Leitkultur Feminismus
geschrieben am 14. Juli 2011 von Gastautor
Replik eines Machos – ein Gastbeitrag von Sebastian Müller
Die Frage der Gleichberechtigung in einer vermeintlichen Männerwelt, das Thema prägt die Debatten des noch jungen 21. Jahrhunderts wie kaum ein anderes in dauerhafter Kontinuität. Ob zur fragwürdigen Frauenquote in den Spitzenpositionen der Wirtschaft, Politik oder auch im Wehrdienst: Starke Frauen wollen nicht nur ökonomisch, sondern auch gesellschaftlich-kulturell neue Räume erobern. Im Raum bleibt dabei aber auch die Frage stehen, inwieweit ein damit oft verbundener Profilierungs- und Weiblichkeitswahn – der kaum von kommerziellen Kalkül zu trennen ist – noch etwas mit Gleichberechtigung oder Emanzipation zu tun hat. Der jüngste künstliche Hype einer Geschlechterdebatte, die völlig am Ziel vorbeigeht, wird derzeit im Rahmen der zu Ende gehenden Frauenfußball WM erzeugt. Frauen, so scheint medienwirksam suggeriert zu werden, sind nicht nur die besseren Männer, sondern sogar die besseren FußballerInnen.
Mediale Konstruktion der modernen Frau
Fernab von jeglicher Dauerberieselung könnte man ja darüber schmunzeln. Doch zu dem ganzen feministischen Nachholbedarf in männlichen Domänen gehört folgerichtig auch die mediale Stilisierung der Frau zum Superweib, zur modernen Femme fatale, egal ob im Film, in den öffentlichen Debatten oder im Feuilleton. Frauen scheinen – so entsteht ein manchesmal der Eindruck – in den letzten 30 Jahren der kulturell-evolutionären Entwicklung des Homo Sapiens ihre männlichen Artgenossen überholt zu haben. Sie stehen als moderner Prototyp in einer Gesellschaft, in der männliche Eigenschaften zunehmend überflüssig werden oder an Bedeutung verlieren. Während sich das männliche Rollenbild in einer vielzitierten Identitätskrise befindet, scheint das „Frausein“ seit einer Dekade nicht nur eine Aufwertung und Neuerfindung zu genießen, sondern auch mit einem größeren (Selbst)Vermarktungspotenzial besser in unsere Wettbewerbs-, Kommuniktations- und Dienstleistungsgesellschaft zu passen.
Das Frauen sozial und kommunikativ kompetenter als die ehemaligen Herren der Schöpfung sind, ist allenthalben nichts Neues mehr; diverse Studien sollen nun aber beweisen, das sie ebenso belastbarer und auch sonst in den entscheidenden Disziplinen und Eigenschaften den Männern überlegen seien. Ob diese Studien nun wissenschaftlich einwandfrei sind, oder zum Teil auch den erörterten Zeitgeist widerspiegeln, sei einmal dahin gestellt.
Tatsächlich ist die Aufwertung von als weiblich geltenden Eigenschaften und Werten ursprünglich der feministischen Wissenschaftskritik geschuldet. Noch im frühen 20. Jahrhundert brachte die wissenschaftliche Forschung die einem androzentristischen Weltbild genehmen Ergebnisse hervor, bis hin zu extrem diskriminierenden Auffassungen. 1908 attestierte ein gewisser Dr. Paul Julius Möbius der Frau, körperlich und geistig ein „Mittelding zwischen Kind und Mann“ zu sein. Ausgestattet mit der Autorität scheinbarer naturwissenschaftlicher Erkenntnisse sprachen Ärzte und Psychiater wie Dr. Möbius das Wort der geistigen Begrenztheit von Frauen und ihrer biologisch begründeten intellektuellen Mängel. Wissenschaftler anderer Fachgebiete griffen bereitwillig auf diese sogenannten Erkenntnisse zu.
Studien also, die nun Frauen höhrere Kompetenzen als Männern bescheinigen, scheinen nicht nur zur rechten Zeit zu kommen, sondern auf den ersten Blick auch durch die Lebenswirklichkeit bestätigt zu werden. Seit der in den 1960er Jahren einsetzenden zweiten Frauenbewegung und der daraus de facto resultierenden, schrittweisen Befreiung des weiblichen Geschlechts aus gesellschaftlichen Beschränkungen und Vorurteilen, holen Frauen auch statistisch in sämtlichen Bereichen auf und übertrumpfen ihre „Widersacher“ im „Geschlechterkampf“ gar. Zumindest in Deutschland haben Mädchen in der Schule mittlerweile die besseren Noten als ihre männlichen Mitschüler, und schließen auch häufiger die Schulzeit mit dem Abitur ab (55%). Folgerichtig ist auch die Zahl der Studentinnen höher als die Zahl ihrer männlichen Kommilitonen. Haupt- und Sonderschulen werden hingegen schon fast zu 2/3 von Jungen besucht; ebenso groß ist der Anteil der Jungen an den Schulabbrechern. Uneinholbar vorne liegen die Jungen mit jeweils um die 90 % bei Legasthenie, dem ADHS (Zappel-Phillipp)-Syndrom, den verhaltensgestörten und jugendkriminell werdenden Schülern.
Die Gründe mögen aber in einem Bildungssystem selbst liegen, das innerhalb der letzten 30 Jahre zunehmend in feministische Hand geraten ist. Angefangen von Kitas und Kindergärten sind der größte Teil der Pädagogen und Bezugspersonen Frauen. Doch hartnäckig hält sich die pädagogische Gewissheit, dass die Schule Mädchen benachteiligt. Feministisch inspirierten Reformpädagogen gilt die Mädchenförderung bis heute als besonderes Anliegen, was nicht zuletzt in sogenannten Girls-Days und für Mädchen zugeschnitte Erziehungs- und Lernmethoden zum Ausdruck kommt. Die Erkenntnis aber, das mittlerweile nicht Mädchen, sondern Jungen in Schule und Elternhaus benachteiligt werden, setzt sich bei den Pädagogen nur zögernd durch, wie die Zeit-Redakteurin Sabine Etzold schrieb.
Alleine die Zahlen zeugen also von einem hereinbrechenden Zeitalter des Feminismus. Würde das reichen? Anscheinend nicht, denn – als ob man wüsste, dass reine Statistiken oft niemals komplexe Zusammenhänge allein erklären können – werden sie von einer zweifelhaften Doktrin der politischen Korrektness flankiert. Und die ist gerade in Fragen der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ein äußerst weites Feld. Sich hier in eine Debatte einzulassen, kann, ähnlich wie das einschläge Thema Nahost, zum Minenfeld werden – zumindest für Männer. Der Vorwurf des Chauvinismus, Sexismus oder der Diskriminierung wird hier gerne ebenso schnell und inflationär erhoben wie dort die Antisemismus-Keule.
Debatte mit Sicherheitsbestimmungen und Gesinnungsrichtlinien
Wenn man sämtliche, in den Medien diskutierte Themen, die direkt oder indirekt etwas mit Emanzipierung oder Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau zu tun haben, Revue passieren lässt, dann bleibt ein fader Beigeschmack, der einer angeblich so aufgeklärten Gesellschaft nicht gut steht. Der erwähnte Kampf um die Befreiung des weiblichen Geschlechts aus gesellschaftlichen Beschränkungen und Vorurteilen scheint immer öfter über das Ziel hinaus zu schießen, ja gar in grotesker Weise zu einem fundamentalistischen Eifer zu werden.
Man wird des öfteren den Eindruck nicht los, dass die heutige Generation von Frauen (und auch Männern) ein gefühltes Jahrtausend selbst erlebter weiblicher Unterdrückung nun mit einem Schlag wieder gut machen will. Gefördert wird dieser Zwang zu Gleichmacherei durch eine Medienschlacht, die auf fast allen relevanten Feldern beruflicher, kultureller und sportlicher Tätigkeiten ausgetragen wird. Zweifel an der Sinnhaftigkeit solcher Debatten einerseits, oder an der Nützlichkeit bzw. Notwendigkeit weiblicher Profilierung und Frauenquoten in traditionell männlichen Domänen andererseits, sind mittlerweile nicht mehr ganz gefahrlos zu äußern.
Das musste bereits der Autor eines Marinemagazins leidvoll erfahren. Im „Marineforum“, einem Fachblatt der Marine-Offizier-Vereinigung veröffentlichte der Geschäftsführer des Instituts für Staatspolitik, Erik Lehnert einen Beitrag mit dem Titel „Gleichstellung um jeden Preis?“. Dabei äußerte Lehnert – in der Sache wohl durchaus berechtigt – Kritik an der Feminisierung der Streitkräfte, insbesondere der kämpfenden Einheiten. So sei die deutsche Armee „Experimentierfeld einer Gleichheitsideologie, mit allen Konsequenzen, … zu denen nicht zuletzt der Tod der Kadettin auf dem Segelschulschiff Gorch Fock im November 2010 gehört“.
Allein eine feministische Gleichheitsideologie in Verbindung mit dem skandalisierten Unglücksfall auf der Gorch Fock zu bringen, birgt – so nachdenkenswert dieser Satz vielleicht auch wäre – große Sprengraft in sich; ganz einfach deshalb, weil darüber zumindest offiziell nicht mehr nachgedacht werden darf. Dass nun Lehnert sich diese Gedanken dennoch macht, war für den Spiegel unverzeihlich. Weitere, möglicherweise etwas unglücklich formulierte Äußerungen dürften Lehnert daher zur Persona non grata gemacht haben: „Frauen zwingen den männlichen Kameraden faktisch ihre eigenen physischen Beschränkungen auf, indem sie Standards senken und Forderungen nach Veränderungen stellen.“
Auch eine offensichtliche Binsenweisheit, dass nämlich der Dienst beim Militär „jenseits der körperlichen Fähigkeiten der meisten Frauen“ liege, scheint nur noch mit gehörigen Mut geäußert werden zu können. Für den Spiegel, ohnehin ein Flagschiff für Popkultur, seichten Politmainstream und PR-Journalismus, setzt der Feminismus wohl nicht nur in Hollywood-Filmen die physischen Unterschiede der Geschlechter außer Kraft. Folgerichtig ist die simple Erkenntnis, dass der Kampfeinsatz immer noch eine „außergewöhnliche physische und psychische Herausforderung“ bleibe, und die Natur „Frauen und Männer diesbezüglich unterschiedlich ausgestattet“ habe, für den Spiegel eine Verunglimpfung der Frauen.
Die Kirche im Dorf lassen
Spätestens hier also sollte man einmal die Kirche im Dorf lassen, und sich fragen, wohin uns eine völlig außer Rand und Band geratene Emanzipationsdebatte bisher geführt hat. Für den Sozialphilosophen Charles Fourier (1772-1837) war der Grad der Befreiung der Frau Maßstab von gesellschaftlicher Entwicklung: „Der soziale Fortschritt (…) erfolgt aufgrund der Fortschritte in der Befreiung der Frau“. Freilich bringen solch reflexhafte Skandalisierungen die Frauen ihrer Befreiung keinen Schritt näher, im Gegenteil.
Um das ganze Drama näher zu beleuchten, lohnt es, einen Bogen zur eingangs erwähnten Frauenfußball WM zu schlagen. Als das im Vorfeld hochgelobte, tatsächlich jedoch nur mäßig spielende deutsche Team gegen die Japaner bereits im Viertelfinale ausschied, veranlasste dies den taz-Redakteur Deniz Yücel in seiner satirischen Reihe „Trikottausch“, einen bestenfalls mäßig gelungenen Abgesang auf die DFB-Auswahl zu halten. Die Satire war letztendlich das Pendant zur Vuvuzela-Reihe im Jahre 2010, in der er an der deutschen Herrenmannschaft nach dem Halbfinal-Aus ebenfalls kein gutes Haar lies.
Unter normalen Umständen wäre die provokante Satire „Schämt euch ihr Schlampen“ ohne großen Aufhebens wohl ebenso in den Archiven der Publizistik Verschwunden wie auch der Herrenabwatsch „Schämt euch ihr Gurken“ ein Jahr zuvor, die sich – einmal abgesehen von der Geschlechterbezogenheit – auch kaum voneinander unterschieden. Doch die Umstände sind nunmal nicht als normal zu beschreiben, denn auch für den Humor haben die Grenzen feministischer Sicherheitsbestimmungen zu gelten. Yücel selbst wurde zur Zielscheibe einer in deutschen Onlineforen bisher unbekannten Empörung. Ganze 615 Kommentare, die hauptsächlich mit Schmähungen und Drohungen von Abonnement-Kündigungen durchsetzt waren, musste der Redakteur über sich ergehen lassen.
Die Welle des taz-Volkszornes verleitete die Chefredaktuerin Ines Pohl wohl dazu, Yücel zu einem gemäßigteren Artikel zu verdonnern, der auch gleich eine brave Lobpreisung des Frauenfußballs enthielt, so also, wie man es auch von einer sich selbst als emanzipatorisch bezeichnenden Tageszeitung erwartet.
Eigentlich bleibt da nur noch kopfschüttelnd festzuhalten, dass man sich ein solches Potenzial des Zornes doch lieber als Quittung für wichtigere Themen wünschen würde. Zum Beispiel über die Zumutungen des Kampagnenjournalismus seitens des besagten Spiegel, über INSM-gefärbte PR-Artikel über die angeblichen Vorteile der privaten Rente, oder über das Märchen von den griechischen Rettungspaketen, die in Wahrheit nicht als eine Ausplünderung der griechischen Steuerzahler sind.
Frauenfußball als Katalysator eines entarteten Emanzipationsstrebens?
Doch die Anekdote ist bezeichnend dafür, wie wenig die Emanzipation (im eigentlichen Sinne) dann doch fortgeschritten zu sein scheint. Wenn bereits die Reaktionen auf eine satirische Auseinandersetzung mit der Nischensportart Frauenfußball so empfindlich und zahlreich ausfallen, scheinen doch eklatante Fragen ob des weiblichen Selbstverständnisses und Selbstbewusstseins aufgeworfen zu werden. Aber genau hier liegt das Problem, die Wunde, in die Yücel unbewusst den Finger gelegt hat: Einige Funktionäre, Sportlerinnen und Journalisten wollen sich eben nicht damit abfinden, dass die Damen beim König Fußball ein Schattendasein fristen. Dass die Gründe der geringeren Popularität auf der Hand, bzw. in der Athletik und Dynamik liegen, wird dabei geflissentlich ignoriert, ja teils sogar umgekehrt. Als ob von der Resonanz und dem kommerziellen Erfolg des Frauenfußballs das Gedeih und Verderb der Gleichberechtigung hängen würde!
Wie überhaupt es rührend ist zu beobachten, wie vehement sich politisch korrekte Journalisten seit einigen Tagen für die Sache des Frauenfußballs, den sie noch vor Wochen mit völliger Missachtung bestraft haben, ins Zeug legen, das Pflänzchen hegen und pflegen, und jedes kleinste Foul gegen die weibliche Netiquette mit einem medialen Pfiff und einer gelben Karte ahnden. (Rudolf Maresch, Heise-Online)
Das Ganze gipfelt in der völlig absurden Forderung des Spiegel-Kolumnisten Jakob Augstein nach gleicher Bezahlung von weiblichen und männlichen Fußballspielern: „Wie unterschiedlich der Wert ist, den die Gesellschaft weiblicher und männlicher Leistung entgegenbringt, drückt sich übrigens am brutalsten im Verdienst der Fußballerinnen aus: Während ein männlicher Bundesliga-Profi im Durchschnitt eine Million im Jahr kassiert, bekommt eine Frauenfußballerin 800 Euro im Monat.“ Und: „Wenn die Fußballfrauen ein Zeichen setzten wollten, (…) könnten sie bei der Feier ihre T-Shirts hochziehen, aber nur so weit, dass die Worte „Equal pay now“ zu sehen sind.“
Nicht nur, das Augstein hier Äpfel mit Birnen vergleicht und damit den Fußball als das denkbar ungünstigste Beispiel für die in der Tat noch ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen in der Wirtschaft instrumentalisiert. Er übersieht, entweder absichtlich oder aber in blinder Liebe zum Feminismus, die riesige Diskrepanz in den Summen, die der Männer- im Gegensatz zum Frauenfußball durch Zuschauerzahlen über Werbe- und Fernseheinnahmen generiert. Dass also ausgerechnet ein Spiegel-Redakteur die Gesetze der freien Marktwirtschaft beim Fußballsport aushebeln will, zeigt einmal mehr, welche Blüten der emanzipatorische Fundamentalismus bereits treibt.
Dass der Frauenfußball insgesamt als Flagschiff der Emanzipation dermaßen hochgehalten wird, zeigt letztendlich aber nur dessen Instrumentalisierung. Dem DFB und den PR- Schreiberlingen geht es in Wahrheit nur um eine kommerzielle Ausschlachtung der WM im eigenen Land, von deren Ertrag auch die kickende Zunft der Damen profitieren möchte. Damit entpuppt sich der Frauenfußball lediglich als ein Vehikel in einem neoliberalen Verteilungskampf, einem Wettbewerb um Märkte, in der Frau ihren Mann stehen will. In einer solchen Marktgesellschaft, die sich nur um Profite schert, ist die Frage um Anerkennung ohnehin obsolet. Die Frau ist im Postfordismus bzw. Neoliberalismus als ein Element, dass den Konkurrenzkampf auf dem Arbeitsmarkt belebt, höchst willkommen.
Insofern ist die ganze Gleichberechtigungsdebatte in der Peripherie um die WM nicht mehr als eine völlig deplazierte Gespensterdiskussion, die von den Frauen mit dem gleichen Profitkalkül wie auch seitens der männlichen Funktionäre beim DFB und der Werbe- und Produktindustrie geführt wird. Die Frauen im Rahmen lächerlicher Gesinnungsrichtlinien als bessere Fußballer oder leistungsstarke Soldatinnen zu promoten, dient nicht einer fruchtbaren Emanzipationsdebatte, sondern offenbart nur den unfreiwillig komischen Zeitgeist, der in der westlichen Kultur- und Kommerzgemeinschaft derzeit herrscht.
Die physische und psychische Unterschiede zwischen Frauen und Männern völlig ausgrenzende Gleichheitsideologie steigert sich zur Hegomonie und Modeerscheinung eines (nehmen wir die meisten Frauen hier in Schutz) künstlich inszenierten weiblichen Chauvinismus in unserer Gesellschaft. Dieses idiotischerweise als political correctnes umschriebene Phänomen ist nicht nur für Männer und Frauen, Mädchen und Jungen gleichermaßen unangenehm (siehe Lehnert), sondern auch gänzlich sinnfrei. Er erschwert er nicht nur eine ernsthafte und offene Debatte darüber, wo Fragen der Geschlechtergleichberechtigung in unserer Gesellschaft tatsächlich noch akut sind, bzw. in welchen Bereichen Frauen (oder mittlerweile auch Männer) benachteiligt werden, sondern ebenso die ehrliche Frage, ob eine rein ideologisch motivierte Förderung von Frauen in bestimmten, männlich dominierten Berufsfeldern nicht auch deplaziert und kontraproduktiv sein könnte.
Sebastian Müller
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Meiner Meinung nach gehört diese Genderdebatte, wie auch der “Untergang des Abendlandes” und die “Rentnerschwemme” zu den Ablenkungen, um die Bürger zu spalten und aufeinander zu hetzen; Männlein gegen Weiblein, Atheist gegen Christ gegen Moslem, Alt gegen jung, rinks gegen lechts etc.
Wie wäre es mal mit einer Gesellschaft, in der sich jeder Mensch so verwirklichen kann, wie es seinem Gusto (Kompromisse muss man immer machen, klar!) entspricht, stattdessen dürfen Männlein und Weiblein gemeinsam darum kämpfen, wer das bessere A-loch ist, dürfen Rentner und arbeitslose Jugendliche sich gegenseitig vorrechnen, wer auf wessen Kosten lebt und so weiter und so fort
Wir machen uns gegenseitig das Leben zur Hölle!
Ich dachte eigentlich die Menschheit hat in Zukunft (als ich Kind war, war das das Jahr 2000 oder so) einen Endzustand erreicht; Roboter, Automaten und AI machen die Jobs und saubere Energie und Forschung versorgen uns mit allem Notwendigen.
Nun sehe ich immer noch Leute, die sich um wenige Jobs prügeln und dort warten Mobbing, Psychopharmaka, Damoklesschwert der Arbeitslosigkeit, Stress, Unterbezahlung *würg*
Entweder die (meiner Meinung machbare) Utopie ist für die herrschenden Damen und Herren zu teuer, weshalb es Lohnsklaven braucht oder die sind wirklich extrem krank im Hirn und brauchen immer jemanden, dem es schlechter geht und den sie herumkommandieren können (jaja, der ewige Missanthrop)
Sprich: Mir persönlich ist es egal, ob ich von einem A… oder von einer V… auf die Palme gebracht werde :)
Ich glaube dass Beides möglich ist. Eine Dystopie in der eine riesige arbeitslose Unterklasse in Ghettos vegetiert während sich die Elite dank totaler Automatisierung der verbleibenden geistig-kreativen Arbeit widmen kann, oder eine Utopie à la Star Trek Föderation in welcher der Staat jedem Erdenbürger eine Grundexistenz gewährleistet die mit sporadisch verfügbarer Geistesarbeit aufgewertet werden kann. Das bedingungslose Grundeinkommen geht in diese Richtung.
Das kapitalistische System welches davon ausgeht dass nur der welcher Lohnarbeit nachgeht auch essen darf, wird mit zunehmender Automatisierung jedenfalls irgendwann zusammenbrechen. Heute arbeitet noch etwa die Hälfte der Bevölkerung und versorgt dabei die andere Hälfte, irgendwann werden 10 % die restlichen 90 % versorgen können. Eine desillusionierte, zwecklose Unterklasse überflüssiger Menschen eines derartigen Ausmaßes wird jedenfalls keine Demokratie überleben. Da heißt es entweder strammer Totalitarismus, oder man muss diesen Menschen alternative Lebenskonzepte bieten die ihrer Existenz Sinn und Zweck geben.
Es ist eine Schande unserer Zeit dass wir zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte die Technologie haben um jeden Menschen zu ernähren, anzuziehen und ihm ein Dach über dem Kopf geben, trotzdem aber die Mehrheit der Menschen einen Lebensstandard hat wie bei uns im Mittelalter, vom ständigen Kampf ums Dasein geprägt. Das sind keine äußeren Einflüsse mehr die dem Menschen dieses Leben aufzwingen, sie sind hausgemacht.
Erinnert mich an “Die Zeitmaschine” von H.G. Wells, als er weit in der Zukunft gelandet ist, gab es auch nur zwei “Schichten”.
Wir können auf dieser Welt nicht allen Menschen den gleichen Standard bieten, den die gesamte westliche Welt hat. Stell dir eine Milliarde zusätzliche Autofahrer (China) vor.
Mit den Spritfressern von heute geht das nicht. Mit anderer Technik schon.
Warte mal 20 Jahre. Die Chinesen kriegen das hin.
*kicher* “Wenn das so weiter geht mit dem Verkehr, wird Paris im Pferdemist ersticken.” Paris im 19ten Jh.
Technologien (neue) lösen keine Probleme, sie heben lediglich das Problemniveau!
Bitte 100x abschreiben.
Ich sprach auch von einem Lebensstandard der Menschen ernährt, kleidet, sie mit Behausung und einem Grundmaß an Sicherheit austattet. Das ist mehr oder weniger auch schon in “zweite Welt” Ländern gegeben, wäre aber beispielsweise für fast den gesamten afrikanischen Kontinent ein gewaltiger Sprung nach Vorne. Die Menschen in Somalia, Kongo, Sudan und Co. können von sowas nur träumen.
Wenn wir uns in den nächsten Jahrzehnten von der fossilen und nuklearen Energiegewinnung verabschieden können, dann wäre unser Lebensstandard auch auf eine deutlich größere Menge Menschen ausweitbar ohne die Umwelt zusätzlich zu belasten wie es z.B. eine Milliarde zusätzliche Autofahrer mit Verbrennungsmotor tun.
Auch ist unser eigener Lebensstil in vieler Hinsicht unnötig verschwenderisch. Der Durchschnittsamerikaner isst z.B. 120 kg Fleisch im Jahr, der Durchschnittsdeutsche 80 kg, in einem zweite Welt Land sind es 5-10 kg, in einem Entwicklungsland 1 kg. Diese riesigen Fleischmengen sind nicht nur ungesund und krankmachend, sie kosten in der Herstellung auch ihrerseits unglaubliche Mengen von Ressourcen. Für jede kcal Fleisch müssen 6 kcal Pflanzen investiert werden, eine bestimmte Menge Getreide kann also 6 Vegetarier ernähren, aber nur einen Fleischesser. Reduziert man das um die Hälfte isst immer noch jeder mehr als genug Fleisch, es werden aber erhebliche Energieressourcen frei die anderweitig verwendet werden können (z.B. für Biospritherstelung oder Renaturierung nicht mehr benötigter Anbauflächen).
Das was Du ansprichst geht letzten Endes auf das Problem der Überbevölkerung zurück, diese ist aber ebenso hausgemacht. Im “Westen” ist die Bevölkerungsentwicklung stabil, hätte man vor ein paar Jahrzehnten einen ähnlichen Entwicklungsstand in Afrika oder Asien erreicht, wären Heute ein paar Milliarden Menschen weniger auf der Welt und die Frage von deren Versorgung würde sich gar nicht stellen.
Kommt auf die Tiere an. Rinder kann man mit Gras füttern, das als Menschenfutter nicht taugt.
Biosprit ist unverantwortlich. Man kann erheblich besser mit solarthermischen Kraftwerken Methanol erzeugen. Ein sogenanntes Kohlendioxid-Endlager ist dafür ein hervorragendes Rohstofflager. Man kann aber auch Steinkohle nehmen.
Ich vermute, dass die Chinesen in 20 Jahren sowas massiv machen werden.
Es gibt zur Zeit gut 7 Hektar Planetenoberfläche pro Mensch. Das reicht.
Es gibt kein Versorgungsproblem, sondern ein Verteilungsproblem. Und das würde es auch bei nur einer Milliarde Menschen geben, denn das liegt an unserem Wirtschaftssystem.
Pseudogesundheitsmythen, Veganermythen Unsinn noch und nöcher.
Um zum Topic zurück zu kehren:
Man sollte Frauen offensichtlich wohl doch das Denken verbieten. Dann würden sich zumindest solcherartige Ammenmärchen nicht weiter verbreiten.
Der einzige Grund wieso es in einigen Zonen dieser Welt zu geringerem Fleischkonsum kommt, ist die dort vorherrschende Armut bzw. ein Mangel an geeigneten Flächen zur Produktion.
Das ist aber keinerlei Problem. Es ist eine Konstante der Menschheitsgeschichte, das Menschen immer von dem lebten, was sie gerade zur Verfügung hatten. Wenn das viel Fleisch war, wie in Kälteregionen gab es halt täglich viel Fleisch, wenn es sich um Zonen mit üppig wachsender Vegetation und Fruchtständen handelte, gab es halt diese Nahrungsmittel.
Entgegen der Lügenpropaganda der Landwirtschaftslobbyisten und Reformjünger gibt es letztlich keine Vorteile durch Gemüse- oder Obstkost und keine Nachteile durch Fleischverzehr.
Antifleischpropagandisten und ihre Lügenmärchenerzählungen kann man getrost in die Ecke treten und sich auch das dritte Schnitzel zum Mittagessen schmecken lassen.
Dankbarkeit für das was wir haben, Bewußtsein für den Mangel andernorts halte ich allerdings ebenfalls für erstrebenswerte Tugend. Dazu gehört auch, das man sich mit dem steigenden Wohlstand der Menschen freut und ihnen nicht den Fleisch-Teller wegnehmen will.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/28/Fleischkonsum-Welt.png
http://de.wikipedia.org/wiki/Tierproduktion#Bedeutung_f.C3.BCr_die_Weltern.C3.A4hrung
Leben wir eigentlich noch in einem freien Land, einer freien Kultur, wenn wir uns jeden Tag von Ernährungsideologen mit Lügen und Ammenmärchen traktieren lassen müssen?
Dieselben Leute, die die Nase über religiöse Speisevorschriften rümpfen, haben selbst eine Ernährungsreligion geschaffen. Mit Wissen, Aufklärung und Wissenschaft hat das Pseudogelaber nur selten etwas zu tun.
MFG
Seit Jahrtausenden versucht die Menschheit sich von den Quellen der Ungerechtigkeit zu befreien. Das führte zu verschiedensten Staatsformen, Wirtschaftskonzepten und so weiter. Heute wissen wir, das Gier als Triebfeder das Prinzip der Wirtschaft ist. Noch glauben ja einige, das diese Gier umgelenkt würde, zum Nutzen aller. Aber damit blenden diese wieder den Fakt aus, das der Gierige alles, aber auch alles erdenkliche machen wird um seinen eigenen Gewinn einzuheimsen. In der Pathologie der Gier äußert sich das nächste Problem: Die Betroffenen können einfach nicht genug bekommen und agieren quasi als “schwarze Löcher”, deren daseinszweck es ist, Geld zu akkumulieren. Damit einher geht die Macht, die es ermöglicht, sich so radikal den vorhandenen Besitz einzuverleiben. Auf diesen Pfeilern gründet unser System und diese Eckpfeiler werden durch den neoliberalismus weiter ausgebaut. Es geht um systematische Potentiale zur Akkumulation von Kapital/Geld/Macht für Individuuen. In so einer Gesellschaft gibt es auch keine Demokratie, sondern nur eine Regierungsform nach dem Willen der Reichsten und Mächtigsten. Seit Jahrhunderten kriechen Staaten vor den Kapitalgebern, wieso sollte es heute anders sein? Subtiler, aber kein bischen anders.
Und genau diese Zusammenhänge blenden die Anbeter der Idee des Grundeinkommens aus. In der illusoren Verblendung endlich die elenden Verteilungs-Probleme in den Griff zu bekommen, glauben diese Leute lieber daran, das eine neue Gesetzgebung eines immer machtloseren Gesetzgebers dazu führen könne, die
Weltach nein, es geht ja immer nur um Deutschland in den meisten dieser Utopien. Deutschland, so hoffen einige, würde den Anfang machen und die Welt würde dem Aufruf des blühenden Landes dann folgen und alles schön herrichten für jeden einzelnen.Mit welcher Naivität muss man gesegnet sein, um die Zusammenhänge dieser Welt auszubleden, mit welch massiver Naivität glaubt ihr eigentlich an eine Möglichkeit für einen Umsturz, Wandel oder Neustart eines Systems, dessen einzige Konstante über die Jahrtausende genau die Machtgier, Geldgier, psychopathische Rücksichtslosigkeit der Mächtigsten ist, die heute das System in die Brüche führt?
Jeder reale Umsetzungsversuch einer Veränderung kann rein rationell und logisch nur ein Schritt in die laufende Richtung sein. Es gibt keine Veränderungsoption, weil die tragende Säule für die Probleme der Mensch mit seinen eigenen problematischen Eigenschaften ist.
Selbst wenn eine zeitweise Korrektur machbar wäre, würde diese im Verlauf der Jahrzehnte wieder ausgehölt.
Das schöne an einer Utopie ist ja, das es sie noch nie gab. Deshalb kann man daran festhalten, da sie ja noch nie gescheitert ist.
Dieser argumentative Mißbrauch des Grundeinkommens als der Lösung aller Probleme nervt einfach.
Nichts ändert sich, solange Menschen sich nicht ändern. Und danach siehts definitiv nicht aus. Es gibt solange Kriege, wie es Soldaten gibt und Menschen die ihn wollen. Es gibt solange Ausbeutung, wie es Menschen gibt, die Ausbeutung betreiben. Es gibt solange Ungerechtigkeit wie es ungerechte Menschen gibt.
Kein einziges politisches System hat je etwas daran dauerhaft geändert.
Kleiner Exkurs in Futurologie. :)
Ich kann nicht vorhersehen wie der Mensch in 100 Jahren sein wird, kann mir aber vorstellen dass sich sein Leben von Unserem so unterscheiden wird wie Unseres vom Steinzeitmenschen. Vor 100 Jahren gab es keine globale Sprache, kein globales Kommunikationsnetz, kein Fernsehen, Computer, Weltraumfahrt oder Massenmobilität die es erlaubte binnen 24 Stunden an jeden Ort der Erde zu gelangen. Der technische Fortschritt in dieser Zeitspanne war wesentlich tiefgreifender als in den 1000 Jahren davor. Dieser technische Fortschritt beschleunigt sich aber nicht linear sondern exponentiell.
Wer weiß daher wie unsere Urenkel mal leben werden. Durch die bevorstehenden und angestrebten Quantensprünge in Bereichen wie Energieerzeugung (kalte Fusion), Biotechnologie (Genoptimierung, organische Computerschnittstellen) und KI Entwicklung ist dann vielleicht jeder Mensch ein genialer Einstein in Androidenhülle dessen Geist mit einem hive mind verbunden ist.
Der jetzige Mensch ist jedenfalls ein isoliertes Individualwesen dessen Wissen um die Manipulation seiner Umwelt dem Zuwachs an Weisheit immer mehr davon läuft. Er hat derzeit nicht die Kapazität in großen Zusammenhängen und Zeitspannen zu denken da er kein globales Bewusstsein besitzt. Er ist eine Ameise die den Blick eines Ameisenbärs auf die gesamte Kolonie bräuchte. Dieser Mensch wird irgendwann in den nächsten Jahrzehnten am Endpunkt seiner zivilisatorischen Entwicklung angelangen, da alle durch seine Lebensweise entstehenden Probleme (Klimaerwärmung, Ressourcenknappheit usw.) nur global gelöst werden können, der Mensch aber lokal denkt. Dafür bräuchten wir schon eine Weltregierung, die ist derzeit aber völlig unrealistisch (selbst wesentlich kleinere und homogenere Organisationseinheiten wie z.B. die EU funktionieren mehr schlecht als recht).
Das muss aber nicht so bleiben. Eine entstehende Weltsprache (Englisch) und Kommunikationsnetzwerk (Internet) können erste Schritte hin zu einem globalen Bewusstsein darstellen.
Vielleicht hast Du schon mal von der Kardaschow-Skala gehört. Falls die Menschheit den Sprung zur Stufe I schafft und sich nicht (was nicht eben unwahrscheinlich ist) zurück ins Mittelalter bombt, dann wird dieser Sprung wohl in näherer Zukunft geschehen. Ich bezweifle ganz stark dass diese Zivilisation noch nach denselben kapitalistischen Parametern funktionieren kann wird wie Unsere.
Ein interessantes Thema, hat aber irgendwie so gar nix mit dem Blogbeitrag Feminismus zu tun.
Tja, dem ist leider nicht so. Alles was Madame hier an Lobpreisungen an den Erfindegeit aufzählt, wurde bis zur Mitte des 20Jhd. erfunden. Autos, Flugzeuge, nutzbare Energie in Form von Strom, Computer, Telefonie etc… Die Dinge die unser heutiges Leben prägen sind mittlerweile fast schon Jahrhunderte alt. Etwas wirklich neues, revolutionäres werden Sie hingegen in den letzten 70 Jahren vergeblich suchen. Hier herrscht die große Stagnation. Und das ist übrigens eines unserer Kernprobleme.
Schaffen wir es nicht, wieder ein Zeitalter der Ingenieurskunst zu entwickeln, wird diese Form von Menschheit nicht mehr lange bestehen können. Nur mit kleiner, leichter, schneller und mobiler wird auf Dauer kein Blumentopf zu gewinnen sein. Versuchen wir aber..
Deshalb mein Ausflug in die Futurologie, unsere Enkel werden wieder Ackerbau und Viehzucht betreiben, weil wir außer Resourcen verschwenden nix mehr drauf haben.
Die Stelle mit der Gier hat mit total an Gordon Gekko aus “Wallstreet” erinnert und es stimmt, es werden immer gierige Schurken die einfachen Massen zu betrügen suchen.
