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  • Die Eurokrise in Zahlen (II)

    geschrieben am 06. September 2011 von Spiegelfechter

    Während die Welt unter dem Joch der Spekulation an den Finanzmärkten leidet, konnte Deutschland seine finanzpolitische Situation in den letzten beiden Jahren merklich verbessern. Beleg dafür sind die deutlich gesunkenen Zinsen für Staatsanleihen, von denen nicht nur Deutschland, sondern auch andere Länder profitieren, die in den Turbulenzen der Finanzkrise als sicherer Hafen gelten. Anstatt diesen positiven Effekt dazu zu nutzen, zumindest im eigenen Lande die Krisenfolgen zu mildern, nutzt Deutschland die Gunst der Stunde, um ganz Europa auf den neoliberalen Kurs deutscher Schule zu zwingen. Die Folgen dieser Politik sind verheerend – auch für Deutschland.

    Wenn Politiker und Journalisten den Eindruck vermitteln wollen, dass die Folgen der Finanzkrise zu einem „fundamentalen Vertrauensverlust“ in den Staat geführt hätten, dann ist dies fundamentaler Unsinn. Wie etwa aus den Daten der OECD hervorgeht, hat die Finanzkrise entgegen allem Krisengerede dazu geführt, dass die Zinssätze und damit die Renditen für die Staatsanleihen der großen OECD-Staaten signifikant gesunken sind. Aktuell liegt der Zinssatz zehnjähriger Bundesanleihen erstmals unter 2,0% – die von den USA aufgelegten inflationsindexierten Staatsanleihen (TIPS) erzielen sogar negative Renditen. Die Anleger misstrauen den Staaten demnach nicht, sondern vertrauen ihnen so stark, dass sie ihnen ihr Geld zu einem Zinssatz leihen, der oft niedriger als die Inflationsrate liegt. Wenn irgendwo ein „fundamentaler Vertrauensverlust“ auszumachen ist, dann gilt er gegenüber den Banken, die sich noch nicht einmal selbst vertrauen und ihre liquiden Mittel lieber zum Einlagezinssatz von nur 0,75% bei der EZB parken, als sie anderen Banken zu einem höheren Zinssatz zu leihen.

    Dass und warum einige Staaten, wie beispielsweise Italien oder Spanien, aufgrund einer grotesken Spekulationssituation nicht gleichfalls von diesem Vertrauensgewinn profitieren können, zeigten wir bereits im ersten Teil dieser Analyse.

    Weiter auf den NachDenkSeiten

    96 Kommentare Print This Post
    Während die Welt unter dem Joch der Spekulation an den Finanzmärkten leidet, konnte Deutschland seine finanzpolitische Situation in den letzten beiden Jahren merklich verbessern. Beleg dafür sind die deutlich gesunkenen Zinsen für Staatsanleihen, von denen nicht nur Deutschland, sondern auch andere Länder profitieren, die in den Turbulenzen der Finanzkrise als sicherer Hafen gelten. Anstatt ...
    Tags: Europa Finanzkrise Sparen Volkswirtschaft
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    96 Kommentare:

    1. Cherio schrieb am 6. September 2011 at 09:56 - Permalink

      Wir erleben seit fast 15 Jahren eine Abfolge von Krisen, deren Ausmaß immer mehr zunimmt. Als sich die Banken mit ihren Subprime Papieren verspekulierten, wurden sie gerettet, weil man aus Angst um das ganze Finanzsystem keine andere Möglichkeit sah. Es wären wohl auch die Ersparnisse der Otto Normalverbraucher pulverisiert worden, hätte man sie einfach unkontrolliert der Reihe nach pleite gehen lassen. Ansonsten ist es bedauerlich, dass es nicht passiert ist.

      Die Schulden sind zu den Staaten gewandert und das wiedererwachte Risikobewusstsein der Gläubiger hat dazu geführt, dass den schwächeren Staaten misstraut wird und sie nur schwer an Geld kommen. Sozusagen die nächsten Dominosteine, die schon wanken. Der letzte „sichere Hafen“ sind die Anleihen der großen und leistungsfähigen Staaten. Ist das eine realistische Einschätzung oder geschieht es nicht vielmehr aus der Not heraus, da es für das „große Geld“ keine Alternativen gibt? Wie sicher werden die jetzt zuhauf gekauften Staatsanleinen noch sein, wenn die kleinen Staaten endgültig umfallen oder eine erneute Bankenkrise ( geht ja schon los) aufkommt?

      Die großen Staaten gehen zuletzt pleite, so sehe ich das.

      • sternburg schrieb am 6. September 2011 at 20:49 - Permalink

        ” wenn es nicht für alle reicht, dann müssen eben die armen ran.” ( ernst bloch )

    2. Serious Sam schrieb am 6. September 2011 at 10:07 - Permalink

      Es ist sehr wahrscheinlich, dass die deutsche Hegemonialpolitik nicht nur die europäische Währungsunion, sondern auch die europäische Integration und sogar den europäischen Gedanken an die Wand fahren wird

      Da der ‘Europäische Gedanke’ mittlerweile singulär daraus zu bestehen scheint, dass die deutschen Steuerbürger auf alle Zeiten die Party von Finanzindustrie und manchen Ländern finanzieren sollen, hat er eh keine Zukunft.

      Doch statt mittels antizyklischer Finanz- und Wirtschaftspolitik die Krisenfolgen einzudämmen, die Binnennachfrage zu stärken und damit als stärkste europäische Volkswirtschaft die dringend benötigte Rolle einer Wachstumslokomotive zu übernehmen

      Typisch, mal wieder die zweite Hälfte von Keynes’ Theorie zu unterschlagen: in guten Zeiten den Schuldenstand zurückführen. Wenn nicht jetzt, wann dann?

      Das linkalarmistische Gebarme dieses Textes, und das Geschrei von wegen einer angeblichen ‘neoliberalen Schock-Thearpie’, die Deutschland als ‘Hegemonialmacht’ anderen Ländern ‘aufzwingen’ würde, halte ich für realitätsfremd.

      • Spiegelfechter schrieb am 6. September 2011 at 10:27 - Permalink

        Da der ‘Europäische Gedanke’ mittlerweile singulär daraus zu bestehen scheint, dass die deutschen Steuerbürger auf alle Zeiten die Party von Finanzindustrie und manchen Ländern finanzieren sollen, hat er eh keine Zukunft.

        Welche Party denn? Der Olivengürtel hat – vereinfacht gesagt – mit deutschem Geld, deutsche Produkte gekauft. Wenn Du die “Party” beenden willst, musst Du die Handelsbilanzdefizite abbauen … dann kann hier die Party beginnen ;-)

        • Bruder Johannes schrieb am 6. September 2011 at 11:22 - Permalink

          Das ist nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte der Wahrheit ist, dass – um die Griechen einmal exemplarisch hervorzuheben – der “Olivengürtel” erwartet, dass u. a. der deutsche Steuerzahler dessen “way of life” finanziert. Das heißt im Klartext: Nepotismus (z. B. Taxi-Lizenzen, Güterverkehr-Lizenzen) und Korruption (z. B. üblich bei größeren Bankkrediten). Einige griechische Abgeordnete haben das explizit gefordert: “Wir sind nun mal eine Gefälligkeitsgesellschaft!”, hieß es. Zur griechischen Lebensart gehört auch, dass Fremde über’s Ohr gehauen werden, weil sie sich halt nicht auskennen und auch, dass man möglichst keine Steuern zahlt. Das sind einfach Fakten, die man nicht wegdiskutieren kann, und die in der ein oder anderen Form auch für die anderen Mittelmeeranrainer gelten.

          Sicherlich wurden in diesen Länder viele deutsche Produkte gekauft. Aber es kommt von diesem “Erfolg” so gut wie nichts beim Steuerbürger an. Und wieso muss man dafür belohnt werden, dass man Produkte kauft, die man sich nicht leisten kann?

          • ZwischenSpeicher schrieb am 6. September 2011 at 12:25 - Permalink

            Dazu passt das hier :-)

            http://www.griechenland-blog.gr/2011/golden-boys-bei-gemeindebetrieben-in-griechenland/5537/

          • sternburg schrieb am 6. September 2011 at 12:58 - Permalink

            @ Bruder Johannes

            Zur griechischen Lebensart gehört auch, dass Fremde über’s Ohr gehauen werden, weil sie sich halt nicht auskennen und auch, dass man möglichst keine Steuern zahlt. Das sind einfach Fakten, die man nicht wegdiskutieren kann, und die in der ein oder anderen Form auch für die anderen Mittelmeeranrainer gelten.

            oder das hier:

            “….Spanien, Italien, Frankreich. Kaum hatten die Banken Griechenland unter den nächsten 100-Mrd-Rettungsschirm gehievt, knicken die nächsten Schuldenstaaten ein und fordern europäische Solidarität – sprich: das Geld der Deutschen. Und eher würde Kanzlerin Merkel zur SPD, den Grünen oder der Linken überlaufen, als sich dieser Ausplünderung des deutschen Volkes zu verweigern. Die Schuldenlawine, die auf das deutsche Volk zurollt, soll Generationen in die Schuldknechtschaft der Brüsseler Bankster-Marionetten zwingen.

            Woher das Geld kommen soll? Zum einen von dem Ersparten der kleinen Leute, von ihrer Rentenvorsorge, den Lebensversicherungen, dem eigenen Haus. Der vollständige Griff ins Portemonnaie des Steuerbürgers wird von den Systemparteien schon geplant. Es geht um den wirkungsvollsten Zugriff der Staatsbüttel des Bankenkartells. Zur Ausplünderung gesellt sich die Entwertung. Schon der irische Schriftsteller George Bernard Shaw hat diese Manipulation mit den Worten beschrieben: „Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen, so gibt man diesen Verfahren den höflichen Namen Inflation.“ Die Haupteinnahmequelle in der nächsten Zukunft wird aber die Erhöhung oder Neuerfindung von Steuern und Abgaben sein. Die Pkw-Maut, nach den ganzen Steuerzuschlägen wegen der angeblichen Erderwärmung nun gewiß eine für die Erdabkühlung oder eine Regensteuer. Man wird schon demnächst mit entsprechenden Gesetzen das deutsche Volk in die Zwangsjacke stecken, denn schon der römische Geschichtsschreiber Tacitus wußte zu berichten: „In den verdorbensten Staaten gibt es die meisten Gesetze.“

            Was kann die NPD dagegen tun? Die Antwort kann nur lauten: Nein zu jeder Form von Steuer- und Abgabenerhöhung. Der Bürger muß wissen, die NPD ist die einzige Partei, die grundsätzlich eine finanzielle Mehrbelastung der Deutschen ablehnt. Ausgabenkürzungen sind angesagt. Kein Cent für die Rettung von Banken ! Kein Euro für Armeeeinsätze für fremde Interessen oder die Finanzierung von Nato-Einsätzen wie in Libyen. Doch auch in Deutschland sind Hunderte Milliarden Einsparpotentiale vorhanden, allein schon bei den sogenannten Wirtschaftsflüchtlingen, die keiner benötigt und uns nicht bereichern, sondern verarmen. Und auch auf das die BRD überziehende ABM-Projekt „Krampf gegen rechts“ kann man zweifelsohne verzichten.

            Jeder noch so geartete Versuch, das deutsche Volk weiter auszupressen, bietet der NPD die einzigartige Möglichkeit, sich als alleinige Interessenvertreterin des deutschen Volkes zu beweisen. Wenn andere Parteien oder Gruppierungen sich dem anschließen, kann dies den Erfolg beschleunigen. Allerdings werden wohl kaum Systemparteien diesen Rettungsplan unterstützen, die, wenn die Pflicht, das Vaterland ruft, sich stets auf ihre Schwerhörigkeit berufen.

            Das Schuldendrama verlangt jetzt nach einer eindeutigen, für jeden Bürger verständlichen Antwort – kein neues Geld für Bankrotteure und Bankster. Die NPD sagt nein zu neuen Schulden und der Schuldenwährung Euro!

            Dr. Kersten Radzimanowski…”

            das zweite zitat ist die npd schöneiche. nur damit es keine verwechslung mit dem bruder gibt :))

            • Serious Sam schrieb am 6. September 2011 at 13:08 - Permalink

              Ich kenne keine NPD Schöneiche. Aber den ersten beiden Absätzen

              “….Spanien, Italien, Frankreich. Kaum hatten die Banken Griechenland unter den nächsten 100-Mrd-Rettungsschirm gehievt, knicken die nächsten Schuldenstaaten ein und fordern europäische Solidarität – sprich: das Geld der Deutschen. Und eher würde Kanzlerin Merkel zur SPD, den Grünen oder der Linken überlaufen, als sich dieser Ausplünderung des deutschen Volkes zu verweigern. Die Schuldenlawine, die auf das deutsche Volk zurollt, soll Generationen in die Schuldknechtschaft der Brüsseler Bankster-Marionetten zwingen.”

              Woher das Geld kommen soll? Zum einen von dem Ersparten der kleinen Leute, von ihrer Rentenvorsorge, den Lebensversicherungen, dem eigenen Haus. Der vollständige Griff ins Portemonnaie des Steuerbürgers wird von den Systemparteien schon geplant. Es geht um den wirkungsvollsten Zugriff der Staatsbüttel des Bankenkartells. Zur Ausplünderung gesellt sich die Entwertung. Schon der irische Schriftsteller George Bernard Shaw hat diese Manipulation mit den Worten beschrieben: „Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen, so gibt man diesen Verfahren den höflichen Namen Inflation.“ Die Haupteinnahmequelle in der nächsten Zukunft wird aber die Erhöhung oder Neuerfindung von Steuern und Abgaben sein [...]“

              ist schwerlich zu widersprechen.

            • sternburg schrieb am 6. September 2011 at 13:32 - Permalink

              himmm… ist denn die npd nicht auch systempartei? im 2. absatz steht ja der block der einheits- / systemparteien. wer bezahlt denn den wahlkampf der npd sowie die mandatsträger der npd in dresden und schwerin?

              im 1. absatz sagt die npd, das die schuldenstaaten das geld der deutsche fordern. ist es nicht so, das die regierungen nur mit druck unter den “rettungschirm” gebracht werden können? wollen die wiklich das geld der deutschen, dh auch die bedingungen dann eingehen, die daran geknüpft werden?

              wenn im 1. abschnitt von einer knechtschaft des deutschen volkes unter brüsseler herren geschrieben wird, warum sind das dann keine deutschen herren, wenn die deutschen doch das geld verteilen?

              naja.. ich finde in den ersten beiden absätzen, wie im rest einiges unlogisch lieber serious sam.

              für mich ist das vor allem ein wirtschaftsproblem. das hat nichts mit kultur und moral zu tun. wer über fleißige, deutsche arbeitsbienchen und sog. volkscharakter schreibt, soll sonntags in die kirche gehen. denn da gehört das thema hin.

              alles kulturalistische bringt die probleme, die im kern wirschafts- und sozial- politische probleme sind, auf eine irrationale ebene, mit den bekannten folgen.

              wenn wir jetzt von griechischem schlendrian reden… na gute nacht marie.

