Occupy yourself!
geschrieben am 06. Dezember 2011 von Gastautor
ein Gastartikel von Stefan Hammer
Auch wenn sie in Deutschland noch nicht so richtig Fahrt aufgenommen hat, so ist die Occupy-Bewegung auch hier angekommen. Es mögen weniger Menschen sein, die in Frankfurt vor den Zentralen der Banken campieren oder jedes Wochenende auf die Straße gehen. Aber sie sind da. Der Unwille, ein immer weiter aus den Fugen geratendes Finanzsystem hinzunehmen, das immer mehr zu einem reinen Umverteilungssystem von der Allgemeinheit hin zu wenigen Nutznießern wird, verbreitet sich immer weiter.
Auch spricht einiges dafür, dass er sich diesmal nicht so einfach beschwichtigen lassen wird, wie das in der Vergangenheit der Fall war. Mit der heutigen Jugend wächst eine Generation heran, die die Zeit des Wirtschaftswunders nur noch vom Hörensagen kennt und für die das System noch nie funktioniert hat. Die wird sich nicht mit ein paar kleinen Steuergeschenken und der Hoffnung darauf dass mit dem nächsten Aufschwung alles gut wird, zufrieden geben.
Trotzdem – die Erfahrung zeigt, dass wir nicht zu viel Hoffnung in unsere Politiker setzen können. Zu sehr hat man sich zu Erfüllungsgehilfen von Wirtschaft und Finanzwelt machen lassen. Merkels Aussage von der „marktkonformen Demokratie“ zeigt dies überdeutlich. Es ist sicherlich richtig, hier mit Demonstrationen und anderen Aktivitäten konstant Druck aufzubauen. Parteien möchten gewählt werden und können die Meinung des Wählers nicht völlig ignorieren. Aber das alleine wird nicht ausreichen.
Ähnlich wie beim Atomausstieg gibt es aber einen recht einfach anderen Weg, den man zusätzlich gehen kann und sollte: Hör auf mit den Leuten Geschäfte zu machen, deren Geschäftspolitik du ablehnst!
Eigentlich ist es völlig banal, aber vielen Leuten scheint es einfach nicht klar zu sein. Genau so, wie mich niemand zwingt, meinen Strom von einem Konzern zu beziehen, der Atomkraftwerke betreibt, genau so zwingt mich niemand dazu, Geldgeschäfte mit einer Bank zu machen, die Zockereien betreibt, sich an Spekulationen mit Nahrungsmitteln beteiligt, Waffengeschäfte finanziert oder an Staatspleiten mitverdient. Wenn mir das nicht passt und nicht völlig egal ist, dann sollte ich es einfach ändern.
Denn es gibt Banken, die anders arbeiten. Die GLS, die EthikBank, die Umweltbank, die Triodos Bank – um nur die größten zu nennen. Dazu gibt es Banken mit konfessionellem Hintergrund, Banken, die aus Genossenschaften ihrer Anleger bestehen, usw.
Sie alle sind anderen Zielen verpflichtet als der grenzenlosen Gewinnmaximierung. Sie arbeiten nicht nur mit anderen ethischen Zielen, sie arbeiten obendrein auch nachhaltiger als andere. Zugegeben, das bedeutet im Gegenzug auch weniger Rendite (dafür aber auch mehr Sicherheit, da auf hochspekulative Anlagen generell verzichtet wird).
Und zugegeben, der Wechsel der Bank ist mit etwas mehr Aufwand verbunden als der Wechsel des Stromanbieters. Aber es ist für jeden locker machbar, und ohne ein wenig Engagement und persönliche Einschränkung wird es eben nicht gehen.
Wir können nicht anderen Gier vorwerfen und uns dann selber damit aus der Affäre ziehen, dass man bei Deutschen Bank für seine Geldanlage 2% mehr bekommt und das gebührenfreie Abheben bei der Cash Group so bequem ist. Das ist Heuchelei.
Und Heuchelei wird uns genau so wenig weiter bringen wie das Warten darauf, dass jemand kommt und alles wieder gut macht. Das wird nicht passieren. Wenn wir selber nichts tun, wird sich nichts ändern. Zumindest nicht, bis alles einfach zusammenbricht.
Stefan Hammer
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Mal eine ziemlich banale Frage, aber ich bin mir da schon länger unsicher: Meine Hausbank ist eine Genossenschaftsbank (Sparda). Kann ich da darauf vertrauen, dass ihre Anlagen nachhaltig sind (im Sinne von wie im Artikel geschildert)? Ich kenne natürlich die Aussagen der Bank, aber dem zu vertrauen ist ja etwas blind…
Ich bin seit bald 30 Jahren Kunde bei der Sparda-Bank. Hab damals bei der Deutschen Bundesbahn eine Lehre gemacht, da war das quasi ein Pflichtgang bei Antritt der Lehre. Ist soweit ich es mitbekommen habe eine der wenigen Banken, die bis jetzt sauber geblieben ist.
nein, natürlich nicht. Jede Bank betreibt inzwischen sog. Eigenhandel und die meisten davon sogar sehr erfolgreich, wenn man Gewinn als Erfolg bezeichnen will. Es ist wohl eher auszuschließen, dass die ihre Gewinne mit Öko- Fair- oder Weltfriedenanleihen machen. Die zocken genauso mit Derivaten auf Rohstoffe, Agrarprodukte, etc. wie die big 5 auch, nur in kleinerm Umfang halt eben. Die Genossen wollen doch auch einen Teil des Kuchens abhaben und wenn Ackermann 25% Rendite predigt, 15 liefert, wollen die Genossen doch wenigstens 7% haben und die sind bei Voba und Raibas nicht unüblich.
Also, lass dir kein X für ein U vormachen.
Gibts dazu auch eine Quelle oder ist das nur so eine pauschale Unterstellung?
Und Weltfriedensanleihen müssen es ja auch nicht sein – Anlagen bei normalen Mittelständlern oder so sollen ja aber auch Geld bringen und damit kann ich auch völlig leben.
Wie einfach es sein muss, in einer schwarz-weißen Welt zu leben. Und so bequem.
Die Genossenschaftsbanken verzockten auch die Gelder ihrer Kunden.
Zur Vatikanbank muss man wirklich nichts mehr sagen.
Ethikbank, GLS, alles schön und gut aber viele Menschen ziehen es vor, zur nächsten Bankfiliale weniger als 100km Anreise zu haben. Und diese Banken sind alle keine eigenständigen Banken sondern gehören wiederum den VR.
Kauft nicht bei Amazon, welcher den neoliberalen Arbeitsmarkt ausschöpft wie vorgesehen und von Schröder, Steinbrück und Merkel eingerichtet – nein – geht gleich zu Schlecker, Weltbild und co.
Ich bewundere die Naivität, mit der Autor hier seinen Senf ablässt. SO blind war ich auch mal vor 20 Jahren.
Mein Tipp – auf Nachhaltigkeit auf jeden Fall achten und auch durchaus Druck aufbauen. Aber vor allem auf die Politik, welche den Nährboden für all den Schwachsinn erst bereitet hat.
gruß
Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Natürlich wird nicht alles gut, wenn wir die Bank wechseln. Dafür ist das Problem viel zu umfassend. Es ist einfach nur ein kleiner Schritt von vielen, der andere nicht ersetzen kann. Druck auf die Politik ist deswegen immer noch genau so nötig. Der Punkt ist nur: es gibt nicht die eine Lösung, es gibt nur ein Mosaik von Dingen, die jeder tun kann und muss. Dies hier ist einer davon.
Reden und die Verantwortung an andere delegiere ist einfach, aber keine Lösung. Dazu muss meiner Meinung nach schon kommen, sein eigenes Handeln zu hinterfragen und selber Verantwortung zu übernehmen. In allen Bereichen, nicht nur bei der Wahl der Bank.
Kurz zusammengefasst…
…das Eine tun, ohne das Andere zu lassen.
Der Artikel beleuchtet EIN konkretes Beispiel zum Handeln ohne dafür gleichzeitig den Anspruch auf allumfassende Wahrhaftigkeit zu verbreiten. So interpretiere ich den Artikel und denke, so war Stefan Hammer’s Beitrag auch gemeint.
@Banana Joe
Das sehe ich auch so!
@Frank Schenk:
Und ich bewundere hier die Überzeugung des Kommentators, auf etwas höchst Weises und Lebenserfahrenes verwiesen zu haben, indem er – gewandet in pseudonymer Rationalität – des sich in Resignation ausdrückenden Depressionsmus (http://depressionismus.net/index.html) bedient.
Im Verlaufe der Lebenserfahrung, so die Jahre an uns vorbeiziehen, steigt nicht immer nur die Weisheit, gar nicht so selten geht es zu Lasten der Scharfsichtigkeit.
Dazu passt hervorragend eine “Inschrift” auf Stein:
http://www.blues-browser.de/frame.htm
@rosi
Puuhh..da hört sich aber jemand gerne reden! Wenn man noch nen anschauliches Beispiel zum Thema Worthülsen gebraucht hätte, wäre der Kommentar fast lesenswert gewesen..
Cheers…
Bank wechseln? Warum nicht?
Na klar, Volksbanken und Sparkassen haben auch ihre nicht ganz weiße Weste bekleckert, siehe unsere HASPA – dennoch gibt es einen gravierenden Unterschied zur Deutschen Bank u. Co.:
Diese Ekligkeiten fanden bei Volksbanken und Sparkassen in weitaus geringerem Ausmaß statt. Und schließlich: Welche Geldinstitute mussten doch gleich gerettet werden? Volksbanken und Sparkassen waren meines Wissens nicht darunter.
Aber mal ehrlich: Wer glaubt denn wirklich, daß, sobald man die Bank oder den Stromanbieter wechselt, sofort das Paradies ausbricht? Ich schaue mir z. B. Vor- und Nachteile an, “Nachhaltigkeitsaspekte” gehören genauso dazu, wie
und oft genug ist es keine 100:0 – , sondern eine 70:30- oder gar 60:40 – Entscheidung, aber das führt schon weiter. Mehr Pragmatismus und Realitätssinn in diesen Fragen ist durchaus angebracht, da gebe ich dir Recht, und das senkt letztendlich auch das Frustpotential, und beruhigt u. U. den Adrenalinspiegel.;-)
Grüße
“Panik am Bancomat”
Die Griechen räumen Konten leer.
