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  • Ich werde auch nervös

    geschrieben am 01. Dezember 2011 von Gastautor

    Geht alle Staatsgewalt vom Markte aus?

    ein Gastartikel von Alexander Unzicker

    Die Märkte sind heute wieder beunruhigt. Die Anleger machten sich gestern schon Sorgen, und womöglich werden die Investoren morgen nervös. Ich kann es nicht mehr hören. Aber leider kann man es nicht wie andere unwichtige Tagesmeldungen von sich fern halten, denn die seit Monaten andauernden Berichte über Finanz-, Euro-, Schulden- und Währungskrise, über Banken, Hedgefonds, Rettungsschirme und Hebel, sowie die permanente Beschäftigung der Regierungen mit dem Thema sind beunruhigend. Nicht zuletzt deshalb, weil über einige einfache Dinge nicht nachgedacht wird. So diskutiert man zum Beispiel im Moment die Frage kontrovers, ob die Europäische Zentralbank EZB Anleihen von Staaten zum derzeitigen Zinssatz von ca. 7 % kaufen soll, weil die `Märkte´ derzeit jenen Staaten nur gegen hohen Risikoaufschlag Geld leihen. Interessant wäre aber doch, woher die gleichen Märkte das Geld haben – über Umwege von der EZB, die es den Banken zu 1% Zins zur Verfügung stellt – ohne Risikoaufschlag, wobei sie seltsamerweise die Anleihen jener gefährdeten Staaten als Sicherheit akzeptiert. Kurz: der Finanzsektor kann sich Geld für 1% leihen und für 7% an Italien weiterverleihen, oder übrigens auch an Deutschland für 2%! Das bedeutet, dass ein permanenter Subventionsstrom in Höhe der Zinsdifferenz aus dem Vermögen des europäischen Steuerzahlers an die `Märkte’ fließt, die sich dann tatsächlich Sorgen machen, wo sie das ganze Geld noch anlegen sollen. Die Diskussion um das richtige Handeln der EZB entspricht der, ob man einen Brand besser mit Pulver oder Wasser löscht, den sie gleichzeitig mit reichlich Öl anfeuert. Es sind die niedrigen Leitzinsen, die absurd sind. Man muss nicht Wirtschaftswissenschaften studiert haben, um das Bizarre der Situation zu sehen, manchmal habe ich den Eindruck, dass es eher hinderlich ist.

    Der Risikoaufschlag spiegelt angeblich das Ausfallrisiko eines Kreditgebers wider. Wenn Banken sich billiger Geld leihen können als Staaten, bedeutet dies, dass deren Kreditwürdigkeit höher liegen müsste. Nun weiß jeder, dass praktisch alle Banken Bankrott wären, hätten die Saaten nicht für ihrer Schulden gebürgt. Sie können also gar nicht kreditwürdiger sein als die Saaten, die ihre Existenz garantieren. Würde die EZB rational marktkonform handeln, dürfte sie ihnen kein Geld geben. Warum tut sie es trotzdem? Antwort: Die Banken seien systemrelevant. Und die Staaten? Man macht uns heute weis, der Zusammenbruch eines Staates sei möglich, aber der einer Bank nicht. Irgendwie habe ich vielleicht missverstanden, was `marktkonforme Demokratie’ bedeutet. Systemrelevant kann doch nur heißen, für das Funktionieren des staatlichen Gemeinwesens unverzichtbar, also Teil von diesem. Entweder ist das ein Lüge, oder permanenter Verfassungsbruch, denn alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Nicht vom Vorstand. Für unsere Regierenden, zum Nachschlagen: Artikel 20 Absatz 2 Grundgesetz. Würde die EZB nicht weiterhin öffentliche Gelder verschenken, sondern den Leitzins heben, wären natürlich die Banken pleite. Ein staatlich kontrollierter Konkurs wäre die klarste Möglichkeit, verfassungsgemäße Zustände wiederherzustellen.

    Bis hierher mag all dies als ein Problem des Euro erscheinen. Es gibt aber keine Krise des Euro, sondern eine globale Krise der Finanzmärkte. Auch die US-Notenbank gibt den Banken Kredite zu geringeren Zinsen, als Amerika selbst für seine Anleihen bezahlt. Und mit wenig Phantasie kann man sich ausmalen, wie bis zur nächsten Wahl dort der Präsident erpresst werden wird, den letzten Cent aus den Sozialsystemen zu ziehen, um Zinsen für 15 Billionen Dollar zu bezahlen, von einem Kartell von reaktionären TV-Hetzern, Wall-street-Lobbyisten und hysterischen Kongressabgeordneten, die geschworen haben nie die Steuern zu erhöhen. Und es würde mich wundern, wenn die Ratingagenturen nicht auch dort ihre schmutzigen Finger ins Spiel bringen und ausprobieren, ob sie nicht mit ein wenig höheren Zinsen die mächtigste Regierung der Welt destabilisieren können. Eine kleine Bitte also: Keine Ratschläge aus Amerika, wie wir `unsere’ Krise in den Griff bekommen sollen. Es gibt nur eine weltweite Finanzkrise, aber die hat es in sich. Ihre Ursachen kann man auch ganz gut verstehen, wenn man Bücher von Max Otte (Der Crash kommt), William Fleckenstein (Greenspans Bubbles) oder Sarah Wagenknecht (Wahnsinn mit Methode) in die Hand nimmt – keine einseitige Auswahl, wie ich meine. Eine absurd hohe, komplett deregulierte Geldmenge schwappt derzeit über den Globus, trocknet ganze Länder aus und konzentriert sich bei den willfährigen Helfern des Kapitals, die Gesetze, oder besser die Gesetzlosigkeit für dieses Spiel bereitstellen. Die täglichen Transaktionen allein an den Devisenmärkten sind in der Größenordnung von fünf Billionen Dollar, damit könnte man übrigens zum derzeitigen Getreidepreis über zwanzig Jahre lang Nahrung für die gesamte Menschheit kaufen. Warum macht das eigentlich niemand? Gesetzwidrig wäre es nicht, und Skrupel um Menschenleben hat man aus diesem internationalen Spielcasino noch nie vernommen, obwohl es schon längst viele gefordert hat. Ich bin ein Anhänger des Rechtsstaatsprinzips. Und dieses wird die Akteure einer Finanzmafia wahrscheinlich eines Tages vor einer Verurteilung schützen, weil die Gesetze, die sie ins Gefängnis bringen müssten, noch nicht erlassen waren. Richtig so. Aber deswegen müssen wir nicht einen gesetzlosen Zustand hinnehmen. Niemand, der nicht kriminelle Interessen hat, kann gegen eine Finanztransaktionssteuer von 0,01% sein. Und ich weigere mich sogar zu glauben, dass Obama, Sarkozy und Merkel nur ferngesteuerte Schurken sind. Ihre Situation ist wahrscheinlich viel eher vergleichbar mit einem Gefangenendilemma, bei dem derjenige Staat zuerst von den Finanzmärkten exekutiert wird, der gegen sie aufbegehrt. Ich frage mich, warum die Bundesanwaltschaft nicht wegen Nötigung von Verfassungsorganen ermittelt – §105 StGB – wenn eine dieser „Idioten in korrupten Organisationen“ (Paul Krugman) wieder mal einer europäischen Regierung mit einer Abstufung des Ratings „droht“. Die kollektive Erpressung des Geldes ist in vollem Gange und wird durch keine der Maßnahmen gebremst werden, die im Moment diskutiert werden. Eigentlich ist die Bundesrepublik Deutschland ein demokratischer und sozialer Bundesstaat (Artikel 20 Absatz 1 Grundgesetz). In Wirklichkeit gleicht die Welt aber einem finanzpolitischen Wilden Westen, in dem jeder rechtschaffene Bürgermeister Grund hat, sich nicht mit kriminellen Banden anzulegen. Brüssel mag zerstritten sein, aber auch Washington ist dabei nur ein größeres Dorf.

    Alle demokratisch gewählten Regierungen haben auf lange Sicht ihren Wählern mehr Geld gegeben als sie eigentlich hatten, und mit ein bisschen Inflation haben das die meisten noch nicht mal bemerkt. Ich zweifle allerdings, ob das jetzt noch eine Lösung sein kann, denn würden all jene absurden Geldmengen in den Händen von wenigen adäquat in Sachwerten angelegt, müsste man wahrscheinlich die Luft zum Atmen privatisieren.

    Die eigentliche Gefahr dieser Krise ist, dass eine Lösung oder Versuche dazu nicht mehr in rechtsstaatlicher Weise erfolgen. Wenn man heute auf Staatsbankrott spekulieren kann, dann hört der Spass auf. Und die Beschleunigung der Entscheidungsprozesse, die sich die Regierenden diktieren lassen, ist beunruhigend. Das Bundesverfassungsgericht wird in nächster Zeit in besonderer Weise gefordert sein, aber es fragt sich, ob die Rolle eines passiven Kontrolleurs genügt. Es müsste auch einstweilige Anordnungen erwägen, um verfassungskonforme Zustände zu sichern.

    Die internationalen Finanzmärkte bedrohen inzwischen die Souveränität der Völker, und so kann sich die Finanzkrise kann sich zu einer Systemkrise ausweiten, in der wir Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wieder verteidigen müssen. Die lasse ich mir nicht nehmen. Ach ja, Artikel 20 Absatz 4 Grundgesetz: Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand.

    Alexander Unzicker

    130 Kommentare Print This Post
    Geht alle Staatsgewalt vom Markte aus? ein Gastartikel von Alexander Unzicker Die Märkte sind heute wieder beunruhigt. Die Anleger machten sich gestern schon Sorgen, und womöglich werden die Investoren morgen nervös. Ich kann es nicht mehr hören. Aber leider kann man es nicht wie andere unwichtige Tagesmeldungen von sich fern halten, denn die seit Monaten andauernden ...
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    4. brackmeister

    130 Kommentare:

    1. schwitzig schrieb am 1. Dezember 2011 at 09:54 - Permalink

      Ach ja, Artikel 20 Absatz 4 Grundgesetz: Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand.

      Allerdings erst im Nachhinein durch den Gewinner legitimiert.

    2. kellerjunge schrieb am 1. Dezember 2011 at 09:55 - Permalink

      wow!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    3. Julius Census schrieb am 1. Dezember 2011 at 10:00 - Permalink

      Die “Finanzmärkte” bedrohen nicht nur die Souveränität der Völker sondern schaffen Sie im Beispiel Griechenland und Italien einfach ab.
      Ich glaube nich das dem deutschen Michel wirklich klar ist was hier tatsächlich auf dem Spiel steht.
      Danke für diesen klaren Beitrag !

    4. Nicolai Hähnle schrieb am 1. Dezember 2011 at 10:04 - Permalink

      Alle demokratisch gewählten Regierungen haben auf lange Sicht ihren Wählern mehr Geld gegeben als sie eigentlich hatten, und mit ein bisschen Inflation haben das die meisten noch nicht mal bemerkt.

      Natürlich. Wenn sie das nicht gemacht hätte, dann hätte der private Sektor kein Netto-Geldvermögen. Lang leben die Sektorbilanzen! ;)

      Wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, dass Staatsdefizite, -überschüsse oder -schulden per se eine moralische Dimension haben. Die haben sie nämlich nicht. Es kommt nur darauf an, welche realwirtschaftlichen Folgen sie haben.

      Zu hohe Inflation ist schlecht, klar. Aber wenn ganze Gesellschaften unnötig in Armut getrieben werden nur weil Staaten sparen sollen, dann kann man das auch nicht gutheißen.

      • ola schrieb am 1. Dezember 2011 at 14:13 - Permalink

        Das mit der moralischen Definition ist der Kern des Übels. Deshalb setzt Deutschland immer klassisch auf Bestrafung und Ächtung von Schuldnern, was verheerende und kontraproduktive Auswirkungen auf ganz Europa hat. Die Angelsachsen hingegen scheinen ein ganz anderes Verständnis von der Sache haben. Sieht man auch deutlich in den unterschiedlichen Insolvenzrechten und dem Umgang mit pleite Gegangenen. Aber was wollen Sie machen? Strafe, Sühne, Schuld, das ist das Lebenselexier des deutschen christlich abendländisch leitkulturten Bürgertums und des kleinbürgerlichen Nationalen, das kriegen Sie aus deren Köpfen nicht raus.

    5. Sukram71 schrieb am 1. Dezember 2011 at 10:41 - Permalink

      Die eigentliche Gefahr dieser Krise ist, dass eine Lösung oder Versuche dazu nicht mehr in rechtsstaatlicher Weise erfolgen.

      Die eigentliche Gefahr ist, dass es Krise gibt.
      Und zwar eine Katastrophe und Weltwirtschaftskrise in einem Ausmaß, dass es im Vergleich dazu recht unbedeutend ist, ob die letzten verzweifelten Versuche zur Abmilderung der Krise rechtsstaatlich erfolgen oder nicht.

      Ich würde mal sagen, da hat jemand den Ernst der Lage noch immer nicht begriffen!

      Ich hab das hier vor einigen Wochen schon mal geschrieben: Die Staatsschulden der Euroländer müssen regelmäßig erneuert werden, weil die Staatsanleihen auslaufen.

      Wenn aber niemand mehr neue Staatsanleihen kauft, weil das Vertrauen darin weg ist, dann müssen in den nächsten Jahren tausende Milliarden Euros von den Staaten zurück gezahlt werden. Dann bricht alles komplett zusammen.

      Als ich das geschrieben habe, hab ich schon gedacht, das ist von mir völlig übertrieben, weil Staatsanleihen werden mangels Alternative immer gekauft nur die Zinsen werden unbezahlt bar hoch.
      Aber an dem Punkt sind wir jetzt schon. Nicht mal mehr Deutschland wird seine Staatsanleihen komplett los.

      • Peleo schrieb am 1. Dezember 2011 at 11:10 - Permalink

        Bisher dachte ich auch, das “Gerede” vom bevorstehenden Kollaps sei übertrieben. Jetzt nicht mehr.