              “….Herbert H. aus S.

              Montag, 05-09-11 19:57

              So wie die moslemische Zuwanderung ab einem bestimmten Bevölkerungsanteil den Bestand der EU garantiert, weil dadurch ein “Rückfall” in Nationalstaaten verhindert wird, sichert die Kontrolle über die Finanzen die Macht der EU-Bürokraten.
              Aus dem Grunde gehören Euro und Transferunion zu ihren unverzichtbaren Forderungen…..” aus der jungen freiheit

              aber schon krass, wie in anderen blogs mittlerweile pauschal aussagen über die arbeitsmoral ganzer völker gemacht werden hehehehe mit dem ergebnis, wenn es deutsche blogs sind, das die deutschen in der eu die fleißigsten sind.
              auch dürfen, wenn es um banken, globalisierte eliten und zinseszins geht, die juden net fehlen. da wird dann auch mal aus helmut kohl ein jude gemacht.

              “….Auch wenn Kohl schon 1998 sagte “..daß die Zeit des souveränen Nationalstaates vorüber sei “!Wird dem deutschen Volk langsam bewußt,dass das für Deutschland Armut und ein Völkermischmasch bedeuten wird!Der Jude Hennoh Cohn,jetzt Helmut Kohl,hat unser Volk verraten und verkauft!!..”
              ein Rolli Blaumüller aus EUDSSR am 20-07-11 20:09

            • Serious Sam schrieb am 6. September 2011 at 13:43 - Permalink

              wollen die wiklich das geld der deutschen, dh auch die bedingungen dann eingehen, die daran geknüpft werden?

              Die wollen sogar viel lieber das Geld ohne jedwede Bedingung zu erfüllen. Nur ist das nicht das Thema von NPD Schöneiche, wer auch immer das sein mag. Sondern dieses Junktim hast du eingebracht. Bleib’ doch bitte bei dem, was geschrieben steht.

              wenn im 1. abschnitt von einer knechtschaft des deutschen volkes unter brüsseler herren geschrieben wird, warum sind das dann keine deutschen herren, wenn die deutschen doch das geld verteilen?

              Und verschone mich mit Scherzfragen, danke.

            • sternburg schrieb am 6. September 2011 at 14:04 - Permalink

              och… ich nimm dich doch nur ernst.

              ist schwerlich zu widersprechen.

              das ist eine aussage. das ist deine aussage. die bezieht sich auf die beiden 1. absätze der npd. capice ?

              keine ahnung , warum du meine wiedersprüche in den aussagen der npd ( der beiden von dir gelobten ersten absätze ) nicht verstehen kannst. oder willst? ich finde , da gibt es ne menge zu wiedersprechen. ich steh auf glaubwürdigkeit. find ich richtig sexy.

              ansonsten ich bin ein hilfsbereiter mensch. bin halt ein lieber:))

              ps.: ich bin ein humorvoller mensch. deswegen finde ich deine scherze von griechenparties auch sehr nett.
              pps.: “….Und verschone mich mit Scherzfragen, danke….” nö. nix verschonen. immer fordern:))

            • ZwischenSpeicher schrieb am 6. September 2011 at 14:05 - Permalink

              Woher das Geld kommen soll? Zum einen von dem Ersparten der kleinen Leute,

              Die Wahlkampfkostenerstattung für die NPD kommt leider auch vom Ersparten der kleinen Leute.

              http://www.superillu.de/aktuell/NPD_versucht_Einfluss_im_Osten_zu_gewinnen_1960612.html

            • sternburg schrieb am 6. September 2011 at 14:28 - Permalink

              @ ZwischenSpeicher

              Woher das Geld kommen soll? Zum einen von dem Ersparten der kleinen Leute,

              hast ja recht zwischenspeicher.

              nur was mich stört, wenn leute wie serious sam und bruder johannes bei wie ich finde, rein wirtschaftlichen und sozial- gesellschaftlichen konflikten die kulturkarte spielen wollen.

              hier bei spiegelfechter geht das noch, aber schau mal bei welt.de oder anderen kommentariaten rein. gruselig wirds dir.

              vor allen sind deren foren viel größer als spiegelfechter, das heißt viel mehr lesen den kulturscheiß aller bruder johannes und DIE-südländer-hauen-die-nordeuropäer-ums-ohr. warum? weil die können net anders. die mittelmeervölker sind eben grundsätzlich nicht ehrlich.
              ich mein das läuft ja z.t. da unten in die selbe richtung. da werden dann deutsche politiker mit hakenkreuz gezeichnet.

              es gibt ein problem. wir wollen eine lösung. alle beteiligten müssen aber mit respekt sich begegnen. was soll das von ganzen völkern als betrügernationen zu schreiben? dann auch noch zu schreiben, das die noch nicht mal was dafür können. die können eben aus ihrer haut net raus. hehehehehe

              Die andere Hälfte der Wahrheit ist, dass – um die Griechen einmal exemplarisch hervorzuheben – der “Olivengürtel” erwartet, dass u. a. der deutsche Steuerzahler dessen “way of life” finanziert.

              wer erwartet das? wie viele sind das in griechenland, die die einstellung haben? fakten oder eben das alte , hässliche kind, im keller, das raus kommt, wenns oben ecklig wird: völkischer rassismus vom feinsten. aber hallo.

              da halt ich denen dann den npd spiegel vor und bekomm als echo: warum, watt die npd da so zu euro und krise und so schreibt, ist doch voll ok aaaaahhhrrrrrr

            • Schweigsam schrieb am 6. September 2011 at 21:30 - Permalink

              @sternburg schrieb am 6. September 2011 at 14:28

              Da stimme ich dir zu!
              Die Deutschen sind eben gleicher als die anderen;-)

            • sternburg schrieb am 7. September 2011 at 08:13 - Permalink

              @ Schweigsam

              :))… stimmt. gleicher als andere oder sonst auch gerne die opfer rolle einnehmen. dieser weltschmerz einer sog. deutschen seele.

              wenn zb eine muezzina (03. Sep 2011 09:10) auf pi schreibt:

              “…Dem stimme ich zu.

              aber #2 rotgold (03. Sep 2011 07:53)hat, ohne es zu wollen, einen hübschen Ausblich in unsere Zukunft abgeliefert

              Armes Deutschland?
              Ja, denn wir, unsere Kinder, Enkel, Urenkel…….. zahlen den Spaß bis wir selbst am Stock gehen…

              Faules Deutschland?
              Ja, wenn wir uns weiter von kulturfernen Völkerschaften bereichern lassen, wird bald von der “deutschen Tüchtigkeit” nicht mehr viel übrig sein.

              Bequemes Deutschland?
              Ja, denn wenn die ersten beiden Punkte erreicht sind, sind wir für den Rest Europas sehr bequem, denn dann braucht endlich niemand mehr Angst vor uns zu haben, weder wirtschaftlich, noch militärisch.

              finis germaniae!

              quo vadis Deutschland?…”

            • sternburg schrieb am 7. September 2011 at 08:38 - Permalink

              soooo noch ein letztes beispiel für kulturalistische elemente in der diskussion um die euro-schulden-krise.

              in dem kommentar unten, auch aus dem pi blog ( immerhin einer der erfolgreichsten blogs in deutschland, was die besucherzahlen betrifft, leider ) wird die verschuldung deutschlands in einen kausalzusammenhang mit islamischer religion und halb kommunistischen ossis / ddr / wiedervereinigung gestellt.

              “….Die DDR war bankrott und wurde einigermaßen mühelos übernommen in ein damals reiches, stabiles Land.
              Nach 20 Jahren ist dieses Land BRD, welches immer noch zu den leistungsstärksten der Welt zählt, völlig versklavt durch die Schulden.
              Oder wie anders kann ich das nennen, wenn ein Neugeborenes mit dem Licht der Welt auch gleich seine abzuarbeitenden Schulden erblickt, in Höhe von – ich schätze bloß mal – 100.000 €, die es abzustottern hat? Was sich aber mit jedem Lebensjahr um immense Schulden erhöht? Da kann Baby, wenn´s groß ist, aber lange schippen oder stricken.
              Keiner kann sich entziehen. Ich nenne das gewollte Versklavung.
              Und unsere tollen Sklavenhalter sind auch schon da. Sie müssen sich nicht mehr lange bedeckt halten.
              Nicht nur Griechenland ist schuldenverseucht, wir sind es alle!
              Wem wurden wir als Sklaven verkauft durch eine Politik, die sich großkotzig um die ganze Welt schert, aber am wenigsten um die Existenz der eigenen Bürger?
              Ein Witz, daß wir bei unseren eigenen Bürgern (verschuldet wären, resp. deren Erspartem). Keiner sieht da wirklich durch.
              Derjenige ist unser Gläubiger, der hier den Ton angibt, politisch, sozial und wirtschaftlich: Der Islam. Wir merken es schon an allen Ecken und Enden.
              Und er hat die Führungskräfte alle gekapert, wir müssen uns nicht wundern, wenn eine schlimme Entscheidung auf die nächste folgt.
              Ich tippe drauf: Es wird weiter Geld abfließen in die schwarzen Löcher. Erhöhen wir eben weiter unsere Schulden, darauf kommts nicht mehr an….” von forelle (03. Sep 2011 09:31)

              dadurch das fast alle in der eu das selbe machen, werden sich die schulden in den einzelnen staaten noch vergrößern . die krise wird sich verstärken und der moderne rassismus wird gepusht werden. er spricht heute nicht mehr von rasse, sondern von kultur. sog. fremde kulturträger, die deutschland bedrohen.

              im zusammenhang mit griechenland, fallen mir einige beispielle aus dem focus ein. nicht wirtschaft, sondern kultur, griechische mentalität werden da als ursache für die staatsverschuldung genannt.

              wir werden in zukunft noch mehr mit kulturalismus konfrontiert werden.

              ps.: man ersetze islam durch juden, dann wird es noch klarer, woher der wind weht.

            • Schweigsam schrieb am 7. September 2011 at 14:55 - Permalink

              @sternburg

              Ich frage mich wo das noch alles hinführen soll?
              Eine Welt der Intoleranz und Bessererwisserei, wird es nicht lange geben, das sollten doch gerade wir Deutschen wissen.
              Ganz abgesehen davon dass das auch nicht der Weg sein kann.

            • sternburg schrieb am 7. September 2011 at 15:04 - Permalink

              Ich frage mich wo das noch alles hinführen soll?

              himm… schweigsam eins weiß ich, wenn der benzinpreis steigt, na warte, dann… aber hallo… dann gehts aber ab in d. hehehehehehe

              “..in darmstadt sah ich 1,70 euro für super bleifrei! bald wird es aufstände geben…” leserbrief in der “Bildzeitung”

              also dafür lohnt es sich doch mal so richtig bambule zu machen. wehe ich kann nicht mehr meine karre fahren.

              ansonsten wofür das ausländervolk oder die griechen oder beides noch so alles schuld sind:

              “…Geht die Einwanderung so ungebremst weiter wie bisher, kommen wir nicht um den Bau neuer Kernkraftwerke herum….”
              toni brunner, schweizer volkspartei

              so hab ich das noch nicht gesehen. an gorleben sind bei uns dann wohl die türken schuld:))

          • Statistiker schrieb am 6. September 2011 at 14:32 - Permalink

            und zur deutschen Lebensart gehört auch, dass nicht nur Fremde, sondern sogar der eigene Bruder und die eigene Mutter über’s Ohr gehauen werden, weil sie sich halt nicht auskennen und auch, dass man möglichst keine Steuern zahlt, sondern sich seinen Millionenreichtum auch noch vom Staat bezahlen lässt. Das sind einfach Fakten, die man nicht wegdiskutieren kann.

            • sternburg schrieb am 6. September 2011 at 14:44 - Permalink

              @ Statistiker

              wie hat meine omi das damals genannt: den balken im eigenen auge nicht sehen, aber den splitter im fremden.

              recht haste statistiker mit der verlogenheit und heuchelei, wenn zur griechenlandschuldenkrise, die olle völkerkunde wieder ausgegraben wird.

        • Serious Sam schrieb am 6. September 2011 at 12:36 - Permalink

          Der Olivengürtel hat – vereinfacht gesagt – mit deutschem Geld, deutsche Produkte gekauft.

          Das ist dermaßen simplifiziert, dass es sich einer ernsthaften Entgegnung entzieht.

          Davon ab: sicher müssen die Handelsbilanzdefizite abgebaut werden. Das geht am schnellsten und fairsten mit einer Kombination aus Steigerung der Reallöhne in Deutschland und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in Griechenland etc. Die Priorität liegt zwangsläufig auf letzterem. Nur ist davon noch nicht wirklich etwas zu erkennen. Und ich sehe das auch nicht in naher Zukunft. Griechenland muss den Geldhahn abgedreht bekommen, anders kriegen die das nicht auf die Reihe, das die Party vorbei ist.

          Ach ja, noch ein Versuch. Typisch, mal wieder die zweite Hälfte von Keynes’ Theorie zu unterschlagen: in guten Zeiten den Schuldenstand zurückführen. Wenn nicht jetzt, wann dann?

          • Spiegelfechter schrieb am 6. September 2011 at 14:06 - Permalink

            Davon ab: sicher müssen die Handelsbilanzdefizite abgebaut werden. Das geht am schnellsten und fairsten mit einer Kombination aus Steigerung der Reallöhne in Deutschland und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in Griechenland etc.

            Wenn es “nur” ein Griechenland-Problem wäre … wenn nun aber drei Viertel der OECD ihre Löhne kürzen, geht das auch am Export-Vizeweltmeister Deutschland nicht spurlos vorbei. Eine Steigerung der deutschen Lohnstückkosten wäre daher zwingend geboten. Alternativ gerne auch den Austritt Deutschlands aus der Eurozone. Über die dann stark aufwertende Mark würde sich die Probleme von selbst erledigen – natürlich zum krassen Nachteil Deutschlands.

            Ach ja, noch ein Versuch. Typisch, mal wieder die zweite Hälfte von Keynes’ Theorie zu unterschlagen: in guten Zeiten den Schuldenstand zurückführen. Wenn nicht jetzt, wann dann?

            Wie wäre es mit “guten Zeiten”?

            • Serious Sam schrieb am 6. September 2011 at 14:51 - Permalink

              wenn nun aber drei Viertel der OECD ihre Löhne kürzen, geht das auch am Export-Vizeweltmeister Deutschland nicht spurlos vorbei. Eine Steigerung der deutschen Lohnstückkosten wäre daher zwingend geboten

              Nö, eine sinnvolle Mischung aus beidem.

