Ein offener Brief an die Bundeskanzlerin
geschrieben am 25. August 2009 von Spiegelfechter
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,
da Ihre Bürgernähe ja legendär ist und nur Sie mir weiterhelfen können, wende ich mich heute einmal direkt an Sie. Frau Dr. Merkel, ich habe ein Problem. Meine Geburtstagsvorbereitungen stecken in einer strukturellen Krise. Ich habe vor, zu meinen 37. Geburtstag am 14. November dieses Jahres etwa 30 Freunde und Freundinnen aus Deutschland und der Welt einzuladen, mit denen ich gerne einen Abend zusammen sein würde. Ich bin zwar ganz Ihrer Meinung, wenn Sie sagen, dass wir gerade in Zeiten der Weltwirtschaftskrise alle enger zusammenrücken müssen, aber meine Wohnküche ist einfach zu eng, um dort 30 Personen standesgemäß bewirten zu können. Dass ein leidlich bekannter deutscher Politblogger ? mithin eine Stütze der Gesellschaft ? seinen Gästen nicht zumuten kann, in Grüppchen á 6 Personen zu speisen, um dann den Platz für das nächste Grüppchen freizumachen, wird Ihnen sicher einleuchten. Standesgemäß in einem gehobenen Hotel zu dinieren, sprengt allerdings meine Liquiditätsreserven und ich möchte ja nicht in die prekäre Lage kommen, beim Deutschlandfonds Staatsgarantien für mein Blog zu beantragen.
Wie Sie, liebe Frau Dr. Merkel, ja sicher wissen, ist es auch nicht immer leicht, seine Freunde zu beeindrucken. Nachdem sich herumgesprochen hat, dass die gerahmten Fotos in meinem Büro, die mich zusammen mit der Königin von England, dem Dalai Lama und dem Papst zeigen, nur Montagen sind, muss ich nun ein echtes Ausrufezeichen setzen, um meinen Ruf zu retten. Was wäre dafür besser geeignet, als meinen Geburtstag im Bundeskanzleramt zu feiern? Das wäre stilvoll und hätte was, selbst für meine verwöhnten Freunde. Das I-Tüpfelchen auf der Kirsche auf dem Sahnehäubchen wäre natürlich, wenn Sie sich bei dieser Gelegenheit ein paar Minuten Zeit nehmen könnten, um meine Freunde per Handschlag zu begrüßen.
Sollten Sie Bedenken haben, dass derlei demonstrative Nähe zwischen dem Bundeskanzleramt und der deutschen Blogosphäre öffentlich Wellen schlagen könnte, so kann ich sie beruhigen. Von mir erfährt noch nicht einmal das ZDF Interna. Das liegt natürlich vor allem daran, dass beim ZDF noch niemand auf die Idee gekommen ist, mich zu interviewen. Das wird sich aber ändern, wie ich Ihnen bereits jetzt versichern kann. Ich spiele nämlich mit dem Gedanken, meine ?Corporate Identity? durch einen Irokesenschnitt in den Farben Schwarz-Rot-Gold zu stärken ? dann kommt auch Anne Will nicht mehr an mir vorbei. Aber dieses Internum muss erst einmal unter uns bleiben, da verlasse ich mich ganz auf ihre Verschwiegenheit, verehrte Frau Dr. Merkel.
Über die Rechnung brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen ? von mir aus können Sie die Veranstaltung auch als ein Abendessen mit Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft deklarieren. Meine Freunde gehören ? da kann ich Sie beruhigen ? alle der Gesellschaft an und sind auch häufiger in der Wirtschaft.
Es wäre nett, wenn Sie, Frau Dr. Merkel, mir zeitnah eine Zusage erteilen könnten. Da ich natürlich einsehe, dass Sie so mitten im Wahlkampf wenig Zeit haben, kann ich Ihnen anbieten, die Einzelheiten, wie beispielsweise die Menüfolge, den Limousinenservice und die Übernachtungsmöglichkeiten für meine Freunde im Adlon, auch mit ihrem Kanzleramtsminister auszuhandeln.
In innigster Verbundenheit verbleibt
Ihr Spiegelfechter Jens Berger
![]()


@all
für alle, die jetzt nur Bahnhof und Bratkartoffel verstehen, und denken, der Spiegelfechter hätte nun endgültig den Verstand verloren: Der Hintergrund
Grandios! :)
Wobei ich von dem rosa Iro eher abraten würde. Rosa ist ja sooooo 90er Jahre…
Außerdem würde schwarz-rot-gold als Farbwahl die Chancen von Frau Merkel eingeladen zu werden vermutlich deutlich erhöhen.
@Fyyf
Da hast Du natürlich recht! Das schreibe ich gleich in den Brief!
wäre aber wirklich mal eine Feine Idee, die ganzen Politblogger ohne Pinken Iro dafür mit Politikverständniss, in eine Fernsehsendung zu stecken, zusammen mit den Politikern mein ich, dann glaub ich wär der Kuschelkurs der Sommermärch ..Sommerinterviews vielleicht endlich mal vorbei, man würgt sich ja nur noch von einer Geschmacklosigkeit zur anderen, die Geburtstagsfeier hier ist da sowieso wieder mal nur die Spitze des Eisbergs.
Wenigstens einer, der es kommentiert. Hoher Unterhaltungs- und Aufrüttelwert. Danke. FR, FAZ und SZ schweigen sich aus, wenn ich nichts übersehen habe. Scheint mit symptomatisch. Ulla Schmidt über Wochen, und hierzu nichts. Es steht schlecht um den objektiven Journalismus in Deutschland. Gott sei Dank gibt es den Spiegelfechter.
Auf jeden Fall wäre als Menuefolge “Gegrilltes Widschwein” zu empfehlen. Wie beim Besuch von Bush II. Sollte etwas verkohlt sein, ist kräftiges “Waterboarding” zur Lösung des Problems erste Wahl.
Ihre Freunde, lieber SF, “sind auch häufiger in der Wirtschaft” und stärken so das Bruttosozialprodukt (BSP), was Sie zu der irrigen Annahme veranlasst, deswegen Anspruch auf ein Kränzchen mit “unserer beliebten Kanzlerin” (Medien) zu haben.
Völlig falsch!
Belohnt wird einzig und alleine das Gegenteil: die Schwächung des BSP.
Also müssen Ihre Freunde in der Wirtschaft erst so richtig besoffen sein und abstürzen, bevor die höheren Weihen eines Dinners geboten erscheinen.