        Die Geldschwemme der Notenbanken löst ein “Kursfeuerwerk” aus. Tanz auf dem Vulkan?

        • Sukram71 schrieb am 1. Dezember 2011 at 11:16 - Permalink

          Die Geldschwemme der Notenbanken löst ein “Kursfeuerwerk” aus. Tanz auf dem Vulkan?

          Ach, das ist sicher hilfreich, um die Finanzprobleme der Banken erstmal kurzfristig zu lösen. Aber sowas machen die Notenbanken nur, wenn die Lage wirklich extrem Ernst ist.
          Ansonsten sieht die Lage so aus. Dem Mann muss ich leider völlig Recht geben.

        • Sukram71 schrieb am 1. Dezember 2011 at 12:00 - Permalink

          Die Notenbanken schwemmen die Banken deshalb mit knapp gewordenen US-Dollars, weil internationale Banken und US-Banken dem Euroraum dermaßen misstrauen, dass die ihr Geld (nat. US-Dollar) aus der Eurozone in großem Stil abziehen und keine Geschäfte mehr mit Euro-Banken machen. – DAS sollte uns Sorgen machen.

          Und warum ist das so? Weil uns Merkel seit Jahren und Monaten jedem erzählt, dass sie den andern Euro-Staaten nicht traut und denen kein Geld mehr geben bzw. leihen will. Die sollen lieber sparen und sich selber helfen, bis die Wirtschaft am Boden liegt und dann noch mehr.
          Jedes wirksame gemeinsame Instrument zur Lösung der Krise wird von Merkel abgelehnt, weil das Deutschland Geld kosten könnte.

          Und warum sollten irgendwelche Leute aus Übersee uns oder gar Italien, Spanien Geld leihen, wenn nicht mal Deutschland das riskieren will und Deutschland auch nicht bereit ist auch nur etwas ins gemeinsame Europa zu investieren und zu riskieren.
          Aber wenn alles den Bach runter geht, dann zahlen wir natürlich erst Recht alles und sind auch noch Schuld am Zusammenbruch.

          Die Merkel führt uns tatsächlich in den kompletten Ruin!
          Es ist dermaßen zum Haare raufen, dass es weh tut!

        • Sukram71 schrieb am 2. Dezember 2011 at 10:56 - Permalink

          Bisher dachte ich auch, das “Gerede” vom bevorstehenden Kollaps sei übertrieben. Jetzt nicht mehr.

          Staatsanleihen werden halt nach ein paar Jahren fällig und müssen zurück gezahlt werden.
          Und wenn niemand mehr den EU-Staaten Geld leiht und Staatsanleihen kauft, woher sollen die Staaten das Geld nehmen? Eine kleine Übersicht über das Problem gibt es hier.
          Und wie soll man das lösen?
          Durch Sparen und schärfere Kontrolle der Haushalte ja wohl kaum.

          Was diese Staaten brauchen, sind Leute, die bereit sind denen Geld zu leihen.
          Und da ist alles, was das Vertrauen in Staatsanleihen schwächt, also eine “Beteiligung des privaten Sektors”, der Schuldenschnitt Griechenland, Gerede über “geordnete Insolvenz”, Weigerung zu EZB-Eingriffen und Verweigerung von Eurobonds reines Gift.

          Eigentlich hätte Deutschland schreien müssen
          “Europa Hurra! Wir garantieren gemeinschaftlich für alle Zahlungen und Zinsen der EU-Staaten und machen eine politische Union!”
          dann bekämen diese Staaten wieder Geld geliehen und wir müssten vielleicht fast gar nichts zahlen.

        • Sukram71 schrieb am 2. Dezember 2011 at 11:59 - Permalink

          Hier schreibt man auch das Gleiche was auch ich schon seit Wochen und Monaten schreibe, sage und denke.
          Merkel und Co. sind total wahnsinnig.

    6. Honk schrieb am 1. Dezember 2011 at 10:42 - Permalink

      -”Kurz: der Finanzsektor kann sich Geld für 1% leihen und für 7% an Italien weiterverleihen, oder übrigens auch an Deutschland für 2%! Das bedeutet, dass ein permanenter Subventionsstrom in Höhe der Zinsdifferenz aus dem Vermögen des europäischen Steuerzahlers an die `Märkte’ fließt, die sich dann tatsächlich Sorgen machen, wo sie das ganze Geld noch anlegen sollen.”

      Bingo!!!
      Schön, diese Tatsache endlich auch einmal gedr…, äh wenigstens, geblogt zu lesen, bei all dem Schwachsinn àla: “Harte Sparmaßnahmen und Schuldenbremsen von der schwäbischen Hausfrau, die ihre Hausaufgaben gemacht hat…” etc., den man sonst zu diesen Thema serviert bekommt.

    7. Fian schrieb am 1. Dezember 2011 at 10:48 - Permalink

      Super Artikel! Danke!

    8. twex schrieb am 1. Dezember 2011 at 11:02 - Permalink

      Das Spiel mit der Spekulation hat wahnsinnige Dimensionen erreicht. Deshalb muß der Staat mitspielen und zum Größten aller Wahnsinnigen werden.

      Das Geld, das dieser Spekulationsblase entspringt, ist zunehmend virtuell und ungedeckt. Deshalb muß der Staat es abschöpfen und mit nicht existierendem Geld reales Getreide kaufen.

      So in etwa?

    9. FetteBeute schrieb am 1. Dezember 2011 at 11:20 - Permalink

      @Alexander Unzicker
      Erstmal vielen Dank für diesen pointierten Artikel, der wirklich sehr gut gefällt.
      Im Zusammenhang mit dem Ankauf von Staatsanleihen erwähnen sie:

      Interessant wäre aber doch, woher die gleichen Märkte das Geld haben – über Umwege von der EZB, die es den Banken zu 1% Zins zur Verfügung stellt – ohne Risikoaufschlag, wobei sie seltsamerweise die Anleihen jener gefährdeten Staaten als Sicherheit akzeptiert.

      Soweit ich weiß ist das ein verbreiteter Irrtum.
      Denn: Das Geld für den Anleihekauf können die Geschäftsbanken selbst aus dem Nichts schöpfen. Dazu bedarf es keines Gelds von der Zentralbank. Der dazugehörige Prozess nennt sich “Monetarisierung von Aktiva”. Der Geldmarkt spielt dann eine Rolle, wenn für das Kreditinstitut zB Refinanzierungsbedarf besteht. Geldgeber sind dann typischerweise die Geschäftsbanken mit Überschußreserven. Diese sind offensichtlich in der aktuellen Konstellation nicht mehr bereit einigen korrespondierenden Banken Kredite zu geben.
      Zusammenfassend: Man hat also Probleme im Interbankenmarkt (Teilbereich des Geldmarkts). Deshalb springen die Zentralbanken (die ja ein Marktteilnehmer am Geldmarkt sind) aktuell kompensatorisch ein und korrigieren diese Marktentartung. That’s all.
      Zu den Repo-Geschäften der Zentralbank:
      Aktiva von Schuldnern hoher Bonität sind bei der EZB im Rahmen von Pensionsgeschäften als Sicherheit zulässig. Dabei geht man davon aus, das (beispielsweise) deutsche bzw. us-amerikanische Staatsanleihen eine risikofreie Aktivposition darstellen.

    10. leslie schrieb am 1. Dezember 2011 at 11:21 - Permalink

      2012 ist nah.
      Dann ist endlich Ruhe.

      Übrigens ist das grade der grösste Bankraub der Geschichte.

      Was ist schon der Überfall einer Bank,
      gegen die Gründung einer Bank.

      Wollen wir nicht endlich mal die Zinsen abschaffen?
      Sieht doch jeder,
      das die nur denen nutzen die eh schon viel haben..

      Mfg

      • Sammy schrieb am 1. Dezember 2011 at 13:12 - Permalink

        2012 ist nah.
        Dann ist endlich Ruhe.

        Nur weil die ollen Maya zu faul waren ihren Kalender weiter zu rechnen?

        Übrigens habe ich im TV letztens gehört, dass der Wissenschaftler, der den Kalender entschlüsselt hat zwar korrekt gerechnet hat aber das der Bezug nicht genau stimmt. Wir sind also ein paar Jahre voraus oder zurück. Weis ich nicht mehr so genau weil es mich genau so viel Juckt wie die Prophezeiungen dieses Nostradamus oder der Zeugen Jehowa, nämlich NULL! :)

    11. Yoshi schrieb am 1. Dezember 2011 at 11:27 - Permalink

      Das eines der aktuellen Probleme ein Machtproblem ist, diesem Schluß stimme ich zu.
      Aber man gewinnt nichts, wenn man die “Finanzmärkte” anprangert. Die Märkte bestehen aus vielen Individuen, die sich nicht verschworen haben, sondern die nach der Marktlogik handeln.

      Es wäre die Aufgabe der Politik gewesen, diese Marktlogik einzuhegen. Aber es gab wohl zu viele Arbeitsessen.

    12. Shitop schrieb am 1. Dezember 2011 at 11:30 - Permalink

      Zum Glück gibt es ja neben dem “westlichen Rechtssystem” auch noch andere Traditionen der Rechtsprechung, die zwar nach westlicher Vorstellung eher ungerecht erscheinen, möglicherweise aber doch die Lösung der Wahl darstellen.

    13. Mod schrieb am 1. Dezember 2011 at 11:41 - Permalink

      Schuldenerlass?

      > http://www.steinbergrecherche.com/09diktatur.htm#Ackermann

    14. Count Krey schrieb am 1. Dezember 2011 at 11:52 - Permalink

      Bin ich der einzige hier, der nicht von einer Apokalypse ausgeht? Lasst doch alles zusammenbrechen, dann sind alle bei Null und jeder hat wieder seine eigene Währung und nach anfänglichen Startproblemen dreht sich alles wieder. Die Wirtschaftsgüter und der Handel verschwindet ja nicht über Nacht, nur die Leute die viele Liquiditäten haben und nicht rechtzeitig in echte Güter investieren können, werden ein Problem haben. Gut dass ich kein Vermögen habe.

      • Shitop schrieb am 1. Dezember 2011 at 12:08 - Permalink

        Lasst doch alles zusammenbrechen

        Ein halbes Jahr ohne Strom, Wasser und Gas, ohne Lebensmitteldistribution und Müllabfuhr dürfte aus diesem Land einen großen Abenteuerspielplatz machen. Wer das sich nicht vorstellen kann, soll es einfach mal im Eigenversuch testen. Einfach mal eine Woche auf die o.g. Leistungen verzichten.

      • heldentasse schrieb am 1. Dezember 2011 at 12:13 - Permalink

        Bin ich der einzige hier, der nicht von einer Apokalypse ausgeht?

        Ab einer gewissen Entfernung relativiert sich alles Übel! Nur als Individuum lebt jeder halt in seinem eigenen Mikrokosmos, und es reicht den meisten Menschen für ihren persönlichen Weltuntergang schon wenn dieser stark verändert würde. Z.B. möchte ich als (noch) “Wohlstandsbürger” nicht die Verhältnisse erleben wie sie die Arbeitslosen in Teutschland Ende der 20ziger bis Anfang der 30ziger Jahre durch leiden mussten, von den Zuständen unter dem GröFaz & WK2 mal ganz zu schweigen.

        Fazit: Ernst nehmen sollte man schon was aktuell so rund um den € läuft.

      • Sukram71 schrieb am 1. Dezember 2011 at 12:18 - Permalink

        Es gibt halt Leute, die sind nicht mehr ganz jung, können nicht mehr einfach von vorne anfangen, und sind deshalb auf ihr Vermögen angewiesen, das sie haben. ^^

      • Benjamin schrieb am 1. Dezember 2011 at 20:14 - Permalink

        Es wird keine “Stunde 0″ geben!

        Die jetzige Elite hat ihre Ländereien, Namen, Titel etc., die werden sie zücken, wenn der ganze Mist rum ist und die ganzen Habenichtse sind so dermaßen manipuliert und asozialisiert, die werden sich selbst abstechen während die alte Elite die neue sein wird.

        Weil, diese neureichen Hedonistenschwachmaten sind NICHT die Elite, sondern allenfalls Snobs, klar die werden Fallen, aber die Leute, welche dieses System geschaffen haben, wissen wo sie wie und was getan haben müssen.

    15. Presto schrieb am 1. Dezember 2011 at 12:05 - Permalink

      Alexander Unzicker: “Geht alle Staatsgewalt vom Markte aus?” JA!

      Wir globalisieren, zentralisieren und modernisieren, exportieren und outsourcen, damit es allen Menschen im Lande (….) besser geht…haben uns ( Bürger ) doch die ReGIERungen der vergangenen Jahre gelehrt.

      Was dem gemeinen Bürger aber nicht klar gemacht wird ist, das unser Fortschritt bei denen halt macht, die sich nicht bedingungslos anpassen und “Hurra” schreien. Auch die Reallohneinbußen werden kaum erwähnt. Der immense Kostendruck auf den EInzelnen ist nach wie vor groß, die Umdreherei des Euro, für was das Geld nun ausgegeben werden soll, die wird sich nicht mehr zurückdrehen lassen. Ich meine, der Euro hat nur den Unternehmen Gewinne beschert und den kleinen Mann im Regen stehen lassen. Dieses Ungleichgewicht wird sich nicht durch Änderungen im politischen Gefüge durchsetzen lassen sonder nur, so meine ich, durch Protest und das über längere Zeit. Dabei muss ich mich fragen, wer sich engagiert und wo unsere vielbeschworene soziale Gemeinschaft hingewandert ist? Der Zusammenhalt, der macht es nun mal aus.

      Ich gebe dem Euro, dem Finanzsystem innerhalb der Eurozone, noch gut ein halbes Jahr. Was danach kommt – wer weiß. Eine Rückkehr zum alten System ist ausgeschlossen, so meine ich. Aber hier endet auch schon die Kunst der Glaskugel.