Allerdings setze ich Hoffnungen in die virtuelle Selbsthilfegruppe (auch Internet genannt:)
Gordon Gekko (der auf Michael Milken basiert) verhält sich zum heutigen Spekulanten ungefähr so wie ein MG zu einer Atombombe. Ein Waisenknabe der ein paar Insidergeschäfte tätigt und irgendwann darüber stolpert. Wer nicht nur Kleingeld verdienen will beschäftigt sich Heute mit ganz anderen Dingen.
GreedGreece is good.Das ist ja wohl maßlos übertrieben. Als politisches System der Zukunft wird wohl nur ein äußerst repressives mehr oder wenig anarchisch-archaisches System eines Warlordism übrig bleiben. Faust statt Gesetz.
Anarchie und Warlordism passt nicht zusammen. Und Archaisch muss für dich wohl was ganz Böses sein.
Anarchie heißt kein Führer. Das führt nicht notwendigerweise zu Gesetzlosigkeit und Gewaltexzessen.
Den größten Gewaltexzess des letzten Jahrhunders hatten wir in den Schützengräben des ersten Weltkriegs. Und da waren alle Seiten genau das Gegenteil von Anarchisch oder Archaisch. Es gab überall Gesetze.
Weil eine der Autorität gehorsame Menschheit immer ihren eigenen Nachteil reproduziert.
Das ist das Problem. Die Macht braucht Gehorsam. Den erkauft sie sich mit Vorteilen für die Gehorsamen.
Genauso, wie es Eltern machen, die ihren Kindern eine Belohnung in Aussicht stellen, wenn diese tun was sie sollen.
Wichtiger wäre eigentlich die authentische Generierung von eigenen Zielen auf der Basis eigener Wahrnehmung der Welt und ihrer Bedingungen im Zusammenhang mit radikal menschlichen Werten. Nur welche das eigentlich sind, das vergessen wir immer mehr.
Ich empfehle eine konzentrierte Auseinandersetzung mit Arno Gruen und einen Vergleich mit christlich-biblischen Werten (nicht der Kirche!)
@Hannzi
Bitte konkreter! Hast du einen Link?
wie allgemein üblich(!): Zu kurz geschossen!! Futter, Klamotten und Dach reichen eben nich! Und mit Technologie hat das auch nix zu tun. Dies ist ebenfalls Teil der allgemeinen Verwirrung: Der Trieb, die einfachsten Dinge zu verschwurbeln und hochtrabend zu adeln – keiner weiß dann nix mehr. But – it feels damn’ good!
Wie es sein wird, hat Eric Arthur Blair bereits in einem Dialog zwischen den Parteimitgliedern O’Brien und Winston deutlich beschrieben:
“Die wahre Macht, die Macht, um die wir Tag und Nacht kämpfen müssen, ist nicht die Macht über Dinge, sondern über Menschen.” Er hielt inne und war für einen Augenblick wiede der Lehrer, der einen vielversprechenden Schüler prüft: “Wie behauptet ein Mensch seine Macht über einen anderen Menschen, Winston?”
Winston überlegte. “Indem er ihn leiden lässt”, sagte er.
“Genau. Indem er ihn leiden lässt. Gehorsam reicht nicht. Wenn er nicht leidet, wie kann man da sicher sein, dass er unserem Willen gehorcht und nicht seinem eigenen? Macht bedeutet, Schmerz und Demütigungen zufügen zu können. (…) Sehen Sie jetzt allmählich, was für eine Art von Welt wir erschaffen? Sie ist das genaue Gegenteil der törichten, hedonistischen Utopien, die den alten Reformen vorschwebten. Eine Welt der Furcht, des Verrats und der Folter, eine Welt des Tretens und Getretenwerdens, eine Welt, die mit fortschreitender Höherentwicklung nicht weniger gnadenlos, sondern immer noch gandenloser werden wird. (…) Aber immer – vergessen Sie das nicht, Winston -, immer wird es den Rausch der Macht geben, die ständig wächst und immer subtiler wird. Immer, in jedem Moment, wird es den erregenden Kitzel des Sieges geben, die Empfindung, auf einen wehrlosen Feind herumzutrampeln. Wenn Sie ein Bild von der Zukunft haben wollen, dann stellen Sie sich einen Stiefel vor, der auf ein Gesicht tritt – unaufhörlich.”
Alles sehr chick … ;) aber trett doch mal eine lawiene los …
Stumpf ;)
WTF?
“Institut für Staatspolitik”? Seriously? WTF!?
Emanzipation ist die Assimilation männlicher Verhaltensweisen.
Hat beim Fussball ja nicht wirklich so geklappt.
Aber leider dafür in vielen anderen Bereichen.
Frau muss heutzutage mitarbeiten damit die Kinder überhaupt was zu beissen haben.
Das hat aber weniger mit Emanzipation,ALS vielmehr mit diesem ganzen elenden System zu tun,
was nur darauf ausgerichtet ist die Familie zu zerstören.
Vereinzel die Menschen,
und sie lassen sich gleich viel besser kontrollieren.
Und dann noch schön gegeneinander ausspielen.
Heutzutage lässt Frau sich nicht mehr so einfach schlagen.
Sie schlägt zurück.^^
Mfg
Der letzte lawblog Eintrag von Udo Vetter …
“http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/07/12/der-rotz-der-unser-leben-lebenswert-macht/”
… hat ein vielfaches seiner regulären ‘flattrs’ und Kommentare eingebracht.
Irgendwie scheint Feminismus gerade überall Thema zu sein.
Solche Dinge geben mir aber auch das Gefühl mir jedesmal wieder den Tag zu verderben. Es gibt soviel bessere Möglichkeiten wie man seine Zeit verbringen kann, als mit/über sie zu sprechen.
Danke für den Link. Sehr lesenswert.
Ganz besonders auch das hier von Andreas Zielcke in der SZ.
Danke für den Andreas-Zielcke-Link. Ein sehr interessanter Artikel.
Der Artikel von Deniz Yücel hört sich auf den ersten Blick heftig an. Im Endeffekt ist aber auch hier eine mangelnde Sprach- und Lesekompetenz bzw. eine andere Verwendung von Worten Schuld an der Empörung. Das Wort Schlampe wird von den meisten nur in dem Zusammenhang verwendet, in dem es eine Frau bezeichnet die mit jedem Kerl ins Bett steigt. Es gibt vermutlich viele die nicht wissen das Schlampe früher eher von Schlampig abgeleitet war. So verwendet Deniz Yücel das Wort korrekt und meinte die schlampige Spielweise der Deutschen. Dies wird an folgendem Satz deutlich:
Deniz Yücel hat also die Frauennationalmannschaft noch nichtmal beschimpft sondern das Wort Schlampe aus dem Deutschen korrekt verwendet, nur scheinen viele des Deutschen nicht mehr mächt bzw. hat sich die Verwendung des Wortes geändert.
@BTT:
Schön das auch hier auf Spiegelfechter so ein Artikel geschrieben wird. Es ist schon schlimm mit welcher Vehemenz die Medien versuchen diesen Feminismus durchzuboxen. In meinen Augen bringt das aber nicht viel zumindestens noch nicht. Leider werden dadurch wie so oft die wirklichen noch existierenden Probleme in diesem Bereich außer Acht gelassen.
Du spaltest Haare. Es zählt maßgeblich wie ein Wort Heute verwendet und empfunden wird, denn die Deutung von Wörtern verändert sich wie die Sprache auch. Die meisten Menschen sind eben keine Etymologen. Mit der Logik kannst Du auch einen Schwarzen als Neger bezeichnen und ihn darauf hinweisen dass das Wort vom lateinischen Begriff für schwarz abstammt, wundere Dich dann aber nicht wenn Du trotzdem Eine eingeschenkt bekommst weil derjenige es zurecht als rassistische Beleidigung empfindet.
Herr Yücel wollte provozieren und das ist ihm gelungen, sehr viel mehr muss man dazu nicht sagen. Ein für mich ziemlich ödes Spiel von “push the buttons”, dass so viele Leser der taz darauf reinfallen zeugt nicht von der Intelligenz ebendieser.
Ob ihn die Chefredakteurin anschließend zu irgendwas “verdonnert” hat ist reine Spekulation, es sei denn Herr Berger oder Herr Müller haben persönlich mit einem der Beteiligten gesprochen und einen Draht in diese Redaktion, worauf allerdings nichts hindeutet.
Wieso sollte er demjenigen eine einschenken? Denkst Du, nur weil er schwarz ist kann er sich nicht verbal mit ihm auseinandersetzen???ßßß ;-)
Der Begriff Neger kommt nicht wie man meinen könnte vom lateinischen Wort niger für schwarz, sondern vom spanischen Wort negro, im historischen Kontext genauer objeto negro = schwarzes Objekt, was unverkennbar rassistisch ist, trotz allgemeiner Akzeptanz bis in die 70er Jahre hinein. Aber das nur um noch mehr Haare zu spalten ;-)
Wie Du schon selbst sagtest; genau wie bei der Schlampe interessiert es hier weniger was der Sprecher des Wortes über die Bedeutung denkt, sondern was der “Besprochene”, in dem Fall der Neger denkt, bevor sich dann letztendlich seine Faust im Kiefer des Ersteren eingräbt.
Nur die zwei Cents vom hellmittelbraunen Quotenneger :-)
Was für ein Quatsch.
Auch in objeto negro bedeutet negro schwarz. Schwarz->Negro->Neger
Und man glaubt es kaum, Spanisch ist doch tatsächlich eine romanische Sprache, gilt somit als Nachfahre der lateinischen Sprache und dort heißt niger was? –
Weiterhin ist die objeto negro-Herleitung sowas von dämlich… Wenn ich ein kastriertes männliches Rind als Ochsen bezeichne, geht keiner davon aus, dass ich das von “Du dummer Ochse” abgeleitet habe. Sondern von Ochse. Ochse = kastriertes männliches Rind. Was ich sonst noch hinzufüge, um eine Wertung einzubringen (in obigem Fall das objeto) hat mit dem Ursprung nichts mehr zu tun.
Auch das mit dem “Haare spalten” ist an diesem Punkt nicht zutreffend. Haare spalten und Unsinn verzapfen ist nicht das gleiche.
Tatsächlich, auch in objeto negro bedeutet negro schwarz. Das war mir in diesem Ausmaß überhaupt nicht bewusst, oh mein Gott.
Und – es wird noch schlimmer – spanisch ist eine romanische Sprache!!!!111 Wieso hat mir das nie jemand gesagt? Das kann doch niemand wissen..
Ich schlage Dir vor Dich allerwenigstens mit den grundlegendsten aller Grundlagen der Etymologie zu befassen – oder einfach nicht so selbstzufrieden von Unsinn und dämlich zu schwafeln
War das jetzt Dein Gegenargument?
Natürlich ist das alles offensichtlich, aber anscheinend nicht offensichtlich genug…
Tolle Sprachentwicklung: Ein Schlamper schlampt, aber eine Schlampe steigt mit jedem Kerl ins Bett, schlampt aber nicht. Das kommt davon, wenn Frauen ihren Mann stehen wollen und dann sitzen gelassen werden.
Keine Ahnung vo Feminismus, aber das Bild der Frauen in den Medien der letzen Wochen:
- Stauss-Kahn
- Kachelmann
- Ergo/Hamburg-Mannheimer
- Frauen-WM: Nix Emanzipation, das ist alles Quatsch. Die ganze Berichterstattung orientiert sich an der Männer-NM. Und DAS ist keine Emanzipation. Ganz sicher nicht.
kann man ggf. noch fortsetzen. Was ich sehe: Männer machens und Frauen nicht.
Ich wünsche mir:
Frauen die Männer vergewaltigen
Frauenfirmen die Männer zum poppen anmieten
Anerkennung der Tatsache, dass auch der Großteil des Männerfußballs langweiliges und schlechtes Gebolze ist. Ribery wird als Star gefeiert, obwohl err keinerlei taktisches Verständnis vom Fußball besitzt…. Athletik Bullshit- Mertesacker ist nun alles aber nicht athletisch…
Frauen brauchen ganz allgemein eine eigene Mythologie bzw. Menschen brauchen eine geschlechtsneutrale Mythologie. Hätten wir ja auch, aber die vorhandenen sind offenbar zu komplex für uns.
“Ich wünsche mir: Frauen die Männer vergewaltigen”
Du hast sie doch wirklich nicht mehr alle…
DAs war Ironie…
DEr Punkt dahinter ist doch der: Mediale Berichterstattung über Frauen nervt gerade weil sie entweder Opfer, Lügner oder Männernachahmer sind.
Das war eigentlich alles.
Mal abgesehen davon das es durchaus ein legitimer Wunsch sein kann kömmt das viel öfter vor als man(n) ahnt …
Nein kann es nicht. So etwas ist und bleibt eine Perversion und spiegelt die innerpsychischen Probleme von Menschen wider.
Nicht alles was es gibt, ist einfach legitim weil es das gibt. Nutzen und Schaden für sich und andere, also Ursache und Wirkung ist das mindeste was in einer nicht-ideologischen Betrachtung bei sexuellen Abarten / “Spiel”-arten von entscheidender Bedeutung sein muss – Nicht die Wünsche oder das Wollen zwangsgestörter Sexphantasien!
MFG
Amen.
Ich kenne persönlich mehr als eine Frau, die gern vergewaltigt werden würde. Und nun? Kommst du daher und bestimmst die “Rahmenbedingungen”? Mit welcher Kompetenz?
Und deine “Innerpsychische Probleme”-Theorie ist unhaltbar. Wenn ich eine Neigung habe, dann habe ich sie. Wenn sie mich stört, kann ich Hilfe suchen. Tut sie das nicht, ist es nicht nur legitim, sondern ein Individualrecht, Spaß dran zu haben.
@Bernd
Dass jemand vergewaltigt werden will, ist ein Widerspruch, denn Vergewaltigung impliziert, dass es gegen den Willen des Vergewaltigten geschieht.
Das Nein-Sagen der Frau gehört allerdings für viele Menschen zum Balzritual. Dahinter steckt das Überprüfen des Durchsetzungsvermögens des Mannes bei der Auswahl des Zeugers. Ein literarisches Beispiel ist Brünhild von Island.
Dieses Verhalten ist mit Respekt, also dem Ernstnehmen des Sexualpartners nicht vereinbar. Beides gleichzeitig zu wollen ist unmöglich, eine Perversion (völlige Verdrehung) und spiegelt ein psychisches Problem wider.
Es gibt viele Menschen, die sich heute kloppen und morgen wieder miteinander saufen. Solche Leute erkennen wohl auch in dieser Perversion kein Problem.
Wir sind denkfähige Wesen und können über unsere Triebe und Emotionen nachdenken. Wer aus Angst oder Größenwahn über seine Triebe und Emotionen nicht nachdenken will, kann zu dem Ergebnis kommen, dass jeder Geschlechtsverkehr eine Vergewaltigung sei. Wer darüber nachdenkt, wird die Perversion verweigern und hat massive Probleme beim Finden eines Partners für respektvollen Umgang und Sexualität.
WRONG PLANET!
Na klar können Sie tun und lassen was Sie wollen. Sie können jede Frau mißbrauchen, die sich ihnen aus diesem oder jenem Grund vor die Füße wirft. Sie können sie schlagen, wenn die Frau das erlaubt. Sie können sie Mißhandeln, Foltern, Vergewaltigen.
Ob das die Frau wirklich will, ob sie davon profitiert, ob Sie selbst davon positiv Profitieren oder doch nur seelische Abgründe befeuern ist ein Kapitel für sich. Das hat mit Amen und Kirche nichts zu tun, sondern nur mit der Frage, die ich schon vorher aufwarf: Kosten und Nutzen für die Beteiligten.
Nutzt es mir auf Dauer und ist es gut und liebevoll dieser Frau gegenüber? Sollte ich die Frau in ihrer hilflosen Art einfach so benutzen wie sie es wünscht, oder sollte ich der Frau helfen ihr Verhalten zu hinterfragen?
Nochmal:
Was sie tun und was sie nicht tun ist absolut ihre Sache, solange Frauen zustimmen. Sie sollen sich nur im Klaren sein, das eine Zustimmung nicht immer aus freiem Willen sondern gerade in diesen sexuellen Zusammenhängen aus Zwangshandlungen heraus passieren.
Wer jetzt unbedingt das Arschloch sein will, das seine eigene sexuelle Gier mit der Lebensqualität Zwangsgestörter füttert, kann das tun muss sich aber eben so bezeichnen lassen.
Nur man Etwas tun kann und vom Gesetzgeber aus darf, ist es nicht automatisch richtig, nett, fair, menschlich, korrekt.
Wer im Falschen lebt und handelt, muss sich das zumindest vorwerfen lassen. Sein freier Wille bleibt ja unangetastet, nur die Bewertung seiner Handlung, die unterliegt dem Beobachter und den Argumenten nicht ihm selbst.
MFG
Nein, Firmen gibts da selten aber, dass Frauen das auch machen ist nicht neu.
Der große Unterschied hierbei ist – Männer die so etwas machen sind erbärmliche Schweine, Frauen die so etwas machen sind offen, mutig und bekommen für eine solche Erfahrung noch Applaus.
Frauen machen das aber viel seltener.
Das liegt zum einen an der Biologie: Ein Mann kann irgenewo ein Kind hinterlassen und abhauen. Eine Frau muss sich den besten Erzeuger aussuchen. Das erklärt dann schon mal den Hauptteil des Balzverhaltens.
Zum anderen liegt es an Dressur. Ich lese gerade die Bücher von Esther Vilar (Der dressierte Mann, Das polygame Geschlecht, Das Ende der Dressur). In diesen Büchern steht viel Müll. Aber mit der Dressur liegt sie richtig.
@Spiegelfechter:
Was ist das denn für ein Gastbeitrag? Institut für Staatspolitik? Möbius? Neue Rechte und Maskulisten-Gedöns? Kommt dann als nächstes noch ein Fitz-Artikel? Ist nicht dein Ernst, oder?
?
… brauchst du etwa Klicks?
*kopfschüttel*
@Kati,
Die Kritik das der Beitrag auch vom Institut für Staatspolitik handelt bzw darauf verweist verstehe ich. Was ich wiederum nicht verstehe ist dieses “Maskulisten-Gedöns”. Das klingt für ein bischen nach einer eingeschnappten Feministin oder gibt es etwa gute Gründe das ganze als “Maskulisten-Gedöns” abzutun?
Ja, diese Masukilsten sind sowas wie Alice Schwarzer auf Endstufe mit Penis aber ohne Eier und der Artikel oben erinnert in seiner Irrelevanz frappierent daran.
@Milan:
Ach du Schande, nein. Ich habe weder mit den Feministen (m/w) noch mit den Maskulisten (m/w) etwas am Hut. Es gibt auch keinen Grund, eingeschnappt zu sein für mich – wie kommst du darauf? Wegen des Ausdrucks “Gedöns”? Das ist hier ein ganz normales Wort. Man muss doch keine Feministin sein, um sich über jemanden lustig zu machen, der im Jahr 2011 zustimmend einen Autor zitiert, der vor hundert Jahren was vom physiologischen Schwachsinn des Weibes schrieb.
Aber ich will wirklich nicht über die Gender-Isten (also Maskus und Femis) und ihre Wahnvorstellungen reden. Ich wundere mich nur, dass sowas hier steht, beim Spiegelfechter.
“Man muss doch keine Feministin sein, um sich über jemanden lustig zu machen, der im Jahr 2011 zustimmend einen Autor zitiert, der vor hundert Jahren was vom physiologischen Schwachsinn des Weibes schrieb.”
Deine Lesekompetenz muss schon an Analphabetismus grenzen, wenn du behauptest, dass ich Möbius “zustimmend” zitiere! Ich habe ihn als Beispiel für extreme Diskriminierung herangezogen. Einfach nochmal in Ruhe den Artikel lesen, Kati ;-)
“Deine Lesekompetenz muss schon an Analphabetismus grenzen, wenn du behauptest, dass ich Möbius “zustimmend” zitiere! Ich habe ihn als Beispiel für extreme Diskriminierung herangezogen. Einfach nochmal in Ruhe den Artikel lesen, Kati ;-)”
Ach, lesen kann ich schon, aber ich gebe zu, dass ich nach dem IFS gar nicht mehr viel weiter gelesen habe und der Möbius ist mir nur beim Überfliegen ins Auge gefallen. Da habe ich durch die Diskussionen mit Maskulisten doch glatt ein Vorurteil entwickelt und angenommen, ihr fahrt alle auf den ab. Mein Fehler, ich bemühe mich, in Zukunft ein solches Vorurteil zu vermeiden. Danke für den (wie immer bei euch) überaus freundlichen Hinweis.
Dir auch noch viel Spaß beim Geschlechterkampf
Selbst bei der Bundeswehr im erzkonservativen Bayern wird Leuten wegen Nähe zum Institut für Staatspolitik auf die Pelle gerückt , aber für den Spiegelfechter scheint es ja noch zu reichen…
Schrecklicher Artikel, bei dem nicht nur das vorbehaltslose Ifs zitieren eine gewisse Nähe des Autors zu rechtem Gedankengut durchscheinen lässt (Stichwort: Das wird man ja wohl noch sagen dürfen/Man darf ja nicht einmal mehr sagen…)
Auf den sonstigen Inhalt möchte ich gar nicht erst eingehen, da erübrigt sich jeder Versuch eine Kritik. Und das kommt nicht von einem überzeugten Feministen, sondern von jemand der weder mit Frauenfußball-WM, noch mit der Annahme Frauen könnte beim Männerfußball mithalten auch nur im entferntesten etwas anfangen kann.
Selbst bei der Bundeswehr im erzkonservativen Bayern wird Leuten wegen Nähe zum Institut für Staatspolitik auf die Pelle gerückt (http://www.sueddeutsche.de/karriere/bundeswehr-rechtsruck-im-uni-magazin-rechter-aktivist-leitet-zeitung-an-bundeswehr-uni-1.1120199) , aber für den Spiegelfechter scheint es ja noch zu reichen…
Schrecklicher Artikel, bei dem nicht nur das vorbehaltslose Ifs zitieren eine gewisse Nähe des Autors zu rechtem Gedankengut durchscheinen lässt (Stichwort: Das wird man ja wohl noch sagen dürfen/Man darf ja nicht einmal mehr sagen…)
Auf den sonstigen Inhalt möchte ich gar nicht erst eingehen, da erübrigt sich jeder Versuch eine Kritik. Und das kommt nicht von einem überzeugten Feministen, sondern von jemand der weder mit Frauenfußball-WM, noch mit der Annahme Frauen könnte beim Männerfußball mithalten auch nur im entferntesten etwas anfangen kann.
Der Knaller ist ja, dass selbst Welt Online auf dem rechten Auge weniger blind zu sein scheint als der Hausherr hier: http://www.welt.de/politik/deutschland/article13487452/Rechter-Aktivist-fuehrt-Magazin-der-Bundeswehr-Uni.html
Das gibt einem schon zu denken. Und überrascht.
Edit:
Oh, den Gedanke hatte wohl noch jemand.
Ich finde diesen Artikel reichlich unausgegoren. Da wird seitenweise über unwichtige Randthemen wie Bundeswehrmarinerekrutinnen und Fußballspielerinnen debattiert, das betrifft aber 99 % der Bevölkerung gar nicht.
Viele Frauen, Männer und Familien haben doch Heute ganz andere Probleme. Wie kann man sich eine Existenz aufbauen wenn man nie weiß ob man am nächsten Tag noch einen Job hat? Wie lassen sich Kinder und Beruf vereinbaren wenn z.B. in westdeutschen Großstädten die Nachfrage nach Kinderbetreuung das Angebot um 10:1 übersteigt, obwohl in 2 Jahren ein Rechtsanspruch (!) darauf bestehen soll?
Die vom Autoren ausführlich besprochenen Themen sind im schlimmsten Sinne Spiegelfechtereien an denen sich ideologisierte Konservative und Feministinnen abreiben können wie die Sau an der Eiche – die Eiche fällt aber deshalb nicht um und sie schert sich wenig um die eingebildeten Kalamitäten der Sau. Das ist wie ein Furz bei Gewitter unter freiem Himmel, niemand bekommt es mit aber der Furzende fühlt sich im besten Falle trotzdem erleichtert. Pseudointellektuelle Selbstbefriedigung.
Dabei sollte es um eine Gleichheit an Rechten (und auch den damit verbundenen Pflichten) sowie Gleichheit der Lebenschancen gehen, also ein größtmögliches Maß an Freiheit für möglichst jeden Menschen sich nach seiner Eigenart und seinen individuellen Talenten entfalten zu können ohne in ein Rollenkorsett gezwängt zu werden. Gleichmacherei dagegen ist nicht freiheitlich sondern totalitär, sie versucht die Unterschiede einzuebnen die Menschen einzigartig und besonders machen.
Die Bandbreite an “physischen und psychischen Unterschieden” ist beispielsweise derart groß dass sich bestimmte Merkmale zwar überwiegend bestimmten Gruppen (wie Frauen oder Männern) zuordnen lassen, aber eben niemals jedem Mitglied dieser Gruppe. Eine bestimmte Leistungsfähigkeit ist oft ans Geschlecht gebunden aber eben nicht immer, deshalb ist das Geschlecht alleine auch keine Grundlage um die Freiheit eines Menschen einzuschränken. Der Mensch ist eben zuerst Mensch und erst dann Frau, Mann, klein, groß, jung, alt, dumm und klug.
Jenau so is dit, aber wat will man von ner Gestalt erwarten, die vor lauter sozialdarwinistischen Zuständen beim Run auf die letzten Verwertungsarbeitsplätze, nur noch im Talibstyle die Frauen für alles in den Kernzentren der kapitalistischen Regionen verantwortlich macht?
Hellseher, Wunderheiler und andere Freiheitshasser haben halt Hochkonjunktur in Zeiten des balkanisierten Zerfalls der bürgerlich kapitalistischen Zustände, und verkaufen faschistische Lösungsansätze zur Krisenerklärung.
Der beste Kommentar bisher zu diesem Artikel.
unser ‘wert’ orientiert sich eben an ‘leistungsfähigkeit’. und alle, alle fallen darauf rein. der sphärenwechsel von der kapitalistischen verwertungslogik zur menschenfühle und zurück funktioniert eben nicht.
‘der mensch ist zwei mark fünfzig wert, zwei mark fünfzig.’ und die frau? das hat der kästner nicht ausgerechnet.
Kästner zählte Frauen zu den Menschen.
schon gut. ich hab’s geahnt.
die 2,50 mark gehörten zur verwertungslogik, die ‘frau’ zur menschenfühle. es ist irgendwie doof, wenn man jede verquere bemerkung erklären muss. das große problem bei blogs, foren, chats etc. ist halt, dass das instrumentarium zur verständigung so beschränkt auf die schrift ist, dass gestik, mimik und persönlicher (oder personaler) kontext einfach nur unzureichend dargestellt werden können.
In Sachen Verwertungslogik stimme ich dir zu.
Was meinst du mit menschenfühle? Und warum hat das etwas mit Frauen zu tun?
Du hast bei Blogkommentaren und bei Foren sehr viel Zeit. Vergurkte oder verschlampte Sätze oder sinnentstellende Schreibfehler (wie zB Ignorieren von Großschreibung) sind da vermeidbar. Das ist doch kein Chat.
hey, da war nichts vergurkt, verschlampt oder (außer kleinschreibung) großartig falsch.
wer ‘wir menschen’ sind, wie ‘wir’ miteinander umgehen, das habe ich mit menschenfühle bezeichnet. also den ganzen sentimentalen plumquatsch. und ‘frau’ ist in diesem zusammenhang teil dieses plumquatsches. plumquatsch wurde meines wissens zum ersten mal bei ivan illic’s vorlesungen in diesem zusammenhang verwendet. ich glaube, von mir oder so.
Das hast Du gut erkannt, bei diesen Diskussionen geht es überwiegend nicht um den Wert des Menschen an sich, sondern um seine ökonomische Verwertbarkeit.
Dieser feministisch-maskulistische Diskurs läuft gerne auf die Aufrechnung von nicht quantifizierbaren Verwertbarkeiten hinaus, indem z.B. der Mehrwert von einer Gruppe (hart arbeitende Bergmänner) gegen eine andere Gruppe (Hausmütter) aufgerechnet wird. Solche Aufrechnungen finden auch innerhalb der Bewegungen gerne statt (z.B. das Aufrechnen von Hausmüttern und Karrierefrauen im innerfeministischen Diskurs).
Das ist natürlich abstrus, aber Menschen sind immer schon kreativ darin gewesen pseudowissenschaftlich zu begründen warum ihre eigene Gruppe wertvoller ist als andere Menschen, wobei man sich hier gerne utilitaristischer Überlegungen bedient die aber unter rein ökonomischen Gesichtspunkten vertreten werden.
Den Menschen nicht unter moralischen und humanistischen Gesichtspunkten zu sehen, sondern unter rein ökonomischer Nutzenmaximierung ist in der Tat ein wichtiges Merkmal faschistischer Ideologien. Den meisten Menschen fällt dieser Zusammenhang allerdings gar nicht auf.
“… Den Menschen nicht unter moralischen und humanistischen Gesichtspunkten zu sehen, sondern unter rein ökonomischer Nutzenmaximierung ist in der Tat ein wichtiges Merkmal faschistischer Ideologien.”
Das ist genau der richtige Satz, der die Sache in den Zusammenhang bringt. Dazu noch eine Anmerkung von mir. Ist es nicht mehrkwürdig: Erst diese nervige und üble Sarazzin-Debatte mit “die Deutschen sterben aus”, dann Herr Kriegsminister de Maiziere mit der Ausweitung des Begriffs “das Recht auf Verteidigung” wirtschaftlicher Interessen durch die Sicherung der Handekswege der notwendigen Ressourcen. Und jetzt diese Feminismusdebatte.
Irgendwann, da bin ich mir ganz sicher, wenn wir nicht wachsam sind und diese Zusammenhänge klar beleuchten und darstellen, kann sich díese Verwertbarkeitsdebatte auch wieder ins genaue Gegenteil verkehren. Dann sagt der deutsche Egon wieder zu seiner Frau Berta: “Schätzchen mach die Beine breit, der Kaiser braucht Soldaten!”
Letztlich ist der Nationalsozialismus der moderne Industriekapitalismus auf dem Weg zu sich selbst.
Bezieht sich sich auf diesen oder jenen?
“also ein größtmögliches Maß an Freiheit für möglichst jeden Menschen sich nach seiner Eigenart und seinen individuellen Talenten entfalten zu können ohne in ein Rollenkorsett gezwängt zu werden. ”
Oder kurz und knapp – der Neoliberalismus, Ordoliberalismus eben die Fortführung der Gedanken der Aufklärung bringen Menschen einen selbstbestimmten und freien Lebensraum.
Aber es bedeutet auch Leistung und Leistungsgesellschaft statt Kasten-, Klassen-, Pfründe- Gesellschaft. Leider mühen sich stets Gruppen darum für sich Pfründe zu ernten. Dies tritt zweifelsohne bei Teilen des Feminismus mit z.B. Quotenregeln in Erscheinung. Berechtigt ist die Forderung nach Transparenz und Leistungsorintierung in der Karriere nicht aber die Forderung nach “Pfründen” oder politisch manipulierten Spielergebnissen.
Man mag hier Feminismus, Ökofaschismus, Sozialismus, Nationalismus als akute Strömungen der Pfründe Sicherung anprangern und kritisieren zurecht.
Die Forderung konstruktiv sollte aber eine freiheitliche, rechststaatliche Grundordnung mit einer “Blinden” Justicia sein und leider trampeln viele auf unserer Freiheit und unserem Rechststaat herum und stürzen dieses in Beliebigkeit. Gerne im Namen der politischen Korrektheit oder zur Kompensation von XYZ. Freiheit, Recht zusammen schaffen für uns alle Lebensräume und Perspektiven.
Würde vorschlagen den Kommentarbereich lieber jetzt schon zu schließen, bevor sich Feministen, Maskulinistinnen und andere Trolls hier einfinden und der Server einbricht
…der eine ernsthafte Beschäftigung mit Gleichheit und Gerechtigkeit beispielsweise im Bildungssystem überlagert.
So “erfreuen” wir uns auch hier bereits über den dritten Artikel zum Thema Frauenfußball, als ob dieses Thema in den Mainstreammedien nicht schon mehr als genug stattfinden würde. Wie wäre es mal wieder mit wichtigen Themen, die anderswo nicht stattfinden?
Dr. Paul Julius Möbius ist aber schon 1907 gestorben, darum hätte er 1908 auch nichts mehr attestieren können.
Danke für den Artikel. Ich würde noch anmerken, dass die derzeitige Aggressiv-”Emanzipation” auch dazu führen kann, echte Emanzipation zu beschädigen, ähnlich wie es bei Vergewaltigungsvorwürfen derzeit zu beobachten ist.
Und: Rudolf Maresch zu zitieren, ist gewagt. Mit der hier zitierten Aussage mag er richtig liegen, aber ansonsten ist er so eine Art Primitiv-Broder und sollte am besten nicht beachtet werden. Wer sich zu den Schweinen legt, wird auch selber dreckig :-).
Alter, Alter, ganz schickes Ding mal wieder, irgendwelche rechten Phobien von armselig männlichen Kreaturen zur Diskussion stellen zu wollen, die nicht einmal die bürgerliche Realitäten erkennen, einordnen und werten können, diesen Prozeß benennen und diese bürgerlich kapitalistische Verwertungsmaschinerie als “Feminismus” bezeichnen.
Und ja, die Penner vom “Institut für Staatspolitik” sind moderne Faschisten, aber die dürfen ja neuerlichst hier sogar ihren Dreck verbreiten, ohne zu erwähnen, dass 80 Prozent der kapitalistischen Drecksarbeit auf der Welt Frauen erledigen.
Ick zünde ne Kerze für Euch Looser an, und ja, “Frauen nehmen Euch Männern die Arbeitsplätze weg”.
Angewidert von diesem “Autor”…sonst nichts.
Was du nicht begreifst, ist folgendes: Ein Partiarchat durch ein Martiarchat auszutauschen ist Scheisse.
Und genau darauf läuft ein Großteil der sich selbst als emanzipatorisch bezeichnenden Bewegung unter anderem durch BILD-Zeitungs-Koriphäen wie Alice Schwarzer hinaus.
Ey, einfachste Vergleiche qualitativer und quantiativer Art sind nicht so deine Sache wa?
Wenn ein Teil der bürgerlichen Welt, einen Kapitalanteil für bestimmte Frauengruppen fordert, weil die das bürgerliche Geschäft in den Kernzentren der ersten Welt besser und effektiver bewältigen als Männer, dann bleibt daneben trotzdem die Tatsache dit Frauen weltweit, den Drecksladen mit ihrer Arbeitskraft zusammenhalten, aber dit begreift nicht mal der Autor des Artikels, und du scheinbar auch nicht.
Wenn du das noch nicht begriffen hast, der Typ greift die faschistischen Thesen vom “Staatsinstitut” auf, ohne irgndwat dazu erwähnen zu wollen..Ick glaub, es hackt…
Du hast eine seltsame Vorstellung davon, wie “Arbeit” in der Welt erledigt wird. Frauen erledigen 80% der Aufgaben und Männer sitzen herum? Geht’s noch?
Das Thema ist übrigens mitnichten Arbeitsteilung, sondern Gelichberechtigung.
Ich finde es auch unschön, wenn Organisationen oder Personen, die ich begründet nicht achte, Thesen verbreiten, die ich nachvollziehen kann – siehe z.B. Rudolf Maresch. Nur – nur weil ein Arschloch mal etwas Richtiges sagt, heißt das noch lange nicht, dass das falsch ist.
Doch, genau so ist es Gott-gewollt.
Frauen machen die Arbeit und Männer flechten sich draussen vor der Hütte Zöpfchen mit Kuhmist ein.
Das ist die Rollenverteilung wie ich sie zu schätzen wüsste.