Im “Adlon” gibt es für Ihre ‘Saufkumpane’ selbstverständlich keine “Übernachtungsmöglichkeit”, dazu gehen Sie mal schön in die dafür vorgesehenen Obdachlosenheime, und was Ihr Dinner betrifft, empfehlen sich die in Berlin endemischen “Tafeln”.
Da sind Sie immerhin unter Menschen und sehen, wie Wirtschaft und Krise beim Volk angekommen ist.
Diesen Brief zu schreiben, hat ja mächtig viel Spass gemacht, ein schönes Vergnügen ihn zu lesen und sich dabei die mürrischen Mundwinkel von Merkel vorzustellen. Darf ich eigentlich als systemischer Freibierlieferant mit auf die Party? Mit dem Iro habe ich aber ein kleines Problem, darf es auch ein Halbglatzeniro sein? *rofl*
Regierungsformen tendieren – wenn sie fortdauern – in immer stärkerem Maße zu aristokratischen Formen. Es gibt keine Regierung der Vergangenheit, von der bekanntgeworden wäre, daß sie diesem Muster nicht entsprach. Und sobald die Aristokratie sich ausbreitet, tendiert die Regierung immer mehr dazu, lediglich die Interessen der herrschenden Klasse zu vertreten – ob sie nun auf erblichem Adel oder den Oligarchien finanzieller Mächte beruht.
- Frank Herbert, Dune
Liberale Regierungen entwickeln sich stets zu Aristokraten. Die Buerokratien missbrauchen die wirklichen Absichten der Menschen, die sie eingesetzt haben. Die kleinen Leute, die Regierungen an die Macht lassen, die versprochen haben, die soziale Last gleichmaessig zu verteilen, finden sich ploetzlich in den Haenden buerokratischer Aristokraten wieder. Natuerlich folgen alle Bueroktratien diesem Muster, aber welche Heuchelei ist es, ein solches sogar unter einem sozialisierenden Banner anzutreffen.
- Frank Herbert,Dune
coole sache,
ich bring die peanuts mit.
@Szenso
Systemischer Freibierlierfant *rofl*
Das gefällt mir – Klar darfst Du mit ;-)
Ich dachte schon, der Brief wäre wirklich geschrieben worden :D
Danke für die Aufklärung.
ahem, ausgerechnet die sz nimmt sich des themas an. erstaunlich. warscheinlich um die neolibs aus der spd mit ‘surpressing fire’ zu supporten. ;-)
http://www.sueddeutsche.de/politik/827/485255/text/
@all und vor allem an diejenigen, die sich wundern, warum über das Thema nichts in der Zeitung mit den vier großen Buchstaben steht.
Dem ZDF liegt nun die Liste mit Ackermanns Gästen vor – unter den 28 Personen waren:
- Roland Berger (Wirtschaftsberater)
- Gerhard Cromme (Aufsichtsratschef ThyssenKrupp und Siemens)
- Prof. Howard Davies (Direktor London School of Economics)
- Kai Diekmann (Chefredakteur Bild-Zeitung)
- Mathias Döpfner (Vorstandschef Axel-Springer-Verlag)
- Frank Elstner (TV-Moderator)
- Jürgen Hambrecht (BASF-Vorstandschef)
- Tessen von Heydebreck (Deutsche-Bank-Vorstand)
- Michael Hilti (Werkzeughersteller Hilti)
- Klaus-Dieter Lehmann (Präsident des Goethe-Instituts)
- Berthold Leibinger (Aufsichtsratschef Trumpf)
- Alfred Nowak (Chef Alfred-Herrhausen-Gesellschaft)
- Arend Oetker (Dr. Oetker, Vizepräsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie)
- Prof. Lars-Hendrik Röller (Wirtschaftswissenschaftler)
- Petra Roth (CDU, Oberbürgermeisterin Frankfurt/Main)
- Stephan Sattler (Kulturchef des Magazins Focus)
- Marie-Elisabeth Schaeffler (Autozulieferer Schaeffler)
- Annette Schavan (CDU, Bundesbildungsministerin)
- Wolfgang Schürer (Nobelpreisträger-Stiftung)
- Friede Springer (Verlegerin Axel-Springer-Verlag)
- Werner Wenning (Bayer-Vorstandschef)
- Jens Weidmann (Kanzlerberater)
- Friedrich von Metzler (Privatbankier)
- Frank Schirrmacher (FAZ-Herausgeber)
Gleich drei Vertreter von Springer/BILD – alle Achtung Herr Ackermann! Das gibt sicher “gute Presse” ;-)
Grandios. Mehr muss man da wohl nicht sagen ;-)
Schöne Idee lieber Spiegelfechter – ich hatte gestern schon eroiert, wieso ich wohl noch nicht ins Kanzleramt zur Privatsause gebeten wurde.
http://tammox.blogspot.com/2009/08/wir-sind-der-schwarze-block.html
Aber in dem hier vorliegenden Brief scheint mir doch ein schwerer taktischer Fehler vorzuliegen, indem auf pekuniäre Engpässe verwiesen wird:
?sprengt allerdings meine Liquiditätsreserven?
Na, SO EINEN will Merkel natürlich nicht bewirten!
Wie viel Geld haben Sie überhaupt dieses Jahr schon der CDU gespendet? Ackermanns Deutsche Bank hat zuletzt 280.000 Euro an die CDU-Parteikasse rüberwachsen lassen.
Nicht, daß ich hier irgendwie andeuten möchte irgendwer sei irgendwomit käuflich, öhemm, aber der ein oder andere sechsstellige Scheck für Merkels Parteikasse kann schon das Klima etwas freundlicher gestalten?..
ach, da lasse ich mich doch als blogger-aussenpappmaché, oder wie diese gattung deutsch-bloggender im ausland heisst, gerne für dieses geburtstagsfest einladen.
@Tammox
Den Scheck kann sie haben … ob er gedeckt ist, spielt ja erst einmal keine Rolle ;-)
@Lupe
Und bist Schweizer! Für die hat Frau Dr. Merkel ja einen besonderen Faible ;-)
…naja, zumindest DIE Schweizer mit achtstelligen Jahreseinkommen…..
Wenn ich jetzt wüsste, was “faible” heisst. Wohl wieder so eine tierisch langweilige kurzgeschichte, deren sinn man auf menschen ummünzen muss. was für den münzendrehing von der spd. übrigens meinte ich, der mit dem “faible für die schweiz” sei der mit dem posttraumatischen “cowboy und indianer spielen” – komplex.