    16. André schrieb am 1. Dezember 2011 at 12:06 - Permalink

      …Das bedeutet, dass ein permanenter Subventionsstrom in Höhe der Zinsdifferenz aus dem Vermögen des europäischen Steuerzahlers an die `Märkte’ fließt, …

      Wie ist es denn nun: Schöpft die Zentralbank das ausgegebene Geld aus dem Nichts oder stammt es aus dem Vermögen des Steuerzahlers? Das ist doch fundamental und wenn ich bisher richtig gelesen haben (Fiat-Geldsystem etc.), ist es kein Steuergeld, dass da ausgegeben wird. Gemein ist nur, dass der Gewinn aus der Zinsdifferenz ausschließlich den Banken zu Gute kommt. Steuergeld wird wohl vom EFSF verbraten (und kommt auch den Banken zu Gute…) aber die EZB und Steuern?

      • viosz schrieb am 2. Dezember 2011 at 22:15 - Permalink

        Schöpft die Zentralbank das ausgegebene Geld aus dem Nichts oder stammt es aus dem Vermögen des Steuerzahlers?

        Die Zentralbank kann Geld aus dem Nichts schaffen, das Drücken von ein paar Tasten auf dem Keyboard reicht. Aus dem Vermögen des Steuerzahlers stammt es nicht, denn weder die EZB noch die EU nimmt Steuergelder der Länder ein. Das erzeugte Geld verbleibt als Minus in den Büchern der EZB, als Staatenbund haften alle Euro-Länder gemeinschaftlich dafür, solange es noch keine Europäische Regierung gibt, welche die Schulden auf ihre Kappe nimmt.

    17. lulu schrieb am 1. Dezember 2011 at 12:19 - Permalink

      …und so kann sich die Finanzkrise kann sich zu einer Systemkrise ausweiten, in der wir Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wieder verteidigen müssen.

      Diese “Phase” hat bereits begonnen. Auch die letzten Chancen wurden vertan, die man noch vor einigen Monaten hatte, wenn auch nur um den Schaden zu mildern. Ob die Politik nun endlich einlenkt oder immer noch nicht, die nächsten Auseinandersetzungen dürften in naher Zukunft richtig dreckig werden. Das Biest lässt sich nicht mehr bändigen, dafür sind die Ausmaße viel zu groß. Begriffen haben das bisher nur die wenigsten; daran wird sich wohl auch nicht viel ändern.

    18. alter Sack schrieb am 1. Dezember 2011 at 12:43 - Permalink

      Der Artikel ist so gut und so gut verständlich, selbst für mich – dass er vermutlich schlecht ist und ich es nur nicht merke, mangels Ahnung.

      Wäre es nicht eine gute Lösung, wenn sich alle betroffenen Staaten darauf einigten einen Schlussstrich zu ziehen indem sie ihre Schulden für nichtig erklären?

      Anschliessend müssten sie ihre Finanzierung natürlich selbst in die Hand nehmen – die Finanzwelt würde ihnen danach nichts mehr leihen :-)

      Bei alledem sollte man nie vergessen, dass man Geld nicht essen kann.

      • Lada schrieb am 1. Dezember 2011 at 14:01 - Permalink

        Der Artikel ist so gut und so gut verständlich, selbst für mich – dass er vermutlich schlecht ist und ich es nur nicht merke, mangels Ahnung.

        Wenigstens einer, dem Zweifel kommen :)
        Frage mich, was den Spiegelfechter geritten hat, sowas zu veröffentlichen (auf seinem Blog). Die niedrigen Zinsen sind also Schuld? Das heißt im Umkehrschluss auch, dass die EZB die Zinsen jetzt erhöhen sollte – mitten in einer Krise/Rezession mit Deflationsgefahr. Jeglicher Kommentar überflüssig …
        Wenn die Nachdenkseiten so einen Artikel verlinken, dann kann man wohl nur davon ausgehen, dass Herr Müller sein VWL-Wissen schon lange Zeit hinter sich gelassen hat.

        • ZwischenSpeicher schrieb am 1. Dezember 2011 at 15:55 - Permalink

          Typisch. Kaum argumentiert einer mal etwas abweichend von den linken Dogmen: “Staat kann gar nicht genug Geld drucken. Zinsen können gar nicht niedrig genug sein. Inflation ist gut! Werft die Notenpresse an und alles wird gut”, schon wird Veröffentlichungsverbot im Spiegelfechter gefordert.

          Hallo Linke, findet Euch damit ab, dass die Finanzierung entwickelter Industriestaaten durch Schuldenaufnahme (Gelddrucken) an ihr Ende gekommen ist. Damit ist auch eure Theorie erledigt (die der Neokonservativen war es schon immer)!

          Die Frage ist jetzt: Wie kommen Staaten alternativ zur Notenpressen jetzt an Geld?

          Einfache Hilfsfrage: Wo ist das Geld jetzt gerade?
          Antwort: Bei den Gläubigern,

          Genau! Also Staaten, holt es euch gefälligst dort.

          Der Artikel ist im übrigen sehr gut und stellt die richtigen Fragen.

          Und die Welt ist gar nicht so kompliziert wie viele glauben.

          • Lada schrieb am 1. Dezember 2011 at 20:01 - Permalink

            Interessant, dass du mich aus meinem kurzen Beitrag als linken Dogmatiker erkennen kannst. Allerdings vertrete ich keine der von dir aufgezählten Dogmen und habe bewusst das Wort Rezession und Deflationsgefahr in meinen Beitrag geschrieben.
            Aber wozu lesen und differenzieren – die Welt ist ja einfacher als man denkt.
            Täte aber vlt ganz gut, sich beim Wort Dogmen erst mal an die eigene Nase zu fassen. Alleine Schuldenaufnahme der Staaten mit Gelddrucken gleichzusetzen zeigt aber deinen Verständnishorizont (wenn nicht sogar deine Dogmen) :)
            Und wo du aus meinem Beitrag gar ein Veröffentlichungsverbot für den Spiegelfechter herausliest … naja, jedem seine Lesefertigkeiten.

            • alter Sack schrieb am 1. Dezember 2011 at 21:35 - Permalink

              Macht nur so weiter – ich amüsiere mich köstlich.
              Keine Ahnung, was ich schrieb. Sicher bin ich mir nur in einem: ich meinte es so. Wortwörtlich.
              Die betroffenen Staaten, also praktisch alle (worldwide) sollten sich darauf einigen, ihre Schulden für nichtig zu erklären. Anschliessend neu anfangen. Diesmal richtig nachhaltig.
              Und dass ihnen (diesen Staaten) die Finanzwelt nach diesem Schnitt nichts mehr leiht ist richtig gut. Daher :-)

              Ach ja, Nachtrag: im übrigen bin ich der Meinung, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen bedingungslos ist.

        • Barnockel schrieb am 1. Dezember 2011 at 22:27 - Permalink

          VWL-Wissen

          Was ist damit genau gemeint? Reale Erfahrungen? Die Religion der Neoklassiker? Man weiß so wenig.

          • Lada schrieb am 1. Dezember 2011 at 23:13 - Permalink

            Das hohe Realzinsen negativ auf die Investitionen wirken und hohe Leitzinsen in Zeiten der Deflation oder leichten Inflation rezessiv wirken. Man muss dazu kein Neoklassiker sein, um das einzusehen.

            • Barnockel schrieb am 2. Dezember 2011 at 00:35 - Permalink

              Na ja. Der Artikel lehnt sich zwar mit dem Satz “Es sind die niedrigen Leitzinsen, die absurd sind” offenbar zu weit aus dem Fenster, weil er, selbst seinem Kontext, bei dem es Unzicker ja erst einmal um etwas anderes geht, als Aufforderung zur Zinserhöhung verstanden wird. Ob der Autor selbiges meint, ist aber gar nicht klar, denn es geht ihm offensichtlich darum, die inneren Widersprüche des Systems aufzuzeigen.

              Daraus aber Unzicker das oben ausgeführte vorzuwerfen und vorher schon den nicht involvierten Nachdenkseiten und Müller persönlich zu “drohen” bzw. sie zu verunglimpfen, ist dann doch etwas Panne…

    19. Herbert Krawczek schrieb am 1. Dezember 2011 at 12:46 - Permalink

      Nur mal so als Zwischenfrage: Gab es jemals in der Weltgeschichte eine Situation, in der ein Stamm/Volk/Staat/etc. völlig unabhängig vom “Markt” Entscheidungen treffen konnte?
      Der Markt ist doch nur der Mechanismus der Preisbildung, nichts weiter. Die eigentliche Frage ist doch, ob wir unsere Freiheit und Souveränität gegen die Anforderungen der Investoren verteidigen können. Schließlich ist der Staat, bzw. staatliche Institutionen auch Marktakteur und beeinflusst den Preis von Waren (in diesem Fall Kredite). Aber gleichzeitig wird der Staat natürlich auch durch die Preislage beeinflusst.

      Solange man also keine völlig autarke Wirtschaft aufbauen kann, wird man immer vom Marktgeschehen beeinflusst sein und es selbst beeinflussen. Der Trick ist nur, das Spiel gut genug mitzuspielen. Das ist Deutschland früher besser gelungen, und da müssen wir wieder hinkommen.

      Über “die Märkte” zu schimpfen ergibt nur sinn, wenn man bereit ist, keinerlei Handel mehr zu betreiben. Wenn man sein Zeug nicht mehr verkauft bekommt, dann muss man eben ein besseres Angebot machen…

      • minimax schrieb am 3. Dezember 2011 at 00:31 - Permalink

        Im Mittelalter gab es abgelegene Dörfer in den die Bauern noch nie einen Steuereintreiber oder einen Markt gesehen haben. Die haben nur ihre Subsistenzwirtschaft betrieben.

        Der Markt ist ja kein Naturgesetz, er wurde von den Menschen erschaffen. Güter müßen auch nicht als Waren produziert werden.

    20. Sammy schrieb am 1. Dezember 2011 at 13:23 - Permalink

      Danke für den guten, schlüssigen Artikel. Ein Vergnügen ihn zu lesen.

      Meiner Meinung nach sind wir noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt. Die Logik der Krisen (hier ist übrigens Naomi Klein “Die Schock Doktrin” geradezu prophetisch) kann sich durchaus noch weiter drehen. Mit der Insolvenz einzelner Länder wird noch nicht Schluss sein. Das wird dazu führen, dass die Anderen in Panik noch mehr von der falschen Medizin (Sparen bis zum Hungertod) einnehmen.

      Letztlich wird dieses System nicht durch seinen eigenen Widerspruch sondern durch das Ende begrenzter Ressourcen zusammenbrechen. Bis dahin werden wir noch viel Freude mit dem Abbau des Sozialstaats, dem Abbau von Demokratie und dem Abbau von Bürgerrechten haben. Die nächste große Ablenkungs-Aktion bei gleichzeitiger neuer Generierung von Billionen für die üblichen Täter wird ein Krieg mit dem Iran sein.

      • viosz schrieb am 2. Dezember 2011 at 22:29 - Permalink

        Die Logik der Krisen (hier ist übrigens Naomi Klein “Die Schock Doktrin” geradezu prophetisch) kann sich durchaus noch weiter drehen.

        Ja, stimmt. So langsam könnten Angela und Schräuble mal mit dem Schocken aufhören. Die Krise so lange weiterzubefeuern, bis auch der letzte Italiener sein Geld in deutschen Staatsanleihen angelegt und der letzte Grieche mir Uniabschluss bei uns als Niedriglöhner angeheuert hat, ist sehr riskant. Wenn das Ziel war, als Deutscher in Zukunft in Griechenland billig Urlaub machen zu können, haben sie ihr Ziel ja erreicht. Jeder weitere Tag macht den Urlaub da nur noch riskanter.

        Was mir immer nicht einleuchtet: Die Hybris mit der einzelne Personen ganze Staaten in den Abgrund schicken, sei es durch Krieg oder Aufzwingen falscher Sparmaßnahmen und sich dabei gut und im Recht fühlen. Nicht jeder Gedehmütigte verfällt automatisch dem Stockholm-Syndrom oder nimmt ihnen ihre Ahnungslosigkeit ab. Den Wind den wir heute in der Euro-Periperie sähen, werden wir in Zukunft dort als Deutsche ernten. “Deutscher” wird wieder ein Schimpfwort und es machen 80 Millionen Schweizer und Österreicher zusätzlich dort Urlaub.

    21. Der Duderich schrieb am 1. Dezember 2011 at 13:25 - Permalink

      sehr schöner Artikel!

      Wollte den Artikel gerade an die Nachdenkseiten schicken!

      Ich Blödsack! :P (Kopfschüttel)

    22. der Herr Karl schrieb am 1. Dezember 2011 at 13:51 - Permalink

      Man muss nicht Wirtschaftswissenschaften studiert haben, um das Bizarre der Situation zu sehen, manchmal habe ich den Eindruck, dass es eher hinderlich ist

      Sehr schön, sehe ich auch so.

      Aber worum geht es hier?
      - zu niedrige Leitzinsen (“es sind die niedrigen Leitzinsen, die absurd sind”)
      - “staatlich kontrollierter Konkurs” als Lösung
      - Einführung einer Finanztransaktionssteuer (Tobintax der böhsen Gesellianer)
      - Amerikakritik
      - Aufruf zum Widerstand
      - Buchpromotion

      Wir haben also nicht eine “Krise des Euro, sondern eine globale Krise der Finanzmärkte”.
      Aha, da bin ich selbst schon lange drauf gekommen…

    23. Am_Rande schrieb am 1. Dezember 2011 at 14:05 - Permalink

      Ein halbwegs guter Artikel. Halbwegs weil er, meiner Meinung nach, auf halbem Wege stehenbleibt.
      Der Autor schreibt:
      “Es gibt aber keine Krise des Euro, sondern eine globale Krise der Finanzmärkte.”
      und
      “Eine absurd hohe, komplett deregulierte Geldmenge schwappt derzeit über den Globus,
      trocknet ganze Länder aus und konzentriert sich bei den willfährigen Helfern des Kapitals, die Gesetze, oder besser die Gesetzlosigkeit für dieses Spiel bereitstellen.”
      und
      “Die internationalen Finanzmärkte bedrohen inzwischen die Souveränität der Völker, und so kann sich die Finanzkrise kann sich zu einer Systemkrise ausweiten, in der wir Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wieder verteidigen müssen.”

