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  • Die amerikanische Tragödie

    geschrieben am 20. Juli 2011 von Stefan Sasse

    Von Stefan Sasse


    Inauguration Obamas, 20.01.2009
    Als Barack Obama im Jahr 2008 antrat um Präsident der USA zu werden versprach er, “change” zu bringen. Dieser “change” erwies sich, zusammen mit “Yes we can” und “Hope” zu den Schlagern des Wahlkampfs und begeisterte Massen, besonders die Jungwähler, in einem Ausmaß wie das vorher nicht möglich erschienen war. Aufmerksame Beobachter warnten schon damals davor, dass die Sause nicht würde ewig gehen können und dass Obama, wenn er erst im Weißen Haus wäre, keine Chance haben würde den gigantischen Erwartungen gerecht zu werden, die er geweckt hatte. Man muss ihm zugute halten dass er auch nie behauptet hat, sie alle erfüllen zu können, auch wenn es viele gehofft hatten. Ein Jahr vor den nächsten Präsidentschaftswahlen sieht seine Bilanz allerdings, gegen das Programm mit dem er angetreten war gestellt, mehr als düster aus. Erinnern wir uns: change beinhaltete mehrere große Programmpunkte, einige in den Begriffen klassischer Politik greifbar, einige eher stilistischer und mentaler Natur. Zu ersterer Kategorie gehörten der Rückzug aus dem Irak, die Aufstockung Afghanistans und ein erfolgreiches nation-building dort, eine umfassende Gesundheitsreform, eine Konjunkturpolitik zur Stützung der Wirtschaft und eine Beteiligung der Wallstreet an den Kosten der Finanzkrise. Zu der zweiten Kategorie gehörte ein freundlicheres Klima in der US-Außenpolitik und eine Rückkehr zum Multilateralismus sowie eine deutlich erhöhte Partizipation und Transparenz im Regieren (das eigentliche Kernstück von change). Was ist zwischenzeitlich passiert?

    Um das zu verstehen muss eine Sache deutlich gemacht werden: Obamas Programm war, wie das in der Politik immer ist, ein Wahlprogramm. Er würde nicht alles davon umsetzen können, sondern würde mit verschiedenen Vetospielern agieren müssen – unter anderem dem Kongress, der zwar über eine demokratische Mehrheit verfügte, deswegen aber noch lange nicht eine sichere Bank im Obama-Lager war, nehmen die Amerikaner die Gewaltenteilung doch etwas ernster als wir Deutschen. Ohnehin rutschte ein Thema bereits in die Spätphase des Wahlkampfs und die Übergangsperiode zwischen Wahl und Inauguration (transition): die Finanzkrise. Sie dürfte Obama nicht auf dem Tableau gehabt haben, und obwohl er nichts dafür konnte, schränkte sie seinen Handlungsspielraum bereits entscheidend ein. Die Rettung der Banken und Versicherungen, insbesondere AIG, Fanny Mae und Freddie Mac, verschlang Unsummen. Da die Realwirtschaft gleichzeitig in eine Rezession bedrohlichen Ausmaßes rutschte,  initiierte Obama den American Recovery and Reinvestment Act ARRA, der mit fast 1000 Milliarden schuldenfinanzierten Konjunkturspritzen die Arbeitslosigkeit in Grenzen halten sollte. Das prestigeträchtigste Projekt im Rahmen der ARRA war dabei die Rettung von General Motors, die sich letztlich als Erfolg der Regierung herausstellte.

    Unterzeichnung des ARRA, 17.02.2009
    Trotzdem war die Rettung ein gigantisches Problem. Nicht nur engte sie die fiskalischen Spielräume bedenklich ein und ließ alle Ambitionen für die Gesundheitsreform im Nichts verschwinden, sie erlaubte es den Republikanern außerdem, ihrer Basis gegenüber die Schuld für die Finanzkrise und wirtschaftliche Misere wenigstens zu einem Teil den Demokraten aufzuladen, die im Gegensatz zu Bush jr. nicht einfach abwarten konnten bis jemand anderes den Dreck aufkehrte. Die Regierung hatte damit von Anfang an einen politischen Mühlstein um den Hals. Immerhin, das Problem wurde schnell und entschlossen in Angriff genommen. Progressive Kritiker wie Krugmann oder Stiglitz forderten mutigere, umfangreichere Programme. Trotzdem konnte, wie auch in Deutschland, zumindest das Schlimmste verhindert werden. Eine ökonomische Katastrophe wie die Krisenpolitik der frühen Reagan-Ära blieb den Amerikanern erspart, obgleich die Arbeitslosigkeit stark anstieg.

    Es heißt, dass die ersten 100 Tage einer amerikanischen Regierung die einzig wirklich produktiven sind. Ihre Herzprojekte versucht sie meist in dieser Zeit zu erledigen, ehe die Midterm-Elections und später die nächsten Presedential Elecions die Prioritäten anderweitig verteilen. Diese Periode war mit dem ARRA vergangen, und er war erstaunlich leicht durchgegangen. Der Zorn im Land war so stark dass sich niemand, der bei klarem Verstand war, ernsthaft gegen die Maßnahmen stellen konnte; der Einfluss der hinter den Kulissen agierenden Lobbyisten besonders von Goldman Sachs war ohnehin noch immer relativ hoch, wenngleich sie ohne offene Rückendeckung der Republikaner agierten und sich eher darauf verlassen mussten, dass niemand wusste -  ja, wissen konnte – was genau zu tun war und ihr Rat deswegen gesucht war und der amerikanischen Kompromissliebe auch entgegenkommen würde. Vielleicht hoffte Obama, dass er durch die entschlossene Krisenpolitik und die schwächlichen Reaktionen der Republikaner genügend momentum gewonnen hatte, um sein eigenes Herzprojekt auch noch durchzudrücken: eine umfassende Gesundheitsreform, am besten mit Schaffung einer gesetzlichen Krankenversicherung ähnlich Europas.

    Tea-Party Proteste in Washington, 12.09.2009
    Dies dürfte die folgenschwerste Fehleinschätzung seiner politischen Karriere gewesen sein, obgleich sie kaum vorhersehbar war. Mit einem gewaltigen Vertrauensvorschuss des Nobelpreiskommittees, das damit gewissermaßen stellvertretend für weite Teile Europas stand, wurde ihm noch im Dezember 2009 der Friedensnobelpreis verliehen; sein Ansehen in der Welt war auf einem absoluten Höhepunkt. Was sollte da schief gehen? Das dürften sich zu dieser Zeit auch einige evangelikane Republikaner vom rechten Rand ihrer Partei gefragt haben. Sie fühlten sich bereits von McCains bewundernswertem Aufruf am Wahlabend, das Ergebnis zu akzeptieren und mit Obama zusammenzuarbeiten, verraten. Nukleare Abrüstung, Abzug aus dem Irak, der Friedensnobelpreis, das Wohlwollen der widerlich weichen Europäer – all das erregte diesen Teil des amerikanischen Parteienspektrums. Niemand hatte vorhergesehen, welch Integrationskraft und Mobilisierungspotential sie aufbringen würde, indem sie die Redneck-Rhetorik der Fans des zweiten Amendments mit einer simplen Version des Christentums kombinierten und mit der oppositionellen Brechstange radikale Steuersenkungen als politische Agenda unterfütterten und sich als Gegenpartei zum Washingtoner Establishment gerierten.

    Die Tea-Party-Bewegung lebt dabei hauptsächlich von ihrem Feindbild. Dieses Feindbild sind Obama und seine “liberalen” Freunde, wobei “liberal” in den USA dieselbe Bedeutung hat wie bei uns “sozialistisch”. In der Lesart der Tea-Party verrät Obama amerikanische Werte, indem der kollektive Organisationen vor die individuelle Leistung des einzelnen stellt und diese durch hohe Steuern bestrafen will, mit denen ein Heer von der Bevölkerung entfremdeten Bürokraten irgendwelche gängelnden Bestimmungen erlässt, die die Freiheit gefährden. Nirgendwo wurde dies so deutlich wie bei Obamas Versuch, nach seinem ARRA endlich die umfassende Gesundheitsreform einzuführen.
    Unterzeichnung des PPACA, 23.03.2010
    Anfangs schien es noch so, als könnte auch dieser Versuch von Erfolg gekrönt sein. Der größte Gegner schien wie bereits zu Beginn der 1990er Jahre die Pharmalobby zu sein, die ihre Pfründe in Gefahr sah. Die Lobbyisten mit den maßgeschneiderten Gesetzentwürfen im Gepäck allerdings machten bald niemandem mehr Sorgen, hatte die Tea-Party doch die Gesundheitsreform als ihr Aufregerthema Nummer 1 für sich entdeckt. Eine Welle von irreführenden und teils schlicht erlogenen Behauptungen flutete die öffentliche Debatte und machte eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Gesetzespaket kaum mehr möglich. Die sich näherenden Midterms vor Augen, verlor Obama viele Unterstützer im Kongress, die mit dem politisch toxischen Gesetz nicht mehr viel zu tun haben wollten. Als besonders katastrophal erwies sich die gelungene Unterstellung der Tea-Party, dass die freie Arzt-Wahl (in den realen Zuständen durch die Geldbörse ohnehin kaum gegeben) durch Washington abgeschafft würde, und dass die Bürokratie über Leben und Tod entscheiden würde. Derart wirre Zuspitzungen und Verdrehungen weißen auf eine außerordentlich vergiftete Debatte und riesige ideologische Gräben hin, die in der ersten Hälfte 2009 noch kaum sichtbar gewesen waren. Als der Patient Protection and Affordable Healthcare Act PPACA im März 2010 nach einer langwierigen Schlammschlacht endlich Gesetz wurde, war er entkernt und die Regierung Obama zutiefst angeschlagen.

    Waidwund mit der Auseinandersetzung um die Gesundheitsreform schleppte sich die Partei in die Midterm-Elections 2010, wo zum ersten Mal eine signifikaten Zahl von Tea-Party-Kandidaten antrat. Dieses Faktum dürfte die republikanische Kongressmehrheit verhindert haben; zwar gelang es der GOP, das Repräsentantenhaus zu erobern, im Senat aber behielten die Demokraten eine schmale Mehrheit. Der Grund dafür liegt in der Spaltung Amerikas, die durch die Tea-Party zementiert wurde. Diese Spaltung und wie sie sich in der Amtszeit Obamas vertieft hat ist eine Tragödie; es ist die Tragödie Obamas und die Geschichte seines Scheiterns. Mehr als alles andere ist es die Spaltung – für die er persönlich nichts kann – die den change aufgehalten hat. Als er die Wahl 2008 gewonnen hatte, sah die Situation noch anders aus: Obama streckte die Hand über die aisle aus und versuchte, einige Republikaner für Regierungsposten zu gewinnen und so eine Atmosphäre des bipartisanship zu schaffen. Der Aufruf McCains in der Wahlnacht genau dazu gab Hoffnung, und obwohl die Regierung doch parteiischer wurde als Obama sich das ursprünglich vorgestellt hatte, waren die Grundvoraussetzungen nicht schlecht.

    Obama mit dem Friedensnobelpreis 2009
    Entgegen der hochfliegenden Hoffnungen der liberals, also der Linken, war und ist Obama letzten Endes ein Zentrist. Die amerikanische Politik ist in ihrem Herzen schon immer zentristisch und vom Kompromiss geprägt gewesen, und Obama machte da keine Ausnahme. Diese Ausnahme war in jüngerer Zeit George W. Bush, der 2000 nur knapp und vermutlich mit Wahlfälschungen und 2004 wegen 9/11 trotz seiner Rechtsaußen-Position das Weiße Haus erobern und verteidigen konnte. Obama wollte den Riss, der durch das Land ging – auf der einen Seite die großen Städte an Ost- und Westküste und an den Großen Seen, auf der anderen Seite das weite, flache Land des “bible belt” und die Südstaaten – kitten, wollte wieder ein Amerika schaffen, eines das ein freundlicheres Antlitz besaß und Strahlkraft in alle Welt wie zu Zeiten des Kalten Krieges. Er ist gescheitert. Der Widerstand seiner Gegner, die sich von der Umarmung nicht erdrücken lassen wollten und gegen die progressive Rhetorik mit aggressiver Gegenpropaganda antworteten, war stärker und hat viele Moderate in extremere Gegnerschaft zu ihm gerissen als dies irgendwie absehbar gewesen wäre. Seine eigenen Wiederwahlchancen behindert das nicht besonders; die Radikalität der Tea-Party vergrault viele moderate Republikaner und mobilisiert die Basis der Progressiven besser, als diese es selbst vermocht hätten. Doch das Land ist, man kann es nicht oft genug betonen, gespalten, und in dieser radikalen Spaltung funktioniert die Regierung nicht mehr richtig, von der Gesellschaft selbst ganz zu schweigen, in der der Hass bis zu Mordanschlägen reichen kann.

