Sigmar Gabriels intellektueller Offenbarungseid
geschrieben am 14. Dezember 2011 von Spiegelfechter
Es ist schon ein kleines Kunststück, sich selbst in einem zweiseitigen Aufsatz in gleich mehreren Kernpunkten zu widersprechen. Dieses kleine Kunststück ist dem SPD-Vorsitzenden Gabriel in seinem unsäglichen Debattenbeitrag im FAZ-Feuilleton gelungen. Mehr noch – Gabriel widerspricht sich nicht nur selbst, sondern auch dem erst letzte Woche verabschiedeten Positionspapier der rot-grünen Schattenregierung, das er höchstpersönlich mitunterzeichnet hat. All dies wäre eigentlich nur ein weiteres Indiz für den maroden Zustand der SPD, ginge es dabei nicht um so elementare Fragen wie die ökonomische und politische Zukunft Deutschlands und Europas. Wenn man sich die künftigen potentiellen Regierungskoalitionen anschaut, kann einem da nur angst und bange werden.
„Si tacuisses, philosophus mansisses“ (Hättest Du geschwiegen, hätte man Dich weiterhin für einen Philosophen gehalten) – selten traf dieser bekannte Aphorismus so sehr ins Schwarze wie bei Sigmar Gabriels verunglücktem Versuch, sich in die vielfach gelobte Debatte des FAZ-Feuilletons einzumischen und dabei indirekt mit den Federn seiner Vorredner zu schmücken. Gabriel besitzt sogar die Chuzpe, sich gleich in der Einleitung auf den Philosophen Habermas zu berufen und dessen aufrüttelnden Weckruf zur Verteidigung der Demokratie inhaltlich weiterzuführen. Was Gabriel in seinem Aufsatz schreibt, lässt jedoch vermuten, dass er Habermas nicht einmal im Ansatz verstanden hat. Kritisiert Habermas die Erpressung der Politik durch die Finanzmärkte, erdreistet sich Gabriel, exakt diese Erpressung zum Kernelement seiner Argumentation zu machen, indem er fordert, dass „den Märkten das Vertrauen in die Verlässlichkeit und den Willen zum gemeinschaftlichen Handeln in der Währungsunion zurückgegeben“ werden müsse. Dies klingt nicht ganz so plump wie Angela Merkels Forderung nach einer „marktkonformen Demokratie“, bedeutet im Kern aber nichts anderes, nämlich die Finanzmärkte zum eigentlichen Souverän der Politik zu machen.
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Natürlich hast du mit vielem Recht, was du schreibst. Da kann man jetzt wohl alle Hoffnung auf Vernunft sausen lassen.
Das Positionspaper ist zumindest mal ein Schritt in die richtige Richtung. Es wird zumindestens in Ansätzen erkannt, dass Deutschland nicht monetär souverän ist. Aber solange auch die progressive Seite Schuldenbremsen implementieren möchte, wird es keinen Ausweg geben..
Was erwartest Du denn von einem Mitglied der “Maschsee-Connection” ???
Ich halte SG für den größten Opportunisten im Politikgeschäft. Das muss nicht schlimm sein, da ein Opportunist sich von seiner Partei treiben lässt und immer das tut, wovon er sich den größten Vorteil verspricht. Gabriels Totalversagen ist also auch ein Totalversagen der Partei. Wäre die besser informiert und besser aufgestellt, würde Gabriel auch ganz andere Forderungen stellen und ganz andere Inhalte vertreten. Der Mann versteht doch ohnehin nicht, was er da sagt und schreibt. Für ihn ist vollkommen egal, ob er eine Schuldenbremse oder einer EZB-Staatsfinanzierung fordert, er weiß ja sicher noch nicht einmal, was das alles ist.
naja der Fischer ist noch schlimmer, was Opportunismus angeht…ich dachte auch, als ich Gabriels Erguesse gelesen habe, dass das doch nicht sein Ernst sein kann bzw. dass es sich hier um eine Wahlkampfschrift der CDU/FDP handelt…und das ist doch alles schade, zumal weil ich dachte, dass die SPD sich nicht mehr nur von der Bertelsmannstiftung, sondern auch von Flassbeck, Hickel und CO beraten laesst. (zumindest hat Flassbeck
entsprechende Andeutungen gemacht bei den Peissweiler Gespraechen).
Was bleibt, ist, dass die SPD mit einem Konzept in die naechste Bundestagswahl zieht, dass abermals nicht erklaeren kann, warum man sie waehlen soll oder wenigstens eine Regierungsbeteiligung (mit den Gruenen?!) fuer erstrebenswert halten soll.
Flassbeck war genau so geschockt, wie wir. Gabriel lässt sich zwar von ihm beraten, er hat aber noch mehrere Berater.
Flassbeck berät Gabriel? Hat er ihm auch das erklärt?
“Class War: Low Wages and Beggar Thy Neighbor
Dr. Heiner Flassbeck: The words “class war” maybe unfashionable, but it is still a battle between labor and capital ”
http://therealnews.com/t2/index.php?option=com_content&task=view&id=31&Itemid=74&jumival=7693
Ich war da nicht Mäuschen, gehe aber mal davon aus, dass er ihm so einiges erklärt hat. Ob SG das auch verstanden hat, ist eine ganz andere Frage.
Gabriel hat sich schon in seiner Parteitagsrede selbst widersprochen. Vielleicht fehlt es ihm wirklich an intellektuellen Fähigkeiten, vielleicht will er aber auch nur Chef einer in sich widersprüchlichen Partei bleiben.
Die Profis scheinen da weiter zu sein. Die Boston Consulting Group soll eine 30prozentige Vermögensabgabe als notwendig bezeichnet haben. Hat da jemand einen Link?
sehr guter Artikel. Ich vermute aber primär keine individuelle intellektuelle bzw moralische Fehlleistung, sondern ein Ausblick auf die Gesamtstrategie der so genannten europäischen ‘Sozialdemokraten’
Wenn Du Dir den gestrigen Artikel von Bill Mitchell durchliest, wirst Du bemerken, wie die von ihm kritisierte Rhetorik der so genannten derzeitigen Labour ‘Modernisierer’ der der hiesigen ‘Sozialdemokraten’ gleicht
So wird zB die Übernahme des fiskalischen Konservativismus seitens der ‘Black Labour’ u.a. ähnlich begründet
“… simply means that those from whom the state borrows can have absolute confidence that it will meet its obligations to repay, come what may. ”
http://bilbo.economicoutlook.net/blog/?p=17239
ich gehe mittlerweile davon aus, dass die so genannten europäischen Sozialdemokratien in ihrer Gesamtheit hoffnungslos korrupt sind
Dieser Debattenbeitrag von Gabriel ist wirklich die perfekte Illustration zu dem (leider etwas schnell untergegangen) Artikel von Thorsten Hild (“Deutsche Missstände …”) bzw. dem dort vorgestellten Buch.
… schrieb Thorsten Hild, und Gabriel setzt gleich noch eins drauf.
… schreibt Heitmeyer. Recht hat der Mann, nicht nur damit. Muss man sich also über Gabriels Kunststück nicht wundern, sich auf zwei Seiten mehrmals in Kernpunkten selbst zu widersprechen.
ich vermute, dass die meisten anpolitisierten Medienkonsumenten sich solcher Widersprüchlichkeit gar nicht bewusst werden. Was ich alltäglich an politischer und ökonomischer Ignoranz und ideologischer Verbohrtheit gerade unter fachlich sehr gut ausgebildteten Menschen (bei uns gibt es viele Ingenieure und Physiker) erlebe, lässt mich niicht gerade optimisitsch in die Zukunft blicken.
