Und nun zum Sport …
geschrieben am 05. Juli 2011 von Spiegelfechter
Als Sesselsportler hat man es heutzutage wirklich nicht einfach. Was waren das noch für Zeiten, als man sich für vier Uhr morgens den Wecker stellte, um sich den Weltmeisterschaftskampf von Mike Tyson anzuschauen, nur um dann festzustellen, dass der Kampf schon vorbei war, ehe man sich die erste Tasse Kaffee einschenken konnte. Those were the days my friend. Heute ist Boxen nicht nur grottenlangweilig, sondern auch durchkommerzialisiert bis zum bitteren Ende. Seit gefühlten Ewigkeiten heißen die Boxweltmeister Klitschko und langweiligen das Publikum durch ihren – zweifelsohne sehr effizienten – Boxbürokratismus. Während die Kämpfe als solche bereits eine visuelle Qual sind, artet das Rahmenprogramm im Unterschichtensender RTL zu einem echten sado-masochistischen Großprojekt aus, das den Namen Kai Ebel trägt und jeden Zuschauer mit einem IQ über Zimmertemperatur bis aufs Mark quält. In meinen Phantasien springt in der Rundenpause Muhammad Ali in den Ring und knockt beide Klitschkos mit Uppercuts aus, während Mike Tyson Kai Ebel beide Ohren abbeißt. Aber wir wissen ja: They never come back! Und selbst wenn – bei RTL würde der Zuschauer davon ohnehin nichts mitbekommen, da die Rundenpausen ja mit netten kleinen Verbraucherinformationen überbrückt werden.
Aber wer interessiert sich schon für Boxen, wo doch momentan eine internationale Meisterschaft im Fußball stattfindet, bei der „unsere“ Kicker nicht nur Titelverteidiger sind, sondern auch aktuell bereits vorzeitig das Viertelfinale erreicht haben. Sportbegeisterte Leser werden es erahnen – es geht um die Europameisterschaft der Gehörslosen, die momentan in Dänemark stattfindet. In den Medien hörte, sah und las man jedoch erstaunlicherweise nichts über dieses Turnier. Stattdessen säuft sich die deutsche Journaille in einen kollektiven Frauen-Fußball-Rausch. Von BILD bis taz phantasiert man von der Wiederauflage des „Sommermärchens“ und angeblich fiebert das ganze Land mit „unseren Mädchen“. Ist das so? Ich kenne niemanden, der dieses Spartenvergnügen der ansonsten beliebten Sportart auch nur im Ansatz interessant findet. Aber vielleicht kenne ich auch nur die falschen Leute.
Angeblich sollen die Vorrundenspiele der deutschen Damen ansehnliche Einschaltquoten erreicht haben. Das mag sein, schließlich muss man(n) sich ja selbst ein Bild machen, was hinter dem medialen Hype steckt. Sportlich betrachtet ist jedoch jedes Regionalligaspiel der Herren anspruchsvoller und die nicht beachtete Europameisterschaft der Gehörlosen ebenfalls. Doch Frauenfußball ist mehr als „nur Sport” – er ist fleischgewordene Emanzipation. Dabei grenzt der kollektive Genderwahnsinn bereits an positive Diskriminierung. Kritische Artikel sind absolute Mangelware, es scheint eher, als habe sich die gesamte Branche einen Maulkorb auferlegt. Frauenfußball ist toll und wer anderer Meinung ist, ist ein olles Chauvi-Schwein. Und wenn ein Journalist die Unverfrorenheit besitzt und nur im Ansatz Kritik äußert, kriegt er den Zorn der Frauenfreunde zu spüren.
Es ist an der Zeit, Zivilcourage zu zeigen und sich zu outen. Ich mache den Anfang: Ich finde Frauenfußball sterbenslangweilig und kann dem Hype so gar nichts abgewinnen. In meinen Phantasien springt während eines einschläfernden Matches zwischen den deutschen und den französischen Mädels ein anerkannter Fußball-Macho wie Mario Basler aufs Feld, dribbelt mit der Zigarette im Mundwinkel das versammelte Feminat aus und versenkt die Pille im Winkel. In der Halbzeit stürmt dann Mike Tyson die Ehrentribüne und beißt nicht nur Theo Zwanziger, sondern gleich auch dem Edelfan Angela Merkel beide Ohren ab. Aber diese Phantasie wird wohl ein Traum bleiben. Wahrscheinlich wird das deutsche Damenteam mit bestem Klitschko-Bürokraten-Fußball Weltmeister werden, zwei begeisterte Gleichstellungsbeauftragte werden einen Autokorso starten und die Journaille wird kollektiv vor lauter Begeisterung ausflippen. Und nun zur Werbung …
Jens Berger
Vertrauen Sie Deutschlands Nr. 1
Wissenschaftlich fundierter Test!
www.PARSHIP.de




Gottseidank, ich bin nicht der einzige Chauvi.
Leider gibt es in meinen Umfeld doch einige die sich Frauenfußball anschauen. Die Argumentationskette läuft meist so: Weil Deutschland spielt > weil in Deutschland gespielt wird > weil alle Welt darüber berichtet, wird es geschaut. Interessanterweise sind ja die Quoten Recht ansehnlich. Ich bin mittlerweile auch fest davon überzeugt, dass es dem durchschnittlichen Fernsehzuschauer egal ist was er schaut, solange er eingeredet bekommt, dass er es nicht verpassen darf, da es ja sooo wichtig ist.
Achja BILD, SPON und wie sie alle heißen, sollte den Mädels wirklich dankbar sein, dass sie das Sommerloch so hübsch füllen. ;)
Da ist definitiv was dran
zu düster … ?
http://www.youtube.com/watch?v=Lnotdg6mFqQ&feature=related
sei es drum … ;)
Auch bei der Herren-WM bestand die Mehrheit der Zuschauer nicht aus FUßBALLfans sondern aus DEUTSCHLANDfans. Genauso wie bei Lena und allen anderen kulturellen Konkurrenzerfolgen der Nation. Um seinen eigenen Nationalismus zu feieren aber ist der Anlass scheißegal, nur ein bisschen Erfolg sollte Deutschland natürlich auch haben und das ist ja bei den Fußballdamen gegeben. Das einzige was stört ist höchstens, dass in dieser Sportart der WM-Titel nicht sonderlich hart erarbeitet werden muss und so das Wunder/Traum/Märchen-Feeling ein bisschen wegbleibt.
Ists aber nun der Nationalismus, der viele vor die Glotze treibt, oder ist es dieselbe träge Masse, die sich jedes Programm ansieht, solang es populär ist? Würde mich wirklich mal interessieren.
Schwer zu unterscheiden, wenn das populäre Format in schwarz-rot-gold antritt und zudem nichts so populär ist wie Nationalismus.
Auf jeden Fall ist es nicht die Liebe zum Sport, die vor die Glotze und zum Public Viewing treibt. 800 Leute sehen sich ansonsten im Schnitt so ein Spiel an, wenn es nicht um den WM-Titel für D geht.
ich kenne niemanden der das guckt. also nicht wirklich, vielleicht mal reinzappen.
ein spiel habe ich gesehen, zusammen mit meiner mom, die auch ein fussballfan ist, sobald werder oder die “herrische” nationalmannschaft spielt.
aber wirklich gefallen, ne, zuviele ballverluste, kein flüssiges spiel. tore nur in standards, das iswirklich nix. später mit meiner mom ne werder-dvd reingelegt. war viel besser. :) sorry, aber etwas lokal-colorit muss sein. ;)
die werbung ist übelst pentrant, bei real, beim einkauf übermannsgroße werbetafeln. macht echt kein spass, etwas too much.
die quote von 15 millionen zuschauern allein in deutschland kann ich mir beim besten willen nicht erklären.
will mal wissen wie das erfasst wird. hier in bremen geht das auf jeden vorbei.
kritik an der trainerin wird ja so leicht laut.
was den basler angeht, der war ein arsch zum teil, klar, kein thema. aber wenigstens war der nicht so auf zwangs-frieden aus, wie löw und konsorten. alles zu glatt für meinen geschmack, schön entspannt okay, aber so, nee. da gefielen mir die aussagen der spanier besser. ;)
Ich finde Frauenfußball nicht sterbenslangweilig. Nur ein bisschen langweilig wie die meisten Sportübertragungen. Mit einem Bier in der Hand und einer Kippe im Mundwinkel mit anderen Leuten ganz gut zu ertragen, wenn die anderen nicht total am Rad drehen.
Wobei, wenn ich das jetzt mal “nüchtern” betrachte, finde ich die Frauen Fußball WM eigentlich besser, als die der Männer. Viel weniger Idioten und Idiotinnen auf der Straße, die auf einmal der Meinung sind Fußballfan zu sein und dies durch anmalen und grölen beweisen wollen. Wenn man sich das unter dem Gesichtspunkt anschaut, finde ich die EM der Gehörlosen am besten….da hörst Du nichts ;-)
Im übrigen kann ich dem Hype um die Frauenfußball WM aber auch nichts abgewinnen. Er erscheint mir nur noch ein bisschen lächerlicher als der Hype 2006.
PS Der Basler könnte eigentlich auch mal wieder mit einer Kippe im Mund bei einem Männerspiel den Rasen stürmen. Da fehlt es seit ein paar Jahren auch ganz derbe an ein paar lustigen Gesellen. Die Schweinis,Poldis und Konsorten sind doch auch irgendwie mehr androgyn
Ich finde alle sportarten langweilig, die bis zum letzten winkel durchkommerzialisiert sind. dort regiert geld, geld und nichts als geld. für sport ist da kein platz. die sportler sind stars, sollen in interviews immer irgendwelchen emotionalen quatsch erzählen, sollen sich gefälligst weinend in den armen liegen wenn sie gewinnen, sollen dies, sollen das. schauspieler, mehr nicht. wer tatsächlich glaubt die regelmäßig auftretenden bestechungs- und sonstigen skandäle sind nicht nur die spitze des eisbergs, dem ist nicht mehr zu helfen.
wer je nach gusto seine lieblingssportart schauen will, muss wohl oder übel in die kleinen lokalen vereine gehen und sich dort die amateurwettbewerbe anschauen, alles was in der glotze zur prime time übertragen wird ist kein sport, es ist showbusiness. es sind schauspieler die unterhalten sollen, mit sommermärchen und kalkulierten skandälchen, ganz nach drehbuch.
Jou, Sport ist was Anderes!
Na, das ist nun wirklich sexistisch – Rote Karte für diesen feuchten Traum!
Ein Werbefuzzi hat der Frauennationalmannschaft abgeraten, ihr Äußeres zu Marketingzwecken in den Fordergrund zu stellen. Ist auch nicht wirklich interessant, 50% und mehr der Fußballerinnen gelten als lesbisch. Buh, mit diesem Beitrag habe ich mich endgültig disqualifiziert. Gibt auch sonst nix zu sagen.
P.S.: Wolfsburg verpflichtet Salihamidzic, wenigstens eine interessante Meldung.
Fordergrund ist sehr schön. War das ein Glückstreffer?
Dat heißt “Fördergrund” ;-)
Fünf Gedanken auf einmal – und dann noch die Frauennationalmannschaft in Dessous vor Augen: Da passieren auch einem Streber mit Diktatnoten 1 so ein Lapsus Calami. ;-)
Und noch ein Artikel zu einem Thema, das eigentlich keins ist. Anschauen oder es bleiben lassen – aber es gibt doch noch Probleme in diesem Land, oder nicht?
@ Ringo Paulusch
Habe eine “gute” Nachricht für Dich: “Es wird noch schlimmer”.
Also genieße das Leben.
Gähn.
besser wärs Ali würde par backpfeiefen auf den Rängen verteilen.
Brot und Spiele, manche Dinge ändern sich nie…
und “wer ist die dicke Frau auf Hitlers Platz?” Serdar Somuncu
Langweiliger als Frauenfußball sind all diese (vorhersehbare) Klitschko-Kämpfe, insbesondere der letzte Kampf.
Der boxt doch nur noch Fallobst …. Kasse machen ist das Ziel ..
Eben.
Boxen ist tot. Traurig, aber wahr.
es gibt ja auch noch real fighting.
sehr blutig, wenig bis gar kein ehrgefühl, aber spannend.
wirklich das macht wirklich spass zu gucken, auch wenn der hintergedanke an die gewaltlust bleibt.
aber im vergleich zum boxen echt was.
Weil sie auch was dafür können, dass nur Nulpen unterwegs sind *facepalm*
Wan haben wir zuletzt einen echten Kampf gesehen? Selber würde ich sagen (ohne jemandem das Ohr abkauen zu wollen): Tyson vs. Holyfield.
Mich interessiert Fußball generell nicht. Irgendwie hat das, was die Medien betreiben, auch nichts mehr mit Sport zu tun, sondern mensch kann’s getrost als Fußballterror bezeichnen.
Btw.: Allen, die jetzt so toll über den Fußball und haste nicht gesehen rumorakeln würde ich gerne mal ein paar Runden um den heimischen Fußballplatz gönnen. O.K., ich will nicht fies sein … ein paar Runden um den der Sandkasten auf’m Kinderspielplatz würden reichen. ;)
Arbo
Fußballterror trifft es exakt!
Das ist fast wie eine Religion und wehe man sagt in Vereinsmeierdeutschland etwas gegen den König Fußball! dann aber duck und weg
Ich oute mich dann auch mal: ich gucke Fußball liebend gerne und Frauenfußball genau so. Weil zwar selbst die Nationalmannschaft nicht gegen eine Regionalligamannschaft der Herren gewinnen würde, mangels Physis, weil aber der Fußball trotz langsamerem Tempo ansehnlich ist und die Protagonisten im Durchschnitt wesentlich sympathischer als die bei den Männern. Das alberne Theater was jetzt um die WM gemacht wird, nicht weil es irgendjemanden tatsächlich interessiert, sondern weil’s gerade medial und wirtschaftlich passt, ist ja gerade in Deutschland, WIR sind erfolgreich und ein Sommermärchen (kotz) lässt sich sicherlich wiederholen; das alles hätte mir fast schon die Lust auf’s Gucken vermiest, aber eben nur fast.
Wenn das jetzt nicht chauvinistisch genug war: hast du das Bild aus dem Artikel noch mal in groß? Das sieht hübsch aus. So sollten die Damen bei den Spielen auch auflaufen.
http://officialmancard.com/omc/wp-content/uploads/2010/10/asian-coach-kneels-before-women-soccer-team.jpg
Ich hätte nicht gedacht, dass die neue Funktion bei der Google-Bildersuche so gut funktioniert. Der Treffer war gleich auf der ersten Seite ;-)
Grüße
Wahrscheinlich der belangloseste Artikel, den ich jemals hier gelesen habe. Seis drum…
Och da liest Du aber noch nicht lange mit. Es gab hier schon viiiiiel belanglosere Artikel:
54, 74, 90, 2010 – Jogis Mädchen träumt vom Sommermärchen
Nehmt dem Neger endlich die Tröte weg!
Wir kriegen ein Bundesbaby!
Afghanistan versinkt im Gorillakrieg
Sie sterben, wir lachen!
Kohl um Nobelpreis betrogen
Ich bin ein lustiger Astronaut und ich singe ein Lied
und natürlich:
Irre Wissenschaftler wollen Welt zerstören!
Ein bisschen lahm der Artikel, das stimmt. Liegt vermutlich am Thema.
Ein Blog kann sich ruhig auch mal mit sowas befassen.
Vor allem wenn der Bloginhaber für den Fussball lebt™. Lockert auch die angespannte Stimmung auf, die sonst immer hier herrscht.
Ich selbst schaue fast nie fern. Fussball sowieso nicht. Aber diesen ganzen ‘Hype’ bekommt man ja schon mit. Schon alleine weil Fleischhauer zum ersten mal ein vernünftige Kolumne darüber geschrieben hat. Ist ja auch eine kleine Sensation, sowas. Vergisst man nicht so schnell, wenn man plötzlich mit solchen Leuten einer Meinung ist.
Sehe im übrigen weder Fahnenmeere, noch Autokonvois, oder gar Menschen in Trikots rumlaufen. Das sind wohl alles ‘stille’ Begeisterte ?
@fleischhauer
full ack. gute kolumne diesmal.
Ich stimme dem Artikel im Tenor zwar zu, da Mike Tyson aber wegen sexueller Gewalt gegen Frauen verurteilt wurde, finde ich, dass die ‘Ohren abbeissen’ Referenzen einen bitteren Beigeschmack (!) haben-insbesondere wenn es um Frauensport geht. Wichtig finde ich aber den Hinweis auf den Link Hype-Einschaltquoten. Die sagen wenig aus, denn wenn Fussball flimmert, dann schalten Leute ein. Soll das ZDF doch mal einen Test wagen und Oberliga-Fussball, das Topspiel der bulgarischen Liga oder von mir aus auch eine Oper aus der Met zu besten Sendeziet bringen-und, Bingo!, mit richtiger Bewerbung schauen sich das auch 3 Millionen an.
Stimmt, einfach noch den Jauch kurz durch das Bild torkeln und “A,B,C oder D” sagen lassen, dann kann man auch was Anspruchsvolles zeigen.
Grunz:
(Ob mit Männern oder Frauen – Fußball hat mich noch nie interessiert.)
Dafür hat sich das Lesen des Textes dann doch gelohnt.
Schönen Tach noch.
Eben deshalb, geschätzte Nachbarin :-)
Hmm, Jens will Keile, aber ich finde Meisterschaftsgekicke an sich unsexy, egal ob mit oder ohne Schniepel. Und das in Deutschland dann direkt auch immer wahlweise das Vaterland verteidigt, oder die Weltherrschaft angestrebt wird, macht´s auch nicht besser. Da guck ich lieber um die Ecke den Kids beim Bolzen zu. Und was man so an Kommentaren der Damen aus Funk und Fernsehen hört, nun ja, das Herrenniveau ist bald erreicht. Lienens Ewald war gestern.Wenigstens können jetzt wieder die Vollpfosten ihren jeweiligen Nationallappen aus dem Fenster/Auto hängen. So ist mir auch Orientierung gegeben, wo die Doofheit beheimatet ist. Schönen Gruß ans Suspensorium Jens.