    Es ist Auswuchs dieser Radikalisierung, dass so viele Projekte des “change” nicht oder nicht richtig durchgeführt werden konnten. Die Bewältigung der internen Streits, die Abwehr von Filibustern, der ständige erbitterte Kampf um jede Stimme, die Paranoia, all das zehrt an den politischen Kräften und stärkt Vetospieler an anderen Stellen. Ein besonders plakatives Beispiel dafür ist Guantanamo Bay. Obama wollte das Lager schließen und die Gefangenen auf amerikanischen Boden holen. Geklappt hat das in den letzten drei Jahren nicht, denn das Militär sperrt sich beharrlich. Seine Widerstände zu überwinden hat Obama nicht die Kraft, die braucht er für Auseinandersetzungen um alltägliches Kleinklein, das zur Schicksalsfrage der Nation hochgespielt wird. Dass Amerika sich nicht am Libyen-Einsatz beteiligen wollte ist auch Ausdruck dieser aufreibenden Tätigkeiten.

    Situation Room bei der Tötung Osama bin Ladens
    Ein kurzes Zwischenhoch gab es für die Regierung, als Osama bin Laden getötet werden konnte. Die Regierung hatte damit etwas vollbracht, das der feuchte Traum eines jeden Neocon gewesen sein musste, etwas gegen das man unmöglich sein konnte. Momentum jedoch gewann die Regierung dadurch nicht, denn die nächste Krise wartete um die nächste Ecke: die Schulden der USA, von einem dummen Gesetz das im Geiste der neoliberalen Revolution entstanden war auf die absolute Zahl von 14,3 Billionen begrenzt, steigen erwartungsgemäß über die Obergrenze. Die gigantischen Aufwendungen für die Reparatur der Finanzkrise, die Kosten des anhaltenden Krieges in Afghanistan und in Irak und die immer noch ausufernden Kosten des Gesundheitssystems machen eine Erhöhung der Obergrenze faktisch unausweichlich. Da die Einnahmeseite nicht verbessert werden kann – angesichts der geradezu lächerlichen Bush’schen Steuersenkungen eigentlich naheliegend, könnte man diese doch einfach auslaufen lassen – bleibt eigentlich nur die Ausgabenseite übrig, bei der das Militär den mit Abstand größten und kürzungsbedürftigsten Etat hält.

    Hier wird das ganze Drama der Spaltung des Landes offensichtlich: die Demokraten können, getrieben von einer von der Tea-Party angefachten Steuerdebatte, weder die Bush-Kürzungen auslaufen lassen, die nur Millionäre betreffen, noch neue Steuern oder sonstige Abgaben erhöhen. Kürzungen im Sozialbereich verbieten sich von selbst, sind doch Renten und Medicare und Medicaid ohnehin bedenklich niedrig, und Kürzungen im Militärbereich – nach der Explosion des Budgets unter Bush jr. eigentlich durchaus angebracht – werden von den Republikanern ebenfalls verhindert, die außerdem eine Erhöhung der Schuldengrenze ablehnen. Joseph Stiglitz beschreibt die Lage richtig wenn er diagnostiziert, dass die Republikaner unverantwortlich genug sind, den Karren mit voller Kraft an die Wand zu fahren zu lassen und dass dies vermutlich nur dadurch verhindert wird, dass die Demokraten (wie üblich) Gemeinnutz über Eigennutz stellen und den politischen Schaden in Kauf nehmen um die Katastrophe zu verhindern.

    Das Weiße Haus
    Diese Situation ist eine Tragödie für das Land wie für Obama. Es ist genau die Situation, die seine oft zitierten und perverweise von der Tea-Party als geistige Urheber zitierten Vorväter befürchtet haben, als sie die Verfassung schrieben: dass nicht der Geist des Kompromisses und des Ringens um die beste Lösung die politische Bühne beherrschen würden, sondern dass Parteistreits um reine Macht- und Ideologiefragen ausgefochten würden. Obama kann dabei mit reinem Gewissen schlafen. Er war bereit, fast bis zur Selbstverleugnung seine eigenen Grundsätze wenn nicht vollständig, so doch zumindest teilweise über Bord zu werfen um eine Einigung zu erzielen und die großen Probleme anzugehen, anstatt einfach nur in den Tag hineinzuregieren. Es ist die republikanische, evangelikale Rechte, die mit ihrer kompromisslosen Radikalität genau jene Tugenden Amerikas verrät, die zu verteidigen sie vorgibt und damit die große amerikanische Tragödie unserer Tage überhaupt erst konstituiert.

    Stefan Sasse

    113 Kommentare Print This Post
    Von Stefan Sasse Inauguration Obamas, 20.01.2009 Als Barack Obama im Jahr 2008 antrat um Präsident der USA zu werden versprach er, "change" zu bringen. Dieser "change" erwies sich, zusammen mit "Yes we can" und "Hope" zu den Schlagern des Wahlkampfs und begeisterte Massen, besonders die Jungwähler, in einem Ausmaß wie das vorher nicht möglich erschienen war. ...
    Tags: US-Wahlen 08 USA
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    113 Kommentare:

    1. Frank schrieb am 20. Juli 2011 at 11:05 - Permalink

      Ja, ein guter und wirklich lesenswerter Artikel. Aber es war schlicht absehbar. Welchen “change” sollte ein US-Präsident denn schon bewirken können? Kaum einen zum Besseren.

      • Sukram71 schrieb am 20. Juli 2011 at 12:37 - Permalink

        Wenn nicht der, wer dann sonst? … ^^

        Das Problem ist ja nicht Obama :D, sondern die grausige, ultrarechte tea-party dort.

        • Heldentasse schrieb am 20. Juli 2011 at 13:58 - Permalink

          IMO sind vorderst nicht die verantwortlichen Personen (Politiker) oder Parteien das Problem, sonder ursächlich die U.S. Amerikanische Verfassung/ demokratische System, in Verbindung mit einem antiquierten Wahlsystem und einer perversen Machtfülle der dortigen Lobby und der Medien.

          Einige alternative Gedanken zum Thema Demokratie/ Obama:
          Demokratie in Amerika ist eine “nützliche” Fiktion
          Obama ist der Liebling der Finanzindustrie

          • Sukram71 schrieb am 21. Juli 2011 at 08:42 - Permalink

            Wenn ich mir Georg W. Bush, Sarah Palin oder diese Bachmann anschaue, hab ich den Eindruck es liegt an den Leuten. ^^

        • Frank schrieb am 21. Juli 2011 at 08:31 - Permalink

          @Sukram71: Die Tea Party mag auch ein Problem sein, ein besonders sichtbares dazu, aber wie viel weiter unten von jemand anderem sehr schön gesagt: Demokraten und Republikaner in den USA sind zwei Seiten derselben Medaille.

    2. Tasha Davis schrieb am 20. Juli 2011 at 11:11 - Permalink

      zwar gelang es der GOP, den Senat zu erobern, im Repräsentantenhaus aber behielten die Demokraten eine schmale Mehrheit.

      Es ist genau andersrum, die Demokraten haben im Senat eine knappe Mehrheit und die Republikaner im Repräsentantenhaus eine komfortable Mehrheit.

      Neben diversen Schreib- und Ausdrucksfehlern (phillibuster statt filibuster, Presedential Elecions etc.) hätte dem Artikel eine Lektorierung gut getan.

      :P

      • na sowas schrieb am 20. Juli 2011 at 12:04 - Permalink

        Neben diversen Schreib- und Ausdrucksfehlern

        Nimms nicht so tragödisch, typischer Sasse halt eben, das versendet …Pardon verliest sich schon.
        Keine Sorge alles wird besserZweitausendfünfundachtzig ♫

      • GrooveX schrieb am 20. Juli 2011 at 12:10 - Permalink

        auch ne lektorierung könnte ein lektorat brauchen. aber was soll’s? sitzen wir nicht alle ein wenig zu oft im glashaus, um mit spatzen auf kanonen zu pfeifen? :-))

      • André H. schrieb am 20. Juli 2011 at 12:31 - Permalink

        Phillibuster statt Filibuster

        Phillibuster ist die englische Schreibweise.
        Filibuster ist die deutsche Schreibweise.
        Wer von einer Einheitsregierung mit Englisch als Weltsprache träumt und vom Problem der Überbevölkerung spricht, sollte sich an der englischen Schreibweise von Stefan Sasse nicht stossen. (Quellen bezüglich den fett gedruckten Begriffen kann ich auf Verlangen gerne liefern).
        Ausserdem wolltest du wohl schreiben: “Filibuster statt Phillibuster”. Stefan Sasse hat nämlich “Phillibuster” geschrieben.

        Neben diversen Schreib- und Ausdrucksfehlern … hätte dem Artikel eine Lektorierung gut getan.

        Auf die Gefahr hin, dass ich nun wieder auf die Moderationsliste gesetzt werde:
        Da ziehe ich ein paar grammatikalische Schwächen im Text des Historikers Stefan Sasse deinen geschwurbelten Sätzen vor.

        • Lennard schrieb am 20. Juli 2011 at 12:41 - Permalink

          Sorry, ich will euch nicht weiter stören, aber wenn dann Philibuster mit einem l.
          Das hat nix mit phillie town zu tun.
          Und die neuere Schreibweise in den USA ist in der Tat “filibuster”.
          Natasha ist da im Recht.

          Die Verwechslung zwischen Senat und Repräsentantenhaus ist m.M.n. nur ein Verschreiber.

          • André H. schrieb am 20. Juli 2011 at 13:29 - Permalink

            Das hat nix mit phillie town zu tun

            Vielleicht mit Philatelie ?

        • GrooveX schrieb am 20. Juli 2011 at 12:45 - Permalink

          auch ein gelernter geschichtslehrer hat das recht, dazuzulernen. in diesem punkt muss ich der mediokren, äh, obskuren also der fremdwörtlich irisierenden unbekannten recht geben, auch wenn’s mir schwer fällt.

          schwurbeln macht spaß. insbesondere das der anderen.

          • André H. schrieb am 20. Juli 2011 at 12:47 - Permalink

            Ich glaube, jetzt muss ein Deutschlehrer her!

            • GrooveX schrieb am 20. Juli 2011 at 13:03 - Permalink

              für den ultimationellen trollthread?

        • Tasha Davis schrieb am 20. Juli 2011 at 13:55 - Permalink

          Die englische Schreibweise ist in der Tat filibuster und nicht philibuster (und erst recht nicht phillibuster, auch wenn es immer sonnig in dieser Stadt ist). Der Begriff stammt vom spanischen “filibustero” ab.

          Was die Lektorierung angeht lässt sich das Wort ebenso wie Lektorat verwenden.

          Wer von einer Einheitsregierung mit Englisch als Weltsprache träumt und vom Problem der Überbevölkerung spricht, sollte sich an der englischen Schreibweise von Stefan Sasse nicht stossen.

          Wer so gerne Anglizismen verwendet wie Stefan Sasse zwecks Demonstration der eigenen Kosmopolität, der sollte es auch richtig machen, ansonsten wirkt es so unfreiwillig komisch wie die öffentliche Leichenschau bei der Fußballweltmeisterschaft. Das Eine (Englisch als Weltsprache zur internationalen Kommunikation) schließt nicht das Andere aus (Pflege und Verwendung der eigenen Sprache statt überflüssiger Anglizismen wie Presedential Elecions statt Präsidentschaftswahlen).

          Auf die Gefahr hin, dass ich nun wieder auf die Moderationsliste gesetzt werde:
          Da ziehe ich ein paar grammatikalische Schwächen im Text des Historikers Stefan Sasse deinen geschwurbelten Sätzen vor.

