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  • Kaleidoskop des Neusprechs (Teil 1)

    geschrieben am 28. Juli 2011 von Spiegelfechter

    ein Gastartikel von Von Florian Hauschild

    Herrschaft ist nichts, was einfach so existiert. Herrschaft bedient sich komplexer Methoden und begründet sich letztendlich auf dem Glauben an Legitimität der Herrschaft unter den Beherrschten.Menschen sind bereit, persönliche Freiheiten und Rechte zu opfern, wenn dies für das Zusammenleben als notwendig erachtet wird. Herrschaft kann sich jedoch auch verselbständigen – und zwar dann, wenn die Beherrschten keinen adäquaten Gegenwert mehr für die Abgabe von persönlichen Freiheiten und Rechten erhalten, dies aber durch das Herrschaftssystem umfangreich verschleiert wird.

    Als eines der Hauptwerkzeuge zur Verschleierung illegitimer Herrschaft soll hier die Methode der Propaganda näher untersucht werden. Auf Wikipedia heißt es: „Propaganda bezeichnet einen absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zu steuern, zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion.“

    Untersucht man die Techniken der Propaganda genauer, fällt auf, dass vor allem die bewusste Falschverwendung von Worten und Begrifflichkeiten eine große Rolle bei der Manipulation der öffentlichen Meinung spielt. Worte und Begriffe, die generell eine positive Konnotation haben, können beispielsweise systematisch falsch verwendet werden, um für das Gemeinwohl schädliche Akte zu beschreiben. Ebenfalls können Worte und Begriffe, die eigentlich dem Gemeinwohl dienliche Akte beschreiben, diskreditiert und systematisch falsch verwendet werden, um so den Akt als solchen im Kollektivbewusstsein zu diffamieren. Parallelen zur „Neusprech“, wie wir es aus der Orwell´schen Metapher kennen, sind unübersehbar.

    Im Folgenden sollen nun einige propagandistische Beispiele aus der aktuellen politischen Debatte aufgegriffen und dekonstruiert werden. Die Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Allgemeingültigkeit.

    Als wirkungsvolle Gegenmaßnahme gegen das Neusprech empfiehlt es sich, die Begriffe entweder nicht in der propagandistischen Verwendung zu reproduzieren, oder aber sie mit Anführungszeichen bzw. dem Vorschub „so genannt“ zu kennzeichnen. Erst durch eine bewusste Dekonstruktion der durch Herrschaftsinteressen missbrauchten Begrifflichkeiten kann es dem Indiviuum schließlich gelingen, sich dem Kantschen Leitsatz der Aufklärung anzunähern; Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!

    Helfen/Retten

    Die Begrifflichkeit Helfen und Retten beschreiben eigentlich Akte der menschlichen Nächstenliebe. Über den Begriff Hilfe heißt es etwa bei Wikipedia: „Hilfe im Sinne der Hilfsbereitschaft ist ein Teil der Kooperation in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie dient dazu, einen erkannten Mangel oder eine änderungswürdige Situation zu verbessern. Der Hilfe geht entweder eine Bitte des Hilfebedürftigen oder eine von ihm unabhängige Entscheidung durch Hilfsbereite voraus.“

    Wer in den vergangenen Wochen Nachrichten verfolgt hat, konnte die Begriffe „Helfen“ und „Retten“ oft in Zusammenhang mit Griechenland hören. Gerne wird von Lohnschreibern, die für Medienkonzerne tätig sind (s.u.) die Mär verbreitet, bei den neuerlichen Zwangskrediten, die der griechischen Bevölkerung auferlegt werden, handele es sich um Akte des Wohlwollens. Das Gegenteil ist der Fall: Mit den neuerlichen Kreditlinien soll lediglich sichergestellt werden, dass die griechische Volkswirtschaft weiter ihren Schuldendienst leisten kann und die Gläubiger weiter ihre Zinseinkünfte erhalten.

    Da allen Beteiligten allerdings klar ist, dass die griechische Volkswirtschaft nie die Kredite zurückzahlen können wird, wurden gleichsam Maßnahmen ergriffen, um die Bürgschaft der Kredite den Bevölkerungen anderer europäischer Staaten zuzuschieben. Daher auch der Begriff “EU-Bürger”.

    Gleichzeitig wird die Kreditfalle, in der das Land sich befindet, genutzt um gesellschaftliches Gemeinschaftseigentum zu privatisieren. Das griechische Gemeinwesen wird also regelrecht enteignet. Weiter vertieft wird dies unter anderem hier und hier.

    Journalisten

    In Deutschland werden Journalisten – oder auch „die Medien“ – gerne als vierte Gewalt bezeichnet. Bei Wikipedia heißt es: „Zudem informieren Journalisten die Öffentlichkeit über Sachverhalte oder Vorgänge, die von allgemeiner, politischer, wirtschaftlicher oder kultureller Bedeutung sind. Damit tragen sie zum Prozess der politischen Meinungs- und Willensbildung bei und erfüllen eine wichtige gesellschaftliche und öffentliche Aufgabe“.

    In jüngster Zeit hat es sich jedoch zunehmend eingebürgert, auch für Medienkonzerne tätige Lohnschreiber als Journalisten zu titulieren. Für Medienkonzerne tätige Lohnschreiber fallen in der Regel durch hofberichterstattungsähnliche Rhetorik und wohlwollende Lobschriften auf, üben in aller Regel keine System- und Herrschaftskritik und beteiligen sich in herausragendem Maße an der Verbreitung und Manifestierung der hier aufgeführten Propagandabegriffe. Einen interessanten Einblick in die Welt eines für einen Medienkonzern tätigen Lohnschreiber bietet der Journalist Harald Schumann hier:

    Europa/EU

    Der Begriff „Europa“ bezeichnet ein geografisches Gebiet mit etwa 739 Mio. Einwohnern. Der Begriff „EU“ (Europäische Union) bezeichnet ein supranationales politisches Gebilde mit massiven Demokratiedefiziten. Seit geraumer Zeit wird das politische Gebilde EU von Personen repräsentiert, die über keinerlei demokratische Legitimation verfügen. Auch politische Entscheidungen, die für die Mitgliedsstaaten der EU sowie für deren Einwohner von existentieller Bedeutung sind, werden zunehmend von diesen Akteuren getroffen.

    Oft veröffentlichen für Medienkonzerne tätige Lohnschreiber auch Artikel im Stile von „Europa atmet auf“, „Wie kann Europa gerettet werden“. Damit ist dann jedoch nicht das geografische Gebiet Europa – oder gar dessen Bewohner – gemeint, sondern eher das als „EU“ titulierte Herrschafts- und Unterdrückungssystem samt deren Repräsentanten und Günstlingen.

    Griechenland

    Der Begriff Griechenland bezeichnet eigentlich einen Staat in Südosteuropa mit rund 11 Mio. Einwohnern, wird in jüngster Zeit aber zunehmend synonym für den Begriff „Griechischer Staatshaushalt“ verwendet. Oft heißt es in diesem Zusammenhang eben jenes Griechenland müsse „gerettet“ werden. (s.o.). Richtig ist eher, dass der griechische Staatshaushalt vorm Kollabieren bewahrt werden soll(te), damit der Großteil der rund 11 Mio. Griechen weiter dem Schuldendienst dienlich sein kann. Es ist zu erwarten, dass auch die Begriffe „Spanien“, „Italien“, „Portugal“ und „Irland“ künftig verstärkt auf diese Art und Weise missbraucht werden.

