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  • Die Kanzlerin der Stammtische

    geschrieben am 18. Mai 2011 von Spiegelfechter

    Die Umfragewerte sind im Keller, die CDU verliert wichtige Wahlen – in ihrer Not versucht es die Kanzlerin mit Populismus. Dass auch Bundeskanzlerin Merkel die Parolen des Stammtisches beherrscht, bewies sie gestern auf einer Veranstaltung im sauerländischen Meschede. Vor 1.500 jubelnden Sympathisanten umriss Merkel, an welche Bedingungen sie weitere Kredite an die angeschlagenen südeuropäischen Euro-Staaten knüpfen will und spielte dabei wieder einmal mit dem Klischee vom fleißigen und sparsamen Deutschen, der dem faulen Griechen sein hart erarbeitetes Geld in den Rachen werfen muss, so dass die Südeuropäer es in Saus und Braus verprassen können.

    „Es geht auch darum, dass man in Ländern wie Griechenland, Spanien, Portugal nicht früher in Rente gehen kann als in Deutschland, sondern dass alle sich auch ein wenig gleich anstrengen – das ist wichtig [...] Wir können nicht eine Währung haben und der eine kriegt ganz viel Urlaub und der andere ganz wenig. Das geht auf Dauer auch nicht zusammen. [...] Deutschland hilft nur dann, wenn sich die anderen anstrengen.“
    Angela Merkel

    Merkels Worte klingen nach einer Mischung aus aufgewärmten Ressentiments aus der BILD-Zeitung und Franz Münteferings unseligem Ausspruch „Nur wer arbeitet, soll auch essen“. Auch wenn Merkels Worte beim Stammtisch zweifelsohne gut ankommen werden, entbehren solche Sprüche jeglicher sachlichen Grundlage.

    Laut OECD* beträgt die durchschnittliche Jahresarbeitszeit deutscher Arbeitnehmer 1.390 Stunden. Ohne Urlaub entspricht dies rund 5,5 Arbeitsstunden pro Tag, bei 30 Tagen Jahresurlaub wären dies 6,26 Arbeitsstunden. Dieser Wert steht natürlich in Konflikt mit der „gefühlten Arbeitszeit“, lässt sich aber dadurch erklären, dass viele Deutsche nicht in Vollzeit, sondern in Teilzeit oder in Minijobs tätig sind, bei denen die Wochenarbeitszeit deutlich geringer ist. Es gibt kein südeuropäisches Land, in dem die Arbeitnehmer eine geringere Jahresarbeitszeit haben als die Deutschen. In Spanien beträgt die durchschnittliche Jahresarbeitszeit pro Arbeitnehmer 1.654 Stunden, in Portugal 1.710 Stunden, in Italien 1.773 Stunden und Griechenland ist mit 2.119 Stunden sogar unangefochtener Spitzenreiter in dieser Liste.

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    195 Kommentare Print This Post
    Die Umfragewerte sind im Keller, die CDU verliert wichtige Wahlen – in ihrer Not versucht es die Kanzlerin mit Populismus. Dass auch Bundeskanzlerin Merkel die Parolen des Stammtisches beherrscht, bewies sie gestern auf einer Veranstaltung im sauerländischen Meschede. Vor 1.500 jubelnden Sympathisanten umriss Merkel, an welche Bedingungen sie weitere Kredite an ...
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    195 Kommentare:

    1. Sukram71 schrieb am 18. Mai 2011 at 15:49 - Permalink

      Die Merkel redet wirklich nur noch Mist. Erst verschlimmert sie die Euro-Krise maßgeblich durch ihr Taktieren und die zögerliche Haltung, dann hat sie einen Minister eingestellt und keinen wissenschaftlichen Assistenten, dann freut sie sich über den Tod eines Menschen, jetzt das hier. Und das reiht sich ja nur in die ganzen Fehlleistungen der vergangenen Jahre.

      Was mir beim dem Thema einfällt, und was ich unbedingt verlinken muss, ist die Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral. Da treffen halt Welten aufeinander. :)

      • Vogel schrieb am 19. Mai 2011 at 21:45 - Permalink

        Danke für das Link! Das Ding hab’ ich gesucht wie die Stecknadel …

        Danke!

    2. tsaitsiki schrieb am 18. Mai 2011 at 16:03 - Permalink

      Auch wenn Merkels Worte beim Stammtisch zweifelsohne gut ankommen werden

      - das scheint mir das eigentliche Problem. Statt solidarisch mit Griechen zu sein, die auf dem selben oder niedrigeren Niveau wie man selbst leben, “solidarisiert” man sich mit der Bundesregierung und dem Finanzmarkt.

      • Bonsta schrieb am 18. Mai 2011 at 18:19 - Permalink

        Das hat jedoch eine Ursache! Es kommt zwar an beim Stammtisch, aber doch nur deshalb, weil Bild schon seit Beginn der Eurokrise permanent Volksverhezung betreibt. Die meißten Stammtischler wissen schlicht nicht, dass ihre eigenen Löhne steigen dürften/müssten, damit es Griechenland wieder besser gehen kann. Wer soll es ihnen verdenken, wenn es ihnen keiner erklärt. Merkel lässt sich aus Kalkül (?) oder Dummheit auf dieses Bild-Niveau herab. Offenbar ist es ihr völlig Wurst, was sie damit für Schaden in Europa anrichtet…

        • Brandubh schrieb am 19. Mai 2011 at 08:23 - Permalink

          Tja, wiie erklären wir dem Stammtisch, dass er – Pardon! – dämlich ist, oder zumindest, dass sein Wissen nur Halbwissen darstellt.
          Das geht gar nicht.
          Man müsste die Stammtischgenossen im Vorfeld einige Tage ökonomisch unterweisen, damit sie überhaupt einigermaßen ihre Dummheit einsehen. Wenn das überhaupt möglich ist. Alkohol mindert ja die Lern- und Merkfähigkeit.

          • sw schrieb am 19. Mai 2011 at 10:26 - Permalink

            Ich habe selten ein derart dummes, verallgemeinerndes und überhebliches Post lesen dürfen wie dieses. Ganz in der Tradition von Bild und Merkel. Der Autor dieses -ähm.- Textes hätte seeeeehr gut in “Stammtischhalle” zu Merkel gepaßt.

    3. Stefan K. schrieb am 18. Mai 2011 at 16:15 - Permalink

      Danke Jens für die Aufbereitung der Daten.

      Wenn die Aussagen von Frau Merkel nicht belastbar sind, dann ließe sich auch von Rassismus sprechen, denn das bediente Bild ist offensichtlich.

      Ich hätte nie gedacht, so etwas noch einmal zu erleben!

      • Tom Riddle schrieb am 18. Mai 2011 at 19:40 - Permalink

        Tja, die Daten, die fiesen Fakten, da muss man als Populist erst einmal drüber hopsen. Für Trippelschritte eine Stolperfalle.
        Das Ziel ist es ja, mit Saus und Braus und Siebzig Jahren
        bei einer Lebenserwartung von 70, Frauen – werden entsprechend frühzeitiger
        nicht mehr für die erfolgreiche Arbeitssuche zugelassen
        (die Chance auf einen Arbeitsplatz bleibt, bloß mit der Einstellung haperts)
        (der Bewerber, natürlich, es werden schliesslich immer die Opfer verhöhnt, faul-unrasiert-”Kurt Beck!”, alte Tradition auch in alten Parteien)

        …die Leute freuzusetzen.
        Wir arbeiten nicht zu viel und nicht zu wenig, der Streit geht doch oft auch um das dafür bezahlt werden. Vielleicht noch mal ein Praktikum machen, die Generation 40-50-60.

        Bloss wie nun Lösungen kollaborativ erarbeiten? Anstatt einfach die Experten zu befragen wie Sinn oder Ackerman – das halte ich nicht für Zielführend.

        ein generelles Problem, wenn sehr viele Menschen ergebnisorientiert miteinander diskutieren sollen. Man werfe nur einen Blick in die Kommentarseiten großer Zeitungen und frage sich, zu welchen Ergebnissen die Kommentatoren dort kommen.

        Stumme Beteiligung, S. Krüger 16.05.2011 auf Telepolis

      • C. Penkella (Bildleser) schrieb am 18. Mai 2011 at 21:33 - Permalink

        Wie blöde muss man eigentlich sein, um bei jedem nichtigen Anlass die Rassismuskeule zu schwingen?

        • Swamp Thing schrieb am 18. Mai 2011 at 21:45 - Permalink

          ;D !

          Manchmal muss man das mit der “eine Sau durchs Dorf treiben” noch topen …

        • Stefan K. schrieb am 19. Mai 2011 at 08:17 - Permalink

          Ich halte den Begriff “Rassismus” wie Albert Memmi in einem Satz erschöpfend dargestellt:

          „Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen“

    4. Grummel schrieb am 18. Mai 2011 at 16:16 - Permalink

      @2
      Solidarisieren? aber bloß nicht! Da wäre S21 noch Kinderfasching und das hat schon genug angerichtet!

      Was hilft ist teilen und herrschen!

      ….. /Ironie

      • Sukram71 schrieb am 18. Mai 2011 at 16:26 - Permalink

        Die Bild-Zeitung war in Griechenland und wollte helfen, wieder alte griechische Drachmen an die Leute zu verteilen. :)

        • schwitzig schrieb am 18. Mai 2011 at 17:14 - Permalink

          Da hätte die BILD-Zeitung aber ordentlich Ärger mit unseren deutschen Banken bekommen -zu früh! :-)

          • Sukram71 schrieb am 18. Mai 2011 at 17:28 - Permalink

            Kein Witz … ^^

            Als ich das in der Kantine in der Bild gesehen habe, hab ich mir vorgestellt, ein Redakteur käme mit einem solchen Vorschlag für ne Story zu mir … Auf den Marktplatz in Athen stellen und Drachmen verteilen, weil wir sind ja nicht populistisch … OMFG! xD

            • unschland schrieb am 18. Mai 2011 at 17:54 - Permalink

              “Das wäre auch für unseren Euro das Beste …” (blöd)

    5. Mason schrieb am 18. Mai 2011 at 16:37 - Permalink

      Jens, muesste man fairerweise diese Zahlen nicht irgendwie Produktivitaets-korrigieren ? Das ist ja auch der Haken bei “unserem” Argument, warum D ein Niedriglohn-Land ist (Lohnstueckkosten und so)

      • R_Winter schrieb am 18. Mai 2011 at 17:39 - Permalink

        Bei einem Vergleich könnte man etliche Fakten einbeziehen – z.B. auch das Klima, aber dieses führt zu nichts.
        Merkel redet wieder einmal dummes Zeug. Sie sollte ihre Berater entlassen, die ihr diese Zahlen ohne Prüfung aufschreiben.

      • Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2011 at 17:45 - Permalink

        Das könnte man machen, wenn man die volkswirtschaftliche Leistungskraft pro Arbeitnehmer vergleichen will. Das ist aber sicher nicht, was Merkel aussagen wollte. Zumal der Stammtisch da ja auf die “falsche” Gedanken kommen könnte.

        • C. Penkella (Bildleser) schrieb am 18. Mai 2011 at 21:36 - Permalink

          Lustig, wenn im virtuellen Spiegelfechter-Stammtisch gegen den Stammtisch hergezogen wird.

          • Mordred schrieb am 19. Mai 2011 at 02:10 - Permalink

            lustig, wenn ein honk wie du die ganze zeit nur über vermeintliche honks wannabe-like herziehen möchte.

            • C. Penkella (Bildleser) schrieb am 19. Mai 2011 at 17:18 - Permalink

              Honk:

              Anderes Wort für Trottel, Dummkopf oder Versager, aber auch Dumpfbacke, Primitivo oder niedrig gebildeter Rüpel.
              “Honk” steht auch für “Hauptschüler Ohne Nennenswerte Kenntnisse” oder “Hirn ohne Nennenswerte Kapazität

              @Mordred: Danke für Deinen kultivierten Diskussionsbeitrag. Du solltest Dich an den Stammtisch der Kanzlerin setzen.

            • André H. schrieb am 19. Mai 2011 at 17:24 - Permalink

              @BILDleser
              Was regst du dich auf ?
              Du teilst doch auch gerne aus, und zwar nicht zu kanpp !
              Hör ein bisschen Alpha Blondy, das beruhigt.

          • Mordred schrieb am 19. Mai 2011 at 20:46 - Permalink

            @honk: kein ding, gern geschehen.

            • André H. schrieb am 19. Mai 2011 at 20:50 - Permalink

              http://www.lastfm.de/music/Alpha+Blondy/+videos/+1-uUMPw4GEOJo

    6. EricB. schrieb am 18. Mai 2011 at 16:38 - Permalink

      Es zeichnet sich wieder einmal das selbe Rollenspiel wie vor einem Jahr ab:die Bild-Zeitung verhöhnt Griechenland, und Merkel hechelt mit populistischen Sprüchen hinterher. Im Kern ist das Ganze natürlich ausländer- und europafeindlich, aber das ist ja nichts Neues…

    7. Mordred schrieb am 18. Mai 2011 at 16:42 - Permalink

      @sf: hand aufs herz: es war doch bisher seltenst einfacher für dich, statistischen populismus in der luft zu zerreissen?^^
      das merkt man imho auch am spon-forum. immer mehr leute scheinen dieses gebrabbel zu durchschauen :)

      • Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2011 at 17:46 - Permalink

        Na ja, das ist nunmal ein derart himmelschreiender Unfug, dass es in der Tat einfach ist, sich schnell die richtigen Statistiken herauszusuchen, die das Gegenteil belegen.

    8. Momo schrieb am 18. Mai 2011 at 16:43 - Permalink

      @Spiegelfechter

      In dem Beitrag heißt es:

      “Laut OECD* beträgt die durchschnittliche Jahresarbeitszeit deutscher Arbeitnehmer 1.390 Stunden. Ohne Urlaub entspricht dies rund 5,5 Arbeitsstunden pro Tag, bei 30 Tagen Jahresurlaub wären dies 6,26 Arbeitsstunden. Dieser Wert steht natürlich in Konflikt mit der „gefühlten Arbeitszeit“, lässt sich aber dadurch erklären, dass viele Deutsche nicht in Vollzeit, sondern in Teilzeit oder in Minijobs tätig sind, bei denen die Wochenarbeitszeit deutlich geringer ist.”

      Die OECD-Jahresarbeitszeiten sind mit sehr großer Vorsicht zu genießen. Ich verweise auf Sebastian Schiefs Beitrag (IAT-Report 3.2004): “Jahresarbeitszeiten als Standortindikator?
      Hintergründe zur fragwürdigen Nutzung internationaler Vergleiche”.

      In diesem Beitrag heißt es einleitend:

      “Vergleiche der Jahresarbeitszeiten zwischen Ländern sind nur aussagefähig,
      wenn Datenquelle und Berechnungsart vergleichbar sind:
      - Die OECD-Statistik der Jahresarbeitszeiten ist nach eigener Aussage der OECD
      nicht für Vergleiche zwischen Ländern geeignet, wird aber in der aktuellen
      Debatte so verwendet.
      - Bei Ländervergleichen der Jahresarbeitszeiten werden oft die Teilzeit-
      Beschäftigten einbezogen, was bei hoher Teilzeitquote eines Landes zu niedrigeren
      Jahresarbeitszeiten führt.
      - Die Berechnung von Jahresarbeitszeiten allein für Vollzeit-Beschäftigte verringert
      die Unterschiede zwischen den Ländern immens.
      - Die deutschen Jahresarbeitszeiten sind auf der Basis vergleichbarer Statistiken
      und ohne Teilzeit keineswegs besonders kurz.”

      http://iat-info.iatge.de/iat-report/2004/report2004-03.pdf

      Ich verweise auf folgenden Beitrag aus der Welt (Speptember 2008): “Deutsche arbeiten länger als die meisten Europäer”.

      http://www.welt.de/wirtschaft/article2445327/Deutsche-arbeiten-laenger-als-die-meisten-Europaeer.html

      • Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2011 at 16:46 - Permalink

        Das die OECD-Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind, ist klar.

