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  • Ackermanns großer Bluff

    geschrieben am 22. Juli 2011 von Spiegelfechter

    „Wir können mit der Lösung nicht unzufrieden sein, schließlich sitzt Josef Ackermann am Tisch“ – mit diesem Satz zitiert die FAZ „Reaktionen aus Bankerkreisen“ zu den ersten Ergebnissen des Euro-Gipfels. Ackermann selbst stapelt jedoch lieber tief und beklagt im ZDF die angeblichen 21 Prozent Abschreibungen, die die Banken „hart treffen“ würden. Doch die Krokodilstränen des Deutschbankers sind unangebracht und zynisch. Wenn man sich das „freiwillige Angebot“ des Bankenverbandes IIF PDF , dem Ackermann vorsteht, näher anschaut, stellt man schnell fest, dass die Banken nahezu ungeschoren bleiben. Von einer Beteiligung des privaten Sektors kann überhaupt keine Rede sein.

    Um das Angebot der Banken einordnen zu können, muss man sich zunächst vergegenwärtigen, unter welchen Konditionen die Griechenland-Anleihen, die in den Bilanzen der Institute stehen, überhaupt ausgegeben wurden. Als Beispiel sei hier eine typische Anleihe genannt – die 2007 ausgegebene 10jährige Anleihe GR0124029639 mit einem Kupon von 4,3%. Banken und Versicherungen, die diese Anleihe erworben haben, erhalten vom griechischen Finanzministerium 4,3% Zinsen auf dieses Papier, das 2017 ausläuft. Vor Beginn des Euro-Gipfels wurde diese Anleihe an den Märkten für 46,10 Euro gehandelt. Wer die Anleihe zu diesem Zeitpunkt gekauft hat, kann demnach mit rund 20% Rendite rechnen. Für Investoren, die das Papier schon länger in ihren Büchern haben, ändert sich an der Rendite jedoch faktisch nichts.

    Das Angebot des IIF sieht vier Instrumente vor, mit denen sich der private Sektor von seinen ausfallsbedrohten Griechenlandanleihen trennen kann:

    1. Ein 1:1 Austausch in eine 30jährige Anleihe der EFSF (Europäische Finanzstabilisierungsfazilität) mit AAA-Rating und einer durchschnittlichen Verzinsung von 4,5%, der sofort stattfindet.
    2. Ein 1:1 Austausch in eine 30jährige Anleihe der EFSF mit AAA-Rating und einer durchschnittlichen Verzinsung von 4,5%, der nach Fälligkeit der Griechenland-Anleihen stattfindet.
    3. Ein Austausch mit einem Abschlag von 20% vom Barwert in eine 30jährige Anleihe der EFSF mit AAA-Rating und einer durchschnittlichen Verzinsung von 6,42%.
    4. Ein Austausch mit einem Abschlag von 20% vom Barwert in eine 15jährige Anleihe der EFSF mit AAA-Rating und einer durchschnittlichen Verzinsung von 5,9%.

    Weiter auf den NachDenkSeiten

    P.s.: Wie hart die Einschnitte für den privaten Sektor sind, sieht man auf diesem Bild, das die heutige Kursentwicklung griechischer Anleihen zeigt (dazu sei gesagt, dass die Anleihekurse bereits gestern stark gestiegen sind):

    Auch die folgenden Charts (Quelle: arvia.de) zeigen Ackermanns Erfolg. Wer wohl die Käufer sind, die gestern und heute zuschlugen?

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    Tags: Europa Finanzkrise
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    1. 21% Gläubigerbeteiligung? Die spinnen, die Banken! « eurogate101

    51 Kommentare:

    1. schwitzig schrieb am 22. Juli 2011 um 16:24 - Permalink

      Wer wohl die Käufer sind, die gestern und heute zuschlugen?

      Das stinkt doch nach Insidergeschäften, oder?

      • Spiegelfechter schrieb am 22. Juli 2011 um 16:59 - Permalink

        Natürlich

      • Mirsad schrieb am 23. Juli 2011 um 11:01 - Permalink

        Das stinkt doch nach Insidergeschäften, oder?

        Unsinn. Ich arbeite in einer KAG und es gibt viele Fondsmanager die Griechische Anleihen gekauft haben weil sie auf den Bailout spekuliert haben. Ich kenne auch einige privat Personen die auf diese Intervention spekuliert haben.

    2. Tubl schrieb am 22. Juli 2011 um 16:34 - Permalink

      Hat auch schon Müller bei DAF in seiner typisch launigen Art verkündet.

      • Spiegelfechter schrieb am 22. Juli 2011 um 16:58 - Permalink

        Hmm, Müller erzählt – in seiner launigen Art – wieder einmal eine Menge Wahres und auch eine Menge Unfug. Er mag ja Ahnung vom Börsenparkett haben, bei volkswirtschaftlichen Themen versagt er jedoch regelmäßig auf ganzer Linie. Legendär ist da seine komplett abstruse Definition von “Inflation”, der den Lesern seines Buches zuteil kommen ließ.