    Die Märkte

    Mit dem Begriff „Die Märkte“ wird in großen Medien oft versucht etwas zu bezeichnen was wohl die Gesamtheit aller weltweit stattfindenden Finanz- und Wertpapiertransaktionen sein soll. Oft wird dann der Eindruck vermittelt als wären „Die Märkte“ eine Art Kreatur mit quasi-menschlichen Fähigkeit und Eigenschaften. „Die Märkte“ können dann „reagieren“, sie können „erleichtert sein“ oder „sich besorgt zeigen“. „Die Märkte“ können sogar „hoffen“ – und zwar meist auf Maßnahmen die dem menschlichen Gemeinwohl diametral entgegenstehen.

    Für Medienkonzerne tätige Lohnschreiber gehen in der Regel auch nicht auf die Tatsache ein, dass ein Großteil der Finanz- und Wertpapiertransaktionen längst computergesteuert vonstatten geht. Besonders zu kritisieren wäre in diesem Zusammenhang beispielsweise der Hochfrequenzhandel (siehe auch hier).

    Finanz- und Wertpapiertransaktionen basieren also in der oft blitzschnellen Umsetzung von Information in Handlung. Organisationen und Akteure, die dies schneller schaffen als andere, häufen beim großen Wertekonzentrationsmonopoly mehr an als andere.

    Politik

    Definitionen des Begriffes Politik gibt es viele, eine besonders viel zitierte besagt: „Politik ist die autoritativ (von Regierenden, von Herrschenden) verfügte Verteilung von materiellen und immateriellen Werten in der Gesellschaft.“

    Politik soll also definieren wer wie viel von was bekommt. In diesem Sinne kann es also auch keine apolitischen Menschen geben. Natürlich sind nicht alle Individuen an der Verteilung von Werten im gleichen Maße beteiligt, betroffen ist allerdings jeder.

    Zeitgenössisch wird der Begriff „Die Politik“ jedoch häufig synonym für bestimmte Repräsentanten des gescheiterten neoliberalen Gesellschaftssystems verwendet. Oft heißt es dann auch „Die Politik“ müsse „Die Märkte“ kontrollieren (s.o.).

    Deutschland geht es gut

    Auch „Deutschland geht es zu gut“ oder weissagend „Deutschland geht es immer noch zu gut“, kürzlich auch von Angela Merkel zu „Deutschland geht es so gut wie lange nicht“ perfektioniert, ist ein recht simpler rhetorischer Trick um breiten Bevölkerungsschichten zu diktieren, was sie zu denken und zu fühlen haben. Vergessen wird dabei jedoch, dass der Begriff „Deutschland“ einen Staat mit rund 82 Mio. Menschen beschreibt von denen jeder seine eigene Lebensgeschichte und Befindlichkeit hat.

    Ebenfalls wird bei solchen Aussagen vergessen, dass im großen Wertekonzentrationsmonopoly die deutsche Bevölkerung im Mittel lediglich später von Enteignung betroffen ist, als Bevölkerungen anderer Staaten.

    Durch Aussagen wie „Deutschland geht es gut“ wird zudem verschleiert, dass Individuen einem Trugschluss unterliegen, wenn sie glauben, dass ihre persönlichen Wünsche, Träume und Hoffnungen im gescheiterten neoliberalen Gesellschaftssystem eine Chance auf Umsetzung haben. Da sich im gescheiterten neoliberalen Gesellschaftssystem – ganz wie beim Monopoly – mit zunehmendem Zeitverlauf Wert und Besitz in den Händen einiger Weniger konzentriert, gibt es innerhalb dieses Systems langfristig nur zwei Möglichkeiten: Global anerkannten moralischen und ethischen Regeln des menschlichen Zusammenlebens folgen und somit die sukzessive persönliche Enteignung in Kauf nehmen oder eben diese Regeln über Bord werfen und versuchen sich auf die Seite der „Gewinner“ zu schlagen.

    „Deutschland geht es gut“ missachtet vor allem auch den simplen Zusammenhang, dass die meisten Menschen sich gar nicht gut fühlen, wenn sie moralisch und ethisch verwerflich handeln (müssen). Desweiteren steht eine solche Aussage nicht repräsentativ für Millionen von Hartz IV-Empfängern, von Armut betroffenen Kindern und prekär Beschäftigten, deren Zahl – wie durch Statistiken immer wieder belegt wird – kontinuierlich zunimmt. Vor diesem Hintergrund zu behaupten, Deutschlang ginge es gut, oder Deutschland geht es besser als je zuvor, ist bestenfalls eine Verschleierung der wahren sozialen Zustände – man könnte dies auch eine Propagandalüge nennen.

    Der zweite Teil folgt in Kürze.

    Florian Hauschild

    Florian Hauschild bloggt auf le bohemién

    78 Kommentare Print This Post
    Kaleidoskop des Neusprechs (Teil 1)
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    78 Kommentare:

    1. Kalle schrieb am 28. Juli 2011 at 10:08 - Permalink

      Wow, bis auf den Teil “Märkte” ist dieses “Kaleidoskop des Neusprechs” sogar für einen Libertären lesbar und zustimmungswürdig.
      Wenn jetzt noch begriffen würde, dass diese Personen und Institutionen, die von den Propagandaschreibern unter “die Märkte” zusammengefasst werden, selten etwas mit Märkten (=Freiwilligkeit) zutun haben, sondern eher verlängerte Arme von Regierungen und regierungsnahen Interessengruppen darstellen, wäre das ein wirklich guter Beitrag.

      Der politischen Linken fehlt es massiv an Herrschaftskritik – auch an Kritik an denjenigen, die behaupten “für die Menschen” da zu sein und sich im Sozialpopulismus kleiden. Hier wurde einmal aus dem gewohnten Muster ausgebrochen. Das gefällt mir.

      • ola schrieb am 28. Juli 2011 at 11:34 - Permalink

        Hä? Sie träumen also noch vom Primat der Politik? Ich würde sagen, schlafen Sie gut.

      • Kalle schrieb am 28. Juli 2011 at 11:41 - Permalink

        Im Schlaf befinden sich wohl eher jene, die das Primat der Politik nicht wahrnehmen. Freilich müsste man ersteinmal definieren, was Politik ist. Wenn man unter Politik nur gewählte Parlamentarier und Staatschefs versteht, macht man es sich zu einfach. Mit Oppenheimer kann Politik als Gewalt bzw. Zwang definiert werden. Und der ist heute so verbreitet wie nie, was auch in dem Artikel oben zumindest indirekt angesprochen wird. Wie anders sollte man die EU bezeichnen, als einen riesigen Zwangsapparat? Wie anders sollte man den Finanzmarkt bezeichnen, als ein zutiefst korruptes und zwangvolles System – politisch durchseucht quasi. Reguliert bis ins kleinste Detail. Die Politik ist allgegenwärtig, auch wenn sie die Folgen ihrer Aktionen gerne auf das Feindbild “Markt” abschiebt.

        • ola schrieb am 28. Juli 2011 at 12:13 - Permalink

          Tja, wie Sie es auch drehen und wenden und wen auch immer Sie zitieren, das wird Ihren Markt eben auch nur als theoretisches Konstrukt retten. Und dann sind Sie auf der Ebene Derer angelangt die da immer behaupten: Kommunismus ist eine gute Sache, aber der Mensch, der Mensch… Auch ihres wird immer unvollkommen bleiben, um es mal vorsichtig auszudrücken. Und wenn Ihnen wohler ist, dass sie jedwede Aktion als Politk bezeichnen und Allerorten Zwangsapparate sehen, die angeblich Ihre persönliche Freiheit einschränken, dann muss das eben so sein.