              Wenn nicht jetzt, wann dann?

              Wie wäre es mit “guten Zeiten”?

              Also nie, denn wann in der neueren Zeit, sagen wir seit der ersten Ölkrise, hat z.B. Deutschland schon mal seine Schulden nennenswert abgebaut, vom Club Med ganz zu schweigen?

              “Politiker sind ebensowenig in der Lage zu sparen, wie mein Hund in der Lage ist, einen Wurstvorrat anzulegen.”

              (ist zwar von Schumpeter, der jede Menge Mist erdacht hat, trifft aber dennoch zu, jedenfalls auf meinen Hund *g*)

            • Cherio schrieb am 6. September 2011 at 19:56 - Permalink

              Über die dann stark aufwertende Mark würde sich die Probleme von selbst erledigen – natürlich zum krassen Nachteil Deutschlands

              Daneben darf man aber die Vorteile nicht vergessen – insgesamt immer noch besser als sich die Exporte über Transfers selber zu bezahlen.

              Wie wäre es mit “guten Zeiten”?

              Jaaa, der Satz lässt tief blicken! Die “guten Zeiten” gibt es nämlich nie, bzw. sind sie zu kurz, als dass damit die Schulden verringert werden könnten. Eine wesentliche Ursache der jetzigen Krise ist ja auch, dass die Notenbanken (besonders FED) seit Jahren nur noch die Märkte mit Geld fluten. Und das muss halt irgendwo hin, wodurch wieder Blasen enstehen, die, wenn sie platzen mit – raten Sie mal – neuen Geldspritzen kuriert werden. Nur jetzt scheint es langsam aber sicher nicht mehr zu funktionieren, das Vertrauen bröckelt zusehens. Mal sehen, wann es bei den Staatsanleihen der großen so weit ist….

          • Statistiker schrieb am 6. September 2011 at 14:35 - Permalink

            “Das geht am schnellsten und fairsten mit einer Kombination aus Steigerung der Reallöhne in Deutschland und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in Griechenland etc. Die Priorität liegt zwangsläufig auf letzterem. Nur ist davon noch nicht wirklich etwas zu erkennen.”

            Korrekt, aber wie denn auch? Zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit gehören Investitionen, zu Investitionen braucht man jedoch Kapital, und der Kapitalfluss wird ja in geradezu manisch-panischer Weise verhindert mit scheinheiligen Argumenten.

            Also: Massiv Kohle nach Südeuropa, die Rendite kommt in wenigen Jahren…

            • Serious Sam schrieb am 6. September 2011 at 14:54 - Permalink

              Massiv Kohle nach Südeuropa

              Es wäre dazu hilfreich, wenn die Südländer nicht aberhunderte Milliarden Euro eigenen Geldes aus ihren eigenen Ländern abziehen würden.

              Unter diesen Umständen von anderen Ländern zu erwarten, sie investierten dort, ist denn doch zu viel verlangt.

            • sternburg schrieb am 6. September 2011 at 15:03 - Permalink

              @ Serious Sam

              wenn die Südländer nicht aberhunderte Milliarden Euro eigenen Geldes aus ihren eigenen Ländern abziehen würden.

              das sind nicht die südländer. das ist ein teil der selbsternannten elite. die ist asozial. das asoziale ist global und bekommen die mit der muddermilch schon rein gedrückt. die sind genau sowenig patriotisch, wie teile der deutschen selbst ernannten elite.

              lieber immos in london kaufen, als dem eigenen volk helfen gelle.

            • Till schrieb am 6. September 2011 at 15:31 - Permalink

              Jaja, die Südländer….
              Nur singen, tanzen und Bouzouki spielen:

            • sternburg schrieb am 6. September 2011 at 15:44 - Permalink

              @ Till

              blöde gema. der clip geht bei mir nicht.

              sonst till hier http://www.youtube.com/watch?v=3amXSFEFxV0 :))

            • Cherio schrieb am 6. September 2011 at 20:02 - Permalink

              Also: Massiv Kohle nach Südeuropa, die Rendite kommt in wenigen Jahren…

              Sie können gerne mit gutem Beispiel vorangehen und “Ihre Kohle” nach Südeuropa schaffen.

        • sternburg schrieb am 6. September 2011 at 12:38 - Permalink

          himmm…. wenn das in die kulturalistische ecke geht, wie die griechenparty oder die sparsame, schwäbische hausfrau versus der verschwenderische eu-bürokrat, wird die lösung noch komplizierter – weil alles kulturalistische sich auf einer irrationalen ebene abspielt.

          zb der blog eintrag hier aus nein-zum-euro.de ( impressum npd ) :

          “…Kathrinchen sagt:
          16. August 2011 um 00:54

          Zeitarbeit sollte gesetzlich abgeschafft werden, das ist moderne Sklaverei, lieber René! Du malochst und malochst, machst Dich zum Affen und zum Gespött der geldgeilen Chefs der Zeitarbeitsfirmen. Und als Dank bekommst Du einen Hungerlohn und wirst nach kurzer Zeit entsorgt! So- das vorab…
          Ich habe mich oft beworben, bin seit längerem Harz4- Bezieher, die Stellen, die zu vergeben waren, wurden hauptsächlich von Türken (oder anderen Ausländern) besetzt.
          Diese EU- Schnorrerei widert mich an; alles Geld schön ins Ausland fliessen lassen, während wir Deutschen am Existenzminimum leben und alles immer teurer wird. Rente mit 67 in Deutschland, aber Rente mit 50 in Griechenland? Da soll man sein ganzes Leben lang malochen für eine mickrige Rente, um dann auch noch den EU Ländern unser Geld in den Allerwertesten zu blasen? Nee, danke! Bevor sowas passiert, wähl ich die NPD und hoffe, dass immer mehr Deutsche wach werden und erkennen, um was es hier eigentlich geht!….”

          oder der npd abgeordnete arne schimmer zum sog. euro rettungsschirm http://www.youtube.com/watch?v=2UWoCEec1So&feature=player_embedded#!

          und zum schluss noch das letzte für euch ! hehehehe

          pass bitte alle auf. die euromützen sind mit giftigen substanzen beschichtet. außerdem rfid chip inklusive. die dinger strahlen.ohhh jaaaaaa:))

          verdammt nochmal die wollen die männer und frauen sterilisieren.
          mehr hier:

          “…..In einer Art Erweiterung der besagten Verschwörungstheorie sollen die unterschiedlichen Metalllegierungen der Münzen dazu geeignet sein, in Geldbörsen zusammen mit benachbarten Münzen als Energiequelle die RFID-Chips in Reispässen zu aktivieren und zur Strahlung anzuregen. Da Geldbörsen häufig in Hosentaschen getragen werden, ergäbe sich dabei eine Bestrahlung von Hoden und Eierstöcken mit der Folge einer möglichen Sterilisierung…..”

          ich sags ja immer. der euro ist nur xxxxxx hehehehehehe

        • Karl Heinrich schrieb am 7. September 2011 at 00:08 - Permalink

          Der Olivengürtel hat – vereinfacht gesagt – mit deutschem Geld, deutsche Produkte gekauft.

          Und chinesische, japanische, amerikanische. Aber vor allem: Immobilien. Die bis dato unbekannten Zinstiefs der EZB haben im Olivengürtel zu einer sagenhaften privaten Wohlstandsillusion geführt, die direkt oder über die Banken dem Staat übertragen wird. Anscheinend machst du wenigstens nicht mehr den Versuch, das zu leugnen. Und jetzt soll nach dem Willen der Sozialisten – in der harmlosen Verkleidung als “engagierte Europäer” – dieses Elend im Makro-Maßstab administriert werden, durch “Wirtschaftsregierung” und “Eurobonds”. Back in the USSR.

    3. In Dubio schrieb am 6. September 2011 at 10:19 - Permalink

      Ratingagenturen spielen daher eine gewichtige Rolle bei der Bestimmung der Zinssätze auf den Anleihemärkten, indem sie höchst subjektive Noten vergeben, wenn sie nicht gar vom Wunsch getrieben sind, die Instabilität anzufachen – eine Quelle für Spekulationsgewinne. Wenn diese Agenturen das Rating eines Landes herabstufen, erhöhen sie den Zinssatz, den Börsianer fordern, um öffentliche Schuldverschreibungen dieses Staates zu erwerben, und erhöhen zugleich das Risiko einer Insolvenz, die sie vorhergesagt haben.

      Bereits im Jahre 2002 entzogen die Ratingagenturen Moodys und Standard and Poors Japan das heißbegehrte AAA und ordneten die Bonität somit zwischen der Botswanas und der Estlands ein. Neun Jahre später kann sich Japan immer noch zu einem Zinssatz refinanzieren, der weltweit seinesgleichen sucht.

      What is’ denn nun richtig?

      Tatsächlich bestehen die Finanzmärkte doch aus Millionen von Mitspielern, die sich ihr Urteil bilden. Das der Ratingagenturen ist dabei eines von mehreren, wichtigen Einflussgrößen. Ihr Urteil ist so wichtig oder unwichtig wie das von Wirtschaftsprüfern.

      Doch statt mittels antizyklischer Finanz- und Wirtschaftspolitik die Krisenfolgen einzudämmen, die Binnennachfrage zu stärken und damit als stärkste europäische Volkswirtschaft die dringend benötigte Rolle einer Wachstumslokomotive zu übernehmen (..)

      Deutschland ist einer der größten Importeure der Welt, sein Importanteil am BIP beträgt ungefähr 35% des BIP. Frankreich, ein relativ konsumfreudiger Markt, kommt lediglich auf 24%, um viele andere Länder sieht es nicht besser aus. Wieviel soll den Deutschland von seinen Partnerländern importieren, um Wachstumslokomotive zu sein?

      Was in den Analysen nie vorkommt: die mangelhafte internationale Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaften in Griechenland, Italien oder Portugal. Die deutsche Wirtschaft wird kaum ihre Effizienz senken, damit irgendwann Griechen am dem Weltmarkt mithalten können.

      • Spiegelfechter schrieb am 6. September 2011 at 10:31 - Permalink

        What is’ denn nun richtig?

        Für die “sicheren Häfen” (USA/D/JPN) meine Definition

        Tatsächlich bestehen die Finanzmärkte doch aus Millionen von Mitspielern, die sich ihr Urteil bilden.

        … das auf Basis von Entwicklungen gefällt wird, die von den großen Spielern zumindest beeinflusst werden. Die Finanzmärkte agieren nicht rational.

        Das der Ratingagenturen ist dabei eines von mehreren, wichtigen Einflussgrößen. Ihr Urteil ist so wichtig oder unwichtig wie das von Wirtschaftsprüfern.

        Falsch – sie Basel II/III und diverse Regulierungen zur Kreditrisikoprüfung.

        Deutschland ist einer der größten Importeure der Welt, sein Importanteil am BIP beträgt ungefähr 35% des BIP

        Deutschland hat einen Exportüberschuss – nun werde mal hier nicht albern.

        Was in den Analysen nie vorkommt: die mangelhafte internationale Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaften in Griechenland, Italien oder Portugal. Die deutsche Wirtschaft wird kaum ihre Effizienz senken, damit irgendwann Griechen am dem Weltmarkt mithalten können.

        Das werden sie nicht tun und dafür werden alle bezahlen. Dumm gelaufen.

        • In Dubio schrieb am 6. September 2011 at 10:45 - Permalink

          … das auf Basis von Entwicklungen gefällt wird, die von den großen Spielern zumindest beeinflusst werden. Die Finanzmärkte agieren nicht rational.

          Einem Land keinen Kredit mehr zu geben, dass weit höher verschuldet ist als die USA und nicht annähernd deren Wettbewerbsfähigkeit erreicht, halte ich für in hohem Maße rational. Daneben sehe ich hier nur Leute, die völlig rational schreiben…

          Deutschland ist einer der größten Importeure der Welt, sein Importanteil am BIP beträgt ungefähr 35% des BIP

          Deutschland hat einen Exportüberschuss – nun werde mal hier nicht albern.

          Schreibe ich chinesisch?! Es gibt Importe und es gibt Exporte, beides darf man durchaus mal singulär betrachten, schließlich importiert Deutschland nicht vergleichbare Güter wie es exportiert.

          Das werden sie nicht tun und dafür werden alle bezahlen. Dumm gelaufen.

          Aber Du weißt schon, wer Deutschlands Maschinen kauft, oder?

          • Spiegelfechter schrieb am 6. September 2011 at 10:52 - Permalink

            Einem Land keinen Kredit mehr zu geben, dass weit höher verschuldet ist als die USA und nicht annähernd deren Wettbewerbsfähigkeit erreicht, halte ich für in hohem Maße rational. Daneben sehe ich hier nur Leute, die völlig rational schreiben…

            Italien ist wettbewerbsfähig, Spanien und Irland waren (und sind) nicht höher verschuldet als die USA. Was erzählst Du da?

            Schreibe ich chinesisch?! Es gibt Importe und es gibt Exporte, beides darf man durchaus mal singulär betrachten, schließlich importiert Deutschland nicht vergleichbare Güter wie es exportiert.

            Doch, auch das. Italienische und französische Automobile erfreuen sich hier gewisser Beliebtheit und im B2B-Bereich konkurrieren deutsche Produkte selbstverständlich direkt mit denen seiner EU-Nachbarn. Wir sprechen hier ja nicht von Thailand oder China, sondern von Italien, Spanien und Frankreich.

            Aber Du weißt schon, wer Deutschlands Maschinen kauft, oder?

            Und weißt, wer sie nicht mehr kauft, weil es keine Nachfrage mehr für die Endprodukte gibt, die mit diesen Maschinen hergestellt wurden?

            • In Dubio schrieb am 6. September 2011 at 11:10 - Permalink

              Italien ist wettbewerbsfähig, Spanien und Irland waren (und sind) nicht höher verschuldet als die USA. Was erzählst Du da?

              Italien ist seit 10 Jahren nicht mehr gewachsen, die Rentenausgaben liegen trotz geringerer Bevölkerung deutlich über Deutschland, Renteneintrittsalter und Rentenhöhe auch. Wer Rentner ist arbeitet nicht, das schlägt wiederum auf die Produktivität des Landes. Italien hat eine Reihe wettbewerbsfähiger Unternehmen, ja. Die liegen alle im Norden. Dagegen exportiert es Kapital und zieht keine neuen Unternehmen an.

              Spanien und Irland sind industriell sehr einseitig ausgerichtet. Die Beurteilung, ob ein Land / Schuldner solvent ist, richtet sich immer nach mehreren Kritieren, vor allem Schuldenstand und Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft. Um letzteres ist es in beiden Ländern schlecht bestellt. Kein Wunder daher, dass in diesen Ländern die Staatsverschuldung seit der Finanzkrise am stärksten zugenommen hat.

              Italienische und französische Automobile erfreuen sich hier gewisser Beliebtheit ..

