Direkt zum Inhalt
  • Newsletter
  • Über uns
  • Kontakt

  • Blog-Flattr

    flattr this!
  • Jeden Monat wieder! Ein zweiter Klick abonniert den Blog-Flattr.

  • Kategorien

  • Archiv

  • Blogroll

    • Ad Sinistram
    • annotazioni
    • Das Blättchen
    • Das Dossier
    • Die Freiheitsliebe
    • Economist´s View
    • Egghat
    • Feynsinn
    • German-foreign-policy
    • le Bohémien
    • Maskenfall
    • NachDenkSeiten
    • Neue Rheinische Zeitung
    • Nics Bloghaus
    • Notizen aus der Unterwelt
    • Oeffinger Freidenker
    • Ossietzky
    • Paul Krugman
    • Philibuster
    • Real-World Economics Review Blog
    • Tautenhahn
    • Telepolis
    • Transatlantikblog
    • Wirtschaft und Gesellschaft
    • Wolfgang Michal
  • RSS Nachdenkseiten

    • Der Staat ist keine schwäbische Hausfrau – Präsentation zum gleichnamigen Vortrag in Wuppertal
    • Hinweise des Tages
    • Hinweise des Tages
    • Hinweise des Tages II
    • Gerechtigkeit – Das „Institut der deutschen Wirtschaft“ müsste in den Medien jegliche Glaubwürdigkeit verloren haben
  • RSS ad sinistram

    • Hier können Familien Kaffee kochen
    • De auditu
    • Sie ist ja eigentlich ganz nett
    • Die Unmöglichkeit reinen Lebens
    • Mehr Planwirtschaft wagen
  • RSS annotazioni

    • Massenexodus als wirtschaftspolitische Strategie: Vorbild Lettland?
    • Aufruf: Europa geht anders!
    • Soziale Ungleichheit und die Krise
    • Die „höchsten Steuereinnahmen aller Zeiten“ unter die Lupe genommen
    • Ungleichheit und Krise – zwei aktuelle Wortmeldungen
  • RSS Feynsinn

    • Sammelgammel
    • Georg-Schramm-Syndrom
    • Nachrichten aus der Montagehalle
    • Dany zurückgestreichelt
    • Einmal Marx und zurück
  • RSS Freiheitsliebe

    • Chile 40 Jahre danach – Die Gegenwart einer diktatorischen Vergangenheit
    • Das Märchen der Deutschen – Austerität und Fiskalpakt bald auch in Deutschland?
    • Dobro Došli – Willkommen in Serbien
    • Monsanto – Mit Gift und Genen
    • Die Lüge des leeren Landes
  • RSS Oeffinger Freidenker

    • Warum der Austritt aus der Sozialistischen Internationale für die SPD richtig ist
    • Die Meute wird zur Jagd geblasen – die Medien und die “Obama-Skandale”
    • Sie sprechen in Zungen! - Warum wir uns in der Politik nicht verstehen
    • Warum Vergangenheitsbewältigung so wichtig ist
    • Das Geld findet immer einen Weg - warum die Debatte um eine Parteispendenreform sich immer im Kreis drehen wird
  • RSS Wirtschaft und Gesellschaft

    • 150 Jahre SPD: Worauf die Sozialdemokraten nicht stolz sein sollten
    • Geschützt: 150 Jahre SPD: Worauf die Sozialdemokraten nicht stolz sein sollten (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)
    • Staatsschulden/neue Studie: “Wirtschaftsweiser” blendet zentrales Moment der Staatsverschuldung aus
    • Geschützt: Staatsschulden/neue Studie: “Wirtschaftsweiser” blendet zentrales Moment der Staatsverschuldung aus (vollständiger Beitrag nur im Abonnement)
    • Lebensstandard: Neun Prozent der Deutschen können sich nicht einmal jeden zweiten Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Fisch oder vergleichbarem vegetarischen Nährwert leisten
  • Suchen

  • RSS Feeds

    • Artikel
    • Kommentare
    • eMail-Abo
  • Dein Shop für Outdoor Ausrüstung und Bekleidung. Zweimal südlich Münchens, Einmalig im Internet.

    Navi-Geräte Preisvergleich

    Hier könnte auch Ihre Werbung stehen
  • Letzte Kommentare

      maguscarolus bei Ungarisches Gemerkeltes:

      Zu denken, dass man beliebig oft KanzlerIn sein kann, während man...

      salvo bei An die Wand gefahren – Warum wir eine konstruktive Euro-Exit-Debatte brauchen:

      btw Hoffnungsträger...

      TrooperCooper bei Ungarisches Gemerkeltes:

      Schon mal was von Wahlen gehört?! Schon mal was von medialer...

      Wilma Feuerstein bei Ungarisches Gemerkeltes:

      Die Deutschen wählen Merkel nicht, es sind immer nur ein paar oder...

      Mod bei An die Wand gefahren – Warum wir eine konstruktive Euro-Exit-Debatte brauchen:

      Der Staat hat für ein...

      Jenny bei Der Demografie-Traktor: Immer in Bewegung:

      http://www.berliner-umschau.de /news.php?id=10089&titl...

      initiative-markt-leistung-elite.de bei Ungarisches Gemerkeltes:

      Zum Glück gibt es heute Dank unermüdlicher...

      Bonsta bei An die Wand gefahren – Warum wir eine konstruktive Euro-Exit-Debatte brauchen:

      Und das ist das...

      schwitzig bei Ungarisches Gemerkeltes:

      @winne2 Merkel ein Denkmal enthüllt wird unter lautem “Mutti, Mutti”-Rufen....

      winne2 bei Ungarisches Gemerkeltes:

      @schwitzig und joker: Leute haltet euch zurück. Das ist eine Beleidigung für...

      Unutulu bei An die Wand gefahren – Warum wir eine konstruktive Euro-Exit-Debatte brauchen:

      Wohin der...

      Cheops bei Ungarisches Gemerkeltes:

      Viel zu spät Selbst wenn Merkel zu Ungarn etwas von Substanz zu sagen hätte,...

      Ewig Gestriger bei Ungarisches Gemerkeltes:

      Die Deutschen werden wieder Merkel Wählen. Bautz! Die lieben ihre...

      schwitzig bei An die Wand gefahren – Warum wir eine konstruktive Euro-Exit-Debatte brauchen:

      @Empty chairDu...

      Rainer N. bei Ungarisches Gemerkeltes:

      Ah, ich habe das “wir” so interpreteiert, wie es die Herrscher...

  • Twitter Contact News Spenden Login Anmelden

  • Reise in die Überflüssigkeit

    geschrieben am 22. August 2011 von Spiegelfechter

    von Stefan Sasse

    Wir erleben derzeit den Absturz zweier Parteien, die für die Konstituierung des Fünf-Parteien-Systems seit 2005 entscheidende Konstanten waren: der FDP und der LINKEn. Beide machen sich selbst derzeit in einem Ausmaß überflüssig, das kaum für möglich gehalten wurde. Die eine Partei wird dabei von den Ereignissen überrollt, die andere dagegen hat sich von den Ereignissen ohnehin schon seit der Bundestagswahl abgekoppelt. FDP wie LINKE leiden an der Altlast ihrer eigenen Ideologien. Sie wirkten anziehend, als der Überdruss mit den ehemaligen Volksparteien CDU und besonders SPD in der Zeit der Großen Koalition eine Spitze erreichte, und als dieser Überdruss sich in der Wahl des jeweils konzentrierten Kondensats einiger Kernpunkte der beiden Großen – der LINKE für die SPD, der FDP für die CDU – manifestierte. Auf die aktuelle Krise aber kennen beide keine Antworten. Ihre gewaltigen Verluste in der Wählergunst sind deshalb nur konsequent.

    Das deutsche Parteiensystem ist im Grunde relativ um die “Mitte” zentriert. Die CDU, SPD und Grünen besetzen vor allem diese Mitte, die hier so definiert sein soll, als dass sie keine großen Veränderungen am status quo wünscht und Reformen eher auf die kleinen auftauchenden Probleme zentriert sehen will. Dass es sich bei Menschen dieser Geisteshaltung um die überwältigende Mehrheit handelt, daran sollte eigentlich inzwischen niemand mehr ernsthafte Zweifel haben. Dabei ist es erst zwei Jahre her, dass ein guter Teil der Wähler von der ganzen Mitte die Schnauze voll hatte. 16% bekam die FDP, die Partei des rechten Randes, knapp über 11% bekam die LINKE, die Partei des linken Randes. In aktuellen Umfragen würde die FDP ganz knapp den Wiedereinzug schaffen, während die LINKE unter ihr Ergebnis von 2005 gerutscht ist und ein Ende des Abwärtstrends kaum absehbar ist. In Berlin sieht die Lage für sie noch drastischer aus; hier hat sie seit 2006 rund zwei Drittel ihrer Prozenze eingebüßt. Eine neu entdeckte Liebe für CDU und SPD gibt es nicht. Der große Profiteur der Verluste der beiden Randparteien sind die Grünen. Es scheint derzeit unwahrscheinlich, dass sie diese Gewinne werden halten können; ausgeschlossen ist es aber nicht. Was aber sind die Ursachen für die Verluste von FDP und LINKEn?

    Die FDP erleidet bereits seit ihrer Regierungsübernahme Verluste in den Umfragen. Das ist die direkte Folge einer Klientelpolitik, die Ihresgleichen sucht. Alles, was die FDP anfasst, stinkt nach Käuflichkeit, sondert geradezu eine Duftspur der Korruption ab. Das begann mit dem Mövenpick-Gesetz und geht nun nahtlos in die Idee über, die geplante Erhöhung der Pflegeversicherung kapitalgedeckt zu veranstalten. Das Schlimme dabei ist, dass diese Käuflichkeit nach allem Dafürhalten auch gegeben ist – niemand kann ernsthaft argumentieren, dass die FDP hier nicht aufs Schärfste Partikularinteressen verkörpern würde. Ein immer größerer Teil der Wähler aber muss erkennen, dass er nicht dazugehört. Falls sich tatsächlich jemand nach dem Gerede von Steuersenkungen Hoffnungen gemacht hat, dass er damit gemeint sein könnte, dürften diese Hoffnungen begraben sein. Ein neues Programm außer das Erfüllen von Spender-Interessen und das Senken von Steuern auf Pump aber hat die FDP nicht. Stattdessen schafft sie es, auf dem außenpolitischen Parkett, dass sie 2009 mit solcher Verve für sich reklamierte, eklatant zu versagen.

    Da wäre zum einen die Libyen-Intervention. Die Enthaltung im Sicherheitsrat löste ein allgemeines Kopfschütteln aus, und nun hat Ströbele auch noch enttarnen können, dass deutsche Stabsoffiziere irgendwie doch involviert sind. Falls noch irgendjemand Zweifel an Westerwelles und der FDP Kompetenz in Fragen Außenpolitik hatte, kann er diese nun beiseite legen: es gibt keine. Überrollt wird die FDP aber auch von den Ereignissen der aktuellen Wirtschaftskrise (die auf eine Schuldenkrise zu verkürzen absolut fahrlässig wäre). Die Story von den effizienten Finanzmärkten ist von der Wirklichkeit so gründlich zerlegt worden, dass die FDP inzwischen völlig aus der Zeit gefallen wirkt. Immerhin lernt sie auch nicht daraus. Den zarten Ansatz von etwas kritischerer Sicht auf die Dinge, den Brüderle im Westerwelle’schen Machtvakuum durchzusetzen versucht hat, hat Rösler bereits zurückgedreht. Der ach so smarte FDP-Chef dreht die Zeit wieder voll auf den Oppositionskurs der FDP. Krise? Welche Krise?

    Dabei gäbe es für die Liberalen derzeit auch so genug Probleme. Rings um sie herum knirscht und kracht es im Gebälk, und alles was ihr einfällt ist den Maastricht- und Lissabonvertrag zur Heiligen Kuh zu erklären und ein markiges “Euro-Bonds niemals!” in die Welt zu rufen. Einige der üblichen CDU-Querulanten, deren Zwischenrufe wohl als “Schärfung des konservativen Profils” gelten sollen, schließen sich dem an. Ein politischer Veteran wie Schäuble ist clever genug, einfach nur das Offensichtliche auszusprechen: das nach Stand der Dinge Eurobonds illegal sind. Das ist richtig. Und das ist sicher auch jedem bewusst. Nur, wen interessiert das? Niemand kann ernsthaft damit rechnen, dass Eurobonds in diesem oder auch den nächsten zwei Jahren eingeführt werden. Nur, wenn die Lage es erforderlich macht werden Verträge eben geändert bzw. neue Verträge geschlossen. Und dann ist das Problem gegessen, und die CDU kann sagen, dass sie stets nur rechtliche Bedenken hatte. Die FDP steht dann das nächste Mal mit einem realitätsfernen “Niemals!” da.

    Für die Mövenpick-Fraktion ist das besonders ärgerlich, weil die SPD bereits mit generösen Angeboten zur Kooperation bei der Euro-Krise in den Startlöchern steht, wenn man nur ein paar kleine Forderungen erfüllte – die die FDP auch ablehnt. Wenn es also tatsächlich hart auf hart kommt, die Schutzschirme nicht mehr reichen und drastischere, weitreichendere maßnahmen ergriffen werden müssen, hat die FDP nur zwei Möglichkeiten: sie kann entweder, wieder einmal, umfallen und doch mitmachen. Oder sie kann den Koalitionsbruch in Kauf nehmen und ihre Rolle als Opposition auf der Regierungsbank konsequent zu Ende bringen. Beides dürfe ihr kaum signifikante Gewinne jenseits von 5% bescheren. Und das Beste ist: die Partei ist vollständig selbst schuld. Sie ist inzwischen vollkommen überflüssig, hat sich selbst vollkommen überflüssig gemacht.

    Auf demselben Überflüssigkeitspfad befindet sich auch die LINKE. Wo sich die FDP noch immer in der Liberalisierungseuphorie der 90er und 2000er Jahre vor dem Finanzcrash wähnt, in der die Finanzmärkte hip waren und der Schlachtruf der Deregulierung den Eintritt in das neue Wirtschaftswunderland versprach, schlägt die LINKE gerade noch einmal die ideologischen Gefechte des Kalten Krieges. Voll alt-sozialistischen Vokabulars verfasst die Parteiführung ein Glückwunschschreiben an Fidel Castro, dessen Kuba ihm gerade unterm Hintern wegbricht, bewundert seine “kämpferische Vergangenheit” und spricht Glückwünsche für den ständigen Widerstand gegen die USA, den Todfeind aller Linken, aus. Vom Ton dieses Schreibens könnte man annehmen, dass Reagan gerade eine Rede über das Reich des Bösen gehalten hat; irgendetwas mit der aktuellen Realität zu tun jedenfalls hat das Ganze nicht.

    Aber das macht nichts. Die andere Lieblingsbeschäftigung der LINKEn ist gerade das Relativieren des Mauerbaus und anderer Unappetittlichkeiten der DDR. Es rächt sich, zum wiederholten Male, dass nie eine Sprachregelung für den Umgang mit der DDR-Vergangenheit gesucht wurde. Ungeschickt rutschen die Funktionäre dafür von einem Fettnäpfchen ins nächste. Sitzen bleiben bei einer Gedenkminute für die Mauertoten? Die Mauer zur historischen Notwendigkeit erklären? Feststellen, dass nicht alles in der DDR schlecht war? Erklären, dass das Ziel die Überwindung des Systems sein soll? Gibt es eigentlich in dieser Partei irgendjemanden, der sich auf politische Kommunikation versteht? Ich weiß schon, was ihr eigentlich sagen wollt. Klar war die Mauer eine “historische Notwendigkeit” – aus Sicht der DDR zu ihrem eigenen Erhalt. Das bezweifelt auch keiner. Nur seid ihr im Landtag, nicht einem historischen Proseminar. Ist euch eigentlich klar, was die Symbolik eurer Handlungen ist?

    Scheinbar nicht. Seit 2009 diskutiert man über die LINKE nur noch bezüglich des Lebensstils von Klaus Ernst, die Mauer, die DDR, noch einmal die Mauer, noch einmal die DDR, die “Systemfrage” (was auch immer das sein soll), noch mal Klaus Ernst, der neuste Ausrutscher von Gesine Lötzsch und dazwischen das Gerücht, dass Oskar Lafontaine eine Intrige im saarländischen Landtag zum Bruch der dortigen Jamaika-Koalition gesponnen hat, die fehlschlug. Und man kann beim besten Willen nicht die bösen Medien dafür verantwortlich machen. Man kann natürlich wie die NachDenkSeiten ein Glückwunschschreiben Merkels an Vietnam zur Wiederwahl des dortigen Präsidenten zitieren. Nur: Merkel ist Bundeskanzlerin, und solche Glückwünsche diplomatische Etikette. Niemand in der CDU würde auf die vertrottelte Idee kommen, ein Glückwunschschreiben an Vietnam aufzusetzen, während man nicht an der Regierung ist. Oder für irgendeine andere nicht hasenreine Nation (und bitte, kommt mir jetzt nicht mit den USA oder Großbritannien).

    Seit zwei Jahren steht die LINKE für nichts mehr. Antworten auf die aktuelle Krise hat sie genausowenig wie die FDP. Ein unbestimmter Systemwechsel wird gefordert. Wie der aussehen soll oder wie man den umsetzen will, dazu schweigt man wohlweislich. Ein Ausstieg Deutschlands aus NATO, EU und Euro vielleicht? Einfach mal so, unilateral? Und am besten auch aus WTO, GATT und UNO, wo wir gerade dabei sind? Zutrauen würde man es ihr jederzeit. Dazwischen reiht die Partei PR-Desaster an PR-Desaster und ist gründlich in der Vergangenheit stecken geblieben. Der Karren der LINKEn steckt genausotief im Dreck wie der der FDP, nur haben die Leute sie noch nicht so satt, und gibt es deutlich mehr geschworene Feinde der SPD auf Seiten der Wählerschaft der LINKEn als für die CDU auf Seiten der FDP. Die Konsequenz ist die zunehmende Bedeutungslosigkeit beider Parteien. Sie kommt verdient, für beide. Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde.

    Stefan Sasse

    Teilen:

    • E-Mail
    • Facebook
    • Google +1
    • Twitter
    Print This Post
    Tags: FDP Linke Politischer Diskurs
    flattr this!

    269 Kommentare:

    1. miwalla schrieb am 22. August 2011 um 22:53 - Permalink

      Lieber Spiegelfechter,

      die Idee Herrn Sasse auf Deinem Blog schreiben zu lassen, muß leider als absolute Katastrophe angesehen werden. Sämtliche Artikel von ihm könnten genausogut bei SPON veröffentlicht werden. Reines Bashing in alle Richtungen, keine sinnvollen Lösungsvorschläge, und Realitätsverweigerung.
      Das die Linke in den Mainstream-Medien so schlecht da steht, liegt doch nur daran das sie immer noch als Bedrohung für das herrschende System angesehen wird, und da nun die Probleme des herrschenden Systems offensichtlich sind, wird eben aus allen Rohren geschossen und CDU-FDP-SPD-Grüne stellen in diesem Zusammenhang nichts anderes dar als die SED bei ihrem Untergang. Das die Linke bei Wahlen momentan kein Kapital daraus gewinnen wird, liegt daran, dass sie den Weg der SPD einschlägt und sich der wirklichen Alternativen und der Diskussion um sie verschließt (siehe Lötzsch und die Kommunismusthesen).
      Und auch die FDP kann momentan nicht aus dem Dilemma raus, weil egal was sie macht, die Medien würden sie am Nasenring durch die Arena ziehen (übrigens zurecht). Nur auch hier, was sind den die Lösungsansätze des netten Schreiberlings.
      Der Kritik der Kommentatoren stellt sich der Herr Sasse (das ist sehr löblich), aber Kritik perlt an ihm ab, oder er bürstet sie ab. Selten kommt für mich alsLeser heraus was lerne ich daraus, wo steckt der tiefere Sinn des Geschriebenen.
      Sorry Spiegelfechter, unter diesen Umständen geht dein Blog langfristig den Bach runter.

      • Schweigsam schrieb am 22. August 2011 um 23:19 - Permalink

        Naja, Jens würde es Meinungspluralismus nennen. Ich selber habe diesen Artikel nicht gelesen. Das Thema ist mir einfach zu langweilig.

        • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 08:12 - Permalink

          Du liest nicht den Artikel aber die Kommentare? ^^

          • Schweigsam schrieb am 23. August 2011 um 10:17 - Permalink

            Ja, die sind nicht so langweilig. Und?

            • SteinMain schrieb am 24. August 2011 um 08:55 - Permalink

              ich fand den Artikel neulich in der JW aso…. absolutb gut… ich mein mauerbau…. 61….. da haben die kaum 20 jahre vorher… die sowjetunion überfallen diese nazis… das hat so schätzungsweise 40 millionen russen das leben gekostet… und da flennen die rum wegen 250 maueropfern ??? bidde ja !!

      • erforderlich schrieb am 22. August 2011 um 23:27 - Permalink

        “Das die Linke in den Mainstream-Medien so schlecht da steht, liegt doch nur daran das sie immer noch als Bedrohung für das herrschende System angesehen wird..”

        Das die Linke in den Mainstream-Medien so schlecht da steht, liegt doch nur daran das die Linke keiner braucht. Ein Haufen kleiner Kinder, die von Politik und insbesondere Wirtschaft absolut keine Ahnung haben.

        • sternburg schrieb am 23. August 2011 um 18:21 - Permalink

          @ erforderlich

          genau. wir haben merkel und die weiß , wo es langgeht http://www.youtube.com/watch?v=-Aad7BXHpps

          warum muss ich bei dem text an die fdp denken? http://www.faz.net/artikel/C30351/chinas-haltung-zur-schuldenkrise-kapitalismus-gehoert-in-die-haende-der-kommunisten-30485530.html

          himmm… kann mich an ein theaterstück aus der schweiz erinnern.aber zu lange her. leider. in dem stück gings u.a. darum , was maoisten und die jungs von mckinsey & company alles gemeinsam haben.

          zur überflüssigkeit der linkspartei:

          wenn jemand anderes ihren job macht. ok. ansonsten… solange es gelingt, die unterschicht materiell einigermaßen stabil zu halten, fliegt uns allen der laden deutschland nicht um die ohren.

          • Bernie schrieb am 24. August 2011 um 17:34 - Permalink

            @Sternburg

            “[...]wenn jemand anderes ihren job macht. ok. ansonsten… solange es gelingt, die unterschicht materiell einigermaßen stabil zu halten, fliegt uns allen der laden deutschland nicht um die ohren[...]”

            Irgendwie dachte ich schon etwas ähliches:

            Wäre die Linkspartei nicht als Beruhigungspille da – Wir hätten längst britische Verhältnisse in Deutschlands Großstädten, incl. Plünderungen, Raub, und sonstiger Verbrechen am Kapital.

            Was Chinas kommunistische Verbrecherregierung angeht, die tolle Geschäfte mit Merkel-Deutschland macht, da regt sich auch keiner darüber auf, dass Amnesty International bereits 2009 eine Vielzahl von Menschenrechtsverbrechen, incl. Massenhinrichtungen China angekreidet hat – Tja, bei Kuba schaut die dt. Journallie hin, aber bei Chinas Massenmördern wird fleißig weggeschaut, trotz Arbeitslagern, Massenerschießungen, Folter und anderer Grausamkeiten über die Amnesty International auch 2011 berichet hat.

            Neoliberale Doppelmoral eben, die sich auch im Umgang mit der kommenden Supermacht China zeigt.

            Gruß
            Bernie

            • Till schrieb am 24. August 2011 um 17:45 - Permalink

              Neoliberale Doppelmoral eben, die sich auch im Umgang mit der kommenden Supermacht China zeigt

              Recht hast du. Aber die Welt ist nun mal ungerecht, unlogisch und
              gefährlich …

            • sternburg schrieb am 24. August 2011 um 18:09 - Permalink

              @ bernie

              meine these. ohne linkspartei, hätte wir längst die jungs mit dem rrrr sprachfehler auch im bundestag sitzen. net das die linken, die neuen nazis sind, aber die kanalisieren frust ganz gut.

              zu dem was seit 2007/ 2008 passiert, gibt es von unsere geliebten vorsitzenden merkel den spruch hier:

              “Die Welt hat über ihre Verhältnisse gelebt.”

              jupp. genau. wir .wir alle. genau. so wirtes sein aaaaaa… http://www.bahnhofsmission.de/Start.3.0.html

              wegen dem faz text oben. ich find ihn lesenswert für die neoliberalen unter uns.

      • brainOnaut schrieb am 23. August 2011 um 01:16 - Permalink

        Das die Linke in den Mainstream-Medien so schlecht da steht, liegt doch nur daran das sie immer noch als Bedrohung für das herrschende System angesehen wird

        bullshit. hier muss ich stefan recht geben: das versauen die ganz allein.

        nur so als beispiel: die linke als koalitionspartner in berlin ist ne reine opportunismus-truppe geworden. diese *drecksäcke* sind sich nicht zu blöde, auf ihren wahlplakaten von dem “schutz der mieter vor wildwest” zu fabulieren, gleichzeitig aber mit der spd die umwandlung der cerberus-goldmansachs gelschluckten GSW in eine AG abzusegnen…
        warum, denkst du wohl, stürzen die grade hier in berlin (völlig zu recht) massivst ab? die scheisse ist, die grünen sin ja keinen deut besser…

        • Honk schrieb am 23. August 2011 um 10:52 - Permalink

          Volltreffer, Hirnreisender!
          Der Verweis, auf das Verhalten der Linkspartei als Koalitionspartner in Berlin, kommt immer wieder zu kurz. So sehr man sich, an den analytischen und rhetorischen Fähigkeiten von Gysi, Wagenknecht und, immer noch, Lafontaine erfreuen kann, so sehr man sich über die “Fettnäpfchentreterei” von anderen Spitzenfunktionären, in Bezug auf die DDR- Vergangenheit u.v.a., auch ärgert, das Hauptproblem bleibt, das Unbehagen über eine Phalanx, aus karriereaffinen “Realos”, insbesondere aus den starken Landesverbänden in den neuen Bundesländern, welche als Teil einer Landesregierung, sofort “alternativlose Realpolitik” àla NED (Neoliberale Einheitspatei Deutschlands, -Vereinigung aus CDU/CSU,FDP,SPD,Grüne) exekutieren würden!

      • Heimatprophet schrieb am 23. August 2011 um 08:06 - Permalink

        Richtig ist, dass es die Linke medial ungleich schwerer hat, als die anderen 5 großen Parteien.
        Ich kann mich zumindest nicht daran erinnern, dass sich bei der Union schonmal über Wochen drauf rumgeritten wurde, was für ein Auto das eine oder andere höhere Parteimitglied privat fährt. Die ausländerfeindliche Unterschriftenkampagne von Koch wurde von Bild und Co. beklatscht (wie so ziemlich alles, was der Mann verbrochen hat), bei der Linken sind dagegen wochenlang “antisemitische Tendenzen” verortet worden, selbstverständlich ohne wirklich konkretes Beispiel.
        Das alles verzerrt das mediale Bild einer Partei ungemein und ist auch mit Sicherheit zum Großteil Absicht.
        Allerdings gab es auch kaum ein Thema, bei der die Linke bewiesen hat, dass sie zumindest die Grundlagen von politischer Kommunikation bzw. Krisen-PR verstanden hat. Themen, wie Ernsts Porsche usw. gehören doch einfach nur ignoriert. Aber die Linke versteht sich einfach zu gut darauf, in jedes mediale Fettnäpfchen und jede noch so plump aufgestellte PR-Falle zu rennen. Da ist sie, wie zurecht angemerkt, dann wirklich komplett selbst dran Schuld.
        Die Linke vertritt einige sehr wichtige Punkt (möglicherweise vorallem von enttäuschten Ex-SPDlern kommend), wie zum Beispiel der allgemeine Mindestlohn. Allerdings haben sie genauso wenig ein größeres Konzept zur Finanzkrise, wie die anderen Parteien auch, weshalb sich wohl einiges wieder enttäuscht abgewendet haben dürften.

        • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 08:14 - Permalink

          Die LINKE ist halt auch ein echt dankbares Opfer für diese Art medialer Bearbeitung. Und natürlich sind die Autos von CDU-Leuten egal; bei denen erwartet ja auch keiner, dass sie sich da zurückhalten. Es gehört zu den größten Kommunikationsdesastern der Linken über die letzten Jahrzehnte, die Gleichsetzung von links=arm nicht offensiv anzugehen.

          • Peleo schrieb am 23. August 2011 um 10:11 - Permalink

            die Gleichsetzung von links=arm nicht offensiv anzugehen

            Das hat Gysi (schon vor Jahren) mal getan, als die Villa und das Buch-Honorar von Lafo heftig kritisiert wurde.

            Sinngemäß: Lasst ihn doch reich sein, Hauptsache er zahlt hier seine Steuern.

            Das hatte bei mir (Stichwort: Erwartungshaltung) einen richtigen Aha-Effekt ausgelöst (wie viele von Gysis Äußerungen) und ist mMn die richtige Haltung in dem Punkt.

            • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 10:40 - Permalink

              Klar, aber es wird nicht weiter entsprechend vertreten. Ich sehe das Problem bei dem Thema gar nicht beim Lebensstil der LINKEn selbst, sondern dass viele Leute sie als Bedrohung für den eigenen Lebensstil sehen.

        • Bernie schrieb am 23. August 2011 um 09:25 - Permalink

          Genau

          Aber die Linke thematisiert dies ständigen Medienkampagnen nun endlich – mit Hinweis auf Albrecht Müllers Buch “Meinungsmache – Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen”

          Gysis Sommerinterview war der Anfang, und hier hat die Linke sogar eine eigene Homepage geschaltet, um die ständigen, unfairen Medienkampagnen der neoliberalen Mainstream-Medien zu thematisieren:

          http://www.linke-fairplay.de

          Übrigens, wie “demokratisch” unsere Regierung ist, dass durfte man gestern bei der Sendung “Report Mainz” nachvollziehen. Merkel verhält sich zusehens wie ihr politischer Ziehvater zu DDR-Zeiten – Erich Honecker.

          ….zumindest was die Euro-Rettung und den Bruch eigener Gesetze am Parlament vorbei angeht….

          Gruß
          Bernie

          • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 09:37 - Permalink

            Das hatte ich noch gar nicht mitbekommen. Definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn jetzt noch die permanenten Fettnapftreter aufhören könnte das sogar klappen :)

          • Schweigsam schrieb am 23. August 2011 um 10:35 - Permalink

            Naja, die Linke steht mehr unter Beobachtung als die neoliberalen “Blockparteien”. Denen verzeiht man doch einiges. Dabei wundert es mich nicht, dass unter diesem Druck der Linken mal ein paar “Pferde” durchgehen. Es wird nie so heiss gegessen wie es gekocht wird.

          • sternburg schrieb am 23. August 2011 um 17:50 - Permalink

            @ Bernie

            kennst du die funktion von merkel damals bei der fdj ? googel mal etwas.

            wird bei dir vielleicht auch ein aha erlebnis sein.