@name:
oh man(n)! *grins*
Ich schreib dazu lieber nichts…
Schade, dass du uns nicht weiter über deine Gedankenwelt aufklären magst. Wie wäre es mal mit einen eigenen Artikel? Wär bestimmt – öhm- “beeindruckend”.
begründe!
OK – hier die Begründung für geistig Behinderte:
Ein Austausch eines Patriarchats durch ein Matriarchat ist immer noch keine Gleichberechtigung.
du hast recht, die ist für geistig behinderte. sie begründet nichts, sie behauptet nur etwas weiteres.
für den diskursiven frieden sei gesagt, dass ‘gleichberechtigung’ weder durch patriarchat noch durch matriarchat erkennbar garantiert ist. aber dass sie erkennbar verhindert sei, diesen nachweis hat ‘das matriarchat’ irgendwie noch nicht erbracht. oder so rum: alles, was du dem matriarchat in vorauseilender paranoia unterstellst, nämlich gleichberechtigung nicht zuzulassen, ist nicht durch erfahrung gedeckt, oder?
@GrooveX
Matriarchat und Gleichberechtigung sind allerdings per Definition nicht zu vereinbaren. Genau so wenig wie Patriarchat und Gleichberechtigung. Das ist ja eben das Problem mit dem Feminismus.
mit definitionen ist das so eine sache. patriarchat (väterherrschaft) und matriarchat (mütterherrschaft) implizieren nicht automatisch eine herrschaft über das andere geschlecht. sie implizieren natürlich die herrschaft eines geschlechtes. ob diese herrschaft das andere geschlecht beherrscht, ist wirklich eine definitionsfrage, der sich möglicherweise einige feministinnen schon angenommen haben. dazu müsste man sie aber gelesen haben und gleichzeitig müsste man brauchbare historische vergleiche haben, um herausarbeiten zu können, ob das, was diese frauen möglicherweise von sich geben, einfach in die wolke gezeichnet oder an der wirklichkeit orientiert ist.
Und da dachte ich die ganze Zeit, der Feminismus würde Gleichberechtigung anstreben … so kann man sich irren!
Aber mal ernsthaft: Gibt es hier tatsächlich Leute, die glauben Frauen wären schon gleichberechtigt (außer auf dem Papier)?
Und diese Zahl kannst sicherlich mit stichhaltigen Statistiken untermauern?
Wer Loser mit 2 o schreibt, ist selber einer.
OnTopic: Die tollsten und selbstbewusstesten Frauen sind alles andere als Feministinnen. Feminismus ist doch nur ein Ventil für Minderwertigkeitskomplexe und – wie würde Freud es nennen – Penisneid.
Natürlich muss es Gleichberechtigung geben. Gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Gleiche Chancen. Aber müssen deswegen Frauen in Panzern sitzen, in kurzen Hosen auf dem Rasen rumlaufen (das sieht bei Männern meist schon albern genug aus) und auf Biegen und Brechen in jede “Männerdomäne” “einbrechen” nur weil es eine Männerdomäne ist?
gruß
Ooch …sei doch mal nicht so pingeldibängel,
übersetze looser loosely speaking mit Scheißer, voilà schon paßt es wieder ihr trockenen Fürze!
loo[Br.] → Lokus {m} [ugs.]
on topic → [click & wech] ;-)Das starke Geschlecht drückt sich eben nicht damit aus, dass Regina Halmich ihren Gegnerinnen eine in die Fresse haut.
Wer Geschlechterrollen nicht sehen kann, ist blind. Eine Gesellschaft, die sich den universellen Menschenrechten verplichtet fühlt, die Demokratie und die Würde des Menschen ernst nimmt, braucht auch keinen Geschlechterkampf. Der ist dann nähmlich einfach nicht mehr nötig…
Aber diese Gesellschaft hat sich doch schon lange selbst prostituiert. Hier verliert nicht nur Frau, sondern vor allem “Mensch”.
Um die gesellschaftliche Stellung der Frau zu stärken, wäre es z.B. sinnvoll, dass Kindergärtner(In) wieder zum Beruf mit akademischer Ausbildung wird, mit entsprechender Bezahlung selbstverständlich! Das würde den gesellschaftlichen Status und Wert weiblicher Fähigkeiten ungemein aufwerten, statt die Geschlechterrolle zu leugnen, wie das der Feminismus tut.
Dann kann man(n) (Frau) es sich vielleicht auch wieder sparen mit Damen, Daminnen, Herren, Herrinnen, Kinder und Kindinnen seinen Vortrag einzuleiten… Das ist nicht nur nicht politisch Korrekt, was auch immer das sein soll, sondern es ist genauso eine Vergewaltigung der Sprache und gibt es sonst in dieser Ausprägung in keinem anderen Land.
Unsinn. Viel mehr ist zu diesem Schwachsinn nicht zu sagen. Männer arbeiten – Frauen flennen, daß sie zuviel arbeiten würden. Das haben sie aber nie getan, statt dessen überließen sie gerne alle gefährlichen und unangenehmen Tätigkeiten Männern. Obwohl sie ja die Drecksarbeit machen, sind über 90% aller Totenim Arneitsbereich Männer. Wahrscheinlich haben sie sich Bleistiftspitzen verletzt, oder haben sich beim Gaffen am Blutdruck verhoben.
ABER FRAUEN SIND OPFERINNEN – immer und zu jeder Zeit. Nur mit dem logischen Denken hapert es halt – das wird aber schon – vielleicht in 1.000 Jahren. Ansonsten bleib in Isis Welt, der Welt einer kleinen Sachbearbeiterin im ÖD.
Endlich mal ein ganz echter, logischer Miroslav, der sogar schon beim Schreiben Stimmen hört und dabei sich einbildet, er würde dem Sprechen frönen, und der auch sonst ganz viel vom Sozialdarwinismus zu leben scheint.
Auch für Dich Niete zünde ich zwei Kerzen an ;)
Einen Links
a) Artikel bei Telepolis….
Von der Befreiung zum Tabu
http://www.heise.de/tp/artikel/34/34776/1.html
b) Dazu ein Posting von mir:
[...]
Kinder/Jugendarbeit oder…
bombjack, bombjack@fastmail.ca (mehr als 1000 Beiträge seit 29.12.00)
wo ich vor Jahren auch erstmal gestutzt habe….
Vor xx Jahren war ich ehrenamtlich in der Kinder/Jugendarbeit tätig
und erlebte dort etwas was mit dem Thema des Artikels zu tun hat:
Es ging um Zuschüsse für das Vereinsheim die mit baulichen
Bedingungen von der Stadt verknüpft wurden. Um diese Zuschüsse zu
bekommen stand die Überlegung an, das Vereinsheim zu einem
Jugendtreff zu machen, verbunden mit einem Umbau und da gab es dann
von der Stadt eine interessante Bedingung, die lautete, dass Mädchen
einen eigenen Raum haben müssten um sich zurück zu ziehen können d.h.
der Raum wäre für alles männliche Tabu.
Soweit kann man dies ja verstehen…nur war das Interessante, dass es
die Forderung für das männliche Geschlecht nicht gab und vor allem,
dass es nichts ausmachen würde, wenn die Mädchen durch den
“Bubenraum” in ihr Reich gehen könnten.
Mir haben sich da einige Haare aufgestellt….da mir in Hinterkopf so
Sachen wie keiner wird wegen seines Geschlechtes benachteiligt und
jeder Mensch ist gleich in Erinnerung kamen…..und ich mich fragte
ob den die Jungs nicht auch mal einen Rückzugraum ohne Mädchen
brauchen würden?
[...]
bombjack
@name “Wenn du das noch nicht begriffen hast, der Typ greift die faschistischen Thesen vom “Staatsinstitut” auf, ohne irgndwat dazu erwähnen zu wollen..Ick glaub, es hackt…”
Ob der Typ die faschistischen Thesen vom Staatsinstitut nur aufgreift, dass wage ich zu bezweifeln. Eher habe ich den Eindruck, dass die Nazis dabei sind, kritische Foren, wie den Spiegelfechter, zu unterwandern. Als Kommentatoren mag das ja noch angehen. Denn es ist wichtig, sich mit dem faschistischen Gedankengut auf allen Ebenen auseinanderzu setzen, um mit Sachlichkeit, guten Argumenten diesen gefährlichen Pyromanen entgegenzutreten und sie zu stellen und zu entlarven. Das hatten wir alles schon einmal. Die Weimarer Republik winkt aus der Ferne und grüßt ganz nett. “Und ewig grüßt das Murmeltier”.
Aber so einem Schreiberling ein silbenes Tablett zu reichen, indem man ihn einen Gastbeitrag schreiben läßt, das geht nicht.
Jens Berger wer bist Du? Bist Du nur leichtfertig und naiv oder besonders perfide?
Schönen Gruß
Cäcilia
Ja, ja, alles Nazis außer Mutti. Hätte ich den Artikel geschrieben, hätte ich dem Leser erklärt, was das “Institut für Staatspolitik” ist – ja, es ist ein Think-Tank der “Neuen Rechten” und Lehnert ist ein Rechtsextremer.
Das erinnert mich an folgenden Artikel. Ausgerechnet die FPÖ spricht hier aus, was auch ich in diesem (und NUR in diesem) Kontext denke.
Ich finde es sehr gefährlich, wenn linke Politik den Rechten dieses Feld überlässt. Kritik am Feminismus und Gender-Wahn ist per se nicht rechts, sondern vor allem links. Leider blüht dieser Wahn auch und vor allem in der Linken.
Was soll man da machen? Den Feministinnen das Wort reden, weil die Linke schweigt? Das ist doch Unfug!
Also, um diese Aussage “einzig die FPÖ lehnt die Änderung als „Gender-Klamauk“ ab.” (FAZ) zu treffen, war es nötig, so ein Pamphlet wie oben zu veröffentlichen? Und es gibt nur im Dunstkreis des IFS Autoren, die in der Lage sind, eine Kritik am Feminismus zu schreiben? Keine Linken oder zumindest nicht rechtsextremistisch orientierte? Selbst wenn es so wäre: wieso hast du nicht selbst einen Artikel geschrieben? Hättest du dich ernsthaft auch auf das IFS bezogen? Mit einem kleinen Hinweis auf dessen Ausrichtung?
Jens, Jens, Jens.
Ich hoffe, bei den Nachdenkseiten wird genauer darauf geachtet, mit wem man sich ins Bett legt.
a) Die Aussage ist in toto falsch und ausschließlich auf das ganz konkrete Beispiel zu verstehen
b) Das “Pamphlet” ist nicht von mir, sondern von einem Gastautor. Ja, hier gibt es Meinungspluralität, auch wenn dies vielen Lesern gar nicht passt.
Nein. Ich hatte mich seinerzeit ähnlich zum Gorch-Fock-Vorfall geäußert. Selbstverständlich hätte mir keine Zeitung diesen Artikel abgekauft, noch nicht einmal geschenkt hätten sie ihn genommen. Jeder freie oder unfreie Journalist, der noch mal publizieren will, meidet das Thema wie die Pest oder vertritt mehr oder weniger überzeugt den Gender-Wahn.
Klar, dass dann die Rechten darauf anspringen, sie haben a) nichts zu verlieren und b) politisches Interesse, da sie ganz offensichtlich ein Themenfeld entdeckt haben, mit dem sie punkten können. Das können, nein, das dürfen wir nicht zulassen.
a) keine Zeit
b) keine Lust
Nein. Aber ich hätte die Affäre “Gorch Fock” sicher auch thematisiert. Ich hätte auch thematisiert, dass der “Lehnert-Artikel” keinesfalls wegen des zweifellos rechten Hintergrund des Autoren, sondern wegen der Aussage mit Schimpf und Schande überzogen wurde … umgekehrt wäre es richtig.
Und bevor wir uns falsch verstehen: Auch ich teile die Aussage des Artikels nicht zu 100%.
Klar, so weit sind wir schon wieder. Wer dem Feminat widerspricht, ist ein Nazi und muss geächtet werden. Du tust mir wirklich aufrichtig leid.
@Jens:
Abschließend:
“b) Das “Pamphlet” ist nicht von mir, sondern von einem Gastautor. Ja, hier gibt es Meinungspluralität, auch wenn dies vielen Lesern gar nicht passt.”
Deswegen fragte ich ja oben ja auch, was für ein Gastbeitrag das sein soll… Und Meinungspluralität ist ja toll, aber ab einem gewissen Grad wird es dann zur Beliebigkeit. Für mich ist der hier erreicht, für dich nicht. Gut zu wissen, Danke für die Info.
“Nein. Ich hatte mich seinerzeit ähnlich zum Gorch-Fock-Vorfall geäußert. ”
Ach, das mit der Wehrkraftzersetzung durch anwesendes Weibsvolk halte ich für ein bisschen anachronistisch. Die Gorch Fock ist ein reines Prestige-Objekt und für eine moderne Flotte nicht wirklich nötig. Man könnte also ohne die Kampffähigkeit der Armee zu schwächen, problemlos darauf verzichten, die Matrosen in den Wanten rumklettern zu lassen. Frauen müssen doch nicht in die Bereiche der Armee, wo es auf Kraft ankommt, es gibt mehr als genug Einsatzmöglichkeiten, in denen Frauen genauso gute Soldaten sein können wie Männer. Da muss man halt die Anforderungen für bestimmte Einsätze sauber formulieren, Tests machen und wer es schafft, kann den Weg weitergehen und wer nicht, der muss dann eben woanders unterkommen. Egal, ob Männchen oder Weibchen, ist doch kein große Sache. Ich halte das ganze Thema Frauen in Uniform in dem Kontext für einen Popanz, sorry.
“Selbstverständlich hätte mir keine Zeitung diesen Artikel abgekauft, noch nicht einmal geschenkt hätten sie ihn genommen. Jeder freie oder unfreie Journalist, der noch mal publizieren will, meidet das Thema wie die Pest oder vertritt mehr oder weniger überzeugt den Gender-Wahn.”"
Ist das so? Könnte glatt sein, aber ist doch gut, dass es Blogs und Nicknamen gibt und man nicht mehr auf die Zeitungen angewiesen ist. ;) Wieso das aber nun ausgerechnet beim Spiegelfechter stehen muss…
“Klar, dass dann die Rechten darauf anspringen, sie haben a) nichts zu verlieren und b) politisches Interesse, da sie ganz offensichtlich ein Themenfeld entdeckt haben, mit dem sie punkten können. Das können, nein, das dürfen wir nicht zulassen.”
Punkten bei wem? Und du willst den Rechten sozusagen das Heft aus der Hand nehmen, indem du Argumente der Rechten verbreitest? Das scheint mir kein besonders kluger Plan zu sein. Aber ich bin ja auch nur eine Frau, vielleicht kann ich die besondere Raffinesse dieses Vorhabens nur nicht erkennen. :)
“Ich hätte auch thematisiert, dass der “Lehnert-Artikel” keinesfalls wegen des zweifellos rechten Hintergrund des Autoren, sondern wegen der Aussage mit Schimpf und Schande überzogen wurde … umgekehrt wäre es richtig.”
Ach, das glaube ich eher nicht. Hätte ich einen davon geschrieben, hätte ich es exakt so gemeint: Der Stall stinkt, aus dem das kommt. Ich finde ja einige Punkte, die Männerrechtler kritisieren, durchaus valide. Aber deswegen die neue Rechte promoten? Ich zitiere mal deinen Appell von oben: “Das können, nein, das dürfen wir nicht zulassen.” ;)
“Klar, so weit sind wir schon wieder. Wer dem Feminat widerspricht, ist ein Nazi und muss geächtet werden. Du tust mir wirklich aufrichtig leid.”
Ach, Jens, das ist doch nun ein bisschen arm. Ich verstehe wirklich nicht, wieso ihr Neo-Männerrechtler immer gleich so übertreiben und ausfallend werden müsst. Lässt ja auch irgendwie tief blicken, wenn man zu sowas greifen muss, um seinen Standpunkt zu verteidigen, aber sei’s drum – viel Spaß beim Gender-Kampf.
So, jetzt noch Abbitte leisten beim Müller oben und dann war’s das mit dem Spiegelfechter für mich. Brauchst auch nicht zu antworten, jedenfalls nicht für mich.
Sehr schade, das hier war vor ein paar Jahren mal ein hervorragendes Blog.
Das Selbstvertrauen vieler Furien scheint mir sehr aufgesetzt zu sein. Oder anders gesagt, nicht vorhanden. Schade, ich kenne starke Frauen die es in dieser bösen Männerwelt zu so einigem gebracht haben, aber nicht vergessen haben was sie sind (meine zum Beispiel). Starke Frauen eben und keine Kampfamazonen.
Der reichlich unangemessene Umgang mit einem läppischen Textchen und die anschließende Rage bestimmter Kommentatorinnen lässt darauf schließen, dass noch nach der Geschlechterrolle gesucht wird.
“Ja, ja, alles Nazis außer Mutti.” ist eine blöde Antwort. Aber ich nehme sie hin. Ich habe Dich ja auch angepißt. Auch “Den Feministinnen das Wort Reden, weil die Linke schweigt?” ist Polemik. Darum geht es gar nicht. Ich bn keine “durchgeknallte” Feministin und teile die Ansichten in dem Artikel bezüglich der penetranten Gleichmacherei: z. B. Frauenfußball, Frauenquote usw, usf. Gefährlich wird es aber, wenn diese berechtigte Kritik mit rechtem Gedankengut vermischt wird.
Von den Schlüssen, die der Autor zieht, sehe ich keinen wesentlichen Unterschied zum dem, was dieser faschistische Think-Tank von sich gibt. Es ist nicht klar zu erkennen, wo der Autor sich davon abgrenzt und wo er zustimmt.
Wir hatten in Köln vor einiger Zeit eine Debatte über den Moscheebau in einem Stadtteil von Köln. Die Kritik der Bewohner dieses Stadtteils gegen den Moscheebau ist berechtigt gewesen. Schwups, versuchte sich Pro Köln an die Spitze zu setzen und sich die Empörung zu nutze zu machen. Es ist sehr schwierig dann eine eigene Position zu finden, die weder für den Moscheebau ist, noch für die rechte Partei Pro Köln. Letztendlich wird die Moschee zur Zeit gebaut. Denn jeder der gegen die Moschee war, stand plötzlich ungewollt auf der Seite von Pro Köln.
Wie grenzt man sich ab gegen rechtes Gedankengut ohne eine berechtigte außerparlamentarische Opposition zu stoppen? Das ist die Frage! Denn machen wir uns nichts vor, von den Stadträten, Kommunen, Landtagen und der Bundesregierung ist nichts zu erwarten.
100% d´accord. Und das ist auch DER Grund, warum Feminismus-Kritik links und in der Mitte nicht tabuisieren sollte. Wenn diese Kritik nur noch von der Rechten kommt, wird sie unweigerlich mit rechtem Gedankengut vermischt. Das heißt aber nicht, dass die Kritik per se “rechtes Gedankengut” sei. Das sagst Du nicht, aber viele andere vertreten diese Position.
Das ist gut, dass wir uns in dieser Sache grundsätzlich verstehen und übereinstimmen. Aber Dein Satz “Wenn diese Kritik nur noch von den Rechten kommt, wird sie unweigerlich mit rechtem Gedankengut vermischt.” ist ungenau. Neín, es ist doch so, dass die Kritik sowohl von rechts wie von links kommt. Es aber so ist, dass die Rechten (ich will mal bei den Begriffen Rechts und Links bleiben, obwohl ich das eigentlich so nicht mag) das Gedankengut der Linken aufgreifen, es geschickt und demagogisch verändern und sich an die Spitze setzen, wie auch hier in dieser Feminimusmuskritik. Denn diese Art von Feminismus geht mir schon lange “auf den Geist”. Das ist nicht das, wofür ich und meine Weggefährten und Weggefährtinnen in den 70er Jahren sprichwörtlich unsere Köpfe hingehalten haben. Geschenkt bekommt man nichts und wir haben auch nichts geschenkt bekommen. Wir mußten unsere brügerlichen und arbeitsrechtlichen Rechten einfordern und dafür kämpfen. Manche verloren ihren Arbeitsplatz, usw. usf. Aber ich will nicht weiter in die Details eingehen, denn ich will euch mit diesen alten “Kamellen” nicht langweilen.
Jens Berger
Interessante Debatte. Zensur findet nicht statt. Vielleicht sollte man das noch einmal erwähnen. Die Frage, wen man zitieren darf und wen nicht, ist daher nur begrenzt informativ … . Ansonsten ist die Kritik an dem Text aber berechtigt wie sie Tasha Davis und Cäcelia formulieren. Weder der Frauen-Fußball, noch die Gorch Fock geben uns empirische Hinweise über das tatsächliche Geschlechterverhältnis. Alle Fakten sprechen bis heute von einer tatsächlichen Ungleichheit zum Nachteil von Frauen, sowohl was die Einkommen als auch die berufliche Positionierung betrifft. Müllers Schlussfolgerungen sind also bestenfalls schlecht durchdacht:
“Die physische und psychische Unterschiede zwischen Frauen und Männern völlig ausgrenzende Gleichheitsideologie steigert sich zur Hegomonie und Modeerscheinung eines (nehmen wir die meisten Frauen hier in Schutz) künstlich inszenierten weiblichen Chauvinismus in unserer Gesellschaft. … . Er erschwert nicht nur eine ernsthafte und offene Debatte darüber, wo Fragen der Geschlechtergleichberechtigung in unserer Gesellschaft tatsächlich noch akut sind, bzw. in welchen Bereichen Frauen (oder mittlerweile auch Männer) benachteiligt werden, sondern ebenso die ehrliche Frage, ob eine rein ideologisch motivierte Förderung von Frauen in bestimmten, männlich dominierten Berufsfeldern nicht auch deplaziert und kontraproduktiv sein könnte.”
Ich halte zwar auch das Getöse um die Frauen Fußball WM für einen Witz; glaube auch nicht an den Sinn von Frauen in militärischen Kampfeinheiten, aber was hat das damit zu tun, eine “ehrliche” Debatte über die Förderung von Frauen in “bestimmten, männlich dominierten Berufsfeldern” zu führen? Diese Förderung gibt es nicht: Es gibt nur den Versuch, Frauen den Zugang zu Berufsfeldern zu ermöglichen, die ihnen bisher verwehrt geblieben sind. Etwa wegen Diskriminierung oder einer Rollenverteilung, die den Zugang praktisch ausgeschlossen haben. Natürlich können Frauen in fast allen zivilen Berufen genauso arbeiten wie Männer. Warum auch nicht? Sind Frauen zu dumm? Oder zu labil? Tatsächlich müssen Frauen aber wissen, dass ihre eigenen Rollenerwartungen durchaus konträr zu den bisher gültigenden Anforderungsprofilen in diesen Feldern sein können. So neigen auch Frauen mit hoher Qualifikation und entsprechender beruflicher Positionierung dazu, sich bei der Partnerwahl an den klassischen weiblichen Kriterien zu orientieren: also Männer mit mindestens gleichem oder höherem sozialen Status zu heiraten. Diese Frage wird sich für meine Töchter viel mehr stellen als sie sich für ihre Großmütter gestellt hatte. Die brauchten sich darum nicht zu kümmern. Darin liegt der Fortschritt der vergangenen 40 Jahre. Tatsächlich finden wir hier die interessanten Fragen (auch für Frauen) und nicht bei Möbius … . Der Feminismus ist nichts anderes als eine Theorie zur Chancengleichheit von Frauen in patriarchalischen Gesellschaften. Er will Wahlfreiheit sicherstellen. Frauen können sich für die klassische Hausfrauen-Rolle entscheiden. Aber sie sollen eben nicht in ihr hinein gezwungen werden. Geschlechterunterschiede sind also darauf zu reduzieren, wo sie sinnvoll sind, sprich selbst gewählt werden. Die Debatte, die Müller anstossen will, ist daher problematisch. Ich glaube kaum, dass er damit bei meinen Töchtern punkten könnte … .
Im Grunde macht Müller also nichts anderes als den medialen Metadiskurs, den er kritisiert, selber zu führen. Offenkundig ist dieser Diskurs das Problem.
@Cäcilla
Ich sehe es nicht so, dass (ausreichend) Kritik “von links” kommt und ich sehe es auch nicht so, dass die Rechten hier “linke” Kritik aufgreifen. Wo ist denn die Kritik “von links”?
Nehmen wir mal die Einkommensunterschiede als Beispiel. Dieses Thema wir – durchaus authentisch – von links und von rechts (rechtsaußen) thematisiert. Wenn die Linke sich hier nun zurückziehen würde (das ist natürlich hypothetisch) hätte die Rechte das Spielfeld für sich. Bei ökonomischen Fragen wird das nicht passieren, beim Thema “Feminismus” ist es passiert.
Ansonsten bin ich aber ganz bei Dir.
@Frank
Die inhaltlichen Defizite musst Du schon mit Sebastian Müller ausmachen. Ich bin “nur” Herausgeber des SF, die Gastautoren genießen weitestgehend Freiheit und ich stimmt sicher nicht mit allen Argumenten überein.
Ich sehe es jedoch nicht so, dass der “mediale Metadiskurs” das Problem an sich sei. Ich sehe dieses Problem eher in der Tabuisierung des Themas.
Jens
Ich habe Dich deshalb angesprochen, weil die Kritik an der Veröffentlichung des Textes natürlich absurd ist. Etwa weil Müller irgendwelche rechte think tanks zitiert hat. Inhaltlich wird Müller sicherlich etwas sagen (ich finde seinen Beitrag übrigens gut). Aber ein Punkt ist wichtig: Niemand tabuisiert den Anti-Feminismus. Wie kommst Du darauf? Den darf jeder gerne formulieren, ob er sich nun politisch als links, rechts oder in der Mitte einordnet. Genauso tabuisiert niemand eine Geschlechter-Debatte. Aber dieser Rückgriff – wie ihn eben auch Müller macht – auf die klassischen Muster des Geschlechterverhältnisses ist nur möglich, weil man ihn an solchen Mediendiskursen festmacht, die nur eine begrenzte Aussagefähigkeit haben. Zumeist muss dann übrigens Alice Schwarzer als Referenzpunkt dienen … . Oder der feministische Obskurantismus vom jungen Augstein. Mit der Lebenswirklichkeit junger Frauen und Männer hat das alles nichts zu tun. Aber Müller etwa zieht daraus eben Schlussfolgerungen, die für genau diese jungen Männer und Frauen gelten sollen. Das ist mein Problem.
Cäcilia
Nach meinem Eindruck ist die Lebenswirklichkeit der jungen Männer und Frauen doch eine andere als in meiner Generation, gerade bzgl. des Geschlechterverhältnisses. So ist für die vieles selbstverständlicher geworden, dafür sind ihnen auch Gewißheiten abhanden gekommen. Fixierte Rollenverständnisse erleichtern halt das Leben … . Gerade für die jungen Männer ist das ein Problem, weil sie die erste Generation sind, die diese Veränderungen gewissermassen seit ihrer Geburt erlebt haben. Die gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich entsprechend geändert, ob in der Arbeitswelt oder in den Familienstrukturen (Kindererziehung). Gleichzeitig sind natürlich die alten Rollenerwartungen nicht verschwunden, das habe ich ja erwähnt. Das alles muss man erst einmal zusammen bekommen. Da ist der Versuch, an biologische Deutungsmuster anzuknüpfen, durchaus verständlich, aber die jungen Männer müssen am Ende die jungen Frauen von diesem Diskurs überzeugen … . Wir als ältere Generation … können dazu nur Hinweise geben. Das wollte ich damit zum Ausdruck bringen.
@f.luebberding
Einige Dinge werden doch im Text genannt:
55% der Abiturienten sind weiblich
2/3 der Sonderschüler männlich
Habe leider keine Zeit, um Belege zu suchen:
Über 80% der Arbeitsunfälle betreffen Männer
Ein Großteil der Obdachlosen ist männlich
Männer sind in gefährlichen und körperlich besonders fordernden Berufen überrepräsentiert. Natürlich gilt das ebenso für das Topmanagement. Sich aber nur auf eine Seite der Medaille zu konzentrieren ist falsch. Männer sind eben an der Spitze genauso wie am Boden der Gesellschaft in der Mehrzahl.
Und wenn ich eine Frauenquote für Manager fordere mit der Begründung, dass Frauen unterrepräsentiert sind, warum dann nicht auch für Kanalarbeiter oder Müllmänner/Müllfrauen?
@Cäsilia
Nach langer Überlegung fällt mir leider immer noch nichts ein was dagegen sprechen könnte. Vielleicht könntest du diese berechtigte Kritik kurz für mich ausformulieren? Danke
Gerne! Die Moschee ist von der Ditib als Zentral-Moschee geplant worden und wird auch so, mit einigen Abstrichen, gebaut. Sie hat für diesen Stadtteil sehr große Ausmaße. Daraus entstehen Probleme der Infrastruktur (Straßen, Parkplätze usw.). Neben der Moschee ansich wird neben Räumen für das soziale Leben (dagegen kann man nichts haben) auch ein Zentrum mit diversen Geschäften entstehen. Dies kommt einem Einkaufszentrum gleich. Die Straße, die als Lebensader durch das Viertel verläuft und als Einkauszentrum dient, hat ihren Charakter in den letzten Jahren bereits verändert und verwahrloste immer mehr. Nun befürchten Anwohner wie kleine Ladenbesitzer, dass das Leben auf dieser Hauptstraße sich nur noch im unteren Teil der Straße, da wo die Moschee entsteht, abspielen wird. Und sie befürchten, dass sie langfristig verdrängt werden. Diese Ängste muss man ernst nehmen. Die Ditib hat aber erst mit den deutschen Anwohnern gesprochen, als sie sich durch die öffentliche Meinung dazu gezwungen sah.
Wo verlaufen deiner Meinung nach die Grenzen zwischen rechts, rechtsradikal und rechtsextrem?
@twex
Genau das ist die Frage. Eine einfache Antwort gibt es darauf nicht. Bedeutet “rechts” nur rechte Gedanken haben und evtl. aussprechen. Bedeutet “rechtsradikal” nur zuschauen und anfeuern, wenn Häuser von Asylanten brennen? Und bedeutet “rechtsextrem” selber zündeln und ggfs. anstiften zu einem politischen Mord. Wo sind die Grenzen? Sind sie fließend? Oder gibt es sie gar nicht?
Und wo ist der Unterschied zwischen links und rechts, wenn sie ins Extrme gehen? Ist er, wenn es denn einen Unterschied gibt, im Handeln sichtbar oder ist es egal wer Bomben schmeißt? Sind die Motive dann noch wichtig? War die RAF links oder rechts? usw. usf.
@Spiegelfechter
bin damit einverstanden, was Du schreibst. Frage: Möchtest Du denn auf Deiner Webseite sowohl faschistischem Gedankengut wie auch linkem Gedankengut Raum geben? Und wenn ja, muß es denn ein Gastkommentar sein, den Du nicht entsprechend kommentierst? Welche Leute mit welcher Gesinnung klicken Deine Seite an. Ich komme hierher … nicht unbedingt um mir dieser Art von Artikel “reinzuziehen”. Für mich steht und stand der Spiegelfechter für alternative, kritische, abseits vom Mainstream Meinungen.
@f.luebberding
“… Aber Müller zieht daraus eben die Schlussfolgerung, die für genau diese junge Männer und Frauen gelten soll. Das ist mein Probelm.”
Meins, auch! Das gilt aber nicht nur für junge Frauen und Männer sondern auch für altere Männer und Frauen. Ich fühle mich als ältere Frau genauso unbehaglich wie ich es als junge Frau getan habe, wenn man mich auf z. B. biologische Unterschiede reduzieren will und wollte. Auch die Frage der Muskelkraft und das des Testesteron oder Oströgen ist einer problemlösenden Diskussion nicht förderlich … z. B. Frauen kriegen die Kinder und Männer nicht. Nichts dagegen einzuwenden. Aber sollte dieser biologische Unterschied auch heute noch nach sovielen Jahren tatsächlich ein Grund sein, die Arbeits-Biographie von Frauen nachteilig zu beeinflussen. Man spricht im Volksmund von “BabyPause”. Pause von was?
Übrigens bei Deinem Beitrag und den Antworten von Jens Berger ist mir der Antwort-Button verwehrt. Jens Berger, ist das Absicht?
Ja, aber nicht um Dich zu ärgern, sondern um die Beiträge lesbar zu halten. Bei der fünften Antwortebene ist Schluss – das ist technisch bedingt und trifft alle gleichermaßen.
@f.luebberding
ich habe nach einem Antwort-Button gesucht, bin jetzt zwar an der falschen Stelle, aber das wird schon gehen,
Ich stimme mit Dir im Ansatz überein. Aber was hat sich tatsächlich an der Lebenswirklichkeit der jungen Männer seit 40 Jahren verändert. Ich lebe ja auch nicht als Mitglied der älteren Generation auf dem Mond, habe einen 30-jährigen Sohn und auch Arbeitskollegen von Anfang 20 bis 30/40 Jahre. Wenn ich meinem Sohn lausche, wenn er mir von der Beziehung mit seiner Lebensgefährtin erzählt, sind es die gleichen Probleme, Vorwürfe, Mißverständnisse, Erwartungen wie zu meiner Zeit. Der Unterschied ist der, dass er mit mir darüber spricht. Ich aber nie im Traum daran gedcht hätte, mit meinen Eltern ernsthaft über meine Beziehungsprobleme zu reden. Okay, während seiner Schulzeit mußte er die zur Verfügung stehenden Plätze tatsächlich mit Menschen des weiblichen Geschlechts teilen. Koeduktion gab es zu meiner Zeit nicht. Aber die Probleme während der Schulzeit hatte er nicht mit Lehrerinnen oder Mitschülerinnen sondern mit dem Machogehabe seiner “ausländischen” Mitschülern. Ist das schon verweichlicht? Die Machos sahen es so. Ist das schon ein Problem der Rollenindentifikation und der Zugehörigkeit zum männlichen Geschlecht. Er sah es nicht so und wollte nicht so sein, wie diese jungen Männer. Liegt das daran, dass ich ihn falsch erzogen haben … orientiert an weiblichen Werten?
Ich weiß nicht so recht!
Sind diese Veränderungen der Lebenswirklchkeiten nicht eigentlich anderer Art. Veränderungen, die etwas mit dem politischen Klima und der wirtschaftlichen Entwicklung zu tun haben: schlechtes Bldungssystem für Jungen und Mädchen, zu wenig Ausbildungsplätze für Jungen und Mädchen, die diversen Unsicherheiten im Beruf für Jungen und Mädchen.
Werden etwa von den Damen und Herren der neoliberalen Front Probleme zwischen den Geschlechtern, die sich schon aus der Natur der Dinge erklären, instrumentalisiert im Sinne von … jeder gegen jeden.
Cäcilia
In einer Gesellschaft, die sich primär über Konkurrenzbeziehungen definiert, wird das die Geschlechterverhältnisse nicht unberührt lassen. Keine Frage. Vor allem wenn Frauenbilder nicht mehr von einer Ideologie geprägt sind, die das genaue Gegenteil dieser Männerwelt verkörpern sollen: Männliche Rationalität gegen das weibliche Gefühl. Das war der Kern des alten Rollenverständnisses. Die Rolle von Frauen wird aber heute nicht mehr als Korrektiv einer harten Männerwelt bestimmt, sondern sie sind selber ein Teil davon geworden. Sie treten als Konkurrenten auf dem Arbeitsmarkt, Vorgesetzte etc. auf. Das war aber tatsächlich die Schnittstelle zwischen Feminismus und Marktliberalismus. Letztere hielt es für überflüssig, Teile unserer Gesellschaft bewusst dem Wettbewerb zu entziehen. Er hatte mit der Gleichstellung von Frauen kein Problem, solange das der Effizienz dient. Nur lässt sich mit diesem Modell kein Familienleben gestalten, so meine Erfahrung … . Dinge wie Verlässlichkeit passen in dieses Modell der flexiblen Gesellschaft nicht hinein. Aber ohne das, was man früher das “weibliche Gefühl” nannte, kommt unsere Gesellschaft nicht aus, wenn sie nicht barbarisch sein will. Ich denke, es ist auch unbestritten, dass Frauen in Beziehungen anders agieren als Männer, also eine andere Psychologie haben. Wir haben heute das Problem, so mein Eindruck, dass auf der gesellschaftlichen Ebene keine Unterschiede mehr zwischen Männern und Frauen akzeptiert werden, aber diese das früher sogenannte Privatleben immer noch bestimmen. Diese beiden Ebenen gleichzeitig zu leben, ist für Männer und Frauen nicht einfach. Da sind die alten Muster doch wirklich eine Erleichterung gewesen … .