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Die-Griechen-rumen-Konten-leer/story/11379324
@ Frank Schenk
himmm …. der stefan hammer scheint schon cool zu sein. immerhin macht er sich ja einen kopf, wie ein jeder von uns in seinem bereich anfangen kann, die welt etwas besser zu machen. vielleicht ist so etwas praktischer, als nur täglich neu von der weltrevolution zu schreiben?
mich erinnert das an eine gruppe tierrechtler aus bremen. die haben über monate hinweg, einen mann mit seinem geschäft fertig gemacht. der mann hatte einen laden, wo er fleisch aus artgerechter tierhaltung verkauft. da wurde mehrmals für frische belüftung gesorgt und im wechsel dazu auch mal etwas buttersäure verteilt.
ich kann diese 1 zu 1 gleichsetzung nicht nach voll ziehen. ist der sog. bio fleischer um die ecke, wirklich das selbe, wie eine große kette aus der industriellen massentierhaltung? ist die genossenschaftsbank oder kleine sparkasse um die ecke, wirklich 1 zu 1 das gleiche wie die deutsche bank oder ist die aok gleichzusetzen mit nem versicherungskonzern für privatpatienten?
naja … ich weiß ja nicht. parallelen und ähnlichkeiten, kannste vielleicht überall finden. also ich würde mir nicht den ollen bioschlachterladen ausm kiez auf meinen aktionsradar holen oder wie am 1. mai diesen jahres die fassaden einer volksbank sowie einer sparkasse in neuköln verschönern. mein konto hab ich auch net bei ner großen privatbank, sondern bei den “öffentlich-rechtlichen”. mir ist auch klar, das auch die nicht astrein sind.
menschen wie stefan hammer stehen für eine andere konsumentenkultur. er will uns zu so ner art strategischen konsum anregen. ich würde das auch nicht als entweder-oder-ding begreifen: so politik versus privater konsum. klar kann ich nicht mit meinem wechsel zu einer gls bank, die finanzpolitik von d. beeinflussen. ich verzichte aus billigfliegerei und dann wird morgen mehr nachhaltigkeit wieder zum thema hohoho trotzdem glaube ich an welchselwirkung zwischen politik und konsum.
hast ja recht. trotzdem hat auch der autor recht, das wir alle u.a. über unseren konsum, einfluss auf politik ausüben können. was ich besonders ätzend finde, sind leute mit geld, die aber auf billig stehen. vielleicht ist das auch einfach so, weil politik so schön billig ist und etwas im eigenen leben zu verändern, für viele zu aufwendig ist? politik ist billig und handeln teuer:)) aber grundsätzlich gebe ich dir recht, das vor allem die politik den nährboden dafür legt, warm biofleisch doppelt, dreimal so teuer ist, wie das zeug aus der fleischindustrie (stichwort subventionen).
zum schluss “stumpf ist trumpf 3.0″ von dendemann, weil ich mir mehr jungs wie @ stefan hammer wünsche. http://www.myspace.com/video/vid/103482345 . das es immer mehr von den “spinnern” wie stefan hammer gibt, die sich die verantwortung von den parteien und politikern zurück holen. ich erwarte von “denen” nämlich nichts. das das system die verantwortung trägt?! ja schön und gut, aber eben mir zu bequem. der autor oben appelliert an unsere eigenverantwortung. die eliten in d. haben es verkackt. von denen kann ich nix erwarten. die neuen werte werden von unten kommen.
Eine interessante Perspektive. Man könnte auch sagen, die Occupy-Bewegung ist in Deutschland gescheitert: http://exportabel.wordpress.com/2011/10/26/der-letzte-rest-von-occupy/ Aber wir werden sehen.
Ansonsten ist das Thema des Artikels immer wieder erwähnenswert. Allerdings gebe ich zu, dass ich die vielen kostenfreien Bankautomaten sehr praktisch finde und schon aus dem Grund kein Girokonto bei Volks- oder Raiffeisenbanken haben wollte. Vielleicht sollte man den Kompromiss machen und ein Tagesgeldkonto (sofern man Geld übrig hat) bei einer sozialen Bank anlegen, das Girokonto hingegen bei einer leistungsfähigen.
Und natürlich nicht bei Amazon bestellen, Ehrensache. Was daran naiv ist, erschließt sich mir nicht. Wer das behauptet, für den ist wohl auch “Gutmensch” ein Schimpfwort.
Skylla / Charybdis anyone?
Oder glaubt hier ernsthaft jemand, daß Bol.de (Bertelsmann), Thalia (Douglas Holding), Weltbild (katholische Kirche) etc. “besser” sind als Amazon? Die katholische Kirche hat quasi das Patent aufs Ausquetschen (siehe ASB und wie sie alle heißen), bei Bertelsmann würde ich nicht mal kaufen, wenns alles umsonst gäbe und Thalia hat mich mit dem schlechtesten eBook-reader der Menschheitsgeschichte verprellt…
Wenn möglich sollte man immer beim örtlichen Buchladen bestellen und kaufen – kostet wegen der Buchpreisbindung genau dasselbe wie bei Amazon und Du unterstützt die ortsansässige Wirtschaft und ein inhabergeführtes Kleinunternehmen, statt Jeff Bezos’ Milliardenkonto weiter zu füllen.
Ich denke dass man auf der anderen Seite allerdings auch Amazon nicht vorwerfen kann bestehende Gesetze zu ihrem wirtschaftlichen Vorteil zu nutzen. Als Unternehmen nutzen sie nur die Möglichkeiten welche ihnen unsere “sozialdemokratische” Regierung seinerzeit im vollen Bewusstsein gegeben hat. Wenn einer dafür Verantwortung trägt, dann Rot-Grün und die nachfolgende Kaspertruppe, nicht Amazon.
Und was sagt dir jetzt, daß die Buchhandlung um die Ecke nicht Teil einer Kette ist (Franchising/Tochter-Tochter-Unternehmen/Ich-AG als Tochter) und daß die Buchhandlung vernünftige Löhne und Gehälter zahlt und soziale Verantwortung übernimmt? Steht das draußen dran?
Klar gibt es noch die kleinen Lädchen aber den Buchmarkt haben doch längst Bertelsmann und Douglas und wenige Mitbewerber unter den Nagel gerissen.
Zumindest in Berlin gibt es eine Gegenbewegung: neue kleine Kiezbuchläden, meist von jungen Leuten eröffnet, die Bücher lieben, ob in Friedrichshain, Kreuzkölln, Prenzlauer Berg. Ist aber natürlich in Zusammenhang mit Gentrifizierung nicht unkritisch zu sehen.
hier gibt es sogar noch einen laden für elektrische spielzeugeisenbahnen, und einen quelle-laden gibt es hier auch. das ist echtes kleinbürgertum. bücher, pffft…
Frag doch einfach den Buchhändler bei Dir um die Ecke. Wahrscheinlich gibt es mehr freie Buchhandlungen als vermutet.
Meine Lieblingsbuchhändler zum Beispiel sind seit über 20 Jahren in einem <8000-Städtchen überlebensfähig.
Das ist die Wirklichkeit :-)
Jedem Bürger wird bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit die Verantwortung für die eigenen Handlungen unter die Nase gerieben. Wieso bitteschön soll genau das nun für ein Unternehmen wie amazon nicht gelten? Das leuchtet mir nicht ein. Selbstverständlich ist amazon für die eigenen Handlungen verantwortlich, oder möchtest du hier eine Art § 51 für Unternehmen einführen? ;-)
Verantwortung hat mit dem was man tut, zu tun, nicht damit, ob etwas legal ist, oder nicht. Rotgrün hat gewisse Geschäftspräktiken legal ermöglicht, eine Schweinerei bleiben sie dennoch. Auch wenn zahlreiche Unternehmen sich “verantwortungslos” und “asozial” verhalten, so agieren sie und machen ihren Gewinn sehr wohl innerhalb eines Gemeinwesens, und sind deshalb auch mit dafür verantwortlich. Wie heißt es doch gleich in § 14 des Grundgesetzes über das “Eigentüm”? „Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Grüße
PS: Den Kreis kann man auch weiter ziehen: Viele Geschäfte der Banken/Spekulanten/Finanzmarktteilnehmer waren legal, und führten dennoch in den Abgrund. Sind diese Leute dafür nicht verantwortlich?
Und schon ist man bei Sinn und Zweck der Occupy-Bewegung, und dem, was jeder tun kann … ;-)
@HHarlekin
D’accord! Auch ein solcher Korpus besteht nur aus einzelnen Bürgern, die Entscheidungen treffen und sich damit letztlich selbst ihr eigenes Umfeld schaffen (auch das Wirtschaftsklima).
Nicht umsonst spricht man die letzte Zeit gehäuft von einem Mehr an Wirtschaftsethik (ein weites Feld), die man wohl dringend benötigen würde.
Der Bademeister hat recht! Einen Service, wie die kleinen Buchläden, kann die anonyme Krake Amazon gar nicht leisten.
Der diesjährige Büchereinkauf wg. Weihnachten wird auf jeden Fall von meinem örtlichen Buchhändler abgewickelt, und daran ändert sich nichts. Ich freue mich schon jetzt auf die Fachsimpelei und den kleinen aber echten Cognac dabei.
Glückwunsch, wer noch einen hat – bei uns gibts leider nur noch “Thalia”. Und das ist sehr, sehr schade.:-(
Nur noch Thalia? Wie groß ist die Stadt? Vielleicht doch einen Minibuchladen irgendwo übersehen?
@Barnockel
Nö. Östlicher Stadtrand von HH, an der Grenze zu SH. Um z. B. zu den guten Antiquariaten zu kommen muß ich bis nach Ottensen rein (Die sind allerdings legendär!). Der nächste reguläre Buchladen mit 15 Fahrradminuten IST “Thalia” im hiesigen Stadtzentrum. Wir haben uns schon informiert.
Als wir noch in Altona wohnten wars leichter. ;-)
Grüße
Korrektur: Westlicher Stadtrand muß es natürlich heißen. ;-)
? Man kann sicher nicht erwarten, immer gleich in einem kleinen Geschäft ein passendes Buch vorrätig zu finden. Doch es spricht nichts dagegen, sich das gewünschte online auszusuchen, telefonisch zu bestellen, und es dann im “nichtverketteten” Laden abzuholen. Hmm, OK, es könnte 25 min. Anreise kosten ;-)
Nun gut, das wird den von Thalia substituierten Vollsortimentsbuchhändler nicht zurückhexen, ist aber besser als nichts…
@Frank Schenk
Scheinbar kann man nicht gleichzeitig alles haben … so es dann kollidiert … mit dem Eigeninteresse …
Nu immerhin, so scheint es zu sein, zahlt Thalia noch Löhne. Es ist mir nicht bekannt, man würde sich “sponsern” lassen. Und solange das so ist, kann ich mich in meinem Kaufverhalten für dieses Unternehmen entscheiden (ein Sozial-Logo haben wir noch nicht … über Biosiegel … Fairtrade etc. … und das ist noch fraglich, sind wir bis jetzt nicht hinausgekommen). Bei Amazon (natürlich nicht nur dort) ist dagegen die Praxis bekannt geworden. Wir können nicht immer alles vorher wissen, nur hoffen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Nein, aber man kann drinnen höflich fragen.
Politiker sind doch auch nur Getriebene. Und die Profiteure dieser Politik werden den Teufel tun und ihre Privilegien abschaffen. Schaut Euch nur mal den Grund allen Schuldenübels, unser unbezahlbares und ungerechtes Sozialsystem an!
Und sowas am Nikolaustag, ich fass es nicht. Troll?
Ach nein, ein Versicherungsmakler. ;-)
Würde unser “unbezahlbares und ungerechtes Sozialsystem” über die von
“Kurt Föhrenbach” vertretenen Versicherungen organisiert, fände er das “Sozialsystem” sicher gaaanz gaaanz toll. (*rolleyes*)
PS: Man setze “Finanzindustrie” für “Sozialsystem”, dann kommts der Realität deutlich näher.
Eigentlich hätte ich es erwarten können, dass auch hier polemisch Klischees bedient werden, schade!
Wer hat denn mit den polemischen Klischees angefangen? ;-)
Das Zitat:
kam von keinem der antwortenden Poster.
Inhaltlich ist es außerdem absoluter Unsinn, der von Springer- FAZ- und sonstigen Autoren a la Gersemann, Beise, Müller-Vogg u. Co. wiedergekäut wird, als ernsthafte Debattengrundlage jedoch völlig ungeeignet ist.
Sie müssen davon ausgehen, daß eine Menge der Mitleser sich in der Materie ein wenig auskennen, und bei denen gewinnen Sie mit solchen Provokationen keinen Blumentopf.
Sammy´s Hinweis auf die “Nachdenkseiten” unterstütze
ich in diesem Zusammenhang.
“Für euch werden die Stricke schon geknüpft.
Aus bestem Hanf.”
Mfg
Das ist wirklich der Hammer!
“Unbezahlbares und ungerechtes Sozialsystem” als Grund allen Schuldenübels – dreister geht’s nimmer.
Wenn schon wäre dies der Zinseszins…
@ der Herr Karl
“…mit dummheit, angst und armut macht man immer ein gutes geschäft…”
bettlerbank-norbert
Die Alternative zu unserem “unbezahlbaren Sozialsystem”?
