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  • Gabriel for Kandidat

    geschrieben am 18. Mai 2011 von Stefan Sasse

    Von Stefan Sasse

    Die SPD hat derzeit sicherlich viele Probleme. Einen Kanzlerkandidaten zu finden gehört sicher nach unten auf die Liste. Die aktuelle Debatte um Peer Steinbrück erscheint deswegen wie ein schlechter Witz. Schon seit Monaten geistert besonders bei SpOn, aber auch anderswo, das Gerücht von seiner Kandidatur herum, und wie wir nun aus seinem Munde erfahren habe traut es sich der prominent-abwesende Hinterbänkler auch zu. Keine Frage, Peer Steinbrück könnte, wenn man ihn fragte, bestimmt auch deutscher Kaiser. Nur fragt ihn eigentlich keiner. Dass das seinem Ego nicht überragend gut tut glaube ich sofort; nur der Partei würde es sehr gut tun, ihn in Ehren ergrauen und als Grüßaugust für Agendafans übrig zu lassen. Dass er überhaupt so penentrant erwähnt und gehandelt wird, hat mit zwei Dingen zu tun: zum einen der Bedeutungsverschiebung der “Kanzlerkandidatur” (die es ja eigentlich in Deutschland gar nicht gibt) und zum anderen der verbreiteten Sehnsucht nach Staatsmännern. Beides gilt es kurz zu untersuchen.

    Das Phänomen der “Kanzlerkandidatur” ist erst in den letzten zehn Jahren entstanden, und voll durchgeschlagen hat es erst seit Schröders Abgang. Eigentlich kann an der Frage überhaupt kein Zweifel bestehen: Gabriel müsste der Kanzlerkandidat der SPD sein, schließlich ist er auch ihr Parteivorsitzender. Ein Schlachtross, das für den Titel geeigneter sein könnte, weil es viel präsenter oder erfolgreicher ist (wie etwa Schröder 1998) existiert nicht einmal in Ansätzen. Parteivorsitz oder groß gewonnene Landtagswahlen galten bisher eigentlich immer als Voraussetzung und waren dann auch kaum diskutiert. Es war kein überragend demokratischer Prozess, aber einer, der einer gewissen Logik folgt. Für die SPD gilt diese Logik aber nicht mehr. Sie hat keine Führungsfiguren: Steinmeier bleibt der Langweiler und Wahlverlierer von 2009, Gabriel hat kein allzugutes Image und ist auch nicht übermäßig präsent, und Peer Steinbrück ist, nun ja, Peer Steinbrück. Bleiben noch Sekundärkandidaten wie Kraft, Scholz und Wowereit, aber eigentlich sind das auch keine ernsthaften Kandidaten.

    Die SPD ist zudem nicht einmal mehr sicher die zweitstärkste Partei im Land. Die Grünen müssen tatsächlich ernsthafte Überlegungen für den Fall anstellen, dass sie bundesweit stärker abschneiden sollten als die Sozialdemokratie. Wenn als Themen für 2013 Europa und die Geldpolitik sowie erneut Umwelt- und Atompolitik auf der Agenda landen werden, was kaum als ausgeschlossen gelten kann, hat die SPD (und mit ihr die LINKE) noch mehr verloren als 2009, weil für das Thema Europa und Geld traditionell die bürgerlichen Parteien und für Umwelt- und Atomfragen die Grünen den größten Glaubwürdigkeitsbonus genießen, und der nun einmal Wahlen entscheidet – Schröder hat das 2005 überzeugend bewiesen. Zudem besteht ein unglaublich großer Bedarf an markanten Politikerfiguren, das hat die Causa Guttenberg gezeigt, und das zeigt jetzt der Fall Peer Steinbrück. Steinmeier, Merkel und die ganze aktuelle Riege sind nicht gerade das, was man sich unter dem altbackenen Begriff “Staatsmänner” vorstellt (den wir einfach einmal gender-neutral stellen). Sie sind Sachverwalter, eine zufällig nach oben gerückte zweite Reihe. Das gilt eigentlich auch für Peer Steinbrück.

    Der aber schafft es, und damit wären wir beim zweiten Punkt angelangt, mit seinem kantigen Äußerungen und schnoddrigen Bemerkungen zumindest als Schatten Helmut Schmidts zu erscheinen, der Deutschen Lieblingskanzler in diesen Tagen. Früher wollten sie alle sein wie Adenauer, heute ist es Schmidt, nach dem sie streben. Man kann verstehen wieso. Man kann von Schmidts Einstellungen und seiner Politik halten was man will – ich denke, dass er deutlich mehr Fehler gemacht hat als man in den allgemeinen Lobesarien auf ihn zugesteht -, aber er hat den Part nach außen vertreten wie vor ihm nur Brandt und Adenauer. Schmidt war Kanzler, und die gravitätische Aura ströhmt noch heute von ihm aus. Gegen diesen Schatten kämpfte Kohl sein Leben lang. Peer Steinbrück ist der einzige noch aktive Politiker, der wenigstens etwas von dieser staatsmännischen Aura ausstrahlt. Er ist ein Sack heiße Luft, keine Frage, aber wenigstens schaut er dabei nach was aus. Merkel ist einfach nur heiße Luft, und Steinmeier bestenfalls lauwarm.

    Dieser Sachverhalt macht das Verlangen mancher nach einem Steinbrück als SPD-Kandidat verständlich. Ich habe auch keinen Zweifel, dass die Redaktionsstuben von SpOn bis SZ jubeln würden. Kandidat der Mitte, Staatsmann, erfahren, blabla. Zur SPD passt er aber nicht. Die Partei hat schon Schmidt nur mit Zähneknirschen ertragen, seine Kanzlerschaft war von Ausschlussverfahren gegen Links und ständigen Auseinandersetzungen mit der Basis geprägt. Peer Steinbrück aber würde solche Auseinandersetzungen aktiv suchen, anstatt sie wie Schmidt einfach nur hervorzurufen, und er hätte keinen Willy Brandt als Parteivorsitzenden, der Kompromisse schließen könnte. Steinbrück würde direkt in die Basta-Tradition Schröders springen, ohne auch nur einen Hauch von dessen Klasse, und die Partei gegen sich aufbringen. Steinbrück steht für das Versagen der Politik in der Finanzkrise, er steht für die Große Koalition – die er als Kandidat ohne Zweifel anstreben würde – er steht für die Agenda2010. Peer Steinbrück als Vertreter der Arbeiter? Kaum vorstellbar. Nein, er ist nicht geeignet, und die SPD täte gut daran, ihn möglichst schnell auf das Abstellgleis zu entsorgen.