Ich für meinen Teil finde die Spiele der Frauen-WM unterhaltsam anzusehen. Welche Relevanz hat es denn bitteschön, ob die dort spielenden Teams gegen die Teilnehmer eines anderen Turniers (sei es die Männer-WM oder die Regionalliga) gewinnen könnten?
Nun ja, wer den Wettbewerbsgedanken im Sport wegwischt, findet dann natürlich auch solche Veranstaltungen interessant. Warum dann aber nicht die Gehörlosen-EM?
Weshalb ja auch Frauenwettkämpfe in der Leichtathletik oder im Tennis Unsinn sind, die würden ja gegen Männer verlieren, da wird der Wettbewerbsgedanke weggewischt!?
Nun ja, bei der Leichtathletik gibt es natürlich auch ästhetische Momente. Natürlich ist es angenehm, langbeinigen Gazellen dabei zuzuschauen, wie sie ihren Körper grazil über die 2 Meter schwingen … auch wenn das sportlichere Geschlecht rund 40cm höher springt. Beim Tennis spielt Attraktivität auch die Hauptrolle, oder warum kann sich die halbe Welt an Anna Kournikova erinnern, obgleich sie nicht eben eine herausragende Sportlerin war?
Einen Keks für dich *geb* ; für den Mann der eine Wahrheit ausspricht, die eigentlich jeder kennt, aber niemals sagen darf !
Nicht zu vergessen, die Beachvolleyballerinnen, bei denen zwischendurch für das männliche Publikum extra nachgemessen wird, ob die Sportbekleidung auch knapp genug ist und genug Haut zu sehen ist :-)
Achso, die war Sportlerin…. :-)
Vielleicht, weil es deutlich mehr Frauen als Gehörlose gibt? Außerdem ist das ja auch “nur” eine EM. ;-)
Im übrigen vermag ich nicht zu erkennen, was an Frauenfußball unästhetisch sein soll. Wenn ich da an die Grottenkicks der 80er-Jahre-N11 (der Männer wohlgemerkt) denke… und die hatten auch ihre 15 Mio. Zuschauer. Es kommt halt immer auf die Vergleichsbasis an. Natürlich kann man sich auch stattdessen jeden Tag die Wiederholung von Barca vs. ManU ansehen. DAS würde ich langweilig finden. Aber jedem seine Meinung.
Dass Frauenfußball (jedenfalls als WM) zunehmend Beachtung im Fernsehen findet, liegt _natürlich_ auch an der sportlichen Entwicklung der letzten Jahre, die mit “rasant” noch unzureichend beschrieben ist. Wenn das Produkt schlecht wäre, würde auch der Medien-Hype ins Leere laufen.
Im Übrigen wurde ein Großteil der Tickets bereits abgesetzt, bevor die Medien überhaupt anfingen, großflächig zu berichten. Alles manipulierte Emma-Leser, die aus Gründen der political correctness mal eben 50 Euro und mehr für ein Ticket einer Fußballsparte zahlen, die sie eigentlich gar nicht interessiert?
Ja, aber genau das ist doch der Punkt. Der Medien-Hype steht in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Interesse. Er läuft ins Leere.
Ach was -> http://www.rp-online.de/sport/fussball/nationalelf/frauen/wm/Quotenhit-bei-jungen-Frauen_aid_1012845.html
> – somit sah statistisch jeder zweite Zuschauer die deutschen Spiele.
Wenn dem tatsächlich so wäre, dann müsste ich aus meinem Bekannten- und Familienkreis doch mindestens 1-2 Personen haben die sich das ansehen. Dem ist aber nicht so.
Du würdest wohl selbst die offensichtlichste Lüge noch glauben, wenn nur irgendjemand fragwürdige Zahlen + Artikel publiziert. Ich glaube lieber das was ich selbst erlebe und somit nachvollziehen kann.
Was jetzt ?
Eine Gehörlose-Männer-EM oder eine Gehörlose-Frauen-EM ?
PS. Es gibt auch schwule Fussballvereine – ob es dort auch Gehörlose dabei hat, weiss ich nicht.
Es gibt auch eine Obdachlosen-WM. Der Anteil der Gehörlosen an den Obdachlosen ist mir allerdings nicht bekannt.
In die aktuelle politische Landschaft würde auch eine Mixed-WM mit vorgegebenem Frauen-, Obdachlosen- und MigrantInnenanteil gut passen. Sollte man mal drüber nachdenken. ;-)
Wenn es etwas noch langweiligeres als Männerfußball gibt, dann ist es Frauenfußball.
Die Damen versuchen auf allen Kanälen Aufmerksamkeit zu erhaschen. Vier oder fünf von denen haben sich im aktuellen Playboy (teilweise) entblättert. PR technisch sicher nicht schlecht, macht aber die Sportart nicht unbedingt besser.
“Vier oder fünf von denen haben sich im aktuellen Playboy (teilweise) entblättert.”
Nein, haben sie nicht. Fünf Fußballerinnen, ja, aber keine Nationalspielerinnen, auch wenn das vom Playboy versucht wurde so zu lancieren und das ja augenscheinlich auch so hängengeblieben ist bei Vielen.
Ich hab es nur beiläufig mitbekommen. Danke!
Wieso? Das waren doch “Junioren-NationalspielerInnen”. Also ist das doch nicht falsch.
Eine von den Fünfen, meines Wissens.
Erst ein Beitrag, den die Emma-Redaktion mit “einen Fuffi in die Chauvi-Kasse und dann in den See, in den See mit einem Gewicht an den Füßen” geahndet hätte…und dann vom Rand des Sechzehners einen Innen-Plural nachgeschoben. Wo doch mein Blocker mit Firefox 5 nicht mehr geht. Das ist ja fast schon metrosexueller Fußballjournalismus :-).
Fußball. Kuckt man nicht, spielt man gelegentlich ;-)
“
Wieso? Verstehe ich nicht. Was soll denn der Biss in die Ohren bei Merkel auslösen?
Vielleicht gehen dann einmal ihre Mundwinkel nach oben.
Mike kommt nicht nach Deutschland, wegen EHEC-Gefahr.
Also Edelfan Angela kann weiter Fr.-Fußball genießen.
Ich schalte bei Fußballübertragungen generell den Ton ab.
Vielleicht berichten die Medien von der Gehörlosen-EM auch deshalb nicht, weil die Reporter nicht wissen, wie sie das Spielgeschehen kommentieren sollen. Mit rassistischen Vergleichen und penetranter Deutschtümelei in Gegenwart von Menschen mit einer körperlichen Behinderung käme man sich wahrscheinlich selber ziemlich blöd vor.
LOL … stimmt! :-D
Ich frage mich auch, warum der Herr Spiegelfechter in seinem Artikel den Tyson beschwört, obwohl derzeit doch ein älterer, ehemaliger Schwimmer aus Italien durch die Lande tourt, der den Herren und Damen ganz mächtig eine Beule in den Bart beißen könnte … ;-)
Bud Spencer, Chuck Norris und Jack Bauer werden erst raus geholt, wenn’s richtig schlimm kommt.
Hm … dabei hatte ich mich schon so sehr auf die Norris-Facts zum Frauenfußball gefreut … ;-)
ich vermiss hier noch die Erwähnung von “Sprengfallen-Klaus” der am Mittelkreis sein Wirken entfaltet, während der Hosenanzug aus Berlin den Ackermännern dieser Republik Steuergelder zusteckt. Da hätten wir dann wenigstens einmal “Granatenstimmung” im Rund inclusive Kollerteralschäden auf der Ehrentribüne.
Grmpf!
Ein Flattr fuer die Nummer mit den appen Ohren! Gut gelacht in China.
“Ist das so? Ich kenne niemanden, der dieses Spartenvergnügen der ansonsten beliebten Sportart auch nur im Ansatz interessant findet. ”
Solche Leute kenne ich auch nicht. Ich kenne auch keinen, der BigBrother interessant findet. Trotzdem schwafeln alle in meiner Umgebung sowohl über das eine, als auch über das andere. Scheint also nicht am Interesse zu liegen, ob man es schaut.
Och naja, ich bin ja auch begeisterte Sesselsportlerin und ich guck auch mal in die Frauen-WM rein. Bin ja froh, dass da irgendwo Leute Fußball spielen, ob das nun Männer, Frauen oder Gehörlose sind, ist mir da relativ egal.
Aber dieser Hype drumherum ist total bescheuert. Zum einen passt das nicht so wirklich zum sportlichen Niveau, denn meiner Meinung nach ist es einfach viel Rumgebolze. Das wär ja gar nicht so schlimm, wenn nicht ständig suggeriert würde, als wäre das in einer Liga Madrid vs Barcelona.
Und dieser Emanzipationsquatsch immer im Hintergrund, das regt mich wirklich auf. Aha, was soll mir als Frau denn so eine Frauen-WM sagen? Dass Frauen auch sporteln können, sogar Fußball spielen? Oho. Oder soll ich mich ärgern, weil die Frauen ja soviel weniger verdienen als die Männer? Das interessiert mich ehrlich gesagt noch weniger als das Geschlecht der Telekom-Vorstände.
Nebenbei wird das ständig konterkariert durch die Versuche zu zeigen, dass das ja ganz normale Frauen und keine Kampflesben sind, die da spielen.
Also mir wärs lieber, die Spiele würden auf Eurosport ohne Heiopei drumrum gezeigt., das wär mir beim Boxen übrigens auch lieber :D
Achso und ich bin übrigens in meinem Bekanntenkreis die einzige Frau, die sich die Frauen-WM anguckt, alle anderen Gucker sind männlich.
Die Frage ist, ob sie sich den Ball oder die Bälle angucken wollen :-).
Frauenfußball ist mir ja auch fürchterlich egal. Aber naja, wers mag soll es anschauen. Aber der Vergleich zum Gehörlosenfußball ist nun mal etwas schräg: Schließlich gibt es viel mehr Frauen als Gehörlose in diesem Land.
Und die Kritik an den Klitschkos kann ich auch nicht teilen. Was können die Jungs denn dafür, dass niemand da ist, der ihnen auch nur anähernd das Wasser reichen kann? Ein Duell Klitschko gegen Ali oder Tyson wäre super, super, superinteressant gewesen, meiner Meinung nach. Aber das kein Ali gerade da ist, dass kann man den Klitschkos ja nicht vorwerfen. Die können sich ja ihre Gegner nicht backen.
Der Blatter Sepp hat es einfach drauf, dass muss man ihm zugestehen. Wenn er es richtig anstellt, kommen wir von nun an aus den hochgepushten Sommermärchen garnichtmehr heraus. Frauen WM 2011, Herren EM 2012, Damen EM 2013, Herren WM 2014 usw. usw.
Diese ganzen WM/EM-Spektakel interessieren mich immer weniger, die Frauen-WM schon garnicht. Ich supporte “meinen” Bundesligaverein, der dieses Jahr besseren Fußball gespielt hat, als alle Weltmeister der letzen 20 Jahre zusammen.
Der Großteil aller WM-Fans (Männer wie Frauen) sind eh nur Event-Fans. Was Aufstellung, Taktik etc. angeht, ist ihnen hierbei nebensächlich. Hauptsache Ballack (Name austauschbar) hat die Haare schön. Auch zu erkennen an den “taktischen Analysen” und Kommentaren, die man so vorgesetzt bekommt im deutschen Fernsehen. Da sollte man sich an der englischen Berichterstattung ein Beispiel nehmen.
Außerdem wird viel zu wenig Basketball im Fernsehen übertragen (übrigens zur Zeit Frauen-EM, interessiert auch niemanden!), aber das ist ein anderes Thema……
meinst du die borussen?
oh ja unter klopp waren die einfach nur klasse. oh ja
schöner fussball, nicht mein team, aber verdient, und gut gespielt.
Pfff. Meine Freundin macht seit mehr als 10 Jahren Karate, ist ein Schwarzgurt, irgendein Dan wohl auch und macht darüber hinaus so eine Art Tanzsport. Wenn ich Sport sehen will, finde ich das bedeutend interessanter als einen kleinen Pixelhaufen, der von etwas größeren Pixelhaufen über den Bildschirm gejagt wird. Übrigens völlig unabhängig vom Geschlecht der jeweiligen Pixelhaufen – ich habe festgestellt, dass es nur marginale Unterschiede in der Geschwindigkeit der Pixelbewegungen auf dem Bildschirm gibt,
Einen Stadionbesuch fände ich höchst peinlich, es sei denn, ich spiele selbst.
Jetzt mal den üblichen Manndeckungswitz beiseite gelassen: Wie beschissen muss das denn sein, mit den sekundären Geschlechtsmerkmalen (die ich im übrigen gar nicht selten für sehr primäre halte) einen Ball stoppen zu müssen?
Wir müssen wirklich so im Arsch sein, wenn die Politiker dieses Gekicke (ob Männlein oder Weiblein ist mir so was von Wurst) als Ablenkung brauchen.
Rechtschreibfehler ? Stimmig wird das erst mit doppel “t” ;)
Und selbst dazu hat man kaum Lust. Das wird auch der Grund sein warum diesem Medienhype weitgehend nicht widersprochen wird.
dann ist es doch aller höchste zeit, eure röhre zur sammelstelle zu tragen bzw. das tv-kabel zu kappen. den flat kann man ja noch für dvd, konsolen oder div. streamseiten nutzen. wenn dann allerdings mal das internet abbrennen sollte, bin auch ich am arsch. =)
“Der Meister! Wir haben ihn gefunden! Ein Wunder! Sein Schuh hatte recht! Gesegnet sei der Schuh! Die Sandale! Der Kürbis! Das Wunder des Schuhs!”
(ersetzten sie ‘schuh’ durch ‘fernseher’ und tragen sie diesen in die nächste sammelstelle für altgeräte)
hier gibt es sammelbildchen der fußballdamen:
https://www.titanic-magazin.de/shop/index.php?action=showdetails&from=startpage&pageNr=1&productId=4dde7b5e95b24
der startcartoon passend zum boxkampf:
http://www.titanic-magazin.de/home.html
…Neues vom Spocht….
“Frauenfußball:
Immer mehr Torhüterrinnen machen den gleichen Fehler, sie schlucken vor dem Spiel die Pille! Der Grund, sie haben Angst, einen rein zu kriegen!”
“Basketball:
Beim Hundert Maedchen Brustkraulen der Linkshaender gewann ueberraschend Michael Jordan mit einer Koerbchengroesse Vorsprung.”
“Saegen: Beim alljaehrlichen Saegen in Holzspaenien gewann der Vorjahressieger
Stich vor Kreis, abgeschlagen auf dem dritten Platz hackte Spaltaxt. Der
Ungarische Schiedsrichter Saegeblatt dazu: Immer die gleichen holzen die
Sieges-Tropen ab.”
“Und zum Schluß noch ein Resultat vom Melken:
Milch.”
Eins vorneweg: Der Frauenfußball ist entwicklungsmäßig vielleicht noch irgendwo in den 90ern. Aber alles in allem ists halt doch noch Fußball. Vom Niveau her tief, aber für Leute, die sich für Taktik und Spielweise interessieren doch schaubar, weil alles ein wenig langsamer vonstatten geht und besser analysiert werden kann. Also finde ich. Ich als einer von angesehenen 82 Millionen Bundestrainern habe auf jedenfall schon ein paar schöne Diskussionen darüber geführt.
Der Versuch unserer Medien, mit aller Gewalt einen nationalen Medienhype zu entfachen, geht mir zunehmend auf den Zeiger. Kritische Medienberichte zu dieser ganz speziellen Art des Kampangnenjournalismus sind Mangelware. Telepolis veröffentlichte in der vergangenen Woche folgenden Beitrag:
“Bolzen, Rackern, Rennen”
http://www.heise.de/tp/artikel/35/35041/1.html
Hier ein Auszug aus diesem Beitrag:
“Die schwachen und mitunter mehr als dürftigen Leistungen bei der Frauenfußball-WM stehen im krassen Missverhältnis zu dem Dauerfeuer, das die Massenmedien hierzulande dank der ebenso mächtigen wie geschickten PR-Maschinerie des DFB veranstalten. [...]
Doch vom Sommermärchen 2.0 ist bislang auf Deutschlands Straßen, von ein paar Fähnchen, die an einigen Autos wehen, mal abgesehen, noch wenig zu spüren. Ganz zu schweigen vom Ausland, das sich für die Ereignisse, anders als die gewaltige PR-Maschine des DFB uns glauben machen will, kaum interessiert. Damit die Stadien einigermaßen voll sind und Stimmung entsteht, kaufen Sponsoren wie die Telekom derzeit massenweise Eintrittskarten auf, um sie hinterher an Schulkinder zu verteilen.
Die Leistungen auf dem Rasen kommen (wohlwollend gesagt) über das untere Mittelmaß einer dritten Profiliga nicht hinaus. So sehr sich die Kickerinnen auch abmühen, das wilde Herumgebolze, das die Mädels häufig zeigen, rechtfertigt keinesfalls den medialen Aufwand, die Jubelarien und das gigantische Trommelfeuer, das die deutschen Medien derzeit um das Turnier veranstalten. [...]
so parteiisch, wirr und blind wie im Spiel gegen das Team Nigeria hat Bartels, der eigentlich als fachkundig gilt, bislang noch kein Spiel kommentiert. Die Jubelarien, mit dem er den Grottenkick der deutschen Frauen begleitete, waren jedenfalls vollkommen deplaziert. Die Arme des DFB und des öffentlich-rechtlichen Staatsfernsehens reichen anscheinend bis in die Reporterkabine. All diese journalistischen Fangversuche zeigen, wie sehr das Meinungsklima mittlerweile hierzulande schon vergiftet ist, wie sehr die Tugend- und Sittenwächter in diesem Land Themen und Genres im Griff und unter ihre Oberaufsicht haben, und wie sehr vor allem Prominente fürchten müssen, wegen missliebiger leicht missverständlicher oder unbedachter Äußerungen von ihnen öffentlich an den Pranger gestellt zu werden.”
