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  • Es lebe die Anonymität im Netz!

    geschrieben am 09. August 2011 von Spiegelfechter

    Zwei Wochen nach den schrecklichen Anschlägen in Norwegen wagt sich Innenminister Hans-Peter Friedrich aus der Deckung und versucht in einem Interview mit dem SPIEGEL Kapital aus dem Fall Breivik zu schlagen. Nicht die rechtspopulistische Hetze als solche, sondern das Internet trage die Verantwortung für die „Radikalisierung des Einzeltäters“, so die Quintessenz des Interviews. Nicht Aufklärung und die politische Auseinandersetzung, sondern die Aufhebung der Anonymität im Netz sei ein probates Mittel, um die Radikalisierung zu verhindern. Dabei geht es jedoch weniger um Klarnamen und Anonymität, als vielmehr um die Verlagerung der Diskussion um Rechtspopulismus auf ein „Netzthema“. Von Jens Berger

    Keine Frage – was man in rechtspopulistischen Blogs zu lesen bekommt, ist widerwärtig. Wenn Innenminister Friedrich feststellt, dass man sich im Internet „von Blog zu Blog hangeln kann“ und dass die „radikalen und undifferenzierten Thesen“ in diesen Blogs sich zu einer „geistigen Sauce“ verdichten können, aus der ein „geschlossenes Weltbild“ entstehen könne, wird man ihm kaum widersprechen können. Ein solches Weltbild kann jedoch auch beim Lesen der „altehrwürdigen“ Qualitätszeitungen entstehen, in denen rechtspopulistische Brandstifter wie beispielweise Henryk M. Broder unter Klarnamen ihre geistige Sauce verdichten.

    Immer wieder erstaunlich ist jedoch, wie wenig Kenntnis deutsche Innenminister von geltenden Gesetzen haben. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, wie gebetsmühlenartig aus der Ecke der innenpolitischen Hardliner behauptet wird. Selbstverständlich gelten im Netz die gleichen Gesetze wie in der realen Welt. Wenn rechtspopulistische Blogs geltende Gesetze brechen, ist es nicht sonderlich schwer, diese Straftaten mit rechtsstaatlichen Mitteln zu ahnden. Es ist geradezu absurd anzunehmen, dass sich Ermittlungsbehörden wie das BKA oder der Verfassungsschutz durch ein fehlendes Impressum ausmanövrieren lassen.

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    Zwei Wochen nach den schrecklichen Anschlägen in Norwegen wagt sich Innenminister Hans-Peter Friedrich aus der Deckung und versucht in einem Interview mit dem SPIEGEL Kapital aus dem Fall Breivik zu schlagen. Nicht die rechtspopulistische Hetze als solche, sondern das Internet trage die Verantwortung für die „Radikalisierung des Einzeltäters“, so die Quintessenz des Interviews. Nicht ...
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    80 Kommentare:

    1. anonym schrieb am 9. August 2011 at 09:54 - Permalink

      Friedrich verteidigt Vorstoß gegen geheime[sic!] Blogger.

      „Warum stehen Menschen nicht auch im Internet für etwas mit ihrem Namen ein“, fragt Friedrich

      Herr Friedrich, warum stehen anonyme Parteispender in einer Demokratie nicht mit ihrem Namen ein? Fordern Sie doch erst einmal ein “offenes Visier” und mehr “Wahrheit und Klarheit” in dieser Angelegenheit von ihren Parteifreunden!

    2. ElBarto schrieb am 9. August 2011 at 10:01 - Permalink

      Friedrichs „Vorstoß“ ist bei näherer Betrachtung nicht viel mehr sinnlose Dampfplauderei. Ein Klarnamenzwang im Netz ist nicht nur unsinnig, sondern auch undurchführbar.

      Also da wäre ich mir nicht so sicher, ob es wirklich in absehbarer Zeit “undurchfürbar” sein wird. Neuer Perso und so stehen schon in den Startlöchern. Unsinnig ist es, da stimme ich zu. ;-)

      Technisch ist (wird) das mit Sicherheit machbar.

      • Brick schrieb am 9. August 2011 at 11:55 - Permalink

        Technisch ist (wird) das mit Sicherheit machbar.

        Nein ist (wird) es nicht.
        Dann nehme ich mir einfach einen Proxi in einem anderen Land und gut ist. Ich werde nicht diesen Kindergarten mitmachen und ein guter anonymer Proxi ist mir auch n paar Euro wert. Dann gibts auch endlich wieder alle youtube Videos ohne Zensur.
        Gehen mir diese Versager auf den Sack, Vorratsdatenspeicherung ist doch genau das gleiche ->2 min und ich habe mir anonym einen ebensolchen Proxi besorgt und dann kriegen die Äffchen von mir nix mehr.
        Denen fehlt doch das Grundverständnis, wenn es zu irgendwas mit “Computern und so’n Zeug” kommt. Das wäre ja noch nicht all zu schlimm aber leider gilt das für alle Themen. Mutter-Äffchen haben wir zu verdanken, dass der Euroraum gerade vor unseren Augen implodiert.

    3. Benedikt schrieb am 9. August 2011 at 10:03 - Permalink

      Die Rechten Blogs sind doch schon seit Jahren aus Deutschland weggezogen. Die meisten von denen haben die Endung info, net oder org. Die Server mit den Inhalten sind auch im Ausland. Mit de Endung und Serverstandort in Deutschland würde der Staat aus Prinzip so welche Seiten sofort Ausschalten.

      Dieses Klarnamen Gebot wird für die Rechten Blogs überhaupt nicht gelten, da diese im Ausland beheimatet sind!!! Freiwillig werden die das sicher nicht umsetzen. Ohne Internetsperren bliebe das ein Witz Gesetz. Und Internet Sperren will man ja nicht haben.

      Es ist ja auch nicht so, dass Deutsche mit einer Seite im Ausland gefahrlos Hetzen können. Da gab es einen rechten, der in den USA gelebt und dort eine Seite, wo das Dritte Reich verherlicht wurde, betrieben hatte. Der wurde auch von der Deutschen Justiz gestopt.

      • Bastl schrieb am 9. August 2011 at 10:21 - Permalink

        Dieses Klarnamen Gebot wird für die Rechten Blogs überhaupt nicht gelten, da diese im Ausland beheimatet sind!!! Freiwillig werden die das sicher nicht umsetzen. Ohne Internetsperren bliebe das ein Witz Gesetz. Und Internet Sperren will man ja nicht haben.

        Und du glaubst die Leute die auf diese Seiten zugreifen lassen sich durch die “Internetsperren” aufhalten? Bzw. das die Sperren für sowas benutzt werden? Es gab doch mal eine Auflistung der Seiten die In Australien nach der Einführung solcher Sperrmechanismen hauptsächlich betroffen waren.

        Da wurden durch die Bank regierungskritische Instanzen gesperrt. Und wo die Schmerzgrenze der CDU ist bei der etwas soweit rechts ist als das sie es sperren würden will ich lieber nicht wissen.

        Imho ist die Politik der CDU sehr geeignet um Menschen in die rechte Ecke zu drängen aber das gilt vermutlich als unzulässige Meinung.

      • CheckervonBeruf schrieb am 9. August 2011 at 12:47 - Permalink

        Dieses Klarnamen Gebot wird für die Rechten Blogs überhaupt nicht gelten, da diese im Ausland beheimatet sind!!!

