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  • Mythos Demokratie

    geschrieben am 26. August 2011 von Spiegelfechter

    Eine Woche #alex11 als Weckruf für eine schlafende Gesellschaft

    ein Gastartikel von Florian Hauschild

    Seit dem 20. August 2011 wird nun der Alexanderplatz in Berlin „besetzt“. Zumindest war dies die Idee, die wohl auch gefruchtet hätte, wenn eifrige deutsche Beamte nicht alles daran setzen würden, dieses Demokratieexperiment zu unterbinden.

    In anderen Ländern überall auf dem Globus machen sie uns längst vor wie Demokratie geht: Auf die Straße gehen, beginnen wieder richtig miteinander zu sprechen und erkennen, dass wir zu mehr fähig sind als zu dem was man uns als „normal“ oder „alternativlos“ verkaufen will.

    Ich selbst bin bei #alex11/#aCAMPadabln Beobachter und Beteiligter zugleich. Wie wir alle. Wir alle erleben nun zum ersten Mal was Demokratie eigentlich heißt, wie schwierig es ist in einer offenen Gesellschaft Lösungen zu finden, wie sicher es aber auch ist, dass es dabei Stück für Stück immer ein wenig voran geht.

    Ich sehe obdachlose Straßenkinder und ehemalige Heimkinder, die 11 Jahre mit Ritalin vollgestopft wurden und die plötzlich fähig sind Verantwortung zu übernehmen und sich ohne jeden Konflikt ins Kollektiv einbringen – einfach weil man sie so sein lässt wie sie sind.

    Ich sehe eine bunte Mischung wacher Menschen, die begriffen haben, dass es an erster Linie auch an ihnen selbst liegt, dass wir uns dermaßen in die Scheiße geritten haben in der wir nun stecken.

    Und ich sehe eine skandalös agierende „Versammlungsbehörde“, die gewillt scheint, dieses Demokratieexperiment mit den absurdesten Maßnahmen zu unterbinden. Die einzelnen Fälle von Schikane und regelrechter Sabotage sollten jedem bekannt sein und führen nicht selten zu gereizter Stimmung aller Beteiligten.

    Ich sehe auch Polizeibeamte, die stumpf ihren Auftrag ausführen, Mitbürger in Uniform, denen offensichtlich längst jeder Funken gesunder Menschenverstand ausgetrieben wurde. Dienstvorschriften werden bei diesen Beamten längst höher bewertet als die fundamentalen Grundrechte der Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

    Die „Versammlungsbehörde“ schreibt den Demonstranten vor, welche Form des politischen Protestes „ordnungsgemäß“ sei und sogar welche und wieviel Materialien sie für ihren Protest einsetzen dürfen. Polizeibeamte vor Ort sorgen murrend für die Einhaltung dieser Vorgaben. „Wegen euch kann ich jetzt nicht im Büro sitzen und meinen Papierkram erledigen“, war eine der Aussagen der Beamten. Eine Grundstimmung, die zu ständigen Gängeleien, Sckikanen und schließlich auch zu einem Gewaltausbruch seitens eines Polizisten führte.

    Deutschland scheint in der Vorstellung einiger Menschen in diesem Land dermaßen demokratisch zu sein, dass, wer für seine Rechte auf die Straße gehen will, entweder völlig fehlgeleitet oder gar undemokratisch sein muss. Oder eben auch sowieso unfähig, wenn bei durchgeführtem Protest Kurzzeitbesuchern nicht die Instant-Demokratie zum Mitnehmen präsentiert werden kann. Fertig mit Schleifchen drumherum.

    Ein diensthöherer Beamter befand sich so tatsächlich in dem Glauben das wertvolle Versammlungsrecht in Deutschland zu schützen, indem seine Behörde sicherstellt, dass dieses Recht nicht von „irgendwelchen Demonstranten“ „missbraucht“ wird. Ein Einspruch bei Gericht gegen dieses Vorgehen mündete nun in einer Ablehnung mit einer Zahlungsaufforderung von 235 Euro – Kosten für die abgelehnte Forderung des Demonstrationsverantwortlichen selbt über die Art des Protestes entscheiden zu dürfen.Vorgänge über die sich deutsche Konzernmedien regelmäßig echauffieren – sofern sie im Ausland zu beobachten sind.

    Man kann es nicht anders sagen: Was seit dem 20. August 2011 zu beobachten ist, ist der endgültige Sargnagel eines gescheiterten Gesellschaftssystems, kurz bevor es entgültig zu Grabe getragen wird. Eine Gesellschaft, die länger gewillt ist in dieser Art von „Ordnung“ zu leben oder sich im Konflikt darüber zu verlieren wer die Schuld an diesem ganzen Mist haben soll, unterschreibt unweigerlich das Urteil für den eigenen Untergang.

    Korrupte, selbsternannte Eliten, ein menschenfeindliches Wirtschaftsystem, ein kollabierendes Finanzsystem und eine weitestgehend zerstörte Umwelt sind Fakten aus der Vergangenheit. Aktuell erleben wir, dass in Deutschland die Meinungs- und Versammlungsfreiheit stirbt. Wir sehen ein Häuflein Menschen, die sich dagegen auflehnen und viele Tausende die glauben es würde ausreichen „gefällt mir“ bei facebook zu klicken.

    Virtuelle Unterstützung für echten Protest auf der Straße ist schön, aber die Zeiten in denen dies ausreicht sind nun endgültig vorbei. Dies sollte jedem klar sein. Die Konsequenzen dessen auch.

    Am Freitag dem 26. August 2011 um 12 Uhr früh soll das Camp am Alexanderplatz geräumt werden. Nach allen Beschneidungen der Versammlungsfreiheit ist das Camp zu einem kleinen aber wichtigen Symbol für die Protestbewegung der Empörten geworden. Jeder der auch empört ist, sollte es als seine Pflicht begreifen dieses Camp durch seine Anwesenheit friedlich zu verteidigen. Wer keine Zeit hat, soll sich diese Zeit nehmen und wer sonst schon so viel tut, tut diesmal eben etwas mehr.

    Um 17 Uhr des gleichen Tages findet außerdem ein Zeltmarsch vom Brandenburger Tor zum Alexanderplatz statt. The Zeltmarsch will not be televisted!

    Florian Hauschild

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    Eine Woche #alex11 als Weckruf für eine schlafende Gesellschaft ein Gastartikel von Florian Hauschild Seit dem 20. August 2011 wird nun der Alexanderplatz in Berlin „besetzt“. Zumindest war dies die Idee, die wohl auch gefruchtet hätte, wenn eifrige deutsche Beamte nicht alles daran setzen würden, dieses Demokratieexperiment zu unterbinden. In anderen Ländern überall auf dem Globus machen ...
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    134 Kommentare:

    1. meckeronkel schrieb am 26. August 2011 at 09:21 - Permalink

      was für eine grütze

      • Hans schrieb am 26. August 2011 at 18:33 - Permalink

        warum grütze? vielleicht verstehst du es einfach nicht!

      • Frank Benedikt schrieb am 28. August 2011 at 01:47 - Permalink

        Passendes Pseudonym, denn Ihre Kritik ist nicht sehr konstruktiv. Könnten Sie das auch ausführen?

        • carlo schrieb am 28. August 2011 at 08:04 - Permalink

          Vielleicht wird mal Nachhilfe gebraucht für junge Schnösel!
          Wer es sich traut, die Abschlußscene von der Verfilmung des Hemmingway Romans “Wem die Stunde schlägt” mal so soweit’s geht nach zu vollziehen, hier ist Garys Blickwinkel und so feuert sein Lewis Gun auf die Faschisten ab.
          Natürlich auf Scheibe, mir wär da auch die eine oder andere Person…………..aber lassen wir das jetzt mal……;-)

          • Frank Benedikt schrieb am 28. August 2011 at 12:32 - Permalink

            Lieber Carlo,

            auf Menschen zu schießen (selbst wenn es sich um Faschisten handelt und in Notwehr geschieht), ist immer “Scheisse”. Ich hoffe, Du siehst das auch.

            Schönen Sonntag
            Frank

            • carlo schrieb am 28. August 2011 at 17:45 - Permalink

              High Frank, ich hab mir doch nur mal die Schlußszene vom besagten Film im protagonistischen Blickwinkel ausgesponnen. Mach doch bitte nicht gleich, wie ein evangelischer Pfarrer, ein moralisches Drama daraus…;-)

          • Frank Benedikt schrieb am 29. August 2011 at 12:58 - Permalink

            Olle Carlo – ICH mach doch kein “Drama” draus ;-) Der Regisseur kann das besser und auch ich bin nur ein Statist. Im Moment sogar nur ein müder …

      • sternburg schrieb am 28. August 2011 at 11:49 - Permalink

        dieser mann konnte nicht mehr selbstständig laufen, da haben drei netten herren, die grade zufällig in der nähe waren, gedacht: wir helfen: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=7l9R5Fy9Lcc

        upss… fallen gelassen. aus versehen. tuschuldigung.

        die aufnahme ist bei der räumung am samstag gemacht worden. heute nachmittag ist wieder treff aufm alex.

        nebenbei: einige berliner polizisten vergleichen das anbringen einer dienstnummer an ihrer uniform, mit dem tragen des sog. davidssterns unter den nazis.

        • sternburg schrieb am 28. August 2011 at 11:59 - Permalink

          alles einzelfälle. verstanden. abraten von der anzeige, weil immer gegenanzeige. wem wird wohl mehr geglaubt? der gruppe polizeibeamter oder einer querulantischen frau?

          zumindest in der theorie ist alles schön im rechtsstaat hehehehe aber wenigstens staatsbürgerkunde für die umher stehenden touris aufm alex. hautnah und live jaja.

          http://www.youtube.com/watch?v=Qa034VupAHg&feature=related

          ( aufnahme von gestern. alexanderplatz. frau. gruppe von männlichen cops.)

          die einsätze sind immer verhältnismäßig. hehehehehe

    2. Natalie schrieb am 26. August 2011 at 09:27 - Permalink

      Ein sehr guter Artikel, danke schön!

      Wer glaubt, Deutschland sei demokratisch, glaubt auch noch an den Weihnachtmann und / oder den Osterhasen.

      Virtuelle Unterstützung für echten Protest auf der Straße ist schön, aber die Zeiten in denen dies ausreicht sind nun endgültig vorbei. Dies sollte jedem klar sein. Die Konsequenzen dessen auch.

      Das verstehen die wenigsten. Viel schlimmer finde ich die Tatsache, dass sie auch noch glauben, aus dem Schatten ihrer Monitore etwas bewegen oder gar eine “Revolution” anzetteln zu können – die allgegenwärtige Kultur der virtuellen “Empörung”, die regelrecht zur Mode geworden ist, kann an Naivität und Lächerlichkeit kaum noch überboten werden. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ist das auch der Grund, warum die “elitären” Kreise dieser Bimbes- und Bananenrepublik sich so ziemlich alles erlauben können.


      Inder mit der Nationalfahne Indiens werden vor der BBC als “glückliche” Libyer, die die “Befreiung” feiern ist rechte Licht gerückt.

      • Serious Sam schrieb am 26. August 2011 at 09:38 - Permalink

        Ach, mal wieder… :)

      • sternburg schrieb am 26. August 2011 at 10:52 - Permalink

        ein sommernachmittag im sonycenter

        ich kann mich an ein erlebnis vor vielen jahren ( vor 7 jahren ? ) im sonycenter nähe potsdamerplatz erinnern.

        zwei freunde von mir waren zu besuch. zum ersten mal in berlin. wollten am ersten tag, das typische touriprogramm haben hehehehe. egaaaaal. alexanderplatz, unter den linden, brandeburger tor, reichstag und dann links, ab durch den tiergarten zum potsdamer platz.

        wir gehen rüber zum sonycenter. auf dem platz angekommen, sehen wir am rand, über all private sicherheitsleute stehen. auf dem platz selber sind vier personen verteilt. sie sehen aus wie schäfer ( ? ). große filzhüte, lange stiefel, wollkleidung und jeder einen grob geschnitzten, langen stock zum wandern dabei.

        himmm… keine ahnung…die touristen gucken, keiner hat einen plan was los ist. außer der vier “schäfer” natürlich :)) . ok aber außer, das alle gucken und irgend wie gespannt sind und warten, das was passiert…. naja..

        wir wollen wieder gehen. wir wollen den platz verlassen. dabei kommen wir an einer der vier schäfer vorbei. eine frau. sie will sich jetzt an den rand der wasseranlage auf dem platz im sonycenter setzten. in dem moment, als sie sich hinsetzt gehts los.

        zwei security leute, einer mit einem hund kommen. sie bitte die frau auf zusehen und den platz zu verlassen. wir kommen dazu.

        die frau fragt, ob sie sitzen bleiben dürfe? sie möchte sich nur ausruhen. nein. das geht nicht , antwortet der wachmann. bitte verlassen sie den platz jetzt. das ist hier privatgelände.

        dazu müsst ihr wissen, es ist ein platz, aber auf dem gesamten platz gibt es keine sitzgelegenheiten wie zb bänke. wenn jemand sitzen will, dann geht es nur in den drei, vier cafés, die um den platz im sonycenter gruppiert sind.

        ich frage, ob es denn irgend einen stört, das die dame hier am brunnen sitzt?

        nun passiert folgendes:

        andere leute kommen dazu. ein älteres, gut situiertes ehepaar um die mitte 60 und ein weiterer älterer herr. ich sage, die frau stört doch niemanden. der mann, des eleganten älteren paares hält einen 10 euro schein in der hand und fragt die wachleute, ob er hier fotos machen dürfe? er bezahlt auch und legt ein iranisches grinsen auf dabei. eine diskussion beginnt. die securities beginnen zu telefonieren.

