Warum man keinen Todesstern bauen sollte
geschrieben am 15. September 2011 von Stefan Sasse
Von Lt. Col. Dan Ward, USAF
Aus dem Englischen übersetzt von Stefan Sasse
Beschaffungslektionen aus einer weit entfernten Galaxis
Nachdem sie die Endschlachtszene in “Die Rückkehr der Jedi-Ritter” zum ersten Mal gesehen hatte, erklärte meine achtjährige Tochter: “Die sollten diese Todessterne nicht mehr bauen. Die werden jedes Mal in die Luft gejagt.” Sie ist vielleicht noch etwas zu klein für die Sturmtruppen, aber sie hat Recht.
Ja, das Imperium sollte damit aufhören, Todessterne zu bauen. Es zeigt sich, dass das Verteidigungsministerium sie auch nicht bauen sollte, metaphorisch gesprochen. Welche Art von Waffensystem passt überhaupt in diese Kategorie? Ich werde der Versuchung widerstehen, explizite Beispiele zu geben und stattdessen einfach behaupten, dass jedes gewaltige Projekt, das gehirnschmelzend komplex ist, unersättlich Ressourcen verschlingt und darauf abzielt, eine unbesiegbare Waffe zu werden, auf dem besten Weg ist, ein Todesstern zu sein – und das ist keine gute Sache.
Warum sind Todessterne eine dumme Idee? Der Hauptkritikpunkt erstreckt sich auf zwei Kategorien: eine operative und eine der programmatischen Ausrichtung. Die operativen Mängel der todgeweihten Kampfstationen des Imperiums sind allgemein bekannt und weithin verspottet. Ihre programmatischen Mängel sind weniger bekannt, aber der Erörterung wert. Wir werden uns im Folgenden beides ansehen.
Operative Bewertung des Todessterns
Der in Episode IV eingeführte Todesstern hat sein beeindruckendes Debüt, als er den Planeten Alderan vaporisiert – der einzige Moment, in dem er jemals seine Hauptbewaffnung auf einen Planeten abfeuert. Kurz danach wird die gesamte Station, mit 1,2 Millionen Menschen an Bord, von einem einzelnen Schuss eines halb ausgebildeten Jedi vernichtet. Das ist es, was wir eine kritische Verwundbarkeit nennen, und es ist Gegenstand unnachgiebiger Fan-Verachtung. Die Leistungen des zweiten Todessterns im Kampf waren sogar noch unbeeindruckender. Obwohl er deutlich größer war als das Original, wurde er von den Rebellen vernichtet bevor er seinen Planetenvernichtungslaser ein einziges Mal abfeuerte. Soviel zum Thema “voll gefechtsbereit”.
OK, der Todesstern ist vorranging eine Waffe der Einschüchterung und nicht etwas, das man mir nichts, dir nichts einsetzt. Selbst das böse Imperium wollte nicht mehr als eine handvoll Planeten vernichten. Deswegen muss die Tatsache, dass der Todesstern nur einen Schuss abgefeuert hat, keine große Sache sein. Die Tatsache, dass beide Stationen in die Luft gejagt werden, ist dagegen durchaus eine große Sache. Es ist schwierig, einschüchternd zu wirken, wenn man aus einer Trümmerwolke besteht.
Man könnte sich fragen, wie eine angeblich so mächtige Waffe eine so ärmliche Leistungsbilanz und eine so offenkundige Schwäche aufweisen kann. Trotz der Meinung gewisser Kritiker sind diese Mängel kein billiges Plotvehikel, das von einem faulen Drehbuchschreiber geschaffen wurde. Tatsächlich ist die Todesstern-Kombination von Unzulänglichkeit und Verletzlichkeit der zweit-realistischste Aspekt der gesamten Saga.
Aus einer Designperspektive ist ein System von der enormen Komplexität eines Todessterns mehr, als ein einzelner Programmierer oder Oberarchitekt im Überblick behalten kann, ganz egal wie hoch der Anteil an Midi-Chlorianen in seinem Blut ist. Es wird zwangsläufig ein oder zwei übersehene Schächte geben, die direkt zum Reaktorkern führen. Und das ist genau die Art Verwundbarkeit, die ein assymetrischer Gegenspieler ausnutzen kann. Meiner professionellen Konstruktionsmeinung nach ist eine Verwundbarkeit dieser Art unvermeidbar. Wie es C-3PO sagen würde: die Chancen, dass man ein so komplexes und großes System bauen kann ohne etwas Derartiges zu übersehen liegen bei 3720 zu 1! Der resultierende Fehler mag nicht so dramatisch sein wie George Lucas sich das vorgestellt hat, aber selbst eine Fehlfunktion im Lebenserhaltungssystem oder in der Navigationssoftware kann auf ihre ganz eigene Art unterhaltend sein.
Ausrichtung des Todessterns
Der glanzlose Beitrag des Todessterns zum Kampf ist Grund genug, nie einen zu bauen, aber ernsthafte Probleme traten bereits auf lange bevor er gefechtsbereit war. In “Die Rückkehr der Jedi-Ritter” erhalten die Zuschauer einen faszinierenden Einblick in die Ausrichtung von Beschaffungen im Imperium. In der realistischsten Szene der gesamten Doppeltrilogie beschwert sich Darth Vader darüber, dass das Todesstern-Projekt…dem Zeitplan hinterher hinkt. Tatsächlich spielt sich viel von dem Drama von Episode VI rund um diese Verzögerung ab.
Betrachten wir die Auswirkungen der berühmtesten Verzögerung der Popkultur. Im Star-Wars-Universum sind sich Roboter ihrer selbst bewusst, jedes Schiff verfügt über seine eigene Schwerkraft, Jedi-Ritter benutzen die Macht, kleine grüne Muppets sind herausragende Krieger und ein Schrotthaufen wie der Millenium Falcon macht den Kessel Run in unter 12 Parsec. Aber selbst die lebendige Fantasie eines George Lucas reichte nicht aus, um sich ein Projekt wie das des Todessterns auszumalen und es innerhalb des geplanten Zeitrahmens fertig werden zu lassen. Er wusste, dass das einen Jedi-Gedankentrick erfordern würde, der jenseits selbst Yodas Fähigkeiten läge und das Publikum in blankem Unglauben zurückließe.
Um es noch schlimmer zu machen stellt sich kurz darauf heraus, dass es die Anwesenheit eines Sith-Lords braucht, um das Projekt wieder auf Linie zu bringen. Ich versichere Ihnen, wenn der Erfolg eines Projekts davon abhängt jemanden einzustellen, dessen erster Name “Darth” ist, dann haben Sie ein Problem. Nicht nur, weil Sith-Lods nicht existieren, sondern weil sie böse sind.
Ich hab da ein echt mieses Gefühl
Wenn man die 14 Stunden mitrechnet die ich gebraucht habe um alle sechs Filme noch einmal anzusehen habe ich für diesen Artikel vermutlich mehr Recherche betrieben als für alle anderen Projekte, an die ich mich gerade erinnern kann. Während dem Teil der Recherche, die kein Popcorn beinhaltete war ich überrascht zu entdecken, dass diverse Blogs und veröffentlichte Artikel Darth Vader für seine strategischen Fähigkeiten priesen.
Man sollte annehmen, dass Darth Vader für nichts anderes als Beispiel taugt denn für Erlösung. Von dem Moment, in dem er seinen schwarzen Helm aufzieht bis zum Moment seiner (Spoiler-Alarm!) herzerwärmenden Sterbeszene ist er ein vollständiger Bösewicht. Trotzdem sieht es so aus, als ob viele Fans ziemlich ungeschickte Lektionen von diesem Charakter gelernt haben.
Ein Artikel im “Project Magazine” mit dem Titel “Wenn er [nur, Anm. d. Übersetzers] tut was er kann, hole Darth Vader” bejubelte Vaders Fähigkeit, ein schleppendes Projekt herumzureißen. Ein anderer Ausrichtungsmanagmentprofi schrieb sehnsüchtig: “Wenn doch nur mehr Projektmanager die Präsenz hätten und den Respekt gebieten würden, die Darth Vader ausstrahlte…” Äh…haben sie die Filme gesehen? Ich denke nicht, dass wir Projektmanager wollen, die in schwarzem Cape und Rüstung herumlaufen. Klar, ich kenne Leute die denken, sie wären auf einer Stufe mit Vader, aber ich kann Ihnen versichern, das ist ein Weg den wir nicht gehen sollten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er zu großem Leid führt.