        Das Klarnamengebot zielt ja auch nicht auf rechte Blogs ;-)

    4. Julius Census schrieb am 9. August 2011 at 10:11 - Permalink

      Für mich ist Friedrich, wie auch eine Menge Anderer, einfach ein BILD-Umfragen (oder bayrisches Stammtischgelabere) manipulierter Karriere-Berufs-Politiker der im Interesse der Allgemeinheit schlichtweg entsorgt gehört.
      Insofern keine einzige Zeile der Erwähnung wert.
      Deshalb wundert es mich um so mehr, das Du, Jens, Ihn zum Themea machst. (Was er ja will)
      Besonders weil es doch viel Erfreulicheres und auch Versöhnlicheres zu berichten gibt.
      Diesen mutigen Menschen sollte man helfen und Ihnen die Hand ausstrecken. Nur mit Menschen diesen Schlages können wir uns als Gesellschaft wieder umorientieren.

      • Sanctus schrieb am 9. August 2011 at 11:04 - Permalink

        Insofern keine einzige Zeile der Erwähnung wert.

        Ich glaube der alte Spruch gilt noch immer:

        Wehret den Anfängen!

        • Julius Census schrieb am 9. August 2011 at 14:13 - Permalink

          durchaus. Aber man wehret nicht wenn man die Absicht des Public-Relation dieser Subjekte auch noch unterstützt.

          • Till schrieb am 9. August 2011 at 14:23 - Permalink

            Diese Strategie kann aber auch nach hinten losgehen …

      • Sukram71 schrieb am 9. August 2011 at 19:28 - Permalink

        Besonders weil es doch viel Erfreulicheres und auch Versöhnlicheres zu berichten gibt.

        Danke für den Link. +1

    5. Julius Census schrieb am 9. August 2011 at 10:13 - Permalink

      sehens und hörenswert …

    6. Uli schrieb am 9. August 2011 at 10:15 - Permalink

      Friedrichs „Vorstoß“ ist bei näherer Betrachtung nicht viel mehr sinnlose Dampfplauderei. Ein Klarnamenzwang im Netz ist nicht nur unsinnig, sondern auch undurchführbar. Auch das weiß Friedrich sicherlich nur all zu genau. Es hat in Deutschland jedoch bereits Tradition, Diskussionen, die einem nicht gefallen, durch komplett abstruse Vorschläge in eine andere Richtung zu lenken.

      Das ist wahrlich des Pudels Kern, wieder einmal wird eine Scheinforderung gestellt die völlig an den Realitäten und auch den Problemen vorbeigeht. Und jeder deutsche Blogger fühlt sich genötigt seinen Senf dazu abzugeben.

      Ich vermisse hier mal wieder Artikel abseits des politischen Tagesgeschehens. Wie läuft eigentlich der glorreiche Libyen Einsatz? Was passiert seit Monaten in Syrien? Warum demonstrieren die Menschen in Israel und was hat es mit den Ausschreitungen in London auf sich?

      • Klara Name schrieb am 9. August 2011 at 10:54 - Permalink

        Ich vermisse hier mal wieder Artikel…

        …die Revolution findet auf Spiegelfechter.com nicht statt. Den Gerüchten zufolge soll es aber demnächst einen ‘Open Thread’ geben:
        “Welche Farbe soll die Bahnsteigkarte haben?”

    7. schwitzig schrieb am 9. August 2011 at 10:20 - Permalink

      Ein Klarnamenzwang im Netz ist nicht nur unsinnig, sondern auch undurchführbar.

      “Unsinnig” ist er überhaupt nicht – es kommt auf die Perspektive an, denn es gibt sehr wohl Gruppierungen in der Wirtschaft (z.B. Werbung, Kreditfirmen(Banken), Versicherungen usw.) als auch in der Politik (Politiker, die die Konsequenzen ihrer Politik verstehen), denen ein Klarnamengebot sehr recht wäre.

      Und durchführbar ist das schon jetzt und auch schon seit 1,5 Jahren konkret in Beispielszenarien skizziert. Z.B. die verpflichtende Signatur in Verbindung mit einem Providerzugang, De-Mail, Transparent Proxies usw.. Bei den derzeit durchgespielten – allerdings noch nicht implementierten – Systemen fehlt für den Klarnamenfaktor eigentlich nur noch die Validierungsbrücke, die beispielsweise über IPV6 relativ problemlos Salamischeibchenartig aufgebaut werden könnte. Fairerweise muss ich allerdings konstatieren, dass es sich derzeit nur um Planspiele handelt.

      • Bastl schrieb am 9. August 2011 at 10:26 - Permalink

        Z.B. die verpflichtende Signatur in Verbindung mit einem Providerzugang, De-Mail, Transparent Proxies usw.. Bei den derzeit durchgespielten – allerdings noch nicht implementierten – Systemen fehlt für den Klarnamenfaktor eigentlich nur noch die Validierungsbrücke, die beispielsweise über IPV6 relativ problemlos Salamischeibchenartig aufgebaut werden könnte.

        Klingt trotz allem ein wenig danach als würde dieser Klarnamen”zwang” dann nur für die gelten die freiwillig mitmachen. Warum genau muss eigentlich jeder wissen was ich im Netz mache? Ist der nächste Schritt dann dies für die echte Welt nachzuholen? Namensschilder an jedem Revers und ich bekomme eine Barden des Ministeriums gestellt der meine Taten dokumentiert und am Ende Heldenlieder darauf singt damit auch gar niemand vergisst was ich an Banalitäten getan habe?

        Wenn ich dann was zu regierungskritisches schreibe (mal wieder) steht dann ab und zu mal die Polizei unter irgend einem fadenscheinigen Grund bei mir vor der Tür und macht mal ne Razzia oder ähnliches? Kein Problem! ich hab ja nichts zu verbergen -.-

        • schwitzig schrieb am 9. August 2011 at 11:36 - Permalink

          Klingt trotz allem ein wenig danach als würde dieser Klarnamen”zwang” dann nur für die gelten die freiwillig mitmachen.

          Ohne “Freiwilligkeit” kein offener Internetzugang – so einfach ist das, wenn es sein muss (soll) :-).

        • Brick schrieb am 9. August 2011 at 12:14 - Permalink

          Namensschilder an jedem Revers und ich bekomme eine Barden des Ministeriums gestellt der meine Taten dokumentiert und am Ende Heldenlieder darauf singt damit auch gar niemand vergisst was ich an Banalitäten getan habe?

          An die Namensschilder hat ich auch schon gedacht aber der Barde ist Klasse – WILL HABEN.

          @schwitzig

          Und durchführbar ist das schon jetzt und auch schon seit 1,5 Jahren konkret in Beispielszenarien skizziert.

          Ja, aber nur für die, die freiwillig mitmachen, wie Bastl schon angemerkt hat. Aus diesem “Zwang” kann ich mich jederzeit ausklinken. Das muss nicht mal Geld kosten und kaum Zeit.

          • schwitzig schrieb am 10. August 2011 at 05:56 - Permalink

            Ja, aber nur für die, die freiwillig mitmachen, wie Bastl schon angemerkt hat. Aus diesem “Zwang” kann ich mich jederzeit ausklinken.

            Das hängt vom politischen Willen ab, den Internetzugang via Gesetz zu reglementieren. “Freiwillig” könntest Du dann auf die Nutzung des Internets verzichten – allerdings nur so lange (siehe auch “Vergesellschaftung” von Kontenzwang für Lohnempfänger), wie Du in Deinem Leben und Deinen Bürgerpflichten nicht darauf angewiesen bist.
            Abgesehen davon machst Du Dich, wie unlängst auch der Fall Andrej Holm mit dem “verdächtigerweise ausgeschaltetem Handy” gezeigt hat, auch durch Nichtnutzung verdächtig.
            Kafkaesk ist mittlerweile nicht selten Realität.