              … und sind top-modern. Ich bin z.B. neulich einen Fiat Punto gefahren. Dessen Verbrauch ist ein Skandal und die Standardausstattung eine Frechheit. Und wohin exportieren Fiat und Citroen nochmal?

              .., und im B2B-Bereich konkurrieren deutsche Produkte selbstverständlich direkt mit denen seiner EU-Nachbarn.

              Nicht viele. Und zum Consumer-Bereich: Italienische Schneider sind top, aber da sind wir in einem sehr hochpreisigen Segment.

              Und weißt, wer sie nicht mehr kauft, weil es keine Nachfrage mehr für die Endprodukte gibt, die mit diesen Maschinen hergestellt wurden?

              Zur Zeit ist die (weltweite) Nachfrage nicht das Problem. Wenn die Griechen als Nachfrager ausfallen, juckt das herzlich wenig. Wir haben keine geschlossene Nationalökonomie mehr, nicht mal auf europäischer Ebene.

            • Spiegelfechter schrieb am 6. September 2011 at 11:23 - Permalink

              Italien ist seit 10 Jahren nicht mehr gewachsen

              Quatsch. Der Stiefel hat zwar immer noch die gleiche Schuhgröße, die italienische Volkswirtschaft ist jedoch nur in den Jahren 2008 und 2009 geschrumpft – in allen anderen Jahren ist sie gewachsen.

              die Rentenausgaben liegen trotz geringerer Bevölkerung deutlich über Deutschland, Renteneintrittsalter und Rentenhöhe auch.

              Wunderbar ;-)

              Wer Rentner ist arbeitet nicht, das schlägt wiederum auf die Produktivität des Landes.

              Das macht sich vor allem positiv bei den Arbeitslosenzahlen und den damit eng verbundenen Sozialkosten bemerkbar.

              Italien hat eine Reihe wettbewerbsfähiger Unternehmen, ja. Die liegen alle im Norden.

              Und in Deutschland liegen diese Unternehmen im Süden und im Westen. Und?

              Dagegen exportiert es Kapital und zieht keine neuen Unternehmen an.

              Beides falsch … aber das weißt Du ja selbst. Was soll dieses Getrolle?

              Spanien und Irland sind industriell sehr einseitig ausgerichtet.

              Sind das die “vorbildlichen” Länder Niederlande, Dänemark oder Finnland denn nicht?

              Die Beurteilung, ob ein Land / Schuldner solvent ist, richtet sich immer nach mehreren Kritieren, vor allem Schuldenstand und Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft.

              Wichtiger ist die Zinsrate und damit die Zinslast. Und die Möglichkeit, eine autarke Notenbankpolitik zu betreiben ist sogar noch wichtiger.

              Um letzteres ist es in beiden Ländern schlecht bestellt. Kein Wunder daher, dass in diesen Ländern die Staatsverschuldung seit der Finanzkrise am stärksten zugenommen hat.

              Und schon wieder brabbelst Du – wider besseres Wissens – irgendwelchen Unfug. Du weißt doch so gut wie ich, dass Irland und Spanien vor der Krise eine sehr niedrige Verschuldung aufweisen konnten.

              … und sind top-modern. Ich bin z.B. neulich einen Fiat Punto gefahren. Dessen Verbrauch ist ein Skandal und die Standardausstattung eine Frechheit. Und wohin exportieren Fiat und Citroen nochmal?

              Getrolle – darauf gehe ich gar nicht ein.

              Nicht viele. Italienische Schneider sind top, aber da sind wir in einem sehr hochpreisigen Segment.

              Da fällt mir eigentlich nur das Dieter-Nuhr-Zitat ein ;-)

              Zur Zeit ist die (weltweite) Nachfrage nicht das Problem.

              Hmm, das sehen alle(!) Ökonomen aber diametral anders.

            • In Dubio schrieb am 6. September 2011 at 11:50 - Permalink

              Ich bin kein Troll. Ich bin an einer ersthaften Debatte interessiert.

              Der Stiefel hat zwar immer noch die gleiche Schuhgröße, die italienische Volkswirtschaft ist jedoch nur in den Jahren 2008 und 2009 geschrumpft – in allen anderen Jahren ist sie gewachsen.

              Von 2000 bis 2007 ist das BIP pro Kopf in Italien praktisch nicht gewachsen, in Deutschland schon. Heute liegt es mit $24.700 fast $1.000 unter dem Stand von vor 10 Jahren.

              Das macht sich vor allem positiv bei den Arbeitslosenzahlen und den damit eng verbundenen Sozialkosten bemerkbar.

              Davon hätten die Italiener etwas mitbekommen müssen. Arbeitslosengeld wird wenig und nur kurze Zeit bezahlt, die Gelackmeierten solcher Geronto-Politik sind die jungen Leute.

              Und in Deutschland liegen diese Unternehmen im Süden und im Westen.

              Klar. Hamburg ist im Westen und Sachsen liegt ziemlich südlich. Deutschland hat weit mehr industrielle Kerne als Italien.

              Dagegen exportiert es Kapital und zieht keine neuen Unternehmen an.
              Beides falsch … aber das weißt Du ja selbst. Was soll dieses Getrolle?.

              Dann lies doch die entsprechende OECD-Statistik. Italien hatte von 2000 – 2010 Direktinvestitionen (Inflows) von weniger als 200 Mrd. US-$, dagegen Kapitalexporte von 363 Mrd. US-$. Das ergibt einen erheblichen negativen Saldo. Was soll also Dein Getrolle?

              Wichtiger ist die Zinsrate und damit die Zinslast. Und die Möglichkeit, eine autarke Notenbankpolitik zu betreiben ist sogar noch wichtiger.

              Niemand gibt einem Schuldner zusätzlich Geld, wenn der keine Leistungsfähigkeit besitzt, dieses mit einiger Wahrscheinlichkeit zurückzahlen zu können – Schuldenstand hin oder her. Und von einer autarken Notenbankpolitik brauchen wir derzeit wirklich nicht zu sprechen. Es ist nicht erkennbar, dass die derzeitige EZB-Politik die Dinge besser macht.

              Zur Zeit ist die (weltweite) Nachfrage nicht das Problem.

              Hmm, das sehen alle(!) Ökonomen aber diametral anders.

              Mittelfristig – ja. Derzeit: nein.

            • Momo schrieb am 6. September 2011 at 12:27 - Permalink

              @In Dubio

              Man kann die Export-Industriestruktur anderer Staaten über eine wettbewerbswidrige Dumpingpolitik zerstören. Im Falle der USA trägt das chinesische Währungsdumping eine nicht geringe Mitschuld an dem aus permanenten US-Leistungsbilanzdefiziten resultierenden hohen Niveau der US-Auslandsschulden. Und im Falle der südeuropäischen Länder trägt das deutsche Lohn-, Sozial- und (Unternehmens-)Steuerdumping eine Mitverantwortung für die hohe Auslandsverschuldung dieser Staaten und den daraus resultierenden ökonomischen Schieflagen in Europa.

              Die deutsche Dumpingpolitik wirkt sich in doppelter Hinsicht auf die übrigen Staaten der Eurozone aus:

              – Im bilateralen Handel mit Deutschland haben insbesondere die südeuropäischen Staaten (aber z.T. auch Frankreich) ihre Wettbewerbsfähigkeit verloren.

              – Auch im Handel mit dem “Rest der Welt” haben diese Staaten ihre Wettbewerbsfähigkeit verloren, denn die hohen deutschen Außenhandelsüberschüsse treiben den Euro nach oben, wodurch die für diese Staaten eigentlich erforderliche Abwertung de facto in einer Aufwertung mündet.

              Die ökonomischen Schieflagen innerhalb der Eurozone sind somit vorprogrammiert.

            • In Dubio schrieb am 6. September 2011 at 13:12 - Permalink

              @Momo

              Deutschland hat eine der höchsten Sozialabgabenquoten weltweit, mit die höchsten Lohnnebenkosten, mit die höchsten Stundenlöhne, mit 31 Prozent eine im OECD-Mittel liegende Corporate Tax. Es ist nicht ersichtlich, wo “Dumping” betrieben wird.

              Auch Du erwähnst mit keinem Wort die über der Produktivität liegenden Lohnsteigerungen in Südeuropa. Anscheinend hat Produktivität nichts mit Wettbewerbsfähigkeit zu tun.

              Und wenn Deutschland eine Verantwortung für die Schulden anderer Staaten hätte, dann anscheinend auch für die niedrigen Schuldenstände in der Slowakei, Slowenien und Norwegen? Und warum besteht der hohe Exportsaldo schon so lange, sind die Schulden in Spanien und Irland aber erst seit 2008 explodiert? Das passt argumentativ nicht wirklich zusammen.

            • Serious Sam schrieb am 6. September 2011 at 13:28 - Permalink

              Wichtiger (Anm.: als der Schuldenstand) ist die Zinsrate und damit die Zinslast.

              Die Erfahrung zeigt, dass niedrige Zinsraten fast immer dazu führen, dass die Schuldenstände noch mehr ausgeweitet werden.

              Weil die Zinslasten ja dennoch -noch- bedient werden können. Steigen irgendwann die Zinsraten, bricht die Zahlungsfähigkeit zusammen.

              Genau das ist z,.B. in Griechenland passiert. Fazit: da fast nie die Schuldenstände zurückgeführt werden wann immer möglich, wie von Keynes gefordert, ist deficit spending der sichere Weg in den Staatsruin.

            • Momo schrieb am 6. September 2011 at 13:50 - Permalink

              @In Dubio

              Die Stundenlöhne in der deutschen Privatwirtschaft belegen europaweit mittlerweile nur noch den 7. Platz und bei den Lohnnebenkosten liegt Deutschland sogar unterhalb des europäischen Durchschnitts.

              Bei der entscheidenden Kennzahl “Lohnstückkosten” sündigt Deutschland stärker als die südeuropäischen Staaten, denn Deutschland weicht hinsichtlich der produktivitätsorientierten Lohnpolitik (Verteilungsspielraum: Produktivitätswachstum zuzüglich Zielinflationsrate der EZB) stärker nach unten ab als die europäischen Krisenstaaten Italien, Spanien, Portugal und Griechenland nach oben. Siehe hierzu die Abbildung 3 in Heiner Flassbecks und Friederike Spieckers Analyse “Lohnpolitische Konvergenz und Solidarität oder offener Bruch”.

              http://www.flassbeck.de/pdf/2010/april%202010/flassbeckWiDienst.pdf

              Auch die ILO-Statistik zur Entwicklung der realen Löhne und Gehälter von Vollzeitstellen in 26 entwickelten Staaten zwischen 2000 und 2009 spricht eine klare Sprache: In Deutschland haben sich die Löhne und Gehälter in diesem Zeitraum real um -4,5% reduziert. Deutschland bildet damit das Schlusslicht innerhalb dieser Staatengruppe!

              http://www.schonleben.de/wp-content/uploads/2010/12/lohnentwicklung.jpg

            • Momo schrieb am 6. September 2011 at 14:09 - Permalink

              @In Dubio

              ERGÄNZUNG zu meinem Kommentar vom 6. September 2011 at 13:50

              Du fragt:

              “Und warum besteht der hohe Exportsaldo schon so lange, sind die Schulden in Spanien und Irland aber erst seit 2008 explodiert?”

              Im Jahre 1999 wurden die Euro-Umtauschkurse der ehemals eigenständigen europäischen Währungen fixiert. Der deutsche Außenhandelsüberschuss betrug

              - 1998 +64,9 Mrd. Euro
              - 1999 +65,2 Mrd. Euro.

              Bis zum Jahre 2007 (dem Jahr vor Ausbruch der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise) ist dieser schrittweise bis auf +195,3 Mrd. Euro geradezu explodiert!

              In dem bereits in meinem vorangegangenen Kommentar zitierten Beitrag von Heiner Flassbeck und Friedrike Spiecker wird in Abbildung 1 die Schuldenquote Deutschlands, Frankreichs und der südeuropäischen Krisenstaaten (Spanien, Griechenland, Portugal, Italien) aufgezeigt. In dem Beitrag heißt es:

              “Nun wird darauf hingewiesen, dass nicht allein die Höhe der öffentlichen Verschuldung eines Staates, sondern ihre Entwicklung, d.h. die Zu- oder Abnahme des Staatsdefizits, Einfluss darauf haben kann, wie an den Finanzmärkten die Bonität eines Landes eingeschätzt wird. Und tatsächlich, Griechenlands Staatsdefizit hat sich nominal gegenüber 2007 von 12 Mrd. Euro auf 34 Mrd. Euro fast verdreifacht, das der vier südeuropäischen Staaten (Griechenland, Spanien, Portugal und Italien) zusammen genommen ist im gleichen Zeitraum um mehr als das Zehnfache angeschwollen. Doch mit diesem Problem stehen die Südeuropäer keineswegs allein da: Deutschland hat sein Defizit 2009 gegenüber 2007 verfünfzehnfacht und liegt damit weit über der durchschnittlichen Defizitentwicklung im Euroraum.
              Dem liegt allerdings, wie die deutsche Regierung nicht müde wird zu betonen, kein fahrlässiges Ausgabenverhalten zugrunde, sondern es beruht auf den zur Rettung systemrelevanter Banken und zur Finanzierung von Konjunkturpaketen aufgewendeten Mitteln sowie dem rezessionsbedingten Wegbrechen der Steuern und dem
              gleichfalls rezessionsbedingten Ansteigen der Ausgaben für Sozialleistungen. Die gleichen Argumente lassen sich jedoch auch für die südeuropäischen Staatshaushalte vorbringen. Zudem können diese Länder für den Zeitraum von 1999 bis 2007 auf Erfolge bei den Konsolidierungsbemühungen ihrer Staatshaushalte verweisen – der Verschuldungsgrad ging für die genannten vier Länder um 16 Prozentpunkte auf 77% des BIP zurück, während im gleichen Zeitraum Deutschlands Verschuldungsgrad um vier Prozentpunkte auf 65% zunahm (vgl. Abbildung 1).”

            • Spiegelfechter schrieb am 6. September 2011 at 14:29 - Permalink

              @In Dubio

              Von 2000 bis 2007 ist das BIP pro Kopf in Italien praktisch nicht gewachsen, in Deutschland schon. Heute liegt es mit $24.700 fast $1.000 unter dem Stand von vor 10 Jahren.

              Das meine ich mit Trollen.

              Gucke hier (Quelle IWF):
              http://www.tradingeconomics.com/italy/gdp-per-capita-at-current-prices-imf-data.html

              oder bei der OECD: http://stats.oecd.org/index.aspx?