Einige Autoren priesen Vaders starke Kommunikationsfertigkeiten und zeigten auf, dass er permanent dafür sorgte, dass “der Imperator mit täglichen Statusberichten up-to-date gehalten wurde”. In einer ähnlichen Art wurde mir erzählt, dass unter Mussolini alle Züge pünktlich waren. Selbst wenn das wahr wäre (und das ist es nicht), er würde noch lange kein gutes Vorbild abgeben.
Mehr als ein Autor lobte unerklärlicherweise Vader’s Führungsstil und übersieht bequemerweise, dass seine bevorzugte Motivationsmethode in der Anwendung von telekinetischen Würgegriffen bestand. Eine fehlgeleitete Seele beschrieb Vader gar als “autoritäre Persönlichkeit, die Respekt gebietet”. Eine exaktere Beschreibung wäre “ein mörderischer Tyrann, der Unterwürfigkeit gebietet”. Das ist ein Unterschied.
Glücklicherweise hat ein Blog-Kommentator mit dem ungewöhnlichen nom de net “Luke” die Weisheit gehabt darzulegen, dass “alle Projekte, die Sith Lords entwerfen wie Todessterne enden” werden. Ich nehme an, er meinte damit “glühende Felder voller Weltraumschrott”, aber es ist möglich, dass er auch “über dem Budget, hinter dem Zeitplan und vor Akt II in die Luft gejagt” meinte. Online-Luke hat wahrscheinlich Recht: dunkle Lords bauen Todessterne. Ich glaube, das Gegenteil ist ebenfalls wahr: Todessterne bauen lässt Projektmanager als dunkle Lords enden. Wenn dem so ist, dann ist es nur ein weiterer Grund, es einfach zu lassen.
Ein Jedi sehnt sich nicht nach solchen Sachen
Nun, ein paar der von mir zitierten Kommentatoren schrieben sicherlich ironisch. Es scheint mir aber einen ernsthaften, unterschwelligen Glauben daran zu geben, dass a) Todessterne coole Ingenieursprojekte waren und b) Darth Vader ein guter Anführer war, der Zeug erledigt bekommen hat. Ich kann die enthusiastischen Fanboys und Fangirls diesen Glauben verzeihen, aber als professionelle Militärtechniker wissen wir es besser.
Denken Sie daran, dass selbst das Imperium mit seinen gewaltigen Ressourcen und der vollen Macht der Dunklen Seite nur einen Todesstern gleichzeitig bauen konnte. Zwei zur selben Zeit zu bauen war offensichtlich mehr, als es bewerkstelligen konnte. Das erinnert mich an Norm Augustines berühmte Vorhersage, dass an einem bestimmten Punkt der gesamte Verteidigungshaushalt für den Kauf eines einzigen Flugzeugs draufgehen würde, das sich dann alle Arme des Militärs teilen müssen. Das Imperium hat es offensichtlich geschafft, diese Singularität vor langer, langer Zeit zu erreichen. Ich bin nicht davon überzeugt, dass diese Leistung echten Fortschritt signalisiert.
Die Wahrheit ist, dass Todessterne so praktisch wie ein Metallbikini sind. Klar, sie sehen cool aus, aber sie sind nicht besonders vernünftig. Um genau zu sein, Todessterne können unmöglich rechtzeitig oder innerhalb des festgesetzten Budgets gebaut werden, benötigen pathologische Führungsstile und, wie wir gesehen haben, werden sie in die Luft gesprengt. Außerdem kann niemand genug von ihnen bauen, als dass sie im Feld tatsächlich einen echten Unterschied bewirken würden.
Um es kurz zu machen: Todessterne sind unbezahlbar. Ob wir nun über eine fiktive weit entfernte Galaxis sprechen oder von Bedingungen hier auf dem Planeten Erde, ein Todessternprogramm wird immer mehr kosten als es einbringt. Eine Investition dieser Größenordnung kann nicht unterhalten werden und ist völlig hilflos, wenn ein Wamp-Ratten jagender Bauernjunge einen Glückstreffer landet. Wenn eine Station die gesamte Flotte repräsentiert (oder auch nur fünf Prozent davon), dann wurden zu viele Eier in denselben Korb gelegt und wir sind auf dem besten Weg, jemanden das letzte Mal zu enttäuschen.
Die Antwort ist nicht, mehr davon zu bauen, teilweise weil es einfach nicht geht und teilweise, weil das gesamte zugrundeliegende Konzept mangelhaft ist. Anstatt Todessterne sollten wir lieber die erfolgreichste Technologie der gesamten Saga imitieren: R2-D2.
Die Droiden, die wir suchen
Meine exzessiven Recherchen haben ein Interview zutage befördert, in dem George Lucas R2-D2 als “den Helden der ganzen Geschichte” bezeichnet. Zuerst fand ich diesen Kommentar merkwürdig, denn in meinen Jugendstunden voll Star Wars nachspielen wollte nie jemand ein astromechanischer Droide sein. Wir wollten alle Luke sein. Aber trotzdem, wenn man genauer hinsieht erkennt man, dass Erzwo in den Filmen eine beeindruckende Tendenz an den Tag legt, Alles zu retten, Szene für Szene. Ob er nun den Hyperantrieb des Millenium Falcon repariert, ein Paar von Super-Kampfdroiden ausschaltet, eine geheime Nachricht an Obi-Wan Kenobi überbringt oder Luke sein Lichtschwert im entscheidenden Moment auf Jabbas Segelbarke zukommen lässt, er hat immer ein Ass im Ärmel.
Als der junge Anakin Padme aus Coruscant herausgeschmuggelt hat und sie mit den Worten “Keine Angst, wir haben Erzwo dabei” beruhigte, war er nicht ironisch. Kein anderer Charakter, biologisch oder mechanisch, ist so verlässlich. Wenn ich einen Todesstern in einem X-Wing angreifen würde, wöllte ich eine gute R2-Einheit an Bord haben.
Unsere letzte Hoffnung
Ja, es gibt viele Mängel in den Star Wars Filmen – ich meine dich, Jar Jar Binks – aber R2-D2 als den Helden zu betrachten ist keiner davon. So wie die Verwundbarkeit und Unzulänglichkeit des Todessterns absolut realistisch sind korrespondiert auch die operative Überlegenheit eines einfachen Droiden mit der Erfahrung der Praxis. Wieder und wieder neigen kriegsgewinnende Waffen dazu, klein, billig und einfach zu sein.
Die Einfachheit eines astromechanischen Droiden macht ihn verlässlich, und seine lange Geschichte an Kampfeinsätzen macht ihn robust und überall nützlich. Betrachten wir Erzwos zurückhaltendes Design. Er hat keine schicken Sprachprozessoren; Piepser und Quietscher reichen. Er hat weder Panzerung noch Gesicht. Erzwo ist pure Funktion. Er hat keine überflüssigen Features, keine unnützen Teile. Er ist nicht einmal besonders groß und beweist erneut Yodas Diktum “Größe bedeutet nichts”.
Betrachten wir Folgendes: ein Todesstern ist eine Waffe eines Imperiums, die darauf abzielt, Gegner bis zur Unterwerfung einzuschüchtern. Droiden sind eine Technologie der Republik. Sie schüchtern niemanden ein. Stattdessen verdienen sie sich ihren Lebensunterhalt dadurch, dass die praktisch und nützlich sind. Bei Droiden geht es Finesse, bei Todessternen um brutale Gewalt. Angesichts der aktuellen Weltlage ist es Finesse, die wir brauchen.