      • Lohengrin schrieb am 10. August 2011 at 17:50 - Permalink

        Und durchführbar ist das schon jetzt und auch schon seit 1,5 Jahren konkret in Beispielszenarien skizziert. Z.B. die verpflichtende Signatur in Verbindung mit einem Providerzugang, De-Mail, Transparent Proxies usw.. Bei den derzeit durchgespielten – allerdings noch nicht implementierten – Systemen fehlt für den Klarnamenfaktor eigentlich nur noch die Validierungsbrücke, die beispielsweise über IPV6 relativ problemlos Salamischeibchenartig aufgebaut werden könnte. Fairerweise muss ich allerdings konstatieren, dass es sich derzeit nur um Planspiele handelt.

        Das wird technisch scheitern.
        Es wird immer Leute geben, die etwas, das ihnen übergeben wird, anderen zur Verfügung stellen. Diese Anonymisierer werden wohl mit Strafe bedroht werden. Die interessante Frage ist, ob sie sich einschüchtern lassen.
        Es ist dringend erforderlich, Datennetze aufzubauen, die unabhängig von den großen Internet-Providern sind. Leider haben das nur wenige Menschen bei uns verstanden. Es gibt dazu auch eine Sendung von Chaosradio.

    8. Geistschreiber schrieb am 9. August 2011 at 10:23 - Permalink

      Traurig mit anzusehen, wie sich die elitären Politiker den Fall Breivik zu Nutze machen und in Wahrheit nur das dummdreiste Geschreie der Menschen bestätigen wollen, deren Horizont nur bis zum Ende des Vorgartens reicht.

      • sternburg schrieb am 9. August 2011 at 11:02 - Permalink

        @ geistschreiber

        um diesen geistigen vorgarten aufs internet zu übertragen ein beispiel von jakob augstein. eine negativ utopie. das internet in 20 jahren http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,777073,00.html

        ansonsten aus aktuellem anlas. kennen wahrscheinlich die meisten von euch eh, aber für den rest http://www.youtube.com/watch?v=OwrMroEiHj0&feature=relmfu und http://www.youtube.com/watch?v=SGD2q2vewzQ&feature=related

    9. Anita schrieb am 9. August 2011 at 10:30 - Permalink

      Also wenn man ein Internet braucht, um einzelne zu radikalisieren, die dann viele, viele Leute umbringen, bin ich ja froh, dass es das damals zu Adolfs Zeiten noch nicht gab. Nicht auszudenken, wievielen unschuldigen Menschen das das Leben haette kosten koennen.
      Aber ich fuehl mich auch schon ganz radikal durch das Netz.
      Ich bin so radikal geworden, dass ich in die Piratenpartei eingetreten bin, nachdem die ganzen Schweinereien in Berlin publik wurden.
      Ja, da ist das Internet dran schuld, weil die groszen Medien haetten nicht berichtet.
      Also radikalisiert das Internet schon.
      Weil es einfach unkontrollierbar ist fuer die Machthabenden, vor allem, wenn sie nicht wissen, wer die Wahrheit aufdeckt.
      So wie bei Wikileaks.
      Was ist eigentlich aus Manning geworden?
      Aber hey, wir stehen doch alle dahinter, wenn wir etwas sagen. Wenn es die Wahrheit ist, wird uns doch keiner dafuer ans Bein pissen!
      Wenn man das Volk ruhig halten will, muss man dafuer sorgen, dass es nicht alles weiss.
      Und wenn ich mich in einem Forum nach Hilfe fuer Potenzschwaeche erkundige, find ich es super, wenn mir die Kollegen am naechsten Tag ueberall blaue Smarties packen und sich dabei scheckig lachen.

      • sternburg schrieb am 9. August 2011 at 11:09 - Permalink

        @ anita

        hehehehhehehe hihihihihihih hehehehe ich mag deinen humor. deine kommentare lese ich sehr gerne.

        manning sitzt in isolationshaft. immer noch. hab jedenfalls nichts neues gelesen dazu. wird immer noch unter folter ähnlichen bedingen gefangen gehalten. manning ist ein held für mich. genau wie carlo giuliani r.i.p. ! moderne ritter unserer zeit .

        • Anita schrieb am 9. August 2011 at 11:25 - Permalink

          Jetzt werd ich aber ganz rot!

        • schwitzig schrieb am 9. August 2011 at 11:42 - Permalink

          manning ist ein held für mich

          Manning ist ein mutmaßlicher Whistleblower und ein Opfer – was das mit “Heldentum” (ein elitäres Konzept, dem ich zutiefst mißtraue) zu tun hat, kann ich nicht ganz nachvollziehen.
          In meinen Augen ist er eher ein Märtyrer und ein Opfer eines pervertierten Rechtssystems – was den Skandal keinesfalls schmälert. Auch wenn er in unseren “Qualitätsmedien” weniger Echo als Paris Hiltons neueste “Idee” findet.

          • sternburg schrieb am 9. August 2011 at 12:17 - Permalink

            naja schwitzig ,

            held, märtyrer, vorbild, ….. helden riskieren mehr als der rest. wenn der terminus held politisch nicht korrekt ist, mir egal. ich hab nix mit elite am hut. der mann war soldat und wusste was er tat und welche risiken er damit eingeht. das er es trotzdem gemacht hat, damit sticht er nun mal aus der masse heraus. wenn er kein held sein soll, dann ist er ganz bestimmt nicht masse, durchschnitt. für mich ist das keine wertung schwitzig , nur eine beschreibung. ich hab halt als kind gerne indianer/cowboy, ritterspiele, etc gespielt. das wirkt bis heute durch smile……..

    10. Frankilein66 schrieb am 9. August 2011 at 10:31 - Permalink

      Nun kommt mal wieder von der Palme runter. Selbst in der CSU ist Friedrichs Vorschlag nicht mehrheitsfähig, gerade die jüngeren Politiker wie z.b. Dorothee Bär sind so netzaffin, dass ein solcher Vorschlag eines “Vor-Internet-Politikers” undurchführbar ist.
      Das Innenministerium hat die ganze Sache inzwischen ja auch relativiert.
      Also: Empörungsmaschine runterfahren!

      • Geistschreiber schrieb am 9. August 2011 at 10:44 - Permalink

        Mehrheitsfähig oder nicht, hirnrissig oder nicht, dieser Mann ist ein Entscheidungsträger, wie das so schön heißt. Innenminister der Bundesrepublik Deutschland. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, daher finde ich ist so ein bißchen Empörung durchaus angebracht, denn hier wird ein elementares Problem instrumentalisiert um Zensur und Kontrolle im Netz zu verstärken. Dies scheint mir auch die einzige Aufgabe eines Innenministers zu sein, denn solche Vorstösse sind nicht neu, besser werden sie dadurch aber nicht.

      • ElBarto schrieb am 9. August 2011 at 11:01 - Permalink

        Es ist doch gerade Sommerloch. Da wird man sich ja wohl noch über sowas echauffieren dürfen. Unabhängig von der technischen Machbarkeit oder politischen Durchsetzbarkeit. ;-)

    11. sternburg schrieb am 9. August 2011 at 10:52 - Permalink

      ich kann mich an eine schäuble aussage zu datenschutz und freies internet erinnern. so sinngemäß ging es in richtung , das er schäuble in einem kleinen ort aufwuchs. da wusste jeder von jedem alles. und? hats irgendjemanden geschadet? nein !
      ich denke mal diese mentalität sag alles. http://www.youtube.com/watch?v=aAcktumi7vM

      internet ist sehr wichtig für mich. das internet ist so atraktiv für mich, weil es einen freien charaktrer hat. bei der letzten b-wahl hab die piraten 2 millionen ( ? ) stimmen bekommen . ich weiß an den piraten gibts viel zu kritisieren. http://www.youtube.com/watch?v=4PxjfsD5Y0M&feature=related

      ich habe mal in einem blog kommentar die umschreibung vom “ausgegliederten gehirn ” gelesen. das bild finde ich sehr passend. das netz ist geld verdienen, freundeschaften pflegen, informationen bekommen, sex haben, kultur,….. fast alles !

      ” wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten ” absolut naiv und solche aussagen zeigen, wie wichtig es ist, das menschen um die gefahren der staatlichen – und wirtschaftlichen datenschnüffelei wissen sollten. ein beispiel aus der presse: ein mann ( usa ) beschwert sich über einen supermarkt. er ist so erbost und will auch die örtliche presse einschalten. in den usa zahlen bekanntermaßen fast alle nur mit kreditkarte. die leitung des supermarkts teilt ihm mit, das er es sich das doch bitte noch einmal überlegen solle. denn in seinem kundenprofil tauchen öfters alkoholeinkäufe auf. ob denn sein arbeitgeber wüsste, das er ein alkoholproblem habe?

      ich hab zu dem thema mal das buch ” Angriff auf die Freiheit , Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte” von ilija trojanow und juli zeh gelesen. http://www.youtube.com/watch?v=SBCgfaU5cQk&feature=related sehr informativ. aufmerksam geworden bin ich auf die beiden durch eine sendung vom schweizer fernsehen. sternstunden philosophie heißt die. auf die schnelle finde ich in deren broadcast die sendung jetzt nicht. aber wer etwas sucht und sich die ansehen will ( ca 60 min ) , wird es nicht bereuen.

      und zum schluss: summer in the city. ein paar bilder vom sommer in london http://www.boston.com/bigpicture/2011/08/london_riots.html politiker gebt der jugend hoffnung , nur was soll die jugend von london, tunis, berlin, kairo von solchen nixchekern schon erwarten.

      • schwitzig schrieb am 9. August 2011 at 11:46 - Permalink

        ” wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten ”

        Darauf gehe ich mittlerweile schon nicht mehr ein – ich antworte dann nur noch mit folgendem Satz, den ich mal irgendwo gelesen habe:
        “Ob Du etwas zu verbergen hast oder nicht, entscheidest nicht Du. Das entscheiden andere für Dich.”

        • sternburg schrieb am 9. August 2011 at 12:07 - Permalink

          hehehehehe sehr gut pariert schwitzig

        • Milo schrieb am 9. August 2011 at 13:35 - Permalink

          “Wer nichts zu verbergen hat…”

          Ich habe vor Jahren mal versucht, diesen blöden Spruch auseinanderzunehmen:
          http://www.heise.de/tp/artikel/23/23625/1.html
          Es ist einfach ein denkbar schlechtes Argument, weil ich dem Staat vertrauen muss, vor dem ich nichts zu verbergen habe. Ich muss naiv darauf hoffen, dass er seine Allmacht nicht gegen mich wendet. Die Botschaft des “Arguments” ist die: Der Staat kann nicht falsch handeln. Nur der Bürger kann falsch handeln, nämlich dann, wenn er etwas verbirgt vor dem Staat. Aber der Staat macht alles richtig, fürchten muss man ihn nur, wenn man Geheimnisse vor ihm hat.

          Was für ein gruseliges Untertanenbild…

          • schwitzig schrieb am 9. August 2011 at 13:43 - Permalink

            Ich habe vor Jahren mal versucht, diesen blöden Spruch auseinanderzunehmen:
            http://www.heise.de/tp/artikel/23/23625/1.html

            Deinen Artikel fand ich damals schon sehr gut – kann ich nur jedem zur Lektüre weiterempfehlen. Danke dafür.

          • Lohengrin schrieb am 10. August 2011 at 17:54 - Permalink

            Ich habe vor Jahren mal versucht, diesen blöden Spruch auseinanderzunehmen:
            http://www.heise.de/tp/artikel/23/23625/1.html

            Sehr schön! Ich hatte mir dir, Milo, ja schon interessante Diskussionen. Jetzt kenne ich auch die Langform deines Namens.

    12. daweed schrieb am 9. August 2011 at 11:07 - Permalink

      “Es ist jedoch kein Zufall, dass Friedrich sich im SPIEGEL-Interview sehr bedeckt hält und seine Forderungen abstrakt formuliert. Wie ein solcher Klarnamenzwang überhaupt umsetzbar wäre, erschließt sich nämlich nicht.”

      Mir schon, warum wurde denn der neue Perso mit der Funktion eingericht wurde dass man mit der Karte und den Daten sich angemeldet werden kann, um verschiedene Dienste in Anspruch zu nehmen.
      Immerhin ist das der erste Schritt für die gewünschte E-ID.
      Dann wird man nur noch ins Netz gelassen, wenn man sich vorher mit der Karte anmeldet, damit man auch “beaufsichtigt” werden kann.

      “DU bist Terrorist” – mehr fällt mir dazu nicht ein.

    13. Till schrieb am 9. August 2011 at 11:10 - Permalink

      Gratulation zu diesem guten Artikel.

      Für einen profilierungssüchtigen Berufspolitiker mag es seltsam klingen, dass es auch Menschen gibt, die ihren vollen Namen nicht unter jedem ihrer Diskussionsbeiträge im Netz sehen wollen…

      Obwohl es auch genug Menschen gibt, die sehr gerne Ihre Identität im Netz anpreisen. Inklusive Links und Fotos. Weil sie ebenfalls profilierungssüchtig sind oder weil sie auf eigene Blogs aufmerksam machen wollen.
      Es gibt sogar Diskussionsforen, wo Personen mit Fantasie-Nicknamen Feigheit unterstellt wird.

      Wenn Friedrich an einen Klarnamenzwang denkt, so betrifft dies alle Bereiche des Netzes. Welches Missbrauchsopfer würde sich unter Klarnamen im Netz mit Leidensgenossen austauschen? Welcher Arbeitnehmer würde unter Klarnamen über unethisches, unmoralisches oder gar ungesetzliches Treiben seines Arbeitgebers berichten?

      Bei den heutigen technischen Möglichkeiten dürfte es wohl nicht mehr lange dauern, bis es für einen Computerlaien schwierig wird, im Netz anonym zu bleiben (siehe Kommentar schwitzig).

      In der Praxis würde der Klarnamenzwang zu einem komplett gläsernen Bürger führen – eine Traumvorstellung von Fans des Überwachungsstaates. Gleichzeitig würde ein Klarnamenzwang jedoch das Netz als Diskussionsplattform für viele Themen unbrauchbar machen.

      Das ist meines Erachtens auch das Ziel der regierenden Parteien. Das war mal ein erster Versuch von Friedrich; beim nächsten Attentat wird die Empörung über ein Klarnamenzwangsgesetz dann schon weniger gross sein. Deckt sich schön mit etlichen Verschwörungstheorien …

      • Lohengrin schrieb am 10. August 2011 at 18:01 - Permalink

        Bei den heutigen technischen Möglichkeiten dürfte es wohl nicht mehr lange dauern, bis es für einen Computerlaien schwierig wird, im Netz anonym zu bleiben (siehe Kommentar schwitzig).

        Es ist schon jetzt für Computerlaien praktisch unmöglich, insbesondere weil sie sich nicht dafür interessieren. Sollten der Apparat aber härter gegen Anonymisierer vorgehen, dann werden viele Leute die Notwendigkeit erkennen, und der Schuss geht nach hinten los.

    14. researchernet schrieb am 9. August 2011 at 12:15 - Permalink

      Der CSU geht die Düse. In einem Jahr ist es vielleicht vorbei mit der Herrlichkeit in Bayern.
      Ich glaube nicht, dass man 50 % mit dem Stammtischpublikum erreicht.

    15. ElBarto schrieb am 9. August 2011 at 12:35 - Permalink

      Hans Peter Uhl hat schon nachgelegt und den, irgendwie zu erwartenden, Bogen zur Kinderpornographie gezogen:

      http://oeffingerfreidenker.blogspot.com/2011/08/kurz-kommentiert.html

    16. R_Winter schrieb am 9. August 2011 at 12:40 - Permalink

      Es ist geradezu absurd anzunehmen, dass sich Ermittlungsbehörden wie das BKA oder der Verfassungsschutz durch ein fehlendes Impressum ausmanövrieren lassen.

