Exit bleibt ein Fremdwort
geschrieben am 05. September 2009 von Spiegelfechter
Das Thema Afghanistan spielte im bisherigen Bundestagswahlkampf keine zentrale Rolle. Das verwundert kaum, schließlich sprechen sich in Umfragen zwei Drittel aller Bundesbürger dafür aus, den Kriegseinsatz der Bundeswehr am Hindukusch rasch zu beenden. Da aber alle großen Parteien ? mit Ausnahme der Linken ? in diesem Punkt eine grundsätzlich andere Vorstellung haben, ist es nur allzu verständlich, dass man versucht, das Thema Afghanistan aus dem Wahlkampf herauszuhalten. Nach dem jüngsten Zwischenfall, bei dem unter Mithilfe der Bundeswehr fast 100 Zivilisten getötet wurden, wird es für die Parteien jedoch schwieriger werden, den unbeliebten Krieg totzuschweigen. Welche Afghanistan-Strategie haben eigentlich die Parteien und wie könnte die Afghanistan-Politik einer neuen Bundesregierung aussehen?
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allein in PSLs Buch “Allah ist mit den Standhaften.” hätte man lesen können, dass ein krieg in afghanistan nicht zu gewinnen ist. deutsche politiker sträuben sich aber leider gegen expertenmeinungen.
und die meinung der deusthen politik sind einfach nur ignorant und arrogant. als volker rühe den krieg als desaster erklärte, kam von merkel nur “das thema sei jetzt nicht hilfreich und dürfe nicht diskutiert werden” (sinngemäß)
PS angeblich kann der Dingo mit seinem MG nur nach vorne schießen. gegner die von der seite kommen oder von hinten können nicht unter feuer genommen werden. hast du vielleicht dazu quellen? angeblich gibt es interne papiere der BW die an die öffentlichkeit gelangt sind. habe auf die schnelle nix gefunden …
@Tilman
Was Rühe da vorschlägt, ist ja nicht weniger als die Adaption von Bushs “Surge-Strategie” auf Afghanistan. Die USA hatten im Irak Erfolg – ob sich dies allerdings auch kausal auf den “Surge” zurückführen lässt, mag bezweifelt werden. Fest steht – so wir Rühe das sagt, kann es nicht funktionieren. 2 Jahre mit voller Kraft und dann raus … na, was werden die Taliban dann wohl machen? 2 Jahre verstecken und dann mit voller Kraft rein. Rühes “Surge” macht nur dann einen Sinn, wenn man keinen Exit-Termin nennt. Die “2 Jahre” verbuche ich da auch mal als PR-Lüge.
@ Tilman: also wikipedia sagt, dass Dingo 1 wie auch Dingo 2 ein um 360° Schwenkbares MG montiert haben. Etwas anderes zu konstruieren wäre ja auch im höchsten Maße dämlich (http://de.wikipedia.org/wiki/ATF_Dingo#Bewaffnung)
Zum Thema: Ist das Hauptproblem nicht mittlerweile das instabile Pakistan? Würde ein Abzug der Nato aus Afghanistan nicht die Integrität Pakistans gefährden? Ich bin bei Weitem kein Freund des Einsatzes in Afghanistan, und bin mir auch ziemlich sicher, dass dieser Krieg von der Nato nicht gewonnen werden kann, aber das Bündnis hat sich mit diesem Einsatz nun dermaßen ins Knie geschossen, dass ihm fast nichts anderes übrig bleibt in einer langwierigen Auseinandersetzugn Afghanistan zu halten und Pakistan wieder zu stabilisieren.
Wer wissen will, was die Bundeswehr in Afghanistan verloren hat sollte mal einen Blick auf Umsatz, Aufträge und Erträge der deutschen Rüstungsfirmen werfen. Von Kriese ist da wenig zu sehen. Ein Schelm der böses dabei denkt.
Aus der Geschichte lernen und die Mentalität der Menschen in Afghanistan zu verstehen fällt den Politikern schwer. Das Problem der Taliban kann nicht nach unseren Wertvorstellungen gelöst werden. Militätrisch können wir mit sehr großem Aufwand optisch eine ruhige Oberfläche erreichen, aber wenn wir die Logistik und Geldbeschaffung aus Saudi Arabien, dem Iran und Pakistan nicht unterbinden können, verbluten unsere Soldaten nach Vorschrift. Die BW bewacht die Logistik der Rauschgiftbarone und wir zahlen Schmiergelder an die Taliban für die Realisierung von Hilfsprojekten. Wir finanzieren den eigenen Strick, an dem wir aufgehängt werden sollen.
Unser Soldaten können sich kaum selber schützen und werden zusätzlich noch von der deutschen Justiz beaufsichtigt, untersucht und kriminalisiert – ohne Kenntnis der wirklichen Umstände. Die jetzt gesprengten Tanklastzüge sollte offensichtlich vor der Wahl in Deutschland als Bomben mit mehreren 100 von Toten als Folge eingesetzt werden. Die Falschheit des Mitleides der Politik über die jetzigen Toten ist unglaublich, denn es wären später das zig-fache von Toten und Schwerverletzten zu beklagen.
Die Aussage von Peter Struck, daß Deutschland am Hindukusch verteidigt wird, ist der größte Blödsinn der letzten 20 Jahre. Es sollte die Sicherheitsbasis für ein Pipeline-Projekt geschaffen werden. Es ging nie um Menschen und schon gar nicht um die Rechte der Frauen. Wir wollen die Rechte der Frauen – sonst keiner.
Die CDUCSU, SPD, FDP. Grüne belügen uns vorsätzlich über die wahren Umstände und Hintergründe und die Amerikaner warten mit einer Forderung nach einer Truppenverstärung der BW bis nach der BTW am 27.10.09 – dann ist Zahltag.
Alles ist lange bekannt. Wir werden in jeder Beziehung vorsätzlich belogen – wie beim derzeitigen Finanzskandal.
Der ISAF-Einsatz hat ja ein UN-Mandat, und Teilnehmer-Länder sind 28 NATO-Staaten (inklusive Dänemark und Kanada) und 14 Nicht-NATO-Staaten. Es ist deshalb ganz unsinnig, hier eine nationale Karte spielen zu wollen, wie das die Linke versucht.
Die Medien wurden bereits angewiesen zu schreiben -> dass keine “Menschen” gestorben sind sondern nur Terroristen.
‘Welche Afghanistan-Strategie haben eigentlich die Parteien und wie könnte die Afghanistan-Politik einer neuen Bundesregierung aussehen?’
Wie es scheint ist die Strategie der Parteien, keine Strategie zu haben. Man hat sich dort festgebissen und kommt nicht mehr raus, wie damals die Amerikaner in Vietnam. Warum? Wenn man aus Afghanistan raus gehen würde, käme das dem Eingeständnis des Scheiterns gleich. Jeder weiß ja mittlerweile, dass der Einsatz dort gescheitert ist: Anbei der Drogen nimmt zu, Taliban kontrollieren weite Landstriche, geringe Freiheiten für Frauen nur in Kabul… ect.. etc.. Nur keiner will das zu geben. Sture Bündnistreue zu den Amerikanern und Eitelkeit verhindern hier zu Lande endlich aus einem sinnlosen Krieg aus zu steigen. Die einzige Strategie, die es hier gibt ist eine PR-Strategie, den Krieg nicht wie Krieg aussehen zu lassen. So sieht es aus…
Alle Parteien, bis auf die LINKE, befürworten Kriegseinsätze der Bundeswehr.
Solche Parteien sind für Christen unwählbar!
Hört man dazu was von der katholischen oder der evangelischen Kirche in Deutschland?
Wer Krieg führt, vernichtet Leben.
Du sollst nicht töten, heißt eines der Zehn Gebote.
Nicht mal die Parteien mit dem “C” für christlich halten sich daran. Die hätte Jesus aus dem Tempel gejagt, die Pharisäer!
Und wir können die aus dem Parlament jagen.
Wir haben die Macht dazu.
Nutzen wir sie.
Das krasseste deutsche Verbrechen seit 1945 und man möchte vielleicht mal über “eine neue Politik” nachdenken.
Und der “linke” Freitag benutzt den Neonazi-Jagon “Kollateralschaden” für dutzendfachen Mord, um eine Diskussion anzuregen. Der Spiegelfechter glaubt, die US-Faschisten hätten im Irak “Erfolg” gehabt.
Leute, ihr werdet es wohl nie lernen.
Hier geht es nicht mehr um die deutsche Truppen, Amis oder Briten etc.
Afghanistan ist jetzt ein Problem für die ganze NATO.
Die Zeit als die BW und die Anderen Afghanistan ohne Gesichtsverlußt verlassen konnten ist längst vorbei.
Jetzt steckt die NATO ganz, ganz tief im … (na ja, Ihr wißt schon wo).
Kein Politiker oder Partei weiß jetzt, wie das Problem Afghanistan zu lösen wäre.
Die ganze Welt schaut seit Jahren auf den Einsatz der NATO in Afghanistan, insbesondere die Chinesen.
Aber auch die (verbündete) Japaner, Süd-Koreaner (etc.) sehen mit Sorge wie die NATO sich in Afghanistan (auch im Irak) blamiert.
Die Chinesen und Japaner sprechen schon offen von einem Papier-Tiger, und das ist das eigentliche (größte) Problem für uns Europäer (und für Amis übrigens auch).
Stellt Euch vor, wir (die Welt) befinden uns in einer Finanzkrise (inzwischen auch Strukturkrise) und jetzt auch noch eine militärische Schmach, sie hätte ganz bestimmt uns noch gefehlt.
Unsere Politiker beneide ich nicht, ehrlich.
Franz-Josef Jung faselt etwas davon, daß es keine zivilen Opfer gegeben habe und nur Taliban getroffen wurden.
