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  • USA kritisieren demokratiefeindliche Tendenzen in Israel

    geschrieben am 09. Dezember 2011 von Gastautor

    ein Gastartikel vom Transatlantikblog

    Es ist richtig, dass US Präsident Obama in seinen Wahlkampfreden und vor allem in Reden vor dem amerikanisch-jüdischen Lobbyverband AIPAC Lobeshymnen auf Israel hält.

    Es ist richtig, dass Präsident Obama in seiner vielbeachteten Rede in Kairo einen Wandel versprochen hat in den Beziehungen Amerikas zur muslimischen Welt. Dazu kam es nicht, weil Obama die inneren und äußeren Widerstände unterschätzt hat, die sich mit Macht gegen eine Relativierung des Verhältnisses zu Israel stemmen. Es ist daher richtig festzustellen, dass Obamas Politik gegenüber Israel wankelmütig ist. Es ist nicht richtig zu sagen, dass sich jeder US Präsident immer oder gerne vor den Karren Israels spannen lässt.

    Manche tun das aus innerer Überzeugung, wie zum Beispiel Lyndon B. Johnson oder Ronald Reagan. Andere aus Bequemlichkeit, um den Weg des geringsten Widerstandes zu nehmen, wie John F. Kennedy oder George H.W. Bush. Und manche wiederum machen Zugeständnisse nur mit Widerwillen oder entgegen großem Mißtrauen, wie etwa Dwight D. Eisenhower, Bill Clinton oder nun Barack Obama.

    Doch kaum einer stand so massiv im Kreuzfeuer der Freunde Israels wie derzeit Obama. Er ist zum Teil selbst schuld. Er hat den Muslimen allzu offen die Hand ausgestreckt. Er hat versucht Jerusalem auf plumpe Art – das heißt öffentlich – unter Druck zu setzen. Und hat bei all dem vergessen daheim zu sondieren, inwieweit er dafür Rückendeckung hat.

    Nachdem er sich mehrfach die Finger verbrannt und sich von Benjamin Netanjau hat vorführen und demütigen lassen, muss er sich selbst zurückhalten, zumal der Wahlkampf begonnen hat. Statt dessen dürfen prominente Kabinettsmitglieder Israel kritisieren. Die Kritik kommt dabei nicht grundlos. Seit einiger Zeit mehren sich in Israel demokratiefeindliche Tendenzen. Das ist nichts Neues in Bezug auf die arabischen Israelis. Es ist aber etwas neues in Bezug auf jüdische Israelis: Da protestieren konservative Militärangehörige gegen Frauen, die bei dienstlichen Veranstaltungen Gesangsaufführungen machen. Ultraorthodoxe verlangen die Separierung von Männern und Frauen in öffentlichen Verkehrsmitteln – und haben das de facto in einigen Buslinien Jerusalems schon durchgesetzt (Frauen, die dagegen verstoßen werden belästigt. Sollten Frauen gar “unzüchtig” bekleidet sein – z.B. schulterfreie Tops tragen – kommt es vor, dass sie physisch reglementiert werden.)

    Nun versucht man vermeintlich “linksradikale” Menschenrechtsorganisationen finanziell auszutrocknen, indem Zuwendungen aus dem Ausland stark beschränkt werden sollen. So erhält zum Beispiel die Organisation B’Tselem nennenswerte Beträge aus Europa (darunter kleinere von mir). Da sich die Kritik von B’Tselem zum Teil gegen das Militär richtet, ist das aus Sicht der rechten Kritiker bereits ein vollendeter Versuch die Wehrfähigkeit Israels zu unterlaufen.

    Jüngst werden Forderungen laut nach einem Gesetz, das die Verfasser von Zeitungsartikeln mit hohen Strafen belegen soll, wenn die Beiträge illoyal gegen Israel sind (was immer das sein mag). Zu guter Letzt kommt der Oberste Gerichtshof unter Beschuss, der zu “links” ist. Das alles sind tatsächlich bedenkliche Bestrebungen, die an die Substanz von Demokratie gehen.

    Hillary Clinton: Frauenrechte in Israel wie im Iran

    US Verteidigungsminister Leon Panetta äußerte sich nun schroff und kaum verhüllt, er habe in Sachen Friedenbemühungen noch keine so passive israelische Regierung gekannt wie diese und sei im übrigen über die jüngsten demokratiefeindlichen Tendenzen irritiert:

    I have never known an Israeli government — or an Israeli, for that matter — to be passive about anything, let alone this troubling trend.