      Alles richtig erkannt, nur -
      warum stellt sich der Autor nicht selbst die Frage, warum es die F i n a n z märkte sind, die außer Kontrolle geraten sind und nun eine Systemkrise verursachen?
      Warum haben wir keine weltweite, systembedrohende Krise der Automobilwirtschaft, der Stahlwirtschaft oder der Landwirtschaft?
      Das sind doch auch Wirtschaftssparten, die doch auch kapitalistisch (a.k.a. marktwirtschaftlich ) organisiert sind.
      Wieso gibt es in der Realwirtschaft keine Krise?
      Wieso?
      Weil der vorherige Satz: “… Wirtschaftssparten, die doch auch kapitalistisch (a.k.a. marktwirtschaftlich) organisiert sind” eben nicht stimmt.
      Der monetäre Sektor, die Finanzwirtschaft ist eben n i c h t marktwirtschaftlich organisiert.
      Die Leitwährungen der Welt, ob Dollar, Euro, Yen oder das britische Pfund sind keine Erzeugnisse des freien Marktes, die sich im freien Wettbewerb, dem strengen Urteil des Konsumenten auf Qualität unterwerfen müssen.
      Sie (und alle Währungen der Welt mit ihnen) sind staatlich monopolisierte, staatsverwaltete g e s e t z l i c h e Zahlungsmittel, die der Konsument zu gebrauchen hat, ob er will oder nicht.
      Friss oder stirb… Buchstäblich!
      Über die Versorgung des Marktes mit Geld entscheidet nicht der Markt selbst, sondern die staatlichen Zentralbanken.
      Staatliche Zentralbanken wie in staatliche Zentralverwaltungswirtschaft (a.k.a. Sozialismus).
      Dass die Staaten die sich immer weiter ausufernde Staatstätigkeit, die Erhöhung der Staatsquote, nicht mehr über direkte Steuern finanzieren wollenund können, weil dieses den Staatsbürgern und Wählern nur allzu schmerzlich auffiele; dass die Staaten stattdessen den Umweg über die heimliche Enteignung der Bevölkerung mit Hilfe der Inflationssteuer gingen und gehen, sollte niemanden wundern.
      Dass die Staaten selbst mit der (vermeintlich) unbegrenzten Aufblähung der Geldproduktion mit den nun übermächtigen Finanz”markt”akteuren ein Monster geschaffen haben, das ihre eigene Existenz nun selbst bedroht, sollte nur den wundern, der nie über den Begriff “Hybris” und vor allem über die Hybris von staatlichen Herrschern nachgedacht hat.

      • Shitop schrieb am 1. Dezember 2011 at 16:02 - Permalink

        die Frage, warum es die F i n a n z märkte sind, die außer Kontrolle geraten sind und nun eine Systemkrise verursachen?

        Die Antwort ist vergleichsweise simpel: Autos kann ich nicht aus dem Nichts schöpfen. Ich kann sie auch nicht auf Knopfdruck um die Welt schicken. Selbst das Recht auf 100 virtuelle Autos oder die entsprechende Menge virtueller Kartoffeln nutzt mir nichts, solange ich niemanden finde, der mir den virtuellen Gruscht in reales Gut tauscht.

        In den Finanzmärkten ist genau dies gelungen. Da kann ich aus fiktivem Müll reale “Werte” erzeugen, solange nur einer dran glaubt. Und die Gier wurde dabei zum Glaubensbekenntnis.

        • Am_Rande schrieb am 1. Dezember 2011 at 16:27 - Permalink

          Ganz genau. Heute wird Geld aus dem Nichts geschöpft. Fiat-Money.
          Und es steht stark zu bezweifeln, dass solcherart, durch nichts gesicherte Währungen in einem freiem Markt mit konkurrierden Währungen bestehen können.
          Nur solange der Staat sein Monopol verteidigen kann und die Marktteilnehmer per Gesetz zwingen kann, Markttransaktionen mit dem von ihm produzierten Geld abzuwickeln, kann das staatliche Fiat-Geld am Markt funktionieren.
          Verliert der Staat dieses Monopol, löst sich der Wert der Fiat-Währungen in das auf, woher er genommen wurde. Ins Nichts.

          • viosz schrieb am 2. Dezember 2011 at 22:34 - Permalink

            Heute wird Geld aus dem Nichts geschöpft. Fiat-Money.
            Und es steht stark zu bezweifeln, dass solcherart, durch nichts gesicherte Währungen in einem freiem Markt mit konkurrierden Währungen bestehen können.

            Welche Währungen mit realer materieller Deckung gibt es denn noch so? Und welchen Sinn macht es für einen Staat, die maximal umlaufende geldmenge künstlich zu begrenzen?

            • Am_Rande schrieb am 3. Dezember 2011 at 18:53 - Permalink

              “Welche Währungen mit realer materieller Deckung gibt es denn noch so?” – Meinem Kenntnisstand nach, sind alle Währungen der Welt im Moment Fiat-Währungen. Die Weltreservewährungen Dollar und Euro jedenfalls sind es.
              “Und welchen Sinn macht es für einen Staat, die maximal umlaufende Geldmenge künstlich zu begrenzen?” – Keinen großen, da gebe ich Ihnen recht. Der Staat wird so seine Schulden los. Dass dabei auch breite Schichten der Bevölkerung ruiniert werden, kann der Staat und ihm gewogene Medien immer anderen in die Schuhe schieben.
              Wie schrieb Ludwig von Mises im Jahre 1932 über den Präsidenten der Reichsbank bis 1923, Rudolf Havenstein:
              “[...] In passing under review the German monetary and banking policy from the outbreak of the war to the catastrophe of 1923, the most startling thing is the absolute ignorance even of the most elementary principles of monetary science on the part of literally all German statesmen, politicians, bankers, journalists, and would-be economists. It is impossible for any foreigner even to realize how boundless this ignorance was. [...] The only secret of German policy was Germany’s total lack of any acquaintance with economic theory. Thus Herr Havenstein, the governor of the Reichsbank, honestly believed that the continuous issue of new notes had nothing to do with the rise of commodity prices, wages, and foreign exchanges.”
              Und weiter:
              “This rise he attributed to the machinations of speculators and profiteers and to intrigues on the part of external and internal foes. [...] In the eyes both of the public and of the rulers the only reason why monetary conditions were not healthy was the lamentable indulgence of the government in regard to profiteering. For the restoration of sound currency nothing else seemed to be necessary than a powerful suppression of the egotistic aims of unpatriotic people.”
              Man sieht: genau wie heute! Wer ist Schuld am katastrophalen Zustand der Weltwirtschaft? Böse Spekulanten!
              Niemals Politiker oder gar Notenbankchefs.

    24. EricB. schrieb am 1. Dezember 2011 at 14:06 - Permalink

      Sehr gut. Allerdings mit einem kleinen Fehler: Deutschland wird von den Märkten nicht erpresst, sondern gehätschelt. Die Bundesanleihen sind “Benchmark”, deshalb gibt es Geld für Merkel fast umsonst. Das nutzt die Kanzlerin knallhart, um den anderen EU-ländern ihr Gesetz aufzuzwingen – z.B. Sarkozy, über dem das Damoklesschwert eines “Downgradings” hängt. Wenn Merkel und Sarkozy nur wollten, könnten sie die Allmacht der Märkte sicher brechen, z.B. mit Eurobonds oder einer Euro-Bank, die den Staaten Kredite zu günstigen Konditionen gibt. Aber Merkel will nicht. Sie nutzt die Diktatur der Märkte für die Hegemonie Deutschlands. Dies zeigt sich auch jetzt wieder vor dem nächsten EU-Gipfel, wie ich in meinem Blog http://lostineurope.posterous.com/der-deutsche-moment erklärt habe…

      • Shitop schrieb am 1. Dezember 2011 at 16:05 - Permalink

        Die Bundesanleihen sind “Benchmark”

        Das ist wohl auch der einzige Grund für die Galgenfrist. Sobald eine neue Benchmark definiert ist, geht es Deutschland an den Kragen. Vorerst stichelt man nur gegen die Deutsche Bank.

    25. R_Winter schrieb am 1. Dezember 2011 at 14:10 - Permalink

      Interessant wäre aber doch, woher die gleichen Märkte das Geld haben – über Umwege von der EZB, die es den Banken zu 1% Zins zur Verfügung stellt – ohne Risikoaufschlag, wobei sie seltsamerweise die Anleihen jener gefährdeten Staaten als Sicherheit akzeptiert. Kurz: der Finanzsektor kann sich Geld für 1% leihen und für 7% an Italien weiterverleihen, oder übrigens auch an Deutschland für 2%!

      Dieser extreme Schwachsinn läuft doch seit Monaten und wurde in Artikel von SF und NachDenkseiten und anderen immer wieder aufgeführt.
      Merkel und Schäuble verstoßen damit vorsätzlich gegen ihren Amtseid “…..Schaden vom deutschen Volk abzuwenden….”. Es kostet den deutschen Steuerzahlern jährlich über 20 Mrd. € und stellen eine ungesetzliche Subvention der Banken dar.
      Was sagen unsere Abgeordneten und die Medien dazu? Nichts – sie schweigen.

      • viosz schrieb am 2. Dezember 2011 at 13:04 - Permalink

        Welches Gesetz verbietet Firmensubventionen? Man kann Gelder als Standortzulage oder Steuererleichterungen rüberschicken, Förderprogramme auflegen, Staatseigentum via Privatisierung verschleudern…
        Nicht die Subvention der Banken ist das Problem, die hohen Gehälter und fehlende Haftung in dieser Branche sind der Skandal.

    26. Jörn schrieb am 1. Dezember 2011 at 14:24 - Permalink

      Danke für diesen Artikel. Eine bessere Beschreibung dieser gigantischen Verarsche habe ich noch nirgendwo gelesen … Wohl deshalb macht mich der Inhalt mal wieder rasend wütend. Als deutsches Wahlvieh kann man zumindest gefühlt rein gar nichts tun, um substanzielle Veränderungen anzuschieben.

      Ich finde es ist an der Zeit mal zu beschreiben, was man tun kann, wenn man diese Scheiße nicht mehr mittragen will.

    27. kinkybitch schrieb am 1. Dezember 2011 at 14:40 - Permalink

      Äh, aus unabdingbar zwingenden Gründen der Systemrelevanz wird demnächst bei RammelnTötenLabern ein mehrstündiges systemkonformes Waterboarding der kompletten Regierungselite im Dschungelcamp versteigert ,-)… na, wer will dabei sein? Also, mir wäre der Spaß aber total 7 % wert!

    28. minimax schrieb am 1. Dezember 2011 at 15:10 - Permalink

      Eine Beschreibung der allgemeinen Ohnmacht vor der Politik. Mal schauen wann die letzte Hoffnung in den Staat zerbröselt.

      Die Forderungen der weltweiten Protestbewegungen wurden immer an die Politik gerichtet. Ich denke, das der Staat der falsche Adressat für Forderungen ist, er will/kann nicht Veränderungen vornehmen. Die Menschen können sich nur selber aus den Klauen der Wirtschaft befreien. Die wichtigste Rolle im Kampf gegen Sparmaßnahmen spielen die Gewerkschaften. Wenn die Gewerkschaftsmittglider die Gewerkschaften wieder zu dem machen was sie mal waren, nämlich zu einer Vertretung der Arbeiter, dann wird der Staat, die Banken und die Industrie am kürzeren Hebel sitzen.

      • Benjamin schrieb am 1. Dezember 2011 at 20:26 - Permalink

        Gewerkschaften?!

        LOL

        Der Arbeitsmarkt 2011 sieht doch so aus:
        Zersplittert in Arbeitslose, Minijobber die aufstocken, Zeitarbeit, Arbeiter, Angestellte etc
        Und die werden von den Abschaummedien aufeinandergehetzt (selbst Arbeitslose untereinander!)
        Da wandert man dann von Drecksjob zu Drecksjob und wo soll man da Solidarität entwickeln??
        Wenn man – dank der besch…eidenen sozialen Stimmung im Land – seinen Job hasst und keinen Bock hat neben Privatdreck (Scheidung, Teenager, Krankheiten etc.) auch noch politisch tätig zu werden… Wo denn? Wie denn?? Für wen denn???
        Abend fährt man dann nach Hause irgendwo am Stadtrand in einer Trabantenstadt des “sozialen Wohnungsbaus” und verriegelt die Tür statt in einer Eckkneipe seinen Frust bei gleichgesinnten rauszulassen.
        Dann wird der PC angeworfen und man lässt dort seinen Frust raus.
        Wenn überhaupt.

        Oder man geht sich einen runterholen.

        So sieht’s aus!

        • minimax schrieb am 2. Dezember 2011 at 15:31 - Permalink

          so sieht es momentan aus, und deshalb schrieb ich auch
          “Wenn die Gewerkschaftsmittglider die Gewerkschaften wieder zu dem machen was sie mal waren, nämlich zu einer Vertretung der Arbeiter”

          Das die Menschen keine Perspektive mehr haben ist nicht neu, trotzdem gab es in der Geschichte immer wieder Momente in denen sich die Menschen Organisiert haben. Die Gewerkschaften könnten ein Ansatz dafür sein.
          Die DGB-Gewerkschaften sind momentan nur Besitzstandsbewahrer und das auch nur sehr schlecht.
          Im Gegensatz zu den politischen Parteien sind die Gewerkschaften Basisdemokratisch organisiert. Die Mitglieder können ihre “Bosse” jederzeit rausschmeißen. Es spricht auch nichts dagegen das Gewerkschaften alle Werktätigen vertreten, also auch die Arbeitslosen.
          In Polen hatte eine kleine Gewerkschaft es geschafft die Regierung zu stürzen.