Kurze Zeit später flimmern Bilder von den verletzten Zivilisten über das Fernsehen, als der NATO-Kommandeur diese im Krankenhaus besucht und versucht, die Afghanen zu beruhigen.
Jung erinnert sehr stark an den irakischen Propagandaminister Muhammad Saeed al-Sahhaf, der ja Baghdad Bob oder Comical Ali getauft wurde.
Ich würde Jung deshalb “Kundus Sepp” oder “Kabul Franzl” nennen.
Wobei Muhammad Saeed al-Sahhaf damals überzeugender und selbstbewusster aufgetreten ist als Jung.
100 Tote Zivilisten, darunter 101 (!) Frauen und Kinder … und eine Hochzeitsgesellschaft … und ein paar versprengte Christen … nachts um eins (OZ) …
Was hatten die da an geklauten Tanklastern zu suchen? Wenn ich nicht irre, sind alle Taliban “Zivilisten” – oder tragen die jetzt Uniform? Hat man das nicht auch im Fernsehen gesehen, in Gaza … die Jungs in Zivil und die Plemm guckte unterm Anorak raus. Schöne Zivilisten: Asymetrischer Krieg eben – assymetrische Opfer … müsste man zynisch sagen! *gähn*
Wenn ich einen Strich drunter ziehe bin ich doch für das internationale Engagement in Afghanistan, also auch für das unsrige. Es muss aber zu Gunsten der afghanischen Menschen – auch wenn die …tunen oder …iken oder …eken oder sonst ‘was sind – optimiert werden.
Beste Grüße
Vogel
Das ist jetzt nicht ganz zum Thema, jedoch zum Thema “Krieg gegen Terror”, böse böse Talibans und “demokratische” Afghanistan-Regierung.
Wie die Entwicklung des Drogenanbaus in Afghanistan nach dem Überfall “der Befreier” vonstatten ging, wissen wahrscheinlich schon alle. Allgemein wurde daraus sehr oft abgeleitet oder zumindest vermutet, dass die Talibans sich aus der Quelle finanzieren. Das fand ich bis vor kurzem auch plausibel.
Nun schaut mal hier nach: http://www.foreignpolicyjournal.com/2009/08/12/ex-isi-chief-says-purpose-of-new-afghan-intelligence-agency-rama-is-%E2%80%98to-destabilize-pakistan%E2%80%99/
Und wer kassiert die restlichen 98% ?
vogel: Schöne Zivilisten: Asymetrischer Krieg eben ? assymetrische Opfer ? müsste man zynisch sagen! *gähn*
dein zynismus ist widerlich und völlig unangebracht.
@7 McFly: Ich weiß ja nicht, welche Medien Du liest, aber die allseits zitierte DPA-Meldung die aktuell kursiert erscheint mir ziemlich ausgewogen. Dort werden übrigens 150 Tote (nach afgh. Quellen) genannt.
@14 COPOKA: Das ist wirklich interessant. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass sich die Taliban tatsächlich nur mit 2% zufrieden gibt. Immerhin haben die ja auch immense Ausgaben. Aber es wäre schon wissenswert wer da ausserdem noch die Fäden zieht.
Ohne jetzt eine VT zu konstruieren: Im Wesentlichen sind es die Amerikaner, die verhindern, den Drogenanbau in legale Bahnen zu leiten (-> Morphiumproduktion für den Medizinbereich). Dabei sollte es doch jedem klar sein, dass der Schlüssel zur Befriedung des Landes nur eine solide wirtschaftliche Perspektive abseits der Illegalität sein kann.
Wieso kommt eigentlich keiner auf die Idee, eine atomare Freiheitsfriedensbombe auf die Eingeborenen und ihre eigenen Stammesgebiete in AfG zu werfen, damit diese unseren Bundeswehrsöldnern mit ihren 3000 Euro monatlichem Friedensgehalt friedfertiger gegenübertreten? Die verhalten sich wirklich schon so widerspenstig, wie die Polen und anderen Untermenschen gegenüber unserem alten genialen Führer. *Zynismus off*
Der Krieg in AfG bleibt ein Krieg gegen China und Rußland, er bleibt ein ökonomischer Krieg für die westlichen Chemiekonzerne und deren pharmazeutische Produkte auf dem Weltmarkt gegen die Rohopiumbauern mit ihren Produktionskapazitäten und er bleibt ein Krieg gegen ein Land, welches als riesiges neoliberales Experimentierfeld für das Militär dient.
Ein modernisiertes AFG wäre als teilhabender Staat an der Verwertungskette des Kapitals so überflüssig, wie der deutsche Harz IV Empfänger, und hat aktuell nur die Aufgabe als westlicher Truppenstützpunkt, vom sich irgendwann schnell, effizent und unmittelbar gegen die Strukturen in China und gegen die Energierouten losschlagen lässt.
Was die Natoosterweiterung gegen Rußland mit dem Sinn der verkürzten Reaktionszeiten auf Raketenangriffe bei Enthauptungsschlägen war und ist, ist der Aufmarsch in AfG als gleiches militärtaktisches Spiegelbild gegen China, und gegen den südlichen Unterleib Russlands.
Wer will kann aus der alten verschwiegenen Geschichte des zweiten Weltkrieges, sich auch gerne mal fragen, ob es Gleichnisse zu heute gibt, und sich dazu die Frage stellen, ob unser Verteidigungsminister auch Flugzeuge gegen plündernde HarzIVpiraten einsetzen wird, wenn diese ausgeschlossenen Überflüssigen, sich am bestehenden Restmarkt bedienen werden.
http://www.jungewelt.de/2009/09-04/004.php
@ hausen
Ohne Zynismus lässt sich diese Welt doch gar nicht mehr ertragen.
Ach ja, ganz unterschwellig war selbst in der bürgerlichen Presse davon zu lesen, dass es eine Überproduktionskrise auch beim Anbauprodukt Rohopium, wie auf dem Markt für Automobile gibt, und wer sich bewußt ist, wie fortgeschritten und entwickelt die chemisch-synetische Produktion von Heroin ist ,weiß genau, in welchem Namen der afgahnische Bauer von seinem Leben, beim vernichten seiner Opiumfelder, mitbefreit wird.
Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ist ein Kriegseinsatz und stellt damit einen eindeutigen Verfassungsbruch dar. Gerade wir Deutschen haben in unserer unrühmlichen Vergangenheit sehr viel Kriegserfahrung. Aus diesem Grund steht auch bei uns im Grundgesetz der Satz, daß von uns kein Krieg mehr ausgehen darf. Eines muß auch klar sein, es gibt keinen gerechten Krieg.
In Afghanistan geht es um Bodenschätze, Durchleitungen von Pipelines und um eine sichere Rauschgiftversorgung der westlichen Welt – kurz um Geld. Alle moralischen Gründe sind nur vorgeschoben.
Im Irak hat Bush nicht gewonnen! Er hat dort einen Krieg begonnen, der nicht zu gewinnen ist. Die asymmetrische Kriegsführung erlaubt im Grunde keine Gewinner.
Punkt 1:
Bombadieren die Amerikaner ausversehendlich eine afghanische Hochzeitsgesellschaft, die etwas ausgelassener feiert, so spricht man davon, dass unter den Opfern alles Talibansympathisanten waren. Schwamm drüber, keiner spricht mehr davon.
Fordern deutsche Bundeswehrsoldaten Luftunterstützung für 2 geklaute Tanklaster, an denen sich die afghanische Bevöölkerung zu schaffen macht, da diese auf einer Sandbank liegen geblieben sind, spricht man von einem “tragischen Zwischenfall”, “Unglück” oder man “leite ein Ermittlungsverfahren” ein.
Versteht mich nicht falsch, ich will die Angriffe der Amerikaner nicht schönreden, aber wenn man die beiden Situationen miteinander vergleicht, kommt einem schon der Gedanke, dass sich unsere Jungs dort allerhöchstens haben “abknallen zu lassen”, selber aktiv werden, auch unter der Prämisse, dass es zivile Opfer geben kann, darf es nicht geben.
Punkt 2:
Weiterhin ist die Berichterstattung wieder einmal nicht das Papier wert, auf der sie steht. Da wird in einem und dem selben Artikel behauptet, die Tanklastzüge sollten für einen Sprengstoffanschlag genutzt werden und gleichzeitig schreibt man, sie seien auf einer Sandbank liegengeblieben.
Dass die Taliban dies nun als gefundenes PR-Fressen ausschlachten, ist selbstverständlich. Immerhin behaupten diese, man wollte das Benzin der Bevölkerung übergeben. Jetzt stehen also 2 Aussagen gegenüber nach einem Verlust von ca. 100 Menschenleben. Mal sehen, inwiefern dies noch Konsequenzen für unseren Verteidigungsminister bzw. welchen Einfluss dies auf die Bundestagswahl nehmen wird.
Ich schließ mich Vogel bei wesentlichen Punkten an! Wie scharf kann man denn bitteschön Zivilisten von Taliban voneinander trennen? Insbesonderer bei der Ankündigung stört mich das. Was haben Zivilisten an geklauten Tankwagen, die vermeintlich in Richtung BW-Stützpunkt unterwegs sind, zu tun? Selbst wenn sie nur mit den Versprechungen Treibstoff zu bekommen dort gewesen sind, haben sie doch der Taliban geholfen!?! So wie ich das verstehe, war handelt es sich bei der Beschießung um Selbstverteidigung.
War keiner von Euch beim Militär? Wie dämlich muss man sein, die Lüge von den Tankern als Selbstmordanschlagsauto der deutschen PR Militärkiste für wahr zu nehmen? Völlig unglaubwürdrig ist diese Behauptung und nichts weiter als Schwachsinn.