Droiden sind nicht teuer, ihre Voraussetzungen nicht übertrieben. Man könnte argumentieren, dass ein Droide nicht tun kann, was ein Todesstern tut, aber letztlich haben die Todessterne nicht viel getan. In der Schlussabrechnung tut ein Droide wie Erzwo mehr als für was er ausgelegt ist, ein Todesstern weniger. Viel weniger.
Wenn du deine Arme behalten willst, lass den Wookie gewinnen. Wenn du effektive Waffensysteme entwickeln und produzieren willst, baue Droiden und keine Todessterne. Der Schlüssel ist, Zurückhaltung zu zeigen und unsere Bedürfnisse auf die essenziellen Bedürfnisse zu beschränken anstatt auf eine endlose Liste an Begehrlichkeiten zu schielen, innerhalb des Budgets zu bleiben und der Versuchung zu widerstehen, den Zeitplan auszudehnen. Klar, es ist schwierig dem Imperator Nein zu sagen wenn er schon wieder auf dem Bau eines Todessterns besteht, aber da die Macht nicht wirklich existiert sind die Chancen gut, dass man für diesen Ansatz nicht mit Blitzen traktiert wird.
Es gibt alle möglichen Wege das Design zu vereinfachen, ein Set von Bedürfnissen auf das Minimum zu reduzieren und sicherzustellen, dass wir bauen, was wir uns leisten können. Sie glauben, das geht nicht? Da irren Sie. Aber diejenigen, die daran glauben, könnten gerade das System erfinden, das der “Held der der ganzen Geschichte” wird.
Lt. Col. Dan Ward ist Abteilungsleiter des Science, Technology and Engineerng Directorare im Office of the Secretary of the Air Force for Acquisition. Er besitzt Abschlüsse in Maschinenbau, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen.
Dieser Artikel erschien erstmals im Magazin “Defense AT&L”
Übersetzung mit freundlicher Genehmigung des Autors und Defense AT&L
Via Escapist und Wired.



“…Irakkrieg kostete schon drei Billionen Dollar..” eine schlagzeile aus der welt, aus dem jahre 2008 :))
oder
für die zeitleser eine tageskostensumme “…400 Millionen Dollar pro Tag…”, zeit 2008
Wow! Der virtuose Gebrauch der Metapher zur Illustration der Logik begeistert.
Dieser Artikel hat das Zeug, legendär zu werden.
Danke! :D
du schnallst schon, das es hier um den kostenrahmen und ein plädoyer für effektive und wirksame WAFFENsysteme zum billigen TÖTEN von menschen geht?
das wired so eine scheisse veröffentlicht, zeigt nur das die usa endgültig zur militaristischen gesellschaft geworden sind.
ekelhaft.
Hallo brainOnaut,
versuch das mal auch metaphorisch zu betrachten und nicht nur auf Waffensysteme zu beziehen. Die Intention des Urhebers des Artikels ist uns schon allen klar – zumindest den Meisten. ;)
Der Denkansatz dahinter, dass dezentrale – vernetzte – Systeme effizienter sind, als zentralisitsch orientierte Systeme (die meist auch zu komplex sind um sie ohne größere Probleme laufen zu lassen – Stichwort: AKW) ist m.M. nach diskussionwürdig. Vor allem auch, weil die Todesstern-Analogie wirklich brilliant ist.
Besten Gruß
Wow, ich bin ehrlich beeindruckt.
Das deckt sich in vielem mit meinen Vorstellungen, ich finde intelligente, kleine, unabhängige System viel besser als große komplexe. Aber dummerweise lassen sich die meisten Menschen von den riesigen, komplexen Systemen mit allen möglichen Schaltern, Anzeigen, etc. blenden.
Nehmen wir so ein System wie ein Großkraftwerk, vielleicht ein Atomkraftwerk. Das kosten Milliarden, besteht aus Millionen Einzelteilteilen und wenn ein Pfennigteil ausfällt, steht das Ding oder geht sogar ganz kaputt. So kann ein Kraftwerk eine ganze Region lahmlegen.
Ähnliches haben wir in vielen anderen Bereichen, sei es Politik, Landwirtschaft, Wirtschaft. Überall werden wenige gigantische Systeme erzeugt, die niemand mehr wirklich kontrollieren kann.
Warum wohl baut die Natur auf kleine dezentrale Systeme und auf Vielfalt? Die Komplexität der Natur übertrifft alles was wir Menschen uns vorstellen können. Aber wir haben in unseren Körpern nicht nur ein Kraftwerk, sondern in jeder unserer menschlichen Zelle sogar mehrere. Und so hält es die Natur grundsätzlich. Sie setzt ihre Chips nie auf einen “Todesstern”! Aber wir Menschen meinen, es besser zu wissen. Die Natur experimentierte schon mit erfolgreichen Systemen, da war so etwas wie Mensch noch nicht einmal ansatzweise vorhanden. Glauben wir wirklich, daß wir die milliarden Jahre Erfahrung, die die Natur hat, übertreffen können?
der kleine ist in wahrheit viel größer als der kampfstern -er istvernetzt und kann sich mit anderen maschinen austauschen – prinzip ameisenstaat – ich überlege gerade ob das eine option wäre oder ich davor angest bekommen sollte – wir sind die borg ;)
und du genauso, du quasselst hier von der natur und ihren erfolgreichen dezentralistischen systemen, ohne ein wort über die INTENTION des supercoolen Lt. Col. Dan Ward zu verlieren…
dem seine ultra-lockere-nerd-schreibe hat euch allen wohl das gehirn verkleistert!
kacke ey!
Ronald Reagans SDI,
seinerzeit hier in Deutschland aus naheliegenden Gründen umgangssprachlich “Krieg der Sterne” genannt, und was bis heute daraus wurde, kam mir nach einigen Sätzen schon in den Kopf.
Und natürlich kann man, wie andere Poster anmerken, jede Form von i.d.R. sauteurer Kriegsmaschinerie – ob Technik oder Kriege an sich – für “Todesstern” einsetzen. Um noch kurz bei den 80ern zu bleiben: Damals standen sich USA und UdSSR quasi mit ihren “Todessternen” (Raketen- und Atomwaffen-Arsenal) in einem auch so genannten “Gleichgewicht des Schreckens” gegenüber.
Ein wirklich toller metaphorischer Text – herzlichen Dank.
Grüße
Kurze Durchsage an alle: der Mann unterhält außerdem ein Blog (http://rogueprojectleader.blogspot.com/) und ein Buch (http://www.lulu.com/content/877467)
und noch werbung für diese militiaria-entwicklerscheisse machen, alter, gehts noch?
Ein wirklich schön zu lesender Artikel. Danke für das!
Woran ich bei der Analyse des “Todesstern-Projektes” unweigerlich denken musste ist, TATAAA: Stuttgart einundzwanzig!
Zwar soll S21 niemanden töten oder gar vernichten. Dieses Großprojekt passt aber schön in die Mega-Komplexer-Irrsinn-Kategorie.
- Ausufernde Kosten (vorgesehen: 2,5 Mrd. €; Ziel: vermutlich jenseits 10,0 Mrd.€)
- Bauverzögerungen von bald Dekaden!
- Völlige Unübersichtlichkeit betreffend Voraussetzungen, peripherer Notwendigkeiten, tatsächlichem Nutzen, Aufteilung der Kosten ….
- und: der “Todesstern” S21 lässt die Bauherren wie Mappus (siehe verheerender Polizeieinsatz) oder Bahnchef Grube immer weiter zu “Sith-Lords” mutieren (falls sie es nicht schon vorher waren … :-)
Wieder mal ein Schwachsinns-Artikel. Ein Bürokrat der Vernichtung demonstriert seinen kindlichen geistigen Horizont, ok US-Amerikaner sind nun mal kulturell primitiv.
Aber was ist der Sinn des Ganzen? Die Weltherrschaft wird durch Drohnen und Kampfroboter eher erreicht als durch Atombomben?
Hihi, mein lieber Ingeniör, ihre ganze widerwärtige Vernichtungs- und Unterdrückungstechnologie wird eines Tages für die Katz sein. Und dann erst werden wir auch frei sein :-)
???