    Hillary Clinton hat für große Irritationen in Jerusalem gesorgt, als sie Israel in puncto Menschenrechte mit dem Iran verglichen hat:

    She [Clinton] told the audience of US and Israeli officials on Saturday of her shock on hearing reports of gender segregation on buses operating in Jerusalem, which she claimed was “reminiscent of Rosa Parks”, the African American woman who refused to give up her seat on to white passengers on a bus in 1950s America.
    Mrs Clinton went on to claim that recent incidents of gender discrimination against female Israeli soldiers reminded her of the situation facing women in Iran.

    Natürlich hat die Antwort nicht lange auf sich warten lassen. Man verbitte sich solche Kommentare. Im übrigen gäbe es Vielweiberei bei den Mormonen, und die in den USA betriebene Todesstrafe würde wohl viel eher an iranische Verhältnisse erinnern.

    Justizminister Yuval Steinitz hatte das “beste” Argument. In Israel, dessen sei er sich sicher, gehe alles rechtskonform zu. Auf den Haken an dieser Argumentation hatte früher Dr. Martin Luther King aufmerksam gemacht:

    Everything Adolf Hitler did in Germany was ‘legal’ and it was ‘illegal’ to aid and comfort a Jew in Hitler’s Germany.

    Demokratie aus Sicht des Ariel Sharon

    Was das israelische Verständnis zu Demokratie anbelangt könnte die Erklärung von Ariel Scharon – General, Verteidigungsminister, Landwirtschaftsminister, Premierminister – aus dem Jahr 1993 von Interesse sein:

    The terms ‘democracy’ or ‘democratic’ are totally absent from the Declaration of Independence. This is not an accident. The intention of Zionism was not to bring democracy, needless to say. It was solely motivated by the creation in Eretz-Isrel of a Jewish state belonging to all the Jewish people and to the Jewish people alone. This is why any Jew of the Diaspora has the right to immigrate to Israel and to become a citizen of Israel.

    Angesichts dieser Definition kann es eigentlich keine demokratiefeindlichen Strömungen in Israel geben. Freilich auch keine richtige Demokratie. Bleibt zu wünschen, dass bald Kräfte auf den Plan treten, die eine andere Auffassung von gelebter Demokratie haben als die Herren Scharon, Netanjahu oder Liebermann.

    Schlesinger

    43 Kommentare Print This Post
    ein Gastartikel vom Transatlantikblog Es ist richtig, dass US Präsident Obama in seinen Wahlkampfreden und vor allem in Reden vor dem amerikanisch-jüdischen Lobbyverband AIPAC Lobeshymnen auf Israel hält. Es ist richtig, dass Präsident Obama in seiner vielbeachteten Rede in Kairo einen Wandel versprochen hat in den Beziehungen Amerikas zur muslimischen Welt. Dazu kam es nicht, ...
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    43 Kommentare:

    1. Franko schrieb am 9. Dezember 2011 at 10:03 - Permalink

      “Demokratiefeindliche Tendenzen”? Richtiger wäre wohl “religiöse Tendenzen”, aber die sind ja meist demokratie- und menschenrechtsfeindlich.

      • Bernie schrieb am 9. Dezember 2011 at 14:09 - Permalink

        Eben, Franko, aber pass auf, dass es dir nicht wie Obama geht, der wird bald als Antisemit verschrien sein – Der Grund?

        Tja, jegliche Kritik am israelischen Staat, und ganz besonders dessen Politik gegenüber der eigenen, kritischen Bevölkerung sowie der palästinensischen Bevölkerung Israels ist für Neu-Rechte – in- und außerhalb Israels – gleich Antisemitismus.

        Gib mal in eine x-beliebige Suchmaschine im Netz “Obama Antisemit” ein – Da warten so manche Überraschungen auf einem…..