Außerdem, die “Taliban” wohnen da, kommen von da und sind eigentlich nichts weiter als Stammeskrieger von dort. Sie sind selbst Paschtunen und Einheimische. Das ist auch der Grund, warum Frauen und Kinder vor Ort waren.
Die Bundeswehr und die verantwortlichen Kommandeure behaupten neuerdings die Informationen für Angriffsbefehl gegeben zu haben, weil ein geheimnissvoller Afgahne diese Information gegeben hat. Die Ausreden werden immer schlimmer.
@blauer vogel
“Ich schließ mich Vogel bei wesentlichen Punkten an! Wie scharf kann man denn bitteschön Zivilisten von Taliban voneinander trennen? Insbesonderer bei der Ankündigung stört mich das. Was haben Zivilisten an geklauten Tankwagen, die vermeintlich in Richtung BW-Stützpunkt unterwegs sind, zu tun? Selbst wenn sie nur mit den Versprechungen Treibstoff zu bekommen dort gewesen sind, haben sie doch der Taliban geholfen!?! So wie ich das verstehe, war handelt es sich bei der Beschießung um Selbstverteidigung.”
Das ist Satire, oder? HAHAH, der war super, Selbstverteidigung, großartig, hahah.
Da reicht schon Mainstream:
http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/205/486619/text/
http://www.sueddeutsche.de/,tt2l2/politik/183/486597/text/ :
“Verteidigungsminister Jung jedoch ist sich sicher, dass ausschließlich Taliban getötet wurden. ”
Ja das weiß er, alle Opfer hatten “Taliban” auf der Stirn tätowiert.
Wenn statt “Taliban” deren ethnische Zugehörigkeit zu den Paschtunen in unseren Medien erwähnt werden würde, so könnte auch manch einfacher Zeitgenosse auf die Idee kommen, zu überlegen, warum so eine Menge Einheimischer einfach nicht beglückt werden wollen, woher diese Einheimischen eigentlich kommen und wer eigentlich der Fremde vor Ort ist.
Die Militärpropaganda mußt den Feind immer aus dem Zusammenhang herausreißen, um eine Zustimmung für ihre Handlungen zu gewinnen. Wir werden von unseren Politikern belogen, dass sich sämtliche Bretter brechen.
Wenn wegen zwei von den Taliban geklauten Tanklastern Luftunterstützung angefordert wird, warum gibt das Anlass für solche Empörung? Was machen Kinder Kilometer weit weg vom nächsten Dorf an den Lastern? Warum gibt der jetzt so empörte Herr Gysi bei Taliban-Anschlägen mit Dutzenden von Toten üblicherweise keinen Mucks von sich?
Auf diese Fragen sind die Antworten offensichtlich. Aber vom Spiegelfechter würde ich ganz gern noch näheres zum “einseitigen Abzug” der Dänen und Kanadier hören.
@name hat recht, dieser Krieg ist gegen Russland und China gerichtet, insbesondere gegen Russland.
Die Russen haben über 14 tausend Soldaten in 9 Jahren und 2 Monaten in Afghanistan verloren, in den beiden Tschetschenienkriegen sind weitere 6-7 tausend Soldaten gefallen, aber nur im letzten Jahr (2008) hat es über 40 tausend Drogentote unter jungen Russen (Kampffähiges Alter) gegeben.
Stellt Euch vor, 40 Tausend, es sind 3 vollständige Infanterie-Divisionen, ohne einen einzigen Schuß, in nur EINEM Jahr vernichtet bzw. gefallen.
Die Drogen aus Afghanistan betrachtet man inzwischen in Russland als eine Massenvernichtungswaffe.
@26
“Wenn wegen zwei von den Taliban geklauten Tanklastern Luftunterstützung angefordert wird, warum gibt das Anlass für solche Empörung?”
Die Empörung gilt nicht der Luftunterstützung sondern den unschuldig getöteten Zivilisten.”
“Was machen Kinder Kilometer weit weg vom nächsten Dorf an den Lastern?”
Benzin stehlen, daß sie verkaufen können, um sich ihre nächste Mahlzeit zu ergattern.
“Warum gibt der jetzt so empörte Herr Gysi bei Taliban-Anschlägen mit Dutzenden von Toten üblicherweise keinen Mucks von sich?”
weil er kein Taliban ist und sich für deren Taten nicht verantwortlich fühlen muss. Für die der deutschen Soldaten schon…
Es wird Zeit, daß unterschiedenen wird zwischen der politischen Seite und dem Militär.
Wir haben in Afghanistan Krieg und diesen Krieg können die westlichen Armeen nicht gewinnen.
Jetzt die Soldaten vor Ort als Bösewichte hinzustellen, ist im hohem Maße unredlich.
Untersuchungen der Staatsanwaltschaft Potsdam sollte nicht gegen Soldaten erfolgen, sondern gegen politische Verbrecher, die nie ein Konzept hatten und haben.
Verbluten werden unsere Soldaten und Zivilisten.
@Karl Heinrich
Es ist ja nun etwas anderes, ob man wegen eines gestohlenen LKWs die Polizei ruft, oder ob man befiehlt, diesen zu bombardieren. Natürlich hat die Armee auch im Krieg eine Sorgfaltspflicht, zivile Opfer zu vermeiden. Wenn Zivilisten um diese “fahrende Bombe” herumlaufen, darf(!) keine Bombardierung befohlen werden. Die ist Kriegsverbrechen, dafür gibt es ganz klare internationale Gesetze. Ich will der Bundeswehr aber keinen Vorsatz unterstellen – es handelt sich wohl vielmehr um einen dramatischen Fall von grober Fahrlässigkeit. Die Staatsanwaltschaft Potsdam prüft ja auch bereits einen Anfangsverdacht.
Da hat der Afghane wohl wieder mal seine Aufsichtspflicht für die kleinen Racker vergessen *kopfschüttel* Was für eine dumme Frage.
Weil er vielleicht kein gewählter Vertreter der Taliban, wohl aber der Deutschen ist?
Und da ist dem Spiegelfechter ein unentschuldbarer Irrtum unterlaufen. Leider habe ich mich da auf die Aussage Lafontaines verlassen. Es handelt sich nicht um Kanada und Dänemark, sondern um Kanada und die Niederlande. Der Fehler wurde mittlerweile korrigiert.
Karl-Heinrich, ich hatte Dich bisher bei allen Differenzen als denkenden und intelligenten Menschen empfunden. Hier muss ich mir einfach an den Kopf fassen. In einem Bürgerkrieg wie in Afghanistan steht die Bevölkerung zwischen mehreren bewaffneten Fraktionen, die für sich staatliche Autorität und Legitimität beanspruchen. Ein Zivilist kann mit den Taliban so wenig über die Berechtigung dieses Anspruchs diskutieren wie mit den NATO-Truppen oder den Karsai- oder Dostum-Truppen – an Grausamkeit stehen sich sämtliche bewaffneten Fraktionen in nichts nach – auch die NATO nicht.
Wenn die Taliban oder andere bewaffnete Oppositionelle Material der NATO oder der Kabuler oder anderer Warlords requirieren und die Überschüsse der Bevölkerung überlassen, ist das nichts anderes, als wenn mit der NATO, den Warlords oder der Kabuler Fraktion kollaborierende Hilfsorganisationen Lebensmittel etc. verteilen. Nach Deiner “Logik” sind Sprengstoffattentate auf solche Verteilstellen genauso legitim wie das NATO-Massaker an den Dorfbewohnern.
Und nun erzähle mir noch was von “Eigentum der NATO” oder von “der frei gewählten Regierung in Kabul”. Dann frage ich mich, was für ein Zeug du trinkst oder rauchst.
@ 26 Kalr Heinrich
“Wenn wegen zwei von den Taliban geklauten Tanklastern Luftunterstützung angefordert wird, warum gibt das Anlass für solche Empörung?”
In Afghanistan ist doch kein Krieg, warum sind die Deutschen nicht hingefahren und haben denen die Reifen zerschoßen. Man nimmt lieber zivile Opfer in Kauf. Erinnert mich an Israel, noch eine so heroische Armee, Hauptsache es geht keiner von den Angreifern “drauf”, die “Eingeborenen” zählen ja nicht als Tote. Sind eh alles Terroristen.
“Was machen Kinder Kilometer weit weg vom nächsten Dorf an den Lastern?”
Sprit abzapfen, schließlich sorgen die “Befreier” dafür, dass die Leute weder Sprit bekommen, noch sich welchen leisten können. Ich hätte es auch versucht, Sprit ist nämlich teuer und begehrt, also kann man ihn z.B. gegen Lebensmittel tauschen. Aber Leute wie sie, sind ja der Meinung, den Leuten geht es nach sieben Jahren Krieg fantastisch. Die haben da sicher regelmäßige Gehälter, Tankstellen, Aldi usw.
“Warum gibt der jetzt so empörte Herr Gysi bei Taliban-Anschlägen mit Dutzenden von Toten üblicherweise keinen Mucks von sich?”
Bei den Taliban steht fest, dass sie Menschenverachtende Terroristen sind. Bei der Bundeswehr könnte man anderer Meinung sein, aber geistige Größen, wie sie, sehen natürlich keinen Unterschied zwischen der BW und den Taliban.
“Auf diese Fragen sind die Antworten offensichtlich.”
Offensichtlich schon, aber ich befürchte sie sehen das etwas anders als Menschen die nachdenken, statt den Aussagen von Politikern und Mainstreammedien blind zu vertrauen.
Eine Frage habe ich aber auch.
Wenn die 9/11-Attentäter aus Saudi-Arabien kamen, von Saudi-Arabien finanziert wurden, ihre Ausbildung im Westen genossen haben und ihren Pilotenschein in den USA gemacht haben, warum sind wir dann in Afghanistan?