          Die Einsicht, dass es immer so endet, wenn man freier Markt schreit, die müssen Sie sich allerdings selbst erarbeiten. Da hilft weder Springer noch Burda.

        • K. schrieb am 28. Juli 2011 at 13:39 - Permalink

          Sei missverstehen mich. Ich bezeichne nicht “jedwede Aktion” als Politik, sondern nur (siehe oben) jene Aktionen, die Zwang enthalten. Freiwillige Austauschbeziehungen sind also nicht Politik, sondern Markt. Und ich sehe auch nicht “allerorten” Zwangsapparate, sondern nur dort, wo institutionalisierter Zwang stattfindet, also im Staat (ob national oder supranational).
          Einen besseren Menschen brauche ich nicht, wofür auch? Die einzigen, die einen besseren Menschen brauchen, sind jene, die an Politik glauben. Die glauben nämlich, dass ein Mensch von rational-egoistischen Wesen zum engelsgleichen Altruisten wird, sobald er gewählt wurde. Geblendet durch Propaganda nehmen sie den Staat als wohlmeinden Regulierer unwissender oder auch einfach nur dummer Menschen wahr, nicht als den Bereicherungsapparat der Eliten, der er eigentlich ist. Da waren sogar eine Marxisten schon weiter, als die Sozis, die sich auf so manchem “gemäßigt linken” oder “linksliberalen” Blog herumtreiben.

          • Hiramas schrieb am 28. Juli 2011 at 23:21 - Permalink

            Dann müssten Sie aber doch auch anerkennen, das auch die so genannten “Märkte” (ich lerne schnell!) Zwang ausüben. Vor allem im Rahmen der Monopolisierung und Privatisierung (teilweise Staatsgestützt) wie sie überdeutlich im Rahmen der Grundversorgung von Wasser, Energie ÖPNV und Co auftritt. Von dem Zwang, den die Lebensmittelkonzerne uns aufbürden während sie sich mit der Verantwortung der Verbraucher herausreden ganz zu schweigen.
            Meiner Meinung nach ist der politische Zwang längst nicht so gefährlich wie der Zwang der Märkte, welcher selbst Non-Profit – Branchen in die Profitgier treibt.

    2. derwaechter schrieb am 28. Juli 2011 at 10:18 - Permalink

      “das als „EU“ titulierte Herrschafts- und Unterdrückungssystem samt deren Repräsentanten und Günstlingen.”

      Wie Bitte?

      Würde mich nicht wundern, wenn jemand der so etwas Ernst nimmt bald eine Autobombe in Brüssel platziert um es den “Unterdrückern” und “Günstlingen” mal so richtig zu zeigen. Vielleicht gibt es ja auch noch ein Treffen von Europäischen Jungpolitikern (Also den “Herrschern” von morgen) in der Nähe…

      • schwitzig schrieb am 28. Juli 2011 at 10:22 - Permalink

        Hmm – wie würdest Du das System in der derzeitigen Ausformung denn bezeichnen?

        • derwaechter schrieb am 28. Juli 2011 at 14:32 - Permalink

          Gute Frage. Wer so wie der Autor oben argumentiert und von Unterdrückungssystem und Günstlingen schwadroniert, legt doch genauso den Grundstein für durchgeknallte linke Gewalttäter wie Broder, PI usw. es für durchgeknallte Rechte Gewalttäter tun.

          Oder habe ich den Hausherren da vor kurzem falsch verstanden?

          http://www.spiegelfechter.com/wordpress/6523/der-brandstifter-und-die-biedermanner

          • schwitzig schrieb am 28. Juli 2011 at 15:04 - Permalink

            Unterdrückungssystem und Günstlingen schwadroniert, legt doch genauso den Grundstein für durchgeknallte linke Gewalttäter wie Broder, PI usw. es für durchgeknallte Rechte Gewalttäter tun.

            Nein.

            • derwaechter schrieb am 28. Juli 2011 at 15:25 - Permalink

              Und warum nicht?

            • schwitzig schrieb am 28. Juli 2011 at 15:37 - Permalink

              Und warum nicht?

              Würdest du den Versuch unternehmen, einem Einzeller interessante Aspekte der Quantenphysik zu erklären?

    3. schwitzig schrieb am 28. Juli 2011 at 10:20 - Permalink

      @Florian

      Danke!

      Es ist schön zu sehen, dass ich nicht der einzige bin, dem diese Begriffverwirrung zunehmend den Nerv raubt – deswegen auch:
      http://www.spiegelfechter.com/wordpress/6540/jetzt-ist-aber-mal-gut#comment-126090

      “Demokratisch legitimiert”, “Fachkräfte werden händeringend gesucht”, “taumelnde Banken retten”, “Reform”, “Rettungsschirm”, “Instrumentenkasten”, “Paket” usw. usf. – ich kann dieses BWL-Enthirnten-Neusprech nicht mehr hören. Könnt ihr euch nicht mal ein paar neue Idiotenwörter ausdenken? Die alten sind langsam abgenutzt.

      Und danke für den Denkanstoss, denn die mißbräuchliche Benutzung des Ländernamens – hier exemplarisch “Griechenland” – ist mir noch gar nicht aufgefallen.

      • derwaechter schrieb am 28. Juli 2011 at 10:58 - Permalink

        Auch im Fußball ist diese “mißbräuchliche Benutzung des Ländernamens” ganz schlimm weit verbreitet.

        Deutschland verliert gegen Japan ist falsch. Es müsste korrekt heissen: “elf Spielerinnen und zwei Einwechselspielerinnen der Damennationalmannschaft des DFB verloren ein Fußballspiel gegen elf Spielerinnen und drei Einwechselspielerinnen des japanischen Fußballverbandes”

        • schwitzig schrieb am 28. Juli 2011 at 11:06 - Permalink

          Schwachsinniger Vergleich. “Deutschland” steht da für die deutsche Mannschaft. “Griechenland” steht für das Staatswesen, die praktizierte Politik und den Ist-Zustand.
          Stellst Du Dich so doof oder bist Du es?

          • derwaechter schrieb am 28. Juli 2011 at 11:42 - Permalink

            Ich wollte mit ein wenig Humor zeigen, dass die Kritik oben: “Der Begriff Griechenland bezeichnet eigentlich einen Staat in Südosteuropa mit rund 11 Mio. Einwohnern, wird in jüngster Zeit aber zunehmend synonym für den Begriff „Griechischer Staatshaushalt“ verwendet” Mumpitz ist.

            Genauso könnte man sagen: “Der Begriff Griechenland bezeichnet eigentlich einen Staat in Südosteuropa mit rund 11 Mio. Einwohnern, wird in jüngster Zeit aber zunehmend synonym für die griechische Fußballnationalmannschaft verwendet”

            Leider ist mein kleiner Witz nicht ganz angekommen. Das tut mit leid.

            • gast schrieb am 28. Juli 2011 at 11:44 - Permalink

              doch ist er. und er war gar nicht so schlecht ;-)

            • schwitzig schrieb am 28. Juli 2011 at 11:52 - Permalink

              Schwachsinniger Vergleich

              erklärt Deinen “Witz” ganz gut.

        • Kowalski schrieb am 28. Juli 2011 at 11:08 - Permalink

          Du vergisst, den ganzen Tross außen herum zu erwähnen. Zeugwarte, Physiotherapeuten, Mannschaftsärzte und und und…..
          Wenn man schon zum Erbsen zählen neigt, dann wenigstens richtig.