@Lupe.
Ok, ich kläre dann mal auf – wenn es sonst keiner tut:
?Merkel hat Faible für? bedeutet:
Die Kanzlerin hebt die Objekte Ihres Faibles aus dem Meer der 82 Millionen Irrelevanten des Urnenpöbels hinauf in ihr Herz.
Inzwischen weiß man nach 19 Jahren Merkel als Spitzenpolitikerin wenigstens recht genau, was sie verabscheut: Sachpolitik, Entscheidungen, Festlegungen, Vernunft, Ehrlichkeit und klare Aussprache. Überhaupt meidet sie Politik, wie der Teufel das Weihwasser.
Einen echten Faible hat sie für ganz wenige Dinge – zum Beispiel Hosenanzüge, Udo Walz und eben reiche Banker?.
@Tammox
Nun ja – Merkel ist a) Frau, kommt b) aus dem Osten und c) aus kleinbürgerlichen Verhältnissen. Dass so jemand ganz “uschig” wird, wenn Ackermann in seinem Maybach vorgefahren kommt, versteht sich von selbst ;-)
@ SF
Lade mich ja gerne selbst ein, aber muss es unbedingt ein Iro sein?
Vielleicht noch in Kombination mit nem Pornobalken?
Ach halt, das gibt es ja schon…;- )
@Max Krapp
Den Pornobalken lass ich mir aber nur wachsen, wenn dafür mindestens ein Werbevertrag mit einem Mobilfunkanbieter für mich dabei rausspringt!
Eigentlich ist so eine Privat-Party auf kosten der Steuerzahler ein zwingender Rücktrittsgrund aber offensichtlich wird dieses Chuzpe in den großen Medien nicht im geringsten oder kaum thematisiert.Wenn man sich die Gästeliste anschaut muss man eigentlich darauf kommen das die alle unter einer Decke stecken und soviel Macht besitzen um sogar die Meinungsbildung zu lenken.
Wir werden vom Abschaum Deutschlands regiert.
Jens, wenn du dann im Kanzleramt bist, könntest du Angela auf meine Finanzhilfen ansprechen? Peer muss den Brief mal wieder verschlampt haben. Vielleicht war es auch Jörg. Die Spaßvögel heften ja gerne mal ab, ohne die Briefe zu lesen. Ich habe die Hilfen natürlich nicht nötig, aber es geht nunmal ums Prinzip.
Ich hoffe natürlich, dass sie Dir nicht auch so ‘nen Fraß vorsetzen. Aber echt, wenn das Kanzleramt sich keine Mühe gibt, einen vernünftigen Koch zu engagieren, können sie es auch gleich bleiben lassen. Zur Not gehen auch Kaviar und Cracker. Das meinte zumindest Jo. Selbst der hatte am Ende Mühe, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Und das auch noch an seinem Geburtstag. Armer Kerl.
@Spiegelfechter – wenn Merkel Dir zusagt, dann bestehe aber lieber noch mal ausdrücklich darauf Deine 30 privaten Gäste selbst zu bestimmen!
Nicht, daß da am Ende noch was verwechselt wird und man die alte Ackermann-Crew wieder zusammen ruft.
Zumindest wäre das nicht eben meine private Traumgästerunde, von der sueddeutsche.de jetzt berichtet:
http://www.sueddeutsche.de/politik/924/485351/text/
TV-Moderator Frank Elstner, Petra Roth, Anette Schavan.
?Friede Spinger wurde gesehen, ihr Vorstandschef Matthias Döpfner, sowie Bild-Chefredakteur Kai Dieckmann. Vom Nachrichtenmagazin Focus hatte sich der dortige Kulturchef Stephan Sattler einladen lassen. Und nicht zuletzt gab sich Bestseller-Autor und Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Frank Schirrmacher, die Ehre.”
Ferner:
“Die Vorstandsvorsitzenden Jürgen Hambrecht (BASF) und Werner Wenning (Bayer), außerdem der Berater Roland Berger, der Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme, der frühere Deutsche-Bank-Vorstand Tessen von Heydebreck sowie die Unternehmer Michael Hilti, Berthold Leibinger (Trumpf), Arend Oetker sowie Maria-Elisabeth Schaeffler aus Herzogenaurach. Aus Ackermanns Branche war der Bankier Friedrich von Metzler anwesend.?
Bravo!
Ein exzellenter Brief, in der Hoffnung, dass Du, Spiegelfechter, ihn an Frau Dr. Angela Merkel auch geschickt hast.
Sollte Deinem Wunsch seitens der Bundeskanzlerin entsprochen werden, so kannst Du auch mich auf die Gästeliste setzen (es wäre ja gelacht, wenn die Anzahl der teilnehmenden Personen sich nicht auf mindestens 250 erweitern ließe). Und ich verspreche Dir hoch und heilig, von meinen “VT’s” Abstand zu halten! ;-)
man muss übrigens gar nicht bitten, im bundeskanzleramt seinen geburtstag feiern zu dürfen. ist gemäss”spiegel” ein grundrecht.
zitat spiegel:
“Laut Artikel 147 des Grundgesetzes haben alle Deutsche sowie ständig in Deutschland lebende Ausländer einen Rechtsanspruch darauf, ihren Geburtstag im Bundeskanzleramt zu feiern.”
@13 Spiegelfechter
Die Liste setzt dem ganzen noch die Krone auf.
Das das keine größeren Wellen schlägt wundert mich jetzt jedenfalls noch weniger als vorher. Das ist ja fast ein who-is-who der vereinigten Menschenfreunde für Deutschland (e.V.) :)
Aber vielleicht sehen wir das auch nur zu eng. Frau Merkel macht ja im Grunde auch nichts anderes als viele andere Deutsche auch – dem Chef in den Hintern kriechen for fun and profit.
Oder so ähnlich.
PS. Ich würde noch nen Wirt mitnehmen. So rein um sagen zu können, daß man auch Wirtschaftsexperten mitbringt. Das macht Frau Merkel das Argumentieren leichter, dann kann sie nachher der fauchenden, nach Aufklärung schreienden Presse (ist das eigentlich schon so ne Art Oxymoron?) erklären das sie ja nur ein paar Berater getroffen hat.
