Robert Reich – The Truth About the Economy in 2 Minutes and 15 Seconds
geschrieben am 26. Juni 2011 von Spiegelfechter
Quelle: Robert Reich
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Wissenschaftlich fundierter Test!
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geschrieben am 26. Juni 2011 von Spiegelfechter
Quelle: Robert Reich
Robert Reich fordert zu Recht die Stärkung des Mittelstandes. Aber gerade die Deutschen als Schnäppchenjäger-Weltmeister tragen zum Untergang des Mittelstandes bei (wie ich hier schon mehrmals erklärte: das Wort “Schnäppchen” kannten wir in der Schweiz vor ein paar Jahren noch gar nicht).
Das Discount-Prinzip zerstört längerfristig den ganzen Mittelstand, inklusive den Bauernstand.
Buchtipp: “Die Fastfood-Gesellschaft” von Eric Schlosser, eines der brutalsten Bücher, das ich kenne.
“Es ist eine paradoxe Situation. Wir als Verbraucher können weltweit nach Schnäppchen suchen. Und das System hat ja auch eine Menge Vorteile: bessere Qualität, niedrigere Preise, höherer Lebensstandard. Doch den Preis dafür zahlen wir selbst – unsere Arbeitsplätze sind in Gefahr, unsere sozialen Sicherungssysteme werden immer schwächer, der Reichtum wird immer ungleichmäßiger verteilt. Der Superkapitalismus droht die Demokratien zu usurpieren. Die Bürger haben immer weniger Rechte und Einflussmöglichkeiten.”
(Robert Reich in stern.de, 19.1.2008: Wir sind einen Teufelspakt eingegangen)
…..hast Du schon einmal einem Nackten in die Tasche gegriffen?
20 Mill. Rentner erhalten real 0,88% (im Durchschnitt 9€ p.m.) mehr Rente.
Es reicht nicht, um die Gas-Steigerungen auszugleichen, geschweige die anderen, zusätzlich Preissteigerungen…..und was ist mit dem 7 Mill. Menschen mit extrem niedrigen Einkommen?
Weißt Du, dass in Fern Ost ein Sportschuh für 0,60€ hergestellt wird und mit Material und Transportkosten nicht über 4€ kostet? Wie verkauft der “Mittelstand” diese Produkte in D? 70 – 150 € – den Aufschlag kannst Du selber errechnen.
Wer warm sitzt, sollte nicht über jene spotten, die frieren und nicht über Discounter reden…
Offensichtlich gehörst Du auch zur Bananen-Fraktion –
erst grün, dann gelb und dann schwarz.
R_Winter, du Urgestein der Spiegelfechter-Kommentatoren, ich fühle mich echt geehrt Dir zu antworten:
André H. schrieb am 21. März 2011 at 17:23
Permalink Warum stosst ihr euch alle an “Geiz ist geil”…???
“Ich hoffe doch, dass sich alle daran stossen. Oder weisst Du nicht, was die Folgen der “Schnäppchenjäger-Mentalität” sind (?): a) Löhne werden nach unten gedrückt b) Lieferanten werden wie eine Zitrone ausgepresst, sodass sie den Margendruck wiederum weitergeben müssen c) kleine Hersteller/Familienbetriebe werden weiter verschwinden und es bleiben nur noch grosse Discounter übrig, welche d) riesige Einkaufscenter im Grünen eröffnen e) dadurch mehr Verkehrsaufkommen, Qualität der Innenstädte nimmt ab f) Margendruck zwingt zur Herstellung in Billiglohnländern g) dort herrschen andere, lockerere Umweltvorschriften und Arbeitsbestimmungen h) Qualität der Waren nimmt ab usw.”
Du hast recht, ich sitze warm…. aber spotten, das liegt mir fern, über jene, die frieren….
Ich habe, bis vor 30 Monaten, 22 Jahre lang einen mittelständischen Betrieb (Sektor Papierwaren) geführt. Als vor rund 10 Jahren auf einen Schlag der weltgrösste amerikanische Discounter (Viking/Office Depot) und der europaweit grösste Discounter (Lyreco/F) in die Schweiz kamen, waren die Folgen für mich unmittelbar spürbar: die Kunden (meist Geschäftskunden) kauften dann bei mir nur noch diejenigen Produkte ein, welche die Discounter nicht anbieten wollten, exotische und unrentable Dinge also. Davon konnte ich auf Dauer natürlich nicht leben (5 Kinder zuhause). Noch rechtzeitig zog ich mich aus dieser Branche zurück. Es blieben also nur noch die Discounter – viele meiner Geschäftskollegen (Mittelständler eben) gingen pleite. Zur psychischen Verarbeitung habe ich mir diesbezüglich einen rund 30-seitigen Aufsatz des Discount-Prinzips aufgeschrieben (unveröffentlicht – nur für mich selbst). Ich weiss also, wovon ich spreche.
Der normale Bürger hat keine Ahnung, was bezüglich Discount – Beispiel Wal-Mart als grösste Handelsfirma der Welt – abgeht.
Ein Trugschluss, das die Verantwortung hier den Konsumenten aufgehalst wird. Natürlich sind auch Konsumenten in der Verantwortung, aber nicht so sehr wegen der Schnäppchenjägermentalität, die offensichtlich mit dem Einkommen korreliert und vor allem jedoch mit dem Hang immer mehr Produkte kaufen zu wollen für das vorhandene Einkommen, aber die kapitalistische Produktionsweise ist sehr viel entscheidenderes Problem. Denn Dumpingpreise sind in der Unternehmenskonkurrenz und zunehmend in der globalisierten Welt der Staatenkonkurrenz zuzurechnen. Der Konsument kann nur kaufen, wofür sein Geld reicht, die Unternehmen stellen her was sie zu gegebenen Bedingungen herstellen UND verkaufen können. Das Verkaufen gelingt aber nur, wenn auch der Konkurrent langfristig unterboten werden kann. Dafür wird schon immer auch Skavenarbeitskraft benötigt und heute zunehmend Energie, die frühere Sklavenarbeitskraft zu großen Teilen ersetzten kann. China z.B. erzielt hohe Erfolgsquoten mit Quasi-Sklaverei, Deutschland zieht nach oder legt vor.
Das ganze System der Rentabilität der Unternehmensbewirtschaftung ist ein System des Dumpings. Es kommt dauerhaft letztlich immer nur der Unternehmer zum Zuge, der auch billiger produziert als der Konkurrent oder über erhebliche Marktmacht bzw. äquivalente Machteinflüsse verfügt, um z.B. durch Werbung einschlägige Erfolge zu erzielen oder ein globales oder nationales Gesetz durchzubringen das seine eigene Produktion oder den eigenen Absatz gegenüber dem Konkurrenten oder technischen Fortschritts durch Rechteverwertung bevorteilt bzw. “verteidigt”.
Der Kernpunkt bei aller Produktions und Markttheorie ist aber: Die Produktion und Vermarktung findet nicht statt um eine Grundversorgung mit Billignahrungsmitteln oder Luxusnahrungsmitteln aus der Biobranche bereit zu stellen, sie findet auf Grund des Willens (auch Zwangs) zum Profit statt! Hochpreisige Lebensmittel sind keine Lösung für globale Hungerprobleme sondern ein Grund dafür!
Dumping ist Ziel der kapitalistischen Produktionsweise und nicht der Kunde ist Schuld, weil er schlauerweise günstige Waren kauft.
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Eric Schlosser und sein Buch
Vieles kann man in den Rahmen einer Anklage des kapitalistischen Verwertungsbetriebes einreihen. Eine ganze Menge Humbug über Ernährungsideologie und Entfremdungs- bzw. Industrialisierungsängste spielen eine weitere Rolle und hinzu kommt, das eine Kuh in einem gigantischen Schlachtbetrieb genauso getötet und zerhackt wird, wie es in einer klassischen Metzgerei passiert. Diese großen Betriebe sind zu einem wichtigen Anteil aus der Hygienisierung der Produktionsweise entstanden und garantieren großflächiger eine ausreichende Nahrungsmittelsicherheit. Kleinlandwirtschaft produziert nicht unbedingt weniger, aber ist weniger effizient. Verbraucht mehr Boden, mehr Arbeit, mehr Energie. Die Zahlen über Biolandwirtschaft und ihren Energiebedarf sprechen Bände. Hinzu kommt der Mangel an Boden für die Fleischproduktion in den Ländern, die viel davon konsumieren.
Hinzu kommt: Der Mann ist ein Städter! Der hat nie das Land uns seine Mentalität mit Tieren umzugehen wirklich erfahren und maßt sich als Städter an, einer angeblichen kunterbunten naiven Landwirtschaftsidylle einen Vorteil nachzusagen, gegenüber einer industriellen Fleischwirtschaft.
Er wirft also einige Konzepte durcheinander und widmet nach meinem Erkenntnissstand der kapitalistischen Verwertungslogik viel zu wenig Raum.
Immerhin: Er als Bessergestellter muss ja nicht bei Mc. Donalds essen gehen. Dann soll er es tun und mit dem unsäglichen Moralisieren bei Lebensmitteln aufhören. Wichtiger als so ein Luxusgeheule ist mir ob die 30 Millionen Obdachlosen in den USA ausreichende Lebensmittelversorgung haben. Jeder einzelne davon ist mir die industrielle Massenproduktion wert, so schmerzhaft sich das für mich und andere anfühlt. http://de.wikipedia.org/wiki/Tierproduktion#Bedeutung_f.C3.BCr_die_Weltern.C3.A4hrung
Wir brauchen nicht weniger sondern mehr konventionelle Landwirtschaft! Vor allem muss dieser unsägliche Biowahn aufhören, unter dessen Argumentation künftig Lebensmittelanbauflächen für die Energiegewinnung mißbraucht werden.
Ich möchte als Schlusswort noch einmal schreiben: Der Konsument hat richtigerweise Verantwortung, aber nicht in dem Sinne, in dem er als Schnäppchenjäger verurteilt wird und noch viel weniger in dem Sinne, das er als Käufer ja Schuld sei, das die billigen Produkte hergestellt würden. DAS regelt nämlich der Produzent scho nalleine deshalb, weil er das Potential des Marktes entsprechend der Kaufkraftverteliung(en) analysieren läßt und ein Preissegment schafft, für Kunden jeder Einkommensschicht und Colleur. Das macht er weil er Profit erwirtschaften will, sonst aus keinem anderen Grund!
MFG
Dass die Hautpverantwortung nicht beim Konsumenten, sondern beim Anbieter liegt, sage ich schon lange!
Der Verbraucher/Konsument hat keinen grossen Einfluss darüber, was ihm im Supermarkt angeboten wird. Angeboten wird das, was dem Discounter am besten rentiert – also das, womit er die grösste Marge erzielt.
Aber ich habe noch kein Volk erlebt, das dermassen unreflektiert nach den sogenannten “Schnäppchen” greift, wie die Deutschen. Womit die Spirale noch schneller nach “unten” weiterdreht.
Das scheint ein Dogma zu sein, war aber bis vor rund 20 Jahren in der Schweiz kein Thema. Die Devise der mittelständischen Anbieter hiess: Leben und leben lassen, die Produkte hatten einen fairen Preis, die Mitarbeiter wurden fair entlöhnt und die Auszubildenden hatten eine Lehrstelle. Und man war froh, wenn am Ende des Jahres ein kleiner Gewinn resultierte.
Erst mit den Discountern wurde die Diviese abgeändert. Sie hiess fortan: Es herrscht Krieg, Mitbewerber sind Todfeinde. Mit den von Robert Reich beschriebenen Folgen. Und diese global agierenden Discountkonzerne müssen 15 – 20 % Kapitalrendite pro Jahr für ihre Shareholders erwirtschaften.