Das fürchte ich eben auch (und das obwohl (oder weil?) ich selbst Physikerin bin). Und das ist ja genau das traurige Fazit aus dem besprochenen Buch: dass es wenig Grund zu der Annahme gibt, die zu beklagende Verrohung könnte sich irgendwie wieder von selbst rückgängig machen. Diese Verrohung äußert sich ja nicht nur im rauhen Ton, sondern auch im zunehmenden Verlust der Fähigkeit, feinere Töne wahrzunehmen oder Widersprüchlichkeiten allein schon anhand der Sprache als solche zu identifizieren.
Die, die noch was merken, igeln sich ein. Mach ich ja auch.
In SPD-politikern sehe ich seit jahren, wenn nicht seit 2 jahrzehnten, nicht mal mehr restspuren oder ansätze von intellektualität, da hilft nicht einmal mehr schweigen um philosophische/intellektuelle qualitäten vorzutäuschen. Was diese partei in “geist” und personal bietet ist durch und durch armselig, erbärmlich und abstoßend. Hat mich schwer gewundert, dass der in der FAZ veröffentlichen durfte und die frage, die sich hier stellt ist doch eher: wer hat das für ihn geschrieben, denn ich halte ihn nicht einmal dazu fähig, diese gequirlte beise-scheiße zu verfassen und wer hatte solch vergnügen daran, ihn in anlehnung an Büchners könig peter vom reiche popo (“Ich wollte euch hiermit kund und zu wissen tun, kund und zu wissen tun – denn entweder verteidigen wir die demokratie, oder nicht, hebt sein bier und trinkt, entweder, oder – ihr versteht mich doch? Ich bin in der größten verwirrung. Ich weiß mir nicht mehr zu helfen.”) so zu demaskieren?
Nun, zumindest ökonomischer Sachverstand ist bei einigen Abgeordneten noch vorhanden. Ich erinnere da beispielsweise an verschiedene Positionspapiere des MdB Werner Schieder. Leider ist er in seiner Fraktion aber weitestgehend isoliert.
Ich weiß ja, dass es solche menschen innerhalb der SPD noch gibt. Allein, sie sind doch nicht ernstzunehmen, denn sie wissen, dass hier nichts mehr zu machen ist. Wann ziehen sie die konsequenzen oder sind sie mit ihrer Valerio-rolle rolle als nützliche, gut bezahlte narren zufrieden?
@SF
Dafür ist aber nur bedingt die herrschende Parteien/Lobbyistenlandschaft verantwortlich, sondern das Volk.
1933 bis 45 waren große Teile der Deutschen auch dumm wie Brot und haben die Quittung dafür bekommen. Es war keine braune Flut, sondern es waren die Vorläufer der heutigen CDUSPDFDPGRÜNE-Wähler.
richtig! Darauf gehe ich am Schluss ja auch noch ein, wenn ich von den Umfrageergebnissen spreche.
@schwitzig
Ich schrieb es bereits bei dem Artikel zu den “Deutschen Zuständen” hier bei SPIEGELFECHTER. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass “das Volk” schon vor 1933 zur Menschenfeindlichkeit geneigt hat.
Leider weiß ich den Titel nicht mehr, aber schon in den 90er Jahren las ich, in einem Vorwort zu seinem Buch über “Die Psychiatrie im Faschismus”, dass die damalige Mehrheitsbevölkerung schon anno 1929 eben nicht mehr mitmenschlich denken konnte – Der Weg in die NS-Euthanasie war schon damals vorgezeichnet, unter Brüning übrigens soll es auch schon damals die ersten Lager für sogenannte “Arbeitsscheue” (=damalige Wortvokabel für Arbeitslose) gegeben haben, d.h. der Faschismus in Deutschland hatte glasklar unter Brüning, und den anderen autoritären Regierungen vor Hitler einen Vorläufer in Deutschland.
In den 90ern las ich das Buch noch entspannt, da ich dachte, alles Geschichte, längst vorbei – Tja, spätestens seit dem Beginn des Sozialabbaus in Deutschland, und den weltweiten Kriegen wegen Rohstoffen, und der Entwicklungshilfevergabe durch FDP-Niebel für marktradikalismuskonforme Ideologien in der Dritten bzw. Vierten Welt, glaub ich dass ich mich geirrt habe.
Schon unsere Ahnen neigten zur Menschenfeindlichkeit, lange vor der Heitmeyer-Studie, und wir beerben die eben, und zwar ganz ohne Hitler.
Übrigens, ich klammere jetzt mal die DDR-Diktatur aus, ebenso wie die Hitler-Diktatur, und komme zum pessimistischen Schluß, dass wir auch ohne Hitler/Honecker Diktaturen geschaffen hätten in Deutschland – nur eben marktradikale statt faschistische oder kommunistische…..
Außerdem komme ich zum Schluß, dass Ideologien wohl erst tot sind, wenn die von ganz alleine ihre Unfähigkeit beweisen – wie der autoritäre Kommunismus – ein militärischer Sieg hingegen, wie der gegen Nazi-Deutschland, befördert wohl nur den Trotz der Anhänger dieser Ideologie, und tötet diese nicht endgültig – wie der NSU-Neue-Rechte-Terror dieser Zeit beweist.
Pessimistische Grüße
Bernie
Für mich wird es immer klarer, dass man in unserer Gesellschaft nicht mehr von politischer Repräsentation der Bevölkerung sprechen kann, was den legitimatorischen Kern der Demokratie gebildet hat, das es mE keinerlei Vertrauensgrundlage mehr gibt zwischen politischen Repräsentanten und angeblich Repräsaentierten. Diese Verbindung hat real aufgehört zu existieren, sie wird nur noch massenmedial in einem Simulationszusammenhang aufrechterhalten. Leute wie Gabriel spielen ihrem anpolitisierten Publikum nur noch etwas vor, dazu gehören auch solche Positionierungen im feuilloton der faz. Diese programmatische Positionierung setzt dabei auf einer Konstruktion der Wirklichkeit auf, die den Interessen der wirklich Herrschenden entspricht. Gestern las ich zB in dem Blog von Beppo Grillo den Beitrag eines Artzes, der die Absicht, entsprechend dem deutschen Modell, das Renteneintrittsalter zu erhöhen, an Hand der offiziellen in euostat veröffentlichen Daten kritisiert hat. Das sind die Daten, auf denen sich die ‘technokratisch’ reduzierte politische Entscheidungsfindung (angeblich) stützt. Da ist aber zu sehen, dass obwohl die maximale Lebenerwartung im EU Schnitt gestiegen ist, sie zuletzt doch wieder gesunken ist – kein Wunder, wenn man die überall durchgesetzte Senkung der Standards zur Gesundheitsvorsorge ansieht. Was aber schwerer wiegt – und aus der konstruierten Wirklichkeit ganr herausfällt – ist der Umstand, dass die Lebensqualität (dh die Erwartung eines gesunden Lebens) seit einem Jahrzehnt im EU Raum überall deutlich gesunken ist, d.h. wir leben etwas länger, dafür aber kränker. Das hindert aber die politische Entscheidungsträger nicht daran, das Renteneintrittsalter zu erhöhen.
http://ec.europa.eu/health/indicators/indicators/index_en.htm
http://www.beppegrillo.it/2011/12/e_vissero_per_sempre_anziani_e_malati/index.html
“Als sei dies alles nicht schon schlimm genug, geben die Umfrageergebnisse nicht einmal einen Funken der Hoffnung, dass der Wähler diese bizarre Groteske durchschaut und sich von den vier potentiellen Regierungsparteien abwendet.”