        • Tubl schrieb am 22. Juli 2011 um 18:12 - Permalink

          Da hast du recht. Manche seiner Thesen sind recht volkstümlich. Und bei der Inflation ist er ganz sicher ein Gefühlsmensch und weniger Volkswirtschaftler ;-)
          Unterhaltsam ist er allemal.

          • Spiegelfechter schrieb am 22. Juli 2011 um 18:54 - Permalink

            Stimmt ;-)

        • Der Politclown schrieb am 22. Juli 2011 um 19:59 - Permalink

          Wo bitte erzählt Dirk Müller Unfug?

    3. R_Winter schrieb am 22. Juli 2011 um 16:48 - Permalink

      Was kann man bei einer Bundeskanzlerin Merkel anderes erwarten?
      Ein Sprichwort sagt: “Sag mir, wer Deine Freunde sind und ich sage Dir, wer Du bist”.

      Die ex-Propaganda- und Agitationsfunktionärin der FDJ Merkel ist einfach nur dumm.
      Wie dumm muss man eigentlich sein, um in Deutschland Bundeskanzler werden zu können?

      • Desafinado schrieb am 22. Juli 2011 um 17:17 - Permalink

        Wie unklug muss man eigentlich sein, um endlich begreifen zu können/wollen, dass die sogenannten Volksvertreter, ob klug oder dumm, lediglich Marionetten der Hochfinanz und der Großindustrie sind?

    4. Ralf Heß schrieb am 22. Juli 2011 um 18:33 - Permalink

      Hat wirklich irgend jemand ein anderes Ergebnis erwartet, als eines, das den Banken und Versicherungen noch mehr als bislang in die Kasse spühlt? Das spannende an ddieser Entscheidungen ist doch, dass einfach die teilweise schwierig zu verstehenden Zusammenhänge und Funktionsweisen in der “Finanzwelt” benutzt werden, um die Bevölkerung hinters Licht zu führen. Wie einfach das funktioniert, zeigt sich ja immer wieder, wenn man sich ansieht, wie einfach es ist einem durchschnittlich informierten Bankkunden irgend einen Blödsinn zu verkaufen. Die Leute verstehen größtenteils einfach nicht, wie da irgend etwas funktioniert. Daher ist auch erstmal wenig Widerstand aus der Bevölkerung gegen solche “politischen” Entscheidungen zu erwarten.

      • ttt schrieb am 22. Juli 2011 um 19:35 - Permalink

        Bei den “Bankberatern” habe ich aber inzwischen eine Chance zu klagen und etwas wieder zu bekommen. Wenn unsere, anscheinend nicht zu den hellsten gehörenden, Politiker von diesen *** über den Tisch gezogen werden, dürfen wir alle nur bezahlen.

        • Ralf Heß schrieb am 22. Juli 2011 um 19:46 - Permalink

          Das stimmt allerdings ;-) Das schöne ist, letztendlich kommen dies Kuhhandel zum stehen, weil sich irgendwann niemand mehr finden lässt, der noch in der Lage ist das nötige Kleingeld aufzutreiben, um alle, die dring hängen, herauszukaufen. Dann allerdings wird die große Rechnung aufgemacht. Darauf bin ich gespannt. Da könnte es für die Ackermänner dieser Welt durchaus nochmal ungemütlich werden. :-)

          • ttt schrieb am 22. Juli 2011 um 20:09 - Permalink

            Die Ackermänner werden sich in der Schweiz verschanzen. : )
            Das größte Problem sind aber für mich nicht Leute wie Ackermann, denn der macht eigentlich nur seinen Job (moralisch will ich das jetzt nicht bewerten). Problematisch sind die ganzen Versager auf Politebene, daher wünschte ich wirklich, es gäbe eine Möglichkeit, diese Politiker haftbar zu machen. Aber wenn man schon ungestraft das Grundgesetz mißachten darf, habe ich wenig Hoffnung.

    5. (erdorderlich) schrieb am 22. Juli 2011 um 18:34 - Permalink

      Seien wir doch mal ehrlich. Wer hat von Frau Merkel und Co etwas anderes erwartet?
      Das Schönste dabei ist doch, dass Sarkozy und Merkel so schön zusammen kommen und über die Köpfe aller anderen Länder entscheiden. So etwas nennt sich dann noch europäische Gemeinschaft. Man entscheidet ja (angeblich) im Sinne der eruopäischen Gemeinschaft….

      Fakt ist, Griechenland wurde nur temporär geholfen und die EU wird nachbesser dürfen. Die richtigen Maßnahmen zur Bekämpfung der (Struktur-) Krise werden weiter vermisst.

      So wie es momentan aussieht, steuert Europa daher auf ein verlorenes Jahrzehnt zu. Die Schulden werden auch die Wirtschaftsleistung einzelner Länder beeinträchtigen. Jungs und Madels, es kann nur schlimmer werden, muhaha.