        Ich verweise auf folgenden Beitrag aus der Welt (Speptember 2008): “Deutsche arbeiten länger als die meisten Europäer”.

        Ja, dabei geht es a) um die Wochen- und nicht um die Jahresarbeitszeit und b) nur um Vollzeitstellen, die aber nicht die Regel sind.

        • Sukram71 schrieb am 18. Mai 2011 at 17:15 - Permalink

          Ich gehöre aber zur Minderheit der Vollzeitbeschäftigten und wichtig ist für mich die Wochenarbeitszeit. Was das im Jahr macht, juckt mich nicht besonders. Entscheidend ist, ob ich jetzt nach Hause kann oder erst in 30 Minuten und dass der Grieche nicht schon zu Hause sitzt und Ouzo säuft.
          Und was nicht ist, kann ja noch kommen.

          • Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2011 at 17:51 - Permalink

            Sogar bei Vollzeitbeschäftigten liegt D mit 40,4 Stunden/Woche nur unwesentlich vor Griechenland mit 39,2 Stunden/Woche. Der EU-Durchschnitt liegt hier übrigens bei 39,3 und der absolute Spitzenreiter ist das ach so unproduktive Finnland mit 37,3 Stunden/Woche.

            • C. Penkella (Bildleser) schrieb am 18. Mai 2011 at 21:41 - Permalink

              Es ist doch ganz egal, wie lange die Deutschen oder die Griechen in der Woche arbeiten oder wann sie in Rente gehen. Entscheidend ist doch, dass wir, wenn wir schlecht wirtschaften, nicht Milliarden von den Griechen anfordern können.

        • Momo schrieb am 18. Mai 2011 at 17:27 - Permalink

          @Spiegelfechter

          Der Welt-Artikel enthält Infos sowohl zur Wochen- als auch zur Jahresarbeitszeit (ich vermute, daß sich die Infos in beiden Fällen auf Vollzeit-Arbeitsplätze beziehen).

          • Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2011 at 17:52 - Permalink

            Ok, stimmt – ich hatte ihn nur überflogen. Dennoch halte ich einen Vergleich, der sich nur auf die Vollzeitstellen bezieht, für wenig zielführend.

            • Momo schrieb am 18. Mai 2011 at 19:43 - Permalink

              @Spiegelfechter

              Du schreibst:

              “Dennoch halte ich einen Vergleich, der sich nur auf die Vollzeitstellen bezieht, für wenig zielführend.”

              Ich habe mir dieses Thema nochmals durch den Kopf gehen lassen:
              Ich war auf dem falschen Dampfer. Der Vergleich auf Basis von Vollzeitstellen ist in der Tat nicht zielführend.

        • Serious Sam schrieb am 18. Mai 2011 at 17:38 - Permalink

          Vollzeitstellen, die aber nicht die Regel sind

          Hm. Auf die Schnelle habe ich nur die Zahlen von 2007 gefunden:

          Anteil der voll- und teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer in Deutschland 2007

          Arbeitnehmer insgesamt
          35.291.000

          davon Vollzeitbeschäftigte: 23.452.000
          davon Männer: 15.008.000
          davon Frauen: 8.444.000
          davon Teilzeitbeschäftigte: 11.839.000
          davon Männer: 2.998.000
          davon Frauen: 8.841.000

          Quelle: Berechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg

          Nach meinem Verständnis ist Vollzeitarbeit damit schon (noch) die Regel, jedenfalls für Männer.

          • Sukram71 schrieb am 18. Mai 2011 at 17:43 - Permalink

            Ach, Leute die noch von eigener Arbeit leben, sind in Deutschland eh schon die dumme (?) Minderheit. Die Mehrheit lebt von Rente, ihrem Mann oder diversen Sozialleistungen. Jedenfalls wenn man es so sehen will. ^^

            Aber ich lese gerade, dass dem wohl nicht ganz so ist.
            (Aber auf Personen inkls. Hausfrauen gesehen wohl doch :D)
            http://www.nachdenkseiten.de/?p=1618
            Und es kommt eh auch drauf an von wieviel man lebt.

          • Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2011 at 17:53 - Permalink

            Das ist letztlich eine Frage, wie man “Regel” definiert. 30% der Werktätigen einfach unter den Tisch fallen zu lassen, ist mir jedoch zu manipulativ.

            • Serious Sam schrieb am 19. Mai 2011 at 07:46 - Permalink

              Ebenso manipulaitv ist es, den Fakt unter den Tisch fallen zu lassen, dass die hohe Teilzeitquote bei Frauen mindestens zur Hälfte deren ureigenem Willen entspricht:

              “Die Hälfte der teilzeitbeschäftigten Frauen gab bei einer Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) an, dass sie ihre vereinbarte Arbeitszeit gerne ausweiten würde”

              Nicht, dass die alle Vollzeit arbeiten wollen:

              “Im Schnitt würden regulär teilzeitbeschäftigte Frauen ihre vereinbarte Wochenarbeitszeit gerne um vier Stunden erhöhen. Geringfügig beschäftigte Frauen würden gerne neun Stunden länger arbeiten, so das IAB.”

              Auch bei den Männern dürften nicht alle der rund 3 Millionen Teilzeitbeschäftigten eine Vollzeitstelle anstreben.

    9. daburna schrieb am 18. Mai 2011 at 16:47 - Permalink

      Vielleicht hat Merkel ihre Angaben ja hier her: http://www.sueddeutsche.de/karriere/arbeitszeiten-im-vergleich-stunden-sind-nur-theorie-1.169191

      • Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2011 at 17:55 - Permalink

        Mag sein – eine Berechnung, die jeden dritten Arbeitnehmer nicht mit einbezieht, ist jedenfalls nicht hilfreich.

        • Sebastian Manthey schrieb am 19. Mai 2011 at 07:51 - Permalink

          Am besten wir beziehen nur die Arbeitnehmer ein die 50-60 Stunden Wochen arbeiten und für 35 Stunden bezahlt werden..
          Man kann sich eine Statistik aber auch wirklich unnötig hin und herbiegen wenn einem das Ergebnis nicht passt.

          Wobei ich schon vorstellen kann wie das dann in den Diskussionen funktioniert. “Der Deutsche arbeitet im Schnitt 5.5 Stunden? Das kann garnicht sein. Ich arbeite im Schnitt 8 Stunden. Die Statistik lügt” -.-

    10. schwitzig schrieb am 18. Mai 2011 at 17:12 - Permalink

      Vom Deutschen Michel erwarte ich ja nichts – aber wie reagiert das Ausland; im speziellen Griechenland, Spanien und Portugal auf diesen Affront einer Agitatorin?
      Wäre ich Diplomat, würde ich diese Worte nicht einfach so im Raum stehen lassen.

      • na sowas schrieb am 19. Mai 2011 at 08:07 - Permalink

        @schwitzig Leseempfehlung
        Rebellion der Eliten
        [ via german-foreign-policy.com | 19/05/2011]

        Scharfe Kritik an den deutschen Diktaten in der Euro-Krise übt ein spanischer Regierungsberater. Wie José Ignacio Torreblanca, Leiter des Madrider Büros des European Council on Foreign Relations (ECFR), in einem aktuellen Pressebeitrag erklärt, benutzten einige Staaten, “angeführt von Deutschland”, die Krise, um anderen souveränen EU-Mitgliedern ihr Wirtschaftsmodell aufzuzwingen. Werde dies nicht unterlassen, dann werde die EU bald den Ruf genießen, den der Internationale Währungsfonds (IWF) in den 1980er und 1990er Jahren in vielen Ländern Asiens und Lateinamerikas gehabt habe: nämlich ein Werkzeug zum Oktroy sozial äußerst schädlicher ökonomischer Zwangsprogramme zu sein. Damit riskiere man “das Ende Europas”. Die gestrige Forderung der deutschen Kanzlerin, Griechenland und weitere Staaten Südeuropas müssten ihr Renteneintrittsalter deutlich anheben, bestätigt Torreblancas Kritik. Der Madrider Experte äußert den Verdacht, angesichts der boomenden Geschäfte besonders mit China entwickle sich Südeuropa für Deutschland zum ökonomischen Ballast, den abzuwerfen man in Berlin nicht mehr ausschließe. Torreblanca warnt vor einem “neuen Deutschland”, dessen Eliten dabei seien, ihr bisheriges Interesse an Europa zu verlieren.
        …
        Five reasons why Europe is cracking [José Ignacio Torreblanca]
        [via el pais.com | 15/05/2011]

        Denmark has reintroduced border controls with the populist excuse of controlling crime. By taking the step, the country that was once a model of democracy, tolerance and social justice has placed itself on the frontlines of a Europe that is increasingly surrendering to fear and xenophobia. Greece, meanwhile, has spent more than a year teetering on a cliff edge and few fellow European governments seem disappointed that it may abandon the euro – some of them are even secretly supporting the markets against Athens. Finland has thrown itself into the arms of xenophobic populism and, following in the footsteps of Slovakia, has refused to finance the bailout of Portugal. With elections around the corner, France and Italy have taken advantage of the Tunisian uprising to restrict the free movement of people within the European Union. And Germany, unhappy at managing the euro crisis amid regional elections, has broken ranks with France and the United Kingdom in the United Nations Security Council, ignoring the Libya crisis and undermining 10 years of European security policy.

    11. Schweigsam schrieb am 18. Mai 2011 at 17:59 - Permalink

      Guter Artikel!
      Wer schiesst endlich mal die Merkel auf den Mond oder nach Afganistan in ein Taliban Lager, da lernt sie wie schön das Leben sein kann.
      Wir Wähler sind leider zu blöd dafür.

      • W. Buck schrieb am 18. Mai 2011 at 19:17 - Permalink

        Satt Dschungelcamp für abgehalfterte C-Promis. Afghanistanlager für abgehalfterte A-Politiker. Das hat was! Endlich hätte RTL so was wie eine Message…

        • Schweigsam schrieb am 19. Mai 2011 at 00:53 - Permalink

          Ja, das wäre doch was.

          • gerhardq schrieb am 20. Mai 2011 at 12:42 - Permalink

            Da würden die Afghanen wohl in wilder Flucht davonstieben, deutsche Politiker in freier Wildbahn, so ganz ohne bewaffnete Wärter?

      • C. Penkella (Bildleser) schrieb am 18. Mai 2011 at 21:43 - Permalink

        @Schweigsam: Schöner Spitzname. Manchmal solltest Du Dich daran halten, ehe Du so einen Unsinn absonderst.

        • Schweigsam schrieb am 19. Mai 2011 at 00:04 - Permalink

          Da macht sich aber der Bock zum Gärtner.

    12. rhein main schrieb am 18. Mai 2011 at 18:00 - Permalink

      Unsere Angela, da sagt sie doch: “Es geht auch darum, dass man in Ländern wie Griechenland, Spanien, Portugal nicht früher in Rente gehen kann als in Deutschland, sondern dass alle sich auch ein wenig gleich anstrengen – das ist wichtig. Wir können nicht eine Währung haben und der eine kriegt ganz viel Urlaub und der andere ganz wenig. Das geht auf Dauer auch nicht zusammen.” Da hat sie doch recht. Aber wollen mal schauen, ob das wieder nur Schaumschlägereien sind.

      • nur ich schrieb am 18. Mai 2011 at 18:13 - Permalink

        genau – dann soll sie Rente mit 67 (oder 69) schnell wieder abblasen und das Rentenalter an die Region anpassen, bei dem die Menschen am ehesten gehen können. Die Urlaubstage so anpassen, wie sie dort sind, wo die Leute am meisten Urlaub haben.
        Ach das war nicht gemeint? Haben sich alle nach den Deutschen zu richten? Haben wir den WK 4 schon gewonnen? Oder doch besser europaweit nach denen richten, die am wenigsten Urlaub haben, die am längsten arbeiten, wo am wenigsten verdient wird etc…….

    13. Bolle schrieb am 18. Mai 2011 at 18:09 - Permalink

      Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich.

      Wochenlang nur fast nur mistige Artikel und dann uffemoil 3 drei lesenswerte Artikel. Wer soll denn da noch mitkommen?
      Sogar der Sasse hat wohl zuviel Prügel einstecken müssen, sodas er sich mal zusammengerissen hat.
      Könnt ihr euch nicht abstimmen und täglich einen guten Artikel einsetzen, damit auch noch Zeit bleibt zu kommentieren und diskuttieren?

      Ansonsten isset ja schön, wenns nicht weiter ins seichte Boulevard abdriftet.

      • Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2011 at 18:20 - Permalink

        Wos? Ich fand zumindest meine eigenen Artikel der letzten Wochen alle toll *lach*

        • André H. schrieb am 19. Mai 2011 at 03:15 - Permalink

          http://2.bp.blogspot.com/-fx3A0RuCZGQ/Tc_YM_mDCdI/AAAAAAAAH9M/m12Ano9dV_k/s1600/image.jpg

          (PS. Danke noch für die Daten)

          • Swamp Thing schrieb am 19. Mai 2011 at 03:32 - Permalink

            Verdammt … habe ich Chefe voreilig gesagt was ich von ihm halte … ;D

            Wie gesagt,es wird gartiert nicht einfach etwas von der Bonner(blendwerk)repulik in die Berliner Eurokratie
            (nicht zu verwechseln mit 1948) herüber zu karren.

            Wir lassen sie die KIste erstmal ungestört so dermasen in den Sand setzten ( übel aber eine vernünftige chance sehe ich nicht ).

            Dann vielleicht sowas :

            Besser wir endzweien uns als das wir nie drüber gesprochen hätten ;) .

      • Sukram71 schrieb am 18. Mai 2011 at 19:00 - Permalink

        Nee, das nicht.

        Aber erst liest man monatelang nur wie furchtbar schlecht es uns in Deutschland geht und wie wahnsinnig ungerecht alles ist und plötzlich gehts uns angeblich ganz gut – sogar besser als den Griechen. Etwas ungewohnt. :)

      • The Joker schrieb am 18. Mai 2011 at 22:24 - Permalink

        Sogar der Sasse hat wohl zuviel Prügel einstecken müssen, sodas er sich mal zusammengerissen hat.

        Nö, Teamchef Jens hat den Stefan zum Capitano gemacht. Das motiviert: http://www.youtube.com/watch?v=a0xOwUwKfxU&feature=related
        ;-)

    14. Serious Sam schrieb am 18. Mai 2011 at 18:24 - Permalink

      Der hier so unbeliebte SPON hat das Thema auch aufgegriffen, mit anderen (auch interessanten) Schwerpunkten.

      • schwitzig schrieb am 18. Mai 2011 at 18:56 - Permalink

        Hamburg – Wie sich die Zeiten ändern: Vor wenigen Jahren war Deutschland der kranke Mann Europas. Die Republik der fünf Millionen Arbeitslosen galt als verkrustet, die Hoffnung auf Besserung schien angesichts des riesigen Reformstaus aussichtslos. Welche internationalen Vergleiche auch immer die Debatte um den Standort bestimmten, die Deutschen kamen schlecht weg. Zu viel Urlaub, zu hohe Gehälter, zu früh in Rente, zu wenig Arbeitsanreize für Joblose – und sonntags nicht mal frische Brötchen.

        Da habe ich aufgehört zu lesen, weil ich mir dämliche Neolibpriester-Propaganda nicht mehr antue.
        Vor “wenigen Jahren” ging es der Masse des Volkes deutlich besser – erst seitdem es Reformen , kreative Arbeitslosenstatistiken, “den Aufschwung“, die “brummende Wirtschaft” und geringere Löhne gibt, geht es für die Masse unterhalb der oberen 10% stetig bergab, begleitet von kontinuierlichem “Gürtel enger schnallen”.

