Idiot, vielleicht ist er sogar der Einzige, der die Wahrheit sagt?

              Erinnert so ein bisschen an Hexenjagd hier…

            • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 13:04 - Permalink

              Jeder Truther (wer hat den Begriff schon wieder erfunden? CIA? NSA? FBI? BND?) und Infokrieger (siehe Truther) und Verschwörungstheoretiker, der seine Meinung im Internet kund tut, ist ein Idiot.

              Ich lese da eine andere Kernaussage heraus. Aber egal. Unter den “Truthern” gibt es sicher einige Ausnahmen, bei den Infokriegern ist mir jedoch noch niemand begegnet, den ich in meinem jungendlichen Leichtsinn nicht als Idioten bezeichnen würde.

              Vielleicht ist er garkein Idiot, vielleicht ist er sogar der Einzige, der die Wahrheit sagt?

              Ja sicher *rolleyes*

            • Serious Sam schrieb am 10. Mai 2011 at 13:38 - Permalink

              Jeder Truther (wer hat den Begriff schon wieder erfunden? CIA? NSA? FBI? BND?)

              Gute Frage. Laut EsoWatch wohl die Truther selbst. Aber ob man das gerade der Gegenseite glauben kann? Das ist sicher eine Verschwörung!

            • Z schrieb am 10. Mai 2011 at 13:42 - Permalink

              Da freut man sich bei diversen anderen Artikeln so viel Gleichgesinnte im Kommentarbereich zu treffen, nur um dann irgendwann (jetzt) festzustellen, dass die Hälfte davon irgendwelchen kruden Verschwörungstheorien nachhängt. Wenn man sich schon verarschen lässt, dann richtig, oder wie lautet das persönliche Motto? Deprimierend.

              P.S.:
              Danke für den Artikel und den EsoWatch-Link!

            • Frank Schenk schrieb am 10. Mai 2011 at 14:04 - Permalink

              Ich lese da eine andere Kernaussage heraus. Aber egal. Unter den “Truthern” gibt es sicher einige Ausnahmen, bei den Infokriegern ist mir jedoch noch niemand begegnet, den ich in meinem jungendlichen Leichtsinn nicht als Idioten bezeichnen würde.

              Hm, woran erkennst du “Infokrieger”? Haben die eine Visitenkarte, wo das drauf steht, oder entscheidest du, wer ein “Infokrieger” ist?

              gruß

            • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 14:10 - Permalink

              @Frank Schenk

              If it looks like a duck, swims like a duck, and quacks like a duck, then it probably is a duck.

              Wenn ein Blog “Infokrieg” oder “Infowar” als Titel und URL-Bestandteil führt, kann man ihn schon in die Nähe der Infokrieger rücken ;-)

            • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 15:15 - Permalink

              Da freut man sich bei diversen anderen Artikeln so viel Gleichgesinnte im Kommentarbereich zu treffen, nur um dann irgendwann (jetzt) festzustellen, dass die Hälfte davon irgendwelchen kruden Verschwörungstheorien nachhängt. Wenn man sich schon verarschen lässt, dann richtig, oder wie lautet das persönliche Motto? Deprimierend.

              Tröste Dich – bei diesem Thema melden sich immer die Eiferer zu Wort, so dass der Eindruck entsteht, ein Großteil der Leser gehöre dazu. Das ist aber nicht so.

      • Systemfrager schrieb am 10. Mai 2011 at 13:03 - Permalink

        Früher las man halt Spiegelfechter aber der entwickelt sich ja auch fleissig zu einem neoliberalen Blog, das sich nur noch über Randerscheinungen aufregt und ansonsten immer mehr im Mittelmaß versackt.

        Ich glaube SF steckt in den letzten Wochen in einem fürchterlichen Dilemma. Was tun:

        oberflächlich-populär – mit einem größeren Publikum

        oder

        seriös-kompetent – mit einem kleineren Kreis von Lesern

        PS
        Und die “goldene Mitte” zu finden, ist – wie immer – noch schwieriger

        • Serious Sam schrieb am 10. Mai 2011 at 13:46 - Permalink

          Dann hilf doch fleißig mit, die goldene Mitte zu etablieren! Chakka!

    22. condorito schrieb am 10. Mai 2011 at 12:44 - Permalink

      Wie der großartige Otto Rock vom Latino Mining-Blog inca kola news mit angeschlossenen Börsenbrief immer sagt: Do your own due diligence.
      Letztlich ist keine Quelle frei von Fehlurteilen. Noam Chomsky hat beispielsweise eine Menge Unsinn über die Khmer Rouge verzapft. Und es gibt auch libertäre/austrian Anhänger, die auch anderen Meinungen Raum anbieten. Russ Roberts ist für mich so ein Beispiel.

      Übrigens können auch große Freunde von 9/11 Verschwörungstheorien in anderen Bereichen interessante Informationen liefern. Der chilenische Anarchist Ariel Zuñiga ist so ein Beispiel.

      Wir leben in einer komplexen, immer interdependenteren Welt. Ich steh auf dem eklig paternalistischen und großkotzigen Standpunkt, dass für Menschen der Griff zur Verschwörungstheorie naheliegt, wenn sie eine gut-böse Kinderwelt mit vielen bunten Kugeln höher schätzen als eine kritische, immer provisorische Suche nach Erklärungen für gewisse Phänomene dieser Welt.

      • minimax schrieb am 10. Mai 2011 at 13:35 - Permalink

        bei dem märchen “des kaisers neue kleider” war es zum schluß ein kind welches die komplizierte sache auf den punkt gebracht hat.
        bei vielen experten schneit die fähigkeit der kindlichen betrachtung abhanden gekommen zu sein.
        herbert grönemeyer sang ein lied mit dem titel “kinder an die macht”.

        • geschichtslehrer schrieb am 10. Mai 2011 at 15:31 - Permalink

          Der Aufstand in Syrien ging damit los, dass sie Kinder verhaftet haben, die regimekritische Parolen auf Wände gemalt hatten…

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 15:33 - Permalink

            Und von wem hatten sie die Kreide? *lach*

        • JayAr schrieb am 11. Mai 2011 at 01:24 - Permalink

          Herbert Groenemeyer ist ein Idiot

    23. mee schrieb am 10. Mai 2011 at 12:47 - Permalink

      Ein Thema, bei dem mir Verschwörungstheorien und Antiintellektualismus besonders negativ aufstoßen, ist die Debatte um den Klimawandel.

      Warum sollte ich nicht den Experten (99% der Klima-Wissenschaftler) glauben, dass wir eine durch Menschen verursachte Erderwärmung erleben (werden)? Warum sollte ich stattdessen einem Haufen Hobbytrollen und politisch motivierten Libertären glauben, die Angst haben, dass nächste Woche die Ökodiktatur einsetzt und alles nur zur persönlichen Bereicherung von Al Gore erfunden ist?

      Dies ist ein Beispiel, wo die Ausbreitung eines solchen Misstrauens wirklich bedenklich wird. Der Klimawandel wird von VTlern als nur ein weiterer “Sachzwang” wahrgenommen, der von wissenschaftlichen und politischen Eliten konstruiert wurde, um “den kleinen Mann” zu unterdrücken.

      Eine angeblich ach so kritische Haltung tarnt eben doch oft nur eine tiefe Unaufgeklärtheit, Irrationalität und Ressentiments.

      Lesetipps:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt

      http://motherjones.com/politics/2011/03/denial-science-chris-mooney

      • Observer_X schrieb am 10. Mai 2011 at 13:11 - Permalink

        In der Wissenschaft ist es wichtig, dass nicht immer alle gleicher Meinung sind. Das ist in der Regel auch nicht der Fall und oft bringen die Querdenker die entscheidenden Impulse und ermöglichen durch ihr Anderssein erst den Fortschritt.
        Völlig unwissenschaftlich ist es aber wenn man alle, die anderer Meinung sind, in einen Topf wirft und kollektiv zu VTs und Antiintellektuellen abstempelt. Dadurch wird jegliche Diskussion im Keim erstickt und, wie gesagt, ohne Diskussion gibt es keinen Fortschritt. Heist aber nicht, dass es unter den Zweiflern (am Klimawandel) keine VTs gibt.

        • ali schrieb am 10. Mai 2011 at 13:43 - Permalink

          In der Wissenschaft ist es wichtig, dass nicht immer alle gleicher Meinung sind. Das ist in der Regel auch nicht der Fall und oft bringen die Querdenker die entscheidenden Impulse

          Ja. Nur dass die Wissenschaft hierfür eine gemeinsame Methode und Prozesse entwickelt hat, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Es sind aber genau diese Methoden, die von VTlern verweigert werden und dies ist auch wo ich die Abgrenzung vornehmen, was man ernst nehmen soll und was eine VT ist.

          Der Galileo-Gambit ist auch wahrlich keine neue Taktik.

          Ich breche die Diskussion mit diesen Leuten dann ab, wenn ich merke, dass sie nicht an der Wahrheitssuche interessiert sind, sondern nur an ihrer “Wahrheit”. Sie jammern dann in der Regel “unbequeme Wahrheiten” würden einfach abgeklemmt, aber damit muss man leben.

          • irreversible schrieb am 10. Mai 2011 at 15:45 - Permalink

            Ja. Nur dass die Wissenschaft hierfür eine gemeinsame Methode und Prozesse entwickelt hat, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Es sind aber genau diese Methoden, die von VTlern verweigert werden und dies ist auch wo ich die Abgrenzung vornehmen, was man ernst nehmen soll und was eine VT ist.

            Volle Zustimmung und damit ist eigentlich alles zum Thema gesagt. Weitere Diskussionen mit “Gläubigen” sind m.E. schlicht Zeitverschwendung.

            • Observer_X schrieb am 10. Mai 2011 at 17:42 - Permalink

              ja, da liegt das Problem. Als Naturwissenschafter stört mich genau diese Haltung. Ich habe mich schon 1000 mal geirrt, und ich habe kein Problem das einzugestehen. Probleme in Diskussionen entstehen, wenn eine Seite kategorisch ausschliesst, dass sie sich irren könnte. Aber ist es richtig zu sagen, dass man selber die Welt richtig erkennt, damit zufrieden ist und sich bestärkt fühlt mit der Mehrheit in Übereinstimmung zu sein und gar nicht fehl gehen kann und daher nicht mehr weiter diskutieren möchte? Wenn Wissenschafter unfehlbar wären, wären sie Götter. Wir sollten unsere Meinungen nicht zum Standart machen!

            • mee schrieb am 10. Mai 2011 at 17:56 - Permalink

              @observer

              “Wenn Wissenschafter unfehlbar wären, wären sie Götter. Wir sollten unsere Meinungen nicht zum Standart machen!”

              Na klar irren sich Wissenschaftler oft und es könnte sogar theoretisch möglich sein, dass sich tausende von Wissenschaftlern beim Klimawandel irren und dieser doch nicht stattfindet. Aber warum sollte ich als Laie (genauso wie 99,9% aller anderen, die sich für das Thema interessieren) nicht noch am ehesten dem wissenschaftlichen Konsens glauben?

              Weil das Problem ist ja folgendes: Nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern fast in jedem Wissenensgebiet sind wir ja fast alle immer Laien. Das mag man bedauern, aber ändern kann man es nicht.

              Die frage ist also meist weniger: “was glaube ich?” sondern eher: “wem glaube ich?” Und da macht es doch, wenn man mal ehrlich ist, meist viel mehr sinn, dem Experten zu glauben, der eine jahrelange, anstrengende wissenschaftliche Karriere hinter sich hat und irgendwann Professor und Spezialist geworden ist, als dem dahergelaufenen VTler, der mir die Welt erklären möchte und dabei unter einer nur noch komisch zu nennenden Selbstüberschätzung seines Wissens leidet (siehe meine Links).

              Also Pluralismus in der Wissenschaft gerne, aber man muss nicht jede Meinung und Theorie ernstnehmen.

        • brainOnaut schrieb am 10. Mai 2011 at 15:04 - Permalink

          speziell zum klimawandel, ist es doch so, das sich die theorie der fortschreitenden, menschengemachten erwärmung nicht um ein konzept handelt, das von anfang an 99% des wissenschaftsbetriebes geteilt wurde, im gegenteil.
          ist ja auch nicht gerade eine “theorie”, die in den letzten 10 jahren entwickelt wurde…
          ich persönlich halte jeden, der den klimawandel (speziell den menschengemachten) insgesamt für schwindel und betrug hält, entweder für schlecht informiert, für einen lobbyisten oder einen VTler.

    24. iRock schrieb am 10. Mai 2011 at 12:47 - Permalink

      Frage:

      Wieso streubt sich unsere “aufgeklärte” Gesellschaft gegen Theorien, die eine Art Verschwörung bzw. auf Profit, Wachstum, Ausbeutung und Kriege gerichtete Absprache von reichen bzw. einflussreichen Kreisen konkretisiert?

      Wieso ist man sofort “blöd”, wenn man davon ausgeht das Person X sich im Stillen mit Person Y abgesprochen hat, um durch einen selbst verursachten Vorfall bspw. Preise in die Höhe zu treiben? Ist sowas wirklich undenkbar?

      Dabei waren doch seit Menschheitsgedenken, in fast allen Kulturen, Königreichen und Epochen, Verschwörungen ein integraler Teil der Weltgeschichte. Man denke bspw. an Neros Brandanschlag auf Rom, an den Reichstagsbrand, den Angriff auf den Sender Gleiwitz oder die Ermordung JFK’s.

      Ich sehe die gezielte Diskreditierung von sogenannten “Verschwörungstheoretikern”, die sich kritisch mit den Verlautbarungen der politischen und finanziellen Elite auseinandersetzt, nichts weiter als eine Art Mundtodmachungs-Politik.

      Menschen die Sagen: “Der 11.9 kann so nicht passiert sein!” werden sofort als Spinner gebrandmarkt, obgleich in einem gerichtlichen Prozess der entscheidende Richter zu einem gleichen Resume kommen würde.

      Ohne Skepsis gegen die Elite, ist die Menschheit verloren. Denn eines sollten wir doch zumindestens aus der Geschichte gelern haben: “Macht korrumpiert und absolute Macht korrumpiert absolut.”
      Wieso sollte sich dieser Grundsatz ausgerechnet bei GW Bush, Cheney, Rumsfeld, Rice, Clinton, Biden, Obama & Co. nicht angewendet werden können????? Hatten diese Personen uns nicht schon mal dreist angelügt oder wie konnte das so schnell in Vergessenheit geraten? Wieso soll sich heute was an der Einstellung dieser Personen zur Wahrheit etwas geändert haben?

      Mein logisch denkendes Gehirn streubt sich nun mal, den offiziellen Mythos des 11.09.2001, sowie die stümperhafte Geschichte um den Ex-CIA-Agenten Tim Osman zu akzeptieren. Das hat weder was mit Esoterik, Truthing, USA Bashing oder mit sonstetwas zu tun, sondern – m.p.M.n – mit gesundem Menschenverstand, welches ich bei der breiten Masse doch sehr vermisse.

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 12:54 - Permalink

        Wieso streubt sich unsere “aufgeklärte” Gesellschaft gegen Theorien, die eine Art Verschwörung bzw. auf Profit, Wachstum, Ausbeutung und Kriege gerichtete Absprache von reichen bzw. einflussreichen Kreisen konkretisiert?

        Wer macht das? Es geht um Falschinformationen, logische Fehlschlüsse und eine “Generaltheorie”, auf die alles herunter gebrochen wird.

        Wieso ist man sofort “blöd”, wenn man davon ausgeht das Person X sich im Stillen mit Person Y abgesprochen hat, um durch einen selbst verursachten Vorfall bspw. Preise in die Höhe zu treiben? Ist sowas wirklich undenkbar?

        Nein

        Dabei waren doch seit Menschheitsgedenken, in fast allen Kulturen, Königreichen und Epochen, Verschwörungen ein integraler Teil der Weltgeschichte. Man denke bspw. an Neros Brandanschlag auf Rom, an den Reichstagsbrand, den Angriff auf den Sender Gleiwitz oder die Ermordung JFK’s.

        Na ja ;-)

        Beim Reichtagsbrand wäre ich mir nicht sicher, da gibt es eine Widersprüche in der “Guido-Knopp-SPIEGEL-Version”.

        Ich sehe die gezielte Diskreditierung von sogenannten “Verschwörungstheoretikern”, die sich kritisch mit den Verlautbarungen der politischen und finanziellen Elite auseinandersetzt, nichts weiter als eine Art Mundtodmachungs-Politik.

        Kommt drauf an, wen Du meinst. Nehmen wir einen Mathias Broeckers – seine VTs sind lustig und interessant, warum sollte ich ihn “mundtot” machen wollen? Bei den ganzen Infokriegern (aus den USA und D) mit ihrem Querfront-Geschwäsch und ihrer Vermengung von ökonomischen Interessen mit ihren VTs, sieht die Sache aber anders aus.

        • iRock schrieb am 10. Mai 2011 at 13:11 - Permalink

          In einem Punkt gebe ich dir vollkommen Recht:

          VT’s sind heutzutage eine gute Geldquelle. Ob als auflagestarke Literatur oder in einer mit Werbebanner-zugepflasterten Webseite.

          Der Zulauf wird gezielt genutzt und neue Theorien zusammenschustert, um die Kunden an der Stange zu halten. Kein Zweifel. Damit erweisen sie einen Bärendienst denjenigen, die diese Theorien adhoc verteufeln.

          Aber diese schwarzen Schafe dürfen nicht die Messlatte für aufklärerische Beiträge zu Alternativ-Theorien sein. Nur weil einige Personen dies kommerziell ausnutzen, ist nicht die gesamte Theorie bspw. zum 11.9 hinfällig.

          Besonders verwerflich finde ich es, wenn statt Gegenargumenten zu Alternativ-Theorie, sie mit Blödsinn wie Mondlandung, Elvis Presley oder sogar Michael Jackson in Verbindung gebracht werden.

          Getreu dem Motto: Die Verschwörungstheorie um Mondlandung/Elvis Presleys Tod sind Blödsinn, also müssen zwingend auch alle alternativen Theorien zum 11.9. Blödsinn sein.

          Was ich zum Teil vermute ist, dass die US-Regierung bspw. gezielt Informationen so verteilt bzw. sich permanent selbst widerspricht, um Verschwörungstheorien bewusst Futter zu liefern. Anders kann ich mir zum Beispiel das schlechte Osama-Drehbuch nicht erklären.

          • rumpelstilzchen schrieb am 10. Mai 2011 at 13:33 - Permalink

            “Was ich zum Teil vermute ist, dass die US-Regierung bspw. gezielt Informationen so verteilt bzw. sich permanent selbst widerspricht, um Verschwörungstheorien bewusst Futter zu liefern. Anders kann ich mir zum Beispiel das schlechte Osama-Drehbuch nicht erklären.”

            ach komm, alles inkompetenz und mangelnde koordination ;)

            aber im ernst: welches interesse sollte eine regierung an einer desaströsen informationspolitik haben? ich gehe mit dir einig, dass regierungen missliebige gruppierungen, gerade auch vt-gruppierungen, gezielt unterwandern, um desinformation zu streuen und internen zwiespalt zu sähen. das ist spätestens seit 2008 im falle von 9/11 auch kein geheimnis mehr, da wissenschaftliche und politische institutionen öffentlich dazu aufgerufen haben:

            http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1084585

            http://www.demos.co.uk/publications/thepowerofunreason

        • spider schrieb am 11. Mai 2011 at 21:50 - Permalink

          Wer macht das? Es geht um Falschinformationen, logische Fehlschlüsse und eine “Generaltheorie”, auf die alles herunter gebrochen wird.

          Jens, ich bitte Dich. Es gibt zwar jede Menge Unsinn im Netz und angemessene Vorwürfe und Kritik an die Adresse dessen Verbreiter, andererseits gibt es aber auch einen Missbrauch des Verschwörungstheoretiker-Vorwurfs aus rein politischen Gründen. Und das ist mit einer freien Gesellschaft nicht zu vereinbaren.

      • sword schrieb am 10. Mai 2011 at 13:31 - Permalink

        @ iRock:

        Mein logisch denkendes Gehirn streubt sich nun mal, den offiziellen Mythos des 11.09.2001, sowie die stümperhafte Geschichte um den Ex-CIA-Agenten Tim Osman zu akzeptieren. Das hat weder was mit Esoterik, Truthing, USA Bashing oder mit sonstetwas zu tun, sondern – m.p.M.n – mit gesundem Menschenverstand

        tja leider bist du damit aber hier beim SF an der falschen stelle. weder hat er sich mit der thematik jeh richtig auseineinader gesetzt, noch ist er willens das zu tun. lieber wird das MS-Gegackere praktiziert. wobei solche menschen noch nicht mal das können. gerade bei dem thema, welches ich hier nun nicht ausbreiten will, hat bspw der spiegel im jahre 2001 noch eindrucksvoll nachgewiesen, dass ObL ein kind der cia ist. nun, vor ein paar tagen bläht genau dieser spiegel, weil sich ja nun zum thema ObL die ganzen VT’ler melden, dass dies AUCH eine VT wäre. wie kann ein blatt so dämlich sein und sich selber so in die pfanne hauen? eben, sie meinen die menschen heute sind doof. nein, sie meinen auch ihre stammleser sind doof, wobei sie damit auch nicht unrecht haben. und genau so ist es auch mit anderen themen.

        wenn dem SF 1-2 artikel (zu allen themen) am tag für ein massenblatt reichen und er das auch noch für seriösen journalismus hält, dann soll er das, doch zeigt es vielen anderen eben, dass er genauso beschränkt ist wie die konzerne und manche eliten das wollen.

        was hat im artikel eigentlich der werbevergleich zu suchen? der SF wirbt doch auch mit einer *rofl* lächerlichen biographie von gutti :D da finde ich, obwohl ich kein goldbug bin, goldwerbung, gasmasken und abc-schutzanzüge geschmackvoller. :D

        für mich insgesamt wieder ein sehr schlechter artikel beim SF!!!

        Fazit: und ich wiederhole mich da gerne…der SF ist politisch kein schlechter schreiber, doch die themen – kriege, geheimdienste und terror – sind eben nicht seine.

        • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 13:39 - Permalink

          tja leider bist du damit aber hier beim SF an der falschen stelle. weder hat er sich mit der thematik jeh richtig auseineinader gesetzt, noch ist er willens das zu tun.

          Sehr richtig. Das liegt daran, weil (a) das Terrain komplett vermint ist und niemand mehr seriöse von unseriösen Quellen unterscheiden kann und mich (b) das Thema auch nicht großartig interessiert. Um einen qualitativ hochwertigen Artikel über 9/11 zu schreiben, müsste ich wahrscheinlich Monate(!!!) recherchieren. Aber warum? Wem ist damit geholfen?

          • sword schrieb am 10. Mai 2011 at 14:01 - Permalink

            hrhrhr…und das aus deinem munde? warum betreibst du diesen blog?
            die antwort kenne ich und man kann sie ja auch auf dieser seite nachlesen. somit wäre deine antwort ein widerspruch deiner motivation einen blog zu betreiben. jeden, ja selbst dir wäre damit geholfen. alle welt stöhnt unter den unfassbaren veränderungen und beschneidungen der rechte aller weltbürger…mit der lächerlichen begründung “Kampf gegen Terror” …hehe…musst du da nicht selber mal irgendwann drüber lachen? genau das sollte als motivation reichen, licht ins dunkel zu bringen. sicherlich sind viele seiten teilweise schwachsinnig. doch fakten sind fakten und die muss ich filtern. natürlich werden diese fakten immer auch dazu genutzt, seine agenda polemisch zu untermauern. doch da du ja groß bist, wirst du dir auch das nutzbare aus der polemik saugen. aber einem mainstreamblatt so viel glauben zu schenken, wohl wissend, dass die alles sind aber nicht glaubhaft oder seriös, zeugt von wahrer naivität.

            und richtig, dass ist die wahre antwort. nämlich DEIN “B” es interessiert dich nicht und das ist in meinen augen ein witz. wenn dem so ist, dann gacker auch nicht den mainstream nach “Huuya…..alles verschwörung” sondern halte dich doch einfach geschlossen und behandel doch die menschen, die sich damit eben schon seit jahren befasst haben mit mehr respekt. auch wenn ich dir in manchen dingen recht gebe was die truther angeht. es hat sich in der geschichte oft gezeigt, dass sich viele dinge, die vorher als VT verschrien waren, als wahr heraustellten.

      • Bruder Johannes schrieb am 10. Mai 2011 at 14:39 - Permalink

        Dabei waren doch seit Menschheitsgedenken, in fast allen Kulturen, Königreichen und Epochen, Verschwörungen ein integraler Teil der Weltgeschichte. Man denke bspw. an Neros Brandanschlag auf Rom, an den Reichstagsbrand, den Angriff auf den Sender Gleiwitz oder die Ermordung JFK’s.

        Endlich bringt’s mal jemand auf den Punkt. Ich möchte ergänzen:

        -Hexenverbrennungen
        -Teufelsaustreibungen
        -Inquisition
        -Drachen, die Jungfrauen entführen
        - Kobolde und Riesen, die in finsteren Wäldern hausen,
        - Feen und Elfen,
        -u. v. a. m.

        Grandiose Leistungen waren das, wenn man bedenkt, dass die kein Internet hatten!

        Es gibt allerdings einen Unterschied. Die “VTs” vergangener Jahrhunderte wurden von der Elite lanciert, um das tumbe Volk in Schach zu halten. Das wird zwar heute auch noch versucht, aber das Volk wehrt sich. Was dem einen seine “irakischen Massenvernichtungswaffen” sind, sind dem anderen seine Chemtrails. Deine Lügen – meine Lügen!

        Wenn die Eliten nicht endlich aufhören, Angst vor der Wahrheit zu haben, und anfangen mit umfassenden und zutreffenden Informationen, das Vertrauen der Bevölkerung zurück zu gewinnen, werden wir in einem Meer von Mißtrauen versinken.

        Gestern reichten ja noch mit “Sprachregelungen”, heute treten Politik und Wirtschaft mir dreisten Lügen an die Öffentlichkeit. Und wenn die MSM das unkritisch widergeben, wo bitte ist dann der Unterschied zu den VTs?

        Und

        NachDenkSeiten, das Dossier, die Blätter und auch le bohémien.

        wissen tatsächlich mehr? Aha! Na denn…

    25. na sowas schrieb am 10. Mai 2011 at 13:01 - Permalink

      nixneues
      Das Ende der Welt steht unmittelbar bevor!
      nixneues
      … ff.
      My favorite “conspiracy theory” in 3:15 minutes
      … ff.
      nixneues
      Der Weltuntergang ist vorerst abgesagt. Schon wieder? … schade!!!
      nixneues
      Ob Blogger und deren Leser also Idioten sind? …hmmm&scratch
      nixneues
      Some people have to go to work and don’t have time for all that…
      ...cigarette break is over - auch nixneues!

    26. Oliver schrieb am 10. Mai 2011 at 13:16 - Permalink

      “Verschwörer” (was immer damit gemeint ist) greifen Ideen auf, die in den Medien wenig oder widersprüchlich dargestellt werden. Wenn es also nicht viele bzw. nicht alle Informationen gibt, kann man kein Gesamtbild erstellen. Man kann eigentlich nur raten. Jetzt gibt es drei Möglichkeiten:

      1. Man versucht die Hintergründe heraus zu finden mit dem Risiko auch mal in eine Sackgasse zu laufen oder übers Ziel hinaus zu schiessen. Das sind dann wohl die Verschwörer.

      2. Man ignoriert das Thema völlig und geht damit dem Risiko aus dem Weg, irgendwas heraus zu finden. Das sind dann wohl unsere Medien.

      3. Man zerfleischt sich gegenseitig in Kleinkriegen, in denen man jede Theorie, der der eigenen entgegen läuft als “absurd” abstempelt. Man weiß es zwar selbst nicht 100%ig, aber irgendwie kann das ja nicht sein. Das bist dann wohl Du und viele andere Blogger, die ich so lese.

      Ich habe ungefähr 300 politische Blogs und Nachrichtenseiten in meinen Newsreader – von PI bis Nachdenkseiten und von der digitalen Linken bis zu Kopp online und von ASUR bis zur Tagesschau. Im Gesamten ergibt sich erst ein Bild. Ich bin mir über die Seriösität sämtlicher Blogs bewusst und kann diese daher auch unterschiedlich in mein “Weltbild” einpflegen. Ich weiß auch ziemlich genau, wann etwas “weit her geholt” scheint und wann nicht, ich kann aber nicht pauschal sagen, weil „Kopp“ drauf steht, ist es erstmal falsch. Ich kriege zwar jedesmal Kopfweh, wenn ich einen Text von Eva Hermann lesen muss, aber ich lese ihn trotzdem und so manch absurder Text, über den ich Anfangs nur den Kopf geschüttelt habe, hat sich dann hinterher sogar als wahr herausgestellt.

      Verschwörungstheorien hat es immer gegeben. Vor 20 Jahren, vor 50 Jahren und vor 100 Jahren. Der einzige Unterschied zu heute war, dass nicht jeder seine Meinung problemlos dazu dichten konnte. Aber ich persönlich sehe das nicht unbedingt als Nachteil, sondern als Bereicherung. Immerhin haben sich ja viele Verschwörungstheorien Jahre später als wahr herausgestellt. Man denke nur an Pearl Habor oder die Gründe für die zwei Irakkriege. Was wurde damals geschimpft auf Leute, die nicht glauben wollten, dass die Iraker Babies im Irak in Kuwait umgebracht haben. 20 Jahre später lacht keiner mehr über die inszenierte Aussagen und gefakten Beweise für mindestens 5 Kriege. Was keinem hilft, ist ein Meinungsdiktat von wenigen Medien.

      Was mir aber immer häufiger über den Weg läuft und was mich tendenziell ärgert, ist die dritte Möglichkeit, in der pauschal irgendwas, was nicht genauer definiert ist, was ja aber auch gar nicht sein kann in der Meinung des Autors völlig abwegig ist und damit als „Beweis“ dient, dass alle Meinungen (ausser seiner eigenen natürlich) völlig verrückt sein müssen. Mit welchem Recht eigentlich? Und welche Theorien sind dann für ihn wahr und welche nicht? Pauschal ist erstmal alles falsch, was nicht in den Nachdenkseiten stand?

      Und mich würde ja auch viel mehr interessieren, was jetzt wahr ist. Machen wir es doch konkret und fangen wir doch mal mit DEM Ereignis der letzten 10 Jahre an, weil darauf viele Sachen begründet sind. Es gibt dort über ein Dutzend Theorien, warum an 9/11 die Twin Tower zusammen gebrochen hat. Von der offiziellen (Ali Osama und die 19 Räuber) bis zur Idee, dass es niemals Flugzeuge gab, sämtliches Medienmaterial manipuliert wurde und/oder die Tower mit kleinen Atombomben gesprengt wurden.

      Alle Theorien haben, wenn man sich die Argumente ansieht eine Berechtigung, nur ich kenne z. B. kein Blog, dass sagt weil wir das sagen, muss es so sein, sondern alle sagen, weil das eine Möglichkeit ist, die wir nicht ausschliessen können und die mehr oder wenige plausibel ist, MUSS es noch einmal richtig untersucht werden. Und zwar nicht von den Golfkumpels von Papa Bush, die die Beweise vorsortieren, sondern unabhängig und umfassen.

      Um den Titel des Textes zu beantworten. Ja, Blogger sind Idioten, weil sie zu oft borniert und rechthaberisch auf ihrer eigenen Meinung bestehen, dass sie nicht einmal den kleinsten gemeinsamen Nenner erkennen und sich mittels Pauschalbashings lieber in kleinlichen Glaubenskriegen verbeissen, die keinen weiter bringen.

      • Oliver schrieb am 10. Mai 2011 at 15:43 - Permalink

        Wo wir grad bei Pauschalierungen waren und das in den Kommentaren sich auch wunderbar wieder spiegelt. Es gibt einen Unterschied zwischen “Der Osama, der die WTC Anschläge gestanden hat sieht gar nicht aus wie Osama” und “Die Mondlandung kann nicht echt sein, weil ich keine Ahnung von Physik habe”. In dem Artikel von 2007 wurde noch differenziert zwischen berechtigten Fragen und kruden, weil widerlegbaren Verschwörungen. Hier ist alles eins und das finde ich schade.

        Und noch ein Wort zu Vermarktung: Es ist natürlich leicht, allen VTlern Profitinteressen und Angstmacherei zu unterstellen und das mag ja auch teilweise berechtigt sein, aber doch nicht bei allen. Ein paar vermarkten Kleinkram wie Ihre Filme, aber stellen sie meistens auch kostenlos zu Verfügung. Und wenn sich ein Leser mit ner Gasmaske und nem Jahresvorrat Jodtabletten besser fühlt, ja dann ist das halt so.

        Auf der anderen Seite wie viele Milliarden hat eine Familie Bush mit den nachgewiesenen Lügen zum Irak gemacht? Wie viele Millionen hat ein gewisser Herr Rumsfeld mit der Schweinegrippepanik verdient? Und wie oft ist die Verbandelung zwischen Politik und Industrie aufgeflogen ohne irgendwelche oder mit lächerlichen Konsequenzen? Warum beschäftigen wir uns nicht erstmal mit den großen Sauereien, bevor wir die kleinen anprangern?

        Ich bin ja sogar grundsätzlich auf der Seite des Autors, der da sagt „Passt auf“, aber ich möchte dagegen halten “Differenziert mehr”.

        • Bonsta schrieb am 10. Mai 2011 at 20:40 - Permalink

          Ich möchte da mal ein Beispiel bringen: Auf einem gewissen Kanal bei youtube, wo mir viele immer gerne wieder Empfehlungen hingeben, der sich gerne auch mit Kornkreisen befasst, bekam ich ein Video mit dem gefälschten Bild vom toten Osama. Ja das wurde sogar im MoMa gezeigt. Die Kommentare zu diesem kleinen Video waren sinngemäß so: “Die geben sich ja gar keine Mühe mehr beim Fälschen.”

          Nur war dieses Bild bereits mindestens aus dem Jahre 2009, von irgendeinem unbekannten, der sich einen Spass machte. Die VT’ler finden in solchen Geschichten die Bestätigung, dass sie nur belogen werden. Viel interessanter ist aber die Frage, wie so ein Bild es durch die Redaktion des MoMa geschafft hat. Zu diesem Punkt kommen sie aber überhaupt gar nicht erst. Irgendwann fängt sowas an zu nerven und es fällt schwer, diese Leute noch ernst zu nehmen. Aufklärung ist eben etwas anderes. Da hätte vorher etwas Recherche gut getan, um Glaubwürdigkeit zu gewinnen, aber darum gehts dort ja gar nicht…. So betreiben sie letztlich auch nur Desinformation.

      • André H. schrieb am 10. Mai 2011 at 18:26 - Permalink

        “Ich habe ungefähr 300 politische Blogs und Nachrichtenseiten in meinen Newsreader – von PI bis Nachdenkseiten und von der digitalen Linken bis zu Kopp online und von ASUR bis zur Tagesschau. Im Gesamten ergibt sich erst ein Bild. Ich bin mir über die Seriösität sämtlicher Blogs bewusst und kann diese daher auch unterschiedlich in mein “Weltbild” einpflegen. Ich weiß auch ziemlich genau, wann etwas “weit her geholt” scheint und wann nicht, ich kann aber nicht pauschal sagen, weil „Kopp“ drauf steht, ist es erstmal falsch. Ich kriege zwar jedesmal Kopfweh, wenn ich einen Text von Eva Hermann lesen muss, aber ich lese ihn trotzdem und so manch absurder Text, über den ich Anfangs nur den Kopf geschüttelt habe, hat sich dann hinterher sogar als wahr herausgestellt.”
        Das ist meines Erachtens wohl der weiseste Weg für eine möglichst objektive Meinungsbildung.

        • Vogel schrieb am 11. Mai 2011 at 00:01 - Permalink

          @Oliver @Andre (egü)
          Ihr seid ja zwei Strategen – soll man da jezz lachen oder weinen?

          Ich habe ungefähr 300 politische Blogs und Nachrichtenseiten in meinen Newsreader [...]

          So gewinnt man Information? Das reicht ja noch nich ‘mal für die richtige Uhrzeit, gelle?

    27. Wolfgang schrieb am 10. Mai 2011 at 13:18 - Permalink

      Und was lernen wir jetzt aus diesem Artikel? Es gibt solche und solche Blogger! Manche findet der Autor gut, andere hält er für Idioten. Nee, echt jetzt? Ich kipp’ aus den Latschen!