        Diese hier z.B:

        http://sadhillnews.com/2011/11/22/oh-no-he-diint-oh-yeah-he-did-obama-tells-ows-you-are-the-reason-i-ran-for-office

        Merke: Occupy Wallstreet = Obama = Antisemit *kopfschüttel*

        Gruß
        Bernie

        • Franko schrieb am 9. Dezember 2011 at 14:42 - Permalink

          Ich kritisiere ja gar nicht Israel, sondern nur dass orthodoxe Judentum, welches in Israel für Geschlechtertrennungen und Frauenverprügelung verantwortlich ist. Das ist im Christentum und Islam ja ebenfalls nicht unbekannt. Monotheismus eben. Diese totalitären Religionen, in ihrer extremen Ausprägung, sind nicht nur demokratiefeindlich, sondern in erster Linie menschenrechtsfeindlich, aber dafür kann man ja schlecht den israelischen Staat verantwortlich machen. In Israel gibt es durchaus auch liberale Kräfte.

          • Bernie schrieb am 9. Dezember 2011 at 15:30 - Permalink

            @Franko

            Übrigens ich seh es ganz genauso wie du – mehr nicht dazu. ;-)

            Gruß
            Bernie

    2. GrooveX schrieb am 9. Dezember 2011 at 11:14 - Permalink

      …kommt es vor, dass sie physisch reglementiert werden

      was heißt das – ‘physisch reglementiert’? geht das auch deutsch?

      • Hans schrieb am 9. Dezember 2011 at 11:48 - Permalink

        “auf die Fresse”

        • Schlesinger schrieb am 9. Dezember 2011 at 12:16 - Permalink

          @GrooveX, Hans Ob es schon so weit gekommen ist (“auf die Fresse” ) kann ich nicht sagen, aber es gab schon öfters Berichte, in den Frauen deswegen angepöbelt, angerempelt oder angespuckt wurden (GrooveX: das ist mir beim Schreiben nicht eingefallen, daher die verdruckste Wortwahl :-)

          • GrooveX schrieb am 9. Dezember 2011 at 12:42 - Permalink

            …kommt es vor, dass sie belästigt und angegriffen werden.

            nicht so verdruckst, ohne pi zu werden.

          • zeno(bit) schrieb am 9. Dezember 2011 at 14:01 - Permalink

            Hans Ob es schon so weit gekommen ist (“auf die Fresse” ) kann ich nicht sagen

            Wenn man sich diese Dokumentation über ultra-orthodoxe Juden (ARTE) anschaut, muss man das “auf die Fresse” wohl leider bejahen. Die Reporterin probierts aus und setzt sich in einem Bus nach vorne. Zwar wird sie von einem Religiösen höflich nach hinten begleitet, aber israelische Soldaten, die die Szene beobachtet haben, machten sie darauf aufmerksam, dass Schläge in solchen Situationen keine Seltenheit sind.

            Ich habe die Tage einen interessanten Bericht von Uri Avnery gelesen. Er berichtet, dass nicht ganz zurechnungsfähige Parlamentarier eine Gesetzesvorlage eingereicht haben, die „Jordanien – den Nationalstaat des palästinensischen Volkes“ nennt. Ziel ist es, damit eine Zweistaatenlösung für immer zu verhindern -schliesslich hätten die Palästinenser ihren eigen Staat ja schon..

            Erschreckend was in Israel so abgeht…

            • sternburg schrieb am 9. Dezember 2011 at 18:01 - Permalink

              @ zeno(bit)

              Wenn man sich diese Dokumentation über ultra-orthodoxe Juden (ARTE) anschaut, muss man das “auf die Fresse” wohl leider bejahen.

              hab mir das angesehen. bestätigt meine erfahrung, das diskutieren mit fundamentalisten (nicht zu verwechseln mit ehrlich religiösen) oft sinnlos ist. egaaaal ob politische – oder religiöse fundamentalisten. der buchtitel “Wie man mit Fundamentalisten diskutiert ohne den Verstand zu verlieren”, trifft es ganz gut auf den punkt. wenn jemand seine wünsche zur normativen weltenerklärung macht, puhh da muss ich passen. wobei aber auch rational denkende menschen manchmal sehr anstrengend werden können:))

              http://fun.sdinet.de/pics/english/conversation-flowchart.jpg

              sog. fundamentalisten sind wie weibliche teanager, oder nein, ich will nicht schon wieder sexistisch sein, fundamentalisten haben viel mit pubertierenden gemeinsam.