      Das Ziel ist damit klar: Es sollen abweichende Meinungen mit “juristischen” Mitteln abgewürgt werden. In unserer Stadt wird dieses mit Leserbriefen, die unter Klarnamen veröffentlicht werden und in das Schema der CDU nicht passen, mit juristischen Mittel, die erheblich Kosten und andere Dinge zur Folge haben, zum Schweigen gebracht.
      Das Ziel dieser Kreise um Friedrich, hat nur ein Ziel: Alleinige Meinungshoheit, damit ungestört in allen Bereichen agiert werden kann.

      • CheckervonBeruf schrieb am 9. August 2011 at 12:55 - Permalink

        Hmm, abweichende Meinungen sollen doch nicht abgewürgt werden. Wenn die Leute nicht mehr ihre Meinung sagen, dann weiß man doch nicht, wer was denkt. Wozu soll das nütze sein?

        Worum es hier doch in Wirklichkeit geht, ist, “Stasi – Edition 2011″ einzuführen. Es wird mitgehört, mitgeschrieben und es werden Datenbanken angelegt, wer wann was zu wem gesagt, geschrieben oder in Foren von sich gegeben hat. Damit man bei jedem weiß, woran man (= Bundesminister für Staatssicherheit/Inneres) ist. Und wenn dann mal wieder G20 Treffen in MeckPomm ist, dann werden die ganzen rebellisch veranlagten Mitbürger mal vorsorglich etwas schärfer beobachtet und wahlweise auch in vorbeugende Schutzhaft (Schutz vor sich selbst) genommen. Vermutlich haben heute schon viele eine dickere Akte beim Verfassungsschutz als damals im Osten. Na, Herr Berger, schon mal angefragt? “Beobachtung linker Medienblogs”, da gibt es doch bestimmt eine Abteilung… So schlecht ist mein Bild schon geworden von diesem Land, ich erschrecke gerade…

        • sternburg schrieb am 9. August 2011 at 13:21 - Permalink

          jupp checkervonberuf die meisten politiker glauben an die politische währung macht. macht, macht und noch mal macht. das internet stellt für diese spezielle sorte politker daher eine machtbedrohung da. was du als die mutation vom rechtsstaat zum präventionsstaat beschreibst möchte ich noch um ein beispiel aus der wissenschaft ergänzen. es gibt eine diskussion unter deutschen rechtswissenschaftlern, ob nicht die präventive folter als polizeiliche maßnahme bei verbrechtsaufkärung /-verhinderung eingeführt werden soll?

    17. Robin schrieb am 9. August 2011 at 12:48 - Permalink

      Naja nachdem der Terrorfürst De Maiziere schon ständig mit Anschlägen gedroht hat als Innenminister, muss sich Friedrich nun auch nochmal aufblasen.

      Konsequent weitergedacht hatte das ja schon Oliver Uschmann in “Feindesland”, mit seiner Idee des Bürger-VZ, wo jeder angemeldet wird ob er will oder nicht.

      Und hey, Google fängt das Ganze doch schon an, mit ihren Daten können sie immerhin schonmal eure Google + Profile selbstständig ausfüllen =)

    18. sternburg schrieb am 9. August 2011 at 13:07 - Permalink

      rumpelstilzchen oder warum auch blogger wie spreng für klarnamen sind:

      “….Jemand wie Michael Spreng, der praktisch sein ganzes Leben mit einer gut situierten Rechtsabteilung im Hintergrund Journalismus betreiben konnte, plädiert natürlich nachhaltig für den Klarnamenzwang….” mehr dazu unter http://www.begleitschreiben.net/das-hat-dir-der-teufel-gesagt/ interessant für wen spreng alles gearbeitet hat und warum so seine motivevation gegen die anonymität ( nebenbei bemerkt: 99 % der user im internet sind net anonym am surfen, denn nur 1 % der menschen in deutschland dürften mit anonymisierungstechnicken wie tor im netz unterwegs sein ) im internet verständlicher ist.

    19. Shitop schrieb am 9. August 2011 at 13:29 - Permalink

      Klarnamen nur im Internet?
      Ich will auch wissen wer mir in Bus oder Straßenbahn gegenübersitzt und gerade irgend einen Blödsinn verzapft. Das Protokoll vom letzten Stammtisch in Dorfgasthof wäre auch nicht schlecht.
      —> Namensschilder-Zwang für alle! Husch husch an die Arbeit Herr Minister!

    20. leslie schrieb am 9. August 2011 at 13:32 - Permalink

      Das muss sein.

      Du Papa, darf ich dich mal was fragen? Im Geschichtsunterricht haben wir heute das Thema Freiheit durchgenommen. Dabei ging es auch um das Jahr 2009, als der Staat anfing, die Freiheit aller Menschen auch im Internet zu schützen. Weißt du was darüber?” Ich lächelte und streckte meinen Arm aus. “Komm mal her”, sagte ich. “Das ist eine Sache, über die heute nicht mehr so häufig geredet wird. Und man soll auch nicht darüber reden. Komm mal runter in den Keller, da zeige ich dir was.” Ich nahm ihn in den Arm und wir stiegen die kalten Kellertreppen hinunter. Hier, zwischen all dem Gerümpel, alten Erinnerungen und Zeitzeugen einer vergangenen Ära, setzten wir uns auf unsere kaputte Couch. “Weißt du,” sagte ich “es gab eine Zeit, als wir das Internet nutzten, ohne das irgendjemand darauf geachtet hat, was wir aufgerufen haben.” “Boah, ehrlich? Ihr konntet alles auf der Welt anschauen?” “Ja, das Internet war etwas, womit wir uns austauschen, informieren und warnen konnten, wenn etwas nicht so lief, wie es sein sollte. Aber das ist nun schon zehn Jahre her.”

      Das Internet war nicht böse und nicht gut

      “Das Internet war schon immer ein Ort, wo man Gutes und Böses finden konnte. Genauso gab es Menschen, die nicht zwischen diesen beiden Worten unterschieden. Sie informierten sich einfach über aktuelle Themen und tauschten sich über Programme oder spezielle Plattformen aus. Niemand konnte sehen, über was und mit wem sie kommunizierten. Und genau das nutzten einige Menschen zu ihrem persönlichen Vorteil.” Ich stand auf und ging zu einer der alten Kisten, die ich gut verpackt zwischen anderem Gerümpel verstaut hatte. Dicker Staub hatte sich darüber gelegt. Ich schaute kurz zu meinem Sohn und zog sie dann hervor. Sie war vollgestopft mit alten Zeitungen. Ich brauchte eine Weile, aber dann hatte ich gefunden, was ich suchte. Wortlos gab ich den bereits etwas vergilbte Papier meinem Sohn. “Wow, das ist ja eine Ausgabe von 2009. So etwas hast du noch?” Ich nickte.

      Presse- und Meinungsfreiheit wurden abgeschafft

      “Eine der wichtigsten Errungenschaften der Menschheit ist die Meinungs- und Pressefreiheit. Jeder Mensch hat das Recht, seine Meinung kund zu tun und sich mit Menschen darüber auszutauschen. Natürlich nur im Rahmen der Gesetze. Das war früher schon nicht anders. Allerdings wurde seit dem besagten Tag genau dieses Recht eingeschränkt. Zu Anfang ging es darum, unsere Kinder zu schützen, da einige Menschen Freude daran hatten, Kinder zu quälen und sich mit Anderen darüber auszutauschen. Im Internet gab es Seiten, die genau diese Inhalte zum Thema hatten und da unsere Polizei und die Politiker auf der ganzen Welt nicht immer einer Meinung waren, wurde eben eine deutsche Lösung für das Problem geschaffen. Man sperrte kurzerhand alle Seiten, die sich mit dem Quälen von Kindern befassten. Jeder, der sich künftig auf diesen Seiten aufhalten wollte, konnte das nicht mehr. Zumindest war das die Wunschvorstellung aller Politiker. Denn wenn man wusste, wie es ging, konnte man diese Seiten dennoch aufrufen.”

