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      Truvor bei Syrien und die Scheinheiligkeit des Westens:

      Ist auch interessant: www.win.ru/konspirologiya/1328 098104

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  • Ostdeutsche Seen – einst Volkseigentum, bald Privatbesitz?

    geschrieben am 15. August 2009 von Spiegelfechter

    Alte und neue Naherholungsgebiete werden Opfer des Privatisierungswahns

    Dort wo stressgeplagte Menschen ihre Freizeit beim Baden, Angeln, Sonnen oder Segeln verbringen, könnte vielerorts schon bald der Spaß ein Ende haben: “Privatbesitz – Zutritt verboten”. Zu Zeiten der DDR galten Seen als Volkseigentum und der Freizeitspaß an den idyllischen Kleinoden war kostenfrei. Das ehemalige Volkseigentum der DDR-Bürger wurde im Einigungsvertrag neu verteilt. Die meisten ostdeutschen Seen gingen dabei in das Finanzvermögen des Bundes über und werden seitdem nach und nach verkauft. Zu diesen bestehenden Seen kommen seit jüngstem jedoch auch neu geschaffene künstliche Seen, die auf den Arealen des aufgegebenen Braunkohlebergbaus entstehen. So soll beispielsweise die Lausitz in den nächsten Jahrzehnten durch private Investoren zu einem Naherholungs-Dorado ausgebaut werden. Ein Unternehmen, das Risiken birgt, wie nicht zuletzt die Katastrophe von Nachterstedt zeigt, bei der ein Erdrutsch zwei Häuser in den neuen Concordia-See zog und drei Menschen dabei den Tod fanden.

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    Alte und neue Naherholungsgebiete werden Opfer des Privatisierungswahns Dort wo stressgeplagte Menschen ihre Freizeit beim Baden, Angeln, Sonnen oder Segeln verbringen, könnte vielerorts schon bald der Spaß ein Ende haben: "Privatbesitz - Zutritt verboten". Zu Zeiten der DDR galten Seen als Volkseigentum und der Freizeitspaß an den idyllischen Kleinoden war kostenfrei. Das ehemalige Volkseigentum der ...
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    17 Kommentare:

    1. Dierk schrieb am 15. August 2009 at 18:40 - Permalink

      Lese ich das richtig, das staatliche [oder öffentlich-rechtliche] Unternehmen steckt erst Unmengen Geldes in die Landschaft, um sie dann an Privatiers zu verticken? Ich meinte immer, Privatisierung sei vor allem dazu da, teure Erstellungskosten abzuwälzen. Der private Straßenbau ist dafür ein Beispiel, die Investoren erhalten dann – völlig i.O. – das Recht, ihre Kosten über Eintrittsgelder wieder reinzuholen und natürlich Rendite zu erwirtschaften.

      Inzwischen verkaufen wir alles, was uns unter die Finger kommt, vom Tafelsilber bis zum Land, und wundern uns hinterher, wenn Finanzhaie die Welt beherrschen?!

    2. Spiegelfechter schrieb am 15. August 2009 at 18:45 - Permalink

      @Dierk

      Du liest ganz richtig. Aber prinzipiell ist es natürlich nicht so dramatisch, wenn die Braunkohlereviere zu einer zukunftsträchtigen Aufgabe überführt werden. Letztendlich ist das so, als ob eine Kommune ein brachliegendes Gebiet in Bauland umwandelt. Ärgerlich wird es erst, wenn der Bürger dann von den neuen Besitzern ausgesperrt wird und die Kommunen von ihnen abkassiert werden.

    3. KingBalance schrieb am 15. August 2009 at 20:43 - Permalink

      Leute ?Wir brauchen Menschen, die hingucken ? Feiglinge, die Stoppschilder aufstellen wollen, haben wir schon genug. ? Von den gleichgeschalteten Medien braucht ihr nix erwarten.. seht mal hier wie die arbeiten – Bilderrätsel VW – Mercedes – Porsche

    4. name schrieb am 15. August 2009 at 21:29 - Permalink

      Nach 20 Jahren (fast einem Vierteljahrhundert) Privatisierungorgie auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, die mit den schönsten Verbrechen, die dieser Kaptialismus zu bieten hatte, einherging und die die Treuhand als Umverteilungsmonster für Reiche und ihre abgewrackten Gestalten aus “Westdeutschland” erschuf, interessiert den Verkauf der Seen in Brandenburg niemanden mehr. Der mediale Terror, die Propaganda von egoistischen Subjekt, und permanente Demütigung haben zusätzlich jede Forderung nach Veränderung und Utopie einen Riegel vorgeschoben.

