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  • Open Thread: Rechter Terror – Wie wehrhaft ist unsere Demokratie?

    geschrieben am 25. November 2011 von Spiegelfechter

    Ich möchte Euch dieses seltsame Stück Zeitgeschichte nicht vorenthalten. Wer kommt in den Redaktionen eigentlich immer wieder auf die Idee, den unsäglichen Baring einzuladen? Dafür ringt mir auf der anderen Seite der engagierte, klar argumentierende Heribert Prantl echten Respekt ab.

    Ihr seid – wie immer im Open Thread – herzlich eingeladen, die Sendung und natürlich auch das zugrundeliegende Thema zu diskutieren.

    Viel Spaß,
    Euer Spiegelfechter,
    Jens Berger

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    Ich möchte Euch dieses seltsame Stück Zeitgeschichte nicht vorenthalten. Wer kommt in den Redaktionen eigentlich immer wieder auf die Idee, den unsäglichen Baring einzuladen? Dafür ringt mir auf der anderen Seite der engagierte, klar argumentierende Heribert Prantl echten Respekt ab. Ihr seid - wie immer im Open Thread - herzlich eingeladen, die Sendung und natürlich ...
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    182 Kommentare:

    1. ElBarto schrieb am 25. November 2011 at 18:06 - Permalink

      Schon die Anmoderation für den ollen Baring ist grandios. ;-)

      Mal sehen, ob ich bis zum Schluss der Sendung durchhalte.

    2. Hoppyhistoriker schrieb am 25. November 2011 at 18:08 - Permalink

      Arnulf Baring ist doch der einzige Historiker Deutschlands. Dazu noch neutral, weltoffen und frei von jedem Lobbyeinfluss (INSM).
      Ich wünschte ich könnte bei ihm Vorlesungen besuchen aber dafür müsste man wohl auf eine Napola ;)

      • Momo schrieb am 25. November 2011 at 18:47 - Permalink

        Ich unterstelle mal, Dein Kommentar ist ironisch gemeint, Denn zu Baring heißt es in Wikipedia:

        “Heute steht er keiner Partei nahe, unterstützt aber Stiftungen wie die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung, die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung und die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.”

        Womit er selbstvertständlich Parteien nahesteht. Meiner Ansicht nach handelt es sich bei Baring jedoch in Wirklichkeit um einen handfesten Rechtsextremisten in Nadelstreifen. Ich würde gerne einmal Mäuschen spielen und der rechten Socke Baring im trauten Kreise von Gleichgesinnten zu Themen wie Hitler, ausländische Mitbürger oder rechte Gewalttäter lauschen. Da würden einem angesichts der von Baring abgesonderten braunen Soße höchstwahrscheinlich die Ohren schlackern.

        • HHarlekin schrieb am 25. November 2011 at 19:14 - Permalink

          @Momo
          Ich denke, Hoppyhistorikers Kommentar war mit Sicherheit ironisch gemeint: Napola

          Da würde der olle Rumpelstilz wirklich prima hinpassen. Oder kommt er von da? Oder glaubt er, er wäre noch da…? ;-)

          Grüße

        • Jutta Rydzewski schrieb am 26. November 2011 at 12:12 - Permalink

          Ich würde gerne einmal Mäuschen spielen und der rechten Socke Baring im trauten Kreise von Gleichgesinnten zu Themen wie Hitler, ausländische Mitbürger oder rechte Gewalttäter lauschen.

          Es ist gar nicht erforderlich Mäuschen zu spielen. Der Herr Baring spricht über seine Gesinnung, wie er zu Hitler, dem Naziterror zwischen 33 und 45, zu ausländischen Mitbürgern, Integration usw. steht, ganz offiziell und öffentlich, z.B. auf CDU-Veranstaltungen in Hessen oder im ZDF. Näheres dazu in meiner Zuschrift Nr. 14. Übrigens, der Herr Baring war auch mal lange Jahre bei der so genannten SPD. Aber von der Sorte Spezial- bzw. Fataldemokraten gibt es ja mittlerweile eine ganze Menge, und es werden immer mehr.

          Da würden einem angesichts der von Baring abgesonderten braunen Soße höchstwahrscheinlich die Ohren schlackern.

          Nicht nur höchstwahrscheinlich sondern ganz bestimmt.;-)

          • long jogg schrieb am 26. November 2011 at 14:07 - Permalink

            Guckst Du auch hier:
            http://youtu.be/JuDoEOBb1RA

            Bei den Augsburger Gesprächen spricht der Herrenmensch Baring zu dem Untermenschen und Juden Goldhagen, er möge den Mund nicht so voll nehmen (Sekund 20 – danch kommt Mende, das sollte sich keiner antun).

    3. Vogel schrieb am 25. November 2011 at 18:17 - Permalink

      Dafür ringt mir auf der anderen Seite der engagierte, klar argumentierende Heribert Prantl echten Respekt ab.

      Prantl verdient idR allen Respekt, aber der Schlenker “rechte Gewalt — Euro — vergleichen (ein Topf und so)” der war nicht korrekt.

      Was Baring anlangt: Der Kerl war unmöglich, ist unmöglich und wird unmöglich sein.

      Zum Thema: 17 Verfassungsschutze (oder …schütze??) mit ihren V-Leuten (V=Verbindung?, der Staat hat Verbindungen zu solchen Geistern? – eh schon klar gewesen! V=Vertrauen?, der Staat hat Vertrauen in solche Leuten? – auch schon klar gewesen!) plus Landeskriminalämter plus … plus … Da kann nur Schoiße bei rauskommen. “Garbage in = garbage out!”

      Es nutzt kein Streiten: Die Obrigkeit ist imho immer eher auf dem Rechten Auge blind, war es und wird es bleiben. Gefährden tut das nix, das gehört zum “Spiel”!

      • sternburg schrieb am 26. November 2011 at 07:42 - Permalink

        Die Obrigkeit ist imho immer eher auf dem Rechten Auge blind, war es und wird es bleiben.

        ich kann mich an ein zahlenbeispiel von bka beamten, die sich um links – und die die sich um rechtsterrorismus kümmern, erinnern. ist schon einige jahre her, aber ich glaube, das das 10 zu 1 war. also beim bka kümmerten sich 10 mal mehr beamte um linke gewalttäter, als die die für rechte zuständig sind. das war schon jahre nach rostock 92 oder den nächtlichen brandanschlägen mit toten auf privathäuser von nicht autochthonen deutschen. ich weiß nicht mehr in welchem der beiden bücher von schenk ich den kräftevergleich beim bka gelesen habe ( “Auf dem rechten Auge blind: Die braunen Wurzeln des BKA” oder “Die braunen Wurzeln des BKA: Dokumentationen ” ? ). sonst fallen mir da die ergebnisse der asta wahlen in meiner studienzeit ein. richtig rechte gruppe, hatten die meisten stimmen bei den jurastudenten bekommen. auch bei den medizinern, aber die juristen belegten da immer platz eines oder zwei. als letztes beispiel, einfach mal recherchieren, wie oft gegen linke und wie oft gegen rechte mit dem 129a ermittelt wird? lasst mich nicht lügen, aber ich glaube in mehr als 90 % sind die opfer von 129a linke.

        http://antifastreetart.bplaced.net/images/black_block.jpg

        ps.: regierung wird am kommenden montag ausgetauscht:))
        http://www.titanic-magazin.de/postkarten.html?&card=14342&cHash=41fdc6363a56498f7d6135d080ee87e8

        • Felicitas schrieb am 26. November 2011 at 16:47 - Permalink

          Kannst Du diese Zahlen irgendwo belegen?

    4. Bastian (Weintraube) Himberger schrieb am 25. November 2011 at 18:40 - Permalink

      Eine politische Diskussion ist nur dann sinnvoll, wenn linke und rechte Meinungen zugelassen sind. Das macht den Reiz von “Augstein und Blome” aus.
      Baring schwächelt. Es müssen jüngere Konservative in die Quasselrunden. Auch auf der linken Seite sollte der Nachwuchs an die Front. Wie alt ist Jens Berger?

      • Vogel schrieb am 25. November 2011 at 20:19 - Permalink

        @Bastian

        Das macht den Reiz von “Augstein und Blome” aus.

        Was ist denn so reizvoll, wenn der hilflose Augstein diesem_Blome_diesem eine Bühne bietet? Klär’ mich bitte auf! Danke im Voraus!

        • long jogg schrieb am 25. November 2011 at 21:44 - Permalink

          Völlig richtig. Hermann Gremlitza war auf Einladung von Augstein auch mal als Gesprächspartner vorgesehen, hat diese aber wegen der Unerträglichkeit, mit Blome dieselbe Luft in einem Raum zu armen, freundlich abgelehnt.

        • Momo schrieb am 26. November 2011 at 01:46 - Permalink

          Das sehe ich genauso.

    5. Esco schrieb am 25. November 2011 at 18:40 - Permalink

      Boah Baring, der olle Otto! Bei Meinschberger neulich hatte er keine Argumente und musste bei jedem zweiten Satz versuchen, den Gysi lächerlich zu machen.
      Realitätsfremd, ignorant und verblendet. Die paar Wochen bei der HJ haben scheinbar mehr kaputt gemacht, als ihm lieb war.

    6. Rossi schrieb am 25. November 2011 at 18:49 - Permalink

      ROTFL, die Nazis waren also eigentlich links. Endlich sehe ich klar!!! :P

      • Esco schrieb am 25. November 2011 at 19:00 - Permalink

        Ja nationalSOZIALISTEN halt, LOL

      • ElBarto schrieb am 25. November 2011 at 19:09 - Permalink

        Ja großartig. Diese Nazis, die alten linksextremen Sozialisten.

        • long jogg schrieb am 25. November 2011 at 21:32 - Permalink

          Ist das verwunderlich, wenn einer so weit rechts steht wie A.B., für den war Hitler sogar noch ein extremer Linker. Wenn das die Heimleitung wüßte.

          • ola schrieb am 25. November 2011 at 22:56 - Permalink

            Die DDR war demokratisch. Mehr muss man einer solchen Flachpfeife wie Baring eigentlich bei solch einem Argument gar nicht entgegenhalten. Kindergarten mit Arnulf.

      • GrooveX schrieb am 25. November 2011 at 22:30 - Permalink

        mit dieser bösartigkeit hat schon vor ein paar jahren der fette von der münchener pleitepostille focus den otmar schreiner gequält.

      • minimax schrieb am 26. November 2011 at 03:08 - Permalink

        die europäischen Faschistischen in den 20iger Jahren haben sich als eine revolutionäre Bewegung gesehen. So mancher bürgerliche Historiker shlußfolgert daraus, daß die NSDAP eine Arbeiterpartei war (mal von dem Namen her ganz abgesehen).

        • sternburg schrieb am 26. November 2011 at 08:22 - Permalink

          @ minimax

          die europäischen Faschistischen in den 20iger Jahren haben sich als eine revolutionäre Bewegung gesehen.

          stimmt es, das der hitler anfangs in münchen bei den kommunisten mitgemacht hat?

          @ ola

          bei den ddr bürgerrechtlern sind schon z.t. einige xxxxxxx dabei (siehe gauck). freya klier bekommt es hin, die ddr für die aktuellen nazibanden im osten, ursächlich verantwortlich zu machen.

          “’…Fidschis und Mozis’ waren in abgesonderten Wohntrakts untergebracht, die offiziellen Gaststätten waren ihnen verwehrt. Sie durften die Stadt nicht ohne Genehmigung verlassen, mussten in den Betrieben niedere Arbeiten verrichten und sollten gar nicht erst Deutsch lernen. Vor allem – und das lässt jeden Rechtsradikalen noch immer jubeln – standen ihre Frauen unter Abtreibungszwang. Gibt es ein rechtsradikaleres Programm?…”

          http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13727979/Neger-Fidschis-und-die-Heuchelei-der-Linken.html

          am ende von dem artikel hast du dann den eindruck, das nicht die npd der richtige adressat ist, sondern die linke sich mal gefälligst zu nazikillern äußern solle :))

          @ Esco

          Ja nationalSOZIALISTEN halt, LOL

          ich finds es auch zum lachen: die kritik am internationalen kapital und das konstruckt nationaler sozalismus bei der radikalen rechten. aber die meinen das schon ernst:)) wenn es um den beliebtheitsgrad von nazipersönlichkeiten aus der zeit des 3. reiches geht, dann ist der beliebteste von denen, im osten nicht hitler, sondern sa – boss röhm. ich hab das beispiel aus ostdeutschland nur genommen, weil mir die umfrage dazu, unter ostdeutschen nazis grade einfällt. also nix nazis-gibts-vor-allem-im-osten. “…. Für uns bedeutet „Sozialismus“ sehr vereinfacht gesagt eine Angleichung der Lebensverhältnisse im Sinne der sozialen Gerechtigkeit und eine Notwendigkeit zum Erhalt der Völker- und Kulturenvielfalt dieser Erde. Wir unterscheiden nicht zwischen einem „raffenden“ und einem „schaffenden“ Kapitalismus, da wir erkannt haben dass es der untrennbar mit ihm verbundene Wachstumszwang ist, der auf dem Weg zur Profitmaximierung skrupellos so viel vernichtet, was uns am Herzen liegt. Seine mittelbaren und unmittelbaren Folgen sind die Auflösung von Grenzen und Völkern, das Degradieren von Menschen zu Lohnsklaven der kapitalistischen Verwertungslogik, Massenarbeitslosigkeit, Armut, Umweltzerstörung und Krieg – und in so einer Welt wollen wir nicht leben….” http://logr.org/delmenhorst/nationaler-sozialismus/ wer sich aber inhaltlich mit der kapitalismuskritik der radikalen rechten beschäftigt, wird schnell merken, das sich die kammeraden im grunde genommen nur um deutsche opfer ärgern. da gibt es keine analyse zum verhältnis mensch – kapital oder profit und arbeit. vor allem der konkurrenzgedanke im kapitalismus wird ja logischerweise bei nazis nicht angegangen.

          arnulf priem und die freiheitliche deutsche arbeiterpartei (fap) hier in berlin, in den 90igern oder heute nw-berlin, da wird viel auf Proletarier gemacht und anti establishment. alles nur oberflächlich. wenn sebastian schmidtke mit che t – shirt auftritt und rote fahnen auf nazi demos auftauchen http://bjb.blogsport.de/images/antifaanlogo.png ist das nur ein propagandistisches mittel zum menschenfischen.

          • Granado schrieb am 27. November 2011 at 03:28 - Permalink

            National-sozial(istisch) bedeutet: kann man die Kraft der Arbeitermassen, der vaterlandslosen Gesellen, irgendwie dem Nationalismus zuführen – mittels Antisemitismus. Vorgängerparteien: christlich-sozial – Wiener Bürgermeister Karl Lueger (1844-1910), preuß. Hofprediger Adolf Stoecker (1835-1909).

    7. HHarlekin schrieb am 25. November 2011 at 18:56 - Permalink

      Baring:”Die Nazis waren nicht rechts, die Nazis waren ne Linkspartei” LOL – was für ein (w)irrer alter Mann. Ich bewundere Prantl ebenso, der ruhig bleibt, und klar und klug gegen diesen Schreihals argumentiert. ;-)

      Btw: Der war auch diese Woche bei “Maische bei Menschberger”, und plärrte den Gysi die ganze Zeit wg. der DDR an (Eine üble Propagandasendung gegen die gesetzliche Rente mit dem Privatrenten-Propagandisten Bernd Klöckner, mit dem Albrecht Müller auch schon mal im Clinch war,)

      Offenbar haben die ARD-Sender wiedermal Baring-Wochen, UNGLAUBLICH! ;-)

    8. spinne schrieb am 25. November 2011 at 18:57 - Permalink

      Es muss da eine Art Dauerauftrag der öffentl. rechtl. Talkindustrie mit dem Baring geben. Gibt es da Sonderboni für die Journallie, wenn sie diesen armen alten Mann vorführt? Es gibt ja kaum noch eine Maischbergersendung ohne diese Karikatur seiner selbst. Ich frage mich, wer in diesem Land aus welchen Gründen noch GEZ Gebühren zahlt? Sollen die sich doch bitte endlich selbst subventionieren! Ne, ich tu mir sowas wirklich nicht mehr an.

    9. Volker Birk schrieb am 25. November 2011 at 19:10 - Permalink

      Wie schön, ich hab zum allerersten Mal eine gemeinsame Position mit Bosbach gefunden (wenn auch erst im letzten Satz): keine Handbreit den Nazis.

      Was ich nicht verstanden hab: weshalb haben die denn diesen niveaulosen Trottel eingeladen, den Baring? Was hätte der denn beitragen sollen, wenn er die NSDAP für eine linke Partei hält?

      Viele Grüsse,
      VB.

      • Benjamin schrieb am 25. November 2011 at 20:21 - Permalink

        Dass die NSDAP “links” gewesen sein soll ist ja der neuste Schrei unter den Freiheitlern, Neokonservativen und ähnlichen A…
        Hitler SOLL ja nach Kriegsende 5 – 10 min mit dem Sozialismus geliebäugelt haben, außerdem der Parteiname, was ja logisch ist, denn der Name sagt ja SO GUT WIE ALLES über eine Partei wie z.B. die Bürgerrechtspartei FDP oder die christliche Union oder die ach so linke SPD.
        Und als Krönung kommen dann die Zweckbündnisse mit dem Großmufti von Jerusalem als Antisemiten, wo dann eine (saudumme) Konstruktion/Verschwörung aus Kommunisten, Linksliberalen (sind ja auch Kommunisten), Islamisten (alle Moslems sind gegen “unsere Werte”) und Braunen (also Nazis ohne Abitur) herbeiphantasiert wird.
        Alles klar?
        Abgerundet wird das durch diese selten dämlichen Plakate der Tea Party wonach Obama wegen seiner Krankenversicherung ein “Socialist” sein soll und sich damit mit Stalinisten und Hitler einreiht…
        Ja dumm, aber viele Leute glauben das dann vllt wirklich :(

        • long jogg schrieb am 25. November 2011 at 21:37 - Permalink

          Der Historiker Götz Ali hat in seinem Buch “Hitlers Volksstaat” auch vom Sozialismus einer “Wohlfühldiktatur” geschrieben.

    10. Sukram71 schrieb am 25. November 2011 at 19:24 - Permalink

      Na das muss für einen wie den Baring ja auch ein traumatischer Schock sein, wenn man innerhalb weniger Monate von der Realität und der eigenen konservativen Regierung bescheinigt und gnadenlos vorgeführt bekommt, dass quasi alle konservativen Úberzeugungen, an die er sein Leben lang geglaubt hat falsch sind und waren.

      Er sagt es ja selber: Plötzlich AKWs weg, Wehrpflicht weg, sogar Rechtsextreme schlimmer als Linksextreme. Und die eigene Regierung gibt mit ihrem Handeln quasi zu, dass “die Linken” schon immer Recht hatten.
      Für den Mann bricht innerhalb weniger Monate eine Welt zusammen.
      Dann benimmt man sich halt wie ein störrisches kleines Kind und will es partu nicht wahr haben. xD

      • Vogel schrieb am 25. November 2011 at 21:21 - Permalink

        Er sagt es ja selber: Plötzlich AKWs weg, Wehrpflicht weg, sogar Rechtsextreme schlimmer als Linksextreme. Und die eigene Regierung gibt mit ihrem Handeln quasi zu, dass “die Linken” schon immer Recht hatten.

        Jau! Das Leben kann manchmal so grausam sein! Armer Barnulf, Baring, Bärwolf … ;-)

    11. long jogg schrieb am 25. November 2011 at 19:34 - Permalink

      Ey Jens, ich meine mich zu erinnern, dass ich den Tipp gab (Thema Chemtrails Ziff. 13) und auf den BR verwies. Schön, dass Du es aufgegriffen hast.