        • minimax schrieb am 30. Juli 2011 at 23:45 - Permalink

          mir ist in den letzten jahren aufgefallen das die medien die “bösen” nationalstaaten meistens personifizieren, z.b. der sudan, der irak oder der iran.

    4. Gast schrieb am 28. Juli 2011 at 10:28 - Permalink

      “illegitimer Herrschaft”

      “die bewusste Falschverwendung von Worten”

      “In jüngster Zeit hat es sich jedoch zunehmend eingebürgert, auch für Medienkonzerne tätige Lohnschreiber als Journalisten zu titulieren.”

      “Oft wird dann der Eindruck vermittelt als wären „Die Märkte“ eine Art Kreatur”

      “Politik ist die autoritativ (von Regierenden, von Herrschenden) verfügte Verteilung von materiellen und immateriellen Werten in der Gesellschaft.“”

      “Zeitgenössisch wird der Begriff „Die Politik“ jedoch häufig synonym für bestimmte Repräsentanten des gescheiterten neoliberalen Gesellschaftssystems verwendet.”

      Sind schon schlimme Zustände.

      Jens, verlierst Du hier die redaktionelle Kontrolle oder ist es Dir schlicht egal, was für ein Schrott auf Deiner Seite veröffentlicht wird?

      • schwitzig schrieb am 28. Juli 2011 at 10:36 - Permalink

        Hm. Analytisches Denken ist nicht Deine Stärke, wie? BWL “studiert”?

        Also:

        “illegitimer Herrschaft”

        Inwiefern ist die EU-Gesetzesgewalt “demokratisch legitimiert”? Interessant dazu auch die unverhohlenen Demokratievermeidungsstrategien, wie z.B. hier beschrieben:
        http://www.heise.de/tp/artikel/35/35199/1.html

        “die bewusste Falschverwendung von Worten”

        Nehmen wir z.B. mal das Wort “Reform” …

        “Oft wird dann der Eindruck vermittelt als wären „Die Märkte“ eine Art Kreatur”

        “Die Märkte” reagieren, sind verunsichert etc. etc. – alles Attribute, die nur lebenden Wesen zugesprochen werden können.

        “Politik ist die autoritativ (von Regierenden, von Herrschenden) verfügte Verteilung von materiellen und immateriellen Werten in der Gesellschaft.“

        Das ist z.B. das grundlegende Funktionsprinzip jeder repräsentativen Demokratie.

        “Zeitgenössisch wird der Begriff „Die Politik“ jedoch häufig synonym für bestimmte Repräsentanten des gescheiterten neoliberalen Gesellschaftssystems verwendet.”

        OK – darüber kann man streiten. Der Rest belegt eher Deine analytische Inkompetenz.

        • Gast schrieb am 28. Juli 2011 at 11:15 - Permalink

          Ich habe ja nichts gegen eine intelligent gemachte Ideologiekritik des Sprachgebrauchs in den Medien, aber hier gleich wieder einen allgemeinen Verblendungs-, Verschwörungs- und Propagandazusammenhang an die Wand zu malen ist einfach lächerlich.

          • schwitzig schrieb am 28. Juli 2011 at 11:21 - Permalink

            aber hier gleich wieder einen allgemeinen Verblendungs-, Verschwörungs- und Propagandazusammenhang an die Wand zu malen ist einfach lächerlich.

            OK – Du gehst auf kein einziges meiner Argumente ein. Überrascht mich nicht, aber wo genau hast Du die von Dir skizzierte Wandmalerei identifiziert?

          • Mordred schrieb am 28. Juli 2011 at 11:23 - Permalink

            ach ja? inwiefern?

      • panettone schrieb am 28. Juli 2011 at 14:02 - Permalink

        Ich denke, hier lässt sich sehr schön sehen, warum wir angeblich keine ‘Laberfächer’ wie Geisteswissenschaften mehr brauchen: Menschen, die gelernt haben, solche Mechanismen zu durchschauen, sind einfach lästig und unproduktiv, also weg mit ihnen…

        • Gast schrieb am 28. Juli 2011 at 14:13 - Permalink

          solche Mechanismen zu durchschauen

          Weil der Artikel ja auch so ein bahnbrechendes Werk der Aufklärung ist. Wir wissen jetzt, dass die Begriffe Europa und EU manchmal synomym verwendet werden und dass es Journalisten gibt, die für Medienkonzerne arbeiten und nicht in Fundamentalopposition zum System stehen (Skandal!).

          • schwitzig schrieb am 28. Juli 2011 at 14:21 - Permalink

            wie gewohnt verstehst Du nichts oder verdrehst bewußt:

            Wir wissen jetzt, dass die Begriffe Europa und EU manchmal synomym verwendet werden

            Es geht nicht um eine synonyme Verwendung. Genaugenommen hat der Artikel damit rein gar nichts zu tun.

            und dass es Journalisten gibt, die für Medienkonzerne arbeiten und nicht in Fundamentalopposition zum System stehen (Skandal!).

            Das ist nicht die Aussage des Artikels.

            Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal schreibe – aber ich vermisse tatsächlich das Niveau eines StefanP. Wer hätte das gedacht?

            • Das kleine Dummerchen schrieb am 28. Juli 2011 at 18:45 - Permalink

              Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal schreibe – aber ich vermisse tatsächlich das Niveau eines StefanP. Wer hätte das gedacht?

              das denk ich schon ne ganze Weile, hab aber keine Traute, sowas auszusprechen…

            • benny schrieb am 28. Juli 2011 at 19:36 - Permalink

              da musste zum sprengsatz gehen…er schreibt dort stefanP Feulletons

        • Martha Mumenschanz schrieb am 28. Juli 2011 at 18:20 - Permalink

          Ich habe eines dieser berüchtigten “Laberfächer” studiert und finde diese ausnahmslos verdammt wichtig. Es sind jedoch u.a. undifferenzierte Artikel wie dieser, die solche Fächer in Verruf bringen.

          Der Artikel mag ja für einige schon als wahnsinnig entlarvende und tiefsinnige “Analyse der Verhältnisse” durchgehen- in erster Linie ist er jedoch eine Aneinanderreihung von plumpen Behauptungen ohne inhaltlichen Tiefgang. Natürlich ist nicht alles darin falsch aber hier werden ein paar Fakten mit jeder Menge (legitimer aber sicher nicht unbestreitbarer) Meinung vermischt und teilweise mit hanebüchenem (aber provokant-systemkritisch klingendem) Blödsinn garniert. Wer so etwas im Grundstudium eines “Laberfachs” verfassen würde, hätte jedenfalls ein Problem (und dass nicht etwa, weil er die Geheimnisse des Schweinesystems aufgedeckt hätte).

          Man kann über viele der aufgestellten Behauptungen/Meinungen sicherlich diskutieren, keine Frage. Die Vehemenz, mit der diese hier allerdings (weitgehend unbegründet) als Fakten präsentiert werden, diskreditiert den Artikel schlichtweg. Aber wer eh nur seine Meinung bestätigt sehen will, wird sicherlich viel Freude damit haben.

          • schwitzig schrieb am 28. Juli 2011 at 19:47 - Permalink

            Ja, es fehlt ein wenig an Tiefe – er ist eher deskriptiv, ohne wirklich Ursachen zu untersuchen.