        • Karsten Bier schrieb am 18. Mai 2011 at 22:07 - Permalink

          Ihr widersprecht euch nicht, du und der Spiegel-Autor. Ihr unterscheidet euch nur in der Auffassung, ob es positiv ist, wenn es dem Volk gut geht, oder ob das nicht irgendwie “krank” ist.

    15. Bernie schrieb am 18. Mai 2011 at 18:25 - Permalink

      Toller Text, und treffendes Bild von Maggie Merkel.

      Übrigens was die “Kanzlerin der Stammtische” angeht – Hat die den nicht vom “Kanzler der Einheit” alias “Bimbes-Kohl” bzw. “Ehrenwort-über-Grundgesetz-Kanzler” gelernt?

      War die nicht seine heimliche politische Ziehtochter?

      War das nicht der eigentliche Kanzler der Stammtische? – Mal rein auf die CDU bezogen (d.h. die SPD/Grünen-Regierung, die auch nicht besser ist – was Stammtische angeht – klammere ich jetzt mal bewußt aus, da es mir nur um die CDU/CSU geht).

      Ich weiß ja nicht, ob das auch nur so ein Stammtischgeschwätz ist, aber irgendwo hab ich mal aufgeschnappt, oder gelesen, dass der “Kanzler der Einheit” im Hintergrund immer noch die Fäden ziehen soll, als
      Berater Merkels.

      Lüge? Oder Wahrheit?

      Gruß
      Bernie

      • The Joker schrieb am 18. Mai 2011 at 22:42 - Permalink

        Hmm, finde dass Schröder viel mehr noch als Kohl niedere Instinkte bedient hat. Dinge wie “Kinderschänder wegschließen”, “kein Recht auf Faulheit” oder “Kriminelle Ausländer schnell raus” ließ der rosagrüne Brioni-Anzug via Bild verkünden. Kohls Verhältnis zur dünnen Zeitung mit den dicken Lettern war zeitweise sogar leicht getrübt, als der Einheitshelmut als liegendes Querformat abgebildet wurde.
        Aber vielleicht hatten wir in Wahrheit eh immer die selbe Person als Kanzler und nur die Maskenbildner wechselten: http://www.youtube.com/watch?v=9dKpI3fZmVA&feature=player_embedded

      • Ariane schrieb am 19. Mai 2011 at 02:13 - Permalink

        Kohl war/ist aber ein ganz entschiedener Pro-Europäer, der hat ihr die Marktplatzrede ganz sicher nicht ins Ohr geflüstert, sondern würde sie ihr wohl lieber um die Ohren hauen.

        Im Übrigen werden die wohl kaum die besten Freunde sein und sich spaßeshalber zum Tee treffen, da ist er wohl doch eher nachtragend.

        • Swamp Thing schrieb am 19. Mai 2011 at 02:41 - Permalink

          Ach … das ist auch in den Kreisen so … ?! Ich hoffe das Merkel wenn sie kurz davor ist ( hart vom Leben gezeichnet ) ihrem “CDU Gott” ihre Sünden zu beichten, auch mal einen klaren Moment hat wie Kohl .

          Obwohl ich eher an Göring denken muss, während ich mich in solche Menschen hereinversetzte … ( Wenigestens 13 Jahre anständig gelebt ) …

    16. zeno(bit) schrieb am 18. Mai 2011 at 18:26 - Permalink

      Ich glaub die ZEIT hat bei dir abgeschrieben:

      “Die Worte der Kanzlerin mögen an der Basis, die zunehmend über die Hilfskredite an die Krisenstaaten schimpft, gut ankommen. Mit der Wirklichkeit in Europa haben sie hingegen wenig zu tun. Weder verlassen die Menschen in Griechenland, Portugal oder Spanien den Arbeitsmarkt deutlich früher als in Deutschland. Noch haben die Bürger dieser Länder viel mehr Urlaub. Um das herauszufinden, genügt ein kurzer Blick in die Statistik.”

      Da würd ich mich mal beschweren^^

      Ich fand deinen Artikel aber besser *daumenhoch*

      • Pterry schrieb am 18. Mai 2011 at 21:12 - Permalink

        he, den wollte ich auch grad reinlinken >:|

        v.a. wegen der übersichtlichen Graphik

    17. Tonangeber schrieb am 18. Mai 2011 at 18:35 - Permalink

      Das ist bestimmt ein sehr schöner Artikel, gleichwohl wäre er noch viel angenehmer zu lesen, wäre er in lediglich zwei oder maximal drei Sätzen zusammengefasst.

      • Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2011 at 18:39 - Permalink

        warum liest Du eigentlich hier mit? Schau Dir doch Twitter an, die kommen mit 140 Zeichen aus.

        • schwitzig schrieb am 18. Mai 2011 at 18:50 - Permalink

          Lass Dich nicht provozieren – der Artikel ist schon genau richtig, wie er ist :-):

          • André H. schrieb am 19. Mai 2011 at 02:58 - Permalink

            @schweigsam
            Du bist aber gesprächig heute.
            *augenzwinker*

            (falscher Standort; ist schon spät…)

      • schwitzig schrieb am 18. Mai 2011 at 18:42 - Permalink

        wäre er in lediglich zwei oder maximal drei Sätzen zusammengefasst.

        Es reichen 6 Worte:
        Merkel wirbt für ihre religiöse Sekte.

    18. Jochen K. schrieb am 18. Mai 2011 at 18:44 - Permalink

      @Spiegelfechter sagt:

      …beträgt das effektive Renteneintrittsalter in Deutschland 62,6 Jahre.

      Der durchschnittliche Deutsche geht offiziell mit fast 63 Jahren in Rente, hört aber schon mit fast 61 Jahren auf zu arbeiten, da er die Arbeit körperlich oder mental nicht mehr schafft, und ist daher 2 Jahre lang arbeitslos, bevor er dann seine Rente mit 63 Jahren in Anspruch nimmt!

      • Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2011 at 18:46 - Permalink

        Ne, die Zahl bezieht sich auf das Ausscheiden vom Arbeitsmarkt. Und da Deutschland ja seine Arbeitslosenzahl herunter rechnet, gilt Altersteilzeit nicht als Arbeitslosigkeit und damit lt. Statistik auch als Ausscheiden vom Arbeitsmarkt. Das passt schon.

        • Jochen K. schrieb am 18. Mai 2011 at 19:55 - Permalink

          @Spiegelfechter
          Nein, ich beziehe mich auf den absoluten Durchschnittswert.
          D.h., der normale Bürger rührt mit knapp 61 Jahren keinen Finger mehr. Das war schon so, bevor das Mindesteintrittsalter auf 63 Jahre heraufgesetzt wurde. Nur verweilen die älteren Menschen heute 2 Jahre in der Arbeitslosigkeit oder verschwinden in irgendeiner Beschäftigungstherapie bis 63.
          Fast alle körperlich Arbeitenden hören sogar schon mit 58 Jahren auf und nehmen, dank dem von Herrn Kurt Beck durchgeboxten Gesetz, 24 Monate Arbeitslosengeld in Anspruch und retten sich (mit den jeweiligen Abschlägen) auf runde 60 Jahre.
          Leider finde ich hierzu als Beweis die I-Adresse nicht mehr, aber vielleicht könnten Sie selbst nochmal recherchieren?

          Außerdem stimmen die 1.390 Stunden für das Jahr 2009 nicht (wie ich vor einigen Monaten schon den “NachDenkSeiten” schrieb).
          Es sind 1.309 Stunden und 35,4 bezahlte Überstunden und nochmal so viele unbezahlte Überstunden (viel Raum für Rechenspiele und Statistiktricks).
          Quelle: ZDF-Videotext vom 08.02.10
          Jedoch wollten wir wohl nicht als die “faulste” Industrienation dastehen und haben uns noch 10 unbezahlte Überstunden dazugerechnet, um dann letztendlich nach den Holländern auf dem vorletzten Platz zu landen!

    19. zeno(bit) schrieb am 18. Mai 2011 at 19:08 - Permalink

      Westerwelle hat grad bei “heute” ins gleiche Horn geblasen. Außerdem ist der gesamte Beitrag sehr tendizös, da nur von gesetzlichem Renteneintrittsalter gesprochen wird.
      Die Wirstachaftweisen haben ein Renteneintrittsalter von 69 gefordert -da freu ich mich :) -wollte eh bis zum bitteren Ende arbeiten-

      • HHarlekin schrieb am 18. Mai 2011 at 22:22 - Permalink

        Die Wirstachaftweisen haben ein Renteneintrittsalter von 69 gefordert -da freu ich mich

        Das ist nur die nächste Propaganda-Runde. INSM-Hüther hatte vor 9 Monaten schon quer durch Gazetten und Talkshows per “Rente mit 70″ Versuchsballon gespielt…

        http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/rente-wirtschaft-fordert-in-deutschland-rente-mit-70_aid_540211.html

        Grüße

    20. leslie schrieb am 18. Mai 2011 at 19:14 - Permalink

      Grusel….
      http://www.youtube.com/watch?v=wcVRlzP6SQA

      Mfg

      • schwitzig schrieb am 18. Mai 2011 at 19:23 - Permalink

        Das ist ein Ausschnitt aus einem Film, der das Thema Überwachung darstellt. Soweit ich weiß, ist die Rede allerdings tatsächlich authentisch – sie wurde wohl nur nicht so ausführlich in den ÖR gezeigt.
        Klar – denn die ÖR sind ja schließlich mittlerweile die Nachfolger der Volksempfänger.

        Hier ist sie schön beschrieben:

    21. Cheops schrieb am 18. Mai 2011 at 19:34 - Permalink

      Sie war nie etwas anderes gewesen als eine “Kanzlerin der Stammtische”. Schon 2005, als sie nach dem Status von Türkei und EU gefragt wurde, hatte sie für die Stammtische die Zugehörigkeit der Türkei so heftig verneint, als wäre sie nach der Äußeren Mongolei oder einem Juptitermond gefragt worden!

    22. W. Buck schrieb am 18. Mai 2011 at 19:35 - Permalink

      “WIR SIND WIEDER WER!”

      Eine Kanzlerin die sich über extralegale Hinrichtungen freut und andere Volksgruppen für faul hält. Das hat schon seinen besonderen Charm 66 Jahre nach Kriegsende. Ein kleines Schnäuzerchen (vielleicht gemalt wie bei Groucho Marx nur ned so breit) würde ihr gut stehen in Angedenken ihres wenig erfolgreichen Amtsvorgängers (1933-45).

      • Benjamin schrieb am 18. Mai 2011 at 21:42 - Permalink

        Hehe

      • HHarlekin schrieb am 18. Mai 2011 at 22:08 - Permalink

        Jaja, und Mr. Charles Spencer Chaplin fährt aus seinem Grab, und zischt:”Schon wieder jemand, der mir meinen Schnurrbart klaut? SCHTONK!”

        http://www.youtube.com/watch?v=-kHr2-5KxIA

        ;-) Grüße

    23. Han Siwen schrieb am 18. Mai 2011 at 19:46 - Permalink

      TNX Spiegelfechter.
      Keep Fighting.
      Es kann einem manchmal fast Leid tun, dass viele (elite) Journalisten nur noch hinterherlaufen. Aber vielleicht haetten sie einfach frueher ihre Hausaufgaben machen sollen, statt sich fuer ihr Pseudo-Wissen, das sie aus ach so vertraulicher Quelle haben, gegenseitig Preise umzuhaengen.
      Im argumeitativen Nahkampf Punkte sammeln…wird wohl nicht gelehrt an den Journalistenschulen. Warum auch. Die breite Masse ist doch daran gewoehnt, dass man es ihnen vorkaut. Schnabel auf und Wissen rein. Bitte nichts was zum Nachdenken anregt. Sperrige Gedanken…
      Gruss aus China

    24. Axel schrieb am 18. Mai 2011 at 19:57 - Permalink

      Vielleicht lese ich das noch. Ob ich dann was dazu sagen kann weiß ich nicht. Es kommt ja auf die Quellenlage an. Ich hab einiges über den frühen Gang in die Rente in Griechenland gelesen und das man schon recht schnell den Anspruch auf Vollrente hat usw. Welche Quelle die Wahrheit sagt, wird schwer herauszufinden sein.

      Aber vielleicht zweierlei:

      Was Merkel faselt oder wie sie die Dinge in ihrer linkischen Art benennt interessiert mich i. a. nicht. Mich interessieren die Fakten, nicht das was und wie Merkel (oder irgendein anderer Politiker) das darstellt.

      Ob die Anderen sich anstrengen ist leider auch zweitrangig. Mein Lehrer und auch die Chefs haben immer gesagt, dass letztlich entscheidend sei, was bei der Anstrengung herauskommt.

      • Benjamin schrieb am 18. Mai 2011 at 21:45 - Permalink

        Gilt das auch für anstrengungslosen Reichtum (z.B. aus Spekulationsgewinnen)?

        Die Frage ist an die Regierung gerichtet und die Antwort ist ebenfalls schon bekannt.

        • HHarlekin schrieb am 18. Mai 2011 at 21:56 - Permalink

          Nein, dabei handelt es sich nicht um “anstrengungslosen Reichtum”, sondern um “leistungsgerechte Bezahlung”. Das unterscheidet ja Spekulationsgewinne z. B. von solch römisch-dekadenten Aktivitäten wie “ehrlicher Arbeit”…(*hust*)…;-)

      • André H. schrieb am 20. Mai 2011 at 11:17 - Permalink

        …dass letztlich entscheidend sei, was bei der Anstrengung herauskommt.

        Arbeiten ist halt für Viele zu anstrengend…

    25. Heldentasse schrieb am 18. Mai 2011 at 20:04 - Permalink

      Das aktuelle m.E. stümperhafte Agitieren von Frau Merkel in Themenbereichen die womöglich auch Schnittmengen mit unserer unseligen Vergangenheit haben, lässt mich vermuten, dass dies ein Zeichen von Hilflosigkeit ist. Mit anderen Worten: Den Tigerenten fällt nichts mehr Vernünftiges ein, und die hätten “fertig” wenn es in D-Land eine ernst zu nehmende Opposition gäbe.

      p.s.: Die Artikel im Spiegelfechter sind m.E. in letzter Zeit sehr gut, auch in ihrer Zusammenstellung. Für mich ist da ein roter (sprichwörtlich nicht politisch ;-) Faden erkennbar, der den geneigten Leser zum nachdenken motiviert und damit auch etwas Licht ins Dunkel bringt!

      • Benjamin schrieb am 18. Mai 2011 at 21:51 - Permalink

        Oja… Welche Opposition?? Hehe

        Außer gekauften Hirnis sehe ich da in der tat niemanden, der Rest wurde in Splitterparteien geekelt und wer halbwegs Rückgrat hat UND BESCHEID WEISS, der lässt sich doch nicht für dumm verkaufen.

        Was übrig bleibt nennt sich dann halt Andrea “die Parteilinke” Nahles und der ehemalige Popbeauftragte der SPD (Name ist mir entfallen)

        • Swamp Thing schrieb am 18. Mai 2011 at 22:03 - Permalink

          War die Popbeauftragte nicht diese Kröte Gabriel ? Der Mehlsack hat damals selbst gegen unsere jetzige Bundespräsidenten-Imitation Wulf (4. und letzter anlauf in Ndrs. ) versagt .

    26. Swamp Thing schrieb am 18. Mai 2011 at 20:54 - Permalink

      Guter entlarvender Artikel . Ein weiteres Glanzstück von IM Erika das hier beleutet wird .

      Hier die antwort des von ihr angesprochenem Klientes .

      Kann ja vielleicht mal jemand ans Schranzleramt schicken ;) !

      @ Sukram71 (Beitrag 1)

      Danke für die Anekdote .