          So lange Kritik nicht beleidigend ist, gibt es überhaupt keinen Grund für Moderationsmaßnahmen. Mit Kritik hat jeder Autor zu leben und gute Autoren können Kritik auch annehmen (egal ob sie Inhalt oder Form betrifft).

          May the grammar nazi be with you.

          • André H. schrieb am 20. Juli 2011 at 14:00 - Permalink

            May the grammar nazi be with you.

            no comment

            • Lennard schrieb am 20. Juli 2011 at 15:05 - Permalink

              Lass mich raten, du weißt nicht, was grammar nazis sind?
              Bevor ich mir den Finger fusselig tippe:
              http://usaerklaert.wordpress.com/2006/06/14/kurz-erklart-grammar-nazi-und-ahnliche-begriffe/
              Den Begriff kenn ich noch aus dem #efnet und usenet. Im Deutschen wird das meist mit dem berüchtigten “Hans”-Bild garniert.

              PS.: Interessant finde ich, dass jemand der an der Rechtschreibung des Artikels rummäkelt (Natasha), diesen Joke bringt.

            • André H. schrieb am 20. Juli 2011 at 15:11 - Permalink

              PS.: Interessant finde ich, dass jemand der an der Rechtschreibung des Artikels rummäkelt (Natasha), diesen Joke bringt.

              Eben. “Joke”… na ja. Vielleicht wünscht sie mir wieder “einen pranoiden Tag” und schreibt dann “…wenn es nicht beleidigend ist”. Sie darf das. Ich werde “moderiert” und gesperrt.
              Ausserdem:
              http://english.stackexchange.com/questions/21935/is-grammar-nazi-politically-correct

            • Lennard schrieb am 20. Juli 2011 at 15:35 - Permalink

              Kann es sein, dass Du gerade schlechte Laune hast? Steiger’ dich doch da nicht so rein.
              Bring’ nen trockenen Spruch und dann hake das ab. Das mit der Moderationsliste passiert auch oft aufgrund von Wortfiltern oder “seltsamen” URLs. Wenn Du den genauen Grund nicht weißt, kannst Du auch beim Hausherren per Mail nachfragen.

          • GrooveX schrieb am 20. Juli 2011 at 14:33 - Permalink

            lektorat befasst sich mit sprache über grammatikalische korrektheit hinaus. mein lektorat empfähle jedenfalls dringend ‘lektorat’ und eine alternative zu ‘kosmopolität’. aber ich sehe schon, ich schmeiße mal wieder spatzen von den dächern. und da smileys nicht gelesen werden, lass ich sie in kuhzunft weg.

            ps: ich kenne ein paar ‘gute’, sprich erfolgreiche, autoren persönlich recht gut. kritikfähigkeit ist das allerletzte, was ich denen unterstellen täte – und zwar ausnahmslos.

            • Tasha Davis schrieb am 20. Juli 2011 at 14:57 - Permalink

              Wenn Erfolg ein Ausweis von Qualität ist, dann ist Thilo Sarrazins Machwerk der Macbeth des 21. Jahrhunderts.

              Ich will auch keine Haare spalten. Vermutlich fallen mir Anglizismusfreunde deshalb so auf weil ich jeden Tag Englisch sprechen muss. Englisch oder Deutsch ist in Ordnung, aber wenn sich Beide vermengen wie ein schlechter Eintopf, dann wird es haarig – oder um es mit den Worten des Philosophen Loddar M. zu sagen:
              “What you explain me? I lose all my evening for this shit here?”

            • GrooveX schrieb am 20. Juli 2011 at 15:16 - Permalink

              bring mich bitte nicht mit dem, den man sicher nicht ungestraft arschloch nennen dürfte, in unangebrachte verbindung.

              mir fällt jedenfalls hier, sowohl bei den autoren als auch bei den kommentatoren, eine mangelnde idiomfestigkeit auf, wenn ich das mal so ausdrücken darf. manchmal habe ich den eindruck, als ob die deutsche sprache (und das mir, dem jeglicher deutschtümelei abgeneigten…) der semantische kern mehr und mehr abhanden kommt. vielleicht war er ja auch nie mehr da als jetzt, ich jedoch in flascher gesellschaft.

              ps: ts ist eine art macbeth, halt eine treudeutsche.

            • Lennard schrieb am 20. Juli 2011 at 15:20 - Permalink

              weil ich jeden Tag Englisch sprechen muss.

              Ich auch – und mir ist es scheißegal. Ich akzeptiere auch das komische “macht Sinn” mittlerweile, oder rege micht nicht mehr über Idiotenapostrophe oder “seitseid” auf. Sprache lebt und verändert sich.
              Und Sprache ist in erster Linie Mittel zur Kommunikation und nicht Ankerpunkt für Ego oder Heimatverortung.
              Päpstlicher als der Papst sein zu wollen, ist uncool. Ist es nicht?

            • Dimebag schrieb am 20. Juli 2011 at 16:51 - Permalink

              Seitdem ich das Buch “Du Jane, ich Goethe” von Guy Deutscher gelesen habe, denke ich genauso wie Lennard. Jedem zu empfehlen, der sich für Sprache interessiert (trotz bescheuerter Übersetzung des Titels).

            • Lennard schrieb am 20. Juli 2011 at 19:10 - Permalink

              Huch, dann sage ich mal: Danke für die Literaturempfehlung. Gute Bücher kann man eh nie genug lesen.

            • Lohengrin schrieb am 20. Juli 2011 at 20:59 - Permalink

              manchmal habe ich den eindruck, als ob die deutsche sprache (und das mir, dem jeglicher deutschtümelei abgeneigten…) der semantische kern mehr und mehr abhanden kommt.

              helft den armen vögeln.

            • GrooveX schrieb am 20. Juli 2011 at 21:46 - Permalink

              tja, so ist das, wenn man seine eigenen sachen zu spät korrektur liest.

          • Marcel schrieb am 20. Juli 2011 at 18:27 - Permalink

            ansonsten wirkt es so unfreiwillig komisch wie die öffentliche Leichenschau bei der Fußballweltmeisterschaft

            *Gähn* – nicht immer nur Bastian Sick sondern mal lieber z.B. das sprachlog lesen ;)

          • Lemmy Caution schrieb am 21. Juli 2011 at 04:14 - Permalink

            Der Begriff entstand im internationalen Kontext der karibischen Piraten im 18. Jahrhundert. Nicht klar, ob er von frz. flibustier, engl. freebooter, niederländisch vrijbuiter oder gar engl. fly-boat abstammte. Spanisch war die Karibik zu der Zeit auch, aber eben nur teilweise. In Haiti hiess das filibustier, auf Jamaika filibuster und auf Kuba halt auch filibustero.

          • Filibustero schrieb am 21. Juli 2011 at 10:08 - Permalink

            wie die öffentliche Leichenschau bei der Fußballweltmeisterschaft.

            Tausche tipp-kick Figuren (weiblich) gegen Sandalen
            [runtime 28:13]
            Haarespalter & Katzenblogger aufgepasst → ca. 0:40
            @Tasha Davis

            Englisch als Weltsprache…

            I understand only train station. ¿Habla Español? I wish you what!
            …
            May the grammar nazi become confused on the way into your comment... ☃

      • Dirk schrieb am 20. Juli 2011 at 13:01 - Permalink

        Gibt leider auch einige inhaltliche Punkte, die ich doch stark Lektoratsverdächtig halte.

        Offensichtlich hat der Autor keine genauen Kenntnisse über die Staatstheoretischen Konstrukte in der BRD. Die Aussage, die Gewaltenteilung würde in den USA ernster genommen ist schlicht und ergreifend falsch. Die Gewaltenteilung in Deutschland erfolgt nur anders, deshalb ist sie aber keineswegs weniger ernsthaft.

        Die These, Bush hatte 2001 die Wahl gefälscht, halte ich für äußerst gewagt. Aus welchem Revolverblatt hat der Autor diese Kenntnis? Natürlich war es sehr knapp und das amerikanische Wahlmännersystem hat halt dazu geführt, dass Bush gewählt wurde. Aber Wahlfälschung ist mal eine andere Dimension – Dafür sollte man schon Belege haben und solche (aus seriöser Quelle) gibt es meines Wissens nicht.

        • Lennard schrieb am 20. Juli 2011 at 13:18 - Permalink

          Die Aussage, die Gewaltenteilung würde in den USA ernster genommen ist schlicht und ergreifend falsch.

          Nein, ist sie nicht. Ich habe schon vor einiger Zeit etliche Beispiele für die Korrektheit dieser Aussage aufgeführt. Ich kann’s gerne wieder tun – seitenweise. Da das ein Kommentar in Artikellänge würde, lass ich das an dieser Stelle erstmal.
          Für den Fall, dass hier ein Missverständnis vorliegt, Gewaltenteilung meint hier explizit Föderalismus.

          Die These, Bush hatte 2001 die Wahl gefälscht, halte ich für äußerst gewagt. Aus welchem Revolverblatt hat der Autor diese Kenntnis?

          100%-ige Beweise gibt es nicht, das hat u.a. der oberste Gerichtshof bei der Nachzählung verhindert – mit einer absolut bemerkenswerten Formulierung im Urteil über den Stopp der Auszählung.
          Aber es gibt Indizien, welche mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf Wahlbetrug hindeuten. (siehe die Manipulation der Gruppen von Wahlberechtigten in Florida durch Bush’s Bruder kurz vor der Wahl)

        • André H. schrieb am 20. Juli 2011 at 13:26 - Permalink

          Die These, Bush hatte 2001 die Wahl gefälscht, halte ich für äußerst gewagt. Aus welchem Revolverblatt hat der Autor diese Kenntnis? Natürlich war es sehr knapp und das amerikanische Wahlmännersystem hat halt dazu geführt, dass Bush gewählt wurde. Aber Wahlfälschung ist mal eine andere Dimension – Dafür sollte man schon Belege haben und solche (aus seriöser Quelle) gibt es meines Wissens nicht.

          Dazu gibt es mehrere gut recherchierte Bücher von namhaften Autoren/Journalisten mit hunderten von Quellenangaben. Beispielsweise:
          Das Bush-Imperium: Wie Georg W. Bush zum Präsidenten gemacht wurde von James H. Hatfield und Michael Schiffmann
          Vorsicht: Es könnte einem beim Lesen übel werden!

        • Tasha Davis schrieb am 20. Juli 2011 at 14:30 - Permalink

          Offensichtlich hat der Autor keine genauen Kenntnisse über die Staatstheoretischen Konstrukte in der BRD. Die Aussage, die Gewaltenteilung würde in den USA ernster genommen ist schlicht und ergreifend falsch. Die Gewaltenteilung in Deutschland erfolgt nur anders, deshalb ist sie aber keineswegs weniger ernsthaft.

          Damit hat Stefan aus meiner Sicht durchaus Recht. Wenn Du mal in den USA gelebt hast, wirst Du merken dass das Land noch wesentlich föderaler geprägt ist als Deutschland, was die Amerikaner aber anders als die Deutschen eher als positiv empfinden. Die Bundesstaaten haben wesentlich mehr Befugnisse z.B. zur Erhebung von Steuern und Erlassen von Gesetzen als in Deutschland.

          Banales Beispiel: Jeder Bundesstaat kann die Todesstrafe oder Homo-Ehe einführen, während in Deutschland hier das Bundesrecht Landesrecht bricht (ansonsten hätte man bis in die 90er in Bayern Mörder hinrichten dürfen).

          Die Judikative ist weniger abhängig von der Exekutive, da viele Richter und Staatsanwälte vom Bürger gewählt statt von der Exekutive ernannt und befördert werden. Die Legislative ist ebenso weniger abhängig von der Exekutive, da, anders als in Deutschland, der Regierung im Parlament eine Mehrheit der anderen Partei entgegen stehen kann und in der Regel auch tut. Während Merkel ihre Gesetze mit eigener Mehrheit durch den Bundestag bringen kann muss sich Obama mit den Republikanern im Repräsentantenhaus herumschlagen. Da die Opposition das Budgetrecht hat, kann der Präsident sich ohne deren Einwilligung nicht mal neue Büroklammern kaufen.

          Einem Politologen oder Geschichtswissenschaftler würden sicher noch Dutzende solcher Beispiele einfallen.