Ja, schwitzig, Vorsicht. Bei aller Bewunderung für die Nutzung der Metapher um die Logik dahinter, oder eben den Irrsinn unserer Realität, zu verdeutlichen, sollten wir dennoch nicht ausblenden wo der gute Mr. Ward angestellt ist.
Blende ich das alles aus, dann bleibt aber eben auch nur das. Toller Text, der anhand eines visuell vorhandenen Beispiels metaphorisch erklärt woran es oftmals hakt im Menschenuniversum.
Was versteht der Herr Ward unter “Weltlage”?
Der Blickwinkel des Autors beunruhigt mich dabei, verstehst du? Wenn es dem Autor nur darum geht zu erklären daß es sinnvoll sei das effizientere Kaliber zu nutzen, um andere Menschen die Dinge aus seiner Sicht sehen zu lassen, dann würde ich ihm noch dafür in den Arsch treten, daß er das Star-Wars-Universum dafür missbraucht.
Ich will ihm hier nichts unterstellen, kann diesen Gedanken aber beim besten Willen nicht ganz aus meinem Kopf streichen.
Auf was der Autor leider nur unzureichend eingeht, hätte ich viel lieber als Gegenstand der Diskussion gesehen.
Nämlich die Frage, wie es dazu kommen kann? Das hinterfragen von Autoritäten und warum diese überhaupt solche Wirkung haben?
Wenn es zu einem
kommt, also das “Gedankenkonstrukt Todesstern” in einem Kopf reift, wie kommt es dann dazu, daß die Verwirklichung dieses Gedankens Realität wird?
Welcher Mechanismus greift, das in unserem Menschenuniversum solche “Todessterne” immer wieder auftauchen, jedoch im Nachhinein irgendwie jeder “klar denkende” Mensch wusste, daß es eine Scheißidee war, und sich dann jeder fragt wer überhaupt auf sowas kommen konnte?
Übertragen lässt sich das ja auf jede Entscheidung die gefällt wird. In jedem Lebensbereich.
Wenn der Autor dies nur mit dem Satz…
abtut, erklärt das ja immer noch nicht wer die ganzen “Todessterne” in unserem Menschenuniversum baut und herstellt! Eben erst möglich macht! Und warum er sie möglich macht?
Im Star-Wars-Universum gibts dafür auf den ersten Blick eine Entschuldigung. Machst du es nicht, wirst du vor dem nächsten Hyperraumsprung, kurz zuvor vom Imperator knusprig blitzgegrillt, mit dem restlichen Schrott aus der Ladeluke befördert. Imperiale Standardprozedur sozusagen.
Aber selbst dort ist dies ja nicht der ganze Hintergrund. Aber gehen wir hier nicht zu sehr ins Detail.
Zurück in unserer Menschenuniversum ohne Imperator. Was macht jemanden so authentisch, daß es ihm dadurch ermöglicht wird so viele “tätige” Menschen davon zu überzeugen sein “Gedankenkonstrukt-des-Todessterns-das-sich-dann-im-Nachhinein-womöglich-als-völlig-irrwitzig-herausstellt” Realität werden zu lassen?
Ich würde ja sagen, das wir uns im Kopf leider immer noch in den Höhlen befinden und wir dem Alphamännchen eine solch hohe Authentizität bescheinigen, daß wir dem “Gedanken des Todessterns” immer wieder zur Manifestation verhelfen.
Hätte der Autor dies hinterfragt, wäre mir wohler gewesen.
Wenn er allerdings seinen Vorgesetzten im “Office of the Secretary of the Air Force for Acquisition” nur aufzeigen will, daß man keinen ganzen Truppenaufmarsch braucht, sondern nur ein paar strategische Drohnenflugplätze, dann kann er sich sein Geschreibsel in seinen “Ventilationsschacht der zum Reaktorkern führt” stecken. Auch wenn es ganz lustig geschrieben ist.
Das sehe ich anders – von wem der Text stammt, ist mir egal. Die Aussage finde ich relevant. Wenn das so in “Mein Kampf” gestanden hätte, hätte ich es dennoch ansprechend gefunden – unabhängig davon, was ich von Hitler halte. Natürlich sollte man, wie Du empfiehlst, bei bestimmten Quellen, die Intention hinterfragen. So auch bei diesem Text. Allerdings ist die Aussage so allgemein interpretierbar, dass sie nicht implizit eine fragwürdige Weltanschauung transportiert. Deswegen finde ich ihn gut – den Text, nicht die Person dahinter.
schwitzig, heute entäuschst du mich wirklich…
tut weh, echt.
Ist es jetzt wieder metaphorisch gemeint oder habe ich was verpasst?
Ich meine die Verwirklichung in der Realität.
Ehrlich gesagt, will mir der Sinn dieser Übersetzung auch nicht erschließen. Ok, gewisser “Lt. Col. Dan Ward, USAF” begreift endlich anhand von “Star Wars”-Fantasy, wie es mit komplexen technischen Systemen aussieht und gibt vermutlich seine jugendliche Begeisterung darüber auf. Und?
Vor ca. 40 oder gar 30 Jahren wäre seine Erkenntnis noch sensationell.
Heutzutage ist es für jeden halbwegs gebildeten Entwickler eine Binse.
Es ist nicht die Aussage, sondern die Verpackung der Aussage, die hier die Schönheit entstehen läßt. Deswegen lese ich z.B. auch immer noch alte Bücher, selbst wenn sie keine neuen Erkenntnisse bringen. Einfach nur, weil sie schön sind. Genauso handhabe ich es mit Musik. Nur weil ein Stück nicht mehr neu ist, verliert es nicht seinen Reiz.
Du hast aber ein seltsames Empfinden für die Schönheit.
Weißt du, Leute wie du sind genau das Problem, das die Linke generell plagt. Oooooooh, ich bin sooooo kritisch, schaut mal her wie ich alles, was nach Spaß aussieht und irgendwie mit Popkultur in Verbindung gebracht werden könnte geschicht zerlege und gleichzeitig noch feinsinnig unausgesprochene Axiome unserer Gesellschaft hinterfrage!
Das Problem ist, dass ihr dabei herüberkommt wie verkniffene Spaßbremsen. Was soll das denn für ein Utopia sein, in dem “wir dann alle frei sind”? Eine einzige gigantische Meinungsdiktatur einiger Weniger, die das Licht gesehen haben?
Und dazu noch die Formulierungen…”Bürokrat der Vernichtung”, Alter, das erwartet man bei einer Guido-Knopp-Sendung zum Holocaust. Kindlicher Horizont? Hoffentlich! Ich persönlich finde es beruhigend zu sehen, dass so etwas in einer offiziellen Militärzeitschrift des US Militärs veröffentlicht und gefördert wird. Ich wette, in der Wehrmacht hat keiner versucht, den kleinen gründen Kaktus spielerisch zu verarbeiten.
Das war eine M-E-T-A-P-H-E-R, was übrigens im Text auch steht. Droide = einfache, funktionsfähige und unauffällige Technik. Zum Beispiel ein Sturmgewehr. Oder ein Sherman-Panzer. Eben keine V2.
Was ich am Text abstoßend empfand, dass der Autor die Idee einer “Vaporisierung” gar nicht so abwegig findet und gar als eine dienliche Selbstverständlichkeit hinstellt. Nur die Mittel dafür a la “Star Wars” und ähnliches findet er etwas gaga – sind sie auch.
Nach etwa 10 Jahren wird der Mann noch begreifen, was der wahre Zweck derlei Projekte ist und war.
Er findet die Idee eigentlich ganz und ganz abwegig. Ich glaube man sollte sich nicht von der scheinbaren Leichtigkeit des Textes verwirren lassen, das ist eben sein Stil. Ward erklärt ziemlich eindeutig, dass Todessterne BÖSE sind…
Genau darin offenbart sich der ganze Infantilismus dieser Person.
War der Stein, mit dem Abel erschlagen wurde, ein böser Stein?
Vielleicht hätte Kain für seine Tat einen guten Stock oder ein gutes Strick nehmen sollen. Oder sind diese Gegenstände auch böse?
SCNR.