Eric Schlosser erklärt eindrücklich, wie die gesamte amerikanische Produktion von Kartoffeln, Rindfleisch, Weizen und Hühnermast innert wenigen Jahrzehnten weg von mittelständischen Betrieben hin zu wenigen, riesigen Fleischfabriken mit Dumpinglöhnen und negativen Auswirkungen für die Umwelt und Bevölkerungsstruktur und in die Hand weniger Konzerne gelangte. Welche noch von korrupten Regierungsbeamten bevorteilt werden.
Deine Schlussfolgerung des Buches kann ich nicht teilen.
…könnte aus einer Werbebroschüre für Monsanto entsprungen sein.
Es ist nicht Dogma, sondern Folge der kapitalistischen Produktionsweise. Sobald Märkte auf der einen hälfte des Globus ausgezehrt und verteilt sind, sind die Kapitale auf dem Weg in andere Zonen, in denen noch Märkte zu erobern sind. Das die Schweiz bisher auf einer Insel der Glückseeligen ruhte, liegt an diversen Gründen. Das der Kapitalismus auch die Alpenrepublik überzieht ist logische Folge des globalisierten Kapitals. Gerade die Schweiz war lange Nutznießer einer Sonderrolle, weil sie sich mit ihrer Bankenkriminalität seit Jahrzehnten eine goldene Nase verdient.
Genauso wie Deutschland die Drecksarbeit exportierte und diese heute in Form von Zwangsarbeit unter Hartz4 und zunehmendem Leistungsdruck und Lohndumping zurück ins Land kommt, genauso scheint es, die Schweiz habe eine Weile in der wirtschaftlichen Staatenkonkurrenz ihre Eigenbrötlerei praktizieren können.
Es ist letztlich der Lauf des Kapitalismuses. Wir wollten alle volle Supermärkte, der eine mehr und der andere weniger. Die Warnungen vor diesem System sind nie abgeebbt. Trotzdem hat man sich auf den Pakt mit diesem System eingelassen. Wir tragen alle Schuld daran.
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Das Kapital ist ein Geist aus der Flasche, es ist der http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Zauberlehrling , der ihn nun nicht mehr in die Flasche zurückstopfen kann. Im Gegenteil, der Zauberlehrling spricht immer wieder die Beschwörungsformel und ruft immer mehr Diener des Kapitals herbei, die das Chaos beseitigen sollen, während sie es jederzeit vergrößern! Der Lehrling jedoch vermeidet die Erkenntniss überfordert zu sein und bekämpft jeden Zaubermeister, der vielleicht ein bischen die Chance hätte, viele dieser Diener wieder zurückzuschicken und genießt den Nutzen während er das Chaos und die Lasten seiner Helfershelfer anderen aufbürdet und sich selbst schadlos hält.
Gleichzeitig haben wir auf der Erde viele viele solcher Zauberlehrlinge, die sich nahezu allesamt die Dienste dieser Geister herbeirufen um mit den anderen mithalten zu können und gar nicht begreifen, das die gerufenen Diener längst die Herren geworden sind und eigentlich die Zauberlehrlinge nach der Pfeiffe der Diener tanzen.
MFG
Unter “Bio” versteht man was anderes als unter der Förderung nachwachsender Rohstoffe zur Energiegewinnung.
Welche Art von Landwirtschaft betrieben wird, sollen zumindest ansatzweise auch die Konsumenten (mit)entscheiden.
Dass es ein universelles und unteilbares Grundrecht darstellt, auf dem Markt als Lebensmittel-Nachfrager aufzutreten, um existenzielle Grundbedürfnisse damit zu decken, will ich dabei nicht unerwähnt lassen.
Insbesondere die durch äußere Restriktionen verursachte Reduzierung subsistenzwirtschaftlicher Formen verpflichtet zu einem dementsprechend schützenden Ausgleich.
Ja Ludwig, es ist natürlich der Ökoideologismus im Zuge der Bio-Weltverschlimmbesserei gemeint.
Aber es hat die Reichen noch nie gekümmert ob sich Arme ernähren können. Es ist einem Zufall des Kapitalismusess zu verdanken, das derzeit eine Mehrheit auf der Erde Zugang zu Nahrungsmitteln hat. Wenn auch ein Viertel gerade einmal einen rudimentären und einige Millionen jedes Jahr noch zu wenig.
Wer nach McDonald’s geht, hat genug Geld. So ein McDonald’s-Menü kostet acht und mit Lebensmittelmarke fünf Euro. Da ist der Dönermann ja schon billiger.
Wer Geldsorgen hat, kauft sich im Discounter fünf Frikadellen, fünf Brötchen und eine Flasche Cola. Das kostet drei Euro. Für einen Euro mehr kriegt man sogar noch ein Kilo Möhren und 1.5 Liter 60%ige Apfelschorle.
Wer Zugriff auf eine Küche hat, schafft das sogar noch billiger. Für mehrere Leute gleichzeitig kochen, spart dann noch einmal erheblich.
Das Problem ist nicht Geiz sondern Gier.
Gier ist Verschwendungssucht und die Abneigung, anderen behilflich zu sein.
Geiz ist, etwas nicht zu verbrauchen, wenn man es nicht nötig hat. Sich gegenseitig zu helfen, ist mit Geiz vereinbar, soweit man selbst dadurch Vorteile hat. Ein Vorteil kann auch das Erkaufen sozialen Friedens sein.
Der Spruch Geiz ist geil meint eindeutig Gier ist geil, denn nur Gier hat etwas Triebhaftes.
Dieser Spruch ist wieder einmal so ein Beispiel für Verwendung von Begriffen im falschen Kontext und damit die Zerstörung einer nützlichen Tugend.
@ Andree H.
—–> Selbst Schuld!
Warum soll ich (Konsument/Kunde) für Deine 5!!! Kinder zahlen?!
Ich kann mir auch keine 15 Kinder leisten, sorry!
Vielleicht schon mal dran gedacht, das man mit weniger Kinder besser über die Runden kommt?!
Für Deinen Luxus – zahle ich nicht! Niemand!
Ralf
V O L L I D I O T !
Wenn du Kinder egal wie viele hast brauchst du für die nächsten 18 Jahre Soziale Sicherheit schließlich steht die Familie so unter dem besonderen Schutz des Staates so wie kein Krieg mehr von deutschem Boden aus geht.
Wenn’s mies wird kannste dann statt 2x Urlaub gar keinen machen ,ein kleiners Auto,kleinere Wohnung etc ..aber deine Kinder kannste nicht nur weil die gewählten Vertreter beschließen mit dem Kapital zusammen die Ausbeutung und verarmung vorran zu treiben von heute auf morgen abschaffen oder wie Hänsel und Gretel in den Wald…verstehste Hohlbirne
Deine Eltern hätten sich und uns dich sparen sollen ..wenn so ne Scheiße wie von dir höhr ….
@Ralf
Brauchst du doch gar nicht. Ich war ja zum Glück nie arbeitslos – hatte mich ja zum Glück rechtzeitig aus dem tödlich gewordenen Markt zurückgezogen.
Und diese 5 Kinder haben inzwischen ihre Ausbildung beendet und stehen im Arbeitsmarkt: zahlen also Steuern und helfen die Sozialsysteme stützen.
Du regst dich über die falschen Leuten auf…
Reg dich über die auf, die den Mittelstand kapputt machen. Also die Grosskonzerne, die dem Verbarucher zwar Schnäppchenpreise ermöglichen, aber als Gegenleistung Armut erzeugen.
Wie Robert Reich schon sagte: Ein Pakt mit dem Teufel
Solche “Unternehmer” kann man heutzutage gar nicht genug hassen!
Für Ihr “Bonzentum” andere zahlen lassen! Natürlich!
Wenn man ein selbst Konzern wäre und Macht hätte, würde man sich die Politik einfach kaufen, die dann druch Protektioismus des Marktes einem Schützt. Und wenn man eben keine Macht hat, dann jammert man einfach und heuchelt seinem Melkvieh die Ohren voll. Tzzz…
Jawohl! Ganz genau! Solche Leute wie Sie – haben es verdient pleite zu gehen! Weil Leute wie sie, die Schlimmsten sind! Wegen Leuten wie Ihnen kann man nur noch online einkaufen, um nicht völlig entrechtet zu sein und auf ihre gutherrens wohlwollen Mentalität angewiesen zu sein. 14 Tage Rückgaberecht ohne dumme Fragen von einem noch dümmeren Verkäufer zum Beispiel.
Die Einzelhändler von heute sind wie die Nationalsozialisten von damals. Denen und ihrem “menschlichen Verhalten” weint auch keiner nur eine Träne nach.
Ja. Sie sind wie Hitler. Gratulation!
Ralf, ich glaube du hast ein falsches Bild von einem Mittelständler. Das ist keine dicker, zigarrenrauchender Gutsherr mit Villa, Chauffeur und anderen Bediensteten und einer FAbrik mit hunderten malochenden Arbeitern. Das sind Menschen wie du, welche sich in die Selbständigkeit gewagt, bei Null Kunden, ganz viel Risiko, und einigem Erspartem angefangen haben.
Als es dann nach ein paar Jahren besser ging, konnten 3-4 Mitarbeiter angestellt werden…
Der Mittelstand ist die wirtschaftliche Stütze einer Gesellschaft. Er bietet anderen Menschen Arbeit, zahlt Steuern und hält das Geld in Region.
Grosskonzerne zahlen – wenn überhaupt – zu wenig Steuern und erwirtschaften, auf Kosten der Belegschaft, in erster Linie die Kapitalrendite für die internationalen Investoren. Von den Löhnen können die Arbeiter kaum leben und müssen sich nach den billigsten Waren umschauen… (sehr verkürzt)… und die Spirale dreht sich.
Stimmt .. aus eigener Erfahrung ..drum heute in UK. Ist für mich persönlich im moment am besten ..
Du schreibst:
—-
20 Mill. Rentner erhalten real 0,88% (im Durchschnitt 9€ p.m.) mehr Rente.
Es reicht nicht, um die Gas-Steigerungen auszugleichen,
—
Entschuldige wenn das jetzt wie Korinthenwerferei rumkommt, vielleicht verstehe ich auch nur irgendwas falsch:
Es gibt Nominale Lohnerhöhungen und Reale Lohnerhöhungen.
Bei den Realen sind die Preissteigerungen, sprich Inflation bereits berücksichtigt (abgezogen). Von daher sollte bei einer Real-Steigerung von X % doch möglich sein X% mehr Gas zu kaufen als vorher.
Das ist ganz einfach:
Nehme den alten netto Rentenbetrag und nehme den neuen netto Rentenbetrag und Du erhältst 0,88%.
Es liegt an der neuen Verteilung der KV-Beiträge…..
Auch Rentner sind von der Aufkündigung des paritätischen Sozialgedankens betroffen.
Die Politik verkündet 0,99% – was auch schon ein traurige Witz ist.
Leider sind hier Ursache und Wirkung vertauscht!
Der Mittelstand rennt nicht zum Discounter, weil er nicht auch gern qualitativ höherwertige Waren hätte, sondern weil er sie sich nicht leisten kann. Jahrzehnte des Lohndumpings hinterlassen halt ihre Spuren.
Ein Durchschnittsverdiener mit Familie kann sich nunmal nicht die 200€ Turnschuhe für alle leisten, da müssen es die Discounterschuhe für 20€ machen, die haben ja auch nicht nur 10% “Qualität”.
Die deutschen Traditionsmarken aus dem technischen Bereich waren übrigens schon lange vor der Geiz-ist-geil-Welle pleite und nach Fernost verkauft.
Außerdem speist sich das Streben der Hersteller nach immer billigeren Produktionskosten nicht aus dem Sparwillen der Verbraucher, sondern würde genauso stattfinden, wenn nicht alle nur möglichst billig kaufen wollten. Das ist nunmal der Kern des Raffgierkapitalismus.