    6. anon schrieb am 22. Juli 2011 um 20:21 - Permalink

      Ackermanns großer Bluff? Die Deutsche Bank hält doch grade einmal 1,6Mrd von den 285Mrd gr. Anleihen laut Stresstest. Um die 50% der gesamten 360Mrd gr. Staatsschulden (incl. Anleihen) sind scheinbar sowieso in staatl. Hand:
      http://www.economist.com/blogs/freeexchange/2011/06/greek-debt

      Der deutsche Staat profitiert nicht schlecht von den Angebot, wenn man die gr. Anleihen von FMS Wertmanagment (SoFFin), Commerzbank (25% Aktienanteil BRD über KfW), Landesbanken und nicht zu vergessen auch das SMP des ESZB betrachtet: 6,3 + 3 + 2 + 49 = 60,3 Mrd.. Der dt. Bürger dessen Geld über Versicherungen und Pensionfonds etc. in gr. Anleihen gelandet ist, dürfte wohl auch eher froh sein.

      Allerdings sind die größten Profiteure doch die gr. Privatbanken mit um die 50Mrd und gr. Pensionfonds mit 30Mrd. an gr. Anleihen, und die haben schließlich auch die größten Probleme.

      Ackermann wird sein Geschäft und Gewinn eher im Bereich des 50Mrd. Privatisierungsprogramms suchen, da kann man doch viel besser Provisionen abkassieren.

      • Spiegelfechter schrieb am 22. Juli 2011 um 21:38 - Permalink

        Ackermanns großer Bluff? Die Deutsche Bank hält doch grade einmal 1,6Mrd von den 285Mrd gr. Anleihen laut Stresstest. Um die 50% der gesamten 360Mrd gr. Staatsschulden (incl. Anleihen) sind scheinbar sowieso in staatl. Hand:
        http://www.economist.com/blogs/freeexchange/2011/06/greek-debt

        a) Ackermann ist Vorsitzender der IIF
        b) 150 Mrd. sind in Hand der Banken – zumindest behauptet dies die IIF. Ob es stimmt?

        Der deutsche Staat profitiert nicht schlecht von den Angebot, wenn man die gr. Anleihen von FMS Wertmanagment (SoFFin), Commerzbank (25% Aktienanteil BRD über KfW), Landesbanken und nicht zu vergessen auch das SMP des ESZB betrachtet: 6,3 + 3 + 2 + 49 = 60,3 Mrd.. Der dt. Bürger dessen Geld über Versicherungen und Pensionfonds etc. in gr. Anleihen gelandet ist, dürfte wohl auch eher froh sein.

        Ach was. Die Mehreinnahmen durch die Staatsbanken steht in gar keinem Verhältnissen zu den Geschenken an die Privatbanken, die von den Staaten finanziert werden.

        Ackermann wird sein Geschäft und Gewinn eher im Bereich des 50Mrd. Privatisierungsprogramms suchen, da kann man doch viel besser Provisionen abkassieren.

        Das kommt hinzu.

    7. Pepe schrieb am 22. Juli 2011 um 21:43 - Permalink

      Schöner Artikel soweit ich dass beurteilen kann :) Nur WIE erklärt man solche Zusammenhänge einem Bürger der bei einem Wort wie “Nullkuponanleihe” nur ein “Hä? Wasn das fürn scheiss?” übrig hat?
      Ich finde es unheimlich wichtig gerade komplizierte Zusammenhänge so weit es nur irgend geht auf einfache Worte und Erklärungen herunter zu brechen damit es eben gerade auch die Masse verstehen kann.

      • Spiegelfechter schrieb am 22. Juli 2011 um 21:57 - Permalink

        Sag ganz einfach: Ackermanns 21% sind nachgewiesen komplett aus der Luft gegriffen. Die Banken werden nicht an der “Rettung” Griechenlands beteiligt, sondern kriegen eine 1a Gelegenheit, sich aus der Sache zu verabschieden. Die Kosten dafür trägt mal wieder der Steuerzahler.

        • Degnaphta schrieb am 22. Juli 2011 um 23:07 - Permalink

          Die Erkenntnis ist zu schrecklich für die betreffenden ‘Normalbürger’.
          Wer sich im Realitätstunnel der ÖRs und der ‘großen Blätter’ bewegt, dem kommt Merkel wie die Göttin von Sicherheit&Stabilität vor. und Joe A. ist einer der Pragmatischen Engelsgehilfen.
          Das ist ne ganz spezielle Form der religiösen Verblendung.

          Hier ist doch auch ein Abgesandter aktiv. (erforderlich) glänzt doch stets in seinem Bemühen, der eifrigste Neolib-Ostiarier oder ga -Lektor zu sein.
          Dann lockt etwas mehr Taschengeld vom INSM-Ordinariat ;-)

          • Pepe schrieb am 23. Juli 2011 um 01:48 - Permalink

            Ich glaube durch so eine “schreckliche Erkenntnis” kann man Beine in Richtung Wahlbüro treiben. Na gut, vielleicht auch einige in den Wahnsinn.
            Wobei ich auch noch nicht so ganz weiss wohin ein Regierungswechsel denn führen soll bzw was sich denn dann ändern würde (warscheinlich ja nicht viel). Trotzdem scheint es mir vom Bauchgefühl her erstmal richtig zu sein.

