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  • Don Muang Tollway – ein BOT-Projekt mit Nebenwirkungen

    geschrieben am 22. Juli 2011 von Spiegelfechter

    ein Gastartikel von Christoph Jehle

    Am 12.Juli 2011 wurde auf dem Münchener Flughafen eine thailändische Boeing 737 gepfändet, die erst nach acht Tagen gegen Hinterlegung einer Bankbürgschaft in Höhe von 20 Millionen Euro wieder frei gegeben wurde. Die Maschine wird üblicherweise vom thailändischen Kronprinzen selbst geflogen und ist nach eidesstattlicher Versicherung der thailändischen Flugaufsicht sein persönliches Eigentum. Dies bestreitet der Insolvenzverwalter der 2005 gescheiterten Walter Bau AG in Augsburg. Er nimmt an, dass es sich bei dem Flugzeug um Eigentum der thailändischen Regierung handelt und hatte die Pfändung erwirkt, um den thailändischen Staat zu zwingen, finanzielle Forderungen zu erfüllen, die aus einem Ende der 1980er Jahre initiierten Straßenbauprojekt in Bangkok abgeleitet werden.

    Bei dem Straßenbauprojekt handelte es sich um den Uttaraphimuk Elevated Tollway, der nach der damals wichtigsten Ausfahrt meist als Don Mueang Tollway oder Don Muang Tollway bezeichnet wird. Er ist eine der heute zahlreichen Stadtautobahnen im Stadtgebiet von Bangkok. Im Süden schließt die Strecke an den nördlichen Zweig des Chalerm Maha Nakhon Expressway an, führt auf dem Mittelstreifen der Trasse der Viphavadee Rangsit Road (VRR) in einer Höhe von meist 14 Meter über Grund an den drei Terminals des inzwischen ehemaligen Bangkoker Flughafens vorbei und endet nach Verlängerung heute im Stadtteil Rangsit kurz vor dem Future Park Einkaufszentrum an der Grenze zum Nachbarort Pathum Thani. Die Strecke bildet die nördliche Ausfallstraße Bangkoks in Richtung Ayutthaya und weiter in den Norden und Nordosten Thailands. Betreiber der Mautstraße ist die private Don Muang Tollway plc. mit einer ursprünglich auf 25 Jahre erteilten Konzession. Eigentümer der Trasse ist das Department of Highways (DoH) in Bangkok.

    Wer die aktuelle Situation verstehen will, muss sich auf eine kleine Zeitreise begeben. Noch in den 1970er Jahren galten die Länder Südostasiens als rückständig und kaum entwicklungsfähig. Nach dem Ende des Vietnam-Kriegs begann jedoch in den nicht von direkten Kriegseinwirkungen betroffenen Nachbarstaaten eine wirtschaftliche Entwicklung, die so in den Industriestaaten nicht erwartet worden war. Die USA waren trotz des Debakels in Vietnam in Thailand auch weiterhin das große Vorbild. Bangkok sah sich als asiatisches Gegenstück zum kalifornischen Los Angeles und die Regierung wollte ihre einzige Metropole ebenso autofreundlich gestalten wie das große Vorbild jenseits des Pazifiks. Stadtautobahnen statt Stau ohne Ende waren das Ziel. Was fehlte waren technisches Know-how und die finanziellen Mittel. Auf diesem Hintergrund entstand der Gedanke den Bau der Autobahn an einen privaten Konzessionär zu vergeben, der sich dann über die Mauteinnahmen finanziert.

    In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre entwickelte sich dann die Idee eines BOT (Build Operate Transfer) Projektes zur Errichtung einer Mautstraße vom Bangkoker Stadteil Din Daeng zum damaligen Bangkoker Flugafen Don Muang. Für die 15 Kilometer lange Strecke der Viphavadee Rangsit Road (VRR) zwischen dem Stadtteil Din Daeng und dem Flughafen Don Muang benötigte man aufgrund des permanenten Verkehrsstaus manches Mal mehrere Stunden. Und die auf der wirtschaftliche Entwicklung basierenden Prognosen des Verkehrsaufkommens sagten für diesen Flaschenhals eine weitere Steigerung voraus.

