Occupy:World – der Protest gegen das Finanzsystem nimmt Fahrt auf
geschrieben am 13. Oktober 2011 von Spiegelfechter
Am 15. Oktober sollen in 719 Städten in 71 Ländern Kundgebungen gegen die Auswüchse des Finanzkapitalismus stattfinden. Es scheint so, als wachten die Menschen endlich auf, um der Politik zu „demonstrieren“, dass es nicht nur um die Bedienung der Interessen der Finanzwirtschaft und darum geht der Herde der Spekulanten an den „Märkten nachzulaufen, sondern dass diejenigen, die letztlich für alles haften und bezahlen sollen, auch noch da sind. Was am 15. Mai in Madrid begann und sich in den letzten Wochen in den USA wie ein Lauffeuer ausbreitete, könnte sich weltweit zu einem heißen Herbst entwickeln. Auch in Deutschland gibt es ein gewaltiges Protestpotential.
Seit dem Beginn der Finanzkrise beteuern die Regierungen von Berlin bis Washington, das Finanzsystem stärker regulieren, das Kasino an den Finanzmärkten schließen und die Profiteure der zügellosen Spekulationen auch finanziell für den angerichteten Schaden zur Rechenschaft ziehen zu wollen. Gut gebrüllt, Löwe – doch den Worten folgten keine Taten. Zu eng sind die Verflechtungen zwischen der Politik und der Finanzindustrie. Mit Sonntagsreden und Absichtserklärungen lassen sich die „Monster“ (Horst Köhler) nicht bändigen. Mit jedem Tag, an dem das Casino nicht geschlossen wird, müssen wir noch hilfloser zuschauen, wie die Finanz-„Märkte“ die Politik vor sich her treiben. Das Vertrauen in die Demokratie geht so mehr und mehr verloren.
Wir schauen tatenlos zu, wie das Finanzsystem sich der Politik bedient und z.B. die „Troika“ von EU, EZB und IWF ganzen Ländern eine zerstörerische Sparpolitik diktiert, die Generationen von Menschen ihrer Lebensgrundlage und Perspektiven beraubt. Mehr und mehr erleben wir, dass diese Austeritätspolitik sich nicht auf Griechenland oder Portugal beschränken wird. Schon seit Jahren treiben die Spekulanten und die Banken die Politik nach Lust und Laune vor sich her. Sie machen nicht an irgendwelchen Landesgrenzen halt.
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ich glaube, das “gewaltige Protestpotential” überschätzt du – und mit einer von der Bild-Zeitung mobilisierten tumben Anti-Griechenland-Herde werde ich mich auch nicht gemein machen wollen….
slavoj zizeks bei occupy wall street. hat was von einer religiösen messe hehehehe… aber sehr schöne rede:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=oEUZNfOtPlE
und ein hübsches bildchen auf dangerousminds:)) “…Occupy Wall Street: A Banker Explains What REALLY Happened to America…”
http://www.dangerousminds.net/comments/occupy_wall_street_a_banker_explains_what_really_happened_to_america/
*lol*
Zizek hat schon eine wunderbare Macke ;-)
jupp… jensemann… hab mal ein u.a. lustiges interview mit tariq ramadan und zizek auf al jazeera gesehen.
sonst noch hier ein paar sehr schöne bilder der bewegung occupy wall street auf boston.com:
http://www.boston.com/bigpicture/2011/10/the_occupy_wall_street_movemen.html
die bilder zeigen auch, wie bunt die zusammensetzung der leute da ist: jung, alt, weiße, schwarze,…..
“…Sie kommen von überall aus dem Land, viele sind arbeitslos, manche haben ihr Haus oder die Rente verloren. Nein, sie haben keine konkrete Agenda, die betagte Krankenschwester, die in Vietnam gedient und ihre Pension verloren hat; die alte Frau, die eine Krankenversicherung für alle fordert; die Studenten, die ihre Studiengebühren nicht zurückzahlen können, weil sie keinen Job bekommen; die Leute aus Kansas oder Ohio, die ihre Häuser an die Banken verloren haben….” nzz
Volle Zustimmung, ich sag Chapeau! Slavoj.
Dieser Artikel ist überfällig und dürfte gern schärfer ausfallen. Offensichtlich haben habe bestimmte Kreis vor dem 15.10.2011 Angst und lassen ihre Kettenhunde in den Main-Medien freien Lauf.
Spon berichtet am 13.10.2011 groß über den Ankauf einer CD aus Luxenburg mit 3000 Bankkunden: Fahnder bereiten Großeinsatz gegen Steuersünder vor
Damit soll ein Speerfeuer gelegt und die Bürger auf ein anderes Gleis manövriert werden. Dieses groß angelegte Ablenkungsmanöver soll von den Milliarden-Spekulanten ablenken und die Bedeutung der Demonstrationen als Aktion linker Spinner hingestellt werden.
Ackermann sind 9% Eigenkapital zu viel und die Übernahme von Risiken beim Kauf von Staatsanleihen unakzeptabel (bisher wurde hier kein Eigenkapital belastet). Er will weiter einen risikolosen Geschäft zu Lasten der Bürger.
Ach was, damit sollen Steuerhinterzieher aufgeschreckt werden. Was meinst Du, wie viele Selbstanzeigen morgen erstattet werden ;-)
Es ist keine Frage, dass diese Steuerhinterzieher belangt werden müssen.
Die Größenordnung zwischen der Finanzmafia und den Steuerhinterziehern ist riesig.
Keine einzige Selbstanzeige, die Frist dafür ist schon abgelaufen.
Wenn man damit Selbstanzeigen provoizieren wollte, hat man sich mit der Aussage, Selbstanzeigen sind nicht mehr möglich, selber voll korrekt in den Fuß geschossen.
Ja. Es macht Freude zu sehen, wie sich der Widerstand gegen das überflüssigste Gewerbe der Welt fortpflanzt.
Heute höre ich erheiterndes von einen hochdotierten und gepanzerten Labersack aus dem Blaulichtmilieu, der seine Ansichten in den System-Channels feilbieten darf: ” Der Linksterorismus ist auf dem Vormarsch”.
Gut gebrüllt Löwe! – auch wenn die Geräusche wohl eher aus dem Arsch gekommen sind…
Die Messer werden bereits in der Mitte unserer Gesellschaft gewetzt – und das gibt Anlass zur Hoffnung. Mann, hat das gedauert!
Hm. Stimme mit einigen natürlich nicht überein. Etwa auf diese Weise mit dem Austeritäts-Ding. Ein ausgeglichener Haushalt ist eine gute Sache! Man sollte das allerdings über mehr Steuern für Gutverdienende und Vermögende erreichen. Auch sind die Spekulanten aus meiner Sicht nicht Schuld an der Situation in Griechenland. Und keinesfall läßt sich sagen, dass die SED-Nachfolgepartei ein Alleinstellungsmerkmal an vernünftigen Vorschlägen besitzt. Letzteres am allerwenigsten.
Hier meine Forderungen:
- Abschaffung aller “Steuer-Paradiese”
- Einführung einer deutschen Tobin-Steuer.
- Gewaltige Anhebung der Mindestreservesätze für alles.
- Kappung der Boni für Mitarbeiter in der Finanzbranche
- Erhöhung der Steuersätze für Einkommen über 60.000 Euro pro Jahr
- Sanktionen für Länder, deren Gini über 45 liegt für 5 Jahre. Danach wird der Schwellenwert für die Sanktionierung alle 5 Jahre um 5 Punkte gesenkt bis er auf 30 liegt. Für Länder mit einem BIP/PPP unter 20.000, 15.000 und 10.000 gibt es jeweils etwas weichere Sätze.
- Beteiligung der Banken und der hohen Einkommensbezieher der Banken an den Aufräumarbeiten des Finanzdesasters.
Das ist nur ein Vorschlag. Die Bewegung sollte einen eigenen Katalog an Forderungen erstellen. Diese Forderungen sind NICHT verhandelbar. Leute wie Ackermann denken klar ausserhalb der Meinung der überwältigenden Mehrheit. Mit Leuten zu weit ausserhalb eines Systems kann nicht verhandelt werden. Mit Faschisten oder Terroristen verhandelt man schließlich auch nicht.
Solange ein solcher Katalog nicht existiert, sollte die Bewegung innere Toleranz zeigen. Wenn ich etwa in die persönlich sehr schwierige Lage gebracht würde, an einer Demonstration teilzunehmen, auf der von einigen aus meiner Sicht in diesem Punkt sehr naiven Menschen fachos wie Fidel Castro oder Hugo Chávez verehren, werde ich die gewaltige Disziplin aufbringen, das leider hinzunehmen.
Der Protest muß über längere Zeit einen hohen Zulauf und eine breite Unterstützung aus der Bevölkerung haben. Dann werden mit der Zeit immer mehr Volksvertreter den Forderungen den gebührenden Ernst entgegenbringen. Vor nicht mal 3 Monaten hätte man bezüglich Chile gedacht, dass die Forderung einer gratis-Bildung völlig utopisch und wenig durchdacht ist. Die heftigen Proteste haben aber das politische Spielfeld dieses kleinen sympathischen Andenstaates für alle Zeiten vielleicht so weit geändert wie zuletzt die Wahlgesetzgebung von 1958, die den vorher üblichen massiven Wahlbetrug praktisch unmöglich machte. Genau weil die Machthaber aktuell nie bereit waren, diese Forderung zu verhandeln, brachte das über längere Zeit aufrecht erhaltende Spannungsfeld des Konfliktes sehr vieles ins Rollen.
WE HAVE A CHOICE.
“Bochumer Programm (Update 22.09.)
Immer noch herrschen Kapitalisten über ihre Unternehmen wie Könige. In Politik und Staat sorgen neben Lobbyarbeit und Bestechung die „ökonomischen Notwendigkeiten“ dafür, dass die Interessen der Kapitaleigner an erster Stelle stehen.
Im 20. Jahrhundert glaubten Sozialdemokraten und Kommunisten den Vertretungs-Staat für die Interessen der Mehrheit dienstbar machen zu können. Alle Hoffnung, die wir in diese sozialdemokratischen und kommunistischen „Interessenvertreter“ gesetzt hatten, wurde enttäuscht. Egal ob kapitalistische Manager, sozialdemokratische oder kommunistische Funktionäre „im Namen der Gesellschaft“ Entscheidungen trafen, immer wurde die Mehrheit von diesen Machthabern verplant und bevormundet.