              http://www.youtube.com/watch?v=UoXAjrevbyI

              Er berichtet, dass nicht ganz zurechnungsfähige Parlamentarier…

              zu der charakterlichen qualität mancher parlamentarier gibt es in den usa selbst, imponierende beispiele, wie die die 2009 die ermordung von assange forderten. nannte vizepräsident biden ihn nicht einen “hi-tech terrorist”?

              http://www.guardian.co.uk/media/2010/dec/19/assange-high-tech-terrorist-biden

              ps.: zur verlogenheit, in der argumentationsstrategie, mancher ultra-orthodoxe juden, mancher evangelikaler christen bei donalphons: “…Brannte im 18 Jahrhundert eine Oper während er Aufführung eines Lustspiels nieder, kreischten die Betschwestern, Mönche und Soutanenträger, dass Gott hier das liderliche, verkommene und perverse Gesindel bestrafe, das nur sein Vergnügen im Sinn hatte.

              Stürzte dagegen eine Kirche während des Gottesdienstes ein, betrachtet man die Überlebenden als wundersam Gerettete, zum höheren Ruhme Gottes….”

            • zeno(bit) schrieb am 11. Dezember 2011 at 17:34 - Permalink

              @sternburg

              bestätigt meine erfahrung, das diskutieren mit fundamentalisten (nicht zu verwechseln mit ehrlich religiösen) oft sinnlos ist.

              Der wahre Chlash of Civilisation verläuft nicht zwischen Juden, Christen und Muslimen, sondern zwischen radikalen und gemäßigten Kräften. Das Gefährliche daran ist, dass die gemäßigten Kräfte, in den jeweiligen Gruppen, zusehends auf die Seite der Fundamentalisten gezogen und von denen vereinnahmt werden.
              Diskussionen mit Fanatikern scheinen meist sinnlos, allerdings wird auch öfter von Erfolgen bei der Bekehrung selbiger berichtet. Es gibt tatsächlich Aussteigerprogramme z.B. für gewaltliebende Islamisten. Vilelleicht das Bemühen verstärken?!
              Deshalb fehlt in deinem verlinkten Diskussionsalgorithmus die Endlosschleife ;)

              nicht ganz zurechnungsfähige Parlamentarier

              Ja, die haben wir sogar in Deutschland..
              Nachdem ich zwei Tage über die Möglichkeit nachgedacht habe, dass Jordanien der Staat der Palästinenser werden könnte, muss ich sagen, dass ich der Idee gar nicht mehr so abgeneigt bin. Allerdings dürfte der neue Staat Israel dann nicht, wie in den feuchten Träumen der

              nicht ganz zurechnungsfähigen Parlamentarier,

              vom Mittelmeer bis zum Jordan reichen, sondern vielmehr sollte ein großer Teil der Westbank Jordanien zugeschlagen werden. Jerusalem könnte dabei unter einer gemeinsamen Verwaltung gestellt werden. Ich persönlich halte einen palästinensichen Staat in den sich jetzt anndeutenden Grenzen nämlich nicht für überlebensfähig. Natürlich müßten alle Jordanier und Palästinenser dieser Lösung zustimmen.
              Ich kann jeztzt also gesteinigt werden *hust*
              BTW: Borat for Prime Minister ;)

    3. der Herr Karl schrieb am 9. Dezember 2011 at 12:08 - Permalink

      Bleibt zu wünschen, dass bald Kräfte auf den Plan treten, die eine andere Auffassung von gelebter Demokratie haben als die Herren Scharon, Netanjahu oder Liebermann.

      Die Hoffnung stirbt zuletzt…
      Guter Artikel. Leider wird Objektivität beim Thema Israel oft als Antisemitismus ausgelegt.
      Liebermann ist eine Art israelischer Sarrazin.

      • mdmc schrieb am 9. Dezember 2011 at 13:19 - Permalink

        Guter Artikel. Leider wird Objektivität beim Thema Israel oft als Antisemitismus ausgelegt.