Schlußendlich kann man gerade vom schwächsten Glied in der Wirtschaftkette, nämlich dem Verbraucher, wohl kaum erwarten, dass er sich nicht am Rest der Wirtschaft ein Vorbild nimmt, wenn er tagtäglich vorgelebt bekommt, dass immer nur der Billigste zum Zug kommt (Ausschreibungen etc.).
Ich bin ein vehementer Verfechter der “Ursache und Wirkung”-Logik.
Discount ist Ursache der Umverteilung – nicht Wirkung.
Eben !
Nchtrag:
http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/robert-reich-wir-sind-einen-teufelspakt-eingegangen-608069.html
Was für ein peinlicher Artikel… ich schreib gleich unten noch was zu.
Glückliches Amerika.
Land der einfachen Philosophien.
Wirtschaftlich hieß es jahrzehntelang oftmals nur “Make it big, make it bigger.”
Naja, zumindest sind die Japaner mit ihren “kleinen” Produkten viel erfolgreicher! ;-)
Bei den Ideologien hieß es dagegen schon immer “Keep it as simple as possible”.
Der Monetarismus und die Angebotstheorie, Ideologien der Reichen, waren auch bei der US-amerikanischen Mittel- und sogar Unterschicht deshalb erfolgreich, weil ihre Message auf einfachem Wege transportiert worden ist.
Milton Freedman hatte in den 70er Jahren eine eigene Fernsehsendung und hat seine Ideologie so einfach erklärt, dass viele Menschen dachten: Wow, ich verstehe das, das klingt fuer mich logisch und ich brauche dafuer nicht einmal ein Studium der Wirtschaft. Endlich hat mir das jemand schlüssig erklärt.
(Schande aber über die akademische Zunft, die sich an den Monetarismus verkauft hat).
Von Mr. Laffer sagt man, dass er Ronald Reagan in der Mittagspause seine Laffer-Kurve auf eine Serviette gemalt hat, um zu “erklären”, dass bei sinkenden Steuern die Investitionen und Konsumausgaben steigen – und damit das Steueraufkommen.
Die Lafferkurve ist schon längst ad absurdum geführt und dennoch gibt einen beträchtlichen Bodensatz von Menschen und Ideologen, die ihr das Wort reden – ist halt so schön einfach.
Wenn man da an die Neukeynesianer denkt und ihre mathematischen Modelle, die sowohl Normalbürger als auch Studenten der VWL erschlagen…
Wie schön, wenn nun auch die andere Seite zu solchen Mitteln greift: Die Wahrheit in zwei Minuten und 15 Sekunden.
So etwas kann nur aus den USA kommen und ich mag Robert Reich und ich mag das Video!
Nur brauchen wir nach der Analyse die Schlussfolgerung, die hier heißt: Wir brauchen eine starke Mittelklasse!
Nur wie erreichen wir das? Durch Wachstum?
Für mich ist der Wachstumsfetisch gefährlich, denn er untergräbt unsere aller Lebensgrundlagen. Wir brauchen qualitatives Wachstum!
Nur wie erreichen so etwas?
Gibt es Modelle, die erfolgreiches Wirtschaften ohne Wachstum beschreiben?
Das ist für mich die Frage der Zukunft!
Zuletzt: Die Mittelschicht hat leider noch einen Feind – und der kommt von links.
Für die marxistische Linke ist die Mittelschicht ein Schimpfwort und Hort des Bösen (Nationalismus, Rassismus, Faschismus, Chauvinismus usw.).
Und sie ist für diese Linke der Hauptgegner einer imaginierten Arbeiterklasse, die es zumindest in den Industrieländern schon lange nicht mehr gibt. Selbst der Schrauber in der Fabrik sah sich jahrzehntelang als Teil der Mittelklasse – jedenfalls in Europa, Japan und in den USA.
A ist falsch, A ist halt schön einfach.
Leser fragt sich, warum ist A falsch?
Die Stringenz erschließt sich aber nicht so leicht (,falls eine solche überhaupt jemals vorhanden war).
Was sind die Attribute für “erfolgreiches” Wirtschaften, die Parameter und Erfolgsgrößen, die gemessen werden?
Das mit dem Wachstumszwang ist der größte Schmarrm aller Zeiten!
Ein Bauer bsp, wie soll er immer größeren Umsatz machen? Mehr Dünger auf die Felder hauen?
Und ein einfacher Arbeiter/Angestellter? Der soll schneller oder mehr arbeiten?
Welche Chance haben wir blos von diesem Dogma des Wirtschaftswachstums wegzukommen?
Unter Wachstumsbedingungen wird die “Systemfrage” (Reset-Bedarf) tendenziell später gestellt als unter entgegen gesetzten Vorzeichen.
Aufgrund von Inflation (im monetären Rahmen) und der die Produktivkraft erhöhenden Folge des Wettbewerbs braucht deswegen noch niemand mehr oder schneller arbeiten.
Solange in einer Welt elementare Konsumbedürfnisse nur sehr bedingt befriedigt sind, ist Wachstumskritik in aller Regel das Steckenpferd von Leuten, welche im Alltag nicht gerade von (materiellen) Nöten begleitet werden.
Ein Bauer schaut in aller Regel nicht auf das Umsatzoptimum, sondern auf das Gewinnoptimum. Einen Bestand geschickt zu führen, bedeutet dabei keineswegs, einfach mehr Dünger auf die Felder zu werfen.
Da gibt es durchaus andere Möglichkeiten und auch vom “dümmsten” Bauern kann man da noch was abschauen, wenn man nicht ausreichend up to date ist.
Vom blindwütigen Dogma (realen) Wirtschaftswachstums kommt man am besten davon weg, dass man begreift, mit welchem System man es zu tun hat, wie es funktioniert und wo die Stellschrauben sind.
Wer glaubt, durch mythologisch angehauchte “Mittelstand-Rhetorik” dem Grundproblem kapitalistischen Wirtschaftens auf die Spur zu kommen, verheddert sich an einem Symptom, das schon vor über 150 Jahren ausreichend erkannt worden ist.
Abstiegsängste und Unsicherheit sind ein Mittelstandsphänomen, das auf Gefühlsebene zwar nicht ignoriert werden darf, aber keinerlei Problemlösungskompetenz besitzt.
Stichwort: “Strong middle class”
Verstehe ich das richtig? Kann mir jemand bitte erklären, wie Steuererhöhungen eine starke Mittelklasse garantieren sollen?
Drei Punkte:
1) Diese Leute hätten weniger Geld.
2) Machen wir uns nichts vor. Unternehmen wälzen all ihre Steuerbelastung über die erhöhten Preise auf die Konsumenten ab. Die Mittelklasse ist hier der Verlierer.
3) Es gibt überhaupt keine Garantie, dass die Regierung durch irgendeine Form der Umverteilung die zusätzlichen Einnahmen an die Mittelklasse “transferieren” würde.
Schon eher würde dieses Geld für das Militär-Budget oder den Schuldendienst verwendet werden. Hiervon profitieren gerade Super-Reiche, und alles, das man dafür braucht, ist etwas Lobby-Arbeit.
Selbst wenn etwas zurückkommen würde, beträchtliche Teile dieser Summen würden für die Aufrechterhaltung des hierfür notwendigen Bürokratie-Apparats aufgebraucht werden. 50$ oder 100$ mehr im Monat schaffen noch keine wohlhabende Mittelklasse. Niemand von diesen Leuten könnte sich auf diese Weise jemals ein Eigenheim leisten.
Fazit:
Das sind alles keine echten Lösungen. Was die Mittelklasse braucht sind geringere Steuern, niedrige Preise und endlich wieder Vollbeschäftigung. Es wird keinen anderen Weg geben an persönlichen Wohlstand heranzukommen als durch Arbeit, machen wir uns da nichts vor.
Alle Befürchtungen, die Löhne würden in diesem Fall zu gering bleiben, sind unbegründet. Denn je weniger freie Arbeitskräfte es gibt, desto mehr müssen sich die Arbeitgeber mit ihren Angeboten gegenseitig übertreffen. Wir hatten schliesslich auch mal eine Zeit, in der sich praktisch jeder seinen Arbeitsplatz aus mehreren Angeboten aussuchen konnte. Es war eine Zeit des breiten Wohlstands, und wir müssen dringend zu dieser Zeit zurück.
Stichwort: All gains from economy go to the rich.
Das ist schlicht nicht wahr. Wie immer wird hier Geld mit Gütern und Dienstleistungen verwechselt, was nicht das gleiche ist. Geld kann man aber nicht essen, und schliesslich ist jeder Arbeitnehmer auch ein Konsument. Es geht hier um Autos, Unterhaltungselektronik, Urlaubsreisen, Sportartikel etc. .
Solange diese Artikel seinem persönlichen Bedarf entsprechen, und er als Konsument glücklich ist, profitiert er davon. Und der ursprüngliche Kapitalismus braucht die breite Massenkaufkraft, ohne die kann er nicht funktionieren. Es gilt daher sicherzustellen, dass diese Massenkaufkraft vorhanden bleibt, und der Weg dahin ist eben Beschäftigung.
Wenn dem so wäre, könnte Unternehmen die Steuerhöhe egal sein und diese als durchlaufenden Posten betrachten.
Wenn du dir sicher bist, dass “Beschäftigung” Massenkaufkraft garantiert, dann wird auch ein geozentrisches Weltbild bei dir keinen Argwohn hervorrufen, sofern dies als ein kleines Mosaiksteinchen deine Interessen unterstützt.
Auf globaler Ebene wäre es das. Aber wir haben unterschiedlich attraktive Standorte. Höhere Steuern an Deinem Standort bedeuten Vorteile für die ausländische Konkurrenz.
Ich sehe hier kein einziges logisches Argument.
Du verdrehst doch völlig die Aussagen des Spots:
Robert Reich spricht doch am Anfang die ganze Zeit über den Spitzensteuersatz und die Steuerbevorzugungen (ich weiß nicht, ob Subventionen hier das richtige Wort ist) der Kapitaleinkünfte, wobei erstere mal eben halbiert wurden und letztere sogar noch absurd niedriger sind, als die deutschen Abgeltungsgeschenke.
Wenn dann daraus folgt, dass die Steuern wieder erhöht werden müssen, weil dem Staat sonst das Geld ausgeht, dann kannst du doch nicht daraus folgern, dass ausgerechnet der Mittelstand, der gestärkt werden soll, höher besteuert wird… den tangiert ein Spitzensteuersatz sowieso nur periphär.
Zu Punkt 3: auch das wurde angesprochen. der ausgetrocknete Staat kann seine Schulen und Straßen, Gesundheitseinrichtungen etc. nicht mehr finanzieren, so dass diese in einem katastrophalen Zustand sind. Wenn nun höhere Steuern gefordert sind, dann sollen diese natürlich diese Missstände beheben, das gibt doch sonst keinen Sinn.
Zum letzten Stichwort: Wenn sich die Wirtschaftsleistung verdoppelt und der größte Teil der Bevölkerung trotzdem hinterher nur genauso viel wie vorher hat, die obersten 10% jedoch um ein vielfaches mehr, dann ist der Satz, dass alle Steigerungen der Wirtschaft an die Reichen gehen, ganz einfach korrekt. Nichts anderes wurde gesagt, und der Umstand, das weite Teile der Bevölkerung noch nicht am Hungertuch nagen müssen, ist da nur ein schwacher Trost.
Alles eine Frage der Prioritäten. Wenn ich als Staat haufenweise Steuern kassiere, und den grössten Teil davon in Rüstung, Kriege, Banken-Bailouts oder Subventionen stecke, so dass nur noch ein wesentlich kleinerer Teil davon an die Bürger wieder zurückkommt, dann ist das für mich Knechtschaft. Durch Propaganda kann ich den Bürgern allerdings verklickern, dass ich noch mehr Geld brauche …
Inwiefern soll er laut Video denn gestärkt werden?