    8. na sowas schrieb am 22. Juli 2011 um 22:28 - Permalink

      Ich klatsch das mal so rein …Schei*wetter!

      Man habe das zweite Griechenlandpaket beschlossen “und so manches mehr”, sagte Angela Merkel

      [Quelle ht*p://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,775852,00.html]
      Alas, going through the merits of this Agreement is akin to discussing a decent plan for extending the Maginot line through Belgium after Hitler had taken Paris. In short, the horses have bolted and we are debating the merits of the new barn gates. Am I exaggerating? Read Article 7 [¹] of the agreement to see that I am not. After Article 6 [¹] states that the haircut concerns Greece and Greece alone (“we would like to make it clear that Greece requires an exceptional and unique solution”), Article 7 adds: “All other euro countries solemnly reaffirm their inflexible determination to honour fully their own individual sovereign signature and all their commitments to sustainable fiscal conditions and structural reforms.” In other words, the pledges that Greece was making till now, the rest (e.g. Ireland) will continue to make independently of their capacity to meet them. This is priceless gift to speculators who love nothing more than testing such unsustainable ‘solemn’ and ‘inflexible’ commitments on behalf of governments and EU bodies with a long history of such declarations that are confirmed more in the breach than in the observance.
      [Yanis Varoufakis (Department of Economics | Athens)]
      Zitat:
      Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lobte das Paket als wichtige Entscheidung für die Zukunft ganz Europas. “Der Tag heute bedeutet für die Menschen in Deutschland ein Mehr an Sicherheit für unsere gemeinsame Währung und damit auch eine Grundlage für unser Wirtschaften, aber auch für den Wohlstand insgesamt”, sagte die Kanzlerin nach dem Krisengipfel. Der Euro sei mehr als nur eine Währung, er sei ein “Ausdruck großer Verbundenheit” in Europa.
      [Quelle ht*p://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,775790,00.html]
      My alternative interpretation is that Mrs Merkel has gone too far down the road of the fiscal transfers that she, supposedly, admonishes. As I argued above, this new package for Greece is hugely expensive on the German taxpayer and, worse still, it creates a fresh chain reaction (in the realm of speculation) that can only inflate that cost exponentially in the coming months. Rather than bringing about greater political union, and a new resolve to homogenise debt and investment, the escalating cost to the German taxpayer will undermine Berlin’s political resolve to stick to the euro.
      Yanis Varoufakis | Europe’s Faustian Bargain - Fri 22/7/11 10:31
      [¹] ERKLÄRUNG DER STAATS- UND REGIERUNGSCHEFS...
      …
      Werbepause
      Na endlich! SPON kommt auf den Geschmack…
      Jede dritte Ouzo-Flasche, die auf den Markt kommt, ist lesbisch.
      [ ht*p://goo.gl/zimaa ]

      …und hat wie immer keine Ahnung: nicht ein einziges Mal kommt das Wort ❝Oktopus❞ im Artikel vor! Den Μαστίχα sollte man vor jedem Schluck schon aus dem Mund nehmen und gefälligst ins Wasserglas tun.
      …
      χωρις κομπολοι δε γίνεται τίποτα...

    9. xxx schrieb am 22. Juli 2011 um 23:11 - Permalink

      Bestimmt ein schöner Artikel und es hat wohl auch niemand etwas anderes erwartet.
      Ein Problem:
      Ich checks nicht. Geb ich ehrlich zu. Ich bin kein VWLer und auch Google ist keine große Hilfe. Das Bild mit der Kursentwicklung ist für mich Zahlensalat, sieht für mich aus wie die Matrix.

      Wäre schön, wenn Du, im Namen der Aufklärung (darum gehts doch?), das auch für Fachfremde verständlich machen könntest

      • ppp schrieb am 22. Juli 2011 um 23:42 - Permalink

        Europa kauft den Banken die Griechenpapiere ab und gibt den Banken dafür (wandelt diese um in) neue Papiere. Die neuen Papiere werfen für die Banken ebenfalls Zinsen ab. Die Erträge sind für die Banken in Teilen etwas geringer, als wenn sie die alten Papiere gehalten hätten.

        Aber: Bei den neuen Papieren steht die EU als ganzes dahinter und nicht nur Griechenland, wie bei den alten Papieren. Also ist es sehr viel unwahrscheinlicher, dass die Papiere wertlos werden, weil eine Pleite der EU insgesamt sehr unwahrscheinlich ist.

        Mussten sich die Banken zuvor noch Sorgen machen, dass bald eine Pleite Griechenlands bevorsteht und so ihre Griechenpapiere wertlos würden, so können sie jetzt entspannt regelmäßig die Zinsen der neuen Papiere einstreichen, die wir mit unserem Steuergeld bezahlen.

        Die Grafik zeigt, dass Leute wieder massiv Griechenpapiere kaufen – weil die Leute wissen, dass sie dafür bald neue sichere Papiere von der EU erhalten werden.