      Wieder so ein schwarz-weiß-Beitrag. Da die bösen, die den gesamten Berufsstand in Misskredit bringen, hier die guten, sachlichen, aufrechten. Darüber, dass sich manche “Verschwörungstheorie” in der Vergangenheit als bittere Wahrheit entpuppte, kein Wort.

      Dass Menschen jede Menge Stuss von sich geben, sei es in Blogs, gedruckter Form oder ganz oldschool von Angesicht zu Angesicht ist nun wirklich keine Neuigkeit.

      Ach ja, interessant ist übrigens der verlinkte Artikel in der Süddeutschen. Dort wird die These aufgestellt, “die Reichen würden in Deutschland geschont”. Jetzt die Preisfrage: Als was wird diese Aussage von sehr vielen Menschen angesehen? Na? Genau! Als “Verschwörungstheorie”.

      Ist der Autor deshalb jetzt ein Idiot? Man weiß so wenig … ;)

    28. Plor schrieb am 10. Mai 2011 at 13:20 - Permalink

      Mein logisch denkendes Gehirn streubt sich nun mal, den offiziellen Mythos des 11.09.2001, sowie die stümperhafte Geschichte um den Ex-CIA-Agenten Tim Osman zu akzeptieren. Das hat weder was mit Esoterik, Truthing, USA Bashing oder mit sonstetwas zu tun, sondern – m.p.M.n – mit gesundem Menschenverstand, welches ich bei der breiten Masse doch sehr vermisse.

      Genau das ist ja das Problem an Verschwörungstheorien… schön, dass du es nochmal so exemplarisch auf den Punkt bringst. Bei VTlern “streubt” sich irgendetwas die offizielle Version zu glauben. Und ab diesem Punkt ist schon alles verloren. Jegliche Nachforschungsarbeit ist präskriptiv. Unzählige Berichte, wissenschaftliche Untersuchungen, Zeugenaussagen, Bekenntnisse etc. die die offzielle Version kolportieren, werden ignoriert.

      Stattdessen wird nach Details gesucht und diese werden universalisiert. Da reichen eben auch mal drei Zeugenaussagen von Explosionen die wie Bomben klingen, um zu beweisen, dass Bomben im WTC gelegt wurden. Da reicht die Aussage von irgendeinem Hobbystatiker um sämtliche anderen professionellen statischen Untersuchungen für nichtig zu erklären. Und im schlimmsten Fall wird umgedeutet. Aus einem Rückzugsbefehl wird ein Befehl gemacht, einen Turm zu sprengen, aus Schweißerarbeiten werden Nanothermite. und falls was von der Gegenseite widerlegt wurde…? Macht nix, es gibt ja noch immer genügend andere Details. Da wird eben mal schnell behauptet es wären keine Flugzeugtrümmer am Pentagon gefunden worden. Bei minimaler Recherche stoßt man schon auf unzählige Bilder die gegenteiliges zeigen… Egal, auf zum nächsten Detail. Das ist ermüdend und anstrengend, da diese Deatails nicht mal als Indizien reichen und ziemlich dünnes Material zum Nachweis von irgendetwas sind.

      Wie dicht ist dagegen die Faktenlage der ‘offiziellen’ Version: Bekenntnisse, Aufnahmen von den Flugzeugen, die in die Tower fliegen, Fotos von Wrackteilen, Untersuchungsergebnisse. Gäbe es nur 50% dieser Beweise und die Truther würden ihre Maßstäbe an diese ansetzen, würden sie bedingungslos der offziellen Version folgen… Aber nein, das Unbehagen, das Streuben… Da muss im Notfall eben auch mal auf Ockhams Klinge verzichtet werden.

      Es gibt übrigens auch sehr schöne Satiren auf VTs. Denn mit deren Argumentation kann man halt alles beweisen; zum Beispiel dass die Luftangriffe auf Dresden nie stattgefunden haben, oder eben, als prominentestes Beispiel, dass Bielefeld nicht existiert. Mit ein bisschen Wissenschaftstravestie kann man eben alles in Zweifel ziehen, alles umdeuten. Dementsprechend reagiere ich auch immer etwas gereizt, wenn ich von neusten Truther-Erkenntnissen höre. Meiner Erfahrung nach (ohne diese zu universalisieren) waren das bis dato immer große Luftblasen ohne Substanz, aufgebauscht, um DIE Wahrheit verkünden zu können.

      …Ähh… ja.. und genau deswegen halte ich den Begriff der VT auch für sinnvoll und werde ihn in der Diskussion mit solcherlei obskuren Theorien fleißig weiterverwenden (gerade wenn es um 9/11 geht).

      • rumpelstilzchen schrieb am 10. Mai 2011 at 13:43 - Permalink

        na klar, die alternativen Darstellungen zu 9/11 sind deart unglaubwürdig, dass sie mittlerweile in den renommiertesten sozialwissenschaftlichen fachzeitschriften als plausibel und teils (wahrscheinlich) korrekt diskutiert werden *gähn*

        http://abs.sagepub.com/content/53/6.toc

      • Oliver schrieb am 10. Mai 2011 at 14:06 - Permalink

        Ohne mich jetzt auf diese Diskussion einlassen zu wollen. Es sind einfach noch zu viele Fragen offen.

        Unzählige Berichte,

        Die es leider nicht gibt. Es gibt den 911 commission report, der aber die meisten Fragen gar nicht beantwortet. Wenn man sich mal anschaut, wie der entstanden ist, also dass sämtliche Informationen vor sortiert wurden, dass die Kommission nicht an alle Daten kam, dass der Bericht nachträglich noch mal von der US Regierung “bearbeitet” wurde usw. dann lässt sich das auch leicht erklären. Nur nachgefragt hat da keiner mehr. Dieser Bericht muss so hingenommen werden, weil er ist ja „seriös“ und wer nicht glaubt, ist selbst ein Terrorist (das hat ja George, der Auserwählte so gesagt).

        Der Report stellt aber Zahlen auf, die nicht mit den Bildern zusammen passen. Die Flugzeuge sollen 100 Meter über dem Boden etwa 900-1000 km/h geflogen sein (das sind offizielle Zahlen). Nur das geht nicht, denn dann würden die Flügel abbrechen (das sag nicht ich, sondern Boing und über 100 Piloten). Es wurde gesagt, der Stahl hätte sich verbogen. Ich hab nirgendwo ein Bild von verbogenem Stahl gefunden. Ich habe nur abgeschnittenen Stahl gesehen, angeblich von den Aufräumarbeiten, aber kein Arbeiter schneidet einen Stahlträger schräg durch. Es wurde gesagt, die Stockwerke wäre nacheinander zusammen gebrochen unter der Last der darüber liegenden. Jetzt von der Geschwindigkeit abgesehen erklärt das nicht, warum der Kern des Gebäudes nicht stehen blieb.

        wissenschaftliche Untersuchungen,

        Kenne ich nur wenige. Es gibt aber Untersuchungen, in denen militärischer Sprengstoff gefunden wurde. Ansonsten gibt es einige Computermodelle im Auftrag der US Regierung, wo ich aber auch niemals erfahren habe, wer die gemacht hat.

        Zeugenaussagen, Bekenntnisse

        Ja, gibt es viele und sehr widersprüchliche. Ich kann nicht sagen, welche davon echt sind und welche nicht. Wenn allerdings einzelne Personen in unterschiedlichen Outfits, unterschiedliche Aussagen machen zum Geschehen, dann stimmt mich das nachdenklich. Nur dort hat auch keiner nachgefragt.

        Im Ergebnis wäre aber meine Schlussfolgerung, dass der Fall noch einmal untersucht werden sollte, bis die Zweifel und offenen Fragen geklärt sind.

        • Ichhabsleid schrieb am 11. Mai 2011 at 17:34 - Permalink

          Es gibt aber Fragen, zu denen Erklärungen existieren, die aber eben von bestimmten “Kreisen” weder wahrgenommen, noch in konkreten Bezug gestellt werden (wollen).

          Einige der aufgezählten Punkte haben nicht nur durch intensive eigene Recherche und etwas Einarbeitung in bestimmte Fachgebiete durchaus recht interessante und für mich erklärende (nicht nur passende) Antworten erhalten, sondern eben auch durch eigene interessierte Beobachtungen, Erfahrungen, technischem Verständnis usw. Es wundert mich mittlerweile eher weniger, daß viele Stichwörter immer und immer wieder fallen oder bestimmte Fragen angeblich offen seien, obwohl dazu durchaus plausible, fachlich fundierte Erklärungen existieren.

          Es ist müßig nochmal auf von mir weiter oben aufgeführten Link zu verweisen. Dieser sollte nur als eine Ausgangsbasis für eine neue, vielleicht Sichtweise aus einem anderen Blickwinkel dienen. Früher mußte man sich einen Teil solcher Infos noch selbst im Netz suchen. Das Interessante sind eben die gegenübergestellten Erklärungen, das Aufdecken von “Denkfehlern” und Ignorranz z.b. auf Seiten von vielen VT oder “Wahrheitssuchenden”.

        • Ichhabsleid schrieb am 12. Mai 2011 at 13:29 - Permalink

          Hier nur mal ein kleiner Lesetipp, also vor allem die angehängten Links.
          Genau eine solche Qualität der Auseinandersetzung vermisse ich eben sehr häufig auf der VT-Seite bzw. bei den sogenannten “Wahrheitsfindern”

          http://www.spiegelfechter.com/wordpress/5974/sind-blogger-idioten#comment-116801

          Es kann und sollte weitere offizielle und möglichst unabhängige Untersuchungen geben. Ich befürchte aber erstens, daß eine Unabhängigkeit oder Unbefanenheit mttlerweile eine Illsion ist, zum anderen würden eben auch weitere Ergebnisse nicht zu Änderungen von Überzeugungen, vorweggenommenen Ressentiments, Dogmen oder Ideologien führen.

          Ich nehme den Artikel hinter dem ersten Link und die Erläuterungen in den Updates da gerne mal als Beispiel, wie hartnäckig bekannte “Protagonisten” der “Szene” an ihren Behauptungen und teils fanatsiereichen eigenen Erklärungen verharren, ja auf eine Korrektheit beharren.

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 14:23 - Permalink

        Wären wir hier bei Facebook würde ich den “Gefällt-mir-Button” klicken ;-)

        Ein sehr guter Kommentar!

        • Andreas schrieb am 10. Mai 2011 at 17:51 - Permalink

          das wäre doch mal eine Idee, sowas einzubauen. ;)

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 17:52 - Permalink

            Da gibt es sogar Plugins – die harmonieren aber nicht mit meinem Cache-System. Und wenn die Seite ungecached ist, bricht der Server zusammen ;-)

            • mee schrieb am 10. Mai 2011 at 18:00 - Permalink

              Und die Anzahl positiver und negativer Bewertungen sagt auch meist eher was über die allgemeine Akzeptanz der geäußerten Meinung als über die Qualität eines Beitrags aus. Kennt man ja von reddit.

      • Stefan K. schrieb am 10. Mai 2011 at 15:58 - Permalink

        Gerade 9/11 ist ein gutes Beispiel für den Verlust politischer Glaubwürdigkeit, denn dieser Anschlag war eine hervorragende Steilvorlage für die Falken aus dem weißen Haus ihre Ideen radikal umzusetzen (siehe Krisenkapitalismus) und sich innenpolitisch zu stärken – so wie auch der Falklandkrieg für Thatcher.

        Die eigentliche Frage die im Hintergrund der VT`s gestellt wird, ist doch, wem nutzt dieser Anschlag am meisten, wer hat den größten Schaden und wie weit wird der Exekutive vertraut.
        Dass Terrorismus etwas zutiefst selbstzerstörerisches in sich trägt, wird in diesem Fall von den VT`lern aber vollkommen unterschlagen – obwohl Selbstmordanschläge gerade diesen Zusammenhang verdeutlichen sollten. Selbst der Staatsterrorismus fällt am Ende den Terroristen wieder vor die Füße.

        Hinter jeder Verschwörungstheorie verbirgt sich auch eine Krise, für viele followers, bei sehr abstrusen, wahrscheinlich nur eine persönliche Lebenskrise für die keine andere “Bewältigungsmöglichkeit” gesehen wird, was gleichzeitig auch ein Hinweis auf das eingeengte Blickfeld ist – Schwarz-Weiß-Denken ist hierbei das Stichwort.

        Ob der offizielle Report zu 9/11 der Wahrheit nahe kommt oder nicht, ist nicht so bedeutsam wie die Tatsache, dass viele Menschen US-amerikanischen Institutionen eine solche false-flag-operation zutrauen würden.

        Die Tatsache, dass vier Passagiermaschinen gleichzeitig von mit Teppichmessern bewaffneten und zum Selbstmordanschlag entschlossenen Terroristen ohne ernstzunehmende Flugerfahrung in einem Zeitraum von 1,5 Stunden erfolgreich entführt werden und zumindest drei in ein Ziel geflogen werden, hätte auch Ockham als sehr komplex bezeichnet;).

        • geschichtslehrer schrieb am 10. Mai 2011 at 16:08 - Permalink

          Richtig, trotzallem funktioniert Ockam aber auch hier. Denn die “Staatsfeind Nr.1″-artige Megaverschwörung ist halt doch noch nen Tick unwahrscheinlicher. Ich glaube, kurz nach dem Anschlag musste der Komponist Stockhausen ganz viel Kritik einstecken, er hatte die Anschläge als Kunstwerk bezeichnet. Das finde ich auch etwas sehr zynisch, aber der Plan mit so minimalen Mitteln so viel Schaden und Angst, Terror anzurichten, ist natürlich schon “genialer” Terrorismus, wenn man mal von all dem damit verursachten Unrecht und Leid absieht. Bzw. dieses wurde ja genau so beabsichtigt.

          Deshalb war Bin Laden ja auch so gefürchtet, obwohl die direkten Planer wohl auch noch andere waren. Aber spätere Schuh- und Unterhosenbomber wirkten dann auch eher bizarr als furcheinflößend. Es folgten schnulzige Videoansprachen gegelter Terror-Jugendlicher: Auch Al Quaida erwies sich als menschlich, fehlerhaft und lächerlich.

          Das wir Menschen überhaupt existieren, ist auch ein höchst “unwahrscheinlicher” Zufall, eine Laune der Natur. Aber dass wir uns aus Affen und Einzellern entwickelten, so irre das klingt, ist eben doch noch wahrscheinlicher, als dass ein göttliches Wesen uns erfunden hat.

          • Stefan K. schrieb am 10. Mai 2011 at 19:52 - Permalink

            …er hatte die Anschläge als Kunstwerk bezeichnet.

            Ich kann dieser Sichtweise durchaus folgen, denn der Anschlag auf die Zwillingstürme beinhaltet einen radikalen Perspektivwechsel. Der Betrachter erfährt wie ein Riss im Bild von allem was bisher als sicher und unumstößlich galt erscheint.

            Es (das Bild) lässt sich auch als ein Ausdruck der Globalisierung begreifen, welche weder “gut” noch “böse” ist, sondern Chancen eröffnet und Risiken mit sich bringt. Es würde zu weit gehen in diesem Zusammenhang von Aktion und Reaktion zu schreiben, aber eine kalte Ignoranz anderer Interessen, die elementare Bedürfnisse abbilden, kann sich keine Supermacht in einer näher zusammenrückenden Weltgemeinschaft auf Dauer erlauben.

            Mittlerweile sind die Bilder auch ikonografisch in das kollektive Gedächtnis der Weltbevölkerung eingebrannt und erfahren dadurch eine Überhöhung.

          • Oliver schrieb am 12. Mai 2011 at 21:52 - Permalink

            Richtig, trotzallem funktioniert Ockam aber auch hier.

            Naja, nicht so ganz – Du musst den gesamten Fall betrachten in seiner Komplexität. Ein seltsames Ereignis macht ja noch keine Verschwörungstheorie. Du rechnest ja mit “Wahrscheinlichkeiten”. Jetzt sag mir doch mal, wie wahrscheinlich folgendes Szenario ist:

            - Mehrere Wochen vor dem 11. September meldet ein Informant, dass schwere Anschläge in großen Städten in den USA geben wird. Die Sache wird an das FBI weitergegeben und die Akte verschwindet dort.
            - Wenige Tage vor dem Anschlag, wird eine erneute Meldung aufgenommen und auch die Akte verschwindet.
            - Am 11. September steigen 19 Araber, von denen mindestens 8 noch Leben in vier Flugzeug und übernehmen die Kontrolle.
            - Zwei der vier Flugzeuge waren an dem Tag gar nicht auf der offiziellen Flugliste.
            - Vier der vier Piloten (also den richtigen) hatten zu diesem Zeitpunkt keine Fluglizenz.
            - Zwei der vier Flugzeuge waren auch nach dem 11. September noch unter der einmaligen Flugzeugidentifikationsnummer unterwegs.
            - Ein Koffer wird nicht in das passenden Flugzeug gepackt, in dem finden dann später Beamte ein Testament (häh?), einen Koran und Fluganleitungen (doppelhäh?)
            - Nach dem Anschlag wird ein Pass (aus Papier!!!) von einem der Attentäter gefunden.
            - Die Luftabwehr, die sonst einen Vogelschwarm auf dem Radar sehen kann, findet die Flugzeuge nicht bzw. weiß nicht, in welche Richtung sie fliegen soll (WEIL DER TRANSPODER AUSGESCHALTET WURDE???). Stattdessen fliegt man aufs Meer hinaus, anstatt sich über den wichtigen Gebäuden aufzuhalten.
            - Die Luftabwehr des Pentagon macht überhaupt nix, obwohl jeder Flugkörper ohne militärischen Transponder sofort abgeschossen werden sollte.
            - Ein Terrorist, der ein mittelmässiger Pilot ist fliegt ein unglaublich schwieriges Flugmanöver, um genau den Teil zu treffen, wo a) keine Mitarbeiter sind, welches sich b) möglichst weit weg von Rumsfelds Büro befindet und wo sich c) genau die Unterlagen befinden, die den Verbleib von 2 Billionen Dollar aufklären könnten.
            - Von allen Flugzeugen ist nur ein Flugschreiber gefunden worden. Alle anderen wurden “von den unglaublich heißen Feuern” zerstört. Trotzdem konnte man 3000 Leute identifizieren anhand von DNA Proben.
            - Das WTC 7, wo es keinen Einschlag gab wird von einem Feuer aufgeweicht und die Stahlträger werden auf allen Seiten so geschwächt, dass das Gebäude nicht umkippt, sondern in sich zusammen fällt … symetrisch.
            - Die Flugzeuge fliegen mit einer Geschwindigkeit, wo der Hersteller sagt, das geht nicht, die Flügel würden abbrechen.
            - angebliche Livebilder wurden manipuliert ausgestrahlt (z. B. die Verrazanobrücke)
            - sämtliche Originalbänder des wichtigsten Ereignisses der letzten 10 Jahre sind bei CBS “verloren gegangen”.
            usw. usw.

            Und diese Seltsamkeiten ziehen sich durch den ganzen Fall. Entweder baut jemand unglaublichen Mist, die Technik ist ausgefallen, der Zufall schlägt zu, Sicherungseinrichtungen versagen am laufenden Meter usw. Die Wahrscheinlichkeiten werden über den Fall betrachtet astronomisch.

        • Ichhabsleid schrieb am 12. Mai 2011 at 13:36 - Permalink

          “Ob der offizielle Report zu 9/11 der Wahrheit nahe kommt oder nicht, ist nicht so bedeutsam wie die Tatsache, dass viele Menschen US-amerikanischen Institutionen eine solche false-flag-operation zutrauen würden.”

          Das ist ja nun der größte Quark, den ich gelesen habe. Wenn der Glaube an eine FalsFlagOp auf völlig falschen oder nur vermuteten “Fakten” basiert, die eigentliche Grundlage und Ausgangsbasis völlig ignoriert wird, dann ist alles andere auch nur Lüge, Propaganda, Manipulation. Besonders wird es dann gefährlich, wenn “Scharlatane” die Stimmung in der Bevölkerung noch für eigene Zwecke und Ziele nutzen.

          http://www.spiegelfechter.com/wordpress/5974/sind-blogger-idioten#comment-116801

          • Stefan K. schrieb am 13. Mai 2011 at 12:42 - Permalink

            Wenn der Glaube an eine FalsFlagOp auf völlig falschen …

            Ich schrieb ja nicht von Glauben oder Wissen, sondern von “zutrauen”.
            So etwas erwächst aus dem Augenblick ohne Faktenkenntnis oder Manipulation im speziellen Einzelfall.

            Das ist ja nun der größte Quark…

            dito, denn der Kommentar zum Zitat ging voll am Thema vorbei:)

            • Ichhabsleid schrieb am 13. Mai 2011 at 22:37 - Permalink

              “Ich schrieb ja nicht von Glauben oder Wissen, sondern von “zutrauen”.”

              Das ist korrekt.

              “denn der Kommentar zum Zitat ging voll am Thema vorbei:)”

              Ich traue Dir aber zu, daß dies in Deinen Augen nur so erscheint, vielleicht glaubst Du es auch, vielleicht hast Du aber auch meine Aussage doch zumindest verstanden. Wissen kann ich das nicht, aber zutrauen würde ich Dir auch das ;-) Am Sinn und Aussage meines Kommentares aber ändert das eigentlich nicht viel.

            • Stefan K. schrieb am 15. Mai 2011 at 12:27 - Permalink

              Du hast es immer noch nicht verstanden.
              Dieses “Zutrauen” entsteht aus dem historischen Kontext der Außen- und Innenpolitik der Staaten und der Frage, wem es mehr nutzt bzw. wer in einem so komplexen Handlungsrahmen eher die Kontrolle über den Vorgang gehabt haben könnte.

              Das heißt, ich zum Beispiel halte beide Szenarien für möglich ohne es entscheiden zu können – und das ist der springende Punkt!

      • Uwe schrieb am 12. Mai 2011 at 21:15 - Permalink

        Die offizielle ‘Faktenlage’ seitens der Regierungsinformationen mag ‘dicht’ sein. Das war sie aber auch im Vorfeld der beiden Irak-Kriege oder bezüglich Afghanistan. Ich erinnere mal an die Brutkasten-Geschichte, Powells Powerpoint-Präsentation bezüglich Husseins mobiler Giftgasfabriken oder die ‘Hightech-Höhlen’ Tora Bora.

        Die offizielle ‘Faktenlage’ umfasst aber nicht nur Regierungsinformationen wie den Commision Report oder von der CIA präsentierte Bin-Laden-Videos. Dazu gehören auch die ganzen originalen Live-Aufnahmen der Medien während des Ereignisses (vor allem die spontanen Interviews), die Informationen von Feuerwehr und anderen Behörden und etliches mehr. Und da gibt es schon gar kein einheitliches Bild mehr.

        Ohne in die Details zum 911 einzusteigen aber um auf dein Beispiel einzugehen: es gab mitnichten nur 3 Zeugen, die Explosionen gehört haben. Allein in den originalen Live-Aufnahmen der TV-Sender und den veröffentlichten Tonaufnahmmen der Funkgespräche von Feuerwehren findet man über 50 solcher Aussagen. Es war auch nicht ‘ein Hobbystatiker’, der die offizielle Version über den Einsturz anzeifelte. Derzeit haben ca. 1500 ausgebildete, professionelle Architekten und Ingenieure eine Petition unterzeichnet, die u.a. die offizielle Version der Einsturzerklärung anzweifelt (siehe ae911truth.org). Diese Leute sind ebenso Profis, wie diejenigen, die die offizielle Version stützen, das Bild ist eben keinesfall so eindeutig, wie du es wahrnimmst.

        Eindeutig finde ich aber, das du mit deinem Beitrag auch deine eigene Haltung beschreibst, nicht nur die zugegebenermaßen existierenden überparanoiden VT-Spinner, die zu allem gleich eine – keist krude – Gegentheorie parat haben. Mit minimaler und/oder falscher Information zu einer ‘Wahrheit’ zu kommen, diese für absolut zutreffend zu halten und sich zur Absicherung ein paar wackelige Vergleiche zurechtzimmern: fertig ist das Weltbild.

        Um zum Titel des Beitrags zu kommen: Sind Blogger Idioten: die meisten nicht, aber Politik-Blogger sind es imho ausnahmslos, egal zu welcher politischen Richtung man sie einordnen kann. Sie alle glauben, der Weisheit letzter Schluss zu sein, halten sich selbst für die ‘Blogger-Szene’ (haha), und hängen an ihren Thesen und Meinungen, als wären die ihr eigenes Baby. Einzige mir bekannte Ausnahme: weisgarnix. Aber sind auch fast schon eher ein Wirtschaftswissenschafts-Blog. Überhaupt empfinde ich nur Wissenschaftsblogs oder die ‘echten’ digitalen Tagebücher interessanter Menschen mit besonderen Interessen, Hobbys, Berufen wirklich lesenswert.

        • Abrakadabra schrieb am 13. Mai 2011 at 02:11 - Permalink

          “Diese Leute sind ebenso Profis, wie diejenigen, die die offizielle Version stützen, das Bild ist eben keinesfall so eindeutig, wie du es wahrnimmst.”

          Also erstmal finde ich es ja schon wieder frech, daß jeder Architekt oder Ingenieur, der nicht die Hypothese dieses Vereins unerstützt, ja sogar sich fundiert gegen eine Sprengung ausspricht, dies nur tut um angeblich eine offizielle Version zu stützen. Und was bitte sind lächerliche 1500 angebliche Fachleute, in über 10 Jahren im Geschäft? Räusper, da soll einem nicht irgendwie etwas auffallen?

          Laut einer Mitgliederliste von Anfang 2010 sollen angeblich etwas über 1200 “echte” Architekten und Ingenieure und rund 8000 Unterstützer aus sehr breit getreuten anderen Berufsgruppen dabei sein. Und dann unterschreiben nur 1500? Anfang 2010 meldete die Vereinswebsite übrigens gerade mal 1000 Unterschriften. Und all diese Architekten und Ingenieure haben natürlich absolute Ahnung von Stahlhochbau, Tragwerksplanung, Materialkenntnisse ohne Ende, Statik, ja und natürlich auch noch wie man gefälligst so ein Gebäude wieder korrekt zu Kleinholz verarbeitet. Achja, und vor ein paar Jahren feierten sie auf ihrer Website jedes nur brennende und stehen gebliebene Hochhaus auf der Welt als Beweis ihrer These. Also ganz ehrlich, zu einem “Architekten”, der nicht einmal unterschiedliche Gebäudekonzepte auseinanderhalten kann, dazu auch noch gänzlich aussen vor lässt, daß all diese Gebäude vorher nicht noch von Flugzeugen getroffen wurden …

          Und was bitteschön ist mit dem Rest der amerikanischen oder weltweiten Fachleute ohne Mitgliedschaft oder Unterschrift unter dieser Petition? Sind die alle nur zu doof? Brauchen die nur noch weitere 10 Jahre Bedenkzeit?
          Viele Architekten, Bauingenieure, darunter eine ganze Reihe wirklich Leute die entsprechende Expertisen im Hochbau nachweisen können, hinzu kommen noch Abrissunternehmer und Sprengmeister und noch einige mehr auf der ganzen Welt haben sich gegen die Sprenghysterie, Moment, Sprenghypothese ausgesprochen hatten (oder es auch noch tun). Also wenn man diesen Leuten nur unterstellt sie wollten die offizielle Version stützen, dann muß man schon mit einer ordentlichen Portion Ignorranz gepudert sein.

    29. egal schrieb am 10. Mai 2011 at 13:24 - Permalink

      VTlern wird unterstellt, es fehle ihnen an Methodik, Medienkompetenz und – letztlich – Bildung. Umgekehrt fehlt es den VTbashern aber auch an kultureller Kompetenz, VTs zu verstehen. Ihre Wahrheit ist mehr literarisch und Literaturverständnis eben auch nur unter Mühen zu erwerben. Es gilt Tucholskys: “Das Volk versteht das meiste falsch; aber es fühlt das meiste richtig”.

      Aber der Autor sieht sich halt über dem “Volk” (ein diskreditiertes Wort). Wenn er schreibt:

      Politische Blogs können sich zu einem erstzunehmenden, kontrollierenden Korrektiv und interessanten Gesprächspartner der etablierten Medien entwickeln. Nicht aber, wenn sie in der öffentlichen Wahrnehmung von unseriösen Desinformationsangeboten überlagert oder mit diesen gar gleichgesetzt werden.

      dann höre ich nur das Gegeifer einer verhinderten Elite.

    30. Fake_Snake schrieb am 10. Mai 2011 at 13:24 - Permalink

      Natürlich sind Blogger Idioten.
      Die einen schreiben Schwachsinn zur eigenen Profilierung und die anderen betreiben mehr journalistischen Einsatz, Arbeit und Vertretung der Werte als die meisten klassischen Medien heutzutage und stellen sich auch noch in Kommentarbereichen bidirektionaler Kommunikation, lassen sich dafür beschimpfen und verdienen nicht mal anständig dabei.

      Also wenn das nicht idiotisch ist…

    31. drummy-b schrieb am 10. Mai 2011 at 13:32 - Permalink

      … und wenn Du denkst, schlimmer gehts nicht mehr, kommt ein neuer Artikel daher.

      der so genannten Truther-Bewegung

      Mal eben eine Dekade Internet-Kultur mit tausenden unterschiedlichster Sites in einem Satz diffamiert: Bravo. Über die Entwicklung der Bewegung von selbst für etablierte Medien wichtigen Informationsquellen hin zu (i.d.T.) VT-Schleudern: NIX. Warum das ggf. so gekommen ist (Problem kritische Blogs ziehen ‘wahnsinnige’ an): NIX. Das viele der ursprünglichen ‘Truther’ aufgegeben haben, weil kommerzialisierte und/oder zweifelhaft motivierte ‘das Ruder übernommen’ haben: NIX. Das viele etablierte ‘Truther’-Blogs regelrecht von Leuten mit merkwürdiger Gesinnung unterwandert wurden und ihr ‘Gesicht’ sich im Laufe der Dekade komplett geändert hat: NIX.
      Hat sich der Autor eigentlich jemals mit dem Thema ernsthaft befasst ??
      Der Blog könnte umbenannt werden: ‘Spiegelrechter’ oder ‘Spiegel – nur schlechter’

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 13:43 - Permalink

        Mal eben eine Dekade Internet-Kultur mit tausenden unterschiedlichster Sites in einem Satz diffamiert

        *hüstel*

        Das wird hier doch nicht aus kulturhistorischer Sicht beobachtet – obgleich eine solche Analyse sicher spannend wäre.

        • Wolfgang schrieb am 10. Mai 2011 at 13:48 - Permalink

          Mit absoluter Sicherheit spannender als der Text oben, der das ganze aus der “Immer-feste-druff”-Sicht beobachtet.

          Also Jens, den Federkiel gespitzt und los geht’s …

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 13:51 - Permalink

            Das Problem … ich bin kein Kulturhistoriker ;-)

            Aber ich bin mir sicher, dass “drummy-b” mir die Tage einen Gastartikel schreibt *duckundweg*

    32. C. Penkella (Bildleser) schrieb am 10. Mai 2011 at 13:33 - Permalink

      Ja.

    33. hase schrieb am 10. Mai 2011 at 13:36 - Permalink

      “Das glauben Sie nicht? Dann sollten Sie sich aber mal schleunigst auf die Suche nach Webseiten der so genannten Truther-Bewegung machen. Das Projekt EsoWatch bietet im Übrigen seriöse Erläuterungen bezüglich dieser werbeüberladenen Desinformationsangebote, die sich selbst gerne als Politikblogs verklären.”

      Guckt euch mal das Impressum auf EsoWatch an ! Also wen das eine seriöse Seite ist bin ich der Weihnachtsmann !

      • FH schrieb am 10. Mai 2011 at 13:42 - Permalink

        find das impressum absolut seriös und auch glaubwürdig..und die Informationen dort sind wirklich sehr gut belegt!

    34. leslie schrieb am 10. Mai 2011 at 13:48 - Permalink

      Aalso,an Chemtrails habsch früher auch geglaubt,
      da es schon auffällig war.

      Aber im Endeffekt dahintergekommen das der Flugverkehr in den letzten beiden Jahrzehnten exorbitant zugenom,men hat.
      Und wieso dann Streifen entstehen.
      Flugzeuge fliegen durch verschiedene Luftschichten wenn sie starten und landen.
      Und in einer ist halt die Voraussetzung gegeben das sich Kondens bildet in einer anderen nicht.
      Deshalb immer diese kurzen Streifen.
      Wetterforen können das besser erklären.
      http://www.wzforum.de/forum2/index.php

      Aber gut ist das trotzdem nicht,
      in “”The Age of Stupid”" zu leben.
      http://www.c1neon.com/download/7548/

      Aber wenn ihr mal ne richtige Verschwörung wollt.
      http://www.broeckers.com/hanfbuch.htm

      Mfg

    35. Ko-Mike schrieb am 10. Mai 2011 at 13:50 - Permalink

      Hört, hört, ihr VTler! Die Glocken läuten wieder!

      Wenn [...] der Glockenton wiederholt in engem zeitlichem Zusammenhang mit dem Anbieten von Futter erklingt, reagieren die Hunde schließlich auf den Ton allein mit Speichelfluss.

      Quelle

      =>Dazu weitere Top-Secret-Filmaufnahmen aus Russland (anno 1904)!!!

      • Ko-Mike schrieb am 10. Mai 2011 at 14:26 - Permalink

        YES!

        Ach, was soll’s! Die Sonne lacht, der Himmel ist blau,…
        Ich hol mir ein Eis.

    36. Natalie schrieb am 10. Mai 2011 at 13:55 - Permalink

      Jens, hast Du soeben meinen Kommentar gelöscht? Wenn ja, warum?

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 13:55 - Permalink

        Wegen des Links.

        • Natalie schrieb am 10. Mai 2011 at 14:03 - Permalink

          Was war mit dem Link nicht in Ordnung?

          Ein Projekt namens Esowatch wird als “seriös” bezeichnet, dessen “Seriosität” kann ohne weiteres widerlegt werden. Wer “A” sagt, sollte auch in der Lage sein, das “B” zu akzeptieren!

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 14:07 - Permalink

            Der Link des Kopp-Verlags belegt oder widerlegt aber nichts.

            In solchen Zweifelfällen handele ich daher nach meiner eigenen Einschätzung. Esowatch mag zwar nicht über alle Zweifel erhaben sein – aber das geht in diesem Feld m.E auch gar nicht. Dennoch kann ich mit der Aussage, Esowatch sei seriös gut leben, da ich das Portal durchaus für seriös halte. Dass Anhänger und vor allem Unternehmen der Esobranche das diametral anders sehen müssen, ist natürlich klar.

            • Natalie schrieb am 10. Mai 2011 at 14:16 - Permalink

              Jens, hast den Artikel auch gelesen, oder war das “nur” ein Beißreflex, weil Esowatch entlarvt wurde? ;-p

              Dass Anhänger und vor allem Unternehmen der Esobranche das diametral anders sehen müssen, ist natürlich klar.

              Ich bin weder das Eine noch das Andere und hoffe, Du hast nichts dagegen, wenn man das Gehirn auch zum (Nach)Denken benutzt.

            • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 14:20 - Permalink

              Natürlich habe ich den Artikel gelesen – schon vor langer Zeit. Ich habe den Streit “VTler/Esounternehmer gegen Esowatch” auch aufmerksam verfolgt und bin ganz klar auf Seiten von Esowatch.

    37. Bernd schrieb am 10. Mai 2011 at 14:04 - Permalink

      Wenn hier “Esowatch” als seriöses Nachschlagewerk angepriesen wird, ist es wohl doch jetzt an der Zeit, den “Spiegelfechter” Bookmark zu löschen.

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 14:08 - Permalink

        nur zu ;-)

        • brainOnaut schrieb am 10. Mai 2011 at 15:14 - Permalink

          ohmann, jens, hart erabeites fell, wa?
          guter artikel, übrigens.

        • bridgR schrieb am 11. Mai 2011 at 01:49 - Permalink

          geschehen! – werden doch sehen, wer als letztes lacht.. ^_^

          stephanschwarz.wordpress.com/

    38. geschichtslehrer schrieb am 10. Mai 2011 at 14:10 - Permalink

      Ja, das kann wohl alles nicht oft genug gesagt werden. Schade nur um all die “kritischen Denker”, die Spin entlarven wollen und dann dabei nur auf den drittklassigen Spin von Alex Jones und Co. reinfallen. Alex Jones bisher bester Videoauftritt fand übrigens im Video der begnadeten (und mit Wikileaks verbündeten) Rap News statt:

      (Jetzt mit Untertiteln! Und Gaddafi hat auch einen Auftritt!)