              Du weißt doch ganz genau, dass Du hier die inflationsbereinigten Zahlen zitierst, während die Rohdaten ganz anders aussehen. Man mag sich darüber streiten können, ob ein Italiener heute mehr kaufen kann als im Jahre 2000. Wenn wir hier über die Staatsschulden sprechen, macht es aber überhaupt keinen Sinn, inflationsbereinigte Zahlen zu verwenden, da die Altschulden ja nicht der Inflation unterliegen.

              Das BIP pro Kopf betrug im Jahr 2010 31.563 US$ – 2000 waren es 25.594 US$.

              Und in Deutschland liegen diese Unternehmen im Süden und im Westen.
              Klar. Hamburg ist im Westen und Sachsen liegt ziemlich südlich. Deutschland hat weit mehr industrielle Kerne als Italien.

              Vor allem im deutschen Mezzogiorno östlich von Hannover und nördlich von Leipzig – schon klar ;-)

              Dann lies doch die entsprechende OECD-Statistik. Italien hatte von 2000 – 2010 Direktinvestitionen (Inflows) von weniger als 200 Mrd. US-$, dagegen Kapitalexporte von 363 Mrd. US-$. Das ergibt einen erheblichen negativen Saldo. Was soll also Dein Getrolle?

              Keine Ahnung, wo Du diese Zahlen herhaben willst. Meine sehen “etwas” anders aus. Natürlich investiert Italien mehr im Ausland, als umgekehrt. Das trifft übrigens auf Deutschland noch viel stärker zu.

            • In Dubio schrieb am 7. September 2011 at 09:36 - Permalink

              @Momo

              Die Stundenlöhne in der deutschen Privatwirtschaft belegen europaweit mittlerweile nur noch den 7. Platz und bei den Lohnnebenkosten liegt Deutschland sogar unterhalb des europäischen Durchschnitts.

              Beim BIP per capita liegt Deutschland auf Rang 11. Darüber hinaus hat Deutschland den zweithöchsten Zuschlag Social Taxes auf die Löhne. Alles also im “grünen Bereich”.

              Nun wird darauf hingewiesen, dass nicht allein die Höhe der öffentlichen Verschuldung eines Staates, sondern ihre Entwicklung, d.h. die Zu- oder Abnahme des Staatsdefizits, Einfluss darauf haben kann, wie an den Finanzmärkten die Bonität eines Landes eingeschätzt wird.

              Ich finde es ja durchaus ab und zu hilfreich, auf wissenschaftliche Studien zu gehen. In Ihrem Fall jedoch übernimmt der Kommentar eines Wissenschaftlers den Kernteil. Ich möchte jedoch nicht mit Herrn Flassbeck, sondern mit Ihnen debattieren.

              Zweitens: … die Zu- oder Abnahme des Staatsdefizits, Einfluss darauf haben kann …

              Kann, kann nicht. Mein Kernargument ist, dass Schuldenstandsquote und Wettbewerbsfähigkeit bzw. die Fähigkeit, unter gegebenen wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen (siehe USA) für die eigenen Schulden einzustehen, die Bonität bestimmt. Es macht aus meiner Betrachtung und scheinbar auch empirisch wenig Sinn, mit dem Plus und Minus in der Defizitentwicklung zu argumentieren. Toll, Griechenland hat sich ein paar Prozentpunkte weniger im Jahr verschuldet, sind aber immer noch satte 5, 8 oder 11 Prozent.

              Am Ende entscheidet auch nicht, was Herr Flassbeck meint, sondern wie die (potentiellen) Käufer von Staatsanleihen entscheiden. Ich schätze, da spielt die Ansicht von Herrn Flassbeck weltweit nur eine untergeordnete Rolle.

            • In Dubio schrieb am 7. September 2011 at 09:44 - Permalink

              @Spiegelfechter

              Du weißt doch ganz genau, dass Du hier die inflationsbereinigten Zahlen zitierst, während die Rohdaten ganz anders aussehen. Man mag sich darüber streiten können, ob ein Italiener heute mehr kaufen kann als im Jahre 2000. Wenn wir hier über die Staatsschulden sprechen, macht es aber überhaupt keinen Sinn, inflationsbereinigte Zahlen zu verwenden, da die Altschulden ja nicht der Inflation unterliegen.

              Wir reden doch bei Staatsschulden immer von Inflationsbereinigung! Du selbst befürwortest, den Schuldenstand nicht absolut, sondern bezogen auf das BIP zu sehen! Da macht es doch wohl sehr viel Sinn, ob die Leistungsfähigkeit eines Landes mit dem Schuldenstand steigt. Zudem kritisierst Du regelmäßig, die deutschen Arbeitnehmer hätten in den letzten Jahren relativ nicht mehr zu beißen bekommen. Auch da arbeitest Du mit der Relation zur Kaufkraft.

              Nur in Punkto Italiens Schuldenstand möchtest Du von all dem eine Ausnahme machen.

              Keine Ahnung, wo Du diese Zahlen herhaben willst. Meine sehen “etwas” anders aus. Natürlich investiert Italien mehr im Ausland, als umgekehrt. Das trifft übrigens auf Deutschland noch viel stärker zu.

              … was Hans-Werner Sinn regelmäßig kritisiert. ;-)

              OECD.org: Investments: Foreign direct investment: outward and inward stocks
              Guckst Du da.

            • Momo schrieb am 7. September 2011 at 22:06 - Permalink

              @In Dubio, 7. September 2011 at 09:36

              Sie schreiben:

              “Beim BIP per capita liegt Deutschland auf Rang 11.”

              Dein Vergleich mit den Stundenlöhnen hinkt gewaltig:

              - er berücksichtigt nicht die zwischen den Staaten divergierenden Beschäftigungsquoten (bezogen auf das Erwerbspersonenpotential),

              - er berücksichtigt nicht den prozentualen Anteil der Kinder / Jugendlichen sowie der Rentner und Penionäre an der Gesamtbevölkerung,

              - er berücksichtigt nicht unterschiedlich hohe Arbeitslosenquoten,

              - er berücksichtigt nicht die Verteilung des Volkseinkommens auf Arbeitnehmereinkommen einerseits und Gewinn- und Vermögenseinkommen andererseits.

              Darüber hinaus zeigt beispielsweise der Blick auf Luxemburg und Irland, daß die Größe des Finanzsektors (Luxemburg) und das Ausmaß an Gewinnverlagerungen, beispielsweise in irische Briefkastenfirmen maßgeblichen Einfluss auf die Höhe des BIP pro Kopf der Bevölkerung haben, ohne daß dies den Wohlstand des “Durchschnittsbürgers” erhöhen muss.

              So schrieb Albrecht Müller (Nachdenkseiten) bereits im Mai 2006 bezüglich des heute “maroden” Irland (dieses Land wurde unserer Bevölkerung von den rechtskonservativ-neoliberalen Kreisen über lange Jahre als “Musterland” unter die Nase gerieben):

              “Wer Irland kennt und weiß, was dort für die Menschen bleibt, der wundert sich. Zwar ist der Lebensstandard im Vergleich zu früher unverkennbar gestiegen, aber irgend etwas kann nicht stimmen an der Behauptung vom Überholvorgang. Das spürt man, wenn man sich in Irland umhört und umsieht. Auf den zweiten Blick entdeckt man dann, dass Irland, einmal abgesehen von den hohen Subventionen aus der Kasse der EU, wegen seiner niedrigen Steuersätze ein besonders hohes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts hat, denn viele ausländische Konzerne haben ihre Gewinne dorthin verschoben. Diese Gewinne zählen zum Bruttoinlandsprodukt, von dem dann aber nicht die Iren etwas haben, sondern nur die multinationalen Unternehmen, die die Steuersparmöglichkeit genutzt haben. (…)
              Um die Stichhaltigkeit dieser These zu kontrollieren, braucht man nur zu prüfen, wie sich die Lohnquote in Irland entwickelt hat: Sie fiel von 77 Prozent 1980 auf 53 Prozent im Jahr 2001. 17,6 Milliarden Euro des irischen Bruttoinlandsprodukts von insgesamt 114,5 Milliarden sind 2001 als Einkommen ins Ausland überwiesen worden. Den Iren blieben noch 96,8 Milliarden. Die arbeitenden Iren haben folglich vom statistischen Aufschwung des Pro-Kopf-Einkommens in ihrem Land sehr viel weniger gehabt als die Investoren von außerhalb. Die hohe Wachstumsrate ist das Ergebnis einer trickreichen Steuerpolitik, und sie sagt nicht sehr viel über den Wohlstand des irischen Volkes aus.”

              http://www.nachdenkseiten.de/?p=1153

              Rein “statistisch” gesehen weist Irland jedoch ein höheres BIP pro Kopf der Bevölkerung auf.

              Sie schreiben:

              “Darüber hinaus hat Deutschland den zweithöchsten Zuschlag Social Taxes auf die Löhne.”

              Das Statistische Bundesamt zur Höhe der Lohnnebenkosten:

              “Im Jahr 2010 zahlten die Arbeitgeber in Deutschland auf 100 Euro Bruttolohn und -gehalt 28 Euro Lohnnebenkosten. Damit lag Deutschland unter dem europäischen Durchschnitt von 31 Euro und nahm mit Rang 15 einen Mittelplatz innerhalb der Europäischen Union ein. Auf 100 Euro Lohn wurden in Schweden (51 Euro) und Frankreich (49 Euro) die höchsten und in Malta (10 Euro) die niedrigsten Lohnnebenkosten gezahlt.”

              Hier der Link zu der entsprechenden Grafik des Statistischen Bundesamtes:

              http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/VerdiensteArbeitskosten/ArbeitsLohnnebenkosten/EUVergleich/Tabellen/Content50/Hoehe__Lohnnebenkosten,templateId=renderPrint.psml

              Entgegen Ihrer Behauptung ist bei weitem nicht alles “im grünen Bereich”! Von Deutschland geht neben dem Sozial- und (Unternehmens)-Steuerdumping sehr wohl ein Lohndumping aus!

              Im übrigen müssen Sie es schon mir überlassen, wen ich wie zitiere. Ich frage Sie ja auch nicht danach, bei welchen “großen neoliberalen Denkern” Sie Ihre Argumente möglicherweise ohne Quellenangabe abgekupfert haben!

            • sternburg schrieb am 7. September 2011 at 22:27 - Permalink

              @ momo

              Im übrigen müssen Sie es schon mir überlassen, wen ich wie zitiere. Ich frage Sie ja auch nicht danach, bei welchen “großen neoliberalen Denkern” Sie Ihre Argumente möglicherweise ohne Quellenangabe abgekupfert haben!

              himm…. sehe ich auch so. wenn ich zu meiner argumentation etwas bei einem anderen autor finde, der etwas so beurteilt wie ich und zb mein argument aber noch besser ausformuliert, warum soll ich sein argument dann nicht zitieren?

              um was geht es denn hier?
              will ich verstanden werden oder will ich als besonders klug gelten?

              bei mir kann ein zitat auch länger sein. wenn ein komplexer sachverhalt bei einem anderen autor so toll und auf den punkt gebracht und meinetwegen eine halbe seite lang ist, dann kopiere ich das und bringe es als zitat, weil in ihm zb fast alles zu einem bestimmten aspekt gesagt ist.

              wenn zb momo ein zitat bringt und es länger ausfällt, als der eigene wortanteil seines kommentars, dann spricht das zitat ( fremdanteil ) genauso für ihn, wie sein eigener kommentartext ( eigenanteil ). himm… klingt schon nach erbsenzählerei, aber warum soll ich ein zitat eines kommentators nicht “beackern” ?

            • In Dubio schrieb am 8. September 2011 at 13:36 - Permalink

              @Momo

              Dein Vergleich mit den Stundenlöhnen hinkt gewaltig:

              Das würde die Aussage nicht entscheidend verändern, schließlich hat Deutschland eine durchschnittliche Erwerbstätigenquote, wenig Kinder pro Erwerbstätigen usw. Gleichzeitig können wir mit die höchste Quote an Langzeitarbeitslosen leisten.

              Darüber hinaus sagt das BIP per capita aus, inwieweit eine Volkswirtschaft in der Lage ist, die nicht-produktiven Schichten mitzutragen. Es macht wenig Sinn, hier auf die Stundenlöhne abzustellen, dies führt nur dazu, was wir von 1975 – 2005 erlebt haben, nämlich dass immer mehr Menschen aus dem Produktionsprozess gedrängt werden, die die ständig steigenden Produktions- und Effizienzanforderungen nicht mehr erfüllen können. Dann bleiben am Ende zwar stetig steigende Stundenlöhne für die weniger werdenden industriell Beschäftigten, aber Null Lohneinkommen für einen wachsenden Teil der Arbeitnehmer. Das haben wir doch ausreichend getestet.

              Am Ende zählt, um auf den Punkt zurückzukommen, wie leistungsfähig ist eine Volkswirtschaft in ihrer Summe um Schulden zu bezahlen. Hier liegt Deutschland mit seinem BIP per capita auf Rang 11, auf Platz 7 liegende Stundenlöhne können unter diesem Aspekt kaum Dumping-Arbeitseinkommen sein.

              Entgegen Ihrer Behauptung ist bei weitem nicht alles “im grünen Bereich”! Von Deutschland geht neben dem Sozial- und (Unternehmens)-Steuerdumping sehr wohl ein Lohndumping aus!

              Eine Behauptung wird durch regelmäßige Wiederholung nicht zu einem Argument.

              Im übrigen müssen Sie es schon mir überlassen, wen ich wie zitiere. Ich frage Sie ja auch nicht danach, bei welchen “großen neoliberalen Denkern” Sie Ihre Argumente möglicherweise ohne Quellenangabe abgekupfert haben!

              Das Problem mit langen Zitaten ist, der Zitierte kann nicht auf Gegenargumente antworten. Zudem soll doch eine Debatte das Ziel haben zu prüfen, welche Argumente zwingender, überzeugender und im Wettstreit belastbarer sind. Ich brauche nicht meine Ansichten bestätigt zu bekommen, ich teste ihre Belastbarkeit.

              Ich weiß ziemlich genau, wie es ankommen würde, würde ich hier längere Statements von Hans-Werner Sinn oder anderen Ökonomen einstellen. Muss das sein? Meine Positionen kopiere ich mir nicht, ich sammle Informationen und versuche eben nicht, auszublenden was scheinbar nicht reinpasst. Wenn etwas nicht passt, muss man fragen, warum es nicht passt statt es zu ignorieren.

          • ola schrieb am 8. September 2011 at 05:44 - Permalink

            Einem Land keinen Kredit mehr zu geben, dass weit höher verschuldet ist als die USA und nicht annähernd deren Wettbewerbsfähigkeit erreicht, halte ich für in hohem Maße rational. Daneben sehe ich hier nur Leute, die völlig rational schreiben…

            Wohin mit den Handelsbilanzüberschüssen? Antwort bitte. Ich verweise mal ganz geschmeidig auf die aktuellen Zinssätze deutscher Anleihen. Du solltest nochmal die basics abarbeiten, dann klappts eventuell auch mit dem Nachbarn.