@Karl Marx #28
Nachts? Das hier ist plausibler:
Ich würde sagen, das ist wirklich tragisch, aber kein erkennbares militärisches Fehlverhalten.
Es lohnt immer das Denken in Zusammenhängen. Man kann sich zum Beispiel überlegen, was die Taliban mit den Tanklastern anstellen wollten.
@ 33 Karl Heinrich
Ich empfehle dir, nicht alles zu glauben was im “Schmiergel” (& Co.) drin steht.
Wenn du der Meinung bist, daß diese Version glaubwürdig klingt, dann kann ich dir leider nicht mehr helfen.
@Karl Heinrich und Truvor
Die SPON – oder besser Washington Post – Variante könnte durchaus stimmen. Aber das ist vollkommen irrelevant. Ob die Taliban dort Ostereier verteilt haben oder die Zivilisten an den Haaren dorthin gezogen haben, spielt für die Fehleinschätzung der Bundeswehr keine Rolle.
@33 KH
“Es lohnt immer das Denken in Zusammenhängen. Man kann sich zum Beispiel überlegen, was die Taliban mit den Tanklastern anstellen wollten.”
Vielleicht Dutzende Zivilisten ermorden?
@ Spiegelfechter
Ich bin auch Deiner Meinung, aber viele Menschen fragen sich heute, was hat diesen Offizier veranlaßt, diesen Befehl zu geben ?
Es wäre blöd für unsere Regierung und BW, wenn dieser Fall zu einem deutschen “Arctic See” verkommt.
Klar, die Talibs wären mit den Tanklastern zum nächsten BW Stützpunkt gefahren. *kopfschüttel*
Die haben das Zeug nur stehlen wollen, mehr nicht, und was die direkten Anschläge in der Gegenwart und Vergangenheit betrifft, ist noch nie bekannt geworden, dass die verwendeten Materialien dort Benzin gewesen wären. So einen Schwachsinn glaubt auch nur der gemeine deutsche Meldungsleser, ohne einmal den selbst Kopf einzuschalten.
Vielleicht wollten die Taliban auch nur ein paar Daisy Cutter nachbauen, so zwischen den Ak47 in der Steinwüste, so wie Sie das amerikanische Militär einsetzt.
Fakt ist, die Talibs sind Paschtunische Stammeskrieger, die dort für eigenen Clan über die Ländergrenzen Afgahnistans, Pakistans und Indien ihren Krieg führen, und sie sind keine Fremden in der Region.
@Truvor
Ich glaube, es war die Dreistigkeit des Diebstahls, die den deutschen Offizier zur Raserei gebracht haben, und keine unmittelbare Gefährung von irgendwas dort in der Gegend.
@Karl-Heinrich: Ja, Denken statt sich auf vorgefassten Blödsinn zurückziehen hilft immer. Mir scheint die Version von WP/Spiegel nicht unmöglich, andererseits werden die Dorfbewohner den NATO- und Warlordvernehmern kaum erzählen, wenn die Taliban einen Deal angeboten haben: Ihr helft uns die Wagen flottzumachen und nehmt Euch den Sprit, den ihr braucht. Und angesichts der hervorragenden Menschenrechtslage in den Folterknästen von NATO und Kabuler Regierung (von den anderen Warlords noch gar nicht geredet) wären sie auch blöd, irgendetwas zuzugeben, was sie Leben und Gesundheit kosten kann.
Alle Weisswäscherei hilft da nichts: was da geschehen ist, war irgendetwas zwischen komplettem militärischem Versagen aus Inkompetenz und Brutalität und schwerem Kriegsverbrechen.
@name am 6. September 2009 um 17:56 – Permalink #38
Es dient der Sache nicht, den Diebstahl lächerlich zu machen. Den Toten und Verletzten hilft es nicht und der Sache schon gar nicht. Es ist ziemlich naiv zu glauben, die Tanklastzüge wurden entwendet, damit die Bauern Brennstoff für Lampen kostenlos bekommen sollten. Der Hintergrund war geplant und zielgerichtet. Was mit Tanklastzügen gemacht werden kann, wurde in Pakistan deutlich. Die Entscheidung des BW-Offiziers zeigt den Stress und den Irrsinn des Krieges auf (die New York Times bezeichnet die Aktionen dort als Krieg).
Bitte weniger Sarkasmus und mehr Inhalt. Selbstverständlich handelt es sich um Selbstverteidigung. Das Benzin, die Laster sind in den Händen des Feindes gewesen. Fehleinschätzung der Einsatzleitung? Wie bekommt man einen entfürten Tanklaster zurück???
@40
Die offizielle Begründung der BW stimmt niemals, und es ist auch keine Variante der Lächerlichkeit, wenn man darauf hinweist.
Die Trucks wurde mit Traktoren gezogen (!). Das Zeitfenster lässt sich da sehr gut berechnen (die Dinger sollen ungefähr für eine Strecke von 1.5 km eine Stunde gebraucht haben), und Bomben aus Benzin wurde noch nie von den Talibs eingesetzt. Es ist militärisch bei der Eigen- und Vorfeldsicherung der Camps auch völlig sinnlos, diese dafür verwenden zu wollen.
Es spricht vieles dafür, dass sie mit diesen Benzinvorräten ihre eigen Nachschubprobleme lösen wollten, und eines steht für mich fest, wenn im höheren Kommandostab rauskommt, Offizier XYZ wurde in seinem Militärbereich mit einer militärischen Finte Material entwendet, so hängt dieser Markel und die Lächerlichkeit für immer an dessen Namen, und wirkt sich direkt auf Beförderungen aus. Der geht in die Geschichte ein, als der, dem das Benzin unter dem “Arsch” gestohlen wurde.
@41
Man bekommt einen Tanklaster also zurück in dem man ihn mitsamt unschuldiger Zivilisten zerstört ?
Ah ja.
Nachdem vermutlich auch bald die Bundeswehr im Inneren eingesetzt werden darf, darf also jeder “Schwarztanker” plus umstehende Personen damit rechnen mit dieser Methode zurückgeführt zu werden?
@43 Man verhindert, dass der Tanklaster zum Nachschub der Feinde wird.
Deine weitere Logik disqualifiziert dich.
@44
Du blauer Vogel siehst schon so aus wie ein “Feind”, und oben hast du als Rechtfertigung für den Angriff noch “Selbstverteidigung” angeführt. Militärisch war da ganze Aktion feige und delitantisch ausgeführt. Punkt.
Blauer Vogel = Schnapsdrossel?? Das würde einiges erklären.
@ blauer Vogel @44
“Man verhindert, dass der Tanklaster zum Nachschub der Feinde wird”.
Sage uns bitte, Du Stratege: was kann man denn, in einem Land wie Afghanistan mit einem (oder zwei) Tanklaster anstellen ?
Bevor Du uns eine Antwort gibst, empfehle ich Dir die Geographie und besonders die Topographie Afghanistans zu studieren.
Viel Glück, beim Studieren !
ach Leute es hat doch keinen Sinn mit solchen Zynikern zu diskutieren! Wenn Sie wenigstens den Mut hätten, offen einzugestehn, worum es ihnen geht: Wenn es um die Durchsetzung der eigenen Interessen geht, ist das Leben anderer nichts wert und jeder Mord, jedes Verbrechen, legitim. Wenn man dafür eine Legitimation braucht, dann wird man schon irgendwie fündig, das hat doch gerade die europäische Geschichte immer wieder gezeigt
@44
Die Tanklaster plus Zivilisten wurden also zerstört weil der Feind damit Nachschub zu bekommen drohte ?
Woher bekommst du deine von Sachverstand ungetrübten Informationen?
Ich denke, das Thema wird auch aus pragmatischen Gründen aus dem Wahlkampf herausgehalten. Ehrlicherweise kein derzeit niemand sicher wissen, was zu tun ist. Eine Truppenaufstockung hat durchaus Erfolgsaussichten und die möglichen negativen Folgen eines Abzugs bleiben, so wie sie sind, relativ konstant. Für jeden Experten, der sagt, das wird nichts mehr finden sich zwei, die meinen wir sollten weitermachen, wovon einer von der Rüstungslobby korrumpiert ist, der andere nicht.
Die resultierende Haltung eines “wir müssen sehen, wie sich die Lage entwickelt” ist politisch kaum zu vermitteln, besonders nicht in einem Ypsilanti/Matschielanti-Klima, in dem gerne verlangt wird, dass die Parteien für alles eine unumstößliche Antwort für die nächsten vier Jahre geben. Außerdem würde man so nur der Linkspartei, die es sich einfach macht, eine Steilvorlage liefern.
Es ist auch unklar, was dadurch zu gewinnen wäre: Diejenigen, für die die Sache schon entschieden ist, wissen dass sie den Rückzug ohne wenn und aber nur von der Linkspartei bekommen. Die anderen, zu denen ich mich auch zähle, können über die Positionen der Parteien nicht viel neues lernen. Die Grundsatzdebatte über die Rolle Deutschlands und der Bundeswehr in Afghanistan und generell sollten wir natürlich trotzdem immer wieder führen. Aber der Wahlkampf, mit seiner Fixation auf den Wettlauf und das kurze, treffende Statement, das einen Politiker für drei Tage zum “Sieger” macht ist wirklich die denkbar ungeeigneste Zeit für so ein Thema.
http://www.bild.de/BILD/politik/2009/09/06/afghanistan-dokument/afghanischer-polizeibericht-stuetzt-bundeswehr.html
Luftschlag forderte nur Taliban-Opfer
“Die auf Anordnung von Präsident Karsai gebildete Untersuchungskommission, so der Polizeibericht, sehe es als bewiesen an, dass ?alle Getöteten zu den Taliban und ihren Verbündeten gehören.?