    39. Stefan Sasse schrieb am 10. Mai 2011 at 14:16 - Permalink

      Mein Problem mit der Begeisterung für “seriöse und kritische” Magazine und Artikel ist, dass die Begriffe inzwischen leider immer häufiger mit “die sagen, was ich hören will” übersetzt werden müssen. Nicht jeder Artikel, der gegen den Neoliberalismus argumentiert, ist deswegen gleich kritisch oder seriös. Es ist auch möglich, intelligente Argumentationen für den Monetarismus zu schreiben. Dieses Phänomen kann man aber in der linksliberalen Blogsphäre seit einer Weile beobachten, und ich nehm mich da gar nicht aus. Ideal wäre eigentlich das Medium, das Artikel in beide Richtungen hat – immer häufiger scheint mir aber, dass als ideal das Medium propagiert wird, das genauso einseitig und tendenziös berichtet wie der Spiegel in der Agenda-Ära, nur halt für unsere Seite. Das ist eigentlich schade.

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 14:19 - Permalink

        Ideal wäre eigentlich das Medium, das Artikel in beide Richtungen hat

        Das dies bei einem Blog mit Kommentaren nicht möglich ist, zeigt der Spiegelfechter. Sobald ich einen Gastartikel habe, der nun in Nuancen vom sonstigen Content abweicht, bricht im Kommentarbereich ein Volksaufstand aus. Nicht, das mich das tangieren würde – ich finde es nur schade.

        • Florian Hauschild schrieb am 10. Mai 2011 at 14:27 - Permalink

          Was Stefan sagt kann ich nur unterschreiben. Wir bei l-b leben ja gerade noch in dem Luxus, dass die große Zahl der Kommentare seriöse und durchdachte Beiträge sind, die in der Sache weiterführen. Aber Jens hat natürlich auch recht: Ab einer gewissen Maße wird es fast unmöglich da einigermaßen Ordnung in der Diskussion zu halten…

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 14:34 - Permalink

            Ich finde es ja schon beinahe tragisch: Meine Leser machen sich fortwährend darüber Sorgen, dass irgendwer (z.B. Werbekunden, Verlage oder sonst wer) Einfluss auf die redaktionellen Inhalte des Blogs nehmen könnte. Gleichzeitig üben einige Leser einen derart massiven Druck auf die redaktionelle Arbeit aus, dass man hier ganz klar von Einflussnahme sprechen muss.

            Ich bin der Überzeugung, das ein Blog unabhängig sein muss – das heißt aber auch, dass es unabhängig von den Lesern sein muss. Und da hapert es bei vielen Bloggern.

            • Florian Hauschild schrieb am 10. Mai 2011 at 14:38 - Permalink

              Ich verstehe auch nicht was das soll um ehrlich zu sein. Sollen sie doch ihren eigenen Blog aufmachen…vielleicht sollte man mal so etwas wie eine Anleitung zur Beteiligung an Blogdiskussionen schreiben. Wie gesagt, mit dem Niveau bei uns in den Kommentaren bin ich sehr zufrieden aber ich sehe es schon kommen dass bei steigenden Leserzahlen der Unsinn überhand nimmt. Zweifellos sollte man da redaktionell eingreifen. Hat meiner Meinung auch nichts mit Zensur zu tun. Wer was zu sagen hat kann ja einen Gastartikel schreiben sofern er die geistige Fähigkeit dafür besitzt.

            • Frank Schenk schrieb am 10. Mai 2011 at 14:41 - Permalink

              Ich bin der Überzeugung, das ein Blog unabhängig sein muss – das heißt aber auch, dass es unabhängig von den Lesern sein muss. Und da hapert es bei vielen Bloggern.

              Unabhängig von den Lesern != Verpisst euch, wenn euch unsere Meinung nicht passt.

              Man sollte sich Kritik auch stellen können…

              gruß

            • Natalie schrieb am 10. Mai 2011 at 14:51 - Permalink

              @Frank Schenk

              Ähnliches habe ich auch gedacht, als ich diesen Satz gelesen habe.

              Ich bin der Überzeugung, dass ein Blog unabhängig sein muss – das heißt aber auch, dass es unabhängig von den Lesern sein muss.

              Was würden bloß Blogger ohne Leser machen? Vielleicht das “seriöse” Esowatch lesen? *rofl*

            • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 14:52 - Permalink

              Unabhängig von den Lesern != Verpisst euch, wenn euch unsere Meinung nicht passt.

              Nein, das heißt es nicht. Die Leser sollten nur einsehen, dass ein Blog kein Wunschkonzert ist.

              Mein an Arroganz grenzendes Selbstbewusstsein verhindert zum Glück, dass ich mich von den Lesern in eine bestimmte Ecke manövrieren lasse und z.B. Themen nicht aufgreife, die bei den Lesern nun nicht sooooo toll ankommen könnten. Ich weiß von vielen Bloggern (ich nenne hier aber keine Namen), dass dieses Selbstbewusstsein nicht haben und sich so von ihren Lesern (bzw. den lautstarken und radikalen unter ihnen) die Agenda vorgeben lassen – meist unbewusst. Um negative Kommentare zu verhindern, setzt dann die Schere im Kopf ein und man schreibt, was die Leute hören wollen – oder zumindest, was die lautstarken Kommentatoren hören wollen. Das führt die Idee eines Blogs als subjektives Medium freilich ad absurdum.

              Man sollte sich Kritik auch stellen können…

              Das tue ich – manchmal frage ich mich, warum und wofür.

            • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 14:55 - Permalink

              @Natalie

              Was würden bloß Blogger ohne Leser machen? Vielleicht das “seriöse” Esowatch lesen? *rofl*

              Es gibt viele Blogger, die haben in ihrem Blog keine Kommentarfunktion und sind darüber sehr glücklich. Ich kann das verstehen.

            • Wolfgang schrieb am 10. Mai 2011 at 15:13 - Permalink

              Ich glaube, viele Leser, und da schließe ich mich mit ein, sind eher genervt von den in letzter Zeit erschienen reinen Meinungsartikeln ohne größeren Informationsgehalt. Wir haben Deine umfassenden, gut recherchierten Artikel eben schätzen gelernt und Dir Deine provokanten Beiträge deshalb verziehen (Ich sach nur Fußball!). Und, das gestehe ich hier gerne, einer der Gründe warum ich hier schon so lange mitlese, ist der, dass wir in den meisten und vor allem in grundsätzlichen Dingen größtenteils einer Meinung sind.

              Außerdem ist das mit der Unabhängigkeit oder Objektivität so ne Sache. Vielleicht wäre es ehrenhaft einem Beitrag über das Leid von Hartz IV-Empfängern einen ebenso emotionalen Text über Sozialschmarotzer entgegenzustellen. Allein, zumindest meine Toleranzgrenze wäre dann schlicht überschritten. Unabhängigkeit hin, Objektivität her. Bin halt auch nur ein Mensch.

            • Stefan Sasse schrieb am 10. Mai 2011 at 15:14 - Permalink

              Kann das nur unterschreiben, Jens. Es gibt einen Unterschied zwischen Kritk und einfach nur wüsten Beschimpfungen. Was ich mir gerade hier beim SF schon anhören musste, hat mit Kritik nichts zu tun. Ich bilde mir eigentlich ein, auf Kritik einzugehen (wovon die Kommentare meiner Artikel glaube ich zeugen), aber was soll man dazu sagen, wenn mal Aminutte oder “langaariger Dauerstudent mit Hackfresse” bezeichnet wird? Genauso diese alberne “Ich les den SF ab jetzt nie wieder!”-Attitüde. Man glaubt es kaum, wie verbohrt die Leute sind. Sofort nicht mehr lesen, wenn irgendwas nicht zum eigenen Weltbild passt, und sich dann für kritisch und aufgeklärt halten. Witz auf Rädern, echt.

            • Stefan Sasse schrieb am 10. Mai 2011 at 15:15 - Permalink

              @Wolfgang: Aber warum macht ihr’s dann nicht einfach wie in einer normalen Zeitung auch und lest Beiträge, die euch nicht interessieren nicht einfach nicht?

            • Wolfgang schrieb am 10. Mai 2011 at 15:39 - Permalink

              @Stefan Sasse: Naja, das Lesen liegt z.B. an den reißerischen Überschriften. Die sollen ja schließlich Aufmerksamkeit erregen. Funktioniert bei mir ganz gut. :) Und warum ich dann weiterlese? Z.B. Deine “Liebeserklärung” hatte die vielzitierte “Faszination eines Autounfalls”. Man kann einfach nicht weggucken und sei es auch noch so grauenhaft.

              Die Erwartung des Lesers spielt eine große Rolle. Wenn ein Medium, egal ob Blog oder Zeitung diese zu oft enttäuscht, wandern die Leser halt ab und werden durch andere ersetzt. Ob das dann die Leser sind, die man haben will, muss jeder Blogger/Herausgeber für sich selbst entscheiden.

            • mee schrieb am 10. Mai 2011 at 16:04 - Permalink

              @Wolfgang

              Aber man muss schon sagen, dass die heftigsten Angriffe auf Stefans Artikel nicht aufgrund mangelnder journalistischer Qualität sondern aufgrund der darin geäußerten Meinung kamen.

              Insofern ist es schon nicht falsch zu befürchten, dass Leute sich mehr und mehr in ihren Meinungsghettos verbarrikadieren und sich ideologisch einbuddeln – am extremsten natürlich bei den VTlern, aber auch sonst ist das oft zu beobachten. Das ist einfach kein guter Trend

            • Wolfgang schrieb am 10. Mai 2011 at 16:44 - Permalink

              @mee: Naja, Stefan hat einen hochemotionalen Meinungsartikel verfasst und darauf hat er hochemotionale Rückmeldung erhalten, deren Form in vielen Fällen verwerflich war, aber dafür gibt’s schließlich den Löschen-Knopf. Grundsätzlich gilt aber: Wer Meinung mitteilt, erhält Meinung zurück – in allen Formen und Farben. Dessen muss man sich bewusst sein.

              Und zum Meinungsghetto: Mir widerstrebt aber genauso der Trend, dass alles, aber auch wirklich alles, auf einmal verhandelbar sein soll. Viel zu viele verwechseln Toleranz mit Beliebigkeit. Der Zweck heiligt die Mittel. Klar, die Amis foltern aber dafür ham sie uns den Jazz gebracht. Ich gebe zu, da bin ich im Ghetto. Andererseits bin ich aber auch froh, noch nicht so abgestumpft zu sein, dass ich alles relativiere.

        • brainOnaut schrieb am 10. Mai 2011 at 15:17 - Permalink

          naja, nuancen…
          sasses amerika-artikel war wirklich krass, da seh ich jedenfalls mehr als “nuancen”.
          wirklich.

          • Florian Hauschild schrieb am 10. Mai 2011 at 15:36 - Permalink

            Meiner Meinung nach wirds auch immer dann problematisch wenn Menschen total gefangen in ihren eigenen Dogmen sind. Politische Extremisten sind hier ein klassisches Beispiel. Für viele Hardcore-Linke ist es beispielsweise komplett verpöhnt auch nur Quellen zu verwenden die nicht bedingungslos ins Weltbild passen. Dann steigern sie sich mehr und mehr in ihre eigene Schubladendenkwelt rein und im Ergebnis gibts dann zig unterschiedliche Untegruppierungen bei denen, die ja teils schon realsatirischen Charakter annehmen.

            Komischerweise sind es dann oft genau die Leute die so tun als ob sich an der Veröffentlichung einer entegengesetzten Meinung das Wohl und Wehe der Welt entscheidet…da kann ich nur sagen: Bleibt mal locker. Legt mal die Bücher oder die Maus aus der Hand und trinkt gemütlich ein Bier! Kommt mal von eurem Tunnelblick runter!!

            ..und dann mit einigem Abstand die Sache betrachtend sollte doch klar sein, dass im Endeffekt alles meinungsgeprägt ist. Manches aber eben seriöser und manches weniger seriös.

            Insgesamt gibt uns das Internet aber eine grandiose, nie dagewesene Möglichkeit der Vernetzung und des Austausches. Warum sollten sich da nicht ein paar Leute zusammen tun, die diesen Austausch möglichst anspruchsvoll gestalten?

            …und warum gibts dann immer wieder diese kreischenden, keifenden Dogmatiker die glauben alles in ihre exotische Schubladenrichtung drücken zu müssen? Werdet erwachsen!!!!

          • Stefan Sasse schrieb am 10. Mai 2011 at 16:14 - Permalink

            @brainonout: Ist schon richtig, aber der Hass, den manche Kommentatoren an den Tag legten, trägt dem keinerlei Rechnung. Es ist erschreckend, dass wir letzten Endes trotz Meinungsdifferenzen in dasselbe Lager gehören – ich meine, dass auf dem SF irgendwelche Artikel für CDU oder FDP erscheinen wäre derzeit unvorstellbar. Aber schon wenn man die SPD nicht bedingungslos verurteilt, wird man von vielen hier als Ketzer auf den virtuellen Scheiterhaufen gestellt. Irgendwo haben sich da die Proportionen deutlich verschoben, und das ist absolut nicht gesund. Ich empfinde das seit etwa einem Jahr auch bei den NDS, die ebenfalls in Müllers und Liebs Artikeln einen ziemlich dogmatischen Touch bekommen haben. Dagegen finde ich beispielsweise Weißgarnix echt erfrischend: bei dem ist alles drin. Da kriegt man mal ein Plädoyer für den Mindestlohn und dann eine Einschätzung, warum es dringend Anlagen in Aktien von Unternehmen X bedarf.

            • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 16:21 - Permalink

              ich meine, dass auf dem SF irgendwelche Artikel für CDU oder FDP erscheinen wäre derzeit unvorstellbar

              streiche “derzeit” und ersetze “wäre” mit “ist” ;-)

              Aber schon wenn man die SPD nicht bedingungslos verurteilt, wird man von vielen hier als Ketzer auf den virtuellen Scheiterhaufen gestellt. Irgendwo haben sich da die Proportionen deutlich verschoben, und das ist absolut nicht gesund.

              Richtig. Es gibt durchaus einen Spielraum für Meinungspluralität. Das unterscheidet “uns” von Extremisten und Dogmatikern. Diese Meinungspluralität einzufordern zu verteidigen ist jedoch mittlerweile zu einem anstrengenden “Nebenjob” geworden. Was könnten wir nicht für tolle Artikel schreiben, wenn wir uns nicht stundenlang mit Kommentardogmatikern herumschlagen müssten?

              Ich empfinde das seit etwa einem Jahr auch bei den NDS, die ebenfalls in Müllers und Liebs Artikeln einen ziemlich dogmatischen Touch bekommen haben.

              Bei Lieb nicht und Müller war schon immer etwas dogmatischer – ich sehe da keine Entwicklung.

            • Florian Hauschild schrieb am 10. Mai 2011 at 16:23 - Permalink

              Also bei uns schreibt ab und zu ein Liberaler und ich persönlich finds super..Beispiel: http://le-bohemien.net/2011/04/15/innenansichten-der-fdp

              Ich selbst hab es mir auch nicht nehmen lassen mal für Kirchhof in die Bresche zu springen, auch wenn ich nicht seiner Meinung bin in Steuersachen…aber muss ich das nur weil ich die Art von Jakobs Schmähschrift unter aller Kanone fande? Ich denke nicht! (ging übrigens hierum: http://le-bohemien.net/2011/05/05/presseschau )

              …wo wir schon bei Meinungsvielfalt sind: Kennt ihr http://ef-magazin.de/ ?

              Der Wiki-Eintrag dazu ist natürlich schon harter Tobak: http://de.wikipedia.org/wiki/Eigent%C3%BCmlich_frei

              Ich selbst hab bisher nur kurz da reingeschaut. Eure Meinung dazu?

            • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 16:30 - Permalink

              Ich selbst hab bisher nur kurz da reingeschaut. Eure Meinung dazu?

              EF liegt für mich ganz klar außerhalb des Meinungspluralismus, den ich für den Spiegelfechter akzeptiere. Dort mag es auch ein paar gute Artikel geben, die “Hauptschlagrichtung” ist aber ein Vulgär-Libertarismus, der mit dem linksliberalen Spektrum des SF kaum Überscheidungspunkte hat und den ich für gefährlich halte. Interessanterweise unterscheidet sich EF ideologisch auch nur marginal von den großen VT-Seiten der USA.

            • Stefan Sasse schrieb am 10. Mai 2011 at 16:44 - Permalink

              Sehe ich genauso, bei EF ist einiges ziemlich krudes Zeug am Laufen. Allerdings veröffentlicht beispielsweise auch Arne Hoffmann da gerne…

            • spider schrieb am 10. Mai 2011 at 19:09 - Permalink

              EF liegt für mich ganz klar außerhalb des Meinungspluralismus, den ich für den Spiegelfechter akzeptiere. Dort mag es auch ein paar gute Artikel geben, die “Hauptschlagrichtung” ist aber ein Vulgär-Libertarismus, der mit dem linksliberalen Spektrum des SF kaum Überscheidungspunkte hat und den ich für gefährlich halte.

              Um es klar zu sagen:
              Wenn ich eine solche Äusserung getätigt hätte, würde ich das Wort “liberal” in dem Deine politische Grundhaltung beschreibenden Adjektiv “linksliberal” ganz zügig streichen. Das wäre ehrlich und anständig. Nehmen wir bspw. mal mich:
              Ich halte einige Deiner Thesen für ideologischen Dogmatismus, und halte etliche von ihnen für ebenso gefährlich. Ich würde aber niemals auf die Idee kommen Dir das Recht auf Deine freie Meinung abzusprechen und hege auch keine Gulag-Fantasien an Deine Adresse. Mehr noch, ich lese Deine Artikel regelmässig, nehme Dich ernst und bin einem freien Gedankenaustausch nicht abgeneigt. Wahrscheinlich zu Unrecht, oder?

              Interessanterweise unterscheidet sich EF ideologisch auch nur marginal von den großen VT-Seiten der USA.

              Das siehst Du zu radikal. EF ist ein loser Verbund von mehreren Autoren, von denen manche grottenschlecht, manche aber durchaus lesenswert sind. Sie vertreten auch nicht in allen Punkten dieselbe Meinung. Irgendwie schleicht sich bei mir der Eindruck ein, dass Du gar nicht so recht weisst, wie eine möglichst neutrale Meinungsbildung funktioniert. Es nützt hier nichts nur Autoren zu lesen, die alle in etwa die gleiche Meinung vertreten. Eine ausführliche Übersicht über die Pros und Kontras erhält man erst dann, wenn man Artikel von Autoren liest, die einander eklatant widersprechen. Und natürlich sollte man stets erwarten, dass jede einzelne der beiden Seiten zu rhetorischen Tricks greift und selektiv argumentiert, um einen maximalen Spin zu erreichen. Das ist nirgendwo anders, und ich kann auch Dich davon nicht freisprechen.(Wenn Du hier ehrlich bist, weisst Du auch, dass ich hier recht habe.)

        • Markus Weber schrieb am 10. Mai 2011 at 15:53 - Permalink

          Sobald ich einen Gastartikel habe, der nun in Nuancen vom sonstigen Content abweicht

          Oder der eben von dem abweicht, was sie für die einzige Wahrheit halten ;-)

      • Vogel schrieb am 11. Mai 2011 at 00:13 - Permalink

        Ideal wäre eigentlich das Medium, das Artikel in beide Richtungen hat

        Imho ein falscher Weg. Man sollte eine Meinung haben und diese fundiert vorbringen. Punkt. “Etwas zu bringen jedermann, ist eine Kunst die niemand kann.” (Gebr. Grimm – aus dem arabischen Sprachraum gesammeltes Märchen) – und bitte nicht ein hier und da, sowohl als auch, rechts und links …

    40. iRock schrieb am 10. Mai 2011 at 14:25 - Permalink

      Es ist durchaus nachvollziehbar, dass der Spiegelfechter nicht auf einen der vielen VT-Züge aufsteigt, um die Qualität und die Seriösität dieses guten Blogs aufrechtzurehalten. Viele gute Blogs haben sich mit der Zeit zu paranoiden Schuppen und einem Sammelsurium von Anti-wasweißich’s verwandelt.

      Dennoch wäre es wünschenswert für die SF-Gemeinde zu wissen, wie SF zu umstrittenen Themen wie dem 11.9 oder dem Osama-Mythos ganz persönlich steht. Denn das Projekt 11.September als abgeschlossen und offiziell wahr zu betrachten, führt zu der logischen Konsequenz, künftige – auf diesem Projekt basierende – bürger- und kriegsrechtliche Beschlüsse als notwendig und unumgänglich zu betrachten.

      @Plor
      “Unzählige Berichte, wissenschaftliche Untersuchungen, Zeugenaussagen, Bekenntnisse etc. die die offzielle Version kolportieren, werden ignoriert.”

      Mir ist bisher lediglich der Report des “Bocks im Garten” bekannt, welche essentielle und widersprüchliche Fakten (WTC7, keine Flugschreiber, kein Flugzeug am Pentagon/Shanksville…) einfach ausgelassen hat. Gekonnt medial ignoriert werden nach meiner Ansicht hingegen Augenzeugen, Tatsachen, Expertenmeinungen und einfachste Regeln der Physik, die die offizielle Version zum 11.9 als das zeigen was es ist. Ein modernes Märchen.

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 14:29 - Permalink

        Dennoch wäre es wünschenswert für die SF-Gemeinde zu wissen, wie SF zu umstrittenen Themen wie dem 11.9 oder dem Osama-Mythos ganz persönlich steht.

        Dazu hatte ich oben schon geschrieben, dass sich meine Position seit diesem Artikel aus dem Jahr 2007 nicht verändert hat.

        • iRock schrieb am 10. Mai 2011 at 14:42 - Permalink

          Ich bitte um Entschuldigung. Den besagten Artikel hatte ich bereits damals mit großer Zustimmung gelesen, jedoch scheinbar vergessen. Somit wäre meine Frage auf hinfällig.

        • Sukram71 schrieb am 10. Mai 2011 at 16:58 - Permalink

          Ja, klasse Artikel.

        • Dietrich schrieb am 11. Mai 2011 at 18:35 - Permalink

          @SF
          Dein 9/11 Artikel war mir 2007 leider entgangen. Das ist feinste Schreibe und kommt ganz ohne Jagd auf VT’ler aus. Großes Kompliment.

    41. iRock schrieb am 10. Mai 2011 at 14:36 - Permalink

      Unsere Medienlandschaft ist voll von sogenannten “Presstitutes”.

      Am morgen des angeblichen Osama-Mords wurde in der hiesigen Weltpresse das mittlerweile als Fälschung bekannte Bild eines getöten OBL herumgereicht. Selbige Presse schrie dann zur Mittagszeit “Es kuriseren gefälschte OBL Bilder, fallt bloß nicht darauf rein!!!”. Welch minderbemittelte Farce!

      Die Medien reichen undifferenziert, ungefiltert und damit extremst unseriös sämtliche Meldungen des US-Regimes den Konsumenten weiter, nur um diese Stunden später kleilaut wieder zu dementieren.

      Bspw:
      Osama war bewaffnet / Osama unbewaffnet
      Osamas Frau Schutzschild / Kein Schutzschild
      Osama sollte gefangengenommen werden / Kill-Aktion von vornherein
      Kabinett live dabei / Alle Kameras defekt,
      Videos von Tötung vorhanden / Video= unbekannter Greis beim TV schauen
      Osama der gefährlichste Terroristenboss / Ein alter gebrechlicher Greis

      Wie kann man nun von mir oder allgemein von den Medienkonsumenten erwarten, die Meldungen des US-Regimes bzw. der M-Medien als unabhängige Nachrichten zu akzeptieren?

      Ein Zulauf zu Verschwörungstheorien sind die logische Konsequenz. Den VT’lern kann man aber hier doch keinen Vorwurf machen.

      • Ko-Mike schrieb am 10. Mai 2011 at 15:32 - Permalink

        Ein Zulauf zu Verschwörungstheorien sind die logische Konsequenz.

        Mit Logik hat das nichts zu tun. Wenn ich nicht weiß, ob (entweder) A oder B richtig/wahr sind, dann glaub ich doch nicht einfach C. Aber ich bin auch kein VTler. Und ich bin zufrieden, da ich DIE REINE ABSOLUTE WAHRHEIT UND NICHTS ALS DIE WAHRHEIT nicht kenne – möchte ich auch nicht. Doch das wird allzu oft als naiv, dumm, etc. bezeichnet. Nun, wer gibt einem mehr zu denken? Der, der meint(!), dass man nicht alles wissen muss (und kann)? Oder der, der seine “Aufklärung” als allgemeingültiges Dogma predigt, und dessen Anhänger/Gläubige?

      • geschichtslehrer schrieb am 10. Mai 2011 at 15:41 - Permalink

        Schönes Beispiel dafür, wie offensichtliche Unklarheiten den Nährboden für die VTs bilden, wie auch bei 911. Und schönes Beispiel für unprofessionelle und unbeholfene PR der Amerikaner. Meine persönliche VT: Die ersten Erkenntnisse waren die geschönte Fantasy-Version für das Publikum, danach plauderten Insider und am Einsatz beteiligte und die Pakistaner. Aber dass das alles rauskam, und wir hier darüber reden, ist doch der beste Beweis dafür, dass, wenn es sich hier um eine Verschwörung handeln sollte, es eine sehr ungeschickte und unprofessionelle Verschwörung ist, die keine 3 Tage lang funktioniert hat.

        Ja, der gefährlichste Terrorboss war am Ende auch nur ein eitler Terrorrentner mit gefärbtem Bart, der sich selbst zufrieden auf seiner Billig-Glotze betrachtete. So ist die Welt, so sind die Menschen.

    42. geschichtslehrer schrieb am 10. Mai 2011 at 14:39 - Permalink

      Das schlimme an diesen “Die Juden-Illuminaten-Amis-Reptilienmenschen-Kapitalisten-Bilderberger kontrollieren alles und jeden”-Theorien, die oft ins paranoide abdriften (“sie wollen uns Chips einpflanzen”) ist meiner Meinung nach dies:

      Wenn übermächtige Kräfte sich verschwören und alles steuern, wenn sie Macht über alles haben – wenn die ganze Demokratie nur eine Farce ist, weil ja in echt “die Bilderberger” regieren: Welchen Sinn hat dann noch politisches Engagement? Warum soll ich eine Bürgerinitiative gründen, warum soll ich eine Utopie des besseren Zusammenlebens entwickeln, oder mich für Immigranten einsetzen oder gegen einen Bahnhof? Ist doch sinnlos, die da oben machen ja doch nur was sie wollen! Was bleibt einem da schon, außer passivem schimpfen im Internet. “Och menno, jetzt haben die Bilderberger mir auch noch mein Hartz gekürzt! Naja, kann man nix machen. Ich geh ne Runde im Internet schimpfen, und dann sauf ich mir einen.” Im schlimmsten Fall sogar “och, ich kann ja nix machen, aber wenn mal die NPD und ein starker Führer an der Macht wäre – der würde es den Bilderbergern schon heimzahlen!!11″

      Diese Weltsicht, dass doch alles gesteuert würde, dass paar Elite-Typen die Kontrolle über alles haben, ist nicht links – das ist zutiefst rechtes Denken! Sicher gibt es PR, Thinktanks, Bertelsmann und den CIA – aber das sind auch keine allmächtigen Übermenschen, sondern manchmal eher Scheinriesen wie bei Michael Ende: Je näher man rangeht und genauer hinguckt, desto mehr schnurren sie zusammen zu menschlichen, fehlerhaften und oft ungeschickten Gebilden – die auch nicht immer gewinnen!

      Dabei sieht man doch gerade in der arabischen Welt, was Leute zustandebringen, wenn sie sich zusammentun und mutig für positive Ziele auf die Straße gehen. Wenn man darin aber auch nur ein CIA-Manöver erkennt (eine hirnrissige Analyse, siehe etwa Bahrain), dann wohl auch deshalb, weil man selbst noch nie für irgend etwas positives auf die Straße gegangen ist. Denn das ist ja anstrengend. Verschwörungen mit Alex Jones zusammen am Heimcomputer zu entlarven ist dagegen kinderleicht, und spannend wie World of Warcraft.

      • iRock schrieb am 10. Mai 2011 at 14:49 - Permalink

        Das Problem ist doch, die fehlende Transparenz.

        Wo noch in Tunesien ein echter Volksauftsand zu beobachten war, so ist es in Lybien ein internationaler Umstuzversuch. Auch hier werden die vorliegenden Fakten als Verschwörungstheorien denunziert. Bspw. das “Great Man Made River-Projekt” http://de.wikipedia.org/wiki/Great-Man-Made-River-Projekt , was nach kühler und logischer Betrachtung einer der Hauptgründe für die Intervention und baldige Invasion ist. Insbesondere Frankreichs kriegerisches Engagement erscheint in Hinblick auf den Schutz von Ausbeuter-Firmen wie NESTLE, die unter Gadaffis GMMR-Projekt sehr “gelitten” hätten, äusserst plausibel.

        Die Erkenntnis, dass westl. Geheimdienste bei einigen Volksaufständen ihre Finger im Spiel haben liegt nahe. Oder wie erklären sie sich, dass Gadaffi exekutiert werden soll, weil er bewaffnete Milizen bekämpfte, wo hingegen in Bahrain, mit Hilfe der USA und Saudi-Arabein ein Aufstand von Zivilisten blutig niedergeschlagen werden darf?

        • ali schrieb am 10. Mai 2011 at 15:12 - Permalink

          Die Erkenntnis, dass westl. Geheimdienste bei einigen Volksaufständen ihre Finger im Spiel haben liegt nahe.

          Es behauptet ja niemand was anderes. Ich würde auch niemals etwas anderes behaupten. Auch habe ich keine Zweifel, dass Eigeninteressen und wirtschaftliche Interessen in der Politik mitspielen. Ich verneine auch nicht, dass Doppelstandards angewendet werden. ABER: Ich schliesse daraus nicht, dass die Geheimdienste das alles steuern und kontrollieren. Ich schliesse daraus nicht, dass jede Ungereimtheit in ein grösseres Bild eingepasst werden muss. Manchmal wird falsch kommuniziert, manchmal falsch verstanden und manchmal ist es einfach Dummheit. Zu guter letzt schliesse ich daraus auch nicht, dass irgendwelche dunklen Mächte die Fäden im Hintergrund ziehen und gleichzeitig zu dumm sind, um Photoshop zu benutzen. Das unterscheidet den Skeptiker vom Verschwörungstheoretiker.

          Es ist ein beliebter Strohmann. Verschwörungstheoretiker bringen immer diesen Vorwurf: Die anderen seien leichtgläubig, nicht skeptisch genug gar naiv. Das stimmt schlicht nicht. Die klassische Verschwörungstheorie lässt es typischerweise an Skepsis mangeln wenn es um die eigenen Behauptungen geht (ein weiterer Unterschied zu wissenschaftlicher Skepsis).

        • geschichtslehrer schrieb am 10. Mai 2011 at 15:17 - Permalink

          Sorry, ich möchte jetzt gar nicht darauf näher eingehen, aber du bist da bereits auf 3, 4 aufgeschnappte “Tatsachen”/VTs reingefallen (ich glaube nicht, dass das auf deinem eigenen Mist gewachsen ist), in diesem Fall aus einer besonders unappetitlichen Ecke, nämlich den deutschen Gaddafi-Sprachrohren.

          Natürlich haben hier Geheimdienste die Hand im Spiel, das ist ihr originärer Job, und in dem Fall hab ich wenig daran auszusetzen. Die Kritik an den von dir genannten Ländern ist deshalb “leiser”, weil da noch auf interne Reformen gehofft wird, die Massaker “etwas” kleiner waren, allgemein unberechenbare Instabilität/Krieg befürchtet wird, und auch keine UN-Resolution zustandekommt (Russland, China). Das bedeutet nicht, dass das richtig so ist. Aber wo sind denn die deutschen Solidaritätsdemos vor den Botschaften Syriens, Bahrains, Jemens? Stattdessen zehntausend neue Internet-”Völkerrechtsexperten”, die alle gerne Anwälte für Gaddafi und Bin Laden sein möchten – da fasst man sich doch echt an den Kopf.

        • Dennis schrieb am 12. Mai 2011 at 08:56 - Permalink

          Auch hier werden die vorliegenden Fakten als Verschwörungstheorien denunziert. Bspw. das “Great Man Made River-Projekt” http://de.wikipedia.org/wiki/Great-Man-Made-River-Projekt , was nach kühler und logischer Betrachtung einer der Hauptgründe für die Intervention und baldige Invasion ist.

          Sorry, das löst mal wieder Kopfschütteln aus. Eine Wasserquelle, die maximal 50 Jahre reicht und den Lybiern zumindest zeitweise relativ günstig fließend Wasser bringt soll ein Kriegsgrund sein? Das ist ja noch lächerlicher, als die Behauptung es ginge mal wieder alles ums Öl.

    43. Shitop schrieb am 10. Mai 2011 at 14:52 - Permalink

      Sind Blogger Idioten?

      De facto ist es eher umgekehrt:
      Idioten sind Blogger!

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 14:59 - Permalink

        WORD!

    44. Heldentasse schrieb am 10. Mai 2011 at 14:57 - Permalink

      Irgendwie kann ich des Eindruck nicht erwehren, dass ein paar Reizworte im Zusammenhang mit den Begriff Blog und Blogger ausreichen um wieder die große mehr oder weniger wichtige Nabelschau ab zu halten. Dabei kann man die Sache auch einfach, will sagen elementar betrachten.
      Ich meine, dass dass was wir zur Zeit teilweise in den Blogs beobachten können zum großen Teil der zur Verfügung stehenden Technologie geschuldet ist. Der Typ des unseriösen bloggenden Möchtegern- Journalisten wäre wahrscheinlich vor Gutenberg (nein nicht der gelackte Ex- Minister Guttenberg, sondern der mit der Buchpresse) nicht in der Lage gewesen zu schreiben bzw. zu lesen, und noch vor 25 Jahren hätten sich diese Menschen wahrscheinlich sehr schwer getan ein Flugblatt zu verfassen und zu vervielfältigen. Heute hingegen – dank Compi & Breitbandflat – kann jeder Depp beliebigen Unsinn sehr schnell ans Volk bringen, die Aufgabe des mündigen Lesers besteht nun darin diesen Unsinn von interessanten Infos zu trennen, was manchmal nicht einfach ist, aber m.E. überwiegen die Vorteile dieser neuen Medien die aufgeführten Nachteile bei weitem.

    45. carlo schrieb am 10. Mai 2011 at 14:58 - Permalink

      Soeben erreichte uns im Übrigen eine weitere Eilmeldung: Der Weltuntergang ist vorerst abgesagt.

      Wenn ich mal wüßte, was nicht so alles wegen schlechter Renditeerwartung abgesagt wird?….;-)

    46. mee schrieb am 10. Mai 2011 at 15:32 - Permalink

      Der berechtigte Kritikanspruch an der etablierten Medienlandschaft und den herrschenden Machtverhältnissen wird von windigen Geschäftemachern und selbsternannten Wahrheitspropheten missbraucht und damit in den Schmutz gezogen. Eine, für die politische Kultur und für den gesellschaftlichen Diskurs zunächst viel versprechende Technologie – nämlich das freie Publizieren im Internet, so genanntes Blogging – wird damit zunehmend diskreditiert.

      Naja. Dieses Argument läuft ein bisschen darauf hinaus zu sagen: weil es im Internet auch böse/schlechte Sachen gibt, ist es ja verständlich, dass viele Leute das Internet insgesamt nicht ernst nehmen.

      Hier muss man schon auch mal sagen, dass in deutschen Massenmedien immer noch oft von “im Internet sagen die Leute dies und das” die Rede ist und Angaben wie “Quelle: Youtube” usw. auftauchen, also eine völlig anachronistische Verallgemeinunerung stattfindet.

      Darauf würde z.B. in den USA niemand kommen, wo sich politischer Journalismus im Netz und politisches Blogging schon viel weiter ausdifferenziert und professionalisiert haben. Da werden einzelne politische Blogs genauso beachtet wie die Washington Post.

      Man sollte also nicht den VTlern und ihrem Mist vorwerfen, dass gute Blogs noch nicht den Erfolg haben, den sie verdienen. Das wäre doch zu viel der Ehre.

    47. Ko-Mike schrieb am 10. Mai 2011 at 15:38 - Permalink

      Der Durst nach objektiver Aufklärung endet in der subjektiven Erkenntnis.