Schön. Aber in welchem Teil des Videos spricht er davon, man solle die Steuern für die Mitteklasse senken?
Die Disskusion über den Spitzensteuersatz ist immer etwas vage, wenn nicht klar gesagt wird, was damit gemeint ist. Der Bürger mit einem jährlichen Einkommen von 100000 $? Oder 1000000$?
Falls ja, ist das Populismus für die Meute, da es mit noch sehr viel mehr Geld und den richtigen Anwälten in den USA völlig problemlos ist eine eigene Stiftung zu gründen, um damit Steuerzahlungen völlig zu entgehen.
Das Steuergeld missbraucht werden kann, bezweifelt ja keiner… passiert hier ja auch ständig (siehe S21 und so, aber ich schweife ab). Aber das kann kein Argument dagegen sein, Steuern zu erhöhen und sie für sinnvolle und notwendige Dinge einzusetzen, wie eben die Rettung der wichtigsten Infrastrukturen vor der Katastrophe.
Robert Reich sagt übrigens nicht, wie der Mittelstand gestärkt werden soll, von daher geht deine Frage ins Leere. Er sagt nur, dass ein starker Mittelstand die Grundlage einer starken Wirtschaft ist. Ebenfalls sollen nirgends die Steuern für den Mittelstand gesenkt werden. Das muss auch garnicht, denn es würde schon helfen, nach Jahrzehnten endlich das Lohndumping zu verlassen (eigene Aussage).
Natürlich muss beim Spitzensteuersatz auch irgendwann gesagt werden, auf welche Einkommen er sich bezieht, aber meiner Meinung nach bist du mit deinen 100.000€ pa. schon auf einem sehr richtigen Weg. Das ist dann natürlich inklusive Kapitalerträgen und diese sollten auch mindestens genauso besteuert werden, wie reale Arbeit und das Einkommen daraus.
@Heimatprophet
Doch, denn letztlich unterstützt Du damit die inzwischen wohl zu fette und in weiten Teilen offensichtlich ziemlich korrupte politische Klasse der heutigen USA. Ich erinnere mich beispielsweise noch selbst daran im Jahre 2000 in der LA Times von 2,3 Billionen Dollar (!) gelesen zu haben, welche aus dem US-Haushalt verschwunden sind. Bis heute will niemand wissen, was mit diesem Geld geschehen ist, weil das Thema nach dem 11 September 2001 seltsamerweise aus der Medienberichterstattung verschwand. Und solche seltsamen Vorfälle passieren in diesem Land eben immer wieder.
Mehr Geld diesem Ofen zur Verbrennung hinzuwerfen kann also keine optimale Lösung sein. Geld war immer genug da. Vielmehr fehlen fest verankerte gesetzliche Bestimmungen hinsichtlich der Transparenz und der Frage, was mit diesen Einnahmen gemacht werden darf und was nicht. Die Bürger müssen von ihren Steuern möglichst viel an Gegenleistung zurückerhalten, und ebenfalls eine direktere Mitbestimmung darüber erhalten, was besteuert werden darf, und was nicht. Alles andere ist nicht moralisch.
Eben. Deshalb ist das diffuses und wenig konkretes Zeug. Ich persönlich glaube einfach, er möchte die Steuern für alle erhöhen. Die Slogan “task the rich” ist nur der rhetorisch klug verpackte Leckerbissen um es der breiten Masse schmackhaft zu machen.
So viel weiss ich auch.
Wie denn? Macht Obama eine Verordnung? Stellt er sich hin und legt für alle Bereiche die Löhne fest? Oder kriegen alle Checks vom Staat, um indirekt Firmen zu subventionieren? Das haben wir hier nämlich auch. Es nennt sich 1 Euro-Job.
Ich sage es nochmal:
Der beste Weg für einen Lohnanstieg ist die zunehmende Knappheit an freien Arbeitskräften. So war das schon bereits zu Zeiten des Henry Ford. Es geht nicht ohne die Wirtschaft. Es geht nicht ohne einen breiten wirtschaftlichen Aufschwung.
Henry Ford stellt nicht gerade den Prototyp eines Mittelständlers dar.
Henry Ford steht für massive Produktivitäts-Steigerung aufgrund Arbeitsteilung.
Wie war noch einmal der Zusammenhang zwischen Produktivitätssteigerung und Arbeitskraftnachfrage?
Wer behauptet denn, dass es ohne Wirtschaft ginge? Wie hieß noch einmal der vielleicht makaber anmutetende Satz von Bill Clinton gegenüber Bush sen.?
Ich behaupte aber ganz eindeutig, dass es sehr wohl und besser ohne Sichtweisen von Akteuren in der Wirtschaft geht, welche ihre Plus-Macher-Mentalität als Zeichen besonderer (volks-)wirtschaftliche Kompetenz sehen.
Und er zahlte zu der damaligen Zeit historisch beispiellos hohe Löhne. Berühmt ist seine Äusserung: “Ich möchte, dass sich jeder Arbeiter meines Unternehmens ein eigenes Auto leisten kann.”
Ein auf realer Produktion basierender Kapitalismus kann ohne eine breite Massenkaufkraft nicht funktionieren.
Weiss nicht, was Du meinst. Jedenfalls ist Bush sen. durch den Wahlkampf mit dem Slogan “No more taxes” an die Macht gekommen. Und er hat den zweiten Wahlkampf unter anderem deshalb verloren, weil er eben das nicht eingehalten hat. Die Amis ticken völlig anders als Europäer. Deshalb sind dort sogar Wahlkämpfe mit dem Slogan “Tax the rich” nicht zu gewinnen.
@ spider:
Diese “hohen” Löhne verdankten die Arbeiter aber weniger seinem guten Willen, als vielmehr der hohen Produktivität, welche mit der Arbeitsteilung unter den “geduldeten” Arbeitsbedingungen einher ging.
Hätten im wesentlichen nur seine Arbeiter seine Autos gekauft, wäre die Sache aber nicht aufgegangen.
Eine “breite Massenkaufkraft” stabilisiert aber sehr wohl eine Marktwirtschaft, insbesondere dann, wenn von ihr auch die unteren Schichten profitieren. Dafür braucht man aber keinen ausgelutschten und meist völlig unkonkret definierten Begriff wie “Mittelstand”.
Die “Mittelstand”-Manie zeigt nur die latenten Abstiegsängste auf und pocht auf die persönliche Aufwertung der sich so Bezeichnenden.
Es ist das New-Deal-Prinzip, das die USA erfolgreich anwandten (Sie erhöhten z.B. den Spitzensteuersatz auf bis zu 90%!). Dadurch verschiebt sich die Einkommensverteilung zu Gunsten der mittleren Bereiche – also dem Mittelstand. Der Wohlstand einer Gesellschaft bestimmt sich nicht durch den sehr hohen Wohlstand einiger weniger sondern durch dem überdurchschnittlich hohen Wohlstand vieler. Aufgabe des Staates sollte es sein, den überdurchschnittlich hohen Wohlstand vieler zu fördern.
Ich hatte vor einiger Zeit eine neue Steuerformel erdacht, die lautet:
StEK = EK – FB
wenn StEK > 0 dann:
Steuer = StEK * tanh( StEK / StKonst) * MaxStS
EK = Einkünfte
StEK = Zu versteuerndes Einkommen
FB = Freibetrag, hier 12.000,-Eur p.a.
StKonst = Steuerkonstante, hier 200000,-1/EUR
MaxStS = maximaler Steuersatz, hier 75% = 0,75
Diese Formel hatte ich auf die Einkommenssteuerverteilung von 2004 nach dem statistischen Bundesamt angewendet. Das Ergebnis war, daß die Steuereinnahmen um 78 Milliarden Euro auf 258 Milliarden Euro zugenommen hätten, wobei die Belastung vor allem zu Lasten der Reicheren ging.
Es würde sich schon heute viel ändern, wenn die Körperschaftssteuer progressiv wäre. Das bedeutet, daß die größeren Unternehmen automatisch eine verhältnismäßig höhere Steuerlast zu tragen hätten als die kleineren. Das ist heute nicht der Fall, die Hauptlast wird von den kleinen und mittleren Unternehmen getragen.
Und ein dritter Punkt wären die Kapitalerträge. Auch hier kann man eine Progression einführen. Mir persönlich wäre allerdings eine Flattax von 65-85% auf die Kapitalerträge lieber. Leistungsloses Einkommen, welches keine Transferleistungen sind, sollte nach Abzug von sozialen Freibeträgen, höher besteuert werden als Einkommen aus Arbeit.
Nun, das wäre recht einfach,
kannst du dir auch noch ausdenken warum das dann zumindest einigermaßen gerecht ist, bzw. warum man nicht eine andere Funktion als
den Tangens Hyperbolicus nehmen sollte.
Sonst kann man, i.e. geneigte Gruppierungen, ein solches Steuerpolitisches Vorhaben leicht unterbinden in dem Man unter den Parteien einen Streit um die “richtige” Sättigungsfunktion anzettelt.
Beste Grüße,
Eike
Welche Funktion mit kontinuierlicher Steigung würdest Du denn vorschlagen?
Der Tangenshyperbolicus hat den Vorteil, daß er eine kontinuierliche Steiung hat, keine Sprünge enthält und gegen einen Grenzwert läuft. Und man kann seine Steuern mit einem Taschenrechner ausrechnen, was heute ja nicht möglich ist.
Ich weiss nicht, inwieweit ausgerechnet das New-Deal-Prinzip für den späteren amerikanischen Wohlstand verantwortlich war. Aufgrund zahlreicher Diskussionen kann ich sagen:
Es wird von allen Fans des New-Deal praktisch fast immer zweite Weltkrieg vergessen, der die USA unsagbar reich und konkurrenzfähig machte. Denn praktisch alle europäischen Ökonomien, und damit die Konkurrenz, lagen am Boden, und der Krieg und die mit ihm verbundenen Rüstungsexporte waren für die USA unbestreitbar eines der besten Geschäfte des vorherigen Jahrhunderts.
Das mit dem “Aufschwung durch Weltkrieg” ist natürlich richtig. Ob New-Deal oder 2.WK ist in diesem Fall erstmal egal, denn es soll ja nur verdeutlichen, dass selbst ein Spitzensteuersatz von 90% ‘die Wirtschaft’ nicht abwürgen konnte.
Es führt das von den Neoliberalen immer gerne ins Feld geführte ‘Argument’ ad absurdum, dass die Reichen nur ganz wenig Steuern zahlen müssten, weil sie sonst plötzliche keine Lust mehr hätten, zu arbeiten…
Das “Argument” in Form eines Vergleiches soll ja nur die “Logik” verdeutlichen.
Beschäftigung um jeden Preis (“alles was Arbeit schafft, ist sozial”) garantiert also immer Massenkaufkraft, ohne dass man auf die Einkommenshöhe und Verteilung schauen muss.
Dann stimmt auch die “Trickle-down”-Theorie, aber natürlich nur solange, wie die Gläubigen darauf (Interessen-geleitet) hoffen, bis sie (eines Tages) von der Realität eingeholt worden sind.
Das Say’sche Theorem unterscheidet auch nicht, weil seine Aussage als schlüssig erscheint.
Kredit, Wertgröße, Marktasymmetrie etc. dürften Begriffe sein, auf die du liebend gerne verzichtest, weil sie funktional nicht in dein Korsett passen würden.
Das sagt doch niemand. “Alles was Arbeit schafft, ist sozial” ist ein extremistischer Spruch. Ein staatlicher Zwang hat überhaupt gar nichts mit der Idee eines freien Marktes zu tun. Arbeit muss sich von selbst lohnen, und einer der Wege dahin ist eine belebte und rege Konjuktur mit vollen Auftragsbüchern.