@COPOKA
WTF? Wer lesen kann ist klar im Vorteil:
Imperium: böse. Todeststern: Einschüchterungswaffe des bösen Imperium.
Vielen Dank auch Captain Obvious. Die NRA hat das offensichtliche nur schon vor Jahren erkannt und “Guns don’t kill people, people kill people.” zu ihrem Leitspruch gemacht.
Infantil ist allenfalls der Glaube, dass wir alle ganz doll lieb und nett zusammenleben können, wenn wir nur wollen. Nein können wir nicht, wir können ja nicht einmal unseren Freunden in Not helfen (siehe Griechenland).
@Brick
Und daher müssen “wir” kleine “intelligente” Dinge am Fließband produzieren, die in Schwärmen wirklich den Zweck erfüllen, für den der Todesstern nur gedacht wurde – so das Leitmotiv des Leutnants. Die Dinger wären daher cool und “gut”, weil eben zweckdienlicher. Der Zweck an sich – wie es sich bei Militär so gebührt – darf selbstverständlich nicht hinterfragt werden. Schließlich ist es nur eine populäre Aufklärung in Sachen moderner Kriegsführung für das blöde Fußvolk.
Die Frage darüber, ob die Welt oder die Menschen nach Vaporisierung der “Macht der Dunklen Seite” und Darth Vaders Erhängung besser geworden sind, lassen wir zunächst mal offen.
Ich kann meinen Kopf gar nicht oft genug gegen die Wand schlagen. Lies den verdammten Text nach dem was dasteht, nicht nach dem, was du willst das dasteht damit deine ideologischen Phrasen drauf passen! Die kleinen Dinge sind weder intelligent noch cool, sie sind zweckmäßig. Das ist sein Punkt. Seine ganze Argumentation baut auf dem Axiom, dass sie NICHT cool sind. Mann!
Und was soll heißen der Zweck darf nicht hinterfragt werden? Dass es letztlich um Waffen geht? Es mag für manche überraschend kommen, aber es ist das Militär. Die arbeiten mit Waffen. Was soll man da groß hinterfragen? In einer Armee, die keine Wehrpflicht kennt, hat man das im Allgemeinen hinterfragt bevor man seinen Beruf ergriffen hat, egal wie rudimentär. Was also soll die populäre Aufklärung in Sachen moderner Kriegführung sein?
Und die Frage der besseren Menschen ist völlig abwegig. Natürlich wird kein Mensch durch Waffen “besser”. Seine Argumentation ist aber gerade das Beschränkende, das Verhindern der Ausnutzung von Massentötungsinstrumenten zugunsten kleiner, vielseitiger Objekte. Um im Bild zu bleiben: R2-D2 hat auch jenseits des Militärischen nützliche Aufgaben.
Und der Mann ist nicht Leutnant, sondern Lieutenant Colonel. Das ist ein bisschen höher.
Ja, das habe ich schon begriffen.
Aber nachdem ich mit derart “professionellen Militärtechnikern” gearbeitet habe, habe ich extreme Abneigung ggü. dieser Profis und derer “eisernen Logik” entwickelt. Sorry, da stehe ich und kann nicht anders.
Aber sehr viele deutlich “schlechter” und gar verdammt böse.
Ach ja, wirklich?
Wo hast Du denn DAS herausgelesen?
Lies den verdammten Text nicht als Übersetzer, sondern als jemand, der das erstes Mal tut und die Prämissen seiner Auslassungen zu begreifen sucht. Seine Argumentation ist nicht das Beschränkende, sondern beschränkt technokratische.
Er lehnt die Todessterne nicht deshalb ab, weil sie Massentötungsinstrumente sind, sondern weil sie in Hinsicht auf Massentötung schlicht und ergreifend “nicht besonders vernünftig”, sprich effektiv sind.
Nein, ich verstehe es immer noch nicht, womit diese Auslassungen Deine Übersetzungsmühen und den Weg hierher verdient haben.
@COPOKA
Deine Aussage ist angekommen nur ist sie nicht relevant. Das ist das Problem an dem ganzen und durch noch mehr schreiben wirds auch nicht wichtiger. Ja bei dem Text geht es um Krieg und die richtige Waffe um möglichst effektiv zu töten. Das hat jeder verstanden der den Text gelesen hat. Du findest das nicht gut und das zwingt dich dann dazu in diesem komischen verkopften Deutsch einen Text zu verfassen, darüber, dass es viel besser wäre, wenn wir uns alle mögen würden.
Ja wäre toll ist aber nicht so und wird auch nicht so werden. Es ist sogar so, dass Waffen zumindest im letzten Jahrhundert eine bessere Welt beschehrt haben. Warum ist das? Weil eben nicht nur die Bösen Waffen bauen sondern alle. Man muss seine Werte verteidigen. Frankreich hätte das schon 1937 machen müssen aber verkopfte Pazifisten haben das nicht zugelassen.
probiers mal, sasse, vielleicht schnallst du DANN, was dir copoka versucht klar zu machen.
guter witz, vor allen dingen in den usa, wo menschen sich zur armee verpflichten, nicht weil sie überzeugt wären, sondern weil sie in ihrer ARMUT keine andere möglichkeit sehen zu überleben. hinterfragen? so wie der us-militär-pfaffe in afghanistan, der zu seiner entscheidung u. a. als grund angab; ” …and i got pretty good paid for the job…”? KOTZ!
EBEN! r2d2 ist PRIMÄR ein reiner serviceroboter JENSEITS des militärischen & war ursprünglich NIE für den kampfeinsatz gedacht!
aaaaalter, ich dresch meinen kopp auch gleich gegen die wand.
Klasse außer in einem Punkt: der Sherman ist JaJa dingens und der T34-85 R2. Sherman war völlig nutzlos und quasi wehrlos (außer die firefly aber das waren die Briten). Dem Tiger konnte er vielleicht von der Seite mit Glück schon ab 100 m was tun. Der Tiger und der Panther waren die Todessterne: zu groß, zu schwer, zu teuer. Beide kamen genau wie der Todesstern auch völlig unausgereift aufs Schlachtfeld.
nein. war es nicht. siehe den samsung-kampfroboter, der bereits für die überwachung der (nord)koreanischen grenze eingesetzt wird.
und predator. und autonome kampfdroiden, die in der entwicklung sind.
du bist entweder naiv, sasse, oder blöd. sorry, so kommst IMHO jedenfalls bei mir an.
Dass es um Kampfroboter geht, findest du wo im Text? Was spricht gegen F35 oder F22 als Beispiel. Oder nimm den Königstiger oder die Me262. Das sind Beispiele für Waffen, die Todesstern Eigenschaften haben. Speziell gemeint ist die extreme Schwachstelle, die den Einsatz fast unmöglich macht. Obwohl sie eigentlich alles entscheidend sein sollen.
Königstiger konnten fast keine Brücken überqueren, waren sehr untermotorisiert, was zu vielen Bränden führte und der Düsenantrieb war noch nicht ausgereift, so dass es zu extrem vielen Unfällen bei Übungsflügen mit der Me262 kam. F22 fliegt kaum weil sie so anfällig ist und die F35 naja die gibts noch nicht wirklich und das wird sich noch über Jahre hinziehen. Hätte er tatsächlich Kampfroboter gemeint hätte er auch Kampfroboter aus starwars als beispiel nehmen können. Ist also sehr unwahrscheinlich.
Um es mit deinen eigenen Worten zu sagen:
Dir ist klar, dass du es in 23 Minuten geschafft hast dir selbst zu widersprechen. Um es noch ein mal mit deinen Worten zu sagen:
brainOnaut
Direkter Kommentar des Autors auf deinen Comment:
ja wat denn nu? ist doch genau, water haben will.
Das wirklich Problem sind zunächst nicht die Todessterne und Darth Vader unserer Welt, sondern – mag mag es kaum glauben – die kleinen tödlichen Sturmgewehre (AK-47, M16, G3, G3, G36 usw. und deren Lizenznachbauten) und ihre Besitzer, die für min. tausend tote Menschen pro Tag(!) sorgen:
Tag für Tag Tausend Tote durch Kleinwaffen
Vielleicht zeigt uns auch die verstellte Sicht auf die wirklich tödlichen Kleinwaffen (evtl. durch die Betrachtung der Todessterne), dass unserer Weltbild ziemlich egozentrisch ist!
mhh für Leute die kein Star Wars gesehen haben wie ich zum Bsp, bringt der text nicht wirklich viel.. sollte mal im Einleitungssatz ergänzt werden.