    Der einzige geeignete Kandidat für das Amt ist Sigmar Gabriel. Ja, er hat keinen besonders guten Ruf, er gilt als unzuverlässig und sprunghaft. Das aber entspricht, wie Spreng schon feststellt, der Partei, der er vorsteht. Die SPD selbst ist sprunghaft und auf der Suche nach sich selbst, und Gabriels Aufgabe ist es, sie auf diesem Weg vorsichtig anzuleiten und dafür zu sorgen, dass der Laden nicht auseinanderfliegt. So sehr man es auch bedauern mag, der rechte Agenda-Flügel der SPD ist Realität, und es gibt einen stattlichen Anteil Wähler, die die SPD tatsächlich dafür wählen. Das ist die Mehrheit derer, die noch da sind. Eine vollständige Abkehr von der Agenda2010 kann sich die SPD tatsächlich nicht leisten, sie muss sie zumindest rhetorisch heiligen – dann kann sie, in alter sozialdemokratischer Tradition, auch in der Realität eine völlig andere Politik machen. Gabriel ist der Flickschusterer, der den undankbaren Job hat, den Kompromiss der Sozialdemokratie für das nächste Jahrzehnt zu basteln. Dafür kann man ihn kaum beneiden. Eine Pflicht, die er eigentlich ebenfalls wahrnehmen muss, ist der nächste Kanzlerkandidat zu sein. Es ist verständlich, dass er das nicht will. Kanzler werden wird er nämlich wahrscheinlich nicht. Peer Steinbrück aber auch nicht.

    Stefan Sasse

    83 Kommentare Print This Post
    Von Stefan Sasse Die SPD hat derzeit sicherlich viele Probleme. Einen Kanzlerkandidaten zu finden gehört sicher nach unten auf die Liste. Die aktuelle Debatte um Peer Steinbrück erscheint deswegen wie ein schlechter Witz. Schon seit Monaten geistert besonders bei SpOn, aber auch anderswo, das Gerücht von seiner Kandidatur herum, und wie wir nun aus seinem ...
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    83 Kommentare:

    1. teiler schrieb am 18. Mai 2011 at 13:15 - Permalink

      Mr. “Voratsdatenspeicherung-ist-super-toll”? Er mag unter den Blinden wie ein einäugiger wirken. Das sagt aber mehr über den Zustand der SPD aus als über ihn. Die Partei ist abgewirtschaftet, ohne Chance auf Erneuerung. Gekapert von den Seeheimern und auf Grund gelaufen. Sie ist nach rechts gerückt, hat dadurch ihre Wähler verjagt, und zurück geht nicht mehr. Warum beschäftigst du dich überhaupt noch mit diesem Trümmerhaufen?

      • Stefan Sasse schrieb am 18. Mai 2011 at 13:19 - Permalink

        Weil ich durchaus noch Potential für Verbesserung und Erneuerung sehe. Vielleicht werde ich enttäuscht, aber das risiko gehe ich ein.

        • André H. schrieb am 18. Mai 2011 at 14:37 - Permalink

          Als interessierter Schweizer zöge ich persönlich die SPD der CDU/CSU-Koalition vor – sie ist einfach nur das kleinere Übel. Steinbrück ist mir zudem deutlich sympathischer als Gabriel. Dieser Sigi ist mir nun doch ein bisschen zu populistisch.
          Längerfristig hat diese SPD aber ein Problem, und zwar nicht zu kanpp. Wäre ich ein SPD-Stratege, würde ich dieser Partei Folgenes raten:
          Die linke SPD-Hälfte vereinigt sich mit der LINKEN (ich kann immer noch nicht verstehen, weshalb sich diese beiden Kräfte kannibalisieren. Wahrscheinlich verstehe ich als Ausländer den Ost-West-Graben zu wenig oder unterschätze den Konflikt Lafontaine/SPD).
          Auf der anderen Seite – der rechten, wirtschaftsfreundlicheren Hälfte der SPD – wird dann voll auf “grün” gesetzt, womit sich eine “grünliberale” Partei ergibt (die jüngsten Erfolge der neuen grünliberalen Parei in der Schweiz habe ich hier schon einmal beschrieben). Dann hätten wir also aus der alten SPD zwei neue Parteien:
          Eine grünliberale und eine echte linke. Diese beiden neuen Parteien bilden zusammen eine Koalition wie die CDU/CSU. Ich denke, dann würde sich die CDU/CSU warm anziehen müssen.

          • schwitzig schrieb am 18. Mai 2011 at 15:40 - Permalink

            Als interessierter Schweizer zöge ich persönlich die SPD der CDU/CSU-Koalition vor – sie ist einfach nur das kleinere Übel

            Ganz im Gegenteil. Die SPD ist schlimmer, denn es ist die Etikettenschwindelpartei, die das durchsetzt, an dem selbst die CDU/FDP-Mischpoke scheitern würde. Good Cop, bad Cop und der deutsche Michel fällt wie immer aus allen Wolken.

          • carlo schrieb am 18. Mai 2011 at 17:10 - Permalink

            SPD….das kleinere Übel? Aber hallo…..da hat ein klügerer Schweizer mal gesagt:

            Wenn ich die Wahl hab zwischen Pest und Cholera, bleib ich lieber gesund!

            (Hans A. Pestalozzi)
            Schickt Siggi Popp in die Wüste, Andrea an den Herd und den Rest vom Seeheimer Kreis zu den Zeugen Jehovas, da könnten sie noch punkten.

            • André H. schrieb am 19. Mai 2011 at 12:46 - Permalink

              ein klügerer Schweizer…

              Ich gebe dir, der du Hans A. Pestalozzi bewunderst, recht; er war übrigens ein Anhänger der “autarken Selbstversorgung”. Das mit “bleibe ich lieber gesund” hat er bis zur letzten Konsequenz durchgezogen.

              http://was-man-uns-nicht-sagt.blogspot.com/2010/09/autarke-selbstversorgung.html

          • Sandsturm schrieb am 18. Mai 2011 at 22:34 - Permalink

            Wenn die Schweizer die SPD so toll finden dann sollen sie sich die doch einfach nachbauen oder uns abkaufen.
            Die alte Tante SPD gehört meiner Meinung nach allerdings weder ins Altenheim noch in die Schweiz sondern auf den Friedhof. Wer Bock auf rechte Politik hat kann dann ja zur CDU wechseln die Linken gehen zur LINKEN und der Rest zieht sich auf seine Gartenlaube zurück und hällt die Füße still, haben ja in der SPD auch jahrzehntelang nix anderes gemacht.

            • André H. schrieb am 19. Mai 2011 at 12:35 - Permalink

              Wenn die Schweizer die SPD so toll finden dann sollen sie sich die doch einfach nachbauen oder uns abkaufen

              Die “Sozialdemokratische Partei der Schweiz” SP wurde 1888 gegründet. Damals war Deutschland noch eine Monarchie.

              http://www.sp-ps.ch/ger/Partei/Unsere-Werte/Parteiprogramm

            • aaa-rating schrieb am 19. Mai 2011 at 13:01 - Permalink

              Leute, es ist ja gut und richtig, dass ihr sehr interessiert seid an der Politik bei eurem Nachbarn. Aber bei euch zuhause liegt, glaube ich, auch einiges im Argen, oder wie war das mit Populismus der SVP?

            • André H. schrieb am 19. Mai 2011 at 13:34 - Permalink

              oder wie war das mit Populismus der SVP?