Dem Faß den Boden schlug gestern bei mir der TV-BILD-Werbespot aus, in dem das DFB-Frauenteam sich erblödet, die BILDZEITUNG BILD-Zeitung als die beste Zeitung zu bezeichnen, die wir in Deutschland haben.
Generell läuft für mich das nationale Medien-Spektakel rund um die Frauen-WM unter der Rubrik “Brot und Spiele”. Manches von dem, was die Nachdenkseiten hinsichtlich der medialen Motive und Absichten am Beispiel eines DLR-Inverviews mit dem Spiegel-Kulturchef Matussek anläßlich der Herren-WM des Jahres 2006 aufzeigten, läßt sich auch auf die aktuelle Medienkampagne übertragen:
“Wie der Neo-Nationale Matthias Matussek die WM-Euphorie umdeutet: Die „Bejahungswelle“ stelle selbst die Wiedervereinigung in den Schatten.”
http://www.nachdenkseiten.de/?p=1399
Habe ich heute auch gesehen. Ziemlich peinlich, aber hey, es geht natürlich um den Spocht. Sommermädchen sind doch toll, oder?
ElBarto
Da haste aber noch nicht auf ” Bild dir deine Meinung ” gekotzt
Der ukrainische Boxer ,Der Koch mit dem Kaiser Willhelm Bart, Die türkische Moderatorin etc….all die Lieblinge der teutschen Qualitätsunterhaltung.. Aah geh’
Im Männerfussball herrscht auch eine viel stärkere Professionalisierung und Leistungsdichte, da ist der Frauenfussball vielleicht auf dem Niveau angelangt den der Männerfussball in den 50er Jahren hatte. Die heutigen Kicker würden die WM Elf von 54 auch nach Hause schicken wie eine gedemütigte Kreisligamannschaft.
Davon abgesehen haben Frauen und Männer eben eine ganz andere körperliche Leistungsgrenze, keine noch so gut trainierte (und gedopte) Frau wird jemals so athletisch sein wie Ronaldo oder Messi. Das ist ein Vergleich wie zwischen Äpfeln und Birnen, ich habe keine Ahnung wieso man diese beiden Sportarten mit ihren ganz anderen Rahmenbedingungen ständig vergleichen und aneinander messen muss.
Die Frage für die Frauen ist doch nicht ob sie im Vergleich zu den Männern guten Fussball spielen, sondern ob sie im Vergleich zu den anderen Frauenteams guten Fussball spielen.
Sag das mal unseren kickenden Mädels, den ÖR mit ihrer sexistischen Werbekampagne, den ganzen feministisch-hirngewaschenen Medien-Fuzzies & Tussis und dem DFB.
Kein Mensch würde sich über die Frauenfußball-WM echauffieren (oder sie sogar gucken) wenn er von den o.g. (Liste beliebig erweiterbar) nicht zu Tode genervt wäre.
So jetzt wurde ich durch den Artikel dazu verleitet mir Gehörlosen Fußball anzuschauen. Auch nicht anders als Frauenfußball oder Männerfußball. Wer sich dafür interessiert soll es sich anschauen, man möge mich nur mit den ganzem Bohai drum herum in Ruhe lassen wenn ich es mir nicht anschauen will. Hier ist die Gehörlosen EM eine nette Ausnahme. Da kann man dem Blödsinn entgehen wenn man möchte….
Bitte nicht auf diesen Link drücken wenn Ihr dem ganz normalen Blödsinn bei der Gehörlosen-EM entgehen wollt.
Jetzt mal ehrlich…Bier in der Hand “OK”, Fahne um den Hals finde ich ja schon “naja” aber mit der Vuvuzela zur Gehörlosen-EM geht ja mal gar nicht ;-). Wobei, wenigstens sind die Spieler geschützt.
ich mag frauen
http://1.bp.blogspot.com/_PfymJKvkW5Y/SEM5pCSLu4I/AAAAAAAAAoQ/qu_uZK346CM/s400/spanish2.jpg
Wenn Du spannenden, actionreichen Kampfsport sehen willst, schau Dir ein paar UFC Kämpfe an, 12 Runden mit dem Gegner Katz und Maus spielen geht bei Vollkontaktkampfsportarten nicht so wie beim Boxen, wo die langen ukrainischen Arme jeden Kampf zum Florettfechten degradieren.
Fußball ist allgemein ein langweiliger, langsamer, actionarmer Sport bei dem wenn der Zuschauer Glück hat 2-3 Mal in 90 Minuten was passiert, im schlimmsten Fall aber in 120 Minuten rein gar nichts. Kaum vergleichbar mit Kontaktsportarten wie Handball, Basketball oder Eishockey, wo ständig etwas passiert und Tore und Körbe im Minutentakt fallen.
Da der Michel diesen Sport nun aber mal zum nationalen Heiligtum erhoben hat wirst Du wohl die Frauensparte ertragen müssen wenn Du Deinen geliebten Männerfussball als dominierende Hyperkommerzvernanstaltung zur sportlichen Dauerberieselung behalten willst.
So wie zu jedem Körper der Blinddarm als rudimenter Wurmfortsatz gehört, so gehört auch der Frauenfußball zum männlich-maskulinen Powergekicke. Ertragen musst Du die nächsten zwei Wochen einfach wie ein echter Kerl – mit Bier, Chips und Deutschlandfähnchen in der Hand.
Bis Deutschland dann beim nächsten “Sommermärchen”, der Herren-EM in einem Jahr mal wieder im Halbfinale plattgemacht wird hast Du dann erst mal Ruhe.
wer meint, dass Fußball langweilig ist, hat einfach keine Ahnung von Fußball. Tut mir leid, vielleicht fühlst du dich jetzt angegriffen, aber das ist so. Jede Sportart ist interessant, wenn man Ahnung hat, was die Sportler machen, wieso sie was machen, wann wie was wo… Es gibt schließlich auch Leute, die schauen Schach, Snooker oder Rudern und finden´s mega kurzweilig!
Die Regeln im Fußball sind nicht gerade kompliziert verglichen mit anderen Teamsportarten wie z.B. American Football, dem tatsächlichen Rasenschach.
Mir fällt jedenfalls kein Mannschaftssport ein wo so selten Punkte gemacht werden wie im Fussbal, und wo eine schlechte, faule Mannschaft mit einem Glückstreffer zum Spielende das Spiel gewinnen kann. Das ist im Basketball oder Handball unmöglich, da zählt konstante Leistung und die Ergebnisse spiegeln diese wieder.
Ich habe auch nichts gegen Fussball per se, sondern finde es traurig dass dessen mediale Omnipräsenz viele anderen Sportarten in Deutschland völlig erstickt und zur Bedeutungslosigkeit verdammt. Da werden Gebührenmilliarden für maßlos überteuerte TV Rechte verplempert während die Liebhaber vieler anderer Sportarten, die diese Fussballübertragungen mit bezahlen, zusätzlich Pay TV einkaufen müssen um z.B. Herrn Nowitzki oder Frau Liesicki bei ihren Matches zuschauen zu können.
Deshalb mutet es etwas seltsam an sich über die mediale Präsenz des Frauenfussballs zu echauffieren, wenn darüber hinaus Millionen Nicht-Fussballfans Jahr und Tag die Dauerbeschallung des ebenso langweiligen Männersports ertragen müssen.
Übrigens kann ich in den Staaten Bundesliga, Premier League usw. live und kostenlos im Kabel schauen, während ihr in Deutschland für eure Gebühren nur eine popelige Sportschau mit Minizusammenschnitten vorgesetzt bekommt. Der Michel frisst eben Alles.
nicht jeder michel! darauf lege ich großen wert oder so.
Wahrscheinlich gehöre ich zu den Masochisten unter den Kommentatoren hier, denn ich finde z. B. die Übertragung von Städtmarathons richtig unterhaltsam bis spannend. Einige würden sagen: “Schwarzen Eliteläufern stundenlang beim sturen Geradeauslaufen zuschauen? Nur gegen Schmerzensgeld!”
Ach wieso? Ich schaue mir – aus unerklärlichen Gründen – gerne Curling (Eisstockschiessen) an, wenn mal wieder Olympische Winterspiele sind. Ich hatte mir irgendwann während der Studentenzeit in einer schlaflosen Nacht (wird 98 Nagano gewesen sein) einmal auf Eurosport stundenlang Curling angeschaut. Seitdem finde ich den Sport interessant. Aber ich habe vollstes Verständnis dafür, dass Curling nicht 16 Millionen Deutsche vor den Fernseher lockt und in der BILD keine Pro-Curling-Kampagne läuft.
Oh, oh, da habe ich aber was ganz anderes gelernt ;-)
Private Hinterhofbolzerei lässt sich wohl kaum mit einem Profisport vergleichen der von zig Kameras und einer Batterie Schiedsrichter überwacht und gesteuert wird. Das ist wie der Vergleich zwischen Rummelboxen und Deinem geliebten Boxwissenschaftler Klitschko.
Davon ab: Ein Nowitzki hat am Saisonende 100 Spiele auf dem Buckel, ein Fussballspieler kommt nicht mal auf die Hälfte. Ich glaube nicht dass Fussballspieler eine Arbeitsbelastung wie Handballer oder Basketballer lange durchhalten würden.
Was du glaubst ist irrelevant. Fakt ist, dass Fußballer hart trainieren und 90 Minuten spielen müssen. Wir vergleichen ja auch nicht Boxen mir Basketball, 12 Runden durchfighten würde wohl auch keiner von denen schaffen. Oder Fußball und Snooker, die Snooker-Fritzen würden das auch nicht packen.
Für mich klingt es nach Verbitterung, weil mehr Aufmerksamkeit dem Fußball gewidmet wird, als anderen Sportarten. Mich interessiert z.B. weder Basketball, noch Eishockey oder American Football. Fußball schaue ich auch nur EM/WM… würde gerne mehr Tischtennis, TKD und KB/K1 sehen.
Genau deshalb wäre es Aufgabe der ÖR im Sinne der “Grundversorgung” auch diese Sportarten zu zeigen, wenn sich für die privaten Sender der Rechtekauf wegen geringer Einschaltquoten nicht lohnt. Genau dafür haben wir die ÖR doch. Warum hier hunderte Millionen Euro an Steuergeldern für Fussballzusammenfassungen verbraten werden müssen – die übrigens auch von Werbungen unterbrochen werden – wenn das genauso gut bei den Privaten laufen könnte und würde, erschließt sich mir nicht. Alleine für die Rechtekosten der Sportschau ließen sich Deine Wunschsportarten aber drei Mal einkaufen.
Jaja “der Kaiser” glaubt doch immer noch das Basketball ne Körperlose Sportart ist. Keine Ahnung vielleicht versteht der darunter ja auch ne völlig andere Sportart, als die, die in der NBA gespielt wird.
Danke, das musste mal gesagt werden. Was die Präsenz verschiedener Sportarten betrifft, sind die Staaten doch deutlich heterogener.
Da täusch dich mal nicht. Die ganzen Unterbrechungen und Pausen helfen den Spielern doch deutlich. Ermüdungserscheinungen der Muskeln wie Krämpfe habe ich im Basketball jedenfalls noch nicht gesehen. Aber dennoch 90 Spiele + Playoffs pro Saison ist aller Ehren wert. Am meisten Respekt hab ich persönlich ja vor den Schwergewichtsboxern von früher, die noch über 15 Runden geboxt haben.
“UFC”? Ultimate Fighting? Willkommen im Fight Club ;-)
Kein Wort über den Fight Club!
Du hast gerade die erste und zweite Regel verletzt.
danke! Ich fand´s schon unbegreiflich wie die fußballuninteressiertesten Leute Männer-WM-Fußball gucken konnten. Dabei noch Kommentare abgebend, die mich rasen ließen vor innerer Wut! Und nun gucken und diskuttieren die gleichen, von jeglichem Fußballverstand Befreiten Frauen-WM-Fußball! x-(
http://www.youtube.com/watch?v=otHLueu0uYQ
Wenn man sich schon nach dem alten Mario sehnt…;-)
Grüße
Those were the days ;-)
Heute würde ich mich sogar nach so einem Kotzbrocken wie “Effe” sehnen ;-)
Effenberg ist wirklich widerlich (‘Weil viele vom Arbeitslosengeld offensichtlich so gut leben, dass sie keine Lust haben, morgens früh aufzustehen und bis in die Abendstunden zu buckeln, nur damit sie am Ende des Monats schlappe hundert Euro mehr auf dem Konto haben.’ ).
Was mir nicht nur im Fußball fehlt, sind ehrliche Momente wie dieser:
http://www.youtube.com/watch?v=V0xIECkaMVA
Es gab nur eine “Tante Käthe”.
Grüße
Heute gibt es beim DFB nur noch geföhnte Models für Pflegeprodukte á la Jogi Bierhoff, die auch gendertauglich und sponsorenfreundlich sind.
Da liebe ich doch “alte Kauze” wie Hans Meyer ;-)
Oder Tante Kaethe … ;-)
Ach, es war ab und an lustig Effe und Basler im Münchner Nachtleben zu beobachten wenn Du ihnen über den Weg liefst, der eine war Kettenraucher und der Andere verprügelte in der Schicki-Disco P1 schon mal andere Gäste wenn die es wagten “seinen” Tisch zu belegen der ihm dank seiner gottgegebenen Großartigkeit allzeit zustand.
Ich habe den Eindruck die Jungs heute sind professioneller, das macht sie natürlich auch glatter und besser vermarktbar. So ein Lahm ist doch harmlos und sieht stets aus wie ein Achtklässler auf Klassenfahrt, ein Traum für alle Werbefritzen und Sportfunktionäre.
Sonntagsschüler werden nicht Weltmeister. Landsknechte werden Weltmeister.
Ein hammer noch: Trappi, die Legende
http://www.youtube.com/watch?v=OCFj9lf8IQE
Hach, waren das Zeiten! ;-)
Grüße
Jens, you made my day….
ride safe …666
Danke Jens.
Ich sah eine Halbzeit des Spiels Schweden – Korea und muss sagen, dass die Frauen technisch gar nicht mal schlecht waren. Gute, steile und kreative Pässe kamen an, es wurde gedribbelt, es wurde kombiniert usw.
Das Spiel war trotzdem langweilig und zwar wegen der Physis der Frauen – es gab keine Schüsse von außerhalb des Strafraumes, Abstöße der Torwärterinnen kamen nicht bis zu Mittellinie, Tempo war, wie man es aus seltenen fußballerischen Vorkriegsfilmaufnahmen kennt. Weitere Spiele gucke ich mir nicht an.
Spricht mir aus dem Herzen, denn dieser Hype für Frauenfußball im Fernsehen ist doch reine Heuchelei. Da wird dann in epischer Länge eine Frauenfußball WM übertragen und bejubelt, weil die Frauen ja bis zum Erbrechen emanzipiert sind, dieselben Frauen, die Fußball spielen, sind in der Werbung die Heimchen am Herd, die erst begeistert sind, wenn die Küche glänzt. Für mich ist das nur ver4logen und Frauenfußball sieht auch nur merkwürdig aus!
So emanzipiert dass sie Versicherungen verkaufen oder Nutella futtern dürfen sind sie vermutlich noch nicht, das müssen weiter Lehmann und Co. in gewohnter Seriösität erledigen.
Verlogen ist so Einiges an dieser Veranstaltung, z.B. einen vorrangigen Lesbensport als sexy-heterosexuell umzu”branden” für bessere marketing performance, das Alles geplant von einer Organisation alter Männer die vierzig Jahre alles in ihrer Macht stehende getan hat um zu verhindern dass Frauen überhaupt an dieser exklusiven Sportart des starken Geschlechts teilnehmen dürfen.
“Nun ja, bei der Leichtathletik gibt es natürlich auch ästhetische Momente.” (Spiegelfechter)
Achso, wenn die Fußballfrauen ein wenig attraktiver wären, oder wenigstens im kurzen Tennis-Röckchen auflaufen würden, ja dann würde der Herr Berger über deren Leistungsdefizite hinwegsehen. Dann würde der auch nicht Frauensport mit Behindertensport relativieren. Aber so… so geht das einfach nicht…
Mich interessiert übrigens Fußball im allgemeinen eher weniger. (Oder Boxen. Oder Curling. Oder Tennis. Oder Formel 1. Oder oder… dafür finde ich z.B. Geräte- oder Bodenturnen beeindruckend.)
Warum das Medien-Kommerz-Trärääh beim Frauenfußball aber auf einmal kritisiert wird, bei den Männern aber zumeist hingenommen wird, erschließt sich mir nicht.
Na ja, es geht ja auch um die Bewegungsästhetik. Aber lassen wir das, ich bin nun mal ein unbelehrbarer Connaisseur ;-)
“ich bin nun mal ein unbelehrbarer Connaisseur”
Ist das:
A: Jemand der viele unverständliche Fremdwörter verwendet ?
Oder:
B: Jemand der Hunde rasiert ?
Oder:
C: Jemand der Abends gern Jack Daniels mit Cola trinkt und dann Unfug in Blogs postet, weil er keine Alkohol verträgt ?
Ersteres wäre die Wahrheit, zweiteres kommt mir vage in Erinnerung, wenn ich das Wort lese und letzteres wäre völlig Verständlich, Bewunderungswürdig und definitiv interessanter als (Frauen)Fußball.
*lol*
Jack Daniels mit Cola fasse ich als Geschmacksbeleidigung auf ;-)
OT: Aus aktuellem Anlass: bitte mal einen großen Steinbrück-Aufklärungartikel als Gegengift zur aktuellen Spon-”wählt-Steinbrück”-Kampagne von Gathmann und Co.
Die waren doch sogar im Playboy, da Hugh Hefner für die Weiblichkeit das darstellt was der Papst für die Religion ist, hast Du unsere Spielerinnen ab sofort per ordre de mufti sexy und anziehend zu finden.
Gut :-)
>>>>nur die falschen Leute.
behaupten tu ich das ja nicht. aber es scheint fast so. sorry
Tääst.
Frauenfussball ist furchtbar.
Noch furchtbarer als Männerfussball.
Jeah,mein Erdhörnchen mit den diggn Eiern funzt.