        Nein, Antisemitismus wird beim Thema Israel oft als Antisemitismus ausgelegt. Das kann m. E. auch so bleiben.
        Mal wieder sehr schön entlarvt durch diesen Blog hier:

        Die SZ macht sich Sorgen um die Demokratie in Israel

        • der Herr Karl schrieb am 9. Dezember 2011 at 13:44 - Permalink

          Antisemitismus wird beim Thema Israel oft als Antisemitismus ausgelegt

          Ist ja schon gut. Als Deutscher ist man auf der sicheren Seite, wenn man Israel uneingeschränkt in Schutz nimmt.
          Als Ausländer, der ich bin, und keiner Partei zugehörig, verstehe ich natürlich Euer Problem..
          Also noch einmal: Kritik an Israel – und sei sie noch so berechtigt – wird in Deutschland immer als Antisemitismus ausgelegt. Deshalb wird es nie eine objektive Diskussion über Israel geben können. Ist halt einfach so. Fazit:
          Kritik = Antisemitismus = Antisemitismus = Nazi
          Und die richtigen (Neo-)Nazis die ihr habt, lachen sich natürlich ins Fäustchen…

          • Bernie schrieb am 9. Dezember 2011 at 14:19 - Permalink

            @Der Herr Karl

            Bei aller Zustimmung – eines sehe ich anders, es ist nicht nur in Deutschland so, wie mein Hinweis auf andere Länder beweist, die Kritik an Israel gleich Antisemitismus setzen – Hier z.B. die USA, wo gewisse Kreise Obama gleich Hitler = Antisemit setzen wollen – aus der evangelikalen Ecke.

            Die Simpsons des Comic-Zeichners Matt Groenig (oder so) haben die US-Tendenz übrigens Obama mit Hitler und Stalin gleichzusetzen mit einem schönen Begriff karikiert “Kommunistannazis” – Hier der Link-Hinweis, und, bitte, nur das vortreffliche Bild – die Simpsons-Karikatur dort – beachten, incl. der Bild-Unterschrift:

            http://www.publikative.org/2011/12/04/rechtsterrorismus-historikerstreit

            Amüsierter Gruß
            Bernie

          • Hans schrieb am 9. Dezember 2011 at 20:47 - Permalink

            @der HerrKarl
            “Kritik = Antisemitismus = Antisemitismus = Nazi”

            Beim Islam sieht es so aus:
            Kritik= Islamophob = Nazi

            Da braucht man sich nicht beschweren, wenn man die gleichen Geschütze auffährt.

        • Schierke-Nee-Sama schrieb am 10. Dezember 2011 at 15:42 - Permalink

          Nein, Antisemitismus wird beim Thema Israel oft als Antisemitismus ausgelegt.

          Juden
          Definition nach dem Duden: Man möchte nicht mit, man möchte nicht über sie sprechen.

          Das ist alles was ich noch über Juden und Israel weiß und wissen will. Vor allem braucht man sich nur deren Sympathisanten anzusehen um sie meiden zu wollen. Ob nun hier, auf pi, oder auf ‘achgut’ macht keinen Unterschied.
          Der eigentliche Witz besteht darin das ihr alle den Juden einen Bärendienst erweist, aber nicht den Intellekt besitzt es zu verstehen ~oder die Konsequenzen hieraus zu ziehen.

          • sternburg schrieb am 10. Dezember 2011 at 15:48 - Permalink

            @ Schierke-Nee-Sama

            darf ich denn bei juden einkaufen?

            http://www.thehighdefinite.com/wp-content/uploads/2010/07/chewy_comission_fur_on_fur_by_gamefan84.jpg

            • Peleo schrieb am 10. Dezember 2011 at 16:09 - Permalink

              @ sternburg

              darf ich denn bei juden einkaufen?

              Wird schwierig – wenn Du nicht mit ihnen reden darfst.

            • sternburg schrieb am 10. Dezember 2011 at 16:40 - Permalink

              :))

              kann ja meine einkaufsliste rüberreichen.

              ich hatte mal einen kumpel, der seiner zukünftigen frau nicht nur die haare in stoff einwickeln will, sondern auch ihr gesicht hinter einen tragbaren vorhang verstecken will plus hände unter dünnem soff verpackt. so soll sie dann einkaufen gehen. himmm… meine frage: was ist, wenn ein männlicher verkäufer, ihre stimme erotisch findet und sich in der fantasie dran hochzieht? seine antwort: DU WIRST MEINE FRAU NIEMALS KENNENLERNEN!