              Ja, ich schäme mich noch heute.
              Die Plakate der SVP zum Thema Ausschaffung von Ausländern (Schäfchen-Plakat) und gegen den Bau von Minaretten wurden von praktisch allen führenden Tageszeitungen von Europa kommentiert.

              http://www.swissinfo.ch/ger/Home/Archiv/Volkspartei_der_rassistischen_Kampagne_bezichtigt.html?cid=6082060

              http://www.michael-jaeger.ch/de/news/287/Wer-ist-Ivan-S-oder-wie-man-sich-eine-SVP-Kampagne-zimmert-.html

              http://schaefchen.svp-politik.ch/

              http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Rassismuskommission-MinarettPlakate-gefaehrden-den-oeffentlichen-Frieden/story/26042237

            • spider schrieb am 19. Mai 2011 at 20:23 - Permalink

              und gegen den Bau von Minaretten wurden von praktisch allen führenden Tageszeitungen von Europa kommentiert.

              Wobei ich die Reaktionen im Nachhinein ziemlich hysterisch und heuchlerisch finde. Viele Menschen glaubten ja tatsächlich sogar, es ginge dabei um Verbot von Moscheen. Doch das stimmt aber keineswegs. Umgekehrt gesehen und auf unsere Verhältnisse angewandt hiesse das nämlich:

              Verbot der Kirchenglocken.

              Ich würde trotz meiner christlichen Konfession selbst sofort dafür stimmen. Läutende Kirchenglocken produzieren eine Menge Krach. Dass man in Zeiten, wo jeder selbst eine Uhr hat, unbeteiligte Menschen damit nervt, ist ein Skandal.

              Dagegen diskutierte man in Deutschland schon zig mal über das Kopftuch-Verbot. Das finde ich noch viel schlimmer. Die persönliche Freiheit eines Menschen sollte dort aufhören, wo die Freiheit eines anderen beginnt. Sonntag morgen um 8 Uhr ausschlafen zu dürfen ist Freiheit. Das Recht anderer darauf um diese Zeit eine Glocke läuten zu dürfen steht dazu in keinem Verhältnis. Durch ungewöhnliche Kleidung hingegen wird die Freiheit anderer Menschen jedoch in keiner Weise beschnitten, und trotzdem versucht man in die Individualrechte der Menschen im Namen eines vermeintlichen Kollektivs einzugreifen. Gerade hier bedient man sich solcher seltsamen Begriffe wie “Leitkultur”, um die Freiheit abzuschaffen. Wenn ich zynisch wäre, würde ich meinen, es fehlt hier nur noch der idiotische “Arier”-Begriff.

            • André H. schrieb am 19. Mai 2011 at 20:37 - Permalink

              Würde es eine solche Abstimmung geben würde ich trotz meiner christlichen Konfession selbst sofort dafür stimmen

              Der SVP ging es ja nicht um ein Nicht-Verbot von Moscheen, sondern nur um das Provozieren mit einem populistischen Thema, was ihr sehr gut gelungen ist. Sie ist mit solchen Themen die grösste Partei der Schweiz geworden.
              In Frankreich scheint es ja dasselbe zu sein. Die Diskussion – mit dem dann beschlossenen Verbot – um die Burkha bei rund 1500 Burkha-Trägerinnen im ganzen Land… (Quelle: weiss ich nicht mehr, mal bei Arte gehört).
              Ist doch offensichtlicher Populismus resp. Wahlkampf auf dem Rücken von Schwachen und Minderheiten. So erzeugt man auch unnötigerweise Spannungen und radikalisiert einst tolerante Moslems (habe ich auch schon mal erklärt).

            • spider schrieb am 23. Mai 2011 at 00:43 - Permalink

              Der SVP ging es ja nicht um ein Nicht-Verbot von Moscheen, sondern nur um das Provozieren mit einem populistischen Thema, was ihr sehr gut gelungen ist.

              Hmmm… Wenn es eine andere Partei als die SVP vorgeschlagen hätte, hätten wir es wahrscheinlich gar nicht aus der Presse erfahren, nicht in der Dimension. Der Effekt davon, dass es ausgerechnet die SVP war:
              Die Presse hat das heuchlerisch aufgebauscht und als völlig “unmöglich” dargestellt, und Millionen Menschen in Deutschland hassen jetzt die SVP. Wollte diese Partei das wirklich?
              Ich zweifle daran.

              Hingegen darf man in Deutschland völlig ungeniert über “Kopftuch-Mädchen als Problem” diskutieren. Auch in der CDU oder in der SPD …
              Das nenne ich Doppelmoral. Der eine kann scheinbar wenig falsch machen (selbst der Spiegel druckte Auszüge aus Thilos Pamphlet. Warum wohl?) , der andere niemals etwas richtig. Ich sehe hier nur Meinungsmache und manipulierbare Menschen innerhalb einer verkommenen und verlogenen Gesellschaft, die sich immer mehr zur Reklamation eignet.

          • Mir schrieb am 19. Mai 2011 at 02:08 - Permalink

            Eher schließt sich der linke Rest den Grünen (und im Osten vielleicht der Lipa) an und der Agenda Rest geht zu Union und FDP.
            Das wäre aber sicher (genau so wenig wie deine Idee) nicht Sache eines SPD Strategen, sondern der Wählerbewegung geschuldet, wenn die SPD weiter schrumpft, was spätestens bei einer erneuten Regierungsbeteiligung im Bund der Fall sein dürfte.

            Die SPD hat einfach keine Zweck mehr, den sie im Parteiensystem erfüllt und lebt nurnoch von ihrer Vergangenheit.
            Wäre sie gerade erst gegründet worden und ansonsten so, wie sie tatsächlich ist, würde sie nie die 5% Hürde knacken.
            Sie ist halt nurnoch da, weil sie schon so lange da ist – und der Bonus bröckelt.

        • schwitzig schrieb am 18. Mai 2011 at 15:03 - Permalink

          Weil ich durchaus noch Potential für Verbesserung und Erneuerung sehe. Vielleicht werde ich enttäuscht, aber das risiko gehe ich ein.

          Das “Risiko” gehst nicht DU ein, sondern es haben die armen Schweine, die mit den Konsequenzen Deiner SPD-Wahl leben bzw. verrecken dürfen.

        • spider schrieb am 19. Mai 2011 at 21:01 - Permalink

          Weil ich durchaus noch Potential für Verbesserung und Erneuerung sehe. Vielleicht werde ich enttäuscht, aber das risiko gehe ich ein.

          Wie auch immer. Die SPD hat keine Rezepte, um die Probleme dieses Landes zu lösen. Schon rein ökonomisch nicht.

    2. Heldentasse schrieb am 18. Mai 2011 at 13:33 - Permalink

      Braucht die SPD in der momentanen Verfassung objektiv überhaupt einen Kanzlerkandidaten? Oder sind die Kandidatenvorschläge nicht eher ein Reflex aus den guten alten Tagen, wo die SPD noch eine Volkspartei darstellte, damals mit sehr guten Chancen das ein Sozialdemokrat Kanzler wurde? Heute wohl es es wohl eher ein Indiz dafür, dass die in der Parteizentrale und diversen SPD Kreisen realitätsverzerrende Drogen konsumiert werden! ;-)

      • leslie schrieb am 18. Mai 2011 at 19:18 - Permalink

        “”dass die in der Parteizentrale und diversen SPD Kreisen realitätsverzerrende Drogen konsumiert werden!”"