Wenn man den doch eher kleinen Raum, den die Moschee-Baustelle bisher einnimmt, mit dem Heliosgelände und der Planung dort vergleicht, ist da die Moschee doch eher trivial.
Edit: Nanu, wo ist denn mein Kommentar hingerutscht? Er bezieht sich jedenfalls auf Cäcilias Argumentation gegen die Ditib-Moschee in Köln.
Das ist richtig. Aber erstens ist die Planung des Heliosgeländes neueren Datums und war zur Zeit der Planung des Moscheebaus noch nicht bekannt. Und zweitens hat dies nichts mit meiner Argumentation bezüglich der Ditib-Moschee zu tun. Mir geht es bei dieser Frage darum, dass Ängste und Einwände von Menschen sprich Anwohnern rechtzeitig ernst genommen werden und nicht dem Treiben rechter Parteien und Organisationen wie Pro Köln in die offenen Armen gespielt werden. Das ist mein Ansatz.
Und das Du das eine Gebäude gegen das andere Gebäude jetzt ausspielst, ist ein Totschlagargument. Damit will man vom eigentlichen Thema abweichen, um dann in eine zu nichts führenden Diskussion von Einzelheiten zu gehen, wo man sich die Meinungen gegenseitig um die Ohren haut. Das überlasse ich lieber anderen hier im Kommentarbereich, dass ist nicht meine Intention und langweiligt mich nur.
Nichts für ungut.
@f.luebberding
Alles richtig was Du schreibst, aber hier meine Gedanken zu diesen beiden Sätzen”… Die Rolle von Frauen wird heute nicht mehr als Korrektiv einer harten Männerwelt bestimmt, sondern sie sind selber ein Teil davon geworden.” und “…. Da sind die alten Muster doch wirklich eine Erleichterung gewesen ….”
Warum ist das so, dass die Rolle von Frauen sich so dramatisch in den letzten 60 Jahren verändert hat und zwar ins direkte Gegenteil von dem, was früher von Frauen erwartet wurde. Es ist deshalb, weil Frauen bis zum Zweiten Weltkrieg rein die reproduktiven Tätigkeiten in der Gesellschaft zugeschrieben wurden und Männer den produktiven Tätigkeiten. Für reproduktive Tätigkeiten werden andere Qualitäten gebraucht als für produktive Tätigkeiten. Also wurde Frauen von der Gesellschaft für diese Aufgaben vorbereitet …. über mehrere Generationen hinweg. Heute in der Zeit werden die Frauen für reproduktive Tätigkeiten nur noch teiweise gebraucht … den “wesentlichen Teil dieser Tätigkeiten haben solche Gestalten wie Meister Proper, der nette Herr von Nestle, usw. usf. übernommen. Frauen werden mehr und mehr als industrielle Reservearmee gebraucht, bis auf die Zeit des Männermangels (durch Krieg und Kriegsgefangenschaft) in der Zeit bis ca. Mitte der 50er Jahre.
Frauen haben also nicht aufgrund ihres X-Chromosoms “mehr Gefühl”, sondern weil Empathie und Gemeinsinn für reproduktive Tätigkeiten unabänderlich sind. Fazit: Menschliche Werte werden in einer Gesellschaft, die nur auf Verwertung von natürlichen Ressourcen aus ist, aufgeteilt in männlich und weiblich … je nach Verwertbarkeit. Und über Generationen bewußt und unbewußt weitergegeben. Unbewußt durch Gewohnheiten, die ungefragt übenommen werden. Natürlich gibt es biologische Unterschiede, das ist nicht zu leugnen. Aber müssen diese mißbraucht werden und dem Profit dienen.
Damit sprichst du mir aus der Seele. Feminismus wird leider von den meisten Linken als links deklariert. Daran ändert auch Frau Schwarzer als persönliche Freundlin von Fr. Merkel nix, was einmal richtig war muss immer richtig bleiben.
Linke sind halt auch nur Menschen und trotz ihres Anspruches die Welt zu verstehen auch nicht unbedingt schlauer als der Rest. Wer das nachprüfen will kann einfach mal auf den FREITAG gehen und sich da die Debatten antun – Männerhass bis zum Erbrechen.
Richtig – allerdings müssen sich diese “Linken” von anderen “Linken” mit schöner Regelmäßigkeit in die rechte Ecke stellen lassen.
Besonders Arne Hoffmann trifft dieser (lächerliche) Vorwurf immer wieder.
(siehe z.B. hier)
Da gräbt man dann so überzeugende “Beweise” aus, daß er ja mal der “Jungen Freiheit” ein Interview gewährt habe. Auweia.
Daß andere Medien die Themen “Feminismuskritik” und “Benachteiligungen von Männern” damals nicht mal mit der Beißzange anfassen wollten, verschweigt man lieber tunlichst. Und daß Hoffmann sich selbst als Links-Liberalen bezeichnet und sich außerdem gegen die Anti-Islam-Hysterie aus der wirklich rechten Ecke einsetzt, läßt man da auch gerne unter den Tisch fallen.
Sicher gibt es unter den Maskulisten auch genug Rechte und einige sind genauso durchgeknallt wie Schwarzer & Co.
Die meisten mir bekannten sind jedoch alles andere als rechts (mich eingeschlossen) und eigentlich sollte das ja auch logisch sein. Schließlich stand “links sein” irgendwann mal für die Beseitigung von Benachteiligungen und gesellschaftlichen Ausgleich und Gerechtigkeit.
Daß ausgerechnet Männer davon ausgeschlossen sein sollen, ist für mich und viele andere nicht tragbar.
Aus dem Jahresbericht einer kleineren AG: ‘
Es gibt also gottlob doch noch Vernunft in der Wirtschaft, nicht nur Verfechter des männerdiskriminierenden Quotenkrampfes.
Männerdiskriminierender Quotenkrampf? Das ist nun arg negativ formuliert. Dennoch stimme ich zu, dass eine Frauen_bevorzugung_ genausowenig gleichberechtigend ist wie eine Frauenbenachteiligung.
Ich glaube auch prinzipiell nicht, dass die vielerorts so hochgepriesenen Soft Skills, die Frauen in Führungspositionen als Heilsbringer der Wirtschaftswelt zugeschrieben bekommen, hier wirklich zielführend sind.
Um das mal plakativ und polemisch auszudrücken: Bei Positionen, in denen nur Arschlochmänner vorzufinden sind, müssen die Frauen auch Arschlöcher sein, um sie zu erreichen. Halte ich nicht für erstrebenswert, weder bei Männern noch bei Frauen.
Außerdem bin ich überzeugt, dass in Unternehmen, in denen Führungspositionen nicht nur durch Arschlöcher besetzt werden können, die Geschlechterfrage sowieso keine Rolle spielt.
bombjack 18:
Grundschulen werden mehrheitlich von Frauen geleitet.
Weil es 1. Finanziell attraktiver ist, als Lehrer nach Bes-Gruppe A 15 (Oberstud.-Rat A 16)für einen Studienrat auf einem Gymnasium zu arbeiten, als für die Leitung einer Grundschule nach A 13 die Verantwortung zu übernehmen.
2. Weil über die Besetzung von Schulleitungsstellen immer noch ein männerdominiertes politisches Gremium (Schulausschuss) entscheidet, dass so meinungsgesteuert ist, dass es Frauen doch eher für geeignet hält, den Kleinen mal die Nase zu schneuzen oder den Po auszuwischen.
Über die behauptete Bevorzugung von Jungen im Erziehungswesen kann ich nur lachen. Katja Leyrer hat in ihrem Buch “Hilfe mein Sohn wird ein Macker” (1988, konkret-Verlag) das Gegenteil belegt. Nicht schlecht zum Thema ist auch “Krieg im Kinderzimmer” über die Allmachtsphantasien (Star Wars etc) kleiner Jungen von Verena Sommer feld (1991 Rohwolt).
[...]bombjack 18:
Grundschulen werden mehrheitlich von Frauen geleitet.
[...]
Posting verrutscht?
bombjack
Die Besoldungsgruppen am Gymnasium sehen wie folgt aus:
Studienrat (StR): A13
Oberstudienrat (OStR): A14
Studiendirektor (StD): A15
Oberstudiendirektor (OStD): A16 (Schulleiter)
Das ist doch wirklich Quatsch. Die Mehrzahl weiblicher Grundschullehrer resultiert aus der Entscheidung von vielen jungen Frauen diesen Beruf zu ergreifen. Diesen machen 90% und mehr der Anwärter aus. Da bleibt dem bösen männergesteuerten Gremien nichts anderes übrig, weil es derzeit zu wenig männliche Aspiranten gibt. das war vor 50 – 60 Jahre noch anders, da waren auch in den Grundschulen viel mehr männliche Lehrer. Aber da wurde wahrscheinlich auch nicht gescheuzt, sondern die Kinder mußten das Taschentuch selbst nutzen. Ist ja auch ein weiterer Weg zur Selbständigkeit (Empanzipation). In unserer alles und jeden Förderergesellschaft ist natürlich Selbsthilfe verpönt – geholfen weird jedem der es nicht braucht – nur die die wirklich Hilfe nötig hätten, denen wird zumeist nicht geholfen, da sie zu schwach sind um sich laut vernehmlich zu äußern.
Ganz grundsätzlich halte ich es für wichtig, mich auch mit Thesen auseinanderzusetzen, die ich nicht teile. Aber muss ich mich dafür auf jedes denkbare Niveau herablassen? Muss ich mich mit jemandem auseinandersetzen, der von einer vollkommen an den Haaren herbeigezogenen Hypothese ausgeht? “Leitkultur Feminismus”, weil die meisten Lehrkräfte weiblich seien, bitte? Antje Schrupp hat übrigens vor kurzem deutlich reflektierter und klüger die Frage behandelt, weswegen das so ist. Mit jemandem, der das hierzulande am untersten Relevanzrand rumkrebsende Beispiel “Girl’s Day” bringt aber die feministische Kritik an diesem Konzept verschweigt?. Klar, passt ihm ja auch nicht in seinen ideologisch verblendeten Argumentationsstrang. Was hingegen gut passt, ist, die Neurechten vom Institut für Staatspolitik als zitable Quellen anzuerkennen. Und zum Abschluss käut er nochmal die schwachsinnige Behauptung wider von den taz-Redakteuren, die von den bösen Feministinnen zu Artikeln verdonnert werden, die hier ja schon einmal vor ein paar Tagen jenseits allen Niveaus rumstand.
Und da frage ich mich natürlich schon, ob ich ein Blog, in dem solche Thesen vertreten werden, regelmäßig lesen möchte, ob ich solch ein Blog eigentlich in meine Blogroll passt. Ich denke, gerade … nicht.
Antje Schrupp ist aber nicht darauf gekommen, dass das was mit dem Vorwurf der sexuellen Belästigung von Schülern zu tun haben könnte.
Was würdest du als männlicher Lehrer machen, wenn nach dem Unterricht ein weiblicher Schüler wartet bis alle anderen raus sind, dann zu dir kommt und dich nach irgend etwas aus dem Unterricht fragt? Ich würde dir dringend raten sofort das Klassenzimmer zu verlassen.
Das ist aber nicht nur beim Lehrberuf der Fall….
Was glaubst Du was in der Kinder-/Jugendarbeit so abgeht…..
[...]
Re: Meine Tochter, mein Nachbar und ich…
Yep kenne ich…..war lange Zeit in der Kinder/Jungendarbeit
tätig……und habe einige Sachen erlebt, sei es von mir und auch
von anderen……inzwischen würde ich auch einige Sachen nicht mehr
machen die ich am Anfang gemacht habe z.B. mit 6 Kids (Alter von 7
bis 12 Geschlecht gemischt) an einem Nachmittag einfach mal ins
Hallenbad fahren (habe sie bei den Eltern eingesammelt) und Fun haben
oder mit der Gruppe zum Klettern fahren und sie mit Klettergurt die
Wand hoch-scheuchen.
Irgendwie finde ich es schade…..allerdings wenn ich so etwas lese
http://www.heise.de/tp/foren/S-Re-Konstruktion-vs-Konstruktion/forum-203135/msg-20371274/read/
vergeht mir die Lust mich mit Kindern noch abzugeben…..im letzten
Sommerlager hatte ich auch auf einmal ein 7 Jähriges Anhängsel nach
einer Schmierseifenrutsche (wo ich mich mit 42 zum Affen gemacht
habe) und nach dem ich das Mädel nach einem Ausrutscher beim Springen
auf einen feuchten Felsen (der bei der Feuerstelle war) heulend
aufgesammelt habe*; die wollte dann immer zu mir auf meinen Schoß und
ja ich habe sie nicht abgewiesen…warum auch….nur in der heutigen
Zeit wird man als Mann und noch dazu Single ja schon blöde angeschaut
wenn man sich mit Kindern abgibt……bloß Scheiße dass ich (ich weiß
nicht warum) immer einen guten Draht zu Kindern und auch Jugendlichen
habe……ob die merken dass ich sie ernst nehme?
Für mich ist dieses einpflanzen der Angst vorm “schwarzen Mann” =
hinter jeder Ecke steht ein Kinderschänder der Hauptkritikpunkt an
dem ganzen Scheiß…..okay es gab und gibt auch in Vereinen Fälle,
nur zum einen bitte ich diese im Kontext der Anzahl zu sehen und zum
anderen werde ich oft das Gefühl nicht los, dass aus einer an sich
nicht relevanten Grenzverletzung ein Elefant gemacht wurde. Ohne die
Sache jetzt verharmlosen zu wollen…mir ist es auch schon passiert,
dass ich in ein Zimmer als Betreuer geplatzt bin und sich ein 9
Jähriges Mädel gerade umgezogen hat also nackig war….umgekehrt bin
nach 2 Wochen Dauerregen im Lager auch mal nackt in den Bach, was mir
von den 7/9 Jährigen Jungs den Kommentar “Hast Du ein großes Teil”
eingebracht hat…die Mädels haben von weiter weg gespannt…..das
sind Sachen die zum Teil nicht vermeidbar sind und einfach
passieren…..und normalerweise wenn kein Terz darum gemacht wird
sind sie auch unschädlich…..nur wenn ich mir diese ganze
Entwicklung ansehe geht diese in eine Richtung die Kontraproduktiv
ist und es verwundert mich nicht, dass immer mehr Leute besonders
Männer sich aus der Kinder/Jugendarbeit zurückziehen, denn
anscheinend wird einem schneller der Ruf ruiniert als man Piep sagen
kann……und egal wie die Sache ausgeht hängen bleiben tut immer
was…..
Daher Danke an die Flachpfeifen von RTL2, Stephanie zu Guttenberg,
Krafft-Schöning und den diversen anderen…..dass ich als lediger,
ungebundener Mann gerade in dem Alter (42) wo ich auch über die
finanziellen Mittel und Möglichkeiten verfüge schön in die Schublade
Kinderschänder gesteckt werde, sobald ich mich mit Kindern und seien
es die von meiner Großcousine abgebe…..hätte vorgehabt die beiden
(angehende 8 und 5 Jahre) mal in ein Wellenhallenbad mit zu nehmen
nur wenn ich mir den Link da oben ins Gedächtnis rufe habe ich
Zweifel ob das so eine gute Idee ist….wer weiß was sich so eine
besorgte Dame (oder eher Arschloch) alles einbildet…..
*=das war vielleicht ein blödes Gefühl, eine weinendes Kind in den
Armen zu haben und ihr nicht helfen zu können…..habe sie dann aber
ein wenig zum lachen gebracht……man fühlt man sich da hilflos…..
[...]
http://www.heise.de/tp/foren/S-Re-Meine-Tochter-mein-Nachbar-und-ich/forum-203135/msg-20373747/read/
bombjack
Das “Schlimme” an der Sache ist, daß entgegen der medialen Hetzjagd die Fallzahlen von Kindesmißbrauch seit Jahren sinken (Blick in die Kriminalstatistik genügt).
Schön aus der Debatte rausgehalten wird auch immer, daß die größte Gefahr für Kinder von ihren Müttern ausgeht – die übergroße Mehrheit der ermordeten Kinder geht auf das Konto der eigenen Mütter. Auch bei Gwalthandlungen liegen sie einsam an der Spitze. Nur bei sexuellem Mißbrauch liegen die Männer vorn, wenn auch nicht so weit, wie uns immer suggeriert wird.
Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
Wenn man das Verbreiten von Heidi-Mangas mit pornografischer Tonspur zu sexuell motivierter Gewalt gegen Kinder zählt, sehen die Zahlen schon wieder anders aus.
Außerdem muss man zwischen Strafanträgen und Verurteilungen unterscheiden. Mit Abschätzungen der ominösen Dunkelziffer kann man dann alles erreichen.
Ich kenne es aus eigener Erfahrung.
Meine Schwester bat mich mal, meine dreijährige Nichte vom Klo zu holen. Ich habe das abgelehnt und auf meinen Schwager verwiesen, der so gerne Jung und Freud liest.
Was wollen Sie denn gerade sagen? Dass Sie ein “großes Teil” haben? (Meinen Glückwunsch, auch.) Dass Sie gerne bei nackten neunjährigen Mädchen ins Zimmer platzen? (Was ist eigentlich aus der guten Sitte geworden, anzuklopfen, bevor man einen Raum betritt?) Und was hat das alles nochmal mit dem Thema zu tun?
LOL….billiger Versuch…..
Zum einen habe ich angeklopft aber nicht auf das Herein gewartet, da ich den Auftrag hatte die Kinder für eine Aktion einzusammeln und die Zeit drängte….
Zum anderen war der Post auf die Äußerung bezogen:
[...]Was würdest du als männlicher Lehrer machen, wenn nach dem Unterricht ein weiblicher Schüler wartet bis alle anderen raus sind, dann zu dir kommt und dich nach irgend etwas aus dem Unterricht fragt? Ich würde dir dringend raten sofort das Klassenzimmer zu verlassen.
[...]
mit dem Hinweis, dass ähnliches auch in der Kinder/Jugendarbeit abgeht…..
So nötig auch die Diskussion über dieses Thema (Missbrauch) ist, beobachte ich seit so ca. 2003 eine Entwicklung die über das Ziel hinaus schießt und das habe ich in dem Posting beschrieben….
Mit dafür (zumindest zum Teil) verantwortlich mache ich auch den “Feminismus” der in jedem Mann einen potentiellen Täter sieht und auch damit dafür sorgt, dass Männer diesem Bereich den Rücken kehren.
bombjack
@bombjack
Das Mädchen hatte die Möglichkeit “Nein!” zu rufen. Es hat sie nicht genutzt. Selbst schuld.
Auf “Herein!” warten bringt nichts. So kann man nicht zwischen leerem Zimmer und Unerwünschtheit des Zutritts unterscheiden.
Es ist doch erstaunlich, dass diese sinnvolle Art der Kommunikation nicht überall etabliert ist. Man muss es wohl immer wieder vorher sagen, wenn man mit anderen Leuten zusammen ist.
Ich bin beeindruckt.
Okay, vielleicht noch ein bisschen mehr. Ergänzen sollte man vielleicht, dass sich inzwischen viele Studien mit dem Unequal Pay beschäftigt haben. Wie man es auch wendet, nur ein sehr geringer Teil kann demnach wissenschaftlich einer geschlechtlichen Diskriminierung zugerechnet werden. Wäre auch seltsam, da diese Quote jährlich schwankt und Diskriminierung ist ja nicht mal mehr und mal weniger, wie halt gerade das Wetter. Wesentliche Gründe für das statistische Phänomen: hohe Teilzeitquote bei Frauen, Karrierestopp durch Kinderbetreuung, schlechteres Verhandlungsverhalten u.ä. Alles andere wäre auch seltsam, schließlich arbeiten die meisten Beschäftigten nach Tarifverträgen, wo Bezahlung und Eingruppierung genauestens geregelt und vor Arbeitsgerichten einklagbar sind. Formal ist eine Diskriminierung schon dort ausgeschlossen.
Interessanterweise schätzen Frauen auch eher Männer als Chefs. Während bei männlichen Chefs bereits in Sekunden klar wird, wer das Alpha-Tier am Tisch ist und somit das letzte Wort hat, zeigen sich bei Frauengruppen solche Hierarchien nicht in dieser Ausprägung. Das mag manchem demokratisch erscheinen, für die Unternehmensführung ist es schlecht. Führung zeigt sich durch Klarheit in den Entscheidungen und in der Verantwortung. Zudem neigen Frauengruppen zu Zickengehabe und Cliquenbildung.
Es gibt inzwischen deutliche Parallelwelten zwischen den Political-Correctness-Einstellungen und wirtschaftlichen Notwendigkeiten. Männer und Frauen sind unterschiedlich, aber in dieser Unterschiedlichkeit bedingen sie einander. Dagegen sind wir leider dazu übergegangen, schon bei Kleinkindern typisch männliches Verhalten negativ zu belegen, abzulehnen und zu therapieren zu versuchen. Aggressivität, Machtbewusstsein, Entscheidungsfreude und Balzverhalten sind zugunsten typisch weiblicher Eigenschaften wie Diskussionsbereitschaft, Zurückhaltung, Unterordnung in der Gruppen etc. abzulegen.
Die Verweiblichung der Gesellschaft ist genauso wenig Zukunftsmodell wie es die männlich geprägten Systeme der vorherigen Jahrhunderte waren. Wie schon die Natur es vormacht, sollten wir begreifen, dass die Unterschiedlichkeit die meisten Vorteile bietet.
So Henkersmahlzeit…im Folgenden sind natürlich nicht alle Frauen gemeint, aber doch ein gewisser Teil, den ich gerne als “überemanzipiert” bezeichne. Man könnte auch sagen solche Frauen sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht, ich denke die ein oder andere wird sich durchaus angesprochen fühlen (und jaaaaa, es mag auch Männer mit ähnlichen Charakterzügen geben, wir reden hier aber nunmal über übertriebenen Feminismus und dessen Folgen)
Also was ist Überemanzipation? Es handelt sich dabei um
ein Phänomen unter Frauen, die richtigerweise verstanden haben, dass sie das selbe können und
dürfen wie Männer, falscherweise aber dem Trugschluss unterliegen, nun alles
perfekt machen zu müssen und auch machen zu können.
Diese Frauen verwechseln Kompetenz mit Unfehlbarkeit, setzen sich selbst unter Druck
alles richtig zu machen, machen dabei viel falsch weil die Ansprüche zu hoch
sind, gehen bei Kritik von aussen sofort an die Decke und schotten sich gegen
Kritik von innen oft auch durch die Konstruktion einer Phantasiewelt ab (Extremfälle)
Sobald dann die Frage kommt “was können Frauen besser” lautet die Antwort: “ALLES”….”macht
ihr auch mal Fehler?”; “nein, wir können alles perfekt”…es ist einfach nur
zum kotzen…denn genau diese Frauen sind es dann, die in
Problemsituationen unerträglich werden weil sie sich selbst nicht den
kleinsten Fehler eingestehen können…sie stehen quasi unter dem
selbsterlegten ich-muss-die-megaselbständige-perfekte-Frau-sein-Zwang, dass sie
dabei nur scheitern können und gar nicht merken wie sehr sie sich gleichsam
schon wieder einem neuen – wenn auch modernerem – Rollenbild unterwerfen.
Überemanzipation führt also – wie alles wenn man es übertreibt – eher zum Gegenteil des ursprünglich Gewollten!
Und die Antwort der Männer? ICH KOTZE! Zu weiten Teilen ein Haufen verweichlichter Heulbojen, ohne Rückrat, ohne Eier und dem selbsterlegten Zwang hinterherhechelnd, diesen beschissenen Feminismus-Idealen auch noch selbst folgen zu müssen.
Vor lauter Toleranz krümmt sich euer Rückrat dermaßen, bis ihr zu einem kriechenden Schalentier verkommt, das durch den Staub robbt und dort die Reste verlorengegangener männlicher Identität sucht…und oft sie dann nur noch beim Fussball oder neuerdings Boxen findet.
Von Verblödungsmedien und dümmlichen Freunden habt ihr euch einreden lassen, es wäre cool dumm zu sein und von euren Freundinnen oder Frauen habt ihr euch einreden lassen, dass diese mit ihrem Überemanzenwahn auch noch recht haben.
Ich bin entsetzt von dieser Gesellschaft, anders kann man es nicht sagen!
Hanjo Henker
:-)
Zum Thema “besser”:
Angela Merkel ist Kanzlerin.
…
zum thema ‘blödsinn’:
äh, ist das ne frau?
Ja.
Ursula v.d. Leyen
Renate Künast
Claudia Roth
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
usw..
was? die etwa auch? ich habe die bislang zusammen mit ihren herrlichen pendants immer für politrobots gehalten.
Nein, es sind Frauen. Nach Deiner Logik also zwangsläufig bessere Menschen. Zumindest besser als die männlichen Untermenschen.
wie kommst du denn auf dieses schmale brett?
Jemand, der ein Patriarchat durch ein Matriarchat austauschen will, denkt so.
aha. und wer wollte das?
meinst du, du kannst einfach eine behauptung aufstellen und auf die aufforderung, diese zu begründen, eine weitere unbegründete drüber klatschen und auf die dann halt noch eine dritte oben drauf setzen? nö!
also, begründe deine erste behauptung, die über das matriarchat.
aber zur beruhigung: ich halte frauen nicht für ‘besser’ oder ‘schlechter’, auch nicht für besser oder schlechter geeignet, bestimmte gesellschaftliche aufgaben wahrzunehmen.
Du:
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/6454/leitkultur-feminismus#comment-123900
Was sollen die Nebelkerzen???
ich zitiere mich jetzt glatt selbst:
und bitte behaupte nicht, dass ich was will, was ich nie wollte, nur weil du nicht bereit bist, deine behauptung zu begründen.
Thatcher, Merkel, von der Leyen, Roth, Künast, Köhler, Leutheuser, usw.,,,,
Alles Männergehirne in Frauenkörpern!;-)
@GrooveX
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/6454/leitkultur-feminismus#comment-123900
Dein Imperativ Zitat: “begründe!” bezieht sich auf den Satz von mir “Ein Partiarchat durch ein Martiarchat auszutauschen ist Scheisse.”
Du ziehst also ganz klar ein Matriarchat vor, bis Dir jemand “begründet” hat, warum das nicht richtig sei.
Auf das andere Gesülze antworte ich gar nicht erst – das ist mir zu blöde.
du kannst es nicht.
Mumpitz. Du verstehst es nicht.
ich finde es immer toll, wenn männer über übertriebenen feminismus lamentieren. jammern scheint ja ne echt männliche qualität zu sein.
Wenn einer dich beschuldigt, ihn (grammatikalisch männlich, biologisch weiblich) vergewaltigt zu haben, oder wenn eine Frau dein und ihr Kind gegen deinen Willen abtreibt, siehst du das vermutlich anders.
zum ersten teil des satzes: kinderschändung muss auch immer für alles herhalten, gute güte.
zum zweiten teil des satzes: gegen deinen willen? was hat jetzt das mit feminismus zu tun?
Wie kommst du auf Kind?
Ich meinte, dass dich jemand verkachelmannt.
Mein Bauch gehört mir!
Das größte Problem bei Abtreibung ist nicht das getötete Kind. Das beschwert sich ja nicht. Das Problem ist leider oft genug der Vater, der die Tat hinnehmen muss. Davon haben schon einige Männer einen anne Klatsche gekriegt. Dafür wird niemals eine Frau zur Rechenschaft gezogen.
oh? dann hatten die aber echt vorher schon schwerste probleme, oder?
Sag das mal über Frauen, die durch eine Vergewaltigung einen anne Klatsche gekriegt haben.
WTF ist denn das für ein Vergleich?!
Vergewaltigung: Was mit dem Körper von jemand anderem Anstellen gegen dessen Willen
Abtreibung (auf Mann – Frau bezogen, um’s Kind geht’s dir ja nicht): Was mit dem eigenen Körper anstellen (oder eben nicht) gegen den Willen eines anderen
Ich sehe da einen signifikanten Unterschied darin wer worüber herrschen will und darf oder eben nicht! Und ja in dieser Hinsicht, sind wir Männer “benachteiligt”, weil das letzte Wort bei der Frau liegt. Aber herrje, das sollte sich ja vorher klären lassen, ob da ein Kind (beidseitig!) gewollt ist (mal ganz abgesehen davon, dass Männer umgekehrt ja auch gerne die Verantwortung auf die Frauen abschieben und leichter mal hier mal dort ein bisschen Samen spenden und die Konsequenzen dann der Frau überlassen, aber das ist ein anderes Thema)
@Thaniell
Ich sehe da auch einen signifikanten Unterschied.
Bei der Abtreibung geht es um die Tötung eines dem Mann anvertrauten Kindes (es geht darum, dass das Kind dem Mann etwas bedeutet). Bei der Vergewaltigung geht es nur um den eigenen Körper der Frau.
Für mich zählt Treue und Verantwortung wesentlich mehr als die Unversehrtheit meines Körpers. Ich bin wohl sehr gut dressiert worden (im Sinne Esther Vilars).
Ich kenne viele Frauen, die innerhalb von Tagen ihre Meinung ändern.
Diese Männer kriegen von Abtreibungen keinen anne Klatsche.
Feministen finden es übrigens ganz normal, einen Mann über ihre Empfängisfähigkeit zu täuschen. Zum Beispiel Lisa Ortgies bei Harald Schmidt. Deutlicher als Harald Schmidt bei Minute 3:05 darf man nicht werden, wenn das noch auf Sendung gehen soll.
Der Feminismus, das Gegender und der Kinderporno-Wahn sind ein hervorragendes Mittel, die Menschen zu spalten und zu verwirren. Vorschriften bzgl Sexualität und Moral sind seit Jahrtausenden erprobt und in den letzten hundert Jahren wurde das noch psychologisch untermauert.
Eine Masse aus vereinzelten Menschen kann man viel leichter kapitalistisch verwursten.
Über Feminismus zu diskutieren, macht keine Freude. Es ist genauso emotional aufgeheizt wie das Thema “Islam”. An einer sachlichen Diskussion haben nur wenige wirklich Interesse.
Ich als Soziologe finde am Feminismus unter anderem kritikwürdig, dass er aus wissenschaftlichen Erklärungsmodellen Wirklichkeitsbeschreibungen machen möchte. Gender-Theoretiker behaupten, dass das Geschlecht in Wirklichkeit ein soziales Konstrukt sei. Das ist als Theorie (= Modell und nichts anderes) legitim, denn vielleicht kann diese Perspektive Dinge erklären, die andere Modelle nicht erklären können. Aber es bleibt eben Theorie. Die Basis dieser Theorie ist die Ansicht, dass es keinen unmittelbaren Zugang zur Wirklichkeit geben kann. Aber daraus folgt auch, dass die Theorie selbst ein Konstrukt ist und nicht mehr. Man kann dann auch nicht vehement behaupten, es sei tatsächlich so, dass Geschlecht nichts anderes als Diskurs und Konstruktion sei. Es ist bloß eine Hilfsannahme, mehr nicht.
Gender-Vertreter, die ihre Weltsicht als Tatsache verkaufen, haben vergessen, dass Sozialwissenschaften grundsätzlich beschränkt sind in ihrer Fähigkeit, Wirklichkeit zu erfassen. Sie haben vergessen, dass es immer auch andere Perspektiven gibt und dass eine endgültige Wahrheit nicht behauptet werden kann. Sozialwissenschaften müssen mit Theorienpluralismus leben und mit ihren erkenntnistheoretischen Grenzen. Die Reflexion der Grenzen sowie der eigene gesellschaftliche Ort gehören notwendig dazu. Wenn man Gender-Theorien verabsolutiert, verlässt man den Boden redlicher Sozialwissenschaft. Hier wäre mehr Bescheidenheit nötig.
Das Problem gibt es auch bei Physikern. Da behaupten viele auch sehr hoch dotierte Physiker, dass es Sachen, die die Quantenphysik nicht beschreibt, nicht geben würde.
Wenn Sozialwissenschaft wissenschaftlich betrieben wird, überträgt man Messwerte in Modelle, rechnet herum und sagt Messwerte voraus. Wenn die Voraussage zutrifft, ist das Modell gut.
Leider sind die Messwerte gewöhnlich dermaßen schlecht, insbesondere mit unabschätzbaren systematischen Fehlern überlagert, dass die Voraussagen praktisch unbrauchbar sind, und das Modell erst recht nicht daran überprüft werden kann.
Das Ganze eignet sich dann nicht zur sinnvollen Planung, sondern nur zur Propaganda, aber vor allem zur Existenberechtigung der Soziologen, die mit den Fehlinterpretationen hausieren gehen.
Ganz schlimmer Artikel. Ich bin noch ganz betroffen.
Kritik am Feminismus geht ja gar nicht.
Alle, die so was Schlimmes machen, müssen per se Nazis sein. Mindestens!
Oder soagr Alpha-Nazis.
Oder Power-Nazis.
Oder Quoten-Nazis.
Der Artikel wurde bestimmt am “Nazi’s Day” geschrieben.
Da können wir ja gleich ein Bundesministerium für Nazis und Frauenkritisierer gründen, wenn wir erlauben, daß so geschrieben und gedacht wird.
Ich renn gleich zum Kiosk und kauf alle Emma / taz / Spiegel Exemplare auf (oh, Bild habe ich vergessen, Alices Zweitblatt), um meine Solidarität mit dem politisch korrekten Geschlecht zu bekunden.
(Dafür, daß ich auf der falsche Seite des Flusses geboren wurde, kann ich vielleicht nichts, aber ich schäme mich dafür täglich! So wie gerade jetzt.)
sehr guter artikel. danke!
allerdings darf dieser link dazu nicht fehlen.
Ich möchte mal etwas persönliches hinzufügen:
Ich bin in den 70ern geboren und mit einem sehr negativen Männerbild aufgewachsen. Männer waren für alles Böse in der Welt verantwortlich. Ihr Sex-Trieb war schlecht. Alle unangenehmen Eigenschaften waren männlich: Dominanz, Aggressivität, Gefühllosigkeit, Egoismus. Frauen verkörperten hingegen das Gute: Mitgefühl, Kommunikation, Verständnis. Als Junge habe ich mich deswegen in der Tat geschämt, männlichen Geschlechts zu sein.
Sexualität ist ein gutes Beispiel für diese dichotomen Geschlechtermythen: In den Aufklärungsbüchern und in den bunten Zeitschriften galt der Mann stets als triebhaft und unbeherrscht und tendenziell rücksichtslos und unsensibel. Männer waren schlechte Liebhaber, die es nicht verstanden, eine Frau zu beglücken, weil sie eher als “Mechaniker” agieren würden. Man debattierte öffentlich den bislang vorgeblich ignorierten weiblichen Orgasmus, der zu einem übergroßen Rätsel aufgebaut wurde und zu einer enormen Anforderung an die Männer. Diese sollten nicht mehr so egoistisch im Bett sein.
Das Ende vom Lied: ich schämte mich meiner Sexualität, meines schmutzigen Triebes, meiner Nachlässigkeit. Ich machte mir dann als Jugendlicher gründlich Gedanken, ob es ihr gefallen hat, ganz gleich, ob es mir selber gefiel. Sex war dann gut, wenn ich meine Aufgabe erfüllt hatte. Nicht dann, wenn ich selber erfüllt war. Das war zweitrangig. Bloß kein unsensibler Egoist sein.
Eine positive männliche Identität baut sich unter diesen Umständen kaum auf.
Ja, damit bin ich auch aufgewachsen.