            • Schweigsam schrieb am 24. August 2011 um 00:29 - Permalink

              War das nicht für “Agitation und Rhetorik”?

            • sternburg schrieb am 24. August 2011 um 07:25 - Permalink

              jupp :))

            • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 07:28 - Permalink

              Ich finde das immer noch vollkommen irrelevant.

            • sternburg schrieb am 24. August 2011 um 09:44 - Permalink

              Ich finde das immer noch vollkommen irrelevant.

              nö find ich nicht.

              das biographie nichts über menschen aussagt ist dämlich.

              schröders verhalten in der sog. elefantenrunde, wahl verloren, kannste nur aus seiner vita heraus erklären. der ist ein boxer typ. so wie er aufgewachsen ist. ich fand es übrigens damals symptatisch. einmal keine phrasen, das war der mensch schröder.

              saddam hussein hat in seiner herrschaft , die irakischen juden net “gemobbt”. der kam aus einer sehr armen familie. als jugendlicher hat er u.a. als schuhputzer sein geld verdient. dabei einen juden kennengelernt. der jude hat ihn gut behandelt. diese kindheitserfahrung hatte vielleicht einfluss auf seine später politik gegenüber juden im eigenen land ( net mit anti israel rhetorik verwechseln ) ?

            • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 10:28 - Permalink

              Aber was soll das denn über Merkel aussagen? Siehst du irgendwie brillante Fähigkeiten in Rhetorik bei Merkel?

            • sternburg schrieb am 24. August 2011 um 10:55 - Permalink

              würd den schwerpunkt auch nicht aufs labern bei ihr setzten. stichwort und alle so yääähhhh.

              geht mir um den 1. punkt ihrer betätigungsfelder. agitation. außerdem kennst du die sauna story von ihr? wo sie am 9. now. war? und wie sie das erklärt hat?

              die frau glaub an gar nix. die steht nicht für irgend etwas. und den grund findest du in ihrer vita. das ist keine taktik bei ihr.

              ich muss los jetzt. malochen.

              dir einen erfolgreiche tag stefan
              bis denne

            • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 11:17 - Permalink

              Ne, sagt mir nix.

            • miwalla schrieb am 24. August 2011 um 14:18 - Permalink

              Die Funktion hieß “…für Agitation und Propaganda”, in der NVA z.B. waren das vergleichbar Politoffiziere, die von jeglicher Übernahme in die Bundeswehr von vornherein ausgeschlossen waren.
              Im weiteren ist es schon ungewöhnlich, das religiös geprägte Menschen (ihr Vater war immerhin ehemaliger Gemeindepfarrer und ein wichtiger Kirchenmann in der DDR, siehe Stolpe) in der FDJ herausragende Funtionen, welche die o.g. gerade an einer Universität war, ausübten.

            • sternburg schrieb am 24. August 2011 um 17:18 - Permalink

              dann musste dich halt schlau machen, wie unsere geliebte bundeskanzlerin den 9. nov verbracht hat und vor allem was sie dazu sagt:))

              bei der story versteh ich, warum die immer so ungerührt und emotionslos wirkt.

              ihre familie und sie machen vom westen in den osten, religös und pfarrer haushalt und wissenschafts karriere mit höhere fdj funktion. kohls mädchen und mächtigste cdu frau. die ist in menschenform gegossene beliebigkeit. die steht für nix außer den persönlichen machterhalt. macht geil ist in der branche doch ok, aber bei den anderen gabs auch was, an was die glaubten. schröder, kohl…. die merkel glaubt an nix. die guckt bei ner ampeleinweihung in meppen genau so, wie neben einem auschwitz-überlebenden stehend, der ne rede hält. was kann die frau rühren?

              wer von sich selbst sagt, das er religiös ist. auch zu ddr zeiten und gleichzeitig in der fdj arbeitet und dort schon eher ideologisch tätig ist, muss schon krasse spannung aushalten können. um es positiv zu schreiben. ansonsten wie wärs mit selbstverleugung?

              sich nirgends festlegen lassen, für nix stehen, das liegt in ihrer vita begründet. merkel hat keine träume. deswegen kann sie nicht wie schröder und kohl menschen überzeugen. das die kanzlerin geworden ist, ist ein witz und nur durch ungewöhnliche umstände und zufälle geschuldet. schröder machte eine politik vor allem gegen seine eigenen wähler und die cdu hatte genug vom system kohl.

              wer sagt, das die menschen immer sachlich und ohne emotionen sind, der ist naiv oder hat wenig mit menschen zu tun oder einen sehr einseitigen freundeskreis. du kannst deine herkunft verschleiern. aber das gelingt niemanden 24 std non stop. es sind kleinigkeiten wo dein stallgeruch durch kommt. auch politiker entscheiden nicht immer nach sachlage.

              “….Niemals zuvor kannte sich ein Regierungschef in Deutschland so gut mit Brutto und Netto aus. Oder überhaupt mit der Haushaltsplanung. Das ist aber auch kein Wunder, denn als Diplomphysikerin sind Zahlen sozusagen Angela Merkels Steckenpferd. Ganze Zahlen, Primzahlen, reelle Zahlen oder die komplexen Zahlen beherrscht sie aus dem Effeff und kann sogar bis drei zählen. Die aktuelle Haushaltsplanung belegt sogar eindrucksvoll, daß Angela Merkel negative Zahlen ganz besonders liebt.

              Als ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda kennt sie sich bestens mit Desinformation aus und weiß, wie sie mit der Presse umzugehen hat. Dabei scheut sie sich auch nicht, ihre weiblichen Reize auszuspielen, über die sie als Germany’s current top model natürlich in mannigfaltiger Art und Weise verfügt. Niemals zuvor war ein Regierungschef der Bundesrepublik weiblicher und attraktiver als Angela Merkel, die bis dato beste und einzige Bundeskanzlerin.

              Als einzigartiges, wunderschönes Original widersteht Angela Merkel auch standhaft jeglichen Versuchen, sie mittels Satire, Komik oder Witzen in den Schmutz zu ziehen. Jegliche Kritik perlt an ihrer glatten, frischen und stets ungeschminkten Haut ab wie Wasser an einem Lotus-Blatt. Analog zum Lotus-Effekt spricht die Fachwelt auch vom Merkel-Effekt….” dirk binsau

            • Bernie schrieb am 24. August 2011 um 18:05 - Permalink

              @Sternburg

              Danke für den Hinweis, ich weiß auf was Du anspielst, und es ist mir längst bekannt – Ich schreib ja, Kohls Ziehtochter hat schon bei Erich Honecker Lügen und Betrügen gelernt, und irgendwie kommt das eben nun immer mehr zum Vorschein.

              Aber was reg ich mich auf? Die Geburtstagsparty für Ackermann hat ja bewiesen wer Deutschland wirklich regiert, nicht Merkel, die global agierende Deutsche Bank ist es, was die Sache mit Merkel noch verschlimmert…..Die ist nur eine Sprechpuppe für Ackermann & Konsorten….eben wie einst Erich Honecker nur eine Sprechpuppe für sowjetische Staatsdoktrinen auf dt. Boden war…..

              Trauriger Gruß
              Bernie

            • sternburg schrieb am 24. August 2011 um 18:32 - Permalink

              jupp… wie ich an anderer stelle schon mal schrieb:

              merkel hat nicht die macht. merkel repräsentiert die macht.

            • sternburg schrieb am 24. August 2011 um 18:36 - Permalink

              zitat:

              “….Как закалялась сталь – Wie der Stahl gehärtet wurde

              Dieses Buch hat Frau Merkel in der Schule gelesen. Am meisten gefiel ihr dies hier:

              “Das Kostbarste, was der Mensch besitzt, ist das Leben. Es wird ihm nur einmal gegeben, und leben soll er so, dass nicht sinnlos vertane Jahre ihn schmerzen, dass nicht die Scham um eine schäbige und kleinliche Vergangenheit ihn brennt und dass er im Sterben sagen kann: Mein ganzes Leben und all meine Kräfte habe ich hingegeben für das Schönste der Welt – den Kampf um die Befreiung der Menschheit.”…” von khk

            • sternburg schrieb am 24. August 2011 um 19:09 - Permalink

              @ miwalla

              laut rolf schneider soll merkel 1994 ihre fdj tätigkeit geleugnet haben.

              “….“….Sie redete von ihrer Herkunft, von der inzwischen untergegangenen DDR und prügelte verbal ein auf die damalige Ministerin im Land Brandenburg Regine Hildebrandt, wegen deren angeblich zu großen Erbarmens mit der PDS. Sie erhielt dafür viel Beifall.”

              Anschließend schrieb Rolf Schneider in einem Artikel über die Veranstaltung, “es sei obszön, wenn die tadelsfrei durch die DDR gekommene Regine Hildebrand ausgerechnet von einer ehemaligen FDJ-Funktionärin attackiert würde.”

              Einige Tage später rief Angela Merkel bei ihm an und beschwerte sich:

              “Erregt erklärte sie mir, nie in ihrem Leben FDJ-Funktionärin gewesen zu sein. Ich entgegnete, ich nähme ihre Worte zur Kenntnis.”…”

              siehe
              http://www.messitschbyburns.de/archives/454

              bei udo schulze liest sich das 2005 so:

              “….Deutschlands kommende Kanzlerin Angela Merkel ist nicht ohne Makel. Kaum steht sie vor dem Ziel ihrer Träume, holt sie die Vergangenheit aus der DDR ein. Denn die CDU-Politikerin war schon im Arbeiter- und Bauernstaat politisch aktiv – allerdings auf der falschen Seite!

              Stets galt Merkel als Gallionsfigur des bürgerlichen Widerstandes gegen das DDR-Regime. Doch jetzt bekommt ihre politische Biographie deutliche Risse. Während ihrer Zeit als Physikerin an der Akademie der Wissenschaften der DDR in Ostberlin war Angela Merkel auch in der Jugendbewegung der SED, der FDJ (Freie Deutsche Jugend), tätig. Dort soll sie nicht nur irgendein Amt, sondern das des Sekretärs für Agitation und Propaganda bekleidet haben. Zu ihren Aufgaben gehörte es demnach u. a., den Jugendlichen in der DDR die politischen Vorstellungen von Honecker und Co. schmackhaft zu machen…”

      • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 08:11 - Permalink

        Manchmal verzweifelt man echt. Ihr beschwert euch permanent darüber, dass bei SpOn und Co immer derselbe Meinungsbrei zu lesen ist, und dann beklagt ihr euch, wenn ihr bei euren Lieblingsblogs nicht denselben Einheitsbrei aus der anderen Richtung kriegt.

        • Mela schrieb am 23. August 2011 um 09:32 - Permalink

          Das ist nur das übliche Aufzucken wenn sie mit Meinungen ausserhalb ihrer Filterblase konfrontiert werden. ;-)

          Danke für den Artikel. Ich kann seinen Schlüssen nur zustimmen.

        • miwalla schrieb am 23. August 2011 um 14:22 - Permalink

          Lieber Stefan,

          der entscheidende Punkt ist, dass Du immerwieder über die Verpackung der Politik schreibst und Dich eben häufig nicht mit den Inhalten beschäftigst. Du schreibst einfach bei den Mainstream-Medien ab und versuchst nicht mal Dich dem Thema zu nähern. Beispiel gefällig:

          Die Mauer zur historischen Notwendigkeit erklären?

          Wer hat das von der Linkspartei behauptet. Zumindest nicht Frau Lötzsch, der das gerne unterstellt wird. Sie hat dieses sogar explizit klargestellt, dass sie etwas ganz anderes gesagt hat. Du schreibst es trotzdem. Ein Fakt, der keiner ist, wird von Dir als Faktum dargestellt. Das heißt im Umkehrschluss, dass Du Quellen benutzt, die nicht die Original-Quellen sind. Diese Methode ist aber der Tod des Journalismus, weil er sich nicht mehr bemüht die Wahrheit/Fakten zu finden, sondern nur noch den Einheitsbrei der anderen widergibt, statt sich mit ihm kritisch auseinanderzusetzen.
          Aber genau dafür stand der Spiegelfechter-Blog bisher, wie soviele andere. Und dabei kann ich auch gut mit Artikeln, wie Du sie schreibst leben. Nur habe ich das Gefühl, dass Du in letzter Zeit das Standing des Spiegelfechters ausnutzt, um Deine Thesen, die eben genausogut bei SPON stehen könnten, massiv zu verbreiten.
          Unter diesen Bedingungen braucht es keinen Spiegelfechter mehr, denn SPON gibts ja schon. Übrigens genauso wie es die angebliche “Realo”-Politik in der Linkspartei nicht braucht. Das kann die SPD viel besser (siehe die letzten Bundestagswahlen).

          • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 15:00 - Permalink

            Ich hab inzwischen auch gelesen dass es ein Fehler war. Das hat übrigens die böse Mainstreampresse selbst aufgeklärt.
            Ich bin kein Journalist, sondern betreibe mein Blog als Hobby. Es ist nicht mein Beruf. Ergo werde ich sicher nirgends anrufen und Sachen bestätigen lassen oder solche Dinge tun. Dazu habe ich gar nicht die Zeit. Wenn dir nicht liegt, was ich schreibe – ok. Es zwingt dich ja keiner es zu lesen. Und just for the record: ich schreibe durchaus auch andere Sachen.

        • Schweigsam schrieb am 24. August 2011 um 14:15 - Permalink

          Stefan (darf ich doch sagen?) das klingt jetzt aber wie ein Hilferuf von dir. Meine Meinung dazu ist: Das der Spiegelfechter gut daran tut auch Meinungspluralismus zuzulassen. Ich bin zwar nicht immer deiner Meinung, aber du hast auch Artikel geschrieben, die ich sehr treffend fand.
          Zu diesem Artikel kann ich nicht viel sagen (du weisst schon;-)).

          • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 14:39 - Permalink

            Hilferuf nicht unbedingt, aber ich finde es eine schädliche, fast gefährliche Entwicklung. Inzwischen gibt es eine Menge Leute, die das Label “kritisch” vor sich herträgt und einfach nur ideologisch verbohrt alles niederschreit was nicht in ihr Weltbild passt.

            • GrooveX schrieb am 24. August 2011 um 14:59 - Permalink

              das gibt es mit sicherheit. aber was falsch ist und oberflächlich und auf einer welle zu schwimmen scheint, wird durch ‘pluralismus’ nicht richtiger.

              mir will insbesondere nicht einleuchten, wozu das fdp-bashing in diesem artikel dienen soll. es passt nirgendwo rein, es sei denn, man konstruiert so ein ding, bei dem man ‘ausgewogenheit’ darstellen möchte. nein, den leuten von der partei DIE LINKE vors schienbein zu treten mit all den sattsam bekannten themchenblöcken, das ist es, was dir gerade um die ohren fliegt – zurecht.

              wenn du dich dem hier aussetzt, dann ist das schon okay. du kannst nur dran wachsen (oder auch nicht, wer weiss das schon).

      • Dirk schrieb am 23. August 2011 um 09:56 - Permalink

        Also ich war von vielen Artikeln von Herrn Sasse enttäuscht, aber das ist der bislang beste auf SF erschienene.
        Ich habe mich eben am Frühstückstisch beim zeitunglesen (ihr wisst schon, das Ding aus Papier, oldschool…) noch gefragt, ob der SF denn mal etwas wirklich kritisches über die Linken schreiben würde ob dieser ganzen Katastrophe. Und siehe da, da ist es.

        Das die Linke in den Mainstream-Medien so schlecht da steht, liegt doch nur daran das sie immer noch als Bedrohung für das herrschende System angesehen wird

        Wer so etwas denkt, verweigert die Realität. Die Linke steht in dem Fall nicht wegen der “bösen Medien” schlecht da, sondern weil sie schlicht und einfach Unsinn verzapt. Den Mauerbau zu verharmlosen und Grußkarten an Diktatoren zu schicken ist nun mal nichts originär nettes und das HAT definitiv stattgefunden und wurden nicht von irgendwelchen bösen Journalisten erfunden.

        Ich kann mich zumindest nicht daran erinnern, dass sich bei der Union schonmal über Wochen drauf rumgeritten wurde, was für ein Auto das eine oder andere höhere Parteimitglied privat fährt.

        Das hat etwas mit Erwartungshaltung zu tun. Wenn ein Grüner jede innerdeutsche Strecke mit dem Flugzeug fliegt, dann regt man sich auf. Wenn ein CDUler sich bei der Initiative gegen den Papstbesuch in Freiburg beteiligt, regt man sich auf. Und bei der Linken echauffiert man sich eben (meiner Meinung nach durchaus zurecht), wenn die wichtigen Personen Porsche fahren oder Hummer essen, wo sie ein paar Stunden davor noch gegen “die Bonzen da oben und ihren dekadenten Lebensstil” gewettert haben. Erwartungshaltung ist das Zauberwort. Von den jeweiligen anderen erwartet man vieles nicht und es wäre keiner Randnotiz wert.

        • sternburg schrieb am 23. August 2011 um 20:38 - Permalink

          @ dirk

          Wer so etwas denkt, verweigert die Realität. Die Linke steht in dem Fall nicht wegen der “bösen Medien” schlecht da, sondern weil sie schlicht und einfach Unsinn verzapt. Den Mauerbau zu verharmlosen und Grußkarten an Diktatoren zu schicken ist nun mal nichts originär nettes und das HAT definitiv stattgefunden und wurden nicht von irgendwelchen bösen Journalisten erfunden.

          zu medien und wiedergabe von realität und zu dem das-hat-nun-mal-so-statt-gefunden-und-da-ist-die-linke-selber-schuld

          ich gebe dir recht. medien geben natürlich meistens realität wieder. problem ist aber, das es eine medienvermittelte realität ist. es ist nicht eigene selbst wahrgenommen realität.

          wer von uns hier bei spiegelfechter.com ist mal auf einer veranstaltung der linkspartei gewesen? wer von uns ist überhaupt schon mal auf einer wahlkampfveranstaltung irgend einer partei gewesen? die meisten nicht. die meisten in deutschland nicht.

          hier bei mir in berlin ist vor wahlkampf. in ein paar wochen wird ein neuer bürgermeister und so gewählt. wie viele berliner gehen zu parteiveranstaltungen oder hören sich die bezirkskandidaten in ihren wahlkreise persöhnlich an? wer liest ein parteiprogram selber? gähn…. wer setzt sich mal wirklich bewusst mit politischen inhalten der bewerber auseinander? auf welcher grundlage treffen wir unsere entscheidung für partei x oder y zu stimmen? richtig, weil wir uns über die großen medienkonzerne eine meinung “gebildet” haben. na klingelt jetzt was ? das objekt unserer neugierde steht auf der einen seite und wir auf der anderen seite und zwischen und medien, die aussuchen, die weglassen, die akzente setzen,….

          was wir wahrnehmen ist medienvermittelte realität. das ist bei den meisten so. ich finde, man muss schon einen qualitativen unterschied machen zwischen person x, die sich selber ein bild über thema y gemacht hat. person x hat dazu recherchiert. verschiedene medien. sich den gegenstand der neugierde, so weit möglich sogar selbst angesehen, etc, pp. nun ist da person x2. person x2 hat sich eine meinung zu thema y gemacht. wie? na einen bericht im fernsehen gesehen. das reicht. keine lust zu mehr ? oder vertraut dem tv berichts des journalisten so, das sie keine 2. und 3. meinung zum gegen checken für nötigt hält oder keine zeit mehr. keine ahnung.

          wenn also person x und x2 über thema y reden, ordne ich person x2 auf einer anderen ebene, was ihre aussagen in puncto qualität angehen, ein als person x.

          medienkonzentration

          nun haben wir in deutschland eine sog. medienkonzentration. wenn du dich mit den besitzverhältnissen der großen medienkonzerne ( tv, print, privatfunk ) und deren reichweite in die gesellschaft hinein beschäftigst, wirst du das feststellen.

          medienvermittelte realität als grundlage für entscheidungen

          dann haben wir in deutschland die situation, das immer mehr menschen , sich die infos über medien holen. sich nicht selber ein bild vom gegenstand ihres interesses machen, sondern andere bereiten ein thema auf und werfen es auf den infomarkt.

          die meisten menschen nehmen eine medienvermittelte realität war. medien suchen themen aus. das kann dann im gaaaanz pöse, pöse fall so sein: die großen medienkonzerne haben logischerweise den größten einfluss, welche themen auf die agenda kommen. sie suchen die themen aus, mit denen wir uns dann zu beschäftigen haben. die bereiten das ausgesuchte thema für uns vor. himm… was wurde weggelassen? wir wissen es nicht. ist sauber journalistische gearbeitet worden? keine ahnung. die meisten geben sich mit einem ausschnitt zufrieden. wenn dann auch noch die interpretation uns abgenommen wird, finde ich, ist der beschieß komplett: thema wahl- thema aufbereitung und frecherweise gleich mal die interpretation mitgeliefert. reiner infokonsum zum abnicken.

          oki. wenn das so ist, wie ich es sehe, was heißt das? wir haben medienkonzentration und wir haben gleichzeitig die situation, das die meisten menschen die realität zu vielen themen nur medienvermittelt wahrnehmen. ich find das bedenklich. warum? weil eine medienkonzentration ( zb in keinem westlichen land ist das so krass wie mit der kronenzeitung in österreich) auch heißt, eine einflussnahme auf politik.

          wem gehören die großen medienkonzerne in deutschland ? wenn ich hier sehe, wie z.t. naiv medienbeeinflussung auf politische akteure geleugnet wird: man schaut euch doch die story mit murdoch in england an. ist doch grade ein paar wochen her. schon vergessen ? der typ und sein medienimperium, wurden als regierungsmacher bezeichnet. gegen ihn kann keiner regieren hieß es.

          “….Medienübernahmen erfolgen weltweit immer öfter durch Finanzinvestoren. Dieser Trend geht einher mit einem zunehmend auch von traditionellen Akteuren betriebenen erhöhten Druck zur Rentabilität, einer daraus resultierenden Einebnung des Qualitätsjournalismus sowie einer Verflachung und Kommerzialisierung der Berichterstattung. In der digitalen Welt werden die Medien durch das kalte, rein ökonomische Kalkül des Investmentmarktes in ihrem publizistischen Kern bedroht. Gefährdet sind nicht nur gewohnte journalistische Standards, sondern gleichsam auch das politische Gut demokratischer Öffentlichkeit. Mit fortschreitendem Verfall der durch die Qualitätsmedien geprägten politischen Kommunikation bietet sich aufklärerischen Bestrebungen tendenziell keinerlei Widerstand mehr. Die Fähigkeit zur Meinungs- und Willensbildung der Bürgerinnen und Bürger wird eingeschränkt….”

      • sternburg schrieb am 23. August 2011 um 13:23 - Permalink

        @ stefan sasse

        schreiben in die überflüssigkeit

        es geht immer noch a bissel tiefer gelle stefan:)). sei nicht böse, der artikel hier ist noch flacher, als der text von vor ein paar tagen.

        Auf die aktuelle Krise aber kennen beide keine Antworten.

        zur “aktuellen” ( seite jahren ! ) krise, haben ich von der linkspartei noch mit die vernünftigsten lösungsansätze wahrgenommen. schon jahre vor der krise 2007 ( usa) , 2008 ( eu and the rest ) hat zb der olle lafontaine in n tv und bei christiansen ( welche ich gesehen habe ) vor den gefahren bestimmter anlageprodukte, bestimmter technischer konstruktionen im inventment- / und dem bankrestgeschäft und alles unter einem dach, geldblase, etc. gewarnt.

        der typ hat in seiner argumentation penetrant darauf geachtet, das er alles durch unbestrittene wissenschaftler belegen kann. weil wir haben ja gelernt, das der ein oller demagoge ist:)) da werden dann über artikel bilder von lafontaine gesetzt, wo er mit bluthochdruckrotem kopf und aggressiv gestikulierend fotografiert worden ist.

        bei einer n – tv sendung ist der mann lächerlich gemacht worden. der hat sich nicht verunsichern lassen, aber es war peinlich mitanzusehen, wie statt dem lafontaine mit sachlichen gegen argumenten zu kommen, man ihn verhöhnt hat.

        ich kann mich an eine rede von ihm auf dem rostocker parteitag erinnern.im netz gesehen. bin ja kein linken mitglied und parteitagsgänger:)) http://www.youtube.com/watch?v=eflCIFuyM2w&playnext=1&list=PLB767098EA13A32D1 was er da ab min 10:24 erzählt, über den einfluss der finanzlobby auf die politik in den westlichen demokratien, das ist keine ideologie, sondern eine sachbeschreibung. die lösungen, die die linkspartei anbietet, kannst du lieber stefan so auch in etwa bei rudolf hickel und anderen finden. ich behaupte mal, es gib zb zwischen den problemlösungsvorschlägen eines dirk müllers und der linkspartei mehr gemeinsamkeiten, als mit der cduspdfdp.

        oder bei fefe

        “….Oskar Lafontaine zur Gesamtsituation. Ich lese Interviews mit dem ja gerne, besonders aktuell, weil der sich eigentlich die ganze Zeit breit grinsend zurücklehnen und “hab ich euch doch gleich gesagt” sagen könnte. Stattdessen macht er jetzt aber immer noch konkrete Vorschläge, was man besser machen könnte. Und es wird wieder keiner auf ihn hören, und die Lage wird weiter schlimmer werden. Money Quote:
        Es ist nicht sinnvoll, dass die Europäische Zentralbank der Deutschen Bank für 1,25 Prozent Milliarden zur Verfügung stellt und die Deutsche Bank diese Milliarden dann für über zehn Prozent an Griechenland weiterreicht. Solange wir diesen Unsinn weitermachen, wird es keine Lösung der Schuldenkrise geben.
        :-)…”

        wenn du parteien herausstellst stefan und sagst, die habe keine antworten auf zb die finanz-und währungskrise in der eu, heißt das, das die anderen die haben. weil sonst wäre dein herausstellen hier mit der linkspartei und der fdp unlogisch. also die cdu oder die spd bieten uns die lösung?

        ist zb die politik der cdu gegenüber griechenland besser, als das was die linkspartei fordert?

        was die cdu seit jahren macht, sind hilflose verlegenheistsmaßnahmen. die linkspartei hat recht, wenn sie sagt, das die euro krise eine systemkrise ist, die nicht mit dem neue schulden auf alte schulden packen wie in griecheland und anderen gemacht, gelöst werden kann. auch sparen hilft da nix, wenn alle gleichzeitig anfangen zu sparen. der euro kann aus systemischen gründen nicht funktionieren.

        was die cdu regierung ( ich lass fdp weg, weil die in dem bereich eh nix zu melden haben, das ist vor allem ein cdu ding) zb bei der griechenland rettung macht ist folgendes:
        da zaht einer, der fast pleite ist, an einen der ganz pleite ist. wir haben aber in dieser situation jetzt mit unserem zinseszinssystem ein riesen problem. weil das zinseszinssystem langfristig ( nach 100 j., nach 80 j. ,.. ? ) nicht funktionieren kann. am anfang ist alles wunderbar. am ende gibts aber die probleme. wir sind jetzt an diesem endpunkt. in 2 oder 5 oder 10 jahren muss das system wieder auf null gehen.

        diesen resetting crash erleben wir grade. es gibt von müller das joseph pfenning / euro cent beispiel. damit versucht er das zinseszinssystem darzustellen. sehr vereinfacht, aber sehr anschaulich um den grundwiederspruch, warum es nicht aufgeht, darzustellen.

        joseph legt für seinen sohn jesus, vor 2 000 jahren, einen eurocent an. er geht zb zur sparkasse von judäa und handelt 5 % zinsen für den cent auf dem sparbuch aus. das sparbuch geht verloren. dann nach 2 000 jahren wird es in einem keller hier in berlin gefunden. ich habs gefunden und gehe damit zur berliner sparkasse. ich will die zinsen nachträglich eintragen lassen.
        wie viele zinsen gibt es ?
        1 cent 2 000 jahre zu 5 % verzinst angelegt. die antwort: 295 milliarden weltkugeln aus purem gold.

        vor dem hintergrund ist das was die cdu macht , rational nicht erklärbar. für mich klingt es nach ideologischen motiven, warum giechenland auf diese art “gerettet” werden soll, genau wie griechenland von anfang an, im euroraum dabei sein sollte. wenn die linkspartei keine lösungen für die krisen haben soll, dann ist das was an lösungen der cdu oder von der spd kommt, für mich auch nicht grade überzeugend. kann das was die angeblich so wissenschaftlich-sachliche merkel da macht, noch im negativen toppen? was ist an strukturellen veränderungen in den letzten jahren passiert? nix !

        wir stehen vor einem kollaps der staatsanleihen der gesamten westlichen länder. net irgend ein afrikaland. länder der eu mit euro währung sind faktisch pleite. laut müller benötigen die piigs staaten in den nächsten jahren 1, 8 billionen euro. woher soll die kohle kommen? welche antworten haben cduspdgrüne ? kotlikoff, roubibi,… sagen, das die usa vor dem bankrott stehen.

        die linke ist in berlin in der regierung und es gibt keinen gulag an der spree

        ich bin bestimmt kein fan der linkspartei. ich bin bestimmt auch kein fan vom lafontaine, nur ist dein text stefan so was von einseitig und polemisch. besonders am ende. da wird man fast schon automatisch misstrauisch.

        Aber das macht nichts. Die andere Lieblingsbeschäftigung der LINKEn ist gerade das Relativieren des Mauerbaus und anderer Unappetittlichkeiten der DDR.

        es gibt keinen beleg für deine obige aussage, das “die” führung der linken den mauerbau rechtfertigt. für jeden aus der spitze, der pro mauer ist, wirst du zig andere aus der spitze ( zb. bodo ramelow,…) finden, die contra sind.

        mich erinnert das an die z.t. hetzerischen artikel zur piratenpartei. als bekannt wurde, das da in der führung ein neonazis mitmischte. der typ wurde enttarnt. von leuten der piratenpartei selber. aber einige journalisten haben daraus ein “nazisproblem bei der piratenpartei” gemacht. ich mein was soll die diskussion mit mauerbaurechtfertigung? wenn es spinner gibt, die das damals legitim finden, schade eben, aber denkt auch nur einer aus der führungsriege der linkspartei ernsthaft daran, bei einer mit absoluter mehrheit gewonnen bundestagwahl, die mauer wieder auf zubauen? das machen dann eher wessis vom main ( spasspartei- die partei ).

        dein letzter abschnitt ist echt nur noch billige provo. da werden jetzt viele kommentare provoziert und du hast dein ziel erreicht und den artikel mit den meisten kommentaren für die laufende woche geschrieben. tolle wurst stefan.

        die letzten 12, 13 oder 14 sätze sind nichts sagend. einfach nur buchstabenefekte. dein artikel ist nicht schlecht, weil du eine andere meinung zur linkspartei hast, als ich. dein artiekl ist grottenschlecht, weil er oberflächlich und langweilig ist. so schon x mal woanders gelesen.

        du hast recht in deiner kritik, das sich vieles bei der linken im moment nur um sich selbst dreht, aber dein artikel macht das selbe. in deinem artikel gehst nur um mauerbau und als fazit: die linkspartei, das sind weltfremde spinner.

        die regieren seit jahren bundesländer mit, große städte und sind in ostdeustchland ne volkpartei. den wolf hier in berlin loben viele berliner unternehmer. grundsätzlich kannst du bei denen alles finden. einfach weil die ne nummer größer sind als irgend eine mlpd, dkp oder sonst was in westdeutschland.

        das die sachkompetenz bei cdu und spd liegt und linkspartei nur für ideologie steht, naja … vor allem die jungen unter uns , werden für die politik von merkel, peer steinbrück, steinmeier den preis zahlen.