Um sich abwenden zu können, braucht der Wähler aber auch eine Alternative…
Die gibt es ja durchaus, jedoch können sich die meisten Kritiker der “vier potenziellen Regierungsparteien” letztendlich nicht oder viel zu selten dazu durchringen, die einzige Oppositionspartei wirklich mal ohne ideologische oder sonstige Scheuklappen bzw. die üblichen Vorurteile zu betrachten. Der Standardsatz lautet doch immer wieder, DIE LINKE hat zwar die richtigen Antworten, aber… und dann folgt das übliche Gezeter, mal ist das Personal falsch, mal haben die richtigen Personen das falsche gesagt, mal ist es die SED-Vergangenheit, dann wieder die Drogendebatte oder gar der Antisemitismus. Die Partei wird nach wie vor immer wieder und viel zu oft auf Einzelnes bzw. Einzelne reduziert, selbst von wohlwollenden Beobachtern.
Von daher habe ich (zur Zeit) leider genauso wenig Hoffnung, wie Jens Berger…
Ja mei, es gibt nun mal keine Partei, mit der man 100% übereinstimmt. Eine Wahlentscheidung ist IMMER die Wahl der größten gemeinsamen Schnittmenge. Und ich kann mir schon vorstellen, dass mehr als 10% der Bevölkerung größere Schnittmengen mit der Linken oder auch den Piraten haben. Und wenn es nicht die Linke ist, sollen die Leute halt ihre Stimme “aus Protest” den Piraten geben. Wichtig wäre es, ein Signal zu setzen. Aber davon merke ich nicht.
Die Linke ist idT momentan gar nicht fähig, eine geschlossene, ernst zu nehmende, Alternative zu bieten. Das ist aber das Grundproblem linker Gruppierungen. Man ist weitestgehend basisdemokratisch aufgestellt, zieht sowohl “bunte Spinner” als auch “Spaltpilze” an und wird natürlich auch von “U-Booten” der großen Parteien infiltriert. Ich kann nur hoffen, dass Oskar Lafontaine nun wieder das Ruder übernimmt und die Spalter und Paradiesvögel in die Schranken weist.
“[...]Ich kann nur hoffen, dass Oskar Lafontaine nun wieder das Ruder übernimmt und die Spalter und Paradiesvögel in die Schranken weist[...]”
Mich anschließ, was die Linkspartei angeht ;-)
Gruß
Bernie
stell dir vor es sind Wahlen und keiner geht hin
Das kann nicht passieren. Notfalls wählen sich die Politiker selbst. Das funktioniert hier, selbst wenn es nur noch eine “Volkspartei” (CDU) mit einem einzigen Mitglied gibt. Dann legitimiert er sich halt “demokratisch” selbst.
der/ die Politiker/in kann dann aber nicht mehr sagen: Ihr Idioten seid selber schuld, denn ihr habt mich ja gewählt.
“ich bin frei
und ich kann auch wählen
welche Diebe mich bestehlen
welche Mörder mir befehlen”
Textauszug aus dem Lied “keine Macht für niemand” von Rio Reiser
Es gibt nur wenige Politiker(innen) die sagen was sie denken, ihre Meinung in Worte fassen und dies mit Überzeugung aus einem Selbstverständnis heraus tun.
SG m.M. absolut nicht.
Für meinen Geschmack wird den Schwätzern meist mehr Gehör geschenkt als nötig. Sie bekommen die Titelstory. Dabei sollten es gerade die leisen Töne sein, die uns aufhorchen lassen müssten.
Das Problem der Menschen mit linken Ideologien, des sozialen Miteinanders, ist schlicht und logisch – es sind keine Machtmenschen! Soziales Miteinander und Machtausübung ist meiner Meinung ein Widerspruch.
Ich bin überzeugt, ein Mensch wie Sarah Wagenknecht wird nie Volksverblödungs Phrasen wie Merkel verbreiten. Sie würde ihre Linie der Überzeugung nicht verlassen um des Machterhalts, noch würde sie sich verbiegen um eine politische “Macht” zu erringen.
Genauso wenig, denke ich, ist Oskar Lafontaine dazu in der Lage ein “Basta” Politiker zu werden, der andere in die Schranken weist.
Intelligente, soziale Menschen mit Ethik und Moral neigen m.M. i.d.R. nicht dazu andere Menschen zu “bekämpfen”, sie wünschen sich Verständnis. Sie wollen nicht lügen, sie mögen nicht betrügen, andere ausboten und der Ellbogen ist ein Gelenk um zu umarmen, aber keine Waffe für den Seitenhieb.
Und ein grundsätzliches Problem aller intelligenten Menschen, sie denken zu viel über den Unsinn nach, wie dieses Politikblabla von SG. scnr
Don´t feed …
Mit ideellen Grüßen,
yt
Stimmt. Und jetzt?
Abgeordnete in der SPD haben teilweise den Überblick und schweigen.
Ihnen scheint das Mandat wichtiger als ihre wirkliche Meinung. Sie nutzen ihr persönliches Potential bewusst nicht aus. Auch dieses ist eine Form von Korruption.
Unabhängige Abgeordneten gibt es nicht mehr.
“…Man ist weitestgehend basisdemokratisch aufgestellt…”
Tut mir leid Jens, aber allein dieser Satz von Dir zeugt mal wieder davon, wie wenig Ahnung doch die allermeisten Kritiker von der LINKEN haben. Schau Dich doch einfach mal selbst ein wenig bei uns um…
das ändert aber nichts, daß die Linkspartei jemanden braucht, der wie Oskar den Laden zusammenhält und eine Richtung vorgibt, die den Laden mit guten Gewissen wählbar macht….und im Moment ist ausser Sarah und mit Abstrichen Gysi niemand da, der wirklich eine Aussenwirkung entwickelt.
(das ändert nichts daran, dass ich auch 2013 als in England lebender zur Deutschen Botschaft in London gehen werde, um mir Wahlunterlagen zu holen, um dann mein Kreuz bei der Linkspartei zu machen…mit Oskar an der Spitze wäre das aber wesentlich leichter.
Ich glaube nicht, dass es hilfreich ist, Gabriel als dummen Berufsschullehrer darzustellen. Gabriel ist Vorsitzender einer Partei, die sehr wahrscheinlich spätestens in zwei Jahren in irgendeiner Form an der Regierung beteigt sein wird. Die Partei wird also den bisherigen Kurs in der Europapolitik fortsetzen müssen, wenn sie sich nicht gleich wieder mit den gleichgeschalteten Medien anlegen will. Die Ursachen der Krise in der Euro-Zone werden von Deutschland nicht ökonomisch, sondern politisch bewertet. Das Spardiktat schadet Deutschland ökonomisch zwar, aber nicht so sehr wie den meisten anderen EU-Staaten. Und das ist dann ein strategischer Vorteil in der Hegemonialpolitik, auf den man nicht verzichten will.
Exakt so sehe ich das auch.