Da haben wir ja die Wahrheit. Warum also die Aufregung um die ganzen Taliban?
Dachte es mir doch gleich, daß das alles nur Taliban waren.
“Kundus Sepp” hat Recht.
@name #38
Not so:
Es kann nicht darum gehen, ob der kommandierende deutsche Offizier dieselbe Entscheidung ex post nochmals treffen würde. Bisher erscheint sie ex ante als richtig.
Karl Heinrich: Hier wird es peinlich. Ist dieser Tanklaster von Traktoren ins Stadtzentrum gezogen worden? Oder hat keiner mitgekriegt, dass das eine rollende Bombe war? Bitte nicht so dämliche Ausflüchte.
@aquadraht
Kannst du deinen Einwand nochmal wiederholen? Vorzugsweise mit mehr Argumentation und weniger Ironie? Ich hab nämlich keine Ahnung was du da sagen willst.
@SF sicherlich, über die sinnhaftigkeit von rühes aussagen lässt sich streiten. allerdings ist ja das verhalten der deutschen politik bezeichnend. einfach nichts dazu sagen. lieber still sein und so weiterverlier … weiterkämpfen wie bisher.
@SkycladGuardian ja bei wiki habe ich das auch gesehen. allerdings, wenn ich bei google suche, finde ich nur einen BILD-beitrag zum Dingo (nur nach vorne schießen). naja …
es war aber im irak so, dass die briten ihren soldaten schlechte gewehre gegeben haben, die massive ladehemmungen hatten. erst als die presse das thema aufschnappte, änderte sich das. warum also nicht so was ähnliches bei der BW ;) eltern der verstorbenen soldaten beklagen ja unteranderem den schlechten ausrüstungszustand:
http://www.cicero.de/97.php?ress_id=1&item=3839
@Karl Heinrich
Da muss ich Dir widersprechen. Die Lastwagen steckten ja offensichtlich in einem Fluss fest und sollten aufgegeben werden. Zu diesem Zwecke wurde die Ladung ja umgeschöpft. Dies berichten zumindest belgische Soladten, laut WaPo. Aber auch die Bundeswehr widerspricht dem nicht:
According to the German officers, the incident began Thursday evening when insurgents hijacked the two trucks on the main highway connecting Kunduz to the Tajikistan border. The B-1B bomber, which was flying in the area in support of a different mission, spotted the vehicles several hours later after they had become bogged down while trying to cross the river, 13 miles south of Kunduz, the provincial capital. German commanders declared the scenario an imminent threat and requested air support.
Von einer unabwändbaren Notsituation, die nur mit einem Luftschlag aufgelöst werden kann, ist hier wohl kaum auszugehen. Selbst wenn die Taliban die LKWs nicht aufgegeben hätten und sie zu rollenden Bomben machen wollten, so hätte die Bundeswehr sie noch auf dem Weg nach Kundus stoppen können.
Entscheidend für die Frage, ob es sich hier um ein Kriegsverbrechen oder einen tragischen Unfall handelt, ist dabei die Einschätzung der Deutschen, ob und wieviele Zivilisten anwesend waren:
The German officers said footage from the F-15E and an earlier overflight of a U.S. B-1B bomber showed some of the people at the scene carrying weapons. The Germans also said that an intelligence source told them before the strike that all of the people around the trucks were insurgents.
Kann man sich bei einer Bombardierung, die dutzende Menschen töten wird, auf eine “Geheimdienstquelle” verlassen? Muss man da nicht besser abwägen, da keine akute Bedrohung vorlag? Die Genfer Konventionen sind hier zumindest ziemlich eindeutig.
@Markus: Falls Jens’ Beitrag das nicht schon klargemacht hat: Der Einwand, man habe die Lastwagen bombardieren müssen, weil sie als rollende Bomben hätten benutzt werden können, ist angesichts des von K.H. selbst zitierten Berichts, die Wagen hätten festgesteckt, ausgesprochen unplausibel. Bis Kunduz waren es noch gut 20km Luftlinie, bis dahin wäre alles mögliche drin gewesen. Auf jeden Fall hätte man sich vergewissern können, dass man keine übermässigen Kollateralschäden anrichtet. Der Afghanistankrieg steckt ja nicht in der Sackgasse, weil man zu wenige Aufständische umbringt.
Übrigens ist das mit den Bewaffneten eh ein maues Argument. In Afghanistan auf dem Land läuft jeder Junge ab 12, wenn er sich es leisten kann, mit mindestens einem Messer, möglichst einem Schiessprügel rum. Das macht ihn nicht zum Taliban. Wenn seine Eltern gegrillt wurden, allerdings schon.
Die Einschätzung von Karzai bringt es auf dem Punkt
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,647334,00.html
Der afghanische Präsident Hamid Karzai übte in einem Zeitungsinterview scharfe Kritik an dem Luftangriff. “Was für eine Fehleinschätzung! Mehr als 90 Tote für einen einfachen Tankwagen, der in dem Flussbett zudem bewegungsunfähig war”, sagte der Regierungschef der Pariser Tageszeitung “Le Figaro”. “Warum haben sie nicht Bodentruppen geschickt, um den Tanker zurückzuholen?” Der oberste Nato-Kommandeur in Afghanistan, US-General Stanley McChrystal, habe sich bei ihm telefonisch entschuldigt, sagte Karzai. Gleichzeitig habe er aber gesagt, dass er den Bombenangriff nicht angeordnet habe.
Bodentruppen wurde keine geschickt, weil es zur militärischen Gewohnheit geworden ist, im Zweifel, “Ziele” einfach wegzubombardieren, und ich wette, in der militärischen Kommandozentrale man wußte genau, die Trucks liegen dort bewegungslos in der Gegend, und können nur noch “weggetragen” werden.
Die Krönung von allen Erklärungen ist nun, der geheimnissvolle Afgahne wäre für den Luftschlag verantwortlich. Diese haben und bekommen gar keinen Zugang zu Informationen, und gegenseitiges Vertrauen herrscht auch da nur bedingt, aber wenn es ein Massaker gab, dann darf der wieder als tragischer Verursacher aufmarschieren.
Also laut Bundeswehr wusste diese genau, wie die Situation war. Sie war darüber informiert, dass die Tanklaster nicht weiter konnten und sie wussten, das sich viele Menschen im Umfeld aufhielten. Und in dieser Situation lassen sie bombadieren.
Also entweder ist das ein Kriegsverbrechen, oder die Aussage, sie hätten genügend Informationen gehabt ist eine Lüge.
Die Nachrichten über die Tanklastzüge und die Folgen sind so unklar, wie die Meldungen über den Georgienkrieg. Zweifellos hat es zivile Opfer gegeben. Die Nachrichtenintrigen und Falschmeldungen sind offensichtlich. Wenn wir an der Regierungsspitze ein Bundeskanzler von Format hätten, würde er die Intrigen zum Rückzug der Truppen nutzen. Wir werden mal wieder von den Amerikanern genutzt, wie bei der Finanzkrise und Opel. Die Ziele der Amerikaner in Afghanistan sind weitreichend und undurchsichtig. Der Blutzoll und die eingesetzten Mittel stehen in keinem Verhältnis zu den vorgegeben Zielen. Es verdienen die Lieferanten des Todes und das war schon so im Mittelalter.
@R_Winter
Blödsinn – “wir” werden nicht von den Amis genutzt. “Wir” sind ganz besoffen vor Stolz, dass “wir” auch wieder so richtig Krieg spielen dürfen. Nun gehören “wir” nämlich endlich wieder zu den großen Jungs und müssen nicht mehr am Katzentisch Platz nehmen.
“Wenn Zivilisten betroffen sein sollten, werde ich das natürlich zutiefst bedauern.”
Merkel rocks …
@60
Ja, ein Rückzug wäre das einzig Richtige.
Was ich ähnlich sehe, dass die politischen Verantwortungsträger in Deutschland, die Verantwortung einfach auf die Militärs vor Ort auch abwälzen, obwohl sie es sind, die sofort einen Abzug beschließen könnten. Dieser Krieg dort, bringt genau solche Situtationen und letztlich auch solche Charaktere hervor.
Das es dazu ein machtpolitisches Kräftemessen gibt, wird sicherlich wahr sein, aber einfach so zu tun, als ob ein deutscher Offizier keine eigene Entscheidungsgewalt und Einscheidungsbefugnis hätte, stimmt auch nicht. Der Krieg verändert das eigene Verhalten, und es gibt nach fast 15 Jahren kriegerischer Auslandseinsätze der BW auch eine Menge deutscher Soldaten und Offiziere, die völlig anders erzogen und ausgebildet wurden, und die im und vom Krieg “leben”.
Die deutsche Politik muß sich endlich auf einen Abzug festlegen, weil sich die eigenen Soldaten schon heute charakterlich völlig verändert haben, und sich in Situationen befinden, die einem Irrenhaus gleichen. Das fängt dabei an, dass die BW fast ausschließlich über finanzielle Besonderheiten eine Motivation für solche Einsätze nur noch hervorrufen kann, und wenn das die alleinige Basis ist, muß man sofort abziehen.
Bin ich eigentlich der einzige der sich über diese komplett merkwürdige Geschichte wundert?
Da bleiben in einem “Flussbett?” gleich zwei (sicherlich mit Funk ausgerüstete) Tanklaster liegen und statt sofortige Hilfe aus dem nahe gelegenen Militär-Camp zu schicken, und wenn es nur zum Schutze der Besatzung gewesen wäre, wird in aller Seelenruhe abgewartet bis sich weit über hundert angebliche Taliban-Rebellen aus dem Wüstensand schälen, die Besatzung der Fahrzeuge (bis auf einen) ermorden und sich an den Fahrzeugen zu schaffen machen, nur um sie dann später ins Nirwana zu bomben?