Das “Schöne” an der ganzen Sache ist auch hier wieder die einseitige Debatte. Während man Männern unterstellte, nichts über die weibliche Sexualität zu wissen und ihnen mehr oder weniger unterschwellig die Verantwortung für den weiblichen Orgasmus zuschob, blieb die Kehrseite der Medaille mal wieder außen vor.
Das Resultat: heute wissen die meisten Männer mehr über weibliche Sexualität als Frauen jemals über männliche Sexualität wussten (und vermutlich jemals wissen werden).
Ja, so geht es leider vielen heutzutage – auch ich finde mich in Ihrem Posting teilweise wieder. Sehr viele junge Männer haben dieses Männerbild unserer Gesellschaft (“Männer sind alles egoistische, gefühllose potentielle Vergewaltiger, eigentlich eh dümmer als Frauen und insgesamt einfach barbarisch”) verinnerlicht. So sehr, dass sich in meiner Schulklasse vor ein paar Jahren kein Bub aufregte, als uns eine Lehrerin weismachen wollte, dass jeder Mann unter bestimmten Umständen, wenn er die Chance dazu hat, zum Vergewaltiger wird. Wer sich über derartigen Sexismus aufregt, ist uncool, ein Weichei, kein richtiger Mann.
Die jungen Frauen sind durch das propagierte Frauenbild (“Frauen sind grundsätzlich die besseren Menschen, klüger, einfühlsamer, eigentlich in allem besser”) zunehmend auf dem “Ich-Bin-Eine-Prinzessin,-Mein-Mann-Hat-Mich-Zu-Verehren-Und-Zu-Verwöhnen”-Trip (natürlich auch finanziell, sogar, wenn sie selbst weder optisch noch charakterlich noch finanziell etwas zu bieten haben!) und finden es völlig gerechtfertigt, ihren Freund (ihren “Fiffy”) zu schlagen, wenn ihnen danach ist, sowie mit ihren Gefühlen zu spielen. Männer zu schlagen ist ja lustig, Frauen zu schlagen ein Verbrechen.
Natürlich muss den Feministinnen auch klar sein: Durch eine derart verkommene Emanzipation schürt man Frauenhass.
Dazu möchte ich noch etwas ergänzen: Die Entdeckung der weiblichen Lust und ihrer Möglichkeiten wurde als Befreiung gefeiert. Zu Recht. Es war die Idee, sich von moralischen Vorurteilen frei zu machen. Weibliches Begehren sollte aus der Umklammerung der Tugend befreit werden.
Für männliches Begehren galt das nicht. Zwar war man auch der Meinung, Männer sollten frei lieben. Aber gleichzeitig wurde die Forderung propagiert, dass der Mann sein Begehren zügeln solle. Schon deswegen, weil Frauen eher lieben als sexuell begehren würden. Und weil Lust bei Frauen eine kompliziere Sache sei, die durch männlichen Ungestüm unmöglich werde.
Am Ende gab es doch zwei unterschiedliche Moralen: Die Frau, die ihren Begierden ungehemmt nachgeht, befreit sich selbst. Der Mann, der gleiches tut, ist ein Egoist. Und so haben Frauen eher eine Legitimation zu fordern und zu verlangen. Männer halten, wenn sie diese Moral verinnerlicht haben, ihr Verlangen für eher falsch und unmoralisch.
Das ist übertragbar auch auf andere Lebensbereiche. Mir kommt es jedenfalls so vor, als fiele es Frauen oft leichter, ihre Wünsche ernstzunehmen, während Männer eher defensiv sind, weil sie nicht als patriarchalische Egoisten gelten wollen.
Was da zur Entdeckung erkärt wurde, war schon längst bekannt. Bisher war das allerdings Privatsache. Mit dem Konsumterror wurde auch das Ausreizen des Sexualtriebs zum Lebensziel erhoben.
Es haben auch Feministen Frauen dazu aufgefordert, den Mann durch Sexentzug zu bestrafen. Feminismus wurde auch massiv mit Lesbianismus vermischt, damit die Frauen für die Befriedigung ihres Sexualtriebs nicht mehr auf Männer angewiesen sind. Das Ergebnis davon ist, dass die elementaren menschlichen Beziehungen durch Animation zum Machtmissbrauch und gegenseitige Vorwürfe beschädigt werden.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass vor allem Frauen nicht wissen, was sie wollen oder ihr Wollen sich erstaunlich stark ändert. Ich habe auch solche Männer erlebt, aber das kommt wesentlich seltener vor.
Frauen nutzen dies gerne zu einem typischen Machtspiel. Sie wirft dem Mann vor, nicht auf ihre Wünsche einzugehen. Und er hat gar keine Chance, da diese Wünsche nicht konkret sind und sich dauernd ändern. Fragt er nach, kommen Vorwürfe. Präzisiert er und zeigt Widersprüche in dem Vorwurf auf, behauptet sie, dass Liebe nicht logisch sei.
Das Thema Vergiftung der Beziehung durch Machtspiele hat mal einer ganz gut beschrieben:
http://www.uni-koblenz.de/~vladimir/breviary/paris.html
Ich glaube auch nicht unbedingt, dass Frauen besser wissen, was sie wollen. Aber sie haben Ansprüche und diese Ansprüche halten sie für selbstverständlicher als ein Mann das tut. Der Mann ist häufiger darum bemüht, es ihr recht zu machen – wenn ich mal von meiner eigenen Erfahrungen und von Gesprächen mit Freunden ausgehe.
Zu meiner Aussage, dass männliche Sexualität als Problem gesehen wird, passt dieser Blogbeitrag von Arne Hoffmann:
http://arnehoffmann.blogspot.com/2011/07/warum-haben-wir-angst-vor-mannlicher.html
Bin Baujahr ’87 und kann nicht sagen, dass es in meiner Zeit so war, wie hier geschildert wurde. Meine männlichen Freunde sind zwar emanzipiert, aber stehen nicht unter dem Pantoffel der Alten und göttergleiche Verehrung gibt es da auch nicht.
Über den Artikel kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Da wurden Behauptungen einfach so in den Raum gestellt, wie z.B. die, dass das Bildungssystem in feministischer Hand wäre. Was heißt das denn konkret? Das an einem „Girls Day“ festzumachen, ist einfach lächerlich. Woran machte Müller das sonst fest? Daran, dass der „größte Teil der Pädagogen und Bezugspersonen Frauen“ sind?
Sind diese Frauen aber auch Feministinnen? Statt das kritisch zu hinterfragen, transportierte Müller unterschwellig die Aussage, dass Frauen im Bildungssystem „feministisch“ wären.
Was mich an der Beitrag ganz grundsätzlich stört, ist, dass die Gleichstellung wieder auf Gender- und Feminismusfragen sowie „Mann vs. Frau“ reduziert wurde. Bei der Gleichstellungsfrage geht es aber nicht nur um die Gleichstellung von Frauen und Männern. Es geht u.a. (!) auch um die Gleichstellung von körperlich und sozial Benachteiligten oder Menschen verschiedenen Alters.
Die Gleichstellungsfrage dreht sich also um „eine Gleichheit an Rechten […] sowie Gleichheit der Lebenschancen“ (Tasha #11) und das schließt m.E. z.B. auch die Frage der sozialen Durchlässigkeit mit ein.
Arbo
P.S.: Etwas ausführlicher hier.
Immer wieder der selbe gedankliche Fehler. Es kann keine Gleichstellung von ungleichen Personen geben, dies führt nachgerade in die Gewalt eines totalitären Systems. Frauen und Männer können nicht gleichgestellt werden, genausowenig wie Behinderte. Behinderten muß soweit als möglich geholfen werden und für Frauen und Männer gibt es Gleichberechtigung als Ausweg. Mehr ist in einer einigermaßen freien Gesellschaft nicht möglich. Im übrigen ist eine völlige Gleichheit an Lebenschancen nicht möglich, wie soll denn das realisiert werden? Es ist doch unstrittig, daß gut aussehende Menschen bessere Lebenschanchen haben, ebenso Menschen, die aus einem gebildeten und wohlhabenden Elternhaus stammen, das zudem meist auch besser noch vernetzt ist. Sind Intelligente und Dumme glechzustellen. In einer freien Gesellschaft haben die Intelligenteren, Schöneren und besser Vernetzten nun einmal ungleich höhere Chancen. Eine völlige Meritokratie gibt es nicht und auch diese wäre nicht ohne den Schmerz der Zurückgebleibenen zu haben. wenn allein die individuelle Leistung ausschlaggebend ist, dann bedeutet jedes Zurückbleiben eine persönliche Kränkung, da ja nicht externe Faktoren dieses verursacht haben, sondern allein das eigenen Unvermögen. Ein bißchen Ungerechtigkeit ist also auch tröstend. Und völlige Gleichheit ist ein menschenverachtendes Unding – da wären wir schnell bei Pol Pot.
Ne, Ne, Ne – Behinderte und Frauen gehören wegen Minderwertigkeit, der Zuchtauswahl, dem gelebten und praktizierten Sozialdarwinismus und der mangelnden Tatkräftigkeit erschossen. Insoweit sind wir uns ja gedankentheoretisch schon einig, nur und warum ein ungleicher und ungleichwertiger Pole wie Du eigentlich anderen Menschen, Deutschen, Ariern, und Auserwählten gleichgestellt sein solltest, erschliesst sich mir auch nicht. Da scheint dem Führer und den deutschen Einsatzgruppen ein metrokratischen Fehler bei dir und deiner Sippe unterlaufen zu sein.
Aber keine Bange, dass lässt sich auch bei noch ändern: Genickschuss gegen den Gleichstellungswahn, Freund Ausländer.
Kann man doch auch ganz frei und zynisch so sehen, Miroslav.
Danke für die Selbstdisqualifikation.
/facepalm
[z]Sind diese Frauen aber auch Feministinnen? Statt das kritisch zu hinterfragen, transportierte Müller unterschwellig die Aussage, dass Frauen im Bildungssystem „feministisch“ wären.[/z]
Sie sind mit Sicherheit nicht feministisch. Hier schmeißt der Autor etwas durcheinander. Bildungspolitik und Pädagogik als Wissenschaft mögen vielleicht feministisch sein. Die Lehrerinnen sind es wohl eher nicht.
Der Kritikpunkt wäre eher, dass Lehrerinnen eben eine eher weibliche Sicht als Maßstab setzen und danach Mädchen und Jungen gleichermaßen messen. Dass es eine weibliche Sicht gibt, halte ich nach meinen Erfahrungen für plausibel. Lehramtsstudentinnen bewerten z.B. männliche Jugendkulturen ganz anders als die Männer. Sie sehen darin schneller mal etwas skandalöses, furchterregendes und gefährliches und wollen dann dagegen vorgehen. Es ist immer ein ordentliches Stück Arbeit, ihnen diese Furcht davor zu nehmen. Das hat aber nichts mit Feminismus zu tun, sondern einfach damit, dass oft junge Frauen ganz andere Wertvorstellungen haben als junge Männer. Es wäre für die Schule aber besser, wenn die Jungen dort nicht allein nach weiblichen Wertvorstellungen beurteilt werden würden.
[q]Wenn Sozialwissenschaft wissenschaftlich betrieben wird, überträgt man Messwerte in Modelle, rechnet herum und sagt Messwerte voraus. Wenn die Voraussage zutrifft, ist das Modell gut.[/q]
@Lohengrin: Die Soziologie erschöpft sich nicht in Statistik. Das ist nur eine Methode von vielen. Vorhersagen sind in der Soziologie nicht sonderlich populär, eben weil sie fehlerhaft sein müssen. Soziologie will keine Prognosen abgeben, sollte sie auch nicht und kann sie auch nicht. Sie will gesellschaftliche Phänomene erklären, indem sie Zusammenhänge sichtbar macht. An diesen Zusammenhängen kann der Praktiker meinethalben ansetzen, um etwas zu verändern. Kein ernsthafter Soziologe würde jedoch sagen, dass sein Modell alle Kausalfaktoren erfassen könnte. Also müsste er auch den Praktiker darauf hinweisen, dass er eben keine Gebrauchsanweisung für die Veränderung der Welt in den Händen hält.
Es geht nicht um alle Kausalfaktoren. Es müssen nur hinreichend viele hinreichend genau erfasst sein, damit überhaupt irgend etwas damit vorausgesagt werden kann.
Ein guter Wissenschaftler weiß genau, was seine Wissenschaft leisten kann und was nicht. Nach meiner Erfahrung ist der praktische Nutzen von Soziologie sehr gering, das Potential für Scharlatanerie hingegen sehr groß.
Eine Erklärung für gesellschaftliche Phänomene, die man nicht praktisch anwenden kann ist überflüssig. So eine Erklärung ist auch nicht falsifizierbar. Das ist keine Wissenschaft. Das ist so etwas wie Theologie.
der fenimismus hat zwei hauptrichtungen eine soziale und eine bürgerliche.
von der sozialen ist in unserem land leider nichts zu spüren, daß jetzt auch frauen bei der bundeswehr töten dürfen ist doch keine wirkliche gleichberechtigung zumal die frauen immer noch niedrigere löhne als die männer bekommen.
unsere gesellschaft basiert auf ausbeutung und unterdrückung und jetzt dürfen auch die frauen bei der ausbeutung mitmachen. vielmehr ist in sachen gleichberechtigung noch nicht passiert.
Die Behauptung kommt immer wieder. Und immer wieder muss man sagen, dass Frauen oft halbtags arbeiten, jahrelang nicht arbeiten und vorwiegend in schlecht bezahlten Bereichen arbeiten, wo Männer genausowenig bekommen.
Hungerlöhne sind eine Schweinerei. Aber das sind sie auch bei Männern. Die feministische Behauptung hat nur ein Ziel: Spalte und herrsche.
die frauen bekommen für die gleiche arbeit weniger geld als die männer. begründet wird dies mit den höheren fehlzeiten. diese kommen durch die mehrbelastungen der frauen wie z.b. kindererziehung und haushaltsarbeit. wenn ein kind krank wird bleibt meistens die mutter zu hause und nicht der vater des kindes. aber die frauen sind ja selber daran schuld warum heiraten sie auch und bekommen auch noch kinder.
Wer öfter fehlt, erledigt nicht die gleiche Arbeit.
Wer soll das bezahlen? Wer hat das bestellt?
Ist Kinderkriegen Privatvergnügen? Muss jemand, der öfter fehlt, weil er bis Montagmorgens um fünf gesoffen hat, auch den gleichen Lohn bekommen wie jemand, der das nicht tut?
Wenn die große menschliche Gemeinschaft will, dass Leute, die wegen der Versorgung von Kindern weniger arbeiten, genausoviel Geld haben wie Leute, die das nicht tun, dann muss die Versorgung von Kindern von der Gemeinschaft bezahlt werden.
Hier läuft einiges falsch.
Ich habe mal erlebt, dass auf einer Uni eine Vorlesung ausgefallen ist, weil der Dozent wegen Kinderkriegens ein Jahr lang ausfiel, aber kein Ersatz eingestellt werden konnte, weil dieser Ersatz nach einem Jahr nicht wieder gekündigt werden könnte.
Lohengrin, du gefällst mir…
ohne die frauen gäbe es keine einzige arbeitskraft.
im feudalismus gab es die sexuelle zwangsbewirtschaftung der frauen um die erbfolge zu sichern. es gab die hexenverbrennungen, dabei wurden hauptsächlich menschen ermordet die ein fundiertes wissen über familienplanung hatten ziel der aktion war es den steigenden bedarf an arbeitskräften zu sichern.
vor 70 jahren gab es den bund deutscher mädel mit dem versprechen dem führer soldaten zu schenken.
und heute wollen die privaten unternehmer gut ausgebildete fachkräfte, aber bezahlen soll das natürlich die gesellschaft.
@minimax
Die große Gemeinschaft hat nur die Mittel, die sie sich von den Produzierenden holt. Wenn die Gemeinschaft will, dass für die Versorgung von Kindern bezahlt wird, muss das von allen Produzierenden geholt werden.
Man kann nicht von einem Unternehmer verlangen, einen Arbeiter, der öfters ausfällt genauso zu bezahlen wie einen der das nicht tut. Ein Ausweg ist höhere Abgaben auf sämtliche Produktion und Entschädigung eines Unternehmers für den Ausfall eines Arbeiters, der ein Kind versorgt.
der lohn hat die aufgabe die arbeitskraft zu erhalten, die aufzucht von kindern gehört mit dazu.
aus der bwl-sicht ist es korrekt nur die geleistete arbeit zu bezahlen, aber es ist nicht sozial gerecht.
in der privatwirtschaft ist es sowieso nicht möglich gerechte löhne zuzahlen, da die arbeit nur dem zweck der kapitalvermehrung dient. ein teil der erwirtschafteten leistung wird den arbeitern immer vorenthalten.
@minimax
Marx’ Theorie ist Blödsinn.
Schon die Arbeitwerthlehre ist offensichtlich Quatsch. Warum soll ein kompliziert herzustellendes nutzloses Gerät mehr Wert haben als ein leicht herzustellendes nützliches?
Ich bezeichne Lohn als den negativen Preis für Arbeit. Arbeit ist so etwas wie Müll und wird mit negativem Preis verkauft. So stimmen die Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Je weniger für gleiche Produktion gearbeitet werden muss, desto besser. Die Produkte, die von der Gemeinschaft eingezogen werden, um zB die zu bezahlen, die Kinder versorgen, müssen da abgegriffen werden, wo Produkte anfallen und nicht nur da wo gearbeitet wird.
Wenn man das über Steuern auf sämtliche Produktion regelt, gibt es keinen Grund mehr, lieber Männer als Frauen zu beschäftigen. Dann kann sich die BWL wieder in den Betrieben austoben.
Es ist auch volkswirtschaftlich nicht gut, die Betriebe zu gleichen Löhnen für unterschiedliche Arbeit zu zwingen. Das führt nämlich nur dazu, dass irgend ein anderer Grund erfunden wird, Frauen nicht zu beschäftigen und macht die Verhandlung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer kompliziert.
Das Ganze liefert aber eine Existenzberechtigung für unproduktive Berater. Vllt ist das der Grund für den ganzen Quatsch.
die theorien von engels und marx sind für mich bisher die einzigen die im stande sind unsere geschichte ausführlich zu erklären.
wenn die produkte gemeinschaftlich konsumiert werden, dann wäre es doch auch sinnvoll sie gemeinschaftlich zu produzieren. bei einer kommunalen produktion könnte jedes kollektiv selber entscheiden ob es den müttern mehr zeit für die kindererziehung zur verfügung stellt.
die produktion zu versteuern wäre ja schon mal ein guter anfang, dann könnte der staat bei der vollautomatisierung der produktion einen finanzellen ausgleich für die arbeitslosen schaffen(und wäre dann nicht auf die immer weiter sinkende lohnsteuer angewiesen).
NEIN, das dürfen bzw. müssen sie eben NICHT.
Es gibt keine Armee der Welt, in der Frauen in Kampfeinsätze geschickt werden – nicht mal in der israelischen (dort herrscht zwar Wehrpflicht für beide Geschlechter, Männer müssen aber länger “dienen”).
Das töten und sterben überläßt man immer noch den Männern.
was macht eigentlich ein weiblicher offizier bei der luftwaffe?
bei der roten armee haben auch frauen gekämpft.
Ich stimme SwENSkE zu.
Zusätzlich muss ich noch sagen, dass ich als Offiziersanwärter mit einigen Frauen dienen durfte. Wir hatten die Möglichkeit als GWDLer (Grundwehrdienstleistende) anzufangen und uns nach einigen Monaten zu entscheiden, ob wir uns für 12 Jahre verpflichten oder unsere 9 Monate ableisten und dann heimgehen. Da es für Frauen keinen Grundwehrdienst gibt, bekamen sie gleich den SaZ (Soldat auf Zeit) Status und eine dementsprechende Bezahlung. Männliche Soldaten bekamen also ca. 300 € und weibliche ca. 1000 €.
Hinzu kommt, dass es bei sämtlichen Sporttests weibliche und männliche Leistungstabellen gab. Warum Frauen weniger leisten müssen für zumindest zu Beginn höheres Gehalt erschließt sich mir nicht. Außerdem ist der Zwangsdienst nur für Männer nicht wirklich mit echter Gleichberechtigung vereinbar. Wer jetzt mit dem Argument kommt, dass Frauen ja Kinder bekommen, müsste auch dafür sein einen nachgelagerten Dienst für Frauen mit 35 zu fordern, falls diese bis dorthin noch keine Kinder bekommen haben.
bei den linken gibt es den spruch “ein kluger kopf paßt unter keinen helm”, oder so ähnlich. das ist nicht persönlich gemeint und hat auch überhaupt nichts mit dem thema zu tun.
jetzt ist mir noch ein anderer spruch eingefallen: “beim militär da bist du wer”.
der größte teil der frauen und männer arbeitet in der industrie und dort gelten nun mal andere gehaltsbedingungen als bei der bundeswehr und mit dem mehrwert den die menschen dort erschaffen müßen sie auch noch die unproduktiven soldaten durchfüttern.
Eine erneute Männlein/Weiblein-Gleichberechtigungs-Diskussion mag vielleicht zu den Artikeln mit über 200 Kommentaren gehören – einen Beitrag zur Lösung des “Problems” darf man natürlich nicht erwarten.
Dass es unterschiedliche Leistungstabellen gibt, liegt in der Natur des biologischen Unterschiedes zwischen Männlein und Männin.
Eine Frau bewegt sich anders, weil der Bewegungsapparat unterschiedlich zu jenem des Mannes funktioniert.
Eine Frau atmet anders – mit der Brust (Brustkorb) – während der Mann mit dem Bauch atmet.
Eine Frau ist durchschnittlich kleiner und leichter als ein Mann.
Eine Frau hat eine ganz andere Orgasmuskurve als der Mann (beim Mann relativ schnell ansteigend und dann wieder schnell abfallend, bei der Frau langsam ansteigend und dann sehr langsam abfallend).
Dies sind nur einige Beispiele und bewusst keine, welche mit dem “Kinderkriegen und Stillen” zu tun haben.
Ob sich nun eine Diskussion über Gleichberechtigung noch lohnt, muss jeder für sich selbst beantworten.
Zumal zur Zeit in Somalia verhungert wird, die Nordafrikaner vor Lampedusa absaufen, der Euro vor dem Zusammenbruch steht, die USA die Weltwirtschaft gefährden und die Drohnen Kollateralschäden verursachen.
RTL eben.
@ André H.
“RTL eben.” – Stimmt.
Was soll das denn für eine Argumentation sein? Für den Beruf X gibt es eine Anforderung Y, diese Anforderung gilt als Mindestmaß für den Beruf X. Jetzt ist doch die Frage legitim, warum die Anforderung Y aufgeteilt ist in Ym (Anforderung – männlich) und Yw (Anforderung – weiblich) und warum Männer Ym leisten müssen und Frauen nur Yw? Warum nimmt man also nicht gleich die Yw als Mindestgrenze, das wäre doch mal was.
Das gäbe bestimmt auch wieder Probleme. Dann würden die Frauenorganisationen rufen: “Das ist ungerecht, die Frauen sind kleiner und schwächer und müssen sich demnach mehr anstrengen als die Männer…” .
Ich wollte damit (weiter oben) nur aufzeigen, dass eine konsequente Gleichberechtigung letztendlich an den biologischen Unterschieden scheitert und unnötige Missverständnisse und Aggressionen hervorruft.
Dann müssten auch all die Höflichkeitsregeln (à la Knigge usw.), welche dem “schwachen” Geschlecht gegenüber gepflegt werden, wegfallen.
Sobald man bei der Gleichberechtigung ins Detail geht, wird es immer absurder. Und verkrampfter. Und unromantischer.
Linke Kritik an der Ökonomisierung des Sports liest sich dann so:
http://www.direkteaktion.org/206/oekonomisierung-des-sports-wettbewerb-total
Allerdings kommt linke Kritik auch ohne Sexismus, Verschwörungstheorien und Feminismis-bashing zum Kern der Sache.
Genau das richtige Freitagsthema! Ich hole mir gleich noch eine Tüte Popcorn und warte auf die o.g. Maskulisten/FeministInnen und Trolle :D
Make my day!
Das erlebe ich häufig beim Spiegelfechter. Es wird ein Stück Rinderfilet in das Aquarium geworfen und die Piranhas stürzen sich wie wild darauf.
@Lohengrin
“Es geht nicht um alle Kausalfaktoren. Es müssen nur hinreichend viele hinreichend genau erfasst sein, damit überhaupt irgend etwas damit vorausgesagt werden kann.”
Da gehe ich nicht mit. Wie gesagt, ich BIN Soziologe. Soziologie macht keine Prognosen. Soziologie erklärt Phänomene. Hier kann sie nur Modelle anbieten, die bestimmte Kausalfaktoren hervorheben, andere aber vernachlässigt. Solche Erklärungen sind dennoch nützlich. Sie erhellen den Blick. Man kann mit Hilfe solcher Modelle genauer hinschauen und genauer analysieren. Das verhilft zu differenzierteren Urteilen.
Man kann z.B. von Politik behaupten, dass sie nur dem Geld und der Macht hinterherhechelt. Das wäre die vulgär-soziologische Behauptung jenseits einer ausgearbeiteten Theorie. Wissenschaftliche Modelle könnten die Systemzwänge von Politik genauer beschreiben und Regelmäßigkeiten finden, warum auch Gutwillige im politischen System letztlich eine schlechte Politik machen. Diese Erklärung wäre nie vollständig, aber sie wäre intelligenter und wirklichkeitsnäher als schlichte Annahmen über die moralische Verkommenheit von Politikern.
Soziologie könnte nur dann Theologie sein, wenn sie Sinn stiftet und umfassende Antworten auf alles geben könnte. Dafür müsste sie aber über jeden Zweifel erhaben sein. Sie dürfte vor allem nicht an sich selbst zweifeln (also nicht wissenschaftstheoretisch den Status ihrer Aussagen reflektieren). Sie müsste außerdem ein Erlösungsangebot machen (was manche Gender-”Theorie” tatsächlich tut). Das tut sie schon deswegen nicht, weil sie ihre Grenzen mitbedenkt.
Dass die Soziologie nicht exakt sein kann wie die Mathematik, ändert nichts an ihrem Charakter als Wissenschaft. Es zeigt nur, dass das Problem der Gewinnung von Erkenntnissen groß ist, möglicherweise auch unlösbar. Möglicherweise ist das Projekt Soziologie sogar zum Scheitern verurteilt. Aber solche Hürden sind für einen Wissenschaftler keine Abschreckung. Schließlich wagt er sich als Forscher immer auf ungewisses Terrain.
Ein aus der Soziologie abgeleiteter Feminismus wird dann zur Scharlatanerie, wenn er vergisst, seine Methodik und ihre Grenzen darzustellen. Das ist das eigentliche Problem.
Nach welchen Kriterien geht das? Was wird hervorgehoben und was vernachlässigt?
Das wird doch wohl aus vorherigen Beobachtungen, die man für ähnlich hält vermutet, und irgendwann mal an neuen Beobachtungen geprüft. Das machen Physiker nicht anders.
Die Erklärung braucht nicht vollständig oder wirklichkeitsnah zu sein. Hauptsache sie macht Vorhersagen besser. Solche Erklärungen werden dann im Nachhinein als wirklichkeitsnah bezeichnet.
Intelligenter könnte einfacher bedeuten. Das ist dann das Prinzip von Ockhams Rasiermesser.
Läge es nur an der Verkommenheit, dann müsste sich die Linke deutlich von anderen Parteien unterscheiden. Die Beobachtung der letzten Jahre spricht für die andere Erklärung (das andere Modell).
Mathematik ist eher Kunst als Wissenschaft, aber vor allem Hilfswissenschaft.
Naturwissenschaften sind auch nicht exakt. Es geht immer und überall um Wahrscheinlichkeiten.
Auch in der Physik gibt es solche Scharlatanerie. Viele wichtige Physiker haben ihre Grenze deutlich überschritten. Es gibt sehr viele Diskussionen um des Kaisers Bart.
Vor langer Zeit sagte mal ein Prof für theoretische Physik in der Vorlesung “Ich diskutiere nicht über Urknall!”. Selbstverständlich bekommt der kaum Geld von der Uni, während Stephen Hawking herumphilosophiert.
Ich vermute, dass wir beide von verschiedenen Seiten auf das selbe Ding blicken.
Hätte nie gedacht, daß dieses Thema so viele Kommentare erntet.
Mann, es fehlt uns noch, daß ein Krieg “Frau vs. Mann” ausbricht.
Kindischer Quatsch ist das ganze !!!!!!!!!
Du musst das von der humorigen Seite betrachten! :D
@ Count Krey
Das tue ich, das tue ich ;-)
Also, ich habe da eine ganz einfache These: der “Kampf der Geschlechter” ist nur ein Nebenkriegsschauplatz. Der echte Kampf findet unter Ausschluss der Öffentlickeit mit allerlei Sauerein im Schlafzimmer oder so statt. Tja, und wer öffentlich zum Schaukampf fordert, der ist vom echten Kampf nur frustriert. Gnihihi
@Lohengrin
Die Auswahl der Kausalfaktoren kann unterschiedliche Gründe haben. Einerseits kann sie durch theoretische Vorfestlegungen erfolgen. Andererseits kann man sie aus Beobachtungen ableiten. Bei der Beobachtung gilt: Man kann wiederholte Beobachtungen heranziehen oder durch eigene Beobachtungen überraschende, also bislang nicht berücksichtigte Faktoren “entdecken”. Und der letzte Punkt ist wichtig. Erstens verändert sich die Gesellschaft laufend. Zweitens gibt es keinen anerkannten feststehenden Schatz an verallgemeinerbaren Beobachtungen.
Klar ist, dass diese Auswahl begründet werden muss: Warum gerade der Faktor und nicht andere? Und man muss sich gefallen lassen, dass die eigene Auswahl mit anderen Auswahlen konfrontiert wird und der Erklärungswert anschließend verglichen wird.
Hier gibt es einen schwerwiegenden Fehler etlicher Gender-Vertreter: Sie erklären Geschlecht zum zentralen Faktor, vergessen aber zu fragen, ob die von ihnen erklärten Phänomene nicht auch besser durch andere Faktoren erklärt werden könnten.
Um Vorhersagen geht es nur in bestimmten Modellen der Soziologie. Nimm die Schichttheorie. Diese erlaubt eine vorsichtige Prognose der Art “Ein Unterschichtenkind kommt mit einer x-fach geringeren Wahrscheinlichkeit auf die Universität als ein Akademikerkind”. Das ist aber keine Gesetzmäßigkeit. Naturgesetze hingegen gibt es, siehe die Gravitation.
“Ich vermute, dass wir beide von verschiedenen Seiten auf das selbe Ding blicken.”
Das halte ich mit einer gewissen Fehleranfälligkeit für hochwahrscheinlich ;-)
Das ist das Problem des Vergleichs zweier Beobachtungen. Seien es zwei in der Vergangenheit, oder die Übertragung von Vergangenem auf Zukünftiges in Vorhersagen.
Das einzige Kriterium, das ich hier gelten lasse ist, ob jemand etwas voraussagen kann, das zutrifft.
Wenn ein Soziologe zu einer Entwicklung die passenden Gründe in dessen Vergangenheit findet, hilft das niemandem weiter. Der umgekehrte Fall ist der interessante, denn das kann man zur Schadensvermeidung und Nutzenmehrung einsetzen.
So ist es in jeder Wissenschaft. Leider gibt es immer und überall Wichtigtuer, die behaupten, dass es das, was ihr Modell nicht vorsieht, nicht geben würde.
Ein Beispiel ist homöopathische Verdünnung. Da spielt es keine Rolle, dass das mit den gängigen Modellen nicht erklärt werden kann. Wenn ein Homöopath messbare Unterschiede ansagt und die dann auch später messbar sind, dann muss das gängige Modell geändert werden.
Also entscheidet doch Experiment und Einfachheit des Modells darüber, welches Modell zu bevorzugen ist.
Das ist genau das gleiche wie in der Physik. Und so soll es sein.
Das ist der schlimmste Ausrutscher in einem insgesamt eher mäßigen Artikel, der zwar (berechtigte) Kritik and den herrschenden (Geschlechter-)Verhältnisen übt, aber schwer darauf bedacht ist, ja nicht zu kritisch zu werden.
Nur nebenbei bemerkt – es gibt keine ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen in der Wirtschaft. Die immer wieder kolportierten “23 %” lösen sich bei näherer Hinsicht in Wohlgefallen auf. Nicht nur daß die zugrundeliegende “Studie” Äpfel mit Birnen vergleicht, sie läßt vielmehr einen Vergleich der Verdienste von Männern und Frauen überhaupt nicht zu, da die wichtigsten Kriterien für einen solchen Vergleich (Arbeitszeit, Überstunden, Länge der Betriebszugehörigkeit etc.) überhaupt nicht erhoben werden. Im Endeffekt bleibt nicht vile mehr übrig als “Ärzte verdienen mehr als Krankenschwestern” – mehr Aussage läßt die “EU-Studie” nämlich nicht zu.
Wenn die Behauptung tatsächlich wahr wäre, daß Frauen für die gleiche Arbeit weniger Lohn erhalten, dann würde doch kein vernünftiger Arbeitgeber mehr Männer einstellen, schließlich machen die Lohnkosten einen erheblichen Teil der Kosten für ein Produkt oder eine Dienstleistung aus.
Die wichtigsten Benachteiligungen von Jungen und Männern werden im Artikel erst gar nicht erwähnt:
- sechsmal höhere Selbstmordrate bei Männern (bei Jungs in der Pubertät – denen ihre Geschlechterrolle gerade bewußt wird – sogar 15 x höher als bei gleich alten Mädchen)
- sechs Jahre niedrigere Lebenserwartung von Männern (die höchste Lebenserwartung in den USA haben weiße Frauen, gefolgt von schwarzen Frauen, danach folgen die weißen Männer und am unteren Ende der Lebenserwartungsskala stehen schwarze Männer)
- Benachteiligungen im Scheidungs- und Sorgerecht
- die weit überwiegende Mehrheit der Obdachlosen sind Männer (trotz dem sind die Aufwendungen für weibliche Obdachlose höher und es gibt jede Menge Hilfsangebote NUR für Frauen)
Und das sind nur ein paar der Benachteiligungen von Männern in unserer Gesellschaft, die ja angeblich alle Macht in Händen halten.
Dabei solltest Du aber nicht biologische Merkmale mit vergesellschaftlichen Problemen verwechseln. Die höhere Anfälligkeit von Jungen und Männern für psychologische Störungen hat z.B. nicht unwesentlich mit dem verkürzten Y-Chromosom zu tun, das, anders als das X-Chromosomenpaar bei Frauen, als “Backup” bei Genfehlern und Mutationen ausfällt. Eine Veranlagung für Suchtverhalten, Suizidität etc. ist deshalb bei Männern ebenso häufiger anzutreffen wie extreme Inselbegabungen die Einsteins und Mozarts hervorbringt. Selbst in einer Idealgesellschaft werden Männer deshalb mehr Genies und mehr Serienmörder hervorbringen als Frauen, banal gesprochen.
Auch hier gilt es zwischen biologischen Merkmalen und gesellschaftlichen Problemen zu unterscheiden. Männer sind zum Beispiel von Natur aus risikofreudiger als Frauen, auch und gerade wenn es um die eigene Gesundheit geht. Da musst Du Dir nur mal eine Statistik zu Todesfällen unter 30 ansehen, die fast immer unfallbedingt sind. Das sind weit überwiegend Männer. Männer die betrunken oder zu schnell autofahren, irre Mutproben veranstalten oder bei Gottschalk mit Springfedern über Autos fliegen und sich dabei das Genick brechen. Erst vor ein paar Tagen hatten wir hier in der Gegend einen Fall wo einer von der Brücke gesprungen ist um zu beweisen was für ein toller Hecht er ist. Dummerweise war das Flussbett nicht tief genug und er wird deshalb sein Leben im Rollstuhl zubringen. Weibliche Darwin Award nominées musst Du dagegen mit der Lupe suchen.