        • Der Politclown schrieb am 23. Juli 2011 um 08:52 - Permalink

          Ich fasse es noch kürzer zusammen.

          Der Kapitalismus hat den Normalbürger mal wieder richtig hart von hinten genommen.
          Und die Medien übernehmen die Rolle des Hausarztes und Kurpfuschers in Personalunion und erzählen uns: “nehmen ‘se halt ne Aspirin und rauchn nich so viel über die Tage”

          Es ist widerlich, zuerst hat der Kapitalismus die Politik übernommen und jetzt übernimmt die Hochfinanz die Restwirtschaft, Werte werden überhaupt keine mehr geschaffen; nur noch kurzfristiges Gewinnstreben, Zahlenjongleure, Fachidiotie und Konsum auf Pump.

          Wer mit 20 noch keinen “Burn-out” hat gilt in diesem System als Loser.

          Kann mich mal jemand drücken? So am Hals… -,-

          • Mirsad schrieb am 23. Juli 2011 um 13:01 - Permalink

            Der Kapitalismus hat den Normalbürger mal wieder richtig hart von hinten genommen.

            Das hat nichts mit Kapitalismus zu tun. Bedanke dich bei den Politikern

    10. kolorit schrieb am 22. Juli 2011 um 23:11 - Permalink

      >Ganz einfach: Die Angebote [1] und [2] werden als sogenannte Nullkuponanleihe ausgegeben.

      Unsinn. Wer sagt denn so was?

      • Spiegelfechter schrieb am 23. Juli 2011 um 00:18 - Permalink

        Das verlinkte Dokument der IIF.

        • kolorit schrieb am 23. Juli 2011 um 09:01 - Permalink

          Nein. Im Anhang sind die Kuponsätze sogar aufgeführt. Außerdem wird nicht in eine EFSF-Anleihe getauscht, sondern eine griechische gegen eine griechische.

          Du verwechselst Pfand/Absicherung (AAA-Zerobond) und Anleihe.

          • Spiegelfechter schrieb am 23. Juli 2011 um 09:39 - Permalink

            Das ist idt recht komplex. Ich bin mir selbst nicht 100% sicher.

            Ich beziehe mich da auf folgenden Satz:

            A Par Bond Exchange into a new 30 year instrument with the principal collateralized by 30 year zero-coupon AAA rated bonds. The zero coupon bonds are purchased using EFSF funds. Greece pays the funding costs to the EFSF. The principal is repaid to the investor using the proceeds of the maturity of the zero-coupon bonds.

            Ein Fonds-Spezialist, mit dem ich gestern telefonisch über die Sache sprach, vertrat zumindest – so wie ich – die Ansicht, die EFSF-Bonds würden als Nullkuponanleihen bilanziert.

            Schlussendlich ist das aber für die Gesamtbewertung nicht sonderlich relevant. Es ändern sich “nur” die Zahlungszeitpunkte und natürlich die bilanzrechtliche Situation.

            • kolorit schrieb am 23. Juli 2011 um 10:57 - Permalink

              >Schlussendlich ist das aber für die Gesamtbewertung nicht sonderlich relevant.

              Das ist hochgradig relevant. Wenn die Banken gegen EFSF-Zerobonds tauschen würden, dann wäre Griechenland von laufenden Zinszahlungen befreit. Ein Zerobond entspricht dem, was der Verbraucher als endfälliges Darlehen kennt. Dann wäre auch Dein Fazit richtig, dass sich Griechenland vor allem Zeit kauft. Ferner wäre die Staatengemeinschaft dann auch in Haftung für diese bei Fälligkeit anfallenden Zinsen und die Haftung für den Anleihebetrag wäre von Anfang an mit 100% bei der Staatengemeinschaft. Das ist aber alles nicht der Fall.

              >und natürlich die bilanzrechtliche Situation.

              Die bianzrechtliche Situation wäre selbst unter den von Dir getroffenen Annahmen im Beitrag falsch dargestellt. Es entstünden keine “steuerrelevanten Abschreibungen’, da die Banken dann (Optionen 1 und 2) eine griechische Anleihe mit 100 gegen 4 EFSF-Anleihen mit 25 tauschen würden. Es fallen also eher Gewinne an, wenn die Banken vor dem Deal bereits auf Marktwert abgeschrieben hatten.

              Dein Urteil, dass die Banken einen guten Schnitt machen, teile ich übrigens. Allerdings sehe ich Deinem Beitrag wesentliche Elemente des Deals falsch dargestellt und die Betrachtungen bezüglich des Barwertverlustes von 21% sind inkonsistent. Die Banken verzichten tatsächlich auf 21% Barwert, die Hälfte davon durch Zinsverzicht, die andere Hälfte per Haircut. Ob sich die Banken mit dem Deal dennoch besser stellen hängt von der Antwort auf die Frage ab, wie hoch ein Marktzins auf Anleihen wäre, von denen ein Teil (etwa 30%) von Anfang an durch die Staatengemeinschaft besichert ist, wobei die Besicherung mit der Laufzeit exponentiell auf schließlich 100% des Nominalwertes zum Ende der Laufzeit ansteigt.