      Die meisten Menschen erkannten die Gefahr erst, als es zu spät war

      “Aber dann war dieser Schutz doch sinnlos”, erwiderte mein Sohn. Ich lächelte und streichelte ihm über seinen Kopf. “Sinnlos würde ich nicht sagen. Ein großer Teil der Bevölkerung scherte sich nicht um das Problem. Sie konnten ja weiterhin tun und lassen, was sie wollten. Dieser Schutz betraf ja nur die Leute, die diese Seiten aufrufen wollten. Und genau diese Leute setzten alles daran, diese Lücken auszunutzen und sich dennoch Zugang zu verschaffen. Und das gelang ihnen auch, wie viele vorher prophezeit hatten. Aber genau das war das Problem. Denn nun kam die Stunde derjenigen, die eine totale Kontrolle aller Rechner forderten, damit man den Schutz eben nicht mehr umgehen konnte. Und wieder scherte sich ein großer Teil der Bevölkerung nicht darum. Schließlich ging es ja um unsere Kinder, nicht wahr?”

      Der Schutz-Chip wurde eingeführt

      “Und dann wurde der Schutz-Chip auf jedem neuen Computer installiert” sagte mein Sohn. “Richtig. Wobei ihn einige eher Überwachungs-Chip nannten. Denn er ist nichts anderes. Was du heute im Internet siehst, ist nur ein kleines Abbild davon, was in der Welt passiert. Du siehst nur das, von dem der Staat möchte, dass du es siehst. Denn mit dem Schutz vor diesen kinderfeindlichen Seiten hörte es nicht auf. Irgendwann hieß es, dass auch sexuelle Inhalte geschützt werden müssten. Also wurden nach und nach auch diese Seiten blockiert. Dann hieß es, dass heruntergeladene Musik die Wirtschaft schädigen würde, also wurden diese Seiten blockiert. Die Leute, die sich im Internet darüber austauschten, verstießen gegen diesen Schutz, also wurden auch die Plattformen blockiert, wo sich die Leute austauschten. Und so weiter. Ist dir das Jahr 2012 ein Begriff? Habt ihr das in der Schule durchgenommen?” fragte ich meinen Sohn. Dieser schüttelte den Kopf.

      Das Jahr 2012 hat alles verändert

      “Im Jahre 2012 passierte etwas sehr Wichtiges. Auf einer Plattform mit dem Namen Wikileaks wurde ein Dokument veröffentlicht, in dem eine lange Liste von Politikern stand, die sich haben bestechen lassen, um bestimmte Schutzmechanismen einzuführen, um wirtschafliche Vorteile für deutsche Firmen zu erreichen. Auf jeden Fall sorgte die Liste für eine Menge Probleme. Aber nicht für die Politiker, die darin aufgeführt worden waren. Die beschlossen ein Gesetz, wonach es künftig Politikern nicht mehr verboten war, Geld anzunehmen. Doch nur wenige Tage später war Wikileaks gesperrt und das Kabinett beschloss, den Überwachungschip auf jedem Computer in Deutschland einzuführen.”

      Ich kenne die Lösung

      “So konnten die alten Computer nicht mehr ins Internet”, sagte mein Sohn. “Richtig. Wer ins Internet wollte, muss seither den Chip einsetzen. Egal ob man es möchte oder nicht.” Mein Sohn schaute auf den Boden. “Du Papa, ich muss dir was sagen.” “Was ist denn los?” Er blickte auf und schaute mich betreten an. “Ich weiß wie das geht.” “Wie was geht”, frage ich ihn. “Ich weiß, wie man den Chip umgeht. Nick und Stefan haben mir gezeigt, wie das geht. Die sind total cool und haben der ganzen Klasse erklärt, wie das funktioniert. Und seitdem schaue ich mir das ganze Internet an, unterhalte mich mit meinen Freunden und spiele tolle Spiele. Das macht total Spaß.” Dann schaute er wieder auf den Boden. “Tut mir leid. Ich weiß, dass ich das nicht darf.” Ich streichelte ihm über den Kopf. “Es ist nicht schlimm” sagte ich “aber du musst vorsichtig sein. Rede mit niemandem darüber, ok? Du darfst niemandem sagen, was du weißt. Das ist viel zu gefährlich. Versprichst du es mir?” Mein Sohn nickte. “Dann ist ja alles gut.” Er drückte mir einen Kuss auf die Wange und rannte aus dem Keller.

      Als er fort war, blieb ich noch einige Momente sitzen. Dann stand ich auf, ging zu einem Kistenstapel, schob ihn beiseite und schaltete meinen zweiten Computer ein, der sich dahinter verbarg. Ein Cursor blinkte auf und ab. “Was gibt es” erschien auf dem Bildschirm. Ich schaute hoch zur Kellertreppe und widmete mich dann wieder meinem Computer. Leise tippte ich meine Nachricht ein. “Ich habe die Namen…”

      http://www.basicthinking.de/blog/2009/04/19/basic-sunday-das-freie-internet-ist-geschichte/

      Gruselig.
      Übrigens geben schon viele ihren Namen an.
      Ich sag nur Facebook. ;-)
      Aber das will Anonymus zerstören.^^
      http://winfuture.de/news,64793.html

      Wollen wir mal hoffen,
      denn CIA Organisationen gibts auf diesem Planeten genug.

      Mfg

    21. Martin schrieb am 9. August 2011 at 14:06 - Permalink

      “Ob Du etwas zu verbergen hast oder nicht, entscheidest nicht Du. Das entscheiden andere für Dich.”

      Natürlich ist Friedrich’s Idee komplett bescheuert – das greift einfach nicht weit genug.

      Wer zum Beispiel mit dem Reiten Erfahrung hat (wie Guido), weis, wie unangenehm ein Pferd ist, das einfach nicht vorwärts gehen will, im Gegensatz zu einem solchen, welches freudig voran stürmt.
      Oder anders ausgedrückt: Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen treibt es dahin.

      Genug der Vorrede. Mein Vorschlag: jeder Mensch bekommt eine öffentlich zugängliche (Internet) Akte, die von jedem Menschen jederzeit einsehbar ist.
      Da steht alles drin: vom ersten Milchschiss über Schulfreunde und -Noten bis zur Bahre. Und alles vollständig verlinkt: wer, wann, womit und mit wem. Vollständige Bewegungsprofile sind selbstverständlich, ergänzt durch Kommentare zur Person, welche jeder nach belieben hinterlassen darf: “Ich find’ den Typ doof, der grinst mich im Aufzug immer so unverschämt an” “Die Tusse spinnt, träumt wohl ich wolle was von ihr”.

      Die Vorteile sind unübersehbar. Plötzlich kann man ganz offen über alles sprechen. Krankheiten, sexuelle Vorlieben, Wachträume – alles eh bekannt.

      Praktisch: beim Gebrauchtwagenkauf kannst Du erst mal nachsehen, wie viele sich vom Anbieter bereits betrogen fühlen.

      Zumindest sollte man mal ‘drüber nachdenken – das muss ja wohl erlaubt sein.

      Also, macht keinen Ärger, stürmt fröhlich voran, wenn’s zum Schlachthof geht, dann hört auch endlich die “gläserne Bürger” Debatte auf.