Solche Widersprüche sollte er sich dennoch nicht leisten. Damit verprellt er doch Leute, die er und seine Partei noch brauchen werden.
Scharf beobachtet (eigentlich offensichtlich).
Gegenüber der Bevölkerung ist es offenbar Pflicht die schwäbische Hausfrau zu geben. Und das kommt in weiten Teilen der Bevölkerung (die CDU/CSU/FDP/SPD/GRÜNEN nennen das “Mitte”) sehr gut an. Ihr solltet mal mit meiner Mutter (82 Jahre) reden.
Diejenigen die eben nicht die Schwäbische Hausfrau geben sind zum ganz prominenten Teil der LINKEN zu zu ordnen (Wagenknecht/Lafontain/Gysi). Bisher war meine Mutter immer auf der Seite der Linken. Aber seitdem ihr klar ist, das die in Zeiten größter Not nicht so recht sparen wollen und sich womöglich noch auf die Seite der Griechen stellen, wo selbst Renten für Tote gezahlt werden….seitdem schwindet die Sympathie doch gewaltig.
Résumé: Gabriel mag ein Opportunist ohne Tiefgang sein. Er kapiert aber, dass ohne das Credo der “Schwäbischen Hausfrau” die SPD nix zu gewinnen hat. Das scheint gerade ein zwingendes Basic zu sein. Schließlich singen sämtliche Medien von der BILD bis zum ZDF das hohe Lied dieser tüchtigen Frau in Kittelschürtze.
Der verfluchte Ausflug der Sozis in die schöne neoliberale Welt mit Agendapolitik, Schröder-Blair Papieren, den in Ungarn und Brasilien verfickten Riesterrenten usw. usw. usw. klebt an ihnen wie Scheisse mit Kraftkleber. Das kriegt man mit Wasser nicht weg. Ohne ein Eingeständnis, was da von Gasgerd und Co für ein unsäglicher Mist veranstaltet wurde, ist das nicht zu machen, sondern führt zu einem Moderationsversuch, der scheitern muss, was Gabriel nicht merken will und wahrscheinlich gar nicht merken kann, sonst hätte ihn der richtige Satz “wir brauchen demokratiekonforme Märkte” so weit getragen, dass es nicht zu diesem FAZ-Gewabber gekommen wäre.
Dass die SPD das gasgerd’sche Erbe weitermoderieren will, wird dazu führen, dass für die, die sie eigentlich brauchen würden (und das reicht inzwischen weit in die Mittelschicht hinein) weitere Zeit verloren wird.
Ich werde ein Kreuz bei dieser Partei nur machen, wenn das Wahlprogramm (notariell verbrieft) klar zum Ausdruck bringt: Es gibt innerhalb möglicher erster 100 Regierungstage einen ernstzunehmenden Mindestlohn, die Garantie eines Rentenniveaus, das der Geschichte und Würde dieser Partei nicht Tag für Tag ins Geschicht schlägt, eine Finanzmarktsteuer und eine deutliche und angemessene Beteiligung jener 10% in unserem Lande, denen 90 % gehört an den Staatseinnahmen. Die SPD hat noch genügend Zeit, dies gründlich vorzubereiten und von Rettungsschirmgesetzen wissen wir, dass sowas von deutschen Parlamenten in wenigen Tagen verabschiedet werden kann.
Etwas leichter würde mir dieses Kreuz noch fallen, wenn die SPD endlich beschließen würde, das Wort Bildung erst dann wieder in den Mund zu nehmen, wenn sie für die bestmögliche gesorgt hat (vor allen in den Bundesländern, in denen sie das jetzt schon kann) und wenn sie zusagte den Auguasstall der Gesundheitlobbyisten mit messerscharfen Besen auszumisten. Dafür hätte sie dann Zeit – nämlich vier Jahre minus 100 Tage. Dasselbe gilt übrigens für die ‘lieben und netten’ Grünen, die bei allem dabei waren, dafür aber leider nur unzureichend gerupft wurden.
Ein Anfang ist gemacht, wenn es die Generalsekretärin (was immer man von der halten mag) “nicht mehr interessiert”, was der Genosse der Bosse auf dem Parteitag sagt.
@ Sammy
Na klar doch, die toten Rentner sind schuld… Deine Darstellung der Lösungsvorschläge der LINKEN ist leider auch nur einseitig. DIE LINKE hat Vorschläge bis zum Abwinken gebracht, wie der Staat erstmal wieder seine Einnahmen erhöhen könnte. Das reicht von der Bürgerversicherung über den Mindestlohn bis zur Börsenumsatz-/Finanztransaktionssteuer. Aber wenn Du und Deine Mutter den Gürtel auch weiterhin immer noch enger schnallen wollt, dann müsst Ihr eben schön brav die SPD wählen… TINA lässt mal wieder schön grüßen.
Du hast mich massiv Mißverstanden. Ich habe nur dargelegt was meine Mutter in Vertretung von Millionen Massenmedien-Konsumenten so äußert. Ich versuche der alten Dame zwar eine andere Sicht zu vermitteln aber das wird irgend wann schwierig.
Ich bin durchaus der festen Überzeugung dass der eiskalte Sparkurs den Merkel erst Deutschland und nun Europa verordnet direkt in die Rezession führt. Aber schau Dir mal die Zeitungen an; schaue nur mal das heute Journal. Überall wird die “Schwäbische Hausfrau” angebetet wie das Goldene Kalb! Und die Menschen (zumindest eine deutliche Mehrheit) schlucken den Köder: “Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt; wir müssen nun sparen” (Natürlich nicht bei der Banken Rettung … der SOFIN wurde heute klammheimlich wieder aktiviert und mit neuen hunderten Milliarden ausgestattet) sondern bei den Menschen, also auch bei meiner Mutter … und die Menschen finden’s auch noch gut. Wie die Rindviecher die fröhlich zur Schlachtbank traben ….!!!
Was will man machen gegen eine solch impertinente Desinformation, die (um den Bogen zu schließen) auch ein Herr Gabriel für seine Polemik verwendet.
Ich konnte Gabriel’s Fresse noch nie leiden.
Ein Gesicht wie ein Buch..
Aufschlagen,zuschlagen,und immerwieder nachschlagen.^^
Leute die sich mit Bierkrügen ablichten lassen,
sind eh nicht koscher. ;-)
Neuestes von der Propagandafront…
Beflügelt von der noch guten Arbeitsmarktlage und der günstigen Einkommenssituation dürften hingegen
die Bürger mit ihrem Privatkonsum das Wachstum anschieben.
http://www.ftd.de/finanzen/:ifo-prognose-verbraucher-retten-deutschland-vor-der-rezession/60142420.html
Jawoll,mit Leiharbeit und Minijobs aus der Krise.
Glauben die eigentlich selbst noch was sie sagen?
Mfg
Ich nehme mal an der Papst glaubt den Müll den er so verzapft.
Genau so wird ein Herr Prof. Sinn von seinen Analysen und den Prognosen seines ifo-Institutes auch überezugt sein. Wer sich erst einmal in einer Ideologie bis zum Hals eingegraben hat kann nur noch in einer Richtung schauen.
Was das Land, Europa, die Welt nötig braucht sind Freidenker. Offene Geister ohne ideologische Ausrichtung. Und zwar in den höchsten Stellen von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Mittlerweile sorgen jedoch die Ideologen an der Macht dafür das nur ihnen gleichgesinnte Ideologen nachrücken. In Deutschland mehr noch als anderswo.