Noch viel “unbezahlbarere” Privatversicherungen.
Wer die Kosten/Nutzen-Rechnung aufmacht z.B. bei Riesterrente vs staatlichem Rentensystem merkt schnell was das für Bauernfängerei ist. Abertausende Euro(!) meines Beitrags gingen in der Riesterrente für Provisionen, Shareholder und PR drauf. Gute Quelle für sachliche Information wie so oft in Finanzfragen: die Nachdenkseiten.de
Nicht nur in den NDS,stand inzwischen auch in FTD, FAS und ZEIT. Der Versicherungsmakler liest wahrscheinlich nur das Handelsblatt.
da muss ich an einen faz text von so zwei wochen denken. überschrift:”….”…Party ohne Rechnung: Die überdimensionierten Wohlfahrtsstaaten sind an der Krise schuld…”
http://faz-community.faz.net/blogs/fazit/archive/2011/11/18/party-ohne-rechnung-die-ueberdimensionierten-wohlfahrtsstaaten-sind-an-der-krise-schuld.aspx mit vielen schlauen grafiken auch. so ihr faulen, fetten säcke hier. gürtel enger schnallen. vorbei die party:))
@ Sammy
ich habe irgend wo mal gehört, das die schuldenquelle nr 1 in den usa, für privathaushalte, die private krankenversicherung, krankheit, behandlungskosten,… ist.
http://www.dangerousminds.net/comments/occupy_wall_street_a_banker_explains_what_really_happened_to_america/
Ach nee, der Rainer Hank, gegen den Marc Beise fast noch als Intellektueller durchgeht (*schüttel*), und der den FAZ-Blog mit seinem Abfall zupinselt, und der auch vor ein paar Wochen den Habermas
anpi…an Habermas sein Wässerchen abschlagen durfte … über Hanks Real-Satiren hab ich schon ein paar mal lauthals gelacht – welch wundersam wolkige Worte weitab weltlichen Wesens, Wirkens, Waltens… ;-)Grüße
@ HHarlekin
über die dauerkrise gibt es wohl in der titanic noch die besten kommentare.
ansonsten sollen sich immer weniger koks leisten können: “…Die Nachfrage nach Kokain könnte nach Einschätzung der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) ihren Zenit überschritten haben. Die Daten in dem am Dienstag vorgelegten Jahresbericht der in Lissabon ansässigen EU-Agentur lassen vermuten, dass der Kokaingebrauch in Dänemark, Spanien, dem Vereinigten Königreich und Irland zurückgeht – also in vier der fünf Länder mit der stärksten Nachfrage….” vielleicht eine erklärung für manch ungewöhnliche beobachtungen im medienbetrieb und bei bankstern? aber ohne witz, ich hab wirklich mal, keine ahnung vor zwei jahren, einen artikel im economist (wie passend) über die unterschiedlichen straßenverkaufspreise von koks, in einigen ausgesuchten metropolen der welt, entdeckt.
@sternburg
Hhhm .. und als ich den las
musste ich gleich an den Film denken, “Zurück in die Zukunft”. Hhhm, ob man sich hat seinerzeit alleine nur solche Produktivitätssteigerungen hat vorstellen können …. oder auch nur unser modernes Geldsystem?
Und der eine sacht so … der andere so …
Denn heute zum Thema werde ich spontan an den Artikel der SZ von gestern erinnert, Überschrift: “Wir leben nicht über unsere Verhältnisse!”
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schuldenkrise-in-europa-wir-leben-nicht-ueber-unsere-verhaeltnisse-1.1226463
Natürlich antwortet darauf nun wiederum der Blog der FAZ, nicht ohne auf den Hinweis zu verzichten, dieser Artikel sei auf seinen Blog bezogen:
http://faz-community.faz.net/blogs/fazit/archive/2011/12/06/diw-chef-gert-wagner-erzaehlt-maerchen.aspx
Wobei der Mann mit den “klugen” Grafiken natürlich vergisst … man kann nicht alles kostenlos haben, wenn man auf Landrückeinkaufstour geht … welchen Buchungsschlüssel man dazu genutzt hat bzw. man hätte nutzen können … lassen wir doch dahingestellt … Aber dass solche Folge-Ausgaben mit dem Grundtenor seiner Ausführungen nicht wirklich etwas zu tun haben, scheint offensichtlich, so ihm eine Aufschlüsselung der Einzelposten nicht sehr entgegen kommt … so bucht er halt schlicht wieder auf das gewählte Konto drauf.
Und wenn man schon auf ökonomische Wertevorstellungen von 1888 verweist …
Jajaja *seufz* … damals war alles besser … da waren die Menschen noch kluge Denker … überblickten gleich alles, auch die Zukunft ….die wussten damals schon, wie der Hase heute im Pfeffer läuft ;)
Das ist auf jeden Fall ein Ansatz. Eben nur denen Geld geben die auch gesllschaftsorientiert damit umgehen.
Dazu gehört aber, das ich mich informiere über meine Profukte, ihre Herkunft. Die Produktionsbedingungen. Die Ziele der Manager.
Das hört sich nach viel arbeit an, ist es aber meist gar nicht so sehr. Dem Internet sei dank !
Wichtig ist sich zu informieren. Sich klar werden über das was in der Welt vor geht. Und dann für sich die grundsätzliche Entscheidung treffen: ich mache mit oder ich empöre mich.
Ich hoffe es es empören sich viele.
Denn Unternehmen haben sehr wohl eine gesellschaftliche Verantwortung. Denn Sie leben von der Gesellschaft. Aktionäre hingegen lassen ihnen gerade so viel das Sie überleben. Wir sollten uns mit Ihnen verbünden !
Mit der heutigen Generation wächst eine Jugend heran, die das gar nicht anders kennt, das alles für normal hält, keine 70er/80er/90er-Jahre kennengelernt hat und liest, dass das alles “alternativlos” ist.
Die am härtesten betroffenen Schichten können kaum ihre Lage erkennen und ihre Forderungen formulieren, befinden sich in der Zange der Grundversorgungserpressung und sind wie paralysiert.
Das 1% jener, die auf der Sonnenseite stehen und dennoch in die Protestbewegung finden, macht noch keinen gesellschaftlichen Widerstand.
Der Artikel ist schön geredet – in aller Doppeldeutigkeit.
@ Herr Liebreiz
himm …. versteh ich den satz richtig, das vor allem menschen aus höheren schichten (gemeint ist aus wirtschaftlich besseren verhältnissen) sich an protetsbewegungen anschließen?
das menschen aus der sog. unterschicht (wirtschaftlich am schwächsten), das prekäre an ihrer situation nicht selber erkennen können? ich beobachte, das die ganz gut wissen, wie sie beschissen werden. ich hoffe nur, das immer mehr dabei erkennen, das armut ein strukturelles und kein kulturelles problem ist. sich nicht auch noch selber die schuld an armut einreden lassen. die grundversorgungserpressung wie du sie nennst, guter begriff übrigens, dient vor allem dazu, das die armutsmassen einigermaßen ruhig gestellt werden, weil sonst explodiert der laden deutschland. aber da soll ja noch weiter gekürzt werden. zu beobachten grade in griechenland und italien, wo über einen weichen putsch, bankster die regierung gleich mal direkt übernommen haben.
http://www.dangerousminds.net/comments/occupy_wall_street_a_banker_explains_what_really_happened_to_america/
ps.: in der zeit unter rot-grün (98-2005) ist die zahl der kinder in armut um 1 mille gestiegen.”…”Wer Schweine erzieht, ist ein produktives, wer Kinder erzieht, ein unproduktives Mitglied der Gesellschaft….” obwohl armut gibt es in d. nicht. wir haben ja arbeitslosengeld 2 / “hartz”4. für einen jugendlichen springen da 3 euro/ tag für alle mahlzeiten und was zu trinken raus. na dann….
Das Konto zu kündigen und das Geld abzuziehen (und dann eventuell bei einer ethischeren Bank zu deponieren) ist meines Erachtens eine gute Idee, wie ich hier am 19. Oktober bereits schrieb, erntete in der Folge jedoch wie üblich nur Hohn und Kopfschütteln.
Dieses Signal würde von den Banken garantiert relativ schnell verstanden!
Jedenfalls hat diese Form von Protest mehr Chancen etwas zu verändern, als ein Boykott von Amazon und ist für jeden Einzelnen eher durchführbar als Mitmarschieren bei einem Protest auf der Strasse (wie der Auor ja auch schreibt).
Da ist der Spiegelfechter höchststelbst meines Wissens aber genau dieser Meinung, dass mit einem kräftigen Wachstum und einigen Korrekturen am System alles wieder gut wird.
Erinnere mich da noch ganz gut an die generalstabsmässig angelegte “Kritik an den Wachstumskritikern”…
Klasse “Amelie”-Grafik!
Ich glaube niemandem gar nichts. Wir leben in einer profitorientierten Gesellschaft, da gibt es nunmal wenige Gutmenschen. Daß jeder etwas tun kann, ist unbestritten. Man könnte z. B. seine eigene Bank gründen, denn nur in dem Fall ist man ganz sicher, daß keine krummen Geschäfte gemacht werden. Und wenn sich die Sparkassen und ähnliche Banken als die Guten profilieren, dann bleibe ich mehr als skeptisch. Sie sind z. B. an den Landesbanken beteiligt und haben zugesehen, wie diese mangels besserer Ideen munter spekuliert haben. Was ich gerade tue, ist folgendes: Ich ziehe überall, wo es geht, mein Geld ab. Natürlich macht man Verluste, wenn man jetzt aus einem Fonds aussteigt. Aber immerhin, man bekommt noch Geld. Und dieses sollte nur in Sachwerte investiert werden. Nur das Geld, was ich aus dem System nehme, ist gutes Geld. Denn es entzieht dem System die Grundlage seiner Existenz.
Ein netter Schüleraufsatz.
Nichts Neues.
Solches kann man seit 40 Jahren jedes Jahr zu allen möglichen Wirtschaftsgebieten lesen.
Der Autor konzentriert sich heute mal auf Banken.
Schön wäre gewesen dann auch gleich mal so 25-30 davon tabellarisch gegenüberzustellen.
Oder wenigstens ein Link auf eine Site die sich tiefergehend damit auseinandersetzt.
http://www.ethische-geld-anlage.de/geldanlage-banken War das schon zu mühsam?
Eine andere Frage: wie bekomme ich Informationen zum Anlageverhalten einer beliebigen Bank?
Natürlich ist es richtig immer mal wieder zu mahnen und zu erinnern. Ein wenig Charisma kann dabei nicht schaden.
OT: Mich beschäftigt seit einigen Tagen die Frage, mit welchem Printmedium ich den Spiegelfechter (heute) am ehesten vergleichen wollte. Die Bunte? Frau im Spiegel?
Verstehe, warum es im Artikel keine Links gibt: Mein zweiter wurde auch vom System geschluckt:
Zwei Links hintereinander geht vielleicht nicht?
[gelöscht]
Ein schöner Artikel dem man als rational denkender Mensch in seiner Grundrichtung (bewusst konsumieren) natürlich zustimmen muss.
Allein: die Occupy-Bewegung hat nach meiner Einschätzung keine große Zukunft. Trotz des schönen Slogans (wir sind 99%) könnten sie froh sein wenn sie 0,1% mobilisieren könnten (in D wären das 80 Tsd). In den USA wird es auch nicht anders aussehen.