      Kleiner Nachtrag: insofern es sich bei diesen um Menschen handelt, gibt es die Akte natürlich auch für jeden Politiker. Diplomatischer Immunität sind Grenzen zu setzen.

      • Jane Smith schrieb am 9. August 2011 at 22:19 - Permalink

        Diese file exists nach fusion von Facebook and Google+

    22. Vogel schrieb am 9. August 2011 at 14:29 - Permalink

      Always bisines äs juschual!
      Jezz sinns auch in Engeland die sozialen Netzwerke, Twitter unn das Internet, die die pösen Puben nutzen um die Polizei auszutrixen, Randale zu machen und zu zündeln (was natürlich nich i.O. iss). Überall klingts durch: 1) Na, da kommen wir doch gleich’mal mit härteren Strafen um’s Eck. 2) das mit dem Internet und dem Twitter, das muss aufhören!

      Ursachen: Gibt’s nich, die Jungen sind halt’ alle irgendwie Banane, die Eltern ham’ versagt!

      Danke Maggie, Danke Ronald, Danke Helmut …

      • Till schrieb am 9. August 2011 at 14:37 - Permalink

        Originell geschrieben.
        Hier ein guter Bericht bezüglich dem Zusammenhang zwischen Ausschreitungen und Sparmassnahmen. In Israel droht Ähnliches.

        “Milliarden Pfund will der Konservative bis zum Ende der Legislaturperiode einsparen, um die Staatsschulden in den Griff zu bekommen. Fast eine halbe Million Stellen im öffentlichen Dienst fällt weg.
        Die Sozialhilfe wird ebenso gekürzt wie das Kindergeld, und die Erhöhung der Mehrwertsteuer lässt den Briten deutlich weniger im Geldbeutel. Die Forscher des Centres for Economics and Business Research haben ausgerechnet, dass der britische Lebensstandard in Großbritannien in den vergangenen fünf Jahren 4,8 Prozent gefallen ist, und sie fürchten, dass sich dieser Trend fortsetzen wird.
        “Die Spannung steigt wegen der harten Sparpolitik der Regierung, die Bevölkerung in den ärmeren Stadtteilen fühlt sich als Opfer”, so begründete ein Bürger in Tottenham den Ausbruch der Gewalt. Für die westlichen Politiker dürfte es schwierig werden, die Erwartungen ihrer Wähler mit der harten ökonomischen Realität in Einklang zu bringen.”

        http://www.handelsblatt.com/politik/international/der-sparzwang-schuert-die-gewalt-/4479498.html

        • Vogel schrieb am 9. August 2011 at 15:36 - Permalink

          Stimmt, Israel hatte ich vergessen.

          Weiß einer, warum sich die jungen Leute – bei bis zu 45 % Arbeitslosigkeit – in Spanien, Griechenland und anderswo so brav zurück halten?

          • Lohengrin schrieb am 10. August 2011 at 19:37 - Permalink

            Weiß einer, warum sich die jungen Leute – bei bis zu 45 % Arbeitslosigkeit – in Spanien, Griechenland und anderswo so brav zurück halten?

            In Spanien sind viele Leute auf die Straße gegangen. Aber die hatten konkrete Forderungen und waren friedlich. Die in England scheinen einfach nur auf Krawall aus zu sein.
            Arbeitslosigkeit ist nicht die Ursache. Es geht um Fadesse (der Begriff ist viel besser als Langeweile).

      • Martin schrieb am 9. August 2011 at 14:38 - Permalink

        Wer weis, was da wirklich läuft? Ich nicht. Wieso ticken die dort dermaßen aus? Weis das jemand?
        Bürgerkrieg ist’s jedenfalls nicht, gibt’s in Demokratien nicht (sagt Jens), ach so, die haben ja Monarchie, da vielleicht schon?

        • Vogel schrieb am 9. August 2011 at 15:40 - Permalink

          Na, mit dem Dank an Maggie war doch ‘ne heiße Spur gelegt. Der Ruhm für Maggies (Un-)Taten wird heute eingefahren.

          Anners formuliert: IT, PR, Medien, Investmentbanker oder Anlageberater (/”Anderer Leute Geld gassi führen.”/ V. Pispers) iss halt nix frei (white collar-Jobs) … Und das für Migranten, Farbige, “Hauptschüler”, Hartzies, Islamisten … ich weiß nedd?

        • anonym schrieb am 9. August 2011 at 16:00 - Permalink

          @Martin
          Haringey youth club closures: ‘There’ll be riots’ – video
          http://www.guardian.co.uk/society/video/2011/jul/31/haringey-youth-club-closures-video

          Leana Hosea on bbcworldservice speaking to 2 female looters in Croydon this morning
          http://boos.audioboo.fm/attachments/1441622/leana-hosea-speaks-to-croydon-looters.mp3?audio_clip_id=434411

          google: Map of London riots: verified areas
          http://goo.gl/CwML6

    23. Weintraube schrieb am 9. August 2011 at 14:54 - Permalink

      rechtspopulistische Brandstifter wie beispielweise Henryk M. Broder

      Wie darf ich dann den Spiegelfechter nennen?

      • schwitzig schrieb am 9. August 2011 at 15:23 - Permalink

        “Linksliberal”.

      • Vogel schrieb am 9. August 2011 at 15:43 - Permalink

        “unideologisch”

        • Lohengrin schrieb am 10. August 2011 at 18:03 - Permalink

          Die, die sich als unideologisch bezeichnen, sind die schlimmsten.

      • HHarlekin schrieb am 9. August 2011 at 16:13 - Permalink

        “realitätsbezogen und erfrischend ideogiefrei”

      • t.h.wolff schrieb am 9. August 2011 at 16:35 - Permalink

        Nicht im mainstream gleichgeschaltet (wie etwa ARD/ZFD/Permira-Investoren-TV etc.).

      • dfd schrieb am 9. August 2011 at 16:41 - Permalink

        Linksliberaler Opportunist

        Ich bin für linksliberaler Opportunist.

        Unideologisch kann ich Jens Berger jedoch nicht nennen. (Ja, man kann im gewissen Rahmen ideologisch und opportunistisch sein.)
        Was aber nicht den Wert seiner teils guten Artikel und Bemerkungen schmälert.

        Es scheint sich beim SPIEGEL noch nicht herumgesprochen zu haben, dass man an der Börse auch auf fallende Kurse wettet. Damit ist auch keinesfalls ausgemacht, dass die Anleger 2,5 Billionen „Verluste“ gemacht haben. Das Wort „Verlust“ ist in diesem Zusammenhang ohnehin falsch, da Verluste – ebenso wie Gewinne – erst dann entstehen, wenn sie realisiert werden. Die Schwankungen in der virtuellen Bewertung der Aktien sind somit auch keine Verluste und schon gar nicht wurde Geld „vernichtet“. Die 2,5 Billionen Dollar Verlust wären dann entstanden, wenn alle Anleger zu Beginn der Woche alle kursierenden Aktien gekauft und heute wieder verkauft hätten. Das ist natürlich nicht möglich. Aber selbst in diesem rein hypothetischen Beispiel wäre noch nicht einmal sicher, dass ein Verlust erzielt wurde. Wenn Diejenigen, die den „dieswöchigen Aktionären“, die Aktien am Beginn der Woche verkauft haben, ihnen die Aktien heute wieder abkaufen, würden sie die gleiche Menge an Aktien heute für exakt 2,5 Billionen Dollar weniger bekommen.

        Wobei ich mich über einen stärkeren Hinweis gefreut hätte, dass natürlich mitnichten 2,5 Billionen € “vernichtet” wurden.
        Wenn der Kurs von z.B. BMW von 73,52 auf 55,14 einbricht, bedeutet das natürlich nicht, dass Fabrikanlagen von BMW im Wert von rund 12 Milliarden durch z.B. einen Krieg vernichtet wurden. Oder dass sich die neuen Fahrzeugkonzepte alle als gewaltige Fehlkonstruktionen herausgestellt hätten, sodass BMW ein Verlust von rund 12 Milliarden entstanden wäre.