        Nur Alkohol. ;-)
        Und im Bundestag n bisschen Kokain.

        Mfg

      • carlo schrieb am 18. Mai 2011 at 19:54 - Permalink

        @Heldentasse
        SPD’ler konsumieren bewußtseinsverändernde Drogen?
        Ernsthaft…..es wäre ja schade um das teure Kokain!
        Siggi Popp wurde doch mit der Parteiflasche großgezogen, vermutlich mehr Kalorienbombe als geistiges Getränk. Irgendwas hätte dann ja auch mal vom schlimmsten Vollrausch als Lerneffekt hängen bleiben müssen. Was solls…..ich sag: Vivat Oskar;-)

    3. Serious Sam schrieb am 18. Mai 2011 at 13:35 - Permalink

      Die SPD ist IMO auf mittlere Sicht so irrelevant wie die FDP und die Linke, die werden zusammen bei 30% oder so landen. Es verbleiben als große Parteien die Grünen als Beamten- und Bürgertumpartei und die unter Merkel in die linke Mitte verrückte Union als de facto Nachfolgerin der SPD, kurioserweise seit jeher die Partei des Großkapitals einerseits und der Habenichtse andererseits.

      Die einzige Gefahr für einige Legislaturperioden schwarzgrün könnte von einer in Maßen konservativen und nicht fremdenfeindlichen aber den nationalen Interessen mehr als die etablierten verpflichteten Partei kommen, die idealiter auch noch die von der FDP längst fallengelassenen liberalen Aspekte überzeugend abdeckt.

      • Michael Schmidt schrieb am 18. Mai 2011 at 14:10 - Permalink

        die unter Merkel in die linke Mitte verrückte Union

        Was ist denn das für eine verschobene Wahrnehmung. Oder was bzw wo ist überhaupt eine linke Mitte?

        • Frank Powers schrieb am 18. Mai 2011 at 14:19 - Permalink

          Das ist die kollektive Täuschung, die sie alle teilen. Wie man überhaupt auf den Gedanken kommen kann, die CDU wäre irgendwie links bzw. dorthin gerutscht, erschließt sich mir nicht, noch weniger als bei den Spezialdemokraten. “Links” ist im (genehmen) politischen Spektrum doch mittlerweile vollkommen ausgestorben, ungefähr wie der Dodo.

          • Natascha schrieb am 18. Mai 2011 at 14:39 - Permalink

            Stelle Dir mal vor das politische Spektrum ist ein Lineal auf dem fünf Kugeln liegen, jede dieser Kugeln steht für eine der fünf Parteien im Parlament. Wenn Du nun das Lineal nach Rechts schiebst, verharren die Kugeln zwar an ihrer Stelle, auf dem Lineal selbst aber bewegen sie sich wohin? Nach links.

            Selbst wenn eine Partei also nur in ihren neoliberalen und konservativen Positionen verharrt, erscheint sie bereits linker wenn sich das gesamte Spektrum nach Rechts bewegt.

            Dieses Prinzip haben selbst sehr intelligente Journalisten wie Heribert Prantl noch nicht begriffen. Die Union hat sich zwar in bestimmten gesellschaftspolitischen Fragen etwas modernisiert – Schwule kommen z.B. nicht mehr in die Hölle, auch wenn man partout verhindern will dass sie heiraten dürfen – dafür ist sie aber in wirtschaftlichen und sozialen Fragen eher härter als vor 20 oder 30 Jahren. Insgesamt ist die Union keineswegs sozialdemokratischer geworden, im Gegenteil sind es die Sozialdemokraten und die Grünen die alles Linke peu a peu abstreifen und sich den Rechten annähern.

            • tsaitsiki schrieb am 18. Mai 2011 at 15:09 - Permalink

              Die CDU, und besonders die CSU, war schon immer auch sozial. Der Rheinische Kapitalismus war vielleicht paternalistisch, konservativ und oft plump, aber immer auch auf sozialen Ausgleich bedacht. Katholische Soziallehre, Sozialpartnerschaft. Sogar noch Kohl wagte nicht, das zu tun, was Thatcher oder Reagan machten, nur mal ansatzweise und symbolisch.

              Der Neoliberalismus kam dann erst so richtig mit der SPD.

            • Sandsturm schrieb am 18. Mai 2011 at 22:42 - Permalink

              Selbst wenn eine Partei also nur in ihren neoliberalen und konservativen Positionen verharrt, erscheint sie bereits linker wenn sich das gesamte Spektrum nach Rechts bewegt.

              Gut beobachtet. Aber die Frage bleibt – wer legt den Maßstab an? Das ist so wie in der Statistik die Frage lautet “Was ist der Mittelwert” Das arithmetrische Mittel, das geometrische Mittel, das harmonische Mittel, der Meridian oder vielleicht doch der Modus?
              Ist die Mitte der Gesellschaft das was die meisten wählen, oder gibt es eine von den vorhanden Parteien unabhänige Skala? Oder ist einfach die CDU die rechte und die LINKE die linke Wand, während sich alle anderen dazwischen in der Mitte aufhalten?

              Lügen mit Definitionen, ich liebe es.

          • carlo schrieb am 18. Mai 2011 at 18:57 - Permalink

            @Frank_Powers

            Irgenwie hinkt der Vergleich. Der Dodo wurde in kurzer Zeit von Menschen ausgerottet, der arme Vogel konnte sich ja nicht gegen Schußwaffen wehren, oder gar evolutionäre Strategien dagegen entwickeln. Die “Sozialdemokraten” dagegen, haben ihre Degeneration seit etwa 100 Jahre fleissig selbst befördert (Verrat aus Tradition). Diese Kuh bringt niemand mehr zum saufen. Aber um ihr geistiges Potential der Nachwelt und ihren Parteigymnasiasten zu erhalten, sollte man sie in Spiritus einlegen.

          • C. Penkella (Bildleser) schrieb am 18. Mai 2011 at 21:50 - Permalink

            Spezialdemokraten

            Wie witzig!

        • Bonsta schrieb am 18. Mai 2011 at 19:26 - Permalink

          Die linke Mitte ist mittlerweile in der LiPa. Man könnte sie auch Konservativ nennen, also bewahrend, da sie als letzte verbliebene Partei in DE noch keynesianische Wirtschaftspolitik vertritt. Die LiPa ist mittlerweile so mittig, dass viele alte Kommis es unerträglich finden… Nur der Wähler hat’s noch nicht bemerkt ;)

          Die restlichen Parteien haben mit Mitte, oder gar linke Mitte rein gar nichts mehr zu tun. Die CDU ist rechts, bis rechtspopulistisch. Die FDP ist feudalistisch. Die Grünen tun so als wären sie ein bisschen Liberal, bisschen Links, bisschen bürgerlich und bisschen Trallala. Was sie wirklich sind, konnte man unter Schröder beobachten. Jedenfalls saßen zu Regierungszeiten nicht wenige “Botschafter” der INSM in ihren Reihen… Die SPD, tja, Neolib wollen sie nicht sein, aber was anderes anbieten, dazu fällt ihnen auch nichts ein. Sie sind außerdem völlig unterwandert; Seeheimer Kreis wurde ja schon genannt. Das macht die SPD eingentlich noch viel schlimmer.