      • carlo schrieb am 19. Mai 2011 at 03:16 - Permalink

        Hätte Markus Wolf doch rechtzeitig eingegriffen und die Pastorenschusse zum Studium der evangelischen Theologie beordert; was wäre uns alles erspart geblieben.

        • Swamp Thing schrieb am 19. Mai 2011 at 04:08 - Permalink

          Hm … Ho Knows ?

          http://www.youtube.com/watch?v=I4U6T_BB1N8&feature=channel_video_title

          So einfach ist das leider aber nicht … :) Preußische nachwehen der DDR …
          ;D … Habe ich eigendlich schon gesagt das ich Stefan Sasse als historiker
          schätze ( auch wenn wir uns als solches leider spinne feind sein müssen ? ) .

          Egal …

          Ho2 Kenne ich überigens auch … ;) Hauptsache kompliziert …hmm ? ! ;)

          Ach … Merkel … he he … selbst wenn morgen unsere Hauptstadt eine Ar***-bombe treffen würde …

          Eine Rosa Luxemburg wird aus ihr bestimmt nicht mehr …

    27. Benjamin schrieb am 18. Mai 2011 at 21:29 - Permalink

      Naja, wenn man halt von Springer abhängig ist, kommen dann solche Sprüche raus.

      DIESE POLITIKERGENERATION WEISS EINEN SCHEISS!!!
      Die haben ihre Berater, schütteln am anderen Ende des Globus wichtige Hände und dann wird zurückgedüst. Super.

      Jedes Kellerkind hat mehr von der Welt gesehen!

    28. minimax schrieb am 18. Mai 2011 at 22:05 - Permalink

      bei der arbeitszeit müßte man noch die fehlzeiten berücksichtigen, da der mindesturlaub von 20 bzw 24 tagen meistens mit krankschreibungen optimiert werden muß.

    29. Benjamin schrieb am 18. Mai 2011 at 22:08 - Permalink

      Aber Merkel kannste eh vergessen; gestern Stasispitzen, heute Demokratin kapitalistischer Prägung und insgeheim lernt sie wahrscheinlich schon Chinesisch; man weiß ja nie…
      Zwischendurch noch die Weltwirtschaft abkacken und danach a bissl “deuscher Sonderweg”, mei…

      GRAUENHAFT!

      • Swamp Thing schrieb am 18. Mai 2011 at 22:44 - Permalink

        Wäre das Bundesverfassungsgericht auch nur halbwegs das für was es sich ausgibt oder sich in teilen gar noch hält, ihrem Auftrag nach aktiv, dann wäre (ja,ja sehr naiv) so etwas nicht möglich .
        Die ganze Gesellschaft wird auf übelste, Jahr für Jahr mehr pervertiert und in der mehrheit der
        Bevölkerung dieses und anderer (vorzeige->demokratien) Länder findet ein Rückzug ins Private oder die engültige Lobotomie statt .

        Das ist Grauenhaft ! JA …

        Ich ziehe mir mal eine Fahrkarte für die Klapse oder in die Revolution … ;D

        Hoffe ich habs nicht schon wieder zu weit getrieben Wayne äh Spiegelfechter ;) .

    30. Teppichknuepfer schrieb am 18. Mai 2011 at 22:48 - Permalink

      Hm..soll sie reden oder schweigen. Was zählt ist doch das Ergebnis. Manipulation der Massen ist das eine Ziel, zum anderen werden Generationen für die Kungeleien der ReGIERungen und ihrer Unterstützer bezahlen müssen. Ich denke, daran besteht kein Zweifel, denn die Summen, mit denen da jongliert wird, gehen in immer weitere Höhen.

      Offen, wie z. B. Endlagerfrage und den Zukunftstechnologien, wird auch die Frage der Finanzkrise bleiben. Wie lange soll denn der Transfermechanismus erhalten bleiben? So wie die Terrorgesetze, welche wohl auf unbestimmte Zeit uns Bürgern am Hals kleben?

      Ich möchte eigentlich keine Meldungen mehr über Schuldenstaaten und ähnliches lesen oder hören. Die anderen Probleme sind mir schon genug. Mir kommt es vor, als wenn nur noch nach vorne geschoben wird, so, als sollen sich mal andere in Zukunft drum kümmern.

      Bleibt wohl zu hoffen, das wir vielleicht in naher Zukunft durch einen weiteren Staat, der Pleite geht, überdenken, ob die EU als Gemeinschaft inkl. Währung eine gute Sache war. Die Souveränität jedes Landes hat, wie ich finde, mehr Selbständigkeit, Autonomie und Charakter, als in der EU-Bürokratie mit ihren Vorgaben und Bestimmungen, welche mich mehr zum Einheitsbürger machen, als ich es vor dem Zusammenschluss war. Ich bin da halt Oldie, das soll auch so bleiben. Für mich zumindest.

    31. Ranger schrieb am 18. Mai 2011 at 23:18 - Permalink

      Na sie hat doch recht, schaut Euch die spanischen Faulenzer mal an. Stand doch heute in der Zeitung: die spanische Jugend steht auf der Straße ‘rum anstatt zu arbeiten.

      Eigentlich könnte einem Angst und Bange werden: war sie schon immer so blöde oder brennt es hinter den Kulissen so gewaltig dass sie ihre zunehmend inkohärenten Aussprüche immer weniger im Griff hat!?

      • Swamp Thing schrieb am 18. Mai 2011 at 23:47 - Permalink

        Recht Hast du ! Und besserers Wetter haben die da auch noch .

        Was ist denn das für ein selten dämliches VT-gequatsche von wegen das ganze Völker auf unserem schönen Geröll-klumpen von wenigen Finanzmächtig -ermächtigen Eliten an die Wände der Vorhölle gedrückt werden, nur um für sich selbst noch ein paar momente ala Gadolf Titler heraus zu holen ?

        Wenn dem so wäre hätten mir das die Mainzelmänchen auf ZDF bestimmt schon gesagt !

        etwa so :

    32. Prinzregent schrieb am 19. Mai 2011 at 00:16 - Permalink

      Ich finde es schon bezeichnend, dass die arbeitenden Bürger, die Rentner und andere den Mist ausbaden dürfen, der ihnen von einer komplett unfähigen Politik und einer kriminellen Finanzwirtschaft eingebrockt wurde. Demut, Schuldbewusstsein oder Teilnahme am Verzicht? Fehlanzeige.

      Egal was Merkel sagt: Alleine die heutige Forderung der deutschen “Wirtschaftsweisen” nach einer Rente mit 69 zur Schuldenbewältigung dürfte vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse die Anti-EU-Haltung weiter verstärken.

      Macht nichts, der Sarg für die EU ist ohnehin schon gezimmert.
      Aber nicht vom Bürger.

    33. COPOKA schrieb am 19. Mai 2011 at 00:28 - Permalink

      Ich schätze, Ralf Streck liest auch Deinen Blog oder NDS :)

    34. Lemmy Caution schrieb am 19. Mai 2011 at 00:41 - Permalink

      Die Stunden die jemand arbeitet halte ich für absolut nicht aussagekräftig. Es gibt immer Leute, die offiziell 35 Stunden arbeiten, in Wirklichkeit aber deutlich mehr. Und dann gibt es Leute, die 40 Stunden arbeiten, aber in der Zeit nix anderes tun als anderen arbeitenden Menschen das Leben zu erschweren.
      Das fängt bei ja noch irgendwie nachvollziehbaren Typen an, die in Call Centern wiederholt 3x das Passwort falsch eingeben, um so die völlig obskuren Arbeitsprozesse inklusive eines dysfunktionalen osteuropäischen Outsourcing Hubs zu ihren Gunsten nutzen. Die haben dann nämlich 4 Stunden frei. Bis zu den Eigenheimbesitzern mit BMW, die sich diese Arbeitsprozesse ausgedacht haben.
      Mein von mir sehr geschätzter bald ex-Chef arbeitet seit 6 Monaten 40 Stunden voll in Projekten und bereitet 3 Abende Präsentationen, Schulungen usw. vor. Dazwischen betreut er noch Anfragen von Altprojekten. Offiziell läuft der unter 40 Stunden.

      Aber darum gehts sowieso nicht. Wie bereits 2 Beiträge weiter oben herausgearbeitet dient die “Griechenland” oder “Portugal”-Hilfe ohnehin nicht “den Griechen” oder “den Portugiesen” sondern den Bilanzen von Finanzinstitutionen, die falsche Entscheidungen getroffen haben.

      KEINE Regel gilt für alle, aber ich glaub das Geheimnis der deutschen Arbeitsproduktivität liegt zu einem nicht geringen Teil darin, dass bei Deutschen die Quote derjenigen höher ist, die ganz nach dem Subsidaritätsprinzip das Maul aufreissen, wenn etwas schräg läuft. Bei Südländern gibts da einfach eine stärkere Konsens-Tradition. Der konfliktive Stil ist nicht immer angenehm und es gibt natürlich überall Ausnahmen, die ich auch persönlich kenne. Dominierend ist aber diese andere Art, nach der selbst turmhoch überlegene südeuropäische Experten irgendwelche wanna-be Entscheidungsträger einfach kalt lächelnd gewähren lassen, bis die sich möglicherweise im eigenen Wahnsinn selbst erhängen. Das ist zwar sehr lustig anzusehen, ich halte aber in dieser Welt der immer komplexeren Arbeitsprozesse den konfliktiveren mitteleuropäischen Stil für letztlich effizienter. Nordeuropäer sind weniger konfliktiv, schauen sich die Dinge genau an und können dann sehr bestimmt werden.

      Spanischsprecher bezeichnen unser Verhalten oft als cuadrático (etwa quadratisch). Das bedeutet: eckig und mit einem Defizit an warmherziger Verbindung auf einer emotionalen Ebene. Quadratisch kann in einer Welt komplexer Arbeitsprozesse leider oft auch praktisch und gut bedeuten. Ist natürlich nicht genetisch bedingt sondern kulturell und historisch gewachsen.

    35. Andreas F. schrieb am 19. Mai 2011 at 02:09 - Permalink

      Merkwürdig, das hier alle so der alten industriellen Arbeitslogik folgen – es könnte doch ein Gewinn sein, weniger zu arbeiten, weniger Unsinn zu produzieren und die Gesellschaft eher in ein liberales Gemeinwesen zu verwandeln. Wir haben alle nur dieses eine Leben – soll ich meinen Enkeln etwa als stolze Lebensleistung verkaufen, mehr als die Griechen gearbeitet zu haben?
      Diese merkwürdige und brutalisierte Arbeitsethik ist ja auch eine Erfindung der Fabrikbesitzer des 19. Jahrhunderts, vorher hat es selbst in den unteren Schichten der Landbevölkerung auch Phasen relativen Nichtstuns (z.B jahreszeitlich bedingt oder religiös bedingt) gegeben, die Aristokratie und das vermögende Bürgertum hat es sich in Palästen und Salons und auf Reisen gemütlich gemacht.
      Die Bilder von schlittschuhfahrenden Bauern und Kindern, die auf Feldern fangen spielen, kommen schließlich jenseits ihrer idealisierter Darstellung nicht von einem anderen Planeten.
      Im griechischen Altertum galt Müßiggang und die Pflege der Kultur als Tugend – für die Arbeit hielt man sich die Sklaven.
      Und andere Kulturen (hallo Tahiti!) hatten da auch so ihre Vortstellungen und Praktiken.

      Die Kanzlerin als Vertreterin der aktuellen Wirtschaftsordnug versucht natürlich mit aller Macht, die nötige Transformationen zu unterbinden. Es genügt aber nicht, z. B. aus einem Auto mit Verbrennungsmotor ein E-Mobil zu machen – in der Produktions- und Wertschöpfungskette die daran hängen, sind so viele Dinge schädlich, das kann man gar nicht retten.

      Die Eliten und auch das Volk wissen, dass ihr Reichtum und ihre Privilegien nicht mehr Teil der neuen Ordnung sein werden, deshalb versuchen alle, mit immer größeren Wetten auf die Zukunft den wuchernden Wachstumsautomaten am Leben zu erhalten.

      Man vergiß ja schnell, dass auch dieses Land vor 200 Jahren noch ganz anders ausgesehen und gelebt hat, sehr empfehlenswert zur Kalibrierung der Wahrnehmung sind da Stadtansichten aus der Zeit (ein paar Felder vor der Stadtmauer, dann Wald) im direkten Vergleich mit den Speckgürteln, Autobahnzubringer und Gewerbegebieten der Städte heute. Auch wenn man kein Romantiker ist, kann man sehen, dass dieser Fortschritt irgendwie reichlich zweifelhaft ist.

      Sagt übrigens ein Tischler, der ziemlich oft ziemlich viel für ziemlich wenig Geld gearbeitet hat und jetzt im Rahmen der üblichen männlichen Midlifecrisis und vor allem angesichts der Tatsache, dass wir hier für den letzten Scheiss echt die Welt auffressen, den Sinn der ganzen Veranstaltung nicht mehr so recht erkennen kann und will.

      • schwitzig schrieb am 19. Mai 2011 at 11:57 - Permalink

        Hi,

        ja, die heraufziehende 80/20-Gesellschaft hat Jens hier auch schon mal thematisiert. Und die aktuellen Rezepte sind nicht nur Menschverachtend, sondern in meinen Augen sogar strunzdämlich.

        • André H. schrieb am 19. Mai 2011 at 12:02 - Permalink

          …sogar strunzdämlich

          Nicht unbedingt.
          Kommt auf die optische Perspektive an.

      • DerFlaschengeist schrieb am 19. Mai 2011 at 21:34 - Permalink

        Sehr guter Beitrag, gefällt mir.
        Auch ich denke, dass oft soviel drum herum gerdet wird, dass man die eigentlichen Anfänge vergisst.
        Obwohl sich hier viele bemühen, Dinge skeptisch zu hinterfragen und tiefer darüber nachzudenken, hat doch bei vielen die jahrelange Gehirnwäsche, das Mantra Arbeit, und der immer und immer und immer wieder zietierte “deutsche Fleiss” seine Wirkung hinterlassen…wenn auch unwillentlich.

        Auch ich bin jemand, der, wenn der Wirrwarr zu gross wird, mit dem Denken wieder ganz von vorne beginnt. Gedanken Back to the Roots. Von vorne anfangen Fragen zu stellen, Erklärungen zu suchen.

        Simples Beispiel…Europa, Eurokrise, Griechenland…
        Da hört man täglich soviel das einem der Kopf brummt.
        Haben wir eigentlich ein vereinigtes Europa? Was bedeutet das eigentlich? Offene grenzen sind schliesslich nicht alles und auch eine gemeinsame Währung ist es nicht.
        Wann hat sich jemand das letzte mal die Gegenfrage gestellt, was wir überhaupt für ein vereinigtes Europa brauchen? Und da fällt mir die Kardinalsfrage ein…wollen die Menschen in den einzelnen Ländern das eigentlich?
        Denn bisher wurde den Bevölkerungen Europe ja diktiert.
        Wieder back to the Roots…warum eigentlich? Warum haben Politiker über unsere Köpfe entschieden, wie Europa aussehen soll und welche Gesetze für alle gelten sollen? Kann es ein demokratisches Europa ohne ein demokratisch gewähltes Europaparlament geben, dass die Zustimmung all seiner Einwohner hat?
        Fragen über Fragen…das passiert mir ab und zu, wenn ich “back to the Roots” gehe ;)

        in diesem Sinne…

      • Peleo schrieb am 20. Mai 2011 at 16:59 - Permalink

        Pflege der Kultur als Tugend – für die Arbeit hielt man sich die Sklaven.

        Tolles Vorbild.
        Aber wenn schon kulturphilosophisch: Wann genau ist der Arbeitsgesellschaft die Arbeit ausgegangen?