Bei aller Sympathie reicht eben “empören” auf dauer nicht aus. Dies könnte nur als “Initialzündung” dienen, das hat jedoch offensichtlich nicht funktioniert. Und zur Jugend: sicher gibt es kritische Jugendliche, die schlechte Zukunftsperspektiven haben (Generation Praktikum)
und gesellschaftlich engagiert sind (aktuell zB “Piraten”). Die Masse der “Jungen” ist aber zufrieden wenn sie sich ein iPhone und iPad leisten können; die “Alten” wenn sie auf ihrem Giga-Flat-Screen “Wer wird Millionär” gucken können. Ein bisserl Theater mit dem sich die Menschen beschäftigen können und gut ist. Das wird sich erst in einer echten Krise ändern. Und dann ist es zu spät (siehe Weimar).
daran wird mit hochdruck gearbeitet.
muss ich an das leben des brian denken:)) “….You know, you come from nothing, you’re going back to nothing. What have you lost? Nothing…!”
http://users.compaqnet.be/songtext/m/monthypython/alwayslookonthebrightsideoflife.htm
ps.:
hab zu denen vor ein paar tagen was im netz gelesen: “…Alternatives Superkomitee in den USA. Sie schaffen das Billionending. Die Occupy-Aktivisten legen ihre Empfehlung zur Haushaltskürzung vor. Militärausgaben sollen um 80 Prozent gekappt, die Steuern für Reiche kräftig angehoben werden. Militärhaushalt um 80 Prozent kürzen. Die Ausgaben für Militär und Sicherheit beziffert die Occupy-Gruppe auf 1 Billion Dollar jährlich. Durch die sofortige Beendung der Kriege und die Schließung einiger ausländischer Militärbasen sollen sie gesenkt werden. “Wenn die USA ihre Militärausgaben um 80 Prozent kürzen”, so die Gruppe, “liegen sie immer noch weit vor den Militärausgaben jedes anderen Landes der Welt.” Durch Infrastrukturmaßnahmen sollen 15 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen. Die Investitionen könnten unter anderem aus dem bisherigen Militärhaushalt kommen….”
http://taz.de/Alternatives-Superkomitee-in-den-USA/!82401/
Die Diskussion geht größtenteils am Thema vorbei, dabei aber in die typische Richtung bei diesem Thema. Statt sich über das Grundsätzliche Gedanken zu machen, verliert man sich in Details.
Grundsätzlich bleibt es so, daß die Meisten auf die “große Lösung” von “irgendwo da draußen” warten; daß ihnen irgendwer sagen möge, was sie (und alle anderen) zu tun haben, damit sich etwas tut. Kaum jemandem ist klar, daß man nicht auf einen offiziellen Startschuss warten muss, damit man etwas verändern kann und niemand möchte so recht einsehen, daß das nicht zuletzt auch mit persönlichem Verzicht verbunden ist.
Wenn ich nicht will, daß mein Geld als Teil der nach irrsinnigen Renditen jagenden Kapitalblase um den Globus rast, dann muss mir klar sein, daß ich dafür eben auch auf große Teile der Zinsen verzichten muss. Aber wenn wesentliche Teile der der Privatkunden zu dieser Erkenntnis kommen, müßten sich die Banken darauf einstellen.
Wenn ich will, daß meine Lebensmittel nach bestimmten Standards hergestellt werden, dann muss ich entsprechende Lebensmittel kaufen. Und wenn genug Menschen so denken und vor allem handeln, werden sich die Produktionsstandards irgendwann ändern. Das wird aber bedeuten, daß wir (anteilig) mehr Geld dafür ausgeben werden und unser Essverhalten ändern müssen (z.B. weniger bzw. seltener Fleisch essen)
Wenn ich die Energiewende will, dann muss ich mir einen Anbieter suchen, der Verträge mit Strom aus regenerativen Quellen anbietet. Gegen Atomkraft zu sein und gleichzeitig Atomstrom zu beziehen, ändert nichts. Und wenn genügend Menschen diesen Schritt gehen, werden die Anbieter ihre Angebote entsprechend ändern müssen, oder es übernehmen wieder regionale Versorger (was aus verschiedenen Gründen ohnehin besser wäre).
Man kann natürlich auch immer nach Gründen suchen, warum es nicht geht. Klar gab es auch bei Genossenschaftsbanken auch Fälle, wo “Berater” ihren Kunden Produkte angedreht haben, die sie vermutlich selbst nicht verstanden haben. Aber grundsätzlich arbeiten diese Banken nicht gewinnorientiert und deshalb unter anderen Prämissen als eine Aktiengesellschaft, die vor allem ihren Anteilseignern verantwortlich ist.
Natürlich können sich (leider zu) viele Menschen nur Lebensmittel vom Discounter leisten. Das ist doch aber für den Rest kein Hindernis. Und natürlich kann mancher den Stromanbieter nicht wechseln, das ist aber nicht die Mehrheit.
Und natürlich wird das alles vermutlich noch nicht reichen. Es ist aber besser als nichts und es sind ja auch nur einige Beispiele.
Weil Du es gerade ansprichst:
Da fällt mir ein: ich (der Schweinehirt’ mit Migrationshintergrund) habe da gerade 11 schlachtreife Bio-Schweine aus echter Freilandhaltung – richtige Schmuckstücke, eine wirkliche Rarität! Die Schatzis sind leider gar nicht leicht zu verkaufen. Die Nachfrage dürfte gerne steigen …
Das sind natürlich beste Voraussetzungen ;-) Druck auf Banken ausüben, indem er sein Geld abzieht, kann nur – wer Geld hat.
Wenn ich mein Konto kündige dann fragt sich meine Bank doch höchstens wofür ich es bisher benötigte.
Wenn ich mein Konto kündige heult meine Bank. Weil ihr der schöne Dispo-Zins flöten geht.
Schuldner sind halt die wirklich System relevanten! BREITES GRINSEN
Gratuliere! Du hast sie in der Hand! ;-)
Hast wirklich recht! Werden sie (die Bank) Dich einfach so gehen lassen? Wär’ besser, Du wärest ein Staat. Freie Republik Sammy.
Ich fürchte, Privatinsolvenz wird bald schwieriger sein als Staatsinsolvenz.
Vermutlich ist es das Beste im entscheidenden Moment mal eben so auf +/- NULL zu sein. Soll ich Dir was leihen? Zinslos, versteht sich – haha – was für ein Scherz!
Sorry, nix für ungut – jetzt bin ich wirklich weg im Heiabett.
So wohlfeil das auch klingen mag, bin ich sicher, die Banken könnten auf alle Kleinkunden verzichten, ohne dass es ihnen schaden würde.
Ich denke, die Banken würden nicht eine derart reaktionäre Strategie fahren, wenn sie nicht gegen solche Schritte aus dem Volk abgesichert wären.
Und das macht die Sache für mich umso gravierender.
Man soll auch nicht vergessen, dass den Banken vor nicht allzu langer Zeit diverse Billiönchen in den Allerwertesten geschoben wurden. Hinzu kommen gekaufte Staatsanleihen und die Kreditvergabe allgemein.
Insofern haben die Banken wesentlich effektivere Waffen in ihren Händen als es die Völker jemals haben könnten, wenn wir mal nur die demokratischen Mittel in Betracht ziehen.
Das mag stimmen. Ich sehe aber nicht, inwiefern das ein Argument gegen einen Wechsel sein soll.
Fehlt nur noch: Der Zins ist an allem schuld.
Dein Messer ist gezückt.
Schnitzt du da gerade an einer Keule?
Bist du nicht dieser FDP-Fuzzie?
Super Idee! Wir wissen ja, dass Diktatoren weltweit vor Boykotten zittern wie vor nichts sonst, und für Firmen ist es noch viel schlimmer. Nach der unfassbaren Katastrophe in der Karibik und der ebenso unfassbaren PR von BP ist die Firma bekanntlich pleite gegangen, alle Aral-Tanke (Aral = BP) sind aus Deutschlands Straßen verschwunden und Ölkonzerne sind heute allgemein ein Vorbild in Umweltschutz, Risikomanagement und Transparenz. Was mit den Bildern dieser Katastrophe gelungen ist, wird uns doch sicher viel besser mit so etwas abstrakten wie der Finanzwirtschaft gelingen …
sicher nicht.
Statt dessen:
Das Internet gibt uns die Möglichkeit, uns unabhängig von der Geografie zu organisieren. Staat braucht heute in den meisten Belangen keine Geografie mehr. Ich könnte einem anderen Staat angehören als mein Nachbar. Ich könnte mich dem Tarif unterwerfen, und Du an einem BGE-System teilhaben. Man könnte seinen Staat, seine Regierung dann *aus*wählen. Heute finden die meisten Menschen diese Idee absurd, aber ich glaube langfristig wird sie nur mit dem massiven Einsatz physischer nationalstaatlicher Gewalt zu verhindern sein. Denn wer sollte uns daran hindern, jetzt gleich ein BGE-Kollektiv auf zu machen? Das ginge schon heute. Man macht das einfach additiv. Unterschiedliche Nationalstaaten zahlen unterschiedliche Grundsicherungen. Das globale BGE-Kollektiv zahlt zusätzlich jeweils soviel, dass alle das gleiche BGE kriegen. Natürlich braucht man dazu zunächst mehr Einsatz, muss mehr von seinem Lohn abgeben (darum ist BGE auch schwerer umzusetzen). Aber wenn man so eine Organisation hat, die immer mehr staatliche Aufgaben übernimmt, und wenn da genug Leute mitmachen … so etwas wäre ziemlich schwer aufzuhalten. Und wenn Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen unterschiedliche Organisationen gründeten, dann könnte man wahrscheinlich in mittlerer Zukunft eine kritische Masse erreichen.
Deinen Blog hab’ ich mir mal “bookmarked”.
Deine Ideen sind deutlich der Zeit voraus. Der Gedanke, territoriale Nationen könnten absurd werden, streifte mich auch schon.
Auch ist es wahr, dass die Franzosen auf die Deutschen nicht mehr so gut zu sprechen sind. Noch üben sie sich in vornehmer Zurückhaltung, doch das Klima war in den letzten 12 Jahren nie so rau wie heute. Das ist für den einzelnen Zuwanderer spürbar.
Ich bin kein Nationalist. Also an Staatszugehörigkeit nicht interessiert. Daher kommt es mir auch nicht in den Sinn die französische Staatsbürgerschaft zu beantragen, wie es Bekannte getan haben. Im Gegenteil reflektierte ich darüber, die deutsche Staatsbürgerschaft aufzugeben (ohne eine andere anzunehmen). Einzig die Unsicherheit über die daraus eventuell resultierenden Einschränkungen hielten mich davon ab.
Deutschland wird im europäischen Ausland zunehmend peinlich. Es kam schon vor, dass das Merkel als (zu deutsch: ***** (also eine sehr abfällige Bezeichnung für das primäre weibliche Geschlechtsmerkmal)) bezeichnet wurde.
Nun ist das deutsch-französische Verhältnis ja vermutlich noch relativ entspannt. Würde mich interessieren, wie in Italien oder Griechenland über Deutschland gedacht und gesprochen wird!
Danke :-) Unsere Technik ist unserer Zeit auch voraus. Ich fürchte unsere Kultur hinkt unserer Zeit massiv hinterher, die Entwicklung ist viel zu schnell geworden. Menschen brauchen Generationen für kulturelle Anpassung …
na ja, so viel zeit zur kulturellen anpassung an das internet hatten sie in deutschland aber nicht. doch geleistet haben sie viel mehr. sie haben sich bereits an dinge angepasst, die es noch gar nicht gibt. kule kacke. und jetzt haben wir flüssige demokratie und ganz anderen buzz.
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vor allem könnte es mehr diskursiv als kursiv sein. ;-)
und ein link wie dieser hier könnte auch mal drin stehen!
Sieht aus als würden am Ende das Artikels, nach dem Namen des Autors, dessen “em” tags korrekt geschlossenen werden, zwei neue aufgemacht von denen mindestens eines nicht mehr geschlossen wird.
Jetzt immer noch kursiv?