      Ein echtes Schmankerl. “Die Nazis waren keine Rechten”! Solche Historiker braucht Deutschland. Die Moderatorin Ursula Heller hat dagegen nach meinem Eindruck sehr gute journalistische Standfestigkeit bewiesen und Baring nach seinen ersten Aussetzern nicht einfach ignoriert, sondern ihn sogar mit ihren Fragen noch geschickt provoziert.

      • Spiegelfechter schrieb am 25. November 2011 at 22:32 - Permalink

        Stimmt. 1000 Dank! ;-)

      • rofl schrieb am 26. November 2011 at 00:06 - Permalink

        Bei dem Ausspruch wirkte Bosbach leicht irritiert ;)

        Ich muss eh sagen, neben Leuten wie dem Baring wirkt der Bosbach fast schon vernünftig. Und Baring hielt mit seinem immer wieder eingestreuten Geblame und der beleidigt-spielen-Nummer, den Prantl im Schach – vermutlich wurde deswegen eine solche Kombination gewählt.
        Schön wäre gewesen, wenn auch ein Vertreter der türkischen “Seite” an dem Gespräch teilgenommen hätte und mal ein wenig über den alltäglichen Rassismus beigesteuert hätte.

    12. R_Winter schrieb am 25. November 2011 at 19:34 - Permalink

      Baring ist ein Rechtsradikaler, der versucht den braunen Sumpf klein zu reden versucht.
      Es immer das Gleiche: Wenn das Grundsätzlich nicht greift, wird ins Detail gegangen (Baring: 10 Tote sind im Verhältnis zu den 80 Mill. klein).
      Baring negiert die 182 Morde der Rechten seit 1990 gegenüber 34 Morden in der RAF-Zeit.
      Wenn die Springer-Presse und das öffentliche Fernsehen mit ihren Kampf gegen Rechts ernst meinen, sollte Baring keine Plattform mehr geben.

      Wie Baring die Morde klein redet, im gleichen Sinne wird die Bankenkrise von der Regierung und seiner Presse verdreht.

      • Benjamin schrieb am 25. November 2011 at 20:14 - Permalink

        Exakt.
        Und was noch ekelhafter ist, ist das ständige Gejammer über einen angeblichen “Linksruck” in der Politik, Medien, Gesellschaft, obwohl die Politik sich in den letzten Jahren in genau die Richtung fehlentwickelt hat, wie es alle “linken” Parteien immer bemängeln (zumindest laut Wahlversprechen).
        Wie sagt man so schön, “links blinken…”

        • sternburg schrieb am 26. November 2011 at 08:39 - Permalink

          @ Benjamin

          Und was noch ekelhafter ist, ist das ständige Gejammer über einen angeblichen “Linksruck” in der Politik, Medien, Gesellschaft,

          und um dem etwas entgegen zu setzen, fördern staatliche stellen die radikale rechte? http://www.youtube.com/watch?v=Cm2QhoxtNyk oki, das teil läuft vor allem unter comedy, aaaber so ausschnitte wie aus einer panoramasendung von 2009 machen dann doch den ein oder anderen nachdenklich: npd chef in nrw (2009) sagt, das er nur mit dem geld vom vs in der lage war, einen landesverband in nrw zu gründen hehehehe.

          der vs in thüringen hat von 1994 bis 2000 1, 4 millionen euro für v-leute bei nazis ausgegeben:))

          ps. : wo der vs in thüringen seinen arbeitsschwerpunkt sieht:))
          http://www.thueringen.de/de/publikationen/pic/pubdownload1095.pdf
          sehr interessant auch der etat und für was das geld da so ausgebenden wird. ansonsten ganz klar, die kriminellen aus dem osten, die polnische organisierte kriminalität / ok und autoschieberei und so:))

    13. long jogg schrieb am 25. November 2011 at 19:40 - Permalink

      Interessant fand ich, dass es am selben Abend bei Anne Will zum Thema “Versagen des Sozialstaates” schon wieder einen Talk mit Arisch Barnulf gab. Sein politischer Gegner in der Runde war dabei Gregor Gysi, der aber eine jämmerliche Figur machte und sein tausendfach gehörtes Argumentationsrepertoire abnudelte. Das bei Anne Will im Gegensatz zu den Kontroversen mit Prantl zwischen Baring und Gysi zu beobachtende harmonische Debattenklima werte ich als Beleg für meinen Verdacht, wie stark Gysi von seiner Eitelkeit gesteuert wird.

    14. Jutta Rydzewski schrieb am 25. November 2011 at 19:44 - Permalink

      Dieser Herr Baring ist auch ein großer Hitlerbewunderer, und macht aus seiner braunen Gesinnung gar kein Geheimnis. Z.B. haute er am 09. Nov. 2003 (gerade an einem 09. Nov.) im Nachtstudio des ZDF, folgenden Spruch heraus: “Der Hitler hat ja in einem Maße dieses Land in Bewegung gebracht, was man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann. Er hat in den 30er Jahren, was bis in die 40er, 50er – man kann sagen – in die 60er Jahre weitergewirkt hat, den Leuten einen Elan vermittelt, der vollkommen von uns gewichen ist.”

      Am 07. September 2006 bezeichnete dieser Baring, übrigens, unter großem Beifall der hessischen CDU, die Verbrechen der Nazis als eine “bedauerliche Entgleisung”. Da kennt Rumpelstizlchen Baring nix. Millionen ermordete Juden, Sinti, Roma und politische Gegner, sind lediglich “bedauerliche Entgleisungen”, und ausdrücklich keine singulären Menschheitsverbrechen, zumal Herr Baring es für völlig übertrieben hält, in diesem Zusammenhang überhaupt von singulären Verbrechen zu sprechen. Baring hält auch nix von Integration sondern fordert Eindeutschung. Jawoll!! Und so ein Mann wird nicht etwa öffentlich geächtet, oh, nein, er ist, nach wie vor, einer der meist gebuchten Talkshowteilnehmer, insbesondere bei den Öffentlich-Rechtlichen.

      Ich hatte mir mehrfach die Mühe gemacht, immer dann wenn Baring mal wieder als Teilnehmer in einer dieser Verblödungsrunden angekündigt war, die Öffentlich-Rechtlichen anzuschreiben, unter Hinweis auf die o.g. Äußerungen dieses Herrn. Es hat bei ARD und ZDF noch nicht einmal zu Eingangsbestätigungen gereicht. … Nur Phoenix hatte geantwortet, und verwies auf die internationale Reputation dieses Herrn. …

      • FetteBeute schrieb am 26. November 2011 at 07:29 - Permalink

        Hitler wird für die Deutschen wohl ewig ein Mysterium bleiben. Tatsächlich ist es aber so, daß sein Einfluß bis weit in die Gegenwart reicht:
        Kriege werden heute in der Form von Blitzkriegen geführt. Kriegserklärungen gibt es nicht mehr. Kriegsgründe werden erstunken und erlogen. Das Morden für Rohstoffe ist wieder ein ganz aktuelles Thema (übrigens gibt es kaum jemanden, der sich wegen der deswegen Getöteten großartig aufregt). Die Gleichschaltung der Massen (inklusive der sehr wichtigen Selbstgleichschaltung) ist nahezu perfekt. Wer aufmuckt, der wird abserviert.

        Niemand hinterfragt mehr warum in Afghanistan, im Irak, in Lybien mit Hilfe des Westens und offensichtlich völkerrechtswidrig gemordet wird. Das bereits eine neutrale Haltung das politische Aus bedeuten könnte, hat der Außenminister Westerwelle am eigenen Leib erfahren.

        In unserem aktuellen Fall (Dönermorde) halten viele die Verbrechen einer rechtsextremistischen Zelle für schlimm und so ist es ja eigentlich auch. Aber welche Tragweite haben solche Verbrechen schon, im Vergleich zu dem was aktuell von den Amerikanern weltweit verbrochen wird und was mindestens indirekt von deutscher Seite Unterstützung erfährt? Tatsächlich ist die Republik bereits so weit nach rechts gerückt, dass die Morde durch diese NSU-Zelle schon fast wie Nebensächlichkeiten wirken.

        • Jutta Rydzewski schrieb am 26. November 2011 at 13:08 - Permalink

          So sehr ich Ihnen in Ihrer massiven Kritik an der US-amerikanischen bzw. an der Kriegspolitik der selbst ernannten westlichen Wertegemeinschaftler (einschließlich Deutschland) Recht gebe, in der Tat gibt es in diesem Zusammenhang Völkerrechts- und Zivilisationsbrüche, mit Bemerkungen wie

          In unserem aktuellen Fall (Dönermorde) halten viele die Verbrechen einer rechtsextremistischen Zelle für schlimm und so ist es ja eigentlich auch.

          habe ich mehr als nur erhebliche Schwierigkeiten. Die unsägliche Begrifflichkeit “Dönermorde” ist eine Herabwürdigung der Opfer, und verletzt die Angehörigen/Hinterbliebenen in einer unerträglichen Form. Außerdem handelt es sich bei der Mordserie nicht nur um “eigentlich” schlimme, sondern es sind schlimme, abscheuliche Verbrechen. Ein Mord beendet das Leben eines Menschen auf grausame Art, und kann deshalb auch nie wie eine Nebensächlichkeit wirken. Übrigens, Hitler für ein Mysterium zu halten, ist auch mehr als nur grenzwertig.

          Zusammengefasst: Ihre sehr berechtigte Kritik an den Zuständen in der Welt, werden durch sprachliche (begriffliche) “Verirrungen”, hinsichtlich des hier in Rede stehenden Themas weitgehend entwertet. Zumindest ist das mein Eindruck. Wie Sie es letztlich gemeint haben, vermag ich natürlich nicht zu beurteilen. Grundsätzlich möchte ich sagen, dass es wohl allerhöchste Zeit wird, dass “wir” endlich wieder mehr auf unsere Sprache (die Verwendung von Begriffen)achten, denn der Verderb der Sprache, ist der Verderb des Menschen.

          mfg
          Jutta Rydzewski

          • FetteBeute schrieb am 26. November 2011 at 22:44 - Permalink

            Das freut mich sehr, dass Sie das so sehen. Das spricht definitiv für Sie. Die Formulierungen waren natürlich absichtlich so gewählt. Entgleiste Formulierungen für eine entgleiste Welt.
            Natürlich haben Sie recht, wenn Sie sagen: Die Opfer werden durch den Begriff “Dönermorde” diffamiert. Aber IMMERHIN redet man über diese Opfer. Während man über die vielen Opfer des US-Imperialismus weitestgehend schweigt. Die Polemik soll hier für mehr Aufmerksamkeit sorgen.

            Unser Problem sind vor allem auch die vielen Komplizen der “Massenmörder” – die sich im Führungsapparat des Systems bewegen und formaljuristisch völlig unbehelligt ihrem Treiben nachgehen. Die Verhältnismäßigkeit der Diskussion ist nicht gegeben.

        • PIN schrieb am 28. November 2011 at 12:53 - Permalink

          @ FetteBeute

          In unserem aktuellen Fall (Dönermorde) halten viele die Verbrechen einer rechtsextremistischen Zelle für schlimm und so ist es ja eigentlich auch. Aber welche Tragweite haben solche Verbrechen schon, im Vergleich zu dem was aktuell von den Amerikanern weltweit verbrochen wird und was mindestens indirekt von deutscher Seite Unterstützung erfährt?

          Zur Tragweite:

          Wie viele Menschen mit türkischen Vorfahren gibt es hier und wie viele der Opfer stammen aus dieser Gruppe? Die Tragweite ist groß und sie klein zu reden, in dem einfach ein Vergleich mit einer noch größeren Opfergruppe gegriffen wird, was bringt das? Hilft es der größten ethnischen Minderheit in Deutschland, wenn wir ihnen erzählen, das es anders wo in der Welt, Gruppen gibt, die viel mehr Leid und Opfer zu beklagen haben?

          Zu den weltweiten Verbrechen der USA:

          Warum finden die USA in allen Ländern, die du aufzählst Unterstützer/Verräter unter den Einheimischen? Am Elend der Welt ist nur “der” Westen schuld?

    15. Heldentasse schrieb am 25. November 2011 at 19:51 - Permalink

      Ich glaube das “alter Schlachtross” Albrecht Müller hat auf den NDS die richtigen Fragen und Vermutungen zum Thema aufgestellt. Bemerkenswert der kurze Schlusssatz:

      Nichts ist auszuschließen.

      Weiterhin glaube ich, dass wir in naher Zukunft genau das bekommen was wir verdienen! Demnächst werden IMO die gleichen astreinen Demokraten (und deren Beamte) die von uns gewählt wurden, und die diese rechte Hybris durch weg schauen und nicht handeln und im Wost Case evtl. durch eine nicht auszuschließende Unterstützung erst ermöglichten, Sündenböcke für ihr Versagen in der Krise benötigen und damit den Kreaturen aus dem rechten Sumpf erst so richtig Auftrieb verleihen.

      Man will sich das gar nicht ausmalen: Von staatlichen Stellen ermöglichter Nazi-Terror, in Deutschland, sechs Jahrzehnte nach dem Ende der NS-Diktatur. Sollte das tatsächlich der Fall sein, dann blicken wir in einen Abgrund von Verrat – nur, dass die Verräter in diesem Fall angebliche “Staatsdiener” wären. Der Schaden für die Demokratie könnte größer nicht sein.

      Der Staat hat es nicht vermocht, die Bürger zu schützen
      Die Braune Armee Fraktion

    16. twex schrieb am 25. November 2011 at 19:52 - Permalink

      Mir geht das ritualisierte Betroffenheitsgeseiere von Prantl & Co so dermaßen auf die Nerven, da übersehe ich gern mal Barings schlechte Manieren.

      Und wenn ein Serienmord Terrorismus ist, war Jack the Ripper Terrorist.

      • Benjamin schrieb am 25. November 2011 at 20:05 - Permalink

        Streng juristisch gesehen sind beides Morde, klar.
        ABER!
        Der NSU mordet um eine ganze Gesellschaft in ihren Grundfesten zu erschüttern.
        Ein Triebtäter hat da wohl ganz andere Motive, ihm geht es “nur” um das jeweilge Opfer.
        Damit will ich natürlich nicht irgendwelche Dinge beschönigen, aber die NSU will uns terrorisieren, also sind es Terroristen. Klar?

      • Vogel schrieb am 25. November 2011 at 21:29 - Permalink

        @twex
        Schade, dass immer nur die “Prantl&Co” – wie Du sie nennst – “Betroffenheit seiern” – wie Du es nennst. Wäre schön, wenn von den Anderen ‘n paar auch ‘mal getroffen betroffen sein könnten, oder?

        Wie wär’s: Machst Du ‘mal ‘n Anfang?

        Rein rhetorisch: Wenn dieser Serienmord nur ein solcher war, nicht eine rechtsterroristisches Verbrechen, kann es dann sein, dass Auschwitz auch nur ein Serienmord war? Halt ein Großserienmord? (Jaja, ich weiß, Godwin&Co – aber Du lässt einem ja keine Chance, die Fassung zu wahren)

      • ola schrieb am 25. November 2011 at 23:25 - Permalink

        Gehen direkt zu PI, Begib dich direkt dorthin, geh nicht über Los, ziehe nicht 4000€ ein.

      • sternburg schrieb am 26. November 2011 at 09:19 - Permalink

        @ twex

        Und wenn ein Serienmord Terrorismus ist, war Jack the Ripper Terrorist.

        himmm … es geht nicht um technik, es geht um motivation und qualität, bei der bewertung von verbrechen.

        den spezialisten, bei den ermittlern wird es einfach helfen, wenn sie bei einem flambierten porsche 918 spyder, tätereinteilung vornehmen. die ermittlungsansätze werden andere sein, wenn es sich um jugendliche handelt, die ein teures auto aufbrechen und es zu schrott fahren oder wenn die selbe edelkarre ungenutzt , einfach in flammen aufgeht. du kannst sagen: kein unterschied. das opfer hat in beiden fällen kein auto mehr….. aaaber wenn das opfer weiß, das es nur zufall war, das sein auto aufgebrochen worden ist und damit ne spritztour gemacht wurde, bei der die karre zu schrott ging, macht dem opfer das weniger angst, als wenn es weiß, es ist gezielt ausgesucht worden und es geht nicht um den prosche da unten, es geht um ihn. er soll sich hier verpissen. weil bonzen aus dem kiez raus sollen.

        ich weiß nicht ob das damals bei jack the ripper alles nutten waren? wenn ja, dann ist der unterschied zu rechtsterroristen im motiv. es wird doch immer von politischer motivation dabei gesprochen. wenn jack the ripper die damen nicht aus sexuellem sadismus umgebracht hätte, sondern weil er ein religiöser fanatiker ist, dann kann würde man wohl von terrorismus reden? er will über seinen terror kommunizieren. politische signale setzen. es geht ihm um mehr, als sein sexuell-gestörtes lustempfinden, wenn es nicht um sexuell-sadistische-triebabfuhr ginge.

        eine verbrechensserie, bei der kleine selbstständige ausgeraubt werden und dabei auch umkommen oder eine verbrechensserie, bei der kleinstunternehmer gekillt werden, weil es im gunde nicht um materielles geht, sondern den menschen an sich. weil er nicht deutsch ist – wird er getötet. es geht nicht ums geld, in der ladenkasse von dem tele café von ali, es geht um ihn und wenn man könnte würde man nicht nur ihn, sondern auch seine restliche familie töten.

        übrigens ein guter artikel von jan feddersen in der taz aus dieser woche zu dem aspekt, das die opfer der nsu alles sog. kleine leute waren. einfache menschen, die sehr hart arbeiten und was für sich und ihre familien aufbauen wollen. wie fleißig waren die nsu terroristen in ihrem vor-untergrund-leben? oder sarrazin und sein diss auf arabische – und türkische gemüsehändler. zum kotzen der dreck aus dem radikalisierten mitte – milieu!

        “…Aber auffällig ist darüber hinaus, dass die Opfer sehr wohl etwas gemeinsam haben, das über die ethnische Wahrnehmung weit hinausgeht: Es waren keine zufällig in einer Caystube sitzenden Männer, keine Erols und Ahmeds, die irgendwo flanieren – sondern Handwerker und Kleinunternehmer.

        Und zwar dort, wo sie arbeiten.

        Orte wie Frisör- und Gemüseläden symbolisieren aber mehr als Migration. Wer diese betreibt, arbeitet extrem hart und fleißig an der eigenen bürgerlichen Existenz. Der will es in der neuen Heimat unbedingt schaffen, und zwar mit Arbeitszeiten, die vom frühen Morgen bis in den späteren Abend reichen. Zehntausende MigrantInnen leben diesen bürgerlichen Traum vom Aufstieg durch Fleiß und Strebsamkeit. In Internetcafés, mit Frisörsalons, in Spätkaufkiosken, mit Gemüse- und Obstläden.

        Das allein müsste allen, die diesen knochigen Weg des Ankommens und Existenzsicherns nie gehen mussten, Respekt abnötigen, mindestens….”

        http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=tz&dig=2011%2F11%2F21%2Fa0135&cHash=9ec15b4a6a

        • Peleo schrieb am 26. November 2011 at 10:29 - Permalink

          @ sternburg

          Danke für den Hinweis auf den taz-Artikel (hatte ich so klar auch noch nicht gesehen) und Respekt dafür, auf jenen “Beitrag” so ruhig und sachlich zu antworten.