        der einzelne, ältere herr fragt die “schäferin”: na jetzt sei mal ehrlich. was soll die aktion? von welcher partei biste denn mädchen?

        die “schäferin” , die bei der ganzen diskussion nichts sagt und eigentlich im hintergrund bleibt , antwortet dem mann mit ruhiger stimme: ich bin auf der wanderschaft und möchte mich hier nur kurz hinsetzen. sie lässt sich auf nix politisches festnageln. schon gar nicht auf eine diskussion, welcher gruppierung sie angehört etc.. nur immer wieder in leisen, ruhigen worten, das sie unterwegs ist, erschöpft ist und sich nur kurz ausruhen möchte.

        das ende

        die beiden wachmänner gehen wieder. die frau bleibt weiter am rand des brunnen sitzen. und vielleicht haben wir alles etwas gelernt.

        die vier “schäfer” haben gegen das privatisieren von öffentlichem raum protestiert. so meine interpretation. es ist ihnen gelungen. wie ich finde.

        meine freunde und ich haben ein wunderschönes erlebnis gehabt. an diesem sommertag haben wir praktische solidarität erlebt. ganz “normale” leute. wie man so sagt nech? also nix die üblichen verdächtigen. diese gutbürgerliche ( ?) haben mit geholfen, das die aktion ein erfolg wurde.

        du hast oben zu deinem artikel ein bild rein gestellt. wir haben an diesem sommernachmittag “die wunderbare welt des wiederstandes” erlebt. heute wirk das rückblickend etwas naja weiss nicht… aber wir drei waren damals richtig berauscht von dem erlebnis hehehehe.

        ich steh ja unter anderem auf deutsche filme. passt eben auch “was nützt die liebe in gedanken” http://www.youtube.com/watch?v=38qWOvTdE6Q&feature=related ich mag das praktische. wenn es für ihre aktion heute aufm alex zu ende gehen sollte, hoffe ich, das die jungs und mädels in den letzten tagen, solche erlebnisse auch hatten. wie wir damals. das gibt kraft. ihr zeit normal. ihr lebt und es ist wunderschön zu erfahren, das man nicht der einzige ist, der so denkt.

        • GrooveX schrieb am 26. August 2011 at 12:18 - Permalink

          er bezahlt auch und legt ein iranisches grinsen auf dabei.

          freudsche fehlleistung?

          • sternburg schrieb am 26. August 2011 at 15:47 - Permalink

            @ GrooveX

            :)) keine erkärung. lustig. naja… iranisch streichen.

      • carlo schrieb am 29. August 2011 at 00:54 - Permalink

        Ja,…Nathalie, so denke ich wär das richtig geschrieben, irgendwie und wo hast Du ja recht, feuer die umsturzfaulen deutschen Säcke mal an…..;-)
        Selbst der alte Hosenscheisser Goethe, der beim Einmarsch der Franzosen sein Dienstmädchen ehelichte, um nicht in den Verdacht ein schlechter Aristokrat zu sein schrieb:

        Schon gut! Nur muß man sich nicht allzu ängstlich quälen;
        Denn eben wo Begriffe fehlen,
        Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein.
        Mit Worten läßt sich trefflich streiten,
        Mit Worten ein System bereiten,
        An Worte läßt sich trefflich glauben,
        Von einem Wort läßt sich kein Jota rauben.

        Und damit läßt sich eben nicht mal ein Platz besetzen, geschweige denn mehr, nicht mal eine Revolte läßt sich mit guten Worten herbei schreiben….;-)

    3. sternburg schrieb am 26. August 2011 at 09:32 - Permalink

      Ich sehe obdachlose Straßenkinder und ehemalige Heimkinder, die 11 Jahre mit Ritalin vollgestopft wurden und die plötzlich fähig sind Verantwortung zu übernehmen und sich ohne jeden Konflikt ins Kollektiv einbringen – einfach weil man sie so sein lässt wie sie sind.

      der satz und die erkenntnis gefällt mir. “einfach weil man sie so sein lässt wie sie sind” sehr schön.

      sonst hier, polizei und gefahren quelle zelt aufm alex http://www.youtube.com/watch?v=ZMuHTY5STQI und http://de.indymedia.org/2011/08/314423.shtml

      wie gut, das wir beamte haben, die sagen, was eine politische demonstration ist und was nicht:)) hehehe erinnert mich an die loveparade zum ende ihrer berlin phase. war das nicht so, das ein wagen von alec empire nicht rauf durfte. weil zu politisch hehehehe und die junge union war mit ner karre dabei. aber hey unsere geliebte bundeskanzlerin ist laut forbes, die mächtiges frau der welt . na dann.

    4. kreetrapper schrieb am 26. August 2011 at 09:57 - Permalink

      Besonders lustig finde ich den “gefällt mir”-Button direkt unter der Beschimpfung der Facebook-Demonstranten.

    5. Ernst Wilhelm schrieb am 26. August 2011 at 10:03 - Permalink

      wie gut, das wir beamte haben, die sagen, was eine politische demonstration ist und was nicht:))

      Und bei NPD-Aufmaerschen ist das natuerlich genau andersherum. Aber nichtsdestotrotz, Sie haben meine Unterstuetzung.

      Andererseits muss ich doch auf folgendes hinweisen. Wie gut, dass es noch aufrechte Linke gibt:

      Faurisson-Kontroverse

      Anfang der 1980er Jahre entstand vor allem in Frankreich eine Kontroverse, weil Noam Chomsky im Herbst 1979 auf Bitte von Serge Thion, einem seit 1978 aktiven Holocaustleugner, eine Petition zur Verteidigung der Redefreiheit des französischen Literaturprofessors Robert Faurisson unterzeichnet hatte. Faurisson hatte in zwei 1978 und 1979 in Le Monde veröffentlichten Artikeln die Existenz von Gaskammern im Dritten Reich bestritten, und wurde daraufhin wegen Verleumdung und Aufruf zum Rassenhass zu einer dreimonatigen, zur Bewährung ausgesetzten Gefängnisstrafe und einer Geldbuße in Höhe von 21.000 Franc (3.200 Euro) verurteilt. Chomsky wies darauf hin, dass er sich, obwohl seine eigenen Schlüsse bezüglich des Holocaust denen Faurissons entgegengesetzt seien, und selbst wenn es stimme, dass Faurisson ein Antisemit und Neonazi sei, dennoch für dessen Redefreiheit einsetze. Des Weiteren bemerkte Chomsky, dass es ein jahrhundertealter Grundsatz sei, dass man sich gerade in Fällen „abscheulicher Gedanken“ am stärksten für das Recht zu deren freier Äußerung einsetzen müsse:

      „[...] it has been a truism for years, indeed centuries, that it is precisely in the case of horrendous ideas that the right of free expression must be most vigorously defended; it is easy enough to defend free expression for those who require no such defense.“

      – Some Elementary Comments on the Right to Freedom of Expression

      Chomsky veröffentlichte dieses in einem Essay über die Redefreiheit und erlaubte jedem dessen freie Verwendung, woraufhin Faurisson diesen als Vorwort für sein Buch benutzte. Dies erregte erneutes Aufsehen und den Vorwurf, die Verwendung seines Essays durch Faurisson zugelassen zu haben. Der Historiker Pierre Vidal-Naquet warf allerdings Chomsky zusätzlich vor, auch mit Faurisson entgegen seiner (Chomskys) eigenen Beteuerungen „freundschaftlich korrespondiert“ (correspondance amicale) zu haben; und auch sich nicht der Abfassung eines Vorworts zu seinem eigenen Text durch den einschlägig bekannten Holocaustleugner Pierre Guillaume widersetzt zu haben.

      Im September 2010 trat Chomsky in Paris vor einem 1800 Personen starken Auditorium auf, um weiterhin für die Pressefreiheit und die Meinungsfreiheit von Robert Faurisson einzutreten. Zu diesem Zeitpunkt unterzeichnete er auch eine Solidaritätserklärung mit einem weiteren, damals inhaftierten, Holocaustleugner, Vincent Reynouard, wobei er bekannte, dessen Schriften nicht zu kennen, grundsätzlich aber gegen das Prinzip der Loi Gayssot zu sein.

      • sternburg schrieb am 26. August 2011 at 10:54 - Permalink

        Und bei NPD-Aufmaerschen ist das natuerlich genau andersherum.

        himmm…lieber ernst wilhelm… sollte ich mit meiner einschätzung zu dir im stefan text von gestern, nicht so ganz daneben liegen?

        • Ernst Wilhelm schrieb am 27. August 2011 at 04:35 - Permalink

          Natuerlich koennen Sie aus Ihrer Sicht nicht daneben liegen. Es ist fuer Sie eben unvorstellbar, Redefreiheit auch fuer Nazis zu fordern. Aber manche tun das eben, wie Noam Chomsky. Nicht weil sie Nazis sind. Sondern aus ganz grundsaetzlichen Ueberlegungen:

          http://ernstwilhelm.wordpress.com/2010/10/09/zuwenig-meinungsfreiheit/

          • sternburg schrieb am 27. August 2011 at 06:16 - Permalink

            @ Ernst Wilhelm

            himmm…. mich hat es neugierig gemacht, was es auf sich hat mit dem ideologie vorwurf, den du dem stefan gemacht hast.

            ich muss zugeben, das ich das vorurteil habe, das die leute, die besonders betonen, das sie frei von ideologie sind und nichts von rechts – und links schemata halten, bei aufmerksamerem lesen, dann doch selbst sehr ideologisch sind.

            das ist eine masche. da sollen dann menschen “hintenherum” überzeugt werden mit dann doch ideologischen argumenten.

            ich glaube, das es eine maske ist, die du benutzt, wenn du beim beispiel holocaustleugnung und mit dann berühmten, linken zeugen für mich versuchst, thematiken in diskussionen zu bekommen, die sonst keine chance hätten.

            über den schleichweg kann propaganda für die sog. ausschwitzlüge gemacht werden?

            vielleicht tue ich dir unrecht ?

            ich habe mir deine seite angesehen. ist nur ein verdacht, aber was du zu über ausländerkriminalität, schwule in deutschland oder jetzt hier die redefreiheit ausgerechnet am beispiel der ausschwitzleugner… naja …….

            • Terenz schrieb am 27. August 2011 at 06:36 - Permalink

              Lieber Sternburg … du bist mir manchmal wirklich etwas zu plump ;)

              Kennst du den hier ? ;)

              Sollest dich nicht auf zu viele pisilichkeiten dieser art einlassen, in diesem forum schon garnicht ! Von gewissen Leuten die sie es nicht besser wissen solltest du dich bei bestem willen nicht zumülllen lassen … ;)

              Hast es nicht nötig …

              Find out to Yourself :)

              Edit : Come and get me …

              Es gibt gute alte die uns alle heute fast noch in die tasche stecken würden und es gibt junge CDU – Mitglieder die scheibar schon untot gebohren wurden :D … Es gibt da auch noch die schickbürgerliche bei denen es toll war anders zu sein aber die meisten von den sind auch wieder in ihr bürgerliches lager gewandert …

              Schon hm :) ? Matsch oder angepaster mittelmatsch …

              Das … tzzz … Hätte doch nur einer von euch mal einen
              moment lang Charkter … tzzz …

            • Ernst Wilhelm schrieb am 27. August 2011 at 09:43 - Permalink

              @sternburg
              Sie sehen etwas falsch. Ich weise vor allem auf Widersprueche hin. Warum sollte man Nazis mit Methoden bekaempfen, die Sie selbst anwenden wuerden, haetten sie die Macht? Und ich vereinfache gern. Wenn Redefreiheit, dann fuer alle und alles. Meine Hauptanliegen ist jedoch der Hinweise auf die unheilige Dreieinigkeit unserer Zeit, Kapitalismus, Konsum und die wachsende Macht therapeutischer Institutionen mit der Folge der Entmuendigung des Einzelnen durch selbsternannte Eliten.

            • Till schrieb am 27. August 2011 at 10:21 - Permalink

              Ernst Wilhelm, wen meinen Sie mit “selbsternannten Eliten”. Ist dieser Begriff nicht einer aus der Mottenkiste der Verschwörungstheoretiker ?
              Ein Duktus, den Sie eigentlich zutiefst verabscheuen ?

              Sie kennen aber komische Leute …

            • Ernst Wilhelm schrieb am 27. August 2011 at 10:59 - Permalink

              Das ist ja gerade das interessant. Offen selbsternannt. Und viele finden das gut. Nehmen Sie nur mal Walter Lippmann, noch heute ein Vorbild von zahlreichen Journalisten (Ich zitiere der Einfacheit halber mal):

              Laut Lippmanns Demokratieverständnis besteht eine intakte Demokratie also aus zwei Klassen. Die sehr kleine Klasse der “Spezialisten” wird aktiv mit den Angelegenheiten des Allgemeinwohls betraut. Diese Männer analysieren die Lage der Nation und treffen Entscheidungen auf politischer, wirtschaftlicher und ideologischer Ebene. Ihr gegenüber steht die Klasse der den Spezialisten überlassenen “Handlungsobjekte”, nach Lippmann die “verwirrte Herde”, vor deren Getrampel und Gelärm die Spezialisten geschützt werden müssen. In seinen Essays zur Demokratie fordert er, dass nur die spezialisierte Klasse für die “Herausbildung einer gesunden öffentlichen Meinung” Sorge tragen darf, weil die Öffentlichkeit lediglich aus “unwissenden und zudringlichen Außenseitern” besteht.