          Zusammengefasst gibt es in den USA weniger Zentralstaat als in Deutschland und die Gewalten balancieren sich stärker aus. Die Macht des Präsidenten wird erheblich überschätzt (übrigens auch von vielen Amerikanern). Ein König auf Zeit wie manche Europäer das meinen ist er definitiv nicht, auch wenn er anders als in Frankreich, GB, Italien, Deutschland usw. Staatsoberhaupt und Regierungschef in Einem ist.

          Deshalb waren auch die Hoffnungen der Europäer dass Obama die USA von Grund auf umkrempeln würde völlig illusorisch.

          Lennard:

          Aber es gibt Indizien, welche mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf Wahlbetrug hindeuten. (siehe die Manipulation der Gruppen von Wahlberechtigten in Florida durch Bush’s Bruder kurz vor der Wahl)

          Alleine die zehntausenden Schwarzen die in Florida ganz gezielt von der Wahl abgehalten bzw. ausgeschlossen wurden hätten eine komfortable Mehrheit für Al Gore ergeben. Wenn diese Schwarzen ihre staatsbürgerlichen Rechte hätten wahrnehmen können, die USA wären Heute in einer weit besseren Verfassung.

          Das ist aber auch kalter Kaffee den wir hier nicht wieder aufbrühen müssen. Selbst die Rechtsaußen können davon abgesehen nicht bestreiten dass Bush über eine halbe Million Stimmen weniger erzielt hat. Amerika wollte Bush nicht, der republikanische oberste Gerichtshof wollte und bekam ihn.

          Viele Menschen würden Heute noch am Leben und bei ihren Familien sein wenn diese alten Männer ihren Diensteid Ernst genommen hätten.

          • Lennard schrieb am 20. Juli 2011 at 15:49 - Permalink

            @Tasha: Erzähl’s bitte Dirk. Ich weiß das alles. Und nein – das ist kein kalter Kaffee. Weder ich, noch meine Bekannten/Freunde werden das “abhaken”. Schon gar nicht den erwähnten Text des Gerichtshofes oder die Gesetzesänderung von Jeb.
            Diese Geschichte von damals passt auch wunderbar zum Thema des Artikels.
            Tragödie that is.

          • SwENSkE schrieb am 21. Juli 2011 at 18:54 - Permalink

            Amerika wollte Bush nicht, der republikanische oberste Gerichtshof wollte und bekam ihn.

            Viele Menschen würden Heute noch am Leben und bei ihren Familien sein wenn diese alten Männer ihren Diensteid Ernst genommen hätten.

            Seit wann sind Sandra Day O’Connor und Ruth Bader Ginsburg Männer?

            Während Ginsburg wenigstens in Teilen “richtig” entschieden hat, lag O’Connor durchgehend auf der “republikanischen Linie”.

            So viel zum Thema “alte Männer mit Macht”, gelle ;)

    3. leslie schrieb am 20. Juli 2011 at 11:41 - Permalink

      “”Was ist zwischenzeitlich passiert?”

      Wie immer,
      genau das Gegenteil vom behauptetem.
      Guantanamo ist immer noch offen,u.s.w…

      Mfg

      • Tasha Davis schrieb am 20. Juli 2011 at 14:40 - Permalink

        Wenn es um die armen, unschuldigen, geprügelten Guantanamo-Insassen geht braucht Deutschland nicht den Finger zu erheben, denn Deutschland hat praktisch Alles getan um keine Guantanamo-Insassen aufnehmen zu müssen – selbst wenn es deutsche Staatsbürger sind (Kurnaz, der dank der Sozialdemokraten Steinmeier und Schily fünf Jahre im Loch saß).

        Als es vor zwei Jahren den Plan gab 10 Uiguren (eine verfolgte muslimische Minderheit in China) nach München zu schicken weil es dort eine große Gemeinde dieser Minderheit gibt, agierte die bayerische Staatsregierung so als würde der Einfall der Hunnen kurz bevorstehen.

        Die Uiguren wurden dann von der kleinen, armen Pazifikinsel Palau aufgenommen, die damit mehr Menschlichkeit bewies als das große und reiche Deutschland. Meckern ist eben einfacher als handeln.

        • t.h.wolff schrieb am 20. Juli 2011 at 18:41 - Permalink

          Der Umstand, daß der diskrete Herr Steinmeier Murat Kurnaz in Guantanamo verrecken lassen wollte wie den Grafen von Monte Christo, hat ihn auch für mich dauerhaft zum schrecklichen Kandidaten gemacht; solche Nummern galten nicht umsonst schon zu Dumas’ Zeiten als Inbegriff von Schäbigkeit. Guantanamo allerdings ist eine rein amerikanische Baustelle. Die Scheiße haben sie selbst angerührt, diese schwärende Wunde sollen und können sie selbst heilen. 300 Millionen Amerikaner werden die Insassen des Lagers problemlos assimilieren.

          • schwitzig schrieb am 20. Juli 2011 at 19:20 - Permalink

            der Umstand, daß der diskrete Herr Steinmeier Murat Kurnaz in Guantanamo verrecken lassen wollte

            Ich habe damals, als die Bundeswehr plötzlich die “Backups” (btw. und Originale?) mit einem dejustierten Roboter nicht mehr “lesen” konnte und aufgrund eines weiteren “Unfalls” diese dann vernichtet hat (ich komme aus dem Metier und lache heute noch) an die Bundeswehr geschrieben und tatsächlich hat mir auch irgendein Oberst persönlich geantwortet, “dass alles zur Aufklärung notwendige” unternommen werden würde …
            Nachdem das Thema aus den Medien verschwunden war, ist überhaupt nichts mehr passiert. “Aufgeklärt” wurde rein gar nichts und die dreisten Lügen wurden auch nicht zurückgenommen.
            Seitdem weiß ich, dass es keine Verschwörungstheorie ist, wenn ich davon ausgehe, das große Teile der Regierung (Farbe egal), der Exekutive und der Judikative eine Gruppe organisierter Kriminalität mit teilweise Mafiaähnlichen Strukturen bilden.

    4. Julius Census schrieb am 20. Juli 2011 at 11:42 - Permalink

      Es ist die republikanische, evangelikale Rechte, die mit ihrer kompromisslosen Radikalität genau jene Tugenden Amerikas verrät, die zu verteidigen sie vorgibt

      und dieses Amerika wird von unseren “Führungskräften” völlig verstand- und kritiklos nachgeäfft.
      Bin ja mal gespannt ob die Republikaner den Haushalt vor die Wand laufen lassen.
      Zutrauen würde ich es ihnen.
      Lügenpack.

      • Lennard schrieb am 20. Juli 2011 at 12:20 - Permalink

        Und Du meinst, die Demokraten machen es besser? (Oder würden es besser machen?)
        Nicht umsonst gibt es in den USA (sinngemäß) den Spruch “Republikaner und Demokraten sind nur 2 Seiten von ein und derselben Partei”. Wer alles, was schiefgelaufen ist, nur den Republikanern ankreidet, ist entweder naiv oder will es sich einfach machen. Der Drecksack Clinton war das beste Beispiel dafür. Aber das ist nen anderes Thema…
        Dass z.B. alle 2 Jahre bedeutende Wahlen sind, kommt als Problem (imho) noch dazu. Man ist permanent im Zustand aggressiven Wahlkampfes. Eventuell würde es helfen, wenn man diese Periode etwas vergrößert – auf einen ungeraden Wert (>=5), aber das ist eh nur Spinnerei von mir.

        Lange Rede kurzer Sinn: Es gibt ohne Zweifel schwarze Schafe unter den Elefanten, aber das Bild der alleinigen Schuld oder der happy happy joy democrats, die Amerika in ein Land des fließenden Honigs verwandeln, wenn man sie nur ließe, ist leider vor allem speziellen deutschen (europäischen?) Medien zu “verdanken”.

        mfG

        • Frank schrieb am 20. Juli 2011 at 12:35 - Permalink

          Mir scheint auch, die Demokraten werden in Deutschland und Europa immer noch verklärt. Damit man sich an irgendetwas klammern kann. Nur so ist die Obamania zu erklären, die vor drei Jahren auch in D ausbrach, sogar Nachbarn hier liefen mit “Change”-T-Shirts rum. Ob die sich da noch gern dran erinnern? Aus lauter Nachsicht frage ich sie nicht…

          • Lennard schrieb am 20. Juli 2011 at 13:06 - Permalink

            Frag sie besser nicht. Die haben damals in Berlin einem Typen zugejubelt, der die Todesstrafe befürwortet – aber vorher noch bei Bratwurst vor der Bundesliga über den bösen Bush gelästert. (Ich meine den Präsidenten)
            Ich drehe Obama keinen Strick daraus (pun intended), er hat damals nichts verschwiegen. Aber ich wunderte mich schon über den seltsamen Hype und die Ignoranz deutscher Medien. Offenbar ging es nur darum, Bush loszuwerden. Oder das war wieder dieser urdeutsche Hang zum Personenkult.

            Ach was solls, da erst nächstes Jahr Wahlen im Repräsentantenhaus sind, hat Obama im Moment einfach die Arschkarte. Ihm sind weitgehend die Hände gebunden.
            Dieses Dreiecks-System zwischen Senat-Präsident-Repräsentantenhaus in den USA ist einfach nicht mehr zeitgemäß.
            Dummerweise wird man den Artikel 1 der “Constitution” wohl nie anfassen. In Bezug auf ihre Verfassung entwickeln Amerikaner zuweil regelrechte Zwangsneurosen. Das hat viele Vorteile für die gelebte Demokratie und den aktiven Föderalismus in den USA. Aber die Nachteile sind seit einigen Jahren irgendwie unübersehbar.

            Naja lassen wir das. Heute ist 20. Juli und ich muss mir mein Gute-Laune-Glocke noch für die andauernde Heuchelei heute im Radio/Fernsehen/Zeitung bewahren. Da ist kaum Platz für Obama. :(

            • FreshD schrieb am 20. Juli 2011 at 13:21 - Permalink

              Gerade die Verfassungs steht einem aktiven Föderalismus sehr stark im Weg, weil die Verfasser eben keine ausufernde föderale Macht wollten. Insofern ist genau das Gegenteil von dem was du schreibst richtig.

            • Lennard schrieb am 20. Juli 2011 at 14:54 - Permalink

              @FreshD: Anscheinend muss ich doch wieder Beispiele und Unterschiede zu Deutschland bringen, sonst glaubts einem anscheinend keiner.
              Das kann dann aber noch bisl dauern. Heute Abend oder morgen…

          • Tasha Davis schrieb am 20. Juli 2011 at 14:45 - Permalink

            Mir scheint auch, die Demokraten werden in Deutschland und Europa immer noch verklärt.

            Vor Allem sitzen sie dem Unsinn auf die Demokraten wären “links”, also ungefähr so wie die SPD früher.

            Gäbe es die Partei der Demokraten in Deutschland wäre sie Rechts von der Union, wobei die derzeitigen Republikaner gut und gerne einer Mischung ans NPD (Fremdenhass), FDP (keine Steuern für die Oberschicht) und den bibeltreuen Christen (Evangelikalismus) entsprechen.

            Eine linke Volkspartei wie in vielen europäischen Ländern gab es in den USA nie.

            • Andi schrieb am 20. Juli 2011 at 23:30 - Permalink

              Wenn es die Demokraten in Deutschland gäbe, würden sie zwischen den Blue Dogs und Bernie Sanders* bequem fast das komplette politische Spektrum von CSU bis Linkspartei abdecken, inklusive Teilen der FDP. Die Republikaner sind hingegen so etwas wie eine Mischung aus dem Rest der FDP, der NPD und der Partei Bibeltreuer Christen.

              * Ja, Sanders (der sich selbst als Sozialist bezeichnet und auch ungefähr weiß, was das Wort bedeutet) ist zwar ein Independent, aber er hat sich im Senat der demokratischen Seite angeschlossen.