      Wo soll eine Revolte herkommen, wenn dieser innergesetzliche Raub nicht als grundsetzliches Verbrechen dieser ökonomischen Basis, als Lebenselxier des Kapitals, für eine Minderheit von Kapitalbesitzern benannt wird?

      Die Privatisierung des öffentlichen Eigentums ist der ökonomische Terrorismus der Reichen. Er füllt, als Ihr Terrorismus, ihre Taschen und er ist die letzte Phase des Untergangs eines bestimmten kapitialistischen Staatstyps, der ein gewisses Zeitfenster während der Systemkonkurrenz, dieses Bild vom öffentlichen Eigentums des Staates vor sich hertragen dürfte.

      PS: Die Landesregierung in NRW plant die Privatisierung des BAFÖGs, als Krönungsmesse für den kapitalistischen Bildungsmarkt und den profitierden Banken.

    5. Sven schrieb am 15. August 2009 at 22:23 - Permalink

      Hmmm…
      woher die Aufregung? Ich meine: jetzt? War doch schon immer so. Das Staatseigentum des Ostens wurde meist sinnentleert und unter Wert verscherbelt. Oft sogar an den direkten Wettbewerber. So what?
      Entgegen aller marktwirtschaftlichen Grundsätzen wurden zum Schaden des Alteigentümers (=Steuerzahler) Telekom, Post, Stadtwerke usw vertickert. Die Privatisierung der Bahn ist immer noch nicht vom Tisch. Und das ist nun wirklich ein Monopolunternehmen, dass mit seiner Privatisierung sofort wie weiland Standard Oil oder AT&T zerschlagen werden müsste.
      Und das jetzt ausgerechnet klamme Ostkommunen ihr Vorkaufsrecht nutzen könnten, halte ich auch für Wunschdenken. Die sind doch froh über jeden einzelnen Euro der in der Kasse klappert.
      Entweder wir gehen unseren Abgeordneten mal in ihren Bürgersprechstunden höflich, kompetent und (!) permanent auf die Nähte, oder das läuft alles so weiter.
      Woher sollte ein Gesinnungswandel auch von alleine kommen? Politiker denken in Wahlperioden und an ein Leben nach Verlust eines Abgeordnetensitzes.
      Du schreibst wirklich viel, fundiert und bemerkenswert ausdauernd. Aber entweder gelingt es den Wütenden dieses Landes mal ein paar Leute vor die Tür zu treiben, oder wir werden allesamt wieder hinterher bejammern, was wir zuvor voraussgesagt haben.
      Es ist einfach zum trübsinnig werden…

    6. hannilein schrieb am 15. August 2009 at 22:27 - Permalink

      Pack die Badehose ein …

      Damit ist ja dann wohl bald (zumindest gratis) Essig und die bundesdeutsche “Gemütlichkeit” verliert ein weiteres Scheibchen.
      Die (nicht nur gefühlte) soziale Temperatur fällt um ein paar weitere Grade, damit ein paar weitere Investoren ein paar weitere hübsche Renditen erzielen können.

      Vae victis!
      hannilein

    7. Mike Nagler schrieb am 15. August 2009 at 22:35 - Permalink

      Dazu läuft noch immer eine Petition bis Ende August an den Bundestag. (Die Online Frist zur Mitzeichnung ist vor einiger Zeit abgelaufen. Die Organisatoren und der BUND sammeln aber noch bis Ende des Monats.)

      Mittlerweile wurde die Privatisierung im Übrigen vorerst gestoppt. Vorerst. Ich hab über das Thema ab und an geschrieben: http://mikenagler.linkeblogs.de/?p=1464

      @Dierk: Was den Straßenbau anbelangt wäre ich da nicht so schnell mit der Argumentation. Was aus Toll Collect geworden ist wissen wir ja. Da wurden Mrd. Steuergelder in den Sand gesetzt. Und das Bundesverkehrsministerium versucht über PPP seit Jahren die Privatisierung der Autobahnen und des Autobahnbaus voranzutreiben. Das sich das rechnet ist mittlerweile widerlegt – selbst vom Bundesrechnungshof wird mittlerweile davor gewarnt. Schau dazu mal hier: http://mikenagler.linkeblogs.de/?s=Autobahn