Ich gehe eigentlich davon aus, dass die Überschrift, die ersten zwei Sätze und das Bild das deutlich genug machen.
Dann würde ich vorschlagen, du siehst dir Star Wars an. Es wird dein Leben bereichern :)
Anscheinend hat der Autor auch PnP Rollenspielerfahrung.
Die ganzen Threads auf alveran und Co, auf denen Rollenspieler sich wochenlang darüber echauffierten, dass Person xyz in irgendeiner neuen Publikation einen Kettenbikini trägt………….. :-)
Und überhaupt: Torsionswaffen sind wirklich das Allerletzte!
Ja dachte ich mir auch^^
Einer der Hauptmerkmale vom Krieg der Sterne , der meiner Meinung nach in einer Metapher Verwendung finden sollte ist die “Macht ist mit dir ” Rhetorik.
Die Todessterne wurden beide Male zerstört, da die Macht mit den Yedi war.
Warum war den die Macht nicht bei Darth Vader in den ausschlaggebenden Momenten, wer steuert die Macht der Yedi ?
Ohne jetzt zuviel NERD-Philosophie hier rauszulassen muss doch gesagt werden, das die Macht keiner Steuert. Die Macht ist einfach da. Und für Vader und den Imperator war sie durchaus auch da im Film (in dem sinne: The Force doesn’t kill people, people kill people with badass blue lightning (sosehr ich die Intention und Herkunft dieses Spruches auch ablehne)).
Also: Die Macht ist wie ne Pistole, jeder kann sie nutzen, wenn er weiß wie. Wer gewinnt liegt dann halt am Drehbuch.
Zum Text: Fand ihn schön. Ich fürchte auch, das die menschliche Natur militärische Institutionen notwendig macht in unserer derzeitigen Gesellschaft. Es stimmt, ihre Aufgabe ist das Töten, das lässt sich auch nicht beschönigen. Aber vielleicht wird weniger getötet, wenn mehr Militärs so denken würden? Ist nicht schon ein kleiner Fortschritt Fortschritt?
Absolute Zustimmung, danke!
Im Übrigen: am Ende siegt das Gute nicht, weil sich die Macht auf seine Seite stellt, sondern weil die eine Hälfte des Bösen – Darth Vader – Erlösung erfährt und auf die gute Seite wechselt. Die Macht hat damit gar nichts zu tun – sie hat Luke nicht geholfen, sondern dem Imperator, der ihm auf dem Feld über war. Was half war das Appellieren an das Gute im Menschen.
“Es ist noch viel Gutes in dir!” Luke wirft die Phrase fast mantraartig Darth Vader in den Kopf.
@Hiramas
Wie denn? Was lest ihr denn nur alle in dem Text? oO
Er sagt doch nicht der Todesstern sei böse weil man damit auf einen Schlag einen ganzen Planeten auslöschen kann, sondern der Todesstern sei einfach irrwitzig ineffektiv. Und zwar gemessen an den Ressourcen und der sonstigen Kosten die er verschlingt. Und der Tatsache daß es unmöglich ist alle Schwächen solcher Systeme auszubügeln, die sie dann letzten Endes als Altmetall enden lassen.
Wenn eine gute Fee käme und ihm drei “Todesstern-Projekte” fertig aus dem Hut zaubern würde, wären sie dann akzeptabel?
@Stefan
Ich schätze ja deine Bemühung den Text zu übersetzen. Es gibt Stellen da blitzen unwillkürlich Filmpassagen vor meinem inneren Auge auf. Danke dafür.
Und die Lanze die du für den Autor brechen willst würde ich dir jederzeit wieder reichen, wenn der Autor es nicht als Lt.Col. Dan Ward auf Defense AT&L, sondern als Danny Wardington auf irgendeinem 08/15-Blog gepostet hätte. Den Kontext stellt er mit “aktueller Weltlage” und als “professioneller Militärtechniker” allerdings selbst her. Das alles weg und es wäre ok gewesen.
So ist es für mich nur eine Botschaft an seine Kollegen, oder seine Vorgesetzten oder eine Botschaft an die “Contractors” des militärisch-industriellen Komplexes.
Es ist letzten Endes ein Plädoyer für das alte Motto “Get more bang for your buck”.
Von was er und seine Zunft getrieben zu sein scheint, sind wohl die Auswirkungen der Finanzkrise. Da lese ich von einer “neuen” Herangehensweise namens FIST.
Damit macht er seinen Job, ja. Leider nicht mehr aber eben auch nicht weniger. Er hat ja eine Antwort darauf, warum das so sein muss. Es ist eben, seiner Meinung nach, die menschliche Natur.
Wenn er dann das nächste Mal wieder am Verhandlungstisch sitzt, hoffe ich daß er so konsequent weiterdenkt und erkennt, daß es weitere Eigenschaften gibt die der menschlichen Natur entspringen. Nämlich die Hybris und die Gier.
Für die Hybris ist sein General zuständig und für die Gier die Verhandlungspartner aus der Rüstung. Ob sich sein General mit einem R2-Projekt zufrieden gibt, wage ich zu bezweifeln. Und ob die Rüstungsmanager sich die Profite dank FIST nehmen lassen, bezweifle ich noch viel mehr.
Sorry für die Verfremdung, aber das wär doch mal was, oder? ;)
thats so fuckin right! um NICHTS anderes geht es hier, und genau deswegen halte ich spätestens nach seinem kommentaren stefan sasse für noch naiver als ursprünglich von mir gedacht.
ich hatte mich ja bei seinem amerika-artikel gewundert, wie merkwürdig relativierend der war, aber jetzt wundert mich nix mehr…
jens, deine ausgewogenheit des blogs in allen ehren, aber jetzt wirds langsam krass.
Ein geniales beispiel für den “Todesstern” ist der bradley:
http://www.youtube.com/watch?v=pyakI9GeYRs
Das Video ist absolut sehenswert.
Der “Todesstern”, den er gemeint hat, ist wohl die F35. Sie soll Luftüberlegenheitsjäger und Bomber sein. Wenig Treibstoff brauchen aber Supercruise fähig sein. Getarnt sein und viele Waffen tragen. Von Flugzeugträgern starten und Senkrechtstarterfähigkeiten haben. Sie ist teuer und für keine der Aufgaben ideal geeignet.
Ja, ich denke das kommt hin.
Vielleicht hat sich ja Darth Vader, einem sinnvolleren Produkt verschrieben ……
Besser für die Exportwirtschaft…
Der Todesstern hat seine Waffe nicht nur einmal abgefeuert… Warum sollte er auch in DSVE den Planeten beschießen, wenn er von einer Flotte angegriffen wird und dort zwei MC80 Großkampfschiffe mal eben in elementare Partikel zersetzt?
Und warum stört es eigentlich niemanden, dass ein einzelner kleiner Jedi, mit nur einem Schuss 1,2 Millionen Menschen, aller Wahrscheinlichkeit ein Großteil davon sogar Zivilisten … eh … Kolaborateure … umbringt?
Das ist wirklich ne gute Frage und die stellt sich immer wieder, besonders den Machthabenden. Wieviel Opfer sind gerechtfertigt um die vielen zu retten?
Bei Star Wars existiert wenigstens ein Todesstern im realen, heutzutage reicht schon die Vermutung das jemand einen haben könnte, schon legen die angeblichen Yedis alles in Schutt und Asche.