            • Andi schrieb am 20. Juli 2011 at 23:33 - Permalink

              Äh, da fehlt ein “in der Tat” hinter “hingegen” bei dem Teil über die Republikaner. Ich wollte das Rad nicht neu erfinden, sondern zustimmen. :)

            • Granado schrieb am 21. Juli 2011 at 07:02 - Permalink

              Z.B. war George Smathers, “demokratischer” Senator von Florida und politisch-beruflicher Ziehvater von Robert Woodward eher ein Faschist. Motiv für die Watergate-Enthüllungen über den schmierigen Nixon war auch eher, dass dessen China-Politik aus dem Ruder lief.

            • SwENSkE schrieb am 21. Juli 2011 at 18:39 - Permalink

              Gäbe es die Partei der Demokraten in Deutschland wäre sie Rechts von der Union, wobei die derzeitigen Republikaner gut und gerne einer Mischung ans NPD (Fremdenhass), FDP (keine Steuern für die Oberschicht) und den bibeltreuen Christen (Evangelikalismus) entsprechen.

              :D :D :D

              Eine linke Volkspartei wie in vielen europäischen Ländern gab es in den USA nie.

              Richtig.
              Allerdings reicht das Spektrum, wie Du ja schon angemerkt hast, innerhalb der beiden Parteien bedeutend weiter als in Deutschland mit seinen “vielen” Parteien.
              Während sich bei den democrats das Spektrum von CSU bis “Die Linke” erstreckt und bei den Republikanern von NPD bis PBC gibt es etwas Vergleichsweises in Deutschland nicht.

              Man kann also durchaus “Sozialdemokraten” bei den “democrats” finden, man darf das halt nur nicht auf die ganze Partei verallgemeinern. Und das geschieht in Deutschland leider viel zu oft – auch und gerade in den Medien (die es eigentlich besser wissen müßten).

    5. In Dubio schrieb am 20. Juli 2011 at 11:46 - Permalink

      Bei allem Respekt für die Kenntnisse der amerikanischen Innenpolitik und der Fairness für die Beurteilung der USA sind einige Dinge doch nicht richtig.

      Obama hat mit den genannten Schlagworten “Change” und “Hope” sehr bewusst die Euphorie angefacht, als exzellenter Redner weiß er, wie Worte wirken. Das amerikanische Parteiensystem ist wie es ist und dass Oppositionsparteien sich eher von realpolitischen Gegebenheiten entfernen, ist eine so neue Erkenntnis nun auch nicht. Bereits vor Obamas Amtsantritt war klar, wie die Strategie der Republikaner sein würde, und man konnte es allenthalben lesen. Mit ihrer Mehrheit in den beiden Parlamentskammern würden sie dem neuen Präsidenten das Leben so schwer wie möglich machen und ihn in Mithaftung für die Folgen der Finanzkrise ziehen. So ist das politische Geschäft und anders zu fordern ist schlicht naiv.

      Die bisherige Bilanz des Präsidenten ist nicht wegen widriger Umstände zu dürftig. Früh zeigte sich, dass der Demokrat zwar ein Charismatiker, jedoch wenig Praktiker ist. Zwischen Reden und Handeln klafft bei ihm eine extrem große Lücke. Viel zu lange hielt er sich mit der Skizzierung seiner Absichten auf als er längst schon zum mächtigsten Mann der Welt aufgestiegen war. Zwar weckt er Begeisterung im eigenen Lager, seine Strahlkraft ist jedoch anders als bei den Charmeuren Ronald Reagan und Bill Clinton sehr begrenzt. Er ist der Präsident der gehobenen Klasse und der ethnischen Minderheiten, nicht der einfachen Arbeiter.

      Es ist keineswegs richtig, dass in Amerika die Finanzkrise gut gemanagt wurde, soweit man das von den Ergebnissen beurteilt. Die Wirtschaft fand erst langsam wieder Halt, das Wachstum bleibt viel zu dürftig um die dringend benötigten Arbeitsplätze zu schaffen. Die Amerikaner haben unter Barack Obama das erste Mal seit Generationen das europäische Phänomen der Langzeitarbeitslosigkeit kennengelernt. Nur aus europäischer Sicht kann man eine Arbeitslosenquote von dauerhaft über 9% als akzeptabel ansehen, in einem Land mit wenig sozialem Schutz ist das ein massenweites Desaster.

      Seine keynesianisch geprägte Poltik hat den USA eine immense und weiter stark anwachsende Staatsverschuldung eingebracht. Es ist nicht erkennbar, an welchem Punkt der Präsident umsteuern will. Längst ist selbst nach klassischer Lehre der Punkt gekommen, wo die expansive Fiskalpolitik nichts mehr fruchtet und der Staat sich wieder zurückziehen muss. Angesichts der Instabilität der wirtschaftlichen Lage wäre dies jedoch höchst problematisch.

      Hier kann man übrigens auch studieren, dass gerade eine Wirtschaft, die auf starke Konsumnachfrage baut, durchaus kritisch zu bewerten ist, wenn es um die langfristige Prosperität und das Potential einer Volkswirtschaft geht. Die stetige Notwendigkeit, die wirtschaftliche Entwicklung durch Anregung des Konsums zu stimulieren, hat den amerikanischen Staat binnen einer Dekade in eine äußerst fragile Lage gebracht.

      P.S.: Den Titel finde ich arg irreführend. Die Amerikaner befinden sich nicht in einer Tragödie noch entspricht das dem Selbstwertgefühl der meisten Amerikaner.

      • Stefan Sasse schrieb am 20. Juli 2011 at 23:28 - Permalink

        Die Tragödie ist die Spaltung, nicht die Umstände politischer Gegebenheiten.

    6. FreshD schrieb am 20. Juli 2011 at 12:17 - Permalink

      Ich finde den Artikel gut. Er mag einige inhaltliche Schwächen haben, allerdings trifft das Resumee meiner Meinung nach sehr genau das, was geschehen ist.

      Ohne Zweifel herrscht eine große Diskrepanz zwischen dem was er tun wollte und dem was das wirklich umgesetzt wurde. Allerdings hat Obama sich voll und ganz in den Diest seines Landes gestellt. Er war immer bereit Kompromisse einzugehen, ja seine eigenen Überzeugungen komplett zu verleugnen, wenn er die Chance sah auch nur eine geringe Verbesserung der Situation herzustellen.

      Insofern ist Obama das beste was Amerika in dieser Situation passieren konnte. Er lässt sich als Nazikomunistennegerschwein beschimpfen und versucht trotzdem auch für die Menschen die ihn abgrundtief hassen, das Beste zu tun.

      Ich möchte mir nicht ausmalen, was passiert wenn ein Präsident gewählt wird, der versuchen wird zu spalten anstatt zusammen zu führen. Die USA stehen am Abgrund. Da sehe ich es bereits als große Leistung an den Status quo in etwa zu erhalten.

      • Sukram71 schrieb am 20. Juli 2011 at 13:26 - Permalink

        Ich möchte mir nicht ausmalen, was passiert wenn ein Präsident gewählt wird, der versuchen wird zu spalten anstatt zusammen zu führen.

        Der würde von der Tea-Party nicht so kompromisslos, ohne Rücksicht auf die Folgen, bekämpft. Vermutlich gäbe es sie gar nicht. Die demokratische Opposition wäre konstruktiver und würde zudem von den konservativen Lobbyorganisationen und dem Murdoch-Imperium mit allen Mitteln unter Druck gesetzt.

        Es wäre Politik zumindest möglich. Wenn auch die völlig falsche.

        Wir haben ja unter Georg W. Bush erlebt, was passiert, wenn jemand mit dem Hobby “Todesurteile unterschreiben”, Präsident wird. ^^

        • André H. schrieb am 20. Juli 2011 at 13:32 - Permalink

          wenn jemand mit dem Hobby “Todesurteile unterschreiben”, Präsident wird.

          Dann ist Obama aber der Herr der Drohnen.

        • FreshD schrieb am 20. Juli 2011 at 14:30 - Permalink

          Das ist ja genau mein Punkt.
          Lieber gar nichts machen, als noch mehr vom Falschen.

          • Sukram71 schrieb am 20. Juli 2011 at 19:03 - Permalink

            Na dann lassen die die Schuldengrenze halt wie sie ist und die Dinge nehmen ihren Lauf … :D

            • schwitzig schrieb am 21. Juli 2011 at 05:43 - Permalink

              Na dann lassen die die Schuldengrenze halt wie sie ist und die Dinge nehmen ihren Lauf … :D

              Eher das Gegenteil wäre sinnvoll. Übrigens finde ich das zunehmend witziger, wenn irgendein Politiker vom Zurückzahlen der Schulden redet, was rein mathematisch nicht machbar ist – in keiner der westlichen Demokratien :-).
              Geld und diese lustigen “Wirtschaftstheorien” haben meiner Ansicht nach weder Wert, noch eine wissenschaftliche Basis – es ist einfach nur ein leicht kindisch anmutendes Gefrickel von Finanzautisten, die immer komplexere Regelwerke und Buzzwords für etwas sehr einfaches erfinden, um es durch Komplexität wichtig erscheinen zu lassen.
              Wenn man diesen ganzen Wirtschaftsklumpatsch einfach mal vergißt und komplementär zum Kapitalismusinduzierten exponentiellen Wachstum ohne Ende ein ebensolches bei den Schulden zuläßt, funktioniert der Quatsch mit dem Geld vielleicht sogar.
              Denn eines ist Geld ganz sicher nicht mehr: Ein Platzhalter für einen Wert.

              Aber die ganzen Wirtschaftsfuzzies und Politiker mögen das gar nicht, wenn man ihr Babyspielzeug einfach nicht mehr ernst nimmt.

    7. Marc schrieb am 20. Juli 2011 at 14:02 - Permalink

      In den Dokufilmen “The Obama Deception” und “Fall of the Republic” wurde das alles schon vor und kurz nach Obamas Amtsantritt prognostiziert. Beide Filme finden sich in guter Qualität auf Youtube.

      • Gast schrieb am 20. Juli 2011 at 14:14 - Permalink

        The Obama Deception

        Im Wesentlichen diskutiert der Film die Verschwörungstheorie, dass alle amerikanische Präsidenten seit den 1960er Jahren als „Galionsfiguren“ für andere Einrichtungen und Leute gedient hätten. Es werden die Familie Rothschild, Familie Rockefeller, Institutionen wie die Federal Reserve Bank, die Banken der Wall Street, die Bilderberg-Gruppe, der militärisch-industrielle Komplex und andere genannt, welche die echte „Macht hinter dem Thron“ besäßen.
        Das Hauptmotiv dieser Gruppen sei die Errichtung einer Neuen Weltordnung, in der sich Auslandsbanken mit der Plünderung des Reichtums der amerikanischen Leute beschäftigen könnten. Jones behauptet, dass Obama durch die „Neue Weltordnung“ sorgfältig installiert worden sei und bewußt gegen die Interessen des amerikanischen Volkes agiere.

        ಠ_ಠ

    8. Bruder Johannes schrieb am 20. Juli 2011 at 17:36 - Permalink

      Meine amerikanischen Freunde sind der Ansicht, dass die Obstruktionspolitik der Republikaner und vor allem der Tea Party rassistisch motiviert ist. Die Begriffe “liberal”, “sozialistisch” und “kommunistisch” werden lediglich schlagwortartig gebraucht, um einen blanken Rassismus zu verdecken.

    9. Lazarus09 schrieb am 20. Juli 2011 at 19:33 - Permalink

      Die ” Lichtgestalt” Obama kann gar nichts schon gar nicht ändern !

      Jonny Walker Bush war abgenutzt,stumpf,fertig von dem hätte kein verdurstender mehr ein Glas Wasser genommen drum brauchte es den “schwarzen” Schröder für weitere Reformen..Obama,sorgsam aufgebaut war seine Zeit gekommen ,hoch gejubelt mit viel Vorschußlorbeer bedacht kam nach den mid therm elections die Ernüchterung für den Ami ;-) Aus ,yes we can, wurde ,yes we can’t ,die Friedentaube Obama mutierte zum flügellahmen Geier und der Change fand nur für den Durchschnittsami in’s negative statt…

      Wahrscheinlich geht er als Pleitepresi in die Geschichte ein .. die tea party members und der Ku-klux-clan wusten es dann schon immer : die Farbe des Presidenten nicht des Geldes war das Problem ..
      That’s it ..