              übrigens hier ein auszug aus einem interview mit einem israelischen sicherheitsbeamten. wenn du dir das interview komplett durchliest… man man man … schon krass, wenn außenpolitik aus der warte von sicherheitsexperten gemacht wird und die innenpolitik am besten nur aus der perspektive eines polizeipräsidenten.

              “….Die Iraner stehen nicht eines Morgens auf und werfen eine Atombombe über Israel ab. Die Nuklearisierung des Iran würde die Nuklearisierung Ägyptens, der Türkei und Saudi-Arabiens unmittelbar zur Folge haben. Später kämen wahrscheinlich Syrien und Libyen hinzu. Dann gäbe es im Nahen Osten sieben oder acht Atommächte. In einer Welt, in der es sieben oder acht Atommächte im Nahen Osten gibt, wird die konventionelle Bedrohung für Israel entsetzlich sein, weil viele Radikale – und ich betone: fälschlicherweise – annehmen werden, dass sie einen iranischen Schutzschirm haben. Sie werden Israel mit konventionellen Mitteln provozieren. Dass die instabilste Region der ganzen Welt mit den meisten Energieressourcen randvoll mit Irren ist, ist noch nicht einmal das Hauptproblem, sondern erst der Anfang. Andere Länder werden zu der Einsicht gelangen, dass die USA keine globale Ordnung mehr garantieren können. Es wäre das Ende der Welt, wie wir sie kennen, und die neue Welt wäre extrem gefährlich….”

              http://jungle-world.com/artikel/2011/49/44494.html

          • gebintit schrieb am 11. Dezember 2011 at 18:12 - Permalink

            Das steht also in deinem Duden. In meinem nicht und hier auch nicht.
            Lass mich raten, in deinem Atlas gehört Königsberg noch zum Reich.

            • sternburg schrieb am 11. Dezember 2011 at 21:37 - Permalink

              Lass mich raten, in deinem Atlas gehört Königsberg noch zum Reich.

              hehe… hab ich auch gedacht, das die duden ausgaben schon einige jahrzehnte alt sein muss:))

              http://www.youtube.com/watch?v=mfF1vkMQ0h0 .

    4. leslie schrieb am 9. Dezember 2011 at 12:11 - Permalink

      Wer im Glashaus sitzt…
      Obama,hattest lange genug Zeit Guantanamo zu schliessen. ;-)

      Und in Usrael sitzen Zionisten an der Macht.
      Mit das schlimmste Pack auf diesem Planeten.

      ´´Liebermann ist eine Art israelischer Sarrazin´´

      Schlimmer.
      Würd ich schon eher mit Hitler vergleichen.

      Mfg

    5. Peleo schrieb am 9. Dezember 2011 at 12:36 - Permalink

      Warum in die Ferne schweifen -sieh: das SCHLECHTE liegt so nah: Ungarn. Auch hier warnen Amerikaner vor antidemokratischen Entwicklungen: Orban ist Lukaschenko light, so die Washington Post.
      Liegt es an der größeren Raffinesse Orbans oder ist das Spiegelfechter-Radar falsch justiert? Das bleibt immer an Israel hängen -und schwenkt nicht weiter. Dabei ist das ferne Israel nicht mal EU-Mitglied. Die problematischen Tendenzen dort werden offen diskutiert, siehe
      hier
      http://www.hagalil.com/archiv/2011/12/05/toleranz-2/
      und hier
      http://www.hagalil.com/archiv/2011/12/05/geschlechtertrennung/
      In Ungarn wird die Kritik systematisch ausgeschaltet. Liberty dies by inches. In Syrien sogar by miles. Aber das ist was für die Mainstream-Medien.

      • GrooveX schrieb am 9. Dezember 2011 at 12:44 - Permalink

        so weit weg wie ungarn liegt das schlechte auch wieder nicht. also, wo beginnen? bei uns etwa? aber nicht doch.