Das Problem liegt in der Macht als solches.
boooah ALTER! da musst ich jetzt bis ganz runterscrollen, bisses endlich mal einem aufgefallen ist;
hallo? mister USAF hatt doch k-e-i-n-e a-h-n-u-n-g!
imperator:” überzzzeügee dich jeezzst selbsst, von diessser VOLL AUSGERÜSTETEN UND EINSATZBEREITEN KAMPFSTATION! feuer freiii comanderrrr…”
KREISCH!11
lando: “…die schüsse kamen vom todestern…der ist also doch einsatzbereit…!”
mannmannmann
dit hier ist der soundtrack dazu: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Usd9V21H7u4#!
Das sehe ich aber anders. Der dritte Film war nicht umsonst der bis dato schlechteste Teil, eben weil er wenig mehr ist als ein Konvolut von Star Wars und Empire, angereichert mit ein paar Glücksbärchis um die sich langsam etablierende Merchandise-industrie weiter anzuheizen.
Hätte damals jemand den guten George mal beiseite genommen und ihm erklärt dass er bei derartig akuter Ideenarmut lieber keine weiteren Fortzsetzungen mehr drehen sollte, wäre uns he who must not be named erspart geblieben.
yep.
wo du recht hast, haste recht tasha ;)
George Lucas entwickelte sich über die Jahre von Luke Skywalker zu Jabba the Hutt – sowohl optisch als auch was sein Geschäftsgebaren angeht.
Nun pfuscht er wieder an der alten Trilogie rum. Mal hoffen dass andere Filmemacher seiner Generation wie Coppola oder Scorsese sich das nicht zum Vorbild machen ihre Frühwerke zu “verbessern”.
Ein beherztes “Noooooooo!” von Michael nachdem Fredo “ertrinkt” wäre ebenso kongenial wie eine verjüngte CGI Version von Marlon Brando statt de Niro im zweiten Teil.
Stefan Sasse
meine fresse, was hat ein artikel aus “Defense AT&L” hier zu suchen? scheisse isser obendrein, eine einzige pseudonerdig geschriebene rechtfertigung für die “notwendigkeit” von armee und waffe, pseudonerdig geschriebene scheisse, um die “notwendigkeit” des militärs auch der net-generation endlich klarzumachen, oder was?
verstehe beim besten willen nicht, wie hier zb netReaper sich zur der aussage versteigt, der artikel könnte legendär werden.
da frag ich mal, in welcher hinsicht?
die erkenntnisse sind aus militärsicht ja wohl absolut nix neues, nur sone vollarschlöcher wie cheney & rumsfeld haben das bestritten, aber da gings ja auch immer um knete und nich effektivität…
und bei sowas hier
(http://www.spiegelfechter.com/wordpress/6798/warum-man-keinen-todesstern-bauen-sollte#comment-132949), mein lieber brick, krich ich doch das kalte kotzen; VERKOPFTE pazifisten? wohl die schrecken des ersten WW vergessen wa? alter, da muss ich mich schon echt zusammenreissen, nicht ausfallend zu werden.
stefan sasse tut diesem blog nicht gut, ich dachte, aus dem propagandafeld der militarisierung wären wir jetzt mal langsam raus, und dann kommst du mit soner kacke hier, stefan, & verteidigst diesen mist auch noch…
ich könnt gar nich soviel fressen, wie ich kotzen möchte….
Hallo brainOnaut!
Wow, da regt sich aber jemand auf.. aber ich kann dich verstehen.
Recht hast Du mit der Aussage, die aus dem Artikel gewonnene Erkenntnis sei militärgeschichtlich ein alter Hut (ein uralter, um genau zu sein). Und dass militärtheoretische Überlegungen im Endeffekt immer auf das Töten von Menschen hinauslaufen, ist eine Tatsache.
Trotzdem ist die Analogie mit dem Todesstern gut gewählt. Der Text ist sowohl im Original als auch in der Übersetzung gut zu lesen und unterhaltsam. Allerdings sollte man ihn kritischer besprechen, als es hier in den (einigen) Kommentaren stattfindet. Die Augen verschliessen vor etwaigen zukünftigen Entwicklungen im militärisch-industriellen Komplex darf man allerdings auch nicht.
wizz
brainOnaut, um Stefan Sasses Denken bezüglich amerikanischen Film- und TV-Produkten zu verstehen, muss man auf seinen legendären HBO-Artikel zurückgreifen. Folgende beiden Kommentare zeigen das meines Erachtens ein Stück weit:
29.André H. schrieb am 12. April 2011 at 03:08 – Permalink Niemand will hier Schleichwerbung machen…
HBO: die machen auch “Sex in the City” und gehören zu Time Warner (mein Gott !)
Der Autor: George R. R. Martin hat auch das Drehbuch zu “Twilight Zone” geschrieben
Das ist reiner, übler Konzern-Konsumschrott ! Diese Bücher werden genau so geschrieben, damit sie zu Filmen verarbeitet werden können und haufenweise T-Shirt’s und so saublöde Ami-Kaffeetassen verkaufen können, die eigentlich kein Mensch braucht. Die Autoren haben meist die Rechte für das Buch und den Film dazu verhökert, bevor sie auch nur 1 Zeile geschrieben haben. Und mit Tolkiens “Herr der Ringe” möchte ich so was nicht verglichen haben. Und mit S. Kubrick oder S. Lem auch nicht. Und das Ganze als Viral-Marketing-Aufklärung tarnen ist ja nicht ernst zu nehmen. Deshalb ist praktisch keine Kommentar auf dieses “Thema” eingegangen.
Stefan Sasse, Ihr dämliches “ich stehe dazu und bin noch stolz darauf, ihr anderen habt ja einfach keine Ahnung” geht mir langsam auf den Geist.
So ein Ami-TV-Gesülz gehört einfach nicht hierher !
Stefan Sasse schrieb am 12. April 2011 at 09:31 – Permalink Warum ist eigentlich bei euch gerade ein pejoratives “Ami”-Präfix total in, um zu zeigen, dass etwas schlecht ist? Eure Ami-Kommentare werden dadurch amimäßig entwertet. Man könnte glatt meinen, ein reiner, kulturchauvinistischer Anti-Amerikanismus wäre hier zu finden. Aber unter einer so kritischen und aufgeklärten Leserschaft ist damit eigentlich nicht zu rechnen, oder?
Und mit Tolkien will ich Martins Bücher auch nicht verglichen haben. Tolkien ist ein grausliger Geschichtenschreiber.
Was der Name Georg Lucas bei ihm auslöst, kann ich nur erahnen …
ha! danke till. anti-amerikanismus kann mir stefan jedenfalls nicht vorwerfen, der grösste teil meiner familie lebt in salem, NY und 6feet under (HBO *lach*) zählt zu meinen absoluten all-time-favourits kluger, (amerika)-reflektierender tv-serien (eigentlich für ne tv-serie viel zu gut, auf keinen fall syncronisiert sehen…), genauso wie ich als kurzer auf starwars abgefahren bin (da warens aber hauptsächlich die effekte, und in “empire” ging mir det kampf-jubelgeschrei der rebellen schon gehörig auf den senkel, bisses in “return” quasie unerträglich wurde…)
egal, stefans affinität zu militär zeigt sich ja schon in seiner begeisterung für “battlestar”, einer IMHO übelst eklig militaristischen serie, mir geht einfach diese unreflektierte herangehensweise zum thema auf die nüsse, so ähnlich, wie die PM in den 80´gern gerne irgendwelche, neuen geilen technischen entwicklungen in der rüstung aufs titelblatt gehievt hatte. ist ja nett, das irgendwelchen oberfuzzis im militärisch-industriellen komplex mal aufgeht, das ihre ganze atombombenscheisse erstens zu nix gut ist & zweitens irre viel knatter kostet, quasie rausgeschmissen ist, allein mir fehlt der glaube, das zeigt schon, wie oft mista USAF hier die “böse, böse” karte zieht. was soll der scheiss? die ganze waffenindustrie ist böse und frisst dermassen ressourcen, das mir JEGLICHES verständnis fehlt. abgesehen davon gehört einfach ne gewisse geisteshaltung dazu, um sich für die KARRIERE in der armee zu entscheiden (nicht das kanonenfutter, warum da sich die meisten zum dienst an der waffe entscheiden, siehe weiter oben) & die kann & will ich nicht teilen. diese typen von der armee in den usa verteilen flugblätter, broschüren und bewerbungen in den malls & vor allen dingen in den gegenden, die von armut geprägt sind. so, stefan, hast du mal eine von diesen flyern gesehen? da denkste erst, dit muss satire sein, sieht erstmal aus wie strandurlaub am ägyptischen meer…die erzählen den menschen DEN LETZTEN SCHEISSDRECK!
also frage ich dich nochmal herr freigeist: lässt du dich für den dreck instrumentalisieren, weil du naiv bist oder blöd? haben 10 jahre der übelsten militärindoktrination in den “medien” hollywood, tv und politik seit vietnam nicht gereicht?
jeeeeeezus.
ach, nicht das du mir erzählst, Lt. Col. Dan Ward ist ja “subversiv” & versucht, das system “von innen heraus” zu ändern. deswegen schreibt er ja sone artikel & postet die in der halben blogsphäre und schreibt über seinen blog “A more-than-slightly-subversive blog”, damit auch jeder bescheid weiss.
der betreibt “subversive” PR fürs pentagon, das denk ich.