Aber wir waren ja schon immer ganz besonders begeistert wenn uns Dogmatiker einen einfachen Weg vorgezeichnet haben. Vom Kaiser über den Führer zum Genosse Parteisekretär bis hin zu den neoliberalen Gurus der Finanzwirtschaft.
Also fassen wir zusammen:
- Rechte Mörder killen Ausländer und der Geheimdienst ihrer Königin Angela war vielleicht nicht völlig unwissend.
- In Studien gibt mindestens jeder fünfte befragte Deutsche zu, fremdenfeindlich zu sein.
- Die Finanzmärkte spielen harakiri mit dem Rest der Repupblik.
- Die Deutschen haben Inflationsangst.
- Das politische Personal legt einen intelektuellen Offenbarungseid nach dem anderen ab und übergibt die Kontrolle und Steuerung des Landes an ideologisch verblendete Technokraten.
- Die Briten mögen nicht mehr mit uns spielen.
- Die Franzosen laufen mit geballten Fäusten in den Hosentaschen rum und tun noch(!) so, als ob sie mit uns spielen wollen.
- Die Spanier, Griechen und Italiener haben wir schon unter Kontrolle. (Wofür uns die dort leben müssenden Menschen hassen, aber wayne…)
- Skandinavien dreht sein eigenes Ding. (Nur Finnland hat den Euro, aber die tanzen ja eh nach Angies Pfeife.)
- Die deutschen Waffenexporte gehen durch die Decke.
- Karl Theodor is back…, der blendende Tiefflieger aus gutem Hause, der zwar noch von den gleichgeschalteten Medien mit der heißen Nadel angefasst wird, aber von vielen im Volk schon wieder wie zu seinen besten Zeiten geliebt wird und uns als der nächste Führer aus dem Schlamassel befreien wird.
Frohe Weihnachten!
(Ach ja, und Schuld an allem haben natürlich die Kommunisten!)
Den ersten Punkt korrigiere ich zu:
- Deutsche Mörder killen in Deutschland Lebende/Deutsche mit Migrationshintergrund und…
Frohe Weihnachten! Die Dinge werden verrückt, und es wird beängstigend.
Interessanter Text, in vielen Teilen finde ich meine An- und Einsichten wieder. Eine Frage:
“[...]nicht einmal einen Funken der Hoffnung, dass der Wähler diese bizarre Groteske durchschaut und sich von den vier potentiellen Regierungsparteien abwendet”
Schon, nur, wohin soll man sich denn als heimatlos gewordener Wähler aus der bürgerlichen Mitte wenden? Die Frage stelle ich seit Jahren, überzeugende Antworten erhielt ich nie.
Im bürgerlichen Lager ist es schwer. Da können die Grünen als Alternative gelten, obgleich die auch – als vielen Gründen – keine echte Alternative sind. Da ich aber nicht dem bürgerlichen Lager angehöre, kann ich Deine Frage natürlich auch nicht wirklich beantworten ;-)
dabei haben die – konträr zu uns – eine so große Auswahl :-)
stimmt ;-)
Dass die Waehlerin das nicht durchschaut, wuerde ich nicht unterschreiben. M.E. hat ein Grossteil der Menschen die Schnauze voll von den ¨Blockparteien¨ – auch ohne fundierte Analyse haben sehr viele das Gefuehl, dass die Parteien sich faktisch nicht unterscheiden. Aber ohne Alternative in Sicht (und solange das eigene Leben noch halbwegs ertraeglich ist), kann sich das nicht manifestieren. Was nicht immer so bleiben wird, und ich mache mir grosse Sorgen, welche Alternative dann wohl am greifbarsten ist – nicht nur ob der Popularitaet des Luegenbarons.
Was ist der Zweck dieses Blogs? Aufklärung?
Die Artikel laufen hier durch wie am Fließband. Anstatt immer mehr in die Breite zu gehen, wäre es schöner wieder mehr Tiefe zu bekommen.
viele Grüße
minimax
Ich traue Euch schon zu, innerhalb von 24h über einen Artikel zu reflektieren und Euch vielleicht auch noch ein Video anzuschauen. Du solltest auch nicht vergessen, dass es sich um ein Angebot handelt. Dich zwingt niemand, die Artikel auch zu lesen.
Danke für deine Antwort und an dieser Stelle auch noch mal ein Dankeschön für dein Angebot.
Mit der Durcharbeitung des Materials habe ich keine Probleme. Es bleibt leider nur wenig Zeit für die Aufarbeitung. siehe Kommentar Nr. 5
“Karla schrieb am 14. Dezember 2011 at 10:20 – Permalink Antworten
Dieser Debattenbeitrag von Gabriel ist wirklich die perfekte Illustration zu dem (leider etwas schnell untergegangen) Artikel von Thorsten Hild (“Deutsche Missstände …”) bzw. dem dort vorgestellten Buch.”
Als Anbieter bestimmst du das Tempo mit der die Karawane hier durch dein Blog zieht. Um so schneller die Reise geht, desto weniger kann man von der Landschaft sehen.
Ja klar, das ist schon problematisch. Man kann es aber auch nicht allen Lesern Recht machen. Ich verstehe Deinen Punkt ja auch. Die Alternative wäre halt ein Magazin-Format, bei dem man bestimmte Artikel (wie den von Thorsten) prominenter platzieren kann.
ach ja die Beiträge von Münchau im SPON geben auch einiges Hoffnung her, dass nicht überall in Deutschland Hopfen und Malz gänzlich verloren ist…
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,803646,00.html
…obwohl beim SPON kommen derartige Beiträge wie ein “Perlen vor die Säue werfen” daher, man lese nur einmal die Beiträge im Forum zu seinem Beitrag.
Der Autor selber ist aber äußerst grenzwertig.
Aus Wiki:
was aber nichts daran aendert, dass die FT Deutschland mit Fricke und CO eine der wenigen Zeitungen ist, die man noch lesen kann in Deutschland. (und natuerlich Schirrmacher in der FAZ)…es kann im uebrigen auch sein, dass Muenchau den 2006 Unsinn mittlerweile selbst so nicht mehr vertreteb wuerde nach den Erfahrungen der letzten Jahre…zumindest argumentiert er ersichtlich gerade nicht wie ein dumpfer Neoliberaler Quaksalber.
Eine kleine Korrektur scheint mir dringend erforderlich. Sie betrifft das eingangs erwähnte lateinische Zitat.
Selbst wenn Gabriel geschwiegen hätte, ihn, ja ihn hätte man auch dann nicht für einen Philosophen gehalten.
Ich auch nicht, aber es passte einfach zu gut ;-)
:-)
Der Verein schwäbischer Hausfrauen e.V. protestiert hiermit energisch dagegen mit Sigmar Gabriel verglichen zu werden, der (nicht nur!) auf dem Gebiet der Ökonomie ein geistiges Leichtgewicht ist!
Schluss mit der Diskriminierung der schwäbischen Hausfrau?