            • sternburg schrieb am 27. August 2011 at 12:12 - Permalink

              @ Terenz

              himmm… wirklich entspannend clip eins.

              so damit in den großstadtdschungel gleich:))

              und den hausgemachten clip von schwitzig als wecker zum wachwerden am morgen.

              immer danke für tips und dir ein schönes we terenz

    6. ZwischenSpeicher schrieb am 26. August 2011 at 10:12 - Permalink

      So ist das halt bei uns. Wer Revolution machen will, braucht dazu eine Genehmigung.

      • Schweigsam schrieb am 26. August 2011 at 10:52 - Permalink

        Hier dazu Lenin: „Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas. Wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte!“.

    7. Blixten schrieb am 26. August 2011 at 10:14 - Permalink

      Ich bin eigentlich ein Freund von unabhängigen politischem Engagement in der Öffentlichkeit, finde die hier vorgetragene Selbstüberhöhung aber völlig übertrieben:

      …wie Demokratie geht…zum ersten Mal was Demokratie eigentlich heißt…Demokratieexperiment…fundamentalen Grundrechte der Meinungs- und Versammlungsfreiheit…Instant-Demokratie zum Mitnehmen…endgültige Sargnagel eines gescheiterten Gesellschaftssystems…dass in Deutschland die Meinungs- und Versammlungsfreiheit stirbt…

      Ganz schön dick aufgetragen für einen Text, der eigentlich nur aussagt, dass die Proteste auf dem Alexanderplatz nicht den erwünschten Zupruch bekommen haben und dass daran natürlich die Politik, die Polizei und die “korrupten selbsternannten Eliten” schuld sind.

      Aus der Ferne Ratschläge zu geben ist natürlich immer einfach und bring im Zweifelsfall den Aktivisten vor Ort rein gar nichts, aber ich glaube man könnte viel mehr Leute erreichen, wenn man verbal Abrüstet .
      Eine Bewegung, die sich auserkoren sieht unsere Demokratie zu verteidigen und deren Scheitern nicht weniger als der Sargnagel des Gesellschaftssystems ist, hat nur sehr begrenzte Überlappungen mit meiner Wahrnehmung der Realität.

      • Frank Benedikt schrieb am 28. August 2011 at 01:50 - Permalink

        “… unsere Demokratie zu verteidigen …” Sehen SIE dafür keinerlei Anlaß?

    8. mreinhard schrieb am 26. August 2011 at 10:39 - Permalink

      Nein, was für eine Riesengrütze! Einen derart schlechten und inhaltslosen Artikel hab ich hier noch nie gelesen!

    9. ZwischenSpeicher schrieb am 26. August 2011 at 10:42 - Permalink

      “Ich sehe auch Polizeibeamte, die stumpf ihren Auftrag ausführen, Mitbürger in Uniform, denen offensichtlich längst jeder Funken gesunder Menschenverstand ausgetrieben wurde.”

      So würde ich das nicht sagen. In den Filmchen kommt zum Ausdruck, dass dort Beamte höflich aber bestimmt auf die Einhaltung diverser Auflagen, über die man streiten kann, bestehen.

      Man sollte Ihnen vielleicht ebenso höflich und bestimmt klarmachen, dass sich die Demonstranten auch für die Interessen der Polizei einsetzen, wenn letztere z.B. reklamieren, dass einer der Verantwortlichen in dieser Republik, der Minister Schäuble, gerade ein Steuerabkommen mit der Schweiz abschließen will,

      welches die Verfolgung von Drogenkriminalität, Zuhälterei, Geldwäsche und Steuerhinterziehung in Zukunft erheblich erschwert

      Bei diesem Thema müssten sich sofort Gemeinsamkeiten der Demonstranten mit der Polizei herstellen lassen. Vielleicht die Polizei einladen, mit-zu-demonstrieren? Vielleicht dafür den Kriminalbeamten Sebastian Fiedler einladen, der genau diesen Vorwurf bestätigt? (im Film ab Minute 5:15).

      Was ist das dann denn anderes, als der “endgültige Sargnagel eines gescheiterten Gesellschaftssystems”, wenn Minister heutzutage offensichtlich Gesetze für Steuerhinterzieher, Drogenmafia und Großzuhälter machen?

      (Solche Themen liegen auf der Straße. Man muss sie mal sammeln und dann damit auf dieselbige gehen.)

    10. Auf'm Land schrieb am 26. August 2011 at 10:48 - Permalink

      Einige Leute – besonders die in den Großstädten – haben echt den “Tunnelblick” und ein Wahrnehmungsproblem. Die halten echt ihre Armut für allgemeingültig. Wir Leute auf’m Land und vom Mittelstand schütteln über sowas echt nur den Kopf. Es ist uns ehrlich gesagt scheißegal, ob Ihr da in Berlin im Müll nach Pfandflaschen sucht oder nicht. Kommt bei uns nicht vor. Hier gibt’s kaum Arbeitslose. Und die, die hier arbeitslos sind, kannste in der Pfeife rauchen: Säufer, Drogensüchtige, der übliche Abschaum. Alle anderen wurschteln sich halt so durch, pendeln auch mal täglich 150 Kilometer zum Job. Sparen. Bauen sich ein Haus. Fahren in Urlaub. Freuen sich auf’s Altwerden. Das ist hier völlig normal. Protestiert mal schön da in Berlin oder woanders. Viel Spaß dabei. Ich geh jetzt den Rasen mähen.

      • ZwischenSpeicher schrieb am 26. August 2011 at 11:02 - Permalink

        Das ist ja auch keine Bewegung der “Landeier”, sondern der “gebildeten urban orientierten aber perspektivlosen Jugend Europas (und der Welt)” :-)

      • Die Katze aus dem Sack schrieb am 26. August 2011 at 11:07 - Permalink

        Faszinierend. Du bezeichnest Menschen, gegen die Du Dir eine Abneigung hast aufquatschen lassen, als “der übliche Abschaum”? Oder bist Du auf diese menschliche Bewertung ganz allein gekommen?

        • sternburg schrieb am 26. August 2011 at 11:21 - Permalink

          @ Die Katze aus dem Sack

          wie hieß das damals im geschichtsunterricht noch gleich : stadtluft macht frei.

      • Herbert Krawczek schrieb am 26. August 2011 at 11:09 - Permalink

        “Perspektivlos” ist auf jeden Fall auch ein Kandidat für Bullshit-Bingo. Wenn man einen Lebensweg einschlägt, der zu nichts führt, dann muss man eben sein Leben ändern. Und dafür stehen die Möglichkeiten hierzulande doch wirklich nicht allzu schlecht. Man kann sich kostengünstig zu allem möglichen ausbilden lassen, man kann Existenzgründung fördern lassen, man muss nur den Hintern hochbekommen und etwas tun.
        Oder man will tatsächlich etwas politisch verändern, dann sollte man vielleicht (Achtung, Tabu:) Politiker werden. Hat ja bei den sogenannten 68ern auch funktioniert…

        • sternburg schrieb am 26. August 2011 at 11:15 - Permalink

          “Perspektivlos” ist auf jeden Fall auch ein Kandidat für Bullshit-Bingo.

          genau. dit is schön hier. alle die watt zu meggern haben solln abmachen. watt solln denn die afrikaner sagen? die wären froh wenn, die unsere sorgen hätten nech.

          das leben kann so schön sein herbert krawczek. zumindest in der theorie :))

          http://www.youtube.com/watch?v=4gpQOjCrjNs&feature=related

          • Digne schrieb am 26. August 2011 at 11:18 - Permalink

            @sternburg – immer dieser Spruch mit denen, denen es noch schlechter geht.
            Die sind auf einem anderen level als wir. Die haben anderes zu managen!
            WIR haben vorzuleben, wo es hingehen müsste…

            • sternburg schrieb am 26. August 2011 at 11:24 - Permalink

              @ Digne

              du hast doch recht. das ist der nachteil bei reiner text kommunikation. da gibts dann ein missverständnis manchmal, was ernst und was ironisch gemeint ist.

              ich mein das ironisch oben mit afrika als referenzrahmen für deutsche hartz 4 empfänger. ich zitiere aber in dem kommentar oben leider ne menge leute , die meinen das deutsche arbeitslose sich trösten können, weil es wo anders noch schlimmer ist.

          • Herbert Krawczek schrieb am 26. August 2011 at 12:35 - Permalink

            Ich hab nicht gesagt, dass es keine Probleme gibt. Aber Probleme werden auf jeden Fall nicht gelöst, indem man sich auf den Alexanderplatz setzt und diskutiert. Sondern, indem man sich entweder wirtschaftlich oder politisch engagiert. Also entweder eine Firma gründet, die mit besserer Bezahlung erfolgreich ist (also als gutes Beispiel dienen kann), oder indem man sich in die politischen Verfahren mit seinem Standpunkt einbringt. Das ist alles natürlich langwieriger und schwieriger als ein “Demokratieexperiment” auf einem öffentlichen Platz. Aber dafür ist es wirksam.
            Das hat bei der (Brandt-)SPD funktioniert, das hat bei den Grünen funktioniert, usw.

            Es wäre kein gutes Zeichen für unsere Demokratie, wenn eine laute Minderheit in kurzer Zeit das Gesellschaftssystem komplett umkrempeln könnte. Und wenn sich die Mehrheit (auf Dauer) nicht von neuen Ideen überzeugen lässt, dann sind die Ideen vielleicht gar nicht so gut, wie sie scheinen.

            • GrooveX schrieb am 26. August 2011 at 13:00 - Permalink

              Es wäre kein gutes Zeichen für unsere Demokratie, wenn eine laute Minderheit in kurzer Zeit das Gesellschaftssystem komplett umkrempeln könnte.

              was hast du für ein demokratieverständnis? bislang waren es immer am anfang laute ‘minderheiten’, die am ende gesellschaftliche entwicklungsprozesse initiiert haben. demokratie in ihrer ursprünglichen form kannte übrigens den marktplatz als öffentlichen ort zur politischen auseinandersetzung – siehe agora oder auch heute speakers’ corner im hyde park.

            • Herbert Krawczek schrieb am 26. August 2011 at 13:17 - Permalink

              Ja, am Anfang waren es Minderheiten, aber am Ende mussten sie eben auch die Mehrheit überzeugen. Und genau das schafft so eine Zusammenkunft eben nicht. Und schon gar nicht in kurzer Zeit.
              Zu einer funktionierenden Demokratie gehört eben auch eine gewisse Stabilität. Graduelle Veränderungen, nicht revolutionäre Umstürze. Und das ist auch gut so.
              Sonst könnte ja jeder kommen, ich denke da nur mal an die “laute Minderheit” der Rechtsextremen, oder meinetwegen die FDP. Ohne die “Mitte”, also die Durchschnittsbevölkerung, geht gar nichts.

            • Bill Brook schrieb am 26. August 2011 at 13:42 - Permalink

              “Es wäre kein gutes Zeichen für unsere Demokratie, wenn eine laute Minderheit in kurzer Zeit das Gesellschaftssystem komplett umkrempeln könnte. Und wenn sich die Mehrheit (auf Dauer) nicht von neuen Ideen überzeugen lässt, dann sind die Ideen vielleicht gar nicht so gut, wie sie scheinen.”
              —-
              Komplett umgekrempelt wurden die westlichen Gesellschaften doch schon. Von wasserpredigenden Weintrinkern nämlich. Wenn Leute auf die Straße gehen, dann ist das ein gutes Zeichen. Wenn die Polizei bzw. die Verwaltung das unterbinden möchte, ist das ein schlechtes Zeichen.

            • sternburg schrieb am 26. August 2011 at 15:52 - Permalink

              @ Herbert Krawczek

              und wenn es eine schweigende mehrheit in deutschland gibt, die inzwischen so denken, wie die paar leutz aufm alex?

              ich kenn hier genug ossis in berlin. wat meinste, wie die schweigende mehrheit, denn anfänglich paar hanseln mit ihren jesusbärten und kirchentreffs dankbar war?

      • sternburg schrieb am 26. August 2011 at 11:09 - Permalink

        warum wollt ihr denn dann alle weg vom land? ich mein ist doch schön da mit dem rasen mähen.

        ps.: mir ist das völlig schnuppe, wo es schöner ist. land- stadt. ich will nur in der großstadt leben. aber ich finde mich überhaupt net cool, wegen berlin oder großstadt. land ist nicht mein ding. streiten wo es schöner ist land oder stadt. auweia… hehehehehe

      • Gast schrieb am 26. August 2011 at 11:09 - Permalink

        Alkohol- und Drogensucht sind Krankheiten, mein Lieber.

        • Digne schrieb am 26. August 2011 at 11:16 - Permalink

          Akholsucht ist eine Krankheit – ja – aber man kriegt die auch nicht grundlos…

          • Gast schrieb am 26. August 2011 at 11:19 - Permalink

            so what? Es gibt immer Gründe für alles Mögliche. Selbst wenn es Gründe für Süchte gibt, ist man dann trotzdem krank und nicht Abschaum.

            Was ist das bitte für ein Menschenbild, Suchtkranke als Abschaum zu bezeichnen?

            • sternburg schrieb am 26. August 2011 at 11:31 - Permalink

              @ gast

              du kannst ja mal diese drei herren http://www.flickr.com/photos/antinazi/761175388/ fragen, was die von drogenkranken halten ?

              ansonsten erinnert mich das an rauchen bei dem h4 text vor ein paar tagen hier. mache sind einfach nur ignorant. wenn man das merkt, bringt jede weitere diskussion nix.

      • Digne schrieb am 26. August 2011 at 11:15 - Permalink

        Na, den Tunnelblick beweist doch du grade!
        Politik betrifft auch die, die sich nicht drum scheren.
        Ich bin hier auch in der Pampa und kann trotzdem mehr sehen als nur meinen Broterwerb.