          • sternburg schrieb am 26. November 2011 at 10:52 - Permalink

            @ Peleo

            und Respekt dafür, auf jenen “Beitrag” so ruhig und sachlich zu antworten.

            himmm … ich bin ziemlich kontaktfreudig und offen. ich kenn deswegen so dermaßen unterschiedliche menschen, das ich meistens, gewissen leuten gar nicht mal etwas böses unterstellen würde. die sind eben anders aufgewachsen als ich. vielleicht lernen die was von mir, vielleicht lerne ich was von denen. grundsätzlich ist bei mir die reiz schwelle hoch, wo ich los brülle troll alarm und so was. manche wissen es nicht besser und wollen selber nur gutes. genau wie ich.

            ich würd auch keinem, der hier schreibt und erst einmal nur eine andere meinung hat und dabei nicht verletzend ist oder persönlich wird, empfehlen zu pi zu wechseln. besser die lesen hier und bleiben bei spiegelfechter.

            ich habe drei geschwister. von unseren eltern frei erzogen (kein religionsscheiß, nationalismus und standesdünkel), im studentenheim ( hochhaus, 17 stockwerke, 400 stundenten und mehr ? ) mit 30 leuten auf einer etaage zusammen gewohnt. später wg und bis heute noch nie alleine gewohnt. ich hab sehr viel kennen lernen dürfen. heute arbeite ich im dienstleistungsbereich und mir hilft das sehr, das ich mich meistens gut in den anderen hinein versetzen kann. was der will und so.

            • ola schrieb am 26. November 2011 at 17:54 - Permalink

              Bewundernswert Ihr Glaube. Wie alt sind Sie, wenn ich fragen darf?

            • sternburg schrieb am 27. November 2011 at 20:00 - Permalink

              @ ola

              Bewundernswert Ihr Glaube

              glaube und erfahrung.

              Wie alt sind Sie, wenn ich fragen darf?

              nö. verrate ich net:)) quatsche sowie so zu oft zu persönliches

              “…Älterwerden ist gar nicht so schlecht, wenn man die Alternative bedenkt…” maurice chevalier hohoho

            • GrooveX schrieb am 27. November 2011 at 20:26 - Permalink

              glaube und erfahrung

              das wird man doch wohl noch sagen dürfen!

        • Tracid schrieb am 26. November 2011 at 16:36 - Permalink

          ich weiß nicht ob das damals bei jack the ripper alles nutten waren?

          Der Begriff Nutte hat in gewissen Kreisen denselben Klang wie der Begriff Nigger. Er weißt Dich als menschenverachtend aus.

          Mit Sprache fängt es an.

          • kitkat schrieb am 26. November 2011 at 16:57 - Permalink

            Wenn ich mir ansehe, wie Hilfsgruppen aus dem Bereich sich selbst im Namen bezeichen (Huhrenhilfe etc. ), glaube ich , das die Profis aus dem Gewerbe am aller wenigsten ein Problem mit dem Wort Nutte haben. Ganz im Gegenteil zu manch einem Bedenkenträger.

            • Tracid schrieb am 27. November 2011 at 15:45 - Permalink

              Speziell die sogenannten Profis haben damit ein ganz besonderes Problem.
              Hier mal die Nomenklatur:
              PC: Sexworker, SDL, CDL
              Akzeptiert: Hure, Prostituierte
              Absolutes No-Go: Nutte – abwertend und verachtend!
              Schade, daß das letzte Post gelöscht wurde, was einiges über diesen Blog aussagt…diffamierende Begriffe bleiben stehen, die Hinweise darauf werden gelöscht. Ohne Worte.

            • sternburg schrieb am 27. November 2011 at 19:56 - Permalink

              @ Tracid

              zu spät gelesen. bestimmt kein diss auf sexarbeiterinnen. oki doki – nicht mehr nxxxe. werd mich dran halten:))

              http://www.abendblatt.de/multimedia/archive/00128/Domenica_2_HA_Hambu_128954b.jpg großes herz die lady , r.i.p.

    17. Benjamin schrieb am 25. November 2011 at 20:02 - Permalink

      Jaja, der böse böse Linksextremismus (für Baring wohl schon beginnend ab Merkel?) und die Islamisierung des Abendlandes (Döner)…

      DAS ENDE IST NAHE.

      Ich habe vor folgenden Dingen mehr Angst als vor irgendwelchen ominösen Bartträgern:

      Unsere Regierung.

    18. Rossi schrieb am 25. November 2011 at 20:02 - Permalink

      @twex: Denke zwar, dass dein Kommentar in eine Richtung geht, die ich nicht teile, aber bei dem Punkt “Serienmord ist noch kein Terrorismus” würde ich dir fast zustimmen.
      Ich denke nämlich auch nicht, dass man hier von Terrorismus sprechen kann. Hier haben sich ein paar kranke Idioten radikalisiert und sie wurden dabei wohl offenkundig auch von einem gewissen Umfeld gedeckt, aber darin direkt Terrorismus zu sehen… das geht mir auch irgendwie ab.

      • lulu schrieb am 25. November 2011 at 21:22 - Permalink

        Hier haben sich ein paar kranke Idioten radikalisiert und sie wurden dabei wohl offenkundig auch von einem gewissen Umfeld gedeckt, aber darin direkt Terrorismus zu sehen…

        Merke: Terroristen = ein paar kranke radikalisierte Idioten !

      • sternburg schrieb am 26. November 2011 at 10:03 - Permalink

        @ Rossi

        Hier haben sich ein paar kranke Idioten radikalisiert

        himmm … @ rossi wenn dich die frage interessiert, in wie weit militanz gegen menschen in der radikalen rechten diskutiert wird und akzeptiert ist, googel mal datenantifa und hacks z.b. zum netzwerk von blood & honor. leute, die sich mit der szene beschäftigen aus engagement oder professionalität werden dir nicht bestätigen, das die geisteshaltung von nsu eine ausnahme ist oder eher auf vereinzelte, isolierte spinner reduziert werden kann.

        ein beispiel aus diesem jahr hier in berlin kreuzberg am rande einer demo aus dem spektrum der freien kräfte: “…„Das ist unglaublich, die machen hier Jagd auf Ausländer“, spricht eine Frau in ihr Handy…” http://www.tagesspiegel.de/berlin/neonazis-gehen-in-u-bahnhof-auf-migranten-los/4172264.html ein freund von mir hat das auch anfang der 90iger auf der rückreise von prag nach berlin im dresdener bahnhof erlebt. die kalkulieren tote ein.

        wie schon bei @twex ist terrorismus immer politisch motiviert. man kann z. b. bei gangstern davon sprechen, das sie einen kiez terrorisieren, aber das ist kein terrorismus. die skinheads sächsische schweiz (SSS) wollen oder wollten einen anderen staat, sie wollen eine andere gesellschaft. das ist inhaltlich etwas anderes, wenn ich z.b. gangster mit politischen vergleiche. die zielsetzung ist völlig unterschiedlich. oder die kommunikation z. b. im bereich aufmerksamkeit: gangster hassen aufmerksamkeit (stört bei den geschäften), politischer terror braucht aufmerksamkeit. ja er will aufmerksamkeit.

        der gangster killt einen händler, weil er kein schutzgeld mehr zahlen will? der rechtsterrorist killt einen menschen, weil er symbolisch für z.b. die ablehnung von “völkervermischung” steht. da gibt es eine überhöhung der gewalt bei politischen, die bei gewöhnlicher kriminalität so nicht gegeben ist. ich denke da z.b. an horst mahler und seinen kommentar zu 9/11:

        “….Der Luftschlag der noch unbekannten Todeskommandos hat das Herz dieses Ungeheuers getroffen und für einen Tag gelähmt….”

        “…..Dem Vernichtungskrieg der Globalisten gegen die Kulturen der Völker ist jetzt erstmals auf amerikanischen Boden eine militärische Niederlage beigebracht worden…..”

        “….Die militärischen Angriffe auf die Symbole der mammonitischen Weltherrschaft sind … eminent wirksam und daher rechtens….”

        http://www.wahre-worte.de/horst_mahler_npd_raf.htm

        jedenfalls glaube ich nicht, das es sich um ein paar gangster, mit einem rechtsradikalen touch handelt.

        bei mahler noch mal die rolle des kriegers: “…”Kämpfer für das Gute, stiftet der Ritter nur zu oft Schaden, in Zorn und Verblendung. Er wütet in einer Hammelherde. Er befreit Räuber, die ihr Handwerk alsbald wieder aufnehmen werden. Er ist imstand, die allerunschuldigsten Leute zu verwunden, ohne nachher viel Bedauern zu zeigen, denn immer ist er im Recht….”

        dieser ganze ideologische scheiß ist dem “soldaten” einer kriminellen rockergang fremd.

        sooo … zum schluß noch watt lustiges: olivia jones bei der npd.
        http://www.youtube.com/watch?v=lPjiLm6_Z0w

      • ich troete weiter schrieb am 26. November 2011 at 10:23 - Permalink

        die RAF war dann aber auch kein Terrorismus?!

    19. long jogg schrieb am 25. November 2011 at 20:35 - Permalink

      16. und 18.: Das sind die Interpretationen der Rechten, die wir im Fall Breyvik bereits aus dieser Ecke gehört haben.

    20. long jogg schrieb am 25. November 2011 at 20:37 - Permalink

      Gemeint sind 16. und 18.

    21. Rossi schrieb am 25. November 2011 at 21:08 - Permalink

      Ach und was mach ich jetzt, wenn ich links bin? Persönlichkeitsspaltung diagnostizieren lassen und mich in Therapie begeben?
      Wer sagt dir denn so genau, dass die beiden Haupttäter nicht vielleicht so oder so getötet hätten, egal ob mit oder ohne rechtem ideologischem Unterbau?

      • GrooveX schrieb am 25. November 2011 at 23:27 - Permalink

        man könnte sagen, sie waren spaßkiller in serie mit rechtsradikalen, türkenfeindlichen motiven. sie hatten ihren spaß, die anderen den terror. doch worauf soll so eine diskussion hinauslaufen? ach so, der unterbau. nun, vielleicht war ihr rechtsradikalismus ihr ideologischer überbau.

        ihr video ist bekannt, ihr sozialer hintergrund ist bekannt, ihre kumpane sind bekannt. es gibt abgrundtief dummen, bösen und unverständlichen terror. sie haben ihn ausgeübt und genossen. also was willst du eigentlich mit deiner aussage ‘aber darin direkt Terrorismus zu sehen… das geht mir auch irgendwie ab’? das geschehen banalisieren? wozu?

      • GrooveX schrieb am 25. November 2011 at 23:50 - Permalink

        und noch was: war gundolf köhler ein terrorist? wenn ja, warum?

      • ola schrieb am 25. November 2011 at 23:53 - Permalink

        Du kannst nicht links sein. Du musst da was überprüfen. So mit dir, im stillen Kämnmerlein. Also die Sorge kann ich dir nehmen.

    22. long jogg schrieb am 25. November 2011 at 21:21 - Permalink

      Also dann mal anders zu meiner Definition von Terrorismus:
      „Brauner Terror“, heißt es, liegt dann vor, wenn deutsche Rechtsextremisten aus dem Untergrund
      heraus über mehr als ein Jahrzehnt lang in ihrem fanatischen Ausländerhass türkische Dönerbudenoder
      Kioskbesitzer gezielt töten und wieder abtauchen, ohne in Bekennerschreiben extra darauf hinzuweisen, dass für sie jeder in Deutschland lebende Türke oder Grieche einer zu viel ist. Von Terror, zumal von „braunem Terror“ kann deshalb da nicht die Rede sein, wo im Zuge demokratisch legalisierter Ausländerpolitik um Europa eine „Mauer“ gezogen wird, die den Zuzug von unerwünschten Ausländern verhindern soll und an der jährlich Hunderte von Ausländern jämmerlich verrecken – zu Lande, aber vor allem im Wasser des Mittelmeers.

      Auch dort kann von „braunem Terror“ nicht die Rede sein, wo Menschen mit fremder Staatszugehörigkeit auf der Grundlage des Ausländergesetzes hierzulande das Leben so schwer gemacht wird, dass sie entweder freiwillig wieder in jene Regionen zurückkehren, in denen sie um ihr Leben fürchten mussten, oder sich hier umbringen.

      Schließlich fällt es nicht unter „braunen Terror“, wenn Menschen, die sich hier illegal aufhalten, erst in Ausländerbaracken konzentriert, dann in Abschiebegefängnisse überführt und schließlich gefesselt per Flieger wieder dorthin zurück verfrachtet werden, wo sie ihres Lebens nicht sicher waren.

      Es handelt sich in diesen Fällen deswegen nicht um „braunen Terror“, weil all diese, rücksichtslos gegenüber Leib und Leben von Ausländern durchgeführten Maßnahmen erstens nicht von fanatischem Ausländerhass, sondern von politisch kalkulierter Ausländerfeindschaft der Demokraten zeugen, weil sie zweitens nach Recht und Gesetz verfügt werden, weil sie drittens nicht aus dem Untergrund, sondern in aller Öffentlichkeit im polizeilichen Obergrund passieren und weil sie viertens regelmäßig mit „Bekennerschreiben“ versehen sind, die sich in allen deutschen Tageszeitungen als Informationen der Innenminister über neue Maßnahmen zum Schutz der Heimat vor illegalen Ausländern und als Statistiken über deren erfolgreiche Durchsetzung lesen lassen.”
      Diese Einschätzung von Freerk Huisken in “Gegenrede” teile ich voll und ganz.

      • GrooveX schrieb am 25. November 2011 at 23:38 - Permalink

        ich kann freerk (darf ich sagen, wir kennen einander), seine denkweise und analysen sowie seinen text gut nachvollziehen, finde jedoch angesichts der verstrickung der vs-ämter und polizeien in das mörderische gesamtgeschehen, das keinerlei legale rechtfertigung für sich in anspruch nehmen kann, es nicht einmal will, diese gegenrede mindestens unglücklich veröffentlicht, nein, verunglückt.

        • long jogg schrieb am 26. November 2011 at 09:31 - Permalink

          Deine Kommentare gefallen mir immer wieder. Im Ernst. Auch dieser ist korrekt ……aber: Selbst wenn alle rechten Strukturen zerschlagen, rechten Parteien Verboten und die letzte Glatze von der Strasse gefegt sind, ändert sich für die Masse der (unerwünschten) Opfer im staatlich organiserten Normalbetrieb der “Ausländerpoltik” nichts.

          Man liest sich!

    23. rofl schrieb am 25. November 2011 at 21:29 - Permalink

      Was plappert der senile Alte sich da überhaupt dauernd in den nich vorhandenen Bart? Der merkt ja offensichtlich nicht mal annähernd, wann er angesprochen ist und wann er Sendepause hat. Hält der sich für den Co-Moderator? Kindisch.

      Er teilt also die Meinung, dass Morde ein Verbrechen sind? Für so ein Banalität meint er dem Prantl schon ins Eröffnungswort (!) reinplappern zu müssen? Far Out! Aber zu einem “Historiker” , der die NSDAP zu Linken umdichten möchte, bedarf es natürlich auch einer gehörigen Portion Ignoranz und Selbstüberschätzung. Meine Herren!

      Also ich hab ja schon einiges über den Kerl gehört, aber aufgrund fast völliger Fernsehabstinez hatte ich den Wirrkopf noch nie live ertragen müssen. Der geht ja mal überhaupt gar nicht.

    24. Benjamin schrieb am 25. November 2011 at 21:54 - Permalink

      Hab mir das mal ein paar Minuten angetan -,- GRAUENHAFT!

      Ich meine…

      Bosbach ist ein Konservativer und Prantl ein eher linksliberaler, wozu braucht man da noch so einen alten Zwischenquaker ohne Substanz und halbgaren Theorien??

      Das nächste mal will ich dann auch einen von der APPD dort haben :P

    25. Mercury schrieb am 25. November 2011 at 21:59 - Permalink

      Gedächtnisprotokoll, outro, verkürzt:

      Moderatorin: Herr Bosbach, Bundespräsident Wulf trifft sich morgen mit den Opfern…was halten Sie davon?

      Bosbach: …ein gaaanz wichtige “Geste”…

      Leiser (kaum wahrzunehmender) Zwischenruf Baring: Och nö!

      Realsatire @ it’s best! Neudeutsch auch sitting StandUp Comedy.

      Für mich alle 3 Gäste Klischekanonen, aber wirklich gute Arbeit von der Moderatorin. Lest doch mal Albrecht Müllers Erinnerung an die montäglichen Sitzungen im Kanzleramt im weiter oben zitierten Artikel auf den NDS. Er sagt spätestens nach dem 5.ten Mord mit der gleichen Waffe häte der Kanzler “wissen wollen” was dahinter steckt! Genauso sieht es aus. Und DAS ist es was man hinterfragen muss.

      • minimax schrieb am 26. November 2011 at 03:25 - Permalink

        Auf jeden Fall sehr amüsant, das ganze hat mich an Loriot erinnert.

        -Sie schreien mich an und ich haue auf den Tisch-

    26. Rossi schrieb am 25. November 2011 at 22:01 - Permalink

      @long jogg:

      Oh man… du wirfst da ja viele Dinge in einen Topf.

      Soll ich dich da richtig verstehen, dass du der Meinung bist, dass zwischen all den Missständen, die du da anprangerst ein Zusammenhang besteht bzw. ein Netz rechter Verschwörung dahinter steht?
      Für mich klingt deine Argumentation leider allzu sehr nach “passt ins Bild”. Das mag sogar sein, nur bleibt es eine Vermutung bzw. Unterstellung deinerseits. Wie und was die Täter gedacht haben und was sie angetrieben hat werden wir vielleicht in Zukunft aufgrund ihres Umfeldes noch erfahren, vielleicht aber auch nicht.
      Die Dinge sind leider nicht immer sauber in schwarz und weiss zu trennen. Für den einen mag diese Mordserie für rechten Terror stehen, für mich tut sie das nicht, denn 2 (oder von mir aus auch drei) Täter sind noch kein Terrorkomplott. Wenn man sowas mal mit dem Terror der RAF, der IRA oder islamistischen Organisationen vergleicht, dann fehlt in diesem Fall definitiv die Struktur, die für ein Netz sprechen würde, das über eine breite Basis hinweg organisiert agiert.

      • long jogg schrieb am 25. November 2011 at 22:16 - Permalink

        Rossi:

        1. Der Zusammenhang zwischen den Missständen heißt “Rassistischer Konsens in der Gesellschaft”.

        2. Es gab nachweislich eine Verbindung der NSU-Terrorzelle zu dem international agierenden Netzwerk “Blood and Honour”. Die Verbindung zu „Blood and Honour“ ist auch deshalb brisant, weil das Terrortrio bei seinen Anschlägen genau nach einer Blaupause gearbeitet hat, wie sie im Umfeld von „Combat 18“ Mitte bis Ende der 90er Jahre als Propagandamaterial verbreitet wurde. Darin wird empfohlen, Anschläge auf Migranten durchzuführen, dabei nur in kleinen Zellen von maximal zwei bis vier Personen zu arbeiten und niemals Bekennerschreiben zu hinterlassen. Außerdem wurden Anleitungen für Nagelbomben verbreitet, die der beim Anschlag in der Kölner Keupstraße verwendeten Nagelbombe stark ähneln.

        • spinne schrieb am 25. November 2011 at 22:41 - Permalink

          yep, auch die schwyzer eidgenossen, die sich auch gerne “sozialistisch”, patriotisch und gaaanz bodenständig – seriös in szene setzen, wissen, dass, wenn es um die sache der “weißen herrenrasse geht” nationale grenzen plötzlich gar keine rolle mehr spielen.

          so wurde bspw. Blood and Honour in der Schweiz von einem gewissen Sascha Kunz gegründet, ebenso wie die Partei National Orientierter Schweizer

          http://de.wikipedia.org/wiki/Sacha_Kunz

          • spinne schrieb am 25. November 2011 at 22:52 - Permalink

            siehe auch

            http://bazonline.ch/schweiz/standard/Der-nette-Neonazi–von-nebenan/story/17810349

            • spinne schrieb am 25. November 2011 at 23:19 - Permalink

              und noch ein link
              http://www.20min.ch/news/schweiz/story/31599863

              Die «Europäische Aktion» will die Rechtsextremen im deutschen Sprachraum vereinen. Der Schweizer Mitgründer wirbt an NPD-Veranstaltungen für das Bündnis. Experten sind alarmiert.