Auch das geht nicht per Gesetz.
Die Nachfrage nach Arbeitskraft muss mit dem unternehmerischen Kalkül vereinbar sein.
Die rege und belebte Konjunktur stellt sich also von selbst ein, weil es eine sich selbst tragende Finanzierung darstellt und nicht mal zu einem Überangebot mit entsprechendem Druck auf die Preise führt?
Nach Say kann sich Münchhausen selbst aus dem Sumpfe ziehen.
Nach Smith gibt es kein “moral-hazard”-Problem.
Nach dir ist das Kernproblem des Kapitalismus die strukturelle Vernachlässigung des Mittelstandes.
Wenn Du einen kleinen bis mittelgrossen mittelständischen Betrieb besitzt, Deine Autragsbücher voll sind, sowie Dein Personal voll ausgelastet ist, ist sie das.
Wenn Du grösser bist, setzt Du vielleicht mehr auf Automation oder gehst in die Tschechei oder nach Indien.
Verstehst du unter Arbeitskraftnachfrage die der inländischen Form?
Ist die Nachfrage nach Arbeitskraft in der Tschechei oder Indien keine Arbeitskraftnachfrage?
Soetwas verrät mir immer, dass man keine sachliche sondern eine moralische und ethische Diskussion führen möchte, um mit Nachdruck nach irgendeinem Angriffspunkt zu suchen. Finde die beiden Fragen provokativ, idiotisch und sinnlos, und sie bringen uns auch nicht wirklich weiter, tut mir leid.
Ich muss nach keinen Angriffspunkten suchen: Du lieferst sie zuhauf.
Du hast von Automation und Arbeitskraftverlagerung nach Indien oder Tschechien gesprochen und dabei dies von einer bestimmten Betriebsgröße abhängig gemacht, wobei die realen Erfahrungen diese “Logik” keineswegs bestätigen.
Wenn du gezwungen bist, Sachfragen eine ethische Sphäre zu umgeben, damit du so einer Diskussion in der Sache ausweichen kannst, so spricht das von keiner redlichen Diskussionshaltung.
Höchstens bei einem Stasi-Verhör. Bekanntlich hört man heraus, was man hören will.
Womit ich nur die Wirklichkeit beschreibe.
In vielen Fällen jedoch schon. Wo ist Nokia denn hingegangen? :-)
Ich bin gezwungen irgendwann zu sterben. Aber ich bin keineswegs gezwungen auf Fragen einzugehen, die ich langweilig, idiotisch und nicht zielführend finde.
Dass die Nachfrage nach Arbeitskraft in der Tschechei oder in Indien eine Arbeitskraftnachfrage ist, ist so trivial, dass mir das für eine weitere Diskussion schlicht zu dämlich ist.
Nokia hat schon lange Produktionsstätten auch in Billig-Lohn-Ländern. Aber auch Mittelständlern ist die Produktionsverlagerung nicht so fremd, wie du vielleicht anzudeuten versuchst.
Natürlich bist du nicht dazu gezwungen. Wenn du dich aber einer Argumentationskette bedienst, um einer Frage auszuweichen, brauchst du dich nicht zu wundern, dass darauf rumgehackt wird. Die Trivialität hat du geliefert und ich habe sie dir vor die Nase gehalten.
OK.
Eine gewisse Angela M. soll diesen Spruch verlautbart haben.
Das Video hat “Truth” im Titel :P
SCNR
Hier ist auch ein schöNes Video.
http://www.youtube.com/watch?v=hMM_T_PJ0Rs
Hat auch was mit Mittelstand zu tun.
Aber das Geld wird dann doch lieber für Polizei und Gefängnisse ausgegeben. :-/
Und die Gewinne der organisieren Kriminalität überlassen,welche dann in Waffen investiert,siehe Mexico.
Unser ganzes verficktes System ist darauf ausgerichtet das am Ende ein ganz grosser übrigbleibt.
Brawndo
http://de.wikipedia.org/wiki/Idiocracy
Mfg
Ich finde, dass Reich den stattfindenden Prozess sehr schön beschreibt und zusammenfasst – er vergisst aber eine wichtige Sache, nämlich die IMO eigentliche Ursache des gesamten Schlamassels: Wir haben es auf die Reihe gekriegt, immer mehr zu produzieren, und dafür immer weniger menschliche Arbeitskraft zu benötigen. Diverse Statistiken belegen, dass z.B. der deutsche Bürger im Schnitt immer weniger arbeitet (d.h. es wird insgesamt weniger gearbeitet, die Bevölkerung ist im Wesentlichen konstant). Wir haben aber gleichzeitig Wirtschaftswachstum, also wird mehr produziert.
Das führt dazu, dass bei der Ware “Arbeit” ein Überangebot besteht. Dieses Überangebot kann man aber nicht einfach Abschaffen durch Entfernen von Anbietern (zumindestens nicht innerhalb der geltenden Rechte), wie es in einer Marktwirtschaft erforderlich wäre. Also wird die Ware Arbeit immer billiger.
Die einzigen Lösungen aus dieser Misere, die mir einfallen, sind:
1. Die zu erledigende Arbeit muss besser verteilt werden. Das bedeutet, dass die Leute weniger arbeiten müssten, trotzdem aber genug zum Leben haben (es ist ja genug da, wir haben die Wirtschaftsleistung in den letzten Jahrzehnten mehr als verdoppelt, und damals war auch genug da…). Dies wird in einem kapitalistischen System aus verschiedenen Gründen aber niemals gelingen.
2. Man leitet einen massiven technischen Rückschritt ein. Dies ist für mich keine Option.
Produktivitätssteigerungen sind nur dann ein volkswirtschaftliches Problem, wenn die Einkünfte daraus völlig verkehrt verteilt werden.
Da eine Produktivitätssteigerung ziemlich einfach “kreditierbar” ist, wird eine kapitalistische Gesellschaft mit funktionierendem Kreditsystem länger die Systemfrage vermeiden können als eine solche, welcher Produktivitätskrisen nicht unvertraut sind.
Man kann durch eine entsprechende Faktorkostenverteuerung mittels technischem Fortschritt ohne einen hedonischen Preisniveauausgleich auch einen Produktivitätsrückfall erleiden.
Kannst du mir nochmal deinen Kommentar nochmal ohne Fremdwörter erklären? Oder wenigstens die Fremdwörter decodieren? Ich bin kein VWL’ler.
Eine Gesellschaft mit einem hohen Produktivitätsniveau bedarf dafür besonders “leistungsfähiger” Maschinen und anderer Investitionsgüter.
Das kaufmännische Kalkül bediente sich dabei auch der Aufnahme von Krediten, von denen nicht alle durch eine andere Aktiva abgesichert sind.
Neben dem “Mehrwert”-Effekt, der geschickten Ausbeutung/Vernutzung von Arbeitskraft, ist die Schaffung von “Kreditformen” der wesentliche Grund dafür, dass in einer solch funktionierenden Marktwirtschaft mehr verteilt werden kann, als eigentlich in einem bestimmten Zeitraum “erwirtschaftet” wird. Sogenanntes “fiktives Kapital” kann dabei auch sehr stabil sein und verhöhnt die sturen Jünger und Anbeter der Marx’-/Ricardo-schen Arbeitswertlehre. Ein höherer Rekapitalisierungsfaktor mit entsprechenden Bilanzierungsmodifikationen untergräbt der Kritik von der tendenziell sinkenden Profitrate den Boden.
In einem Wettbewerbs-orientierten System mit stetig zunehmender Produktivität hat der mit “moderneren” Methoden Produzierende einen Wettbewerbsvorteil aufgrund geringerer Faktorkosten.
Das rechnet sich dann auch kann dafür Kredite schöpfen.
In einer Ökonomie, welche keine Produktivitätssteigerungen zu verzeichnen hat und auf einer niedrigen Stufe davon herumkrebst, hat man schon Probleme damit, dass überhaupt ein Realzins erwirtschaftet wird. In diesem Kontext ist übrigens das “Wucherverbot” der Bibel zu verstehen.
Bei einer Volkswirtschaft mit tendenziell steigender Wirtschaftsleistung haben die zu finanzierenden Vorleistungen mitsamt den gestiegenen Verteilungsspielräumen und den größeren Ausbeutungsmöglichkeiten den Effekt, dass das Verwertungssystem zumindest temporär einigermaßen stabil bleiben kann.
Qualitatives Wachstum bedeutet, dass eine gleiche Menge an Gütern mit “höherer” Qualität hergestellt wird.
Diese höhere Qualität erfordert mehr Aufwand und muss nicht immer bedeuten, dass das Produkt deswegen besser sein muss. Es genügt schon der Mehraufwand bei der Produktion aufgrund höherer Auflagen, um die Kosten steigen zu lassen. Würde man nun nur die Einheiten zählen, ohne den Mehraufwand zu berücksichtigen, hätte man eine geringere Produktivität.
Das halte ich aber für ein Gerücht!
Der Einsatz von fiktivem Kapital im “kaufmännische[n] Kalkül” hat auf die volkswirtschaftliche gesamt Profitrate entwickelter(!) Ökonomien überhaupt keinen Einfluß!
Kredit ist nur ein Mittel in der Konkurrenz, das an den allgemeinen Gesetzen der kap. Produktion überhaupt nichts ändert!
Du betriebst BWL – Marx betrieb – modern gesprochen – VWL. Das ist nicht(!) dasselbe: Die “größeren Ausbeutungsmöglichkeiten” des einzelen Kapitalisten führen ja gerade in der Konkurrenz zur gesamtökonomisch tendenzell fallenden Profitrate!
Insofern: Ja – solange, bis die sich gegenseitig kreditierenden Kapitalisten dann umso härter auf den Boden der Realität der tendenzell fallenden Profitrate aufschlagen!
Ich kann überhaupt nicht erkennen, warum der Marx das schon wieder nicht gewußt haben soll !!!
Du predigst Voodo-Ökonomie für die Dummen!
Als ob Kredit die Produktion von nützlichem Zeugs ersetzen könnte!
Du verstehst eindeutig nicht, auf was ich hinaus will. Eine tendenziell sinkende Profitrate bedeutet tendenziell sinkende (Real-)Zinsen. Tendenziell sinkende Zinsen erlauben aber bei gleicher Stabilität einen größeren Rekapitalisierungsfaktor. Dies u.a. so entstehende “fiktive Kapital” (neben anderen als “fiktiv” zu bezeichnenden) kann dann “volkswirtschaftlich” gewonnen werden. Die City of London oder andere Finanzmarktmetropolen verdanken ihre Wirtschaftskraft vor allem der Hebung fiktiver Kapitale.
Wer sich mit dem Gebiet “economy of scale” etwas weitergehender auseinander gesetzt hat und dabei nicht vergisst, welche Bedeutung dafür vereinheitlichte große Märkte haben, wird den alleinigen Marx’schen Fokus auf “Kapitalintensität” mit kritischen Augen sehen.
Ohne das neue Buch von Heiner Flassbeck gelesen zu haben, weiß ich doch durch seine Kommentierung, dass er das ebenso sieht wie ich. In dieser Hinsicht ist er also mit ziemlicher Sicherheit ein ziemlich fähiger Ökonom.
“Fiktives Kapital” hat einen ganz bedeutenden Einfluss auf die Finanzierung von Unternehmen und Volkswirtschaften. Würde immer noch und überall nach HGB-Grundsätzen bilanziert und wäre der Rechtsrahmen streng danach limitiert, würden die inneren Schranken der Kapitalverwertung sich wesentlich schneller offenbaren.