“Nachdem sich herumgesprochen hat, dass die gerahmten Fotos in meinem Büro, die mich zusammen mit der Königin von England, dem Dalai Lama und dem Papst zeigen, nur Montagen sind…”
göttlich Graaandiossss
Ich habe mir heute extra eine BILD-Zeitung gekauft.
Tatsächlich kein einziges Wort zur Ackermann-Sause in dem Blatt, das über Tage und Wochen Ulla Schmidt breitgetreten hat.
Und nun noch mal ein Blick auf die anwesenden Gäste:
?Friede Springer wurde gesehen, ihr Vorstandschef Matthias Döpfner, sowie Bild-Chefredakteur Kai Dieckmann.”
Honi soit qui mal y pense
Als kürzlich Angie Merkel im Regierungsjet zu einer privaten Party von Friede Springer nach Sylt jettete (das dürfte erheblich teurer als ein Dienstwagen gewesen sein) – stand davon auch nichts in der BILD
Honi soit qui mal y pense
Merkel taucht aber durchaus auf der heutigen Titelseite der BILD auf – mit einem rührigen Bericht über ihren Privathaushalt:
Sie schriebe ihrem Mann Einkaufzettel, immer am Freitag.
Der kaufe dann für das Wochenende ein.
Und wenn es die Zeit erlaube, koche und backe sie.
Zum Beispiel gerade letztes Wochenende Johannisbeerkuchen!
Die anderen Hamburger Zeitungen berichten alle über die causa Ackermann – sogar das Springersche Abendblatt – aber was zählt das schon in Relation zur BILD-Auflage?
Dürfte ich dann eigentlich auch kommen? Man könnte mich als Bildungsvertreter sehen.
Da ich in Bayern wohne, wäre aber eine Abholung von Nöten. Aber man kann mich bestimmt mit einem Jet der Bundesregierung abholen. Nur ist unser Flugplatz hier vermutlich zu klein. Aber die Dienstlimousine der Kanzlerin kann mich bestimmt abholen und zu einem angemessenen Flughafen fahren. Ich denke da an Zürich. Dann kann man wenigstens noch ein Präsent kaufen.
Warum war eigentlich der Vizekanzler nicht zu gegen?
Und hatten die nicht ein paar wenig Frauen mit dabei oder waren da noch ein paar nette Freudenmädchen zur Erheiterung anwesend?
@SF: Abgeschickt?
@SF(22) Das Merkel ist in Hamburg geboren! Also nur ein Pseudoossi! ;-)
@Jens:
Lädst Du mich ein, wenn Du eine positive Antwort bekommen hast? Wir müssten dann nur noch über die Finanzierung der Fahrt dorthin reden. Vllt. können wir die Laternen vorm Fliegerhorst abholzen, damit dort ein Regierungsjet landen und starten kann.
@Tammox: Frieda Springer und Liz Mohn (Sekte Bertelsmann) treffen sich regelmäß mit Angela zum “Kaffekränzchen”.
@Kalle
Klar, mache ich Da solltest Du auch erst gar nicht bei Peer oder Jörg nachfragen, die haben da keinen Überblick. Wenn Du was vom Staat willst, immer bei Joe melden – der hat da den besten Draht.
@Tammox
Vor allem sollte das Sekretariat aufpassen. Wenn die Regentin meinen Vornamen verwechselt und mich für den Roland hält, kriege ich sicher meine Zusage ;-)
@alle die mitkommen wollen
Das sollten wir schon hinkriegen. Das Kanzleramt ist ja groß ;-)
@Phil
Na die Flugbereitschaft sollte es doch mindestens sein. Zur Not soll die Polizei die B6 sperren lassen – die reicht als Start- und Landebahn ;-)
@ all
Der Spiegelfechter lügt wie gedruckt: die Fotos sind alle echt, hab sie schliesslich selbst geschossen!
Die mit Caesar und Ludwig XIV. hat er ausserdem unterschlagen !!! War ihm wohl zu peinlich…
@whamburg
Klar doch
Stimmt! Ich doof!
Ich hoffe bei Ihrer Geburtstagsparty sind mehr Mädels anwesend als bei der von Ackermann.
Das Durchschnittsalter war zudem noch extrem hoch! Allein Friede Springer…
Und was für einen Service kann man für 2100 erwarten? Da müssen sie aber noch tüchtig AUFSTOCKEN.
@bismodo
pssssst! Mach doch meine Understatement-Strategie nicht kaputt ;-)
@Ein Besucher
Aber natürlich – was denkst Du denn? Und Friede Springer lade ich auch nicht ein ;-)
Sehr geehrter, lieber Herr Jens Berger,
Gerne würde ich Sie und Ihre Freunde zu einem kleinen Umtrunk und ein paar Häppchen im Bundeskanzleramt einladen. Wie Sie vielleicht wissen, ist mir Bürgernähe immer wichtig gewesen, gerade auch in den Zeiten vor der Wahl. Bitte lassen Sie mich wissen, welcher Termin Ihnen am genehmsten wäre.
Im übrigen haben Sie ein sehr interessantes Block, ich lese mir die Ausdrucke immer gerne durch und manchmal schmunzele ich auch darüber.
Mit freundlichem Gruß,
Ihre Angelar Merckel
(Steuerfachprüferin aus der Nähe von Offenbach)
@Angelar Merckel
Das ist aber nett ;-)
Anlässlich des Skandals noch ein wüster Ackermann Witz (ist zwar schon alt aber immer noch lustig):
STOP
Jugendliche unter 18 bitte nicht weiterlesen
STOP
Ackermann und seine Frau haben ihren 25. Hochzeitstag. Ackermann bringt seiner Frau Blumen mit nach Hause. Sie fragt: Und was unternehmen wir heute? Ackermann schlägt vor, einen ruhigen Abend zu Hause mit Fernsehen zu verbringen. Seine Frau protestiert, sie will groß ausgehen. So fahren beide mit dem Taxi in ein Nachtlokal. Der Pförtner sagt zur Begrüßung: Guten Abend, Herr Ackermann! Die Frau fragt ihren Mann: Woher kennt er Dich? Ackermann: Ach, der ist Pförtner in unserer Firma. An der Garderobe sagt die Garderobiere: Guten Abend, Herr Ackermann! Seine Frau fragt: Und woher kennt die Dich? Auch, die putzt tagsüber in unserer Firma. So nehmen beide an der Bar Platz. Auf der Bühne läuft eine Striptease-Nummer. Der Conferencier fragt über Mikrophon: Und wer darf unserer zauberhaften Tänzerin Jeanette den Slip ausziehen? Das ganze Lokal brüllt: Ackermann!. Seine Frau macht nun einen donnernden Abgang. Ackermann kommt gerade noch zu ihr ins Taxi. Seine Frau: Du Hurenbock, Du Mistkerl! Da dreht sich der Taxifahrer um und sagt: Mensch Ackermann, Du hast hier ja schon so manche Nutte abgeschleppt, aber so aufgeführt hat sich noch keine!