Mfg
A propos Basler: Kantige Typen sind auch parodierfähig:
http://www.youtube.com/watch?v=4-yx-P2HEDI
Reiner Kröhnert parodierte hier Erich Böhmes “Talk im Turm” mit den Gästen: Hans-Jochen Vogel (SPD), Peter Hintze (CDU) und Mario Basler.
Die köstliche Aufnahme ist rund 15 Jare alt und immer noch sehenswert. ;-)
Grüße
Die einzig sinnvolle Lösung für die Unterbindung solch chauvinistischer Artikel scheint mir die Einführung einer BlogleserInnen Quote zu sein.
Schäme Er sich für die Entweihung unserer derzeit heiligsten Kühe.
genau, auf keinen Fall sollen im Frauenfußball Kühe entweiht werden. Man muss ja auch mal an die Kinder denken.
Ich hab Fußball oft aber meistens lieber im Hintergrund laufen. So schlecht find ich die Frauen WM auch nicht. Ich hab bisher aber auch nur 25 Minuten live über rojadirecta.es geschaut, weils hier nicht im Fernsehen läuft. Ab dem Viertelfinale wirds sicher spannender. Die Spielerinnen inklusive Trainerin wirken in jedem Fall sympathischer, näher und intelligenter als bei den Männern.
Es ist jedenfalls nicht schlechter als der zeitgleich hier laufende Copa America. Das 1:1 des WM-Vierten Uruguay gegen Peru hab ich jedenfalls wg. – mal wieder – zu defensiver Taktiken und chaotischen Rumgebolze ausgeschaltet. Brasilien gegen Venezuela (0:0) war ein Witz. Paraguay gegen Ecuador (0:0) ging so. Argentinien gegen Bolivien (1:1) bezog seine Attraktivität aus der bolivianischen Führung und weil in Chile da natürlich das ganze Restaurant lautstark
mit den Bolivianerngegen Argentinien mitfieberte.Einziger Hoffnungsschimmer ist echt Chile nach dem erkämpften und -spielten 2:1 gegen fiese Beton-Mexikaner. Das 1:0 der Kolumbianer gegen Costa Rica muss auch schrecklich gewesen sein. Costa Rica sollte sowieso für mindestens 10 Jahre von der FIFA gesperrt werden, weil diese Oberliga-kompatible Truppe ständig auf 2 Kontinental-Meisterschaften (Conmebol und concacaf) und sämtlichen Weltmeisterschaften die Vorrunden verschlechtert.
Fußball ist halt über weite Strecken langweilig zum angucken und lebt IMMER vom Hype der Medien und der Zuschauer.
Also wenn man die interessantere Alternative zur Weiber-WM (nicht sexistisch gemeint, ist einfach nur eine Alliteration :P ) sucht, dann sollte man schon mal die U-17 WM in Mexiko erwähnen. Die gucken ernsthaft interessierte Fußballfans ohnehin deutlich lieber als dieses grässliche vierjährliche Massenevent, das letztes Jahr in Südafrika stattfand. Wahre Fußballfans schauen ohnehin lieber Vereinsfußball.
Im Übrigen ist Boxen auch nicht tot, es findet (auch schon seit einigen Jahren) im Mittel- und Weltergewicht statt!
Das mit dem Eichhoernchen versuch ich dann auch mal. Und zum Thema Connaisseur: Kenner, Genießer, Feinschmecker. Im Zusammenhang mit Frauenfussball? Aeh ja. Interpretationsspielraeume bleiben.
Spiele von Nationalmannschaften sind im Schnitt immer eine Ecke schlechter, weil die Teams nicht eingespielt sind und der Trainer oft nicht wegen seiner Kompetenz sondern wegen irgeneinem nationalen Proporz ernannt wird (ich sag nur Maradona!). Da wird viel improvisiert. Darum sieht Messi auch oft so scheiße aus bei der NM. Wem es um den Fußball und nicht um die nationale Besoffenheit geht, der schaut Liga.
Danke Jens, man traut sich ja kaum ;). Meine Frau sieht das analog, und schaut sich, so gerne sie Herren-Länderspiele anschaut, keinen Frauenfußball an. Ihre Lästerungen könnten von einem Mann stammen.
Aber hey, Du hast die U17 WM in Mexiko vergessen, wo “unsere Jungs” im Halbfinale stehen.
Wenn die Mädels wenigstens nackt spielen würden, würde ich mir ja vielleicht so ein Spiel anschauen… aber so….. :-(
Oder zumindest wie cheerleader angezogen!
Das einzige was mich an dem Artikel wirklich stört ist die Behauptung man dürfe nichts gegen die Frauen-WM sagen. Da werden einfach aus dem Himmel Tabus hergezaubert. Hat nur noch gefehlt, dass am Ende steht “Das wird man ja wohlnoch sagen dürfen”. Dennoch stimme ich mit der Kernaussage absolut überein.
Zum Beweis, dass durchaus auch kritisch veröffentlicht wird (sogar bei der sz, also nicht in einem unbedeutenden Medienorgan):
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/35871
Na endlich mal (wieder) ganz unkorrekt. Weiter so! Wünsche ich mir auch bei anderen »klassischen Themen«.
Also ich kenne viele Personen, die sich für die Frauen-Fußball-WM interessieren. Mich eingeschlossen. Vor zehn Jahren war die Frauen-EM schon mal in Deutschland, da war der Hype noch nicht so groß. Ich war beim Eröffnungsspiel, die Stimmung war super, das Stadion überhaupt nicht ausverkauft, die deutschen Mädels haben nach Rückstand noch 3:1 gewonnen und spielerisch war das sehr ansehnlich. Man könnte also auch sagen, ein bisschen haben sich die Fussball-Mädels den Hype in den letzten zehn Jahren mit ihren Erfolgen auch erarbeitet. Und irgendwie ist das ja auch eine “junge” Sportart, das da das Niveau durchwachsen ist, nun, man muss sich ja nicht alles ansehen. Bei den Männer-Meisterschaften ist auch viel Grütze dabei, und ich will gar nicht vom Nivau vieler Bundesliga-Partien reden, zu denen jedes Wochenende 400.000 Leute pilgern und die aber nur im 3-Minuten-Zusammenschnitt unterhaltsam sind, und über deren “Bedeutung” schweige ich besser.
Und ja, ich gehöre auch zu denen, die es “geil” finden, wenn die Potsdamerinnen dreimal in Folge Meister werde und nicht die Geld-Mädels aus Frankfurt/Main, ganz zu schweigen vom Ost-West-Faktor ;-) Es gibt eben Sport-Begeisterte Menschen. Punkt. Da eine Chauvie-Kolumne draus zu machen, ich weiß nicht. Manchmal ist eine Banane nur eine Banane. Und zu Olympia sehe ich mir auch Sportarten an, die ich sonst immer ignorieren und grad in den Randsportarten bin ich in der Lage, mich mit den Siegern mitzufreuen. Soll ich mich jetzt schämen gehen, weil ich auf die Verarscher vom IOC reinfalle und mir tatsächlich Sport im Fernsehen ansehe?
Von einer blanken “Alles-Kommerz-und-Verarsche”-Meinung halte ich eher wenig und bin auch etwas enttäuscht, dass hier so wenig Substanzielles in den Kommentaren steht. Gibt so viel Berichtenswertes… Doping beim Radsport, Outing von Homosexuellen beim Fussball, das unteriridische Niveau vieler Sportreporter, die übertriebene Berichterstatung auf GEZ-Kosten, meinetwegen auch “Brot-und-Spiele”-Ansätze in Sachen Doofhalten der Bevölkerung (Warum gehen eigentlich 400.000 zur Bundesliga, aber kaum einer zu den Montags-Demos?), also man kann da journalistisch schon mal einiges machen. Aber bis jetzt sieht das hier leider nur nach Stammtisch aus… Sport ist mehr als Beckenbauer und Klitschko. Alles in die Nationalistische Ecke schieben, ein bisschen billig. Zumal die Fußballmädels sympathischer sind als die Millionarios aus der Männer-Ecke. Geld verdirbt eben doch den Charakter und die Männer bekommen mehr davon… Siehe die Sieg-Prämien…
Stattdessen wird der Artikel dafür gefeiert, politisch unkorrekt zu sein. Als wenn das ein Kunsstück ist. Vermutlich fahren die Fußballerinnen in den Bussen auf AUTOBAHNEN vom Hoten zu den Spielen. Und der Hype um die WM in den Medien hat auch was von GLEICHSCHALTUNG. ;-)
Danke, schöner Artikel.
Die Damen (oder Herren) sollten Inkognito spielen, in Burkas, immer rot gegen blau. Und am Ende des Spiels wird aufgelöst, wer gegen wen gespielt hat. Dann würde sich zeigen, wer sich für den Sport interessiert.
Kann man aber auch so totsicher prognostizieren: Keine Sau.
Behauptung: Worum es den meisten, lustigerweise vor allem den weiblichen (so zumindest meine persönliche Erfahrung), Zuschauern geht, wurde hier schon wunderschön von r_surfer in Worte gepackt: nationale Besoffenheit.
Warum finde ich das irgendwie bisschen ekelhaft? Kann sein, dass mir durch bürokratische Binationalität und gefühlte Anationalität einfach das orgiastische Gefühl des STOLZES auf UNSERE Jungs und Mädels auf ewig versagt bleibt und ich nur neidisch bin. Vermutlich sogar…
Einfach nur Kopfschüttel. . .
Durchaus relevantes Thema – Formen der inszenierten Volksverblödung. Und ja, grausames Gebolze. Ich wurde kürzlich mit vorgehaltener Waffe gezwungen, ein “Spiel” anzusehen (das, wo die eine Spielerin im laufenden Spiel mit dem Ball in der Hand im 16er rumgestanden ist, ohne dass es wer bemerkt hätte (die KommentatorIn selbstverständlich auch erst (lauthals) in der Zeitlupe)). Was aber interessant war: Wenn aus Versehen eine nicht ganz so attraktive Spielerin (wenn sie zum Beispiel aussieht wie, wie, wie Frank Ribery zum Beispiel) als close up gezeigt wurde – was ja eigentlich egal sein sollte, wenn es denn tatsächlich rein ums Sportliche geht – wurde ganz schnell weggeschnitten. Wegen der verlogenen Vermarktungsstrategie.
Und btw. die fr-online hat es scheinbar so gemacht, dass Artikel zu diesem “Sportereignis” erst gar nicht kommentiert werden können.
Ich kann in diesem Zusammenhang nur den Blog von Jens Weinreich empfehlen, speziell seine Aufklärungsarbeit über unerträglichen Machenschaften der fifa. Und dann gibt es ja auch noch das “fick fufa” tshirt, das man tragen kann und gerade jetzt wieder tragen sollte. Und natürlich, meine Herren, auch bei der nächsten EM.
es ist so herrlich unkorrekt, die Frauen WM nicht zu mögen – dass ich besser nicht weiterschreiben sollte ….
wenn ich nun aber ehrlich bin, fand ich den kicK der Frauen bei dieser WM ganz ordentlich: taktisch modern (abgesehen der Brazilieras), schnell, aggressiv und nicht weniger spannend als bei den Jungs.
also ich war positiv überrascht …
Früher (ein paar jJhre zurück) hatte ich auch schon gelegentlich in Spiele der Frauen hineingeschaut, als Bild und Co das noch nicht auf der Matte hatten, und ich fand es genau so, wie es Jens heute beschreibt: einfach unansehbar .
Meiner Ansicht nach hat sich da vieles verändert und ich werde mir – trotz Medienkampagne – diesmal noch das eine andere Spiel anschauen.
und nicht vergessen: die Mädels dürfen erst seit 40 Jahren wieder offiziell in Schland kicken (Am 31. Oktober 1970 hob der DFB auf seinem Verbandstag in Travemünde das Frauenfußballverbot wieder auf. aus Wikipedia)
viele grüße & macht weiter so
Sven
Frauen durften “offiziell” immer Fußball spielen. Nur eben nicht in DFB-Vereinen.
Und dann waren da z.B. Leichtatlethikweltmeisterschaften und Olympische Spiele mit Wettkämpfen für Frauen und Wettkämpfen für Männer.
Und niemenad kam auf die Idee z.B. bei den 100, 200, 400 oder 800m oder den Hindernissläufen zu behaupten die Frauen Wettbewerbe sind langweilig und im Vergleich zu den Männerläufen langweilig und doof … weil da eine Sekunde unterschied auf der Uhr zu erkennen ist … oder das beim Speerwerfen die Frauen ja viel kürzer werfen als die Männer. Das Frauen beim Hochsprung nicht so hoch springen wie Männer. Das Frauen nicht so schnell schwimmen wie Männer.
Das Männer nicht so toll im Synchronschwimmen … oh … halt … da war was …
Die Vergleiche hinken natürlich gewaltig. Wir reden hier von Mannschaftssportarten, deren Attraktivität im Spitzensportbereich vor allem aus Technik, Strategie und Taktik besteht. Wenn Du schon vergleichen willst, dann nehme doch lieber Handball, Eishockey oder Basketball. Ich hatte mir mal einen Frauen-Eishockeyspiel angeschaut und fand das doch arg drollig.
So völlig daneben finde ich den Vergleich jetzt nicht.
Im Hochsprung etwa gibt es massive Unterschiede zwischen Männern und Frauen, da springt ein durchschnittlicher (männlicher) College-Sportler technisch sauberer als die Olympiasiegerin – und das gilt beinahe für alle technischen Disziplinen. Ich würde so weit gehen zu sagen dass es mehr brauchbare weibliche Eishockey-Spielerinnen auf der Welt gibt als etwa Stabhochspringerinnen – obwohl man sich weder das eine noch das andere anschauen kann, wenn man mal gesehen hat, was mittelprächtige Männer so praktizieren.
Noch einmal zur Betonung, es geht mir nicht um die quantitativen Leistungen, sondern um die qualitativen.
Du vergleichst nicht Mannschaftsportarten, du vergleichst Leistung von Männern mit Leistungen von Frauen wo es nichts zu vergleichen gibt.
Es gibt halt keine Fußballweltmeisterschaft Frauen gegen Männer Mannschaften …
Sollte es vielleicht mal geben. ;-)
Mfg
Genau das passiert, zwei Teams spielen gegeneinander – und zwar der Weltbesten Frauen und nicht “mal ein” paar Teams.
Aber Geld spielt natürlich auch eine Rolle. Bei Mannschaftsportarten, die auf ähnlichem Professionaliserungsnievau sind, wirst du diese Unterschiede nicht so deutlich sehen.
Ja, ist schon merkwürdig, dass Frauen eine andere Physiognomie als Männer haben und man sollte sich da echt beim lieben Gott beschweren, dass Frauen beim Rennen, Werfen, Schießen wie Mädchen rennen werfen und schießen.
Fehlt eigentlich nur noch: “Warum können Frauen nicht intelligent und schön zugleich sein…. weil sie dann Männer wären.”
Boah, das ist doch nur noch schlecht. Und wenn Frauen dann Muskeln wie Männer haben, weil sie mal so richtig trainiert haben (Williams-Schwestern beim Tennis), dann wird das als anormal betrachtet…
Wer sich das gestrige Spiel angesehen hat, der musste sich wenigstens keinen sterbenslangweiligen Stehfußball antun, wie man es vom Herren-Fußball mittlerweile – leider – schon gewohnt ist.
Was mich aber stört ist die Reduktion der Spielerinnen auf ‘die Mädels’ und ‘guck mal wie nett die spielen’ in den Kommentaren und Kritiken vieler Online-Medien (z.B. sueddeutsche.de und sponline.de um mal nur zwei zu nennen).
Wer es nicht ernst nehmen kann oder will, soll es einfach ignorieren und die Klappe halten.
Was mir im übrigen generell – also auch abseits der jetzt Laufenden fifa-Werbeveranstaltung – beim Frauenfußball aufgefallen ist: es wird weniger rumgejammert und auf dem Boden gerollt.
@bernhard
“Wer sich das gestrige Spiel angesehen hat, der musste sich wenigstens keinen sterbenslangweiligen Stehfußball antun, wie man es vom Herren-Fußball mittlerweile – leider – schon gewohnt ist.”
Hast du mal Spiele des FC Barcelona angeschaut? Stehfussball?
Fussball der Männer (jedenfalls in der absoluten Weltspitze) ist schnell,kreativ, spielerisch komplex,zielführend,Zweikampfstark,harmonisch etc.Wenn Barca(teilweise auch Dortmund) zum Tanz bittet ist das Poesie und absolute Hingabe kombiniert mit Cleverness und vollkommener Teamarbeit.
“Was mir im übrigen generell – also auch abseits der jetzt Laufenden fifa-Werbeveranstaltung – beim Frauenfußball aufgefallen ist: es wird weniger rumgejammert und auf dem Boden gerollt.”
Das Zweikampfverhalten beim Frauenfussball ist teilweise auch unterirdisch.Es macht ein Unterschied ob dich Terry oder Bresonik tackelt.
Ich glaube, hier ging es um Wettkämpfe von Nationalmannschaften. Und das ist mit wirklich ganz, ganz wenigen Ausnahmen Stehfußball bei den Männern. Spiele mit Brasilien, Italien, Deutschland, Frankreich, England, etc. pp. kann man sich bei den Männern wirklich nicht anschauen. Klar, die Frauen spielen sehr viel schlechter, aber zumindest spielen sie …
@Hotte
Mir ging es eigentlich um WM- und nicht um Liga-Fußball. Wenn Du Dich an die letzte fifi-Herren-Fußball-WM (sic) erinnerst, kannst Du mir vielleicht zumindest teilweise zustimmen, was den Stehfußball anbelangt (oder auch nicht)
Klar macht das einen Unterschied, auch beim getackelten, somit gleicht sich das auch wieder ein wenig aus.
Aber auch für Terry macht es einen Unterschied, ob er Drogba oder Grings tackelt (in dem Fall satte 20cm und einige Kilo Körpergewicht).
Waren die Spiele bei der Letzten Männer Wm den so schlecht?