    48. TempusFugit schrieb am 10. Mai 2011 at 15:40 - Permalink

      Erstaunlich. Hier wird seit einiger Zeit und in auffälliger Weise eine ausgesprochen “streberhafte” Mainstream-Attitüde entwickelt, gepaart mit geradezu nervöser Agressivität. (Da war doch der Junge aus der 8. Klasse, der dem Rektor immer die Tasche getragen hat und heute FDP-Mitglied ist).

      Man hätte dem Artikel vielleicht noch ein ironisches “Sapere aude!” voranstellen sollen, um klarzustellen, daß für diesen Blog die Aufklärung eine vergangene Epoche ist.

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 15:43 - Permalink

        Ganz genau – das “sapere aude!” zieht sich durch den Artikel. Der Autor sagt ja nichts anderes, als dass sich die Leser solcher Blogs ihres eigenen Verstandes bedienen sollten und diesen Blogs a priori genau das gleiche Misstrauen entgegenbringen sollten wie auch anderen Medien.

      • geschichtslehrer schrieb am 10. Mai 2011 at 15:48 - Permalink

        Ich würde es eher Realismus nennen, und den gabs hier schon immer. Das Sapere Aude gebe ich gerne zurück.

        • TempusFugit schrieb am 10. Mai 2011 at 17:03 - Permalink

          Der Autor sagt ja nichts anderes, als dass sich die Leser solcher Blogs ihres eigenen Verstandes bedienen sollten

          Genau das sagt er nicht, bzw. er ermuntert ausdrücklich nicht dazu.

          Der Autor stellt mit Eifer fest: Stellt jemand eine Frage, und ein Spiegelfechter kann ihm nachweisen, daß diese Frage schon in einem bekannt durchgeknallten Truther-Forum gestellt wurde, dann gilt die Frage qua definitionem nicht mehr als diskussionswürdig. Eine alles andere als aufgeklärte Denkweise.

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 17:05 - Permalink

            Nun, dann haben wir wohl zwei verschiedene Artikel gelesen. Das kann passieren.

            • TempusFugit schrieb am 10. Mai 2011 at 18:14 - Permalink

              Nun, dann haben wir wohl zwei verschiedene Artikel gelesen. Das kann passieren.

              Das ist, mit Verlaub, keine Antwort. Sparen wir uns das.

    49. Wolfgang schrieb am 10. Mai 2011 at 16:13 - Permalink

      So, einen hab’ ich noch:

      Ich find’s echt schade, dass der Autor hier nicht mitdiskutiert.

      Und dann muss ich noch einen Satz aus dem Artikel rausreißen und zwar diesen:

      Das Problem an der Sache: Truther-Webseiten erfreuen sich steigendem Zulauf, besonders junge Leser neigen dazu die oft sehr kruden Phantasiekonstruktionen zu glauben.

      Wo ist da das Problem? Ist es nicht das Privileg der Jugend dem hinterher rennen zu dürfen, der am lautesten schreit? Und gleichzeitig zu glauben man hätte die Weisheit mit Löffeln gefressen und wäre ach so tolerant? Die jungen Leute lernen noch früh genug, dass kaum etwas im Leben so ist wie es scheint, dass man wirklich oft “nix machen kann” und dass man “denen da oben” im allgemeinen wirklich hilflos ausgeliefert ist.

      Ich denke, man sollte ihnen den Spaß lassen zu glauben nur sie wüssten bescheid (wir nannten das damals “den Durchblick haben”). Wie gesagt, die Ernüchterung kommt früh genug.

    50. Andreas schrieb am 10. Mai 2011 at 16:40 - Permalink

      was die Meinung zu verschiedenen Verschwörungstheorien angeht, finde ich die Diskussion langsam müßig, da jede Partei der Meinung ist, das Patentrezept für alle Fragen zu haben. Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte.
      Dennoch wird m.E. zu wenig auf andere (seriöse) Blogs hingewiesen, als da wären z.B. http://www.netzpolitik.org/, http://www.lawblog.de/ und natürlich auch der unvermeidliche http://blog.fefe.de/, die sehr deutlich die unzureichende Arbeit der Medien offenlegen. Auffällig auch, dass auch dort nur in Kommentaren kritische Stimmen ertönen, wie auch in dem als Beispiel verlinkten Artikel zur SZ.

      • ali schrieb am 10. Mai 2011 at 16:52 - Permalink

        Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte.

        Das ist falsch aber ein weit verbreiteter Irrtum. Die Wahrheit liegt manchmal in der Mitte. Manchmal hat aber eine Seite einfach Recht (oder ist zumindest näher dran) und die andere nicht. Man kann nicht aus der Existenz von entgegengesetzten Meinungen schliessen, dass die Wahrheit im Durchschnitt liegt. Würde man den “Mittelwert” als Faustregel benutzen, wäre das zu viel Gewicht für die schrillsten Spinner.

        Fefe hat meines Erachtens übrigens auch einen leichten Hang zu verschwörerischen Anspielungen. Den lawblog kann man dafür um so wärmer empfehlen.

        • Dennis schrieb am 12. Mai 2011 at 09:02 - Permalink

          Fefe tut das aber zumeist mit einem Augenzwinkern. Manchmal sind seine Comments schon etwas drüber, er ist aber ganz sicher kein VTler. Ich glaube eher, dass er VT-Seiten gerne liest, weil er diese der Hörzu-Witzseite vorzieht, wenn er was zum Lachen haben will.

      • mee schrieb am 10. Mai 2011 at 16:54 - Permalink

        andere (seriöse) Blogs z.B. fefe

        ಠ_ಠ

        fefe ist ein zynischer und überheblicher Pseudobesserwisser imo. Sammelt Links zusammen, die seiner rigiden Weltsicht entsprechen und kommentiert jeden zweiten mit “hahaha, seid ihr alle blöd”. Furchtbarer Blog.

        • Andreas schrieb am 10. Mai 2011 at 17:39 - Permalink

          was er kommentiert ist auch seine freie Meinung, interessant sind jedoch die Links, die er sammelt und auf die man sonst auf seiner täglichen Nachrichtensuche häufig nicht gestoßen wäre. Und damit meine ich nicht die Spiegel Links…

        • TempusFugit schrieb am 10. Mai 2011 at 18:05 - Permalink

          Bei der Wahrheitsfindung geht es aber nicht um “imo”, es geht nicht um “Meinungen”, dafür haben wir ja Bild und Spiegel, sondern es geht um Überzeugungen.

          Um eine Meinung von irgendwas zu haben, reicht es, den Spiegel oder Bild zu lesen.

          Um von etwas überzeugt zu sein, muß man sich allerdings etwas mehr Mühe geben, sofern man sich selbst überhaupt ernst nimmt.

          Und so bereitwillig ich Dir zustimme, daß fefe gern in anstrengender Manier “zynisch”, “überheblich” und “besserwisserisch” auftritt, so wenig kann man ihm nachsagen, daß er seine Leser nicht dazu ermuntert, selbst in den verlinkten Quellen nach der Wahrheit der eigentlichen Nachricht zu suchen. Pseudobesserwisserisch ist das nicht – das erleben wir eher hier.

    51. zeno(bit) schrieb am 10. Mai 2011 at 16:51 - Permalink

      Ich kann mich noch gut erinnern, als Vt´ler hier berichteten, dass Olaf Scholz bei den Bilderbergertreffen dabei gewesen sei und bald eine gewichtige Rolle in der deutschen Poltik spielen würde. Jetzt ist er Bürgermeister Hamburgs und wenn er als Kanzlerkandidat aufgestellt wird, fang ich auch langsam an zu glauben *grins*

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 17:00 - Permalink

        Als Scholz bei denen war, war er m.W. Arbeitsminister – was ein “wenig” wichtiger ist als OB von HH ;-)

        Außerdem ist es alles andere als wundersam – die laden “große Talente mit Zukunft” ein. Da wäre es eher berichtenswert, wenn ein Gast sang- und klanglos verschwindet … Guido war da, Gutti auch? Man weiß so wenig!

        • Dierk schrieb am 10. Mai 2011 at 17:32 - Permalink

          Nichts da, Bundesarbeitsminister ist nicht wichtiger als Hamburger Bürgermeister! grinst ein Lachstädter.

          Ach ja, Hamburg hat keinen OB, bei uns heißt das ’1. Bürgermeister’, der wiederum primus inter pares ist.

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 17:33 - Permalink

            Joooo, wie konnte ich das nur verwechseln? ;-)

        • ElBarto schrieb am 10. Mai 2011 at 17:40 - Permalink

          Als Scholz bei denen war, war er m.W. Arbeitsminister

          Scholz war letztes Jahr bei den Bilderbergern. Zu dem Zeitpunkt war er mehr oder weniger gar nix.

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 17:47 - Permalink

            Da kann man mal sehen, was die Bilderberger für ein schlechtes Händchen haben ;-)

          • Dennis schrieb am 12. Mai 2011 at 09:06 - Permalink

            Habe gerade eine gute Idee für eine Kurzgeschichte… Ich werde zu den Bilderbergern eingeladen und darf einen Tag bei einem ihrer öminösen Treffen verbringen. Ich werde es wahrscheinlich an einigen Stellen etwas übertreiben ;-)

        • zeno(bit) schrieb am 10. Mai 2011 at 17:45 - Permalink

          Arbeitsminister – was ein “wenig” wichtiger ist als OB von HH

          Das stimmt natürlich. Ich meinte es eher von einer anderen Seite:

          Als Generalsekretär unscheinbar und inkompetent, als Arbeitsminister unfähig und abgebrannt und trotzdem konnte er Bürgermeister von Hamburg werden und wird bei manchen als künftiger Kanzlerkandidat gehandelt. Mir ist schon klar, dass Erfolglosigkeit keine Karrierenbarriere in der Politik sein muß (Steinbrück & Co.) und sein Name als Kanzlerkandidat mangels Alternativen hervorgebracht wird. Ich wollte auch keine wirklich ernsthafte Diskussion über das Thema lostreten. Ich wollte damit nur ausdrücken, dass ich bei der Vielzahl von Theorien manchmal ins Grübeln komme und über die Wahrhaftigkeit der “Idiotie” nachdenken muß^^

    52. bobele schrieb am 10. Mai 2011 at 16:58 - Permalink

      Witzigerweise dachte ich spontan beim Lesen des Artikels an die Achse des Guten (achgut.de), die in Paranoidenmanier alle, die anderer Meinung sind, als fehlgeleitet, manipuliert darstellen, selbst bei offensichtlichstem Blödsinn, den die da so verzapfen. Vermute, dass Udo Ulfkotte zu ihren Autoren gehört. Es sei mal dahingestellt, ob das jetzt witzig oder traurig ist.
      Hoffe, hiermit nicht in ein Fettnäpfchen getreten zu haben. Hinterher ist diese Seite beim Spiegelfechter oben rechts verlinkt :-)

    53. Axel schrieb am 10. Mai 2011 at 17:00 - Permalink

      Aber man muss schon sagen, dass die heftigsten Angriffe auf Stefans Artikel nicht aufgrund mangelnder journalistischer Qualität sondern aufgrund der darin geäußerten Meinung kamen.

      Ich habe den Artikel über die USA (ich nehme an darum gehts) damals gelesen und fand den recht gelungen. Ich hab die Kommentare nicht gelesen, dachte mir schon, dass es für den Artikel ordentlich Haue geben würde.

      Klar hätte ich an einigen Stellen nachhaken können, z. B. dort wo ganz allgemein mal kurz von der Fragwürdigkeit der aktuellen Außenpoliitk der USA die Rede war. Aber das wurde ja nicht weiter abgehandelt und ich selbst habe jetzt nicht so die Detailkenntnisse, um dazu einen eigenen Diskussionszweig aufzumachen.

      Fair auch der Hinweis auf das Dilemma in das man durch die “Kommunismus-Furcht” geriet und unter dem die fragwürdigen Aktionen des CIA im kalten Krieg eben auch betrachtet werden müssen. Dieses Dilemma wurde auch in früheren Kommentaren zu den USA nie angemessen behandelt. Nur (einen) Kommentar(e) von “Toiletman” habe ich in dieser Hinsicht in Erinnerung. Ansonsten wurden nur die Konflikte aufgezählt ohne für jeden einzelnen Konflikt die Hintergründe zu betrachten, wie es historisch redlich wäre.

      Insofern wollte ich damals eigentlich nur einen Hinweis auf eine WDR5-.Sendung von Ende 2009 geben, in der die “Geschichte des Antiamerikanismus” vom ehemals besten Mittagsmagazin Redakteur Klaus Jürgen Haller behandelt wurde. Aber leider ist das PDF der Sendung nicht mehr online.

      Der Antiamerikanismus ist so alt wie die USA. Damals waren die USA nämlich die Konkurrenz für die “diktatorischen Regime” (Monarchien) in Europa. U. a. ging damals das Gerücht, das in den USA die Hunde nicht bellen würden und auch die Natur unter dem Regime der USA leiden würde, usw.

      • Peleo schrieb am 10. Mai 2011 at 21:36 - Permalink

        Damals hieß es eher “Amerika, du hast es besser”. Und das Buch “Der häßliche Amerikaner erschien m. W. schon in den frühen 60ern, also noch mitten im Kalten Krieg.

        • Axel schrieb am 10. Mai 2011 at 22:06 - Permalink

          Also ich meinte die Geschichte des Antiamerikanismus und die ist tatsächich über 200 Jahre alt. Ob der Antiamerikanismus eines Hegel oder der aus dem folgenden Beispiel etwas mit dem heutigen zu tun hat sei dahingestellt, aber ich wußte eben vor dem Beitrag nicht, dass der Antiamerikanismus so alt ist wie die USA.

          Vielleicht gab es aber mal eine Phase in der er nicht so virulent war und dann wäre das das was Du meinst. Vielleicht die Zeit in der Thilo Koch jede Woche einmal den Bericht aus Amerika brachte. Ich glaube ich habe keinen einzigen versäumt, es waren 10 Lieblingsminuten der Woche.

          Aber im Beitrag von Klaus Jürgen Haller heißt es:

          Männer, die als profunde Denker bewundert werden, haben den Europäern ausdrücklich eine physische Überlegenheit attestiert und im Ernst behauptet, dass alle Tiere, die menschliche Spezies eingeschlossen, in Amerika degenerieren, dass sogar Hunde das Bellen einstellen, nachdem sie eine Zeitlang unsere Luft geatmet haben.

          Auch Paul Claudel, der Dichter und Diplomat, der 1928 Frankreichs Botschafter in Washington wurde, wiederholte diese Behauptung: „Amerikanische Hunde bellen nicht.“ Claudel muss extrem schwerhörig gewesen sein. Denn natürlich bellen auch Amerikas Hunde, wann immer es etwas zu bellen gibt.

    54. Prinzregent schrieb am 10. Mai 2011 at 17:04 - Permalink

      Blogs pauschal zu verdammen ist nicht richtig.
      Leute, die offizielle Stellungnahmen und “Wahrheiten” hinterfragen waren noch nie beliebt. Es gäbe auch keine Verschwörungstheorien, wenn es auf der Welt ehrlicher zuginge.
      Da aber Verlogenheit und Hinterhältigkeit fröhliche Urständ feiern, entstehen VTs und damit seitenfüllende Reportagen, die die “Tatsachen” hinterfragen.
      Spätestens seit den unsäglichen Lügen vor dem Beginn des Irakkrieges 2003 mussten ganz einfach VTs entstehen. Wer glaubt schon jemandem, der sich als dreister Lügner erwiesen hat?
      Wer sich Kriege zurechtlügt, der schafft auch einen Inside Job, zumal der für 9/11 “zuständige Sachbearbeiter” Bin Laden Jahre zuvor vom CIA unterstützt wurde.
      Und das ist nur ein Beispiel von vielen.
      Wo liegt also die tatsächliche Wahrheit begraben? Das ist Arbeit für Spürnasen oder investigative Journalisten, eine Zunft, die immer mehr im allgegenwärtigen News-Sumpf untergeht.

      Natürlich muss man aufmerksam sein und Meinungen hinterfragen.
      Es war aber noch nie so einfach wie im Zeitalter des Internet, sich ein umfassendes Bild zu machen. Ein Puzzlespiel gewiss, aber ein interessantes.

    55. Matthias schrieb am 10. Mai 2011 at 17:15 - Permalink

      Zu Esowatch ein paar Worte:
      Es werden dort fast alle Heilmethoden, die außerhalb der Schulmedizin liegen, diskreditiert.
      Folgt man den Ausführungen z.B. über Homöopathie, dann müssen mehrere Tausend Ärzte in Deutschland, welche homöopatisch arbeiten, Idioten sein, die Einbildung und Placeboeffekt nicht auseinanderhalten können.
      Dann müssen in der Vorantibiotikaära ganze Kliniken in Philadelphia Idioten gewesen sein, welche ausschließlich mit Homöopathie arbeiteten und zehntausende von Kasuistiken mit genauen Heilungsverläufen geschrieben haben.
      Ich gehöre dann auch zu diesen, weil bei mir Homöopathie durchschlagend geholfen hat.
      Was ist das nur für eine Arroganz, welche medizinischen “Außenseitern” ständig Placeboeffekte unterstellt und ihnen weiterhin unterstellt, daß sie nach jahrzehntelanger Arbeit diese nicht einmal als Placebo erkennen können?
      Wenn etwas noch nicht erklärbar ist, dann heißt es nicht, daß es nicht wirkt. Das Fallgesetz wirkte sicher auch, bevor man die Gesetzmäßigkeit in Worte fasste.
      Ich gebe zu, daß ich Schwierigkeiten mit Artikeln habe, die Esowatch empfehlen. Meist sind es Theoretiker, welche die entsprechende Heilmethode nie praktisch gelernt und angewandt haben, sondern von ihrem Gedankenbild darüber fachsimpeln, daß etwas nicht sein kann.
      Im Grunde ist es eine astreine Beleidigung der Praktiker durch die Theoretiker, sie seinen nicht richtig im Kopf.
      Ähnlich bei anderen Dingen auf Esowatch.

      Selbstverständlich schießen Blogger oft über das Ziel hinaus. Das soll nicht angezweifelt werden. Andererseits stellt sich die Frage, ob die eher verharmlosende Form der “seriösen” Blogs immer das Richtige trifft. Etwas Magenschmerzen habe ich aber bei plakativen Überschriften wie “Sind Blogger Idioten” (klar, viele laut dem Artikel) oder einem Kommentar bei le bohemien “Der Kommentar von yussuf wurde gelöscht und das wird auch mit allem anderen Truther-Gejammer gemacht.”
      Das “Truther-Gejammer… belegt wurde es nicht, weil es ja gelöscht wurde. Es werden Wörter wie Idioten und Gejammer mit Truther verknüpft und damit wird beim Leser bereits eine Assoziation erzeugt.
      Mir gefällt das nicht. Einerseits denke ich auch bei Artikeln, welche die Massenlandung von Außerirdischen voraussagen, muß das schon wieder sein… wobei ich es, wenn ich fair wäre, nicht völlig ausschließen könnte, ich glaube es aber schlicht und einfach nicht – andererseits gibt es bei Blogs wie Infokrieg etc. durchaus Artikel, die zu gut belegt sind, als daß man sie einfach in die bekannte rechte Ecke schieben und als Desinformation bezeichnen sollte.

      Wenn laut einer Untersuchung 6% der Menschen Psychopathen sein sollen – also Menschen ohne Gefühl, ohne Gewissen – und wenn laut dieser Untersuchung viele von denen in den Schaltstellen der Macht sitzen und wenn andererseits dieses psychopathische Denken bereits viele Menschen ergriffen hat (Kollateralschaden beim Krieg, false-flag Anschläge, ein Geldsystem, welches mathematisch zwingend das Volk verklavt), dann ist die Lage ernst. Mein völlig subjektiver Stand ist etwa in der Mitte zwischen Blogs wie diesem hier, den Nachdenkseiten – und “Verschwörungsblogs”, wie Infokrieg, ASR usw.
      Die völlige Wahrheit hat niemand gepachtet.

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 17:27 - Permalink

        Zu Esowatch ein paar Worte:
        Es werden dort fast alle Heilmethoden, die außerhalb der Schulmedizin liegen, diskreditiert.
        Folgt man den Ausführungen z.B. über Homöopathie, dann müssen mehrere Tausend Ärzte in Deutschland, welche homöopatisch arbeiten, Idioten sein, die Einbildung und Placeboeffekt nicht auseinanderhalten können.

        Das ist idT ein Dilemma. Homöopathie funktioniert natürlich nach dem Placebo-Effekt. Der Placebo-Effekt ist allerdings nur dann maximal, wenn er “doppelblind” durchgeführt wird – wenn also Patient UND Therapeut an ihn glauben. Genau das ist das Dilemma. Die meisten Therapeuten glauben natürlich nur dann an die Wirkung ihrer Therapie, wenn sie auch an irgendwelche Wirkmechanismen glauben, die allerdings wissenschaftlich nicht haltbar sind. Esowatch ist auf dieser Ebene “ultra-wissenschaftlich” und spuckt den Therapeuten in ihr Weltbild. Das finde ich nicht unbedingt sinnvoll, da der Glauben der Therapeuten ja zu ihrer Therapie gehört.

        Ich persönlich bin der Meinung, dass den “Esoterikern” dort scharfe Kritik entgegengebracht werden muss, wo sie Menschen über den Tisch ziehen und gefährden. Das macht Esowatch schon ganz gut, nur dass man auch gerne über das Ziel hinausschießt und sich in einem wissenschaftlichen Dogmatismus verrennt, der niemanden nutzt.

        Ich gehöre dann auch zu diesen, weil bei mir Homöopathie durchschlagend geholfen hat.

        Na wunderbar, mir hat auch schon mal ein Placebo geholfen.

        Was ist das nur für eine Arroganz, welche medizinischen “Außenseitern” ständig Placeboeffekte unterstellt und ihnen weiterhin unterstellt, daß sie nach jahrzehntelanger Arbeit diese nicht einmal als Placebo erkennen können?

        Das hat nichts mit Arroganz zu tun – Placebos sind ja nichts schlechtes. Ganz im Gegenteil, ich finde, dass viel mehr Geld in die Placeboforschung gesteckt werden sollte.

        Wenn etwas noch nicht erklärbar ist, dann heißt es nicht, daß es nicht wirkt.

        Natürlich nicht. Aber nur, weil etwas wirkt, heißt das noch lange nicht, dass es wegen der ihm zugeschriebenen Erklärungen wirkt.

        Ich bin da pragmatisch: Wer heilt, hat Recht – auch wenn er wissenschaftlich komplett daneben liegt. Aber er soll natürlich nicht sagen dürfen, dass er wissenschaftlich arbeitet. Warum auch?

        Im Grunde ist es eine astreine Beleidigung der Praktiker durch die Theoretiker, sie seinen nicht richtig im Kopf.

        Nein. Aber die Praktiker sollten sich dann auch aus der Theorie heraushalten.

        Ähnlich bei anderen Dingen auf Esowatch.

        Nö. 90% der Esoterik-Angebote haben nichts mit Heilen, sondern etwas mit Geldschneiderei zu tun. Und da muss man kritisch sein! Genau so wie bei der Schulmedizin oder der klassischen Pharmakologie.

        • Oliver schrieb am 10. Mai 2011 at 17:55 - Permalink

          Ich muss sagen, ich kann esowatch nicht Ernst nehmen. Es wird nicht das Gesamte, sondern nur Teilbereiche eines Themas betrachten. So scheint der Vertriebsweg die größere Rolle zu spielen als die Therapie.

          Beispiel Akkupunktur (böse, weil der Arzt damit Geld verdient):
          Der Tenor ist Akkupunktur hilft nicht, aber gleichzeitig wird dauernd drauf hingewiesen, dass man keine Studien machen kann, weil die Akkupunktur ja Auswirkungen auf die Probanden hat. Vielleicht sollte man sich da mal entscheiden.

          Beispiel Kolloidales Silber (böse wegen MLM Anbietern):
          Angeblich hat es überhaupt keine Wirkung ist reiner Aberglaube. Aber die Wirkung ist doch groß genug, um dutzende Nebenwirkungen zu erzeugen. Also was nun?

          90 % sind Geldmacherei, d. h. man muss 100 % weg bügeln, weil sich irgendwer keine Wirkung vorstellen kann. Dogmatische Lösungsansätze sind nicht zielführend.

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 18:04 - Permalink

            Beispiel Kolloidales Silber (böse wegen MLM Anbietern):
            Angeblich hat es überhaupt keine Wirkung ist reiner Aberglaube. Aber die Wirkung ist doch groß genug, um dutzende Nebenwirkungen zu erzeugen. Also was nun?

            Na ja, das ist ja auch ein kompletter Unfug, der teuer und nicht ungefährlich ist.

            • Oliver schrieb am 10. Mai 2011 at 18:31 - Permalink

              Na ja, das ist ja auch ein kompletter Unfug, der teuer und nicht ungefährlich ist.

              Ein guter Freund von mir benutzt es auf Hinweis seines Hausarztes (!!!) in sehr niedrigen Dosen, gemischt in der Apotheke seines Vertrauens (!!!), um diverse Atemwegsprobleme zu lindern. Andere wesentlich teurere Medikamente, die auch potentiell schlimme Nebenwirkungen haben können brachten keine Linderung.

              Was soll ich sagen? Er hat sich nicht lila verfärbt und es geht ihm besser und dass obwohl er sich eine Wirkung selbst nicht vorstellen konnte. (Er ist kein Esotherikfan und die Vorstellung von homöopathischen Mitteln oder ritueller Kräuterverbrennung erzeugt maximal ein Zucken der linken Augebraue.)

              Also wer lügt jetzt? Wahrscheinlich niemand!

            • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 19:23 - Permalink

              Ein guter Freund von mir benutzt es auf Hinweis seines Hausarztes (!!!) in sehr niedrigen Dosen, gemischt in der Apotheke seines Vertrauens (!!!), um diverse Atemwegsprobleme zu lindern

              Ja sicher, ich kenne dieser Geschichten zu genüge. Ein Freund eines Freundes, die liebe Familie usw. usf.. Im 99,9% aller Fälle stehen diese Geschichten in den Schulungsunterlagen der Strukturvertriebler. Ich hatte früher schon (auf der anderen Seite) beruflich mit diesen kriminellen Strukturen zu tun.

              Also wer lügt jetzt? Wahrscheinlich niemand!

              Oder alle?

            • Oliver schrieb am 10. Mai 2011 at 20:03 - Permalink

              Ja sicher, ich kenne dieser Geschichten zu genüge. Ein Freund eines Freundes, die liebe Familie usw. usf.. Im 99,9% aller Fälle stehen diese Geschichten in den Schulungsunterlagen der Strukturvertriebler.

              Aha, na dann muss ich wohl gelogen haben und selber daran mitverdienen.

      • ali schrieb am 10. Mai 2011 at 17:27 - Permalink

        Es werden dort fast alle Heilmethoden, die außerhalb der Schulmedizin liegen, diskreditiert.

        “Schulmedizin” (was für ein blöder Begriff, gibt auch keine “Schulphysik” und “Schulmathematik”) ist aber nicht das Kriterium. Das Kriterium ist ob eine Methode evidenzbasiert ist. Die meisten alternativen Methoden sind es halt nicht. Darum sind sie alternativ. Würde man ihre Wirkung nachweisen können, dann wären sie Teil der “Schuldmedizin”.

        Aus der Tatsache der Verbreitung zu schliessen “das können doch nicht alles Idioten sein” ist nicht wirklich ein Argument. Hier wurde viel von den Unzulänglichkeiten unserer Wahrnehmung geschrieben und wie leicht und gerne wir uns täuschen lassen.

        Rassissmus ist auch weit verbreitet. Das können ja nicht alle Idioten sein, oder?

        Aderlass war über Jahrhunderte weit verbreitet, da muss ja was dran gewesen sein, oder?

        etc.

        Aber diese Diskussion habe ich schon zu oft geführt und werde mich da jetzt raushalten. Magisches Denken ist keine Grundlage für Medizin und das meiste aus dem sogenannt alternativen Bereich basiert auf genau dem.

        Dass so viele Ärzte da mitmachen ist wahrscheinlich eine Mischung aus Selbsttäuschung, kommerziellem Interesse, Nachfrage und mangelndem wissenschaftlichem Denken. Die meisten praktizierenden Ärzte sind nicht Wissenschaftler, eher so etwas wie Mechaniker, die mit einer unglaublich komplexen Maschine konfrontiert sind.

        • robert schrieb am 12. Mai 2011 at 13:57 - Permalink

          Dass so viele Ärzte da mitmachen ist wahrscheinlich eine Mischung aus Selbsttäuschung, kommerziellem Interesse, Nachfrage und mangelndem wissenschaftlichem Denken. Die meisten praktizierenden Ärzte sind nicht Wissenschaftler, eher so etwas wie Mechaniker, die mit einer unglaublich komplexen Maschine konfrontiert sind.

          Kann da überhaupt nicht mitgehen, bitte selber nochmal lesen und ganz einfach ein “Bewusstsein” in die Komplexität dieser Maschine einbeziehen!

          Die vielfach hochgelobte Wissenschaft und die moderne Medizin sind heuzutage noch nicht in der Lage, sämtliche Prozesse in organischen Systemen wie dem menschlichen Körper zu verstehen.

          Evidenzbasiert heisst doch chemisch elektrisch meßbar ja? Das ist kultureller Rassismus.

          Ich gehe sogar soweit, zu behaupten, dass die von EsoWatch demonstrierte Forcierung aller medizinischen Anstrengungen auf einer “wissenschaftlichen” Basis unwissentlich auch enormen Schaden verursacht. Was da an Ressourcen sprichwörtlich verpulvert oder tabletisiert wird, will ich garnicht so genau wissen!

          Das sind die Kosten eines maschinellen Lifestyles, einer Kultur die in Sekunden rechnet, für die Mehr auch immer Besser heisst und einer Gesellschaft die sehr sehr schwer erkrankt ist.

          Ich würde Medizinern, die nur wenig in den Chemiehaushalt eines Körpers eingreifen wollen, die den Zusammenhang aus Gedanken, Bewusstsein und Enzymen, Hormonen ja sogar Genen behutsamer anfassen keinen Mangel an Wissenschaftlichkeit attestieren!

          • ali schrieb am 12. Mai 2011 at 14:19 - Permalink

            Ich glaube wir müssten uns zuersteinmal auf Begriffsdefinitionen einigen: “Wissenschaftlichkeit”, “Bewusstsein”, “Gedanken”, “Evidenzbasiert”… Du scheinst völlig andere Vorstellungen zu haben, was diese Wörter bedeuten als ich (und wie ich anfügen möchte, vermutlich der gängigen Definition dieser). Dein Text ergibt daher für mich keinen Sinn zumindest nicht mehr als eine methaphorisch-sphärische Allegorie in die man alles oder nichts hineininterpretieren kann.

            Aber das hier kann ich nicht unkommentiert stehen lassen:

            Die vielfach hochgelobte Wissenschaft und die moderne Medizin sind heuzutage noch nicht in der Lage, sämtliche Prozesse in organischen Systemen wie dem menschlichen Körper zu verstehen.

            Das behauptet auch niemand. Aber weisst du was die Homöopathie von den “Prozessen von organischen Systemen” in den letzten 200 Jahren verstanden hat? Oder die TCM? Null. Nüscht. Nada. Oder kannst du mir ein paar dieser Erkenntnisse nennen? Nur weil die Wissenschaft nicht “sämtliche dieser Prozesse” versteht ist das kein Argument gegen sie. Gleichlange Spiesse für alle bitte.

            • Bernd schrieb am 12. Mai 2011 at 18:29 - Permalink

              “Aber weisst du was die Homöopathie von den “Prozessen von organischen Systemen” in den letzten 200 Jahren verstanden hat? Oder die TCM? Null. Nüscht. Nada. Oder kannst du mir ein paar dieser Erkenntnisse nennen? Nur weil die Wissenschaft nicht “sämtliche dieser Prozesse” versteht ist das kein Argument gegen sie. Gleichlange Spiesse für alle bitte.”

              Wie kommst Du denn darauf? Zumindest was die TCM betrifft, ist das Gegenteil der Fall:

              http://www.dgtcm.de/index.php?option=com_docman&task=doc_download&gid=2&Itemid=94

            • ali schrieb am 12. Mai 2011 at 18:46 - Permalink

              Was bitte ist die grosse Erkenntnis? Der menschliche Körper funktioniert wie ein Tauchsieder und wenn man das Ying Yang Symbol in seine Einzelteile zerlegt findet man darin eine Sinus Kurve?

              Kannst du mir a) sagen was das konkret bedeutet und b) wie man die Richtigkeit dieser Aussage (was immer sie auch sein mag) experimentell überprüfen könnte? Der Artikel schient ja hauptsächlich aus Assoziationen zu bestehen.

            • robert schrieb am 13. Mai 2011 at 10:39 - Permalink

              Du unterstellst mir hier, keine Ahnung zu haben. Ich habe mich durchaus mit der Thematik beschäftigt – Neuronennetz, Synapsen, Immunsystem, DNA… das sind weitestgehend “schulmedizinische” Begriffe. Diese Schulmedizin spricht zwar auch von Folgeerkrankungen und Zusammenhängen aber in einem viel engerem Sinn als beispielsweise die TCM. Westliche Ärzte behandeln grob gesagt die Symptome, die TCM fokussiert sich auf die Ursachen. Die Chinesen denken in Energielinien und Organkreisen – betrachten das Ganze also weitaus systemischer.

              Ohne ins Detail gehen zu wollen, die TCM hat in ihrer langen Geschichte weitaus differenziertere und sanftere Heilmethoden entwickelt. Der Westen setzt unter dem selbstauferlegten Zeit- und Kostendruck hochdosierte Wirkstoffe ein während die TCM die Energiestaus mit Punktur, Pressur oder Massagen löst und Kräutertees verschreibt.

              Das Verständnis geht soweit, dass sogar bestimmten Farben eine anregende bis therapeutische Wirkung zugeschrieben wird. Auch Organe haben beispielsweise Jahreszeiten die in der Anamnese berücksichtigt werden müssten.

              Da Homöopathie und TCM funktionieren, fehlt einfach eine Übersetzung in die westliche Kultur. Und zwar keine von oben herab, keine punktuelle die versucht aus einem Tee einen möglichst starken Extrakt in blaue Pillen zu pressen sondern eine die zuhören kann. Eine die auch die Farbe des Tees berücksichtigt, die Temperatur, die Yin oder Yan Wirkung. Ein guter westlicher Arzt hat diesen Horizont.

              Einfaches Beispiel, jemand kommt mit Husten und Schnupfen in die Praxis. Wenn du als Arzt herausfindest, dieser Patient steht vor einer schweren Prüfung oder unterliegt einer starken beruflichen Belastung, dann ist das eine Stresserkrankung. Ein kurzes Signal des Körpers, es wird ihm zuviel. In dieser Situation, die sehr häufig ist und bei “Nichtbehandlung” oder besser “Nichtbeachtung” der Signale später alle möglichen Erkrankung nach sich zieht, muss er kein teures hochdosiertes Wirkstoffpräparat verschreiben, wenn gutes Zureden, ein verständnisvolles Gespräch, 2 Tage Urlaub und Kamillentee denselben Effekt haben.

              Hab gerade den Link gelesen und der zeigt einen Ansatz für die Übersetzung. Sehr schön, dass sich der Westen um Verständnis bemüht.

              Schau Ali, warum sollte man aus 5m Regenwald ein Nierenpräparat gewinnen wenn die Chinesen wissen, mit 3 Minuten am Tag lauthals Schreien während man ein orangenes Tshirt trägt ließe sich das entsprechende Ungleichgewicht auch lösen?

            • ali schrieb am 13. Mai 2011 at 11:48 - Permalink

              Du unterstellst mir hier, keine Ahnung zu haben.

              Nein, ich habe eine Frage gestellt und konnte mit der Antwort nichts anfangen. Das kann an mir liegen, aber auch an der Antwort. Darum nochmals a) was bedeutet diese Erkenntnis konkret und b) wie kann das empirisch überprüft werden.

              Neuronennetz, Synapsen, Immunsystem, DNA… das sind weitestgehend “schulmedizinische” Begriffe.

              Das sind vor allem nachweisbare, beobachtbare und mit anderen Beobachtungen kohoärente Konzepte. Was man von Meridianen, Organkreisen und was auch immer glaube ich nicht behaupten kann.

              Wenn wir das Funktionieren der TCM belegen wollen, kann man sich nicht auf Anekdoten stützen. Dieser Beweis blieb sie bisher auf ein paar wenige Ausnahmen für die Akupunktur schuldig. Interessanterweise hatte diese aber nix mit Meridianen zu tun (und nicht einmal Nadeln waren notwendig!)