Wobei passender wäre ja der hier:
Herr Ackermann arbeitet auf dem Bau. Kommt Stoiber vorbei und fragt “Wie gehts, Herr Ackermann?” – “Danke gut” erwiedert dieser.
Ein paar Minuten später kommt Thomas Gottschalk vorbei und fragt ebenfalls:”Wie gehts Herr Ackermann?” “Danke gut”, sagt Herr Ackermann. Der Chef fragt Ackermann “Woher kennst du den diese berühmten Leute?”. Darauf Ackermann “Sind alte Stammtischkollegen von mir.” “Da hast du dir aber einen prominenten Stammtisch ausgesucht”, entgegnet der Chef.
Ackermann:”Das ist noch garnichts, ich kenne sogar den Papst persönlich”. “Das glaub ich dir nicht”, erwiedert der Chef.
Die Firma erhält einen Auftrag in Rom, und Ackermann soll nun beweisen, dass er den Papst kennt. Im Vatikanstaat am Papstdomizil sagt bereits der Türsteher:”Der Ackermann darf rein, aber du must drausen bleiben!” Als nun der Herr Ackermann mit dem Papst auf den Balkon tritt, fällt der Chef in Ohnmacht. Ackermann eilt sofort zu ihm hin und sagt vorsichtig :”Ich wollte ihnen doch nur zeigen, dass ich den Papst kenne”. “Das hab ich gesehen und das war auch nicht der Grund, der Grund war, dass mich ein Japaner fragte, wer der Weiße neber dem Ackermann sei”.
:-))
Falls mein Kommentar zu vulgär ist, können Sie ihn auch gern zensieren….
Bezüglich des Durchschnittsalters:
?Und was für einen Service kann man für 2100 erwarten? Da müssen sie aber noch tüchtig AUFSTOCKEN.?
Hmm, och soooo wenig ist das auch nicht – wenn man bedenkt, daß es sich um ZUSÄTZLICHES Personal handelte. Denn natürlich gibt es im Bundeskanzleramt ohnehin Angestellte, die nur dafür da sind Gäste zu bewirten.
Es ist ja schließlich auch sonst mal der ein oder andere Staatsgast da und dann wird man wohl kaum jedes Mal überrascht bei der nächsten ARGE anrufen und um ein paar Hilfskeller bitten.
Vielleicht handelte es sich bei dem Extrakosten-verursachenden Personal ja mal wieder um ?naturgeile Ukrainerinnen??
@JB:
Die Gefahr, daß Du für ROLAND B. gehalten wirst, halte ich für gering – denn der würde doch kaum den Umweg über die Sekretärin gehen müssen.
Der hat doch garantiert die direkte Durchwahl und darf wie auch ?Joe? jederzeit ohne die lästige Warterei der Normalsterblichen in Angies Allerheiligste.
“Wenn er zu früh zu einem Termin ins Kanzleramt kommt, lässt man ihn nicht auf dem Flur warten wie jeden anderen Gast, sondern führt ihn in eines der Büros im Seitenflügel, die eigentlich Staatsgästen vorbehalten sind.”
http://www.sueddeutsche.de/politik/827/485255/text/
Ich würde gerne auch meine nächste Geburtstagsfeier im Kanzleramt von der ehemaligen stellvertretenden Regierungssprecherin der DDR Angela Merkel (CDU, MdB) abhalten lassen.
@Jens:
Jo, die B6n ginge auch. Doch vorher müsste noch der Mittelstreifen abgeholzt werden xD
Wobei ich Kurzflüge hasse …
So interessiert wie jetzt alle daran sind bei uns-Angie einen drauf zu machen, frage ich mich, ob Ihr alle etwas wisst, das ich nicht mitbekommen habe?
Also sooooo entertaining stelle ich sie mir gar nicht vor und der Kanzleramtsbau von Axel Schultes ist ja nun auch nicht gerade eine wünschenswerte Umgebung.
Hat Merkel irgendwelche weiteren Gastgeber-Qualitäten, die mir entgangen sind? Führt sie irgendwas vor? Flicflacs vielleicht? Oder Striptease an der Stange?
@ Tammox: Also ich war schon da oben drin in der Waschmaschine, gerade in der oberen Etage in dem Foyer lässt sich eine nette Party ausrichten. Das Ambiente ist wirklich sehr schön und stylisch. Nur die ganzen Kanzlerportraits sollte man vorher mit Stoppschildern versehen, finde ich. Und an den Toiletten sollte man auch nochmal arbeiten, zumindest die im Marie-Elisabeth-Lüders Haus, denn mir ist bekannt, dass man dort betrunken reinkommen kann, aber aus den Toiletten wieder rauszukommen wird schwierig. Die Türklinke ist was für Adventure- und Rätselfans.
@delopinions:
Nun ja, vielleicht muß ich Dir glauben – ich war noch nie selbst in der Waschmaschine.
Der Hausmeister hat in seiner Wohnung unterhalb des Kanzlerbüros gleich mal ein paar Wolken-Stores aufgehängt! LOL! Die Berliner wissen eben was ?schick? ist.
Da lauert aber auch Gefahr:
Wer weiß schon sicher, ob dahinter nicht noch der ein oder andere Alkohol-Versehrte (Berlusconi z.B.) rumliegt.
Ich habe aber ein schönes Schultes-Buch und ich finde eigentlich sein Berliner KREMATORIUM im Baumschulenweg viel besser gelungen als das Kanzleramt.
Könnten wir nicht einen Kompromiss machen und da feiern?
Da grinst uns auch kein doofer Kohl in Öl an und wenn es bei der Gästeliste doch noch Irritationen geben sollte und der ein oder andere Ungeladene auftaucht – sagen wir Roland Berger oder Kai Diekmann – könnte man die sogleich schadstoffarm ?[ich glaube das darf man nicht schreiben?]
Krematorium wäre doch überhaupt für eine Sause mit der Kanzlerin, die die Politik und den Wahlkampf komplett beerdigt hat, das passende Ambiente.