      • sternburg schrieb am 26. November 2011 at 10:37 - Permalink

        Wenn man sowas mal mit dem Terror der RAF, der IRA oder islamistischen Organisationen vergleicht, dann fehlt in diesem Fall definitiv die Struktur, die für ein Netz sprechen würde, das über eine breite Basis hinweg organisiert agiert.

        ich denke nicht, das eine terrorzelle, organisatorisch oder zustimmungsfähig in eine breite basis eingebunden sein muss. wenn ich an die gruppe “klasse gegen klasse” denke, dann waren die innerhalb der radikalen linken immer isoliert und waren organisatorisch nicht in einer breiten basis eingebettet. es gibt doch von böll diesen spruch von den 6 gegen 60 millionen ? das avantgarde gehabe der raf hat sie innerhalb der radikalen linken sehr unbeliebt gemacht.

        http://www.youtube.com/watch?v=jNpDtVG3HNs

        @ long jogg

        Der Zusammenhang zwischen den Missständen heißt “Rassistischer Konsens in der Gesellschaft”.

        das möchte ich um ein weiteres konkretes beispiel ergänzen: es gibt ein dorf in brandenburg (?) wo bürger geld gesammelt haben und nazis damit bezahlten, die ein flüchtlingsheim anzünden sollten. ich kann mich da nur noch dunkel erinnern, aber ich glaube, das heim ist dann auch angezündet worden.

        zur gefährlichkeit für menschen noch der fall zeca schall aus thüringen: “…Die rechtsextreme NPD in Thüringen bedrohte einen CDU-Politiker, der auf CDU-Wahlplakaten abgebildet war. In einer Mitteilung kündigte die NPD ein “Gespräch” mit Zeca Schall an, bei dem er “zur Heimreise animiert” werden solle….”
        http://www.thueringerblogzentrale.de/2009/08/13/ersetzt-die-thuringer-cdu-nach-npd-hetze-wahlplakate/

        ansonsten gibt es beispielle für staatlichen rassimus wohl genug. leider. stichwort residenzpflicht bei flüchtlingen. “…Ziel ist, den Zuwanderern die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Leben in Deutschland zu ermöglichen….” oder “…Den Menschen im Blick. Schützen. Integrieren…” homepage des bundesamtes für migration und flüchtlinge :)) http://www.bamf.de/DE/Startseite/startseite-node.html

    27. Mercury schrieb am 25. November 2011 at 22:43 - Permalink

      3. Und warum wird immer die selbe Pistole verwendet? Weil das Trio nur 1 vernünftige Waffe (mit Schalldämpfer?) hat? Oder ist es vielleicht ein chiffriertes Bekennerschreiben? Eine Botschaft an die Zellen-Kollegen?

      Ich finde diese Frage, wird von den Mainstreams schon von den ganzen “nicht erkennbar / keine Bekennerschreiben” Argumentationen aus dem Fokus gedrängt.

      Die einzige Vebindung zu allen Morden ist die Waffe. Die einzige Gemeinsamkeit der Opfer ihre Herkunft.

    28. Mustera schrieb am 25. November 2011 at 22:58 - Permalink

      Die Sendung zeigt mir einfach nur, es gibt zu viele Talkrunden…und Ziel ist in erster Linie Entertainmentund keinesfalls Aufklärung oder eine gewinnbringende Diskussion.

      Natürlich wird der Baring eingeladen, der sorgt für Konflikt und damit die Quote ( die für die Öffentlich Rechtlichen nicht relevant sein sollte, aber gut). Der Mann hat Unterhaltungswert, mehr nicht. Und natürlich ist sein Vorwurf berechtigt, man würde versuchen ihn in eine Ecke zu drängen. Das merkt man schon an der Anmoderation. Baring begreift nur nicht, dass er genau deshalb eingeladen wird: Um unhaltbare Positionen zu vertreten, die provozieren.

      Und dann wird natürlich wieder um den heißen Brei herumdiskutiert. Da muss man dann erst wieder zu dem Konsens finden, dass Extremismus jeglicher Couleur abzulehnen ist. Im Zuge dessen wird dann noch mal die olle RAF aus der Mottenkiste geholt und am Ende hat man wieder viel heiße Luft produziert, aber die pikanten Fragen, die die Mordserie aufgeworfen hat, wurden höchstens gestriffen. Dann kann man sich diese Diksussionsendungen auch sparen.

    29. ola schrieb am 25. November 2011 at 23:18 - Permalink

      Es ist traurig mitansehen zu müssen auf welche Vordenker die national Konservativen zurückgreifen müssen. Dort herrscht das totale intelektuelle Vakuum. menschen wie Baring, Henkel oder Di Fabio, es ist eine Schande. Da würde sich sogar der Krüppelarmkaiser im Grabe umdrehen. Leider und das muss man auch feststellen, scheint es dem Publikum zu genügen.

    30. spinne schrieb am 25. November 2011 at 23:55 - Permalink

      und noch ein link

      Schweizer Rechtsextreme mit deutscher Neonazi-Szene verbandelt
      Freitag, 25. November 2011, 19:13 Uhr, Aktualisiert 20:22 Uhr
      Der Rechtsextremismus-Bekämpfer Hans Kaiser hat vor fünf Jahren ein Video erhalten, das stark an die Bekennervideos der deutschen Terrorzelle «Nationalsozialistischer Untergrund» erinnert. Dies berichtet «Schweiz aktuell».

      http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/11/25/Schweiz/Schweizer-Rechtsextreme-mit-deutscher-Neonazi-Szene-verbandelt

      sorry, aber ich bin da ziemlich traumatisiert, seit jahren sehe ich diese vernetzungen, auch diese ganzen querfronten etc. seit jahren wird das verharmlost und bagatellisiert, seit jahren werde ich als naziparanoide spinnerin hingestellt, krank u. irre …dabei zieht sich dieser braune scheißfaden durch alle schichten, es ist sowas von zum kotzen! der sogenannte staatsschutz finanziert sich selbst durch die npd, die schweizer nachrichtendienste tragen auch rechte augenklappen, richter haben keine zeit sich mit solchen nebensächlichkeiten zu beschäftigen, weil sie “linke aktivisten” jagen müssen oder s21 gegener. man erinnere sich nur an den fichenskandal http://de.wikipedia.org/wiki/Fichenskandal

      ja, ich hör jetzt auf.

    31. spinne schrieb am 26. November 2011 at 00:04 - Permalink

      ach ja, eins noch

      “Ich glaube nichts von dem, was uns die politisch Verantwortlichen über die Bekämpfung des Rechtsterrorismus erzählen”

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=11383

      ich auch nicht!

      • kitkat schrieb am 26. November 2011 at 14:30 - Permalink

        Wohl auch aus Erfahrung. Die Gefahr von Rechts wird doch seit Jahren ignoriert, verharmlost oder entschuldigt.

    32. name schrieb am 26. November 2011 at 00:20 - Permalink

      Tja, Hitler war ein Reichswehrspitzel, Gladio ein Aufstandsbekämpfungsprogramm mit alten und neuen Faschisten und der ehemalige VS Boss Roewer hält sich für Ludendorff…

      http://www.hintergrund.de/201111161793/politik/inland/immer-tiefer-verstrickt-geheimdienste-und-nazi-terror.html

    33. piet schrieb am 26. November 2011 at 00:22 - Permalink

      Als Jemand der schon Nazimordrohungen 5m quer über die Wand gesprüht bekommen hat (Staatsschutz: Und möchten sie jetzt Anzeige erstatten?), Knarre am Kopp und Messer am Hals und einigermaßen Bescheid weiß, wie das rechte Netzwerk tickt, empfinde ich so theoretisches Geplänkel, wie “ist das jetzt Terror?” hundserbärmlich. Fuck you !!!

      • smukster schrieb am 26. November 2011 at 02:42 - Permalink

        Sorry, aber zwischen Gewalt und Terror gibt es einen grossen Unterschied. Wer 100 Leute umbringt ist damit noch lange nicht Terrorist – und ich glaube nicht, dass wir uns mit dem inflationaeren Gebrauch des Begriffs einen Gefallen tun.

        Die Frage lautet: Ging es den Taetern um die konkreten Opfer – oder waren ihnen die eigentlich egal, wollten sie vielmehr Angst und Schrecken unter den (nicht direkt betroffenen) Migranten insgesamt saeen? Wenn Letzteres zutrifft, handelte es sich um Terror – sonst nicht.

        (zumindest nach einer gebraeuchlichen und, wie ich finde, sinnvollen Definition, natuerlich gibt es auch andere)

    34. t schrieb am 26. November 2011 at 00:25 - Permalink

      Warum macht der nicht ernst und wird nie wieder gesehen in der Sendung?

    35. Lyllith schrieb am 26. November 2011 at 01:20 - Permalink

      Mercury schrieb am 25. November 2011
      “Lest doch mal Albrecht Müllers Erinnerung an die montäglichen Sitzungen im Kanzleramt im weiter oben zitierten Artikel auf den NDS. Er sagt spätestens nach dem 5.ten Mord mit der gleichen Waffe häte der Kanzler “wissen wollen” was dahinter steckt! Genauso sieht es aus. Und DAS ist es was man hinterfragen muss.”

      Vielleicht können Gerhard Schröder und Frank Steinmeier zur Aufklärung beitragen, denn sieben von zehn Morden fanden von 2000-2005 während der Regierungszeit Schröders statt.
      Wenn es so ist, wie Albrecht Müller schildert, müsste das Bundeskanzleramt zu dieser Zeit hochsensibilisiert gewesen sein, denn etwa einen Monat nach dem ersten Mord hat Schröder zum Aufstand der Anständigen nach dem Anschlag auf die Synagoge von Düsseldorf (2. Oktober 2000) aufgerufen, der Sprengstoffanschlag am S-Bahnhof Düsseldorf-Wehrhahn erfolgte am 27. Juli 2000.

      Wie sensibel Bundeskanzler Schröder zu dieser Zeit war, sah man auch bei seinem Engagement im angeblichen Mordfall Joseph Kantelberg-Abdullah von 1997, der Ende 2000 Schlagzeilen machte und zu drei grundlosen Verhaftungen führte. Danach hat sich der Aufstand der Anständigen wieder hingesetzt bis er 2003 wegen den Vorbereitungen eines Anschlags auf die Synagoge von München aufflackerte.

      Man kann auch nicht von völliger Untätigkeit sprechen, 2001 wurden die Skinheads Sächische Schweiz vom Sächsischen Innenministerium verboten.

    36. Vogel schrieb am 26. November 2011 at 01:26 - Permalink

      Gerade aus dem Fernsehn geklaut (3sat):

      “Beim Verfassungsschutz spricht man von einem Organ der rechts Pflege” *rofl*

    37. gebintit schrieb am 26. November 2011 at 02:00 - Permalink

      Wer kommt in den Redaktionen eigentlich immer wieder auf die Idee, den unsäglichen Baring einzuladen?

      Das frage ich mich auch schon lange !!! Gruselig der Mann, ich traue mich schon länger nicht mehr diese Talkrunden einzuschalten. Ein nicht tot zu kriegender Zombie, der nach jeder Talkrunde wieder in seine Gruft zurückgelegt wird, die von unseren Rundfunkgebühren gebaut wurde. Fast ein Grund ins Exil zu flüchten!

    38. fellow passenger schrieb am 26. November 2011 at 02:40 - Permalink

      Ganz so abseitig kommt mir Barings These von der linken NSDAP gar nicht vor. Sie verstand sich ja schon dem Namen nach als Arbeiterpartei und hat ihren Wahlkampf vornehmlich gegen Großkapitalismus und Plutokratie ausgerichtet. Rechts im Sinne von konservativ war die NSDAP wohl eher nicht.

      Ob die mordende Nazibande Terroristen waren ist mir auch nicht ganz klar. Terrorismus ist doch eigentlich das Konzept, eine Bevölkerung durch Gewalttaten in Angst und Schrecken zu versetzen, um deren Regierung zu erpressen. Dazu würde eigentlich eine politische Forderung gehören, die es aber anscheinend nicht gab.

      Mir scheint es fast, als hätten rechtsextreme Gruppierungen eine Bankräuberbande unterstützt, weil sie deren fremdenfeindliche Gesinnung teilten. Falls ein Masterplan dahintersteckt, vermag ich diesen zumindest nicht zu erkennen.

      Wie Heribert Prantel sagt, ist die xenophobe Ideologie der Nazis längst in der Mitte unserer Gesellschaft verankert. Weder das, noch die “braunen Flecken” werden aber verschwinden, indem man die NPD verbietet. Ganz abgesehen davon, daß unser Bundesinnenminister Friedrich klar gesagt hat, daß er die Voraussetzung für ein Verbotsverfahren herzustellen nicht bereit ist.

      • gebintit schrieb am 26. November 2011 at 03:19 - Permalink

        Was soll denn das, die NSDAP als links zu bezeichnen? Sie war autoritär-rassistisch-nationalistisch und sie war nur dann gegen das Großkapital, wenn es als jüdisch gebrandmarkt werden konnte, gegen die Krupps und Flicks etc. hatten sie nichts.
        Und wie kann man daran zweifeln, dass eine Gruppe, die aus rein rassistischen Motiven und um Schrecken zu verbreiten, Menschen ermordet, Terroristen sind. Der “Masterplan” ist doch ganz simpel und leicht zu erkennen: die Bekämpfung von Fremden. Den Fremden Angst einjagen, den Staat vorführen und destabilisieren.
        Übrigens hat auch die RAF Banken überfallen. Es hat genug Nebel im November, da muss man nicht auch noch mit Worten die klare Sicht nehmen.

        • fellow passenger schrieb am 26. November 2011 at 05:25 - Permalink

          Das soll, gebintit, festhalten, daß die NSDAP sich durchaus links positioniert hat und öffentlich auch als dem linken Spektrum zugehörig wahrgenommen wurde.

          Wie ich daran zweifeln kann, daß es sich um Terrorismus handeln muß, wenn eine Gruppe Menschen ermordet, ist einfach zu erklären. Es fehlen die wesentlichen Merkmale durch die Terrorismus definiert ist. Dreizehn Jahre lang wusste die mutmaßliche Zielgruppe nicht einmal, daß sie sich fürchten soll. Wie das einen Staat destabilisieren und vorführen soll, ist mir nicht ersichtlich.

          • name schrieb am 26. November 2011 at 06:30 - Permalink

            Sowas kann nur jemand behaupten, der von der NSDAP und vom deutschen Faschismus keine Ahnung hat oder bewusst, wie Baring der alte Nazi, lügt.

            Die deutschen Kapitaleliten, die den Faschismus für sich studierten und diesen förderten waren also Kommunisten und Linke, ja ?

            So wie diese Typen hier:
            http://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_zum_Studium_des_Faschismus
            Thyssen, Schacht und Epp, Stadler, Quandt, Papst und all die Anderen ?

          • piet schrieb am 26. November 2011 at 08:36 - Permalink

            @passenger ” Dreizehn Jahre lang wusste die mutmaßliche Zielgruppe nicht einmal, daß sie sich fürchten soll.” Das ist mit Verlaub gequirlte Kacke. Die “Zielgruppe”, wie Du sie nennen magst ist 1. nicht erst seit dreizehn Jahren Opfer. Migranten,Juden,Andersdenkende,Obdachlose,Behinderte sind schon seit über 20 Jahren rechtem Terror und rechter Gewalt ausgesetzt. 2. Dürftest auch Du wissen, daß es in Deutschland Regionen gibt, die von der Szene als “national befreit” betrachtet werden und ein Aufenthalt in diesen, ist für obengenannte Gruppen immer mit dem Risiko behaftet schwerst mißhandelt und schlimmer zu werden. Die Polizei bleibt oft im Hintergrund, Gemeindevorsteher und Stadträte verharmlosen, oder suchen die Mitschuld bein den Opfern.3. Auf so einem Nährboden gedeihen dann auch so zarte Pflänzchen, wie die Zwickauer Blaskapelle. 4. Verfassungsschutzämter unterwandern,alimentieren und decken rechten Extremismus und Gewalt. Darüber sollte nicht länger diskutiert werden.Ein Geheimdienst spielt nicht mit offenen Karten, da kommt die Wahrheit nur scheibchenweise ans Licht. So ist 5.dieser Staat erheblich destabilisiert. Es sei denn, man hält diese Zustände für normal und einer Demokratie würdig.Die Frage ist, ob es sogar gewollt ist. 6.In welchen Kreisen lernt man so einen Dümpf, daß die NSDAP als links wahrgenommen worden wäre ? Passt aber nahtlos zu der Behauptung, Die Linke wäre am Rechtsextremismus schuld, wie es zuletzt die “Bürgerrechtlerin” Klier via Welt hinausgekotzt hat. Broder hat gestern nachgelegt.Ich fürchte dahinter steckt viel mehr System, als einfache Blödheit. Einige Kommentatoren spielen hier bewußt auf dieser Klaviatur. Erschreckend.

          • ola schrieb am 26. November 2011 at 09:54 - Permalink

            Aha….. Es ist schon erstaunlich was für ein Unfug hier verbreitet werden darf.

            • sternburg schrieb am 26. November 2011 at 11:00 - Permalink

              @ ola

              Es ist schon erstaunlich was für ein Unfug hier verbreitet werden darf.

              ganz grundsätzlich…
              es gibt einen artikel im tagesspiegel. da geht es um eine strategie von nazis, wie meinungsmache in internetforen funktioniert und umgesetzt wird:

              “….In einem Strategiepapier hatte die NPD Anfang des Jahres ihre Mitglieder dazu aufgerufen in soziale Netzwerke einzutreten und sich in Diskussionen einzuschalten. Dabei sollen sich die „Kameraden“ aber nicht all zu offen als Neonazis zeigen, sondern darauf achten auch in unverdächtigen Gruppen Mitglied zu sein, so der Hinweis der Parteispitze. Auf diese Weise sei es einfacher, nicht-rechte Jugendliche in Gespräche zu verwickeln und anzuwerben. „Die Rekrutierung über das Internet hat stark zugenommen“, bestätigt Rechtsextremismusexperte Toralf Staud. Gleichzeitig gebe es bei vielen Nutzern Unsicherheit, wie man mit rechten Inhalten umgehen soll….”

              http://www.tagesspiegel.de/medien/digitale-welt/onlinehausrecht-gegen-rechtsextremisten/1954156.html

      • minimax schrieb am 26. November 2011 at 03:42 - Permalink

        zu NSDAP
        der Unterschied zwischen Verpackung und Inhalt sollte zu erkennen sein.

        zu Banküberfall
        auch Terroristen benötigen Geld

    39. Sergio schrieb am 26. November 2011 at 07:05 - Permalink

      Hatte auf jeden Falll unterhaltungswert!

      Dass viele hier Baring als Rechtsextremisten darzustellen versuchen finde ich schon infam. Er ist eher ein Erzkonservativer. Zudem hat der Brandel den alten Mann schon etwas gepiesackt. Wären die beiden Erstklässler hätte ich sie an den Ohren gepackt und erstmal vor die Tür gesetzt

    40. Ernst Wilhelm schrieb am 26. November 2011 at 08:56 - Permalink

      Ob nun in der Sendung oder in der Diskussion hier. Verzweifelt sucht man nach den Unterschieden, will die Fehler im eigenen nicht erkennen. Was man bei all den Terrorismen nicht vergessen sollte. Es sind immer wieder letztendlich kriminelle Persönlichkeiten, die zur terroristischen Tat anstacheln und sie ausführen. Stalin war ein Krimineller und Bankräuber, bevor er sich zum Führer des Weltkommunismus aufschwung, und die NSDAP triefte vor kriminellen Persönlichkeiten (und die Mehrheit der Deutschen wurde deren Hehler und Schmieresteher). Andreas Baader startete als Verkehrsrowdy und Kleinkrimineller und ein Uwe Böhnhardt, ein Uwe Mundlos und eine Beate Zschäpe sind über eine mörderische, aber letztlich dumpfe Kriminalität nicht hinausgekommen. Deshalb wird es mir immer ein Rätsel bleiben wie eine Sahra Wagenknecht Stalins Politik rechtfertigen kann und ein Herr Baring verzweifelt versucht die Verstrickung auch “aufrechter” Rechter in den Nationalsozialismus kleinzureden.