Da hier gerade Fachfrauen posten:
was unterscheidet eigentlich die schwäbische Hausfrau von einer fränkischen, sächsischen oder hessischen? Das die anderen nicht zwingend von Geburt an CDU wählen müssen? Oder was? ;-)
“Da stellt sich natürlich die Frage, ob Sigmar Gabriel das von ihm unterzeichnete Positionspapier entweder nicht gelesen, nicht ernst genommen oder aber nicht verstanden hat. Am wahrscheinlichsten ist hier wohl die dritte Variante. Auch in der Vergangenheit konnte der ehemalige Goslarer Berufsschullehrer nicht den Eindruck erwecken, überhaupt zu verstehen, wovon er da spricht, wenn es um volkswirtschaftliche Fragen geht. Das ist nicht so tragisch, für so etwas hat man schließlich Berater. ”
Mag ja sein, dass Gabriel nicht versteht, wovon er spricht (und ist ja wohl das Grundübel zumindest der Regierungsparteien und derer, die den Anspruch haben in Zukunft wieder beteiligt zu sein – vielleicht hat Gabriel ja auch schon wieder die zukünftige große Koalition im Blick), aber WIE er spricht ist doch ganz klar gerichtet an die Wähler, die das “System der schwäbischen Hausfrau” schon längst verinnerlicht haben. Weil das versteht ja wohl jeder. Das Ganze noch ein bisschen gespickt mit vordergründig-oberflächlichem “Wir brauchen/wollen Europa” in Verbindung mit Scheinkritik an den Fehlern der Regierungsparteien (gehört sich doch so als Oppositionspartei) und, der Clou, “Wiederherstellung” der DEMOKRATIE, wie sie zur Zeit von vielen Seiten angemahnt wird. Doch richtig innovativ und kämpferisch, der Mann! Für die”gute Sache”! Da hat er sich genau die richtigen Berater ausgesucht oder sich von den richtigen den Beitrag schreiben lassen.
Denn, und das befürchte ich, das wird bei sehr vielen gut angekommen, weil es so schön einfach zu verstehen ist und die Person Gabriel und die SPD wieder ins “richtige Licht” des Wahlvolkes rückt. Na bravo! :((
Was zeigt mir das? Kalkül und Schein statt Fähigkeit auf der einen Seite und Dummheit/Ahnungslosigkeit auf der anderen… oder so…
Schroeder und Westerwelle haben ihre Parteien sehr gruendlich zugrunde gerichtet – von denen duerfte noch eine Weile lang nichts inhaltlich Brauchbares kommen. Falls ueberhaupt je wieder.
Insofern ist die Position der CDU imho deutlich relevanter. Und da frage ich mich schon seit einer Weile, was sie eigentlich zu ihrem Vorgehen in Sachen Euro motiviert: Seit 2 Jahren ist die Regierung bemueht, die Situation in der Schwebe zu halten – Probleme weder zu loesen noch eskalieren zu lassen. Klare Worte werden vermieden, bei jeder ¨Rettung¨ ist klar, dass bald die naechste folgen wird.
Warum? Was verspricht sie sich davon? Bin ich ein VTler, wenn ich nicht (mehr) glauben kann, dass es sich hier um blosse Unfaehigkeit und/ oder eine Orientierung an den kurzfristigen Interessen der Finanzindustrie handelt? Wenn ich inzwischen annehme, dass hier Kalkuel dahintersteckt, wenn mensch so will eine versteckte Agenda?
Diese “Schwebe” bringt Teilen der Finanzwirtschaft massive Gewinne und schützt die Banken wiederum davor, dass die hohen Einsätze dabei nicht verschütt gehen. Ich denke das ist ein feine Sache für die Finanzwirtschaft wie für die Politik. Andererseits würden “echte” Lösungen zum Widerstand in den “Märkten” wie in den Medien führen. Die Menschen würden unzufrieden mit der Regierung (Stichwort: Medienmacht). Die Regierung liefe Gefahr Fehler zu machen (wer nix macht macht auch nix falsch…dann sind im Zweifel immer die anderen Schuld).
Also ein Mix aus verschiedenen Gründen. Aber keine Verschwörung in dem Sinn dass sich konkret Beteiligte zusammensetzen und absprechen wie die Situation verzögert werden kann. So sehe ich das.
Und genau das (Orientierung an Banken und Co.) kann ich nicht mehr glauben, weil es so offensichtlich ist, dass dieser Weg keine Loesung bietet. Dass der einzige Zweck die Verzoegerung ist, denke ich auch nciht, sondern dass tiefere politische Ziele dahinterstecken.
Daß man Gabriel in der SPD eines Tages als Hoffnungsträger zu erkennen versuchen würde, ist bereits der dicke Hund überhaupt, schließlich ist er einst aus dem Haupte Gerhard Schröders entsprungen und schwimmt seit dem Ende der Basta-Revolution als schillerndes Fettauge auf der roten Suppe. Bei Steinbrück hingegen kann man getrost alle Hoffnung fahren lassen. Als einer der führenden Ideologen der Abkehr von der sozialen Marktwirtschaft ist er bestenfalls ein Paradebeispiel für die Dysfunktionalität des Medienbetriebs, der ihm als willfährige Echowand den Weg an die Top-Position des aktuellen Politbarometers herbeigejodelt hat, es würgt einen förmlich im Hals. Das übrige Personal ist so erwähnenswert wie die zartgelben Verpackungsflocken von Amazon-Buchsendungen – wenn wir denn noch bei Amazon bestellen würden und wüßten, wie die aussehen, schon klar. Rot und Grün fürchten einander, wenn sie auch dem-next eine gemeinsame Regierungskoalition zum Wahlziel erklären werden, um bis 2013 ungehemmt linksblinken zu können. Wenn Rot/Grün dann aber Realität würde, müßten die Wahlversprechen eingelöst und mithin gegen unmittelbare Vorgaben des Deutschen Kapitals regiert werden: und seit der Agenda 2010 wollen beide gerade das nicht mehr, die Ideologie der Ära Schröder/Fischer ist schließlich nach wie vor das Leitmotiv ihres Handelns. Was werden Sie also tun? Nun, wer immer von beiden 2013 gerade der Stärkere ist, wird die Verhandlungen an einem dämlichen Aufhänger scheitern lassen (wie etwa der Frage der Stadtautobahn in Berlin) und sich der Union an den Hals werfen, die fortan wieder einmal jeder Revision des Agendakurses im Wege steht. Entweder mit Siggi Pop oder dem naßforschen Peer als Sancho Pansa. WELT/BILD/Bertelsmann/FOCUS/SPIEGELetc.etc. blasen den Marsch dazu und diskreditieren bis dahin die LINKE, damit nichts anbrennt.
Done.
Mike Tyson hatte schon recht: außer Boxen ist alles so langweilig.
Teilweise mögen die im obigen Text beschriebene Ursachen für das Verhalten Gabriels verantwortlich sein. Ein weiterer wichtiger Aspekt darf aus meiner Sicht jedoch nicht vernachlässigt werden: Neben politischen Überzeugungstätern wie z.B. Steinbrück spielt die Angst vor einer breit angelegten Medienkampagne eine Rolle, sollte sich die SPD kritisch zur “Schuldenbremse” oder zur Merkelschen Version der “Fiskalunion” äußern.
Ich erinnere in diesem Zusammenhang auch an die vor wenigen Wochen von der saarländischen CDU-Ministerpräsidentin geäußerte Kritik an der “Schuldenbremse”. Die saarländische MP entging damals nur knapp der Steinigung durch ihre Parteifreunde und zahlreiche Medienn. Noch am selben Tag schwor sie ihrer zuvor geäußerten Kritik an der “Schuldenbremse” ab.