Gut das Finale, auch das 2006 war jetzt nicht der Hammer, aber was ist mit Deutschland Argentinien oder Deutschland England, auch bei der Euro 2004 und 08 gab es super Spiele.Holland-Tschechien,Deutschland-Portugal,Deutschland-Turkei,Holland-Italien,Russland-Holland.Auch das WM Halbfinale 2010 zwischen Uruguay und unseren Nachbarn war jetzt sicher kein Stehfussball.
“Klar macht das einen Unterschied, auch beim getackelten, somit gleicht sich das auch wieder ein wenig aus.
Aber auch für Terry macht es einen Unterschied, ob er Drogba oder Grings tackelt (in dem Fall satte 20cm und einige Kilo Körpergewicht).”
Das Zweikampfverhalten beim Frauenfussball ist auch relativ zu den Männern lange nicht so gut.Wenn die Frauen so Tackeln würden wie die Männer(und ich meine das jetzt realtiv(also bezogen auf Frauen)) gäbe es da auch mehr vermeintliche Schauspielerei.
Jens, eines muß man dir lassen, du bist ein sehr guter “Schreiber” mit Phantasie.
Ich habe sehr geschmunzelt und gelacht beim lesen deines Artikels.
Den Artikel konnte man mit einer Leichtigkeit lesen, frei nach Erich Kästner: Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen büffeln.
Frauenfußball gucken macht Spaß. Der Einwand, dass sie gegen ein Herrenteam nicht gewinnen könnten, ist bei fast jeder Sportart berechtigt und würde bedeuten, wir zeigen keine Sportarten mehr im Fernseh, die Männer und Frauen machen. Was ist das für ein Unsinn!
Das schöne am Fußball (wenn man sich dafür interessiert) ist ja der Kampf zwischen zwei Teams und da bietet die diesjährige WM deutlich mehr Spannung als die Vergangenen. Es ist ein Wettkamf zwischen den weltbesten Frauenfußballteams, nicht mehr und nicht weniger, wer sich nicht Fußball interessiert, guckt halt nicht.
Was man halt nicht erwarten kann sind Hooligans und “männliches Verhalten” auf dem Platz oder der Tribüne. Das düfte den meisten “Fußballfans” eher fehlen. Mir nicht.
Aber den Hype von, wegen Sommermärchen, finde ich auch überzogen.
Und die miesen sexistischen Anspielungen (auch hier) sind zum kotzen, betreffen mich zum Glück aber nicht. Als Fußballerin würd mich das mehr ärgern, als das gejammer darüber, das Frauen schlechter Fußball spielen.
Volle Zustimmung.
Diesmal schwacher Artikel vom Fechter.
Aber sind ja noch 33 Spieltage, die Form kommt schon noch. ;-)
In anderen Sportarten wird man aber auch nicht penetrant damit belästigt, um wieviel besser die Frauen im Gegensatz zu den Männern doch wären und da wird auch nicht mit so dummen und sexistischen Sprüchen wie “3. Platz ist was für Jungs” geworben.
Dann schaun wir mal.
Yeah,mein erster auf einem Smartphone verfasster Beitrag überhaupt.
Dat Teil kann mehr als mein letzter Computer. :-))
Mfg
Hallo,
dann oute ich mich auch mal: Ich finde Fußball per se sterbenslangweilig, egal ob da nun Mädels oder Jungs durch die Gegend hampeln. Grotesk überbezahlte Berufssportler, werden von Leuten weahlweise bejubelt/ausgebuht, die schon beim Treppen Steigen aus dem letzten Loch pfeiffen.
Und nu?
Im Bundestag wird heut übrigens über die Panzerlieferungen “diskutiert”.
Schaut Frauenfußball!, liest man nun an jeder Ecke. Was für eine potente Werbeinitiative doch vor diesem stieftöchterlichen Ableger dieses Sports steht! Mit allen Mitteln wird geworben, in jeder Branche versucht man abzustauben, ein zu stillendes Bedürfnis, das bislang kaum jemand verspürte, zu forcieren, um neue Märkte zu erschließen und Absätze zu türmen. Direkte Werbepartner bieten Frauen-WM-Bahntickets an und werben auf ihren Plattformen, in ihren Werbespots für dieses Ereignis im eigenen Lande. Was auf wenig Gegenliebe stößt, wird mittels Werbung liebenswert gemacht – jedes Mittel ist hierzu recht…
http://ad-sinistram.blogspot.com/2011/06/nachfrage-mit-titten-steigern.html
@xxx und Roberto J. De Lapuente
“Der Islam salafitischer Prägung spielt in Saudi-Arabien eine große Rolle” (Wikipedia)
“Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Boris Rhein (CDU), fordert ein härteres Vorgehen gegen islamistische Salafisten. „Die salafistische Ideologie ist ein Dreh- und Angelpunkt für diejenigen, die sich am sogenannten Heiligen Krieg beteiligen wollen“, sagte der hessische Innenminister Morgenpost Online. Was Salafisten predigten, sei in höchstem Maße verfassungswidrig” (Morgenpost.de, 21.6.2011)
Während Salafiten in Deutschland als verfassungswidrig eingestuft werden, sind Panzerlieferungen nach dem salafitischen Saudi Arabien kein Problem. Hauptsache gut für’s Geschäft.
Frauenfussball ist auch gut für’s Geschäft. Man erschliesst neue Kundengruppen (z.B. bisher nicht so sehr fussballinteressierte Frauen), erhöht die Einschaltquoten und erzeugt somit teurere Werbesekunden.
Hallo Roberto :)
Ich muss sagen, dein Artikel zu dem Thema wesentlich zielführender ist als jener von Jens.
Gut, vermutlich war das seitens Jens auch nie Ziel. Höchstwahrscheinlich sogar, wenn ich den Text noch einmal überfliege…
Auf jeden Fall vielen Dank Roberto. :)
Ich hab mir gestern mal, wenigstens ein Weile lang, das Spiel Deutschland – Frankreich angesehen. Ich war enttäuscht, denn ich hatte, was die Qualität anbelangt, mehr erwartet.
Natürlich wusste ich schon vorher, dass das Niveau nicht an das der Männer heranreicht. Ich hatte mir aber erhofft, dass die spielerischen Mängel der Spannung nicht notwendigerweise abträglich sein müssen. Tore fallen ja auch und nicht zuletzt aufgrund von Fehlern. Bei mir hinterliess das Gekicke aber einen ziemlich chaotischen Eindruck.
Ständig spritzt der Ball bei einem Pass zwei Meter vom Fuss weg, was dann zum Ballverlust führt. Die technischen Mängel, insbesondere bei der Ballannahme führen zu ständigem Ballverlust, obwohl meist einige Zeit da wäre, um den Ball anzunehmen und zu kontrollieren. Spielübersicht ist kaum zu sehen. Meist wird der Ball nach vorne gedroschen und von der Verteidigung postwendend zurückgeballert. Abgesehen davon sind die Tore zu gross für Mädels mit einer Körperlänge von 1.70 m.
Fazit: Das Niveau des Frauenfussballs ist sehr bescheiden. Die technischen Mängel und die geringe Athletik führt nicht zu grösserer Spannung, sondern zu planlosem Gekicke im Mittelfeld. Die Entstehung der Tore wirkt zufällig.
Ahm, ach ja, es ging doch um Fussball, nicht wahr?
Na, das erzähl mal einem Pierre Littbarski (1,68m) oder Thomas Häßler (1,66m) ;-)
Ja, die waren beide exzellente Torhüter…
Genau, “Litti” und “Icke”, was waren gegen diese beiden legendären Super-Torsteher ein Sepp Maier, “Toni” Schumacher oder Olli “der Titan” Kahn… ;-)
Grüße
Bei solchen Kommentaren kommt man aus dem fremdschämen gar nicht mehr raus. Hilfe :D
Was seid ihr doch für freudlose Meckerpötte hier :-)
Als Turnier-Fußballgucker kann ich nur feststellen, daß die aktuelle WM genauso attraktiv ist, wenn nicht sogar noch attraktiver als es die Herrenausgabe trotz des angeblich ‘wesentlich höheren Niveaus’ schafft.
Das gestrige Spiel war Fußballspaß pur. Wer nörgeln möchte, darf das selbstverständlich machen. Wenn’s denn so toll ist :-)
Das Marketing-Spektakel ist doch superinteressant. Wie werden die Mädels dargeboten im Vergleich zu den Männern?
Im Bereich der Pressekonferenzen und Interviews machen sie einen wesentlich besseren Eindruck als beispielsweise ein Lukas Probolski, dem ich von Herzen gönne, daß man ihn nur noch Fußball spielen läßt und zu keinen Interviews mehr zwingt. Immerhin ist Würde ein wesentlicher Grundwert, jedenfalls offiziell.
Meine Wunschvorstellung zur Optimierung des ansonsten todeslangweiligen Fußballsports besteht in der Einführung einer Frauenquote für jedes Profi-Team.
5 Feldspieler und Feldspielerinnen, eine Halbzeit ne Frau die andere Hälfte ein Kerl im Tor.
Die Auswechslungskontingente bleiben die selben aber pro Geschlecht, also doppelt so viele Auswechslungen möglich.
Schiedsrichterteams ebenfalls in 50:50-Quote
So gäbe es nur noch Quotenfrauen und Quotenkerle, sodaß sie niemand mehr beleidigt fühlen muß. (ließe sich auch für die DAX-Vorstände am geschmeidigsten so regeln)
Das wäre mein Vorschlag zum Steigern der Emanzipation der Geschlechter. (Ansonsten befürworte ich alternativ das Matriarchat)
@ SF
Funktionieren die Grundwerte überhaupt ohne Positivdiskriminierung? Mal drüber nachgedacht? Oder schadet das der Karriere als Mietfeder?
Amüsant, aber “Fussi” ist doch eigentlich (und das Thema damit) tot. Spielst Du noch?
Leider lange nicht mehr. Erst Familie als Hemmschuh, dann Frühvergreisung als endgültiges Aus. Pech gehabt, dank h4 jetzt nur noch zu ungeliebten Diaspora zählend, die zwar ohne Brot aber mit Spielen dann Askese übt ;-)
Setz mal die lila Brille ab, dann scheint vielleicht wieder die Realität durch.
Hallo,
ich habe mir jetzt kaum Kommentare angeschaut und gelesen, was ich sonst meist immer zu 100% tue, weil ich die Diskussion spannend finde. Meistens kommt dann auch kein Kommentar von mir, weil ich nur bedingt einen Überblick habe (den erarbeite ich mir ja in Blogs wie diesem hier und anderen journalistischen Medien). ABER ein Statement möchte ich trotzdem los werden.
Ich habe mir gestern auch ein Spiel der Frauen-Fussball-WM angeschaut. Mein Mitbewohner fragte mich noch im vorrübergehen verächtlich, ob ich mir jetzt tatsächlich Frauenfussball anschaue. Im Grunde genommen wollte ich nur meine Aufnahmefunktion und meine neue externe Festplatte testen. Dumm nur, dass ich deswegen den Kanal nicht wechseln konnte.
Dumm nur? Nö eigentlich nicht. War spannend und hat Spaß gemacht zuzuschauen. Sicherlich kann man das atlethische Endprodukt nicht unbedingt mit Männerfussball gleichsetzen, aber ich habe doch tatsächlich mal intellegintes Taktieren und spannende Spielzüge gesehen, die man bei der verganenen WM der Männer nicht sehen konnte. Spieltechnisch gabs natürlich im Vergleich zur Männerliga einige gravierende Schwächen und auch die Geschwindigkeit hat da noch gefehlt. Aber man sollte auch berücksichtigen das ein Sport einhergehend mit seiner Öffentlichkeitswirksamkeit immer mehr profiliert. Ich denke in ein paar Jahren wird das Leistungsniveau in Länderspielen der Frauenprofiliga immer mehr an das Niveau der Männer herankommen.
Was ich damit sagen will ist eigentlich nur folgendes. Mein Mitbewohner hat sich ab der zweiten Halbzeit zu mir gesetzt und, wie ich, mit den Japanerinnen mitgefiebert (da warn ja auch einige fragwürdige Schitzentscheidungen dabei xD). Es ging letzten Endes um Fussball und mir hat gefallen was ich gesehen habe. Das Feeling war das selbe, wie bei den Länderspielen der Männer.
Kurz um: professioneller Frauenfussball ist eine feine Sache, der Hype auch, ich denke da vor allem an meine kleinen Nichten, die endlich mal etwas Emanzipation von der Gesellschaft vorgelebt bekommen zu der sie auch einen Zugang haben.
PS: Noch was in eigener Sache, was bitte niemand auf die Goldwaage legt. Frauenfussball ist allein deshalb schon toll, weil es drei Dinge ineinander vereint, die ich an urmännlichen Gesprächsthemen am meisten schätze: Sport, Frauen… Bier. Also das ultimative Macho-Überraschungsei
MfG Sascha
Verstehe nicht, was du für ein Problem mit den Klitschkos hast! Nur weil die mehr in der Rübe haben als die meisten anderen Boxer und ihre Gesundheit nicht für irgendwelche vor der Glotze sitzenden Assis vollends ruinieren, ist es langweilig oder was? Fußball schaust du wohl auch nur, wenn es zumindest einen offenen Bruch gibt? Ist ja geil sich am Leid anderer zu ergötzen, während man gemütlich auf dem Sofa lümmelt. Ist doch nichts anderes als die Arenakämpfe im alten Rom, Unterhaltung für den Pöbel. Lass dir doch mal auf die Fresse hauen, und stell es bei Youtube hoch, gibt bestimmt genug Leute, die an sowas gefallen finden. Respekt für eine souveräne sportliche Leistung geht dir anscheinend vollends ab. Ich finde ein Boxer, der es schafft seinen Kampf zu gewinnen und sich dabei möglichst gering zu gefährden, das ist wahres Können. Als irgendein Idiot der anderen die Ohren abbeißt. Aber klar ist ja nicht deine Gesundheit, für dein Geld verlangst du, dass die sich richtig zur Sau machen. Für wieviel Geld lässt du dir eigentlich in die Fresse hauen?
Für 5 Millionen hätte ich damit kein Problem … aber ich bin ja “leider” kein ukrainischer Box-Roboter ;-)
Schwergewichts-Boxen ist heute bei weitem nicht mehr so durchkommerzialisiert wie zu Zeiten des Tyson.
Tyson hat nebenbei ausschließlich gegen sehr viel größere Nulpen
gekämpftgewonnen als die Klitschkos (vom späten Larry Holmes abgesehen). Sobald der gegen richtige Gegner ranmusste ( Holyfield, Lewis ) gabs sofort massig aufs Maul. Cus hatte lediglich dafür gesorgt dass Tyson nur gegen Windbeutel ran musste. So wie auch ein Abraham nur glänzt wenn er gegen Kirmesboxer ran darf.Nach dem Absturz hatte Tyson dann keine andere Wahl als gegen die dicken Namen anzutreten um zumindest wieder eine Chance zu haben.
Schwergewichts-Boxen mit Boxen generell gleichzusetzen..
Naja ist ja ne Glosse.
zum glück ist der artikel kurz und würzig sonst wäre er öde. frauenfussball ist übrigens heute auch das thema bei “hart aber fair”. wird sicher wieder unglaublich schlecht, vllt zap ich mal rein.
Der Vergleich mit der Regionalliga ist mal eben voll daneben. Ich hab allein in der letzten Saison 19 Regionalligaspiele gesehen. Und ziemlich wenig kann mit dem mithalten, was die Frauen bei dieser WM zeigen.
Was mich aber mehr ärgert als ein unsinniger Vergleich ist der Zwang, dass selbst Desinteressierte nicht an sich halten können und ihre Desinteresse an der Sache kund tun müssen. Das ist wohl das Besondere am Frauen-Fussball. Dem konnte auch der Spiegelfechter nicht widerstehen. Bravo.
“Was mich aber mehr ärgert als ein unsinniger Vergleich ist der Zwang, dass selbst Desinteressierte nicht an sich halten können und ihre Desinteresse an der Sache kund tun müssen. Das ist wohl das Besondere am Frauen-Fussball.”
Was für eine Heuchelei ! Wenn es hier irgendeinen Zwang gibt, dann den, dass auch völlig Desinteressierte tagein, tagaus, mit diesem Zeug in Radio und Fernsehen traktiert werden. Man kann sein Radio ja schon anschalten, wann man will, man wird fast unweigerlich mit irgendeinem Gerede zu dieser Frauen-WM vollgetextet, dass dies vielen Menschen inzwischen einfach reicht und immer genervtere Reaktionen daraus entstehen, ist mehr als verständlich.
Ach ja?
Und warum hat dann unsere Damen-Nationalmannschaft gegen die B-Jugend des VFb Stuttgart verloren? 15, 16-jährige Jungs sind doch wohl kaum physisch soviel stärker als Frauen?
Und wenn Dir das Beispiel nicht reicht – eine Mannschaft aus der Frauenfußball Bundesliga hat gegen eine Altherrenmannschaft aus der Bezirksliga gespielt – und haushoch verloren.
;-)
Wann hast du das letzte Mal mit Verstand 15- oder 16jährige Jungs angesehen? Die wiegen locker 70-80 kg und sind einen Kopf gößer als die durchschnittliche Frau.
Neil
Wenn ich im Vorfeld der Frauen-WM dreimal taeglich lesen muss, dass der Frauenfussball besser als der Maennerfussball ist, dann noetigt mich das zu einer Korrektur, welche die Ideologie mit ein wenig Realitaet anreichert. Zu sportlich fairem Verhalten gehoert es auch, die bessere Leistung anzuerkennen, und die der Maenner ist nun mal besser, sofern nicht “emotionale Spielintelligenz” oder gendergerechte Steilpaesse als Kriterien herangezogen werden.
Es ist allerdings kein Vorwurf an die Maedels, die da spielen, sondern an all die Schreiberlinge, die mit solch laecherlichen Behauptungen irgendwem zeigen wollen, wie aufgeschlossen und modern und nebenbei doof sie doch sind. Da laesst der Spott nicht lange auf sich warten. Dieses penetrante Frauenlob ist doch sowas von altbacken, das Lob peinlich, weil nicht ernst gemeint. Ueber ein ernstgemeintes Lob freue ich mich, ueber ein falsches aergere ich mich. Eine ernsthafte, ehrliche Kritik Hat auch was mit Respekt zu tun. Naja, bei Kindern ist es was anderes, da wird schon mal ueber den gruenen Klee gelobt, und aaahm bei Frauen.