          • carlo schrieb am 18. Mai 2011 at 19:37 - Permalink

            @Bonsta

            Die LiPa ist mittlerweile so mittig, dass viele alte Kommis es unerträglich finden…

            Also da kann ich Dir, selbst bei bestem Willen, erhöhtem Blutdruck und korrespondierender Adrenalinausschüttung, nicht widersprechen….;-)

    4. Gerrit schrieb am 18. Mai 2011 at 13:49 - Permalink

      Peer Steinbrück?
      Dagegen war der Scharping ein Schnellredner.

      Abgesehen davon halte ich Herrn Steinbrück für überdurchschnittlich intelligent.
      Nicht deswegen, sondern insbesondere deshalb ist er m.E.n. eine Gefahr für die bürgerliche Mittelschicht. Aber die SPD darf gerne entscheiden auf welchen Wegen sie die 5% Hürde unterschreiten will.

      Steinbrück passt in die FDP oder auch in die CSU.
      Aber SPD?

    5. Jacques Roux schrieb am 18. Mai 2011 at 13:59 - Permalink

      Diese SPD Huldigungs-Artikel kotzen mich zutiefst an. OT, aber dennoch sehr aufschlussreich:

      http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-05/spd-sarrazin-sozialisten

    6. Cicero schrieb am 18. Mai 2011 at 14:05 - Permalink

      Wir sollten, meine ich, die SPD von dem Personalien- und Entscheidungsdruck entlasten und sie bei/ab der nächsten Wahl in der Versenkung der Geschichte verschwinden lassen..

    7. Natascha schrieb am 18. Mai 2011 at 14:11 - Permalink

      Haben Steinbrück und Professor Sinn eigentlich denselben PR-Berater? Ich kenne kaum öffentliche Figuren bei denen das Mißverhältnis zwischen ihrer Beliebtheit und ihrem Ruf auf der einen Seite und ihren realen Handlungen und “Leistungen” auf der anderen Seite derart eklatant ist als bei diesen beiden Dünnbrettbohrern. Abgesehen vom desavouierten Baron natürlich.

      Du hast wohl Recht Stefan, das gegeelte Moppelchen ist das Beste was die SPD derzeit aufbieten kann um in der Kanzlerschlacht gegen Madame Hängebacke teilzunehmen. Ich hätte noch eher auf Frau Ypsilanti gesetzt, aber die wurde bereits von Springer und ihren eigenen Partei”freunden” entsorgt.

      Ich kann mir nicht vorstellen dass sie mit einem dieser Kandidaten über 25 % hinauskommen.

      • tsaitsiki schrieb am 18. Mai 2011 at 15:13 - Permalink

        Ich finde gerade die Schnoddrigkeit und Schmidt-Nummer eine ziemlich billige Masche. Letztlich ist das doch alles die Sehnsucht nach einer schneidigen Führungsfigur, die dadurch glänzt, dass sie einem ständig pampig die angeblichen Sachzwänge der Realität um die Ohren haut, keine Vision hat, und nicht zuhören kann. Versteh ich nun überhaupt nicht, was man daran finden sollte, sieht mir eher nach einer Sado-Maso-Nummer aus. Aber vielleicht kann mir ja mal jemand kurz die größten Leistungen Schmidts aufzählen.

        • Mephane schrieb am 18. Mai 2011 at 21:54 - Permalink

          Geht mir ähnlich. Auf mich macht Schmidt eher den Eindruck eines arroganten Schwätzers. Ja, wenn er spricht dann lauschen sie alle ehrfurchtsvoll, aber warum eigentlich? Kommt mir eher vor wie Herdentrieb, weil die anderen ihm Gehör schenken und seine Worte für so bedeutend und weise halten, tut man es selbst auch.

          Einen Willi Brandt fände ich viel interessanter…

          • Lennard schrieb am 19. Mai 2011 at 14:38 - Permalink

            Nur so interessehalber…welchen Schmidt meint ihr 3 lustigen 2? Helmut oder Harald?

      • Vogel schrieb am 19. Mai 2011 at 23:01 - Permalink

        Haben Steinbrück und Professor Sinn eigentlich denselben PR-Berater? Ich kenne kaum öffentliche Figuren bei denen das Mißverhältnis zwischen ihrer Beliebtheit und ihrem Ruf auf der einen Seite und ihren realen Handlungen und “Leistungen” auf der anderen Seite derart eklatant ist als bei diesen beiden Dünnbrettbohrern.

        Treffer, versenkt!

        Die Frage stell’ ich mir schon lange: Die (veröffentlichte?) Meinung der Menschen über Politniks und “Experten” und dem, was diese “durchschnittlich einssiebzig hochgestapelten Zellhaufen” tatsächlich auf die Reihe bringen – wo kommen diese Diskrepanzen her?

        (‘ne Idee hab’ ich schon: Bertelsmann, Burda, Springer, … – aber isses das wirklich allein?)

        • Natascha schrieb am 20. Mai 2011 at 13:28 - Permalink

          Es ist die Grundvoraussetzung eines Machurian-Kandidaten dass er wortgewandt sein muss ohne zu wirklich intelligenten, eigenständigen Denken fähig zu sein.

    8. Jacques Roux schrieb am 18. Mai 2011 at 14:16 - Permalink

      Phantom Debatte, 2013 winkt Schwarz-Rot, Grün-Rot (in dieser Reihenfolge) oder Schwarz-Grün, den Kanzler werden die Sozen also eh nicht stellen. So oder so, Neoliberalismus as usual, vorwärts Richtung Rückschritt.

    9. derAufwachende schrieb am 18. Mai 2011 at 14:32 - Permalink

      Kanzlerkandidat der SPD wird Olaf Scholz.

      Ich nehme Wetten an ;)

    10. André H. schrieb am 18. Mai 2011 at 14:46 - Permalink

      Er (Seinbrück) ist ein Sack heiße Luft, keine Frage … Merkel ist einfach nur heiße Luft…

      Zusammen gäbe das dann so eine Art Heissluftballon…
      Oder sogar einen Zeppelin – wenn noch… ?

    11. Herbert Krawczek schrieb am 18. Mai 2011 at 14:50 - Permalink

      Die Misere der SPD scheint mir ein Symptom für eine größere Schieflage unseres politischen Systems zu sein. Es ist ja nicht so, dass in den anderen Parteien besseres Personal existiert. Die CDU ist zum Beifall klatschenden Wurmfortsatz von “Mutti” geworden, die FDP hat zwischendurch vergessen, was Liberalismus ist, der SPD wurden alle Kernthemen von der Linkspartei weggeschnappt. Bleiben also noch die Grünen und die Linken.
      Ob die Grünen es schaffen, Pragmatismus und Idealismus auf Dauer sinnvoll auszutarieren muss sich noch zeigen, und die Linkspartei hat zwar viel zu sagen, aber das meiste davon ist nur alter Wein in neuen Schläuchen.