Hier und heute steht nicht mehr zur Debatte, welche spezielle Minderheit für und über die Mehrheit plant und entscheidet. Hier und heute sind Schritte zur Emanzipation nur dort zu erreichen, wo Alle gemeinsam und direkt planen und entscheiden.
Unsere wichtigsten politischen Forderungen sind deshalb:
- Kommunalisierung und Demokratisierung von Energieversorgung, Lebensmittelversorgung und Transportwesen;
- Kommunalisierung und Demokratisierung des Bildungswesens. Einheitliche Ausbildung in Theorie und Praxis für Alle bis zum 18. Lebensjahr;
Durch Kommunalisierung wird die Verwaltung, Produktion und Verteilung möglichst vieler gesellschaftlicher Aufgaben auf lokaler Ebene organisiert. Durch Demokratisierung übernehmen alle Gesellschaftsmitglieder die unmittelbare Verantwortung und direkte Kontrolle über Gemeinschaftsaufgaben. Kommunalisierung und Demokratisierung gehören zusammen.
Außerdem fordern wir:
- Freiheit der Information, der Rede, der Versammlung und der Organisation;
- Abschaffung des Beamtentums;
- Trennung von Staat und Kirche. Abschaffung der Kirchensteuer;
- Abzug aller deutschen Soldaten aus dem Ausland.
Abschaffung der Lohnarbeit mittels Selbstverwaltung der Unternehmen durch die Werktätigen ist unser wichtigstes Ziel. Bis dahin treten wir unbedingt auch für Reformen ein, die zwar nur die Folgen der Lohnarbeit lindern, aber körperlichen und psychischen Ruin verhindern und uns und allen anderen die Zeit und die Fähigkeit geben, die Bedingungen unseres Lebens und unserer Arbeit zunehmend selbst zu gestalten.
Unsere wichtigsten gewerkschaftlichen Forderungen sind daher:
- Volle Selbstverwaltung der Sozialversicherungen durch die Versicherten;
- Informationsfreiheit. Zugang zu allen betrieblichen Daten für Unternehmensangehörige;
- Rede-, Organisations- und Streikfreiheit;
- Normalarbeitszeit 6 Stunden an 5 Wochentagen;
- Gleicher Lohn für gleiche Arbeit;
- Mindestlohn in Höhe von 50% des Durchschnittslohns (derzeit 21,42 Euro);
- Beschränkung der Nacht- und Schichtarbeit auf Betriebe, in denen sie aus technischen oder sozialen Gründen zwingend erforderlich ist. Über alle Abweichungen vom Normalarbeitstag entscheidet die Belegschaftsversammlung;
- Abschaffung der Hartz-Gesetze. Arbeitslosengeld für die Dauer der Arbeitslosigkeit;
- Rente mit 60;
September 2011.”
Ich bin kein Gegner der Linkspartei (und bin zudem der Überzeugung, daß die Partei DIE LINKE unbedingt wieder stärker auf Oskar Lafontaine setzen sollte), finde jedoch, daß die NRW-Linkspartei bzgl. diverser Forderungen nochmals in sich gehen sollte. So z.B.:
- Abschaffung der Lohnarbeit mittels Selbstverwaltung der Unternehmen durch die Werktätigen ist unser wichtigstes Ziel
- Normalarbeitszeit 6 Stunden
- Mindestlohn in Höhe von 50% des Durchschnittslohns (derzeit 21,42 Euro)
- Über alle Abweichungen vom Normalarbeitstag entscheidet die Belegschaftsversammlung
- Arbeitslosengeld für die Dauer der Arbeitslosigkeit
- Rente mit 60.
Diese Forderungen gehen z.T. an der Realität vorbei, z.T. sind sie überzogen (z.B. Rente: die Rückkehr zur Rente mit 65 wäre schon ein großer Erfolg).
Andere wesentliche Programmpunkte fehlen hingegen, so z.B.:
- eine angemessene Besteuerung großer Einkommen und Vermögen (Orientierungspunkte könnten beispielsweise die skandinavischen Staaten sein)
- eine Beendigung des Lohndumping und Rückkehr zu einer dauerhaft produktivitätsorientierten Lohnpolitik.
Ich weiß nicht wie du darauf kommst daß das “Bochumer Programm” etwas mit der Partei “Die Linke” zu tun hat.
Die Partei “Die Linke” will nicht die kapitalistischen Verhältnisse beseitigen sondern reformieren.
So sehr es mich freut, dass jetzt endlich mal was in Gang kommt, habe ich doch größte Bedenken, dass die “Occupy-Bewegung” ganz schnell von den sog. Euro-Kritikern (-Skeptikern, -Gegnern, -Hassern) okkupiert wird. Jedenfalls in Deutschland. Es ist ja auch verständlich, wenn die Leute keine Lust mehr haben, schon wieder Banken zu retten. Und da heißt dann die einfache, schnelle Formel “Banken böse= Euro böse”. Wobei natürlich Leute wie Henkel das ihre beitragen, wie Sie ja in dem Henkel(I)-Artikel dargestellt hatten.
Gerade was die Partei Die Linke betrifft, muss man differenzieren. Es stimmt zwar, dass (theoretisch) fundierte Kritik am Finanzsystem fast nur von dort kommt (ist jedenfalls meine Wahrnehmung), aber da gibt es auch Strömungen, die ich nicht anders als nationalistisch bezeichnen kann. Vom Westen aus mag das anders aussehen, aber hier im Osten ist es so.
Ich sehe die Gefahr auch darin, dass die Bewegung von linksradikalen Antikapitalisten vereinnahmt wird, die dann statt sinnvoller Reformen des Finanzsystems erreichen zu wollen gleich das ganze System zu Boden brigen wollen.
Eine solche Entwicklung ist in Deutschland sehr viel wahrscheinlicher als in den USA, sollte sich hier eine ähnliche Bewegung formieren. Erstens, weil aufgrund geringeren Leidensdrucks (weniger Arbeitsloigkeit, bessere Sozialsysteme, gleichmäßigere Einkommensverteilung usw.) hier die politische, emotionale Energie für eine breitere Bewegung fehlt. Und damit wird diese dann hier dann vermutlich eher aus dem üblichen radikalen Kern bestehen (der wiederum wenig Einfluss aufs Regierungshandeln hat). Die politischen Ziele sollten also so formuliert werden, dass man zumindest das weitere linke Lager anspricht.
Jonathan Chait hat meine Position und Hoffnungen bezüglich dieser Bewegung gut beschrieben. Er argumentiert, dass OWS sich auf Angriffe auf die Finanzindustrie beschränken und sich ingesamt für die klassische sozialdemokratische Perspektive eines stärker regulierten Kapitalismus einsetzen soll (was die Amis liberalism nennen):
Gut, dass Ihr darüber noch einen ausführlicheren NDS-Artikel geschrieben habt. Ihr müsst auch unbedingt wiederholt in die Kurzlebensläufe auf http://wearethe99percent.tumblr.com/ reinschauen. Da kann man stundenlang lesen. Wenn man es aushält.
Der Amerikaner, der bis zu Selbstaufgabe sein System schöngefärbt hat, sagt es jetzt ganz deutlich:
Es ist etwas faul in den Vereinigten Staaten.
Der Amerikanische Traum wurde zum amerikanischen Alptraum.
Vielleicht können die Nachdenkseiten ja auch noch mehr tun. Unterstützt die Bewegung indem Ihr für eine Zeit lang jeden Tag eines der Fotos aus “wearethe99percent” ganz oben auf Eurer Einstiegsseite abbildet. Mit einer deutschen Übersetzung zum Text auf den Schildern.
Noch ein paar Jahre marktradikale Politik, und wir werden hier in der BRD auch genügend Menschen haben, die diese Geschichten in ähnlicher Art und Weise erlebt haben werden.
@Spiegelfechter
Hierzulande gefallen sich unsere Medien allem Anschein nach viel lieber darin, die hiesige Bevölkerung mit schönfärberischen Wirtschaftsmeldungen ruhigstellen:
Das aktuelle Herbstgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute wird von zahlreichen Medien ausgeschlachtet mit der Zielsetzung, daß es “uns” – und zwar ganz speziell den Arbeitnehmern – in Deutschland doch angeblich hervorragend geht. So titelt z.B. der Stern:
“Wirtschaft bremst – Jobmotor brummt weiter”.
http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/herbstgutachten-wirtschaft-bremst-jobmotor-brummt-weiter-1738282.html
Dort heißt es:
“Die tariflichen Stundenlöhne dürften um 2,5 Prozent zulegen und damit stärker als in diesem Jahr mit 1,8 Prozent. “Die Lohn- und Gehaltsrunde 2011 ist weitgehend abgeschlossen, mit vielen Vereinbarungen, die auch das Jahr 2012 betreffen”, schrieben die Institute. “Dabei zeigt sich, dass angesichts der günstigeren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich höhere Abschlüsse getätigt wurden als in den Vorjahren.
Die Zahl der Arbeitslosen wird laut der Prognose im kommenden Jahr um 153.000 auf rund 2,8 Millionen sinken, die Beschäftigung um fast 200.000 auf den Rekordwert von knapp 41,3 Millionen steigen. “Der Arbeitsmarkt dürfte von der kurzen wirtschaftlichen Stagnation nicht zurückgeworfen werden”, schrieben die Forscher. “Die Unternehmen werden zur Überbrückung der konjunkturellen Schwächephase zunächst auf flexible Arbeitszeitinstrumente zurückgreifen.””
Ob die “konjunkturelle Schwächephase” tatsächlich nur “kurz” sein wird, wissen die Wirtschaftsforschungsinstitute genauso wenig wie jeder andere Bürger auch. Um dies festzustellen, genügt ein Blick auf die prognostischen Fehlleistungen in Serie, die auf das Konto dieser Institute gehen. Deren Prognosen taugen häüfig nicht einmal für den kurzen Zeitraum von einem halben Jahr.
Wirft man einen Blick auf die heute von den Instituten veröffentlichten Daten, dann sind beispielsweise Zweifel hinsichtlich der prognostizierten Arbeitsmarkt- und Lohnentwicklung angebracht:
- Das reale Bruttoinlandsprodukt soll in 2012 um 0,8% ansteigen.
- Die Produktivität soll im kommenden Jahr um 0,7% zulegen.