Ich habe mich bereits vor Beginn dieser Frauenfußball-WM-Endrunde auf deren Ende gefreut. Ich habe und werde mir keines der Spiele ansehen, weil sie mich in keinster Weise interessieren. Die von verschiedenen Interessengruppen durchgeführten, peinlichen Versuche, diese FF-WM irgendwie zu einem Sommermärchen Part 2 aufzubauschen, finde ich abstoßend. Wenn es nach mir ginge, wären die deutschen Frauen bereits in der Gruppenphase ausgeschieden, damit dieses gekünstelte Medieninteresse endlich vorbei wäre. So muss ich nun darauf hoffen, dass sie im Viertelfinale ausscheiden.
Und dann immer wieder diese lächerlichen Versuche der Medien, irgendwelche FF-WM-Massenbegeisterung in Deutschland oder begeisternde FF-WM-Leistungen zu finden. Warum kann die FF-WM nicht schon vorbei sein? Und natürlich hoffe ich sehr darauf, dass der FF nach der WM wieder in der medialen Versenkung verschwinden wird, aus der er kam, so dass ich endlich nicht weiter davon belästigt werde.
Was ich am FF besonders widerlich finde, sind die meiner Einschätzung nach großen Anteile des krampfhaften Versuches, dadurch die Frauenemanzipation voranzutreiben. So nach dem Motto: So, Kampfgenossinnen, lasst uns mal schauen, welche Bereiche bisher männerdominiert und beliebt sind. Aha, Fußball ist bisher eher männerdominiert und beliebt. Also lasst uns anfangen Fußball zu spielen, um in diese Männerdomäne einzudringen. Es geht sehr vielen meiner Einschätzung nach gar nicht darum, ob es den Frauen Spaß macht Fußball zu spielen. Es geht in erster Linie darum, in eine bisherige Männerdomäne einzudringen. Einfach aus einem emanzipatorischen Wahn heraus, dass Frauen zwanghaft alles machen müssen, was bisher vorwiegend von Männern gemacht wurde. Und das finde ich sooooo abstoßend. Wie gesagt, ich hoffe darauf, dass dieser krampfhafte Versuch misslingt und bald vorbei ist. X-(
Mimimimimi, die jüdisch-bolschewistisch-feministische Weltverschwörung macht sich erst in den Stadien breit und später wollen die mir garantiert noch den Schwanz abschneiden!
Ich armer benachteiligter Mann. Wie alt bist du, 14?!?
“Mimimimimi, die jüdisch-bolschewistisch-feministische Weltverschwörung macht sich erst in den Stadien breit und später wollen die mir garantiert noch den Schwanz abschneiden! Ich armer benachteiligter Mann. Wie alt bist du, 14?!?”
Danke für diesen Kommentar, “Jens”. Er zeigt sehr schön, mit welcher Aggressivität jeder behandelt wird, der die Hintergründe der krampfhaft aufgeblähten Berichterstattung über diese sportlich belanglose WM hinterfragt. Die reflexhaften feministischen Reaktionen, die du auf die völlig berechtigte Kritik von Kramer zeigst, werden von den Initiatoren der auf Hochtouren laufenden Vermarktungsmaschine dieser WM mit Sicherheit gerne gesehen und werden in diversen Werbespots ja auch ausdrücklich bedient und ausgenutzt.
Ich auch und dann hock ich in der Kneipe und im Hintergrund läuft Brasilien gegen irgenwen. Und dann schießt die ein Tor, so was hab ich noch nicht gesehen. Mit der Brust angenommen, auf den rechten Fuß abtropfen lassen auf den linken vorgeleg und rein ins Vergnügen, ohne dass der Ball den Boden berührt hat. Fand ich doch recht beeindruckend, Ich glaub ich schau mir so ab Viertelfinale doch die deutschen Spiele an.
Klingt für mich so, als hättest Du im Fernsehen die Copa America gesehen, die momentan stattfindet und auf Eurosport übertragen wird. Nach ein paar Bierchen kann man(n) sich bei solchen Kleinigkeiten schon mal vertun ;-)
Naja, Marta und Christiane können sowas schon – allerdings machen es ihnen ihre Gegenspielerinnen auch ziemlich leicht.
Ich habe des öfteren in die Spiele reingeschaut – ein Großteil der Tore fallen da, weil die Abwehr pennt.
Ich persönlich habe überhaupt kein Problem mit Frauenfußball – was mich stört ist der völlig ungerechtfertigte Medienhype, die lächerlichen Vergleiche mit dem Herrenfußball (die aber sofort des Teufels sind, wenn man darauf hinweist, daß die Damen nicht mal in der vierten Liga der Herren mithalten könnten – und zwar in keiner Weise), die regelmäßig in tumbes Männerbashing ausarten, und das keinerlei Kritik geübt wird. Selbst das übelste Gekicke, das bei den Herren in einem Medien-Shitstorm enden würde, wird bei den Frauen noch hochgejubelt. Da sitzt man vor der Glotze und fragt sich, welches Spiel der/die Kommentator(in) da gerade kommentiert.
Was ja beim Männerfussball völlig ungewohnt ist …
Klar ist Frauenfußball etwas anderes als Männerfußball – die Männer spielen viel kampfbetonter als die Frauen, weshalb es im Frauenfußball weniger Fouls und damit auch Spielunterbrechungen gibt.
Fehlpässe und Fehler bei der Ballannahme kommen auch im Männerfußball vor (überhaupt besteht der Männerfußball nicht nur aus Messi und Barcelona. Wenn bei der nächsten Männer-WM die Ukraine gegen die Schweiz spielt, wird das sicherlich wieder ein Grottenkick). Man darf aber nicht vergessen, dass die meisten Frauen keine Profis sind und auch nicht so perfekt durchtrainiert.
Aber es ist nicht zu übersehen, dass das Niveau bei den besseren Frauenmannschaften (schönes Wort, hihi) in den letzten Jahren dramatisch zugenommen hat.
Aber wo die Kritiker Recht haben, da haben sie Recht: Die Frauenfußball-WM sollte nicht für feministischen Blödsinn missbraucht werden und das künstliche Sommermärchen 2.0 finde ich auch ziemlich zum kotzen. Deshalb versuche ich den Fernseher erst einzuschalten, wenn die Hymnen erklingen und schalte ziemlich genau mit dem Schlusspfiff wieder ab. Denn das dumme Gequatsche der Reporter und Kommentatoren (egal ob Männchen oder Weibchen) und die Werbespots sind unterirdisch.
Neil
Ich habe mich im Vorfeld der WM immer über die Werbung der „offiziellen Ausrüster“ gewundert, die von der WM 2011 sprachen, da die Meisterschaften ja immer zu den geraden Jahren stattfinden. Hab es aber nicht weiter beachtet und erst kurz vor Beginn der Veranstaltung gerafft, daß es um Frauenfussball geht. Ein Beweis dafür wie sehr mich Fussball interessiert. (St. Pauli ist für mich ein gallisches Dorf, daß meine Sympathie hat :-)
Boxen habe ich noch nie verstanden, vermutlich aber auch nur, weil ich mich aus Desinteresse nicht genug dahinter klemme. Da findet wie aus dem Nichts ein „bedeutsamer“ Titelkampf statt und ich weiss nie, wie es überhaupt dazu gekommen ist, wie das ausgelost wird.
Da lob ich mir die Formel Eins. Die ist verfolgbar und ich verstehe, wie die Weltmeister zu ihren Titeln kommen. Blendet man mal den Schwachsinns-Fragensteller Kai Ebel (die Fahrer sind bestimmt häufiger genervt), erklär-verkehrt-Bär Heiko Wasser und Gerhard Delling-Pendant Florian König (Niki Lauda wäre dann Günter Netzer) aus, ist das für mich eine sehr unterhaltsame Veranstaltung. Und in der Werbung (die oft angenehm kurz ist), kann man ja eine rauchen gehen.
Liebe Grüsse aus der Unterschicht
Auch Frauen spielen Fußball. Was Wunder :-P
Laufen die Frauen eigentliche auf den gleichen Feldern wie die Maenner? Wenn ja Respekt!
Im Volleyball haengt das Netz auch nicht tiefer als bei den Herren, oder?
Schade ist natuerlich, dass es den Frauen bei Strafe verboten ist, ihre T-Shirts am Ende des Spiels zu tauschen :)
Natürlich ist es das ;-)
Obgleich man das abschaffen sollte. Dann hätte man den interessanten evolutionären Vorteil, dass die Beine der Sportlerinnen immer länger würden ;-)
*duckundweg*
Ich kann dem Versuch, Frauenfußball unbedingt mit Herrenfußball messen zu wollen, nichts abgewinnen. Frauen haben andere physische Voraussetzungen – deshalb spielen sie ja gegen Frauen. Sicher würden sie gegen ein selbst unterklassigeres Herrenteam verlieren. Na und? Klar, man kann dies mal als wahrscheinlichen Fakt festhalten, mehr aber auch nicht.
Das Spiel lebt vom “Kräftemessen” zweier vergleichbarer Mannschaften. So wie niemand in Frage stellen würde, dass der aktuelle Weltmeister Spananien gegen die 54-er Weltmeisterelf haushoch überlegen sein würde, so ist auch das Verhältnis Frauen vs. Männer. Eine Herren-Regionalliga-Mannschaft würde gleichfalls von einer Bundesliga-Mannschaft in Grund und Boden gespielt, während sie ihrerseits eine Kreisklassemannschaft in Sack und Asche spielen würde. Wollen wir deswegen allen Fußball unterhalb der Regionalliga für unzulässig erklären? Und selbst zu Bezirksliga-Partien und auch noch (teils deutlich) darunter gehen sogar Zuschauer.
Ich selbst gehe regelmäßig zu Herren- und (!) auch zu Frauenspielen, gerade auch in unteren Spielklassen als Zuschauer. Ich habe ja auch selbst aktiv 35 Jahre gespielt. Auch dort sieht man immer wieder Aktionen, wo man sagt: Heh, toll gemacht! Gleichzeitig gibt es aber, der jeweiligen Spielklasse angemessen, viele Unzulänglichkeiten. Deshalb spielen diese Teams ja auch in diesen Spielklassen. Und trotzdem gibt es tolle, spannende und auch (verhältnismäßig) gutklassige Partien in der untersten Kreisklasse.
Und die Spiele der jetzigen Frauen-WM finde ich zum Großteil absolut hervorragend. Was es da schon für tolle Spielzüge zu sehen gab und auch schon wunderschöne Tore, z.B. das 1:0 bei England gegen Japan, steht den Männern in Nichts nach. Solche Tore sieht man auch bei den Herren nur aller Jubel-Jahre mal.
Dass mich der ganze Medienhype ebenso nervt, steht auf einem anderen Blatt(er). Dafür können aber die Frauen nichts. (Außer für die Dummheit, dass die Nationalmannschaft nun gerade ausgerechnet für das Tittenblatt Werbung machen muss. Das hat bei mir mehr als nur Kopfschütteln hervorgerufen.) Und dass die Moderatoren auch beinahe durchweg nur “Regionalliga-Niveau” aufweisen, ist zwar ein Trauerspiel, aber auch nicht den Frauen anzulasten. Auch wenn nicht jeder die Witzigkeit und Sachkenntnis eines Marcel Reif besitzen kann, so ist es dennoch Ohrenschmerzen-erzeugend, sich die Berichterstattung anhören zu müssen. Trauriger Höhepunkt dabei die Berichterstattung während USA – Nordkorea. Da flossen dann auch noch politisch-korrekte Standardfloskeln mit ein, sodass es völlig unerträglich wurde. Die “nie lachenden Nordkoreaner” aus einer Pseudo-Liga, die nur aus Armeeklubs besteht. Drei Sätze später sprach Galeske aber völlig wertfrei von den US-Collegeklubs. Ich kam aus dem Lachen nicht mehr raus. (Und ich hinterfrage jetzt auch mal lieber nicht die Klubzugehörigkeit bzw. den offiziellen Beruf vieler deutscher Wintersportler.) Aber gut, das alles ist nur das etwas beschämende Beiwerk.
Also. Ich bekenne mich offen als “Frauen-Fußball-Gucker-ohne-”Trikottausch”-Brüller”. Genauso wie ich auch gern mal Frauenhandball schaue, obwohl auch dieser deutlich weniger athletisch und auch nicht mit denselben technischen Raffinessen wie der Herrenhandball ist.
Nachtrag: Ich habe mal das Video des Zusammenschnitts der Tore von England – Japan rausgesucht. http://de.fifa.com/womensworldcup/video/video=1469452/index.html
Für die selten dämliche Werbung der Öffentlich-Rechtlichen, in der Birgit Prinz lächerlicherweise in eine Reihe mit Messi & Co. gestellt wird, kann zumindest B. Prinz was – ich glaube kaum, daß man sie da nicht vorher gefragt hat.
Was mich außerdem stört ist, daß die Fußball-Damen im Falle des WM-Gewinns 100 000 € kriegen. Die Herren hätten 300 000 gekriegt. Wenn der Frauenfußball mal für ein Drittel der Einnahmen des DFB sorgt wäre das gerechtfertigt – vorher nicht!
Die Herren-WM 2006 hat den Steuerzahler eine neunstellige Eurosumme gekostet – und zwar alle Steuerzahler, Fußballfan oder nicht. Auch die Polizeipräsenz bei den Herrenbundesligaspielen kostet den Steuerzahler jedes Jahr eine neunstellige Summe. Die zwangsgebührenfinanzierten Übertragungsrechte für BL und CL kosten ebenfalls neunstellige Summen jedes Jahr.
Dagegen sind die Summen welche die Damen kosten wohl eher ein Klacks. Das sind doch Peanuts für den DFB, eben auch weil er vom deutschen Steuerzahler jedes Jahr mit zig Millionen gemästet wird.
Vielleicht solltest Du Dich mal darüber informieren, welches Geschlecht den Löwenanteil an der Steuerlast in Deutschland trägt (und welches am meisten profitiert).
Kleiner Tip – es ist nicht das Geschlecht, welches die zahlenmäßige Mehrheit hat. Und profitieren tut das andere.
Der Aufwand für die Damen-WM dürfte übrigens auch nicht viel kleiner sein als für die WM 2006 – verglichen mit dem Interesse an beiden Veranstaltungen ist er vermutlich sogar überproportional hoch.
Aber schon klar – sobald Quoten zuungunsten von Frauen ausfallen würden sind sie natürlich des Teufels, gelle?
Da sich das Kapital zum überwältigenden Teil in Männerhand befindet ist es eine zwangsläufige Folge dass das starke Geschlecht auch den überwiegenden Anteil des Steueraufkommens bestreitet. Dafür gehört ihnen auch der Löwenanteil der 10 Billionen Euro Volksvermögen. Ist diese selektive, zusammenhanglose Faktenwahrnehmung eigentlich angeboren oder kann ich diese brilliante Rabulistik irgendwo erlernen?
Da Du dieses dämlich-pubertäre Spiel des Aufrechnens hier meinst weiterführen zu müssen ist Dir die Ironie in meiner Widerrede als advocatus diaboli offensichtlich entgangen.
Meiner Erfahrung nach haben Menschen welche zwanghaft die Leistungen bestimmter pauschalisierter Gruppen gegeneinander aufrechnen müssen Defizite in ihrem eigenen Leben die durch die Aufwertung der eigenen Gruppe und die Abwertung der “Anderen” kompensiert werden sollen. Dieses Kompensationsverhalten findet sich bei Männern und Frauen gleichermaßen, ob die “Anderen” am Geschlecht oder einem beliebig anderen Merkmal dingfest gemacht werden ist herzlich egal.
Ich weiß garnicht was Ihr habt. Das was ich bisher (freiwillig) gesehen habe, war durchweg besser als das, was ich in letzter Zeit an Männerfußball gesehen habe. Das war nämlich wirklich die Zeit nicht wert, die man vor der Glotze verbracht hat. Warum werden nicht interessantere Sportarten so gepuscht wie dieses müde Gegen-den-Ball-getrete?… und damit meine ich jegliche Art von Fußball, die uns derzeit kredenzt wird. Handball zum Beispiel. Schnell, dynamisch, torreich, intell… ach ja, an der Stelle ist das Bild und RTL-Volk spätestens überfordert… von der Schwäche beim Torezählen ganz zu schweigen.
Bitte nicht Handball. Dieses rohe Geschubse und Gezerre erinnert mich zu sehr an den Sportunterricht während der Schulzeit.
Dann doch lieber Damen-Schach, zum Beispiel.
Was denn sonst? Basketball? Wo man den Gegner nichtmal scharf anschauen darf und man sich bei jedem Pfiff des Schiri fragt, was denn nun schon wieder los sein?
Das Damen- (und mittlerweile auch Herren-)Gestöhne in Wimbledon… oder Newyork… oder Paris?
Oder das stundenlange Im-Kreis-Fahren auf den Formel1-Pisten dieser Erde… quasi einer Dauerwerbesendung…?
…
Dann hast Du nicht die geringste Ahnung von Fußball, mein Guter.
Nicht mal bei Färöer gegen Aserbaidschan sieht man so viele Fehlpässe und sinnfreies “Kick ‘n’ rush” wie bei der aktuellen Frauen-WM. Und über den Ball stolpert da auch keiner :D.
Du schaust aber nicht oft Fußball, gell?
FFC Turbine Potsdam (Deutscher Meister 1. Liga Damen) gegen FSV Lucka (Bezirksliga Altenburger Land Männer): 1:2; im Mai 2011 Turbine gegen die Männer-U21 des Drittligisten SV Babelsberg: 1:6
Soviel zur “Qualität” des Frauenfußballs. Den Hype können sich die Medien sparen solange die Damen nicht wenigstens auf Männer-Regionalliganiveau spielen. Hab mir streckenweise das Spiel Damen-NM gegen Kanada angeschaut – das war nichts, gar nichts. Fehlpässe, Fehlpässe, planloses Gebolze, keine Kombinationen und die Treffer hätte jeder Amateurtorwart gehalten.