        Als ich hier eine Schule gründete, hatten mir deines Deinesgleichen immer vorgeheult, dass man die dringend braucht. Und dann vorgerechnet, dass das alles nicht klappen wird und KANN. Und sich natürlich NICHT engagiert.

        Als die erste Klasse dann begann – da standen die alle auf der Matte um ihre Kinder anzumelden.

        Rat mal was ich von solchen Leuten halte!

        Sich um nix kümmern als den eigenen Bauch und darauf auch noch stolz sein
        - politisches Engagement mit unsicherem Ausgang zu verlachen UND DANN ungeniert auf die fahrenden Züge aufspringen.

        Rate mal, was ich von so Leuten denke
        und wie wertvoll sie für die Gestaltung einer Gesellschaft sind….

      • Dimebag schrieb am 26. August 2011 at 11:18 - Permalink

        Sollte die Ausführung von “Auf´m Land” nicht ganz ernst gemeint sein, sondern eine Wiedergabe der allgemeinen Meinung, die so auf dem Land herrscht? Ich wohne “aufm Land” und da ist das nunmal so…… Ich finde es ganz gut parodiert.

        P.S. Sollte es doch ernst gemeint sein, Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, vor allem für die einfachen Geister unter uns.

      • scnr schrieb am 26. August 2011 at 13:50 - Permalink

        “Ich geh jetzt den Rasen mähen.”

        Ich dachte immer auf dem Land vertreibt man sich die Zeit mit sowas:

        http://www.morgenpost.de/vermischtes/article1744649/Oesterreicher-vergewaltigte-Toechter-seit-40-Jahren.html

      • Momo schrieb am 26. August 2011 at 13:51 - Permalink

        @Auf’m Land

        Auch ich komme “vom Land”, möchte jedoch mit reaktionären Kotzbrocken Deines Kalibers nichts zu tun haben!

        • Karl Heinrich schrieb am 26. August 2011 at 16:17 - Permalink

          Die reaktionären Kotzbrocken verdienen allerdings das Hartz für die Helden des Alexanderplatzes. Von denen protestiert nämlich keiner unter der Parole “Ab heute nehm ich kein Hartz mehr vom Schweinesystem!”.

          • sternburg schrieb am 26. August 2011 at 19:34 - Permalink

            @ Karl Heinrich

            ich würd mich mal an deiner stellen nicht vom äußeren täuschen lassen.

            ich kenn einige mit viel geld und gutem job, die sehen in deinen augen wie penner aus und ich kenn einige mit klamotten, die sich die eigentlich gar net leisten können.

            Die reaktionären Kotzbrocken

            sehen oft nobel aus. mit markenklamotten und viel bling bling

            und die

            die Helden des Alexanderplatzes

            könnten optisch auch in schicken lofts wohnen. haste dir mal den chef von berlins größten umzugsunternehmen angesehen?

            wie der aussieht? der hat mehr kohle , als viele der leute, die du vielleicht nur aufgrund ihres optischen eindrucks für vermögend hältst.

            abgesehen davon ist das auch ne geile idee fürs ordnungsamt: einfach mal demorecht nur für steuerzahler hehehehe

            es gibt ja auch einige hirntote von der xxx , die fordern ein wahlrecht in d. nur für steuerzahler:))

      • Das kleine Dummerchen schrieb am 27. August 2011 at 09:19 - Permalink

        Hier gibt’s kaum Arbeitslose. Und die, die hier arbeitslos sind, kannste in der Pfeife rauchen: Säufer, Drogensüchtige, der übliche Abschaum. Alle anderen wurschteln sich halt so durch, pendeln auch mal täglich 150 Kilometer zum Job. Sparen. Bauen sich ein Haus. Fahren in Urlaub. Freuen sich auf’s Altwerden. Das ist hier völlig normal.

        dat kümmt davon, wenn man sich ringsrum mit hohen Hecken und Gebüsch zuwuchern lässt, da scheitert der Blick nach draussen spätestens nach 50 metern…
        was bei anderen der Tellerrand ist bei dir das Gebüsch…
        kauf dir doch mal ne Heckenscheere, du Dummbeutel…

        • Frank Benedikt schrieb am 29. August 2011 at 12:48 - Permalink

          Adi …! Wenn der VP sich auch nicht durch Intelligenz und Mitmenschlichkeit ausgezeichnet hat, solltest Du ihn imho dennoch fair und ‘mit Würde’ behandeln. ‘WIR’ sind nicht ‘DIE’!

          Lieben Gruß vom Nachbar

    11. Gast schrieb am 26. August 2011 at 10:48 - Permalink

      Korrupte, selbsternannte Eliten, ein menschenfeindliches Wirtschaftsystem, ein kollabierendes Finanzsystem und eine weitestgehend zerstörte Umwelt sind Fakten aus der Vergangenheit.

      Wie aus der Vergangenheit? Sind wir sie los? Was soll so ein Satz überhaupt bedeuten?

      Aktuell erleben wir, dass in Deutschland die Meinungs- und Versammlungsfreiheit stirbt.

      Na klar. Diktatorische Zustände hier.

      Was seit dem 20. August 2011 zu beobachten ist, ist der endgültige Sargnagel eines gescheiterten Gesellschaftssystems, kurz bevor es entgültig zu Grabe getragen wird.

      blabla.

      Wir sprechen uns dann in ein paar Jahren nochmal. Hier wird überhaupt nichts zu Grabe getragen. Es wird so oder ähnlich weiterlaufen, ein paar Reformen hier und da. Manches wird ein bisschen besser, anderes ein bisschen schlechter. Wie immer. Verabschiedet Euch endlich von Euren Untergangs- und Revolutionsphantasien.

      Schlechtester Artikel auf Spiegelfechter ever? Na vielleicht war der letzte Hauschild-Artikel über die bösen “manipulierten” Journalisten noch schlechter. Man weiß es nicht genau.

      • Uli schrieb am 26. August 2011 at 15:32 - Permalink

        Schlechtester Artikel auf Spiegelfechter ever?

        In der Tat habe ich selten so einen schwurbeligen und unverständlichen Artikel gelesen. “Ich selbst bin bei #alex11/#aCAMPadabln…” bitte WAS? Wie wäre es mal mit einer anständigen Einleitung und aussprechbaren Namen für alle die nicht schon die zehn Artikel zuvor auf Le Bohemien gelesen haben? Überhaupt ist diese Inflation von Kurz-Artikeln die größtenteils längst gesagtes und bekanntes wiederholen und nur wenig neues liefern eine Seuche, die beispielsweise auch auf den Nachdenkseiten Einzug gehalten hat.

        Inhaltlich ist das ja auch wieder ein Krampf, in 100 Jahren wird man also sagen das damals bei der #aCAMPadabln die Demokratie in Deutschland abgeschafft wurde? Geht es nicht mal eine Nummer kleiner und sachlicher? Dieser Gastbeitrag ist wirklich vollkommen misslungen.

    12. Stefan K. schrieb am 26. August 2011 at 10:49 - Permalink

      Unter den Linden oder direkt der Pariser Platz wären für eine solche Veranstaltung besser geeignet – mehr Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit.
      Der Alex ist genauso weit entfernt wie der Ku`damm und marginalisiert den hohen Anspruch.

      Besser fände ich zudem eine klare Aussage zum Thema Wirtschaft vs. Gesellschaft – bzw. der Vereinbarkeit, denn das eine ist von dem anderen nicht zu trennen.

      In Berlin ließen sich diese Probleme auch am Beispiel der Stadt konkretisieren, um einen Zugang für Außenstehende zu schaffen.

      Ein aus dem Nichts entstandener Protest wird es zudem schwer haben, auf offene Ohren zu stoßen und Berührungspunkte zu schaffen.

      Ich sehe obdachlose Straßenkinder und ehemalige Heimkinder, die 11 Jahre mit Ritalin vollgestopft wurden und die plötzlich fähig sind Verantwortung zu übernehmen und sich ohne jeden Konflikt ins Kollektiv einbringen – einfach weil man sie so sein lässt wie sie sind.

      Ich sehe eine bunte Mischung wacher Menschen, die begriffen haben, dass es an erster Linie auch an ihnen selbst liegt, dass wir uns dermaßen in die Scheiße geritten haben in der wir nun stecken.

      Leider wird sich die Mehrheit oder eine hinreichend große Anzahl von Menschen, mit denen nicht identifizieren können bzw. wollen – im Gegenteil, die meisten werden anhand dieses Beispiels sagen, uns geht es im direkten Vergleich ja noch gut.

      Erst wenn die Mitte der Gesellschaft erreicht werden kann, ist eine Aussicht auf Erfolg gegeben.

      • Frank Benedikt schrieb am 29. August 2011 at 12:42 - Permalink

        Erst wenn die Mitte der Gesellschaft erreicht werden kann, ist eine Aussicht auf Erfolg gegeben.

        Du bist “ein schlauer Bursch” – chapeau! Die Fehler der Bolschewiki sollten wir nicht wiederholen, denn es ging stets um das “Gemeinwohl”, nicht aber um eine persönliche Vorstellung davon.

    13. Die Katze aus dem Sack schrieb am 26. August 2011 at 10:52 - Permalink

      “Ich sehe auch Polizeibeamte, die stumpf ihren Auftrag ausführen, Mitbürger in Uniform, denen offensichtlich längst jeder Funken gesunder Menschenverstand ausgetrieben wurde. Dienstvorschriften werden bei diesen Beamten längst höher bewertet als die fundamentalen Grundrechte der Meinungs- und Versammlungsfreiheit.”

      Ich sehe vor allem Hampelmänner (bei wenigen Hampelfrauen) im gesamten Beamtentum. Aber nicht weil ich Hampelmänner sehen will, sondern weil die Hampelmänner sich selbst als solche darstellen. Das die sich nicht selbst lächerlich vorkommen, lässt darauf schliessen, dass sie von dem was sie tun, nicht das geringste menschliche Bewusstsein entwickelt haben. Vielleicht hat genau das sie erst zum Beamtendienst, speziell bei der Polizei, qualifiziert? Wer also niemals gesunden Menschenverstand besaß, brauchte diesen auch nicht ausgetrieben zu bekommen. Wir haben es hier viel mehr mit einem krankhaften Menschenverständnis zu tun. Das wäre alles auch nicht weiter tragisch, gäbe man solchen Pflegefällen nicht auch noch Schusswaffen an die Hand.

      • Herbert Krawczek schrieb am 26. August 2011 at 11:03 - Permalink

        Und sobald ein Polizist mal nicht streng nach Vorschrift handelt, wird protestiert, angeprangert und verklagt. Also sichern sich die Beamten lieber dreifach ab und gehen keinerlei rechtliche Risiken ein. Gesunder Menschenverstand wird schließlich auch von Demonstrierenden meistens nicht gewürdigt…

        • Die Katze aus dem Sack schrieb am 26. August 2011 at 11:24 - Permalink

          Wer protestiert? Wer prangert an? Wer verklagt?

          Du siehst doch im ersten Video wohl auch, dass die Beamten mit dem Vorgang völlig überfordert sind, was daran liegen mag, dass sie nicht begreifen, worum es überhaupt geht. Der Sinn von Dienstanweisungen ist ja gerade, den gesunden Menschenverstand auszuschliessen, da dieser im Verdacht steht, den Beamten als lästige Gefühlsduselei bei ihrer Auftragserfüllung im Wege zu stehen.

          • Herbert Krawczek schrieb am 26. August 2011 at 12:50 - Permalink

            Der Auftrag der Polizisten ist es tatsächlich nicht, zu verstehen, um was es geht. Sie sollen Regeln durchsetzen, machen diese Regeln aber nicht selber. Und dass den Polizisten sehr wenig eigene Entscheidungen zugestanden werden, soll ja vor allem auch vor Willkür und Machtmissbrauch schützen. Ich fände es auch besser, wenn es weniger Vorgaben für Demonstrationen geben würde, aber den Polizisten ist dies nicht anzulasten. Das ist ein politisches Problem und muss auf politischem, auf dem Verfahrensweg bearbeitet werden. Beamte sind nun mal Exekutivorgane, führen also nur aus.

            Außerdem möchte ich gerne mal sehen, was es für Rektionen geben würde, wenn die Polizei bei NPD-Demonstrationen mal den “gesunden Menschenverstand” einsetzen würde und die Vorgaben des Ordnungsamtes nicht rigoros umsetzen würde.

            Gleiches Recht für alle…

            • Die Katze aus dem Sack schrieb am 26. August 2011 at 13:48 - Permalink

              Na dann ist ja alles paletti. Ich hatte schon befürchtet, die würden sich nur nicht mit ihrer Tätigkeit auseinander setzen, weil ihnen hierzu das notwendige Feyngefühl fehlt. Jetzt habe ich es verstanden: Eben weil sie nicht angehalten sind, einen Vorgang zu verstehen, läuft das Ganze so ausgezeichnet.

              Polizei ist wichtig. Ohne sie hätten wir Mord- und Totschlag allerorten, ganz bestimmt.

        • memphis schrieb am 26. August 2011 at 14:38 - Permalink

          Um die Würdigung zu erhalten, werden Schlagstöcke eingesetzt?!

          Das dein erster Satz Unsinn ist kann ich dir direkt beweisen. Wer kennt die Vorschriften der Polizisten? Ohne diese zu kennen kann man unmöglich wissen ob eine Übertretung statfand. Niemand außer den Polizisten! Dreimal darfst du raten wann jemals eine selbstüberwachung wirkungsvoll war.

      • Frank Benedikt schrieb am 29. August 2011 at 12:36 - Permalink

        Dann laß uns mal weiter “hampeln” ;-) Es sind ja nicht nur die “Bullizisten” – es ist “das Volk”, das treu und blöd wie die Schafe folgt. Solange die Bürger nicht erkennen, daß die “res publica” ja eben ihre Sache ist, solange wird sich nichts ändern.