          • R_Winter schrieb am 28. Juli 2011 at 19:53 - Permalink

            Ich habe eines dieser berüchtigten “Laberfächer” studiert …

            Ist der Kommentar nicht ein Beispiel von “Laberei” – ohne mit klaren und verständlichen Worten auf zu kritisierenden Tatbeständen einzugehen?

            Lasse uns nicht dumm sterben……….schreibe.

          • Psycho schrieb am 29. Juli 2011 at 01:41 - Permalink

            Ich muss MUMENSCHANZ hier ausnahmslos recht geben. Sie haben das Problem dieses Artikels treffend in Worte gefasst. Er ist schlicht und ergreifend unreflektiert, selbst wenn er auch teilweise meinen eigenen Ansichten entspricht.

            MfG Psycho

    5. Heinzi schrieb am 28. Juli 2011 at 10:35 - Permalink

      Prima Artikel! Sehr gut! Danke. :)

    6. Tobias schrieb am 28. Juli 2011 at 10:45 - Permalink

      Ich denke passend zu dem Thema, und dabei wird nicht alles hier gesagte bestätigt, kann man durchaus mal auf Michel Foucault/Jürgen Link etc. verweisen, und ihren Begriff vom Diskurs, Disziplin, Ordnung und Macht.
      Auch unsere Kanzlerin kann nicht ausspinnen was sie gern hätte, sie muss sich im diskursiven Rahmen jener bewegen, die die Mehrheit im Staate bilden. Der Diskurs übt Macht aus, und verleiht jenen, die ihm folgen, Legitimität.

    7. Julius Census schrieb am 28. Juli 2011 at 11:04 - Permalink

      Ich weis nicht ob das zum Thema “Neusprech” gehört.
      Aber nach den Anschlägen von Norwegen haben ich gestern im ARD die Dokumentation “Verlorene Ehre – Der Irrweg der Familie Sürücü” gesehen.
      Hier geht es um einen “Ehrenmord” von einem jungen Türken ans seiner Schwester.

      Was wollte uns die ARD hier sagen ?
      Auge um Auge ?
      Breivikhat hat zwar übertrieben, aber im Grunde hat er recht ???

      Ich war sprachlos …

      • Lohengrin schrieb am 28. Juli 2011 at 11:24 - Permalink

        Das Neusprech in Sachen Utøya ist Amok.
        Das ist ganz klar Terror.

    8. Terenz schrieb am 28. Juli 2011 at 11:31 - Permalink

      Ein sehr gut gemachter Artikel . Das Thema hält bestimmt auch noch mehr Stoff als einen dritten und vierten Teil parat . Was mich an der ganzen Sache auch etwas ins schmunzeln bringt ist das sich hier auf der Spiegelfechterseite Adepten des Neusprechs ( auf niedriger ebene versteht sich ) zu tummeln scheinen .
      Aber wie gesagt : Guter Artikel . Weiter so . ;-)

    9. ola schrieb am 28. Juli 2011 at 11:31 - Permalink

      “Exportweltmeister” Ein Klassiker.

    10. Lazarus09 schrieb am 28. Juli 2011 at 11:31 - Permalink

      Wir haben IM Erika Deckname Merkel an der Spitze ….
      noch Fragen ?

    11. Till schrieb am 28. Juli 2011 at 12:13 - Permalink

      Als Todenhöfer forderte, die Rebellen in Libyen mit Defensivwaffen zu beliefern (um 25. März 2911 im Tages Anzeiger), ging bei mir auch der (freundlicherweise gestiftete Aluminium-)Hut hoch.

      Siehe auch:
      http://neusprech.org/

      • Granado schrieb am 28. Juli 2011 at 13:03 - Permalink

        Irakkrieg 2003: “Die Bundeswehr hat mit dem ABC-Abwehr-Bataillon Kuwait die amerikanischen Streitkräfte in Kuwait/Camp Doha, aus dem heraus die Bodenoffensive geführt wurde, durch ABC-Schutz auf kuwaitischem Gebiet indirekt unterstützt.”
        - Aber das sei ja keine militärische, sondern humanitäre Beteiligung, hieß es damals. Andererseits erklärte Schily – mit Razzien in Deutschland – Sammlungen für die Einrichtungen der Hamas, die dem Roten Kreuz oder der Caritas entsprechen, zur Terrorunterstützung. Und uns hier wohlvertraut: Sonnenbrille, Zitronensaft sind Schutzwaffen der Demonstranten, während die Polizei nur Schutzausrüstung hat.

      • Till schrieb am 28. Juli 2011 at 13:11 - Permalink

        Sorry, falsches Jahr: 2011 statt 2911 (um grammar nazis zuvorzukommen)

        • Eine Pein. schrieb am 28. Juli 2011 at 20:31 - Permalink

          mit grammatik hat das nichts zu tun.

          • Till schrieb am 29. Juli 2011 at 02:48 - Permalink

            Mit Arithmetik aber auch nicht. Eher mit danebengehauen.
            Aber ich will mir doch nicht meine Pointe versauen.

            Pein, die [weiblich]
            Eine kleine Entschuldigung (für meine Umtriebe und so) hätte gereicht…

    12. Vogel schrieb am 28. Juli 2011 at 12:53 - Permalink

      Sehr schön! Die Passage mit dem Missbrauch von Europa hat besonders gefallen, freu’ mich schon auf die Fortsetzung(en).

      Und hier gibt’s auch interessantes zum Thema Neusprech (besser: “Falschsprech”).

    13. André B. schrieb am 28. Juli 2011 at 14:56 - Permalink

      Jeder läßt sich mit Worten manipulieren, es kann mir keiner sagen, daß er alles durchschaut. Aktuelles Beispiel: “Machthaber Gaddhafi”. Mit diesem Wort soll etwas suggeriert werden, und dahinter verbirgt sich natürlich die offizielle Linie der hiesigen “Machthaber”. Sie schütten uns zu mit ihren Formulierungen, bis wir sie selbst verwenden. Und mit diesen Worten wird viel Ideologie transportiert, die wir unbewußt zu unserer eigenen machen.

      • schwitzig schrieb am 28. Juli 2011 at 15:06 - Permalink

        Und mit diesen Worten wird viel Ideologie transportiert, die wir unbewußt zu unserer eigenen machen.

        Ja, das ist ein ähnliches Prinzip, wie bei Werbung. Sie wirkt auf uns, auch wenn wir denken, dass sie es nicht tut.

      • carlo schrieb am 28. Juli 2011 at 17:24 - Permalink

        Sehr guter Beitrag von Florian, hier hab ich zwei Links zur Sache:

        Warum Amerikaner beinahe alles glauben

        Edward Bernays
        Dorten ist auch ein pdf-download seines “Standardwerks für Manipulation, PROPAGANDA” in englischer Sprache verfügbar.

        • Vogel schrieb am 28. Juli 2011 at 22:05 - Permalink

          “Warum …” das Link iss ja Klasse, es zeigt auch klar, auf welchem Weg wir sind! Thx.

    14. leslie schrieb am 28. Juli 2011 at 15:07 - Permalink

      Alkohol
      Cannabis

      Nur eines ist auch tatsächlich ein Rauschgift.

      Welches.
      Mal guggn wie die Propaganda so bei euch gefruchtet hat. ^-^

      Mfg

      • carlo schrieb am 28. Juli 2011 at 18:00 - Permalink

        Naja, es gibt Rotweine, insbesondere jene aus dem Quercy unter der Bezeichnung “Cahors”, als wie auch den einen oder anderen aus der Bourgogne, die man zweifelsfrei als “Rauschgift” etikettieren kann, vielleicht auch sollte….;-)

        • Vogel schrieb am 28. Juli 2011 at 21:10 - Permalink

          Cahor *schnalz*

      • Der Politclown schrieb am 28. Juli 2011 at 20:21 - Permalink

        Ich habe nie verstanden, warum kotzervative Politiker gegens Kiffen sind; es macht paranoid, vergesslich, hungrig.