              Ohne Belege bleiben es Annekdoten. Hier reden doch alle dem Skeptizismus das Wort. Da könnte man doch jetzt konsequent sein.

      • Plor schrieb am 10. Mai 2011 at 18:03 - Permalink

        Folgt man den Ausführungen z.B. über Homöopathie, dann müssen mehrere Tausend Ärzte in Deutschland, welche homöopatisch arbeiten, Idioten sein, die Einbildung und Placeboeffekt nicht auseinanderhalten können.

        Sie sind keine Idioten, aber sie arbeiten mit unwissenschaftlichen Methoden, im besten Fall aus Naivität, im schlimmsten Fall wider besseren Wissens, um gut bezahlende Patienten zu halten oder um einem gewissen Zeitgeist hinterherzurennen.

        Ich gehöre dann auch zu diesen, weil bei mir Homöopathie durchschlagend geholfen hat.

        Gestern morgen bin ich mit Kopfschmerzen aufgewacht. Habe erstmal nen Kaffee getrunken und ne Zigarette geraucht…. und die Kopfschmerzen waren weg. Das Anti-Krokodilspray an meinem Fenster verrichtet auch gute Dienste. Bis dato ist noch kein Krokodil bei mir zu Hause aufgetaucht.

        Was ist das nur für eine Arroganz, welche medizinischen “Außenseitern” ständig Placeboeffekte unterstellt und ihnen weiterhin unterstellt, daß sie nach jahrzehntelanger Arbeit diese nicht einmal als Placebo erkennen können?

        Was ist das für eine naive Theorie, die davon ausgeht, dass Wasser ein Gedächtnis hat, dass Kleinstreste (schon zu viel gesagt, die Ursprungssubstanzen werden bei der Homöopathie bis zur 0 runterverwässert) von Hundekot, Kondomen und Antimaterie (?!) heilende Wirkung haben?

        Im Grunde ist es eine astreine Beleidigung der Praktiker durch die Theoretiker, sie seinen nicht richtig im Kopf.

        Jaja, die miesen Theoretiker, die empfehlen dass man seine Kinder impfen lassen sollte, um sie vor gefährlichen Krankheiten zu bewahren. Und die bei Krebs und anderen lebensbedrohliche Erkrankungen davon abraten Priester und Schamanen zu besuchen und stattdessen auf medizinisch gesicherte Erkenntnisse zu setzen. Schlimme Leute, das.

        Das anstrengende an der Homöpathie ist – ganz ähnlich wie beim Kreationismus – das Esoterik und religiöser Glaube versuchen sich einen wissenschaftlichen Deckmantel zu geben und auf dem wissenschaftlichen Gebiet zu operieren. Da sind sie dann natürlich selbst Schuld, wenn “die Wissenschaft” kontert, wenn Studien nachweisen, dass das ganze Theoriegebäude hinter der Homöpathie unhaltbar ist, vermeintlich seriöse Studien, die den Erfolg der Alternativmedizin belegen sollen, kritisch hinterfragt werden; und auf die merkwürdigen Verwechslungen der Homöpathen von Koinzidenz und Kausalität von Alltagsevidenz und wissenschaftlichem Empirismus etc… hingewiesen wird.

        Das ganze Homöopathiegeschäft ist ohnehin ziemlich bigott: Da werden unerhörte Preise für wirkungslose Medikamente verlangt und gleichzeitig positioniert man sich als saubere, edle Alternative zur bösen Schulmedizin und Pharmaindustrie. Und im schlimmsten Fall verzichten Gläubige auf notwendige medizinische Behandlung, im allerschlimmsten Fall verwehren sie ihren Kindern notwendige medizinische Behandlung… und das kann mitunter fatale, existenzielle Folgen haben. Insofern ist es durchaus zu begrüßen, dass Esowatch (und einige andere Blogs, die sich dem Kampf gegen die Pseudowissenschaft verschrieben haben) da mit aller Härte dagegen angehen.

        • Natalie schrieb am 10. Mai 2011 at 18:12 - Permalink

          Was ist das für eine naive Theorie, die davon ausgeht, dass Wasser ein Gedächtnis hat, dass Kleinstreste (schon zu viel gesagt, die Ursprungssubstanzen werden bei der Homöopathie bis zur 0 runterverwässert) von Hundekot, Kondomen und Antimaterie (?!) heilende Wirkung haben?

          Plor, nur mal so: Schon mal etwas von Viktor Schauberger gelesen?

          • ali schrieb am 10. Mai 2011 at 18:35 - Permalink

            @Nathalie

            Schon mal etwas von Viktor Schauberger gelesen?

            Nein. Kurzes Googeln hat jedoch ergeben, dass er zu jener Sorte Menschen gehört, die meinen, dass für sie die fundamentalen Gesetze der Physik nicht gelten. Freie Energie. Auweja. Dass ihm nachgesagt wird, er hätte auch ein Perpetum Mobile erfunden (er selber behauptete das laut Wikipedia nicht) sagt auch einiges über seine Anhängerschaft aus.

            @Plor

            Das führt zu nix. Aber ich verstehe. Ich kann es auch kaum lassen.

            • Natalie schrieb am 10. Mai 2011 at 18:44 - Permalink

              Oh, welch eine Ehre, die ScienceBlogs-Aktivisten sind auch schon (wieder) da! ;-) Man munkelt, dass einige davon auch an der Gestaltung von Esowatch mitwirk(t)en.

              @ali
              Ohne Google wärst Du wohl aufgeschmissen, was? Kinch sowieso. :-p

          • Kinch schrieb am 10. Mai 2011 at 18:54 - Permalink

            Ohne Google wärst Du wohl aufgeschmissen, was? Kinch sowieso. :-p

            Was wurde denn jetzt aus der Anzeige, du auf google nicht angewiesenes Orakel? Anzeige erstatten kann jeder. Wurde die Anzeige vom Staatsanwalt überhaupt angenommen?

            • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 19:27 - Permalink

              Was wurde denn jetzt aus der Anzeige, du auf google nicht angewiesenes Orakel? Anzeige erstatten kann jeder. Wurde die Anzeige vom Staatsanwalt überhaupt angenommen?

              Das ist doch vollkommen irrelevant. Was haben Urheberrechtsverletzungen (es ging m.W. um Bildrechte) denn mit den Inhalten zu tun?

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 19:19 - Permalink

            Schon mal etwas von Viktor Schauberger gelesen?

            OMG! Nun komm mir noch mit Grander und ich liege kichernd unter dem Tisch. Nun wundert mich aber auch nicht mehr, dass Du Kopp liebst und Esowatch hasst ;-)

            • Natalie schrieb am 10. Mai 2011 at 19:27 - Permalink

              Jens, auch Architekten sind nicht frei von Sünde! ;-) (Und nein, Kopp liebe ich nicht, Esowatch hasse ich nicht. Das weißt Du aber auch. Nur halte ich nichts von irgendwelchen Denkverboten).
              PS. Die Nummer der Staatsanwaltschaft in München mit dem Verweis, dass es ein Aktenzeichen zu dieser Strafanzeige gibt, hast nun ebenfalls gelöscht – sie war nicht für Dich, sondern für Kinch bestimmt ;-))

            • ali schrieb am 10. Mai 2011 at 19:38 - Permalink

              @Natalie

              Ich halte auch nix von Denkverboten. Wenn man die Behauptungen der Homöopathie (oder Frei Energie) akzeptieren soll, muss man fast zwangsläufig aufhören zu denken.

              Wenn man jemanden darauf hinweist, dass die Erde keine Scheibe ist, egal wie sehr er/sie daran glaubt, dann ist das kein Denkverbot. Man muss einfach irgendwo eine Grenze ziehen, was man noch ernst nehmen kann. Dinge die fundamentale Naturgesetze ignorieren sind weit jenseits dieser Grenze. Der Begriff Denkverbot ist nur ein Totschläger, der davon ablenken soll. Genau um das Denken geht es doch am Ende.

            • Natalie schrieb am 10. Mai 2011 at 19:48 - Permalink

              @ali

              Ich hatte neulich einen ähnlichen Disput mit einem anderen Kommentator auf spiegelfechter.com

              Wenn man die Behauptungen der Homöopathie (oder Frei Energie) akzeptieren soll, muss man fast zwangsläufig aufhören zu denken.

              Du bist bestimmt auch einer, der jeden Sonntag (?) im “Gottes Haus” sitzt, oder?

            • ali schrieb am 10. Mai 2011 at 19:52 - Permalink

              @Natalie

              Meinst du das jetzt ernst? Oder verstehe ich deine Frage nicht?

              Sollte ich die Frage doch richtig verstehen: Ich bin so unreligiös wie man irgendwie sein kann.

      • Natalie schrieb am 10. Mai 2011 at 18:08 - Permalink

        @Mattias

        Einfach mal nach Esowatch entlarvt und/oder Roland Wilhelm Ziegler googeln. Dann verstehst Du, warum auch die Homöopathie seitens dieses “seriösen” Projekts in den Dreck gezogen werden musste.

        Achja, gegen Esowatch und RWZ hat der Münchner Merkur Anfang 2010 Strafanzeige wegen Urheberrechtsverletzungen und Verleumdung erstattet.

        “Einige belasteten Personen haben ein sehr enges Verhältnis zur Pharmaindustrie und/oder haben bereits erhebliche Kosten durch verlorenen Prozesse tragen müssen, weil sie Vertreter alternativen Therapien und so genannte Esoteriker eben unter ihrem eigenen Namen beschimpft, beleidigt und verleumdet haben.”

        • Kinch schrieb am 10. Mai 2011 at 18:29 - Permalink

          Achja, gegen Esowatch und RWZ hat der Münchner Merkur Anfang 2010 Strafanzeige wegen Urheberrechtsverletzungen und Verleumdung erstattet.

          Und was wurde daraus? Googeln dazu förderte leider nichts zu Tage, außer eher absurde Texte, a la „Esowatch teilt sich ihren Server mit türkischen Pädophilen”. WTF?

          • Lennard schrieb am 10. Mai 2011 at 19:57 - Permalink

            Lohnt die Zeit nicht…ich hatte meine schon einmal damit verschwendet.
            RWZ ist einer der vielen angeblichen esowatch-Betreiber, die esowatch-Stalker “enttarnt” haben wollen.

            EW hatte sich mit der harschen Kritik an Halsabschneidern wie diesem Perpetuum-Mobile-Idioten oder Naturheilkunde-Trittbrettfahrern einige “Fans” eingefangen, die natürlich sauer waren, dass da jemand anonym ihre Gelddruckmaschinen auseinandernimmt oder kritisiert.
            Die seit Jahren tobende Schlammschlacht gegen esowatch nahm irgendwann absurde Züge an. Da wurden gefälschte Pressemitteilungen lanciert, von Strafanzeige etc. gebrabbelt (dumm nur, dass das “zum Beweis” geführte Aktenzeichen nicht stimmte) und mit x Sockenpuppen Foren en masse überschwemmt (zT der ewig gleiche Text gepostet, nur der Name des angeblich enttarnten esowatch-Betreibers wechselte ständig :P) – unter anderem das der Zeitschrift PM. Hans Weidenbusch (der Perpetuum-Depp) ist einer der Hauptnamen hinter der Hetzkampagne gegen esowatch… (kleines Beispiel: http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?t=962978)

            Bei dringendem Bedarf kann ich da noch mehr erzählen. Durch einen Vorfall im persönlichen Umfeld musste ich mich vor einiger Zeit gezwungenermaßen damit beschäftigen.
            Man mag von esowatch halten was man will, was die Stalker (promed.watch, eselwatch, Kopp-Verlag und andere) veranstalten ist absurd. Hat nicht lang gedauert und man ist den ersten AIDS-Leugnern (siehe Dezember im Freitag) oder Licht-Essern über den Weg gelaufen.

            Aber hey, Fans von Jan Udo Holey mit Leni-Riefenstahl-Avataren wirst Du damit nicht bei kommen.

            Zitat aus freigeisterhaus: “Den einzigen den Esowatch gefählich wird sind die, die nun weniger von ihrem hirnverbrannten Mist verkaufen.”

            • Kinch schrieb am 10. Mai 2011 at 21:06 - Permalink

              Danke für die Erklärung, Lennard .

              Meiner Erfahrung nach reicht gezieltes Nachfragen oft (leider nicht immer) aus, um VTler und Esoteriker zum Schweigen zu bringen. Das mit der „Urheberrechtsverletzung” (angeblich, wegen einem Profil-Photo; lächerlich) zusammen mit den absurden Meldungen die das frenetisch feierten („der Anonyme XYZ hinter EW, der soundso heißt und in dort und dort wohnt und mit Pädophilen kooperiert”) spricht eigentlich eine eindeutige Sprache.

          • Roland W. Ziegler (RWZ) schrieb am 17. Mai 2011 at 17:51 - Permalink

            Was aus der Anzeige, die bei der Münchner Staatsanwaltschaft Mü. durch Herrn Weidenbusch nach Anregung von Manfred M. Mandt gegen meine Person gestellt wurde, kann ich gerne öffentlich sagen. Sie wurde, wie zu erwarten war, nach einigen Monaten eingestellt, denn die Beschuldigung, ich hätte mich eines Urheberrechtsverstoßes schuldig gemacht, ist schlicht unbegründet gewesen.
            Wie man gesehen hat, sind eine ganze Menge Links und US-Blogs, die Verleumdungen und Lügen über meine Person im Netz verbreiteten, mittlerweile deaktiviert. Einige deshalb, weil ich direkt bei den Providern intervenierte, andere wie die Einträge beim Webarchiv, weil ich erst durch die Mobbing-Aktion im Netz und dreiste Beleidigungs- und Mobbing-/Droh-eMails durch ein “Pseudonoym” namens Peter Weller mitbekommen hatte, dass dort meine alten Inhalte kopiert waren und ich das Abschreiben meiner eigenen Inhalte durch Dritte schon noch selbst zu kontrollieren gedenke und nicht Dritten überlasse, sich anmaßen zu wollen zu entscheiden, wann ich was im Netz stehen zu lassen hätte oder nicht. Und schließlich verwanden wohl auch diverse Blogeinträge – und da kann ich bisher nur mutmaßen, dass bei einigen Blogs Herr Weidenbusch unter Pseudonym aktiv war – deshalb, weil die Protagonisten offenbar juristisch kalte Füße bekommen hatten. Waren doch sehr deutliche sprachliche Konkruenzen in den Anzeigen- und Zeugenschreiben und den von mir gesicherten Blog-Einträgen erkennbar. Und das Abklemmen der Inhalte erfolgte zeitnah nach Mitteilung der Anzeigen-Einstellung. Wollte man sich damit dem Schadensersatzprozess entziehen?
            Ich habe mir eine Weile Gedanken gemacht, Herrn Weidenbusch, Herrn Manfred Mandt und auch Frau Niki Vogt direkt zivil- und strafrechtlich zu belangen. Ich denke, Frau Vogt hätte einen Schadensersatz um etwa 25.000 Euro zu fürchten gehabt, der Koop-Verlag in ähnlicher Höhe. Herr Mandt hätte sich einer Verleumdungsanzeige gegenüber gesehen und Herr Weidenbusch ebenso – sofern dann der Nachweis seiner Blog-Identitäten gelungen wäre, wäre die Angelegenheit für ihn dann richtig teuer geworden. Aber bis ich das Geld auf dem Konto gesehen hätte, hätte es Jahre gedauert und da man beim Koop-Verlag eine ganz wunderliche Szene an Klientel bedient, die man normalerweise nicht vor der eigenen Wohnungstür herumstehen sehen möchte, habe ich mich entschlossen, solchen Herrschaften ihre Verleumdungen zu meinen Lasten durchgehen zu lassen. Da steht der mutmaßliche Geldgewinn nicht in Relation zum “Gerichtsstress”.
            Was Herrn “pseudo-Anonymous” Krishna und seinen angeblich neutral-kritischen promedwatch-Blog angeht, so erzählt der Herr in Bezug auf meine Person häufig frei fabulierte Pseudo-Informationen. Er hat wahrscheinlich nur einen einzigen, nachträglich längst aufgehobenen Vertrag zwischen der IMHO längst aufgelösten Fa. ALLOK GmbH/München (ehemal. Geschäftsführer Manfred M. Mandt) und mir vorliegen, während ich noch ein paar klitzekleine Ordner mit Geschäftspost und eMails archiviert habe und im Streitfall deutlich besser belegen kann, wer was wann in welchem Fall zu wem wie gesagt hat. Krishna’s Recherchequalitäten kann man schon daran illustrieren, dass er in Bezug auf seine “Informationen” von einer Beratung einer Pharmafirma fabuliert, dabei war die ALLOK GmbH eine 1-Mann-Geschichte von Manfred Mandt in einem kleinen Münchner Stadthäuschen, in dem er seine kleinen (chinesischen) Pflanzenmittelchen verkaufte. Das war keine Pharmafirma, das war ein Kleinhändler ohne Ahnung von Pharmakologie, der mich als jemand mit Fachkenntnissen engagierte. Wirkliche Pharmafirmen würden solche Marketingfehler, wie sie Manfred Mandt wider besseres Wissen begangen hat, nie begehen.
            Ich denke, Manfred Mandt ist über die 100.000 Euro Belohnungsaufruf für Esotwach gestolpert, hat sich nachweislich an Weidenbusch gewendet und dieser hat dann eine Anzeige gestellt. Und in dem Rahmen gelangte das eine Vertragsformular an Krishna. Wenn Mandt meint, dass man Anfang der 2000er Jahre illegal Rotes Reismehl in den Handel hätte bringen dürfen, obwohl das blütenrein nach der damaligen Rechtslage ein zulassungspflichtiges Arzneimittel war, er auch auf keinen Rat seines Unternehmensberater hört und dann seine Kunden mit diesem RR beliefert, die dann mehr oder weniger klar absehbar mit der BfARM.de kollidieren, braucht Mandt sich nicht darüber zu beklagen, dass ihm angeblich durch meine Schuld Millionen durch die Lappen gegangen seien. Wahr ist vielmehr, dass Manfred M. Mandt gewusst hat, dass er damals illegal Reismehl verkaufte, da ihm ein rechtsanwaltliches Gutachten einer renommierten Anwaltskanzlei vorlag und trotzdem hat er illegal verkaufte. Er kann von Glück sagen, dass er seinen Laden zugeklappt hat, sonst hätte ggf. die Staatsanwaltschaft den Laden so richtig hochgenommen. Erst seit dem Jahr 2009 ist der Verkauf legalisiert, nicht vorher! Und wer heutzutage hochdosiertes RR im Netz anpreist – egal, in welchem Land der EU – der macht sich nun auch heute noch laut stehendem EuGH-Urteil des illegalen Arzneimittelhandels schuldig. Darauf steht in Deutschland munter 1 Jahr Knast oder Geldstrafe. Deshalb danke ich meinem Herrn auf Knien, dass ich Mr. M. Mandt als Kunden vor Jahren los wurde und ich danke dem Herrn auch, dass ich noch die alte Schweigepflichts-Aufhebevereinbarung archiviert habe, sonst hätte ich mich nämlich gar nicht öffentlich äußern können.
            Es wäre übrigens IMHO relativ einfach, Herrn “Krishna” handfest zu outen, wenn man Strafantrag gegen ihn wegen Verleumdung und übler Nachrede (da findet sich so einiges in seinem Blog zu meinen Lasten) stellen und Herrn Manfred Mandt dann als Zeugen direkt vorladen würde. Den laut Gerichtsakten gab es offenbar direkte persönliche Gespräche zwischen ihm und Mandt und Weidenbusch und einer von den beiden würde schon reden, nicht wahr, Krishna? Aber wie schon gesagt, wozu die eigene Zeit mit Neurosen Dritter verplempern, ich habe echt Wichtigeres zu tun!
            Frau Niki Vogt mag ruhig weiterhin ihre frei erfundenen Lügen über meine Person ins Netz kippen, der angeblich “neutrale” Herr Krishna mag meinen, mich von Ferne bewerten zu können, auch wenn er ganz offensichtlich nur laut tönend im Nebel herumstochert. Fakt ist, dass ich seit Jahren nicht mehr meine Homepages betreibe und den Unfug, ich sei Urheber von PARALEX, nur weil Krishna die Buchstaben meines alten Online-Lexikon Paramedizin umgedreht und neu zusammengefummelt hat, bedeutet rein garnichts.

            Noch Fragen Kienzle? … NEIN, Hauser!

        • brainOnaut schrieb am 11. Mai 2011 at 01:31 - Permalink

          ich muss mich mal wegen dem post von *ich-bin-so-stolz-auf-meine-gedankliche-kopp-unabhängigkeit-keine-gedankenverbote* natalie kurz zitieren:
          “ps. jaaaa, münchen wird mir immer als meene jeburtsstadt in erinnerung bleiben, aber vor zwanzisch jahrn wär ick ausjerastet, da auch nur eine sekunde länger mein leben im münchner eso-sumpf zu verschwenden, als nach berlin zu flüchtn….”

          http://www.spiegelfechter.com/wordpress/5899/ein-schmaler-grat#comment-115668
          und jetzt krichste schon wieder die riefenstahlsche um die jefärbten haare, hase (sorry, ,lennard, ick war schnella ;) ).

        • Roland W. Ziegler (RWZ) schrieb am 17. Mai 2011 at 18:49 - Permalink

          Etwas wäre da doch noch. Wenn behauptet wird, es sei gegen mich Anzeige durch die Redaktion bzw. Mitglieder/Anwälte des Münchner Merkur wegen Urheberrechtsverletzung im Rahmen einer gemutmaßten Herausgeber- bzw. Mitgliedschaft bei Esowatch gestellt worden, so ist das eine schlichte und ergreifende Verleumdung und blanke Lüge. Es gab nachweislich keine solche Anzeige durch den Mü.-Merkur. Korrekt ist, dass Herr Weidenbusch in einer Einlassung gegenüber der Staatsanwaltschaft im Namen eines freien Mitarbeiters des Münchner Merkur zu handeln behauptete, der wiederum selbst keine Anzeige stellte. Zumindest geht hier zu nichts aus den einschlägigen Unterlagen hervor. Aus meiner Perspektive ist die Behauptung, der Münchner Merkur hätte eine Anzeige gestellt, frei erfunden und eine blütenreine Verdrehung der Tatsachen.

          Und damit eines abschließend und eindeutig geklärt ist: ich war nie Mitglied von Esowatch, ich bin kein Mitglied von Esowatch, ich habe nie Geldmittel direkt oder indirekt an Esowatch bezahlt und ich habe weder direkt noch indirekt zur Finanzierung eines Esowatch-Portals beigetragen oder dort gepostet, gebloggt oder in irgendeiner Art Dinge eingestellt oder publiziert. Dass sich Esowatch an Teilen meiner alten Homepage als Vorlage bedient hat, ist offensichtlich. Dass Esowatch Jahre nach dem Abklemmen meiner eigenen Page online ging, kann ebenfalls ein Blinder bei WHOIS nachprüfen. Ebenso leicht kann jeder googeln, dass mein Online-Lexikon-Paramedizin zu seinen besten Zeiten als Referenz des Arzneitelegramms, zweier Dokumentationen der Schweizer Krebsliga, auf einer Link-Empfehlungsliste der Stiftung Warentest und witzigerweise sogar ein Studienobjekt einer österr. Seminararbeit war, obwohl mich die damalige Autorin Cornelia Huber nie angerufen oder gemailt hat. Und sogar ein Prof. Dr. Wolfgang Schmale rezensierte meine Page im Rahmen seiner Vorlesung, ohne mich jemals kontaktiert zu haben. Ich kann also damit leben, wenn mich Dritte als Quelle benutzen, ohne mich jemals gefragt zu haben …. und es ist mir völlig egal, was irgendwelche selbsternannten hochneurotischen Eselwatch-Schreiberlinge sich in dem Punkt zusammenphrasieren.

          Das Online-Lexikon Paramedizin/OLP war seiner Zeit immer weit voraus! Ich warnte schon vor Aphanizomenon-Flos-Aquae-Algen, als so mancher Anbieter der Produkte das Wort Microcystine noch nicht mal buchstabieren konnte. Und ich habe mit meinen Warnungen, die es bis in den STERN schafften, bekanntlich recht behalten, denn es gibt, wie jeder nachgoogeln kann, vor längerem eine Arbeit im Netz, die beweist, dass Microcystine in Algen sind und das man Vorsicht walten lassen muss. Ich habe mit den Warnungen die Gesundheit von Patienten geschützt und Kinder davor bewahrt, dieses Zeug einwerfen zu müssen und sich ggf. Nieren- oder Leberschäden anzutun. Darauf bin ich stolz!

          Das OLP war eine gute Sache, aber alle Dinge haben eben auch mal ein Ende. Wer die Rechtsentwicklung in den Bereichen Wunder- und Naturheilmittel betrachtet, erkennt, dass die alten Zeiten der Patientenverarsche und -verblödung ziemlich vorbei sind und deshalb ein OLP schlicht überflüssig geworden ist. Pflanzenmittel werden ihre Wirkung nachweisen müssen oder vom Markt verschwinden, egal, wie laut avaaz.org dagegen (IMHO primär fehlgeleitet durch fachliche Inkompetenz in der Sache) eMail-Aktionen startet. Wundermethoden, die keine Studien als Beweise vorlegen können, werden von Abmahnvereinen vom Markt gefegt und das ist gut so!
          Und in Bälde wird es auch dank der EU-Regularien den fragwürdigen ärztlichen Therapeuten an den Kragen gehen, denn wer seinen Patienten Placebos spritzt, sollte zumindest einmal im Leben bewiesen haben, dass es wirklich wirkt! Sonst zahlt eben bald überhaupt keine Kasse mehr und das bequeme Abzocken ist vorbei…. oh, wie traurig!

          Und noch eines: ich habe keine Lust, als Paramedizin-Kritiker in die Geschichte einzugehen. Das herummäckeln an neurotischen Irrlehren von medizinischen Clowns ist für Fachleute wie mich schlicht stinkend langweilig. Für mich ist es mithin viel interessanter, Projekte zu verfolgen, die Leuten helfen, anstatt deren Geldbeutel vor dem Zugriff von Quacksalbern zu schonen. Wozu soll ich Vitamin-Mega-Dosen-Freaks hinterherlaufen, die aus Holland illegal nach Deutschland verkaufen und längst haufenweise von Abmahnvereinen niedergewalzt wurden, wenn ich sehe, dass so mancher Leukämie-Patient einen fehldiagnostizierten Vitamin-D-Mangel hat, dem man mit poppeligen 4.000 IU/Tag in Tablettenform nachweislich und klinisch dokumentierbar heilen kann.

          Wer Medline liest, ist klar im Vorteil. Wer als Patient kein Englisch kann, sieht heutzutage blass aus. Wer meint, alles glauben zu sollen, und nichts mehr wissen zu müssen, wird eben Lehrgeld bezahlen. Da beist die Maus keinen Faden ab.

          Und noch was, “Natalie”: nur auf dem Photo’chen die Blondine zu spielen, aber offenbar nicht mal im Ansatz fähig sein, einfachsten Infos selbständig aus dem Netz zu googeln, zeigt nur Deinen zunehmenden Internet-Analphabetismus und simplen Gutenplak-Style. Aber was kann man von Euch “Youngsters” heute schon erwarten. Bei Euch kommt der geistige Strom wohl doch nur aus der entsprechend tief liegenden Steckdose ….

      • Lago schrieb am 10. Mai 2011 at 18:35 - Permalink

        [...] dann müssen mehrere Tausend Ärzte in Deutschland, welche homöopatisch arbeiten, Idioten sein, die Einbildung und Placeboeffekt nicht auseinanderhalten können.

        Also diese Einschätzung ist meines Erachtens völlig unabhängig von esoterischen Heilverfahren korrekt. Viele Ärzte sind Idioten, und das ist auch gut so. Niemand braucht Ärzte mit einer vernünftig-kritischen Einstellung gegenüber dem von ihnen verwendeten Heilungsverfahren, denn diese Ärzte sind deutlich schlechtere Heiler.

    56. Matthias schrieb am 10. Mai 2011 at 18:11 - Permalink

      Lieber Jens,
      noch kurz eine Antwort, obwohl wir beide unsere Meinung nicht ändern werden. Ich praktiziere Homöopathie. Jedem Homöopathen passiert es, daß er völlig von einem Mittel überzeugt ist – und der Patient auch. Es wirkt nicht. Dann wird nachrepertorisiert und möglicherweise festgestellt, daß ein wichtiges Symtom in der Anamnese nicht genannt wurde. Man gibt das neue Mittel und es wirkt.
      Dies ist Alltag, und von der Praxis her muß ich sagen, daß der Placebo-Effekt in der Homöopathie weit überschätzt wird. Ich wäre froh, wenn der Effekt stärker wäre – dann würde man sich viel Zeit sparen.
      Außerdem wirkt Homöopathie genauso gut bei Ungläubigen. Glaube mir, die Erfahrung habe ich gemacht.
      Die Firma Weleda hat Wachstumsversuche mit Weizen gemacht, wo reproduzierbar bei den verschiedenen Potenzen das Wachstum völlig unterschiedlich ausfiel. Und Pflanzen einen Placebo-Effekt unterstellen zu wollen ist ein wenig merkwürdig.
      Ein Doppelblindversuch bei der Homöopathie ist Unsinn, da sich die Homöopathische Indikation durch die Summe der Symptome ergibt, also höchst individuell ist.
      Ich mache einen Vorschlag. Lerne ein Jahr lang klassische Homöopathie. Ich garantiere Dir, daß Du sagen wirst, ich glaube es zwar nicht, aber es wirkt (jenseits des Placebos…)
      Ich selbst, als ich Homöopathie lernte, brauchte drei Jahre, wo mich immer wieder Zweifel beschlichen und ich dachte, wie kann das sein…
      Es spricht nichts dagegen, daß Du kritisch bist – man braucht dies in den heutigen Zeiten. Und niemand muß an Homöopathie glauben. Aber vielleicht wäre es fair, mir zugestehen zu wollen – nachdem ich mich über 30 Jahre mit Homöopathie beschäftige – daß ich ganz vielleicht doch keinem Glauben aufgesessen bin und daß an der Homöopathie doch etwas dran sein könnte?
      Ich kenne natürlich sämtliche Argumente gegen die Homöopathie und kann sie nachvollziehen. Sie ändern nichts an der Praxis.
      Gut – ich verirrte mich jetzt, das Überschrift-Thema ist ein anderes. Grüße.

      • Kinch schrieb am 10. Mai 2011 at 18:22 - Permalink

        Ein Doppelblindversuch bei der Homöopathie ist Unsinn, da sich die Homöopathische Indikation durch die Summe der Symptome ergibt, also höchst individuell ist.

        Und was hat das mit Doppelblind zu tun? Patient geht zum Homöopathen. Homöopath zieht sein Ding durch und gibt irgendwann dem Patienten sein Mittelchen. Zu diesem Zeitpunkt wissen, weder Homöopath noch Patient, ob das Wasser „Wasser“ oder Wasser ist. Solche Studien wurden doch auch gemacht, mit klarem Ergebnis.

        Aber vielleicht wäre es fair, mir zugestehen zu wollen – nachdem ich mich über 30 Jahre mit Homöopathie beschäftige – daß ich ganz vielleicht doch keinem Glauben aufgesessen bin und daß an der Homöopathie doch etwas dran sein könnte?

        Die Menschheit hat wieviele Jahrhunderte lang an den Aderlass gelaubt? Oder an Hexen? Da wirken 30 Jahre noch recht bescheiden.

      • ali schrieb am 10. Mai 2011 at 18:31 - Permalink

        Ein Doppelblindversuch bei der Homöopathie ist Unsinn, da sich die Homöopathische Indikation durch die Summe der Symptome ergibt, also höchst individuell ist.

        Warum behaupten Homöopathen immer Doppelblind funktioniere nicht? Man muss nur die Vergabe des Mittelchens vom Homöopathen trennen. Ist doch kein Problem.

        Außerdem wirkt Homöopathie genauso gut bei Ungläubigen. Glaube mir, die Erfahrung habe ich gemacht. [Kursiv hinzugefügt]

        Der war gut.

        Es ist nunmal so, dass jede qualitativ hochwertige Studie, nie einen Wirken über den Plazebo-Effekt hinaus belegt hat. Es müsste aber mehrere davon geben, würde es tatsächlich eine solche Wirkun entfalten (selbst ein Ausreisser wäre bei einem guten Studiendesign zu erwarten). Es tut mir leid für deine 30 Jahre Erfahrung. Sie ersetzen aber die wesentlich objektivere wissenschaftliche Methode nicht einmal ansatzweise.

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 19:15 - Permalink

        Ich praktiziere Homöopathie. Jedem Homöopathen passiert es, daß er völlig von einem Mittel überzeugt ist – und der Patient auch. Es wirkt nicht. Dann wird nachrepertorisiert und möglicherweise festgestellt, daß ein wichtiges Symtom in der Anamnese nicht genannt wurde. Man gibt das neue Mittel und es wirkt.

        Oder auch nicht – darin unterscheidet sich die Homöopathie aber nicht von der “klassischen Pharmazeutik”. Entscheidend wäre, die Wirkung statistisch zu beweisen – und das ist nun einmal noch nie gelungen.

        Verstehe mich nicht falsch – ich habe gar nichts gegen die Homöopathie, sie ist preiswert und hat keine Nebenwirkungen. Wenn sie koordiniert mit einem Schulmediziner angewandt wird, halte ich sie für sehr sinnvoll.

        Dies ist Alltag, und von der Praxis her muß ich sagen, daß der Placebo-Effekt in der Homöopathie weit überschätzt wird. Ich wäre froh, wenn der Effekt stärker wäre – dann würde man sich viel Zeit sparen.

        Du gehst ja auch davon aus, dass es bei der Homöopathie irgendetwas außerhalb der Placebo-Effektes gäbe. Das ist wissenschaftlich aber nicht haltbar.

        Außerdem wirkt Homöopathie genauso gut bei Ungläubigen. Glaube mir, die Erfahrung habe ich gemacht.

        Empirie gegen Evidenz. Statistische (wissenschaftliche) Studien sehen einen klaren Zusammenhang zwischen “Gläubigkeit” und Wirksamkeit von Placebo-Mitteln. Natürlich “wirkt” sie auch bei Ungläubigen – das kann man bei jeder Placebo-Kontrollstudie für jedes Mittel feststellen.

        Ein Doppelblindversuch bei der Homöopathie ist Unsinn, da sich die Homöopathische Indikation durch die Summe der Symptome ergibt, also höchst individuell ist.

        Warum? Ein Kontrolleur könnte z.B. die “Wässerchen” austauschen, ohne das Patient und Therapeut nun wissen, welches “Wässerchen” sie vor sich haben. Das ist methodisch gar kein Problem.

        Ich mache einen Vorschlag. Lerne ein Jahr lang klassische Homöopathie. Ich garantiere Dir, daß Du sagen wirst, ich glaube es zwar nicht, aber es wirkt (jenseits des Placebos…)

        Nutzt nix – a) ich bin kerngesund und überzeugt davon, dass sich die Anfälligkeit für Krankheiten proportional zur Beschäftigung mit medizinischen verhält und b) ich hoffnungslos skeptisch bin, wenn es um “Hokus-Pokus” geht.

        Ich selbst, als ich Homöopathie lernte, brauchte drei Jahre, wo mich immer wieder Zweifel beschlichen und ich dachte, wie kann das sein…

        Tja, wie kann das sein ;-)

        Ein kleines Beispiel: Ich hatte als Jugendlicher eine leichte Schuppenflechte, die mit meinem 20ten Lebensjahr ohne Medikation oder sonstiges spontan verschwunden ist. Das gleich ist mit meinem Heuschnupfen passiert – fünf Jahre später. Hätte ich parallel “Wässerchen” geschluckt, würde ich auch an den Segen der Homöopathie glauben.

        Es spricht nichts dagegen, daß Du kritisch bist – man braucht dies in den heutigen Zeiten. Und niemand muß an Homöopathie glauben. Aber vielleicht wäre es fair, mir zugestehen zu wollen – nachdem ich mich über 30 Jahre mit Homöopathie beschäftige – daß ich ganz vielleicht doch keinem Glauben aufgesessen bin und daß an der Homöopathie doch etwas dran sein könnte?

        Wieso? Ich doch fair und gestehe der Homöopathie sehr gute Ergebnisse zu – auf Basis des Placebo-Effekts.