              Das ist alles andere als eine einfache Frage.

            • keinbankenfan schrieb am 24. Juli 2011 um 15:37 - Permalink

              Vielleicht ist Variante 1 so gedacht, dass Griechenland für die Kuponzahlungen des normalen Par Bonds selbst haftet. Für die Rückzahlung aber haftet der EFSF über eine Nullkuponanleihe. Die Absicherung erfolgt über ein Collateral. Diskontiert man die Kuponzahlungen in Höhe von 4/4,5/5 % mit 9 %, und die Rückzahlung von 100 mit dem Diskontfaktor aus der AAA-Kurve, kommt man auf einen Kurs von etwa 79. So würde man also 21 % auf den Nominalwert von 100 verlieren. Diese 21 % werden Banken abschreiben müssen, wenn die Anleihen im Bankbuch noch mit 100 bewertet sind. Im Handelsbestand wäre es anders, aber die Banken haben längst umbuchen müssen, um Abschreibungen zu verhindern. Dies ändert nichts an der Einschätzung, dass die Banken gewonnen haben. Es ist eine trickreiche Irreführung, wenn man sagt, die Bank verliert 21 % vom Nominalwert. Denn die Bank hatte vor dem Paket 30-50 % vom Nominalwert verloren, allerdings auch nur, wenn die Anleihen zu Kursen bei 100, und nicht später zu Kursen bei 50-70 gekauft wurden. Nach dem Paket hat die Bank eine Anleihe zum Kurs von 79, die vorher nur einen Kurs von 50-70 hatte. Das ist ein grosser Bluff.

            • kolorit schrieb am 24. Juli 2011 um 17:16 - Permalink

              @keinbankenfan

              YEP! So ist das, auch wenn es den Spiegelfechter wahrscheinlich nicht mehr interessiert…

              Die gleiche Berechnung kannst Du auch für die anderen Optionen durchführen. Bei allen Optionen resultiert ein Barwertverlust von 21%.

              Abschreibungen und damit wirkliche Verluste, fallen allerdings nur bei den Optionen 3 und 4 an. Die Barwertverluste der Optionen 1 und 2 stellen entgangene, zukünftige Zinsen dar. Der Zinsverzicht führt nicht unmittelbar zu Verlusten, sondern zu weniger Gewinn in der Zukunft.

              >Diese 21 % werden Banken abschreiben müssen, wenn die Anleihen im Bankbuch noch mit 100 bewertet sind.

              Für Optionen 1 und 2 nicht, da im Bankbuch nicht mit dem Marktwert bilanziert werden muss, sondern mit dem Nennwert bilanziert werden kann. Banken, die bereits Abschreibungen auf ihre alten Anleihen vorgenommen haben, können sogar einen (buchhalterischen) Gewinn verzeichnen.

              >Nach dem Paket hat die Bank eine Anleihe zum Kurs von 79, die vorher nur einen Kurs von 50-70 hatte.

              Wenn es allein nach den Kursen geht, brauchen wir gar nicht erst anfangen mit der Bewertung, denn das war bereits nach der Abschlusserklärung klar, dass die Banken bei 21% Barwertverlust einen besseren Kurs bekommen, als der derzeitige Marktkurs. Die für mich spannendere Frage ist, ob die Banken nicht auch im Vergleich zu einer Rückzahlung zu 100 einen Gewinn machen, ob sie sich also sogar besser stellen, als wenn Griechenland die Banken voll ausgezahlt und der EFSF die komplette Finanzierung übernommen hätte. Der Schlüssel zu dieser Frage ist der Diskontierungsfaktor von 9%. Wenn die 9% ‘marktgerecht’ sind, dann fallen den Banken durch Zinsverzicht (Optionen 1 und 2) und Abschreibung (Optionen 3 und 4) tatsächlich Verluste von 21% auf ihr Engagement an. Wenn der tatsächliche Marktwert der Zinszahlungen aber hoch genug ist (bzw. der ‘wahre’, marktgerechte Zins niedrig genug), könnte den Banken sogar ein zukünftiger Gewinn entstehen. Ist das Risiko, dass Griechenland seine Zinsen nicht bezahlen kann, angesichts der Tatsache, dass der EFSF einen großen Teil der Schulden außerordentlich niedrig finanziert, tatsächlich so hoch, dass 9% gerechtfertigt wären, zumal sich die Banken um die Rückzahlung der Anleihe keine Sorgen machen müssen?

              Ich zweifle. Wir werden es erfahren, sobald es eine erste Notierung der neuen Anleihen aus Optionen 1 und 2 gibt. Wie hoch der Marktwert sein wird, kann derzeit jedoch niemand seriös einschätzen.

    11. superguppi schrieb am 22. Juli 2011 um 23:20 - Permalink

      Es wurde ja tatsächlich vorgeschlagen, dass der EFSF die griechischen Anleihen zum Tagespreis, also zu 60% übernimmt. Das war wohl nix.