Was ist schon ein Bankraub,gegen die Gründung einer Bank ;-)
Mfg
Das ist alles schön und gut, nur übersieht der Autor eines: Der absolute Großteil aller Menschen interessiert sich keinen Deut für diese ganzen Dinge, die hier Tag ein Tag aus auf dem Spiegelfechter oder sonst wo besprochen werden. Diese Menschen sind keine Idealisten und wollen/können von sich aus nichts ändern. Die einzigen beiden Möglichkeiten die man hat um diese Menschen zu bewegen sind a) TINA/Zwang und b) ausgesprochen hohe wirtschaftliche/materielle Vorteile. Als unorganisierte Minderheit wird man nie was bewegen können, gerade hier nicht.
Beispiele:
Wieso soll ich auf amazon verzichten? Die machen nichts illegales und haben ein super gutes günstiges Angebot und sehr schnelle Lieferzeiten.
Warum soll ich zu einer „ethischen“ Bank wechseln? Bei meiner aktuellen Bank habe ich viel mehr Automaten und Filialen zur Verfügung.
Weshalb solle ich nicht bei Aldi/Lidl kaufen? Die Sachen sind günstig und gut und ich brauche das so gesparte Geld für andere Dinge.
Etc.
Wie wäre es mit der Gründung einer Sozialbörse?
” Eigentlich ist es völlig banal, aber vielen Leuten scheint es einfach nicht klar zu sein. Genau so, wie mich niemand zwingt, meinen Strom von einem Konzern zu beziehen, der Atomkraftwerke betreibt, genau so zwingt mich niemand dazu, Geldgeschäfte mit einer Bank zu machen, die Zockereien betreibt, sich an Spekulationen mit Nahrungsmitteln beteiligt, Waffengeschäfte finanziert oder an Staatspleiten mitverdient. Wenn mir das nicht passt und nicht völlig egal ist, dann sollte ich es einfach ändern. ”
Vollkommen richtig, die Sache hat allerdings einen grundsätzlichen Haken !
Irgendwer zwingt mich bei Job-Antritt meine Kontonummer anzugeben, damit das von mir erarbeitete Geld dort landet. Früher bekam man eine LOHNTÜTE in die Hand, in der mein Geld war und fröhlich ging ich einkaufen – allerdings – die Bank bekam mein Geld nicht zu
Gesicht, außer ich tat es auf`s Sparbuch oder Konto .
- und jetzt ? …. bekomme ich mein Geld gar nicht zu sehen (ist es eigentlich da? )…
auf meinem Papier, Gehaltszettel, steht, daß es da wäre, auf meinem Kontoauszug steht
auch, daß es da ist und auf dem Kontoauszug steht ebenfalls, wieviel Gebühren die Bank nimmt – für MEIN Geld !
… und da liegt der Hase im Pfeffer !
…Alle sind der Überzeugung: ” Das ist halt nunmal so…. ”
…und hier entfällt jede Diskussion – oder ???
Immer dieses Gerede von der “grenzenlosen Gewinnmaximierung”. Ich will jetzt endlich mal irgendwas Konkretes hören zur Profitgier. Ab exakt wieviel Prozent sind ein Zins oder eine Rendite nicht mehr der Inbegriff wirtschaftlicher Rationalität sondern infame Gier?
1%?
5%
10%?
100%?
…
irgendwas dazwischen?
Bitte mal nicht nur rumlabern, sondern ENDLICH mal eine konkrete Zahl nennen.
7 (in Worten SIEBEN)
Es geht im Artikel doch gar nicht um die Höhe eines Zinses, sondern darum, woraus der Gewinn generiert wird.
Ich glaube allerdings nicht, dass Finanzgeschäfte und Moral jemals unter einen Hut zu bringen sein werden.
Ein Finanzier (Geldverleiher) lebt IMMER von der Leistung Anderer.
Trotzdem – schön, dass es einige Banken (Vier oder Fünf von wie vielen?) mit Anstand versuchen.
Von wessen Leistung lebt der, der sich Geld leiht?
“Fehlt nur noch: Der Zins ist an allem schuld.”
(Bastian (Kamikaze) Himberger)
Wer hat Lust den Köder zu schlucken?
Ich bau’ das gerne noch ein wenig aus:
Die Geldverleiher sind derzeit daran, die erwirtschaftete Leistung europäischer Staaten der letzten Jahrzehnte abzusaugen.
Was übrig bleibt, sind nicht nur zerstörte Wirtschaften, es sind zerstörte Nationen.
Danach werden auch die Geldverleiher bemerken, dass man Geld nicht essen kann. Sie werden dann die verbrannte Erde bewirtschaften müssen, natürlich mit Hilfe anderer – denn sie können ja selbst nichts, um -vielleicht- ,irgendwie, das nackte Leben zu retten.
@ alter Sack
wohl ein anti europäer alter sack, watt:)) ein herr beise (“Wer die Banken rettet, rettet Europa”) von der sz ist da ganz anderer meinung. vor dem schlafengehen noch etwas zu lachen haben? dann http://www.sueddeutsche.de/geld/auswege-aus-der-schuldenkrise-wer-die-banken-rettet-rettet-europa-1.1172413 . liebst du dein land? liebst du europa? dann steh auf und hilft mit, rettet die banken! :))
@ sternburg
Ja, schon lustig, bittersüß.
“ein neuer Stresstest muss Klarheit schaffen”
Diese Stresstests sind übelsten Falles, so sie denn als ‘bestanden’ gelten dürfen, die Absolution für bisheriges Fehlverhalten; doch leider kein Anstoss für die Geldverleiher zum Umdenken.
Na klar, das ist ja auch nicht gewollt – läuft doch alles bestens mit der Umverteilung.
jupp. da gibt es schon einige die das auch so sehen und bei dem potential was die weltbevölkerung so hergibt… wauuu 7 milliarden sklaven?
und um es mal schön pathologisch zu machen:)) “…Destruktive Dynamik im Handelsraum. Im Rahmen einer Arbeit an der Uni St. Gallen ist das Verhalten von professionellen Händlern untersucht und mit dem von diagnostizierten Psychopathen verglichen worden. Die Resultate sind beunruhigend….”
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/destruktive_dynamik_im_handelsraum_1.12641170.html
oder
“…Stresstests für koksende Banker. Wer ist schuld an den Finanzturbulenzen? Auch berauschte Börsenmakler spielten eine Rolle, meint ein Staatssekretär der italienischen Regierung. Und lanciert eine Debatte um Drogentests für Aktienhändler….”
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Stresstests-fuer-koksende-Banker/story/15142374
ich musste mir bisher noch nie geld von einer bank leihen. darauf bin ich nicht stolz, weil es nicht leistungsbegründet ist, sondern ich einfach glück hatte/habe. ich kaufe nix über ratenzahlung, sondern ich zahle es bar. entweder spare ich für das was ich haben will oder ich kann es in dem moment auch bezahlen.
aber zu deiner leistungsbilanz. wie ausgeglichen die ist. ein beispiel mit einem freund von mir: arbeiterhaushalt. vater bahnarbeiter, mutter hausfrau. sechs geschwister. seine eltern sterben. kurz nacheinander. er leiht sich bei einer bank geld. für eine “anständige” beerdigung seiner eltern und um zwei seiner geschwister, nebst angeheiratetem anhang aus kuba, die rückkehr nach deutschland zu ermöglichen. der kredit dient also nicht, um eigene z.b. konsumwünsche zu erfüllen. die summe, die er ausgezahlt bekommt, muss er zurückzahlen plus den selben betrag an gebühren und zinsen. also das doppelte. irgend eine lebensversicherung wurde da noch praktischerweise von seiten der bank mit verkauft und in das ganze fianzkonstruckt eingerechnet. er muss der bank den doppelten betrag zurück zahlen! wau… not bad! nice business. leider kannte er mich damals noch nicht. er lebt in einer ein zimmer wohnung. schichtarbeiter (3schichten). zahlt immer schön den kredit ab. als ich sagte, er solle privatinsolvenz machen, dann hat er nach sieben jahren seine freiheit wieder und lebt in der zeit auch nicht anders wie jetzt, meint er, man muss doch schulden zurückzahlen. himm… so sieht es auch aus. mit der leistung, die banken so erbringen.
http://www.youtube.com/watch?v=jdCrPb2ccNM&feature=related .
“ich musste mir bisher noch nie geld von einer bank leihen. darauf bin ich nicht stolz, weil es nicht leistungsbegründet ist, sondern ich einfach glück hatte/habe. ich kaufe nix über ratenzahlung, sondern ich zahle es bar. entweder spare ich für das was ich haben will oder ich kann es in dem moment auch bezahlen.”
Für einen Konsumenten ist das eine gute Entscheidung.
Für einen Kapitalisten/Unternehmer (Produzent von Kapital) wäre das der Untergang.
Der Schuldner muß sowohl die Tilgungsraten als auch den Zins erwirtschaften und an den Gläubiger abführen. Ein klassischer Schuldner lebt somit von seiner eigenen Arbeitsleistung.
Fragen die die Welt nicht braucht. So sinnstiftend wie die Farbe der Unterhose von Maria Theresia von Österreich.
wenn ich mich recht erinnere, war die antwort auf alle fragen 48.
Wenn ich mich recht erinnere war die Antwort auf die Troll-Fragen aller Trolle 42.
Wollja! Und wers nicht glaubt, kanns ja im Restaurant am Ende des Universums nachprüfen. Da gibts auch Fisch … ;-)
Grüße (auch von Marvin)
Mit der Habgier ist es wie mit einer Drogensucht. Ab dem Punkt, wo die Habsucht destruktiv wird, (also typischerweise zerstört der Süchtige sich und seine Umwelt) liegt ein Kontrollverlust vor.
Deine Frage nach einem bestimmten Prozentsatz ist also letztlich ähnlich der Frage: Ab wieviel Flaschen Bier pro Tag ist man Alkoholiker? Das kann man vielleicht erforschen. Aber Festlegungen wirken hier wohl eher ziemlich beliebig, da es immer Rahmenparamter gibt, die die verkraftbare Menge beeinflussen. (beispielsweise Körpergewicht, Geschlecht etc.).
Prösterchen!
Dies ist eine sehr gute Idee; beispielsweise lehne ich die Geschäftspolitik der Deutschen Rentenversicherung ab und möchte mein Geld lieber selber sparen; kann ich aufhören, mit denen Geschäfte zu machen? Auch halte ich den Betriebsrat auf meiner Arbeitsstelle für bestenfalls überflüssig, meinen Arbeitsvertrag kann ich besser alleine aushandeln; darf ich auch aufhören, diese Leute mit zu ernähren und unter deren Entscheidungen zu fallen? Und die öffentlich-rechtlosen Sender gehen mir so sehr auf den Keks, dass ich sie seit Jahren weder sehe noch anhöre; was passiert, wenn ich die Zahlungen an die einstelle? Von den Staatsschulen, die ich zwangsfinanzieren muss, will ich gar nicht erst reden. Die Zahlungen an die kann ich einfach boykottieren?
Übrigens: Ich dachte immer, der Atomausstieg kam aus Sorge vor 12-Meter-Tsunamis, die ja an der deutschen Küste alle paar Jahrzente auf Erdbeben der Stärke 9 folgen und auf die unsere AKWs nicht vorbereitet sind.
@ jpj
Gute Idee. Die gesetzliche Rentenversicherung verwendet unter 2 % für Verwaltungskosten, die Privaten gerne 10 – 20 % für Verwaltung und Provisionen. Du bist ein wahrlich kühler Rechner. ;-)
DU ernährst deinen Betriebsrat? Interessant. Ein gewählter Betriebsrat hat seinen Arbeitsplatz genau wie du und verdient seine Kohle genau wie du.