      Kommt mir das nur so vor, oder funktioniert die Auslese in den Parteien einfach nicht mehr? So viel Mittelmaß wie heute war doch früher nicht, oder? Ich weiß nicht woran es liegt, aber auf jeden Fall sieht das für die Zukunft nicht gut aus…

      • tsaitsiki schrieb am 18. Mai 2011 at 15:21 - Permalink

        Die Parteien überaltern auch, und repräsentieren immer weniger die gesamte Gesellschaft, trotz aller Bemühungen der Jugendorganisationen. Dinge wie Hinterzimmerpolitik, Fraktionszwang und Parteisoldatentum und Karrierepolitiker und weggebissene Visionäre tun dann ein übriges. Gerade die SPD tut sich da als besonders unattraktiv hervor. Aber woher Reformen kommen sollen, ist auch unklar, wenn die Parteien selbst das leugnen, und es den Bürgern größtenteils egal ist. Direktdemokratische Elemente wären wohl nötig. Man kann aber nicht sagen, “engagier dich gefälligst in einer Partei, wenn du was ändern willst”, wenn die Parteien dann real so aussehen wie SPD, CDU oder FDP/Linke. Selbst die Grünen verkrusten mittlerweile mit ihrer Professionalisierung.

        • Herbert Krawczek schrieb am 18. Mai 2011 at 15:36 - Permalink

          Das Problem bei direktdemokratischen Elementen ist ja (finde ich), dass man sich dann mit jedem Thema ausführlich auseinandersetzen müsste, um eine informierte Entscheidung zu treffen. Das ist schon allein zeitlich nicht machbar, ganz abgesehen von der begrenzten Gedächtniskapazität. Ich würde mir also nicht zutrauen, in Feldern, von denen ich nichts verstehe, rechtzeitig genügend informiert zu sein. Deswegen führt, glaube ich, an Repräsentation kein Weg vorbei.
          Man müsste vielleicht nur einen Weg finden, die Auswahl der Repräsentanten besser zu organisieren…

          P.S.: Eine Alternative wäre vielleicht auch, einfach keine Entscheidungen in bestimmten Bereichen zu treffen, sondern einen Rahmen von Regeln zu entwerfen, in dem sich die meisten Dinge eigenständig regulieren. Aber das ist wahrscheinlich doch zu utopisch…

          • tsaitsiki schrieb am 18. Mai 2011 at 15:46 - Permalink

            Das Problem bei direktdemokratischen Elementen ist ja (finde ich), dass man sich dann mit jedem Thema ausführlich auseinandersetzen müsste, um eine informierte Entscheidung zu treffen.

            Leider tun das ja oft nicht einmal die Abgeordneten. Schon allein wegen dem Fraktionszwang. Da hat dann die Fraktion einen Experten, und der sagt, was davon zu halten ist.

            Es geht dabei ja auch nicht nur darum, über top-down-Prozesse über Dinge abzustimmen, die vorgegeben werden (Bahnhof ja/nein). Sondern auch darum, umgekehrt eigene Anliegen einzuschleusen wie derzeit über Lobbying oder Petitionen, und zur Abstimmung zu stellen. Also Agenda-Setting von unten.

            An Bildung kommt man nicht vorbei, aber das ist ja auch bei der Wahl einer Partei oder eines Kandidaten nicht anders. Sofern man ihn nicht wegen seinem netten Gesicht wählt und der tollen Frisur. Dafür gibts Presse, öffentliche Medien, das Netz…

          • Allemo schrieb am 18. Mai 2011 at 23:53 - Permalink

            Man müsste vielleicht nur einen Weg finden, die Auswahl der Repräsentanten besser zu organisieren…

            Losen…
            http://de.wikipedia.org/wiki/Demarchie

          • Swamp Thing schrieb am 19. Mai 2011 at 00:08 - Permalink

            Ich fand dieses Konzept der Piraten Partei recht interressant ( ja Buh ! Tomatenwerf … sind auch alle böse … Piraten Partei ) .
            Mir zeigen solche Denkansätze auf jeden fall das die “Demokratie” theoretisch verbesserungsfähig ist .

            http://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung-100813-Piraten-starten-Grossversuch-zu-direkter-Demokratie

            Das wurde hier auf Spiegelfechter glaube ich ( zu mindest am Rande ) auch schon erwähnt .

      • smukster schrieb am 18. Mai 2011 at 15:25 - Permalink

        Die Auslese funktioniert in den Parteien nicht, und in den Medien auch nicht. Es kommen nur eloquente Karrieristen ohne Ideen oder gar Prinzipien nach oben. Der huebsche Lebenslauf…ist wichtiger als die Persoenlichkeit. Ein Jammer – Studienanfaenger, die davon reden, in die Medien oder Politik zu gehen, sind meist unglaublich engagiert und idealistisch. Aber die kommen idR nicht weit.

        In meinem Umfeld kenne ich viele Menschen, die politisch extrem interessiert und begabt sind. Aber KeineR von denen koennte sich vorstellen, in eine Partei zu gehen – die werden als Ort, um “Politik zu machen”, kaum ernstgenommen.

        • tsaitsiki schrieb am 18. Mai 2011 at 15:29 - Permalink

          Heute gibt es designte Boygrouppolitiker wie den Guttenberg und die FDP-Jungs oder Models wie die Schleswig oder die FDP-Katja aus Hamburg. Von der demokratischen Idee “Jeder kann wählen und gewählt werden” bleibt da wenig. Da sind aber auch die Bürger schuld und zu unkritisch. Alle starren auf Kungel-Kandidaten, statt darüber zu reden, wie sie die Welt haben wollen. Kaum einer traut sich, mal unrealistisch zu sein, und die Versprechen beim Wort zu nehmen.

          • tsaitsiki schrieb am 18. Mai 2011 at 15:51 - Permalink

            So wie Jón Gunnar Kristinsson.

            http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,698927,00.html

            http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B3n_Gnarr

    12. André H. schrieb am 18. Mai 2011 at 14:54 - Permalink

      Gabriel hat kein allzugutes Image und ist auch nicht übermäßig präsent

      … nicht übermässig präsent. Stefan, ich liebe auch Wortspiele…

    13. tsaitsiki schrieb am 18. Mai 2011 at 15:03 - Permalink

      Ist mir egal, wen die sich da undemokratisch im Hinterzimmer als Kandidaten vom Seeheimer Kreis herbeikungeln, wähl ich sowieso nicht. Hoffe nur, es wird wieder möglichst tief ins Klo gegriffen, und wir kriegen einen grünen Bundeskanzler, denn den würde ich – evtl. – auch wählen.

    14. smukster schrieb am 18. Mai 2011 at 15:15 - Permalink

      2013 tritt ein Parteisoldat an, der keinerlei Ambitionen hat, nochmal wirklich Karriere zu machen. Scholz oder Steinbrueck, ev. gar Struck, eigentlich voellig egal. Gabriel kann als Einziger den Laden noch halbwegs zusammenhalten, daher glaube ich das nicht. Die besten Chancen haette wohl Wowereit, aber der will ev. noch was werden – und wird daher nicht so doof sein, sich in 2 Jahren sinnlos verheizen zu lassen.
      2013 bekommen wir schwarz-gruen, wobei die Gruenen bis dahin nochmal ordentlich gerupft werden. Heute in den Himmel geschrieben, und morgen dann…

    15. na sowas schrieb am 18. Mai 2011 at 16:02 - Permalink

      Gabriel? Steinbrück? …oder am Ende diese Brez’n?