    Im Dezember 1987 veröffentlichte das Department of Highways (DoH) des thailändischen Ministerium für Transport und Kommunikation eine internationale Ausschreibung für eine 15 Km lange Hochstraße mit sechs Fahrspuren vom oben genannten Stadtteil Din Daeng zum Don Muang International Airport. Die Stadtautobahn sollte entlang der schon bestehenden Viphavadee Rangsit Road errichtet werden. Die Ausschreibung legte nur wenige Details wie die sechs geforderten Fahrspuren und den Bau der Hochstraße auf dem 5 Meter breiten Mittelstreifen der vorhandenen Straße fest und ließ den Bietern zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten offen. Später wurden die Bedingungen dahingehend ergänzt, dass der Verkehrsfluss der Vibhavadee während der Bauzeit so wenig wie möglich beeinträchtigt werden sollte. Schwertransporte und Sperrungen von Fahrspuren waren meist nur in den Nachtstunden möglich.

    Die am Projekt interessierten Firmen ließen eigene Machbarkeitsstudien erstellen. Darin wurden die Kosten des Projekts vom Bau bis zur Finanzierung und die möglichen Erträge ermittelt. Die Erträge ergaben sich aus den Mautgebühren, abzüglich der Betriebskosten. In einer Zeit, als jedermann auf eingewaltiges Wirtschaftswachstum in der Region setzte, schienen die Prognosen äußerst günstig für ein wirtschaftlich profitables Projekt. Von Anfang an war die Regierung bestrebt, die Mautgebühren so niedrig wie möglich zu halten, ohne die Machbarkeit des Projektes zu gefährden.

    Nach der Evaluierung der Angebote durch das DoH kam der Bieter Don Muang Tollway Constructors zum Zuge. Er hatte im Januar 1988 ein Angebot abgegeben, das eine Maut von 10 thailändischen Baht für die ersten 10 Jahre des Betriebs vorschlug. Das Bieterkonsortium bestand aus der Dyckerhoff & Widmann AG (Dywidag), die am 16. August 2001 von der Walter Bau AG übernommen wurde, und der thailändischen Delta Engineering Construction Co., Ltd., bzw dem thailändischen Unternehmen Dywidag (Thailand) Company Limited. Im Laufe des Verfahrens kam noch die französische GTM International hinzu, die nach mehreren Fusionen heute zur Vinci-Gruppe zählt.
    1988 wurde die Don Muang Tollway Co. Limited mit den beiden Aktionären Delta (51%) und Dywidag (49%) als angehender Konzessionär und Betreiber gegründet. In der Folge wurden weitere lokale Investoren als Aktionäre aufgenommen. Im August 1989 wurde der 25 Jahre (einschließlich Bauzeit) laufende Konzessionsvertrag abgeschlossen.

    Ausgehend von mehreren alternativen Umsetzungskonzepten hatte man sich auf eine Lösung geeinigt, die eine Maut von 20 Baht und Steigerungen von jeweils 5 Baht im 9. und 14. Jahr des Betriebs vorsahen. Durch verschiedene bauliche Maßnahmen sollte das erwartete Verkehrsaufkommen auf der Mautstraße gesichert werden. Hierzu zählte der Abbau von Brücken (Flyovers), die an vier Straßenkreuzungen der vorhandenen Straße den Durchgangsverkehr über die Querstraße hinwegführten. Dadurch sollte die kostenfrei Straße so abgewertet werden, dass möglichst viele Nutzer auf die Mautstraße wechseln. Der geplante Abriss dieser Brücken stieß jedoch auf massiven Widerstand in der Bevölkerung und konnte so nicht umgesetzt werden. Gewissermaßen als Entschädigung für den Betreiber kam 1992 die Idee auf, die Konzession um ein weitere im Norden an die ursprüngliche Mautstraße anschließende Erweiterung zu ergänzen.