Lohn/Gehalt bezieht er dafür vom Arbeitgeber genau wie du. Gibts z. B. Betriebsrats-Pflichten zu erfüllen, wird er für diese Zeit freigestellt. Ab einer gewissen Betriebsgröße ist ein Betriebsratsmitglied in Vollzeit “freigestellt”, und auch dann bekommt er sein Geld vom Arbeitgeber. Du bist ein echter Kenner der Materie. ;-)
Und deinen Lohn kannst du viel besser selbst aushandeln? Da mußt du dich ja von den Mindest-Bedingungen in Tarifverträgen, die dir eine gewisse Lohnhöhe garantieren, von Arbeitszeit- und sonstigen Arbeitnehmer-Schutzvorschriften übelst gegängelt fühlen. ;-)
Diesen Quark kannst du unmöglich ernst meinen?
Wie wärs: Wandere aus in die USA, und lasse dort eine Homestory fürs Fake-TV auf RTL2 drehen, und beglücke uns “Zurückgebliebene” mit deinem Bericht, der uns zeigt, wie toll das Leben in der “freiesten” aller Welten ist… ;-)
Aber sei gewarnt: In den USA gibts etwas, was es hier nicht gibt: Einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn. Der wird dich schon wieder hindern, für 1 Dollar die Stunde zu arbeiten. Gängelung allüberall… ;-)
Grüße und gute Reise
PS: Wenn du mit “Betriebsrat ernähren” ausdrücken wolltest, daß du im öffentlichen Dienst arbeitest, dann stimmts sogar: Du finanzierst deinen “Betriebsrat” aka “Personalrat” aus deinen Steuerzahlungen mit. Nur bedeutet das, daß jemand wie ICH auch DICH aus seinen Steuerzahlungen mitfinanziert, und das gefällt mir nicht, schon garnicht bei jemandem, der so denkt wie du. Aber ich akzeptiere es. So ist das eben in einer solidarischen, arbeitsteiligen Gemeinschaft.
Schonmal darüber nachgedacht?
“Journey into a Libertarian Future” in 6 Teilen
http://www.nakedcapitalism.com/2011/11/journey-into-a-libertarian-future-part-i-%E2%80%93the-vision.html
http://www.nakedcapitalism.com/2011/11/journey-into-a-libertarian-future-part-ii-%E2%80%93-the-strategy.html
http://www.nakedcapitalism.com/2011/12/journey-into-a-libertarian-future-part-iii-%E2%80%93-regulation.html
http://www.nakedcapitalism.com/2011/12/journey-into-a-libertarian-future-part-iv-%E2%80%93-the-journey-into-a-libertarian-past.html
http://www.nakedcapitalism.com/2011/12/journey-into-a-libertarian-future-part-v-%E2%80%93-dark-realities.html
http://www.nakedcapitalism.com/2011/12/journey-into-a-libertarian-future-part-vi-%E2%80%93-certainty.html
ich glaube, dazu kann man interessante neuigkeiten von us-amerikanischen pensionären einholen. die dürfen ja jetzt wieder an der arbeitswelt teilhaben, nach dem ihre u.a. in aktien u.ä. angelegte alterabsicherung futsch ist.
zur umlagengedeckten rente hier volker pispers: http://www.youtube.com/watch?v=Ak2fLx4FXYM .
Da steht jemand exemplarisch für das Ende der aufgeklärten Zeit. Gut Junge! Ich lehne dein Geschäftsmodell ab. Es reicht mir schon, dass ich weiss, dass ich Typen wie dich im Alter in Massen werde durchfüttern müssen, weil die eher auf das Geschäftsmodell Privatrente oder Geld unter der Bettdecke gesetzt haben. Es ist nicht zu fassen, aber so kannste wirklich keinen Krieg mehr gewinnen. Zum Thema betriebliche Mitbestimmung? Mir fehlen die Worte.
Na, ich denke eher, dass “jpj” ein müder Trollversuch war. Kein Vergleich mit kompetenten Supertrollen wie “AOL-Fan” oder unserem norwegischen “Analyst”. Die hatten noch Klasse – dieser jpj-Versuch ist wohl eher der Provokationsversuch eines Dreijährigen.
flasches forum!
Nicht ganz – hier sind ‘ne Menge Heise-Vergraulte aufgeschlagen :-).
echt? ich hätte die für klüger (achtung pauschalvorurteil!) gehalten.
An diesem Ort möchte ich als mittlerweile in Rente lebender selbständiger Inhaber eines Produktionsbetriebes ein paar vielleicht vergessene Fakten nachtragen:
die von Bismarck eingeführte Rentenversicherung treibt keine Geschäftspolitik. Die ausgezahlten Renten werden im Umlageverfahren von den jetzt arbeitenden künftigen Rentnern erhoben. Der dabei anfallende Verwaltungsaufwand beträgt meines Wissens 5% und wird aus den erhobenen Beiträgen finanziert. Das scheint mir mäßig, die Versicherungswirtschaft arbeitet, wiederum vom Hörensagen, mit einem Aufwand von 30%. Dem wäre noch der Gewinn der Aktionäre hinzuzufügen, der ebenfalls nicht dem “Leistungsempfänger” zugute kommt. Aber Sie wollten sich ja nicht versichern, sondern sparen. Was können Sie denn so sparen, um in 20, 30 Jahren weitere 20 Jahre davon leben zu können? 1000 oder 2000 Euro im Monat? Ich kann Ihnen verraten, das wird nicht reichen. Und selbstverständlich können Sie Ihren Arbeitsvertrag ohne Betriebsrat aushandeln, der Ackermann kann das auch. Ich persönlich habe mit niemandem, der bei mir beschäftigt war, einen Arbeitsvertrag ausgehandelt. Ich habe auf der Basis des Tarifvertrages eingestellt. In den Windmaschinenbranchen (damit sind nicht die Windgenatorenerzeuger gemeint) wird anders verfahren, denn niemand ist so leicht auszunehmen, wie diese endlos von sich eingenommenen X-manager, die gegenwärtig zu haben sind. Darüberhinaus entnehme ich Ihrem Beitrag, daß Sie eigene Schulen, vielleicht sogar Hochschulen, unterhalten wollen. Dann werden Ihnen Sicherheitskräfte, Straßen und dergleichen sicher auch nicht schwerfallen.
Zu den Fernsehsendern, die wie ich höre, mehrheitlich privat organisiert sind, kann ich mich nicht äußern, weil ich kein Empfangsgerät für derlei Dienste besitze. Es wäre ohnehin das Letzte was ich benötige.
Mit freundlichen Grüßen
Ernst Meist
Chapeau !
Oh, der gute alte Martin….
@ Ernst Meist
Guter Beitrag, danke. Zu den Verwaltungskosten der Rentenversicherung erlaube ich mir aber eine kleine Korrektur: Sie liegen nicht nur bei “nur” 5%, was schon ein drastisch niedrigerer Anteil gegenüber privaten Versicherern wäre , wie Sie richtigerweise schreiben, sondern sogar noch erheblich niedriger, nämlich
(Zitat):
Quelle: Deutsche Rentenversicherung
Also nochmal für alle zum mitschreiben:
Es gibt kein besseres und billigeres (!) Rentensystem als die im Umlageverfahren finanzierte Rentenversicherung!
Und das wird sie auch bleiben, wenn sie nicht – um es mit Albrecht Müller zu sagen – auf politischem Wege zerstört wird.
Informationsmaterial hierüber bieten die Nachdenkseiten in Hülle und Fülle!
Grüße
Schon der “Vergleich zweiter Spiele” drängte mir den Gedanken auf, dass einige Blogs sich im Bezug auf ihre Themen absprechen:
Überlebenschancen des Spielers
Zu diesem Artikel hier passt auch schon wieder ein anderer:
ad sinistram
Süße Träume!
Ergänzung: es verdichtet sich (über fefe)
Der Krieg der Banken gegen das Volk
weniger demokratie tut pleitestaaten gut
http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:europa-in-der-krise-melvyn-krauss-weniger-demokratie-tut-pleitestaaten-gut/60129358.html
und krieg kann da eben auch eine lösung sein.
http://www.forbes.com/sites/timworstall/2011/10/26/the-real-greek-solution-a-military-coup/
“…Shocking Forbes Article: What Greece Really Needs is a Military Coup…”
vorerst als scherz. witze dürfen die damen und herren doch machen.
“Mit der heutigen Jugend wächst eine Generation heran, die die Zeit des Wirtschaftswunders nur noch vom Hörensagen kennt und für die das System noch nie funktioniert hat. Die wird sich nicht mit ein paar kleinen Steuergeschenken und der Hoffnung darauf dass mit dem nächsten Aufschwung alles gut wird,
zufrieden geben.”
Ich denke, auf diese Hoffnung kan man nicht unbedingt bauen. Ich arbeite seit Jahren in Thüringen mit erwachsenen jungen Menschen und erlebe in den letzten 15 Jahren die Tendenz, dass sie statt zu hinterfragen und aufzubegehren sich an die geforderte “Flexilibität” und den Wettbewerb dermaßen “anpassen”, dass sie das medial verbreitete “sozialdarwinistische” Menschenbild mehrheitlich assimilieren. Zusammenhänge herstellen, Geschichte verstehen und daraus Schlüsse für heute ziehen (wollen/können) ? Aber sowas von Fehlanzeige! Sie erwarten überhaupt keine Steuergeschenke oder einen Aufschwung (von außen). Sie glauben, dass sie, wenn sie nur strebsam und “hart (Der Zweck heiligt die Mittel) genug gegen sich und den Mitstreiter (sprich: Wettbewerbsgegner) sind, recht viel vom Kuchen des Erfolges abbekommen und dann zu “den Starken” gehören können. Das ist das einzige der falschen “Versprechungen”, an das sie glauben, erst recht, wenn sie einen, wie sagt “man” so schön?, “bildungsfernen” (= sozial schwachen) Hintergrund haben. Das ist das eine Extrem, das andere wäre die völlige Resignation. Dazwischen bewegen sich nur wenige. Eine Jugend, die den “Segen” einer funktionierenden sozialen Marktwirtschaft nicht selber kennengelernt hat, wächst doch trotzdem nicht in einem “luftleeren” Raum auf, sondern ist verbunden mit der Biografie der Eltern, ausgesetzt einer unsäglichen Medienkampagne. Wenn die Eltern selbst nicht bewusst reflektieren (können), in welcher Form sich die Gesellschaft und warum verändert hat, woran soll eine Jugend denn glauben? In den neuen Bundesländern ist ein Großteil der Menschen regelrecht entwurzelt. Sozial. – was ist/war das? Jeder ist sich doch selbst der Nächste. Warum soll gerade ich den Ast absägen, auf dem ich selber sitze? Und wenns eben der Arbeitgeber (vielleicht Amazon?) ist, bei dem ich einen Job ergattert habe. Soll ich dem etwa ans Bein pissen? Warten doch genug andere auf ihre Chance. In den alten Bundesländern versucht man vielleicht krampfhaft (daran) festzuhalten, was noch übrig ist. “Feinde” und “Schuldige” am persönlichen Dilemma, die zu bekämpfen sind, werden doch zuhauf und frei Haus “geliefert”. So gut gemeint und richtig die persönlichen Konsequenzen im Artikel auch sein mögen, an der Realität der Menschen gehen sie m. E. doch knapp vorbei und gründen sich darüber hinaus auf ein noch intaktes Zusammenspiel zwischen Verbraucher und Markt, das so längst nicht mehr funktioniert. Und nun mal ganz persönlich. Es gibt gar vieles, was ich “besser” machen möchte: nur noch Bio kaufen, auf mein Auto verzichten oder auf Elektro umsteigen, in ein aus Naturstoffen erbautes Haus (Wohnung) mit Energiekreislauf (erneuerbar) ziehen, bei der Genossenschaftsbank bleiben (die für jede Kleinigkeit extra abkassiert, u.a weil ich eben nicht zu den begüterten Kunden gehöre), nicht mehr im Supermarkt einkaufen usw. Wenn ICH aber MEINEN Haushalt ausgeglichen gestalten möchte, tut mir leid, kann ich mir einiges einfach nicht leisten. Ach ja, ich würde auch gerne voll arbeiten… dann, ja dann… :)
Zweierlei fällt mir auf: Die Diskussionen hier zeigen ja durchaus, dass es (zum Glück!) einige Menschen gibt, die sich dem Gedanken der Aufklärung verpflichtet fühlen und hinterfragen und Lösungen für diese desolate gesellschaftliche Situation suchen, aber erstens orientieren sich die Lösungen nach wie vor an alten “Mustern”, sowas wie Visionen scheint es nicht nur bei unseren Politikern nicht (mehr) zu geben. Ich selber habe ja auch keine, außer der Tatsache, dass ich mich einer linken (und damit meine ich nicht SPD u. GRÜNE, die es meiner Meinung nach nicht mehr richten können) Idee nahe fühle, die etwas mit sozial und solidarisch zu tun hat. Aber da der Sozialismus ja … ach – würde jetzt zu weit führen. Zweitens: Was ich befürchte: Auch wenn wir diskutieren noch und nöcher, solange für einen Großteil(!) der Bevölkerung der Leidensdruck nicht so groß ist, dass dieser Großteil einfach nicht mehr so weiter leben kann (und erst damit auch will) und damit die Spaltung und Entsolidarisierung der Gesellschaft überwunden wird, erst dann wird sich etwas bewegen. Kaum zu glauben, dass das gewaltfrei geschehen wird und überhaupt nicht gesagt, dass es danach “besser” wird.