Dies bedeutet, daß die Beschäftigung bei gleichbleibender Arbeitszeit um lediglich 0,1% oder ca. 40 Tausend Arbeitnehmer (statt der im Gutachten angegebenen ca. 200 Tausend Arbeitnehmer) ansteigen würde. Auffällig ist zudem, daß das prognostizierte Produktivitätswachstum in 2012 mit 0,7% deutlich unter den entsprechenden Vorjahreswerten liegt: 2010 = 1,4%; 2011 = 1,5%. Bei einer Abschwächung des Produktivitätswachstums auf lediglich 1,0% würde die Beschäftigung – bei gleichbleibender Arbeitszeit – sogar um ca. 80 Tausend Personen sinken (und im Umkehrschluss die Arbeitslosigkeit entsprechend ansteigen). Alternativ könnte auch eine weitere Zunahme der häufig unfreiwilligen und zumeist schlecht bezahlten Teilzeitbeschäftigung drohen.
Für diese Sichtweise spricht die von den Instituten prognostizierte Entwicklung der Arbeitszeit: Diese soll sich in 2012 gegenüber 2011 um 0,4% reduzieren (für 2011 prognostizieren die Institute eine im Vergleich zu 2010 unveränderte Arbeitszeit). Neben einer Ausweitung der Teilzeitarbeit könnte die Reduzierung der Arbeitszeit auch die Aussichten für jene Beschäftigten trüben, welche auf Stundenbasis bezahlt werden, da sich eine Reduzierung der Arbeitszeit in einer Abnahme der bezahlten Arbeitsstunden auswirken könnte.
Unter Bezugnahme auf die Gemeinschaftsprognose ist in den Medien von “kräftigen Lohnerhöhungen” im kommenden Jahr die Rede: Die tariflichen Stundenlöhne würden im kommenden Jahr – so die Gemeinschaftsprognose – um 2,5% zulegen. Bei einer prognostizierten Inflationsrate in Höhe von 1,8% und unter Berücksichtigung der bereits angesprochenen Reduzierung der Arbeitszeit um 0,4% dürften sich die Reallöhne und -gehälter jedoch nur marginal erhöhen. Berücksichtigt man darüber hinaus, daß lt. dem heute von den Nachdenkseiten veröffentlichten Datenreport 2011 lediglich ca. 50% der Arbeitnehmer über tarifgebundene Arbeitsplätze verfügen, dann könnte dieser Fakt den Anstieg der Löhne und Gehälter weiter abschwächen. Denn eine volle Übernahme der tariflich vereinbarten Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,5% für tariflich ungebundene Arbeitnehmer ist mehr als ungewiss.
Statt von einem angeblichen Arbeitnehmer-Schlaraffenland (“Jobmotor brummt weiter”, “kräftige Lohnerhöhungen” und dergleichen) zu schwadronieren, sollten unsere Mainstreammedien endlich der einem demokratischen Staat gut zu Gesicht stehenden, kritisch abwägenden Berichterstattung nachkommen.
Derzeitige (8/2011) Inflationsrate DE: 2,4% = Projizierte Lohnsteigerung von 0,1%;
Poduktivitätssteigerung: 0,7% = Unverteilung von 0,6% des Einkommens.
Bei der berechnung steigt der Unternehmeranteil aus Produktivitätsgewinn per se um 0,7%, von des Ausgaben für Löhne und Gehälter kommt ein entsprechender Anteil hinzu.
Schaut nicht gut aus.
Hier noch zwei Beiträge aus der Frankfurter Rundschau, welche meine Auffassung bezüglich der Entwicklung der Löhne und Gehälter stützen:
1.) Herbstgutachten: Lohnnachschlag bleibt wohl aus
http://www.fr-online.de/wirtschaft/herbstgutachten-lohnnachschlag-bleibt-wohl-aus,1472780,11006822.html
Darin heißt es:
“Das Herbstgutachten prognostiziert für 2011 noch einen Anstieg der tariflichen Stundenlöhne von 1,8 Prozent und von 2,5 Prozent im nächsten Jahr. Doch nicht alle Ökonomen sind so optimistisch. „Für das nächste Jahr sind deutlich geringere Lohnanhebungen zu erwarten als 2011“, erklärt das DIW.”
2.) DIW-Chef plädiert für stärkere Lohnzuwächse
http://www.fr-online.de/newsticker/diw-chef-plaediert-fuer-staerkere-lohnzuwaechse,11005786,11008118.html
Darin heißt es:
“Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Gert Wagner, hat sich für stärkere Lohnsteigerungen in Deutschland ausgesprochen. Mittelfristig sollten die Einkommen um mindestens drei Prozent pro Jahr steigen, sagte Wagner der «Frankfurter Rundschau». Dieser Verteilungsspielraum sei in den letzten Jahren nicht ausgeschöpft worden. Es habe eine Umverteilung zugunsten der Reicheren gegeben, so der DIW-Chef. Wenn sich die Schere nicht noch weiter öffnen solle, seien stärkere Zuwächse bei den Gehältern nötig.”
Zudem ist ein im Vergleich zu den vergangenen 15 Jahren stärkerer Lohnanstieg in Deutschland notwendig, um die negativen Folgen des deutschen Lohndumping innerhalb der Eurozone schrittweise wieder zurückzuführen.
….wird nicht viel bringen….die Leute müssen auf die Banken rennen und ihre Guthaben abräumen…..
Übrigens reichen bereits weniger als 5% Barabhebungen (auf das gesamte Geldvermögen) aus, um das ganze Kartenhäuschen zum Einsturz zu bringen. Bringt Eure Kröten in Sicherheit. Krötenwanderung ist angesagt.
Ein kurzer Blick auf die Vermögensverteilung sollte klar machen, das es so nicht funktionieren wird. Die 99% kann man wohl getrost in die Gruppe der Habenichtse und die Gruppe der Fast-Habenichtse unterteilen. Zu Letzteren würde ich auch die zählen, deren “Vermögen” im Wesentlichen als Altersvororge bei der Bank geparkt ist.
Ach, bei uns hat die Mittelschicht schon noch ein bißchen Geld. Wenn ein Bank Run erstmal läuft, dann wird die Herde von niemanden mehr zu stoppen sein. Da nützen dann auch keine Rettungsfonds mehr was. Das “Schöne” ist auch, dass die Banken über den Geldmarkt aufs engste miteinander verknüpft sind
=> Dominoeffekt perfekt
Aber: Selbstverständlich würde das alles für den kleinen Mann nichts Gutes bedeuten. Weil der die komplette Last eines Zusammenbruchs zu tragen hätte.
Bei uns auch. Aber diese sog. Mittelschicht wird mit Zähnen und Klauen verteidigen, was sie hat. Entscheidend wäre, dass die Fast-Habenichtse erkennen, dass sie den Habenichtsen viel näher sind, als dem “1%”, und vor allem viel näher, als ihnen lieb sein kann.
Und was den “kleinen Mann” betrifft: ich glaub, der ist der Einzige, der aufs Ganze gehen kann, weil er ja nichts mehr zu verlieren hat. Freedom is just another word …
“Freedom is just another word for nothing left to lose” ist genau das Problem, was unsere Bankstaaten haben: Der prozentuale Anteil derjenigen, die nichts mehr zu verlieren haben, steigt kontinuierlich, belegt durch steigende Gefängnisinsassenzahlen und die sich öffnende Schere zwischen Arm und Reich. Das 2-Klassensystem ist keine Utopie, sondern eine logische Folge der Entwicklungen der letzten 2 Jahrzehnte.
Die Strategie gegen die Loser, die kämpfen, weil sie keine Angst haben, etwas zu verlieren, ist Überwachung, Aufstandsbekämpfung und die hektische Entwicklung “non-lethaler” Waffen – Tote haben Signalwirkung, die niemand haben möchte, weil sie Widerstand mobilisiert. Mit diesem Hintergrund ist z.B. dieser Artikel auch sehr interessant:
http://www.heise.de/tp/artikel/35/35689/1.html
Methoden werden entwickelt, weil es Leute gibt, die davon überzeugt sind, dass sie gebraucht werden. Das sollte man nicht vergessen.
Die 99%-Bewegung ist überfällig und zwar lange und dieses Argument von wegen “wääääh – da könnten Nazis, Kopp/BILD/SPIEGEL-Leser usw. usf. dabei sein, ist auf Deutsch gesagt für’n Arsch.
Die Gesellschaft besteht nun mal unter anderem auch aus Nazis, Kopp/BILD/SPIEGEL-Lesern – die genauso wie Du und ich Verlierer sind oder sein werden. Willst Du nur mit den “richtigen” einen Protest formieren? Das wird nicht funktionieren, denn es sind zu wenige und das ist ja genau das sattsam bekannte Herrschaftsprinzip, welches generellen Widerstand verhindern soll. Teile und Herrsche bei den Verlierern dient nur den Gewinnern.
Und das misanthropische Gewäsch von wegen, die “Bewegung könnte von den falschen instrumentalisiert werden” ist das dümmste, was es überhaupt gibt. Selbstverständlich wird sie von den “falschen” instrumentalisiert werden, wenn die “richtigen” – so wie Du (?) – wegbleiben. Es ist die Pflicht der “richtigen”, sich an solchen Bewegungen zu beteiligen und nicht passiv vor sich hinzudümpeln, nur um dann später zu sagen “Es waren die falschen!” gefolgt von “Ich habe nichts gewusst!”.
OCCUPY Börsentag Hamburg – Samstag, 05. November 2011
@Jens:
Mal ne dumme Frage: Hast Du den Artikel wirklich selber geschrieben? Die diversen stilistischen Holprigkeiten in dem Text haben mich ein wenig stutzig gemacht, ansonsten ist man von dir ja einen eleganteren Stil gewohnt. Zumal man dich ja auch eher als kritischen Beobachter denn als Volkstribun kennt;-)
Aber zum Inhalt: Ich bin mal gespannt, was sich da entwickelt. Und ja: Auch ich bin notorisch skeptisch, was die Erfolgsaussichten angeht. Bisher ist beispielsweise in Spanien ja wenig zählbares herausgekommen. Im Gegenteil, die nächsten Wahlen hatten dort ja sogar die Rechten gewonnen. Ohne Zweifel braucht man natürlich einen langen Atem, gerade als außerparlamentarische Bewegung. Wie gesagt, ich schwanke zwischen Optimismus – endlich machen die Leute mal was selber! – und Pessimismus – sie könnten zu früh enttäuscht nach Hause gehen.