    14. wehner schrieb am 26. August 2011 at 10:54 - Permalink

      Es erscheint mir ja relativ offensichtlich, dass die gewählte Protestform wenig erfolgreich ist. Das hat aber wenig mit den Beamten oder dem Staat zu tun.

      Man könnte ja mal drüber nachdenken, warum es in anderen europäischen Ländern wesentlich mehr Empörte gibt als in Deutschland. Allerdings müsste man sich dann darüber Gedanken machen, ob denn die Vorgabe, dass Deutschland ein neoliberaler Sklavenstaat sei, so wirklich mit der Realität übereinstimmt.

      Zumindest gibt es in Deutschland zuhauf Bürgerbewegungen, die ihre Anliegen erfolgreich umsetzen können, während linke Bewegungen mit hysterischen Parolen quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

      Im Übrigen ist wahre Demokratie genau die Tatsache, dass der eine protestiert und der andere das komplett ignoriert. Es gibt keinen Vorrang für Protestierende, bei einer Wahl hat letztendlich jeder nur eine Stimme.

      • Auf'm Land schrieb am 26. August 2011 at 10:56 - Permalink

        Im Übrigen ist wahre Demokratie genau die Tatsache, dass der eine protestiert und der andere das komplett ignoriert. Es gibt keinen Vorrang für Protestierende, bei einer Wahl hat letztendlich jeder nur eine Stimme.

        Exakt. Und das ist auch gut so! Einige, wenige Schreihälse haben eben nicht die Deutungshoheit in diesem Land. So, und jetzt ab i’n Garten

        • ZwischenSpeicher schrieb am 26. August 2011 at 11:09 - Permalink

          Wenn Sie beim Umgraben aber Drogenspritzen finden, bedanken Sie sich hoffentlich bei Schäuble.

          • sternburg schrieb am 26. August 2011 at 11:45 - Permalink

            dit waren die junkies aus berlin . auf ner landpartie:))
            außerdem aufm land gibt ja keine drogen. alkohol ist so was wie bio milch da.

            • ZwischenSpeicher schrieb am 26. August 2011 at 12:22 - Permalink

              Und außerdem, die Junkies sind ja der Abschaum. Aber die daran die dicke Kohle verdienen, die haben es ja zu was gebracht und müssen vor dem Finanzamt geschützt werden!

              (schätze im übrigen, dass auf diversen Dorf-Diskos auch Tonnen von Extasy verteilt werden)

            • sternburg schrieb am 26. August 2011 at 15:55 - Permalink

              sehr gut weiter gesponnen. aber recht haste. hier gehts eben nur um geld und sonst nix.

        • piet schrieb am 26. August 2011 at 11:20 - Permalink

          Ja, genau. Ich hör schon das Gras wachsen. Nur die Harten kommen in den Garten. Und dem Gartenzwerg gleich noch die Mütze polieren, ansonsten weiter pi-news lesen !!

        • sternburg schrieb am 26. August 2011 at 11:37 - Permalink

          @ Auf’m Land

          mach doch mal ein foto von deinem garten und stell den link dazu hier rein.
          ich würd gern mal deinen garten sehen.

          • Lennard schrieb am 26. August 2011 at 12:32 - Permalink

            Am Freitag 11 Uhr in den Garten? Manche Leute arbeiten um die Zeit. :(

            • sternburg schrieb am 26. August 2011 at 15:57 - Permalink

              @ Lennard

              hehehehehe

              er ist ja wohl kein assi oder :)) denn assis gib es nur in der stadt. sodom und gomorrha eben.

        • GrooveX schrieb am 26. August 2011 at 16:37 - Permalink

          Einige, wenige Schreihälse haben eben nicht die Deutungshoheit in diesem Land.

          oh, und ich dachte, dass es eben genau einige wenige schreihälse seien, die die deutungshoheit hier häben. und eben genau die wohnen und leben in hamburg, berlin, frankfurt und münchen. und wenn diese schreihälse protestieren, dann kuscht die republik.

      • Fleur schrieb am 26. August 2011 at 12:52 - Permalink

        Tja, das Duckmäuseln kann ja nun Zweierlei heißen: (a) Alles steht zum besten, wie du’s andeutest oder (b) der angebliche Sklavenstaat ist tatsächlich einer. Als Sklave nicht zu schweigen, ist gefährlich. Den Sklaven ist das Selbstwertgefühl abhanden gekommen.

        Darauf, dir die zahlreichen und mindestens ebenso hysterischen “bürgerlichen” Parolen der letzten Jahre vorzubeten verzichte ich lieber. Oft genug waren die regressiv, völkisch, platt und ja: erfolgreich. Stichwort: Grundschule in Hamburg.

        Du engst dein Denken selbst ziemlich ein, m.E. zu sehr, um anderen fehlende Umsicht zu unterstellen und als wahrer Demokrat belehrend tätig zu werden. Demokratie ist sicherlich nicht die Tatsache, dass… (s.o.). Das ist nur ein Teilaspekt. Das Sich-nicht-Zuhören und Aneinandervorbeireden ist, wie du es so schön, wenn auch anders gemeint, selbst sagst: ignorant. Besser wäre ein konstrunktives Gespräch, dem Anderen, auch wenn er eine andere Meinung vertritt zuzuhören, ihn Ernst zu nehmen und nicht als Schwachkopf und Spinner abzutun. Klar hast du eigentlich das Recht, bestimmte Haltungen abzulehnen, aber das ist doch nicht Demokratie, sondern sie (die Demokratie) gibt dir nur die Freiheit das zu tun, erschöpt sich darin aber keineswegs.

        • wehner schrieb am 26. August 2011 at 14:36 - Permalink

          Ich habe nix davon geschrieben, dass alles zum Besten steht. Richtig ist aber wohl, dass Deutschland ganz weit weg von einem Sklavenstaat ist. Ich kann auch überhaupt nicht sehen, was gefährlich sein soll, nicht zu schweigen und seine Meinung zu sagen.

          Ich seh auch nicht, dass ich persönlich mein Denken einschränke. Natürlich ist die Gegenüberstellung von Forderungen und Ignoranz plakativ, aber es schließt ja nicht die Zwischenschritte aus.

          Fakt ist aber, dass in diversen linken Blogs unablässig davon ausgegangen wird, dass zumindest soziale Proteste oder Unruhen ausbrechen werden, wenn nicht sogar die Revolution unmittelbar bevorsteht. Allerdings passiert da nix. Selbst die Gruppen, die man angeblich vertritt, wie z.B. Hartz IV Bezieher, ignorieren sämtliche Protestbemühungen. Gerade in Berlin gibt es Hunderttausende Hartz IV Bezieher, die aber eben an Protesten wenig bis gar kein Interesse haben. Zumindest sind kaum welche auf dem Alexanderplatz.
          Im Übrigen halte ich die Argumentation mit dem „abhande gekommenen Selbstwertgefühl“ für Schutzbehauptung.

          • Fleur schrieb am 26. August 2011 at 16:32 - Permalink

            Vielleicht weil du noch nicht am eigenen Leib oder in deiner unmittelbaren Umgebung erlebt hast, wie dauerhafte Abhängigkeit auch den Charakter, das Rückgrat beugt und zerstört? Aber es passiert trotzdem, millionenfach. Der, der wirklich leidet, steht zum Protestieren nicht mehr auf. Der Umgang mit depressiven Menschen kann helfen zu erkennen, wie anders ein wirklich Verzweifelter tickt. Da ist’s mit der Logik (und logisch wäre es natürlich gegen empfundenes Unrecht auch vorzugehen) nicht mehr weit her. Die Unfreiheit ist sehr viel komplexer als sie das früher war und spielt sich überwiegend im Verborgenen ab. Existent aber ist sie trotzdem, gestern wie heute.

            Mir selbst ist der den Sprung aus einem der prominenteren sozialen Brennpunkte Deutschlands nur durch unbegreifliches Glück gelungen und das auch nur gerade so. Darum lass ich mir nichts erzählen von individuellen Anstrengungen, die den Einzelnen zum Erfolg führen können. Warum denn unterscheiden sich diese achso individuellen Lebensentwürfe seit jeher streng nicht nach Person, sondern ihrem jeweiligen Wohngebiet. Glück ist, wenn nicht alles, so doch das Wesentliche geworden, um sozial und finanziell erfolgreich zu sein in D-land. Glück, in die richtige Familie geboren zu werden, Mentoren zu haben, gute Lehrer oder auch nur ein von den Großeltern angelgetes Sparbuch zu besitzen. All das bestimmt weit mehr den Lebensweg als alle persönliche Anstrengung. Und das, lieber wehner, sind Zustände gegen die man mit gutem Grund und gern auch mit viel Pathos auf die Straße gehen kann. Wählen zu gehen und es ansonsten mit der Demokratie gut sein zu lassen, das reicht nicht aus, beileibe nicht.

      • Frank Benedikt schrieb am 29. August 2011 at 12:29 - Permalink

        “… jeder nur eine Stimme”.

        Richtig! Das halte bspw. ich für fair, wenn ich auch gelegentlich überstimmt werde. Wenn *IHR* bewußt Eure Wahl trefft, werde *ICH* nicht opponieren. So einfach ist das ;-)

    15. Christoph schrieb am 26. August 2011 at 11:21 - Permalink

      Jaja, Demokratie ist Protest, sonst nix! Hält sich da einer für den einzig-echten Demokraten? Ist mir zu dick aufgetragen, keinen Dank für den Artikel.

      Offtopic: Mir ist gestern was bei den Nachdenkseiten aufgefallen, und zwar, dass man da nun direkt per PayPal bezahlen kann. Ich hoffe, weder der SF noch die Herren Müller und Lieb wissen, mit wem sie da kooperieren, andernfalls würden auch die NDS der Bigotterie auflaufen. Ein Freund von mir hat mal für PP gearbeitet. In einem Callcenter. 9 Stunden am Tag. Über eine Zeitarbeitsfirma. Seine Miete hat die BA bezahlt.

      • sternburg schrieb am 26. August 2011 at 11:41 - Permalink

        @ Christoph
        du weißt aber schon, wie schwierig das ist , ohne die zu arbeiten?
        ohne pp aus zu kommen ist das sehr schwer.

        stichwort online händler, die mit produzenten in kuba zusammen arbeiten. pp und kuba boycott.

        auf golem war dazu vor ner woche ein bericht.

        http://www.golem.de/1108/85986.html

      • Lutz Hausstein schrieb am 26. August 2011 at 12:38 - Permalink

        Ein Freund von mir hat mal für PP gearbeitet. In einem Callcenter. 9 Stunden am Tag. Über eine Zeitarbeitsfirma. Seine Miete hat die BA bezahlt.

        Da kann man inzwischen doch so ziemlich jedes große Unternehmen als Beispiel heranziehen.

        Ich weiß z.B., dass EnBW externe Callcenter mit ihren Servicediensten beauftragt hat. Dort gibt es dann sagenhafte 7,50 €/h. Währenddessen streicht EnBW Milliardengewinne ein. Und ich glaube nicht, dass es bei den anderen großen Stromkonzernen anders abläuft.

        Ich weiß ebenso, dass BMW und Porsche in erheblichem Ausmaß Leiharbeiter in ihren Werken einsetzen. Und wenn ich es recht in Erinnerung habe, war dies bei Mercedes auch so. Und in vielen anderen Konzernen und Branchen können wir mit Sicherheit dasselbe feststellen.

        Entweder wir alle verzichten freiwillig auf Produkte/Dienstleistungen dieser Unternehmen. Aber dann müssten wir wohl wieder mit dem Handwagen durch die Gegend ziehen und uns alle einen Hamster anschaffen, der das Stromrad dreht. Würden wohl gar nackt durch die Gegend laufen müssen. Oder wir zwingen die Politiker, verbindliche ordentliche Arbeitsbedingungen für alle zu schaffen. Was ich persönlich für den besseren Weg halten würde.

        • Herbert Krawczek schrieb am 26. August 2011 at 12:53 - Permalink

          Wir könnten auch alle freiwillig mehr bezahlen für Waren und Dienstleistungen, die auf die richtige Art und Weise mit der richtigen Bezahlung hergestellt wurden. Das macht aber auch wieder keiner.

          • Christoph schrieb am 26. August 2011 at 13:06 - Permalink

            welche Ware, welche Dienstleistungen? Meint ihr, ein NDS-Leser wäre nicht fähig, ohne PP eine Überweisung auszuführen?

            @Lutz: Soweit ich weiß, haben Mercedes und BMW nach einigem Hick-Hack quasi-Tarifverträge über Zeitarbeiter abgeschlossen und damit auch ein Prädikat für faire Zeitarbeit erhalten.

            Die Aussage, wir sollten entweder freiwillig auf Produkte und Dienstleistungen verzichten und dafür mit dem Handkarren durch die Gegend fahren ODER die Politiker zwingen, verbindliche Regelungen aufzustellen, ist, verzeihung, reinstes Spülwasser. Wenn das Resultat des Verzichts auf Produkte ausbeuterischer Verhältnisse das Ende des technologischen Abendlandes wäre, dann träfe dies genauso auf den verbindlichen Verzicht durch Staatszwang zu. Ergo, so oder so: du meinst, unser Wasserhahn spuckt kein reines Wasser mehr aus, wenn Leute nicht für 6,95 brutto im callcenter arbeiten?

            • Lutz Hausstein schrieb am 26. August 2011 at 13:27 - Permalink

              Soweit ich weiß, haben Mercedes und BMW nach einigem Hick-Hack quasi-Tarifverträge über Zeitarbeiter abgeschlossen und damit auch ein Prädikat für faire Zeitarbeit erhalten.