Wer schön, wenn mich jetzt mal jemand “aufbauen” könnte. ;-)
Was du sagst hab ich in Konsequenz fast wortgetreu von anderen gehört. “Ich habe keine Lösung, aber deine taugt auch nichts.”
Auf andere zu zeigen ist niemals einen Option für einen selbst, selbst wenn die Welt zugrunde geht und man nur zu dem 1% gehört, das einen anderen Weg eingeschlagen hat. Dann ist es das wert. Und darum geht es. Jeder muss für sich entscheiden, nicht für andere. Das Leben ist endlich. Und darin liegt die Wahrheit. Das ist weder akademisch gemeint, noch ist es nur rational, aber es ist eben auch rational.
Außerdem verstehe ich nicht, warum man immer noch versucht Deutschland als unabhängige Einheit zu begreifen, Sparkasse, Deutsche Bank, Volksbank usw. Es gibt auch noch viele andere Länder und Nationen, die aber spielen anscheinend keine Rolle bei den eigenen übergreifenden Erwägungen. Das ist doch eng.
“Ich habe keine Lösung, aber deine taugt auch nichts.”
Wenn das mein Quintessenz gewesen wäre, hätte ich das so geschrieben und nicht einen Satz mehr.
“Auf andere zu zeigen ist niemals einen Option”
Richtig. Habe ich aber auch nicht gemacht. Oder bedeutet Auseinandersetzung mit einigen Positionen im Artikel in deinen Augen bereits Schuldzuweisung? Was ich geschrieben habe, bedeutet auch ganz und gar nicht, dass ich den “Aufruf” des Autors, dass jeder bei sich anfangen sollte, nicht als richtig (auch für mich) empfinde. War auch überhaupt nicht mein Thema, sondern, dass ich in gewisser Hinsicht (leider) die Hoffnung des Autors nicht teile, dass seine Vorschläge und das Bauen auf die Jugend DIE LÖSUNG sein könnte, weil ich eine andere Realität erlebe.
“selbst wenn die Welt zugrunde geht und man nur zu dem 1% gehört, das einen anderen Weg eingeschlagen hat. Dann ist es das wert.”
Wunderst du dich jetzt, dass du mich davon nicht überzeugen musst? Auch nicht davon, dass wir über den Tellerrand Deutschland schauen müssten.
nach den Katastrophen von BP und Tepco kann man schon ins zweifeln kommen (als Öko).
Selbstverantwortung ist wichtig, aber kein politischer Weg der zu einem Ziel führt.
Selbstverantwortung ist natürlich wichtig, “bedient” aber in erster Linie das eigene Gewissen. Manchmal gar nicht so einfach, wenn man dann nicht selten als idealistischer Spinner bezeichnet wird, so man eben nicht jede Situation für den eigenen Vorteil (auf Kosten anderer) ausnutzt und Missgunst nicht generell zur eigenen Lebensmaxime erhebt. Am System ändert man, so auch meine Meinung, eher wenig. Aber wie soll der politische Weg zum Ziel aussehen? Arbeitskampf war sicher ein guter Weg, aber ich kenne z.B. einen Gewerkschaftsvorsitzenden, der mir in einem Gespräch deutlich gemacht hat, dass Verhandlungen zu Gunsten der Gewerkschaftsmitglieder mit den Arbeitgebern nur dann erfolgreich sind, wenn es den Arbeitgeber nichts kostet. Die Gewerkschaft propagiert und praktiziert dann lieber das Solidaritätsprinzip unter den Arbeitnehmern, damit es nicht zu Entlassungen kommt. Heißt dann: alle weniger, damit die Arbeit bleibt. Das ist vielleicht nur eine Einzelbeispiel, aber ich bin der Meinung, dass der Einfluss und die Möglichkeiten der Gewerkschaften nicht mehr allzu groß sind.
“Aber wie soll der politische Weg zum Ziel aussehen?”
Wege gibt es viele, da gibt es bestimmt noch viel zu debattieren. Aber vorher müßte man sich Gedanken über das zu erreichende Ziel machen. Eine Anregung dazu könnte dieses kleine Programm sein: http://www.trend.infopartisan.net/trd0911/t610911.html
Das einzige was ich hier in diesem Blog bisher dazu mitbekommen habe ist, das Jens wieder zurück in die 70′iger Jahre will mit der Hoffnung das es dann wieder Berg aufgeht.
“Arbeitskampf war sicher ein guter Weg, aber ich kenne z.B. einen Gewerkschaftsvorsitzenden, der mir in einem Gespräch deutlich gemacht hat, dass Verhandlungen zu Gunsten der Gewerkschaftsmitglieder mit den Arbeitgebern nur dann erfolgreich sind, wenn es den Arbeitgeber nichts kostet.”
Das ist sicherlich mit einer der Gründe warum die Anzahl wilder Streiks immer weiter zu nimmt.
Danke für den Link. Interessantes Programm, das sich doch sehr anlehnt an die ursprüngliche Idee des Sozialismus/Kommunismus mit schon ganz konkreten dem jetzigen gesellschaftlichen Zustand geschuldetetn Forderungen Denn enttäuscht sind ja viele nicht so sehr von der kommunistischen Idee,, sondern von der Umsetzung. Und genau da könnte meiner Meinung nach auch das Problem liegen. will man eine Gesellschaft gestalten, an der alle beteiligt sind und sich verantwortlich zeigen. Denn auch im ehemals real existenten sozialistischen Staat baute man auf ein gesellschaftliches Bewusstsein, das sich letztendlich aber so nie entwickelt hat. Warum eigentlich nicht? Lag es tatsächlich an der politischen Elite, die diktatorisch an den Realitäten der Menschen vorbei regierte, das Volk mit schön klingenden zu Floskeln verkommenen Parolen wie ALLES FÜR DAS VOLK, SOLIDARITÄT, FRIEDEN abspeiste, während sie sich selbst bediente (im Vergleich zu heute regelrecht lächerlich, was die Dimensionen angeht)? Als die Menschen der DDR mit dem Slogan “WIR SIND DAS VOLK” auf die Straßen gingen, war das echte Demokratie, die eingefordert wurde, ein sog. demokratischer Sozialismus wurde diskutiert. Sehr schnell wurde daraus “WIR SIND EIN VOLK”. Wer Demokratie und Freiheit “geschenkt” bekommt, muss schließlich nicht mehr dafür kämpfen? Oder war es die Aussicht auf die harte D-Mark? Oder beides? Ich habe Ende der 80er ein Theaterstück mit dem schönen Titel “Diktatur des Gewissens” (Michail Schatrow) gesehen, in dem der Mechanismus beschrieben wurde, wie es dazu kommen kann, dass von den Idealen der Französischen Revolution beseelte Revolutionäre zu selbstverliebten Despoten werden, die keinerlei Bezug mehr zu ihrem Volk haben. Der Schlüssel ist tatsächlich die Macht, an der alle aus dem Umfeld des charismatischen “Anführers” partizipieren wollen – das bekannte Spiel: Buckeln nach oben und Treten nach unten. Das eine bedingt das andere. Da wird gelogen, geschmeichelt, schön geredet, intrigiert, damit man dem “Chef” gefällt und auch ja nicht seine Gunst verliert und die damit verbundene eigene Macht erhalten und ausbauen kann. Oder glaubst du, dass es solche Menschen, die sich an die Spitze stellen, nicht braucht? Ich denke, schwieriger als ein für viele akzeptables und wünschenswertes Ziel/Programm zu formulieren, ist die Frage, wie man es erreichen kann und wie man so viele Menschen dafür motiviern kann, dass das Ziel keine Utopie bleibt. Wo kann man darüber diskutieren?
Seit dem scheitern der russischen Revolution befindet sich die kommunistische Bewegung in einer Krise. Mit dem scheitern meine ich nicht den Rücktritt der Partei sondern die Tatsache das die Revolution keines ihrer gegebenen Versprechen eingelöst hat.
Die traditionellen Kommunisten machen trotzdem weiter wie bisher und schwafeln von der Diktatur des Proletariats. Ein anderer Teil der Leute ist auf der Suche nach anderen Wegen. Ein Gedankenaustausch dazu gibt es unter anderem in dem Marx-Forum: http://www.marx-forum.de/diskussion/forum.php
@minimax
Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass noch nie eine Revolution denen die eingeforderten Ergebnisse/Veränderungen gebracht hat, die als erste auf die Barrikaden gingen, um ihre Situation zu verbessern. Der Nutznießer war am Ende immer eine andere Gruppe.
Ich kann hier nicht mit einem Link dienen, empfehle aber die beiden Sachbücher von Robert Menasse “Permanente Revolution der Begriffe. Vorträge zur Kritik der Ab[!]klärung” (in dem er sich u.a. mit den Begriffen Arbeit, Demokratie, Kapitalismusreligion und Demokratie und deren Umdeutungen auseinandersetzt, auch tolle Auseinandersetzung mit und Analyse der EU als poltisches System) und “Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung. Frankfurter Poetikvorlesungen” (Hier geht es u.a. um die Gegenüberstellung von Pragmatik und Idealismus, wobei Menasse individuelles Engagemant vermisst und einfordert. Er schreibt: “Deshalb ist zwar leicht nachzuvollziehen, aber schwer zu erklären und noch schwerer zu verändern, daß Menschen ja sagen, obwohl sie bei einem Nein keine physische Bedrohung, nicht Folter und Tod zu befürchten hätten. Daß sie funktioniren, weil es ihr Job ist, und sich nicht fragen, worin sie funktionieren. Daß sie bloß hinnehmen, was ihnen bestimmt ist, und durch demonstrative Willfährigkeit zu erreichen suchen, dies Hingenommene behalten zu dürfen. Das ist ‘moderne’ Arbeitswelt bis in die höchsten Etagen. Das ist Mittelalter mit Steckdosen und Mobiltelefonen. Das ist Vormoderne mit den Supermarktregalen der Postmoderne. [...] Es gibt also die Voraussetzungen für Engagement nicht mehr, und es gibt offensichtlich auch kein gesellschaftliches Bedürfnis mehr danach.”, S.30), beide erschienen bei Suhrkamp.
Dir danke (Ich schau mich da bestimmt um) und einen schönen Sonntag!
Danke für den Hinweis auf Menasse, das Buch wollte ich schon länger mal lesen.