Wahrscheinlich hatte der Spiegelfechter Angst, dass man ihm aus dem linken politischen Spektrum “strukturellen Antisemitismus” vorwirft.
Der Spiegelfechter hat wohl mit Ladehemmung geschrieben :-)
»Protest ist, wenn ich sage, das und das passt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, dass das, was mir nicht passt, nicht länger geschieht.«
sagte einmal die Konkret-Redakteurin Ulrike Meinhof
echt? Das halte ich für daher geredet, aber sei’s d’rum, es trägt so oder so nichts zum Thema bei.
Die Situation, die wir heute haben, entwickelte sich in den letzten 15 Jahren. Warnungen gab es genau so lange schon. Es wird notwendig sein, nicht nur kurz zu protestieren, sondern ausdauernden Widerstand zu leisten.
Wie?
Was sagt uns Amelie in diesem Zusammenhang?
Für einen Jens Berger-Artikel erstaunlich objektiv, differenziert und vorsichtig geschrieben. Besonders die beiden letzten Abschnitte, sowie der Satz „Wichtig ist zunächst der kleinste gemeinsame Nenner dieser Bewegung“ zeugen von einer gewissen Nachdenklichkeit.
Nur die Argumentation, dass die 68-er Bewegung auch kein Alternativ-Programm gehabt hatte, überzeugt als Legitimation der ideologischen Unvereinbarkeit und Orientierungslosigkeit der Protestierenden nicht.
Dass die NDS diese Proteste in der allgemeinen euphorisierenden Aufbruchsstimmung begrüssen und unterstützen, erstaunt nicht, stimmen aber mit den vom Spiegelfechter bisher stets gepredigten „moderaten Korrekturen“ in keiner Weise mehr überein. Er scheint sich nun vom Reformer zum Revolutionär gewandelt zu haben.
Meine Skepsis bleibt. Mir scheint, als wäre das Motto „Der Zweck heiligt die absurde Allianz“.
Und meine Meinung zum amerikanisch gefärbten Eventmanagement kennt ihr vielleicht: Einfach nur widerlich. „Occupy“, welch grausiger Franchising-Begriff – mit den spanischen Protesten hat dies nicht viel gemein.
@ der Herr Karl
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/7021/occupyworld-–-der-protest-gegen-das-finanzsystem-nimmt-fahrt-auf#comment-136354
Der Name ist mir scheissegal. Mich würde auch “Pissrinnen-Crowd” nicht stören. Aber Du kannst ja einfach nicht von OWS, sondern statt dessen von 99% reden.
Das versteht auch jeder.
Ich werde auf jeden Fall ein 99% in Weiss auf meine Motorhaube malen.
Die bisherige gemäßigte Oppositionsarbeit (der Nachdenkseiten, der Linkspartei etc.) ist im Ergebnis ein absolutes Desaster. Natürlich gibt es Leute wie Sasse, die einfach so weitermachen und lediglich politisch korrekten Firlefanz verbreiten wollen. Aber da draußen tobt ein Krieg.
Im Parlament sind linke Positionen mit etwa 12% vertreten (Tendenz fallend). Sämtliche anderen Parteien vertreten nach wie vor marktradikale Ansichten (anscheinend mit gutem Gewissen). Entsprechend laufen auch die Abstimmungen. Unsere beiden “Alternativlosparteien” bereiten schon wieder eine Große Koalition vor. Es sieht so aus als ob alles so weitergehen wird wie bisher. Bis ans Ende aller Tage. Und uns lässt man dabei notfalls verelenden. Schließlich sind ja nur die Ackermännchen wichtig.
Wenn wir Glück haben, dann gehen einige Damen und Herren mal in sich und vergessen alle Dummschwätzer aus dem Bereich der Antideutschen, Antifa, AntiAlles-Bewegung usw und machen systematische, konsequente, obrigkeitskritische Propaganda. Mindestens genauso unfair, aber am besten noch viel unfairer als man sie täglich vom konservativen, marktradikalen, neoliberalen Dreckspack geliefert bekommt.
@ R-Winter
Wieder mal: Chapeau!
Lesenswert ist Roubinis Meinung, wie ich finde:
http://www.project-syndicate.org/commentary/roubini43/German
Zitat: “Doch das Laissez-faire des angelsächsischen Modells ist nun ebenfalls erbärmlich gescheitert. Die Stabilisierung der marktorientierten Volkswirtschaften erfordert eine Rückkehr zum richtigen Gleichgewicht zwischen den Märkten und der Bereitstellung öffentlicher Güter. Dies bedeutet, sich sowohl vom angelsächsischen Modell unregulierter Märkte als auch vom kontinentaleuropäischen Modell defizitfinanzierter Wohlfahrtsstaaten abzurücken. Selbst ein alternatives „asiatisches“ Wachstumsmodell – falls es das wirklich gibt – hat eine Zunahme der Ungleichheit in China, Indien und anderswo nicht verhindert.”
Nun, es hat etwas gedauert, aber nun komm ich aus dem Quark.
Und am Sonnabend bin ich in Nürnberg Occupying!
Gratulation!
Ich ärgere mir einen Wolf, dass ausgerechnet am 15. eine Familienfeier ansteht bei der meine Anwesenheit so was wie pflicht ist.
Aber dafür habe ich schon bei anderer Gelegnheit “meinen Mann gestanden” und wichtig ist vor allem, dass der Protest langfristig erfolgt, sonst redet im November keiner mehr drüber.
Fehlt noch der Hinweis, dass diese OWS Bewegung von Soros und Buffett finanziert werden. Kein Wunder: Diese beiden sind auch Sozialisten
»Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.« Das sagte Warren E. Buffett bereits 2005, Prophet, US-Multimilliardär und Investment-Warlord.
Fangt nicht schon wieder an alles zu zerreden. Im YouTube sind massenweise Aufnahmen von den Protesten rund um OccupyWallStreet. Da kann man sehen: Es handelt sich wirklich um bettelarme Leute die mit Sachspenden (Brot etc.) dort vor Ort “überleben”. Die Demonstranten werden massiv von einem Großteil der Medien diffamiert und von der Polizei niedergeknüppelt.
Vor allem Erin Burnetts Diffamierung “Seriously protesters” ist propagandistisch ein Genie-Streich. Darauf fällt der durchschnittliche Bürger definitiv rein:
Tipp: Bei der Gelegenheit könnt ihr noch mal nachschauen in welcher Liga diese Frau so mitspielt. Viel Spaß beim studieren des Wikipedia-Eintrags. Dann wird sich niemand mehr wundern, warum gerade diese Type Propaganda gegen die Demonstranten macht.
Wenn hier wirklich “Big Money” dahinter wäre, dann wären die Medien längst gekauft oder zumindest massiv unter Druck gesetzt worden etwas anders zu berichten. Ansonsten: Für Kursmanipulationen braucht man das nicht. Mit dem entsprechenden Kapital geht das auch anders viel einfacher. Viel Geld kann den Markt auch so bewegen; dazu braucht man keine Demonstrationen.
In den USA ist das Faß am überlaufen. Das ist echt. Die Leute haben schlichtweg die Schnauze voll davon, ständig immer mehr ausgebeutet zu werden, kaum über die Runden zu kommen, während gleichzeitig ihre Chefs immer reicher werden. Das ist die reine Verzweiflung:
http://wearethe99percent.tumblr.com/
…oder wie es ein Demonstrant rausschreit:
“We gotta damn fucking do something!”
.
Der erste YouTube-Link sollte eigentlich so sein:
Die Burnett kommt wieder kurz zu Beginn; anschließend sieht man eine Kollage zur Berichterstattung.
er fügte m.W. noch an, dass das wohl nicht gut sei (dass seine Klasse gewönne)
soviel gesellschafts/wirtschaftskritischen Intellekt traue ich diesem alten Mann durchaus zu, zu erkennen, was dabei auf dem Spiel steht,…
Heiner Geißler ist ja jetzt auch ein Antikapitalist.
Die Kapitalisten die den Kapitalismus beseitigen wollen, müßen wohl erst noch geboren werden.
Die Mehrzahl aller Teilnehmer sowohl an OWS wie auch am morgigen Occupy-Tag sind mit Sicherheit keine Antikapitalisten. Sie haben schlicht die Schnauze voll, dass die Finanzwirtschaft zur einzigen Macht auf diesem Planeten mutiert und die Reichen (<1%) zu einer Art Oligarchie die Jeden und Alles ausbeutet.
Heiner Geissler als Schlichter…, als schlichter Vermittler zwischen deutscher Tea Party und deutscher Occupy-Allianz!
http://a2.twimg.com/profile_images/1583282698/305140_144224925675861_137920816306272_198842_774375117_n.jpg
Fehlt noch der Hinweis, dass diese Behauptung (ohne einen einzigen Beweis) von Reuters kommt. Und jetzt schau dir mal an, wo die Hauptgeschäftsfelder von Reuters/Thomson-Media liegen.
Sekundiert wirds von Rupert Murdoch’s Times in London.
Nicht dass ich es nicht für möglich halte, dass gößere Geldgeber hinter OWS stehen, aber wenn 2 der größten Profiteure des Finanzkapitalismus mit solchen Behauptungen kommen, dann frage ich lieber mal nach.
@SF:
Was hälst du von dem occupy frankfurt Pressesprecher Wolfram Sienert und dass er Alexander Benesch in der IK-TV Sendung vom 12.10. ein Interview gibt? :)
Hast’ schon mal die Kommentare unter dem Interview auf IK gelesen? Interessant: Die gleiche “Argumentation”, wie die Demo-Verweigerer hier beim SF. Entweder macht man sich lustig oder faselt was von “Cult-like”.
Lennard,
man muss nicht unbedingt ein Infokrieger sein, um das eiligst inszenierte Occupy-Theater zu hinterfragen.
Was kommt, wenn die Proteste die Regierung zum Rücktritt zwingen könnten ? “Setzt die Kanzlerin dann Panzer ein ?” war vor über einem halben Jahr hier meine Frage.
Was passiert, wenn sich die deutschen Streitkräfte auf die Seite der Demonstranten schlagen, wie in Nordafrika – wird nach dem Rücktritt der Regierung dann ein Militärrat gewählt ?
Ich bin nicht gegen Proteste, aber nicht in Allianz mit Infokriegern, Tea Party und Schall und Rauch-Anhängern. Klare Forderungen an die Banken und die Finanz- und Innenminister stellen und und dafür protestieren!