    36. na sowas schrieb am 19. Mai 2011 at 10:05 - Permalink

      Aus Freude am Leben — Idee Kaffee № 41

      “Democracia Real Ya”

      Los acampados en la Puerta del Sol, esta mañana.
      [via elpais.com | photos PAUL HANNA (REUTERS) | 18-05-2011]
      …
      Your daily dose of inspiration
      ΕΜΣΤ – ΕΘΝΙΚΟ ΜΟΥΣΕΙΟ ΣΥΓΧΡΟΝΗΣ ΤΕΧΝΗΣ
      [ ht*p://www.emst.gr ]
      …
      Esse, nosse, posse
      common wealth for common people

      …
      all your browsers belong to us!
      ht*p://www.artzilla.org/

      the free-media toolkit
      ht*p://gearbox.mediashed.org/?section=tutorials&action=view&id=120

      the everlasting and growing real-time news translation machine
      ht*p://www.fallingtimes.info/index.php?page=3&lang=de

      note: replace in the above mentioned URI ‘ * ‘ with ‘ t ‘
      …
      tip: Firefox 3.5 - 6.0a1 User install Text Link
      it will fix up the broken URI for You. Double-click on the URI text and Firefox will load it. You're happy!
      .~ ❦ ~.

    37. Florian schrieb am 19. Mai 2011 at 10:43 - Permalink

      Okay, das Thema ist durch. Gibts denn lesenswerte Artikel über die Ursache und die Lösung und nicht über die Symptome. Wie können unsere lieben Nachbarn denn Ihren Haushalt wieder gerade biegen? DAS würde mich interssieren.

      Und das Politik schon lange eine Anbiederung an die Masse/den Stammtisch ist, wissen wir doch. Obama versucht Terroristen zu fangen und Angela wendet sich an den Stammtisch.

      • Bruder Johannes schrieb am 19. Mai 2011 at 11:45 - Permalink

        Wie können unsere lieben Nachbarn denn Ihren Haushalt wieder gerade biegen? DAS würde mich interssieren.

        Geht nur über arbeitsplatzschaffende Investitionen und durch Bekämpfung der Steuerhinterziehung. Ferner müssen in der Tat ein paar “Privilegien” abgeschafft werden (z. B. im Transportsektor).

        Aber dazu braucht es umsetzbare Konzepte. Die erstellt man nicht kurzfristig und kann sie auch nicht kurzfristig umsetzen. In GR ist das nach meiner Erfahrung eine besondere Herausforderung. :-)

        Mit Krediten irgendwelche Löcher zu stopfen, ist zwar einfacher, führt aber letztendlich zu nichts Gutem.

        Was mich eigentlich wundert ist, dass die offenbar Kredite so blind bedient werden. Niemand kommt auf die Idee, ein Audit durchzuführen. Da könnte man Kredite, die durch Bestechung zustande gekommen sind, schlicht streichen (siehe Video weiter unten).

        • Swamp Thing schrieb am 19. Mai 2011 at 11:54 - Permalink

          Falsch ! Falsch !

          Die löhne gehören in Deutschland hoch um 10 % für mindestens 5 Jahre …

          UNd alles was bebei kaputt geht gehörte sich von anfang nicht …

          UNd dann saubere Energie für Europa …

          Komm mir bloss nicht mit deinen Dr. Satan Sin Ideologien du ver bleneter ar*** !

          ;)

          http://www.youtube.com/watch?v=658taF-PWt0&feature=channel_video_title

          http://www.nasa.gov/multimedia/isslivestream.asx

          • Bruder Johannes schrieb am 19. Mai 2011 at 14:03 - Permalink

            Die löhne gehören in Deutschland hoch um 10 % für mindestens 5 Jahre …

            Das auch, aber ich wollte doch kein Buch schreiben. ;-)

            UNd dann saubere Energie für Europa …

            Statt Desertec Greektec. Hab ich meinen griechischen Freunden auch schon vorgeschlagen, aber dazu braucht’s auch Konzepte.

            Komm mir bloss nicht mit deinen Dr. Satan Sin Ideologien du ver bleneter ar*** !

            Ach, Jung! Ich kenn die Verhältnisse da ein wenig. Was die brauchen, sind Arbeitsplätze für junge Menschen. Perspektiven, wie man so schön sagt. Sollten wir hier in D auch mal wieder nach gucken.

      • André H. schrieb am 19. Mai 2011 at 11:59 - Permalink

        Wie können unsere lieben Nachbarn denn Ihren Haushalt wieder gerade biegen?

        Überhaupt nicht, ausser
        - Deutsche und französische Banken (und schweizerische) verzichten auf einen Teil ihrer vorher erlösten Zins(wucher)gewinne
        - Deutschland verzichtet auf den Status als Exportweltmeister und gibt anderen Ländern auch ein wenig vom “Kuchen” ab
        - Griechenland erhält die Drachme zurück
        - zinslose Darlehen für Griechenland
        - Europäische Konzerne verzichten auf die in den meisten Ländern legale Schmiergeldpraxis (meist noch steuerlich absetzbar, siehe Deutschland)
        - Griechenland muss nicht mehr U-Boote von Deutschland (und andere unnötigen Investitionen, sicher auch von anderen Ländern) kaufen
        - faires und unverfälschtes Rating
        - usw.

        • Serious Sam schrieb am 19. Mai 2011 at 12:24 - Permalink

          Wie kommst du auf die Idee, in Deutschland wären Bestechungsgelder steuerlich absetzbar? Das ist längst vobei.

          • André H. schrieb am 19. Mai 2011 at 12:30 - Permalink

            Das ist längst vobei

            In diesem Fall bitte ich um Entschuldigung

    38. André H. schrieb am 19. Mai 2011 at 12:21 - Permalink

      Wenn “unser” Herr Ackermann Direktor des IWF werden sollte, dann… Gnade Gott den Länder Griechenland, Portugal, Spanien…
      “Mindestens 20 % Kapitalrendite pro Jahr” und solche Sachen…

    39. Roberto J. De Lapuente schrieb am 19. Mai 2011 at 12:30 - Permalink

      Ich schrieb dazu:
      http://ad-sinistram.blogspot.com/2011/05/deutsche-verhaltnisse-europaische.html

    40. Rammstein-industrie schrieb am 19. Mai 2011 at 13:26 - Permalink

      ok, das wieder ein ziemlich guter artikel, herr berger glänzt bei Berichten und Wirtschaftsthemen, Recherchen. Würde mich über einen neuen Riecher für Ungerechtigkeiten freuen.
      bitte auch mal was zur rammstein-industrie, von der viele in dt. gut leben.
      P. S. Wenn du so weiter machst, schaltet die bankindustrie bald keine werbung mehr auf deinem blog usw…. ;) dranbleiben

    41. Michamue schrieb am 19. Mai 2011 at 15:11 - Permalink

      Vorsicht Verschwörungstheorie!

      Frau Dr. M. hat in der DDR ihre Dissertation mit nem alten Ormic-Gerät erstellt, dessen Blaupausen der Stasi in die Hände fielen. Daraufhin hat Markus Wolf persönlich ihr ein Plagiat vorgeworfen, da sie doch vieles nur abgeschrieben hätte und sie per Handschlag und EHRENWORT für die StaSi verpflichtet. Nicht als IM, sondern als SchläferIn, da dem ollen Schlaufuchs klar war, dass die DDR irgendwann demnächst gegen die Wand gefahren wird.

      In den unruhigen Zeiten des Umsturzes beteiligte sich Dr. M. aktiv in diversen “konterrevolutionären” Vereinen um letzlich bei Dr. Bimbes unter den Rockzipfel zu kriechen, immer den Kampfauftrag des “Schwert und Schildes der Partei” im Hinterkopf. Jahrelang kämpfte sie sich tapfer nach oben.

      Nun als Kanzlerette am Ziel setzt sie den alten Kampfauftrag um. Und wie es aussieht erfolgreich. Denn sie tut alles dafür die nächste Revolution vorzubereiten, den Widerstand zu schüren gegen das Kapital… mit dem klaren Ziel:

      Weltrevolution!
      P.S.: wenn es stimmt, wäre M. Wolf bestimmt tierisch stolz auf sie

      • André H. schrieb am 19. Mai 2011 at 16:02 - Permalink

        Vorsicht Verschwörungstheorie!
        Frau Dr. M. hat in der DDR…

        Wie originell !
        Du hättest Schriftsteller werden sollen…
        Das mit dem VT-Bashing hatten wir doch schon.

    42. zeno(bit) schrieb am 19. Mai 2011 at 16:14 - Permalink

      War der Beitrag:

      Weniger Urlaub für die Südeuropäer?

      von Wolfgang Lieb oder Heiner Flassbeck?

      Mir wird das aus den Angaben -verantwortlich W.Lieb und gleichzeitig Entgegnung auf Jens Bergers Beitrag „Die Kanzlerin der Stammtische“ von Heiner Flassbeck nicht ganz klar. Und warum überhaupt Entgegnung -ich seh nichts Konträres zu deinem Artikel^^

      • dadad schrieb am 19. Mai 2011 at 16:29 - Permalink

        Lieb hat den Artikel abgesegnet und eingestellt, Flassbeck hat ihn geschreieben, ist ja kein fester Mitarbeitder der Nachdenkseiten.

        Die konträre Meinung befindet sich am Ende des Artikels:

        “Wenn nun alle, die die Auffassung der Bundeskanzlerin teilen, aber auch alle, die ihr nur mit dem Hinweis auf gegenteilige Fakten widersprechen, für ein paar Jahre schweigen würden, weil sie endgültig bewiesen haben, dass sie gar nicht wissen, worum es geht, wäre das endlich der Fortschritt, der der Eurozone eine Chance gibt.”

        Will heißen: Bergers Widerlegung Merkels Behauptung ist nicht zielführend, weil es schlicht irrelevant ist, wer wo wie viel Urlaubstage hat. Selbst wenn Merkels Behauptung stimmen würde, ist dies für das eigentliche Problem nicht von Interesse.

        • zeno(bit) schrieb am 19. Mai 2011 at 17:23 - Permalink

          Okay, ich hab das mit der Entgegnung falsch interpretiert und eher eine Widerlegung Berger´s Thesen gesucht. Ganz einverstanden bin ich mit der Entgegnung nicht, da Populisten wie Merkel nicht schweigen werden, daher braucht es auch Leute, die den Stumpfsinn widerlegen, auch wenn es an den eigentlichen Kernproblemen vorbei geht. Die wirklichen Probleme werden von Jens ja auch publiziert. Man Stelle sich vor, was passiert, wenn Populisten unkorrigiert ihren Unfug verbreiten.

          Ps. Danke für die Aufklärung :)

          • Spiegelfechter schrieb am 19. Mai 2011 at 18:56 - Permalink

            Okay, ich hab das mit der Entgegnung falsch interpretiert und eher eine Widerlegung Berger´s Thesen gesucht.

            Sagen wir es mal so: Ich habe gesagt “der Himmel ist blau”. Flassbeck entgegnet mir “Nein! Das Wasser ist nass” und sieht darin eine Widerlegung meines Artikels. Whatever ;-)

            • f.luebberding schrieb am 20. Mai 2011 at 09:14 - Permalink

              Jens

              Man sollte es sich nicht so einfach machen. Flassbeck macht deutlich, dass diese Debatte um Urlaub, Rente etc. in ökonomischer Hinsicht völlig überflüssig ist. Natürlich hat Griechenland über seine Verhältnisse gelebt, aus Gründen, die wir jetzt nicht neu diskutieren müssen. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Aber Flassbecks Hinweis auf Deutschland beschreibt eben die andere Seite der Medaille. Politsch bedeutet das laut Flassbeck:

              “Wer sich aber verschulden muss, droht am Ende gar zahlungsunfähig zu werden, wenn die anderen, diejenigen, die unter ihren Verhältnissen gelebt haben, ihn nicht mehr finanzieren wollen.”

              Das ist natürlich das Thema Transferunion. Oder man macht es wie es Flassbeck vorschlägt: Deutschland lebt jetzt ein paar Jahre über seine Verhältnisse. Das wird bei uns kaum durchsetzbar sein, fürchte ich. Flassbeck hat seine Entgegnung wahrscheinlich geschrieben, denke ich, weil er sich ziemlich sicher ist, dass bei uns kaum jemand die Funktionsbedingungen der Währungsunion versteht. Das hat auch nichts mit links oder rechts zu tun. Selbst ein knallharter Konservativer müsste das eigentlich begreifen … .

              Gruss

              Frank

        • Spiegelfechter schrieb am 19. Mai 2011 at 18:53 - Permalink

          So in etwa sieht Flassbeck das – er versteht nun einmal nicht, dass man falsche Fakten sehr wohl korrigieren kann, ohne dabei gleichzeitig sein volkswirtschaftliches Ceterum-Censeo zu hinterlassen. So entsteht eine “Entgegnung”, die eigentlich gar keine ist. Nun ja ;-)

          • Momo schrieb am 19. Mai 2011 at 21:10 - Permalink

            @Spiegelfechter

            Rein formal gesehen hat Flassbeck recht. Ich finde seine “Entgegnung” trotzdem etwas kleinkariert (obwohl ich für gewöhnlich seinen Beiträgen weitgehend zustimme). Dies auch vor dem Hintergrund, daß der sog. “Otto Normalverbraucher” dessen logische Argumentationskette nicht ohne weiteres nachvollziehen kann.

            Ich sehe die beiden Artikel nicht als Gegensatz, sondern als sinnvolle Ergänzung des jeweils einen durch den anderen.

            • Spiegelfechter schrieb am 19. Mai 2011 at 21:17 - Permalink

              Ich sehe die beiden Artikel nicht als Gegensatz, sondern als sinnvolle Ergänzung des jeweils einen durch den anderen.

              dito

            • MNB schrieb am 20. Mai 2011 at 21:40 - Permalink

              Nein, da ergänzt sich nichts. Ich machs an einem Beispiel: Gegen Zensursula wurde argumentiert, die Stoppschilder seien leicht zu
              umgehen. Hätte Zensursula also unumgehbare Stoppschilder, wäre es okay? Der Punkt ist nämlich ein anderer: die Nichteinführung einer Zensurinfrastruktur überhaupt. Nicht weil man die aktuellen Politiker für Nichtdemokraten hält. Das würde ich selbst Schäuble & Co. gar nicht unterstellen. Sondern weil man (nicht) weiss, was die übernächste Regierung mit der installierten Struktur macht: Draufsatteln.

              Vergleichbar ist Herrn Flassbecks Kommentar. Er will die Nebenkriegsschauplätze und nichtweiterführenden Verzettelein vermeiden. Der Punkt ist eben auch hier: die Einhaltung eines Inflationsziels. Alles andere ist schön zu lesen, sicher auch nicht sachlich falsch, führt aber auch nicht weiter.

              Mir geht es mit der sozialen Marktwirtschaft so. Da wird auch viel palavert. Bspw. für und wieder den Mindestlohn. Kein Aas erwähnt, dass der Mindestlohn in den Bibeln der Marktwirtschaft nicht abgelehnt wird.

              Argumente müssen Stechen, und nicht auf Nebenkriegsschauplätze führen und ablenken. Insofern kann ich Herrn Flassbecks Ärger verstehen. Obgleich ich denke, dass er dem SF eine Grundsymphatie entgegenbringt.

    43. na sowas ❧ schrieb am 19. Mai 2011 at 17:57 - Permalink

      @SFgezwitscher Der Blog in 140 Zeichen – geht nicht, gibt´s nicht

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      …
      DRY Almería | DRY Barcelona | DRY Cádiz | DRY Córdoba | DRY Granada

      Puerta del sol en directo
      http://www.soltv.tv/ [refresh F5]

      Spanish Camps
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      Román y Julio en la acampada de la Puerta del Sol de Madrid
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      [via #Globalcamp] ht*p://goo.gl/b01Eh

      • Estefan schrieb am 19. Mai 2011 at 19:01 - Permalink

        Was bedeutet dieses Posting?