        • Dennis schrieb am 12. Mai 2011 at 09:48 - Permalink

          Erinnert mich an meine Neurodermithes Geschichte. Ich bekam sie erst mit 18 und hatte viele Jahre mit den Schüben zu kämpfen. Ich war so verzweifelt und habe mich überreden lassen, mich von einem Heilpraktiker behandeln zu lassen. Nur so viel: Die homöopatischen Tinkturen haben nichts gebracht, mein Glaube war eben zu schwach. Den angesetzten Termin zur Elektroresonanztherapie habe ich gar nicht erst wahrgenommen. Den hatte ich nur aus Höflichkeit vereinbart. Die Schübe beschäftigten mich noch bis zum 26. Lebensjahr und flauten dann ab. Seitdem habe ich keine oder nur mindere Beschwerden.

          Was hat mir wirklich geholfen? Während der akuten Stadien leider nur Cortison (wobei man sagen muss, dass moderne Cortikuide längst nicht mehr so starke Nebenwirkungen haben). Nachhaltig hat nur geholfen, negative Stresssituationen zu vermeiden oder besser mit ihnen umzugehen. Ich habe zudem gelernt externen Erwartungsdruck zu minimieren.

          Mein anderes Problemfeld, meine Allergien, bin ich übrigens im vorletzten Jahr weitgehend losgeworden: Durch eine Hyposensibilisierung.

          • Spiegelfechter schrieb am 12. Mai 2011 at 09:55 - Permalink

            Nachhaltig hat nur geholfen, negative Stresssituationen zu vermeiden oder besser mit ihnen umzugehen. Ich habe zudem gelernt externen Erwartungsdruck zu minimieren.

            Vielleicht war es auch das, was mir geholfen hat. Vielleicht lag es auch daran, dass ich in diesen Jahren mehr Zeit in der Natur verbrachte. Das werde ich “leider” nie erfahren.

      • SK schrieb am 11. Mai 2011 at 21:28 - Permalink

        Lerne ein Jahr lang klassische Homöopathie.

        Oder 5!
        Damit du ganz sicher bist, daß es Blödsinn ist.

        Und danach am besten noch 5 Jahre Astrologie, damit du dir da auch eine Meinung bilden kannst.

        Zur Firma Weleda, deren Erkenntnisse du hier verbreitest: Das ist eine Gründung von Rudolf Steiner, dem Erfinder der gemeingefährlichen Anthroposophischen Medizin:
        http://rudolf-steiner.blogspot.com/2008/04/gemeingefhrlich-statt-gemeinntzig.html

        • Peleo schrieb am 11. Mai 2011 at 21:59 - Permalink

          @ SK

          Interessanter Link.

          Hatte bisher noch nicht mit anthroposopischen Ärzten zu tun. Dem Hörensagen nach nehmen sie sich viel Zeit für die Patienten, sind also “gute” Ärzte. Wenn das allerdings vor allem der Erforschung des Karma dient….

    57. Kinch schrieb am 10. Mai 2011 at 18:14 - Permalink

      Also ich kannte bis dato ja nur einzelne VTler (und eine Masse an „Klima-Skeptiker”), die ich psysisch auch nicht gerade als gesund bezeichnen wurde. Aber die Namen sind echt witzig: Partei der Vernunft, Wahrheiten.org mit Wahrheitsblog, Germanischen Neuen Medizin, Anti-Zensur-Koalition, Bewusst.TV etc etc

      Ehrlich gesagt, erinnern mich dieses Namensgebung an afrikanische Warlords und andere Schlächter, die sich „demokratische Liga“ oder „Friedensallianz” nennen.

    58. Benjamin schrieb am 10. Mai 2011 at 18:28 - Permalink

      Wenn VTler recht hätten, wären sie alle schon längst Zwangsarbeiter in Neuschwabenland^^

      • ElBarto schrieb am 10. Mai 2011 at 20:05 - Permalink

        Hehe. Einige würden wahrscheinlich aber auch mit Flugscheiben rumdüsen. ;-)

        Ich stehe VTs erstmal neutral gegenüber. Wenn mich das Thema interessiert, schaue ich sie mir genauer an.

        Im Bereich der 9/11 VTs erscheint mir so einiges sehr plausibel. Die offizielle Version stinkt zum Himmel. Ebenfalls zum Himmel stinkt die offizielle Version bei dem Mord an bin Laden.

    59. zeno(bit) schrieb am 10. Mai 2011 at 18:34 - Permalink

      Apropo Verschwörungstheorien:

      Der Fall Sarrazin zeigt, wie schwer es sich die SPD mit dem Ausschluss von Mitgliedern tut. Nur bei Sozialisten kennen die Sozialdemokraten keine Gnade. (..) Links sprengen schon kritische Sätze und die falschen Auftrittsorte die Grenzen der Toleranz, rechts wird nicht einmal eine Wahlempfehlung für die Konkurrenz als parteischädigend erachtet.

      http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-05/spd-sarrazin-sozialisten
      Wenn dass nicht mal eine Unfähigkeitsverschwörung innerhalb der SPD ist.

      Sry OT

    60. Jens schrieb am 10. Mai 2011 at 19:33 - Permalink

      “Jürgen Habermas hat sich kürzlich zu diesem Thema geäußert und das Problem auf den Punkt gebracht.”

      Habermas hat noch nie was auf den Punkt gebracht! Bestenfalls hat er einen Punkt in die Breite des Universums neu beschwafelt.

      • Andi schrieb am 11. Mai 2011 at 14:43 - Permalink

        Hihi, an der Stelle musste ich auch lachen. Der olle Jogi kann zweifellos einiges, aber “auf den Punkt bringen” gehört definitiv nicht dazu. :D

    61. gano schrieb am 10. Mai 2011 at 20:12 - Permalink

      offtopic? oder vt?

      was ist von hintergrund.de zu halten? auf die seite wird in der bloggerszene kaum bezug genommen, dabei stellt die seite für mich eine der informativsten quellen dar.

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 20:28 - Permalink

        mir ist bislang noch nichts negatives aufgefallen.

        • spider schrieb am 10. Mai 2011 at 21:00 - Permalink

          mir ist bislang noch nichts negatives aufgefallen.

          Nicht aufgefallen, dass hintergrund.de die offizielle 9/11-Theorie und die Täterschaft Bin Ladens eifrig anzweifelt?^^

          So, so …

        • Oliver schrieb am 11. Mai 2011 at 00:24 - Permalink

          @Jens
          Dieser Artikel behandelt übrigens genau das hier beschriebene Thema und nimmt auch einige Seiten auseinander. Sehr lesenswert, weil sehr differenziert, allerdings auch sehr umfangreich (z. B. über 200 Links).

    62. na sowas schrieb am 10. Mai 2011 at 20:31 - Permalink

      Den Illuminati&Esowatch&9/11&Truther&Osama&Homöopathie&Teebeutel
      zum XXXten mal aufgebrüht …gähn! Wat ne dünne Plärre…
      Kein Thema für Spiegelfechter.com???
      z.B. → Geheimnisverrat in Berlin erzürnt Euro-Staaten
      Das deutsche Nachrichtenportal Spiegel Online hatte noch vor dem letzten Börsenschluss in Europa berichtet, Griechenland erwäge, aus der Euro-Zone auszutreten. Dazu finde ein geheimes Treffen statt.
      …
      Es seien immer wieder deutsche Quellen, die vertrauliche Informationen weitergäben und Spekulationen anheizten. “In Deutschland gibt es Personen, die absichtlich Gerüchte und Halbwahrheiten streuen”, so ein Kritiker. “Sie handeln entweder verantwortungslos oder verfolgen eine eigene Agenda, wobei Letzteres natürlich eine Katastrophe wäre”, hieß es weiter.
      [source: suedeutsche.de [09.05.2011]
      …
      On the true agenda behind Der Spiegel’s story that Greece is thinking of exiting the euro
      Der Spiegel for buttering the speculators’ bread, the Greek government is sacrificing cheaply the last morsels of credibility it has. Sad, very sad. For everyone knows that Der Spiegel is a veritable publication that would not lend itself to the games speculators play. It has much bigger fish to fry. Indeed, Der Spiegel is part of Germany’s institutional network of authority and political power. So, why would such an institution be economical with the truth in this manner and at this point in time?
      …
      Der Spiegel would never act by itself and without coordinating with powerful German policy makers. My sources tell me that these circles are mainly located within the German Finance Ministry and, to a lesser extent, in one or two of the larger banks.
      [source: greekleftreview.wordpress.com [07.05.2011]]
      Steckt Euch doch Eure “Wichtige Sondermeldung” demnächst an Euren Hut…

      @Natalie
      Du erinnerst mich an Miss Storm
      …
      [WARNING This comment is based on an unverified, anonymous tipoff.] ๏̯͡๏

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 20:42 - Permalink

        Kein Thema für Spiegelfechter.com???
        z.B. → Geheimnisverrat in Berlin erzürnt Euro-Staaten

        Dazu gab es heute zwei Artikel bei den NachDenkSeiten – wenn ich dazu auch noch was machen würde, wäre das redundant.

        • na sowas schrieb am 10. Mai 2011 at 22:23 - Permalink

          A gä…

          Sind Blogger Idioten? – H. Henker [10. Mai 2011 09:56] erscheint auf Spiegelfechter.com
          Gefährliche Gerüchte aus Berlin – J. Berger [10. Mai 2011 14:16] erscheint auf den NachDenkSeiten

          Kruzidiaggn host mi? Hawediäre!

    63. schwitzig schrieb am 10. Mai 2011 at 20:47 - Permalink

      Das Projekt EsoWatch bietet im Übrigen seriöse Erläuterungen bezüglich dieser werbeüberladenen Desinformationsangebote, die sich selbst gerne als Politikblogs verklären.

      Die Truther, Koppzeugs und ähnlicher Blödsinn sind eine Sache – aber ausgerechnet EsoWatch als seriös zu werten …

      Und @SF:

      Richtig, weil diese “Fundamentalkritik” nicht zielführend ist und bei näherer Betrachtung auch gar nicht haltbar ist.

      Besser: Weil Du Fundamentalkritik nicht für zielführend hältst, denn da kann man durchaus geteilter Meinung drüber sein. Ich denke, dass fundamentale Änderungen dringend notwendig sind und das geht natürlich nicht ohne Fundamentalkritik. Kritik á la Infokrieger, Alex Jones und Konsorten meine ich damit ausdrücklich nicht, denn diese VT-Medien dienen durch ihre Abstrusität meiner Ansicht nach tatsächlich eher der Zementierung des Status Quo.

      • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 20:49 - Permalink

        Der Artikel ist ja nicht von mir – ich hätte das vorsichtiger formuliert, obgleich ich (siehe diverse Kommentare) keine großartigen Probleme mit diesem Satz habe.

        • nagel schrieb am 10. Mai 2011 at 21:45 - Permalink

          na jens, haste schon viereckige augen vom heutigen tag vorm rechner?! =)

          • Spiegelfechter schrieb am 10. Mai 2011 at 22:04 - Permalink

            Das ist bei mir schon chronisch ;-)

            • nagel schrieb am 10. Mai 2011 at 22:41 - Permalink

              aber dafür gebührt dir dank. vor allem für deine artikel. =)

    64. David schrieb am 10. Mai 2011 at 22:20 - Permalink

      Danke für diesen Artikel. Sehr gut wiedergegeben!

      Ein weiteres schönes Beispiel, wie solche “Wahrheiten” entstehen, habe ich erst kürzlich auf breakfastpaper dargestellt:

      http://www.breakfastpaper.de/2011/03/29/libyen-und-plotzlich-reden-alle-von-uran-munition/

    65. DerOnkel schrieb am 10. Mai 2011 at 22:31 - Permalink

      …also, dass das bisher keiner gesagt hat:
      Fnord!
      Wurde aber höchste Zeit…

    66. Peter schrieb am 10. Mai 2011 at 22:56 - Permalink

      Kritische Betrachtungen dieser ganzen Infokrieger-/Kopp-Szene sind dringend geboten, da die VTler halt auch oft in sehr trübem Rechtsaußen-Gewässer fischen bzw. Ressentiments gegen gewisse Bevölkerungsgruppen gerne mal en passant in ihre Tiraden einfließen lassen. Sehr unangenehm, das Ganze! Von daher danke für diesen Artikel!

    67. Florian Hauschild schrieb am 10. Mai 2011 at 23:01 - Permalink

      Mal was interessantes aus den le-bohémien-Statistken: 730 Leute haben heute auf den Habermas geklickt (ich vermute weil der link dazu direkt auf der SF-Hauptseite ist und man ihn mit “weiterlesen” verwechseln kann), 317 auf “Strategien der Meinungsmache” und nur 123 auf das Wikileaks-Manifest von Julian Assange. Dort wird ganz viel von dem über das sich hier so echauffiert wurde tiefgründig behandelt.
      Mitreden will hier jeder, sich wirklich mit den Hintergründen beschäftigen tun die wenigsten!

      Meiner Meinung nach sollten in Blogs auch die Kommentatoren öfter mal darüber nachdenken, dass sie eine wichtige Kontroll- und Korrektivfunktion haben! Das kann aber nur funktionieren wenn jeder sich erstmal in Ruhe wirklich überlegt ob das was er loswerden will sachdienlich ist.

      Wie gesagt, ich will hier keinen verurteilen oder einen Maulkorb propagieren. Aber ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit bei der Sache würde allen gut tun….für Stuss gibts doch das spon-Forum ;-)

      …wir mussten bei uns heute übrigens erstmals im größerem Umfang Spam- und Beleidigungskommentare löschen, wodurch sich die Leute die die angesprochenen “Aufkläreungsseiten” hochhalten meiner Meinung nach selbst entlarven.

      Wir behandeln sonst auch sehr umstrittene Themen, trotzdem gelingt es dennoch immer wieder tolle und weiterführende Diskussionen zu führen.

      Dafür dass das klappt tragen alle eine Verantwortung!

      • mee schrieb am 10. Mai 2011 at 23:20 - Permalink

        WIR HABEN DOCH KEINE ZEIT! ;-)

        Ne, aber mal im ernst, ein Artikel muss ja auch “funktionieren”, wenn man die Links nicht verfolgt (und das tut er). Nicht jeder kann oder will eine umfangreiche Recherche durchführen, bevor er kommentiert. Da darfst Du nicht so streng sein.

        • Florian Hauschild schrieb am 10. Mai 2011 at 23:36 - Permalink

          Ja mee, mag sein, aber es kann auch nicht angehen dass sich ein Autor die Mühe macht und die Zeit nimmt möglichst valide Quellen anzugeben um seine Thesen gegen Missverständnisse und Fehlinterpretationen abzusichern und dann von einigen Komentatoren so getan wird als gäbe es diese Verweise nicht.

          Wenn man bei einem Thema mal nicht sicher ist kann man auch einfach mal die Klappe halten. Daran wird sich der Lauf der Welt dann auch nicht ändern!

          Manchmal frag ich mich echt warum manche Leute kommentieren. Weil sie ihnen um die Sache geht oder weil sie nen Geltungsdrang haben? Nun gut, bei vielen Kommentaren lese ich wie gesagt tolle Einwände und bei den Artikeln die ich selbst schreibe bin ich auch immer froh und dankbar für konstruktive Kritik, denn KEINER von uns hat die Weisheit mit Löffeln gefressen und jeder kann immer was dazu lernen. Deswegen gefällt uns wahrscheinlich ja auch der Austausch hier.

          …aber mein Gott, wir treffen uns hier zwar im virtuellen Raum aber trotzdem kann man da doch grundlegende Anstandsformen und eine gewisse Ernsthaftigkeit wahren. Im RL rennt man doch auch nicht auf die Straße und redet nen wildfremden Menschen völlig respektlos mit Scheisse voll.

          Nun ja alles in allem ist es halt schon interessant :-) (aber vieles nervt echt und ist unnötig)

          • mee schrieb am 11. Mai 2011 at 00:48 - Permalink

            Ich glaube auch, dass insgesamt für Autoren und Leser der Spaß und auch der Gewinn überwiegt, auch wenn die Qualität der Kommentare schwankend ist. Wird ja niemand gezwungen hier. Ich finds unterhaltsam und informativ und es ist eine schöne Ablenkung von der Arbeit zwischendurch.

    68. Samen schrieb am 10. Mai 2011 at 23:36 - Permalink

      das Probelm aber ist, dass der grossteil der “Verschwörungstheorien” eigentlich zutrifft, wenn gleich er erst jahrzehnte später wirklich nachgewiesen werden kann oder erst da gar wirklich eintrifft, aber wer hätte den damals geglaubt das die NATO für Sprengstoffanschlägen in Jugoslawien verantwortlich ist, als blanker Humbug wurden diese Anschuldigungen damals gebrandmarkt, doch heute wissen wir es besser, der Organhandel im Kosovo sowie die Mafia verseuchte politische Elite dort wurden auch lange Zeit als Irrsinn abgetan und nun haben wir einen “weiteren” Mafiastaat der schon zumindest mit einem Bein in der EU steht……

      Antisemtische Hetzaktionen wurden damals die Versuche einzelner Personen genannt die Öffentlichkeit auf die Atomwaffenprojekte Israels hinzuweisen

      Es gab auch keine Bilderberggruppe und nun plötzlich Berichten auch die Medien über deren zusammenkommen……..

      Damit meine ich nur egal wie verrückt eine Sache klingt, wenn die Möglichkeit besteht das sie zutrifft sollte man darüber auch schreiben, denn schlussendlich entscheidet der Leser an was er Glauben will und an was nicht……

      Egal wie gut eine Lügengeschichte ist, sie kann nur Menschen überzeugen die bereits zweifeln, würden die Regierungen den Menschen keine Gründe zu zweifeln geben, wäre die Nachfrage nach solchen Blogs sehr gering…….

    69. Prinzregent schrieb am 11. Mai 2011 at 00:05 - Permalink

      Eigentlich ist es ziemlich anmaßend, Blogger und deren Leser als Idioten abzustempeln.
      Zumeist sind die Kritiker der Kritiker eben jene, die im echten Leben nichts auf die Reihe bringen und den Bloggern genau das Material liefern, über das sich die Entlarvten aufregen.
      Ob Blogs jetzt eine bloße Infoquelle sind oder ein virtueller Stammtisch:
      Blogs sind in Zeiten des rasanten Wandels und zunehmenden Irrsinns an allen Fronten sehr wichtig und wer mit gewissen Themen nichts anfangen kann muss es ja nicht lesen.

      Aber auf eins freue ich mich schon jetzt diebisch: Auf die Erklärungsversuche der Esoterikszene, wenn die große Bewusstseinserweiterung und Erleuchtung anno 2012 ausfällt…

    70. Sukram71 schrieb am 11. Mai 2011 at 08:35 - Permalink

      Wenn ich solche Verschwörungstheoretiker-Seiten (asr, wahrheiten, deltablog, truther, kenn mich da nicht soo aus) oder Bröckers-Artikel bei TP lese, frage ich mich immer nur eines:

      Glauben die Leute eigentlich selber, was sie da schreiben?

      Glauben die das wirklich? Ich kann mir das gar nicht vorstellen.
      Oder haben die früher mal dran geglaubt und jetzt kommen die nicht mehr davon runter, weil es ein Geschäftsmodell geworden ist?
      Oder war das von vorne herein darauf ausgelegt, Werbung, Bücher, Gold oder sonstigen Krempel zu verkaufen?
      Oder ist das so ne Art Tyler-Durden-Syndrom, wo die zeitweise nicht wissen, was sie tun?

      Weil wenn man es hin bekommt, so eine Seite zu erstellen und am Laufen zu halten und sich auch noch laufend über die neuesten Infos zu VT informiert, um die ins seine Webseite einzuwursteln, dann muss man doch irgendwann drauf stoßen, dass das alles ziemlicher verdrehter Käse ist.
      Und auch beim geschickten Weglassen ober Überspielen von Informationen muss man die widersprechenden Infos doch kennen, sonst kann man sie nicht weg lassen oder überspielen. :)

    71. x-cube schrieb am 11. Mai 2011 at 08:49 - Permalink

      “Über Truther, Infokrieger und deren fehlgeleitete Leserschaft”
      Unabhängig davon, dass der Satz sehr überheblich ist, spricht er sowohl den Machern der “Truther” Seiten als auch deren Lesern jegliche Logik und Intelligenz ab.

      Hmm, also wenn ich das hier mal zusammen fassen darf: Alle die die offizielle Version zu 9/11 hinterfragen, tragen Alu-Hüte. Alle die Obama nicht geil finden sind für Sarah Palin. Jeder der glaubt die Bilderberg Konferenz habe Auswirkungen im Real-Life glaubt auch an die Macht der Illuminati und versucht mit Aliens Kontakt aufzunehmen.

      Also Leute. Klappe halten (man kann ja eh nix machen), die Regierung für Wahrhaftig halten (die haben ja noch nie gelogen), alles hinnehmen (die werden’s schon richten), Zeitung lesen (nur DIE schreiben die Wahrheit), Nachrichten gucken (auch die Wahrheit) fein arbeiten und sich zurück ins Glied stellen.

      Früher galt z.B. die Aussage es gäbe eine Bilderberg Konferenz als VT, nun habe die sogar eine eigene Webseite. Manchmal haben die VTler eben doch recht. Aber damals hätte hier auch etwas zu den Bekloppten (also die mit den Alu-Hüten) gestanden die von einer ominösen Konferenz schreiben die es gar nicht gibt.

      • Sukram71 schrieb am 11. Mai 2011 at 09:02 - Permalink

        Das ist doch nicht so. Natürlich soll man kritisch sein und alles hinterfragen, wo es was zu hinterfragen gibt. Nur diese VT-ler hinterfragen einfach extrem selektiv Dinge, die längst geklärt sind und verdrehen alles, wie es ihnen gerade in den Kram passt.

        Irgendwann muss man doch drauf kommen, dass es z. B. möglich ist, Messer in ein Flugzeug zu schmuggeln und es u. a. deshalb eben sehr gut so gewesen sein kann, wie man es teils weiß und teils annimmt.
        Schon alleine deshalb, weil es die mit Abstand am wenigsten aufwändige Lösung der Fragestellung ist und dem auch nichts Grundlegendes widerspricht. – Ganz im Gegensatz zu dem, was die VT-ler ständig nahe legen wollen.

        • schwitzig schrieb am 11. Mai 2011 at 09:15 - Permalink

          dass es z. B. möglich ist, Messer in ein Flugzeug zu schmuggeln und es deshalb eben sehr gut so gewesen sein kann, wie man es teils weiß und teils annimmt.

          Es ist auch möglich, in die Sonne zu springen und zu verglühen. Ob die dazu varaussetzend notwendige Kombination aus verschiedenen Bedingungen wahrscheinlich ist, ist eine völlig andere Sache.

          Wenn der offizielle Teppichmesser-WTC-Gag von irgendjemand anderem als der US-Regierung gekommen wäre, hätte man sich weltweit über diese geradezu abstruse VT kaputtgelacht. Wahrscheinlich wäre sie auf Infokrieger veröffentlicht worden.

          • Sukram71 schrieb am 11. Mai 2011 at 09:19 - Permalink

            Genau so, wie dass es überhaupt Anschläge mit Passagierflugzeugen auf Gebäude in den USA gibt.

            Unglaubliche und außergewöhnliche Begebenheiten haben logischerweise (!) und folgerichtig auch unglaubliche und außergewöhnliche Begleitumstände.

            Ist das ein Wunder? Aber genau das machen sich diese VT-Scharlatane zu Nutze. Das ist aber doch kein Argument.

            Uns selbstverständlich kommen Infos zu Sachverhalten, idR von dort, wo sie passiert sind und wo die zuständigen Ermittler sind. Alles andere wäre ja auch unglaubwürdiger.

            • schwitzig schrieb am 11. Mai 2011 at 09:29 - Permalink

              /Diskussionen mit Dir sind wie Unterhaltungen mit Gummibändern. Die eine VT glauben, weil sie von den “Richtigen” kommt? Haben die “Richtigen” das Vertrauen verdient? also Bush, Powell und Konsorten ^^?
              Nebenbei: Wer hat mehr Tote auf dem Gewissen? Regierungen oder Terroristen? Richtig: Die schlimmsten und größten Verbrechen wurden von Regierungen begangen.
              Also genau den Institutionen, die z.B. solche Fälle wie 9/11 mit glaubwürdigen Theorien hinterlegt haben.

            • Sukram71 schrieb am 11. Mai 2011 at 09:31 - Permalink

              Die schlimmsten und größten Verbrechen wurden von Regierungen begangen.

              Ist das vielleicht ein sachliches Argument zur Sache?
              Und kann es nicht auch anderswo Verbrecher geben?
              Die sich z. B. rächen wollen, weil die Regierungen so schlimm sind? ^^

              Nur weil du jemanden nicht leiden kannst, heißt das nicht automatisch, dass er immer lügt. Erst Recht nicht bei Dingen, bei denen das in diesem Umfang gar nicht möglich ist.

            • schwitzig schrieb am 11. Mai 2011 at 10:17 - Permalink

              Nur weil du jemanden nicht leiden kannst, heißt das nicht automatisch, dass er immer lügt. Erst Recht nicht bei Dingen, bei denen das in diesem Umfang gar nicht möglich ist.

              Rabulistik. Bush, Powell, Rumsfeld, Cheney, Irak.

            • Sukram71 schrieb am 11. Mai 2011 at 10:55 - Permalink

              Rabulistik. Bush, Powell, Rumsfeld, Cheney, Irak.

              Eben. Irak.

              Ist das ein sachliches Argument?
              Kann man daraus schließen, dass alles andere auch gelogen ist?
              Ist Differenzieren deine Stärke? ;-)

              Und beim Irakkrieg hat die ganze böse Mainstreampresse und die angeblich so dumme Bevölkerung, der man alles erzählen kann, nicht geglaubt, dass es im Irak Massenvernichtungswaffen gibt bzw. dass der Irakkrieg deshalb gerechtfertigt ist und haben auf das heftigste dagegen protestiert.

              Die selben Leute, denen die VT-ler vorwerfen, sie würden unbesehen und unkritisch alles glauben was man ihnen vorsetzt.

          • na sowas schrieb am 11. Mai 2011 at 10:52 - Permalink

            @schwitzig

            Es ist auch möglich, in die Sonne zu springen und zu verglühen.

            Yeah! Jump You Fuckers!
            time for
            1 foggy reasons not to join this debate
            Wine after Coffee Just what is needed … I love that C h i c k !
            …
            [WARNING - Beware of that razor knife at 1:18] ๏̯͡๏

          • na sowas schrieb am 11. Mai 2011 at 10:58 - Permalink

            @schwitzig

            Es ist auch möglich, in die Sonne zu springen und zu verglühen.

            Yeah! Jump You Fuckers!
            time for
            1 foggy reason not to join this debate
            Wine after Coffee Just what is needed … I love that C h i c k !
            …
            WARNING - Beware of her razor knife at 1:18 ๏̯͡๏

            • robert schrieb am 12. Mai 2011 at 14:36 - Permalink

              na sowas ein wonder emporium! Carlin stormy coffee

              ich genieße das kontrastereiche Schriftbild und die bunten Links

              vielen Dank!

    72. susi bibelmaus schrieb am 11. Mai 2011 at 09:06 - Permalink

      Richti x-cube…

      Meist sind es immer nur irgendwelche Leute die irgendwann mal „Abitur“ als verewigtes Tatto auf dem Arm haben um den letzten Depp zu zeigen was für Kerls sie sind und mit wenig Selbstvertrauen auf denjenigen Eindreschen der es wagt anderer Meinung zu sein.

      Und die zum Teil auch sehr p l u m p abfälligen Eigenkommentare des Spiegelfechters hier gegenüber seiner Gäste (!) zeigen – was bei dem so im inneren vor sich geht und was der von seinen Nächsten hält.

      Hiermit verabschiede ich mich von dieser toleranzlos- verschwörenden als auch billigen Diskutantenseite..

    73. Honk schrieb am 11. Mai 2011 at 10:11 - Permalink

      Zum Thema Chemtrails findet man bei EsoWatch einen, sehr ausführlichen und interessanten Beitrag, der sich offensichtlich bemüht, alle Aspekte dieser Theorie zu behandeln. Zum Suchbegriff “9/11″ findet sich…. -gar nichts, der alternativ verwendete Begriff “Insite Job” führt zu Wissenschaftlern, die sich mit Teilaspekten der Vorfälle beschäftigen…
      Das es abstruse Verschwörungstheorien auf einer Menge Bloggs gibt, heißt noch lange nicht, das es keine Verschwörungen gibt… -getreu dem Motto: “Nur weil ich paranoid bin, bedeutet das nicht, das keiner hinter mir her ist!”
      Wenn man, seitens der Autorenschaft bei diesem Artikel auch vorgibt sich nur gaanz allgemein mit… (-ja womit eigentlich?) -schlechten, unglaubwürdigen, spinnerten oder gar verleumderischen Bloggs auseinderzusetzen, und an “9/11″ speziell kein Interesse oder keine Meinung zu haben, so ist das schwer zu glauben.
      Sicher gibt es Leute, die zu den sogenannten “9/11″- Ereignissen vollkommen unglaubhaftes und/oder krudes Zeug abliefern, in Bloggs und anderswo… -einige davon gehörten sogar U.S.- Regierungen an, oder tun dies noch…

      • Nestor Iwanowitsch Machno schrieb am 11. Mai 2011 at 10:15 - Permalink

        Probiers mal da:

        http://www.mosaik911.de/

        • Honk schrieb am 11. Mai 2011 at 22:30 - Permalink

          Kenn’ ich schon… -ebenfalls “VT-ler”, nur das die einem mit der “Teppichmessernummer” kommen!

    74. Bokatov schrieb am 11. Mai 2011 at 10:50 - Permalink

      @ SF Nr. 48

      Ganz genau – das “sapere aude!” zieht sich durch den Artikel. Der Autor sagt ja nichts anderes, als dass sich die Leser solcher Blogs ihres eigenen Verstandes bedienen sollten und diesen Blogs a priori genau das gleiche Misstrauen entgegenbringen sollten wie auch anderen Medien.

      Dies ist die “quinta essentia” des Artikels und der recht amüsanten Kommentardiskussion hier.

      Bokatov

    75. W. Buck schrieb am 11. Mai 2011 at 11:28 - Permalink

      Aussenseiter, Extremisten und Egozentriker haben tendenziell einen größeren “Bedarf” an die Öffentlichkeit zu treten als die “NullAchtFuffzehn-Graue-Maus”.

      Daher spiegelt sich in der großen Masse der Blogger auch ein Übergewicht an Aussenseitern, Extremisten und Egozentrikern ab. Das ist weder eine Wertung noch eine Diffamierung. Es ist einfach so und ich finde das auch gut. Denn wo sonst kann man sich so offen äussern wenn nicht in der großen Netz-Gemeinschaft?

      Wenn jemand behauptet Gott sei ein intelligenter Designer, Elvis würde noch leben und kleine grüne Männchen hätten das gehirn von G.W.Bush gekidnappt…ok. Niemand zwingt mich alles zu lesen was veröffentlicht wird und denken kann ich immer noch selbst.

      Um auf die Überschrift zurück zu kommen: Also lieber ein Netz in dem sich auch eine Vielzahl von vermeintlichen “Idioten” tummeln (vielleicht lebt Elvis ja wirklich noch …? :-) als ein Netz a la Nord Korea in dem nur die vermeintliche Vernunft herrscht…..

      • Systemfrager schrieb am 11. Mai 2011 at 12:22 - Permalink

        So ist es!
        Deshalb würde ich auch nie den Rassisten und Faschisten – wie etwa Sarrazin – verbieten, ihre Meinung zu äußern und zu schreiben. (Der Blödsinn, Mein Kampf nicht am Kiosk kaufen zu können, ist für mich unerträglich. Warum darf Sarrazin etwas, was die anderen nicht dürfen.)

        (Bemerkung: Nur wenn eine Person mit Lügen fertig gemacht wird, sollte verboten und streng bestraft werden.)

        Aber!
        Ein Blog, “in dem sich auch eine Vielzahl von vermeintlichen Idioten tummeln”, muss nicht jedermann Sache sein. Alles was man frei sagen kann, muss nicht auch (für alle) interessant sein. Auch dadurch unterscheiden sich Blogs voneinander. Auch darum ging es bei einigen Kommentatoren in diesem Blog – würde ich meinen.

        PS
        Auch spiegelfechter.com – so sehe ich es – war bisher nicht deshalb erfolgreich, weil dort etwas freier (oder gar dreister) gesagt wurde als anderswo, sondern weil es besser gesagt wurde

        • Benjamin schrieb am 11. Mai 2011 at 20:42 - Permalink

          Mann ist doch klar, Hitler hat doch einen Exklusivvertrag mit Guido Knopp^^

    76. André H. schrieb am 11. Mai 2011 at 13:30 - Permalink

      @SF
      Ich habe doch noch einige Vorschläge für Diskussionsthemen:

      - Bayreuth (richtig geschrieben?) und das Problem mit zu Guttenbergs summa cum laude
      - Posttraumatische Belastungsstörungen bei deutschen Soldaten
      - Syrien
      - Lampedusa
      - erneuter “Neustart” der FDP
      - Strukturveränderungen als Folge des Discountsystems
      - “Geiz ist geil” auf Kosten anderer
      - Griechenland und der Euro
      Nicht dass ich damit dem Spiegelfechter unterstellen will, Mangel an Ideen zu haben…

      • Dennis schrieb am 12. Mai 2011 at 10:01 - Permalink

        erneuter “Neustart” der FDP

        Darauf hat sich Michael Spreng spezialisiert ;-) (Den ich übrigens für sehr lesenswert halte).

    77. sacki schrieb am 11. Mai 2011 at 14:26 - Permalink

      Zu dem Thema empfehle ich “Umberto Eco – Das Foucaultsche Pendel” – die ganzen Verschwörungstheorien sind danach eigentlich nur eine Spielerei für Idioten, um von den wahren “Verschwörungen” abzulenken.

      Interessanter Gedanke :)

      • André H. schrieb am 11. Mai 2011 at 17:44 - Permalink

        Mit deinem Kommentar schliesst du praktisch den Kreis zum Kommentar von “unschland” unter Punkt 1 (ganz oben):

        Wäre ich ein bilderbergernder Superilluminat oder böser Thinktank, hätte ich einen ganzen Haufen Vt-blogs am Start, die nix anderes machen, als sich besonders hysterisch zu geben, damit ein Thema tabu ist für alle Seriösen.

    78. V. Schwörer schrieb am 11. Mai 2011 at 15:29 - Permalink

      JAAA!

      Das Produkt “Osama® – terrorize me” ist offiziell vom Markt verschwunden. Jetzt verschwören sich die Idioten gegen die Blogger und liefern sich einen abstrusen Schreib-Wettbewerb zur Erhöhung der Klickrate. Da muss ich mir vor lauter Frust gleich einen ABC-Schutzanzug kaufen…

    79. Kriegszitterer schrieb am 11. Mai 2011 at 16:00 - Permalink

      Ich bin ein Idiot ! :D

    80. Sukram71 schrieb am 11. Mai 2011 at 17:42 - Permalink

      Mein Buchhalter-Kollege ist übrigens seit Jahren Moderator bei allmystery.de und ist da seit 2005 den halben Tag zwischendurch Beiträge am schreiben.
      (Das sehe ich deshalb, weil ich hier nebenbei der Firewall- und EDV-Admin bin.)
      Und der hat echt ne Macke ohne Ende. xD

      So schlimm ist diesen allmystery.de aber auch wiederum nicht, glaub ich.
      Da gibt es beklopptere Foren und Webseiten.
      Auch wenn ich es nicht verstehen kann, wie man dort über Jahre hinweg den ganzen Tag surfen kann. Ich würde da auf Dauer vermutlich genauso aufbrausend, rechthaberisch und, äh, teamunfähig wie er. :)

    81. Inkohärenz schrieb am 11. Mai 2011 at 17:56 - Permalink

      @ 77:

      Einen ebenfalls interessanten Erklärungsversuch findet Ihr , wieder erwarten, hier:
      http://www.southpark.de/alleEpisoden/1009/….