@SF
Kann ich mit? Die anderen hier sind alle fette, alte Säcke – aber ich bin superschlank, sehe jung aus und weiss nicht, was das Akronym “VT” wohl bedeuten könnte.
Ausserdem kann ich aus dem Stehgreif das Victory-Zeichen und wenn ich will, wie der Esser grinsen.
Das Kanzleramt ist in Berlin. Bayern und andere Alkoholabhängige haben da nichts zu suchen! Gemeinsam sind wir stark! Ein guter Rat von mir, der ja von den gelben Spasskumpeln präsentiert wird.
Ich sehe übrigens auch viel besser als die anderen aus!
Wie wäre es denn gleich mit einem Communitytreffen im BKA? BKA. Moment… :D Lieber doch nicht.
auch lustig:
Nachdem die BILD als einzige Zeitung nicht über die Ackermann-Aktion berichtet hatte, legt sie jetzt mit empörten Unterton über die Merkel-Kritiker in der Online-Ausgabe nach:
“Bundeskanzlerin Angela Merkel (55, CDU) gab am 22. April 2008 ein festliches Abendessen zu Ehren des zwei Monate zuvor 60 Jahre alt gewordenen Deutsche-Bank-Chefs Josef Ackermann.
Und wie das bei Einladungen im Kanzleramt häufiger der Fall ist, durfte der Geladene Vorschläge für die Gästeliste machen. Doch beteiligte Gäste, wie der Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), Frank Schirrmacher (49), können die Aufregung nicht verstehen.”
http://www.bild.de/BILD/politik/2009/08/25/abendessen-fuer-deutsche-bank-chef-josef-ackermann/gaesteliste-der-geburtstagsfeier-im-kanzleramt.html
siehe auch:
http://www.bildblog.de/10889/die-springers-bei-der-ackermann-sause/
“häufiger der Fall”?
Ach was?
Wer durfte das denn noch????
“Demokratisch verfasste Gesellschaften brauchen Eliten.”
(Annette Schavan, CDU, gefunden auf polit-bash.org)
Und Eliten brauchen symbolische Bedeutungsdemonstration. Und in den Schlössern sind ja heute Museen, Kaufhäuser und Hotels, wo Kreti und Pleti, die nichts leisten, sich rumtreiben. Soll der Herr Ackermann etwa bei sich auf der Terasse feiern, oder bei Horst umme ecke, mitm Kasten Bier? Nein, das ist schon alles richtig so. Herr Ackermann sogar bescheiden: Er hat nicht im Vatikan gefeiert.
@5
Hoher Aufrüttelwert?
Leute schütteln die Köpfe, schimpfen ein bischen in der Mittagspause oder im Internet, gehen dann wieder fleissig an ihre Arbeit, und wählen Ende September die gute alte CDU, u. a. weil ihnen dies von Ackermanns Geburtstagsgeselschaft aus Schirrmacher, Diekmann etc. per Medium so empfohlen und verkauft wird. Da freut sich Frau Merkel, und Herr Steinmeier ärgert sich und versteht die Welt nicht, er hat doch alles richtig gemacht, und dann sowas. Naja, wirlich toll jedenfalls, dass wir all diese tollen Holzzeitungen haben. Wegen der Demokratie und so, hat der de Fabio auch gesagt. Das Internet hingegen ist nur zum rumstänkern, wie ich.
Frag doch mal in der Schatzmeisterei der CDU, ob die dir bei entsprechender Spende helfen können. Und nein: Das ist keine Polemik, sondern nur eine Frage, schließlich hat die Deutsche Bank der CDU dieses Jahr ja auch nur 200.000 ? gespendet, bestimmt ohne jeden Zusammenhang.
That´s what I am talking about! I love the cloud!
Heute Vormittag gibt es ne Schlagzeile und ein paar Stunden später habe ich zwei offene Briefe gelesen, mehrere Leute getroffen, die auf anderem Wege Ihre Geburtstagsfeier beantragt haben.
Endlich mal Druck aus dem Volk!
@ 44 Angelar Merckel
Angelar Merckel, ich vermutete schon immer, dass sie der uneheliche Sohn eines gewissen Helmut Kohl sind.
Der Bericht im gerade laufenden “heute-journal” war auch wieder ein grandioses Glanzstück des deutschen Qualitätsjournalismus.
Die restlichen medialen Reaktionen lassen sich ebenfalls unter “na und?” zusammenfassen. Dazu noch der eher weinerliche Artikel von Schirrmacher in der FAZ.
Ergo: Die Chancen steigen! Wo doch quasi alle deutschen Leitmedien unisono entschieden haben, daß das Kanzleramt ein Partyveranstalter ist. Und wenn die Leid..äh Leitmedien das sagen, dann stimmt das auch. :)
@ schwitzig
Wenn ich mir so durchlese, was gerade erst wieder im Kommentarbereich des Guttenbergartikels geschrieben wurde, dann würde ich VT mit VollTrottel übersetzen. Manche Leute behaupten allerdings, es heißt “VerschwörungsTheorie”.
Ich musste gut lachen!
Auch dieser Satz ist in seiner Mehrdeutigkeit klasse:
“Meine Freunde gehören ? da kann ich Sie beruhigen ? alle der Gesellschaft an und sind auch häufiger in der Wirtschaft.”
:)
Schon komisch – kaum gibbet irgendwo Freibier und Party, laden sich alle Leute selbst ein ;-) An “die Lektorin” hat hier wieder keiner gedacht … ;-( Daß ich den ersten Tanz mit dem Cheffe habe, ist ja wohl klar :-D
Gute Nacht
Euer hannilein
Hahahahaha!
Prima, hab mich sehr amüsiert ;).
Heute im Morgenmagazin: Die sind die Morgenpresse mit irgendeiner Ische vom Deutschlandfunk durchgegangen.
Bild hatte die Party thematisiert, aber die Morgenmagazinfutzis und die DF-Ische haben das Ganze sofort runtergespielt. Alles ganz harmlos. Sowas kommt öfter vor. Das ist legal (ohne zu erwähnen, nach welchem Gesetzt das legal ist oder ob “legal” = moralisch nicht zu beanstanden ist). Da werden dann…äh…äh…Betriebsräte und sowas eingeladen….
*facepalm*
Ist doch nur konsequent. Bei Ackermann hat der Staat die meißten Schulden, defacto gehört im die Kanzlerimmobilie eh. Was sind da schon ein paar Erdnusschälchen auf dem Buffettisch?