Die tendenziell fallende Profitrate aufgrund der sich verändernden organischen Zusammensetzung des Kapitals ohne Berücksichtigung von Zinssätzen war für mich noch nie von Bedeutung und wird es auch niemals sein. Ich will etwas beschreiben können (im metaphorischen Sinn, wie es Krugman richtig bezeichnet hat) und mich nicht in Denkmodellen verirren, welche die Realität erst nach ideologischem Gutdünken verzerrt und wenig nachvollziehbar beschreiben können.
Im übrigen: Ein Gerücht zeichnet sich dadurch aus, dass es seine Kreise zieht. Ich kenne niemanden, der diese Gedanken in seiner Gänze auch nur einigermaßen überhaupt angedacht hätte.
Bei einer Volkswirtschaft mit tendenziell steigender Wirtschaftsleistung haben die zu finanzierenden Vorleistungen mitsamt den gestiegenen Verteilungsspielräumen und den größeren Ausbeutungsmöglichkeiten den Effekt, dass das Verwertungssystem zumindest temporär einigermaßen stabil bleiben kann.
Eigentlich ist alles gesagt! Ohne die Kampfzone über Gebühr auszuweiten, lässt sich folgendes feststellen:
Die Frage dreht sich darum, welches der dominante Trend in kap. prod. Gesellschaften (oder sogar globalen Märkten) ist. Um es mit Deinen Worten zu sagen:
Das Sinken der Realzinsen.vs.
Die verbesserten Rekapitalisierungsmöglichkeiten, die eben jenes bietet.Dazu habe ich schon alles, was ich in diesem Rahmen zu sagen hatte, gesagt.
Trotzdem ein paar globale Anmerkungen:
Wieso sind Marxisten immer sofort Dogmatiker, wärend die Apologeten der aktuell herrschenden Lehre a priori als tollerant(?) gelten sollen, da sie sich nur den “Sachzwägen” der kap. Prodw. verpflichten? Das ist doch nicht einzusehen!
Soetwas haben weder Marx noch ich behauptet! Die Marx’sche Theorie ist nicht so unterkomplex, wie Du zu glauben scheinst!
Btw: Die Beziehungen von “Finanzwirschaft und “Realwirtschaft” sind ja gerade in der marxschen Theorie von vielfältger Art: Aus dem Umstand, daß das Kapital noch andere Möglichkeiten als die Finanzierung der Realwirtschaft hat, seine Kapitalfunktion zurückzuerlangen, resultieren doch erst die Phänomene, die heute als “Raubtier”kapitalismus zusammengefasst werden.
Da muß man sich moralisch gar nicht auf die Hinterbeine stellen: Modelle sind was für bürgerliche (Methoden-)Pluralisten, in der Wissenschaft zählt nur, ob – oder wie gut – eine Theorie ihren Gegenstand beschreibt! Da dieses Prinzip für Marx genauso wie für Herrn Flassbeck gilt, ist seine Betonung in einer seriösen Auseinandersetzung mit Marx völlig unnötig!
So richtig, wie diese Feststellung (mit all ihren Implikationen!) für das kapitalistische Zeitalter ist, so leicht ist auch zu einzusehen, daß Ökonomien denkbar sind, die andere Ziele formulieren!
MfG,
dagon1923.
Das Sinken der Realzinsen ist eine potentielle Folge des tendenziellen Falls der Profitrate.
In den letzten Jahren haben wir aber eine ziemlich erratische Zinsentwicklung im längerfristigen Bereich gesehen. Der Bund-Future ist zwischen 110 und 134 Prozent gependelt. Die 1994 emittierte 30-jährige-Anleihe des Bundes hat bzgl. ihrer Kursentwicklung auch nicht ganz ruhig verhalten.
Ich bestreite nicht, dass der “ultimative” Trend das “Gesetz” (Tendenz) vom tendenziellen Fall der Profitrate ist.
Ich bestreite aber, dass dieser Trend in der Vergangenheit letal absolut “toxisch” war bzw. ist.
Wenn man sich den Komplex “Griechenland” näher ansieht, haben die Marktteilnehmer ja gar nicht das bestreben, Gefahren zu entschärfen, sondern schütten im Gegenteil noch Brandbeschleuniger ins Feuer, das sie zuvor entzündet haben.
Deswegen muss dein Junktim zwischen der tendenziell fallenden Profitrate und tendenziell zurückgehender Zinsen mit kritischen Augen betrachtet werden.
Wenn sich die Zinssätze aufgrund eines relativ “vollkommenen Marktes ” (im idealen Durchschnitt) aber dahingehend mit geringer Volatilität entwickeln, ergeben sich dadurch “Verschnaufpausen” für die Verwertungsmaschine.
Ich habe die Apologeten der aktuell herrschenden Lehre gewiss nicht als tolerant bezeichnet. Ich unterstelle ihnen sogar, dass sie die Problematik nicht verstanden haben und zwar nicht nur auf einer Ebene.
Ein Marxist jedoch, der sich auf den tendenziellen Fall der Profitrate als unmittelbare Gefahr für das Verwertungssystem versteift, begeht
Ursachen-Verstümmelung und verletzt philosophisch den “Praxis”-Begriff ziemlich schwer.
Die tendenziell fallende Profitrate aufgrund der sich verändernden organischen Zusammensetzung des Kapitals ohne Berücksichtigung von Zinssätzen war für mich noch nie von Bedeutung und wird es auch niemals sein.
Meine saloppe Ausdrucksweise diente nur der Veranschaulichung.
Mir nützt aber auch eine überkomplexe Theorie nichts, wenn sie nicht wesentliche Sachverhalte im funktionalen Kontext hinreichend erörtert,
was dein folgender “Einwand” kongenial unterstreicht:
Hier keine Differenzierungen vorzunehmen, ist intellektueller Selbstmord!
Fiktives Kapital kann relativ dauerhaft als Kreditform fungieren, aber auch gegenteilig wirken.
Das Nasdaq-Prinzip unterscheidet sich fundamental von erratische Schwankungen auslösende Spekulationen auf den terminierten Warenmärkten.
Ich gehe davon aus, dass du dir genügend Gedanken darüber gemacht hast, um hier zu einem fundierten Urteil zu gelangen.
Eine Nebensächlichkeit ist es jedenfalls nicht und Schwarz-Weiß-Malerei hilft hier mit Sicherheit nicht weiter.
Wenn du verstanden hättest, auf was ich hinaus will, nämlich, dass das Ausbeutungsverhältnis stark auf die Gesellschaft und nicht auf den Komplex Arbeitgeber-Arbeitnehmer verlagert ist, wäre deine Kommentierung mit anderen Worten und anderen Gedanken erfolgt.
Es geht um die funktionale Beschreibung der Marktwirtschaft im hier und jetzt unter wirklichen “Weltmarkt”-Gesichtspunkten.
Das Problem war schon immer (im kapitalistischen Zeitalter) die (rentable) Finanzierung und nicht die Produktion!
Welches Ziel wird mit der heutigen Ökonomie-Form denn formuliert? Eine Angstphobie, dass es nur noch schlechter wird, wenn man sich den Anpassungsbedingungen nicht unterwirft.
Man kann sehr wohl auch unter heutigen Bedingungen bei entsprechender Gestaltung Emanzipationsräume schaffen.
Ich teile aber nicht die Annahme, dass es “automatisch” besser wird, wenn man dieses System nur abschafft.
Und warum dies so ist, sollte im übertragenen Sinne durchaus für hellere Lichter klar geworden sein.
MfG, ludwig
Was soll an dieser aus einem Schlüssellochblick einer amerkanischen Ameise resutierender Nabelschau jetzt denn “wahr” sein? Ganz abgesehen davon, daß er selbst innerhalb der kap. Logik der Aneignung von “Wert”, auf die er sich unkritisch und positivistisch bezieht, Blödsinn ist?
Diese Argumentation liegt voll auf der Linie der alten SU (und denselben Irrtümern), die das Kapitalverhältis als positiv setzte, und nur für den Arbeiter und nicht für den Kapitalisten arbeiten lassen wollte!
Diese ollen Kamellen sind alle schon abgefrühstückt!
Obwohl es nicht so erscheinen mag, ist die Perspektive, die hier vermittelt wird, doch um ettliches zielführender.
Vllt. sollte man sich mal Positionen zuwenden, die aus der Perspekitve dieser amerkanischen Ameise als Esoterik erscheinen, womit ich ausdrücklich nicht die Positionen der aktuellen Zins- und Wachstumskritik meine!
Leuten, die solche Positionen, wie in dem Film vertreten, kann man nur auf den vorletzten Absatz dieser Schrift hinweisen.
Die nationale Spielart des Sozialismus hieß/heißt eben nicht umsonst Nationalsozialismus.
MfG,
dagon1923.
Zur Erläuterung:
Das Kapital, vertreten durch den ideellen Gesamtkapitalisten, den Staat, der über die Steuern selber wiederum vom Erfolg seiner privaten Kapitale auf dem Weltmarkt abhängig ist, kalkuliert zu jeder Zeit natürlich auch die Kosten für den inneren Frieden, und die können sich zu verschiedenen Zeiten aus ganz verschiedenen Faktoren zusammensetzen!
Das irgendjemand im Kapitalismus am bloßen Wohlergehen seines Nächsten ein Interesse hätte, wäre mir neu! So argumentiert auch Robert Reich nicht, der meint, der Mittelstand sei irgendwie unheimlich nützlich – auch wenn die von Robert Reich angesprochene Nützlichkeit – für den amerikanischen Nationalstaat – vllt. auch nur darin besteht, daß er davon abgehalten wird, zum Chauvinisten/Faschisten (eher europäische Formen) oder Rassisten/Libertären (eher amerikanische Formen) zu mutieren!
MfG,
dagon1923.
Rassismus ist ausdrücklich kein politischer Begriff, er wird nur als solcher missbraucht. Du wirst letztlich keine politische Begründung für den Rassenhass der Nazis finden, da dieser schlicht nicht rational ist. Diejenigen, die ihn zu einem solchen Begriff machen wollen, sind entweder an der Diffamierung ihrer ‘angeblichen Gegner’ interessiert, oder sie wollen Anhänger finden, oder sie sind unwissend und springen als Mitläufer auf diesen Zug auf.
Wieso muß ein Begriff “rational” sein, um als “politischer” gelten zu können?
Das habe ich nicht geschrieben. Ich will lediglich sagen, das Rassismus per se weder “links”, “zentral” noch “rechts” ist. Er wird erst in der Perzeption einem dieser Bereiche zugeordnet, und eben das ist nicht rational begründbar sondern rein empirisch durch eine Mehrheitsübereinkunft so festgelegt. Die Unterscheidung zwischen “links” und “rechts” beinhaltet darüber hinaus zum Beispiel aber noch ökonomische Fragen, welche sich mit Ausnahme der ihnen innewohnenden axiomatischen Grundannahmen der logischen Betrachtung nicht völlig entziehen, jedoch nichts mit dem Rassismus zu tun haben. All diese Kategorien werden je nach Bedarf in der politischen Diskussion bunt durcheinander geworfen, bis ein unpräzises und diffuses Durcheinander herauskommt.
Das habe ich wiederum nicht geschrieben! Desshalb habe ich mich begrifflich ja schon “sehr breit” aufgestellt.
Ich wollte nur auf den Zusammenhang hinaus, daß die ökonomischen Bezeihungen, denen die Individuuen im Kap. unterworfen sind, von ihnen u.U. nicht vollständig begrifflich durchdrungen werden, und dann von ihnen so rationalsiert werden, daß sie sich die Ergebnisse, die der teil- oder irrationale Modus ihrer Interaktion produziert, sich selber zuzurechnen und die “Auserwählten” (Leitungsträger) die “Verworfenen” zu hassen beginnen (vgl. Max Weber/ Protestantische Ethik). Was durch die Krise verschärft wird, da nun eine Legitimation zur Verschärfung des Standardmodus der bürgerlichen Gesellschaft, des “homo homini lupus”, her muß; welcher dann aufgrund seiner eigenen reduzierten Rationalität eben die von mir bezeichenten völlig irrationalen Formen als Rationalisierungen seines krisenhaft gewordenen, an sich aber schon schon bloß eingeschränkt rationalen Normalbetriebs hervorbringt!