Noch was zur Waffe der deutschen Sprache: Demo-Verweigerer.
Tönt wie Holocust-Leugner, Evolutions-Leugner oder Klima-Skeptiker.
http://www.news.yahoo.com/whos-behind-wall-st-protests-110834998.html ;-)
Solange Soros Investitionen tätigt um sein Vermögen zu vergrößern (vielleicht hat er Angst hungern zu müßen), solange steht er auch nicht auf der Seite der Lohnarbeiter.
@ minimax
Bin auch Deiner Meinung.
Es gibt aber offensichtlich Menschen, die solchen Nachrichten glauben.
Es wurde doch für jemanden geschrieben, oder ? ;-)
Na, dann okkupiert mal fleißig. Das machen die Spanier schon seit Mai. Von greifbaren Ergebnissen habe ich noch nichts gehört. Selbst, wenn man glaubt, daß eine “Bewegung” entsteht: Was will diese denn ändern? Das ganze System? Wie soll das gehen?
Und zur weiter oben erwähnten “Krötenwanderung”: Sollte der Tag X kommen, wo alles zusammenklappt, dann wird dieser Tag ein Montag sein. Angie meldet sich frühs um 6 im DLF in einer Direktschaltung von den Cayman Islands und teilt uns mit, daß alles vorbei ist. Der Kleinsparer rennt dann zu seiner Bank, um seine Kohle zu holen. Das geht natürlich nicht, denn die Konten sind bereits gesperrt. Über den weiteren Ablauf an diesem Montag kann man gerne spekulieren. Das muß man aber nicht, wenn man vorher sein Geld ausgibt. Am besten jetzt gleich.
Transformation und Unterwanderung. Die LINKE z.B. ist nichts anderes als eine Unterwanderung der Finanzreligion.
Darüber hinaus verstehst Du etwas falsch: Diese Proteste (15. Mai, 99%) sind nicht gedacht, um “die da oben” “zum Nachdenken zu bewegen” – von denen kann man nichts außer ihrer Religion erwarten – , sondern um Leuten wie Dir zu zeigen, dass es eine nennenswerte Menge an anderen Menschen gibt, die die aktuelle Finanzreligion nicht akzeptieren. Es ist die Vorstufe der Befreiung von den Religionsführern.
Zum Geldausgeben: Ich weiß nicht, ob und wann das Bankensystem temporär dichtgemacht wird, aber ich weiß, dass ich jetzt 8 Gitarren, 3 Verstärker und ein Schlagzeug habe :-). Das hat aber weniger mit der Finanzreligion zu tun, als damit, dass Musiker immer pleite sind – völlig egal, wieviel sie verdienen :-).
Tea Party oder OWS?
Warum nicht beide?!
Ein Aufruf, dieses “Links” & “Rechts” Schubladendenke abzustreifen
Da waren in New York ein paaar tausen auf der Strasse, und ein paar hundert sind es immer noch: New York hat 8 Mio. Einwohner, die Metro-Region 20 Mio. da ist also viel Wasser und wenig Salz in der Suppe. In anderen Metropolen der USA sieht die anderen Metropolen der USA sieht die Sache genauso aus.
Die Medien berichten anständig. In DE hat SZ-Online sogar innerhalb der letzten 10 Tage
eine vollunterstützende Aufmachergeschichte zu “Occupy” / “99%”.
Spanien ist eine ganz andere Geschichte – da berichtet aber keiner mehr davon.
das hat System. So wurde z.B. nicht über die Franco-gleichen Gewaltexzesse der spanischen Polizei anläßlich des Papstbesuches berichtet. Die Bewegung vom 15.Mai ist meiner Ansicht nach deckungsgleich mit der OWS-Bewegung, weshalb ich eine Differenzierung für blödsinnig halte. Namen sind nicht so wichtig.
Ich stimme voll zu, das 15. Mai und OWS aromaidentisch sind.
Was diese Christenaufläufe mit Papst anbelangt: da war 2008 das Jugenweltkichenrudel in Sydney. Da wurden auf den Bahnstationen in den Vororten von Gruppen von Uniformierten die Leute ausgesiebt, ob die etwas bspw. etwas auf T-Shirts haben könnten was die Gottesknaben verstören könnte. Selbst Bürger mit etwas so harmlosen wie einem Pentagramm auf der Brust wurden an der Reise in die Innenstadt gehindert. Die Christen nervten einstweilen auf der Reise in die Innenstadt mit unaufhörlichem Gesang, was laut Beförderungsverordnung, zu Recht, verboten ist. Ich belasse es hier mal bei dieser Beschreibung auf der trivialsten Ebene.
Zurück zum Thema: sueddeutsche.de macht munrer weiter mit dem zweiten Aufmacher von heute: Occupy Wall Street – Ursprung und Zukunft einer Bewegung — Ihr seid reich – wir sind die Mehrheit
OAlexander,
sehr guter Artikel in der SZ, gute Recherche und Zusammenhänge.
Ich glaub, der schreibt bei mir ab…
Weiterer positiver Aufmacherartikel von sueddeutsche.de heute zum Thema:
Weltweite Proteste gegen Banker: Kollateralschaden der Geldindustrie
Mir scheint, der Artikelschreiber hat bei Jens Berger abgeschrieben…
Inspiration halte ich da durchaus für möglich. Der Vomstuhlreissungseffekt des heutigen Bergers hielt sich auch in sassigen Grenzen.
Pruust :-). Danke für das Bonmot :-).
Das heisst nicht Pruust, sondern Proust…
@der Herr Karl
Das heißt nicht “der Herr Karl”, sondern “der Herr Besserwisser”. Außerdem heißt es auch nicht “Proust”, sondern “Prost” – wie Alain Prost.
Schwitzig, komm wieder runter.
Das hätte nur ein Witzchen mit einer Anspielung auf Marcel Proust sein sollen. Aber der Schwitzig ist manchmal nicht so witzig…
Alain Prost, den Rennfahrer hast Du aber nicht als Witz erkannt? Und wieso soll ich runter kommen? Ich sitze gerade auf einem Stuhl oder gönnst Du mir selbst das nicht mehr?
Stimmt, da hast du recht…
Freut mich immer wieder mit einer flapsigen Bemerkung eine Handvoll neuer nachhaltiger Feindschaften zu stiften. Sowas nenne ich einen gelugenen Beitrag. Ein Prost auf Hass und Zwietracht!
((rülps …))
Die OCCUPY-Bewegung mal aus ganzheitlicher Sicht … wie im Kleinen, so im Großen:
Und wieder so eine Überraschung aus der Welt der Wissenschaft. Gemeint ist dieser Text hier:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,791156,00.html
Selbst vor Viren macht die Expansion offenkundig nicht Halt, findet man im verlinkten Text doch reichlich Vokabular der expansiven Art. Schließlich zeigt das aktuelle Bild der Viren Züge militärischer Besetzung … eine virale Okkupation. Doch einmal mehr zeigen Realität und Wirklichkeit zwei gänzlich verschiedene Bilder. Was macht ein Virus ? Laut der Wissenschaft sucht es hinterlistig unentwegt nach Möglichkeiten der fortwährenden Vermehrung. Dabei sollte im Vordergrund der Betrachtung vielmehr das Wort Erreger stehen, mit welchem Viren immerzu tituliert werden, denn nichts anderes machen sie … sie regen zu Reaktionen an, die sich mitunter als das Bild einer Krankheit manifestiert.
Wofür ? Um anzuzeigen, dass der Organismus, in dem das Virus auftaucht und sich vermehren kann, Aktionen ausgesetzt ist, die einer Anpassung bedürfen, um unter den gegebenen Umständen weiter in der vertrauten Umgebung überleben zu können.
Wofür ? Um das eingespielte Netzwerk der Ordnung, welches Lebensräume mit sich bringen, nicht an die Unordnung zu verlieren, damit weitere reaktive Unordnung provozierend.
Wofür ? Der energetischen Schadensbegrenzung wegen, denn Viren vermehren sich nur, wenn es eine vermehrungsfördernde Grundlage in jenem Organismus gibt, der, von jetzt auf gleich, neuen Aktionen auf der Bühne des Lebens gegenübersteht. Plötzliches Aufkommen von Unordnung bedarf einer schnellen, ordentlichen Lösung … und genau dafür gibt es das Bild der Viren. Sie tauchen dort in großer Zahl einer Spezies auf, wo unerwartet Aktionen stattfinden, die einer Eindämmung der Folgen dieser Aktionen bedürfen. Viren sind … auch wenn ich mich hier wiederhole … nicht der primäre Auslöser einer Krankheit, sondern eine Reaktion auf energetische Mißstände in einer ansonsten eingespielten Umgebung.
Das folgende Zitat aus dem Text deutet genau in diese Richtung:
… ”Die Biologen hatten das Riesenvirus in Wasserproben an Chiles Pazifikküste nahe des Ortes Las Cruces in Amöben der Art Acanthamoeba castellanii entdeckt. Die Genome von Megavirus chilensis und Mimivirus ähneln sich in vielen Bereichen, schreiben die Forscher. Vor allem die Tatsache, dass das Megavirus eine Reihe von zellulären Genen enthält, die für eine Reproduktion benötigt werden, lege den Schluss nahe, dass die Theorie über die Evolution von Viren geändert werden müsse.” …
Was mögen am Entdeckungsort des Virus für Umstände in Küstennähe dafür gesorgt haben, dass der Auftritt des Riesenvirus zustande kam ? Diese Frage wird immerzu vernachlässigt, wenn es um die Beurteilung … oder vielmehr um die Verurteilung … von Viren geht. Und so bleibt es in der Regel bei der weißen Leinwand, dem falschen Bild, der oberflächlichen Betrachtung, die den Forschenden eine Okkupation vorgaukelt, während das Gesamtbild vom Versuch des Lebens zeugt lokale Unordnung wieder in Ordnung zu bringen. Daher mag nicht verwundern, dass nicht jeder, der OCCUPY auf seine Fahne schreibt, die gewaltsame Besetzung fremden Gebietes im Schilde führt, sondern einzig auf Aktionen hinweist, die reichlich reaktive Unordnung in sich bergen, einem Trojanischen Pferd gleich. Je mehr Viren an einer gestörten Lokalität in einem Organismus auftauchen, desto größer das Trojanische Pferd. Gleiches gilt für die OCCUPY-Demos: Je mehr Demonstranten, desto größer das Potenzial der reaktiven Unordnung im Bauch des Trojanischen Pferdes mit der Aufschrift Weltfinanzsystem. Jeder Demonstrant ein Virus, ein Erreger, jemand, der Aufmerksamkeit erregt … und Energie, ja, ja, zum zigsten Male, folgt nun mal der Aufmerksamkeit ..