Klingt das nur für mich völlig an den Haaren herbei gezogen?
Das könnte doch selbst Hollywood besser und glaubwürdiger inszenieren.
Wundert sich außer mir auch niemand über die bereitwillige und penetrant, massenhaft stattfindende Berichterstattung in den Medien, die bei so heiklen Angelegenheiten sonst eher Paris Hilton bemüht, anstatt die Bürger mit so was “zu langweilen”?
Ich habe leider keine Ahnung was da läuft und welche Gründe es dafür gibt, aber ich werde das unbestimmte Gefühl nicht los das uns da was vorgegaukelt wird, warum auch immer.
Leide ich schon an Paranoja?
@ · Spiegelfechter am 7. September 2009 um 12:08
In einem Vortrag des Leiters für strategische Studien der Bundesregierung aus dem Jahre 1992 oder 1993, wurde gesagt, daß beschlossen ist, daß Deutschland auch international mehr Verantwortung übernehmen soll. Die Folge : Die BW ist in vielen Ländern aktiv. Dieses mit Eitelkeit allein zu beschreiben, ist zu kurz gesprungen.
@thono
So, wie Du es schilderst, hat es sich ja auch nicht abgespielt. Ich werde zu dem Thema übrigens nachher noch einen neuen Artikel einstellen.
@R_Winter
Ah, geh – wer sagt denn, das “wir” das müssen? Was passiert denn, wenn “wir” uns ein wenig mehr wie die Schweiz oder Österreich benehmen und nicht mit den Herren der Welt im Sandkasten mit Panzern und Soldaten spielen? Glaubst Du etwa ernsthaft, dass die Sicherheit Deutschlands am Hindukusch verteidigt wird?
@Sf – So, wie Du es schilderst, hat es sich ja auch nicht abgespielt.
Ja, das sehe ich genauso :-)
Das ist im Kern, auch wenn ich das nun arg vereinfacht dargestellt habe, die offizielle Version von etwas, von dem ich vermute dass das womöglich so gar nicht stattgefunden hat.
Ein Fake, False Flag Ereignis, oder was auch immer, bei dem es allerdings mal wieder medienwirksame Opfer gegeben hat.
@SF
Deutschland wird weder am Hindukusch, dem Balkan oder Afrika verteidigt. Diese Sprüche sind nur dumm. “Wir” werden aber nicht gefragt, wenn es um unser Blut und Geld geht.
“Wir” wurden z.B. auch nicht gefragt, ob für 480 Mrd. ? für angeblich systemrelevanten Banken bereitstellen sollten. “Wir” sind nur dummes Stimmvieh.
@Sf #56
Eindeutig auf ISAF-Seite. Wenn der Kommandeur die Gefahr, die von dem militärischen Objekt – die Tanklastzüge – ausgeht, für imminent hält, dann kann er dessen Ausschaltung anordnen, auch um den Preis der Gefährdung zivilen Lebens.
Umgekehrt ist die schöne Sitte islamischer Kämpfer – im Libanon, in Afghanistan – sich hinter Zivilisten, gerne auch Kindern, zu verstecken, durchaus nicht konform mit der Genfer Konvention. Aber sehr konform mit den Aufmerksamkeits- und Empörungszyklen westlicher Gesellschaften.
Was hier zur Debatte steht, ist, ob Frank Lübberding vom Weissgarnix-Blog recht hat, wenn er schreibt:
Das ist möglich. Und bitter, denn so sind die ISAF-Soldaten gezwungen, Gefahren erst in letzter Sekunde abzuwehren zu suchen.
Nun ja, wenn die ISAF-Soldaten sich dort nicht rumtreiben würden, dann wären sie auch nicht in diese “bittere” Lage geraten.
Die Frage, die ich mir bei dem ganzen stelle, ist nicht, ob es militärisch gerechtfertigt sein kann, Dutzende von Zivilisten in die Luft zu jagen, um zu verhindern, dass “die Taliban” mit dem Tankwagen ihrerseits Dutzende Zivilisten in die Luft jagen, sondern ich frage mich immer wieder:
Wozu sind wir noch mal da unten? Was haben wir da verloren? Wer greift denn eigentlich wen an, wenn wir Europäer und Amerikaner in Afghanistan Afghanen umbringen? Ich kann nicht erkennen, wie wir die vorgeblichen Ziele erreichen sollen, wir stiften da unten nur Unfrieden, statt das Land aufzubauen, wir treiben den Taliban die Leute in die Arme, der Opium-Anbau wird von uns geschützt, statt unterbunden, wir finanzieren Warlords und haben nichts positives geschafft. Dazu kostet das Ganze ein Heidengeld, das anderweitig sinnvoller und effizienter eingesetzt werden könnte und ist weder für uns noch für die Afghanen eine nutzenstiftende Veranstaltung.
Und nun flippen unsere Soldaten auch noch aus.
Für mich heißt das ganz klar: Wir können es nicht. Raus aus Afghanistan mit uns und zwar besser heute als morgen. Wenn die USA sich da noch Chancen ausrechnen: Bitte schön, aber unsere Nibelungentreue zu Bushs (!!!) Kriegen sollte sich im Jahr 1 nach Bush endlich erledigt haben.
PS: Karl-Heinrich, die ausgelutschte Ausrede menschenverachtender Militärs, die ihre zivilen Opfer mit “der schönen islamischen Sitte” (hach, ich liebe es, wenn Typen wie du ihren latenten Islam-Hass so beiläufig durchscheinen lassen… ;) ) des sich hinter Zivilisten verschanzenden islamischen Terroristen rechtfertigen, ist schon so oft widerlegt worden, dass es schon fast leicht autistisch wirkt, wenn du noch immer damit hausieren gehst.
@ name @58
Mit dem “wegbombardieren” hast du recht.
Die Amis können (und konnten) überhaupt nichts, außer wegzubombardieren.
Und je länger und mehr sie das machen, desto weniger Respekt der Afghanen werden sie verdienen.
Ich habe mehrere interviews der russischen Medien mit den ehemaligen Mujaheddin gelesen.
Die Afghanen haben nur noch mit viel Respekt über die russische “Schurawi” gesprochen.
Sie sagten: “Ihr (Russen) seid unsere erbitterte Feinde gewesen, aber Ihr habt auch offen und ehrlich (Mann gegen Mann) gegen uns gekämpft”.
Der persönliche Mut und Kampfgeist eines Kriegers ist bei den Afghanen (egal welche Volksgruppe) sehr hoch geschrieben und geschätzt.
Und alldas fehlt den Amis, bei jeder Kleinigkeit fordern sie immer die Luftunterstützung an.
Die Afghanen (und nicht nur die Taliban) empfinden nur noch Verachtung gegenüber den Amerikanern.
Für diese Interviews habe ich eine Bestätigung hier in Deutschland bekommen.
Mein Kumpel war geschäftlich (vor ca. 4 Monaten) in einem russischen Laden (Russische Spezialitäten) und dort hat er eine afghanische Familie (beim Einkaufen) kennengelernt.
Der Familienvater (ein ethnischer Tadschike) hat übrigens sehr gut russisch gesprochen.
Und das, was er meinem Kumpel erzählte, hat sogar mich in einigen Punkten überrascht.
Der Afghane hat auch mit Bewunderung und viel Respekt über die russische Soldaten gesprochen.
Er sagte: “Die Afghanen haben heute eine Möglichkeit die Russen mit den Amis zu vergleichen und die amerikanische Kampftaktik spricht aus der Sicht der Einheimischen gegen die Amis”.
Und dann kamen für mich ein paar überraschende Momente.
Er erzählte weiter: “Alles Russische ist sehr populär heute in Afghanistan, wenn irgendjemand die russische Sprache beherrscht, dann gibt er damit an. Die Taxi-Fahrer fluchen sogar auf Russisch. Die ältere Afghanen meinen sogar, daß die 80er die schönste und glücklichste Zeit für die Afghanen war. Die Russen haben nicht nur Krieg geführt, sondern auch Straßen, Tunnels, Fabriken und vieles Andere (das wußte ich auch früher) dort gebaut”.
Er sagte noch: “Viele Afghanen werfen sogar (aus heutiger Sicht) den Russen Verrat vor, weil die Russen ihr Land verlassen haben”.
Es ist wirklich unglaublich: Die Bundeswehr agiert viel zu oft in eigenmächtiger Übertretung geltender Gesetze und Verträge und sie wird von den politisch Verantwortlichen nicht nur im Ausland häufig jenseits von Recht und Gesetz eingesetzt, wie ich hier gerade wieder lesen musste: http://bleib-passiv.de/beitraege/artikel/93-kollateralschaden-bundeswehr-zwischenbericht-zur-rwehrhaften-demokratiel-teil-1-inlandseinsaetze.html
Wenn ich die deutschen Politiker, jetzt speziell Herrn Jung, höre erinnere ich mich lebhaft an die Fernsehberichte oder Prawda-Artikel in der Sowjetunion der 80-er Jahre. In Punkto Realtätsverweigerung sehr geringe Unterschiede.
Ein paar Punkte zu bedenken:
Bin ich naiv wenn ich glaube, dass ein Tanklastzug für die Taliban in Afganistan nicht so wahnsinnig schwer zu beschaffen sein dürfte? Solche Raubüberfälle kommen dort sicherlich jede Woche vor. Soll jedes Mal bombardiert werden? Und würden sie wirklich zu Hundert Mann zu einem solchen Raub ausrücken? Herr Jung glaub das.
@70 Es lag eine unmittelbar militärische Gefahr, zu diesem Zeitpunkt, in diesem Gebiet, für niemanden dort vor, außer man nimmt den sehr atypischen Fall an, Traktoren könnten sich mit Schallgeschwindigkeit vorbewegen.