Davon abgesehen senkt natürlich auch die von mir schon angesprochene stärkere Anfälligkeit zu psychischen Störungen die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern. Alleine eine noch vergleichsweise harmlose und weitverbreitete Suchtkrankheit wie Rauchen kostet im Schnitt drei Lebensjahre.
Die Konsequenz aus diesen Tatsachen sollte darin bestehen Hilfsangebote z.B. für Suchtkrankheiten speziell für Männer auszurichten und gesellschaftliche Konventionen abzubauen die dazu führen dass hilfebedürftige Männer sich aus Scham und Angst vor Statusverlust keine Hilfe suchen. Wenn Männer beispielsweise so selbstverständlich psychologische Beratung in Anspruch nehmen würden wie Frauen, wäre das ein riesen Fortschritt der auch die Lebenserwartung und Lebensqualität dieser Männer steigern würde.
D’accord.
Ebenfalls d’accord.
Männer besetzen fast ausschließlich die Machtpositionen in Wirtschaft, Politik und gesellschaftlichen Schnittstellen (Kirchen, Medien usw.). Das Eine schließt aber das Andere nicht aus. Die Kerle welche an diesen Schalthebeln sitzen sind nämlich in der Regel Typ A Persönlichkeiten mit häufig soziopathischen Tendenzen die sich schlichtweg einen Dreck um ihre Mitmenschen scheren. Die Nazis waren ein männerbündlerisches Regime das gerade deshalb kein Problem hatte junge Männer zu Millionen als Menschmaterial an den Fronten zu verheizen. Nur weil also ein Obdachloser zufällig dasselbe Geschlecht hat taucht er deshalb noch lange nicht auf der Agenda so eines “Alphamanns” auf. Der wird den doch eher als unwerten Schwächling ansehen.
Ich habe im Gegenteil eher die Erfahrung gemacht dass Männer und Frauen untereinander härter mit sich umgehen als mit Mitgliedern des anderen Geschlechts. Ein anderer Mann oder eine andere Frau wird eben unmittelbarer als Konkurrenz für die eigene Position empfunden. Wenn ich mit anderen Frauen so wenig Stress hätte wie mit Männern, ich würde ein Fass aufmachen. :)
Bester Kommentar!
Volle Zustimmung. Ich verstehe nur nicht, warum es besser werden soll, falls es dort mehr Frauen gibt. Es mag sein, dass es mehr Männer Typ A als Frauen Typ A gibt, aber deshalb anzunehmen, dass die Frauen, die in Machtpositionen kommen, nicht Typ A wären, ist doch mehr als naiv.
Die Nachteile von Männern sind chromosonaler Natur und die von Frauen sozialer Natur?
D.h. bei Männer kann man daher nichts machen und für Frauen muß jedes Mal ein Hilfsgeschwader anrücken? Ist dies die Quintessenz?
Also zum einen: Das Y-Chromsom ist das einzige was sich begrenzt selbst repariert, da es eben kein Gegenstück zum Ausgleich hat. Was die Lebenserwartung betrifft, so gibt es keine biologischen Gründen für ein früheres Ableben von Männern. Bei gleicher Lebensweise ist der Unterschied minimal. Des weiteren war der Unterschied vor 70-80 Jahren bedeutend geringer (Ausnahmezeiten wie Kriege einmal abgesehen), obwohl die Männer damals sicher einen betont männlicheren Lebensstil gepflegt haben.
Nur eines von 24 Chromosomenpaaren ist gonosomal und unterscheidet sich bei Männern in Form einer quantitativ verringerten genetischen Information mit möglichen Konsequenzen beim Auftreten ansonsten rezessiver Erkrankungen. Suizid, zumindest wenn gekonnt performt, ist eher Ausdruck der Entschlußkraft, die Männer kraft ihrer Sozialisation als zentrifugaler, extrovertierter, aggressiver Phänotypus des Homo Sapiens und der genetischen Sonderstellung des Y-Chromosoms als Genlocus des rapid prototypings unserer Art auszeichnet. Der typische männliche Selbstmörder will nicht insgeheim gefunden werden, bevor die Pillen wirken, er will zu Brei werden. Im übrigen ist zwar der Einstieg von Frauen in Suchtkarrieren aufgrund insgesamt stärkerer sozialer Normierung seltener, dagegen sind, sofern der Einstieg erst einmal erfolgt ist, die Verläufe hinsichtlich der Dosissteigerung und Abhängigkeitsentwicklung (zwei der Hauptkriterien von Sucht) signifikant schwerwiegender als bei Männern. Beim Fazit volle Zustimmung: irre oder genial sein sind typisch männliche Eigenschaften.
Wow …welch ein Satz!
Und erst recht was für ein Trost! Männer waren schon immer die besseren Selbstmörder: Sterben für Ruhm, Ehre,Kaiser,Vaterland und ähnlichen Plunder …scheint ‘ne Sucht zu sein.
Das erklärt aber niemals eine 15fach erhöhte Selbstmordrate in der Adoleszenz.
Im übrigen sind das alles Spekulationen – auch von meiner Seite.
Mir ging es da eh um etwas anders. Die Hauptbenachteiligung besteht hier nämlich darin, daß es keine Sau kümmert, weshalb die Schere so weit auseinander klafft. Es gibt meines Wissens keinerlei Studien und auch keine aktuelle Forschung, weshalb Männer & Jungs sich so viel häufiger umbringen als Frauen.
Es gibt jede Menge Hilfsangebote, welche sich ausschließlich an Frauen richten. Für Männer gibt es nichts – schon gar nicht 6 – 15x mal mehr Hilfsangebote!
Kleines Nebenbeispiel:
Obwohl Prostata- und Brustkrebs ähnlich häufig sind und ähnliche Mortalitätsraten haben, wird ein Vielfaches an Geld für Brustkrebsforschung und -vorsorge ausgegeben. Männliches Leben ist eben nicht so viel wert wie weibliches. Das war schon immer so.
Bei der Betrachtung der vielen Benachteiligungen, die Frauen in der Vergangenheit zu erdulden hatten, fällt immer gerne unter den Tisch, daß Männer ebenfalls Benachteiligungen zu erdulden hatten. Das ihr Leben weniger wert war (und ist), ist nur eine davon.
Sorry, aber das ist wieder mal typisch.
Männern wird grundsätzlich immer die Verantwortung zugeschoben oder es werden biologistische (Schein-)Argumente vorgeschoben.
Männer sterben früher und bringen sich häufiger um – selber schuld!
Bei Frauen sind natürlich grundsätzlich die äußeren Umstände schuld, das typische Täter-Opfer-Schema eben.
Nur nebenbei – es gibt keine biologischen Umstände, die für Männer eine niedrigere Lebenserwartung begründen würden. Leben Männer und Frauen unter annähernd gleichen Lebensbedingungen (Stichwort “Klosterstudie”), dann ist auch ihre Lebenserwartung annähernd gleich.
Die Frage ist doch – warum tun Männer sowas?
Weshalb fühlen Männer sich häufig dazu gedrängt, sich zu beweisen?
Woher kommt dieser Druck?
Es gibt sicher jede Menge Ansätze, diese Fragen zu beantworten – und die meisten davon sind entweder biologistischer Natur (“Testosteron”) oder schieben den Männern automatisch die Verantwortung für ihr Handeln zu (so wie Du es ja auch tust).
Das auch auf Männer ein extremer sozialer Druck ausgeübt wird, nicht zuletzt von Frauen, fällt bei der Beantwortung dieser Fragen gerne unter den Tisch. Männer als Opfer geht ja schließlich gar nicht. Und hier liegt in meinen Augen die massivste Benachteiligung – in der unterschiedlichen Betrachtung von Männern und Frauen (“Täter-Opfer-Schema”). Männern wird grundsätzlich einer machtvollere Position zugeschrieben – wenn’s ihnen also scheiße geht, müssen sie ja selbst schuld sein. Daß das hanebüchener Unsinn ist, haben bisher leider nur die wenigsten begriffen.
Sehe ich ähnlich – momentan sieht’s aber weit und breit nicht danach aus.
Hilfsangebote, die sich speziell (von ausschließlich gar nicht erst zu reden) an Männer richten, gibt es praktisch nicht.
Du läßt dabei unter den Tisch fallen, daß das nur ganz wenige Männer sind. Ich bin auch ein Mann und habe keine Machtposition inne – genau wie 99,999% meiner Geschlechtsgenossen.
Daß sie ihre Machtpositionen nicht gerade für ihre Geschlechtsgenossen einsetzen, hast Du ja selbst schon geschrieben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Frauen_im_Milit%C3%A4r
Und zudem habe ich von feministischen Händen in Ostdeutschen Schulen noch nix gehört.
Und ansonsten. Vergewaltigung ist immer ein no go.
Ende Gelände.
Traurig, dass beim Spiegelfechter inzwischen solch sinnfreie Artikel erscheinen. Das Niveau des Autors erschließt sich schon allein durch seine Bezeichnung des Emanzipationsstrebens der Frauen als “entartet”.
Früher gerne gelesen, entäuscht mich der Spiegelfechter inzwischen ein ums andere mal, wenn ich vorbei schaue.
SwENSkE
Sei ein ganzer Mann: Heul doch. Jammern tust Du schon genug.
Es ist wirklich traurig, dass Männer, die Fakten auf den Tisch legen, die zeigen, dass Männer in vielen Bereichen unserer Gesellschaft absolut vernachlässigt und benachteiligt werden, noch immer als frustrierte, wenig selbstbewusste, wahrscheinlich sogar rechtsextreme Jammerlappen abgetan werden. Ein “echter” Mann regt sich nicht auf, ein “echter” Mann frisst alles in sich hinein und zeigt nie Schwäche oder Schmerz.
Das Frauenbild unserer Gesellschaft ist VIEL emanzipierter als das männliche.
Danke für diesen qualifizierten Kommetar.
Wenn ich mich als Mann beschwere, bin ich also ein Jammerlappen und wenn ich dir eins aufs Maul haue, bin ich ein gewalttätiges Monster.
Macht Sinn. :-)
Hast Du auch ein paar Argumente oder laberst Du immer nur Mist?
Ich glaube außerdem, daß Du Dich beim Nick vertan hast. Das müsste doch “Emanze” heißen, oder? Normalerweise hör’ ich den “Heul doch”-Spruch immer von dieser Seite :D
Die GESAMTE Debatte des Feminismus ist eine Spiegelfechterei. Es geht um Teilhabe, Macht, Besitzstand. Nichts anderes.
Die Ungleichverteilung von Löhnen hat nichts mit Frau und Mann Gehalts-Gefälle zu tun. Es ist ein grundsätzliches Problem unserer Gesellschaft, die auf Ungleichheit und ungleichen Machtverhältnissen sowie Besitzverhältnissen gründet.
Die Ungleichbehandlung von Menschen hat auch nichts mit Mann vs. Frau oder umgekehrt zu tun. Man braucht nur Hartz4 Empfänger sein, um heute als Zielscheibe für Diskriminierung Hass und Spott vogelfrei zu sein. Es spielt nicht die geringste Rolle ob jemand Mann oder Frau ist.
Alles! Entscheidend ist nur der Punkt das unsere Gesellschaft auf Ausbeutung und Rücksichtslosigkeit gegründet ist. Ob Männer Frauen, oder Frauen Männer ausbeuten ist also gar nicht die Frage, sondern WIESO ÜBERHAUPT Menschen andere Menschen ausbeuten. Wieso es eigentlich einige gibt, die Gleicher sind als Andere.
Diese Systemfrage, diese Grundsatzfrage wird hier wieder nur auf einem Nebenschauplatz ausgetragen. Wer anfängt über den Kern ungerechter Verteilungs und Besitzverhältnisse zu reden, der braucht nicht in den Kategorien Mann und Frau diskutieren, der redet über Menschen und Menschenrechte und deren Achtung oder Mißachtung.
Es langweilt mich persönlich immer wieder, wenn Menschen sich auf Nebenschauplätzen bekriegen, anstelle die Wurzeln der Probleme zu besprechen.
Eigentlich ist das das Wesen der Politik (dazu zähle ich Genderismus / Feminismus): Nebenschauplätze anbieten an denen sich die Menschen abreagieren können und am Ende doch das bestehende System um jeden Preis am laufen halten.
MFG
PS: Noch ein Nachtrag ums deutlich zu machen:
Ungleiche Bezahlung zwischen Mann und Frau gibt es so nicht. Es gibt nur die marktwirtschaftliche Ungleichbezahlung, die bereits als Normalität existiert. So soll es Menschen geben, die täglich Millionen von Euros bekommen, es soll welche geben die täglich ein paar tausend bekommen, es soll welche geben die täglich einige hundert bekommen und es soll welche geben die täglich nur wenige Euros bekommen. (Etwas das mit “Verdienst bzw. verdienen nichts zu tun hat – sondern mit der Durchsetzungsfähigkeit der eigenen Interessen.)
Das ist normal. Wenn Frauen in der Summe ihrer Arbeitsverhältnisse dann weniger Geld einstreichen können als das bei Männern der Fall ist, dann liegt das im Kern an der Einkommensungerechtigkeit und nicht an einer Verteilungsschere zwischen Mann und Frau.
Im Übrigen wurde längst vielfach belegt das diese Mär von der Minderbezahlten nicht oder nur marginal existiert und als statistischer Effekt den ungerechten Lohn und Gehaltsverhältnissen unterworfen ist. Davon sind aber auch Männer betroffen, nicht nur Frauen.
MFG
Jein, bei den Frauen früherer Generationen gab es die schon und auch ganz hochoffiziell, da das aktuelle Gehalt auch immer die Gehaltserhöhung des Folgegehaltes bestimmt, haben diese Frauen auch Heute noch Gehaltsnachteile im Vergleich zu Männern die ebenfalls vor z.B. 30 Jahren ihre Laufbahn begonnen haben.
Berufsanfängerinnen Heute haben dieses Problem nicht mehr. Da geht es eher darum sich durchzusetzen, auf sich aufmerksam zu machen, aus der Masse herauszuragen. Ein perfekter Lebenslauf und super Qualifikation reicht nicht, auch die eigentliche Arbeitsleistung nicht. Männer sind risikobewusster und haben mehr Chuzpe und eine große Klappe, das sind wichtige Eigenschaften um die Karriereleiter raufzuklettern und eine gute Bezahlung rauszuschlagen. Mauerblümchen machen keine Karriere, selbst wenn sie arbeiten wie ein Ochse.
Ich hab mich schon mit 19 selbstständig gemacht, kenne aber fast keine anderen Frauen die den Schritt wagen, denen ist die Sicherheit eines durchschnittlichen Jobs eben wichtiger als das Risiko auf die Nase zu fallen. Mit Sicherheit kommt man aber nicht zum Haus am Strand, Risikoarmut schafft keine Firmen wie Facebook oder Google.
Die Frauen welche über die ungerechte Bezahlung jammern sind doch meist Funktionärsweiber in Politik und Verwaltung die selbst den Mut zum Absprung und wirklicher Außergewöhnlichkeit nie hatten. Von Frauen die wirklich auf eigene Faust was erreicht haben, ohne Frauenquote oder -”Föderung” hörst Du solche Klagen so gut wie nie.
Manche Frauen laufen mit der fixen Idee im Kopf um dass die Welt ihnen irgendwas schuldet. So funktioniert die Welt aber nicht.
Das ist eine Lüge. Es geht nicht nur Frauen so, sondern auch Männern. Es ist genau das, was ich im Vorposting kritisiert habe: Die Frau behauptet ihr Geschlecht sei schuld, in Wirklichkeit ist es die Welt kapitalistischer Lohnsklaverei, die für Unterschiede verantwortlich ist.
Das gilt für Frauen und Männer, das ist das Problem aller “Schwachen” in der Gesellschaft. All jener, die sich mit Krankheit, Anpassungsproblemen, persönlichen Schwächen oder sozialen Problemen zusätzlich belastet sehen und gar nicht die Chance hatten, mit (System-)Gewinnern gleich zu ziehen.
Kurz gesagt: Rücksichtslose verlogene gerissene Arschlöcher machen eher Karriere. Sehr richtig. Wir brauchen jetzt ganz dringend viele Frauen mit diesen Eigenschaften… oder?
Das hat mit Mauerblümchen nichts zu tun. Das gilt auch für die allermeisten gering Begabten. Für die allermeisten Künstler, für die allermeisten Idealisten, für die allermeisten Handwerker, für die allermeisten Krankenpfleger, Straßenkehrer, Verkäufer, Putzkräfte, Kurierfahrer, Briefträger, Paketzusteller, Frisöre, usw usw usw.
Kurzum: Jeder Besitzlose wird voraussichtlich Besitzlos bleiben. Das ist Kapitalismus und hat mit Mann und Frau Konflikten einen Scheiß zu tun. Verteilungsfragen.
Glückwunsch zum Schritt. Das dies aber auch einen entsprechenden Charakter, eine entsprechende Möglichkeit, das entsprechende Kapital, eine entsprechende Bildung und eine entsprechende Zielsetzung fordert, das haben Sie berücksichtigt? Ich weiß nicht in welchem Bereich Sie sich selbstständig gemacht haben, aber ein einfaches Beispiel: Die vierhunderste Frisöse kann nicht in einer Straße mit 399 Frisörsalons einen 400ten eröffnen. Jeder einzelne Laden braucht auch Mitarbeiter und Nachfrager. Das ist alles reine Kapitalismus bzw. Systemkritik. Wie ich wiederholt sagte: Der Feminismus entfacht Diskussionsherde, die früher durch Verteilungsgerechtigkeit, Lohngerechtigkeit besetzt waren, Spaltet die Interessen zwischen Arm und Reich in Mann und Frau und erschafft so eine Kampfzone, die überhaupt nichts mit den realen Bedingungen zu tun hat. Mehr noch: Der Ideologie folgend, betreibt der Feminismus zusätzlich einen brutalen Frauenlobbyismus auf Kosten der Männer, der Kinder, letztlich auf ihre eigenen Kosten als Familienmitglied.
Als Versicherungsvertreter oder Finanzmakler kann man ja “Sicherheit” verkaufen. Maschmaier z.B. hat ne Menge Geld gemacht. Ob das ehrlich verdient ist? Wird echt Zeit das auch Frauen rankommen und Bescheisserkarrieren starten. Hauptsache am Ende kommt ein Haus am Strand raus?
Es geht um Arbeitskraft. Seit Frauen die Berufswelt “erobern” ist Arbeitskraft erheblich weniger wert. Der Preis für Arbeit muss eben immer sinken, weil das die Produktivität erhöht, wußte schon Marx. Wenn dafür Frauen ran müssen, dann ist das halt so. Und wenn wir den Frauen dann erzählen, das sie unterdrückt werden und wenn sie dann im Berufsleben sind, endlich frei wären, wenn wir diese Ideale Persönlichkeit medial erschaffen und alle diesem Ideal folgen, dann haben es die Drahtzieher, die grauen Eminenzen dieser Gesellschaft geschafft mehr aus dem Volksvieh zu pressen, als ohnehin vorher schon.
Hauptsache die Geschäfte laufen, koste es was es wolle.
Glück und Zufall sind die Faktoren, die einen solchen Gewinner auszeichnen. Gerade Google und Facebook sind das Phänomen einer zusammentreffenden Zeitgeistlichen und technischen Entwicklung. Ähnlich wie Bill Gates haben sie im richtigen Moment, einen richtigen Einfall gehabt und ihn auf die richtige Art umgesetzt. Genauso wie die Supermarktgiganten Aldi, Lidl und Co. Genauso Ölkonzerne, Automobilkonzerne, Musik und Filmindustrie und so weiter. Es geht immer darum, das eine bestimmte Idee im passenden Zeitgeist umgesetzt wird und vermarktungsfähig ist.
JEDER kann Millionär werden, aber nicht alle! Das gilt auch für Frauen, die meinen das die Welt ihnen ein Haus am Strand schuldet. Diese Welt ist zutiefst ungerecht. Ob als Frau oder Mann, wer im untersten drittel der Gesellschaft geboren wird, wird auch dort verbleiben mit höchster Warscheinlichkeit. Daran ändern auch Mühe und Arbeit eher selten etwas.
MFG
Mit Verlaub: Nein! Es sind die FundamentalistInnen, die jene Gräben aufreißen. Diese gibt’s sowohl unter FeministInnen, als auch auf der Gegenseite. Wie ich an anderer Stelle schon einmal schrieb, wird häufig das eine, gegen das andere ausgespielt. Der Beitrag von Sebastian Müller erweckt genau diesen Eindruck.
Das ist durchaus ein beachtenswerter Punkt. Soweit ich es beobachtete, sind vor allem Jugendliche aus sozial schwachen Familien bzw. aus ArbeiterInnenhaushalten risikoaverser. Wohl oder übel aus gutem Grund: Wenn einem die Verlusterfahrung (SoziologInnen sprechen da von “Deprivation”) präsent ist, wird mensch sicher weniger stark Risiken eingehen. Erst recht, wenn das familiär gestrickte Polster äußerst dünn gestrickt ist.
Btw.: Das wird wohl auch einer der Gründe sein, weshalb Kinder & Jugendliche aus diesem Bereich wesentlich weniger an die Option eines Stipendiums denken und ein solches beantragen.
Arbo
Ja Hannzi – das nennt man Selektion und Zuchtauswahl. Nur die tatkräftigen Menschen bringen die Gesellschaft nach vorne. Und man muß auch gelegentlich rücksichtslos sein.
Wer nichts wagt – der nichts gewinnt. Wer zuviel jammert, bleibt am Straßenrand des Lebens sitzen.
Na klar, wir brauchen ganz ganz dringend egoistische Arschlöcher, die rücksichtslos agieren. Davon brauchen wir natürlich ganz dringend noch mehr.
Diese evolutionstheoretischen bzw. sozialdarwinistischen Erklärungsansätze sind nichts als Rechtfertigungen die das rücksichtslose Arschloch vorbringt.
Hitler hat übrigens ähnlich argumentiert. Sie befinden sich offensichtlich in besonders erfolgreicher Gesellschaft.
In Wirklichkeit schafft jeder Rücksichtslose die Rücksichtslosigkeit selbst durch seine eigene Konstruktion und sein eigenes Verhalten. Leben Sie damit, aber hören Sie auf herumzurudern und mit einer asozialen Weltanschauung hausieren zu gehen.
MFG
Du hast Darwin nicht verstanden.
Es überlebt der, der am besten angepasst ist. Und am besten angepasst ist der, der überlebt.
Wenn eine Gemeinschaft rücksichtsloses Verhalten ablehnt, sind die Rücksichtslosen nicht angepasst.
Ach Lohengrin,
Darwin war auch nur ein armer Irrender.
@André H.
Meinetwegen hat Gott die Lebewesen so gemacht, dass sie sehr gut mit Evolution beschrieben werden können. Warum er dann das tat, ob er die Menschen foppen wollte, interessiert mich nicht.
Darwin hatte Angst vor der eigenen Courage. Er hat sich dann an Augen festgekrallt, damit er im alten Schema bleiben konnte.
Evolution bezieht sich nicht nur auf Gene. Der Begriff Soziale Vererbung trifft das sehr gut.
Was ich von Sozialdarwinisten halte, hat Hannzi schon gesagt.
Nö, sorry, aber Karriere hat doch nicht wirklich was mit perfektem Lebenslauf oder Qualifikationen usw. zu tun. Das hängt viel mehr vom Zufall und vom Vitamin B ab. Mit Letzterem können dann auch Mauerblümchen gut Karriere machen. Allerdings sollten die dazu vielleicht früh genug mit “Netwörking” anfangen. Gilt für Männer aber ebenso.
Arbo
Das stimmt so nicht. Verhartzte sind nur ein Feindbild. Männer sind ein anderes. Ausländer sind noch eins.
Ich habe vor einer Woche den Rekord an Dumpinglohn bei einem mir persönlich Bekannten erfahren.
Der Mann von Mitte 30 hat einen Gesellenbrief als Schlosser. Vor drei Jahren hat ihn die ARGE zu einer Ausbildung als Altenpflegehelfer verknackt. Danach wurde er zu einer dreijährigen Ausbildung zum Altenpfleger verknackt. Der arbeitet jetzt seit drei Jahren 40 Stunden pro Woche. Dafür bekommt er, da er bei Freunden wohnt, nur 360 Euro pro Monat. Das ist ein Stundenlohn von 2,25 Euro.
Ein Freund hat sich vor ein paar Wochen aus Hartz4 befreit. Jetzt macht er Zeitarbeit für 5.75 Euro pro Stunde. Zum Glück hat er nicht den Verlockungen der ARGE nachgegeben und keine eigene Wohnung bezogen. Das wäre jetzt für ihn richtig teuer geworden.
Eine Freundin von mir studiert seit fast zwei Jahren, nachdem sie jahrelang 40 Stunden pro Woche als Krankenschwester gearbeitet hat. Sie bekommt 650 Euro BaFög und muss davon Miete, Krakenkasse und Semestergebühren bezahlen. An Wochenenden arbeitet sie daher weiterhin als Krankenschwester.
Solange die veröffentlichte Meinung weiterhin erfolgreich Hassobjekte erzeugt, zu Arbeit und Konsum verleitet und kleine menschliche Gemeinschaften wie Familien und Freundeskreise systematisch zerstört, sehe ich leider keine Besserung.
In der christlichen Psychologie (ja sowas gibts :D) wird unterstellt das diese Probleme des Umgangs miteinander, eigentlich nur einen Grund haben: Mangelnde Liebe.
Leider ist schon das Wort selbst ausgehölt und alles zu erklären würde den Rahmen sprengen, deshalb nur diese Anregung.
MFG
Mir brauchst du nichts über Liebe zu erklären.
Ich bin Lohengrin genannt!
Ich finde die Selbstzerfleischung bezüglich Männlein & Weiblein traurig, mit Selbstzerfleischung meine ich auch die Auseinandersetzung hier im Blog. Es gibt wichtigere Dinge worüber sich trefflich streiten ließe. Aber zurück zum Thema, ich bin in der Landwirtschaft tätig, auch hier arbeiten Männlein & Weiblein in meist unterschiedlichen Bereichen. Ich bin der Meinung das man sich die Fähigkeiten der einzelnen Personen angucken muss. Meistens bündeln Frauen bei uns die Kräuter und die Männer schneiden den Kohl, doch es gibt Außnahmen mansche Frau ist schneller im Kohl schneiden als im bündeln und umgekehrt. Darum bin ich der Auffassung, das es auf die Fähikeit und das Talent der einzelnen Person ankommt und nicht ob Männlein oder Weiblein. Und ob einer Kohl schneidet oder Kräuter bündelt beides wird gleich bezahlt und wird auch so gleichwertig gesehen (keine abschätzigen Bemerkungen etc.). Also was soll die Selbstzerfleischung? Der Mensch zählt und seine Fähigkeit etwas zu ändern und dabei spielt das Geschlecht wahrlich keine Rolle.
Na dann mal zu. Wie wäre es noch mit ner Neger-, Juden- Behinderten- und Ausländerquote in Vorstandsetagen Polit- und sonst. Schmarotzerinstitutionen?
Der ganze Weiberscheiss ist so dämlich das man es einfach nicht mehr sehen und hören kann. Wie es z.B.eine grenzdebile Dummfaschistin wie die selbsternannte Galionsfigur des deutschen Geschlechterkrampfes in die Medien schafft kann ich mir nur mit der Totaldebilisierung des deutschen Publikums erklären. Freakshow statt Diskurs. Als Sahnehäubchen dann dieses hochgehypte C-Jugend Kreisligagekicke. Warum können sich die Tanten nicht ihre eigenen Sport- Kultur und Musikarten ausdenken statt sich ständig und überall an die Schaffenskraft des männlichen Geschlechtes anzuhängen? Hinterher noch dieses Ariergekrampfe um die besseren Menschen wo doch nur die bessere Bürostute gemeint ist. Mein Beileid der deutschen (Diskussions)Kultur.
Für Männer hat es doch nur gutes. Mit 40 werden die Tanten eben ausgetauscht. Emanzipation ist keine Einbahnstraße oder Tit for Tat = actio est reactio.
Wenn du mal Frigga Haug wegen einem Artikel angefragt hättest Jens, wäre ein wirkliches mehr Meer wirklich linker Positionen, Tatsachen und Einsichten zur Frage Frauen, kapitalistische Gesellschaft und modernen bürgerliche Frauenbewegungen wahrnehmbar gewesen, und nicht so ein unterirdischer, sozialdarwinistischer Brei aus der faschistischen Ecke, der die Bildung, die Ausbildung von Frauen als Schreckgespenst an die Wand malt..
Mir scheint das ganze Problem des “deutschen Feminismus” darin zu bestehen, dass er zum einen weit davon entfernt ist, “Feminismus” zu sein und zum anderen ein Staatsfeminismus ist, der versucht, mit Hilfe einer aktualisiserten Variante von Erziehungsfaschismus die Welt nach seinen Vorstellungen zu gestalten.
Dass deutscher Feminismus kein “Feminismus” ist, zeigt sich schon daran, dass es deutschen “Feministinnen” nur darum zu gehen scheint, “die eigen Schnauze in den Brei” zu bekommen, und nicht darum, sich von sozialen Rollenzuschreibungen zu befreien. Deutlich wird das am vollkommenen Fehlen einer positiven Bestimmung von “Feminismus”. Feministinnen können über Männer herziehen. Sie können fordern, im Zuge der Gleichberechtigung in von ihnen als Männerdomäne wahrgenommene Nischen eingequotet zu werden (seltsamer Weise gehört z.B. die Müllabfuhr nicht zu diesen Nischen), und sie können in einer Reihe von so genannten feministischen Blogs die Welt mit ihrem aus eigener Deprivation entspringenden Hass verfolgen, aber sie können eines nicht: POSITIV bestimmen, was “Feminismus” will, d.h. ein Ziel vorgeben, das nicht in Abgrenzung von Männern bestimmt wurde.
Erziehungsfaschismus zeigt sich im nahezu manischen Festhalten an z.B. der Förderungswürdigkeit von Mädchen im Bildungssystem (das ist so ähnlich wie Entwicklungshilfe für China) und daran, dass die Nachteile und Benachteiligungen, die Jungen in der Schule haben und erfahren, von der feministischen “Creme de la Creme” entweder als historisch angebracht gerechtfertigt werden (wie. z.B. Cornelißen oder Faulstich-Wieland das tun) oder mit Hilfe einer Reihe von männlichen “Nachwuchswissenschaftler” (Budde, Helbig, Rieske), die nicht im Entferntesten wissen, was Männlichkeit eigentlich ist (und von Wissenschaft nur entfernt eine Ahnung haben), einer bei Jungen zu beobachtenden traditionellen Männerrolle zugeschrieben wird, die eben in der modernen Schule nicht mehr gefragt ist. Das ist reiner Erziehungsfaschismus, denn es bedeutet, dass in Schulen nicht Bildung für alle bereitgesetellt wird, sondern nur Bildung für Jungen, die sich auch wohlverhalten. Man wage nur einen Moment lang zu denken, dass die Nachteile der Mädchen im deutschen Bildungssystem, die Ralf Dahrendorf in den 1960er Jahren beschrieben hat, von Männern damit abgebügelt worden wären, dass die traditionelle Weiblichkeit der entsprechenden Mädchen eben in modernen Schulen nicht erwünscht ist …
Es geht weiter
ist ja zum kringeln hier, die Welt steht am Abgrund, eine Rettungsaktion jagt die nächste und hier gehts zu wie bei RTL.
Statt Didders Unterschichtenpop gibbets Feminismus?? Wer hat den längsten und grössten? Ihr seid doch alle nicht mehr ganz sauber.
Wenn ich mir den teilweise hanebüchenen Unrat hier so durchlese muss ich sagen, ja ich bin gerne aus dem letzten Jahrtausend und habe viele Probleme erst gar nicht. Das fühlt sich verdammt gut an. Ich bin nicht zuständig für die angeblichen Erziehungsdefizite der Mütter unserer Töchter, Tschakka! Ich such mir einfach ne Frau, pack die Keule aus, zack, ab in die Höhle mit der Beute. Und Sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.
Vermutlich darf man als Linker so gar nicht sein, aber auch das war mir schon immer Wurscht^^ Meiner Frau jedenfalls gefällt es und sie ist nach eigenem Bekunden froh einen Mann fürs Leben gefunden zu haben und keinen Weichspüler.
Jaja, die harten Kerle, die richtigen, die archaischen Typen. Alle Weichspüler sind ja keine Männer. Ja ne, ist klar …
Mich freuts wenn sich eine Frau mit Angststörung einen Beschützertypen angeln kann. Wenn sie jemals aber feststellt, das hinter dem harten Macker doch nur ein Angst geformter Charakter steht, der seine Angst geschickter verdrängt, dann wird das selten etwas mit dem fürs Leben gefunden. Dann wird aus der erlogenen Realität desillusionierter Hass.
Boa ey, gehen mir diese Banalitäten halbgarer Stereotyp-Modelle auf die Nerven …
Was haben Sie mit Feministinnen gemeinsam? Richtig! Sie wollen beide ganz hart sein, archaisch. Sie himmeln beide dieselbe Götze aus denselben Charakteridealen an.
Wie wäre es mit Emanzipation von diesem kindischen, illusoren Charakterbild, das in seinem Wesen einer Realitätsflucht gleicht?
Hin zu einer reifen Persönlichkeit mit allen Facetten menschlicher Eigenschaften und einem zur Selbstkritik fähigen Blicks für Wirklichkeit?
So ein Artikel (in dieser länge), mit solch ein Thema. Ohne mich.
Warum haben Sie dann Ihrem Nickname keine Ehre gemacht :D?
Das Problem des Feminismus zeigt sich bereits in der akademischen Diskussion. Die Gender-Vertreter treten offensiv auf, die, die daran zweifeln, halten sich zurück oder ganz den Mund. Eine offene akademische Debatte über das Für und Wider der Gender-Sichtweise gibt es nicht. Das traut sich keiner. Man wird schnell zum Feind erklärt. Oder man fürchtet das einfach. Die Ecken stehen ja bereit, in die man geschoben werden kann: Macho, patriarchalischer Besitzstandswahrer, konservativer Familientraditionalist, Frauenfeind.
In so einem Klima kann es aber keinerlei Korrektur von Denkfehlern geben. Es verfestigen sich Theorien zu Dogmen. Das ist nicht akzeptabel. Auch nicht akzeptabel ist, dass offenbar das Ergebnis der “Forschung” von vornherein feststeht, wenn man eh immer wieder die Benachteiligung der Frau konstatiert. Abweichende Forschungsergebnisse scheinen nicht aufzutreten. Der akademische Feminismus produziert damit lediglich politische Theorie, um damit ihre politischen Ziele zu unterstützen. Kritische Wissenschaft wäre auch selbstkritisch. Sie würde ein Interesse daran haben, sich nicht zu sehr in einer Lehrmeinung einzubunkern. Das alles fehlt aber im akademischen Bereich.
Leitkultur Feminismus …steht hier ganz fett obendrüber. ๏̯͡๏
Oh Mannomann …man bemüht sich ‘im Raum stehende Fragen’ zu erkennen, stolpert über eine rostige ‘Mediale Konstruktion der modernen Frau’, entgeht mit Müh und Not der modernen ‘Femme fatale’ und kratz sich fragend am Schädel, unter welcher Matratze sich gerade mal wieder das männliche Rollenbild verkrochen hat. Ein ‘widerspiegelnder Zeitgeist’ – dieser ewige Widergänger – verweigert die ‘wissentschaftlich einwandfreie Erörterung’ der ‘vielzitierten Identitätskrise’, dafür gesellt sich zu den im
RaumWeg herum stehendenFragenFrauen, ein Raunen über die seit einer Dekade[!] stattfindende ‘Aufwertung und Neuerfindung’ des „Frausein“ – scheint scheinbar ungenießbar zu scheinen. Nicht nur das, Frauen passen auch noch besser mit einem ‘größeren (Selbst)Vermarktungspotenzial in unsere Wettbewerbs-, Kommuniktations- und Dienstleistungsgesellschaft’! Verfluchte Weibsbilder, ab heute wird nur noch in Birnen gebissen.Zeugenden Zahlen – diese häßlich zischende sich durch den Text schlängelnden statistische Natternbrut – ‘das Bildungssystem fest in feministischer Hand’ (zu meiner Zeit waren das alles männlich herbe Lateinlehrerinnen, säuerliche alte Jungfern halt – um mal etwas Schwefelgeruch im Text zu verbreiten) , flankiert von einer ‘zweifelhaften Doktrin der politischen Korrektness’, zeugen also von einem ‘hereinbrechenden Zeitalter des Feminismus’!?