        • Schwamm drüber schrieb am 19. Mai 2011 at 19:59 - Permalink

          Was bedeutet dieses Posting?

          Vielleicht Verwirrung? Der User >>na sowas<< postet des Öfteren solchen Unsinn, den er selbst nicht versteht.

          • André H. schrieb am 19. Mai 2011 at 20:16 - Permalink

            Es ist Installation (mehrdimensionales situationsbezogenes Kunstwerk).
            na sowas ist ein Künstler.

        • na sowas ♫ schrieb am 20. Mai 2011 at 01:26 - Permalink

          @Estefan

          Was bedeutet dieses Posting?

          Let me Google that for you → http://goo.gl/nfXn0

          @Schwamm drüber

          nicht versteht

          for what ever, maybe it’s worth for you → Live The Language – Barcelona

          @André H.
          Gracias Señor
          …
          Καλή νύχτα

    44. Axel schrieb am 19. Mai 2011 at 20:30 - Permalink

      Ich habe die Diskussion nicht verfolgt. Ich würde mal sagen: Merkel hat prinzipielle Wahrheiten inadäquat angesprochen. Sie hat halt völlig inadäquat pauschaliert statt differenziert zu analysieren. Aber ich bin nicht für Merkel verantwortlich.

      Natürlich ist Griechenland selbst für seine strukturell bedingten wirtschaftlichen Probleme verantwortlich. Aber eben nicht die Griechen als solche.

      Es mag sein, dass die Griechen im Schnitt wie die Deutschen in Rente gehen und im Schnitt mehr arbeiten, so sie denn können.

      Aber ich habe eben viel darüber gelesen, dass die Unterschiede zwischen den Privilegierten, also den Beschäftigten beim Staat und bei Staatsunternehmen (erwirkt von korrupten Strukturen) und den Nicht-Privilegierten, in Griechenland halt extrem sind.

      Das sind u. a. die hausgemachten Probleme Griechenlands und die muß man eben differenziert ansprechen. Das würde für Merkel, aber auch für Blog-Autoren und Kommentatoren gelten. Und diesen hausgemachten Problemen muß man, wenn sie nicht abgestellt werden, Geld nicht hinterherwerfen. Da wäre dann der rationale Gehalt den man den Äußerungen Merkels beimessen könnte.

      • DerFlaschengeist schrieb am 19. Mai 2011 at 21:49 - Permalink

        Und diesen hausgemachten Problemen muß man, wenn sie nicht abgestellt werden, Geld nicht hinterherwerfen

        Und da liegt imo deine Falscheinschätzung.
        Griechenland hat meiner letzten Info nach ca ungefähr 400mrd. € Schulden.
        Die haben zig Jahre lang wunderbar gelebt, ohne sich gross zu überschulden und trotz dem geringeren Rentenalter…bis die Bankenzocker kamen und künstlich Schulden erzeugten…denn die Finanzkrise in Griechenland, bzw die Schulden basieren ja genau darauf und nicht, weil jetzt jeder Grieche nen 911er Porsche gekauft hat mit Geld, das er nicht hatte.
        Das ist doch lachhaft, verglichen mit unseren. Aber es wird ein riesen TamTam veranstaltet, damit teure Kredite vergeben werden, mit denen Griechenland dann aber deutsche “Waren” (im Gespräch waren u.a. mal 2 U-Boote) kaufen sollen, da die Verträge (also potentielle Schulden) bereits unterschrieben waren.

        Hier wird nicht hinterher geworfen, hier wird auf hohem Niveau abgezockt. Und die Merkel biedert sich da wunderbar der Finanzindustrie an, die das ganze fein gewinnträchtig verwaltet. Nene…nicht direkt für sich, aber zumindest mit für die Banken und die Industrie.

        Wer immernoch der Meinung ist “die Milliarden der Griechenlandhilfe sehen wir nie wieder” der irrt gewaltig. Die Kohle ist längst wieder im Land. Das wurde schon wieder einkassiert aufgrund unserer Exporte und den “Leistungsträgern”…der Banken. Die schauen auf ihr Geld und ihre Zinsen…da braucht niemand Angst haben.
        Beim Steuerzahler, in den Städten, oder Komunen ist es freilich nicht wieder eingetroffen. Das wird auch in diesem Umfang nicht passieren, denn im besten Fall wurden ein paar Euro Gewerbesteuer eingenommen.
        Mich wundert, dass dies politisch noch nicht als “regionale staatliche Wirtschaftsförderung” ausgeschlachtet wurde…vielleicht bin ich aber auch nur einfach naiv und Brüderle hat genau das mit unserem Aufschwung XXL gemeint…ich hör der Type schon lang nicht mehr so genau zu ;)

        in diesem Sinne….

        • Serious Sam schrieb am 19. Mai 2011 at 22:29 - Permalink

          “Die (Griechen) haben zig Jahre lang wunderbar gelebt, ohne sich gross zu überschulden und trotz dem geringeren Rentenalter”

          Das ist eine interessante Information. Denn es steht ab und an in manchen sicherlich infamen Mainstreammedien geschrieben, Griechenland habe in der Neuzeit schon des öfteren dank einer dort nationaltypischen Schieflage zwischen Einnahmen und Ausgaben einen Staatsbankrott durchlitten.

          • aaa-rating schrieb am 19. Mai 2011 at 22:52 - Permalink

            In einem ganz irren Propagandamachwerk las ich von einer Obristen-Militärdiktatur und einer folgenden Zwei-Korrupti-Parteien-Demokratie – wie kommen die Leute immer nur auf sowas?

          • DerFlaschengeist schrieb am 20. Mai 2011 at 23:25 - Permalink

            Wie unterstellt man Einstein bereits, was er nicht alles gesagt haben soll? Alles ist relativ.
            Fakt ist, dass die Griechen die letzten 50 Jahren recht gut überlebt haben.
            Bis zum big Bang …Bankenkrise. Seit dem sind es faule Schweine, die Jahrelang faul in der Sonne rumgelegen sind.
            Ehrlich gesagt..ich habe keinen Bock mehr zu Argumentieren. Glaubt was immer ihr glauben wollt. Es ist so dermassen unwichtig, ob ich recht habe, oder nicht. Ich will niemanden mehr überzeugen. Hut ab vor all denen, die dieses Durchhaltevermögen haben und einfach nicht aufgeben.
            Erst heute im Getränkemarkt..älterer Herr, um die 50, Arbeitsklamotten Mörtelverstaubt….schimpft er über den Euro, der ja bald nichts mehr wert ist weil wir unser Geld ja nur noch ins Ausland verschenken…tja…was will man da noch sagen? Das war kein Witz, sondern seine Meinung… Gibt es eine Bildzeitungsgeneration?
            Ich könnte zu dem Thema noch viel schreiben, aber es führt ja zu nichts. Da geh ich lieber pennen. Bringt ja hier alles nix.

        • Axel schrieb am 19. Mai 2011 at 23:31 - Permalink

          Ich bezweifle, dass alles zurückkommt wenn Griechenland umschuldet.

          • Lennard schrieb am 20. Mai 2011 at 07:48 - Permalink

            Wenn man umschuldet kommt wenigstens etwas zurück. Tut man dies nicht, geht Griechenland pleite. Griechenland kann seine “normalen” Ausgaben durch die Einnahmen decken – auch dank des krassen Sparprogramms. Das was auf mittlere Sicht zum Bankrott führen wird, sind die hohen Zinslasten. Logische Konsequenz ist eine Umschuldung (für mich als VWL-Laie) – es sei denn man WILL Griechenland in einer Endlosschleife Geld zustecken.

      • schwitzig schrieb am 20. Mai 2011 at 10:24 - Permalink

        @Axel

        Ich habe die Diskussion nicht verfolgt.

        Dann äußere dich nicht dazu. Punkt.

    45. Seneca schrieb am 19. Mai 2011 at 20:42 - Permalink

      Platon hätte darüber gesagt, ihr Deutschen seid reich, aber unseren Reichtum Sommer, Inseln und Meer, könnt ihr doch nicht kaufen.

      Griechenland gleicht einem Diogenes, Germanien gleicht niemanden

      • Schwamm drüber schrieb am 19. Mai 2011 at 20:50 - Permalink

        Platon hatte recht, Heine aber auch!

        „Die Deutschen sind ein gemeingefährliches Volk: Sie ziehen unerwartet ein Gedicht aus der Tasche und beginnen ein Gespräch über Philosophie.”

        • Seneca schrieb am 19. Mai 2011 at 21:06 - Permalink

          Heines und Tucholskys, um mal die anti deutschesten zu nennen, Schriften haben eine große Ironie in ihrem Gegenstand Deutschland.
          Schriebe man als deutscher Autor- als nicht Jude- in gleicher Weise über ein anders Land-man denke sich zB Israel, so wäre man als Autor erledigt, da es ja rassistisch und herabsetzenden Inhalts wäre.

          Passt nicht zu Thema, aber für so was müssen auch Zeilen sein!

          • Schwamm drüber schrieb am 19. Mai 2011 at 21:36 - Permalink

            Ein Broder darf es! ;)

          • aaa-rating schrieb am 19. Mai 2011 at 23:03 - Permalink

            Es gibt 193 Staaten auf der Erde. In vielen davon geschieht mehr oder weniger schlimmes Unrecht, viele sind nicht einmal demokratisch, sondern Diktaturen. Es gibt Völker- und Massenmord, Foltergefängnisse, Oligarchen, Tyrannen, Hungersnöte, Kriege, keine Meinungs- und Pressefreiheit, keinen Rechtsstaat, keine sozialen Rechte, keinen Schutz und kein Gesetz.

            Seltsamerweise erregt aber ausgerechnet die Politik des Staates Israel in Deutschland immer allergrößtes Aufsehen, die Emotionen gehen ganz hoch, und alle regen sich fürchterlich auf. Da ist doch irgendwas was faul. Kann mir doch keiner erzählen dass das nicht auch mit dem Holocaust und einem neurotischen Verhältnis zu/Erwartungen gegenüber Juden zu tun hat.

            • André H. schrieb am 19. Mai 2011 at 23:34 - Permalink

              Du bewegst dich auf immer dünneres Eis hinaus…

            • aaa-rating schrieb am 20. Mai 2011 at 00:33 - Permalink

              Kauf dir mal Schlittschuhe

            • sw schrieb am 20. Mai 2011 at 10:28 - Permalink

              @aaa-rating schrieb am 19. Mai 2011 at 23:03

              Seltsamerweise erregt aber ausgerechnet die Politik des Staates Israel in Deutschland immer allergrößtes Aufsehen, die Emotionen gehen ganz hoch, und alle regen sich fürchterlich auf. Da ist doch irgendwas was faul. Kann mir doch keiner erzählen dass das nicht auch mit dem Holocaust und einem neurotischen Verhältnis zu/Erwartungen gegenüber Juden zu tun hat.

              anscheinend bist du nicht sonderlich gut informiert – dem könnte abgeholfen werden durch Literatur.
              Zb.
              Offene Wunde von Noam Chomsky
              Politizid von Baruch Kimmerling
              Antisemitismus als politische Waffe von Norman G. Finkelstein

      • Axel schrieb am 19. Mai 2011 at 20:59 - Permalink

        Warum wollen die Griechen dann die Mrd? Wenn sie zusätzlich sowieso auch noch in allem die viel besseren Menschen, tüchtiger und arbeitsamer sind als die Deutschen.

        Hauptsache man ist ärmer, dann ist man auf jeden Fall besser. Und Hauptsache man ist nicht deutsch, dann ist man auch auf jeden Fall besser, wenn man nur etwas ärmer ist sowieso und auch wenn man selbst kapitalistisch und reich ist.

        Aber wie können perfekte Menschen gegen ihr perfektes System auf die Straße gehen?

        • André H. schrieb am 20. Mai 2011 at 10:14 - Permalink

          Und Hauptsache man ist nicht deutsch, dann ist man auch auf jeden Fall besser

          Nicht unbedingt:
          Interlaken, 19.05.2011, 14:42 Uhr
          “Er sei der festen Überzeugung, sagt Westerwelle, dass die Schweiz und Deutschland ein Kulturkreis seien.”

          http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Ich-war-immer-ein-Freund-der-Schweiz/story/31674499

    46. spider schrieb am 19. Mai 2011 at 20:43 - Permalink

      Was gibt es hier zu analysieren? Frau Merkel lügt hier halt gezielt, um die Popularität ihrer Partei zu retten. Die tatsächlichen Fakten hingegen sprechen eine ganz andere Sprache. Merkel möchte eine europäische Zentralregierung unter Aufgabe der Souveränität einzelner Mitgliedsländer. Letzteres wäre das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen.

      Noch etwas:
      Seit langer Zeit forsche ich in meinem Umfeld gezielt nach amtlichen CDU-Wählern. Ich finde keine. Niemand will es zugeben. Aber vielleicht jemand von den Lesern dieses Blogs?

      • Axel schrieb am 19. Mai 2011 at 21:44 - Permalink

        Ach da ist schon was zu analysieren. Ich stecke in der Sache nicht so drin, aber hab so einiges aufgeschnappt. Natürlich hat das hier im Blog alles keine Akzeptanz, man leugnet es alles a priori.

        Die Privatisierung von Staatsunternehmen z. B. ist Griechenland auferlegt, damit die Überbezahlung der dort Bediensteten abgebaut wird und so der Staatshaushalt entlastet wird. Eine m. E. rationale Forderung gegen die Gewährung von Hilfen. Komplett idiotisch in jeder Hinsicht sind die Regierenden und Brüssel nicht! Und diese Bediensteten gehen dann vielleicht auch später in Rente und arbeiten dann eventuell auch mal, wie die nicht beim Staat Angestellten es müssen.

        Wenn Du willst verlinke ich noch mal oder suche Links wiederzufinden, die ich schon mal verlinkt hatte.

        Also man muß sich schon jenseits von Merkelscher Tolpatschigkeit und jenseits von meinungseinschränkenden Denkverboten also jenseits jeder Rechtspopulismuskeule die Fakten ansehen!

        Die Rechtpopulismuskeule ist der prominenteste Versuch, die Meinungsfreiheit und die Wahrheit totalitär einzuschränken. Daran arbeitet Merkel mit Hilfe Brüssels, ob bewußt oder nicht, in der Tat tatkräftig mit! Eben nicht nur bewußt oder unbewußt an der Abschaffung der Nationalstaaten und an einer zentralen Steuerungsdiktatur in Sachen Wirtschaft, die übrigens nicht Griechenland, sondern Deutschland treffen würde.
        Mehr will ich jetzt nicht sagen. Aber aufgrund des Gesagten wähle ich sicher nicht Merkel.

        • smukster schrieb am 20. Mai 2011 at 05:50 - Permalink

          Steuerungsdiktatur in Sachen Wirtschaft, die übrigens nicht Griechenland, sondern Deutschland treffen würde.

          Das koennte die Rettung der EU sein. Unter der Annahme, dass es heisst “primaer D treffen” – und nicht “ausschliesslich D”.

          • spider schrieb am 23. Mai 2011 at 00:08 - Permalink

            Das koennte die Rettung der EU sein. Unter der Annahme, dass es heisst “primaer D treffen” – und nicht “ausschliesslich D”.

            Zynische Antwort:

            Wenn das der Schlüssel zur Macht ist, so lohnt es sich bewusst Krisen eskalieren zu lassen.

            Ernsthafte Antwort:

            1. Brüssel hat ernsthafte Demokratiedefizite. Das Parlament (China hat auch eins) besitzt noch nicht einmal ein Initiativrecht.