              Davon habe ich bisher nichts gehört. Meinen Informationen zufolge ist z.B. im Leipziger BMW-Werk jeder Dritte über Leiharbeitsfirmen angestellt mit Stundenlöhnen von unter 7 Euro.

              Ergo, so oder so: du meinst, unser Wasserhahn spuckt kein reines Wasser mehr aus, wenn Leute nicht für 6,95 brutto im callcenter arbeiten?

              Verstehst Du mich absichtlich miss? Davon habe ich nichts geschrieben.

              Es geht auch nicht darum, den Einen gegen den Anderen auszuspielen. Eine vernünftige Arbeit muss auch ordentlich entlohnt werden. Und da Unternehmen logischerweise das genau entgegengesetzte Interesse haben, nämlich ihre Gewinne zu maximieren, muss der Staat, der die entsprechenden Interventionsmöglichkeiten dafür besitzt, eingreifen. Im Interesse seiner Bürger. Denn diesen ist er zwingend verpflichtet.

          • Lutz Hausstein schrieb am 26. August 2011 at 13:12 - Permalink

            Drei Problemfelder:

            1. Es gibt zunehmend immer mehr Menschen hier, die genau dies eben nicht können, weil ihnen die finanziellen Mittel fehlen.

            2. Ein höherer Preis bedingt noch lange nicht, dass deswegen höhere Löhne gezahlt werden. Es wird i.d.R. eher darauf hinauslaufen, dass diese zusätzlichen Einnahmen in höhere Ausschüttungen an Aktionäre und die Konzernspitze münden. Gerade die von mir gewählten Beispiele müssten doch beweisen, dass eben nicht zu niedrige Einnahmen diese Hungerlöhne bedingen.

            3. Dem Käufer vor dem Kauf jedes Produkt abzuverlangen, sich umfassend über alle relevanten Dinge des Unternehmens (gezahlte Löhne, Umweltverhalten, Lieferantenbeziehungen, allgemeiner Umgang mit Mitarbeitern, etc.) zu informieren, ist unrealistisch. Damit käme der Kauf jedes einzelnen Radieschens einem Staatsakt gleich.

            Der Staat hingegen hat die Mittel an der Hand – wenn er denn wöllte.

            • Christoph schrieb am 26. August 2011 at 14:07 - Permalink

              Eine vernünftige Arbeit muss auch ordentlich entlohnt werden. Und da Unternehmen logischerweise das genau entgegengesetzte Interesse haben, nämlich ihre Gewinne zu maximieren, muss der Staat, der die entsprechenden Interventionsmöglichkeiten dafür besitzt, eingreifen. Im Interesse seiner Bürger. Denn diesen ist er zwingend verpflichtet.

              auch wenn ich ganz und gar kein Fan davon bin, die “unsichtbare Hand” bei jeder Gelegenheit aus ihrer liberalen Nische hervorzuzücken, — hier vergisst du sie. Wenn ein Unternehmen einer Arbeit, die einen signifikanten Merhwert produziert, zu wenig bezahlt, kann der Arbeitnehmer zu einem Konkurrenten wechseln oder sich selbständig machen. Kein Kunde hat Lust, ein Produkt zu erwerben und damit Aktionäre zu bezahlen.

              Wenn du nicht einmal von den Leuten, die sich wie auf den NDS oder beim SF grundsätzlich mit dem System beschäftigen, erwartest, dass sie ihren Konsum immerhin zum Teil politisch begreifen – dass sie also keinen scharfsinnigen Kommentatorenkopf und einen hirnlosen Geiz-ist-Geil-Konsumenten-Kopf haben – dann geht dein Ruf nach Staatsintervention in die Richtung der Entmündigung.

            • Lutz Hausstein schrieb am 26. August 2011 at 14:35 - Permalink

              auch wenn ich ganz und gar kein Fan davon bin, die “unsichtbare Hand” bei jeder Gelegenheit aus ihrer liberalen Nische hervorzuzücken, — hier vergisst du sie. Wenn ein Unternehmen einer Arbeit, die einen signifikanten Merhwert produziert, zu wenig bezahlt, kann der Arbeitnehmer zu einem Konkurrenten wechseln oder sich selbständig machen. Kein Kunde hat Lust, ein Produkt zu erwerben und damit Aktionäre zu bezahlen.

              Du hast recht. Ich bin kein Vertreter der Kartoffelmarkttheorie. Und ich weiß auch genau, warum.

              Der AN soll also zu einem Konkurrenten seines AG wechseln, der ihm genauso wenig oder gar noch weniger bezahlt. Habe ich das richtig verstanden? Zu welchem Zweck?

              Selbstständig machen? In Märkten, die oligopolistisch beherrscht werden? Auf welchen extrem hohe Markteintrittsbarrieren existieren? Wie soll das funktionieren?

              Wenn du nicht einmal von den Leuten, die sich wie auf den NDS oder beim SF grundsätzlich mit dem System beschäftigen, erwartest, dass sie ihren Konsum immerhin zum Teil politisch begreifen – dass sie also keinen scharfsinnigen Kommentatorenkopf und einen hirnlosen Geiz-ist-Geil-Konsumenten-Kopf haben – dann geht dein Ruf nach Staatsintervention in die Richtung der Entmündigung.

              Ich hatte es befürchtet. Du hast meinen Hinweis auf die anderen Unternehmen, die ebenso unsozial handeln, völlig falsch interpretiert.

              Ich habe damit keineswegs ausgedrückt, dass ich Paypal deswegen gutheiße. Mir war nur der Hinweis wichtig, dass das Herausgreifen von Paypal aus dem riesigen Pool unsozial handelnder Unternehmen inkonsequent ist. Wenn, dann dürfen wir kein Konto mehr bei den Banken führen, keinen Strom mehr von den Konzernriesen beziehen, kein Auto mehr fahren, konsequent nicht mehr bei Einzelhandelsketten kaufen etc. pp.. Alle leben doch regelrecht davon (und dies hervorragend), ihre Mitarbeiter auszuquetschen.

              Und diejenigen Unternehmen, welche in derselben Branche tätig sind, und dies nicht bereit sind zu tun, werden durch den Konkurrenzdruck der unsozial handelnden Unternehmen an die Wand gedrückt. Also hat es einzig und allein noch der Staat in der Hand, da regulierend einzugreifen. Und zwar im Interesse seiner Bürger.

              Die “unsichtbare Hand” des Marktes hingegen bedingt, dass nur die “Wölfe” überleben. Alle “Schafe”, “Pferde”, “Ziegen” und “Kühe” werden dagegen früher oder später aufgefressen.

    16. Florian schrieb am 26. August 2011 at 12:35 - Permalink

      Aaaaaaaarrrrgh. Demokratie ist doch nicht Sitzstreik auf einem öffentlichen Platz. :D
      Dann hatten wir bisher wohl Diktatur, während in Spanien und Tunesien Musterdemokratie herrscht? Oder hatten – weil jetzt gibts da ja keine Demos mehr?

      Hört doch bitte auf mit dem Geschwafel von Bullenstaat, Beamtenwillkür, Staatsverschwörung und Armaggeddon von Rechts. Linkes Engagement in allen Ehren, aber das klingt in jedem Artikel wie paranoides Hassgezeter von einem resignierten Althippie auf Droge. So kann euch keiner ernstnehmen.

      @sternburg
      Du weißt schon, dass die Nachdenkseiten kein “Onlinehändler” sind und es jede Menge Alternativen für Spenden gibt zu Paypal?

      • Dolph schrieb am 26. August 2011 at 16:45 - Permalink

        “Hört doch bitte auf mit dem Geschwafel von Bullenstaat, Beamtenwillkür, Staatsverschwörung und Armaggeddon von Rechts. Linkes Engagement in allen Ehren, aber das klingt in jedem Artikel wie paranoides Hassgezeter von einem resignierten Althippie auf Droge.”

        Richtig, und ich fürchte genau das ist es auch. Da reich ja ein flüchtiger Blick auf die üblichen Verdächtigen, äh, sorry, “Demokraten”, die sich da sitzenderweise “engagieren”.
        Wie wollen diese feinen Herrschaften denn glaubwürdig vermitteln, etwas besser machen zu können, wenn sie nicht mal so eine primitive Gammeldemo organisiert kriegen!? Diese Idioten haben sich das Desinteresse des Mainstream nicht nur hart erarbeitet, sondern auch voll und ganz verdient.

      • sternburg schrieb am 26. August 2011 at 20:07 - Permalink

        @ Florian

        jupp. weiß ich, das er die nachdenkseiten meint.

        wollte trotzdem meinen senf dazu geben und auf das problem von online händlern, produkten aus kuba und dem us- bezahlsystem pp hinweisen:))

        jede Menge Alternativen für Spenden gibt zu Paypal?

        hoffentlich wissen das die händler auch? die da klagen wollen.

    17. leslie schrieb am 26. August 2011 at 12:56 - Permalink

      Bin jetzt auch in meinem Garten… ;-)

      Übrigens gibts auch Menschen die erst Abends arbeiten müssen. ;-)

      Und Freiheit wird immernoch in Hanf gemessen

      Mfg

    18. Klaus Werner schrieb am 26. August 2011 at 13:22 - Permalink

      Es ist ja schon traurig. Zum einen sagt der “mündige Deutsche” er möchte durch seine Wahl etwas bewegen und zum anderen sagt er: “Ich kann ja nichts ändern.” Wenn diese Welt nur aus diesen Menschen bestehen würde, wäre in Nord Afrika kein Umbruch zu stande gekommen. Fazit: Wir Deutsche sind erstarrt in Bewegungslosigkeit mit der Hoffung nicht aktiv werden zu müssen für das was wir am Stammtisch laut stark kämpfen. Wenn man aber auch sieht, das in den Familien, am Arbeitsplatz und unter Freunden und Bekannten keine Kritik geäußert werden darf, ohne das der angesprochen eingeschnapp ist, zeigt die Sache doch klar auf. Schweigen, weckschauen und doch alles hören wollen, das erzeugt Halbwissen.

      • Determinist schrieb am 28. August 2011 at 01:18 - Permalink

        Es kommt wie es kommt.

    19. Martha Mumenschanz schrieb am 26. August 2011 at 14:02 - Permalink

      Tja, ein paar allseits bekannte Wahrheiten (Polizisten sind nicht die größten Verfechter der Versammlungsfreiheit, wer hätte das gedacht?) und ansonsten massig Empörung und s/w-Malerei auf Schülerzeitungsniveau.
      Die paar jungen Demonstranten auf dem Alex werden zu “wahren Demokraten” überhöht und etablierte staatliche Institutionen im Gegenzug als korrupt dargestellt. Als ob ein paar diskutierende Demonstranten ein nie dagewesenes “Demokratieexperiment” darstellen würden – lächerlich. So etwas hat es in vergangenen Jahrzehnten immer wieder gegeben und das ist auch begrüßenswert. Diese Bewegungen zur Avantgarde “echter Demokraten” hochzujubeln ist allerdings einfach nur peinlich.

    20. Bernd Bürger schrieb am 26. August 2011 at 14:23 - Permalink

      Mir ist ohnehin schleierhaft, was das Theater soll. “Mehr Demokratie”? Ja und? Kann man die essen oder was? Mir ist es völlig egal, ob ich in einer Demokratie, einer Diktatur oder eine Monarchie lebe. Wichtig ist, wieviel Geld ich zur Verfügung habe, und ob ich damit ins Ausland verreisen darf. Alles andere ist mir schnurzegal. Soll doch ein König regieren! Ist mir wurscht. Am Ende werden die Entscheidungswege dadurch kürzer, weil die ganzen Kritiker wegfallen bzw. aus dem Knast heraus Kritik üben dürfen (oder auch nicht).

      • Bonsaibäumchen schrieb am 26. August 2011 at 14:53 - Permalink

        Im Grunde vollkommen richtig.
        Aber es hat ja einen Grund warum die Demokratie entstanden ist.
        Die Wahrscheinlichkeit das ich genug zu Essen haben werde steigt wenn ich mehr zu sagen habe. Ergo ist die Demokratie der sicherere Weg das ich am Ende auch Essen bekomme.

        • Shitop schrieb am 26. August 2011 at 17:00 - Permalink

          Jetzt haben hier offensichtlich die meisten genug zu essen, dann kann man das mit dieser komischen Demokratie ja auch wieder bleiben lassen. Wo ist das Problem. Wenn die Mehrheit keinen Willen hat, werden die, die etwas ändern wollen eben anders organisieren. Wer sagt denn, dass Staaten immer territorial organisiert sein müssen?

        • Thomas schrieb am 26. August 2011 at 17:44 - Permalink

          Die Wahrscheinlichkeit das ich genug zu Essen haben werde steigt wenn ich mehr zu sagen habe.

          Das halte ich für Unsinn. Sobald die Leute Hunger haben, haben sie schon früher die Revolution angezettelt und wer das als König nicht wusste, war schnell einen Kopf kürzer.

          • Blixten schrieb am 26. August 2011 at 19:00 - Permalink

            Oder hat seine Untertanen einen Kopf kürzer gemacht.

            Das schöne an der Demokratie ist ja, dass da ein System um Regierungen gewaltlos loszuwerden direkt mit eingabaut ist.

            In anderen Systemen wartest du entweder bis der Obermotz den Löffel abgibt und hoffst darauf, dass der nächte aus seiner Sippe was taugt, oder bis es irgendeinem General zu bunt wird, woraufhin eine neue Sippe von Obermotzen installiert wird.