    Im Dezember 1994 wurde die Mautstraße in Betrieb genommen. Die Verhandlungen um die Norderweiterung begannen dann im Folgejahr. Inzwischen hatte sich gezeigt, dass die Auslastung der Mautstraße weit unter den Erwartungen geblieben war. Zudem gab es Mitte der 1990er Jahre mit dem sogenannten Hopewell-Projekt von Gordon Wu, das ursprünglich als Hochbahnverbindung zum Flughafen geplant war, dann jedoch um eine Mautautobahn ergänzt werden sollte, weitere Querschläge für die Don Muang Tollway Betreiber. Da die Hopewell-Strecke hinsichtlich des möglichen Verkehrsaufkommens in direktem Wettbewerb zur Don Muang Tollway stehen würde, wurden die finanzierenden Banken, darunter die deutsche Commerzbank, zunehmend nervös, was die finanzielle Lage des Konsortiums nicht gerade verbesserte. Dass aus dem Hopewell-Projekt bald ein Hopeless-Projekt wurde, das mit 90% der verfügbaren Gelder gerade mal 10% des Bauvolumens errichten konnte und letztlich scheiterte, war dann auch keine Hilfe mehr. Inzwischen war 1997 auch die als Asienkrise bekannt gewordene Wirtschaftskrise über das Land hereingebrochen.

    Um die Situation zu stabilisieren beteiligte sich der thailändische Staat im Jahre 1997 an der DMT-Betreibergesllschaft, die inzwischen schon auf 29 Aktionäre angewachsen war. Im Grunde jedoch sollte diese Kapitalerhörung, die in geringerem Umfang auch von den privaten Aktionären geleistet wurde, die Norderweiterung finanzieren. Die Norderweiterung wurde Ende 1998 in Betrieb genommen. Der Aktienanteil von Dywidag war mit Kapitalerhöhungsmaßnahme unter 10% gefallen. Weitere Rückschläge für den Konzessionär kamen mit der von der damaligen Regierung 2004 angewiesenen Absenkung der Maut auf 20 Baht auf der Stammstrecke und den völligen Verzicht auf eine – damals 13 Baht betragende – Maut auf der Norderweiterung. Im Dezember 2006 – die deutsche Walter Bau AG, in welcher die Dywidag aufging, war schon seit einem Jahr in der Insolvenz, kam es offensichtlich zu einer Absprache, dass die deutschen Aktienanteile 10 Millionen Euro an den Vorstand und Aktionär Sombat Panichewa und seinen Sohn verkauft werden sollten. Verkauft wurden sie dann jedoch wohl im Oktober 2007 für 13,7 Millionen Euro an den australischen Investor Babcock & Brown Ltd. (B&B) an welchem die Hypovereinsbank beteiligt war. B&B befindet sich in Folge der letzen Finanzkrise seit 2009 in Liquidation.

    Ein weiteres Hemmnis für die Umsetzung der Gewinnerzielungsabsicht der Betreiber kam dann im September 2006, als der schon seit etwa 40 Jahren geplante neue Bangkoker Flughafen Suvarnabhumi dann doch in Betrieb genommen wurde, was das Verkehrsaufkommen nochmals reduzierte. Im November 2007 wurde, die Regierung Taksin war in der Zwischenzeit durch einen Miltärputsch abgelöst worden und der deutsche Anteileigner Dywidag ausgestiegen, wurde die Maut wieder auf 55 Baht erhöht.

    Inzwischen scheint sich das heute als Don Muang Tollway Plc (DMT) firmierende Betreiberunternehmen stabilisiert zu haben. Die wichtigsten Aktionäre sind heute neben der Panichewa Familie (37,05%), die AIF Toll Roads Holding (Thailand) mit den Eignern Tokyo Mitsubishi Bank, CIMB Bank aus Malysia und Standard Chartered Bank (29,45%) sowie das thailändische Finanzministerium (25,10%). Seit Dezember 2009 beträgt die Maut für PKW 85 Baht und für LKW 125 Baht. Für den Herbst 2011 plant man einen Börsengang, mit dem die Erweiterung der Mautstrecke im Süden bis zum National Monument und im Norden bis nach Bang Pa-in finanziert werden soll.