        “…Genaugenommen waren an den Neoliberalen Prozessen bisher CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne beteiligt….” von wowy
        genau so sieht es aus. cducsuspdfdpgrüne egaaaaal. eure welt ist bond ! mit deren personal gehts in diese richtung http://www.youtube.com/watch?v=Qb_Sfq6spbk

        ich würde mir wünschen, wenn du mehr in die tiefe gehts. mehr analyse und weniger beschreibung. mehr ein eigener bericht von dir und keine weitere kopie im stil, wie es die großen medienkonzerne von bertelsmanm und co bei der linkspartei eh selber machen.

        • Brettermeier schrieb am 23. August 2011 um 17:45 - Permalink

          Volle Zustimmung! (Ok, bis auf den Teil mit dem Zinssystem)

          Die Beiträge von Stefan Sasse sind wirklich argumentativ mehr als schwach. Und da geht es auch nicht darum, dass der Leser keine andere Meinung vertragen würde, sondern darum, dass diese Meinung einfach offensichtlich ohne Unterlegung mit stichhaltigen Argumenten vorgetragen wird. Das haben meine Vorredner ja z.T. schon im Detail ausgeführt, an welchen Stellen da gepfuscht wurde. Die Wiederholung spar ich mir und schließe mich einfach dem Fazit an:

          die letzten 12, 13 oder 14 sätze sind nichts sagend. einfach nur buchstabenefekte. dein artikel ist nicht schlecht, weil du eine andere meinung zur linkspartei hast, als ich. dein artiekl ist grottenschlecht, weil er oberflächlich und langweilig ist. so schon x mal woanders gelesen.

      • minimax schrieb am 23. August 2011 um 13:58 - Permalink

        So lange hier so gute Artikel wie z.B. “Sicherheit statt Freiheit: Hintergründe zum Anti-Terror-Gesetz” veröffentlicht werden lohnt es sich auf jeden Fall hier im Blog zu lesen.
        Die Artikel von Stefan kann man ja einfach überspringen.

      • dfd schrieb am 23. August 2011 um 16:20 - Permalink

        @miwalla

        Zustimmung.
        Die Qualität des Blogs leidet erheblich unter den “Artikeln” Stefan Sasses.

      • Ralf M. Leonhardt schrieb am 23. August 2011 um 19:10 - Permalink

        Also mir gefaellt der Artikel ausserordentlich. Ich hoffe, dass Stefan Sasse hier auch weiter schreibt …

        • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 07:29 - Permalink

          Danke :)

      • Bonny schrieb am 23. August 2011 um 23:42 - Permalink

        Der obige Artikel war ein Rant und kein Sachartikel zu einem Volkswirtschaftlichen Problem, in dem es mit dem nötigen Hintergrund mögliche ist, verschiedene Lösungsstrategien anzubieten. Es ist einfach nur ein Kommentar zu den Problemen der FDP und der Linken. Ich wüsste jetzt nicht was dort als Lösungsansatz stehen sollte. Ein Vorschlag an die Linken ihren PR Chef zu feuern? Ein komplett ausgearbeitetes neues Parteiprogramm für die FDP?

        • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 07:32 - Permalink

          Eigentlich recht klar, und ich habe das schon oft gesagt: die LINKE muss eine gemeinsame, einheitliche Sprachregelung zur DDR finden. Sie muss außerdem irgendjemanden finden, der sich auf politische Kommunikation versteht und dafür sorgt, dass diese PR-Desaster aufhören und ihre Botschaften durchkommen. Und dann muss sie sich endlich entscheiden, ob sie eine sozialdemokratisch-reformerische oder eine sozialistisch-revolutionäre Partei sein will. Erstere könnte ich wählen, letztere nicht.
          Die FDP…jo mei…Freiburger Thesen reloaded? Aber das wäre derzeit zu viel zu hoffen. Die sollen weitermachen wie bisher und unter der 5%-Hürde verschwinden, wo sie hingehören.

          • aquadraht schrieb am 24. August 2011 um 10:46 - Permalink

            Da demaskiert sich der “Demokrat”. Gerade zum Thema DDR braucht es keine Sprech- oder Denkverbote und kein Aufspringen auf die “Delegitimierungs-” und Verteufelungskampagnen, sondern offene Diskussion. Hier zeigt sich auch das Ausmass der seit 1989 stattgefundenen kollektiven Gehirnwäsche. Bis dahin war nämlich die Auffassung, dass der Mauerbau 1961 eine hässliche, aber letztlich friedenssichernde Massnahme war, durchaus keine linksextreme Skandalmeinung, und der Ausspruch “besser eine Mauer als ein Krieg” stammt nicht von einem Mitglied der Linkspartei, sondern von John F. Kennedy.

            Und ja, ich bin bekennender Maueropferrelativierer. Ich setze jene in Relation zu den Opfern an der Schengen-Südgrenze – zum Beispiel. Das entschuldigt im Übrigen das DDR-Grenzregime in keiner Weise, es entdiabolisiert es allerdings schon etwas.

            Und nein, die Linke sollte, wenn sie keinen Selbstmord begehen will, sich nicht entscheiden, ihren linken Flügel herauszuwerfen oder ihm den Mund zu verbieten, wie Herr Sasse vorschlägt. Dann kommt etwas heraus, gegen das der berüchtigte Berliner Landesverband noch linksradikal und pluralistisch wäre. Solche Parteien haben wir schon in Hülle und Fülle, bei den Grünen angefangen und bei der FDP nicht aufgehört.

            Zu den Fehlurteilen des Herrn Sasse über die wirtschaftspolitischen Vorschläge der Linken schreib ich mal nicht, das haben schon andere getan.

            a^2

            • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 10:53 - Permalink

              Was demaskiert sich denn da bitte?

            • aquadraht schrieb am 24. August 2011 um 11:35 - Permalink

              Der Sprachregler. Das ist ganz schön totalitäres Denken.

              In der Linkspartei sind viele divergente Strömungen. Da sitzen ehemalige MfS- (Stasi-) Mitarbeiter neben linkspazifiistischen ehemaligen DDR-Dissidenten, alte Linksradikale neben von der SPD enttäuschten Gewerkschaftlern. Eine der Stärken der Linken ist, dass sie die Ausgrenzungs- und Isolierungskampagnen, mit denen sich die Grünen den Weg in den Hintern des Mainstream erkrochen haben, bisher weitestgehend unterlassen hat, ungeachtet gelegentlicher Reibereien (Hessen, Hamburg).

              Was Du vorschlägst, ist eine stalinistische Einheitspartei vom Typ, wie wir schon CSDU, SPD, FDP und Grüne haben. Das mag vor den Medien weniger Angriffsfläche bieten, ist aber ohne Dauerkontrolle jedes Bezirkskassierers letztlich nur machbar, wenn man den letzten kritischen Geist herauswirft oder zur Anpassung zwingt. Wie bei SPD und Grünen.

              a^2

            • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 11:54 - Permalink

              Junge Junge, unter großen Geschützen geht es bei dir gar nicht oder? Sprachregelungen sind nicht totalitär.
              Und “stalinistische Einheitspartei” für die etablierten Parteien ist einfach nur daneben.

            • aquadraht schrieb am 24. August 2011 um 13:14 - Permalink

              Schon klar, dass Du auf Inhalte nicht eingehst. Nenn die Totalformierung der etablierten Parteien (ausser bei Ausflügen nach ganz rechts wie bei Sarrazin und Co.) wie Du willst, solche formierten Organisationen, die stark an die alte SED erinnern (demokratischer Zentralismus: Die Spitze befiehlt die Basis hälts Maul), gibt es genug. Selbst wenn auf der Linken mal durcheinandergeredet wird, ist das hundertmal besser. Was nicht geht, Du natürlich nicht kritisierst, sind die Spielchen der Bartsch, Brie, Lederer und Konsorten, die sich bei der Mainstreampresse über ihre Partei beschweren und da natürlich grosse Bühne kriegen.

              a^2

            • Sandsturm schrieb am 28. August 2011 um 09:53 - Permalink

              @aquadraht
              Du scheinst die richtige Antorten zu geben. Das Problem bei der Linken ist nun mal nicht das sie zu weit links sind, das sind sie keineswegs, sondern dass sich dort die Karrieristen breitmachen welche natürlich die LINKE in die Mitte segeln lassen wollen.

          • piet schrieb am 24. August 2011 um 12:48 - Permalink

            sozialdemokratischreformistisch ? WÜRG.

            • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 13:25 - Permalink

              Tja, ich finde das sehr ansprechend.

            • miwalla schrieb am 24. August 2011 um 14:30 - Permalink

              aber da gibt es ja schon die SPD, mehr brauchts doch nicht zum glücklichsein, oder?

    2. Blixten schrieb am 22. August 2011 um 23:06 - Permalink

      Im Gegensatz zu meinem Vorredner lese ich die Artikel von Stefan Sasse immer gerne und ich finde auch, dass sie hier gut reinpassen. Man kann seinen Lesern schon zumuten, mit mehr als einer Meinung klarzukommen.

      In einem Punkt fürchte ich allerdings, dass Stefan irrt:

      Wenn es also tatsächlich hart auf hart kommt, die Schutzschirme nicht mehr reichen und drastischere, weitreichendere maßnahmen ergriffen werden müssen, hat die FDP nur zwei Möglichkeiten: sie kann entweder, wieder einmal, umfallen und doch mitmachen. Oder sie kann den Koalitionsbruch in Kauf nehmen und ihre Rolle als Opposition auf der Regierungsbank konsequent zu Ende bringen. Beides dürfe ihr kaum signifikante Gewinne jenseits von 5% bescheren.

      Sollte es so kommen, dass die Eurobonds notwendig werden und die FDP daraufhin aus der Koalition aussteigen traue ich ihnen mit einem ‘Anti EU-Süden’ und womöglich ‘Anti Euro’ Wahlkampf weit mehr als 5% zu.
      Die FDP wäre dann ein für alle Mal das Umfallerimage los und die Rolle als staatstragende oder aussenpolitisch verlässliche Partei spielen sie doch ohnehin nicht mehr.

      • Arbo schrieb am 22. August 2011 um 23:37 - Permalink

        Sollte es so kommen, dass die Eurobonds notwendig werden und die FDP daraufhin aus der Koalition aussteigen traue ich ihnen mit einem ‘Anti EU-Süden’ und womöglich ‘Anti Euro’ Wahlkampf weit mehr als 5% zu.

        Sollte es dazu kommen, dass die FDP aus der Koalition aussteigt, dann haben wir ein ganz anderes Problem …

        Arbo

      • Yoshi schrieb am 22. August 2011 um 23:45 - Permalink

        Die Anti-€ Wähler sind aber genau die, die bei der letzten Wahl FDP gewählt haben (und festgestellt haben, dass ihnen kein Hotel gehört). Insofern kann sich die FDP eigentlich nur Retten indem sie sich auf ihre Traditionskohorten verlässt, und die sind eher Euro Freundlich.

      • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 08:15 - Permalink

        Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass diese Bubis einen solchen Schwenk machen würden. Vielleicht hast auch du Recht, aber ich glaube irgendwie nicht dran.

    3. Jens schrieb am 22. August 2011 um 23:06 - Permalink

      Hmm ich finde die Aktionen der Linken auch nicht gerade immer gelungen.

      nur habe ich eher den Eindruck es geht nimmer um Inhalte sondern nur noch um Bashing…
      siehe Diskussion um Brief Lötzsch an Castro.

      es gibt momentan keine Partei die sich ausdrücklich um die “Kleinen” kümmert außer den Linken, alle (auch die SPD) wollen die Mitte, in der Mitte trollen sich dann CDU, FDP, SPD und natürlich auch die Grünen. Und mittlerweile haben 25% der vollzeitbeschäftigten so wenig Lohn, dass Hartz4 dazubeantragt werden muß.

      Das ist die Einleitung des Zusammenbruchs des Sozialstaates, woher sollen denn in Zukunft Steuereinnahmen, Sozialversicherungseinnahmen kommen?

      Der “Staat” demontiert sich selbst. Und es gibt meiner Meinung nach keinen der es aufhalten könnte :-(

      • Heimatprophet schrieb am 23. August 2011 um 08:08 - Permalink

        Und mittlerweile haben 25% der vollzeitbeschäftigten so wenig Lohn, dass Hartz4 dazubeantragt werden muß.

        Hmm, hast du dafür eine Quelle? Das erscheint mir dann doch etwas zu hoch.

    4. Diskussionsteilnehmer77 schrieb am 22. August 2011 um 23:16 - Permalink

      Der Kritik der Kommentatoren stellt sich der Herr Sasse (das ist sehr löblich), aber Kritik perlt an ihm ab, oder er bürstet sie ab.
      Sorry Spiegelfechter, unter diesen Umständen geht dein Blog langfristig den Bach runter.

      Es ganz gut, dass hier auch andere mal schreiben, den den Bach runter geht es bestimmt, wenn zu wenig neue Texte vorliegen. Und wenn jemand Diskussionswürdig schreibt und es nicht einsieht, so machen sich die anderen Blogleser anhand der kritischen Posts doch irgendwie ein Bild. In so fern ist es doch nicht so wichtig, wie der eigentliche Autor damit umgeht.

      • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 08:16 - Permalink

        Davon mal abgesehen habe ich nicht das Gefühl, dass Kritik einfach nur abperlt…

        • Diskussionsteilnehmer77 schrieb am 23. August 2011 um 19:39 - Permalink

          Das kann sein, aber ist für meinen Einwand egal. Vielleicht hätte ich Konjunktiv benutzen sollen ^^.

          Ich wollte jedenfalls nicht ebenfalls andeuten, dass Stefan Sasse jede Kritik abperlen lässt. Es ging eher um den Vorteil eines Blogs für den Fall, dass es so sei: Man kann auch aus der Diskussion drum herum noch einen Nutzen ziehen.

          • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 07:34 - Permalink

            Das auf jeden Fall.

    5. Zeitherrscher schrieb am 22. August 2011 um 23:21 - Permalink

      Muhaha, es dem Osterwelle negativ auszulegen, sich für Deutschland im UN-Sicherheitsrat beim Libyen-Einsatz enthalten zu haben, ist grenzdebil. Das ist so ziemlich das Einzige, was er politisch jemals richtig gemacht hat. Übrigens, Herr Sasse, das sollte hier nicht zum billigen SPD-Propaganda-Blog verkommen *hust*

      Gruß

      • Jacques Roux schrieb am 23. August 2011 um 11:08 - Permalink

        SPD Propaganda Blog ? Sasse ist halt Realist und der nächste Kanzler heißt Steinbrück oder doch Frank N. Steinmeier ?, Egal, es gibt Schlimmeres als Guantanamo, findet auch Kurnaz:

        http://www.sueddeutsche.de/politik/murat-kurnaz-es-gibt-schlimmeres-als-guantanamo-1.1132879

        Hehe, wenn ich mich an die standing ovations für Frank N. Steinmeier, bei der letzten BW
        erinnere;-)

    6. Peleo schrieb am 22. August 2011 um 23:22 - Permalink

      Offenbar hat Stefan Sasse den Bericht aus Berlin mit Gregor Gysi nicht gesehen.
      Die Linke leidet an zu wenig Gysi und zuviel Ernst und Lötzsch (oder wie die heißt).

      @ Stefan

      Der Hinweis auf diplomatische Geburtstagsgrüße ist zwar richtig, aber die Lobeshymnen von Westerwelle auf Mubarak und Gadafi waren mehr als das.

      Und noch was: Ich finde auch, dass Kritik zu oft (nicht immer) an Dir “abperlt”. Der Chef hier hat ja mal der Linkspartei geraten, Kritik “abtropfen” zu lassen. Mit meinem Verständnis linksliberalen Bloggens verträgt sich beides nicht.

      • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 08:17 - Permalink

        Bericht aus Berlin?

        • Schweinepriester schrieb am 23. August 2011 um 08:37 - Permalink

          *perl*

        • Uli schrieb am 23. August 2011 um 09:06 - Permalink

          Gemeint ist wohl das “Sommerinterview”.

          Die Linke leidet an zu wenig Gysi und zuviel Ernst und Lötzsch (oder wie die heißt).

          Dem kann ich nur recht geben, ich vermisse Oskar Lafontaine mehr als schmerzlich. Frau Wagenknecht wäre noch als positives Beispiel zu nennen, aber sonst besteht das Personal der LINKEN aus wenig Licht und viel Schatten.

          • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 09:09 - Permalink

            Ja, da hast du Recht. Ich muss allerdings sagen, dass Lafontaine in den aktuellen Interviews auch eher dröge seine Lieblingsphrasen abspult. Früher war er allerdings richtig stark. Auch Wagenknecht ist hier super.

            • Peleo schrieb am 23. August 2011 um 09:55 - Permalink

              Ich sprach ja auch von Gysi und nicht von Lafo, bei dem der Rache- und Bestrafungsreflex gegenüber der SPD den gewiss vorhandenen Verstand immer noch überwältigt.

              Gysi hat darauf hingewiesen, dass die LINKE gewirkt hat und wirkt – wie bei Mindestlohn, Afghanistan usw. Und dass Castro im Vergleich zu südamerikanischen Diktatoren etwas für Volks- Gesundheit und -Bildung getan hat. Sogar ohne Seitenhieb auf die USA und ihre Blockade.

              Gäbe es die LINKE nicht, wäre die SPD heute die SeeheimerParteiDeutschlands. So haben die zwar die Vor- aber nicht die Alleinherrschaft. Aber hier darf man ja kaum laut sagen, dass man sich eine sozialdemokratische SPD wünscht, weil die LINKE halt (noch?) so ist, wie sie ist.

              Deshalb finde ich Sasse auf SF gut. Man kann auch diesen Beitrag kritisieren, aber er hat eine gute Diskussion ausgelöst, finde ich.

            • Ariane schrieb am 23. August 2011 um 17:54 - Permalink

              Also ich finde ja eigentlich, dass es bei der Linken personaltechnisch gar nicht so schlecht aussieht, wenn man den Vergleich zum Personal anderer Parteien macht. Bartsch und Pau finde ich auch noch ok und auch einige Hinterbänkler sind mir in Interviews schon positiv aufgefallen.
              Für mich deswegen eigentlich umso unerklärlicher, dass ausgerechnet Lötsch und Ernst ganz vorne im Fokus der Öffentlichkeit sitzen.

        • Juliane schrieb am 23. August 2011 um 10:11 - Permalink

          Bericht aus Berlin?

          Hat nichts mit dem Artikel zu tun abar aus Berlin:
          http://bodenfrost.wordpress.com/2011/08/22/acampadaberlin-auf-dem-alexanderplatz/

      • aquadraht schrieb am 24. August 2011 um 10:56 - Permalink

        Ich gebe Dir Recht, dass Ernst und Lötsch keine Kommunikatoren sind wie Gysi und Lafontaine. Das ist wohl auch schwer zu lernen, wenn man es nicht schon kann.

        Aber Ernst und Lötsch sind hunderte Male besser als Bartsch oder Lederer. Wenn solche Intriganten und Anpasser, die Herrn Sasse offenbar vorschweben, in der Linken das Sagen bekämen, wäre sie in der Tat bald erledigt.

        Übrigens finde ich auch die Geburtstagsgrüsse an Castro nichts Schreckliches. Sie werden auch keinen ALG2-Empfänger von der Linken abschrecken, und Castro ist eine grosse Gestalt der internationalen linken Bewegung, mit allen Fehlern und Irrtümern. Ihm zu gratulieren, auch als Signal demonstrativer Unbussfertigkeit gegenüber einem rechten Mainstream, finde ich sympathisch.

        a^2

    7. Bayer schrieb am 22. August 2011 um 23:27 - Permalink

      Ich stimme den Thesen von Stefan teilweise zu. Denn, dass die Linke sich im Bezug auf Medien- und PR-Verhalten ein ziemlich dilettantisches Verhalten an den Tag legt, kann niemand ernsthaft leugnen. Ich frage mich da manchmal, ob man eigentlich nichts aus den vergangenen 2 Jahren gelernt hat. Man bekommt bei jeder noch so passenden Gelegenheit regelmäßig eine über den Schädel. Sei es der Artikel von Lötzsch in der Jungen Welt, der Mauerbau, der Brief, der Antisemitismus etc. Da muss ich doch eigentlich schon schlauer werden, und solche Dinge vorsichtiger angehen. Den Brief an Castro bspw. unterlassen. Es genügte für die Linken-Führung eigentlich schon, regelmäßig die NDS zu lesen. Dann könnte man das PR-Management um etliches verbessern.

      • erforderlich schrieb am 22. August 2011 um 23:31 - Permalink

        Vielmehr ist dies ein Zeichen dafür, dass die Linke nicht regierungsfähig ist und es auch niemals sein wird. Eine unnütze Partei, die nur von “alles wird besser” träumt.

        • Bayer schrieb am 23. August 2011 um 11:03 - Permalink

          Vielmehr ist dies ein Zeichen dafür, dass die Linke nicht regierungsfähig ist und es auch niemals sein wird. Eine unnütze Partei, die nur von “alles wird besser” träumt.

          Wenn sich der Satz auf das PR-Management der Linken beziehen soll, ist er totaler Unsinn (was er ansonsten aber auch ist). Das PR-Management von Schwarz-Gelb im ersten Amtsjahr war kaum besser (“Gurkentruppe”, “Wildsau”,…); trotzdem käme keiner auf die Idee Schwarz-Gelb deshalb die Regierungsfähigkeit abzusprechen. Abgesehen davon, was überzeugt dich so felsenfest, dass die Linke nicht regierungsfähig ist? Das ist eine Behauptung ohne Beleg. Eine unnütze Partei? Dazu zitiere ich nur Gysi im ARD-Sommerinterview ” Wir stecken nicht in diesem Einheitsbrei mit drin”. Das ist für den demokratischen Pluralismus unerlässlich – und den brauchen wir für eine funktionierende Demokratie. Also von wegen unnütz. Von alles wird besser träumt. Wer von uns hofft/träumt eigentlich nicht davon, dass die Welt besser wird? Ist das ein unberechtigter Traum? Wir brauchen eine bessere Welt, v. a. ein Ende der globalen Ungleichheit im Einkommensgefälle, mehr Frieden und ein Ende der Wirtschaftskrise. Also ist ein konsequentes Einsetzen dafür notwendig, denn Schwarz-Gelb lässt uns blindlings in unser Verderben rennen.

          • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 11:23 - Permalink

            Schwarz-Gelb ist auch nicht regierungsfähig. Sie tun es nur trotzdem.

            • Bayer schrieb am 23. August 2011 um 11:34 - Permalink

              @ Stefan: Inhaltlich gesehen ja. Nur streng definiert heißt regierungsfähig eben nur, dass man die Aufgaben einer Regierung wahrnehmen kann, was Schwarz-Gelb ja kann, wie gut, steht auf einem anderen Blatt, m E. nach sehr schlecht. Dass die Linke dass nicht wäre, stimmt nicht, sonst müssten Berlin und Brandenburg schon lange ” den Geist aufgegeben” haben. Ich lehne mich jetzt mal so weit aus dem Fenster und behaupte, die Linke würde die aktuellen Probleme sehr viel besser lösen als Schwarz-Gelb.

            • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 12:03 - Permalink

              Gut, das kommt natürlich auf deine Definition an. Mit der aber ist selbst Gaddafi regierungsfähig. Oder Stalin. Oder Berlusconi.

            • Bayer schrieb am 23. August 2011 um 12:35 - Permalink

              @ Stefan : Einigen wir uns darauf, dass ich von der Regierungsfähigkeit in einem Staat wie Deutschland rede.

            • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 13:51 - Permalink

              Naja, da sind alle fähig eine Regierung zu übernehmen. Da tatsächlich was zu tun, das substantiell ist, das ist ne andere Frage. Aber dazu habe ich ja kürzlich schon mal Stellung genommen: http://oeffingerfreidenker.blogspot.com/2011/08/auf-dem-weg-in-den-abgrund.html
              http://oeffingerfreidenker.blogspot.com/2011/08/es-ist-politik-dummkopf.html

            • sternburg schrieb am 23. August 2011 um 14:04 - Permalink

              Mit der aber ist selbst Gaddafi regierungsfähig. Oder Stalin. Oder Berlusconi.

              denken manche echt noch so? auweia
              schon krass länderregierungen, an denen die linke beteiligt ist, mit der stalinherrschaft zu vergleichen.

              außerdem past berlusconi eher nach hessen. da regiert aber net die linke. aber beispielle wie das mobbing gegen zu erfolgreiche steuerfahnder und die personalpolitik da sind schon sehr mama mia alora si

            • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 14:16 - Permalink

              Es hilft brutal, wenn man richtig liest. Ich habe nirgendwo linke Länderregierungen mit Stalin verglichen.

            • sternburg schrieb am 23. August 2011 um 14:34 - Permalink

              die definition von bayer gibt keine regierungsfähigkeit selbst für stalin her.
              bayer spricht von rot-roten länderregierungen in bln und brb und wenn dein stalin nicht auf die gemünzt sind. oki. mein fehler. sorry. ich nimms zurück.

      • Anita schrieb am 23. August 2011 um 14:07 - Permalink

        Und ich komm aus Hessen. Juhu, wenn wir italienische Verhaeltnisse haben, dann ist vielleicht auch endlich mal besseres Wetter… *duck*

        • sternburg schrieb am 23. August 2011 um 14:36 - Permalink

          dann mach ich urlaub bei euch. http://www.youtube.com/watch?v=P6As9kW4k14

          • Anita schrieb am 23. August 2011 um 16:12 - Permalink

            Jo, in Hessen gibt es ganz tolle Sachen zu bewundern, naemlich, aeh, aeh…
            ich meld mich spaeter wieder

            • sternburg schrieb am 23. August 2011 um 16:51 - Permalink

              :))

    8. gerhardq schrieb am 22. August 2011 um 23:30 - Permalink

      Bei allem Linken-Bashing sollte man aber auch bedenken, daß diese Partei noch relativ jung ist. Sie muß sich erst einmal finden und auch lernen, politisch zu agieren. Was haben wir uns vor Jahren noch über die Selbstfindung der Grünen amüsiert. Auch sie hatten damals Fehler über Fehler begangen, aber heute sind sie akzeptiert.
      Gleiches müssen die Linken tun, lernen sich im westlichen Politikzirkus zu behaupten. Ihre Programmatik unterscheidet sich wohltuend von den Blockparteien. Sie hat einige geniale Köpfe, von denen ich nur hoffe, daß sie sich durchsetzen. Wenn die Linken sich auf die Sozialkompetenz konzentrieren, sich für die Kleinen, Armen und Schwachen dieses Landes verläßlich einsetzen und dann ihre Politik betreiben, haben sie eine sehr gute Überlebenschance.

      Die FDP ist aus meiner Sicht die Verkörperung der politischen Korruption schlechthin. Sie macht reine Klientelpolitik und das sollten die Wähler auch honorieren. Sie hat mit ihrem neoliberalen Gedankengut abgewirtschaftet. In den Achtzigern konnte man noch sagen, sie verfolgt ein liberales Gesellschaftsbild, das waren ja auch Persönlichkeiten wie Genscher, Scheel, Baum. Die heutigen FDP-Klone sind schädlich für die Gesellschaft und den sozialen Frieden.

      • brainOnaut schrieb am 23. August 2011 um 01:23 - Permalink

        na, mit der sozialkompetenz isses jedenfalls in berlin bei denen nich allzuweit her, und sooo jung ist die linke als partei ja nu nich mehr, zusammenschluss der zwei parteien hin oder her, hanz abgesehen davon ham die ja wohl genug alte polit-profis aus beiden am start.
        dit war bei den grünen nun weiss gott was anderes, taugt als vergleich IMHO nur sehr bedingt…

      • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 08:18 - Permalink

        Naja, die Partei selbst ist jung, ihre Funktionäre aber nicht. Gisy, Ernst, Lafontaine, Wagenknecht etc. sind schon viel länger aktiv als es die LINKE gibt…

        • Bernie schrieb am 23. August 2011 um 09:33 - Permalink

          @Stefan Sasse

          Ich schrieb es schon einmal:

          Du vergißt, dass die einstigen SED-Politkader längst tot sind, oder Politrentner, und untergräbst völlig, dass die Linkspartei auch aus der WASG besteht.

          Du unterliegst eben dem Kardinalfehler, der konservativ-neoliberalen Presselandschaft zu folgen, die eindeutig rechts(-lastig) ist, und das zeigen auch die Kommentare, und das Hofschranzenverhalten der neoliberalen Pressefuzzys, die die Linkspartei nun nur auf die ehemalige PDS einschränken wollen.

          Darüber schon einmal nachgedacht?

          Frägt sich
          Bernie

          PS: Das die neoliberalen Pressefuzzy arg einseitig sind haben – vor einiger Zeit – auch Nachdenkseiten eindrucksvoll berichtet – Wir haben eben statt SED-Apparatschiks nun neoliberale Apparatschicks in Deutschlands Mainstream-Presselandschaft – Einziger Unterschied: Die bekommen nichts von Honecker & Co. vorgeschrieben, die gehen – wegen eigener Karriere- und Geldgeilheit – in eigenem Gehorsam unfair mit Alternativen zum neoliberalen Zombiekapitalismus vor. Fazit: Nix Politbüro für Deutschlands Presse, sondern Karriere und Geld……auch wirksam um unfair gegen andere zu berichten….wirksamer als einst in Merkels DDR.

          • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 09:48 - Permalink

            Mir war bisher nicht bekannt dass Klaus Ernst ein halbtoter PDS-Kader wäre. Offensichtlich ist das Ausfechten ideologischer Grabenkämpfe aus dem Kalten Krieg nicht alleine deren Domäne, oder?

            • Bernie schrieb am 24. August 2011 um 17:52 - Permalink

              @Stefan Sasse

              Klaus Ernst gehört eindeutig zu dem Flügel der Linkspartei denn du gerne unterschlägt – eben der Linkspartei.wasg.

              Wie kommst Du nur darauf, dass Klaus Ernst ideologische Grabenkämpfe aus dem Kalten Krieg aufführt? Hat das was mit Kuba zu tun? Wie gut kennst Du Dich mit kubanischer Geschichte seit dem Ende des Kalten Krieges aus? Laß mich raten: Gar nicht.

              Dem kann abgeholfen werden, und zwar von einem Rechtsanwalt in Bayern, der schon öfter als einmal in Kuba Land und Leute kennengelernt hat – Nein, nicht als Tourist, der von einer Hotelbar in die andere getingelt ist, um hinterher über das angeblich rückständige Kuba zu jammern, ohne je einen realen Otto-Normalkubaner kennengelernt zu haben.