      • ola schrieb am 26. November 2011 at 09:56 - Permalink

        Mir ist es auch ein Rätsel, wie man behaupten kann, Frau Wagenknecht würde Stalins Politik rechtfertigen. Haben Sie das in der Bild Zeitung gelesen?

        • Ernst Wilhelm schrieb am 26. November 2011 at 13:00 - Permalink

          “Aber Hitler hat ja die Autobahnen gebaut, die Familie unterstützt und die Leute in Lohn und Brot gebracht.”

          Es ist auffällig, dass die großen Diktatoren der Weltgeschichte in den Augen ihrer Anhänger und Relativierer auch immer große Erbauer gewesen sein sollen. In Deutschland gibt es glücklicherweise nur wenige, die den Nationalsozialismus oder den Stalinimus ästhetisieren. Hier in Russland und der GUS sieht das übrigens ganz anders. Gerade die Völker der ehemaligen Sowjetunion, die besonders unter Stalin gelitten haben, reden Hitler schön. Und ironischerweise sehen sich heute viele junge Russen als Arier. Denen sollte man mal “Mein Kampf” zu lesen geben.

          Und nun zu Frau Wagenkecht. Sie nennen das vielleicht Dialektik, ich nicht:

          “Nicht zu leugnen ist, daß Stalins Politik – in ihrer Ausrichtung, ihren Zielen und wohl auch in ihrer Herangehensweise – als prinzipientreue Fortführung der Leninschen gelten kann. (Der “stalinistische” Staatsaufbau existierte in seinen Grundzügen ohnehin bereits vor Stalins Machtantritt.) Welche Handlungsspielräume die Situation im damaligen Rußland bot, muß angesichts der konkret historischen Bedingungen untersucht werden. Eine solche Analyse wird vermutlich zu dem Schluß gelangen, daß weder in Bucharins Lösungsansatz noch in dem Trotzkis (um nur zwei prägnante Beispiele zu nennen) eine realisierbare Alternative zur Stalinschen Linie vorlag.

          Und was immer man – berechtigt oder unberechtigt – gegen die Stalin-Zeit vorbringen mag, ihre Ergebnisse waren jedenfalls nicht Niedergang und Verwesung, sondern die Entwicklung eines um Jahrhunderte zurückgebliebenen Landes in eine moderne Großmacht währ end eines weltgeschichtlich einzigartigen Zeitraums; damit die Überwindung von Elend, Hunger, Analphabetismus, halbfeudalen Abhängigkeiten und schärfster kapitalistischer Ausbeutung; schließlich der über Hitlers Heere, die Zerschlagung des deutschen und europäischen Faschismus sowie die Ausweitung sozialistischer Gesellschaftsverhältnisse über den halben europäischen Kontinent.”

          • GrooveX schrieb am 26. November 2011 at 13:48 - Permalink

            aussagen wie diese von wagenknecht sind natürlich immer riskant. warum? sie rufen die kordhosen-konservativen auf den plan.

            sie sind natürlich auch immer entlarvend. warum? sie rufen die kordhosen-konservativen auf den plan.

            das ästhetisieren des nationalsozialismus kannst du hier bei uns übrigens seit jahren massiv in den öffentlich-rechtlichen fernsehanstalten anglotzen, inklusive blonddrallen stars.

            • Ernst Wilhelm schrieb am 26. November 2011 at 15:22 - Permalink

              aussagen wie diese von wagenknecht sind natürlich immer riskant. warum?

              Weil es dann später etwas ungeschickt aussieht, wenn man mit dem Salonsozialisten der Nation in die Kiste steigt!

            • GrooveX schrieb am 26. November 2011 at 17:38 - Permalink

              tja, wie ich schon schrub – entlarvend! so schnell geht dir also die argumentative puste aus… so schnell musst du sie über ihr privatleben politisch herabwürdigen versuchen? gaaanz gaaanz schwach! versuch’s doch mal woanders.

      • sternburg schrieb am 26. November 2011 at 11:53 - Permalink

        hehehe muss ich an das hier denken: “…Je tiefer er nach Kreuzberg hineingelangte, umso mehr veränderte sich das Straßenbild. Unter all den dunkelhäutigen Gestalten kam sich Wittmann wie ein Fremder vor. Auf der Höhe des Landwehrkanals stellen sich ihm fünf Jugendliche bewaffnet mit Migrationshorizont und Messern in den Weg…”

        http://www.berliner-zeitung.de/archiv/neurechte-science-fiction-romane-versetzen-die-szene-in-aufruhr-wehrmacht-im-weltall,10810590,10577348.html

        bewaffnet mit migrationshorizont :)) das ist die denke für nsu und co. da hilft nur physische eliminierung.

        Es sind immer wieder letztendlich kriminelle Persönlichkeiten, die zur terroristischen Tat anstacheln und sie ausführen.

        noch einmal: der gangster will den ferrari haben und behalten, der politische will den ferrari abfackeln oder vergesellschaftlichen. es gibt schnittmengen in einzelnen biographien, aber für mich ist das sinnvoll zwischen krimineller – und politischer gewalt zu unterschieden.

        • Ernst Wilhelm schrieb am 26. November 2011 at 13:10 - Permalink

          Wo gab oder gibt es denn den reinen Revolutionär? Ob links oder rechts eine seltene Spezies. Auch der rein politische wird irgendwann gern kriminell, insbesondere wenn er an die Honigtöpfe der Macht gelangt. Korruption, Nepotismus und Familienclans in der Sowjetunion zumindest seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts und in anderen sozialistischen Staaten bieten dafür ein beredtes Beispiel.

          • kitkat schrieb am 26. November 2011 at 14:42 - Permalink

            Wo gab oder gibt es denn den reinen Revolutionär? Ob links oder rechts eine seltene Spezies.

            Das ist aber etwas oberflächlich – und verkürzt beobachtet. Aus der Geschichte kann man oft sagen, das Revolutinäre aus der Oberschicht und / oder gehobenen Mittelschicht kommen. Ihr Job wäre ein einfacher, wenn da nur nicht diese “Flausen” im Kopf wären.

            insbesondere wenn er an die Honigtöpfe der Macht gelangt

            Die Geschichte der Roten Armee Fraktion hat wohl gezeigt, das es den Fahndern unglaublich schwer gefallen ist, an den inneren Führungskreis ran zu kommen. Weil sich da keiner fand, den man schmieren, den man kaufen konnte.

            Was macht ein Dienst mit Leuten, die sich u. a. dem Kapitalismus und Konsum verweigern? Mit Bestechung ist da nicht viel zu kriegen.

            • kitkat schrieb am 26. November 2011 at 14:45 - Permalink

              Nachtrag: Schau mal das Verhältnis von Lobbyeinfluss auf die unterschiedlichen Parteien in Deutschland an. Deine Gleichmacherei stimmt da nicht. Es ist immer noch so: Am käuflichsten sind die von der CDU und am wenigsten die von der Linken.

            • Ernst Wilhelm schrieb am 26. November 2011 at 15:15 - Permalink

              Leider habe ich keine Lust mehr zum Aufrechnen. Aber um mal Linke zu loben. Die anarchistische Revolution in Spanien hatte eine gewisse Größe und Aufrichtigkeit. Ich empfehle http://nemesis.marxists.org/orwell-mein-katalonien1.htm

          • Truvor schrieb am 26. November 2011 at 22:02 - Permalink

            @ Ernst Wilhelm

            Muß Dir ein bißchen widersprechen.
            Korruption, Nepotismus und Familienclans hatte es in der Sowjetunion tatsächlich (diese drei Probleme gehörten auch zu den einigen anderen Gründen, aus denen die Sowjetunion zu Tode kam) gegeben, das ist wahr, aber nicht seit den 30er Jahren, sondern nach dem Tode (insbesondere in Breschnews “goldener Epoche” haben diese “Problemchen” ein ungeahntes Ausmaß erreicht) Stalins.
            Es waren genau die Stalins Revolutionäre (Stalins Falken), die die Familienclans ziemlich erfolgreich bekämpft (entmachtet) haben.
            Und die Korruption unter Stalin hatte den niedrigsten Punkt in der ganzen russischen Geschichte (ich hoffe Du weißt, wo all die Korruptionäre landeten ?) erreicht.
            Die Leistung der Stalins Revolutionäre wäre sogar lobenswert, wenn sie sie (Leistung) mit anderen Methoden erreicht hätten.

            PS. Ja, und noch was, ohne seine hochideologisierte Revolutionäre hätte Stalin nie im Leben den (2WK) Krieg gewonnen.

            • Ernst Wilhelm schrieb am 27. November 2011 at 19:18 - Permalink

              @ Truvor
              Sie haben teilweise Recht, wenn Sie Korruption mit Selbstbereicherung gleichsetzen. Das ist aber zu kurz gedacht. Der kommunistische Funktionär zu Stalins Zeiten war insbesondere korrupt, um den Plan zu erfüllen. Dies erhöhte seine Chancen, nicht den Säuberungen zum Opfer zu fallen.

              Ich empfehle in diesem Zusammenhang “Korruption – Historische Annäherungen an eine Grundfigur politischer Kommunikation” von Niels Grüne und Simona Slanicka

            • Truvor schrieb am 27. November 2011 at 21:51 - Permalink

              @ Ernst Wilhelm am 27. Nov. um 19:18

              Genau diejenigen Funktionäre, die bei der Erfüllung des Plans gemogelt haben, wurden auch gesäubert.
              Nicht alle natürlich, aber der NKWD war da schon ziemlich fleißig.

              Danke Dir für den Buchtip, aber ich meide die westlichen Autoren, was Russland anbelangt.

              PS. Ernst wir duzen uns hier alle. Du brauchst mich nicht zu sizen. Dazu auch noch, ich gehöre auch zu Deinem (guten) 68 Jahrgang ;-)
              Also, zumindest eine Gemeinsamkeit haben wir beide für den Anfang.

    41. Mercury schrieb am 26. November 2011 at 10:02 - Permalink

      fellow passenger schrieb:
      “Wie das einen Staat destabilisieren und vorführen soll, ist mir nicht ersichtlich.”

      Zum Beispiel indem in der Nazi-Szene kolpoltiert wird, dass diese Mordserie gegen Ausländer aus deren Sicht erfolgversprechend ist, weil man aufzeigt dass der Staat Morde an Ausländern nicht ausreichend verfolgt oder ahndet, und somit möglicherweise Nachahmer und eine stille Ausweitung hervorruft.
      Die Frage ist, wieviel Opfer müssen es denn sein, bis die terroristische Definition erfüllt ist? Das ist nichts weiter als Wortspielerie auf den Rücken der Opfer.
      Bezogen auf die Frage der Wehrhaftigkeit der Republik fällt mir eine Aussage einer Frau eines Opfers ein. Diese sagte dass Sie es merkwürdig findet, dass die Serie genau da abreißt, nachdem beim letzten Mord in Kassel ein Verfassungsschützer (kein V-Mann) zum Tatzeitpunkt im Internetcafe war, sich zunächst tagelang den Ermittelnden Polizeibehörden entzog und letztendlich nach den Ermittlungen in dieser Angelegeneit vom Dienst suspendiert wurde.
      Es ist wirklich schwer in der Fülle der einfließenden Informationen den Fokus nicht zu verlieren..

      • spinne schrieb am 26. November 2011 at 11:57 - Permalink

        jetz mal den rechtsterror bei seite gelegt. es ist ja vor allem der rechtspopulismus, der aktuell überall erstarkt und sich durch alles durchsetzt, und der, ja! aktuell vor allem “linke themen” aufgreift und braun einfäbt. kleines beispiel, in stuttgart gibts da so einen “verein”, der sich “partei der vernunft” und der sich auch für dezentralisierung, rekommunalisierung etc stark macht. also wichtige themen kapert und pervertiert. zitat pdv:

        “Ein Land, das unsere Vorstellungen schon weitestgehend verwirklicht hat, ist die Schweiz. Wir haben daher hochkarätige Vertreter der Schweizerischen Volkspartei, der größten Fraktion im Nationalrat, eingeladen. Sie werden uns ihre Konzepte von dezentraler Verwaltung und Bürgerbeteiligung vorzustellen. Darunter ist Éric Bertinat der in der Stadt Genf einen sensationellen Vorstoß gemacht hat. Genf bietet dem Gebiet Savoyen den Beitritt zur Schweiz an. Ähnliches wollte auch schon unser Gast Dominique Baettig durchsetzen. Sein Vorstoß ist Anlass für unseren Kongress. Baettig wollte Regionen wie Baden-Württemberg oder Bayern den Beitritt zur Schweiz ermöglichen. Aufgrund des subsidiären Kantonalprinzips in der Schweiz würde Baden- Württemberg dabei seine Identität nicht aufgeben, weil die meisten Entscheidungen in Baden-Württemberg selbst getroffen würden. Ein anderer Weg für Bundesländer wäre es, einfach die Unabhängigkeit zu erklären. Länder wie der Freistaat Bayern haben schon eine eigene Verfassung, die de facto nur nicht umgesetzt wird. Völkerrechtlich kann keiner Region verboten werden sich für unabhängig zu erklären.”

        ich könnte in der tat nur noch kotzen.. und das ist ja nicht der einzige verein dieser art. was da von der ach so demokratischen schweiz rüber schwappt und sich als “neue demokratie bewegungenen” in szene setzt, treibt mich in die isolation.

        • spinne schrieb am 26. November 2011 at 12:39 - Permalink

          kleiner nachschlag: eng vernetzt mit der PDV sind auch die Kinder von “We are Change”
          http://www.20min.ch/news/schweiz/story/19255043
          Solange Themen wie die “Finanz-u. Wirtschaftskrise” “der Palästina Konflikt” und last but not least “Die Demokratie” (ach ja und zu Gladio brauchen sich Querfrontler nun wirklich nicht zu äußern!) von solchen Gruppen besetzt werden, braucht sich auch keiner wundern, warum die Zustände so sind wie sie sind.

          • spinne schrieb am 26. November 2011 at 14:09 - Permalink

            nochmal zur PdV (“Partei der Vernunft”) während vielerort vor einer neuen rechtspopulistischen Partei gewarnt wird, existiert eine solche ja längst.
            So mancher unserer Grauen Herren dürfte ins Schwärmen geraten…

            Das Programm orientiert sich an der Österreichischen Schule der Nationalökonomie um Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek. Die dort beschriebene „natürliche Ordnung“ ist die einzige widerspruchsfreie und moralische Wirtschaftstheorie. Sie akzeptiert den Menschen so wie er ist und nicht so, wie Politiker und Ideologen ihn haben wollen. Die Beschränkung staatlichen Handelns auf den Schutz von Leben, Freiheit und Eigentum seiner Bürger führt zu höherem Wohlstand und größerem finanziellen Spielraum für alle.

            Ach ja, und Sarrazin wird auch thematisiert

            Thilo Sarrazin hat unbequeme Wahrheiten ausgesprochen. Dabei hat er sich im Ton vergriffen, aber seine statistische Analyse ist korrekt. Jedoch versäumen wir es, in der öffentlichen Debatte die wahren Ursachen der Misere zu benennen. Während die völlig abgehobene Politkaste keinerlei Handlungsbedarf sieht und die Medien das Problem verharmlosen, steigt die Wut. Es werden Bevölkerungsteile gegen einander ausgespielt, getreu dem Motto „Teile und herrsche“.

            (…)

            Wer nicht arbeitet, kann nicht integriert sein, ob türkischer Erkan, oder deutscher Sven. Wer keine Arbeit hat und nicht integriert ist, findet keine Wertschätzung in der Gesellschaft und hat Selbstachtungsprobleme. Wozu führt das? Frustration, Abkapselung, Parallelgesellschaften, Extremismus sind die Folge. Was wir bei immer mehr Deutschen in der linksautonomen und rechtsradikalen Szene erleben, sehen wir bei den türkischen Jugendlichen im extremen „Islam“. Vermeintliche politische und religiöse Ziele dieser Gruppen existieren aber nicht, in Wirklichkeit geht es hier um die grundsätzliche Bereitschaft zur Gewalt, einfach weil man mit allem unzufrieden ist. Der kleinste gemeinsame Nenner reicht dann schon als Vorwand, um sich zusammenzurotten. Das Spektrum reicht von gemeinsamer Rasse über Pseudoreligiosität bis hin zum Kampf gegen das Kapital.
            Würde man allerdings alle Steuern abschaffen, sich auf 10 Prozent Mehrwertsteuer beschränken und sich damit auf die wirklich notwendigen Staatsaufgaben konzentrieren, nämlich einzig und allein die Freiheit der Bürger zu schützen, würde folgendes passieren:Jeder, der irgendeine Arbeit verrichten kann, könnte sofort von seiner Arbeit leben. Die vollkommene Flexibilisierung des Arbeitsmarktes würde dazu führen, dass jeder Arbeit findet, der arbeiten kann, muss und will, um davon zu leben. Das bedeutet Anerkennung und Identität für jeden. Soziale Probleme gehörten der Vergangenheit an. Kranke, Ältere und Kinder, die kein eigenes Einkommen oder Vermögen hätten, könnten von dem Überfluss der Verdienenden (z.B. Familienangehörigen) durch echte, also freiwillige Solidarität leben. Nur eine kleinste Minderheit wäre auf den Staat oder auf private Wohltätigkeitsorganisationen angewiesen

            ???
            es wird noch doller

            Der Aktionismus der Bürger ist nicht besser: Moscheen verbieten und Neid auf kinderreiche, islamische Familien wird Deutschland nicht weiterbringen, schon gar nicht eine neue Rechtspartei. (sic!) Wir müssen vor der eigenen Haustür kehren! Die eigenen, echten Probleme endlich zu lösen, ist der wahre Intelligenztest für das deutsche Volk, nicht Sarrazins Buch. Andernfalls schafft sich Deutschland tatsächlich ab, wie Sarrazin schreibt. Wer das verhindern will, muss sich, wie es Friedrich August von Hayek forderte, für den Liberalismus als „Partei des Lebendigen“ einsetzen, eine „Partei, die für freies Wachstum und spontane Entwicklung eintritt.“

            bitte selber googeln, will die hier nicht direkt verlinkten
            Da kommt Freude auf, ne? Herr Baring?
            Und all die Astorturf Blogger und “Demokratie-Aktivisten”, “We can Change” etc. sorgen derweil für Frischfleisch, wir sind ja schließlich alle familiy und so, stimmts? Wir lieben uns doch alles so dolle, ne? Wir sind auch gegen Waffenexporte, dafür sollte allerdings jeder das Recht auf Selbstbewaffnung haben. Menschenrecht Knarre. Jawoll! Und für die 3. Welt haben wir auch ein Herz, deswegen sind wir gegen Klimaschutz..
            Achja, Breitmaulfrösche und sowat, die gibts doch gor nüsch…

    42. Peleo schrieb am 26. November 2011 at 10:46 - Permalink

      Wie das Publikum in Talkshows rekrutiert wird, wurde hier früher mal schon kurz angedeutet. Aber wie die “Gäste” (immer wieder Henkel und der noch weniger auszuhaltende Baring) ausgewählt werden, ist mir immer noch schleierhaft. Moderator? Redaktion? Vorgaben der Sendeleitung? Weiß da jemand was Genaueres?