    Ob das Management der damaligen Dywidag zu blauäugig, zu unbedarft oder zu optimistisch an das Projekt herangegangen und daher im Ende erfolglos geblieben ist oder alles einfach eine Summe unglücklicher Zufälle war oder mangelhafter Kommunikation geschuldet ist, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit feststellen. Als BOT-Projekt ist die Idee wie bislang wohl alle vergleichbar finanzierten Projekte ganz offensichtlich nicht so umgesetzt worden, wie zu Beginn beabsichtigt.

    Christoph Jehle

    Christoph Jehle schreibt über Themen aus den Bereichen Energie und Industrie und befasst sich seit vielen Jahren mit Themen der interkulturellen Kommunikation mit dem Schwerpunkt Südost- und Ostasien.

    15 Kommentare Print This Post
    ein Gastartikel von Christoph Jehle Am 12.Juli 2011 wurde auf dem Münchener Flughafen eine thailändische Boeing 737 gepfändet, die erst nach acht Tagen gegen Hinterlegung einer Bankbürgschaft in Höhe von 20 Millionen Euro wieder frei gegeben wurde. Die Maschine wird üblicherweise vom thailändischen Kronprinzen selbst geflogen und ist nach eidesstattlicher Versicherung der thailändischen Flugaufsicht sein ...
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    15 Kommentare:

    1. Dimebag schrieb am 22. Juli 2011 at 09:25 - Permalink

      Interessante Hintergrundgeschichte. Danke.

    2. long jogg schrieb am 22. Juli 2011 at 11:31 - Permalink

      Auch eine Methode, die aktuelle Hungerkatastrophe in Afrika totzuschweigen. Shame!

      • Johannes schrieb am 22. Juli 2011 at 15:19 - Permalink

        Hahah…wasss?
        btw..ich befahre eben jenen highway (fast) jeden Tag zur Arbeit. Guter Artikel! Ich hab keinerlei darueber hinaus gehende Kenntnis der Details, aber der thailaendische Staat ist korrupt bis ins Mark, so viel ist sicher.

        cheers,

    3. Blixten schrieb am 22. Juli 2011 at 11:31 - Permalink

      Auch von mir danke. Wann liest man schon mal von Ereignissen aus dem fernen Osten mit den entsprechenden Hintergründen über einen Zeitraum von 25 Jahren? Super!

    4. André H. schrieb am 22. Juli 2011 at 11:48 - Permalink

      Und die auf der wirtschaftlichen Entwicklung basierenden Prognosen des Verkehrsaufkommens sagten für diesen Flaschenhals eine weitere Steigerung voraus.

      Hier, bei diesem Beispiel, ging’s halt einmal schief. Das mit dem Geldverdienen.
      Da hätten die deutschen Firmen von den Amerikanern lernen können. Die ökonomischen Hitmens wussten, wie man mittels gefälschten Prognosen überdimensionierte Projekte notwendig erscheinen und durch die öffentliche Hand finanzieren lassen kann, während sich private Baufirmen eine goldene Nase daran verdienen.
      Nun, ich nehme mal an, dass auch europäische Firmen inzwischen dazugelernt haben.
      http://www.letsmakemoney.at/diefakten/john_perkins.html

      Die Episode mit der thailändischen Boeing 737 erinnert mich fast ein wenig an die ehemals stolze “Swissair”, welcher auf mehreren Flughäfen der Welt das selbe Schicksal drohte, nachdem ihr die UBS den Geldhahn zugedreht hatte (das war noch bevor die UBS gerettet werden musste).
      PS. Der damals involvierte Bundesrat (unsere oberste Exekutive) steht heute an der Spitze der UBS und wird demnächst von Axel Weber abgelöst…
      Und ja, ich weiss, dass der Spiegelfechter für J. Perkins nur ein *hüstel* übrig hat.