              Hier der Hinweis, den ich dir gerne liefere, und dies obwohl ich ahne, dass du lieber gepflegte Feindbilder hast, als diesem Hinweis zu folgen:

              http://www.nomen-verlag.de/admin/bilder_nomen/37_kuba_Inhalt_Autor.doc

              ….eine hochaktuelle Zustandsbeschreibung des Kubas des 21. Jahrhunderts…..und zudem nicht so rechtslastig wie man es sonst in Deutschland kennt, wenn manche von exilkubanischer Propaganda abschreiben…..

              Gruß

              Bernie

              PS: Ich kann mir Klaus Ernst Verhalten nur darin erklären, dass er eben Gesine Lötzsch entgegengekommen ist, und sich nichts dabei gedacht hat, denn – wie bereits erwähnt die Linkspartei.pds hat schon 2006 Castros Kuba gratuliert, und die neoliberale Einheitspresse hat sich dafür nicht interessiert – Tja, was hat sich seitdem geändert? Liegt es gar daran, dass der geliebte Kapitalismus immer mehr zu einer Art Zombie-Kapitalismus verkommen ist, der nun ideologische Grabenkämpfe längst vergangener Zeiten ausführt, um davon abzulenken, dass er selbst seit 2008 mausetot ist, und nur dank Billionenspritzen überlebt?

            • Stefan Sasse schrieb am 25. August 2011 um 07:39 - Permalink

              Ob er nun zur ehemaligen WASG gehört oder nicht ist doch recht egal – der Sprachgestus den er in dem Brief benutzt, ebenso der Inhalt, sind Kalter Krieg in Reinkultur.

    9. Graureiher schrieb am 23. August 2011 um 00:02 - Permalink

      Die Wahrnehmung der LINKEn, die der Autor hier verbreitet, ist durchaus mainstreamtauglich. So hätte es die veröffentlichte Meinung gerne. Allerdings lässt er dabei einige Dinge außer Acht:
      DIE LINKE wird von 99 Prozent der Medien teilweise geradezu hysterisch bekämpft. Das reicht von aktiver Verleumdung linker Politiker über gehässige Interviews, wie gerade wieder im ZDF gelaufen, bis hin zum völligen Ignorieren der politischen Positionen der Partei. Und das ist einerseits auch gut so, zeigt es doch, dass DIE LINKE auf dem richtigen Weg ist. Wer dieses auf den Abgrund zutorkelnde System überwinden will und eine Perspektive nach dem Finanzkapitalismus sucht, hat natürlich die Medien, die fast vollständig von diesem System abhängig sind, gegen sich. Andererseits ist das natürlich in einem Land, wo im Bewusstsein der meisten Menschen die veröffentlichte Meinung der öffentlichen Meinung entspricht, ein Problem. DIE LINKE hat keine eigenen Medien mit Breitenwirkung und ist so auf die Zusammenarbeit mit der bürgerlichen Presse angewiesen. Einige, wie Lafontaine oder Gysi, machen das mit links. Andere wirken dabei eher naiv und laufen in jede Falle, die ihnen die Schlauköpfe von SPIEGEL oder TAZ stellen. Dann gibt’s noch die, die glauben, mithilfe der gegnerischen Medien die eigenen Karrieren beflügeln zu können. Die bieten natürlich die größte Angriffsfläche, um die Partei zu spalten. Und das wird auch gelingen, falls die Partei da nicht klare Verhältnisse schafft und sich von solchen Leuten trennt.
      Noch eine Anmerkung zu Castro: Der Tenor des Glückwunschtelegramms der Parteiführung mag für den Autor ja nach der Rhetorik des kalten Krieges klingen. Nur ist für Cuba der kalte Krieg auch 20 Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht vorbei. Der Wirtschaftkrieg der USA gegen das Land geht unvermindert weiter und wird sogar noch ausgeweitet, die Drohung mit terroristischen Aktivitäten der von der CIA gesteuerten Exilcubaner ist immer noch aktuell. Ich rechne es der Parteiführung hoch an, dass sie das Lebenswerk Castros und seinen erfolgreichen Widerstand gegen den US-Terror mit klaren Worten benannt hat. Wenn sich die Partei diese klaren Worte in vorauseilendem Gehorsam gegenüber den bürgerlichen Medien nicht mehr zutraut, dann ist sie wirklich überflüssig.

      • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 08:21 - Permalink

        Meine Beobachtung ist mehr, dass die LINKE inzwischen weitgehend einfach ignoriert wird und dass man nur noch berichtet, wenn sie wieder mal mit Anlauf ein Fettnäpfchen nehmen. Die hysterische Bekämpfungszeit war eigentlich eher die Zeit der GroKo. Mittlerweile sind sie so irrelevant, dass sich das Bekämpfen nicht lohnt.
        Was Kuba angeht: dass die Wirtschaftsblockade der USA Quatsch ist ist kein Geheimnis. Das Ding hat ja selbst dort keine echte Mehrheit mehr; dass sie noch in Kraft ist liegt (oh, die Ironie) ja vielmehr am effizienten Lobbying der Exilkubaner. Die Furcht diese Wählergruppe durch “laxen” Umgang mit Castro zu verlieren verhindert am allermeisten die Aufhebung dieser Blockade. Und das Unrecht der USA macht auf der anderen Seite nicht automatisch Castro zum Helden.

        • Granado schrieb am 23. August 2011 um 12:47 - Permalink

          Dass Paypal gerade den Kuba-Handel zu blockieren versucht, hat natürlich auch nichts mit der “aktuellen Realität” zu tun…?

          • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 13:47 - Permalink

            Wie meinen?

          • sternburg schrieb am 23. August 2011 um 16:55 - Permalink

            @ granado

            granado es gibt nur ein menschenrecht auf profit und macht. merk dir das.

        • aschlutter schrieb am 25. August 2011 um 00:19 - Permalink

          Die Beobachtung ist ja nicht falsch, allerdings gibt es auch in den letzten Monaten tatsächlich Artikel in den Mainstream-Medien, wo Anfragen der Linksfraktion an die Bundesregierung zumindest nicht-negative Erwähnung finden. Das spricht zumindest für die parlamentarische Arbeit der LINKEN.

          in einem Bericht der FTD zum Arbeitnehmerflügel der CDU etwa heißt es: “Gegenüber der Linkspartei räumte die Bundesregierung ein, dass Arbeitnehmern mit einem Stundenlohn unter zehn Euro im Alter Armut droht. ”
          (http://www.ftd.de/politik/deutschland/:kritik-am-lohn-arbeitnehmerfluegel-der-cdu-will-mindestgehalt-durchsetzen/60058134.html)

          Zum Thema Lohndumping durch Werkverträge ist in der taz zu lesen: “Nun hat die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken dazu (Werkverträge) Stellung genommen. Klar wird: Sie weiß über das Phänomen bisher herzlich wenig – sieht aber auch keinen Handlungsbedarf.”
          (http://www.taz.de/Lohndumping-auf-dem-Arbeitsmarkt/!76587/)

          Und zu arbeitenden Rentnern findet man in der Berliner Morgenpost: “Immer mehr Rentner müssen zusätzlich arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. In Deutschland stieg die Zahl der Senioren über 65, die einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen, von knapp 417 000 im Jahr 2000 auf fast 661 000 in 2010, wie aus einer am Montag veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Fraktion hervorgeht.”
          (http://www.fr-online.de/politik/meinung/frevelhafter-kapitalismus/-/1472602/9560066/-/index.html)

          Das wiegt die negative Berichterstattung allerdings bei weitem nicht auf. Aber es macht zudem deutlich, dass die LINKE gerade nicht irrelevant ist, die Anfragen kommen ja nicht von der SPD und den Grünen, Wie auch, müssten sie sich mit ihrer Verantwortung bis 2009 (SPD) und 2005 (Grüne) für den ganzen Schlamassel auseinandersetzen…

          • Stefan Sasse schrieb am 25. August 2011 um 07:25 - Permalink

            Die Anfragen sind tatsächlich positiv, und ja, ich hätte sie erwähnen sollen. Sie verbessern das Bild wirklich.
            Du bist aber ungerecht, wenn du sie alleine auf die LINKE reduzierst. Auch SPD und Grüne machen solche Anfragen; im Falle der von Ströbele kam sie sogar groß raus (Stabsoffiziere).

            • aschlutter schrieb am 25. August 2011 um 10:31 - Permalink

              Stöbele, ist das nicht dieser Mann, der gegen den Nato-Einsatz im Kosovo und gegen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan gestimmt hat? Diese kritische linke Stimme bei den GRÜNEN? Guter Mann, wie mir scheint ;-)

              vielleicht bin ich ein wenig ungerecht, habe halt als langjähriges SPD-Mitglied 1998 gehofft und ab 1999 gelitten, bis ich schließlich das Parteibuch vor ein paar Jahren zurückgegeben habe…

    10. Arbo schrieb am 23. August 2011 um 00:14 - Permalink

      Mir kommt der Beitrag auch irgendwie ziemlich wohlfeil vor. Auf der FDP rumzutrampeln und über die LINKE zu motzen, scheint ja ziemlich zeitgeistig zu sein.

      Speziell bei der LINKEn habe ich bisweilen den Eindruck, dass das mit ein paar übrig gebliebenen Befindlichkeiten aus der guten alten Bonner Zeit zusammenhängt … Anders ist wohl auch kaum das zweierlei Maß zu bezeichnen, mit dem dort im Vergleich zu Merkels Gratulationsgrüßen nach Vietnam gemessen wird. Gut, bei der LINKEn wirkt’s ziemlich plump; bei der Merkel ist es aber nicht weniger zynisch.

      Was mir an dem Artikel fehlt, ist die kritische Distanz dazu, dass im Grunde alle Parteien an Glaubwürdigkeitsverlusten leiden. Dass “die Grünen” so sehr Gewinner sind, halte ich angesichts der generellen Parteiverdrossenheit, die u. a. in den niedrigen Wahlbeteiligungen zum Ausdruck kommt, einfach nur für eine dekadente Spiegelfechterrei. Irgendwie wird da noch der Eindruck erweckt, als ob es noch wichtige “Volksparteien” gäbe. Dabei haben alle u. a. mit Nachwuchs und einem Defizit an (vorzeigbaren) Persönlichkeiten zu kämpfen.

      Sich auf Lötzsch und Ernst einzuschießen, ist m. E. auch sehr einfach … die wurden ja von Anfang an bereits als Luschen gehandelt. Lieber wäre es doch den Medien, wenn Lafo oder Gysi wieder das Ruder übernehmen würden. Das wäre dann aber der sichere Abgesang … und das denkbar Dümmste, was die LINKEn machen könnten. Echte Vorschläge, wie die es anders machen könnten, wer denn an Stelle von Lötzsch und Ernst kommen solle, bleiben rar …

      Was übrigens bei der FDP als – sagen wir mal vorsichtig – Mangel an kritischer Distanz zur eigenen Marktradikalität kritisiert wird, das trifft doch im Grunde auch auf ander Parteien zu. Der fast schon bedingungslose Marktglaube ist doch ein Element, das der FDP immanent innewohnt. Eine kritische Distanz dazu zu fordern, wäre so, wie bei der SPD und den Grünen eine kritische Distanz zu Hartz IV und der Agenda 2010 einzuklagen. Letztere eiern da regelmäßig genau so rum. Zugegebenermaßen scheint allerdings vor allem die SPD ein Problem damit zu haben. Komischerweise sind die Grünen bei Hartz IV usw. nicht so richtig auf dem Schirm.

      Arbo

      • brainOnaut schrieb am 23. August 2011 um 01:28 - Permalink

        Lieber wäre es doch den Medien, wenn Lafo oder Gysi wieder das Ruder übernehmen würden. Das wäre dann aber der sichere Abgesang

        & da liegst du eben komplett falsch; genau wegen den beiden wurde die PARTEI (hat immer recht) gewählt…

        durch den abgang der beiden tritt jetzt das hässliche gesicht der alten ost-mähren nur um so deutlicher zutage…

        damit wir uns nicht falsch verstehen, ich hab die mal gewählt, aber nach der gsw in ne ag umwandlungsaktion (der letzte tropfen) ist der ofen aus.

        • Arbo schrieb am 23. August 2011 um 08:22 - Permalink

          Das sehe ich anders … Lafo und Gysi spreche ich durchaus viele Fähigkeiten zu, die der Partei nützlich sind und waren; aber die können den Job nicht ewig besetzen. Irgendwann muss mal Schluss sein, damit andere nachrücken können.

          Würden die wieder zurück kommen, wäre das im Grunde nichts anderes als ein ökonomisches Kurzzeitkalkül … vielleicht würde es eine Wahl retten, aber der Partei würde es langfristig schaden.

          Abgesehen davon, weil das wieder Wasser auf die Mühlen derer gibt, die in der LINKEn eh nur eine SED im neuen Gewande sahen: Wenn Lafo und Gysi wieder das Ruder übernhemen würden, würden alle KritikerInnen wieder “Führungskader” wittern. Abgesehen davon wäre das auch ein Zeichen von Schwäche: Die Partei kann’s ja gar nicht anders.

          Gut, ist der Ruf einmal ruiniert, lebt es sich … Was soll’s die LINKE jucken.

          Faktisch wäre dann aber immer noch das Nachwuchsproblem, mit dem sich übrigens alle Parteien herumschlagen. Vor dem Hintergrund wäre es, wie gesagt, kontraproduktiv, würden Lafo und Gysi zu deutlich ihr Gewicht geltend machen.

          Btw.: Gerade mit Blick auf den Nachwuchs deucht mich, dass eigentlich nur die FDP einen “Führungswechsel” halbwegs hinbekommen hat. Ich halte von den Leuten dort nicht das Geringste und sehe in ihrer Art einen ungenierten Opportunismus zu Tage treten. Aber wenn ich mir andere Parteien anschaue … Was kommt nach Merkel? Wer ist gerade im Vorsitz der SPD? Und bei den Gründen? Ah, Roth und Özdemir …

          Hm, alles sehr innovativ … ;-) Ich denke, die Überflüssigkeit ist über alle Parteigrenzen hinweg zu beobachten und kommt ziemlich zähflüssig daher.

          Arbo

          • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 08:37 - Permalink

            Mein Gefühl ist, dass beide einfach zu alt und mittlerweile ein bisschen ausgebrannt sind. Ich denke da gibt es kein Comeback. Aber ich mag mich irren.

      • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 08:25 - Permalink

        Zu den Grüßen habe ich im Artikel selbst ja schon Stellung genommen – das sind einfach Gepflogenheiten internationaler Diplomatie. Merkels Grußwort ist ja auch wirklich effektiv nichts sagend – Gratulation zur Wiederwahl und ansonsten zum Zeilenfüllen ein Verweis auf den künftigen Besuch (auch das normal). Ich finde den Aufstand darum sinnlos.
        Selbstverständlich haben derzeit alle Parteien ein Glaubwürdigkeitsproblem. Das ist ja wahrlich kein Geheimnis. Ich habe nur keine Notwendigkeit gesehen, das in diesem Artikel unterzubringen.
        Ernst und Lötzsch wurden von Anfang an als Luschen gehandelt, ja. Wie sich gezeigt hat zurecht. Genauso hatte man von Anfang an Zweifel an Westerwelles Kompetenz im Außenministerium. Wie sich gezeigt hat, zurecht.

      • R@Z€ schrieb am 24. August 2011 um 12:10 - Permalink

        “Anders ist wohl auch kaum das zweierlei Maß zu bezeichnen, mit dem dort im Vergleich zu Merkels Gratulationsgrüßen nach Vietnam gemessen wird. Gut, bei der LINKEn wirkt’s ziemlich plump; bei der Merkel ist es aber nicht weniger zynisch.”

        Und was war mit Angelas Kondolenzgrüßen zu Bin Ladens Hinrichtung;-)

    11. Lemmy Caution schrieb am 23. August 2011 um 00:15 - Permalink

      Für mich sind die Rechtfertigung der Mauer und der Brief an Castro keine Fettnäpfchen oder PR-Fehler.
      Sie zeigen vielmehr besonders deutlich die Selbstgerechtigkeit und die Unfähigkeit zum Dialog dieser Partei. Und dass sie eben keine wirkliche Aufarbeitung der Geschichte angeht, sondern im bundesrepublikanischen Wohlfahrtsstaat ihr plauschiges Eckchen gefunden hat. Da tut sie auch keinem weh und stellt (für stramme Anti-Kommunisten wie mich) eher eine tragikkomische Bereicherung dar.
      Die FDP verliert, weil der Neoliberalismus immer mehr zur Geschichte des Politischen Denkens wird und keinerlei Inspiritationsquelle für aktuelle Politik mehr darstellt. Das war zwar schon vor der Wahl so, nur sickern solche Zeitgeist-Themen mit einer gewissen Verzögerung ins Bewußtsein der meisten Wähler.

    12. BruceMangee schrieb am 23. August 2011 um 01:50 - Permalink

      Komisch ist, dass Parteien immer erst dann anerkannt sind, wenn sie in ihren moralischen Prinzipien mit den anderen Parteien konform gehen.
      Die Grünen sind jetzt eine anerkannte Partei, das war aber nicht immer so.
      Wann ist die Anerkennung dieser Partei geschehen? Als sie in der Mitte angekommen sind? Als man erkannte, dass dieselbe Manipulierbarkeit der Abgeordneten durch die Lobbisten möglich wurde, wie bei den anderen Parteien?
      Die Grünen haben Soldaten unter Rot/Grün weiter geschickt, als es de Regierung davor und viel Mitglieder kamen aus der Friedensbewegung.

      Wenn man seine Ideale reduzieren oder verkaufen kann, dann ist man eine anerkannte Partei. Für mich als Außenstehender sieht es zumindest so aus.

      Die Linken haben das Problem, dass egal wer schreibt, die DDR Vergangenheit ins Spiel gebracht und darauf reduziert wird.
      Linke – DDR – LINKE – SED – LINKE – Mauer.
      Wenn man es nur oft genug schreibt ist der Zusammenhang hergestellt. Zitiert man dann noch ein paar Spinner, anstatt mal gute Ideen zu zitieren, dann hat man eine typische Partei, die man nicht wählen sollte.
      Wem das Schema bekannt vorkommen sollte, die Grünen waren damals auch ideologische Spinner und Steineschmeißer.

      Das Konzept der Medien ist dasselbe geblieben, hier eine Wiederholung davon zu lesen lässt mich schaudern.
      Etwas mehr Differenzierung der Fehler der Linken (und die Linke hat genügend Fehler, die man kritisieren kann) , etwas weniger DDR/Mauer Polemik und man hätte den Beitrag Ernst nehmen können.

      Fazit:
      Mit dem Lesen Zeit verschwendet … schade.

      • sw schrieb am 24. August 2011 um 11:50 - Permalink

        @BruceMangee

        Die Grünen haben Soldaten unter Rot/Grün weiter geschickt, als es de Regierung davor und viel Mitglieder kamen aus der Friedensbewegung.

        Soweit ich weiß ist die Masse der “ursprünglichen” Wählern spätestens mit dem dem Rot-Grünen Angriffskrieg gegen Serbien ausgestiegen. Jutta Ditfurth hat dazu einiges geschrieben.

        Ansonsten dM

    13. Folkher Braun schrieb am 23. August 2011 um 01:58 - Permalink

      Bester L.C.:

      Wo ist den bitte in der FDP irgendetwas zu finden zur Interpretation der nun drei Jahre dauernden Bankenkrise? Es geht ja nicht um “Staatsschulden” oder “Märkte”, sondern darum, dass Privatanleger sich verspekuliert haben. Gibt es da etwas? Oder lässt man Asmussen und Märkel lieber die Enteignung der Steuerzahler machen, um es nachher “nicht gewesen” zu sein. Und wo oder wie ist der Neoliberalismus noch eine “Inspirationsquelle”?- Die Neos haben fertig, praktisch wie theroretisch.
      Was die Linke betrifft: die beiden Vorsitzenden vertreten zwei Traditionsvereine, die von den Inhalten her gut vier Jahrzehnte Forschung in Richtung Marx, Engel, Lenin, Stalin und alle Zentralverwaltungswirtschaftler bis hin zu Gorbatschow nicht mitbekommen haben. Und in Geschichte, z.B. die Konferenz von Wennigsen im Dezember 45 (mit der Spaltung der SPD) sind sie auch nicht gut. Und dass eine Zentralverwaltungswirtschaft, die die Hauptlast der Reparationen an die UdSSR nach 45 zu tragen hatte, nicht die Entwicklung nehmen konnte wie die mit US- Krediten gepamperte Westzonen- Wirtschaft, ist wohl auch klar. Die konnte man entweder nur einmauern oder pleite gehen lassen. Was ja auch mit Mauer später geschah.
      Auf der Gegenseite könnte man ja mal das KPD- Verbot und die Willy- Berufsverbote aufarbeiten. Nur so für die demokratiegeschichtliche “Hygiene”.

      • Granado schrieb am 23. August 2011 um 13:20 - Permalink

        Meinst du die Wennigser (Reichs)Konferenz 5.-7. Oktober 1945?
        (Schumacher vs. Grotewohl, Verhalten zur KPD)

    14. Momo schrieb am 23. August 2011 um 02:22 - Permalink

      Aus meiner Sicht ist es für DIE LINKE absolut erforderlich, sich eindeutig vom Bau der Mauer zu distanzieren.

      Andererseits fanden es die “bürgerlichen” Medien in den 80er und 90er Jahren völlig normal, daß Unions-Politiker wie beispielsweise Alfred Dregger z.B. heftigst gegen dagegen agitierten, daß im Zusammenhang mit Hitlers Wehrmacht von Kriegsverbrechen gesprochen wurde. Zahlreiche Unionspolitiker und unionsnahe Medien versuchten sich in der politischen Legendenbildung, indem sie behaupteten, Hitlers Wehrmacht habe “ehrenhaft gekämpft” und habe keinerlei Kriegsverbrechen begangen.

      Ich denke, es wird aus durchsichtigen Motiven heraus insbesondere von Unionspolitikern und den konservativen Medien (SPD und Grüne sind heute jedoch ebenfalls mit von der Partie) mit zweierlei Maß gemessen: Die Verharmlosung von Hitlers Wehrmacht war für zahlreiche “bürgerlichen” Politiker und Medien zumindest diskussionswürdig, die Relativierung der Mauer durch einige Mitglieder der Linkspartei jedoch ein Zeichen von diktatorischer Gesinnung.

      • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 08:31 - Permalink

        Überhaupt kein Zweifel. Aber die LINKE hat keinen Freischein für ihren Umgang mit der SED-Vergengenheit verdient, nur weil die CDU früher ein offener Hafen für Nazis war. EIn Fehler hebt keinen anderen auf. Es bleiben zwei unabhängige Fehler. Und was das Thema Heuchelei angeht: die DDR und die Politiker der LINKEn haben endlos oft genau dieses Problem angeprangert. In beiden Fällen nennt die Krähe den Raben schwarz.

        • Sanctus schrieb am 23. August 2011 um 11:24 - Permalink

          @stefan

          Ich finde es langsam eigentlich nur noch belustigend, dass sich die LINKE immer wieder mit ihrer SED-vergangenheit, DDR und Mauerbau auseinandersetzen soll (und es dabei noch genug Idioten in der Partei gibt, die über jedes hochgehaltenen Stöckchen springen).

          Wo bleibt eigentlich die berechtigte Nachfrage nach der Blockflötenvergangenheit in CDU & FDP bzw. auch nach dem Vermögen welches sich beide Parteien durch Einverleibung der Blockflöten verschafft haben? Aber nein, es ist ja immer nur die LINKE, die wegen ihrer Vergangenheit kritisiert werden darf.

          Na ja, klitzekleines PS: wie heisst es so schön?

          Geschichte schreibt immer der Sieger

          • Bayer schrieb am 23. August 2011 um 11:40 - Permalink

            @ Sanctus: Die Frage ist völlig berechtigt, inwiefern sich Union und FDP damit auseinandergesetzt haben mit ihren Blockparteien. Darauf hat Gysi im ARD-Sommerinterview übrigens auch hingewiesen. Das gilt übrigens auch für die CSU. Auch wenn sie keine Blockpartei geschluckt hat, so bleibt doch festzuhalten, dass die Vergabe eines Milliardenkredits an die DDR 1983 durch die Bayerische Landesbank auf Anweisung des CSU-Übervaters Franz Josef Strauß das Fortbestehen der DDR um einige Jahre verlängert hat. Auch damit hat die CSU ein ” dunkles” DDR-Kapitel. Thematisiert wird das jedoch nicht, und es hat sich auch kein CSU-Politiker je dafür entschuldigt.

            • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 12:03 - Permalink

              Der Kredit wird immer wieder erwähnt. Da sehe ich keine Blockade am Werk. Davon einmal abgesehen – ein Zusammenbruch der DDR vor Gorbatschow hat das nicht geringe Risiko eines Krieges in sich. Deswegen ist die Vergabe des Kredits nicht so dunkel wie es scheint.

          • Peleo schrieb am 23. August 2011 um 12:34 - Permalink

            Wo bleibt eigentlich die berechtigte Nachfrage nach der Blockflötenvergangenheit in CDU & FDP

            Aussagen von Blockflöten damals zum Mauerbau – wo findet man die? Warum gibt es nicht so etwas wie ein Blockflöten-Wiki?

            Die SPD wollte da ja auch wieder besonders staatstragend sein und hat keine SED-Mitglieder aufgenommen. Gedankt wurde es ihr weder von rinks noch von lechts.

            • Sanctus schrieb am 23. August 2011 um 16:01 - Permalink

              Mit der obersten Blockflöte als Kanzlerette, was willst Du erwarten? ;-)

            • Lennard schrieb am 24. August 2011 um 12:12 - Permalink

              http://www.faz.net/artikel/C30923/ddr-aufarbeitung-althaus-verteidigt-brief-an-jugendweiheausschuss-30050396.html

              Der letzte Satz im Artikel ist i.Ü. ‘ne Frechheit:

              Für Menschen, die in der DDR gelebt hätten, werfe der Vorgang keine Fragen auf.

        • Momo schrieb am 23. August 2011 um 12:42 - Permalink

          @Stefan Sasse

          Vorab: Nach meiner Überzeugung sind die Relativierung der Mauer und das Telegramm an Castro kritikwürdig und völlig instinktlos.

          Jedoch: Ich finde es schon recht merkwürdig, daß unsere Mainstreammedien bestimmte Sachverhalte stets nur der Linkspartei um die Ohren schlagen:

          – Unsere Mainstreammedien möchten DIE LINKE als “kommunistisch” (im Sinne des stalinistisch eingefärbten “Realsozialismus”) zu verteufeln. Haben diese Mainstreammedien in den vergangenen Jahrzehnten die Unionsparteien jemals wegen des mehr als zweifelhaften Verhältnisses zahlreicher Unionsmitglieder (auch in Führungspositionen) als “faschistisch” gebrandmarkt?

          – Den Gysi versuchen unsere Mainstreammedien in unschöner Regelmäßigkeit wegen einer nicht bewiesenen IM-Tätigkeit zu diskreditieren. Welches Mainstreammedium hat jemals über die ebenfalls nicht bewiesene IM-Tätigkeit Merkels (“IM Erika”) im Zusammenhang mit der Bespitzelung Robert Havemanns berichtet?

          – Während die angebliche IM-Tätigkeit Gysis von den Mainstreammedien immer wieder neu aufgewärmt wird, verschweigen diese die bewiesene IM-Tätigkeit Andre Bries wegen dessen Instrumentalisierungsfähigkeit gegen die Partei DIE LINKE.

          – Zu Strauss und dem Milliardenkredit an die DDR: Die persönliche Beziehung von Strauss um SED-Devisenbeschaffer Schalck-Golodkowski ging weit über die rein “geschäftliche” Ebene des Milliardenkredits hinaus, wie in den 90er Jahren sogar in einem im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gesendeten Film dokumentiert wurde (ob dieser Film heute noch in dieser Art produziert und gesendet würde, muss mit einem Fragezeichen versehen werden). Schalck-Golodkowski läßt es sich heute meines Wissens in seiner Villa am bayrischen Tegernsee gut gehen. Seine Machenschaften wurden von der deutschen Justiz nie überprüft, da dies höchstwahrscheinlich Politiker insbesondere von Union, FDP und SPD erheblich in Bedrängnis gebracht hätte.

          FAZIT: Man kann und muß beispielsweise die Relativierung der Mauer und das völlig kritiklose Schreiben an Castro kritisieren, sollte jedoch mindestens so deutlich das heuchlerische und äußert verlogene Agitieren (insbesondere) der Union und der Mainstreammedien thematisieren. Ansonsten lachen sich Schwarz-Gelb und die zahlreichen ihnen nahestehenden Medien über diesen permanenten Propagandacoup gegen DIE LINKE halb tot.

          • sw schrieb am 24. August 2011 um 12:02 - Permalink

            @Momo

            Insgesamt Zustimmung. Die BRD hätte noch einiges mehr aufzuarbeiten. Zb. rund um “Gladio”, die “Wiedervereinigung”, Treuhand.

            Bei Castro sollte man nicht ignorieren das dieser Staat / dessen Regierung praktisch seit seinem Bestehen von vielen westl. Medien verteufelt wird UND ebenso praktisch seit seinem Bestehen von der USA massiv bedroht wird. Wie könnte sich eine Gesellschaft da richtig entwickeln?

      • aquadraht schrieb am 24. August 2011 um 23:10 - Permalink

        Aus meiner Sicht ist es bescheuert, wenn sich die Linke zu Kniefällen über den Mauerbau hergibt. Im Kontext von 1961 war der Bau der Mauer eine konsequente und sinnvolle Massnahme, auch wenn er eklig war. Sasse wie alle Antikommunisten sind da verlogene Heuchler.

        Was ist denn mit dem Grenzregime von Schengen, das jedes Jahr mehr Opfer kostet als die Mauer während der gesamten Zeit ihres Bestehens? Von Verbrechen wie dem Ersaufenlassen von Flüchtlingen durch ein NATO-Schiff gar nicht geredet.

        Und nein, auch da habe ich keine Patentrezepte. Aufmachen, alle reinlassen, das klingt zwar gut, aber ich denke, es wird nicht funktionieren. Nur habe ich nicht die grosse Fresse von Sasse, Spon und Welt.

        a^2

        • Stefan Sasse schrieb am 25. August 2011 um 07:30 - Permalink

          Du mit deinem Schengen-Vergleich! Der passt hinten und vorne nicht. Die Mauer war eine bewaffnete Grenze, die verhindert hat, dass das eigene Volk raus kann. Schengen ist keine bewaffnete Grenze, aber man versucht zu verhindern, dass Leute einfach rein kommen. Das ist ein fundamentaler Unterschied. Ist die derzeitige Grenzpolitik brutal und menschenrechtswidrig? Ja. Relativiert sie deswegen das gewalttätige Einsperren eines ganzen Volkes und das Schießen auf das Volk, wenn es gehen will? Nein. Jeder EU-Bürger kann sein Land jederzeit verlassen. Dass die EU nicht jeden aufnehmen muss ist das Grundrecht jeden Staates. Dass sie sich dabei weniger grausam anstellen könnte brauchen wir hier nicht zu diskutieren.