Das entschuldigt Gabriel und die SPD jedoch in keinster Weise, denn dieses Anbiedern läuft im Endergebnis auf eine Anpassung der SPD an den neoliberalen Mainstream hinaus. Das ist im übrigen die Fortsetzung der Schröder Parole: “Alles was man zum Regieren braucht, sind Bild und Glotze.” Eine solche SPD braucht jedoch außerhalb der neoliberalen Glaubensgemeinde niemand!
Zitat aus dem Spiegelfechter-Artikel:
Hier eine Unterschriftenaktion der “Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD” (kein Witz!). Es gibt immerhin schon 28 Unterschriften von SPD-Mitgliedern die wieder sozialdemokratische Politik sehen wollen.
Aber jetzt mal im Ernst. Die SPD-Funktionäre wollen einfach wieder an die Macht kommen. Völlig egal mit welchem Scheiß. Und wenn die Presse mal gerade etwas von Schuldenkrise erzählt, dann wird halt auf Schuldenbremse gemacht.
Die Wähler stehen hier in der Verantwortung:
Wählt Hochstapler und Blender ab. Wählt CDU und SPD ab.
Zitat aus dem Spiegelfechter-Artikel:
So wie es aussieht werden wir wohl definitiv nicht die “Diktatur des Proletariats” bekommen.
Aber dafür gibts dann die Diktatur der Doofen.
Vor längerer Zeit einmal haben Leute, die ich kenne, Gabriel im privaten Umfeld erlebt. Dabei hat er selbstbeweihräuchernd unablässig blödsinniges Zeugs von sich gegeben — nicht anders als im FAZ-Artikel. In dieser Art haben sein Machtinstinkt und seine intellektuelle Tieffliegerei offenbar ihren modus vivendi gefunden.
Ich habe während einer Umschulung (1998 – 2000) mit einem Teilnehmer an einem Tisch gesessen, der als Kind/Jugendlicher in GS-Jürgenohl gleich neben den Gabriels gewohnt hat. Seinen Erzählungen nach war der gleichaltrige Big Sigi bereits damals ein reiner Opportunist und ausschließlich auf eine politische Karriere fixiert. So soll er diesem Teilnehmer gegenüber mit ca. 14 Jahren bereits geäußert haben, als beide sich im Fernsehen eine Übertragung aus dem Bundestag anschauten: “Und da komme ich auch noch hin!”.
Wie Du vielleicht weißt, komme ich aus derselben Stadt wie SG. Da ich etwas jünger als SG bin, habe ich ihn selbst früher nicht kennengelernt, dafür waren einige meiner Freunde früher sehr gut bekannt mit ihm – unter anderen von den “Falken”. SG war damals schon ein Blender und Mitläufer, der überhaupt nicht wusste, was “links” eigentlich sein soll. Ich könnte da einige Stories erzählen, aber dank des “Quellenschutzes” geht das freilich nicht ;-)
“Sparen” scheint ja das Schimpfwort hier zu sein, aber die Alternative heißt das Geld am Finanzmarkt vorbei zu drucken und im Endeffekt eine hohe Inflation in Kauf zu nehmen. Ich kann mich jetzt nicht erinnern, dass der Durchschnittsbürger bei hoher Inflation jemals gut weggekommen ist, gerade bei der Sparquote in Deutschland. Inflation würde ja vor allem den hoch-verschuldeten Staaten nützen und den Gläubigern, darunter vor allem Deutschland, eher schaden. Wenn ich jemandem Euros leihe, will ich ja auch nicht, dass der mich mit Monopoly-Scheinen auszahlen kann. Aber so weit wird es ja eh noch kommen oder passiert bereits.
Die Frage ist, wie weit sich ein SPD-Kanzlerkandidat bei einem eher konservativen Blatt aus dem Fenster lehnen kann? Geldwertstabilität steht auch bei vielen SPD-Wählern noch sehr hoch im Kurs.
du bringst hier Einiges durcheinander. Auch wenn ich befürchte, dass das weder dein Weltbild erschüttern noch dir deine Inflationsangst nehmen wird, zwei Verweise
“Von Inflation keine Spur
Es kommt nicht darauf an, wieviel Geld geschöpft wird, sondern wer darüber verfügt”
http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Globalisierung/krise-zeise.html
Aus Bill Mitchells Blog
“Modern monetary theory and inflation – Part 1″
http://bilbo.economicoutlook.net/blog/?p=10554
“Modern monetary theory and inflation – Part 2″
http://bilbo.economicoutlook.net/blog/?p=13035
btw …. aktuelle Daten
selbst für die USA zeigt sich, dass trotz der massiven QE Eingriffe durch die Fed, man lediglich von einer decelerating inflation rate sprechen muss: It looks like a demand side problem, and it is a demand side problem
http://krugman.blogs.nytimes.com/2011/12/14/smoothed-inflation/
Also wer wirklich ernsthaft eine höhere Inflation jetzt für ausgeschlossen hält, muss eigentlich schon für verrückt erklärt werden. Der Goldpreis ist nicht umsonst so hoch und kein Mensch mit Vernunft behält sein Geldvermögen für 2,5 % Zinsen auf dem Sparkonto, auch wenn uns Statistiker glauben machen wollen, dass wir nur 2 % Inflation haben.
Insgesamt halte ich eine Hyperinflation für sehr unwahrscheinlich (und mache mir ohne Geld eh keine Sorgen deshalb), aber ein SPD-Kanzlerkandidat muss auch auf die Nöte des deutschen Kleinsparers eingehen, der die Rendite seiner Riesterrente oder Lebensversicherung realistisch für gefährdet hält. Auch Löhne, Sozialleistungen und Renten werden ja nicht automatisch der Inflation angepasst. Und wenn man die Pleitestaaten mit Spielgeld versorgen sollte, welches die EZB dann irgendwann abschreiben muss, wird das ganz sicher Inflation bedeuten, wenn auch nicht gleich auf Simbabwe-Niveau.
Das eine ausufernde Geldmenge nicht automatisch auch Hyperinflation bedeutet, sehen wir ja schon seit vielen Jahren, aber 5% reale Inflation treffen auch schon viele Menschen hart genug. Die Tricks zur Inflationsberechnung, die spätestens seit Clinton Einzug gehalten haben, Stichwort “Hedonischer Preis”, fälschen die Inflationsrate schon seit über einem Jahrzehnt und auch hier wurde schon viel getrickst. Die gefühlte Inflation (DM-Preis = Euro-Preis) liegt da deutlich näher an der Realität als die Statistik.
Eine leise Kritik:
Die von SF und Albrecht Müller beschriebenen Aspekte sind sicherlich richtig. Aber ich fürchte, sie werden dem Geist des Artikels von Gabriel nicht so ganz gerecht. Ich las darin als Grundtenor eher eine Beschäftigung mit dem unmöglichen Verhalten Deutschlands im Umgang mit den europäischen Partnern. Und in dieser Hinsicht gebe ich ihm recht. Im Detail zeigt Gabriel ganz klar die von SF und Müller beschriebenen enormen Defizite. Sehr gut gefallen hat mir auch der Schluss des SF-Artikels, versucht er hier doch mit sehr deutlichen Worten die Brisanz der gegenwärtigen Situation herauszuheben. Etwas was angesichts der zum Großteil immer noch “schlafenden” Bevölkerung dringend nötig ist. Jedoch hätte ich mir – gemäß meiner Abneigung gegen zu stark einseitige Artikel – gewünscht, das oben genannter Aspekt auch lobend erwähnt worden wäre, wenn auch nur in einem Nebensatz. Dann könnte ich diesen Artikel auch mit viel leichterem Herzen weiterverbreiten. Denn so wie der Artikel jetzt ist werde ich mich primär mit dem Vorwurf auseinandersetzen müssen, SF hätte Gabriels Artikel möglicherweise gar nicht verstanden. Und das bedeutet, die Leute nehmen die berechtigte Kritik möglicherweise überhaupt nicht mehr wahr, da der Artikel bereits in eine ungünstige Schublade einsortiert wurde.