    12. Juliane schrieb am 23. Juli 2011 um 00:04 - Permalink

      Als ich Herrn Ackermann vorhin im Fernsehen sah, und er das mit den rund 20% verkündete, dachte ich
      und jetzt lacht er gleich los.

      Manh, was werden wir verarscht.

    13. ludwig schrieb am 23. Juli 2011 um 10:23 - Permalink

      Die volks- und marktwirtschaftliche Inkompetenz der an verantwortlicher Stelle Regierenden ist mal wieder zu Tage getreten.
      DAS Potential der Märkte wurde nicht für die öffentliche Hand genutzt, sondern für schnöde private Interessen.
      Denn letztendlich können nur Gesellschaften Werte “garantieren”.
      Dieses Potential wird weder verdeutlicht, noch sonst in die Diskussion zu bringen versucht.
      Aus Wirtschafts- und Verwertungskrisen MUSS die ÖFFENTLICHE HAND Profit ziehen und nicht dessen Gegenteil, was die letzten Jahre praktiziert worden ist.

    14. Sukram71 schrieb am 23. Juli 2011 um 12:50 - Permalink

      Von einer Beteiligung des privaten Sektors kann überhaupt keine Rede sein.

      Das ist ganz sicher richtig.

      Aber: Das Problem ist doch, dass Griechenland, Portugal, Irland, Spanien und neuerdings Italien nur noch mit großen Risikoaufschlägen Kredite vom privaten Sektor bekommen (hoffentlich haben).

      Also wie kann man den privaten Sektor dazu bekommen, von diesen Staaten Staatsanleihen zu normalen Zinsen zu kaufen, damit die sich refinanzieren können?
      Damit wir nicht unser Geld dafür geben müssen. DAS ist doch das Problem.

      Doch bestimmt nicht, in dem man den privaten Sektor sein geliehenes Geld bzw. die Staatsanleihen nicht komplett zurück zahlt. Das liegt doch auf der Hand.

      Wenn man mal jemandem Geld geliehen hat, und bekommt es nicht vollständig zurück, dann sinkt doch die Bereitschaft dem auch zukünftig Geld zu leihen. Oder nicht? Aber genau das Gegenteil will man doch erreichen.

      Weil wenn der private Sektor (also internationale Geldanleger, Rentenversicherungen, Banken, Pensionsfonds) das Geld nicht gibt, dann müssen wir das.

      Also entweder man hält den “privaten Sektor” bei Laune, dann geben die das Geld. – Dann sind aber alle am schreien!
      Oder man vergrault die, in dem man ihnen große Verluste beschert, dann müssen wir das Geld geben, dann sind auch alle am schreien. Das ist doch hirnverbrannt. ;-)

      • Momo schrieb am 23. Juli 2011 um 13:46 - Permalink

        Das, was Du hier forderst, ist ein “Sozialismus für Reiche”: Hohe Zinsen einstreichen, jedoch möglichst keinerlei Risiko tragen. Ist das “Eigenverantwortung” ala neoliberale “Elite”? Nach meiner Auffassung ist dies “Eliten”-Raffgier in Reinkultur!

        • Sukram71 schrieb am 23. Juli 2011 um 20:53 - Permalink

          Von mir aus soll man anschließend “die Reichen” mit Steuern abkassieren.

          • Momo schrieb am 24. Juli 2011 um 20:30 - Permalink

            … was selbstverständlich nicht passieren würde.

      • Buntschuh schrieb am 23. Juli 2011 um 21:23 - Permalink

        Das mit dem privaten Sektor ist eben so eine Sache. Wenn die ihr Geld nicht zurück bekommen, sind sie alle am Schreien. Wenn sie Steuern zahlen sollen, sind sie alle am Schreien. Das Ergebnis dieses kollektiven Dauergeschreies ist eben die Senkung aller Steuern für Wohlhabende und gleichzeitig die immer höhere Verschuldung bei den gleichen Personen. Das wird ja immer wieder mal vergessen: Steuern bezahlen und Geld leihen macht man bei den selben. Es ist schon sehr erstaunlich, dass es auch immer genau diese Personen sind, die aus diesen ganzen Schlamasseln immer wieder als Sieger herauskommen. Bezahlt hat von denen bislang noch keiner.

        @ Mirsad, insofern, ja, das ist Kapitalismus. Fortgeschrittener Kapitalismus, in dem sich die Interessen eben auch mit der Politik verbunden haben. Ackermann feierte nicht ohne Grund seinen Geburtstag bei der Kanzlerin daheim im Kanzleramt. Versuch du mal einen Termin für eine private Party da zu bekommen ;-)

        • Sukram71 schrieb am 23. Juli 2011 um 23:55 - Permalink

          Irgendwann in den nächsten 5 bis 10 Jahren laufen alle Staatsanleihen aus und müssen zurück gezahlt werden.
          Und das geht nur dann, wenn diese Staaten neue Kredite in Form von Staatsanleihen dem privaten Sektor verkaufen können.

          Und wenn das nicht gelingt, wer zahlt das denn dann? Wir.