          • aquadraht schrieb am 25. August 2011 um 16:04 - Permalink

            Ah, das hat gesessen! ;) Du klingst wie ein Bildzeitungsartikel der 60er Jahre. Das Problem für die DDR war ja, dass ihre Staatsbürgerschaft nicht anerkannt war und jeder “eines ganzen Volkes” (bitte den Fünfer ins antikommunistische Phrasenschwein) sofort die Staatsangehörigkeit, Eingliederungshilfen und so weiter in dem anderen Staat hatte. Das war Vernichtungskampf mit ökonomischen Mitteln. Es hatte auch nichts zu tun etwa mit politischem Asyl für Diktaturopfer.

            “Grundrecht eines Staates” ist übrigens putzig. Aber ich schrieb bereits, dass ich keine Patentlösung für Migrationsfragen habe. Nur, wenn man die Brutalität des DDR-Grenzregimes anklagt, ist es heuchlerisch, die Schengens für sakrosankt zu erklären.

            In den sechziger bis achziger Jahren war es bis in nachdenklichere konservative Kreise hinein verbreitet, zu Bedenken zu geben, dass die Mauer nicht nur von einer Seite aus gebaut wurde. Hallsteindoktrin und andere Formen des Vernichtungskampfes gegen die DDR wurden da genannt, ebenso wie die Verantwortung für den Kalten Krieg, die man keineswegs einseitig der UdSSR und dem Warschauer Pakt zuschieben konnte. Nach 1989 hat sich da ein dramatischer Rechtsruck und eine Erblindung und Verblödung ergeben, an denen die politische Reflexion und die politische Kultur heute noch laboriert.

            Artikel wie Deiner sind ein Symptom davon.

            a^2

            • Stefan Sasse schrieb am 25. August 2011 um 16:32 - Permalink

              OK Junge. Selbst wenn ich automatisch die Schweizer oder Österreicher oder französische Staatsbürgerschaft bekäme, sobald ich die Grenze überschreite – ich würde nicht von hier abhauen. Warum? Weil ich nicht muss. Weil ich nicht will. Aus der DDR wollten die Leute weg, das kann keiner bestreiten. Der einzige Weg sie zurückzuhalten war die Mauer. Punkt.

            • aquadraht schrieb am 25. August 2011 um 17:09 - Permalink

              Da ist aber einer genervt. Und viel fällt Dir offenbar nicht ein. Die Menschen, die die Schengengrenzen oder den Rio Grande überschreiten, die haben auch Gründe, Gründe, für die sie ihr Leben riskieren.

              Es wollten bei weitem nicht alle DDRler weg, aber natürlich hatte die DDR den niedrigeren Lebensstandard, die Mühseligkeiten des staatssozialistischen Systems, genug Gründe, wegzuwollen, wenn einem woanders der goldene Teppich ausgerollt wurde.

              Es sind jedes Jahr hunderttausende Polen, Tschechen, Bulgaren usw. in den Westen gereist, und nur sehr wenige kamen nicht zurück, obwohl man keinem einen Asylantrag verwehrt hätte. Aber: Die Privilegien, die den DDR-Bürgern für eine Flucht geboten wurden, die hatten sie nicht. Ein Arzt hätte keine Praxis in den Hintern geschoben gekriegt, sondern erstmal eine mehrjährige Ochsentour der Examensanerkennung durchmachen müssen (ich habe das gerade bei der kolumbianischen Frau eines Kollegen mitbekommen).

              Bei der DDR-Massenflucht vor 1961 und der mit ihr verbundenen Kampagne handelte es sich um einen vorsätzlichen Versuch, die DDR zusammenbrechen zu lassen, mit allen Risiken eines Kriegs der Blöcke.
              Da sind solche Primitiv”argumente” wie “ich würde nicht nach Österreich gehen” wirklich voll neben der Sache. Das macht die Mauer nicht schöner und nicht besser. Die Schengengrenze aber auch nicht.

              a^2

    15. Mason schrieb am 23. August 2011 um 02:28 - Permalink

      boah, Sasse, koenntest Du bitte wieder fuer den Freidenker schreiben, da liest Dich wenigstens keiner..

    16. Till schrieb am 23. August 2011 um 02:39 - Permalink

      Gut geschrieben, Stefan Sasse, auch wenn die Linke meines Erachtens ein wenig zu schlecht weg kommt. Ihre Zeit wird schon noch kommen.
      Ich hoffe, dass du dich mit deiner geduldigen Art dann auch noch in die Diskussion einschaltest.

      • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 08:32 - Permalink

        Danke für die Blumen. Ich bezweifle zwar, dass eine Zeit für die LINKE kommen wird, aber wir werden sehen :)

        • Elefan-Till schrieb am 24. August 2011 um 03:07 - Permalink

          Stefan Sasse, wie wär’s wieder mit einem geschichtlichen Thema (so um die Zeit 1918 – 1939) ?

          • sw schrieb am 24. August 2011 um 12:04 - Permalink

            @Elefan-Till
            Wieder ein obskures – völlig unrealistisches – politisch / militärisches “Planspiel”?
            NEIN, BITTTTE NICHT

            • Till schrieb am 24. August 2011 um 12:18 - Permalink

              @sw
              Wie wär’s mit dem Thema “Schwundgeld im Mittelalter” ?

            • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 12:26 - Permalink

              Kenn ich mich nicht aus.

            • Till schrieb am 24. August 2011 um 12:30 - Permalink

              Kenn ich mich nicht aus.

              Der Jens auch nicht …

    17. Folkher Braun schrieb am 23. August 2011 um 03:26 - Permalink

      An die Geschichts- Amateure:

      Lest doch bitte mal Dr. Kurt Schumachers Parteitagsreden zum “ökonomischen Magnetismus” gegenüber SBZ und DDR. Und dann bitte hier weiter argumentieren, wer das Land aufgeteilt hat. Dadurch wird nicht Mauer & Schießbefehl relativiert, sondern die Entwicklung, die dorthin führte. De facto war die DDR 1963 fertig. Weiß jeder.

      • GrooveX schrieb am 23. August 2011 um 16:07 - Permalink

        weiss eben nicht jeder! was, geschichts-profi, war bitte 1963, also nicht kennedy, was jeder weiss?

    18. Oliver schrieb am 23. August 2011 um 04:15 - Permalink

      Der Linken die Wirtschaftskompetenz abzusprechen ist auch recht vermessen. Siehe u. a. die Vorträge von Sarah Wagenknecht, wo auch ganz konkrete Maßnahmen genannt und entwickelt werden. Ausserdem muss man ja Lafontaine nicht mögen, um anzuerkennen, dass er mit allen Voraussagen über die wirtschaftliche Entwicklungen der letzten 20 Jahre völlig Recht hatte.

      Das Problem, was ich derzeit mit der Linken habe ist, dass man sich zu sehr auf die angeblichen Skandälchen versteift und sich mit den Vorwürfen aus dem konservativem und rechtem Lager wirklich beschäftigt und zermahlen lässt, anstatt den Schwachsinn einfach zu ignorieren.

      • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 08:33 - Permalink

        Kein Zweifel, einige der besten wirtschaftskompetenzköpfe sitzen in der LINKEn. Wagenknecht und Lafontaine, aber auch Michael Schlecht. Nur: der Partei als Ganzes traue ich derzeit einfach nichts zu.

        • aquadraht schrieb am 24. August 2011 um 11:08 - Permalink

          Das ist eine schon kaum noch zu überbietende Trotzköpfchen-”Argumentation”. Nicht nur hat die Linke fähige Wirtschaftsexperten, deren Vorschläge finden auch Eingang in die Programmatik der Linken. Was ist dann “die Partei als Ganze”, die angeblich wirtschaftspolitisch nicht kompetent wäre?

          a^2

    19. ul schrieb am 23. August 2011 um 04:28 - Permalink

      Hier zeigt sich ein Grundproblem der politischen Blogs. Es wird zuviel über die (mainstream)Presse gemosert und trotzdem stehts an deren Argumentationslinien entlang gearbeitet.

      Aus der (mainstream)Presse ist eine Position der Linken zum Thema Wirschaft nicht zu erfahren. Soll ich daraus schließen, dass es eine solche nicht gibt ? Der ganze Laden ohne einen einzigen Sachverständigen, der vernünftiges zu sagen hat ?

      Statt das gewollte Vakuum zu füllen wird sich statt dessen an Dusseligkeiten wie Castro Gratulation oder Ernst-Porsche abgearbeitet.

      Auch bei der FDP gibt es (noch) so jemanden wie Baum, fragt den jemand nach seiner Meinung? Alles durchgeknallte Neocons ? Ernsthaft ?

      Und was bitte ist eigentlich die Position der Grünen ? Ist die irgentwo erkennbar ? Haben die Wirtschaftskompetenz ? Position zu Finanzkiese ? Irgendjemand was gelesen darüber ? In einer Zeitung ? In einem Blog ? Oder liegen die 20+% eben daran, dass gerade nicht. Hauptsache Feelgood Etikett ?

      Fragt euch mal nicht: ” Was steht in der Zeitung?”, fragt was nicht drinsteht.
      Blogger werden interessant, wenn sie ihre eigenen Themen finden; oder fundiert argumentieren. Siehe NDS.

      Es kotzt mich zunehmend an, wie hier pseudo kritisches Nachgeplapper zelebriert wird. Wenn ich flache Texte will kaufe ich mir eine Tageszeitung.

      • Arbo schrieb am 23. August 2011 um 08:28 - Permalink

        Statt das gewollte Vakuum zu füllen wird sich statt dessen an Dusseligkeiten wie Castro Gratulation oder Ernst-Porsche abgearbeitet. [...]
        Es kotzt mich zunehmend an, wie hier pseudo kritisches Nachgeplapper zelebriert wird. Wenn ich flache Texte will kaufe ich mir eine Tageszeitung.

        Das sehe ich ähnlich!

        Arbo

      • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 08:34 - Permalink

        Ich beschäftige mich mit politischer Kommunikation. Dieser Artikel tut das auch. Die LINKE mag irgendwo ein Wirtschaftsprogramm versteckt haben; kommuniziert wird es nicht. Daher der Tenor des Artikels.

        • ul schrieb am 23. August 2011 um 15:59 - Permalink

          Wenn du dich mit politischer Kommunikation beschäftigst sollte dir aufgefallen sein, dass alles, was nicht in die aktuelle Erzählweise der Medien passt ignoriert wird.

          War dir bekannt, dass es in den USA einen Anschlag von einem Selbstmordattentäter gab ? War aber ein Weißer, kein Islam weit und breit, passte nicht in Bild vom bösen Muselmann. Keinerlei Berichte. Hat der auch falsch kommunieziert ?

          Du beschäftigtst dich doch gern mit den USA. Was macht die Berichterstattung über die Nummer zwei bei den Straw Polls ? Ich nehme an der kommunieziert auch falsch ?

          Ach ja, da gibt es übrigens auch noch Ökonomen wie Flassbeck, dessen Auffassungen sich von denen eines Herrn Sinn ziemlich unterscheiden. Aber ich nehme an, der kommunieziert auch falsch, und wird deswegen im Gegensatz zu Kommunikationsmeister Sinn nicht alle Nase lang in eine Plauderrunde eingeladen ?

          Ich denke diese Dinge fallen zunehmend auf. Ich denke immer mehr Menschen merken, das ihre innere Stimme der Vernunft von den klassischen Medien nicht angesprochen wird. Das Gleiche gilt leider für deinen Artikel. Dass Parteien die an der 5% Hürde knabbern auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit sind – ach was. Und außer “Selbst doof” fällt dir dazu nichts ein. Das kennen wir zur genüge.

          • Egal schrieb am 24. August 2011 um 01:41 - Permalink

            Danke für die Ausführungen. Eine weitere interessante Meldung aus den USA gestern lautete, dass die FED nach massiver Gegenwehr jetzt gerichtlich gezwungen wurde, den Umfang ihrer Notkredite aus der Zeit der Finanzkrise 1.0 aus dem Jahr 2008 offenzulegen: Platz 9: Deutsche Bank (das ist die, die sich schämen würde, Staatshilfen anzunehmen) hat 66 Milliarden Euro von der FED bekommen. Das sind immerhin Summen, die manche Staaten als Jahreshaushalt verwenden. Interessiert heute anscheinend ausser Fachpublikum keinen mehr, oder ängstigt die Redakteure, weil es “die Märkte verunsichern würde”…
            Die Endzeit unseres Pleitestaats bricht langsam an, und hier wird über Geburtstagsgrüsse und Porsches gebloggt…

            • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 07:18 - Permalink

              Das ist eine interessante Info, danke! Hast du zu der FED-Zahlung an die Deutsche irgendnen Link?

            • Egal schrieb am 24. August 2011 um 09:51 - Permalink

              http://www.cash.ch/news/alle/ubs_und_cs_unter_topgeheimkreditnehmer_der_fed-1069542-448

            • sternburg schrieb am 24. August 2011 um 10:20 - Permalink

              @ egal

              jupp egal. tittytainment eben. oder wie sagt zb focus dazu: fakten, fakten , fakten :))

        • sw schrieb am 24. August 2011 um 12:15 - Permalink

          @ul
          <img

          @Stefan Sasse

          Die LINKE mag irgendwo ein Wirtschaftsprogramm versteckt haben; kommuniziert wird es nicht.

          Was ist denn das für ein Quatsch.

      • sternburg schrieb am 23. August 2011 um 14:23 - Permalink

        @ ul

        du erwartest inhalt ? dein fehler ! statt sich mit inhaltlichen zu beschäftigen, ist es eben wichtiger, was die linke mit castros geburtstag anfängt.

        eine andere unglaublich spannende story ( vor so 2 jahren ? ) war ja auch, ob lafontaine und sahra wagenknecht etwas mit einander haben.

      • dfd schrieb am 23. August 2011 um 16:54 - Permalink

        Es kotzt mich zunehmend an, wie hier pseudo kritisches Nachgeplapper zelebriert wird

        Vollste Zustimmung.

    20. Serious Sam schrieb am 23. August 2011 um 07:42 - Permalink

      Ich hab’ aufgehört zu lesen, als die FDP als ‘Partei des rechten Randes’ verortet wurde. Man kann leider wenig gutes über die heutige FDP schreiben. Sie in die Nähe der NPD zu stellen ist aber völliger Unsinn.

      • Heimatprophet schrieb am 23. August 2011 um 08:23 - Permalink

        Du solltest dich bei der Einordnung von Links und Rechts im politischen Spektrum nicht zu sehr von der deutschen Vergangenheit einschränken lassen. Das macht die Lokalisierung allgemein schon schwer genug, denn im Ausland hat man meist weniger Berührungsängste damit, sich selbst als sozialistische Partei o.Ä. zu bezeichnen, während es in Deutschland ja meinst nur heißt: “Rechts, das sind die Nazis und Links, das sind die Kommunisten.”
        Löst man sich davon, gibt es aber auch einiges, das die rechte Einordnung der FDP unterstreicht, wie ihr massiver Sozialdarwinismus z.B. und die vollständige Ablehnung jeglich gesetzlich festgelegter, anständiger Entlohnung. Die Bubis machen zwar immer einen auf nett, um es platt auszudrücken, aber man sollte sie trotzdem nicht unterschätzen.

      • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 08:35 - Permalink

        Das “rechts” ist ja nicht zwangsläufig rechtsradikal-nationalistisch. Ich empfinde die FDP durchaus als eine rechte Partei. “Links” jedenfalls ist fast nichts an ihr dieser Tage, und “Mitte” kann man sie auch kaum nennen.

      • aquadraht schrieb am 24. August 2011 um 11:12 - Permalink

        Da hat Stefan Sasse aber Recht. Und die NPD ist schon deutlich über den Rand hinaus rechts. Die FDP hat sehr wohl mit dem Weg Haiders und anderer “freiheitlicher” Rechtspopulisten stark geliebäugelt. Und sie hatte schon immer einen starken deutschnational geprägten Flügel, zu ihren Gründungszeiten sind viele Nazis bei ihr untergekommen.

        a^2

        • miwalla schrieb am 24. August 2011 um 14:42 - Permalink

          da stellt sich dann aber die Frage, ob die hessische CDU rechts-extrem ist, denn von der FDP habe ich bisher keine ausländerfeindlichen Sachen gehört.

          • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 14:54 - Permalink

            Genau deswegen rede ich von rechts und nicht rechtsextrem.

    21. heldentasse schrieb am 23. August 2011 um 08:43 - Permalink

      Mir gefallen die gemachten politischen Aussagen zu DIE LINKE nicht, denke aber das sich dieser Artikel noch in einem Spektrum bewegt, welches man als linker Wähler ertragen kann bzw. auch muss. Für diejenigen, die aus welchen Gründen auch immer, DIE LINKE nicht wählen wollen könnten ja mal andere demokratische Parteien aufzeigen, die es nicht verdient hätten auf diese (IMO nicht sehr konstruktive) Art “gebasht” zu werden. Mir persönlich fällt keine ein! Ist es ein Problem der persönlichen Wahrnehmung, oder eher ein Problem wie wir Demokratie organisieren und leben?

    22. georgi schrieb am 23. August 2011 um 08:49 - Permalink

      Nein. Lötzsch und Ernst und erst recht Sahra und Oskar schädigen ihre Partei nicht. Das tun die Antideutschen, die Berliner Parteifraktion und die anderen Rechten in der LINKEN.

      Und, was die Mauer betrifft: Die war halt alternativlos, genau wie Hartz IV, der Krieg in Libyen, auf dem Balkan, im Irak, Afghanistan und anderswo, die Moslemhasserei und all die anderen unschönen Dinge im Westen, die das Geschwätz von Freiheit, Gerechtigkeit und Rechtstaatlichkeit in ein solches Zwielicht rücken, daß es nicht mehr gerechtfertigt ist, mit Fingern auf die untergegangene Zone zu zeigen. Die LINKE und die Junge Welt betreiben reine tu-quoque-Argumentation (d.h. eine Argumentation im Stile “Ihr seid ja auch nicht besser!”), die natürlich von 100%-igen Systemlingen nicht verstanden wird.

      • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 09:00 - Permalink

        Ich verstehe sie durchaus. Es ist nur politisch absolut dumm.

        • georgi schrieb am 23. August 2011 um 09:39 - Permalink

          Nö, die Medien haben gesucht & gefunden. Bei den LINKEN findet man immer was, was sich dank antikommunistischem Konsens gegen die LINKEN verwenden läßt. Klüger wäre es natürlich gewesen, die unschönen Dinge im Westen zu beklagen, als den Osten zu verteidigen.

          • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 09:51 - Permalink

            Ja, so könnte man das sagen. Das wäre klüger gewesen. Noch klüger wäre es, einfach endlich einen Sprachkonsens zu finden und, wie Jens auch schon sagte, das Ganze einfach abperlen zu lassen.

    23. Das kleine Dummerchen schrieb am 23. August 2011 um 09:07 - Permalink

      ist ja schön und gut, das an den Sasse-Texten rumgenörgelt wird, aber was erwartet ihr in diesem angeblich “Linken” Blog?
      Hier wird die Fahne der Spd hochgehalten, da ist Linken-Bashing ein MUSS.
      Sasse machts plump und fährt auf der selben Schiene wie unsere Intelligenzia-Journaille, der Spiegelfechter etwas mehr Intellektueller, immer der guten alten Sozialen Marktwirtschaft nachtrauernd.
      Da wird auf jede Sau aufgesprungen, aber bloss nicht mal wirklich mit dem Programm der Linken befassen, könnte ja einen Erkenntnissgewinn geben.

    24. Fian schrieb am 23. August 2011 um 09:08 - Permalink

      Mit kleinen Ausnahmen ein sehr guter Artikel, der m.E. die Realitäten gut wiederspiegelt.

      Schon beim Lesen habe ich mir gedacht, dass es viele Proteste in den Kommentaren geben wird, da viele immer noch von dem Wunschdenken an eine unantastbar-tolle-linke Partei erblindet sind.

      Gerade bei denen Linken gibt es unglaubliche Unterschiede ohne dass sie differenziert werden. Für mich gibt es die vernünftigen Linken und die zurückgebliebenen Linken.

      Zu den ersteren zähle ich z.B. Oskar Lafontaine. Klare Ideen und Vorstellungen, sowie die Fähigkeit Vor- und Nachteile sinnvoll abzuwägen und konstruktiv wie realitätsbezogen mit politisch (noch) andersdenkenden zu diskutieren und Überzeugungsarbeit zu leisten.

      Zu den (geistig-) zurückgebliebenen oder ewig gestrigen zähle ich z.B. Gesine Lötzsch, die in meinen Augen die Partei, und den guten Gedanken dahinter zerstört hat. Warum fängt sie immer wieder unaufgefordert an über die tolle DDR, mit ihrem schönen Bruder Sowjetunion zu schwärmen? Wie blöd muss man sein? Näher will ich da gar nicht drauf eingehen, dass hat der Autor ja schon großartig gemacht.
      Auch kann man mit solchen Linken nicht sinnvoll diskutieren. Fast wie eine allergische Reaktion kommen Protestschreie, sobald “typisch linke Themen” angesprochen werden. Inhaltlich festgefressen und verbohrt.

      Da man schwer zwischen diesen beiden Gruppen differenzieren kann, schaden solche Linken leider allen linksdenkenden und verhindern, dass die Leute aus der Mitte hier eine Alternative sehen.

    25. schwitzig schrieb am 23. August 2011 um 09:10 - Permalink

      Seit zwei Jahren steht die LINKE für nichts mehr.

      Schwachsinn. Von wem stammen übrigens in letzter Zeit die ganzen “kleinen Anfragen” die die tatsächliche Regierungsarbeit offenlegen? Atomkraft? Und und und?
      Ein neuer Tiefpunkt auf SF, der Sasse.

      • Juliane schrieb am 23. August 2011 um 09:48 - Permalink

        Ein paar gute PR-Berater täten den LINKEN gut.
        Gibts bei den PolitBloggern nicht mal jemanden, der/die sich mal einbringen könnte?

        Seit zwei Jahren steht die LINKE für nichts mehr.

        Empfinde ich nicht so.
        Das GysiSommerInterview war sehenswert,
        das LafontaineInterview in der Saarbrücker lesenswert,
        die Antworten über abgeordnetetwatch.de ,
        interessant, der stete Einsatz gegen H4 ermutigend (Katja Kipping, Dagmar Enkelmann u.a.),
        Quellen: siehe youtube aus dem Bundestag.

        Die LINKE hat Recht! Aber was nutzt das? (Eine wöchentliche Kolumne da)

        • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 09:52 - Permalink

          Mein Argument ist mehr dass sie öffentlich nicht stattfindet, nicht dass sie keine Ideen hätte. Aber Ideen nützen nichts wenn man nicht für sie wirbt.

          • Juliane schrieb am 23. August 2011 um 09:58 - Permalink

            Aber Ideen nützen nichts wenn man nicht für sie wirbt.

            Deshalb meine ich, ein paar gute Berater wären nicht schlecht.

          • Graureiher schrieb am 23. August 2011 um 11:08 - Permalink

            Dazu muss man aber über Medien verfügen, siehe meinen Beitrag oben. Du verwechselst Ursache und Wirkung! Gegen DIE LINKE werden zwar gut koordinierte Pressekampagnen gefahren; ihr Programm und programmatische Aussagen ihrer Politiker werden aber geflissentlich ignoriert.

            Ansonsten empfehle ich zur Ergänzung dieses etwas einseitigen Artikels:
            Jacob Jung, Liebe Linkspartei: Ihr nervt
            http://www.freitag.de/community/blogs/aredlin/liebe-linkspartei-ihr-nervt

            • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 11:22 - Permalink

              Was heißt denn “über die Medien verfügen”? Keine Partei “verfügt über die Medien”. Und soll das im Umkehrschluss heißen, dass die LINKE, wenn sie ihre illusorischen 51% erreicht hat, auch “über die Medien verfügen” muss? Merkwürdiges Verständnis von Pressefreiheit.

            • Uli schrieb am 23. August 2011 um 12:26 - Permalink

              http://jacobjung.wordpress.com/2011/08/22/liebe-linkspartei-ihr-nervt/

              In der Tat sehr lesenswert, Money Quote:
              “Man wünscht sich, dass DIE LINKE. wieder damit beginnt, die Regierung statt ihrer eigenen Anhänger, Sympathisanten und Mitglieder zu nerven.”

            • sternburg schrieb am 23. August 2011 um 13:50 - Permalink

              medien nur neutrale berichtwiedergeber? das beispiel springer und schill partei in hamburg

              klar verfügt keine partei über “die” medien. parteien besitzen aber selber medien ( printmedien, presseerzeugnisse ) und natürlich gib es die nähe bestimmter medien zu bestimmten parteien.

              es gib eine interessante analyse über die spinger medien im hamburg und die schill partei von ronald schill. auf die schnelle werd ich die jetzt nicht finden. einfach mal googeln.

              ansonsten ist es völlig naiv, anzunehmen, das medienvertreter immer nur sachlich zu den unterschiedlichen parteien schreiben. ist aber auch net schlimm. sind eben auch nur menschen und jeder von uns nimmt sein leben ja auch ins büro mit.

              ps.: als beispiel für medienmanipulatives eingreifen in einen wahlkampf kann das outing von wowereit in berlin gedeutet werden. warum hat der spitzenkandidat der spd sich zu seinem schwulsein geoutet und welche rolle spielten bestimmte medien dabei? was sollte bezweckt werden, wenn bestimmte medien den spd mann als schwulen im wahlkampf outen?

          • Kant schrieb am 23. August 2011 um 17:56 - Permalink

            … einfach nur schäbig, die LINKE mit der deutschen Tea-Party zu vergleichen bzw. in einem Atemzug zu nennen.
            Mensch Sasse, was für’n Scheiß schreibst du ?
            Hast du schon was von Medienboykott gehört, davon, dass die LINKE entweder totgeschwiegen :
            http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/110728_hinweise_parteienpraesenz_in_den_tv-news_im_1_halbjahr_2011.pdf oder vorgeführt wird : Antisemitismus/ Mauer/F.Castro ?

            • sternburg schrieb am 23. August 2011 um 18:51 - Permalink

              @ kant

              das mit dem antisemitismus ist gut. ich kann mich nicht erinnern, das bei der martin hohmann affäre, cdu spitzenpolitker sich drei, vier wochen pausenlos rechtfertigen mussten, für das was ein bundestagsgesandter gemacht und gesagt oder nicht gemacht und gesagt hat.

              ansonsten so den angeblich fairen und nur der sachlichkeit verschriebenen medienkonzerne in deutschland: vor einigen jahren war das praktische staatsbürgerkunde, mit anzusehen, wie berlins größte boulevardzeitung bz ( springer ) unter georg gafron mit der damals noch pds umgegangen ist.

              hehe oder hier wird gleich mit dem bösen gearbeitet

              http://www.focus.de/finanzen/steuern/thewes/thewes-rechnet-ab-der-gefaehrliche-pakt-mit-teufel-oskar_aid_432249.html

              lafontaine ist der teufel. was ein scheixx. aber ich finde da ist stefan noch entwicklungsfähig. vielleicht demnächst stefan gaaanz exklusiv aus der hölle an der saar. stefan todesmutig dem innenleben einer deutschen politiksekte.

              und ansonsten für alle die, die sagen, das ist alles nur pöse, pöse vt wenn gesagt wird, das vor allem die großen medienkonzenre bei der linkspartei andere maßtäbe ansetzen, noch mal hier http://www.bildblog.de/2770/bild-macht-sich-die-linkspartei-gefaehrlich/

            • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 19:07 - Permalink

              Richtig, sie wird vorgeführt. Warum? Weil sie allen Anlass gibt.

            • sternburg schrieb am 23. August 2011 um 19:45 - Permalink

              nö stefan. die beispiele oben verraten mehr über bild und focus, als über die linke. wenn du die artikel auch gelesen hast.

      • Frank Benedikt schrieb am 23. August 2011 um 21:19 - Permalink

        Nu laß man Stefan in Ruhe, oller Stänker ;-) Er ist jung (was nur begrenzt eine “Entschuldigung” ist) und denkt wenigstens, was nicht viele von sich sagen können. Daß er (bisher) nicht notwendigerweise stets zu den selben Schlüssen wie Du oder auch ich kommt, geht in Ordnung und man kann es als “Meinungspluralismus” sehen. Er steht nicht für Raub, Mord und Schändung – das ist schon viel in diesen Zeiten! Ich nenne ihn mit Fug und Recht einen “Kollegen” und Menschen; falls Du mein “Urteil” anzweifeln möchtest, dann “geh nur her da” :-P

        • sternburg schrieb am 23. August 2011 um 21:54 - Permalink

          @ frank benedikt

          ich hab bei meinem 1. kommentar zwei, drei mal überlegt, ob ich so worte wie grottenschlecht schreiben soll. ich bin eher ein lieber:)) ehrlich. ich bin der typ , der nach dem schimpfen im berliner verkehr unter umständen 2 stunden danach noch überlegt, ob ich vielleicht im unrecht war. ist mir, als beifahrer vor ein paar wochen passiert. ich bin raus aus dem auto und dann mackermäßig ein mal laut gebrüllt, der andere schnell zur seite und im wegfahren noch was ängstlich gerufen. aber ich hab danach bestimmt 2 std. überlegt ob das gut war, was ich gemacht habe.

          ich kenn spiegelfechter nicht lange. aber ich war echt überrascht, wie schlecht das von stefan ist. vor allem technisch. keine argumente, fast nur polemik und so richtig krass tendenziös. ist nicht böse gemeint. es gibt ja hier auch einige, die seinen text oben gut finden.

          aber werd jetzt gar nichts hier zu dem linkenartiekl an den stefan gerichtet schreiben. er soll sich nicht beleidigt fühlen. vielleicht ist das was ein paar leser hier und ich ihm geschrieben haben, ansporn fürs nächste mal, einfach sauberer zu arbeiten.

      • aschlutter schrieb am 23. August 2011 um 23:45 - Permalink

        Gregor Gysi hat es im ARD-Sommerinterview treffend benannt. Natürlich hat die LINKE sich in letzter Zeit zu viel mit sich selbst beschäftigt, aber die Rolle der Medien ist natürlich enorm. Die Süddeutsche Zeitung hat letzte Woche im Politikteil ausführlich über den FDP-Vorstoß zur privaten Pflegeversicherung berichtet, zuletzt gestern: http://www.sueddeutsche.de/politik/reform-der-pflegeversicherung-bahr-stimmt-auf-hoehere-beitraege-ein-1.1133571

        Über welche Vorschläge der LINKEN wird so differenziert berichtet? Mir fällt da kaum etwas ein. Dabei geht es gar nicht ums Verfügen wie Graureiher es benennt. Für mich kommen da zwei Sachen zusammen, die der LINKEN schadet. Zum einen der von Albrecht Müller auf den NDS beschriebene Kampagnenjournalismus. Der hängt zum Teil zusammen mit der Ausdünnung der Redaktionen, die auf vorgefertigte Instant-Artikel zurückgreifen. Hier kommt die INSM ins Spiel, die dies bedienen und darüber hinaus mit ihren Botschaftern viel zu häufig in den politischen Talkrunden landen. Hier geht es um gemeinsame Interessenlagen. Ein Herr Neven DuMont, eine Frau Springer eine Frau Mohn, sie alle haben kein Interesse an höheren Steuern auf ihr Privatvermögen und ihre jährlichen Einkünfte. Da liegt die Übereinstimmung mit Herrn Kannegiesser vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall, dem Finanzier der INSM. Zu diesen Interessenlagen gesellt sich das Anzeigengeschäft. Wo annoncieren Frau Quandts Firmen? Oder die von Herrn Piëch? Gemeinsame Interessenlagen machen es einfach, Vorschläge der LINKEN zu ignorieren und stattdessen mit dem Zeigefinger auf Differenzen innerhalb der Partei zu zeigen, ganz nach dem Motto “Spiel nicht mit den Schmuddelkindern”.