    8. Geheimrätin schrieb am 16. August 2009 at 00:55 - Permalink

      hier nur mal eben eingeworfen, weil ich selbst bis vor kurzem noch nicht wusste, dass es soetwas überhaupt gibt

      http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesanstalt_f%C3%BCr_Immobilienaufgaben

      Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ist eine bundesunmittelbare rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bonn. Sie untersteht der Rechtsaufsicht des Bundesministerium der Finanzen. Hauptaufgabe der BImA ist die Verwaltung und Verwertung der Liegenschaften des Bundes nach kaufmännischen Grundsätzen.
      Die Bundesanstalt wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2005 durch das Gesetz zur Gründung einer Bundesanstalt für Immobilienaufgaben errichtet. Sie soll die bundeseigenen Immobilien, Grundstücke und sonstigen Liegenschaften (z. B. Staatsforste) möglichst wirtschaftlich verwalten, verwerten und gegebenenfalls auch veräußern. Diese Aufgaben wurden bis Ende 2004 von den Bundesvermögensämtern, den Bundesforstämtern und den Bundesvermögensabteilungen der Oberfinanzdirektionen wahrgenommen. Die genannten Ämter und Abteilungen wurden zum 31. Dezember 2004 aufgelöst; ihre Beschäftigten wurden statusgleich in die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben überführt. [...]

    9. Geheimrätin schrieb am 16. August 2009 at 02:25 - Permalink

      @8 Nachtrag: Soll heissen, mir war nicht klar dass nun alles in einer Hand ist.

      Durch Wertschöpfungsmaßnahmen wie die Schaffung von Baurecht, gegebenenfalls durch Abriss und Erschließung sowie Parzellierung, werden Liegenschaften aufgewertet und eine bessere Verwertungsfähigkeit erzielt. Dadurch wird das in den Immobilien steckende Potenzial voll ausgeschöpft. Das Portfoliomanagement teilt diesen heterogenen Bestand nach Kriterien wie Nutzungsarten, Wirtschaftlichkeit der Objekte und Markteinschätzung auf und bildet Teilportfolien, die entsprechend den unterschiedlichen Marktanforderungen optimal verwertet werden sollen.

      http://www.bundesimmobilien.de/Dateien/Image-Broschuere.pdf

      Was will man da erwarten?

      Das Jahr 2005 kann definitiv als Weichenstellungsjahr angesehen werden. Und der Zug rollt unaufhaltsam seinem “Endziel” entgegen…(sorry!) Wer kann ihn aufhalten?

      PS Läuft wohl auch unter dem Begriff “Change Management”

      http://www.harvardbusinessmanager.de/heft/artikel/a-621442.html

    10. Geheimrätin schrieb am 16. August 2009 at 11:11 - Permalink

      Moin Moin Spiegelefechter

      könschtescht du bidde amol in dein schpämordner gucke, hatte da gestern noch einen Nachtrag zu comment 8 gepostet, der hier aber nicht erscheint.

      greetz

    11. hannilein schrieb am 16. August 2009 at 13:14 - Permalink

      @ Geheimrätin, #10:

      Der Cheffe ist bei diesem Wetter am See ;-) Habe Deinen Nachtrag eben freigeschaltet.

      Gruß
      hannilein

    12. leslie schrieb am 16. August 2009 at 14:27 - Permalink

      http://www.youtube.com/watch?v=1rM22KERH-I

      Der Kapitalismus ist momentan ein Schrecken ohne Ende…

      Dabei wünscht man sich doch das andere… :-(

      Mlg

    13. christoph schrieb am 17. August 2009 at 09:10 - Permalink

      @leslie
      ja, genau: endlich wieder Kinder in Uniformen, da geht das Herz über vor Glück

    14. Zing schrieb am 17. August 2009 at 15:22 - Permalink

      Privatisierung kommt von privare und das heisst immer noch berauben und genau das ist es wir werden beraubt …

    15. Gerd S. schrieb am 20. August 2009 at 11:20 - Permalink

      Der See in Nachterstedt war aber öffentlich zugänglich und sollte es auch bleiben – und ist somit ungeeignet als Beispiel dafür, dass die Bevölkerung von ihrem ehemaligen “Volkseigentum” ausgesperrt werden würde.


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