Der verwantwortliche Kommendeur hätte in dieser Lage und Kenntnis Bodentruppen gegen den Benzindiebstahl einsetzen müssen.
Und was den Artikel bei weissgarnix betrifft, also bitte, was dort erörtert und dargelegt wurde, ist eine Zumutung in einer alten Lansersprache, mehr aber auch nicht.
name
Na ja – Landsersprache … .
@ R_Winter #60
Die Ziele der Amerikaner in Afghanistan sind weitreichend, aber durchsichtig.
Die Amerikaner bezeichnen sogar Afghanistan als ihren “unsinkbaren Flugzeugträger”.
Wenn du auf die Karte schaust, dann siehst du, daß ihre Luftwaffe eine Reihe von Ländern aus Afghanistan angreifen bzw. kontrolieren kann.
Darunter: Pakistan, Iran, Indien, (der künftige Feind) China, Tadschikistan, Turkmenistan, Kasachstan, Kirgisstan, Usbekistan, oh je, ich hätte fast Russland vergessen.
Jetzt weißt du, warum sie Afghanistan als einen “unsinkbaren Flugzeugträger” bezeichnen.
Ich habe in letzter Zeit das blöde Gefühl, die Amis werden nie mehr dieses Land verlassen und mit ihnen auch unsere Bundeswehr.
Ich hoffe das mein Gefühl mich täuscht (oder, bin ich vielleicht alt geworden ?).
@76
Was hat Kursk, Stalingrad und Gehlen mit diesem Angriff zu tun, und wie bitte soll man diesen Angriff rechtfertigen, wenn in dem Artikel dort die Annahme vorherrscht, gegen die “Taliban” muss man vorgehen, wie gegen die “Partisanen”, wie “früher” das so üblich war.
@ f.lübberding:
“Die Taliban haben keine strategische Luftflotte für Angriffe auf New York. Also nutzten sie Hamburg etc. für die logistischen Vorbereitungen ? gegen den Willen der Bundesregierung.”
Wer behauptet denn sowas? Bush hat damals von den Taliban verlangt, die Bin-Laden-Truppe auszuliefern, die Taliban verlangten Beweise für die Behauptungen der Bush-Truppe, dass Bin Laden für die überaus präzisen Zusammenstürze der drei Türme verantwortlich sei, die konnten keine liefern und bevor das zu vielen Leuten auffiel, bombardierten sie schnell Afghanistan. Und wir Deppen gleich mit, weil auch hier der homo neandertalensis die Politik übermannte.
Es gibt keinerlei vernünftige Begründung für unsere Anwesenheit in Afghanistan – noch nicht mal für die der USA. Sei doch ehrlich: Wir schlachten da unten die Leute ab – ohne richtigen Grund, ohne Sinn und Verstand und ohne ein erreichbares Ziel.
Haben wir wirklich nichts besseres zu tun?
Kursk hat mit diesem Angriff gar nichts zu tun. Das ist ohne Zweifel auch der Inhalt dieses Artikels – dass es hier nämlich nicht um rein militärische Notwendigkeiten geht (wie etwa im Kursker Bogen), sondern der Krieg in Afghanistan durch und durch politisch ist. Also Einsatzbefehle in Afghanistan nicht nur nach militärischen Notwendigkeiten erfolgen können. Obwohl das auch Konsequenzen hat – in Afghanistan zu Lasten der dort eingesetzten Bundeswehr-Einheiten. Um es an einem anderen Beispiel deutlich zu machen: Johnson hat sich in Vietnam jeden Angriff der Luftwaffe und der Marine auf Nordvietnam zur Genehmigung vorlegen lassen, weil er den Einsatzentscheidungen der Militärs nicht traute. Sie also etwa aus militärischen Gründen sowjetische Frachter bombardierten … . Nur Johnson wollte halt keinen Dritten Weltkrieg. Kursk ist ein klassisches Beispiel wie falsche Informationen militärische Katstrophen auslösen können. Alle reden jetzt über den Informtionsstand des Feldkommandeurs und Aufklärung des Sachverhalts. Das ist aber das falsche Thema – den perfekt informierten Kommandeur wird es trotz moderner Technik nachts um 2:00 Uhr nicht geben. Nach rein militärischen Kriterien – die muss man nicht teilen, sind aber nun einmal für den Offizier massgebend – ist der Einsatzbefehl unter Umständen zu rechtfertigen. Ich gehe einmal davon aus, dass Bundeswehr Offiziere ihrer Verantwortung gerecht zu werden versuchen und nicht einmal eben Zivilistzen umbringen wollen. Aber die neue Natostrategie hat ihm einen klaren Rahmen gesetzt – und danach war der Einsatz politisch nicht zu legitimieren, selbst wenn er ein höheres Risiko für die deutschen Soldaten bedeutet. Nur ist BVM Jung offensichtlich nicht in der Lage, dass seinen Feldkommandeuren auch deutlich zu machen. Jetzt wo die Deutschen also die Konsequenzen ihrer eigenen Forderungen erleben müssen – für Amerikaner, Briten, Holländer oder Kanadier galt das schon länger – spricht Jung von militärischer Notwendigkeit. Das ist ein politisches Desaster.
Zwar liest keiner unseren blog, aber Merkel wird das morgen auch ohne unsere Hilfe korrigieren – und den Primat der Politik deutlich machen. Auf den Kursker Bogen wird sie verzichten können … .
Beste Grüße
f.lübberding
kati
“Wer behauptet denn sowas?”
Ich – und die Mehrheit der politischen Beobachter. Ich kann falsch liegen und Darth Vader hat die Türme zerstört … . Aber das ist nun einmal meine Prämisse.
Wer einmal wissen will warum unsere BW in Afghanistan ist und was nicht nur sie so alles dort umtreibt, findet in Christoph Hörstel einen Reporter der das glasklar und eindringlich erklärt.
Denkt man jedoch einmal in einer ruhigen Minute über diesen ?Vorfall? in Afghanistan nach?
Bezieht in diese Überlegungen weiterhin ein, daß;
wir z.Z. einen ?September? im Jahreskalender abarbeiten;
uns eine Bundestagswahl bevorsteht, die durch allg. Wahlmüdigkeit bei den vorangegangenen Landtagswahlen nichts gutes für die etablierten Parteien erwarten läßt;
in diesem von Banditen Ruinierten Deutschland die Bevölkerung monatelang mittels großflächiger Beschallung über ?Sauerland-Touristen? und ang. bevorstehende Islamisten-Angriffe terrorisiert wurde? usw.
ein traumatisierter, krankhaft paranoider Sicherheitsfreak mit gefühlten 18 geistigen Amokläufen pro Woche auch Morgen noch durch das Innenministerium besagter Plutokratie rollen will, um nun schlussendlich die seit langem ersehnte Mehrheit zur Abschaffung des Grundgesetzes und diverser Menschenrechte zu bekommen!
Damit kann man dem tumben Plebs eine ?Rechtfertigung? für einen schon längstens angekündigten ?Terroranschlag? bieten ? gleiches Vorgehen hat sich in einem bekannten Nah-Ost-Staat ja auch regelmäßig für die Hardliner ausgezahlt!
Was im jüngsten Fall ?RAF-Becker? z.Z. noch unter Spekulation fallen würde, ist doch mit ?S-Bahn-Peter?(Peter Urbach) längst hinreichend Dokumentiert. Dieser legendäre Mitarbeiter des Verfassungsschutz hat doch damals die RAF mit selbstgebauten (Zeit-)Sprengsätzen und Waffen versorgt.
Was braucht’s eigentlich noch an Beweisen, daß der Bürger nach Artikel 20,4 des GG endlich einschreitet:
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
mfg
Es ist ja schon unerträglich wie Gysi, Lafontaine und Konsorten, die unschuldigen Opfer dieses Luftangriffs für ihre Zwecke missbrauchen! Da reibt man sich in den Wahlkampfzentralen die Hände: mehr als 100 Tote und der Lieblingsfeind USA/NATO beteiligt, ein “Geschenk des Himmels” in jeder Beziehung!
“Jetzt schön von Ethik und Moral schwafeln, das kam bei den linken Wählern schon immer gut an!” denkt sich Herr Özdemir und Frau Roth und schon geht’s vor die Phoenix-Kameras. Man hat zwar selbst keine sinnvolle Exit-Strategie zu bieten, aber empörte Betroffenheit heucheln tut’s ja auch!
Für das gute Gefühl “auf der richtigen Seite zu stehen und der bessere Mensch zu sein” instrumentalisiert man auch gern mal ein paar tote Afghanen, ekelhaft!
Wenn es Links nach oben zuckt und die Kriegskoalition in Bedrängnis kommt, haben die USA immer noch den Opel-Joker. In ein paar Tagen oder besser sofort – zur Drosselung der Stimmung – kommt der große Deal für die dt. Rüstungs- und Kriegsexportfreunde der Rüstungskoalition. Nach der Wahl zeigt sich dann jedem, dass sich hinter der bunten Verpackung des Geschenkes – über die unsere ach so unabhängigen Medien zusammen mit dem Baron mit der rosa Seidenkrawatte einig jubeln werden – nur ein Popel staat einem haltbaren Opel steht. Nur das Datum kenn wir hier noch nicht für diesen Deal, wohl nächste Woche schon….. Und das ist nur ein Züchtigungsinstrument unter vielen, um die Opposition in Zaum zu halten. Die Rute zeigen genügt. Die deutsche Bevölkerung wird am Nasenring geführt, ohne es zu merken.
@f.lübberding:
Bitte ein paar Quellen dafür, dass “die Mehrheit der politischen Beobachter” glauben, dass die Taliban in Ermangelung einer afghanischen Luftwaffe den Anschlag in den USA planen und ausführen ließen.