      ☞ http://www.auswandern-australien.de/ ☜

    16. t.h.wolff schrieb am 18. Mai 2011 at 16:28 - Permalink

      Die Sozen haben bis heute nicht verstanden, daß die Agenda 2010 sich nicht nur gegen das untere Drittel der Bevölkerung richtete, sondern auch gegen die Sozialdemokratie selbst – eine perfekte gesellschaftspolitische Massenvernichtungswaffe, deren zersetzende Wirkung überraschenderweise bis heute anhält. Die SPD ist allerdings als Organisationsstruktur und Reservoir für Traditionswähler noch immer unentbehrlich, denn es sind gerade diese zum Teil rational unzugänglichen Wurzeln, die der LINKEN oder jeder anderen sozial-progressiven wannabe-Bewegung im Westen fehlen. Im Osten sind sie vorhanden, dort ist die LINKE Volkspartei oder das, was man mittlerweile so nennen muß. Einen glaubwürdigen SPD-Kanzlerkandidaten gibt es nicht, zudem die Anmaßung einer ernsthaften Kanzleramtsperspektive für einen Sozi allmählich milde wahnhafte Züge anzunehmen beginnt. Da ist man schnell in einer Abteilung mit Martin Sonneborn und seiner PARTEI angekommen. Gabriel ist das geringste Übel, denn er würde sich auch zum Anführer der längst überfälligen Palastrevolte im Willy-Brandt Haus machen lassen, wenn’s denn sein sollte.

    17. Karsten Bier schrieb am 18. Mai 2011 at 16:33 - Permalink

      So sehr man es auch bedauern mag, der rechte Agenda-Flügel der SPD ist Realität, und es gibt einen stattlichen Anteil Wähler, die die SPD tatsächlich dafür wählen. Das ist die Mehrheit derer, die noch da sind.

      Hast du irgendwelche Informationen, die diese zwei Aussagen untermauern? Oder ist das mehr so ein Gefühl?

    18. W. Buck schrieb am 18. Mai 2011 at 17:59 - Permalink

      Die SPD ist tot. Die Leiche wird nur noch von Würmern bewohnt, die sich von den Resten ernähren. Das sind so unterschiedliche Typen wie Steinmeier, Gabriel, Steinbrück, Nahles oder Sarrazin.

      Also vergesst die SPD. Das eigentliche Drama ist das es keinerlei sozialdemokratische Alternative gibt. Die CDU/CSU bietet sich als Alternativa an, dass ist m.E. jedoch nur Mimikri. Christlich Soziale Werte sind bei den Christdemokraten jedenfalls kaum noch zu finden. Lieber beschränkt man sich auf eine obskure “Jüdisch-Christliche-Leitkultur” die die Abgrenzung zu Bevölkerungsschichten vorantreibt die man im Sinne “teile und herrsche” als Antipol benötigt.

      Und wie geht’s weiter? Von Lobbyisten abhängige mal grün, mal rot, mal schwarz gestrichene Stadthalter regieren mittels Polemik und dem Boulevardmedien. Vielen ist das klar aber kaum jemand hat die Eier wirklich dagegen etwas zu unternehmen, bis …. bis eben diese ekeligen rechten Typen kommen die sich bereits überall in Europa verbreiten wie die Pestilenz.

      Das Wetter ist schön und ein kühles Radler wartet auf der Terrasse.
      Freut Euch des Lebens. Es wird nicht immer so bleiben ….

      • carlo schrieb am 18. Mai 2011 at 19:49 - Permalink

        @Buck
        Jammas, einen Ouzo, gehn wir zum Griechen!

        • W. Buck schrieb am 18. Mai 2011 at 20:41 - Permalink

          Gerne!

          Allein, ich sitze gerade im Aargau …

    19. Systemfrager schrieb am 18. Mai 2011 at 18:10 - Permalink

      Die spanische Jugend rechnet mit dem
      Eckel genannt Sozialdemokraten ab

      PS
      10 Jahre Mitgliedschaftsgebühr
      ICH WILL DAS GELD ZURÜCK 1111111111111

      • boing schrieb am 18. Mai 2011 at 21:57 - Permalink

        http://www.boingboing.net/2011/05/18/update-on-spanish-re.html#comment-1114146

    20. Rita Gyver schrieb am 18. Mai 2011 at 18:26 - Permalink

      teiler schrieb am 18. Mai 2011 at 13:15:
      “Warum beschäftigst du dich überhaupt noch mit diesem Trümmerhaufen?”

      Stefan Sasse schrieb am 18. Mai 2011 at 13:19:
      “Weil ich durchaus noch Potential für Verbesserung und Erneuerung sehe. Vielleicht werde ich enttäuscht, aber das risiko gehe ich ein.”

      An welche "Verbesserungen und Erneuerungen" denken Sie denn da? Da scheint einer … ach was, egal. Sagen Sie einfach mal!

    21. Kowalski schrieb am 18. Mai 2011 at 20:30 - Permalink

      Die SPD hat ihr Klientel 1914 verheitzt und 1919 verraten und ist nach 1950 als rote Kolonne Moskaus vor den Reichen eingeknickt. Eine solche “soziale” Partei mit der Tradition von sozialer Gerechtigkeit hat Harzt4 gemacht. Deshalb ist sie heute unglaubwürdig. Es ist eben nicht wahr, wenn rechtskonservative meinen, dass die CDU nach links gerückt ist. Die SPD ist im Sinne der deutschen Rechts-Links – Tradition nach rechts gerückt. Das so sehr, dass sogar ein Sarrazin möglich ist.

      Der Urfehler liegt aber schon bei der Reformpolitik Karl Kautskys. Bismark hat erst die SPD gejagt und dann gekauft. Die Wiederholung ist das Godesberger Programm. Die Sturheit gegenüber den Linken (KPD) macht(e) rechtskonservative und Nazen stark. Die SPD hielt still, als das KPD-Verbot lief.

      Kurz es geht der SPD, nein der Führung nicht ums Volk, nicht ums Urklientel, sondern um die sogenannte Regierungsfähigkeit.
      (Bei den Linken ist das Bedürfnis ganz genauso vorhanden – die knicken vor dem Antikommunismus genauso ein)

      • C. Penkella (Bildleser) schrieb am 18. Mai 2011 at 21:53 - Permalink

        @Kowalski: Auf welcher Seite der Barrikade standst Du 1919?

        • Kowalski schrieb am 18. Mai 2011 at 22:19 - Permalink

          Ich versteh Deine Frage nicht.