    29. randnotiz schrieb am 1. Dezember 2011 at 15:31 - Permalink

      Selten so einen von Sachkenntis befreiten Unfug gelesen. Angefangen bei der Legende vom ‘permanenten Subventionsstrom’ aus dem ‘Vermögen der Steuerzahkler’ (??), weiter mit abenteuerlichen Vorstellungen über die Grundlage von Kreditzinsen und die Aufgaben einer Zentralbank, bis hin zur Forderung nach höheren Leitzinsen. Würde mich nicht wundern, wenn irgendwo im Beitrag den Ratingagenturen auch irgend eine Mitschuld untergeschoben würde. Schuster bleib bei deinem Leisten.

      • Sammy schrieb am 1. Dezember 2011 at 18:11 - Permalink

        Schön wenn man von Argumenten befreit einfach vor sich hin rotzen kann. Vermutlich irgendwie Psychohygiene. Bringt nur nichts.

        • randnotiz schrieb am 1. Dezember 2011 at 20:26 - Permalink

          @Sammy
          Sieh Dir mal die Daten zu open market operations der EZB an, zieh die Einlagenfaszilität ab (gestörter Interbankenmarkt) und setz das ins Verhältnis zu den Staatsschulden im Euroraum. Dämmert Dir was? Wo soll da die ‘Subvention’ sein? Aus welchem ‘Vermögen der Steuerzahler’? Könnte es sein, dass die Bereitstellung von Liquidität die Aufgabe der EZB ist? Wer sollte das sonst machen? Könnte es sein, dass der im Vergleich zu den Zinsen für Staatsanleihen niedrigere Zins, den die Banken von der EZB erhalten, mit dem Pfand zusammenhängt, der Vorhaltung von EK für Verluste und der unterschiedlichen Fristen? Gibt es aktuell einen sichereren Weg in die deflationäre Depression als restriktivere Geldpolitik (Erhöhung der Leitzinsen)?

          Unzicker ist empört und weiß nicht warum. Resultat sind zwei Seiten Gequirltes, mit viel Pathos, aber ohne Substanz. Ich bevorzuge Fakten, Argumente und ein Minimum an Sachverstand.

          • Sammy schrieb am 2. Dezember 2011 at 01:23 - Permalink

            Nun bin ich kein VWLer sondern Informatiker. In Sachen Leitzins Erhöhung (=Weg in die Deflaion) muss ich Dir recht geben. Hier liegt auch meiner Meinung nach eine Schwäche in dem Artikel.

            Allerdings ist mir aus Gründen der Logik nicht klar warum die EZB, die ja für die Bereitstellung von Liquidität verantwortlich ist, diese nicht auch an diejenigen die den Bedarf haben (die Staaten) weitergibt. Wozu es hier Banken, quasi als Markler geben sollte entzieht sich meinem Verständnis. Die Argumentation unserer Politiker zielt dahin, das es so eine Art Markt geben muss in dem Angebot und Nachfrage herrscht und in dem Unzuverlässigkeit (lockeres Schulden machen) bestraft wird. Einen solchen künstlichen Markt halte ich jedoch für Unfug. Er nutzt niemandem ausser dem “Markler” (der Bank) und Schuldendisziplin kann auch anders hergestellt werden, vor allem mit dem Hintergrund dem Staat Spielraum zu lassen und ihn nicht durch unsinnig hohe Zinsen zu belasten (was eben durch den Steuerzahler aufgebracht werden muss bzw die Verschuldung erhöht!). Zumal ja auch das Konzept der “schwäbischen Hausfrau” für Staaten kontraproduktiv sein kann (=totsparen).

            • FetteBeute schrieb am 2. Dezember 2011 at 01:50 - Permalink

              Es geht im Kern um eine Regulierung der Staatsausgaben. Das System ist so angedacht, daß der Staat nicht ungehemmt Geld ausgeben können soll. Verschwendung soll also verhindert werden. Damit soll ein Marktmechanismus greifen und eine Effizienzsteigerung beim Mitteleinsatz bewirkt werden. Die Sache würde auch funktionieren, wenn die Politik sich das notwendige Geld über Steuererhöhungen (natürlich bei den Vermögenderen) reinholen würde. Leider ist das Großkapital mittlerweilen zu mächtig und verhindert das. Die Korruption ist zu weit fortgeschritten. Der Organismus ist völlig verkrebst.

            • Sammy schrieb am 2. Dezember 2011 at 02:12 - Permalink

              @FetteBeute
              Wie bereits angedeutet halte ich einen solchen “Marktmechanismus” für unsinnig. Er ist künstlich aufgesetzt und die Mechanismen (ratings durch “Einfach und Arm”…”Standard and Poor”) sind auch noch kartellhaft und durch die Interessen der Banken gelenkt. Schlimmer gehts nimmer.

              Auch habe ich noch nie gehört das einem Verdurstenden dadurch geholfen werden konnte indem man ihm das Trinken verboten hat. Die Staatsausgaben können auch ohne einen solchen “Phantom-Markt” reguliert werden, genau wie der CO2 Ausstoß durch andere Maßnahmen viel effektiver geregelt werden könnte als durch diesen unsinnigen Emissionshandel. Dieser religiöse Wahn alles über “Märkte” zu regeln ist wirklich aberwitzig und geradezu schitzoid.

            • FetteBeute schrieb am 2. Dezember 2011 at 02:18 - Permalink

              Ja, genau, die Marktwirtschaft müsste in Frage gestellt werden. So ist es. Leider gehören die Massenmedien auch weitestgehend dem Großkapital. Entsprechend wird eine Diskussion darüber verhindert.
              Denn: Bei aller Tragik der aktuellen Entwicklungen – das Großkapital profitiert massiv von den steigenden Zinsen bei den Staatsanleihen.
              Es werden die kleinen Leute sein, die am Ende die Zeche zu zahlen haben. Mehr Ausbeutung für den kleinen Mann, mehr Kohle für die Reichen.

            • Nicolai Hähnle schrieb am 2. Dezember 2011 at 06:25 - Permalink

              Es geht im Kern um eine Regulierung der Staatsausgaben. Das System ist so angedacht, daß der Staat nicht ungehemmt Geld ausgeben können soll.

              Ja, so heißt es. Und dann stellt man sich die Frage, wofür wir überhaupt ein demokratisches System haben, wenn nicht für so was.

            • minimax schrieb am 3. Dezember 2011 at 00:57 - Permalink

              wenn ich ein Kapitalist wäre, dann würde ich mir auch Gedanken darüber machen was gut für den Markt wäre. Bin ich aber nicht und darum mach ich mir lieber Gedanken darüber wie man die Parasiten wieder los werden kann.

      • Lada schrieb am 1. Dezember 2011 at 19:58 - Permalink

        Dem kann ich nur zustimmen. Da wird sovieles mit sovielem vermischt (wieso kann die EZB Geld aus dem nichts schaffen, aber dann ist es doch wieder das Steuerzahlervermögen, das umtransferiert wird?), das ist nicht mehr schön. Es ist ja nicht alles abzulehnen, was im Artikel steht (Finanztransaktionssteuer wäre z.B. ne sinnvolle Sache), aber warum mittlerweile auch Physiker meinen, mehr als andere von Wirtschaft zu verstehen, erschließt sich mir aus diesem Beitrag nicht.

        • Barnockel schrieb am 1. Dezember 2011 at 22:41 - Permalink

          erschließt sich mir aus diesem Beitrag nicht

          Muss es ja auch nicht. Sagen wir es einmal so: Die Neoklassiker haben in etwa genau die gleiche Ahnung von der Wirtschaft wie Hitler und Co. von der Kriegführung: Operation gelungen, Patient tot. Insofern verstehen z. B. Leute ohne explizites Wissen von Wirtschaft mehr von ihr als Sinn und seine Spießgesellen — die verstehen sich eben nur auf’s Ausrauben.

          • Lada schrieb am 1. Dezember 2011 at 23:18 - Permalink

            Nunja, gewagte These die ich nicht unterschreiben würde. Zudem haben wir in der VWL in den letzten Jahren sogar eine neokeynesianische Wende, aber nun gut. Wenn man aber Sinn mit VWL gleichsetzt, dann dämmert mir natürlich, dass sich nun jeder befugt fühlt, seiner Meinung freien Lauf als Wirtschafts”wissen” zu lassen. Nur muss man dann nicht erwarten, dass es jeden überzeugt :)

            • Barnockel schrieb am 2. Dezember 2011 at 01:01 - Permalink

              die ich nicht unterschreiben würde

              Schon klar. Gläubige kann man meistens schlecht überzeugen, wozu auch.

              neokeynesianische Wende

              Die ist vermutlich so keynesianisch wie die Neoklassiker klassisch sind ;-) So etwas im Anbetracht dessen, was in Europa gerade abgezogen wird (unter Kritik nur von den üblichen Verdächtigen), überhaupt in den Raum zu stellen, ist ein wenig Bizarromat.

              Sinn mit VWL gleichsetzt

              Das hat keiner gemacht, diese rhetorischen Hakenschläge ermüden. Sinn ist einfach ein schönes Sinnbild für normale Neoklassiker: schlicht, verblendet und skrupellos.

            • Lada schrieb am 2. Dezember 2011 at 08:21 - Permalink

              Sinn mit VWL gleichsetzt
              Das hat keiner gemacht, diese rhetorischen Hakenschläge ermüden. Sinn ist einfach ein schönes Sinnbild für normale Neoklassiker: schlicht, verblendet und skrupellos.

              Nun, dafür postest du aber doch ganz schön spät ;)
              Wenn du Sinn nicht als Sinnbild für die VWL siehst, dann versteh ich auch deinen Rekurs auf die Neoklassik nicht. Die Aussagen im Artikel werden ja nicht dadurch wahrer, nur weil die Neoklassik sie als falsch sieht. Ein Keynesianer (und andere Theorierichtungen) würde z.B. ebenfalls sagen, dass Zinsanhebung inmitten einer Rezession Gift ist.
              Der Begriff neokeynesianische Wende wurde von mir in den Beitrag gebracht um dich vlt dazu zu bewegen, dein Verständnis von Neoklassik offenzulegen – das geht für gewöhnlich nämlich sehr weit auseinander. Bizzaromat ist eher, dass du den Begriff dauernd verwendest, aber wir dadurch aneinander vorbeireden: Ich rede nämlich von Wirtschaftswissenschaften bzw. VWL und du stimmst ja nun mit mir überein, dass damit nicht die Neoklassik gemeint ist.

      • FetteBeute schrieb am 1. Dezember 2011 at 22:24 - Permalink

        @randnotiz @lada
        Der Artikel hat tatsächlich viele inhaltliche Mängel. Natürlich ist der Vorschlag mit der Leitzinserhöhung (und natürlich auch die thematische Einordnung dazu) Unsinn. Aber der Artikel fasst auch die gängigen Simplifikationen des linken politischen Spektrums noch einmal sehr gut zusammen.
        Und letztlich ist das Problem ja, das ein Teil des Risikos, den die institutionellen Akteure eigentlich selbst tragen müssten, jetzt beim Steuerzahler gelandet ist. In der Simplifikation kann man schon legitimerweise von einer Subvention des Finanzsektors (mit Steuergeldern) reden. (Freilich wird sich das vermutlich erst längerfristig deutlich dokumentieren.)
        Der Autor ist nicht vom Fach. Wir sollten hier, wie es ja schon bereits teilweise geschehen ist, einfach die inhaltlichen Mängel geradeziehen. Und damit Unterstützung liefern.
        Also: Beispielsweise dem Autor erklären wie der Leitzinskorridor funktioniert, und wie darüber mittelbar die Volkswirtschaft (Kreditvergabe) als auch die Preisstabilität gesteuert wird.

        • Barnockel schrieb am 2. Dezember 2011 at 01:17 - Permalink

          wie der Leitzinskorridor funktioniert, und wie darüber mittelbar die Volkswirtschaft (Kreditvergabe) als auch die Preisstabilität gesteuert wird

          Hmm, dabei sollten die Sachen, die wirklich gemacht werden (Leitzinsen) und gewisse Theorien darüber, wie erstere sich dann auswirken, möglichst auseinandergehalten werden :-)

    30. Frostmann schrieb am 1. Dezember 2011 at 16:10 - Permalink

      Boykottiert Amazon!, aber das “Gefällt mir”-Button von Facebook darf bleiben?

      Absurd höhe Geldmengen… wer hat die ins System gekippt? Direkt und indirekt der Staat!

      Es gibt NICHTS zu jammern über das was gerade geschieht. Die große Mehrheit will es so!
      Sie glaubt diese gequirlte Scheisse die jeden Tag in TV und Zeitung kommt. Sie zahlt gerne Steuern und legt ihr Geld vertrauensvoll auf die Konten der Banken und Versicherungen.
      Was will man da anderes erwarten?

      “Demokratie und Rechtsstaatlichkeit”
      Lumpenwörter! Gibt es eine EINDEUTIGE Definition dieser Wörter der ALLE zustimmen?

      GG Abs. 20, 4 … wenn keine andere Abhilfe möglich ist.
      Haha! Merkst Du was?

      “alle Staatsgewalt geht vom Volke aus”
      Ja, ein Volk das aus Lemmingen, Dummköpfen und Besserwissern. Deutsche eben.

      Die Lösung ist simpel:
      Mehr Eigenverantwortung, weniger Staat. Die meisten Probleme kann man selbst lösen, man braucht keinen Staat, der gleich Regelungen, Gesetze und Vorschriften um die Ohren haut. Jeder soll die Konsequenzen seiner Fehler in vollem Umfang tragen. Geld bei Lehman angelegt? Pech! Dann ist es eben weg! Über seine Verhältnisse gelebt? Pech! Dann ab in die Armut unter die Brücke!

      Diese ganzen Rettungen sind erst notwendig geworden wegen den Millionen von Idioten, die in ein Schneeballsystem einzahlen und a) sich strikt weigern dies zu sehen und b) es munter tatkräftig unterstützt.

      EU-Vertrag lesen: In Deutschland wurde die Todesstrafe gegen Demonstranten klammheimlich eingeführt! Selber recherchieren!

      • Shitop schrieb am 1. Dezember 2011 at 17:54 - Permalink

        In Deutschland wurde die Todesstrafe gegen Demonstranten klammheimlich eingeführt!