Selbst das Handelsblatt zeigt mit seinem heutigen Beitrag “Euro-Krise: Deutschland bringt Europa aus dem Gleichgewicht”, daß dort zumindest partiell kritischerer ökonomischer Sachverstand angesiedelt ist als bei Gabriel.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/deutschland-bringt-europa-aus-dem-gleichgewicht/5960474.html
Eine Teil-Überschrift dieses Handelsblatt-Beitrages lautet gar: “Nicht Staatsschulden, sondern Ungleichgewichte haben die Krise verursacht”.
Bei diesem Handelsblatt-Beitrag handelt es sich um einen Eigenbeitrag (d.h. kein Gastbeitrag z.B. Heiner Flassbecks).
Die Leserkommentare zeigen, daß der Handelsblatt-Redakteur die meisten Handelsblatt-Leser auf dem falschen Fuß erwischt hat. Es drängt sich für mich der Eindruck auf, daß die von dem Handelsblatt-Redakteur aufgezeigten Zusammenhänge für diese HB-Leser völlig neu sind. Diese geifern und schreiben größtenteils haarsträubenden ökonomischen Unsinn. So äußert sich z.B. ein HB-Leser realitätsentrückt zur Funktionsweise des Wechselkursmechanismus.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings bzgl. dieses HB-Beitrages. Dort heißt es:
“Es geht dabei nicht um weniger deutsche Exporte. Wichtig ist vielmehr eine Stärkung der Binnennachfrage durch Umschichtungen im Steuersystem ( und um) höhere Löhne… .”
Ich fürchte jedoch, ein Rückgang der deutschen Exporte läßt sich kaum vermeiden. Die großen Außenhandelsungleichgewichte und damit die wachsende Auslandsverschuldung der Staaten mit hohen Aussenhandelsdefiziten lassen sich m.E. nicht mehr ausschließlich über eine Steigerung der deutschen Importe reduzieren.
Hinsichtlich der Konjunkturentwicklung in Deutschland bin ich der Auffassung, daß sich die Konjunktur in Deutschland auf kurze Sicht nur geringfügig eintrüben wird. Dies jedoch nur unter der Voraussetzung, daß sich die Wachstumseinbrüche der europäischen und der Weltwirtschaft nicht in dem 2009er Ausmaß wiederholen werden. Durch das seit der Euroeinführung von deutscher Seite betriebene Lohn-, Sozial- und Unternehmensteuerdumping hat die deutsche Exportwirtschaft v.a. die übrigen Staaten der Eurozone in geradezu parasitärer Art und Weise gegen die Wand konkurriert. Hierdurch sind die Kassen insbesondere der Exportwirtschaft prall gefüllt. Dies ermöglicht der deutschen Exportwirtschaft auch im Vergleich zu zahlreichen Nicht-Euro-Staaten (wegen des aus Sicht der hiesigen Exportwirtschaft niedrigen Euro-Wechselkurses) ein erhebliches Preissenkungspotenzial zu Lasten jener Staaten, welche in den vergangenen Jahren an preislicher Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der hiesigen Exportwirtschaft eingebüßt haben. Dies würde jedoch v.a. innerhalb des Euroraumes die außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte weiter verschärfen und die Gefahr heraufbeschwören, daß uns der ganze Euro-Laden um die Ohren fliegt.
ich würde mir nicht, wie Wolgang Lieb, allzu viele Hoffnungen machen, in einem Meer von Wahnsinn wird eine solche Stimme nicht wahrgenommen, im Gegenteil ist zu befürchten, dass die hier vorherrschende kollektive ideologische Verblendung nun ‘europäisiert’ wird
“The ECB now wants export-driven growth for the whole of Europe, not just for Germany”
http://www.creditwritedowns.com/2011/12/ecb-export-driven-growth.html
Immerhin scheinen die Brandstifter nunmehr in der Lage zu sein, den Brand zu bemerken, den sie angestiftet haben, auch wenn sie ihn mit noch mehr Benzin zu löschen versuchen
” The European debt crisis is growing to the point that it won’t be solved by one group of countries, Christine Lagarde, the managing director of the International Monetary Fund said today.
Lagarde said that if countries don’t work together, the world will face a situation similar to the 1930s, before the world slid into World War II.
“There is no economy in the world, whether low-income countries, emerging markets, middle-income countries or super- advanced economies that will be immune to the crisis that we see not only unfolding, but escalating at a point where everybody would actually have to focus on what it can do,” Lagarde said.
If the international community doesn’t work together, “the risk from an economic point of view is that of retraction, rising protectionism, isolation,” Lagarde said. “This is exactly the description of what happened in the ‘30s and what followed is not something we are looking forward to.””
Ich fand Gabriel mal toll :) . Er hat aber auch so eine normale Art . Alles sehr gut durchstrukturiert . Politische eine Null klar . Als ich ihn noch toll fand habe ich auch noch Spiegel gelesen ( Ich habe die 4-5 Jahrgänge immer noch im Schrank liegen ) .
Die wa(h)re Politik interessiert leider nicht . Wenn ich zwischen Pest oder Cholera wählen müsste wäre mir Sigi Pop noch Lieber als der Supertechnokrat Steinbrück als oberster Kapital/Volks Vertreter .
“SPD”/”Grüne” zu wählen schließt sich nach 1998 für mich total aus . Von der Seele und Idee her würde ich SPD wählen aber der Geist ist wenn es ihn jemals zu sagen wir 75 % gab schon lange erloschen .
Wenn die Gewerkschaften nicht genau so pervertiert wie SPD wären könnte es sich ruck zuck zum besseren wenden . Aber der unpolitsche Mensch der mehr wert auf Gel in den Harren legt als auf Inhalte ist das gewollte Utopia der Marktfundamentalisten .
Der Mensch kann eine widerwärtige Kreatur sein . Nach oben Speichellecken und nach unten Treten . Ich bleibe zuversichtlich aber in der Realität . Everything is ruined … that far .
Wollte die SPD nicht schon immer dasselbe wie die CDU, nur eben besser machen?
Zumindest seit Kohl-Ära.
Was soll man überhaupt von dieser Berufspolitikerspezies halten, die ihre Weisheiten aus der BILD schöpfen? Für mehr Text haben sie keine Zeit, da sie mit der Führung voll ausgelastet sind.
Deinem Schlusssatz ist leider nichts mehr zuzufügen.
Hiks … :) Hast du wohl recht Zeitgenosse …
http://www.youtube.com/watch?v=XNUHTQcToYo
Auf die einäugigen in ihren jeweiligem Umfeld … :)
Bei Gabriel denke ich mir auch nur jedes mal: Was ein Politclown!
Schöne Zusammenstellung übrigens hier: http://www.politclowns.de
Gruß, Michael