      • Schlesinger schrieb am 9. Dezember 2011 at 14:17 - Permalink

        @Peleo Verstehe Ihren Ansatz, aber wenn es darum ginge “das Schlechte” anzuprangern käme man zu keinem Ende. Ruanda, Jemen, Nordkorea etc.pp. Unterschiede sehe ich darin, dass ein Massaker in Ruanda zwar eine humanitäre Katastrophe ist, uns aber nicht wirklich betrifft (weltpolitisch, ökonomisch). Das mag man aus ethischen gründen beklagen, ist aber so. Wir haben auch keine nennenswerten historischen Bezüge zu diesen Problemstaaten. Weiterhin zählen sich diese Staaten selbst weder zu unserem Kulturkreis, noch zum Kreis der Demokratien. Ohne Anspruch auf Vollzähligkeit dieser Hinweise kann man sagen, dass das Geschehen um Israel aus diesen Gesichtspunkten heraus wesentlich wichtiger für uns ist als viele andere Regionen. Ich selber bin gerne in Israel, aber halte einen Gutteil der isr. Araberpolitik seit Ben Gurions Tagen für problematisch. Der Historiker sieht dazu auch, dass die in Israels Araberpolitik seit ’48 dominierende revistionistische Ideologie im Sinne Jabotinskys gewissermaßen ein geschichtlicher Zufall ist: Es ist z.B. keine Naturgesetzlichkeit, dass ein David Ben Gurion Premierminister wurde, der seinen eigenen Worten zufolge die Politik betrieb “Die Araber müssen weg! Ein Krieg wäre eine geeignete Chance.” usw.usf. Es hätte alles friedfertiger kommen können, und irgendwann wird man dazu finden müssen.

        • Peleo schrieb am 9. Dezember 2011 at 20:20 - Permalink

          Einverstanden. Israel versteht sich als Teil der westlichen Welt und will auch so wahrgenommen werden.

          Was mir erklärungsbedürftig erscheint, ist die Verve, mit der sich deutsche Medien (und der Spiegelfechter liegt da voll im mainstream) auf Nachrichten über Missstände der israelischen Politik stürzen.

          Und wie gesagt: Ungarn ist sogar Teil der “europäischen Wertegemeinschaft”. Hier im Blog wird oft über faschistoide Tendenzen in D geklagt. In Ungarn liegen sie offen zu Tage, aber bisher gab es noch keinen (Gast-) Artikel dazu. Zu Israel seit ich hier lese mehr als zehn. Warum?

          • 23 Pints Run schrieb am 9. Dezember 2011 at 20:48 - Permalink

            [...] Hier im Blog wird oft über faschistoide Tendenzen in D geklagt. In Ungarn liegen sie offen zu Tage, aber bisher gab es noch keinen (Gast-) Artikel dazu. [...]
            Gute frage Peleo …
            aber der Spiegelfechter ( J.B. [nicht zu verwechseln mit JBK ... ;-) ] ) legt wie wo anders schon erwähnt auch immer zu viel wert auf die wirtschaftliche frage .
            Da geht ihm schon mal hier und da im Gesamtkontext was verloren was anzuprangern wäre . Daraus würde ich aber keinen Strick drehen .
            Die Entwicklung in Ungarn ist eine Riesen Sauerei ! Stichwort Sinti und Roma verfolgungen durch selbsternannte Volksmilizen, zertrümmerung der freien Medien, übelste Korruption ungarischer EU Abgeorneter etc .
            Jens B. ist okay sage ich mal so platt daher .
            Die “linke Seite” war schon immer zum teil bis aufs Messer zu tiefs zerstritten . Der spiegelfechter gibt sich soweit er kann mühe denke ich .

            Ach mal ein Sinnbild …

            • Spiegelfechter schrieb am 9. Dezember 2011 at 21:11 - Permalink

              Warum ich nichts über Ungarn schreibe? Ganz einfach, weil ich mich mit dem Thema nicht auskenne und auch keine glaubwürdigen Quelle kenne. Warum ich keine Gastartikel zu diesem Thema veröffentlicht habe? Weil ich keine angeboten bekommen habe und mir auch noch kein Blogartikel unter die Augen gekommen ist, dessen Autoren ich mal fragen könnte.

              So einfach ist das ;-)

            • 23 Pints Run schrieb am 9. Dezember 2011 at 21:18 - Permalink

              Okay ! Thats fair … Spiegelfechter ;-)

              Vielleicht findet sich ja so jemand … Ich habe in verschieden Quellen gelesen aber alles über 2-3 Quellen . Ich habe auch nicht die “Eier”
              um an sowas dran zu bleiben …

              Vielleicht findest du ja mal jemanden oder wirst gefunden … :)

            • VonFernSeher schrieb am 10. Dezember 2011 at 07:57 - Permalink

              @Spiegelfechter

              Dann würde ich das Verfassungsblog empfehlen. Da wird man sehr umfassend und sogar mit Betrachtung verschiedener Sichtweisen darüber informiert. Ob Max Steinbeis allerdings Gastbeiträge für den Spiegelfechter schreiben würde, weiß ich nicht.