    10. Dimebag schrieb am 20. Juli 2011 at 19:47 - Permalink

      Vielleicht kann mir jemand hier die Frage schnell beantworten, habe zwar kurz gegoogelt, aber nichts genaues gefunden. Wie wurde die Schuldengrenze i.H.v 14.294 Mrd. Dollar damals ermittelt? Welche Berechnungen / Annahmen wurden dafür verwendet? Danke.

      • Gast schrieb am 20. Juli 2011 at 20:32 - Permalink

        Das scheint ziemlich willkürlich zu sein. Wie Du hier sehen kannst, wird die Schuldenobergrenze alle paar Jahre um je unterschiedliche Beträge hochgesetzt. In der Regel wird darum wenig Aufhebens gemacht.

    11. OAlexander schrieb am 20. Juli 2011 at 20:13 - Permalink

      Ich habe nicht die geringsten Zweifel an der persönlichen und intellektuellen Integrität von Barack Obama. Er hat ich sogar vielfach sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Themen wie Atheismus und Israel hat er mit der maximalen Extremität abgehandelt wie das für ihn, oder auch jeden anderen Aspiranten für ein sehr hohes Staatsamt in den USA, möglich war.

      Nur die Frage warum die nordamerikanische Bauernrepublik nicht mehr reformfähig ist bleibt als solches zu erörtern.

      Das einzige was ich mir von ihm wünsche und erhoffe ist, dass er sich nach seiner Amtszeit nicht zum Absahner wird, der mit gefälligen Memoiren noch schnell mal fünf Millionen einkassiert und dann noch pro “Motivationsrede” weitere $ 100.000 einsammelt, sondern ein um so aufrichtigerer Mahner wird. An den weiteren Clinton-Style Schmuh wollen wir gar nicht mal erst denken.

      Die Versuchung ist groß, und die Chancen sind lausig. Träumen darf man aber noch. Und dass er bis dato seine Penis nicht durch neue Waffengewalt extended hat, das können wir ihm, einstweilen, auch hoch anrechnen. Es ist recht untypisch für einen US-Präsidenten.

    12. Brandubh schrieb am 20. Juli 2011 at 20:24 - Permalink

      Mit diesem “dämlichen” Volk kann man doch keinen “Change” herbeiführen.

    13. Schweigsam schrieb am 20. Juli 2011 at 20:29 - Permalink

      Wenn man der Einschätzung des Autors glauben schenken mag.
      Kann man heute mehr als denn je sagen “God Bless America”.

    14. Der Politclown schrieb am 20. Juli 2011 at 21:04 - Permalink

      Wenn Wahlen etwas ändern könnten…

      • Lazarus09 schrieb am 20. Juli 2011 at 21:58 - Permalink

        Der gilt aber auch für Pesserteutschland..gelle ;-)

    15. aeroween schrieb am 20. Juli 2011 at 21:22 - Permalink

      Hallo Stefan,

      Danke für Deine Analyse. Es war mir an vielen Stellen vorher nicht bewußt, was die Hintergründe der – ich nenne Sie mal: – Amerikanischen Misere sind. Nun bin ich zumindest etwas schlauer. Der europäische Hype um Mister Obama war mir vorher schon suspekt. Nie habe ich erlebt, das ein Friedensnobelpreis schon gewährt wird, in Hoffnung darauf, das Veränderungen stattfinden (werden). Nun ja. Ich gehe aber mit Deiner Einschätzung dacor´, dass Obama das Beste ist, was den Amerikanern passieren konnte. Wie wird das weitergehen? Die Einschätzungen vieler KommentatorInnen hier im Blog sagt mir, dass Amerika im Denken komplett rechtslastig ist. Du beschreibst es als Tragödie. Als Tragödie eines Einzelnen. Und eines ganzen Volkes. Und somit eigentlich auch als Tragödie der westlichen Welt. Einer Welt, die auf die USA schielen, als seien Sie die Vorwegnahme der Verhältnisse, die in Europa zwangsläufig auch so kommen werden. In vielen Dingen stimmte das ja auch – bisher. Aber vielleicht schnackeln die Europäer ja nun, dass es nicht immer wünschenswert ist, amerikanische Verhältnisse zu haben. Allerdings ist Europa gerade wieder mal auf dem Trip der Selbstfindung. “Die Vereinigten Staaten von Europa”. Puh. Ob das wirklich das Ziel von Europa sein sollte?
      EINE Währung, die alles determiniert?!? Nun ja. Griechenland läßt grüssen.
      Die USA sind schwer mit sich selbst beschäftigt. Doch wenn der Ausverkauf des Staates ein Ende gefunden hat, tja dann ist guter Rat teuer. Teuer im besten Wortsinn. Bin mal gespannt ob Moody´s und Co ein schlechteres Rating abgeben und somit die Situation in den USA noch mehr anheizen. Ob die Chinesen dann immer noch den ERZ-Feind finanzieren wollen? Welch ein Bild: das kommunistische China finanziert den Nabel des Kapitalismus´ – die USA. Und diese hängt bei denen unabdingbar an deren (Geld-)Tropf. Wenn mir das jemand vor 20 oder gar 30 Jahren gesagt hätte… . Ich hätte es nicht glauben wollen. Amerika schafft sich selbst ab, bzw. setzt sich gerne mal selber schachmatt. Eine Perspektive für die Zukunft? Dazu müsste man/frau wohl Glas-Kugel-lesen können.

    16. na sowas schrieb am 20. Juli 2011 at 21:44 - Permalink

      wollte wieder ein Amerika schaffen, eines das ein freundlicheres Antlitz besaß

      Schön wär’s ja… typischer Sasse Amerika = USA = Amerika

      Wenn ich Hugo Chavez [ Chavez: My next gift for Obama will be a Lenin Book ] wäre…

      …würde ich Sasse ❝Las venas abiertas de América Latina❞ schenken.

      à propos Eduardo Galeano
      A profound insight into how activists can “Keep the Gods inside.”
      …
      [Remember Carlo Giuliani 14 March 1978 * – 20 July 2001 †]

    17. Lohengrin schrieb am 20. Juli 2011 at 21:44 - Permalink

      Ein kurzes Zwischenhoch gab es für die Regierung, als Osama bin Laden getötet werden konnte.

      Ist Osama erst neulich getötet worden? Die veröffentlichte Geschichte ist von vorne bis hinten widersprüchlich.
      Das Interessanteste an der Geschichte ist, was und wie die veröffentlichte Meinung dazu berichtet hat.

      Dass du, Stefan Sasse, die Klamotte gefressen hast, begründet mein Urteil über dich. Du hättest es auch so formulieren können.

      Ein kurzes Zwischenhoch gab es für die Regierung, als die Tötung Osama bin Ladens gemeldet wurde.

    18. spider schrieb am 20. Juli 2011 at 22:23 - Permalink

      Aufmerksame Beobachter warnten schon damals davor, dass die Sause nicht würde ewig gehen können und dass Obama, wenn er erst im Weißen Haus wäre, keine Chance haben würde den gigantischen Erwartungen gerecht zu werden, die er geweckt hatte.

      Stimmt. Deshalb bin ich damals aber von lauter Obama-Fans laufend verbal angegriffen worden. Ich fühlte mich schon bei seinem Wahlkampf in die Zeit von 1933 zurückversetzt. Lauter Fähnchen, Massenpsycholgie in Form einer Kollektivhysterie, leere Floskeln, null konkreten Inhalt und ständig wiederholte Parolen. “Hail Obama” eben. Wenigstens gab es keine SA-Truppen. Das wäre nun wirklich zu viel gewesen.

      • Gast schrieb am 20. Juli 2011 at 22:34 - Permalink

        Teils ist dieser Hype durchaus berechtigt gewesen und immer noch berechtigt. Obama ist doch einer der klügsten und symphatischten Präsidenten der letzten Jahrzehnte, mit guten Absichten und Einstellungen zudem. “Null konkreten Inhalt” stimmt absolut nicht. Im Gegenteil, er hat sehr viele konkrete Wahlziele formuliert, von denen er aber natürlich (bei der Opposition und während der größten Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren) bei weitem nicht alles umsetzen konnte. Wer die Unfähigkeit der USA angesichts der großen Herausforderungen beklagt, muss den Congress kritisieren und nicht das Weiße Haus.

        • spider schrieb am 20. Juli 2011 at 22:53 - Permalink

          Obama ist doch einer der klügsten und symphatischten Präsidenten der letzten Jahrzehnte, mit guten Absichten und Einstellungen zudem.

          Klugheit, Erfahrung und Aufrichtigkeit interessieren mich. Sympathie interessiert mich bei einem Staatsmann Null. Das ist nicht sein Job, sondern fürs Kabarett oder Kino.

          Fakt ist: Obama hatte Null Erfahrung vorzuweisen, und das merkt man ihm recht deutlich an. Beispielsweise anhand seiner Unfähigkeit mit den Republikanern fertig zu werden.

          Im Gegenteil, er hat sehr viele konkrete Wahlziele formuliert,

          Das ist es eben. Nach wie vor ärgert mich die klägliche Kritikunfähigkeit der meisten Zeitgenossen. Ich könnte auch ganz tolle Ziele formulieren. Beispielsweise ganz viele tolle ‘kostenlose’ Kindergärten oder ermässigte Fahrscheine. All das ist aber exakt Null wert, wenn ich nicht konkret und im Detail darlegen kann, wie ich diese Ziele realistisch erreichen könnte. Mehr noch, es ist bewusste Täuschung.

          von denen er aber natürlich (bei der Opposition und während der größten Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren) bei weitem nicht alles umsetzen konnte.

          Alles Ausreden. Manche Menschen lassen sich eben gerne von Möchte-Gern-Heilsbringern verarschen und wollen sich nicht nachträglich eingestehen naiv gewesen zu sein. Das hart, ich weiss. Der Punkt ist aber, dass Obama leider nicht aufrichtig ist, was von Anfang klar an seinen hohlen Phrasen und dem Pathos erkennbar war. Ihr wollt nicht verstehen, dass es ihm zunächst nur darum ging Wahlen zu gewinnen, es war bloss Strategie. Dass er nicht aufrichtig ist, erkennt man schon allein an der Fortführung des Patriot Act und Guantanamo. Das kann man nicht mit der Finanzkrise erklären. Thema Ende.

          • Gast schrieb am 20. Juli 2011 at 23:12 - Permalink

            Ihr wollt nicht verstehen, dass es ihm zunächst nur darum ging Wahlen zu gewinnen

            Was denn sonst? Und was ist daran nicht zu verstehen? Wer die Wahl gewinnen will, kann nicht sagen: “Wahrscheinlich werde ich eh nicht viel ausrichten können, aber wählt mich doch trotzdem.”. Wer eine Wahl gewinnen will, muss sich etwas vornehmen und Gründe liefern, warum man gewählt werden soll. Es geht dann natürlich auch um ein geschicktes Erwartungsmanagement, damit man nach der Wahl die Enttäuschung nicht zu groß werden lässt. Aber das ist doch ein generelles Problem in repräsentativen Demokratien: Wahlkampf und Regierungshandeln sind eben zwei paar Schuhe.

            Das sind außerdem keine Ausreden, sondern eine schlichte Beschreibung der politischen Realitäten in den USA. Sachzwänge, Gewaltenteilung, gesellschaftliches Klima usw.

            Ich kann mich übrigens gar nicht erinnern, dass Obama den Patriot Act abschaffen wollte. Hat er afaik nie gesagt. (Und er hat BTW als Senator schon 2006 für eine Verlängerung des Patriot Act gestimmt).

            Wenn hier also jemand Naiv war, dann ja wohl Du in Deiner Annahme, dass andere so naiv sind und nicht zwischen Wahlkampfrhetorik und dem politischen Handlunsspielraum eines Präsidenten unterscheiden können, bzw. nicht schon vorher ahnen konnten, dass in der grauen Politrealität nur ein Teil wirklich umgesetzt werden kann.

        • Lohengrin schrieb am 20. Juli 2011 at 23:41 - Permalink

          Obama ist doch einer der klügsten und symphatischten Präsidenten der letzten Jahrzehnte, mit guten Absichten und Einstellungen zudem.

          Dazu schrieb schon Bernays in Propaganda (1928)

          A presidential candidate may be “drafted” in response to “overwhelming popular demand,” but it is well known that his name may be decided upon by half a dozen men sitting around a table in a hotel room.