Hora novissima, tempora pessima sunt — vigilemus!
[auf deutsch → WTF]Aller sexuellen Bedürfnisse abschwörend “De contemptu mundi” fest in der Hand, wird ab heute nur noch auf dem Fußboden genächtigt, es könnte ja eine ‘Frau als Handlangerin
des SatansEmmas’ sich unter’m Bettgestell verstecken, nur darauf erpicht dich deiner MoLa zu berauben.Das Geseiere eines Marinemagazins mitsamt „Experimentierfeld einer Gleichheitsideologie, mit allen Konsequenzen“,die militärische Schwächung der Wehrmacht_igen (pfeif drauf, der Durchmarsch nach Sibirien war schon immer eine Scheißidee, besonders im Winter), das Yücel’sche Krähen auf seinem virtuellem Misthaufen namens taz, den ‘Frauenfußball als Katalysator eines entarteten[sic!] Emanzipationsstrebens’
and so on ...and so on, einmal beiseite schiebenden, begeben wir uns mal in die Kirche imDorfBlog. Machen wir uns mal auf die Suche nach dem Bösen in Fleisch und Blut in der Kommentarspalte:eine Tasha, eine Kati, ein Eichhörnchen mit zwei dicken Nüssen, etliches Undefinierbares, reichliche Misogynie, eine Cäcilia wäscht dem Blogherrn gründlich den Kopf, ein daraufhin von rechts nach links rudernder ‘Herausgeber des SF’, ein von seinem Ententeich herbei eilender besorgter Blognachbar mit zwei Töchtern (im heiratsfähigen Alter? man weiß so garnix), ein zurecht polternder älterer Herr, seinem Namen ‘name’ die Ehre gebend, der übliche Schmäh, das allgegenwärtige Bäääh, der wie immer hitzige ‘schwitzig’… kratz mir den Schädel. Was ein dämliches Fußballspiel doch so alles auslöst → die wie üblich banane Spiegelfechterey: Ergo ein von ‘feministischer Leitkultur’ gänzlich unbelecktes Kommentariat!
Bleibt nur das Rätsel des letzten Absatzes dieser gynophoben Groteske zu lösen: Was zum Teufel nochmal ist eine ❝Hegomonie❞? Wikipedia schweigt sich aus.
…
The Big Dig bis hier hin und nicht weiter bin ich in dieser gloriolen Debatte immerhin gekommen.
Der Artikel ist rechtsextrem.
Daher sind sämtliche darin verwendeten Argumente illegitim.
Die Person ist moralisch diskreditiert.
Aha. Wo genau?
Genau. Ein Beispiel:
Hitler auf der Bank
Hitler tätigt auf sein Konto eine Bareinzahlung von 1000 Euro. Davor betrug sein Guthaben 2000 Euro. Nachdem die Einzahlung durchgeführt wurde, behauptete Hitler, dass er nun ein Guthaben von 3000 Euro habe. Er sagte dem Kassierer:
“2000 Euro plus 1000 Euro sind 3000 Euro.”
Der Kassierer: “Nein, Herr Hitler. Sie haben weiterhin 2000 Euro, denn ihr Additionsargument ist falsch, weil Sie ein Rechtsextremer sind.”
Dass hängt von der Perspektive ab.
Dass ich dir tatsächlich mal zustimmen kann… :)
(wobei dein Vorschreiber seine Worte wohl sarkastisch gemeint hat)
@schwitzig
Guck mal auf mein Blog. Dann verstehst du mein kryptisches Geraune.
Bist wohl noch nicht so lange mit den Abgründen der Gender-Ideologie und des Feminismus vertraut.
Kannst ja mal den Artikel hier lesen:
http://neuesausdemgenderuniversum.wordpress.com/2011/06/14/sieg-heil/
Wer sich lang genug mit diesem Schwachsinn beschäftigt, findet irgendwann nur noch sarkastische Worte.
@Tasha
“Männer sind zum Beispiel von Natur aus risikofreudiger als Frauen, auch und gerade wenn es um die eigene Gesundheit geht.”
Das kann so sein. Aber Männer sind auch überwiegend in den Risikoberufen tätig, ob im Militär oder in der Industrie oder auf dem Bau. In den verstrahlten Reaktor gehen Männer. Solche Risikoberufe tragen sicher auch zur geringeren Lebenserwartung bei. Es ist falsch, das auf “natürliche” Faktoren zurückzuführen wie die angeborene Risikofreude.
“Männer besetzen fast ausschließlich die Machtpositionen in Wirtschaft, Politik und gesellschaftlichen Schnittstellen (Kirchen, Medien usw.).”
Auch das stimmt so pauschal nicht. Das Parlament ist zu einem Drittel weiblich. Das Bundeskabinett ist in guten Zeiten zur Hälfte weiblich. Zwar bekommen Frauen die sogenannten “Gedöns”-Ministerien wie Familie. Aber nicht immer heißt das, dass sie politisch ohne Einfluss sind. Sozialpolitik ist der wesentliche Part der Wirtschaftspolitik (Stichwort Lohn-Nebenkosten). Die Sozialministerin ist erheblich mächtiger als der Wirtschaftsminister, der bloß Fördermittel verteilt, aber kaum an den Rahmenbedingungen der Wirtschaft herumdrehen kann.
Im übrigen geht es unter den Frauen im Parlament genau so ruppig zu wie unter den Männern. Was allein daran liegt, dass es nicht einen Typ A oder B gibt, sondern Konflikte, deren Struktur nun einmal Härte und Durchsetzungsfähigkeit oder Trickreichtum erzwingt. Machtkämpfe formen die Menschen, ob Mann oder Frau. Aber Politik ohne Machtkampf gibt es nicht.
Macht ist ohnehin ein schwieriges Konzept. Die Macht liegt nicht allein bei dem, der auf dem Chefsessel sitzt. Der Chef ist wiederum abhängig von seinem Apparat. Ein Minister z.B. eilt von Termin zu Termin und hat gar nicht die Zeit, genau zu überlegen, was er politisch machen will. Seine Entscheidungen werden alle vorbereitet von den Beamten und Beamtinnen. Und da gibt es auch jede Menge Frauen.
Das nur, um zu zeigen, dass es keine einfache Macht-Ohnmacht-Dichotomie geben kann.
Frauen funktionieren einfach besser im totalitären Kapitalismus, deshalb wurde die “Gleichberechtigung” zum religiösen Bekenntnis dieses Systems. Am Anfang der Entwicklung stand ja nur der Einsatz in der Rüstungsproduktion im 1.WK, daraus haben die Herrschenden dann doch was gelernt.
Frauen sind noch idealer für die kapitalistische Ausbeutung, sie sind mehr auf Konkurrenz fixiert und kaum solidarisch, gehorchen und übernehmen gerne auch die würdelosesten Arbeiten, weil dabei die Propaganda von der “Gleichberechtigung” eine besondere Belohnung vorgaukelt…
Der Kritik am Artikel selbst schliesse ich mich an, es ist imer wieder traurig diesen Müll aus der rechten Ecke ausgerechnet hier kredenzt zu bekommen.
Die zunehmende Welle von Artikeln, in denen an Beispielen versucht wird, Feminismus-Bewegungen als altmodisch abzukanzeln, nervt zunehmend. Es mutet wie eine männliche Gegenbewegung unter dem Tenor “man wird doch sagen dürfen” an. Fakt ist, dass Frauen weniger verdienen, Fakt ist, dass Frauen in Führungspostionen unterrepräsentiert sind. (Nein, das Beispiel Bundeskanzlerin kompenisert nicht die männliche Dominaz im Bundestag.) Ja, es ist sinnvoll, zunehmend differenzierter zu diskutieren, wo macht die künstliche Bevorzugung von Frauen, und das sind Regelungen im Rahmen des Gleichstellungs-Dunstkreises nun mal (bei gleicher Eignung blablabla) noch angebracht ist und wo nicht. Und wenn man realisitisch ist, muss man sagen: Fast überall. Ja, als Mann kann man mal dafür werben, dass die Bezugspersonen für Kinder auch mal Männer sein müssen (Ja zu Tagesvätern, Ja zu mehr Kindergärtnern, Ja zu mehr Grundschullehrer, wobei da auch helfen würde, dass Grundschullehrer wie Gymnasiallehrer bezahlt würden…) Aber es wird eben nicht differenziert diskutiert, sondern es wird geschrieben, dass Jungs in den Schulen benachteiligt werden. Nun, wenn das so ist, dann liegt das auch daran, dass es notwendig ist. Denn wenn Jungs und Mädchen, die aus der Schule kommen, gleich gut wären, würden die männlichen Netzwerke die gleich gut geeigneten Jungs in die wichtigen Jobs bringen. Also gibt man Frauen einen Wettbewerbsvorteil… Und es ist ja nicht so, als ob Eltern nicht gegensteuern könnten. Den weiblichen Lehrern die Schuld an der zukünftigen untauglichen Männergeneration zuschieben, das ist schon schwach. Ich habe bisher zum Beispiel überwiegend männliche Personalchefs kennen gelernt…
Nein.
Doch.
(Bring mal einen Link, wo steht, dass es nicht so ist. Ich kenne nur Links, wo steht, dass der Unterscheid zwar geringer als immer gedacht ist, aber da steht immer noch was von einem Unterschied. Ich kenne auch persönlich noch Abteilungsleiter vom alten Schlage, die Frauen eben weniger anbieten. Geht im AT-Bereich wunderbar… Und zwar auch Frauen ohne Kind…. von wegen Unterbrechung und so…)
Das könnte das Risiko widerspiegeln, das sich daraus ergibt, dass eine Frau nicht zu sagen braucht, ob sie gedenkt Kinder zu kriegen und so ihre Ausfallwahrscheinlichkeit zu erhöhen.
Traue keinen Statistiken, die du nicht selbst gefälscht hast. Es gibt keinen Königsweg das Einkommen von Männern und Frauen zu vergleichen.
Ein Extrem sind Feministen, die gleichen Lohn für Arbeiter mit weniger Erfahrung und viel Ausfall wollen. Ein anderes Extrem ist Esther Vilar (Der dressierte Mann), die auf Hausfrauen verweist, die den größten Teil des Arbeitseinkommens ihres Ehemanns für Blödsinn verprassen.
“Aber es wird eben nicht differenziert diskutiert, sondern es wird geschrieben, dass Jungs in den Schulen benachteiligt werden. Nun, wenn das so ist, dann liegt das auch daran, dass es notwendig ist.”
Das ist zynisch. Denn die Benachteiligung von Jungen äußert sich darin, dass die Mehrzahl der Hauptschüler männlich und somit chancenlos ist. Es ist kein guter Grund zu erkennen, warum man große Gruppen einfach ins Nichts bzw. in Hartz IV abschiebt. Man bestraft Jungen, die für die Ungerechtigkeiten nichts können. Man nimmt ihnen jede Chance. Man trifft diejenigen, die selbst nach feministischer Lesart nicht die Ursache der Probleme sind. Also verschafft man Mädchen einen Wettbewerbsvorteil auf Kosten anderer Menschen. Mit welchem Recht?
“Denn wenn Jungs und Mädchen, die aus der Schule kommen, gleich gut wären, würden die männlichen Netzwerke die gleich gut geeigneten Jungs in die wichtigen Jobs bringen. ”
Die Behauptung der Netzwerke kenne ich, aber die Netzwerke selber sind mir bislang unbekannt geblieben. Für meine Begriffe ist das ein Konstrukt, eine Hilfsannahme. Zu beweisen wäre erst einmal, dass es solche Netzwerke wirklich gibt. Ich glaube eher nicht daran. Es gibt Netzwerke in der Wirtschaft, aber das sind eben nicht die “männlichen Netzwerke”, die allgegenwärtig und weltumspannend überall dafür sorgen, dass Männer immer einen Einstellungsvorteil haben. Es handelt sich dabei um eher kleine Cliquen von Spitzenleuten. Diese haben mit den Personalentscheidungen selber gar nichts zu tun.
Wenn das so ist, ja dann ist das zynisch. Aber ich habe gar nicht die Hauptschüler im Hinterkopf gehabt. Es wird ja im Artikel angedeutet, dass es eine subtile Bevorzugung von Mädchen gibt, die für höher Abi-Quoten und bessere Noten bei Mädchen sorgt. Also schon bei den Teilnehmern am Gymnasium gibt es Ungleichbehandlung? Es gibt aber ganz sicher keine “Person”, die nach der Grundschule die Mädchen ans Gymnasium durchwinkt und die Jungs in die Hauptschile schickt, nur weil sie Jungs sind. Eine differenzierte Diskussion würden nach den Gründen suchen, warum wer dort landet wo er landet, und da ist das Geschlecht sicher nicht der einzige Faktor, sondern auch Geld, Herkunft, Migration,… Sarrazinsche Tretminen. Was das Geschlecht angeht, kann man doch sicher annehmen, dass es niemals einen gesellschaftlichen Konsens über die Gründe geben wird, warum Jungs so sind und Mädchen so sind. Die einen sagen eben, das ist DNA, die anderen – und ich zähle mich dazu – sagen, es kommt eben stark darauf an, wie die kinder behandelt werden: durch Eltern, Medien, Umfeld, Schule… vielleicht sogar in der Reihenfolge. Um es drastisch zu sagen: Vielleicht werden Jungs auch wieder bessere Zeugnisse haben, wenn wir aufhören, ihnen zu sagen, dass Muckies, schöne Haare und ein dickes Auto wichtiger sind als “Bildung”…
Zu den Netzwerken: Es wäre Verschwörungstheorie, zu behaupten, dass irgendwer mittels geheimer Absprachen Bündnisse schmiedet, die Frauen aus bestimmten Zirkeln heraushält. Sowas ist gar nicht nötig. Solange die Entscheider heute männlich sind, werden die sich mit Menschen umgeben, die sie “verstehen” (im weitesten Sinne). Und wen verstehen wir Männer besser? Frauen oder Männer? Mit wem gehen wir golfen, Motorrad fahren oder in den Puff (siehe Versicherungsvertriebe)? Deswegen brauchte es die Frauenquoten, weil man den Männern die Entscheidungsfreiheit wegenehmen muss, wer ihre Buddies sein sollen, und wenn Frauen sich durchsetzen sollen, und zwar auf BREITER FRONT. Einzelbeispiele sind nun mal kein Beleg für Emanzipation.
Wenn wir Männer heute denken, Emanzipation, das Thema ist durch, schließlich haben wir Frauenwahlrecht, freien Zugang zu Bildung und EMMA, der springt eben zu kurz. Und ich kann verstehen, wenn man denkt, boah, die Frauen hatten jetzt 40 Jahre Zeit sich zu beweisen, man sieht ja, was bei rumgekommen ist und jetzt haben wir Männer keinen Bock mehr auf diese Emanzipations-Leier und wenn ihr Frauen genau so gut wäret wie wir Männer, dann wäret ihr doch in den Vorständen, Professorenstühlen und Unternehmer-Spitzenverbänden… und eigentlich sind wir jetzt die Unterdrückten, dann kriege ich nur Augenrollen. (Das widerspricht ja nicht der Tatsache, dass wir hierzulande im globalen Maßstab eher vorne sind…)
Nochwas zur Bevorzugung… Natürlich ist es eine künstliche – aber politisch gewollte – Bevorzugung, wenn auf Ausschreibungen vermerkt ist, dass bei gleiche Eignung Frauen genommen werden. Das ist – theoretoisch betrachtet – ein Wettbewerbsvorteil, den man den Frauen schenkt, weil man wohl der Meinung ist, es gibt einen Nachteil, den man ausgleichen muss (ich stimme da zu, viele ind er Diskussion eher nicht). Mit solchen Diskussionen stellt man den Sinn davon natürlich in Frage. Okay, kann man machen, Hinterfragung ist legitim.
Aber diese Bevorzugung haben Behinderte auch. (Die Phrase geht ja länger: “Bei gleicher Eignung werden Frauen oder behinderte Bewerber …”)Auf den Artikel warte ich noch, dass jemand das in Frage stellt. Schließlich ist es für Büroarbeit ja nicht relevant, ob man im Rollstuhl sitzt oder nicht. Aber auf den Angriff auf die political correctness traut man sich noch nicht? In einem Land wie Deutschland werden Behinderte doch nicht diskriminiert, oder doch? Wozu dann Bevorzugung? Wird die Frage nur deshalb nicht diskutiert, weil wir gerade Frauen-Fussball-WM haben und nicht Rollstuhl-Basketball-EM?
Vor vielen Jahren auf einer Uni hörte ich mal den Spruch
Im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland heißt es in Artikel 3 Absatz 3
Da wird die Bevorzugung von Behinderten, also die Benachteiligung von Nichtbehinderten gefordert. Es geht bei Behinderten nicht um Gleichberechtigung.
Soviel zur Juristerei. Aber wie sieht es in der Realität aus
In der veröffentlicheten Meinung wird darüber lamentiert, dass immer mehr Schwerbehinderte ohne Arbeit seien.
Statt sich darüber zu freuen, dass nicht mehr so viel gearbeitet werden muss, werden mit viel Aufwand Behinderte ans Fließband befördert. Die, die das anordnen, werden als Wohltäter hingestellt und lassen sich fürstlich dafür bezahlen.
Wir könnten alle mehr Freizeit haben, wenn dieser Unfug aufhört.
Das wurde in den letzten 55 Stunden bestätigt.
Letzte Anmerkung zu “zynisch”: Das Männer eine Diskussion führen, die auch zum Inhalt hat, den Mann (den Jungen) als benachteiligtes Wesen darzustellen, hat für mich die gleiche Qualität, wie Fleischhauers Behauptung, von einem gesellschaftlichen linken Mainstream terrorisiert zu werden. Völlig unrealistisch.
Der Mann als unterdrücktes Wesen, das ist zynisch. Und wenn die holde Weiblichkeit nicht aufwacht, dann diskutieren wir (wir Männer!) in zehn Jahren wieder über die Vorzüge und Überlegenheit traditioneller Rollenmodelle, zumal wir die ganzen Arbeitskräfte gar nicht mehr brauchen werden, da wäre es schon mal gut, zu wissen, wohin mit den Frauen.
“Der Mann als unterdrücktes Wesen, das ist zynisch. Und wenn die holde Weiblichkeit nicht aufwacht, dann diskutieren wir (wir Männer!) in zehn Jahren wieder über die Vorzüge und Überlegenheit traditioneller Rollenmodelle, zumal wir die ganzen Arbeitskräfte gar nicht mehr brauchen werden, da wäre es schon mal gut, zu wissen, wohin mit den Frauen.”
Es gibt in unserer Gesellschaft Benachteiligungen von Männern und Jungen. Das sind zumindest Aussagen aus der Forschung. So etwas zu konstatieren, kann daher kaum zynisch sein.
Es geht dabei nicht um vergröberende Aussagen. Männer und Jungen sind nach diesen Forschungsergebnissen nicht per se und in allen Lebensbereichen Opfer. Benachteiligungen betreffen auch nicht alle. usw. Das Thema ist also nicht, Männern generell einen Opferstatus zuzusprechen. So etwas wäre auch nicht zynisch, sondern schlicht Unsinn.
Wichtig ist aber dennoch, dass man Schieflagen zur Kenntnis nimmt. Sie lassen sich nicht wegdiskutieren. Sie ändern im übrigen auch nichts am Wert der Emanzipation. Emanzipation ist per definitionem nicht auf Frauen beschränkt, es geht um Menschen. Überall dort, wo Menschen unfrei sind, sollen sie sich emanzipieren.
Es ist eher eine theoretische Konstruktion, anzunehmen, es gebe nur männliche Gewinner. Macht z.B. ist weder ein Besitz der Machthaber, noch ist sie so einfach aufgeteilt: der eine hat sie, der andere nicht. Machtverhältnisse können ambivalent sein. Die Geschlechterverhältnisse sind es allemal. Zudem haben in dieser Gesellschaft ebenfalls Frauen Macht. Mitunter ist diese Macht vielleicht nicht sehr eindrucksvoll, aber sie existiert und sie machen etwas damit. Wie Menschen eben sind, machen sie damit auch Fehler und mitunter missbrauchen sie sie.
Es gibt auch sicherlich viele, die mit ihrer Kritik am Feminismus auf alte Rollenmuster zielen. Aber das pauschal zu unterstellen, ist falsch. Es gibt da keine Zwangsläufigkeit. Kritik am Feminismus ist unter vielen Vorzeichen möglich. Eine solche Unterstellung ist folglich auch keine sinnvolle Basis für das oben entworfene Szenario, nachdem es ein Rollback des Konservatismus geben würde. Das sind aus der Luft gegriffene Behauptungen, gebaut aus dem Vorurteil: “Feminismuskritik ist konservativ”.
Du argumentierst ja differenzierter … und dann ist das ja auch in Ordnung. Bestimmte statistische Auswertungen lassen sich ja nicht leugnen. Man muss da ja auch beleuchten, warum Jungen überdurchschnittlich oft schlechtere Schulabschlüsse haben. Aber ist der Risikofaktor das Geschlecht, oder ist es auch (oder gar “eher”) Armut?
Es ist doch so, dass Gleichbezahlung für Mann und Frau in schlecht bezahlten Jobs eher hergestellt wird, weil “unten” alle gleich dreckig ausgebeutet werden, unabhängig vom Geschlecht. Da mussten Männer in den letzten Jahren deutliche Lohneinbußen hinnehmen, aber nicht, weil sie Männer sind, sondern weil allgemein Druck auf untere Lohngruppen gemacht wurde. Das sind dann natürlich auch keine Männer in Machtpositionen. Das ändert aber nichts daran, dass in den tatsächlichen Machtpostionen trotzdem überwiegend Männer sitzen.
Nun ja, Ende jetzt. Die Konfliktlinie ist wie immer erst mal “Geld” gegen “Nicht-Geld”.
Leider bin ich grad bei google nicht fündig geworden, aber ich habe vor ein paar Monaten einen Artikel gelesen (ohne das das grade eine positive Konnotation hat bei all den Gutti-Plags), dass gerade eher soft erzogene Männer (durch ihre 68er Väter) ihre Jungs wieder eher zu Machos erziehen. So eine Art Kompensation, Rettung der männlichen Werte. Mädchen sollten sich dessen bewusst sein…
Sehr ruhig hier, wette am Montag werden wieder drei Artikel auf einmal rausgehauen 0_o
Ich konnts irgendwie nicht zuende lesen. Ist für mich das gleiche Geschwätz wie immer. Die einen nervt das, die anderen dies und alle erheben es zu einer Art ‘Kampf’ und spielen weiter brav im Schema Männlich und Weiblich gegeneinander aus. So wirds auch nix. Ich bin dafür Männlich und Weiblich innerhalb des Jahrhunderts abzuschaffen und einen Menschen mit beiden Geschlechtern zu erschaffen, dann ist das Thema erledigt ;) Dann kann man wieder darüber diskutieren, dass Menschen an sich unterschiedlich sind (auch abseits von m/w und den anderen Kategorien, die oft gar nicht erwähnt werden weils mit der Zweiteilung in m/w am einfachsten ist) – und kommt hoffentlich irgendwann mal zu der Einsicht, dass unser System, das Menschen wie Maschinen vereinheitlichen möchte und für jeden den gleichen bestimmten Maßstab anlegt, der evtl. auf kaum einen passt, das Problem ist, und nicht, dass sich Menschen unterscheiden. Jeder sollte als Person gesehen werden, die es zu respektieren gilt und die aufgrund bestimmter Eigenschaften nicht nachteilig zu behandeln, aber auch nicht vorzuziehen ist, und deren Eigenschaften nicht auf ein Schema reduziert werden sollten. Fairness und Respekt statt Kampf.
Was passiert wohl mit jemandem, dem man am laufenden Meter einredet wie sch… er ist, dass er nichts wert ist, dass man ihn ablehnt und ausgrenzt? Wie soll ein Kind dabei reagieren, was für einen Erwachsenen schon kaum nachvollziehbar ist? Und was ist die Lösung? Man schüttet Psychopharmaka drauf, um solche Kinder ruhig zu stellen. Man schüttet Farbe über den Fleck, dessen Ursache man eigentlich erstmal klären müßte. Übrigens: die Selbstmordrate unter ‘Jungs’ / Männern ist auch deutlich höher als bei Mädchen / Frauen.
Ich könnte kotzen über diese sch…. pseudo-Emanzipation, bei der Frauen allerlei Forderungen stellen (, alles besser wissen), aber selbst keine Verantwortung eingehen, sich nicht durchbeißen wollen (und gleichzeitig denken, dass das für Männer alles kein Problem ist und wenn doch sind sie wieder mal nichts wert und werden verachtet; mir hat allen Ernstes mal eine Frau weißmachen wollen, dass Frauen beim Thema Beziehung anders ticken als Männer; Frauen würden eher mal Schluss machen, weil sie verletzlicher seien; Männer müßten (nicht nur) das verkraften, weil sie Männer seien; anders ausgedrückt: sie behandelt Männer wie Dreck, weil sie es aushalten müssen).
Das dauert aber lange mit dem “awaiting moderation”. Sind meine Worte so … bäh? Das ist Feminismus der alten Art … mit Risiko!
Nur so nebenbei … Ich lese gerade ein Buch mit dem Titel “Frauen, die schreiben, leben gefährlich” von Stefan Bollmann mit einem Vorwort von Elke Heidenreich. Muss ich mir jetzt Sorgen machen?
Antwort a) Wenn dein Sofa gestreift ist, dann schon!
Antwort b) Im Prinzip nein, aber ich empfehle dir das Buch “Männer & Frauen passen einfach nicht zusammen” von Loriot (Diogenes Verlag Zürich, 2006)
@André H. (falsch einsortiert, sollte Unterpunkt zu 64. sein)
Daran kann ich mich bei Loriot nicht erinnern.
Ich kenne aber eine Szene aus Ödipussi. Da befürchtet Winkelmann, dass jemand auf einem grauen Sofa seine Frau umbringen könnte.
Das Buch kenne ich nicht. Aber ich kenne diesen Spruch von Loriot. Loriots Humor ist einfach schön.
Das Zusammenleben von Mann und Frau ist sehr interessant. Man kommt dem aber erst auf die Schliche, wenn man das Ganze biologisch angeht.
Frauen sind allein durch Schwangerschaft lange blockiert und müssen sich den besten Vater aussuchen. Männer können irgendwo ein Kind machen und dann abhauen.
Dann kommt die Versorgung der Kinder nach der Geburt. Hier ist es wichtig einen guten Versorger zu haben. Heute ist dafür keine persönliche Beziehung zu einem Mann mehr nötig. Die Verhaltensweisen, die vor hundert Jahren nötig waren, wirken allerdings noch hinein, da sie sozial vererbt werden.
@Lohengrin
Es war so: Winkelmann befürchtet, Herr Melzer könnte seine Gattin in einer violetten Sitzgruppe umbringen. Nur dann nicht, wenn sie geblümt ist.
Siehe die letzten paar Sekunden in einem der besten Ausschnitte des genialsten deutschen Films der letzten 25 Jahre:
Das past vielleicht nicht so recht aber andererseits … man kann es ihnen ja selten recht machen ;)
http://www.youtube.com/watch?v=sZNyXlH_Zf4&feature=channel_video_title
Wer hat den stein geworfen ?
Stumpf ist trumpf
Das da ist das beste “past”, das ich kenne:
@André H. (falsch einsortiert, sollte Unterpunkt von zur Zeit Nummer 77. sein.)
Danke für den Link.
Es ist einfach schön, wie Loriot Psychologen auf die Schüppe nimmt. Ich habe selbst einige kennengelernt (nicht als Patient), und war erstaunt darüber, dass die meistens nicht in der Lage sind, ihr Fachwissen auf sich selbst anzuwenden. Das liegt wohl vor allem daran, dass ein bestimmter Menschenschlag Psychologie studiert.
P.S.
Spiegelfechter, irgend was stimmt mit deinem Server nicht. Schau dir mal an in welcher Reihenfolge die Beiträge auftauchen.
“Männer & Frauen passen einfach nicht zusammen”
außer in der mitte
@ Cäcilia … Wir sind nicht alle so … ;)
Finde nur ich das Thema unwichtig?
Ja!
Feminismus und Emanzipation haben in aller Regel für mehr Spaltung und mehr Unsicherheit zwischen den Geschlechtern gesorgt. Erwartungen, Ansprüche und Unsicherheiten haben auf beiden Seiten zugenommen.
Es ist richtig, Ungerechtigkeiten und Benachteiligungen aufzudecken und für bessere Verhältnisse einzutreten. Aber auch die, gibt es auf beiden Seiten der Geschlechter.
Totalitäre Ideologien mit Allmachtsanspruch, wie der Feminismus nicht selten eine ist (Patriarchat, Männer-Täter, Frauen-Opfer etc.) können schwerlich zu mehr Glück, Liebe und Verständnis zwischen den Geschlechtern beitragen.
@CheckervomBeruf
“Man muss da ja auch beleuchten, warum Jungen überdurchschnittlich oft schlechtere Schulabschlüsse haben. Aber ist der Risikofaktor das Geschlecht, oder ist es auch (oder gar “eher”) Armut?”
Der Risikofaktor ist wenigstens zum Teil das Geschlecht. Diejenigen, die von einer Benachteiligung von Jungen im Bildungssystem sprechen, führen das auf eine spezifisch weibliche Sicht auf männliche Eigenschaften zurück. Männliche Eigenschaften werden negativ interpretiert und als Störungen betrachtet.
Das passt zumindest zu meiner bescheidenen Erfahrung. Ich habe jahrelang Lehramtstudentinnen unterrichtet (kaum Männer dabei). Deren Sicht auf männliche Verhaltensweisen war schon speziell. Üblicherweise sahen sie überall Gewalt und Exzesse, Werteverfall und dramatische Entwicklungen. Bis man ihnen zeigen konnte, dass vieles meist nicht so schlimm ist, wie es aussieht. Aber wenn diese Sichtweisen in der Schule dominieren, ist es kein Wunder, wenn Jungs schneller als pathologisch eingestuft werden, als Problemfälle.
Bezüglich Sexualität gibt es ganz gewiss eine Zweiteilung in männliche und weibliche Moral: http://www.zeit.de/2011/29/Strauss-Kahn-Tugend
Laut der weiblichen Moral sind Männer triebfixiert und das wird als schlecht bewertet. Männliche Sexualität ist demnach ein Problem, etwas, was dringend gezügelt werden müsse. Mag sein, dass dieses Muster der weiblichen Tugendhaftigkeit ursprünglich sehr konservativen Familienvorstellungen entsprungen ist. Es ist schon recht alt. Aber diese Tugendhaftigkeits-Unterstellung ist gleichzeitig auch ein Machtmittel. Man kann nämlich als tugendhafterer Teil der Menschheit den lasterhaften Teil mit öffentlichen Diskursen in die Ecke drängen. Man kann damit Meinung machen. Das führt letztendlich zu Generalverdächten, dass ja jeder Mann ein Vergewaltiger sein könnte. Damit unterliegt man pausenlos Rechtfertigungszwängen und eine positive Geschlechtsidentität wird damit nicht möglich.
Solche Absurditäten sind durchaus auch ins Erziehungssystem eingewandert. Es gibt durchaus die Dichotomie Männer = triebhaft und potenziell gewalttätig vs. Frauen als sozial kompetentere und warmherzigere Menschen. Diese Dichotomie existiert auch in vulgarisierter Form jenseits des Feminismus. Männer sind in dieser Hinsicht in der Defensive. Sicher haben Männer formal die Macht, weil sie in den wichtigen Ämtern sitzen. Aber moralisch sind sie häufig diejenigen, die durch Diskurse beherrscht werden.
Letztlich hat das auch seine Spuren in der Forschung hinterlassen. Ich habe mich viel mit Jugendgewalt beschäftigt. Gewalt ist im wissenschaftlichen Mainstream immer Männergewalt. Es mehren sich aber kritische Stimmen, die feststellen, dass Frauengewalt keineswegs so selten ist, wie es scheint. Das gilt insbesondere für häusliche Gewalt, aber auch Prügeleien kommen vor. Nur werden männliche Gewalttäter mit aller Härte des Gesetzes verfolgt, weibliche meistens aber sehr nachsichtig behandelt (das zeigen seriöse Studien). Die Wahrscheinlichkeit der Strafverfolgung bei Männern ist ungleich höher als bei Frauen. Und die landläufige Meinung ist eben, dass Männer in der Hauptsache die Täter seien. Das ist keine gute Voraussetzung, um Jungen zu erziehen. Ihnen wird von Anfang an vermittelt, sie seien die defekteren Menschen. Solche Sichtweisen finden sich nach meiner Erfahrung bei recht vielen Lehramtsstudentinnen.
Macht ist hier keine Amtsmacht, sondern eher eine Definitionsmacht. Sie hat aber auch Folgen. Sie normiert. Männer versuchen, sich den eher weiblichen Normen von Männlichkeit anzupassen und das bis zur Selbstverleugnung.
Das nachzuzeichnen bedeutet freilich nicht, in einen simplen Biologismus zurückzufallen oder wieder auf den traditionellen Macho zu setzen. Das wären Kurzschlüsse. Die Soziologie-Kritik schüttet das Kind häufig mit dem Bade aus und behauptet eine absolute biologische Prägung. So einfach ist das Leben aber nicht. Natürlich gibt es gesellschaftliche Prägungen von Rollenmustern, auch wenn sie nicht so total ist, wie die Gender-Vertreter meinen.
Ich habe auch Lehramtstudenten unterrichtet. Über deren Sicht auf männliche Verhaltensweisen habe ich mich allerdings nicht unterhalten. Interessant fand ich da die Unterschiede im Auftreten vor den anderen Studenten. Die Frauen haben viel mehr darauf geachtet, Unwissenheit zu verschleiern und mit der Verwendung von Fremdwörtern zu beeindrucken.
Das geht so weit, dass sich alles nur noch um die Beherrschung des Sexualtriebs dreht. Der Begriff Treue, der eigentlich das Gegenstück zu Vertrauen ist, bedeutet dann das Einhalten des Versprechens, keine anderen Sexualpartner zu haben.
Es gibt beim Sexualtrieb einen wichtigen Unterschied zwischen Frauen und Männern, der biologisch begründet ist. Ein Mann kann nach der Zeugung abhauen. Eine Frau ist mindestens ein knappes Jahr lang blockiert.
Bei den sehr konservativen Familienvorstellungen ging es bei Männern darum, sich vor Kuckuckskindern zu schützen, und bei Frauen um Macht über ihren Versorger. Heute ist beides überflüssig geworden. Diese Familienvorstellungen sind sozial geerbte Altlasten.
Auch Frauen haben einen beeindruckend starken Sexualtrieb, aber der kommt erst nach langer Vorbereitung heraus. Da davon Außenstehende nichts bemerken, entsteht der Eindruck, Frauen seien in diesem Punkt Männern überlegen.
Ist das eine Behauptung von einer Korrelationen zwischen triebhaft und potentiell gewalttätig und einer Korrelation zwischen sozial kompetent und warmherzig?
Soziale Kompetenz ist Voraussetzung für Macht. Daher muss man bei sozial kompetenten Menschen besonders vorsichtig sein.
Kommt drauf an was man als Gewalt bezeichnet.
Mit sozialer Kompetenz kann man sehr gut gewalttätig sein, ohne dass es Außenstehende merken.