      • sternburg schrieb am 26. August 2011 at 17:19 - Permalink

        statt teure karten für kabarett zu kaufen, ist das hier ja genau so gut und billiger.

        man man man… bernd meinst du das ernst oben?

        in einer demokratie kann ich als unternehmer freier arbeiten und besser mehrwert erwirtschaften, als in einer diktatur. ob die diktatur weltlich, religiös oder monarchistisch ist, ist dabei völlig egal. ein diktator oder ein könig versteht nix von wirtschaft , meint aber, weil es seiner natur entspricht, überall gilt nur sein wort.

        in einer demokratie gibt es ja schon unendlich viele wichtigtuer im politibetrieb. aber in einer diktatur… na gute nacht marie.

        aber mal abgesehen von brot und spielen, haben zum glück, die meisten menschen in deutschland keinen bock auf diktator. egal ob nazi diktator, honecker oder könig scheixxegal angebetet werden will.

    21. H.P Lolcraft schrieb am 26. August 2011 at 15:49 - Permalink

      Das mag ja alles sein, dass der werte Herr Autor “seine” Demo etwas überhöht darstellt (“Demokratieexperiment”? Gibs in D sonst keine Demos?) und insgesamt wie ein Che T-Shirt tragender Gymnasialschüler daherkommt…

      ABER

      Mir sind Che Shirt tragende Gymnasialschüler, die ihren Arsch hoch kriegen und was MACHEN, lieber als virtuelle Wutbürger, die im Schutze der Anonymität große Sprüche schwingen und sich im Endeffekt nur ihren Frust von der Seele schreiben.

      Dieser Satz hier, der hat es nämlich in sich:

      “Virtuelle Unterstützung für echten Protest auf der Straße ist schön, aber die Zeiten in denen dies ausreicht sind nun endgültig vorbei.”

    22. Frank schrieb am 26. August 2011 at 16:12 - Permalink

      Einige Kommentare des Spiegelfechter-Artikels sind deutlich besser als der Artikel selber. Was ich davon halte, habe ich bereits woanders gepostet. Heute bei einem facebook-Freund gelesen:
      +++++
      War beim Alex und habe das #Acampada #Berlin begutachtet. #Deutsche #Revolution mit 20 Menschen. Peinlich. #truther #fremdscham
      +++++
      Wenn man nicht mehr als zwei Dutzend Menschen auf die Beine bringt, braucht man nicht rumnölen. Demokratie lebt von mitmachen, und wenn keiner mitmacht ist der Leidensdruck nicht besonders groß. Egal, was man selbst denkt. Woanders werden Menschen bei Demos zu Dutzenden erschossen, die haben Leidensdruck! Die gehen trotzten weiter demonstrieren.
      Wenn Hauschild schreibt:
      “Was seit dem 20. August 2011 zu beobachten ist, ist der endgültige Sargnagel eines gescheiterten Gesellschaftssystems, kurz bevor es entgültig zu Grabe getragen wird. Eine Gesellschaft, die länger gewillt ist in dieser Art von „Ordnung“ zu leben oder sich im Konflikt darüber zu verlieren wer die Schuld an diesem ganzen Mist haben soll, unterschreibt unweigerlich das Urteil für den eigenen Untergang. ”
      möge er das mal im nächsten Asylantenheim vortragen, die werden ihm dann schon erklären, warum sie (teils unter Lebensgefahr) hierhergekommen sind. Weil sie hier auf Sicherheit, Arbeit und Zuflucht hoffen. Sie wollen mit allen Mitteln hierbleiben, wo es nach Hauschild Meinung “gescheitert” und “Untergang” ist.

      • Fleur schrieb am 26. August 2011 at 16:38 - Permalink

        Leidensdruck = Motivation ist ein Trugschluss (s.o). oft ist genau das Gegenteil der Fall. Zumindest für eine lange Zeit.

      • GrooveX schrieb am 26. August 2011 at 16:46 - Permalink

        auch wenn eines richtig ist, kann ein anderes grottenschlecht flasch sein. geh mal in ein asylantenheim und befasse dich mit der asylproblematik. amnesty international wäre ein guter anlaufpunkt. nur weil leute hoffnung haben, heißt das noch lange nicht, dass diese irgendwo realitätsnah wäre.

        aber in einem hast du recht: auf dem alex ‘demokratie’ zu demonstrieren, während gorleben strahlt wie blöd, das ist schon hirnrissig!

    23. Spiegelfechter schrieb am 26. August 2011 at 18:21 - Permalink

      @Kritiker

      Klar, der Artikel ist nicht unbedingt das, was man hier als gute Analyse erwarten würde. Dennoch finde ich wichtig, ihn zu publizieren, weil ich mich freuen würde, wenn mal ein paar Leute ihren Hintern hochkriegen würden.

      Was mich an der Demonstration stört – was wollen die Leute eigentlich? Mir ist das bis heute nicht klar. Außer Worthülsen habe ich da noch nichts gehört. Empörung alleine ist ok, wenn die Demonstranten allerdings mehr Zuspruch wollen, wäre es gar nicht so verkehrt, wenn sie mal ein wenig konkreter würden.

      • Andreas schrieb am 27. August 2011 at 14:46 - Permalink

        Was mich an der Demonstration stört – was wollen die Leute eigentlich? Mir ist das bis heute nicht klar. Außer Worthülsen habe ich da noch nichts gehört. Empörung alleine ist ok, wenn die Demonstranten allerdings mehr Zuspruch wollen, wäre es gar nicht so verkehrt, wenn sie mal ein wenig konkreter würden.

        Die wollen es den Spaniern nachmachen und denken sich wahrscheinlich, was die können, können wir auch. Wobei die Spanier eine sehr eindeutige Botschaft haben, die hier zu fehlen scheint. Und was die Spanier können, das können wir noch lange nicht.

        Wenn ich die Leserkommentare hier lese, die von “Redefreiheit für Nazis”, von den Vor- und Nachteilen des Landlebens bis “solange ich meine Kohle habe und verreisen kann, ist mir scheißegal, was hier passiert” reicht, dann bin ich mir einer Sache völlig sicher: was auch immer in Deutschland passiert, wie auch immer die Menschen hier verarscht und vielleicht auch unterdrückt werden, es wird nie, wirklich nie eine nennenswerte Zahl an Menschen geben, die aufstehen und sich deutlich dagegen positionieren werden. Erst recht dann nicht, wenn man dabei mit den Ordnungskräften in Konflikt zu geraten droht.

        Das es auch hier ungerecht zugeht und diese Ungerechtigkeit wächst, ist unbestritten. Bleibt uns also nur, auf die Franzosen, Griechen, Spanier, Iren etc. zu hoffen. Vielleicht fällt auch ein Stück Demokratie für uns ab dabei.

        • sternburg schrieb am 27. August 2011 at 16:02 - Permalink

          @ Andreas

          bei einigen kommentaren kannst du schon auf idee kommen, das hier nix geht. aber wie oben in dem beispiel von mir, mit dem sonycenter. wenn an solch einem ort du schon leute findest, die anderen helfen, die von diesem platz vertrieben werden sollen, dann kannste überall in deutschland hoffen.

          ich mein, wer den platz da kennt weiß was ich meine.

          sony, die deutsche bank und pricewaterhousecoopers international in der nachbarschaft, luxushotels und teure restaurants am platz, das ganze da ist nicht die umgebung, wo man auf den ersten blick, solche reaktionen von den besuchern dort erwarten kann, wie wir sie erlebt haben.

          die gruppe hat gegen die privatisierung öffentlichen raums protestiert. das haben sie sehr geschickt gemacht. bei uns und dem ehepaar ist die botschaft angekommen.

          dann bin ich mir einer Sache völlig sicher: was auch immer in Deutschland passiert, wie auch immer die Menschen hier verarscht und vielleicht auch unterdrückt werden, es wird nie, wirklich nie eine nennenswerte Zahl an Menschen geben, die aufstehen und sich deutlich dagegen positionieren werden. Erst recht dann nicht, wenn man dabei mit den Ordnungskräften in Konflikt zu geraten droht.

          zum glück ist es nicht hoffnungslos hier. denk an die beiden jährlichen großereignise: dresden ( anti nazis ) im januar und gorleben ( anti atom ) im herbst.

          wer sich da umschaut sieht: da sind alle. gut bürgerliche, christen und kirchenvertreter, spd und andere politische, jugendliche, gewerkschaften, autonome, bauern,… . es sind kontinuierlich sehr viele und die menschen sind sehr, sehr widerständig. nix lichterkette und flugblätter verteilen. nix latschdemo und wieder nachhause gehen. die haben keine angst !

          es dauert in deutschland sicherlich länger. aber das sollte niemanden in sicherheit wiegen. denn was die geschichte gezeigt hat ist, das wenn es knallt, dann richtig und manchmal sehr unangenehm.

          ps.: vergiss “die” ossis und die ddr net. also net alles hoffnungslos:)) es gibt schon noch einige, die mehr vom leben wollen, als rasenmähen, pünktlich freitag um 11 oder billig saufen auf malle hehehehe das leben ist schön!

    24. Vogel schrieb am 26. August 2011 at 21:23 - Permalink

      @ Florian Hauschild

      Ich sehe obdachlose Straßenkinder und ehemalige Heimkinder, die 11 Jahre mit Ritalin vollgestopft wurden und die plötzlich fähig sind Verantwortung zu übernehmen und sich ohne jeden Konflikt ins Kollektiv einbringen – einfach weil man sie so sein lässt wie sie sind.

      Vllt. bedingt das eine das andere? Jedenfalls iss /”11 Jahre mit Ritalin vollgestopft/” so wenig der Normalfall wie eine BILD-Meldung die sein könnte “Rentnerin (84) wegen fünf Euro erschlagen – Täter erst 11 Jahre alt”

      Ich sehe eine bunte Mischung wacher Menschen, die begriffen haben, dass es an erster Linie auch an ihnen selbst liegt, dass wir uns dermaßen in die Scheiße geritten haben in der wir nun stecken.

      Ich war Anfang dses Jahres 6 Wo in Reha … soll ich erzählen von unserm (Schweine-)System und den Folgen, die es bei einer Minderheit erzeugt? Auch hier: Das eine bedingt/erzwingt/ermöglicht/gebiert das andere! Die Mehrheit merkt nix außer: “Ommmm” – und die Minderheit (auch ich) arbeitet sich an diesem Phänomen ab, die Kugel dreht sich derweil weiter …

      Leider hab’ ich zuviel (wach erlebte) Lebenserfahrung: Alles nur durchschnittlich [...] Zellhaufen!

    25. Brick schrieb am 26. August 2011 at 21:49 - Permalink

      Der Artikel gefällt mir zwar nicht besonders, aber spricht ein wichtiges Thema an. Mich kotzt es an, wenn überall versucht wird Demos vorallem von den Braunen zu verbieten. Das Untergraben eines der wichtigsten Rechte der Demokratie wird dann als Sieg für diese gefeiert. Ich finde tatsächlich, dass die Amis das deutlich besser machen. http://www.youtube.com/watch?v=-xUzE2SrtKM&feature=fvst So etwas muss man nun mal aushalten können. Wenn solche Rechte nur für den Mainstream gelten sind sie nutzlos; ihr Zweck ist ja gerade der Schutz abweichender Meinungen.

    26. Peter schrieb am 26. August 2011 at 23:20 - Permalink

      Übrigens wird derzeit, analog zu der von Adbusters geplanten Blockierung der Wall Street (#occupywallstreet) versucht, so etwas auch bei der Berliner Börse auf die Beine zu stellen. Also friedlichen Protest gegen ein übermächtiges Finanzsystem…:
      http://konsumpf.de/?p=12716

    27. Terenz schrieb am 27. August 2011 at 00:08 - Permalink

      [...] Deutschland scheint in der Vorstellung einiger Menschen in diesem Land dermaßen demokratisch zu sein, dass, wer für seine Rechte auf die Straße gehen will, entweder völlig fehlgeleitet oder gar undemokratisch sein muss. [...]

      [...] die stumpf ihren Auftrag ausführen, Mitbürger in Uniform, denen offensichtlich längst jeder Funken gesunder Menschenverstand ausgetrieben wurde. Dienstvorschriften werden bei diesen Beamten längst höher bewertet als die fundamentalen Grundrechte der Meinungs- und Versammlungsfreiheit. [...]

      Gut geschrieben ! Klingt für mich alles sehr danach das der Autor selbst schon erfahrungen in diese richtung gemacht hat . Nicht die Ohren hängen lassen . ;-)

      Gruß
      Terenz

      anbei noch einen aufheller : Helge Schneider als Abrißunternehmer Borovsky (1/3)

      Edit : Demokratie ;) nobody seams to want it really …

      • Terenz schrieb am 27. August 2011 at 00:35 - Permalink

        Ich will das hier nicht wieder in Spam ausarten lassen aber das sei noch gesagt :

        Geht mal wieder öfters unter die Leute . Und wenn ihr das schon macht :

        Maximiert das ! Lohnt sich mehr als alles andere meiner erfahrung nach . ;-)

        • Frank Benedikt schrieb am 29. August 2011 at 12:04 - Permalink

          Geht mal wieder öfters unter die Leute.

          Ein “gesunder Gedanke”! Das Netz ist doch nur ein Werkzeug, das uns allen kostengünstig die Möglichkeit bietet, zu diskutieren, Erfahrungen und Ansichten auszutauschen und nötigenfalls auch zu streiten. ‘Das wahre Leben’ findet nach wie vor woanders statt.

    28. Andre schrieb am 27. August 2011 at 17:05 - Permalink

      Ich Demonstriere jetzt auch mal

      unter dem Motto alles für alle und das umsonst.