      Das für mich verwirrende an der Trutherszene etc. ist, das die Maßstäbe, welche an andere gestellt werden nicht für die eigenen Argumentationsketten gelten. Jedem wird misstraut, vieles wird angezweifelt, z.T. auch mit Recht. Aber wenn eine, aus welcher Quelle auch immer, Information ins Weltbild passt wird Sie auf Teufel komm raus kolportiert, plötzlich gilt das allgemeine Misstrauen nicht mehr und wer dann noch daran zweifelt hat es entweder ” alles noch nicht verstanden und ist noch nicht so weit” oder gehört zum jeweiligen Feind. Das nennt man Dogma und dieses schadet jeder gesunden Auseinandersetzung mit komplexen Themen.
      In vielen Gesprächen wurde mir von INFOKRIEGERN immer wieder begeistert von all den Komplotten und Verschwörungen erzählt, erdrückende Beweise präsentiert usw. , wenn ich dann nachfragte von wem denn dieses Video oder dieser Artikel stamme, schauten Sie mich ausnahmslos mit großen Gesichtern an…

      Viele Grüsse

    82. Kesha schrieb am 11. Mai 2011 at 20:15 - Permalink

      Ach,

      Ihr seht das alles viel zu verbissen…

      Ich beschäftige mich seit langer Zeit mit den Ereignissen vor, am und nach dem 11.09. und
      betrachte das mittlerweile als Übung zur Aufrechterhaltung der geistigen Beweglichkeit. Es
      reicht vollkommen, die aus öffentlich zugänglichen Quellen ersichtlichen Fakten zu zitieren und sich dann zu fragen, wie dies wohl jeweils zur offiziellen Version passt. Wozu sollte man
      auch eine Gegentheorie entwerfen, wenn sich die allgemein bekannte Darstellung laufend
      selbst widerspricht… sollen deren Vertreter das doch gefälligst erklären. :o)

      Es gibt dafür viele Beispiele… der Spiegel hat z.B. im Herbst 2001 zwei Autoren nach NY geschickt,
      die vor Ort recherchierten und dann daraus 2002 das vermutlich bekannte Spiegel-Buch zum
      11.09.01 gemacht haben. Dort steht z.B. zu lesen, daß der (erste) Flug AA11 in Boston an
      Gate 26 stand. Dafür gibt es diverse weitere Meldungen aus US-Zeitungen direkt nach 9/11. Im Jahre 2004 hat dann die 9/11 Commission verkündet, AA11 sei an Gate 31 angedockt gewesen, und das gilt offiziell bis heute… Gate 26 ist nun Bäh.
      Fragt man nun einen Hardcore-Verfechter der offiziellen Version, welche der beiden offiziellen Versionen nun stimmt, bekommt man nach kurzem Rumdrucksen ein “Du Verschwörungstheoretiker!” entgegnet.

      Ich finde das mittlerweile recht belustigend. Fakt ist, daß man an 9/11 schon *glauben* muss, und das macht es somit selbst zu einer VT…
      :o)

      • Dominik schrieb am 11. Mai 2011 at 20:34 - Permalink

        Wow, sag bloss. Das Gate stimmt nicht? Da muss ja eine Weltverschwörung dahinter stecken. Dass jemand Fehler macht und evtl. das Gate falsch angibt kann ja schliesslich nicht sein. Ist ja bekannt das Menschen so gut wie nie Fehler machen.

        • Kesha schrieb am 11. Mai 2011 at 20:55 - Permalink

          Du hast den Witz an der Sache nicht verstanden…

          Es gibt keine durchgängige, homogene “offizielle Version” des 9/11.

          Würdest du nun das Buch der Spiegel-Autoren samt der Zeitungs-Quellen oder eher die 3 Jahre jüngere Version des Commisson Reports als ultima ratio betrachten, und welche darf man bezweifeln? Welche darf man als Vertreter der “offiziellen Version” vertreten, ohne selbst als VTler dazustehen?

          Derlei abweichende “offizielle Quellen” gibt es zu so gut wie jedem Aspekt von 9/11.

      • ali schrieb am 11. Mai 2011 at 20:45 - Permalink

        Was ist das? Argumentum ad Ostium? Falsches Gate ergo Mossad?

        • Kesha schrieb am 11. Mai 2011 at 21:04 - Permalink

          …dann erkläre mal, wie es der Mossad bewerkstelligen sollte, eine bestimmte Boeing 767 zur gleichen Zeit an zwei unterschiedlichen Gates parken zu lassen….

          Wie gesagt, es gibt für beide Darstellungen Zeugenaussagen, allerdings überwiegend für Gate 26. Was ist also zutreffend, und was ist VT?

          • ali schrieb am 11. Mai 2011 at 22:28 - Permalink

            Das ist doch völlige egal. Der Punkt ist, dass ein Irrtum vermutliche eine gute Erklärung dafür ist, dass zwei verschiedene Gates genannt werden (falls dem so ist). Warum soll jemand eine Gate Nummer vertuschen? Was soll der Quark mit “Flugzeuge an zwei Gates parken”?

            Und das ist mein letztes Statement zur Sache. Weil es bring nicht über Spezifisches zu diskutieren. Ich habe das mehrmals probiert. Es lenkt nur von der Unplausibilität der grossen These hinweg. Aber da du gar keine solche alternative Erklärung zu haben behauptest, gibt es sowieso nichts zu diskutieren. Ausser du möchtest mir beweisen, dass verschiedene Staatsorgane widersprüchliche Erklärungen abgeben können. Da werde ich dir nicht widersprechen.

            • Kesha schrieb am 11. Mai 2011 at 22:52 - Permalink

              “Und das ist mein letztes Statement zur Sache. Weil es bring nicht über Spezifisches zu diskutieren. Ich habe das mehrmals probiert. Es lenkt nur von der Unplausibilität der grossen These hinweg. Aber da du gar keine solche alternative Erklärung zu haben behauptest, gibt es sowieso nichts zu diskutieren.”

              Ahäm… du nennst eine Vielzahl von offiziellen Quellen zu den zwei unterschiedlichen Gates etwas “Unspezifisches”? :o)
              (Quellen werden gerne nachgereicht…) Und was der Quark mit den zwei unterschiedlichen Gates soll, solltest du mir erklären können, falls du der offiziellen Darstellung *glaubst*. Ich habe lediglich die Tatsache in den Raum gestellt, das es hier zwei offizielle Versionen gibt.

              Ich habe im Übrigen gar keine These vertreten, falls die das entgangen sein sollte, und wie ich auch eingangs schrieb… derer bedarf es gar nicht, weil es die offizielle, stringente These als solche gar nicht gibt. Insofern sehe ich meinerseits keine weitere Veranlassung, mir eine Erklärung aus den Fingern zu saugen.

              Natürlich habe ich auch für mich eine logische Erklärung gefunden, da es für Flug AA11 auch, je nach offizieller Quelle, zwei unterschiedliche Startzeiten gibt. Aber dies tut nichts zur Sache, da ich gerne die “richtige” offizielle Version wüsste. Zwei parallel geht ja nun schlecht…

            • Kesha schrieb am 11. Mai 2011 at 23:14 - Permalink

              Der guten Ordnung halber:

              Gate 26:

              The American flight left from Gate 26 in Terminal B, and the United flight from Gate 19 in Terminal C. One airport employee said nothing unusual was apparent when the American flight left, and airline workers learned almost simultaneously that there had been explosions at the World Trade Center and that air traffic control had lost contact with the American flight.
              http://www.boston.com/news/packages/und … gan+.shtml

              American Airlines Flight 11, a Boeing 767, took off from Gate 26 in Terminal B at 7:59 a.m., carrying 92 passengers and crew members. That jet is believed to have been hijacked and flown into the World Trade Center shortly before 9 a.m.
              http://www.boston.com/news/packages/und … ope+.shtml

              American Airlines Flight 11 had backed away from Gate 26 of Terminal B at Boston’s Logan Airport and was rolling toward the runway for a six-hour flight to Los Angeles.
              http://www.washingtonpost.com/ac2/wp-dy … -2001Sep15

              Es ist 7.25 Uhr, als Atta und Umari Gate 26 erreichen. Mancher Zeuge glaubt, er hätte sie rennen sehen. Aber sie sind nicht zu spät.
              http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-20899440.html

              Gate 32:

              http://www.nytimes.com/2001/10/16/national/16TEXT-FLIGHT11.html

              9/11 Commission Report:

              Flight 11 pushed back from Gate 32 in Terminal B at 7:40. …. report, Flight 175 BOS-LAX Load Factors, undated (from June 1, 2001, to Sept. …
              http://www.fas.org/irp/offdocs/911comm-notes.pdf

              Mit Photo der Flagge über Gate 32:
              http://patrickmadrid.blogspot.com/2010/03/my-visit-to-gate-32-at-boston-logan.html

      • COPOKA schrieb am 12. Mai 2011 at 02:22 - Permalink

        Fakt ist, daß man an 9/11 schon *glauben* muss, und das macht es somit selbst zu einer VT…

        Ach, Kesha, was wäre unsere Welt ohne Glauben?
        Das Meiste, was wir *glauben* zu wissen, beruht bei genauerern Hinsehen auf dem Glauben. Oft als Annahmen bekannt. Als radikaler Konstruktivist hat man da leichter ;)

    83. condorito schrieb am 11. Mai 2011 at 20:19 - Permalink

      Griechenland-Ding wäre sehr cool.
      Wird zur Zeit auf KEINEM EINZIGEN deutschen Politblog den ich kenne richtig behandelt. Ich quatsch schon den Links-Peronisten aus Argentinien die Ohren voll ;-)
      http://abelfer.wordpress.com/2011/05/10/tragedia-griega-opera-alemana/#comment-12071

      • Oliver schrieb am 11. Mai 2011 at 20:37 - Permalink

        Wird zur Zeit auf KEINEM EINZIGEN deutschen Politblog den ich kenne richtig behandelt.

        Der Onkel weiß Rat:
        - jjahnke.net
        - querschuesse.de
        - politikprofiler.blogspot.com
        - oeffingerfreidenker.blogspot.com
        - PI und Kopp hatten was dazu (ja, kann man lesen und wieder schliessen)
        - mmnews.de (auch wenn das weniger ein Blog ist)

    84. Holdger Platta schrieb am 11. Mai 2011 at 20:49 - Permalink

      Hanjo Henker zählt eine Reihe guter Websites auf, und ich bin mit seiner Auflistung einschränkungslos einverstanden. Er hätte da ‘eigentlich’ auch – Jens, bitte kurz weghören (bzw. kurzzeitig Augen schließen)! – spiegelfechter.com nennen müssen. Nunja, ging vielleicht nicht. Ich meinerseits aber würde diese Liste gerne noch ergänzen um http://www.meinpolitikblog.de. Darf man das hier? – I hope so. Denn dieser Info-Dienst bietet dito Tag für Tag eine hervorragende Sammlung von Beiträgen an (nicht zuletzt Hanjo Henkers Artikel gehört seit heute dazu).

      Mein Wort zum Abend. Und fürs Gedächtnis.

    85. na sowas schrieb am 12. Mai 2011 at 00:02 - Permalink

      Homöopath beweist: Effekt auch ohne nachweisbaren Verstand!

      Am heutigen Samstag [5. Februar 2011]veranstaltet im deutschsprachigen Raum die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften die 10:23-Aktion. Dabei schlucken die Teilnehmer öffentlich eine “Überdosis” homöopathischer Mittelchen – ein Vielfaches der “normal” verabreichten Menge. Dabei wollen sie zeigen, daß mit den Teilnehmern einfach gar nichts passiert, denn schließlich ist die gesamte Homöopathie nichts als Humbug. ff.
      …
      Als kleiner Service für den Leser seien hier die wichtigsten Stellen der Homöopathenerklärung in eine klare Sprache übersetzt:
      [Auszug]
      Liebe Skeptiker!
      Ihr nervigen, kleingeistigen Erbsenzähler!

      Es ehrt Sie, dass Sie nicht alles glauben, was man Ihnen vorsetzt.
      Ihre ewige Nörgelei kann einem echt auf den Sack gehen. Aber was soll man anderes machen, als gute Miene?

      Dass etwas derart Verdünntes noch einen Effekt haben soll, ist schwer mit dem gesunden Menschenverstand zu vereinbaren.
      Genau genommen, gar nicht. Aber wir als Homöopathen haben es ja sowieso nicht mit gesunden Menschen zu tun!

      Wenn keine Symptome auftreten, könnte das daran liegen, dass das Mittel nicht zu ihnen passt.
      Wenn partout nichts passieren will, beweist das... nicht, dass Homöopathie nicht wirkt!

      In diesem Fall könnten sie den Versuch mit einem anderen Mittel wiederholen.
      Irgendwann wird schon mal was mit ihnen passieren! Und wenn sie immer Mittelchen schlucken, dann ist schon mal bewiesen: Homöopathie wirkt!

      Weiterlesen → wahrheitueberwahrheit.blogspot.com/

      [WARNING To meet a deadline, this comment was plagiarised from another blog]
      …
      1 more reason to get out of here → El Cielo de Canarias [via Daniel López]

    86. Magicdrummer schrieb am 12. Mai 2011 at 01:23 - Permalink

      Ich habe Homöopathie auch mal für Schwachsinn gehalten, bis es mir mehrmals sehr geholfen hat, und das sofort. Es gibt übrigens auch Veterinär-Homöopathie und bei Tieren dürfte es mit dem Placebo-Effekt nicht weit her sein;-)

      Wenn diese vielen Verschwörungstheorien doch so beliebt sind und nur allzu gerne geglaubt werden, obwohl nix dran ist, warum gibt es dann kein Magazin für diese doch so enorme Zielgruppe? Es gibt für jeden Scheiß ein Magazin. Gehören aber immer zu den gleichen Verlagsgruppen…

      Vorgestern wollte ich mir ein Buch von Zecharia Sitchin kaufen, quasi dem Erfinder von PlanetX/Nibiru. Ich habe weder bei Thalia noch bei Mayersche was gefunden und war in den richtig großen Läden und heute hab ich zwei von Amazon bekommen. Seine Übersetzungen der alten sumerischen Keilschrift-Texte hat man meines Wissens nie grundlegend in Frage gestellt. Was da so drin ist sicherlich ausgeschmückt, aber wenn nur ein Bruchteil stimmt, ergibt vieles plötzlich einen Sinn. Das Alte Testament zum Beispiel.

      • Aha schrieb am 12. Mai 2011 at 01:47 - Permalink

        Diese Magazine gibt es, nicht zu knapp. Ich nenn jetzt keine Namen. Aber wenn das AT mit Hilfe von Keilschrift-Übersetzungen plötzlich Sinn macht und Nibiru daraus zweifelsfrei erkennbar wird, brauchst Du die garnicht mehr. Einen größeren Scheiß wirst Du auch gedruckt nicht finden.

      • Sukram71 schrieb am 12. Mai 2011 at 08:50 - Permalink

        Könnte ja sein dass an Homöopathie vielleicht etwas dran ist, auch wenn ich mir das nur schwer vorstellen kann.

        Aber müssten dann nicht auch sämtliche Gifte und Schadstoffe auch dann noch schädlich wirken, wenn sie nicht mehr oder kaum noch nachweisbar sind. Dann würde ja selbst Grenzwerte für z. B. Pestizide im Gemüse keinen Sinn machen. :)

        Ich habe Homöopathie auch mal für Schwachsinn gehalten, bis es mir mehrmals sehr geholfen hat, und das sofort.

        Ich habe auch mal an Reinkarnation geglaubt, aber das war in einem früheren Leben. SCNR :D

      • na sowas schrieb am 12. Mai 2011 at 09:10 - Permalink

        @Magicdrummer

        Seine Übersetzungen der alten sumerischen Keilschrift-Texte hat man meines Wissens nie grundlegend in Frage gestellt.

        ☞ PaleoBabble ☜

        Your antidote to cyber-twaddle and misguided research about the ancient world.
        …
        SITCHIN IS WRONG.COM
        …
        Good Morning, …ähem Spiegelfechter.com

      • Spiegelfechter schrieb am 12. Mai 2011 at 09:35 - Permalink

        Ich habe Homöopathie auch mal für Schwachsinn gehalten, bis es mir mehrmals sehr geholfen hat, und das sofort. Es gibt übrigens auch Veterinär-Homöopathie und bei Tieren dürfte es mit dem Placebo-Effekt nicht weit her sein;-)

        Nein, der Placebo-Effekt ist selbstverständlich auch bei Tieren zu beobachten, was Dir jeder Veterinärmediziner bestätigen kann.

        • na sowas schrieb am 12. Mai 2011 at 10:24 - Permalink

          was Dir jeder Veterinärmediziner bestätigen kann.

          …ähem, und was bestätigen die Tiere z.B. der “Kluge Hans” oder Huhamed und Zarif?
          …
          http://www.archive.org/stream/denkendetierebei00kral#page/144/mode/2up
          …
          von Osten
          "...und wenn Du schön bittest, sollst Du heute dein Mittagbrot haben!"
          .~ ♪

        • Magicdrummer schrieb am 12. Mai 2011 at 23:36 - Permalink

          “Nein, der Placebo-Effekt ist selbstverständlich auch bei Tieren zu beobachten, was Dir jeder Veterinärmediziner bestätigen kann.”

          Komisch, dass der Placebo-Effekt bei mir mit Pillen aus der Pharma-Industrie nie gewirkt hat, obwohl ich mal dran geglaubt habe. Homöopathie hielt ich dagegen mal für Schwachsinn, aber wenn´s hilft, ist mir völlig egal, was du dir da für einen Grund zurecht legst.

          Übrigens war ich zu der Zeit in Indien und hatte, was den Arzt betrifft, keine Wahl. In Indien ist Homöopathie sehr populär, auch weil eine Behandlung trotz deutscher Medikamente nicht mal halb so viel kostet wie der Chemo-Doktor.

    87. Aha schrieb am 12. Mai 2011 at 01:39 - Permalink

      Truther-Seiten und Esowatch haben doch eines gemeinsam: Eine klare Aufteilung von gut und böse, von “sich” und “den anderen”. Vor allem: klare Feindbilder. Angenehm, wenn mans im Weltbild gern etwas einfacher hat.
      Seriös find ich deshalb beides nicht, graduelle Unterschiede gibt es sicherlich.

      Aber die Ideologie- und interessenfreie Website ist wohl sowieso eine Utopie. Wenn man nichts meint und nichts will, gibt es auch nichts, worüber man bloggen könnte.

      • iRock schrieb am 12. Mai 2011 at 12:48 - Permalink

        “Truther-Seiten und Esowatch haben doch eines gemeinsam: Eine klare Aufteilung von gut und böse, von “sich” und “den anderen”. Vor allem: klare Feindbilder.”

        Nichts anderes sieht man in den etablierten Massenmedien. Eine klare Aufteilung von Schwarz&Weiss/Gut&Böse.

        Somit ist das kein Monopol von Thruthern/VT’lern.

    88. COPOKA schrieb am 12. Mai 2011 at 02:04 - Permalink

      Alles gut und richtig, nur wird es etwas genauer, wenn man das Wort ‘Blogger’ durch einfaches ‘Menschen’ ersetzt. Oder sendungsbewusste Menschen, wie es heutzutage heißt. Bloß früher hießen sie nicht Blogger, sondern Propheten, Verkünder, Führer etc.pp. Erfreuten sich schon immer breiter Gefolgschaft, wenn es ihnen gelungen ist, einfache Antworten und Erklärungen zu den Fragen zu finden, die Menschen beschäftigten. Ja, man kann es nur bedauern, dass es meistens die Falschen sind, die sich Beliebtheit erfreuen, ändern lässt es sich kaum.
      Blogger sind Menschen, Menschen bloggen und verfallen der menschlichen Neigung, nach einfachen Antworten zu suchen. Oder eher nutzen diese geschickt aus. Hätten Menschen nicht diese Schwäche gehabt, würden sie nicht mal an Gott oder Allah glauben. Der Allmächtige ist die einfachste Antwort auf alle unbeantworteten Fragen.
      Also sind die Maulchristen und -muslime die übelsten Truther ;)
      Und sind es schon immer gewesen. Nichts neues unter der Sonne.

      • Systemfrager schrieb am 12. Mai 2011 at 06:50 - Permalink

        eben!

    89. Juliane schrieb am 12. Mai 2011 at 07:48 - Permalink

      Seufz!

      • na sowas schrieb am 12. Mai 2011 at 10:02 - Permalink

        Seufz!

        You are in pony club
        YEEHAW! Love this bunch of f*cking Hippies ;-) [via EXTREME BOTTLEBAND]

    90. Volker Birk schrieb am 12. Mai 2011 at 08:30 - Permalink

      Lieber Spiegelfechter Jens,

      da Du ja ausgewogene Wahrheitsfindung betonst, erwarte ich von Dir demnächst auch einen Artikel darüber, dass die offizielle Verschwörungstheorie zu 9/11 eine glatte Lüge darstellt und die Geschichte des politischen Mordes an Osama bin Laden, wie wir sie präsentiert kriegen, eine unglaubliche Unverschämtheit des beweislosen Behauptens von vollig Unglaubwürdigem ist.

      Dabei könntest Du auf die Tatsache eingehen, dass das FBI keine stichhaltigen Beweise hat, die einen Zusammenhang zwischen Osama bin Laden und 9/11 herstellen, und deshalb gegen ihn auch nicht in der Sache ermittelt hatte, sowie auf die Tatsache, dass sich Osama bin Laden immer für alle seine Schandtaten gerühmt hatte, eine Beteiligung an 9/11 aber bis zuletzt bestritten.

      Um mit Daniele Ganser zu sprechen, die offizielle Version der Geschichte um 9/11 ist selbst eine völlig unglaubwürdige Verschwörungstheorie. Es ist die Theorie der Verschwörung von arabischstämmigen Terroristen, geführt von Osama bin Laden, die im Alleingang die Supermacht USA bezwingen, und dabei quasi aus dem Handgelenk die US-Flugsicherung aushebeln, bewaffnet mit Teppichmessern.

      Und auf dieser unbewiesenen, unglaubwürdigen und nicht einmal plausiblen Verschwörungstheorie basiert der gesamte “War against Terror”, basieren all die “Sicherheitsgesetze”, basieren all die Beschneidungen der Bürgerrechte, basieren der Irakkrieg wie der Afghanistankrieg, basieren die robotisierten täglichen politischen Morde der USA, an die wir uns ja bereits gewöhnt haben.

      Und die Krone dieser frechen Lügen, die völlig unbewiesenen Behauptungen von Osama bin Ladens Ermordung, hast Du bisher gar nicht kritisiert:

      “Zweifel am tatsächlichen Tod Bin Ladens scheinen jedoch wenig begründet”, schreibt Markus Weber in “Ein schmaler Grat” hier im Spiegelfechter. Nun, ich würde sagen, dass Osama bin Laden kürzlich aus politischen Gründen ermordet wurde, ist überhaupt nicht belegt. Oder sind seit Neuem etwa Zeichentrickfilme und unbestätigte Behauptungen Beweise? Liegt etwa klar ein Mord vor, wenn man weder eine Leiche hat, noch irgendeinen handfesten Beweis, dass überhaupt irgend jemand zu Tode gekommen ist, ausser man betrachtet ein Foto mit betroffen blickenden Menschen als “Beweis”, die dann ihre Aussage öffentlich so korrigieren, dass sie auch nicht direkt gesehen haben, was passiert ist?

      Was ist denn hier bitte mit der kritischen Reflexionsfähigkeit des Spiegelfechters passiert?

      Reichen Euch in Zukunft Zeichentrickfilme, die die Regierung der USA vorspielt, und Ihr glaubt alles, was die erzählen?

      Denkt mal drüber nach,
      VB.

    91. Sukram71 schrieb am 12. Mai 2011 at 08:59 - Permalink

      @91 Volker Birk

      sowie auf die Tatsache, dass sich Osama bin Laden immer für alle seine Schandtaten gerühmt hatte, eine Beteiligung an 9/11 aber bis zuletzt bestritten.

      Vielleicht haben ihm die USA diese Schandtaten ja übel genommen. ;-)
      Und vielleicht haben die dem auch deshalb bezüglich 9/11 nicht geglaubt.
      Aber es kann auch gut sein, dass der kaum/wenig was damit zu tun hatte.

      und dabei quasi aus dem Handgelenk die US-Flugsicherung aushebeln, bewaffnet mit Teppichmessern.

      Und genau das ist eben möglich und die einfachste und effektivste Möglichkeit die US-Luftabwehr komplett auszuschalten und zu überlisten.
      Da könnt ihr euch auf den Kopf stellen und das noch so oft so formulieren, dass es lächerlich erscheint.

      • Bruder Johannes schrieb am 12. Mai 2011 at 09:51 - Permalink

        Und genau das ist eben möglich und die einfachste und effektivste Möglichkeit die US-Luftabwehr komplett auszuschalten und zu überlisten.

        Na ja, wenn dem so ist, dann kann es nicht vorrangige Aufgabe der US-Flugsicherung (nicht Luftabwehr) sein, für die Sicherheit von Flugzeugen und Passagieren zu sorgen. Es ist schlicht unlogisch, dass etwas so Wichtiges mit so einfachen Mitteln ausgehebelt werden kann. Wenn dies aber möglich ist, dann kann das logischerweise nur heißen, dass die US-Flugsicherung an der Sicherheit nicht wirklich interessiert ist. Danach stellt sich die Frage, welchen Zweck diese Organisation dann primär verfolgt.

        Natürlich muss man sich solche Fragen nicht stellen, wenn man davon ausgeht, dass die US-Flugsicherung von debilen Halbaffen und paranoiden Rambos beherrscht wird. Eine Hypothese, die der halbgebildete Westeuropäer gerne schon mal in Erwägung zieht.

        • Sukram71 schrieb am 12. Mai 2011 at 10:01 - Permalink

          Hä? Ob man Messer in Flugzeuge schmuggeln kann, hat nur was damit zu tun, wie gut und scharf die Einlass-Kontrollen der unterbezahlten Kontrolleure am Flughafen sind. Dass es dort hapert, ist doch seit langem bekannt.

          Und wenn das erstmal gelungen ist, und das Passagierflugzeug in der Gewalt von Terroristen, dann kann die Flugsicherung und Luftabwehr so gut oder schlecht sein wie sie will, das hilft alles nix mehr und spielt überhaupt keine Rolle.

          Um diese Sicherheitslücke zu schließen hat man sichere Cockpittüren und bewaffnete Flugbegleiter eingeführt und experimentiert mit Körperscannern.
          Außerdem darf man keine Getränke mehr an Bord nehmen und jede kleine Nagelfeile darf eigentlich nicht mit ins Handgepäck.

          • Bruder Johannes schrieb am 12. Mai 2011 at 12:31 - Permalink

            Hä? Ob man Messer in Flugzeuge schmuggeln kann, hat nur was damit zu tun, wie gut und scharf die Einlass-Kontrollen der unterbezahlten Kontrolleure am Flughafen sind. Dass es dort hapert, ist doch seit langem bekannt.

            Eben. Deshalb kann’s ja nicht so wichtig sein. Sonst hätte man da schon gut ausgebildete und gut bezahlte Spezialisten hingestellt. Man kann nicht einerseits mit minderbemittelten Hilfskräften arbeiten und sich gleichzeitig lauthals beklagen, dass es nicht funktioniert.

            Da die meisten Menschen nicht bereit sind, ihren Regierungen himmelschreiende Blödheit zu unterstellen (wieso eigentlich nicht?), muss man sich nicht wundern, wenn sie Absicht unterstellen, d. h. planvolles Vorgehen. Und da ist man dann ganz schnell bei VT, weil sich die Frage stellt, welcher Plan da wohl verfolgt wird.

            • Sukram71 schrieb am 12. Mai 2011 at 12:40 - Permalink

              Och menno … :)

              Wenn bei Sicherheitskontrollen von zehntausenden von Passagieren am Flughafen ein Zeit- und Kostendruck entsteht und Kontrollen nicht perfekt sind, kann man doch keinen absichtlichen Plan unterstellen. Bye.

          • iRock schrieb am 13. Mai 2011 at 02:08 - Permalink

            Sie verstehen nicht ganz vorauf Bruder Johannes hinaus möchte. Dass schmuggeln von Plastikmessern (letzte offizielle Behauptung) bzw. das verhindern davon ist nicht gemeint. Sondern die Tatsache, dass von der Air Force ausgebildete Piloten, sich von Plastikmessern (!) fürchtend, Terroristen Passagierflugzeuge wehrlos überlassen, ohne den Funkcode für Hijacking durchzusenden. 7500 oder so ähnlich müsste dieser sein.

            Nach offizieller Verschwörungstheorie verschwanden alle Flugzeuge vom Radar und waren nicht mehr ortbar, was schlichtweg Blödsinn ist, da jedes Flugzeug von Militäranlagen über das Primärsignal ortbar ist.

            Die Flugzeuge waren sehr lange im US-Flugraum abseits der jeweiligen Routen und wurden von der “besten Flugabwehr” der Welt nicht aufgehalten.

            Ich schließe es aus, dass NORAD nur rein zufällig zu 100% ausfiel. Schenkt man der offiziellen VT glauben, so gab es dutzender seltsamer Zufälle und Glücksmomente für die angeblichen Hijacker.

            Spätestens jedoch am Pentagon hätte Schluß sein müssen, wenn man von der offiziellen VT ausgehend glaubt, dass sich eine 100t schwere 757 in einem 3m Loch atomisiert hat. Das Pentagon verfügt über eine hochqualitative Flugabwehr. Aber sogar die blieb – zufälligerweise – ausgeschaltet.

            (Mal den Insiderhandel an der Wall Street völlig ausser acht lassend)

            Dass künftig solche Zufälle nur noch mit mehr Sicherheit und weniger Bürgerrechten verhindert werden können, halte ich für genauso glaubwürdig.

            • Ich habs leid schrieb am 14. Mai 2011 at 00:01 - Permalink

              “so gab es dutzender seltsamer Zufälle und Glücksmomente für die angeblichen Hijacker.”

              VTer kennen sowas wie Zufälle in ihrem Sprachgebrauch nicht, das ist bekannt. Glücksmomente scheinen auch nicht zu ihren bevorzugten Erlebnissen im Leben zu gehören.

              “Loch atomisiert hat”

              Also ich will Jens Blog nicht wirklich mit Details überstrapazieren (und wenigstens Bilder angucken kann ja wohl ausser einem wirklich Blinden jeder), aber solche nachgekauten und ständig wiedergekäuten VT-Nachrichtenbestandteile habe ich echt leid.

      • Volker Birk schrieb am 12. Mai 2011 at 22:10 - Permalink

        “Ihr”? Wer ist denn “Ihr”?

        Ich habe diesen Kommentar hier auch als Test gesetzt – ich habe absichtlich keinerlei Behauptungen über die Vorgänge am 11.9.2001 oder aber über Osamas angebliche Ermordung aufgestellt.

        Im Gegenteil, nur die offizielle Theorie der Verschwörung der arabischen Terroristen habe ich bezweifelt – das ist ja immerhin eine der unglaubwürdigsten aller Verschwörungstheorien, die offizielle, die über 9/11 umgehen, und da geht nun wirklich allerhand Unsinn um.

        Aber man sieht die Macht der Meinungsführung: die US-Regierung legt keinerlei überzeugende Beweise vor, und trotzdem wird man für dumm gehalten, wenn man denn zweifelt. Und mit Osamas angeblicher Ermordung ist es ja ein noch dickerer Hund: da gibt es nicht mal Bilder oder Videos von, nichtmal ein Foto von der Leiche, sondern allen Ernstes Zeichentrickfilme.

        Wir werden mit Zeichentrickfilmen abgespeist, mit Computeranimationen, und die Konsumenten glauben alles.

        Warum die Leiche zeigen? Warum gerichtsfest argumentieren? Warum wie damals bei Eichmann kidnappen und dann anklagen, und vor allem die Verteidigung öffentlich erleben, wenns so einfach geht: die Leute schlucken wirklich gar alles, ausnahmslos.

        Obama wird wiedergewählt werden. Auf der Basis von Zeichentrickfilmen. Auf der Basis reiner Werbefilme, ohne auch nur den Hauch eines Beweises.

        Funktioniert doch. Und es funktioniert auch hier.

        Alle Verschwörungstheorien ausser den offiziellen sind Verschwörungstheorien. Die offiziellen Verschwörungstheorien sind keine Verschwörungstheorien. Lüge ist Wahrheit. Krieg ist Frieden.

        Mitten im Frieden, der Krieg gegen den Terror.

        Viele Grüsse,
        VB.

    92. Bokatov schrieb am 12. Mai 2011 at 09:23 - Permalink

      @91 Volker Birk

      Lieber Spiegelfechter Jens,
      da Du ja ausgewogene Wahrheitsfindung betonst, erwarte ich von Dir demnächst auch einen Artikel darüber, dass die offizielle Verschwörungstheorie zu 9/11…

      Den recht guten Artikel hat SF doch schon längst geschrieben im September 2007, Du Schlafmütze! (der link ist in Kommentar 40 von SF)

      Und dann noch diesen verschlafenen Kommentar auf der eigenen web-site zu veröffentlichen, manno mann. Schläfst Du noch, oder bloggst Du schon?

      Bokatov

      • Volker Birk schrieb am 12. Mai 2011 at 22:46 - Permalink

        Ich blogge. Guten Morgen, übrigens!

        VB.

    93. Marc schrieb am 12. Mai 2011 at 09:54 - Permalink

      Danke! ich betrachte 99% dieser Webseiten inzwischen als Spam. Einige dieser Leute sind auch so beseelt von Ihrer Mission, dass sie die gleiche Website, mit gleichem Inhalt gleich 5-10 mal anlegen.

      Es ist schwer zu beurteilen, wie viele Leute diese endgültigen Wahrheiten wirklich bereitwillig übernehmen, denn das Internet ist leider auch eine Plattform für Spinner, denen sonst nieman zuhören würde, weshalb Spinner oft sehr präsent und ihrer Natur nach sehr aktiv sind, allerdings wenn man sich die Verkaufszahlen, selbst von beklopptesten Unsinn (Aldebaran) anschaut, dann ist das nicht mehr nur eine bemitleidenswerte Randgruppe über die man Witze machen kann, sondern in Verbindung mit brauner Esoterik auch eine gefährliche über die man dann natürlich erst recht Witze machen muss.

      Da wird die Einwanderung nach Deutschland als gezielte Unterwanderung angesehen, gesteuert natürlich nicht durch “Juden”, sondern durch “Zionisten”, weil man ja kein Antisemit, sondern nur “Antizionist” ist, was am Ende eh aufs Selbe hinausläuft. Wenn dies nun auf einem Blog eines Spinners stehen würde, der keine Beachtung bekommt – kein Problem. Aber so etwas und Ähnliches steht auf gut besuchten Seiten immer und immer wieder (wohl leider, weil es ankommt) und trifft anscheinend auf fruchtbaren Boden.

      Ich bin erstaunt wie oft Nachrichten eines gewissen bek(l)oppten Verlages beispielsweise als legitime Quelle angesehen werden, besonders wenn den Leuten bei dem, was sie dort auf der Seite sehen klar sein müsste, in welcher braunen Esoterikecke sie hier gelandet sind.

      EDIT: Eine kleine Empfehlung noch zum Schluss (für den, der es noch nicht kennt): http://www.youtube.com/watch?v=FzWOwwNX6Rk

    94. PDF schrieb am 12. Mai 2011 at 10:55 - Permalink

      Hier kann man Verschwörungstheoretiker gerade live in Echtzeit betrachten, wie sie sich ihre Theorien aus der Nase ziehen und “offizielle Versionen” “anzweifeln”. Auf mich wirkt das eher befremdlich, und dass bei Spiegel online inzwischen 70-80% der Kommentare von VT-Fans kommt, irritiert auch etwas: VTs sind scheinbar Mainstream geworden.

      http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=35440

      • Sukram71 schrieb am 12. Mai 2011 at 11:13 - Permalink

        VTs sind scheinbar Mainstream geworden

        Ja. Das ist mittlerweise schon so schlimm geworden, dass die sogar im öff.rechtl. Fernsehn angesprochen und diskutiert werden, wenn es z. B. um den Tod von Bin Laden geht. Das hält man echt im Kopf nicht aus.

        Obwohl – das muss man schon sagen – es im Prinzip, in dem Fall, wirklich keine Beweise für Bin Ladens Tod gibt. Außer eben, dass alle möglichen US-Stellen und Personen das weitgehend übereinstimmend berichten, erkennbar um Offenheit und Aufklärung bemüht sind, auch wenn sie nicht gut dabei wegkommen, man neue Videos und Dokumente veröffentlicht und auch Al-Kaida, die Verwandten und Pakistan das bestätigen. Aber das ist natürlich alles nur Taktik. :)

        • schwitzig schrieb am 12. Mai 2011 at 11:29 - Permalink

          Nur weil Du grundsätzlich überführten Lügnern die abstrusesten Stories abnimmst, heißt das noch lange nicht, dass alles andere VT sind. Du bist ja aus den SPIN-SPON-Foren und Telepolis hier herübergewandert und solltest eigentlich mittlerweile gemerkt haben, dass hier auch Leute unterwegs sind, die nicht nur in Schwarz-Weiss-Kategorien denken.