@SF
Jetzt muss ich auch noch was zu dem Satz,
?Meine Freunde gehören ? da kann ich Sie beruhigen ? alle der Gesellschaft an und sind auch häufiger in der Wirtschaft.? sagen.
Du haettest ruhig die unvergessliche Marilyn Monroe aus “Some like it hot” zitieren koennen: “Wir sind alle (Damen) aus der erstbesten Gesellschaft, wir arbeiten ausschließlich zu unserem Vergnuegen”
Und duerfte ich noch einen Terminvorschlag machen, fuer die Sause? Den 12.09.09 vielleicht?
Gruß Duddley
Interessant, wenn man mal die Pfade dieser offensichtlichen Schlammwurf-Retourkutsche für Fr. Schmidts Dienstwageneinsatz-”Skandal” verfolgt.
Die Fälle sind schon vergleichbar – in absoluten Zahlen völlig belanglos, aber die Moral!!!
Es tun sich da doch immer wieder neue Wege durch die Medienlandschaft auf.
:-)
Die Meßlatte für journalistische Qualität hat einen neuen Tiefpunkt erreicht:
http://www.sueddeutsche.de/politik/54/485479/text/
Bundeskellnerin Merkel – köstlich…
http://kommentar.freenet.de/app/t/2878655/die_bundeskellnerin_merkel.html
Hallo Angela,
das ist jetzt DIE Gelegenheit Jens Berger zu kaufen! Selbst schuld, wenn Du sie verpasst!
Lieber Spiegelfechter, wenn du dich durchringst und auf einen persönlichen Handschlag unserer Kanzlereuse verzichtest, darfst du mich gerne zu deinem Geburtstag einladen. — Was gibt es denn gutes? — Gruß Wolf-Dieter
@ all:
Da Euch der “offene Brief” ebensoviel Freude wie mir zu bereiten scheint, habe ich auf ihn vorhin in einer Pressemitteilung an “die Großen” hingewiesen ;-) Bin mal gespannt, ob da irgendeine Reaktion kommt – Jens meint ‘Nein’, während ich doch Potential darin sehe; wir werden sehen :-D
@ tutnichtszursache, #71:
Wie geil is dat denn? Wie ich Jens kenne, hätte er diese Wortschöpfung mit Vergnügen aufgegriffen ;-) Die Bundeskellnerin, ich faß es ja nicht! *lol*
Danke
hannilein
Super, der ist mein Favorit: ?Meine Freunde gehören ? da kann ich Sie beruhigen ? alle der Gesellschaft an und sind auch häufiger in der Wirtschaft.?
Aber liebes kommende Geburtstagskind: Ist es eigentlich erlaubt der potentiellen Gastgeberin zu verschweigen, dass du unglaubliches Entfaltungspotential in der lokalen Wirtschaft hast? Es ist halt nicht fair nur deinen Freunden Wirtschaftskompetenz nachzusagen ;-). Ich schlage eh vor, Wirtschaftskompetenz in Hektolitern zu messen ;-)
Gruß
@ Zernichter, #75:
Du scheinst ein sympathischer Saufbold zu sein und auch verständig – somit bist Du auf meine persönliche Gästeliste hin eingeladen, wenn es denn zu diesem “Event” kommen sollte ;-)
Und selbstverständlich hat der Cheffe “unglaubliches Enfaltungspotential” in der Wirtschaft: er quatscht dann immer alle blöd und besäuft sich schröcklich und ist überhaupt fast so schlimm wie ich :-D
Können wir im schrecklichsten aller Unversen noch mehr lachen? Nein ;-)
Gute Nacht
die lektorin
Die Financial Times Deutschland bringt unter der Überschrift “Das Steuergeld ist gut angelegt” Pressestimmen zur Geburtstagssause Ackermanns im Kanzleramt.
http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Pressestimmen-Das-Steuergeld-ist-gut-angelegt/558690.html
Beim Lesen dieser Pressetimmen kann man teilweise nur den Kopf schütteln, z.B.
- “Sächsische Zeitung” (Dresden):
“Der Skandal hätte darin liegen können, dass Bundeskanzlerin Merkel ihr Amt voriges Jahr wie eine Art Event-Agentur dem Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, für eine Geburtstagsfete mit seinen Kegelbrüdern zur Verfügung gestellt hätte. Tatsächlich hatte der Banker in seiner unendlichen Eitelkeit im Fernsehen ähnliches behauptet: Frau Merkel wolle gern mal was für ihn tun, und er solle zu seinem 60. Geburtstag mal 30 Freunde einladen, mit denen er den Ehrentag in der Regierungszentrale verbringen möge. Herr Ackermann hat einfach ein wenig zu dick aufgetragen und geflunkert. Eingeladen hatte selbstverständlich die Kanzlerin – und zwar, wen sie wollte.”
Was die Sächsische Zeitung so alles weiss (!) (?)
Die Sächsische Zeitung möchte der Merkel eine “Argumentationshilfe” auf dem goldenen Tablett servieren. Die Sächsische Zeitung fürchtet wohl um die unbefleckte Empfängnis Merkels. Wie wohl die Berichterstattung dieses Merkel-Blattes im Falle von Ulla Schmidt ausgesehen hat?
- “Neue Osnabrücker Zeitung”:
“Derartige Begegnungen im kleineren Kreis dienen der Meinungs- und Urteilsbildung Merkels. Möglicherweise verhindern sie sogar später die eine oder andere schwere Fehleinschätzung. Ein solcher Nutzen lässt sich zwar naturgemäß nicht in Euro und Cent messen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass es ihn geben könnte, ist hoch. Denn aus privatem Vergnügen oder reinem Zeitvertreib wird die Kanzlerin gewiss nicht ausgerechnet Josef Ackermann einladen. Da würde sie wohl andere vorziehen – Verwandte etwa oder persönliche Freunde.”
Von den 25 geladenen Gästen gehörten alleine 3 zum Springer-Konzern. Daß hier beispielsweise Kungel-Strategien zu Gunsten von Schwarz(-Gelb) ausgetüftelt wurden, diesen Vorwurf würde die Neue Osnabrücker Zeitung weit von sich (und Merkel) weisen.
- “Der neue Tag” (Weiden):
“Wenn ein Regierungschef seine Gäste nicht mehr ordentlich bewirten kann, nähern wir uns dem Niveau einer Bananenrepublik. Erbsenzähler gibt’s schon genug.”