        In Hessen wurde sie nie abgeschafft!

        • Count Krey schrieb am 2. Dezember 2011 at 09:05 - Permalink

          Bundesrecht steht über Landesrecht.

          • Shitop schrieb am 2. Dezember 2011 at 10:24 - Permalink

            Soweit so gut. Das ist bekannt.
            Wer sagt mir denn, dass der Bund eine Implosion der EU überlebt?

      • Benjamin schrieb am 1. Dezember 2011 at 20:34 - Permalink

        “Typisch deutsch” lalala

        Es gibt NICHTS DEUTSCHERES als “typisch deutsch” zu lamentieren :P

        Woanders gibt es auch Dumm-TV, manipulierte Massen und Diktatoren, oder nicht? egal

        “Mehr Eigenverantwortung – weniger Staat”

        Ja nee is klar, das WAR DOCH DAS PROBLEM! Dass die Gesellschaft = Staat sich hat spalten lassen, während die Kapitalisten sich die Taschen vollgeschaufelt haben, während sich rinks und lechts, judikative, exekutive und legislative und andere grüppchen sich um irgend einen Rotz gestritten haben (z.B. NPD-Verbot oder Gurkenverordnungen oder DER Islam oder so ein Mist) und jetzt?
        Jetzt sind wir MACHTLOS

        Und btw… es gibt keine Schuld, niemand hat die

        ES ist halt so gekommen, leider und was wir brauche sind gute Ideen und kein dummes antideutsches Gelaber.

      • Sammy schrieb am 2. Dezember 2011 at 01:36 - Permalink

        In Deutschland wurde die Todesstrafe gegen Demonstranten klammheimlich eingeführt! Selber recherchieren!

        Ist mir gerade heute Nacht zu müssig zu recherchieren. Als ai-Mitglied würde es mich interessieren wie viele Verurteilungen es bisher gab (Demos gab es ja gerade zu Genüge) und wo der Stuhl, die Gaskammer oder was auch immer steht. Muss da was nicht ganz unwichtiges verschlafen haben. Aber diese gleichgeschalteten Medien sind auch zu verschlagen. Anstatt sie einfach melden: “Beim heutigen Castortransport wurden 120 Menschen wegen demonstrierens fest genommen und nach Vorladung eines Schnellgerichts standrechtlich erschossen…” <<>>

        • minimax schrieb am 2. Dezember 2011 at 15:44 - Permalink

          das mit der todes-Strafe bedeutet, daß bei Aufständen auf die “Terroristen” legal geschossen werden darf.

    31. bridgR schrieb am 1. Dezember 2011 at 16:40 - Permalink

      haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand.

      jap, knapp daneben, die Pflicht – mein Lieber – die Pflicht zum Widerstand sogar!

    32. salvo schrieb am 1. Dezember 2011 at 17:07 - Permalink

      the solution: tax the rich

      “”Via a circuitous Internet chain – Paul Krugman of Princeton University quoting Mark Thoma of the University of Oregon reading the Journal of Economic Perspectives – I got a copy of an article written by Emmanuel Saez, whose office is 50 feet from mine, on the same corridor, and the Nobel laureate economist Peter Diamond. Saez and Diamond argue that the right marginal tax rate for North Atlantic societies to impose on their richest citizens is 70%.
      It is an arresting assertion, given the tax-cut mania that has prevailed in these societies for the past 30 years, but Diamond and Saez’s logic is clear. The superrich command and control so many resources that they are effectively satiated: increasing or decreasing how much wealth they have has no effect on their happiness. So, no matter how large a weight we place on their happiness relative to the happiness of others – whether we regard them as praiseworthy captains of industry who merit their high positions, or as parasitic thieves – we simply cannot do anything to affect it by raising or lowering their tax rates.”

      http://www.project-syndic...

      wenn man wirklich ‘sparen’ wollte, aber in Wirklichkeit geht es darum, die lohnarbeitsabhängige Bevölkerung noch abhängiger zu machen, d.h. die Machtasymmetrie zwischen dem 1% oben und dem 99% unten zu zementieren, wobei der Oligarchie selbst die bürgerliche Demokratie zunehmend im Wege steht.

    33. Mercury schrieb am 1. Dezember 2011 at 19:55 - Permalink

      Ich glaube wir sitzen ganz schön in der Schei**e und keiner weiss so recht wie man da wieder rauskommt. Aber eines ist sicher nach dem Big Bang wird’s sicher nicht gemütlich.

      • Benjamin schrieb am 1. Dezember 2011 at 20:40 - Permalink

        nunja, bei fefe wurde das Thema thematisiert (okay es ging um peak oil, aber das kommt auch noch!!)

        Was passiert, wenn die jetzige Gesellschaftsordnung “alternativlos” knallt

        fefe und die anderen Mitdiskutanten meinten, dass es an einigen STellen zu krassen Kriegen um etwa Wasser kommen wird, an anderen STellen wird das Leben sehr rustikal werden, d.h. wir werden Bauern!

        Wenn dann noch Atomweltkrieg, Wirtschaftskollaps und das peak oil zusammenkommt, werden in der Tat viele Leute sterben, leiden krank werden :(

        Aber! Vielleicht – mit einer guten Idee – wird die Menscheheit ENDLICH mal was lernen !!!

      • Barnockel schrieb am 1. Dezember 2011 at 22:52 - Permalink

        keiner weiss so recht wie man da wieder rauskommt

        Das Wissen ist da, und einiges davon wurde auch auf diesem Blog veröffentlicht. Aber die Leute, die entscheiden, wollen ja gar nicht heraus: solange die Oligarchie sich noch bereichern kann, wird sie es offenbar tun, und es gibt noch vieles zum Abgreifen. Und die Geschichte lehrt, dass es erst dann eine Relvolution gibt, wenn die Leute kurz davor sind, nichts mehr zu beißen zu haben.

        • FetteBeute schrieb am 1. Dezember 2011 at 22:56 - Permalink

          Wir werden ganz langsam gar gekocht. So seh ich das auch. Mittlerweilen hat das Großkapital allerdings erkannt, dass der Frosch nicht aus dem Kochtopf springt, wenn man die Sache nur langsam genug erhitzt. Es sieht schlecht aus.

    34. Frank Powers schrieb am 1. Dezember 2011 at 22:07 - Permalink

      @Alexander Unzicker: Hervorragender Artikel, der die Dinge endlich mal beim Namen nennt – vielen Dank dafür.
      Der eigentliche Witz ist allerdings meiner Ansicht nach der:
      Fast alle könnten durch ein konsequentes Vorgehen der Staaten gegen den Finanzmarkt-Kapitalismus und seinen Wahnsinn nur gewinnen, außer einer Personengruppe: derjenigen, die mit Hilfe ihres (noch zusätzlich in wahnwitzige Höhen “gehebelten”) Geldes diesen ganzen Mumpitz überhaupt erst ermöglicht haben und davon noch immer profitieren, Stichwort Zins und Zinseszins, vom angesprochenen Abschöpfen der Zinsunterschiede ganz zu schweigen.
      Die Frage ist: Wollen sich die gewählten Politiker mit den “Mächtigsten” anlegen, mit denen also, die mittlerweile den Großteil des Geldes besitzen? Bis jetzt sind unsere gewählten Vertreter eher damit zufrieden, die Schoßhunde zu spielen, und so, wie sich Obama, das Merkel et al. bisher schlagen, scheint sich das auch noch nicht zu ändern, “Euro-Untergang” hin oder her. Das einzige, was “uns” retten kann, ist wohl ein Enthauptungsschlag gegen die Finanzoligarchie bzw. deren Geld*. Nur, wer wird diesen Schlag ausführen? Gute Frage, leider.
      - – - – -
      *) In diesem Zusammenhang empfehlenswerte Lektüre: The Network of Global Corporate Control (PDF) – Studie dreier Systemdesigner an der ETH Zürich über die Vernetzung der globalen Wirtschaft. Es gibt viele Fäden, aber nur wenige Orte, an denen sie zusammenlaufen…

    35. Christoph-Trolli schrieb am 1. Dezember 2011 at 22:39 - Permalink

      ähm…”ne absurd hohe, komplett deregulierte Geldmenge schwappt derzeit über den Globus, trocknet ganze Länder aus und konzentriert sich bei den willfährigen Helfern des Kapitals, die Gesetze, oder besser die Gesetzlosigkeit für dieses Spiel bereitstellen.”

      Das Bild ist so schief, weil es gar nicht schlecht gewählt ist: die “absurd hohe Geldmenge” schwappt über den Globus, ja. Aber so wie Wasser, das wo rüberschwappt, noch nie was ausgetrocknet hat, trocknet auch eine Geldwelle nix aus. Höchstens dann, wenn sie weiterfließt, dann ist’s wieder so trocken wie zuvor. Und wenn man im Wasser ersauft, ist es Zeit, den Stöpsel rauszuziehen, damit das Wasser abläuft. Ähnliches könnte grade passieren.

      Wenn man euch allen zuhört, könnte man meinen, das Ende der Welt steht uns bevor. Es mag vielleicht scheißte sein, udn ich bin der allerletzte, der nicht der heftigen Überzeugung ist, dass wir angesichts unserer technologischen Möglichkeiten alle weit UNTER unseren Verhältnissen leben – aber mein Gott, auf den Philipinen leben die Menschen eben auch, ja, sie leben sogar in der Tschechei, und das gar nicht übel. Also malt nicht das Ende der Welt an die Wand, nur weil die Sahnehäubchen der allerersten Welt zu wackeln anfangen. Wird schon werden.

      • viosz schrieb am 2. Dezember 2011 at 22:52 - Permalink

        Zustimmung. Auf der ganzen Welt wird Geld gegen Sicherheiten erzeugt und sucht nach Anlagemöglichkeiten. Nur kaputte, korrupte oder Länder mit absolut unfähiger Regierung (wie wir damals unter Rot/Grün) öffnen die Tore für eine Beteiligung ausländischen Kapitals und befördern den daraus folgenden Ausverkauf.
        Was nützen China die ganzen Dollar, wenn es in den USA damit keine Firmen im großen Stil einkaufen darf? Es geht damit in Afrika und Europa auf Einkaufstour und die Amerikaner freuen sich, dass ein Land weiterhin so doof ist, die eigene FIAT-Währung weiter als “Welt-Leitwährung” anzuerkennen.

        • Shitop schrieb am 3. Dezember 2011 at 20:58 - Permalink

          Irak und Libyen wollten ihr Öl gegen Euros verkaufen. Hat nicht funktioniert. Wollte nicht auch der Iran die Ölrechnngen in Euro stellen?

    36. Sergio schrieb am 2. Dezember 2011 at 01:17 - Permalink

      Schlecht.

      Nur Balsam für die ewig “Linke” Seelen fernab von der Realität. Als ehemaliger Sozialist weis ich nicht ob ich lachen oder heulen soll. Was soll diese Theoriefindungen? SF ist schon daran gescheitert.

      Linkes Schubladendenken ersetzt nun mal nicht ökonomischen Sachverstand, es ist nur traurig. Was ist aus der Linken geworden?

      Gute Nacht

      • Sammy schrieb am 2. Dezember 2011 at 01:52 - Permalink

        Ja nur gemotze. (ich meine dich, Sergio)

        Worin der ökonomische Sachverstand liegen soll, dass Länder, die ihre Schulden nur noch mit Mühe stemmen können dann auch noch absurd hohe Zinsen dafür zahlen müssen (und so in eine Teufelsspirale kommen) erklärt jedoch niemand. Risikoaufschlag? Nehmt den Banken doch das Risiko ab und gebt den Staaten direkt das Geld der EZB. Die Banke können mit Risiken eh nicht umgehen, bzw. sozialisieren sie. Das können wir uns nun wirklich (im Wortsinn) sparen.

        • tar schrieb am 2. Dezember 2011 at 08:13 - Permalink

          dass Länder, die ihre Schulden nur noch mit Mühe stemmen können dann auch noch absurd hohe Zinsen dafür zahlen müssen (und so in eine Teufelsspirale kommen) erklärt jedoch niemand.

          Bist du so blöd? Hohe Zinsen, weil hohes Risiko der Gläubiger.

          Nehmt den Banken doch das Risiko ab und gebt den Staaten direkt das Geld der EZB. Die Banke können mit Risiken eh nicht umgehen, bzw. sozialisieren sie.

          Dass die Risiken vom Staat (eben nicht von den Banken) sozialisiert werden (zum politischen Machterhalt sogar sozialisiert werden müssen!), ist offenbar an dir vorübergegangen. Man sollte aufhören, alles und jeden retten zu wollen – aber dank jenen, die ständig und dauernd gerettet werden wollen, siehe Occupy & Co, ist das eben nicht möglich.

          • Sammy schrieb am 2. Dezember 2011 at 09:51 - Permalink

            Du hast wohl weder den Artikel noch meine Kommentar komplett gelesen. Zum “Risikoaufschlag” schreibe ich direkt, hier also nochmal für dich speziell:
            Hohe Zinsen wegen hohem Risiko mag ja in sich schlüssig sein.
            Aber warum zur Hölle wird das Geld das die EZB schafft zu niedrigen Zinsen an die Banken ausgegeben (da besteht offenbar kein Risiko) und dann mit Risikoaufschlag von den Banken aus weitergegeben?
            Das ist logisch nicht verständlich wie ich hier schon mehrmals ausgeführt habe. Ein “Scheinmarkt” dessen Regelmechanismen erschwerender weise auch noch von zwei, drei Ratingagenturen gestaltet werden die ein Eigeninteresse am Gewinn der Banken haben. Das ist alles völlig absurd und nur noch durch einen religiösen ideologischen Wahn zu erklären der die Sicht der Akteure auf die einfachsten Zusammenhänge trübt.

            • tar schrieb am 2. Dezember 2011 at 10:39 - Permalink

              Aber warum zur Hölle wird das Geld das die EZB schafft zu niedrigen Zinsen an die Banken ausgegeben (da besteht offenbar kein Risiko) und dann mit Risikoaufschlag von den Banken aus weitergegeben?