            Frage:
            Welche Kraft soll bewirken, dass dies besser würde, vor allem bei zunehmender Zentralisierung? Jeder der wirklich versteht, wie kastriert das Europäische Parlament im Vergleich zu den nationalen Parlamenten ist, kann hier eigentlich nur noch von einem kalten Staatsstreich sprechen. Wesentliche Elemente der Demokratie werden Schritt für Schritt beseitigt. Das ist keine Übertreibung. Es ist hier wichtig zu verstehen, dass die dies verschweigende Presseberichterstattung keine treue Wirklichkeitsabbildung ist, sondern Politik. Die 400 reichsten Menschen, die ihre Meinung publizieren, wollen dieses Projekt.

            2.
            Fast die gesamte derzeitige politische Klasse ist entweder inkompetent oder korrupt. Schau Dir die Reden von Nigel Farage aus dem Europäischen Parlament auf youtube an. Interessant ist die Datierung und die Zeitpunkte. Er sprach bereits von PIIGS-Krisen, als es offiziell noch keine gab. Er wurde entweder ignoriert oder ausgelacht. Willst Du diesen Menschen wirklich weite Teile Deines Lebens anvertrauen?

        • Lennard schrieb am 20. Mai 2011 at 07:58 - Permalink

          Natürlich hat das hier im Blog alles keine Akzeptanz, man leugnet es alles a priori.

          Falsch, man widerlegt Deine Märchen – die Du im Übrigen jedesmal einleitest mit: “ich habe den Artikel noch nicht gelesen/ich hab die Diskussion nicht verfolgt/ich habe mir die Kommentare noch nicht angeschaut”….ziemlich dreistes Trolling (siehe Dein Märchen von den 5000€ Rente für griechische Lokführer – später warens dann auf einmal 5000€ Gehalt und 3700€ Rente).

          • Serious Sam schrieb am 20. Mai 2011 at 08:16 - Permalink

            5000€ Gehalt und 3700€ Rente? Ist doch immer noch sehr generös, vor allem angesichts der Tatsache, dass die griechische Staatsbahn jedes Jahr weitere Milliarden Schulden anhäuft.

            • Lennard schrieb am 20. Mai 2011 at 15:50 - Permalink

              Elwu, lies bitte richtig, Ich schrieb die Widerlegung. Die Behauptung mit den konkreten Zahlen kam von Axel. Die Zahlen hatte er offenbar aus einem Spiegel- oder PI-News-Artikel. Die Primärquelle war wohl das Spiegel-Interview. PI und sämtliche Hetzseiten wie BILD/WELT etc. haben das dann natürlich ungeprüft übernommen.
              Vor kurzem gabs hier dazu mal was. Das war im März oder April hier beim SF.

              EDIT.: Habs wieder gefunden (yay, muss ichs nich nochmal schreiben):

              http://www.spiegelfechter.com/wordpress/5679/dene-wos-guet-geit-%e2%80%93-zur-rettung-des-euro#comment-112393

              PS.: Einen dicken Fehler habe ich in meiner Erwiderung drin: Homburg war der Übeltäter mit den Zahlen – nicht Bofinger (hätte mich auch gewundert beim von mir respektierten Bofinger).

            • spider schrieb am 23. Mai 2011 at 00:21 - Permalink

              @Serious Sam

              Hack doch nicht ständig auf jemandem herum, weil er mal eine falsche Zahl genannt hat. Er hatte bloß das Pech ein Interview zu lesen, in dem sie fälschlicherweise genannt wurde. Das Thema ist aber leider viel zu ernst, um sich solcher Ad-hominem-Argumente zu bedienen.

          • Axel schrieb am 20. Mai 2011 at 16:57 - Permalink

            Also ich meine, ich habe zunächst mal von 5000 Euro Gehalt geschrieben wofür ich bisher in der Tat keine andere Quelle gefunden habe als das besagte Interview.

            Von 5000 Euro Rente habe ich nie geschrieben oder es war ein Versehen.

            Aber die 300000 Euro für spanische Fluglotsen, im selben Interview erwähnt, sind auch nicht von schlechten Eltern, wie selbst Spaniens Transportminister meint. Also da lag Homburg jedenfalls richtig.

    47. Seneca schrieb am 19. Mai 2011 at 21:48 - Permalink

      Der Anfang der griechischen Tragödie war die zugeschanzte Ausrichtung der Olympischen Spiele, schon damals log der Beamtenapparat der EG Liquidität vor. Tatsächlich konnte sie nicht mal in vorolympischen Zeiten das schultern, was verlangt wurde. Wahnwitz und Kleptokratie auf Griechisch, scheinbar sind die Griechen von allen guten Philosophen Kenntnissen verlassen worden.
      Was wir alle brauchen ist eine bessere Lebensphilosophie, in der wir auch die akzeptieren, die ihr Dasein nicht als Raffzahn verstehen. Denn viel Geld zu haben heißt nocht lange nicht, das es auch verdient ist als Lebensleistung

      • smukster schrieb am 20. Mai 2011 at 06:44 - Permalink

        In den 90ern wollten wir Gr unbedingt in der Eurozone haben, wohlwissend, dass die Daten gefaelscht waren. Und jetzt tun wir ueberrascht…
        Wir haben Griechenland unsere Geldpolitik aufgenoetigt und muessen jetzt auch die Folgen tragen, nachdem wir uns bisher daran bereichert haben. (“wir” meint hier D als volkswirtschaftliche Einheit.)

    48. Serious Sam schrieb am 19. Mai 2011 at 22:33 - Permalink

      Was wir alle brauchen ist eine bessere Lebensphilosophie, in der wir auch die akzeptieren, die ihr Dasein nicht als Raffzahn verstehen

      Sehr gerne! Ebenso endlich auch mal die, die den ganzen Umverteilungszirkus nach oben, unten, in andere Länder, zur beamteten Seite uswusf. finanzieren, also die (auch hier) stets despektierlich geschmähte bürgerliche, arbeitende Mittelschicht.

      Denn viel Geld zu haben heißt nocht lange nicht, das es auch verdient ist als Lebensleistung

      Zweifellos.

      • aaa-rating schrieb am 19. Mai 2011 at 22:56 - Permalink

        So ein Wandel muss aber in den eigenen Köpfen beginnen, von Politikern kann man das nicht fordern. Solange sie damit nur unpopulär würden…

    49. baumbaron schrieb am 20. Mai 2011 at 09:13 - Permalink

      Wird Zeit, dass die Dame wieder mal ein steuerbezahltes Geburtstagsmeeting für den lieben Josef abhält. (Schlage vor, dass der ab sofort monatlich Geburtstag feiern darf). Dabei könnten auch Gelder ausgelobt werden, mit denen man dann Streubomben gegen die spanischen Demonstranten finanzieren könnte, weil das ja ohnehin nur Faulenzer sind. Übrigens ein Kardinalfehler all deren, die guten Willens sind, nicht zu sehen, dass der Fisch, der unsere Demokratie schleichend mordet, in ganz Europa stinkt, vom Nordkap bis Gibraltar!

      • Michamue schrieb am 20. Mai 2011 at 10:19 - Permalink

        Also die Norweger bitte rauslassen, die haben schliesslich so einiges für ihre Bevölkerung auf der Pfanne.

      • André H. schrieb am 20. Mai 2011 at 10:34 - Permalink

        …dass der Fisch, der unsere Demokratie schleichend mordet, in ganz Europa stinkt, vom Nordkap bis Gibraltar!

        Den Vatikan bitte auch aussen vor lassen, fällt nicht unter die Kategorie “Demokratie”…

      • ted schrieb am 20. Mai 2011 at 11:02 - Permalink

        Den Gaddafi mit seinen Streubomben bitte rauslassen, der gehört nicht zur EU.

    50. Nils schrieb am 20. Mai 2011 at 11:41 - Permalink

      Danke für die Bloßstellung von Mutti. Hab ich gleich mal auf Facebook geposted^^
      Jens, hast du ein Kommentar für Heiner Flassbekcs Kommentar zu deinem Artikel?
      Da heißt es immerhin

      “Wenn nun alle, die die Auffassung der Bundeskanzlerin teilen, aber auch alle, die ihr nur mit dem Hinweis auf gegenteilige Fakten widersprechen, für ein paar Jahre schweigen würden, weil sie endgültig bewiesen haben, dass sie gar nicht wissen, worum es geht, wäre das endlich der Fortschritt, der der Eurozone eine Chance gibt.”

      Du weißt anscheinend nicht worum’s geht :-P

    51. Axel schrieb am 20. Mai 2011 at 12:04 - Permalink

      Falsch, man widerlegt Deine Märchen – die Du im Übrigen jedesmal einleitest mit: “ich habe den Artikel noch nicht gelesen

      Nun ich bin immer ehrlich und stehe zu meinen beschränkten Kenntnissen. Meine Schlüsse kann ich ja nur aus dem Wenigen ziehen, was ich so nebenbei mitbekomme. Das hier z. B. sind natürlich alles rechtspopulistische Lügen und wenn es wahr ist, ist es irrelevant und jedenfalls immer noch Rechtspopulismus. Und außerdem sind das ja die Errungenschaften der Arbeiterklasse wenn die Gewerkschaften das erkämpft haben.

      Aber da der Blog hier über Super-Kenntnisse verfügt, ist das Folgende sicher rein sachlich leicht zu widerlegen. Ich bin auf die Einzelheiten gespannt. Mal sehen wie die Spekulanten für die Krise verantwortlich gemacht werden.

      Wenn sich jemand herausgefordert fühlt hinsichtlich des USA Hypothekenmarktes, bitte keine Rassismuskeule, dass ist zu primitiv, denn es ist sicher jenseits der Hautfarbe falsch Leuten Hausbaukredite zu verschaffen, die keine Sicherheiten dafür vorweisen können.

      Was die Liberalisierung des amerikanischen Hypothekenmarktes und die lockere Geldpolitik im Fall der Finanzkrise 2008 war, ist für die Griechenlandkrise 2010 ein Konstruktionsfehler im Maastrichter Vertrag. Da es von Beginn an keinen definierten Weg gab, wie mit Pleitestaaten umzugehen ist, konnten die Akteure an den Finanzmärkten getrost davon ausgehen, dass am Ende die anderen Euro-Länder einspringen würden, wenn es schiefgeht. Die No-Bail-out-Klausel ist jedenfalls so vage formuliert, dass sie zwar theoretisch Rettungsaktionen ausschließt, sich diese Vorgabe in der Praxis aber nicht halten lässt. Nur so konnten Griechenland und andere einstige Weichwährungsländer sich über Jahre hinweg zu Zinsen finanzieren, die auf einem Niveau mit der Rendite auf deutsche Staatsanleihen lag. Und nur weil es eine implizite Garantie für die Staatsschulden aller Euro-Länder gab, sind die Abnehmer von Staatsanleihen erst viel zu spät (nicht zu früh) in den Käuferstreik getreten.

      Deutschland hat vom Euro lediglich von niedrigeren Transaktionskosten für seine Handelsgeschäfte profititiert. Griechenland aber konnte plötzlich zu niedrigen Zinsen, wie ein Hartwährungsland Kredite aufnehmen. Das war der Konstruktionsfehler des Euro. Und das muß jetzt abgewickelt werden.

      • Serious Sam schrieb am 20. Mai 2011 at 12:35 - Permalink

        Das hier z. B. sind natürlich alles rechtspopulistische Lügen und wenn es wahr ist, ist es irrelevant und jedenfalls immer noch Rechtspopulismus.

        Aber sicher doch. Denn sowas wie

        Beamte erhielten eine Prämie, wenn sie pünktlich zum Dienst erschienen. Auch bei Staatsbetrieben wie dem Mineralölkonzern Hellenic Petroleum wurde die Loyalität der Beschäftigten teuer erkauft, mit 18 Monatslöhnen im Jahr. Ein Nachtwächter verdient 72.000 Euro im Jahr. Und jeder Angestellte darf auf Firmenkosten fünf Tage im Jahr mit seiner ganzen Familie in einem Luxushotel verbringen. Bei der Stadtbahngesellschaft ISAP verbringen Triebwagenführer die Hälfte der Achtstundenschicht mit Pausen, ganz offiziell. Bei den Staatsbahnen OSE haben die freien Tage der Lokführer nicht 24, sondern 28 Stunden.

        Jeder vierte Erwerbstätige in Griechenland wird vom Staat bezahlt – also vom Steuerzahler. Weil die öffentlichen Bediensteten praktisch unkündbar sind, nach jedem Regierungswechsel aber neue Günstlinge mit Jobs versorgt werden müssen, wuchs das Heer der Staatsdiener immer weiter. So haben Politiker, Parteien und Gewerkschaften den Staat jahrzehntelang ausgeplündert

        kann überhaupt nicht wahr sein, das ist pure Propaganda der Neoliberalen! Daher ist es auch völlig inakzeptabel, wenn die Geldgeber fordern, Griechenland nicht länger als Beute den Gewerkschaften, Parteien und Staatsdienern zu überlassen. Und endlich mal deren groteske Pfründe zurechtzustutzen, die immerhin von den hiesigen Steuerzahlern zum großen Teil mitfinanziert werden.

        • Natascha schrieb am 20. Mai 2011 at 13:01 - Permalink

          Die Geldgeber haben kein Interesse daran Griechenland nachhaltig zu sanieren, sondern Griechenland soweit zu stabilisieren dass die Zinsen bedient werden können.

          Nicht umsonst hat unsere Kanzlerin als Bedingung für weitere Kredite auch einen neuen milliardenschweren Rüstungsdeal mit den Hellenen durchgesetzt.

          Dabei wäre deren geradezu atemberaubend überdimensionierte Militärmaschinerie (die Griechen geben mehr für Rüstung aus als die USA pro Kopf) DIE Einsparquelle schlechthin zur Reduzierung der Ausgaben. Brauchen tun die Griechen all die schicken U-Boote nämlich nicht, sind sie doch ebenso wie ihr einzig möglicher Gegner, die Türkei, Mitglied der NATO.

          Das würde allerdings einige Arbeitsplätze auf deutschen Werften kosten – und da schließt sich der Kreis.

          • Lennard schrieb am 20. Mai 2011 at 15:09 - Permalink

            Der Hausherr hatte dazu mal was geschrieben.
            http://www.heise.de/tp/artikel/32/32961/1.html
            Und um mal ganz frech zu spoilern…

            Obwohl Griechenland in fast allen Bereichen sparen muss, ermuntern Deutschland und Frankreich die Hellenen zu einem absurden Rüstungswettlauf mit der Türkei

            …
            Es darf jedoch bezweifelt werden, dass diese Entscheidung in Athen getroffen wurde. Sowohl griechische Regierungskreise als auch der Grünen-Europa-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit, der sich auf ein Gespräch mit dem griechischen Premier Papandreou beruft, berichten, dass die deutsche und die französische Regierung diese Waffendeals als Vorraussetzung für Konzessionen bei der Ausgestaltung des Rettungspakets gemacht haben. Was für Deutschland seine U-Boote, sind für Frankreich seine Fregatten – Athen “will” in den nächsten Jahren sechs französische FREMM-Fregatten im Wert von 3,5 Milliarden Euro kaufen

        • Axel schrieb am 20. Mai 2011 at 14:16 - Permalink

          Jeder vierte Erwerbstätige in Griechenland wird vom Staat bezahlt – also vom Steuerzahler.

          Nun das steht mit Quellenangabe auch in der Wikipedia
          (Und auch die anderen Ursachen der Krise sind dort zusammengefaßt.)