Doch wie praktisch, und gar nicht paradox, für die energetische Zunahme der Unordnung, dass im allgemeinen Sprachgebrauch Viren und Trojaner für viele Menschen, im expansiven Computerzeitalter, ein und dasselbe sind … und die Leinwand somit weißer und weißer wird …
Gruß
Zitat aus dem Artikel:
“Wut auf die Wirtschaft ist nicht neu: Gegen Weltbank und Währungsfonds, Bosse und Konzerne, Globalisierung und Klimawandel wird seit langem munter marschiert und gefühlt revolutioniert. Nur geschieht es selten aus persönlicher Betroffenheit.”
Ah das ist mal wieder solch eine dumme Ansicht, er sagt damit doch aus: nur wer am Arsch ist darf sich auch beschweren
Oder anders ausgedrückt: Nur die Opfer haben das Recht sich über Ungerechtigkeit zu beschweren.
Denkt man ein paar Schritte weiter heisst es also auch das eine Sache erst dann wirklich ungerecht ist wenn es zuviele Opfer gibt.
Eine Logik die ich zum Kotzen finde.
Quelle: Münsterländische Volkszeitung vom 12.10.2011
Erst Staaten, jetzt auch Gemeinden……………….
Soweit dürfen wir es nicht kommen lassen, dass ungewählte Spekulatenkreise über Haushaltspläne und dem Wohl der Bürger entscheiden.
Diesen Kreisen geht es nur um höhere Zinsen und Steigerung des eigenen Gewinnes. Nicht die Banken, sondern die Politik muss entscheiden.
Wir werden von inkompetenten und/oder korrupten Politikern regiert.
Die Politik darf sich nicht länger treiben lassen von diesen Kreisen und die Medien müssen aufhören, diese Spekulanten unkritisch zu unterstützen.
Was natürlich insofern wieder grenzwertig wäre, weil doch in Deutschland m. W. der Bund für Länder und Gemeinden haftet. Liege ich da falsch?
Das läuft evtl. schon länger: http://www.gemeindebund.at/rcms/upload/downloads/DeutscheKommunen-WichtigeRolleimfderalenSystem.pdf
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/staedte-suchen-neue-geldquellen/3385196.html
Ich glaub’ Bertelsmann versucht auch schon seit mehreren Jahren in dem Themenbereich zu wildern.
http://www.uni-leipzig.de/fiwi/Team/pdf/STUDIE_Forderungsmanagement%20in%20Kommunen.pdf
Über “Doppik” weiß ich zuwenig, aber ich glaube es ging schon damals um Vergleichbarkeit bei der Kreditwürdigkeit der Kommunen und Städte. (http://www.verwaltungsreform.net/finanzen.htm)
Schaut mal, wie feige die IWF-Schmutzbuckel sind:
http://www.spiegel.de/video/video-1155137.html
:-) Die Hackfresse hat richtig Schiß :-))
@R_Winter
Diese Richtung zeigt doch sehr schön, worum es eigentlich geht.
Geld sucht Anlage.
So einfach ist das! Weil die Realwirtschaft aber nicht genügend Anlagemöglichkeiten bietet, versucht die sog. Finanzindustrie an öffentliches Eigentum heranzukommen.
Wenn die Politik im Sinne der Menschen arbeiten würde, würde auf öffentlichem Eigentum “unverkäuflich” draufstehen. Aber wohin dann mit dem anlagesuchenden Geld?
Ist aber auch ganz einfach: das Geld muss entwertet werden – und zwar um 90%. So, und jetzt kann man schön erkennen, was diese “Krise” eigentlich ist. Sie ist nichts weiter als ein Kampf darum, wer diese riesige Entwertung tragen soll und wieviel davon. Die Investoren wollen ihr Geld möglichst schnell und umfassend unterbringen (Beispiel: Landgrabbing), um der Entwertung zu entgehen. Die Banken und Ratingagenturen versuchen die öffentlichen Körperschaften (Staaten usw.) weichzuklopfen, um über die Privatisierung öffentlichen Eigentums neue Investitionsmöglichkeiten zu schaffen. Und die Occupy-Bewegung versucht zu verhindern, dass “der kleine Mann” die Geldentwertung bezahlt.
Jede radikale Lösung würde wohl zu einer Katastrophe führen. Also beginnt jetzt ein “Downsizing”. Bankangestellte werden entlassen (und das ist erst der Anfang), Hedgefonds gehen Pleite und die Preise für Lebensmittel und Rohstoffe steigen weltweit. Ich fürchte da müssen wir durch. Die Frage ist nur, ob wir da immer wieder durch müssen, oder ob man aus dem ganzen Mist endlich mal was lernt.
Gott zum Gruß Bruder Johannes!
‘tschuldigung, das habe ich jetzt nicht verstanden. Warum muss das Geld entwertet werden?
Kein Witz: ich bin in Gelddingen sehr einfältig. Ein kurzer Satz zur Erläuterung wäre willkommen. Danke.
Hm, “um bis zu 90 %” wäre richtiger gewesen. Die weltweit im Umlauf befindliche Geldmenge soll etwa das 25fache der Werte ausmachen. die die Realwirtschaft schafft. Derzeit wird also die Geldmenge nur zu 4 % von realwirtschaftlichen Werten abgedeckt (oder zu 96 % nicht abgedeckt). Wenn das stimmt, dann sucht diese riesige Geldmenge nach wertbeständigen Häfen. Da die Realwirtschaft diese nicht in dem Umfang bieten kann, werden Staaten von Banken und Ratingagenturen unter Druck gesetzt, “Privatisierungen” vorzunehmen. Dagegen formiert sich zu recht Widerstand. Je nachdem, wie kräftig der Widerstand ist, wird eine Geldmenge übrig bleiben, die keinen sicheren Hafen findet. Da sich die Werte der Realwirtschaft und die Geldmenge aber auf Dauer entsprechen müssen (in welcher Relation ist eine andere Frage), muss es zwangsläufig zu Preissteigerungen und damit zur Geldentwertung kommen.
Danke. Das klingt einleuchtend. Ich war zu sehr auf den Euro fixiert, der m.E. noch nicht so übel dasteht wie der Dollar. Kann sein, dass ich mich irre. Wohl dem, der nichts auf dem Konto hat ;-)
…oder wie Einer, der vor nicht all zu langer Zeit die Indignados als Horde Hippies wahrnahm und Slavoj Žižek als Salonrevoluzzer bezeichnete, doch noch die Kurve kriegt, und mal wieder einen halbwegs passablen Artikel schreibt. …na sowas! ;-)
http://www.jusos-duesseldorf.de/archives/5656
Schaut mal, der stellv. Vorsitzende der Jusos Ddorf hat sich schön an dem Text bedient und ein tolles Plagiat zusammengesetzt.
Ist das im Sinne des Verfassers?
Die Frage ist hier wer von wem abgeschrieben hat.
Ich hatte jedenfalls gleich von Beginn meine Zweifel, ob der Artikel wirklich von SF geschrieben worden ist.
Bokatov
die sollen mal besser an ihren SPD-Karrieren basteln
Wo ist eigentlich der mit dem Spiegel ficht ?
Kurz die Welt retten und 138’465 Mails checken ?
SF ist in Frankfurt auf der Buchmesse – seht so auf NDS.
Vielleicht will er sich auch die Demo ansehen?
vielleicht hat ein Staatstrojaner seinen Rechner abstürzten lassen
Die ganzen Prostestbewegungen können eigentlich nur einen Fehler machen:
Mit dem Druck nachlassen.
Letztes Jahr waren die letzten Demos des “heißen” Gewerkschaftsherbstes im November – ich habe mich nicht verbrüht in dieser Zeit, die “Hitze” hielt sich in argen Grenzen-
und danach war Schluss.
Es muss den Leuten auch ins Bewusstsein gebracht werden, dass es hier nicht nur um die Bankenrettung geht, sondern eben auch die ganzen anderen Übeltaten wie die Leiharbeit und die allgemeine Ausbeutung auf den Casinokapitalismus zurückzuführen sind.
Es ist ein ganzes System, welches hier angeprangert gehört.
Und da hoffe ich sehr, dass der Druck nicht abflaut, sondern größer wird.
und was machen die 99 % dann?
geschichte wiederholen…?
Na was wohl? die Umverteilung zu ihren Gunsten ändern. Ist das alles wirklich so schwer?
Leutchen, werft Euren Fernseher aus dem Fenster und gebt Euch selbst die Chance einen Hauch von Restintelligenz zu entwickeln!
Es besteht leider durchaus die reale Gefahr, dass man sich vor einen Karren spannen lässt, den man selber nicht lenkt … also, lasst Euch momentan & künftig nicht von irgendwelchen Dritten okkupieren:
http://wrongkindofgreen.org/2011/10/13/pertinent-questions-regarding-the-websitecampaign-www-15october-net/
Auch wenn das vielleicht nach Spielverderber klingen mag, möchte ich vor denen warnen, die bisher das systemische Räderwerk schön mitgedreht haben und nun versuchen das Ganze für sich zu vereinnahmen oder gar zu lenken.
@klean
Aber wir werden doch alle bereits vor einen Karren gespannt. Was glaubst Du denn, wer die Werte in diesem Land schafft? Die reichen Schnösel a là Guttenberg etwa?
Das Volk wird von der Oberschicht bekämpft und deshalb muss das Volk sich zur Wehr setzen.
OccupyEverything kann ein Anfang sein. Aber dazu müssen einige Ihre hündische obrigkeitsarschkriechende Art erst mal überwinden.
Der geflohene und in den USA mit einem Posten belohnte Schnösel Guttenberg ist mir schnuppe … und das der kleine Mann hierzulande nicht die (moralischen) Werte definiert nach denen er meist wohl oder übel tanzt, ist mir auch klar.