        Die LINKE wird nicht überflüssig in dieser Gesellschaft, die derzeit herrschende Politik sorgt schon dafür. Problem der LINKEN ist meines Erachtens allerdings, all das aushalten zu müssen: sie werden lächerlich gemacht, gerade weil man sie diskreditieren will. Wäre ja noch schöner, dass die Linke Recht hat (http://www.faz.net/artikel/C30351/buergerliche-werte-ich-beginne-zu-glauben-dass-die-linke-recht-hat-30484461.html) und davon die LINKE auch noch profitiert. Der Klassenkampf von oben findet statt, bei uns – anders als in den USA und in Großbritannien – noch vergleichsweise abgefedert und in kleinen Portionen.

        Recht hat Stefan Sasse, dass er bei der LINKEN den Teil benennt, den sie selber zu verantworten haben an der Misere. Aber – und das ist ja auch schon in einigen Kommentaren angeklungen – auch die anderen Parteien haben ihre Skandale und ihre Flachpfeifen und Dünnbrettboher. Das interessiert die veröffentlichen Meinung allerdings kaum. Und insofern irrt Stefan, weil er die aktive Rolle der Medien zum Entstehen des Zerrbildes unterschlägt. Wie soll eine demokratische Partei in ihrer Gründungsphase (im Herbst gibt’s dann hoffentlich ein erstes Parteiprogramm) immer kompetent und professionell jegliches Fettnäpfchen umschiffen, heißen ja nicht alle Gregor Gysi.

    26. Farbenseher schrieb am 23. August 2011 um 09:48 - Permalink

      Was die anti PR-Stunts der Führungsspitze angeht, stimme ich dem Artikel durchaus zu. Die Oppositionsarbeit der Linken ist allerdings hervorragend, allein aus diesem Grund ist sie absolut unverzichtbar. Mit den Denkanstößen einer Wagenknecht zur aktuell praktizierten Wirtschaftspolitik will ich erst gar nicht anfangen. Die Frau ist einfach großartig und hätte viel mehr Aufmerksamkeit verdient.

      • Juliane schrieb am 23. August 2011 um 09:55 - Permalink

        Die Denkanstöße zum bedingungslosen Grundeinkommen möchte ich noch erwähnen.

    27. Volker Birk schrieb am 23. August 2011 um 13:40 - Permalink

      Dieses ganze Trauerspiel lässt sich doch auf zwei Fragen reduzieren:

      Was soll man denn als Sozialdemokrat heute noch wählen, was als Linksliberaler?

      Viele Grüsse,
      VB.

      • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 13:46 - Permalink

        Schwierig. Jede Wahl kann nur mit Bauchschmerzen verbunden sein, aber ich denke dass es bei mir – aktuell! – die SPD wäre. Mit schweren Bauchschmerzen.

        • Susan schrieb am 23. August 2011 um 13:51 - Permalink

          Na super! Damit die dann “mit schweren Bauchschmerzen” der CDU alles durchwinken? Glückwunsch!

          • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 13:54 - Permalink

            Ich bin vorsichtig optimistisch. Aber die Wahl ist erst in zwei Jahren – bis dahin kann viel passieren.

        • Frank Benedikt schrieb am 23. August 2011 um 16:54 - Permalink

          Die ES-PE-DE??? Stefan, Stefan … Das sind die, die Hartz IV eingeführt haben und zusammen mit den Grünen ins Kosovo und nach Afghanistan marschiert sind – schon vergessen? Gegen diese Handlungen hast auch DU Deine Stimme erhoben und jetzt ziehst Du es in Betracht (mit “Bauchschmerzen”), die Urheber (wieder?) zu wählen? Wo bleibt Deine Lernfähigkeit?

          Nix für ungut!
          Frank

          • Lutz Hausstein schrieb am 23. August 2011 um 20:18 - Permalink

            Mehr noch.

            Es ist dieselbe SPD, welche noch im März oder April diesen Jahres groß verkündete, dass sie die Neufestsetzung des Hartz-IV-Regelsatzes mit großer Sicherheit für verfassungswidrig hält. Und die daraufhin eine direkte Anrufung des Bundesverfassungsgerichts durch die SPD in Aussicht stellte. Denn die direkte Anrufung bleibt Otto Normalbürger nämlich verwehrt. Er muss sich wieder (5 Jahre ?) durch sämtliche Instanzen quälen.

            Und diese SPD erklärte vor wenigen Wochen, dass sie nun doch nichts unternimmt, weil sie dem “Kompromiss” (Welchem Kompromiss eigentlich?) im Vermittlungsausschuss zugestimmt hatte. Diese SPD hat die Menschen also ein weiteres Mal betrogen.

            Wie lange wollen wir dieses Kaspertheater eigentlich noch mitspielen? Egal, ob nun mit oder ohne Bauchschmerzen. Diese Bauchschmerzen sind übrigens ziemlich ähnlich denen, die die SPD hatte, als sie “mit Bauchschmerzen” auf die Anrufung des BVerfG verzichtete.

            • Frank Benedikt schrieb am 23. August 2011 um 21:04 - Permalink

              Eben. “Bauchschmerzen” bekomme ich höchstens, wenn ich dafür eintreten muß(!), daß man Die Linke zumindest fair behandeln und ihr eine Chance geben sollte. Weiter kommen wir mit denen aber auch nicht …

          • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 21:10 - Permalink

            Und ich werde meine Stimme wieder erheben.

        • Serious Sam schrieb am 24. August 2011 um 09:08 - Permalink

          SPD? Now way, never again. Aus vielen Gründen. Von den Hartz-Gesetzen über die Zulassung von Hedgefonds und die Steuerbefreiung für Veräußerungsgewinne bei Kapitalunternehmen bis zur Abfuckprämie und den Banken-Bailout. Um nur einige wenige zu nennen. Aktuell fordern die Sozen ja sogar die Selbstentmachtung des deutschen Parlaments und die Enteignung der deutschen Steuerzahler via Euro-Bonds…. Nö.

          Weil allerdings CDUCSULINKEGRÜNEFDP jede für sich ebenso viel Dreck am Stecken haben, sind die genauso unwählbar :/

        • aquadraht schrieb am 24. August 2011 um 11:17 - Permalink

          Das erklärt vieles.

          a^2

      • Anita schrieb am 23. August 2011 um 13:50 - Permalink

        Das hab ich mich auch gefragt.
        Nachdem Gruene und SPD fleissig an der Verarmung der Massen zugunsten der Arbeitgeber gefeilt hat, mit den HartzIV-Gesetzen Lohndumping salonfaehig gemacht hat (Wenn du dich nicht ausbeuten laesst, wirst du so lange “sanktioniert” bis du verhungern musst), frage ich mich, welche Partei auszer der Linken (die durchaus ihre Schwachstellen hat, aber man waehlt ja immer das kleinste Uebel) meine Interessen vertritt. Selbst wenn ich genug Geld zum Leben habe, moechte ich nicht in einem Land wohnen, in dem es Leute gibt, bei denen das nicht so ist. Hungerrevolten machen naemlich auch vor mir nicht halt, die fragen nicht, ob ich FDP gewaehlt habe oder die Linke. Die sind dann einfach nur sauer.

        • Susan schrieb am 23. August 2011 um 13:52 - Permalink

          +1!

        • Frank Benedikt schrieb am 23. August 2011 um 21:09 - Permalink

          Wie wär’s mal damit, parteilose Kandidaten zu wählen? Simone Weil hat beizeiten ml etwas zur Abschaffung der Parteien geschrieben und eine Kollegin hat es der Tage “wiederentdeckt”: http://antjeschrupp.com/2011/08/17/simone-weils-pladoyer-fur-die-abschaffung-der-politischen-parteien/?like=1&_wpnonce=5a5d140c68&wpl_rand=e502c5b263
          Benötigen wir wirklich “Parteien”?

          • aschlutter schrieb am 24. August 2011 um 00:03 - Permalink

            war da nicht das GG und die Zweidrittelmehrheit zur Änderung des Art. 21? Mein ja bloß wegen der Chancen ;-)

            Und zu parteilosen Kandidaten: bei der Erststimme gilt “the winner takes it all”

            Und darüber hinaus, ein Zitat aus der o.g. Webseite:

            Die Gewählten würden sich dann je nach Sachfragen miteinander verbünden oder voneinander abgrenzen. In der Gesellschaft würden sich natürlich verschiedene Milieus bilden, die eher „links“ oder „rechts“ oder „liberal“ oder „sozial“ oder „feministisch“ wären, aber es wäre verboten (und würde strafrechtlich verfolgt), dass sich solche Milieus in festen Organisationen kristallisieren. Diese Gruppierungen von „Geistesverwandtschaft“ blieben fließend, es gäbe „keine klare Trennung zwischen drinnen und draußen“.

            Was heißt das nun, wenn zwei direkt gewählte Abgeordnete Mitglied bei ver.di, Greenpeace oder attac wären? Alles zu verbieten? Mit welchem Recht? Die Vereinigungsfreiheit gehört zu den Grundrechten des GG

            • Frank Benedikt schrieb am 24. August 2011 um 00:11 - Permalink

              Interessante und “berechtigte” Fagestellung. Frag heute “den Führer” oder morgen mich :-D
              “Verbieten” ist jedenfalls schon mal nicht!

        • aschlutter schrieb am 23. August 2011 um 22:20 - Permalink

          sehe ich ganz ähnlich, auf Grund der vertretenen Positionen kann ich nur die LINKE wählen, nach der 82er Wende war das noch ganz anders, Erststimme SPD, Zweitstimme GRÜNE, aber damals haben die Grünen auch wirtschaftspolitisch noch andere Positionen vertreten. Heute habe ich eher den Eindruck, dass der ökologische Umbau unserer Gesellschaft bei den grünen keiner sozialen Komponente mehr bedarf, und die LINKE die einzige Partei ist, die die ökologische und die soziale Frage versucht, in den zwingend notwendigen Zusammenhang zu setzen (sonst sind es nämlich wieder vor allem die Hartz-IV-Empfänger, die auch ökologisch über ihre Verhältnisse gelebt haben).

          Zur heutigen Wahlpräferenz: mit Bauchschmerzen die SPD zu wählen ist mir auf Grund der Entscheidungen der Rot-Grünen Schröder-Regierung (Frank Benedikt hat die neuralgischen Punkte oben ja benannt) völlig unmöglich, genauso wenig könnte ich die GRÜNEN wählen. Gut,ich bin ja kein politischer Laie, also bekommt vermutlich der SPD-Kandidat die Erststimme, aber nur, um das bisher langfristig gebuchte CSU-Direktmandat in Gefahr zu bringen….

    28. subcommandantemarcus schrieb am 23. August 2011 um 13:44 - Permalink

      Das die Linke so gar keinen Antworten im Bezug zur Finanzkrise hat stimmt nicht . Fakt ist das schon , sogar schon vor der auslösenden Subprime Krise , eine Neu-Regulierung von Hedgefonds und Derivaten Geschäften inklusive “Stempelsteuer” gefordert hat , die unter Schröder gelockert wurden .
      Dinge, die man durchaus als brauchbare Instrumente sehen könnte.
      Zumal durch die allgemeine Umverteilungspolitik , generell die Volatilität an den Märkten abnehmen würde.

      Es ist auch einfach nur platt immer wieder lesen zu müssen die FDP wäre in ihrer “Ideologie gefangen” ihr wording ist es vielleicht , aber sie konnte sich schlicht mit nichts durchsetzen , was das eigentlich Problem ist
      Ich bin mir entgegen vieler Kommentatoren aus dem eher linken Spektrum sicher , das eine Partei die konsequzent marktradikale durchsetzen würde , großen Zuspruch finden würde , ohne es gut zu finden versteht sich .

      Überhaupt wo ist den ihr Patentrezept gegen die Finanzkrise?

      • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 13:45 - Permalink

        Warum sollte ich ein Patentrezept haben?

        • subcommandantemarcus schrieb am 23. August 2011 um 20:14 - Permalink

          Na weil sie doch auch so überzeugt zu sein scheinen das die Linke programmatisch tot ist , also unterstelle ich mal das sie sich mit dem Programm und den Standpunkten als solchem beschäftigt haben , und ihnen der Inhalt bezüglich der Finanzwelt nicht gefallen hat .
          Dafür brauchen Sie ja irgendeinen Maßstab ….

          • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 07:38 - Permalink

            Nö. Ich gehe davon aus, dass die LINKE programmatisch tot ist, weil sie derzeit keinerlei Aussicht hat, jemals irgendetwas von ihrem Programm zu verwirklichen.

            • miwalla schrieb am 24. August 2011 um 08:47 - Permalink

              Ach Stefan, dann waren die Grünen wohl in den 80iger Jahren auch programmlich tot, sie saßen zwar in einer Landesregierung, aber auf Bundesebene war für sie nichts zu holen.
              Und heute haben wir den Atomausstieg und das Erneuerbare Energiengesetz.
              Na dann habe ich ja wieder Hoffnung für die Linken.

            • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 08:57 - Permalink

              Wollen wir es hoffen.

    29. R_Winter schrieb am 23. August 2011 um 14:01 - Permalink

      Die Analyse stimmt, aber es ist falsch, die unmöglichen Gesetze der FDP allein an zulasten.
      Merkel hätte sie stoppen können – wenn sie es gewollt hätte, aber sie denkt genau so. Nicht nur die FDP stinkt nach Korruption, sondern auch etliche in der CDU und der Film über Schröder / Fischer in der ARD lässt den Geruch weit tragen.

      Alles, was die FDP anfasst, stinkt nach Käuflichkeit, sondert geradezu eine Duftspur der Korruption ab. Das begann mit dem Mövenpick-Gesetz und geht nun nahtlos in die Idee über, die geplante Erhöhung der Pflegeversicherung kapital-gedeckt zu veranstalten.

      ….Nur: Merkel ist Bundeskanzlerin, und solche Glückwünsche (nach Vietnam) diplomatische Etikette.

      Hätte sie auch so nach Vietnam geschrieben, wenn Rösler aus Kuba ursprünglich stammen würde?

      • Stefan Sasse schrieb am 23. August 2011 um 14:18 - Permalink

        Glaubst du ernsthaft, dass die Regierung ihre Glückwunschtelegramme an andere Staaten nach der Herkunft ihrer Minister abhängig macht…?

    30. LarsW schrieb am 23. August 2011 um 14:25 - Permalink

      Ich find nicht, dass die FDP überflüssig ist.
      Eurobonds ablehnen, weil es die zügellosen Südländler zum Schuldenmachen animieren würde wegen der niedrigeren Zinsen, während meine eine sinnfreie, rein schuldenfinanzierte Steuererleichterung durchdrücken will.
      Wenn es die FDP nicht gäbe müsste man sie erfinden, wovon sollte sonst das politische Kabarett leben?

    31. Peinhart schrieb am 23. August 2011 um 14:35 - Permalink

      >>Das[s] die Linke so gar keine Antworten im Bezug zur Finanzkrise hat stimmt nicht. Fakt ist das [sie] schon, sogar schon vor der auslösenden Subprime Krise…

      Hätte es was genützt? Ohne die durch die ‘subprimes’ generierte künstliche Nachfrage wäre die Weltwirtschaft nur schon früher in die Rezession abgedriftet, mit den weiteren Aussichten auf entweder Depression, Staatsbankrotte oder Hyperinflation durch ‘Konjunkturmaßnahmen’ – wie heute eben auch. Ich sehe da überhaupt keine möglichen validen Antworten mehr, einzig dass jeder Standpunkt recht damit hat, dass der jeweils andere Standpunkt nur immer noch tiefer in die Krise führt. Und nicht nur insofern kann ich der Wagenknecht’schen Regression auf Erhard rein gar nichts abgewinnen. Da sind schlicht keine systemimmanenten Handlungsoptionen mehr, nur noch Aporie und Agonie.

      Dennoch schliesse ich mich der Meinung an, dass die LINKE als Oppositionspartei im Bund derzeit unverzichtbar ist, aber auch nur als solche.

    32. Kaboom schrieb am 23. August 2011 um 15:33 - Permalink

      Auch wenn ich Die “Analyse” von S. Sasse bezüglich der Linken für – gelinde gesagt – neben der Spur halte (Die Tatsache dass “man” bezüglich der Linken nur noch über Dinge diskutiert, die mit deren Inhalten nichts zu tun haben, der Linken selbst in die Schuhe zu schieben ist schlicht und ergreifend lächerlich. Vor der Bundestagswahl 2008 gabs auf der Stern-Homepage eine Mini-Serie zum Programm der Linken. Und als das Echo zu positiv war, stellte man diese Serie sicherheitshalber ein. Dieser Vorgang ist symptomatisch. Würden sich die Medien mit den Inhalten der Linken auseinandersetzen, liesse sich die Mär von den Verfassungsfeinden, Mauerliebhabern etc. nicht mehr aufrecht erhalten. Und dies ist weder im Interesse der CDU-nahen Medien noch im Interesse der SPD-nahen), gibt es da einen Nebenaspekt, der IMHO relevant ist:

      Wenn die Funktionäre der Linken wissen, dass jeder Blödsinn den sie verzapfen (und das war in den letzten 18 Monaten wirklich mehr als genug) sofort bundesweit in den Mainstream-Medien hochkocht (und das sollten sie inzwischen wirklich wissen), dann müssen sie halt mal verschärft den Kopf einschalten, bevor sie irgend einen Mumpitz verzapfen.
      Lötzsch z.B. halte ich für komplett untragbar. Die Frau ist der beste Wahlkampfhelfer den die Hartz-IV-Koalition (Rot-Grün-Gelb-Schwarz) je hatte. Jemand mit einem derartigen Grad an Naivität hat in der Führungsebene einer Partei nichts zu suchen.

      Allerdings: Eine linke Partei ist in diesem Land nicht nur wichtig, sie ist absolut essentiell. Seit 20 Jahren erlebt dieses Land einen kontinuierlichen Abbruch des Sozialstaates, einen Rückgang der Reallöhne der Arbeitnehmer. Seit fast 10 Jahren eine Explosion der Anzahl der Bürger die für Hungerlöhne arbeiten müssen. etc. pp.
      Ohne eine linke Partei, die für die strukturelle Mehrheitsfähigkeit des neoliberalen Mainstreams eine Bedrohung darstellt (wie abstrakt der Grad der Bedrohung auch sein mag), wird die Reformitis der Schröder-Zeit eine fröhliche Wiederauferstehung feiern. Und genau das wird gerade mit der Medien-Kampagne für eine Kanzlerkandidatur Steinbrücks vorbereitet.

      Achja, ein Satz noch zur FDP: diese Partei ist schlicht überflüssig. Man mag argumentieren, dieses Land benötige eine liberale Partei. Nur ist die FDP seit spätestens 1982 keine liberale Partei mehr.

    33. Sigmund schrieb am 23. August 2011 um 15:48 - Permalink

      Niemand in der CDU würde auf die vertrottelte Idee kommen, ein Glückwunschschreiben an Vietnam aufzusetzen, während man nicht an der Regierung ist. Oder für irgendeine andere nicht hasenreine Nation

      Und was ist mit dem Putsch in Honduras 2009 und der Stiftung für dei Freiheit der FDP.
      Und die CDU-nahe Stiftung hat auch mit “beraten”

    34. long jogg schrieb am 23. August 2011 um 15:50 - Permalink

      Lieber Leser,
      Sie erleben eine Debatte über den deutschen Standortnationalismus.

    35. dfd schrieb am 23. August 2011 um 16:35 - Permalink

      @Stefan Sasse

      ….Scheinbar nicht. Seit 2009 diskutiert man über die LINKE nur noch bezüglich des Lebensstils von Klaus Ernst, die Mauer, die DDR, noch einmal die Mauer, noch einmal die DDR, die “Systemfrage” (was auch immer das sein soll), noch mal Klaus Ernst, der neuste Ausrutscher von Gesine Lötzsch und dazwischen das Gerücht, dass Oskar Lafontaine eine Intrige im saarländischen Landtag zum Bruch der dortigen Jamaika-Koalition gesponnen hat, die fehlschlug. Und man kann beim besten Willen nicht die bösen Medien dafür verantwortlich machen. Man kann natürlich wie die NachDenkSeiten ein Glückwunschschreiben Merkels an Vietnam zur Wiederwahl des dortigen Präsidenten zitieren. Nur: Merkel ist Bundeskanzlerin, und solche Glückwünsche diplomatische Etikette. Niemand in der CDU würde auf die vertrottelte Idee kommen, ein Glückwunschschreiben an Vietnam aufzusetzen, während man nicht an der Regierung ist. Oder für irgendeine andere nicht hasenreine Nation (und bitte, kommt mir jetzt nicht mit den USA oder Großbritannien).

      Seit zwei Jahren steht die LINKE für nichts mehr. [...]
      Ein Ausstieg Deutschlands aus NATO, EU [Lissabon-Vertrag] und Euro vielleicht? …

      Ja, richtig, lieber Stefan Sasse, die Linke steht wirklich für nichts mehr und hat sich dem letztendlich wenig unterscheidenden politischen Mainstream der SPD, der CDU und der Grünen total angepasst, aber sowas von total.
      Das wirklich nicht schlechte Parteiprogramm, was maßgeblich durch Lafontaine geprägt wurde, bleibt einfach mal unerwähnt, dafür kommt der erbärmliche Saunabarwitz, dass die Linke ja bestimmt als nächstes aus der UNO austreten wolle.
      Komm, geh einfach zurück in deinen Kindergarten, aber verschone mich mit diesem hyperventilierenden dummen Gelabber.

      PS: Wenn die Linke jetzt nur noch den (ehemaligen) Staatschefs zum Geburtstag gratuliert, denen auch CDU, SPD etc zum Geburtstag gratulieren, in der Betrachtung der Mauer/DDR die Sichtweise der CDU, SPD etc. übernimmt und den Lissabonvertrag, den Euro und die Nato als alternativlos ansieht (sowie es CDU, SPD etc. tun), dann steht die Linke für etwas. Gut erkannt, du Genie.

    36. Graureiher schrieb am 23. August 2011 um 16:58 - Permalink

      Im Tagesspiegel haut Chefradakteur Casdorff gerade in dieselbe Kerbe, allerdings beschränkt er sich gleich auf DIE LINKE:
      Plädoyer für die Auflösung einer Partei
      http://www.tagesspiegel.de/meinung/plaedoyer-fuer-die-aufloesung-einer-partei/4528946.html
      Die Wirkung dieses Artikels in den Leserkommentaren ist geradezu erschrecken, das geht schon in Richtung Progromstimmung.
      Ich habe darauf folgenden Kommentar geschrieben, der natürlich unterschlagen wurde. Er passt aber genau so gut hierhin:

      Ein wenig zu den Menschenrechten:
      Wer derart fanatische Feinde wie Casdorff hat, der muss wohl irgendetwas richtig machen! Allerdings sollte sich es ein Chefredakteur des Tagesspiegel zweimal überlegen, ob es sinnvoll ist, den braunen Sumpf aufzurühren um eine derartige Progromstimmung im Blatt zu erzeugen.

      Die kubanischen Sozialisten mit Castro an der Spitze haben in der ihnen aufgezwungenen Situation sicher Menschenrechtsverletzungen begangen. Hätten sie das nicht, wären sie alle längst tot, wie Allende und seine Genossen in Chile, die auf den Rechtsstaat und internationales Recht vertraut haben.

      Vergleichen wir die Menschenrechtverletzungen in Cuba mit denen durch die USA zu Vertretenden in den letzten 50 Jahren, als da z.B. wären:
      - der Vietnamkrieg mit hunderttausenden Toten, Verletzen und durch den Einsatz von Giften nachhaltig genetisch Geschädigten
      - Militärputsche in Süd- und Mittelamerika mit zehntausenden Toten, Verschleppten und Gefolterten
      - Unterdrückung afrikanischer Freiheitsbewegungen an der Seite des südafrikanischen Apartheitregimes
      - Völkerrechtswidrige Kriege gegen den Irak und Afghanistan mit hunderttausenden Toten und Verletzen

      so fällt doch die Unverhältnismäßigkeit der Reaktionen der veröffentlichten Meinung auf:
      Ein Glückwunschtelegramm an Fidel Castro ist Ausdruck fehlender Achtung vor den Menschenrechten, ein Solches an Henry Kissinger, immerhin verantwortlich für die Verlängerung des Vietnamkrieges um mehrere Jahre und den Putsch in Chile samt der Ermordung Allendes, eine Selbstverständlichkeit. Genauso verhält es sich mit dem Kriegsverbrecher Bush jr., dem unsere Kanzlerin zu ihrer Zeit als Oppositionsführerin am liebsten in den Hintern gekrochen wäre. Menschenrechtsverletzungen, wenn sie im Interesse des Kapitals begangen werden, sind legitim; solche, die in Notwehr gegen das Kapital geschehen, sind Verbrechen.
      Diese Doppelmoral ist durchsichtig. DIE LINKE hat die Aufgabe, sie offensichtlich zu machen, und nicht, sich ihr zu unterwerfen!

    37. In Dubio schrieb am 23. August 2011 um 17:03 - Permalink

      Auch auf die Gefahr hin, Stefan Sasse einen Bärendienst zu erweisen, hat der Artikel mehr Substanz als so manches andere hier.

      Die FDP hat in den beiden Regierungsjahren sicher so alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. Sie war, und das hat sich immer als verhängnisvoll erwiesen, nicht auf die Rolle als Co-Regierungspartner vorbereitet. Sie hat das Vertrauen der vielen Millionen Wähler nicht gerechtfertigt. Sie jedoch als rechtsextremistisch zu bezeichnen, geht eindeutig zu weit. Extremistische Parteien und Organisationen definieren sich durch ihren Absolutheitsanspruch, der nicht mit anderen kompatibel ist. Niemand wird der FDP jedoch die Koalitionsfähigkeit absprechen, genauso wie weite Teile der Linken nicht als extremistisch einzustufen sind.

      Bis vor kurzem konnte sich die überwiegende Mehrheit (um die 50%) der Wähler vorstellen, die Liberalen zu wählen, die Linke hat ein deutlich geringeres Potential. Auch das ist nicht das Merkmal extremistischer Gruppierungen. Und ist es extremistisch, für pauschale Sozialleistungen von 600-700 EUR einzutreten? Ist ein steuerlicher Stufentarif extremistisch?

      Zur Linkspartei: bis vor kurzem war ich von ihrer Notwendigkeit im Parteienspektrum überzeugt. Die deutsche Gesellschaft hat sich in einem Maße auseinanderentwickelt, dass bestimmte Wähler für die typische linke Volkspartei SPD nicht mehr erreichbar sind. Jedenfalls nicht ohne den Preis, umso mehr Wähler in der politischen Mitte zu verlieren. Der Trend der letzten Monate, wonach die SPD in den Umfragen schleichend zulegt, seitdem Peer Steinbrück als Kanzlerkandidat im Gespräch ist, gibt hier ein Indiz.

      Ein Teil der Wähler der Linkspartei ist schwer zu erreichen: immobil, politisch desinteressiert und frustriert. Viele haben sich in die politische Emigration geflüchtet. Mit ihrer Protesthaltung zu Hartz-IV und der Vermittlung von politischem Mitgefühl konnte die Partei die Linke typische Unterschichtler eine Weile erreichen.

      Das zieht jedoch immer weniger. Mit wachsender zeitlicher Distanz verliert das linke Kernthema an Brisanz. Dazu bedient die Parteiführung keine Wählergruppen, sondern Funktionäre, wenn sie Ergebenheitsadressen an den alten Diktator Fidel Castro sendet, den Mauerbau 20 Jahre nach der Einheit rechtfertigt und Maueropfern den Respekt verweigert. Das interessiert außer bestimmten Parteimitgliedern niemanden, prägt aber das Bild einer sturköpfigen statt oppositionellen Partei.

      Für einfache Leute sind das lediglich Sandkastenspielchen einer im Grunde satuierten Politikerkaste.

    38. dfd schrieb am 23. August 2011 um 17:30 - Permalink

      @Stefan Sasse

      Seit zwei Jahren steht die LINKE für nichts mehr.

      http://dokumente.linksfraktion.de/drucksachen/23114_1706714.pdf

      http://www.sevimdagdelen.de/de/article/2124.kleine_anfrage_17_5409_hintergruende_des_bewaffneten_angriffs_auf_libyen.html

      http://dokumente.linksfraktion.de/drucksachen/23331_1706777.pdf

      http://dokumente.linksfraktion.de/drucksachen/23315_1706762.pdf

      http://dokumente.linksfraktion.de/drucksachen/23309_1706757.pdf

      http://blog.die-linke.de/digitalelinke/enquete-als-farce/

      http://www.linksfraktion.de/pressemitteilungen/koalition-beweist-unterirdisches-demokratieverstaendnis/

      etc…

      so so, Die Linke steht wirklich für nichts und wenn dann nur für Mauer, Castro und phösen linken Antisemitismus.
      Du wirst jetzt womöglich mit dem Argument kommen, dass die linke selbst dafür verantwortlich ist, wenn nur die Äußerungen bzgl. Castro, Mauer und phösen linken Antisemitismus in den Medien wahrgenommen werden und dadurch selbst die Schuld daran trägt, dass die andere Arbeit der Linken nicht wahrgenommen wird.

      1. Diese Sichtweise ist grenzenlos naiv. Die größtenteils von MilliardärenInnen und Konzernen kontrollierten privaten Medienorgane Deutschland haben bisher fast ausschließlich kontroverse Äußerungen ( wie z.B. über Castro, Mauer und phösen linken Antisemitismus) von Politikern der Linken aufgegriffen und das werden sie auch weiterhin tun. Gleiches gilt für die finanziell teils selbst zur Oberschicht gehörenden Verantwortlichen in ZDF und ARD.
      Selbst ohne Beeinflussung durch die 2 grossen Parteien und private Konzerne sind die Sympathien bei absoluten Gutverdiener wie Casdorff und Kleber in der Mehrzahl der Fälle nicht bei den Linken.