    5. minimax schrieb am 22. Juli 2011 at 12:23 - Permalink

      auf der webseite hier erscheinen immer viele artikel die sich mit den auswirkungen der kapitalistischen krise befassen. artikel die sich mit den tieferen ursachen beschäftigen sind hier leider absolute mangelware.
      ansonsten auf jeden fall ein interessanter artikel.

      • André H. schrieb am 22. Juli 2011 at 12:39 - Permalink

        artikel die sich mit den tieferen ursachen beschäftigen…

        …arten eben schnell in Glaubenskriege aus.

    6. leslie schrieb am 22. Juli 2011 at 12:32 - Permalink

      Haha.
      Das ist ja wie in Teutschland mit Toll Collect.

      Mfg

      • Vogel schrieb am 22. Juli 2011 at 23:36 - Permalink

        Voilltreffer, alle versenkt! Fuck PPP and BOT unn wie die alle heißen!!

    7. Christoph Jehle schrieb am 22. Juli 2011 at 12:59 - Permalink

      Das ist ja wie in Teutschland mit Toll Collect.

      Das muss ja kein Zufall sein: Die im Beitrag erwähnte Vinci-Gruppe ist über Ihre Tochter Cofiroute mit 10% an Toll Collect beteiligt.

    8. klaus59 schrieb am 22. Juli 2011 at 17:02 - Permalink

      Der Artikel zielt daneben.
      Die Problematik liegt nicht bei kapitalistischen Unternehmen, ohne die Thailand noch rückständiger wäre, sondern in der arroganten Oberklasse, einschliesslich der blaublütigen Blutsauger. Dem Kronprinzen sowie der dazugehörigen Mischpoke gehört nicht nur ein “billiger” Flieger sondern halb Thailand, weil es immer noch ein Königreich ist im althergebrachten Sinne bzgl. gigantischem Grundbesitz. Königskritik, Lästerung etc. wird mit bis zu 15 Jahren Knast bestraft – ein prima Disziplinierungsinstrument, welches politisch täglich eingesetzt wird. Die Thais haben offensichtlich keine Kraft, um sich von diesem und anderen Hirngespinsten zu verabschieden – schade für dieses mehrheitlich liebenswürdige Volk.

    9. Dexter schrieb am 22. Juli 2011 at 23:00 - Permalink

      Der Artikel informiert wirklich hervorragend über die Geschichte dieser Unternehmung. Kompliment zu so viel Wissen und auch zu der Fähigkeit, dieses zu vermitteln.

      ABER: ich stehe noch immer ratlos, was die Frage angeht, woraus sich denn nun eigentlich konkret die Ansprüche des Walter Bau-Insolvenzverwalters ableiten. Hab ich da was überlesen?

      • Herr Lazaro schrieb am 22. Juli 2011 at 23:23 - Permalink

        Ja, das hatte ich am Ende des Artikels dann auch gefragt: Was hat das alles nun mit der Boeing des Prinzen zu tun?

        • Christoph Jehle schrieb am 23. Juli 2011 at 16:43 - Permalink

          Der Insolvenzverwalter der Walter Bau AG

          nimmt an, dass es sich bei dem Flugzeug um Eigentum der thailändischen Regierung handelt und hatte die Pfändung erwirkt, um den thailändischen Staat zu zwingen, finanzielle Forderungen zu erfüllen, die aus einem Ende der 1980er Jahre initiierten Straßenbauprojekt in Bangkok abgeleitet werden.

          Die Ableitung der Forderungen im Einzelnen findet sich hier:
          “IN THE MATTER OF AN ARBITRATION IN GENEVA, SWITZERLAND
          AND UNDER THE TREATY BETWEEN THE FEDERAL REPUBLIC OF
          GERMANY AND THE KINGDOM OF THAILAND MADE ON 24 JUNE
          2002 CONCERNING THE ENCOURAGEMENT AND RECIPROCAL
          TREATMENT OF INVESTMENTS AND UNDER THE UNCITRAL
          ARBITRATION RULES 1976″

          • Dexter schrieb am 23. Juli 2011 at 22:31 - Permalink

            Wow. Die Kosten für die Rechtsverdreher sind recht imposant.


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