            Schon dumm, wenn man seine angebotorietiertheit nicht lassen kann. Denn nein, dieses “überschüssige” kapital wird nicht einfach in die Realwirtschaft fließen um Angebote zu kreiieren denen keine Nachfrage gegenüber steht, das haben wir jetzt lange genug ausgetestet. Ebensowenig wird es plötzlich unter diversen Kopfkissen verstaut werden.

            Zudem sollte man mal ganz allgemein daran daran erinnern, dass z.B. Griechenland kein Exportland ist, zumindest wenn man nicht gerade vergessen hat, dass man eine gemeinsame Währung hat…

            • In Dubio schrieb am 8. September 2011 at 13:50 - Permalink

              Wohin mit den Handelsbilanzüberschüssen? Antwort bitte. Ich verweise mal ganz geschmeidig auf die aktuellen Zinssätze deutscher Anleihen.

              Warum meinst Du eigentlich, schlauer zu sein? Hast Du die “Basics” drauf?

              Im Gegensatz zu China entstehen die deutschen Handelsbilanzüberschüsse doch, weil Deutschland die wettbewerbsfähigste Industrie in Europa ist. Interessanterweise sind hier zudem weit weniger Industriearbeitsplätze nach Osteuropa abgewandert als z.B. in Portugal.

              Ich habe bereits erwähnt, dass Deutschland eben nicht nur in hohem Maße exportiert (wobei der EU-Anteil gesunken ist), sondern auch weit mehr als seine Partnerländer importiert. Wenn wir in hohem Maße importieren, spricht dies dafür, dass Deutschland andere Länder eben nicht niederkonkurriert – sonst wäre das kaum möglich. Zumal der EU-Importanteil höher liegt als der Exportanteil – rund 60% unserer Exporte gehen in die EU aber 65% der Importe kommen aus EU-Ländern (so ungefähr die Relation).

              Wenn also die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, ausgedrückt in Effizienzlöhnen, Kapitaleinsatz und Innovationsfähigkeit (technischer Fortschritt), die höchste und verantwortlich für Exportüberschüsse ist, lassen sich diese nur bedingt durch höhere Stundenlöhne hierzulande abbauen. Schließlich sind mehrere Kriterien für die Wettbewerbsfähigkeit ausschlaggebend. Zudem droht die Gefahr, dass Industriearbeitsplätze ins billigere Ausland abwandern, was dann wiederum die Erwerbstätigenquote sinken ließe. Volkswirtschaftlich wäre damit wenig gewonnen. Zudem würden im Zweifel Griechenland und andere bestenfalls ihre Position in der Eurozone etwas verbessern, weltweit jedoch wäre nichts gewonnen.

              Griechenland hat keine industrielle Basis. Das ist das generelle Problem des Landes. Da die Menschen aber nunmal eine hohe Nachfrage nach industriellen Gütern haben, kann man das griechische Problem nicht mit höheren deutschen Stundenlöhnen lösen.

          • ola schrieb am 8. September 2011 at 05:48 - Permalink

            Einem Land keinen Kredit mehr zu geben, dass weit höher verschuldet ist als die USA und nicht annähernd deren Wettbewerbsfähigkeit erreicht, halte ich für in hohem Maße rational. Daneben sehe ich hier nur Leute, die völlig rational schreiben…

            Wohin mit den Handelsbilanzüberschüssen? Antwort bitte. Ich verweise mal ganz geschmeidig auf die aktuellen Zinssätze deutscher Anleihen. Du solltest nochmal die basics abarbeiten, dann klappts eventuell auch mit dem Nachbarn.

            Schon dumm, wenn man seine angebotorietiertheit nicht lassen kann. Denn nein, dieses “überschüssige” kapital wird nicht einfach in die Realwirtschaft fließen um Angebote zu kreiieren denen keine Nachfrage gegenüber steht, das haben wir jetzt lange genug ausgetestet. Ebensowenig wird es plötzlich unter diversen Kopfkissen verstaut werden.

            Zudem sollte man mal ganz allgemein daran daran erinnern, dass z.B. Griechenland kein Exportland ist, zumindest wenn man nicht gerade vergessen hat, dass man eine gemeinsame Währung hat…

            Im Übrigen scheint mir äußerst unklar, was du ständig mit deinen USA am laufen hast. Nach deiner Theorie dürften wir mit denen auch schon lange keinen Handel mehr betreiben, wil die schon ein mehrfaches an teutonischen Euros weggesaugt haben wie deine Lieblingsgriechen. Gut, wurde hier nicht derart thematisiert (was auch die Verlogenheit der Diskussion zeigt) ist aber so.

      • AndreasM schrieb am 6. September 2011 at 10:36 - Permalink

        Deutschland ist einer der größten Importeure der Welt, sein Importanteil am BIP beträgt ungefähr 35% des BIP. Frankreich, ein relativ konsumfreudiger Markt, kommt lediglich auf 24%, um viele andere Länder sieht es nicht besser aus. Wieviel soll den Deutschland von seinen Partnerländern importieren, um Wachstumslokomotive zu sein?

        Ganz einfach: so viel wie man exportiert.

        Was in den Analysen nie vorkommt: die mangelhafte internationale Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaften in Griechenland, Italien oder Portugal. Die deutsche Wirtschaft wird kaum ihre Effizienz senken, damit irgendwann Griechen am dem Weltmarkt mithalten können.

        Ach, die Effizienz die durch Lohndumping von den deutschen Arbeitnehmern gestohlen wurde? Doch, genau hier ist eine Effizienzsenkung durch Lohnsteigerungen sinnvoll.

        • In Dubio schrieb am 6. September 2011 at 10:48 - Permalink

          Ganz einfach: so viel wie man exportiert.

          Sehr witzig.

          Ach, die Effizienz die durch Lohndumping von den deutschen Arbeitnehmern gestohlen wurde? Doch, genau hier ist eine Effizienzsenkung durch Lohnsteigerungen sinnvoll.

          Meines Wissens nach zahlt die Exportwirtschaft die höchsten Löhne. Und griechische, portugisische oder irländische Arbeitnehmer können von Löhnen, wie sie in Deutschland gezahlt werden, nur träumen. Ich habe sogar gelesen, dass aus Spanien inzwischen Menschen zuwandern, weil es hier Arbeit gäbe…

          • Spiegelfechter schrieb am 6. September 2011 at 10:55 - Permalink

            Meines Wissens nach zahlt die Exportwirtschaft die höchsten Löhne.

            Die Tariflöhne sind idT recht hoch, aber immer noch zu niedrig, wenn man die Produktivität betrachtet. Ein größeres Problem sind die Löhne, die entweder keinem Tarif untergeordnet sind oder die in prekären Arbeitsverhältnissen bezahlt werden – AUCH in der Exportwirtschaft.

            • In Dubio schrieb am 6. September 2011 at 11:13 - Permalink

              Ein größeres Problem sind die Löhne, die entweder keinem Tarif untergeordnet sind oder die in prekären Arbeitsverhältnissen bezahlt werden – AUCH in der Exportwirtschaft.

              Aber dort weit unterproportional. Und Du vergisst durch die Bank zu erwähnen, dass in den PIIGS während der letzten 10 Jahre fast in jedem Jahr die Löhne über der Produktivitätsentwicklung lagen. Das hat auch etwas mit Wettbewerbsfähigkeit zu tun.

              By the way: die USA sind immer noch der wichtigste Einzelmarkt für Deutschland.

            • Spiegelfechter schrieb am 6. September 2011 at 11:24 - Permalink

              By the way: die USA sind immer noch der wichtigste Einzelmarkt für Deutschland.

              By the way: Auch die USA fallen dank der tollen Tea-Party-Spinner künftig als Wachstumsmarkt aus.

            • In Dubio schrieb am 6. September 2011 at 12:17 - Permalink

              Auch die USA fallen dank der tollen Tea-Party-Spinner künftig als Wachstumsmarkt aus.

              Klar. An der Subprime-Krise war die Tea Party schuld. Dass viele Amerikaner inzwischen überschuldet sind, die Arbeitslosigkeit unter Obama weiter hoch ist und das Staatsdefizit weiterhin keine Decke kennt, daran sind Michelle Bachmann und Konsorten schuld.

            • Lennard schrieb am 6. September 2011 at 13:00 - Permalink

              Nein – nicht Michelle Bachmann – vor allem die republikanischen Regierungen um G.W. Bush. Und die Tea Party ist nun mal Teil der Republikaner.
              Sollte die Tea Party an die Macht kommen, wird sie den Karren endgültig an die Wand fahren. Obama kann im Moment allenfalls die Airbags ein wenig aufpumpen, um den Aufprall etwas zu mildern.

            • Serious Sam schrieb am 6. September 2011 at 13:12 - Permalink

              By the way: die USA sind immer noch der wichtigste Einzelmarkt für Deutschland.

              Sicher? Nicht der drittgrößte?

            • In Dubio schrieb am 6. September 2011 at 13:26 - Permalink

              Laut Statistischem Bundesamt hat Deutschland 2010 in die USA die zweitmeisten Waren exportiert, nach Frankreich.

            • Serious Sam schrieb am 6. September 2011 at 13:35 - Permalink

              By the way: die USA sind immer noch der wichtigste Einzelmarkt für Deutschland.

              Sicher? Nicht der drittgrößte?

              Laut Statistischem Bundesamt hat Deutschland 2010 in die USA die zweitmeisten Waren exportiert, nach Frankreich.

              Ja, es war 2010 die USA nicht mehr der wichtigste, sondern Frankreich, wie bereits mindestens 2009 und 2008. Wann genau soll das also gewesen sein, was du da im Präsens wähnst, dass die USA auf dem ersten Platz sind?

              (Hervorhebung von mir)

            • In Dubio schrieb am 6. September 2011 at 13:40 - Permalink

              Ich dachte, ich hätte mich korrigiert. Oder wie hattest Du meinen Kommentar aufgefasst?

            • Serious Sam schrieb am 6. September 2011 at 13:46 - Permalink

              Ich dachte, ich hätte mich korrigiert.

              Davon stand aber in deinem Kommentar nichts. Du solltest schon explizit formulieren, was du mitteilen möchtest.

            • Momo schrieb am 6. September 2011 at 21:34 - Permalink

              @Spiegelfechter
              @In Dubio

              Ausserdem ist zu berücksichtigen, die Leistungen des hierzulande im Durchschnitt sehr schlecht bezahlten Dienstleistungssektors als Vorleistungen in die Exportwirtschaft einfließen. So liegen die Arbeitskosten je Arbeitsstunde im deutschen Dienstleistungssektor im europäischen Vergleich nur noch an 9. Stelle und sogar unter dem Durchschnittsniveau der Eurozonen-Staaten!

              Zum Dienstleistungssektor zählt neben der Gebäudereinigung, dem Gebäudemanagement, dem Lager- und Transportgewerbe, dem IT- und Callcenter-Dienstleistungsgewerbe sowie dem Bewachungsgewerbe auch das in den vergangenen Jahren drastisch ausgeweitete Zeitarbeitsgewerbe. Die im europäischen Vergleich sehr niedrigen Löhne und Gehälter im deutschen Dienstleistungssektor führen somit auch innerhalb der Exportwirtschaft zu einem verdeckten Lohndumping, denn die Vorleistungen des Dienstleistungssektors werden im Rechnungswesen der Exportwirtschaft nicht innerhalb der Personalkosten abgerechnet, sondern fließen in die Betriebs-, Vertriebs- oder Verwaltungskosten.

          • ZwischenSpeicher schrieb am 6. September 2011 at 11:47 - Permalink

            Natürlich profitiert auch die Exportwirtschaft von niedrigen Löhnen, denn es wird ja alles outgesourced, was nicht zum Kerngeschäft gehört. z.B. Putzkolonnen, Wachdienste, Kantinenpersonal, große Teile des Rechnungswesens, etc., etc. Außerdem arbeiten in der Zulieferkette der Exportindustrie hierzulande viele Zeitarbeiter und somit Niedriglöhner.

            Auch profitiert die Exportwirtschaft stark von Niedriglöhnen in Billiglohnländern, weil hierzulande nur noch ein Bruchteil der Wertschöpfungskette vorgehalten wird. Die meisten Vorprodukte werden importiert. Übrigens auch ein Grund dafür, dass der hohe Euro für die Exportwirtschaft mittlerweile irrelevant ist, weil zwar die Produkte im Ausland teurer werden und dann weniger verkauft wird, aber die Verluste daraus durch die sehr viel billigerer gezogenen Vorprodukte mehr als ausgeglichen werden. Hinzu kommt, dass ein Großteil der Exporte ins europäische Ausland geht und damit der hohe Euro ebenfalls keine Rolle spielt.

          • ola schrieb am 8. September 2011 at 05:50 - Permalink

            Sehr witzig.

            Auch hier. Eine zentrale Frage wird mit 2 sinnnentlehrten Worten beiseite geschoben, obwohl der Vorschreiber damit eigentlich nur die Gesetzeslage wiedergibt.

            • In Dubio schrieb am 8. September 2011 at 13:53 - Permalink

              Sehr witzig.

              Auch hier. Eine zentrale Frage wird mit 2 sinnnentlehrten Worten beiseite geschoben, obwohl der Vorschreiber damit eigentlich nur die Gesetzeslage wiedergibt.

              Die Gesetzeslage ist, dass ein Land nur soviel exportieren darf, wie es importiert? Interessant, welches Gesetz soll das bitte sein? Sind das die “Basics”, von denen Du gesprochen hast?

    4. Christian schrieb am 6. September 2011 at 10:31 - Permalink

      Functional Finance, nach Abba Lerner
      1. The government shall maintain a reasonable level of demand at all times. If there is too little spending and, thus, excessive unemployment, the government shall reduce taxes or increase its own spending. If there is too much spending, the government shall prevent inflation by reducing its own expenditures or by increasing taxes.
      2. By borrowing money when it wishes to raise the rate of interest and by lending money or repaying debt when it wishes to lower the rate of interest, the government shall maintain that rate of interest that induces the optimum amount of investment.
      3. If either of the first two rules conflicts with principles of ‘sound finance’ or of balancing the budget, or of limiting the national debt, so much the worse for these principles. The government press shall print any money that may be needed to carry out rules 1 and 2.

      Keynes dazu: “(Lerner’s) argument is impeccable, but heaven help anyone who tries (to) put it across to the plain man at this stage of the evolution of our ideas.”, siehe http://www.economyprofessor.com/theorists/abbalerner.php

    5. Till schrieb am 6. September 2011 at 10:46 - Permalink

      Sehr gute Analyse, welche mich zum Nachdenken über einige meiner Vorurteile bezüglich der “Schuldenkrise” bringt. Wenn ich den Artikel recht verstehe, ist es also vielmehr eine Refinanzierungskrise einiger europäischen Staaten als eine Schuldenkrise. Da die beschriebenen Auswirkungen der neoliberalen Schock-Strategie jedoch ebenso schlimm sind wie die Folgen einer Schuldenkrise, beruhigt mich die aktuelle Situation keineswegs. Das ist, als würde man einem Ertrinkenden noch einen Bleigurt umhängen.
      Sehr einverstanden bin ich auch mit dem Satz:

      Die Überschüsse einiger Staaten müssen immer auch zwingend die Defizite anderer Staaten sein.