      2. Auch wenn man kein Wähler der Linken ist (wie ich, nur einmal Direktstimme, da ich die Person persönlich kenne, und vielleicht auch du?), sollte man klar erkennen, dass die Linke gerade eben auch durch Aktionen wie z.B. das Glückwunschtelegramm an Castro sehr wohl für etwas seht und es im Sinne Meinungspluralismus, den du eigentlich als “Linksliberaler” (ich kann das Wort nicht mehr hören) sehr zugeneigt sein müsstest, begrüssen, dass die Linke eben genau diese teils kontroversen, aber in der Mehrzahl der Fälle nach wissenschaftlichen Kriterien richtigen (z.B. wie du selbst erwähnt hast: historische Notwendigkeit) Standpunkte vertritt.

      3. Wenn man der Linken einen Vorwurf machen kann, dann ist das Versäumnis und Unwilligkeit, sich nicht stärker gegen eines der schärfsten Schwerter des Neoliberalismus -die Massenimmigration- positioniert zu haben. Lafontaine hat das neoliberale Instrument der Massenimmigration erkannt und thematisiert. Es ist eine Dummheit, dass die Linke -gerade im Zuge des angeblichen Facharbeitermangels- sich nicht stärker gegen diese neoliberale Waffe positioniert hat.

      • R_Winter schrieb am 23. August 2011 um 17:43 - Permalink

        2. Auch wenn man kein Wähler der Linken ist (wie ich, nur einmal Direktstimme, da ich die Person persönlich kenne, und vielleicht auch du?), sollte man klar erkennen, dass die Linke gerade eben auch durch Aktionen wie z.B. das Glückwunschtelegramm an Castro sehr wohl für etwas seht und es im Sinne Meinungspluralismus, den du eigentlich als “Linksliberaler” (ich kann das Wort nicht mehr hören) sehr zugeneigt sein müsstest, begrüssen, dass die Linke eben genau diese teils kontroversen, aber in der Mehrzahl der Fälle nach wissenschaftlichen Kriterien richtigen (z.B. wie du selbst erwähnt hast: historische Notwendigkeit) Standpunkte vertritt.

        Meine Zustimmung.

      • schwitzig schrieb am 24. August 2011 um 08:16 - Permalink

        Wer hätte das gedacht – ich finde, dass Du Dich mit diesem Thema bedeutend differenzierter auseinandersetzt als der Autor. Danke für den Beitrag :-).

    39. ola schrieb am 23. August 2011 um 18:31 - Permalink

      Das einzige Problem der Linken ist dass es seit Jahren möglich ist, immer wieder einen Hansel (vorzugsweise ausm Osten oder von den bak shalom Gesellen) zu finden, der sich für irgend einen Mist hergibt und so erst die Türe aufmacht, um derlei Kampagnen zu ermöglichen. Würde die Partei zumindest nach außenhin geschlossen auftreten, wären Dinge wie Gebrauchtwagen, Krustentiere oder Briefchen an Castro schon lange kein Thema mehr.

      Aber es irrlichtern zu viele Lederles, Wawzyniaks, Bries, Paus und Liebichs durch die Partei, die mit ihrem reaktionären Gedankengut schon Schwierigkeiten hätten bei den SPD Seeheimern mitmachen zu dürfen.

      Wir sollten uns nicht täuschen, es tobt ein interner Machtkampf und die Frage muss erlaubt sein, ob Sasse sich eine weitere klug agierende (Maul haltenden, eigene Positionen aufgebende) Linke nicht vor allem deshalb wünscht, weil er weiss, dass das der sichere Untergang dieser Partei wäre.

      Es ist scho a bissel wie bei den Grünen, allerdings scheinen mir noch andere Machtverhältnisse zu herschen, was vor allem den “westkadern” zu verdanken ist. Und gerade dieser Umstand bringt den “Ostkader” so in Wallung.

      • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 07:40 - Permalink

        Wir sollten uns nicht täuschen, es tobt ein interner Machtkampf und die Frage muss erlaubt sein, ob Sasse sich eine weitere klug agierende (Maul haltenden, eigene Positionen aufgebende) Linke nicht vor allem deshalb wünscht, weil er weiss, dass das der sichere Untergang dieser Partei wäre.

        Ja, ich bin ein bezahltes U-Boot der FDP.

        • schwitzig schrieb am 24. August 2011 um 08:13 - Permalink

          Ja, ich bin ein bezahltes U-Boot der FDP.

          :-)

          Nee – OK, Du vertrittst eher die Mainstreammeinung von Spiegel/SZ/Springer und Co. und das führt natürlich zu Anfeindungen, wenn Du abgemilderte Fleischhauer-Äquivalente auf alternativen Medien veröffentlichst, da viele der Alternativmedienkonsumenten mittlerweile recht allergisch auf so etwas reagieren. Ich finde es aber unredlich, jemanden, der eine andere Meinung hat, ohne Beweise zu unterstellen, dass es sich nicht um seine Meinung, sondern um eine gekaufte Dienstleistung handelt. Deine Integrität nehme ich Dir schon ab, auch wenn ich viele Deiner Positionen nicht teile.

          • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 08:28 - Permalink

            Danke dir ;)

        • ola schrieb am 24. August 2011 um 20:03 - Permalink

          Selbst die könnten sich Besseres leisten. Nein ich fürchte, du schreibst den Quark aus freien Stücken.

    40. M. Boettcher schrieb am 23. August 2011 um 18:46 - Permalink

      Ich habe schon bessere Analyse zur Parteienlandschaft gelesen. Im Grunde nur zwei Anmerkungen:

      1. Relativierung des Mauerbaus
      Das überall Gesine Lötzsch in den Mund gelegte Bemerkung zum Mauerbau stammt gar nicht von ihr oder den Linken, sondern geht vermutlich auf eine Interview der “Passauer Neue Presse” mit Chr. Lindner (FDP) zurück. Tatsächlich hat Frau Lötzsch zum Thema gesagt: “Ohne den Überfall Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion hätte es ja auch die deutsche Teilung nicht gegeben, dann hätte es auch keinen Mauerbau gegeben.” Das würde ich als historisch recht gut belegbare Tatsache einstufen, denn nur dadurch ist die Sowjetunion unter den Siegermächten des von Deutschland angezettelten Krieges gewesen und konnte sich nach dem Sieg über Deutschland den östlichen Teil des Landes sichern.

      2. Brief an Castro
      Castro & Co haben durchaus mit das Verdienst, den Diktator Batista gestürzt und die Unabhängigkeit Kubas erkämpft zu haben. Ob die Wortwahl im Brief besonders gut und das Schreiben selbst glücklich war, kann ich nicht beurteilen. Ich selbst habe keine Veranlassung Castro zu schreiben. Heute laufen rund ums Mittelmeer übrigens ähnliche Kämpfe ab, zu denen die gleichen Medien Beifall klatschen, die aus durchsichtigen Gründen Linken-Bashing betreiben.

      Zudem vermisse ich in der Presse ähnlich kritische Hinweise auf das Glückwunschschreiben der Bundeskanzlerin an den Premierminister der Sozialistischen Republik Vietnam Nguyen Tan Dung, das auf der Webseite bundeskanzlerin.de nachzulesen ist. Das ist an Schmierigkeit schwer zu toppen, wenn man bedenkt, was für einem Regime Nguyen Tan Dung vorsteht. Dazu weiss Amnesty International: Die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit unterlagen 2010 weiterhin erheblichen Einschränkungen. Es wurden neue Bestimmungen zur Überwachung des Internets eingeführt. Die brutale Unterdrückung von friedlichen Dissidenten und für die Menschenrechte engagierten Personen hielt an. Die Behörden griffen zunehmend auf die Anklage des Versuchs zum “Umsturz” der staatlichen Ordnung zurück, wenn sie gegen friedliche Dissidenten vorgingen. Gegen gewaltlose politische Gefangene ergingen nach unfairen Verfahren lange Haftstrafen. Einige Dissidenten wurden festgenommen und mussten lange Zeit in Untersuchungshaft verbringen, andere wurden unter Hausarrest gestellt. Mitglieder einiger religiöser Gruppen wurden schikaniert und misshandelt. Gegen mindestens 34 Personen ergingen Todesurteile, Informationen über die Anwendung der Todesstrafe wurden jedoch geheim gehalten.

      In der deutschen Parteienlandschaft herscht unter den älteren Parteien CDU/CSU/FDP/SPD sowie Bündnis90/Die Gurken erschreckende Monotonie. Die Linkspartei ist in diesem Umfeld nicht gerade ein Hoffnungsträger. Andererseits wird auf deren Fettnäpfchen, echte und falsche, überall genußvoll und mit klarer Absicht hingewiesen. Die keineswegs in geringerer Zahl vorhandenen der anderen Parteien werden von der Journaille dagegen schnell zur Privatsache erklärt, unter den Teppich gekehrt oder völlig verdrängt. Müssen die Leute aber Angst vor der Linkspartei haben. Ich schaudere eher vor einer bundesweiten Partei, ihren Anhängern und Wählern, die, so wie die Schill-Partei vor Jahren in Hamburg, im Bund aus dem Stand heraus Erfolg hat und in die Regierung kommt. Wenn man die vorhandenen Gesetze zu nutzen weiss, wird man diese Republik nicht wieder erkennen.

    41. ohopp schrieb am 23. August 2011 um 21:32 - Permalink

      ein unterirdischer Artikel, was mich vor allem erzürnt ist, dass die deutschen Kriegseinsätze schon zum Mainstream und zum Selbstverständnis der “SpiegelfechterRealos” gehören.
      Anders kann man es wohl nicht nenen, wenn die einzige Partei die hier Standfestigkeit beweist, in die Nähe des Überflüssigen gerückt wird.
      Und zu den sogenannten Fettnäpfen: Wenn es nicht der Hummer ist, werden eventuelle KaviarHäppchen auf irgendeinen Empfang, statt einer gepachteten Almhütte wird ein über dem Standart (was dies auch immer ist) liegendes Wochenendhaus zur Medienkampagnie genutzt. Und selbst wenn alle Linke in Erdlöchern hausen, wird man postulieren, dass sich mit denen kein Staat machen lässt.
      Und ich glaube auch nicht, dass mit anderen PR- Beratern ein SpiegelChef seine Reporter auf einen Linkenparteitag schickt um über Programmatik inhaltlich zu berichten, er immer sagen “schau mal was für abweichende Meinungen zu finden sind und wenn nicht konstruier welche.
      gute nacht!

    42. MNB schrieb am 23. August 2011 um 22:03 - Permalink

      Ich nehme jetzt den Spiegelfechter aus meinem RSS-Feedreader. Nicht dass das jemanden interessieren würde, aber ich tu es dennoch kund. Vllt bin ich ja kein Einzelfall. Wenn doch, umso schlimmer. Herr Sasse verwechselt linke Kritik mit beissreflexartiger Schnappatmung und effekthaschender Anusperforation des anvisierten Publikums. Herr Berger, wie man sich mit “einer linken Lieblingsbeschäftigung der Relativierung des Mauerbaus” und den bisherigen Beiträgen (den Geschichts-Blog verkneife ich mir mit seiner Blindheit gleich auf mehr als 2 Augen) so einen Alpha-Blog versauen lassen kann, ist mir ein Rätsel. Nichts gegen Meinungsvielfalt, aber Sasse trieft und sabbert im argumentfreien Raum. Solche Linken wünscht sich jede CDU als Sparringspartner. Leichte Kost. Wenn überhaupt wahrgenommen. Absolut schade.

      Mit konsterniertem Gruss

      *Abgang + Vorhang*

      • bjoern l schrieb am 24. August 2011 um 00:51 - Permalink

        und wieder ein gutes Beispiel für die Kritikfähigkeit der Linkenfanboys. Das ist ja sclimmer als bei den Apple-Jüngern. Ausser “Alles nicht wahr”, “Verschwörung der Presse” und “Die anderen aber auch” kommt da kaum mal was.

        • Frank Benedikt schrieb am 24. August 2011 um 01:51 - Permalink

          Falsch, “mein Kleiner”. Dir fehlt es augenscheinlich an Hintergrundwissen und folglichem Verständnis. Von “Humor” will ich ja gar nicht sprechen …

      • Frank Benedikt schrieb am 24. August 2011 um 01:48 - Permalink

        Und eine “konstruktive Kritik” wie Deine wünscht sich auch jedes Medium :-P Nicht fähig zur geringsten Form von Differenzierung?

    43. Graureiher schrieb am 24. August 2011 um 00:08 - Permalink

      Bevor du das tust, lies noch mal hier:
      http://www.nachdenkseiten.de/?p=10487#h17
      Ich verstehe auch nicht, warum dieser Troll hier auftreten kann; ich denke aber, dass da ein Missverständnis vorliegt!

    44. Egal schrieb am 24. August 2011 um 00:37 - Permalink

      Schon klar, was Seeheimer-Sasse will: wir sollen wieder alle brav zurück zur SPD kommen. Denn die Linke ist böse, dumm, rückwärtsgewandt, will die Mauer wiederhaben und schickt Liebesbriefe an Castro. Ausserdem fährt der Vorsitzende einen gebrauchten Porsche von 1970.
      Und an der FDP muss man ja einiges schlecht finden, aber das sie “rechter Rand” sind, habe ich bis jetzt noch nicht festgestellt. Da fiele mir eher die CSU oder die Hessen-Abteilung der CDU ein. Oder Sarrazin…ach nee, der ist ja ein Sozi. Zudem hatte und hat Wirtschaftsliberalismus in der SPD genauso eine Heimat. Wie das konkret politisch umgesetzt wurde: siehe Clement, siehe Schröder.
      Nach dem “Liebeserklärung an die USA”-Geschreibsel diesmal also ein Artikel, der kaum mehr erträglich und nicht nur meinungsmässig unterirdisch ist, sondern auch an den Fakten krankt.

      • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 07:21 - Permalink

        Es ist immer wieder verblüffend, was man mit entsprechender Verbohrtheit und ideologischer Brille alles in meine Artikel hineinlesen kann.

      • Jacques Roux schrieb am 24. August 2011 um 22:01 - Permalink

        Schon klar, was Seeheimer-Sasse will: wir sollen wieder alle brav zurück zur SPD kommen.

        Ja, aber gibt es denn da überhaupt noch Sozialdemokraten ? An der Basis sicherlich, die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokraten in der SPD [!] z.B. oder Albrecht Müller, der allerdings wohl eher die LINKE wählt und sei es nur aus wahltaktischen Gründen.

        Aber prominente echte Sozialdemokraten ? Die letzte ihrer Art war wohl Lügilanti, die ist zwar noch in der SPD, aber auf dem Abstellgleis.

        Also, wenn ich Sozialdemokraten wählen wollen würde, würde ich die LINKE wählen ;-)

    45. Momo schrieb am 24. August 2011 um 00:55 - Permalink

      @Stefan Sasse

      Vorab: Nach meiner Überzeugung sind die Relativierung der Mauer und das Telegramm an Castro kritikwürdig und völlig instinktlos.

      Jedoch: Ich finde es schon recht merkwürdig, daß unsere Mainstreammedien bestimmte Sachverhalte stets nur der Linkspartei um die Ohren schlagen:

      – Unsere Mainstreammedien möchten DIE LINKE als “kommunistisch” (im Sinne des stalinistisch eingefärbten “Realsozialismus”) zu verteufeln. Haben diese Mainstreammedien in den vergangenen Jahrzehnten die Unionsparteien jemals wegen des mehr als zweifelhaften Verhältnisses zahlreicher Unionsmitglieder (auch in Führungspositionen) als “faschistisch” gebrandmarkt?

      – Den Gysi versuchen unsere Mainstreammedien in unschöner Regelmäßigkeit wegen einer nicht bewiesenen IM-Tätigkeit zu diskreditieren. Welches Mainstreammedium hat jemals über die ebenfalls nicht bewiesene IM-Tätigkeit Merkels (“IM Erika”) im Zusammenhang mit der Bespitzelung Robert Havemanns berichtet?

      – Während die angebliche IM-Tätigkeit Gysis von den Mainstreammedien immer wieder neu aufgewärmt wird, verschweigen diese die bewiesene IM-Tätigkeit Andre Bries wegen dessen Instrumentalisierungsfähigkeit gegen die Partei DIE LINKE.

      – Zu Strauss und dem Milliardenkredit an die DDR: Die persönliche Beziehung von Strauss um SED-Devisenbeschaffer Schalck-Golodkowski ging weit über die rein “geschäftliche” Ebene des Milliardenkredits hinaus, wie in den 90er Jahren sogar in einem im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gesendeten Film dokumentiert wurde (ob dieser Film heute noch in dieser Art produziert und gesendet würde, muss mit einem Fragezeichen versehen werden). Schalck-Golodkowski läßt es sich heute meines Wissens in seiner Villa am bayrischen Tegernsee gut gehen. Seine Machenschaften wurden von der deutschen Justiz nie überprüft, da dies höchstwahrscheinlich Politiker insbesondere von Union, FDP und SPD erheblich in Bedrängnis gebracht hätte.

      – Westerwelle, der versucht, sich bei den oppositionellen Bewegungen im Nahen Osten einzuschleimen, hatte vor noch gar nicht langer Zeit den Diktatoren Mubarak und Gaddafi untertänigst gehuldigt. Sofern unsere Mainstreammedien diese oberpeinlichen Schleimereien Westerwelles überhaupt kritisieren, geschieht dies im Vergleich zu den Medienreaktionen zum Schreiben an Castro in einem äußerst moderaten Ton. Die Unterstützung der FDP für die honduranischen Putschisten wird von den Mainstreammedien kaum erwähnt, geschweige denn in der gebotenen Deutlichkeit kritisiert.

      FAZIT: Man kann und muß beispielsweise die Relativierung der Mauer und das schönfärberische Schreiben an Castro kritisieren, sollte jedoch mindestens so deutlich das heuchlerische und äußert verlogene Agitieren (insbesondere) der Union und der Mainstreammedien gegen DIE LINKE thematisieren und kritisieren. Ansonsten lachen sich Schwarz-Gelb und die zahlreichen der Union und der FDP nahestehenden Medien über diesen permanenten Propagandacoup gegen DIE LINKE halb tot. Und: Die demokratische Willensbildung käme zusehens unter die Räder.

      • Momo schrieb am 24. August 2011 um 01:43 - Permalink

        @Stefan Sasse

        KORREKTUR und ERGÄNZUNG:

        Es muss heißen:

        – Unsere Mainstreammedien möchten DIE LINKE als “kommunistisch” (im Sinne des stalinistisch eingefärbten “Realsozialismus”) zu verteufeln. Haben diese Mainstreammedien in den vergangenen Jahrzehnten die Unionsparteien jemals wegen des mehr als zweifelhaften Verhältnisses zahlreicher Unionsmitglieder (auch in Führungspositionen) zum “Dritten Reich” als “faschistisch” gebrandmarkt? Nicht einmal für die Ämter des Bundeskanzlers (Kiesinger) und des Bundesrpräsidenten (Carstens) war die NSDAP-Mitgliedschaft abträglich.

        Hier noch eine Ergänzung:

        – Nach allem, was heute bekannt ist, war Merkel zu DDR-Zeiten FdJ-Bezirkssekretärin für Agitation und Propaganda. Welches Mainstreammedium berichtet kritisch über diesen Sachverhalt? Das genaue Gegenteil geschieht: Als ihr von Obama die “Freiheitsmedaille” verliehen wurde, überschlugen sich unsere Medien dabei, Merkels DDR-Vergangenheit in ein mit der Realität nicht zu vereinbarendes positives Licht zu rücken und ihr DDR-”Schicksal” als Beiweis für den Freiheitswillen der DDR-Bürger hinzustellen. Merkel eine “DDR-Oppositionelle”? Eine absolute Lachnummer unserer Mainstreammedien!

      • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 07:25 - Permalink

        Unsere Mainstreammedien möchten DIE LINKE als “kommunistisch” (im Sinne des stalinistisch eingefärbten “Realsozialismus”) zu verteufeln. Haben diese Mainstreammedien in den vergangenen Jahrzehnten die Unionsparteien jemals wegen des mehr als zweifelhaften Verhältnisses zahlreicher Unionsmitglieder (auch in Führungspositionen) als “faschistisch” gebrandmarkt?

        Nope, aber die CDU ist auch clever genug nicht in der jungenFreiheit über “Wege zum Faschismus” nachzudenken.

        Den Gysi versuchen unsere Mainstreammedien in unschöner Regelmäßigkeit wegen einer nicht bewiesenen IM-Tätigkeit zu diskreditieren. Welches Mainstreammedium hat jemals über die ebenfalls nicht bewiesene IM-Tätigkeit Merkels (“IM Erika”) im Zusammenhang mit der Bespitzelung Robert Havemanns berichtet?

        Sehe ich ähnlich.
        Während die angebliche IM-Tätigkeit Gysis von den Mainstreammedien immer wieder neu aufgewärmt wird, verschweigen diese die bewiesene IM-Tätigkeit Andre Bries wegen dessen Instrumentalisierungsfähigkeit gegen die Partei DIE LINKE. Weil “erwiesen” nicht halb so spannend ist wie diskutieren über die Möglichkeit bei Gisy. Und wen interessiert André Brie? Der kam einmal groß raus mit seienr Kritik an Lafontaine, seither hab ich effektiv nichts mehr gehört.

        Zu Strauss und dem Milliardenkredit an die DDR: Die persönliche Beziehung von Strauss um SED-Devisenbeschaffer Schalck-Golodkowski ging weit über die rein “geschäftliche” Ebene des Milliardenkredits hinaus, wie in den 90er Jahren sogar in einem im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gesendeten Film dokumentiert wurde (ob dieser Film heute noch in dieser Art produziert und gesendet würde, muss mit einem Fragezeichen versehen werden). Schalck-Golodkowski läßt es sich heute meines Wissens in seiner Villa am bayrischen Tegernsee gut gehen. Seine Machenschaften wurden von der deutschen Justiz nie überprüft, da dies höchstwahrscheinlich Politiker insbesondere von Union, FDP und SPD erheblich in Bedrängnis gebracht hätte.

        Dazu kann ich nichts sagen, weiß ich nichts drüber.

        Westerwelle, der versucht, sich bei den oppositionellen Bewegungen im Nahen Osten einzuschleimen, hatte vor noch gar nicht langer Zeit den Diktatoren Mubarak und Gaddafi untertänigst gehuldigt. Sofern unsere Mainstreammedien diese oberpeinlichen Schleimereien Westerwelles überhaupt kritisieren, geschieht dies im Vergleich zu den Medienreaktionen zum Schreiben an Castro in einem äußerst moderaten Ton. Die Unterstützung der FDP für die honduranischen Putschisten wird von den Mainstreammedien kaum erwähnt, geschweige denn in der gebotenen Deutlichkeit kritisiert.

        Empfinde ich absolut nicht. Westerwelle wird überaus scharf kritisiert, und zwar in ZEIT, FAZ und SpOn, also durchaus in der Mainstreampresse. Nirgendwo habe ich moderate Kritik gesehen. Der Kerl kriegt es gerade eimerweise, und zwar zurecht.

        • Momo schrieb am 25. August 2011 um 19:21 - Permalink

          @Stefan Sasse

          1.) Du schreibst:

          “Nope, aber die CDU ist auch clever genug nicht in der jungenFreiheit über “Wege zum Faschismus” nachzudenken.”

          Aus dem Kontext des Artikels in der Jungen Welt ging jedoch eindeutig hervor, daß mit “Kommunismus” nicht jener der DDR oder gar des Sowjet-Stalinismus gemeint war. Und das wissen die Redaktionen der Mainstreammedien auch ganz genau. Würde einem Unionspolitiker eine vergleichbare Ungeschicklichkeit bzw. Dummheit passieren, dann würden unsere Mainstreammedien diesem Unionspolitiker in großer Zahl beispringen und den Lappsus als “Ungeschicklichkeit” oder “unglückliche Formulierung” kritisieren, zugleich jedoch lautstark darauf aufmerksam machen, wie die entsprechende Aussage zu interpretieren sei (gegenteilige Interpretationen würden höchstwahrscheinlich von den meisten Mainstreammedien als “bösartige Unterstellung” gabrandmarkt werden). Hier wird von unseren Mainstreammedien ganz eindeutig mit zweierlei Maß gemessen.

          2.) Du schreibst:

          “Und wen interessiert André Brie? Der kam einmal groß raus mit seiner Kritik an Lafontaine, seither hab ich effektiv nichts mehr gehört.”

          Diese Einschätzung kann ich so nicht teilen. Auch die “Blätter für deutsche und internationale Politik” (jetzt sage bitte nicht, die seien “völlig unbedeutend”) brachten in ihrer August-Ausgabe einen Beitrag von André Brie, auf den von den Nachdenkseiten leider ohne kritische Kommentierung verlinkt wurde.

          In diesem Beitrag befaßt sich Brie u.a. mit dem Thema “Antisemitismus” und zitiert einen verflossenen Sowjetpolitiker, der gesagt haben soll, der Unterschied zwischen der israelischen Politik (gegenüber den Palästinensern) und der Nazi-Politik (gegenüber den Juden) sei lediglich, daß die Nazis ihre Absichten offen geäußert hätten. Brie schreibt, diese Aussage zeige, daß es antisemitsche Wurzeln auf der politischen Linken gäbe. Mal abgesehen davon, daß Brie mit dieser Aussage im besten Springer-Stil eine direkte Linie von der KPdSU zur Partei DIE LINKE zieht, ist diese Pauschalisierung der Politik der UdSSR als “antisemitisch” mit einem großen Fragezeichen zu versehen. So zeigt der israelische Wissenschaftler Ilan Pappe (hat heute eine Professur in Großbritannien) in seinem Buch “Die ethnische Säuberung Palästinas”, daß die UdSSR im Jahre 1948 dem UN-Teilungsplan zugestimmt hatten und die Vertreibungspolitik der israelischen Regierung sogar mit Waffenlieferungen unterstützte. Auch die israelische Kommunistische Partei unterstützte seinerzeit das Vorgehen der israelischen Regierung und des israelischen Militärs gegen die Palästinenser. Die später kritische Haltung der UdSSR war wohl eher dem Ost-West-Konflikt geschuldet und nicht einem sowjetischen Antisemitismus (etwas pauschal formuliert: “Westen” = Unterstützung Israels, “Osten” = Unterstützung der arabischen Staaten).

          Rezension dieses Buches von Ilan Pappe: Siehe nachstehenden Link.
          http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Israel/pappe4.html

          Zudem ist es schon recht merkwürdig, daß André Brie den Antisemitismus-Vorwurf gegen die Partei DIE LINKE kritiklos nachbetet, ohne auch nur einen kritischen Hinweis auf die Urheber dieser Vorwürfe zu verschwenden. So hieß es bereits am 15. Juni in einem Beitrag der Jungen Welt:
          http://www.jungewelt.de/2011/06-15/021.php

          “Selbst bei der heute erreichten Gleichschaltung der Medien und der Absenkung journalistischer Standards ist schwer vorstellbar, daß man mit ähnlicher Einstimmigkeit und absoluter Kritiklosigkeit eine »wissenschaftliche Studie« bekennender Atomkraftfanatiker hochjubeln würde, in der gegen den Ausstieg aus der Nuklear­energienutzung polemisiert wird.
          Um nichts anderes handelt es sich aber bei dem 16-Seiten-Papier von Samuel Salzborn und Sebastian Voigt unter dem Titel »Antisemiten als Koalitionspartner? Die Linkspartei zwischen antizionistischem Antisemitismus und dem Streben nach Regierungsfähigkeit«. Das Pamphlet wurde inzwischen von der Frankfurter Rundschau ins Internet gestellt.
          Sebastian Voigt, der sich NATO-Bodentruppen nach Libyen wünscht (Jungle World, 28.4.2011), ist Gründungsmitglied des Bundesarbeitskreises (BAK) Shalom innerhalb der Linken-Jugendorganisation »Solid«. Diese äußerst agile und aggressive Kampftruppe beschäftigt sich, wenn sie nicht gerade »Antisemiten« in den eigenen Reihen jagt, hauptsächlich mit dem Schwenken israelischer und US-amerikanischer Fahnen und dem Bejubeln der militärischen Heldentaten ihrer Idole. Ob Gaza-Feldzug (Januar 2009) oder gezielte Todesschüsse auf unbewaffnete Demonstranten an einer von keinem Staat der Welt anerkannten »Grenze« auf dem Golan: Für den BAK Shalom ist alles, was die israelischen Streitkräfte tun, legitime Selbstverteidigung. Susanne Witt-Stahl hat dieses abstoßende Phänomen punktgenau auf den Begriff gebracht, als sie von »einer schaurigen Freude am Tanz auf den Gräbern der ausgemachten Feinde« sprach. (Semit, Januar 2011)
          Samuel Salzborn publiziert unter anderem in der Jungle World, die den »Antideutschen« nahesteht, und auf Henryk Broders Blog »Achse des Guten«. Inzwischen ist er durch seine ständigen Attacken gegen die Linke auch für die Mainstreammedien interessant geworden.”

          Ein weiteres Beispiel: Im “Paläsina-Portal” heißt es unter der Überschrift “Sind Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker Antisemiten?”:
          http://www.palaestina-portal.eu/Stimmen_deutsch/strohmeyer_arn_helmut_schmidt_richard_von_weizaecker_antisemiten.htm

          “Am 2. Dezember 2010 kam in Brüssel beim Präsidenten des Rates der EU, Hermann von Rompuy, und bei der Hohen Repräsentantin für Auswärtige Angelegenheiten, der Ersten Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Lady Catherine Ashton, ein Schreiben an. Der Brief hatte Appell-Charakter und lässt sich unter die Überschrift bringen: „Es reicht! Europa hat die Nase voll!“ Es ging in dem Schreiben um die Nahost-Politik der EU. Unterschrieben hatten den Brief ehemalige europäische Spitzenpolitiker und Staatsoberhäupter, die klar und deutlich eine andere Nahost-Politik der EU fordern, nämlich die „Umsetzung der Beschlüsse des Rates zum Nahost-Friedensprozess“. (…)
          Große Namen der europäischen Politik gehörten zu den Unterzeichnern wie Helmut Schmidt, Richard von Weizsäcker, Javier Solana, Felipe Gonzales, Benita Ferrero-Waldner, Lionel Jospin und Romani Prodi, um nur einige zu nennen. Obwohl die Deutsche Presse Agentur (dpa) einen längeren Text über den Vorgang verbreitete, nahmen die bürgerlichen Medien in Deutschland von dem Text keine Notiz. Als einzige Tageszeitung brachte die linke „Junge Welt“ am 13.12. eine Meldung unter dem Titel „Appell der Oldies“. Selbst „Die Zeit“, deren Mitherausgeber Helmut Schmidt ist, unterdrückte die Nachricht. Man kann das mit Recht einen Skandal nennen. Wegen des Totschweigens läuft (…) bei der ARD eine Programmbeschwerde, die ein Rechtsanwalt an den Sender gerichtet hat. Denn die Öffentlich Rechtlichen Sendeanstalten haben einen verfassungsrechtlich festgelegten Informationsauftrag, dem sie in diesem Fall – wohl ganz bewusst – nicht nachgekommen sind.
          Der Inhalt des Briefes der Elder Statesmen war offensichtlich zu brisant für deutsche Medien. Denn die prominenten Politiker betonen vor allem den fortgesetzten Siedlungsbau als Staatsgründungs- und damit Friedenshindernis und fordern die israelische Regierung auf, sich an Vereinbarungen zu halten. Sie verlangen auch, die Einfuhr von Produkten zu unterbinden, die aus den besetzten Gebieten stammen, und als „israelisch“ ausgewiesen werden und damit gegen geltendes EU-Recht verstoßen. Außerdem rufen sie die EU dazu auf, die Bildung eines unabhängigen Palästinenserstaates in den Grenzen von 1967 zu unterstützen. Hier ginge es um die Glaubwürdigkeit der EU. Die eingesetzten hohen europäischen Investitionen könnten sonst allesamt ergebnislos verloren sein und dies könne man dem europäischen Steuerzahler nicht mehr länger zumuten. (…)
          Die Bremer Teilnehmer an der Boykottaktion haben nichts anderes gefordert, als es in dem Schreiben der Elder Statesmen angesprochen wird. Sogar die Unterbindung der Einfuhr von Produkten und Früchten aus den von Israel besetzten Gebieten in die EU wird dort verlangt. Genau dafür sind die Bremer Demonstranten auf die Straße gegangen. Sind also Helmut Schmidt, Richard von Weizsäcker, Lionel Jospin und Felippe Gonzales und die anderen Unterzeichner alle Antisemiten, die dazu auffordern, „nicht bei Juden zu kaufen“? Der Appell der Elder Statesmen belegt einmal mehr, wie irrational und absurd die ganze Antisemitismus-Debatte in Deutschland inzwischen ist und wie dringend notwendig und überfällig eine für beide betroffenen Seiten gerechte Lösung des Nahost-Problems ist.”