Lies Dir das Verlinkte durch, dann ist evt. klarer, was ich damit ausdrücken will, das die anlaufenden Proteste, die ich ausdrücklich begrüsse, nur als Druckablassventil für Otto-Normal-Verbraucher “missbraucht” werden und somit im Sande verlaufen könnten. Als kurzer Vorgeschmack das Verlinkte tatsächlich mal komplett zu lesen, hier das, was zumindest stutzig machen sollte:
http://whois.domaintools.com/15october.net
Und warum sollte ich – als ein Bestandteil von wir – die Welt neu erfinden!? Die existiert schon, schön rund und dreht sich einmal im Jahr um die Sonne. Wer wird dafür bezahlt, sich solch einen universell greifbaren Claim einfallen zu lassen.
Außer dümmlichen Spekulationen hab ich auf der verlinkten Seite leider nichts gefunden. Was soll das?
Aber hier ein substanziellerer Link. Eines der Bilder ist allerdings nicht ganz jugendfrei!
http://wearethe99percent.tumblr.com/
Den Kommentar N°34 hättest Du dir glatt schenken können. Ich habe auch keineswegs irgendwo mit einem Wort erwähnt, das ich morgen nicht an einem stattfindenden Protest in meiner Region teilnehme, allerdings werde ich es vermeiden für den Rundumblick blind zu werden & mir zudem keine Scheuklappen aufsetzen lassen, wie es mir bei Dir im emotionalen Überschwang den Anschein macht. Genau dieser Zustand macht verführbar für Manipulationen Dritter jedweder Art.
P.S.:
Was Du (aus Deiner Perspektive mit Fug & Recht) dümmliche Spekulation nennst, empfinde ich zwar als teilweise durchaus gewagte, aber doch schlüssige Herleitung.
Kein Angst, das war nicht auf Dich gemünzt. Es ist aber tatsächlich eine unserer (deutschen) Eigenarten wirklich ALLES zu zerreden. Ich kenn das von mir selbst auch. Wir müssen das überwinden, Klassenidentität entwickeln und für unsere Interessen einstehen. Unterwandern kann uns letztendlich niemand, wenn wir bei der Sache bleiben.
Und hierbei geht es darum, die maßlose Ausbeutung der Unterschicht/Mittelschicht durch die Oberschicht zu stoppen und die Verteilungsthematik wieder in den Mittelpunkt zu rücken und neu zu regeln.
@FetteBeute
Gibs zu, dass ist nur ein Trick, damit ich alle 89 Seiten durchblättere.
Auf welcher Seite ist denn das nicht ganz jugendfreie Bild?
;-)
Richtig!
Auch eine mögliche Form des zivilen Ungehorsam ist die Verweigerung. Einfach mal Dinge unterlassen die man sonst immer tut.
Mit einem breit organisierten Steuerboykott könnte man den Staat recht schnell unter Druck setzen. Ich glaube ich fange schon wieder an zu träumen.
Sicher, Skepsis ist angebracht, ich persönlich hab eigentlich auch keinen Bock auf Querfront. “Echte-Demokratie-jetzt-Deutschland” z.B. ist auch schon arg von alten und neuen Rechten unterwandert, auch von Erdmagnetfeld und Majakalender Esoterikern, Jüngern der unsichtbaren Hand, usw. usf. wirklich abschreckend. ;-(
Aber schwitzig hat weiter oben etwas sehr schönes hierzu geschrieben:
Ich hab noch eine wichtige Forderung die von der OccupyEverything-Bewegung erhoben werden muß:
Kostenlose Schlafmützen für den deutschen Michel
Weil wegen Verschachtelung Antwort oben nicht mehr möglich, damn …
Keine Sorge – ich habe das nicht auf mich gemünzt. Dein Kommentar hier unten klang so angefressen, daher der Rückschluss auf die Emotionalität, back to the topic.
D’accord mit deiner oben aufgeführten Antwort, daher finde ich den Ansatz dieser Bewegung gut, weil diese sich in Detailfragen aus so unterschiedlichen Interessen speist, zunächst einmal für das zu protestieren, was alle diese Strömungen zukünftig nicht (mehr) wollen – sozusagen den jetzigen weltweit beliebig definierten Moralsumpf gegen ein Wertefundament einzutauschen.
Dieser Punkt ist tatsächlich unscharf formuliert, aber wenn man es mit dem voranstehenden Punkt
zusammenfasst, so ist für mich klar, dass Geldschöpfung wieder zu 100% in staatliche (ergo öffentliche) Hände gehört, wobei mir dann boogie ist wie die staatliche Bank heisst, die die geschöpfte Geldmenge in Umlauf bringt.
Wo ich grad’ beim Thema Geld in Umlauf bringen bin, muss ich mich doch sehr wundern, dass man in NY augenscheinlich nun auch festgenommen wird, wenn man als Grüppchen einfach mal versucht sein Konto aufzulösen (III. Absatz) – lt. detaillierteren Quellen wegen Landfriedensbruch.
P.S.:
Danke für den [dieses Wortspiel kann ich mir nicht verkneifen] Linken-Link und ganz offtopic und quick & dirty zu Libyen [was beweist, dass Du den anfänglich verlinkten Artikel dann ja doch eingehender gelesen hast (; ]:
Schutz der Zivilbevölkerung durch Flugverbotszone? Verlogenes Blödgeschwätz!
In Folge der Weltwirtschaftskrise ist diese “Mehr Demokratie”-Bewegung entstanden (zu der ich auch die OccupyX-Initiativen zähle). Ursächliche Motivation ist ganz konkret die sich verschlechternde materielle Situation der Mittelschicht sowie deren schwindende Perspektiven (Jobchancen, Aufstiegschancen etc.).
Leider organisiert sich die Unterschicht/das Prekariat nicht (oder hat die Möglichkeiten dazu eher nicht). Denn dort ist diese Problematik ja schon viel länger akut (auch gerade in Deutschland).
Für uns alle öffnet sich jetzt ein (vermutlich kleines) Zeitfenster in dem mal etwas Druck gemacht werden kann. Die hohen Damen und Herren im Raumschiff Berlin wissen ja wirklich nicht was hierzulande abgeht. Die Journalisten phantasieren sich ihre Artikel zusammen.
Das Ziel dieser Bewegung ist schon jetzt erkennbar. Es geht schlicht um bessere materielle sowie wirtschaftliche Verhältnisse der Mittelschicht/Unterschicht die man sich von einer “gerechteren” Verteilung der Vermögen erhofft. Also schlicht: Die Demokratie soll das tun, wofür sie eigentlich gedacht ist: Politik für die Mehrheit der Bevölkerung initiieren.
Das damit freilich erst der Anfang gemacht ist, das wird man dann später noch merken.
Thema Libyen: Die “Mehr Demokratie”-Bewegung sieht die außenpolitischen Zusammenhänge garnicht. Alle “Revolten” werden einfach aktuell als gut angesehen (ganz naiv).
Das Thema Unterwanderung ist übrigens tatsächlich akut: Sowohl SPD als auch Grüne-Partei sind schon unterwandert (neoliberalisiert). Bei der Linkspartei ist man aktuell fleißig am arbeiten. Hierzu ein interessanter Artikel von Mertens:
http://www.hintergrund.de/20100317759/politik/inland/die-linke-von-innen-umzingelt.html
Man bekommt das Gefühl nicht los, das wir am Ende tatsächlich gänzlich ohne jegliche Volksvertretung dastehen sollen. Die Oberschicht putscht die Demokratie einfach weg.
@klean
Wie du bereits geschrieben hast, hat die Occupy-Schiene tatsächlich noch das eine oder andere Problem. siehe Link.
Allerdings hat man vor Ort zur Mitarbeit (am Wiki) aufgerufen. So weit ich das verstanden hab, ist also obiges nicht als statische Definition zu sehen.
Denn so Zieldefinitionen wie
sind natürlich Unsinn.
Hoffentlich handelt es sich nur um Verständnisprobleme. Denn nur jemand der das Mindestreservebankensystem mißverstanden hat kommt auf solche Ideen.
Offensichtlich findet sich niemand mehr der etwas Ahnung hat und bereit ist solche Events zu organisieren. Was sollen wir tun?
Sorry, Antwort verrutscht.
Weil mir diverse Vereinigungen von Hause aus suspekt sind gehe ich einfach als Demokrat und freier Bürger auf die Straße.
Im November 2010 bot der DGB kostenlose Busse zur Demo nach Nürnberg an.
Ich habe den Zug genommen, die Fahrkarte selbst bezahlt.
Also: geht heute, am Samstag, als freie Bürger und Demokraten auf die Straße.
Lasst euch weder von schwarzen, gelben, noch roten oder grünen Mitläufern des Systems instrumentalisieren.
ALLE, ich wiederhole, ALLE, haben uns die Suppe durch ihre Zögerlichkeit, ihr Versagen, ihre Trittbrettfahrerei eingebrockt.
Wir sind das Volk. Wir sind der Souverän.
Bin auch dabei: Frankfurt am Main / Samstag, 15. Oktober
12:00 – 15:00 Aufgrund der großen erwarteten Teilnehmerzahl jetzt: Rossmarkt, Frankfurt (ca. 80 m von Hauptwache)
12:00 Uhr – Theater: Europa – eine griechische Tragödie
13:00 Uhr – Protestmarsch: von der Zeil zur Europäischen Zentralbank Die Menschen Europas werden symbolisch von der Troika zur Europäischen Zentralbank getrieben, um dort Demokratie, soziale Sicherheit und öffentliche Daseinsvorsorge den Akteuren an den Finanzmärkten zu opfern.
14:00 Uhr – Abschlusskundgebung: an der EZB. Anschließend Volksversammlung mit offenem Mikrofon nach spanischem Vorbild.
War gut! Wer nicht da war, hat etwas verpasst!
Die Mädels am OpenMike waren großartig; mehr davon.
In Frankfurt gilt seit 15:00 Yes we camp! Treffpunkt EZB
interview sendet fox dann doch net. findet aber irgendwie dann doch den weg in die öffentlichkeit: http://www.youtube.com/watch?v=6yrT-0Xbrn4&feature=player_embedded
und sonst: “…Right Here All Over (Occupy Wall St.)…” http://vimeo.com/30081785
http://www.cams21.de/
Der Hamburger Rathausmarkt ist voll, jetzt gerade offenes Mikrofon.