Außerdem gibt es noch den Trick Macht durch Selbsterniedrigung (Esther Vilar). Mit der Behauptung, körperlich unterlegen zu sein, darf eine Frau einen Mann schlagen, und sich trotzdem als Opfer aufführen, wenn der Mann zurückschlägt.
Dann habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Für mich gehört das Soziale mit zur Biologie. Ob etwas genetisch oder sozial vererbt ist, ist praktisch nicht zu unterscheiden. Und selbst wenn man es könnte, frage ich mich, für was diese Unterscheidung nützlich sein könnte.
@Lohengrin
“Über deren Sicht auf männliche Verhaltensweisen habe ich mich allerdings nicht unterhalten.”
Das ergab sich aus dem Seminarthemen (Jugendgewalt, Jugendkulturen).
Im übrigen zielte der “Rückfall in den Biologismus” nicht auf Dich. Es war eher als Antwort auf CheckervonBeruf gedacht. Er kritisierte die konservative Tendenz der Feminismuskritik. Ich beobachte auch selber, dass Feminismuskritik für manchen bedeutet, einen Alleinvertretungsanspruch der Biologie zu behaupten. Das habe ich in Deinen Beiträgen aber nicht so wahrgenommen.
@Lohengrin
“Kommt drauf an was man als Gewalt bezeichnet.”
Diese Studien meinen physische Gewalt, Schlägereien und Misshandlungen anderer. Subtile Gewalt meinen sie nicht. Es zeigt sich, dass Frauen häufiger zuschlagen, als allgemein angenommen. Ich selbst habe aber lange dem Klischee aufgesessen, dass Frauen erheblich friedlicher seien als Männer. Das ist an sich schon ein unsinniges Klischee. Aber in meinem Kopf war es fest einbetoniert.
Ich kenne weder Zahlen über das Zuschlagen von Frauen, das Zuschlagen von Männern noch über die allgemeine Annahme. Ich kenne allerdings die Schwierigkeiten, die mit der Erhebung solcher Daten verbunden sind.
Wie gessagt es geht hier wieder mal um klassen und nicht um Rassen …
Mehr habe ich diesem Gag nicht zu sagen … die 68´er hatten recht in sofern …
Alles ist Politik … ;)
Come and get me … :)
Matcho hin oder her … ;)
Ach … Fussball … Last euch nicht entzweien … Hope Solo ist auch nicht Gott …
http://www.youtube.com/watch?v=IljNg11yt4s
Ja sorry falscher thread :)
P.S. Japan hat das auch verdient … nach dieser dummen Fukuschima kiste …
aber das klingt wieder sehr nach VT. hm … ;) … Bravo Fifamafia … :)
Matcho gesucht ;)
http://www.youtube.com/watch?v=ld2DMsyy0go&feature=channel_video_title
Also mal ehrlich … es könnte gut werden !
Noch einmal 16 HM ?
Okay ein troll spruch noch ;) …
Ich sollte und könnte da mehr zu sagen aber … tzz
Also nix für ungut … Kay ? :)
Edit ;)
http://www.youtube.com/watch?v=sQ49WOEqpMo&feature=channel_video_title … zu plöde das ich sie ( Vivian ) verlohren habe … Hm …
@minimax
Marx hat sehr viel geschrieben. Mit Marx kann man alles und sein Gegenteil begründen. Marx hat immer wieder großes Irgendwas und steigendes Irgendwas durcheinandergeschmissen. Solche Fehler sind typisch für Wirtschaftsexperten.
Am besten gefällt mir aber immernoch die Arbeitswerthlehre. Demnach ist ein aufwendig herzustendes nutzloses Gerät mehr wert als ein leicht herzustellendes nützliches.
Es geht um den Kompromiss zwischen selber machen und andere machen lassen. Dass andere etwas besser können als man selbst spricht für das Auslagern. Die damit verbundene Einbeziehung von Verwaltern, die etwas abhaben wollen, spricht dagegen.
Das ist nicht nur der Anfang. Das ist der einzige Weg wie Wohlstand für alle erzeugt werden kann.
Mit Streben nach Reichtum (mehr haben als andere) ist das nicht vereinbar. Reichtum für alle ist ein Widerspruch.
@minimax
Ich habe nichts gegen Marx und Engels. Aber es ist falsch zu glauben, die beiden wären die einzigen, die Geschichte erklären könnten. Es gibt längst viel bessere Modelle und es gibt auch kritische Verbesserungen der Marxschen Ideen. Geschichte ist längst nicht so einfach, wie Marx sich das mal gedacht hat. Da kann man ihm keinen Vorwurf machen, schließlich sind seine Schriften schon sehr alt. Aber man sollte Marx nicht zum Theoriegott erklären, sondern auch die aktuellen Modelle zur Kenntnis nehmen.
Was hat sich denn Marx gedacht? Ich erkenne da nur ein sehr umfangreiches Werk an unpräzisem Geschwafel. Man kann Marx nicht widerlegen, weil man den Pudding nicht an die Wand nageln kann.
marx unterscheidet zwischen dem tauschwert und dem nutzwert.
ein produzent der seine produkte verkauft benötigt diese nicht selber, sie haben für ihn also keinen nutzwert. es geht ihm bei der produktion ausschließlich um den tauschwert.
der tauschwert ist abhängig von der arbeitsleistung die in dem produkt steckt, mit steigender rationalisierung der produktion sinkt der tauschwert des produktes.
das es nur einen weg geben sollte um ein ziel erreichen zu können stellt sich oftmals im nachhinein als eine fehleinschätzung dar.
allgemeine redewendung: hinterher ist man immer schlauer
Ich zerlege das jetzt mal. Und dann ist schluss mit Marx’ Unfug.
Tauschwert kann doch nur die Ware sein, die man für die selbst hergestellte Ware eintauscht. Das ist unabhängig von der Arbeit, die zur Herstellung nötig ist.
Was soll eigentlich Arbeitsleistung sein? Bei Technikern ist Leistung die Arbeitsrate, also Arbeit pro Zeit. Ok, das ist Fachsprache. Marx meint wohl mit Arbeitsleistung dasselbe wie Arbeit. Das ist nur ein Beispiel für Verwirrung durch unpräzise Sprache. Marx’ Werke sind voll davon.
Rationalisierung der Produktion heißt wohl, dass die zur Herstellung eines bestimmten Produkts eingesetzte Arbeit sinkt. Und steigende Rationalisierung wird mal wieder mit Rationalisierung durcheinandergeschmissen.
Nutzt man Rationalisierung zur Erhöhung der Menge der selbst hergestellten Ware, während die Produktion der Tauschpartner gleich bleibt, dann sinkt der Tauschwert eines Stücks der selbst hergestellten Ware, während der Tauschwert der gesamten selbst hergestellten Ware steigt.
P.S.
helft den armen vögeln.
Du schreibst dummstes Zeug, aber wenigstens im Dauerscheibstil ohne Pause, und ja, Marx hast Du nicht kapiert, aber dieses Unvermögen brauchste hier nicht auch noch wie ein Superdarsteller breittreten…
Man, man, man Kindchen echt – Erkenntniswert bei Deinen Zeilen ist Null.
Das tue ich aber. Und ich behaupte sogar, dass man Marx nicht kapieren kann, weil es unpräzises Geschwafel ist.
Soll sich doch jeder sein eigenes Bild machen.
Liest du die Bibel, mein Sohn?
“das kapital” von karl marx ist ein musterbeispiel für wissenschaftlichkeit und nicht zu vergeichen mit den werken von mehrin und guttenberg.
2200 seiten mit vielen formeln und alles super präzise.
es gibt auch noch “das kommunistische manifest” mit 100 seiten und leicht verständlicher ausdrucksweise.
@minimax
Das Kapital ist ein gutes Buch, aber präzise ist es nicht. Der Begriff “Klasse” z.B. wird gar nicht richtig definiert. Aber die Linken haben diesen Begriff pausenlos verwendet. Es gibt sehr viele Soziologen, die sich die Mühe gemacht haben, diesen Begriff auszuarbeiten (z. B. in starker Hinwendung zu Marx Anthony Giddens). Marx ist einfach nicht Stand der Dinge. Er ist keine unumschränkte theoretische Autorität. Sein Werk ist vieldeutig, oft spekulativ, häufig sind wissenschaftliche Analyse und politische Programmatik eng verbunden (was eben nicht sehr wissenschaftlich ist). Usw.
@Milo
Du scheinst mir ja ein echter Experte für Ökonomie und/oder Sozialwissenschaften zu sein!
Kannst Du mir (ökonomische oder sozialwiss.) Autoren nennen, die den von Dir formulierten Ansprüchen an Wissenschaftlichkeit genügen, an denen Karl Marx so kläglich gescheitert ist?
die gesetzmäßigkeiten der ökonomie sind nicht zeitabhänig sondern allgemeingültig. die vorrausetzungen zur erschafung eines mehrwertes sind heute die selben wie auch vor 400 jahren.
manchmal frage ich mich ob es eine parallelwelt gibt von der ich noch nichts mitbekommen habe.
@ minimax:
Dann solltest du mal Galbraith lesen. Ökonomie und ihre Gedanken entspringen natürlich immer der jeweiligen Zeit.
@minimax
Dass bei der Produktion mehr herauskommt als man reinsteckt, ist klar. Sonst würde man ja nicht produzieren.
Das Problem ist, dass Marx behauptet, dass der Überschuss nur aus der Arbeit entstehen würde. Das hat er sich aus der Nase gezogen. Daran ändert auch die Menge der von Marx geschriebenen Texte und das ständige Wiederholen dieser Behauptung nichts.
Man könnte mit der gleichen Berechtigung behaupten, dass der Überschuss zB nur aus der Genialität der eingesetzten Maschinen käme, und sich über die zu niedrigen Beiträge an die Erfinder der Maschinen beschweren.
Wer den Überschuss kriegt, ist eine Machtfrage. Im Kapitalismus ist der Kapitalist der Mächtige, und der greift sich den Überschuss.
viele ökonomen beschäftigen sich damit wie man den inneren wiedersprüchen des kapitalismus entgegenwirken kann um die daraus folgenden krisen zu vermeiden bzw. abzumildern.
mich interessieren eher theorien darüber wie eine postkapitalistische wirtschaft aussehen könnte.
wenn ich mir was zu essen koche dann mache ich das ausschließlich um satt zu werden, meine haushaltskasse wird dadurch nicht gefüllt.
laut marx entsteht der mehrwert durch arbeit, ob durch menschliche oder maschinelle spielt dabei keine rolle.
ich bin nicht darüber erfreut mein leben mit abstrakter arbeit verbringen zu müßen. mir geht es auch nicht nur darum gerecht bezahlt zu werden, was ich gerne möchte ist eine mitbestimmung.
@minimax
Das ist das einige, was mich interessiert. Alles andere ist nur Mittel zu diesem Zweck.
Ich unterscheide zwischen Arbeit und Werk. Arbeit ist die elende Maloche, die ich notgedrungen mache, und froh bin, wenn Feierabend ist.
Ebenso. Allerdings möchte ich das nicht nur gerne, sondern ich will das auch.
das hatte ich ganz vergessen.
karl marx behauptet nicht einfach nur so, daß der mehrwert durch arbeit ensteht sondern er begründet dies damit in dem er bei der arbeit eine aufteilung in notwendige arbeit und mehr arbeit macht.
wenn du eine andere theorie zur enstehung des mehrwerts hast, dann kannst du sie mir gerne kund tuen aber bitte möglichst präzise und mit genauer begriffserklärung.
du verwendest die begriffe nicht differenziert und bringst sie durcheinander.
die rationalisierung dient dazu den anteil an der notwendigen arbeit zu minimieren um den mehrwert zu steigern. damit wird die ausbeutung der arbeit erhöht und der profit gesteigert.
Nein. Er behauptet dass der Mehrwert nur aus der Arbeit entstehe. Dann teilt er die Arbeit in zwei Teile auf, nämlich die, die den Mehrwert erzeugt (die Mehrarbeit) und den Rest (die notwendige Arbeit).
Diese Aufteilung ist akademisch. Er hätte sich auch irgend etwas anderes aus der Nase ziehen können.
Die Schwierigkeit liegt im Begriff Begründung. Das ist das gleiche wie in der Physik. Es wird nur ein Wie beschreiben, aber kein Warum.
Rationalisierung erlaubt mit sinkender Arbeit die gleiche Menge an Waren zu produzieren. Arbeiter werden entlassen. Der Mehrwert steigt. Das Verhältnis von Mehrarbeit zu notwendiger Arbeit steigt.
Rationalisierung erlaubt mit gleicher Arbeit eine größere Menge an Waren zu produzieren. Der Mehrwert steigt. Das Verhältnis von Mehrarbeit zu notwendiger Arbeit steigt.
rationaliesierung in der produkion bedeutet in den meisten fällen das die arbeiter für die erzeugung eines produktes immer weniger zeit benötigen. theoretisch könnten die arbeiter bei fortschreitender rationalisierung die arbeitszeit immer weiter kürzen. in der praxis geschieht aber das genaue gegenteil. die unternehmer versuchen die arbeitszeit so weit wie möglich auszudehnen.
„Der Arbeiter braucht nur einen halben Arbeitstag z. B. zu arbeiten, um einen ganzen zu leben; … Der Kapitalist, indem er … den ganzen Arbeitstag sich aneignet, … schafft so den Mehrwert seines Kapitals – im vorausgesetzten Fall einen halben Tag vergegenständlichte Arbeit.“ K. Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, 239.
Männer und Frauen sind bereits von Natur aus gleich gestellt. Sie haben unterschiedliche Stärken und Schwächen, die sich gegenseitig ergänzen. Das zu negieren und über “Gleichstellung” vermeintlich nivellieren zu wollen ist krankhaft.
Feminismus und Genderismus sind krankhafte Ideologien, die nur zur Spaltung und Zersetzung der Gesellschaft führen.
Einer Frau steht es ja frei, kurze Haare und männliche Kleider zu tragen, krampfhaft “Karriere” zu machen, sich männlich geben und Fußball zu spielen.
Nur darf sie dann nicht erwarten dass ich mich sexuell von ihr angezogen fühle. Von Ehe und Familiengründung ganz zu schweigen.
Sollte beim Thema Feminismus nicht der Erfinder und Auftraggeber
lobenderwähnt werden?Edward Bernays, Propagandist und Buchautor beschreibt in seinem, bereits 1928 erschienen Buch, “Propaganda” sehr anschaulich, wie der Feminismus auf den Weg gebracht wurde und warum.
Das WARUM liefert Nicholas Rockefeller persönlich:
In Anbetracht dieser propagandistischen Tatsache ist es um so trauriger, dass das weibliche Geschlecht so erpicht darauf ist, diesem persönlichkeits zerstörenden Wahn unreflektiert zu folgen.
Mittlerweile kann man sich für seine eigene Spezies nur noch schämen. Wer ohne mit der Wimper zu zucken täglich die gesundheitsschädlich Pille einschmeißt um am Tagesende mit weit gesprießten Beinen den Männern entgegenschreit, “Nimm mich. Fester, fester …” der hat es nicht anders verdient, als dass er getreten wird wie ein Hund.
Und das werden viele, viele Frauen, die nichts anderes im Leben mehr haben, als einem Ideal nachzurennen, das niemals ihres sein kann. Je männlicher sie werden um so mehr bedarf des der weiblichkeitsfördernden SchönheitsChirurgie um die Weiblichkeit wenigstens im optischen Sinne genüge zu leisten.
Wie traurig ist das geworden. Wie weit muss die Frau sinken um zu begreifen, dass das Leben, dass sie anstrebt nicht das ihre sein kann. Sollte man sich nicht fragen, was die Natur sich dabei gedacht hat, Mann und Frau zu kreieren. Hätte er NUR Männer haben wollen, dann wäre die Evolution mit Sicherheit genau in diese Richtung verlaufen.
So aber, werden die Männer immer mehr verweiblicht, die Frauen immer mehr vermännlicht. Wer darauf stolz ist, dem ist nicht mehr zu helfen.
Wer behauptet, dass Nicholas Rockefeller das gesagt habe? Nicholas Rockefeller wird doch wohl nicht so blöd gewesen sein, das öffentlich zu verkünden.
Du erkennst nicht einmal die einfachste Nazipropaganda, aber wat von Marx erzählen wollen..
und Dich hat man zukünftige Lehrer unterrichten lassen?
Ich kenne die Propaganda. Aber es reicht mir nicht, dass irgendwer irgendwas gehört hat. Ich will konkret wissen, woher die Behauptung kommt, dass Nicholas Rothschild das gesagt habe.
Sehr schön, dit sich die sozialdarwinistischen Nazischlampen mit ihren urwüchsigen Ansichten hier endlich auch eingefunden haben, und was von Heim, Herd und der orginiären Natur erzählen wollen.
Verpiss Dich nach Walhalla “JulyaF”, oder gleich zu den Talibs, die sehen das nämlich ähnlich wie Du, und das mit den Produktionsverhältnissen, der Frage nach Arbeit, Konsumtion , Zirkulation und Produktion kannste dir in einer ruhigen Minute nochmal anschauen.
@JulyaF.
His major coup, the one that really propelled him into fame in the late 1920s, was getting women to smoke.
[s. Vorwort v. Noam Chomsky]…hast Du noch vergessen, und bitte erschüttere doch nicht mein Weltbild – bis heute war ich der festen Überzeugung Feminismus ist eine weitere teuflische Erfindung des CIA ๏̯͡๏
Sehr gewagt Deine Aussage, also dann auch bitte mit Quellen belegen:
http://www.historyisaweapon.com/defcon1/bernprop.html#SECTION7damit sich der Leser eine eigene Meinung bilden kann.
Und was Nicholas Rockefeller Aaron Russo außerdem erzählt haben soll → ‘Alles Schall und Rauch’, das Thema hatten wir schon bis zum Erbrechen. Immerhin hast Du den Leser von den neuesten ‘N.W.O. Censored !!! -Filmchen’ verschont, btw. wo @name Recht hat – einfachste Nazipropaganda – hat er halt recht, und – falls es Dir entgangen sein sollte – Bilderberg einen neuen Chef Henri de La Croix de Castries…
…pardon
das WetterYES SHE…
@SF
Deine ‘Kommentar bearbeiten’ Funktion streikt schon seit Tagen, das Fenster
verdüstert sich lediglich, oder liegt das mal wieder am Scheißwetter?
@SF
Liegt am Scheißwetter, das CAN hab ich vergessen.
Feudal tales from Happy Shark Weeks:
YES SHE CAN
…und er auch:
@André H. No doubt…
Well she’s walking through the clouds
With a circus mind that’s running round
Hey… vergiß nicht, die leben hier alle hinter der ▌GEMA-WAll ▌
da mußt schon noch einen Proxy dazupacken → z.B. UK Proxy
93.189.5.138:8080With a thousand smiles, she gives to me free
Aus meiner vogelwilden Zeit und für Hardcore-Fans
Jimi Hendrix - Little Wing Live Frankfurt 1969Nur Lazurus09 kann sich vielleicht noch an das Konzert in der Jahrhunderthalle erinnern ;-)
[duck&wech der Berger schielt schon wieder so komisch]☂@dagon
“Kannst Du mir (ökonomische oder sozialwiss.) Autoren nennen, die den von Dir formulierten Ansprüchen an Wissenschaftlichkeit genügen, an denen Karl Marx so kläglich gescheitert ist?”
Ich sage nicht, dass Marx kläglich gescheitert sei. Nur ist sein Werk nicht vollkommen und es ist auch fehlerhaft.
Eine konstruktive Weiterentwicklung der Marxschen Idee findest Du im folgenden Buch:
Anthony Giddens: Die Klassenstruktur fortgeschrittener Gesellschaften.
Das Buch ist ein Beispiel dafür, wie es präziser geht und wie man Marx zeitgemäß (zumindest für die 70er Jahre) nutzen kann.
Nahezu jeder gegenwärtige Theoretiker sozialer Ungleichheit ist präziser als Marx. Ein Beispiel wäre auch Reinhard Kreckel: Politische Soziologie sozialer Ungleichheit (oder so, bin mir bei dem Titel nicht mehr sicher). Einer der bekanntesten Marx-Anwender und Weiterentwickler war Pierre Bourdieu, ausgewiesener Linker und sehr einflussreicher Soziologe nicht nur in Frankreich.
Der Mangel an Präzision bei Marx ist doch kein Beinbruch. Er schrieb sein Werk, bevor sich die Sozialwissenschaften akademisierten und folglich auch disziplinierten. Daraus resultieren eben auch die Schwächen. Autoren der Gegenwart sind genauer, weil sie sich von vornherein um die Klärung ihrer Begriffe bemühen. Aber das ist doch auch normal in der Geschichte einer Wissenschaft und kein Grund, Marx deshalb zu verdammen. Nur ist er eben auch kein Götze, sondern ein geistiger Anreger unter vielen.
Ich kann keine Fehler entdecken!
Im “Kapital” ist drin, was draufsteht: Eine Beschreibung des Kapitals.
Nicht mehr und auch nicht weniger.
Marx will nicht “soziale Ungleicheit überhaupt” erklären!
Erst die Latte zu hoch legen und dann sagen Marx sei drunterhergesprungen, das haben wir gerne – so macht man Marx zum Götzen, nämlich zum Baal seines Jehovas!
M.W.n. macht Bourdieu etwas ganz anderes!
Aha, wenn man drüber redet kommt was besseres heraus?
Mal zwei Beispiele für Definitonen von zentralen Begriffen bei Marx:
Ich wüßte nicht was daran unpräzise wäre!
Wenn einem etwas nicht passt, dann soll man das sagen, sich aber bitte nicht auf eine evolutionäre und konsensualistische Wissenschaftstheorie zurückziehen, und abstrakt behaupten: Heute sind wir aber weiter!
Du willst doch hoffentlich nicht behaupten, daß der reine Pfeil der Zeit als Qualitätsmesser für Theorien zu gelten habe, damit würdest Du unser dreier Intelligenz beleidigen!
Welche sich aber wiederum – wie jeder andere Wissenschaftler auch – anhand ihrer Theorien messen lassen müssen!
Der wahre Götze heist doch bürgerliche Wissenschaft!
@dagon
Nur kurz: Der Begriff Klasse ist im “Kapital” nicht wirklich ausgearbeitet. Er ist aber ein zentrales Element der linken Kritik am Kapitalismus. Schließlich braucht man einen solchen Ungleichheits-Begriff, um die Auswirkungen des Kapitalismus = systematische Benachteiligung der Nicht-Besitzenden darstellen zu können. Darum ist das “Kapital” kein vollkommenes Werk. Und das ist nicht der einzige Schwachpunkt der Marxschen Theorie.
Ich behaupte nicht, dass sich die Wissenschaft notwendig weiterentwickelt mit den Jahrzehnten. Nur gibt es seit der akademischen Tradierung der Soziologie auch ausgearbeitete Klassenbegriffe. Diese Klassenbegriffe werden auch stets im Kontext der Denkgeschichte entwickelt. Die verschiedenen Definitionen seit Marx werden verglichen, Stärken und Schwächen analysiert und DANN wird ein eigener Vorschlag ausgearbeitet. Genau das ermöglicht es, Denkfehler oder Ungenauigkeiten bei Marx zu vermeiden bzw. zu korrigieren.
Meine Hinweise auf “Soziale Ungleichheit” bezogen sich auf Kapitalismuskritiker, also Leute, die im Kapitalismus selbst einen Grund der Ungleichheit sehen. Es gibt auch Leute, die andere Ungleichheiten betrachten (z.B. Geschlecht) und die von der Ökonomie abkoppeln. Aber es gibt eben moderne Kapitalismuskritiker, die wesentlich präziser sind als Marx oder die eben dessen Lücke gestopft haben.
Das Konstrukt “bürgerliche Wissenschaft” ist nicht sehr sinnvoll. Es ist mir nicht klar, was damit gemeint sein soll. Vermutlich ist das eine Ideologieunterstellung, sprich: der Wissenschaftler betreibt, ohne es zu merken, eine Wissenschaft, die dabei hilft, das System zu stabilisieren. Das ist aber mit Blick auf die Soziologie kein haltbarer Vorwurf. Natürlich gibt es etliche Theoretiker, die den Kapitalismus eher wenig wahrnehmen. Aber es gibt reichlich scharfe Kritik an den Verhältnissen und ihren systematischen Ursachen. Genau das macht Soziologie auch aus. Nur kann sich der Soziologe dabei auch überraschen lassen, anstatt sich von vornherein auf eine Lehrmeinung festzulegen. Aber immer steht im Mittelpunkt, systematische Ursachen zu ergründen. Dabei wird ganz heftig Kapitalismuskritik betrieben, gerade in der Gegenwart.
Ebenfalls nur kurz:
Es ist auch völlig sinnlos den Begriff der Klasse ganz unabhängig von seinen realen Bestimmungen (Kapitalist/Proletatier) zu bestimmen! Ansonsten: Einfach mal nach “doppelt freier” Arbeiter googeln!
Schon mal was von Substanz und Akzidenz gehört?
Ja, ich weiß, das soll Methaphysik sein – aber das diskutiere ich hier sicherlich nicht mehr mit Dir!
Wieso unterstellst Du mir das ich nicht so vorgegangen bin und hier nicht nur das Ergebnis meiner Auseinandersetzung mit den verschiedenen Positionen präsentiere.
Weil die Mehrheit Dir gesagt hat, daß das gar nicht anders sein kann?!
Also doch: dogmatischer Konsensualismus!
Wieso unterstellst Du, daß ich nicht so verfahren würde, und ausgerechnet Marx korrigiert werden müßte. Und wenn ich mich nicht korrigieren lassen will, dann wirfst Du mir Dogmatismsus vor. Diese Art von Vorverurteilung nenne ich Dogmatismus!
Das war eine Replik auf das, was Du geschrieben hast! Der Begriff “bürgerliche Wissenschaft” bezeichnet eben bürgerliche Wissenschaft, die ganz bestimmte Eigenschaften hat (läßt sich z.B. hervorragend an Sir Popper studieren!), auf die ich hier ebenfalls nicht mehr eingehen werde. Zum Schluß sei in diesem Zusammenhang nur noch eine Feststellung getroffen:
Warum siehst Du den Splitter im Auge Deines Bruders, den Balken in Deinem eigenen jedoch nicht?
So im Abstrakten zu diskutieren ist völlig unergiebig! Schon gleich gar, wenn man dem anderen sofort Dogmatismus unterstellt, und nur seine eigene Wahrheit gelten lassen möchte!
Diskutieren läßt sich nur über Gegenstände, nicht aber über Meinungen zu Gegenständen!
Du muß auch beachten, das Theoretiker auch gerne ihr eigenes Süppchen kochen, und dazu andere gerne falsch darstellen (vgl. dazu auch Sir Popper -> bürgerliche Wissenschaft).
Ignorantia non est argumentum!
@dagon,
mir ist Deine Art der Diskussion ein wenig zu aufgeregt. Du beziehst allgemeine Erklärungen auf Dich. Das steht da so aber nicht. Ich habe keine Kritik an Dir geübt. Ich habe nur dargelegt, warum es heute gegenüber Marx einen Theoriefortschritt gibt, meiner Meinung nach.
@Milo
Umgekehrt: Ich beziehe mich nur auf das, was Du von Marx behauptet hast! Wieso sollte ich irgendwelche Äußerungen, die Du über Marx gemacht hast, auf mich beziehen? Da würde dann ja wohl was enorm schieflaufen!
Aber(!) Deine Aussagen über Marx
- als da wären:
1. Marxens Theorie ist nicht präzise.
2. Marxens Theorie definiert den Begriff der Klasse nicht.
3. Marxens Theorie ist obsolet (nicht Stand der Dinge).
4. Marxens Theorie ist vieldeutig.
5. Marxens Theorie ist spekulativ.
6. Marxens Theorie wirft wissenschaftliche Analyse und politische Programmatik drucheinander.
7. Marxens Theorie ist nicht wissenschaftlich.
- sind allsamt zweifelhaft bis schlichtweg falsch!
Wobei die letzte Behauptung den Tatbestand des wiss. Rufmords erfüllt!
Wenn ich dann versuche, den Deckel auf die von Dir geöffneten Fässer voller Blödsinn zu bekommen, dann kann schon mal “Hektik” aufkommen!
Man sollte nur kritisieren, was man auch gelesen und verstanden hat!
Man kann Dir nur zugutehalten, daß eine solche Denunziation von Marx zum Standard bürgerlicher Theoriebildung gehört!
Vllt. hilft Dir diese mp3-Datei (Einführung in “Das Kapital” als Download) ja weiter!
Das ist mir schon klar:
Ich habe auch keine Kritik an Dir geübt, sondern nur nach der Devise:
gehandelt!
Das Ganze setzt schon mal eine Definition von Kapital und Wert voraus. Dazu hat Marx sehr viel geschrieben, wozu ich schon etwas geschrieben habe.
Ich bezeichne jetzt mal alles, das an der Produktion beteiligt ist, als Produktionsmittel, also Maschinen, Arbeiter und Erfahrung. Die Verpflichtung, irgend jemandem etwas von den erzeugen Produkten abzugeben, will ich nicht dazu zählen.
Marx hat einfach behauptet, dass der Mehrwert nur aus einem Teil der Produktionsmittel, nämlich der Arbeit, entstehen würde. Gemäß dieser Behauptung definiert er dann konstantes und variables Kapital. Diese Definition ist zwar willkürlich, aber sie ist halbwegs präzise. Ob Nahrungsmittel, die der Unternehmer den Arbeitern stellt, Rohstoff oder Teil des variablen Kapitals sind, ist eine Kleinigkeit.
@ Lohngrin
Du hast bisher leider nur Blödsinn geschrieben!
Deine Ableitungen sind leider allesamt falsch und haben mit der Marx’schen Theorie nichts zu tun!
Die Probleme, die Du mit den Begriffen hast, sind sämtlich Deine und nicht die von Marx.
Gerade der von Dir verlinkte Post ist der größte Blödsinn, den man über die Marx’schen Auffassungen verbreiten kann – nichtsdestotrotz gehört solche “Kritik” zur Standardpropaganda, die über Marx verbreitet wird!
Überleg’ Dir das doch mal selber, wenn Marx solch’ einen offensichtlichen Blödsinn verzapft hätte, wie Du behauptest, hätte irgendjemand mit solchem Zeugs Revolution machen können?
Naja, der Kapitalismus hat auch schon Millionen Tote durch Krisen, Kriege und allg. Mißmanagement auf dem Buckel und es gibt ihn immer noch!
@dagon1923
Ich habe dargelegt, dass man Marx nicht verstehen kann.
Das ist halbwegs richtig. Ich kann Marx nicht widerlegen, weil ich den Pudding nicht an die Wand nageln kann.
Dass Marx damit keine Probleme hat, ist mir klar.
Es ist mir egal, ob meine Meinung mit der Standardpropaganda übereinstimmt oder gesetzlich verboten ist. Ich denke selbst.
Ja. Definitiv! Je dicker die Bücher desto besser.
Ob ich oder Marx Blödsinn geschrieben hat, soll jeder für sich selbst entscheiden. Weitere Diskussion über das Thema führt zu nichts.
@dagon
“1. Marxens Theorie ist nicht präzise.
2. Marxens Theorie definiert den Begriff der Klasse nicht.
3. Marxens Theorie ist obsolet (nicht Stand der Dinge).
4. Marxens Theorie ist vieldeutig.
5. Marxens Theorie ist spekulativ.
6. Marxens Theorie wirft wissenschaftliche Analyse und politische Programmatik drucheinander.
7. Marxens Theorie ist nicht wissenschaftlich.”
Du hast meine Äußerungen über Marx missverstanden.
Die Punkte 1 und 2 halte ich aufrecht.
Punkt 3: Ich habe nirgendwo gesagt, Marx sei obsolet. Das hieße ja, es gäbe gar keinen Grund mehr, Marx zu lesen. Wenn ich schrieb, dass jemand wie Giddens den Marx konstruktiv fortentwickelt hat, heißt das auch, dass er wesentliche Ideen von Marx aufgenommen hat und diesen gerade nicht für erledigt hält.
Punkt 6: Auch dabei bleibe ich, Marxens Theorie ist hoch normativ, also davon getragen, was er politisch will
Aber daraus ergibt sich keinesfalls Punkt 7. Marx ist in einigen Aussagen nicht wissenschaftlich,aber das heißt nicht, dass er GENERELL unwissenschaftlich wäre. Wäre er das, hätte er nicht diesen festen Platz in der Geschichte der Soziologie. Den hat er nur, weil er eben einiges zum Nachdenken über die Gesellschaft beigetragen hat, was bis heute aktuell ist. Marxens Klassenbegriff ist allemal Bestandteil der Theoriegeschichte, wie sie im Falle “sozialer Ungleichheit” zum Lehrkanon der Soziologie gehört. Die Beschäftigung mit Marx endet nicht mit dem Urteil, der Mann habe sich vollständig geirrt. Das mögen einige behaupten, andere behaupten das Gegenteil und konstruktive Kritiker nutzen eben das, was an Marxens Denken auch heute noch fruchtbar ist für eine angemessene Beschreibung der Gesellschaft.
Im übrigen hätte ich gerne mal erklärt, was denn “bürgerliche Wissenschaft” im Gegensatz zur nicht-bürgerlichen sein solle.
Auch gibt es keinen Konsens in der Soziologie. Soziologen sind sich so uneins, wie nur sonstwer. Es wird nicht per Mehrheitsbeschluss eine allgemeingültige Theorie festgelegt. Vielmehr gibt es eine endlose Debatte. Aber in diesen Debatten, etwa um den Klassenbegriff, finden sich hier und da sinnvolle Argumente, die helfen, Denkfehler oder Begriffslücken zu vermeiden. Und diese finden sich auch bei Marx, der nun einmal so unvollkommen ist wie jeder andere Schreiberling auch. In der Soziologie ist es nun einmal so, dass sich jeder seine eigene Meinung bilden muss, wenn er sich nicht zum hörigen Schüler irgendeines Lehrmeisters machen will. Das eigene Denken ist schlicht die Vorraussetzung für Soziologie. Es kann darum keinen verordneten Konsens geben, allenfalls Denkfaulheit. Stattdessen gibt es immer den Theoriestreit.
@ Milo
@ Lohengrin
Daß Denken eine eigenständige Leistung wäre, ist mir neu!
Meinen ist das – vllt.!
Egal, was euch die Systemtheoretiker erzählen, es gilt immer noch die alte dialektische Warheit:
Alles Andere ist nur Meinungspluralistische, d.h. bürgerliches Geblubber!
Aber das ist doch kein Kritikpunkt an Marx! Ein Kritkpunkt an einer soziologischen Theorie ist es, wenn sie behauptet, es ginge auch anders!
Das ist überhaut kein Kriteruim für die Wissenschaftlichkeit von soziologischen Theorien
@dagon
Was ist denn mit “Bürgerlichem Geblubber” gemeint, was bedeutet das konkret? Nach welchen Kriterien urteilt man denn, wann etwas “bürgerliches Geblubber” ist und wann nicht?
Falls Du dazu nichts konkreteres zu sagen hast, muss ich wohl davon ausgehen, dass es sich eher um einen Kampfbegriff handelt.
@ Milo
Du mußt von gar nichts ausgehen!
Du mußt lesen!
Und zwar die Autoren, die Du meinst kritisieren zu müssen – und zu können!
Ansonsten habe ich zu dem Thema (Marx kontra bürgerliche Wissenschaft) alles gesagt, was dazu zu sagen ist!
Ergänzung:
Die Marx’sche Theorie ist nicht etwa in einem diskursethischen oder deontischen Sinne normativ. Ihr erkenntistheoretisches Progamm läuft dieser Art von Normativität gerade zuwider.
Also bitte Marx nicht zu früh eingemeinden:
Marx ist weder Positivist, noch kritischer Rationalist, noch Kantianer, noch Verfassungspatriot – er vertritt einfach keine Konzeption bürgerlicher Normativität.