Davon, daß ich in unpräziser Art und Weise irgendjemand – rechts oder links – hätte diffamieren wollen, kann also überhaupt keine Rede sein!
Vielmehr müßte dieser Vorwurf einer argumentativen Bewertung unterzogen werden!
MfG,
dagon1923.
Nein, tut mir leid, die dargestellten Zusammenhänge sehe ich leider nicht. Bekanntlich ist Papier jedoch geduldig. Antipathien gegen irgendetwas oder irgendwen durchziehen alle Gesellschaftsschichten, und das war schon zu allen Zeiten so und in allen Systemen. Der Industriearbeiter hasst Bänker und Finanzberater, der normale Bürger der DDR hasste die SED und die Stasi, der Bürgerliche hasste die Aristokraten und so weiter und so fort. Hass ist aber keine Lösung. Ich gebe aber leider zu, dass er manchmal bewusst zu einer solchen stilisiert wird. Naturgemäß von den Kräften, die den grössten Einfluss auf die öffentliche Meinung haben. Aber das Motiv ist nicht etwa Hass sondern das politische Kalkül die Gesellschaft zu spalten um die eigene Herrschaft zu festigen. Man muss dazu einfach nur wissen, an welchen Knöpfen man drehen muss. Aber solche Versuche sollte man für sich selbst am besten irgnorieren und bei anderen Gegenaufklärung betreiben.
Leute seht es ein… Ihr könnt euch den Mund fusselig reden, die Tasten noch und nöcher ins Bodenblech drücken… Wir sind Weltweit von Mafiosies, Verbrechern, Halunken und menschlichem Abschaum übernommen worden.
Sämtliches Tamtam, wie es besser gehen könnte, könnt ihr euch sparen… ist alles bekannt und 1000end mal durchexerziert… erst nach einem grossen Knall mit Entsorgung der obersten 10 bis 20% der Bevölkerung, besteht überhaupt eine Aussicht auf Wandel.
Sicher, wahrscheinlich auch noch mit einer geheimen Bilderberg-Zentrale auf dem Mars :-)
Pfui, ‘alle voll krass böse ausser Mutti und isch’:-)
Sie stellen immer noch nicht die richtigen Fragen. Wo gehts hier zur VWL Vorlesung wäre die Wichtigste für Sie. Es würde Sie wirklich entspannen und Sie könnten mehr bei sich bleiben.
@Bolle : That’s it !
Was macht Dich hoffen, wenn A durch B ersetzt wird, dass sich dann irgendetwas ändert? Wieso muss ich glauben, dass die Neuen besser(?), anders(?) sind als die Alten?
Was mich langsam massiv anätzt ..:
Jeder scheint zu wissen was, wo, warum falsch läuft und wer, warum, und wie davon profitiert...
ABER ÄNDERN TUT SICH NICHTS !
Jeden beschissenen Tag den der Herr werden läßt hören wir dieses gesalbatere, geschwadroniere,geseiere von Relevanz und Alternativlosigkeit … die Leute sind zu faul dumm abhängig bequem scheu etc. etwas zu unternehmen und das wissen die Eliten .. man bekommt egal wo nicht 5 Leute zusammen die an einem Strick ziehen wenn sie dabei erst einmal Unannehmlichkeiten zu fürchten hätten.Drum kann man nur seinen eigenen Arsch retten .. My way ;-)
Ansonsten .. fuck you
Die Diskussion zeigt eindeutig, dass wirklich nicht jeder weiß, was hier falsch läuft. Wobei unter “falsch laufen” für mich schon zählen würde, Entscheidungspotentiale zu verwerfen, weil es nur alternativlose Handlungsformen gibt.
Zuerst muss man die Funktionsweise von Wirtschaft unter den gegebenen Verhältnissen wirklich begreifen, um sie einigermaßen adäquat funktional beschreiben zu können.
Dann erkennt man Handlungsspielräume, welche nach dem politischen Primat gegangen werden oder eben auch nicht.
@Lazarus09 schrieb am 26. Juni 2011 at 19:18
Äh, ja genau…
Arschlöcher sind immer nur die Anderen.
Deshalb darf man dann selbst eines sein, man wurde ja gezwungen.
Viel Erfolg mit dieser Entscheidung.
MFG
Und genau DAS ist unser Kernproblem. Der Mensch an sich.
Nö, die Leute, die das System als Ausrede mißbrauchen sind ein Problem, wenn nicht sogar DAS Problem.
Genau wie es ein Investmentfritze sagte in einem Interview: Hey der Mann will Kupfer kaufen! (Egal ob beim Produzieren erbärmliche Bedingungen herrschen und Menschen massiv ausgebeutet werden;
das Spice muss fließenäh die Ware muss geliefert werden!Keine Entschuldigung, kein Pardon, kein Mitleid. Geschäfte machen, seinen Arsch ins trockene bringen und der Rest der Gesellschaft kann sehen wo er bleibt.
Tolle Ausrede.
Seien Sie doch einfach ehrlich! Wählen Sie FDP, geben Sie zu ein Arschloch zu sein und leben mit dieser Erkenntniss. Aber die Schuld für Ihre Entscheidung anderen in die Schuhe zu schieben ist einfach nur kindisch.
MFG
Diese Emotionen kann ich gut nachvollziehen, sie sind aber m.E. nicht zielführend weil man m.E. begreifen muss, dass nicht die pösen Kapitalisten (und von mir aus auch die FDP Wähler :-) als Individuen mit all ihren möglichen ethisch/ moralischen Defiziten die Ursache der Misere sind, sondern m.E. die in Gesetzen formulierten Spielregeln, die ein System definieren welches zwangsweise kollabieren muss, wobei das “wann genau” niemand seriös vorhersagen kann.
Mein Fazit: Der globale (Turbo)- Kapitalismus “verdaut” sich gerade selber, eine mögliche Lösung kann m.E. (wenn überhaupt) nur durch das Erdenken/ entwickeln von Problemlösungsansätzen außerhalb des jetzigen Systems kommen.
Genau! Gebt’s zu Leute: Durchschnittlich einssiebzig …!
Das erinnert mich an die Anti-Atom-Demonstrationen: Von den Demonstranten bezieht nur ein geringer Bruchteil Ökostrom…
That’s it ;-)
der groesste Teil ist ja noch zu faul und bequem mit der Fernbedienung abzustimmen und Sendungen in denen Bullshit verbreitet wird abzuschalten..
Die Buerger der Ex-DDR haben es wenigsten mehr oder weniger hin gebracht mit den Fuessen abzustimmen ….
Ja exact …die groesste Fehlerquelle ist ist der Mensch,, setze 10 Millionaere unterschiedlichen Glaubens und Nationaliaet zusammen und sie werden sich glaenzend unterhalten,setze 10 “Arme,Mittelschicht etc.” in selber Konstellation zusammen ..Mord und Totschlag … drum schon von Goethe
Wer in der Demokratie schlaeft wacht in der Diktatur auf ;-) …
Aah geh .. 666
Mittelstand gibt es und wird es immer geben
,aber natürlich nicht unbedingt auf solchen Ebenen, auf welchen “Economy of Scale” ihre Vorteile über entsprechende Größen zu entfalten weiß.
Die Bevorzugung multinationaler Konzerne durch Staaten basiert auf politischen Versäumnissen, welche dem Standortwettbewerb geopfert wurden.
Diese Versäumnisse resultieren aber durchaus auch auf einem Mangel an theoretischen Erkenntnissen volkswirtschaftlicher Natur und der grundsätzlich dürftigen politischen Umsetzung bestehenden Erkenntnisstandes.
Falls jetzt jemand meint, sich mit der vom Yale-Abgänger Reich verbreiteten Diagnose: Superkapitalismus! beschäftigen zu müssen, dem sei gesagt, daß es sich hier um den schnöden alten Kapitalismus 1.0, den Karl Marx auf bisher unübertroffene Weise analysiert hat, handelt, und ein amerkanisches Remake dieser “epic tale” daher als völlig überflüssig zu gelten hat – erst recht, wenn es solche Thesen, wie die im Film vertretene, zu seinem Inhalt hat!
Möglichweise müsste man in der Geschichte zurück blicken, um die jetzige Zeit zu verstehen.
Kennt jemand von euch ein gutes Buch über die Geschichte der Wirtschaft?
Mich würden so Sachen interessieren, wie die Entstehung von Steuer, der Börsen, des Finanzwesen, Versicherungswesen. Wie es zu Verstaatlichungen nach heutigen Sinne und dann zu den Privatisierungen kam.
Darstellungen wie und vorallem auch rechtlich Firmen erfunden worden sind. (Gesellschaften mit beschränkter Haftung)
Den Einfluss der Industrialisierung, Technologie, Computertechnik, etc.
Ebenso wäre sowas mal interessant chronoligisch und demographisch in der Entwicklung zu sehen.
Wie sich unsere Breiten im Wohlstand im Vergleich zu den anderen Regionen zu sehen.
Vielleicht muss man das Ganze von “weiter weg” betrachten.
Die Entstehung der Steuer (Abgabe, Tribut) geht mit der Entstehung des Staates einher.
Zur Entstehung von Finanzmärkten (Banken) empfehle ich dir diesen Beitrag aus dem Gelben.
Für einen Überblick der grundsätzlichen Zusammenhänge von Staat und Wirtschaft (samt Eigentum und Geld) empfehle ich dies:
- Heinsohn/Steiger: Eigentum, Zins und Geld
- Martin: Macht, der Staat und die Institution des Eigentums
- Martin: Der Kapitalismus. Ein System, das funktioniert. (1. Kapitel)
Gruß!
Nein ein Buch möchte/ kann ich leider nicht empfehlen, aber Dein Ansatz von wegen “zurück blicken” empfinde ich als sehr konstruktiv, ggf. könnte man versuchen die Zyklen der Vergangenheit auf zukünftiges Systemverhalten hin approximieren. Dieser link stellt evtl. schon mal einen Ansatz dazu.
Mahlzeit!
Früher wusste ich nicht, wie man Kondratiew schreibt, heute bin ich selber einer…
Vereinfacht ergibt sich die Misere des Systems meines Erachtens aus der Wirkungs des Zinseffektes, welche in einen Kondratiew-Zyklus führt.
Hi,
ich finde diese Modelle a la Kondratiew faszinierend und plausibel, allerdings es es eine Theorie die man schlecht mit harten Fakten nachweisen, bzw. widerlegen kann.
Gruß
Der Zins ist nur eine Beschreibung des Phänomens, dass Besitz Klumpen bildet. Die Verklumpung geht aber noch viel schneller vonstatten als durch die zwei bis drei Prozent Zins, den der Kapitalismus zum Leben braucht. Besitz wird auch gewaltsam erobert. Und viele Gierige werfen ihren Besitz auf die Klumpen, indem sie irgend etwas Überteuertes kaufen, und das Gekaufte dann verprassen.
seit dem beginn der industrialisierung wird der mittelstand aufgelöst. ein kleinunternehmer ist auf dem markt auf die dauer nicht so konkurrenzfähig wie ein großunternehmer. deshalb bringt es auch nichts die schuld dafür den konsumenten zu geben. genauso gut könnte man auch die arbeiter dafür beschuldigen. warum produzieren die auch so billige produkte, die könnten sich ja auch einen anderen job suchen. auch die industrialisierung ist nicht schuld am abbau des mittelstands. die ursache dafür liegt meiner meinung nach in der produktionsweise.