              Weil die bei der EZB nicht verstehen, dass man mit niedrigen Zinsen keine Probleme löst [1]. Sie geht ja auch kein Risiko ein – im Gegensatz zu den Banken und dass die Banken natürlich einen höheren Zins eben wg. des Ausfallrisikos fordern, bedarf wohl keiner Erklärung.

              [1]
              - http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_zukunft_der_finanzkrise_teil_1
              - http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_zukunft_der_finanzkrise_teil_2
              - http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_zukunft_der_finanzkrise_teil_3

    37. Barnockel schrieb am 2. Dezember 2011 at 01:28 - Permalink

      Es gibt nur eine weltweite Finanzkrise, aber die hat es in sich. Ihre Ursachen kann man auch ganz gut verstehen, wenn man Bücher von …

      Irgendwie fehlt die 2. Auflage von “Debunking Economics” von Keen, ist das Buch doch eine Art VWL-Pendant zu “Vom Urknall zum Durchknall”.

    38. Peleo schrieb am 2. Dezember 2011 at 09:49 - Permalink

      haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand.

      Solange Wahlen stattfinden, ist “andere Abhilfe möglich”.
      Der Widerstandsartikel greift nicht. Hört auf mit diesen Phantastereien.

      • Sammy schrieb am 2. Dezember 2011 at 10:16 - Permalink

        So sehe ich das auch.

        Ich kenne die griechische Verfassung nicht. Aber wenn die demokratisch legitimierte Regierung zurücktritt und durch einen komplett undemokratischen Vorgang durch eine “Expertenkommission” mit einem Bankberater an der Spitze ersetzt wird. Dann sehe ich den Punkt erreicht wo Widerstand zur Pflicht wird.

        Ein Widerstand in der jetzigen Situation in Deutschland ist durch das Grundgesetz bei allem verständlichen Frust nicht gedeckt.

        • minimax schrieb am 2. Dezember 2011 at 15:56 - Permalink

          breaking the law, breaking the law

          wenn sich alle an die Gestze halten würden, dann hätten wir immer noch die Monarchie.

      • Benjamin schrieb am 3. Dezember 2011 at 16:14 - Permalink

        @peleo:
        wurde das wahlsystem nicht für verfassungswidrig erklärt?

        • Peleo schrieb am 4. Dezember 2011 at 09:56 - Permalink

          @ Benjamin

          wurde das wahlsystem nicht für verfassungswidrig erklärt?

          Nur die Regelung der Überhangmandate wegen des negativen Stimmgewichts.
          @ minimax
          Was hätten wir, wenn sich niemand mehr an die Gesetze halten würde?
          Aber ich weiß natürlich, dass die Feudalherrschaft nur beendet werden konnte, weil man sich nicht mehr alle an deren Gesetze gehalten haben. Die Frage ist halt: wer macht die Gesetze? Wenn das gewählte Volksvertreter sind, trägt das Argument nicht mehr. Auch wenn die Wähler manipuliert sind. Sonst muss man die Demokratie aufgeben. Und hier halte ich es mit Churchill.

    39. daMasta schrieb am 2. Dezember 2011 at 10:27 - Permalink

      “Systemrelevant kann doch nur heißen, für das Funktionieren des staatlichen Gemeinwesens unverzichtbar, also Teil von diesem. Entweder ist das ein Lüge, oder permanenter Verfassungsbruch, denn alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.”

      Nee, das System sind eben nicht die Staaten oder ein bestimmter Staat, sondern das System ist die Herrschaft des Kapitals. Deswegen geht (wenn überhaupt) nur in den Staaten die Macht vom Volke aus, die Herrschaft des Kapitals ist aber allumfassend und geißelt daher sowohl den Staat als auch jeden einzelnen Bürger.

    40. der Herr Karl schrieb am 2. Dezember 2011 at 11:31 - Permalink

      Selbst ist der Mann…
      “Es ist mir gelungen die makroökonomische Technik des Gelddruckens auf die mikroökonomische Ebene zu übertragen”
      http://www.der-postillon.com/2011/12/vorbild-zentralbanken-mann-lost-private.html

      • Nicolai Hähnle schrieb am 2. Dezember 2011 at 11:54 - Permalink

        Jeder kann Geld drucken. Der Trick ist, es auch an den Mann/die Frau zu bringen.

        Der Staat macht das via Steuern. Wie machst du es?

        (Ja, ich weiß, der Postillon ist Comedy. Aber in vielen Köpfen steckt nun mal “Ich kann kein Geld drucken, warum soll der Staat das dann können”, und das verkennt die Realität der Situation.)

        • viosz schrieb am 2. Dezember 2011 at 12:57 - Permalink

          Jeder kann Geld drucken. Der Trick ist, es auch an den Mann/die Frau zu bringen. Der Staat macht das via Steuern. Wie machst du es?

          Gewöhnlich ist die Lohnsteuerrückzahlung kleiner als die gezahlte Steuer. Der Staat bringt eher Geld unter die Leute, indem er z.B. seine Verwaltung bezahlt (Beamte, öffentlicher Dienst) oder Projekte aus dem Bundeshaushalt bezahlt.

        • leslie schrieb am 2. Dezember 2011 at 13:47 - Permalink

          ´´Jeder kann Geld drucken´´
          Jepp…
          http://forum.hanfburg.de/fhb/showpost.php?p=2389507&postcount=31

          ´´Der Trick ist, es auch an den Mann/die Frau zu bringen´´

          Gras will jeder^^

          Mfg

        • der Herr Karl schrieb am 2. Dezember 2011 at 13:51 - Permalink

          Jeder kann Geld drucken

          Wie machst du es?

          Leider ist es verboten, früher wurde man dafür gehängt.
          Aber es reizt mich unheimlich…

          (Ich könnte eigene Blüten herausgeben.)
          http://www.welt.de/wirtschaft/article1186200/Wenn_Kunden_mit_Blueten_statt_mit_Euro_zahlen.html

    41. salvo schrieb am 2. Dezember 2011 at 12:19 - Permalink

      sehr lesenswert zum Topic

      “Book V of Aristotle’s Politics describes the eternal transition of oligarchies making themselves into hereditary aristocracies – which end up being overthrown by tyrants or develop internal rivalries as some families decide to “take the multitude into their camp” and usher in democracy, within which an oligarchy emerges once again, followed by aristocracy, democracy, and so on throughout history.

      Debt has been the main dynamic driving these shifts – always with new twists and turns. It polarizes wealth to create a creditor class, whose oligarchic rule is ended as new leaders (“tyrants” to Aristotle) win popular support by cancelling the debts and redistributing property or taking its usufruct for the state.

      Since the Renaissance, however, bankers have shifted their political support to democracies. This did not reflect egalitarian or liberal political convictions as such, but rather a desire for better security for their loans. As James Steuart explained in 1767, royal borrowings remained private affairs rather than truly public debts. For a sovereign’s debts to become binding upon the entire nation, elected representatives had to enact the taxes to pay their interest charges.

      By giving taxpayers this voice in government, the Dutch and British democracies provided creditors with much safer claims for payment than did kings and princes whose debts died with them. But the recent debt protests from Iceland to Greece and Spain suggest that creditors are shifting their support away from democracies. They are demanding fiscal austerity and even privatization sell-offs.

      This is turning international finance into a new mode of warfare. Its objective is the same as military conquest in times past: to appropriate land and mineral resources, communal infrastructure and extract tribute. In response, democracies are demanding referendums over whether to pay creditors by selling off the public domain and raising taxes to impose unemployment, falling wages and economic depression. The alternative is to write down debts or even annul them, and to re-assert regulatory control over the financial sector.”

      weiter hier

      http://www.nakedcapitalism.com/2011/12/michael-hudson-debt-and-democracy-has-the-link-been-broken.html

    42. Bonsaibaeumchen schrieb am 2. Dezember 2011 at 12:23 - Permalink

      Freude, schöner Götterfunken,
      Tochter aus Elysium,
      Wir betreten feuertrunken,
      Himmlische, dein Heiligthum!

      Es freut mich zu sehen wir diese sich selbst als Intelligent bezeichnende Spezies Mensch sich durch ein von ihr selbst erchafftes theoretisches Konstrukt in die Bredoullie manövriert.
      Vielleicht kommt ja ein Teil der Menschen nach einem Crash mal wieder auf den Boden der Tatsachen.
      Ich persönlich hoffe ja gar darauf das dieses gesamte schmierentheater endlich zu Bruch geht und was neues besseres daraus entsteht. Auch wenn ich weiss das es viel wahrscheinlicher ist das eher das gegenteil eintritt, bzw. sich nichts ändern wird.

      Bis dahin,
      The show must go on,
      Machts gut und danke für den Fisch!

    43. viosz schrieb am 2. Dezember 2011 at 12:52 - Permalink

      Europäische Staatslenker, die sich keine aktive Geldpolitik a la MT zutrauen. Sie werden es nicht ohne Grund ablehnen…
      Es war schon lange klar, dass das europäische Sytem, sich das Geld zur Refinanzierung des Staatshaushalts von den Banken zu leihen, beim ersten negativen Nachfrageschock auf Grund ungleich verteilter Vermögen und Platzen diverser Anlageblasen kollabiert, weil die Staatsverschuldung dann durch die Decke geht und die Banken schwächeln.

      Einen Vorteil hat die Vorgehensweise allerdings: Die mit einer Geldpolitik a la Goldstandard beim Bürger erzeugte Illusion, dass er den ganzen Laden mit seinen Steuern finanziert, bringt einen gewisse Empörung mit sich, wenn die Blasen platzen und die Verschuldung steigt (siehe obige Beiträge).
      Nun muss dieser Protest nur noch gegen die Ungleichverteilung der Vermögen gerichtet werden, denn wir sitzen ja schließlich alle im selben Steuerzahler-Boot, nicht? Naja, die Superreichen vielleicht nicht.
      Forscher haben ausgerechnet, dass die Staatsschulden kein Problem wären, wenn von allen Guthaben 30 Prozent zur Tilgung verwendet. Worauf wartet ihr? Tax the rich!

    44. leslie schrieb am 3. Dezember 2011 at 10:22 - Permalink

      Die Verursacher von Teilen dieses ganzen Debakels ziehen vor Gericht,
      denn man will ihnen ihr Recht entziehen,die Welt weiter auszuplündern.

      ´´US-Finanzindustrie will Derivateregulierung verhindern
      Die amerikanische Aufsichtsbehörde CFTC will den Handel mit Derivaten auf dem Rohstoffmarkt einschränken. Die US-Finanzindustrie will das verhindern und reicht Klage ein. Die neue Regeln würden der Wirtschaft schaden, heißt es in den Gerichtsunterlagen´´(Wohl eher den eigenen Geldbeutel schmälern,elendes Schmarotzerpack)
      http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:klage-gegen-cftc-us-finanzindustrie-will-derivateregulierung-verhindern/60137553.html

      Diese scheiss Finanzindustrie kann echt verrecken.

      Denen wird garantiert niemand eine Träne nachheulen,
      #ausser die gierigen der Welt.
      Für euch werden die Stricke schon geknüpft.
      Aus bestem Hanf.^^

      Mfg

      • der Herr Karl schrieb am 3. Dezember 2011 at 10:58 - Permalink

        Dann fasse ich mal ein bisschen zusammen:

        Autofahrer (m) sind Arschlöcher, weil sie die Luft verpesten.
        Sollte man zwangssterilisieren.
        Die Finanzindustriellen können echt verrecken, dieses elende Schmarotzerpack.
        Sollte man aufknüpfen.
        Alkoholtrinker sind…

        Männin, hast du eine Sprache.

    45. leslie schrieb am 3. Dezember 2011 at 13:12 - Permalink

      Derbe halt…
      Die meisten Menschen sind halt scheisse. :-(
      Was mischen die sich auch in mein Leben ein. :-/
      Wollen mir vorschreiben was ich zu tun oder zu lassen habe.

      Dabei sollten sie wissen das für mich nur ein Grundsatz gilt.
      Tu und mach was du willst,
      ohne andere damit zu belästigen.
      Mit meiner dummen Rumraucherei belästige ich ja auch niemanden.

      Autofahrer belästigen mich…
      Besoffene Nazis belästigen mich…
      Dumme Türkenkiddies belästigen mich…

      Könnt ich jetzt noch ewig weitermachen,
      soviele Zeichen lässt aber wohl keine Kommentarfunktion eines Blogs zu.^^

      Mfg

      edit: Hat so etwas Falling Down mäßiges..

    46. Uri Gellersan schrieb am 3. Dezember 2011 at 13:52 - Permalink

      Niedrige Zinsen als solche sind nicht das Problem.
      Das Problem ist, was mit dem zu niedrigen Zinsen geliehenen Geld gemacht wird.
      Wird es – wie derzeit – zum Zocken verwandt, dreht sich die Schuldenspirale und Gewinnsbschöpfung der Finanzeliten mit ihrem Zinssystem natürlich weiter und wird irgendwann an dem Punkt angelangt sein, wo nichts mehr geht.
      Das ist Teil der heutigen Probleme an den ‘FInanzmärkten’.

      Würde man jedoch Kredit zu niedrigen Zinsen nur für den Bereich produktiver Investitionen bereitstellen und gleichzeitig den Zockern 10 oder auch 20% abverlangen – was würde passieren?
      Das Finanzcasino wäre binnen kürzester Frist trocken gelegt und – oh Wunder, die Wirtschaft – die produktive Wirtschaft – jene also, die den Menschen dienlich ist, würde anspringen. Jobs würden entstehen, Infrastruktur – also der ‘Wert’ des investierenden Landes würde wachsen, mit dem hieraus entstehenden Vermögen eines Landes ließen sich wiederum Renten und Sozialsysteme finanzieren – sprich: es herrschte Aufschwung. Wenn man wollte auf der ganzen Welt.