          • ola schrieb am 11. Dezember 2011 at 08:51 - Permalink

            Wird wohl daran liegen, dass Ungarn nicht beinahe wöchentlich so spektakuläre Bilder von verstümmelten Kindern, toten Zivilisten und vom Mauerbau liefern kann wie Israel. Ich denke, wer Ungarn mit Israel vergleicht, dem sind etwas die Dimensionen verrutscht.

            • Peleo schrieb am 11. Dezember 2011 at 09:43 - Permalink

              wer Ungarn mit Israel vergleicht

              Das habe ich nicht getan. War auch nicht das Thema. Dein Tunnelblick bestätigt meine Aussage.

            • Peleo schrieb am 11. Dezember 2011 at 15:31 - Permalink

              wer Ungarn mit Israel vergleicht, dem sind etwas die Dimensionen verrutscht.

              Ich habe nachgedacht. Du hast recht: Ungarn hat keine feindlichen Nachbarn und wird nicht täglich mit Raketen beschossen. Kein ungarischer Soldat wurde entführt. Niemand stellt Ungarns Existenzrecht in Frage. So gut wie niemand nimmt Notiz von nationalistischen Bestrebungen zur Schaffung eines Groß-Ungarn.

    6. Hustenstorch schrieb am 9. Dezember 2011 at 13:07 - Permalink

      Israel hin oder her.

      Die Amerikaner sind immer gut darin, anderen was unter die Nase zu reiben und vermeintliche oder tatsächliche Demokratie-/Freiheitsmängel anzuprangern. Aber so rosig sieht es damit bei denen selber nicht aus. Es sei denn, man gehört zur Oberschicht.

      • Bernie schrieb am 9. Dezember 2011 at 15:33 - Permalink

        @Hustenstorch

        Ja, die US-Doppelmoral ist eben nur menschlich – mehr nicht dazu ;-)

        Zustimmender Gruß
        Bernie

    7. Datamorgana schrieb am 9. Dezember 2011 at 14:38 - Permalink

      Du sollst Israel nicht kritisieren!

      • Bernie schrieb am 9. Dezember 2011 at 15:32 - Permalink

        @Datamorgana

        !Also sprach der Herr – im 11. Gebot! *grins*

        Sehr amüsierte Grüße
        Bernie

    8. der Herr Karl schrieb am 9. Dezember 2011 at 15:53 - Permalink

      EOD.

      (Wohl besser so)

    9. leslie schrieb am 9. Dezember 2011 at 16:25 - Permalink

      ´´Es ist an der Zeit, dass die israelische Flagge auf dem Mond weht“, sagte der 88-jährige Präsident,´´
      http://de.rian.ru/science/20111208/261756076.html

      Naja,Iron Sky ist näher als gedacht.^^
      http://www.youtube.com/watch?v=l28EkmvS6Z0

      Mfg

    10. Peleo schrieb am 9. Dezember 2011 at 22:18 - Permalink

      @ SF

      Zugegeben: Orban macht das geschickt und geräuschlos. Und Ungarn grenzt an ein Land, in dem ein gewisser Haider noch nicht vergessen ist. Robert Misik weist immer wieder darauf hin.
      Der Demokratie in Europa droht Gefahr nicht nur von den “Märkten” und den Finanzlobbyisten. Wenn das mal im Fokus ist finden sich sicher auch fachkundige Autoren.

    11. ola schrieb am 11. Dezember 2011 at 10:16 - Permalink

      Peleo

      Sicher hast du das indirekt. Kannst gerne versuchen aus der Nummer wieder rauszulavieren, dann hats ja wenigstens was gebracht.

    12. Seltsam schrieb am 17. Dezember 2011 at 09:14 - Permalink

      Tja, schon seltsam, Liebermann darf man hier mit Hitler vergleichen, aber wird “leslie” mit Julius verglichen, wird der Beitrag gelöscht. Danke SF, alles klar….


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