      • Jutta Rydzewski schrieb am 26. November 2011 at 11:26 - Permalink

        Hier wird nix ausgewählt sondern von der INSM angeordnet. Die Namen der so genannten Kuratoren und Botschafter machen das mehr als deutlich:

        http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html

        Exakt diese INSM-Nasen werden als “Talk-Gäste” ständig, von Sender zu Sender, herumgereicht. Das Budget der INSM lässt sicher auch, bzw. in erster Linie, die “Macher” der Öffentlich-Rechtlichen “schwach” werden. Im Zeitalter “der Märkte” hat alles seinen Preis; sogar das Publikum kann (an)gemietet werden. Das macht den Marktzombiismus bzw. (um beim Thema zu bleiben) -terrorismus doch erst mal so attraktiv. Und bei der Schwemme der Verblödungsrunden braucht es natürlich noch mehr “Experten”.

        • Peleo schrieb am 26. November 2011 at 11:39 - Permalink

          Hab mir das Gruselkabinett mal angeschaut. Klingt einleuchtend, ist aber noch kein Beweis.

          Kriegen die “Gäste” ein Honorar? Vermutlich, auch wenn es keiner von denen braucht. Oder verzichten sie, um das ARD/ZDF-Budget zu schonen? Das wäre dann ein Beleg.

        • der Herr Karl schrieb am 26. November 2011 at 12:26 - Permalink

          @Jutta R.
          Besten Dank für den INSM-Link, der für mich sehr aufschlussreich war (ich kannte den Verein resp. GmbH gar nicht).
          Deren Ziele erinnert mich ein wenig an die Ziele der “Prosperierenden Amerikaner”, weniger Staat und mehr Freiheit (für Konzerne).
          Der eigentliche Skandal ist meines Erachtens weniger, was solche Leute wie dieser aggressive und unbeherrschte Baring von sich geben, sondern dass die überhaupt eingeladen werden (es gäbe doch sicher geeignetere Diskussionsteilnehmer). Dem sollte nachgegangen werden!

    43. Bastian (Weintraube) Himberger schrieb am 26. November 2011 at 11:43 - Permalink

      Ich kann mich nicht mehr so genau daran erinnern. Warum mordete die RAF? Was waren ihre Ziele?

      • GrooveX schrieb am 26. November 2011 at 13:54 - Permalink

        kugel doch rum, dann lernste was.

    44. Peleo schrieb am 26. November 2011 at 11:52 - Permalink

      Waren die Nazis “rechts” oder “links”? Historisch gesehen (bis Gregor Strasser) ist die Frage nicht ganz so abwegig.

      Mein alter Soziologie-Prof M.R. Lepsius (nicht der, der Guttenberg einen Betrüger genannt hat – der ist aber auch gut) sprach von einem “Extremismus der Mitte”. Der Liberalismus als Verkörperung der mittigsten Mitte hat ja eine erstaunliche Anziehungskraft für Ex (?)- Nazis gehabt.

      Die Links-Rechts-Skala ist halt zu grob, eindimensional. Eigentlich kaum noch brauchbar. Wie “Sozialismus” als Begriff vielfach missbraucht wurde.

      • t schrieb am 26. November 2011 at 14:00 - Permalink

        Der Begriff Nazi ist genau genommen ja nun auch vollkommen für die Katz.

        Damit schmeichelt man denen ja noch eher.

      • name schrieb am 26. November 2011 at 14:26 - Permalink

        So eine Frage kann nur jemand stellen, der nicht begreift und wahrhaben will, warum die Eliten des Deutschen Militärs den V-Mann Adolf Hitler für Ihre Zwecke nach dem verlorenen ersten Weltkrieg gegen die neue Republik nutzten.

        Jemand der nicht begreift, wie verhasst die Demokratie und die Macht einer organisierten Arbeiterschaft in diesen Kreisen war. Eine erneute Novemberrevolution von Arbeitern sollte es nie wieder geben, und dafür mußte die Macht der organisierten Arbeiter für militaristische und nationalistische Zwecke organisiert werden. Diese Aufgabe und Förderung übernahm ein Hauptmann Karl Mayr, Chef der militärischen Aufklärung und Spionage in Bayern.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Mayr_%28SPD%29

        http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/23982/vom_v_mann_zum_fuehrer.html

    45. leslie schrieb am 26. November 2011 at 12:09 - Permalink

      ´´ Wie wehrhaft ist unsere Demokratie?´´
      Garnicht,denn die ist auf dem rechtem Auge blind unsere Demokratur.
      Oder auch Diktatur des Kapitals.

      Jetzt muss ich kacken.

      Mfg

      • Ybersinn schrieb am 26. November 2011 at 14:30 - Permalink

        Ich fürchte, da muss ich Dir zustimmen. Auch ich habe nicht den Eindruck, dass sich unsere Politiker mit den wirklichen Problemen angemessen befassen, wenn ich sowas lesen muss: http://www.ybersinn.de/2011/11/23/gewalt-gegen-essen-ist-nicht-hinnehmbar/

    46. Micha schrieb am 26. November 2011 at 12:48 - Permalink

      wieso erinnert mich der baring an den letzten stieg larsson film?

    47. Karla schrieb am 26. November 2011 at 13:27 - Permalink

      Diese Freakshow – erst Guttenberg, dann Kachelmann und nun eben Baring – mag ja einen gewissen Unterhaltungswert haben. Aber so was läuft schnell darauf hinaus, dass die Diskussion komplett abseitig wird. Fragen wie: War die NSDAP eine linke Partei? oder Ist das wirklich Terrorismus oder nur ein Serienmord? zeigen einfach nur, dass sich der Fragesteller nicht mit der nun offenkundig gewordenen Realität auseinandersetzen will. Es mag ja sein, dass irgendein ganz Schlauer eine Definition von “Links” hinbekommt, nach der Wagenknecht eine Rechte ist. Nur ist das ohne jede Relevanz, es ist einfach nur Blödsinn, mit dem man seine Zeit nicht vergeuden darf.

      Terror von rechts ist real. Jedenfalls da, wo ich herkomme, eine kleine Stadt an der Elbe, im Osten von Sachsen. Ich bin da nicht wegen der Nazis weg, sondern aus dem gleichen Grund, aus dem meisten Ostdeutschen weggegangen sind. Aber sie sind der Grund, warum ich nicht wiederkomme, obwohl ich es dank beruflicher Unabhängigkeit inzwischen könnte und eigentlich auch gern würde. Der Terror besteht darin, dass sie ganz einfach den Raum besetzen, klar machen: das hier unser Bereich, pass dich an oder verpiss dich. Jeder, der sich mal die Mühe macht, in solche Regionen zu fahren, kann selber sehen, dass es so ist. Und wird dann wohl mindestens zu dem Schluss kommen, dass solche pseudo-akademischen Links-Rechts-Diskussion oder Was genau ist Terror? absolut daneben sind.

      • der Herr Karl schrieb am 26. November 2011 at 13:44 - Permalink

        Diese Freakshow – erst Guttenberg, dann Kachelmann und nun eben Baring – mag ja einen gewissen Unterhaltungswert haben

        KTG ha ja schon einen gewissen Unterhaltungswert. Bei Baring sieht es ein wenig anders aus – hier liegt die Skurrilität eher in der Auswahl des Öffentlichrechtlichen. Bei Kachelmann auf Spiegelfechter frage ich mich heute noch…

        • Karla schrieb am 26. November 2011 at 15:44 - Permalink

          Das sehe ich im Prinzip genauso, aber die Geschmäcker sind halt verschieden. Baring ist vielleicht das, was die Öffentlich-Rechtlichen für unterhaltsam halten; die sind ja aufgrund ihres Geschäftsmodells nicht wirklich gezwungen, mal einen Realitäts-Check vorzunehmen.
          Und, wie man sieht: Ernst Wilhelm (zu #40) ist von Baring mittlerweile zu der allseits interessierenden Frage vorgestoßen, wer mit wem in die Kiste steigt. So muss eine gepflegte Unterhaltung aussehen.

    48. Maik schrieb am 26. November 2011 at 14:57 - Permalink

      Ich habe mir etwa die Hälfte angeschaut und dann abgeschaltet. Dieser Barin geht ja mal gar nicht – arrogant, selbstverliebt und einfach nur aufdringlich.
      Dass die Bundesländer scheinbar ständig ihre Eigenständigkeit profilieren möchten, ist generell ein Problem. Mangelnder Informationsaustausch auf Kosten der Sicherheit, der Menschenleben kostet. Mangelnde Bereitschaft der Zusammenarbeit im Bereich der Bildung (man kann z.B. während der letzten Jahre des Gymnasiums praktisch nicht mehr in ein anderes Bundesland ziehen). Der Föderalismus, der vllt. damals als eine Bereicherung gesehen wurde, bringt aus meiner Sicht mehr Nach- als Vorteile mit sich.
      Es wird Zeit, klare Strukturen zu schaffen, gerade was die Polizei angeht. Sonst enden wir vllt. wie Italien bei dem Fall Amanda Knox, indem die Konkurrenz der Behörden und Unklarheit über die Zuständigkeit eine wirkliche Aufklärung des Falls unmöglich gemacht hat.

    49. Stefan Sasse schrieb am 26. November 2011 at 15:49 - Permalink

      Den einzigen wirklich interessanten Punkt, weil bisher nicht wirklich angedacht, fand ich von Bosbach. Warum wirft bei den RAF-Morden niemand dem Verfassungsschutz Absicht vor, oder bei Islamisten, dafür aber bei den Rechten? Ist das jetzt zu unrecht oder nicht? Ich bin mir seit der Sendung nimmer ganz sicher.

      • Bob Roberts schrieb am 26. November 2011 at 16:15 - Permalink

        Stimmt ja nicht ganz.Siehe Verena Becker.
        Auch die Hamburger Zelle um Atta stand im Visier des Verfassungsschutzes.
        Die Amerikaner haben lediglich versäumt ihre deutschen Kollegen zu briefen,
        wen sie da beobachteten. Pleiten, Pech und Pannen. Wie heute.
        http://machtelite.wordpress.com/2011/10/09/schreckgespenst-islamismus-legitimation-fur-krieg-und-bundestrojaner/

        Bildunterschrift:n-tv : “Aus Berliner Sicherheitskreisen ist die Vermutung zu hören, dass die später untergetauchte Gruppe vom Verfassungsschutz eine neue Identität erhielt und dann als Informant in der rechten Szene geführt wurde.”
        http://machtelite.wordpress.com/2011/11/21/der-suizid-von-bohnhardt-und-mundloswas-geschah-am-4-11-in-eisenach/

      • Peleo schrieb am 26. November 2011 at 16:29 - Permalink

        . Warum wirft bei den RAF-Morden niemand dem Verfassungsschutz Absicht vor

        Vielleicht weil keiner von denen Geld – viel Geld – bekommen, damit eine offen verfassungsfeindliche Organisation aufgebaut und damit im Fernsehen geprahlt hat?

      • long jogg schrieb am 26. November 2011 at 17:22 - Permalink

        Stefan: Warum? Weil der Verfassungsschutz im aktuellen Fall nicht versagt sondern so funktioniert hat, wie es gewollt ist. Diesbezügliche Fragen beantwortet ein Blick in die Nachkriegsgeschichte der deutschen Geheimdienste. Was heute dort sitzt, wurde von den Altnazis geschult, so dass der Geist der Gründer heute noch durch die Flure weht. Auftragsgemäß waren die “Dienste” viel zu sehr damit beschäftigt, die terroristische Vereinigung “Linkspartei” und das “Kommando Sarah Wagenknecht” zu observieren und zu entscheiden, ob ein abgetretener Mercedesspiegel nicht bereits die Vorstufe zu einer neuen (linken) RAF sein könnte (Wievelspütz – SPD).

        • COPOKA schrieb am 26. November 2011 at 21:55 - Permalink

          Stefan: Warum? Weil der Verfassungsschutz im aktuellen Fall nicht versagt sondern so funktioniert hat, wie es gewollt ist.

          Nichts in der Welt “funktioniert” so, wie man(n) es will. Wer das noch nicht begriffen hat, verweigert sich schlicht der Realität oder ist ein zutiefst religiöser Mensch, was im Grunde auf dasselbe hinauskommt.

          Wir erfahren es fast täglich, was für Betonköpfe und Ar*******er unsere Regierung und s.g. “Elite” der Nation repräsentieren, warum sollte es bei hohen Ämtern und Behörden anders sein? Nur weil wir idR weniger davon erfahren? Und wenn etwas herauskommt, dann ist die Aufregung groß, dass die Buden nicht durch Heilige und aufrichtige Supermänner belegt ist.

      • FetteBeute schrieb am 26. November 2011 at 23:30 - Permalink

        Nun, das hat einen einfachen Grund. Weil man die Linken bekanntermaßen ja schon auf Verdacht gerne als verfassungsfeindlich einstuft und jahrelang (oft grundlos) überwacht. Und im Falle der RAF hat man ja immer wieder anhand einer schwachen (milde ausgedrückt) Indizienlage Leute verurteilt. Deswegen gab es ja auch aus dem Bereich der Rechtsanwälte oft Solidarbekundungen gegenüber den RAF-Gefangenen. Sogar neue Gesetze wurden eingeführt um die RAF-Leute noch besser “jagen” zu können. Dabei war auch offener Rechtsbruch kein Problem.
        Über einen aktuelleren Fall von Rechtsbruch kann man sich bei Anne Roth informieren. (Interview Video Link) Die Frau ist jahrelang vom Verfassungsschutz überwacht worden (Hausdurchsuchungen etc. inklusive). Und zwar “auf Verdacht”. Weil angeblich der Schreibstil eines Bekennerschreibens (zu einem Vorfall der lediglich Sachschaden nach sich gezogen hat), dem Schreibstil ihres Partners entsprochen hat. So etwas reicht heute schon im Überwachungsstaat Deutschland. Bei den Linken nimmt man es mit der Verfassung (Unverletzlichkeit der Wohnung/Privatsphäre) also nicht so genau. Während bei den Rechten mal großzügig jahrelang auch über Serienmorde hinweggesehen wird.
        Mal ganz von der völkerrechtswidrigen rechten Außenpolitik (imperialistische Kriege etc.) abgesehen. Wer müsste denn eigentlich vom Verfassungsschutz überwacht werden? Wer bricht denn am laufenden Band die Verfassung? Sind es nicht die Parteien CDU und SPD? Wer hebelt denn die Verfassung über die Europapolitik aus? Wer installiert denn Geheimgremien um 3stellige Milliardenbeträge direkt ans Großkapital zu verschieben? Fragen über Fragen.

    50. Hans schrieb am 26. November 2011 at 17:23 - Permalink

      Wieso wird in den Mainstreammedien (und traurigerweise hier auch) von “Rechts-Terror” gesprochen und nicht von Rechtsextremistischem Terror?

      Da würde ich gerne mal Herren Berger dazu hören. Denn auch das ist Stimmungsmache und bewusste Wortwahl. Man kann nicht einerseits, zu Recht, auf Massenmeiden und manipulative Sprache hinweisen und anpragern und dann selbst diese verwenden, wenn es einem ins Konzept passt. Was würden sie sagen, wenn von islamischen Terror statt islamistischem Terror geschrieben wird?

      Merkel und Seehofer sind rechts und auch wenn ich mir ihnen politsch nicht übereinstimme, habe ich starke Probleme damit sie mit Nazis in einen Topf zu werfen.

    51. COPOKA schrieb am 26. November 2011 at 17:31 - Permalink

      Es ist schon abenteuerlich, was Hr. Baring abgeliefert hat (wie z.B. die These, dass NS eigentlich links sei), aber in einem Punkt musste ich ihm recht geben – das Thema Terrorismus, ob nun rinks/lechts oder irgendwie islamistisch, wird von Medien unglaublich aufgebauscht. Ich meine auch, dass es nicht etwas ist, was die Republik in ihren Grundfesten erschüttern kann und verdient gar nicht so viel medialer Aufmerksamkeit. Terrorismus ist vor allem die Sache der BKA, weil es eben eine Form von Kriminalität ist. Und es ist nicht so, dass ihm jährlich tausende Menschen zu Opfer fallen, wie es z.B. in dt. Krankenhäusern der Fall ist. Es gibt idT wichtigeres, wie z.B. Gebaren der Finanzmafia und ihre Connections in höhere Etagen der Politik oder menschenverachtende Ideologien in eben diesen Etagen, was die Republik in ihren Grundfesten wirklich umstoßen kann. Wenn dies mit gleicher Intensität in Medien und der Bevölkerung thematisiert und reflektiert wäre …

      • Hans schrieb am 26. November 2011 at 17:40 - Permalink

        Da ist auf jeden Fall Wahrheit dran. Besonders da Terrorismus seine Wirkung durch die Berichterstattung vermehrt. Durch einen Anschlag bei dem hundert Leute sterben wird kein Land nachhaltig gestört, bei großer Berichterstattung darüber schon.
        Klar, diese Dinge gehen die Öffentlichkeit etwas an, nur ist es auch im Interesse der Terroristen, dass sie viel Aufmerksamkeit bekommen und Angst schüren können.

        Bei den Naziterroristen frage ich mich auch, wieso ihre Bilder gezeigt werden. Bei Amokläufern wird doch auch geraten ihnen keine Bühne und Heldentum durch Bild- und Namensangabe zu bieten. Die Mörder sind doch jetzt noch mehr zu Helden verklärt, weil ihre Bilder in allen Medien sind. Man baut damit noch mehr einen Personenkult auf und stifftet auch damit Nachahmer an, die auch durch Anschläge ihre Thesen verbreiten wollen ( hi@ Norwegen). Auch Bilder hätte man uneingeschränkt berichten können.
        Die Medien müssen ihre Berichterstattung hinterfragen.

        • COPOKA schrieb am 26. November 2011 at 21:20 - Permalink

          Da ist auf jeden Fall Wahrheit dran. Besonders da Terrorismus seine Wirkung durch die Berichterstattung vermehrt.

          Es vermehrt nicht die Wirkung, erst dadurch erringt er überhaupt (s)eine Wirkung. Von daher halte ich es auch für Kontraproduktiv, wenn die Medien eine kriminelle Mücke zum politischen Elefanten aufblasen. Man denke nur an das große Gegackere um die s.g. Fritzchen-Terrorzelle. Die Dummköpfe könnten höchstens sich selbst in die Luft jagen und wurden durch die Medien zu großer Demokratiebedrohung aufgebauscht. Dadurch riefen sie ganze Armee von “Rettern und Schützern” auf den Plan, die sich nur noch auf Kosten der Allgemeinheit profilieren möchten.

          • name schrieb am 26. November 2011 at 21:31 - Permalink

            Dein Egoismus ist bemerkenswert: Ich lese bei dir immer nur ich, ich und ich und nochmal ich.
            Wie wäre es einmal, wenn du Dich in die Lage kleinen Ladenbesitzer hinein versetzen würdest, um nachzufühlen, was es bedeutet, mit der ständigen Angst leben zu müssen.

            Und darüber soll nicht berichtet werden?

            Und bei dieser Gelegenheit, kannst du Dir mal ganz in Ruhe das strategische Combat 18 Konzept anschauen, und dann ganz gepflegt deine Fresse halten, oder einfach mal in einer kleinen Gemeinden im Osten Deutschlands ziehen: aber vorher Freundchen, verpasst dir mal ne andere Hauptfarbe.

            Es ist einfach ekelhaft, dein pseudointellektuelles Differenzkino lesen zu müssen.

            • COPOKA schrieb am 27. November 2011 at 00:12 - Permalink

              Dein Egoismus ist bemerkenswert: Ich lese bei dir immer nur ich, ich und ich und nochmal ich.

              ICH bin es nicht gewöhnt, im Namen des Volkes zu sprechen oder als Sprachrohr der großen Geister aufzutreten, und vertrete lediglich meine bescheidene Meinung, die sich nicht unwesentlich auf meine eigene Lebenserfahrung stützt.