      • sternburg schrieb am 27. August 2011 at 18:43 - Permalink

        @ Andre

        gib es zu andre. dit warst du:)) http://www.youtube.com/watch?v=LPpgbVAtwLg smilie

    29. Pressefreiheit schrieb am 28. August 2011 at 13:17 - Permalink

      -Bevor man für mehr Demokratie kämpft muß man erst mal verstehen in was für einem System wir uns befinden und wie die Machtverhältnisse verteilt sind.
      Der gemeine Massenmedienkonsument von Tagesschau,Heute, N24, NTV, …
      kann leider überhaupt nicht verstehen was hier vor sich geht.

      -Ich empfehle mal folgenden Beitrag:
      http://www.youtube.com/watch?v=fa-20nYhijc&feature=player_embedded&list=PL3807F396D810904C

      -Man muß das Übel bei der Wurzel packen, sonst verirrt man sich in sinnlosem Geplänkel.
      Die Wurzel unseren Übels sind das Ungeheuer von Bretton Woods (Der Dollar als Weltleitwährung) und die private amerikanische Zentralbank, die das Ungeheuer geboren hat.

      -Viele unter uns spüren, dass hier was nicht stimmt. Aber es sind nicht die Politiker, die was ändern können. Sie sind nur die Marionetten des Systems, wie die Massenmedien auch.
      Also auf die Straße, aber mit Zielen die das Übel bei der Wurzel packen!

      • Frank Benedikt schrieb am 29. August 2011 at 11:57 - Permalink

        Richtig. Es “stimmt nicht” und hat es vermutlich nie getan.

      • dfd schrieb am 29. August 2011 at 12:06 - Permalink

        @pressefreiheit

        -Bevor man für mehr Demokratie kämpft muß man erst mal verstehen in was für einem System wir uns befinden und wie die Machtverhältnisse verteilt sind.
        Der gemeine Massenmedienkonsument von Tagesschau,Heute, N24, NTV, …
        kann leider überhaupt nicht verstehen was hier vor sich geht.

        -Ich empfehle mal folgenden Beitrag:

        -Man muß das Übel bei der Wurzel packen, sonst verirrt man sich in sinnlosem Geplänkel.
        Die Wurzel unseren Übels sind das Ungeheuer von Bretton Woods (Der Dollar als Weltleitwährung) und die private amerikanische Zentralbank, die das Ungeheuer geboren hat.

        -Viele unter uns spüren, dass hier was nicht stimmt. Aber es sind nicht die Politiker, die was ändern können. Sie sind nur die Marionetten des Systems, wie die Massenmedien auch.
        Also auf die Straße, aber mit Zielen die das Übel bei der Wurzel packen!

        al-Gaddafi, Muammar (1976) The Green Book

        http://www.mathaba.net/gci/theory/gb1.htm

        …..To lay bare the character of parliaments, one has to examine their origin. They are either elected from constituencies, a party, or a coalition of parties, or are appointed. But all of these procedures are undemocratic, for dividing the population into constituencies means that one member of parliament represents thousands, hundreds of thousands, or millions of people, depending on the size of the population. It also means that a member keeps few popular organizational links with the electors since he, like other members, is considered a representative of the whole people. This is what the prevailing traditional democracy requires. The masses are completely isolated from the representative and he, in turn, is totally removed from them. Immediately after winning the electors’ votes the representative takes over the people’s sovereignty and acts on their behalf. The prevailing traditional democracy endows the member of parliament with a sacredness and immunity which are denied to the rest of the people. Parliaments, therefore, have become a means of plundering and usurping the authority of the people. It has thus become the right of the people to struggle, through popular revolution, to destroy such instruments – the so-called parliamentary assemblies which usurp democracy and sovereignty, and which stifle the will of the people. The masses have the right to proclaim reverberantly the new principle: no representation in lieu of the people.

        If parliament is formed from one party as a result of its winning an election, it becomes a parliament of the winning party and not of the people. It represents the party and not the people, and the executive power of the parliament becomes that of the victorious party and not of the people. The same is true of the parliament of proportional representation in which each party holds a number of seats proportional to their success in the popular vote. The members of the parliament represent their respective parties and not the people, and the power established by such a coalition is the power of the combined parties and not that of the people. Under such systems, the people are the victims whose votes are vied for by exploitative competing factions who dupe the people into political circuses that are outwardly noisy and frantic, but inwardly powerless and irrelevant. Alternatively, the people are seduced into standing in long, apathetic, silent queues to cast their ballots in the same way that they throw waste paper into dustbins. This is the traditional democracy prevalent in the whole world, whether it is represented by a one-party, two-party, multiparty or non-party system. Thus it is clear that representation is a fraud.

        Moreover, since the system of elected parliaments is based on propaganda to win votes, it is a demagogic system in the real sense of the word. Votes can be bought and falsified. Poor people are unable to compete in the election campaigns, and the result is that only the rich get elected. Assemblies constituted by appointment or hereditary succession do not fall under any form of democracy.

        Philosophers, thinkers, and writers advocated the theory of representative parliaments at a time when peoples were unconsciously herded like sheep by kings, sultans and conquerors. The ultimate aspiration of the people of those times was to have someone to represent them before such rulers. When even this aspiration was rejected, people waged bitter and protracted struggle to attain this goal.

        After the successful establishment of the age of the republics and the beginning of the era of the masses, it is unthinkable that democracy should mean the electing of only a few representatives to act on behalf of great masses. This is an obsolete structure. Authority must be in the hands of all of the people.

        The most tyrannical dictatorships the world has known have existed under the aegis of parliaments…

    30. Andreas F. schrieb am 28. August 2011 at 15:44 - Permalink

      Ich war in den letzten 6 Tagen relativ oft dort (und in den Wochen davor auch), kenne (und respektiere) einige Leute persönlich dort, finde die Arbeitsweise, die Inhalte und die Diskussionskultur aber absurd schlecht , von den immer wieder auftauchenden Problemen mit Suffköpfen gar nicht zu reden, der Alex ist immerhin die Zentrale der bundesdeutschen sozialen Verwahrlosung…

      Sehr erhellend ist die Webseite der acampadaberlin im dunklen Reich von Zuckermann:

      http://www.facebook.com/#!/groups/aCAMPada/

      Die Seite ist voll mit Postings von Infokriegern, Querfrontlern, Truthern, ergebenen Verehrern von Gadaffi und antizionistischen Tiraden, es findet gegenüber derlei Schrott keinerlei inhaltliche Abgrenzung statt.

      Der Gruppe ist 6 Tage lang verboten worden, am Alex Zelte zu installieren, so wurde aus der acampada eine zeltlose Dauerdemonstration, die offiziell am Freitag um 12.00 beendet wurde, weil die Genehmigung auslief. Angekündigt war für diese Uhrzeit ein Sitin und alle, alle sollten kommen, damit man nahtlos weitermachen konnte. Ich war zwei Stunden da, es waren die bekannten Gesichter da, aber es geschah nichts. Nicht einmal die Polizei war noch vor Ort….Ich bin auch wieder gegangen.

      Ab 17.00 hat es dann wohl einen “Zeltmarsch” vom Brandenburger Tor zum Alex gegeben und dort haben einige Aktivisten wieder versucht, Zelte aufzubauen (was wohl gemerkt 6 Tage lang untersagt worden war und meines Wissens am Alex auch ganz grundsätzlich gilt -wg. der Obdachlosen vermutlich), wurden von der Polizei aufgefordert das zu beenden, auf die Verweigerung diesbezüglich folgten Platzverweise und danach unverhältnismäßige Gewalt der Bundespolizei.
      Ein relativ langes Video gibt es hier, es ist deutlich informativer als die zahlreichen dramatisierten und gekürzten Schnitte, mit denen die Gruppe das Netz zugespammt hat:
      http://www.berliner-kurier.de/berlin/polizei-prozesse/polizist-schlaegt-auf-wehrlosen-mann-ein/-/7169126/9681350/-/index.html
      Der Artikel und die Zeitung an sich sind natürlich Vollschrott, trotzdem läßt sich im Video ganz gut erkennen, dass es im Verlaufe des Konfliktes zahlreiche Möglichkeiten der Deskalation und des Rückzuges gegeben hätte. Es stellt sich schon die Frage, ob es sich nicht eher um eine Art Verzweiflungstat handelte um über die entsprechenden medialen Bilder und den Opferbonus neue Sympathisanten zu gewinnen.
      Der erwartete Schneeballeffekt des spanischen Vorbildes ist in Deutschland vollständig ausgeblieben und das bloße Kopieren Beharren auf einer hier bisher vollkommen nutzlosen Strategie (Campen am Alex) unterstreicht zudem, das es innerhalb der Gruppe anscheinend wenig Reflexion gibt, den Zeitarbeiter, den besorgten Lehrer und den verarmten Hartz4-Empfänger wird man so auf gar keinen Fall zum Engagement bewegen können.
      Ich möchte gar nicht das Engagement einzelner Mitglieder bestreiten und es gehört sicherlich auch Mut dazu, mit einer so kleinen Schar ein (sinnlose) Auseindersetzung mit dem Apparat anzuzetteln, man hätte sich jedoch auch andere Taktiken und Strategien ausdenken können, statt an einem Ort, der die bloße Simulation eines öffentlichen Platzes ist, den Nachbau des spanischen Vorbilds nachzueifern (15M hat übrigens fast alle Camps aufgelöst und hat sich in die Stadtviertel hinein regionalisiert), sich mit den dort lebenden Dropouts auszustaffieren (damit die Gruppe gößer erscheint) und so selbst Teil der Simulation zu werden.
      Die schönen Bilder aus Spanien haben da wohl zu einer falschen und unrealistischen Fixierung geführt, mit etwas Nachdenken kommt man schnell darauf, dass 5000 friedliche Menschen auf einem Platz zwar toll sind, um die Stärke der eigenen Bewegung zu illustrieren, das aber eine assemblea in diesem Maßstab weder praktikabel noch sinvoll ist.

      Durch den Druck des Staates scheint innerhalb der Gruppe auch eine Dynamik entstanden zu sein, die zunehmend zu einer gewissen Geschlossenheit führt, auch sachliche Kritik führt zu teilweise wüst geführten Auseinandersetzungen, immer begleitet von einem aggressiven Chor der oben bereits aufgeführten Mutanten.

      (Und damit hier keine Mißverständnisse aufkommen: Ich bin selbst seit Mai bei 15Mberlin aktiv und hätte mich über eine deutsche Variante sehr gefreut – aber es sieht so aus, als sei die “German Revolution” ein weiteres Mal von den falschen Leuten gestartet worden.
      Dabei ist für diese Art von politischer Folklore eigentlich überhaupt keine Zeit mehr übrig.)

      • Nils schrieb am 28. August 2011 at 17:43 - Permalink

        Ich hab mir ein paar der Videos angesehen und die Protestierenden haben sich schon ganzschön angestellt. Zwar sieht man, wie der eine Polizist einmal einem während des Wegtragens schlägt (und ich hoffe er wird dafür auch belangt), aber trotzdem scheint es mehr eine Spaß/gegen Staat/Wir sind Opfer-Aktion zu sein als durchdachter Protest.

        Dass es innerhalb der Gruppe zu einer gewissen Dynamik (Radikalisierung) kommt, die Kritik von außen Abblockt, kann ich mir gut vorstellen. Ich kann mir nur wünschen, dass es viele dazu Anstößt eigenes Engagement besser zu durchdenken und nicht einfach dem der am lautesten Schreit und der die krassesten Parolen hat nachzulaufen.

        Bei der ganzen Geschichte habe ich gar keine Aussagen mitbekommen. Wenn sie schonmal da sind, sollten sie doch wenigstens mehr Demokratie fordern!

      • Frank Benedikt schrieb am 29. August 2011 at 11:49 - Permalink

        “Politische Folklore”? Scheint fast so, denn auch mein Freund und Kollege Frank K. war da und hat (kuckst Du Samstag, 22.15h beim Fratzenbuch) inzwischen so seine Zweifel.

        “Keine Zeit mehr übrig”? Du bist nah, verdammt nah, an der ‘Realität’ dran, wenn der ‘Spaß’ auch ungefähr noch eine Dekade andauern dürfte ….

    31. Jacques Roux schrieb am 28. August 2011 at 19:59 - Permalink

      Nur, für diejenigen die evtl. in antideutscher Rhetorik nicht ganz so firm sind, mit

      dem dunklen Reich des Zuckermann

      ist er hier wohl gemeint:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Moshe_Zuckermann

      Die Querfrontgeschichte ist wirklich übel, aber wieso fallen mir dabei immer die Antideutschen und die Rechtspopulisten ein ?

    32. Andreas F. schrieb am 28. August 2011 at 20:13 - Permalink

      Ahh, fuck – ich habe einen Fehler gemacht: ich habe MARC ZUCKERBERG gemeint, den Darth Vader der sozialen Netzwerke!!!

      Kann das bitte der Admin in meinem Post nachträglich korrigieren? Wäre mir sehr wichtig.

      (Das ist vor allem deswegen superpeinlich, weil der echte Marc Zuckermann – den ich gar nicht kannte – dem Wikipediaeintrag zufolge, ein höchst sympathischer Mensch zu sein scheint…)

      • Frank Benedikt schrieb am 29. August 2011 at 11:31 - Permalink

        Kann das bitte der Admin in meinem Post nachträglich korrigieren?

        Das könnte zwar auch ich, aber ich mische mich natürlich nicht in die Entscheidungen des Hausherrn ein.

        P.s.: Interessante Seite, die Du da hast ;-) Kennst Du “Kabelbrand im Herzschrittmacher” von Sterzel?

    33. sternburg schrieb am 28. August 2011 at 20:37 - Permalink

      ” liebe deinen nächsten wie dein auto. ” bergpartei

      find ich witzig

    34. Fian schrieb am 30. August 2011 at 11:45 - Permalink

      Selten so einen schlechten Artikel hier gelesen.


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