      Warum geschieht das nicht?
      Weil die imperialen Strukturen der €urozone und des sog. Ostküsten-Establishments der USA dies nicht wollen. Sie wollen nicht, dass sich die globale Menschheit zu ihrem Vorteil weiter entwickelt. Denn das hieße für diese Kreise Machtverlust. Einzig darum geht es.
      In Zeiten der Krise und Verarmung ganzer Kontinente nimmt ihr Einfluss auf das Geschehen umgekehrt nämlich zu. Sie diktieren die Konditionen, die legen fest wer leben darf und wer sterben muss.

      Es ist an der Zeit für die Bürger dieser Erde, die, die Verantwortung zu übernhmen in der Lage sind, diesem Treiben der Eliten und Oligarchen ein Ende zu setzen. Die Alternative heißt Tod. Erst für dich (Afrika), dann für ihn (Osteuropa) und irgendwann für mich selbst. (den sog. wohlhabenden Westen)

      Erinnern wir uns an das Dogma von der sog. Überbevölkerung, an die Bestrebungen Grüner Ideologen die Menschheit auf 1-2 Mrd. zu reduzieren. Genau das ist der geistige Abgrund, der dieser Krisenpolitik zugrunde liegt.

      • minimax schrieb am 3. Dezember 2011 at 20:43 - Permalink

        Die Trennung zwischen Finanzkapital und produktiven Kapital finde ich nicht sinnvoll beides sind zwei Seiten einer Medaille. Beide haben das selbe Ziel, die Geld Vermehrung.
        Die geschaffenen Werte des “produktiven Kapitals” dienen oft nicht der notwendigen Befriedigung menschlicher Bedürfnisse, wie zB Überschallbomber, Bauchtrainer und Tamagotchis.
        Industriekapital und Finanzkapital benötigen sich einander. Um weiterhin ihr Kapital vermehren zu können benötigt die Industrie immer höhere Investitionen. Dazu brauchen sie das Finanzkapital, um Kredite aufnehmen zu können. Damit das Finanzkapital wachsen kann, braucht es die Industrie, um Kredite vergeben zu können als Vorleistung auf die zu erschaffenden Werte.
        Innerhalb der kapitalistischen Verhältnisse ist es nicht möglich das eine abzuschaffen und das andere erhalten zu wollen.

        • Am_Rande schrieb am 3. Dezember 2011 at 22:47 - Permalink

          Sehr verehrter “minimax”,
          bitte lesen Sie einmal zu der Thematik Real-/Finanzwirtschaft meinen Beitrag #23 in diesem Thread. Der Staat/die Staaten ist/sind viel zu sehr involviert, als man von einen nach marktwirtschaftlichen (kapitalistischen) Kriterien ablaufenden “Finanzmarkt” sprechen könnte.
          Sehr gut, um meinen Punkt zu unterstreichen, passt dazu eine Meldung, die das österreichische “WirtschaftsBlatt” gerade heute am 02. Dezember auf ihrem online-Angebot veröffentlicht hat:

          “Die 7,7 Billionen $ schwere Herz-Lungen-Maschine

          Mit geheimen Kapitalinfusionen musste die Fed das US-Finanzsystem zwei Jahre künstlich am Leben erhalten. Neben den bekannten Maßnahmen hat die Notenbank klammheimlich, also ohne die Öffentlichkeit oder den Gesetzgeber zu informieren, zwischen 2007und 2009 gigantische Notkredite an marode Wall Street-Banken vergeben. Die Geldhäuser standen damals so nah am Abgrund, dass sie an einem einzigen Tag, dem 5. Dezember 2008, zusammen 1,2 Billionen $ von der Fed benötigten. [...]”

          7,7 Billionen Dollar, also 7700 Milliarden Dollar! Das ist mehr als doppelt soviel wie der Bundeshaushalt der USA im Jahre 2010!

          Man versteht die jetzige Finanzkrise nicht, wenn man nicht die Rolle der (halb-)staatlichen Zentralbanken versteht. Lesen sie dazu einmal das Buch “Geldsozialismus: Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression” des Diplom-Volkswirts Roland Baader. “Geldsozialismus”, das ist ein provokanter Titel; aber unser Geldsystem ist damit eher beschrieben als mit dem Adjektiv “marktwirtschaftlich”.

          • minimax schrieb am 4. Dezember 2011 at 16:42 - Permalink

            Hallo am Rande,
            womit habe ich den das Sie verdient, ich dachte wir sind hier allgemein beim du’tsen.

            Ich sehe die Finanzkrise als ein Symptom einer Weltwirtschaftskrise, die seit ein paar Jahrzehnten vor sich hin köchelt und seit 2008 offen ans Tageslicht getreten ist. Die Krise besteht darin, daß das Wachstum nicht unendlich sein kann sondern endlich ist. Das kapitalistische System scheint an seine Grenzen zu stoßen, da die Märkte nicht mehr in dem bisherigen Tempo wachsen können.
            Das Finanzsystem ist der Überbau der wirtschaftlichen Verhältnisse und nicht Umgekehrt.

            • Uri Gellersan schrieb am 4. Dezember 2011 at 17:00 - Permalink

              Die Krise besteht darin, daß das Wachstum nicht unendlich sein kann sondern endlich ist.

              Auch das ist ein Trugschluss. (s. Beitrag #47)
              Der menschliche Geist (und nur der, weswegen der Mensch auch kein Tier ist!) ist in der Lage, die sog. Grenzen je nach Kenntnis universeller Prinzipien stetig zu erweitern. Das lässt sich bereits am simplen Prinzip der Nutzung des jeweiligen Energieträgers festmachen.
              Mit der Energie eines Holzfeuers (Steinzeit) lässt sich nicht zum Mond fliegen. Der Einsatz chemischer Brennstoffe hingegen ermöglichte es.

              Ergo waren die Grenzen von Wachstum in der Steinzeit andere als die im 20. Jh.
              Führen wir diesen Gedanken weiter so steht zweifelsfrei fest, dass mit der Nutzung der Kernkraft und erst recht der Kernfusion die heutigen Grenzen des Wachstums abermals um ein vielfaches erweitert werden könn(t)en.
              Kernfusion ermöglicht Materie zu ‘erbrüten’, völlig neuartige Kohlenstoffverbindungen herzustellen. So wie heute schon mit Karbonbauteilen im Flugzeugbau ließe sich der Prozess der Expansion von Wachstum vermutlich unendlich steigern.
              Daraus folgt, dass es keine Grenzen des Wachstums gibt. Es gibt nur Grenzen des Wissens – und die kann man überwinden sofern man nicht in grüne Ideologien verfällt.

            • minimax schrieb am 4. Dezember 2011 at 17:45 - Permalink

              Deiner Beschreibung von Wachstum kann ich gut folgen. Jedoch würde ich behaupten das es Moment recht eng auf unserem Planeten wird, siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/World3

              Vielleicht werden die Menschen in der Zukunft den Mars bevölkern, vielleicht wird es in der Zukunft auch keine Menschen mehr geben. Wer weiß?

            • minimax schrieb am 5. Dezember 2011 at 00:55 - Permalink

              noch ein posting zur untermauerung meiner these

              “Wenn das Kreditwesen als Haupthebel der Überproduktion und Überspekulation im Handel erscheint, so nur, weil der Reproduktions-prozess, der seiner Natur nach elastisch ist, hier bis zur äußersten Grenze angetrieben wird, und zwar deshalb angetrieben wird, weil ein großer Teil des gesellschaftlichen Kapitals von den Nichteigentümern desselben angewandt wird, die daher ganz anders ins Zeug gehen als der ängstlich die Schranken seines Privatkapitals erwägende Eigentümer, soweit er selbst fungiert.

              Es tritt damit nur hervor, dass die auf den gegensätzlichen Charakter der kapitalistischen Produktion gegründete Verwertung des Kapitals die wirkliche, freie Entwicklung nur bis zu einem gewissen Punkt erlaubt, also in der Tat, eine immanente Fessel und Schranke der Produktion bildet, die beständig durch das Kreditwesen durchbrochen wird.“ K. Marx, Kapital III, MEW 25, 457.”

              und noch mal zu den Zinsen. Deren Höhe spielt letztlich keine Rolle.
              Kapital wird allgemein als Ware angeboten (der Preis dafür sind die Zinsen). Da der Staat sich Geld leiht, aber selber nicht als Kapitalist tätig ist, bleibt ihm nichts weiter übrig als sich zu verschulden (da er keinen Profit erwirtschaftet).

    47. Uri Gellersan schrieb am 3. Dezember 2011 at 21:03 - Permalink

      Es ist leider die einzige Alternative, aus dem derzeitigen Dilemma heraus zu kommen.
      Das es innerhalb des Systems nicht funktioniert bekommen wir seit 2007 vorgeführt und genau das war der Ansatz der Klage gegen den €uro von den ’5 Professoren’.
      Im übrigen zweifle ich, dass Du ‘produktive Investitionen’ richtig deutest. Das hat nun überhaupt nichts mit ‘Bauchtrainern’ oder ‘Tamagotchis’ zu tun. Das sind allenfalls Konsumgüter.
      Nur – und ich betone – nur die Investitonen z.B. in Infrastruktur sind Grundlage einer starken Währung. Dazu gehören Verkehr (z.B. ein Magnetbahnnetz für Europa als Entlastung des Luftraums der bekanntermaßen zunehmend überlastet ist), dazu gehört medizinischer Fortschritt (statt Begrenzung der Versorgung), Bildungseinrichtungen benötigen gerade in D dringend der Modernisierung und natürlich müssen Hochtechnologien für die Zukunft erforscht werden (wie z.B. inhärent sichere Thorium-Reaktoren zur Energiesicherheit).
      Um nur mal einige wenige Beispiele zu nennen.
      Genau dieses Prinzip hat der Wiederaufbau und die DM bewiesen. Auch der Dollar war stark, bevor er von Nixon 1972 der Spekulation geöffnet wurde.
      Da ein Unternehmen, so es z.B. an einer Brückenausschreibung über den Rhein teilnimmt, meist ohne Kredit nicht auskommt muss dieser zu festen – und niedrigen Zinsen durch eine Nationalbank ausgegeben werden. Die Erhöhung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Region, in der diese Brücke gebaut wurde wirkt sich dann volkswirtschaftlich höher auf das Gemeinwesen aus, als das von der Nationalbank zu niedrigem Zins dafür geschaffene Kapital entspricht.
      Exakt und nur so baut man ein Land auf – ohne sich an den sog. Finanzmärkten zu verschulden. Genau dieses Prinzip der Kapitalschaffung via Nationalbank wäre der richtige Weg, sich aus der Krise heraus zu produzieren. Anders geht es nicht, es sei denn man nimmt in Kauf, dass durch wilde Sparprogramme Volkswirtschaften wie in den 1920ern kollabieren und mit Ihnen die Menschen in Leid und Elend gestürzt werden.
      Ich sagte bereits, dass dies genau der Fahrplan der Eliten ist, zu deren Umsetzung sie in den späten 60ern die Grüne Bewegung initiierten. Petra Kelly und Gert Bastian hätten ausplaudern können, wer sie finanziert hat. Deshalb mussten sie sterben. Und dazu nutzen sie heute den €uro, der die Nationen von der souveänen Kreditschöpfung abschneitet und vollkommen den raffgierigen Finanzmärkten unterwirft.
      Da und nirgendwo anders liegt der Grund für die derzeitige Krise.

      • minimax schrieb am 4. Dezember 2011 at 17:27 - Permalink

        Der Zweck einer Bank ist aus Geld noch mehr Geld zu “erwirtschaften”. Das ist das kapitalistische Prinzip und hat mit Raffgier nichts zu tun. Wenn eine Bank diesen Zweck nicht erfüllen kann und das Geld weg ist, dann ist das Geschrei wieder groß.

        Der große Verdienst des Kapitalismus ist, das er die Produktionsmittel effektiv entwickelt, dazu gehört auch die Infrastruktur.

        Die selbsternannten Retter des Finanzsystems kommen mir vor wie Sanitäter in einem Lazarett. Sie wollen mit ihrer Tätigkeit den Menschen helfen und verlängern dadurch den Krieg.

      • gebintit schrieb am 4. Dezember 2011 at 19:18 - Permalink

        Ich sagte bereits, dass dies genau der Fahrplan der Eliten ist, zu deren Umsetzung sie in den späten 60ern die Grüne Bewegung initiierten. Petra Kelly und Gert Bastian hätten ausplaudern können, wer sie finanziert hat.

        Durch welchen Zaubertrick konnte Uri Geller(san) diese Verschwörung aufdecken?
        Jedenfalls ist der Nick gut gewählt, manche verbiegen Löffel, andere die Wahrheit.

    48. Tidaltree schrieb am 4. Dezember 2011 at 04:29 - Permalink

      Bis auf ein zwischenzeitliches Abdriften in Moralisierung im Stile einer “Achse des Bösen”-Retorik (“[...] Niemand, der nicht kriminelle Interessen hat, kann gegen eine Finanztransaktionssteuer von 0,01% sein. [...]“) ein stimmiger und lesenswerter Artikel. Ich danke Dir dafür :)

      Tidaltree

    49. Peleo schrieb am 4. Dezember 2011 at 13:42 - Permalink

      “Der Krieg der Banken gegen das Volk” von Prof. Michael Hudson (FAS vom 4.12.11

      nennt die Angst der Deutschen vor der Wiederkehr der Hyperinflation von 1923 eine “implantierte Erinnerung”. Die Ursache seien die Reparationen gewesen, nicht das Gelddrucken der Notenbank.

      Auch sonst liest sich sein Artikel wie vom Spiegelfechter persönlich verfasst ;-) Warum haben wir von diesem Professor hier noch nie etwas gelesen?

    50. Momo schrieb am 5. Dezember 2011 at 21:40 - Permalink

      @SPIEGELFECHTER

      Hier der Link zu einem klasse Video auf der Homepage von Prof. Lorenz Jarass: “Banken- und Finanzmarktkrise: Wer soll das bezahlen?”
      http://www.jarass.com/home/index.php?option=com_content&view=article&id=445:banken-und-finanzmarktkrise-wer-soll-das-bezahlen&catid=48:magische-michaela&Itemid=70


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