@ link
danke für cams21. für berlin das hier: http://www.livestream.com/undergroundreports bekomme übrigens mächtig aggro grade. wenn ich das sehe. fuck bastards!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Which Side Are You On? Libertarians and Occupy Wall Street
by KEVIN CARSON
http://www.counterpunch.org/2011/10/14/libertarians-and-occupy-wall-street/
“OCCUPY MOVEMENT ROLLS ACROSS EUROPE” http://www.youtube.com/watch?v=mJi1mmn5amo
riot sucht von konzernmedien bei romberichterstattung http://www.cbsnews.com/video/watch/?id=7384832n&tag=storyMediaBox;postSpecialReport
spanien http://www.elmundo.es/elmundo/2011/10/15/espana/1318669970.html
Bei der deutschen Variante der Occupy-Bewegung finde ich mittlerweile alarmierend, dass sich Politiker und Parteien dem Aufruf zum Bankenprotest anschließen. Ich schreibe hier nicht von den Neinsagern zum erweiterten Rettungsschirm – es geht um Typen wie Gabriel und andere.
Gabriel forderte die Zerschlagung von Banken.
Rufen wir uns doch einmal in Erinnerung, wer uns den Casinokapitalismus eingebrockt hat: Die hiesigen Parteien waren es, die die Liberalisierung der Finanzmächte durchdrückten und das mit allen heute offenbar werdenden Konsequenzen.
Heute wird berichtet, dass Deutsche Bank-Chef Ackermann von der Politik fraktionsübergreifend zu mehr “Demut” aufgefordert wird. Welch Treppenwitz der Finanzgeschichte.
Ausgerechnet die Politik, die jedwede Demut dem Souverän und Steuerzahler gegenüber vermissen lässt, fordert dies nun von Ackermann. Ich bin absolut kein Freund der Deutschen Bank oder von Ackermann, das möchte ich klarstellen.
Aber:
Als die Sache gut lief, gaben sich die Politiker in Ackermanns Büro die Klinke in die Hand.
Jetzt wird er zur Reinkarnation des Bösen umgebaut.
Mir kommt die Sache so vor wie der Fall Tony Blair und Gordon Brown: In guten Zeiten als Messias verehrt, nach dem Absturz als Teufel verdammt. Wo waren die Kritiker vorher, die zum Maßhalten und zur Demut mahnten?
Und überhaupt: Werden wir mit diesem politischen Personal einen Neustart hinbekommen?
Fragen über Fragen. Und ich weiß keinen Antwort darauf.
Meinungsmache/ARD-Umfrage:Die angebliche Macht der Banken und die Ohnmacht der Politik:
„Es begann in New York mit „Occupy Wall Street“. Mittlerweile demonstrieren Menschen nicht nur in zahlreichen anderen US-Städten, sondern weltweit gegen die angebliche Macht der Banken und Ohnmacht der Politik. Teilen Sie die Kritik der „Occupy“-Bewegung?“
Drei „Fehler“ in einer Frage:
1. Es begann nicht in New York
2. Die Banken sind mächtig
3. Politik ist/war nicht ohnmächtig
http://tinyurl.com/3pqa4g3
Beobachte ich die Menschen in meinem Umfeld, oder hier im Blog, sehe ich ihr Gehetzt sein… ihre Sorgen um sich, ihre lieben- die Zukunft- ihr Geld- den Weltfrieden und alles andere. Da sich vor der Wiederkunft des jüdischen Gottessohnes Jesus die globalen Ereignisse überschlagen und neben Europa auch noch der Rest der Welt versucht, Herr der wirtschaftlich finanziellen Schreckensszenarien zu werden, lassen sich die Menschen durch jeden platzierten Einschlag verleiten ihr Heil in komplexer Problembewältigung aus der immer chaotisch werdenden Welt zu suchen. Sie bemerken nicht, wie sehr sie sich darin aufreiben, wie erfolglos, nutz- und sinnlos ihr berufliches Hintergrundwissen ist und wie nach der Zuwendung zu einer offenen Wunde immer gleich mehrere hinterher kommen. Aus Verzweiflung schreien sie nach noch mehr beruflicher Kompetenz, wollen Mitmenschen die ein noch mehr an Durchblick für die globalen Probleme haben. Aber es gibt sie nicht und gab sie nie… die Weltenretter.
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Statt sich auf Gottes Wort zu stützen, dass Jahrtausende zuvor wegen der Sündhaftigkeit der Menschen jenen kommenden globalen Zerfall ankündigte um den Zustand des gottlosen Menschen offenbar werden zu lassen, suchen die Menschen den Einen für die Erlösung aus dem Weltenchaos. Der Ruf nach dem „Einen“ Führer aus der globalen Krise konnten sie in den vergangenen Wochen ja schon aus Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und den Vereinigten Staaten vernehmen. Diese Rufe waren alles andere als schnell dahingesagte Statements politischer Staatsführer, ließen sie doch wegen ihrer Klarheit weiteren Raum für eine Interpretation des Gesagten nicht zu. Das muss jedem bewusst sein!
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Wer in der Lage ist, im Nebel von gezielten Rauchbomben nicht enden wollender Schreckensszenarien, hinter den Nachrichten der Staatsführer die primäre Abgabe globaler Hoheitsbefugnisse an nur eine Person zu erkennen und um die Etablierung der kommenden Weltregierung unter der Leitung dieses „Einen“ weiß – der hat ihn dann tatsächlich: Den Schlüssel zur Weisheit. Und tatsächlich, die Bibel sagt die kommenden Ereignisse voraus: „Du Mensch, du hast geschaut, was in der letzten Zeit geschehen wird (Daniel 8:17)“
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Im Wissen um die Verschlimmerung globaler Zustände sollte sich jeder, dem was am Leben liegt, sich am jüdischen Rabbi und Gottessohn Jesus Christus halten.
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susi
susi bibelmaus | 16. Oktober 2011 | 15:31 |
Meine Hochachtung für Dich und Deine Unermüdlichkeit!
Ich denke, Du trifft mit Deiner Darstellung genau den Punkt. Einzig das Vokabular wirkt auf einige noch verstörend; auf die nicht wirklich wissen, was sie suchen.
Liebe Grüße von einem (nahezu) Gottlosen.
(wie schon BAB so treffend formulierte: “Die beneid’ ich, die glaube könne”)
In Rom hat gestern die Polizei versucht einen Demozug auseinander zutreiben indem sie mit ihren Einsatzfahrzeugen auf die Menge zu rasten.
http://www.youtube.com/watch?v=KT9LFuhr36M
Auf diese Provokation hatten die Menschen mit Gewalt geantwortet. Das einzige was dann heute noch in der Presse zusehen war, war das brennende Polizeiauto.
@ minimax
das video ist ja der hammer. die eigene karre als waffe nehmen und mit dem auto in menschenmengen rasen. watt für spasten, die nicht merken, das sie genau mit solchen aktionen, die nächsten terrorjünger züchten:))
http://actforfreedomnow.wordpress.com/2011/10/15/occupied-rome-anarchists-clashes-with-police-see-too-italian-anarchist-sites/
die selbe einheit (?), die danach mit ihren autos auf menschenhatz gehen, kümmert sich kurz davor um die dame (?) hier:
http://tv.repubblica.it/dossier/indignados-italiani-indignati/manganellate-al-ragazzo-inerme-la-folla-grida-assassini/78339?video
Zu Rom..
Einfach mal auf Youtube nach “Die blutigen Tage von Genua” suchen.
Oder einfach hier.
http://www.youtube.com/watch?v=52kOAulA0LY
Parallelen.
Mfg
na das nenn ich selbstbewusst, um es mal positiv auszudrücken.
http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/Home.php aber genau so läuft es doch. seit jahren.
@Spiegelfechter
Eine Frage, die allerdings nur indirekt mit dem Thema “Occupy:World” zu tun hat:
Auf meinem heutigen Heimweg von der Arbeit lief im Deutschlandradio ein Beitrag zu dem wieder hochkochenden Thema “Steuerentlastung”. Der DLR-Journalist Wolfgang Labuhn stellte die Behauptung auf, die von der FDP (mit wohlwollender CSU-Unterstützung) geforderte Entlastung beim Solidaritätszuschlag käme ausschließlich den Beziehern kleiner und mittlerer Einkommen zu Gute. Spitzenverdiener würden hiervon nicht profitieren. (Der Beitrag Wolfgang Labuhns schien mir ohnehin sehr durch die schwarz-gelbe Brille gesehen. So erwähnte er zwar die von Rot-Grün geforderte Anhebung des Spitzensteuersatzes von 42 auf 49%, ließ jedoch (durch das Zitieren eines FDP-Politikers) deutlich erkennen, daß ihm eine stärkere steuerliche Belastung der Spitzenverdiener gegen den Strich geht.)
Auch die Frankfurter Rundschau erweckt den Eindruck, Spitzenverdiener würden vom FDP-Vorschlag zum Solidaritätszuschlag nicht profitieren:
http://www.fr-online.de/politik/schwarz-gelbe-koalition-soli-aenderung-koennte-steuerentlastung-bringen,1472596,11019820.html
“Derzeit zahlen Ledige, die bis 972 Euro Einkommensteuer zahlen, den Zuschlag nicht. Bei Verheirateten gilt ein Freibetrag von 1944 Euro. Durch eine Erhöhung dieses Betrags könnten dann gezielt kleine und mittlere Einkommen entlastet werden. Spitzenverdiener würden nicht profitieren.”
Nach meinem Verständnis wird der Bevölkerung hier zumindest teilweiweise Sand in die Augen gestreut:
– “Kleine Einkommen” profitieren von der FDP-Forderung zum Solidaritätszuschlag ohnehin nur sehr eingeschränkt. Denn bis zu einem zu versteuernden Einkommen in Höhe von
—- 13.194 Euro bei Ledigen und bei getrennt veranlagenden Ehepaaren sowie
—- 26.390 Euro bei zusammenveranlagenden Ehepaaren
sind die Einkommen bereits nach geltendem Recht vom Solidaritätszuschlag befreit.
– Außerdem bin ich der Ansicht, daß bei der von der FDP geforderten Erhöhung des Betrages, ab dem Solidaritätszuschlag zu zahlen ist, auch die Spitzenverdiener in den Genuss dieser Entlastung kämen.
Liege ich mit dieser Einschätzung richtig?
was für heuchler: http://www.youtube.com/watch?v=RGRXCgMdz9A&feature=player_embedded#! gut gemachter youtube film zu occupy wall street, polizeigewalt und den kommentaren der letzten wochen, von us präsident und us außenminsterin, zu diversen arabischen regimen.