        Kann man alles in “rechte” Bahnen lenken.

        Politiker sind so dof.

    15. Heldentasse schrieb am 28. Juli 2011 at 15:21 - Permalink

      Seit geraumer Zeit wird das politische Gebilde EU von Personen repräsentiert, die über keinerlei demokratische Legitimation verfügen. Auch politische Entscheidungen, die für die Mitgliedsstaaten der EU sowie für deren Einwohner von existentieller Bedeutung sind, werden zunehmend von diesen Akteuren getroffen.
      …
      Damit ist dann jedoch nicht das geografische Gebiet Europa – oder gar dessen Bewohner – gemeint, sondern eher das als „EU“ titulierte Herrschafts- und Unterdrückungssystem samt deren Repräsentanten und Günstlingen.

      Bis zum Absatz “Europa/EU” hat mir der Artikel recht gut gefallen. Bedauerlicherweise werden m.E. durch die Aussagen in diesem Absatz die guten Erklärungsansätze und Aussagen zum “Neusprech” in anderen Passagen relativiert.

      Bestimmt sind die Kompetenzen des aktuellen EU Parlamentes nicht hinreichend. Aber ich glaube nicht, dass der eingeschlagene Weg aus diesem “Laberclub” (Vergangenheit) ein richtiges Verfassungsorgan (Zukunft) zu machen noch einmal umgekehrt werden kann. Info

      Außerdem was wären die Alternativen? Die EU Abschaffen? Zurück vor die Zeit der römischen Verträge? Die EU “Günstlinge” in nationale “Günstlinge” konvertieren?

      • Bonsaibäumchen schrieb am 28. Juli 2011 at 16:52 - Permalink

        Man müsste nur Wege finden die allen innerhalb der EU nützen anstatt das jeder versucht Dinge durchzudrücken die nur ihm selbst nutzen.
        Gemeinsam nicht gegeneinander..

      • M. Boettcher schrieb am 28. Juli 2011 at 17:13 - Permalink

        Bestimmt sind die Kompetenzen des aktuellen EU Parlamentes nicht hinreichend. Aber ich glaube nicht, dass der eingeschlagene Weg aus diesem “Laberclub” (Vergangenheit) ein richtiges Verfassungsorgan (Zukunft) zu machen noch einmal umgekehrt werden kann.

        Und daraus folgt, dass die EU solide demokratisch verfasst ist? Wenn mich etwas stört an der obigen Formulierung zur EU, dann das “seit geraumer Zeit”. Die EU war zu keiner Zeit eine nach demokratischen Regeln besetzte und handelnde Organisation, das Parlament ist trotz einer Zunahme an Aufgaben immer noch überwiegend eine Kulisse und Endlagerstätte national überflüssiger Politiker (“hast Du einen Opa, schick ihn nach Europa!”). Trotz der Demokratidefizite der EU ist es inzwischen Usus über die “europäische Gesetzgebung” problematische, national kaum umsetzbare Gesetze praktisch “über Bande” zu spielen und EU-Gesetze weitgehend ohne demokratische Kontrolle zu verabschieden, die dann hinterher wegen eines angeblich bestehende Zwangs national umzusetzen sind. Z. B. zu beobachten bei der Vorratsdatenspeicherung. Die EU ist vor allem ein Europa großer, international agierender Konzerne. Das sind per se an Demokratie nicht übermäßig interessierte Gruppierungen. Meine Interessen, und vermutlich die der meisten Bürger der EU-Staaten, sind jedenfalls nicht identisch mit denen der Führer großer Unternehmen.

        • carlo schrieb am 28. Juli 2011 at 17:40 - Permalink

          hast Du einen Opa, schick ihn nach Europa!

          Komisch, eigentlich zum Lachen, aber Martin Bangemann von der FDP kam zurück…..als Führer großer Unternehmen;-)

        • Heldentasse schrieb am 28. Juli 2011 at 19:42 - Permalink

          Die EU war zu keiner Zeit eine nach demokratischen Regeln besetzte und handelnde Organisation, das Parlament ist trotz einer Zunahme an Aufgaben immer noch überwiegend eine Kulisse und Endlagerstätte national überflüssiger Politiker

          Ja, das ist unter vielen anderen eine augenscheinlich schlechte Dimension der EU. Auch das die Lobbies der großen Konzerne einen viel zu großen Einfluss auf die EU Gesetzgebung haben ist m.E. ein Faktum. Nur was folgt daraus, alles Mist außer die Vorzeigedemokratie in D.-Land? Oder soll der EU Laden komplett aufgelöst werden? Bzw. wird die EU automatisch besser wenn man nur lange genug “Sche*sse” brüllt?

          Ein möglicher Lösungsansatz wäre IMO, die “Demokratie” auch(!) auf EU Ebene (basis)demokratischer zu machen, dass kann Jahrzehnte dauern, und bedingt natürlich ungeheure Reformen.

          Nur wenn man sich mal die historische Perspektive (vergleiche mal das heutige politische Europa mit dem Europa vor und nach WK I) anschaut, hat sich auch schon viel Gutes entwickelt. Z.B. ist heute ein Krieg zwischen D.-Land und seinen Nachbarn so gut wie ausgeschlossen. (Im Vergleich zu Kriege und Gewalt in Europa – Ein Überblick)

          Im Übrigen gibt es sogar schon in der heutigen EU ab und zu mal Lichtblicke, wie z.B.: Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Urteil Kündigung wegen Kritik an Arbeitgeber ist ungerechtfertigt

          • Herrentett schrieb am 29. Juli 2011 at 16:03 - Permalink

            Tja, die “Linken” sind halt die wahren Nationalisten ;-)

    16. na sowas schrieb am 28. Juli 2011 at 17:54 - Permalink

      Helfen/Retten
      …mit einem FC St. Pauli T-shirt zu illustrieren, ist doch wohl ein Joke und noch nicht mal besonders gut gelungen.
      Hoffentlich sind ein paar lautstarke Fans hier unter den Lesern ;-)
      Aktueller wäre dieser Neusprech ➝ w*w.pfandgeben.de , hat sowas von handgeben und sollte man hier mal kontrovers debattieren.
      Für mein Teil bin ich jedesmal erschüttert, tagtäglich Szenen zu erleben, wie sie mir bis dato nur von Rändern dieser ‘Festung Europa’ bekannt waren.
      Journalisten
      Immer feste druff auf dieses Gesindel, da seit ihr wieder eifrig am journalisieren, man trifft gelegentlich auch die Falschen. Daß es noch genügend Journalisten mit ‘nem Arsch in der Hose gibt, dafür wurde ja Schuman erwähnt und der “Arschlochalarm!” von Schimmeck ist ja längst ein Klassiker. BittSchön da geht ein Gewerbe seit langem vor die Hunde, Murdoch muß ich nicht noch extra erwähnen. Lohnschreiber seid ihr doch alle, oder soll ich jetzt alle Blogger als “BettelKnopf-Blogger” [Support your local bookseller] bezeichnen? Wäre nicht fair, obwohl es doch bei Einigen von euch zutrifft. Bezeichnet die, die es sind, als das was sie sind → Schmierfinken! und kotz sie den Konzernen auf die Matte. Ein allzu enger Horizont ist Zeitverschwendung, weg mit den Leitplanken, verBLÖDen kannst du überall. Das Netz ist voll von guten Artikeln, so viel kannst Du garnicht lesen wie du eigentlich wissen solltest.
      Europa/EU
      Amigos, da fällt mir nur noch ❝Earth’s cry, Neolibs smile❞ ein.
      Für den, der noch mit den Ohren lesen kann: das soll weh tun, darum hab ich genau dieses Konzert und auch exakt diese Stelle ausgesucht. Den passenden Reim dazu soll sich jeder selber ausdenken. Langweilig wird es nur, hier immer wieder die gleichen Phrasen von “Herrschafts- und Unterdrückungssystem samt deren Repräsentanten und Günstlingen” etc. zu lesen. Wer seine fünf Groschen noch alle beisamen hat, weiß das eh und wußte es auch schon lange bevor es Blogger gab. Es rührt sich eine ganze Menge in Europa dagegen, nicht nur ‘MSM’, auch SF.com will es nicht wahrnehmen. Pfeif doch auf die!
      Es gibt viele andere schöne Plätze in Europa ➝ ➝ ➝ ht*p://takethesquare.net/