(Ich mache dich netterweise darauf aufmerksam, dass du gerade dabei bist, dem Namen deines Blogs zu viel der Ehre zu machen…)
Ach, ich kürze es einfach ab, ist ja auch fies, dich ins Messer laufen zu lassen:
http://www.google.de/search?q=afghanistan+taliban+bin+laden+ausliefern+beweise
Ist aber schon ein bisschen peinlich, so grundlegende Dinge nicht zu wissen und dann auch noch zu versuchen, die Nachfrage lächerlich zu machen und zu behaupten, dass den gleichen Fehler auch ganz viele andere machen würden… Ist das ein Ausrutscher oder gehst du öfters so vor?
@Karl Heinrich
Sicher, aber die Einschätzung, ob eine Gefahr “imminent” (das Wort gibt es übrigens im Deutschen nicht ;-)) ist, ist kein Gummiparagraph. Fest steht, dass keine akute Bedrohungslage mit Gefahr für Leib und Leben der NATO-Soldaten oder der ihr schutzbefohlenen Afghanen bestand.
Was sich hier abgespielt hat, hat nichts mit akuter Gefahrenabwehr zu tun. Dies war ein ganz normales militärisches Manöver, bei dem allerdings die Informationslage fahrlässig unvollständig und – a posteriori – falsch war.
kati
Unser Name ist Programm. Wir gehen auch immer so vor wie wir vorgehen. Ob nun richtig oder falsch, bleibt unseren wenigen Leser zur Beurteilung überlassen. Außerdem war bin Laden kein Taliban. Das hat auch niemand behauptet. Was der Hinweis auf den Showkampf um die Auslieferung bin Ladens nach dem 11. September mir jetzt sagen soll, weiß ich nicht. Allerdings hatte die von den USA damals als Feind deklarierte Regierung des Sudan, den USA die Auslieferung bin Ladens angeboten – aber die USA hatten darauf nicht regiert. Nach meinem Eindruck haben die das später durchaus bedauert. Bin Laden war danach wieder nach Afghanistan gegangen. Mit Mullah Omar kam er auch besser klar asl mit dem sudanesischen Regime … .
Beste Grüße
f.luebberding
@Truvor #47
Ja müssen denn die braven Esel nich tanken bevor sie uniformierte Taliban-Regimenter in die Schlacht tragen?
Guck’ ich mir ‘ paar Pressestimmen von heute an, finde ich beispielsweise:
oder
und
Sicher: Es ist auch mein Traum (im Schlaf träumt man ja manchen Blödsinn): Alle Menschen fassen sich bei den Händen, singen, tanzen, lachen … aber da ich glaube, ein bisschen die Menschen zu kennen, ist es doch nur ein Traum! Wie heißt es noch so schön: “Man muss die Menschen nehmen wie sie sind, es gibt keine besseren!”
Eben!
Beste Grüße
Vogel
“imminent” iss wohl immanent.
Erster Preis! :-)
Merke: Wer mit Schriebfählern um sich wirfft solte nich im Klashaus sizen! ;-)
Tschulldigung, Jens, aber das hat mir zu sehr in den Fingern gejuckt. Tu’s auch bestimmt nich wieder, ährlich.
Allerbeste Grüße
Vogel
@Vogel
Da betrieben wir mal lustige “Karl Heinrich Exegese” oder Karlologie ;-)
Er wird wohl das englische Wort “imminent” gemeint haben, was “drohend” isV “Gefahr im Verzug” bedeutet. Eine andere Bedeutung erschließt sich mir im Kontext nicht.
Grüße zurück
Jens
@f.lübberding: ;)
vielleicht meint er ja auch “eminent”?
@ Vogel
Kann mir irgendjemand bitte erklären, was wollte denn @Vogel in seinem Kommentar #89 mir sagen ?
Ich verstehe nämlich diese Vogelsprache nicht.
Danke im Voraus !
@Sf #91
Klar mein ich das. Muss doch möglich sein, das in den deutschen Wortschatz zu hieven ;-)
@SF
“imminent” (englisch) iss lt. LEO immanent, bevorstehend, drohend (deutsch). Ja wenn unser lieber Kollege einwandfreies Denglisch schreibt ;-) – macht trotzdem keinen Sinn – hast wohl recht, muss Denglisch sein! :-)
Grüße
Vogel
Bin halt’ langsam, KH hat geklärt!
@Truvor #94
Tschuldigung für meine #89, hab ich doch glatt “;-)” vergessen … außer Dir hat’s keiner gemerkt – na ja, hat auch sonst keiner gelesen ;-)?
Tschilp
Vogel
@R_Winter #5
Das sie einfach nur den Sprit brauchten (um ihn zu verfahren oder zu verkaufen), kann natürlich nicht sein. Die Welt ist so schön einfach, wenn man jeden Menschen töten kann, weil der sonst ja noch mehr Menschen getötet hätte. Und als Beweis zeigt man seinen Teelöffel, mit dem er selbstverständlich Zutaten für Sprengstoffe abmessen wollte. Ein anderer Einsatz für Teelöffel ist bei diesen Barbaren ja gar nicht denkbar …
@noamik am 8. September 2009 um 11:43 #98
Ihre eindimensional Denkweise ist beachtlich.
Die BW hat nichts in Afghanistan verloren. Leider sind unseren Soldaten in diesen idiotisch Krieg verwickelt und wir sollten nicht voreilig urteilen. Gutmenschen, die warm sitzen, verbrennen sich nicht den Hintern, sondern die BW vor Ort.
Schröder und Fischer haben uns dort hin gebracht – wir sollten es nicht vergessen.
@R_Winter #99
Witzig eindimensionale Denkweise von jemanden vorgeworfen zu bekommen, der sich unter Tanklastern absolut nichts außer fahrenden Benzinbomben vorstellen kann und diese als die einzige unumstößliche und längst bewiesene Wahrheit darstellt.
Wohlgemerkt, ich weiß nicht was die Taliban mit den Tanklastern vorhatten. Und wie es ausschaut, weiß das außer den Taliban die dabei waren niemand so genau. Was aber alle wissen, ist dass sie offensichtlich so dumm waren die Fahrer zu erschießen um nachfolgend die Fahrzeuge im Schlamm einer Flussfurt festzufahren, wo sie sie selbst unter Einsatz von Traktoren nicht mehr frei bekamen. Soviel zum Thema Bombe …
Viel Spaß noch bei euren Ideologiespielchen. Fahrt erstmal in ein Dritteweltland des Nahen oder Mittleren Ostens bevor ihr hier krude Theorien verbreitet, wer wann was wo zu Suchen hatte und wer was mit welchem Vorsatz entwendet hat. Wer mal gesehen hat, dass der Taxifahrer Vorkasse nehmen muss, weil seine Tanknadel eh immer im roten Bereich gondelt und er einen sonst gar nicht ans Ziel bringen könnte, weiß erst, was für ein Schatz da in der Furt stand …
@noamik am 8. September 2009 um 13:40 #100
Klar, die Taliban haben drei Fahrer erschossen, damit sie ungestört den Treibstoff an die Bauern nachts verteilen konnten…
Dieses glauben nicht einmal die Afghanen vor Ort.
Übrigen war ich beruflich in über 30 Ländern tätig und kenne Lebensumstände, Kulturen und Denkweisen.
@R_Winter am 8. September 2009 um 13:50 #101
Ist schon praktisch jemandem Aussagen zu unterstellen, die dieser gar nicht getroffen hat, die lassen sich ja oft viel leichter widerlegen.
Ich rekapituliere: Sie waren schon in 30 nicht näher benannten Ländern tätig (was eigentlich tätig?) und wissen deshalb mit 100%iger Wahrscheinlichkeit, dass die Taliban die Tanklaster für Bombenanschläge vorgesehen hatten die viel mehr Opfer gefordert hätten, als das Bombardement, was nur durch letzteres im letzten Moment verhindert werden konnte.
Ich bin nur ein kleiner dummer Poster, der dieses Jahr erst ein gutes Dutzend Länder bereist hat und nur rudimentär Arabisch spricht (und da die Afghanen ja dummerweise Persisch oder Paschtu oder einen von Dutzenden anderer Sprachen sprechen vollkommen unqualifiziert). Wenn ich also darauf hinweise, dass niemand weiß, was die Taliban mit den Lastern zum Zeitpunkt des Überfalls vorhatten oder was sie zum Zeitpunkt der Bombardierung damit vorhatten und weitere Möglichkeiten aufzeige, dann ist meine Sicht eindimensional und habe keinen Einblick in irgendwas. Die Logik ist bestechend …
Eines aber weiß ich genau: wenn in der Nähe irgendeines Dorfes hier in Deutschland zwei gefüllte Tanklastwagen sich in einer Flussfurt festfahren würden, dann gäbe das einen ziemlichen Auflauf, zumal wenn dies Nachts geschähe und die Fahrer durchs Dorf gingen Hilfe zu suchen. Je weiter man von hier gen Süden und/oder Osten geht, desto größer wäre vermutlich dieser Auflauf. Man sollte bei so einem Ereignis also zwingend davon ausgehen, dass etliche Zivilisten vor Ort sein werden. Welche Konsequenzen das auf das eigene Handeln haben sollte, ist eine ganz andere Diskussion, an der ich mich noch gar nicht beteiligt habe. Mir ging es nur um die bar jeder Substanz getätigte Behauptung: ein Bombenattentat wäre die einzig(!) mögliche Erklärung für die Entführung der Laster. Diese Behauptung ist nun mal lächerlich einseitig, und das selbst wenn sie stimmen sollte, denn die hier bekannte Faktenlage lässt diesen Schluss einfach nicht zu.