          Meines Wissens sprechen sich auch die israelischen Friedensaktivisten dafür aus, die Ausfuhr von Produkten zu unterbinden, die aus den besetzten Gebieten stammen, und als „israelisch“ ausgewiesen werden. Dies alles wird m.E. von unseren Mainstreammedien mit der vollen Absicht verschwiegen, der Linkspartei mit aller Macht gegen das Bein zu pinkeln.

          • Jacques Roux schrieb am 25. August 2011 um 21:07 - Permalink

            Der Brief hatte Appell-Charakter und lässt sich unter die Überschrift bringen: „Es reicht! Europa hat die Nase voll!“ Es ging in dem Schreiben um die Nahost-Politik der EU. Unterschrieben hatten den Brief ehemalige europäische Spitzenpolitiker und Staatsoberhäupter, die klar und deutlich eine andere Nahost-Politik der EU fordern, nämlich die „Umsetzung der Beschlüsse des Rates zum Nahost-Friedensprozess“. (…)

            Interessante Information, danke Momo

            PS Für Sasse hab ich auch noch etwas Munition, Skandal im Kindergarten:

            http://www.tagesspiegel.de/politik/im-loetzschland-werbung-schon-im-kindergarten/4539610.html

    46. Graureiher schrieb am 24. August 2011 um 01:14 - Permalink

      Woher die plötzliche Aufregung?
      Da fordern fast zeitgleich ein vermeintlich liberaler Chefredakteur (Casdorff vom Tagesspiegel), ein Salonsozialist mit journalistischem Stammbaum (Augstein jr., auf SPON), und ein wichtigtuerischer Blogger wie Stefan Sasse auf Spiegelfechter.com die Auflösung der Partei DIE LINKE. Nicht mehr, und nicht weniger. Weil diese anlässlich des 50-jährigen Mauerjubiläums nicht genug Demut gezeigt habe. Oder es gewagt hat, Fidel Castro zum 85. Geburtstag zu gratulieren.
      Was steckt dahinter: Die Wahlen in Berlin? Wohl kaum, die Berliner LINKE ist ziemlich pflegeleicht und keine Bedrohung, die derartige journalistische Outings rechtfertigen würde. Dann vielleicht doch eher das öffentliche Bekenntnis des Kollegen Schirrmacher von der FAZ, der plötzlich der herrschenden neoliberalen Ideologie nicht mehr traut. Und das all diesen staatstragenden Journalisten gemeinsame Wissen darüber, dass diese Welt genau einen Schritt vor der Finanzkrise Teil 2 steht. Der könnte z.B. darin bestehen, dass morgen die Kreditwürdigkeit Frankreichs herabgestuft wird. Dann kommt eine Automatik in Gang, die kein Krisenmanagement mehr aufhält. Und da das mit ziemlicher Sicherheit kommen wird, nicht unbedingt Frankreich und nicht unbedingt morgen, versuchen diese Propagandisten des untergehenden Finanzkapitalismus schon mal vorzusorgen: linkes Denken ist rückwärtsgewandtes Denken, kann also keine Lösung der Probleme aufzeigen. Sie verkennen dabei aber, dass sie selbst seit Jahrzehnten ein wesentlicher Teil des Problems sind. Ihnen fehlt jede Glaubwürdigkeit!

      • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 07:18 - Permalink

        Zwar treffe ich Casdorff und Augstein wöchentlich zum Republiksturzstammtisch, aber die Auflösung der LINKEn habe ich trotzdem nicht gefordert.

    47. Alter Schwede schrieb am 24. August 2011 um 06:50 - Permalink

      In dem vollen Bewusstsein, dass die Kritik an einem Text immer leichter ist, als es selbst besser zu machen, muss ich doch ein paar Zeilen zu dem Artikel von Stefan Sasse kommentieren:

      Der Artikel ist sprachlich schlicht. Viel zu viel Dampfgeplauder. Inhaltlich stimme ich der FDP-Analyse voll und ganz zu und auch die Analyse der LINKEN ist nicht verkehrt. Doch dann lässt mich der Autor alleine. Wo bleibt der Ausweg? Die Grünen? Hüstel. Eine reformierte SPD, die wieder echte sozialdemokratische Politik betreibt? Wo ist die? Eine CDU, die wieder die katholische Sozialethik und bürgerliche Vernunft betreibt? Was Einleitung sein müsste, ist hier seitenlanges Gewäsch, bei dem FDP und LINKE gebasht werden. Alles wohl bekannt, von Mövenpick bis Porsche, von Westerwelle bis Ernst.

      Zur LINKEN, der interessantesten Frage, die der Text anreißt: Diese macht in der Tat in einer Zeit, in der kapitalismuskritische und linke Ideen Hochkonjunktur haben müssten, eine höchst jämmerliche Figur. Es zeigt sich, dass diese Partei nie ihre innere Mitte gefunden hat: von DDR-Nostalgiern über realexistierende Pragmatiker in den rot-roten Landesregierungen, die angepasster sind als ihre SPD-Regierungskollegen sind. Hin zu Kommunismus-Fans, die nicht kapiert haben, dass Marx zwar in vielen Dingen recht hat, nach dem Untergang des Kapitalismus uns aber nicht zwingend das Sowjetparadies erwarten muss sowie zu linken Sozialdemokraten, die den Bruch mit ihrer Heimat SPD noch immer nicht überwunden haben.

      Lafontaine war seinerzeit in der Lage, dieser Partei nach außen hin eine feste linkssozialdemokratische Hülle zu verpassen, die realpolitischen Anforderungen stand hielt, genauso dem Impetus einer modernen europäischen sozialistischen Partei gerecht wurde und die letztlich so auch gegen die ideologischen Anfeindungen des Mainstreams und der Rechten immun war. Es war ihm jedoch nicht gelungen, diese Partei im Inneren zu einer Legierung zusammenzuschmieden. Das unglückliche Agieren der neuen Führung zeigt nun drastisch, dass die LINKE ein Steinbruch geblieben ist.

      Dass sie von mächtigen Interessen bekämpft, diskreditiert und lächerlich gemacht wird, mag eine wohlfeile Erklärung sein, aber es ist keine Entschuldigung. Auch die Grünen wurden in den 1980er Jahren heftigst bekämpft. Innerlich zerstritten blieben sie aber damals äußerlich geschlossen.

      • ola schrieb am 24. August 2011 um 19:52 - Permalink

        Zur LINKEN, der interessantesten Frage, die der Text anreißt: Diese macht in der Tat in einer Zeit, in der kapitalismuskritische und linke Ideen Hochkonjunktur haben müssten, eine höchst jämmerliche Figur.

        ich halte es für ein Gerücht, dass diese Zeiten in Deutschland für Linke günstig wären. Historisch ist diese Aussage durch nichts zu rechtfertigen. Aber gerade weil einige so denken wie Sie, wird mit massivstem Sperrfeuer gearbeitet.

      • aschlutter schrieb am 24. August 2011 um 21:58 - Permalink

        Dass sie von mächtigen Interessen bekämpft, diskreditiert und lächerlich gemacht wird, mag eine wohlfeile Erklärung sein, aber es ist keine Entschuldigung.

        volle Zustimmung, es gehört schon eine gewisse Portion Talent dazu, sich mit einem so unkritischen Telegramm ein Bein zu stellen. Bei aller internationaler Solidarität…

    48. Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 07:17 - Permalink

      Mal nebenbei angemerkt: selbst Stephan Hebel stößt heute in dasselbe Horn wie ich:
      http://www.fr-online.de/politik/meinung/linke-ohne-projekt/-/1472602/9567930/-/index.html

    49. Harry Tuttle schrieb am 24. August 2011 um 08:01 - Permalink

      Um es mal klar zu sagen: Die Mauer war eher zum Vorteil des Westens, auch wenn das von den meisten anders gesehen wird.

      Dazu als Beispiel ein kontrafaktisches Szenario:

      Nehmen wir an, die DDR wäre seinerzeit ideologisch ähnlich flexibel gewesen wie die heutige SPD.

      Nehmen wir weiter an, die DDR wäre gegenüber der BRD als Leiharbeitsfirma aufgetreten. Die Leiharbeiter würden wie heutige Scheinselbständige verdingt, zahlten im Westen kaum Steuern, keine Sozialabgaben und würden zu etwas niedrigeren Löhnen als Westarbeiter bezahlt. Ein Teil der Löhne würde von der Leiharbeits-DDR als Sozialabgaben etc. einbehalten.

      Das hätte langfristig zu einer Verarmung breiter Bevölkerungsschichten in der BRD geführt, während die DDR durch die Einnahmen aus der Leiharbeit einen hohen Devisenüberschuss generiert hätte, denn eelcher westdeutsche Unternehmer hätte wohl auf derartige Kostenvorteile im harten internationalen Wettbewerb verzichtet?

      Da wäre der Anschluss langfrisitig wohl in der anderen Richtung verlaufen.

      • Stefan Sasse schrieb am 24. August 2011 um 08:27 - Permalink

        Ist durchaus möglich. Es ist allerdings fraglich, ob es bei einer völligen Offenheit der DDR nicht eher zu einer gemeinsamen Wirtschaftspolitik gekommen wäre und einer früheren Vereinigung oder etwas Ähnlichem. Und selbst wenn nicht – ist das Einsperren eines ganzen Volkes das alles wert?

        • ola schrieb am 24. August 2011 um 19:54 - Permalink

          Sasse, was bist du? Bist du nicht der, der den Geschichtsblog betreibt? Ja, das Internet, jeder darf mal, ganz egal wieviel politische Bildung man abbekommen hat.

      • Peinhart schrieb am 24. August 2011 um 09:16 - Permalink

        Tatsächlich ist die DDR der BRD gegenüber als Billiglohnland aufgetreten – viele Gerätschaften nicht nur aus Quelle- und Neckermann-Katalogen wurden billigst von der auf Devisen angewiesenen DDR exportiert – wodurch sich allerdings die BRD den durch DDR-Arbeiter erzeugten ‘Mehrwert’ aneignete. Strauss’ Milliardenkredit sollte nicht zuletzt unter diesem Aspekt betrachtet werden. Volker Pispers hat dankenswerter Weise mal was dazu gebracht, ansonsten wurden diese Zusammenhänge hierzulande konsequent unterschlagen. Effektiver noch als heutzutage im Umgang mit Billiglohnländern, die pressewirksam wegen ‘Menschenrechten’ angeprangert werden, während gleichzeitig neue Milliardenverträge abgeschlossen werden, um die solchermaßen geknechteten Untertanen dieser Länder auszubeuten. Doppelmoral vom Feinsten.

        Der Mauerbau fand in einer historisch ziemlich einmaligen Situation statt. Während normalerweise die potentiellen Aufnahmeländer durch ihre Kriterien dafür sorgen, das ärmere Länder nicht ‘ausbluten’ – ‘notfalls’ auch durch Mauern wie Frontex oder der an der Grenze zwischen USA und Mexiko – bot die BRD damals jedem DDR-Bürger pauschal Begrüßungsgeld, Staatsbürgerschaft und Starthilfen an. Zudem waren die frühen 60er eine ziemlich angespannte Zeit, in der der kalte in einen heißen Krieg umzuschlagen drohte. Nicht wenige West-Politiker begrüßten klammheimlich den Mauerbau, wie man jüngst erfahren durfte, sogar der ‘Ich bin ein Berliner’-Kennedy. Doppelmoral vom Feinsten.

        Es gibt also durchaus gute Gründe, den Mauerbau zwar nicht zu relativieren, aber historisch anders einzuordnen als diese Doppelmoral es immer noch, oder sogar mehr denn je verlangt. Statt sich nun also zubemühen, eine solche Einordnung vorzunehmen, stellt sich der Autor zwar nicht ausdrücklich hinter diese Doppelmoral, argumentiert aber zumindest in dem Sinne, da diese Doppelmoral (die er gleichwohl aber nicht anspricht) nun einmal immer noch gelte, sei es von der LINKEn politisch dumm, entsprechend zu argumentieren. Nur wenn sie es täte, was unterschiede sie dann noch groß?

        Ähnliches gilt ebenso für die kubanischen Menschenrechtsverletzungen, während gleichzeitig und fortgesetzt jeder Diktator hofiert wird, solange er Waffen kauft und seine Rohstoffe und Untertanen ausbeuten lässt. Oder ist Doppelmoral eben einfach legitim, solange sie politisch opportun ist und dem Stimmenfang dient? ‘Realpolitik’ vom Feinsten?

        • aschlutter schrieb am 24. August 2011 um 21:43 - Permalink

          Oder ist Doppelmoral eben einfach legitim, solange sie politisch opportun ist und dem Stimmenfang dient?

          Wohl eher eine rhetorische Frage, oder? Panzerlieferungen und Gewehrfabrik nach Saudi-Arabien sprechen doch für sich. Realpolitisch kommt Geschäft immer vor Moral, weil im Zweifel macht sonst ein anderes Land der “westlichen Wertegemeinschaft” das Geschäft. Deswegen g
          Eine Anmerkung zu Menschenrechtsverletzungen: Deutschland verletzt zum Beispiel wiederholt und dauerhaft soziale Menschenrechte, nämlich zum Beispiel im Umgang mit Asylbewerbern und ihren Kindern, gerade noch im Mai von der UNO gerügt (http://www.taz.de/!71166/). Ist aber ein Dauerproblem (SpON Mai 2001: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,134483,00.html).
          In Bezug auf Kuba wird deutlich, dass wir ganz schnell sind damit, Menschenrechte mit den natürlich zwingend erforderlichen demokratischen Rechten und dem Recht auf Meinungs- und Versammungsfreiheit gleichzusetzen [wobei letztere zumindest in Bayern auch schon eingeschränkt worden ist (http://www.spd-untergiesing.info/pressemeldung_22042008_dgb_bayern.pdf)]. Aber dies ist doch nur ein Teil aller Menschenrechte, die gemäß der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in allen UN-Mitgliedsstaaten zu gewähren sind. Artikel 23 wird zum Beispiel in Deutschland nicht umgesetzt, da heißt es:
          1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.
          2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
          3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.
          4. Jeder hat das Recht, zum Schutze seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.

          Lediglich Punkt vier wird grundsätzlich sichergestellt, oder sehe ich da was falsch?

          Dass die Kindersterblichkeit in den reichen USA sogar laut CIA höher ist als in Kuba (https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/rankorder/2091rank.html), dass die Alphabetisierungsrate in Kuba bei 99,8% liegt (http://hdrstats.undp.org/en/indicators/6.html), macht deutlich, dass Kuba gewisse Menschenrechte sehr gut garantiert, besser als manche demokratische Staaten mit großer sozialer Ungleichheit.
          Ein Telegramm von der LINKEN-Führung an Fidel Castro ist für mich völlig okay, mit einer anderen Wortwahl und differenzierteren Betrachtung hätte es vermutlich diesen Schwall der Empörung nicht geben können.

    50. wehner schrieb am 24. August 2011 um 17:00 - Permalink

      Natürlich agitieren die Medien gegen die Linke, aber auch nicht in einem größeren Umfang als gegen CDU, SPD Grüne oder FDP.

      Das Problem der LINKEN besteht doch eher darin, dass sie sich als wahre oder einzige Bewahrerin von Grundrechten aufgespielt hat und dies tagtäglich zu jedem relevanten Vorfall konkretisiert. Wenn die Führung der LINKEN dann einem Ex Diktator eines totalitären Staates, in dem Grundrechte, wenn überhaupt, nur auf dem Papier bestehen, einen Glückwunsch zu dessen Lebensleistung übermittelt, darf man sich nicht ernsthaft wundern, dass dies gerne aufgegriffen wird.

      Über das Thema Mauerbau muss man nicht ernsthaft sprechen. Wer dies rechtfertigt oder relativiert, sollte erwägen, professionelle Hilfe aufzusuchen.

      Die LINKE könnte sich manche Schlagzeile ersparen, wenn sie dem Denken „ Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ entkommen könnte. Kein Staat, keine Organisation oder Person ist per se gut, nur weil man sich als sozialistisch, antiimperalistisch oder antikapitalistisch ausgibt.
      Die anzulegenden Maßstäbe sollten die gleichen sein. Hier krankt es aber der LINKEN. Die Maßstäbe die z.B. gegenüber Kuba angesetzt werden sind erheblich niedriger als die, welche im Inland angesetzt werden. Und dies ist unglaubwürdig, da helfen auch keine Relativierungen und Schutzbehauptungen.

      Im Übrigen kann man dieses Phänomen auch bei der hysterischen Libyen Berichterstattung der jungen Welt oder auch mancher linken Blogs beobachten.

      • Stefan Sasse schrieb am 25. August 2011 um 07:31 - Permalink

        Volle Zustimmung.

    51. Bernie schrieb am 24. August 2011 um 18:13 - Permalink

      “[...]Natürlich agitieren die Medien gegen die Linke, aber auch nicht in einem größeren Umfang als gegen CDU, SPD Grüne oder FDP[...]”

      Ach? Mir ist aber nirgends bewußt, dass die CDU/CSU/SPD, Grüne oder FDP einfach übergangen werden, wenn die mal die politischen Ziele vorstellen? Bei der Linkspartei – immerhin eine der größten Oppositionsparteien im Bundestag – passiert dies jedoch seit Einzug in den Bundestag beinahe täglich.

      Die Journallie berichtet lieber darüber, dass Lötzsch/Ernst einen Diktator gewürdigt haben, der längst Rentner ist – man kann es nicht oft genug erwähnen – und dass die Linkspartei sich zerfleischt, wenn mal “Realos” wieder Brocken vor die Medienhaie werfen als über politische Inhalte der Linkspartei, und wenn dann nur mit Häme. So eine Vorgehensweise ist mir medial noch mit keiner der großen Parteien aus CDU/CSU/FDP/SPD/GRÜNE vorgekommen.

      Frage:

      Absichtlich betriebsblind? Leben wir im selben Land?

      Gruß
      Bernie

      PS: Hat nicht Westerwelle einst den Massenmörder Gaddafi besucht? Vor der libyischen Revolution? Soll die Debatte um den längst alterssenilen Castro gar davon ablenken, dass die “Arabische Revolution” auch mit Hilfe dt. Promipolitiker höchst doppelmoralisch behandelt wird? Würde mich mal interessieren, zumal das Timing doch verdächtig nach Ablenkungsmanöver in Sachen Libyen-Krieg aussieht……auch hier typisch neoliberal-marktradikale Doppelmoral der Regierung, und so mancher, die immer noch meinen dazuzugehören…..

      • Stefan Sasse schrieb am 25. August 2011 um 07:35 - Permalink

        Als die LINKE ihren Programmentwurf vorgestellt hat, wurde darüber berichtet. Seither ist wenig passiert.

      • Wehner schrieb am 25. August 2011 um 14:30 - Permalink

        Ich habe mich überhaupt nicht dazu geäußert, ob die LINKE übergangen wird, wenn sie ihre politischen Ziele vorstellt.
        Ich habe mich lediglich zu der Agitation der Medien geäußert und dort festgestellt, dass die Agitation der Medien gegenüber der LINKEN nicht größer ist als gegenüber anderen Parteien. Ich denke eher, dass die FDP und speziell Westerwelle wesentlich mehr ertragen muss als die LINKE.

        Außerdem wird die Diskrepanz zwischen den üblichen Forderungen sowie der Programmatik der LINKEN und Glückwünsche an einen Ex-Diktator nicht dadurch geheilt, dass Westewelle Gaddafi besucht hat. Entweder man lehnt beides ab, man befürwortet beides oder ggf. kann man auch beides relativieren. Alles andere ist Heuchelei.

        Zum PS fällt mir auch sonst nix ein. weil dort Sachen verknüpft werden, die nicht zusammen gehören. Der Verursacher von Castrogate ist die Linke, und nicht etwa die Medien. Ich gehe mal davon aus, dass niemand die LINKE zu den Glückwünschen gezwungen hat und die lybischen Rebellen sicherlich nicht auf die Glückwunsche an Castro gewartet haben.

        • Stefan Sasse schrieb am 25. August 2011 um 15:00 - Permalink

          Meine MEinung.

    52. aquadraht schrieb am 24. August 2011 um 23:30 - Permalink

      Für wen ist die Linke überflüssig? Für Stefan Sasse? Ok, das beruht wohl auf Gegenseitigkeit, und aus gutem Grunde. Sasse bringt nicht mehr, nicht Besseres, nicht Ehrlicheres als Spon, Bild und Welt gegen die Linke. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.

      Wer braucht die Linke? Alle Arbeitslosen, Hartzer und prekär Beschäftigten, denn eine andere Lobby haben sie nicht und kriegen sie nicht. Alle, die die parlamentarischen Anfragen der Linken im Bundestag und anderen Parlamenten verfolgen (nicht Herr Sasse), ebenso wie andere tägliche Aktivitäten der Partei. Denn da wird aufreibende Tagesarbeit gemacht, werden aber auch Erkenntnisse gewonnen für den Kampf gegen die Hartz4-Zwangsarbeit, gegen die Aggressionskriege rund um die Welt, die Unterstützung von rechten Putschisten durch die Bundesregierung, die faulen Kompromissen, bis hin zu den Grünen, mit der Nuklearindustrie, die Schweinereien mit Leiharbeit, Billigjobs, Praktika und prekärer Beschäftigung.

      Und ja, es gibt Schattenseiten. Es gibt die Überanpassung etwa des Berliner Landesverbandes, der Hartz4 zugestimmt, Privatisierungen durchgewunken und andere Rückgratlosigkeiten begangen hat. Natürlich ist Sasse ein Groupie von Lederer, wenn der gegen seine eigene Partei hetzt, wegen eines Glückwunsches an Fidel Castro. Da wächst zusammen, was zusammen gehört. Es gibt auch die Bartsch, Brie und andere aus der FDJ-Generation, die sich um die Fleischtöpfe betrogen fühlen, die Fischer, Özdemir und andere leerfressen und die ihre Partei gern auf dem gleichen Weg sähen. Dumm gelaufen, falsche Partei. Zum Glück.

      Und ok, nicht alle Linken sind Medienprofis wie Lafo und Gysi. Damit muss die Linke fertigwerden. Besser Ernst als Sasse. Besser die “überflüssige” Partei als der überflüssige Blogger. Ok, nicht wirklich überflüssig, tauglich als abschreckendes Beispiel .. *meinjanur*

      a^2

      • Stefan Sasse schrieb am 25. August 2011 um 07:27 - Permalink

        Das Problem ist, dass du nicht richtig liest. Ich halte die LINKE nicht für überflüssig. Ich bin der Meinung, dass sie sich gerade selbst überflüssig macht. Das ist ein Unterschied. Die LINKE hat tatsächlich eine sehr reale wie notwendige Funktion, aber sie ist immer weniger in der Lage sie wahrzunehmen.

        • Egal schrieb am 25. August 2011 um 10:33 - Permalink

          Hömma, kannst du nicht lesen? Es geht darum, dass die Linke absichtlich medial in den MSM nicht präsent ist. Ausser bei vermeintlichen Skandalen. Und weil du nicht vielmehr tust, als Meinungen der MSM wiederzugeben, kommst du natürlich zum gleichen Ergebnis wie deine Vorkauer: Nämlich dass wir, leider, leider, soziale Missstände in unserem Lande haben,um die sich bedauerlicherweise die SPD zur Zeit nicht kümmert. Aber wenn wir “mit Bauchschmerzen die SPD wählen” (deine Worte), dann wird sich das (so Gott oder Sigmar Gabriel oder Johannes Kahrs es wollen) ja wieder ändern.
          Ja, vielleicht überspitzt gesagt, aber genau das ist die Strategie in den Chefredaktionen: Macht die Linke unglaubwürdig, schreibt nur miese Sachen über sie, dann haben die Leute keine andere Wahl mehr, als zur SPD zurück zu kommen.
          Das ist doch ein Witz, dass z.B. Lafo, der das Finanzdesaster punktgenau schon 1998 vorausgesagt hat, als quasi persona-non-grata gehandelt wird. Und andererseits die Verantwortlichen nach wie vor unbenannt und unbelästigt weiter ihr Unwesen treiben dürfen, bis in Kürze selbst die BRD bankrott sein wird. Was für ein verkommenes und verrottetes Staatswesen betreiben wir eigentlich mittlerweile? Aber klar, Lafo macht’s mit Wagenknecht, und Ernst mit Gesine und die geht wiederum mit Castro fremd… Ekelhaftester BILD-Gossenjournalismus. Und das gerade ein Autor vom SF diese Ekelpropganda multipliziert ist schon ziemlich erbärmlich.

          Ich kann nur für mich sprechen, aber die SPD ist für mich aufgrund tausendfachen Verrats NIE wieder wählbar. Ich fresse lieber den Stimmzettel, als mein Kreuz bei denen zu machen. Da kann Klaus Ernst sogar mit nem chauffierten Rolls-Royce auffahren.

    53. Lemmy Caution schrieb am 25. August 2011 um 00:04 - Permalink

      Das Kuba-Problem der LINKE besteht aus meiner Sicht in dem alten Problem der Identifikation mit einem vermeintlichen Opfer des gemeinsamen Feindes, aus der auch wieder der wirklich widerwärtige Überlegenheits-Komplex der sogenannten entwickelten Welt hervorlugt.
      Und zwar eine Identifikation mit den Bossen jener Insel. In den verschiedenen Phasen der letzten 50 Jahre ist da wirklich eine Menge schief gelaufen. Wenn man die Lateinamerikaner ernst nehmen will, müssen auch die vielen, sehr vielen Fehler auf Kuba und unter anderen linken Regierungen zumindest wahrgenommen werden. Stattdessen werden Bosse, die über 50 Jahre als solche agiert haben, verklärt.
      Eine rationalere Haltung gegenüber der Insel würde vieles erleichtern.
      Und von Blockade kann nun wirklich nicht gesprochen werden, wenn die Insel voller spanischer Hotels steht, sie von Hundertausenden oder Millionen Kanadiern und Europäern besucht wird, US-amerikanische Exil-Kubaner jährlich 2 Mrd. US $ an arme Verwandte überweisen, die USA Lebensmittel nach Kuba exportiert, der wichtigste Erdöl-Exporteur der USA inzwischen eine Art Kolonie Kubas darstellt, der jährlich 8 bis 12 Mrd. US $ an die Bosse der Insel schickt und und und.

      • Stefan Sasse schrieb am 25. August 2011 um 07:26 - Permalink

        Sehe ich auch so.

    54. Alter Schwede schrieb am 25. August 2011 um 06:33 - Permalink

      Überflüssig ist die LINKE nicht, so lange die SPD weiter die Partei der Chimäre “Neuen Mitte” sein will, die ihren fundamentalen Gestaltungsanspruch aufgegeben hat, ohne Revolution die Lebenswelten zu verbessern. Programmatisch ist die LINKE größtenteils eine durch und durch sozialdemokratische Partei, die im Gegensatz zur SPD noch den Anspruch hat, Wirtschaft und Gesellschaft zu verändern, anstatt sich ihnen anzupassen. Nach der Schröder-Regierung sollte sie die SPD von links jagen und nach links treiben, denn gesellschaftliche und ökonomische Veränderung ist ohne die SPD nicht machbar. Das war der Lafontainsche Plan, dem jeder in der LINKEN folgen konnte, der sozialdemokratisch/sozialistisch dachte (und nicht revolutionär oder realexistierendsozialistisch). Und in dem Maße, wie die SPD sich schwächte, ging der Plan auch auf. 2009 hofften viele SPD-Genossen auf ein völlig neues Verhältnis zur LINKEN. Doch bevor darüber in der SPD ein Kampf entbrennen konnte, hat sich die LINKE auch für ihre sozialdemokratischen Sympathisanten verunmöglicht.

      Überflüssig ist deshalb derzeit die realexistierende LINKE. Weder treibt sie die orientierungslose SPD nach links, noch ist sie in der Lage, die Interessen der sozial Schwachen und Benachteiligten wirksam zu vertreten. Selbst programmatisch ist nicht erkennbar, welche Antworten sie auf eine der größten Krisen des Kapitalismus hätte. Sie scheint paralysiert den Entwicklungen zuzusehen, mit einer Mischung aus Rechthaberei (“Wir haben es schon immer gesagt!”), Fatalismus (“Soll der sch… Kapitalismus doch absaufen!”) und Ratlosigkeit, was konkrete realpolitische Maßnahmen unter den gegebenen Rahmenbedingungen anbelangt. Eurobonds? EU-Wirtschaftsregierung? Das neoliberale Projekt EU auflösen?

      Weil es an politischer Orientierung fehlt, lenkt man sich in der LINKEN mit einer Nabelschau ab, die irgendwo zwischen DDR, linken Sektierertum und haltlosem Pragmatismus hin und her pendelt. Der Laden fliegt uns gerade um die Ohren, der Ungerechtigkeit in diesem Land schwillt schon der Bauch, aber von Seiten der LINKEN erwarte ich keine Hilfe. Schade.

      • Stefan Sasse schrieb am 25. August 2011 um 07:24 - Permalink

        Exakt meine Meinung.


    Der Spiegelfechter läuft mit WordPress
    und benutzt Icons von DryIcons
    Copyright © Spiegelfechter.com | Impressum
    loading Abbrechen
    Beitrag nicht abgeschickt - E-Mail Adresse kontrollieren!
    E-Mail-Überprüfung gescheitert. Bitte noch einmal versuchen.
    Ihr Blog kann leider keine Artikel per E-Mail sharen.