Ich bin ja so postmodern, dass ich die unterschiedlichen Ebenen des Artikels und seiner Rezeption auseinanderhalten kann. Deswegen eine Anmerkung an den Übersetzer:
Ein “astromech droid” ist kein “astromechanischer Droide” sondern eben ein Astromech-Droide. Das kommt nämlich von astrogation (wiederum von astral navigation) und mechanics, den beiden Haupteinsatzfeldern von Droiden der R2-Serie.
Ansonsten bin ich ausreichend Fan, um den Artikel hinsichtlich der Metapher (abgesehen vom Fehler mit der Schlacht von Endor) extrem cool zu finden und kritisch genug, um mich wegen des zugrundeliegenden Themas intensiv zu ekeln. Das geht auch alles gleichzeitig; vielleicht ist das der beste Tip für Linke in Deutschland, ein wenig mehr Paradoxialität zuzulassen.
In diesem Sinne: Credo quia absurdum. (Mit dank an den unbekannten Kommentator ein paar Beiträge vorher)
öhmmm, doppeldenk? 5 finger? paradoxialität zulassen? so wies die “konservative” und die “linke” tagtäglich in der politik zelebriert & dann behauptet, es wäre nicht der fall?
Auch wenn ich mit dem Grundgedanken des Artikels, dass “Todessterne” überflüssige Projekte sind, welche sehr wahrscheinlich weder die gegebenen Missionsziele erreichen noch kosteneffizient sind, und der dahinter stehenden Kritik an amerikanische Rüstungsbudgetpolitik übereinstimme, unabhängig von moralischen Implikationen, so muss ich doch einige Kritikpunkte vorbringen, in denen der Artikel, bzw. die Recherche schwächelt.
1. “Die Leistungen des zweiten Todessterns im Kampf waren sogar noch unbeeindruckender. Obwohl er deutlich größer war als das Original, wurde er von den Rebellen vernichtet bevor er seinen Planetenvernichtungslaser ein einziges Mal abfeuerte. Soviel zum Thema “voll gefechtsbereit”.”
- Der zweite Todesstern war voll gefechtsbereit, wie man in Episode VI zweifelsfrei sehen konnte. Immerhin zerstörte der Todesstern in der Schlacht um Endor im Film drei (in der Romanfassung sogar ein halbes Dutzend) Großkampfschiffe, bevor die Rebellen durch Lando Calrissians “Nahkampf mit Sternenzerstörern”-Taktik die operativen Schwächen des Todessterns ein weiteres Mal unter Beweis stellten.
2. “Denken Sie daran, dass selbst das Imperium mit seinen gewaltigen Ressourcen und der vollen Macht der Dunklen Seite nur einen Todesstern gleichzeitig bauen konnte. Zwei zur selben Zeit zu bauen war offensichtlich mehr, als es bewerkstelligen konnte.”
- Auch hier irrt Lt. Col. Ward. Wie man durch einfaches logisches Nachdenken bei der Betrachtung der Episoden III bis VI herleiten und diversen Hintergrundbüchern zum Star Wars Universum entnehmen kann. Am Ende von Episode III sieht der Zuschauer wie das Imperium mit dem Bau des ersten Todessterns beginnt. Zwischen der Handlung von Episode III und Episode IV liegen bekanntermaßen 17 Jahre (Lukes Alter zu Beginn von Episode IV), woraus sich schließen lässt, dass die Fertigstellung eines Todesstern ungefähr 15 – 16 Jahre dauert. Zwischen Episode V und Episode VI liegen jedoch nur ungefähr 2 bis 3 Jahre. Demnach müsste mit dem Bau des zweiten Todessterns 2 bis 5 Jahre nach dem Baubeginn des ersten Todessterns begonnen worden sein. Nimmt man dann noch die Implementierung der Lehren aus dem ersten Todesstern-Debakel hinzu, erklärt das die zeitliche Verzögerung bei der Fertigstellung des zweiten Todessterns, wobei diese ja teilweise eine nachrichtendienstliche Finte des Imperiums war.
Es bliebe jedoch noch die Frage, warum das Imperium einen zweiten Todesstern in Auftrag gab, wenn doch der erste schon als unbesiegbar galt…
3. “Außerdem kann niemand genug von ihnen bauen, als dass sie im Feld tatsächlich einen echten Unterschied bewirken würden.”
- Hätte der erste Todesstern bereits seine Designspezifikationen: unbesiegbar, kann ganze Planeten zerstören, furchteinflößend; alle erfüllt, vor allem den unbesiegbar = unzerstörbar Part, dann hätte das Imperium gar keinen Bedarf für einen zweiten, geschweige denn mehrere Todessterne gehabt. Allerdings hätte der erste Star Wars Film dann ein ziemlich unbefriedigendes Ende gehabt, es hätte keine Trilogie gegeben und Star Wars wäre niemals Kult geworden, was uns zumindest solche Artikel erspart hätte.
4. “Um genau zu sein, Todessterne können unmöglich rechtzeitig oder innerhalb des festgesetzten Budgets gebaut werden…”
- Rechtzeitig? Budget? Wofür hätte der Todesstern denn rechtzeitig gebaut werden sollen? Als das Imperium mit dem Bau des ersten Todessterns begann, war die Rebellion noch gar nicht in Erscheinung getreten und der Rest der bekannten Galaxis erholte sich gerade von den Klonkriegen, nur im Alptraum eines totalitären Regimes aufzuwachen.
Selbige Klonkriege waren ein Plot des späteren Imperators um den Zusammenhalt der Alten Republik zu unterminieren, seine wichtigsten Widersacher, die Jedi, über die gesamte Region zu verstreuen und sie zu schwächen und abzulenken und um gleichzeitig ihm ergebene Truppen auf allen strategisch wichtigen Planeten in Stellung zu bringen.
Und welches Budget? Der Imperator, als totalitärer Herrscher, musste wohl kaum seine Rüstungsausgaben vor einem Gremium zerstrittener, mehr oder weniger einflussreicher Interessenvertreter verteidigen. Durchsetzen, nötigenfalls mit Drohungen und Eliminationen, trifft es schon eher.
Wenn das Imperium also keinen zwingenden Zeitdruck hatte und ihm die Ressourcen hunderter Planeten zur Verfügung standen, inklusive Zwangsarbeitern, so kann man daraus wohl schließen, dass es sich beim Todesstern eher um ein megalomanisches Prestigeobjekt handelte, wie es eigentlich fast jeder Diktator anstrebt.
Der praktische Nutzen als Waffe tritt dabei in den Hintergrund!
Was bedeutet das nun für den Artikel von Lt. Col. Ward?
Wenn dieser Artikel des Lt. Col. tatsächlich ernst gemeint ist, so hat er seine Aussage verfehlt. Den Todesstern und die Star Wars Filme als Vergleich heran zu ziehen, um Kritik an der Rüstungspolitik, bzw. der damit verbundenen Budgetplanung der (immerhin noch vermutlich demokratischen) US-Regierung zu üben, ist ungefähr genauso unlogisch wie ein Lichtschwert.