        Darüber hinaus finde ich diesen Satz ein wenig unglücklich.

        Der Buchgewinn der Einen entspricht also dem Realverlust der Anderen – ein Nullsummenspiel.

        Der Verlust ist ebenso wie der Gewinn ein Buchverlust. Genauso wie der Gewinn zum Realgewinn wird, wenn die Transaktion realisiert wird.

      • Dimebag schrieb am 9. August 2011 at 18:55 - Permalink

        Jens Berger

      • Hans Böhm aus Niklashausen schrieb am 10. August 2011 at 00:37 - Permalink

        Raketenhaft aufstrebender, vorgeblich linksliberaler Publizist, der als bekennenden Chauvinist auch schamlos zugibt, derweil einen 5-er BMW (ohgottohgott!) unterhalten zu haben.

        • schwitzig schrieb am 10. August 2011 at 06:01 - Permalink

          Mein BMW war größer und schneller. Außerdem hat mich meine Ex-Frau mal “Mistkerl” genannt!

    24. dfd schrieb am 9. August 2011 at 15:51 - Permalink

      oha, ein Artikel über einen CSU-Politiker- leider oft und in vielen Themengebieten einer der schwächeren. Den muss ich als CSU-Sympathisant natürlich lesen.

      Mein erster Eindruck ist -ich habe ihn wie gesagt nur kurz überflogen-, dass der Artikel sehr gut ist.

      • Dimebag schrieb am 9. August 2011 at 18:53 - Permalink

        CSU-Sympathisant

        Ernst gemeinte Frage: Wie wird man das?

        • schwitzig schrieb am 10. August 2011 at 09:07 - Permalink

          Ernst gemeinte Frage: Wie wird man das?

          Würde mich auch (ernsthaft) interessieren. Welche praktizierten Inhalte können bei der CSU sympathisch sein.

    25. Vogel schrieb am 9. August 2011 at 16:04 - Permalink

      Habe mich im CSU-Forum angemeldet und dort unter Vogel2044 zum Thema kommentiert:

      Grüß Gott!
      Herr Friedrich fordert Aufhebung der Anonymität: Wie steht’s mit diesem Ansinnen hier? Und wir mit der Anonymität von Parteispendern?
      Geben Sie mir bitte aktuelle Info, was dazu gesetzlich vorbereitet wird. Danke im Voraus!
      Beste Grüße

      ‘Mal sehen, was die Jungs in blauweiß und schwarz zu sagen haben? :-D

      • schwitzig schrieb am 9. August 2011 at 18:57 - Permalink

        Habe mich im CSU-Forum angemeldet

        Na, wenn das mal nicht Probleme gibt. Gerade jetzt, wo die Internetkontrolle (nicht Überwachung, denn darum geht es eher weniger) wieder so aufgekocht ist, ist es ziemlich mutig, sich ausgerechnet in einem radikalen Fanatikerforum zu registrieren.
        Jetzt mal ernsthaft: Zumindest meine persönlichen Erfahrungen während meiner Zeit in Bayern haben gezeigt, dass CSU-Wähler scheinbar grundsätzlich sehr borniert und unumstößlich von der Richtigkeit ihrer Passivüberzeugungen sind. Was oft liebevoll als “Stammtisch” beschrieben wird, ist bei den “Mannsbildern” richtig ernst.
        Ich muss natürlich dazu sagen, dass ich diese Erfahrungen mit eingeborenen Urbayern gemacht habe und dass sie nicht unbedingt repräsentativ sein müssen.

        • Vogel schrieb am 10. August 2011 at 08:37 - Permalink

          @schwitzig
          Meinste, ich sollte sicherheitshalber die Identität wechseln? :-)

          Mein Beitrag ist übrigens nicht erschienen. Vermutlich im “Spamfilter” hängengeblieben. ;-)

          Apell an dieser Stelle an Hans-Peter Friedrich:
          “Sehr geehrter Herr Innenminister! Im Forum Ihrer Partei, der CSU, herrscht Zensur! Bitte veranlassen Sie entsprechende gesetzliche Maßnahmen!”

          Ob das hilft? Werden die jezz ihre Sommerpause unterbrechen und aus den Bergen, von den Stränden aufbrechen in die Parlamente? Mal sehn.

          • schwitzig schrieb am 10. August 2011 at 09:05 - Permalink

            Vermutlich im “Spamfilter” hängengeblieben. ;-)

            Nein – Du hast die Spendenfrage gestellt. Das ist, als wenn Du der Mafia die Steuererklärungsfrage stellst.

            • Vogel schrieb am 11. August 2011 at 18:20 - Permalink

              @schwitzig
              Hä? Ich? Wieso ich? Den Floh hat mir doch anonym #1 in’s Ohr gesetzt, ich bin internethörig, also unschuldig. Sollense #1 doch steinigen, die Mafia!
              (Danke für Kopp hinhalten, anonym #1)

      • Sukram71 schrieb am 9. August 2011 at 19:48 - Permalink

        Frag auch mal kurz, ob geplant ist, den Papst bei seinem Besuch im September ebenfalls eine Sicherheitspartnerschaft anzubieten und ihn zu einen Präventivgipfel gegen Kindesmissbrauch einzuladen. xD

    26. Der Politclown (linksliberaler Cyberfundamentalist) schrieb am 9. August 2011 at 21:19 - Permalink

      Die Politiker machen sich nunmal langsam das ins Höschen was schon seit Jahren aus deren Mündern rauskommt http://data6.blog.de/media/007/5739007_0f919668ab_s.jpg angesichts der Nachrichten, ob Tottenham nicht in Bälde Neuköln heißen könnte oder umgekehrt^^

      Allah ist groß.

    27. Sandsturm schrieb am 10. August 2011 at 07:39 - Permalink

      Klarnamenzwang in Deutschland? Die deutschen Internetgesetze gehören zu den restriktivsten der Welt – selbst China das ja als sooooo böse gilt ist da in vielen Punkten liberaler auch wenn das Redakteure aus Zeit und Co. nicht unbedingt mitbekommen.
      Da ich in den nächsten Wochen eine Internetseite eröffnen möchte hab ich mir genau über diese deutsche Internetpolitik besonders viele Gedanken gemacht und bin zum Schluss gekommen die Seite auf einem US-Server zu hosten um sowohl die dämliche Impressumspflicht als auch den Zwang die eigenen Foren 24/7 zu moderieren, da man hierzulande bekannterweise für die Meinungsverbrechen seiner Komentatoren haftet.

    28. SteinMain schrieb am 10. August 2011 at 14:08 - Permalink

      Mal was ganz anderes… also der Innen Minister heisst zur Zeit Friederich ??? Zum einen ist mir das noch garnicht aufgefallen.. zum anderen frag ich mich ob man sich den Namen merken solllte.. Innenminister ist doch ein ganz ganz undankbarer Job… kaum Lobbyisten die einen füttern… im August wenns eh keiner hört mal bischen was zum besten geben… und in 1-2 jahren ab in die Rente…
      Oder seh ich das jetzt falsch ???

    29. Seneca schrieb am 11. August 2011 at 11:56 - Permalink

      Den Henryk M.Broder aus dem Kontext zu heben mag in Ordnung sein, aber man sollte auch wissen, dass dieser ein gut bezahlter polemischer Onanist ist, der daran Spaß hat, politisch falsch eingeschätzt zu sein.
      Was unseren Friedrich anbelangt, der beißt sich am Internet seine schlechten Zähne aus und da hält man besser sein Maul…


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