          Ist dir eigentlich aufgefallen, dass der so ähnlich wie Osama heißt?
          Besser könnte man das Volk gar nicht meschugge machen.

          • Gast schrieb am 20. Juli 2011 at 23:46 - Permalink

            Ist dir eigentlich aufgefallen, dass der so ähnlich wie Osama heißt?

            Ist Dir eigentlich aufgefallen, dass Du, egal bei welchem Thema, nur Blödsinn absonderst?

    19. Gast schrieb am 20. Juli 2011 at 23:41 - Permalink

      Ha! The Onion bringts mal wieder auf den Punkt:

      Congress Continues Debate Over Whether Or Not Nation Should Be Economically Ruined:

      WASHINGTON—Members of the U.S. Congress reported Wednesday they were continuing to carefully debate the issue of whether or not they should allow the country to descend into a roiling economic meltdown of historically dire proportions. “It is a question that, I think, is worthy of serious consideration: Should we take steps to avoid a crippling, decades-long depression that would lead to disastrous consequences on a worldwide scale? Or should we not do that?” asked House Majority Leader Eric Cantor (R-VA), adding that arguments could be made for both sides, and that the debate over ensuring America’s financial solvency versus allowing the nation to default on its debt—which would torpedo stock markets, cause mortgage and interests rates to skyrocket, and decimate the value of the U.S. dollar—is “certainly a conversation worth having.” “Obviously, we don’t want to rush to consensus on whether it is or isn’t a good idea to save the American economy and all our respective livelihoods from certain peril until we’ve examined this thorny dilemma from every angle. And if we’re still discussing this matter on Aug. 2, well, then, so be it.” At press time, President Obama said he personally believed the country should not be economically ruined

      • spider schrieb am 20. Juli 2011 at 23:54 - Permalink

        @Gast

        Kleine Gedächtnisstütze:

        http://www.disinfo.com/2011/04/obamas-top-five-broken-campaign-promises/ .

        Mehr ist zu diesem Thema wirklich nicht zu sagen.

        • Gast schrieb am 21. Juli 2011 at 00:01 - Permalink

          Danke, danke, ich weiß, dass Obama nicht alles, was er sich im Wahlkampf vorgenommen hatte, umsetzen konnte. So what? So ist das nun mal, man kann nicht immer alles sofort erreichen. Er ist trotzdem ein überdurchschnittlich guter Präsident, der eine Menge erreicht hat (aber eben angesichts der wirtschaftlichen und politischen Situation zunehmend blockiert ist). Besser sich sehr viel vornehmen und davon einiges hinbekommen als die Methode Merkel – von Anfang an ohne Ambitionen und dann Durchwurschteln.

          • spider schrieb am 21. Juli 2011 at 00:08 - Permalink

            Danke, danke, ich weiß, dass Obama nicht alles, was er sich im Wahlkampf vorgenommen hatte, umsetzen konnte. So what? So ist das nun mal, man kann nicht immer alles sofort erreichen. Er ist trotzdem ein überdurchschnittlich guter Präsident, der eine Menge erreicht hat (aber eben angesichts der wirtschaftlichen und politischen Situation zunehmend blockiert ist). Besser sich sehr viel vornehmen und davon einiges hinbekommen als die Methode Merkel – von Anfang an ohne Ambitionen und dann Durchwurschteln.

            Danke, danke, ich weiss, dass Obamamania bei vielen immer noch eine Religion ist :-)
            Typische Vertreter dieser Gattung äussern sich durch das Aufstellen von Behauptungen, die sie nur selten belegen. Bringt man hingegen empirische Gegenargumente vor, so kommt ein Schulterzucken und der typische Ausspruch: “So what? So ist das nun mal. Er ist trotzdem ein überdurchschnittlich guter Präsident”.

            Lol.

            Frage an die anderen: Was soll man mit dieser Menschheit bloss anfangen? :-)

            • Gast schrieb am 21. Juli 2011 at 00:14 - Permalink

              Welchen Stadard hast du eigentlich bei der Bewertung von Politikern? Müssen sie Milch und Honig fließen lassen? Versuch doch bitte einfach mal, ein realistische Erwartungshaltung anzulegen und Politiker an ihren Handlungen innerhalb der institutionellen und allgemeinen politischen Rahmenbedingungen zu bewerten.

              Was soll man mit solchen rigiden Gesinnungsethikern wie Dir nur anfangen?

              EDIT: Hier, so sehen die politischen Realitäten in den USA aus:

              http://race42012.com/2011/04/26/poll-watch-pppdaily-kosseiu-d-political-survey-2/

              ——
              Do you think Barack Obama is too liberal, too conservative, or about right?
              Too liberal 47%
              Too conservative 8%
              About right 42%
              Among Democrats
              Too liberal 14%
              Too conservative 12%
              About right 70%
              Among Republicans
              Too liberal 86%
              Too conservative 6%
              About right 8%
              Among Independents
              Too liberal 49%
              Too conservative 7%
              About right 41%
              —–

            • Lohengrin schrieb am 21. Juli 2011 at 00:21 - Permalink

              @Gast

              Welchen Stadard hast du eigentlich bei der Bewertung von Politikern? Müssen sie Milch und Honig fließen lassen? Versuch doch bitte einfach mal, ein realistische Erwartungshaltung anzulegen und Politiker an ihren Handlungen innerhalb der institutionellen und allgemeinen politischen Rahmenbedingungen zu bewerten.

              Obama hätte die Aufklärung des 911 lostreten können. Das hätte er wohl nicht überlebt, aber er hätte drei der fünf von spider verlinkten Wahlversprechen eingelöst. Und er wäre als Held in die Geschichte eingegangen.

            • André H. schrieb am 21. Juli 2011 at 03:06 - Permalink

              Was soll man mit dieser Menschheit bloss anfangen?

              Du darfst die Latte nicht so hoch hängen.
              Nein …..
              …. noch ein bisschen tiefer.

          • schwitzig schrieb am 21. Juli 2011 at 05:28 - Permalink

            So ist das nun mal, man kann nicht immer alles sofort erreichen. Er ist trotzdem ein überdurchschnittlich guter Präsident, der eine Menge erreicht hat

            Ja? Was genau hat er denn erreicht?

            Und was hinderte ihn daran, für Guantanamo-Häftlinge Rechtsstaatliche Prozesse vor einem ordentlichen Gericht durchführen zu lassen? Warum ist so etwas wie Bradley Manning möglich? Fragen über Fragen.

            • Gast schrieb am 21. Juli 2011 at 07:46 - Permalink

              Da guckst Du. ODer da.

            • schwitzig schrieb am 21. Juli 2011 at 08:09 - Permalink

              Da guckst Du. ODer da.

              Du hast die Frage nicht beantwortet. Epic fail – wie üblich.

            • Gast schrieb am 21. Juli 2011 at 08:24 - Permalink

              Was genau hat er denn erreicht?

              Du hast die Frage nicht beantwortet. Epic fail

              ah ja

              recherchier doch selber, wieso guantanamo noch offen ist… omg bin ich dein web-researcher hier?

    20. Lazarus09 schrieb am 20. Juli 2011 at 23:41 - Permalink

      Gast

      Ist Obama ueberhaupt mit einem Anspruch angetreten ?

      Er forderte in Berlin mehr Soldaten in Afghanistan ..dafuer haette man Jonny Walker gesteinigt

      Er ist fuer den Patriot Act .. surprise

      Er hat einzig bittere Pillen fuer die Amis verteilt,die diese von ihm auch erst einmal akzeptiert haben ..thats it

      • Gast schrieb am 20. Juli 2011 at 23:49 - Permalink

        Außenpolitisch sind sich Demokraten und Republikaner sicher zur Zeit näher als wirtschafts- und sozialpolitisch, das stimmt schon. Naja, aber der Irakkrieg ist quasi vorbei, der Abzug aus Afghanistan fängt auch dieses Jahr an. Die Richtung stimmt, wenn man sichs auch alles schneller wünschen würde.

    21. Truvor schrieb am 21. Juli 2011 at 01:50 - Permalink

      @ Gast

      “Wer glaubt wird selig”.

      Glaubst Du immer noch, daß diese beide “Parteien” sich voneinander unterscheiden ?
      Diese “Parteien” dienen doch den selben (Du denkst doch nicht, daß diese “Parteien” dem Volke dienen ?) Oligarchen bzw. Mächtigen.
      Dieser (ewige) “politische” Streit der “Parteien” ist doch nicht anderes als ein (wie übrigens auch ihre Demokratie, die es in den USA angeblich gibt) Kasperle-Theater.
      Ein paar Jahre noch vor den Wahlen, da wußte keine Sau wer dieser Obama ist, aber dann haben die Oligarchen den Amis einen Messias herbeigezaubert, der nur ein Wort sagen mußte, um ins Weiße Haus zu kommen, nämlich “change”.
      Beim nächten Mal braucht einer nur ein Finger diesem Wähler zu zeigen und hoppla, er ist schon im Weißen Haus.

      • Gast schrieb am 21. Juli 2011 at 07:41 - Permalink

        Informier Dich über amerikansiche Politik. Du wirst sehen, es gibt riesige Unterscheide zwiwschen Demokraten und Republikanern in fast allen Bereichen.

        • André H. schrieb am 23. Juli 2011 at 11:18 - Permalink

          …es gibt riesige Unterscheide zwischen Demokraten und Republikanern in fast allen Bereichen

          Sicher. Zwischen einem Rehpinscher und einem Rottweiler gibt es auch grosse Unterschiede. Es sind aber beides Hunde. Gehören also zur selben Familie (zoologisches Taxon; sensibilisiert durch Lohengrin).
          Zudem ist die Bewertung “riesige Unterschiede” eine relative und subjektive.

          • Gast schrieb am 23. Juli 2011 at 11:25 - Permalink

            @André H

            Sicher sind die Parteien irgendwo auch ähnlich, schließlich sind es beides Volksparteien, sie operieren im selben Land, unter den selben institutionellen, finanziellen, medialen Bedingungen.

            Man kann immer einen Standpunkt ganz weit links oder weit rechts wählen und sagen: “Och, aus der Distanz sehen die aber sehr ähnlich aus.”

            Das ist doch eine völlig willkürliche Beobachtungsperspektive.

            • André H. schrieb am 23. Juli 2011 at 11:36 - Permalink

              Man kann immer einen Standpunkt ganz weit links oder weit rechts wählen und sagen: “Och, aus der Distanz sehen die aber sehr ähnlich aus.”
              Das ist doch eine völlig willkürliche Beobachtungsperspektive.

              Ja, sehe ich auch so. Deshalb – weil die Betrachtungsweise meistens willkürlich und damit subjektiv ist, solle man nicht das V-Wort ins Spiel bringen:

              Das ist mir alles zu verschwörungslastig, was Du da sagst.

              Letztlich ist alles eine Glaubensangelegenheit.

      • Gast schrieb am 21. Juli 2011 at 08:06 - Permalink

        Wie weit nach rechts die Republikaner gedriftet sind:

        Freshmen Republicans Push House Toward Right

        • Truvor schrieb am 23. Juli 2011 at 02:10 - Permalink

          @ Gast

          Ich vermute, Du hast meine Botschaft nicht verstanden.
          Es ist doch vollkommen egal, ob die Republikaner zu sehr nach rechts gedriftet sind oder die Demokraten nach links (Lenin sagte einmal: “Wer zu sehr nach links nimmt, der wird irgendwann rechts landen” ;-) ).
          Sie spielen uns bzw. der Welt was vor.
          Augenwischerei ist das ganze und nichts anderes.
          Du mußt nur versuchen zwischen den Zeilen zu lesen und dann wirst Du feststellen, daß diese beiden “Parteien” nicht dem amerikanischen Volk dienen, sondern einer Gruppe von allmächtigen Oligarchen.
          Obama ist übrigens auch ihre (der Oligarchen) Kreation bzw. Kreautur.
          Mann, das ganze ist doch so offensichtlich.

          • Gast schrieb am 23. Juli 2011 at 08:57 - Permalink

            @truvor,

            Sie spielen uns bzw. der Welt was vor.
            Augenwischerei ist das ganze und nichts anderes.