Und wenn solche “Geburtstagsfeiern” auf Kosten des Steuerzahlers abhalten werden und dort möglicherweise Strategien besprochen werden, wie man diesen bei nächst bester Gelegenheit (nach der Bundestagswahl) über den Tisch ziehen kann, dann befinden wir uns erst recht auf dem Niveau einer Bananenrepublik.
Apropos “Erbsenzähler”: Gilt dies auch für Ulla Schmidt?
- “Stuttgarter Zeitung”:
“Natürlich muss Angela Merkel auch mit Josef Ackermann und seinen Freunden speisen. Denn was immer man von diesem Mann sonst halten mag, er ist mächtig. Es ist wichtig für die Bundeskanzlerin zu wissen, wie er tickt – um dann nach Möglichkeit sogar seinen Wecker ein bisschen nachjustieren zu können. Was wäre eine bessere Gelegenheit dafür als eine Ackermann mild stimmende Geburtstagsfeier?”
Reine Volksverdummung durch die Stuttgarter Zeitung! Siehe meine Anmerkungen zu den übrigen Zeitungs-Kommentaren.
Ja, und weil ich auf nen Kommentar, der die “Aufregung” über die Party als Nebelkerze sieht, die die Aufmerksamkeit von wichtigeren Dingen lenkt, geantwortet habe und es hier grade so schön passt:
Mal ganz im Ernst, könnte man deinen Geburtstag nicht in Berlin vorfeiern?
Ich denke an einem Wochenende kurz vor der Wahl könnte Merkel dir das doch nicht ausschlagen. Ok, wir sind nur kleine Lichter in der Deutschland-AG, wir können das Volk weder kaufen noch in Massen verblöden, aber WIR sind das Volk (abgegriffen, ich weiß)!
Ernsthaft, ich würde den weiten (!) Weg aus dem Süden der Republik auf mich nehmen, um dieser Party beizuwohnen. Es wäre mal Zeit ein Symbol zu setzen!
@Gebitnit
Auch mal ganz im Ernst. Wir (die Blogosphäre) sind für Merkel doch noch nicht einmal die nervige Scheißhausfliege, wegen der es sich lohnen würde, sie mit der Hand wegzuscheuchen. Wir werden natürlich schlichtweg ignoriert – da sollten wir uns nichts vormachen.
Gestern abend war in unserer Stadt eine Podiumsdiskussion mit den zwei Bewerbern für das Bürgermeisteramt. Auf die Frage, ober jetzt der Geburtstag mit ausgewählten Gästen im Rathaus gefeiert werden könnte, wurde dieses verneint, da hier für leider keine Mittel zur Verfügung stehen.
Peer Steinbrück wird sicher eine neues Konjunkturpaket noch vor der Wahl beantragen, um auch regional die Geburtstagsfeiern in den Rathäusern zu gestalten. Die meisten Städte haben leider keinen Fahrdienst mehr und es könnten die Jahreswagen (steuerlich begünstigt) mit eingesetzt werden – wenigsten bis sie ein Jahr alt sind.
Hallo Spiegelfechter,
genial. Als systemischer Bestandteil der Bloggosphaere ist diese Anfrage an die Kanzlerin vollkommen zulaessig und richtig.
Ansonsten auch super Kommentare von Euch allen. Danke, langer nicht mehr so ausgiebig gelacht :-).
In diesem Sinne
Frohes Feiern
P. S.: Spiegelfechter. Dein Geburtstag ist nun in der gesamten Bloggersphaere bekannt. Wuerde mich nicht wundern, wenn das Konsequenzen hat :-).
Der Brief ist wirklich zu köstlich. Es fehlt bloß noch, dass Frau Ulla Schmidt ihren Dienstwagen zur Verfügung stellt damit auch alle Gäste stilecht zum Kanzleramt chauffiert werden können.
@SF
Scheißhausfliegen können aber durchaus nervig sein.
Was mich schon erstaunt ist, Momo hat es oben auch schon ausgeführt, wie gleichgeschaltet unsere Medien in dieser Sache beschwichtigen. Oft wird angeführt, dass es ja letztlich nur Kleckerlesbeträge wären und die Beziehungen zur Elite unseres Landes ja auch gepflegt werden sollten. Die verräterische Symbolik erkennt angeblich keiner. Andererseits werden aber Kassiererinnen wegen Centbeträgen entlassen. Da geht es ja schließlich um ein Vertrauensverhältnis. Gut dass es bei der Politik nicht um Vertrauen geht, man könnte ja verzweifeln.
So schreitet die Berlusconisierung unserer Bananenrepublik munter voran.
@gebintit
Ja und Nein. Die “Affäre” ist idT nicht sooooo fürchterlich dramatisch. Dass die Kanzlerin diverse “wichtige” Leute einlädt, ist sicher nicht zu beanstanden. Zu Beanstanden ist es allerdings, dass Ackermann die Gäste einladen durfte. Guttenbergs Linklaters-Affäre hat da eine ganz andere Kategorie. Dennoch ist das Schweigen der ansonsten so skandalisierenden Medien mehr als fragwürdig.
@ Spiegelfechter
Es stimmt: die Blogosphäre ist zur Zeit nicht mal eine Scheißhausfliege. Sie ist vielmehr ein Virus, der die eingelullte Masse (mich z.B.) befällt. Deine Art mit Deinen teilweise exzellenten Artikeln Gegenöffentlichkeit zu machen, finde ich besonders ansteckend. Es wird sich zeigen, ob der Mainstream Antikörper entwickelt oder demnächst mit “Glaubwürdigkeits-Grippe” darniederliegt.
@SF #85, in der Tat ist es dramatisch, wenn danach die Deutsche Bank als “systemrelevant” eingestuft und damit, egal was passiert, von uns Arbeitgebern unserer Politiker über Wasser gehalten wird. Während die Einstufung, was “Systemrelevant” ist, von unserer Angestellten im Kanzleramt hinter verschlossenen Türen getroffen wird (und so schließt sich der Kreis im Foyer der Waschmaschine).
Siehe hierzu: http://www.compliancemagazin.de/gesetzestandards/deutschland/bundestagbundesregierung/deutsche-bundesregierung170809.html
Ich bin der Meinung, Steuergelder verschleudern (ulla, KT, unsere Angestellte…) ist ein Vertrauensbruch und sollte mit Abmahnung beantwortet werden