Ja, is’ klaaa… und bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften treten auch Frauen gegen Männer an?… und beim Schwimmen?… undundund?
Fehlpässe am laufenden Band, sinnloses Nach-vorne-Bolzen und Planlosigkeit im Aufbauspiel haben absolut nichts mit physischen Nachteilen gegenüber Männern zu tun, also ist der Vergleich zur Leichtathletik Unfug.
Nee. Wenn Frauen aber beim Hürdenlauf nicht über die Hürden kämen, würde das auch keiner gucken … darum hat man ja auch die Hürden für Frauen kleiner gemacht. Beim Fußball geht das aber nicht.
Klar geht das. Kleineres Spielfeld, größerer Ball, mehr Spielerinnen, kürzere Spielzeit, da gibt es so viele Variablen die man verändern kann um die 10-20 % weniger Leistungsvermögen zu kompensieren. Warum muss der Frauenfussball denn unbedingt exakt dieselben Regeln haben wie der Männerfussball?
Wenn das Frauentennis über drei Gewinnsätze gehen würde wäre es auch nicht so vergleichbar kraftvoll wie das Männertennis, da es keine Spielerin durchhalten würde vier Stunden zu spielen wie ein muskelbepackter Nadal.
Die simpelste Lösung wäre es also die Spielzeit zu kürzen, z.b. auf 60 Minuten statt 90 Minuten.
Weil sich die fußballspielenden Mädels mit aller Macht dafür eingesetzt haben, daß exakt dieselben Regeln wie bei den Männern gelten.
Es ist noch gar nicht so lange her, da dauerten Frauenfußballspiele 2 x 35 Minuten.
Kleinere Plätze würden ein ziemliches Problem darstellen, da man dann spezielle Stadien für den Frauenfußball bauen müsste. Und das Interesse ist nun nicht so groß, das sich das rentieren würde. Kleinere Tore wären sicherlich möglich (und evtl. sogar sinnvoll – müssen ja nur ein paar Zentimeter sein).
Dann würde aber der gleichmacherische Ansatz wegfallen, der seltsamerweise gerade beim Frauenfußball immer aus der Mottenkiste geholt wird.
Was doch auch völlig in Ordnung ist wenn ab 60 Minuten die Kondition einbricht und jeder Spielaufbau zusammenbricht. Warum man dem Zuschauer hier 30 Minuten, bzw. so wie Gestern sogar 60 Minuten planloses Herumgebolze bieten muss wo die Bälle einfach nur noch auf gut Glück nach Vorne geholzt werden, das ist für mich nicht nachvollziehbar.
Das Frauentennis dagegen erzielt vielleicht auch deshalb höhere Einschaltquoten weil die Spiele 90-120 Minuten dauern statt drei, vier Stunden wie bei den Herren. So viel Sitzfleisch hat nicht jeder Zuschauer.
Ein kürzeres und dafür kraftvolleres Spiel ist besser als so ein langgezogener, ausgelutschter Kaugummi.
In meiner Region z.B. spielen die beiden “untersten” Damen-Ligen auf Kleinfeld. (Obwohl es rein fachlich-sachlich und in der Praxisanwendung etwas völlig Anderes ist. In der höchsten Kleinfeldliga gibt es keinen Aufsteiger und in der niedrigsten Großfeldliga keinen Absteiger.) Aber es gibt nun einmal lokal viel mehr Damenmannschaften, die Kleinfeld spielen als Großfeld. Großfeld wird deshalb erst überregional auf Bezirksebene gespielt.
Da wird also auf “Halbfeld” gespielt, die Tore sind kleiner (Kleinfeldtore) und die Spielerinnen-Anzahl ist geringer. Wer genügend Spielerinnen zusammen hat und dies auch möchte, kann jedoch auf Großfeld wechseln.
Was man aber nicht machen kann (weil es vor allem die Möglichkeiten der Vereine maßlos überfordern würde), wären dann noch extra Spielfelder (“ein bisschen” kleiner als Männer-Großfeld, aber größer als Kleinfeld) und noch extra Tore. Wisst ihr, was diese Tore kosten und wie viele kleinere Vereine daran zu knabbern haben, diese überhaupt zu finanzieren?
Klar sind die Großfeldtore augenblicklich für die Frauen, selbst international, scheinbar zu groß. Da fällt so manches Tor, das maßgeblich der zu geringen Größe der Torhüterinnen geschuldet ist. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass auch der Frauenfußball zunehmend professionalisiert werden dürfte und sich dies auch in einer weiter zunehmenden Athletik niederschlagen wird.
Dass der Frauenfußball dem Männerfußball langsam ähnlicher wird, hat ja auch das Spiel Deutschland-Nigeria bewiesen. Da konnte man bei vielen Aktionen regelrecht die Messer zwischen den Zähnen blitzen sehen. Man mag dies gut finden oder auch nicht. Aber diese Entwicklung wird (leider) so kommen. Trotzdem wird es nie völlig identisch werden. Und das ist auch gut so.
Schade…aus dem Thema hättest du doch mehr rausholen können Jens. :(
“Schade…aus dem Thema hättest du doch mehr rausholen können Jens. :(”
Jens hat das schon ganz gut gemacht. Danke für das Aufgreifen dieses Themas und die deutliche Kritik an der bizarr überzogenen Berichterstattung dazu.
Was soll dieses idiotische Frauenfussball – Bashing? Ihr seid wohl in den fünfziger Jahren stehen geblieben?
Z.B. das Spiel der deutschen Frauen gegen Frankreich , das sie gewonnen haben, war hochspannend! Doofe Chauvis, die es nicht gesehen haben sind selbst schuld!
Wie ist der Werbeslogen der Frauen – 11 doch gleich, achja: 3. Platz ist was für Männer!
“Wie ist der Werbeslogen der Frauen – 11 doch gleich, achja: 3. Platz ist was für Männer!”
Wobei sich diesen Slogan mit ziemlicher Sicherheit ein Mann ausgedacht haben dürfte. Abgesehen von der Dummheit dieses Spruches (wird bei der Männer-WM kein erster Platz vergeben ?) sind das gerade wieder diese dümmlichen Quervergleiche, die dann, wenn sie zuungunsten der Fußball-Frauen ausfallen (z.B. in Hinblick auf die Qualität und Schnelligkeit des Spiels), vehement kritisiert werden.
“Z.B. das Spiel der deutschen Frauen gegen Frankreich , das sie gewonnen haben, war hochspannend! Doofe Chauvis, die es nicht gesehen haben sind selbst schuld!”
Und viele Bezirksklassenspiele der männlichen Fußballer sind ebenfalls hochspannend. Du wirst bestimmt alles tun, um die nicht zu verpassen ?
Hey, Emanzen, ich habe noch einen Bereich gefunden, in dem es in Deutschland bisher anscheinend nur Männer gibt. Anscheinend habt Ihr das bisher übersehen. Deshalb verrate ich Euch diesen nun. Sicher werdet Ihr dann ebenfalls bald versuchen, Euch in diesem zu etablieren, nicht wahr?
Bei diesem Bereich handelt es sich um die … Bergarbeit. Sicher habt Ihr diesen Bereich bisher irgendwie übersehen, so dass Ihr mir nun dankbar seid, dass ich Euch darauf hingewiesen habe, nicht wahr? Das könnt Ihr doch nicht auf Euch sitzen lassen. Also auf, auf! Es folgen dazu einige Informationen aus Wikipedia:
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bergmann
“Aufgrund der schweren körperlichen Arbeit, die diese Tätigkeit erfordert, waren und sind die Mehrheit der Bergarbeiter unter globaler und historischer Betrachtung Männer. Jedoch wurden auch schon immer Kinder und zum Teil Frauen für diese Tätigkeiten eingesetzt, weil sie einerseits billigere Arbeitskräfte waren bzw. sind und andererseits aufgrund ihrer geringeren Körpergröße besser in enge und kleine Stollen einfahren konnten. Heute gibt es unter anderem in Lateinamerika Frauen und Kinder, die unter Tage arbeiten. In Europa gab es bis Mitte des 19. Jahrhunderts Bergarbeiterinnen. Später wurde die Arbeit der Frauen im Bergbau verboten. In Artikel 2 einer Vereinbarung der Internationalen Arbeitsorganisation von 1935 wurde festgelegt:[3]
Originaleng: No female, whatever her age, shall be employed on underground work in any mine. (Deutsch: Keine Frau, welchen Alters auch immer, soll unter Tage in einem Bergwerk arbeiten)
Deutschland hat dieses Abkommen am 15. November 1954 ratifiziert. Am 25. April 2008 hat Deutschland, wie viele andere Staaten auch, dieses Abkommen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs[4] gekündigt, da es gegen die Richtlinie 76/207/EWG zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen hinsichtlich des Zugangs zur Beschäftigung verstoße.[5][6][7] Am 20. Januar 2009 wurde im Bundestag dem dritten Mittelstandentlastungsgesetz zugestimmt, wodurch am 25. März 2009 die Änderungen im Bundesberggesetz in Kraft traten, so wurde das als Schutzklausel gedachte Arbeitsverbot für Frauen unter Tage gestrichen.”
Und btw, bei der Müllabfuhr habe ich auch noch keine Frauen gesehen. Das wäre doch sicher auch was für Euch, oder? Sicher gibt es noch viele andere Bereiche, die Euch gut stehen würden. Und im Viertelfinale bitte ausscheiden, okay?
/facepalm
Wieso – recht hat er.
Sonst wollen sie doch auch immer Quoten. Wenn schon, denn schon!
Die Quotenforderungen beziehen sich doch meist auf gesellschaftliche Leitungsfunktionen (in Politik und Wirtschaft) unter dem Argument dass in einer echten Demokratie diese Schaltstellen nicht nur von einer einzigen kleinen peer group (weiße, heterosexuelle Oberschicht-Männer) beherrscht werden dürfen, weil dann keine repräsentative und pluralistische Machtverteilung vorliegt.
Dieser Kritikpunkt ist auch durchaus berechtigt, ob Quoten ein angemessenes Lösungsinstrument darstellen steht auf einem anderen Blatt. Auch betrifft das nicht nur Frauen, sondern auch alle Männer die nicht Teil dieser elitären peer group sind – es wird z.B. niemals einen offen homosexuellen Vorstandschef geben, das sind allesamt konservative, verheiratete Männer mit mehreren Kindern. Die wollen auf ihren Golftournieren und leadership gatherings ebensowenig von “Homos” gestört werden wie von Frauen und Menschen mit exotischen Religionen oder Hautfarben.
Hier geht es also darum wie die Schaltstellen der Macht besetzt werden, nicht um “normale” Berufe deren Verteilung kaum Auswirkung auf das Funktionieren der Demokratie haben.
In einer freien Gesellschaft geht es nicht darum dass jeder Mensch einen bestimmten Beruf ergreifen muss, sondern dass jeder Mensch jeden Beruf ergreifen kann insofern er dafür geeignet ist, unabhängig vom Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe oder sexueller Orientierung.
Manche “dreckige”, schlecht bezahlte Berufe werden vorrangig von Frauen ausgeübt, andere von Männern. In der Kinder- Kranken- und Altenpflege haben wir einen Frauenanteil von 80 bis 95 %. Die Arbeit ist hart, die Bezahlung mies. Diesen Frauen gebührt Respekt ebenso wie jedem Bergmann und Feuerwehrmann. Viele wichtige, schlecht bezahlte Berufe werden von Frauen ausgeübt. Dafür werden viele körperlich gefährliche Berufe von Männern ausgeübt. Ich halte nichts davon das gegeneinander aufzurechnen. Diese Menschen leisten ihren Beitrag unter schwierigen Bedingungen und es wertet ihre Leistungen ab, wenn sie für solche Spiegelfechtereien benutzt werden.
Quoten in einem Beruf einzuführen den eine bestimmte peer group gar nicht ausüben will ist von vorneherein sinnlos. Deshalb sind z.B. auch Quoten für Frauen bei der Bundeswehr überflüssig, weil bei der geringen Zahl interessierter (und fähiger) Frauen die Quote sowieso nie annähernd ausgeschöpft wird.
Warum Herr Nukem nun ein Problem damit hat dass Frauen Fussball spielen weiß ich nicht, ich vermute aber dass er auch in weiteren Beiträgen noch die ein oder andere Anklage gegen böse “Emanzen” verlesen wird. Da gibt es offensichtlich noch Einiges zu ventilieren.
Übrigens beträgt der Frauenanteil bei Journalisten etwa 33 % und bei Sportjournalisten ganze 7 %. Die meisten “Emanzen” die dem Duke die Zornesröte ins maskuline Gesicht treiben sind also waschechte Kerle.
Ich finde den Artikel sexistisch. Und, no, ich gucke keinen Fußball. Es geht ständig darum “wie die Frauen sind”. Toll. Ich dachte, Emanzipation hätte schon stattgefunden, aber da wird man eines besseren belehrt. Dumme Männer, die Frauen auf den Arsch glotzen.
OK, ich gebe zu, die Portugiesen fand ich vor ein paar Jahren megasexy und deshalb hab ich mit der community Fußball geguckt- von wegen den attraktiven Typen. Wir Frauen werden die ganze Zeit diskriminiert und das geht mir auf den Sack.
Endlich! Ich dachte schon, ich käme damit durch, ohne als Sexist beschimpft zu werden.
Wieso? Eben weil die “Emanzipation” schon stattgefunden hat, gibt es keinen “Minderheitenschutz” und Frauen müssen sich nun einmal am gleichen Maßstab messen lassen.
Das hat die Evolution so entschieden. Aber wir Männer sind ja nicht die einzigen …
… da Frauen ja ganz offensichtlich ebenfalls auch auf optische Merkmale Wert legen.
Ich finde es auch scheiße, dass wir Männer auf äußerliche Merkmale reduziert werden und uns mit den “megasexy Portugiesen” messen müssen ;-) Diskriminierung!!!
Manche Frauen haben die Angewohnheit immer dann einen flexiblen Welpenschutz zu verlangen wenn ihnen die Argumente ausgehen, die Spezies kennst Du vielleicht auch schon. Ich sage “flexibel” weil der Welpenschutz natürlich nicht besteht wenn sie ernst und als gleichwertig wahrgenommen werden wollen.
Vor Allem ist der Geschmack der meisten Frauen genauso banalordinär wie der Geschmack der meisten Männer. Cristiano Ronaldo und Beckham? Das sind doch keine Männer, die wecken allerhöchstens Mutterinstinkte in mir.
Zum Glück kann mir das allerdings nicht “auf den Sack” gehen (fehlende anatomische Features und so), sondern allenfalls auf den Senkel.
Zum Glück gibt es auch noch normale Frauen. Danke dafür.
Was ist eine “normale” Frau?
Nee, laß mal bitte. Habe kein einziges Spiel gesehen, finde Fussballerinnen, die sich meist ebenso wenig adäquat artikulieren können, nicht attraktiv.
Na nu? Was ist das denn? Keine Diskriminierung? :-)
Ist es etwa OK einen Mann auf sexuelle Merkmale zu reduzieren?
Und wo warst Du, als mein ehemaliger Schulfreud als Kindergärtner abgelehnt wurde? (O-Ton: “Wir wollen lieber eine Frau”). Hättest Du Dich da auch “empört”?
Dann solltest Du wenigstens mal die Interviews gucken :D. Und ich dachte immer, das sprachliche “Niveau” der kickenden Herren könne man nicht unterbieten :D.
Aber um fair zu bleiben – ich lehne diesen “O-Ton-Wahnsinn” generell ab. Die sollen Fußball spielen und nicht labern. Und zwar beide Geschlechter.
Mit Sicherheit nicht.
Aber sie wäre mit Sicherheit Teil des Mobs gewesen, der ihm bei erster Gelegenheit sexuellen Mißbrauch vorgeworfen hätte, wenn er den Job denn gekriegt hätte.
Ganz schön mutig, Dein Kumpel, das muß man ihm lassen.
Frauen sind also per se unsportlich, weil immer die Herren besser sind? Jeder Sport, der in den Medien auftaucht, ist kommerziell verwertet. Ich habe ja die Humornote im Beitrag erfühlt. Aber Regionalliga-Vergleiche sind auch nach drei Bier schwer erträglich. Wann warst du denn das letzte Mal bei einem Spiel deiner Dorfmannschaft? Mannomann, der Feed lohnt geschlossen zu werden. Gibt ja eh bessere – von Frauen. Die können das ja eh besser mit die Schreiberei.
Ui, ui, schon allein die Frage verrät, dass wir immer noch sehr viel Arbeit mit Dir haben^^ Denn schon allein die Ausdrücke “Mann” und “Frau” sind alles andere als neutral und damit schwerstens diskriminierend (!!!).
Korrekt muss beides also in jedem Falle mit einem neutralen Ausdruck belegt werden, wie z.B. “Menscher”.
Deine Frage wird damit zu:
“Menscher sind also per se unsportlich, weil immer die Menscher besser sind?”
Du siehst somit selbst, dass Deine Frage absolut keinen Sinn macht. Nicht wahr? Folglich hat sich Dein Problem in Luft aufgelöst, und ich bin froh, dass ich dabei helfen konnte :-)
Euer/e GleichstellungsbeauftragterIn, spider
P.S. Wie Ihr seht, sind meine Arbeit und mein Engagement gegen den unterdrückerischen und brutalen Gender-Faschismus sehr wertvoll und wichtig. (hier ist sie sogar unentgeltlich)
Ich brauche somit leider mehr von Euren Steuern. Strengt Euch bitte mehr an, liebe Menscher, und spendet auch noch darüber hinaus freiwillig für Miniwahr :-D
ok, die emanziapation hat stattgefunden. jens ist kein sexist. ist es trotzdem ok, wenn ich als frau totaler fan bin? (i love jens`artikel- und zum ersten mal wollte ich auch mal was sagen) – jens rockt! fußball rockt jdf nicht.