              Wie wäre es einmal, wenn du Dich in die Lage kleinen Ladenbesitzer hinein versetzen würdest, um nachzufühlen, …

              Die Betroffenheitsposen sind keine Argumente zum Thema, sondern ein Versuch seinen Opponenten in Verlegenheit zu bringen und seine Argumentation herabzuwürdigen, um darauf erst gar nicht eingehen zu müssen.
              “Denkt mal an missbrauchte Kinder!”, wenn es um Internetüberwachung geht. “Denkt mal an Terroropfer!”, wenn es um den s.g. “Krieg gegen Terror” geht. “Denk mal an verhungernde Afrikakinder!”, wenn es darum geht, die Gürtel noch enger schnallen zu müssen etc.pp.

              Und darüber soll nicht berichtet werden?

              Und darüber sollst Du bei mir was gelesen haben?

              Und bei dieser Gelegenheit, kannst du Dir mal ganz in Ruhe das strategische Combat 18 Konzept anschauen, und dann ganz gepflegt deine Fresse halten, …

              Nö, es tut mir Leid, Dich enttäuschen zu müssen, aber das kann ich wirklich nicht. Ich meine nicht das Lesen.

              Es ist einfach ekelhaft, dein pseudointellektuelles Differenzkino lesen zu müssen.

              Ich liebe Dich auch, besonders Deine feine Art, auf die mit Deiner einzig wahren Weltanschauung nicht konforme Meinungen einzugehen.

            • spinne schrieb am 27. November 2011 at 00:31 - Permalink

              ach @name, wer will schon wissen, wie sich “dönerbudenbesitzer” fühlen. wen kümmerts, wenn türkische friedensaktivisten im auftrag rechtsextremer reigerungen auf offener see abgemetzelt werden. ja, wenns weiße wären, wärs was anderes. nicht “wären” es waren ja auch weiße, in norwegen. friedliche kinder wurden da abgeschlachtet. wärhrend der staatsschutz überall auf der welt menschenrechtler observiert.
              ich habe grade meinen job gekündigt. zu mir waren die kollegen alle sehr nett, ich konnte halt ihren “dönerbudenbesitzerhass” nicht länger ertragen, der offensichtlich kollektiv von ihnen besitz ergriffen hatte. ja, nix gegen ausländer, aber diese musels und so, und die zigeuner, ja die zigeuner.
              adios, kollegen, bin u. bleibe halt doch auch nur so ne olle zigeunerin bevorzuge ich den freien fall. das tellerwaschen im prekariat tuts doch auch.
              ps.

              Mehrere Politiker der Linken in Berlin haben in dieser Woche Postkarten mit Todesdrohungen erhalten. Darauf sind Worte wie „tödliche Schüsse“, „Totschlag“ und „Mord“ zu lesen. Die Karten wurden ohne Absender verschickt. Die Drohungen sind aus kopierten Zeitungsschnipseln zusammengesetzt und stammen vermutlich aus rechtsextremen Kreisen. Die Postkarten ohne Absender haben Linke-Politiker erhalten, die im Herbst entweder auf der Landesliste oder als Direktkandidaten für das Abgeordnetenhaus kandidiert hatten, unter anderen Sebastian Schlüsselburg aus Lichtenberg, der Abgeordnete Wolfgang Brauer, sowie Julia Wiedemann und Tobias Schulze vom Landesvorstand der Linken.

              http://dokmz.wordpress.com/2011/11/25/todesdrohungen-gegen-linke/

      • ola schrieb am 26. November 2011 at 17:47 - Permalink

        Herr Baring sagt das aber gar nicht:( Herr Baring fühlt sich massiv von links bedroht, da müssen Sie nochmal nachhören.

        • COPOKA schrieb am 26. November 2011 at 21:22 - Permalink

          Herr Baring sagt das aber gar nicht …

          Doch, das tat er mindestens zweimal. Ich habe mir die Sendung hier noch gestern angeschaut und kann mich auf genaueren Wortlaut nicht mehr erinnern, aber sinngemäß hat er genau das herüber gebracht oder es zumindest versucht.

          Herr Baring fühlt sich massiv von links bedroht, …

          Na ja, der pflegt schon merkwürdigen Begriff für Links. Ich habe es nicht so genau analysiert, aber es sieht so aus, dass für ihn alles “links” ist, was von traditionellen konservativen Werten abweicht und irgendwie staatsfeindlich ist. Dann ist für ihn(!) auch NSDAP “links”.
          Im Übrigen fand ich überhaupt nicht, dass Prantl klar argumentiert hat. Die Herren bewegten sich auf ganz verschiedenen semantischen und emotionellen Ebenen und wollten einander gar nicht verstehen bzw. auf Argumente den Anderen eingehen – jeder zelebrierte seine eigene Vorstellung von der Realität. Rein menschlich habe ich kein Problem mit Prantl’s Position und Gewichtung des “rechten Terrorismus”, ob diese auch einem Chefredakteur viel Ehre tut, bezweifle ich jedoch stark.

    52. Schweigsam schrieb am 26. November 2011 at 18:58 - Permalink

      Hier herrscht ja wegen eines Bahring helle Aufregung (Wer ist das überhaupt?).
      Ja, auch Dummheit kann ein Segen sein.
      Mich wundert im Land Absurdistan keiner mehr, der mit unredlichen Themen sein Geld verdient. Wir brauchen mehr schwarzen Humor um zu überleben;-)

    53. Prinzregent schrieb am 27. November 2011 at 00:19 - Permalink

      Barings Unverschämtheit gegenüber der Moderatorin Ursula Heller war zu erwarten.
      Recht hatte der alte Knabe allerdings mit seiner Feststellung, dass es hierzulande eine erhebliche Feigheit gibt.

      Meiner bescheidenen Meinung nach fehlt es hierzulande sowieso hinten und vorne: Bürgermeister wehrten sich gegen Naziaufmärsche, wurden aber per Gerichtsbeschluss zur Zulassung verdonnert.

      Mit einem simplen Federstrich könnte man jeden rechten oder anderen radikalen Aufmarsch verhindern. Man tat es nie. Als ich in meiner Heimatstadt gegen die NPD-Gedenkmärsche demonstriert habe, gab es da rund 200 rechte Gesellen, gut 1500 Gegendemonstranten und gefühlt die dreifache Menge Polizisten.
      Ich glaubte mich im Krisengebiet oder Zeitzeuge der Invasion vom Mars zu sein. Noch nie im Leben habe ich in meiner Stadt dermaßen viele grüne Männchen gesehen. :-)
      Die Braunen marschierten unter Begleitung. Was für surreales, lächerliches Bild.
      Und niemand konnte und wollte es verbieten.

      Trotzdem gebe ich Baring Recht, dass die GEFAHR für die Demokratie aktuell aus einer anderen Ecke kommt.
      Er schnitt den Euro nur an.
      Habt ihr die schleichende Aushebelung der Demokratie in der EU noch nicht bemerkt? Ist es noch keinem aufgefallen, dass die demokratische Seele an Konzerne und die Hochfinanz verkauft wurde?
      Das sind in meinen Augen die echten Gefahren für die Demokratie und nicht irgendwelche rechten Vereine, die dazu noch – was umso skandalöser und irrwitziger ist- von staatlichen Organen und Sicherheitsdiensten unterwandert sind und der Überwachung unterliegen, jene dabei auch noch grandios versagen.

      • Schweigsam schrieb am 27. November 2011 at 01:17 - Permalink

        Schöner Kommentar!

        Nicht desto trotz sehe ich die Gefahr für unsere Demokratie in ihrer Glaubwürdigkeit erschüttert.
        Jeder baut sich recht selbstgefällig sein eigenes Konzept von einer rechtstaatlichen Ethik auf.
        Z.b. der Raser oder Falschparker sieht in einem Strafzettel nur noch Abzockerei. Aber in Bewusstsein dieser Leute ist kein Verständnis mehr vorhanden für ihr eigenes Fehlverhalten.

        Eine Gesellschaft die nur andere als schuldige sucht. Und in dieser Hinsicht haben es Menschen schwieriger die in der Öffentlichkeit stehen (bzw. die Öffentlichkeit suchen;-)).

        • Prinzregent schrieb am 27. November 2011 at 01:35 - Permalink

          Da haben Sie wohl Recht.
          Nur:
          Warum sollte das eigene Fehlverhalten eingestanden werden, wenn es auf der politischen, wirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Ebene geradezu geadelt wird, eben jenes Fehlverhalten NICHT einzugestehen?
          Unsere Banker haben Hunderte von Milliarden verjuxt und verzockt und nichts passiert, aber “Emily” wird wegen eines vergleichsweise lumpigen Getränkebons im Wert von 1,40 Euro an den Pranger gestellt?
          In Griechenland brüsten sich die Reichsten, keine Steuern zu bezahlen, aber der kleine Ladenbesitzer dort muss dichtmachen, obwohl er brav Steuern bezahlte und jetzt vollends ruiniert wird?
          Es geht hier nicht darum, dass kleine Vergehen keine Vergehen sind. Es geht schlichtweg darum, dass die großen Vergehen weggelogen, weggebogen und verschwiegen werden während der Kleine Mann gevierteilt wird. Und das in einer Demokratie, in einem Rechtsstaat.
          Wo es nicht nur den Anschein der Ungerechtigkeit hat, sondern Ungerechtigkeit zum Prinzip erhoben wird, dort ist kein Staat zu machen.
          Und ich wage die Prognose, dass auch in unserem Land sämtliche Hemmnisse -auch politisch-moralische- fallen gelassen werden, wenn Schicht im Schacht ist. Denn schon der alte Bert Brecht wusste, dass zuerst das Fressen und dann die Moral kommt.
          In genau diesem Klima aber blüht das Radikale. Gott bewahre, dass wir jemals solche Zustände erleben.

          • Schweigsam schrieb am 27. November 2011 at 04:24 - Permalink

            Ganz ehrlich gesagt, ich weiß nicht was zuerst da war, das Ei oder das Huhn. Aber die Dekadenz ist in allen Schichten der Gesellschaft zu spüren. Und die Verfehlungen treten bei Politiker und “Unternehmen” viel stärker ins Gewicht als das bei Otto-Normalverbraucher der Fall ist.

            Imo müssen wir alle vorsichtiger sein die Gräben unbedacht noch größer und unüberwindbarer zu machen als sie jetzt schon sind.
            Aber dazu brauchen wir auf allen Seiten starke Kräfte die wieder für Solidarität, mehr Vertrauen und einer funktionierenden Gemeinschaft eintreten. Aber da sehe ich eher schwarz:-(

            Aber wenn unser System versagt, dann müssen wir uns alle sehr warm anziehen.

            • Prinzregent schrieb am 27. November 2011 at 10:36 - Permalink

              Schwarz sehen wohl viele Menschen.

              Was mir Sorgen bereitet ist das “weiter so” im Land. Trotz der Erkenntnis, dass der bisherige Weg ein Holzweg ist, geht man ihn von politischer Seite weiter.
              Volkes Gedanken und Willen scheint unerheblich zu sein.
              Die ganzen Parteitage und -tagungen sind eine Zelebrierung der eigenen Zunft, ein Selbstbeweihräucherung. Es wird beweihräuchert, obwohl es nichts zu beweihräuchern gibt.
              Draußen vor dem Tore pfeift ein anderer Wind. Wen wundert es also, dass sich Regierende und Regierte immer mehr entfremden, voneinander entfernen?

              In diesen Tagen wird viel vom Vertrauen gesprochen.
              Wenn wir ehrlich sind, dann ist unsere Demokratie, das ganze System eigentlich schon tot.
              Jede zwischenmenschliche Beziehung gilt als zerstört, als tot, wenn das Vertrauen fehlt.
              Ich kenne in meinem Bekanntenkreis niemanden mehr, der der Politik und den “etablierten” Demokraten noch vertraut und dabei bewege ich mich garantiert NICHT in radikalen Kreisen.
              Jeder fühlt sich betrogen, belogen, zum Narren gehalten. Man fühlt sich als Spielball von “denen da oben”. Einige schimpfen und toben, einige bemühen das Götzzitat und gehen in die innere Immigration. Verbunden fühlt sich keiner mehr.
              Ist das nicht traurig?

              Heute wurde gemeldet, dass Deutschland mit 560 Miiliarden Euro für Europa haftet.
              Mir graut vor dem Gedanken, wenn die Haftung eintritt. Dass dieses Szenario echt erscheint beweist die Tatsache, dass man sich weltweit auf ein Scheitern des Euro vorbereitet.
              Ich mag gar nicht daran denken was passiert, wenn wir Zustände a`la 1923 oder 1929 erleben müssen.

            • Schweigsam schrieb am 28. November 2011 at 00:09 - Permalink

              @Prinzregent

              Ich Teile deine gesellschaftliche Wahrnehmung und Beobachtungen voll und ganz.
              Unser Wertesystem wird nicht mehr von Ethik und Moral bestimmt. Schon vielmehr nach neoliberalen wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Dafür haben sie auch “Think Tanks”.

    54. name schrieb am 27. November 2011 at 01:06 - Permalink

      @COPOKA
      Du Egoknalltüte merkst gar nicht, was du überhaupt schreibst, wa?

      Mal kleine Leselektüre:
      “Ich meine auch, dass es nicht etwas ist, was die Republik in ihren Grundfesten erschüttern kann und verdient gar nicht so viel medialer Aufmerksamkeit. Terrorismus ist vor allem die Sache der BKA, weil es eben eine Form von Kriminalität ist.”

      Zusammenhangslos, falsch und menschenverachtend ist das, was du da so “meinst” COPOKA.

      Von dir kam doch der Einwand das Thema “Finanzmafia” wäre tausend mal wichtiger, als 10 über 10 Jahre mit VS Decklung abgeknallte Einwanderer und die Wirkung würde sich erst durch die Berichterstattung “auswirken”. Von dir kam doch der Einwand, dass wäre alles nicht wichtig, so systemimmanent, ohne zu begreifen, was für rassistische Zustände allgemeiner Konsens sind.
      Halt einfach mal deine Fresse, und dein “ich ich ich ich” kannste stecken lassen – Du weisst nämlich gar nichts, und um Dich geht es nicht.

      http://de.indymedia.org/2006/03/141984.shtml

      Und ick lieb Dir nich, Kindchen.

      • COPOKA schrieb am 27. November 2011 at 17:18 - Permalink

        Mal kleine Leselektüre:
        “Ich meine auch, dass es nicht etwas ist, was die Republik in ihren Grundfesten erschüttern kann und verdient gar nicht so viel medialer Aufmerksamkeit. …

        Und wie leitest Du daraus ab, dass meiner Meinung nach darüber gar nicht berichtet werden soll? Bleibt wohl Dein kleines Geheimnis.
        Die Berichterstattung zu der Mordserie ist aber so aufgebauscht als ob uns die Weltuntergang unmittelbar bevorstehe – hysterisch übertrieben.

        Zusammenhangslos, falsch und menschenverachtend ist das, …

        Es mag Dir schwer fallen, dies in Deiner eindimensionaler Weltanschauung einzuordnen, aber ich stehe nun mal zu dem, was ich geschrieben habe. Von mir aus kannst Du es von rechts hin auf deiner Werteskala aufspießen, wo sich das Böse zusammenballt.

        … ohne zu begreifen, was für rassistische Zustände allgemeiner Konsens sind.

        Wenn es Dir erst jetzt aufgefallen seien soll, so ist es Dein Problem, nicht meins. Und Du kannst Gift darauf nehmen, dass es in absehbarer Zukunft noch schlimmer kommt, ob nun mit oder ohne “Nazis”. Das liegt aber nicht an Exklusivität der deutschen Geschichte oder eigenartiger Mentalität des Landes, wie es schon der nächste Autor in diesem Blog zum Thema verkündet. Der Fremdenhass ist allgegenwärtig und so alt wie die Menschheit selbst, nur bleibt er latent solange das Leben im Lande noch in geregelten Bahnen verläuft.
        Je beschissener den Leuten geht – auch wenn es nur eine relative Beschissenheit ist, desto intensiver wird es nach den “Schuldigen” in eigenem Wahrnehmungshorizont gesucht. Und da bieten sich so einige Minderheiten und Andersdenkende an, an denen sich prächtig abreagieren lässt. Nicht nur die fremdaussehenden Ladenbesitzer. Der Fremdenhass braucht nur einen “fruchtbaren” Boden um aus latentem Zustand wieder in voller “Pracht” aufzublühen, ob nun in einem gottvergessenen afrikanischen Dorf oder in einer Weltmetropole. Die bösen Fremden sind immer die anderen, die unsereiner nicht zu verstehen vermag und im Zweifelsfall ganz weit weg haben möchte.
        Du versprühst auch nicht g’rade die Nächstenliebe, wenn Du nach den bösen “Schuldigen” der Missstände Ausschau hältst. Von wegen “Halts die Fresse, Dudu..”

        Und ick lieb Dir nich, Kindchen.

        Sei’s drum, ich bin sowieso bereits verheiratet.

        • name schrieb am 27. November 2011 at 19:00 - Permalink

          Hier gehts nicht um die Finanzmafia, oder afrikanische Dörfer, sondern um 10 tote Menschen und die vielen Verletzten die über Jahre mit Staatshilfe hinweg abgeknallt worden sind, um deren Familien, um deren Verlust, deren Leid und deren Angst und um eine bürgerliche rassistische Gesellschaft in Teilen dieser Republik, die seit Jahren so existiert, wo Menschen seit fast 20 Jahren richtigem Terror ausgesetzt sind.

          Und dir fällt nichts anderes dazu ein, als irgendwas von der Finanzmafia und dem allgemeinen “Bösen” und dem “ich weiss noch was viel wichtigeres” zu faseln. Punkt, Punkt und Punkt, und ja, da hast du einfach mal deine Fresse zu halten.

          Dir ist ja nicht einmal in deiner Selbstverliebheit aufgefallen, wie unlogisch deine dämliche inhumane, halbintellektuelle verpackte, Behauptung ist, dass, sobald über solche Verbrechen berichtet wird, sich die terroristische Wirkung erst einstellten würde.

          Du hast ja nicht einmal gemerkt, dass der Terror und das Konzept dahinter ganz unabhängig von der medilalen Berichterstattung seine Wirkung, die Erzeugung von Angst 15 Jahjre erfüllt hat und auch erfüllen konnte, weil ein rassistisch sozialdarwinistischer Dauerzustand begünstigend wirkte.

          Aber dein Maul aufreissen, und dir ein ichbinnochstolzdrauf Bekundigungsschildchen umhängen, und was von Lebenserfahrung quatschen wollen.

          • COPOKA schrieb am 27. November 2011 at 23:57 - Permalink

            Hier gehts nicht um die Finanzmafia, oder afrikanische Dörfer, sondern um 10 tote Menschen und die vielen Verletzten die über Jahre mit Staatshilfe hinweg abgeknallt worden sind, …

            Nein, es geht hier nicht um die 10 Toten und nicht mal um die 100.000-de, die ebenfalls über die gleichen Jahre mit Staatshilfe hinweg abgeknallt worden sind, es geht hier um die oben verlinkte Sendung und die zwei Hauptopponenten bzw. ihre Sicht der Sache in der Diskussion.

            Du hast ja nicht einmal gemerkt, dass der Terror und das Konzept dahinter ganz unabhängig von der medilalen Berichterstattung seine Wirkung, die Erzeugung von Angst 15 Jahjre erfüllt hat und auch erfüllen konnte, weil ein rassistisch sozialdarwinistischer Dauerzustand begünstigend wirkte.

            Ja, ich sehe und spüre nichts vom Terrorismus, sei es irgendwie gesäßorientiert oder islamistisch. Ich merke nur, dass während jeder Terrorismushysterie immer noch eine “Salamischeibe” von Menschenrechten abgeschnitten wird, wie auch in diesem Fall.