            Das ist mir alles zu verschwörungslastig, was Du da sagst. Der Einfluss der Chamber of Commerce und der Wall Street haben sicherlich in Washington mitlerweile perverse Ausmaße erreicht. Es gibt aber in der amerikanischen Politik grundlegende, echte ideologische Unterschiede, viel mehr als hier bei uns. Die Behauptung, das sei alles nur eine Inszenierung, ist absolut haltlos.

            • Truvor schrieb am 24. Juli 2011 at 00:36 - Permalink

              @ Gast

              Was nützen dem Bürger diese “ideologische Unterschiede in der Politik”, wenn die Ergebnisse ihres politischen Kampfes den, bereits erwähnten, Bürger nicht erreichen.
              Die beiden “Parteien” dienen doch ausschließlich den Mächtigen und das ist inzwischen kein Geheimnis mehr.
              Braucht man hier unbedingt eine Verschwörungstheorie zu entwickeln, um diese simple Wahrheit zu kapieren ?
              In der Sowjetunion glaubte kein normaler Mensch, was die Kommunisten so gesagt und versprochen hatten.
              Ich kapiere einfach nicht, die Amerikaner können doch nicht so doof sein, daß sie immer noch nicht darauf gekommen sind, daß man sie bescheißt.
              Und die behaupten auch noch, daß die Russen dumm wären.

    22. André H. schrieb am 21. Juli 2011 at 03:22 - Permalink

      Die Rettung der Banken und Versicherungen, insbesondere AIG, Fanny Mae und Freddie Mac, verschlang Unsummen

      Wobei anzumerken ist, dass Bush die Banken nach dem 11. September 2001 angewiesen haben soll, die Kredite lockerer zu vergeben.
      Das ganze Spiel erinnert mich langsam an “bad cop” (Bush) und “good cop” (Obama).

    23. Frank schrieb am 21. Juli 2011 at 08:38 - Permalink

      Nun ja, Gast, mag ja sein, dass die Republikaner rechts sind, würde ich Dir sogar Recht geben, womöglich auch noch weiter nach rechts gedriftet in den letzten Jahren durch George W. und sein unrühmliches Ende. Doch was hat das mit den Demokraten zu tun? In einer Konsensgesellschaft wie der US-amerikanischen (deutschen könnte ich auch schreiben) muss sich die Gegenseite diesen Positionen anpassen. Das tut sie, wo sie kann, lässt dann halt hysterisches nationales Geplärre weg.

    24. Herrentett schrieb am 21. Juli 2011 at 16:05 - Permalink

      Die USA als “Konsensgesellschaft”? LOL! Frank, ich weiß ja nicht, ob Du Dich mit den Begriffen beschäftigst, die Du benutzt, aber unter Konsensgesellschaften versteht man politische Systeme, in denen Entscheidungen von, nun ja, breiten Mehrheiten getroffen werden. Oft wird diese entweder durch das politische System vorgegeben/vorgesehen. Schweden, Dänemark wären Beispiele für solche Gesellschaften. Muss aber nicht immer so sein, wie die Konkordanzdemokratie Schweiz zeigt. Da nicht für.
      Ach ja, Trevor, muss schön sein, wenn man seine Meinung nicht mit Fakten “belastet”. Aber hast natürlich schon recht: Demokraten und Republikaner unterscheiden sich tatsächlich nicht: sind beide Amis, also schlecht. Also durch und durch schlecht.

    25. klaus59 schrieb am 21. Juli 2011 at 16:57 - Permalink

      @ spider
      Guter Klartext, dem ich voll zustimme.
      “Frage an die anderen: Was soll man mit dieser Menschheit bloss anfangen? :-)”
      Antwort:
      1. So akzeptieren wie sie ist, anstatt mit nicht vorhandenen (noch zu erschaffendem?)
      Menschen eine Utopie anzustreben.
      2. Keine Angst vor dem Egoismus, sondern diesen wie in erfolgreichen Volkswirtschaften
      geregelt für das Allgemeinwohl nutzbar machen.
      3. Sätze wie “Change we need” klarstellen in “We need to change ourselves”. Die Amis hatten
      wohl geglaubt, es würde alles besser mit Obama ohne sich selbst ändern zu müssen.
      4. Obama härter kritisieren hinsichtlich Guantanamo, Afghanistan, Israel, Rüstungsausgaben
      und sonstigen unfriedlichen Maßnahmen.
      5. Nicht so tun, als hätten die Wähler in einem demokratischen Staat keine Verantwortung
      für die Regierung. “Ich habe ja nichts gegen die Amerikaner, aber die US Regierung…”
      ist Anschleimung an eine grosse Masse von Wählern, die selbst schuld sind, auf diese
      Leerformeln von Obama u.a. hereinzufallen.

    26. SwENSkE schrieb am 21. Juli 2011 at 18:24 - Permalink

      …unter anderem dem Kongress, der zwar über eine demokratische Mehrheit verfügte, deswegen aber noch lange nicht eine sichere Bank im Obama-Lager war, nehmen die Amerikaner die Gewaltenteilung doch etwas ernster als wir Deutschen.

      Der Begriff “Gewaltenteilung” ist in diesem Zusammenhang eher unglücklich. Beide erwähnten Organe (Kongress als auch Präsident) gehören der Legislative an.

      Außerdem nehmen die Amis die Gewaltenteilung ähnlich “ernst” wie wir. Auch bei denen kann der Kongress den Präsidenten “rauswerfen” (“Impeachment”), genau wie bei uns der Bundestag den Kanzler per “konstruktivem Mißtrauensvotum” abwählen kann.
      In den USA sind Präsident und Kongress häufig nicht aus demselben Lager, dafür haben wir in Deutschland häufig unterschiedliche Mehrheiten in Bundestag- und rat.

      Ich kann da außer den systemischen keine großen Unterschiede erkennen.

      Selbst wenn man den in diesem Zusammnehang unglücklichen Begriff “Gewaltenteilung” durch “Machtdiversifikation” ersetzt, erschließt sich mir immer noch nicht, daß die Wähler in den USA größeren Wert auf eben jene legen würden. Zumal sie auch noch bedeutend weniger Auswahl haben und sich Demokraten und Republikaner in vielen Kernfragen mittlerweile gleichen wie ein Ei dem anderen.

      Gewaltenteilung

      Grundprinzip einer demokratischen Gesellschaftsordnung, bei der die Staatsgewalt auf die drei voneinander unabhängigen “Säulen” Legislative, Exekutive und Judikative verteilt ist.

      /klugscheißermode off

      • Gast schrieb am 21. Juli 2011 at 18:31 - Permalink

        Beide erwähnten Organe (Kongress als auch Präsident) gehören der Legislative an.

        öhm…. nein?

        /klugscheißermode off

      • Stefan Sasse schrieb am 21. Juli 2011 at 19:12 - Permalink

        Der Präsident ist kein Mitglied der Legislative, sondern der Exekutive. In diesem Punkt ist die Trennung formal sehr strikt.

        /Klugscheißermode on

    27. Johannes schrieb am 22. Juli 2011 at 04:02 - Permalink

      Den Artikel haette die Parteizentrale der Demokraten nicht besser schreiben koennen!
      Junge, junge, da weiss man echt nicht wo man anfangen soll zu kritisieren/korrigieren….als ob die Polit-Elite in Washington (Dems und GOP) und Big Business/Wall Street verschiedene Lager waeren. Als ob Goldman Sachs aus Menschenliebe Obamas groesster Spender im Wahlkampf war..usw usw usw usw

      Aktueller Artikel von Glenn Greenwald im Guardian:

      “But in 2009, clear signs emerged that President Obama was eager to achieve what his right-predecessor could not: cut social security. Before he was even inaugurated, Obama echoed the right’s manipulative rhetorical tactic: that (along with Medicare) the programme was in crisis and producing “red ink as far as the eye can see.” President-elect Obama thus vowed that these crown jewels of his party since the New Deal would be, as Politico reported, a “central part” of his efforts to reduce the deficit. ”

      “Fast forward to 2011: it is now beyond dispute that President Obama not only favours, but is the leading force in Washington pushing for, serious benefit cuts to both social security and Medicare. ”

      etc.

      http://www.guardian.co.uk/commentisfree/cifamerica/2011/jul/21/barack-obama-social-security-cuts

      Fazit: Waer bis heute glaubt, Obama waere ein Verteidiger der Interessen der Kleinen Leute, ist entweder unehrlich oder uninformiert.

      • salvo schrieb am 22. Juli 2011 at 10:43 - Permalink

        ja, das ist der Grund, warum ich diesen Blog kaum noch lese. Reine Zeitverschwendung. Das sind typische oberflächliche Meinungsartikel, die sich mit der Realität gar nicht mehr befassen, sondern lediglich den Mainstrem-Diskurs fortsetzen. Man braucht nur in progressiven Blogs zu lesen, wie zB firedoglake oder dailykos, um zu erfahren, was es sich mit Obama und dem Rest des ‘demokratischen’ Establishments auf sich hat. Glenn Greenwald ist auch eine gute unabhängige Quelle

    28. Johannes schrieb am 22. Juli 2011 at 07:01 - Permalink

      [*Wer (siehe oben); Sorry fuer den eventuell etwas zu ruppigen Ton im vorherigen Kommentar, aber der Obamakult regt mich auf.]

      ..noch mehr Kritik von links:

      http://www.youtube.com/user/theyoungturks?blend=1&ob=4#p/u/8/H3EVoF-LUdU

    29. value schrieb am 22. Juli 2011 at 10:03 - Permalink

      Wow, es gibt immer noch Obama Apologeten!

      “Entgegen der hochfliegenden Hoffnungen der liberals, also der Linken, war und ist Obama letzten Endes ein Zentrist.”

      Das von den Massenmedien und diversen einflussreichen Ideologen beider Parteien definierte, so genannte “Zentrum” des politischen Spektrums in den USA lässt sich wie folgt zusammen fassen:

      - Korporatismus
      - Eskalation des Sicherheitsstaates
      - Eskalation der Terrorkriege
      - Eskalation der Drogenkriege
      - Verachtung der Menschenrechte
      - Amnestie für die Mörder und Folterer der Bushregierung
      - War on Whistleblowers

      Rechts davon stehen Psychopathen und Menschen mit massiver Angststörung, a.k.a Republikaner, links davon stehen alle Menschen, die der Ansicht sind, Menschenrechte seien universell und es wäre unmoralisch, Zivilisten mit Hilfe von aus “Raubtier” Drohnen abgeschossenen “Höllenfeuer” Raketen zu zerfetzen. Diese letzte Gruppe sind die sogenannten “fringe leftists”.

      “Obama kann dabei mit reinem Gewissen schlafen.”

      Bradley Manning könnte dies auch. Wenn Obama aufhören würde, ihn foltern zu lassen.

    30. OAlexander schrieb am 22. Juli 2011 at 13:20 - Permalink

      Der US Präsident, wie jeder US Mandatsträger, muss sich nur an den Möglichkeiten die das System bietet messen lassen. Wenn Michael Schumacher, mit einem Goggomobil, oder eben einem Mercedes, an der Formel I WM teilnimmt, kommt da auch nicht viel heraus.

      Jemand der Präsident werden will, braucht etwa USD 1 Mrd. Teilnahmegebühr für die Wahlen. Bei Senatoren und Repräsentantenkandidaten sind die Gebühren je nach Staat etwas unterschiedlich. Diese Gebühren müssen finanziert und refinanziert werden.

      Eines der wenigen Felder wo der Präsident noch einigermassen was zu sagen hat ist die Kriegsführung. Da kann er recht einfach vorlegen und da wirkt er mächtig.

      Wer unter den gegebenen Umständen eine Ahnung hat, wie ein Kongress zustande kommen soll, der nachhaltig, auch wirtschaftlich, “linke” Positionen durchsetzt und nicht nur gewisse Feigenblätter verteidigt, wie Positionen zur Abtreibungsfrage, dass ist eine ganz andere Frage.

      Wirtschafts- und sicherheitspolitisch gehen nur noch Dinge an den Margen. Ohne katastrophische Änderungen in den Rahmenbedingungen sind da kaum Änderungen zu erwarten.

      Politik geht nur noch im Rahmen dessen was Anzeigenkunden der Medien und Direktfinanzierer der Politiker zulassen.


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