          • Buntschuh schrieb am 24. Juli 2011 um 17:54 - Permalink

            Eben. Letztendlich werden wir das alles bezahlen müssen. Es sei denn, wir finden einen anderen, der das für uns übernimmt. Das bedeutet allerdings, wir werden uns zusammenrotten müssen. Momentan sehe ich da allerdings noch wenig Bewegung.

            • Sukram71 schrieb am 26. Juli 2011 um 12:28 - Permalink

              Eben. Letztendlich werden wir das alles bezahlen müssen. Es sei denn, wir finden einen anderen, der das für uns übernimmt.

              Richtig. – Und genau *das* war bisher der “private Sektor”.

              Und wenn der “private Sektor”, das Vertrauen in Staatsanleihen verliert, weil er damit dicke Verluste gemacht hat, und diese nicht mehr kauft, ja was denn dann?

              Dann werden in den nächsten 5-10 Jahren (theoretisch) alle vorhandenen Staatsanleihen fällig und müssen zurück gezahlt werden. Alle Billiarden Euro, quasi auf ein mal. Armageddon. :D

              Deshalb ist es vermutlich vernünftig, den “privaten Sektor” jetzt nicht großartig zu belasten, damit der uns auch in Zukunft noch Staatsanleihen abkauft. ^^

              Weil wir sind eben kurzfristig nur mit Hilfe von neuen Krediten vom “privaten Sektor”, in der Lage, die alten Kredite zurück zu zahlen.

              Deshalb ist die Beteiligung des privaten Sektors (Banken, Geldanleger, Fonds) nur freiwillig. Deshalb ja auch die ganzen Rettungs- und Hilfspakete.

    15. dogmeat13 schrieb am 23. Juli 2011 um 17:21 - Permalink

      Ein wahrlich interessanter Artikel. Dass die Banken ungeschoren bzw. mit Gewinnen aus der Sache rauskommen und Josef nur Krokodilstränen vergießt, hatte ich mir fast schon gedacht. Allerdings muss ich mich meinen Vorrednern anschließen, dass ich die Systematik mit der die Banken uns aussaugen auch nicht so recht verstehe… Leider findet man im Internet keine ähnlichen Artikel, die das ganze sauber und für den Laien verständlich aufbereiten. Es kann doch nicht sein, dass der ganze internationale Medienwald dies nicht kommentiert! Oder müssen die Banken diesmal wirklich in einen sauren Apfel beißen? Über weitere Links / Kommentare wäre ich sehr dankbar!

      • Sukram71 schrieb am 26. Juli 2011 um 12:50 - Permalink

        Der ganze Sinn und Zweck aller Hilfs- und Rettungsgelder besteht darin, dass die Banken ungeschoren bzw. mit den zugesagten Gewinnen aus der Sache raus kommen und das Vertrauen in Staatsanleihen nicht verlieren.

        Weil ohne Vertrauen in Staatsanleihen, keine neuen Staatsanleihen-Kredite.
        Und woher sonst das Geld nehmen, um die auslaufenden alten Staatsanleihen-Kredite zurück zu zahlen? – Das ist doch das Problem.

        Diese “freiwillige” Beteiligung der Banken ist nur ein Schein-Entgegenkommen auf diesen Bild- und Merkel-Populismus, aber der Sache selber eher abträglich. Deshalb war z. B. Frankreich von dem Vorschlag ja auch nur genervt.

        Gerechter wäre es sowieso, das Geld den Vermögenden in Form von Steuern abzunehmen.
        Machen die Banken Verluste, wird der Überziehungszins für die kleinen Kunden erhöht und die Manager genehmigen sich einen Extra-Bonus.

    16. Anton schrieb am 25. Juli 2011 um 12:27 - Permalink

    17. Noway schrieb am 25. Juli 2011 um 18:02 - Permalink

      Mal wieder gannnnzzzz großes Kino ! Ich bin auf eine recht nette bildliche darstellung des Schuldenausmasses in den usa gestossen . Schönen Restkapitalismus noch .

      http://www.wtfnoway.com/

    18. Julius Census schrieb am 26. Juli 2011 um 11:08 - Permalink

      nun bin ich doch ein bisschen baff.
      Wie geht das ?
      Er macht m Grunde mit den Papieren Gewinn und kann Sie trotzdem steuerlich als Verlust abschreiben ? Im Klartext: Er hat jetzt schon 200 Mil. € Gewinn an den Papieren gemacht !?!

      Ohne eine Abschreibung von 155 Mio. Euro auf griechische Staatsanleihen hätte es sogar bei 2 Mrd. Euro gelegen, nach 3 Mrd. Euro im ersten Quartal.

      http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:kleine-gewinnsteigerung-ackermann-sieht-rekordziel-fuer-2011-in-gefahr/60083570.html
      Wer macht mir mal freiwillig den Erklärbär ???

    19. Terenz schrieb am 28. Juli 2011 um 12:37 - Permalink

      Gregor Gysi füllt das Sommerloch . Sehr sehenswert .

      http://www.youtube.com/user/linksfraktion?feature=mhee#p/u/12/FN_yzTzLWuM


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