          • Sandsturm schrieb am 18. Mai 2011 at 22:54 - Permalink

            Die brauchst du auch nicht zu verstehen, die Antwort auf die Frage ist trotzdem ganz leicht:

            “Don’t feed the Troll”

            • C. Penkella (Bildleser) schrieb am 19. Mai 2011 at 01:12 - Permalink

              Wie originell, Sandsturm! Passt jemand nicht in Dein Schema, wirst Du beleidigend.

        • Stefan Sasse schrieb am 18. Mai 2011 at 23:36 - Permalink

          *lach* So was dachte ich mir gerade auch.

          • schwitzig schrieb am 19. Mai 2011 at 13:45 - Permalink

            *lach* So was dachte ich mir gerade auch.

            Ah! Endlich ein typischer Sasse-Kommentar. Ähnlich kompetent wie seine Artikel.

      • Peleo schrieb am 19. Mai 2011 at 09:18 - Permalink

        Muss ein tolles Gefühl sein, sich so richtig als Revoluzzer zu fühlen ;-)

        • Swamp Thing schrieb am 19. Mai 2011 at 09:28 - Permalink

          Ich glaube er benutz sogar 4 lagiges klopapier ….

          ( Nix für ungut Geschichtlich biste mir auf jeden fall über )

          Noch einen krummen spruch am rande …

          http://www.youtube.com/watch?v=MoZ_Lg21b14&feature=channel_video_title

          zu bringen …

    22. piet schrieb am 18. Mai 2011 at 23:30 - Permalink

      “Steinbrück würde direkt in die Basta-Tradition Schröders springen, ohne auch nur einen Hauch von dessen Klasse”

      Hee ? Schröders Klasse ? Immer wenn er Pillen nahm – Fesstellung. tschuldige….. :(

    23. Stimmvieh schrieb am 19. Mai 2011 at 13:32 - Permalink

      Ich hatte neulich erst einen Alptraum – es waren Bundestagswahlen, die Union wurde stärkste Kraft, recht knapp gefolgt von der Linken und weit abgeschlagen der SPD, die jetzt – rein arithmetisch – mit beiden Parteien hätte koalieren können; da die SPD aber mit Gabriel als Spitzenkandidaten in den Wahlkampf gezogen war, stand deutlich im Raum, dass die SPD stark einer Koalition mit der Union zuneigte. Okay, dann war da auch noch irgendwas mit Aliens, die die Erde angegriffen haben, aber allmählich habe beschleicht mich das Gefühl, dass mein Traum gewisse prophetische Züge getragen hat (ich hoffe nur, der Part mit den Aliens geht nicht in Erfüllung, selbst wenn 2013 die SPD wieder als Junior-Partner in einer Großen – oder dann vielleicht nicht mehr ganz so großen – Koalition endet).

      Ich meine im Ernst, Sigmar Gabriel oder Peer Steinbrück als Spitzenkandidaten oder gar – streng hypothetisch – als Kanzler? Dazu würde selbst gewieften Kabarettisten nichts mehr einfallen…

      • Kowalski schrieb am 19. Mai 2011 at 14:22 - Permalink

        …dann würde ich doch lieber die Invasion von Aliens (von der Wega) vorziehen

    24. aaa-rating schrieb am 19. Mai 2011 at 13:54 - Permalink

      Aber erst eine Bahnsteigkarte kaufen, und nicht den Rasen betreten:

      Empört Euch! – Erste Demo-Aufrufe in Deutschland

      http://www.spreeblick.com/2011/05/19/emport-euch-%E2%80%93-erste-demo-aufrufe-in-deutschland/

    25. Jacques Roux schrieb am 19. Mai 2011 at 16:17 - Permalink

      Danke für den Tipp

      Wer wenn nicht wir, wann wenn nicht jetzt ?

    26. R@iner schrieb am 19. Mai 2011 at 19:22 - Permalink

      Ich mochte es als Jugendlicher immer gerne, wenn Willy Brandt im Radio zu hören war. Ich kann mich aber nicht mehr erinnern, bei welcher Partei der doch gleich war.

    27. aaa-rating schrieb am 19. Mai 2011 at 20:13 - Permalink

      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,763543,00.html

      Merkel kämpft mit Schäuble dafür, den privaten Sektor heranzuziehen? Was ist da los? Ich wünsche mir einen Artikel, der mir das noch mal neutral erklärt.

      • spider schrieb am 19. Mai 2011 at 20:50 - Permalink

        Merkel kämpft mit Schäuble dafür, den privaten Sektor heranzuziehen? Was ist da los? Ich wünsche mir einen Artikel, der mir das noch mal neutral erklärt.

        Ja, das ist hart zu verstehen, wenn man Blogs liest, in denen alles schlechte stets als “neoliberal” und gleich bedeutend mit “marktradikal” gilt, aber beide Politiker waren tatsächlich noch nie für einen freien Markt.

        • aaa-rating schrieb am 19. Mai 2011 at 21:58 - Permalink

          Ja, gut, der Leipziger Parteitag halt:

          http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,276257,00.html

          sonst mag das ja so sein, aber was ist jetzt da los? Wer ist denn da noch neoliberaler und marktradikaler als die deutsche CDU? Griechenland? Spanien? Frankreich??

    28. Seneca schrieb am 20. Mai 2011 at 00:59 - Permalink

      Gabriel ist so blaß wie der Popo von Merkel , ohne dessen Eindruck zu hinterlassen und ist daher die Verkörperung der ganzen SPD,. die so daher erigiert ohne rechten Plan und Lust…unwählbar

    29. MNB schrieb am 22. Mai 2011 at 19:48 - Permalink

      “Die SPD hat derzeit sicherlich viele Probleme. Einen Kanzlerkandidaten zu finden gehört sicher nach unten auf die Liste.” – Warum schwadronierst Du dann darüber? Und auch noch so an den Problemen vorbei, nie auf den Punkt kommend. Herr Sasse, geben Sie auf. Der SF spielt mehrere Ligen höher…

    30. Axel schrieb am 23. Mai 2011 at 09:38 - Permalink

      @ spider

      Die persönliche Freiheit eines Menschen sollte dort aufhören, wo die Freiheit eines anderen beginnt.

      Es ist sicher hier bekannt, wie es der Islam mit diesem und allen anderen freiheitlichen Prinzipien hält? Im Islam können also Frauen selbstbestimmt darüber entscheiden wie sie sich kleiden oder ob sie ein Kopftuch tragen wollen?

      Sie dürfen nicht mal überall alleine auf die Strasse. Geschweige denn einen Mann ansehen. Dann können sie ausgepeitscht und gesteinigt werden. In Pakistan werden sie ausgepeitscht wenn sei eine Hose tragen.

      Das Auge einer Frau ist nur halb soviel Wert wie das eines Mannes.

      Der Austritt aus den Islam ist dem Tode bedroht. Jeder “Kritiker” riskiert sein Leben. Ich könnte hier in Form eines Buches weiterschreiben. Ich hab jetzt aber wenig Zeit. Aber ich denke es reicht bereits, um die Freiheitsliebe des “Islam in Frage zu stellen”. Und es wird hier nicht konsequent gegen diese totalitärste aller Ideologien eingetreten.

      Eine Ideologie die die Freiheit fundamental ablehnt verdient keine Toleranz!


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