          • Sukram71 schrieb am 12. Mai 2011 at 11:41 - Permalink

            Ach schwitzig, wenn du die USA, insgesamt und alle, grundsätzlich mit “überführten Lügnern” gleichsetzt, auch wenn die damals Verantwortlichen längst weg sind und völlig andere Leute das Sagen haben und es obendrein um völlig andere Sachverhalte geht, dann ist das kein Schwarz-Weiß-Denken? xD

            • schwitzig schrieb am 12. Mai 2011 at 11:49 - Permalink

              Das tat ich nie, das tue ich nicht und das werde ich nie tun. Ich habe Dir nicht ohne Grund gesagt, dass du wie ein Gummiband bist. Mir geht nur Dein aufgeklärter-Checker-Gehabe und -Gesülze ohne jegliches Fundament dermassen auf den Wecker, dass ich mich dazu habe hinreißen lassen, eines Deiner postings zu lesen und zu kommentieren. Das werde ich mir in Zukunft zu unser beiderseitigem Vorteil sparen.

            • Sukram71 schrieb am 12. Mai 2011 at 11:57 - Permalink

              Schwitzig, das tut mir ja leid.
              Aber wenn diese Verschwörungstheorien, bei etwas Lichte betrachtet, ziemlich blödsinnig aussehen und man selber wie ein “aufgeklärter Checker”, dann liegt das sicher nicht zuletzt an den Behauptungen der VT-ler.

              Deshalb weigern sich wohl auch die Meisten, sinnvollerweise, so einen Quatsch auszudiskutieren. Das macht a) keinen Sinn und b) ist man hinterher doch der Dumme. :)

            • Sukram71 schrieb am 12. Mai 2011 at 12:13 - Permalink

              Außerdem hab ich doch ausdrücklich in Erwägung gezogen, dass die USA zum Tode von Bin Laden die Unwahrheit erzählen.
              Nach Abwägen aller Argumente, wäre das zwar möglich, aber ich halte das, abgesehen von Detailfragen, einfach für recht unwahrscheinlich.
              Und eine andere Möglichkeit das abzuklären haben wir einfach nicht. Völlig gleich, was man auch präsentieren würde. Gottseidank ist diese Frage für mein privates zukünftiges Leben aber nicht von besonderer Bedeutung. Abgesehen davon, dass ich während der Arbeitszeit nebenher so nen Quatsch im Internet diskutiere.:)

        • Marc schrieb am 12. Mai 2011 at 11:35 - Permalink

          Das ist eben der Trick. Alles was dafür spricht, spricht erst recht dagegen. Ist halt eine Art Religionsersatz.

          • schwitzig schrieb am 12. Mai 2011 at 11:51 - Permalink

            edit/delete

      • André H. schrieb am 12. Mai 2011 at 12:06 - Permalink

        … irritiert auch etwas: VTs sind scheinbar Mainstream geworden.

        Du wirfst mit deiner Annahme eine interessante Frage auf.
        Wenn deine Annahme stimmt, dann haben wir Medienkonsumenten ein Problem:
        Dann wären ja VT zur offiziellen Wahrheit geworden. Was vorher unglaubwürdig war, ist nun zu glauben, jedenfalls von Menschen, welche sog. VT abgelehnt hatten.
        Sind wir schon so weit:
        http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrenheit_451

      • Frank Schenk schrieb am 16. Mai 2011 at 12:52 - Permalink

        “Man” macht sich sogar die Mühe, Verschwörungstheorien widerlegen zu wollen.

        N24 ist dafür ja der Paradesender.

        Die 9/11 Verschwörung und was wirklich passierte (oder so ähnlich)

        Da sieht man dann dramatische Bilder und dutzende 9/11-kritische Seiten werden (vermutlich ohne Erlaubnis) zitiert und ihre Videos gezeigt und irgendein Nerd sagt in die Kamera “Stahl kann niemals so schnell schmelzen, so daß die WTC-Türme so schnell hätten einstürzen können”.

        - Blende -

        “Seriöser” “Wissenschaftler” (Professor Doktor Sowieso) wird gezeigt und dieser parliert fröhlich drauf los “Ja also das ist Blödsinn, der Stahl ist geschmolzen und Basta”. Beweis ist seine persönliche Meinung. So werden in der kompletten Sendung alle seltsamen Vorkommnisse, die jeden denkenden Menschen nachdenklich stimmen müssten, einfach abgebügelt von einem selbst-ernannten Experten. Und du fragst dich nach der Sendung, was für einen Shit man rauchen muss, um sowas aufzunehmen und auch noch zu senden? Das erinnert irgendwie ans Mittelalter. Galileo Galilei: “Die Erde ist rund weil [begründete Argumente]“. Kirche: “Die Erde ist eine Scheibe, weil wir das sagen!”. Klar, das sind natürlich starke Argumente. Weil ich das sage, ist das so. Wenn die Hexe schwimmt, ist sie eine Hexe, wenn sie untergeht und ertrinkt, war sie leider unschuldig.

        gruß

    95. André H. schrieb am 12. Mai 2011 at 12:22 - Permalink

      Jetzt komme ich aber doch ein wenig ins Grübeln. Das Tagebuch von Osama B.L. wurde – anlässlich der Kommandoaktion – gefunden.
      Das wirft natürlich meine ganzen wackligen VT vollends über den Haufen…
      http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Im-Kopf-des-Terrorfuersten/story/17111241

      • Bruder Johannes schrieb am 12. Mai 2011 at 12:37 - Permalink

        Jetzt komme ich aber doch ein wenig ins Grübeln. Das Tagebuch von Osama B.L. wurde – anlässlich der Kommandoaktion – gefunden.

        Wie überaus praktisch! Mindestens so hilfreich, wie seinerzeit (9/11) die Präsentation eines Terroristenpasses durch einen FBI-Agenten.

        Ich finde es sehr beruhigend, dass sich die Dinge ganz von selbst logisch ineinanderfügen. So wie das Leben eben wirklich ist: quadratisch, praktisch, gut! :-)

        • Sukram71 schrieb am 12. Mai 2011 at 12:48 - Permalink

          Dinge, die sich nicht ineinander fügen lassen, trotzdem irgendwie passend zu machen und mit viel Unlogik zusammen zu tüfteln, ist ja auch viel spannender und beruhigender. :)

          • brainOnaut schrieb am 12. Mai 2011 at 22:50 - Permalink

            das problem hierbei ist aber, daß die dienste nach der “sicherstellung” der “unterlagen” sich jetzt sonstwas aus den fingern saugen können, daß im umkehrschluss ihre version der dinge stützen würde…
            schwierig zu beurteilen, das ganze.
            bischen stutzig geworden beim verlinktem artikel ausm tagesanzeiger bin ich an folgende stelle:

            “Osama Bin Laden sei zum Schluss gekommen, dass nur ein Terroranschlag im Ausmass des 11. Septembers 2001 die USA zu einem Umdenken in ihrer Nahost-Politik führen würde, wie ein amerikanischer Offizieller der Nachrichtenagentur AP berichtet. Kleinere regionale Anschläge in Ländern ausserhalb der USA waren für Bin Laden wenig Erfolg versprechend.”

            von einer expliziten täterschäft zum 11.9. steht hier kein wort, nur eine implizierung.
            interessant.

            • Sukram71 schrieb am 13. Mai 2011 at 08:33 - Permalink

              das problem hierbei ist aber, daß die dienste nach der “sicherstellung” der “unterlagen” sich jetzt sonstwas aus den fingern saugen können, daß im umkehrschluss ihre version der dinge stützen würde…

              Nun damit hast du sogar Recht und das sehe ich ganz ähnlich. ;-)
              Spiegel-Online weißt ja auch lobenswerterweise darauf hin, dass bei den jetzt veröffentlichen Informationen größte Vorsicht geboten ist.

              Nur, auf der anderen Seite, nehmen wir kurz mal an, Bin Laden sei schon seit vielen Jahren tot und die Sache in Pakistan alles nur ein Fake:

              Dann hätten die Medien und die Leute die bisherige Bin Laden-Story doch gefressen.
              Und jetzt noch mit einem gefälschten “Tagebuch” zu kommen, wäre nur unnötig riskant.
              Als Berater würde ich jedenfalls sagen: “Leute lasst mal gut sein, das wirkt übertrieben. Und später wird das genau gelesen und irgendwann kommt jemand, der seine Dr-Arbeit darüber schreibt, und entlarvt das als Fälschung. Wie stehen wir dann da?”

              Deshalb denke ich einfach nicht, dass das Fake ist. Weil das wäre viel zu riskant und gleichzeitig unnötig. Und warum? Einen Wahlkampf-Coup kann man auch einfacher haben und das wäre auch zu früh.

              Aber wenn die jetzt noch ein Buch finden würden: “Osama Bin Laden – Wie ich es getan habe”, dann werde ich auch misstrauisch. :)

              Dabei behauptet ja auch keiner, dass Osama Bin Laden an 9/11 direkt beteiligt war. Man dachte bisher nur, er war Geld- und Ideengeber und charismatische Führungspersönlichkeit.

            • Sukram71 schrieb am 13. Mai 2011 at 09:07 - Permalink

              Weil auf der einen Seite hat man Osama Bin Laden immer als großen Gegner aufgebaut und dessen, quasi direkte, Beteiligung an 9/11 impliziert, was man bestenfalls nur vermuten konnte,
              auf der andern Seite hat Bin Laden aber auch vieles dafür getan, dass es so kommt. ^^

              Die mutmaßlichen Planer sitzten ja bereits in Guantanamo und haben das gestanden. Wenn auch unter Folter, aber auch ohne. Und so oft wie man die dem Water-Boarding unterzogen hat, müsste man die auf der Stelle wieder frei lassen und stattdessen Bush/Rumsfeld/Cheney & Co. in Haft nehmen.

            • Sukram71 schrieb am 13. Mai 2011 at 12:17 - Permalink

              Das sind natürlich alles Widersprüche, die man vernünftig aufarbeiten müsste und mehr als genug Anlass zur Kritik böten.

              Stattdessen diskutiert man wegen dieser VT-Deppen, endlos und immer wieder, über den Schmelzpunkt von Stahl und goldfarbene Ringe in verwaschenen Videos, usw..

    96. ms schrieb am 12. Mai 2011 at 14:32 - Permalink

      Es geht viel zu oft um die Wahrheit. Wir wollen alle schöne Geschichten, die Wahrheit hat aber oft das hässliche Gesicht der Langeweile.

    97. fennek schrieb am 12. Mai 2011 at 19:05 - Permalink

      Ich weiß, es passt nicht ganz zu diesem Artikel (oder vielleicht doch? von wegen Blogger und Idiotie?), aber ich möchte kurz an diesen Kommentar erinnern:
      http://www.spiegelfechter.com/wordpress/3363/ist-ja-alles-so-schon-bunt-hier#comment-73415

      Ein technisches Problem kann man ja vermutlich ausschließen, wenn am Ende der Posts im Feed steht:

      (…)
      Den Artikel XYZ (3,210 Wörter) auf dem Spiegelfechter weiterlesen
      Dieser Feed wurde Euch präsentiert von

      Ich gehe nicht davon aus, dass “die gute alte Zeit” zurückkommt, wollte aber trotzdem meinen Unmut geäußert haben.

      PS: ein Verbesserungsvorschlag für die Texteinbindung des Sponsorbanners vielleicht noch: “Dieser verkrüppelte Feed wurde euch präsentiert von”

    98. Magicdrummer schrieb am 13. Mai 2011 at 01:42 - Permalink

      Immer dieses 9-11-Thema und jetzt Osama. Wir werden eh nie die Hintergründe erfahren und daher darf wohl jeder das glauben, was man persönlich am wahrscheinlichsten hält. Die Zukunft ist da schon interessanter.

      Ich halte die “Truther” mittlerweile jedenfalls für einen üblen Haufen von fanatischen Paranoikern, die ihre Wahrheit nach dem ausrichten, was sie glauben wollen. Bestes Beispiel ist Project Blue Beam. Angeblich soll zur Eröffnung der nächsten Sommer-Olympiade ein Angriff von außerirdischen UFOs auf die Erde mittels Hologrammen von Satelliten vorgetäuscht werden, um die Welt in eine Art 3. Weltkrieg zu führen ohne einen physischen Gegner wohlgemerkt. Da immer noch viele Menschen nicht an UFOs glauben (ein echter Fehler), wurde das Disclosure Project von Dr. Steven Greer gegründet, der ja doch viele recht hochrangige Persönlichkeiten dazu gebracht hat, über ihre UFO-Erfahrungen zu reden: http://www.wanttoknow.info/ufocover-up10pg

      Leider hat sein Disclosure Project trotz unglaublicher Zeugenaussagen öffentlich nur ein bis zwei Larry-King-Shows getriggert und ansonsten geschah nicht viel. Greer ist auch keineswegs ein Leugner von Verschwörungstheorien und hat in dem Bereich einiges zu erzählen. Seiner Meinung nach hat die US-Regierung bis hin zum CIA keine Ahnung, was z. B. in der Area 51 abgeht, weil die Reverse Engineering Industrie spätestens seit Roosevelt in privater Hand ist: http://www.youtube.com/watch?v=zWzIS2FU_uk&NR=1

      Jetzt behaupten diese Truther doch tatsächlich, Greer wäre ein Illuminati, der die Welt von UFOs überzeugen soll um gegen sie Krieg zu führen, weil er sich ja auch mal mit Rockefeller getroffen hat, wie er im Video-link im ersten Teil auf offen zugibt. Die Truther sind natürlich neidisch bis zum Anschlag, weil Greer nicht nur Theorien aufstellt, sondern diese mit den vielen glaubwürdigen Zeugenaussagen aus Militär, Politik, Wirtschaft und Geheimdiensten auch beeindruckend belegen kann. Außerdem spielt die NASA immer noch eine aktive Rolle in der Zensur von Anomalien, die man sich nur extraterrestrisch erklären kann.

      Witzigerweise stammt diese irrsinnige NWO-Idee zum Project Blue Beam auch aus dem Disclosure Project von Greer, weil da eine Frau namens Dr. Carol Rosin behauptet, in einem Inteview mit Wernher von Braun hätte dieser in etwa gesagt: nach den Soviets werden sie sich Terroristen vorknöpfen, danach 3.-Welt-Diktatoren und zuletzt werden sie die Alien-Karte ziehen, um ihre Kriege zu rechtfertigen: http://www.youtube.com/watch?v=CaTgOSHbBEI

      Ob Rosin/Wernher von Braun recht hat oder nicht, aber das einzige, was diese NWO-Leute als Beweis bringen können, ist bestenfalls das Illuminati-Card-Board Game von 1996.

      Jedenfalls gibt es unter dem Begriff Verschwörungstheorie so vieles von absurd bis glaubwürdig. Alles über einen Kamm zu scheren wäre fatal ignorant. Wir werden von allen Seiten verarscht und VT´ler machen da keine Ausnahme. Diese “Truther” halten jetzt sogar Dr. Michio Kaku, einem recht bekannten Harvard-Physik-Professor für einen Illuminati, weil er sich öffentlich dafür ausspricht, dass ET-UFOs mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit existieren: http://www.youtube.com/watch?v=GmEYNxXQDOY

      • Honk schrieb am 13. Mai 2011 at 09:43 - Permalink

        Nee, ja is’ schon klar… -diese Truther aber auch!
        9/11- Zweifler= UFO- gläubige Mondlandungsbestreiter, mit dem Hang zu, als Rockefellerbashiung maskiertem antiamerikanischem Antisemitismus… -die denken ja alle das Gleiche und sind ausnahmlos paranoide fanatische und unbelehrbare Spinner.
        Schön wenn jemand einen so umfassenden Durchblick hat…
        Mir hingegen ist nur aufgefallen, das die, mir vorher unbekannte, Theorie von der angeblich gefaketen Mondlandung, erst nachdem Aufkommen von Zweifeln an, der amtlichen “Bin Laden- VT” einen ungeheuren Publikationsschub erhalten hat… -und fast immer im Zusammenhang mit Berichten über “9/11- Skeptiker”, vorwiegend in den Massenmedien erwähnt wurde…

      • robert schrieb am 13. Mai 2011 at 11:31 - Permalink

        Lieber magicdrummer,

        lass dich doch nicht so auf eine Glaubensschiene drängen und bleib mal cool. Nervöses VT bashing bringt überhaupt nix. Anscheinend hast du dich ja mit dem Blue Beam beschäftigt, dann sieh es mal nicht so schwarz weiss und bitte verstehe “truther” nicht als homogene Masse. Der Begriff mutiert ja schon fast zum Schimpfwort (verständlich, wenn Aktivisten und Bewegungen gehijackt werden und Fanatiker produzieren).

        Zum Beispiel (das ist meine ganz persönliche VT, die ich dir mal herleite):
        Ich halte dieses Blue Beam für Pentagon oder CIA Propaganda. Das ist keine Graswurzelbewegung. Greer ist entweder selber sogenannte “Intelligence” oder ihm wurde von dieser kräftig das Brain gewaschen. Irgendwer sponsort diese Leute für ihre Geschichten und Kongresse. Die Testimonials kommen doch nicht aus dem Nichts, Flüge, Kamerateams und Catering, 2 dutzend Websites… all das will bezahlt werden. Das soll Aufmerksamkeit generieren und sich über die Truther multiplizieren – um es mal in Marketingaspekten auszudrücken. “Willing to testify before Congress” eines Luftwaffenoffiziers heisst für mich, da ist so einiges an Mitteln aus dem Werbeetat geflossen.

        Versuch mal zwischen den Zeilen zu lesen: Hologramme, Weltraumlaser, Bewusstseinskontrolle – allein die Vorstellung dieser Hochtechnologie kurz in Betracht zu ziehen, verunsichert und verängstigt die Rezipienten. Das nennt man PSYOP. Was dahintersteckt? Abschreckung. Es ist ein Aufplustern wie bei Vögeln. “Hier sieh her wie groß ich bin” und niemand weiss so genau, wieviel Luft und wieviel Federn da jetzt drinstecken. Gibt es jetzt diese Skalarwaffen? Hält man bewaffnete Weltraumflieger vor uns geheim? Wieviel darf man noch für real halten? – das ist doch auch ein schönes Quiz für die Geheimdienste von Drittweltländern, denn die müssen die Möglichkeiten der Technologie bewerten.

        Dieses “Disclosure Project” kommt daher, als ob es dem persönlichen Engagement dieser Leute entspringt aber das glaube ich nicht. Die bedienen ihre Zielgruppe schon sehr professionel: Die UFO/NASA/MOND Leute sind die Basis, dazu kommen RockefellerHochfinanz und Illuminati… ja sogar ein Harvard Professor bedient ein wieder neues Feld und dann greift diese Black Propaganda erstmal sehr gut. So gut, dass dann jede Menge Truther auf eine Fake Alien Invasion warten statt sich die Verträge ihrer Stadt mit den Wasserbetrieben mal durchzulesen oder im Völkerrecht zu schmökern.

        In gewisser Weise ist dieses Disclosure Project schon Mind Control

        • ali schrieb am 13. Mai 2011 at 11:38 - Permalink

          Irgendwer sponsort diese Leute für ihre Geschichten und Kongresse. Die Testimonials kommen doch nicht aus dem Nichts, Flüge, Kamerateams und Catering, 2 dutzend Websites… all das will bezahlt werden. Das soll Aufmerksamkeit generieren und sich über die Truther multiplizieren

          …und da kippt das Phantasieren zur Paranoïa.

          im Völkerrecht zu schmökern

          Das hat mich denn doch amüsiert. Sehr viel “darin geschmökert” hast du wahrscheinlich noch nicht, wenn du meinst “darin schmökern” zu können. Das ist so etwas wie zu sagen: “ein wenig im Common Law zu schmökern”.

          • robert schrieb am 13. Mai 2011 at 12:09 - Permalink

            Das Völkerrecht war ein an den Haaren herbeigezogenes Beispiel, ich brauch kein solches Papier um zu wissen, dass Krieg und Mord falsch sind.

            Ich schiebe auch keine Paranoia wie du meinst und ich hab ja klargestellt, dass dies meine Verschwörungstheorie zu der Sache ist. Meine Meinung ist, dass das Propaganda Budget des Pentagons in genau solche Projekte fließt.

            Schau dir World Invasion an, die fahren genau dieselbe Schiene. Für solch pathosschwangere Militäractionscheisse stellt die Werbeabteilung der Marines dann gerne Berater, Modelle und was weiss ich zur Verfügung.

            Tut mir leid, aber wenn du meine Einschätzung dieser Angelegenheit nicht teilst, halte ich dich eher für ein bisschen naiv und weltfremd als mich für paranoid.

            Versuch du mal ohne nennenswertes Budget mit deiner Alienphantasie eine Riege Luftwaffenoffiziere und Geheimdienstler für deine Alienvermutungen zu gewinnen.

            Natürlich hat meine VT das Problem aller, ich kann sie nicht beweisen, halte sie aber für plausibel.

        • Magicdrummer schrieb am 13. Mai 2011 at 21:09 - Permalink

          Die UFO/NASA/MOND Leute sind die Basis, dazu kommen RockefellerHochfinanz und Illuminati… ja sogar ein Harvard Professor bedient ein wieder neues Feld und dann greift diese Black Propaganda erstmal sehr gut.

          Genau diesen Schwachsinn meine ich. Alles in einen Topf werfen und draufhauen ohne den Hauch von Beweis. Greer ist also so ne Art Agent der Illuminati. Dann haben die aber verdammt wenig Macht, weil sein Disclosure Project wurde in Deutschland sicherlich mit keinem Wort in den Massenmedien erwähnt und die USA halten sich auch stark bedeckt. Auch Youtube-Klicks machen viele andere mehr. Ist Rupert Murdoch etwa kein Illuminati? Der könnte da doch viel mehr machen.

          Wie gesagt, bis auf zwei drei Larry King Shows gab es selbst in den USA nichts halbwegs seriöses über das Thema UFOs. Wenn die Regierungen/Illuminatis/Repilien-Aliens/Anti-Christen wirklich uns von UFOs überzeugen wollen, warum machen sie es nicht? Ein paar UFO-Meldung bei Reuters & Co. und Real-Politik wäre erst mal kein Gesprächsthema mehr.

          Die ganze Blue-Beam-Theorie hinkt von vorne bis hinten und ist mit nichts belegt, außer dem angeblichen Geständnis von Wernher von Braun und diese Anspielungen von Reagan: http://www.youtube.com/watch?v=FOJxqJe_ZuA
          Aber Reagan war immer schon ein bisschen eso-mäßig drauf. Da würde ich mal nicht zu viel reininterpretieren.

          Sicherlich könnte man mit der heutigen Technik UFOs am Himmel projizieren, aber die meisten UFO-Sichtungen gab in den 40er und 50er Jahren. Stichwort Foo-Fighters. Da haben wir auf der Erde noch mit Hubschraubern experimentiert. Das die Nazis ein UFO bauen wollten und in den USA weitergemacht haben, will ich gar nicht bestreiten. Auch wird es sehr wahrscheinlich UFO-artige Flugobjekte in den Geheim-Werkstätten und auch am Himmel geben, aber das UFO-Phänomen wird man damit nicht erklären können.

    99. Human Survival Project schrieb am 13. Mai 2011 at 08:09 - Permalink

      „Der Weltuntergang ist vorerst abgesagt.”

      WAAS? Abgesagt? Was mach ich jetzt mit den ganzen Gasmasken…

    100. Bokatov schrieb am 13. Mai 2011 at 10:42 - Permalink

      @ Magicdrummer #98

      Wir werden von allen Seiten verarscht und VT´ler machen da keine Ausnahme.

      So ist es.
      Wenn nur mal mehr zu dieser Einsicht kommen würden.

      Bokatov

    101. ali schrieb am 13. Mai 2011 at 11:59 - Permalink

      Da VT so ein Totschläger sein soll und ihre alle nur “berechtigte Fragen” stellen wollt: Was wäre also die alternative Erklärung? Stellt doch eine Hypothese auf. Ohne solche bringt die Diskussion nämlich nichts. Nur “Fragen stellen” ist eben auch so ein Klassiker. Sobald es dann um konkrete Theorien geht, wird abgehoben und es wird eben zur Spinner-VT von denen sich einige hier halbherzig distanzieren. Einfach nur Widersprüche suchen ist billig (einmal davon abgesehen, dass es oft sehr gute Erklärungen dafür gibt, auch wenn das jetzt abgestritten werden wird).

      So operieren z.B. auch Kreationisten: An vermeidlichen Lücken und Widersprüchen rumnörgeln (und immer wieder das gleiche aufgewärmt) aber keine Alternative, überprüfbare These. Es bringt nichts über verschiedene Gate Angaben zu diskutieren, wenn man nicht weiss was damit belegt werden soll. An diese alternative These müssen dann zudem die gleichen Ansprüche an die “Beweisführung” gelten, die von der offiziellen Version verlangt wird. Bis jetzt ist die plausibelste Erklärung halt die offizielle.

      Übrigens, da hier gerne mit dem Regierungs-Track-Record argumentiert: Geheimdienste haben eine lange Geschichte von Misserfolgen, Ereignissen hinterherhechten und völliger Überforderung. Sie sind meist alles andere als diese mächtigen Organisationen wie ihr sie darstellt. Warum ignoriert ihr das so gerne?

    102. Lönneberga schrieb am 13. Mai 2011 at 12:37 - Permalink

      Noch mehr als die Leute, die die offiziellen Spins in Umlauf bringen, tun mir die Leute Leid, die darauf auch noch so leichtsinnig reinfallen.

      “Brain Out – Official Propaganda in” heißt die Devise.

      Seit der letzen Osama-Märchen und der willfähigen, sowie unreflektierten Verbreitung der Medien, hab ich ganz ehrlich überhaupt keine Lust mehr TV-Nachrichten zu schauen. Genauso ungern besuche ich mitlerweile Nachrichten-Sites wie Spon/ntv/ard/n24 & Co. Weil man überall den selben Bullshit liest, der entweder offensichtlich hanebüchen ist oder einfach am Abend wieder revidiert wird.

      Kleines Beispiel von einer heutigen Meldung zu Libyen:
      >>tagesschau meldet: Rebellen verkaufen Öl und kassieren Millionen

      Den libyschen Rebellen ist es gelungen, durch den Verkauf von Erdöl an dringend benötigte Finanzmittel zu kommen. Mit Hilfe des Golfemirates Katar sei bislang eine Million Barrel Öl für etwa 100 Millionen Dollar verkauft worden, teilte ein Vertreter der Rebellen mit. Mit dem Erlös würden Nahrungsmittel und andere Hilfslieferungen bezahlt.<<

      Die "Nahrungsmittel und andere Hilfslieferungen" habe ich gestern in Form von neuen Waffen, Raketen und Munition bei einer Meldung auf RussiaToday und PressTV gesehen.
      Mit diesen neuen "Nahrungsmittel"-Waffen haben die Terroristen auch bereits der libysche Armee in Misrata schweren Schaden zugefügt.

      Nicht nur das hier offensichtlich ein souveränes und stabiles Land, durch den Westen gezielt destabilsiert und in einen Bürgerkrieg gezwungen wird, es wird auch wieder einmal so getan, als ob es wieder einmal nur um eine "humanitäre Hilfe" geht. Pfui Teufel WürG!

      • Sukram71 schrieb am 13. Mai 2011 at 13:01 - Permalink

        Vielleicht solltest du dich daran gewöhnen, dass Widersprüchlichkeit der Normalzustand der Welt ist. Und erst Recht, seit man Infos aus aller Welt gebündelt in Form von Nachrichten und Internet serviert bekommt.
        Und warum sollen denn die Rebellen in Libyen mit dem Geld nicht Waffen und Nahrungsmittel gekauft haben? Manches kann man sich doch an 3 Fingern abzählen.

        Und dass man glaubt es würde so getan, als ginge es nur um “humanitäre Hilfe” glaubt man halt auch erst, wenn man keine “Nachrichten-Sites wie Spon/ntv/ard/n24 & Co.” mehr liest. ^^

      • medienmary schrieb am 13. Mai 2011 at 13:08 - Permalink

        Aber Russia Today, einem nun wirklich durchsichtigen Propaganda- und Spinsender, glaubst du? Wo finde ich bei Russia Today denn mal so kritische Berichte über Russland und Putin, wie bei Spon, Tagesschau oder Faz über Merkel/Deutschland?? Irgendwie geht es da immer nur um “böse Nato, böse USA, armer Gaddafi”, gewürzt mit, Überraschung, ein paar Verschwörungstheorien. Russland selbst kommt gar nicht vor, scheinbar ist in Russland alles ok…

      • Sukram71 schrieb am 13. Mai 2011 at 13:35 - Permalink

        Und die Tagesschau schreibt doch seriöserweise deutlich dazu, dass das die Aussage eines “Vertreters der Rebellen” ist.
        Und dort steht “würden … bezahlt”, nicht dass dem so ist.
        Du solltest schon genau lesen.

    103. Spiegelfechter schrieb am 13. Mai 2011 at 14:40 - Permalink

      OMG! Ich lese gerade, dass die VTler-Ikone Ron Paul zur Präsidentschaftswahl antreten will. Das heißt: Monatelanger Politspam von seinen deutschen Fanboys. Nein! Ich sollte meinen Filter schleunigst überarbeiten ;-)

      • André H. schrieb am 13. Mai 2011 at 16:19 - Permalink

        Dr. Ron Paul.
        *grins*

    104. brainOnaut schrieb am 14. Mai 2011 at 00:22 - Permalink

      etwas OT:
      tagesschau meldet “US-Senatoren beschreiben Bin-Laden-Fotos”

      krass der folgende satz von Senator Jim Inhofe:

      “Drei der ersten Bilder wurden aufgenommen, als Obama [sic!] noch am Leben war. Der Zweck: Man wollte einen Blick auf Nase, Augen und deren Verhältnis zueinander werfen, um ihn positiv identifizieren zu können. Das war gut.” Dann beschrieb Inhofe ein “ziemlich grauenvolles” Bild: “Da war ein Schuss in ein Ohr ein- und in einer Augenhöhle ausgetreten – oder umgekehrt. Jedenfalls hing das Gehirn aus der Augenhöhle.”

      der obama-osama-dreher ist ja schon fast obligatorisch, der hammer ist ja wohl die aussage, daß drei der bilder aufgenommen wurden, als OBL noch lebte; ergo wars wohl eine hinrichtung (ich geh jetzt unvorsichtigerweise davon aus, daß hier richtig zitiert wurde.). nett, wie locker-lässig das in nem nebensatz zugegeben wird.
      http://www.tagesschau.de/ausland/fotoosamabinladen100.html

      • brainOnaut schrieb am 14. Mai 2011 at 01:09 - Permalink

        gut, wieder reingefallen ( gooott, da merkt “man” (*hrmphfräuspa*) wieder mal die selbstindoktrinierung der letzten 10 jahre, immer schön selbstbeobachten & hinterfragen (ächz!)).
        er sagt (bei fox (stöhn!)): “…three were older pictures so we could compare what he looked like…”
        okok. kapiert.

    105. robert schrieb am 14. Mai 2011 at 22:20 - Permalink

      Ich denke Greer ist ein Agent für den militärisch industriellen Komplex! Das war doch nicht so schwer zu verstehen. Das Medium ist die Botschaft! Ob er bewusst oder unbewusst unterwegs ist, weiss ich nicht.

      Da sitzen Analysten für Disinfokampagnen, egal für welche Sicherheitsbehörde oder irgendeine Tochter des US Militärs und denken sich ein neues “Produkt” aus. Die checken den “Markt” ab, das sind die “truther” oder “youtuber” oder blogger und bemerken – es gibt da sehr sehr viele UFO Gläubige, NASA Moon Fakes erhalten haufenweise Klicks und auch für Kriegswaffen gibt es jede Menge Begeisterte. Was denkst du warum auf N24 so oft stundenlange Dokus über Leopard und Apache, Ubootkrieg und immer wieder Hitler kommt? Ja die Nazis mit Werner von Braun sind da ja auch ein Motiv. Versteh diesen Mix mal als archetypische Motive, die lösen in jedem, der sichs antut, kulturspezifische Assoziationen aus.

      Aus all dem Scheiss entwerfen die dann einen Cocktail, die erfinden die Geschichte von vorn bis hinten! Schon bei Reagan lagen derlei Szenarien sicher auf dem Tisch und immer wieder wird “abgetestet” wie weit so ein Schwachsinn funktioniert. Einmal über Reuters gelauncht wächst alles aber über einen Point of no Return und das will ja auch niemand… immer ne Hintertür offenhalten.

      Die ganze Geschichte funktioniert dabei tiefenpsychologisch und bedient mehrere Frames ganz gezielt. Dass du, ja du!, über das Potential und die Macht irgendwelcher Illuminati nachdenkst und die dargelegten Möglichkeiten vielleicht auch nur kurz in Betracht ziehst, ist eins der Ziele dieses Produkts! In Greers Fall soll die scheinbar hohe Glaubwürdigkeit und Expertise dieser vielen Militärs eine Macht vortäuschen: technologisch hochgerüstet mit reverse engineering und laserstuff, holodecks whatever, dazu simulieren die die Fähigkeit dieses Komplexes zu milliardenschweren konspirativen oder verdeckten Projekten. Sie tun so als könnten sie alle verarschen – obwohl wikileaks zum Beispiel das genaue Gegenteil demonstriert. Dass Julien Assange der US Regierung dermaßen die Hosen runterzieht und damit einen reellen Machtverlust (weniger Erfurcht) verursacht – Blue Beam oder Illuminati sind Infokampagnen die eben diese Erfurcht steigern sollen.

      Ob man jetzt nacher von Aliens überzeugt ist oder wirklich an Illuminati glaubt spielt da nicht so die Rolle. Die wollen, dass du auf dem Weg zu deiner Erkenntnis jede Menge Generals, Skalarwaffen, Panzer, Hochtechnologische Waffenprojekte scheinbar nebenbei kennenlernst und dass da was von hängenbleibt. Es ist ne Art subtiles Advertising einer Kultur mit etwas sensationsheischender Alienüberschrift.

      So ich hoffe das war etwas klarer. Es handelt sich bei dem hier von mir niedergeschriebenem Zeugs um meine persönlichen Annahmen zu Disclosure und Blue Beam. Ich kann nix beweisen aber hoffe doch, dass die Herleitung Licht ins Dunkel bringen kann. Das ist meine Theorie über eine Verschwörung!

      • Anon90 schrieb am 15. Mai 2011 at 20:56 - Permalink

        Mondlandungsleugner und Alienbeschwörer sind reine Propagandaopfer der Verschwörer.

    106. Juliane schrieb am 15. Mai 2011 at 14:58 - Permalink

      Das Weltbild…

      Also, bei mir wird das Universum von vier weißen Elefanten getragen, die wiederum werden von etwas größeren Elefanten (auch vier) getragen, die wiederum werden von vier weißen Elefanten getragen, und das geht so bis ganz unten…

      • Fake_Snake schrieb am 15. Mai 2011 at 16:43 - Permalink

        …bis zur Schildkröte?

        • Juliane schrieb am 15. Mai 2011 at 19:19 - Permalink

          :)

        • Schweigsam schrieb am 16. Mai 2011 at 09:48 - Permalink

          Das nennt man dann die Scheibenwelt;-)

          • Juliane schrieb am 16. Mai 2011 at 11:47 - Permalink

            ==> SalamiTaktik.

            Und wenn wir uns vor den Gammastrahlenblitzen schützen wollen, bitten wir z.B. die Biber-Brüder um Mithilfe.
            http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Biber_Br%C3%BCder
            (Aaaber Vorsicht, ist eine WikipediaBeschreibung)

        • schwitzig schrieb am 16. Mai 2011 at 11:32 - Permalink

          Was Terry Pratchet ganz eindeutig von Stephen King geklaut hat :-).

          • Schweigsam schrieb am 16. Mai 2011 at 13:26 - Permalink

            Und Stephen King hat es von mir geklaut;-)

    107. XY schrieb am 17. Mai 2011 at 08:00 - Permalink

      http://www.der-postillon.com/2011/05/verwandlung-von-senseo-kaffeemaschine.html
      und
      http://www.der-postillon.com/2010/09/geburtenjahrgange-2009-und-2010.html
      und
      das betrifft auch einige PolitikerJahrgänge
      und
      schönen Tag noch!


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