      Was mich jedoch nach wie vor ängstigt, ist der unumstössliche Glaube an das Heil eines immerwährenden Wachstums.
      Weshalb der Staat Japan so so viel an Vertrauen geniesst, ist mir aber immer noch nicht klar. Ist es nur wegen der Exportstärke ? Wenn dem so ist, geht dies ja auch nur zulasten der konsumierenden Importländer. Je mehr Japan und Deutschland produzieren, umso mehr müssen andere Länder importieren, sonst kollabiert das System. Dann wäre das ganze System also auf Konsumwahn und Konsumzwang aufgebaut …

      • Spiegelfechter schrieb am 6. September 2011 at 10:57 - Permalink

        Japan ist vor allem bei Inländern verschuldet. Das ist auch eine Folge der Exportstärke. Der Yen wertet tendenziell fortwährend auf, wenn also ein Japaner in Dollar oder Euro anlegt, verliert er alleine durch den Währungsverlust mehr, als er durch die höheren Zinsen gewinnen könnte.

      • viosz schrieb am 6. September 2011 at 16:09 - Permalink

        Weshalb der Staat Japan so so viel an Vertrauen geniesst, ist mir aber immer noch nicht klar.

        Japan bringt seine eigene Währung heraus, die Regierung bestimmt über die BoJ die Geldpolitik, der Yen ist frei handelbar gegen andere Währungen.
        Japan finanziert sich nicht über seine Banken (das Gouvernment finanziert über die BoJ die Banken), braucht also das “Vertrauen der Finanzwelt” nicht.

        Wenn Ratingagenturen Staaten abwerten ist das nur in der Eurozone relevant.
        http://bilbo.economicoutlook.net/blog/?p=15787

    6. Bruder Johannes schrieb am 6. September 2011 at 12:11 - Permalink

      Es ist sehr wahrscheinlich, dass die deutsche Hegemonialpolitik nicht nur die europäische Währungsunion, sondern auch die europäische Integration und sogar den europäischen Gedanken an die Wand fahren wird.

      Ist es nicht eigentlich völlig normal, dass Geldausgaben oder Bürgschaften mit Erwartungen und Forderungen verknüpft werden? Man kann gewiss darüber streiten, ob die Forderungen die richtigen sind. Ich habe da auch meine Zweifel. Aber der Begriff “Hegemonialpolitik” kann bestenfalls als polemischer Kampfbegriff akezptiert werden. Mit der Realität hat das nichts zu tun.

      Schließlich sind die Deutschen dem Euro beigetreten, weil man ihnen einen stabilen Euro garantiert hat. Dazu wurden auch entsprechende Verträge gemacht, die man eigentlich nur noch als Makulatur bezeichnen kann. Leider hat die deutsche Regierung beim Vertragsbruch mitgemacht. Richtig und konsequent wäre ein Austritt aus der Eurozone gewesen. Stattdessen wird der “totale Euro” ausgerufen.

    7. Till schrieb am 6. September 2011 at 13:42 - Permalink

      Ausserdem:
      Die Schweiz hat ihren Franken an den Euro gekoppelt – zu jedem Preis.
      Die Kavallerie ist vorerst ein Stück zurückgedrängt worden.

    8. R_Winter schrieb am 6. September 2011 at 13:46 - Permalink

      Was soll man zu diesen Artikel schreiben, wenn alles (leider) stimmt.
      Nur ein Wort halte ich für unzutreffend: “Refinanzierungskrise”…..

      Aus einer spekulationsbedingten Refinanzierungskrise einiger europäischer Staaten wird eine „Schuldenkrise“ gemacht.

      Die Staaten haben ein Refinanzierungskrise als Folge einer weltweiten spekulativen und systembedingten Finanzkrise. So müsste es m.M. nach richtig lauten, aber es bleibt unbedeutend in der Sache.
      Ackermann hat sein Risiko in Südeuropa um -70% auf 3,7 Mrd.€ abgebaut und die Risiken auf die Steuerzahler verlagert.

      • O. aus M. schrieb am 6. September 2011 at 18:21 - Permalink

        Apropos Ackermann…

        Die Sendung vom 24.01.2001:
        Die Welt des Josef Ackermann – Wie die Deutsche Bank das Land umkrempelt

        Bei aller Traurigkeit für das demokratische Prinzip, aber was habe ich stellenweise lachen müssen:
        “Frau Merkel dachte sie sei an der Macht, dabei war sie nur an der Regierung.”

    9. Egal schrieb am 6. September 2011 at 13:57 - Permalink

      Die Griechen machen das genau richtig. Während Schäuble und Merkel vor ein paar Wochen vor Stolz über ihre Daumenschrauben des Souveränitätsentzuges als Gegenleistung für Hilfszahlungen gegenüber Athen fast geplatzt sind, hat die griechische Regierung so getan, als ob sie zur Selbstkasteiung bereit sei. Seit Freitag sieht das freilich anders aus.
      Denn sie wissen, dass sie die Deutschen in der Hand haben. Die Drohung mit der Staatspleite, die Verwerfungen auf den Finanzmärkten und darauffolgend das wahrscheinliche Ende der Eurozone und damit des deutschen Exportwunders macht die Bundesregierung gefügig. Sie wird weiterzahlen, darauf kann man sich m.E. verlassen.

      Alles andere wäre irgendwann dem griechischen Bürger und vor allem auch dem griechischen Militär nicht mehr zu vermitteln – immerhin ist Griechenland ein souveränes Land mit großer Geschichte, da lässt man sich nicht einfach vom Ausland die Politik diktieren.
      Je schneller der Abstieg in Griechenland vonstatten geht, um so eher ist der dortigen Bevölkerung die unbeliebte Maßnahme des Staatsbankrotts und darauffolgendem Neubeginn mit Drachme auch zu vermitteln. Bis die Lage unerträglich wird, werden aber gerne die Zahlungen aus Deutschland entgegengenommen. Irgendwann tritt man dann aus dem Euro aus und erklärt einen Großteil der Euroschulden als verloren. Ja was auch sonst? Die Demütigung, sich den Haushalt von deutschen Politikern diktieren zu lassen, ist jedenfalls auf längere Sicht unerträglich und würde spätestens, wenn der überzogene Militärhaushalt zur Sprache käme, mit einem Militärputsch enden. Der rasante Aufstieg der Türkei zur mittlerweile regionalen Großmacht würde in den griechischen Überlegungen in diesem Zusammenhang sicherlich auch einen Teil beitragen.

      Frau Merkel hat sich in ein weiteres TINA-Labyrinth begeben, aus dem es diesmal kein Entkommen mehr für sie gibt. Daran wird sich ihr politisches wie auch strafrechtlich relevantes Schicksal entscheiden Denn die nicht dauerhaft tragfähige angebotsorientierte Politik mit einseitiger Exportfixierung erzwingt geradezu die Bestechung der skeptisch gewordenen Finanzmärkte durch immer neue Hilfsmassnahmen aus Steuergeld. Von EFSF bis zu Staatsanleihenkauf der EZB.
      Die jüngsten Drohungen an Athen, die Zahlungen einzustellen sind daher nichts weiter als Pfeifen im dunklen Wald. Man sieht in dieser historischen Krise das Scheitern der Kanzlerin in weitreichenden, über die Wahlperiode hinausgehenden Kategorien zu denken und sie entpuppt sich einmal mehr als lahme Krämerseele, die Angst hat, dass ihre Kunden weglaufen. Und die insgeheim außer zu beten, dass alles wieder wird, wie es mal war, nicht mehr viel zu bieten hat. Und das ist die wahre Tragik für Deutschland, mit dieser ideenlosen und überforderten Regierungschefin gestraft zu sein. Adenauer würde sich im Grab umdrehen.
      Wir dagegen erleben jedenfalls noch großes Kino bis zur Währungsreform.

      • H. schrieb am 6. September 2011 at 19:05 - Permalink

        Wie immer knackig auf den Punkt gebracht *thumpsup*

        Wie an anderer stelle schon erwähnt:
        MACH DOCH EINEN EIGENEN BLOG AUF!

        Da würde ich sogar was für spenden :)

        • Egal schrieb am 6. September 2011 at 20:53 - Permalink

          Danke für die Aufmunterung :-) Einen eigenen Blog zu betreiben ist jedoch m.E. noch ein anderes Kaliber, als sich alle paar Tage den Frust von der Seele zu schreiben. Sollten doch regelmäßig einigermaßen brauchbare Texte platziert werden und zudem die Diskussionen mit Lesern dann selbstverständlich sein. Ist sicherlich erheblich aufwändiger, als nur zu kommentieren.

          Zudem frage ich mich ernsthaft schon längere Zeit, obwohl die reine Analyse des Ist-Zustands zur Zeit durchaus manchmal sehr launig ist, wie es eigentlich zukünftig weitergehen soll. Und diese Ungewissheit, das Nichtwissen, die Hilflosigkeit ist eigentlich das Allerschlimmste zur Zeit. Man merkt nur, dass eine grundfalsche Politik gemacht wird, ja seit Jahrzehnten gemacht wurde. Eine Zeitenwende voraus ist, aber wir seit ’89 keinen Kompass mehr haben. Nicht mal mehr tatsächlich dem Aufruf “dann geh doch nach drüben’ folgen zu können, wenn hier der Zusammenbruch droht.
          Dieser Artikel in der Süddeutschen beschäftigt sich mit der Frage, wie die ganzen Schulden eigentlich ausgebucht werden sollen:

          Schulden sind also in gewisser Hinsicht nicht nur ein notwendiger Treibstoff der Ökonomie – als Kredit -, sondern, wenn sie nicht mehr bedient werden können, ihr Giftmüll. Man kann sie nicht einfach “streichen”, “erlassen” und dann auf Neustart gehen. Das Furchtbare an Schulden ist, dass sie notwendigerweise immer bezahlt werden müssen, die Frage ist nur, von wem.

          Diese Frage in der Eurokrise birgt m.E. die größte Sprengkraft überhaupt, ein “Nuke” sozusagen, weil die Frage nicht beantwortet ist, sie niemand beantworten will, aber dennoch beantwortet werden muss. Es hängt daran die Zukunft jedes Einzelnen ab. Daran entscheidet sich Zivilisation oder Barbarei. Und das unsagbare Versagen der Politik aller Bundestagsparteien ist es, so zu tun, als ob alles in Ordnung wäre und man nur weitermachen müsste wie bisher. Das ist wie der Umgang mit dem Tod, jeder weiß, dass er irgendwann zukünftig kommt, aber man spricht nicht darüber oder verdrängt ihn. Nur steht der Finanztod in der Realität mittlerweile schon am Gartenzaun und winkt mit der Sense: wer zahlt (nur mal als ein Beispiel) eigentlich das Rentendefizit, wenn man keine Staatsanleihen mehr verkaufen kann?
          Ich glaube, da kommen unglaubliche Herausforderungen in den nächsten Jahren auf uns zu. Ich habe immer mehr das Gefühl, unsere Zukunft liegt in der Vergangenheit, nämlich in den 1920ern.
          Ja, das macht zumindest mir tatsächlich Angst. Es müssen dringend neue Politikmodelle her. Der Sozialismus muss wiederbelebt und rehabilitiert werden. “Sozialismus oder Barbarei”, dieser alte Spruch könnte tatsächlich bald wieder brandaktuell werden.

          Insofern halte ich, zumindest für mich, erstmal die grundsätzliche Beschäftigung mit Alternativmodellen für wichtiger, als einen weiteren Blog zum Tagesgeschehen zu eröffnen…

    10. Mason schrieb am 6. September 2011 at 14:47 - Permalink

      Hier wird ja immer wiederholt, Griechenland habe keine Haushaltsdisziplin und die sind sowieso alle korrupt und haben selber Schuld: Dazu gibt es eine EZB Studie (sicherlich keine roten Socken), die zu dem Schluss kommt, dass genau die Bankenrettung dem griechischen Haushalt das Genick gebrochen hat, wie das Handelsblatt berichtet (auch nicht wirklich rote Socken)

      http://www.handelsblatt.com/politik/nachrichten/ezb-studie-die-wahren-ursachen-der-griechischen-tragoedie;2518164

    11. Banana Joe schrieb am 6. September 2011 at 16:12 - Permalink

      Langfristig gedacht – eine gute Frage:

      Wer soll dem Vize-Export-Weltmeister Deutschland denn seine Waren abkaufen, wenn die gesamte industrialisierte Welt sich zu Tode spart?

      Zur Beantwortung dieser Frage schlage ich vor, einen Spieleklassiker aus dem Schrank zu holen und ein paar Runden damit zu spielen…

      …Monopoly: am Ende gibt es einen “Gewinner” und viele Verlierer, die dem Etappensieger -würde man das Spiel weiterspielen- keinen Cent mehr bezahlen könnten…

      …so wird -langfristig gedacht- aus dem Etappensieger auch ein Verlierer, der einen kapitalen Fehler begeht wenn er die Kuh gleichzeitig melken und schlachten will.

      Nun zur Beantwortung der Frage: vielleicht beschert die Zukunft überraschend “neue Märkte” auf dem Mars, der Venus und dem Mond: dort könnte der Vize-Export-Weltmeister Deutschland dann seine Waren verkaufen, während die gesamte industrialisierte Welt sich zu Tode spart! (Ähnlich sieht Heiner Flassbeck die Chancen des Weltexports auf einer Pressekonferenz zur Klausur der Bundestagsfraktion DIE LINKE am 26./27. August in Rostock siehe Youtube…)

    12. Vogel schrieb am 6. September 2011 at 20:57 - Permalink

      *Zyn on*

      Wir wären wieder in den Zeiten vor 1914 angekommen und damit um hundert Jahre zurückgeworfen.

      Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Was ist daran falsch? *Zyn off*

    13. sternburg schrieb am 6. September 2011 at 21:06 - Permalink

      @ Vogel

      himmm… vielleicht am belgischen wesen, soll europa genesen :))

      “…John Lanchester hat sich die neuesten Zahlen zur Lage der Weltwirtschaft angesehen und kommt recht bald auch auf die USA zu sprechen. Zunächst aber blickt er auf Europa und hat da einen sehr interessanten Ausreißer nach oben entdeckt: “In Europa haben wir die überraschenden und alarmierenden 0,1 Prozent Wachstum in Deutschland, die verzweifelt armseligen 0 Prozent in Frankreich und dann, jetzt kommt’s, die erfreulich munteren 0,7 Prozent Belgiens. Warum ist das geradezu zum Schreien komisch? Weil Belgien keine Regierung hat. Dank des politischen Patts in Brüssel hat es schon seit fünfzehn Monaten keine mehr. Keine Regierung heißt auch: keine der Maßnahmen, die all die anderen Regierungen ergreifen: keine Sparmaßnahmen und keine Austeritätspolitik. In der Abwesenheit von jemand, der ein Mandat zum Kürzen und Einschränken hätte, laufen die Ausgaben des öffentlichen Sektors in Belgien einfach so weiter wie sonst; daher das anhaltende Wachstum der Wirtschaft des Landes. Es stellt sich also heraus, dass vom Gesichtspunkt der Ökonomie in der gegenwärtigen Krise keine Regierung die bessere Alternative zu jedweder Regierung ist – jeder existierenden Regierung jedenfalls….”

      der link zum text

      http://www.lrb.co.uk/v33/n17/john-lanchester/the-non-scenic-route-to-the-place-were-going-anyway

      • Serious Sam schrieb am 6. September 2011 at 21:15 - Permalink

        Interessanter Text. Allein, er differenziert nicht hinreichend. Denn selbstverständlich sollen die Nationalstaaten, deren Wirtschaften schrumpfen, intelligent auf Pump Geld ausgeben.

        Also z.B. für den Ausbau von Infrastruktur oder Bildung.

        Aber halt nicht weiterhin wie bisher primär zur direkten oder indirekten Stützung der Profite und Einkommen des finanziell-industriellen Komplexes.

        • sternburg schrieb am 6. September 2011 at 21:33 - Permalink

          @ Serious Sam

          Aber halt nicht weiterhin wie bisher primär zur direkten oder indirekten Stützung der Profite und Einkommen des finanziell-industriellen Komplexes.

          da stimme ich dir zu serious sam .

          das hier könnte dich vielleicht auch interessieren ?

          “…Bankrott den Ungläubigen
          Al-Qaida führt seit 9/11 durch Anschläge und Guerilla-Operationen vorrangig einen ökonomischen Dschihad und ist damit erfolgreicher, als der Westen wahrhaben will…” mehr davon und der link http://www.freitag.de/politik/1135-die-ungl-ubigen-in-den-bankrott-treiben

          sooo ich verabschiede mich in die nacht:))

    14. spider schrieb am 7. September 2011 at 00:56 - Permalink

      @spiegelfechter

      Zitat:

      Während die Welt unter dem Joch der Spekulation an den Finanzmärkten leidet, konnte Deutschland seine finanzpolitische Situation in den letzten beiden Jahren merklich verbessern. Beleg dafür sind die deutlich gesunkenen Zinsen für Staatsanleihen, von denen nicht nur Deutschland, sondern auch andere Länder profitieren, die in den Turbulenzen der Finanzkrise als sicherer Hafen gelten. Anstatt diesen positiven Effekt dazu zu nutzen, zumindest im eigenen Lande die Krisenfolgen zu mildern, nutzt Deutschland die Gunst der Stunde, um ganz Europa auf den neoliberalen Kurs deutscher Schule zu zwingen.

      Ich bin zwar selten Deiner Meinung gewesen, bisher habe ich Deine Standpunkte aber dennoch respektiert und mich mit ihnen tatsächlich auseinandergesetzt.

      Mit diesem Artikel hier betreibst Du aber nun endgültig Quacksalberei. Es ist hochgefährlich, was Du hier betreibst. Du schaust Dir nur Daten an, die Deinen schon von Anfang an feststehenden ideologischen Standpunkt stützen und ignorierst alle, die dagegen sprechen. Du gehst höchst selektiv vor, um Deine Theorie der “verschworenen Märkte” und der “neoliberalen Regierungsparteien” den Lesern zu verkaufen. Dein Vorgehen ähnelt immer mehr dem eines typischen Verschwörungstheoretikers, während Deine Artikel immer mehr zu reiner Propaganda mutieren.

      Aber vielleicht beruhige ich mich besser und äußere mich zum Thema:
      Die Entwicklung des Zinsatzes hat Null Aussagewert. Er kann sich jeder Zeit wie bei Griechenland verdoppeln.
      Wo ist hier bspw. die Kurve der Staatsverschuldung in Prozent des BIP? Die aufgetragenen Daten über die Steigerung der Staatsschulden können im Falle Deutschlands definitiv nicht stimmen. (Quelle?)
      2007 wies das CIA Facts Book nämlich noch eine Verschuldung von circa 64 % des BIP aus. Heute sind es hingegen schon 83,2 %. Relativ zum BIP steigen die Schulden seit den letzten 30 Jahren immer und immer schneller. Eine Staatspleite zu unseren Lebenszeiten ist bei diesem Kurs deshalb unausweichlich. Gerade deshalb habe ich ein grosses Problem mit Deinen jüngsten Auswüchsen. Sie illustrieren einen eklatanten Mangel an Verantwortung. Es ist aus meiner Sicht beinah schon kriminell.

      • anon schrieb am 7. September 2011 at 02:59 - Permalink

        Na wenn die Enwicklung des Zinsatzes Null Aussagewert hat, dann die Kurve der Staatsschulden in Prozent des BIP noch viel weniger, schließlich projiziert man eine Bestandsgröße (Schulden) auf eine Stromgröße (BIP).

        Davon mal abgesehen, sagen beide Statistiken nichts über die Verwendung der ab 2007 gestiegenen Schulden aus. Hatten wir da nicht eine Bankenkrise, vor der Staatsschuldenkrise?

        Übersicht über den Stand der Schuld der Bundesrepublik Deutschland
        Die Gesamtverschuldung des Bundes zum 30.06.2011 beträgt
        1.091.490.059.246,23 EUR
        davon:
        Bundeshaushalt: 1.058.344.062.278,66 EUR
        Finanzmarktstabilisierungsfonds: 15.095.392.978,00 EUR
        Investitions- und Tilgungsfonds: 18.044.905.708,68 EUR
        Restrukturierungsfonds für Kreditinstitute: 5.698.280,89 EUR

        Zitat: Finanzagentur (PDF)

        • In Dubio schrieb am 7. September 2011 at 15:00 - Permalink

          Du musst ehrlicherweise die Schulden der übrigen Gebietskörperschaften mit hinzuzählen. Der Bund haftet – anders als der amerikanische Bundesstaat – bei Kreditausfällen der Länder und der Kommunen. Wenn Du dann die Ausgaben für die Bekämpfung der Finanzmarktkrise in Relation zu den Staatsschulden setzt, kommst Du auf eine ziemlich kleine Größe. Dennoch sollen die Programme für die Finanzmärkte die Staatsschuldenkrise (die viele nicht so nennen mögen) ausgelöst haben.

          Das ist wie wenn der 4-Zentner-Mann behauptet, das letzte Steak habe ihn dick gemacht.

      • In Dubio schrieb am 7. September 2011 at 14:56 - Permalink

        Ob das “fast kriminell” ist, weiß ich nicht zu beurteilen. Der Spiegelfechter schreibt, wie viele – nicht nur links denkende – Menschen empfinden. Meine Wahrnehmung ist allerdings auch, dass der Spiegelfechter derzeit nur zu gerne die offensichtlichen Bedürfnisse seiner Stammleser befriedigt, bekennt sich doch die überwiegende Mehrheit dazu, Anhänger der Linkspartei zu sein.

        Als typischer Keynes-Anhänger hat er weithin nur den ersten Teil von dessen Lehre inhalliert: Ausweitung des Staatssektors und Erhöhung der Verschuldung gut. Keynes hat damals eine Konjunkturtheorie aufgestellt, keine langfristige Wachstumstheorie. Spätestens 2009 / 2010 hätten auch nach der Lehre des britischen Nationalökonomen die Defizite zurückgefahren werden müssen.

        Auch Keynes hat die finanzielle Überforderung des Staates gesehen. Seine Anhänger sehen sie leider nicht.

        • sternburg schrieb am 7. September 2011 at 16:04 - Permalink

          @ In Dubio

          Der Spiegelfechter schreibt, wie viele – nicht nur links denkende – Menschen empfinden.

          schön wärs, wenn viele so denken würden, wie spiegelfechter. was immer auch viele bei dir sein mögen.

          schau dich mal in den richtig großen blogs und internet foren um.

          “viele” oder auf jeden fall die mehrheit denkt da gaaaanz anders als spiegelfechter. wie ich finde – leider.

          ich kenn den spiegelfechter vielleicht erst so seit 3 oder 4 wochen. aber das hier ist bestimmt net die mehrheitsmeinung in d.

          aber ich halte jeden menschen prinzipiell für entwicklungsfähig. es läuft schon ganz gut in die richtige richtung:))

          bekennt sich doch die überwiegende Mehrheit dazu, Anhänger der Linkspartei zu sein.

          himm… es gab von stefan sasse vor 10 tagen ( ? ) einen text zur linkspartei hier. schau dir mal die kommentare da an. denke nicht, das die mehrheit der leserschaft und hier im kommentariat, anhänger der linkspartei ist.

          aber es gibt ja auch überraschungen wie bildzeitung und pro gutenberg und die online kommentare von bildlesern :))

          ansonsten kennste stefan raab und pro sieben? seine sendung und der sender, sind die links verdächtig ? nö. aber einige werden sich sicherlich an die zuschauerwahl bei der letzten bundestagswahl erinnern.

          hehehehe platz eins unter den zuschauern von pro sieben und stefan raab, war damals die linke oder ?

          die fdp ist viel besser als jeder dkp kommunist:

          “….Christian Lindner sitzt seit 2000 für die Liberalen im Düsseldorfer Landtag. Die Politik hat ihn damals offenbar nicht ausgefüllt: Eine von Lindner geführte Firma hat in der Rekordzeit von 18 Monaten fast zwei Millionen Euro aus dem Topf der Kreditanstalt für Wiederaufbau verbrannt; eine zweite Kölner Firma wurde ebenfalls mangels Aufträgen liquidiert. Mit seinem Bekannten Hartmut Knüppel hatte er am 29. Mai 2000 – kurz nach seinem Landtagseinzug – die Firma Moomax gegründet. Nach knapp einem Jahr mußten Lindner und Knüppel gehen – “zur Sicherstellung der Handlungsfähigkeit des Unternehmens”, wie Moomax schrieb. Wenig später war Moomax pleite: Die KfW hatte laut Enjoyventure 1,2 Millionen verloren, die beteiligte Bank war mit einem sechsstelligen Betrag beteiligt, und gegen sonstige Forderungen von 172.338 Euro standen nur noch Vermögenswerte von 15.339 Euro….”

        • ola schrieb am 8. September 2011 at 05:34 - Permalink

          Jetzt hat man dir doch sämtliche deiner falschen Zahlen hieb und stichfest wiederlegt. Jede deiner Zahlen musstest du revidieren. Und trotzdem ist der Lerneffekt genau NULL. Und eben das zeichnet einen verbohrten Ideologen aus. Einer der Gründe, warum es überhaupt keinen Sinn hat, sich mit Menschen deines Schlages ernsthaft auseinander zu setzen, aber überhaupt keinen. Du quatscht morgen den gleichen Unsinn wie heute. Ist dir völlig Schnuppe. Denn dir geht es nicht um Lösungen, sondern lediglich darum, dein irres Weltbild, hauptsächlich vor dir, nicht zu beschädigen. Das ist es, was für mich einen Gutteil der deutschen Bevölkerung ausmacht, dieser hirnlose Starrsinn.

          Es ist eben immer ein wenig Endsieg dabei. Selbst wenn sie dir deine Hütte zusammengebombt haben und am Standrand stehen.

    15. Till schrieb am 7. September 2011 at 11:25 - Permalink

      Interessante und brisante Klartext-Diskussion bei Menschen bei Maischberger (Thema Eurodebakel):
      http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8129428
      Fazit: ein bisschen schachmatt …

    16. superguppi schrieb am 7. September 2011 at 14:20 - Permalink

      Der BDI möchte einen neuen Vertrag für den Euro.

      http://www.zeit.de/2011/37/BDI-Finanzkrise/komplettansicht

      http://images.zeit.de/2011/37/BDI-Thesen-Europa-neu.pdf

      Mal sehen, wie schnell Frau Merkel reagiert.

    17. Serious Sam schrieb am 8. September 2011 at 09:20 - Permalink

      JP Morgan hat die ultimative Erklärung :)

    18. Momo schrieb am 14. September 2011 at 08:43 - Permalink

      Hier noch ein interessanter aktueller Beitrag aus dem Handelblatt:

      “Das Bild vom “hässlichen Deutschen” in Europa”

      http://www.handelsblatt.com/panorama/presseschau/das-bild-vom-haesslichen-deutschen-in-europa/4606860.html

      Darin heißt es unter anderem:

      “„Noch ein paar Tage weiter so, und das Bild vom ,hässlichen Deutschen’ ist in Europa perfekt“, kommentiert die Zeit die „unqualifizierten Äußerungen“ der „liberalen Boygroup“ aus Rösler und Lindner, des CSU-Präsidiums sowie von EU-Kommissar Günther Oettinger – der in der Bild-Zeitung zu bedenken gegeben habe, „die Flaggen von Schuldensündern vor den EU-Gebäuden auf Halbmast zu setzen“. In diesem Klima sei Deutschland in Gefahr, seine europäische Glaubwürdigkeit zu verlieren. Doch Kanzlerin und Finanzminister müssten hilflos zusehen, wie sich gerade das bürgerliche Lager, „das doch bisher auf wenig so stolz sein konnte wie auf seine Treue zu Europa“, selbst zerlege.
      „Panik und Verzweiflung“ erkennt der frühere Politiker-Berater Michael Spreng in seinem Blog Sprengsatz als Gründe für die Äußerungen von Philip Rösler zur „geordneten Insolvenz“ Griechenlands. Der FDP-Chef und Wirtschaftsminister wolle kurz vor der Berlin-Wahl, die für die FDP desaströs auszugehen drohe, ein populistisches, europakritisches Signal senden. (…)
      Deutschland müsse sich entscheiden zwischen einer Eurozone, die anders aussehe als ein Großdeutschland, das man sich erhoffe, und keiner Eurozone, schreibt die britische Financial Times. Sollte Deutschland, möglicherweise gemeinsam mit Österreich, Finnland und den Niederlanden, die Eurozone verlassen, warnt das Blatt, drohten steigende Wechselkurse, ein massiver Niedergang der Profitabilität deutscher Exporte, ein großer finanzieller Schock und ein erheblicher Einbruch beim Bruttoinlandsprodukt. „Hinzu käme, dass die Bemühungen zweier Generationen, einen starken europäischen Rahmen um Deutschland herum zu bauen, gescheitert wären.“”


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