Ich habe meine Abneigung gegen die gepushte Begeisterung für Frauenfussball hier noch mal ausführlich niedergeschrieben:
http://www.tashadavis.net/2011/07/08/womens-soccer-i-just-dont-care/
Über Kunst unterhalten wir uns nochmal :)
Ich bin ehrlich gesagt beide Seiten leid: die Heraufbeschwörer neuer Sommermärchen und die Fußballmachos.
Interessiert man sich für die Weltmeisterschaft, weil man den Sport liebt und nicht Deutschland, Stars oder weil es eben alle tun, dann hat es durchaus Reiz und Spannung.
Schlecht Spiele seh ich auch bei Herrenturnieren, aber da wird nicht jedes Haar in der Suppe gesucht.
Wer sich ein wenig mit Frauenfußball auseinandersetzt, der hält die Sommermärchenspinner für genauso realitätsfremd wie die ewigen Nörgler.
Das sind die, die außer – sportlich gesehen totlangweiligen – Klitschko-Kämpfen noch keinen anderen Boxkampf gesehen haben und sich bei der Herren-WM kein Spiel mehr ansehen nachdem Deutschland ausgeschieden ist.
Nein, das ist zu sehr Schwarz-Weiß-Denken. Ich find Tennis totlangweilig, kritisiere aber auch niemanden weil er es guckt. Ein Sport z. B. bei dem es keine Frauen-Herren-Diskussion gibt und trotzdem Leistungsunterschiede vorhanden sind.
Das ist auch durchaus OK. Niemand will Dir Dein Recht abstreitig machen, die Frauenfußball-WM toll zu finden und Dich dafür zu begeistern.
Dasselbe sollte aber auch für diejenigen gelten, die das eben nicht finden – allerdings ist man da gleich das “sexistische Chauvi-Schwein” ;).
Au contraire.
Zeig mir mal bitte die wirklich kritischen Kommentare und Artikel zu den teilweise wirklich grottigen Spielen der Damen. Kritik kommt da leider nicht oder allenfalls in homöopathischen Dosen vor. Das ist ja einer der Kritikpunkte am aktuellen Medienhype.
Es ist genau andersrum – bei den Männern wird aus jeder (negativen) Mücke ein Elefant gemacht.
Ich würde mit den Fußballerinnen aus rein sportlicher Sicht nicht zu hart in Gericht gehen, sie sind nun einmal körperlich gegenüber Männern unterlegen, das lässt sich nicht ändern. Man sieht, dass sie trainiert haben und sich Mühe geben. Dass ihre geringere fußballerische Leistungsfähigkeit gegenüber Männern (das Frauen-Team dürfte absolut gemessen vielleicht etwa auf dem Niveau von 14-jährigen Jungen oder auch einer Bezirksklasse Mannschaft der Männer stehen) inzwischen doch ein Argument zur Bewertung dieser Frauen-WM ist, liegt an den Ansprüchen und der maßlosen Art und Weise, in der diese Veranstaltung mit großer Aggressivität an die Bevölkerung herangetragen wird. Wer den Anspruch hat, bei dieser Frauen-WM den gleichen Medienhype und die gleiche Aufmerksamkeit wie bei einer Männer-WM zu erzeugen, muss sich eben fragen lassen, ob die Leistungen der Fußball-Frauen das hergeben. Und das tun sie, allein unter dem Aspekt der Spielstärke natürlich nicht. Andernfalls müssten die U14-Jungen oder Bezirksklasse-Fussballer in Zukunft eine vergleichbare mediale Aufmerksamkeit beanspruchen können, was ich nicht hoffen will.
Das Problem liegt in allererster Linie in der völlig unverhältnismäßigen Art und Weise, in der arglose Normalmenschen mittlerweile von den Medien mit dieser sportlich eher belanglosen Frauen-WM belästigt, ja, geradezu gestalkt werden. Wenn jeder, der nur die Verkehrsmeldungen hören will, sich zu jeder Tageszeit geradezu orgiastische Anpreisungen über diese Frauen-WM anhören muss, reagiert man zunächst verwundert, dann genervt, schließlich wütend und fragt sich kopfschüttelnd, was man davon eigentlich halten soll und was dies über den Zustand unserer Medien aussagt. Diese Kritik wird noch verstärkt, wenn bekannt wird, dass bei vielen Spielen die peinliche Leere auf den Zuschauerrängen durch mit Freikarten und einem kostenlosen Mittagessen rekrutierte Schulklassen zu kaschieren versucht wurde. Erinnert fast schon an DDR-Zeiten, wo es der Obrigkeit bei Bedarf auch nicht schwer fiel, Fussballstadien propagandagerecht zu füllen.
Was man hier erlebt, ist eine seit einiger Zeit leider immer häufiger zu beobachtende, ziemlich abstoßende Symbiose aus Feminismus und Kommerzialisierung, die sich wechselweise einander bedienen, um Ideologie zu transportieren und Profit zu erzielen. Dass dabei eine immer realitätsfremdere Scheinwelt aufgebaut und die Bevölkerung tendenziell verdummt wird, wird offenbar ohne ersichtliche Bedenken in Kauf genommen.
“(das Frauen-Team dürfte absolut gemessen vielleicht etwa auf dem Niveau von 14-jährigen Jungen oder auch einer Bezirksklasse Mannschaft der Männer stehen)”
Das ist falsch. Diese Frauen sind schon besser als “14jährige Jungs”. Männer werden von Anfang an besser trainiert. Gebt dem Frauenfußball noch ein paar Jahre bzw. ein paar Milliönchen mehr, dann wirds auch.
“Das ist falsch. Diese Frauen sind schon besser als “14jährige Jungs”.”
Nein, das ist schon ganz richtig so. Es hat ja Vergleichsspiele gegeben, z.B. eines der deutschen Weltmeisterinnen gegen die 15/16-Jährigen Jungen des VfB Stuttgart, (noch nicht mal eine Nationalmannschaft), das die Frauen deutlich mit 3:0 verloren haben, und das nach nur 45 Minuten Spielzeit.
Ok, das mag sein, bei diesem genannten Spiel. Trotzdem sind erwachsene Athletinnen normalerweise besser als pubertierende Jungs.
Das könnten sie sicher sein. Im Fußball ist das aber momentan eben noch nicht der Fall – und das ist ja genau einer der Kritikpunkte. Die momentane Leistung der Frauen im Fußball rechtfertigt den momentanen Medienhype eben in keiner Weise und schon gar nicht die dümmlichen Vergleiche zum Herrenfußball (mit denen übrigens nicht die Kritiker angefangen haben – ich verweise da mal auf die Werbung zur Frauen-WM. Z.B. “3.Platz ist was für Jungs”, “B.Prinz in einer Reihe mit Messi & Co.”).
Chapeau! Guter Kommentar!
MMn nach gehen die Veranstalter und Profiteure dieser Frauen-WM, in erster Linie der DFB, die Fernsehkanäle, berichtende Medien und diverse Werbepartner mit diesem künstlich inszenierten Medienhype allerdings durchaus ein gewisses Risiko ein. Es besteht die Gefahr, dass die Marke Profifußball der Lächerlichkeit preisgegeben und entwertet wird, es kann durchaus sein, dass sich mittel- bis langfristig Konsumenten und Interessierte, genervt und abgestoßen durch die Absurdität der aktuellen Aufführung eher vom Profifußball abwenden werden. Auch die vom DFB beabsichtigte Werbung weiblicher Mitglieder könnte ins Gegenteil ausschlagen, wenn ein Teil der jungen Männer diesen zwangsweise zum Frauensport mutierenden Fußball in Zukunft ablehnen und sich andere Identifikationsfelder suchen werden. Zumindest wird eine solche Tendenz durch die teilweise bewusst sexistische und männerfeindliche Werbung für das Event (“dritte Plätze sind was für Männer”) begünstigt.
Alles in Allem – Frauenfußball-Weltmeisterschaften hat es auch in der Vergangenheit gegeben, dies hat niemanden gestört, und über sie ist entsprechend ihrer sportlichen Bedeutung angemessen und maßvoll berichtet worden. Dies sollte so bleiben, bzw. wieder so werden, im Interesse von Fußballanhängern, Normalmenschen und allen, die ohne permanente Belästigungen wieder Radio hören wollen.
In erster Linie sind doch die kickenden Frauen negativ betroffen.
Da werden Erwartungen geweckt, die in keinster Weise erfüllt werden (können) und nicht wenige wenden sich genervt ab, die ansonsten vielleicht Interesse gezeigt oder gar zugeschaut hätten.
BANZAIIIIII :D:D
Ich bin begeistert. Obwohl die Wahrscheinlichkeit relativ klein war, dass meine Hoffnung in Erfüllung ging, dass die deutsche FF-Mannschaft (oder heißt es hier mittlerweile Frauschaft?) heute im Viertelfinalspiel gegen Japan ausscheidet, ist dies nun geschehen. Darüber freue ich mich nach all den Qualen, die durch den künstlichen Medienhype um die FF-WM erzeugt wurden. Als nächstes würde ich mich darüber freuen, wenn nun auch meine zweite Hoffnung in Erfüllung ginge, dass der FF in Deutschland schnell wieder in der medialen Versenkung verschwindet, aus der er gekommen ist.
Heute ist ein schöner Tag. 8-)
Ich finde es sehr bezeichnend, dass nach dem grottigen gestrigen Kick und dem “enttäuschenden” Ausscheiden, die Medienwelt einmal mehr schweigt. Wo ist die scharfe Kritik? Hätten sich die Herren so eine Blamage geleistet, würde jede Zeitung Köpfe fordern und diese Köpfe würden auch rollen. Ist das Gleichberechtigung? Wohl kaum.
Das ist die Folge der “neuen” Offenheit der Nationalmannschaft gegenüber den Medien und deren ungehemmten Vermarktung. Die Frauen wurden den Medien zum Fraß vorgeworfen und jetzt wissen die Medien – noch nicht – “wie sage es meinem Kinde?”
Hier liegt neben dem Versagen der DFB-Führung auch ein Nervenproblem der jungen Frauen vor.
http://www.taz.de/1/sport/die-wm-kolumnen/artikel/1/schaemt-euch-ihr-schlampen/
Derbe :D
*rofl*
Und die Kommentare erst … typisch taz. Ich glaube die taz hat von allen Lesern die dümmsten ;-)
Kein Humor die Leut ;)
Du meine Güte,
da gibt es wirklich Kommentatoren, die das ernst nehmen?
@SF schwer zu sagen, ich würde mal tippen, dass mindestens die Kommentatorinnen, Kommentatoren und Kommentarums bei der Emma noch etwas verbitteter, verbiesterter und humorbefreiter sind.
Dümmer sowieso, sind ja wohl überwiegend Frauen :D
Dann hast Du die Kommentare beim “freitag” noch nie gelesen ;)
Die sind fast noch schlimmer – gerade wenn’s um Genderwahn geht.
Oh ja, ein Grund warum ich dort kaum noch was lese.
Ich dagegen finde dass die Kommentare bei WELT den größten Charme haben. Wenn dort nicht mindestens ein Mal am Tag in irgendeinem Artikel Folter und Todesstrafe verlangt werden, dann hat die Redaktion ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Es geht dabei meist um Islamisten, Pädophile oder Oskar Lafontaine, also die drei Grundübel des Konservativismus.
@ Tasha
Ich persönlich finde die Kommentare bei taz & freitag schlimmer, da ich mich selbst als “Linken” oder zumindest “links-liberalen” sehe.
Und wenn ich da sehe, wie vernagelt und bigott und teilweise faschistoid (in Bezug auf andere Meinungen) andere sogenannte “Linke” sind, dann kotzt mich das mehr an als die abgefahrenen Ansichten meiner politischen “Gegner” in den WELT-Kommentaren.
Höhö! Made my day :-)
Die vergleichsweise leise Kritik hängt wohl eher damit zusammen, dass es sich bei den Frauen, im Gegensatz zu den Männern, nicht um hochbezahlte Vollprofis handelt. Da verzeiht das Publikum einfach mehr.
Diesen Effekt kann man auch in der Bundesliga studieren: In Mainz, Freiburg oder St. Pauli wird bei schlechter Leistung weniger gepfiffen als bei den “Großen” – vorausgesetzt, der Einsatz stimmt.
Ich fand die Kritik des ZDF nach dem Spiel sehr kritisch. Die Niederlage wurde der Trainerin und der Torhüterin angekreidet. Und auf faz.net und sueddeutsche.de oder welt.de gibt es Einzelkritiken, die wenig schmeichelhaft sind.
Auf den REWE-Plakaten und in Bahn-Werbespots wirst du derartige Kritik allerdings eher nicht finden.
Neil
Gestern Nacht hörte ich mit einem Ohr am Nachbartisch (irgendwo in einer Kneipe in der Schweiz) ein Telefongespräch (nur Anrufer) mit. Das ging etwa so:
Was machst du ?
Aber du interessierst dich doch sonst nicht für Fussball!
Soll ich noch vorbei kommen ?
Bier oder Wein ?
Wer spielt gerade ?
Verlängerung ?
Bist du noch da ?
Hallo ?
Was sagst du ?
Ich kann dich nicht verstehen!
Bist du sicher ?
Das glaube ich nicht!
Also bis später!
Und mit einem tief zufriedenen, glücklichen Gesichtsausdruck rief der Schweizer:
Fräulein, bitte zahlen.
Da wusste ich, dass deutschlands Frauen ausgeschieden sind.
Es wird immer besser, bei den Olympischen Sommerspielen in London 2012 dürfen die deutschen FF auch nicht dabei sein, weil Schweden bei der FF-WM heute gegen Australien gewonnen hat. 8-p
Solche Kommentare finde ich missgünstig und kleingeistig, denn die Spielerinnen können nichts für die Großmanns (bzw. fraus) -sucht der DFB Funktionäre und der drohnenhaften Journaille die ihr Sommerloch irgendwie füllen muss. Jeder der selber schon mal Wettkampfsport getrieben hat kann die enorme Enttäuschung nach so einer Niederlage sicher nachvollziehen, umso mehr da hier von Außerhalb riesige Erwartungen geschürt wurden. Da fühlen sich die Spielerinnen erst mal genauso beschissen wie die Männer nach dem Halbfinalaus bei den letzten beiden WM. Ich bin kein Fan dieses Sports, aber die Spielerinnen und Spieler niederzumachen die monatelang hart trainiert haben lässt Dich wenig souverän und moralisch überlegen aussehen.
Davon ab: Es scheint mir dass man jedes Sportereignis nach dem 9. Juli 2006 zwanghaft am “Sommermärchen” messen muss - einem “Märchen” bei dem die Herren zwar gut gespielt haben, aber auch nur den Trostpreis gewinnen konnten. Wer immer diesen Modeausdruck “Sommermärchen” erfunden hat, ich würde ihm gerne eins überbraten, da mich dieser Modeausdruck nur noch nervt. Ob Handball- Hockey- Eishockey oder Frauenfussball WM, alles ist heutzutage Märchen und märchenhaft. Vielleicht ist diese ständige Überhöhung von banalem Brot und Spiele auch symptomatisch für eine Gesellschaft deren Auseinanderbröckeln an allen Ecken und Enden überpinselt werden muss.
Ade’ Sommermärchen 2.0 … Einziges Problem..
Welche Sau wird als nächstes durch’s Dorf getrieben um von alternativlosen nachteiligen Veränderungen und Kürzungen für die Bevölkerung oder Deals zu gunsten der Waffenlobby abzulenken ..?
666
Das siehst Du komplett falsch. Unsere Mitbürger hätten kein Interesse an politischen Fragen, wenn man es ganz alleine auf eine Insel verbannen würde und sämtliche Ablenkungen wegnehmen würde. Es braucht keine Säue im Land.
Stimmt, die wären dann die ganze Zeit mit Vögeln, Rückblenden, Eisbären und dem Futtern von Dharma Initiative Schokoriegeln beschäftigt.
Unsere heutigen Politiker sind einfach Weicheier.
Da hat der Oberlippenbartträger noch martialisch-maskulin den Reichstag ankokeln lassen um seine Agenda durchzuboxen und unsere Angela ist darauf angewiesen dass die Kickerinnen eine Woche länger im Turnier herumdilettieren damit sie den Verkauf von ein paar Panzerchen unbemerkt durchziehen kann?
Erbärmlich!
Ich oute mich auch mal als jemand, der die Frauenfußball WM spannend findet… Schade, dass Deutschland jetzt schon raus ist, ich hatte wirklich mitgefiebert, aber leider hat es nicht gereicht…
Achja: Zu diesen Leistungsvergleichen mit den Männern: Meine Sportart ist ja eigentlich eher das Klettern / Bouldern. Die Frauen haben dort auf den Weltcups natürlich auch leichtere Routen als die Männer. Das macht es aber imho keinen Deut weniger Spannend den Damen bei der Lösung ihrer “Probleme” zuzusehen (für die Interessierten: http://youtu.be/vTtV4UAJp3U )
Abschließend kann man dann feststellen, dass die ganzen Mutmaßungen von Herrn Berger und Konsorten hinsichtlich des “Hypes”, der mit dem Ausscheiden der deutschen Mannschaft “vorbei sein soll”, sich als das herausgestellt haben,was sie von Anfang an waren: Quatsch. Ach ja, Herr Berger, Frau Neid musste Kritik einstecken und Rücktrittforderungen wurde auch gestellt. Doof, ne’?
Naja, wie es der zufall will habe ich am wochenende eine kleine umfrage unter den damen in meiner umgebung durchgeführt.
Wohlgemerkt: alle 4 ladies waren zu anfang des hypes stark am mithypen. resultat:
- zwei dachten die wm sei längst vorbei
- eine wusste am wochenende war das finale, allerdings nicht wer spielt
- meine freundin wusste dass endspiele sind und auch wer spielt, nur hasst sie mittlerweile frauenfussball nachdem sie sich zu anfang ein paar spiele angeschaut hat
fazit: hype vorbei. seit wochen.
Najaa, und ich hab mir von meinem Mann berichten lassen, wie es war.