… wie ein grossunternehmer.”
Dein “auf die dauer” zeigt das Problem:
Es findet eine Entwicklung statt. Vom Beginn eines Marktes (1948 z.B. in Deutschland), bis hin zu seinem systembedingten Niedergang (womit ich mit “Hannzi” einig bin). Es fehlt eine Konstanz, welche eine Markt- und Gesellschaftssituation dauerhaft machen würde. Wir befinden uns nun – da die mittelständischen (Klein)Unternehmen von globalen Grosskonzern-Discountern weggefegt werden, in einer Art Endstadium auf dem Weg zum systembedingten Kollaps. Es ist also – wie die Meisten anerkennen – irgendwo ein Fehler im System. Nur bei der Art des Fehlers sind wir uns nicht einig (ich persönlich sehe den Fehler im Zins).
Dass Viele auf “Schnäppchen” angewiesen sind, ist eine Folge des Systemfehlers. Was ich eingangs schon kritisierte, ist die Bewunderung und Jagd nach “Schnäppchen”, welche die Abwärtsspirale noch schneller als notwendig drehen lässt (und einen Teil der Verantwortung des Verbrauchers darstellt, wie Hannzi formulierte:
“Natürlich sind auch Konsumenten in der Verantwortung, aber nicht so sehr wegen der Schnäppchenjägermentalität…”)
Ich kenne aber schon Einige, die sich einen regelrechten Sport (Jagd auf Schnäppchen) daraus gemacht haben, obwohl sie recht wohlhaben sind, und dann voller Stolz über ihre neueste “Beute” berichten.
Der springende Punkt hier ist, das das System mit der Zeit die Menschen selbst erzieht! Sie finden doch genau das immer wieder vor! Müssen mit begrenzten Mitteln ihr Leben bestreiten und durch die kapitalistische Wertegestaltung und Lebensbestimmung verinnerlichen diese Menschen diese Werte und Geldbewertungen auch. Sie suchen dann mit ihrem Geld den besten Nutzen für sich heraus zu holen, also soviel wie möglich zu bekommen. Wie jeder Kapitalist es eben macht. Nicht weil die Kapitalisten es so wollen, sondern weil der Konsument immer mehr selbst ein Kapitalist IST!
Die Gesellschaft ist der Spiegel der Menschen und der Mensch ist der Spiegel der Gesellschaft.
Was so ein wenig esoterisch daher kommt, ist letztlich ein wichtiges Stück eines “Pudels-Kern-Puzzle-Teils”.
Das übergestülpte falsche Sein des kapitalistischen Treibens bestimmt immer mehr den Menschen und entfremdet ihn von sich Selbst und zum Leben gehörenden sinnvollen lebhaften Überlegungen und Entscheidungen. Die Wertewelt verringert sich zunehmend auf den Bewertungsstatus des Geldwertes und des Arbeitens als Geldschöpfungsmechanismusses. Nichts hat mehr Wert, wenn es nicht in Geld berechnet wird. Das geht doch so weit, das Berufe nicht mehr existieren, es sind nur noch Jobs. Bildung ist nicht mehr wichtig, nur noch Ausbildung zählt. Selbst die Ehegemeinschaft und Familiengemeinschaft ist in Auflösung und an dessen Stelle kommt Lebensabschnitts-Partnerschaft und an Stelle der Kinder und Kindererziehung frühestmögliche Arbeitswiederaufnahme für die Mutti, für die Kinder dann Kinderkrippe, Kindergarten, Vorschule, Schule, Hort, Ausbildungsbetrieb oder dann Universität. Die Erziehung schwieriger Kinder ist längst ausgelagert und schon teilweise kommerzialisiert in privatwirtschaftlichen Heimen oder Internaten.
Die Versorgung der Alten ist schon ausgelagert, Kinder läuft, Schule bald auch privat etc etc.
Das kapitalistische System inplementiert sich durch die Kapitalschöpfung ständig selbst in jeden Teil unserer Gesellschaft und nach und nach auch in unseren Köpfen.
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Der Betrug bei Billig-Billig und Ramschwaren ist ja vor allem auch das die Waren zumeist nur noch Scheinbarkeiten ihrer urpsprünglichen Substanz sind. Besonders moderne Lebensmittel, preiswerte Genußmittel, Süßigkeiten, auch Obst und Gemüse durch schlecht schmeckende aber besser nutzbare Sorten, Margarine, die sogar eine ganze Generation geprägt hat und noch heute ist das Gerücht verbreitet und lebt die Margarine vom Gesundheitsimage. Die heutige Lüge ist gleich die, das fettiges Essen krank mache oder ähnliches und verwässerte geschmacklose Halbfettwaren als Markenimage präsentiert und gehandelt werden können.
Der besondere Beschiss ist doch gar nicht das unter dem Image “Geiz-Ist-Geil” die Kunden verarscht werden, weil Schnäppchenruns grundsätzlich kosten, sparen kann nur wer kein Geld ausgibt! Auch nicht weil unter diesem Label gar nicht wirklich unbedingt die günstigsten Waren angeboten werden.
Der Megabeschiss ist die kulturunterminierende Reduktion von Waren zu Abbildern ihres ursprünglichen Wesens! Den Menschen werden Produkte vorgekaugelt, wie wir das besonders von dem manchmal nervigen Gezeter der Slowfood und Foodwatch Vertreter kennen. Dies bezieht sich aber nur auf diesen Teil, es geht noch weiter. Während einst Geräte dauerhaft waren und nur gut wenn sie dauerhaft funktionierten, wenn es Markenkern war etwas stabiles für sein Geld zu bekommen, so wird heute im Grunde elektronischer Ramsch mit Minimalstlebensdauer verkauft und die Produktzyklen werden bis zum erbrechen reduziert. Minineuerungen bei Grafikkarten werden zum Hype stilisiert, Spiele werden im Wochentakt auf den Markt geschleudert, Filme werden ebenfalls wöchentlich neuveröffentlicht und in die Kinos gebracht etc. etc.
Der Konsument soll es nicht mehr merken, sein ganzes Bewußtsein wird bearbeitet und manipuliert und was in dieser Menschen-Generation noch nicht klappt, kommt in der nächsten garantiert.
Einzig der Vorteil das viele Waren, die wichtige Bedürfnisse erfüllen und für eine große Masse erschwinglich wurden, dessen kann sich der Kapitalismus rühmen. Das aber hier weit übers Ziel hinausgeschossen wird und die Überkapazitäten nicht zu einer wirklichen Verbesserung für die Mehrheit führt, sondern Protektionismus bei Überfluß durchgesetzt wird, wie in der Medienvervielfältigung oder auch bei der Erziehung dazu, das Wasser nun endlich als knappes rares Gut wahr zu nehmen, daran arbeiten Konzerne seit Jahrzehnten, bisher nur mit mäßigem Erfolg. Irgendwann werden auch das die Menschen schlucken inklusive des privatisierten Wassers geringerer Qualität.
Eins kann niemand behaupten. Das es langweilig würde. Spannend bleibt es in der Welt :o)
ich würde es abgekürzt so ausdrücken.
das sein beeinflußt das bewußtsein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dialektischer_Materialismus
Danke für die Ergänzung bzw. den Hinweis.
@ FOKUS, STERN, Welt, DieZeit und BILD Poster
Könnten Sie bitte damit aufhören links mit dermaßig schwachsinnigen Inhalt, von logischweise noch schwachsinnigeren (rechts)populistischen, neoliberalen, hochunwissenschaftlichen, pseudo-intellektuellen Seiten/Zeitungen zu posten?
Es nervt einfach nur noch und diskreditiert sie selbst als Schwachsinnig.
Oder seh nur ich das hier so?
Vielen Dank.
Ich hätt mir jetzt jedes Deiner Postings rausgreifen können, aber hier ist grad noch Platz … was ist hier eigentlich für ein Ton ausgebrochen? Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich hier einem Troll auf den Leim gehe oder tatsächlich der Spiegelfechter gerade seinen Status als nahezu-rumkotzfreie-Zone verliert. Das bedaure ich wirklich sehr, nicht zuletzt, weil so etwas die ganze Seite (samt der Inhalte natürlich) diskreditiert.
@Ralf und viele andere
Ich kann nur bekräftigen:
Viele von Euch verfügen über ein extremes und radikales Weltbild. Jeder Kritiker oder Anhänger einer anderen Meinung gilt unter Euch als “neoliberal”, als ein Kapitalist, genauso wie ein jeder Unternehmer ein Menschenfeind sein soll. Dass ich hier beispielsweise lesen muss, dass sich André H. als “Bonze” oder “wie Hitler” beschimpfen lassen muss, nur weil er einen eigenen Betrieb mit drei Angestellten hatte und davon leben wollte, ist schier unglaublich.
Ihr seid Extremisten und pflegt, wie alle anderen Extremisten auch, ein totalitäres und menschenverachtendes Weltbild. Genau zu diesem Zweck gebraucht Ihr ideologische Feindbilder, wie auch alle anderen totalitären und kollektivistischen Ideologien ohne irgendwelche Feindbilder nicht leben konnten, sei es die Juden, Freimaurer, “Kulaken”, “der faschistische Westen”, “westliche Agenten”, “neoliberale Verschwörer”, “allmächtige böse Kapitalisten” oder gar der überall auflauernde Teufel wie im Falle der mittelalterlichen katholischen Kirche.(=Paranoia?)
Was würde morgen passieren, wenn es eine “Revolution” gäbe?
Ihr würdet Ackermann und viele andere ohne Anklage sofort erhängen. Jede Wette.
Ich frage mich:
Was wollt Ihr hier? Warum lest Ihr Spiegelfechter, dessen Sprache moderat und recht liberal ist? Seid Ihr nicht auf der falschen Party?
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.
wer liberal ist kann auch radikal sein. nicht jeder radikale ist auch ein dogmatiker.
was man als extrem bezeichnet ist letztlich auch nur relativ. die zeitungen sind täglich voll mit extremen.
wenn alle menschen die selbe meinung hätten, dann wären polit-blogs doch überflüßig.
Blabla, blabla, blabla, blabla…
Ich möchte eine einzige, ehrliche Antwort von Euch haben: Seid ihr immer noch nicht des Schreibens und des Lesens müde? :-x
Ja doch.
Deshalb schaue ich die ARTE-Dokumentation “Folter – made in USA”
http://videos.arte.tv/de/videos/folter_made_in_usa-3977874.html
@Egal
Natürlich ….Es kennt doch jeder, der sich intensiv mit der Thematik befasst und befasst hat, die Vorhaben, Ziele, Ungerechtigkeiten, Menschen verachtenden Vorgänge etc. in- und auswändig …
Werden “die Werber” oder “Macher” des Systems müde?
Ausruhen gilt nicht! Aufklärung funktioniert nur, wenn sie gelebt und dadurch belebt wird. Dazu gehört die immer wieder neu entfachte feurige Rede, die andere anstecken kann!
:-)
Hm … sind das jezz neue Erkenntnisse?
Unn nu, Frau Schmitz??
;-)
Das ist ja alles Richtig was der Professor da sagt, aber das als “Truth about the Economy” zu verkaufen find ich schon ein bisschen gewagt. Ganz so einfach ist es ja wohl auch wieder nicht.
“What has been Paul Krugman smoking?”
“THE THEORY OF INTERSTELLAR TRADE
Krugman is one of the best neoclassicals in general–mainly because his core humanity overrides his unfortunate training in economics–but this one is full bore neoclassical. ”
http://rwer.wordpress.com/2011/02/17/what-has-krugman-been-smoking/
Schöner Humor von jemandem, der die Menschlichkeit des Kollegen schätzt, aber nicht die Methoden die dieser Kollege mit großer Meisterschaft beherrscht.