      Griechenland

      Werbung
      Jede dritte Ouzo-Flasche, die auf den Markt kommt, ist lesbisch. [via SPON]
      Noch Fragen? ☞ Ελλάδα! Coming soon… in a square near you!
      Die Märkte
      “…werden nervös” wurde hier noch vergessen. ;-)
      Zum Thema ‘Hochfrequenzhandel’ ein nichts sagender Wiki-Eintrag u. der Verweis auf einen ältlichen Bloomberg-Artikel,das kann doch nicht sein. Mal weniger Lohnschreiberphrasen wiederholt und etwas recherchiert,das hätte diesem recht flauen Kaleidoskop nicht geschadet. Wie wär’s mal mit tube:
      Quants: The Alchemists of Wall Street (Marije Meerman, VPRO Backlight 2010) ☞ ht*p://youtu.be/ed2FWNWwE3I
      Politik
      Recht ulkig dieser Absatz, ich hab mir ins Hemd gemacht vor lauter Lachen. Wenn dies jetzt der hauseigene Politikwissenschaftler liest – lieber Florian – dann sollte diese Hütte aber brennen. Den restlichen Spott verkneif ich mir ;-)
      Deutschland geht es gut Dir aber nicht!
      no comment ☞ Lest NachDenkSeiten.de
      Der zweite Teil folgt in Kürze.
      “Ich habe mich immer vor einer Feder, vor einer Flasche Tinte und vor einem Blatt Papier mehr gefürchtet als vor einem Degen oder einer Pistole.”
      Caderousse in: Alexandre Dumas: Der Graf von Monte Christo ;
      SF.com zum Fürchten? Der Lack ist ab… fürchterlicher Gastartikel. [click&wech]

    17. Weintraube schrieb am 28. Juli 2011 at 18:46 - Permalink

      Den zweiten Teil kannst Du Dir sparen und mir ersparen.

      • R_Winter schrieb am 28. Juli 2011 at 19:57 - Permalink

        Wie meinst Du dieses?

    18. Der Politclown schrieb am 28. Juli 2011 at 20:13 - Permalink

      Es ist das uralte Problem, dass es keine endgültigen Wahrheiten gibt und die Herrscher seit eh und je alles zu ihren Gunsten umdeuten, so werden aus Schlächtern heldenhafte Krieger und aus Tyrannenmödern werden Feiglinge und Terroristen.

      Aber da wir ja eine streitbare Demokratie sein wollen ist das in Ordnung, wenn die Merkel ihre Wähler als Leistungsträger betitelt, wenn ich wiederum diese als Schnösel, Fatzke und Untertanen bezeichne.

      Das Problem beginnt erst, wenn eine Seite zu mächtig wird und ihre – ebenfalls – subjektive Meinung überhand gewinnt und zur “Wahrheit” wird, während unsereiner sich zurücknehmen muss.
      Deshalb wie an anderer Stelle erwähnt: Check and Balance!

    19. Avatara schrieb am 28. Juli 2011 at 20:22 - Permalink

      Erstmal korrigieren:
      Europa: Geliebte des Zeus.

      Dann hinzufügen:
      Spiegelfechter: Wird umgangsprachlich benutzt als: Blog für informative Artikel mit von Jens Berger.
      In Wahrheit jedoch immer mehr eine Sammlung von wirren Artikeln unterschiedlicher Autoren deren Reichweite zurecht sonst geringer ist.

      • Vogel schrieb am 28. Juli 2011 at 22:15 - Permalink

        Sach ‘ma – außer Zeus sonst niemand neben (Jens Berger und) Dir? Es gibt Dinge, die erschließen sich Dir nich? Gott sei Dank! :-(

    20. neusprech-übersetzer schrieb am 28. Juli 2011 at 20:44 - Permalink

      Wird umgangsprachlich benutzt als

      = “Hat gefälligst zu sein”

      Sammlung von wirren Artikeln

      = “Meinungen die ich nicht teile” (nebenbei ist SF jetzt auch kein Blog mehr)

      Reichweite

      = “Relevant ist, was ich kenne.”

      sonst

      = “Der Status Quo hat immer Recht.”

      • Hiramas schrieb am 28. Juli 2011 at 23:34 - Permalink

        *Applaus*
        Sehr schön. Kurz, sachlich, so wies sein muss.

    21. Momo schrieb am 29. Juli 2011 at 00:09 - Permalink

      Zu dieser Thematik ein passender Ad Sinistram-Beitrag; “Sprachverschiebungen”

      http://ad-sinistram.blogspot.com/2011/07/sprachverschiebungen.html

    22. Lennard schrieb am 29. Juli 2011 at 08:30 - Permalink

      OT:

      Bevor’s aus dem Fokus gerät:

      http://www.sueddeutsche.de/kultur/dokumentation-jean-ziegler-nicht-gehaltene-rede-zur-eroeffnung-der-salzburger-festspiele-1.1124001

    23. Umdenker schrieb am 29. Juli 2011 at 09:10 - Permalink

      Der Artikel spricht einen sehr interessanten Umstand an, den ich auch so unterschreiben würde, also dass die Aussagen der politischen Klasse oft nicht mit der Realität vereinbar sind. Man kann das als Absicht sehen (was dann für Propaganda spricht) oder es ist ein Mangel an Fakten/Informationen und somit wissen sie es einfach nicht besser. Darüber zu grübeln welche Variante nun richtig ist, fällt schwer, da man den Leutz ja schlecht in die Birne guckn kann. Unabhängig davon was nun richtig ist, beides führt nicht zu den “richtigen” (also im Sinne der Rationalität) poltisichen Entscheidungen.

      Nun noch zum Stil des Artikels selbst, da bin ich teilweise nicht mit einverstanden. Manches was von Hr. Hauschild noch im ersten Absatz kritisiert wird, bedient er sich genau der gleichen Mechanismen in den nachfolgenden Absätzen:

      das als „EU“ titulierte Herrschafts- und Unterdrückungssystem samt deren Repräsentanten und Günstlingen

      Finde ich doch ganz schön tendenziös ausgedrückt.

      Wertekonzentrationsmonopoly

      Also wenn das kein propagandistischer Kampfbegriff ist, dann weiss ich auch nicht :)

      Zeitgenössisch wird der Begriff „Die Politik“ jedoch häufig synonym für bestimmte Repräsentanten des gescheiterten neoliberalen Gesellschaftssystems verwendet.