@genova
Gern geschehen :) Solltest du wirklich tun. Aber nicht bei Amazon bestellen, gelle? ;)
Zu später Stunde möchte ich dazu mal meinen Senf zugeben – aufbauen, das kann ich Dich aber nicht.
Ich sehe in Deinen Passagen sehr viele reale Zustände, die ich auch aus meiner Umgebung kenne. Es wird sich ohne Mucken angepasst und das Vorhandene als gegeben angesehen, akzeptiert und “heruntergeschluckt”. Ist halt so. Da hat unsere Gesellschaft nicht die gemeinsame Linie, zusammen und solidarisch neue Wege zu beschreiten und sich zu reformieren. Es ist vielleicht oder auch bestimmt das Ergebnis unseres Fortschreitens in der Wohlstandsgesellschaft – ein blödes Wort aber ich denke, das trifft es.
Solange keine großartige Gegenwehr gegen immer niedrigere Löhne, die zunehmende Lastenverteilung von unten nach oben sowie die schlechte Wohnungsmarktlage, die ja auch ein Thema ist, wird, so denke ich, das Spiel prima weiterlaufen. Die Zementierung der Macht durch Konzerne/Banken/Global Player bis in den kleinsten Winkel unserer Gesellschaft wird uns erst richtig zu denken geben, wenn die Schmerzgrenze endgültig erreicht ist – nur wann? Wenn Mieten nicht mehr gezahlt werden können, die Rechnungen sich anhäufen – und das bei hunderttausenden Bürgern? Einen Anfang zum gemeinsamen aufbäumen kann ich mir derzeit nicht vorstellen. Es ist so, wie ich bei einem Stau einen anderen Weg einschlage, nur, um diesen Stau zu umfahren. Das eigentliche Problem aber bleibt. Aber irgendwann kann ich auch keine Ausweichroute mehr wählen, entweder weil sie ebenfalls verstopft ist oder es sie einfach nicht gibt.
Der genannte Leidensdruck, wie etwa DHL Paketfahrer, beschäftigt beim Subunternehmer und stets mit einem Bein in der Arbeitslosigkeit weil die Vorgaben oft nicht zu erfüllen sind, macht einen Menschen mürbe und krank. Aber auch die Hoffnungslosigkeit eine Arbeit zu bekommen oder sich, wenn man dann doch Erfolg hatte, mit einer Befristung in einer scheinbar nie endenden Probezeit wiederzufinden, kann einem den letzten Nerv rauben.
Die Zeiten, in denen wir zukunftsplanend Leben konnten, sind meiner Meinung nach vorbei.
Seit ich das weiß, versuche ich ihnen so wenig wie möglich Zeit zu kosten. Aber es wissen nur wenige Leute. Bei den Sprechblasen-Damen-und-Herren kommen sie nicht vor, allenfalls ostdeutsche Friseure.
Nicht nur die Mitarbeiter müßen leiden, auch die Kunden.
Löhne und Service sind am sinken im Gegensatz dazu steigen die Preise.
@ Frau Lehmann am 8 Dez. um 19:35
Schau mal beim Oleg Arin bzw. Alex Battler rein.
Ich weiß, daß es in seiner russischen Version http://www.olegarin.com eine Kommentarfunktion gibt, aber in seiner englischen http://www.alexbattler.com müßte es bestimmt auch eine Kommentarfunktion geben.
Also, versuche Dich an ihn zu wenden.
Viel Glück !!!!!
Vielen Dank, Truvor!
In wenn dann? Ich würde sagen nur in uns selbst. Es wird kein anderer unsere Interessen vertreten. Die Politiker sind die Vertreter des Kapitals, denen brauch man keine Forderung zu stellen. Und die Kapitalisten brauch man nicht zu bitten, die kann man nur zwingen. Das bisher effektivste Mittel war der Arbeitskampf.
Mit einem politisch korrektem Konsum kann man ein paar Blutspritzer des Kapitalismus wieder weg wischen, mehr aber auch nicht.
Falls man nicht autark lebt besteht der Zwang zum Konsum. Da wo Monopole den Markt beherrschen gibt es auch keine Wahl. Für einen Großteil der Weltbevölkerung wäre dieser Artikel sicherlich nicht nachvollziehbar.
Wenn sich die Dinge verändern sollen, dann braucht man konkrete Ziele wzB. die Erlangung der gesellschaftlichen Kontrolle über die Produktion. Wenn dies gelingen sollte, dann wird auch keiner mehr sinnvoll die Frage beantworten können wozu man eine Bank benötigt.
“Falls man nicht autark lebt besteht der Zwang zum Konsum.”
Was, Zwang zum Konsum? Entschuldigung, mir öffnen sich gerade die Augen. Das ist aber bestimmt nur eines von vielen Beispielen, wo ich zu etwas gezwungen werde, oder? Bitte klären Sie mich auf! Gibt es auch einen Zwang zur Arbeit? Ist der von derselben Zwanghaftigkeit wie der Zwang zum Konsum oder gibt es da graduelle Unterschiede? Wie ist es auch mit dem Zwang, Gesetze zu beachten? Oder dem Zwang, Steuern zu zahlen, Kinder zu kriegen oder die katholische Kirche zu unterstützen, indem ich bei “Weltbild” Pornos kaufe? Ein Abgrund voller Zwänge tut sich vor mir auf. Bisher glaubte ich noch fast unerschütterlich an die Freiheit des Willens, da mochten diverse Wissenschaftler auch ganz anderes auftischen …
Und gibt es eigentlich auch einen Zwang. Spiegelfechter zu lesen? Diesem Zwang immerhin könnte man abhelfen. Ich hätte da einen Vorschlag, der auch gleich ein wenig den Zwang zum Konsum beschneiden würde, allerdings eher gezwungenermaßen: Schalten wir das Internet einfach ab. Das sollten wir sowieso tun, aus ganz grundsätzlichen Erwägungen. Gerne auch mit Zwangsmaßnahmen.
http://www.ybersinn.de/2011/12/06/internet-abschalten/
das Sie kannst Du dir sparen.
Generell müßen alle Menschen, auch wenn sie autark leben und wirtschaften, Lebensmittel und Sauerstoff konsumieren um zu leben.
In Deutschland werden Lebensmittel größtenteils als Ware angeboten und sind somit nur gegen Bezahlung zu bekommen. Um Essen kaufen zu können müßen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft verkaufen.
Ich hoffe das ich etwas Licht ins dunkle bringen konnte.
Danke für die Aufklärung. Um sich zu ernähren, muss man was zahlen – und das ist Konsum? Na gut, dann gibt es natürlich einen gewissen Zwang, denn ich will ja leben. Und ich muss arbeiten, um mir Essen leisten zu können. Ich finde, dieses System funktioniert relativ gut, ich habe damit nicht die geringsten Probleme.
Konsum ist aber doch ein bisschen was anderes. Da geht es drum, Dinge zu kaufen, die man möglicherweise gar nicht braucht, die man aber haben möchte. Warum auch immer. Hier kann ich keinen Zwang erkennen. Man wird möglicherweise zum Konsum VERFÜHRT, durch Werbung, Statusdenken, was weiß ich. Man glaubt, stets das neueste Smartphone haben zu müssen, um was zu gelten. Das mag zwanghaft sein, man könnte auch als Opfer von kapitalistischer Manipulation gelten. Und es soll auch schon vorgekommen sein, dass Konsum durch die Politik zur Bürgerpflicht erklärt, um die Binnenachfrage zu stärken. Aber Zwang gibt es nicht. Du kannst dich jederzeit davon frei machen. Wenn du nicht konsumieren willst, aus welchen Gründen auch immer, dann musst du es auch nicht.
wie bei vielen Dingen kommt es immer auf die Sichtweise an. Sicherlich braucht man als Mensch keine Waschmaschine oder ein Auto.
Als Werktätiger wird man gezwungen ein Bankkonto zu haben um seinen Lohn bekommen zu können. Der moderne Arbeiter soll flexibel sein und auch mal Überstunden machen oder Sonderschichten zu Weihnachten. Da bleibt wenig Zeit für den Haushalt. Da freut sich der Arbeiter natürlich über alles was im Haushalt Zeit einspart.
“Konsum ist aber doch ein bisschen was anderes. Da geht es drum, Dinge zu kaufen, die man möglicherweise gar nicht braucht, die man aber haben möchte. Warum auch immer. Hier kann ich keinen Zwang erkennen.”
Darin stimme ich mit dir völlig überein, aber Ich finde die Konsumkritik nicht zielführend. Bevor etwas konsumiert werden kann muß es Produziert werden. Beim Konsum haben die Arbeiter eine kleine Autonomie, bei der Produktion haben die Arbeiter überhaupt kein Mitbestimmungsrecht. Ich schreibe hier von Arbeitern, da sie ca. 90 Prozent der Konsumenten ausmachen.
Die Produktion von Konsumgütern dient nicht der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse sondern nur der Erzielung eines Profits. Da die natürlichen Bedürfnisse schon seit einiger Zeit befriedigt sind, versucht die Industrie immer wieder neue Bedürfnisse zu kreieren. So lange dieser Schwachsinn so weiter geführt wird, werden sich die Konsumprobleme nicht lösen lassen.
Zum Thema “Adios Amazon” hatte ich zB. folgendes geschrieben:
Produkte oder Firmen zu boykottieren, die man als schlecht empfindet, ist gut für des Selbstwertgefühl und man kann in den Spiegel schauen ohne kotzen zu müßen, die Welt verändern kann man damit nicht.
Es gibt auch keine bösen Unternehmen. Fast alle Konzerne haben als kleine Klitsche begonnen. Jedes Unternehmen will /muß Konkurrenzfähig sein, ein Mittel dazu ist zB. Lohndumping.
Die Macht der Konzerne ist real, die Macht der Konsumenten ist illusionär. Jeder Arbeiter der Konsumieren will/muß, muß vorher etwas produzieren um Geld zu verdienen. Die Besitzer der Produktionsmittel bestimmen was und wie produziert wird. Die Arbeiter/ Konsumenten haben kein Mitbestimmungsrecht.
Ein Boykott kann eventuell die Zustände verbessern, die Ursachen dafür kann man damit nicht beseitigen.
Das soll wohl Satire sein. Diese müsste allerdings zweierlei enthalten und beim Spiegelfechter gerne dreierlei, da es sich bei ihm vor allem um eine ernsthafte und politische Seite handelt:
- Hintersinn (z.B. in Ironie) und/oder Originalität
- Witz
- Kenntlichmachung, dass man es nicht ganz ernst meint
Sonst entsteht der Eindruck, dass es sich dabei nicht um Satire handelt, sondern unfreiwilligen Humbug. Ohne Hintersinn bzw. Ironie wäre es noch Klamauk, aber dazu fehlt der Witz. Der Link am Ende zeigt dann abern doch an, dass es sich doch um Werbung handelt, die mit Irritation ködert.
Ich irritiere gern und bin auch öfters mal irritiert. Mein Posting war in der Tat auch ein bisschen Werbung – aber nicht nur. Vielen Dank für deine Kritik.
interessant
Entvölkerung als ‘Entschuldungs’-Strategie
“No People, No Problem”: The Baltic Tigers’ False Prophets of Austerity
http://www.nakedcapitalism.com/2011/12/no-people-no-problem-the-baltic-tigers%E2%80%99-false-prophets-of-austerity.html
“Indeed, Latvian’s census makers were horrified when they discovered that that the country’s population had decreased from 2.3 to 1.9 million people from 2001-2011. ”
Dieses Modell sollen nun die ‘staatsdefizitären’ Euro-Länder übernehmen. Also ab in das nach ‘Fachkräften mangelnden’ gastfreundlichen Deutschland. Vielleicht bringen die gut ausgeblideten jungen Leute den eher unterwürfigen Einheimischen etwas mehr politische Widerstandsfähigkeit bei, auch beim occupying :-)
LOL
arbeiiiit!
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