          Klientelpolitik: Da traditionell die jeweils Regierenden ihre Anhänger in der Verwaltung unterbringen, ist der Staatsapparat personell überdimensioniert. Eine – als erste Maßnahme zur Bewältigung dieser Problematik – erstmals im Juli 2010 durchgeführte Zählung aller staatlichen Angestellten ergab die Zahl von 768.009.[10] Insgesamt sind bis zu 24 % aller Arbeitnehmer im öffentlichen Sektor beschäftigt, viele allerdings nur mit Zeitverträgen.[11] Sie bezogen 14 Monatsgehälter.[12] Die Staatsausgabenquote insgesamt ist in Griechenland allerdings im Vergleich zu anderen Industriestaaten nicht besonders hoch.[4]

          ……

          Während die Rentensituation für Beschäftigte in der Privatwirtschaft in Griechenland schlecht ist, gelten allerdings für Staatsdiener vergleichsweise großzügige Pensionsregelungen. Sie konnten auch schon vor Erreichen des 50. Lebensjahres in den Ruhestand gehen und eine Pension beziehen. Unverheiratete oder geschiedene Töchter von Beschäftigten des öffentlichen Dienstes erhielten nach deren Tod deren Pension (insgesamt rund 40.000 Frauen – jährlich etwa 550 Mio. Euro).

          Ein ganz großes Problem in Griechenland sind die extremen Unterschiede zwischen den Privilegierten und den Unterprivilegierten. Die Leute mit den Zeitverträgen hörte ich mal, sollen die Arbeit gemacht haben und sind natürlich als erste entlassen worden. Eigentlich ein klassisches Thema für den Linken. Wäre das in Deutschland (genau) so, würde hier auf Deutschland eingedroschen, dass sich die Balken biegen.

          Aber da es sich um Griechenland handelt, kann man das nicht thematisieren (schämt Euch dafür!), denn es muß ja vor allem Deutschland schuld sein und die bösen Kreditgeber. Dem griechischen System die Schuld zu geben ist ja fremdenfeindlich und überheblich usw.

          • Bolle schrieb am 20. Mai 2011 at 18:12 - Permalink

            Ein ganz großes Problem in Griechenland sind die extremen Unterschiede zwischen den Privilegierten und den Unterprivilegierten

            das ist in Deutsche Land genauso

            Die Leute mit den Zeitverträgen hörte ich mal, sollen die Arbeit gemacht haben und sind natürlich als erste entlassen worden

            das ist in Deutsche Land genauso

            Eigentlich ein klassisches Thema für den Linken

            das hat die Linke als klassisches Thema auf der Agenda

            Wäre das in Deutschland (genau) so, würde hier auf Deutschland eingedroschen, dass sich die Balken biegen

            das ist in Deutsche Land genauso.
            in welchem finsteren Wald lebst du eigentlich?

      • Lennard schrieb am 20. Mai 2011 at 15:39 - Permalink

        Nun ich bin immer ehrlich und stehe zu meinen beschränkten Kenntnissen. Meine Schlüsse kann ich ja nur aus dem Wenigen ziehen, was ich so nebenbei mitbekomme.

        Nein, das ist eine Masche von Dir um Dich gleich im Vorhinein gegen Widerlegungen abzusichern. Du gibst mit deinen “Ich habe nicht gelesen”-Floskeln quasi zu, dass dich weiterführende Informationen nicht interessieren. Du willst deine eigene Argumentation nicht gefährden.

        Das hier z. B. sind natürlich alles rechtspopulistische Lügen und wenn es wahr ist, ist es irrelevant und jedenfalls immer noch Rechtspopulismus. Und außerdem sind das ja die Errungenschaften der Arbeiterklasse wenn die Gewerkschaften das erkämpft haben.

        Ah, die pi-news/WELT-Verteidigung *lach*…wenn niemand Rechtspopulismus sagt, muss man es halt selber bringen und den Gebrauch des Wortes den Kritikern unterstellen. Jaja, Ähnliches kenn’ ich schon von Antisemitismus-Debatten.

        Aber da der Blog hier über Super-Kenntnisse verfügt,

        Ob “der Blog” Super-Kenntnisse hat weiß ich nicht. Zwischen dir und den von dir verachteten Experten (oder angehenden) gibt es allerdings einen leicht festzustellenden Unterschied. Fast alle der Super-Erkenntnis-Gewinner machen sich nämlich Gedanken um mehrere Aspekte eines Problems und überprüfen dementsprechend auch Informationen, die ihren eigenen Argumentationen zuwider laufen könnten.

        ist das Folgende sicher rein sachlich leicht zu widerlegen. Ich bin auf die Einzelheiten gespannt. Mal sehen wie die Spekulanten für die Krise verantwortlich gemacht werden.

        Rofl, ein recht billiger Versuch (mal wieder) abzulenken? Was hat bitte die Ursache der Krise mit der Äußerung von Frau Merkel zu tun? Macht es die Aussagen von Mutti wahrer, wenn die Griechen ihre Krise ausschließlich (was übrigens m.E. keiner behauptet) selbst verschuldet hätten? Wenn Du ENDLICH MAL aufmerksam lesen würdest, dann wäre dir evtl. aufgefallen, dass man der EU und vor allem Deutschland eine Mitschuld(!) gibt – im Kontrast zu eurer neoliberalen Propaganda, Griechenland wäre ausschließlich selbst Schuld und Deutschland der weiße Ritter.
        Dass Griechenland der Krise in Teilen selbst zugearbeitet hat, bestreitet hier keiner.

        Oh und btw. habe ich gerade wenig Lust auf deine “Aufforderung” zu reagieren, da Du schon mehrfach unter Beweis gestellt hast, dass Du Widerlegungen komplett ignorierst – siehe deine Märchen über griechische Lokführer und deine islamophoben Ausfälle.

        • Tobias Fuentes schrieb am 20. Mai 2011 at 15:47 - Permalink

          Fast alle der Super-Erkenntnis-Gewinner machen sich nämlich Gedanken um mehrere Aspekte eines Problems und überprüfen dementsprechend auch Informationen, die ihren eigenen Argumentationen zuwider laufen könnten.

          LOL

          • Lennard schrieb am 23. Mai 2011 at 14:56 - Permalink

            Ich weiß, sowas lernt ihr bei der INSM nicht. Ich kann aber gerne eine Schulung ansetzen. Stundensatz nVB ab 120€.

        • Axel schrieb am 20. Mai 2011 at 23:53 - Permalink

          Es ist hier OT, aber da es angesprochen wurde und grundsätzlich unter das Thema Meinungsfreiheit fällt:

          Über die Erfindung der Islamophobie kannst Du Dich hier kenntlich machen.

          Kritische Äußerungen (ich spreche seit einiger Zeit von Entlarvung, da man eine Ideologie nicht kritisieren kann) zum Islam sind selbst dann keine Islamophobie, wenn sie falsch sein sollten. Selbst dann wären sie freie Meinungsäußerung. Zum Christentum kann man ja auch alles sagen. Und was die meisten Teilnehmer dieses Blogs dazu treibt, sich für eine Ideologie stark zu machen, die u. a. die Abkehr von dieser Ideologie mit dem Tod belegt, ist schon merkwürdig (oder auch nicht).

          Die Rechtspopulismuskeule soll die Meinungsfreiheit noch stärker einschränken.

          Uns was ist eigentlich Rechtspopulismus? Wenn eine Meinung nicht der eigenen entspricht oder eine Ansicht nicht wahr sein darf? Welche selbsternannten MeinungsWächter legen eigentlich fest, welche Wahrheiten man äußern darf und welche nicht.

          Die Aussage von Homburg und die im Artikel in der Zeit sind entweder wahr oder falsch. Die Aussage zum Gehalt griechischer Lokführer konnte ich bisher nicht unabhängig überprüfen. Die Aussage zum Gehalt der spanischen Fluglotsen stimmt. Welche Aussage ist rechtspopulistisch? Wäre die Aussage zum Gehalt spanischer Fluglotsen solange reschtspopulistisch, bis sie unabhängig überprüft ist?

          • Lennard schrieb am 23. Mai 2011 at 16:31 - Permalink

            Ein Islamophober, der nicht als islamophob bezeichnet werden möchte. Das hatten wir doch schon. Been there, done that. Ich kann auch die Syonyme Islamfeindlichkeit oder Moslemfeindlichkeit verwenden.
            Es bleibt das Gleiche – eine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.
            Du bist nunmal ein waschechter Phobiker, zum Kritiker reicht’s halt (auch mangels Fähigkeiten zur Textanalyse) nicht.
            Oder magst Du generell keine Griechen und griechischen Wörter und stößt dich deswegen so an dem Wort “Phobie”?

            Beim Thema Lokführer hatte ich Dir i.Ü. schon erläutert, dass ich deutsche Lokführer, welche Kontakt zu ihren griechischen Kollegen haben, für glaubwürdiger halte, als ein Nebensatz eines Fachfremden in einem SPON-Interview. Die Links hatte ich gepostet (die hast Du natürlich ebenfalls ignoriert) – jetzt lavierst Du plötzlich mit irgendwelchen Fluglotsen-Geschichten herum.

            Spare dir deshalb bitte deinen weinerlichen Fingerzeig auf die Meinungsfreiheit. Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass man jeden Quatsch unwidersprochen herausposaunen kann.
            Angesichts der Tatsache, dass Tourette-Fäkalinis wie Kelek, Broder oder Sarrazin über die Mattscheiben und Titelbilder geistern und Bücher schreiben, kann man wohl auch kaum von “unterdrückte Meinungsfreiheit” sprechen.
            Wenn Sarrazin und seine Puppenspieler ihr eigenes Buch zensieren (siehe Unterschiede zwischen den Auflagen – speziell 1./2. zu späteren) stört dich das ja komischerweise auch nicht.

            PS.: Um Missverständnissen vorzubeugen: Ja, ich halte dich im Rahmen meiner Meinungsfreiheit für einen waschechten Rechtspopulisten. (zur Definition: siehe BPB, Wikipedia, http://www.maha-online.de/blog/2010/02/20/rechtspopulismus/)

            • Haggorianer schrieb am 23. Mai 2011 at 20:49 - Permalink

              Kritische Äußerungen (ich spreche seit einiger Zeit von Entlarvung, da man eine Ideologie nicht kritisieren kann) zum Islam sind selbst dann keine Islamophobie, wenn sie falsch sein sollten. Selbst dann wären sie freie Meinungsäußerung.

              Der Satz ‘alle Axel gehören vergast’ ist auch nicht axelphob, sondern ein Satz. Schlüssige Argumentation.
              Was für ein hohles Schwein bist Du eigentlich? Auch ein Satz…

    52. Natascha schrieb am 20. Mai 2011 at 13:24 - Permalink

      Was mich an Merkels Auftreten schockiert:

      Es gab noch nie eine Regierung die so nachhaltig und gezielt Deutschlands Ruf im Ausland ruiniert wie die unter Merkel (mit Bonuspunkten für AM Westerwelle), insbesondere bei unseren europäischen Nachbarn. Jeder Kanzler, von Adenauer an, bemühte sich das internationale Ansehen unseres Landes zu verbessern. Ein langwieriger und mühsamer Prozess der 60 Jahre lang außenpolitische Grundmaxime jedes Kanzlers gleich welcher Partei war. Selbst ein Helmut Kohl den ich ansonsten für einen Totalausfall halte, war ein überzeugter Europäer.

      Merkel dagegen ist niemals über den “Duktus” der FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda hinausgekommen. Wie kann man nur so viel Porzellan zerdeppern für ein paar billige Jubelrufe im Bierzelt und von Kai Diekmann? Hat diese uckermärkische Kanzlerdarstellerin denn überhaupt kein Geschichtsverständnis und keinen Respekt vor den Leistungen ihrer Vorgänger im Amt?

      Ich war vor ein paar Wochen in Griechenland, die Menschen dort und auch anderswo in Europa verfolgen diese Vorkommnisse durchaus und bemerken zu ihrem Schrecken, welch hässliches Haupt sich da wieder aus Deutschland erhebt um arrogant und besserwisserisch dem Kontinent die eigene Weltsicht überzustülpen.

    53. Systemfrager schrieb am 20. Mai 2011 at 14:15 - Permalink

      Ups … gerade bin ich darauf gestoßen

      Könnte es wirklich stimmen, dass dies in NDS
      Eine Entgegnung auf Jens Bergers Beitrag „Die Kanzlerin der Stammtische“ von Heiner Flassbeck
      wirklich von Flassbeck stammt????

      Wenn man nichts zu sagen hat, sollte man besser schweigen – würde ich sagen

      • Bonsaibäumchen schrieb am 20. Mai 2011 at 14:31 - Permalink

        Dann halte dich besser an deinen eigenen Rat ;)

    54. Momo schrieb am 20. Mai 2011 at 15:47 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Der “guten Ordnung” halber sei erwähnt, daß zwar die Arbeitnehmer in den südeuropäischen Staaten in Sachen Rente, Urlaub und Arbeitszeiten im Vergleich zu den deutschen Arbeitnehmern schlechter gestellt sind. Stellt man hingegen den Vergleich mit den skandinavischen Arbeitnehmern an, dann schneiden diese i.d.R. besser ab als die deutschen Arbeitnehmer.

      Diesen Hinweis sollte man “vorbeugend” anbringen, um den Neoliberalen nicht das billige “Argument” angeblich “fauler” und “übervesorgter” deutscher Arbeitnehmer an die Hand zu geben.

    55. Pandora schrieb am 21. Mai 2011 at 20:47 - Permalink

      “In Spanien beträgt die durchschnittliche Jahresarbeitszeit pro Arbeitnehmer 1.654 Stunden, in Portugal 1.710 Stunden, in Italien 1.773 Stunden und Griechenland ist mit 2.119 Stunden sogar unangefochtener Spitzenreiter in dieser Liste.”

      Wenn der Gang zur Cafeteria/Ristorante, zur Siesta, der Abstecher zum Essen nach Hause etc. etc. pp. mit als “Arbeitszeit” gezählt wird, dann können durchaus solche Stundensätze entstehen… ;-)

    56. Axel schrieb am 23. Mai 2011 at 17:39 - Permalink

      @ Lennard vom 23. Mai 2011 at 16:31 -

      Ich kann auch die Syonyme Islamfeindlichkeit oder Moslemfeindlichkeit verwenden.

      Islamfeindlich wäre man, wenn man den Islam nur “angeht” weil es der Islam ist (das schreibt doch Pascal Bruckner auch so, hast Du das nicht gelesen?). Ich wende mich ja hier nicht gegen den Islam weil er der Islam ist, sondern weil der Islam eine totalitäre Ideologie ist.

      Außerdem sind der Islam und ein Moslem formal nicht deckungsgleich. Der Islam ist eine totalitäre Ideologie. Ein Moslem ist zunächst mal nur eine Geisel dieser Ideologie. Er ist ja i. a. nicht freiwillig in diese Ideologie eingetreten, und er ist ja bei Austritt aus dieser Ideologie mit dem Tode bedroht.

      Ich bin also weder ein “Islamfeind” noch ein “Moslemfeind”. Aber jede totalitäre Ideologie ist mein Todfeind im Geiste! Ich hoffe doch, dass es bei Dir genauso ist und dass Dir zum Islam lediglich die nötigen Kenntnisse fehlen. Ich meine, dass es die Pflicht eines Jeden ist, gegen eine totalitäre Ideologie kompromißlos vorzugehen.

      Zum Rechtspopulismus: Die Wahrheit ist nicht rechtspopulistisch. Manche Wahrheiten sollen aber als solche, indem sie mit diesem Begriff belegt werden, stigmatisiert werden, bzw. sie werden eigentlich ohne jede weitere Überlegung reflexhaft ohne jede Prüfung “diffamiert”!

      Sarrazin wurde z. B. der Vorwurf gemacht, er habe sich seine Daten selber zusammengestellt. Ja was sollte er denn machen, wenn man in Deutschland über fremde Ethnien oder (muslimische) Migranten per Dekret (Rassismuskeule) offiziell keine aussagekräftigen Daten erheben oder veröffentlichen darf.

    57. Andreas Perl schrieb am 27. Mai 2011 at 15:39 - Permalink

      Nett…Die alte Springer und ihr Kassengestell-Trottel Diekmann haben sich wohl wieder gegenseitig beim Kaffee aufgehetzt, und Busenfreundin Angela durfte die frohe Kunde unters Volk jubeln…


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