      Also besonders die Aussage mit dem “gescheitert” halte ich für falsch. Sie befördert das Ungleichgewicht der Ressourcenverteilung national wie international und verschliesst die Augen vor den echten Problemen (Umwelt, Armut, Hunger, Wasser- und Energieversorgung etc…) aber gescheitert ist es deswegen noch lange nicht, denn das würde ja implizieren, dass der Zusammenbruch schon stattgefunden hat oder gerade im Prozess ist. Anhand der Logik wird sie zwar höchstwahrscheinlich in Zukunft scheitern, das wird aber unsere Generation eher nicht mehr mitbekommen. Erst wenn die Schmerzen in den Industrieländern bei einem Grossteil der Bevölkerung stark genug werden (und das dauert noch), wird es richtig krachen. Ob dritte Welt Länder dahinsiechen, wird uns nicht dazu motivieren (sonst hätten wir schon längst was getan) unsere Ideologie zu verwerfen.

      Durch Aussagen wie „Deutschland geht es gut“ wird zudem verschleiert, dass Individuen einem Trugschluss unterliegen, wenn sie glauben, dass ihre persönlichen Wünsche, Träume und Hoffnungen im gescheiterten neoliberalen Gesellschaftssystem eine Chance auf Umsetzung haben

      Halte ich für eine gewagte These. Sie fügen dann zwar an, dass sozusagen diese “Wünsche, Träume und Hoffnungen” erfüllt werden, wenn man die moralischen und ethnischen Aspekte über Bord wirft, aber das ist mir zu pauschal. Zum einen sind diese Werte bei jedem Individuum an sich schon anders und von Kultur, Land, etc… abhängig und zum anderen ist nicht jeder mit guten und sinnvollen Geschäftsideen gleich ein asozialer Mensch, der alle ausbeuten möchte um sein Vermögen zu mehren. Ausserdem wage ich die These, dass viele sich durch Macht erst korrumpieren lassen (ob nun aus Egoismus, Sachzwang oder was auch immer, ist mal nebensähclich). Dazu kommt, dass man ja wohl kaum Leute an wichtige Positionen lässt, die 180 Grad gegen die eigene Ideologie schwimmen. Das funktioniert in keinem politischen Spektrum, egal welche Ideologie gerade die Politik beherrscht. Es kommen noch viele andere Aspekte hinzu, die den Kommentar sprengen würden.

      Um es aber auf den Punkt zu bringen, nicht das politische System (aktuell neoliberaler Kapitalismus) sind das eigentliche Problem, sondern der Mensch selbst. Da müsste man schon in der Bildung, Erziehung, usw. ansetzen, damit wir viele unserer Scheuklappen ablegen, die dann meist eben zu Ideologien und nicht zu rationalem Verhalten führen. Da aber kommen wir in die Henne/Ei Predulie. Wer soll in der Schule lehren, dass “die Welt eben keine Scheibe ist”, wenn das die Masse aber weiterhin glaubt und auch so fortführt. Wir hinken in dem Aspekt der Evolution schon länger hinterher, sonst hätten wir schon vor einiger Zeit Klischees, Vorurteile, Ressentiments, usw. aufgegeben. Auch ich habe mehr als genug davon und muss mich jedes Mal zwingen die Themen von vielen Perspektiven zu betrachten und ertappe mich doch dabei es mir ab und zu “leicht” zu machen, da mein Gehirn scheinbar an seine Grenzen stößt (wird auch recht interessant in einer “Geist & Gehirn” Folge dargestellt).

    24. Guilty Of Silence schrieb am 29. Juli 2011 at 22:00 - Permalink

      “Friedensprozess”

    25. minimax schrieb am 30. Juli 2011 at 00:11 - Permalink

      wenn wir alle (laut artikel) manipuliert sind, dann macht es auch keinen sinn mehr eine politische webseite zu betreiben.
      neusprech dient nicht zur ausübung von macht sondern zur verschleierung der bestehenden verhältnisse.
      um heut zu tage macht ausüben zu können bedarf es nur einer einzigen sache, den besitz einer großen menge an geld. wer das orchester bezaht, der bestimmt auch was gespielt wird.
      alle produkte in unserer gesellschaft sind waren, um exestieren zu können benötigt man den erwerb von geld. diejenigen die viel geld besitzen können denen die welches benötigen vorschreiben was sie zu machen haben.
      ein sehr belibtes machtspielchen ist das drohen mit kündigung des arbeitsplatzes, also der existenzbedrohende entzug des geldes.

    26. Kallheinz schrieb am 30. Juli 2011 at 10:18 - Permalink

      Mir gefällt die Wortwahl “Neusprech” nicht, das bezieht sich lediglich auf das Verblödungsblatt von Springer mit den vier Buchstaben, dabei ist das “Problem” überall vorhanden, ob in der Politik, in der Wirtschaft oder bei Journalisten.
      Dass man falsche oder irreführende Bezeichnungen zu Propagandazwecken benutzt ist vermutlich so alt wie die Menschheit, in der Antike war es bereits üblich.

      Was einem momentan hier in Deutschland besonders aufstößt sind nicht wirklich die wahnwitzig leeren Worthülsen eines Herrn Brüderle, der gerne von XXL-Wachstum und Megga-Aufschwung sabbert, viel mehr ist es der direkte Bezug zur jüngsten Deutschen Geschichte. Wir haben gerade eine Luftbrücke in die hungergebiete Afrikas, die aus dem Nichts aufgetaucht sind, schicken Rettungspakete an Krisenländer, welche sofort als Schulden an die Banken zurückgehen, und haben ein “Wirtschaftswunder”, was bei keinem Menschen ankommt, angeblich erzeugt von einer Parteiunion, deren Kanzlerinnendarstellerin im Wahlkampf demonstrativ auf Adenauers Spuren wandelte.

    27. Hans schrieb am 31. Juli 2011 at 22:19 - Permalink

      “demokratischer Sozialismus”

    28. der blinde Hund schrieb am 1. August 2011 at 16:54 - Permalink

      Ein wichtiges Mittel zur Entlarvung sprachlich sich manifestierender Machtstrukturen ist es, bei zentralen Substantiven den bestimmten Artikel wegzulassen. Klingt gleich viel entlarvender.

      Grüße,
      dbH

    29. Ihr habt mich nicht zu kennen schrieb am 11. August 2011 at 02:00 - Permalink

      Ich möchte den Autoren hier eindringlich bitten, noch einmal seine Quellen zu konsultieren und sich zu überlegen, was mit “Dekonstruktion” eigentlich bezeichnet werden soll. Was hier vorliegt, ist ein normativer Vergleich jeweils zweier vom Autoren ausgewählten Bedeutungen eines Wortes, wobei die Vergleichskriterien undurchsichtig und ebenfalls vom Autor frei gewählt worden sind. Dazu enthält der Text eine Reihe unbestimmter Schlagworte (“Herrschaft”, “Unterdrückungssystem”), die wohl eine “kritische” Haltung zum ausdruck bringen sollen, aber keinerlei analytischen Wert haben, sondern genau das sind, was der Autor Anderen vorwirft: Propaganda.

      Ja, es ist unhöflich von einem Anwesenden in der dritten Person zu schreiben, aber ich bin verdammt sauer. So einen grobschlächtigen, pseudowissenschaftlichen Mist habe ich seit meinem letzten flüchtigen Blick auf die Junge Welt schon lange nicht mehr gelesen.


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