            Und was den braunen Sumpf im Osten anbetrifft, so sollst Du lieber gründlich über die Ursachen dafür nachdenken anstatt andere Menschen in Foren wegen ihrer Meinung anzukläffen.

    55. Julian schrieb am 27. November 2011 at 19:34 - Permalink

      Nur mal eine generelle Frage auf die ich hier vielleicht eine Antwort finde:
      Gibt es abseits krud-ekliger Thesen-Vermengungen ala Sarrazin eigentlich objektive, lesbare, gute Literatur zum Thema Bevölkerungsentwicklung – speziell im Hinblick auf die Entwicklung der deutschen Bevölkerung – und deren Folgen?
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass unser allseits beliebter Bundesbänker der einzige ist, der sich mit dem Thema (mehr oder weniger…) auseinandergesetzt hat??
      Ebenfalls würde mich interessieren ob es für den Laien verständliche, aber von Fachkundigen verfasste Abhandlungen zum Thema der Strukturierung unserer Gesellschaft gibt?

      Vielleicht würde sachliche Aufklärung von fachkundigen Personen diesem ganzen Trubel mal gut tun. Die Thesen, dass gebildete und wohlerzogene Deutsche (bald?) in der Unterzahl seien und Unterschichtler, die ihre schlechten Eigenschaften an ihre Kinder weitergeben sowie Türken, meist faul, ungebildet und schlecht sozialisiert, immer größere Teile der deutschen Gesellschaft ausmachen und uns so vor immer größere Probleme stellen würden, sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wer will sich denn da noch über rechtsradikalen Terror wundern, wo doch rechte Gewalt seit zwei Jahrzehnten traurige Realität in Deutschland ist?

      Da Einzelfälle und subjektive Erfahrungen hier nicht sachdienlich sind und Ekellektüre von der sich die zitierten Wissenschaftler sofort distanzieren uns auch nicht weiterhilft, würde es mich wirklich freuen, abseits von Polemik, Politik und dreckiger Meinungsmache echte Informationen zum Thema zu finden. Ohne dies machen Diskussionen wenig Sinn, da sie dann jeglicher sachlichen Grundlage entbehren.

      • GrooveX schrieb am 27. November 2011 at 20:12 - Permalink

        eine sachliche grundlage, die der diskussion sinnvollen stoff anbietet, hätte ja die oben verlinkte sendung sein können, wenn, ja wenn da nicht so einer käme, der sich mit dem thema bevölkerungsentwicklung ‘abseits von polemik, politik und dreckiger meinungsmache’ hier breitmachen will. gut, dass wenigstens du weisst, welche diskussionen ‘sinn machen’.

        war noch was? geh einfach weiter. es ist dir niemand böse, dich hierher verirrt zu haben.

        • Julian schrieb am 27. November 2011 at 20:17 - Permalink

          Das Rumgeblubber ist dir die Lebenszeit wert?

          • GrooveX schrieb am 27. November 2011 at 20:27 - Permalink

            kümmere dich um deine eigene.

            • Julian schrieb am 27. November 2011 at 20:32 - Permalink

              Oh Gott, sind wir im Kindergarten? Ist ein beleidigtes “Selber!” wirklich das was du mit deinen 20? 30? 40? 50? Jahren in den Kommentarbereich eines Blogs posten musst? Wer bist du überhaupt?

              Und jetzt bitte Ruhe. Ich verstehe nicht, warum du hier so rumtrollen musst…

              Ich bin interessiert an Informationen, wer mir helfen kann – ich bin für jeden Hinweis dankbar.

            • GrooveX schrieb am 27. November 2011 at 21:03 - Permalink

              einmal kugeln bitte:

              Tucholski: Grimms Märchen

            • Julian schrieb am 27. November 2011 at 21:07 - Permalink

              wenn man nichts konstruktives beizutragen hat:
              http://spookyfilm.files.wordpress.com/2010/07/kresse.jpg

              Danke schön.

            • PIN schrieb am 28. November 2011 at 12:38 - Permalink

              @ Julian

              Ganz schlechte Tarnung und irgendwie schon dreist/naiv auf Seiten, mit einem eher linken Publikum, nach wissenschaftlichen Quellen für die Bestätigung von Rassentheorien zu fragen.

            • Julian schrieb am 28. November 2011 at 19:49 - Permalink

              Ist wirklich krass, wie schnell hier die Zeigefinger erhoben werden. Und es wundert mich auch ehrlich gesagt.

              Es ist traurig, dass ich mich erst erklären muss, um sachliche Antworten zu bekommen aber nun denn… Ich bin selbst aus der eher links-radikalen Ecke zu Jugendzeiten. Nein, kein Gewalttäter und kein Bahnhofspunk, aber eben die Punkrockschiene wie bei so vielen – mit viel Bier, Wut und radikalen Texten/ Gedanken.
              Mit zunehmendem Alter und gewonnener Erfahrung sicher etwas konservativer, beziehungsweise vlt. auch eher reflektierter, und offener geworden, würde ich mich auch heute noch als “ziemlich links” beschreiben, wobei ich gerade im Bereich Wirtschaft und Gesellschaft noch eifrig am Lernen bin, um mir fundiertes Wissen anzueignen. Den Spiegelfechter lese ich Seit Jahren mit Begeisterung.
              Seit frühester Kindheit bin ich gemeinsam mit sehr vielen Kindern und Erwachsenen aus aller Welt aufgewachsen, ob schwarz, weiß, deutsch, türksich, italienisch, polnisch – da war immer alles vertreten. Auch heute habe ich noch regen Kontakt mit Studenten aus aller Welt. Mich als einen Rassentheoretiker darzustellen… also das ist nun wirklich pervers.

              Ich diskutiere aber oft mit Leuten, auch wenn mich dies zuweilen sehr frustriert, und da ich mir von sehr vielen zum teil sehr gebildeten Menschen, Leistungsträgern, aber auch von Normalos immer häufiger weiter oben beschriebene Thesen und Aussagen anhören muss, möchte ich derartiges endlich auch mal fundiert beantworten können. Abseits von Nazi-Vergleichen/ -Beschuldigungen, subjektiven Erfahrungen und Polemik.

              Dass ich in einem so aufklärerischen, kritischen Blog mit diesem Begehr so dermaßen gegen eine Mauer fahre finde ich offen gestanden sehr traurig. Ich bitte Sie, Ihre Wahrnehmung anderer Personen zu überprüfen und vielleicht in Zukunft nicht mehr so schnell zu verurteilen. Ich kann Ihnen versichern, dass ich nicht im entferntesten das bin, was Sie glauben, dass ich sei. Ich habe meine Postings auf Missverständlichkeit überprüft und nichts gefunden. Also bitte tun Sie sich, mir und unseren Mitstreitern für eine aufgeklärtere Öffentlichkeit den Gefallen und vermuten Sie nicht hinter jedem Menschen der bestimmte Informationen sucht einen Nazi. Das ist ja krank..

            • sternburg schrieb am 28. November 2011 at 20:10 - Permalink

              @ Julian

              Die Thesen, dass gebildete und wohlerzogene Deutsche (bald?) in der Unterzahl seien und Unterschichtler, die ihre schlechten Eigenschaften an ihre Kinder weitergeben sowie Türken, meist faul, ungebildet und schlecht sozialisiert, immer größere Teile der deutschen Gesellschaft ausmachen und uns so vor immer größere Probleme stellen würden, sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

              himmm .. julian ich bin ehrlich, der eine satz oben hat mich etwas misstrauisch gemacht und macht es noch:))

              die politischen brüche in manchen biographien (z.b. schilly – raf anwalt und dann low and order man ) begreife ich immer als vergleichbar mit einer enttäuschten liebe. mein kommentar zu dir, soll nicht als dich-in-die-ecke-von-rassentheoretickern-stellen verstanden werden. entschuldigung, wenn das so rüber gekommen ist, sondern ich wollte dir literatur tips von der gegenseite schmackhaft machen hehehehe

              grundsätzlich manchmal der nachteil von reiner textueller interaktion. bietet oft raum für missverständnisse.

              http://twitter.com/#!/Antifa_Shu/media/slideshow?url=pic.twitter.com%2Fd7VkloT

            • Julian schrieb am 28. November 2011 at 21:07 - Permalink

              Ein Konjunktiv, welcher als These anderer Menschen deklariert ist.
              Aber nun gut, wenn das vielen von euch sauer aufgestoßen ist wird das seinen Grund haben… Jedenfalls ist das nun vielleicht alles etwas klarer.

              Es fuckt mich nur extrem ab, als Rassentheoretiker, Nazi-Sympathisant oder Fremden-Feind dargestellt zu werden. Da legt man sich mit zahllosen Leuten an, eckt von Kante zu Kante und macht sich das Leben sicher nicht leichter – und am Ende muss man sich in irgendwelchen Internetblogs so ne Scheiße gefallen lassen… Ohne dass mal hinterfragt oder wenigstens nachgefragt wird, wenn irgendwas in meinem Text nicht verstanden wird.

          • Karla schrieb am 28. November 2011 at 20:27 - Permalink

            @ Julian
            Es gibt ein empfehlenswertes, recht neues Buch zum Thema Migration, “Arrival City” von Doug Saunders, einem kanadischen Journalisten. Es fokussiert sich nicht auf Deutschland, es gibt aber ein Kapitel zu Deutschland und seinen Türken.

            Klappentext:

            Ein Drittel der Weltbevölkerung zieht – über Provinzen, Länder, Kontinente hinweg – vom Land in die Städte. In unserer Zeit leben zum ersten Mal mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land.

            Die These, dass diese radikale, unumkehrbare Entwicklung eine positive ist – sowohl für die Migranten als auch für die Städte, in denen sie ankommen –, setzt Saunders’ Buch von gern beschworenen Untergangsszenarien ab. Ob Migration funktioniert oder nicht, hat wenig mit kulturellen Klüften oder religiösen Gegensätzen zu tun. Die Ziele der Neuankömmlinge sind – egal aus welchem Land sie stammen oder in welche Stadt sie gehen – die gleichen. Doch ob sie Arbeit finden, soziale Netzwerke aufbauen, ihren Kindern Schulbildung und eine Zukunft ermöglichen können, hängt stark davon ab, ob die Stadt auf sie vorbereitet ist.

            Drei Jahre lang hat Saunders in Berlin-Kreuzberg, im Londoner East End und den Banlieues von Paris, in den Favelas von Rio de Janeiro und den Barrios in Los Angeles mit Menschen über ihre Lebenspläne und -wirklichkeiten gesprochen. Über zwanzig solcher Viertel, Rand- und Außenbezirke, diese Orte der Ankunft – Arrival Citys –, porträtiert Saunders in seinem Buch. Sein Fazit: Scheitert die Arrival City, wird sie zum sozialen Brennpunkt, zur Brutstätte von Kriminalität und hybridem Extremismus, zum Elendsviertel. Blüht sie auf, wird die Arrival City zur Geburtsstätte der neuen Mittelschicht, der stabilen Wirtschaft und des sozialen Friedens einer Stadt.

            Und ein Link: http://www.freitag.de/buch-der-woche/arrival-city

            • Julian schrieb am 28. November 2011 at 21:01 - Permalink

              Das klingt super. Vielen Dank dafür. :)

      • sternburg schrieb am 28. November 2011 at 00:52 - Permalink

        @ Julian

        gute Literatur zum Thema Bevölkerungsentwicklung – speziell im Hinblick auf die Entwicklung der deutschen Bevölkerung – und deren Folgen?

        zb. statistisches bundesmat deutschland oder vielleicht auch das informationssystem der
        gesundheitsberichterstattung des bundes.

        Vielleicht würde sachliche Aufklärung von fachkundigen Personen diesem ganzen Trubel mal gut tun.

        himmm … in den letzten 18 monaten im ausland gewesen? es gibt zahlreiche stellungnahmen und wissenschaftliche kommentare zu den phantasien von dem menschen. vor allem auch von jener wissenschaftlerin, auf die sich saraz. besonders häufig beruft. du wirst nur auf der suche nach echten wissenschaftlern, die dir besser belegbare erkenntnisse liefern nicht fündig werden. pseudowissenschaftlich mist.

        http://purple–bananas.tumblr.com/post/6686554467

        Die Thesen, dass gebildete und wohlerzogene Deutsche (bald?) in der Unterzahl seien und Unterschichtler, die ihre schlechten Eigenschaften an ihre Kinder weitergeben sowie Türken, meist faul, ungebildet und schlecht sozialisiert, immer größere Teile der deutschen Gesellschaft ausmachen und uns so vor immer größere Probleme stellen würden,

        vielleicht das buch “ein ewigwährender untergang: der apokalyptische bevölkerungsdiskurs im 20. jahrhundert”, von thomas etzemüller. zur eugenik ne selektive bevölkerungspolitik nennt man das wohl heute, gibt es viel material von friedrich burgdörfer ( „geburtenschwund und überalterung des deutschen volkskörpers“). der war für die nazis sehr nützlich. er gehörte zu dem typ wissenschaftler, der seinerzeit zur weitervererbung “positiver” erbanlagen und dem verhindern von weitergabe von “negativen” erabanlagen forschte und damit für “wissenschaftlichen” unterbau als begleitung von tötungsprogrammen sorgte. naja … wenn man so etwas überhaupt unter wissenschaft und forschung fassen kann.

        wenn bei den nazis also im zuge der optimierung von “volkskörper” im konkurrenzkampf mit anderen, sog. “minderwertige” durch eine tötungsbürokratie umgebracht werden, dann wäre die entsprechung heute z.b. deutsch-türken. wenn also heute über wachstumsraten unter berücksichtigung “ethnischer” merkmale gesprochen wird, dann war der terminus damals „biopolitischen Grenzkampf“. ist aber genau das selbe: eindwanderung nach deutschland, nachkommen der eingewanderten, geburtenstärke,…. das alles unter dem aspekt “demographische Hochrüstung“ betrachtet. interessant wäre schon, wenn man die nazischeiße von damals mit den, ich trau mich das hier gar nicht zu schreiben. will ja nicht, das spiegelfechter ne abmahnung riskiert, deswegen einfach neutral “arbeiten” von gunnar heinsohn oder der spd nase vergleicht. siehe guttmensch.blogspot.com

        http://haendehoch.blogsport.de/images/02oktober2011.jpg

        “….”.. Burgdörfer: … Man kann ihn ohne Bedenken als den einflußreichsten Bevölkerungsstatistiker in Deutschland zwischen 1920 und 1955 bezeichnen. … Seine Idee war, daß infolge des Geburtenrückgangs aus dem deutschen „Volk ohne Raum“ (nach Hans Grimm) ein „Volk ohne Jugend“ geworden sei, das mit allen denkbaren bevölkerungspolitischen Mitteln vor seinem Untergang – infolge Überalterung und „Überfremdung“ – bewahrt werden müsse. Die nationalistische Fahne schwang er von Anfang an; die eugenische Argumentation benutzte er anfangs lediglich durch Hinweise auf die damals in Deutschland bekannten Veröffentlichungen vor allem von Ploetzund Lenz…. Nachdem er jedoch 1933 in Berlin eine Denunziation von Nationalsozialisten … erfolgreich überstanden hatte …, veröffentlichte er bereits im nächsten Jahr mit dem Vererbungswissenschaftler Kühn und dem fanatischen Eugeniker Staemmler ein Buch über „Erbkunde – Rassenpflege – Bevölkerungspolitik“…..”

        http://guttmensch.blogspot.com/2011/06/die-mischung-von-zahlen-projektionen.html

        weiter auf guttmensch.blogspot.com

        “…Zu “Kontinuitäten” der Bevölkerungswissenschaft, zu denen Burgdörfers Rolle als Nachkriegs-Gründungsvater der Bevölkerungswissenschaft in Deutschland gehört, siehe Artikel von Rüdiger Suchsland “Im Land der Schrumpfgermanen” (2006); http://www.heise.de/tp/artikel/22/22581/1.html

        In einem Artikel von Volkmar Weiss (wie Heinsohn eine wichtige Referenz für Thilo Sarrazin), werden sowohl Heinsohn als auch Burgdörfer lobend erwähnt; Titel “Bevölkerungsqualität: Der demographische Übergang in den Untergang”
        http://www.scribd.com/doc/22172831/Bevolkerungsqualitat-Der-demographische-Ubergang-in-den-Untergang

        Besagter Artikel von Volkmar Weiss enthält auch einen englischsprachigen Untertitel: “The Population Cycle Drives Human History – from a Eugenic Phase into a Dysgenic Phase and Collapse”. Hinweis dazu: Auch Sarrazin verwendet den Begriff “dysgenisch”; erläutert an anderen Stellen auf diesem Blog – der entsprechende Begriff in der Nazizeit lautete “Gegenauslese”….”

        das “türken” deutschland quasi per geburtenwettkampf erobern, ist der selbe mist wie bei der ss. in deren lehrbüchern ging es damals um geringere fruchtbarkeit bei nordvölkern und die gefahr durch z.b. asiatische völker.

        • Julian schrieb am 28. November 2011 at 20:55 - Permalink

          Danke, dass Du dir so viel Mühe gemacht hast. Das ist schonmal etwas womit ich arbeiten kann.
          Leider läuft diese Argumentation wieder zu sehr auf den Vergleich “mit damals” hinaus und wird mir in Diskussionen daher auf den Fuß fallen – der sog. “Hitlervergleich” ist leider zu allgegenwärtig. (dennoch nochmals vielen Dank dafür – ich persönlich finde das sehr spannend)
          Ich würde aber gerne positiv gegen derartiges Argumentieren, d.h. anstelle meinen Gegenüber zu verteufeln und ihn aufgrund seiner Thesen in die braune Ecke zu stellen würde ich gerne mit (und hier wiederhole ich mich) sachlichen und wissenschaftlich fundierten Gegenpositionen zu den Themen “Vererbbarkeit von Inteligenz”, “Geburten-/ Bevölkerungsentwicklung” und eben auch das Thema der zukünftigen Gesellschaftsstruktur und deren Gründe sowie Folgen argumentieren.
          Mit der von Dir genannten “Wissenschaftlerin” meinst du wohl die Frau Stern?
          Wäre schön, wenn sich noch jemand, der sich in den Bereichen ein wenig auskennt fände. :)

        • Julian schrieb am 28. November 2011 at 21:54 - Permalink

          Der Suchsland-Artikel ist übrigens aller erste Sahne. Selten einen so sachlichen Artikel zum Thema gelesen. Sowas suche ich. ;)

          • sternburg schrieb am 29. November 2011 at 08:07 - Permalink

            @ Julian

            das beispiel wird dir zwar nicht helfen, aber ich finds lustig oder peinlich.
            ich kann mich an eine aussage oder these von heinsohn schwach erinnern. ich glaube, er meinte einmal, das wenn man gleich nach der wende in meckpomm 40 000 vietnamesen angesiedelt hätte, das heute ein top wirtschaftsstandort wäre.

            http://www.profi-buerger.de/sites/default/files/Gunnar_Heinsohn_-_Alterung_Schrumpfung_und_Dequalifizierung_pdf.pdf

            es gibt sonst noch einen wissenschaftler rindermann, der im radio mal in einem interview von unterschiedlicher intelligenz bei buschmännern zu europäern, reden durfte. naja…

            http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/706040/

      • CheckervonBeruf schrieb am 28. November 2011 at 21:11 - Permalink

        http://www.berlin-institut.org/studien/ungenutzte-potenziale.html
        Wenn Du fragts, wie sich Deutsche entwickeln, dann geht das ja nur im Vergleich zu anderen hier lebenden Gruppen, die nicht “ur-deutsch” sind.

        • Julian schrieb am 28. November 2011 at 21:22 - Permalink

          Ach ist dem so? Die Zusammensetzung der Gesellschaft lässt sich also tatsächlich nur unter dem Aspekt “urdeutsch” (wie sie sagen) und “andere hier lebende Gruppe” analysieren?


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